STADTPFARRE ZELL/SEE ST. HIPPOLYT - Erzdiözese Salzburg

kirchen.net

STADTPFARRE ZELL/SEE ST. HIPPOLYT - Erzdiözese Salzburg

Amtliche Mitteilung

Ausgabe 41 / Herbst 2013

An einen Haushalt. Postgebühr bar bezahlt.

Pfarrbrief

Stadtpfarre Zell/See St. Hippolyt

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Seite 4/5

Seite 6/7

Seite 8 / 9

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Seite 16

Vorwort des Stadtpfarrers

Der Pfarrgemeinderat informiert

Neue Mitarbeiterinnen

Zahlen & Fakten zur

Kirchturmsanierung

Fest zur Segnung des neu

renovierten Kirchturms

Jungschar – Starttreffen

Der Kirchturmspecht

Erntedank

Das EHRENAMT

Buchtipp und Humor

Zeller Rätsel

KBW-Infos & Pinzgauer Mutmacher

Thumersbacher

Wetterherrentag

Veranstaltungen


Liebe Pfarrfamilie,

liebe Zellerinnen

und Zeller!

Wenn es langsam touristisch

ruhiger wird in unserer

Stadt und für Schülerinnen

und Schüler

wieder der Alltag begonnen

hat, dann ist es ein

untrügliches Zeichen,

dass der Herbst angebrochen ist.

Die Ernten sind eingebracht und die Tage werden

merklich kürzer. Wir setzen als Zeichen des Dankes

für einen prächtigen Sommer unser Erntedankfest -

vergessen dabei aber auch jene Familien nicht, die

von den Unwettern im Frühsommer schwer getroffen

waren. Der Gedanke der Geschenkhaftigkeit

unseres Lebens rückt dadurch in den Mittelpunkt.

Ins pfarrliche Leben tritt wieder eine gewisse Regelmäßigkeit

ein, ob beim Treffen zum Pfarrcafé oder

in der Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes im

„Bibel teilen“. Die bestehenden Gruppen schauen

planend nach vor und der Pfarrgemeinderat wird

zum ersten Mal im Herbst auf PGR-Klausur gehen.

Eine neue Mitarbeiterin dürfen wir seit 1.September

begrüßen – Krisztina Albert, als Pastoralassistentin

mit 20 Wochenstunden für uns im Pfarrverband.

Mit ihr an der Seite möchten wir vor allem im neuen

Krankenhaus seelsorglich einen Schwerpunkt

setzen.

Ich selber gehe dankbar und zuversichtlich mit

Euch in das zweite Arbeitsjahr und hoffe, dass es

auch wieder ein gutes wird!

Mit einem herzlichen Gruß,

Euer Pfarrer Christian Schreilechner

PFARRGEMEINDERAT

Eine (Pfarr)Gemeinde hat Leben

und Struktur. Die Mitglieder bringen

sich nach ihren Fähigkeiten,

Kenntnissen und Interessen ein.

Je klarer die Zuständigkeiten definiert

sind, die Beziehungen zueinander

und die Durchlässigkeit

des gesamten Systems gestaltet

sind, umso wirksamer die Ergebnisse.

Netzwerke verbinden die einen mit den anderen.

Die Gestaltung der Innenstruktur ist wichtig, aber

auch die Präsentation nach außen ist zu planen.

Gemeinschaften werden von anderen nach Aktivität

und Effizienz wahrgenommen. So lange die

Pfarre (noch) die Möglichkeit und die Mittel hat,

sich als gesellschaftliche Größe einzubringen, so

lange sollte sie diese Chance wahrnehmen.

Die Gestaltung des Zusammenlebens vor Ort in

einem christlich abendländischen Verständnis ist

so selbstverständlich nicht (mehr). Etwa die Hälfte

der Einwohner unserer Stadt ist nicht deutscher

Muttersprache; ihre Vertreter kommen aus vielen

Völkern und Kulturen. Wie man ihnen begegnet,

wie sie uns wahrnehmen, wird so unwichtig nicht

sein.

Das Konzil hat auch speziell diese Thematik schon

vor 50 Jahren beleuchtet. Die Texte, die sich auf

Lage und Aufgaben der Kirche von heute beziehen

– Lumen Gentium (Licht der Völker) und Gaudium

et Spes (Freude und Hoffnung) - sind von vielen

Seiten kommentiert, sie haben bis heute viel

Dynamik in sich. Hier wird der Blick auf mehrere

Gruppen gerichtet: Katholiken, die Mitglieder

der weiteren christlichen Kirchen, Menschen, die

keinem theistischen oder überhaupt keinem Bekenntnis

angehören, aber ein gutes Leben nach

humanitären Zielen führen. Die grundlegende

Gleichheit aller Menschen wird theologisch begründet.

Das so ausdrücklich formulierte - aber

möglicherweise utopische - Ziel ist, eine (Menschen)

Familie zu werden. Die Konzilsdokumente

bieten eine klare Beschreibung grundlegender

Voraussetzungen dafür, wie Offenheit - im psychologischen

wie auch geografischen Sinn - und

Wertschätzung aller.

Was brauchen wir für die Begegnung mit Menschen

aus verschiedensten Kulturen in unserer

Stadt, deren Realität - auch in ökonomischer Hinsicht

- in so hohem Ausmaß vom Tourismus bestimmt

ist? Wir sind täglich aufgefordert, Antworten

auf diese Frage zu geben. Basis dafür ist: Wir

können Mitmenschen umso selbstbewusster, unbefangener

und offener begegnen, als wir selbst

wissen, wo wir (gerne) stehen. Auftrag ist und

bleibt in jedem Fall, allzu subjektive Eigeninteressen

zu überwinden und das Gemeinsame über

das Trennende zu stellen.


Mag. Rita Thurnhofer


Obfrau des PGR

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Veränderungen im Zeller Krankenhaus –


Versuch einer Krankenhausseelsorge

„In Zell am See entsteht gerade das ,Krankenhaus der Zukunft’ mit dem Neubau eines Bettentraktes

für insgesamt 278 Beten, dem Umbau des Zentral-OP, der Vergrößerung der Intensivstation, dem

Ausbau der Abteilung für Urologie und der Neuerrichtung einer Abteilung für Neurologie. Im Herbst

2013 erfolgt die Übersiedlung.

Aufgrund dieser bevorstehenden beträchtlichen Erweiterung,

wird die Frage nach einer guten und vor allem

geregelten pastoralen Versorgung der Patienten, sowie

des Krankenhaus-Personals immer dringender.

Und so machen wir uns Gedanken darüber, wie neben

der Pfarrseelsorge eine entsprechende Krankenhaus-

Seelsorge aufgebaut und gewährleistet werden kann.

Wir sind grundsätzlich bereit, die anstehende Erneuerung

der Krankenhausseelsorge in Zell am See konstruktiv

in unsere Pfarrarbeit zu integrieren.

Aus diesem Grund ersuchen wir um eine personelle

Aufstockung der Planposten für den Pfarrverband.

