Standby September 2013 - KARRIEREPASS.ch

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125 jahre schreinerzeitung NUMMER 36 5. September 2013 29

Unfallprävention. Im August starteten viele Berufseinsteiger ihre Ausbildung zum

Schreiner. Die Lehrzeit ist spannend und lehrreich, birgt aber auch Gefahren. Zehn

Schritte helfen den Lernenden, die Lehrzeit unfallfrei durchzustehen.

Tipps für mehr Sicherheit

Bilder: Suva

Zehn Lernende zeigen,

wie sie sicher durch

die Lehre kommen.

In der Schweiz verunfallen jedes Jahr rund

25 000 Lernende am Arbeitsplatz. Durchschnittlich

enden drei der Unfälle tödlich.

Die meisten Verletzungen ereignen sich

aufgrund mangelnder Erfahrung. Damit

Lernende sicher durch die Lehrzeit kommen,

hat die Suva zehn Schritte definiert.

Jeder der folgenden Tipps ist ein wichtiger

Schritt in Richtung unfallfreie Lehrzeit und

macht Lernende auf Gefahrenstellen aufmerksam.

Wird jeder Schritt beachtet, vergrössert

sich die Chance, gesund und leistungsfähig

zu bleiben und nach getaner Arbeit

unbeschwert den Feierabend geniessen

zu können. Die zehn Schritte können unter

nachfolgendem Link angesehen und heruntergeladen

werden.

MS

→ www.suva.ch/lernprogramme-suva

1. Du hast das Recht und die Pflicht, bei

Gefahr Stopp zu sagen und die Arbeit zu

unterbrechen.

09 13


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2. Halte dich an die betriebsinternen

Sicherheitsregeln.

3. Bediene Maschinen und Geräte nur,

wenn du instruiert und berechtigt bist.

4. Führe gefährliche Arbeiten immer mit

System und genügend Zeit aus.

5. Nutze dein Recht und stelle bei Unklarheiten

immer Fragen.

6. Trage konsequent deine persönliche

Schutzausrüstung (PSA).

7. Arbeite konzentriert und lasse dich

nicht ablenken. Auch nicht vom Handy.

8. Führe keine gefährlichen Arbeiten aus,

falls du nicht fit bist.

9. Vor und während der Arbeit sind Alkohol

und Drogen tabu.

10. Gib acht, dass beim Sport niemand

verletzt wird.


125 jahre schreinerzeitung NUMMER 36 5. September 2013 31

E-learning. Das Internet ist aus der beruflichen Ausbildung nicht mehr wegzudenken.

Angehende Schreiner können sich neu mit Hilfe von Videos Wissen zur Holzbearbeitung

aneignen und dieses auch gleich online testen.

Online lernen und üben

Damit das Lernen abwechslungsreicher

wird und mehr

Spass bereitet, hat die Suva ein

neues Lehrmittel auf ihrer

Website lanciert. Mithilfe von

Übungsprogrammen und dazugehörigen

Kurzfilmen kann in

der digitalen Welt interaktiv

gelernt und geübt werden, wie

sicheres Arbeiten an sechs

stationären Holzbearbeitungsmaschinen

funktioniert. Der

Dummy mit dem Namen Risky

zeigt in verschiedenen Filmen

auf, welche Gefahren an den

Maschinen zu beachten sind.

Er demonstriert Schritt für

Schritt, wie es zu schlimmen

Unfällen kommen kann und

wie sich diese vermeiden lassen.

Beispielsweise weist Risky

auf allgemeine Gefahren für

das sichere Arbeiten an der

Tischkreissäge hin. Er erklärt,

welche Regel du bei der Wahl

des Spaltkeils beachten musst

und wie der Abstand zum Säge -

blatt gewählt wird. Das Gelernte

lässt sich anschliessend

direkt mit den Übungsprogrammen

in verschiedenen

Schritten testen. Die Programme

sind realitätsnah und erlauben

sogar die Perspektive

zu variieren. Es stehen Filme

und Übungsprogramme für die

Tischkreissäge, Plattenkreissäge,

Bandsäge, Gehrungskreissäge,

Abrichthobelmaschine

und die Kehlmaschine bereit.

Das Filmmaterial sowie die

Übungsprogramme gibt es unter

nachfolgendem Link. MS

→ www.bit.ly/lernprogramm

Tischlermeisterschaft. Ich musste

unter hohem Zeitdruck einen

komplizierten Blumenständer

herstellen. Das Möbel war ungewohnt

klein und verfügte über

viele feine Verbindungen. Trotzdem

schaffte ich den 6. Platz.

das ist eine Mountainbike-Disziplin,

bei der eine Rundstrecke

mehrfach durchfahren wird. Im

Jahr 2011 erreichte ich bei der

Schweizermeisterschaft den

4. Platz. Einen guten Rang

schaffte ich auch an der Tiroler

Im Lernvideo demonstriert

Risky, wie du

sicher an der Bandsäge

arbeiten kannst.

