für Handwerker - Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West

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für Handwerker - Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West

Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe West

Nr. // 116// 4/2012/// K 2990

Generationswechsel im Handwerk:

So klappt es mit der Betriebsübergabe // Seite 14

Herbstkonjunktur stabil auf hohem Niveau // Seite 8

Gesucht: Energieeffiziente Referenzgebäude // Seite 10


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KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Editorial

Inhalt

Inhalt

Maß halten

Geht es Ihnen auch so? Wenn es auf Weinachten

zugeht, haben die Anstrengungen des Jahres Spuren

bei mir hinterlassen. Und dann kommen auch noch

die Weihnachtstage mit all den Feiern. Da heißt es

bei mir schon perspektivisch: Damit ich mich im

neuen Jahr wieder rundum wohlfühlen kann, ist

nach den Festtagen fasten angesagt. Aber wie das so

ist mit den frommen Wünschen: Es ist gar nicht so

leicht, in turbulenten Zeiten die innere Ruhe zu

finden und Maß zu halten.

Aber nicht nur ganz persönlich fällt es manchmal schwer, Maß zu halten. Wer die

Schlagzeilen der letzten Wochen liest, spürt, dass es in der großen Welt offenbar kein

bisschen anders ist. Ein paar Beispiele: Wir haben gestaunt über die neuen Milliardenhilfen,

die der griechische Staat braucht, um wenigstens für ein paar Monate über die

Runden zu kommen. Die UN-Klimakonferenz in Katar, dem Staat mit dem weltweit

höchsten CO 2 -Ausstoß pro Kopf, hat leider einmal wieder gezeigt, wie maßlos manche

Industrie- und Schwellenländer mit den natürlichen Ressourcen umgehen. Da war bei

den USA, China und anderen offenbar kein Wille vorhanden, den Hunger auf Energie

zu zügeln. Beim ThyssenKrupp-Konzern hat es Verwerfungen gegeben, die den halben

Vorstand um seine Position gebracht haben. Die Aussicht auf unermessliche Gewinne

im boomenden brasilianischen Markt hat offenbar dazu geführt, dass einige der

Verantwortlichen das nötige Augenmaß für vernünftige Investitionen verloren haben.

Nach dem 5-Milliarden-Desaster des Konzerns in Brasilien erhalten die scheidenden

Vorstände jetzt Abfindungen von 3 bis 4 Millionen Euro. Maßlos.

Maßvoll wachsen und mit Augenmaß planen

Im Handwerk und bei vielen Mittelständlern laufen die Geschäfte besser, bei vielen

sogar sehr gut – das haben die Konjunkturumfragen der Kammern unterstrichen.

Allerdings sind die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik

eher verhalten. Wir dürfen also nicht einfach davon ausgehen, dass sich die

Sonderkonjunktur in Deutschland wie automatisch fortsetzt, während um uns herum

in Europa die Wirtschaft lahmt. Für die kommenden Monate wird es entscheidend sein,

effizient zu arbeiten und mit Augenmaß zu planen.

Maß halten mit den eigenen Kräften

Maß halten müssen wir aber auch mit unseren eigenen Kräften. Es gibt leider immer

häufiger Fälle von Selbstständigen, die genau das nicht können – auch wenn ihnen sonst

so vieles gelingt. Manche Unternehmer gehen im harten Wettbewerb über die Grenzen

ihrer Kräfte hinaus, powern sich aus, um ihrem Betrieb Chancen zu verschaffen, die

Existenz der Familie und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter abzusichern. Wenn dabei

das Maß verloren geht, kann das gefährlich sein.

Auch deshalb sind die kommenden Tage so wertvoll: Sie bieten sich an, um Kraft zu schöpfen

und sich für die Zukunft darauf zu besinnen, was wirklich wichtig und wesentlich ist, was

Erfolg verspricht und was uns und anderen guttut. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und

Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein rundum glückliches neues Jahr!

Stefan Prott

04 //Splitter

04 Weihnachtsgruß der KH-ELW

05 Schüler surfen kostenlos

06 „Business Talk“

07 KH ehrt die besten neuen Gesellen

08 //Aktuell

08 HWK-Münster: Herbst-Konjunkturumfrage//

forsa-Umfrage zum

09 „Tag des Handwerks“// Städte

bleiben bei „ELE“

10 //Neue Märkte

10 Route der Modernisierung

12 Neuer Chef der Agentur für Arbeit

13 SHK-Notruf// Qualifikation als

Europaassistent

14 //Schwerpunkt

14 Generationenwechsel im Handwerk

18 //Innungen

18 100 Jahre „Metzgerei Scharun“

19 Neue Website der Sanitär-Innung//

Projekt „eBusiness Lotse Münster“

20 //Recht

20 Freiwillige Zahlungen// Kündigung

im Urlaub

21 Neue Regelung bei „Minijobs“

22 //Marktplatz

22 Interview mit Gerhard Bülow

23 IKK: Leistungsoffensive

Sparkasse fördert Mittelstand

24 //Special: Messe „Bau 2013“

28 //Ausbildung

28 Bester Azubi der KH

29 Azubi-Bilanz //Kfz-Nachwuchs in

Marl// Herrmann-Schmidt-Preis für

Malzer

30 //Unter uns

30 Goldene Meisterbriefe für Hubert

Kausträter und Adolf Rademacher//

Neue Mitglieder

31 Friedrich Steinbock wird Ehrenobermeister//

Bunse sponsort KH

32 Ausflug der Friseurinnung//

Lehrgänge für Friseure

33 Steinmetzbetrieb Herz verleiht

Skulptur

34 //Zuletzt

34 16 Fragen an Norbert Grewer

Obermeister der Zimmerinnung

Bottrop//Impressum

3


Nachwuchs für das Handwerk begeistern

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

schon wieder geht ein Jahr zu Ende, das in der Rückbetrachtung für manch einen zu lang,

für die meisten aber sicher zu kurz gewesen ist. Es bricht die Zeit der besinnlichen Momente

und der rückblickenden Betrachtung des auslaufenden Jahres an.

Wobei die gefühlte Vorweihnachtszeit sich dank geschickten Marketings inzwischen

mit Ausnahme des 25. und 26. Dezembers auf das gesamte Jahr erstreckt.

Die Wirtschaftskrise, die schon im letzen Jahr an dieser Stelle

thematisiert wurde, beschäftigt uns immer noch. Da aber unser

Staat erstaunlicherweise im Prassen langsamerer war als das benachbarte

europäische Ausland, bewegen sich andere Länder sogar

noch schneller und eher am Rande einer Pleite als wir. Die Befürchtung,

dass sich die Folgen mittelbar auch bei uns bemerkbar machen

werden, ist aber nicht von der Hand zu weisen. Die sich erstmals auch

bei uns im Handwerk abschwächende Konjunktur gibt deswegen zumindest

Anlass zur Nachdenklichkeit.

Auch das Thema Fachkräftemangel begleitet uns erwartungsgemäß immer

noch. Allenthalben wird uns inzwischen von jedem mit dem Arbeitsmarkt

befassten Akteur die erstaunliche Neuigkeit mitgeteilt, dass kluge Unternehmer

jetzt ausbilden. Dies hat das Handwerk immer schon getan. Wenn

jetzt auch andere wach werden, ist dies zur Verbesserung der Beschäftigungsquote

bei Jugendlichen sicherlich gut – für die Qualität der Ausbildung

im Handwerk kann der Rückgang der Ausbildungsplatzbewerberzahlen

aber nur mit Sorge betrachtet werden. Gehen dem Handwerk jetzt

die Auszubildenden aus? Diese Frage kann man nur mit einem entschiedenen

JEIN beantworten. Einerseits muss sich der Handwerksunternehmer

heute mühen um Ausbildungsplatzbewerber, die den Anforderungen der

Ausbildungsinhalte eines modernen Handwerksberufes genügen, für eine

Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Solche Auszubildenden fallen

nicht mehr von den Bäumen, sie müssen mühsam heruntergeschüttelt werden.

Andererseits werden die Innungsangehörigen Betriebe bei der Suche

nach dem passenden Azubi durch die Fachverbände und die Innung unterstützt.

Wer also Praktikumsplätze anbietet, Kontakte zu Schulen und der

Kreishandwerkerschaft aufbaut und bereit ist, junge Leute für seinen Beruf

zu begeistern, wird auch zukünftig ausbildungsfähige Auszubildende für

eine Karriere im Handwerk gewinnen können.

An dieser Stelle ist ein besonderer Dank an alle ehrenamtlich tätigen

Handwerker angebracht, die durch ihr Engagement in der Berufsausbildung

und in den Prüfungsausschüssen die erfolgreiche Arbeit ihrer

Innungen und der Kreishandwerkerschaft erst möglich machen. Ohne

ihr Zutun wäre eine erfolgreiche Arbeit der Handwerksorganisationen

heute und in der Zukunft nicht denkbar. Wir freuen uns auf die weitere

Zusammenarbeit.

Für das kommende Jahr erneuern wir unseren guten Vorsatz, uns zum

Wohle des Handwerks in der Emscher-Lippe-Region einzusetzen und

Ihnen immer die Betreuung und Beratung zukommen zu lassen, die

Sie von uns kennen und schätzen. Ihnen allen, Ihren Familien und

Mitarbeitern wünschen wir, auch im Namen des Vorstandes und der

Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West, ein frohes

und gesegnetes Weihnachtsfest und einen gesunden und fröhlichen

Neubeginn des Jahres 2013.

Holger Augustin

Kreishandwerksmeister

Egbert Streich

Geschäftsführer

Die Geschäftsstellen der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West in Gelsenkirchen und Bottrop sind zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen.

Fotos: Karl F. Augustin

4 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Splitter

Kostenloser Internetzugang für Schüler: Schulleiter Georg Altenkamp (l.) und

Gelsen-Net-Geschäftsführer Thomas Dettenberg stellten den Pilotversuch vor.

Schüler Avar Yakup-Berkay will das Angebot nutzen.

Pilotprojekt:

Schüler surfen kostenlos

Für junge Menschen gehört das Internet heute zum Alltag. Auch in den

Schulen wird es im Unterricht fleißig genutzt. Jetzt können die Schüler

dreier Schulen in Gelsenkirchen sogar über Smartphones oder Notebooks

über einen im Gebäude installierten Hotspot im Internet surfen.

Es handelt sich um einen Pilotversuch mit dem Namen „mypott

hotspot“, den Thomas Dettenberg, Geschäftsführer von Gelsen-

Net, in der Gesamtschule Berger Feld vorstellte. Die Hotspots, die

in der Bibliothek oder der Cafeteria installiert sind, stellen eine drahtlose

Internetverbindung her. Sie werden im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts

zwischen der Stadt und Gelsen-Net für die Schulen

kostenlos bereitgestellt.

Während des Pilotprojektes über mehrere Monate werden die Akzeptanz

und die Reaktionen der Schüler, Lehrer und Erziehungsberechtigten

erprobt. Nach der Auswertung der gewonnenen Daten soll das

Angebot auf weitere Schulen ausgedehnt werden. „Das Angebot ist

eine Bereicherung für moderne Schulen. Wir werden das intensiv

nutzen“, ist Georg Altenkamp, Leiter der Gesamtschule Berger Feld,

sicher. Das Abrufen von Informationen im Internet mache das Lernen

schneller und effektiver. „Wir versuchen, bei den IT (Informationstechniken)

ganz vorne zu sein. In Gelsenkirchen sollen alle Schüler mit PC

und Internet super arbeiten können“, sagt Stadtrat Dr. Manfred Beck,

der fasziniert ist, was auf dem Gebiet heute möglich ist.

Damit die Schüler flott surfen können, hat Gelsen-Net in den vergangenen

zwei Jahren alle weiterführenden Schulen in Gelsenkirchen mit

moderner Glasfasertechnik und breitbandiger Internettechnik angebunden.

Um das Internet nicht nur im Unterricht und Schulverwaltungsnetz

zu nutzen, kam Gelsen-Net gemeinsam mit der Stadtverwaltung

auf die Idee, das Internet auch für Schüler und Lehrer in den

Pausen via Hotspots verfügbar zu machen. Und was sagen die Schüler?

„In den Freistunden helfen Infos aus dem Internet bei den Hausaufgaben.“

„Wörterbücher im Netz helfen mir sehr weiter.“ „Man

bekommt Antworten auf Fragen, die Lehrer nicht beantwortet haben.“

5


Splitter

Christian Gerhardt (Mitte) im Gespräch mit Frank Bodmer (l.), Leiter Aus- und Fortbildung E.ON-Kraftwerke, und Moderator Ralf Laskowski.

„Weiterbildung ist Chefsache“

Weiterbildung ist Chefsache, sagt Peter Schnepper,

Leitender Geschäftsführer der Industrie- und

Handelskammer Nord Westfalen. Dem stimmt

Christian Gerhardt, stellvertretender Obermeister

der Elektroinnung Gelsenkirchen und stellvertretender

Kreishandwerksmeister, zu.

Schnepper und Gerhardt saßen beim „Business Talk“,

zu dem die Agentur für Arbeit eingeladen hatte,

neben anderen Gästen auf dem Podium in der Hauptverwaltung

der Gelsenwasser AG in Gelsenkirchen.

Mit Blick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel

fand der „Talk“ unter dem Titel „Qualifiziert für die

Zukunft“ statt.

