PfarrInfo-2-Juni 2013-1 - Katholische Pfarrgemeinde St. Jacobus ...

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PfarrInfo-2-Juni 2013-1 - Katholische Pfarrgemeinde St. Jacobus ...

st. JaCoBus HilDen

PFARRInFO

SOMMeR 2013 2

Wir haben’s ja!

Warum wir mit der Schöpfung umgehen,

als ob wir eine zweite in der Schublade hätten

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

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Unser Titelfoto

Durch Brandstiftung ist

2010 in Griechenland

eine Waldfläche von der

Größe des Kreises Mettmann

zerstört worden.

Haben Sie Fragen,

Anregungen,

Lob oder Kritik?

Schreiben Sie an

pfarrinfo@kath‐hilden.de

oder an Pfarrgemeinde

St. Jacobus, Pastoralbüro,

Pfarrinfo,

Mühlenstr. 16,

40721 Hilden.

Impressum

Pfarrinfo Ausgabe 2

Juni / Juli / August 2013

Inhalt

Herausgeber:

St. Jacobus Hilden, Mühlenstr. 16, 40721 Hilden

Redaktion:

Sabine Gaida, Hannah Groß, Peter Groß, Pastor Ulrich Hennes (V.i.S.d.P.),

Brigitte Paegert, Friedhelm Paegert, Christoph Stehr, Sabine Stehr

Gestaltung:

Friedhelm Paegert foto@kath-hilden.de

Fotos:

S. 8 Peter Groß, S. 9, 11, 15 pfarrbriefservice.de, S. 1, 3, 4, 6, 7, Inlay 1, 2, 3, S.

10, 12, 14, 16 FotoBox41 – Friedhelm Paegert, S. 13 Ricarda Touma

Kontakt:

www.kath-hilden.de, pfarrinfo@kath-hilden.de

Termin für die Austräger:

29. August 2013

03

Schöpfung bewahren

Jeder trägt Verantwortung

04

Alles nachhaltig, oder was?

Ein Wort macht Karriere

06

Kleine Schritte

Kinder lernen Umweltschutz

07

Fair handeln – fair leben

Mehr Gerechtigkeit in der einen Welt

08

Aus Um-Welt wird Mit-Welt

Pfadfinder denken an morgen

Inlay

Pfarrgemeinde aktuell

09

Franz + Franz

Der neue Papst und sein Namenspatron

10

Aus der Schule in die Praxis

Interview: Kirche unter Franziskus

12

Theo?!logisch

Keine Schöpfung ohne Schöpfer

13

Schutzengel, Pizza, Nightfever

Eine Woche in der Firm-WG

14

Tipps der Redaktion

Zeit für den Wandel, Konflikte lösen

15

Bekanntmachungen

Verstorbene, Taufen, neues Gotteslob

16

Zum guten Schluss

Sonnengesang des Franz von Assisi

Druck:

Druckhaus Fischer, Memelstr. 8, 42655 Solingen

Auflage: 10.000

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St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


Schöpfung bewahren...

„Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als sein Abbild

schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie,

und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch,

bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die

Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle

Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit

übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen

tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch

sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen

Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt,

was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur

Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht

hatte: Es war sehr gut.“ (Gen 1, 27-31)

Als das Thema „Schöpfung bewahren“ Anfang des Jahres im

Redaktionsteam besprochen wurde, war keinem klar, welch

eine Bedeutung es bekommen könnte. Mit dem gewählten Namen

unseres neuen Papstes Franziskus hat dieses Thema ein

besonderes Gewicht erhalten. Steht doch der heilige Franziskus

für Armut, Frieden, Freiheit, Fröhlichkeit, hingebungsvolle

Liebe zu Jesus Christus und allen Brüdern und Schwestern

und für die Bewahrung der allumfassenden Schöpfung. Diese

besonderen Anliegen fordern uns doch geradezu heraus, nach

besten Kräften an der Erhaltung der Schöpfung mitzuarbeiten.

In besonderer Weise denke ich hier an den Dreck-weg-Tag, an

dem sich viele Menschen beteiligen und auch in diesem Jahr

in Hilden zirka drei Tonnen achtlos oder auch bewusst entsorgten

Müll in Wald und Flur weggeräumt haben. Oder an die

Menschen, die beim Einkauf schon aufwendige Verpackungen

meiden, den Müll sortieren, umweltverträgliche Reinigungsmittel

verwenden, Ökostrom beziehen, auf erneuerbare Energien

setzen. Menschen, die fair gehandelte Produkte kaufen oder in

der Planung ihres Gartens Wert legen auf die Pflanzung von

Bäumen und Sträuchern, die sowohl in der Blüte als auch in

der Frucht der Nahrung von Mensch und Tier dienen. So gibt es

eine große Vielfalt an Möglichkeiten, die Schöpfung auch noch

für unsere Kinder und Kindeskinder zu bewahren und Gott auf

diese Weise zu danken für die uns anvertraute Welt. „Gott sah

alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“

BRigitte Paegert

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Sch

Um die Schöpfung ist es schlechter bestellt, als uns die Werbung vorgaukelt.

Alles nachhaltig, oder was?

Schöpfung bewahren – dafür gibt es einen Begriff,

der in keinem Parteiprogramm, keiner Unternehmensstrategie,

keinem Werbespot fehlt: Nachhaltigkeit.

Vom Grund meines Rucksacks taucht ein Joghurtbecher auf.

Naturgeschmack, wenig Fett, noch nicht abgelaufen. Ich hatte

ihn als Reiseproviant oben auf Kleidung, Waschzeug und

Buch gelegt, dann beim Aus- und Umpacken im Zug unbemerkt

in tiefere Schichten und in Vergessenheit sickern lassen. Dort

überdauerte der Becher den Wanderurlaub in Bayern und die

Rückfahrt. Die Marke kennt man, leuchtend blaue Verpackung,

ein respektables Wappen mit Löwen, ach, reden wir nicht um

den weißen Brei herum: Weihenstephan. Das ist ein Ort bei

Freising in Oberbayern, der durch eine Abtei mit einem hübschen

Biergarten, eine Hochschule für Brauereiwesen und

eine ehemals staatliche Molkerei einige Berühmtheit erlangt

hat. Mittlerweile gehört die Molkerei zum Müller-Konzern, der

im Fernsehen mit „Alles Müller, oder was?“ nervt.

Ich rechne zusammen: Die Milch für meinen Joghurt stammt

von „einheimischen Bauernhöfen“, wie Weihenstephan versichert.

Die paar Kilometer zur Molkerei übersehe ich großzügig.

Von Weihenstephan fährt der Joghurt 580 Kilometer bis Hilden,

hier kaufe ich ihn im Supermarkt, packe ihn in den Rucksack,

fahre 600 Kilometer in die Gegenrichtung, gehe wandern, fahre

600 Kilometer nach Hause. Mit 1.780 Kilometern auf dem Deckel

darf sich ein Joghurtbecher weit gereist nennen. Ich denke

an ein hochprozentiges Getränk, das deshalb geschätzt wird,

weil es in Eichenfässern über den Äquator schippert. Mein Joghurtbecher

hat immerhin den Weißwurstäquator überquert,

und das drei Mal.

Natürlich ist es unnötig, Lebensmittel, die überall hergestellt

und verbraucht werden, kreuz und quer durchs Land zu schicken.

Das kostet Energie, verschmutzt die Umwelt, und frischer

wird mein Joghurt dabei auch nicht. Nachhaltig ist etwas anderes

– aber was eigentlich? Fragen wir den Joghurt: Macht er

sich um den Ressourcenschutz verdient, wenn er auf seiner

Seite des Weißwurstäquators bleibt? Wäre es besser, wenn

nicht der große Molkereilaster die Milch von den Bauernhöfen

einsammelte, sondern jeder Bauer sich selbst als Joghurtkulturschaffender

versuchte? Und was tue ich, der Verbraucher?

Welches Produkt kaufe ich, und wie gehe ich damit um?