Mit diesem Ansuchen sind Diakon Johannes und ich im

Frühjahr an die Verantwortlichen in der Erzdiözese herangetreten

und wir freuen uns, dass unserem Vorhaben

stattgegeben wurde.

Frau Krisztina Albert ist ab sofort für 20 Wochenstunden

mit uns im Pfarrverband tätig und wird weitere 20

Stunden als Jugendleiterin im Dekanat arbeiten, was sie

bisher schon getan hat.

Wir heißen sie herzlich willkommen!

Ein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang einmal

unserer Magdalena Laimer, die schon über viele Jahre

ehrenamtlich Krankenhaus-Seelsorge macht, sowie

dem Schüttdorfer KH-Besuchsdienst. Wir werden sie

und ihre Erfahrungen dringend in unserem Team brauchen,

wenn wir dem Zeller Krankenhaus neue seelsorgliche

Aufmerksamkeit schenken wollen.

Es ist auch eine große Hilfe, dass die Pfarrer des Dekanates

immer wieder Gottesdienste halten und wir so

wenigstens ein Mindestmaß an religiöser Begleitung in

einer Zeit der Krankheit anbieten können. Wir möchten

uns mit neuer Intensität in diesem Bereich unserer Pfarre

bemühen.


Johannes Dürlinger, Diakon


Christian Schreilechner, Pfarrer

Krisztina Albert stellt sich vor:

Ein herzliches Grüß Gott an die

Pfarre Zell am See! Mein Name

ist Krisztina Albert, ich komme

aus Siebenbürgen (Rumänien)

und habe die große Freude, im

Pfarrverband Zell am See/Schüttdorf

mitarbeiten zu dürfen. Ich bin

jetzt das vierte Jahr hier im Pinzgau

Krisztina Albert

tätig, bislang als Jugendleiterin bei

der Katholische Jugend, wo ich weiterhin

mit 20 Stunden bleiben werde. Ich freue mich

sehr auf meine neue Aufgabe hier in Ihren Pfarren und

hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Foto: Privat

NEUE PFARRHAUSFRAU

Seit März dieses Jahres ist Maria Karner unsere

neue Pfarrhausfrau in Zell am See. Die gebürtige

Lungauerin (Unternberg) hat immer ein Lächeln

auf den Lippen und war bereits viele Jahre im

Pfarrhaushalt und Pfarrbüro in Bischofshofen tätig.

Sie kümmert sich mit Freude um den Pfarrgarten

und übernimmt fallweise auch Mesnerdienste.

Der Pfarrhof soll ein „offenes Haus“ sein - Maria

wird dafür sorgen!


Foto: Stadtpfarre/Alexander Krenslehner

I m p r e s s u m

Herausgeber:

Stadtpfarramt Zell am See St. Hippolyt, Stadtplatz 5b, Telefon 06542/72478.

Auflage 2.000.

Für den Inhalt verantwortlich: Stadtpfarrer Mag. Christian Schreilechner

Redaktionsteam dieser Ausgabe: Stadtpfarrer Mag. Christian Schreilechner,

Hildegard Hörl, Mag. Rita Thurnhofer, Pfarrsekretär

Alexander Krenslehner, Michael Stremitzer,

Layout & Produktion: Lisa Dobringer, www.lisart.net

Fotos: Faistauer, Stadtpfarre, KBW, Privat

Druck: Druck-Werbung Schied GesmbH, Repro Ludwig

Prepress&Multimedia GmbH (beide Schillerstraße 10, 5700 Zell am See)

Erscheinungsort und Verlagspostamt: 5700 Zell am See, 6589982U

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Die großzügige Spende

über 310.000 Euro

von Dr. Peter Lammer

und die Subventionen

der Erzdiözese Salzburg

(70.000 Euro),

des Landes Salzburg

(45.000 Euro) und des

Bundesdenkmalamts

(40.000 Euro) für den

Turm (Gesamtaufwendungen:

465.000 Euro)

sowie die Spenden für

die Sanierung der Turmhalle

(Gesamtaufwendungen:

29.500 Euro)

von der Zeller Waldgemeinschaft

(10.000

Euro), von Dr. Wolfgang

Porsche (10.000

Euro), der Schmittenhöhebahn

AG (5.000

Euro), von Zeller Banken

(3.000 Euro) und

von Dr. Wilfried Holleis

(1.500 Euro) haben es

ermöglicht, auch die Sanierung

des Kircheninneren

voranzutreiben.

Es war von Vorteil, die

Firma Zottmann auch

damit zu betrauen, um

keine neue Baustelle

einrichten zu müssen.

Das Bundesdenkmalamt

hat der Vergabe zugestimmt.

Die beiden

Seitenschiffe sind ja

inzwischen so gut wie

fertig und das weitere

Vorgehen in Planung.

Den Herren Dr. Grünwald

als Obmann des

PKR und Dir. Schöner

für deren Unterstützung

sei an dieser Stelle herzlich

gedankt!

KIRCHTURM-

UND

TURMHALLEN-

SANIERUNG

Wer Freude an unserer schönen und bald auch wieder zur Gänze neu renovierten

Pfarrkirche hat und sich finanziell an der verbliebenen Sanierung –

Innen – beteiligen will, den bitten wir um eine Spende auf das Kirchensanierungskonto

der Pfarre beim Bankhaus Carl Spängler & Co.

AG, Filiale Zell am See, Kontonummer 400162130, BLZ 19530.

(IBAN: AT10 1953 0004 0016 2130, BIC: SPAEAT2S).

Ein herzliches Vergelt`s Gott,

Pfarrer Christian Schreilechner

- einige Zahlen

& Fakten

Fotos: Stadtpfarre/Alexander Krenslehner

FESTREDE… von Hofrat Dr. Werner Grünwald, Obmann des Pfarrkirchenrates, anlässlich des

Festes zur Segnung des renovierten Kirchturms

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Foto: Foto Faistauer

Dr. Werner Grünwald

hat mir (Hildegard Hörl)

auf meine Bitte hin den

Text seiner Festrede

übergeben, denn wir

finden es angebracht,

dass die Rede im Pfarrbrief

abgedruckt wird,

weil sie wegen verschiedener

akustischer

Widrigkeiten von den

meisten Anwesenden

nicht im vollen Umfang

gehört werden konnte.

HONOR REDDATUR

DIGNIS (Ehre, wem Ehre

gebührt). Es ist mir auch

ein besonderes Anliegen

an dieser Stelle im

Namen des Pfarrvolkes

Herrn Dr. Grünwald

von ganzem Herzen für

sein außerordentliches

Engagement bei der Renovierung

des Turmes

zu danken. Vom ersten

Kontakt mit Dr. Lammer

und den zuständigen

Stellen für die

Renovierung bis zum

letzten Handgriff der

so tüchtigen Zottmann-

Leute beim Abbau des

Gerüstes, war er tagtäglich

mit dabei - ja, man

könnte sagen, es war

SEINE Baustelle. Immer

mit Rat und Tat an seiner

Seite war Herbert

Schöner - auch ihm gebührt

unser aller Dank!

