September 2013-November 2013 - Ev-luth. Kirchengemeinde ...

kirche.mascherode.de

September 2013-November 2013 - Ev-luth. Kirchengemeinde ...

Evangelisch­lutherische

Kirchengemeinde

Mascherode

September ­ November 2013

G e m e i n d e b r i e f

Erntedankfest

Was kommt nach dem Tod?

1


Gemeinde aktiv

Unsere Konfirmanden am Tag ihrer Konfirmation. Oben die Konfirmandengruppe die am

Samstag, den 15. Juni konfirmiert wurde. Das Bild unten zeigt die zweite Gruppe, die am

Sonntag, den 16. Juni ihre Konfirmation gefeiert hat. Jeweils begleitet von Diakonin Jana

Steiner und Pastor Harald Bartling. Fotos: Uli Ritter

2


Impuls

„Was nützt es einem Menschen,

wenn er die ganze Welt gewinnt und

nimmt dabei Schaden an seiner Seele?“

Matthäus 16, Vers 26

Liebe Leserin, lieber Leser!

Von Reichtum und Segen handelt eine Geschichte, die Jesus

Pfarrer Harald Bartling

erzählt. Da hat ein Bauer eine gute Ernte eingefahren. Im Alten

Testament hätte vielleicht der Satz gestanden: Er war von Gott

reich gesegnet worden. Aber der Reichtum wird für diesen Bauern nicht

zum Segen, er macht ihm im Gegenteil erst einmal Kopfschmerzen. Die

alten Scheunen sind zu klein, um all das Korn zu lagern; er muss sie

abreißen und größere bauen. Viel Arbeit, denkt er, aber wenn ich das erst

geschafft habe, dann habe ich auch ausgesorgt. Und legt sich hin und

schläft. Aber in dieser Nacht stirbt er, und Gott fragt ihn: Was wird nun

aus dem, was du angesammelt hast?

Dieses Gleichnis vom reichen Kornbauern bekommen wir jedes Jahr aufs

Neue im Erntedankgottesdienst zu hören, und das ist auch gut so. Es

ermahnt uns, Reichtum nicht mit Segen zu verwechseln. Denn so alt diese

Geschichte ist, sie spiegelt doch ein ganz aktuelles Denken wieder. Auch

wir sind ständig dabei, größere Scheunen zu bauen (wir nennen das

Wirtschaftswachstum, aber es macht uns genauso viele Sorgen wie dem

Bauern damals). Wir stellen uns aber selten die Frage, ob wir dadurch

glücklicher werden. Ob unsere Seele satt wird, wie es in der Geschichte

heißt, oder ob sie vielleicht auf Dauer Schaden nimmt. Wer während der

Ferien im Ausland war und miterlebt hat, wie Menschen dort (in manchmal

sehr viel ärmeren Verhältnissen) leben, wird sich vielleicht auch schon

gefragt haben, ob von unserem Wesen wirklich die Welt oder auch nur

Europa genesen wird oder ob wir nicht umgekehrt von anderen lernen

können, was Lebensqualität heißt.

Dankbarkeit gehört jedenfalls dazu. Zufriedenheit mit dem, was man hat,

ohne ständig mehr zu wollen. Und auch Verantwortung für die, die

weniger haben. All das soll in unserem Erntedankgottesdienst

vorkommen. Wir laden Sie herzlich dazu ein.

Mit guten Wünschen

Ihr

3


In diesem Heft

Gemeinde aktiv

2 Fotos aus dem Gemeindeleben

Konfirmation am 15. und 16. Juni

Impuls

3 Liebe Leserin, lieber Leser!

4 In diesem Heft

Vorschau

5 Besondere Gottesdienste im Herbst

Kinderbetreuung am Sonntag

6 Erntedank ­ Satt ist nicht selbstverständlich

Konfirmanden

7 Konfirmandenunterricht? Einfach mal

ranzoomen ...

Gemeindeleben

8 Männerrunde bewegt sich

Der sportliche Sommerauftakt eines

aktiven Kreises

9 Quartiersgottesdienst

10 Bischof Weber zu Gast in Mascherode

Sandra Eisenbrandt als Prädikantin

eingeführt

11 Positiv denken erleichtert das Leben

Mütterkreis auf großer Fahrt

Weltweite Kirche

12 Haft, Morddrohungen, Zerstörungen

Christenverfolgung

Die Gemeinde lädt ein

13 Wir sind für Sie da, Adressen und

Ansprechpartner in der Gemeinde

14 Angebote der Gemeinde, Cartoon

16 Herzlich willkommen zum Gottesdienst

Kurzmeldungen

17 Dvorák­Messe, Lebendiger Adventskalender,

Jungschar, Männerrunde,

Mütterkreis

Wir freuen uns, wir trauern

18 Taufen, Trauungen, Goldene Hochzeit,

Beerdigungen

19 Geburtstage

Religion für Einsteiger

20 Ohne Worte

Wie geht es weiter nach dem Tod?

21 Was sagt das Neue Testament dazu?

22 Erntedank und billige Lebensmittel ­

ein Widerspruch?

Kids & Teens

23 Mini­Weterstation zum Basteln

Comic Mina

23 SOREWO ­ der dorfbekannte Zirkus

Sommerfest im Kindergarten

Nachgefragt

25 ... bei Jürgen Siebert

Für Sie entdeckt

26 Garten der Sternenkinder

Impressum

Gemeinde aktiv

27 Fotos aus dem Gemeindeleben

Mütterrunde, Einschulungsgottesdienst

Titelseite

Foto: gemeindebrief.evangelisch.de

4


Vorschau

Konfirmandenvorstellung und Erntedank

Besondere Gottesdienste im Herbst

Siebzehn Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich für den

nächsten Kurs angemeldet. Wir wollen sie im Gottesdienst am 8. September

um 10 Uhr vorstellen und begrüßen. Dazu sind nicht nur die

Konfirmanden mit ihren Eltern, sondern auch alle anderen eingeladen.