Der sächsische Gelehrte Hans Carl von Carlowitz gilt als Erfinder

der Nachhaltigkeit. 1713 schrieb er in einem Buch über

Forstwirtschaft: „Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald

verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!“ Eine

solche „nachhaltende Nutzung“ ermögliche es, den Wald als

Erwerbsquelle für spätere Generationen zu bewahren. Nach

von Carlowitz geriet der Begriff in Vergessenheit, bis ihn Umweltschützer

im 20. Jahrhundert wiederentdeckten. Die von

den Vereinten Nationen eingesetzte Weltkommission für Umwelt

und Entwicklung, mehrere UN-Umwelt- und Klimakonferenzen,

der Club of Rome sowie, in Deutschland, die Enquete-

Kommission des Bundestags erweiterten den Begriff zu dem,

was wir heute unter Nachhaltigkeit verstehen: einen Weg, die

Welt im Gleichgewicht zu halten, damit künftige Generationen

die gleichen Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir.

4 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


öpfung bewahren

Nachhaltigkeit

muss man sich

erst einmal leisten

können.

Deshalb hinken

unterentwickelte

Länder oft mit

dem Umweltschutz

hinterher.

Umweltschutz, gerechte Verteilung von Ressourcen und sozialer

Ausgleich sind wichtige Facetten von Nachhaltigkeit – Ziele,

gegen die niemand ernsthaft etwas einwenden kann und

die deshalb von jedem vereinnahmt werden: Politikern, Unternehmern,

Wissenschaftlern. Entsprechend inflationär wird der

Begriff gebraucht. Alles ist nachhaltig, vom Tourismus bis zur

Geldanlage. Die Bundesregierung hat eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie;

die Unesco ruft die Weltdekade „Bildung für

nachhaltige Entwicklung“ aus; Konzerne wie Daimler oder Metro

veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte zusätzlich zum Geschäftsbericht;

jährlich wird der Deutsche Nachhaltigkeitspreis

verliehen. Zahllose Initiativen, Verbände, Beratungsunternehmen

führen das N-Wort im Namen – wenn Verschwendung ein

Zeichen mangelnder Nachhaltigkeit ist, dürften einige Mogelpackungen

darunter sein.

Nachhaltigkeit ist auch Luxus. Das zeigt sich daran, dass die

meisten Initiativen von den entwickelten Ländern ausgehen. In

ihrem Verständnis gehen Nachhaltigkeit und wirtschaftliches

Wachstum Hand in Hand. Ressourcen, die heute geschont

werden, sind morgen noch da, um – hoffentlich schonend – genutzt

zu werden. Deshalb bedeutet Nachhaltigkeit nicht radikaler

Verzicht, sondern Wirtschaften mit Augenmaß. Weniger

entwickelte Länder haben andere Probleme, sie müssen sich

Nachhaltigkeit erst einmal leisten können. Für sie gilt: Erst

kommt das Essen, dann die Nachhaltigkeit. Ganz frei bin ich

von solchem Pragmatismus nicht, siehe Joghurtbecher.

Christoph Stehr

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

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Wir leben im Land der Mülltrenner. Trotzdem sind Dreck-weg-Tage nötig, um die Hinterlassenschaften der Nichttrenner zu beseitigen.

Kleine Schritte

Man muss kein Weltverbesserer oder Öko-Freak sein, um

Kindern die Augen für die Natur zu öffnen. Eine Mutter erzählt,

wie es geht.

„Das macht Ihr aber toll.“ Meine Kinder schauten die Frau, die

sie angesprochen hatte, verwundert an. Sie sammelten doch

nur Müll auf. Anlass war in diesem Fall der Dreck-weg-Tag,

aber sie kennen es auch im Alltag nicht anders. Taschentücher,

Bonbonverpackungen, Bananenschalen und alles, was in ihrem

Aktionsradius sonst noch so anfällt, schmeißen sie weg.

„Mama, in welchen Müll?“, tönt es dann durchs Haus.

„Wenn das mal selbstverständlich wäre“, fuhr die Frau fort und

erzählte Geschichten von Nachbarn, die im Treppenhaus einfach

alles fallen lassen, von der Jugendlichen, die gerade eben

noch gedankenlos eine Brötchentüte auf die Straße geworfen

hat. Mit den Worten „Macht weiter so!“ verschwand die Frau.

Während die Kinder weiter sammelten, dachte ich nach. Warum

hat die Frau uns angesprochen? Warum hat sie die Kinder

ausdrücklich gelobt? Ist es nicht selbstverständlich, so etwas

zu tun?

Doch. Für mich jedenfalls. Genauso wie es selbstverständlich

ist, den Kindern zu erklären, wo ihr Wasser herkommt. Sie wissen,

dass es ein wertvolles Gut ist und möchten – nach gefühlten

1.000 Fragen zu dem Thema – so gerne ein Klärwerk besuchen.

Sie haben auch auf Reisen schon die riesigen Windräder

gesehen und gefragt, was das für Mühlen sind. Seitdem wissen

sie, dass Mama und Papa diese Möglichkeit, Strom zu gewinnen,

besser finden als die, wo „ganz viel Gift“ anfällt, das dann

Jahrtausende vor sich hinrottet. Wenn Zeit ist, werden kurze

Strecken zu Fuß zurückgelegt. „Oh schon wieder“, heißt es

dann zwar, aber Autofahren ist schließlich teuer. Sie essen nur

zu Hause Fleisch, weil der Metzger, zu dem sie jeden Samstag

gehen, ihnen sagen kann, auf welcher Weide das Rind stand.

Erdbeeren jetzt schon zu essen ist auch „blöd“, weil die ja noch

gar nicht auf unseren Feldern wachsen. Und Kuchen wird nur

selbst gebacken, erstens weil es mehr Spaß macht, zweitens

weil er besser schmeckt und drittens „sind die Sachen aus der

Fabrik nicht so gut, weil man nicht weiß, was drinne ist“.

Um wieder auf den Anfang zu kommen, Müll wird nicht auf die

Straße geworfen, „das machen nur dumme Menschen“. Ja,

so ist das mit den Kindern. Und nein, wir sind keine Weltverbesserer

und bestimmt auch keine Öko-Freaks. Wir kritisieren

niemanden für seine Lebensweise, wir fahren mit dem Auto,

verzichten nicht immer auf „Made in China“ und kaufen bei Aldi

ein, aber wir schauen, dass wir unseren Kindern auf unsere

Weise zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist, was heute

so selbstverständlich scheint.

REDAKTION

6 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


Fair handeln – fair leben

Fairtrade-Organisationen sorgen dafür, dass landwirtschaftliche

Erzeuger in der Dritten Welt nicht mit Hungerlöhnen

abgespeist werden. Produkte aus fairem Handel

sind ein paar Cent teurer als Discounter-Ware. Aber für ein

gutes Gewissen ist das ein Schnäppchenpreis.

Vor circa 30 Jahren, anlässlich eines religiösen Wochenendes

mit dem Familienkreis im Kloster Knechtsteden, kam ich mit fair

kaufen, sondern auch zu verkaufen. Nach überlegungen in der

kfd St. Konrad wollten wir durch den Verkauf der Produkte Misereor-Projekte

unterstützen (zurzeit Waldgärten in Haiti). Auch

entschieden wir uns, bei Pfarrfesten, Jubiläen, Marktcafé, Fastenessen,

Seniorenadventsfeiern fair gehandelten Kaffee auszuschenken.

Ausschlaggebend für diesen Entschluss war die

Erkenntnis, dass im fairen Handel Kinderarbeit nicht erlaubt ist.

Produkte aus fairem Handel gibt es unter anderem donnerstags im Marktcafé St. Konrad zu kaufen. Informationen bei Veronika Tölle unter 02103/65791.

gehandelten Produkten in dem dortigen Eine-Welt-laden erstmalig

in berührung. Hier wurden fair gehandelte Erzeugnisse

unter anderem aus lateinamerika, Asien und Afrika angeboten.

Diese Entdeckung gab mir Anlass, mich mit diesem Thema

näher zu beschäftigen. literatur über die Form der Produktion

und des Handels konnte mich überzeugen, sodass ich nun vermehrt

versuchte, diese Artikel zu kaufen.

Vor 13 Jahren wurde ich darauf aufmerksam, dass Misereor

Unterstützung bei der Einrichtung von Eine-Welt-läden anbietet.

