Jahresbericht 2012 - Kinderschutzbund

kinderschutzbund.muenster.de

Jahresbericht 2012 - Kinderschutzbund

Jah res be richt

12

Un se re Kin der schutz ar beit in Müns ter

foto: julia rau

„Wir müssen Kindern die best möglichen

Bedingungen für ihr Aufwachsen zur

Verfügung stellen. Auch als Mutter von

zwei Töchtern liegt mir eine unbeschwerte

Kindheit für alle sehr am Herzen.

Der Kinderschutzbund Münster leistet

hierzu einen wichtigen Beitrag. Seine

Kinderschutzarbeit ist einfach klasse

und wertvoll.“ Ingrid­Klimke­

Schirmfrau­DKSB-Ortsverband­Münster

Deut scher Kin der schutz bund

Orts ver band Müns ter

www.kinderschutzbund-muenster.de

1


Schwangerschaftsmode

Willkommen in

Schwangerschaftsmode

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unserer Welt.

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Kindermode

Münster | Alter Fischmarkt 12 | www.koenigskinderundrebellen.de | www.mukk.de


Deut ­s cher K in­der ­s chut z­bund

Or t s ­ver ­band Müns ­ter

Un­se­re Kin­der­schut z­ar­beit

in Müns­ter

Jah­re s­b e­r icht 20 12

Titelfoto: Im Februar 2013 präsentierte der DKSB Münster 20 von

Design-StudentInnen der FH Münster im Sommer-Semester 2012

entworfene Kinderschutz(bund)-Plakate in der Bezirksregierung

Münster. Unser Foto zeigt Reinhard Klenke, Abteilungsleiter der

Behörde (rechts) und unseren Geschäftsführer, Dieter Kaiser

(2.v.r.) zusammen mit den Studierenden und ihren Dozenten Paul

Plattner-Wodarczak (2.v.links) und Jakob Maser (links) bei der

Ausstellungseröffnung.

© Bezirksregierung Münster

„Un se re Kin der schutz ar beit in Müns ter – Jah res be richt 2012“ ist ei ne Ver öf fentli

chung des Deut schen Kin der schutz bun des (DKSB) Orts ver band Müns ter.

Berliner Platz 33, 48143 Müns ter, Tel.02 51 4 71 80, Fax 02 51 51 14 78

Lay out: Thomas Schau der. Ge druckt auf chlor frei ge bleich tem Pa pier.

Auf la ge: 1.500 © DKSB OV Müns ter, Ap ril 2013


In halt

3 Vor wort

4 All ge mei ne In for ma tio nen

8 Be richt des Vor stan des

10 Unsere Schirmfrau

12 Beratungsstelle im DKSB Münster:

Hilfen für Kinder, Jugendliche, Eltern

und Fachkräfte

16 Ar beits schwer punkt Prä ven ti ve Kin der schutz ar beit

21 Elternkurse Starke Eltern – starke Kinder ®

23 Elternkurs und Weiterbildung für Fachkräfte

„GELKI“ ®

23 Arbeitsschwerpunkt Beratung und Therapie

24 Wer den Sie Pa te oder Pa tin für die Be ra tungs stel le

25 Beratungsstelle: Statistik 2012

Arbeitsgruppen im DKSB Münster

28 AG Kind und Kran ken haus

29 AG El tern te le fon

30 AG Kin der- und Ju gend te le fon

32 AG Öf fent lich keits ar beit

35 Unser Projekt „Münster Pur“

36 AG Fundraising

37 Aktion Zahngold

Neues Angebot

38 Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche

Service

39 Unser Ver leih ser vi ce für Au to kin der sit ze

40 DKSB-Rat ge ber: Von Hand zu Hand –

Ihr Tes ta ment für die Zu kunft un se rer Kin der


Vorwort

Vor wort

Stillstand ist Rückschritt“ und „Jede Krise beinhaltet

auch eine Chance“. In jeder dieser Aussagen steckt

eine Menge Wahres, und dies gilt auch für unser Kinderschutzjahr

2012, das gleichermaßen ein sehr bewegendes,

zum Teil sorgenvolles, aber auch eines war, das

Perspektiven aufgezeigt hat. Nein, stehen geblieben

sind wir im Jahr 2012 wirklich nicht. Wir haben spannende

Projekte im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit

realisiert bzw. auf den Weg gebracht (Stichworte:

Imagefilm, Plakatkampagnen, „ambient marketing“; s.

hierzu im Einzelnen den „Bericht des Vorstandes“ und

die Seiten zu unserer Öffentlichkeitsarbeit). Dies hat

sogar die Redaktion unserer Verbandszeitschrift „Kinderschutz

aktuell“ dazu bewogen, ihre „Ortsverbands­

Reportage“ im November-Heft an unseren Ortsverband

zu vergeben – eine ganz besondere Ehre, wenn man

bedenkt, dass pro Jahr nur 4 von über 400 DKSB-Orts-/

Kreisverbänden Berücksichtigung finden (nachzulesen

auf der Homepage des DKSB-Bundesverbandes unter

„Über uns/Publikationen/Kinderschutz aktuell/Ausgabe

4/12 als flashpaper lesen“). Auch unsere Homepage

präsentiert sich seit Herbst 2012 in einem neuen

Gewand.

Im Jahresbericht 2011 haben wir uns in unserem

Schwerpunktthema mit dem wichtigen Thema „Inklusion“

beschäftigt, und wir freuen uns sehr, dass wir im

Jahr 2012 unser neues inklusives Projekt „SpürSinn.

Mein Gefühl stimmt!“ mit Hilfe der Aktion Mensch und

der Mascheski Foundation in Münsteraner Förderschulen

haben starten können. Nähere Informationen hierzu

finden Sie im Bericht unseres Beratungsteams ebenso

wie zu dessen neuer Veranstaltungsreihe „Kinderkram

(?!)“, die ebenfalls in 2012 mit insgesamt drei Vorträgen

gestartet worden ist. Eine sehr spannende und wegweisende

Zusammenarbeit hat in 2012 zwischen unserer

Fachberatungsstelle und dem Institut für Arbeit und

Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicher

ung begonnen, die das Schulprojekt „Gemeinsam •

Mädchen und Jungen stärken“ wissenschaftlich evaluiert

hat – mit einem sehr positiven Ergebnis, so dass wir

zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Jahresberichts

gemeinsam eine weitere Zusammenarbeit anstreben.

Ebenfalls in 2012 haben wir die notwendigen Vorarbeiten

geleistet, um unseren Hilfsangeboten einen zusätzlichen

Baustein hinzufügen zu können, und so können

wir seit Beginn 2013 Kindern und Jugendlichen einmal

im Monat eine Rechtsberatung durch eine Münsteraner

Rechtsanwältin anbieten, die mit den Ratsuchenden

Fragen zu ihren Rechten bespricht und diese darüber

informiert. Dass unser Umzug im April 2011 keine ganz

schlechte Idee war, hat sich in 2012 u. a. daran gezeigt,

dass mehr als doppelt so viele Jugendliche als zuvor den

Weg zu unserer Beratungsstelle gefunden haben –

sicherlich auch deshalb, weil wir nach unserem Umzug

am neuen Standort viel sichtbarer sind. Sie sehen: wir

haben in 2012 so Einiges neu in Bewegung gesetzt –

weil wir es so wollten und zum Teil bereits länger geplant

hatten. Zumindest zum damaligen Zeitpunkt ungeplant

waren aber die vielen Aktivitäten, die wir in 2012

unternommen haben, um gravierenden Problemen bei

der Finanzierung unserer Kinderschutzarbeit entgegen

zu treten (sehen Sie auch hierzu den „Bericht des Vorstandes“).

Eine endgültige Entwarnung hinsichtlich

unserer „Finanzkrise“ gibt es nicht (und es wird sie

auch nie geben), aber es ist uns gelungen, die Finanzierung

für die Jahre 2012 und 2013 auf eine solide Grundlage

zu stellen, und schon jetzt arbeiten wir daran, dass

uns dies auch im Jahr 2014 gelingen möge. Dass die

Finanzkrise aber nicht ganz ohne Auswirkungen geblieben

ist, zeigt u. a. auch dieser Jahresbericht, der aus

Kostengründen weniger umfangreich ist als in den Vorjahren

und in dem wir erstmals seit 1993 kein Schwerpunktthema

mit einem kinderrelevanten Inhalt präsentieren.

Wir hoffen, dies im nächsten Bericht wieder

ändern zu können!

Unser neuer Jahresbericht unterscheidet sich aber

nicht nur hinsichtlich des (fehlenden) Schwerpunktthemas

von seinen Vorgängern. Eine wesentliche Änderung

zeigt sich bereits auf dessen Titel: erstmals kommt

die Münsteraner Olympiasiegerin Ingrid Klimke als

unsere Schirmfrau zu Wort. Wir freuen uns sehr, dass

Ingrid Klimke unsere Kinderschutzarbeit mit diesem

Ehrenamt unterstützt und bedanken uns gleichzeitig

DKSB-Geschäftsführer Dieter Kaiser als Interviewgast bei

der Studiowelle Hiltrup

3


allgemeine informationen

sehr herzlich bei der Schauspielerin ChrisTine Urspruch,

die 4 Jahre lang (von Sommer 2008 bis Sommer 2012)

unsere Schirmfrau war. Zu unserem Bedauern, aber

auch mit unserem Verständnis hatte sie aufgrund der

großen räumlichen Entfernung ihres Wohnortes (im

Allgäu) und ihrer seltenen Präsenz in Münster ihr Amt

niedergelegt.

Bereits in unserem Logo wird deutlich, dass sich der

Kinderschutzbund als „Die Lobby für Kinder“ besteht.

Als solche setzen wir uns nicht nur für eine kinderfreundliche

Gesellschaft ein, sondern auch für den

Erhalt einer gesunden Umwelt, in der unsere Kinder

aufwachsen und später als Erwachsene leben werden.

Unter dem Motto „Klimaschutz ist Kinderschutz“

haben wir im Frühjahr 2012 die „LEUCHTTOUR“, eine

mobile Erlebnisausstellung zu erneuerbaren Energien

und Klimaschutz für Kinder, nach Münster geholt (s. im

Einzelnen den Artikel zu unser Öffentlichkeitsarbeit).

Dass unsere kinderpolitische Arbeit auch in Zukunft

dringend notwendig ist, zeigt sich u. a. daran, dass

Deutschland bei der Kinderfreundlichkeit Schlusslicht

in Europa ist. Und leider ist auch das Thema „Kinderarmut“

immer noch sehr aktuell: jedes fünfte Kind in

unserem Land wächst in prekären Verhältnissen auf,

und auch in Münster gibt es noch viel zu viele arme Kinder.

Selbstverständlich werden wir diese im positiven

Sinne verstandene Lobbyarbeit auch weiterhin mit

großem Enga gement ebenso leisten wie wir Kindern,

Jugendlichen, Eltern und Fachkräften konkrete Hilfen

anbieten werden. Diese wird von über 100 haupt- und

ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in unserer Fachberatungsstelle

und den vielen Arbeitsgruppen geleistet. In

diesem Jahresbericht informieren wir Sie umfassend

über Ziele und Inhalte unserer Kinderschutzarbeit.

Auch zukünftig benötigen wir zu deren Finanzierung

die Unterstützung von möglichst vielen Menschen und

Unternehmen, denen eine kinderfreundliche Gesellschaft

ein Anliegen ist. Das Jahr 2013 wird sicherlich –

wie schon in 2012 – auch kein Jahr des Stillstandes sein.

Dieser Jahresbericht enthält insbesondere grundlegende

Informationen zu Zielen und Inhalten unserer

Arbeit. Auf der Startseite unserer Homepage sowie auf

unseren Seiten bei Twitter und facebook (deren Adressen

finden Sie unten auf dieser Seite) informieren wir

Sie tagesaktuell über neue Entwicklungen im DKSB

Münster, nehmen Stellung zu kinderrelevanten Themen

oder verweisen auf interessante Studien zum Thema

„Kinderschutz“. Nutzen Sie auch diese Möglichkeiten,

mehr über uns zu erfahren!

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse an diesem Jahresbericht

und wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

Dieter Kaiser, Geschäftsführer des DKSB OV Münster

DKSB Orts ver band Müns ter e. V.

d a c h ­v e r ­b a n d

Der Pa ri tä ti sche, Kreis grup pe

Münster e. V.

vor­stand (stand: 1. april 2013)

Barbara Griepenburg, Christoph

Heidbreder, Werner Lensing, Karola

Mair

m i t ­g l i e ­d e r

370

g e ­s c h ä f t s ­f ü h ­r e r

Dieter Kaiser, Bankkaufmann, Diplom-Pädagoge

an­schrift / kontak t

Berliner Platz 33, 48143 Müns ter

Te le fon (0251) 471 80,

Fax (0251) 5114 78

info@kinderschutzbund-muenster.de

www.kinderschutzbund-muenster.de

der weg zu uns / parken

Mit dem Bus: bis zum Haupt bahn hof

Mit dem PKW: Park haus Bahnhofstraße

Am Bahnhofsvorplatz, zwischen

der Radstation und der Unterführung

Hamburger Straße,

befinden sich zwei öffentliche

Behindertenparkplätze.

r ä u m ­l i ­c h e a u s ­s t a t ­t u n g / ­

barrierefreiheit

1 gro ßer Be ra tungs raum, 1 The rapieraum,

2 Bü ro- / Be ra tungs räu me,

1 Veranstaltungsraum, 2 Ar beitsgrup

pen räume, 1 Ge schäftsstel len-

Raum, 4 Bü ro räu me, Kü che und

sa ni tä re An la gen. Wir bieten eine

barrierefreie Beratungsmöglichkeit

in den Räumen der Sparda-Bank an.

Bitte kontaktieren Sie uns bei

Bedarf.

Von-Fincke-Str.

Von-Steuben-Str.

Bahnhofstr.

Eisenbahnstr.

S e r ­v a ­t i ­i -

platz

Bahnhofstr.

Berliner

Platz

P

HBF

Wolbecker Str.

Bremer Str.

Der DKSB Münster bei Twitter:

www.twitter.com/DKSB_Muenster

Bremer Platz

Der DKSB Münster bei Facebook:

www.facebook.com/

Kinderschutzbund.MS

4


allgemeine informationen

f i ­n a n ­z i e ­r u n g

Kom mu na le Zu schüs se, Mit gliedsbei

trä ge, Spen den, Kon do lenz spenden,

Buß gel der, Nach läs se.

Der Kin der schutz bund Müns ter ist

ein ein ge tra ge ner und als ge meinnüt

zig an er kann ter Ver ein. Al le

Spen den und Bei trä ge sind steu erlich

ab setz bar.

bankverbindungen­

Sparda-Bank Münster

BLZ 400 605 60, Kon to 902 233

IBAN: DE57 4006 0560 0000 9022 33

BIC: GENODEF1S08

Sparkasse Münsterland Ost

BLZ 400 501 50, Konto 34 352 849

IBAN: DE19 4005 0150 0034 3528 49

BIC: WELADED1MST

Der Kin der schutz bund Müns ter ist

als Orts ver band ein ge glie dert in den

Ver ein „Deut scher Kin der schutz ­

bund Bun des ver band“ e. V. (DKSB)

mit Sitz in Berlin.

Unsere Be r a tung s stel le

Das Team Stand: 1. April 2013

Nicola Dubicanac

Diplom-Sozialpädagogin, Integrative

systemische Beraterin und

Therapeutin, Psychodrama-Therapeutin

(28,85 Std. / Wo che)

Inga Heinemann

Diplom-Pädagogin und Sexualpädagogin

(18,85 Std./Woche)

Christoph Knack

Diplom-Pädagoge, Systemischer

Berater und Therapeut (29

Std. / Wo che)

Cäcilia Rempe

Diplom-Pädagogin, Diplom-Theologin,

NLP-Master-Practitioner, Multiplikatorentrainerin

„Starke Eltern –

Starke Kinder“® und „GELKI“ ®

(24,15 Std./Woche)

Drei der vier MitarbeiterInnen sind

zertifizierte Kinderschutzfachkräfte

(ISA Münster/DKSB NRW).

Bürozeiten

Mo – Fr, 9.30 – 12 Uhr

Sofortsprechstunden (ohne Voran

meldung): Di, 16 – 18 Uhr und

Do, 9.30 – 11 Uhr

Wei te re Ter mi ne für Be ra tungs gesprä

che nach Ver ein ba rung

Das Team der Beratungsstelle: Nicola Dubicanac, Inga Heinemann,

Cäcilia Rempe und Christoph Knack (vlnr)

Das Team der Geschäftsstelle: Dieter Kaiser, Helga Lensing und Antje

Kasten (vlnr)

Un se re Geschäftsstelle

Das Team Stand: 1. April 2013

Dieter Kaiser

Geschäftsführer (24,15 Std. / Wo che)

Antje Kasten

Bürokraft (10 Std. / Wo che)

Helga Lensing

Assistentin der Geschäftsführung

(24,15 Std. / Wo che)

Bürozeiten

Mo – Fr, 9.30 – 12 Uhr / Di, 16 – 18

Uhr

Außerhalb dieser Zeiten über Anrufbeantworter

5


allgemeine informationen

Mit ar bei te rIn nen der wei te ren Ar beits be rei che

Elternkurse „Starke Eltern –

starke Kinder“®

Die Elternkurse des DKSB Münster

wurden im Jahr 2012 geleitet von

Ursula Bögemann, Anna Bea Burghard,

Margret Damps, Martina

Dufils, Annette Fusek, Julia Gaertner,

Teresa Häuser, Elisabeth Heeke,

Nicole Mennemeyer, Franjo Overmann,

Ulrike Plieth, Cäcilia Rempe,

Judith Seebröker, Mirella Voigt und

Maja Wigrim.

Zusätzlich stehen dem DKSB Münster

im Jahr 2013 Mona Hoogendyk,

Michael Lütjann-Sperling, Astrid

Kückelmann, Kathrin Meuser und

Sabine Schüwer zur Verfügung.

AG Kinder- und Jugendtelefon

In zwei Ausbildungsgruppen werden

24 MitarbeiterInnen von der systemischen

Ausbilderin Almut Fuest-

Bellendorf und von Dipl.-Psych.