Am 6. Oktober feiern wir Erntedankfest. Der Gottesdienst beginnt um

11 Uhr; die Kinder sind wieder eingeladen, sich schon einige Minuten vorher

an der Kirche zu treffen und dann mit Erntegaben einzuziehen – die

brauchen sie aber nicht mitzubringen, denn wir haben sicher genügend

Blumen und Früchte da. Wer etwas aus seinem Garten spenden möchte,

kann seine Gaben am Samstagvormittag zwischen 9 und 12 Uhr im Pfarrhaus

abgeben. Nach dem Gottesdienst laden wir ein zum Mittagessen vom

Grill und zum Verkauf vom Erntewagen.

Am Martinstag (dem 11. November) lädt der Kindergarten ab 17 Uhr

zu einer Sternwanderung mit Laternen ein. Wo es losgeht, wird rechtzeitig

bekanntgegeben. Am Ende treffen sich alle zum Brezelessen und Heißgetränken

im Kindergarten.

Am 17. November um 10 Uhr feiern wir Gottesdienst zum Volkstrauertag

mit anschließender Gedenkfeier am Mahnmal. Am 24. November ist

Ewigkeitssonntag. Im Abendmahlgottesdienst um 10 Uhr gedenken wir

der Verstorbenen des vergangenen Jahres und laden dazu besonders die

Trauerfamilien ein.

Spaß beim Laternenbasteln

Kinderbetreuung am Sonntag

Carolin und Jacqueline freuen sich auf euch

Foto:avh

Liebe Eltern, liebe Kinder,

wir, Jacqueline Juny und Carolin von Hagen, stellen

hier das Programm für die nächsten Kinderbetreuungen

vor, die wir einmal im Monat parallel zum

Gottesdienst anbieten [s. S. 16]. Bei jedem Treffen

wird bei Getränken und Keksen gemalt, gebastelt

und gespielt. Dazu überlegen wir uns jedes Mal noch

eine bestimmte Aktion: Am 15. September wollen

wir zusammen mit den Kindern Kartoffeln zu Stempeln

schnitzen und damit Bilder drucken. Am 10.

November steht dann der Martinstag vor der Tür

und deshalb haben wir vor, kleine Laternen zu gestalten.

Schlussendlich wollen wir im Dezember Kekse

bemalen und verzieren. Es liegt also ein buntes Programm vor uns, wo

auf jeden Fall für jeden etwas dabei ist! Wir freuen uns auf Euer kommen!

5


Erntedank

SATT IST NICHT

SELBSTVERSTÄNDLICH

Milch kommt aus dem Supermarkt und Erbsen aus der Dose? Auch wenn

sich in Deutschland heute kaum noch jemand aus dem eigenen Garten

ernährt, wir leben alle vom Wachsen und Gedeihen in der Natur. Das

Erntedankfest erinnert daran.

Selten im Jahr sieht der Altar so einladend aus wie am ersten Sonntag im

Oktober. Wäre er nicht aus Stein oder massivem Holz gefertigt, er würde

sich wohl biegen unter der Menge der Gaben. Obst und Gemüse in

leuchtenden Farben türmt sich auf, Getreide, Brot und Wein sind auch

dazwischen. Wer es beim alltäglichen Supermarktgang nicht mehr

bewusst wahrnimmt, bekommt es hier ganz deutlich vor Augen geführt:

Wir leben in einem reichen Land, an Nahrungsmitteln ist kein Mangel.

Das Erntedankfest hebt diese Fülle aus eben dieser alltäglichen

Selbstverständlichkeit und nimmt sie zum Anlass, zu feiern und zu

danken. Auch wenn heute mit Hightechmaschinen, chemischer Düngung

und nahezu vollautomatisierten Ställen Landwirtschaft mehr und mehr zu

einer Managementaufgabe wird, letztlich bleibt das Gedeihen der Tiere

und Reifen der Früchte buchstäblich in der Natur verwurzelt. In einer

Natur, die Christen als Gottes gute Schöpfung wahrnehmen. Die sie

bebauen und bewahren können, aber niemals ganz in der Hand haben.

Auch heute noch kann ein kalter Sommer, zu viel Regen, Hagel oder

Unwetter für Einbrüche bei der Ernte sorgen. Nur weil Obst und Gemüse

mitunter um den halben Globus reist, ehe es bei uns auf dem Tisch

landet, werden diese Verluste meist nur an den Preisschwankungen der

Produkte spürbar.

Für manche Menschen freilich sind das sehr deutliche Schwankungen. Wer

genau aufs Geld schauen muss und nicht aus dem Vollen schöpfen kann,

der bekommt auch den Mangel deutlicher zu spüren. Auch daran erinnert

das Erntedankfest: Satt ist nicht selbstverständlich, auch nicht im reichen

Deutschland.

Text, Foto: evangelisch.de

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Konfirmanden

Konfirmandenunterricht? Einfach mal ranzoomen…

Herzlich Willkommen liebe neue Konfirmanden!

„Jetzt wird’s ernst ­ ich bin jetzt Konfi“ – wie unwirklich das für euch

vielleicht noch klingt! Vielleicht habt Ihr schon davon gehört, was es heißt,

in Mascherode und damit auch im Braunschweiger Süden Konfirmandin

oder Konfirmand zu sein, vielleicht von älteren Geschwistern oder

Freunden.

Aber jetzt seid Ihr selbst an der Reihe, jetzt seid Ihr selber dran, nicht

mehr nur aus der Ferne zu gucken, sondern

den Blick scharf zu stellen:

Ihr könnt die Begriffe, die Ihr bisher vielleicht

schon mal gehört habt, näher ranzoomen und

erkennen, was sich hinter all dem verbirgt, was

„Gottesdienste“, „Gemeindeleben“, „Konfi­

Samstage“, „Konfi­Freizeit“, „Konfi­Haus­

Camp“ und vieles Andere wirklich bedeuten

können.