Inzwischen ist die Innenrenovierung

der

Kirche angelaufen - die

beiden Herren werden

sicher nicht arbeitslos!


DER KIRCHTURM,

DAS WAHRZEICHEN

VON ZELL AM SEE:

EINE ZEITREISE

Sehr geehrte

Festgäste!

Lassen Sie uns gemeinsam

einen Blick in die

Mitte des 15. Jahrhunderts

machen. In jene

Zeit, in welcher mit der

Errichtung des Zeller

Kirchturms begonnen

wurde.

1447 wählten in Rom

18 Kardinäle am 2.

Tag des Konklaves

Tommaso Parentucelli

zum Oberhaupt der

katholischen Kirche,

welcher sich den Namen

Nicolaus V gab.

Es war dies der 1. Renaissancepapst,

pflegte

Wissenschaft und

Künste und begründete

die vatikanische

Bibliothek. In Salzburg

regierte Friedrich

IV als Fürsterzbischof

bis zu seinem Tode im

Jahre 1552. Dieser entstammte

einem alten

Adelsgeschlecht, welches

seit Generationen

das Amt des Truchsess,

des obersten Aufsehers

der fürstlichen Tafel

der Herzöge der Steiermark

inne hatte. In Zell

war Pfarrer Michael

Mangmeister von 1445

-1449 um seine Gläubigen

bemüht. Der

Auftrag zum Bau des

Westhauses ging ohne

Zweifel auch von ihm

aus. Die Errichtung eines

Kirchturms zu jener

Zeit, war ein aufwändiges

und auch gefährliches

Unternehmen.

Quadersteine aus Rauhwacke

wurden aus

einem Steinbruch in

Saalfelden-Bachwinkl

mit Pferdefuhrwerken

nach Zell am See transportiert.

Kalkstein gewonnen,

gebrannt, zerkleinert

und gelöscht.

Schotter aus den Salzachauen,

Sand und

Wasser vom Schmittenbach.

Bäume aus den

nahen Wäldern wurden

gefällt, gespalten

und zugerichtet. Die

Zeller Waldgemeinschaft

stand noch nicht

zur Verfügung - sie gab

es erst 400 Jahre später,

hat sich aber heuer sehr

großzügig an der Restaurierung

der Turmhalle

beteiligt. Hanfseile

wurden gedreht, Nägel

geschmiedet. Für das

Aufsetzten der Steine

dienten Flaschenzüge

mit Umlenkrollen,

angetrieben von überdimensionalen

Hamsterrädern.

Einige 100

Arbeiter, meist Bauern,

waren wohl gleichzeitig

bei der Arbeit, wohnten

in Baracken; ver-

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pflegt vorwiegend mit

Breigerichten, etwas

Gemüse, kaum Fleisch.

Die Kartoffel wurde

erst 100 Jahre später

bekannt. Im Gegensatz

zum Heute ist die Frage

der Finanzierung im

Dunkeln. Überliefert ist

jedenfalls, dass Ablassstiftungen

in den Jahren

1442, 1449,1450

und 1452 das Stiftsvermögen

der Kirche

vermehrten und wohl

die Grundlage der Finanzierung

des Turmes

waren. Gerade Pfarrer

Mangmeister verstand

sich hervorragend auf

das Beschaffen der nötigen

Mittel. 1770 kam

es in Zell am See zu

einem Großbrand, der

fast den ganzen Ort

zerstörte. Das Kirchenschiff

brannte ab, das

Feuer schlug Richtung

Turm und erfasste einige

Steine. Eine Blaufärbung

an der Ostseite

und Südostkante ist

heute noch gut sichtbar.

1865 wurde der

Turm letztmalig saniert

und die Kugeln und

Fähnlein vergoldet.

Wie kam es nun zur

heutigen Sanierung des

Turmes?

Die konkrete Gefährdung

durch herabfallende

Teile des Treppengiebels

veranlassten

den Pfarrkirchenrat die

Sanierung des Turmes

noch vor der Reinigung

der Innenschale

durchzuführen. Nach

Befassung des Bundesdenkmalamtes

(BDA),

dessen vorgeschriebenen

Untersuchungen

und Befundungen, kam

es zu den Ausschreibungen

der Restaurierungsarbeiten.

Bestbieter

für die Fassade war

die Firma Zottmann,

die bereits den Kastnerturm

am Stadtplatz

so gelungen renovierte.

Sodann wurden an der

Südseite des Turmes

vier Musterflächen gestaltet.

Bürger von Zell

am See, Vertreter des

BDA und Pfarrkirchenrates

entschieden sich

für jene Fläche, die

dann für die gesamte

Renovierung maßgeblich

war. Und dann kamen

die Extras! Wie bei

umfangreichen Sanierungen

nicht unüblich,

kamen noch folgende

Arbeiten zu Tage, die

ebenfalls gemacht werden

mussten: Das Holz

der Glockenstube,

die Auffrischung und

Neuvergoldung der

Zeiger und der Ziffernblätter,

die Verbleiung

der Gesimse und die

Erneuerung der Blitzschutzanlage.

Im Juni

2012 wurde mit den

Arbeiten begonnen, im

November wegen der

Kälte unterbrochen, im

Frühjahr dieses Jahres

weiter gearbeitet und

im Juni fertiggestellt.

Schließen wir unsere

kleine Zeitreise mit

dem gebotenen Dank.

Zuerst danken wir dem

Herrgott, dass er seine

schützende Hand über

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die Arbeiten am Turm

gehalten hat. Selbst ein

bösartiger Anschlag auf

die Druckschläuche

blieb ohne Folgen. Die

schützende Hand lag

auch über allen, die

über das Gerüst und

die Himmelsleiter auf

den Turmgiebel kletterten.

Ein Bürgermeister,

zwei Pfarrer, drei Wirte

und einige Politiker.

Sogar ein 80-Jähriger

war dabei. Ein zweiter

Dank an alle, die

am gelungenen Werk

mitgearbeitet haben.

Hier vor allem den Arbeitern

der Firma Zottmann

unter der Leitung

von Herrn Resmann.

Als Verbindung zwischen

den Professionisten

und den hohen

Anforderungen des

Bundesdenkmalamtes

dem Architekturbüro

Schmid & Schmid und

in meinem Bemühen

um die Renovierung

meinem Freund und

Turmbruder Herbert

Schöner. Für die nötige

Büroarbeit Alexander

vom Pfarrbüro. Herr

Scholz, Ihnen für die

umfangreichen Dokumentationen

zu diesem

Thema. Hinsichtlich

der Finanzierung gilt

Ihnen, verehrter Herr

Dr. Lammer das ganz

„große Vergelt`s Gott“!

Der Kirchturm ist 36

Meter hoch. Nachdem

Erzdiözese, Stadt Salzburg

und das Bundesdenkmalamt

für die

Basis gesorgt hatten,

konnten wir durch Ihre

Mittel von Fries zu

Fries, von Gesims zu

Gesims weiter machen,

bis wir schließlich am

Giebel des Turmes angelangt

waren und blicken

heute in großer

Dankbarkeit gegen

den blauen Himmel.

