Ausgabe 4/2010 - Karrieremagazin.net

karrieremagazin.net

Ausgabe 4/2010 - Karrieremagazin.net

04 2010 Wintersemester

staufenbiel

Karriere magazin

..

Das Magazin fUr Ihre Karriereplanung

Lang, länger,

lebenslang lernen

Maschinen- und Anlagenbau

Branchenporträt:

Es geht weiter aufwärts

staufenbiel.de

München

Wirtschaftsregion

mit starken Branchen

Hohe Erwartungen

Roland-Berger-Aufsichtsratschef

Burkhard Schwenker im Interview

mba-master.de


© 2010 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitglieds firmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“),

einer juristischen Person schweizerischen Rechts, ange schlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany. KPMG und das KPMG-Logo sind eingetragene Marken zeichen von KPMG International.

KPMG’s Race

Mission America

Wagen Sie den Sprung ins Ungewisse!

Stellen Sie sich vor, Sie begeben sich auf eine

Entdeckungsreise, ohne das genaue Ziel zu kennen.

Steht Ihnen der Sinn nach diesem Abenteuer?

Die Vorauswahl für die Mission America findet in der

Eifel statt. 40 Studentinnen und Studenten haben vom

13. bis 16. Januar 2011 die Gelegenheit, sich für

das Race zu qualifizieren. In verschiedenen Disziplinen

stellen Sie Ihr Fach wissen und Ihre Geschicklichkeit

unter Beweis, erleben KPMG und unsere Mitarbeiter.

Die zwei besten Teams begeben sich dann vom

14. bis 23. März 2011 auf eine interaktive Schnitzeljagd

(Geocaching) quer durch die USA.

Sind Sie bereit?

Weitere Informationen zu KPMG’s Race – Mission

America sowie zum Bewerbungs verfahren finden Sie

unter www.kpmg.de/careers.

Bewerbungsschluss: 12. Dezember 2010

KPMG. Willkommen im Team.


carl Orff

(* 1895, † 1982)

schrieb mit der Carmina Burana

das wohl bekannteste Chorstück

des 20. Jahrhunderts. Seine letzte

Ruhestätte befindet sich in der

Klosterkirche Andechs.

rolf rodenstock

(* 1917, † 1997)

verhalf dem Familienunternehmen

Rodenstock, einem Hersteller für

Brillenfassungen- und Gläsern, zur

führenden Marktposition.

claus hipp (* 1938)

Der promovierte Jurist ist Unternehmer

und Geschäftsführer des Babynahrungsherstellers

Hipp. In seiner

Freizeit musiziert er und unterrichtet

Kunst an der Kunstakademie in

Georgien.

Karl-theodor zu Guttenberg (*1971)

Der Jurist war 2009 zunächst

Bundesminister für Wirtschaft und

Technologie. Seit Oktober 2009 ist er

deutscher Verteidigungsminister.

Barbara Schöneberger (* 1974)

wurde durch die Talkshow „Blondes

Gift“ bekannt. Die Schauspielerin

und Sängerin moderierte in den

vergangenen Jahren unter anderem

den Deutschen Filmpreis und die

NDR Talk Show.

Dominik A. Hahn, 27, arbeitet als Referent

Personalmarketing bei der Allianz.

Studium: Medien und Kommunikation an der

Universität Augsburg.

Wir haben mehrere Standorte in München. Der Hauptsitz liegt aber in

Schwabing im Herzen Münchens, genau zwischen dem Englischen Garten

und der belebten Leopoldstraße. Während der Mittagspause einen Abstecher

ins Grüne zu machen ist im Sommer an der Tagesordnung. Abends geht

es oft mit den Kollegen in eine der vielen Bars. Da hat Schwabing als beliebtes

Studentenviertel Einiges zu bieten.

Vor allem für die Versicherungsbranche ist die Stadt eine wichtige Adresse.

Viele Geschäftspartner und Dienstleister sitzen in München. Für meine Arbeit

sind die kurzen Wege zu ihnen sehr nützlich. In der Freizeit ist München

die ideale Mischung aus Großstadt und ländlichem Flair. Ob Staatstheater,

Fußball oder Entspannen in den nahe gelegenen Seen und Alpen: Viel lässt

sich an nur einem Tag verwirklichen. Ein echtes Plus ist natürlich das Oktoberfest.

Der Besuch mit dem eigenen Fachbereich hat bei uns Tradition.

..

© Hi p

© NDR

arbeitslosenquote 2010: 4,5 %

arbeitslosenquote in Deutschland: 7 %

Stand: 7/2010 bzw. 10/2010

Siemens AG

Thüga Gruppe

Linde AG

Umsatz: 76 651 Millionen Euro Umsatz: 15 300 Millionen Euro Umsatz: 11 211 Millionen Euro

Mitarbeiter: 405 000

Mitarbeiter: 16 800

Mitarbeiter: 50 485

BMW

MAN

Umsatz: 50 681 Millionen Euro Umsatz: 12 026 Millionen Euro

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Top 100

Mitarbeiter: 96 230

Mitarbeiter: 47 743

in Deutschland, 08/10

Bier: 6 643 600 Liter

Alkoholfreies Bier: 130 000 Liter

Sekt: 31 111 Flaschen

Kaffee/Tee: 210 585 Tassen

Brathendl: 488 137 Stück

Schweinswürstl: 116 923 Stück

Schweinshaxen: 51 468 Stück

Claudia Fritz, 25 Jahre, Diplom-Kauffrau,

Sales Trainee bei Microsoft Deutschland.

Studium: Diplom-Betriebswirtschaftslehre in

Regensburg und Helsinki.

Seit Januar 2010 arbeite ich in Unterschleißheim bei München als Trainee

im Vertrieb. Die ersten drei Monate verbrachte ich in unterschiedlichen Abteilungen.

Mittlerweile bin ich als Partner Account Manager für zwei unserer

Distributoren zuständig.

Zwar spielen Brauchtümer in meiner täglichen Arbeit kaum eine Rolle, doch

stelle ich immer wieder fest, dass man zu bayerischen Kollegen immer

gleich einen besonderen Draht hat. Ich komme ursprünglich aus Bayern,

das Besondere an München blieb mir aber früher meist verborgen. Mittlerweile

mag ich die Vielfalt und Abwechslung hier sehr: Großstadt, aber gleichzeitig

viel Grün, die Isar und die Nähe zu den Bergen. Das ist für mich echter

Mehrwert im Vergleich zu anderen Städten und diese Kombination macht

München zu einer idealen Stadt für Leben und Arbeiten. Mein Tipp: an klaren

Tagen die Fernsicht vom Olympiaberg aus genießen.

als im Bundesdurchschnitt (5,84 €/m 2 ).

bundesweite Kaufkraft:

anzahl der hochschulen: 19

Studenten an hochschulen:

88 165 im WS 08/09

eliteuniversitäten:

Ludwig-Maximilians-Universität (LMU),

Technische Universität München (TUM)

(Gewinner der ersten Förderrunde der

Exzellenzinitiative)

Constantin von Wiedersperg, 27 Jahre, Diplom

Betriebswirt (FH), ist International Trainee im

Bereich Corporate & Investment Banking bei der

UniCredit Bank AG. Studium: Betriebswirtschaft

in Nürtingen und Sydney.

Seit Mai arbeite ich als Trainee im Bereich Corporate & Investment Banking

in München. Nach meinem Programm ist geplant, dass ich als Junior Relationship

Manager und Analyst im Bereich Asset Management & Pension

Funds eingesetzt werde. Für mich hat die bayerische Landeshauptstadt

unglaublich viel Lebensqualität.

Das zeigt sich nicht nur durch das enorme Freizeitangebot in und um München

(Englischer Garten, Seenlandschaft, Alpen), sondern auch durch ein

großes kulturelles Angebot. Die Stadt wird immer internationaler und gerade

die jungen Stadtteile haben das gewisse Etwas. Die Lebensfreude der

Münchner ist fast sprichwörtlich und zeigt sich besonders während des

Oktoberfestes. Zu dieser „Jahreszeit“ kommen die Kollegen auch gerne in

Lederhosen und Dirndl ins Büro, um nach der Arbeit gemeinsam zur Wiesn

zu gehen.

staufenbiel.de

Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

EDITORIAL

FÜRS LeBen

LIeBe LeSeRInnen unD LeSeR

„Non vitae, sed scholae discimus.” Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir. Der

römische Philosoph Seneca formulierte so seine Kritik an den Philosophenschulen im ersten

Jahrhundert nach Christus. Was nicht sein kann, darf nicht sein. Deshalb wurden Seneca später

die Worte im Munde herumgedreht – und fortan musste es heißen: „Nicht für die Schule, sondern

für das Leben lernen wir.“ Das mit dem Lernen war eben schon immer eine ernste Sache.

Jetzt ist es aber noch ernster: Wir alle sollen – besser gesagt: dürfen – ein Leben lang lernen. Die

Demografie ist schuld. Denn es wird künftig nicht genug Nachwuchs geben, um den Fachkräftemangel

zu decken und Wissenslücken zu füllen. Die Wissensgesellschaft glaubt, ein probates

Mittel dagegen gefunden zu haben: „Lebenslanges Lernen“ heißt das Rezept.

Der Begriff ist in aller Munde – und doch meint jeder etwas anderes damit. Er ist zu einem Schlagwort

für alles und jedes geworden, das mit Weiterbildung zu tun hat. Wie wichtig das Thema für

die Industrieländer ist, zeigen die vielen nationalen und europäischen Förderprogramme. Das

deutsche Bildungssystem bewegt sich aber bisher nur im Mittelfeld, wenn es um Weiterbildungsangebote

geht. Welche Auswirkungen die Vision vom lebenslangen Lernen für Absolventen und

young Professionals hat, lesen Sie im Artikel „Lang, länger, lebenslang lernen“ ab Seite 32.

Es gibt noch ein anderes Heilmittel gegen den Fachkräftemangel. Die Frauen. Sie sollen in die

Bresche springen, auch wenn es um Führungspositionen geht. Doch da sieht es bisher noch

schlecht aus – der Frauenanteil beträgt hier gerade einmal 2,4 Prozent. Und Experten sind geteilter

Meinung, ob eine Frauenquote dagegen etwas ausrichten kann (ab Seite 10).

Trotz Fachkräftemangel sind die Ansprüche an Einsteiger groß – im Maschinenbau (Seite 18)

wie in der Unternehmensberatung. Immerhin tröstlich, wenn es mal keine Jobzusage gibt: Auswahlverfahren

sind nicht unfehlbar. Das sagt Aufsichtsratschef Burkhard Schwenker vom Beratungshaus

Roland Berger gegenüber dem „Karrieremagazin“. Im Interview (Seite 14) erzählt er

außerdem, warum er nie Tischler werden wollte und wie ihn die 68er-Bewegung beeinflusst hat.

04 2010 Wintersemester

staufenbiel

Karriere

Das Magazin fUr ihre KarriereplanUng magazin

Maschinen- und Anlagenbau

Branchenporträt:

Es geht weiter aufwärts

staufenbiel.de

Karrieremagazin

ein echtes Plus

© Carl Or f 1956, Foto: Karl Baur,

Que le: Or f-Zentrum München

© Rodenstock

© w.zugu tenberg.de

Quellen: Bayerisches landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Bundesagentur für Arbeit, Stat. Bundesamt, GfK Kaufkraft Index 2010, F+B Mietspiegelindex 2009

LAng, LängEr,

LEbEnsLAng LErnEn

München

Wirtschaftsregion

mit starken Branchen

Hohe Erwartungen

Roland-Berger-Aufsichtsratschef

Burkhard Schwenker im Interview

mba-master.de

SchaufenSter

munchen

zahlen, fakten, insider-infos zur Wirtschaftsregion münchen – Das Poster zum herausnehmen

Berühmtheiten auS

münchen in zahlen

münchen

einwohner zum 31.03.2010: 1 337 565

erwerbstätige 2008: 953 900

fläche: 310,4 km 2

BiP je erwerbstätigen: 117 131 €

Kaufkraft je einwohner: 26 444 €

einwohner je km 2 2009: 4 300 25 713 €

© FOTOlIA_eRDQUADRAT

Die fünf umSatzStärKSten unternehmen in DeutSchlanD mit Sitz münchen

(Ohne BanKen unD VerSicherunGen)

OKtOBerfeSt :

SPeiSe- unD GetränKeVerBrauch 2009

mietspiegel: 9,99 €/m 2

monatliche Nettokaltmiete. Das sind 71 Prozent mehr

© ISTOCKPHOTO_MARTSKIN

hOchSchulen

inSiDer-infOS: WirtSchaftSreGiOn münchen

Die Kombination macht’s

Das gewisse etwas

© ISTOCKPHOTO_NICO_BlUe

© ISTOCKPHOTO_ HelGAMARIAH

Viel Spaß beim Lesen

Stefanie Zimmermann, Chefredakteurin

IMPReSSuM

Staufenbiel Karrieremagazin · Gegründet 2001 · 10. Jahrgang

Das Staufenbiel Karrieremagazin berichtet für Studierende,

Absolventen und young Professionals aktuell über

Wissenswertes aus den Bereichen Studium, Job und Karriere.

Es erscheint mit einer Auflage von 130.000 Exemplaren

bundesweit viermal jährlich. Die nächste Ausgabe

ist im April erhältlich. Staufenbiel Karrieremagazin ist unabhängig

und wird an Hochschulen und im Umfeld sowie

auf Fach- und Hochschulmessen kostenfrei verbreitet.

Es kann von Dozenten, Studenteninitiativen und Hochschuleinrichtungen

kostenfrei im Abonnement bezogen

werden.

copyright 2010 by Staufenbiel Institut Gmbh

Herausgegeben von Staufenbiel Institut GmbH

Postfach 10 35 43, 50475 Köln,

Tel.: +49 (0)221/91 26 63 0, Fax: +49 (0)221/91 26 63 9

E-Mail: karrieremagazin@staufenbiel.de,

Internet: www.staufenbiel.de/karrieremagazin

ISSN 1860-7667

Chefredakteurin (V.i.S.d.P.): Stefanie Zimmermann (SZ)

Redaktion: Claudia Feuerer (ClF), Eva Flick (EF), Thomas

Friedenberger (TF), Julia Heilig (JH), Susann Kobs (SK),

Heinz Peter Krieger (HK), Ina Oberhoff (IO), Birgit Rogge (BR)

Lektorat: Susann Kobs, Ina Oberhoff

Herausgeberin: Birgit Giesen

staufenbiel.de

Sales Director: Holger Fäßler, Telefon: 0221/91 26 63 33,

E-Mail: holger.faessler@staufenbiel.de

Anzeigenmarketing: Bert Alkema, Nadine Eppmann,

Christiane Fuchs, Isabelle Fütterer, Anne Moog, Nina Otto

vor dem gentschen Felde, Thorsten Volpers

Client Support: Maria Gorki, Natascha Wiedenfeld

Finanz- und Rechnungswesen: Britta Janshen

Marketing/Distribution: Karen Herold, Melanie Perrone

Design: yvonne Bäumgen, Simon Pietsch

Leitung Grafik und Produktion: Simon Pietsch

Online-Redaktion: Kirsten Gregus, Maurice Hein,

Desislava Mohrmann

Titelfoto: © photocase_cydonna

Redaktion und Verlag sind stets bemüht, sowohl redaktionelle

Beiträge als auch Anzeigen daraufhin zu prüfen,

dass Formulierungen nicht gegen geltendes Recht, insbesondere

gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

verstoßen. Sollte im Einzelfall eine Formulierung

von der Rechtsprechung als diskriminierend bewertet

werden, weisen wir bereits jetzt darauf hin, dass wir

uns von jeder Art der Diskriminierung distanzieren und

dies jedenfalls nicht die Ansicht der Redaktion darstellt.

Soweit in redaktionellen Beiträgen und in Beiträgen von

Kunden ausschließlich oder überwiegend die maskuline

Form verwendet wird, erfolgt dies lediglich aus Gründen

der Lesbarkeit und stellt in keinem Fall eine Wertung

gegenüber weiblichen Personen dar. Entsprechend ist

mit dem Gebrauch des Begriffs „young Professionals“

keine Diskriminierung hinsichtlich des Alters intendiert,

sondern es soll lediglich die Gruppe der Berufseinsteigerinnen

und Berufseinsteiger angesprochen werden.

Sofern Sie sich durch Inhalte dieser Publikation benachteiligt

fühlen, bitten wir Sie, sich mit unserer Beauftragten

für Gleichbehandlung, Frau Nadine Eppmann,

nadine.eppmann@staufenbiel.de, in Verbindung zu setzen.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Online-

Dienste und Internet sowie Vervielfältigung auf Datenträgern

wie CD-ROM, DVD-ROM etc. dürfen nur nach vorheriger

schriftlicher Genehmigung des Verlages erfolgen.

Die einzige Ausnahme ist das Fotokopieren mit Quellennachweis

durch Career Services und Hochschulteams,

Hochschulmitarbeiter und studentische Vereine zum

Zweck der Berufsberatung.

Die Inhalte der Artikel geben nicht notwendigerweise die

Meinung der Redaktion wieder. Die Informationen in dieser

Publikation sind sorgfältig recherchiert und geprüft

worden, dennoch kann keinerlei Garantie übernommen

werden. Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden

ist ausgeschlossen. Staufenbiel Karrieremagazin

wird von Staufenbiel Institut als Teil der Group

GTI herausgegeben. GTI ist Europas führender Karriere-

Verlag für Nachwuchsakademiker.

3


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

InHALt

Mensch und Maschine 18

Branchenreport: Maschinen- und

Anlagenbau im Aufwind

tIteL 32

tIteL

Lang, länger, lebenslang lernen 32

Niemals ausgelernt: Was lebenslanges

Lernen wirklich bedeutet

KOMPAKt

news, Karrierekalender,

Leserfrage, Web-Schaukasten,

Internetsplitter 06

eInStIeG

Keine zigarren 10

Mit Quote oder ohne? In den Führungsetagen

ist der Frauenanteil noch mau –

das soll sich jedoch ändern

„natürlich ist das anstrengend“ 14

Aufsichtsratschef Burkhard Schwenker

von Roland Berger über Erwartungen an

Nachwuchstalente in der Unternehmensberatung

Mensch und Maschine 18

Branchenreport: Es läuft wieder im

Maschinen- und Anlagenbau

„natürlich ist das

anstrengend“ 14

Im Interview: Aufsichtsratschef

Burkhard Schwenker von der

Beratungsgesellschaft Roland Berger

tHeMA:

Wirtschaftsregion

München

Bei den Mönchen 24

Was München als Wirtschaftsregion

so stark macht

Schaufenster München 26

Zahlen, Fakten, Insider-Infos zur

Wirtschaftsregion München –

zum Herausnehmen

„Magnet für talentierte Köpfe“ 28

Der Münchener Wirtschaftsreferent

Dieter Reiter im Interview

cAMPuS

Die Ich-Marke 38

Eindruck machen mit gutem

Selbst-Marketing

Wirtschaftsregion

München 24

Erfolg einer Wirtschaftsregion

Heute, morgen, irgendwann 42

Aufschieberitis bekämpfen, damit aus

aufgeschoben kein aufgehoben wird

Blind Date mit unternehmen 46

Anonyme Bewerbungen: Was noch

vom Lebenslauf übrig bleibt

Überzeugend bewerben 48

Tipps für die erfolgreiche Bewerbung

von Career-Service-Experten

RuBRIKen

Impressum 3

Karrierefragebogen 50

„Immer weiter lernen“: yahoo-

Deutschland-Chef Terry von Bibra

fand über Umwege zu seinem Beruf

staufenbiel.de

mba-master.de

staufenbiel.de/twitter

staufenbiel.de/facebook

4 staufenbiel.de


Sei bereit für das Unerwartete:

www.spannende-jobs.de

Wer gibt dem schönsten Spiel der Welt ein unvergleichliches Zuhause? Wer berechnet die Folgen

des Klimawandels für den Alltag? Im Team der Allianz können Sie innovative Lösungen entwickeln.

Wir suchen engagierte Absolventen und Young Professionals, die mit uns gemeinsam

über gewohnte Grenzen hinaus denken. In einem Job, der ständig neue Perspektiven bietet:

www.spannende-jobs.de


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

KOMPAKT Meldungen

Interview

© Die Linke NRW

„Ich hatte weiche Knie“

Im Interview: Niema Movassat, 26 Jahre, jüngster Bundestagsabgeordneter

der Linken, über sein erstes Jahr im Bundestag.

Vor einem Jahr berichteten Sie uns über Ihr Lampenfieber vor Ihrer

ersten Rede im Bundestag. Wie war es denn?

Ich hatte ziemlich weiche Knie vor der ersten Rede. Unmittelbar davor,

während ich wartete aufgerufen zu werden, wurde ich auch immer

nervöser. Aber dann klappte es erstaunlich gut. Mittlerweile bin ich

zwar nach wie vor ein wenig aufgeregt, aber der Spaß überwiegt deutlich.

