Arbeitshilfe - kda Bayern

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1+1 eröffnet Teilhabe

Arbeitshilfe 2013


Inhalt

3 Johannes Rehm / Dorothea Kroll-Günzel: Vorwort

4 Dorothea Kroll-Günzel: Das Leben ist kein Film –

Trotzdem kann aus einem Drama eine Episode werden

Junge Erwachsene in Projekten der EJSA

6 Gerhard Wegner: Jede kann etwas – keiner kann alles

Die Vision einer teilhabegerechten Gesellschaft

8 Module für die Arbeit in Gruppen zum Thema „Teilhabe“

10 Hinweise zum Predigttext Lukas 14, 25 – 33

12 Susanne Morath / Helmut Wehrfritz: Predigt zu Lukas 14, 25 bis 33

14 Entwurf für Abkündigungen zum Sonntag, den 30. Juni 2013. 5. So. n. Trinitatis

14 Susanne Morath / Helmut Wehrfritz: Mediation

16 „Initiative - Pro Arbeit. Öffentlich geförderte Beschäftigung“

17 60 Jahre afa Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Ev.-Luth Kirche in Bayern

18 Nahtstelle Kirche und Arbeitnehmerschaft

Einladung zur Fachtagung

Impressum

Herausgeber:

Aktion „1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“

Gudrunstr. 33 90459 Nürnberg

aktion1plus1@kda-bay.de

www.kda-bay.de/1+1

Redaktion:

Dorothea Kroll-Günzel

Gestaltung:

dialog - büro für kommunikation, Fürth

Fotos:

EJSA München (4/5), pixeltrap (6), Wolfgang Noack (8,

10), fotolia (13), DOC RABE Media (14), afa (17), kda (18)

Mai 2013

2 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Vorworte

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Schwestern und Brüder,

„Du kannst doch was!“ Dies genau ist die Botschaft, die

wir als Evangelisch - Lutherische Kirche in Bayern mit

unserer „Spendenaktion 1+1 Mit Arbeitslosen Teilen“

aussenden und rüberbringen wollen. „Du kannst doch

was!“ – das wollen wir dem Jugendlichen sagen, der sich

auf seiner Lehrstelle, aus welchen Gründen auch immer,

als nicht ausbildungsreif erwiesen hat. Diese Botschaft

gilt dem Langzeitarbeitslosen, dem es bisher nicht gelungen

ist, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. „Du

kannst doch was!“ - das möchten wir auch dem- und

derjenigen sagen, die für eine neue Stelle zu alt zu sein

scheint. „Aktion 1+1“, das heißt, einer gibt Geld, damit

ein anderer die Chance hat, unter Beweis zu stellen, was

er kann. Seit 20 Jahren machen wir mit der „Aktion 1+1“

die Erfahrung: Wenn Menschen eine Chance bekommen,

dann können sie auch wirklich etwas. Zwei Jahrzehnte

schaffen wir bereits mit Spendengeldern Arbeitsplätze

für Langzeitarbeitslose, vorrangig im kirchlich-diakonischen

Bereich, aber wir ermöglichen auch Fort- und

Weiterbildung für Personen, die ein Handicap haben, das

sich als Vermittlungshemmnis auf dem Arbeitsmarkt auswirkt.

„Aktion 1+1“, das heißt: Es bekommt jemand eine

zweite Chance zu zeigen, was er oder sie kann. „1+1“,

das heißt, beizutragen, dass Menschen gesellschaftliche

Teilhabe ermöglicht wird, die am Rande stehen. Wir wollen

als Christen anderen durch eigene Arbeit zu einem

Erfolgserlebnis verhelfen, sodass sie dann von sich selbst

sagen können: „Ich kann doch was!“

Und wir tun dies alles auch in diesem Jahr wieder, weil

Gott uns von jeher zutraut, dass wir etwas können. Oder

mit dem Wochenspruch für den Kollektensonntag der

diesjährigen „Aktion 1+1“: „Aus Gnade seid ihr selig geworden

durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes

Gabe ist es.“ Eph. 2,8. Als mit dem Zutrauen Gottes Beschenkte

sind wir befähigt beizutragen, dass andere auch

zeigen können, was sie können.

Liebe Leserin, lieber Leser

der Arbeitshilfe „1+1“,

mit dieser Broschüre halten Sie die Arbeitshilfe 2013

„Du kannst was! 1+1 eröffnet Teilhabe“ in Händen, die

sich um den Themenkreis „Teilhabe an Ausbildung, Bildung

und Gesellschaft“ dreht.

Diese Arbeitshilfe hat sich weiterentwickelt zu einem

Heft „Thema und Forum“. Im Thementeil wird jedes Jahr

ein Aspekt aus der Arbeit von 1+1 behandelt, neu ist

der Forumsteil mit der Aufnahme von Aktivitäten, Veröffentlichungen

rund um kda, Kooperationspartnern

und Projekten von 1+1.

Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit nutzen,

mich Ihnen als (noch) neue Geschäftsführerin der

„Aktion 1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“ vorzustellen. Ich

bin Dorothea Kroll-Günzel, gelernte Sozialpädagogin

mit Weiterbildungen im Bereich des Managements, der

Betriebswirtschaft und der Qualitätsentwicklung. Aus

der kirchlichen Erwachsenenbildung kommend, habe

ich gerne diese neue Aufgabe im kda (Kirchlicher Dienst

in der Arbeitswelt) übernommen, verbindet sie doch soziales

Denken und Handeln mit einem politischen und

sozialethischen Auftrag.

Ich hoffe, Sie können das für Sie Wichtige und Interessante

herauslesen, sei es der sozialwissenschaftliche

Beitrag von Prof. Dr. Gerhard Wegner, die Gottesdienstmodule

von Pfrin. Susanne Morath und Helmut

Wehrfritz, der Vorschlag für die Arbeit in Gruppen oder

ein Beitrag aus dem Forums-Teil.

Über Vorschläge, weitere Themen und sonstige Anregungen

komme ich gerne mit Ihnen ins Gespräch, bis

dahin grüße ich Sie freundlich

Pfarrer Dr. Johannes Rehm

Leiter des kda Bayern

Dorothea Kroll-Günzel

Geschäftsführerin „Aktion 1+1“

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 3


Das Leben ist kein Film –

Trotzdem kann aus einem Drama eine Episode werden

Junge Erwachsene in Projekten der EJSA

„Ich bin 23 Jahre alt, habe drei Kinder und ich muss aus

meinem Leben endlich was machen.“

Das könnte der erste Satz in einem turbulenten Film

sein, man würde sich auf allerhand amüsante Verwicklungen

des Lebens einstellen und fest mit einem happyend

rechnen. Das wäre lustig! Der junge Mann, der das

erst kürzlich während eines Vorstellungsgesprächs in

einer Jugendwerkstatt gesagt hat ist aber real und sein

Leben höchstwahrscheinlich gar nicht lustig.