Christoph Werres für den Telefondienst

ausgebildet und betreut. Darüber

hinaus arbeiten weitere 15 MitarbeiterInnen

ehrenamtlich in der

AG Kinder- und Jugend telefon mit:

0800 111 03 33.

Diese betreut als Supervisor Ralf

Gaudek.

Präventionsprojekte

Unsere Projekte in Schulen und

Kinder tagesstätten führten zusammen

mit den MitarbeiterInnen

unseres Beratungsteams in 2012

durch: Dominik Gollan, Leona

Inhülsen, Peter Pattmöller, Saskia

Plass (Evaluation), Claudia Riesenbeck

(Evalua tion), Berenike Rösner,

Renate Stekla, Jennifer Vortkamp,

Valerie Wiemann und Sebastian

Wozniak. In 2013 stehen ebenfalls

zur Verfügung: Karolin Hunkenschröder,

Jan Oßendorf und Alina

Böhme.

AG Kind und Krankenhaus

In dieser Arbeitsgruppe sind zur

Zeit (Stand 01.04.2013) folgende

ehrenamtliche MitarbeiterInnen vertreten:

Regina Brockbals-Mende,

Maria Conlan, Kathrin Felix, Claudia

Frühling, Birthe Hagedorn, Ellen

Landwerth, Sieglinde Meinel und

Lisa Pütz.Als Ansprechpartnerin der

AG „Kind und Krankenhaus“ ist

Birthe Hagedorn über die Geschäftsstelle

des DKSB erreichbar.

AG Elterntelefon

Zur Zeit sind 27 MitarbeiterInnen

engagiert am Elterntelefon mit der

Ruf-Nr. 0800 111 05 50. Sie werden

betreut von der Supervisorin

Dr. Doris Hess-Diebäcker.

AG Öffentlichkeitsarbeit

In dieser AG engagieren sich zur

Zeit ehrenamtlich: Melina Heinemann,

Andrea Kuleßa, Oliver

Schauenberg, Kristina Schwarz, Jörg

Siegel, Inga Wiebe und Kai Winkelmann.

Sonstige ehrenamtliche

MitarbeiterInnen:

Sowohl die Mitglieder des Vorstandes

als auch die hauptamtlichen

MitarbeiterInnen stellen dem Kinderschutzbund

Münster eine erhebliche

Zahl von Stunden ehrenamtlich

zur Verfügung. Darüber hinaus

arbeiten im Verein ehrenamtlich mit

(Stand: 01.04.2013): Dörthe Adorf,

Angelika Baumbach, Judith Bestier,

Kira Marie Bicsan, Barthel Breuer,

Angelika Brox, Heidi Brumann, Heidrun

Bürger-Schmidt, Ayten Ceven,

Renate Christ, Lea Dasberg, Tanja

Delladio, Miriam Engelmann, Verena

Fahle, Florian Frings, Birgit Gelbhardt,

Dominik Gollan, Sylvia Gonschor,

Barbara Griepenburg, Marianne

Haller, Christl Hartmann,

Lena Havers, Fabian Heine, Inga

Heinemann, Birgit Hempen, Jasmin

Hettinger, Lisann Hunke, Sandra

Jung, Gisela Kintrup, Anja Kirschner,

Christina Klehr, Maria Kleineidam,

Karl Krimphove, Maike

Krumm, Anica Kurtuma, Claudia

Lange, Kyong-Soo Leistenschneider,

Monika Lüpke, Stefanie Maaßen,

Ulrike Mengler, Antonia Mentzel,

Anna Möller, Julia Nieland, Nikola

Nordhorn, Theresa Paul, Nina Pruß,

Claudia Räder, Linda Reuning,

Corinna Rischke, Nadine Roggow,

Berenike Rösner, Ingrid Rusch-Böllert,

Tobias Ruttert, Stephanie Santowski,

Katharina Schäfer, Alisha

Schmiemann, Franziska Schupp,

Inge Schwarze, Jolanta Sidorowicz,

Lisa-Marie Staljan, Lea Steen, Kamila

Szmyt, Michael Stavenhagen, Elisabeth

Sturm, Ute Tenhaken, Elke

Tschorn, Alexandra van der Berg,

Burkhard Voß, Mathias Walter, Josef

Wies, Manuela Willenborg, Jan-Stefan

Wimmer, Anika Winnands, Gisela

Winterhoff und Lena Wittmann.

6


allgemeine informationen

Un se re Zie le

Un ser Dank

För de r ung

der kör per li chen, geis ti gen, see ­

lischen und so zia len Ent wick lung

von Kindern und Jugendlichen

Schaf f ung

einer Lobby für Kinder, Jugendliche

und ih re Fa mi li en

Auf klä rung und Information

Un ter s tü t zung

von Bestrebungen, die Lebensverhältnisse

von Kindern und Jugendli

chen zu ver bes sern und de ren

Rech te zu ver wirk li chen

Schutz

vor Ge walt und Miss brauch

Un se re

An ge bo te

Prävention, Beratung und

Therapie für

– Mädchen und Jungen

– Mütter und Väter

– Fachkräfte und Ehrenamtliche

Kin der- und Ju gend te le fon

für al le Fra gen, Sor gen und Prob leme

von Kindern und Jugendlichen (auch

Internetberatung)

El ter n te le fon

für alle Fragen, Sorgen und Probleme

von El tern und an de ren Men schen,

die an Kin der er zie hung be tei ligt

oder in te res siert sind.

Rechtsberatung

für Kinder und Jugendliche bei Fragen

zu ihren Rechten

Be treu ung

von kran ken Kin dern an der Universi

täts kli nik Müns ter

Ver leih

von Autokindersitzen

Un ser Dank geht an al le Mit glie der

des Kinderschutzbundes Münster,

die mit ihren regelmäßigen Beiträgen

un se re Ar beit un ter stützt ha ben;

an alle SpenderInnen und Sponsoren,

die mit ih rer Un ter stüt zung da zu

bei ge tra gen ha ben, Kin derschutz arbeit

in Müns ter auch im Jahr 2012 zu

er mög li chen. Be son ders er wäh nen

möch ten wir an die ser Stel le:

– Autohaus Hartmann, Münster

– BASF Coatings

– Bethe-Stiftung, Essen

– BFS finance Münster

– Café Krimphove, Münster

– Campus relations e. V. , Münster

– Erdgas Münster

– GAD Münster

– Handwerkskammer Münster

– Roter Keil Senden

– Rotary Club Münster Himmel

– Rotary Club Münster Rüschhaus

– Sparda Bank Münster

– Sparkasse Münsterland Ost

– Stadtwerke Münster

– Stümmler & Welling Immobilien

OHG

– Systemberatung Frieling, Münster

– SuperBioMarkt Münster

– Tennessee Mountain Münster

– Wall Decaux Münster

– Westfälische Provinzial

Dan ke al len Rich te rIn nen und

Mitar bei te rIn nen des Fi nanz am tes,

die uns im Jah re 2012 Buß gel der zuge

wie sen ha ben; al len An sprech part

ne rIn nen in Rat und Ver wal tung

der Stadt Müns ter für die gu te Zusammen

ar beit; dem Oberbürgermeister

der Stadt Münster, Herrn

Markus Lewe, für seine Unterstützung;

den Fir men, die durch die

Plat zie rung ei ner Wer be an zei ge in

die sem Be richt da zu bei ge tra gen haben,

die Kos ten in ei nem ver tretbaren

Rah men zu hal ten; al len Un terstützerInnen,

die uns darüber hinaus

mit Wohl wol len und Tat kraft bei

un se rer Ar beit be glei tet ha ben; den

Steu er zah le r In nen in Müns ter, die

die Be reit stel lung ei nes städ ti schen

Zu schus ses an den Kin der schutz­

bund Müns ter erst er mög licht haben.

Wir danken der Stadt Münster

für die Zuweisung von Mitteln aus

der Gewinnausschüttung 2011 der

Sparkasse Münsterland Ost, die uns

eine Ausbildung von neuen Berater­

Innen für unser Elterntelefon ermöglichen.

Auch danken wir der Aktion

Mensch und der Mascheski Foundation

für die Finanzierung unseres

Projekts „SpürSinn“. Schließlich

bedanken wir uns bei Design-Studierenden

der FH Münster und ihren

DozentInnen Prof. Gisela Grosse,

Jacob Maser, Prof. Norbert Nowotsch

sowie Paul Plattner-Wodarczak, die

im Sommer-Semester 2012 eine Reihe

von Projektideen entwickelt haben

(die zum Teil in 2012 bereits realisiert

werden konnten).

7


zügig, da in diesem Jahr nun mit weniger Zuweisungen

gerechnet werden musste. Nach einem Gespräch mit

Oberbürgermeister Markus Lewe wurde auch die Öffentlichkeit

durch die Medien über die Situation informiert.

Es folgten viele Gespräche. Unter anderem mit

dem Geschäftsführer des Landesverbands des Kinderschutzbunds,

der Industrie und Handelskammer, der

Handwerkskammer und Vertretern von Rotary Clubs in

Münster. Die finanzielle Notlage des Jahres 2012 konnte

durch die Spenden vieler Münsteraner Clubs, Privatpersonen

und Unternehmen entschärft werden. Gleichzeitig

haben wir unser Fundraising-Konzept mit

professioneller Unterstützung weiterentwickelt, so dass

wir nun Unternehmen ein passgenaues Angebot für

Sponsoren-Partnerschaften machen können. Ziel ist es

nämlich, das auch für das kommende Jahr erwartete

Defizit aus den Bußgeldeinnahmen durch Kooperationen

mit ansässigen Betrieben auszugleichen. Erste Kooperationen

hinsichtlich Unternehmensspenden wurden

schon geschlossen. So unterstützt das Factory

Hotel in Münster im Jahr 2013 den Kinderschutzbund

Münster finanziell.

Im Beratungsteam gab es eine personelle Verän derung.

Der Vorstand stellte zum 1. September 2012 Inga

Heinemann als hauptamtliche Mitarbeiterin als Vertrebericht

des vorstandes

Be richt des Vor stan des

Das Jahr 2012 startete für den Vorstand zunächst

wie geplant. Ziel war es, den Kinderschutzbund in

Münster durch Werbeaktionen bekannter zu machen,

um nachfolgend erfolgreich Fundraising für den

Verein betreiben zu können.

Mehrere Kurse des Fachbereichs Design der Fachhochschule

Münster realisierten werbewirksame

Maßnahmen für den Kinderschutzbund. Neben 1.000

AO-Plakaten an Litfaßsäulen in der ganzen Stadt wurden

Konzepte für „ambient marketing“ ent wickelt. Des

Weiteren wurde von einer Gruppe von Studierenden der

studentischen Initiative für Public Relations an der

Westfälischen Wilhelms-Universität ein Image-Film

umgesetzt. Dieser ist neben den Plakatreihen auf unserer

neu gestalteten Homepage zu sehen. Auch im kommenden

Jahr sollen weitere Werbemaßnahmen aus den

zahlreichen Ideen der Studierenden umgesetzt werden.

Doch dann wurde der Vorstand im Frühjahr 2012 mit

einer neuen Situation konfrontiert. Nach einer routinemäßigen

Kontrolle der Bußgeldeinnahmen des Vereins

in den ersten Monaten des Jahres 2012 fiel auf, dass die

seit Jahren stabilen Zuweisungen im hohen Maße ausgeblieben

waren. Unverschuldet befand sich der Verein

nun in einer finanziellen Notlage. Der Vorstand reagierte

v.l.n.r.: Sabine Leibold (beratend), Christoph Heidbreder, Karola Mair, Werner Lensing, Barbara Griepenburg

8


ericht des Vorstandes

Alles, was sauber macht

Öko-Reinigungsprodukte

Großküchen-, Industrie-,

Haushalts- u. Spezialreiniger

In der Zeit von August 2012 bis März 2013 waren 1.000 AO-Kinderschutz-Plakate

aus unserem Projekt mit den Design-Studierenden der

FH Münster an Litfass-Säulen in Münster zu sehen.

t erin für die Elternzeit von Ewa Balczerowski im Kinderschutzbund

ein, die das Projekt „SpürSinn. Mein Gefühl

stimmt!“ komplett in die Hände ihrer Kollegin

Nicola Dubicanac gelegt hat.

Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich für die

große Resonanz und die vielen Spenden nach unserem

Aufruf zur Unterstützung bedanken. Des Weiteren bedankt

sich der Vorstand für das Verständnis aller Ehrenund

Hauptamtlichen, die die beschlossenen Einsparungen

zur Sicherung des Haushalts mitgetragen

haben. Dank gilt auch den VorstandskollegInnen und

dem Geschäftsführer, Dieter Kaiser, für ihren/seinen

unermüdlichen Einsatz.

Auch im Jahr 2013 sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

Bitte unterstützen Sie uns auf der Suche nach möglichen

Kooperationen mit Münsteraner Unternehmen und Vereinen.

Auf unserer Homepage finden Sie unter „Service:

Downloads“ je einen Flyer „Unternehmensspenden“

bzw. „Sponsoring“, die Sie gerne nutzen können. So

wird es mit vereinten Kräften gelingen, die Arbeit des

Kinderschutzbundes in Münster in gewohnter Qualität

voranzutreiben.

Wasch-, Spülund

Desinfektionsmittel

Körperpflegeartikel

Handwaschlotionen

Spendersysteme

Besen u. Bürsten

Toiletten- u. Hygienepapiere

Putztücher

Müllsäcke

Wischsysteme

Staubsauger

Reinigungsmaschinen u.v.m.

Im Namen des Vorstands: Christoph Heidbreder

Wir beraten Sie gerne in unserem

Hygiene-Fachmarkt

für Profis und Privatkunden

Mo.-Fr. 8:00 - 16:45 Uhr

Gustav-Stresemann-Weg 48 · 48155 Münster

Tel. 0251.686130 · Fax 0251.6861329

9


Unsere Schirmfrau

Unsere Schirmfrau

Seit April 2013 ist die Münsteraner Olympiasiegerin

Ingrid Klimke unsere neue Schirmfrau. Sie hat als

Einzel- und als Mannschaftsreiterin bei nationalen,

Welt- und Europameisterschaften sowie zweimal bei

Olympischen Spielen ganz oben auf dem Siegerpodest

gestanden.

Das Ehrenamt als unsere Schirmfrau hat Ingrid

Klimke übernommen, weil ihr durch den Sport

vieles ermöglicht worden sei und sie nun ihrerseits einen

Beitrag leisten wolle bei der Unterstützung von Kindern

in ihrer Heimatstadt, die Hilfe benötigen. Generell sei

ihr ein großes Anliegen, dass Kinder eine unbeschwerte

Kindheit genießen können. Den Kinderschutzbund

Münster sieht unsere Schirmfrau als Beratungs- und

Anlaufstelle für alle familiären Herausforderungen und

Probleme.

Als unsere Schirmfrau wird Ingrid Klimke im Rahmen

der „Aktion Zeitgeschenke“ unseres Vereins spannende

Stunden mit Kindern verbringen, mit Erlösen ihres „Offenen

Trainings“ ausgewählte Projekte unseres Vereins

finanziell unterstützen und auf ihrer Homepage und

auf ihrer facebook-Seite, aber auch im persönlichen Gespräch

dazu beitragen, für den Kinderschutz zu sensibilisieren

– so auch im Bereich des Sports. Insbesondere

liegt der Sportlerin der Schutz der Kinder und Jugendlichen

vor sexuellem Missbrauch am Herzen. Sie begrüßt

deshalb sehr, dass die MitarbeiterInnen unserer Fachberatungsstelle

beispielsweise begleitende Kinderschutzarbeit

leisten zur Kampagne „Trau Dich“ der bundesweiten

Initiative zur Prävention des sexuellen

Kindesmissbrauchs. Die Initiative möchte Mädchen

und Jungen über ihre Rechte aufklären, über sexuellen

Missbrauch informieren, Unsicherheiten abbauen und

sie bestärken. Unser Beratungsteam trägt mit seiner

präventiven Arbeit in Kitas und Grundschulen dazu bei,

die Ziele der Initiative auch in Münster zu realisieren –

ganz im Sinne von Ingrid Klimke.

Wir bedanken uns bei unserer Schirmfrau für ihre

Wertschätzung unserer Kinderschutzarbeit und freuen

uns auf ihre zukünftige Unterstützung.

Im April 2013 haben wir unsere neue Schirmfrau offiziell der Presse vorgestellt. Unser Foto zeigt von links: unseren 1. Vorsitzenden Christoph

Heidbreder, Ingrid Klimke, Cäcilia Rempe, Mitarbeiterin unserer Fachberatungsstelle und unseren Geschäftsführer, Dieter Kaiser.

Ingrid Klimke (geb. 01.04.1968) ist in Münster aufgewachsen.

Sie absolvierte eine Lehre zur Bankkauffrau, hat das 1.

Staatsexamen Primarstufe und ist Pferdewirtschaftsmeisterin.

Sie ist verheiratet und Mutter zweier Töchter. Seit 1998 betreibt

sie einen Turnierstall mit 10 Pferden (Dressur, Springen, Vielseitigkeit).

Die Liste der sportlichen Erfolge von Ingrid Klimke als

Einzel- und als Mannschaftsreiterin ist sehr lang. Neben nationalen

sowie Europa- und Weltmeisterschaften errang unsere

Schirmfrau zwei Olympiasiege (zuletzt in London). Im Jahr 2012

wurde ihr der Titel „Reitmeister“ verliehen.

Ingrid Klimke hält auch Seminare und Vorträge, ist als Ausbilderin

tätig und erteilt Lehrgänge. Seit Jahren engagiert sie sich als

Vorstandsmitglied des Westfälischen Pferdemuseums und (seit

2012) als Präsidentin des Deutschen Reiter & Fahrer Verbandes.

Quelle: www.klimke.org/vita

10


anzeige

Foto: Astrid Pawlowitzki

Lebendige Inklusion

Mit Beratungs-, Hilfs- und Therapieangeboten ist das Heinrich-Piepmeyer-Haus

seit 55 Jahren für Kinder da, deren Entwicklung „anders“ ist. Bereits seit 1991

steht unsere heilpädagogische Kindertagesstätte auch Kindern ohne Behinderung

offen, und ist so ein gutes Beispiel für eine erfolgreich gelebte Integration.

