Anifer Pfarrbrief - Erzdiözese Salzburg

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Anifer Pfarrbrief - Erzdiözese Salzburg

Anifer Pfarrbrief

Weihnachten 2012 Nr. 41

Glaubenswege

Gott wird Mensch


I n h a lt

Vorwort von Pfarrer Peter Röck 3

Wolfgang Leitgeb

Glaubenswege in Anif 5

Die Schwerpunkte des neuen PGR 6

Miki Kap-herr

Menschen in die Mitte holen 8

Ingrid Mayr

Frauenblicke: Gott in jedem Menschen sehen 11

Sternsingen 2013 13

Caroline Liebscher-Hübel

Projekt COPE – Bildung ist Zukunft 14

Magdalena Lidicky

Haute Couture am Altar 16

Magdalena Lidicky

Interview mit Sr. Martina Haider 19

Ministranten

3

Dankeschön 24

Hans Neumayer

Um – Welt: Schenken lernen 25

KinderKirche, Basteltipp 27

Sakramente 28

Impressionen aus dem Pfarrleben 29

Pfarrkalender 32

Ankündigungen 34


Pfarrbüro, Impressum 35


Liebe Leute von Anif, Niederalm und Rif !

V o r w o r t

Der Mensch ist nie größer,

als wenn er vor Gott kniet.

Einen herzlichen, adventlichen Gruß

in alle eure Häuser und Familien, von

denen mir nun viele schon recht vertraut

sind. Mich bereichern alle Begegnungen

und Gespräche, in denen

ich Freuden und Leiden mit euch teilen

darf.

Die Pfarrbriefe dieses Kirchenjahres

werden Themen unseres Glaubens

ansprechen. Eines lebendigen Glaubens,

der zum Positiven verändert,

d.h. das Leben zum Guten hin verwandelt.

Da bin ich schon gespannt, wie viel

dazu an Gedanken und Erfahrungen

von verschiedenen Leuten zur Sprache

kommen wird.

Mir ist es wichtig, zunächst auf Jesus

zu schauen. Dazu möchte ich in die

Bibel hineinhorchen, welche Wandlungen

und Verwandlungen im Leben

Jesu uns da berichtet werden.

„Er war wie Gott, hielt aber nicht daran

fest... wurde Mensch, den Menschen

gleich...“

Die Mensch-werdung – seine erste

große Verwandlung. Diese feiern wir

wieder zu Weihnachten. Wir können

sie jedoch nicht fassen mit unseren

Sinnen, sie ist zu groß. Ich bin

ein „Krippenfreund“ und am liebsten

mag ich zwei Figuren: den Hirten und

den König, die vor dem kleinen Kind

auf die Knie fallen. Das ist das staunende

Herz, das sich körperlich ausdrückt.

Und in diesem Zusammenhang

mag das Wort wohl stimmen,

dass der Mensch nie größer ist, als

wenn er vor Gott kniet.

Eine zweite Verwandlung erlebt Jesus

am Berg Tabor. Strahlende Botschaft,

die Zeugnis gibt von der Liebe des Vaters

zu seinem Sohn. Plötzlich sind

sie in der Wolke, die drei Apostel, es

fehlen ihnen die Worte. Die bisher

verborgene Gottheit Jesu leuchtet

herein in sein Menschsein. Eine Verwandlung,

die Kraft geben will für seinen

schweren Weg, uns Menschen zu

erlösen.


V o r w o r t

Noch unfassbarer ist die dritte Verwandlung

Jesu. Sie war es nicht nur

damals für seine Freunde, sie bleibt

es für alle an Jesus Glaubenden bis

heute – der Gekreuzigte zeigt seine

Wunden und lebt.

Das Kreuz wird zum Zeichen der Erlösung,

das leere Grab zum Zeichen des

Sieges über den Tod. Der Geschundene,

Gehenkte – er ist verwandelt und

frei zur Begegnung, Menschen dürfen

erfahren, dass er lebt. Er spricht

sie an... er spricht durch alle Zeiten...

mit seinem Wort berührt er uns, dich

und mich – Jesus, der auferstandene

Herr!

Und für die Zeit, bis er wiederkommt

in „Macht und Herrlichkeit“, ließ Jesus

sich noch einmal und wieder anders

hineinverwandeln in die Materie

dieser Welt. Damit unsere Seelen

nicht verhungern, unser

Menschsein Nahrung

bekommt, dazu

schenkt er sich uns

in der Eucharistie in

Brot und Wein.

In unbegreifbarer

Schlichtheit ist er

uns auf diese Weise

nahe.

Damit geschieht etwas

mit uns und in

uns. Mir gefällt besonders

gut die Stelle beim Propheten

Ezechiel, wo es heißt:

„Ich nehme das Herz von Stein aus

eurer Brust und gebe euch ein Herz

von Fleisch.“

Dieses bildhafte Wort spricht von einer

Verwandlung unseres Herzens

hin zur Bereitschaft, Vergebung und

Barmherzigkeit zu schenken.

Bitten wir Jesus, der die Quelle aller

Verwandlung ist, dass er unser Herz

berühre und uns zu Menschen guten

Willens mache, die den Weihnachtsfrieden

erfahren und weiterschenken.

Gottes Segen für Weihnacht und Neujahr,

wünscht euch


Der neue PGR bei seiner Klausur in Niederalm.


p f a r r g e m e i n d e r a t

Glaubenswege in Anif

Ein gutes halbes Jahr ist es jetzt her,

dass wir in der PGR-Wahl zu neuen

PfarrgemeinderätInnen (wieder-)bestellt

wurden.

Vieles ist seither geschehen. Wir haben

uns nicht nur konstituiert, haben

kooptiert, diskutiert und sind

gemeinsam spaziert, auch viel Konkretes

wurde bereits umgesetzt.

So gab es einen

• informativen und geselligen

Lektorenabend,

• eine Jugendgruppe wurde mit viel

Engagement aus der Taufe

gehoben,

• ein neuer Kirchenführer für unsere

Pfarrkirche wurde aufgelegt,

• die Pfarrhomepage wurde um

einen geschichtlichen Teil

erweitert und neu adaptiert,

• die Feier des „anderen Gottesdienstes“

wurde eingeführt

und vieles andere mehr.

Wir haben als Anifer Pfarrgemeinderat

auch viele Kontakte geknüpft, in

der Erzdiözese, im Dekanat, im Pfarrverband

und auch zur politischen Gemeinde

und den Vereinen.

Eine Ideensammlung wurde ins Leben

gerufen, die künftig bei jeder PGR-Sitzung

Thema sein wird. Dabei gilt es,

neue Ideen und Vorschläge für unsere

Pfarre zu sammeln.