Und nach mittlerweile neun Reden hat sich schon eine gewisse

Routine eingespielt.

Haben Sie sich Ihren Arbeitsalltag so vorgestellt?

Nicht ganz. Denn relativ viel Zeit geht mit organisatorischer Arbeit verloren.

Das hatte ich so nicht erwartet. Erstaunlich ist auch, wie viel

Zeit die Arbeit im Ausschuss in Anspruch nimmt. Dass aber insgesamt

sehr viel zu tun ist, war mir klar. Und genau so ist es gekommen.

Hilft Ihr Jurastudium bei der täglichen Arbeit?

Ja, es hilft mir doppelt. Zum einen inhaltlich bei vielen Fragestellungen,

die die Entwicklungspolitik betreffen. Zum anderen ist man

als Jurist darin geschult, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten.

Und neue Themen gibt es ständig. Es ist also genau das richtige Handwerkszeug

für die Arbeit im Bundestag.

Niema Movassat hat nach neun Reden im Bundestag

schon Routine

Womit verbringen Sie den größten Teil Ihrer Zeit?

Mit dem Lesen von Papier und E-Mails für die Fraktion und für den Ausschuss.

Außerdem muss ich viel lesen, um mich inhaltlich fit zu halten

und in neue Themen einzuarbeiten.

Welche persönliche Begegnung im Bundestag hat sie am meisten

beeindruckt?

Der Besuch des an den Rollstuhl gefesselten brasilianischen Fischers

Carlos Oliveira im Bundestag. Er hat durch den Bau eines deutschen

Stahlwerks in Brasilien seine Lebensgrundlage verloren. Der Bau des

Werks hat dazu geführt, dass die Fischbestände in seiner Heimat

massiv zurückgegangen sind. Die einhergehende Vergiftung des Wassers

und das Vorgehen des Wachschutzes der Betreiberfirma haben

sein Leben bedroht. Heute lebt er im Untergrund und muss durch ein

brasilianisches Menschenrechtsschutzprogramm geschützt werden.

Ein sehr bewegendes, trauriges Schicksal.

EF

Lese-Tipp

Mut zur Frechheit

Mehr Gehalt, weniger Stress – dazu sagt niemand nein. Trotzdem

fällt es vielen schwer, Verhandlungen für sich zu entscheiden oder

der Perfektion Adieu zu sagen. Der Autor Klaus Schuster glaubt, das

Erfolgsrezept fürs Berufsleben zu kennen. In „Der freche Vogel fängt

den Wurm“ formuliert er die Zutaten:

Frech ohne respektlos zu sein, es sich so leicht machen wie möglich

und trotzdem seine Ziele erreichen. Wie das funktionieren soll,

schildert der Manager auf 224 Seiten mit allerlei Empfehlungen und

Beispielen. So entwirft er Führungsprinzipien für Manager, die keine

Business School lehrt. Einfühlungsvermögen

gegenüber den Mitarbeitern, dies

sei die Grundlage für emotionale Führung.

Zur Umsetzung gehöre Mut und

die Courage, Dinge anders zu machen,

so Schuster. Doch ist die Grenze zwischen

Mut und Dreistigkeit oft dünn. Die

Mitte zu treffen, ist die Herausforderung.

(Redline 2010, 16,95 €)

IO

© Redline

Google zieht

Wer ein erfolgreiches Sachbuch schreiben möchte, kann heute auf

dem Cover das Wort „Google“ unterbringen und hat so scheinbar schon

einen Teil des Erfolgs verbucht. Nach „Die Google-Falle“, „Das Google-

Imperium“, „Was würde Google tun“ nun also: „Der Google-Effekt“ vom

Ex-Chief-Information-Officer des Unternehmens. Es soll bei dem Buch

um „Strukturiert denken im digitalen Zeitalter“, so der Untertitel, gehen.

Doch schnell verrät das Werk, worum es eigentlich geht. Der Autor

schreibt, nachdem er das Mail-Programm des Suchmaschinenbetreibers

umfangreich gewürdigt hat: „Mir gefällt an Google Mail außerdem,

dass...“ Spätestens da reicht’s dem aufgeklärten Leser wirklich

und man fragt sich, warum Werbeschriften

dieser Art noch gedruckt werden müssen.

Meine Empfehlung: Stellt die Schrift ins Netz

und lasst sie suchen. Wer diese „Information“

wirklich braucht, wird sie auch finden. Die anderen

könnten dann das Geld fürs Buch sparen.

(Südwest Verlag 2010, 19.95 €) TF

© Südwest

6

staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Meldungen KOMPAKT

LESERFRAGE

Relevante Zeugnisse

Sie haben Fragen zur Karriereplanung, Bewerbung

oder Arbeitsrecht? Unsere Experten

sind für Sie da. Schicken Sie Ihre Frage an:

karrieremagazin@staufenbiel.de – und vielleicht

lesen Sie schon im nächsten Heft die

Antwort darauf.

© photocase/tm

DIE FRAGE: In einem Bewerbungsgespräch

wurde ich gefragt, warum ich mein Abiturzeugnis

nicht mitgeschickt habe. Ich sagte,

es gäbe keinen Grund. Doch den gibt es: Ich

hatte mit einer 3,7 eine schlechte Note. Nun

soll ich mein Zeugnis nachreichen. Jetzt sieht

es so aus, als wollte ich die Note vertuschen.

Was soll ich sagen, falls mich der Personaler

darauf anspricht? Lara H. aus Bremen

DIE ANTWORT: Um die Frage im Allgemeinen zu

beantworten: Wenn es sich um eine Bewerbung

zum Beispiel auf einen Ausbildungsplatz

oder den ersten Job nach dem Examen handelt,

dann sollte das letzte Zeugnis beigelegt

werden. Ein Bewerber, der über einige Jahre

Berufspraxis verfügt, hat sicher praxisrelevantere

Zeugnisse vorzulegen, so dass das

Abiturzeugnis keinen Mehrwert für das Unternehmen

darstellt. In Ihrem Fall ist es nun so,

dass Sie das Abiturzeugnis nachreichen sollen.

Das bringt Sie zumindest in die Situation,

sich darüber Gedanken zu machen, weshalb

Sie es nicht eingereicht haben. Die Aussa-

ge, Sie haben es ohne Grund nicht beigelegt,

kann etwas gedankenlos wirken.

Ich empfehle Ihnen in diesem besonderen

Fall, das Zeugnis mit einem netten Anschreiben

nachzureichen. Greifen Sie zu Stift und

Papier, fassen Sie das Bewerbungsgespräch

noch einmal sachlich zusammen, bedanken

Sie sich für das freundliche Gespräch und

bekräftigen Sie noch einmal Ihren Wunsch,

für das Unternehmen tätig zu werden. In der

Anlage reichen Sie, wie besprochen, Ihr Zeugnis

nach. Dies können Sie in einem Nebensatz

erwähnen. Sollten Sie dann noch einmal angesprochen

werden, bleiben Sie bei Ihrer Aussage,

dass Sie das Zeugnis nicht als relevant

betrachtet haben und es aus diesem Grund

nicht beigelegt haben.

unsere expertin

Sylvia Schnödewind, Bewerbungs-Coach

aus Düsseldorf, beantwortet für das

Karrieremagazin Fragen zum Arbeitsrecht.

Karrierekalender Wintersemester 2010/2011 –

November bis März

24.-25.11.2010 Absolventenkongress, Köln,

absolventenkongress.de

01.12.2010 JOBcon Finance, München, iqb.de

08.12.2010 JURAcon, Stuttgart, iqb.de

18.-19.01.2011 bonding, Kaiserslautern, bonding.de

02.02.2011 ScieCon, München, sciecon.bts-ev.de

03.-04.02.2011 Ikom Bau,

München ikom.tum.de/students/bau

06.03.2011 MBA-Day, München e-fellows.net

17.03.2011 World MBA Tour, Frankfurt, mba-gate.de

26./27.03.2011 horizon, Stuttgart, horizon-messe.de

Studenten-Wettbewerb

Berlin aus der Hosentasche

Eine innovative Geschäftsidee möchte jeder haben

und das nötige Startkapital dazu. Manchmal geht

es aber auch mit kleinen Mitteln. Die BWL-Studenten

Marcel Kaiser, Anna Kendeva, Christoph Ohm und

Ingo Kugler brauchten nur fünf Euro, um die Reiseführer-Branche

zu beeindrucken und den ersten

Platz beim diesjährigen Funpreneur-Wettbewerb der

FU Berlin zu gewinnen. Sie entwickelten den Pocket

Sight, einen Berliner Stadtplan mit 18 Sehenswürdigkeiten,

kleinen Anekdoten und Quizfragen, der in jede

Hosentasche passt.

© Pocket Sight

Das Team hatte fünf Wochen Zeit, die Idee zu planen, umzusetzen

und schließlich auch zu verkaufen. „Allein die Recherche hat schon

zwei bis drei Wochen in Anspruch genommen“, sagt Marcel Kaiser.

Daneben mussten sie auch Sponsoren und Abnehmer für ihren

Stadtplan finden. Innerhalb von kurzer Zeit waren die 250 Exemplare

der ersten Auflage ausverkauft. Nach diesem Erfolg stand die Gründung

einer echten Firma außer Frage. Gespräche mit der Bank sind

bereits in vollem Gange. „Wenn die Firmengründung abgeschlossen

ist, geht die zweite Auflage auch in den Druck“, so Kaiser. SK

staufenbiel.de

7


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

KOMPAKt Internet-Splitter

© MARTIN KRUG

WeB-ScHAuKASten

Fallstudie zum Üben

Wer sich in der Consultingbranche bewirbt,

muss auf die Teilnahme an einer Fallstudie

gefasst sein. Testen Sie an einer realen

Fallstudie von Roland Berger Strategy

Consultants, ob Sie das Zeug zum Berater

haben. Die Fallstudie mit Muster-Lösung,

weitere Infos und Tipps zum Thema finden

Sie unter staufenbiel.de/fallstudien.

MBA-Quiz

Sie wissen, dass MBA die Abkürzung für

Master of Business Administration ist.

Aber wissen Sie auch, wann man ein MBA-

Studium am besten beginnen sollte? Oder

welche Rolle Rankings bei der Auswahl

einer Business School spielen? Testen

Sie Ihr MBA-Wissen in unserem Quiz auf

mba-master.de/mba-quiz. Gleichzeitig erhal

ten Sie Tipps zu verschiedenen MBA-

Themen.

Schlüsselkompetenzen perfektionieren

Ob Teamarbeit, Konfliktmanagement oder

Rhetorik: Soft Skills nehmen einen immer

höheren Stellenwert ein. Aber wie verbessert

man die eigenen Fähigkeiten? Career

Club Mitglieder können jetzt in den eigenen

vier Wänden mit einer interaktiven

e-Ausbildung zum Experten für Schlüsselkompetenzen

werden. Alles auf einen Klick

unter staufenbiel.de/careerclub.

© FOTOLIA_ ALExANDER yAKOVLEV

„YOutuBe FüR FachBücheR“

Im Interview: Martin Fröhlich, 27, gründete mit Freunden

das Internet-Portal Paperc.de. User können Fachliteratur dort online

kostenfrei lesen.

Martin Fröhlich:

„Der amerikanische

Markt ist die zukunft“

Viele Menschen wollen keine schweren Bücher schleppen, aber Sie

haben gleich eine Geschäfts idee daraus gemacht...

Ja. Felix Hofmann, ebenfalls Gründer von Paperc.de, kam auf die Idee. Während seiner Diplomarbeit

pendelte er zwischen St. Gallen und Berlin und musste wegen der Bücher ständig übergepäck

zahlen. Ich kam gerade aus China und kannte das Problem auch.

Daher entwickelten wir den Business-Plan für ein youtube für Fachbücher.

Wie konnten Sie die Fachbuchverlage überzeugen, dass sie die digitalen Kopien der Literatur

kostenlos zur Verfügung stellten?

Die Verlage kennen die Situation, Print gibt es bald nur noch On-Demand und Google Books ist

auf Dauer keine Lösung. So kam der Stein ins Rollen. Inzwischen haben wir über etwa 6 500

Fachbücher von mehr als 50 Verlagen im Angebot.

Wird eine Seite kopiert oder bearbeitet, muss der Kunde zehn cent bezahlen. Kopieren ist billiger.

Wir verlangen zwar zehn Cent, dafür gibt es aber auch alle Zusatzfunktionen, die dem Studenten

viel Arbeit abnehmen. Er kann etwa Sätze markieren, bearbeiten und Fußnoten setzen.

Wie geht es denn weiter mit Paperc.de?

Fest steht: Paperc.de wird nächstes Jahr expandieren. Der amerikanische Markt ist die Zukunft,

deswegen wollen wir in New york mit den dortigen Verlagen verhandeln.

SK

DIe MIt DeM DOKtOR tAnzen

Während deutsche TV-Sender noch Gesangstalente suchen, ist die Internet-Gemeinde schon

weiter. Sie konnte online den Gewinner des Wettbewerbs „Tanze deine Doktorarbeit“ („Dance

your Ph.D“) küren. Das renommierte Magazin „Science“ hatte den diesjährigen

Wettbewerb ausgerufen, um Außenstehenden das Thema wissenschaftlicher

Arbeiten einmal anders, nämlich tänzerisch, näherzubringen. 45 tanzende

Doktoren nahmen mit ihren Teams am Wettbewerb teil und reichten ihre

Videos ein. Diesjährige Gewinnerin: Maureen McKeague. Ihre quirlige Gruppen-

Performance im Bereich Chemie stellt die Anreicherung des Moleküls Homocystein dar. Wer

am Ende nicht so genau weiß, was ihm die Darbietung sagen wollte: Es gibt eine Erläuterung

zum Nachschauen. Die Videos gibt es auf sciencemag.org.

IO

tutORen AuS DeM netz

Daheim alleine lernen mag effizient sein. Doch sobald Fragen auftreten,

auf die man selbst keine Antworten findet, ist Hilfe nötig. An

diesem Punkt setzt die Internet-Nachhilfe Sofatutor an. Die Online-

Lernplattform von den Berliner Studenten Stephan Bayer und Andreas

Spading bietet Videos, die in zehn Minuten Lerninhalte vermitteln.

Nach jedem Video kann der User zur Selbstkontrolle einen

Test absolvieren, um sein neu gewonnenes Wissen zu überprüfen.

Auch fasst das Portal mehrere Videos zu einem bestimmten Thema

in Kursen zusammen. Das Angebot richtet sich an Schüler, Studenten

und Auszubildende.

Zu den über 2 000 Videos kommen ständig neue dazu. Die Bewertungs-

und Kommentarfunktion geben dabei Aufschluss über

Qualität und Effizienz des Videos. Jeder kann ein Nachhilfe-Video

produzieren und der Plattform anbieten. Bei Eignung winkt die Be-

teiligung an Einnahmen, die Sofatutor aus kostenpflichtigen Abonnements

erzielt. Und Abos sind meist günstiger als Stunden beim

Nachhilfelehrer.

IO

© FOTOLIA_ SHOCK

8

staufenbiel.de


Wir nicht! Bei Roland Berger ist jeder fünfte Consultant eine Frau.

Das ist uns zu wenig. Denn die kreativsten Ideen kommen aus gemischten

Teams. Wir sind für alle High-Potentials ein attraktiver Arbeitgeber.

Nicht zufällig sind wir seit 2005 als erste Unternehmensberatung mit

dem Siegel „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden. Zurecht?

Machen Sie sich selbst ein Bild – Sie können nur gewinnen!

PERSÖNLICHKEIT ZÄHLT. WWW.KARRIERE.ROLANDBERGER.COM


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Frauen und Karriere

Keine

Zigarren

die die deutschen Hochschulen verlassen als Absolventen.

Doch schon bei den abgeschlossenen Promotionen sind die

Männer in der Überzahl.

Wissen’s? Sie rauchen halt keine Zigarren!“ Ein

Chauvi-Spruch. Gerichtet vor Jahren an eine aufstrebende

Managerin. Im Mai berichtete sie auf

dem Forum „Deutschlands Chefinnen“ von dieser Begegnung.

Die Personalberatung Odgers Berndtson hatte 30

Top-Managerinnen nach Frankfurt eingeladen. Das Thema

des Forums: Sinn und Unsinn der Frauenquote. Die Frauen

mussten eingestehen, dass die wenig charmanten Worte des

Zigarren-Liebhabers und ehemaligen Vorgesetzten der aufstrebenden

Managerin zwar nicht zum Rauchen animieren

sollten, aber doch ein Fünkchen Wahrheit enthielten. Frauen

netzwerken einfach zu wenig. Und das ist auch ein Grund,

warum Männer die höheren Management-Etagen besetzen

und nicht ihre weiblichen Kollegen.

Die Personalberater von Odgers Berndtson nahmen in einer

Studie die 500 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands

unter die Lupe. Und eine Lupe schadet nicht, wenn

man nach Frauen im Topmanagement sucht. Frauen besetzen

gerade einmal 2,4 Prozent aller Positionen im Vorstand

und in der Geschäftsführung. Ähnlich die Zahlen in der

deutschen Hochschullandschaft. Laut Statistischem Bundesamt

stehen 6 700 Wissenschaftlerinnen 38 600 männlichen

Professoren gegenüber. Dabei gibt es mehr Absolventinnen,

10

© ISTOCKPHOTO_ terex

Verbindliche Quote

Der Ruf nach einer verbindlichen Frauenquote wird lauter

und viel diskutiert. Aber braucht Deutschland eine Quote?

Familienministerin Kristina Schröder sagt ja. Wenn es nach

ihr geht, soll ein freiwilliger Kodex dafür sorgen, dass jeder

fünfte Vorstandssessel in Deutschland 2015 mit einer

Frau besetzt ist. Wenn dem nicht so ist, müsse ein Gesetz

her, dass die Unternehmen zu einer Quote zwingt. Aber sie

hofft auf Einsicht. „Es spricht sich herum, dass es nicht im

ökonomischen Interesse der Unternehmen ist, die Hälfte

des Begabtenpools zu ignorieren“, sagt sie gegenüber einer

Wirtschaftszeitung.

Denn Diversität gilt inzwischen als Wettbewerbsvorteil.

Nicht nur bei der Regierung, sondern auch bei Anlegern.

Eine Studie der Vereinten Nationen belegt, dass US-Unternehmen

mit hoher Frauenquote eine um 42 Prozent höhere

Umsatzrendite haben als rein männlich geführte Unternehmen

der Konkurrenz. Denn die Zusammenarbeit unter den

Kollegen ist anders, wenn mehr Frauen im Team sind.

„Frauen zeichnen sich durch bessere Kommunikationsfähigkeit

aus. Sie denken und handeln teamorientierter, um

wirklich alle Teammitglieder zu integrieren“, sagt Christopher

Gandaa, Regional Staffing Manager beim Automobilzulieferer

Johnson Controls. „Und da heute alles in Teams

entwickelt wird, ist das nicht unwichtig.“

Und auch ein anderer Punkt ist gerade für ein Unternehmen

der Automobil- und Zulieferbranche entscheidend:

„Ingenieurinnen haben eine eigene Sicht auf die Technik“,

berichtet Christopher Gandaa. Studien haben gezeigt, dass

es immer öfter Frauen sind, die beim Neuwagenkauf entscheiden.

„Und Frauen haben andere Ansprüche an eine Innenraumgestaltung

als Männer.“

staufenbiel.de


Karriere ohne „Old Boys‘ Club“ ist gar nicht

so einfach. Das wissen Frauen eigentlich,

dennoch netzwerken sie zu wenig. Die

Frauenquote soll’s jetzt richten.

Weiblicher Blick

Der weibliche Blick kann dann schon bei der Entwicklung

berücksichtigt werden. Die demografische Entwicklung

ist ein weiterer Aspekt. „Wir haben heute schon zu wenig

Fachkräfte“, meint Gandaa, „und auf mittlere Sicht kann es

sich kein Unternehmen leisten, auf qualifizierte Nachwuchskräfte

zu verzichten.“

Aber kann eine Quote – egal ob per Gesetz oder freiwillig

– Abhilfe schaffen? Nur 44 Prozent der befragten

Managerinnen der Odgers-Berndtsons-Studie sagt eindeutig

ja. Die übrigen meinen zwar, dass eine Quote eine gewisse

Appellfunktion hätte, allerdings sehen sie die Gefahr, als

Quotenfrau abqualifiziert zu werden.

Für die Quote sprechen Ergebnisse, die skandinavische

Länder vorweisen können. In Norwegen etwa waren innerhalb

weniger Jahre von 500 börsennotierten Unternehmen

40 Prozent aller Aufsichtsratsplätze mit Frauen besetzt.

Davon ist Deutschland Meilen entfernt, wie eine Studie des

Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW)

belegt. Beispiel: Finanzbranche. Obwohl die meisten Beschäftigten

im Finanzsektor Frauen sind, ist ihr Anteil in

den Vorständen geringer als zwei Prozent. Tendenz steigend?