Wenn Ihr euch nun im kommenden Jahr richtig

darauf einlasst, Konfi zu sein, dann könnt IHR

selbst, jede und jeder von euch dazu

beitragen, dass die ganze Zeit mit Inhalt und

Leben gefüllt wird. Ihr selbst könnt dazu

beitragen, dass das Bild scharf wird, dass ihr

dem Ganzen Konturen gebt, mit eurer individuellen Persönlichkeit, mit

euren Stärken und auch mit dem Team, das ihr alle gemeinsam von nun

an für das nächste Jahr bildet.

Das „Ich­bin­jetzt­Konfi“­ Bild scharf zu stellen, bedeutet, alles, was

kommt, nahe an sich ranzulassen, es bedeutet, nicht mehr total cool sein

zu müssen oder betont gleichgültig. Jetzt ist die Zeit des besseren oder

vielleicht auch des neuen Kennenlernens, nämlich sich selber, die anderen

und auch Gott.

Schreckt nicht davor zurück, auch mal genauer in euch hineinzuhören und

euch Gedanken über euch selbst zu machen, über Dinge, die man sonst

auch gerne mal ausblendet und verdrängt.

Lasst euch gegenseitig nahe kommen, in dem Ihr aufmerksam zuhört,

was die oder der andere zu sagen hat, seid freundlich miteinander, lasst

auch mal andere Meinungen als die eigene gelten, werdet zu einem Team,

in dem die eigenen Schwächen aufgefangen werden und alle von den

Stärken der jeweils anderen profitieren.

Lasst Gott nah an euch rankommen, er möchte gerne eine Rolle spielen in

eurem Leben, er möchte sich von euch entdecken lassen, möchte euch

begleiten, nicht nur, aber jetzt erst einmal ganz besonders im nächsten

Jahr.

Foto: momosu / pixelio.de

7


Gemeindeleben

Aus der Nähe betrachtet, nämlich dann, wenn Ihr selber mittendrin seid

könnt Ihr ganz viel aus dieser Zeit mitnehmen: ganz viel Spaß,

Fröhlichkeit, ganz viel Nachdenkliches und Andächtiges, ganz viel

Mutmachendes und Kraftgebendes, ganz viel Bleibendes und Nahes – und

das nicht nur für das nächste Jahr – sondern vielleicht und hoffentlich

auch darüber hinaus!

Wir laden euch dazu ein und freuen uns auf die Zeit mit euch!

Mit vielen Grüßen, auch von eurem Pfarrer Harald Bartling und den

jugendlichen Teamerinnen und Teamern der Evangelischen Jugend im

Braunschweiger Süden,

eure Diakonin Jana Steiner

Männerrunde bewegt sich

Der sportliche Sommerauftakt eines aktiven Kreises

„Hast du das in deinem Job gelernt?“ ­ „Ja, da hab' ich immer 'ne ruhige

Kugel geschoben.“ Bissige und anerkennende Kommentare begleiteten

fast jeden Wurf beim diesjährigen sportlichen Derby „Männerrunde Mascherode

gegen Väterrunde Martin­Chemnitz“, das am 11. Juni „auswärts“

im Boule knapp mit 12:11 verlorenging. Dennoch war es ein gelungener

Auftakt des von Bewegung geprägten Sommers der Männerrunde.

Der Höhepunkt folgte gut eine Woche später: die Männerfreizeit auf dem

Hessenkopf in Goslar vom 18.­ 20. Juni. Auch hier stand für die 14 Teilnehmer

Bewegung im Mittelpunkt. Eine intensive „Trainingseinheit“ Boule,

Vor der Einfahrt ­ die Männerrunde in der Waschkaue im Bergwerk Rammelsberg; Foto: Dahlke

ein Ausflug zum Rammelsberg mit dem Abstieg in den Roeder­Stollen und

ein abendlicher Besuch des Goslarer Brauhauses (Anmarsch zu Fuß !!) gehörten

zum sportlichen Rahmen. Zentrales Thema war unter dem Titel

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ Bewegung in der Gemeinde Mascherode

im Rahmen der Braunschweiger Landeskirche. In mehreren Sit­

8


Gemeindeleben

zungen standen die persönlichen Erfahrungen mit Kirche, 500 Jahre evangelische

Kirche in Braunschweig und die Entwicklung von Gemeindeperspektiven

mit Blick auf die Pläne der Landessynode zur Gemeindereform

im Mittelpunkt. Es wurde intensiv diskutiert; für persönliche Gespräche,

Gesang und Lustiges blieb aber genügend Raum.

Eine Radtour mit Damen führte am 11. Juli bei bestem Radlerwetter nach

Wolfenbüttel über ein nettes italienisches Restaurant zu einer spannenden

erinnerungsträchtigen Zeitreise in die Fünfziger, dem Kuba Tonmöbelmuseum.

Genug Bewegung ? Nein! Eine Hard­Core­Runde traf sich am 26. Juli, um

bei nicht gerade kühlem Wetter von Harzburg aus den Brocken zu besteigen.

Eberhard Dahlke

„Gottes großer Garten“ im Pfarrgarten

Rückblick Quartiersgottesdienst

Am 11. August wurde ein gemeinsamer Gottesdienst mit den Gemeinden

St. Markus, Martin Chemnitz und Rautheim in unserem Pfarrgarten gefeiert.

Der Einladung folgten Gemeindemitglieder aus der Südstadt, dem Lindenberg,

aus Rautheim und Mascherode.

Der Posaunenchor St.Markus/Martin Chemnitz unter der Leitung von Ronald

Schrötke sowie Sänger und Sängerinnen des Chores „Collegium Cantorum“

aus St. Markus, verstärkt durch den Zuwachs der Mitglieder des

ehemaligen Mascheroder „Let´s sing­Kreises“ haben unter der Leitung von

Jürgen Siebert für die musikalische Gestaltung gesorgt.

Das Thema „Gottes großer

Garten“ wurde in aufgeteilten

Predigtteilen zu 1.Mose 2, 4b­

15 durch die Pastoren Kopkow,

Jünke und Bartling frisch und

mit Begeisterung für die

Schöpfung näher gebracht.

Das Abschlusslied des Chores

„Mögen sich die Wege“ konnte

gleichzeitig als Segen und Einladung

zum nächsten gemeinsamen

Gottesdienst

verstanden werden.