Wir laden alle Pfarrangehörigen ein,

sich daran zu beteiligen und mit guten

Ideen und kreativen Gedanken

unsere Ideensammlung zu erweitern.

Sie soll zur Grundlage künftiger Projekte

in unserer Pfarre werden und

dafür sorgen, dass die Aufbruchsstimmung,

die im Pfarrgemeinderat

und in der Pfarre spürbar ist, nicht

versiegt.

Jede Pfarrgemeinderätin, jeder Pfarrgemeinderat

hat einen oder mehrere

Schwerpunkte ihrer/seiner Arbeit

in der Pfarre festgelegt. Ich habe alle

Kolleginnen und Kollegen gebeten,

diese Bereiche in einem Satz zusammenzufassen,

damit für einzelne Anliegen

oder Vorschläge auch konkrete

Ansprechpartner im PGR bekannt

sind. Sie finden diese Schwerpunktsetzungen

auf den folgenden Seiten.

So bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam

mit unserem Pfarrer Peter

Röck und unserer Pastoralassistentin

Christina Roßkopf, mit allen Pfarrangehörigen

und vor allem mit Gottes

Hilfe vieles in den kommenden Jahren

für unsere Pfarre bewegen und

neue Wege des Glaubens beschreiten

können.

Wolfgang Leitgeb

PGR-Obmann


p f a r r g e m e i n d e r a t

Die Schwerpunkte des neuen PGR

Unsere Pfarrgemeinde soll für noch mehr Menschen

ein guter Ort des Glaubens und der Gemeinschaft

werden.

Julia Andorfer

Ich werde weiterhin als Zechprobst und im Festausschuss

für unsere Pfarre arbeiten und überall dort,

wo zwei helfende Hände gebraucht werden.

Eberhard Egner

Gerne möchte ich mich als Pfarrgemeinderätin und

Mesnerin im Liturgiekreis engagieren und bei der Gestaltung

unserer Feste mitwirken.

Mila Galijasevic

Als PGR-Mitglied möchte ich mich im sozialen Bereich

einbringen und die kirchlichen Anliegen und Feste in

jeglicher Hinsicht unterstützen.

Hildegard Hofreiter


p f a r r g e m e i n d e r a t

Neben meiner Mithilfe bei der Leitung unserer Pfarre

als PGR-Obmann, liegt mir auch die Gestaltung der

Liturgie sehr am Herzen. Auch im Pfarrbriefteam und

in der Homepagerunde ist es mir ein Anliegen, neue

Ideen gemeinsam umzusetzen.

Wolfgang Leitgeb

Als Pfarrgemeinderätin sehe ich meinen Schwerpunkt

in den sozialen Aufgaben, da mir dies gerade in einer

Zeit zunehmender sozialer Kälte und Oberflächlichkeit

ungemein wichtig ist. Außerdem engagiere ich

mich im Kirchen- und im Gospelchor gesanglich wie

organisatorisch und bin im Redaktionsteam des Pfarrbriefes.

Caroline Liebscher-Hübel

Ich werde mich bei der Vorbereitung von Festen einbringen

und einspringen, wo immer „Not am Mann“

ist.

Martin Löffelberger

Ich singe gern, daher bin ich nicht nur Chormitglied,

sondern auch Kantor, und beteilige mich gerne an der

Mitgestaltung der Homepage. Ein besonderes Anliegen

ist mir vor allem die lebendige und interaktive/

kreative Gestaltung der Pfarrgemeinde.

Rudi Messner


w e i h n a c h t e n

Menschen in die Mitte holen

Weihnachtsfeier für Obdachlose und Einsame am Heiligen Abend

... dieses Fest mit

Menschen feiern,

die das Leben

an den Rand gedrängt hat.

Von Miki Kap-herr

Fotos: Privat


Frau Flicker mit der Freiwilligen

Schwesternschaft des Roten Kreuzes

Salzburg Stadt führt heuer zum

18. Mal am Heiligen Abend eine

Weihnachtsfeier für Obdachlose und

Einsame durch.

Immer mehr Menschen kommen an

diesem Tag in das Begegnungszentrum

ABZ in Itzling. Vermehrt kommen

auch Menschen, die sich mit

dem bisschen Geld, das sie bekommen,

keine tägliche Mahlzeit leisten

können.

Armut isoliert, der ganz normale soziale

Kontakt zerfällt. In den letzten

Jahren waren am Heiligen Abend 250

bis 300 Menschen da. Menschen, die

hungrig waren, und Menschen, die

diesen Tag alleine nicht aushalten

konnten.

Das Ziel ist unverändert. Unter dem

Motto „Menschen in die Mitte holen“

wollen Frau Flicker und ihre engagierte

Crew dieses Fest mit Menschen

feiern, die das Leben an den Rand

gedrängt hat. Mit Menschen, die in

großer Armut leben und oft nicht einmal

ein Quartier haben, aber auch

mit Menschen, die vereinsamt leben.

Der Saal wird festlich geschmückt,

auch mit einem Christbaum. Die Tische

werden schön gedeckt. Es gibt

ein warmes Festessen, Tee und Limonaden.

Alkohol wird grundsätzlich

keiner ausgeschenkt.

Seit Anbeginn dieser wundervollen

und berührenden Aktion habe ich

diese mit meiner Familie unterstützt.

Als unser Sohn Joseph dann 1996 in

die Volksschule Anif gekommen ist,

habe ich damals seine Klassenlehrerin

gefragt, ob sie sich mit ihrer Klasse

beteiligen möchte und vielleicht


w e i h n a c h t e n

abzuholen, und sie am

24. Dezember ins ABZ

zu bringen, im Namen

von all den Familien

aus Anif. Teilweise enthalten

die Geschenke

persönliche Briefe an

die Unbekannten und

ich weiß von Frau Flicker,

dass gerade diese

sehr große Freude

bereiten.

Kekse backen will. Dabei ist es nicht

geblieben. Nicht nur die Klasse, sondern

auch die ganze Schule, der Kindergarten,

der Hort und unzählige

Eltern haben sich spontan beteiligt.

Und so ist es geblieben. Bis zum heutigen

Tage.

Obwohl unser Sohn bereits in Wien

studiert, ist dies jedes Jahr eines unserer

schönsten Erlebnisse

zur Weihnachtszeit:

Am letzten

Schultag in der Schule,

im Hort und im Kindergarten,

die unzähligen,

liebevoll eingepackten

Geschenke,

vollgefüllt mit Hartwurst,

Hartkäse, Löskaffee,

Dosenspeisen,

Süßigkeiten und Zigaretten

(kein Alkohol),

Auf diesem Weg möchte ich mich aus

ganzem Herzen – auch im Namen von

Frau Flicker – für den wunderbaren,

engagierten Einsatz all die Jahre hindurch

bedanken. Die Verlässlichkeit

der Anifer tut sehr gut, die Organisation

fühlt sich unterstützt und bestärkt,

und es gibt Kraft und Mut, den

nächsten Heiligen Abend zu planen.


Möge der Glanz dieser Nacht

dein Leben erhellen.

Möge der Mensch gewordene Gott

Dich Mensch werden lassen.

Möge das Kind im Stall

deinem Herzen nahe sein.

Möge die Sehnsucht in dir

dein Ziel finden.

Möge dein Schmerz aufgehoben

und gewandelt werden.

Mögen die Chöre der Engel

dich tragen und beflügeln.

Gabi Treschnitzer


f r a u e n b l i c k e

Gott in jedem Menschen sehen

Von Ingrid Mayr

Da liegt

ein Kind in der Krippe,

verletzlich,

frei von Vorurteilen,

hoffnungsvoll.

WEIHNACHTEN.

Das Fest der Liebe, der Freude, des

Schenkens, des Kaufens, der Familienfeiern,

des Essens, des Miteinanderfeierns,...

Viele von diesen Zuordnungen haben

mit Geld zu tun. Und jedes Jahr werden

Prognosen erstellt, wieviel Umsatz

diese Zeit mit sich bringen wird.

Ich lade Sie ein, einmal den Blickwinkel

zu wechseln und sich über die

Menschen Gedanken zu machen, die

in dieser speziellen Zeit am meisten

arbeiten müssen. Sie verdienen damit

ihren Lebensunterhalt, aber es ist

„hart verdientes“ Geld – sei es im Einzelhandel,

im Tourismus,...

Man genießt die Betreuung beim Kauf

von Kleidung, Büchern, ...

Man genießt die Betreuung an einem

Abend in einem Wirtshaus oder Restaurant.

Hinter diesem „Genuss“ für

den einen steht Knochenarbeit für

den anderen. Und dann sind viele

dieser Angestellten noch „Blitzableiter“

für manch persönliche Missstimmung,

müssen herhalten, weil jetzt

gerade etwas (ver)ärgert, müssen lächeln

und freundlich bleiben, obwohl

ihnen gerade nicht danach zu Mute

ist.

Vor kurzem kam von Wirtschaftsseite

der Vorschlag, am „Heiligen Abend“

die Geschäfte bis 14 Uhr zu öffnen.

Brauchen wir, unsere Gesellschaft

das? Müssen „wir“ bis auf den letzten

Drücker einkaufen, uns bedienen lassen?

Wie war das früher, als es „Konsumtempel“

noch nicht gab? Unsere

Vorfahren haben dieses Manko doch

glatt überlebt – kaum zu glauben,

oder?

Es steht jeder/jedem frei am 24. Dezember

einkaufen zu gehen, aber vielleicht

könnte man ja heuer doch vor

12 Uhr damit fertig sein? Es wird das

„Rad der Wirtschaft“ nicht aufhalten,

wenn wir unsere Handlungen verän-

11


f r a u e n b l i c k e

dern, aber vielleicht doch zum Nachdenken

bringen und vielleicht, aber

nur ganz vielleicht, schaffen wir es ja

doch noch irgendwann in der Zukunft

„Weihnachten“ wieder den Platz einzuräumen,

der stimmig ist. Jenseits

von Konsum und Kaufkraft, jenseits

von Arbeitsplatzverpflichtung/-erhalt

und Lebensunterhalt – an Weihnachten

wurde Gott Mensch. Stellen wir

den Menschen, jede/jeden Einzelnen

ist einfach da und sieht die/den Einzelnen.

Ein Vorschlag: Wie wäre es, wenn wir

uns wieder an Kinderzeiten erinnern

würden und „wichteln“?

Vielleicht haben Sie in ihrer Umgebung

jemanden, der sich über ein

gutes Wort, eine kleine Aufmerksamkeit,

ein Zeit-Geschenk – Kleinigkeiten,

die nichts kosten – freuen

würde. Ich lade Sie ein,

falls sie es nicht ohnehin

schon praktizieren,

kleine Freuden zu verschenken

– Sie könnten

überrascht sein, wie viel

Freude sie selbst geschenkt

bekommen!

12

wieder in die Mitte. Mit allem, was

sie/er mitbringt: Leid, Angst, Verzweiflung,

Zukunftssorgen, Freude,

Glück, Lachen, Beziehungen, ...

Da liegt ein Kind in der Krippe, verletzlich,

frei von Vorurteilen, hoffnungsvoll.

Es freut sich über jeden Menschen,

der kommt, es ansieht, es bestaunt.

Ihm ist es egal ob Inländer, Ausländer,

Gehandicapter, Farbiger, Migrant – es

Nachsatz: in unserer

Gemeinde werden demnächst

155 Menschen

ihren Job verlieren. Ich kann nur erahnen,

was diese Nachricht bei den

jeweiligen Menschen/Familien mit

sich gebracht hat.

Das Redaktionsteam möchte den Betroffenen

alles Gute wünschen! Wir

hoffen für alle auf eine neue Arbeit

und eine gute Zukunft!

Ingrid Mayr

Anmerkungen, Reaktionen und

Gedanken an ingrid-mayr@aon.at


s t e r n s i n g e n 2 0 1 3

ICH BIN DABEI – unterwegs für eine bessere Welt

Die SternsingerInnen sammeln für insgesamt

500 Projekte in 20 Ländern.

Mit den Spenden werden unter anderem

Straßenkinder im diesjährigen

Beispielland Äthiopien unterstützt.

Das Leben der 20.000 Straßenkinder

von Dire Dawa ist ein täglicher Überlebenskampf,

geprägt von Hunger,

Krankheiten, schwerer Kinderarbeit

und sexualisierter Gewalt.

Das Sozialprojekt der Diözese Harar

zielt darauf ab, dass ehemalige Straßenkinder

auf eigenen Füßen stehen

können.

Ohne die Unterstützung durch die

Sternsingeraktion wäre der Einsatz

für Straßenkinder nicht möglich.

Unsere Anifer SternsingerInnen besuchen

Sie in Ihren Häusern in den

Tagen ab dem 2. Jänner 2013 jeweils

am Nachmittag. Auf der Pfarr-Homepage

(www.pfarre-anif.at) können Sie

sehen, in welchen Straßen die SternsingerInnen

am jeweiligen Tag unterwegs

sind.

Für die Anifer SternsingerInnen suchen

wir noch aktive Unterstützung.

Wir freuen uns sehr über das Angebot,

die Kinder auf eine Jause einzuladen

oder mit ihnen als BegleiterIn

unterwegs zu sein oder im Anschluss

an die Sternsingeraktion einen Teil

der Königsgewänder zu waschen und

zu bügeln, bzw. sie wenn notwendig

zu reparieren.

Sollte es Ihnen möglich sein, Hilfe anzubieten,

melden Sie sich bitte direkt

bei Cornelia Schertz (Tel. 76035).

13


1 0 J a h r e C O P E

Projekt COPE – Bildung ist Zukunft

Auch das Bewusstsein der Menschen

für die eigene Gesundheit

und die Umwelt

wird tatkräftig gefördert.

14

Von Caroline Liebscher-Hübel

Fotos: Privat

Im Jahr seines zehnjährigen Bestehens

hat das Projekt COPE, das sich in Südindien

der Förderung der Bildung von

armen Kindern unabhängig von Kaste,

Religion und Geschlecht widmet,

neben den beiden Waisenhäusern

auch noch die Leitung einer eigenen

Schule für 215 Kinder übernommen,

der St. Fathima Middle School.

In den Waisenhäusern Nesa Karangal

und Oli Illam leben derzeit 107 Kinder,

die ohne die Unterstützung COPES

keine Schule besuchen könnten, weil

sie Waisen oder Sozialwaisen sind.

Die Kinder erhalten neben Unterkunft

und Verpflegung auch gesundheitliche

Betreuung, Unterstützung beim

Lernen und Förderung ihrer Talente.

Sie lernen, Respekt vor Menschen

anderer Kasten oder Religionen zu

haben, und können einen Abschluss

an einer öffentlichen Schule machen,

der es ihnen ermöglicht, einen Beruf

zu erlernen; wie Bharati,

die dieses Jahr mit Auszeichnung

maturierte und

nun Chancen auf ein Universitätsstipendium

hat.

In den von COPE in sechs

umliegenden Dörfern errichteten

Arivahams – Häuser

des Lernens – erhalten

Kinder Unterstützung bei

den Hausübungen und


1 0 J a h r e C O P E

beim Lernen von Lehrkräften,

deren Weiterbildung

ebenfalls von COPE gefördert

wird.

Doch nicht nur in Fragen

der Wissensvermittlung

steht COPE den Menschen

dieses armen Landstriches

in Südindien, der abhängig

von der Ergiebigkeit der

Monsunregen und geprägt

von Kastendenken, Analphabetismus

und Intoleranz ist, bei: Auch das Bewusstsein

der Menschen für die eigene

Gesundheit und die Umwelt

wird von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen

COPES tatkräftig gefördert.

Zuletzt wurden Workshops zum

Thema Frauengesundheit abgehalten,

die Raum und Gelegenheit zum

Austausch gaben – eine neue Erfahrung

für die Frauen Südindiens, deren

Wert in der Gesellschaft äußerst gering

angesetzt ist.

Weitere Informationen zu diesem

Projekt finden Sie unter

www.cope.in

Ihre Spende (Kto. 930 145 46, Raiffeisen

Salzburg, BLZ 35000) hilft zu

helfen. Kontakt – etwa zur Übernahme

von Patenschaften – unter

info@cope.in

Die nächste

R e d a k t i o n s s i t z u n g

für unseren Oster-Pfarrbrief findet am

Donnerstag, 24. Jänner 2013

um 20.00 Uhr im Pfarrhaus Anif statt

Wir freuen uns über Artikel und Fotos für den Oster-Pfarrbrief!

Bitte übermitteln Sie Ihre Beiträge und/oder Fotos

bis spätestens 22. Februar 2013 an das Pfarrbüro.

pfarre.anif@pfarre.kirchen.net

15


l i t u r g i e

Haute Couture am Altar

In den letzten fünf Jahren besuchte ich die

Modeschule Hallein.

Im Abschlussjahr haben die SchülerInnen

die Pflicht, eine fachspezifische Arbeit zu

schreiben, deren Thema frei wählbar ist.

Mein Thema war schnell gefunden:

Liturgische Kleidung.

Von Magdalena Lidicky

Foto: Privat

Alle Bereiche, die wir gelernt haben,

ließen dieses Thema gänzlich aus,

und doch liegt es so glasklar auf der

Hand, dieses Thema zu wählen. Wir

sind eine katholische

Schule und

Religion ist nicht

nur an unserer

Schule zu spüren.

Die christliche Religion

ist unsere

Kultur und prägt

unsere Mode.

menten*. Ich fand einiges über die

Geschichte heraus und befasste

mich auch mit den liturgischen Farben.

Sie geben uns Auskunft über die

16

In meiner 60-seitigen

Facharbeit

befasste ich mich

mit den verschiedenen

Begriffen

des breiten Spektrums

an Para-

* Paramente sind alle textilen Gegenstände, die im Rahmen des Gottesdienstes Verwendung

finden wie z.B. liturgische Gewänder, Kanzel- und Altarbehänge.


l i t u r g i e

Zeit im Kirchenjahr und über die verschiedenen

Feste. Natürlich befasste

ich mich auch mit der Kleidung der

Halleiner Franziskanerinnen. Da sie

die Schulschwestern der Modeschule

Hallein sind, fand ich es wichtig,

mich in meiner Facharbeit mit ihrer

Ordenskleidung genauer auseinander

zu setzen.

Des Weiteren konzentrierte ich mich

im Speziellen auf die Kasel, die ich

Ihnen kurz beschreiben möchte, um

einen Einblick in

meine Arbeit zu

gewähren.

Die Kasel ist das

Messgewand der

Priester. Die Bezeichnung

„Kasel“

kommt vom

lateinischen Wort

„casula“, welches

übersetzt „Häuschen“

bedeutet.

Das Gewand umschließt

den Träger

wie die Wände

einen Raum

von allen Seiten.

In der Antike handelte

es sich bei

der Kasel um einen

Überwurfmantel

in Form

eines runden oder

Links: Moderne Kasel, Seide bemalt.

Foto: Privat. Oben: Anifer Kasel, 19. Jh.,

Brokat bestickt. Foto: W. Leitgeb

ovalen Tuchs, mit einer Öffnung in der

Mitte für den Kopf und wurde von allen

Leuten getragen. Die antike Kasel,

die damals Paenula hieß, reichte ungefähr

bis zur Wade und hatte keine

Öffnungen für die Arme. Das Kleidungsstück

war zwar aufgrund der

eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten

unpraktisch, doch schützte es

vor Wind und schlechtem Wetter.

Am Ende des 1. Jahrtausends begann

sich die Alltagskleidung von der liturgischen

Kleidung

zu unterscheiden.

In der Alltagskleidung

setzten sich

langsam die Beinkleider

durch,

doch die Kirche

machte bei dieser

Veränderung

nicht mit und

blieb bis heute

bei der herkömmlichen

„Mantelmode“.

Auch die Kasel änderte

sich seit der

Antike nur wenig.

Wesentlich ist,

dass die Seiten

gekürzt wurden,

um die Arme frei

benutzen zu können.

Heute wird

17


l i t u r g i e

meist die sogenannte gotische Kasel

getragen. Besonders faszinierend ist

auch, wie kreativ viele Kaseln heute

wie damals gestaltet wurden und

werden.

Am Schluss meiner fachspezifischen

Arbeit schaute ich mir die Parallelen

von liturgischer Kleidung zur Mode

an. Ich fand viele Elemente in der

Mode wieder.

Die Zeit, in der ich meine Facharbeit

schrieb, war für mich eine spannende

und interessante Zeit.

Für mich stellten sich viele Hürden,

die ich bewältigen musste.

Die liturgische Kleidung auf so wenige

Seiten zu reduzieren, ist eine unfassbar

schwierige Aufgabe.

Dadurch merkt man, wie weit der römisch-katholische

Glaube in die Geschichte

zurück geht und wie

viel Zeit die Kleidung zur Entstehung

und Entwicklung hatte.

Dadurch sind auch so viele verschiedene

Kleidungsstücke entstanden.

Kleidung ist sowohl im liturgischen

Gottesdienst als auch

im alltäglichen Leben wichtig

und obwohl sie so unterschiedlich

aussieht, haben die verschiedenen

Bereiche doch Einiges

gemeinsam.

18

Goldbestickte Kasel aus der Anifer Pfarrkirche.

Traditionell wird sie zu den Hochfesten

z.B. Weihnachten vom Priester getragen.

Ich persönlich schaue mir die oft

sehr schöne und aufwändig gestaltete

liturgische Kleidung in

den Gottesdiensten jetzt immer

genau an und ich denke, es wird

auch dem Leser meiner Facharbeit

so gehen.

Ich bin froh, mich für dieses Thema

entschieden zu haben, denn

Kleidung ist in vielerlei Hinsicht

eine Glaubenssache.


i n t e r v i e w

Erstmals in Ordenskleidung – sehr eigenartig

Interview mit Sr. Martina Haider,

der ehemaligen Generaloberin

der Halleiner Franziskanerinnen

Erkennt man die unterschiedlichen

Orden an der Kleidung?

Früher erkannte man die verschiedenen

Orden an der unterschiedlichen

Kleidung, heute ist die Ordenskleidung

weitgehend sehr ähnlich.

Daher ist es schwer, die Orden anhand

der Kleidung zu unterscheiden.

Jedoch wird ein Erkennungszeichen,

wie etwa ein Kreuz (zum Beispiel bei

Foto: Privat

den Kreuzschwestern) oder ein Logo

des Ordens getragen.

Haben die Schwestern innerhalb des Franziskus-Ordens alle exakt dieselbe

Kleidung oder weichen Elemente voneinander ab?

Die Kleidung ist nicht zwingend exakt

die gleiche.

Jedoch haben alle Franziskaner

(Schwestern und Brüder) das gleiche

Zeichen, einen Gürtel.

Gibt es eine allgemeine Symbolik der Ordenskleidung?

Die Ordenskleidung wurde früher

auch als Bußkleidung bezeichnet.

Die Kleidung wurde aus Wollstoff

gefertigt, war also den Jahreszeiten

nicht angepasst.

Im Winter musste man oft frieren, im

Sommer konnte es auch zu heiß werden.

Heute gibt es für Sommer und

Winter unterschiedliche Kleidung.

Der Gürtel wurde vom hl. Franziskus

übernommen, er hat drei Knoten,

diese stehen für die drei Gelübde, die

abgelegt werden müssen, um in den

Orden einzutreten.

Im Sommer werden leichtere Stoffe

verwendet.

Die Schwestern in Mission tragen wegen

der Hitze in den Missionsländern

weiße Kleidung.

Und auch Köchinnen und Krankenschwestern

tragen diese aus hygienischen

Gründen.

19


i n t e r v i e w

Wann wird entschieden, ob man die Ordenskleidung tragen oder in Zivil gehen

möchte?

Ob man die Ordenskleidung tragen

oder ob man in Zivil gehen möchte,

auch jederzeit, in Absprache mit der

Generaloberin, geändert werden.

kann man grundsätzlich entscheiden, Momentan sind im Orden vier

wenn man in den Orden eintritt. Schwestern ganz in Zivil.

Die Entscheidung kann allerdings

Woher bekommen Sie die Kleidung bzw. wo wird sie produziert/hergestellt?

Die Ordenskleidung gibt es fertig zu nerinnen wird von eigenen Schneiderinnen

in Hallein produziert und

kaufen in eigenen Geschäften.

Allerdings schauen diese Kleider alle genau an die Trägerin angepasst. Die

fast gleich aus und die Passform ist Schneiderinnen sind drei Schwestern

ebenfalls nicht gut.

des Ordens.

Die Kleidung der Halleiner Franziska-

Sind die Schuhe ein Bestandteil der Ordenskleidung?

Nein, es gibt keine eigenen Schuhe.

Es werden einfach passende, schwarze

Schuhe und darunter schwarze

Strümpfe angezogen.

Gibt es so etwas wie eine Segnung der Ordenskleidung, bevor sie das erste

Mal getragen wird?

Die Ordenskleidung wird zuerst gesegnet

und danach übergeben. Kleidung wurde gänzlich verbrannt.

sen werden nach dem Abtragen. Die

Früher konnte die Kleidung durch diesen

Segen nicht einfach weggeschmis-

den drei Knoten

Auch heute noch wird der Gürtel mit

verbrannt.

20

Seit wann sind Sie im Orden?

Ich bin seit dem Jahre 1959 im Orden.

Zuerst habe ich einen Beruf erlernt

und 1962 wurde ich dann eingekleidet.

1964 habe ich den Profess gemacht.

Zuerst legt man ein Gelübde für sechs

Jahre zeitliche Profess ab. Danach verfallen

die Gelübde und man darf sich

erneut für dieses Leben entscheiden.

Nach einem neuen Gelübde lebt man

in ewigem Profess, d.h. für immer.


i n t e r v i e w

Können Sie sich erinnern, wie Sie sich das erste Mal fühlten, als sie die Ordenskleidung

anzogen?

Das erste Mal die Ordenskleidung anzuziehen

war schon sehr eigenartig Schleier gewöhnt, dass mir das jedes

Später habe ich mich schon so an den

(lächelnd). Ich hatte anfangs immer Mal bei den Ohren ganz merkwürdig

Angst, dass mir mein Schleier vom kalt vorkam, als ich ihn zum Schlafen

Kopf rutscht, darum habe ich ihn immer

so fest gebunden, dass mich mei-

gehen ablegte.

ne Ohren schmerzten.