Mitnichten. „Insgesamt hat sich im Vergleich zu den

Vorjahren an der Zusammensetzung der Spitzengremien

kaum etwas verändert“, sagt DIW-Expertin Elke Holst.

Für Gabriele Stahl, Partnerin bei Odgers Berndtson,

kann es nur eine Schlussfolgerung geben: „Deswegen ist die

freiwillige Selbstverpflichtung, die sich einige Großunternehmen

mit der Einführung einer konkreten Frauenquote

aktuell auferlegt haben, sehr zu begrüßen.“

Preisgeld auf

100.000 Euro erhöht!

Postbank

Finance Award 2011

– der Hochschulwettbewerb

der Extraklasse

Teilnehmen, qualifizieren – und in jedem Fall gewinnen.

Denn Mitmachen heißt: Sie treten im Team an, setzen sich

mittels professioneller Methodik mit dem Thema auseinander,

entwickeln Thesen und präsentieren diese als Essays.

Die fünf bestplatzierten Wettbewerbsbeiträge werden mit

insgesamt 100.000 Euro prämiert und in breiter Öffentlichkeit

vorgestellt. Die hohen fachlichen Anforderungen sind in

der Bankenbranche bekannt. Große Wertschätzung genießen

die innovativen Themenstellungen. Und – Sie haben

durch Ihre Teilnahme bewiesen, dass Sie mehr können und

wollen, als viele andere.

Das Thema 2011:

Stabilisierung der Europäischen Währungsunion

und Implikationen für Private Geldanlage

Die Beiträge des Finance Award 2010 und ausführliche

Informationen, auch zur Anmeldung, finden Sie hier:

www.postbank.de/financeaward

International abgeschlagen

Denn auch im internationalen Vergleich steht Deutschland

schlecht da. Laut des „Global Gender Gap Report 2009“

ist in Deutschland die Gleichberechtigung erst zu 75 Prozent

umgesetzt. Länder wie Island, Finnland, Norwegen

und Schweden kommen auf über 80 Prozent. Grund für das

staufenbiel.de


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Frauen und Karriere

INSIDER-SICHT

Sabine Wilhelm, 45 Jahre, ist Werkleiterin bei

Cargill Texturizing Solutions in Hamburg.

schlechte Abschneiden sind die großen Gehaltsunterschiede.

Durchschnittlich verdienen Frauen 23 Prozent weniger als

Männer. In den Führungsetagen sogar 29 Prozent weniger.

Um ein Zeichen zu setzen, hat deswegen ein bundesweites

Aktionsbündnis den „Equal Pay Day“ ins Leben gerufen,

der in diesem Jahr am 26. März stattfand. Der Tag macht

auf die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern

aufmerksam. Denn bis zum 26. März des Folgejahres müssen

Frauen arbeiten, um für die gleiche Arbeit auf das durchschnittliche

Jahresgehalt von Männern zu kommen.

Doch sämtliche Appelle nutzen wenig, wenn Frauen

nicht selbst aktiv werden. Frauen müssen besser netzwerken.

Und nicht nur privat. „Frauen brauchen Netzwerke, aber

keine Seilschaften“, betont Margarete Haase, Vorstandsmitglied

beim Motorenbauer Deutz. Aber – und darauf legen

Frauen, anders als Männer, Wert – keinen „Women Only

Club“, sondern gemischte Netzwerke. Eben anders als die

„Old Boys’ Clubs“ der männlichen Führungsriegen. Denn

Letztere helfen Frauen wenig. 71 Prozent der Managerinnen

beklagen in der Studie, dass die existierenden Netzwerke zu

wenig auf Frauen zugeschnitten seien.

Fehler

Allerdings räumen die befragten Managerinnen Fehler ein.

Frauen falle es tendenziell schwerer, Netzwerke für die eigene

Karriere einzusetzen. Sie empfinden das als Vetternwirtschaft

und wollen lieber durch Leistung überzeugen. Skrupel,

die männliche Kollegen offenbar nicht kennen.

Ebenso anerkannt

Bei der Entscheidung für die Studienrichtung Lebensmitteltechnologie

stand für mich die Frage nach meinen persönlichen Interessen und Zukunftschancen

im Vordergrund. Der Frauenanteil dieser Fachrichtung

lag in der DDR bereits bei etwa 80 Prozent. Frauen als Ingenieure im

Maschinenbau waren durchaus üblich. Dass das in den alten Bundesländern

eher die Ausnahme war, wurde mir erst nach der Wende bewusst.

Es freut mich daher umso mehr, dass heute deutschlandweit

immer mehr Frauen die technischen Studienrichtungen wählen. Rückblickend

auf meine berufliche Laufbahn habe ich meine Berufswahl

nie bereut. Wenn die Leistung stimmt, sind Frauen in einer Führungsposition

ebenso anerkannt wie Männer. Wichtig für Frauen, die sich

in typischen Männerberufen etablieren möchten, sind sicherlich ein

gutes Selbstvertrauen und die Unterstützung von Vorgesetzten, Kollegen

und der Familie.

Kinder sind übrigens kein Karrierekiller, wie es so oft heißt.

Keiner der befragten Frauen der Odgers-Berndtson-Studie

führte Mutterschutzzeiten oder Probleme bei der Kinderbetreuung

als Karrierehemmnis an. Immerhin 44 Prozent

von ihnen haben Kinder. Das Problem, alles unter einen

Hut zu kriegen, gibt es zwar. Allerdings lässt es sich lösen.

Offensichtlich. Auf dem Treffen in Frankfurt berichtete eine

Teilnehmerin von dem Entsetzen des Chefs, als er von ihrer

Schwangerschaft erfuhr. „Sie kriegen ein Kind? Mit Kind

geht so etwas nicht“, hatte er prophezeit. Dass seine Mitarbeiterin

bereits Mutter war, hatte er nicht einmal bemerkt.

Eva Flick

Frauen machen Geschichte und Karriere

1754:

Dorothea Erxleben wird als erste Frau

zur Promotion an der Universität

Halle zugelassen

1963:

Erste Frau im All ist die

Russin Valentina Tereschkowa

2005:

Angela Merkel wird erste

deutsche Kanzlerin

© Deutscher Bundestag/

Lichtblick/Achim Melde

Heute/2010:

Anteil von Frauen im Topmanagement in

deutschen Unternehmen: 2,4 Prozent

© Fotolia_buket bariskan, iStock_jgroup,

Fotolia_helix, Fotolia_krizz7, iStock_jgroup

1903:

Marie Curie erhält als erste Frau

den Nobelpreis (für Physik)

1918/1919:

Rat der Volksbeauftragten beschließt

das Frauenwahlrecht in Deutschland

(1919 erste Wahl)

2009/2010:

Im WS 2009/2010 sind von 2 119 485 Studenten an

deutschen Hochschulen 1 013 970 Frauen. 182 996

Frauen nahmen im WS 2009/2010 das Studium auf

12

staufenbiel.de


Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität.

Mit Ihnen.

Für den besten Weg in die Zukunft der Mobilität haben wir einen einzigartigen

Kompass – die Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Fähigkeiten

jedes Einzelnen und die Möglichkeit, sich ständig weiterzuentwickeln,

entstehen in den Teams zukunftsfähige Produkte und unkonventionelle Lösungen.

Nicht nur in der Forschung und Entwicklung, sondern z. B. auch in der Produktion,

Logistik, im Vertrieb, Einkauf oder in der Informationstechnologie. Nur so überzeugen

wir unsere Kunden auch weiterhin mit Automobilen, die in puncto Komfort,

Sicherheit und Verbrauch die Richtung vorgeben. Ihr Weg in die Zukunft startet hier.

In einem Konzern, in dem alles möglich ist, weil Sie es möglich machen.

Jetzt bewerben unter: www.career.daimler.com


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Interview

Als Kind haben Sie sich gewünscht, Landwirt

oder Pastor zu werden. Für einen Aufsichtsratschef

ist das durchaus ungewöhnlich.

Eigentlich nicht. Ich bin in einem Dorf

in Ostwestfalen großgeworden – und

da gab es viele Landwirte. Die Aussicht,

Trecker zu fahren, war für mich

als Junge besonders anziehend. Und

dass ich Pastor werden wollte, hatte

keinen religiösen Hintergrund. Auch

daran war die dörfliche Umgebung

nicht ganz unschuldig. Auf dem Land

gibt es immer bestimmte Persönlichkeiten,

die eine Rolle spielen. Das sind

vor allem der Pastor, der Schuldirektor

und der Arzt.

Sie sind sieben Jahre CEO bei Roland Berger

gewesen und nun Aufsichtsratschef. Haben

Sie sich an den neuen Posten gewöhnt?

Ja, aber es ist schon ein Unterschied.

Der CEO ist ja auch dafür verantwortlich,

dass das Tagesgeschäft läuft. Dass

ich mich darum nicht mehr kümmern

muss, ist eine große Erleichterung. Allerdings

gebe ich zu: Ich muss mich

manchmal noch an meine neue Rolle

gewöhnen.

„Natürlich ist das

anstrengend“

Burkhard Schwenker ist Aufsichtsratsvorsitzender bei

der Unternehmensberatung Roland Berger. Im Interview

spricht der 52-Jährige über hohe Anforderungen an den

Nachwuchs, Top-Talente und seinen eigenen Werdegang.

© Roland Berger Strategy Consultants

Vielfach ist es verpönt, dass der frühere CEO

sofort in den Aufsichtsrat aufsteigt. Sie sind

anderer Ansicht?

Ich persönlich halte da einen grundsätzlichen

Kodex für falsch. Auch, weil

damit ein pauschales Urteil verbunden

ist: Nämlich dass der alte CEO

den neuen CEO in der strategischen

Entwicklung behindert. Kommen Aufsichtsratschef

und Vorsitzender der

Geschäftsführung miteinander aus, ist

das für ein Unternehmen aus meiner

Sicht immer noch eine gute Lösung.

Denn sie garantiert Kontinuität und

Erneuerung zugleich.

Und kommen Sie und der neue CEO Martin

Wittig miteinander aus?

Ja, wir kommen miteinander aus – wir

sind sogar eng befreundet.

14

staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Interview EINSTIEG

Die Presse berichtete aber von einem

Machtkampf...

Kann sein. Und ich kann die Presse

in gewisser Weise verstehen. Die Geschichte

ist ja sonst fast schon langweilig:

Da verstehen sich zwei und finden

gemeinsam in ihre neuen Rollen.

Martin Wittig und ich kennen uns seit

vielen Jahren und wissen, wie wir denken.

Natürlich sind wir unterschiedliche

Persönlichkeiten, aber das ist gut

so. Diese Vielfalt braucht man in einer

partnerschaftlichen Organisation, um

konstruktive Diskussionen führen zu

können.

Vielfalt bestimmte auch Ihren Bildungsweg.

Das stimmt. Ich habe praktisch das

deutsche Schulsystem einmal durchprobiert.

Hauptschule, Realschule und

Gymnasium. So konnte ich schließlich

Mathematik und BWL studieren – was

sich im Rückblick als eine glückliche

Kombination herausgestellt hat. Damals

wusste ich allerdings nicht genau,

was ich studieren sollte. Ich fand das

auch nicht so entscheidend.

Wie das?

In der Provinz kam die bewegte 68er-

Zeit fünf bis zehn Jahre später an. So

habe ich sie tatsächlich noch miterlebt

und war politisch engagiert. Ich war

damals so links, wie man nur sein

konnte. Und das aus voller Überzeugung.

Später habe ich mich dann selbst

bekehrt…. Wie das auf dem Dorf so

ist, hatten meine Eltern damals jedenfalls

die Vorstellung, dass ich wie

mein Vater Tischler werden sollte. Das

wollte ich aber nicht, schon allein aus

schierer Rebellion. Stattdessen wollte

ich Architekt werden. Das war allerdings

rasch wieder passé, als ich einen

jungen Architekten aus einem renommierten

Architekturbüro traf, der drei

Jahre lang nur Fahrstuhlschächte geplant

hatte.

Und Ihr Studentenjob in einer Schraubenfabrik

war anspruchsvoller?

Das war ja nur ein Nebenjob. Außerdem

hat er mir gutgetan. Ohne das zu

überhöhen: Es gibt ja viele Studenten,

die branchenfremd arbeiten. Ich finde

das auch gut so. Denn so lernt man

ganz andere Lebenswelten und Umstände

kennen und entwickelt gleichzeitig

eine gewisse Bodenständigkeit.

Heute haben die Studenten keine Zeit mehr

für Nebenjobs...

Wenn das so ist, geht es in eine völlig

falsche Richtung. Mit dem Bologna-Prozess

haben wir ein wichtiges

Gut aufgegeben, das wir gerade in

Deutschland immer hochgehalten haben

– nämlich unsere humanistische

Vorstellung von Ausbildung. Statt an

unserer breiten und interdisziplinären

Bildung festzuhalten, kopieren wir nun

das amerikanische Modell mit seiner

Stromlinien-Ausbildung.

Warum ist es so wichtig, auch in andere Themen

und Fächer zu schauen?

Zum Beispiel, weil Wirtschaft und

Politik sich in Zukunft immer stärker

vermischen. Politische und auch geopolitische

Entscheidungen spielen bei

Unternehmensstrategien eine immer

wichtigere Rolle. Wer ins Consulting

will, muss da Bescheid wissen. Jeder

Student sollte sich während seines Studiums

ganz bewusst bemühen, sich

breit zu bilden und Interessensgebiete

auszubauen. Dazu muss man sich gelegentlich

zwingen. Niemand sollte sich

damit herausreden, dass seine Ausbildung

das einfach nicht zulässt.

Was macht für Sie ein Top-Talent in der Beratung

aus?

Er oder sie sollte erstens überdurchschnittlich

intelligent sein, das versteht

sich von selbst. Zweitens vielseitig interessiert

und breit ausgebildet. Das

entwickelt sich natürlich über die Jahre.

Aber auch bei jungen Absolventen

spürt man schon, ob neue Entwicklungen

sie wirklich faszinieren. Drittens

ist Integrität ganz wichtig.

Warum?

Beratung ist eine anspruchsvolle Tätigkeit.

Es geht nicht nur darum, einen

guten und kreativen Rat zu geben, sondern

auch darum, ihn inhaltlich zu vertreten.

Man darf sich nicht vereinnahmen

lassen. Gefälligkeiten haben dabei

einfach keinen Platz. Berater müssen

den Mut haben, eine eigene Meinung

in einer Diskussion zu vertreten und

persönlich zu überzeugen. Es ist wichtig

zu erkennen, wann aus einem guten

Vorschlag für ein Unternehmen ein

schlechter Kompromiss wird.

Gute Noten, eine kurze Studiendauer und

Charakter sind bei Ihnen ja schon Mindestanforderungen

an Einsteiger. Schrecken

Sie damit nicht auch gute Leute ab?

Da wird immer eine Welt aufgebaut, in

der das alles zu viel verlangt ist. Dazu

gibt es aber zu viele Gegenbeispiele.

Nehmen Sie doch den angeblichen Gegensatz:

Auf der einen Seite stehen die

Muster- Absolventen mit guten Noten

und auf der anderen Seite die Persönlichkeiten.

Alles falsch. Man kann eine

starke Persönlichkeit sein und trotzdem

gute Noten haben. Aber es mag

sein, dass manchmal auch ein wirklich

exzellenter Bewerber durchfällt –

schon wegen der schieren Anzahl der

Bewerbungen. Wer behauptet, dass

Auswahlverfahren unfehlbar sind, ist

nicht ehrlich zu sich selbst. Das darf

für einen Absolventen aber kein Grund

sein, sich entmutigen zu lassen, wenn

er wirklich von seinem Weg überzeugt

ist.

Wie Sie selbst sagen, braucht es ein wenig

Zeit, sich zu entwickeln. Was ist, wenn das

länger dauert als die Regelstudienzeit?

Das ist in Ordnung. Und ich weiß, >>>

staufenbiel.de

15


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Interview

dass viele Unternehmenslenker so denken.

Wir müssen dieses Denken aber

auch in die Unternehmen tragen. Die

Personalabteilungen haben jedoch oft

das Problem, dass sie in der Flut der

Bewerbungen untergehen. Da liegt es

nahe, als erste Auswahlkriterien gute

Noten und ein kurzes Studium festzulegen.

Hier das richtige Maß zu finden,

ist eine ganz große Herausforderung

für gute Personaler.

Wenn man es dann geschafft hat, wird’s anstrengend.

Berater sind viel unterwegs und

haben keine 40-Stunden-Woche. Da hilft

kein Schönreden, oder?

Ich weiß, dass Work-Life-Balance

ein wichtiges Thema ist – für jeden.

Ich bin aber nicht der Meinung, dass

man diese Balance zu jedem Zeitpunkt

seiner Karriere für sich reklamieren

sollte. Als Einsteiger muss man die Bereitschaft

haben, sich wirklich reinzuhängen.

Das erwarten übrigens alle

Arbeitgeber. Beratung hat einfach viel

mit Reisen zu tun. Natürlich ist das anstrengend

– auch für mich. Ich kämpfe

nach Fernreisen mittlerweile auch mit

Jetlag, das hatte ich früher nicht. Die

Strapazen verblassen aber gegen das,

was ich erlebe und zurückbekomme.

Berater bekommen viel Geld. Ist das der

Grund, warum so viele ins Consulting wollen?

Einsatz wird honoriert. Sicher ist das

Gehalt attraktiv, aber das kann nicht

die Motivation eines Beraters sein.

Wer in die Beratung geht, nur weil

er viel Geld verdienen will, wird das

Nachsehen haben.

Sie sind auf einem Umweg zum Consult ing

gekommen. Sie waren eigentlich wild entschlossen,

Wissenschaftler zu werden.

Ja, das stimmt. Ich sah dann aber bei

meinen Kommilitonen, dass die sich

bei Wirtschaftsunternehmen bewarben

und Einladungen erhielten. Ich dachte

mir, das ist eine gute Gelegenheit, ein

bisschen durch die Gegend zu reisen

und interessante Gespräche zu führen.

Ich war ein sehr theoretisch denkender

Mensch und rechnete nicht damit, dass

mich jemand einstellen würde.

Da haben Sie sich aber verschätzt. Sie landeten

bei einem Papierhersteller als Assistent

des Vertriebsvorstandes.

Ja, ohne die geringste Ahnung von Vertrieb

zu haben. Aber ich habe es einfach

gemacht. Für mich war der Job ein

Glücksfall. Ich bin dort auf Menschen

gestoßen, die mich wirklich gefördert

haben. Das war der Weg für mich in

die Praxis. Und ich habe in dieser Zeit

Roland Berger kennengelernt.

War es schwer, neben der Persönlichkeit Roland

Berger zu bestehen?

Die Frage stellte sich ja zunächst nicht.

Ich habe sehr viel von Roland Berger

gelernt. Jemandem nachzufolgen, den

man wertschätzt, ist dann nie einfach.

Weder für einen selbst, noch für den

anderen. Und in der Öffentlichkeit erst

recht nicht.

Der Markt für Unternehmensberatungen ist

unter Druck. Die Wachstumsraten sind gesunken.

Große und kleine Beratungshäuser

kämpfen um einen kleineren Kuchen. Sehen

Sie Ihr Geschäftsmodell gefährdet?

Nein, das Geschäftsmodell gilt nach

wie vor. Natürlich müssen wir es immer

wieder anpassen und uns weiterentwickeln.

Das vergangene Jahr war

für alle Beratungsgesellschaften nicht

einfach. Der Markt ist erheblich geschrumpft.

Weniger, weil die Unternehmen

die Arbeit der Berater nicht

schätzen, sondern weil sie Geld sparen

mussten. Das ist aber keine strukturelle

Entwicklung. Ich habe überhaupt

keinen Zweifel, dass guter Rat

auch in Zukunft gefragt ist. Denn die

Welt wird immer komplexer und es ist

schwieriger geworden, Unternehmen

zu führen.

Inwiefern?

Auf der einen Seite ist die Welt zwar

globaler geworden, auf der anderen

Seite hat sie sich aber auch wesentlich

stärker regionalisiert. China etwa ist

politisch und kulturell einzigartig und

ausgesprochen vielfältig. Indien auch.

Das erhöht die Komplexität. Eins hat

sich nämlich deutlich gezeigt: Die Welt

hat sich, anders als vor zehn, 15 Jahren

prognostiziert, nicht vereinheitlicht.

Hat Sie der Vorwurf getroffen, dass Berater

die Krise hätten kommen sehen müssen?

Diesen Vorwurf habe ich selten gehört.

Da saßen ja auch alle gemeinsam

in einem Boot. Allerdings bin ich

seit Langem der Überzeugung, dass

der amerikanische Weg der Unternehmensführung

mit seiner starken Kapitalmarktorientierung

und der Konzentration

auf Shareholder Value auf

die Dauer nicht gut sein kann. Und

trotzdem habe ich auch nicht vorhergesehen,

dass wir in eine solche Krise

laufen würden.

