Neues aus der Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) - KIBB

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Neues aus der Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) - KIBB

Aktuell & lesenswert: Neues aus der

Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB)

Ausgabe 3/2013


Mai 2013 / www.ldbb.de

Die Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) wird seit Anfang der 1990er Jahre vom BIBB im

Auftrag der AG BFN herausgegeben und ist seit Februar 2005 kostenfrei im Internet recherchierbar.

Mit der Online-Präsenz wird den Nutzerinnen und Nutzern der zeit- und ortsunabhängige Zugriff auf

die Datenbank ermöglicht.

Ab 2013 erscheint zweimonatlich der Infodienst „Aktuell & lesenswert: Neues aus der

Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB)“.

Die Literaturdatenbank umfasst zurzeit ca. 56 000 Literaturnachweise ab dem Erscheinungsjahr 1988.

Sie weist Fachliteratur zu allen Aspekten der Themenbereiche „Berufsbildung“ und

„Berufsbildungsforschung“ nach. Die Nachweise enthalten bibliografische Angaben und sind mit

Schlagwörtern, Abstracts (Kurzreferate) und einer Klassifikation (Klassifizierungssystem der

beruflichen Bildung) inhaltlich erschlossen.

Die Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) ist die einzige Literaturdatenbank zur

Berufsbildungsforschung in Deutschland, kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkungen im Internet

recherchierbar und verbindet Aktualität der Nachweise mit hochwertiger Auswertung überwiegend

unselbständiger Literatur wie Zeitschriftenaufsätze, die in Bibliothekskatalogen und im Internet nur

bedingt zu recherchieren sind.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Literaturdatenbank liegt auf den folgenden zehn thematischen

Hauptfeldern:

Duales System, Berufsbildungssystem

Ausbildungsstellenmarkt und Beschäftigungssystem

Berufsbildungsforschung

Berufs- und Qualifikationsforschung

Sozialwissenschaftliche und ökonomische Grundlagen der Berufsbildung

Gestaltung und Ordnung der beruflichen Aus- und Weiterbildung

betriebliches und schulisches Lernen

Personengruppen in der beruflichen Bildung

Internationale Berufsbildung, internationale Zusammenarbeit in der Berufsbildung.

Herausgeber:

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn

http://www.bibb.de

© Copyright:

Die veröffentlichten Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers dar.

Veröffentlichung im Internet: 17.5.2013

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Monografien, Online-Publikationen

Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit / Brigitte Weber ; Enzo Weber. - Nürnberg,

2013. - 8 S. : Literaturverz., Tab., Abb. - (IAB-Kurzbericht ; 4/2013) . -

http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb0413.pdf [Zugriff 14.3.2013]

"Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist zwischen den Jahren 2006 und 2011 stark

zurückgegangen. Die Quote sank insgesamt um fast 4 Prozentpunkte. Das

Arbeitslosigkeitsrisiko hängt jedoch nach wie vor eng mit der Qualifikation zusammen. Je

niedriger sie ist, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt. Besonders betroffen

von Arbeitslosigkeit sind Personen ohne Berufsabschluss. Trotz Rückgängen in den letzten

Jahren war in dieser Gruppe im Jahr 2011 immer noch fast jeder Fünfte arbeitslos (19,6

Prozent).Die Position der Akademiker am Arbeitsmarkt verbesserte sich weiter und zeigte

sich selbst in den Krisenjahren 2008/2009 sehr stabil. Ihre Arbeitslosenquote lag 2011 bei 2,4

Prozent gegenüber 3,5 Prozent im Jahr 2006. Auch die Arbeitslosenquoten der mittleren

Qualifikationsebene sind seit 2006 stark gesunken und lagen im Jahr 2011 bei 5,1 Prozent.

Anders als die Qualifikation spielt das Geschlecht für das Arbeitslosigkeitsrisiko kaum eine

Rolle." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

Das duale System in Deutschland : Vorbild für einen Transfer ins Ausland? Studie / Dieter

Euler. - Gütersloh : Bertelsmann Stiftung, 2013. - 82 S. : Literaturverz., Abb., Tab. -

http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_37640_37641_2.pdf

[Zugriff 30.4.2013]

"In Griechenland und Spanien liegen die Jugendarbeitslosigkeitsquoten über 50 Prozent.

Auch in vielen anderen Ländern innerhalb und außerhalb der EU stellt die

Jugendarbeitslosigkeit ein drängendes Problem dar. Angesichts dieser Entwicklungen suchen

die betroffenen Länder nach Möglichkeiten, den Übergang von der Schule in den Beruf zu

verbessern. Dabei gerät immer wieder das deutsche duale System in den Blick, das als

erfolgreiches Modell arbeitsmarktorientierter Berufsausbildung gilt." Allerdings lässt sich ein

nationales Bildungssystem nicht 1:1 auf ein anderes Land transferieren. Im Fokus steht

vielmehr, "sorgfältig die Bedingungen eines Landes zu untersuchen und Anpassungen an die

dort vorherrschenden Rahmenbedingungen, Traditionen und ökonomischen Gegebenheiten

vorzunehmen." Berufsbildungsforscher Euler hat das deutsche System der dualen

Berufsausbildung in elf 'konstitutive Elemente' gegliedert und zeigt an jedem einzelnen

Element, wie zum einen ein Transfer aussehen und wie zum andern das jeweilige Element

substituiert werden kann, wenn ein direkter Transfer nicht geboten erscheint. Dabei werden

Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern mit einem dualen Berufsbildungssystem

berücksichtigt. (Herausgeber; BIBB-Doku)

Herausforderungen für die Berufsbildung in der Schweiz / Markus Maurer [Hrsg.] ; Philipp

Gonon [Hrsg.]. - Bern : h.e.p. Verl., 2013. - 252 S. : Literaturangaben, Tab., Abb. - ISBN 978-3-