Zu unseren Förderangeboten zählen die Interdisziplinäre Frühförderung sowie

Praxen für Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie. Darüber hinaus

entwickeln wir auch eigene Fördermaßnahmen wie z. B. die Bleistift-Rallye – ein

professioneller Übungskurs zur Förderung der Schreibmotorik. Fortbildungsangebote,

beispielsweise zur Hilfsmittelversorgung oder zu sprachunterstützenden Gebärden,

ergänzen das Profil des „Piepmeyer-Hauses“ in der Hüfferstraße.

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Geschäftsführung: Petra Franke, Tel. 0251 98102-18

Kindertagesstätte: Sybille Zacharias, Tel. 0251 98102-15

Interdisziplinäre Frühförderstelle, Praxen: Andrea Espei,

Tel. 0251 98102-13

Heinrich-Piepmeyer-Haus

Hüfferstraße 41, 48149 Münster, Tel. 0251 98102-0

www.hph-ms.de


BERATUNGSSTELLE

Be ra tung sstelle im DK SB Münster

Hil fen f ür Kinder, Jugendliche,

El ter n und Fachk räf te

Die Beratungsstelle des Deutschen Kinderschutzbundes

OV Münster leistet vielfältige Kinderschutzarbeit:

Information, Prävention, Beratung, Therapie, Krisenintervention

und Netzwerkarbeit sowie Fort- und Weiterbildung

sind hier zentrale Tätigkeitsbereiche.

Den inhaltlichen Schwerpunkt unserer Arbeit bildet

dabei der Themenbereich „Gewalt gegen Kinder

und Jugendliche“. Ein wesentliches Ziel unserer Arbeit

ist es, Mädchen und Jungen sowie Eltern und Fachkräfte

zu stärken – denn gestärkt können sie in schwierigen

Situationen Lösungen finden, Gefährdungen abwenden

oder diese überstehen.

Arbeitsschwerpunkte

Die verschiedenen Tätigkeitsbereiche unserer Kinderschutzarbeit

sind eng miteinander verknüpft. Hinsichtlich

der Arbeitsform lassen sich hierbei die präventiven

Angebote für Gruppen und Institutionen sowie die

Beratungsangebote für Einzelne, Familien und/oder

Fachkräfte differenzieren. Diese beiden Arbeitsschwerpunkte

werden im Weiteren ausführlicher dargestellt.

Die Kooperation und Vernetzung mit anderen Fachkräften

und Institutionen sowie in Fachgremien stellt

einen zentralen Arbeitsbestandteil aller Mitarbeiter­

Innen dar. Dazu gehört die fall- und themenbezogene

Zusammenarbeit ebenso wie der fachliche Austausch in

verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen

sowie die kontinuierliche Kooperation mit einigen

Familienzentren.

Damit können Sie zu uns kommen

Sie machen sich Sorgen um ein Kind oder einen Jugendlichen?

Vielleicht gibt es Stress und Konflikte in der

Familie, oder die aktuelle Lebenssituation ist sehr belastend

und überfordernd, vielleicht befürchten Sie aber

auch Vernachlässigung, Gewalt oder sexuellen Missbrauch…

Unsere Beratungsstelle bietet Hilfen und Angebote

für verschiedene Problemlagen, die die Lebensbereiche

von Kindern und Jugendlichen (z. B. Familie, Kindergarten,

Schule, Freizeitbereich) betreffen.

Diese Unterstützungsangebote richten sich an Kinder

und Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen

(Verwandte, Nachbarn etc.) sowie an alle Personen, die

sich haupt- oder ehrenamtlich um Kinder und Jugendliche

kümmern, wie z.B. pädagogische und medizinische

Fachkräfte, JugendgruppenleiterInnen oder

ÜbungsleiterInnen in Sportvereinen.

Allgemeine Informationen über uns

Ziel unserer Angebote ist es, sowohl Hilfe und Unterstützung

zu bieten als auch den Schutz von Kindern und

Jugendlichen zu gewährleisten.

Wir orientieren uns an den Anliegen der zu uns kommenden

Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und

beteiligen diese an der Gestaltung der Hilfen. Ihre

bereits vorhandenen Stärken, Ressourcen und Lösungsmöglichkeiten

stehen dabei für uns stets im Vordergrund.

Unser Team ist multiprofessionell besetzt, und in

allen Angeboten stehen weibliche und männliche

Ansprechpartner zur Verfügung.

Wir behandeln die Anliegen unserer KlientInnen vertraulich,

und arbeiten – insbesondere in Krisenfällen –

mit anderen Bezugspersonen, Fachkräften und Institutionen

zusammen.

Die Beratungsangebote sind für Münsteraner Bürger­

Innen kostenlos.

So treten Sie mit uns in Kontakt

Über unsere Geschäftsstelle können Sie die Mitarbeiter­

Innen telefonisch erreichen, um Ihr Anliegen zu besprechen

sowie Termine zu vereinbaren.

Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie eine Nachricht

auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen. Wir

rufen Sie dann möglichst zeitnah zurück.

Dienstags in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr sowie

donnerstags zwischen 9.30 und 11.00 Uhr bieten wir für

Ratsuchende eine Sofortsprechstunde an: Sie können dann

auch ohne Terminvereinbarung in die Beratung kommen.

Unseren Internetauftritt mit weiteren Informationen

finden Sie unter www.kinderschutzbund-muenster.de;

hier können Sie auch über die Online-Beratung Kontakt

zu uns aufnehmen.

12


www.stadtwerke-muenster.de

Natürlich Ökostrom!

Ihr Beitrag für Münsters Zukunft.

Sie tragen aktiv zum Klimaschutz bei.

1 Cent je verbrauchter Kilowattstunde

fließt direkt in den Ausbau erneuerbarer

Energien in Münster.

Durch Natur- und Umweltschutzverbände,

wie NABU und BUND,

zertifiziert mit dem

„Grüner Strom Label“.

13


BERATUNGSSTELLE

Rechtliche Regelungen zum Kinderschutz

UN-Kinderrechtskonvention:

Artikel 19: Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung,

Verwahrlosung

Artikel 34: Schutz vor sexuellem Missbrauch

§ 1631 BGB: Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung

§ 8a/b SGB VIII: Schutz bei Kindeswohlgefährdung

Bundeskinderschutzgesetz

Am 01.01.2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz

(BKiSchG) in Kraft getreten. Es hat eine Verbesserung

des Schutzes von Kindern und Jugendlichen zum Ziel

und basiert auf den beiden Säulen Prävention und

Inter vention.

Das Gesetz fordert u.a. zu einer engeren Kooperation

und Vernetzung der Bereiche Jugendhilfe, Schule

und Gesundheitshilfe auf und formuliert eine „Befugnisnorm

für Berufsgeheimnisträger“: Lehrkräfte,

ÄrztInnen, TherapeutInnen usw. haben demnach in

Verdachts- und Gefährdungsfällen einen Anspruch

auf Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft (z. B.

des DKSB OV Münster). Darüber hinaus sind Regelungen

zur Weitergabe von Daten und Informationen

bei einer Gefährdung des Kindeswohls festgeschrieben.

Damit wird der Grundgedanke eines modernen

Kinderschutzes als Aufgabe einer „Verantwortungsgemeinschaft“

erweitert und gestärkt, in dessen Mittelpunkt

Austausch und Vernetzung – insbesondere

auch zwischen verschiedenen Systemen – stehen.

(vgl. www.bmfsfj.de (Stichworte: Kinder und Jugend,

Kinder- und Jugendschutz, Das Bundeskinderschutzgesetz)

§ 42 Absatz 6 des Schulgesetzes NRW

„Die Sorge für das Wohl der Schülerinnen und Schüler

erfordert es, jedem Anschein von Vernach lässi gung

und Misshandlung nachzugehen. Die Schule entscheidet

rechtzeitig über die Einbeziehung des Jugendamtes

oder anderer Stellen.“

Quellen:

www.national-coalition.de (zur UN-Kinderrechtskonvention)

www.gesetze-im-internet.de (Suchbegriff: BGB)

www.agj.de (Suchbegriff: Handlungsempfehlungen,

BKiSchG)

www.schulministerium.nrw.de (Suchbegriff: Schulgesetz)

Im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Kinderkram(?!)“ referierte der Psychologe Dr. Torsten Porsch über die Gefahren des Cybermobbing

14


eratungsstelle: PRÄVENTION

Neu bei uns: „Kinderkram(?!) – Die Veranstaltungsreihe“

Seit April 2012 führen wir die Veranstaltungsreihe

„Kinderkram(?!)“ für Eltern und pädagogische Fachkräfte

durch. Im vergangenen Jahr fanden dabei die

folgenden Veranstaltungen statt:

– Prof. Dr. Hans-Jürgen Schimke: „Die Verantwortungsgemeinschaft

im Kinderschutz nach dem

neuen Bundeskinderschutzgesetz“

– Wilfried Steinert: „Inklusion – Weil jeder anders

ist. Wie inklusive Bildung gelingen kann“

– Ursula Enders: „Das ist kein Spiel! Sexuelle Übergriffe

durch Kinder“

Die drei Veranstaltungen sind auf großes Interesse

gestoßen, so dass wir insgesamt rund 170

Teilnehmer Innen begrüßen konnten.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen

fleißigen HelferInnen, die an der Organisation und

Durchführung beteiligt waren. Des Weiteren danken

wir besonders der Katholischen Hochschule Münster,

die uns für zwei Vorträge kostenlos schöne

große Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Im Jahr 2013 wird die Reihe mit ebenfalls drei Terminen

(im Februar, September und November) fortgesetzt.

Arbeitsschwerpunkt

Präventive Kinderschutzarbeit

„Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung

seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen

und gemeinschaftsfähigen

Persönlichkeit.“ (§1 KJHG / SGB VIII)

Mit unserer Präventionsarbeit tragen wir kontinuierlich

zur Umsetzung des Kinderschutzgedankens in

Münster bei.

Unsere Schwerpunkte sind:

– Frühzeitige und nachhaltige Stärkung von Mädchen

und Jungen sowie Müttern und Vätern

– Prävention von Gewalt gegen Kinder/Jugendliche*

– Prävention von Gewalt unter Kindern und Jugendlichen

– Unterstützung zur gewaltfreien Erziehung

– Stärkung der psychischen Gesundheit von Familien

– Teamberatungen und Weiterbildungen für pädagogische

Fachkräfte,

– Weiterbildungen für Ehrenamtliche in der Kinder- und

Jugendarbeit, in Sportvereinen u.a.

* kör per li che/see li sche Miss hand lung, se xu el ler Miss brauch, Ver nach läs si gung

Wir setzen uns dafür ein,

– dass Kinder informiert, gestärkt und geschützt werden,

– dass Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung

die passende Hilfe bekommen,

– dass pädagogische Fachkräfte ihre pädagogischen

Handlungsmöglichkeiten vertiefen und erweitern können,

– und dass Haupt- und Ehrenamtliche bei ihren jeweiligen

Aufgaben die Kinderrechte und den Kinderschutz

im Blick behalten.

Unsere Präventionsarbeit orientiert sich am Bundeskinderschutzgesetz,

dem SGB VIII (KJHG), der UN-Kinderrechtskonvention

und dem § 1631 BGB, der allen Kindern

das Recht auf gewaltfreie Erziehung zuspricht.

Unsere Kompetenzen bringen wir in verschiedenen Angebotsformen

ein:

– Projekte für Jungen und Mädchen im Lebensraum

Schule,

– Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene in

außerschulischer Jugendarbeit,

– Themenabende für Mütter und Väter,

– Weiterbildungen für Erwachsene in ihrer persönlichen

oder beruflichen Verantwortung für Kinder

– Elternkurse „Starke Eltern – starke Kinder“®

– Elternkurse „Gesund leben mit Kindern – Eltern

machen mit“ ®

– Kinderkram(?!) – die Veranstaltungsreihe.

Bei unserer Arbeit setzen wir folgende Prämissen um:

– Wir beziehen Erwachsene in ihrer persönlichen, beruflichen

und/oder politischen Verantwortung für Kinder

und Jugendliche ein, denn sie haben die Verantwortung

für den Schutz von Kindern vor Gewalt.

– Wir fördern die Stärken und Fähigkeiten von Mädchen

und Jungen und unterstützen sie dabei, ihre eigenen

Grenzen und die Anderer zu achten.

– Wir stärken die Fähigkeit von Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen, Krisen durch Rückgriff auf eigene

Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwick­

16


eratungsstelle: PRÄVENTION

lungen zu nutzen.

– Wir informieren über sexuelle, körperliche und seelische

Gewalt sowie Vernachlässigung als Formen der

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und darüber,

welche familiären und gesellschaftlichen Faktoren

Gewalt begünstigen.

– Wir üben Strategien zum Schutz ein.

– Wir unterstützen Eltern, Kinder und Jugendliche sowie

Fachkräfte bei der Umsetzung und Realisierung des

Rechtes auf eine gewaltfreie Erziehung.

Im Jahr 2012 haben wir zu folgenden Themen gearbeitet:

– Kindeswohl und Kinderschutz

– Kinderrechte und Partizipation von Kindern und Jugendlichen

als ein Baustein der Gewaltprävention

– Inklusion

– Stärkung der sozialen Kompetenz von Kindern/Jugendlichen

– Stärkung der psychischen Gesundheit von Familien

– Gewaltfreie Erziehung

– Prävention von sexuellem Missbrauch (sexualisierter

Gewalt)

– Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern

– Männliche Identität/Sexualität – Angebot für Jungen-

Gruppen im Rahmen des Jungentages

– Besondere Belastungssituationen von Kindern: z.B.

Mobbing, Armut von Kindern

– „GELKI ! Gesund leben mit Kindern - Eltern machen

mit“®: Bewegung, Ernährung, Entspannung

Auffrischungs-Workshops oder Weiterbildungen haben

wir im Jahr 2012 zu folgenden Themen durchgeführt:

– Kinderschutz/Interventionsschritte bei Verdacht auf

Kindeswohlgefährdung®

– Fortbildung für ÜbungsleiterInnen im Sportverein

zum Thema „Kinderschutz““

– GruppenleiterInnen-Fortbildung zum Thema „Gewalt

gegen Kinder/Kinderschutz“

– Fortbildungsreihe für Pflegepersonal zum Thema

„Kinderschutz in der Klinik“

– Gewalt gegen Kinder/Präventionsmöglichkeiten

– Sexueller Missbrauch an Kindern

– Sexuelle Übergriffe unter Kindern/Jugendlichen

– Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen

mit Behinderungen

– Gewaltfreie Erziehung, Kinderrechte, Respektvolles

Miteinander,

– Umgang mit Wut, Konsequenzen, Grenzen, Regeln,

– Eltern und Kinder stärken

– Förderung der Resilienz von Kindern

– Entwicklung von Kindern

– Besondere Belastungssituationen von Kindern: z.B.

Mobbing, Armut

– Fortbildung „Starke Eltern – Starke Kinder“ ®

– Fortbildung „Gesund leben mit Kindern – Eltern machen

mit“ ®

– Fortbildung „Stärkung der psychischen Gesundheit

von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Elternbildungsprogramms

„Starke Eltern – Starke Kinder®“

nach dem Konzept des DKSB Bundesverbandes, gefördert

durch das Bundesministerium für Gesundheit.

Die Fortbildungsveranstaltungen, Team-Zeiten oder

Schulkonferenzen haben wir je nach Konzept bzw. Bedarf

2- oder 4-stündig, ganztägig oder mehrtägig durchgeführt.

Die TeilnehmerInnen erhielten Anregungen für

das eigene pädagogische Konzept sowie für ihre Arbeit

mit Kindern bzw. Jugendlichen oder Eltern.

Präventive Kinderschutzarbeit 2012

Projektarbeit in Schulen

1. „Gemeinsam · Mädchen und Jungen stärken“ –

Prävention sexualisierter Gewalt: Stärkung von

Mädchen und Jungen als Teamaufgabe

Die Kooperation aller Beteiligten im System Schule ist

unerlässlich, wenn Prävention gelingen soll. Lehrkräfte,

Mütter und Väter, Mädchen und Jungen bilden in der

Schule mit den Präventionsfachkräften „ein starkes

Team“. In unserem Projekt bieten wir Bausteine für die

Grundschulklassen 2 bis 4 an. Die Projektmethoden

werden dem Alter und Entwicklungsstand der Kinder

angepasst.

Die Handlungskompetenz der Mädchen und Jungen

stärken wir durch Übungen und Rollenspiele sowie in

(zum Teil geschlechtsdifferenzierten) Kleingruppengesprächen.

Mit den Kindern üben wir Strategien zum

Schutz ein.

Unser Projekt ist in drei Phasen gegliedert:

– Projektphase I: Vorgespräche mit den PädagogInnen

und/oder ElternvertreterInnen, eine pädagogische

Konferenz sowie ein Elternabend.

– Projektphase II: Projektarbeit mit den Kindern (4 x 2

Schulstunden), Gesprächs- und Beratungsmöglichkeit

für Kinder, Nachbereitungen der Projektstunden

mit den PädagogInnen sowie die Auswertung mit den

Mädchen und Jungen.

– Projektphase III: Evaluationsgespräche mit den Päda­

17


eratUngsstelle: PrÄVention

gogInnen, Sprechstunden für Kinder sowie für Eltern

(ggf. Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen

oder weitere Beratungen).

Unsere Ziele sind die Verbesserung des Schutzes von

Kindern vor sexuellem Missbrauch (sexualisierter Gewalt)

sowie die Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens

von Kindern, Eltern und Lehrkräften und

pädagogischen MitarbeiterInnen der Schule.