Aus diesem Stoff sind die „Drehbücher des Lebens“

in den Jugendwerkstätten, in Werkhöfen oder diakonischen

Betrieben, bei Kirchlichen Verwaltungsstellen

und Vereinen geschrieben: Instabile Elternhäuser, häufig

mit massiven Gewalterfahrungen verbunden, frühes

auf-sich-gestellt-sein, Drogenkonsum, Gerichtskontakte,

Abbruch von Schule und Berufsausbildung, traumatische

Fluchterfahrungen, psychische Erkrankungen.

Durch die Agentur für Arbeit kommt er in eine Jugendwerkstatt

in das Projekt Arbeiten und Lernen, stabilisiert

sich dort, leistet Sozialstunden ab, zahlt seine

Geldstrafe ab und geht in die ambulante Suchttherapie.

Nach einer neuerlichen Begutachtung wird festgestellt,

dass nur eine Reha-Ausbildung mit begleitenden Hilfen

und Möglichkeit der Ausbildungsverlängerung in Frage

kommt. Nach dem Umzug in eine eigene Wohnung und

einigen Monaten in einer Arbeitsgelegenheit wird er in

einer betrieblichen Ausbildung zum Schreiner ausgebildet,

die er im Sommer 2011 mit 26 Jahren abschließt.

Er wurde vom Ausbildungsbetrieb übernommen und ist

seit September 2012 im Meisterkurs.

So wie bei Achim S.: aufgrund von Drogenkonsum psychisch

krank, ist mit Anfang 20 eine Ausbildung aus

psychischen und physischen Gründen nicht möglich.

Die Eltern haben aufgegeben und ziehen sich zurück, er

wohnt erst mal in einer Notunterkunft.

4 Arbeitshilfe 2009 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Das ist fast schon ein happy-end, auf jeden Fall eine Erfolgsgeschichte,

die von der Aktion 1+1 gefördert werden

konnte. Dazu waren viele Menschen notwendig, die

an Achim S. geglaubt haben und die Krisen mit getragen

haben.

Und – es waren Menschen in ganz Bayern nötig, die

durch ihre Spenden, verdoppelt durch die Landeskirche,

diese Ausbildung weiterführen halfen, als sich die

Agentur für Arbeit gleich zu Beginn finanziell ausgeklinkt

hat.

Diese Lebensläufe mit Brüchen sind manchmal vielleicht

sogar filmreif, auf jeden Fall dauern sie länger

als 90 Minuten und verlangen von allen große Anstrengungen.

Wir hoffen, dass es dem jungen Mann

vom Beginn dieses Artikels gelingen wird, die Chance

wahrzunehmen, die auch in der Überschrift unserer

diesjährigen Kampagne steckt: „Du kannst was!

1+1 eröffnet Teilhabe“.

Dorothea Kroll-Günzel

Die Bilder zeigen Jugendliche und einen Betreuer aus

Werkstätten im Verbund der EJSA Bayern. Sie stehen in

der Qualifizierung und Ausbildung im Maler-, Schneiderund

Schreinerhandwerk sowie Metallbau.

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 5


Jede kann etwas – keiner kann alles

Die Vision einer teilhabegerechten Gesellschaft

„Eine gerechte Gesellschaft muss so gestaltet sein,

dass möglichst viele Menschen tatsächlich in der Lage

sind, ihre jeweiligen Begabungen sowohl zu erkennen,

als auch sie auszubilden und schließlich produktiv für

sich selbst und andere einsetzen zu können. Eine solche

Gesellschaft investiert folglich, wo immer es geht,

in die Entwicklung der Fähigkeiten der Menschen zur

Gestaltung ihres eigenen Lebens sowie der gesamten

Gesellschaft in ihren sozialen und wirtschaftlichen

Dimensionen. Eine solche Gesellschaft ist so verfasst,

dass sich diese aus den individuellen Begabungen erwachsenen

Gaben und Fähigkeiten, biblisch ’Charismen‘

genannt, zu möglichst eigenverantwortlicher

Sicherung des Lebensunterhalts und im Interesse aller

solidarisch einsetzen lassen.“ Mit diesen wenigen Sätzen

aus der Denkschrift des Rates der EKD zur Armut in

Deutschland (2006) wird deutlich umrissen, worum es

in einer teilhabegerechten Gesellschaft geht. Ihr Ziel ist

es, die „Verwirklichungschancen“ möglichst vieler Menschen

zu sichern. Nicht um eine absolute Gleichheit

aller geht es hier, sondern die Gleichheit der Chancen

und gleicher Zugangsmöglichkeiten zu wesentlichen

Positionen in der Gesellschaft.

Angesprochen werden drei Ebenen:

• Zum einen geht es darum, dass Menschen überhaupt

ihre jeweiligen Fähigkeiten erkennen können und ermutigt

werden, sie auch auszuleben. Dies betrifft die

primären Orte an denen Menschen aufwachsen, so

zum Beispiel die Qualität des Familienlebens, aber

auch der frühkindlichen außerfamiliären Erziehung.

Es kommt entscheidend darauf an, dass Menschen in

die Lage versetzt werden, sie selbst sein zu können

und in der Ausbildung ihrer Fähigkeiten Anerkennung

finden. Hier finden sich Menschen immer schon

in solidarische, gemeinschaftliche Zusammenhänge

eingefügt, die zum Teil ihres Selbstverständnisses

werden.

• Sodann geht es darum, dass man die eigenen Begabungen

und Fähigkeiten ausbilden kann. Hiermit ist

das gesamte schulische Ausbildungs- und Bildungssystem

angesprochen. Es muss so ausgerichtet sein,

dass es die einzelnen Menschen befähigt, ihre Fähigkeiten

und Kompetenzen auszubilden, sodass sie sie

später in die Gesellschaft für sich selbst und für alle

einbringen können. Ein solches Ausbildungssystem

bezieht sich auf die Potenziale und Ressourcen der

6 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Menschen und entwickelt sie in einer persönlichkeitsund

Individuums bezogenen Förderung. Im Hintergrund

steht hier die Idee, dass jedem Menschen von

Gott etwas geschenkt ist, das es wert ist, in die Gesellschaft

eingebracht zu werden.

• Und schließlich geht es darum, dass die Menschen

ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft produktiv einbringen

können, d. h., insbesondere im Bereich der

Wirtschaft tätig werden und sich dort in Kooperationen

mit anderen produktiv betätigen. D. h. nichts

anderes als dass ein größtmöglicher Teil der Bevölkerung

über bezahlte Arbeit verfügen soll, soweit er

dies anstrebt und das gleichzeitig wichtige und vielfältig

geleistete familiäre, soziale und gesellschaftliche

Arbeit in angemessener Weise anerkannt und

integriert wird. Der Begriff der „gerechten Teilhabe“

meint genau dies: umfassende Beteiligung aller in

Bildung und Ausbildung sowie an den „wirtschaftlichen

und solidarischen Prozessen der Gesellschaft“

resümiert die Denkschrift.