Nach dem gelungenen Open­

Air­Gottesdienst bei Sonnenschein

wurde das Gemeinschaftserleben

bei Bratwurst

und Getränken fortgesetzt. db Unser "Quartierschor" ­ das Collegium Cantorum; Foto: avh

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Gemeindeleben

Bischof Weber predigt in unserer Alten Dorfkirche

Sandra Eisenbrandt als Prädikantin eingeführt

Sonntag, der 14. Juli, war ein besonderer Tag: Nach über 40 Jahren predigte

ein Bischof in unserer Alten Dorfkirche. Zur feierlicher Einführung

von Sandra Eisenbrandt in den Dienst einer Prädikantin war Landesbischof

Prof. Dr. Friedrich Weber zu Gast in Mascherode.

Den Predigttext der Speisung der 5.000 (Joh. 6, 1­15) spiegelte Bischof

Weber an der aktuellen Situation der evangelischen Landeskirche. Die Bibel

mache deutlich, dass man sich nicht vom zahlenmäßigen Mangel zermürben

lassen solle. Fünf Brote und zwei Fische werden unter 5.000

Menschen verteilt, alle werden satt, es bleiben sogar Reste. Müssten die

Strukturen unserer heutigen Kirche immer weiter so aufrecht erhalten

werden, oder seien sie nicht eher unwichtig für das Erleben von Gemeinschaft,

helfender Kraft und gelebtem Glauben? Mit und durch Gott sei immer

mehr möglich, als man sich vorstellen könne.

Beim anschließendem Empfang im Gemeindehaus führte Bischof Weber

die Fragen zur finanziellen Situation unserer Landeskirche weiter aus. Die

Konsolidierung nach dem Einnahmeneinbruch um 27% im Jahr 2005 sei

mit schmerzhaften Einschnitten, Einstellungsstopps und Veräußerungen

verbunden, aber erfolgreich gewesen. Aktuell würden die Verträge zum

Verkauf des Tagungszentrums Hessenkopf unterschrieben, für das es aber

weiterhin ein Nutzungsrecht gebe. Prof. Dr. Friedrich Weber endete mit

den Worten, wichtig sei, sich das Christsein bewusst zu machen, manche

Entwicklungen offen auf sich zukommen zu lassen, statt intensive Strukturdebatten

zu führen. avh

v.l.: Sigrid Najdzon, Prof. Dr. Friedrich Weber, Sandra Eisenbrandt, Dr. Eberhard Dahlke, Harald Bartling;

Foto: avh

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Gemeindeleben

Positiv denken erleichtert das Leben

Mütterkreis erneut auf großer Fahrt

Unter der bewährten Leitung von Ines Steinhauer­Siemers verlebten 20

Frauen des Mütterkreises vom 14. bis 16. Juli ein unbeschwertes Wochenende

im Tagungszentrum „Haus Hessenkopf“.

Neben kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche des Hauses wurden die

Teilnehmerinnen mit vielen positiven Gedanken verwöhnt. Da wurden

Komplimente und andere Nettigkeiten ins Ohr geflüstert, so dass alle mit

guten Gedanken und gestärktem

Selbstwertgefühl den ersten Tag beenden

konnten. Der nächste Tag begann

mit Frühsport. Bei Ingelore Heuers

Übung: „Wir atmen ein, wir atmen aus,

so macht’s der Hund, die Katz, die

Maus“ kamen alle Teilnehmer ordentlich

in Schwung und die Müdigkeit war wie

weggeblasen.

Der Samstagnachmittag stand zur freien

Verfügung. Einige sind mit Ines gewandert,

andere wiederum spielten

Boccia auf der grünen Wiese des Geländes

und wiederum andere haben einfach

nur die Ruhe genossen.

Am Abend stand das Wohlbefinden der

Teilnehmerinnen im Vordergrund. Durch Ines Steinhauer­Siemers und Bärbel Koroschetz flüstern Brigitte Wolff

Komplimente ins; Bild: Labinsky

gemeinsame Entspannungsübungen

entstand schnell ein Gefühl von Nähe und Vertrauen. Wie man mehr Lebensfreude

erreicht und was uns wirklich glücklich macht, konnten die

Teilnehmerinnen bei der Gruppenarbeit „Glück ist mein Begleiter“ erfahren.

Kreative Köpfe konnten da eine Menge an Beispielen anführen.

Viel genauer als Worte vermittelt der Klang der Stimme, wie wir zu einer

Situation und einem Gesprächspartner stehen. Daher gab es in der Pause

speziell eine Übung für die Stimme. Der Übungssatz: „Heute ist ein außergewöhnlich

schöner Tag“ wurde dann zum geflügelten Wort der Veranstaltung.

Der Abend wurde schwungvoll beendet. Zwei Mitstreiterinnen haben den

Teilnehmerinnen eine Extrashow im Tangotanzen geliefert. Sie wurden von

einem begeisterten Publikum angefeuert und es entstand schnell eine ausgelassene

Stimmung. Nicht unerwähnt bleiben soll das gemeinsame Singen

mit der Chorgruppe aus Wolfenbüttel. So staunten die „Profis“ nicht

schlecht, welche wunderschönen Stimmen der Mütterkreis doch hat.

Neugierig geworden? Dann fahren Sie doch einfach einmal mit! Vielleicht

im nächsten Jahr?

Petra Schulze

11


Weltweite Kirche

Haft, Morddrohungen, zerstörte Wohnräume

Christen werden in 111 Ländern bedrängt und verfolgt

Der 27­jährige Iraner Mostafa Bardbar wurde verhaftet und fürchtet, für

zehn Jahre ins Gefängnis zu müssen, weil er einer christlichen Hauskirche

angehört. Dabei sind im Iran christliche Treffen legal. Trotzdem werden

viele Christen im Iran festgenommen, weil sie sich zu Gottesdiensten versammeln

oder eine christliche Homepage eröffnen.

Der Iran belegt nach dem überkonfessionellen Hilfswerk Open Doors den

achten Platz im Weltverfolgungsindex. Am schlimmsten verfolgt

werden die Christen nach Open Doors in den Ländern

Nordkorea, Saudi­Arabien, Afghanistan und dem Irak.