03905-923-2

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"Die Berufsbildung in der Schweiz gilt als Erfolgsmodell. Dennoch ist sie zurzeit mehrfach

herausgefordert, etwa durch Veränderungen am Arbeitsmarkt, durch demografische Trends,

aber auch durch den gewachsenen Einfluss globaler und europäischer bildungspolitischer

Entwicklungen. Ohnehin wird von der Berufsbildung - von den Brückenangeboten über die

berufliche Grundbildung bis hin zur höheren Berufsbildung - erwartet, dass sie sich ständig

wandelt." Der Sammelband gibt eine Bestandsaufnahme der Berufsbildung in der Schweiz

und zeigt Perspektiven für zukünftige Entwicklungen auf. Themen wie Fachkräftemangel,

Profilierung von Tertiär B, Verbundpartnerschaft, Finanzierung, Allgemeinbildung und

Berufsmaturität, Weiterentwicklung der Berufe, Integration und Europäisierung werden von

den Autorinnen und Autoren des Buches behandelt. (Textauszug; BIBB-Doku)

ABS Arbeits- und berufsorientierte Selbstkonzeptentwicklung : Theorien -

Konzeptionalisierung - Überprüfung / Aline Schmidt. - Baltmannsweiler : Schneider Verlag

Hohengehren, 2012. - 208 S. : Literaturverz., Tab., Abb. - (Basiswissen Berufsorientierung ; 3)

. - Zugl.: Karlsruhe, PH, Diss., 2012. - ISBN 978-3-8340-1118-3

"Die Autorin untersucht die schulischen Potentiale im Hinblick auf die Förderung von

Arbeits- und Berufsorientierungsprozessen. Dazu reflektiert sie die Domäne schulischer

Berufsorientierung, von den Vorschlägen des Deutschen Ausschusses bis in die Gegenwart.

Angesichts der doppelten Zielsetzungen: Stärkung der Persönlichkeit und Befähigung zur

eigenen Gestaltung der Arbeits- und Berufsbiographie gerät die Selbstkonzeptentwicklung

von Schüler/-innen ins Zentrum der Erkenntnisfindung. Über eine intensive

Auseinandersetzung mit dem facettenreichen und komplexen psychologisch-pädagogischen

Konstrukt gelangt sie zur Konzeptualisierung des arbeits- und berufsorientierten

Selbstkonzeptes. Dieses bündelt sie in einer individuellen Konzeptstruktur. Diese konstituiert

sich über Selbsteinschätzungen hinsichtlich des eigenen übergangsbezogenen Wissens und

Könnens sowie über soziale Erfahrungen und wirkt auf das eigene Anspruchsniveau, das

Verhalten und die sozialen Beziehungen zurück. Im Fokus stehen die Anschlussfähigkeit der

allgemeinbildenden Stufe in die Berufs- und Arbeitswelt und die Entwicklung einer

berufsbiographischen Gestaltungskompetenz seitens der Lernenden. Dabei sind es gerade

die das Verhalten steuernden volitional-motivationalen Aspekte, die Individuen zum

Kompetenzerwerb befähigen. Sie motivieren dazu, lern-, lebens- oder arbeitsweltliche

Herausforderungen anzunehmen und positiv zu bewältigen. Aus den generierten

Erkenntnissen konzeptualisiert die Autorin ein arbeits- und berufsorientiertes

Selbstkonzeptmodell, dessen Struktur und Entwicklungsverläufe mit einem hohen

empirischen Aufwand überprüft werden. Die erzielten (uni-, bi- und multivariaten) Befunde

werden umfangreich erläutert und hinsichtlich der Schaffung selbstkonzeptförderlicher

schulischer Rahmenbedingungen diskutiert." (Verlag, BIBB-Doku)

Bankrott der Bildungsgesellschaft : Pädagogik in politikökonomischen Kontexten / Iwan

Pasuchin. - Wiesbaden : VS Verl. für Sozialwissenschaften, 2012. - 388 S. : Literaturverz., Abb.

- ISBN 978-3-531-19637-4

"Die Vision von einer Bildungsgesellschaft, in der das durch Lernen akkumulierte Wissen die

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zentrale ökonomische Ressource darstellen sollte, wurde im Zuge des Crashs des

entfesselten Kapitalismus endgültig ad absurdum geführt. Immer mehr Menschen, die an

das Versprechen glaubten, auf Basis einer höheren Qualifizierung Wohlstand oder

wenigstens einen sicheren Arbeitsplatz zu erlangen, sehen sich um die Früchte ihrer

Anstrengungen betrogen. Im Endeffekt erwiesen sich die Proklamation der Informationsbzw.

Wissensgesellschaft und mit ihr die Verheißung einer Wirtschaftsform, in der

Investitionen in den eigenen Kompetenzzuwachs reichlich belohnt würden, als Hebel zur

sukzessiven Rückeroberung der Macht sowie zur Vervielfachung des Vermögens finanzieller

Eliten seit Mitte der 1970er Jahre. Das Buch untersucht den Einfluss von Politik sowie

(Medien-) Soziologie auf diesen Prozess und richtet den Fokus auf seine Implikationen für

das pädagogische Denken und Handeln. Abschließend erfolgt das Aufzeigen möglicher

Wege, wie Bildungsverfahren unter Berücksichtigung politökonomischer Kontexte sinnvoll

gestaltet werden können." (Verlag, BIBB-Doku)

Bildungsbenachteiligung : warum die einen nicht können und die anderen nicht wollen /

Guido Breidebach. - Hamburg : Kovac, 2012. - 343 S. : Literaturverz., Tab., Abb. -

(Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse ; 165) . - Zugl.: Dortmund, Techn. Univ.,

Diss., 2012. - ISBN 978-3-8300-6597-5

"Das Buch widmet sich der Bildungsbenachteiligung und geht den Ursachen nach, warum

Jugendliche infolge bestimmter Merkmale in Schule und Gesellschaft als Benachteiligte

betitelt werden. Dabei wird gezeigt, wie Benachteiligung ihnen verbal zugeschrieben wird,

ein Stereotyp heranreift, zu einem Vorurteil avanciert und in der schulischen Praxis der

Leistungsmotivation negativ limitiert. Es wurde ein Motivations-Priming formuliert, welches

das Individuum ganzheitlich betrachtet und den negativen Mechanismen gegenreflektiert.