Die teilhabegerechte Gestaltung von frühkindlicher Betreuung,

Bildung und Arbeit ist zentral. Aber es liegt

auf der Hand, dass es zudem im zivilgesellschaftlichen

Bereich, und in kulturellen und politischen Aktivitäten

Formen einer breiten basisnahen Partizipation geben

muss. Letztendlich versteht die Rede von der Teilhabe

jeden Menschen als Bürger seines politischen Gemeinwesens,

das er oder sie aktiv mitgestalten können soll.

Der Staat ist nicht die Obrigkeit, der man sich unterzuordnen

hat, sondern ein Instrument, das die Bürger sich

selbst schaffen, um Grundlagen für ihr Zusammenleben

dauerhaft zu sichern. In unserem Land ist dies durch

eine lebendige Demokratie gewährleistet, die immer

wieder für vielfältige Veränderungen in den Machtverhältnissen

sorgt.

Allerdings kann man den Eindruck haben, dass wirkliche

Teilhabe dort an Grenzen stößt, wo es um Machtfragen,

insbesondere im Blick auf die wirtschaftliche

Gestaltung geht. So hat sich in der Vergangenheit gezeigt,

wie stark das Schicksal vieler Menschen von den

großen Akteuren auf den Finanzmärkten abhängig ist. Sie

mussten in der Krise 2008/2009 durch Steuergelder vor

dem eigenen Bankrott bewahrt werden. Solche Vorgänge

sind das Gegenteil von Teilhabe. Insofern führt kein

Weg daran vorbei, dass nur ein starker Staat, der unabhängig

von äußeren Einflüssen operieren kann, auch

ein teilhabegerechter Staat sein kann.

Auch die Teilhabe an den kulturellen Möglichkeiten

spielt eine große Rolle. Kultur ist Lebenssteigerung.

Und sie ist ein entscheidendes Medium, in dem sich

Menschen ihrer eigenen Situationen bewusst werden.

Diese Möglichkeiten können nicht Menschen vorbehalten

sein, die über einen hohen Bildungsgrad und über

ein hohes Einkommen verfügen, wie es in weiten Bereichen

der Hochkultur nach wie vor der Fall ist. Nach

wie vor wird sie hoch subventioniert. Eine teilhabegerechte

Gesellschaft sorgt dafür, dass alle Bereiche der

Kultur für alle zugänglich sind.

Letztlich gilt der Anspruch auf Teilhabegerechtigkeit

auch für die Evangelische Kirche. Auch sie leidet faktisch

häufig darunter, dass viele ihrer Aktivitäten ein

gewisses Bildungsinteresse aufweisen und sich von

„normalen Menschen“ distanzieren. Gleichwohl ist es

so, dass die christliche Botschaft offen ist für die Teilhabe

aller. Dies wird in der Armutsdenkschrift der EKD

deutlich betont: „Kirche ist als eine von wenigen Institutionen

in der Gesellschaft in der Lage, Teilhabe ohne

formale Voraussetzungen wie Geld oder Arbeit zu gewähren.“

Das Recht zur Teilhabe an der Kirche erlangt

man durch die Taufe, die ohne eigene Würdigkeit vollzogen

wird. In der Taufe wie in der Gemeinschaft des

Abendmahls sind alle Menschen gleich vor Gott und allen,

wird eine gleiche Würde zugesprochen. Das Recht

auf Teilhabe ist von daher durch die Taufe universell

gegeben und ist prinzipiell frei von Geld oder der Beteiligung

an anderen gesellschaftlichen Gütern und

Anerkennungsbereichen. Und die Folgerung ist dann:

Diese großartige Bedeutung der Taufe sollte sich in der

Lebenswirklichkeit von Kirchengemeinden durch eine

große Offenheit für alle, auch die von Armut Betroffenen

und Bedrohten, real zeigen.“ Dem ist nichts hinzufügen.

Prof. Dr. Gerhard Wegner

Sozialwissenschaftliches-

Institut der EKD (SI)

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 7


Module für die Arbeit in Gruppen

zum Thema „Teilhabe“

Teilhabe unter SGB II-Bedingungen

Um sich an den Themenbereich „Teilhabe“ heran zu tasten, bieten sich je nach Gruppe, Alter und Lebenssituation

der Teilnehmenden oder auch Zeitbudget ganz unterschiedliche Fragestellungen an, von denen hier drei skizziert

werden:

Armut früher und heute - Geschichtlich-gesellschaftliche Dimension

Zeiten, in denen das Geld knapp war… (z.B. Vor- oder Nachkriegszeit)

Einkommensknappheit und Sparsamkeit früher und heute – wo ist der Unterschied?

Gab es bei mir selbst Zeiten, wo das Geld knapp war?

Wie bin ich damit umgegangen?

Wenn ich mit Grundsicherung leben müsste – erfahrungsbezogene Aspekte

Mein jetziges Einkommen im Vergleich zur Grundsicherung

Was könnte ich noch eine Zeit lang halten?

(Urlaub, Kleidung, Essen gehen, Geschenke, Mitgliedschaften, Kulturveranstaltungen…)

Wo müsste ich mich einschränken?

Wo würde es mir schwer fallen, und wie würde ich das angehen?

Grundsicherung und Privatsphäre – gesellschaftspolitische Dimension

Wie wäre es für mich, meine persönlichen Lebensverhältnisse einem Amt offen legen zu müssen?

Besitzstand, Wohnverhältnisse, wer lebt wann und wie lange mit mir, Offenlegung von Geschenken und

Erbschaften,

Vorgeschriebene Anzahl von Bewerbungen, welche Arbeit ist zumutbar, Sanktionsmöglichkeiten durch Ämter?

Diese Fragestellungen können einzeln bearbeitet werden, in Gruppen mit anschließender „Zusammenschau“ oder

nacheinander, um das ganze Spektrum erfahrbar zu machen.

Da zwar viel über Grundsicherung geredet und geschrieben wird, jedoch oft nicht bekannt ist, wie sich die Beträge

zusammensetzen, hier einige Basisinformationen.

Gerechte Teilhabe statt Armut

8 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Was bedeutet Grundsicherung? Wie viel ist das eigentlich?

Regelbedarfsstufe 1

(alleinstehende oder alleinerziehende Leistungsberechtigte)

Regelbedarfsstufe 2

(volljährige PartnerIn innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft)

Regelbedarfsstufe 3

(18 bis einschließl. 24-jährige Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft)

Regelbedarfsstufe 4

(Jugendliche von 14 bis einschließl. 17 Jahre)

Regelbedarfsstufe 5

(Kinder von 6 bis einschließl. 13 Jahre)

Regelbedarfsstufe 6

(Kinder unter 6 Jahre)

Leistungen ab

01.01.2013

382

(+8 e)

345 e

(+8 e)

306 e

(+5 e)

389

(+4 )

255

(+4 )

224

(+4 )

Mehrbedarf für

Warmwasser**

2,3 %

= 8,79

2,3 %

= 7,94 E

2,3 %

= 7,04

1,4 %

= 4,05

1,2 %

= 3,06

0,89 %

= 1,79

* Veränderungen zum Vorjahr 2011

** Rundung nach § 41 Abs. 2 SGB II

Von welcher Berechnungsgrundlage geht der Gesetzgeber aus?