Ich mag den Umgang mit Holz,

da es ein vielseitiges und einfach

bearbeitbares Material ist. Bevor

ich mich für die Schreinerlehre

entschied, schnupperte ich auch

Hochbauzeichner und Metallbauer.

Aber die Vielseitigkeit des Schreinerberufes

hat mich überzeugt,

Schreiner zu werden. Zu meinen

Lieblingsarbeiten gehört das Furnieren.

Weniger mag ich hingegen

Serienarbeiten. Diese gehören

aber auch dazu. In meiner

Freizeit fahre ich Cross Country,

Fabian Langenegger Schreiner, 4. Lehrjahr

Nach dem Video kannst

du in den Übungsprogrammen

das Gelernte

gleich testen.

Bilder: SUVA


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campus 13. Während andere Jugendliche am Strand Party machten, feilten im August einige Schreinerlernende

an ihrem persönlichen Slalomboard. Die Lernenden erstellten mithilfe von Experten ihr

Slalombrett von der ersten Skizze bis zum fertigen Produkt.

Mein persönliches Slalomboard

Das Slalomboarden verbindet Lifestyle mit

Sport. Eine Kombination, die auch angehende

Schreiner anspricht. Im Campus 13

produzierten interessierte Schreinerlernende

ihr ganz persönliches Slalomboard. Innerhalb

von fünf Tagen erhielten sie einen

Einblick in die Slalom-Skateboard-Szene

und wurden von Fachexperten über die

richtigen Masse, Materialien und Herstellungstechniken

beraten. Mit dem gewonnen

Wissen erstellten sie von A bis Z ein

Slalomboard nach ihren Anforderungen

und Designvorstellungen. Am Schluss wurden

die besten drei Werke ausgezeichnet.

Die kreativen Werke lassen sich zeigen. Die

Bildreportage gibt einen kleinen Einblick

über den Ablauf der Campus-Woche.

Abegg, Matthias Grädel, Sebastian Berroth,

Ronny Fretz, Patrik Inauen und Sabrina

Wenger (Bild links unten, im Halbkreis von links

nach rechts) schliffen fleissig um die Wette.

Nach dem Schleifen wurde noch Grundierung

aufgetragen.

Der Slalomboardprofi Chris Hart führte in

das Wissen des Skatens ein und schon nach

wenigen Minuten bewiesen Karol Ratajski,

Freitag vor, was sie so alles gemacht und erlebt

haben.

Allen Teilnehmenden des Campus 13 gelang

es, ihre Slalomboards fertig zu bauen.

Nach anstrengenden Tagen ging es in den

Marc Zollinger, Flurin Krebs und Lukas Hefti

auf ein paar Testboards ihr Können. Die

Fahrstunden verliefen zum Glück für alle

unfallfrei.

Bilder: Anina Kenney

Kaum angekommen, ging es schon an die

Arbeiten. Die ersten Instruktionen wurden

von Irene Schuler Stäger, Leiterin Grundbildung

beim Verband Schweizerischer Schreinermeister

und Möbelfabrikanten (VSSM),

erteilt und das Skizzieren begann. Mit den

entworfenen Skizzen wurden die Slalomboards

verschönert. Reto Wyler, Florian

Endspurt für die Lernenden. Über das Ergebnis

durften sie sich wirklich freuen. Der

Kurs war wiederum ein voller Erfolg.

Seine geniale Kreation deckte Ronny Fretz

zum Schluss noch mit einer Lackschicht.

Nach der Trocknungszeit war die Oberfläche

fertig. Das Slalomboard nahm langsam

Gestalt an.

Reto Wyler präsentierte den Zuschauern,

wie er sein Slalomboard auf dem CAD-Programm

Pointline entwarf. In Gruppen führten

die Teilnehmenden von Montag bis

Die glücklichen Gewinner des Campus 13:

Siegerin Sarah Zander, der Zweitplatzierte

Karol Ratajski (rechts) und der Drittplatzierte

Fabio Rüegsegger (links).

AK


125 jahre schreinerzeitung NUMMER 36 5. September 2013

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Aus dem Leben von ...

Sabina Hofer übt das

Anzünden eines Feuers

mit alten Methoden.