Die Erbringung des experimentalpsychologischen Nachweises, dass Jugendliche benachteiligt

und dadurch demotiviert werden, aber auch ihre Erfolgshoffnung sprachlich gestärkt werden

kann, ist zentraler Inhalt dieser Arbeit." (Verlag; BIBB-Doku)

Dequalifiziert! : das ungenutzte Wissen von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz.

Mit Porträts von Betroffenen und Handlungsempfehlungen / Carole Berthoud. - Bern, 2012.

- 80 S. : Literaturverz., Tab. - http://www.redcross.ch/data/news/1569_de.pdf [Zugriff

11.3.2013]

"Migrantinnen und Migranten aus Staaten, die nicht der Europäischen Union (EU) oder der

Europäischen Freihandelszone (EFTA) angehören, sind drei- bis viermal häufiger von

Dequalifikation betroffen als Schweizerinnen und Schweizer. Neben den Anforderungen, die

Migration ohnehin stellt, bedeutet dieser berufliche Abstieg eine zusätzliche Belastung. Wie

gehen Betroffene mit dieser Situation um? Und wie könnten sie besser in ihrem

Integrationsprozess unterstützt werden? Herzstück der neuen Broschüre bilden 13 Porträts

von qualifizierten Migrantinnen und Migranten, die in der Schweiz einen beruflichen Abstieg

erlebt haben. Die Ursachen und Folgen dieser Situation, aber auch eingesetzte Ressourcen

und Bewältigungsstrategien der Betroffenen werden in der Publikation beleuchtet. Weiter

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werden Empfehlungen und Anregungen gegeben, wie institutionelle und gesellschaftliche

Hürden für die besagte Migrantengruppe abgebaut werden können, um ihren

Integrationsprozess zu fördern." (Textauszug; BIBB-Doku)

Neue Lernwelten als Chance für alle : Beiträge zur Berufsbildungsforschung / Michaela

Stock [Hrsg.] ; Agnes Dietzen [Hrsg.] ; Lorenz Lassnigg [Hrsg.] ; Jörg Markowitsch [Hrsg.] ;

Daniela Moser [Hrsg.]. - Innsbruck : Studien-Verl., 2012. - 343 S. : Literaturangaben, Abb.,

Tab. - (Innovationen in der Berufsbildung ; 8) . - ISBN 978-3-7065-5208-0

"Für die Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung ist Lernen als Leitbegriff der

Bildungspraxis und -politik und noch viel mehr Lernen als biografisches und organisationales

Phänomen keine neue Herausforderung. Planung, Gestaltung, Begleitung, Reflexion,

Ergebnissicherung und Wirkungsbetrachtung von beruflichen Lernprozessen zeigen

anhaltende Veränderung: Lernorte werden vielfältiger, Lernarrangements weisen

unterschiedliche Grade an Fremd- und Selbststeuerung auf und auch das Konzept von

Beruflichkeit verlangt vor dem Hintergrund zunehmend individualisierter Erwerbsverläufe

und wachsender Bedeutung von überfachlichen Kompetenzen eine Weiterentwicklung. Mit

diesen vielfachen Entgrenzungen sind aber auch individuelle und strukturelle Hürden des

Zugangs und des Lernerfolgs in bekannter, aber auch gewandelter Gestalt verbunden. Dieser

Band versammelt ausgewählte Beiträge der 3. Österreichischen Konferenz für

Berufsbildungsforschung zu diesen Fragen sowie zu weiteren Themen wie etwa

Berufsmatura, Lernumgebung, Berufswahl und Kompetenzentwicklung." (Verlag, BIBB-Doku)

2. Zeitschriftenaufsätze, Sammelbandbeiträge

Beruf und Qualifikation in der Zukunft / Gerd Zika. - Literaturangaben.

In: Lokale Bildungsverantwortung : kommunale Koordinierung beim Übergang von der

Schule in die Arbeitswelt. - Stuttgart. - (2013), S. 78-88

ISBN 978-3-17-022126-0

Der Beitrag beschäftigt sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit

Zukunftsabschätzungen zum Fachkräftebedarf und zeigt mögliche Handlungsfelder und

Strategien gegen den Fachkräftemangel auf der politischen und der betrieblichen Ebene auf.

Projektionen von Arbeitskräftebedarf und -angebot bieten erstmals eine differenzierte

Darstellung sowohl nach Qualifikationsstufen als auch Berufsfeldern. Sie können Hinweise

geben, in welchen Bereichen Engpässe auftreten können und wo Anpassungsprozesse

eintreten müssen. Den Qualifikationsprojektionen von BIBB (Bundesinstitut für

Berufsbildung) und FIT (Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnologie)

zufolge wird der Bedarf an Arbeitskräften mit abgeschlossener Berufsausbildung in den

nächsten Jahren leicht zunehmen und erst nach 2020 leicht zurückgehen. Da gegenwärtig

der Fachkräftemangel als die Lösung der Übergangsprobleme (Übergang Schule Arbeitswelt)

insbesondere für Benachteiligte diskutiert wird, sind seine Untersuchungen für die Frage, ob

kommunale Orientierung weiterhin nötig ist, von Bedeutung. (BIBB-Doku)

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Bildungsgänge des Übergangssystems - Wartesaal des Berufsbildungssystems oder Orte

der Chancenverbesserung? / Frank Braun ; Boris Geier. - Literaturangaben, Tab.