16%

37%

Das macht übersetzt in Euro-Beträgen:

23%

Lebens- und Genussmittel: Euro 141,34

Hygiene, Reinigung, Gesundheit: Euro 42,02

Bekleidung: Euro 11,46

Einrichtungsgegenstände: Euro 19,10

Elektrische Haushaltsgeräte: Euro 15,28

Gebrauchsgüter: Euro 3,82

Bildung, Kommunikation,

Freizeit, Mobilität Euro 87,86

Sonstiges Euro 61,12

Euro 382,00

1%

4%

5%

3%

11%

Quelle der beiden Grafiken: armutsnetzwerk.de

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 9


Hinweise zum

Predigttext

Lukas 14, 25 - 33

1. Stellung des Textes innerhalb

des Lukas-Evangeliums:

• Der Text steht im Rahmen des sog. „Reiseberichts“,

der sich von Lukas 9,51 bis 19,27 erstreckt.

• Dieser schildert die Wanderung Jesu nach Jerusalem

und folgt auf die Berichte über Jesu Wirken und

Lehren in den jüdischen Gebieten. Gleichzeitig führt

der Reisebericht auf die Ereignisse von Passion und

Ostern in Jerusalem hin.

• Gliedert man das Lukas-Evangelium grob in zwei

Teile, so wird im ersten Teil inhaltlich das Messias-Bewusstsein

Jesu dargelegt; im zweiten Teil, beginnend

mit dem Reisebericht, sein Leidensbewusstsein.

2. Inhaltliches zum Reisebericht

allgemein

• Das Motiv der Wanderschaft Jesu ist nicht nur

geographisch zu verstehen als Weg „hinauf nach

Jerusalem“ sondern auch theologisch im Sinne von

Jesu Weg „hinauf zum Vater“.

• Schwerpunkte des Reiseberichts sind Volks- und

Jüngerbelehrungen.

• Die Motive der Nachfolge und der Mission befinden

sich verstärkt in den Kapiteln 9,10 und 14.

3. Das engere Textumfeld Lukas

14,15 bis 15,32

• Das Thema dieses Textabschnittes ist der Ruf Jesu an

das Volk Israel und an Außenstehende.

• Das Thema wird eingeleitet durch das Gleichnis vom

Festmahl (14,15-24), das Jesus im Rahmen einer

Einladung bei einem Pharisäer erzählt. Mit diesem


Gleichnis hält Jesus den Pharisäern und Gesetzeslehrern

einen Spiegel vor, in dem sie sehen sollen, dass

sie anderes für wichtiger halten, als der Einladung

Gottes durch Jesus zu folgen.

4. Zur Textstelle Lukas 14,25-33

• Es handelt sich um ein Redestück aus verschiedenen

Traditionselementen:

Spruchsammlung Q; Sondergut des Lukas; und Elemente

aus dem Markus-Evangelium.

• Als Zuhörer werden die „vielen Leute“ genannt, also

das Volk, das Jesus auf der Wanderschaft umgibt.

• Der Text redet von den Bedingungen der Nachfolge

für die, die durch ihre Anwesenheit schon Nachfolgewillen

bekunden.

• Zentrale Elemente des Textes sind:

a) Geringachtung der Familie und das-Kreuz-Tragen

b) Gleichnis vom Turmbau und vom Krieg-Führen

Zu a) „Hass“ ist nicht emotional zu verstehen, sondern

meint loslassen zu können und entschieden

nachzufolgen.

„Kreuz-Tragen“ meint in der Nachfolge Jesu seinen

Weg zum Leiden nachzuvollziehen. Es genügt nicht,

zu ihm zu kommen, sondern man muss hinter ihm

hergehen bis in die Passion hinein.

Zu b) Jüngerschaft verlangt reifliche und nüchterne

Überlegung. Man muss seine Kräfte prüfen, sonst

scheitert man.

• Vers 33: Das Wort fordert die Hörer zum totalen Besitzverzicht

auf. Es beschwört damit den Idealzustand

in der christlichen Urgemeinde, der im Lukanischen

Doppelwerk oft und deutlich vor Augen geführt wird.

Verschiedene Schwerpunkte

für eine Predigt zum Text

Jesus war in seiner Zeit ein Radikaler, der Forderungen

stellte, die damals wie heute eine Zumutung für viele

waren. Wie gehen wir heute mit dieser Radikalität um?

In einer vergleichenden Betrachtung ist es möglich, die

Situation Jesu mit seinen Jüngern und unsere Situation

als Christen heute herauszuarbeiten. Mögliches Ergebnis

könnte hierbei sein: Nicht die Lebensform, sondern

die Lebenshaltung sind von Bedeutung.

Für viele Christen heute erscheint die radikale Nachfolge

bis hin zur Besitzlosigkeit als eine Provokation,

der sie nicht nachkommen wollen oder können. Um

so wichtiger ist es, ein Leben im Vertrauen auf Gott zu

führen in der Hoffnung, dass wir den richtigen Weg

finden.

Man kann auch die klaren ethischen Forderungen des

Textes in den Mittelpunkt stellen: Jüngersein bedeutet,

eigene Interessen nachrangig zu behandeln und auf Besitz

zu verzichten. Eine mögliche Weiterführung dieser

Forderungen in die Situation der heutigen Gemeinde

könnte sein:

1. In der Geschichte der Christenheit bis zum heutigen

Tag gibt es diese radikale Nachfolge nur in Einzelfällen.

Für Christen sind diese Menschen „Sondererscheinungen“,

vergleiche zum Beispiel das Leben in Klöstern

oder in Communitäten.

2. Christen, die sich im Alltag und ihren Kräften gemäß

engagieren, haben auch einen Platz in der Jüngerschaft

Jesu. Es gibt und gab schon zu Lebzeiten Jesu verschiedene

Grade der Nachfolge, vergleiche zum Beispiel

Martha und Maria, die Jüngerinnen, die mit Jesus nicht

durchs Land gezogen sind, sondern mit ihrem Bruder

Lazarus in Bethanien lebten.

Man kann auch auf das Symbolwort vom „Turm“ Bezug

nehmen und es auf die Lebensplanung von Christen

heute beziehen. Wie sieht der Turm meiner Nächstenliebe

aus? Wie will ich mit anderen Menschen umgehen?

Wie will ich mein Christsein aufbauen? Der ständige

Hintergrund dieser Planungen sollte die Gewissheit

sein, dass wir auf Gott vertrauen dürfen in allen Unwägbarkeiten

menschlichen Planens.

Das Wort vom Kreuz-Tragen ermöglicht eine differenzierte

Betrachtungsweise:

1. Speziell ist hier wohl das Kreuz-Tragen in der Nachfolge

Jesu gemeint und damit die Bereitschaft zur

radikalen Nachfolge bis in den Tod.