Müssen die Jungen die Nachwehen der Krise

ausbaden, weil die Beratungsgesellschaften

weniger Partner an Bord nehmen?

Beratung braucht Wachstum. Wenn

eine Beratungsfirma dauerhaft nicht

wächst, kann sie weniger Partner entwickeln.

Daher wäre es eine Katastrophe,

wenn wir über einen längeren

Zeitraum gar nicht wüchsen. Auch der

akademische Wissenszufluss würde

dann versiegen. Denn mit jedem neuem

Studentenjahrgang kommt ja neues

Wissen in die Firma.

Wer einen Rat gibt, möchte auch, dass er

befolgt wird. Wie gehen Berater damit um,

wenn ihr Vorschlag verschmäht wird?

Sie sind enttäuscht, denn sie sind ja

von ihrer Lösung überzeugt. Wir trösten

uns so: Der Weg hin zum Rat hat

beide Seiten schon weitergebracht.

Interview: Stefanie Zimmermann

16 staufenbiel.de


Wissen freisetzen.

Mit Energie.

Talent verdient das passende Umfeld.

Vielfältige Herausforderungen. Partnerschaftliche Unternehmenskultur. Leistungsstarke

Teams. Das ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Als Deutschlands drittgrößtes

Energieversorgungsunternehmen stehen wir mit rund 20.000 Mitarbeitern für Strom, Gas

sowie innovative Energie- und Umweltdienstleistungen. Als engagiertes Unternehmen bieten

wir Studenten berufliche Perspektiven von außergewöhnlicher Bandbreite.

Ob Praktikum, Werkstudententätigkeit oder Abschlussarbeit – bringen auch Sie Ihr Wissen

ein, und arbeiten Sie gemeinsam mit uns an der Energie der Zukunft!

Überzeugen Sie sich von der Vielfalt der EnBW unter

www.enbw.com/karriere


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Maschinen- und Anlagenbau

Mensch und Maschine

Weltweit vertrauen Kunden bei Maschinen und Anlagen auf „Made in Germany“. Doch den

Unternehmen fehlen die Ingenieure. Trotzdem haben sie ihre Anforderungen an den Nachwuchs

nicht heruntergeschraubt.

Die Auftragsbücher sind gefüllt.

Kräftige Zuwachsraten machen

den Maschinenbau wieder zu

einer Erfolgsbranche. Der Fachkräftemangel

ist im Maschinenbau schon

jetzt ein großes Thema – doch die Ansprüche

an Nachwuchskräfte steigen.

Denn die Branche ändert ihr Gesicht.

Ein Trend: Viele Unternehmen setzen

ihre Technikspezialisten immer näher

am Kunden ein. Der Anteil der

Vertriebsingenieure in der Branche

erreicht mittlerweile 20 Prozent. Für

Absolventen der Fachrichtung Maschinenbau

bedeutet das: Technik ist

nicht alles. Immer auch an den Kunden

denken, lautet die Devise.

Maschinenbauingenieure werden

bei Automobilzulieferern, Werkzeugbauunternehmern

und in der Medizintechnik

genauso gesucht wie bei

Unternehmensberatungen, in der Solarbranche

oder der Nahrungs- und

Genussmittelindustrie. Vor allem Maschinenbauingenieure,

die Kenntnisse

an den Schnittstellen zusammenwachsender

Technologien erworben haben,

sind gefragt.

„Es werden zwar solide fachliche

Ingenieurleistungen erwartet, doch das

reicht längst nicht mehr aus“, bestätigt

Marlies Schäfer, Sprecherin des Verbands

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

(VDMA). „Dadurch dass die

Ingenieure zunehmend an den Schnittstellen

agieren, durch die simultan

organisierten Prozesse und die zunehmende

Kunden- und Serviceorientierung

werden die Anforderungen vielfältiger“,

so Schäfer. Die Konsequenz

für Absolventen beschreibt sie so: „Mit

dieser Komplexität umzugehen ist eine

zentrale Herausforderung, die allein

mit linearen Problemlösungsstrategien

nicht zu bewältigen ist.“ Fachkräfte

benötigten heute Know-how, um Veränderungen

professionell zu managen.

„Dazu gehört auch, sich nicht nur reaktiv,

sondern proaktiv zu verhalten“,

betont die Sprecherin des Maschinenbauverbands.

Vernetztes Denken gefragt

Wer Hightech-Produkte entwickeln,

produzieren und vermarkten will, ist

im Maschinenbau richtig. Beispiel:

die Magnetschwebebahn Transrapid.

Damit sie über ihre Trasse zum

Flughafen von Schanghai schweben

konnte, waren fundierte Kenntnisse

in Maschinenbau und Verfahrenstechnik

gefragt. Fachübergreifendes

und vernetztes Denken, Handeln und

Wissen – vor allem aus den Bereichen

Informatik und Elektronik – gehören

dabei zu den Voraussetzungen für eine

erfolgreiche Karriere.

Diese Komplexität zu bewältigen,

das ist es, was auch Christian Großmann,

Vorstandsmitglied beim SUJ-

VDI („Studenten und Jungingenieure“

im Verein Deutscher Ingenieure), an

seinem Beruf schätzt. Großmann arbeitet

nach seinem Mechatronik-Studium

mittlerweile als Technologiemanager

im Sondermaschinenbau. „Es ist

die Verknüpfung und Integration der

meisten Ingenieurdisziplinen in einem

System.“ Und: „Aus verschiedenen

Fachgruppen durch Fachwissen und

Kommunikation ein Ganzes zu formen,

das außerdem wirtschaftlich arbeitet“,

das macht für ihn den Reiz aus.

Im technischen Projektmanagement

haben Maschinenbauingenieure die

Möglichkeit, ins Detail einzutauchen.

Zwei wichtige Tipps, die ihm selbst

© thyssenkrupp

18 staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Maschinen- und Anlagenbau EINSTIEG

Punkten bei der Bewerbung

Wie in den meisten anderen Industriebranchen

wird auch im Maschinenbau

der Service immer wichtiger.

So müssen sich Einsteiger zunehmend

der Anlagenprojektierung und Beratung

widmen. Auch die Schulung von

Kundenpersonal im Umgang mit den

gelieferten, maßgeschneiderten Maweitergeholfen

haben, will Großmann

nicht verschweigen: „Jeder Student

sollte sich rechtzeitig ein Netzwerk

aufbauen und nicht ausschließlich die

Technik im Auge haben“, empfiehlt er.

Forschung und Vertrieb

Künftige Maschinenbauer sollten frühzeitig

lernen, den Anwender im Blick

zu halten. Wie geschätzt diese Fähigkeit

bei Unternehmen ist, zeigt die

Statistik. Etwa zwei Drittel der im

Maschinen- und Anlagenbau beschäftigten

Ingenieure haben ein anwendungsorientiertes

Studium an einer

Fachhochschule absolviert, so der

VDMA. Etwa jeder Dritte verfügt über

einen Universitätsabschluss und ein

eher forschungsorientiertes Profil.

Die Aufgabenschwerpunkte für

Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau

unterscheiden sich je nach

Unternehmen und Fachzweig. Die Tätigkeiten

liegen meist in den Bereichen

Konstruktion, Forschung und Entwicklung,

Vertrieb und Produktion.

Vor allem in mittelständischen Unternehmen

sind Führungs- und Managementqualitäten

früh gefragt. Davon

profitieren besonders technische

Absolventen. Der Maschinen- und

Anlagenbau ist und bleibt ihre Domäne.

Und sie schaffen es bis nach oben.

Knapp zwei Drittel der Führungskräfte

auf Geschäftsführungs- oder

Vorstands ebene im Maschinen- und

Anlagenbau haben Ingenieurwissenschaften

studiert.

Nicht nur Geschäftsführer werden

gut bezahlt, schon beim Einstieg

können Ingenieure gute Gehälter erzielen:

42 026 Euro Jahresgehalt zahlt

der Maschinen- und Anlagenbau Ingenieuren

beim Einstieg. Das ist über

Branchendurchschnitt, der laut VDI-

Analysen für alle Ingenieure im Jahr

2009 bei 41 508 Euro Einstiegsgehalt

lag. Besser als die Maschinenbauingenieure

verdienten demnach nur die

Ingenieure im Fahrzeugbau und in der

Chemie- und Pharmabranche.

schinen steht immer häufiger im Fokus.

Ohne betriebswirtschaftliche und

kommunikative Skills und fundierte

IT-Kenntnisse lässt sich eine prozessorientierte

Produktentwicklung, wie

sie im Maschinenbau üblich ist, kaum

noch erfolgreich steuern.

Tanja Schumann, Arbeitsmarktexpertin

beim VDI, sagt sogar: „Soft Skills

sind ‚Hard Skills’. Von Bedeutung sind

die Soft Skills gerade für Führungsaufgaben,

aber auch im internationalen

Geschäft. Hier zählen besonders

Kommunikationsfähigkeit, Team- und

Präsentationsfähigkeit.“ Punkten können

Absolventen beim Bewerbungsgespräch

mit „praktischen Erfahrungen

und Fremdsprachenkenntnissen“, so

die Arbeitsmarktexpertin.

Prognose verdoppelt

Nach den Krisenjahren 2008 und 2009

laufen die Maschinen wieder rund. Der

VDMA hat seine Produktionsprognose

für den deutschen Maschinen- und

Anlagenbau von drei auf sechs Prozent

für das Gesamtjahr 2010 verdoppelt.

Das entspräche einem Umsatz von

rund 160 Milliarden Euro.

Grund für die Erhöhung der Prognose

sind die guten Auftragseingänge.

Der Auftragsbestand lag etwa im Juni

2010 im Durchschnitt bei 5,2 Monaten

(Oktober 2009: 4,6 Monate).

„Die Maschinenbauexporte wuchsen

in der ersten Jahreshälfte um 3,5 Prozent.

Der Aufschwung wird von immer

mehr Ländern getragen. Die stärksten

Impulse kommen von amerikanischen

sowie asiatischen Entwicklungs- und

Schwellenländern“, sagt Hannes Hesse,

Hauptgeschäftsführer im Maschinenbauverband

VDMA.

Auch die Beschäftigtenzahl steigt

wieder. „Im Juni ging es nach einem

Jahr des Beschäftigungsabbaus mit der

>>>

staufenbiel.de

19


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Maschinen- und Anlagenbau

MAScHInenBAu: WeLtMARKtFÜHReR DeutScHLAnD

DIe InGenIeuRLücKe

© SCHAEFFLER+KG+(FAG)

Im August 2010 waren – bei mehr als

drei Millionen Arbeitslosen insgesamt in

Deutschland – laut VDI-Ingenieurmonitor

rund 25 000 Ingenieure arbeitsuchend

gemeldet. Die Zahl verringerte sich im Vergleich

zum Juli um rund drei Prozent. Im

Vorjahresvergleich war die Arbeitslosigkeit

hier sogar um sechs Prozent niedriger.

Analog zur Gesamtarbeitslosigkeit bei Ingenieuren

ging auch bei den Maschinenund

Fahrzeugbauingenieuren die Arbeitslosigkeit

spürbar zurück.

Die meisten offenen Stellen gibt es nach

wie vor für Maschinen- und Fahrzeugbauingenieure

(22 000) und Elektroingenieure

(13 800). Regional betrachtet werden

die meisten Ingenieure in Baden-Württemberg

(13 600), NRW (12 900) und Bayern

(8 100) gesucht.

Insgesamt bezifferte der Ingenieurverband

VDI die Zahl der offenen Stellen auf

63 100. Auch hier lag die größte Lücke bei

den Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren:

16 400 Maschinenbauinge nieure

fehlten im August 2010, um alle offenen

Stellen besetzen zu können. „Mindestens“,

sagt der Verband.

(TF)

Maschinenbau-Fachzweig Ausfuhr aller Länder Anteil deutscher unternehmen

(in Millionen euro)

(in Prozent)

Fördertechnik 54 065 20,2

Antriebstechnik 46 693 25,5

Werkzeugmaschinen 40 281 20,4

Landtechnik 38 295 20,2

nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 28 333 28,4

Präzisionswerkzeuge 24 936 21,9

Verfahrenstechnische Maschinen/Apparate 24 764 18,6

Kompressoren, Druckluft-/Vakuumtechnik 24 257 18,0

Flüssigkeitspumpen 23 042 18,1

Druck- und Papiertechnik 19 684 32,0

Fluidtechnik (energieübertragung) 17 194 32,4

Kunststoff- und Gummimaschinen 15 037 26,5

textilmaschinen (ohne trockner) 10 615 27,5

Holzbearbeitungsmaschinen 9 522 29,4

Industrieöfen/Brenner/Feuerungen 8 844 26,8

Prüfmaschinen 2 824 30,7

Waagen 2 304 26,9

Reinigungssysteme 1 234 32,3

Quelle: Statistisches Bundesamt/VDMA

Zahl der festangestellten Mitarbeiter

im Maschinenbau wieder aufwärts“,

so Hesse. Sie stieg um gut 2 000 auf

904 000. Im Vergleich zum Vorjahr

verringerte sich der Personalbestand

allerdings um 3,5 Prozent.

Die positiven Zahlen aus der ersten

Jahreshälfte 2010 zeigen, dass die

Trendwende auf dem Arbeitsmarkt

hier erreicht ist. Als besonders erfreulich

bewertete der VDMA, dass das Inlandsgeschäft

fast so stark ist wie der

Export.

Und noch ein Vorteil für Absolventen:

Da in fast jedem Industriezweig

mit Maschinen gearbeitet wird,

sind Bewerber nicht auf eine Branche

festgelegt. Die Einsatzgebiete für Maschinenbauer

sind vielfältig. Auch in

Ingenieurbüros, Consultingfirmen, bei

Herstellern von Haushaltsgeräten oder

Bauzulieferfirmen haben Absolventen

Einstiegschancen.

Kundenorientiert denken

Trotz Weltmarkt und Hochtechnologie:

Mittelständische Unternehmen

prägen den Maschinenbau. So haben

laut VDMA knapp 90 Prozent der Unternehmen

weniger als 250 Mitarbeiter,

nur zwei Prozent mehr als 1 000 Angestellte.

Vor allem im Süden Deutschlands

haben Maschinenbauingenieure

gute Chancen, interessante Stellen zu

finden. Denn gerade hier sind viele kleine

und mittlere Unternehmen auf ihren

Spezialgebieten weltweit führend.

Doch es gibt auch Herausforderungen

für die Branche, denn E-

Business im Maschinenbau stellt die

Beschaffung, den Vertrieb und die

Kundenbeziehungen auf eine neue

>>>

20 staufenbiel.de


Reliability at work

Für unseren Standort Dortmund suchen wir

mehrere Jungingenieure (m/w)

(Diplom-Ingenieur/ Bachelor/ Master) der Studienrichtung Maschinenbau

und Mechatronik für spannende Aufgaben in der Entwicklung

und Konstruktion von Großydraulikbaggern.

Ihr Anforderungsprofil:

Sie haben ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit Erfolg

abgeschlossen. Sie sind zielstrebig, kreativ und teamfähig. Sie verfügen

über solide Sprachkenntnisse in Englisch. Sie sind motiviert,

verschiedenartige Aufgabenfelder kennenzulernen und haben Interesse

an einer langfristigen Mitarbeit. Sie verlieren auch in turbulenten

Zeiten weder Ihren kühlen Kopf noch Ihren Humor.

Wir bieten:

Intensive Einarbeitung durch Training-on-the-job und qualifi zierte

Schulungen, herausfordernde Aufgaben und interessante Perspektiven

für Ihre Karriere (Projektleiter, Aufstieg ins mittlere Management,

Auslandserfahrung) bei einem wirklichen global player, ein sicheres,

unbefristetes Arbeitsverhältnis sowie eine leistungsgerechte Vergütung.

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen – gerne

per Mail (Word-/PDF-Datei) oder auch schriftlich – an nebenstehende

Adresse.

Weitere Stellenangebote für Ingenieure (m/w) finden Sie auf

unserer Homepage unter www.bucyrus-hex.com

Bucyrus ist als international tätiger,

börsennotierter US-amerikanischer

Konzern mit über 10.000 Mitarbeitern

einer der führenden Anbieter von

Equipment für die Gewinnung und

Förderung von Rohstoffen auf den

weltweit boomenden Märkten. Neben

Systemlösungen für den weltweiten

Bergbau fertigt Bucyrus auch qualitativ

hochwertige Originalersatzteile und

legt großen Wert auf Kundendienst.

Als Tochterunternehmen der Bucyrus

Inc. entwickelt und fertigt die Bucyrus

Hex GmbH Großhydraulikbagger von

100 t bis 1000 t Gewicht für die

Gewinnungs- und Bergbauindustrie

im Tagebau.

Bucyrus HEX GmbH

Human Resources

Anne-Christin Schwarzer

Karl-Funke-Straße 36

44149 Dortmund

Tel.: (+49) 231.922.4222

Mail: Karriere@de.bucyrus.com

www.bucyrus.com


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

EINSTIEG Maschinen- und Anlagenbau

Aus meiner Sicht

Der Schlüssel zum Einstieg

Nils Schuelper, Jahrgang 1984, ist Projektingenieur im

Lieferantenmanagement bei Claas Selbstfahrende Erntemaschinen

in Harsewinkel.

Während des Studiums habe ich bereits

früh den Kontakt zur Wirtschaft gesucht:

Ich arbeitete als Werkstudent in der Stahlindustrie.

Neben den Tätigkeiten in den

Bereichen Produktion und Controlling habe

ich in der Branche auch meine Diplomarbeit

verfasst. Ich startete nach dem erfolgreichen

Abschluss meines Studiums

ein internationales Trainee-Programm bei

meinem jetzigen Arbeitgeber im Bereich

Engineering. Nach verschiedenen Stationen

im In- und Ausland in den Bereichen

SCM, Produktion und Controlling begann

ich meine heutige Tätigkeit im Lieferantenmanagement.

Zu meinen Aufgaben im Unternehmen

gehören die Weiterentwicklung

von Logistikprozessen und die Optimierung

der Lieferantenkommunikation. Durch die

ständig neuen Herausforderungen und die

Arbeit mit Kollegen im In- und Ausland ist

mein Job sehr spannend und abwechslungsreich.

Aus heutiger Sicht waren der

frühe Bezug zur Praxis und meine Affinität

zu internationalen Tätigkeiten der Schlüssel

zum erfolgreichen Berufseinstieg.

© iStock_suprun

Ebene. Besonders wichtig für deutsche

Maschinenbauer: Dienstleistungen rund

um Maschinen und Großanlagen, die

online realisiert werden können –

E-Industrial Services genannt. Mit

diesen Angeboten können sich die

deutschen Maschinenbauer von Wettbewerbern

auf dem Weltmarkt deutlich

abheben.

Trend-Thema Nachhaltigkeit

Die Maschinenbauindustrie ist auch

deshalb eine so zentrale Branche, weil

High-Tech-Industrien wie Luftfahrt,

Elektronik oder Biotechnologie ohne

den Maschinenbau gar nicht denkbar

wären. Auch der allgegenwärtige

Computer wird mit Maschinen hergestellt.

Die Fertigungstechnik für die

Produktion von Flachbildschirmen mit

organischen Leuchtdioden kommt aus

dem Maschinenbau. Rund drei Viertel

der Maschinenproduktion gehen zwar

in die Industrie, aber immerhin jede

zehnte Maschine wird vom Handel

oder Dienstleistungsbereich bestellt.

Künftig entwickeln Ingenieure neue

Produktionssysteme zunehmend in

innovativen Wertschöpfungsketten.

Unterschiedliche Schlüsseltechnologien

wer den dabei eingebunden. Hier sind

frische Ideen von Maschinenbau-

Absolventen mit neustem Know-how

von der Hochschule gefragt.

„Ein weiteres Trend-Thema in der

Branche ist Nachhaltigkeit“, sagt Marlies

Schäfer vom VDMA. „Das heißt,

neue innovative Produkte müssen ressourceneffizient,

adaptiv und flexibel

sein.“

Auch die Arbeitswelten, in denen

sich Maschinenbauingenieure bewegen,

werden dynamischer und virtueller. Kosten,

Qualität und Lieferzeit rücken noch

stärker in den Vordergrund. Doch nicht

nur der knapper werdende Nachwuchs,

auch die älter werdenden Belegschaften

stellen die Unternehmen der Branche

vor große Herausforderungen. Altersund

alternsgerechte Produktionssysteme

werden Wirklichkeit werden. Innovative

Produktionssysteme der Zukunft

sind daher menschzentriert und

lernfähig. Die Interaktion und Kooperation

zwischen Mensch und Maschine

rückt immer stärker in den Fokus.

Thomas Friedenberger

INTERNET

Weitere Infos zum Thema Promotion im Maschinenbau

und zu Ingenieuren in Deutschland (Zahlen & Fakten) lesen

Sie unter staufenbiel.de/karrieremagazin.

22 staufenbiel.de


2010-095-5552_185x278:2010-095-5552_185x278 12.10.10 14:32 Seite 1

DER WETTBEWERB FÜR STUDENTEN*

IT IM ALLTAG

TOTAL LEBENDIG

Nutzen Sie Ihre Chance!