In: Die Deutsche Schule : DDS. - 105 (2013), H. 1, S. 52-65

"Thema des Beitrags ist das von den Nationalen Bildungsberichten prominent in die

bildungspolitische Debatte eingebrachte Konzept des Übergangssystems als 'dritter Sektor

des Berufsausbildungssystems'. Die Tragfähigkeit dieses Konzepts wird anhand von

Längsschnittdaten überprüft, und seine Konsequenzen für berufsbildungspolitische

Reforminitiativen werden analysiert. Es zeigt sich, dass das von den Bildungsberichten

ausgehende Verständnis des Übergangssystems als Wartesaal des Berufsbildungssystems

eine differenzierte Betrachtung der Wirkungen einzelner dem Übergangssystem

zugerechneter Bildungsgänge behindert und deren allgemein bildende Funktion, nämlich die

Kompensation von Defiziten im selektiven allgemeinbildenden Schulsystem, unterschätzt

wird. Dieser Mangel an Differenzierung und die Vernachlässigung der allgemeinbildenden

Funktionen werden in Reforminitiativen fortgeschrieben, die an das Konzept des

Übergangssystems anknüpfen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Bringt uns eine genauere Vermessung der erreichten Kompetenzen weiter? :

Kompetenzmessung, Kompetenzmodelle, Kompetenzstrukturen und erreichte

Kompetenzniveaus in der beruflichen Bildung / Reinhold Nickolaus ; Tobias Gschwendtner ;

Stephan Abele.

In: Die berufsbildende Schule : Zeitschrift des Bundesverbandes der Lehrerinnen und Lehrer

an Berufsbildenden Schulen. - 65 (2013), H. 2, S. 40-46

http://www.blbs.de/presse/zeitung/archiv_2013/BLBS_02_2013.pdf [Zugriff: 7.5.2013]

"Mit der inzwischen zumindest programmatisch etablierten Kompetenzorientierung in der

beruflichen Bildung stellt sich unabweislich die Frage, wie die angestrebten Kompetenzen

erfasst werden können. Geeignete Messverfahren zur Kompetenzerfassung stellen letztlich

eine zentrale Voraussetzung dar, um eine kompetenzorientierte berufliche Bildung adäquat

umzusetzen. In diesem Beitrag werden zentrale Erkenntnisse zur Kompetenzmodellierung

und Kompetenzmessung mit einer Schwerpunktsetzung im gewerblich-technischen Bereich

vorgestellt und ihre praktische Relevanz diskutiert. Dazu werden zunächst Ergebnisse zur

Struktur fachlicher Kompetenzen skizziert, gefolgt von ausgewählten Ergebnissen zu

Niveaumodellen und zur Erklärung der Kompetenzentwicklung." (Autorenreferat; BIBB-

Doku)

Förderung der Lesekompetenz mittels Reciprocal Teaching - auch in der beruflichen

Bildung ein Erfolg? / Kerstin Norwig ; Birgit Ziegler ; Gabriela Kugler ; Reinhold Nickolaus. -

Literaturangaben, Abb., Tab.

In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. - 109 (2013), H. 1, S. 67-93

"Die Lesekompetenz erweist sich nach den vorliegenden Studien für die Entwicklung

berufsfachlicher Kompetenzen als bedeutsam. Insbesondere bei leistungsschwächeren

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Auszubildenden scheint eine mangelnd entwickelte Lesekompetenz für die berufsfachliche

Kompetenzentwicklung zur Barriere zu werden. Damit wird die Förderung der

Lesekompetenz in der beruflichen Bildung zu einem wichtigen Anliegen. Als besonders

aussichtsreich, jedoch in der Umsetzung auch anspruchsvoll scheint dafür der Ansatz des

Reciprocal Teaching, mit dem in anderen Kontexten bemerkenswerte Effekte erzielt werden

konnten. In der beruflichen Bildung konnten diese Effekte im Klassenkontext bisher

allerdings nicht repliziert werden, wofür u.a. die spezifischen Rahmenbedingungen, die

Interventionszeit und eine mangelnde Umsetzungsqualität als ursächlich vermutet wurden.

Lediglich bei den besonders Leistungsschwachen waren Lernzuwächse beobachtbar. In

diesem Beitrag werden Ergebnisse einer breit angelegten Interventionsstudie vorgestellt, in

welcher die Interventionszeit ausgedehnt, eine höhere Umsetzungsqualität angestrebt und

eine Kleingruppenbildung im Klassenkontext vorgenommen wurde. Einbezogen wurden

sowohl Klassen aus dem Übergangssystem (BVJ, BEJ) als auch zweijährige Berufsfachschulen

und die Teilzeitberufsschule, so dass auch Vergleiche zwischen den Schulformen möglich

werden. Berichtet werden Ergebnisse der Eingangsdiagnostik sowie Befunde zur

Motivations- und Lesekompetenzentwicklung." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Grundzüge einer subjektwissenschaftlichen Kompetenzforschung / Ines Langemeyer. -

Literaturangaben.

In: Report : Zeitschrift für Weiterbildungsforschung. - 36 (2013), H. 1, S. 15-23

"Bei der heutigen Kritik an Methoden zur Kompetenzdiagnostik stellt sich heraus, dass das

Problem nicht in empirischen oder methodischen, sondern vor allem in theoretischen

Defiziten liegt. Es fehlen psychodynamische Erklärungen. Des Weiteren werden als

Kompetenzen hauptsächlich als individuelle Merkmale konstruiert, während soziale

Dimensionen außer Acht gelassen werden. Beides ist eine gravierende Leerstelle. Dieser

Beitrag argumentiert, dass Kompetenz nicht die Ursache von Performanz sein kann, sondern

nur die bewusste Vorstellung davon, wie gekonntes Handeln aussieht. Als subjektive

Fähigkeit, gekonntes Handeln absichtsvoll zu generieren, ist Kompetenz eine Form von

Selbstbewusstsein. Es entwickelt sich weder nach einem vorher gefassten Plan noch als

geradlinig ansteigender Kompetenzzuwachs, sondern in der subjektiv bedeutsamen

Auseinandersetzung mit den sozio-kulturell vorhandenen Handlungs- und

Entwicklungsmöglichkeiten. Zu erkennen ist dabei die gesamtgesellschaftliche Vermitteltheit

individueller Existenz. Durch den psychodynamischen Zusammenhang, in dem Formen von

(Selbst-)Bewusstsein entstehen, kann Kompetenzentwicklung in jedem Moment Formen der

Inkompetenz einschließen. Ergebnis ist ein Nexus von Kompetenz-Inkompetenz, der sich

subjektwissenschaftlich durch eine Unterscheidung verschiedener Ebenen des (Selbst-)

Bewusstseins erforschen lässt." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Kompetenzbilanzierung für das Aus- und Weiterbildungspersonal der Volkswagen

Bildungsinstitute GmbH als Möglichkeit der Personalentwicklung / Jan Böhm. -

Literaturangaben, Abb.