2. In der Auslegungsgeschichte des Kreuz-Symbols ist

es allerdings auch üblich geworden, das „Kreuz des

Alltagslebens“, also z.B. eine leidvolle Situation, hiermit

einzubeziehen und in christlicher Lebenshaltung

auf die Gnade Gottes zu vertrauen.

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 11


Predigt zu Lukas 14, 25 bis 33

Unser Predigttext hat es in sich. Halten Sie sich fest: Es

ist ein sperriger Text, der unserem Bild von Jesus so gar

nicht entspricht.

Lukas 14, 25 - 33 (Luther-Übersetzung):

(25) Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er

wandte sich um und sprach zu ihnen:

(26) Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen

Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und

dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein. (27)

Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der

kann nicht mein Jünger sein.

(28) Denn wer ist unter euch, der einen Turm bauen

will, und setzt sich nicht zuvor hin und überschlägt die

Kosten, ob er genug habe, um es auszuführen? (29) damit

nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann‘s

nicht ausführen, alle, die es sehen, anfangen, über ihn

zu spotten, (30) und sagen: Dieser Mensch hat angefangen

zu bauen und kann‘s nicht ausführen.

(31) Oder welcher König will sich auf einen Krieg einlassen

gegen einen anderen König und setzt sich nicht

zuvor hin und hält Rat, ob er mit Zehntausend dem

begegnen kann, der über ihn kommt mit Zwanzigtausend?

(32) Wenn nicht, so schickt er eine Gesandtschaft,

solange jener noch fern ist, und bittet um

Frieden. (33) So auch jeder unter euch, der sich nicht

lossagt von allem, was er hat, der kann nicht mein

Jünger sein.

Dieser Text stellt doch - zumindest auf den ersten

Blick - alles auf den Kopf, was wir von Jesus kennen:

• Wir sollen unsere ganze Familie, also unsere Allernächsten

hassen? Wir kennen doch das Gebot, dass

wir Vater und Mutter ehren sollen und unseren

Nächsten lieben wie uns selbst!

• Wir sollen das, was wir uns vornehmen, was wir bauen

wollen, z.B. einen Turm, vorher genau planen. Wie

passt das zusammen mit dem Wort Jesu: „Sehet die

Vögel auf dem Felde: Sie säen nicht, sie ernten nicht,

aber unser himmlischer Vater ernährt sie doch!“

• Ein kluger König scheut sich in den Krieg zu ziehen,

weil er nur 10 000 Soldaten hat, sein Gegner

aber doppelt so viele. Würde er denn Krieg führen

wollen, wenn das Kräfteverhältnis umgekehrt wäre?

Jesus, der „Friedefürst“ empfiehlt in diesem Fall zu

verhandeln, weil der König militärisch hoffnungslos

unterlegen ist? Was hat Jesus mit Krieg zu schaffen!

Er tritt doch, wo immer es geht, für Frieden ein!

Das waren unsere ersten Gedanken bei der Lektüre dieses

Textes. Vielleicht sind Sie nun ähnlich verunsichert,

wie wir es waren? Jesus hat immer wieder Ideale formuliert,

die uns schier unerreichbar erscheinen. Die

Feindesliebe zum Beispiel! Und doch sind solche Ziele

als Orientierung für uns wichtig. Es wäre schön, wenn

wir auf diesem Weg ein Stück weiter kämen.

„Lieben“ und „Hassen“ haben im Alt-Jüdischen - so haben

wir nachgelesen - eine andere Bedeutung als im

Deutschen: Bei uns sind beide Begriffe stark gefühlsbetont,

nicht so im biblisch-jüdischen Sinn. Da wird Liebe

eher als ein Tun verstanden: Liebe wird praktiziert, z.B.

als gute Tat. Nicht Sympathie, sondern Empathie ist gemeint.

Und wenn man analog beim „Hassen“ den Groll,

das Hass-Gefühl also, wegnimmt, bleibt eben mehr ein

Ignorieren, ein Weglassen, Verlassen, Loslassen übrig.

Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeigt Jesus,

wie man tätige Liebe üben kann: Im Gegensatz zu

den eigenen Landsleuten, die vorbeikommen, steht der

Fremde dem Ausgeraubten und Verletzten vorbildlich

zur Seite. Er denkt in diesem Moment nicht an seine

Familie und auch nicht an sich selbst, obwohl er in Lebensgefahr

schwebt, denn die Räuber könnten ihn ja

auch überfallen. Ebenso geht es einem Lebensretter: Da

ist einer in Not geraten, der ist ihm jetzt am nächsten,

er ist sein Nächster, nicht seine Familie und nicht das

eigene Leben. Er hilft einem Fremden, vielleicht sogar

einem Feind. Er nimmt den Tod in Kauf, er trägt also

sein Kreuz, wie Lukas das hier ausdrückt. Er ist in dieser

Situation, bei diesem Einsatz, ein Jünger Jesu - gegebenenfalls

bis in den Tod!

Nun folgt im Lukas-Evangelium eine Mahnung, doch

nicht zu spontan zu handeln, sondern gut überlegt.

Man sollte doch, bevor man einen Turm baut, genau

planen, ob z.B. das Fundament gut gewählt ist, die finanziellen

Mittel ausreichen. Es wäre ja schlimm, wenn

man den Bau nicht zu Ende führen könnte. Sollte man

ein geringeres Ziel anstreben oder das Fundament ver-

12 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Solch brutales Karrierestreben ist das eklatante Gegenteil

zum selbstlosen Lebensretter: Wir sollten aufhören

gewinnen zu wollen und uns stattdessen bemühen,

Partner sein zu wollen. Marshal Rosenberg, einer

der bekanntesten Mediatoren, ist bei der Lösung von

Streitigkeiten ganz konsequent für die Vermeidung von

Strategien: Wer Strategien entwickelt, denkt nur an

seinen Vorteil, sucht Winkelzüge und Fallstricke für seinen

Gegner, der eigentlich sein Partner werden sollte.

Wir sollten aufhören gewinnen zu wollen.

breitern? So geht es uns auch in unserem Betriebsalltag.

Bereits beim Berufseinstieg müssen wir überlegen,

ob unsere schulische Basis ausreicht für unser Berufsziel.

Vielleicht können wir auch noch später im Leben

ein höheres Ziel anstreben, unseren ‚beruflichen Turm‘

also aufstocken? Könnte es sein, dass Jesus möchte,

dass die, die ihm als Jünger nachfolgen wollen, diesen

Schritt möglichst genau planen?

Und dann kommt noch ein Gleichnis von einem König,

der als hoffnungslos Unterlegener in den Krieg ziehen

soll. Natürlich will er stattdessen verhandeln, Zugeständnisse

machen, z.B. Tributzahlungen, Durchgangswege

etc. Strategie und Taktik!