Vor zahlreichen Unternehmensvertretern beschrieben

Experten von Kammern, Unternehmen, Gewerkschaft

und Arbeitsagentur, welche Maßnahmen zu ergreifen

sind, um die Zukunft zu bewältigen. Für Gerhardt hat

Weiterbildung seiner Mitarbeiter einen hohen Stellenwert.

Der Inhaber eines Elektrounternehmens in Gelsenkirchen

führt mit seinen Beschäftigten Jahreszielgespräche

über Weiterbildungsmaßnahmen. „Die Schulung

wird von der Firma bezahlt“, so Gerhardt, der auch Gespräche

mit seinen Beschäftigten über Kalkulationen –

„Was muss als Gewinn übrig bleiben?“ führt. Hermann

Eiling, Geschäftsführer der Handwerkskammer Münster,

verwies auf die zahlreichen Angebote des Bildungszentrums

der Kammer.

Dass Weiterbildung und Qualifizierung immer wichtiger

werden, darüber waren sich alle Teilnehmer einig.

Dr. Christopher Schmitt, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände

Emscher-Lippe, geht davon aus, dass Weiterbildung

künftig in immer mehr Tarifverträgen verankert

werden wird. Einigkeit herrschte auch darüber, dass es

bei der Umsetzung der Weiterbildungsmaßnahmen zurzeit

noch hakt.

Bei der Diskussion über ein ernstes Thema durfte aber auch

gelacht werden. Vor der Talkrunde waren die Gäste aufgefordert

worden aufzuschreiben, welche Erwartungen sie haben.

Daraus machten die beiden Akteure der Comedy Company,

einer Improvisations-Theater-Gruppe, einen mitunter ziemlich

schrägen Dialog.

In der Außenstelle der Handwerkskammer Münster in GE-Buer,

Vom-Stein-Straße 34, werden regelmäßíg Weiterbildungsveranstaltungen

durchgeführt; Servicezeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr,

Freitag von 8 bis 14 Uhr; Tel. 0209 38077-0, Fax: 0209 380 77-99,

Email: info@hwk-muenster.de. Die zentrale Beratung des Bildungszentrums

in Münster ist erreichbar unter Tel. 0251 705-44 44.

Dort können Interessenten auch Termine zu einem persönlichen

Beratungsgespräch vereinbaren.

Fotos: VKarl-F. Augustin

6 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Splitter

Ehrung der 20 Besten

Bestenehrung in der Kreishandwerkerschaft durch Geschäftsführer Egbert

Streich (l.), Kreishandwerksmeister Holger Augustin (r.), Kreislehrlingswart

Franz Fahnenbruck (6.v.r.) und Gelsenkirchens Bürgermeister Klaus Hermandung

(Mitte).

Sie sind die Besten: 20 junge Männer und Frauen, die ihre Gesellenprüfungen

mit guten und sehr guten Noten bestanden haben,

wurden für ihre Leistungen durch die Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West geehrt.

In seinem Grußwort hob Egbert Streich, Geschäftsführer der

Kreishandwerkerschaft, das duale Ausbildungssystem hervor,

„um das uns viele Länder beneiden“. Er sei überzeugt davon, dass

in Deutschland die besten Handwerker der Welt ausgebildet werden.

Den Gesellinnen und Gesellen wünschte er für den weiteren

Lebensweg viel handwerkliches Geschick. Streich dankte den

Prüfern und Ausbildern, „denn ohne deren Engagement säßen

wir heute nicht hier“.

„Behalten Sie Ihre Ziele fest im Auge und nutzen Sie Ihr erwor -

benes Wissen“, gab Kreishandwerksmeister Holger Augustin

den Prüfungsbesten mit auf den Weg.

Er sei ein bisschen beschämt, bekannte Bürgermeister Klaus

Hermandung (Gelsenkirchen) in seinem Grußwort. „Ich habe nie

zu den Prüfungsbesten gehört und habe Hochachtung vor Ihrer

Leistung“, sagte der gelernte Jurist. Eine gute Ausbildung sei

der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und hoch qualifizierte

Handwerker würden vermehrt gebraucht. Hermandung dankte

den Unternehmen, die ausbilden, für ihr Engagement.

Kreishandwerksmeister Holger Augustin und Kreislehrlingswart

Franz Fahnenbruck zeichneten Idaia Scifo, Stephanie Kortmann,

Sandra Olejnik, Leszek Debski, Oktay Gürbüz, Tobias Richter,

Ruslan Polivka, Christoph Kuhlmann, Marvin Kleinreesink, Kevin

Wieczorek, Alexander Nagel, Vanessa Keutel, Jerome Rattay, Adra

Al-Hassan, Christian Braunst, Ulli Waltinger, Klaudia Piecha,

Marcel Schumann, Stefan Michaelis und Tobias Jamin aus.

Im Bereich der Kreishandwerkerschaft (zuständig für Gelsenkirchen,

Gladbeck und Bottrop) hatten sich 499 junge Männer und

Frauen zur Prüfung angemeldet, 484 nahmen teil, davon haben

373 (77 Prozent) bestanden. Ausgebildet wurde in 22 verschiedenen

Innungen in 18 verschiedenen Ausbildungsberufen.

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Aktuell

Stimmung hat sich weiter verbessert

Die Handwerkskonjunktur im Münsterland und in der Emscher-

Lippe-Region ist weiter stabil auf hohem Niveau. „Die Betriebe

erwarten eine konjunkturelle Beruhigung, jedoch keine Trendwende“,

betonte der Präsident der Handwerkskammer Münster,

Hans Rath, bei der Vorstellung der Herbst-Konjunkturumfrage,

an der sich 478 Betriebe beteiligten.

Über alle Branchen hinweg bezeichnen 88 Prozent der Unternehmen

ihre Geschäftslage mit „gut“ oder „befriedigend“. Das ist

der gleiche Wert wie im Herbst 2011. Dennoch hat sich die

Stimmung weiter verbessert, denn der Anteil der Unternehmen, die ihre

Geschäftslage mit „gut“ beurteilen, ist im selben Zeitraum von 39 auf

42 Prozent gestiegen.

Leichte Unterschiede gibt es weiterhin in den beiden Regionen des

Kammerbezirks. 89 Prozent der Betriebe im Münsterland und 84 Prozent

der Handwerksunternehmen in der Emscher-Lippe-Region bezeichnen

ihre wirtschaftliche Lage mit „gut“ oder „befriedigend“, vor einem Jahr

lagen diese Werte bei 90 und 83 Prozent.

Über alle Branchen hinweg erwarten 70 Prozent der Betriebe in den

nächsten Monaten eine Stabilisierung und 15 Prozent eine Verbesserung

der Geschäftslage. Mit einer Verschlechterung rechnen ebenfalls 15

Prozent. Das entspricht der Einschätzung im Herbst 2011.

Auch die Beschäftigungssituation im regionalen Handwerk ist weiterhin

gut. 23 Prozent der Betriebe haben Arbeitskräfte eingestellt. Vor

einem Jahr waren es 25 Prozent.

Erfreut zeigt sich Hauptgeschäftsführer Hermann Eiling über die

hohe Ausbildungsbereitschaft der Betriebe im Kammerbezirk, die

deutlich über dem Bundesund

Landesdurchschnitt

liege. In diesem Jahr habe

das Handwerk nicht alle

Ausbildungsplätze besetzen

können. Allein in der Lehrstellenbörse

der Handwerkskammer

würden aktuell

noch 412 Ausbildungsplätze

für 2012 angeboten. Die

Kammer werde verstärkt

auch auf Eltern und Lehrer

zugehen, um ihnen die Ausbildungs-

und Karrierewege

im Handwerk vorzustellen.

Keine Trendwende in Sicht: Hans

Rath, Präsident der Handwerkskammer

Münster.

Der Anteil der Lehrlinge

mit Abitur ist im Handwerk

des Münsterlandes und der

Emscher-Lippe-Region in

den vergangenen 10 Jahren von 6 auf 11 Prozent gestiegen. Mit

Blick auf den doppelten Abiturjahrgang sollen im nächsten Jahr

im Bereich der Kammer Münster 400 Ausbildungsplätze zusätzlich

für Abiturienten und Gymnasiasten eingeworben werden, erklärte

Eiling.

forsa-Umfrage zum „Tag des Handwerks“:

Fachleute erhalten Spitzennoten

• Über zwei Drittel der

Befragten haben mit

engagierten Hand werkern

gute Erfahrungen gemacht

• Bei vielen Tätigkeiten

packen die Deutschen

aber auch gerne selber an

• Jeder Dritte hat sich schon

einmal geärgert, keinen

Fachmann beauftragt zu

haben

Die Deutschen sind mit der Arbeit der

mehr als 5 Millionen Handwerker hierzulande

sehr zufrieden.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer

repräsentativen Umfrage mit dem Titel

„Gewusst wie – Profi beauftragen oder selber

machen“, die das Marktforschungsinstitut

forsa im Auftrag von Gelbe Seiten Marketing

durchgeführt hat.

Die Fachleute erhielten pünktlich zum „Tag

des Handwerks“ am 15. September durchweg

gute Noten – unabhängig davon, ob es um die

Reparatur des Autos, Elektro-, Sanitär- oder

Bauarbeiten geht. Besonders gelobt werden

Freundlichkeit (Note 1,9) und Erreichbarkeit

(2,1) sowie die Qualität der geleisteten Arbeit

(2,0).

Neben der Zufriedenheit mit den Handwerkern

wurde in der Befragung untersucht,

welche Arbeiten die Deutschen lieber selber

erledigen und wofür sie sich fachmännische

Hilfe holen. Außerdem analysierte forsa, wie

die Suche nach einem Handwerker konkret

abläuft und welche Kriterien bei der Auswahl

eines geeigneten Kandidaten entscheidend

sind.

Fotos: Handwerkskammer, H.D. Volz/pixelio.de

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KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Drei Städte setzen

auf die ELE

Erleichterung hat beim heimischen Handwerk die

Entscheidungen der Städte Gelsenkirchen, Bottrop

und Gladbeck ausgelöst, auch künftig die ELE Emscher

Lippe Energie GmbH mit der Energiegrundversorgung

der drei Städte zu beauftragen. Der bisherige Vertrag

läuft am 30. Juni 2013 aus.

Als letzte Stadt hatte sich Gelsenkirchen nach gut zweijähriger

Vorbereitung für die Vertragsverlängerung

entschieden. „Damit kann die gute Zusammenarbeit

mit der ELE fortgesetzt werden“, freut sich Hans-Jürgen Muß,

Obermeister der Elektroinnung für Gelsenkirchen. Schon seit

Jahren gibt es in den drei Städten die Elektrogemeinschaft, die

Handwerk, Handel, Industrie und Elektrizitätsversorgung in

partnerschaftlicher Zusammenarbeit verbindet. Darüber hinaus

hatten Kreishandwerkerschaft und ELE erst kürzlich –

wie in der letzten Ausgabe der KH aktuell berichtet – eine

Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die Innungsmitgliedern

verbesserte Konditionen beim Bezug von Strom und Gas

einräumt.

Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck verlängern

ihren Vertrag mit der ELE Emscher Lippe Energie.

Allerdings gibt es auch Änderungen: Zum 1. Januar 2013

werden bei der ELE Netz und Vertrieb getrennt, so dass im

Rahmen der Elektrogemeinschaft das Handwerk künftig zwei

Partner hat: Christian Kypar und Wolfgang-Boris Pateisky.

Städte stocken ihre Anteile an der ELE auf

Darüber hinaus werden die drei Städte ihre Geschäftsanteile

an der ELE auf jeweils 16,6 Prozent erhöhen. Die Aufstockung

kostet jede Stadt ca. 25 Millionen Euro. Die drei Städte werden

dann zusammen 49,9 Prozent halten; Mehrheitseigner

bleibt die RWE Deutschland AG, Firmensitz die Stadt

Gelsenkirchen.

Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat zudem dem Erwerb eines

Ein-Prozent-Anteils an der ELE-GEW Photovoltaikgesellschaft

mbH (EGP; sie betreibt die Anlage auf dem Großmarkt)

durch die stadteigene Gesellschaft für Energie und

Wirtschaft (GEW) und der Umfirmierung der EGP sowie der

Erweiterung und Öffnung des Unternehmenszwecks grundsätzlich

zugestimmt. Dadurch kann die Stadt Gelsenkirchen

eigene regionale und überregionale Geschäftsaktivitäten im

Bereich erneuerbarer Energien entfalten.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski:

„Oberste Priorität hatte für die Verwaltung immer, dass

wir für die kommenden Jahre eine sichere und bezahlbare

Versorgung mit Strom und Gas für die Stadt Gelsenkirchen

gewährleisten.“

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Neue Märkte

Handwerker und energieeffiziente

Referenzgebäude gesucht!

Die regionale Wirtschaftsförderung WiN Emscher-Lippe ruft zusammen

mit der Initiative „Besser Wohnen in der Emscher-Lippe-

Region“ die „Route der Modernisierung“ ins Leben. Eine Datenbank

mit Best-Practice-Beispielen soll energiesparendes Bauen

und Sanieren sichtbar machen und zum Nachahmen animieren.

Handwerker und Bauherren sind aufgerufen, sich einzutragen.

„Die WiN Emscher-Lippe GmbH (WiN) möchte die regionale Wertschöpfung

in der Bau- und Sanierungsbranche durch den Aufbau eines

Internetportals Bauen und Sanieren stärken“, so Georg Fischer von der

WiN. Die Gesellschaft suche energetisch vorbildlich sanierte und gebaute

Objekte in der Emscher-Lippe-Region sowie die Akteure, die

die Sanierung oder den Bau geplant, ausgeführt und ermöglicht haben.

In einem zweiten Schritt werde eine unabhängige Jury die vorbildlichsten

Objekte küren, die dann als Highlights der Region in eine „Route

der Modernisierung“ aufgenommen und entsprechend öffentlichkeitswirksam

vermarktet würden, so Fischer. „Nachahmen ausdrücklich

erwünscht!“

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Die „Route der Modernisierung“ ist Teil des Programms „Besser

Wohnen in der Emscher-Lippe-Region“, das damit weiter ausgebaut

wird. Ins Leben gerufen wurde es bereits Ende 2006 von der Handwerkskammer

Münster zusammen mit den Kreishandwerkerschaften

Emscher-Lippe-West und Recklinghausen, den kreisfreien Städten

Gelsenkirchen und Bottrop sowie den Kommunen des Kreises

Recklinghausen.

Ziel war es, Fragen der energetischen Sanierung mit Themen wie

Barrierefreiheit oder Einbruchsicherheit zusammenzubringen und

somit eine „ganzheitliche Sichtweise“ einzunehmen, erläutert Thomas

Harten, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung bei der Handwerkskammer

Münster.

Durch verschiedene

Nachahmen

ausdrücklich

erwünscht!

Tools, wie Website,

Datenbanken, Infobroschüren

und einzelne

Aktionen sollte der

Austausch aller Akteure

auf regionaler Ebene ermöglicht werden. So gab es etwa eine Kampagne

zum Thema Einbruchsicherung zusammen mit Versicherten, die

nach Umsetzung entsprechender Baumaßnahmen vergünstigte

Tarife anboten.

Eisblock in der Holzhütte

Für eine andere Aktion wurde im Sommer ein Eisblock in der Gelsenkirchener

Innenstadt in eine energetisch sanierte Holzhütte geschlossen.

Bürger konnten Wetten darauf abschließen, wie lange der Eisblock

der Wärme standhalten würde.

Foto: Klaus-Uwe Gerhard / Pixelio.de

10 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Neue Märkte

Initiative „Besser Wohnen

in der Emscher-Lippe-

Region“: Best-Practice-

Beispiele sollen energiesparendes

Bauen und

Sanieren sichtbar machen.

Alle Anstrengungen zielten darauf, Bevölkerung und Handwerk

für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen,

so Thomas Harten. Und er verrät auch gleich, welche das

sind: „Die Energiewende und der demografische Wandel sind

die beiden großen Themen, die auch für das Handwerk sehr

anspruchsvoll sind.“ Ab 2021 wird der Niedrigenergiehaus-

Standard verpflichtend für Neubauten – für öffentliche

Gebäude sogar bereits 2018. „Bis dahin ist noch viel Handlungsbedarf.“

Noch größer sei dieser allerdings beim Thema

barrierefreies Bauen: Erst ein Prozent der Bausubstanz ist

barrierefrei.

Best-Practice-Transfer

Die „Route der Modernsisierung“ ist nun ein weiterer Mosaikstein,

um diese Herausforderungen zu stemmen. Zur Erfassung

der in Frage kommenden Objekte und Akteure bittet die

WiN Unternehmen, insbesondere Handwerker der Emscher-

Lippe-Region, um ihre Unterstützung: Im regionalen Energieatlas

können sich Handwerker und weitere Akteure mit

ihren Referenzgebäuden unter www.energieatlas.org online

eintragen (rechts in der Menüleiste unter „Jetzt eintragen“).

Mögliche Bauherren und Sanierungswillige finden dort zukünftig

in ihrer unmittelbaren Umgebung energetisch gebaute

oder sanierte Objekte und erfahren zugleich, welche Handwerker

die entsprechenden Gewerke ausgeführt haben,

wer beratend zur Seite gestanden hat und viele weitere

Details, wie Kosten und Energieeinsparungen. Durch

einen „Best-Practice-Transfer“ soll so die regionale

Wertschöpfung gefördert werden.

Im regionalen Energieatlas können Handwerker

ihre Referenzgebäude online eintragen.

WiN Emscher-Lippe

Georg Fischer, Tel.: 02366 1098-18

E-Mail: georg.fischer@emscher-lippe.de

11


Neue Märkte

Karl Tymister, neuer Chef der Agentur für Arbeit.

„Ich will länger bleiben“

„Ich will länger bleiben“, sagt Karl Tymister, neuer Chef

der Agentur für Arbeit in Gelsenkirchen, die auch für

Bottrop zuständig ist. „Mindestens fünf Jahre.“ Seine

letzten beiden Vorgänger Luidger Wolterhoff und Ingo

Zielonkowsky hatten nur ein relativ kurzes „Gastspiel“

auf dem Chefsessel gegeben.

Wegen des neuen Zuschnitts der Agentur – Gladbeck

wurde abgetrennt und gehört jetzt zur Agentur in

Recklinghausen – musste Luidger Wolterhoff zur

Bochumer Agentur wechseln. „Ich habe mich beruflich und

privat auf einen längeren Zeitraum eingestellt“, sagt Karl

T ymister, der zuvor Geschäftsführer operativ und stellvertretender

Leiter der Agentur für Arbeit in Köln war.

Der 45-Jährige, der offiziell seinen Dienst am 1. November

antrat, aber zuvor schon einen Monat von seinem Vorgänger

Luidger Wolterhoff eingearbeitet worden war, steht vor einer

„interessanten Aufgabe“: „Gelsenkirchen ist unter den Arbeitsagenturen

nur schwer zu toppen.“ Er kennt die Agentur in

Gelsenkirchen ist unter

den Arbeitsagenturen

nur schwer zu toppen

Gelsenkirchen schon aus seiner früheren Tätigkeit

als Agenturberater innerhalb der Regionaldirektion

NRW.

In den wenigen Wochen hat er bereits gelernt,

wie groß die Probleme am Standort sind – viele

Langzeitarbeitslose und Hartz-IV-Empfänger –,

aber auch von interessanten Projekten erfahren.

Man müsse den Menschen Mut machen, die

Vorzüge der Region nach innen und außen zu

betonen. Er will die bestehenden Probleme angehen

und die gute Zusammenarbeit mit z.B.

Stadt, IHK, Handwerk und Unternehmern

fortsetzen. Ziel ist natürlich der Abbau der

immer noch zu hohen Arbeitslosigkeit und die

Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze.

Karl Tymister, gebürtiger Aachener, wuchs bei

Hamburg auf, hat in Göttingen studiert – Abschluss

als Diplom-Kaufmann – und war vor

seinem Eintritt in die Arbeitsagentur Anfang

2003 als Unternehmer und in einer Unternehmensberatung

tätig. Er kennt also beide Seiten

des Schreibtisches recht gut.

Der Agenturchef lebt mit Frau und Tochter

(20 Monate) in Hilden.

Fotos: Karl F. Augustin

12 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Neue Märkte

Elektro- und

SHK-Notruf

Bei Stromausfall oder Wasserschaden

erhalten Sie in dringenden Fällen

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Sanitär-Notdienst 0209-9708182

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Leistungsstarke Auszubildende

im Handwerk können

schon während der Lehrzeit

internationale Kompetenzen

erwerben und dadurch ihre

späteren beruflichen Chancen

verbessern. Darauf macht die

Handwerkskammer Münster

aufmerksam. Zehn Berufskollegs

im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region

bieten die

Zusatzqualifikation „Europaassistent

(HWK)“ an. Die nächsten

Kurse starten im Februar 2013

u.a. in Münster, Recklinghausen

und Gladbeck. Die Kontaktstelle

Ausland der Handwerkskammer

ist beim Finden eines Praktikumsplatzes

bei einem ausländischen

Handwerksbetrieb behilflich und

gibt Informationen.

HWK-Münster

Karin Münstermann

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13


Schwerpunkt

Generationswechsel im

Handwerk: So klappt es

mit der Betriebsübergabe


Schwerpunkt

Die Betriebsübergabe spielt im Handwerk eine wichtige Rolle und stellt

Unternehmer häufig vor eine große wirtschaftliche und emotionale

Herausforderung: Die rechtzeitige Vorbereitung des Betriebes auf den

Generationswechsel, die Sicherung der Altersvorsorge und die Suche

nach einem geeigneten Nachfolger stellen hierbei wesentliche Aspekte

dar, die es zu bedenken gilt. Doch selbst wenn die finanzielle Zukunft

des Betriebes frühzeitig geklärt und ein qualifizierter Nachfolger rechtzeitig

gefunden wird, kostet es viele Unternehmer Überwindung, den

eigenen Betrieb abzugeben. Umso schöner ist es dann, wenn das Unternehmen

an die eigenen Kinder übergeben werden kann – allerdings

finden immer weniger Betriebsübergaben familienintern statt.

Die Strukturen vieler Handwerksbetriebe

sind in den Jahren gemeinsam mit

dem Unternehmensgründer gewachsen.

Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein,

die Übergabe des Betriebes selbst dann nicht

allzu rasch zu vollziehen, wenn die wirtschaftliche

Zukunft des Unternehmens gesichert ist.

So ist es beispielsweise möglich, dass ein

Nachfolger im Rahmen einer längeren

Übergabephase noch für einen gewissen

Zeitraum Seite an Seite mit dem Alt-Inhaber

im Betrieb tätig ist, um die Arbeitsabläufe

und internen Strukturen besser kennenzulernen.

Voraussetzung dafür ist allerdings,

dass Alt- und Neuunternehmer sich auch

auf menschlicher Ebene verstehen – doch

nicht immer ist dies der Fall, und nicht immer

ist der sympathischste Anwärter für die

Nachfolge gleichzeitig auch der am besten

qualifizierte Kandidat. Viele Handwerksunternehmer

wünschen sich daher eine Betriebsübergabe

an die eigenen Kinder. Doch die

Zeiten, in denen der Nachwuchs aus einer

Quelle: Studie „Der

Generationenwechsel

im Mittelstand

vor dem Hintergrund

des demografischen

Wandels“;

Institut für Mittelstand

und Handwerk,

Universität

Göttingen

familienintern

41,2%

Mutter/Vater

33,7%

andere Verwandte

7,5%

inneren Verpflichtung heraus wie selbstverständlich

den elterlichen Betrieb übernahm

und damit auch die Versorgung der Altunternehmer

sicherte, sind längst vorbei.

Weniger als die Hälfte aller

Betriebsübergaben finden familienintern

statt – Tendenz sinkend

In einer aktuellen Studie, die vom Volkswirtschaftlichen

Institut für Mittelstand und

Handwerk an der Universität Göttingen

durchgeführt wurde, wurde die Entwicklung

des Existenzgründungs- und Nachfolgegeschehens

im Mittelstand und im Handwerk

untersucht und eine Prognose bis zum Jahr

2020 erstellt. Laut den Studienergebnissen

überwiegen die familienexternen Übernahmen

im Handwerk zurzeit mit einem Anteil

von etwa 59 Prozent. Auch für die „vielerorts

formulierte These, der Anteil familieninterner

Nachfolgelösungen sei im Zeitablauf spürbar

zurückgegangen“, lägen im Handwerk belastbare

Hinweise vor.

Übernahmen

familienextern

58,8%

Fremder, über sonstiges

28,8%

ehemaliger Chef

23,0%

Fremder, über Betriebsbörse

7,0%

Sieben Fragen für

eine erfolgreiche

Betriebsübergabe

• Generationswechsel:

Wer ist der geeignete Nachfolger?

• Die Form der Betriebsübergabe:

Erbfolge, Schenkung, Verkauf oder

Beteiligung?

• Mit welchem attraktiven Zukunftsbild

wollen die Nachfolger das

Unternehmen weiterführen?

• Wie muss sich das Unternehmen

aufstellen, um den Herausforderungen

der Zukunft gerecht zu werden?

• Die wirtschaftliche Bewertung

des Handwerksbetriebs: Wie wird

ein geeigneter Kaufpreis für den

Betrieb festgelegt?

• Die Gestaltung der eigenen Altersversorgung:

Welche Mittel für die

Lebensführung im Alter werden

benötigt?

• Die Bewältigung des Rückzugs

aus der Firma: Wie schaffen Alt-

Unternehmer den Absprung aus

der Berufstätigkeit?

Tipp: Unternehmer, die vor dem

Generationswechsel stehen oder eine

Betriebsübergabe planen, sollten sich

schon frühzeitig externen Rat von Experten

einholen: Die Handwerkskammern,

Institutionen wie das Generationenkolleg

„Alt und Jung im Handwerk“

oder die Unternehmensnachfolgebörse

des Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie bieten entsprechende

Hilfestellung an.

Weitere Informationen

finden Sie unter:

www.hwk-muenster.de

www.generationenkolleg.de

www.nexxt.org

15


4 Vorteile – 4 Voraussetzungen

für eine erfolgreiche Nachfolge

Vorteil: Umsatz vom ersten Tag an

Voraussetzung: Management Know-How

Die Fragen im Vorfeld: Verfügen Sie über alle notwendigen

staatlichen bzw. kammerrechtlichen Voraussetzungen /Genehmigungen,

die für Ihre berufliche Selbständigkeit und Betriebsführung

erforderlich sind? Besitzen Sie Praxiserfahrung in

punkto Betriebsorganisation, Controlling, Buchhaltung und

Marktanalyse? Können Sie betriebliche Abläufe schnell erfassen

und angemessen reagieren?