In: Report : Zeitschrift für Weiterbildungsforschung. - 36 (2013), H. 1, S. 45-54

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"Der seit einigen Jahren geführte Kompetenzdiskurs sowie die Bedeutungszunahme

informellen Lernens besonders am Arbeitsplatz haben Verfahren zur Sichtbarmachung und

Bilanzierung beruflicher Kompetenzen in der pädagogischen Praxis als auch in der

bildungspolitischen Diskussion eine prominente Stellung verschafft. Jedoch konzentrieren

sich solche Verfahren in der Regel auf Auszubildende oder Weiterbildungsteilnehmer. Dieser

enggeführte Blick hat die Lehrenden und/oder dispositiv tätigen Mitarbeiter in der

beruflichen Aus-und Weiterbildung weitgehend ausgeblendet. Welche Kompetenzen diese

besitzen, wo sie erworben wurden oder wie sie weiterentwickelt werden können ist

weitgehend unbekannt. In diesem Artikel wird ein Kompetenzbilanzierungsverfahren für

berufliches/betriebliches Weiterbildungspersonal dargestellt und die Möglichkeiten und

Grenzen des Einsatzes diskutiert." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Ohne Ausbildung erfolgreich zum Berufsabschluss - Eine Analyse potenzieller

Einflussfaktoren auf das Bestehen der Externenprüfung / Margit Ebbinghaus ; Elisabeth M.

Krekel. - Literaturangaben, Tab.

In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. - 109 (2013), H. 1, S. 46-66

"Auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben formale Berufsabschlüsse einen hohen Stellenwert.

Entsprechend schwierig gestaltet sich die berufliche Teilhabe für Personen, die ihre

beruflichen Kompetenzen informell erworben haben. Diesem Personenkreis eröffnet die

Externenprüfung die Möglichkeit, ihre außerhalb einer geregelten Berufsausbildung

erworbenen Kompetenzen durch Teilnahme an der regulären Ausbildungsabschlussprüfung

formal anerkennen und zertifizieren zu lassen. Bislang wird von dieser Möglichkeit allerdings

nur bedingt Gebrauch gemacht, möglicherweise weil die Erfolgsquoten Externer deutlich

hinter denen von Auszubildenden zurück bleiben. Welche Faktoren Einfluss auf den Erfolg

bei der Externenprüfung haben, ist weitgehend unbekannt. Ebenso ungeklärt ist die Frage,

inwieweit dabei Parallelen zu Faktoren bestehen, die sich bei Auszubildenden als

erfolgsrelevant erwiesen haben. Im vorliegenden Beitrag werden erste Antworten auf diese

Fragen über Analysen der in der Berufsbildungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes

und der Länder erfassten Daten zu Abschlussprüfungen Externer und Auszubildender

gesucht." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Onboarding von Auszubildenden - Welche Maßnahmen erleichtern den

Ausbildungsbeginn? / Julia Schörger ; Andreas Rausch ; Jörg Neubauer. - Literaturangaben,

Abb., Tab.

In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis : BWP. - 42 (2013), H. 2, S. 42-45

"Für Auszubildende stellt die Eingangsphase der Berufsausbildung eine große

Herausforderung dar und eine vorzeitige Vertragsauflösung wird meist als persönlicher

Misserfolg erlebt. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels und angesichts

der hohen Kosten einer Vertragsauflösung versuchen ausbildende Unternehmen, die

Eingangsphase durch sogenannte Onboarding-Maßnahmen zu unterstützen. Im Beitrag

werden Ergebnisse aus Interviews mit Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen in

fünf Unternehmen zu den erlebten Herausforderungen, den angebotenen Onboarding-

Maßnahmen und deren Beurteilung vorgestellt." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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Praxisbegleitung als Lehrauftrag in den Berufsfeldern Gesundheit und Pflege: Positionen,

Befunde, Forschungsbedarfe / Frank Arens. - Literaturangaben.

In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. - 109 (2013), H. 1, S. 108-129

"Praxisbegleitung zeigt sich den Lehrenden in den Berufsfeldern Gesundheit und Pflege als

komplexer Lehrauftrag, der wenig systematisiert und in der Berufsbildungsforschung kaum

Beachtung findet. Entsprechend liegen bisher nur wenige empirische Befunde sowie

gesundheits- und pflegedidaktisch reflektierte Theorien, Modelle und Konzepte zur

Praxisbegleitung vor. Während in den Pflegeberufen erste Anstrengungen zur Beschreibung

des Lehrauftrags unternommen werden, muss für die Gesundheitsberufe eine Lücke

konstatiert werden. Die Untersuchung trägt die rechtlichen Vorgaben sowie Befunde und

Positionen zur Praxisbegleitung zusammen, um abschließend einen umfassenden

Forschungsbedarf zu skizzieren."

Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals als eine Konsequenz der

Akademisierung beruflicher Bildung : Begründung, Ziele und hochschuldidaktisches

Konzept des "Trialen Modells" / Uwe Faßhauer ; Martina Vogt. - Literaturverz.