Das sind die Schlüsselwörter der Kriegsführung, vorausschauende

Planung und rasches, kurzfristiges Handeln

ist gefragt. In unserem Betriebsalltag ist das oft leider

nicht anders. Im schlimmsten Fall denken da sogenannte

Kollegen: Wer kann mir in meiner Karriere gefährlich

werden? Wie kann ich einen Mitarbeiter klein machen,

schlecht machen, wegloben? Andererseits: Wer

könnte mir irgendwann behilflich sein? Den könnte

ich ja protegieren! So geht gekonnte Strategie. Heinrich

von Pierer, früherer Vorsitzender der Siemens AG

hat dieses perverse Verhalten im heutigen Geschäftsleben

mit der folgenden Geschichte auf die Spitze gebracht:

Zwei Freunde wandern in den Wäldern Kanadas.

Plötzlich sehen sie einen Grizzly-Bären auf sich zukommen.

Einer der beiden holt schnell seine Laufschuhe aus

dem Rucksack. Der andere sagt: Das hilft nichts, der

ist trotzdem schneller als du. Da sagt der andere: Ich

muss nicht so schnell sein wie der Grizzly, sondern nur

schneller als du!

Noch einmal: Wir sollten aufhören, gewinnen zu wollen.

Demut wäre angesagt, wie es uns im Lukas-Evangelium,

aus dem unser Predigttext stammt, einige Seiten

weiter im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner gesagt

wird. „Herr, sei mir Sünder gnädig,“ sagt der Zöllner

und Jesus antwortet: „Ich sage euch: Dieser ging

hinab gerechtfertigt in sein Haus.“

Ja, gerade heute am „Kollektensonntag“ ist Demut angesagt,

ein Teilen mit den Ärmsten und Ausgegrenzten.

Spenden Sie heute für die Aktion „1 + 1 - Mit Arbeitslosen

teilen“! Sie helfen damit anderen Menschen in ihrer

konkreten Not und setzen gleichzeitig ein Zeichen

dafür, dass Sie sich bewusst für gerechtere und soziale

Arbeitsbedingungen einsetzen. Mit den Worten Jesu

heißt das: „Was ihr getan habt einem meiner geringsten

Brüder, das habt ihr mir getan.“

Susanne Morath, Pfrin i. Schuldienst

Helmut Wehrfritz, OStD i.R.

(Vorstellung s. S. 13)

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 13


Entwurf für Abkündigungen

zum Sonntag, den 30. Juni 2013.

5. So. n. Trinitatis

Heute ist die Kollekte für die „Aktion 1+1 – Mit Arbeitslosen

teilen“ bestimmt. Diese Aktion wurde vor fast

20 Jahren von der ELKB ins Leben gerufen, um langzeitarbeitslosen

Menschen wieder in Arbeit zu bringen.

Dabei wird jeder gespendete Euro von unserer Landeskirche

verdoppelt. Mittlerweile sind das jährlich ca. 300

Jugendliche, Frauen, Männer, Ältere, Alleinerziehende

oder Menschen mit Handicap, die davon profitieren.

Zum Beispiel Susanne B., als Jugendliche auch wegen

Drogenproblemen Schule und Ausbildung verpasst, kam

sie über ein Praktikum in einen diakonischen Betrieb,

konnte dort in einem Handwerk ihren Gesellenbrief

machen und ist aktuell in diesem Betrieb als Gesellin

und Arbeitsanleiterin für andere Jugendliche tätig.

Schon teilweise die Lehre und auch jetzt in der Übergangsphase

wird sie von „1+1“ unterstützt. Sie ist nicht

verloren gegangen, sie hat ihr Leben eingerichtet, ist

ein wertvoller Teil des Teams geworden und kann aus

eigener Erfahrung viel für die dort „gestrandeten“ Jugendlichen

in Ausbildung tun.

Mit Ihrer Spende schaffen Sie es, dass Jugendliche aus

schwierigen Verhältnissen in Ausbildung kommen, dass

Menschen, die das Tempo am 1. Arbeitsmarkt aus unterschiedlichsten

Gründen nicht mehr mithalten können,

trotzdem einen Arbeitsplatz bekommen oder dass

ältere langzeitarbeitslose Menschen noch bis zur Rente

eine sinnvolle Beschäftigung finden.

Literaturhinweise:

Soviel Du brauchst: Gute Arbeit. Sichere Rente.

Soziales Europa. Materialien für Gottesdienst und

Gemeinde zum Tag der Arbeit 2013.

Hrsg.: KDA Bund, 30 Seiten, 2013, Preis: 1,50 Euro/

Stück zzgl. Porto

Hartz-IV-Ökonomie. Wie sich eine Parallelwelt

verfestigt

Die faktenreiche Broschüre klärt auf und gibt den

Nutzern Argumentationshilfen an die Hand. Abgerundert

wird das sehr lesenswerte Werk mit Hinweisen

zu weiteren Informationen.

Hrsg.: KDA Bund, 22 Seiten, 2011, kostenfrei, zzgl. Porto

Menschenrecht auf Arbeit?

Sozialethische Perspektiven

Hrsg.: Johannes Rehm / Hans G. Ulrich, 2009,

208 Seiten, Kart.; Preis 25,00 Euro zzgl. Porto

Mediation

Konflikte kann man durch Gewalt, Macht, Geld, Recht

oder Schlichtung durch einen Dritten lösen. Seit ca.

1980 gibt es einen neuen Weg: Mediation. Die Grundidee

ist einfach. Die Konfliktparteien wenden sich freiwillig

an einen Mediator. Mit ihm sprechen sie ihre Interessenlage

durch und kommen so immer mehr wieder

miteinander ins Gespräch. Am Ende arbeiten sie selbst

an einer friedlichen, für beide zufriedenstellenden Lösung

des Konflikts. Es gibt keinen Verlierer, sondern

zwei Gewinner, die ihre gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse

schriftlich festhalten. Dieser Vertrag soll klarstellen,

unter welchen Bedingungen sich die Partner in Zukunft

vertragen wollen.

Grundsätze sind:

• Positive Einstellung der Mediatoren zu beiden

Parteien (Empathie)

• Absolute Neutralität der Mediatoren (Allparteilichkeit)

• Absolute Verschwiegenheit der Mediatoren (auch

gegenüber Vorgesetzten)

• Professionelle Hilfen durch die Mediatoren bei der

Konfliktlösung

• Bereitschaft beider Parteien zur Lösung des Konflikts

(Freiwilligkeit)

14 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


Wir beide arbeiten grundsätzlich zu zweit (Co-Mediation).

Damit wollen wir beiden Parteien in gleicher Weise gerecht

werden. Keiner soll zu kurz kommen! Fazit: Ihre

Interessen und Lösungsansätze können von zwei Mediatoren

besser wahrgenommen und vermittelt werden.

Über uns

Mein Name ist Susanne Morath. Ich bin verheiratet,

habe zwei erwachsene Kinder und erteile als Schulpfarrerin

Religionsunterricht an der Wirtschaftsschule Erlangen.