Unter dem Motto: „IT im Alltag. Total

lebendig.” ruft FERCHAU – Deutschlands

Engineering-Dienstleister Nr. 1 – alle

Studenten zum spannenden Wettbewerb

Challenge 2.0 auf.

Ihr Projekt für die Zukunft.

Ob Einzelperson oder Team: Entwickeln Sie

eine innovative, praxistaugliche Applikation

aus einem der Bereiche Campus, Stadt,

Freizeit, Sport oder Spiele.

Ihre Präsentation im Finale.

Sichern Sie sich Ihren Startplatz zur

großen Endausscheidung auf Mallorca im

September 2011

Begeistern Sie die hochkarätige Jury

(u. a. Fraunhofer-Gesellschaft und

VDI-Initiative „SACHEN MACHEN“)

Ihr Weg zum Erfolg.

Gewinnen Sie den Preis mit Ihrer Lösung

Gesamt-Preisgeld: 10.000 Euro

Weitere Infos und Anmeldung:

www.ferchau.de/go/challenge

*Der Gebrauch von männlichen Bezeichnungen dient der besseren

Lesbarkeit. Natürlich beziehen sich alle Angaben auf beide Geschlechter.

FERCHAU Engineering GmbH

Zentrale Schützenstraße 13 51643 Gummersbach

Fon +49 2261 3006-0 Fax +49 2261 3006-99

challenge@ferchau.de bewerber@ferchau.de www.ferchau.de


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

THEMA Wirtschaftsregion München

Bei

© ISTOCKPHOTO_ xyno

den

Mönchen

Oktoberfest, Hofbräuhaus, Fußball

– dafür ist München bekannt.

Doch die bayerische Landeshauptstadt

hat viel mehr zu bieten.

In der drittgrößten Stadt Deutschlands

leben gut 1,3 Millionen Menschen.

Damit nimmt sie in der Europäischen

Union Platz 13 auf der Rangliste der

größten Städte ein.

Die Stadt an der Isar ist eine der

geschäftigsten Wirtschaftsregionen

Europas. Damit bleibt sie ihrer Tradition

treu, wurde München doch

erstmals bei einem wirtschaftlichen

Geniestreich erwähnt. 1158 übernahm

Heinrich der Löwe die Kontrolle über

den Salzhandel und schuf ein neues

Handelszentrum: „Apud Munichen“,

also „bei den Mönchen“. Der bayerische

Herzog ließ eine Brücke über die

Isar bauen und eine andere zerstören.

Alle Salzhändler steuerten nun seinen

Weg an – und Heinrich kassierte kräftig

mit. Angelockt vom Geld wuchs die

Siedlung rund um das Mönchskloster.

München entstand.

Auch heute ist die bayerische

Hauptstadt groß dabei. 2009 schaffte

es München im deutschlandweiten

Städtevergleich der arbeitgebernahen

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

auf Rang eins. Ihren Erfolg verdankt

die bayerische Landeshauptstadt

einem breiten Branchenmix. Nach dem

Zweiten Weltkrieg waren hier viele

Wirtschaftszweige vertreten, die später

an Bedeutung gewannen: Die Automobilindustrie

etwa, der Maschinenbau

oder die Chemie. Schließlich siedelten

sich auch Forschungseinrichtungen an

und damit Branchen, die auf wissenschaftlichen

Nachwuchs setzen. Dazu

zählen etwa IT, der Lifescience-Bereich

und die Umwelttechnologie.

Absolventen willkommen

Entsprechend stark sind Akademiker

gefragt. „Der Wirtschaftsstandort

München zeichnet sich durch einen sehr

hohen Beschäftigungsanteil von Hochqualifizierten

aus“, sagt Dieter Reiter,

Referent für Arbeit und Wirtschaft der

Landeshauptstadt München (siehe auch

Interview Seite 28). Laut Bundesagentur

für Arbeit hatte Anfang 2010 gut

jeder fünfte sozialversicherungspflichtig

Beschäftigte einen Hochschulabschluss.

Auch in Zukunft wird sich daran

nichts ändern. „Die Chancen für Akademiker

sehen grundsätzlich gut aus

in München“, betont Bernd Becking,

Geschäftsführungsvorsitzender der

lokalen Agentur für Arbeit München.

„Das liegt unter anderem an den vielen

verschiedenen Branchen, die sich in

der Stadt und im Münchener Umland

angesiedelt haben.“

24 staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Wirtschaftsregion München THEMA

Am Anfang stand der Salzhandel. Heute überzeugt die Wirtschaftsregion

München mit High-Tech, IT und Lifesciences.

Technik auf höchstem Niveau

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige

ist die Hightech-Branche. Laut

dem Referat für Arbeit und Wirtschaft

ist München deutschlandweit Spitzenreiter

auf dem Gebiet IT- und Kommunikationstechnik

(ITK). In keiner

anderen deutschen Stadt gibt es mehr

Unternehmen dieser Branche. Neben

IT-, Telekommunikations- und Internet-Unternehmen

sind unzählige Verlage,

Film- und Fernseh-Produktionen

in der Münchener Region tätig.

Dass sich IT-Unternehmen hier

besonders wohlfühlen, dazu tragen

auch die Münchener Firmen bei. Sie

investieren mehr in ihre Informationsund

Kommunikationstechnologie als

Firmen in anderen deutschen Städten.

Das ergab der zweite bundesweite

Investitions-Atlas des Software-Unternehmens

Sage 2009.

Biotechnologie

Eine weitere Spitzen-Branche in München:

Biotechnologie, Lifesciences

und Pharma. 400 Unternehmen und

acht Forschungseinrichtungen machen

die „Europäische Metropolregion

München“ (EMM) zu einem der

europäischen Top-Standorte für diese

Bereiche. 2008 erzielten die Branchen

im Münchener Raum einen Umsatz

von 10,5 Milliarden Euro und beschäftigten

über 30 000 Menschen in Wirtschaft

und Wissenschaft.

Gerade Absolventen bieten sich in

der Biotechnologie- und Pharmaindustrie

gute Chancen. Laut der IHK

München haben hier fast 70 Prozent

der Arbeitnehmer einen Hochschulabschluss.

„In Zukunftsbranchen wie der

Biotechnologie- und Energiebranche

liegen Chancen“, sagt Stefan Loibl,

Geschäftsführer der IHK für München

und Oberbayern. „Absolventen sollten

sich bei zukunftsfesten Unternehmen

bewerben, die Innovationen bieten.“

Finanzwirtschaft

München ist auch der größte Versicherungsstandort

in Deutschland,

außerdem Zentrum für Kreditinstitute,

Vermögensverwalter und Finanzdienstleister.

Laut Arbeitgeberverband

der Versicherungsunternehmen in

Deutschland (AGV) waren hier Ende

Juni 2009 über 33 000 Menschen in

der Versicherungswirtschaft beschäftigt.

Die niedrige Arbeitslosenquote,

das hohe Einkommen der Bürger, viele

High Potentials und eine hervorragende

Infrastruktur machen München

für die Finanzwirtschaft so attraktiv.

Immerhin haben sechs der 30 DAX-

Unternehmen ihren Firmensitz in Bayerns

Hauptstadt.

Krise überwunden

Die Wirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt

scheint auch überwunden. Seit

Januar 2010 sinken die Arbeitslosenzahlen

stetig, im Juni lagen sie bei 4,7

Prozent. Gleichzeitig geht die Kurzarbeit

zurück. „Die Konjunktur hat

sich erholt und das ist auch auf dem

Arbeitsmarkt deutlich sichtbar“, sagte

Gunter Schmiedl, Mitglied der Geschäftsführung

der Agentur für Arbeit,

als er im Juni 2010 die Arbeitsmarktzahlen

vorstellte. Im Sommer 2010 gab

es insgesamt fast 10 000 freie Stellen in

der Wirtschaftsregion.

Nördlichste Stadt Italiens

Genauso verlockend wie die Karrieremöglichkeiten

in München ist die

hohe Lebensqualität. IHK-Geschäfts-

führer Loibl bringt sie auf den Punkt:

„Kunst und Kultur, Berge und Seen, das

attraktive Umland, das Nachtleben und

natürlich die Lage als nördlichste Stadt

Italiens – das alles macht München zu

einer reizvollen Stadt.“

Simone Derichsweiler

INSIDER-SICHT

Markus Schacherl, 39, ist

Abteilungsleiter Firmenkunden

Mittelstand bei der

Bayern LB. Er hat Betriebswirtschaftslehre

studiert

und verfügt zusätzlich über

den Abschluss Master of

Laws.

Eigene Identität

Als Banker standen für mich nach dem Studium

die zwei großen Finanzzentren in Deutschland

zur Auswahl: Frankfurt und München.

Durch Praktika konnte ich beide näher kennenlernen.

Danach stand fest, dass München

für mich der Startpunkt meiner Karriere sein

soll. Für mich verbindet die Stadt in idealer

Weise die Mischung aus attraktivem Standort

für eine Vielzahl von Firmen und einer Region

mit vielfältigen Kultur- und Freizeitangeboten.

Den besonderen Charme von München macht

aus, dass es trotz seiner Größe nicht wie eine

Großstadt wirkt, sondern eher wie zusammengewachsene

Kleinstädte mit eigenen

Identitäten. Jetzt arbeite ich seit zwölf Jahren

hier und würde die Entscheidung immer wieder

so treffen. Einziger Wermutstropfen: die

hohen Miet- und Immobilienpreise. Dank des

dichten S-Bahn-Netzes kann man aber individuell

den Kompromiss zwischen Stadtnähe

und Preislage finden.

staufenbiel.de

25


© ISTOCKPHOTO_ HelGAMARIAH

SchaufenSter

munchen

zahlen, fakten, insider-infos zur Wirtschaftsregion münchen – Das Poster zum herausnehmen

Karrieremagazin

Berühmtheiten auS

münchen

© Carl Orff 1956, Foto: Karl Baur,

Quelle: Orff-Zentrum München

carl Orff

(* 1895, † 1982)

schrieb mit der Carmina Burana

das wohl bekannteste Chorstück

des 20. Jahrhunderts. Seine letzte

Ruhestätte befindet sich in der

Klosterkirche Andechs.

rolf rodenstock

(* 1917, † 1997)

verhalf dem Familienunternehmen

Rodenstock, einem Hersteller für

Brillenfassungen- und Gläsern, zur

führenden Marktposition.

Hipp

© Rodenstock

claus hipp (* 1938)

Der promovierte Jurist ist Unternehmer

und Geschäftsführer des Babynahrungsherstellers

Hipp. In seiner

Freizeit musiziert er und unterrichtet

Kunst an der Kunstakademie in

Georgien.

münchen in zahlen

arbeitslosenquote 2010: 4,5 %

arbeitslosenquote in Deutschland: 7 %

Stand: 7/2010 bzw. 10/2010

einwohner zum 31.03.2010: 1 337 565

erwerbstätige 2008: 953 900

fläche: 310,4 km 2

Die fünf umSatzStärKSten unternehmen in DeutSchlanD mit Sitz münchen

(Ohne BanKen unD VerSicherunGen)

Siemens AG Thüga Gruppe Linde AG

BiP je erwerbstätigen: 117 131 €

Kaufkraft je einwohner: 26 444 €

bundesweite Kaufkraft:

einwohner je km 2 2009: 4 300 25 713 €

mietspiegel: 9,99 €/m 2

monatliche Nettokaltmiete. Das sind 71 Prozent mehr

als im Bundesdurchschnitt (5,84 €/m 2 ).

ufkraft Index 2010, F+B Mietspiegelindex 2009

© FOTOlIA_eRDQUADRAT


©

© ISTOCKPHOTO_NICO_BlUe

Karl-theodor zu Guttenberg (*1971)

Der Jurist war 2009 zunächst

Bundesminister für Wirtschaft und

Technologie. Seit Oktober 2009 ist er

deutscher Verteidigungsminister.

Barbara Schöneberger (* 1974)

wurde durch die Talkshow „Blondes

Gift“ bekannt. Die Schauspielerin

und Sängerin moderierte in den

vergangenen Jahren unter anderem

den Deutschen Filmpreis und die

NDR Talk Show.

Umsatz: 76 651 Millionen Euro

Mitarbeiter: 405 000

BMW

Umsatz: 50 681 Millionen Euro

Mitarbeiter: 96 230

Umsatz: 15 300 Millionen Euro

Mitarbeiter: 16 800

MAN

Umsatz: 12 026 Millionen Euro

Mitarbeiter: 47 743

OKtOBerfeSt :

SPeiSe- unD GetränKeVerBrauch 2009

© NDR

© www.zuguttenberg.de

Bier: 6 643 600 Liter

Alkoholfreies Bier: 130 000 Liter

Sekt: 31 111 Flaschen

Kaffee/Tee: 210 585 Tassen

Brathendl: 488 137 Stück

Schweinswürstl: 116 923 Stück

Schweinshaxen: 51 468 Stück

Umsatz: 11 211 Millionen Euro

Mitarbeiter: 50 485

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Top 100

in Deutschland, 08/10

hOchSchulen

anzahl der hochschulen: 19

Studenten an hochschulen:

88 165 im WS 08/09

eliteuniversitäten:

Ludwig-Maximilians-Universität (LMU),

Technische Universität München (TUM)

(Gewinner der ersten Förderrunde der

Exzellenzinitiative)

Quellen: Bayerisches landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Bundesagentur für Arbeit, Stat. Bundesamt, GfK Ka

© ISTOCKPHOTO_MARTSKIN

inSiDer-infOS: WirtSchaftSreGiOn münchen

ein echtes Plus

Die Kombination macht’s

Das gewisse etwas

Dominik A. Hahn, 27, arbeitet als Referent

Personalmarketing bei der Allianz.

Studium: Medien und Kommunikation an der

Universität Augsburg.

Claudia Fritz, 25 Jahre, Diplom-Kauffrau,

Sales Trainee bei Microsoft Deutschland.

Studium: Diplom-Betriebswirtschaftslehre in

Regensburg und Helsinki.

Constantin von Wiedersperg, 27 Jahre, Diplom

Betriebswirt (FH), ist International Trainee im

Bereich Corporate & Investment Banking bei der

UniCredit Bank AG. Studium: Betriebswirtschaft

in Nürtingen und Sydney.

Wir haben mehrere Standorte in München. Der Hauptsitz liegt aber in

Schwabing im Herzen Münchens, genau zwischen dem Englischen Garten

und der belebten Leopoldstraße. Während der Mittagspause einen Abstecher

ins Grüne zu machen ist im Sommer an der Tagesordnung. Abends geht

es oft mit den Kollegen in eine der vielen Bars. Da hat Schwabing als beliebtes

Studentenviertel Einiges zu bieten.

Vor allem für die Versicherungsbranche ist die Stadt eine wichtige Adresse.

Viele Geschäftspartner und Dienstleister sitzen in München. Für meine Arbeit

sind die kurzen Wege zu ihnen sehr nützlich. In der Freizeit ist München

die ideale Mischung aus Großstadt und ländlichem Flair. Ob Staatstheater,

Fußball oder Entspannen in den nahe gelegenen Seen und Alpen: Viel lässt

sich an nur einem Tag verwirklichen. Ein echtes Plus ist natürlich das Oktoberfest.

Der Besuch mit dem eigenen Fachbereich hat bei uns Tradition.

Seit Januar 2010 arbeite ich in Unterschleißheim bei München als Trainee

im Vertrieb. Die ersten drei Monate verbrachte ich in unterschiedlichen Abteilungen.

Mittlerweile bin ich als Partner Account Manager für zwei unserer

Distributoren zuständig.

Zwar spielen Brauchtümer in meiner täglichen Arbeit kaum eine Rolle, doch

stelle ich immer wieder fest, dass man zu bayerischen Kollegen immer

gleich einen besonderen Draht hat. Ich komme ursprünglich aus Bayern,

das Besondere an München blieb mir aber früher meist verborgen. Mittlerweile

mag ich die Vielfalt und Abwechslung hier sehr: Großstadt, aber gleichzeitig

viel Grün, die Isar und die Nähe zu den Bergen. Das ist für mich echter

Mehrwert im Vergleich zu anderen Städten und diese Kombination macht

München zu einer idealen Stadt für Leben und Arbeiten. Mein Tipp: an klaren

Tagen die Fernsicht vom Olympiaberg aus genießen.

Seit Mai arbeite ich als Trainee im Bereich Corporate & Investment Banking

in München. Nach meinem Programm ist geplant, dass ich als Junior Relationship

Manager und Analyst im Bereich Asset Management & Pension

Funds eingesetzt werde. Für mich hat die bayerische Landeshauptstadt

unglaublich viel Lebensqualität.

Das zeigt sich nicht nur durch das enorme Freizeitangebot in und um München

(Englischer Garten, Seenlandschaft, Alpen), sondern auch durch ein

großes kulturelles Angebot. Die Stadt wird immer internationaler und gerade

die jungen Stadtteile haben das gewisse Etwas. Die Lebensfreude der

Münchner ist fast sprichwörtlich und zeigt sich besonders während des

Oktoberfestes. Zu dieser „Jahreszeit“ kommen die Kollegen auch gerne in

Lederhosen und Dirndl ins Büro, um nach der Arbeit gemeinsam zur Wiesn

zu gehen.

staufenbiel.de


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

THEMA Wirtschaftsregion München

„Magnet für

talentierte Köpfe“

Was die Wirtschaftsregion München Absolventen alles zu bieten hat, erzählt Dieter Reiter,

Referent für Arbeit und Wirtschaft in München, im Interview.

Weißwurst, Oktoberfest, Fußball. Vielen Menschen

fallen bei München zuerst diese Stichworte

ein. Mit welchen Begriffen würden Sie

Ihre Stadt beschreiben?

Aus gutem Grund denken viele bei

München an seine spezielle Lebensart

und den deutschen Fußball-Rekordmeister.

Doch die Stadt ist sehr

vielfältig. Ich denke bei München an

den erfolgreichen Wirtschaftsstandort,

die Kulturmetropole von Rang, an die

Stadt des sozialen Ausgleichs.

Sozialer Ausgleich?

Ja. München hat ein reiches Erbe an

Kulturgütern, eine hochwertige Kulturszene

und ist ein Magnet für talentierte

Köpfe aus aller Welt. Dabei ist

München wirtschaftlich erfolgreich

wie sonst keine deutsche Großstadt.

Doch weil dieser Erfolg nicht alle

Menschen in der Stadt erreicht, konzentriert

sich die Politik darauf, sozialen

Ausgleich zu schaffen. So hat die

Stadt mit 28 Millionen Euro das größte

kommunale Beschäftigungsprogramm

in Deutschland aufgelegt.

München ist als Wirtschaftsregion sehr erfolgreich.

Woher kommt der Erfolg?

Dem Gründungsmythos zufolge begann

der Aufstieg Münchens im Jahr

1158 mit einem Akt der Wirtschaftspiraterie.

Heinrich der Löwe soll damals

den Salzhandelsweg, der nördlich an

München vorbei führte, durch das

heutige Stadtgebiet gelegt haben. Dafür

zerstörte er eine Brücke, die dem

Bischof von Freising gehörte. So konnten

Steuern eingenommen werden und

die Siedlung an der Isar konnte sich

entwickeln.

Und heute?

Heute ist die Vielfalt des Branchenmix

eine wesentliche Grundlage für den

wirtschaftlichen Erfolg – das Nebeneinander

von unterschiedlichen Branchen

sowie von großen und kleinen

Betrieben. Ein wesentliches Element

für die weitere Entwicklung bildet die

Kraft der Münchener Wirtschaft, dem

ökonomischen Fundament der Stadt

neue Wirtschaftscluster und Netzwerke

hinzuzufügen.

Wie zeigt sich dieser Erfolg?

Der wirtschaftliche Erfolg zeigt sich

zum Beispiel beim Anteil Münchens an

der wirtschaftlichen Gesamtleistung

Bayerns, an der Zahl der Jobs in der

Stadt oder bei der Kaufkraft.

Der Anteil am bayerischen Bruttoinlandsprodukt

liegt für München bei

17 Prozent, für die Region München

sogar bei 30 Prozent. München ist mit

mehr als einer Million Beschäftigten

nach Berlin zweitgrößter Beschäftigungsstandort.

Bezogen auf die Bevölkerung

weist die Stadt seit Jahren die

höchste Beschäftigungsdichte auf und

hatte 2009 mit durchschnittlich fünf

Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote.

Was sind die wichtigsten Branchen für Stadt

und Region?

Halt, für mich als Wirtschaftsreferent

gibt es keine unwichtigen Branchen.

Zum Glück gibt es in München aber

auch keine Branche, von der die Stadt

auf Gedeih und Verderb abhängig

wäre.