In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online. - (2013), H. 23, 22 S.

http://www.bwpat.de/ausgabe23/fasshauer_vogt_bwpat23.pdf [Zugriff: 19.4.2013]

"Im ersten Teil des Beitrages werden empirische Begründungen aus Studien für Deutschland

referiert, die den Wandel der Tätigkeiten des betrieblichen Bildungspersonals, die über die

weiterhin wichtigen beruflich-fachlichen Voraussetzungen hinaus reichen, dokumentiert:

Kompetenzbedarf wird in den Bereichen Ausbildungsmethodik, Begleitung und Beurteilung

von Auszubildenden gesehen. Ebenso zeigen sich steigende Anforderungen in der

prozessorientierten Ausbildungsgestaltung und der Fähigkeit zur Konfliktbewältigung.

Qualitative Studien in EU-Ländern zeigen insbesondere die Veränderung des

Anforderungsprofils hin zur Lernberatung, -begleitung und Coaching. Eine theoretische

Begründung wird im Beitrag in Anlehnung an Arbeiten von HELSPER (2007) und KURTZ

(2009) skizziert. Im zweiten Teil werden - exemplarisch für das Triale Modell - die Ziele,

curricularen Elemente und Organisation des berufsbegleitenden Studiengangs B.A.

Betriebliche Bildung beschrieben (inkl. Zulassungsvoraussetzungen und

Anerkennungsverfahren für beruflich Qualifizierte bzw. Personen ohne Abitur). Im dritten

Teil wird die hochschuldidaktische Konzeption des berufsbegleitenden Studiengangs

beschrieben und begründet. Im Zentrum stehen hierbei die Umsetzung des

problemorientierten Lernens, der Arbeitsprozessorientierung in den Modulen sowie die

Lernbegleitung als zentrales Element der Absicherung von Studierfähigkeit. Der im Beitrag

exemplarisch beschriebene berufsbegleitende Studiengang BA Betriebliche Bildung startete

zu Beginn des WS 2012/13. Er stellt zurzeit bundesweit das einzige Programm dieser Art dar,

das über die Konzeptionsphase hinaus in die konkrete Umsetzung gelangt ist."

(Autorenreferat; BIBB-Doku)

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Mai 2013 / www.ldbb.de

Professionsorientierte Beruflichkeit? : Theoretische und konzeptionelle Überlegungen zur

Öffnung der Hochschulen als Lernorte der beruflichen Bildung / Rita Meyer. - 19 S. :

Literaturverz.

In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online. - (2013), H. 23

http://www.bwpat.de/ausgabe23/meyer_bwpat23.pdf [29.4.2013]

"Der 3. Bildungsweg, der Hochschulzugang über die Anerkennung beruflicher Kompetenzen,

ist ein explizit beruflicher Bildungsweg. Hochschulen werden damit faktisch zu einem Lernort

der beruflichen Bildung. Mit den politischen Maßnahmen zur Durchlässigkeit der

Bildungssysteme und der Öffnung der Hochschule ist es nun für den einzelnen möglich, seine

individuelle Beruflichkeit zu steigern - und zwar aufgrund der akademischen Orientierung in

Richtung Professionen. Hier findet das Konstrukt einer gesteigerten, "professionsorientierten

Beruflichkeit" eine Entsprechung in der Realität des Bildungswesens. Zum Problem wird

jedoch die in Deutschland historisch fest verankerte Trennung von beruflicher und

allgemeiner Bildung: die Durchlässigkeit, nicht zuletzt aufgrund des Mangels an adäquaten

Angeboten von hochschulischer Seite ist, faktisch kaum realisiert. Dies hat unterschiedliche

Gründe, die von der Heterogenität der potenziellen Studierenden, bis hin zu strukturell

systematischen Problemen reichen. In dem Beitrag wird zunächst theoriegeleitet der Frage

nachgegangen, ob und inwiefern ein wissenschaftliches Studium als eine Form der

gehobenen Berufsausbildung im Sinne einer gesteigerten, professionsorientierten

Beruflichkeit gelten kann und welche Herausforderungen angesichts der zunehmenden

Akademisierung der Berufsbildung an Formate einer wissenschaftlichen Berufsausbildung

gestellt werden. Im Anschluss daran werden auf der Basis von abgeschlossenen Projekten

zur berufsbegleitenden Weiterbildung an der Universität Trier Erfahrungen und

Herausforderungen diskutiert." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

Regionalspezifische Verlaufsmuster von Bildungs- und Ausbildungswegen von

Hauptschülerinnen und Hauptschülern nach dem Ende der Pflichtschulzeit / Nora Gaupp ;

Franziska Mahl. - Literaturangaben.

In: Die Deutsche Schule : DDS. - 105 (2013), H. 1, S. 27-39

"Eine wirksame Abstimmung von Politiken, Programmen und Angeboten auf lokaler Ebene

erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendlichen die Übergänge von der Schule in

Ausbildung und Erwerbsarbeit gelingen. Als Grundlage für eine empirie-basierte (Übergangs-

)Politik sind lokale Daten über das Übergangsgeschehen vor Ort notwendig. Anhand zweier

vom DJI durchgeführter kommunaler Längsschnittstudien zu Übergangswegen von

Jugendlichen mit Hauptschulbildung in Stuttgart und Leipzig werden Unterschiede und

Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Städten beschrieben und diskutiert."

(Autorenreferat, BIBB-Doku)

Trends in gender disparities at the transition from school to work : labour market entries

of young men and women between 1984 and 2005 in West Germany / Marita Jacob ;

Corinna Kleinert ; Michael Kühhirt. - Literaturangaben, graf. Darst.

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Mai 2013 / www.ldbb.de

In: Journal of Vocational Education and Training. - 65 (2013), H. 1, S. 48-65

"This paper examines trends in school-to-work transitions of young men and women with

lower and higher secondary education in West Germany between 1984 and 2005. This

period was marked by an increase in young women’s educational attainment and a

continuous growth of the service sector. We assume that both developments have benefited

women more than men in terms of smooth labour market integration. Results from discrete

event history analyses show that in recent years women indeed found their first job faster

than men. However, this is not mainly due to an improvement in young women’s chances to

enter employment, but to deteriorating employment prospects of men, in particular of

unskilled men." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Umsetzung und Perspektive der assistierten Ausbildung : Antwort der Bundesregierung auf

die Kleine Anfrage der Abgeordneten Agnes Alpers, Nicole Gohlke, Dr. Rosemarie Hein,

weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 17/12599). - 12 S.