Die Christenverfolgung hat weltweit solch ein Ausmaß angenommen,

dass der Rat der Evangelischen Kirche in

Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam

einen Bericht dazu in Auftrag gegeben haben, der

am 1. Juli diesen Jahres bei einer Pressekonferenz vorgestellt

wurde. Nach dieser Studie wurden seit 2007 in 111

Ländern Christen bedrängt und verfolgt. Danach sind die

stärksten Einschränkungen von Christen im Mittleren Osten

und Nordafrika zu verzeichnen, gefolgt von Regionen in Asien­Pazifik,

wobei die Länder China und Myanmar durch ihr

autoritäres Regime negativ hervorstechen.

„Die Tatsache, dass Christen weltweit wegen ihres Glaubens

getötet und bedroht werden, kann uns nicht ruhen lassen“,

sagte EKD­Bischof Martin Schindehütte vor Journalisten anlässlich

der Veröffentlichung der neuen Studie. „Aus erster

Hand erhalten unsere Missionswerke und Partnerkirchen

Hinweise auf Anschläge gegen Kirchen und Gemeinderäume,

aber auch zu Attacken gegen Wohnhäuser von Christinnen

und Christen“, so Schindehütte weiter. Christen würden durch

persönlichen Terror bedroht. So sei im Irak plötzlich ein Unbekannter bei

einer christlichen Familie aufgetaucht und habe diese mit dem Tod bedroht,

sollte sie nicht bis zum nächsten Tag das Weite gesucht haben. Bei

Übergriffen komme die Polizei oft zu spät zum Tatort oder greife nicht in

das Geschehen ein.

Religionsfreiheit liegt nach Schindehütte in der Würde des Menschen begründet,

gelte für alle Menschen und auch für alle Religionen. „Die Freiheit

eines jeden Menschen zu achten ist Pflicht der Staaten. Die Menschenrechtskonvention

verpflichtet sie dazu“, sagt Erzbischof Dr. Ludwig Schick,

Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz.

Die meisten Staaten der Welt seien diesen Verträgen beigetreten. Er

Soldaten im Iran; Foto: Open Doors

macht deutlich: „Wir treten als Kirchen nicht für ein „Christen­Recht“ ein,

sondern für das Menschenrecht auf religiöse Freiheit."

se

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Die Gemeinde lädt ein

Wir sind für Sie da

EV.­LUTH. KIRCHENGEMEINDE MASCHERODE

Pfarrbüro Schulgasse 1, 38126 Braunschweig

Telefon 0531 ­ 69 27 18, Fax: 0531 ­ 2 88 68 24

E­Mail: mascherode.pfa@lk­bs.de

Internet: www.kirche­mascherode.de

Kirchenkasse Mascherode: Nord LB Braunschweig,

Kontonummer 2499390, Bankleitzahl 250 500 00

Spendenkonto Aidswaisenprojekt: Nord LB Braunschweig,

Kontonummer 150358497, Bankleitzahl 250 500 00

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag 9:00 bis 13:00 Uhr

Ansprechpartner in der Gemeinde

Pfarrer Harald Bartling Tel. 69 27 18

harald.bartling@lk­bs.de

Sekretärin Katja Heise Tel. 69 27 18

katja.heise@lk­bs.de

Küsterin Heike Jasper Tel. 6 60 74

Organistin Dagmar Engelland Tel. 7 83 20

Kirchenvorstand Helmut Gehrmann Tel. 6 49 61

Diakonin Jana Steiner Tel. 26 30 94 89

Mobil 01578­7 222 331

Kindergartenleitung Angela Behrens Tel. 69 27 27

mascherode.kita@lk­bs.de

Spielkreisleitung Anke Kirstaedter Tel. 6 17 03 63

CVJM­Jugendwart Oliver Mally Tel. 2 44 40 41

Internet Stan Najdzion Tel. 69 28 77

Gemeindebrief Anette von Hagen Tel. 26 23 168

anette@niggenhagen.de

13


Die Gemeinde lädt ein

Angebote der Gemeinde

Wir freuen uns

auf Sie und Euch!

Arbeitskreis

Eine Welt

Pfarrhaus

Treffen nach Vereinbarung

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Besuchsdienst 1 Pfarrhaus Treffen nach

Vereinbarung

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Besuchsdienst 2 Pfarrhaus Treffen nach

Vereinbarung

Sigrid Kaeding

Tel. 6 68 88

Chor Collegium

Cantorum

St. Markus in der

Südstadt

donnerstags

20:00 Uhr

Jürgen Siebert

Tel. 05331­3 33 89

Frauengesprächskreis

Pfarrhaus Mittwoch 25.09.

20:00 Uhr

Dorothea Behrens

Tel. 68 23 86

Jungschar Jugendhaus ab 25.10.

Es geht weiter nach

den Herbstferien!

freitags 15:00 ­

16:30 Uhr

Kinderbetreuung Jugendhaus während des

Gottesdienstes,

Termine s. S. 16

Kirchenvorstand Pfarrhaus jeden 1. Mittwoch

im Monat

19:30 Uhr

Konfirmanden Pfarrhaus dienstags

16:30 Uhr

Oliver Mally

Tel. 2 44 40 41

Jaqueline Juny

Tel. 6 71 29

Carolin von Hagen

Tel. 2 62 31 68

Helmut Gehrmann

Tel. 6 49 61

Harald Bartling

Tel. 69 27 18

Krabbelgruppe Jugendhaus mittwochs

10:00 Uhr

Silke Engel

Tel. 1 29 86 60

14


Die Gemeinde lädt ein

Männerrunde Pfarrhaus jeden 2.

Donnerstag im

Monat, 20:00 Uhr

Mütterkreis Pfarrhaus jeden 1.

Donnerstag im

Monat, 19:00 Uhr

Vormittagsrunde Pfarrhaus dienstags

9:00 Uhr

Eine­Welt­Laden Pfarrhaus sonntags nach

dem Gottesdienst

Helmut Gehrmann

Tel. 6 49 61

Gerhard Labinsky

Tel. 69 32 77

Mütterkreis­Team

Tel. 6 37 99

Gerhild Kahrs

Tel. 6 40 46

Barbara Kraus

Tel. 6 46 55

Marianne

Zimmermann

Tel. 69 62 45

15


Die Gemeinde lädt ein

Herzlich willkommen zum Gottesdienst

September

So 01.09. 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl* Pfarrer Bartling

So 08.09. 10:00 Gottesdienst zur Begrüßung Pfarrer Bartling

der neuen Konfirmanden *

So 15.09. 10:00 Gottesdienst* Pfarrer Kopkow

mit Kinderbetreuung

(Jugendhaus)

So 15.09. 10:00 Gottesdienst* Pfarrer Kopkow

So 22.09. 18:00 Abendgottesdienst Pfarrer Bartling

So 29.09. 10:00 Gottesdienst* Prädikantin

Eisenbrandt

Oktober

Erntedankfest

So 06.10. 11:00 Erntedank­Gottesdienst* Pfarrer Bartling

(Familiengottesdienst)

So 13.10. 10:00 Gottesdienst* N.N.

So 20.10. 10:00 Gottesdienst* Pfarrer Kopkow

So 27.10. 18:00 Abendgottesdienst Pfarrer Bartling

Reformationstag

Mo 31.10. 19:00 Jugendgottesdienst CVJM

"Church Night"

November

So 03.11. 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl* Pfarrer Bartling

So 10.11. 10:00 Gottesdienst* Pfarrer Bartling

mit Kinderbetreuung

(Jugendhaus)

Volkstrauertag

So 17.11. 10:00 Gottesdienst* Pfarrer Bartling

Buß­ und Bettag

Mi 20.11. 19:00 Gottesdienst mit Abendmahl Pfarrer Bartling

Ewigkeitssonntag

So 24.11. 10:00 Gottesdienst mit Abendmahl

und Totengedenken*

Pfarrer Bartling

* mit anschließendem Kirchkaffee

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Kurzmeldungen

Dvorák­Messe

Der Chor der evangelischen Kirchengemeinde

Südstadt und Mascherode

unter der Leitung von

Jürgen Siebert führt die „Messe in

D“ von Antonín Dvorák auf. Das

Konzert beginnt am Sonnabend,

23. November, um 18 Uhr in

der Kirche St. Markus in der Südstadt.

Blutspende im

Bürgerhaus

Am 29. Oktober ruft das Deutsche

Rote Kreuz zur Blutspende im

Bürgerhaus auf. Der Erlös fließt in

das Projekt für Liberia.

Männerrunde

Am 12. September gibt es einen

Vortrag zum Thema Diakonie. Eine

Besichtigung der Braunschweiger

Zeitung ist für den 10.

Oktober geplant. Prof. Dr. Cammenga

vom Institut für Physikalische

und Theoretische Chemie der

TU Braunschweig ist am 14. November

Gast der Männerrunde.

Lebendiger Adventskalender

In diesem Jahr wollen wir den

„Lebendigen Adventskalender“

wieder aufleben lassen. Zwischen

dem 1. und dem 20. Dezember

werden wir uns dann jeweils um

17:30 Uhr vor einem adventlich

geschmückten Fenster treffen und

singen, plaudern und etwas Heißes

trinken. Dazu suchen wir

Gastgeber, die jeweils einen

Abend „übernehmen“. Ab Oktober

hängt im Pfarrhaus eine Liste

aus, in die man sich eintragen

kann; Sie können sich auch telefonisch

beim Pfarrbüro melden

oder eine Nachricht senden.

Mütterkreis

Am 5. September trifft sich der

Mütterkreis zu einem Spieleabend,

dabei soll das Gedächtnis

und die Konzentration trainiert,

der Spaß aber nicht zu kurz kommen.

Ein Besuch der Ausstellung

"Wenn die Römer kommen" im

Landesmuseum ist geplant für

den 10. Oktober.

Aus dem Eine­Welt­Laden

Braunschweig­Kaffee

250 g

4,20 EUR

• Hochland­Arabica­Mischung aus kontrolliert biologisch angebautem

Kaffee aus Mittelamerika

• Aromatisch und mild mit einem geringen Säuregehalt

• Sparsam im Verbrauch (10­20% weniger Kaffeepulver als

herkömmlicher Kaffee)

• Kann im Pfarrhaus / im Anschluss an die Gottesdienste erworben

werden

17


Wir freuen uns, wir trauern

Taufen

Über die neuen Gemeindeglieder freuen wir uns. Den Eltern und

Paten wünschen wir Gottes Segen bei der Erziehung der Kinder.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf Grund

desDatenschutzes im Internet keine Namen und

Adressenveröffentlichen.

Trauungen

Wir wünschen Glück und Gottes Segen für das gemeinsame

Leben der Eheleute.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf Grund

desDatenschutzes im Internet keine Namen und

Adressenveröffentlichen.

Goldene Hochzeit

Wir wünschen Glück und Gottes Segen für das weitere

gemeinsame Leben der Eheleute.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf Grund

desDatenschutzes im Internet keine Namen und

Adressenveröffentlichen.

Beerdigungen

Wir nehmen Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen unserer

verstorbenen Gemeindeglieder.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf Grund

desDatenschutzes im Internet keine Namen und

Adressenveröffentlichen.

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Bitte informieren Sie das Pfarrbüro, wenn Sie nicht möchten,

dass Ihre Daten im Gemeindebrief veröffentlicht werden.


Wir freuen uns, wir trauern

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf Grund

desDatenschutzes im Internet keine Namen und

Adressenveröffentlichen.

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Religion für Einsteiger

Erntedankfest und billige Lebensmittel

– ein Widerspruch?

Jetzt feiern wir wieder das Erntedankfest. Wir danken Gott dafür, dass er

uns reichlich mit seinen Gaben beschenkt. Aber was bedeutet Erntedank

eigentlich für uns heute? Wir finden das Fleisch schon zu Schnitzeln verarbeitet

im Supermarkt, können im Dezember Erdbeeren essen, die irgendwo

in der Welt geerntet wurden, wo gerade die Sonne scheint.

„Macht Euch die Erde untertan“,

heißt es im Schöpfungsbericht in

1. Mose 1, Vers 28. Kritiker sagen,

damit fing alles Übel an.

Die christliche Kirche mit diesem

Vers im Alten Testament sei

Schuld, dass wir unsere Umwelt

verschmutzen und ausbeuten, ja

die Erde im Grunde mit einem

Knopfdruck vernichten können.

Ein Blick ins Alte Testament

zeigt, dass die Menschen damals

ein ganz anderes Verhältnis zur

Natur hatten, als wir heute. In

1. Samuel 1 wird berichtet, dass

die Familie Samuels einmal im Jahr eine Wallfahrt zum Heiligtum von Silo

unternahm. Dort brachten sie ein Schlachtopfer dar, das größtenteils aufgegessen

wurde. Gott bekam nur einen kleinen Teil. Die Familie von Samuel

gönnte sich dies nur einmal im Jahr. Die restliche Zeit ernährte sie

sich vegetarisch. Tiere waren damals so kostbar, dass die Menschen in der

Regel nicht öfter schlachten konnten, und wenn sie das taten, dann war

dies auch immer ein kultischer Akt. Gott war dabei. Die Menschen hatten

ein Gefühl dafür, dass sie Gott Leben wegnahmen. In einer kleinen Zeremonie

an einem kultischen Ort, auf den Höhen, entschädigten sie ihn dafür.

Und dann feierten sie ein großes Fest.

Die Menschen in alttestamentlicher Zeit hatten ein feines Gefühl dafür,

dass alles Leben, Obst, Getreide und die Tiere, von Gott kommt. Die Ressourcen

auszubeuten wie wir es heute zum Teil tun, wäre damals nicht

möglich gewesen. So muss meines Erachtens auch das „Macht Euch die

Erde untertan“ verstanden werden. Als dieser Satz entstand, waren die

Menschen weit von unseren heutigen Möglichkeiten entfernt und lebten in

Einklang mit der Natur. Wir sollten eher daran denken, dass Gott damals

schon verhindert hat, dass Menschen einen Turm bis in den Himmel bauten

und damit dem unkontrollierten Fortschrittswahn ein Ende gesetzt

hat. Das heißt für uns: Gott will nicht, dass wir seine Schöpfung mit einem

Knopfdruck vernichten. se

Grafik: www.gemeindebrief.de

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Kids & Teens

Kann ein Zapfen das Wetter vorhersagen?

Mini­Wetterstation zum Basteln

Was du brauchst:

­ einen Kiefernzapfen

­ Alleskleber, Holzspieß

­ rote Farbe, Stift

­ einen Zeichenkarton

So wird's gemacht:

1. Zuerst klebst du auf eine Samenauflage des Zapfens

einen Holzspieß mit Alleskleber fest.

2. Dann malst die Spitze des Holzstabes rot an. Das

ist dein Wetterzeiger.

3. Der Zapfen wird auf einen gefalteten Karton so aufgeklebt,

dass der Zeiger genau vor der Rückwand zu

sehen ist.

4. Danach malst du mit einem Stift auf die Rückwand

eine Regenwolke (oben) und eine Sonne (unten) auf.

5. Zum Schluss stellst du deine Wetterstation ins Freie

an einen geschützen Ort.

Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit beginnt sich der

Kiefernzapfen zu schließen, sodass sich der Zeiger

nach oben bewegt. Wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt,

öffnet sich der Kiefernzapfen, und der Zeiger bewegt

sich nach unten. Probier es ein einfach mal aus.

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Kids & Teens

SOREWO – der dorfbekannte Zirkus

Spektakuläres Sommerfestereignis im Kindergarten

Jedes Jahr endet das Kindergartenjahr mit unserem Sommerfest.

Schon drei Jahre lang wünschte sich eine Mitarbeiterin das Thema ZIRKUS

zu gestalten – sie wurde immer vertröstet, denn alle anderen Mitarbeiterinnen

konnten sich nicht so dafür begeistern.

In diesem Jahr sollten wir eines Besseren

belehrt werden. Frau Wagner­Anlauff wurde

zur Fachfrau zum Thema Zirkus ernannt.

Sie plante ein bisher einzigartiges Programm,

das vor allem durch die perfekte

musikalische Untermalung zum Erfolg beitrug.

Alle Kolleginnen und Kinder entwarfen

und gestalteten Kostüme, Bühnenbilder und

Requisiten und die traumhafte Zirkuskulisse

für eine Vorstellung im Freien. Drei Wochen

wurde fast jeden Tag geprobt. Alle 75 Kinder

hatten Rollen vom Ansager in Frack und

Zylinder über Löwen und den jüngsten Löwenbändiger

bis zu Tigern, Pferden, Zebras,

Einhörnern, Elefanten und Flöhen samt

Dompteuren. Es gab Schlangen und Schlangenbeschwörer, Seiltänzerinnen,

Feuerschlucker und Clowns. Zu bewundern waren starke Männer und

der Turnbank­Till, Fußballer und der Purzelbaumkönig,

auch Messerwerfer, Jongleur und

Flatterbandkünstlerkinder. Alle miteinander boten

zum Sommerfest eine Atem beraubende,

faszinierende und fröhliche Vorstellung. Die Kinder

agierten selbstbewusst, motiviert und stolz

und wurden mit wertschätzendem Applaus belohnt.

Ein über einstündiges Programm wurde

bewältigt, gefilmt, beklatscht und gelobt. Ein

voller Erfolg für alle Kinder, Mitarbeiterinnen, Eltern

und Besucher. So etwas Tolles hatten wir

alle nicht erwartet!