Was also, wenn die beruflichen Interessen des Nachwuchses ganz

woanders liegen oder die erforderlichen Qualifikationen nicht

vorhanden sind? Dann muss meist ein Außenstehender oder ein

Mitarbeiter für die Nachfolge gefunden werden, sonst droht die

Schließung des Unternehmens. Doch bei dieser Suche gibt es viele

Fragen zu beantworten und Herausforderungen zu bewältigen.

Die Vorteile der Betriebsübernahme:

Unternehmensnachfolge versus Neugründung

Gerade kleineren Handwerkbetrieben droht mit dem Renteneintritt

des Inhabers die Schließung oder der Verkauf an ein

größeres Unternehmen, wenn es an interessierten oder geeigneten

Nachfolgern (aus der Familie) mangelt.

Vorteil: Ein Kundenstamm ist bereits vorhanden

Voraussetzung: Kontaktfreude und

Verhandlungserfahrung

Die Fragen im Vorfeld: Können Sie Kunden von Ihren unternehmerischen

Fähigkeiten überzeugen? Können Sie neue Geschäftsverbindungen

aufbauen? Besitzen Sie Verhandlungsgeschick?

Sind Sie mit der Ausgestaltung von Verträgen vertraut?

Vorteil: Dienstleistungen sind auf dem Markt eingeführt

Voraussetzung: Kenntnis über Erstellung

des Angebots, Ideen zur Angebotsentwicklung

Die Fragen im Vorfeld: Kennen Sie die Anforderungen? Kennen

Sie die Einsatzbereiche und Kundensegmente? Haben Sie Ideen

zur Optimierung, Erweiterung oder Ergänzung des bestehenden

Angebots?

Vorteil: Eingearbeitetes Personal ist vorhanden

Voraussetzung: Führungserfahrung, Überzeugungskraft,

Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit

Die Fragen im Vorfeld: Haben Sie ausreichend Führungserfahrung?

Sind Sie mit Personalverwaltung und Führungsstrukturen

vertraut? Können Sie das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen?

Können Sie zuhören und auf Ihren Gesprächspartner reagieren?

Können Sie Konflikte ansprechen und austragen?

Tipp: Empfehlenswert sind Seminare und Schulungen

für Existenzgründer der Handwerkskammern sowie von

Unternehmens- und Personalberatern. Ergänzend dazu

bietet sich auch der Besuch von Gründermessen mit

breitem Seminarangebot an.

Quelle: Unternehmensnachfolgebörse des Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie www.nexxt-change.org

Innenausbau Binder GmbH –

schon bald in der dritten Generation

Tischlermeister Helmut Binder aus Bottrop-Kirchellen hat

den Betrieb 1989 von seinem Vater übernommen – und

jetzt steht mit seinem Sohn und seiner Tochter auch die

nächste Generation schon in den Startlöchern.

Ich freue mich darüber, dass unser Familienbetrieb, in dem

auch noch meine Frau arbeitet, auch wirklich in der Familie

bleibt. Auch die Lehre hat die Tochter des Unternehmers –

unter anderem im elterlichen Betrieb gemacht – und Sie

war es auch, die wenig später ihren kleineren Bruder einwies.

„Natürlich gibt es einige juristische und steuerrechtliche

Dinge, die vor einer Übergabe geregelt werden müssen,

aber das bekommen wir sicher in den nächsten Jahren hin.

16 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012

Foto: Ulla Emig


Schwerpunkt

Trotz Vorgänger-Vorbild im Kopf

– Vollgas von Anfang an

Auch wenn der Einstieg in ein bestehendes

Unternehmen eine gute Alternative zur

Neugründung sein kann, stellt er einen Nachfolgeunternehmer

vor zahlreiche Herausforderungen.

Dabei ist es ganz gleich, ob der Generationswechsel

familienintern oder -extern

erfolgt. So muss derjenige, der die Nachfolge

antritt, auf den bestehenden Betriebsvorgaben

aufbauen, sich in eine – unter Umständen lang

gepflegte – Unternehmensstruktur einfügen,

sein unternehmerisches Können vom Anfang

an unter Beweis stellen und den Betrieb gleichzeitig

auf Veränderungen vorbereiten, um

den wachsenden Herausforderungen in der

Zukunft gerecht zu werden.

Bekannt, bewährt, bewandert –

Vorteile & Verantwortung der Nachfolge

Doch die Übernahme eines Unternehmens

bringt gegenüber einer Neugründung auch

einige Vorteile mit sich, da das Unternehmen

oftmals seit Jahren auf dem Markt etabliert

ist und Beziehungen zu Kunden schon lange

bestehen. Hinzu kommt, dass auch die Mitar­

beiter zu einem eingespielten Team zusammengewachsen

sind und der Neuunternehmer von

ihren Erfahrungen und denen seines Vorgängers

profitieren kann. Um die Vorteile, die eine

Nachfolge gegenüber einer Neugründung besitzt,

optimal nutzen und ausbauen zu können,

muss ein Nachfolger jedoch bestimmte Voraussetzungen

besitzen. Das Bundesministerium für

Wirtschaft und Technologie bietet hierzu einen

ausführlichen „Nachfolger-Check“ – KH

AKTUELL hat die wichtigsten Punkte für

Sie im Überblick zusammengestellt (S. 20).

Julia Müller

Kompakt, aber nicht klein zu kriegen.

Der neue Citan.

Mit kompromissloser Mercedes-Benz Qualität.

Hauptsächlich macht es mir viel Freude zu

sehen, wie fleißig meine Kinder hier im Betrieb

arbeiten, und dass Sie in meine Fußstapfen

treten wollen“, sagt Tischlermeister Helmut

Binder.

Ein robuster Mitarbeiter, auf den

Verlass ist: Mit seiner hohen Qualität

in Material und Verarbeitung, sowie

24-Stunden-Service ist der Citan 1

allen Anforderungen gewachsen, die

der turbulente Joballtag mit sich bringt.

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Es macht mich stolz

zu sehen, dass meine

Kinder sich mit soviel

Ehrgeiz und Elan in die

Arbeit hängen

Helmut Binder

Tischlermeister

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1

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4,7–4,3. CO 2

-Emissionen (g/km): kombiniert 123–112 g/km. Energieeffizienzklasse F–A.

Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen

allein Vergleichszwecken zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen. 2 Kaufpreis ab Werk 15.395,00 €, Leasing-Sonderzahlung

3.338,59 €, Laufzeit 48 Monate, Gesamtlaufleistung 60.000 km. Ein Leasingbeispiel der Mercedes-Benz

Leasing GmbH. Alle genannten Preise verstehen sich zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer, sofern die Beträge umsatzsteuerpflichtig

sind. Abb. enthält Sonderausstattung.

17


Innungen

Ulrich Scharun (r.), seine Ehefrau

Yvonne (l.), seine Mutter Margret und

sein Bruder Burkhard bekamen von

ihrem Nachbarn Matthias Bleil eine

besondere Geburtstagstorte.

Klasse statt Masse – 100 Jahre Metzgerei Scharun

Als bei der Abkürzung „Bio“ den meisten

Leuten noch die TV-Größe Alfred Biolek

einfiel, da hatte die Metzgerei Scharun schon

auf Bio-Fleisch gesetzt, also auf tierische

Erzeugnisse aus artgerechter Haltung.

Jetzt blickte der Familienbetrieb, der vor

20 Jahren als erste Metzgerei im Emscher-

Lippe-Raum auf Bio-Fleisch umstellte,

auf das 100-jährige Bestehen zurück.

Den Namen Scharun kenne in Bottrop

fast jeder, sagte Oberbürgermeister

Bernd Tischler in seiner Laudatio.

Die Umstellung auf Bio-Fleisch sei eine „gute

und weitsichtige Entscheidung“ gewesen.

Erfolg müsse immer wieder neu erarbeitet

werden. Allerdings seien die teureren Bio­

Produkte kein Selbstläufer. Klasse statt Masse

– dafür stehe Scharun, die Qualität der Produkte

sei weit über Bottrop hinaus bekannt

und gefragt.

Gefeiert wurde das seltene Jubiläum nicht in

einem Restaurant oder in einer Halle, sondern

im Stammgeschäft an der Poststraße in der

Innenstadt von Bottrop. „Hier können unsere

Gäste unsere köstliche Ware in authentischer

Umgebung sehen und auch probieren“, sagte

Ulrich Scharun, der mit seinem Bruder Burkhard

nach dem Tod des Vaters Geschäftsführer

der Firma ist, die noch eine Filiale in

Kirchhellen betreibt. Gegründet wurde die

Firma vor 100 Jahren von Gustav Scharun in

Halberstadt im Harz. Nach dem Zweiten

Weltkrieg zogen die Scharuns von der DDR

ins Ruhrgebiet und begannen in Bottrop neu.

Nach mehreren Stationen befindet sich das

Hauptgeschäft nun an der Poststraße. Willi

und Margret Scharun verstanden es, das

Geschäft auszubauen, den Kundenkreis zu

erweitern und früh die Weichen für die

Zukunft zu stellen.

Dass das Handwerk

Zukunft hat, beweist

dieser Betrieb

Willi Scharun starb 2010, während der Jubiläumsfeier

wurde freilich ständig an ihn erinnert.

Er sei außerordentlich engagiert gewesen

und habe sich um das Handwerk verdient gemacht,

sagte Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer

Münster, der ein enger Freund

der Familie ist. „Dass das Handwerk Zukunft

hat, beweist dieser Betrieb“, sagte Rath und

fügte – in Anlehnung an die derzeitige Werbekampagne

des Handwerks – an die Brüder

Burkhard und Ulrich Scharun gewandt hinzu:

„Ihr seid Meister, und ihr könnt es!“ Er

appellierte an die Brüder, auch beim Ehrenamt

in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten,

der Vizepräsident der Handwerkskammer

Münster war. Als Geschenk hatte Rath einen

Domstein aus Münster mitgebracht, der einen

Ehrenplatz in der Metzgerei bekommen wird.

Thomas Thönes, Geschäftsführer von Thönes

Naturverbund, über den die Metzgerei Scharun

ihr Fleisch bezieht, gab den Gästen ein

kleines Rätsel auf: „Was haben Brandt,

Ritter und Scharun gemeinsam?“ Antwort:

„Alle drei Unternehmen sind 100 Jahre alt,

erfolgreich und werden als Familienbetrieb

geführt.“ Zuversicht, Weitsicht und Risikofreude

zeichnen die Firma Scharun aus,

deren Inhaber immer offen für Veränderungen

seien, so Thomas Thönes. Burkhard Scharun

gehörte übrigens vor 20 Jahren zu den Gründungsmitgliedern

des Naturverbundes, der

eine ökosoziale Land- und Fleischwirtschaft

betreibt und von sich sagt, dass er „ein David

unter den fleischerzeugenden Goliaths dieser

Welt ist und bleibt“. Dass ein Fleisch produziert

wird, das einfach besser schmeckt, davon

konnten sich die Gäste ausgiebig überzeugen.

Fotos: Karl-F. Augustin

18 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Innungen

www.shk-innungbottrop-gladbeck.de

Sanitär-Innung mit neuer Seite präsent

Die Innung für Sanitär, Heizung, Klima Bottrop/Gladbeck ist im

Internet mit einem neu gestalteten, informativen Auftritt präsent.

Nutzer – sowohl Kunden als auch Handwerker – können sich über die

Innung, deren Aufgaben und das breite Angebotsspektrum der Mitgliedsbetriebe

informieren. Hilfreich für die Kunden, die außerhalb der

Geschäftszeiten einen Handwerker benötigen, ist die aufgelistete Notfallnummer

0209 97 08 182. In der Rubrik Handwerkersuche können sich

Kunden den in ihrer Nähe liegenden Betrieb aussuchen und sie erfahren,

welche Fördermöglichkeiten „Vater Staat“ z.B. bei der Anschaffung einer

neuen Heizung bietet. Schulabgänger, die einen Praktikumsplatz oder eine

Ausbildungsstelle suchen, finden entsprechende Informationen.

„eBusiness“ für Handwerker

Die Handwerkskammer Münster führt ihre Beratung kleiner und

mittlerer Unternehmen zum elektronischen Geschäftsverkehr in

den nächsten drei Jahren fort. Prof. Dr. Wolfgang Hufnagel, Leiter

des Handwerkskammer Bildungszentrums (HBZ), startete am Tag

des Internets der Kammer das Projekt „eBusiness-Lotse Münster“.

Darin gibt die Handwerkskammer im Rahmen des eKompetenz-

Netzwerks für Unternehmen Hilfestellung zur Entwicklung und zum

Einsatz von Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Der „eBusiness-Lotse“ führt die Arbeit des Münsterländer Kompetenzzentrums

für den elektronischen Geschäftsverkehr (MÜKE)

fort und wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Am Tag des Internets informierten sich rund 150 Teilnehmer aus dem

Handwerk über Marketing, Sicherheit und Recht im Internet und die

sozialen Medien. Handwerker müssen nicht auf allen Internetplattformen

präsent sein. „Wichtig ist, dass der Betrieb über die großen Suchmaschinen

leicht auffindbar ist,“ empfieht die Autorin und Social­ Media-

Expertin Nicole Simon. Ihr Tipp: „Stellen Sie einen gut gemachten Film

über Ihre eigenen besonderen Leistungen ins Internet.“

Rechtliche Fallstricke im Netz standen ebenfalls auf der Tagesordnung.