Ein spezielles Ziel für Kinder ist es, diese zu informieren

und zu stärken, so dass sie

– ihre Rechte, insbesondere das Recht auf Partizipation

und gewaltfreie Erziehung kennen

– grundlegendes, präventiv wirksames Wissen erwerben

und im Alltag umsetzen können

– Signale für Gefährdungssituationen wahrnehmen

können

– sich erwachsenen Vertrauenspersonen anvertrauen

können und ggf. weitere Hilfe in Anspruch nehmen

können

– die „Nummer gegen Kummer“ als eine Unterstützungsmöglichkeit

kennen lernen.

Ein spezielles Ziel für Lehrkräfte ist es, diese zu informieren

und zu stärken, so dass sie

– die Rechte von Kindern, insbesondere das Recht auf

Partizipation, zur Grundlage ihrer präventiven Arbeit

mit Kindern machen

– ihr fachliches Wissen erweitern und konkrete Handlungsschritte

sowie Hilfs­ und Unterstützungsmöglichkeiten

(für Kinder, Eltern und Fachkräfte) kennen

– Signale für sexuellen Missbrauch wahrnehmen können

und in der Lage sind, besonnen und unterstützend

zu handeln

– für betroffene Kinder ein vertrauensvoller und verlässlicher

Ansprechpartner sein können

– grundlegende Präventionsmaßnahmen auch eigenständig

in ihrem alltäglichen Unterricht fortführen

können und somit für Nachhaltigkeit sorgen.

Unsere Präventionsziele für Eltern sind vergleichbar

und werden deshalb hier nicht zusätzlich aufgeführt.

Eine umfassende Darstellung unseres Projektes ist auch

auf der Seite des Kinderschutzportals zu finden: www.

schulische­praevention.de

LESETIPPS: Günther Gugel (2009): „Handbuch Gewaltprävention

II. Für die Sekundarstufen und die

Arbeit mit Jugendlichen. Grundlagen – Lernfelder

– Handlungsmöglichkeiten“ Institut für Friedenspädagogik

Tübingen e.V. / WSD Pro Child e.V.

Tilo Benner (2013): „Sozialkompetenz entwickeln:

77 Kooperationsspiele zur Förderung der Soft

Skills. 2.–4. Klasse“.

2. Unser Projekt „Gemeinsam · Mädchen und Jungen

stärken – das Projekt für 2. Klassen“

Dieses Projekt wurde im Jahr 2012 an zwei Schulen

durch das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen

Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) Dresden

mit für uns sehr positiven Ergebnissen extern evaluiert.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten: Mädchen und

Jungen, Müttern und Vätern, den LehrerInnen, den

Schulleitungen und Hausmeistern der Ludgerusschule

Hiltrup und der Nikolaischule Wolbeck sowie bei den

Evaluations­MitarbeiterInnen Claudia Riesenbeck und

Saskia Plass für ihre Mitwirkung an diesem anspruchsvollen

und herausfordernden Vorhaben. Besonderer

Dank gilt Herrn Windemuth und Frau Cosmar von der

IAG Dresden, die durch ihre Arbeit diese Evaluation erst

möglich gemacht haben. Zu den Evaluationsergebnissen

verlinken wir auf unserer Homepage unter „Service:

Links“.

3. Projekt „SpürSinn. Mein Gefühl stimmt!“

Prävention sexualisierter Gewalt für Mädchen und

Jungen mit Förderbedarf

Dieses Projekt, mit einer Laufzeit von drei Jahren, richtet

sich zunächst an Jungen und Mädchen mit Beeinträchtigungen

in den Bereichen Lernen, Sehen und Hören,

geistige, körperliche und motorische sowie soziale

und emotionale Entwicklung im Alter zwischen 8 und

14 Jahren.

Mascheski Foundation

Ziel ist es, Kinder mit besonderem Förderbedarf zu

stärken, sie über ihre Rechte zu informieren sowie die

Bezugspersonen für das Thema sexualisierte Gewalt zu

sensibilisieren. Im ersten Jahr der dreijährigen Projektphase

konnte das Projekt an zwei Schulen mit insgesamt

4 Projekten in 4 Klassen durchgeführt werden. Dabei

waren wir an einer Förderschule für geistige Entwicklung

und an einer Förderschule für Lern­ und Entwicklungsstörungen.

Mit unserer Arbeit an den Förderschulen

konnten wir 2012 39 Kinder erreichen. Zudem haben

wir 4 Fachkräfte zum Thema „Sexuelle Gewalt bei Kindern

mit Förderbedarf“ fortgebildet.

Für das Projektjahr 2013 konnten wir die Katholische

Hochschule Münster für eine Kooperation gewinnen. In

den Bereichen Heil­ und Sozialpädagogik sollen durch

ein studentisches Seminar methodische Bausteine der

Präventionsarbeit modifiziert werden, damit sie für

Mädchen und Jungen mit den Förderbedarfen Sehen,

Hören und körperliche motorische Entwicklung ihren

Sinnen erfahrbar gemacht werden. Dieses Seminar wird

von MitarbeiterInnen der Beratungsstelle im Rahmen

eines Lehrauftrages veranstaltet.

Das letzte Jahr der dreijährigen Projektphase wird der

konzeptionellen Erarbeitung eines inklusiven Konzeptes

dienen und damit die Basis für die präventive Arbeit mit

18


eratungsstelle: PRÄVENTION

Gruppen schaffen, in denen Kinder mit und ohne Förderbedarf

unterrichtet werden. Die Finanzierung dieses

Projektes erfolgt durch Zuschüsse der Aktion Mensch

sowie der Mascheski Foundation. Hierfür bedanken wir

uns sehr herzlich.

4. Bärenstarke Mädchen und Jungen

Dieses Projekt ist ein Baustein zur Gewaltprävention an

Grundschulen, denn Mädchen und Jungen haben ein

Recht auf gewaltfreies Aufwachsen. Wir verfolgen damit

das Ziel, soziale Kompetenzen und Konfliktlösungskompetenzen

zu fördern.

Die aktuellen Themen der SchülerInnen (z.B. Ausgrenzung,

respektvoller Umgang mit einander) werden im

Projekt aufgegriffen und wir erarbeiten in einem lebendigen

Prozess gemeinsame Lösungen, anstatt nach

Schuldigen zu suchen. Dazu gehört, Mädchen und Jungen

darin zu unterstützen, sich ihrer individuellen Stärken

und Kompetenzen bewusst zu werden und diese in

die Entwicklung der Klassengemeinschaft einzubringen.

Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse sowie die an­

derer Menschen wahrzunehmen und zu benennen, Anderen

zu zuhören und Unterschiedlichkeit zu

akzeptieren, sind weitere zentrale Elemente dieses Projektes.

Mit spielerischen und kreativen Methoden machen

wir positive (Gruppen-) Erlebnisse mit Klassenkameraden

erfahrbar.

Zentrale Bausteine des Projektes sind:

– kollegialer Austausch mit den Lehrkräften und projektbegleitende

Beratung

– ein Elternabend

– partizipatorische und situationsorientierte Projektarbeit

mit den Kindern im Umfang von 3–4 x 2 Unterrichtsstunden

pro Gruppe

– ggfs. ergänzende Beratungsangebote oder Weitervermittlung

LESETIPP: Prof. Dr. med. Joachim Bauer:

„Schmerzgrenze – Vom Ursprung alltäglicher und

globaler Gewalt“, 2011 (s. u.)

Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

„Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes

auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße

aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme

am kulturellen und künstlerischen Leben.“ (Artikel

31, Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention)

Die Ergebnisse der „Elefanten-Kinderstudie 2011/2012

– Zur Situation der Kindergesundheit in Deutschland“

machen deutlich, wie wichtig das Kinderrecht

auf Erholung und Spiel ist, denn besonders Spielen

fördert nicht nur die kindliche Gehirnentwicklung,

körperliche Fähigkeiten und die seelische Gesundheit,

sondern gibt Kindern einen Ausgleich zum oft

stressigen Alltag. Unverplante Zeit und das freie Spiel

sind für die Entwicklung von Kindern von besonderer

Wichtigkeit.

„Wir müssen endlich aufhören, bereits bei Neunbis

Zehnjährigen die Weichen für das gesamte weitere

Leben zu stellen“, sagt Friedhelm Güthoff, Sprecher

des Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen und

bezieht sich dabei auf die „Elefanten-Kinderstudie

2011/2012“. In dieser repräsentativen Studie wurden

4691 SchülerInnen der 2. und 3. Klasse unter anderem

zu ihrem Stressempfinden und Entspannungsverhalten

befragt. Ein Viertel aller befragten Kinder

fühlt sich regelmäßig gestresst. Auf die Frage: „Wovon

fühlst du dich gestresst?“ haben 33 Prozent der

Kinder die Schule als den größten Stressfaktor benannt.

Notendruck, Hausaufgaben oder Tests sind

Faktoren, die Kinder zu schaffen machen und fast

zwei Drittel der Kinder wünschen sich, dass sie sich

öfter einfach mal ausruhen könnten. Aktivitäten wie

„nach draußen gehen“, „lesen“, „schlafen“, „malen“,

„Sport“ oder „drinnen spielen“, sind die 5 häufigsten

genannten Entspannungsarten.

Quellen: Elefanten (Hg.): Elefantengesundheitsstudie

2011 – Große Ohren für kleine Leute. 2012;

www.kindergesundheit-info.de

5. „1-2-3-4- Sei behutsam mit mir“

Dieses Konzept zur Stärkung der emotionalen und sozialen

Kompetenzen von SchülerInnen der 2. und 3. Klassen

wird an 3 Vormittagen durchgeführt und richtet

sich an inklusive Klassen oder Förderschulen.

6. Erkundung der Beratungsstelle des DKSB

für Gruppen und Schulklassen

Gruppen und Schulklassen können unsere Beratungsstelle

erkunden und sich zu den Themen unserer Arbeitsfelder

informieren. Wir bitten die SchülerInnen, uns

vorab ihre Fragen zu senden. Sie erhalten Informationen

zu Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten in der Stadt

und können eine Präventionsfachkraft interviewen.

19


eratungsstelle: PRÄVENTION

Gewaltprävention – Lesetipp: Prof. Dr. med. Joachim Bauer

„Schmerzgrenze – Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt“, 2011.

Der Freiburger Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut

schreibt über die Schmerzgrenze des Gehirns:

sie verläuft anders, als wir bisher dachten. Aggression

und Gewalt sind ebenso wie Angst und Flucht

Reak tionen auf Bedrohungen durch die Außenwelt.

Unser Gehirn bewertet Ausgrenzung und Demütigungen

wie körperlichen Schmerz und reagiert deshalb

auch darauf mit Aggression. Dies bedeutet: Aggression

steht im Dienste der Verteidigung sozialer

Bindungen. Soziale Ausgrenzung ist eine der wesentlichen

Ursachen für Aggression und Gewalt.

Soziale Ausgrenzung, Demütigungen, Mobbing,

Hänseln und Lächerlich-machen sind gefährliche

Auslöser für Aggression und Gewalt. Lehrkräfte dürfen

einen Schüler selbstverständlich sachlich kritisieren

– wenn es sein muss, auch sehr deutlich. Unser

Schulsystem muss aber so beschaffen sein, dass

sich kein Kind ausgegrenzt fühlt. In der Familie, Kita,

Schule und Ausbildung sollte niemand lächerlich

gemacht oder gedemütigt werden.

Missverständnisse, Kränkungen oder Ungerechtigkeiten

sind ein Teil des menschlichen Alltages. Jedoch

sollten Kinder und Erwachsene lernen, Ärger

und Wut im Gespräch zum Ausdruck zu bringen, also

nicht durch Gewalt.

Auch die Familie kann vorbeugen: Jedes Kind

braucht, um sich seelisch gesund zu entwickeln, von

seinen Eltern liebevolle Zuwendung und erzieherische

Führung.

Weitere Konzepte präventiver Kinderschutzarbeit

Ein Großteil des sozialen Lernens findet nicht mehr in

der Familie statt, sondern in den Institutionen und Einrichtungen,

in denen Kinder und Jugendliche viele Stunden

am Tag verbringen. Kinder und Jugendliche lassen

ihre Konflikte und ihre sozialen Bedürfnisse nach

– Orientierung, Sicherheit und Struktur,

– Zugehörigkeit, Zuwendung und Geborgenheit,

– Einfluss, Beteiligung und Selbständigkeit,

– Anregung, Bewegung und Bildung,

– Erfolg, Anerkennung und Respekt

nicht zu Hause zurück, sondern verlangen, dass darauf

geantwortet wird – von den Erwachsenen, mit denen sie

zusammen sind. Bei dieser Herausforderung möchten

wir pädagogische Fachkräfte unterstützen und ihnen

wirksame Konzepte anbieten.

1. „Sicher und fit – ich mache mit“

Das Projekt „Sicher und fit – ich mache mit“ vermittelt

Vorschul-Kindern Basiskompetenzen, die sie im Umgang

mit ihren eigenen Gefühlen und denen der Anderen

benötigen. Es unterstützt Kinder dabei, für sich

selbst einzutreten und „Stopp!“ bzw. „Nein!“ zu sagen.

Gemeinsam finden die Kinder heraus, was sie in einer

schwierigen oder gefährlichen Situation tun können

und wie und wo sie Hilfe bekommen.

Ein Elternabend gehört genauso zum Ablauf wie die

enge Kooperation mit den Fachkräften in der Kita. Zentrale

Elemente sind:

– kollegialer Austausch mit den Fachkräften und projektbegleitende

Beratung

– ein zweistündiger Elternabend /-nachmittag

– 3 x 1 Zeitstunde Projektarbeit mit Mädchen und Jungen

– ggf. ergänzende Beratungsangebote oder Weitervermittlung.

Im Jahr 2012 wurden zwei Projekte mit insgesamt 36

Kindern und 2 Elterninformationen für 40 Mütter und

Väter durchgeführt.

2. „ich schaff’s“®

„ich schaff’s“ ist ein Problemlösungs-Programm für

Kinder und Jugendliche, das auf einem lösungsorientierten

Ansatz beruht. Das „ich schaff’s“-Programm

hilft ihnen dabei, Fähigkeiten zu erlernen, um Probleme

zu bewältigen und schwieriges Verhalten los zu werden.

Kern des Programms ist die Erkenntnis, dass Probleme

von Kindern und Jugendlichen in den meisten

Fällen als Fähigkeiten gesehen werden können, die erlernbar

oder verbesserbar sind.

Weitere Informationen: in der Beratungsstelle des DKSB

sowie unter www.ichschaffs.de

3. „FAUSTLOS“ – Prävention impulsiven und

aggressiven Verhaltens und Förderung der sozialen

Kom petenz in der Grundschule

Konflikte sind Chancen, mit deren Hilfe Kinder und

Jugendliche ihre emotionale Intelligenz entwickeln

können, und sie sind das beste „Unterrichtsmaterial“

für das Schulfach „Soziales Lernen“. Das Faustlos-

Programm vermindert das impulsive und aggressive

Verhalten von Kindern und erhöht ihre sozialen Kompe­

20


eratungsstelle: Elternkurse

tenzen in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und

Umgang mit Ärger und Wut:

Weitere Informationen erhalten Sie in der Beratungsstelle

des DKSB sowie unter unter /www.faustlos.de.

4. Qualifizierung in der Tagespflege: Kooperation mit

dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, der

VHS sowie dem Tageselternverein Münster

Im Rahmen der Qualifizierung in der Tagespflege führten

Mitarbeiterinnen der DKSB Beratungsstelle im Jahr

2012 sieben zweistündige Veranstaltungen für Tagesmütter

und -väter zum Thema „Kindeswohlgefährdung

– der Schutzauftrag in der Tagespflege“ in der Grundausbildung

und zwei Seminarwochenenden in der TMQ

durch.

5. Zusammenarbeit im Netzwerk Gewaltprävention &

Konfliktregelung Münster

Unsere Beratungsstelle ist von Beginn an Mitglied im

Netzwerk Gewaltprävention und beteiligte sich auch im

Jahr 2012 an Veranstaltungen und Aktionen des Netzwerkes.

Weitere Informationen: www.jugend.muenster.de/netzwerk

(dort kann auch die Broschüre des Netzwerkes mit

den Angeboten und Akteuren heruntergeladen werden)

Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“ ®

Eltern möchten, dass ihre Kinder sich zu selbstbewussten,

emotional stabilen, sozial kompetenten,

selbstverantwortlichen, leistungsfähigen und psychisch

starken Personen entwickeln. Die Elternkurse

des Kinderschutzbundes unterstützen sie dabei.

Erziehung von Kindern hat viel mit Liebe, Fürsorge

und Präsenz zu tun, oft genug ist Erziehung auch

anstrengend und konfliktreich. Unabhängig davon, ob

Mütter bzw. Väter ihre Kinder gemeinsam oder allein

erziehen, unterstützen die Elternkurse „Starke Eltern –

Starke Kinder“ ® Mütter und Väter dabei, auch in anstrengenden

oder konfliktgeladenen Situationen den

Familienalltag gelassener und souveräner zu meistern.

Unseren ElternkursleiterInnen sind die Stärkung des

Selbstvertrauens und das Erleben von Selbstwirksamkeit

der Eltern als zentrales Merkmal von gelungener Erziehung

besonders wichtig.

Auch das psychische Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen

und ihrer Familien ist ein zentrales Thema.

Dem Elternkurs „Starke Eltern – Starke Kinder“® liegt

das Modell der anleitenden Erziehung zugrunde. Der

anleitende Erziehungsstil beinhaltet sowohl eine liebevolle,

warmherzige, aufmerksame Haltung gegenüber

den Kindern als auch die Sicherheit klarer Regeln, Werte

und Normen. Dies kann auch mit dem Begriff „autoritativ-partizipative

Erziehung“ beschrieben werden,

wie er in der pädagogischen Literatur und Forschung

verwandt wird: „... ‚autoritativ‘, weil er die Autorität der

Eltern zurückhaltend und umsichtig einsetzt und ‚partizipativ‘,

weil er auf die Bedürfnisse des Kindes im

Sinne einer Mitgestaltung der gemeinsamen Beziehung

eingeht.“ (Klaus Hurrelmann, Einführung in die Sozialisationstheorie,

Weinheim und Basel, 9. Aufl. 2006)

„Starke Eltern – Starke Kinder“ ® möchte Eltern erreichen,

bevor sich Probleme „festgesetzt“ haben und dadurch

weniger beeinflussbar werden. Viele Mütter und

auch Väter berichten, dass sie sich häufiger durch Verhaltensweisen

ihres Kindes provoziert, geärgert und

abgelehnt fühlen. Im Elternkurs können die kindlichen

Verhaltensweisen neu beleuchtet werden. Darauf entwickeln

Eltern aus der neuen Perspektive heraus hilfreichere

Umgehensweisen. Weil wir wissen, dass es Phasen

erhöhter Verletzbarkeit und Entwicklungsübergänge

gibt, bei denen Kinder und Familien besonders anfällig

sind, weil sie hierbei mit völlig neuen Entwicklungsaufgaben

konfrontiert werden, berücksichtigen wir dies in

unseren Angeboten (z. B. beim Übergang vom Kindergarten

in die Grundschule).