In: Drucksachen : Drucksachen des Deutschen Bundestages / Deutscher Bundestag. - (2013),

H. Drucksache 17/8425 vom 20.1.2012

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/128/1712831.pdf [Zugriff: 8.5.2013]

In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zu Umsetzung und

Perspektive der assistierten Ausbildung erläutert die Bundesregierung, dass "assistierte

Ausbildung" kein etablierter, fest definierter Begriff sei. Vielmehr lasse der Begriff

verschiedene Perspektiven zu "mit Schwerpunkt in der Assistenz von Jugendlichen oder

ausbildungsbereiten Betrieben oder in der Berücksichtigung beider Aspekte während oder

im Vorfeld der dualen Ausbildung". Aktuell würden unterschiedliche Projektansätze

verschiedener Akteure diesem Oberbegriff zugeordnet, heißt es in der Vorlage weiter. Die

Grundidee bestehe insbesondere darin, "die duale Ausbildung um einen Dienstleister

(Bildungsträger) als dritten Partner zu erweitern, der sowohl den Jugendlichen als auch den

Betrieben Vorbereitungs- und Unterstützungsangebote unterbreitet". In ihrer Antwort

verweist die Bundesregierung auf Projekte zur Umsetzung der assistierten Ausbildung

("diana"; "carpo") und auf den BIBB-Modellversuchsförderschwerpunkt "Neue

Wege/Heterogenität". (Textauszug; BIBB-Doku)

What drives the intention of Bavarian crafts apprentices to chance employer or

occupation? : an empirical study in the crafts sector / Robert Wagner ; Maximilian Wolf. -

Literaturangaben, Tab.

In: Zeitschrift für Arbeitsmarktforschung : ZAF. - 46 (2013), H. 1, S. 45-60

Welche Faktoren beeinflussen die Absicht von bayerischen Handwerkslehrlingen die Firma

oder den Beruf zu wechseln? Eine empirische Studie im Handwerkssektor

"In dieser Studie wird untersucht, welche Faktoren im Kontext einer dualen Ausbildung im

bayerischen Handwerk die Absicht von Auszubildenden beeinflussen, nach Abschluss der

Ausbildung entweder das Ausbildungsunternehmen oder den Ausbildungsberuf zu wechseln.

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Mai 2013 / www.ldbb.de

Exemplarische Faktoren sind Freude an der Arbeit, regionale Nähe zum Ausbildungsbetrieb,

Arbeitsplatzsicherheit oder das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. Anders als frühere

Studien zu Job-Mobilität unterscheiden wir explizit zwischen den Möglichkeiten nur das

Unternehmen zu wechseln, jedoch dem Ausbildungsberuf treu zu bleiben und der

Alternative, sowohl das Unternehmen als auch den Beruf zu wechseln. Basierend auf einem

multinominalen Logit Modell zeigen unsere Ergebnisse, dass Freude an der Arbeit, regionale

Nähe zum Arbeitgeber und Arbeitsplatzsicherheit die wichtigsten Faktoren sind, um

weiterhin beim Ausbildungsunternehmen tätig sein zu wollen. Unsere Ergebnisse haben

praktische Relevanz für zahlreiche Institutionen im Handwerk." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Zielsetzung und Umfang europäischer Bildungskooperationen : Antwort der

Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Willi Brase, Dr. Ernst Dieter

Rossmann, Dr. Hans-Peter Bartels, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD

(Drucksache 17/12894).

In: Drucksachen : Drucksachen des Deutschen Bundestages / Deutscher Bundestag. - (2013),

H. Drucksache 17/8425 vom 20.1.2012, 8 S.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/130/1713001.pdf [Zugriff: 19.4.2013]

Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit ist das Bundesministerium für Bildung und

Forschung zur Verbesserung der Jugendbeschäftigung und Zusammenarbeit im Bereich

Berufsausbildung in Europa verschiedene Kooperationen eingegangen. Im Dezember 2012

hat Deutschland mit den sechs EU-Ländern eine Bildungskooperation zu einer europäischen

Ausbildungsallianz unterzeichnet. Vereinbartes Ziel ist es, dass bis 2020 80 Prozent aller

jungen Menschen in der EU einer Beschäftigung nachgehen sollen. Zur Bewältigung dieser

Aufgabe wird beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Zentralstelle für

internationale Berufsbildungskooperation eingerichtet. Vor diesem Hintergrund möchte die

SPD in ihrer Kleinen Anfrage unter anderem wissen, ob angesichts der hohen

Jugendarbeitslosigkeit von über 50 Prozent in mehreren Ländern Südeuropas, der Erwerb

von Fremdsprachen verpflichtend in die Lehrpläne der Berufsschulen aufgenommen werden

solle. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf das Programm LEONARDO DA VINCI

und das Sonderprogramm zur "Förderung der beruflichen Mobilität von

ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa"

(MobiPro-EU). Die Bundesregierung rechne mit etwa 30.000 jungen Menschen aus dem

europäischen Ausland, die Praktika oder einzelne Ausbildungsphasen in Deutschland

absolvieren möchten. Einen festen Länderschlüssel für Austauschmaßnahmen gebe es nicht.

Die regionale Verteilung sei nach dem Entsendeprinzip vielmehr abhängig von der Nachfrage

in einem Partnerland. "Zudem verweist die Bundesregierung darauf, dass die

Ausbildungsallianz die Etablierung dualer Berufsausbildungselemente in weiteren EU-

Mitgliedstaaten anstrebe. Eine Annäherung der beruflichen Ausbildungssysteme könne die

Mobilität während einer Berufsausbildung zwischen den Mitgliedstaaten erhöhen.

