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Vorspiel

Vorspiel

1 Themenpredigt zur Jahreslosung Rk und Fk am 11.09.2011: 10 Jahre nach Ground Zero „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“ Liebe Gemeinde, so einfach und einleuchtend klingt unsere Jahreslosung, aber wenn ich diese Aufforderung bedenke und mir dabei die Bilder der schockierenden Anschläge vom 11. Sept. 2001 vergegenwärtige, dann muss ich mich schon fragen, ob das nicht eigentlich eine Überforderung für uns Menschen ist, wenn auch eine unabdingbare, wenn wir in Frieden in dieser einen Welt miteinander leben wollen. Sicher hat jede und jeder von uns noch ganz genau die Bilder und die Situation vor Augen, als er diese Schreckensnachricht mitbekam. Ich selbst erinnere mich noch gut daran, dass mich ein Nachbar völlig verstört auf die Flugzeuge angesprochen hat, die ins World Trade Center gerast seien. Ich dachte zunächst an einen amerikanischen Spielfilm oder ein gestelltes Szenario, bis mir bewusst wurde, dass da etwas dermaßen schockierendes passiert ist, was in seinen aktuellen Schreckensdimensionen unglaublich und unfassbar war. Überall im Fernsehen, in den Nachrichten gab es und gibt es auch derzeit wieder Sonderberichterstattungen mit Bildern, Filmen, Interviews und Stellungnahmen zu dem Geschehenen. Es gab offizielle Verlautbarungen und Zweifel an diesen Darstellungen, es wurde von einem Krieg gegen Amerika und die freie Welt gesprochen und es war schnell klar wer der oder das Böse ist und wer der oder die Guten. Bereits 1/4 Jahr nach den Anschlägen sprach Präsident Bush von der „Achse des Bösen“ im Zusammenhang mit den Staaten Nordkorea, Iran und Irak. Bush bezeichnete den zweiten Irakkrieg wiederholt als „Kreuzzug gegen Terroristen“. Auf Drängen seiner Berater verzichtete er jedoch bald wieder auf diesen Begriff, vornehmlich wegen seiner historisch-inhaltlichen Bedeutung. Umgekehrt werden die westlichen Staaten, insbesondere so weit sie sich an der Eroberung und Besatzung des Irak beteiligen, in arabischen Ländern häufig als „Kreuzritter“ oder „Kreuzzügler“ bezeichnet, denen der gesammelte Widerstand der Muslime zu gelten habe. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!“- Kann das damit gemeint sein, dass die einen sich als die Guten bezeichnen, die die Bösen mit militärischer Gewalt überwinden müssen?! Wohl kaum! Denn das ist doch die Basis für alle Kriege, dass jede Seite behauptet die andere sei Böse und will uns Guten böses? Aber eins scheint mir sicher: Unsere Welt hat sich nach diesen Anschlägen verändert. Krieg wurde wieder zum Mittel für die Lösung von Konflikten, neue Sicherheitsgesetze zur Überwachung wurden erlassen und die Angst vor dem Terror ist bis heute ständiger Begleiter. Die scheinbar religiöse Argumentation sowohl der für die Anschläge wie für die folgenden militärischen Aktionen Verantwortlichen oder gar die Fokusierung auf Gewalt in den verschiedenen Religionen ist dabei m.E. ein Erklärungmuster, das erst nachträglich eingetragen wurde und zu einfach erscheint. Weltweit sind durch 9/11, die späteren Anschläge in London und Madrid und die folgenden militärischen Interventionen und durch den Rekurs auf Sicherheit begründeten Maßnahmen unzählige Menschen gestorben, inhaftiert oder gar gefoltert worden. Sie alle müssen in ihrer Individualität gesehen werden. Jegliche Ethnisierung oder Instrumentalisierung von Religionen greift zu kurz. In seinem Essay mit dem Titel „Schreckens Männer. Versuch über den radikalen Verlierer“ hat Hans Magnus Enzensberger in sozialpsychologischen Reflexionen über die Täter des Terrors darauf aufmerksam gemacht, dass die unheilvolle Mischung aus Allmachtsphantasie und Ohnmachtserfahrung Hintergrund für die Selbstmordattentate sein können. „Einerseits erlebt der Verlierer im Moment seiner Explosion eine einmalige Machtfülle. Seine Tat ermöglicht es ihm, über andere zu triumphieren, indem er sie vernichtet. Andererseits trägt er der Kehrseite dieses Machtgefühls,

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