Finden Sie und Ihre Mitschwestern die Ordenskleidung bequem?

Schwierigkeiten mit

der Kleidung gibt

es eigentlich nur,

wenn sie nicht richtig

passt. Dann tun

beispielsweise die

Ohren weh oder

das Hörgerät funktioniert

nicht mehr

richtig.

Wenn die Kleidung

aber richtig passt,

ist sie durchaus auch

bequem.

Auf offener Straße erkennt man Sie als Ordensschwester hauptsächlich an

der Kleidung. Können Sie sich erinnern, ob sich die Reaktionen der Menschen

auf Sie geändert haben?

Die Reaktionen haben sich durchaus

geändert, sie sind aber unterschiedlich.

Ganz am Anfang hab ich oft solche

Kommentare gehört wie „Schod um

die schen Madln“ oder „Na, de gonzn

Hoa sand versteckt!“.

Halleiner Franziskanerinnen in ihrer historischen Ordenstracht

aus 1799. Foto: Privat

Aber man spürt auch heute noch,

dass die Leute Achtung gegenüber

Ordensschwestern haben.

Gerade seit die Schwestern in Zivil gehen

dürfen, gibt es Leute, die sich einfach

freuen, wenn sie noch Schwestern

in der Ordenskleidung sehen.

21


i n t e r v i e w

Sehen Sie persönlich es als Teil des Lebens als Ordensschwester, die Ordenskleidung

zu tragen und was bedeutet Ihnen das Tragen dieser besonderen

Kleidung?

Ja, ich sehe es schon als wichtigen

Teil.

Für das Anziehen der Kleidung gibt es

sogar eigene Gebete, die früher sehr

wichtig waren.

Für das Anziehen der Grundkleidung:

Oh Herr, ziehe mir an, den neuen

Menschen, der nach dir geschaffen

ist.

Ich bete dich an, in jenem Spottkleid,

mit welchem du bei Herodes bekleidet

wurdest und erkenne dich als die

ewige Wahrheit.

Für das Anziehen des Gürtels:

Umgürte mich, Herr, mit der Binde

der Gerechtigkeit, damit ich deine

heiligen Gebote und meine Gelübde

treu halte.

Im Geiste küsse ich deine Fesseln,

mache du daraus ebenso viele Liebesketten,

die mich an dein göttliches

Herz fesseln.

Für das Umlegen des Rosenkranzes:

Heilige Gottesmutter Maria, lass mich

das Zeichen deiner Verehrung nicht

nur äußerlich tragen, sondern mache

mich zu einem wahren Marienkind.

Für das Anziehen des Schleiers:

Liebster Jesus, heiliger Freier reiner

Seelen hier auf Erden, gib auch mir

den Hochzeitsschleier, um auf ewig

dein zu werden.

Für mich ist das Tragen der Ordenskleidung

sehr wichtig.

Ich sehe es als Zeichen der Zugehörigkeit

zu Gott.

Liebe Sr. Martina, Danke für Ihre Hilfe,

für die Zeit, die Sie sich genommen

haben und für das tolle und sehr interessante

Interview!

Das Gespräch führte

Magdalena Lidicky

22

Links: Stickerei-Detail

von der grünen Anifer

Kasel aus dem 19. Jh.


m I n I s t r a n t e n

Aufnahme unserer neuen Minis

Unsere Minis beschlossen

das alte

Kirchenjahr am Vorabend

zu Christkönig

mit einem besonderen

Ministranten-Gottesdienst

...

... samt Segnung und Einkleidung

der neuen Minis Katharina

Zopf, Felix Wagner und Adrian

Thuis (von links) ...

... und einem

anschließenden

großen Pizza-Essen

im Pfarrheim.

3


d a n k e s c h ö n

Wir bedanken uns ...

24

... bei allen unseren Pfarrbriefverteilerinnen

und Pfarrbriefverteilern, die

viermal jährlich alle Pfarrbriefe ins

Haus bringen. Das sind:

Lotte Andorfer, Irmtraut Baumgartner,

Elfi Bernatzky, Thaddaeus Doll,

Ingeborg Gföllner-Koss, Maximilian

Hofreiter, Maria Hollweger, Hilde

Huemer, Elfi Lenz, Thomas Moscher,

Lisi Pertiller, Moritz Rettenbacher,

Bernhard Schertz, Edith Stock, Elisabeth

Stock, Pfr. Josef Viehhauser sowie

Anna und Margaret Zeller.

... bei Georg Löffelberger für das

Schneiden der Taxen für den Adventkranz.

... bei Cornelia Schertz, Julia Andorfer,

Lotte Andorfer, Erika Bresgen

und Stephanie Kraihammer für das

Binden des Adventkranzes für unsere

Pfarrkirche.

... bei Erich Thalhammer jun. und

Eberhard Egner für das Schneiden

der Zweige und Christbäume, für deren

Spende wir Graf Moy danken.

... bei Clara und Wolfgang Leitgeb, für

das Moossammeln für unsere Krippe.

... bei Nicole Leitner für Idee und Umsetzung

des Adventkalenders für unsere

jüngsten

Gottesdienstbesucher.

... beim Anifer

K i r c h e n c h o r,

den Walser

Sängerinnen,

dem Bläserensemble

der Musikkapelle,

Josef

Grain, Hans-

Josef Knaust

und Anifer Jugendlichen

für

die musikalische

Gestaltung der Rorategottesdienste.

... bei Elisabeth und Hans Mayr sowie

Caro und Hans-Jörg Doll für großzügige

Blumenspenden für den Kirchenschmuck.


u m – w e lt

Schenken lernen

Das Leben ist zu bunt,

um es in

Einkaufstempeln zu verbringen.

Von Johann Neumayer, Theologe,

Biologe, Umweltreferent der

Erzdiözese Salzburg; Foto: Privat

Die Geschenkberge zu Weihnachten

enden allzu oft in Müllbergen nach

dem Fest.

Ist ein Lebensstil, der dermaßen

große Mengen an Gütern wegwirft,

zu verantworten, fragen sich zunehmend

mehr Menschen. Und macht es

überhaupt glücklich?

Dass bis zu 50% der Nahrungsmittel

nicht auf dem Teller landen, sondern

weggeworfen werden, ist eine Tatsache.

Da sind die nicht verkaufbaren,

weil für den Handel

zu kleinen, zu großen

oder zu wenig

schönen Produkte,

dazu kommen Verluste

bei der Lagerung

und im Großund

Einzelhandel.

Und schließlich

sind es die Konsumenten,

die viele

noch genussfähige Lebensmittel wegwerfen.

Doch die Problematik ist noch eine

viel weitergehende:

Allerorten umgeben uns Produkte,

die auf begrenzte Haltbarkeit angelegt

sind. Wenige Computer werden

länger als 5 Jahre genutzt, Handys im

Durchschnitt nur 18 Monate!

Die Wegwerfmentalität ist nicht nur

ein Problem des Mülls, sondern auch

vergeudeter Rohstoffe. Denn es sind

Foto: Neumayer

25


u m – w e lt

26

immer öfter hochkomplexe Produkte,

die wir nach wenigen Monaten oder

Jahren wegwerfen, mit wertvollen

Mineralen und hohem Energieaufwand

zur Herstellung.

Doch was tun?

Es gibt Alternativen; doch die muss

man bewusst wollen. Denn die Werbung

läuft dauernd in eine andere

Richtung:

• Qualitativ Hochwertiges und Langlebiges

kaufen (auch, wenn man das

manchmal suchen muss).

• Weniger kaufen: Es zahlt sich aus,

mit einem Einkaufszettel Lebensmittel

zu kaufen und sich nicht vom Angebot

in den Auslagen überrumpeln

zu lassen. Es zahlt sich auch aus, nüchtern

zu überlegen, welche Elektronikgeräte

man braucht oder haben will

bzw. in einer Familienkonferenz darüber

zu debattieren.

• Gegenstände gemeinsam nutzen,

statt sie mehrfach zu besitzen

(von der Waschmaschine bis zum

Auto)

• Gebrauchte Gegenstände nutzen

und Dinge weiterschenken,

statt sie wegzuwerfen (z.B. Kinderbekleidung…)

• Lebensinhalte abseits des Konsums

suchen. Es gibt eine Fülle

von Tätigkeiten, die nichts oder

wenig kosten und befriedigen,

weil sie sinnvoll sind. Das kann

das Erlebnis in der Natur ebenso sein,

wie die bewusste Pflege der Nachbarschaft

oder der Familie oder die ehrenamtliche

Tätigkeit – ob in einem

Verein oder bei einem Internetprojekt.

Dafür gibt es in der Regel aber

keine Werbemaschinerie. Das Leben

ist zu bunt, um es in Einkaufstempeln

zu verbringen, oder wie Sokrates gesagt

haben soll: Ich gehe gerne auf

den Markt, weil ich dort sehe, wie

viele Dinge es gibt, die ich nicht brauche.

Ist der tägliche Kaufrausch etwa

auch ein Bild für die innere Unruhe,

die in unseren Herzen tobt?

Vielleicht wäre eine Antwort für die

Weihnachtszeit, nicht der Versuchung

des Konsums zu erliegen und

sich trotzdem das Schenken nicht

verleiden zu lassen, indem man weniger

schenkt, aber Wert-volles und

auch etwas Unbezahlbares, wie eine

Einladung…


k i n d e r

KinderKirche Anif

Jeweils am zweiten

oder dritten Freitag im Monat

von 16.00 bis 16.30 Uhr

in der Pfarrkirche Anif.

Anschließend freuen wir uns

auf die Begegnung im

Pfarrheim Anif.

Die nächsten Termine:

11. Jänner 2013

8. Februar 2013

8. März 2013

Es freuen sich auf Euch

Martina Löffelberger und Corinne Kremsmayer

Basteltipp: Gugelhupf-Eislaterne

• 1 Gugelhupfform,

am besten aus Silikon;

• 1 frostbeständiger Untersetzer,

Brett oder Teller, etwas größer

als die Gugelhupfform;

• Wasser;

• eventuell Lebensmittelfarbe,

Apfelscheiben, Orangenscheiben,

Zimtstücke, Sternanis,

Hagenbutten, kleine Äste,

Sterne etc. zum Dekorieren;

• Teelicht oder kleine Kerze und

• ein paar frostige Tage (zur Not

tut‘s auch der Tiefkühlschrank)

Die Gugelhupfform draußen auf einer

ebenen Stelle platzieren und zu

ca. einem Viertel mit (gefärbtem)

Wasser aufgießen. Dekorationsteile

darin verteilen.

Wenn alles festgefroren ist, mit Wasser

bis zur Hälfte auffüllen und nochmals

frieren lassen. Zuletzt auf drei

Viertel der Form auffüllen und gut

durchfrieren lassen.

Den Eisgugelhupf auf den Untersetzer

stürzen (eventuell die Form vorher

kurz in heißes Wasser tauchen) und

die Kerze in den Hohlraum stellen.

Beim Anzünden der Kerze lasst Euch

bitte von einem Erwachsenen helfen!

Annemarie Leitgeb

27


s a k r a m e n t e

Durch die Taufe wurden in unsere Pfarre aufgenommen

Liam Joseph Fogarty

Benjamin Christian Martin Nehammer

Simon Leitner

Wir freuen uns mit den Eltern der Neugetauften

und begrüßen unsere kleinen Pfarrkinder ganz herzlich!

Das Sakrament der Ehe haben sich gespendet

Iris Maria Krall-Greisberger und Philipp Josef Johannes Krall

Wir wünschen unserem Paar den Segen Gottes

und alles Gute auf ihrem gemeinsamen Lebensweg!

Bitte beachten Sie: Aufgrund neuer und strengerer Datenschutzbestimmungen

dürfen wir keine Tauf-, Trau- und Sterbedaten mehr veröffentlichen.

28

Gesucht: Sängerinnen und Sänger

Der Anifer Gospelchor

formiert

sich neu und

sucht dafür Menschen

mit Freude

am Singen!

Geprobt wird an

einem Montagabend

im Monat

und an je einem

Dienstag (einmal

Frauen, einmal

Männer).

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Chorleiter Georg Klebel,

Tel. 0650 2129810.


i m p r e s s i o n e n

EZA Pralinen Verkauf durch unsere Ministranten am Sonntag der Weltkirche

Allerheiligen 2012

29


i m p r e s s i o n e n

Segnungsgottesdienst für die ersten Klassen der Volksschule Anif ...

... mit Martinsfeier

30


i m p r e s s i o n e n

Links:

Adventkranzsegnung 2012

Unten: Pfarrgemeinderätinnen

im Gespräch bei

der Pfarrverbandsklausur

in Maria Plain.

Foto: Sebastian Schneider

31


p f a r r k a l e n d e r

Fr 21.12. 6.00 Rorategottesdienst

mit anschließendem Frühstück

Mo 24.12. 16.00 Kindermette

musikalisch gestaltet von einer Flötengruppe des

Musikums Anif, Ltg. Cornelia Schertz-Ghezzi

Mo 24.12. 23.00 Christmette

musikalisch gestaltet vom Kirchenchor Anif,

Ltg. Alexandra Helldorff; Josef Grain, Orgel;

Bläserquartett der TMK Anif

Di 25.12. 9.30 Festgottesdienst zu Weihnachten

musikalisch gestaltet vom Kirchenchor Anif,

Ltg. Alexandra Helldorff; Josef Grain, Orgel

Mi 26.12. 9.30 Pfarrgottesdienst zum Stefanitag

Mo 31.12. 16.00 Jahresschlussandacht

Di 1.1.

2013

Mi – Sa 2.1.

– 5.1.

9.30 Hochfest der Gottesmutter Maria – Neujahr

Die SternsingerInnen besuchen die Häuser in Anif

Sternsingerroute auf www.pfarre-anif.at

32

So 6.1. 9.30 Festgottesdienst – Erscheinung des Herrn

mit den SternsingerInnen

Fr 11.1. 16.00 KinderKirche

Fr 11.1. 20.00 Anbetung in der Pfarrkirche Anif

Di 22.1. 19.30 1. Elternabend zur Erstkommunionvorbereitung

Pfarrheim Anif

Mi 23.1. 19.30 Ökumenischer Gesprächskreis zum Thema

„Glaubensfragen“ – Veranstalter Anif.Kultur

Pfarrsaal Anif

Fr 25.1. 20.00 der andere GOTTESDIENST


p f a r r k a l e n d e r

Sa 2.2. 17.00 Gottesdienst zu Mariä Lichtmess

mit Spendung des Blasius Segens

So 3.2. 9.30 Gottesdienst

mit Vorstellung der Erstkommunionkinder

Fr 8.2. 16.00 KinderKirche

Fr 8.2. 20.00 Anbetung in der Pfarrkirche Anif

Mi 13.2. 19.00 Aschermittwoch

Gottesdienst mit Austeilung des Aschenkreuzes

Fr 15.2. 15.00 Kreuzwegandacht

Fr 22.2. 20.00 Kreuzwegandacht

Fr 1.3. 15.00 Kreuzwegandacht

Fr 1.3. Weltgebetstag der Frauen

So 3.3. 9.30 Familiengottesdienst zum Familienfasttag

musikalisch gestaltet vom Rhythmischen Chor,

Ltg. Cornelia Schertz-Ghezzi

Fr 8.3. 16.00 KinderKirche

Fr 8.3. 20.00 der andere GOTTESDIENST

Di 12.3. 19.30 2. Elternabend zur Erstkommunionvorbereitung

Pfarrheim Anif

Do 14.3. 20.00 Bußandacht in der Kirche

Fr 15.3. 15.00 Kreuzwegandacht

Fr 15.3. 20.00 Anbetung in der Pfarrkirche Anif

Fr 22.3. 15.00 Kreuzwegandacht

So 24.3. 9.30 Palmsonntag

Segnung der Palmbuschen im Mindlgarten

33


a n k ü n d i g u n g

Stern-Stunden für Anif

Der Stern ist ein Symbol für die Verheißung,

auf deren Erfüllung wir in

der Adventzeit warten.

Uns und allen Menschen ist verheißen:

Eine Frau wird ein Kind gebären

und dieses Kind wird den Namen Immanuel

bekommen – das ist Hebräisch

und bedeutet „Gott mit uns“ (vgl.

Mt 1,22-23). Das feiern wir zu Weihnachten:

Gott wird Mensch.

Und um uns in der Vorfreude auf

Weihnachten zu bestärken, steht dieser

Advent im Zeichen des Sternes,

als Licht am Kirchturm und als Sternensammlung

für unsere Kirche.

Ökumenischer

Weltgebetstag

der Frauen

am 1. März 2013

34

Ort und Zeitpunkt

der Veranstaltung im

Pfarrverband

Anif – Niederalm – Rif

werden gesondert

bekanntgegeben.


p f a r r b ü r o

Unsere Erreichbarkeit im Pfarrbüro

Peter Röck, Pfarrer

Dienstag 9 - 11 Uhr

Freitag

9 - 11 Uhr

Handy-Nr.: 0676/8746-5081

Christina Roßkopf, Pastoralassistentin

Dienstag 10 - 16 Uhr

Mittwoch 10 - 12 Uhr

Freitag

9 - 12 Uhr

Handy-Nr.: 0676/8746-6875

Edith Stock, Pfarrsekretärin

Montag 8 - 10 Uhr

Mittwoch 8 - 11 Uhr

Donnerstag 8 - 11 Uhr

Alle unter der Telefonnummer

06246/72375

oder E-Mail

pfarre.anif@pfarre.kirchen.net

Besuchen Sie uns auch auf unserer

Homepage: www.pfarre-anif.at

Manchmal kommt es vor, dass unser Büro nicht immer zu den angegebenen

Zeiten besetzt ist, weil wir auch in der Pfarre unterwegs sind. Wir bitten um

Ihr Verständnis und sind gerne bereit, Sie zurückzurufen, wenn Sie auf unseren

Mailboxen eine Nachricht hinterlassen. Vielen Dank!

IMPRESSUM

Pfarre Anif, Römerstraße 10, 5081 Anif

Tel. 06246/72375, E-Mail pfarre.anif@pfarre.kirchen.net

Redaktion: Ingeborg Gföllner-Koss, Annemarie Leitgeb, Wolfgang Leitgeb,

Caroline Liebscher, Ingrid Mayr, Peter Röck, Christina Roßkopf,

Friedrich Sallinger

Layout:

Annemarie Leitgeb

Fotos soweit nicht anders angegeben: Helga Ghezzi, Wolfgang Leitgeb;

Seite 10: NASA; Seite 12: chronik.htl-steyr.ac.at

Bildbearbeitung: Reinhold Czerlinka

Druck:

Digitales Druckzentrum GmbH, Bayernstraße 33, 5072 Siezenheim

Namentlich gezeichnete Artikel stellen die Meinung des Autors/der Autorin dar und müssen nicht

mit der Meinung des Pfarrbriefteams übereinstimmen.

Titelseite: Besuch der Anifer Sternsinger im Zoo Salzburg im Jänner 2012

Rückseite: Anifer Wetterkreuz in der Dr.Franz-Burda-Straße. Beide Fotos: Wolfgang Leitgeb

35


Ein gesegnetes,

friedvolles Weihnachtsfest

und Gottes Segen im Neuen Jahr 2013!

Peter Röck, Pfarrer

Christina Roßkopf, Pastoralassistentin

Wolfgang Leitgeb, PGR-Obmann

Edith Stock, Pfarrsekretärin

der Anifer Pfarrgemeinderat

und das Redaktionsteam

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