Darüber hinaus ist mir das Schulleben ganz wichtig. Seit

über zwanzig Jahren bin ich immer wieder Anlaufstelle bei

schulischen und privaten Problemen von Schülern und Eltern.

Meine Zusatzausbildung in Montessori-Pädagogik ist

mir bei meiner Arbeit hilfreich.

Ich heiße Helmut Wehrfritz, bin verheiratet und habe

drei erwachsene Kinder. Seit 1987 habe ich als Oberstudiendirektor

die Wirtschaftsschule Erlangen geleitet

und bin inzwischen im Ruhestand. Nach einer Ausbildung

zum Großhandelskaufmann studierte ich Wirtschaftswissenschaften

und Psychologie an der Universität

Erlangen-Nürnberg. Sechs Jahre lang habe ich in

analytischen und therapeutischen Selbsterfahrungsgruppen

Erkenntnisse gewonnen und meinen psychologischen

Background erweitert (Freud‘sche Schule

und Humanistische Psychologie). Als ausgebildeter

Beratungslehrer und später als Schulleiter war mir das

friedliche Miteinander von Schülern, Lehrern und Eltern

besonders wichtig.

Unser beider Anliegen war stets ein harmonisches

Schulleben. Das hat uns dazu geführt, die Ausbildung

zu Schulmediatoren beim Institut für Mediation in

Nürnberg zu absolvieren und ein Streitschlichter-Modell

für die eigene Schule zu entwickeln und zu installieren.

Anschließend haben wir bei Prof. Dr. Proksch

- damals Präsident der Evang. Fachhochschule Nürnberg

- eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung

nach den Richtlinien des Bundesverbandes Mediation in

Wirtschaft und Arbeitswelt (BMWA) und der Bundesarbeitsgemeinschaft

für Familien-Mediation (BAFM) abgeschlossen.

In den letzten Jahren haben wir vor allem in großen Industriebetrieben

Kurse zum Thema Kommunikationstraining,

aber auch Teamentwicklung, Coaching und innerbetriebliche

Mediation durchgeführt.

Außerdem sind wir Gründungsmitglieder der AG Mediation

in der Arbeitsstelle für konstruktive Konfliktbearbeitung

„kokon“ in der Evang.-luth. Kirche in Bayern.

Die AG gibt es seit 2005 unter Leitung von Frau Pfarrerin

Claudia Kuchenbauer. Im Rahmen dieser Tätigkeit

konnten wir Erfahrungen bei speziell kirchlichen Konfliktsituationen

sammeln.

Weitere Informationen über uns und unsere Arbeit finden

sie auf unserer Homepage www.mowem.de.

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 15


„Initiative - Pro Arbeit.

Öffentlich geförderte Beschäftigung“

Bei den diakonischen Trägern für arbeitsmarktpolitische

Maßnahmen, aber auch in den offenen sozialen Diensten,

wird zunehmend festgestellt, dass immer mehr

Menschen in der Langzeitarbeitslosigkeit verbleiben,

ohne Perspektive und ohne jegliche Chance auf eine

Teilhabe am Erwerbsleben. Wegen einer Vielzahl von

Vermittlungseinschränkungen bleibt ihnen der Zugang

zum Arbeitsmarkt langfristig versperrt und aufgrund

der Kürzungen in der Arbeitsmarktförderung gibt es

kaum Integrationshilfen für sie. Die Diakonie setzt sich

für diese Menschen ein und fordert über eine bundesweite

Kampagne „Initiative- Pro Arbeit“ mehr Teilhabe

durch öffentlich geförderte Beschäftigung. In Bayern

wird sie dabei von dem kirchlichen Dienst in der

Arbeitswelt (kda), dem Fachverband “Gefährdetenhilfe“

des DW Bayern und der Evangelisch-Lutherischen Kirche

unterstützt. Der Landesbischof Dr. Bedford-Strohm

hat seine Schirmherrschaft für die bayerische Kampagne

zugesagt.

Ziel der Kampagne

Durch gezielte und konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit

soll auf den Hilfebedarf von langzeitarbeitslosen

Menschen aufmerksam gemacht werden. Die neu zu

wählende Bundesregierung 2013 soll durch gesetzliche

Vorgaben mehr öffentlich geförderte Beschäftigung finanzieren,

die nach unserer Überzeugung dazu beiträgt,

die Lebensbedingungen von sozial ausgegrenzten

Menschen und deren Familien nachhaltig zu verbessern.

Die Kampagne ist auf 3 Jahre angelegt.

3 Landeskirchen, haben bereits ihre Unterstützung zugesagt,

darunter die Evangelisch-Lutherische Kirche in

Bayern. Angesprochen sind auch die anderen Wohlfahrtsverbände

und ihre Untergliederungen, sowie

kommunale Spitzenverbände.

Träger der Kampagne

Träger der Kampagne ist der evangelische Fachverband

Arbeit und Soziale Integration (EFAS), Zweigstelle Bayern.

EFAS ist Mitglied im DW der EKD, hat 110 direkte

Mitglieder und 350 mittelbare Mitglieder.

Gestaltungsansätze der Kampagne

Internetauftritt und Aktionen, Facebook Wand, Poster/

Plakate, Pressematerial, Anzeigen, Werbematerialien,

Flyer, Infobroschüren, Veranstaltungen, Mahnwachen.

Ansprechpartner im DW Bayern für die Kampagne

Projektanschrift:

EFAS, Zweigstelle Bayern, Frau Ines Nößler

Pirckheimer Str. 6; 90408 Nürnberg

Email: inoessler@efas-web.de

Mobil: 01522/6409827

www.initiative-pro-arbeit.de

Zusätzlich: Das Referat „Hilfen für Arbeitslose“

Frau Efthymia Tsakiri

Tel: 0911/9354-430/438

E-Mail: tsakiri@diakonie-bayern.de

Konzept der Kampagne

Kernpunkt der Kampagne ist die Gewinnung und Bildung

von einem breiten Bündnis von Kooperationspartnern,

die ihre Aktivitäten für eine Teilhabe am Erwerbsleben

durch öffentlich geförderte Beschäftigung im

Bündnis einbringen. Das Bündnis geht von Mitgliedern

der Evang. Fachstelle f. Arbeit u. Soziale Integration

(EFAS) aus, die bundesweit tätig sind und ist offen für

neue Partner, die im Verlauf der Kampagne dazu kommen

können.

Aktuell nehmen an der Kampagne neun Landesverbände

der Diakonie teil, sowie die Bundesdiakonie.