Im Jahr 2012 führte der DKSB in Münster 9 Gruppenangebote

„Starke Eltern – Starke Kinder“® für insgesamt

84 Eltern durch. Diese Massnahme zur Erhöhung

der elterlichen Kompetenzen kamen 134 Kindern zu gute.

7 Kurse wurden von Januar bis Dezember 2012 aus

Mitteln des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien

finanziert. Davon fanden 5 Gruppenangebote in Kooperation

mit Kindertagesstätten und zwei in Ko operation

mit Grundschulen statt. In 2012 konnten zwei weiterere

Kurse aus Spendenmitteln gefördert werden. Die Elternkurse

im Jahr 2012 fanden in den Stadtteilen Coerde,

Kinderhaus, Münster-Süd, Roxel, Rumphorst, im Kreuzviertel

und in der Innenstadt, in Berg-Fidel und Gievenbeck

statt.

21


eratungsstelle: Elternkurse

Die Qualität der Elternkurse und die Weiterbildung

der Kursleitungen haben im DKSB Münster einen großen

Stellenwert. Im Jahr 2012 erhielten 21 Elternkursleiter­

Innen (pädagogische bzw. psychologische Fachkräfte)

nach dem Konzept des DKSB „Starke Eltern – Starke

Kinder“ ® ein erweitertes Zertifikat.

In zwei ganztägigen Fortbildungen vertieften sie ihr

Wissen zum Thema „Stärkung der psychischen Gesundheit

von Kindern und Jugendlichen“.

Dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien danken

wir für die fachliche Begleitung und die Bereitstellung

der Mittel zur Verstetigung unseres niedrigschwelligen

präventiven Angebots „Starke Eltern – Starke Kinder“®,

im Rahmen des kommunalen Arbeitsfeldes „Familien

stärken“. Unser Dank gilt auch den Eltern, Fachkräften

und Kooperationspartnern für Ihr Vertrauen und die

gute Zusammenarbeit.

Informationen zu den Elternkursen des DKSB finden

Sie auch hier:

www.starkeeltern-starkekinder.de

www.sesk-projekt.de

Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“®

2012 in Zahlen:

Kurse insgesamt 9

Teilnehmende Eltern 84

davon Frauen 78

davon Männer 6

Betroffene/profitierende Kinder gesamt 134

davon weiblich 67

davon männlich 67

Alter 0 bis 3 Jahre 54 (w 31, m 23)

Alter 4 bis 6 Jahre 46 (w 22, m 24)

Alter 7 bis 12 Jahre 31 (w 12, m 19)

Alter 13 bis 18 Jahre 3 (w 2, m 1)

Psychische Gesundheit in der Familie

Die Familie soll den Kern der Präventionsmaßnahmen

bilden, damit Kinder seelisch gesund groß

werden.

Die Förderung der Erziehungskompetenzen ist dabei

ein wesentlicher Faktor. Ein Schutzfaktor für

Kinder und Eltern zur Erhaltung psychischer Gesundheit

ist ein guter familiärer Zusammenhalt.

Dieser ist dann vorhanden, wenn z. B.

– in der Familie jeder auf die Sorgen und Nöte des

Anderen eingeht,

– das Gefühl hat, dass ihm zugehört wird und

– die Familie häufig etwas gemeinsam unternimmt.

Quelle: Seelisch gesund groß werden, Prävention

psychischer Störungen im Kindesalter, TU Braunschweig

2009, Prof. Dr. Nina Heinrich, Universität

Bielefeld, Familie als Kern psychischer Gesundheit,

www.praeventionskongress-bs.de (Stichwort:

Download Vorträge)

Neu beim DKSB Münster im Jahr 2013: Der Kurs „Starke Großeltern – Starke Kinder“®

Der Deutsche Kinderschutzbund hat ein spezielles

Angebot für Großeltern entwickelt. Es baut auf den

langjährigen Erfahrungen mit dem Elternkurs

„Starke Eltern – Starke Kinder“® auf.

Die KursleiterInnen sind vom Deutschen Kinderschutzbund

ausgebildet und begleiten die Großeltern

oder Paten-Großeltern durch sechs Kurstermine.

Mit zuverlässigen Informationen, praktischen

Übungen und viel Austausch untereinander gewinnen

die Großeltern an Sicherheit und Freude dabei,

Großmutter oder Großvater zu sein.

Für Großeltern ist manches leichter – sie haben

keine Erziehungsverantwortung.

Für Großeltern ist manches schwerer – es sind

immer drei Generationen im Spiel.

Bei aller Freude an den Enkeln kann es ganz schön

schwierig sein,

– als Großmutter oder Großvater den richtigen Platz

in der „Großfamilie“ zu finden

– den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden

– sich selbst nicht zu vergessen.

Im Kurs „Starke Großeltern - Starke Kinder“® können

die Großeltern entdecken, dass sie viele Möglichkeiten

haben, mit Erfahrung und Gelassenheit

die ganze Familie zu stärken und das Zusammensein

mit den Enkeln zu genießen.

22


eratungsstelle: Elternkurse

Elternkurs und Weiterbildung

für Fachkräfte „GELKI“ ®

Dieser Elternkurs unterstützt die erzieherischen Kompetenzen

von Müttern und Vätern und fördert die Familiengesundheit

in den Bereichen Ernährung, Bewegung,

Entspannung.

Kinder lernen gesunde Lebensgewohnheiten zuallererst

innerhalb ihrer Familie. Durch das Vorleben

einer gesunden Lebensweise können Eltern ihre Kinder

stark für das Leben machen. Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

(Uni Bielefeld) sagt hierzu: „Ernährung, Bewegung,

Entspannung, das sind die drei großen Felder,

auf denen sich entscheidet, ob die gesundheitliche Entwicklung

eines Kindes in einer Familie gut läuft oder

nicht. Damit das klappt, kommt es ganz entscheidend

auf die Eltern an.“

Positive Botschaften helfen, Lebensstile nachhaltig zu

verändern. Der Elternkurs „GELKI! Gesund leben mit

Kindern – Eltern machen mit“® hilft dabei. Eltern bekommen

bei acht Treffen Informationen zu den drei

Themen „Ernährung“, „Bewegung“ und „Entspannung“.

Die Inhalte werden im Kurs praktisch erprobt

und im Rahmen einer Wochenaufgabe in den Familien

weiter geübt. Die von uns ausgebildeten KursleiterInnen

unterstützen Eltern darin, eine entwicklungsfördernde

Haltung sowie positive Gewohnheiten umzusetzen.

Eine weitere Ausbildung für KursleiterInnen wird im

2. Halbjahr 2013 stattfinden.

Arbeitsschwerpunkt

Beratung und Therapie

Die Beratungsstelle des DKSB versteht sich als Anlaufstelle

für Kinder und Jugendliche sowie alle Erwachsene,

die um deren Wohl bemüht oder besorgt sind.

Die beraterische und therapeutische Arbeit der Beratungsstelle

ist sehr vielfältig. Die Angebote lassen

sich dabei folgendermaßen differenzieren:

– Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung und

Entwicklung

– Beratung bei familiären Konfliktsituationen und Krisen

– Beratung bei einer Gewaltproblematik (seelische, körperliche

oder sexuelle Gewalt)

– systemische Therapie für Kinder, Jugendliche oder

Familien

– Beratung für Fachkräfte in Fragen des Kinderschutzes

Die Ratsuchenden

Die Beratungsangebote werden von verschiedenen Zielgruppen

wahrgenommen. Sehr häufig sind es Mütter

und/oder Väter, die unsere Unterstützung in Anspruch

nehmen. Kinder und Jugendliche wenden sich z.T.

eigenständig an uns; häufig erfolgt die Kontaktaufnahme

aber auch über Bezugs- oder Vertrauenspersonen, wie

z.B. Verwandte oder Fachkräfte. Des Weiteren suchen

Familienangehörige und Nachbarn bei uns Rat sowie in

großer Zahl auch pädagogische Fachkräfte oder Fachkräfte

aus dem Gesundheitsbereich.

Die Themenbreite der Anliegen, mit denen sich KlientInnen

an uns wenden, ist dabei sehr groß, wie die folgenden

Beispiele verdeutlichen:

– Ein Sportverein möchte sich über Möglichkeiten der

Stärkung und des Schutzes der betreuten Kinder informieren.

– Eltern fühlen sich mit dem trotzigen Dreijährigen

überfordert und suchen Entlastung und Hilfe für den

Alltag.

– Eine Jugendliche kommt in die offene Sprechstunde

und wünscht sich Unterstützung wegen heftiger Konflikte

mit den Eltern.

– Die Lehrerin einer Grundschule ist besorgt um ein

Kind und vermutet, dass das Kind sexuelle Übergriffe

durch andere Kinder erlebt hat.

– Nachbarn oder Angehörige sorgen sich um die Entwicklung

eines Kindes und fragen sich, wie sie helfen

können.

– Ein Schulsozialarbeiter sucht Unterstützung für einen

15-jährigen Jungen, der von den Eltern geschlagen

wird.

– Eltern haben den Verdacht, dass ihr Kind von einem

Verwandten sexuell missbraucht worden sein könnte.

23


Beratungsstelle: Beratung/Therapie

Gestaltung der Hilfen

In jedem Einzelfall versuchen wir, ein passendes Unterstützungsangebot

für die ratsuchenden Menschen

anzubieten. Dazu gehören bspw. die Klärung der Arbeitsform

(Information, Anleitung, Beratung, Therapie etc.),

des Settings (Einzel-, Paar-, Familien- oder Teamgespräche

bis hin zur „Helferkonferenz“) und des erforderlichen

Umfangs (kurzfristige, punktuelle Kontakte

bis langfristige, intensive Zusammenarbeit). Dabei bemühen

wir uns darum, dass

– die Ziele, Fragestellungen und Wünsche der Klient­

Innen im Vordergrund stehen und den Beratungsprozess

leiten,

– der Schutz der Kinder und Jugendlichen gewährleistet

ist und

– ggf. eine ressourcenorientierte Vernetzung mit anderen

Institutionen stattfindet.

Die Beratungen finden überwiegend in unseren Räumen

am Berliner Platz statt. Nach Vereinbarung kommen

wir darüber hinaus auch in den Sozialraum – so

werden dann Beratungen bspw. im Familienzentrum,

in der Schule oder auch dem Stadtteiltreff durchgeführt.

Barrierefreie Beratungsmöglichkeiten stehen uns

nach Absprache in Räumen der benachbarten Sparda-

Bank zur Verfügung. Kinder und Jugendliche können

zunächst auch ohne die Information ihrer Eltern beraten

werden.

Alle Angebote sind für Münsteraner Bürger Innen kostenlos.

Besonderheiten und Entwicklungen im Jahr 2012

Nach dem im Jahr 2011 erfolgten Umzug sind wir mit

der Lage unserer Räume in unmittelbarer Nähe zum

Hauptbahnhof weiterhin sehr zufrieden. Für die Klient­

Innen stellt die gute Erreichbarkeit einen großen Vorteil

dar und wir erleben nach wie vor, dass die Beratungsstelle

von der „Öffentlichkeit“ besser wahrgenommen

wird.

Für das Jahr 2012 verzeichnen wir einen leichten Zuwachs

an Fallanfragen (s. Statistik S. 25); dabei hat der

Kontaktumfang allerdings deutlich zugenommen. Dies

ist auf eine intensivere Fallarbeit im Bereich der Beratung

bei seelischer und körperlicher Gewalt sowie der

therapeutischen Begleitung von Jugendlichen zurückzuführen.

Die Beratungen im Bereich der Allgemeinen

Erziehung haben dem gegenüber deutlich abgenommen.

Die Kontaktaufnahme erfolgte zum größten Teil

durch die Eltern bzw. einen Elternteil. Mehr als doppelt

so viele Jugendliche wie im Jahr zuvor fanden nun jedoch

auch einen eigenständigen Weg in die Beratungsstelle.

Anfragen von NachbarInnen o.ä. waren dagegen

verschwindend gering. In der Beratung von Fachkräften

blieben Fallzahl und Kontaktumfang auf dem Niveau

des Vorjahres. Thematisch zeigt sich dabei eine deutliche

Zunahme von Beratungen zum Themenbereich

„seelische und körperliche Gewalt“, die insbesondere

von Fachkräften aus weiterführenden Schulen angefragt

wurden. Im Bereich der Fachberatung zu sexueller

Gewalt waren sehr oft (Verdachts-)Fälle sexueller Übergriffe

durch Kinder Anlass der Kontaktaufnahme, insbesondere

seitens Kindertagesstätten und Schulen.

Im Jahr 2011 haben wir eine Zusammenarbeit mit dem

St. Franziskus Hospital begonnen. Für die medizinischen

Fachkräfte der Kinder- und Jugendstationen

starteten wir eine vierteilige Fortbildungsreihe zum

Thema Kinderschutz. Diese wurde in 2012 erfolgreich

fortgesetzt und abgeschlossen. Daraus entstand neben

dem Wunsch einer Wiederholung auch die Idee gemeinsamer

Besprechungen von vergangenen Fällen. Diese

Fallbesprechungen sollen in 2013 begonnen werden und

der Reflektion und Optimierung des fachlichen Vorgehens

sowie der klinischen Strukturen in kinderschutzrelevanten

Fällen dienen.

Des Weiteren fanden im Jahr 2012 erneut auch Fortbildungsveranstaltungen

zu der Thematik „Kinderschutz

im Ehrenamt“ statt, u.a. bei der Freiwilligenagentur.

Wer den Sie Pa tin/Pate für die DKSB-Be ra tungs stel le

Zur Finanzierung der Kinderschutzarbeit unserer Beratungsstelle

können auch Sie beitragen: Werden Sie

Pate für die Fachberatungsstelle des DKSB Münster,

indem sie für ein Jahr, für ein halbes Jahr oder für ein

Vierteljahr die Kosten für eine oder mehrere Beratungsstunden

übernehmen! Da der Kinderschutzbund

Münster ein gemeinnütziger Verein ist, ist Ihre Spende

voll von der Steuer absetzbar und Sie erhalten selbstverständlich

eine Spendenquittung von uns.

Außerdem machen wir Sie auf Wunsch als Paten bekannt:

in der Tagespresse, in unserem Infobrief „Einblick“,

der dreimal jährlich in einer Auf lage von 1.000

Exemplaren erscheint und in unserem Jahresbericht,

der in einer Auf lage von 1500 Exemplaren herausgegeben

wird. Und Sie erhalten eine Patenurkunde, die verdeutlicht,

dass Sie Pate für die Fachberatungsstelle des

DKSB Münster sind.

Die Kosten für eine Beratungsstunde/Woche betragen

für ein Jahr € 1.560,-, für ein halbes Jahr € 780,-

und für ein Vierteljahr € 390,-.

Dieter Kaiser, Geschäftsführer des DKSB Münster,

steht Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Rufnummer 0251 47180

24


eratungsstelle: statistik 2012

Präventive Arbeit

Veranstaltungen: 61 Stunden: 533 TeilnehmerInnen: 1.171

VERTEILUNG NACH ANGEBOTSFORMEN

Umfang/Unterrichtsstunden

ohne Vor- und Nachbereitung

Projekte in Schulen

8,2 %

3,3 %

Workshops

Infoveranstaltungen

49,2 %

26,2 %

33,0 %

49,3 % 39,4 % 35,7 %

Elternabende in

Kitas und Schulen

Fort- und Weiterbildungen

13,1 %

5,9 %

10,5 %

1,3 %

17,1%

2,6 %

5,2 %

VERTEILUNG NACH THEMEN

Sexuelle Gewalt

Seelische und

körperliche Gewalt

Kindeswohl / Kinderschutz

13,1 %

49,2 %

4,9 % 1,9 % 2,7 %

26,2 %

(56,3 % *)

6,6 %

7,7 % 8,3 %

59,4 %

28,0 % 33,4 %

(17 % *)

50,1 %

(30,7 % *)

Erziehung allgemein

Sonstige

* davon sexuelle Übergriffe unter Kindern

3,0 %

5,5 %

VERTEILUNG NACH ZIELGRUPPEN

Kinder

2,6 %

7,1 %

Eltern

Fachkräfte

Ehrenamtliche

37,9 %

20,6 %

31,8 %

Sonstige

Erreichte Zielgruppen nach Themen

gesamt (1171) kinder eltern fachkräfte ehrenamtliche sonstige

sexuelle Gewalt

587

291

114

163

19

davon sexuelle

Übergriffe unter Kindern

180

49

131

seelische und

körperliche Gewalt

64

50

11

3

Kindeswohl und

Kinderschutz

391

116

180

83

12

Erziehung allgemein

98

98

sonstige Themen

31

31

25


eratungsstelle: statistik 2012

Beratung und Therapie

VERTEILUNG NACH ZIELGRUPPEN

Fälle: 174

Beratungskontakte: 702

Betroffene: 228

(Kinder und Jugendliche)

Beratung f. Kinder, Jugendl.,

Eltern und Sonstige

Therapie von Kindern und

Jugendlichen

Beratung für Fachkräfte

28,2 %

13,8 %

69,5 % 64,3 % 66,2 %

2,3 % 21,9 %

1,8%

32,0 %

BERATUNGEN FÜR KINDER, JUGENDLICHE, ELTERN UND SONSTIGE – VERTEILUNG NACH THEMEN

Fälle: 121

Beratungskontakte: 451

Betroffene: 151

(Kinder und Jugendliche)

Allgemeine Erziehungsberatung

Beratung bei

sexueller Gewalt

Beratung bei seelischer

und körperlicher Gewalt

17,3 %

30,6 %

47,1 % 57,9 % 49,0 %

24,8 %

22,3 %

29,8 %

21,2 %

die anfragenden

gesamt (121)

allgemeine

erziehungsberatung

beratung bei

sexueller gewalt

beratung bei seelischer

u. körperlicher gewalt

Jugendliche selbst

11

1

2

8

Eltern

78

30

17

31

andere Bezugspersonen

25

5

6

14

Fremdmelder

2

1

1

soziale Dienste

5

1

1

3

26


eratUngsstelle: statistik 2012

Beratung und Therapie

BERATUNGEN FÜR FACHKRÄFTE – VERTEILUNG NACH THEMEN

Fälle: 49 Beratungskontakte: 97 Betroffene: 73

(Kinder und Jugendliche)

sexuelle Gewalt

6,2­%

5,1­%

4,1­%

seelische und

körperliche Gewalt

57,1­%

36,7­%

46,4­%

48,5­%

46,6­%

49,3­%

sonstige Themen

die anfragenden

gesamt (49) sexuelle gewalt

seelische und

körperliche gewalt

sonstige themen

KiTa

12

5

7

Grundschule

12

8

4

weiterführende Schule

16

4

12

stationäre Jugendhilfe

1

1

sonstige

8

1

5

2

In­unserer­Geschäftsstelle­erhältlich:

Infokarten­unserer­Beratungsstelle­für­

Kinder­und­für­Jugendliche

Beratung und Unterstützung

für Jugendliche

vertraulich / kurzfristig / flexibel

offene Sprechstunde: Di 16 – 18 + Do 9.30 – 11 h

oder wir vereinbaren einen anderen Termin

Kinderschutzbund Münster

Berliner Platz 33

48143 Münster

Fon: (0251) 4 71 80

info@kinderschutzbund-muenster.de

www.kinderschutzbund-muenster.de

Konflikte

Sorgen

Gewalt

sexueller

Missbrauch

Stress

Mobbing

Ärger

was tun?