Matthias Försterling und Julian Fischer vom Institut für Informations-,

Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster raten,

insbesondere bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und

dem Impressum sämtliche Pflichtangaben und bei der Nutzung von

Informationen aus dem Internet das Urheberrecht zu beachten.

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19


Recht

Freiwillige Zahlungen: Ein komplexes Thema

Wer als Arbeitgeber ein Weihnachtsgeld

einfach nur zahlt, ohne (Tarif-)vertraglich

dazu verpflichtet zu sein, erklärt nicht,

dass er es auch zukünftig zahlen will.

Aber die wiederholte Erbringung einer

nicht geschuldeten Leistung macht diese –

zumindest im Arbeitsverhältnis – zu einer

künftig geschuldeten Leistung.

Ein komplexes Thema, zumal das Bundesarbeitsgericht

in einem Urteil vom

14. September 2011 (Az. 10 AZR

526/10) entschieden hat, dass ein vertraglicher

Freiwilligkeitsvorbehalt, der alle zukünftigen

Leistungen unabhängig von ihrer Art und ihrem

Entstehungsgrund erfasst, ebenfalls unwirksam

ist. Will der Arbeitgeber an seiner

Privatautonomie durch einen generellen Freiwilligkeitsvorbehalt

festhalten so ist dieser so

zu formulieren, dass er keine laufenden Leistungen

erfasst, sondern lediglich Sonderzahlungen,

und das Individualabreden vom Freiwilligkeitsvorbehalt

unberührt bleiben. Die

Literatur hat hierzu einen Formulierungsvorschlag

entwickelt mit dem der Arbeitgeber

„sein Glück versuchen möge“:

„Sofern der Arbeitgeber – zusätzlich zum

laufenden Entgelt – nicht zuvor vertraglich

vereinbarte Sonderzahlungen erbringt,

erfolgt dies freiwillig mit der Maßgabe, dass

auch bei wiederholter Zahlung ein Anspruch

des Arbeitnehmers nur auf die jeweils erhaltenen,

nicht aber auf weitere Leistungen in

der Zukunft entsteht. Das gilt nicht für

Sonderzahlungen, die auf einer individuellen

Vertragsabrede mit dem Arbeitnehmer

beruhen.“

Sicher verhindern kann der Arbeitgeber die

Entstehung einer betrieblichen Übung nach

der derzeitigen Rechtsprechung wohl nur,

wenn er in ständiger Wiederholung jeweils

bei der Erbringung der Leistung erklärt, mit

der Leistungserbringung keinen Anspruch für

die Zukunft begründen zu wollen.

Solange die Arbeitsgerichtsbarkeit hier nicht

zu einer nachvollziehbaren Rechtsprechung

zurückkehrt kann zur Vereinbarung eines

Freiwilligkeitsvorbehaltes nicht guten Gewissens

geraten werden. Das Risiko ist sehr hoch,

dass die Gerichte dann, wenn der Widerrufsvorbehalt

ausgeübt werden soll, irgendein

Haar in der Suppe finden werden.

Fotos: arsdigital/Fotolia, Michael Schütze /Fotolia

20 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Recht

Neue Regelungen bei Minijobs

Am 1. Januar 2013 treten Neuregelungen für Minijobber

in Kraft: Die monatliche Verdienstgrenze für geringfügig

Beschäftigte wird auf 450 Euro angehoben. Gleichzeitig

wird sich die Verdienstgrenze für Beschäftigte in der Gleitzone

von 800 auf 850 Euro erhöhen.

Geringfügig Beschäftigte sind ab dem 1. Januar 2013

auch grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Die

Sozialversicherungspflicht nur auf besonderen Wunsch

des Arbeitnehmers entfällt. Eine Befreiung von der

Sozialversicherungspflicht kann jedoch zwischen

Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausdrücklich

schriftlich vereinbart werden. Ab 2013 müssen

die Arbeitgeber bei Neu einstellungen

auf jeden Fall neue Arbeitsvertragsformulare

verwenden, wenn

keine Sozialversicherungspflicht

bestehen soll.

Für bereits bestehende Arbeitsverhältnisse

gilt eine Übergangsfrist bis zum

31. Dezember 2014. Wird bis dahin

nicht ausdrücklich vereinbart, dass

auf eine Sozialversicherung seitens

des Arbeitnehmers verzichtet wird,

werden diese Arbeitsverhältnisse ab

2015 automatisch auch sozialversicherungspflichtig.

Den Arbeitgeber trifft

die volle Haftung hinsichtlich eventuell

nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge.

Die neuen Verträge können im Mitgliederbereich

unter www.hk-emscher-lippe.de herunter

geladen werden.

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Noch Fragen? Dann rufen Sie uns an: 0209 / 97081-42

21


Marktplatz

Experte zur IT-Sicherheit:

„Das Problem ist immer der Mensch“

Ob großes Medienunternehmen oder kleiner Handwerksbetrieb – kaum ein

Unternehmen kommt heute noch ohne Informationstechnologie (IT) aus. Ein

kleines Firmennetzwerk mit Internetanbindung ist längst Standard. Doch damit

fangen auch die Probleme, etwa für die Datensicherheit, an. Gerhard Bülow,

Geschäftsführer der Firma Dr. Bülow und Masiak GmbH, erläutert im Interview

mit KH aktuell, worauf zu achten ist.

Herr Bülow, wenn Sie an kleinere Handwerksbetriebe mit 5–12 Mitarbeitern denken,

was sind dort die häufigsten Fehler bzw. Sicherheitslücken?

Das Hauptproblem ist immer der

Mensch. Was glauben sie, wie

viele Putzfrauen unter den Tastaturen

Benutzernamen und

Kennwörter finden? Hier kann

man durch Sensibilisierung schon

viel erreichen. Wichtig ist auch,

Passwörter regelmäßig zu ändern

und eine ausreichende Passwortschwierigkeit

zu wählen: d. h.

nicht den Namen des Hundes,

sondern möglichst Buchstaben-

Zahlen-Kombinationen.

Natürlich gibt es auch technische

Lösungen. Das Sicherste sind

derzeit sogenannte Tokens. Diese

kleinen Geräte sind nicht größer

Gerhard Bülow

als ein Schlüsselanhänger und

generieren für jede passwortgeschützte

Anwendung beim Einloggen ein neues individuelles Passwort.

Ein weiteres typisches Sicherheitsrisiko sind unverschlüsselte oder unzureichend verschlüsselte

WLAN-Netze. Standard ist hier die WAP2-Verschlüsselung. Zusätzlich kann

festgelegt werden, dass sich grundsätzlich nur bestimmte Rechner mit ihrer eindeutigen

MAC-Adresse im Netzwerk anmelden dürfen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die

Datensicherung: Viele machen sich nicht bewusst, was es bedeuten kann, wenn z. B.

durch einen Blitzeinschlag sämtliche Daten verloren gehen.

Absolute Sicherheit bietet nur, den Datenträger auch physikalisch

zu zerstören. D. h. im Zweifel, die Festplatte mit dem

Hammer zu zerschlagen.

Geht es auch ohne Dienstleister, wenn man sich ein wenig

mit dem Thema befasst?

Das ist ein bisschen so wie mit dem Fotografieren. Wenn man

sich ein wenig damit beschäftigt, können auch Hobbyfotografen

durchaus ganz nette Bilder machen. Dennoch wird man

den Qualitätsunterschied zu einem Profi erkennen. Letztendlich

ist immer die Frage: Wie viel Zeit möchte ich selbst investieren

und was ist der wirtschaftliche Schaden, wenn meine

IT einen Tag, eine Woche oder länger ausfällt oder ich meine

Daten komplett verliere? Möglicherweise ist es da günstiger im

Monat 200 Euro für einen Profi zu investieren.

Gibt es IT-Lösungen oder -Dienstleistungen, die verzichtbar

sind und dem Dienstleister mehr nutzen als dem Kunden?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Mir ist nicht bekannt,

dass IT-Dienstleister Kunden überdimensionierte Lösungen

und Produkte verkaufen würden. Da überschätzten Sie auch

die Bereitschaft der Unternehmen, für IT viel Geld auszugeben.

In der Regel werden eher zu wenige Sicherheitsvorkehrungen

getroffen.

Worauf sollten Handwerker bei der Auswahl eines

IT-Dienstleisters achten?

Da ist es in unserer Branche auch nicht anders als im Handwerk

selbst. Die Referenzen sagen eigentlich immer eine

ganze Menge aus. Darüber hinaus ist in der IT-Branche

z. B. die Anzahl der Mitarbeiter mit Hochschulabschluss

aussage kräftig, aber auch dass sich die Mitarbeiter regelmäßig

weiterbilden.

Vielen Dank für das Interview!

Das Gespräch führte Jörn-Jakob Surkemper.

Welche Sicherheitsvorkehrungen gegen Viren, Datenverlust, oder -diebstahl sollten

Betriebe mindestens treffen?

Eine Firewall und eine Virenschutzlösung sowohl für den Server als auch die Arbeitsplätze

sind natürlich Pflicht. Dann muss gewährleistet sein, dass alle Arbeitsplätze

immer auf dem neuesten Stand sind, was Sicherheitsupdates betrifft. Das Thema

regelmäßige Datensicherung habe ich gerade schon erwähnt. Schließlich muss klipp

und klar geregelt sein, wie berufliche und private Hard- und Software getrennt

werden. Denn wenn Mitarbeiter ihre privaten Smartphones mit den Dienstrechnern

verbinden, ist das ein weiteres Einfallstor für Malware, also schädliche Programme

wie Viren, T rojaner und Würmer. Abgesehen davon könnten Mitarbeiter natürlich

sensible Daten mit nach Hause nehmen. Schließlich muss auch bei der Entsorgung

von Datenträgern bedacht werden, dass ein einfaches Löschen der Daten nicht

ausreicht.

Dr. Bülow & Masiak GmbH

Victoriastr. 119, D-45772 Marl

Tel. 02365/4146-0

E-Mail: info@buelow-masiak.de

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Foto: Dr. Bülow & Masiak, lenm/clipdealer.com

22 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Recht Marktplatz

IKK classic: Leistungsoffen sive

zum Jahresbeginn 2013

Zum Jahresbeginn wird die IKK classic ihre Leistungen erweitern:

Den Versicherten wird dann eine Vielfalt von medizinischen und

präventiven Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Mittel für den Mittelstand –

Förderung durch Sparkasse

Die Sparkasse Gelsenkirchen leistet einen Beitrag zur Konjunkturbelebung:

Mit einem insgesamt zwanzig Mio. Euro schweren Sonderkreditprogramm

fördert sie Investitionen regionaler Unternehmen.

Das neue Gesundheitskonto bietet: homöopathische Arzneien, Vorsorge-Untersuchungen

für Kinder, zusätzliche Maßnahmen der Zahnprophylaxe und vieles mehr.

Den derzeitigen finanziellen Rahmen des Gesundheitskontos (150 Euro pro

Versicherten und Jahr) plant die IKK classic deutlich anzuheben. Im Gespräch

sind mindestens 200 Euro, die Kunden künftig jährlich nach eigenem

Ermessen für bestimmte Gesundheitsleistungen einsetzen können.

Der Umfang dieser Leistungen wird ebenfalls spürbar steigen. Neben

klassischen Präventionsmaßnahmen sollen unter anderem homöopathische

Arzneien, ergänzende Arzneimittel während der Schwangerschaft,

erweiterte Vorsorgeuntersuchungen für Kinder, zusätzliche Maßnahmen

der Zahnprophylaxe (professionelle Zahnreinigung, Fissuren- und Glattflächenversiegelungen)

und Osteopathie zum Gesundheitskonto gehören.

IKK classic bietet kostenloses Seminar zur Sozialversicherung

Damit Betriebe gut gerüstet ins neue Jahr gehen, informiert die

IKK classic in kostenlosen Seminaren über wichtige Themen, wie:

• Reform im Niedriglohn • Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

• Rentenreformpaket • Aktuelles zur Entgeltabrechnung

• Aufwendungsausgleich U1/U2

• Rechengrößen, Grenzwerte und Fälligkeiten 2013

Noch gibt es freie Plätze:

14. Januar von 10 bis 12 Uhr bei der Volksbank Dorsten

15. Januar von 10 bis 12 Uhr bei der IKK classic Recklinghausen

16. Januar von 14 bis 16 Uhr bei der IKK classic Datteln

17. Januar von 18 bis 20 Uhr in der IKK classic Recklinghausen

„Die Investitionsbereitschaft der mittelständischen Betriebe ist die

Grundlage für eine stabile und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung

in unserer Region,“ so Bereichsdirektor Carsten Schmees:

„Als lokal verankertes Kreditinstitut haben wir ein großes Interesse

daran, diese Bereitschaft zu fördern und den Standort zu stärken.“

Die Vorteile der Sparkassen-Förderfinanzierung sieht Carsten

Schmees in ihrer Flexibilität bei den Laufzeiten (von zwei bis zehn

Jahren) und im besonders attraktiven Festzins. Die Betriebe können

Darlehensbeträge in Höhe von 20.000 bis 5 Mio. Euro zur Abdeckung

ihres mittel- und langfristigen Finanzierungsbedarfs in Anspruch

nehmen, für Finanzierungen gewerblicher Immobilien und von Anlage-

und Umlaufvermögen. Für Ersatzinvestitionen zur Steigerung der

Energieeffizienz weist die Sparkasse darüber hinaus auf weitere

attraktive Finanzierungsmöglichkeiten hin.