Grundsätzlich könne die Ausbildungsallianz somit dazu beitragen, die Mobilität auf dem

europäischen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Davon profitiere auch der deutsche

Ausbildungsmarkt." (Textauszug; BIBB-Doku)

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Mai 2013 / www.ldbb.de

Zur Omnipräsenz von Outcome-Orientierung / Mariska Ott. - Literaturangaben, Abb., Tab.

In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik. - 109 (2013), H. 1, S. 18-45

"Der Begriff Outcome-Orientierung verweist derzeit auf mehrere in der Berufs- und

Wirtschaftspädagogik geführte Diskurse zugleich, die mitunter auch zur wechselseitigen

Legitimierung angeführt werden. In der Folge dieser Omnipräsenz des Outcome-Ansatzes

werden inzwischen jedoch Begriffe synonym verwendet, die sich konzeptionell voneinander

unterscheiden. Besonders prägnant ist dabei die Vermengung von Learning Outcomes und

Bildungsstandards. Der outcome-orientierte Ansatz weist weiterhin Parallelen zum

lernzielorientierten Ansatz der 1970er Jahre auf, der in diesem Kontext bislang jedoch kaum

rezipiert wurde. Auch hier stellt sich die Frage nach einer entsprechenden Abgrenzung. Im

Beitrag werden diese Diskurse einander gegenübergestellt. Dadurch können zwischen ihnen

bestehende Bezüge ebenso wie Unterschiede aufgezeigt und zentrale Begriffe wieder in

ihrem ursprünglichen Kontext verortet werden. In erster Linie soll dadurch ein stärkeres

Bewusstsein für die den Konzepten zugrundeliegenden Leitgedanken geschaffen und

Missverständnissen im wissenschaftlichen und bildungspolitischen Austausch

entgegengewirkt werden. Die theoretische Aufarbeitung erfolgte dabei auf Basis einer

Sichtung der einschlägigen Literatur." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

Akademisierung beruflicher und Verberuflichung akademischer Bildung : widersprüchliche

Trends im Wandel nationaler Bildungssysteme / Felix Rauner. - 21 S. : Literaturangaben.

In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online. - (2012), H. 23

http://www.bwpat.de/ausgabe23/rauner_bwpat23.pdf [Zugriff: 22.4.2013]

"Mit "academic drift" wird in den letzten Jahrzehnten der internationale Trend der

Akademisierung der Bildung bezeichnet. Deutschland schien bis vor wenigen Jahren mit

einer Studentenanfänger-Quote von kaum mehr als 35% immun gegen diesen Trend dank

eines attraktiven dualen Berufsbildungssystems. Bildungsplanerisch stützt sich die

Akademisierung in zahlreichen OECD- und Schwellenländern auf die "College for All"-Politik.

DANIELLs These, dass der Dreh- und Angelpunkt - "das neue axiale System", um das sich in

der post-industriellen Gesellschaft alles drehe - die ökonomische, technologische und

kulturelle Entwicklung, das theoretische wissenschaftliche Wissen sei, gilt in diesem

Zusammenhang immer noch als wegweisend. Zugleich wird durch den Bolognaprozess das

Konzept der berufsqualifizierenden Studiengänge zu einer zentralen Leitidee der

Hochschulentwicklungsplanung. Parallel dazu haben in Deutschland die dualen Studiengänge

erheblich an Attraktivität gewonnen. Dass der Übergang von beruflich Qualifizierten (ohne

Hochschulreifezeugnis) trotz einer Vielzahl bildungsplanerischer Maßnahmen nach wie vor

als ein weitgehend ungelöstes Problem gilt, ist ein weiteres Indiz für einen höchst

unübersichtlichen Strukturwandel im Bildungssystem, der bildungstheoretisch kaum

aufgeklärt ist. Zu dieser Diskussion soll der Aufsatz beitragen." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

Annäherungsstrategien der berufsbildenden Schulen an den Hochschulsektor : Chancen

und Barrieren am Beispiel des Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen (NRW) / Anna

Rosendahl ; Manfred Wahle. - 25 S. : Literaturverz.

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Mai 2013 / www.ldbb.de

In: Berufs- und Wirtschaftspädagogik - online. - (2012), H. 23

http://www.bwpat.de/ausgabe23/rosendahl_wahle_bwpat23.pdf [Zugriff: 6.5.2013]

"Die berufsbildende Schule steht vor großen Herausforderungen. Dazu gehören u.a. der

prognostizierte Schülerrückgang im Prozess des demografischen Wandels und die damit

erwartete sinkende Auslastung der Berufsschule, der sich anbahnende Fachkräftemangel,

die steigenden Anforderungen an berufliche Qualifikationen, die Akademisierung von

Betrieb, Beruf und Gesellschaft und Steuerungsprobleme der beruflichen Bildung aufgrund

ihrer zersplitterten rechtlichen Regelung. Vor diesem Hintergrund wird aktuell die

zukunftsweisende Reform der berufsbildenden Schule breit diskutiert. Ein bedeutsamer

Eckpunkt dafür ist die stärkere Verknüpfung der (schulischen) Berufs- mit der Tertiärbildung.

Darum geht es in diesem Beitrag, bzw. genauer: um Annäherungsstrategien berufsbildender

Schulen an den Hochschulsektor. Als Beispiel dient dazu das Berufskolleg in Nordrhein-

Westfalen. Der Beitrag ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten werden aktuelle und zukünftige

Herausforderungen für das NRW-Berufskolleg unter besonderer Berücksichtigung des

demografischen Wandels und geltender schulrechtlicher Vorschriften beleuchtet. Am Ende

dieses Überblicks werden fünf herausragende Zielpunkte benannt, auf die das Berufskolleg

im Interesse seiner Zukunftsfähigkeit hinsteuern sollte. Im zweiten Teil geht es um eine im

Jahre 2010 in NRW umgesetzte regionale Fallstudie. Diese zeigt Chancen, Probleme und

Barrieren auf, die vier Berufskollegs in einer untersuchten Region NRWs bei ihrer

Annäherung an Hochschulen herausfordern." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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