Sabina: Pfeilbogen und Feuer

Ich wohne in Bern und bin im

zweiten Lehrjahr in den Lehrwerkstätten

Bern. Diesen Sommer

habe ich nun zusätzlich

mit der BMS angefangen. Die

hält mich ganz schön auf Trab.

In meiner Freizeit spiele ich

Klavier und gehe gerne altem

Handwerk auf die Schliche.

Sei es Feuermachen mit Feuerstein

und Eisen, Glasritzen

oder Punzieren (Leder bearbeiten).

In den Ferien habe ich zu-

dem einen Bogenbaukurs besucht.

Hier lernte ich eine ganz

andere Seite des Materials Holz

kennen: seine Beweglichkeit

und Elastizität. Aus Eschenholz

fertigte ich einen Bogen,

erlernte das Zwirnen einer

Sehne und baute mir meine

eigenen Pfeile. Zum Bearbeiten

des Bogens verwendete ich

hauptsächlich ein Zugmesser,

wobei ich es verkehrtherum

benutzte, um damit zu schaben.

Zusätzlich kamen Raspeln

und Feilen zum Einsatz. Nun

muss ich mir noch einen Platz

zum Schiessen suchen. Zudem

werde ich mir mit Bestimmtheit

noch einen passenden

cher dazu fertigen. Die im

ersten Lehrjahr erworbenen

Fähigkeiten im Umgang mit

Holz haben es mir ermöglicht,

die Arbeiten am Bogen mit der

nötigen Präzision umzusetzen,

damit er auch wirklich gut

funktioniert.


34 125 jahre schreinerzeitung NUMMER 36 5. September 2013

Wettbewerb. Hast du den Durchblick in der Berufskunde? Dann mach bei unserem Fachwettbewerb

mit und gewinne mit deiner korrekten Antwort und etwas Glück eines von drei Elektrowerkzeugen

von der Firma Dewalt.

Wohnt hier eine Zwergenfamilie?

lösung fachwettbewerb

Was spricht für den Gegenlauf?

Das Kehlen im Gegenlauf bietet folgende

zwei Vorteile:

• Keine Rückschlaggefahr bei gut

geführten und durchgehenden

Kehlungen.

• Günstige Auswirkung auf die Standzeit

des Werkzeugs.

Aufgabe

In den Ferien mit Freunden triffst du im

Hotel auf die Tür (siehe Bild oben). Du stellst

fest, dass der Türdrücker sehr weit unten

ist, als ob hier eine Zwergenfamilie wohnen

würde. Ihr diskutiert heftig, welches

denn die richtige Höhe wäre.

Kennst du die korrekte Höhe? Bitte gib

das Normmass an.

Nicht vergessen: Schicke deine Wettbewerbslösung

unter Angabe deiner

Koordinaten (Vorname, Name, Adresse)

bis 19. September 2013 an:

SchreinerZeitung, standby, Postfach,

8044 Zürich, oder standby@schreinerzeitung.ch

Dieser Wettbewerb richtet sich ausschliesslich

an Lernende!

Preise

2. Preis: Paneelsäge

mit grossem Schnittbereich,

250 mm mit

HM-Sägeblatt (24 Zahn),

zwei Befestigungsschrauben

und Stiftschlüssel

im Wert von

924 Franken.

Bild: Linus Schweizer

1. Preis: Paneelsäge

305 mm mit HM-Sägeblatt

(60 Zahn), Montagewerkzeug,

Werkstückklemme

und

Staubfangsack im Wert

von 1725 Franken.

Die Gewinner

1. Preis: Eine Paneel- und Tischkreissäge

«D27112» von Immer gewinnt

André Heeb, Wil SG.

2. Preis: Einen Akkubohrschrauber

«DSD 780C2» von Immer gewinnt

Michael Dellenbach, Thun.

3. Preis: Einen Kombihammer

«D25313K» von Immer gewinnt Joël

Schmid, Bellikon.

3. Preis: Akku-Schlagbohrschrauberset,

18 V,

zwei Li-Ion-Akkus,

Systemschnellladegerät,

Gürtelklipp und

Bithalter im Wert von

658 Franken.


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36

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Ausweis für Lernende / Trainee ID Card

Möbelschreiner Cabinetmaker (4-years-training-program)

Berufsschule / Institute of vocational education

Weiterbildungszentrum Willisau BBZ

Vorname, Name / First Name, Name Geb. Datum / Date of birth

Hanspeter Tischler 12.08.1985

Unterschrift / Signature

KARRIEREPASS.ch

Gültig von / Valid from 01.03.2009 bis / to 30.03.2013

VSSM Sektion Luzern

Präsident / Chairman

1/200500

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