Es entstand bei mir der Wunsch, diese Artikel nicht nur zu

Kinder erhalten die Möglichkeit zum Kindergarten- und Schulbesuch,

später zur berufsausbildung. Den Kleinbauern und

Handwerkern, die sich dem fairen Handel anschließen, werden

gerechter lohn und Fürsorge im Krankheitsfall zugesichert.

Außerdem lernen die Kleinbauern, die Felder so zu bestellen,

dass Pestizide und Giftspritzen nicht zum Einsatz kommen.

Diejenigen, die fair gehandelte Produkte kaufen, tragen so

dazu bei, die Armut in den Entwicklungsländern zu reduzieren.

Sie geben den Menschen die Chance, selbst für ihren lebensunterhalt

mit Würde und Stolz zu sorgen.

VEroNiKA TÖllE

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2 7


Aus Um-Welt wird Mit-Welt

Pfadfinder leben einfach und umweltbewusst, so steht

es im Pfadfindergesetz. Peter Groß, Leiter der Deutschen

Pfadfinderschaft St. Georg Hilden, über die Ziele einer der

größten Erziehungsbewegungen der Welt.

Tausende Menschen strömen zur Neueröffnung

eines Elektronikmarktes in Hilden, um

vermeintlich supergünstige Angebote zu erhaschen.

Den Preis dafür zahlen Mensch

und Umwelt weit entfernt von uns – mit

fragwürdigen Arbeitsbedingungen in den

Fabriken internationaler Konzerne, mit

Raubbau an Bodenschätzen, mit unsinnig

langen Transportwegen. Wir spüren diese

Auswirkungen erst sehr viel später – vielleicht

zu spät. Für eine kritische Betrachtung

unseres scheinbaren harmlosen Einkaufsvergnügens

erntet man häufig nur ein

mildes Lächeln: „Was soll daran schon falsch sein?“ Oder auch:

„Das bisschen Konsum...“

Doch man kann die Dinge

auch anders sehen – nicht

so blauäugig. Aus dem

Bewusstsein, dass wir in

allem um uns herum Gott

dem Schöpfer begegnen,

entsteht Respekt gegenüber

Mensch und Natur.

Diese Haltung prägt die

Pfadfinder. Weil wir uns

als gleichberechtigten Teil

von Gottes Schöpfung begreifen,

sprechen wir nicht

länger von einer „Um-

Welt“, sondern von einer

Pfadfinder in St. Jacobus Hilden.

„Mit-Welt“. Die Verbindung

von Wissen um ökologische Zusammenhänge mit unserer „Mit-

Welt-Haltung“ lässt uns aktiv werden. Unser Handeln als Pfadfinder

und als Menschen im Alltag richten wir genauso daran

aus, wie wir unsere Ansprüche in unserer Gemeinde und in

8

„Die eigene Lebenswelt

nachhaltig zu gestalten,

bedeutet, so zu leben,

dass die Bedürfnisse der

heutigen Generation befriedigt

werden, ohne die

Möglichkeiten der zukünftigen

Generationen einzuschränken.“

(Ordnung der DPSG)

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

unserer Stadt einbringen möchten. Wir fordern ein verantwortungsvolles

Handeln aller Akteure – und fangen bei uns selber

an.

Pfadfindern ist das Leben und Lernen in und mit

der Natur ein Herzensanliegen. Wir wollen die

Natur aber nicht nur erlebbar machen, sondern

auch Wissen um sie vermitteln. Damit wirken

wir dem Trend entgegen, dass sich Kinder und

Jugendliche immer mehr von der Natur entfremden.

Die Bewahrung der Natur, Gottes Schöpfung,

ist wichtiger denn je.

Der Klimawandel wird nicht nur kommen, er ist

bereits Realität. Und er betrifft Kinder und Jugendliche

in der ganzen Welt. Ein einfacher,

Ressourcen schonender Lebensstil hilft, dem

Klimawandel entgegenzuwirken. Dies ist ein

Anspruch, der sich in unseren Breiten einfacher

lesen als umsetzen lässt. Fassen wir Mut, unser gewohntes,

eingefahrenes Handeln

kritisch zu überdenken!

Dann erkennen wir, dass

wir nicht über unbegrenzte

Ressourcen verfügen –

so wie es die Werbung

suggeriert. Allenfalls der

Geldbeutel setzt dem Konsum

Grenzen, und selbst

da kann ja die Bank noch

helfen.

Deshalb ist es wichtig,

Kindern und Jugendlichen

durch die Vermittlung des

Wissens um Natur und

Schöpfung die Möglichkeit

zu geben, ihr Leben selbst verantwortungs- und rücksichtsvoll

in die Hand zu nehmen. Es ist unser aller Aufgabe, ja, unsere

Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dies geschieht. Oder

geht uns das alles nichts an?

Peter Groß


St. Jacobus Hilden

Hannelore Lappe und Christel Werner sind im Vorstand der kfd St. Konrad tätig.

PFARRINFO

SOMMER 2013

2

news

termine

veranstaltungen

treffpunkte

kontakte

gruppen

1988 – 2013: 25 Jahre kfd St. Konrad

St. Konrad, Donnerstag, 18. Juli, 9:15 Uhr

Bereits seit 1978 gab es den „Frauentreff“ – engagierte junge

Frauen, die verschiedene Aufgaben in der Pfarrgemeinde übernommen

hatten. Monatlich wurden aktuelle religiöse Themen

besprochen, Geselligkeit und Spaß gehörten immer dazu. Die

kfd-Zeitschrift „Frau und Mutter“ lasen wir mit Interesse, und

allmählich wuchs die Überzeugung, dass es für unsere Frauengruppe

und unsere persönliche Entwicklung wichtig sei, der

kfd, dem größten katholischen Frauenverband in Deutschland,

beizutreten. Am 13. Juni 1988 wurde mit 18 Frauen die kfd-

Pfarrgruppe St. Konrad gegründet. Nach der Satzung wählten

wir am 10. Oktober einen Vorstand. Schnell schlossen sich weitere

Frauen an. Seit Jahren haben wir rund 60 Mitglieder.

Unser Jahresprogramm umfasst monatliche Treffen mit unterschiedlichen

Themen, die allen Neigungen gerecht werden sollen.

Die eigene Kasse macht uns unabhängig. Wir unterstützen

uns gegenseitig und sind offen für alle Interessierten. Bis heute

gestalten wir das Gemeindeleben in der Ortsgemeinde St. Konrad

mit: Wortgottesdienste, Fastenessen, Basare, Marktcafé,

Eine-Welt-Laden, Gestaltung der Adventfeiern für die Senioren,

Mitarbeit bei Pfarrfesten. (Jahresprogramm und weitere Infos

unter www.kath-hilden.de, Ortsgemeinde St. Konrad)

Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass mit der Pfarrgruppe

auch die Mitglieder 25 Jahre älter geworden sind. Es ist uns

leider nicht gelungen, jüngere aktive Frauen zu gewinnen. Alle

vier Jahre sind nach der kfd-Satzung Vorstandswahlen für alle

Pfarrgruppen im Diözesanverband Köln, das ist im nächsten

Jahr. Nach so vielen Jahren können und wollen einige (Vorstands)Mitglieder

nicht mehr kandidieren. Wird es die kfd

St. Konrad in Zukunft noch geben? Jubiläum – auch wenn es

so recht keinen Grund zum Jubeln gibt?

Unsere Dankbarkeit, unsere Freude und unsere Sorgen wollen

wir in der Frauenmesse am Donnerstag, dem 18. Juli, in Gottes

Hand legen. Danach werden wir im Marktcafé mit Gästen und

einem kleinen Programm unsere gute Gemeinschaft feiern.