Stress

Ärger

Sorgen

Konflikte

Mobbing

Gewalt

sexueller

Missbrauch

was tun?

Kinderschutzbund

Münster

Hilfe und Unterstützung

für Kinder

Du erreichst uns persönlich

und telefonisch

dienstags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

und donnerstags von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr

oder wir kommen zu Dir in die Schule

Kinderschutzbund Münster

Berliner Platz 33

48143 Münster

Fon: (0251) 4 71 80

info@kinderschutzbund-muenster.de

www.kinderschutzbund-muenster.de

27


Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen

im Kinderschutzbund Münster

Was wäre unser Verein ohne seine Ehrenamtlichen?

Mittlerweile engagieren sich bei uns 110 MitarbeiterInnen

in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen. Teilweise

begegnen unsere Ehrenamtlichen Kindern, Jugendlichen

und ggf. deren Eltern im persönlichen Kontakt

(so in der AG Kind und Krankenhaus). Andere wiederum

bieten Kindern und Jugendlichen sowie Eltern telefonische

Unterstützung an (so in den AG’s Kinder- und

Jugend telefon und Elterntelefon). Auch gibt es in

unserem Verein einen ehrenamtlichen Einsatz, der mit­

telbar Kindern, Jugendlichen und Eltern zu Gute kommt

– so im Vorstand (siehe Bericht auf Seite 8) und in unserer

AG Öffentlichkeitsarbeit.

Im Folgenden berichten die AG’s über ihre geleistete

Kinderschutzarbeit, über den Spaß und Erfolg bei ihrer

Arbeit, aber auch über eventuelle Schwierigkeiten.

Sollten Sie sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im

Kinderschutzbund Münster interessieren, melden Sie

sich bitte in unserer Geschäftsstelle. Vielen Dank.

AG Kind und Kran ken haus

Ein Krankenhausaufenthalt ist für jedes Kind eine

große Belastung. Es ist getrennt von Familie und

Freunden, eingeschränkt in seiner Bewegungsfreiheit.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unserer

AG helfen in der Uniklinik Münster Kindern, ihren

Kummer und die Krankheit ein bisschen zu

vergessen.

Sie bringen Zeit und Zuwendung mit, spielen und

basteln mit den kleinen PatientInnen, lesen vor und

trösten sie, wenn die Eltern einmal nicht da sein können.

In der Uniklinik werden zumeist Kinder mit besonders

schweren und seltenen Krankheiten behandelt, häufig

kommen sie auch von weit her. Oft sind lange Aufenthalte

nötig, manchmal müssen die Kinder mehrfach zu

Operationen und Behandlungen wieder kommen. Tägliche

Besuche der Eltern werden dann schwierig. Gleichzeitig

besteht aber gerade für diese Kinder ein besonders

hoher Bedarf an Fürsorge, für die ein voller Arbeitsplan

des Pflegepersonals leider oftmals auch nicht genügend

Zeit lässt.

Mit unseren Besuchen bei den kleinen PatientInnen

sind wir eine aktive Unterstützung für die Eltern in einer

Situation, in der sie sich um ihr krankes Kind in der Klinik

sorgen und häufig gleichzeitig auch zu Hause mit

Geschwisterkindern das Leben weiter gehen muss. Angesprochen

wird unsere Gruppe entweder von den Eltern

direkt oder über das Klinikpersonal. Mit der ersten

Kontaktaufnahme wird ein Termin zum kennen lernen

in der Klinik vereinbart. Für die gesamte Betreuung

werden die weiteren Termine flexibel und individuell

gestaltet, so dass alle Besonderheiten der konkreten Si­

MdB Maria Klein-Schmeink (2.v.l.) mit Ehrenamtlichen der AG „Kind und Krankenhaus“ des Kinderschutzbundes Münster

28


Arbeitsgruppen

tuation berücksichtigt werden. Ein Schwerpunkt unserer

Arbeit liegt in der Betreuung von Neugeborenen

und Säuglingen, die erst wenige Monate alt sind. Diese

Kinder besuchen wir an ihrem Krankenbett. Hervorzuheben

ist die gute und enge Zusammenarbeit mit dem

Personal der einzelnen Stationen in der Uni-Klinik

Münster.

In 2012 hatten wir eine deutlich höhere Nachfrage

nach Betreuungen. Hier haben wir von dem direkten

Kontakt von Birthe Hagedorn, der Ansprechpartnerin

unserer Gruppe, in der Uniklinik profitiert. Mit 5

aktiven Mitgliedern haben wir insgesamt 24 Kinder

betreut, der gesamte Zeitaufwand für unsere ehrenamtliche

Tätigkeit lag bei 650 Stunden. Im Juni hat Christina

Neuhann ihr Ehrenamt in unserer Gruppe beendet, da

sie aus Münster weggezogen ist. Wir danken ihr ganz

herzlich für die fast 10-jährige engagierte Arbeit in der

Uniklinik und wünschen ihr alles Gute in ‚Down Under‘.

Neben unseren Betreuungen haben wir im vergangenen

Jahr die Zeit zu einem Kontakt mit dem Verein

‚Königskinder‘ genutzt. In einem gemeinsamen Treffen

hat eine Mitarbeiterin von ‚Königskinder‘ deren Aktivitäten

im Bereich der ambulanten Hospizarbeit präsentiert.

Zudem haben wir unsere Betreuungstätigkeit

vorge stellt und uns über Möglichkeiten der Zusammenarbeit

ausgetauscht. Ein weiteres Anliegen hatten wir

zum Thema ‚Kindeswohlgefährdung‘, worüber wir uns

in einem Gesprächsabend mit Christoph Knack vom Beratungsteam

des DKSB Münster nochmals aktuell informiert

haben. Im September 2012 hat sich unsere Gruppe

zum jährlichen Weltkindertag wieder am Spielfest im

Südpark beteiligt. Dabei haben sich erstmals das Beratungsteam

und alle Arbeitsgruppen unseres Ortsverbandes

mit einer gemeinsamen Aktion präsentiert. Bei

einem Projekt zum Thema ‚Partizipation‘ waren die

Kinder mit großer Begeisterung dabei. Zum Ende des

Jahres hatten wir die Gelegenheit, uns mit Maria Klein­

Schmeink, der Münsteraner Grünen-Bundestagsabgeordneten,

zu treffen. Bei ihrem Besuch zeigte sich Frau

Klein-Schmeink sehr interessiert an unserer Arbeit und

von unseren Erfahrungen aus der Betreuungstätigkeit

beeindruckt.

Wir treffen uns 14-tägig zum Austausch über die Betreuungen

in den Räumen des Kinderschutzbundes.

Eine Kontaktaufnahme ist über unsere Ansprechpartnerin

Birthe Hagedorn sowie den Kinderschutzbund

möglich. Wer sich gerne an unserer Arbeit beteiligen

möchte, ist herzlich willkommen! Wir freuen uns über

neue Mitglieder.

In 2013 können wir übrigens ein besonderes Ereignis

feiern – unsere Gruppe besteht dann 25 Jahre!

AG El tern te le fon (ET)

Das Elterntelefon in Münster ging 2003 ans Netz und

wird somit in diesem Jahr 10 Jahre alt. Bundesweit

gibt es diese Einrichtung seit 2001. Die Idee kommt

aus dem Kinder- und Jugendtelefon. Denn auch Eltern

benötigen Hilfe, die letztendlich den Kindern zugute

kommt.

Das Elterntelefon richtet sich an Eltern, Erzieher­

Innen, PädagogInnen und Nachbarn, wenn es um

Probleme mit Kindern und Jugendlichen geht. Es ist ein

niedrigschwelliges Angebot, bei dem die BeraterInnen

ein offenes Ohr für vielschichtige Probleme haben. Sie

suchen mit den AnruferInnen gemeinsam nach Lösungen

und empfehlen, wenn nötig, Erziehungsberatungsstellen

oder andere Hilfseinrichtungen. Dazu steht online ein

Beratungsführer zur Verfügung. Das Angebot ist anonym,

vertraulich und es gilt eine Verschwiegenheitspflicht.

Bundesweit arbeiten an 46 Standorten 1125 Berater­

Innen.

In Münster startete im Frühjahr 2012 die siebte Ausbildungsgruppe,

deren TeilnehmerInnen seit März 2013

am Telefon sitzen. Alle BeraterInnen arbeiten ehrenamtlich.

Die Nummer des Elterntelefons in Münster

wurde in 2012 1384-mal angewählt (2011 waren es 1543

Anrufe). Daraus ergaben sich in 2012 585 Beratungsgespräche

(2011 waren es 556 Beratungen). Das ist eine

erfreuliche Entwicklung: wenn auch die Zahl der Gesamtanrufe

gesunken ist (dazu zählen auch Test- und

Scherzanrufe), so ist doch die Zahl der Beratungen

gestiegen. Die meisten Beratungen fanden im August

statt, im Dezember gab es nur sehr wenige. Dienstag

und Donnerstag ergeben sich häufiger Beratungen,

aber an diesen Tagen ist das Telefon außer vormittags

auch nachmittags besetzt. Ein durchschnittliches

Gespräch dauert 5 bis 20 Minuten. Nach wie vor rufen

77% Frauen an. Das Alter der AnruferInnen liegt –

meistens geschätzt – zwischen 40 und 44 Jahren. Es

rufen häufiger verheiratete Ratsuchende an als ledige.

Bei den Kindern, die Thema des Gesprächs waren, sind

etwas häufiger Mädchen als Jungen vertreten, aber vielfach

geht es auch um beide Geschlechter. Das Alter der

Kinder, um die es bei den Telefonaten geht, liegt sehr

oft zwischen 12 und 18 Jahren. Aber inzwischen geht es

auch vermehrt um erwachsene Töchter und Söhne. Die

Eltern fühlen sich vielfach überfordert, geben Probleme

29


Arbeitsgruppen

mit dem (Ex-) Partner an oder benötigen Auskünfte z.B.

über das Jugendamt oder TherapeutInnen/Therapien.

Themen in Bezug auf die Kinder sind z. B. psychische

Probleme, Drogen, falsche Freunde, Aggressionen, aber

auch Schulprobleme unterschiedlichster Art und Alltagsprobleme

wie Probleme mit der Trennung von Eltern oder

Umgang mit Sexualität. In 47% der Beratungen konnte

eine Problemklärung oder eine Anregung zur selbständigen

Bewältigung verzeichnet werden. In 59% wurde

nahegelegt, mit FreundInnen oder Verwandten zu sprechen.

Häufig wurden Beratungsstellen empfohlen und

entsprechend in der Nähe der Anrufer Innen ausgesucht.

Das Elterntelefon Münster befand sich bundesweit in

der ersten Hälfte 2012 auf einem guten fünften Platz!

Die Zahlen für das gesamte Jahr 2012 lagen bei Drucklegung

dieses Berichts noch nicht vor. Wenn es auch

durch die finanzielle Not des Kinderschutzbundes in

2012 in Sorge war, so wissen wir heute, dass eine nächste

Ausbildung und die Supervisionen für mindestens 2013

und 2014 durch zweckgebundene Spenden gesichert

sind. Wir sind unter der bundesweit kostenfreien Nummer

0800 1110550 erreichbar: montags bis freitags von 9 bis

11 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17 bis 19

Uhr.

AG Kin der- und Ju gend te le fon (KJT)

In einer 2010 von der „NummergegenKummer“

heraus gegebenen Studie wird das Kinder- und

Jugendtelefon als „eine Art Seismograf für

veränderte Lebensauffassungen und Lebensstile“

bezeichnet. „Bei einem anonymen Anruf kommen

Veränderungen, die den meisten jungen Leuten gar

nicht unbedingt bewusst werden, viel schneller zum

Ausdruck als etwa in Interviews für wissenschaftliche

Studien, bei denen man sein eigenes Verhalten

und seine Äußerungen stärker kontrolliert.“

Darüber hinaus sind Kinder und Jugendliche technikaffin

und neugierig. Das zeigt sich auch am KJT.

Die BeraterInnen haben miterlebt, wie sich die Zahl der

Anrufe vervielfacht hat mit der zunehmenden Verbreitung

von Handies bei den Anrufenden, wie sich die Nutzung

von Messenger Services und dann das Interesse an

sozialen Netzwerken entwickelt hat. Diese Veränderungen

bringen auch Belastungen für das KJT mit sich.

Die Möglichkeit, jederzeit unkontrolliert von Erwachsenen,

kostenlos und anonym anrufen zu können, öffnet

auch ein neues Feld bei Langeweile oder Ärger.

Während die Beratungszahlen seit 10 Jahren bundesweit

recht konstant bei über 200 000 pro Jahr liegen, haben

sich die Anrufzahlen im gleichen Zeitraum vervielfacht,

so dass es immer schwieriger wird für Kinder und

Jugendliche, mit ihrem Anruf tatsächlich durchzukommen.

Die am Telefon besprochenen Themen umfassen

das gesamte Spektrum zwischenmenschlicher Beziehungen

und Verwicklungen; an erster Stelle geht es um

Liebe/Verliebt Sein. Wichtig sind auch die Fragen, die

man nicht gerne den Eltern oder Freunden stellt, etwa

zu Sexthemen oder zur eigenen körperlichen Entwicklung.

Ärger im Freundeskreis wird ebenso besprochen

wie Mobbing in der Schule oder Stress mit den Eltern.

Aber es gibt auch immer wieder mal „Vorsingen“ wie bei

DSDS; die Frage, wie viel man wiegen darf, um schön zu

sein; Themen, die sich aus der aktuellen gesellschaftlichen

Wirklichkeit ergeben.

Auch in anderer Hinsicht wirken sich veränderte gesellschaftliche

Strukturen auf das Kinder- und Jugendtelefon

aus: mit der Neuordnung der Bachelor-/Master-Studiengänge

wird es für uns zunehmend schwierig, neue

Ausbildungsgruppen zu bilden. Zwar finden wir nach

wie vor genug StudentInnen, die die Ausbildung machen

wollen, um unser Zertifikat zu erhalten. Wir erleben

aber verstärkt, dass die Verbindlichkeit in Bezug auf das

Einhalten eingegangener Verpflichtungen gegen Ende

der Ausbildung rapide abnimmt, oft in Zusammenhang

mit dem Ende des Studiums, Examensarbeit, Prüfungen

oder Bewerbung etc. So lange auch ältere, bereits im Beruf

stehende Menschen oder aber Menschen, die frei über

ihre Zeit verfügen können, dabei waren, konnten solche

Engpässe aufgefangen werden. Solche InteressentInnen

zu finden, wird aber immer schwieriger bzw. diese

Menschen bewerben sich eher bei unserem Elterntelefon.

An dieser Stelle zeigt sich sehr deutlich, dass ein

System, das über viele Jahre erfolgreich funktioniert

hat, jetzt nicht mehr gut funktioniert. Das macht es erforderlich,

dass wir uns diesen neuen Rahmenbedingungen

anpassen. Erklärtes Ziel ist bei dieser Neuorientierung

aber, die Qualität der Ausbildung aufrecht zu

erhalten, nur das Überflüssige oder Veraltete auszusieben,

Bewährtes zu erhalten und neue Formen oder

Strukturen zu testen, um zu sehen, wo Verbesserungen

möglich sind und wo wir am Bewährten festhalten

müssen.

30


Arbeitsgruppen

Die Finanzkrise des letzten Jahres hat auch das Kinder-

und Jugendtelefon nicht unberührt gelassen. Im

Frühsommer 2012 erschütterte die Hiobsbotschaft von

der möglich werdenden Notwendigkeit einschneidender

Einsparungen die TelefonberaterInnen der 3. Gruppe.

Das ist die Gruppe derer, die nach Ende ihrer Ausbildung

noch weiter beim KJT dabei sind, zum Teil schon

seit vielen Jahren. Auch die beiden Ausbildungsgruppen

mussten sich mit der Frage nach Einsparpotential und

Kürzungen auseinandersetzen. Die Solidarität und das

Verständnis aller Beteiligten waren eine große Unterstützung

für Vorstand und Geschäftsführung bei der

Bewältigung dieser Krise.