Dass die Unternehmen Kreditbedarf haben, verdeutlichen die Zahlen:

Die Darlehenszusagen der Sparkasse Gelsenkirchen für Unternehmen

und Selbstständige legten bis Ende September um rund 30 Prozent zu

- im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Von daher rechnet

Carsten Schmees auch mit einer relativ zügigen Ausschöpfung des

Kontingents von 20 Mio. Euro.

Interessierte können sich telefonisch unter der Rufnummer

02361 1809-0 oder in der Seminardatenbank der IKK classic unter

www.ikk-classic.de/seminare über die Termine vor Ort informieren

und sich auch gleich zum Wunschseminar anmelden.

IKK classic

Emscherstraße 44 a, 45891 Gelsenkirchen, Tel. 0209 7001-2000

joerg.baly@ikk-classic.de, www.ikk-classic.de

Sparkasse Gelsenkirchen

Sparkassenstraße 3, 45879 Gelsenkirchen

www.sparkasse-gelsenkirchen.de

23


Konjunkturmotor Bauwirtschaft:

Entwicklungstrends & Baumessen 2013

Die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise verursacht auch in der bundesdeutschen Konjunktur merk liche

„Bremsspuren“: So haben führende wissenschaftliche Forschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten ihre

Wachstumserwartungen für 2013 halbiert. Sie gehen nun davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt

lediglich um ein Prozent zulegen wird. Umso gespannter blickt das Handwerk auf die aktuelle Entwicklung

der Bau wirtschaft und die wichtigsten Trends dieser Branche.

Das Bauhauptgewerbe Nordrhein-Westfalens konnte von Januar bis Juli

2012 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Auftragsplus von 8,2

Prozent im Wohnungsbau und 10,2 Prozent im Wirtschaftsbau verbuchen

sowie einen Zuwachs von 21,6 Prozent im öffentlichen Hochbau, dem das

Konjunkturpaket der Bundesregierung belebende Impulse gab. Gleichwohl

wurde das Auftragsniveau des Jahres 2000 noch nicht wieder erreicht, zumal

die öffentlichen Aufträge 2010 um fast 24 Prozent eingebrochen waren.

Ausnahmen bilden der öffentliche Tiefbau und der Straßenbau, wobei

letzterer allerdings seit Jahresbeginn Auftragsrückgänge verzeichnet.

Im Aufwärtstrend – wenn auch auf niedrigem Niveau – bleibt dagegen seit

einigen Jahren der Wohnungsbau, zumal er in Zeiten der Finanzkrise weiterhin

als attraktive Kapitalanlage gilt. So wurden allein in NRW im ersten

Halbjahr 2012 insgesamt 17.378 Wohnungen zum Bau freigegeben, 1,5

Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei lag die Nachfrage

nach Wohnungen in Mehrfamilienhäusern deutlich vorn: hier stieg

die Zahl der Genehmigungen gegenüber 2011 um 15,8 Prozent an, während

bei Einfamilienhäusern ein Minus von 11,6 Prozent zu verbuchen war.

Wohnungsbau-Investitionen vor allem in Ballungszentren

Attraktiv für Investoren sind jedoch vor allem große Ballungszentren

wie Düsseldorf, München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin. Und

gefragt sind hier vornehmlich hochpreisige Objekte mit entsprechenden

Renditen. Ein aktuelles Beispiel aus dem Revier: die „grüne mitte

Essen“: Dort entsteht – wie es in Werbepubli kationen heißt – „in

exklusiver Lage zwischen Innenstadt und Universität (...) ein neues

hochwertiges, lebendiges, urbanes und grünes Viertel zum Wohnen,

Arbeiten und Erholen: das Universitätsviertel – grüne mitte Essen.“

Es bietet „moderne Wohnräume, attraktive Büroimmobilien und

Chancen für Investoren.“ Die großzügig geschnittenen Wohnungen

mit gehobener Aus stattung, Dachterrasse oder Garten genügen

modernen ökologischen Standards und zielen auf Singles, Paare

oder Best Ager mit entsprechenden Einkommen.

Die Kehrseite der Medaille: Für Menschen mit geringeren Einkommen

wird es vielerorts immer schwerer, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Als

„Hoffnungsschimmer“ werten Experten den Trend, in großen Städten

Fotos: Kreishandwerkerschaft

24 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Special

leer stehende Büros in preiswerten Wohnraum umzuwandeln. Auch

leerstehende Kasernen bieten Potenziale. Problem: Die Finanznot

der Kommunen setzt öffent lichen Investitionen enge Grenzen und

verlangt umso mehr nach neuen kreativen Lösungsansätzen.

Gebäudesanierung und -modernisierung noch verhalten

In Deutschland gibt es laut jüngstem Wohnungs- und Immobilienbericht

der Bundesregierung insgesamt etwa 35 Millionen bebaute

Grundstücke, davon sind rund 25 Millionen Wohnimmobilien. Der

Wert aller Immobilien (Gebäude inklusive Grundstücke) wird auf

etwa 10 Billionen Euro geschätzt. Ein enormes Anlagevermögen, dessen

Wert auch zugunsten künftiger Generationen nur durch ständige

Anpassung an aktuelle Standards und Bedürfnisse gesichert werden

kann. Im Bereich der Altbausanierung gibt es aber nach wie vor einen erheblichen

Investitionsstau: Rund 70 Prozent der Gebäude, die vor 1979

gebaut wurden, haben überhaupt keine Dämmung und bei 20 Prozent ist

sie unzureichend. Und von den 18 Millionen Heizungs anlagen im Bestand

entsprechen ca. 70 Prozent nicht dem Stand

der Technik. Trotz steigender Energiepreise entfaltet die Nachfrage hier

noch nicht die erhoffte Breitenwirkung. Bei der Sanierung und Modernisierung

von Wohnbauten gibt es nach Marktanalysen von BauInfoConsult

für 2012 zwar eine „positive Grundtendenz“ allerdings verläuft diese

Entwicklung bei den Mehrfamilienhäusern

relativ schleppend. Erst für 2013 wird mit einer leichten Verbesserung

gerechnet, insbesondere in den westlichen, von Ballungsräumen

geprägten Bundesländern.

Agnete Geißdörfer

Geringer Verbrauch – höhere Baukosten

Die europäische Richtlinie 2010/31/EU zur Gesamteffizienz von Gebäuden fordert, dass ab 2021 in den Mitgliedstaaten alle

Neubauten als Niedrigst energiegebäude erstellt werden. Zur Umsetzung dieser Richtlinie, aber auch zur Forcierung der von

der Bundesregierung beschlossenen Energiewende haben Bundesbauministerium und Bundeswirtschaftsministerium jüngst

eine Anpassung der Energie einsparverordnung (EnEV) vorgenommen.

Die wichtigsten Inhalte des Entwurfes vom 15. Oktober 2012:

• Reduzierung des zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs für

Neubauten bis 2014 und 2016 um jeweils 12,5 Prozent. Konkret:

der maximal zulässige Verbrauch für Heizung und Warmwasseraufbereitung

bei Neubauten soll von derzeit 7 l pro qm und Jahr

auf 6,125 l (2014) bzw. 5,36 l (ab 2016) gesenkt werden.

Bei Büroimmobilien, Einzelhandelsimmobilien, Geschäfts häusern

und anderen Gewerbeimmobilien sollen die EnEV­ Vorgaben in

den beiden Jahren 2014 und 2016 sogar um jeweils 15 Prozent

angehoben werden.

• Der Primärenergiefaktor für Strom wird 2014 von bisher

2,6 auf 2,0 und 2016 auf 1,8 abgesenkt.

• Die Anforderungen an den Gebäudebestand bleiben

unverändert.

• Die Aushangpflicht für Energieausweise in öffentlichen

Gebäuden wird von 500 auf 250 Quadratmeter gesenkt.

• Ein neues Kontrollsystem für Energieausweise soll sowohl

Stich probenkontrollen als auch Vor-Ort-Kontrollen enthalten.

Die Ausführung obliegt den Bundesländern.

• Die bisher freiwillige Übergabe des Energieausweises an

Mieter oder Käufer soll verpflichtend werden. Und

• Verkaufs- und Vermietungsanzeigen müssen Kennwerte

aus dem Energieausweis enthalten.

Verbände der Immobilienwirtschaft befürchten, dass sich die

Bau kosten für Neubauten ab 2014 um über vier Prozent und

2016 nochmals um mehr als 6 Prozent verteuern könnten.

Der Referentenentwurf zur neuen EnEV geht dagegen von

„bis zu 1,7 Prozent“ Mehrkosten pro Wohngebäude aus.

Weltleitmesse

Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik

Erneuerbare Energien

Frankfurt am Main, 12. – 16. 3. 2013

Im Zeichen von

Wasser und Energie.

Die ISH ist die weltgrößte Leistungsschau für innovatives

Bad-Design, Sanitärtechnik, energieeffiziente Heizungs-,

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25


Die Bad-Akademie:

Weiterbildungsangebote für Fachkräfte

Etwa 4,5 Mio. Personen wollen bis Ende 2013 in den Sanitärbereich

investieren. Badprofis müssen daher ihre Kernkompetenz

beim Verkauf und bei der Installation moderner

Bäder verstärken. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet die

„Bad-Akademie“ der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

e.V. (VDS), dem Zusammenschluss von Markenindustrie,

Fachgroßhandel und Fachhandwerk im Bad. Dabei handelt

es sich um ein Weiterbildungsangebot in den Bereichen

Erfolgsmanagement, Gestaltung und Prozessmanagement.

Die Schulung ist herstellerneutral und vertriebsstufenübergreifend.

Sie richtet sich an Badplaner und Mitarbeiter im

Fachhandwerk, Ausstellungsmitarbeiter und Badplaner im

Fachgroßhandel sowie Mitarbeiter im Marketing der Industrie.

Weitere Informationen finden Sie auf www.bad-akademie.de

und unter der Tel. 0228 – 92399930

Kräftige Farben und matte

Oberflächen dank Vetrolux ELF 3100

Ob als Akzent im Wohnraum oder als attraktive farbliche

Gestaltung in öffentlichen Bereichen: In kräftigen, intensiven

Farbtönen werden matte Flächen zu echten Hinguckern.

Speziell in stärker frequentierten Bereichen in Fluren, Kindergärten

oder Schulen, die einer erhöhten Verschmutzungsgefahr

ausgesetzt sind, eignen sich matte Beschichtungsmaterialien

oft wegen unerwünschter Spuren auf der Oberfläche nicht.

Mit der neuen Innenfarbe Vetrolux ELF 3100 hat Brillux dieses

Problem jetzt gelöst: Vetrolux ELF 3100 ist matt und bietet

größte Gestaltungsfreiheit auch mit Intensivfarbtönen –

spezielle Funktionsfüllstoffe bieten Schutz vor Markierungen.

Informationen erhalten Sie unter www.brillux.de/vetrolux

ISH 2013: Weltneuheiten für

zukunftsweisende Gebäude

Mit vielen neuen Themen startet die ISH, Weltleitmesse für

Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und

Erneuerbare Energien, vom 12. bis zum 16. März 2013 in Frankfurt

am Main. Sämtiche Markt- und Technologieführer aus dem

In- und Ausland stellen hier erstmals ihre Weltneuheiten vor

– sofort nutzbare Technologien und Lösungen. Dabei stellt das

SHK-Handwerk die stärkste Besuchergruppe der ISH dar.

Im Mittelpunkt der weltgrößten Leistungsschau für den Verbund

von Wasser und Energie steht das Thema Ressourcenschonung.

Mit ihrem Angebot in Breite und Tiefe deckt die ISH

alle Aspekte zukunftsweisender Gebäudelösungen ab.

Weitere Informationen finden Sie unter ish.messefrankfurt.com

Vorschau auf die„Bau 2013“ in München

Städte der Zukunft

Die Anpassung der Städte und ihrer Bausubstanz

an ökologische Erfordernisse und eine veränderte

Bevölkerungsstruktur gehört zu den zentralen Herausforderungen

der Zukunft. Entsprechend wird sich die

nächste große Baumesse – die Bau 2013 in München –

mit ihren Schwerpunkten und Sonderschauen diesen

Themen widmen.

So werden das Bundesministerium für Verkehr, Bau

und Stadtentwicklung (BMVBS), die Deutsche

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB),

die Fraun hofer Allianz BAU und das ift Rosenheim unterschiedliche

Aspekte des nachhaltigen Planens und Bauens

beleuchten. Dazu heißt es in einer Mitteilung der Messe

München: „In aller Welt wurden entsprechende Bewertungssysteme

zur Zertifizierung nachhaltiger Gebäude entwickelt.

Aber nicht nur komplette Gebäude, sondern auch Bauteile,

aus denen sie bestehen, werden auf Nachhaltigkeit hin geprüft.

Umweltproduktdeklarationen (EPD’s) sollen künftig

Informationen über die funktionale und ökologische

Qualität von Bauteilen und Baustoffen liefern.“

Megatrends wie der demografische Wandel, der Klimawandel,

die Energiewende und die Urbanisierung würden künftig

unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit diskutiert. Es werde

darum gehen, wie einzelne Gebäude, aber auch ganze

Stadtviertel und Städte nachhaltig geplant und realisiert

werden können.Dabei werde in Europa ein Schwerpunkt

auf der nachhaltigen Sanierung und Modernisierung des

Gebäudebestandes liegen.