Hannelore Lappe


St. JacobuS Hilden

PFARRInFO

SOMMeR 2013

gottesdienstordnung

Die Gottesdienstordnung fi nden Sie in „Aktuelles“, das in

allen Kirchen ausliegt, außerdem in den Schaukästen vor

den Kirchen sowie auf der internetseite unserer Pfarrei unter

www.kath-hilden.de.

gottesdienstordnung in den

Sommerferien

Während der Sommerferien entfallen folgende Gottesdienste:

St. Jacobus Vesper und Hl. Messe dienstags

St. Konrad Hl. Messe freitags

St. Marien Sonntagvorabendmesse samstags

St. Johannes Hl. Messe sonntags

ökumenische Taizé-Andachten

Herzliche Einladung zu den Ökumenischen Taizé-Andachten

in Hilden an jedem dritten Sonntag im Monat:

Sonntag, 16. Juni, Pfarrkirche St. Jacobus

Sonntag, 21. Juli, reformationskirche

Sonntag, 18. August, Pfarrkirche St. Jacobus

Jacob(u)s-café

St. Jacobus, Sonntag, 16. Juni

Ortsgemeindefest St. Konrad Kirchenmusik

St. Konrad, Sonntag, 7. Juli, 11:00 Uhr

Vielfältige kulinarische Angebote wie Weinstand, Salatbar,

Grillstand, Waffeln und Cafeteria, außerdem basteln und

Spiele für Kinder und Erwachsene, Kasperletheater, Fotoausstellung,

büchertrödel, nette begegnungen und vieles mehr

prägen das Ortsgemeindefest St. Konrad. Es fi ndet im

„Magnificat!“

St. Jacobus, Samstag, 22. Juni, 19:30 Uhr

„Magnifi cat“ von John Rutter, „Deutsches Magnifi cat“ von

Heinrich Schütz

Cantus Dei, Kirchenchor Cäcilia an St. Jacobus, Solisten,

Kammerorchester St. Jacobus, leitung: Carlos A. reigadas

Eintritt: 12 Euro (ermäßigt 8 Euro)

„Toccata!“

Anschluss an die Sonntagsmesse auf der Wiese hinter dem

Pfarrheim statt. Der ortsausschuss St. Konrad hat zusammen

mit den Einrichtungen und Gruppierungen der ortsgemeinde

abwechslungsreiche Mitmachaktionen vorbereitet.

St. Jacobus, Sonntag, 14. Juli, 16:00 Uhr

orgelkonzert

Carlos A. reigadas spielt berühmte Toccaten der

orgelliteratur. Mit Werken von J. S. bach, Ch. M. Widor,

J. lemmens, D. buxtehude u. a.

Der Eintritt ist frei.

Mittsommernachtsfest

Der Erlös des ortsgemeindefestes wird der Aktion „Hilden St. Konrad, 21. Juni, 20:00 Uhr


Jugend an St. Jacobus

St. Jacobus, Freitag, 28. Juni, 18:30 bis 21:00 Uhr

Kinoabend unter dem Motto „Animationsfilme“ für Kinder

zwischen 8 und 12 Jahren (Geschwisterkinder ab 6 Jahre)

St. Jacobus, Mittwoch, 17. Juli, 15:30 bis 19:30 Uhr

School’s Out Party für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren

(Geschwisterkinder ab 6 Jahre)

Kosten pro Kind: 3 Euro / Geschwister: 2 Euro

Herzliche Einladung zum gemütlichen Beisammensein bei

einem Frühstücksbuffet nach der Hl. Messe um 9:30 Uhr im

Nachbarschaftszentrum

Klön-Café

St. Konrad, Sonntag, 2. Juni

St. Konrad, Sonntag, 4. August

Herzliche Einladung zum gemütlichen Beisammensein

beim Klön‐Café nach der Hl. Messe um 11:00 Uhr auf dem

Kirchplatz

Sonntagstreff

St. Marien, Sonntag, 23. Juni

Herzliche Einladung zum gemütlichen Beisammensein beim

Sonntagstreff nach der Hl. Messe um 10:00 Uhr im Foyer des

Pfarrheims

hilft Max“ sowie für die Neugestaltung des Außengeländes

der Kindertagesstätte St. Konrad gespendet.

Sommerfreizeit der Jugend an St. Jacobus

Montag, 5. August, bis Freitag, 9. August

„Auf hoher See – mit der Jacobia auf Entdeckungsreise“.

Unter diesem Motto veranstaltet die Jugend an St. Jacobus

eine Sommerferienaktion für Kinder zwischen 8 und

12 Jahren. Wir basteln tolle Sachen aus fernen Ländern,

machen eine Tauschrallye, jede Menge Tanz‐, Sport- und

Musikaktionen sowie einen Tagesausflug.

Kosten pro Kind: 70 Euro inkl. Mittagessen und Getränke

Pfarrjugend St. Marien

St. Marien, Samstag, 6. Juli, 14:00 bis 17:00 Uhr

Wasserparty für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren im

Pfarrheim

An jedem vierten Sonntag im Monat Kuchenverkauf der

Pfarrjugend St. Marien nach der Hl. Messe um 10:00 Uhr vor

der Kirche (nicht in den Sommerferien)

Fahrradtour

Vortragsreihe Anstoß

Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß laden wir Sie zu

folgenden Vorträgen in die Stadtbücherei Hilden ein:

Freitag, 14. Juni, 19:30 Uhr

Thema: Edith Stein – Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott!

Referent: Markus Roentgen, Diplom-Theologe, Köln

Freitag, 19. Juli, 19:30 Uhr

Samstag, 15. Juni

Gemeinsame Fahrradtour der Jugend an St. Jacobus und

der Pfarrjugend St. Marien

Die Familienkreise in St. Konrad laden nach der

Freitagabendmesse zum Mittsommernachtsfest auf die

Wiese hinter dem Pfarrheim ein. Mit Würstchen, Stockbrot

und Erdbeerbowle, Musik und Gesang wollen wir rund ums

Lagerfeuer den Sommeranfang feiern. Gäste sind herzlich

willkommen und können sich bis zum 18. Juni bei Familie

Heise unter der Telefonnummer 62980 anmelden.

25-jähriges Priesterjubiläum

St. Jacobus, Sonntag, 23. Juni, 18:00 Uhr

Am 24. Juni feiert unser Pastor Msgr. Ulrich Hennes sein

25‐jähriges Priesterjubiläum. Der Pfarrgemeinderat lädt aus

diesem Anlass am 23. Juni zur festlichen Abendmesse um

18:00 Uhr mit anschließendem Empfang im Pfarrgarten ein.

Ma(h)l am Abend und

Ortsgemeindefest St. Jacobus

Am Samstag, 7. September, lädt der Ortsausschuss

St. Jacobus zum Auftakt der Jacobus-Oktav nach der

Vorabendmesse um 17:00 Uhr zum 2. „Ma(h)l am Abend“

ein.

Am Sonntag, 15. September, findet dann im Anschluss an

die Familienmesse um 9:30 Uhr das Ortsgemeindefest auf

dem Jacobus-Platz hinter der Kirche statt.

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

Thema: Galileo ruhe sanft! – Warum die Theologie kein

Problem mit den Naturwissenschaften hat

Referent: Dr. Andreas Bell, Chemiker, Philosoph und

Theologe, Referent für Verkündigung im Erzbistum Köln und

Diakon in Köln-Sülz

Im Anschluss an die Vorträge ist Zeit zum offenen Gespräch.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Kath. Kirchengemeinde St. Jacobus hilden

St. JacobusSt. Konrad – St. Marien

Mühlenstraße 16 40721 Hilden

Telefon: 0 21 03 / 24 66 - 0

Fax: 0 21 03 / 24 66 - 22

eMail:

pastoralbuero@kath-hilden.de

Web:

www.kath-hilden.de

Pfarrsekretärinnen im Pastoralbüro:

bettina Kowalewski, brigitte Paegert,

bettina Stagat-Amlinger, Sigrid Walter

öffnungszeiten des Pastoralbüros

vormittags nachmittags

montags 09:00 - 12:00 Uhr 15:00 - 18:00 Uhr

dienstags 09:00 - 12:00 Uhr 15:00 - 18:00 Uhr

mittwochs 09:00 - 12:00 Uhr

donnerstags 09:00 - 12:00 Uhr 15:00 - 18:00 Uhr

freitags 09:00 - 12:00 Uhr 14:00 - 18:00 Uhr

heilige Messen am Wochenende

St. Jacobus Sa 17:00 Sonntagvorabendmesse

So 09:30 Hl. Messe

So 18:00 Hl. Messe

St. Johannes Ev. So 11:30 Hl. Messe

St. Konrad Sa 18:00 Sonntagvorabendmesse

So 11:00 Hl. Messe

St. Marien Sa 18:30 Sonntagvorabendmesse

So 10:00 Hl. Messe

Kirchenmusiker

Seelsorgebereichsmusiker 0172 / 24 66 704

carlos A. Reigadas

reigadas@kath-hilden.de

Seelsorger(innen)

Pfarrer 0 21 03 / 24 66 - 23

Msgr. Ulrich hennes

pastor.hennes@kath-hilden.de

Pfarrvikar 0 21 03 / 3 95 84 58

Pfarrer Franz Maria Werhahn pfarrer.werhahn@kath-hilden.de

Pfarrer 021 03 / 24 66 - 0

Pfarrer Fritz May

pastoralbuero@kath-hilden.de

Kaplan 0 21 03 / 2 48 77 90

Pater Tijo g. Thannickal kaplan.tijo@kath-hilden.de

Diakon 0 21 03 / 2 51 91 35

Thomas Wentz

diakon.wentz@kath-hilden.de

Diakon 0 21 03 / 24 66 - 0

Klaus heep

diakon.heep@kath-hilden.de

Pastoralreferent 0 21 03 / 9 41 28 26

Frank göbel

goebel@kath-hilden.de

Pastoralreferentin 0 21 03 / 3 95 84 09

Anne Billion

billion@kath-hilden.de

Pfarrer i. r. 0 21 03 / 24 66 - 0

Pfarrer günter Ottenberg pfarrer.ottenberg@kath-hilden.de

Pfarrer i. r. 0 21 03 / 24 66 - 0

Msgr. hermann-Josef Kremer pastoralbuero@kath-hilden.de

Sprechstunden

Pfarrer Msgr. Ulrich hennes

Mühlenstraße 16, freitags 14:30 - 18:00 Uhr

(nach vorheriger Anmeldung über das Pastoralbüro)

Gesprächstermine mit allen anderen Seelsorgern können Sie über

die obenstehenden Kontaktdaten individuell vereinbaren.

Adressen der Kath. Kirchen in hilden:

St. Jacobus, Mittelstr. 10

St. Konrad, St.-Konrad-Allee 39

St. Marien, Gerresheimer Str. 223

St. Johannes Ev., Zeissweg 4

Priesternotruf

0173 / 5 44 45 87

8 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

nachbarschaftszentren

Nachbarschaftszentrum

St. Jacobus 0 21 03 / 24 66 - 28

Andrea Schoder

schoder@kath-hilden.de

Nachbarschaftszentrum

St. Marien 0 21 03 / 4 65 43

Zdenka Brause

brause@kath-hilden.de

Kindertagesstätten / Familienzentrum

Kita St. Christophorus 0 21 03 / 6 51 54

Irmgard Sinsteden

kita.st-christophorus@kath-hilden.de

Kita St. Elisabeth 0 21 03 / 4 51 44

Katharina hauptmeier kita.st-elisabeth@kath-hilden.de

Kita St. Josef 0 21 03 / 8 78 98

Renate coché

kita-st-josef@kath-hilden.de

Kita u. Familienzentr. St. Konrad 0 21 03 / 6 53 16

Ursula ebelt

info@kleiner-konrad.de

Kita St. Marien 0 21 03 / 4 01 11

Roswitha Wermke

kita-marien@kath-hilden.de

Caritas-Kita St. Jacobus 0 21 03 / 8 73 77

Auguste Wawer

wawer@caritas-mettmann.de

Jugendarbeit

Kinder- und Jugendtreff

St. Konrad 0 21 03 / 33 72 71

carsten Wannhof

www.jugendtreff-st-konrad.de

Pfarrjugend St. Jacobus

Jacqueline Burchert

Pfarrjugend St. Marien

Roman Fiedler

Pastorale laiengremien

Pfarrgemeinderat

Ortsausschüsse

St. Jacobus

St. Konrad

St. Marien

burchert@kath-hilden.de

pfarrjugend-marien@kath-hilden.de

pgr@kath-hilden.de

oa.st-jacobus@kath-hilden.de

oa.st-konrad@kath-hilden.de

oa.st-marien@kath-hilden.de


Franz

+

Franz

Papst

Franziskus segnet die Gläubigen bei der Mittwochsaudienz auf dem Petersplatz.

Der neue Papst bürdet sich ein großes und schweres

Erbe auf. Mit Franz von Assisi hat er einen der

wichtigsten Heiligen der katholischen Kirche zu

seinem Namenspatron gewählt.

Als Giovanni Battista Bernardone kam er auf die Welt, als

Heiliger Franz von Assisi ging er in die Kirchengeschichte

ein. Dazwischen lag ein knappes halbes Jahrhundert großer

Werke und Worte. 1181 oder 1182 im italienischen Assisi geboren,

wurde der junge Bernardone schon kurz nach seiner Geburt

Francesco gerufen – den Namen brachte sein Vater, ein

wohlhabender Tuchhändler, von einer Frankreichreise mit. Der

jugendliche Franz soll gern über die Stränge geschlagen und

von einer Karriere als Ritter geträumt haben. 1202 zog er in

den Krieg gegen die Nachbarstadt Perugia, geriet in Gefangenschaft

und kehrte 1204 krank und von den Kriegserlebnissen erschüttert

nach Assisi zurück. Die Verwandlung vom Lebemann

zum Büßer vollzog sich schrittweise, Franz lebte als Einsiedler,

pflegte Aussätzige und rief zur Buße auf. Er fand Gefährten und

ging 1209 nach Rom, um Papst Innozenz III. zu bitten, seine für

Armut und Buße eintretende Gemeinschaft anzuerkennen. Neben

dem Orden der Minderen Brüder, dem Franziskanerorden,

gründete Franz gemeinsam mit Klara von Assisi den Orden der

Klarissen. 1220 gab er die Leitung seiner eigenen Bruderschaft

ab, 1226 starb er. Schon zwei Jahre später wurde er von Papst

Gregor IX. heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 4. Oktober.

Franz hinterließ nicht nur einen blühenden Orden, sondern

auch ein Bild von Kirche, das Armut, Buße und die Bewahrung

der Schöpfung in den Vordergrund rückte. Von ihm sind außerdem

zahlreiche Gebete und Gesänge überliefert, darunter der

Sonnengesang (S. 16).

Als Erzbischof von Buenos Aires nahm Jorge Mario Bergoglio

am Konklave 2013 teil, als Papst Franziskus verließ er es.

Der am 17. Dezember 1936 im argentinischen Buenos Aires

geborene Sohn italienischer Einwanderer schloss zunächst ein

Studium der Verfahrenstechnik ab, trat 1958 in den Jesuitenorden

ein und studierte Theologie und Philosophie. 1969 empfing

Bergoglio die Priesterweihe. Es folgten Leitungsfunktionen

innerhalb des Jesuitenordens und der Theologischen Fakultät

von San Miguel / Buenos Aires. Ein Forschungsaufenthalt führte

ihn 1986 an die Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt

am Main. 1992 wurde Bergoglio zum Weihbischof und

1998 zum Erzbischof von Buenos Aires ernannt. Im Konklave

2005, aus dem Joseph Kardinal Ratzinger als Papst hervorging,

soll der Argentinier bereits viele Stimmen auf sich vereint

haben. Der Rücktritt von Benedikt XVI. machte den Weg an die

Spitze der katholischen Kirche frei: Am 13. März 2013 wählten

ihn die Kardinäle im fünften Wahlgang mit Zweidrittelmehrheit

zum 266. Papst und Bischof von Rom. Papst Franziskus, der

den Wahlspruch „Mit Erbarmen und Erwählen“ aus seinem erzbischöflichen

Wappen beibehielt, hat bereits Zeichen gesetzt:

Er wolle eine „arme Kirche für die Armen“, die nicht um sich

selbst kreise, sondern hinaus zu den Menschen gehe, gerade

zu jenen am Rand der Gesellschaft. Der von der Befreiungstheologie

geprägte Priester verlangt von der Politik, die

Menschenwürde zu achten und die Schöpfung zu bewahren.

Berichte über Fehlverhalten während der argentinischen Militärdiktatur

von 1976 bis 1983 haben sich nicht bestätigt.

REDAKTION

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

9


Aus der Schule

in die Praxis des Evangeliums

Franz und Franz – was leisten diese Männer zur Bewahrung der Schöpfung? Ein

Gespräch mit Monsignore Ulrich Hennes, leitender Pfarrer an St. Jacobus, Hilden.

? Durch die Wahl seines Namens knüpft Papst Franziskus

an Franz von Assisi an. Sind Sie beiden Männern schon

einmal begegnet?

Msgr. Ulrich Hennes: In gewissem Sinne, ja. Als Christ kommt

man an Franz von Assisi nicht vorbei, er ist von zentraler Bedeutung

für die Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte. Ich war

dreimal in Assisi, erst als Student, später als Priester zusammen

mit Jugendlichen. Es ist schon eine ziemliche Herausforderung,

sich mit Franziskus auseinanderzusetzen und aus seiner

Geschichte Impulse für das eigene Leben aufzuspüren und

umzusetzen. Zugleich wird man seine radikale Entscheidung

zur Armut nur verstehen, wenn man auch seine tiefe, innige,

ja geradezu kindliche Liebe zu Jesus Christus entdeckt. Was

Papst Franziskus betrifft, bin ich ihm nicht persönlich begegnet.

Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er eine besondere

Rolle bei wichtigen kirchlichen Ereignissen der jüngeren Zeit

gespielt hätte, etwa bei Weltjugendtagen.

? Was verbindet Sie dann mit ihm?

Hennes: Wie viele andere habe ich über die Internetseite

adoptacardinal.org eine Gebetspatenschaft für einen der

115 Kardinäle bei der diesjährigen Papstwahl übernommen.

Das funktionierte so, dass man nach der Anmeldung einen zufällig

ausgewählten Namen zugemailt bekam. In meinem Fall

war das Kardinal Bergoglio. Ich habe ein bisschen über ihn recherchiert,

weil ich ein Gesicht zu dem Namen haben wollte,

und mich so mit seiner Person auseinandergesetzt. Dass er

nun Papst geworden ist, hat mich dann schon sehr bewegt, wo

ich doch sein Gebetspate während des Konklaves war.

? In der Berichterstattung in Deutschland wird Papst Franziskus

stets als Anwalt der Armen bezeichnet. Warum finden

wir diesen Aspekt seines Lebens so spannend? Wäre

für uns Deutsche nicht ein Anwalt der Reichen auf dem

Papststuhl besser?

Hennes: Vielleicht spiegelt sich darin das Klischee einer mächtigen,

wohlhabenden Kirche wider, das immer noch in vielen

Köpfen sitzt. Da mag es glaubwürdiger wirken, wenn ein Papst

auf Zeichen von Macht

und Reichtum verzichtet

und beispielsweise

sein altes Bischofskreuz

aus unedlem Metall weiterträgt.

Ich denke allerdings,

dass es nicht

automatisch schlecht

ist, wenn die Kirche Besitz

hat. Entscheidend

ist doch, was sie damit

anfängt. Reichtum und

Besitztümer der Kirche

sind nur gerechtfertigt,

wenn sie diese für ihren

Dienst und das heißt für

die Menschen einsetzt.

Eine Kirche, die arm ist,

kann auch nicht Arbeitsplätze

schaffen oder

Kindertagesstätten betreiben.

Zusätzlich zu seinen Aufgaben in Hilden ist Msgr. Ulrich Hennes, 51, seit 2012 Kreisdechant im Kreisdekanat Mettmann

und damit zuständig für 190.000 Katholiken. Bei seiner Amtseinführung zelebrierte Joachim Kardinal Meisner.

10 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


Papst Franziskus hat seinen Wahlspruch

„Mit Erbarmen und Erwählen“ aus seiner Zeit als

Erzbischof von Buenos Aires behalten.

? „Anwalt der Armen“ ist ein großes Wort. Welchen Stellenwert

hat es in Ihrem Leben?

Hennes: Wir Priester versprechen Ehelosigkeit und Gehorsam,

aber nicht Armut, wohl erklären wir bei der Weihe die Bereitschaft,

den Armen und Notleidenden zu helfen. Aber natürlich

gehört zum priesterlichen Leben auch ein einfacher Lebensstil.

Ich stelle mir die Frage: Was ist für mich als Priester angemessen?

Was brauche ich für mich? Wie gehe ich mit meinem Geld

um, was gebe ich für Kleidung, Urlaub oder Auto aus, auch was

teile ich mit anderen.

? Was wird Papst Franziskus ändern?

Hennes: Das weiß ich nicht. Auf jeden Fall wird durch ihn der

Blick auf die Glaubwürdigkeit der Kirche geschärft. Wir alle werden

uns unseren Umgang mit Besitz bewusster machen müssen,

gerade in den wohlhabenden Ländern und auch in Hilden.

Unsere Stadt möchte ich wohlsituiert nennen, aber auch hier

gibt es Armut, was der wachsende Zulauf zu Angeboten wie

der Tafel zeigt. Zu den Änderungen, die Franziskus vornehmen

könnte, gehört außerdem eine Kurienreform – alle Welt erwartet

das. Der Papst braucht eine funktionsfähige und glaubwürdige

Mannschaft.

? Das klingt nach bewegten Zeiten.

Hennes: Ja, aber wir dürfen uns mit diesem Papst nicht vertun.

Ich erkenne eine deutliche Kontinuität in den letzten drei Päpsten,

also Johannes Paul II., Benedikt XVI., und nun Franziskus.

Das ist kein zufälliges Nacheinander. Johannes Paul war ein

sehr politischer Papst, ein extrovertierter Papst, wie seine vielen

Reisen mit den symbolhaften Gesten zeigen. Benedikt war

eher introvertiert, als Theologe hat er uns neu zur Mitte des

Evangeliums, zu Jesus Christus geführt. Und nun lebt Franziskus

das Evangelium. Mit Benedikt waren wir in der Schule des

Evangeliums, mit Franziskus gehen wir in seine Praxis.

? Franziskus wirkt nicht wie ein Intellektueller, obwohl er

als Jesuit aus einem Orden kommt, der den Intellekt der

Kirche repräsentiert. Wie passt das zusammen?

Hennes: Er spricht sehr einfach, das stimmt. Aber Dinge einfach

auszudrücken, zeugt nicht von einem schlichten Gemüt,

im Gegenteil: Meist ist das geistig anspruchsvoller, als sprachliche

Pirouetten zu drehen. Bei aller Betonung des Verstands

bevorzugen Jesuiten das Einfache, das Reduzierte. Zum Beispiel

singen sie ihre Messen nicht und verzichten auch sonst

auf manches Beiwerk. Das war auch ein Grund, warum einige

Kommilitonen und ich als Studenten in Bonn in Prüfungszeiten

gern die Messen in einem Haus der Jesuiten mitgefeiert haben.

Dort ging alles schön flott. Und das aus meinem Mund!

? Bei der Osterfeier in Rom hat Franziskus die Gläubigen

nur auf Italienisch angesprochen. Was hat das zu bedeuten?

Hennes: Um genau zu sein: Den apostolischen Segen hat

Franziskus wie üblich auf Latein erteilt, die Osterwünsche nur

auf Italienisch. Im Übrigen haben wir schon vorher beim Angelusgebet

festgestellt, dass er sich offensichtlich auf das Italienische

beschränkt. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Ist

das auch ein Zeichen der Einfachheit, die Reduzierung auf das

Wesentliche? Auch ein Teil des Verzichts auf alles Höfische?

Oder ist es die deutliche Ansage, dass er zunächst der Bischof

von Rom ist, wo man Italienisch spricht? Das wäre auch ein

Signal seiner Wertschätzung der Kollegialität der Bischöfe, in

die sich der Papst einreiht.

Das Gespräch führte Christoph Stehr.

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

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Theo?!logisch

Keine Schöpfung ohne Schöpfer

Christus ist das Alpha und das Omega, der Anfang und das

Ende von allem. Aus diesem Verständnis heraus glauben

Christen, dass die Schöpfung nicht einfach „da“ ist. Sie

hat ihren Ursprung in Gott.