Für den zweiten Rechnungskreis,

nämlich die

Sanierung der Turmhalle,

deren Beleuchtung

und den neuen Schriftenstand

kamen Spenden

von Zeller Banken,

der Schmittenhöhe

AG, der Zeller Waldgemeinschaft

und von

Privatpersonen, wie

den Herren Dr. Wolfgang

Porsche und Dr.

Wilfried Holleis. Auch

Ihnen sei ganz herzlich

gedankt.

Wenn wir heute am

15. August 2013, dem

großen Marienfeiertag

„Maria Himmelfahrt“

auch die Fertigstellung

des Kirchturms mitfeiern,

wollen wir uns in

Dankbarkeit und Demut

an dem gelungenen

Werk erfreuen.

Päpste und Pfarrer

sie gehen und

kommen, der Turm

soll uns noch lange

frommen!

Impressionen und

Schnappschüsse vom

großen Fest zur Segnung

des renovierten

Kirchturms und vom

Kirchweihfest im Pfarrhof…

Fotos: Foto Faistauer (8), Stadtpfarre/Alexander Krenslehner (19)

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Liebe Leser des

Pfarrbriefes,

liebe Pfarrgemeinde,

liebe Freunde!

Seit der Sommerausgabe

sind doch schon

wieder einige Monate vergangen,

daher ist es höchste

Zeit, dass wir, das „Pfarrbriefteam“, uns wieder

bei Euch melden. Also ein herzliches „Grüß

Gott“ allen zusammen.

Ein „Super-Sommer“ verlangt natürlich

auch einen Rückblick. Ich wollte dieses Jahr eigentlich

meinen Urlaub in Arabien verbringen,

um neue Kulturen kennenzulernen, doch die

„Flugkosten“ konnte ich mir ersparen, da die

Kultur zu mir kam (respektvolles Verhalten und

Interesse unser Lebensweise war teilweise zu

beobachten und hat sich sichtbar verbessert,

obwohl noch einiges im Argen liegt). Doch gegenseitige,

sowie gemeinsame Religion sollten

wir respektieren.

Wie schon zu Fronleichnam, war auch

das „Hippolyt“- Festl eine Premiere für unseren

Stadtpfarrer (ich schreibe jetzt absichtlich nicht

mehr „NEUEN“, denn ich denke, er ist vielen

von Euch, als unser geschätzter Herr Stadtpfarrer

Mag. Christian Schreilechner mittlerweile

ans Herz gewachsen). In seiner Predigt zum

Marienfeiertag erwähnte unser Pfarrherr auch

die Bedeutung eines Kirchturmes (es könnte

auch der Zeller gemeint gewesen sein); er

sollte die Verbindung von uns Menschen auf

unserer christlichen, sowie politschen Ebene

zum Himmel darstellen; so könnten wir auch

die Himmelfahrt Marias sehen, ein Fundament

wäre die Voraussetzung, möge es uns gelingen,

ein solches zu schaffen. Im Evangelium an diesem

Tag hieß es, es hüpfte das Kind in ihrem

Leib (sie ist angekommen); bei uns wissen wir

es noch nicht so genau?

Eine kurze Kritik sei mir noch erlaubt:

Es ist schön zu beobachten, wie brav und voller

Demut unsere „Gutmenschen“ aus unserer

„schönsten Stadt der Welt“ (Text übernommen)

unsere „Traditionsgottesdienste“ besuchen.

Vielleicht wäre es auch in der „Normalzeit“

einmal möglich? Vorbildfunktionen sind nie

ausgeschlossen!

Einige Eindrücke von der Jungschar-Pfarrgartenparty...

Eine lustige Jungschar-

Pfarrgartenparty

Am 7. September dieses Jahres feierten

die Kinder und Eltern der Jungschar Zell am See

und Thumersbach eine kleine – Pfarrgartenparty

–, zugleich der Auftakt für die Jungscharaktivitäten

innerhalb des Schuljahres 2013/2014. Bei

bestem Wetter wurde Kuchen geschlemmt, an

sechs Spielstationen konnten wir unsere Stärken

und Schwächen austesten und dafür Preise gewinnen.

Der Zeller Jungscharleiter Norbert Steinacher

freut sich über die rege Teilnahme: – Die Kinder

sind motiviert, einige haben zur Pfarrgartenparty

auch ihre Freunde mitgebracht. Wir freuen uns

schon auf die gemeinsame Zeit! – Die Jungschar

bedankt sich bei Stadtpfarrer Christian Schreilechner

und den Sponsoren unseres Fachausschusses

für die Kuchen und Eisspenden und für die großzügige

Unterstützung!

Wir Jungscharkinder (zwischen 7 und 11

Jahre alt) treffen uns regelmäßig zum gemeinschaftlichen

Austausch mit Spiel und Spaß. Inhaltlich

orientieren wir uns am Kirchenjahr und

versuchen, unseren Glauben zu hinterfragen und

zu vertiefen. Wer Lust hat, bei uns mitzumachen,

darf sich sehr gerne melden! Norbert Steinacher,

Telefon: 0664-434 17 34.


Fotos: Stadtpfarre

Liebe Grüße aus luftiger Höhe

des neuen Turms, völlig neues „Feeling“

wie der Pinzgauer sagt,

Specht - HEISTRE

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Religionslehrer/innen im Schuljahr 2013/14


an den Schulen in unserer Stadt

VS Zell & Schüttdorf: Hermine Ragginer

VS Thumersbach: Manuela Schwaiger-Hofmeister

HS Zell:

Ludwig Karl

Gymnasium-Zell: Josef Neumaier

Gertraud Salzmann

Manuela Schwaiger-Hofmeister

HAK-Zell:

Alexandra Gassner

SPZ-Zell:

Josef Voithofer

Polytechnikum: Christoph Pichler

Religion zu unterrichten ist in unserer Zeit zu einer Herausforderung geworden und doch ist es eine

wichtige Form der Verkündigung und der Herzensbildung an jungen Menschen. Ein gutes Miteinander

zwischen Pfarre und unseren Schulen ist mir ein Anliegen. Ich danke für jegliches kirchliches Engagement

im Unterricht und wünsche wieder viel Freude und Elan im begonnenen Schuljahr!


Christian Schreilechner, Pfr.

Die sieben Schritte

des „Bibel – Teilens“

(von Christen in Afrika und Lateinamerika entwickelt)

Seit dem vergangenen Frühjahr treffen sich wieder

Interessierte zum – Bibel-Teilen –.

Ein Mal im Monat am Abend wird gemeinsam

das Sonntagsevangelium gelesen, danach in 7

Schritten meditiert und darüber ausgetauscht. Es

ist weniger ein Abend des exegetischen Studiums,

sondern mehr ein sich betreffen und ansprechen

lassen vom Wort Gottes.

Wer dafür Interesse hat, ist zum ersten Abend im

Herbst herzlich eingeladen:

Dienstag, 1. Oktober 19.30 Uhr im Pfarrhaus.

Lesermeinung

Heute übermittle ich Ihnen ein paar Zeilen. Es sind

einfach meine spontanen Gedanken an Frau Hildegard

Hörl, die ich hier zum Ausdruck bringe.