Eine Branche kann aus unterschiedlichen

Gründen wichtig sein: wegen der

hohen Beschäftigtenzahlen, wie in der

Informations- und Kommunikationsbranche,

oder im Gesundheitsbereich

mit jeweils 50 000 sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten. Oder auch wegen

der wirtschaftlichen Stabilität und

der hohen Zahl an Ausbildungsplätzen,

wie das Handwerk mit mehr als

5 000 Ausbildungsplätzen. Ein anderes

Beispiel: Eine Branche kann wichtig

sein wegen des hohen Anteils an der

Wertschöpfung wie die Automobilwirtschaft

oder der Anlagenbau. Oder

wegen ihrer Zukunftsfähigkeit wie die

>>>

28 staufenbiel.de


Wie könnten Sie Ihrem Studium wahre Größe verleihen?

Indem Sie über Dinge nachdenken, über die noch keiner nachgedacht hat

Wenn Sie eine Abschlussarbeit über das höchste Gebäude der Erde schreiben

Mit einem Praktikum über Naturgefahren in touristischen Ballungszentren

Durch eine Diskussion mit Ärzten, Ingenieuren und Seismologen

Mit drei der vier genannten Punkte

Haben Sie Lust, mit uns Projekte von globaler Tragweite zu bewegen? Als einer der

führenden Rückversicherer der Welt durchleuchten wir Risiken aller Art und sichern

sie ab. Ob Großbauprojekte, Klimawandel oder Raumfahrt: Absolvieren Sie Ihre ersten

Schritte ins Berufsleben in vielfältigen Themenfeldern, die die Menschheit heute

und in Zukunft bewegen. Profitieren Sie vom Wissen und Netzwerk unserer Mitarbeiter

und legen Sie bereits während des Studiums den Grundstein für eine erfolgreiche

berufliche Zukunft.

Wie Sie sich schon als Student bei Munich Re einbringen können,

erfahren Sie unter munichre.com/karriere


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

THEMA Wirtschaftsregion München

Dieter Reiter: In München werden

höhere Gehälter gezahlt

© Michael Nagy Presseamt München

Umweltwirtschaft mit über 300 direkt

im Umweltbereich tätigen Firmen und

mehr als 9 000 Beschäftigten in der

Region München. Schließlich auch

wegen der verlässlichen Gewerbesteuerzahlungen

wie die kommunalen Unternehmen

Sparkasse und Stadtwerke.

München gilt als „Cluster der Cluster“. Warum

denn das?

Unter einem Cluster versteht man in

der Wirtschaftspolitik eine räumliche

Konzentration von Unternehmen einer

Branche und den zugehörigen

Zulieferbetrieben, Ausbildungs- und

Forschungseinrichtungen und Dienstleistern.

München hat eine Vielzahl

dieser Cluster, von Automotive, Medien,

Informations- und Kommunikationstechnik,

Medizintechnik, Finanzwirtschaft

bis zur Gesundheit.

Der Ausdruck „Cluster der Cluster“

beschreibt also, dass in München eine

räumliche Konzentration verschiedenster

Branchencluster besteht.

Wie steht es um die Karrierechancen speziell

für Absolventen?

Es gibt eine überdurchschnittlich hohe

Nachfrage nach Absolventen durch die

Unternehmen. Der Anteil von Hochqualifizierten

an allen sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten liegt bei

über 30 Prozent. Damit führt München

im Vergleich der Großstädte. Besonders

gilt das für die Branchen Information

und Kommunikation, Versicherungen

und Banken, Biotechnologie- und

Pharmaindustrie sowie den Maschinen-

und Fahrzeugbau. Hier sind überdurchschnittlich

viele Hochqualifizierte

beschäftigt. München ist Landeshauptstadt

und damit Sitz von Ministerien

und der größten bayerischen Kommunalverwaltung.

Auch dort sind viele

Hochqualifizierte tätig.

Was hat München Akademikern zu bieten?

Die besondere Struktur der Münchner

Wirtschaft. So gibt es hier eine Vielzahl

wissensintensiver und hoch kreativer

Branchen und Sektoren sowohl

in der Produktion als auch im Dienstleistungsbereich.

Innovative Unternehmen

mit ihren kreativen Beschäftigten

sind ein wichtiger Standortfaktor.

Rund 28 Prozent der Unternehmen

in der Region München sind in kreativen

und wissensintensiven Bereichen

tätig. Sie erwirtschaften ein Viertel des

Gesamtumsatzes aller in der Region

ansässigen Unternehmen und beschäftigen

rund 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten. Das

weist München als besonderen Wissensstandort

aus. Und es zeigt, dass

die hier ansässigen Unternehmen für

Hochschulabsolventen besonders interessant

sind.

Demgegenüber steht das Klischee, München

bestehe weitgehend aus High Society. Die Lebenskosten

sind ja auch recht hoch...

Das mit der High Society ist ein gern

genommenes Klischee. Wahr ist, München

ist keine billige Stadt. Dies ist vor

allem bei den Mieten spürbar und für

Menschen mit kleinen und mittleren

Einkommen ein Problem. Die Stadt

tut daher einiges dafür, dass sich diese

Preisentwicklung nicht beschleunigt.

Gleichzeitig werden hier im Durchschnitt

höhere Gehälter gezahlt. Die

Kaufkraft ist die höchste im Vergleich

der deutschen Großstädte. München

hat eine hohe, auch immaterielle Lebensqualität

und will auch in Zukunft

ein lebens- und liebenswerter Ort für

alle bleiben.

Noch einmal ein Blick in die Geschichte:

„Apud Munichen“, also „bei den Mönchen“

entstand die wirtschaftlich erfolgreiche Stadt

München. Ein Mönch findet sich auch im

Stadtwappen. Welche Rolle spielen sie heute

für Stadt und Wirtschaft?

Ordensgemeinschaften spielen heute in

der Wirtschaft keine große Rolle mehr,

wohl aber im sozialen Leben, in Wissenschaft

und Lehre. Auf die frühere

Bedeutung der Mönche, etwa für das

Brauereiwesen, weisen heute noch die

Bilder auf den Flaschenetiketten einiger

Münchner Brauereien hin.

Interview: Claudia Feuerer

30 staufenbiel.de


Alles außer gewöhnlich.

Planen. Entscheiden. Agieren. Handel bedeutet weit mehr als nur Verkaufen. Bei Lidl sorgen unterschiedlichste Bereiche

für ein abwechslungsreiches Berufsleben. Von Vertrieb, Beschaffung, IT über Verwaltung, Logistik und Einkauf bis hin zu

Immobilien – die Tätigkeiten bei Lidl sind ebenso vielseitig wie die Mitarbeiter. Werden Sie Teil unseres engagierten,

hoch motivierten Lidl -Teams. Wir bieten Ihnen eine interessante Aufgabe und ein positives Arbeitsklima, in dem Sie sich

optimal weiterentwickeln können. Denn unser Erfolg hängt maß geblich von den Menschen ab, die für uns arbeiten.

Bei Interesse an einer Tätigkeit als Verkaufsleiter (w/m) besuchen Sie bitte unsere Website

www.karriere-bei-lidl.de. Insofern Sie sich stärker für den kaufmännischen oder den IT-Bereich interessieren,

finden Sie auf www.karriere-bei-lidl.com attraktive Angebote für Lidl International in Neckarsulm.

EINSTIEG BEI LIDL

Lidl lohnt sich.


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

TITEL Lebenslanges Lernen

© photocase_cydonna

Lang, länger,

lebenslang lernen

Solides Mittelfeld“ – so schätzt

Ulrich Schoof das deutsche Bildungssystem

ein, wenn es um

das Thema lebenslanges Lernen geht.

Zu diesem eher bescheidenen Urteil

kommt Schoof durch die Ergebnisse

der Studie „European Lifelong Learning

Indicators“ (Elli), die er als Projektleiter

der Bertelsmann Stiftung betreute.

Für Deutschland reichte es in

diesem Ranking zu Platz zehn unter 24

untersuchten EU-Staaten. Damit landete

das Land der Dichter und Denker

nur knapp vor Slowenien und Spanien,

aber deutlich hinter den skandinavischen

EU-Mitgliedsländern und

kleineren Nachbarn wie den Niederlanden,

Belgien oder Österreich.

Sparen an der Bildung

Ein Grund für das unbefriedigende

Abschneiden: Deutschland knausert

immer noch an der Bildung. Das spiegelt

auch die schlechte Platzierung in

der Kategorie „Lernen, Wissen zu erwerben“,

die etwa die Investitionen in

die Bildung bewertet, wider. In keiner

anderen Kategorie schneidet Deutschland

so schlecht ab.

Dabei sind sich die Experten einig,

dass Deutschland künftig noch mehr

auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen

sein wird und Wissen die wichtigste

Ressource bleibt. Der Schlüssel

dazu: lebenslanges Lernen. „Die Innovationszyklen

der alten Industriegesellschaft

sind viel kürzer geworden. Deshalb

reicht der Wissensvorrat aus der

Erstbildung nicht mehr so lange, wie

es früher der Fall war“, erklärt Karl-

Heinz Minks, Leiter des Bereichs Absolventenforschung

und lebenslanges

Lernen beim Hochschul-Informationssystem

(HIS).

Immer wieder qualifizieren

Reichte früher die Berufsausbildung

für eine lebenslange Laufbahn, ist

das nun passé. Heute heißt es: immer

wieder neu qualifizieren. Nicht nur

der Bedarf an kontinuierlicher Weiterbildung

steigt, auch die Lerninhalte

ändern sich: Der Trend zum wissenschaftlichen

Lernen ist unverkennbar.

Für Akademiker eine gute Nachricht,

32 staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Lebenslanges Lernen TITEL

Wer heute auf dem Arbeitsmarkt bestehen will, hat nie ausgelernt.

denn der Bedarf an Mitarbeitern mit

wissenschaftlicher Ausbildung wird

weiter steigen, so die Prognose. Nur

wird die berufliche Ausbildung mit

dem Hochschulabschluss nicht abgeschlossen

sein.

Wir werden älter

Ein zweiter Grund, der lebenslanges

Lernen notwendig macht, ist die demografische

Entwicklung in den Industrieländern.

Nicht nur die Gesamtbevölkerung,

auch die Belegschaften

in den Unternehmen werden älter.

Derzeit liegt das Durchschnittsalter

eines Arbeitnehmers in Deutschland

bei 41 Jahren. „Bis die Babyboomer-

Generation, also die Mitte der 50erbis

60er-Jahre Geborenen, aus dem

Berufsleben ausgeschieden ist, wird

das Durchschnittsalter in den Unternehmen

deutlich steigen“, schätzt HIS-

Experte Minks.

Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten:

Wenn die nachrückenden Generationen

den Bedarf der Unternehmen

an Fachkräften nicht decken können,

sind die älteren Arbeitnehmer länger

gefragt und müssen fachlich auf dem

neuesten Stand bleiben. „Die Zusammenarbeit

und die Organisation in den

Betrieben wird das erheblich verändern“,

sagt Minks voraus.

Neues Wissensmanagement

Immer kürzere Innovationszyklen, ältere

Belegschaften und neue Anforderungen

an das Wissensmanagement:

Für die Unternehmen sind das ganz

andere Anforderungen als zu Zeiten,

in denen es vor allem darum ging, um

die geeignetsten Kandidaten auf dem

Arbeitsmarkt zu werben. Künftig be-

staufenbiel.de

Fehlendes Angebot

Wichtig ist, dass sich die Hochschulen

noch stärker für die betriebliche

Weiterbildung öffnen. Denn wer lebenslang

lernen möchte, braucht die

passenden Angebote. Doch an weiterführenden

Studiengängen mangelt es

noch. Bislang sind erst zwölf Prozent

der Master-Studiengänge an deutschen

Hochschulen als weiterbildende Studisteht

die Aufgabe darin, ihr Wissen auf

dem neuesten Stand zu halten - und dafür

auch Angebote zu entwickeln.

Motivierte Mitarbeiter

An den Mitarbeitern in den Unternehmen

werde das Projekt lebenslanges

Lernen nicht scheitern, glaubt Rudolf

Kast. Der Personalleiter beim badischen

Sensoren-Hersteller Sick weiß:

„Die Beschäftigten haben eine hohe

Motivation, ihren Job zu erhalten und

Neues zu lernen.“ Vorausgesetzt, der

Mitarbeiter sieht den Sinn und Nutzen

einer Weiterbildung. Ohne die innere

Bereitschaft zum Lernen hilft dagegen

auch der ausgefeilteste Lehrgang wenig.

„Wichtig ist deshalb, dass die Weiterbildung

vom konkreten Arbeitsumfeld

des Mitarbeiters ausgeht und kontinuierliches

Lernen wirklich Teil der Unternehmenskultur

ist“, so Kast, der

für die innovative Personalarbeit

bei Sick das Bundesverdienstkreuz

erhielt.

Erststudium reicht

nicht

Für die Hochschulen

sind die Herausforderungen

genauso

groß wie für Unternehmen

und Arbeitnehmer.

Im klassischen

Erststudium

bildeten sie bislang vor

allem Fachwissenschaftler

aus. Probleme bekommen Absolventen

oft, wenn sie aus den

Fachbereichen der Unternehmen ins

Management wechseln wollen.

„Auf die hier nötigen Führungsund

Teamfähigkeiten bereiten die

Erststudiengänge kaum vor“, so Karl-

Heinz Minks vom HIS. „An den Hochschulen

und in der Wirtschaft herrschen

verschiedene Arbeitskulturen.

Während in modernen Unternehmen

das Arbeiten und Führen in Teams gefragt

ist, erziehen die Hochschulen ja

eher zum Einzelkämpfertum.“

©iStock_istock_designer

33

>>>


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

TITEL Lebenslanges Lernen

„Es besteht

Handlungsbedarf“

© Bertelsmann Stiftung

Ulrich Schoof, 37, Projektleiter der Studie

„European Lifelong Learning Indicators“

(Elli) der Bertelsmann Stiftung über Defizite

des deutschen Bildungssystems.

In der Elli-Studie zum lebenslangen Lernen finden sich gleich drei

skandinavische Länder unter den ersten vier Plätzen. Was machen

sie besonders gut?

Gerade in den skandinavischen Ländern haben Bildung

und lebenslanges Lernen einen höheren Stellenwert als

anderswo in Europa. Kein Land investiert so massiv in

Bildung, Ausbildung und Weiterqualifizierung wie Dänemark.

Fast jeder zweite Däne im Alter von 30 bis 34

Jahren hat eine Hochschule besucht, in Deutschland nur

knapp jeder dritte Bürger.

Deutschland landet im Ranking auf Platz zehn. Was läuft schief?

Deutschland hat Defizite bei der formalen Bildung. In

der Kategorie „Lernen, wissen zu erwerben“ reicht es in

unserer Studie nur zu dem unterdurchschnittlichen Rang

14, und das trotz der mittlerweile verbesserten Pisa-Ergebnisse.

Gemessen an der eigenen Wirtschaftskraft steckt

kaum ein anderes Land in der EU so wenig öffentliches

Geld in Bildung wie Deutschland. Die Ausgaben waren in

den vergangenen 15 Jahren sogar rückläufig.

Wie wirkt sich das aus?

In den vergangenen Jahren absolvierten in Deutschland

zwar immer mehr Menschen ein Studium, im europäischen

und im OECD-Vergleich bleibt Deutschland aber abgeschlagen.

Bei der Weiterbildung liegt Deutschland im unteren

Mittelfeld. Gerade bei der Weiterbildung von Frauen

und älteren Beschäftigten besteht Handlungsbedarf.

Sie berücksichtigen in Ihrer Studie Indikatoren wie „Lernen zusammenzuleben“

oder „Lernen, das Leben zu gestalten“? Warum?

Weil Lernen mehr ist als Schule und formale Bildung. Gelernt

wird im Elternhaus, am Arbeitsplatz, in Vereinen, in

der Gemeinde und in der Freizeit. In Zukunft wird informelles

Lernen immer wichtiger werden. Gründe hierfür

Ulrich Schoof: „Deutschland hat Defizite bei der formalen Bildung.“

sind der demografische Wandel, die Veränderungen der

Arbeitswelt sowie der medizinische und technische Fortschritt.

Nur wenn man all diese Lerndimensionen zusammen

betrachtet, kann man Wechselwirkungen erkennen

und die verschiedenen Lernwelten besser gestalten.

Was bedeutet das für das Berufsleben?

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich intensiver

mit den Themen Weiterbildung und lernförderliches Arbeitsumfeld

auseinandersetzen. Das geht nur, wenn sie

über das eigene Unternehmen hinausdenken und mit anderen

Bildungsanbietern und Institutionen in der eigenen

Region zusammenarbeiten.

Könnte man nicht auch sagen: Wir müssen nicht überall vorne

sein, Platz zehn ist auch nett?

Natürlich ist ein knapp überdurchschnittliches Ergebnis

kein schlechtes Ergebnis. Solides Mittelfeld, würde ich sagen.

Ich bezweifle aber, dass man mit dieser Einstellung

langfristig auf Platz zehn bleibt. Besser ist, sich ein ambitioniertes,

aber nicht unerreichbares Ziel zu setzen –

vor allem, wenn man das langfristige Wohlergehen einer

schrumpfenden und alternden Gesellschaft im Auge hat.

Gibt es Lichtblicke?

Die gibt es. In drei von vier Elli-Lerndimensionen schneidet

Deutschland immerhin knapp überdurchschnittlich

ab. Bei der frühkindlichen Bildung hat Deutschland in den

vergangenen zehn Jahren große Fortschritte gemacht. Eine

besondere Stärke ist unser Berufsausbildungssystem.

Was lernen Sie gerade?

Programmieren und Kitesurfen.

Interview: Heinz Peter Krieger

>>>

34 staufenbiel.de


„Ich will die Welt erobern.

Indem ich sie für mich gewinne.“

Für die großen Herausforderungen unserer Zeit suchen wir Menschen,

die bereit sind, über sich hinauszuwachsen. Menschen, die mit Weitsicht

und Verstand Maßstäbe für verantwortungsvolles Handeln setzen – und

dabei immer Mensch bleiben. Denn so sehr wir auf kluge Köpfe zählen,

so wichtig sind uns integere, weltoffene Persönlichkeiten, die für neue

Einflüsse, andere Kulturen und außergewöhnliche Ideen offen sind.

Booz & Company gehört mit mehr als 3.300 Mitarbeitern zu den größten

Strategieberatungen weltweit. Wir verbinden anpruchsvolle, internationale

Aufgaben mit umfassenden Weiterentwicklungsperspektiven und

einer gesunden Work-Life-Balance. Werden Sie Teil unserer starken,

interkulturellen Familie.

www.booz-enough.de

Are you Booz enough?


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

TITEL Lebenslanges Lernen

© photocase_jodofe

engänge konzipiert, ermittelte der Stifterverband

für die Deutsche Wissenschaft.

Dabei bevorzugen die meisten

weiterbildungswilligen Arbeitnehmer

ein berufsbegleitendes Studium. Denn

die weiterbildenden Studiengänge sind

grundsätzlich gebührenpflichtig. Eine

Unterbrechung des Berufslebens ist

deshalb finanziell oft nicht möglich.

Außerdem befürchten viele Berufstätige,

dass sich eine solche Pause als Karrierehindernis

entpuppen könnte.

Auch die Studieninhalte müssen

für Berufstätige anders aufbereitet

und vermittelt werden, fordert Minks

vom Hochschul-Informationssystem:

„Viele Hochschullehrer denken immer

noch sehr input-orientiert und versuchen,

die Module mit möglichst vielen

Inhalten vollzustopfen.“ Umdenken ist

gefordert: Ein berufsbegleitendes Studium

sollte ganz anders aufgebaut sein.

E-Learning-Angebote etwa sind wichtig.

So können die Studenten selbst für

sich entscheiden, wann und wie intensiv

sie lernen. Aber auch Berufstätige

brauchen Präsenzphasen. Das Blended

Learning, also die Kombination von

beidem, bietet sich deshalb für die arbeitenden

Studenten besonders an.

Vernetzen

Die Doppelbelastung durch Studium

und Job macht selbst den engagiertesten

Studenten das Leben schwer.

Bis zum Ende durchzuhalten, ist gar

nicht so einfach. Vor allem in den

ers ten Monaten des Studiums helfen

Blockseminare. Sie bieten die Gelegenheit,

Kontakte zu knüpfen und sich

mit Dozenten und Kommilitonen zu

vernetzen. Was die Motivation ebenfalls

erhöht und auch den Arbeitgeber

freut, sind konkrete Aufgaben aus den

Unternehmen, die im Studium behandelt

werden („work-based Learning“).

Der richtige Zeitpunkt

Wer lebenslang lernt, muss entscheiden,

wann der richtige Zeitpunkt für

eine Weiterbildung ist. Dass die berufliche

Qualifikation mit dem Erststudium

erst begonnen hat, wusste auch

Personalerin Anja Gräfe. „Ich wollte

mich persönlich weiterentwickeln und

beruflich besser qualifiziert sein“, beschreibt

sie ihre Motivation für ein berufsbegleitendes

Master-Studium.