Seit dem weltweiten Aufkommen des ökologischen Bewusstseins

spricht man in der veröffentlichten Meinung wieder von

der Schöpfung. Das ist bei einer sich gleichzeitig ausbreitenden

Säkularisierung eigenartig. Denn der Begriff Schöpfung

verweist auf einen Schöpfer. Liegt der Grund vielleicht in der

überwältigenden Erkenntnis, dass Mikro- und Makrokosmos,

Mensch und Umwelt in einem subtilen und zugleich globalen

Zusammenhang stehen? Der ist mit dem Begriff „Schöpfung“

unverfänglich bezeichnet. Er fasst das geniale Zusammenspiel

ins Wort, ohne Gott direkt nennen zu müssen. Immerhin

hat das säkulare Ökobewusstsein uns gezeigt, dass die Welt

kein Selbstbedienungsladen und keine Müllhalde ist. Etwas

überfällig erfährt der Mensch heute die Schöpfung als die „Eine

Welt“, mit der man achtsam umgehen muss. Umwelt, Pflanze,

Tier und Mensch gilt es zu pflegen.

Christen können dazu nur Ja sagen. Allerdings glauben sie,

dass die Schöpfung kein wertfreier Raum ist. Der Glaube an

den Schöpfergott vermittelt ihnen mehr als ein bloßes Ökogefühl.

Aus den ersten Seiten der Bibel wissen sie, dass Gott Kosmos

und Welt, Natur und Mensch aus sich selbst erschaffen

hat. Das horizontale „Eine Welt“-Bewusstsein erfährt durch den

Glauben an einen Schöpfer ihre vertikale Komponente. Weil die

Schöpfung aus Gott ist, hat sie Würde. Den Menschen hat der

Schöpfer – biblisch gesprochen – zum Hirten der Schöpfung

gemacht. Seine Aufgabe ist es, sie zu entfalten und zu behüten.

Die Brücke zwischen Schöpfer und Schöpfung ist Jesus Christus.

Er gehört beiden Bereichen zu und verbindet horizontale

und vertikale Schöpfungslinie. Wie das zusammenhängt, drückt

der Apostel Paulus so aus: „Denn in ihm (Christus) wurde alles

geschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das

Unsichtbare ... alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er

ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand. (Kol 1, 16-17)

Er ist also Ausgangspunkt, Garant und Ziel der Schöpfung.

Ein liturgisches Sinnbild dafür ist die Osterkerze. Sie zeigt das

Kreuz, darüber ein Alpha und darunter ein Omega. Es sind dies

der erste und der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet.

Die Osterkerze bezeugt im Symbol: In Christus sind das Gestern

und das Heute, der Anfang und das Ende der Schöpfung

beschlossen.

Die Würde der Schöpfung trägt also einen Namen: Jesus

Christus. Er ist ihr Ursprung und Ziel. In ihm hat Gott sein dynamisches

Schöpfungswort gesprochen. Das wird während der

Heiligen Messe deutlich, wenn die Gemeinde Brot und Wein

vor Gott hinträgt. In ihnen ist die Schöpfung repräsentiert. Und

in der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut

Jesu Christi offenbart sich die Dynamik der Schöpfung: Sie ist

auf ihren „Omega-Punkt“, auf Christus hin ausgerichtet. Damit

dieses Ziel erreicht wird, hat er seinen Geist auf die Erde ausgesendet.

Deshalb bittet die Kirche Christus immerfort: „Sende

aus deinen Geist, und alles wird neu geschaffen. Und du wirst

das Antlitz der Erde erneuern.“

FRANZ M. WERHAHN

12 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


Schutzengel, Pizza, Nightfever –

eine Woche in der Firm-WG

Für die diesjährige Firmvorbereitung haben sich zwei Katechetinnen

etwas ganz Besonderes ausgedacht. Im Januar

sind sie mit 15 Firmlingen für eine Woche in eine WG

neben der Jacobus-Kirche gezogen. Drei Teilnehmerinnen

berichten.

Freitag, 17 Uhr: Treffpunkt von uns 15 Firmlingen an der Jacobus-Kirche.

Heute ziehen wir mit den Katechetinnen Stefanie

Helikum und Manuela Senge und dem Praktikanten Klaus

Heep in die „Firm-WG“. Hier bereiten wir uns auf die Firmung

vor. Zuerst haben wir Regeln aufgestellt und Pläne für die Woche

gemacht.

Samstag: Einige mussten in die Schule. Deshalb konnten wir

erst nach dem Mittagessen zum Kölner Dom fahren. Dort haben

wir die Messe mit anschließendem Nightfever besucht. Jeder

konnte ein persönliches Gebet mit einer Kerze abgeben.

Am Abend haben wir noch gespielt.

Sonntag: Brunch im Jacobus-Café. Es gab reichlich zu essen.

Besonders der Kuchen hat uns geschmeckt. Am Nachmittag

hat jeder seinen persönlichen Schutzengel gebastelt.

Mit Kaminholz und Styropor nahmen die

Engel Gestalt an. Danach haben alle eine eigene

Kerze gestaltet.

Mittwoch: Wir sollten zehn Gründe notieren, warum wir nicht in

die Kirche gehen. Es kamen Sachen zusammen wie zu lang,

zu langweilig, zu früh, Besseres zu tun, uncool. Danach haben

wir für Jesus Christus eine Facebook-Seite erstellt. Als Letztes

haben wir an diesem Abend Fürbitten für eine Jugendmesse

verfasst.

Donnerstag: Abends um 22 Uhr sind wir mit unseren selbstgemachten

Kerzen in die Kirche gegangen und haben auf die

vergangene Woche zurückgeblickt. Jeder konnte sagen, wie es

ihm gefallen hat, und dabei kamen nur positive Eindrücke heraus.

Wir waren uns einig: Die Woche ging zu schnell vorbei und

am liebsten hätten wir noch verlängert!

Freitag: Der Tag des Abschiednehmens. Es gab Waffeln und

jeder hat über jeden noch etwas Positives gesagt. Danach wurden

alle abgeholt und unsere gemeinsame Woche war zu Ende.

Die Woche war ein gelungenes Experiment auf dem Weg zur

Firmung, an die wir uns in vielen Jahren noch erinnern werden!

Ricarda Touma, Paulina Schneider und Desiree Gajewski

Montag: Frühstück um 6.45 Uhr, wir mussten ja

in die Schule! Die Letzten kamen erst um 18 Uhr

zurück. Es gab selbstgemachte Pizza. Dann haben

wir uns im Pfarrsaal versammelt und uns

mit Gott als Person auseinandergesetzt. Jeder

konnte sagen, wer Gott für ihn selber ist. Von

50 Charakterkarten haben wir uns für fünf entschieden:

Dreifaltiger, unverständlich, Allmächtiger,

Schöpfer und Liebe.

Dienstag: Nachmittags hat uns Frau Billion die

Kirche gezeigt. Wir haben Einblick erhalten in

Orte, zu denen man sonst nicht gehen kann.

Später haben wir uns noch einen Film angeschaut.

Die Firm-WG war ein Erfolg - mittlerweile hat eine zweite Gruppe das Experiment gewagt.

St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2

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Tipps der Redaktion

Für eine gute Zukunft

„Wir treffen die Entscheidungen

über unsere Zukunft jetzt, heute“,

schreibt Notker Wolf in seinem

jüngsten buch „JETZT ist die Zeit

für den Wandel. Nachhaltig leben

– für eine gute Zukunft“. Der

Abtprimas der benediktinischen

Konföderation, der weltweit mehr

als 800 Klöster und Abteien angehören,

warnt vor den Folgen

von Profi tgier und Werteverlust:

Ganze Gesellschaften gerieten

ins Wanken, weil sich Menschen

überschätzen. Nur langfristiges,

ethisches Denken und Handeln

verhinderten das Schlimmste. Die Wurzeln der Nachhaltigkeit

fi ndet Wolf in der benediktinischen Regel, die seit 1.500 Jahren

den Weg zurück zum menschlichen Maß weist. Er beschreibt,

wie soziale Gerechtigkeit Armut und Hunger besiegen kann.

Ein zentraler begriff des buchs ist Freiheit – Wolf betont damit

die persönliche Verantwortung, die jeder Einzelne für die

Schöpfung trägt. Er macht Mut zu kleinen Schritten: Wer bewusst

konsumiert, seinen Mitmenschen respekt zeigt und dem

eigenen Körper und Geist gesunde Nahrung gibt, lebt zufriedener,

glücklicher – und sorgt dafür, dass dies auch für die

nachfolgenden Generationen möglich wird. „JETZT ist die Zeit

für den Wandel“ enthält wenig, was man nicht schon woanders

gelesen hätte. Doch die Tiefe und Dichte der Gedanken sowie

die unbestrittene Autorität des Autors heben das buch aus der

Masse der lebensratgeber heraus.

Notker Wolf: JETZT ist die Zeit für den Wandel. Nachhaltig leben

– für eine gute Zukunft.

Herder, 2012 iSbN 978-3-451-32454-3

rEDAKTioN

Konflikte friedlich lösen

im Kampf gegen den Terror setzen die USA und ihre Verbündeten

bis heute überwiegend auf militärische lösungen, die der

logik der Kriege des 20. Jahrhunderts entsprechen. Shannon

D. Beebe, ein US-Offizier, und Mary Kaldor, Friedensforscherin,

lernten sich im Zusammenhang mit ihrer Arbeit an einem

neuen Sicherheitskonzept kennen. in den 90er-Jahren hatten

beide Erfahrungen in den Jugoslawienkriegen gesammelt und

waren überzeugt davon, dass im 21. Jahrhundert nur ein Dialog

zwischen Militär und Friedensforschung

für Sicherheit und Frieden

sorgen könne. in ihren Strategien

setzen sie auf menschliche Sicherheit.

Wobei Menschen durch

ihr recht auf Freiheit, bildung, Arbeitsplatz,

soziale Sicherheit gestärkt

schon im Vorfeld korrupten

regierungen begegnen können.

Der irak- und Afghanistan-Krieg

führten beebe und Kaldor dazu,

aufzuzeigen, welchem Elend –

Terrorismus, Plünderung, Vergewaltigung,

Folterung, Massenmorde, Zerstörung, Hunger,

Vertreibung – die Zivilbevölkerung auch nach den Kriegshandlungen

ausgesetzt ist. Nach wie vor sind die Menschen nicht

stark genug, sich gegen erneute Unterdrückung und Misshandlung

zu wehren. Dieses buch ist ein Aufschrei gegen Gewalt

und Menschenverachtung und bietet konkrete Maßnahmen an

für eine friedliche und sichere Welt im 21. Jahrhundert.

Ein erschütterndes buch, das uns die Folgen der militärischen

Kriegsführung drastisch vor Augen führt und die Verantwortlichen

und uns alle zum Umdenken auffordert.

Shannon D. beebe, Mary Kaldor: Unsere beste Waffe ist keine

Waffe: Konfliktlösungen für das 21. Jahrhundert.

Suhrkamp, 2012 iSbN 9783-518423363

briGiTTE PAEGErT

14 St. Jacobus Hilden • 2013 • Pfarrinfo 2


Bekanntmachung

Verstorbene

Anneliese Angenendt

Marie Baltes

Georgetta Baumann

Hans Bosbach

Gertrud Breker

Manfred Brücken

Wolfgang Eckenbach

Günter Erhard

Hildegard Förster

Klara Grabietz

Karl Hellmuth

Bernhard Janssen

Magdalena Jüntgen

Peter Jüntgen

Ernst Kimmeskamp

Maria Klausa

Gisela Klein

Michael Kluth

Walter Krause

Irene Kulla

Christel Landeck

Lothar Ophoven

Weronika Romaniak

Charlotte Roth

Wilhelm Schnatenberg

Marianne Singer

Christian Wirtz

83 Jahre

90 Jahre

80 Jahre

78 Jahre

87 Jahre

73 Jahre

82 Jahre

85 Jahre

84 Jahre

81 Jahre

71 Jahre

85 Jahre

98 Jahre

46 Jahre

98 Jahre

89 Jahre

62 Jahre

65 Jahre

83 Jahre

84 Jahre

75 Jahre

54 Jahre

74 Jahre

99 Jahre

85 Jahre

92 Jahre

24 Jahre

Der Würzburger Bischof Dr. Friedhelm Hofmann startet am

31. Januar 2013 den Andruck des neuen Gotteslob.

Neues Gotteslob kommt

Das Gotteslob versieht seit fast 40 Jahren seinen Dienst. Da

sich in diesen Jahren unsere Umwelt, Gesellschaft und unser

Sprachverständnis verändert haben, wurde ein neues Gebetund

Gesangbuch erarbeitet, das den neuen Bedürfnissen Rechnung

trägt. Es enthält in einem Stammteil und einem Eigenteil

der jeweiligen Diözese Gesänge, Gebete und Texte. Beide Teile

gliedern sich in drei Bereiche: 1. das persönliche Gebet, 2. die

Gesänge, 3. die Feiern der Sakramente und weiterer gottesdienstlicher

Feiern. Außerdem gibt das neue Gotteslob Antworten

auf konkrete und praktische Fragen, die sich uns immer

wieder stellen, sodass es zum alltäglichen Wegbegleiter werden

möchte.

Taufen

Philipp Paul Dietze

Emily Annabel Domke

Fae Drah

Bastian Kadach

Yannick Höltgen

Falko Ladwig

Viktor Oelmann

Elin Rentero Parra

Jenna Rojko

Ian Onesmus Schneider

Jasmin Sidiropoulou

Katerina Olympia Sidiropoulou

Paul Thesen

Laura Alexandra Thiem

Ben van Zwoll

Sophie Emilia Johanne Würfel

Das neue Gotteslob wird zum ersten Advent eingeführt, es ist

derzeit im Buchhandel noch nicht erhältlich. Sichern Sie sich

vorab Ihr persönliches Exemplar oder machen Sie lieben Menschen

ein besonderes Geschenk: Die Katholischen Öffentlichen

Büchereien St. Jacobus, St. Konrad und St. Marien verkaufen

Gutscheine, die nach Erscheinen gegen das neue Gotteslob

eingetauscht werden.

15

St. Jacobus Hilden n • 2013 • Pfarrinfo 2

15


Der Sonnengesang des

Franz von Assisi

höchster, allmächtiger, guter herr,

dein sind der lobpreis, die herrlichkeit und ehre

und jeglicher Segen.

Dir allein, höchster, gebühren sie,

und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

gelobt seist du, mein herr,

mit allen deinen geschöpfen,

zumal dem herrn Bruder Sonne;

er ist der Tag, und du spendest uns das licht durch ihn.

Und schön ist er und strahlend in großem glanz,

dein Sinnbild, o höchster.

gelobt seist du, mein herr,

durch Schwester Mond und die Sterne;

am himmel hast du sie gebildet,

hell leuchtend und kostbar und schön.

gelobt seist du, mein herr,

durch Bruder Wind und durch luft und Wolken

und heiteren himmel und jegliches Wetter,

durch das du deinen geschöpfen den Unterhalt gibst.

gelobt seist du, mein herr,

durch Schwester Wasser,

gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

gelobt seist du, mein herr,

durch Bruder Feuer,

durch das du die nacht erleuchtest;

und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und

stark.

gelobt seist du, mein herr,

durch unsere Schwester, Mutter erde,

die uns ernähret und lenkt

und vielfältige Früchte hervorbringt

und bunte Blumen und Kräuter.

gelobt seist du, mein herr,

durch jene, die verzeihen um deiner liebe willen

und Krankheit ertragen und Drangsal.

Selig jene, die solches ertragen in Frieden,

denn von dir, höchster, werden sie gekrönt werden.

gelobt seist du, mein herr,

durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;

ihm kann kein lebender Mensch entrinnen.

Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.

Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden,

denn der zweite Tod wird ihnen kein leid antun.

lobt und preist meinen herrn

und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

(1224/25)

16 St. Jacobis Jacobus • Hilden • 2012 2013 • Pfarrinfo 42

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