Trotz dieser schwierigen Phasen ist die Bilanz insgesamt

positiv: wir haben unsere Probleme gemeistert,

wir sind dabei, viele neue Ideen auszuprobieren wie angeleitete

Kleingruppenarbeit, Stammtisch oder Sprechstunden

in den Sommerferien, möglicherweise Fortbildungsthemen

bei den KJT-Vollversammlungen usw. In

2012 waren zeitweilig bis zu 32 Ehrenamtliche am Telefon

aktiv. Wir starteten ins neue Telefonjahr 2013 mit 28

TelefonberaterInnen.

Besonders positiv ist auch, dass es im letzten Jahr für

zwei unserer Beraterinnen möglich war, an der Fortbildung

zur Mailberatung von der „NummergegenKummer“

teilzunehmen. Damit wird es zukünftig wieder

ein Mailberatungsteam in Münster geben. Diese Beratungsform

stößt auf großes Interesse bei den Berater­

Innen, und die steigende Zahl von Anfragen – im letzten

Jahr wurden knapp 13.600 Anliegen bearbeitet – lässt

vermuten, dass diese Variante ein dauerhaftes Angebot

beim Dachverband „NummergegenKummer“ bleiben

wird.

Die Beratungszeiten unter der kostenlosen und anonymen

Rufnummer 0800 111 0 333 bzw. der europaweiten

Nummer 116 111 sind Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr, samstags

ergänzt durch Jugendliche beraten Jugendliche

(JbJ).

Barbara Griepenburg, KJT-Koordinatorin

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Eine weitere Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche,

die sich nicht so gerne am Telefon äußern

möchten, ist die Beratung per E-Mail. Der Mailaustausch

erfolgt über ein besonders geschütztes

Postfach und ist ebenfalls anonym. Die Anmeldung

ist jederzeit schnell und kostenlos möglich.

Die BeraterInnen sind erfahrene Kinder- und Jugendtelefon-BeraterInnen

und haben noch eine

zusätzliche Ausbildung absolviert. Eine Antwort

braucht in der Regel ein bis zwei Werktage.

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31


Arbeitsgruppen

AG Öf fent lich keits ar beit

Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit ist auch für den

DKSB unverzichtbar. Diese soll Kinder, Jugendliche

und Eltern unserer Stadt über die vorgehaltenen

Hilfsangebote ebenso informieren wie über kinderschutzpolitische

Positionen des Vereins.

Natürlich führen wir immer wieder auch konkrete

Aktionen für eine kinderfreundliche Gesellschaft

und eine gesunde Umwelt, in der Kinder und Jugendliche

gut aufwachsen können, durch. Auf Einladung unseres

Vereins machte Anfang Mai 2012 die „LEUCHT­

TOUR“ – eine mobile Erlebnisausstellung zu

erneuerbaren Energien und Klimaschutz für Kinder –

bei den Stadtwerken Münster Station.

Die „LEUCHTTOUR“ nahm 250 kleine Klimaschützer­

Innen aus Kindertagesstätten und Grundschulen mit

auf eine spannende Reise, auf der sie sich spielerisch mit

den Themen „Solarenergie – Wasserkraft – Bioenergie

und Windenergie“ beschäftigten. Alle Themenstationen

waren altersgerecht aufgebaut und animierten die

Kinder zum Mitmachen. Es gab Materialien zum Anfassen,

Computeranimationen, Steckspiele oder eine Hörgeschichte.

Die Ausstellung setzte damit auch ein Signal

für eine lebenswerte Zukunft und sensibilisierte für

einen bewussten, sparsamen Umgang mit Energie und

den Schutz der Umwelt.

Ansonsten stand das Jahr 2012 ganz im Zeichen von

Kooperationsprojekten mit Studierenden in unserer

Stadt. Im Juni haben wir unseren neuen Imagefilm auf

unserer Homepage eingestellt. Die Filmaufnahmen

wurden in der Zeit von September 2010 bis Ende 2011

von Studierenden des studentischen Projekts „campus

relations“ erstellt, dann geschnitten und mit Musik hinterlegt.

Ziel ist es – so die Studierenden auf ihrer Homepage

–, „die vielseitige Arbeit und den Verband visuell

zu kommunizieren und … Aufmerksamkeit für die Probleme

und Rechte von Kindern zu schaffen.“ Wir sind

sicher, dass dieser Film (den wir auch auf einem Laptop

bei Festen und/oder Infoständen präsentieren) dieses

Ziel erreichen wird.

Design-Studierende der FH Münster haben im Sommer-

Semester 2012 gleich zwei Projekte für uns realisiert. So

entwickelten Studenten und Studentinnen des Kurses

„Aspekte der Kommunikationsgestaltung“ sechs Plakatreihen

mit jeweils drei bis vier Plakaten, die sich mit

dem Kinderschutzbund Münster bzw. (in einem Fall)

mit den Kinderrechten allgemein auseinandersetzten.

Dank der Sponsoren Wall AG und Sparda Bank Münster

war es möglich, im August 2012 vier Plakate der von uns

ausgewählten Plakatreihe als AO-Plakate in einer

Anzahl vom 1.000 Stück über mehrere Wochen an

Münsteraner Litfaß-Säulen aushängen zu lassen. In

Jugendliche der Montessori-Schule und MitarbeiterInnen des Kinderschutzbundes begleiteten die Kinder durch die Ausstellung

32


Arbeitsgruppen

einer Ausstellung im Februar 2013 haben wir in der

Bezirksregierung Münster alle 20 von den Studierenden

erarbeiteten Plakate der Öffentlichkeit präsentiert.

Damit diese auch von Menschen gesehen werden, die

nicht gezielt eine Ausstellung besuchen, werden wir alle

20 Plakate in der Zeit vom Mai bis Juli noch einmal an

der Außenfassade der Münsteraner Radstation am

Hautbahnhof von innen zeigen, so dass auch Menschen,

die beispielsweise auf den Bus warten, auf unseren Verein

und unsere Hilfsangebote sowie auf die Kinderrechte

aufmerksam werden. Die Plakate zeigen wir auch auf

unserer Homepage (unter „Kampagnen“).

In einem zweiten Projekt „ambient marketing“ haben

sich ebenfalls im Sommer 2012 FH-Studierende Gedanken

darüber gemacht, wie man Menschen an unserer

Geschäftsstelle und in deren Umfeld auf den Münsteraner

Kinderschutzbund aufmerksam machen kann. Aus

verschiedenen Projektideen haben wir eine ausgewählt,

die wir in 2013 gerne realisieren möchten. Dabei handelt

es sich um einen kurzen Videoclip, den wir ab

Herbst in den Fenstern unsere Geschäftsstelle und

möglichst auch in Münsteraner Kinos zeigen möchten.

Bei Drucklegung dieses Berichts befinden wir uns auf

der Suche nach Sponsoren.

Den Wechsel zu einem anderen Provider im Herbst

2012 haben wir genutzt, um die Struktur und das äußere

Erscheinungsbild unserer Homepage zu verändern. Die

wichtigste Änderung ist die, dass wir nun „Aktuelles“

direkt auf der Startseite präsentieren. Vorher war diese

Rubrik nur eine unter vielen auf unserer Navigationsleiste.

Wir sind sicher, dass die BesucherInnen unserer

Website besser als bisher über neue Entwicklungen im

Münsteraner Kinderschutzbund informiert werden.

Selbstverständlich unterhalten wir auch jeweils einen

eigenen Auftritt bei twitter und facebook. Wir nutzen

unsere Präsenz in diesen sozialen Netzwerken, um dort

auf uns aufmerksam zu machen, Stellung zu beziehen

und Jugendliche und Eltern auf kinderrelevante Studien

etc. hinzuweisen. Auf unserer Facebook-Seite (sowie auf

unserer Homepage unter Service: „Links“) haben wir

ein spezielles Icon mit Datenschutztipps für Kids (und

auch für Eltern) eingerichtet und geben immer wieder

Anregungen zum Datenschutz speziell in sozialen

Netzwerken.

Natürlich hat unser Verein zusammen mit dem Kinderbüro

des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien

sowie Zartbitter und terre des hommes Münster traditionell

anlässlich des Weltkindertages 2012 im September

zu einem Spielfest in den Südpark eingeladen, bei

dem auch die Informationen über die UN-Kinderrechtskonvention

nicht zu kurz kamen. Ob nach der Streichung

des entsprechenden Haushaltstitels im Kinderbüro

das Spielfest zukünftig stattfinden kann, ist der zeit

(April 2013) sehr in Frage gestellt. Wir hoffen natürlich,

dass sich noch eine Perspektive zur Weiterexistenz erschließen

lässt!

Auch die erfolgreiche Aktion „Zeitgeschenke für Kinder“

des DKSB wurde mit Hilfe der Ehrenamtlichen in

unserer AG Öffentlichkeitsarbeit im Jahr 2012 fortgesetzt.

Diese Aktion führen wir seit Ende 2001 durch. Die

Idee: Bürgerinnen und Bürger, Prominente aus der Musikszene,

Geschäftsführer von Unternehmen oder jeder

Andere nehmen sich Zeit. Zeit, um etwas Besonderes

mit einer Gruppe Kinder oder Jugendlicher zu machen,

was diesen sonst nicht möglich ist. Wir überlegen uns,

wen wir ansprechen könnten, stellen den Kontakt her,

organisieren Termine, Räumlichkeiten, die Pressearbeit,

den reibungslosen Ablauf und natürlich die Gruppen,

die zur Zeitschenkerin oder zum Zeitschenker passen.

Im Zeitraum April 2012 bis April 2013 haben vier Zeitgeschenke

stattgefunden. Das Zeitgeschenk im April

2012 stand unter dem Motto: „Kinder kochen gesund“.

Das Mercure Hotel Münster City hatte 20 Grundschüler

der Ludgerus-Schule ins Hotel eingeladen, um mit ihnen

gemeinsam gesund zu kochen und einen praktischen

Beitrag zu leisten, dass Kinder ein nachhaltiges

Bewusstsein für frische und ausgewogene Ernährung

„fernab von Tüten-Produkten“ entwickeln. Die Kinder

waren begeistert vom Zeitgeschenk und ließen sich an

der selbst stilecht gedeckten Tafel die selbst gebackene

Pizza und die eigenhändig zusammengestellten alkoholfreien

Cocktails inmitten der anderen Hotelgäste

schmecken. Nicht das Kochen, sondern das Backen war

Gegenstand der Zeitgeschenk-Aktion im September

2012. Viele fleißige Hände rührten in der Backstube des

Café Issel den Teig für leckere Kuchen an. Dessen Inhaber,

Ortwin Scheffler, hatte SchülerInnen der 8. Klasse

der Hauptschule Coerde eingeladen, gemeinsam mit

ihm eine Obsttorte und andere süße Köstlichkeiten anzufertigen.

Er nahm sich ganz bewusst die Zeit, den

Mädchen und Jungen die Arbeit in einer Backstube,

Backzutaten und Zubereitungsmöglichkeiten vorzustellen

und die Freude an seinem Beruf weiterzugeben.

Vielleicht hat der/die eine oder andere SchülerIn an diesem

Nachmittag sogar selbst seine/ihre Begabung für

das Backen entdeckt und diese Erfahrung im Rahmen

der anstehenden Berufsorientierung genutzt.

Bei unseren Zeitgeschenken im Jahr 2012 stand eindeutig

das Kulinarische im Vordergrund. Im Oktober

war die Zeitschenkerin Andrea Gottfreund. Die Inhaberin

der Münsteraner Kochschule und Kochbuchhandlung

„Gottfreund’s“ hatte 8 Kinder aus dem Heilpädagogischen

Hort Münster zu einer gemeinsamen

Kochaktion eingeladen, an deren Ende ein schmackhaftes

Abendessen und der eine oder andere wertvolle Tipp

für zukünftige Kochaktivitäten standen. Und auch bei

diesem Zeigeschenk hat sich gezeigt, dass Kochen in

der Gruppe besonders viel Spaß macht.

Das Zeitgeschenk im März 2013 kam von der Münsteraner

Kinderbuchautorin Ulrike Fischer, die zu Gast in

der Grundschule Kinderhaus West war. Über 20 ErstklässlerInnen

durften eine spannende Zeit mit der Autorin

verbringen. Diese las ihr Kinderbuch „Line, die

Schusselhexe“ vor – anfangs alleine und schnell auch

mit Hilfe der Kinder, die begeistert den immer wieder­

33


Arbeitsgruppen

Andrea Gottfreund mit ihren jungen Gästen in der Küche ihrer Kochschule

kehrenden Zauberspruch der Hexe mitsprachen und

lernten, dass auch eine kleine Hexe Geduld aufbringen

muss, bis ihre Zaubersprüche gelingen. Nach der

Lesung beantwortete Ulrike Fischer geduldig die Fragen

der Kinder. Für diese war es besonders spannend zu erfahren,

dass von der Autorin über den Lektor und die

Grafikerin bis hin zum Drucker, so viele Menschen gebraucht

werden, um ein Kinderbuch herzustellen.

Natürlich veröffentlichten wir regelmäßig Broschüren

wie diesen Jahresbericht, aber auch Flyer (wie z. B.

den zu unserem neuen Angebot „Rechtsberatung für

Kinder und Jugendliche“) und unseren Infobrief „Einblick“.

Mit diesem haben wir im Juni, September und

Dezember 2012 wieder unsere Mitglieder, aber auch andere

an unserer Arbeit Interessierte über neue Entwicklungen

im Kinderschutzbund Münster informiert und

Positionen zu kinderrelevanten Themen (zuletzt zur

Beschneidung von Jungen) bezogen. Der Juni-Ausgabe

haben wir im vergangenen Jahr ein „Einblick-Extra“ beigelegt,

das die LeserInnen über die Themen „Kinderfreundlichkeit/Kinderbeteiligung“

informiert (diesmal

über den Münsteraner Jugendrat).

Neben der „externen“ ist auch unsere „interne“

Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Aufgabe für uns.

Dreimal jährlich informieren wir in unserem „Internen

Newsletter“ unsere Aktiven über wichtige Dinge und

zukünftige Entwicklungen in unserem Verein. Seit

Frühjahr 2012 erhalten unsere ehren- und hauptamtlichen

MitarbeiterInnen ein „Willkommensinfo“, das

ihnen zum Einstieg alles Wissenswerte über Ziele, Aufgaben

und Strukturen unseres Vereins mitteilt.

Sie sehen, in unserer Öffentlichkeitsarbeit gibt es

immer viel zu tun! Da wir noch viele andere Ideen

haben, die wir gerne in der AG Öffentlichkeitsarbeit

umsetzen möchten, sind wir auch immer auf der Suche

nach UnterstützerInnen. Vielleicht suchen wir genau

Sie! Wenn sie kontaktfreudig sind, eine „gute Schreibe“

haben und/oder über Organisationstalent verfügen,

sind Sie bei uns genau richtig. Wir haben spannende

Aufgaben und lassen Ihnen auch viel Spielraum für

eigene Ideen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf in unserer

Geschäftsstelle.

Gruppenfoto mit Kinderbuchautorin: Ulrike Fischer versprach erneuten Besuch in der Grundschule Kinderhaus West

34


Arbeitsgruppen

Nach dem Besuch der Ausstellung im Landesmuseum „Kunst trifft Naturwissenschaft“ malten die Kinder Bilder zum Thema „Das Paradies“

Unser Projekt „Münster Pur“

Im Jahr 2012 ging im Kinderschutzbund Münster

(damals noch in Kooperation mit der studentischen

Initiative SIFE) ein neues Projekt an den Start:

„Münster Pur“.

Die BWL-Studierenden hatten das Projekt Anfang

2011 entwickelt, zusammen mit dem Kinderschutzbund

konkretisiert und schließlich im Jahr 2012 realisiert.

Anfang 2013 haben die SIFE-Studierenden das

Projekt an unseren Verein übergeben. Wir bedanken

uns hierfür sehr herzlich. Im Folgenden stellen wir Ihnen

dieses Projekt einmal näher vor.

„Münster Pur“ ist eine Veranstaltungsreihe für Kinder

im Alter von 6-10 Jahren, die es ihnen ermöglichen soll,

Kultur in ihrer Heimatstadt zu erleben. Da die kulturelle

Bildung heutzutage immer mehr auch zu einer finanziellen

Frage geworden ist, richtet sich dieses Projekt insbesondere

an Kinder aus Familien, denen es aus finanziellen,

aber auch aus zeitlichen Gründen nur schwer

C

möglich ist, an den Wochenenden gemeinsam Ausflüge

M

zu unternehmen.

An dieser Stelle setzt „Münster Pur“ an. An einem Y

Samstag im Monat wird jeweils eine kulturelle Einrichtung

Münsters (siehe unten) besucht. Eintrittsgelder sowie

CM

die Transport- und Verpflegungskosten werden dabei

MY

von Sponsoren getragen. „Münster PUR“ hat es sich also

zur Aufgabe gemacht, Kindern in Münster „kulturelle

CY

Erlebnisse“ möglich zu machen.

CMY

Partnerschule des Projekts war in 2012 die Melanchton-Grundschule

in Münster-Coerde. Kinder aus deren K

dritter und vierter Klasse erlebten im vergangenen Jahr

spannende Stunden im LWL-Landesmuseum für Kunst

und Kulturgeschichte, beim Symphonieorchester Münster,

im Münsteraner Picasso-Museum und bei einem

Spiel des SC Preussen Münster. Für das leibliche Wohl

sorgte die Stadtbäckerei, die den Kindern je ein reichhaltiges

Lunchpaket kostenlos zur Verfügung stellte.

Partnerschule im Jahr 2013 ist die Wartburg-Grundschule

in Gievenbeck. Das Team unserer Fachberatungsstelle

gegen Gewalt an Kindern hat Ende 2012

neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen geschult, die nun

das neue Projektteam bilden und für die SchülerInnen

erneut spannende Veranstaltungen organisieren werden.

Mehr Informationen und viele Fotos der vergangenen

Veranstaltungen unter www.muensterpur.de

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35


Arbeitsgruppen

AG Fundraising

Fundraising ist eine Kernaufgabe von Vorstand und

Geschäftsführung und war noch nie so wichtig wie

im Jahr 2012.