Im Anschluss gab es wieder ein von Eltern

gestaltetes Salatbüfett, von GÖRGE gespendete

Zirkuswürstchen, Popcorn, Getränke und

natürlich zum Thema passende Spiele. Unser

Spendenschwein wurde reichlich gefüttert! Wir

Ansager in Frack und Zylinder führen durchs bunte Programm

Foto: KiGa

haben Film und CD vom gelungenen Fest und

werden noch lange davon erzählen. – Vielen

Dank an alle Beteiligten!!! Angela Behrens

Tiger und Fußballer in der Zirkusmanege

Foto: KiGa

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Nachgefragt

…bei Ariane und Jürgen Siebert,

Chorleiter Kirchenchor Collegium Cantorum, St. Markus

Sie leiten den Kirchenchor in St. Markus,

der ja mittlerweile eine Chorgemeinschaft

geworden ist. Wie kamen Sie dazu?

Vor etwa 16 Jahren fragte Pfarrer Kopkow

bei mir an, ob ich mir vorstellen könnte, den

Chor in seiner Gemeinde in der Südstadt zu

übernehmen. Aus Altersgründen konnte die

damalige Chorleiterin diese Arbeit nicht mehr

fortführen. Angefangen habe ich damals mit

ungefähr sechs Sängerinnen und Sängern.

Jetzt sind wir mittlerweile 45 Mitglieder,

nachdem etwa 15 Sängerinnen und Sänger

des ehemaligen „Let´s sing­Kreises“ sich

entschlossen haben, das Collegium Cantorum

St. Markus zu verstärken.

Was wird gesungen?

Ariane und Jürgen Siebert; Foto: avh

In jeder Chorprobe werden Lockerungs­ und Einsingübungen gemacht, bevor

das eigentliche Proben beginnt. Das Repertoire des Chores umfasst alte

und neue Kirchenmusik. Es werden Kanons, Gospels, Choräle, neuere

mehrstimmige Kirchenlieder sowie Kantaten, Motetten und Messen gesungen.

Sie sind Musiklehrer, was bedeutet Ihnen die Chorarbeit?

Musik ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Schon während meines

Studiums habe ich einen Konzertchor geleitet.

Meine Frau unterstützt mich sehr bei der Arbeit mit dem Chor. Seit 2007

ist sie auch ausgebildete Chorleiterin und übernimmt öfter das Einsingen

sowie meine Chorleitungsvertretung wenn ich aus beruflichen Gründen

verhindert bin. Nebenbei übernimmt sie das gesamte Chormanagement.

Jetzt mit dem so gewachsenen Chor ist es eine Freude den damit verbundenen

volleren und schöneren Chorklang zu erleben. Jeder Sänger und jede

Sängerin ist herzlich willkommen. Vorsingen muss niemand und

Notenkenntnisse und „Vom­Blatt­Singen“ sind keine Voraussetzung.

Wann finden die Chorproben statt?

Der Chor probt donnerstags von 20.00 bis 21.45 Uhr im Gemeindehaus

St. Markus. Im Herbst findet an einem Wochenende die jährliche Chorfreizeit

statt. Dort haben wir Zeit, intensiv an unseren Stücken zu proben und

das Konzert vorzubereiten. Wir arbeiten zurzeit intensiv an der Messe

D­Dur op. 86 von Antonin Dvorák, die im November 2013 aufgeführt werden

soll. [s. S. 17]

db

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Für Sie entdeckt

Der Garten der Sternenkinder

Trauerfeier zum Gedenken an tot­ und fehlgeborene Kinder

Zwei Mal im Jahr – jeweils am 1.

Samstag im März und im September

– findet um 11.30 Uhr eine

ökumenische Trauerfeier in der

Hauptkapelle des Ev. Hauptfriedhofes,

Helmstedter Str. 38, statt. Sie

wird liebevoll ausgerichtet für Eltern

und Angehörige tot­ und fehlgeborener

Kinder.

Für jedes Kind wird ein Licht entzündet

und sein Name wird genannt.

Ein Licht wird noch für alle

nicht genannten Kinder angezündet.

Es wird ein gemeinsames Fürbittengebet

gesprochen. Jede Familie darf sich zum Abschluss eine Rose

nehmen. Der Weg führt dann zum Garten der Sternenkinder am Brodweg,

wo die gemeinsame Urne beigesetzt wird. Es gibt auch eine Möglichkeit,

auf einem Elektromobil mitzufahren.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei der Seelsorgerin Martina Nowack­Rohlfing

des Städtischen Klinikums bedanken. Sie sagte in einem telefonischen

Gespräch, dass diese Trauerfeier auch offen ist als

Herzenstrost für alle, die noch immer um ein Kind trauern und wo es damals

ein solches Gedenken nicht gab. Freundlicherweise hat sich Frau Nowack­Rohlfing

bereit erklärt, für Fragen unter der Nummer 595­3218 zur

Verfügung zu stehen oder Sie können mich unter 692877 erreichen.

Die nächste Trauerfeier findet am 7. September statt.

Der Garten der Sternenkinder wurde für uns entdeckt von Sigrid Najdzion

Impressum

Gemeindebrief der Ev.–luth. Kirchengemeinde Mascherode

Herausgeber: Kirchenvorstand der Evluth. Kirchengemeinde Mascherode

Redaktion: Harald Bartling (ViSdP)(hb), Anette von Hagen (Redaktion/Layout) (avh),

Dorothea Behrens (db), Jutta Hentschel (jh), Sandra Eisenbrandt (se)

Anschrift der Redaktion: Schulgasse 1, 38126 Braunschweig

Der Gemeindebrief erscheint viermal pro Jahr mit einer Auflage von 2000 Exemplaren.

Im Internet unter: www.kirche­mascherode.de

Druck: Der Druck ist eine Spende der

Firma oeding print GmbH

Foto: Najdzion

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Gemeinde aktiv

oben: Gut gelaunter Mütterkreis auf dem Hessekopf. Foto: Labinsky

unten: Start in einen neuen Lebensabschnitt. Beim Einschulungsgottesdienst am 10. August wurde den neuen Erstklässlern Gottes

Segen mitgegeben auf ihren Schulweg. Der ökumenische Gottesdienst wurde in diesem Jahr in St. Markus gefeiert.

Foto: Heiko Eisenbrandt

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Foto: gemeindebrief.evangelisch.de

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