16 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


60 Jahre afa

Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen

in der Ev.-Luth Kirche in Bayern

60 Jahre Eintreten für eine

solidarische und gerechte Arbeitswelt

60 Jahre Eintreten für sich

und für andere

Auf Initiative des Schweinfurter Dekans Otto Ammler

wurden Anfang der 50er Jahre gezielt evangelische Arbeiter/innen

angesprochen und zu Bildungsveranstaltungen

eingeladen. Die Versammlungsorte der evangelischen

Arbeitnehmerarbeit waren weniger kirchliche

Räume, sondern Gasthäuser mitten in den Wohnvierteln

der damaligen Arbeiterstädte. 1953 kam es in

Nürnberg zur Gründungsversammlung der afa. Eine

wesentliche Rolle spielte beim Aufbau das Evangelische

Arbeiterinnenwerk Nürnberg unter seiner Leiterin

Dr. Käthe Truhel und ihre intensive Begleitung von

Menschen in der Arbeitswelt. Bis heute trägt ihr

Grundsatz, dass Einsatz für andere, für ihre Rechte und

die Verbesserung ihrer Situation, nur mit einem gut

entwickelten Selbstbewusstsein möglich sind.

Durch die arbeitsweltorientierte Bildungsarbeit der

afa in Seminaren und Abendveranstaltungen werden

viele Menschen angesprochen, die durch die klassische

Erwachsenenbildung oft nicht erreicht werden können.

Weiter ist das solidarische Eintreten - motiviert

durch das Evangelium - konkreter Auftrag der Aktionsgemeinschaft

für Arbeitnehmerfragen. Seit Bestehen

der afa gehörte die Begleitung von Menschen in Betriebskrisen

dazu; z.B. Agfa-München, Maxhütte in der

Oberpfalz, Quelle und Schlecker. „Aktion“ - Eintreten

für sich und für andere ist ohne „Gemeinschaft“ nicht

denkbar. Dazu gehört die Einbindung der afa in die Kirche

vor Ort, die ökumenische Weite und die Offenheit

für Menschen, die ein distanziertes Verhältnis zur Kirche

haben.

Die aktuelle Entwicklung in unserem Land mit völliger

Entgrenzung der Arbeitszeiten und Arbeitswelten, massiver

Zunahme von prekärer Beschäftigung mit nicht

ausreichenden Löhnen sowie die Zunahme sozialer Unsicherheiten

durch Befristungen und Abbau der Sozialstaatlichkeit

braucht weiter eintretendes und solidarisches

Handeln für Gerechtigkeit und Teilhabe, z.B.

den Einsatz für einen ausreichenden Mindestlohn in

Deutschland. Dem stellt sich die afa in enger Zusammenarbeit

mit der Ev. Luth. Landeskirche in Bayern und

ihren Organen, z.B. der Synode, mit dem DGB und seinen

Einzelgewerkschaften, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung

(KAB) und durch Mitarbeit in Netzwerken

wie der Allianz für den freien Sonntag und dem

Sozialen Netz Bayern.

Weitere Informationen unter www.afa-evangelisch.de

bzw. unter 0911/43 100 305

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 17


Nahtstelle

Kirche und

Arbeitnehmerschaft

Eine empirische Studie

zum Verhältnis von

Kirche und Arbeitnehmenden

Ergebnisse | Analysen | Impulse

Fachtagung für Pfarrerinnen und Pfarrer,

theologisch-pädagogische Mitarbeitende

sowie Interessierte aus Politik und Gesellschaft

24. / 25. Juni 2013

Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg

Weitere Informationen

www.kda-bayern.de

Ansprechpartnerin:

Andrea Markuske: Tel. 0911 / 43 100-227

Eine Tagung des kda Bayern in Kooperation mit

Amt für Gemeindedienst der Evang.-Luth Kirche

in Bayern (afg)

Evangelische Hochschule Nürnberg

Nahtstellen verbinden und trennen, werden sichtbar

durch Fugen und Kanten und sind - gut verarbeitet -

nicht voneinander zu trennen. Wie sich die Nahtstelle

zwischen Kirche und Arbeitnehmenden aktuell darstellt,

welche Trennlinien und Verbindungen vorhanden sind,

wird im Rahmen der Tagung analysiert und erörtert.

Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda) der

Evang. Luth. Kirche in Bayern präsentiert eine Studie,

die sich dem Verhältnis von Kirche und Arbeitnehmenden

widmet. Im Zentrum der Untersuchung steht

die Einbindung von Arbeitnehmenden (mit Haupt- und

Realschulabschluss sowie ohne Schulabschluss) ins

kirchliche Leben. Dazu führte der kda im Herbst 2010

Experteninterviews mit Vertreterinnen aus Kirche, Arbeitnehmerschaft,

Arbeitgeberverband und Gewerkschaften

durch. Von Sommer 2011 bis Frühjahr 2012

wurden, in Kooperation mit der Evang. Hochschule

Nürnberg, Arbeitnehmende aus Dienstleistungs- und

Industriebetrieben sowie Kirchenvorstände in Stadtund

Landgemeinden unserer Landeskirche mittels Fragebogen

befragt.

Die Ergebnisse der Studie werden im Rahmen dieser Tagung

vorgestellt, zu aktuellen praktisch-theologischen

Ansätzen in Beziehung gesetzt und mit den Tagungsteilnehmenden

diskutiert. In Workshops werden Ideen

und Wege für die Arbeit in den Kirchengemeinden vor

Ort entwickelt, die Menschen in der Arbeitswelt gerecht

werden.

18 Arbeitshilfe 2013 • Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen


AZS - gGmbH

Arbeit - Zuverdienst - Selbsthilfe

Wohnheime Frühlingsstraße

Die Firma AZS (Arbeit-Zuverdienst-Selbsthilfe gGmbH)

wurde im Jahre 2000 vom Evangelischen Frauenbund

gegründet mit dem Ziel, psychisch kranken Menschen

aus dem Stadtgebiet Fürth und Landkreis Fürth die

Möglichkeiten eines Zuverdienstes zu eröffnen. Wir

werden vom Bezirk Mittelfranken finanziell unterstützt.

Wir übernehmen einfache Montage- und Sortierarbeiten

sowie Postversände. Zurzeit sind 35 Personen

im Rahmen des Zuverdienstes beschäftigt.

Durch die Arbeit bei der AZS erhalten die psychisch

kranken Menschen eine Tagesstruktur und ihr Selbstwertgefühl

wird erhöht, was sich positiv auf den

Krankheitsverlauf auswirkt.

Leider ist unsere derzeitige Auslastung sehr

gering und wir suchen laufend weitere Arbeiten

für unsere Beschäftigten.

Für Anfragen und weitere Informationen steht Ihnen

unser Geschäftsführer Reiner Popp unter der Telefonnummer

0911/ 97 99 66 0 gerne zur Verfügung.

Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen • Arbeitshilfe 2013 19


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Der Abdruck des Spielbretts erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Schmidt-Spiele GmbH, Berlin

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Mit 1+1 zurück ins Arbeitsleben.

1+1 ist eine Aktion der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Jede Spende wird durch die Landeskirche verdoppelt.

Spendenkonto: 10 10 10 115 (EKK Kassel, BLZ 520 604 10)

Probedruck

Aktion „1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“

Gudrunstr. 33

90459 Nürnberg

aktion1plus1@kda-bay.de

www.kda-bay.de/1+1

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