Bevor wir auf unsere Fundraising-Aktivitäten im vergangenen

Jahr zurückschauen, ist sicherlich eine

Begriffsklärung sinnvoll. „to raise“ bedeutet (Geld)

aufbringen, und „fund“ heißt soviel wie „Geld“ oder

„Kapital“. Wenn man dann auch noch daran denkt,

dass mit „Kapital“ nicht nur materielles Vermögen, sondern

auch die Kraft, etwas Bestimmtes zu tun, gemeint

sein kann, so wird deutlich, dass Fundraising mehr ist,

als Gelder für den Verein zu organisieren, sondern sich

auch auf immaterielle Güter wie beispielsweise „Know-

How“ bezieht.

Die Notwendigkeit, im Jahr 2012 verstärkt im Feld des

Fundraising aktiv zu werden, ergab sich insbesondere

aus unserer finanziellen Notlage, über die wir Sie im

Vorwort und im Bericht des Vorstands bereits informiert

haben. Hier war es sehr hilfreich, dass wir ab Mitte

2010 ein Fundraising-Konzept für unseren Verein erarbeitet

hatten, auf dem wir in 2012 aufbauen konnten.

Es ist uns nicht nur gelungen, eine Reihe von Spenden

zu akquirieren für Projekte unserer Beratungsstelle, für

unser Kinder- und Jugendtelefon und unser Elterntelefon,

die deren Finanzierung in 2012 und auch schon

2013 sicher stellten (s. unseren Dank auf Seite 7). Wir

haben auch eine Reihe von Kontakten zu Clubs, IHK,

Handwerkskammer und zu Firmen hergestellt, auf denen

wir aufbauen können, wenn wir die Finanzierung

unserer Kinderschutzarbeit ab 2014 sicher stellen wollen.

Dass wir für 2013 von einer soliden finanziellen

Grundlage sprechen können, verdanken wir insbesondere

dem Münsteraner Factory Hotel, das in diesem

Jahr für jede Buchung, die direkt über seine Homepage

oder dort telefonisch vorgenommen wird, einen Euro an

unseren Verein spenden wird. Aber auch der anteilige

Erlös aus einem Benefizkonzert des Luftwaffenmusikcorps

3 im März 2013 im Theater Münster für Kinder in

Pakistan und in Münster ist eine große Hilfe bei der

Finanzierung unserer Kinderschutzarbeit. Ganz besonders

freut uns, dass pro verkaufter CD des Corps 5 Euro

an den DKSB Münster gehen. Dass wir unter so vielen

Vereinen in Münster als begünstigte Einrichtung ausgewählt

worden sind, ist für uns eine große Ehre und bedeutet

für uns eine Wertschätzung unserer Kinderschutzarbeit

für Kinder, Jugendliche und Eltern in

Münster. Wir danken dem Präsidenten der Humanity

Care Stiftung, Folker Flasse, dem Luftwaffenmusikcorps

3, der Instrumentallehrerin Maria Reichel und

dem Oberbürgermeister unserer Stadt, Markus Lewe,

sehr herzlich für diese großartige Unterstützung.

Im Frühjahr 2013 steht die Suche nach Sponsoren ab

2014 als dringendste Aufgabe auf der Agenda der AG

Fundraising. Mit Hilfe eines Münsteraner Fundraisers

haben wir im zweiten Halbjahr 2012 unser Fundraising-

Volles Haus, großartige MusikerInnen, zufriedene KonzertbesucherInnen: das Benefizkonzert des Luftwaffenmusikcorps 3 im März 2013 für Kinder in

Pakistan und in Münster war ein voller Erfolg . Hier präsentieren Veranstalter und Künstler/in zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe die CD

„Münster - Stadt voller Charme“ des Corps.

36


Arbeitsgruppen

Konzept weiter entwickelt und erstmals spezielle Unternehmensflyer

erstellt. Im Flyer „Unternehmensspenden“

zeigen wir Unternehmen die vielen Möglichkeiten

auf, wie sie unseren Verein mit einer Spende unterstützen

können. Der Flyer „Werden Sie Sponsor…“ macht

Unternehmern sowie Unternehmerinnen in unserer

Stadt und in der näheren Umgebung attraktive Angebote

für eine Sponsoring-Partnerschaft mit unserem

Verein. Beide Flyer stehen auf unserer Homepage unter

„Service: Downloads“ als Download zur Verfügung.

„Stillstand ist Rückschritt“ – dieser Satz aus dem Vorwort

gilt natürlich auch für unser Fundraising. So wird

in den nächsten Jahren auch das Online-Fundraising

eine wichtige Rolle spielen. Wir haben in 2012 auf www.

spendenportal.de zwei Projekte eingestellt, für die wir

um Spenden werben. Dass auch auf unserer im Herbst

2012 neu konzipierten Homepage ein „Online-Spenden-

Button“ auf der Startseite nicht fehlen darf, ist da schon

fast eine Selbstverständlichkeit. Wer an seinem/ihrem

PC in Zukunft statt der „etablierten“ Anbieter die Suchmaschine

„benefind“ benutzt, kann unseren Verein

ebenso unterstützen wie beim Online-Einkauf über

„Clicks4Charity“ – selbstverständlich, ohne selbst einen

Cent zu bezahlen. Bitte geben Sie bei www.benefind.de

als Organisation „Deutscher Kinderschutzbund Münster“

und bei www.clicks4charity.de unter „meine Charity“

den „Kinderschutzbund Münster“ ein und reihen

sich so in die Schar unserer Unterstützer ein.

Aber auch Stiftungen und Einrichtungen wie die Aktion

Mensch sind potentielle Ansprechpartnerinnen im

Fundraising. Hier waren wir in 2012 erfolgreich bei der

Mittelakquise für unser neues Präventionsprojekt „Spür

Sinn“ (siehe Seite 18, „Beratungsstelle – Präventive Kinderschutzarbeit).

Wir danken der Mascheski Foundation

und der Aktion Mensch, dass sie die Durchführung

dieses so wichtigen Präventionsprojekts noch bis Ende

Februar 2015 möglich machen. Auch in 2013 werden wir

uns um die Unterstützung durch Stiftungen bemühen.

Natürlich werden wir auch unsere bisherigen Fundrais

ing-Aktivitäten fortführen – so z.B. unsere Aktion

Zahngold (siehe unten). Auch suchen wir weiterhin

Paten für unsere Beratungsstelle (s. Seite 24) und wir

werden auch weiterhin Menschen, deren Angehörige im

Todesfall gut versorgt sind, bitten, im Testament ein

Vermächtnis zu Gunsten des Münsteraner Kinderschutzbunds

zu verfügen (s. Seite 40). All diese Aktivitäten

wurden übrigens in unserer AG Fundraising entwickelt.

Wie Sie uns zusätzlich bei der Finanzierung

unserer Kinderschutzarbeit (sei es finanziell, aber auch

durch Ihre guten Kontakte) unterstützen können, zeigen

wir Ihnen in unserem Flyer „Helfer brauche Hilfe“,

den Sie ebenfalls auf unserer Homepage unter „Service:

Downloads“ finden können. Selbstverständlich sind

wir gerne auch bereit, Ihnen sämtliche genannten Flyer

auf dem Postweg zuzusenden.

Wir werden zukünftig bewährte Fundraising-Aktivitäten

fortsetzen, aber auch immer wieder gefordert

sein, neue zu entwickeln. Dabei sind wir sehr offen für

neue Ideen – auch von Ihnen! Setzen Sie sich mit dem

Geschäftsführer unseres Vereins, Dieter Kaiser, in Verbindung,

wenn Sie uns diese Ideen mitteilen, uns mit

ihren guten Kontakten (z.B. zu UnternehmerInnen)

weiter helfen oder selbst als Spender bzw. Sponsor aktiv

werden möchten.

Grundlage für ein erfolgreiches Fundraising ist übrigens

auch eine funktionierende Öffentlichkeitsarbeit,

denn: Wenn jemand vom Kinderschutzbund Münster

nichts oder kaum etwas weiß, wird er/sie sicherlich

nicht so schnell auf die Idee kommen, diesen Verein

materiell oder immateriell zu unterstützen. Auch unsere

Öffentlichkeitsarbeit haben wir im Jahr 2012 deutlich

intensiviert. Dass wir dabei sehr erfolgreich waren,

zeigt Ihnen der Artikel der AG Öffentlichkeitsarbeit in

diesem Heft (siehe Seite 32).

Ak ti on Zahn gold

Viel leicht ha ben Sie selbst be reits ein mal die se Si tua tion

er lebt: Nach über stan de ner zahn ärzt li cher Be handlung

er hält die Pa ti en tin/der Pa ti ent das – nun al te –

Zahn gold, legt die ses zu Hau se in ei ne Schub la de und

hat des sen Exis tenz nach we ni gen Wo chen be reits verges

sen. Was für die Ein zel nen fi nan zi ell kaum ei ne

Be deu tung hat, wird aber in der Mas se in te res sant –

auch für den Kin der schutz bund Müns ter.

Nach dem erfolgreichen Vorbild anderer Ortsverbände

des DKSB hat un ser Ver ein im Jahr 2002 in Zu sam menar

beit mit einigen Zahnarzt pra xen in Müns ter sei ne

„Ak ti on Zahn gold“ ins Le ben ge ru fen.

Es gibt zwei We ge, wie das nicht mehr be nö tig te

Zahn gold von den Pa ti en tIn nen zum DKSB ge lan gen

kann. In ei ni gen Pra xen ha ben wir ver plomb te Sam ­

mel bo xen auf ge stellt, in die die ses Zahn gold ge worfen

wer den kann. In den an de ren Pra xen war ten Freium

schlä ge auf die Pa ti en tIn nen, mit de ren Hil fe die se

ihr Alt gold kos ten los di rekt dem Kin der schutz bund

zu schi cken kön nen. Zwi schen zeit lich ha ben wir ei ne

Rei he die ser „Zahn gold-Post“ er hal ten und einmal

jährlich werden von uns die Sam mel bo xen in den Zahnarzt

pra xen ge leert. Das ge sam mel te Gold wird dann

von uns an ei ne Gold schei de an stalt ver kauft.

Ih re Hil fe ist herz lich will kom men: Spen den Sie Ihr

al tes Zahn gold, das z. B. beim Er neu ern von de fek ten

Gold kro nen oder -brü cken an ge fal len ist. Erzählen

Sie Freun den und Be kann ten von die ser Ak ti on und

ver su chen Sie, Ih re Zahn arztpraxis für un se re Zahngold-Ak

ti on zu ge win nen.

37


Neues Angebot

Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche

Ob Stress mit den Eltern, Schwierigkeiten in der

Schule, Probleme mit Verträgen oder Beratungsbedarf

bei anderen Rechtsfragen: Seit Januar 2013

beraten die Rechtsanwältinnen Susanne Grimme

und Birgit Brand Kinder und Jugendliche beim

Kinderschutzbund in Münster zu ihren Rechten.

In unserer Fachberatungsstelle, aber auch in Gesprächen

am Kinder- und Jugendtelefon (und indirekt an

unserem Elterntelefon) war deutlich geworden, dass

viele Kinder und Jugend liche unzureichend über ihre

Rechte informiert sind und eine Beratung durch eine erfahrene

Rechtsanwältin benötigen.

Monatlich abwechselnd bieten Birgit Brand und Susanne

Grimme eine kostenlose, anonyme und vertrauliche

Rechtsberatung für die Ratsuchenden an. Sie informieren

die Kinder und Jugendlichen über ihre Rechte

und erklären ihnen, welche rechtlichen Wege für sie in

Frage kommen.

Unser Flyer „Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche“

steht auf unserer Homepage unter „Service“ als

„Download“ bereit. Damit möglichst viele Kinder und

Jugendliche über unser neues Hilfsangebot informiert

sind, bitten wir Sie sehr herzlich, Kinder und Jugendliche

in Ihrer Verwandtschaft und in Ihrer Bekanntschaft

auf unsere Rechtsberatung aufmerksam zu machen.

Beratungstermine

Die Rechtsanwältinnen Susanne Grimme und Birgit

Brand beraten jeweils am ersten Freitag im Monat

zwischen 15 und 17 Uhr. Bis spätestens um 12 Uhr

am Beratungstag ist eine Anmeldung per Telefon

(47180) oder E-Mail (info@kinderschutzbundmuenster.de)

erforderlich

„Mir ist die Rechtsberatung für Kinder und Jugendliche ein wichtiges

Anliegen, weil die jungen Menschen auch in rechtlichen Dingen

Unterstützung benötigen.“ Birgit Brand

„Mir ist es wichtig, dass jedes Kind und jede/r Jugendliche mit ihren und

seinen Problemen ernst genommen wird.“ Susanne Grimme

38


SERVICE

Service

In diesem Teil unseres Jahresberichts informieren wir

Sie über unsere Serviceangebote. Ein wichtiges Anliegen

ist uns die Sicherheit der Kinder beim Transport im

Auto. Deshalb bieten wir Ihnen den kostenlosen Entleih

von Autokindersitzen an. Nähere Informationen hierzu

finden Sie untenstehend.

Zusammen mit unserem Landesverband haben wir für

Sie den Ratgeber „Von Hand zu Hand – Ihr Testament für

die Zukunft unserer Kinder“ entwickelt. Diesen stellen

wir Ihnen auf Seite 40 vor.

An dieser Stelle weisen wir noch darauf hin, dass wir

für Sie eine Reihe von z. T. kostenlosen Informationsmaterialien

zu Themen wie (Sexuelle) Gewalt gegen Kinder,

Erziehungsfragen, Kinderrechte u.v.a. mehr bereithalten.

Eine ausführliche Auflis tung dieser Materialien

finden Sie auf unserer Homepage unter „Service: Downloads“:

www.kinderschutzbund-muenster.de

Ver leih ser vi ce Au to kin der sit ze

Ein Kindersitz schützt Kinderleben – so lautet das

Motto unserer Verleihaktion für Autokindersitze.

Viel zu viele Kinder haben im Auto entweder gar keinen

Kindersitz oder sind darin nicht (richtig) angegurtet. Mit

unserem kostenlosen Autokindersitz-Verleih leisten wir

einen Beitrag zum Schutz der Kinder im Straßenverkehr.

In unserer Geschäftsstelle stehen Ihnen insgesamt 31

Sitze für Kinder im Alter von einem Tag bis Ende des

zwölften Lebensjahres zur Verfügung.

Verleihbedingungen: Gegen Vorlage des Personalausweises

und Hinterlegung einer Kaution in Bar (je nach

Sitz zwischen 30 und 80 Euro) können diese Sitze kostenlos

ausgeliehen werden.

Verleihdauer: maximal 9 Monate (Sitze Gruppe 0: bis

ca. 9 Monate / 10 Kg); maximal 4 Wochen (Sitze Gruppen

I-III: 9 Monate bis 12 Jahre / 9 bis 36 Kg).

Verleih und Rücknahmezeiten der Sitze: Mo bis Fr von

9.30 bis 12.30 Uhr sowie Di von 16 bis 18 Uhr.

Informationen zu den jeweils aktuellen Terminen für

den Verleih erhalten Sie unter der Rufnummer 0251

47180. Auch Vorbestellungen werden hier gerne entgegengenommen.

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serVice

DK SB – Rat ge ber

Von Hand zu Hand – Ihr Tes ta ment

für die Zu kunft un se rer Kin der

Auch der Rat ge ber „Von Hand zu Hand – Ihr Tes ta ment

für die Zu kunft un se rer Kin der“ ge hört zum Ser vice -

an g e b o t de s K in de r s c h u t z b un de s M ün s te r.

Er gibt ei nen Über blick über die Sach ver hal te, die

man bei der Ver fas sung ei nes Tes ta men tes ken nen

soll te und macht die Le se rIn nen mit der Ar beit des

Deutschen Kinderschutzbundes zum Wohle von Kindern,

Ju gend li chen und Fa mi li en ver traut. Schließ lich

in for miert der Rat ge ber über Chan cen und Mög lich keiten

ei nes „Tes ta men tes für die Zu kunft un se rer Kin der“.

Wir ver ste hen un se ren Rat ge ber als ein An ge bot an

die Le se rIn nen, recht zei tig über ih re Erb schafts an ge legen

hei ten nach zu den ken und da rü ber hi naus zu über legen,

wie sie Kin dern und Ju gend li chen wirk sa me Hil fe

ge ben und so mit über das ei ge ne Le ben hi naus so zia les

Leben mitgestalten können.

Testamente für die Zukunft unserer Kinder stellen eine

Möglichkeit dar, zusätzlich zu Angehörigen und Freunden

oder auch für den Fall, dass kei ne Er ben vor han den

sind, an de ren Men schen, näm lich Kin dern und Ju gendli

chen, zu hel fen. Tes ta men te für die Zu kunft un se rer

Kin der sind auch ei ne Chan ce, über den ei ge nen Tod

hi naus zu künf ti gen Ge ne ra tio nen Hil fe zu ge ben und

für die se so li da ri sche Mit ver ant wor tung zu über nehmen,

Ih re Nächs ten lie be le ben dig zu hal ten und mit

Ih rem Er be da zu bei zu tra gen, die Le bens ver hält nis se

von Kin dern und Ju gendli chen zu ver bes sern.

Nachdem die erste Auflage unseres Testamentratgebers

restlos vergriffen war, haben wir Anfang 2005 zusammen

mit un se rem Lan des ver band ei ne völ lig neu ge stal te te

und in halt lich über ar bei te te Fas sung he raus ge ge ben.

Der Tes ta ments rat ge ber des Deut schen Kin der schutzbun

des Müns ter kann kos ten los brief lich oder te le fo n­

isch in der Ge schäfts stel le des Ver eins an ge for dert werden.

Soll ten nach der Lek tü re des Rat ge bers noch

Fra gen zur Er rich tung ei nes Tes ta men tes oder zur Kinder

schutz ar beit in Müns ter of fen ge blie ben sein, ste hen

wir Ih nen sehr ger ne für ein per sön li ches Ge spräch zur

Verfügung.

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