Energie 2.0

Der aus dem Internet entlehnte Begriff Energie 2.0 steht

für die Zukunft der Energieversorgung von Gebäuden und

die damit einhergehenden technischen Innovationen: die

wachsende Bedeutung regenerativer Energien, das Zusammenwirken

regenerativer und fossiler Energieträger, Energieeinsparung

und Energieeffizienz. Überdies wird sich die Bau

2013 der spannenden Frage stellen: Wie sieht die Stadt der

Zukunft aus? Verwandelt sie sich vom Energiekonsumenten

zum Energieproduzenten? Diese Fragestellung dürfte nicht

nur Aspekte wie den Wandel vom Niedrigenergiehaus über

das Passivhaus zum EnergiePlusHaus einschließen, sondern

auch aktuelle kommunale Entwicklungen, wie sich zum

Beispiel in der münsterländischen „Klimakommune Saerbeck“

vollziehen: Sie ging 2009 als Sieger aus dem Landeswettbewerb

„Aktion Klima plus - Klimakommune der

Zukunft“ hervor. Seitdem setzt sie ihr Ziel, bis zum Jahr

2030 eine eigene Energieversorgung mit regenerativen

Energien sicherzustellen und somit eine positive Energiebilanz

aufzuweisen, ehrgeizig um.

26 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Special

Schwerpunkte der „Bau 2013“: Energie 2.0 und Städteentwicklung im 21. Jahrhundert.

Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

Bei der Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

geht es neben der optimalen Energieversorgung

dicht besiedelter Räume um die anspruchsvolle

Aufgabe, energetische Sanierungen so durchzuführen,

dass die örtliche Identität gewahrt

bleibt und historische Denkmäler ihren besonderen

Wert und Charme bewahren. Und

schließlich müssen die Städte der Zukunft

so gestaltet sein, dass sie den besonderen Anforderungen

der alternden Gesellschaft genügen.

Dies ist nicht nur eine Frage generationengerechter,

barrierefreier Gebäude. Vielmehr

müssen ältere Menschen auch die Möglichkeit

zur Teilnahme am kulturellen und sozialen

Miteinander haben. Und nur im städtischen

Raum werden sich nach Ansicht von Experten

die vielfältigen Services und Dienstleistungen,

die hieran geknüpft sind, sowie die Bereitstellung

der nötige Verkehrsinfrastruktur rechnen.

Agnete Geißdörfer

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27


Ausbildung

Stefan Michaelis bei der Arbeit

an einem Werkstück aus Gips,

sein ehemaliger Chef Marcus

Klarhorst schaut zu.

Begeisterung für den Beruf zahlt sich aus

„Er war gleich Feuer und Flamme“, erinnert sich

Geschäftsführer Marcus Klarhorst an die ersten

Arbeitstage seines Auszubildenden Stefan Michaelis,

der nach Beendigung der dreijährigen Lehrzeit als

einziger Kammersieger der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe West von der Handwerkskammer

Münster ausgezeichnet wurde.

Dabei hat Michaelis (23) eher zufällig den Beruf des

Stuckateurs erlernt, den manche als den schönsten

Bauberuf überhaupt bezeichnen. Und der heute zu

den exotischen Berufen gehört und bei weitem nicht ganz

oben auf der Wunschliste der Schulabgänger steht.

Michaelis informierte sich nach dem Fachabitur im

Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in

Gelsenkirchen über mögliche Berufe und stieß dabei auf

die Ausbildung zum Stuckateur. Der Beruf des Stuckateurs

kommt Stefan Michaelis entgegen, weil er künstlerisch

interessiert ist und gerne malt.

Bei der seit 1897 existierenden Firma Tümmers im Gelsenkirchener

Stadtteil Ückendorf fand er schnell einen

Ausbildungsplatz und wurde dort von Hans-Georg

Gartmann mit Erfolg geschult. „Einen Kammersieger

hervorzubringen, das ist auch eine Auszeichnung für

den Betrieb“, sagte Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer

Münster, anlässlich der Ehrung.

Einen Kammersieger

hervorzubringen,

das ist auch eine

Auszeichnung für

den Betrieb

Im Einsatz sind Stuckateure

u.a. bei der Gestaltung

und Restaurierung von

historischen Fassaden und

Decken. Die handwerklichen

Fähigkeiten des

Tümmers-Teams sind dabei

nicht nur in Gelsenkirchen – u.a. im gerade 100 Jahre alt gewordenen

Rathaus – gefragt, sondern weit über die Stadtgrenzen hinaus. „Wir haben

schon in einem Aida-Neubau auf der Werft in Papenburg und sogar im

Kreml in Moskau gearbeitet“, sagt Geschäftsführer Marcus Klarhorst stolz.

Aber auch Privatleute schätzen das eine oder andere Stuckelement oder

Kunstwerk aus der Werkstatt. Klarhorst: „Das ist Luxus und nicht unbedingt

lebensnotwendig.“

Leider konnte die Firma Tümmers Stefan Michaelis nach der Ausbildung

nicht übernehmen. Er ist jetzt bei der Dorstener Firma Stuck und Design

Stadler tätig, will sich weiterbilden, ab 2014 „den Techniker machen“ und

sich danach auf Denkmalpflege und Altbauerhaltung spezialisieren.

Die 49 besten Gesellinnen und Gesellen (von rund 5.200 Lehrlingen), die

in Münster als Kammersieger ausgezeichnet wurden, hatten sich mit ihren

Leistungen auch für den Landeswettbewerb qualifiziert. „Da hatte ich leider

Pech“, sagt Stefan Michaelis, denn sein Werkstück zerbrach, so dass er

wegen der Reparatur wichtige Zeit verlor und „nur“ auf den dritten Platz

kam. Zu Hause erinnern zwei Säulen an den Beruf von Stefan Michaelis.

Sie stehen im Wohnzimmer der Eltern.

Fotos: Gerd Kaemper, SPÖ Landtagsklub/Pixelio

28 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Ausbildung

Weniger Auszubildende brechen die Lehre ab

Bei weitem nicht alle Jugendlichen können

nach dem Schulabschluss nahtlos in die

Lehre wechseln. „Der Ausbildungsmarkt

ist weiterhin sehr angespannt“, stellt Karl

Tymister, neuer Leiter der Agentur für

Arbeit in Gelsenkirchen, fest. Statistisch

wären doppelt so viele Stellen nötig.

Das Handwerk bietet eine gute Ausbildung.

Dass die Bilanz des Ausbildungsmarktes

2012 nicht noch schlechter ausfiel, ist

auch ein Verdienst des Handwerks.

572 neue Lehrverträge wurden abgeschlossen,

das sind zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Gesamtzahl der besetzten Ausbildungsplätze

über alle Lehrjahre stieg somit deutlich

von 1357 auf 1675.

„Das ist darauf zurückzuführen, dass es wesentlich

weniger Abbrüche gibt“, stellte Egbert

Streich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe West, bei der Vorlage

der Zahlen in der Gelsenkirchener Arbeitsagentur

fest. Hier zeigt sich die gute Beratung

der Betriebe und die Arbeit der Schlichtungskommission.

Die Agentur für Arbeit hat „Ausbildungsbegleitende

Hilfen“ im Programm, um schulische,

sprachliche oder praktische Defizite auszugleichen

und damit Ausbildungsabbrüche

zu vermeiden. Im zurückliegenden Berichtsjahr

hatte die Agentur dafür 412 Plätze bereitgestellt;

diese Größenordnung ist auch für das

neue Ausbildungsjahr geplant.

Luft nach oben

Die Bilanz des Handwerks wäre noch besser

ausgefallen, hätten alle angebotenen Stellen

besetzt werden können. Probleme, Ausbildungsplätze

zu besetzen, gibt es z. B. bei

Verkäuferinnen im Nahrungsmittelgewerbe

und bei Bäckern. „Auch das Bauhandwerk

klagt darüber, Stellen nicht besetzen zu

können“, weiß Egbert Streich.

Im kommenden Jahr wird der doppelte Abiturjahrgang

entlassen. Streich geht nicht davon

aus, dass das Handwerk davon profitieren wird:

„Für Abiturienten sind Handwerksberufe nicht

so interessant. Das bedauern wir und wollen

das korrigieren. Wir brauchen gut qualifizierte

Führungskräfte.“ Insbesondere wenn ab 2015

die Schülerzahlen zurückgehen.

Kfz-Nachwuchs wird

jetzt in Marl geschult

Die Auszubildenden des Kfz-

Handwerks aus dem Kreis Recklinghausen,

Gelsenkirchen und

Bottrop erhalten ihre überbetriebliche

Ausbildung jetzt in Marl.

Die Vestische Innung des Kfz-

Gewerbes Recklinghausen und

Gelsenkirchen hat an der Herzlia-

Allee in Marl ein modernes Ausbildungs-

und Schulungszentrum

errichtet und dafür ca. drei Millionen

Euro investiert. Auf dem ca.

7.000 m² großen Gewerbegrundstück

entstanden ein zweigeschossiges

Bürogebäude mit Schulungszentrum

und ein Werkstattgebäude

mit jeweils ca. 1.000 m² großen

Nutzflächen. Der Beruf des Kfz-

Mechatronikers rangiert bei

den Schulabgängern auf Platz

fünf unter den zehn gefragtesten

Berufen.

W. Arndt Bertelsmann (wbv), Manfred Kremer (Jury-Vorsitzender), Katja Urbanek (Malzers-Personalchefin), Andrea van

Dillen (Malzers-Aubildungsleiterin), Carolin Toffel (Azubi bei Malzers), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser (BIBB-Präsident).

Bäckerei Malzers erhält Herrmann-Schmidt-Preis

Der Verein für innovative Bildungsforschung e. V.

zeichnete am 24. Oktober das Gelsenkirchener

Bäckereifilialunternehmen Malzers mit dem

Herrmann-Schmidt-Preis aus.

Damit würdigte er das besondere Engagement

von Malzers, Auszubildende zu gewinnen.

„Insbesondere im Bäckerhandwerk ist dies eine

Herausforderung, der wir uns mit unserem Ausbildungskonzept

gestellt haben“, sagt Malzers

Personalchefin Katja Urbanek. Besonders leistungsstarke

Azubis erhalten dort die Möglichkeit,

die Ausbildung um sechs Monate zu verkürzen.

Abiturienten können generell ein Jahr früher abschließen

und im besten Falle die Ausbildung

in 18 Monaten absolvieren. Hauptschüler erhalten

zusätzliche Weiterbildungsangebote

und können so parallel zur Ausbildung ihre

Fachoberschulreife erwerben. Eine besondere

Feedbackkultur, die vierwöchige Leitung

der Azubi-Filiale sowie zusätzliche Leistungsanreize

runden das Angebot ab. „Das

prämierte Projekt stellt eine ausgezeichnete

Basis dar, um jungen Leuten unabhängig vom

formalen Schulabschluss eine Entwicklungsperspektive

zu bieten und Talente langfristig

an das Unternehmen zu binden“, heißt es in

der Begründung zur Preisverleihung. jjs

29


Unter uns

Mit Goldenen Meisterbriefen

geehrt wurden

Adolf Rademacher (2.v.l.)

und Hubert Kausträter.

Es gratulierten Kreishandwerksmeister

Holger

Augustin (l.), Hans Rath

(Mitte), Präsident der

Handwerkskammer

Münster, und Josef

Brockmann (r.), Obermeister

der Tischlerinnung

Gelsenkirchen/Bottrop.

Mit dem Holzvirus groß geworden

„Sie haben es verdient, sich richtig feiern zu lassen,

denn Meister gehören zu den Besten ihres Fachs“, sagte

Kreishandwerksmeister Holger Augustin zur Überreichung

der „Goldenen Meisterbriefe“ an die Tischler

Hubert Kausträter (74) und Adolf Rademacher (76).

Beide Tischlermeister seien mit dem Holzvirus groß

geworden, stellte Josef Brockmann, Obermeister der

Tischlerinnung Gelsenkirchen/Bottrop in seiner

Laudatio fest, denn beide entstammen Tischlerfamilien.

Kausträter, Ehrenobermeister der Tischlerinnung, freute

sich über einen ganz besonderen Gast: Christian Vogedes,

Ehrenvizepräsident der Handwerkskammer Münster. „Er

hat vor 50 Jahren mein Meisterstück abgenommen und ist

mein Vorbild“, sagte Hubert Kausträter, der noch immer

in seinem Betrieb an der Isoldenstraße in GE-Resse tätig

ist. Die von seinem Großvater gegründete Tischlerei hatte

er 2000, im Jahr des hundertjährigen Bestehens, an einen

Nachfolger übergeben, der zwei Jahre später Insolvenz anmelden

musste. Hubert Kausträter übernahm den Betrieb

erneut und ist heute noch für einige Privatkunden aktiv.

Auch Adolf Rademacher bringt sich noch täglich in die

Firma ein, die heute „mit großer Hingabe von meinem

Sohn André geführt wird“. Das am Rademachersweg in

Buer ansässige Unternehmen arbeitet überwiegend im

Ladenbau für einen großen Lebensmittelkonzern und für

einen privaten Kundenkreis. Rademacher, der zeitweilig

Schatzmeister des FC Schalke 04 war, sei ein Handwerker alter Schule.

