Pressetext - ZOOM Kindermuseum

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Pressetext - ZOOM Kindermuseum

Die Ausstellung setzt vier thematische Schwerpunkte:

Das Land

Im Mittelalter lebten und arbeiteten die meisten Menschen auf dem Land. Ackerbau

und Viehzucht bildeten die Lebensgrundlage der Bauern. In der Ausstellung

erzählt eine Hörgeschichte vom Leben im Bauernhaus sowie vom festen Rhythmus

der bäuerlichen Arbeiten im Laufe eines Tages und im Einklang mit den Jahreszeiten.

Ein althochdeutscher Bienensegen veranschaulicht die Sprache der Menschen

im frühen Mittelalter und die Bedeutung der Honig- und Wachsgewinnung.

Eine Waldinstallation thematisiert die kraftraubende Arbeit im mittelalterlichen

Urwald sowie seine Bedeutung als Lebensraum, Rohstoff- und Nahrungsquelle für

Mensch und Tier. Die Kinder schlichten als WaldarbeiterInnen Holz auf einen Ziehschlitten,

manövrieren ihn durch den „Wald“ und begegnen dabei eventuell dem

einen oder anderen mystischen Tier.

Auf dem Land war auch die Erzgewinnung angesiedelt, Erz war u. a. für Rüstungen

und die Herstellung von Silberpfennigen unumgänglich. An der Bergbaustation

bauen die Kinder Erz ab und überprüfen, um welche Art von Gestein es sich handelt.

Sie erfahren auch, mit welchen Transportmitteln und auf welchen Wegen Güter

und Eisenwaren transportiert wurden.

Die Stadt

Dicht aneinander gebaute Stadthäuser, enge Gassen, Fachwerkbauten und Pflastersteine

– auch heute noch trifft man immer wieder auf Stadtteile, die aus dem Mittelalter

stammen. Die Ausstellung präsentiert eine mittelalterliche Gasse, in der die

Kinder einige Handwerksberufe kennen lernen: Sie prägen Münzen und besuchen

eine Apotheke, in der sie anhand einer mittelalterlichen Rezeptur eine Teemischung

nach der Humoralpathologie herstellen. Beim Schuster und beim Schneider probieren

die Kinder Plateau- und Schnabelschuhe aus und schlüpfen in verschiedene

Kostüme und Gewänder.

Der strenge Aufbau der Gesellschaft nach Ständen wird in einem Kartenspiel vermittelt,

das die BesucherInnen mit ihren eigenen Einfällen vervollständigen können.

Die Burg

Fürsten, Könige und Ritter ließen Burgen errichten, von denen aus sie das Land

überwachen konnten und die der Bevölkerung bei Gefahr als Zufluchtsort dienten.

Burgen als Wohnstätten des Adels und von Rittern bestanden zwar aus vielen

Räume und Hallen, die jedoch kalt und zugig waren und meist karg ausgestattet.

Das Leben in einer Burg war weniger romantisch und luxuriös, als wir es uns heute

oft vorstellen. Wie es beispielsweise um die Hygiene und Körperpflege auf einer

Burg bestellt war, hören die Kinder am Plumpsklo, wo ein Ritter in einer Hörgeschichte

seinen Gedanken freien Lauf lässt.

Vor der gemalten Ansicht einer Burg machen die Kinder auf einem Einhorn und

einem Pferd Geschicklichkeitsübungen, die den Knappenprüfungen der jungen

Edelleute nachempfunden sind.

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