Mit dem Thema Weiterbildung beschäftigt

sich Gräfe sowohl aus Mitarbeiter-

als auch aus Arbeitgebersicht:

Beim Hamburger Zigarettenhersteller

Reemtsma arbeitet sie im Personalbereich

und entschied sich für den Master-Studiengang

„Business Administration“

mit der Vertiefung „Human

Resources Management“.

Nicht warten

Wer mit dem Gedanken spielt, bei seinen

Qualifikationen draufzusatteln,

sollte das so früh wie möglich in die

Tat umsetzen. „Wenn ich zu lange gewartet

hätte, dann hätte ich irgendwann

die Kurve nicht mehr gekriegt“,

schildert Anja Gräfe ihren Entschluss

zur Weiterbildung.

Das Master-Studium begann Gräfe

bereits ein halbes Jahr nach ihrem

Bachelor-Abschluss. „Zu diesem Zeitpunkt

war ich das Lernen für Klausuren

noch gewohnt und machte mich

deshalb zusammen mit einer früheren

Kommilitonin und Freundin auf die

Suche nach einem passenden Master-

Programm. Später wäre mir das vermutlich

viel schwerer gefallen.“

Wie sage ich’s dem Chef?

Eine gute Gelegenheit, den Arbeitgeber

von einer Weiterbildung zu überzeugen,

sind Jahres- oder Mitarbeitergespräche.

„Die gewünschte Weiterbildung

sollten die Mitarbeiter eng mit

dem Vorgesetzten abstimmen. Darauf

aufbauend kann dann mit der Personalentwicklung

justiert werden, welche

Weiterbildung die richtige ist“, rät

Rudolf Kast von Sick.

Dazu gehört auch die Frage, ob

die Weiterqualifikation im Unternehmen

oder außerhalb stattfinden soll.

Beides hat seine Vorteile. „Wenn es

darum geht, Fachkenntnisse zu erwerben,

die neu erarbeitet werden müssen,

entscheiden wir uns eher für externe

Anbieter. Schlüsselkompetenzen, die

regelmäßig nachgeschult werden, vermitteln

wir dagegen auch in internen

Veranstaltungen“, so Kast.

An regelmäßiges Lernen dürfen sich

die Mitarbeiter gleich gewöhnen. Denn

die Zukunft hat schon angefangen:

Nur wer beim Lernen mithalten kann,

wird beruflich bestehen können. Und

das lebenslang.

Heinz Peter Krieger

INTERNET

Alles Wichtige zum Thema Weiterbildung auf mba-master.de.

36 staufenbiel.de


Mitreißende

Gestaltungsentfaltungsteamtalente (m/w)

Sind Sie bereit zum Sprung auf Ihre persönliche Erfolgswelle? Wollen Sie sich in der Praxis zügig freischwimmen,

mit Kollegen den Dingen auf den Grund gehen, Ihre Ideen sprudeln lassen? Ausgezeichnet! Ihre Ambitionen als

(Wirtschafts-)Wissenschaftler, -Mathematiker oder -Ingenieur passen hervorragend zu unseren außergewöhnlich

vielseitigen Aufgaben, die da anfangen, wo sie bei anderen Versicherungen aufhören. Als weltweit erfolgreiche

Rückversicherungsgruppe können wir Ihrer Karriere viel Dynamik verleihen. Motivierende Arbeitsatmosphäre,

intensive Förderung und exzellente Perspektiven inklusive. Surfen Sie zu weiteren Informationen:

hannover-rueck.jobs


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Selbstmarketing

Die

Ich-

Marke

© ISTOCKPHOTO_ PPAMPicture

Wer erfolgreich sein will, braucht mehr als

Talent, Kraft und einen Traum: etwa die

Fähigkeit, andere von sich zu überzeugen.

Selbstmarketing ist angesagt.

Von großen Marken wie Porsche

oder Nivea lässt sich lernen, dass

wahre Größe viel mit Sein, weniger

mit Schein zu tun hat. Das gilt auch

für uns Menschen. Ohne Substanz

wirkt selbst das beste Selbstmarketing

wie Schaumschlägerei. Gleichzeitig

gilt aber auch: Ohne gutes Marketing

kann ein guter Markenkern keine

Strahlkraft entwickeln.

Bestimmung der Ich-Marke

Daher fängt gutes Selbstmarketing

zunächst mit einer Analyse der eigenen

Person an: Was macht mich als

Mensch aus? Über welches Wissen,

über welche Stärken und Fähigkeiten

verfüge ich und welche Werte lebe ich?

Diese drei Elemente – Wissen, Stärken/

Fähigkeiten und Werte – bilden den

Kern der Ich-Marke.

Dummerweise ist dieser Kern für

unsere Umwelt so nicht sichtbar. Daher

interpretiert unser Umfeld jede

Begegnung mit uns im Hinblick auf

unseren Kern. Die Menschen schließen

aus unserem Verhalten auf unsere Werte,

aus unseren Reden und schriftlichen

Dokumenten auf unser Wissen und unsere

Fähigkeiten. Auch unsere Sprache,

Stimme, Körpersprache, Kleidung und

unser Auftreten werden genutzt, um

auf unseren Kern zu schließen, auf das,

>>>

38

staufenbiel.de


We are pioneering solutions

Vorausdenken.

Vorausplanen.

Vorausfahren.

Neumayer Tekfor ist ein globaler Partner der Automobilindustrie, dessen Stärke

in der Entwicklung und Perfektionierung von Lösungen für Getriebe,

Motor, Antriebsstrang, spezielle Applikationen

und Sicherheitsmuttern liegt. Hierbei konzentrieren wir

uns auf die Bereiche CO 2 - und Gewichtsreduzierung sowie Kosteneinsparung –

für eine bessere Automobil-Zukunft.

Neumayer Tekfor – we are pioneering solutions.

Neumayer Tekfor Holding GmbH

Hauptstraße 115 77652 Offenburg Germany

Telefon +49 781 93222-0 info@neumayer-tekfor.com

www.neumayer-tekfor.com


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Selbstmarketing

ReGeLn FüR GuteS SeLBStMaRKetInG

• Beherzigen Sie Anstandsregeln, wie freundlich grüßen und Augenkontakt halten

• Reden Sie über Ihre Erfolge und über Ihre Arbeit in positiver Art und Weise

• Stellen Sie sicher, dass Sie positiv wahrgenommen werden

• Pflegen Sie Ihren Markenkern, also Ihre Stärken, Ihre Fähigkeiten, Ihr Wissen und Ihre Werte

• Lernen Sie aus Misserfolgen

InteRnet

Unter staufenbiel.de/karrieremagazin: Welche Fragen Sie sich stellen müssen, um Ihre Ich-Marke herauszuarbeiten.

was uns als Mensch ausmacht. Und jeder

Eindruck zählt. Das bedeutet: Kein

Selbstmarketing zu betreiben, geht

nicht. Es gibt nur gutes oder schlechtes

Selbstmarketing.

Mit der OLALA-Formel

Jedes Verhalten, jede Begegnung ist

Selbstmarketing. Das heißt, jeder Eindruck

zählt. Beherzigen Sie die Anstandsregeln

und grüßen Sie Ihre Kollegen

und Chefs freundlich. Nutzen Sie

die OLALA-Formel und machen Sie

einen guten Eindruck:

O Ordentliche Erscheinung

L Lächeln Sie, wann immer es angebracht

ist

A Aufrechte, geerdete Haltung, also

gerade und mit beiden Beinen fest

auf dem Boden

L Lebendig: Nutzen Sie Gestik und

Mimik entsprechend Ihrer natürlichen

Körpersprache

A Augenkontakt: Ein Augenkontakt

geht immer so lange, bis der andere

zurückgeschaut hat

Vermeiden Sie jede Form der Selbstsabotage,

die leider sehr häufig zu beobachten

ist. Wenn Sie etwas sagen,

sagen Sie es so, dass Sie verstanden werden.

Also nicht leise sprechen und nicht

nuscheln. Relativieren Sie nicht, etwa

durch Wörter wie eigentlich oder durch

rhetorische Fragen. „Ich bin zwar nur

ein kleiner Student“ oder „ich bin neu

hier“ macht Sie klein und lässt Ihren

Beitrag unwichtig erscheinen. Achten

Sie auf konsistente Signale von Körpersprache

wie eine gerade Haltung, Stimme

(klar, nicht zu hoch, nicht flatternd)

und Inhalt. Eine großartige Idee, die

nicht mit leuchtenden Augen und fester

Stimme von Ihnen vorgetragen wird,

erscheint Ihren Zuhörern nicht als

großartig.

Aktives Selbstmarketing

Wenn Sie solche Basics beherrschen,

dann können Sie mit aktivem Selbstmarketing

starten. Stellen Sie sicher,

dass Ihre Umwelt von Ihren Fähigkeiten,

Stärken und Wissen erfährt. Reden

Sie über Ihre Erfolge. Sprechen Sie

positiv über Ihre Arbeit. Informieren Sie

regelmäßig Ihren Chef über das, was Sie

gut gemacht haben, und sitzen Sie nicht

dem Irrglauben auf, Ihr Chef wüsste das

schon. Nutzen Sie Chancen, Ihre Fähigkeiten

unter Beweis zu stellen.

Bei allem Selbstlob bleiben Sie aber

realistisch. Ansonsten werden Sie recht

schnell als Aufschneider und Angeber

enttarnt. Wenn Ihnen einmal ein Auftritt

misslingt, lassen Sie sich nicht

entmutigen. Atmen Sie tief durch und

analysieren Sie dann mit etwas Abstand,

was Sie hätten anders und besser

machen sollen. So lernen Sie für die

Zukunft.

Das Studium bietet eine ganze Reihe

von Übungsplattformen, um Ihren

persönlichen Stil zu finden und

zu festigen. Nutzen Sie Seminare und

Übungen auch, um zu lernen, vor einer

Gruppe zu sprechen. Lernen Sie dabei,

Ihr Lampenfieber zu beherrschen und

das zusätzlich freiwerdende Adrenalin

positiv für sich zu nutzen. Bitten Sie

bei Vorträgen Kommilitonen, Ihren

Vortrag zu filmen und Ihnen Feedback

zu geben.

Selbstmarketing heißt weder, wie

ein Marktschreier durch die Gegend

zu laufen und sich selbst anzupreisen,

noch bedeutet es, arrogant zu sein. Es

geht schlichtweg darum, das eigene

Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

Trauen Sie sich, denn Übung macht

den Meister. Und je mehr Sie schon im

Studium üben, desto einfacher ist es

für Sie hinterher im Job.

üBeR DIe autORIn

Elisabeth Schick arbeitet

als selbstständige Beraterin

und Trainerin. Ihr Buch

heißt „Der Ich-Faktor: Erfolgreich

durch Selbstmarketing“

(Hanser Verlag).

40 staufenbiel.de


ZF dankt allen Kunden für die nette

Verpackung! Mal sehen, was für Sie drin ist?!

Dann zeigen wir Ihnen einmal, was ein Fahrzeug Spannendes in sich birgt: die Antriebs- und Fahrwerktechnik

nämlich. Und die stammt bei vielen bekannten Marken von ZF, einem der weltweit größten Zulieferer der

Branche. Was das für Sie als Ingenieur/-in bedeutet? Bei uns entwickeln Sie schon heute die Technik für die

Fahrzeuge von morgen: in einem Team von 60.000 Kolleginnen und Kollegen, das als Innovationspartner und

Problemlöser anspruchsvoller Kunden den Ruf eines Technologieführers genießt. Erleben Sie ein erfolgreiches

Stiftungsunternehmen, das Ihre Leistung anerkennt und in dem interessante Aufgaben und Eigenverantwortung

zum Tagesgeschäft gehören.

Arbeiten Sie sich zu uns vor auf:

www.zf.com

Antriebs- und Fahrwerktechnik


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Prokrastination

Heute, morgen,

irgendwann

© ISTOCKPHOTO_ DNY59

Aufschieberitis kann ganz schön nervig sein. Doch mit den richtigen Tricks schaffen es

auch bekennende Aufschieber raus aus dem Teufelskreis.

Der Bildschirm ist weiß. Obwohl die Abgabefrist der

Hausarbeit bedrohlich nahe rückt, ist noch keine

Seite geschrieben. Dort, wo eigentlich schlaue Sätze

stehen sollten, zeigt das Textdokument gähnende Leere.

Theoretisch könnte die Arbeit schon lange fertig sein. Doch

praktisch greift eine akute Krankheit um sich: Aufschieberitis.

Die Symptome sind immer gleich. Unwichtige Aufgaben

erscheinen urplötzlich besonders dringend: Fenster putzen,

den Kleiderschrank ausmisten oder die Festplatte aufräumen.

Die Arbeit für die Uni bleibt liegen.

Ein ernsthaftes Problem

Im Fachjargon heißt das Phänomen Prokrastination, lateinisch

„auf morgen verlegen“. Prokrastination ist ein bewusstes

Aufschieben von Tätigkeiten auf einen späteren

Zeitpunkt. Eine Situation, die viele kennen. Studenten und

Manager haben das Problem, Männer wie Frauen. Ob

ernstes Problem oder nervige Macke: Das Aufschiebeverhalten

ist weit verbreitet. Dies zeigt eine Studie der Pädagogischen

Hochschule Freiburg. Sechs von zehn Studenten

berichten, Arbeitsaufträge regelmäßig vor sich herzuschieben.

Dabei ist eine hartnäckige Aufschieberitis mehr als nur

keine Lust auf Arbeit. „Ständiges Aufschieben wird oft als

Faulheit angesehen. Prokrastination hat jedoch nichts mit

Faulheit zu tun“, klärt Psychologin Anna Höcker auf. „Sondern

es ist ein ernstes Problem der Selbststeuerung, für das

es psychologische Hilfe gibt.“

Sie leitet die Prokrastinationsambulanz an der Uni Münster.

Seit 2006 gibt es die Anlaufstelle für Studenten, die

unter einer Arbeitsstörung leiden und dringend Hilfe brauchen.

Seitdem haben rund 400 Studenten die psychologische

Betreuung in Anspruch genommen. „Studenten aller Fachbereiche

waren schon hier“, so die Psychologin.

Wer ist betroffen?

Studien zeigen: Besonders Studenten der höheren Semester,

die kurz vor der Abschlussarbeit stehen oder weniger strukturierte

Studiengänge belegen, sind anfällig für Aufschieberitis.

Katrin Girgensohn kennt die Tücken solcher Situationen.

Sie leitet das Schreibzentrum der Europa-Universität

Viadrina in Frankfurt an der Oder. Und sie weiß: „Gerade

langfristige Projekte wie Abschlussarbeiten erfordern eine

gute Zeiteinteilung und Selbstdisziplin“, erklärt sie. „Viele

Studenten wissen aber nicht, wie man die Arbeit sinnvoll

in kleine Schritte einteilt und schieben sie deshalb immer

weiter auf.“

>>>

42 staufenbiel.de


CC_SKM_87_5x134_Layout 1 29.10.10 17:52 Seite 1

Join the Best

Master of Science

(MSc) in Management

Excellence in

Management

Education

Erfolg ist kein

Geheimnis!

Der Weg dahin auch nicht.

Excellence in Research and Teaching

Renowned Academics

Seven Specializations

Innovative Teaching Methods

Integrated Study Abroad / Double Degrees

Excellent results in rankings (e.g. Financial Times 2010)

For Details on

Information Days,

please see:

www.whu.edu/msc

• professionelle Bewerbungs-Checks

• individuelle Karriereberatung

• ganztägige Assessment Center Trainings

• branchenspezifische Publikationen

• u.v.m...

Our Network:

160 Partner Universities

150 Partner Companies

Alumni Association with about 2,000 Members

Member of

>>> Infos und Anmeldung unter staufenbiel.de/careerclub

WHU – Otto Beisheim School of Management

Burgplatz 2, 56179 Vallendar, Germany

Viktoria Thuir, Tel. +49 261 6509-521

msc@whu.edu, www.whu.edu

MSc_Staufenbiel_100x141.indd 1 12.10.1

Die Jobmessen für

Deine Karriere.

Auf den Jobmessen der IQB direkt mit Unternehmen und

Entscheidern sprechen. Persönlich alle wichtigen Infos zu Jobs

und Praktika sichern. Jobmessen statt Bewerbungsmarathon.

Unsere Events für Deine Karriere:

Weitere Informationen unter:


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Prokrastination

5 TIPPS GEGEN AUFSCHIEBERITIS

• Zeitmanagement: Große Ziele in kleine, zeitnahe Etappen aufteilen

und sofort damit anfangen

• Prioritäten setzen: Das Wichtigste zuerst erledigen

• Realistische Zeitplanung: Nicht zu wenig Zeit einplanen

• Motivation schaffen: Pausen und Belohnung für Leistungen

gönnen

• Kontrolle: Am besten von anderen Personen prüfen lassen,

ob die Aufgabe erledigt wurde

© ISTOCKPHOTO_ ROLLINGEARTH

Ablenkungen kappen

Ein typisches Symptom von Aufschieberitis: Anstatt die

wichtige Arbeit zu erledigen, suchen die Betroffenen Ablenkung.

Hier eine E-Mail an die Freundin, dort eine Runde

Online-Poker, schnell mal beim Reiseanbieter für den nächsten

Urlaub recherchiert. Wer unter Aufschieberitis leidet,

dem kann die ständig verfügbare Internetwelt schnell zum

Stolperstein werden.

Die Experten am Schreibzentrum kennen diese Falle.

„Wir haben absichtlich nicht alle Computer ans Netz angeschlossen,

damit das Internet nicht jederzeit für Ablenkung

sorgen kann“, sagt Katrin Girgensohn. Ihre Tipps zur

Vermeidung von Ablenkungen: „Wer feststellt, dass E-Mails

schreiben, Surfen oder Telefonieren ablenkt, der sollte sich

feste Zeiten setzen, an denen er seine Mails abruft. Etwa

nur nach der Mittagspause. Ansonsten hilft es, für ein paar

Stunden konsequent die Internetverbindung zu kappen oder

das Telefon auszustellen.“

Persönliche Windmühlen

Auch unklare Leistungsanforderungen oder mangelnde

Betreuung von Dozenten bringen viele Studenten ins Trudeln.

Weil sie nicht weiter wissen, verschieben sie die unangenehme

Arbeit auf später. Die Konsequenz: Die Zeit wird

immer knapper, der Druck immer größer. Wer in diesem

Teufelskreis steckt, dem tut Hilfe von außen gut. Studenten

sollten sich nicht scheuen, psychologische Beratung aufzusuchen.

Anderen hilft vielleicht schon ein klärendes Gespräch

mit dem Professor. Denn alleine gegen seine persönlichen

Windmühlen zu kämpfen ist schwierig.

Auch für die Bewältigung der Aufgaben selbst sollten

sich bekennende Aufschieber Unterstützung holen. An vielen

Hochschulen gibt es etwa Schreibzentren wie an der

Europa-Universität Viadrina. „Wir können Betroffenen mit

den richtigen Lernstrategien und Arbeitstechniken weiterhelfen“,

sagt Girgensohn. Hier gibt es individuelle Schreibberatung,

aber auch Kurse, in denen mehrere Studenten

zusammenarbeiten. Wer kein solches Angebot an seiner

Uni hat, kann sich selbst Hilfe organisieren. „Gründen Sie

Schreibgruppen oder Lerntandems und verabreden Sie feste

Deadlines miteinander“, rät Girgensohn. Das kann bedeuten,

sich gegenseitig fertige Kapitel zu versprechen. Oder zu

kontrollieren, ob der andere sein Thema auch wirklich gelernt

hat.

Gemeinsam schreiben

Wie sehr Unterstützung von Leidensgenossen helfen kann,

zeigte das Projekt „Die lange Nacht der aufgeschobenen

Hausarbeiten“, eine Aktion des Schreibzentrums. „Der Auslöser

war eine Studentin, die scherzhaft meinte: ‚Eigentlich

müsstet ihr für mich auch nachts aufhaben’“, sagt Katrin

Girgensohn. Und so hatte das Schreibzentrum bis zum Morgengrauen

geöffnet. Neben der Betreuung durch Schreibtutoren

gab es organisierte Pausen. Denn auch kleine Unterbrechungen

und motivierende Belohnungen sind wichtig.

„Office-Yoga zur Dehnung, Konzentrationsspiele und ein

Nachtspaziergang standen auf dem Plan“, so Girgensohn.

Inzwischen hat die Idee, Blockaden gemeinsam zu bewältigen,

Nachahmer gefunden. Etwa an der Ruhr-Uni in

Bochum mit einer ganzen Schreibwoche. Auch die Nacht

der aufgeschobenen Hausarbeiten wird fortgesetzt. „Die

Aktion zeigte, dass das Arbeiten mit Anderen motivierend

ist“, erklärt Girgensohn den Erfolg. Und auch das zeigte die

Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten: Mit der Diagnose

Aufschieberitis steht niemand alleine da.

Julia Heilig, Birgit Rogge

INTERNET

Mehr zu gelungenem Zeitmanagement jetzt auf staufenbiel.de/karrieremagazin.