„Bei ihm ist das Wort wichtiger als das Schriftstück“, betonte Josef

Brockmann, dessen Gesellenstück von Hubert Kausträter begutachtet

wurde, denn der war damals Lehrlingswart der Innung.

Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer Münster, bezeichnete die

beiden Tischlermeister als „herausragende Persönlichkeiten“. Er hatte

übrigens noch einen dritten Meisterbrief im Gepäck. Hubert Kausträter

hatte nämlich seinen alten Weggefährten Klaus Zielhofer eingeladen, mit

dem er vor 50 Jahren um die Häuser in Resse gezogen war und mit dem

er gemeinsam die Meisterprüfung abgelegt hatte. Dem überraschten

Zielhofer übergab Rath den Meisterbrief mit den Worten: „In Köln

kriegen Sie einen so schönen nicht.“

Neue Mitglieder

Friseur-Innung Bottrop

Birgit Mandera

Dorfheide 48, 46244 Bottrop

Fachinnung Metall

METASA Metallkonstruktionen

und Erntetechnik GmbH

Lange Str. 20, 45964 Gladbeck

Kornelia Müller

Bramsfeld 6, 45968 Gladbeck

Tischler-Innung Bottrop/

Gladbeck/Gelsenkirchen

Thomas Overgünne

Hackfurthstr. 98, 46244 Bottrop

Gebäudereiniger-Innung

Nord Westfalen

Horst Michels

Munckelstr. 47

45879 Gelsenkirchen

Innung für Sanitär-

Heizung-Klima Gelsenkirchen

Kelta-Bramax GmbH

Brockskampweg 4

45889 Gelsenkichen

Fotos: Karl F. Augustin

30 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Unter uns

Friedrich Steinbock – Ehrenobermeister

Wärmespender für die Werkstatt

Die Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gladbeck/Bottrop hat

Friedrich Steinbock zum Ehrenobermeister ernannt.

Obermeister Uwe Pyschny würdigte während der Innungsversammlung

im Hotel Kleine-Wilde die Verdienste von Friedrich Steinbock, der von

1983 bis 1994 stellvertretender Obermeister und von 1994 bis Ende 2010

Obermeister der Innung gewesen war und in dieser Zeit viele Impulse gesetzt

hat. Über Jahre gehörte Steinbock den Gesellenprüfungsausschüssen

für Heizungs- und Lüftungsbauer und

für Gas- und Wasserinstallateure an.

Obermeister Uwe Pyschny gratuliert

Friedrich Steinbock; die Urkunde wird

noch nachgereicht.

Der 77-Jährige engagiert sich weiter für

das Handwerk, denn er gehört dem

Vorstand der Kreishandwerkerschaft

an. Auch in dem von ihm gegründeten

Betrieb an der Beisenstraße in Gladbeck

ist er immer noch anzutreffen.

Sohn Frank ist in die Fußstapfen des

Vaters getreten: Er hat den Betrieb

übernommen und ist stellvertretender

Obermeister der Innung.

Dass es Ausbilder und Auszubildende im Gebäude der

Kreishandwerkerschaft an der Benzstraße in Gelsenkirchen

in der kalten Jahreszeit schön warm haben, ist

Carsten Bunse zu verdanken.

Bei einer Unterhaltung mit Egbert Streich, Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft, kam auch das

Gespräch auf die defekte Heizungsanlage in der Werkstatt

für die überbetriebliche Ausbildung im Wärme-, Kälteund

Schallschutzisolierhandwerk. „Ich habe eine gebrauchte

Heizung auf Lager“, sagte Carsten Bunse, Inhaber

einer Heizungs- und Sanitärfirma in Gelsenkirchen.

Schnell waren sich die beiden Männer einig: Die erst drei

Jahre alte, technisch perfekte Ölheizung wurde gegen

eine geringe Kostenbeteiligung in der Werkstatt eingebaut,

die Montagekosten übernahm die KH, die unterm

Strich etwa 50 Prozent der Investitionskosten für eine

neue Anlage gespart hat.

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Emscher Str. 44 (KH)

45891 Gelsenkirchen

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Unter

Unter

uns

uns

Schlemmen,

Wohlfühlen,

Trends

beobachten

Welch ein passendes Ausflugsziel für den

Ausflug der Friseur-Innung Gelsenkirchen:

Schlemmen, Wohlfühlen und Trends

beobachten, so lautete das Motto des diesjährigen

Innungsbrunchs mit Showeinlage

im Bochumer Varieté.

Die Mitglieder der Friseur-Innung Gelsenkirchen

besuchten das abwechslungsreiche

Entertainmentprogramm „Typen,

Trends & Temperamente!“, welches zum

20-jährigen Bestehens des Varietés in dem neuen

„festen“ Theater anstatt in dem bisherigen

Varietézelt aufgeführt wird und eine gelungene

Mischung aus Comedy, Akrobatik und Jonglage

sowie den Auftritt eines bezaubernden Seifenblasen-Künstlers

bietet.

Während sich die Innungsmitglieder, darunter

Kreishandwerksmeister Holger Augustin, der

auch Obermeister der Friseur-Innung ist, der

Mitglieder der Friseur-Innung Gelsenkirchen unternahmen einen Ausflug ins Varieté.

stellvertretende Innungsobermeister Sven Arrivabene und Egbert

Streich, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-

West, sich mit kulinarischen Köstlichkeiten stärkten, bereiteten sich

die Artisten und Künstler auf ihre spektakulären Auftritte, u. a. Darbietungen

im Luftring, am Vertikalseil, am chinesischen Mast, am

Schlappseil sowie Partner-Äquilibristik vor. Durch das eineinhalbstündige

Programm führte der rasende Reporter Brian O‘Gott mit

charmanten Ankündigungen, lockeren Sprüchen und humorvollen

Gesangseinlagen. Fazit der Innungsmitglieder: Ein mehr als gelungener

Vormittag.

Auch 2013 werden wieder Lehrgänge für Auszubildende

im Friseurhandwerk angeboten.

Sonntagskurse für Friseure

Der Arbeitgeberverband des Handwerks bietet wieder Sonntagslehrgänge

für Auszubildende im Friseur-Handwerk an.

Die nächsten Kurse „Coloration und Strähnentechniken“ beginnen am

6. Januar bzw. 3. Februar 2013. Sie erstrecken sich jeweils über vier

Termine. „Herrenhaarschnitt, Farbveränderung und Styling“ heißt es ab

3. März bzw. 7. April 2013.

Der Grundkurs „Damen- und Herrenhaarschnitt“ findet ab dem 5. Mai 2013

statt, der Grundkurs „Coloration und Strähnentechniken“ startet am 9. Juni

2013. Alle Kurse finden immer sonntags von 14 bis 18 Uhr in den Räumen

der Kreishandwerkerschaft in Gelsenkirchen, Emscherstraße 44, statt. Am

jeweils letzten Kurstag sind Arbeiten am Prüfungsmodell möglich. Die

Prüfungsgebühren betragen zwischen 196 und 270 Euro (eingeschlossen

ist u.a. ein Übungskopf): mitgebracht werden müssen Stylingprodukte (wie

Gel, Haarspray etc.). Die Kurse werden von Friseurmeister Jörg Horsch

durchgeführt.

Anmeldeformulare liegen in der Kreishandwerkerschaft aus.

Tel. 0209 9708131.

Fotos: Karl-F. Augustin, Kreishandwerkerschaft, Grey /Pixelio

32 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


Unter uns

„Die Trauernde“ –

Leihgabe für den

Hauptfriedhof

„Die Trauernde“ – so heißt eine Skulptur aus Larissa-

Marmor, die Konrad Herz, Inhaber des gleichnamigen

Steinmetzbetriebs in GE-Buer, dem Hauptfriedhof als

Leihgabe überlassen hat.

In seinem Auftrag hatte der Künstler Dirk Schlichting aus

Herne aus dem tonnenschweren Marmorblock in etwa 200

bis 220 Stunden die Figur geschaffen, nachdem er zuvor

ein Modell aus Ton im Maßstab 1:10 angefertigt hatte. Als

Vor lage für die Figur dienten ihm übrigens Fotos von Freundinnen.

„Marmor ist viel weicher als Granit und aufgrund

seiner Lichtdurchlässigkeit ein reizvolles Material“, sagt

Schlichting, der bei seinen Kunstprojekten allerdings noch

nie mit Stein gearbeitet hat und „Die Trauernde“ als Kunsthandwerk

bezeichnet. Aber als super anspruchsvolles. Denn

in Stein gehauene Fehler lassen sich kaum korrigieren.

Schlichting hat schon mehrfach mit Konrad Herz zusammen

gearbeitet und hat u.a. die katholische Kirche St. Theresia in

GE-Hassel, die seit 2007 geschlossen ist, in Stein gehauen.

„Die Trauernde“ steht auf einem so genannten dauergrabgepflegten

Grabfeld, „Garten der Erinnerung“ genannt. Der

Stein auf dem sich die Figur abstützt, trägt die Inschrift „Auf

jedes Kommen folgt ein Gehen. Auf jedes Gehen folgt ein

Kommen. So erhält die Hoffnung ihr Gesicht“.

Die fertige Figur auf dem Friedhof

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Team komplett!

Melden Sie uns Ihre Stellenangebote!

Dirk Schlichting bei der Arbeit

Bild: fotolia.com

& 0209 164 -123

www.iag-gelsenkirchen.de

Am Neumarkt 1

Gelsenkirchen

(im Sparkassenhaus)

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Zuletzt

Impressum

KH Aktuell – Offizielles Magazin

der Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West

16 Fragen an: Norbert Grewer

Obermeister der Zimmerer-Innung Bottrop

Am Handwerk schätze ich …

Umgang mit Menschen und Material.

Meinen Beruf liebe ich, weil …

man viel gestalten kann und oft technische

Lösungen erarbeiten muss und weil er sehr

kreativ ist.

Mein Traumberuf als Kind war …

Baggerfahrer.

Zimmerer sollte man werden, weil …

der Beruf viele Möglichkeiten der Gestaltung

bietet und weil man nachhaltig und ökologisch

arbeiten kann.

Ich schätze an meinen Mitarbeitern …

ihre Loyalität und Einsatzbereitschaft.

Ich gerate in Rage, wenn …

Leute wider besseres Wissen aus Sturheit

auf ihr Recht pochen.

Ich tanke auf, wenn ich …

gute Musik höre..

In meiner Freizeit …

fahre ich gerne Fahrrad und Motorrad.

Norbert Grewer

Alter: 50 Jahre

Beruf: Zimmerermeister

Familienstand: verheiratet

Sternzeichen: Krebs

Hobbys: Reisen, Fahrradfahren und Motorradfahren

Ich lebe gerne in Kirchhellen und im Ruhrgebiet …

weil die Leute hier besonders sind, weil es so ein

großes kulturelles Angebot gibt.

Wenn nicht hier, würde ich am liebsten leben …

in den Bergen.

Urlaub mache ich am liebsten auf …

den Bergen.

Auf eine einsame Insel muss mit …

meine Frau.

Drei Dinge, dich ich am meisten hasse, sind …

Dummheit, Intoleranz, Ungerechtigkeit.

Mein Lieblingsbuch/-schriftsteller ist …

Die Säulen der Erde von Ken Follett.

Im /Kino/ sehe ich mir am liebsten an …

gute Filme (oft französische).

Als Henkersmahlzeit lasse ich mir auftischen …

ein gutes Steak.

Herausgeber:

Kreishandwerkerschaft

Emscher-Lippe-West

Emscherstr. 44 · 45891 Gelsenkirchen

Tel.: 0209-970810

Gladbecker Str. 24 · 46236 Bottrop

Tel.: 02041-18790

Verlag:

RDN Verlags GmbH & Co. KG

Fachverlag für Wirtschaftspublizistik

Anton-Bauer-Weg 6

45657 Recklinghausen

Tel.: 02361-490491-10

Fax 02361-490491-29

www.rdn-online.de

E-Mail: redaktion@rdn-online.de

Chefredaktion:

Stefan Prott

Redaktion:

Egbert Streich (verantw. für den Inhalt)

Karl F. Augustin, Sabine Strohmann,

Jörn-Jakob Surkemper

Anzeigen:

Bernd Stegemann

Tel.: 02361-9061145 · Fax 02361-5824190

E-Mail: b.stegemann@rdn-online.de

Titelfoto: olly, Janina Dierks, Jeannete

Dietl, Peter Atkins, STphotography

(alle fotolia.com)

Gestaltungskonzept und Layout:

Dirk Pleyer, Lars Morawe

Satz und Lithografie:

Typoliner Media

Druck und Vertrieb:

Silber Druck, Niestetal

Bezugsbedingungen:

Für die Innungsmitglieder ist der

Bezugspreis im Mitgliedsbeitrag

enthalten. Einzelbezug über die

Kreishandwerkerschaft ELW zum

Preis von 2,– Euro.

Erscheinungstermin: Vierteljährlich –

März, Juni, September, Dezember

Dessauerstraße 62 · Gelsenkirchen

www.holz-meyer.de

Tel.: 0209 - 923 50 90

Fax: 0209 - 923 50 95

Anzeigenschluss:

Jeweils am 15. des Vormonats.

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13.

Nachdruck – auch auszugsweise –

nur unter Quellenangabe und mit

Belegexemplar an den Verlag.

Fotos:Ulla Emig

34 KH Aktuell // Nr. 116 //4/2012


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