Sie schreiben so viel für und über andere Menschen,

heute möchte ich einige Zeilen an Sie über

Sie schreiben. Ich bewundere, wie liebevoll und

harmonisch Sie die Blumen zu Gestecken zusammenzaubern

und damit unsere altehrwürdige und

beseelte Kirche noch mehr verschönern. Wie interessant

und lehrreich Ihre Berichte sind. Wie positiv

Sie über andere Menschen schreiben und deren

oft so vielseitige, ehrenamtliche Tätigkeit hervorheben.

Auch auf das Rätsel warte ich schon immer

sehr gespannt. Es gäbe noch sehr viel zu berichten,

doch das würde wohl den Rahmen sprengen. Eine

begeisterte Pfarrbriefleserin bedankt sich herzlich.

Mit freundlichen Grüßen Regina Hageneder

ERNTEDANK - wir feiern ein Fest

Erntedank ist ein Fest unseres Glaubens und unserer

Hoffnung, ein Fest unseres Lebens:

Geerntete Früchte, Zeichen, dass wir Menschen

gearbeitet haben, Zeichen, dass uns etwas geschenkt

wurde, dass uns etwas ohne unsere Leistung

zufällt:

Das Keimen, das Wachsen, das Blühen, das Fruchttragen

und die Zeit für all das. Wir haben in den

geernteten Früchten Zeichen des Lebens...

Wir feiern das Fest unseres Glaubens mit Produkten

aus unserer Ernte:

Brot und Wein, Zeichen Jesu Christi. In diesen

Zeichen Brot und Wein in Jesus Christus sagt uns

Gott: Es ist gut, dass ihr lebt; darum sollt ihr zu essen

haben und zu trinken das Brot und den

Wein Jesu.

Norbert

Lemken

Foto: Privat

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Aus dem pfarrlichen leben

DAS EHRENAMT

von Hildegard Hörl

Unseren diesmaligen Ehrenamtlichen kenne ich seit seiner Geburt im November

1967 (wohnhaft im selben Haus, gleich alt wie meine Tochter, Schulbesuch VS; HS

und HAK in Zell am See) und ich kann daher bestätigen, dass aus dem Buben etwas

Ordentliches geworden ist.

Peter Padourek

Weitere persönliche

Daten:

2 Jahre Ausbildung

zum Masseur, Gesundheitstrainer

in

Salzburg; seit 1994

selbstständiger Masseur

in Zell am See.

Verheiratet mit Dr.

Sonja Padourek

(geborene Kleineisen),

zwei Kinder

- Hannah 8 Jahre

und Maximilian 3

Jahre. Von 2004 -

2009 als Stadtrat in

der Stadtgemeinde Zell

am See tätig; seit 2009 als Vizebürgermeister. Sein

Vater Leopold war ein beliebter Musiker in Zell,

und seine Mutter Angela war die gute Seele unseres

Hauses - ihr früher Tod hat viel Wärme mitgenommen

aus unserem Haus. Wenn Peter sagt, er

sei von seiner Mutter im Glauben geprägt worden,

so muss ich noch hinzufügen, dass sie sicher auch

für sein soziales Engagement den Grundstein gelegt

hat.

Mitarbeit in der Kirche:

12 Jahre Ministrant - begonnen unter Stadtpfarrer

Josef Stöckl, weiter gedient unter Pfarrer Straßl und

zahlreichen Kooperatoren. Unsere Maria meinte

damals immer: „Der Peter wird ein Pfarrer!“, und

auch heute nennen ihn noch manche Mitbürger

den „stadtgemeindlichen“ Pfarrer. Es war damals

die große Zeit der Ministranten, die sich zum berühmten

„Apostelstammtisch“ zusammen schlossen:

Peter Padourek, Stefan und Hannes Schwaninger,

Edgar Grünwald, Michael Rieder, Norbert

Steinacher, die Berner-Brüder und die zwei Sterbenc-Buben

(Frau Sterbenc kam damals aus dem

damaligen Jugoslawien mit ihren fünf Kindern

als Flüchtling nach Zell am See). Diese Apostel

waren ein sehr engagiertes, munteres Völkchen -

auch manchem Unfug nicht abgeneigt. Ich erinnere

mich noch an eine Osternachtsfeier, bei der

Edgar und Peter (bei ihm bin ich nicht mehr ganz

sicher) bei der Anrufung der heiligen Philomena

und Felizitas aus irgend einem Grund einen Lachkrampf

bekamen, worauf sie der höchst erzürnte

Pfarrer Straßl für einige Wochen vom Ministrieren

ausschloss. Das waren noch Zeiten! Peter führte

später auch die „alte Garde“ ein: die alt gedienten

Ministranten kamen nach Matura und Berufsausbildung

bei besonderen Anlässen noch zum Ministrieren

zusammen.

• Leitung der Eheseminare in Zell am See im

Jahr 2000;

• Pfarrgemeinderat 2002 – 2007, in zahlreichen

Ausschüssen tätig und Protokollant bei den vielen

Sitzungen. Ich war damals Obfrau des PGR

und Peter nahm mir die lästige Arbeit des Protokollschreibens

ab; dafür bin ich ihm heute noch

dankbar;

• Obmann des Pfarrgemeinderates und Stellvertreter

des Pfarrkirchenrates 2007 – 2012;

• Mitarbeit im Katholischen Bildungswerk unter

der Leitung vom Mag. Rita Thurnhofer;

• Lektor und Kommunionhelfer;

• Ausbildung zum Wortgottesdienstleiter (der einzige

in Zell am See St. Hippolyt).

Projekte während der Amtszeit von Peter Padourek

als Obmann:

• Einführung des Pfarrverbandes mit Schüttdorf;

• Erstellung einer kircheneigenen Homepage;

• Lange Nacht der Kirchen;

• Verabschiedungen mit Sarg in der Kirche;

• Einführung des Mitarbeiterfestes;

• Beginn der Renovierung des Kirchturms mit der

Entscheidung zuerst Kirchturm dann Innensanierung.

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Lassen wir Peter selber sprechen:

„Ich habe die persönliche Überzeugung einer toleranten

Weltkirche. Meine kirchlichen Hauptinteressen

waren und sind Liturgie und Seelsorge.

Mein Grundgedanke ist ein sehr reduzierter, einfacher

Glaubensansatz gemäß Kardinal König: Woher

komme ich, was ist der Sinn des Lebens, wohin

gehe ich? Kirchliches Leben bedeutet, Glauben

sichtbar zu leben - auch in der jeweiligen Tradition.

Dies möchte ich meinen Kindern gerne weitergeben,

dafür sollen auch die alten Traditionen gelebt

werden, ruhig auch etwas adaptiert. Nur das

Wissen, Sinn und Ursprung sollen nicht verloren

gehen. Meine Entscheidung nicht mehr zur Wahl

für Pfarrgemeinderat (PGR) und Pfarrkirchenrat

(PKR) anzutreten, traf ich aus familiären Gründen.

Die kleinste und wichtigste Einheit der Gemeinschaft

ist die Familie, und die geht mir über alles.

Dafür will ich mir auch die entsprechende Zeit

nehmen. Aber wie dem auch sei, ob im offiziellen

Amt oder nicht, werde ich gerne in meiner Kirche

weiter tätig sein. Es war mir eine Ehre mit Zeller

Persönlichkeiten in diesen Jahren im PGR und

PKR arbeiten zu dürfen, so zum Beispiel mit Dr.

Kinberger, Dr. Winner, Dr. Schöner, Dr. Grünwald,

Hildegard Hörl und allen anderen über 90 aktiven

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Pfarre Zell

am See St. Hippolyt. Jede Tätigkeit und helfende

Hand ist zum Erhalt „unserer Kirche“ wichtig. Der

aufrichtige Dank gilt immer allen, die aktiv und

konstruktiv mitgeholfen haben, unsere Kirche zu

erhalten, zu erneuern, auf- und umzubauen, nicht

nur äußerlich sondern auch innerlich und das

kann nicht oft genug ausgesprochen werden.“

Zusammenfassend kann ich als langjährige Mitarbeiterin

in der Pfarre und mehrmalige Obfrau des

PGR nur sagen, dass es auch für mich eine Freude

und Ehre war, mit Peter zusammenzuarbeiten.

Er war immer da, wenn man ihn brauchte; keine

Arbeit war ihm zu minder. Als ich mein Amt

niederlegte, wusste ich mit Bestimmtheit, dass er

der richtige Nachfolger sein würde. Und so war es

auch! Wenn wir auch einsehen, dass er neben seinem

Beruf und politischem Engagement mehr Zeit

für seine Familie haben will (die beiden lebhaften

Kinder halten ihn ganz schön auch Trab), hoffen

wir doch auf seine weitere Mitarbeit in der Kirche.

Wir könnten uns zum Beispiel keinen besseren

Vorbeter bei Fronleichnam vorstellen.






Lieber Peter,

ein ganz großes, tief empfundenes

Vergelt´s Gott!

Foto: Foto Faistauer

Der seltsame Spazierritt

(nach Johann Peter Hebel) nacherzählt von

Hildegard Hörl

Ein Mann reitet auf seinem Esel nach Hause; sein

Sohn wandert neben ihm her. Da kommt ein Wanderer

des Weges und sagt vorwurfsvoll: „Das ist

nicht Recht, dass Ihr reitet, und Euer kleiner Sohn

muss zu Fuß gehen. Ihr habt stärkere Glieder.“

Da steigt der Mann ab und lässt seinen Sohn reiten.

Wieder kommt einer des Weges und rügt den

Sohn: „Was ist das für eine Unsitte? Du reitest auf

dem Esel und dein alter Vater muss zu Fuß gehen?“

Also steigen beide auf den Esel und reiten

weiter. Es dauert nicht lange, da kommt ein weiterer

Wanderer daher und hält die beiden wütend

auf: „Was fällt euch ein? Man müsste euch verprügeln

- zwei starke Kerle auf so einem schwachen

Vieh!“. Darauf hin steigen Vater und Sohn ab, binden

den Esel die Beine zusammen, stecken eine

Stange durch und tragen den Esel gemeinsam

nach Hause. So weit kann es kommen,

wenn man es allen Recht

machen will!

11


BUCHtipp

von Hildegard Hörl

Heiner Geißler

Was würde Jesus heute sagen?

Die politische Botschaft des Evangeliums

In der Samstagsausgabe der „Presse“ gibt es immer

eine Rubrik mit dem Titel „Was ich lese“; dadurch

bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Titel hat mich

geradezu elektrisiert, denn diese Frage habe ich mir

selbst schon oft gestellt. Also habe ich das Buch mit

Interesse gelesen, und ich glaube, es ist es wert, dass

darüber geredet wird. Burgschauspieler Heinz Zuber,

der das Werk in der „Presse“ vorstellte, meinte,

die Vergangenheit des Autors (dieser war Mitglied des

Jesuitenordens, studierte Theologie und Rechtswissenschaften,

war Richter, Abgeordneter der CDU und bekleidete

mehrere Ministerposten) sei nicht umstritten,

da er sich vom „rechten Saulus“ zum „linken Paulus“

gewandelt habe. Tatsächlich sind seine Ideen unglaublich

revolutionär, dass sich möglicherweise konservative

christliche Kreise daran stoßen werden. Dass das

Thema und Geißlers Auseinandersetzung damit noch

immer hochaktuell sind, beweist die Tatsache, dass

das Buch seit seinem Erscheinen 2004 jetzt bereits

die 12. Auflage verzeichnet. Der Autor überträgt die

Botschaft des Evangeliums auf die heutige Zeit und

konfrontiert damit die politische, kulturelle und wirtschaftliche

Gegenwart, unserer Welt. Dabei geht er

(für meinen Geschmack) etwas zu viel auf die Situationen

in Deutschland ein, was bei seinem politischen

Engagement natürlich verständlich ist. Er beginnt mit

einem Satz aus dem Matthäus Evangelium: „Als sie

seine Worte hörten, gerieten die Scharen außer sich“

und er fragte, was hat die Menschen so begeistert, fast

verrückt gemacht. Alle Kapitel sind mit wörtlichen

Stellen aus der Bibel unterlegt und die Quintessenz

aller Überlegungen ist die Botschaft der Bergpredigt,

die die Welt revolutionieren könnte, wenn wir sie nur

lebten! Was ich besonders interessant gefunden habe,

sind die historischen Quellen über Jesus und die Evang

e l i s t e n , die damalige politische und soziale Lage

in Palä- stina, die Stellung der Pharisäer und

Ach, diese Schotten!

Ein Schotte leistet sich zum

Geburtstag eine Flasche Whiskey.

Die Flasche zärtlich an sich gedrückt,

eilt er nach Hause, wo die Freunde schon

warten. In der Dunkelheit stolpert er und fällt.

Er spürt, wie es nass über seinen Arm rieselt:

„Oh, bitte, bitte lieber Gott, lass’ es Blut sein.“

Ein Schotte fährt mit der Bahn von Glasgow nach

Sadduzäer und ihre widersprüchlichen

Gesetze. Dabei

beschäftigt sich Geißler

mit Originaltexten und

kommt falschen Überzeugungen

auf die Spur. Darüber

kann ich nicht urteilen,

da ich weder im Arämäischen/Hebräischen noch

im Griechischen bewandert bin, aber ich vertraue der

Richtigkeit dieser Aussagen, da der große Helfer in dieser

Angelegenheit der bekannte jüdische Bibelforscher

Pinchas Lapide ist, der den griechischen Urtext der

Evangelien an den kritischen Stellen ins Hebräische zurück

übersetzt hat. Geißler meint, gerade für die politische

Botschaft sei es wichtig, genau heraus zu finden,

was Jesus in seiner Muttersprache, dem Arämäischen

(dem Hebräischen verwandt), wirklich gesagt hat. Der

deutsche Text unserer Bibel ist ja eine Übersetzung des

Urtextes vom Griechischen ins Lateinische und dann

durch Martin Luther ins Deutsche. Danach sind immer

wieder neue Formulierungen verwendet worden,

so könnten durchaus Fehler, Missverständnisse, sogar

Irrtümer entstanden sein. (Ich selbst habe für einen

Ausdruck im Hohen Lied der Liebe – Korintherbrief in

5 verschiedenen Bibelausgaben 5 verschiedene Übersetzungen

gefunden). Zusammenfassend finde ich das

Buch alles in allem sehr lesenswert. Auch wenn man

nicht mit allen Argumenten einverstanden ist, regt es

zum Nachdenken und vielleicht zum Handeln an.

Heiner Geißler

Was würde Jesus heute sagen?

(Die politische Botschaften des Evangeliums)

Verlag rororo Taschenbuch Euro 8,30

Edingburgh, dabei kommt er mit seinen Mitreisenden ins Gespräch.

Es stellt sich heraus, dass er auf Hochzeitsreise ist. „Meinen

herzlichen Glückwunsch!

Aber, wo ist denn Ihre Frau?“. „Zu Hause! Sie war schon einmal in

Edinburgh.“

Ein Schotte besucht seinen Freund. Dieser ist schwer

beschäftigt, alte Tapeten abzulösen. „Ach, ich sehe, du willst neu

tapezieren?“. „Nein, wir übersiedeln!“

12

12


SCHNAPPSCHÜSSE...

vom Dekanatsausflug am 3. Juli 2013 nach Werfen (Eisriesenwelt, Pfarrkirche…)

… der KBW-Exkursion nach Maria Wörth und Klagenfurt am 27. August 2013… und von der Zeller

Tourismuswallfahrt am 16. Mai 2013…

Fotos: Stadtpfarre/Alexander Krenslehner, Privat

Zeller rätsel von Hildegard Hörl

Das letzte Heiligenrätsel war angeblich zu schwer (!?). Probieren wir es dieses Mal mit Heimatkunde

(Umlaute = 2 Buchstaben)

1 Zeller Hausberg

o

2 führt zur Talstation von 1

L

3 bewaldeter Berg in Thumbersbach (ortsüblicher Name, „süßlich“ anmutend)

k

4 Ranggler-Hochburg/-Berg

u

5 schwierige Schiabfahrt in Zell

t

6 Aufstiegshilfe in Schüttdorf

7 Besitzt, hegt und pflegt

h

I

8 ältestes Bauwerk in Zell am See

m

9 Wahrzeichen von Zell am See

r

10 Form des Stadtplatzes (weist auf hohes Alter hin)

11 bevölkern in der Sommersaison unsere Stadt

i

r

g

12 beliebtes Ausflugsziel in Thumbersbach

l

13 barocke Darstellung d. Leidens Christi (Nordeinfahrt)

b

14 Großsponsor für die Renovierung von 9 (Vor- & Nachname)

e

15 Schifahrer-Treffpunkt zu Silvester

16 Zeller Rathaus heißt auch Schloss ………

w

o

Lösungswort (erbaut 1904/05 zur Erinnerung an den Besuch der österreichischen Kaiserin auf 1 - einer

großen Heiligen geweiht).

Bitte schreiben Sie die Lösung auf eine Postkarte und senden Sie diese an das Katholische Pfarramt St.

Hippolyt, Stadtplatz 5b, 5700 Zell am See (oder persönlich abgeben). Sie können die Lösung unter

Angabe des Lösungswortes und Ihrer Anschrift auch gerne per E-Mail einsenden: pfarramt.zell@sbg.at.

Unter den Einsendungen werden wieder schöne Gewinne verlost. Die Gewinner der letzten Rätsellösung

sind Horst Neubacher und Marianne Sendlhofer aus Zell am See.

13


Aus dem Kirchenleben

In der Heiligen TAUFE empfingen das

göttliche Leben:

Fleck Charlotte Margarete 27. Juli 2013

Pichler Anton 10. August 2013

Reisenauer Lorenz 17. August 2013

Kröpfel Sophia 17. August 2013

Höller Jonas 22. September 2013

Egger Lorenz 28. September 2013

Bernsteiner Maximilian 29 . September 2013

Den BUND DER EHE haben geschlossen:

Schürmann Bernhard & Hofmann Carolin

am 10. Aug. 2013

Perz Dominik & Haarlander Marlene

am 14. Sept. 2013

Zur LETZTEN RUHE bestattet wurden:

HOLLAUS Erna (83. Lj.) 15. Juni 2013

GRANI Theresia Katharina (89. Lj.) 18. Juni 2013

PETNEHÁZY Gabor (71. Lj.) 27. Juni 2013

Dr. JAMNIG Gustav Alois (85. Lj.) 22. Juli 2013

STECKHOLZER Gertraud (72. Lj.) 02. Aug. 2013

Dr. KIRCHMAIR Walter (89. Lj.) 27. Aug. 2013

Rückblick auf die

KBW-Veranstaltung

„Geschenkte Zeit… Ermutigung ist Balsam für die

Seele…“ am 25. Juni 2013

Die „Pinzgauer Mutmacher“ sind als Verein organisiert.

Obfrau ist Friederike Rohrmoser; sie beschreibt sich als

Bäuerin, Keramikerin und Optimistin… sie sieht sich vor

allem als Mitglied des Teams, das mittlerweile an die 80

Mitglieder umfasst. Einige der wichtigsten Ziele sind:

jungen Menschen in Schwierigkeiten, Zeit und Zuwendung

zu schenken…

…wenn Hilfe notwendig und von den Betroffenen gewünscht

wird…

…diese Hilfe möglichst rasch und unbürokratisch anbieten

zu können…

…und möglichst viele Menschen für diese Aufgaben der

Begleitung zu finden.

Im Vortrag/Gespräch mit Friederike Rohrmoser trafen sich

Interessierte, Mutmacher und auch Angehörige von begleiteten

Kindern. Viele verschiedene Beispiele konstruktiver

und guter Begegnungen wurden beschrieben - aus unterschiedlichen

Positionen. Vor allem ging es um sehr persönliche

und reale Erfahrungen.

Mütter von betreuten Kindern äußerten sich offen über ihre

Beweggründe, Unterstützung zu suchen. Sie sind Angehörige,

die den Mut haben, Hilfe bei der Begleitung ihrer

Kinder zu suchen, wenn sie diese benötigen. Gründe dafür

sind nicht so selten zu finden: besondere Familienkonstruktionen,

Schwierigkeiten der Jugendlichen im Umgang

mit Gleichaltrigen, Mobbing, oft auch Schulprobleme. Es

geht dabei niemals um Schuldzuweisungen, sondern um

das Finden von Lösungen.

Erste Kontakte knüpfen Betreuungslehrer, Angehörige, Kinder…

oft auch auf Anregung von Bekannten und Freunden.

Der Suche nach einem geeigneten Mentor wird große Aufmerksamkeit

gewidmet. Ganz wichtig ist, dass beide Teile

ein gutes Maß an Sympathie verbindet, dass man „miteinander

kann“, dass es gemeinsame Ziele gibt, über die man

Einvernehmen erzielt hat. Wie man die Begleitung organisiert,

wird individuell nach Erfordernissen einvernehmlich

abgesprochen. In jedem Fall handelt es sich in erster Linie

um eine ehrenamtliche Begleitung, die nicht finanzielle,

sondern ideelle Ziele anstrebt.

Nicht auszuschließen ist, dass trotzdem manchmal auch

ein Sponsor gebraucht wird: für Kosten im Bereich von

Sport, Kultur und Schule. Wer sagt denn, dass ein schönes

Hobby das Leben nicht in einem so hohen Maß verschönern

kann, dass man sogar nachhaltiges Lernen in Erwägung

zu ziehen bereit ist? Auch dafür werden Unterstützer

gesucht und gefunden, aber jedenfalls immer unabhängig

vom Mentoring.

Im Gespräch mit Friederike Rohrmoser wurden viele interessante

Gesichtspunkte beleuchtet, Fragen beantwortet,

Erfahrungen besprochen. Kontakte kamen zustande,

reale Beteiligung an möglichen Lösungsstrukturen wurde

angeboten. Das Interesse war so groß, dass sich mehr als

die Hälfte der Teilnehmerinnen noch zu einem intensiven

Meinungsaustausch im Anschluss an die Veranstaltung zusammenfanden.

Anmerkung: Noch mehr Menschen (auch

männliche) sind als Mentoren gefragt und willkommen!


Homepage: www.pinzgauermutmacher.at

14


Pfarrcaféausflug

Zum Abschluss der „Pfarrcafé-Saison“ wurde dieses Jahr ein Ausflug zum Böndlsee im Pongau gemacht.

Nach einer Andacht in der Kirche Goldegg-Weng stärkten sich die Teilnehmer im Gasthof am Böndlsee

bei Kaffee und Kuchen. Jetzt im Herbst trifft sich die Pfarrcaférunde wieder 14-tägig im Pfarrsaalbuffet.

Danke dem Organisationsteam!

Einige Impressionen vom Pfarrcafé-Ausflug 2013…

Fotos: Stadtpfarre/Alexander Krenslehner

Thumersbacher Bittgang zum „Wetterherrentag“

Nach regionalem Brauch versammelten sich am 26. Juni dieses Jahres die Thumersbacher zum Bittgang.

Es wird dabei besonders um gedeihliches Wetter und eine günstige Ernte gebetet. Die Fahne mit

dem Bildnis des hl. Sigismund, des Thumersbacher Kirchenpatrons, führte die Bittprozession an.

Einige fotografische Eindrücke vom „Wetterherrentag“…

Fotos: Stadtpfarre/Alexander Krenslehner

15


Feste und

Veranstaltungen

in den stadtpfarren zell/see, Schüttdorf

und der filialkirche thumersbach

Stadtpfarrkirche ZELL AM SEE: Mittwoch 8.00 Uhr / Freitag 19.00 Uhr / Sonn- und Feiertage 10.30 Uhr

Stadtpfarrkirche SCHÜTTDORF: Donnerstag 19.00 Uhr / Sonn- und Feiertage 9.00 Uhr / Sonn- und Feiertage 9.00 Uhr

Filialkirche THUMERSBACH: Samstag Vorabendmesse 18.00 Uhr / Sommerzeit 19.00 Uhr

ERNTEDANK – FEIERN

Sonntag, 6. Oktober 2013

10.30 Uhr Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche

„Messe in F“ von Vaclav

Emanuel Horak

Sonntag, 13. Oktober 2013

9.00 Uhr Festgottesdienst – Kirche Schüttdorf

EWIGE ANBETUNG

Freitag, 11. Oktober 2013

7.00 Uhr bis 19.00 Uhr - Stadtpfarrkirche

Anbetung vor dem Allerheiligsten

SONNTAG der WELTKIRCHE

Weltmission – Sonntag, 20.10.2013

9.00 Uhr Kirche Schüttdorf

10.30 Uhr Stadtpfarrkirche

ALLERHEILIGEN

Freitag, 1. November 2013

9.00 Uhr Festgottesdienst Kirche Schüttdorf

10.30 Uhr Festgottesdienst i. d. Stadtpfarrkirche

13.30 Uhr GRÄBERSEGNUNG auf dem Friedhof

ALLERSEELEN

Samstag, 2. November 2013

19.00 Uhr Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche

mit Gedenken der Verstorbenen des

letzten Jahres, Kirchenchor:

„Requiem in Es“ von Vinzenz Goller

19.00 Uhr Gottesdienst - Pfarrkirche Schüttdorf

für die verstorbenen SchüttdorferInnen

des letzten Jahres

HUBERTUS-GOTTESDIENST

Freitag, 8. November 2013, 19.00 Uhr

Gottesdienst bei der

Hubertus-Kapelle Thumersbach

FESTE DER EHEJUBILARE

Freitag, 8. November 2013, 18.00 Uhr

Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche

anschließend Agape im

Pfarrsaal

Sonntag, 17. November 2013, 9.00 Uhr

Dankgottesdienst in der Kirche

Schüttdorf

CHRISTKÖNIG / TAG DER KIRCHENMUSIK

SONNTAG, 24. November 2013

9.00 Uhr Festgottesdienst Kirche Schüttdorf

10.30 Uhr Stadtpfarrkirche - Festgottesdienst

Wolfgang Amadeus Mozart:

Messe in C, KV 220 „Spatzenmesse“

Kath. Bildungswerk-Veranstaltungen um

19.30 Uhr im Pfarrsaal Zell am See:

MONTAG, 14. Oktober 2013

„Was müssen wir tun, damit Kirche Zukunft

hat?“ Anmerkungen zu notwendigen Veränderungen

mit Uni.-Prof. Dr. Alois Halbmayr,

Salzburg

Mittwoch, 6. November 2013

„Wertschätzender Umgang mit sich und anderen“

Schau auf dein Wohlbefinden und deinen

Körper, damit die Seele Freude hat, darin zu

wohnen! LAbg. Bgm. Sonja Ottenbacher, Stuhlfelden

KONZERTE im Pfarrsaal Zell/See

AUS DER JEUNESSE-REIHE:

€ 7,00 bis 26 Jahre / € 15,00 Erwachsene

Donnerstag, 10.10.2013, um 19.30 Uhr/Pfarrsaal


„ Aleksic Streichtrio“

Werke von Beethoven, Francaix, Schubert


und Dohnanyi

Samstag, 16.11.2013, um 19.30 Uhr/ Pfarrsaal


„ Kian Soltani & Ardita Statovci“


(Violoncello & Klavier)

Werke von Debussy, Messiaen, Schumann


und Rachmaninow

ADVENTKRANZ-SEGNUNGEN

Samstag, 30. November 2013

18.00 Uhr Vorabend-Gottesdienst

in Thumersbach

Sonntag, 1. Dezember 2013

9.00 Uhr Kirche Schüttdorf

10.30 Uhr Stadtpfarrkirche

äNDERUNGEN VORBEHALTEN !!!

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