44 staufenbiel.de


Das Karriereforum der TU München

Karriere beginnt früher als Du denkst! Drei Karriereforen,

sowie zahlreiche Exkursionen und Vorträge erwarten Dich im

nächsten Studienjahr. Besuche auf dem Jobathlon im Dezember

2010 die großen Unternehmen Münchens. Informationen über

unsere Angebote findest Du auf www.ikom.tum.de

Chemistry is passion at work.

ScieCon – Dein Job-Enzym!

LANXESS macht Reifen grüner, Wasser sauberer, Beton bunter,

Golfbälle schneller, Medizin sicherer und noch vieles mehr. Als

einer der führenden Spezialchemie-Konzerne entwickeln und

produzieren wir Hightech-Kunststoffe, Hochleistungs-Kautschuke,

Zwischenprodukte und Spezialchemikalien. Mit über 14.000

Mitarbeitern sind wir auf der ganzen Welt präsent.

Gehören Sie dazu!

Wir suchen neugierige

Hochschulabsolventen m/w

Biowissenschaften

I Chemie I Pharmazie I Medizin

Firmenkontaktmesse

Viele Firmen – Ein Weg – Dein Job

Chemiker

Ingenieure

die bei spannenden Projekten und globalen

Herausforderungen voll und ganz in ihrem

Element sind.

die ihre Karriere mit derselben Präzision

planen wie die anspruchsvollen Aufgaben,

die bei uns auf sie warten.

ScieCon München 2011

Klinikum Großhadern

2. Februar 2011, 10-17 Uhr

München 2011

Wirtschaftswissenschaftler

die global denken und lokal handeln.

Und zwar bei uns.

www.lanxess.com

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.ScieCon.info

www.ScieCon.info


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Anonyme Bewerbungen

++ Anonyme Bewerbungen in den USA seit den 1960er-Jahren verbreitet ++ Name, Alter, Geschlecht, Familienstand,

Bewerbers ++ Pilotprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Fünf Unternehmen in Deutschland testen anonyme

gegenüber Frauen, Älteren und Migranten verringern ++ Gleiche Chancen für alle ++ Bewertungssystem für Sprachen: Stufen

BLInD Date

MIt unteRnehMen

LEBENSLAUF

Technische Kenntnisse Microsoft: alles

Windows: alles

Hyper-V

Persönliche Daten

Name xxxx xxxxx

Adresse xxxxxxxxxxxxxxxxx, xxxxxxxxx, xxx

Telefon xxxx – xxx xx xx

E-Mail -Adresse xxx.xxxxx@xxxxxxxxx.xxx

Familienstand xxxxxxxxxx, xxxx xxxxxxxxx

Staatsangehörigkeit xxxxxxxxxxxx

Geburtsdatum xx.xx.xxxx

Geburtsort xxxxxxx, xx

Schulische Ausbildung/Studium

1,5 Jahre Jura an xxxxxxxxxxxxxxxxxx

6 Jahre Private Lakeside School, xxxxxx

5 Jahre Ridge Elementary School, xxxxxxx

Berufliche Erfahrungen

Bisher 3 Jahre Gründung und Mitarbeit bgC3

Bisher 10 Jahre Aufsichtsratsvorsitzender und

Chefentwicklung bei Microsoft

25 Jahre Chief Executive Officer bei Microsoft

Hobbies Bridge, Golfen, Lesen, Philanthrophie

Sprachkenntnisse Englisch – 10/10

Technische Kenntnisse Microsoft: alles

Windows: alles

Hyper-V

Französisch – 8/10

Diverse Computersprachen – 10/10

Persönliche Daten

Name Bill Gates

Adresse PO Box 97017, Redmond,

WA 98073-9717, USA

Telefon 0800 - 330 44 85 50

E-Mail -Adresse bill.gates@microsoft.com

Familienstand verheiratet, drei Kinder

Staatsangehörigkeit amerikanisch

Geburtsdatum 28.10.1955

Geburtsort Seattle, WA

Schulische Ausbildung/Studium

1973–1975 Jura an der Harvard University

1967–1973 Private Lakeside School, Seattle

1961–1967 Ridge Elementary School, Seattle

Berufliche Erfahrungen

2008 bis heute Gründung und Mitarbeit bgC3

2000 bis heute Aufsichtsratsvorsitzender und

Chefentwicklung bei Microsoft

1975–2000 Chief Executive Officer bei Microsoft

April 1975 Gründung von Microsoft Corporation

Hobbies Bridge, Golfen, Lesen, Philanthrophie

Sprachkenntnisse Englisch – Muttersprache

Französisch Grundkenntnisse

Diverse Computersprachen –

in Wort und Schrift

LEBENSLAUF

46 staufenbiel.de


Staufenbiel Karrieremagazin 04 2010

Anonyme Bewerbungen CAMPUS

Herkunft, Religion, Foto sind dem Betrachter unbekannt ++ Zu sehen sind nur noch Qualifikationen und Leistungen des

Bewerbung: L’Oreal, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Procter & Gamble, Mydays ++ Ziel der Bewerbung: Diskriminierung

von eins bis zehn ++ Am Ende erhält der Bewerber mit dem besten persönlichen Eindruck die Stelle ++

Was bei anonymisierten Bewerbungen noch vom Lebenslauf übrig bleibt?

Eine ganze Menge. Das zeigen unsere prominenten Beispiele.

LEBENSLAUF

Name xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Künstlername xxxxx

Adresse xxxxxxx xxx, xxxxxxxx xxxx, xxxx xxxx, xx

Telefon xx xxx xxxxxxxxxxxxxx

E-Mail -Adresse xxxxx@xxxxxxxx.xxx

Familienstand xxxxxxxxxxx, xxxxx xxxxxx

Staatsangehörigkeit xxxxxxxxx

Geburtsdatum xx.xx.xxxx

Geburtsort xxxxxxxxx, xxxxxxxxx xxxx xxxx

Schulische Ausbildung/Studium

3 Jahre Studium Englisch und Musik (Lehramt) an der

xxxxxxxxx xxxx xxxxx,

xxxxxxxxx xxxx xxxxx

8 Jahre St. Cuthbert’s High School, xxxxxxx xxxx

6 Jahre St. Cuthbert‘s Grammar School, xxxxx xx

Berufliche Erfahrungen

2 Jahre Reunion The Police

1 Tag Auftritt und Mitarbeit bei Live 8

1 Jahr Reunion The Police

1 Jahr Autobiographie: Broken Music: A Memoir

1 Jahr Reunion The Police

1 Monat Mitarbeit beim „Feed The World“ Project

1 Monat Auftritt und Mitarbeit bei Live Aid

Bisher 25 Jahre Solo-Musiker als „Sting“

Bisher 29 Jahre Aktivist für Human Rights

Bisher 31 Jahre Schauspielerei in diversen Filmen

6 Jahre Singen und Schreiben für „The Police“

3 Jahre Lehrer für Englisch und Musik an der St. Paul’s

Middle School, xxxxxxxxx

Hobbies Gitarre spielen, Singen, Ausdauerlauf, Schach,

Anbau von Wein, Herstellung von Olivenöl

und Kastanienhonig

Sprachkenntnisse Englisch – 10/10

Italienisch – 6/10

Auszeichnungen xxxx: Peace Abbey Courage of Conscience

Award, xxxx

xxxx: Commander of the British Empire, xxxxxxxx

Auszeichnungen 1997: Peace Abbey Courage of

Conscience Award, Sherborn

2003: Commander of the British Empire, London

Sprachkenntnisse Englisch – Muttersprache

Italienisch - Grundkenntnisse

Hobbies Gitarre spielen, Singen, Ausdauerlauf, Schach, Anbau von

Wein, Herstellung von Olivenöl und Kastanienhonig

1986 Reunion The Police

1985 Mitarbeit beim „Feed The World“ Project

1985 Auftritt und Mitarbeit bei Live Aid

1985 bis heute Solo-Musiker als „Sting“

1981 bis heute Aktivist für Human Rights

1979 bis heute Schauspielerei in diversen Filmen

1977–1983 Singen und Schreiben für „The Police“

1974–1976 Lehrer für Englisch und Musik an der

St. Paul’s Middle School, Cramlington

2003 Autobiographie: Broken Music: A Memoir

Berufliche Erfahrungen

2007–2008 Reunion The Police

2005 Auftritt und Mitarbeit bei Live 8

2003 Reunion The Police

Schulische Ausbildung/Studium

1971–1974 Studium Englisch und Musik (Lehramt)

an der Northern Counties Teacher

Training College, Newcastle upon Tyne

1962–1971 St. Cuthbert’s High School,

Newcastle upon Tyne

1957–1962 St. Cuthbert‘s Grammar School,

Newcastle upon Tyne

Persönliche Daten

Name Gordon Matthew Thomas Sumner

Künstlername Sting

Adresse EllPlace, Newcastle upon Tyne,

Telefon +44 (0)123 546 2345

E-Mail -Adresse sting@thepolice.com

Familienstand verheiratet, sechs Kinder

Staatsangehörigkeit britisch

Geburtsdatum 02.10.1951

Geburtsort Wallsend, Newcastle upon Tyne

LEBENSLAUF

Susann Kobs

staufenbiel.de

47


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

CAMPUS Career Services

Überzeugend bewerben

Experten von drei Career Services geben Tipps, wie Wirtschaftswissenschaftler, Juristen

und Ingenieure mit ihren Bewerbungsunterlagen überzeugen können.

Für Juristen:

Andrea Schröder ist Mitarbeiterin

im Career Service

der Universität Münster.

Ein Plädoyer in eigener Sache

Die schriftliche Bewerbung ist die plastische

Beschreibung des eigenen Profils.

Sie ist für Juristen die Beweisführung

für persönliche Qualifikationen

und Stärken. Um im Juristenbild zu

bleiben: Eine Bewerbung sollte kein

trockener Schriftsatz sein, sondern

eher ein mitreißendes Plädoyer in eigener

Sache. Nicht sachlich-formal,

sondern lebendig-überzeugend lautet

das Motto für Anschreiben und Lebenslauf.

Anschauliche Qualifikationen

Dabei geht es nicht um einen lockeren

Ton, sondern um die anschauliche

Darstellung mit Beispielen. Bewerber

sollen zeigen, dass sie die geforderten

Tätigkeiten im besten Fall schon einmal

gemacht haben. Für Juristen ist

es wichtig, dass sie Schwerpunkte aus

dem Studium im Lebenslauf nennen.

Durch private Aktivitäten wie ehrenamtliches

Engagement oder Studentenjobs

sammeln Juristen Kompetenzen,

die ihnen im Beruf nutzen. Deshalb

sollten diese Tätigkeiten auch im Lebenslauf

auftauchen. Wer im Anschreiben

noch einen persönlichen Bezug zur

Stelle oder zum Arbeitgeber herstellt,

ist dem Einstieg oft schon ein ganzes

Stück näher. Also: Nehmen Sie die Personaler

mit Ihrem Plädoyer für sich

ein.

Für Ingenieure:

Thomas Rehmet ist Mitarbeiter

im Career Service der

Hochschule Reutlingen.

Kommunikation gefragt

Für Ingenieure werden neben den fachlichen

Kompetenzen die Soft Skills immer

wichtiger. Sprachkenntnisse und

Erfahrungen im Projektmanagement

sind heutzutage unverzichtbar. Auch

der „kommunizierende Ingenieur“

ist gefragt, der gut mit Kollegen und

Kunden aus anderen Abteilungen und

Kulturkreisen klarkommt. Ingenieure

neigen aber leider dazu, ihr Licht unter

den Scheffel zu stellen. Dass das ehrenamtliche

Engagement in der Freizeit

vielleicht den Ausschlag gibt, ist vielen

nicht bewusst. Nur zu behaupten, kommunikativ

und teamfähig zu sein, reicht

nicht. Viel überzeugender ist es, diese

Fähigkeiten mit Beispielen zu belegen.

Hohe Anforderungen

Ingenieure sollten sich bewusst sein, in

welchem Umfeld sie sich bewerben. Als

Projektingenieur bei einem großen, internationalen

Konzern? Oder bei einem

kleinen oder mittleren Unternehmen?

Bei großen Unternehmen gibt es meist

Karriereportale. Dort hinterlegen Ingenieure

ihr Profil und laden Unterlagen

hoch. Achtung: Die Konkurrenz ist groß

und die Bewerbung muss hohen Anforderungen

in Inhalt und Form genügen.

Kleine und mittlere Unternehmen sind

dagegen spezialisiert. Hier haben Bewerber

gute Karten, die Fachkenntnisse

mitbringen und nachweisen können.

Für Wirtschaftswissenschaftler:

Cornelia Mattern ist Leiterin

des Career Service der

Universität Mannheim.

Profil zeigen

Systematik und Zielorientierung – das

sind die Hauptkriterien für eine erfolgreiche

Bewerbung für Wirtschaftswissenschaftler.

Punkten kann der

Bewerber mit einer klaren Linie im

Lebenslauf. Neben den inhaltlichen

Schwerpunkten des Studiums zählen

hier auch Aspekte wie der Abschluss in

der Regelstudienzeit und Praktika.

Methoden-und Sozialkompetenz

Für Wirtschaftswissenschaftler ist eine

starke Methodenkompetenz besonders

wichtig. Entscheidungen und Ziele

müssen schnell umgesetzt werden, analytisches

Denken ist erwünscht. Und

genau diese Stärken sollten sich schon

in der Bewerbung abzeichnen.

Personalverantwortliche legen außerdem

immer mehr Wert auf die Sozialkompetenz.

Für sie ist entscheidend, ob

der Bewerber teamorientiert und bereit

ist, Verantwortung zu übernehmen. Wer

sich neben seinem Studium engagiert,

sollte dies also in der Bewerbung unbedingt

angeben. Denn die Persönlichkeit

der Bewerber spielt bei den Unternehmen

eine zunehmend wichtige Rolle.

Positiv ist, wenn der Bewerber bereits

gut über das Unternehmen und die Produkte

informiert ist. So lässt sich die Bewerbung

passgenau zuschneiden. Dazu

gehört auch die persönliche Adressierung

an die richtige Kontaktperson.

48 staufenbiel.de


Die richtigen Titel

für Ihre Karriere.

JETZT NEU für das

Wintersemester 2010/11

• Die Standardwerke für Ihren Ein- und Aufstieg

• Alles, was Sie rund um Bewerbung und Karriereplanung wissen müssen

• Mit aktuellen Tipps, Branchentrends und Firmenporträts

>>> Infos und Download auf staufenbiel.de


04 2010 Staufenbiel Karrieremagazin

KARRIEREFRAGEBOGEN Terry von Bibra

© yahoo

Terry von Bibra studierte Germanistik

und Werbefotografie in den

USA. Nach einer Zeit als Werbefotograf

und einem MBA-Studium

ging er 1998 zu Amazon. Dort verantwortete

er das europäische

Online-Marketing. Seit 2005 ist

der 47-Jährige Geschäftsführer

von Yahoo Deutschland.

„Immer

Weiter

lernen“

Feuerwehrmann, Lokomotivführer

oder Arzt, das sind die

Traumjobs vieler Kinder: Was

wollten Sie in jungen Jahren einmal

werden?

Als ich ein kleiner Junge war,

wollte ich Archäologe werden.

Mit welcher Entscheidung haben

Sie am meisten für Ihre Karriere

getan?

Nach drei Jahren Studium der

Fotografie und sieben Jahren im

Beruf als Werbefotograf einfach

komplett neu anzufangen, weil ich

mehr wollte: mehr Kreativität und

mehr Möglichkeiten, meine Fähigkeiten

als Macher einzusetzen.

Haben Sie sich schon einmal gegen

Ihre Karriere entschieden?

Ich hatte bisher das Glück, mich

nie grundsätzlich gegen meine

Karriere entscheiden zu müssen.

Was bedeutet beruflicher Erfolg

für Sie?

Erfolg ist für mich, neuen Herausforderungen

immer wieder mit

Begeisterung zu begegnen, sie

zu lösen, darin die tägliche Kraft

und Motivation zu finden. Dadurch

kann ich mich als Mensch

immer weiter entwickeln und

auch immer weiter lernen.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen

um?

Aus Rückschlägen versuche ich

zu lernen. Ich

kann sie dann

aber auch gut

hinter mir lassen

und nach vorne

schauen.

Welche Charaktereigenschaften

haben Ihnen auf dem Weg nach

oben geholfen?

Fokus und Intensität: Dies sind

die beiden zentralen Eigenschaften,

die mir helfen, Dinge

voranzutreiben und erfolgreich

umzusetzen.

Was sind die wichtigsten Voraussetzungen,

um Karriere zu

machen?

Die Fähigkeit, sich immer wieder

darauf zu fokussieren, jeden Tag

einen Mehrwert für deine Firma

zu schaffen und sich eben nicht

so viele Gedanken über die eigene

Karriere zu machen.

„Erfolg ist für mich, neuen Herausforderungen

immer wieder

mit Begeisterung zu begegnen.“

Wessen Karriere hat Sie am meisten

beeindruckt?

Die von meinem Großvater, weil

er aus dem Nichts viele verschiedene

Geschäftsideen

erfolgreich

umgesetzt

hat: von

Autos aus Fiberglas in Israel über

Windschutzscheiben mit integriertem

Radarbild in den 50er

Jahren bis hin zu Ölförderung

und Straßenbau.

Wann denken Sie überhaupt

nicht an Ihre Arbeit?

Im Schlaf vermutlich.

Welches Zitat fällt Ihnen zum

Thema Karriere ein?

Keines. Ich bin weniger ein Zitat-

Mensch als ein Geschichtenerzähler.

Lassen Sie es mich also

mit einem eigenen Zitat versuchen:

„Denke nicht zu viel über

deine Karriere nach und konzentriere

dich vielmehr darauf, jeden

Tag dein Bestmöglichstes für deine

Firma zu leisten.“

Wie lautet Ihr persönlicher Karriere-Tipp

für junge Akademiker?

Studiere etwas, was dich wirklich

interessiert – auch wenn

es nichts mit deinem eigentlich

angestrebten Beruf zu tun hat.

Denn grundsätzlich ist es wichtig,

die Fähigkeit zu entwickeln,

immer weiter zu lernen. Den Rest

lernt man dann schlicht und einfach

on the Job.

INTERNET

In jedem Heft: Unser Frage-Antwort-Spiel

mit Persönlichkeiten. Alle Karrierefragebogen

finden Sie auch im Netz unter

staufenbiel.de/karrierefragebogen.

50 staufenbiel.de


Die einen fischen im Trüben,

die anderen angeln sich gleich

den richtigen Job.

MLP bietet Ihnen beste Perspektiven – mit Sicherheit.

Seit über 35 Jahren sind wir Akademikern und anderen

anspruchsvollen Kunden Partner in allen Finanzfragen.

Unsere Kunden profitieren von einer ganzheitlichen

Finanz- und Vermögensberatung.

Um unseren Erfolg weiter auszubauen, suchen wir

bundesweit Hochschulabsolventen zum Einstieg als

Financial Consultant (m/w) oder

Financial Trainee (m/w).

Bewerben Sie sich jetzt!

MLP Finanzdienstleistungen AG

Recruiting/Personalmarketing

Ralf Kreienkamp, Leiter Beratergewinnung

Kennwort: Staufenbiel

Alte Heerstraße 40, 69168 Wiesloch

Tel 06222 • 308 • 8410

www.mlp-berater.de


Deutsche Bank

Ein

wacher

Verstand

sieht

mehr

Summer Internship Program

Nutzen Sie den Sommer 2011!

Sehen Sie mehr als Menschen und Kunstwerke im Deutsche Guggenheim.

Erkennen Sie eine Quelle für Innovation und Ideen. Sehen Sie mehr und

entdecken Sie die Deutsche Bank.

Der nächste Sommer kommt bestimmt – und Sie können sich jetzt schon

auf ein exklusives Intensivpraktikum freuen: das Summer Internship Program

der Deutschen Bank. Sie schließen Ihr Studium 2012 mit dem Bachelor,

Master oder Diplom ab oder möchten die Zeit zwischen Ihrem Bachelorabschluss

und Ihrem einjährigen Master gewinnbringend nutzen? Außerdem

fühlen Sie sich im Banking wohl und konnten in Ihrem Fachgebiet

bereits erste Erfahrungen sammeln? Dann ist 2011 Ihre Chance auf eine

Karriere im Finanzbereich!

In den Sommermonaten profitieren Sie neben wertvollen Einblicken und

Training on the Job im Geschäftsbereich Ihrer Wahl von einem außer gewöhnlichen

Rahmenprogramm. Und das Wichtigste: Wenn Sie das Programm

erfolgreich abschließen, haben Sie die besten Chancen, im Jahr darauf Ihre

Karriere bei der Deutschen Bank zu starten.

Bewerben Sie sich jetzt für das Summer Internship Program 2011:

db.com/careers/summer

DEUTSCHE GUGGENHEIM, BERLIN

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine