Pfarrbrief Weihnachten 2012 - Erzdiözese Salzburg

kirchen.net

Pfarrbrief Weihnachten 2012 - Erzdiözese Salzburg

1

Pfarrbrief

Weihnachten

Morzg St.Vitus

2011 Nr 41


2

Liebe Morzgerinnen, liebe Morzger!

Advent – „stillste Zeit im Jahr“ oder

„Weihnachtswahnsinn“, wie es in

den Medien zu hören war?

Schenken ist heuer das Thema

unseres Pfarrbriefes. Der Wunsch

etwas zu schenken lässt uns

vielleicht kreativ werden, aber es

kann auch belastend sein.

Vor allem ist der Wunschzettel der

Kleinen manchmal sehr lang und

umfangreich. Oft weiß man gar

nicht, wie all diese Wünsche erfüllt

werden können. Bei Freunden und

Bekannten ist es schon leichter,

man möchte lieb gewordenen

Menschen einfach eine Freude

bereiten. Wahrscheinlich ist aber

das kostbarste Geschenk für viele,

ihnen Zeit zu schenken, sie

wahrzunehmen, ihnen zuzuhören.

In einem Artikel dieses Pfarrbriefs

berichtet Johannes Forster, ein

junger Mann unserer Pfarre, wie er

ein Jahr lang mit den Menschen in

Bolivien gelebt hat. Dieses

Miteinander ist für beide ein

Geschenk geworden.

Vielleicht gelingt es uns auch, trotz

aller Hektik uns selber Zeit zu

schenken!

Als Zeichen unserer Vorbereitung

auf das große Geheimnis von

Weihnachten haben wir in der

Kirche bereits die leere Krippe

aufgestellt und werden jeden

Adventsonntag weitere Figuren

hinzufügen. Dies will uns einladen,

uns tiefer auf die Vorfreude

einzulassen und Jesus, dem Sohn

Gottes, zu begegnen.

Wir wünschen Ihnen von ganzem

Herzen viel Zeit und Freude für

dieses große Fest der Christenheit

und fürs Neue Jahr Gottes Segen,

Gesundheit, Frieden und dass Sie

das Staunen nicht verlernen.

Peter Zeiner

Pfarrprovisor

Sr. Franziska König

Pfarrassistentin

Inge Engl

PGR Obfrau


3

schenken...

"Ich habe nichts zu verschenken!" So Niki Lauda in der Fernsehwerbung.

"Wir schenken uns schon lange nichts mehr zu Weihnachten. Das erspart uns viel

Stress. Schließlich haben wir ja schon alles!"

Schenken scheint problematisch geworden zu sein!

Wie viel Mühe kostet es, ein geeignetes Geschenk zu finden! Viele wollen auch

gar nicht beschenkt werden. Sie fühlen sich ja dann verpflichtet, sich zu

revanchieren!

Ist Schenken ein Tauschen? Wie du mir, so ich dir?

Das deutsche Wort "schenken" kommt ursprünglich vom germanischen Wort

"schief halten" und "einschenken". Der Schenkende gibt jemandem, der Durst

hat, zu trinken.

Vielleicht könnten wir uns überlegen, wonach der dürstet, dem wir etwas

schenken wollen. Was wünscht er sich wirklich?

Vielleicht will er nur ein Zeichen unserer Zuneigung, unserer Anerkennung.

Und dann ist die Frage, wie aufrichtig unser Schenken ist ...

Bald feiern wir Weihnachten. Und der Grund dieses Festes ist ein besonderes

Geschenk an uns alle. "Gott schenkt uns seinen Sohn."

Hören Sie jetzt nicht auf zu lesen! Ich lade Sie ein, dass wir versuchen, diese

Aussage zu verstehen.

Wir haben alle schon ein großes Geschenk erhalten, unser Leben. Für viele ist es

vielleicht nur eine Last - und das bleibt als Problem offen. Aber für viele andere

ist es ein täglich erfahrbares Glück: Ich bin! Ich bin da! Ich kann sehen, hören,

riechen.... lachen, weinen... lieben, schaffen, frei sein!

Die Erde bietet uns so viel!

Aber bleibt trotzdem nicht immer noch ein Durst? Nach mehr! Nach etwas, das

nicht vergeht...

Der uns das Leben geschenkt hat, weiß es.


4

Er schenkt uns die Verbindung zum Ewigen, zu unserem Ursprung - nicht

theoretisch, sondern unmittelbar erfahrbar in dem Menschen Jesus. Das Ewige,

das in Jesus spürbar wurde, ist Anerkennung, Zuneigung, Heilen, Aufrichten,

Verstehen - einfach Liebe.

Gott schenkt nicht nur das Leben, im Sohn schenkt er sich selbst, seine Nähe,

seine Liebe.

Es bleibt ein unauslotbares Geheimnis. Wenn wir uns dafür öffnen, ein

beglückendes!

Waltraud Suchanek

die große liebe

die große liebe

wurde klein

unten

oben

sein

sie hat

nur

eine bitte

nehmt sie

in eure

mitte

Wilhelm Wilms


5

Im Herzen Südamerikas

Was passiert, wenn man sich von

allem verabschiedet, was einem

vertraut ist und in einer völlig

fremden Kultur ins kalte Wasser

geschmissen wird?

Nach einem Jahr in Bolivien kann

ich sagen: Man muss nur den

Schritt wagen und wird von allen

Seiten mit Offenheit, Interesse und

Freude beschenkt.

Wo ich war

In San Ignacio de Velasco, einem

bolivianischen Ort nahe der Grenze

zu Brasilien, verbrachte ich meinen

einjährigen Auslandsdienst, von

dem ich vor einem Monat erst

zurückkehrte. Das Mädcheninternat

Granja Hogar unterstützt ärmere

Familien, die zum Teil vom Land

sind, mit Bildung, Unterkunft und

Verpflegung.

Was ich dort gemacht habe

Jedes Jahr dürfen 2 Zivildiener und

eine Freiwillige, die

Englischunterricht erteilt und

Einkäufe übernimmt, Teil von der

Internatsgemeinschaft werden. Die

Hauptaufgabe meines Kollegen und

mir war es den Computerunterricht

zu halten und Ratgeber zu spielen in

allen möglichen technischen

Gebrechen. Daneben hab ich noch

Chauffeur gespielt, Wände

gestrichen, eingekauft, Botengänge

verrichtet,

Schülerinnen

beaufsichtigt und so weiter.

Es blieb auch Zeit für genügend

Sport, mein täglicher Ausgleich.

Denn kaum hatte ich den Basketball,

Volleyball oder Fußball in der Hand,

packte mich der Eifer und ich stürzte

mich aufs Spielfeld. Die Mädchen

beeindruckten mich mit ihren

sportlichen Fähigkeiten und

forderten mich bis aufs Äußerste.

Auch beim Volley- und

Basketballverein war ich mit

Begeisterung dabei. Bei einer


6

Sieg im Volley-Cup

Schwester und 3 weitere

sympathische Mitbewohnerinnen,

die mir einen wunderbaren ersten

Eindruck vom Land vermittelten.

Mein Spanischlehrer führte mich

nicht nur gut in die Sprache ein, er

brachte mich auch mit einigen

Ausflügen und seinen Weisheiten

dem Land und seiner Mentalität

näher.

großen Schul-Olympiade übernahm

ich dann die Funktion des

Volleyballtrainers bzw. des

Assistenten beim Basketball, wo wir

sogar den Sieg davon trugen.

Schwester Irmgard

Wie das Umfeld war

Von Beginn an traf man auf sehr

wohlgesinnte Menschen. In meiner

Unterkunft in Santa Cruz, einer Oase

der Ruhe, traf ich auf Sr. Irmgard,

eine freundliche, fürsorgende

Salzwüste Uyuni

Als ich zu meinem Einsatzort

aufbrach, war ich einigermaßen

vorbereitet, konnte aber eine

gewisse Angst vor dem Ungewissen

nicht verleugnen. Meine Kollegen

Maria und Raphael, ein

bodenständiger, aufgeweckter

Bursch, die Chefin Daniela und die

Schülerinnen begrüßten mich

wirklich sehr herzlich in San Ignacio.

Die Mädchen hielten sich nicht

zurück und bombardierten mich mit

Fragen, die meine Spanischkenntnisse

oft leicht überforderten.

An diesem Tag hatte ich so viel Spaß

wie in Santa Cruz in 2 Wochen nicht.


7

Natürlich braucht es seine Zeit, sich

in einem anderen Land

Traditioneller Poncho

einzugewöhnen. Doch ich darf

behaupten, dass es mir San Ignacio

nicht schwer gemacht hat und ich

sehr gut in dieses Umfeld finden

konnte. Ich lernte andere Freiwillige

kennen und einige Einheimische, die

Einfluss auf mein Leben dort

nahmen. Manchmal nahm dieser

Einfluss Dimensionen an, denen

mein Herz nicht widerstehen

konnte…

Was mir geschenkt wurde

Mit der Entscheidung ein ganzes

Jahr meines Lebens herzuschenken,

bekam ich die Möglichkeit mich neu

zu behaupten. Ich hatte die Chance

einen fremden Lebensraum mein

Zuhause werden zu lassen,

interessante Leute kennen zu lernen

und auch mich selbst dabei zu

erleben wie ich mit dieser Situation

umgehe. Mit meinen zwei Kollegen,

die mir sehr ans Herz gewachsen

sind, und einem Arbeitsumfeld, in

dem es nicht eine langweilige

Minute gab, war mein Zivildienst

keine Ableistung einer Pflicht,

sondern ein wahres Geschenk.

Ich möchte dem Staat Österreich

bzw. der Pfarre Frastanz und dem

DKWE danken, die mich gut

vorbereitet und unterstützt

haben, vor allem aber meinen

Eltern, ohne die diese

unglaubliche Erfahrung niemals

möglich gewesen wäre.

Johannes Forster

johannes_forst@yahoo.de


8

Kontakt:

PFARRKINDERGARTEN MORZG

*** Die Anmeldetage sind jährlich in der 3. Kalenderwoche ***

14. - 17. Jänner 2013 (je 13:30 – 15:30 Uhr)

Zur Anmeldung sind unbedingt mitzubringen:



Geburtsurkunde vom Kind

Meldezettel vom Kind

Wir freuen uns sehr auf euer Kommen und Kennenlernen

Das Kindergartenteam

Daniela Zambelli & Karin Wirnsperger

Pfarrkindergarten Morzg •Thierweg 2, 5020 Salzburg • Telefon & Fax: 0662 / 821512

Die Eltern-Kind-Initiative Morzg

E-Mail: kindergarten.morzg@aon.at

In unserer schnelllebigen, beziehungsschwachen Zeit ist es für Eltern

wichtig, für sich und Ihre Kinder einen Ort der Begegnung zu finden.

Deshalb treffen sich auch dieses Jahr wieder ca. 30 Kleinkinder im

Alter von 0 – 4 Jahren mit oder ohne Eltern zum wöchentlichen

gemeinsamen Spielen, Singen, Basteln, Lachen,… in unserem

Pfarrzentrum.

Obwohl die Kinder natürlich im Mittelpunkt stehen, werden auch neue Kontakte

geknüpft und wertvolle Eltern-Erfahrungen ausgetauscht.

Es gibt in diesem Semester drei

Gruppen von jeweils max. 12 Kindern:

- 2 Eltern-Kind-Gruppen von ca. 6

Monaten - 2 Jahren

- Spielgruppe ohne Eltern ab ca. 2

Jahren (2 Vormittage)

Sandra Längauer, Tel.: 0650/5015999,

E-mail: eki.morzg@gmail.com


Neuer Leiter im katholischen Bildungswerk Salzburg Morzg

Wann habe ich zuletzt eine Diskussion über meinen Glauben, „meine“ katholische

Kirche geführt? Am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Seniorenrunde, im

Freundeskreis, am Biertisch? Wie bin ich mit Vorurteilen und Behauptungen über

Glauben und Kirche umgegangen oder wie habe ich auf wirkliche Missstände

reagiert? Habe ich schlüssig und überzeugend argumentieren können? Habe ich die

Kritik oder vielmehr den Kritiker ernst genommen? Wie habe ich auf Aggression oder

gar Hass geantwortet?

Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass etwa die Hälfte oder sogar mehr als die

Hälfte der Menschen, denen ich begegne, der Kirche uninteressiert oder ablehnend,

sogar massiv ablehnend gegenüber stehen. Manchmal habe ich geschwiegen,

manchmal habe ich über Witze und Satiren gelacht, manchmal habe ich mich in die

Diskussion eingemischt und „meine“ Kirche und meinen Glauben verteidigt. Zu

selten habe ich mich in die Rolle des Verteidigers begeben – auch weil ich manchmal

gemerkt habe, dass mir schlicht das Wissen fehlt, um antworten zu können.

Mit dem Katholischen Bildungswerk habe ich eine Einrichtung kennen gelernt, die

uns mit einem umfangreichen Angebot unter die „Argumentations- Arme“ greifen

kann: zuerst viele Jahre als Besucher von Veranstaltungen, dann als Referent und

schließlich als Leiter des Katholischen Bildungswerkes Morzg. Ich nehme mir für die

nächsten Jahre vor, Vortragende einzuladen, die uns/mich unterstützen, wenn es

darum geht, unseren Glauben zu stärken und weiter zutragen bzw. und unsere

Kirche zu verteidigen.

Ich bitte, mir Vorschläge zu machen (persönlich nach der Messe oder per Mail

bernhard.schausberger@orf.at) oder im Pfarramt Zettel mit Vorschlägen abzugeben.

Ich glaube, dass wir uns mit anderen Religionen (vor allem dem Islam)

auseinandersetzen sollten. Ich glaube, dass wir uns mit unseren protestantischen

und orthodoxen Brüdern verständigen sollten. Und ich glaube auch, dass wir die

Diskussion mit Atheisten, Kirchen- bzw. Glaubensgegnern und Ausgetretenen suchen

sollten. Ich freue mich jedenfalls auf

die Herausforderung.

Bernhard Schausberger

9

V.l.: Pfarrprovisor Peter

Zeiner, Ernestin Niederer,

Leopold Prenninger,

Bernhard Schausberger,

Andreas Gutenthaler,

Sr. Franziska König


10

Aus unserer Pfarrchronik

Durch die Taufe wurden folgende Kinder in die Gemeinschaft der Kirche

aufgenommen:

Ferdinand Alexander Plinke

Magdalena Elisabeth Pfnür

Flora Karrer

Philip Drapal

Sonja Alicia Angerer

Marie Michaela Anna Mayr

Alexander Georg Lindpointner

Lorenzo Windhofer

Lena Hartl

Stefan Hartl

Emma Sophie Buechler

Letizia Noemi Bodmer

Simone Veronika Pichler

Lena Schmid

Emilia Katharina Hofherr

Aurelia Manuela Schauli

Gott, wir bitten dich, segne jedes Kind, seine Eltern und Paten

Das Sakrament der Ehe haben sich gespendet:

Wolfgang Koch – Sandra Elisabeth Haslauer

Christian Svoboda – Barbara Prenninger

Guter Gott, begleite die Eheleute in allen Höhen und Tiefen ihres Lebens

Katharina Majkowski

Rosina Zotter

Katharina Eberhardt

Helga Egeo

Henry Frederick-

Seaman

Gertrude Steindl

Jutta Pettin

In die ewige Heimat sind uns vorausgegangen:

Heinrich Hinteregger

Henriette Glas

Wolfgang Stier

Klara Emminger

Irmingard Fekter

Jose John Joe-

Claramont

Gerhard Forsthuber

Sigrid Zottl

Elisabeth Holzner

Theresia Aigner

Helga Ziegeleder

Graf Ernst Heinrich-

Blanckenstein

Johanna Rucker

Ehrentrudis Schur

Herr, schenke den Verstorbenen Leben und Frieden bei dir!


11

Was ist die Adventsammlung von SEI SO FREI?

Es scheint als hätte sie

die Politik im eigenen

Land vergessen. Für

die Kinder in den

Bergregionen

Guatemalas wirkt sich

das besonders tragisch

aus. Doch auch sie

haben ein Recht auf

Bildung und mit der

Unterstützung aus

Österreich wurde das

möglich. SEI SO FREI

finanzierte den Bau von

Schulen

und

Schulmaterialien. Die

ausgegebene Schuljause ist

für viele die einzige richtige

Mahlzeit am Tag!

(Christine)

Sammelkonto: Raiffeisen Bank BLZ 35000 Konto Nr, 14100 SEI SO FREI • Katholische

Männerbewegung, Kennwort : „Stern der Hoffnung“ • Adventsammlung 2012

Pfarrbüro:

Gneiserstr. 62, 5020 Salzburg

Mo. – Mi.: 9.00 – 11.00 Uhr und Do.: 9.00 – 16.00 Uhr

T.: 0662/8047-8065, F.: -8065-19

Handy Sr. Franziska König: 0676/8746-5034

Mail: pfarre.morzg@pfarre.kirchen.net

Web: www.pfarre-morzg.at

Impressum

Verleger: Pfarre Morzg – St. Vitus, Gneiserstr. 62, 5020 Salzburg

T.: 0662/8047-8065, Mail: pfarre.morzg@pfarre.kirchen.net

F.d.I.v.: Sr. Franziska König, Inge Engl, Bernhard Schausberger und Waltraud Suchanek

Layout: Johannes Forster, Druck: Erzdiözese Salzburg


12

Wir brauchen viele

Könige und

Sternträger!

Komm doch am

Samstag, den

29. Dezember um

10:00 Uhr zur

Probe ins

Pfarrzentrum!

Die Sternsinger

gehen vom 2. bis 5. Jänner 2013

in ihren Königsgewändern wieder durch Morzg und bringen

den Menschen den Segen von Jesus Christus fürs neue Jahr.

Am So 6. Jänner

2013 ziehen alle

Sternsinger zum

Festgottesdienst in

die Kirche ein.

Anschließend gibt es

eine Jause und ein

kleines Geschenk.

Anmeldung im

Pfarrbüro:

pfarre.morzg@pfarre.kirchen.net

Wir danken für die finanzielle

Unterstützung bei der

Erstellung des Pfarrbriefes

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine