KIRCHEN ZEITUNG

kirchennetz.info

KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe

Seite 3

„Geld“: „Die Kirchen

und das Geld“

Seite 5

„Papst“: Will der Papst

die Ökumene?

Seite 7

„Taizé“: Taizé – Weltdorf

für innere Abenteuer

KIRCHEN ZEITUNG

Foto: Alàbiso

Sonderveröffentlichung der Badischen Neuesten Nachrichten in Zusammenarbeit

mit der Evangelischen Kirche Karlsruhe, der Katholischen Kirche Dekanat Karlsruhe

und dem Evangelischen Kirchenbezirk Alb-Pfinz vom 22. Juli 2011.


2 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Sommer im Zweistromland

Paul Gromer, Dekan des Evangelischen

Kirchenbezirks Alb-Pfinz

Liebe Leserinnen und Leser,

Impressum

Die Kirchenzeitung

ist eine Beilage der Badischen Neuesten

Nachrichten (BNN), der Evangelischen

Kirche in Karlsruhe, der Katholischen Kirche

Dekanat Karlsruhe und des Evangelischen

Kirchenbezirks Alb-Pfinz.

Karlsruher Sommer auf dem Altrhein.

Foto: Gustavo Alàbiso

Herzlichen Dank an Peter Müller, Laura

Röstberg, Nikolai Kimmeyer und Nils

Lange.

Redaktion:

Evangelische Kirche in Karlsruhe: Christina Müller (cm),

Frank Schaber (fs), Joachim Faber (jf)

Katholische Kirche Dekanat Karlsruhe: Hubert Streckert (hs),

Stephan Langer (sl), Hans-Gerd Köhler (hgk), Friederike Maier (fm)

Evangelischer Kirchenbezirk Alb-Pfinz: Kira Busch-Wagner (bw),

Theo Breisacher (tb)

Redaktionsleitung: Andrea Sauermost (as)

Freie Mitarbeit: Gustavo Alàbiso (Fotos), Barbara Sutor

(Leitung der evangelischen Kindertagesstätte „Kinderarche“)

Titelbild: Gustavo Alàbiso

Kinder-Kirchenseite: Barbara Sutor

Anschrift der Redaktion: Kirchenzeitung, Evangelisches Dekanat Karlsruhe,

Reinhold-Frank-Straße 48, 76133 Karlsruhe, Telefon 07 21 / 8 30 72 78

E-Mail: kirchenzeitung-karlsruhe@gmx.de

v.i.S.d.P. Hubert Streckert

Die Redaktion freut sich über Rückmeldungen und Leserbriefe. Die nächste

Ausgabe erscheint am 25. November 2011

(Redaktionsschluss: 5. Oktober 2011).

Anzeigenleitung: Jörg Stark

Die Kirchenbezirke im Internet:

www.ev-alb-pfinz.de www.ev-kirche-ka.de www.kath-karlsruhe.de


Inhaltsverzeichnis

lassen Sie sich in diesem Sommer

doch einmal einladen zu einer Entdeckungsreise

durch das Zweistromland

an Alb und Pfinz mit seinen vielfältigen

und schönen Kirchen und

Kapellen. Beginnen Sie beispielsweise

Ihre Reise im Pfinztal in der Kirchengemeinde

Berghausen – Wöschbach

und entdecken Sie im Ortsteil

Wöschbach die kleine Kapelle von

Architekt Gottfried Einwächter, einem

Schüler von Professor Eiermann.

Am Abend strahlt die mächtige Michaelskirche

hell erleuchtet über Söllingen.

In Kleinsteinbach grüßt Sie an

der B 10 die Thomaskirche, eine

Weinbrennerkirche aus dem Jahre

1817. Der Taufstein stammt aus dem

Jahre 1609. Im Kirchturm hängt die

älteste Glocke im Landkreis Karlsruhe.

Dann führt der Weg den Bocksbach

entlang nach Mutschelbach.

Eine besondere Perle ist die Untere

Kirche. Im Zentrum von Langensteinbach

erwartet Sie die am Geburtstag

des „Landesvaters“ Großherzog

Ludwig eingeweihte und so

benannte Ludwigskirche mit den

Klängen der neu restaurierten Orgel

von Ferdinand Stieffell. Vergessen Sie

einen Abstecher nach Auerbach und

Spielberg nicht. In der Nähe von Ittersbach

soll der Liederdichter Wilhelm

Ganzhorn „ Im schönsten Wiesengrunde“

geschrieben haben. Oberhalb

Ittersbach liegt der Jakobsbrunnen,

eine alte Pilgerstation auf dem

Jakobsweg.

Über Waldbronn führt uns der Weg

nach Ettlingen. Schon um 1 500 lobte

eine venezianische Gesandtschaft

die schönen Häuser und die prächtigen

Brunnen dieser Stadt. Und weiter

geht es nach Rheinstetten, Forchheim,

Mörsch und Neuburgweier.

Hier sind in den Kirchen und Gemeindezentren

Werke des Künstlers

Emil Wachter zu finden. Sie führen

uns auch zur südlichsten Gemeinde

des Landkreises nach Malsch in die

Melanchthonkirche. Professor Wachter

hat hier die Prinzipalstücke Altar,

Kanzel, Tauftisch und Osterkerzenhalter

2003 neu entworfen. Aus

Kirsch-, Erlen- und Wengenholz entstanden

die reich verzierten „ Herzstücke“

des Gotteshauses. Wunderbare

Zeichen gelebter Ökumene.

Lassen Sie sich einladen zu einem

Sommer im Zweistromland auf spannenden

Wegen. Der Segen Gottes begleite

und stärke Sie.

Paul Gromer

Dekan des Evangelischen

Kirchenbezirks Alb-Pfinz

Sommer im Zweistromland ....................................................... 2

Impressum ................................................................................. 2

Kirchenfinanzierung: „Mehr Transparenz geht nicht“ ............. 3

Kinder-Kirchenzeitung .............................................................. 4

Will der Papst Ökumene? ......................................................... 5

Evangelisch-katholische Taufe in der Alb ................................ 5

Munterwegs im Himmelreich .................................................... 5

Gelebte Ökumene in Oberreut ................................................. 6

Taufe von unten und oben ........................................................ 6

Telefonseelsorge ......................................................................... 6

Beratungsstelle „brücke“........................................................... 6

Ferienlager sind ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche .... 7

Taizé – Weltdorf für innere Abenteuer ...................................... 7

Mini-Abo beim Konradsblatt .................................................... 8

Tagen in Hohenwart .................................................................. 8

Orgelstadt Karlsruhe ................................................................. 9

„Perspektivwechsel“ bei der

Evangelischen Erwachsenenbildung ........................................ 9

„Strahlen für das Leben“

in den Vincentius-Kliniken Karlsruhe .................................... 10

„Jesus Christ Superstar“

bei den Volksschauspielen Ötigheim ...................................... 10

Kirchliche Sozialstation Ettlingen .......................................... 10

Demenzkranke Menschen können nicht allein bleiben –

Informationen der kirchlichen Sozialstationen ..................... 11

Veranstaltungskalender ..................................................... 12, 13

Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Baden ........... 14

Online für die Seele sorgen ..................................................... 15

Glaubenskurse der evangelischen Kirche ............................... 15

Urlaubsseelsorge der Evangelischen Landeskirche Baden .... 15

Begegnung zwischen Kirchen und der Dritten Gewalt.......... 16

Nachlass geregelt – Kopf frei für alles andere ......................... 16

Christentum als Aufklärung – die Theologie des Papstes ...... 17

Angebot des „kirchenfensters“................................................ 17

Programm des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden ....... 17

Wir geben Jugendlichen Raum ................................................ 18

Weltweite Ökumene auf dem Weg des Friedens .................... 18

Für die „Verheutigung“ der Frohen Botschaft ........................ 19

Zum Wohle unserer Gesellschaft ............................................ 19

Veränderungen beim Badischen Landesverein

für Innere Mission ................................................................... 20

Sterben ins Leben lassen ........................................................ 21

Zurück ins Leben .................................................................... 21

Projekt „Working Mom“ ......................................................... 22

Ehrenamt – wie viel Amt – wie viel Ehre? .............................. 22

Die Plätze gehören allen ......................................................... 23

„Hinter dem Horizont...“ wenn Männer trauern ................... 23

Gott spart nicht ....................................................................... 24

Vom Wein in der Bibel ............................................................ 24


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

3

„Mehr Transparenz

geht nicht“

Kirchenfinanzierung: Mit größtmöglicher

Offenheit antworten die Kirchen auf

Klischees und Vorurteile

s ist ein sensibles Thema. Auf der

Eeinen Seite ist klar, dass die Kirchen

dem Geld mit einer gewissen

Skepsis gegenüberstehen. Sie sollen

sich um die Schätze im Himmel kümmern,

nicht um die Schätze auf der

Erde. Das hat Jesus seinen Jüngern ins

Stammbuch geschrieben (Mt 6, 19).

Somit müssten die Kirchen eigentlich

Non-Profit-Organisationen schlechthin

sein.

Das sind sie tatsächlich. Andererseits

stehen die Kirchen aber auch

mitten in der Welt. Und in diesen Gesetzmäßigkeiten

müssen sie sich organisieren

– gerade, was ihren vielfältigen

Einsatz für Menschen in Not angeht.

Von daher sind sie gezwungen,

sich doch mit dem Thema „Geld“ auseinanderzusetzen.

Anders könnten sie

ihren Auftrag gar nicht erfüllen.

Hier die biblisch geforderte Zurückhaltung,

dort das nötige verantwortungsvolle

Wirtschaften – für Michael

Himmelsbach und Hermann Rüdt ist

der Ausgleich zwischen diesen Polen

gewissermaßen die Job-Beschreibung.

Denn sie verwalten in der Erzdiözese

Freiburg (zu der die Katholiken in unserer

Region gehören) beziehungsweise

in der Evangelischen Landeskirche

in Baden die Finanzen. Dabei geht es

jeweils um Haushalte in dreistelliger

Millionenhöhe.

Mit ihrem Wirtschaften stehen die

Kirchen unter besonderer Beobach-

legen beispielsweise Geschäftsberichte

und ihren Haushalt mit allen Einnahmen

und Ausgaben vor, die im Internet

einzusehen sind. Darin kann

jeder Mann und jede Frau nachlesen,

woher die Kirchen ihre Einnahmen

beziehen – und was sie mit dem Geld

machen. „Mehr Transparenz geht

nicht“, sagt Michael Himmelsbach.

Die wichtigste Einnahmequelle der

Kirchen ist nach wie vor die Kirchensteuer.

Sie macht etwa zwei Drittel der

Einnahmen aus (zuletzt 73 Prozent im

Erzbistum Freiburg, 67 Prozent in der

Evangelischen Landeskirche in Baden).

Die Kirchensteuer beträgt (in

Baden-Württemberg und Bayern) acht

(sonst neun) Prozent der Lohn- und

Einkommenssteuer und wird – gegen

Bezahlung – durch die staatlichen Finanzämter

eingezogen.

Weitere Einnahmequellen sind die

so genannten Staatsleistungen. Damit

ist ein finanzieller Ersatz für die Enteignung

kirchlichen Besitzes durch

den Staat vor gut 200 Jahren gemeint.

Hinzu kommen Einnahmen aus Stiftungen

und Vermögenserträge.

All diesen Einkünften ist gemeinsam:

Sie stellen keine vermeintlichen

Privilegien der Kirchen dar, wie es Kirchengegner

und bekennende Atheisten

gerne formulieren. „Die Kirchen

gerieten ja nicht einfach so in den Genuss

dieser Zahlungen“, sagt Hermann

Rüdt: „Sondern jeder einzelne

Die Kirchen und das Geld –

das ist ein sensibles Thema.

Mit größtmöglicher Transparenz

legen die Verantwortlichen

dar, warum die Kirche

welche Einnahmen hat. Und

vor allem stellen sie heraus,

was sie mit dem Geld machen.

Fotos: KNA-Bild

Arbeit und Mühe, die diese Pflichtaufgaben

im sozialen Bereich mit sich

bringen. Die Kirchen wie andere private

Träger springen ein und zahlen

auch noch einen erheblichen Teil der

Kosten für diese Einrichtungen aus

eigenen Mitteln – rund 10 bis 20 Prozent.

Diese Aufwendungen sparen

sich die jeweiligen staatlichen Kostenträger

und zudem bringen viele

Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden

ihre Arbeit und Zeit ein. Der Staat

unterstützt hier also nicht die Kirchen,

sondern umgekehrt: Die Kirchen

übernehmen für Staat und Gesellschaft

elementare Aufgaben, was

sich für diese auch finanziell auszahlt.

Dieses Zusammenspiel von Staat

und Kirche gibt es längst nicht überall

auf der Welt. Aber hierzulande hat es

sich bewährt. „In einer Demokratie ist

es richtig und wichtig, dass nicht alles

vom Staat gemacht wird“, sagt der

Bayerische Landesbischof Johannes

Friedrich: „Das subsidiäre Handeln

gehört zu den großen Errungenschaften

und den Grundlagen unseres Gesellschaftssystems.“

sl

tung. Weit verbreitet sind beispielsweise

Klagen über den vermeintlichen

Reichtum oder sogenannte Privilegien

der Glaubensgemeinschaften. Vielleicht

treffen einzelne Berichte über

zweifelhaftes Finanzgebaren kirchlicher

Stellen ja sogar zu. Aber kann

man daraus einen Trend ableiten?

Michael Himmelsbach und Hermann

Rüdt kennen die Vorwürfe und

auch die Klischees. Ihre Antwort darauf

heißt „Offenheit“. Beide Kirchen

Posten ist sehr wohl begründet.“ Manches

ist eben aus historischen Verpflichtungen

entstanden, anderes hat

mit vereinbarten Aufgaben der Kirchen

für das Gemeinwohl zu tun.

Und entscheidend ist ja, was die

Kirchen mit ihrem Geld machen. Sie

häufen keine Reichtümer an, sondern

setzen das Geld ein – vor allem für

Menschen. „Größter Posten ist die

Seelsorge mit 46 Prozent“, erklärt Michael

Himmelsbach. „Der zweitgrößte

Posten sind die Ausgaben für soziale

Dienste, die insgesamt 17 Prozent ausmachen,

davon der überwiegende Anteil

zur Finanzierung der Kindergärten.“

Gerade bei Kindertageseinrichtungen

wird deutlich, dass der Staat den

Kirchen nichts schenkt – sondern

dank des Einsatzes der Kirchen viel

spart. Dadurch, dass die Kirchen Aufgaben

wie die Kinderbetreuung übernehmen,

erspart sich der Staat alle

WEITERE INFORMATIOEN

www.ekiba.de

www.erzbistum-freiburg.de

www.kirchenfinanzen.de

www.ebfr.de/finanzen

sowie unter den Telefonnummern

08 00 / 7 13 71 37 sowie

07 61 / 21 88-9 80.


4

KINDER-KIRCHENZEITUNG

Ein Tag im

Ferienlager

mit Lynn

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

orgens um 8 Uhr werde ich

Mvon meinen Eltern zur Andreas-Schühle-Hütte

nach Durlach

gebracht. Dort, auf einem

tollen, großen Gelände, warten

bereits einige Freunde auf mich.

Wenn alle Kinder eingetroffen

sind, begrüßen wir uns in einem

Morgenkreis. Wir singen schöne

Foto: Maximilian Lesch

Lieder und besprechen zusammen

mit unseren Betreuern den

Tag. Anschließend wartet bereits

das Frühstück auf uns mit viel

Kakao und Brezeln.

Dann geht’s los! Schwere, große

Holzpaletten müssen den Berg

hinaufgeschleppt werden. Wir

helfen uns mit Seilen und ziehen

die Holzpaletten hinter uns her.

Das macht richtig Spaß, und wir

müssen dabei so lachen, dass wir

aufpassen müssen, dass nicht alles

wieder den Berg hinunterrutscht.

Oben angekommen, werden

die Holzteile zu einer Hütte

zusammengesetzt. Das ist viel Arbeit,

aber weil alle mithelfen und

die Betreuer uns unterstützen,

wird unsere Hütte schnell fertig.

Das Hochschleppen und Aufbauen

macht natürlich richtig hungrig,

und zum Glück ertönt auch

bald ein Pfiff, und es gibt ein leckeres

Mittagessen. Danach richten

wir unsere Hütten mit einem

Tisch und Sitzstämmen gemütlich

ein. Wir sind gerade so richtig am

Spielen, da ertönt auch schon

wieder ein Pfiff, und wir können

uns am Küchenbuffet bedienen.

Im anschließenden Abschlusskreis

hören wir noch Geschichten

aus der Kinderbibel und lösen gemeinsam

lustige Ratespiele.

Draußen am Ausgang warten

schon meine Großeltern auf

mich, denen ich viel zu erzählen

habe.

So stelle ich mir

coole Ferien vor

Magnus, 5. Klasse

Am tollsten wäre eine Reise mit meinen

Eltern nach New York.

Luisa, 6. Klasse

Ausschlafen und sechs Wochen lang keinen

Wecker stellen müssen und selbst entscheiden, wann

ich ins Bett gehe. Das ist schon fast am schönsten. Cool

wäre natürlich auch eine Reise nach Hawaii, da würde

ich meine Familie mitnehmen.

Johann, 6. Klasse




Paula, 7. Klasse

Schön wäre es, ohne meine Eltern und meinen

Bruder, dafür mit meinen Freunden zu

verreisen. Am liebsten ans Meer, Zelten wäre

okay. Wenn ich zu Hause bliebe, hätte ich

endlich mal Zeit, mein Zimmer aufzuräumen

und viel zu schlafen. Schrecklich fände ich es

in den Sommerferien für die Schule

lernen zu müssen. Meine Eltern

würden mich zu Hause

nicht stören.

Ich würde am liebsten, ohne Eltern, aber

mit meinen Freunden, eine lange Weltreise

unternehmen. Wenn meine Freunde nicht

dürfen, würde ich meine Eltern mitnehmen.

Julia, 6. Klasse

Mit meinen Freunden vorne am Strand zelten

und meine Mama kann hinten im Hotel wohnen,

das wäre toll. Alle Sportsendungen im

Fernsehen anschauen, und wenn mir langweilig ist,

rufe ich Freunde an.

Und wie stellt Ihr Euch Eure Ferien vor?

Schreibt uns Eure Ferienträume mit Angabe Eures Alters an:

Redaktion Kirchenzeitung im Evangelischen Dekanat Karlsruhe,

Reinhold-Frank-Straße 48a, 76133 Karlsruhe. Unter allen Einsendern

verlosen wir einen Kinogutschein.

Rezept für eine

Erfrischende

Zitronenlimonade

Dazu brauchst du: 1-2 Zitronen

25 g Zucker

1 l Wasser

Zucker in ein literfassendes Gefäß schütten. Circa 100 ml warmes

Wasser eingießen. Den Zucker durchrühren und darin auflösen. Je

nach Geschmack ein oder zwei Zitronen auspressen und mit dem

restlichen Wasser das Gefäß auffüllen. Kalt stellen. Zum Wohl.

BUCHSTABENRÄTSEL:

In diesem Buchstabensalat verstecken sich drei Wörter, die

mit den Sommerferien zu tun haben – eines waagrecht, eines

senkrecht und eines diagonal. Finde sie heraus, schreibe

sie auf eine Postkarte und schicke sie an:

Redaktion Kirchenzeitung im Evangelischen Dekanat

Karlsruhe, Reinhold-Frank-Straße 48a, 76133 Karlsruhe.

Unter allen Einsendern verlosen wir ein spannendes

Ferien-Lesebuch.

K C L I E T M N Y C

E H W D Q U S A F V

U R I Z Y O L J E G

L O N T C M I Z X Q

P S E R Z L P U F D

B L P Q C E P F H O

I E S O K E F I K P

U R C D P L E R O W

M M H A E P R Q E L

D O N R S U I N L I

E I S E S S E N H C

X K Z P R A N U D V


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

5

Will der Papst Ökumene?

Überlegungen im Vorfeld des Papstbesuchs in Deutschland

Ein außergewöhnliches ökumenisches

Zeichen: Fünf Brüder

ließen sich im Frühjahr in

der Alb taufen.

Foto: Julia Bewerunge

Gelebte

Ökumene

Eine evangelischkatholische

Taufe

in der Alb

von Julia Bewerunge

inde Dich niemals ab mit dem

FSkandal der Spaltung unter den

Christen, die alle so leicht die Nächstenliebe

bekennen und doch getrennt

bleiben.“ So schrieb einst Frère Roger,

der Gründer und lebenslange Prior

von Taizé. Eine gleichermaßen konkrete

wie außergewöhnliche Annäherung

der Konfessionen war im Frühjahr

in Karlsruhe zu erleben. Fünf

Brüder wurden in einer gemeinsamen

Feier an der Alb getauft – drei von ihnen

katholisch, zwei evangelisch.

Ihre jeweilige Konfession hatten die

Jungen im Alter zwischen acht und

dreizehn Jahren selbst gewählt. Die

Entscheidung war besonders durch

den jeweiligen Religionsunterricht in

der Schule und ihre Pfarrgemeinden

geprägt worden. Dass sich die Konfessionen

nahe stehen, erleben Noah,

Jonathan, Aaron, Ilias und Josua bei

ihren Eltern: sie leben in einer konfessionsverbindenden

Ehe. Entsprechend

erleben die Kinder auch die Gottesdienste

im Wechsel evangelisch und

katholisch.

Die Feier an der Alb wurde jetzt von

Pfarrer Matthias Koffler und Diakon

Gerhard Eckerle geleitet. Bei Verwandten

und Freunden fand diese außerordentliche

Form der „ökumenischen

Taufe“ große Zustimmung. „Die

Kinder haben Einblick in beide Konfessionen

bekommen“, sagte eine Mitfeiernde:

„Sie wurden schlicht und ergreifend

zu Christen erzogen.“

Info: Die Taufe ist das Grundsakrament

der Kirchen. Die Unterzeichnung

der Magdeburger Erklärung, in

der Vertreter von elf verschiedenen

Kirchen das Taufsakrament gegenseitig

anerkennen, gilt als ökumenischer

Höhepunkt. Theologisch gesehen

ist die Taufe eine reinigende und

heiligende Neugeburt des Menschen

im Geist und in der Gnade Jesu Christi

durch die rechtliche und sakrale

Eingliederung in die Kirche.

von Thorsten Maaßen

m September besucht Papst Benedikt

IXVI. Deutschland. Er kommt auch

nach Baden, wo nach Überzeugung

der Bischöfe Zollitsch und Fischer die

„ökumenischen Uhren anders gehen“.

Kann der Papstbesuch also auch die

Ökumene beflügeln?

Sechs Jahre nach der Wahl Joseph

Ratzingers zum Nachfolger Petri sind

kühne Erwartungen schon längst

gedämpft. Gerade aus Sicht evangelischer

Christen und ökumenisch engagierter

Katholiken galt ein Papst aus

dem Land der Reformation als Hoffnungszeichen.

Benedikt betonte auch

gleich in seiner ersten Ansprache seine

vorrangige Verpflichtung, „mit allen

Kräften an der Wiederherstellung der

vollen und sichtbaren Einheit aller

Jünger Christi zu arbeiten.“ Andererseits

erfahren die evangelischen Dialogpartner

wiederholt aus Rom, sie seien

nicht Kirche „im eigentlichen Sinn.“

Hoffnungen auf eine baldige Gemeinschaft

im Abendmahl hatte Ratzinger

schon als Kardinal eine Absage erteilt.

Seiner Überzeugung nach kann

die Gemeinschaft am Tisch des

Herrn nur Ausdruck einer

schon vollendeten Einheit

der Kirche sein, nicht

schon Stärkung auf dem

Weg dorthin.

Auch wenn man darüber im ökumenischen

Dialog so trefflich streiten

kann wie über das Verständnis von

Kirche und Bibel, sollte man nicht

übersehen, dass Papst Benedikt XVI.

dennoch ein Motor für die Ökumene

ist. Er möchte Wege zur Einheit der

Christen fördern. Darum weist er auch

auf Punkte hin, die seiner Überzeugung

nach die Kirchen noch trennen. Er hat

Angst, das Ringen um tiefere Gemeinschaft

würde erlahmen, wenn man erst

einmal gemeinsam Abendmahl feiert.

Diese Angst ist bedauerlich, weil sie

die ökumenischen Aufbrüche in den

Gemeinden zu bremsen scheint. Aber

wer sich genauer mit dem Denken Joseph

Ratzingers beschäftigt, wird merken,

dass die ökumenische Perspektive

für ihn unverzichtbar ist.

Darum hat der Papst bei den Reiseplanungen

einen eigenen Tag in Erfurt

durchgesetzt, wo er in Martin Luthers

Kloster den Vertretern der evangelischen

Kirchen begegnet. Nicht jeder

Beamte im Vatikan war davon begeistert.

Benedikt steuert damit bewusst

einer Entwicklung entgegen, die den

Dialog Roms mit den Protestanten

immer weiter an den

Rand zu drängen schien. In

diesem Sinn ist der dritte

Deutschlandbesuch Benedikts

XVI. auch für

evangelische Christen ein

Grund zur Freude. Er

Papst Benedikt XVI.

Foto: KNA

Dr. Thorsten Maaßen ist evangelischer

Pfarrer in Ettlingen Foto: privat

kann Gemeinden, Pfarrer und Bischöfe

zu verstärktem Engagement in der

Ökumene ermutigen. Insbesondere

wünschen sich evangelische Christen

deutliche Worte und Gesten der Wertschätzung

und Geschwisterlichkeit.

Dazu gehört auch die Bereitschaft, in

den verbliebenen, die Kirchen trennenden

Fragen das Einende zu suchen.

Auch dies – eine so genannte „Hermeneutik

der Einheit“ – gehört übrigens

zum theologischen Programm des jetzigen

Papstes.

„Wo Gott ist, da ist Zukunft“ – lautet

das Motto des Papstbesuchs. Dieser

hoffnungsvolle Zuspruch tut allen

Menschen in Deutschland gut – nicht

nur Katholiken. Darum können auch

die evangelischen Christen den Bischof

von Rom als einen Prediger der Frohen

Botschaft willkommen heißen.

LITERATUR

Thorsten Maaßen, Das Ökumeneverständnis

Joseph Ratzingers,

Göttingen 2011, 407 Seiten,

53,90 Euro, ISBN 978-3-

89971-798-3


6 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Was wir gemeinsam tun können,

machen wir gemeinsam

Evangelische und katholische Gemeinde in Oberreut, gemeinsam unter einem Dach

kumenisches Gemeindezentrum

ÖOberreut ist in Großbuchstaben

aus Edelstahl links oberhalb der Eingangstür

zu lesen. In dem großen Zentrum

in der Bernhard-Lichtenberg-

Straße 46 / 48 befinden sich zwei Gemeinden:

die evangelische Versöhnungsgemeinde

und die katholische

Gemeinde St. Thomas Morus, die zur

Seelsorgeeinheit Karlsruhe-Südwest

gehört. „Im Jahr 2009 konnten wir das

zwanzigjährige Bestehen des Gemeindezentrums

feiern“, freut sich Pfarrer

Alexander Kunick von der evangelischen

Versöhnungsgemeinde. Gelebte

Ökumene gebe es bereits seit 1965 im

Stadtteil, informiert der Theologe. Vor

Errichtung des Gebäudes hätten die

Gemeinden eine Holzkirche am Waldrand

gemeinsam genutzt, informieren

Kunick und Pfarrer Matthias Koffler,

Leiter der Seelsorgeeinheit Karlsruhe-

Südwest.

Gemeinsame

Einrichtungen und

Veranstaltungen

Vieles wird durch das Engagement

beider Gemeinden realisiert, beispielsweise

die Ökumenische Gemeindebücherei,

die sich mitten im Zentrum

befindet. Auch der Gemeindebrief

wird gemeinsam erstellt und herausgegeben,

und Ende Mai fand das 3. Ökumenische

Gemeindefest statt. „Die örtlichen

und räumlichen Gegebenheiten

sorgen dafür, dass man sich hier kennen

lernt und zusammensetzt“, bestätigen

beide Theologen. Intensiv kennen

lernen und zusammensetzen – das

passiert auch in den Leitungsgremien

der Gemeinden. „Der Pfarrgemeinderat

und der Ältestenkreis tagen regelmäßig

zusammen, wir haben hier einen

Ökumeneausschuss“, erklärt der

47-jährige Matthias Koffler. Einmal im

Monat gibt es einen ökumenischen Familiengottesdienst,

die Osternacht mit

Osterfeuer wird gemeinsam gefeiert,

der ökumenische Gospelchor „Move

together“ besteht aus Mitgliedern beider

Gemeinden. „Natürlich gibt es

auch Menschen, die Schwierigkeiten

mit der Ökumene haben“, erläutert

Alexander Kunick. Viele Menschen im

Stadtteil Oberreut seien aus Ländern

nach Deutschland zugezogen, in denen

es keine praktizierte Ökumene

gebe, so der 50-jährige Pfarrer.

Foto: Bernd Wagner

Pfarrer Matthias Koffler (links) und Pfarrer

Alexander Kunick (rechts) unter dem Glockenturm

des ökumenischen Gemeindezentrums

in Oberreut. Foto: Christina Müller

Doch trotz des vielfältigen gemeinsamen

Gemeindelebens „unter einem

Dach“ hat jede Gemeinde ihre eigenen

Schwerpunkte und Angebote.

„Die Senioren- und Jugendarbeit beispielsweise

ist sehr gemeindebezogen“,

sagt Matthias Koffler. Das jeweilige

Gemeindeleben und die damit

verbundenen Veranstaltungen in einem

Haus – das berge nicht nur Chancen,

sondern auch Konfliktpotenzial,

fassen beide Theologen ihre Erfahrungen

zusammen. Oftmals benötigten

unterschiedliche Gruppen die gleichen

Räume, mehr Absprachen und

Koordination von Terminen sei notwendig.

„Es ist nicht so, dass hier immer

alles eitel Sonnenschein ist“, sagt

Pfarrer Kunick. Doch die Spannungen

hielten sich in Grenzen, erklären beide,

vielmehr überwiege das Bewusstsein,

die gleichen Wurzeln im Glauben

zu haben. „Wir haben hier einen

Grundsatz: Was wir gemeinsam machen

können, machen wir gemeinsam,

und was wir nicht gemeinsam machen

können, muss erklärt werden“, betont

Matthias Koffler.

cm

Taufe von unten

und oben

ei Sonnenschein startete am 10. Juli das große Tauf-

der Evangelischen Kirche in Karlsruhe in der

Bfest

Günther-Klotz-Anlage mit 105 kleinen und großen

Täuflingen, die mit ihren Familienangehörigen und

Freunden gekommen waren. Als sich die Festgemeinschaft

auf den Weg zum Alb-Ufer machte, öffnete der

Himmel seine Schleusen. Der fröhlichen Stimmung tat

dies keinen Abbruch: In strömendem Regen tauften 16

Pfarrerinnen und Pfarrer alle, die sich zu dieser außergewöhnliche

Taufe angemeldet hatten.


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

7

Ferienlager sind ein sicherer Ort

für Kinder und Jugendliche

Ein Kommentar von Diözesanjugendpfarrer

Dr. Joachim Burkard

ommerzeit ist Lagerzeit. Viele

SPfarrgemeinden haben Kinder und

Jugendliche eingeladen, ein paar Tage

oder Wochen gemeinsam in einem Ferienlager

zu verbringen. Für die Mädchen

und Jungen sind solche Erfahrungen

prägend: meist sind es die ersten

größeren Schritte ohne die Eltern.

Sie erleben Gemeinschaft, in der

Gruppe werden sie ganzheitlich gefördert

und gefordert.

Soweit, so positiv. Doch seit im vergangenen

Jahr Fälle sexuellen Missbrauchs

im kirchlichen Raum bekannt

geworden sind, stellen sich neue Fragen.

Die Kultur der Jugendarbeit hat

sich verändert, eine noch stärkere

Sensibilität ist eingekehrt. Wie nie zuvor

gehört das Thema „Schutz vor sexueller

Gewalt“ zur täglichen Arbeit

von hauptberuflichen und ehrenamtlichen

Mitarbeitern. Denn es muss klar

sein, dass Kinder und Jugendliche gerade

die Ferienlager als einen sicheren

Ort erleben.

Die kirchliche Jugendarbeit in der

Erzdiözese Freiburg geht das Thema

„Prävention“ sehr entschieden an.

Dazu haben sich die Verantwortlichen

Rat von Experten geholt: bereits seit

einigen Jahren arbeitet man mit der

Ein Sommer im Ferienlager ist

ein tolles Erlebnis. Die Kirche

tut alles dafür, dass Kinder

und Jugendliche gerade auch

die Freizeiten als einen sicheren

Ort erleben. Foto: KNA

Opferberatungsstelle „Zartbitter“ in

Köln zusammen und hat so die vorhandenen

Materialien und Vorgehensweisen

weiterentwickelt.

Ein Bündel von verstärkten Präventionsmaßnahmen

ist seit diesem Jahr

in Kraft. Dazu gehört die noch intensivere

Schulung von künftigen Jugendgruppenleitern

auf den Grundkursen.

Nur wer am Ende dieser Einheiten

eine Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet,

kann eine Kinder- oder

Jugendgruppe in der Kirche leiten.

Im Falle von Ferienlagern begegnen

einem diese Fragen besonders zugespitzt.

Schließlich kommen sich hier

die Teilnehmer untereinander sehr

nahe, auch das Zusammenleben mit

den selbst noch jungen Begleitern ist

intensiv. Das geht auch gar nicht anders,

und es ist sogar gewollt. Denn

Kinder und Jugendliche sollen auf Ferienlagern

sich selbst, anderen Menschen

und Gott begegnen. Die Grundvoraussetzung

für das Gelingen dieser

Begegnung sind Offenheit und Vertrauen.

Allerdings: Wenn Menschen sich

öffnen und Vertrauen wagen, machen

sie sich verletzlich. Damit diese Verletzlichkeit

nicht von Einzelnen ausgenutzt

werden kann, braucht es klare

Regeln. Sie werden in diesem Sommer

erstmals in Ferienlagern angewendet.

Dabei geht es nicht darum, konkrete

Vorgaben für jedes der mehr als 500

Ferienlager in der Erzdiözese Freiburg

zu machen. Entscheidend ist die Bewusstseinsbildung:

Was ist eine Grenzverletzung,

was ein Übergriff, was eine

strafbare Handlung? Wie können wir

Kinder und Jugendliche dahin gehend

stärken, dass sie ihre Rechte auch in

diesem Bereich selbstbewusst vertreten?

Zu Seelsorge gehört Nähe. Sie ist

und bleibt Beziehungsarbeit. Und es

geht auch nicht darum, alle Beteiligten

unter Generalverdacht zu stellen.

Doch die Beziehungsarbeit muss noch

reflektierter geschehen. So werden

Unsicherheiten bei allen Beteiligten –

Eltern, Kindern und Betreuern – vermieden.

Offenheit und Sicherheit, Vertrauen

und Schutz – auf diesem Boden

kann kirchliche Jugendarbeit und damit

Kirche wachsen und gedeihen.

Weltdorf für innere Abenteuer

Die Faszination von Taizé ist bei Jugendlichen ungebrochen

Eindrücke

aus Taizé

von Klaus Nientiedt

eit Jahrzehnten kommen aus ganz

SEuropa, ja aus der ganzen Welt Jugendliche

nach Taizé, um hier zusammen

mit einer ökumenischen Brüdergemeinschaft

eine Gemeinschaft des

Glaubens zu erleben. Mittelpunkt sind

dreimal am Tag die gottesdienstlichen

Versammlungen. Der meditative Gesang

von Taizé hat etwas Unverwechselbares.

Alles Weitere gruppiert sich

um die Gottesdienste herum: Mahlzeiten,

Workshops, Treffen.

Es begann zur Zeit des Zweiten

Weltkriegs. Eine kleine Gemeinschaft

von Männern siedelte sich unter der

Leitung des Schweizer reformierten

Theologen Roger Schutz unweit der

Grenze zwischen dem besetzten und

dem nicht besetzten Teil Frankreichs

in Burgund an. Schon bald wurde die

Kirche des Dorfes Taizé zu klein. Das

deutsche evangelische Hilfswerk Aktion

Sühnezeichen errichtete am Rande

des Dorfes eine große Betonkirche:

die „Église de la Réconciliation“ – die

Kirche der Versöhnung.

Versöhnung wurde zu einem zentralen

Stichwort – Versöhnung während

des Zweiten Weltkriegs und erst recht

nachher. Versöhnung zwischen den

christlichen Konfessionen: Erst Jahrzehnte

nach dem Beginn stießen erste

Katholiken zur Gemeinschaft.

Die Gemeinschaft hat bereits manchen

Wandel erlebt. Sie begann als ein

innerprotestantischer Versuch, das

Ordensleben neu zu entdecken. Mit

dem Konzil der Jugend in den 70er

Jahren geriet Taizé mitten in die weitreichenden

Umwälzungen in Kirchen

und Gesellschaft. Die orthodox anmutenden

Türme auf den Anbauten zur

Versöhnungskirche signalisieren die

Verbindung mit den Menschen im Osten

und Südosten Europas. Mit den

jährlich zum Jahreswechsel stattfindenden

Europäischen Jugendtreffen

(2011/12 in Berlin) geht man auf die

Menschen in den europäischen Metropolen

zu.

So sehr sich Taizé abhebt von der allgemeinen

kirchlichen Landschaft, so

sehr dieser Ort fasziniert und die Menschen

anzieht – im Letzten geht es

nicht um Taizé. Diese Brüdergemeinschaft

will keine Bewegung begründen,

die auf irgendeine Weise in Konkurrenz

tritt zu den bestehenden Kirchen.

Die Brüder von Taizé bieten Räume

zur Erneuerung des Glaubens an die

christliche Botschaft der Versöhnung.

Seit Jahrzehnten kommen Jugendliche nach Taizé, um hier Gemeinschaft des

Glaubens zu erleben.

Foto: Sabine Leutenegger

Die Zeit in Taizé war für mich

eine Zeit der Stille und Besinnung,

aber auch eine Zeit der

intensiven und tiefen Gespräche.

Ich habe die Erfahrungen

in meinen Alltag mitgenommen,

das Gefühl der Geborgenheit

in der (Glaubens-)Gemeinschaft

trägt mich noch immer.

Hanna Schuhmacher

Mich faszinieren an Taizé die

christliche Gemeinschaft, die

Wärme und Geborgenheit in

der Kirche, der Erholungsfaktor

trotz so einfachem Lebensstandard

und nicht zuletzt die

unheimlich befreienden Gesänge

während der Gottesdienste.

Tina Igel

Was mich an Taizé fasziniert: die

große Zahl junger Menschen,

die dort jeden Sommer zusammenkommt,

der Geist, der durch

sie spürbar wird, die Gewissheit

des Glaubens, die von ihnen

ausstrahlt. Britta Muth

An Taizé faszinieren mich das

„Zur-Ruhe-Kommen“ vom

stressigen Alltag in den Gesängen

und die dort herrschende

Atmosphäre. Und manchmal

klappt dort sogar ein Gespräch

mit Gott … Lea Emde


8 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

9

Orgelstadt Karlsruhe

„ORGAN-I-SAT-ION“ im Finale für den Stadtgeburtstag 2015

Klais-Orgel Christuskirche

Foto: privat

ber 50 Orgelkonzerte im Jahr, al-

600 Besucher im Mai bei der

Ülein

Durlacher Orgelnacht, mehr als 1 000

Menschen am Himmelfahrtswochenende

in der Christuskirche anlässlich

des ersten Geburtstages der neuen

Klais-Orgel, Organisten aus ganz Europa

beim Internationalen Orgelsommer

in der Stadtkirche am Markt.

Und nun hat es auch ein Orgelprojekt

ins Finale für die 15 besten Ideen

zum Stadtgeburtstag 2015 geschafft.

Organisten der vier Partnerstädte

Karlsruhes sollen zusammen mit vier

Organisten in Karlsruhe per Satellit gemeinsam

eine Orgelkomposition aufführen.

Erleben kann man dieses „OR-

GAN-I-SAT-ION“ genannte Orgelspektakel

im ZKM, wo alle Bilder und

Klänge zusammengeführt werden sollen.

Aus den 30 Ideen, die es ins Finale

geschafft haben, wählt eine Jury 14 Ideen

aus, zusätzlich gibt es einen Publikumspreis.

Per Online-Wahl kann man

unter www.karlsruhe2015.de bis zum

31. Juli seine Stimme abgeben, natürlich

auch für „ORGAN-I-SAT-ION“.

Drei Orgelkonzerte gibt es noch im

Juli: Am Sonntag, dem 24. Juli, um 17

Uhr nimmt Kantor Dieter Cramer in

der Auferstehungskirche Rüppurr die

Besucher mit auf „…eine heitere Orgel-Welt-Reise…“

mit Musik von

Bach, Villa-Lobos und Mathias. Am

Abend spielt Kantor Christian-Markus

Raiser auf „seinen“ Orgeln in der

Stadtkirche Karlsruhe am Marktplatz

Werke von Grigny, Alain und Vierne.

Wie immer beim Internationalen Orgelsommer

gibt es von 20 bis 20.30

Uhr auf dem „blauen Sofa“ beim Gespräch

mit dem Organisten des Abends

Interessantes über die gespielten Kompositionen

zu erfahren.

Den Abschluss des Orgelsommers

bildet ein Konzert des Warschauer Organisten

Michal Markuszewski am 31.

Juli mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen

und eigenen Improvisationen.

Erstmals findet in der Johanniskirche

die „Nacht der nebenamtlichen Organisten

und ihrer Gäste“ statt. Am Freitag,

dem 23. September, ab 20 Uhr spielen

Karlsruher Organisten ihre Lieblingsstücke,

für einen Imbiss und Getränke

ist gesorgt, der Eintritt ist frei.

Der „Durlacher Orgelzyklus“ im September/Oktober

markiert den Auftakt

der neuen Konzertsaison. Unter dem

Titel „Let it pipe“ präsentiert am 30.

September Ulrich Lamberti, Professor

für Orgel an der Hochschule Halle, Musik

der Beatles auf der Orgel. Traditionell

gehört zum Orgelzyklus auch eine

Stummfilmvorführung mit Live-Orgelmusik

am 5.Oktober mit Christoph Georgii.

Als Höhepunkt erklingt ein Konzert

in der Reihe „Meister der Orgel“

mit Kalevi Kiviniemi aus Finnland.

Zum 10. Geburtstag der Mönch-

Orgel in der Lutherkirche spielt Kantorin

Dorothea Lehmann-Horsch am

5. November um 19 Uhr Werke des

vor 100 Jahren geborenen französischen

Komponisten Jehan Alain. Ein

Publikumsmagnet sind weiterhin die

monatlichen Konzerte von Carsten

Wiebusch in der Reihe „Faszination

Orgel“ in der Christuskirche.

Alle Kirchenkonzerte im Bereich

der Evangelischen Kirche in Karlsruhe

finden Sie wie immer unter www.

kirchenmusik-karlsruhe.de.

Johannes Blomenkamp

Markuszewski, Warschau

Foto: privat

ir können viel voneinander ler-

wenn wir uns auf Augen-

Wnen,

höhe begegnen“ – so fasst Ursula*,

Teilnehmerin des Projekts „Perspektivwechsel“

der Evangelischen Erwachsenenbildung

Karlsruhe (EEB),

ihre Erfahrungen zusammen. An den

Start gegangen war das Projekt im

September 2010 mit dem Ziel, „Armutserfahrenen“

und „Bildungserfahrenen“

wechselseitiges Lernen in Tandems

zu ermöglichen. Die anfängliche

„Etikettierung“ war nicht durchzuhalten:

„Bildungserfahrene müssen nicht

reich sein, und wer Armut kennt, kann

selbstverständlich gebildet sein“, stellt

Isa Breitmaier (EEB) fest, die gemeinsam

mit Jutta Shaker (Ikarus – Arbeit

und Soziales) das Projekt leitet.

„Perspektivwechsel“ ist das Stichwort

der Gruppe, die sich „in einer

Zeit, in der die Schere zwischen Arm

und Reich in der Gesellschaft immer

weiter auseinander geht“, zusammengetan

hat. Die einen Teilnehmenden

sind arbeitslos oder verfügen über sehr

geringes Einkommen, die anderen haben

Arbeit und geben sich mit den

Vorurteilen zwischen Arm und Reich

nicht zufrieden.

„Wir gehen in Kontakt miteinander,

tauschen unterschiedliche Lebenserfahrungen

aus und erkunden gemeinsam,

welche Möglichkeiten der Teilhabe

am sozialen Leben für Menschen

mit geringem Einkommen bestehen“,

berichtet Ursula. Ein Teil der Gruppe

Wo die Menschen

zählen, spielt

Geld keine Rolle

„Perspektivwechsel“ fördert

Zugangschancen zu Bildung und Kultur

Foto: Joachim Faber

hat „Tandems“ gebildet, die zu zweit

Zeit miteinander verbringen. Da wird

im Botanischen Garten spazieren gegangen,

oder es gibt gemeinsame Spielabende.

Autorenlesungen, Museen, Kirchen

und sogar andere Städte werden

besucht. Die einen stärken ihre Selbstwirksamkeit,

die anderen lernen neue

Lebenswelten kennen.

„Wir wissen natürlich, dass Geld zu

haben bedeutet, frei zu sein, und dass

Armut Machtlosigkeit und Bedeutungslosigkeit

nach sich zieht“, formuliert

Teilnehmer Andreas*. „Dem

setzen wir entgegen: Alle können sich

mit ihren Kompetenzen einbringen.

Glücklich ist schließlich, wer mit dem

zufrieden ist, was sie oder er hat.“

Parallel zu den Tandems trifft sich

regelmäßig die ganze Gruppe. Im lebendigen

Austausch entstehen konkrete

Projekte, z. B. ein „Veranstaltungskalender

für den kleinen Geldbeutel“

und ein gemeinsamer Sri-Lanka-Kochabend.

„Perspektivwechsel“

ist ein Projekt für Menschen, die eine

neue Sicht entwickeln und aktiv werden

wollen für gleiche Teilhabe- und

Zugangschancen.

Trägerin ist die Evangelische Erwachsenenbildung

Karlsruhe in Zusammenarbeit

mit Ikarus – Arbeit und

Soziales, Verein zur Arbeitslosenberatung

in Karlsruhe. Das Projekt arbeitet

außerdem zusammen mit dem Diakonischen

Werk Karlsruhe sowie der Sozial-

und Jugendbehörde der Stadt

Karlsruhe. Fachleute bereiten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer des

Projekts auf ihre „Tandem“-Zeit vor.

Tandem-Kontakte über die neun Monate

eines Projekt-Durchlaufs hinaus

geschehen in eigener Verantwortung

– oder auch nicht.

„Perspektivwechsel“ will Begegnungen

auf Augenhöhe zwischen Menschen

mit mehr und mit weniger Teilhabechancen

am Leben der Stadt ermöglichen.

Am 14. September 2011

startet das Projekt aufs Neue. Die Teilnahme

inklusive Schulung und Supervision

kostet nichts. Gemeinsame Aktivitäten

bezahlen die „Tandems“

selbst. Informationen auf www.eebkarlsruhe.de

sowie telefonisch unter

07 21 / 82 46 73 10.

* Die Namen wurden redaktionell verändert.

Verfasst wurde der Artikel von Teilnehmenden

des Projekts und von Joachim Faber.


10 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Strahlen für das Leben

Die Strahlentherapie und Radiologische Onkologie an den St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

trahlen machen Angst. Sie sind un-

und dennoch wirkmäch-

Ssichtbar

tig. Beim Stichwort „Strahlung“ – da

denken viele erst einmal an Tschernobyl

oder Fukushima.

Doch das ist allenfalls die halbe

Wahrheit. Genauso gibt es auch

„Strahlen für das Leben“, wie sie Johannes

Claßen nennt. „Strahlen können

heilen“, sagt der Direktor der Klinik

für Strahlentherapie und Radiologische

Onkologie am Karlsruher „Vincenz“.

Es kommt eben auf die Art der

Strahlung, ihre Anwendung und die

Dosis an.

Seit mehr als 100 Jahren werden

Strahlen in der Medizin eingesetzt.

Am Anfang standen die Entdeckungen

von Wilhelm Conrad Röntgen

(1845 bis 1923), die rasant weiterentwickelt

wurden; in der jüngeren Vergangenheit

vor allem dank der Fortschritte

der Computertechnik.

Wichtigstes Anwendungsgebiet ist

die Behandlung von Krebserkrankungen.

Der Einsatz ist je nach Patient

und Art der Erkrankung unterschiedlich.

„Uns stehen hier alle modernen

technischen Verfahren zur kurativen

und palliativen Behandlung von Tumorerkrankungen

zur Verfügung“,

verweist Professor Johannes Claßen

auf das Leistungsspektrum der St.

Vincentius-Kliniken.

Was genau gemacht wird und ob es

noch die Mitwirkung der Chirurgie

Gemeinsam mit den Patienten plant

Professor Johannes Claßen die Behandlung.

Das Leistungsspektrum

der St. Vincentius-Kliniken

ist auch im Bereich

der Strahlentherapie umfassend.

Foto: Matthias Leidert

oder der Chemotherapie braucht, das

wird individuell mit den Patienten geplant.

Dazu gibt es eine eigene interdisziplinäre

Tumorsprechstunde.

Leitprinzip bei der Strahlentherapie

ist es, möglichst nur die kranken Zellen

zu treffen und das umliegende Gewebe

zu schonen. Dazu sind in den

Vincentius-Kliniken verschiedene

Präzisionsverfahren im Einsatz, etwa

die Brachytherapie, bei

der die strahlende Substanz

direkt in den Tumor

eingeführt wird, oder

stereotaktische Bestrahlungen,

bei denen der

Strahl von außen fokussiert

auf den Tumor gerichtet

wird. Neben der Tumorbehandlung

gibt es viele „gutartige“

Indikationen, bei denen die Strahlentherapie

zum Einsatz kommen

kann. Dazu gehören degenerative und

entzündliche Gelenk- und Bindegewebserkrankungen.

Die – übrigens meist ambulant angewendete

– Strahlentherapie ist auf

hoch entwickelte Technologie angewiesen.

Entsprechend gehören zum

INFOS UND KONTAKT

Die St. Vincentius-Kliniken

sind seit 1851 das große katholische

Krankenhaus in Karlsruhe.

Mit 765 Betten und mehr

als 1 700 Mitarbeitern, darunter

mehr als 220 Ärzten, versorgen

sie Patienten in der gesamten

Region Mittlerer Oberrhein /

Pfalz. Infos unter Telefon

07 21 / 81 08-1 sowie unter

www.vincentius-kliniken.de

Team von Johannes Claßen nicht nur

Ober- und Assistenzärzte, sondern

auch Medizinphysiker, Techniker und

technische Assistenten.

Dennoch: Trotz der modernen und

gerätegestützten Verfahren gerät die

Behandlung in der Klinik für Strahlentherapie

nie zu einer rein technischen

Angelegenheit. Dafür steht

schon der Leiter der Klinik. Zuletzt

hat Johannes Claßen eine Zusatzqualifikation

als Palliativmediziner erworben;

in seiner Klinik wird der menschliche,

ganzheitliche Umgang großgeschrieben,

etwa auch durch die intensive

Arbeit mit Seelsorgern und Kunsttherapeuten.

„Das ist mir ein persönliches

Anliegen“, unterstreicht Johannes

Claßen.

sl


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

11

Demenzkranke Menschen

können nicht allein bleiben

Die kirchlichen Sozialstationen unterstützen

er demographische Wandel ist

Dfür unsere Gesellschaft in vielfacher

Hinsicht eine Herausforderung.

Eine davon ist die stetige Zunahme

der an Demenz erkrankten Menschen,

die der Tatsache geschuldet ist,

dass immer mehr Menschen immer

älter werden. Auf diesen Wandel haben

die kirchlichen Sozialstationen

und Einrichtungen der Altenhilfe

längst reagiert. Denn die Demenzerkrankung

stellt gerade pflegende Angehörige

vor große Herausforderungen.

Symptome der Demenz wie der

Verlust der Orientierung und der

Merkfähigkeit können die Pflege eines

Angehörigen schnell an die eigenen

Grenzen bringen.

Seit einem Jahr haben demenzkranke

Menschen Anspruch auf die Finanzierung

einer Betreuung zu Hause

durch die Pflegekasse, je nach Schweregrad

der Erkrankung in Höhe von

100 oder 200 Euro im Monat. Diese

Betreuung wird von den kirchlichen

Sozialstationen angeboten. Ziel ist,

die pflegenden Angehörigen zu entlasten.

In enger Zusammenarbeit mit den

Kranken und ihren Angehörigen stellen

die Sozialstationen Betreuungsangebote

zusammen, die auf das Krankheitsbild,

die Gewohnheiten und die

Sozialstationen betreuen Demenzkranke

zu Hause.

Foto: Evangelische Sozialstation Karlsruhe

Wie früher: Nüsse knacken. Der Einbezug der Jahreszeiten in

den Tagesablauf spielt neben den individuellen Bedürfnissen

gerade bei Demenz eine besondere Rolle.

Foto: AHZ

individuellen Besonderheiten passen.

Die enge Zusammenarbeit im Netzwerk

kirchlicher Altenhilfeeinrichtungen

schafft darüber hinaus mehr Leistung.

„Pflege muss über den Tellerrand

hinaus möglich sein“, so Wolfgang

Keck, Vorstand des Caritasverbandes

für den Landkreis Karlsruhe. Genügt

die ambulante Versorgung nicht, oder

suchen pflegende Angehörige umfangreiche

und kompetente Beratung oder

Anleitung, stellen die kirchlichen Sozialstationen

mit Hilfe ihres Netzwerkes

sicher, dass die passende Unterstützung

gefunden wird.

Schließlich erfordern die unterschiedlichen

Ausprägungen der Demenz

verschiedene Pflege- und Betreuungsangebote.

Eine mögliche Unterstützung

bieten hier tagesstrukturierende

Maßnahmen wie Betreuungsgruppen

für demenzkranke Menschen

oder die kirchlichen Tagespflegeeinrichtungen,

in denen die demenzkranken

Menschen stundenweise anregende

Stunden in Gemeinschaft erleben.

Der Wirkungskreis der kirchlichen

Sozialstationen und Altenhilfeeinrichtungen

geht jedoch über die Pflege hinaus.

Das Fundament dieser Dienste

bildet das christliche Menschenbild,

das Christen der Würde des Menschen

verpflichtet. Diese zu wahren, hat gerade

in der Pflege und Versorgung demenzkranker

Menschen eine ganz

besonders hohe Bedeutung.


12 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Veranstaltungskalender

Eine Auswahl an besonderen Gottesdiensten, Konzerten und Bildungsveranstaltungen bis 27. November

Juli

Besondere Gottesdienste

24. Juli

Gottesdienst, gestaltet von der

Band und Singgruppe „Hoffnungsschimmer“.

Kirche St. Konrad,

Hertzstraße 16 a, 10.30 Uhr

Musik

24. Juli

„Eine heitere Orgel-Welt-Reise“,

Orgelkonzert in der Auferstehungskirche

Rüppurr, Lange Straße 28,

17 Uhr

Internationaler Orgelsommer

Karlsruhe, Christian-Markus Raiser

spielt Werke von Grigny, Alain,

Vierne, in der Evangelischen Stadtkirche

am Marktplatz, 21 Uhr

31. Juli

Internationaler Orgelsommer

Karlsruhe, Michal Markuszewski,

Warschau, spielt Werke von Bach,

Liszt, Messiaen, in der Evangelischen

Stadtkirche am Marktplatz,

21 Uhr

Bildung

24. Juli

„Das Blaue Sofa“ – Gespräch mit

Christian-Markus Raiser im Rahmen

des Internationalen Orgelsommers

Karlsruhe, in der Evangelischen

Stadtkirche am Marktplatz, 20 Uhr

31. Juli

„Das Blaue Sofa“ – Gespräch mit

Michal Markuszewski, Organist,

Warschau, im Rahmen des Internationalen

Orgelsommers Karlsruhe,

in der Evangelischen Stadtkirche

am Marktplatz, 20 Uhr

Sonstiges

27. Juli

„Luise trifft ...“, Offener Treffpunkt

in der Jugendwohnung des Evangelischen

Jugendwerks, Luisenstraße

53, von 18 bis 21 Uhr

August

Bildung

2. August

Ans Licht gebracht. Werke aus dem

Depot. Antiveduto Gramatica: Heilige

Familie. Kunsthistorisch-theologische

Führung. Gemeinsame

Veranstaltung von Staatlicher

Kunsthalle Karlsruhe und Roncalli-

Forum. Staatliche Kunsthalle,

Hans-Thoma-Straße 2 – 6, 20 Uhr

3. August

Ans Licht gebracht. Werke aus

dem Depot. Antiveduto Gramatica:

Heilige Familie. Kunsthistorisch-theologische

Führung. Gemeinsame

Veranstaltung von

Staatlicher Kunsthalle Karlsruhe

und Roncalli-Forum. Staatliche

Kunsthalle, Hans-Thoma-Straße

2 – 6, 13 Uhr

September

Besondere Gottesdienste

4. September

Schöpfungsgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Kirchen

(ACK) auf der Seebühne,

14.30 Uhr

9. September

Friedensgebet der Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Kirchen (ACK)

zum Gedenken an die Attentate am

11. September 2001 in den USA in

der Christuskirche am Mühlburger

Tor, 12 Uhr

11. September

Friedensgebet anlässlich der Anschläge

in den USA vor zehn

Jahren, Veranstaltung der Christlich-Islamischen

Gesellschaft

Karlsruhe, DITIB-Moscheegemeinde,

Käppelestraße 4, 17 Uhr

Musik

11. September

„Orgelmusik der Romantik“, Orgel-

Kurzkonzert mit Werken von F.

Mendelssohn Bartholdy in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz,

14.30 Uhr

17. September

Regionale Veranstaltung zum bundesweiten

„Gospelday“ in Karlsruhe.

100 Chöre in Deutschland singen

einen Song für die Aktion

„Gospel für eine gerechtere Welt“.

Hauptbahnhof Karlsruhe,12 Uhr

18. September

„Die mit Tränen säen“ – Verzweiflung

und Zuversicht in A-cappella-

Werken von Schütz, Bach, Brahms,

Reger in der evangelischen Lukaskirche,

Hagenstraße/Seldeneckstraße,

17 Uhr

24. September

„Swing Classics“, Blechbläserkonzert

im evangelischen Gemeindehaus

Rüppurr, Diakonissenstraße

26, 19 Uhr

30. September

„Blessing Of The Road“ – Geistliche

Lieder, Folksongs, und Instrumentalstücke

von den keltischen

Inseln, in der Kleinen Kirche, Kaiserstraße,

20 Uhr

„Let It Pipe“, Musik der Beatles auf

der Orgel mir Ulrich Lamberti in

der Durlacher Stadtkirche, 20 Uhr

Bildung

1. September

Führung „Überschreitungen“, Professor

Dr. Erika Rödiger-Diruf /

Pfarrer Franz Scherer, Zentrum für

Kunst und Medientechnologie

(ZKM), Veranstaltung mit dem

Roncalli-Forum, 12.15 Uhr

11. September

„Tag des offenen Denkmals“ an der

Lutherkirche: „Revolution in der

Kirche – der Streit um das Glaubensbekenntnis“,

Vortrag von Pfarrerin

Ulrike Krumm in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz, 11.30

Uhr

„Vom Saulus zum Paulus – Erbe

und Evolution des europäischen

Kulturguts Orgel“, Vortrag von Dr.

Martin Kares in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz, 14 Uhr

„Stadtteilkirchen im 19. Jahrhundert

– die Lutherkirche in der

Oststadt“, Vortrag von Dany Jaqueline

Gotzmann in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz, 15.30

Uhr

Möglichkeit der Turmbesteigung

der evangelischen Lutherkirche am

Gottesauer Platz, um 13 und um

16.30 Uhr

13. September

„Dienstagskino“. Film und Gespräch

mit Dr. Günter Stegmaier.

Reihe des Roncalli-Forums. Filmsaal

des Landesmedienzentrums,

Moltkestraße 64, 18.30 Uhr

14. September

„Blickpunkt“, aktuelle Diskussion

im Café am Markt, Kaiserstraße 76,

von 19.30 bis 21 Uhr

21. September

„Mehr als Worte sagt ein Lied. Das

Kirchenlied im Kirchenjahr“. Heute:

„O du hochheilig Kreuze“ (Gotteslob

182). Katharina Denger, Stephan

Langer, Kirche St. Bernhard,

Bernhardstraße 15, 18 Uhr

Semesterbeginn Treffpunkt „junge

alte“ mit Referat von Heidi Meier-

Menzel, Freunde für Fremde e. V.

im Gemeindehaus „Am Zwinger“,

9.30 Uhr

22. September

„Theologisch anschlussfähig“ – offener

Arbeitskreis im Albert-

Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-

Straße 48 a, von 19.30 bis 21 Uhr

„Friedrich II., der letzte Staufer auf

dem Kaiserthron“, Referat von Ingrid

Rumpf, im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

28. September

„Islamophobie – ein neuer Rassismus?“,

Referat von Professor Dr.

Werner Ruf im Gemeindehaus „Am

Zwinger“, 9.30 Uhr

29. September

„Max Reger – ein schillernder Komponist

des Fin de siècle“, Referat

von Dominik Axtmann im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

Sonstiges

18. September

Pfarrfest der Seelsorgeeinheit St.

Konrad-Heilig Kreuz zum Patrozinium

von Heilig Kreuz, Heckerstraße

39, ab 10.00 Uhr

21. September

„Luise53immermittwochs“, Offener

Treffpunkt in der Jugendwohnung

des Evangelischen Jugendwerks,

Luisenstraße 53, von 18 bis 21 Uhr

Oktober

Besondere Gottesdienste

2. Oktober

Gottesdienst der Stille in der Auferstehungskirche

Rüppurr, Lange

Straße 28, 18 Uhr

3. Oktober

Ökumenischer Gottesdienst am

Tag der Deutschen Einheit mit Ministerpräsident

a. D. Reinhard

Höppner, in der Durlacher Stadtkirche,

Pfinztalstraße, 18 Uhr

5. Oktober

Väter / Eltern beten für ihre Kinder.

Monatlicher Gottesdienst des katholischen

Männerwerks im Dekanat.

Kirche St. Franziskus, Rechts

der Alb 28, 18 Uhr

9. Oktober

„Elia – Szenen aus seinem Leben“,

ein musikalisches Personenportrait

mit biblischen Lesungen in der Emmauskirche,

Königsbergerstraße 35

(Waldstadt), 10 Uhr

Gottesdienst mit Afrika-Songs,

präsentiert durch den Projektchor

in der evangelischen Markusgemeinde

am Yorckplatz, 10 Uhr

16. Oktober

„Steh auf und iss! Du hast einen

weiten Weg vor Dir!“ – Gottesdienst

mit Anspiel und Stärkungsmahl,

in der Emmauskirche,

Königs bergerstraße 35 (Waldstadt),

10 Uhr

„Jazzpel – Musik. Wort. Anstöße“,

Abendgottesdienst mit dem Gospelchor

Hohenwettersbach-Bergwald

in der evangelischen Kirche

Hohenwettersbach, Kirchplatz 2,

18 Uhr

18. Oktober

Taizé – Nacht der Lichter in der

evangelischen Johanniskirche am

Werderplatz, 19 Uhr

23. Oktober

Gottesdienst, gestaltet von der

Band und Singgruppe „Hoffnungsschimmer“.

Kirche Heilig Kreuz,

Heckerstraße 39, 10.30 Uhr

„Gott kommt anders, als erwartet“

– Gottesdienst mit Stücken aus

„Elia“ von Felix Mendelssohn

Bartholdy, in der Emmauskirche,

Königsbergerstraße 35 (Waldstadt),

10 Uhr

Kantatengottesdienst mit der Kantate

„Gott, der Herr, ist Sonn und

Schild“ von Johann Sebastian Bach

in der Lutherkirche am Gottesauer

Platz, 10 Uhr

Gospelgottesdienst in der Maria-

Magdalena-Kirche, Erzbergerstraße

170, 18 Uhr

30. Oktober

„Die Himmelfahrt Elias“ – Gottesdienst

in der Emmauskirche,

Königsbergerstraße 35 (Waldstadt),

10 Uhr


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

13

Musik

5. Oktober

Stummfilm und Orgel-Improvisation

mit Christoph Georgii in der

Durlacher Stadtkirche, 20 Uhr

9. Oktober

„Concerto per tutti“ – Serenadenkonzert

in der Auferstehungskirche

Rüppurr, Lange Straße 28, 17 Uhr

„Meister der Orgel“ mit Kalevi Kiviniemi

in der Durlacher Stadtkirche,

17 Uhr

„Singet dem Herrn“ – Chorkonzert

des Cantus Juvenum Karlsruhe, in

der Evangelischen Stadtkirche am

Marktplatz, 19 Uhr

16. Oktober

Orchesterkonzert mit dem Collegium

a Rhytmicum in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz, 19 Uhr

22. Oktober

„Capriccio Fridericiana“, Konzert

in der Auferstehungskirche Rüppurr,

Lange Straße 28, 19 Uhr

Stuttgarter Kammerchor zu Gast in

der Evangelischen Stadtkirche am

Marktplatz, um 20 Uhr

27. Oktober

„Eine feste Burg ist unser Gott“ –

Bläsermusik in der Auferstehungskirche

Rüppurr, Lange Straße 28,

15 Uhr

30. Oktober

H-Moll-Messe von Johann Sebastian

Bach in der Evangelischen

Stadtkirche am Marktplatz, 19 Uhr

Bildung

5. Oktober

Kunst in der Kirche Unserer Lieben

Frau: Madonnen-Darstellungen.

Kirche Unserer Lieben Frau, Marienstraße

80, 18.30 Uhr

6. Oktober

„Diabetes mellitus. Eine zunehmende

Bedrohung“, Referat von Professor

Dr. Eberhard Siegel im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

Informationsveranstaltung über

„Friedensdienst im Ausland“, im

Evangelischen Jugendwerk, Luisenstraße

53, 17 Uhr

7. Oktober

„Seychellen, Nagaland, Neuseeland,

Costa Rica, Uganda und Ruanda“

– Filmnachmittag mit Doris

und Cord von Restorff im Albert-

Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-

Straße 48 a, 15 Uhr

12. Oktober

„Wie legt man neutestamentliche

Texte aus?“, Referat von Professor

Dr. Peter Müller, im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

„Blickpunkt“, aktuelle Diskussion

im Café am Markt, Kaiserstraße 76,

von 19.30 bis 21 Uhr

13. Oktober

„Erika Mann, 1905 – 1969“, Referat

von Ute Kühling im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

18. Oktober

„Theologisch anschlussfähig“ – offener

Arbeitskreis im Albert-

Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-

Straße 48 a, von 19.30 bis 21 Uhr

19. Oktober

„Wem gehört das Heilige Land?“

Referat von Kirchenrat i.R. Joachim

Mack, im Gemeindehaus „Am

Zwinger“, 9.30 Uhr

20. Oktober

„Das Gottesurteil auf dem Karmel

– tiefenpsychologisch gedeutet“ mit

Heiko Heck, im Gemeindesaal an

der Emmauskirche, 19 Uhr

„Die Kreuzzüge (1095 – 1229)“, Referat

von Dr. Hansjörg Frommer im

Gemeindehaus „Am Zwinger“,

9.30 Uhr

26. Oktober

„Menschenrechte und Demokratie

– Umbruch in Algerien“. Bericht

von Ghaouti Mimoune. Veranstaltung

der Christlich-Islamischen

Gesellschaft Karlsruhe, IBZ, Kaiserallee

12 d, 19.30 Uhr

„Gott und die Götzen der Globalisierung“,

Referat von Professor Dr.

Ulrich Duchrow im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

27. Oktober

„Gerhard Richter“, Referat von Dr.

Elisabeth Gurock im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

Mitten im Leben Kirche

Unter dem Motto „Mitten im

Leben Kirche“ präsentieren sich

die Evangelische und die Katholische

Kirche Karlsruhe vom

29. Oktober bis 6. November

auf der Verbrauchermesse offerta.

Der ökumenische Kirchenstand

befindet sich im Besucherrundgang

in der Neuen Messe

Karlsruhe, vor dem Eingang zur

Halle 3 (Stand Nr. 60).

Die Messebesucher sind herzlich

eingeladen das Kirchencafé zu

besuchen. Dort werden Kaffee

und Kuchen angeboten. Am

Stand beantworten Pfarrerinnen

und Pfarrer sowie weitere Hauptund

Ehrenamtliche beider Konfessionen

die Fragen der Besucher

rund um das Thema „Mitten

im Leben Kirche“. In der „Andachtsbox“

sind Gebet und Besinnung

möglich. Daneben können

die Messebesucher auch am

Kirchenquiz teilnehmen. Zu gewinnen

gibt es eine Ballonfahrt.

Sonstiges

8. Oktober

Ein Tag für uns – vor der kirchlichen

Trauung. Gemeindehaus St. Judas

Thaddäus, Bärenweg , 9.30 bis 18

Uhr. Anmeldung bei Adrian

Dieterle, Telefon (0 72 43) 1 59 71

Kindersachengebrauchtwarenmarkt

(KGM), Pfarrei St. Konrad,

Hertzstraße 16 a, 10 bis 12 Uhr

21. Oktober

20. Markttag des Seniorenforum

Rüppurr im evangelischen Gemeindehaus,

Diakonissenstraße 26, 18

Uhr

25. Oktober

Öffentliche Sitzung der Bezirksjugendvertretung

im Evangelischen

Jugendwerk, Luisenstraße 53, 18

Uhr

26. Oktober

Bücher-Bar im evangelischen Gemeindehaus

Rüppurr, Diakonissenstraße

26, 20 Uhr

November

Besondere Gottesdienste

2. November

„Aus der Tiefe“ – Andachten zum

Ende des Kirchenjahres in der evangelischen

Lukaskirche, Hagenstraße/Seldeneckstraße,

19 Uhr

6. November

Trost-Gottesdienst für alle, die um

ein Kind trauern. Klinikkapelle der

St.-Vincentius-Kliniken, Südendstraße

32, 18 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst anlässlich

der Eröffnung der Friedensdekade

in der Evangelisch-

Lutherischen Kirche, Kapellenstraße,

17 Uhr

9. November

Väter / Eltern beten für ihre Kinder.

Monatlicher Gottesdienst des katholischen

Männerwerks im Dekanat.

Kirche St. Franziskus, Rechts

der Alb 28, 18 Uhr

„Aus der Tiefe“ – Andachten

zum Ende des Kirchenjahres in

der evangelischen Lukaskirche,

Hagenstraße/Seldeneckstraße 19

Uhr

13. November

Kantatengottesdienst, Kantate

„Wachet! Betet!“ von Johann Sebastian

Bach in der Evangelischen

Stadtkirche am Marktplatz, 10.30

Uhr

15. November

„Theologisch anschlussfähig“ – offener

Arbeitskreis im Albert-

Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-

Straße 48 a, von 19.30 bis 21 Uhr

16. November

„Aus der Tiefe“ – Andachten zum

Ende des Kirchenjahres in der

evangelischen Lukaskirche, Hagenstraße/Seldeneckstraße

19 Uhr

20. November

Gottesdienst der Stille in der Auferstehungskirche

Rüppurr, Lange

Straße 28, 8 Uhr

Gospelgottesdienst in der Maria-

Magdalena-Kirche, Erzbergerstraße

170, 18 Uhr

Musik

5. November

Orgelkonzert zum 10. Geburtstag

der Mönch-Orgel der Karlsruher

Lutherkirche mit Werken von Je-

han Alain in der Lutherkirche am

Gottesauer Platz, 19 Uhr

12. November

„Zwischentöne zwischen Himmel

und Erde“ – Eine Konzert-Lesung

mit der Schriftstellerin Alissa Walser

und Wolfgang Abendschön &

Akzente in der Kleinen Kirche

beim Marktplatz, 20 Uhr

19. November

Brahms „Ein deutsches Requiem“,

Durlacher Kantorei, in der Durlacher

Stadtkirche, 19.30 Uhr

20. November

Brahms „Ein deutsches Requiem“,

Durlacher Kantorei, in der Durlacher

Stadtkirche, 17 Uhr

27. November

„Elias“ – Oratorium von Felix Mendelssohn

Bartholdy in der Lutherkirche

am Gottesauer Platz, 19

Uhr

Bildung

3. November

„Jesus – der wiedergekommene

Elia?“, Abend der Begegnung mit

Elia im Gemeindesaal an der Emmauskirche,

19 Uhr

9. November

„Gefahren und Risiken bei der Abschaltung

von Atomkraftwerken“,

Referat von Dr. Dirk-Michael

Harmsen im Gemeindehaus „Am

Zwinger“, 9.30 Uhr

16. November

„Bilderzyklus zur Apokalypse von

Uwe Appold (2005)“, Referat von

Eberhard Alscher im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

17. November

„Assia Djebar – die algerische

Schriftstellerin und ihr Streben

nach Freiheit“, Referat von Dr.

Irmgard Donner im Gemeindehaus

„Am Zwinger“, 9.30 Uhr

20. November

Buchausstellung. Canisiushaus der

Pfarrei Unserer Lieben Frau, Augartenstraße

51, 11 bis 12.30 Uhr sowie

15 bis 18 Uhr

23. November

„Aktuelle Probleme des Beichtgeheimnisses

und der seelsorgerlichen

Verschwiegenheit“, Referat

von Professor Dr. Jörg Winter im

Gemeindehaus „Am Zwinger“,

9.30 Uhr

„Blickpunkt“, aktuelle Diskussion

im Café am Markt, Kaiserstraße 76,

von 19.30 bis 21 Uhr

24. November

„Lew Tolstoi und der Kaukasus“,

Referat von Dr. Elisabeth Wittig im

Gemeindehaus „Am Zwinger“, um

9.30 Uhr

Sonstiges

12. November

Martinsflohmarkt im Albert-

Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-

Straße 48 a, von 10 bis 15 Uhr

19. November und 20. November

Adventsbasar der Frauengemeinschaft

und des Frauentreffs St.

Konrad, Hertzstraße 16 a, 76187

Karlsruhe, 14 bis 17 Uhr (Samstag)

bzw. 11 bis 13 Uhr (Sonntag)


14 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

15

Foto: Kurt Michel, Pixelio

Online für die Seele sorgen

Die Internet-Seelsorge der Landeskirche

ist ein stabiler Rettungsring in Krisensituationen

nsere Seele bedarf ebenso

Uder täglichen Pflege wie

unser Körper. Mittlerweile steht

ein wachsendes und breit gefächertes

seelsorgerliches Angebot

nahezu jedem zur Verfügung,

wann und wo immer er dessen

bedarf. Inzwischen bieten über

200 Beratungsstellen seelsorgerlichen

Beistand via Web an.

Wer sich an die Internet-

Seelsorge der Evangelischen

Landeskirche in Baden

wendet, trifft auf speziell

ausgebildete Seelsorger.

Alle haben ein pastoralpsychologisches

Studium absolviert

und teilweise seelsorgerliche

Zusatzqualifikationen

erworben. Anders als

viele andere Online-Berater stellen

sie sich auf www.netseelsorge.

de persönlich vor: „Die User haben

mehr Vertrauen, wenn sie das

Gesicht des Beraters sehen, und

wenn sie zum Beispiel erkennen: ,Der

ist ja auch geschieden – der kann meinen

Trennungsschmerz bestimmt gut

nachempfinden‘“, meint die Net-Seelsorgerin

Pfarrerin Ursula Burkert.

Das Team betreut im Monat zwischen

fünf und 15 neue User aus dem

gesamten Bundesgebiet. Inzwischen

suchen nicht mehr nur junge Erwachsene,

sondern auch vermehrt

Menschen ab 50 bei ihnen Hilfe. Die

Anfragen reichen von der Suche

nach Trauliedern bis hin zu Selbstmordgedanken.

Die meisten Mails

betreffen Eheprobleme oder Schwierigkeiten

im Job oder beim Berufswechsel

– nur in etwa jeder siebten

geht es um Glaubensfragen. Spätestens

nach 48 Stunden erhält der User

Antwort – möglichst aber noch am

selben Tag.

Gemeinsam die

Angst überwinden

Anstatt jedoch sofort fertige Lösungsvorschläge

zu präsentieren, stellen

die Theologen erst einmal Fragen

nach noch mehr Hintergrundinformationen.

Bis zu siebenmal geht der beratende

Mailwechsel hin und her. Die

Internet-Seelsorge kann eine Beratung

von Angesicht zu Angesicht zwar

nicht ersetzen – erst recht nicht bei tief

reichenden Lebensproblemen. Aber

sie kann Menschen dafür stark machen,

dass sie ihre Hemmungen vor

einem persönlichen Beratungsgespräch

überwinden.

In dieser „mentalen Barrierefreiheit“

liegt die Schwäche und zugleich

die große Stärke der Internetseelsorge.

„Problematisch ist, dass wir im

akuten Ernstfall nicht eingreifen können,

weil wir ja weder Namen geschweige

denn die Adresse des Betreffenden

kennen“, sagt Burkert. Nie

vergessen wird sie beispielsweise eine

junge Frau, die ihr per Mail ihren

Selbstmord ankündigte – und von der

sie danach nie wieder etwas hörte.

Andererseits gibt gerade die Anonymität

des Internets vielen, die den direkten

Kontakt zum Berater scheuen,

die nötige Sicherheit, um den ersten

Schritt zu machen und sich Hilfe zu

suchen. Und das häufig mit großem

Erfolg: Oft noch nach Jahren erhalten

die Online-Seelsorger Nachrichten

ehemaliger User, die sich dafür bedanken,

dass sie ihnen einst eine Stütze

waren.

Infos: www.netseelsorge.de

Kaum zu

glauben

ie Evangelische Kirche

Dlädt die Menschen ein,

ihren Glauben wieder neu zu

entdecken – oder zumindest,

sich nochmals mit der Bibel,

mit der Geschichte von Jesus

Christus und mit der Frage zu

beschäftigen, woran sie eigentlich

glauben.

Solche Glaubenskurse,

die Menschen mit Kerninhalten

des christlichen Lebens

vertraut machen, sollen

zu einem selbstverständlichen

Angebot in den Gemeinden

werden – auch in

Baden. Nach den Sommerferien

startet dazu eine breite

Öffentlichkeitskampagne,

die die unterschiedlich angelegten

Kurse mit Namen

wie „Emmaus“, „Zwischen

Himmel und Erde“ oder

„Kaum zu glauben?!“ bekannt

machen wird. Mitmachen

kann jeder Interessierte:

Er oder sie muss nicht

Mitglied der Evangelischen

Kirche oder theologisch vorgebildet

sein.

„Zu uns können auch Suchende

kommen, die ihre

Zweifel am Glauben mit anderen

diskutieren wollen“,

sagt Matthias Uhlig vom Amt

für Missionarische Dienste

(AMD) im Evangelischen

Oberkirchenrat Karlsruhe.

„Die Kurse sollen den Menschen

Antworten auf Grundfragen

des Glaubens geben

wie: Wofür lebe ich? Was hält

und trägt mich? Wie finde ich

Gott?“

Es gibt viele positive Rückmeldungen:

„Es war schön,

mit anderen über Gott zu

sprechen“, berichtet etwa ein

Besucher eines „Emmaus“-

Kurses in Konstanz-Wollmatingen.

„Ich habe im Kurs gelernt,

Gott mehr zu vertrauen

und die Bibel mit den Augen

der Liebe zu lesen“, sagt eine

Frau.

Schon bislang gibt es in

Baden eine rege Nachfrage

nach Glaubenskursen.

Ab Herbst wird

das Angebot dann

nochmals deutlich

ausgeweitet. Weitere

Informationen

gibt es im Internet

unter

http://www.kurse-zum-glauben.

de/ oder beim AMD

(Matthias.Uhlig@

ekiba.de).

Foto: Rolf Pfeffer

„In der Auszeit

vom Alltag bereit für

neue Erfahrungen“

ie Kirche muss da sein, wo die

DMenschen sind. Deshalb kümmern

sich Pfarrer, Diakone und Ruheständler

im Sommer an beliebten Ferienorten

im Ausland um deutsche Touristen.

Aber auch in Baden – im Schwarzwald

und am Bodensee – sind Urlaubsseelsorger

im Einsatz. Sie treffen auf Menschen

in einer besonderen Situation.

„Die Menschen nehmen sich eine

Auszeit vom Alltag, sind bereit für

neue Erfahrungen“, sagt Sabine Kast-

Streib, die geschäftsführende Direktorin

des Zentrums für Seelsorge beim

Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe.

Deshalb erreichten die Seelsorger

häufig auch kirchenferne Menschen.

„Ein Anlass kann schon der

Besuch einer schönen Kirche sein.“

Mit vom Alltagsstress befreiten

Menschen über Religion und Kirche

ins Gespräch zu kommen – das hat

der badische Diakon Rolf Pfeffer oft

erlebt, als er im österreichischen Burgenland

den örtlichen Pfarrer vertrat.

Lisa, eine junge Frau, kam mit ihm

ins Gespräch, als er am Abend auf einer

Treppe neben der Evangelischen Kirche

in Rust am Neusiedler See saß, ein Glas

Blaufränkisch vom benachbarten Weingut

genoss und den vorbeifliegenden

Störchen zuschaute. „Die Kirche wird

ja nur noch zu Konzerten oder so benutzt“,

sagte Lisa, die mit ihrem Lebensgefährten,

den ein Tattoo schmückte,

und ihrer fünf Jahre alten Tochter

Paula vorbeikam. Denn an der Kirchenmauer

stehe ja, dass sie ein geschütztes

Denkmal sei, argumentierte sie.

Pfeffer erklärte ihr, dass diese Kirche

wie viele Gebäude in der Altstadt

von Rust zwar denkmalgeschützt sei,

aber regelmäßig für Gottesdienste und

Konzerte genutzt werde, und lud die

Frau zu einem Glas Wein ein. Er erzählte,

dass er aus der Evangelischen

Landeskirche in Baden komme und

den Pfarrer im Urlaub vertrete. Die

junge Frau war von kirchlichen Dingen

weit weg. „Wir haben keine Zeit

für so was.“ Aber manchmal sei sie

schon nachdenklich. Was wird mit der

kleinen Paula – „wir wollten sie ja mal

taufen lassen, aber kein Pfarrer wollte

das machen, weil wir nicht in der Kirche

sind und wir auch keine Taufpaten

haben, die in der Kirche sind“.

Als die kleine Paula ins Bett musste,

lud Pfeffer die Familie zum Abschied

zum Gottesdienst am Sonntag ein.

„Sie kamen tatsächlich. Mit Paula und

Tattoo“, freut sich Pfeffer.


16 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Begegnung zwischen Kirchen

und der Dritten Gewalt

Fünfter Jahresempfang der Bischöfe für die obersten Bundesgerichte

Bildungszentrum Karlsruhe

ereits zum fünften Mal fand am 8.

BJuni der Jahresempfang von Erzbischof

Robert Zollitsch und Landesbischof

Ulrich Fischer für die obersten

Bundesgerichte in Karlsruhe statt.

Stellvertretend für die Kirchen auf der

Bundesebene bieten der Erzbischof

von Freiburg und Vorsitzende der

Deutschen Bischofskonferenz sowie

der Landesbischof von Baden hier

einmal jährlich im großen gesellschaftlichen

Rahmen eine Gelegenheit zur

Begegnung und zum Austausch zwischen

den Kirchen und dem Bundesverfassungsgericht,

dem Bundesgerichtshof,

der Bundesanwaltschaft

und den Rechtsanwälten bei dem

Bundesgerichtshof als den obersten

Organen der Dritten Gewalt in

Deutschland.

Landesbischof Ulrich Fischer, Erzbischof

Robert Zollitsch, Kardinal

Walter Kasper, der Vizepräsident des

Bundesverfassungsgerichts Ferdinand

Kirchhof und der Stellvertreter

der Generalbundesanwältin Rainer

Griesbaum beim Jahresempfang.

Foto: Artis / Uli Deck

In seiner Begrüßungsrede im Stephanssaal

des katholischen Dekanatszentrums

unterstrich Erzbischof

Robert Zollitsch den Unterschied zwischen

eigensüchtigem Lobbyismus

und dem offenen Dialog, den die Kirchen

mit den Spitzen des Staates führen.

Die Kirchen, die zwei Drittel der

Gesamtbevölkerung Deutschlands

vertreten, nähmen so ihre Rolle als gesellschaftliche

Akteure im demokratischen

Staat ernst. Festredner 2011 war

der frühere „Ökumene-Minister“ des

Vatikans, Kardinal Walter Kasper, der

mit seinem Vortrag über „Europa –

Idee und geschichtliche Herausforderung“

den geschichtlichen Hintergrund

für das heutige Verhältnis von Glaube

und Kirche auf der einen, Staat und

Gesellschaft auf der anderen Seite umriss.

In seinem Schlusswort lud Landesbischof

Ulrich Fischer die Gäste

ein, ihrerseits auf das „Karlsruher Foyer

Kirche und Recht“ zuzugehen.

Der Jahresempfang ist zugleich der

jährliche Höhepunkt der Arbeit des

2007 errichteten „Karlsruher Foyers

Kirche und Recht“. Die von Tobias

Licht und Oberkirchenrätin Susanne

Teichmanis gemeinsam geleitete Einrichtung

ist die ökumenische Kontaktstelle

der beiden Kirchen zu den obersten

Bundesgerichten in Karlsruhe. An

vier „Foyerabenden“ jährlich lädt das

„Foyer“ zur Diskussion über Themen

an der Schnittstelle von Theologie und

Rechtswissenschaft, Kirche und Staat

– etwa zur Legitimität von Macht, zur

Stellung der Kirchen im europäischen

Rahmen, zur PID und zur Finanzierung

der Kirchen. Unbeschadet der Neutralität

des Staates und der gegenseitigen

Unabhängigkeit von Staat und Kirche

wird hier immer wieder deutlich, dass

die Wertordnung des deutschen Grundgesetzes

mit der Garantie der unantastbaren

Würde jedes Menschen selbst

Ausfluß christlichen Denkens ist. Oder,

wie der seinerzeitige Präsident des

Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen

Papier beim ersten Jahresempfang

2007 formuliert hat: Auch der weltanschaulich

neutrale Staat weiß, daß er

„die kulturell vermittelten und historisch

verwurzelten Wertüberzeugungen

und Einstellungen nicht abstreifen

kann, auf denen der gesellschaftliche

Zusammenhalt beruht. Der christliche

Glaube und die christlichen Kirchen

sind insoweit von überragender Prägekraft.“


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

17

Christentum als Aufklärung

Die Theologie des Papstes ist Schwerpunkt im Programm des Bildungszentrums Karlsruhe

m Christentum ist Aufklärung Religi-

geworden und nicht mehr ihr Ge-

Ion

genspieler.“ Das ist einer jener spektakulären

Spitzensätze, die sich – für

manch einen nach wie vor überraschend

– immer wieder in den theologischen

Werken Joseph Ratzingers /

Papst Benedikts XVI. finden. Die Vernünftigkeit

des christlichen Glaubens,

der aus der Verbindung von biblischer

Botschaft und der griechischen und römischen

Philosophie hervorgegangen

ist, steht im Mittelpunkt dieses Denkens.

Damit erschließt sich der Glaube

auch dem kritischen Nachfragen suchender

und zweifelnder Zeitgenossen,

und er wird gesprächsfähig für den Dialog

mit Andersdenkenden. Anlässlich

des Besuchs von Papst Benedikt XVI.,

der am 24. und 25. September als erster

Papst überhaupt in das Erzbistum Freiburg

kommt, stellt das Denken Joseph

Ratzingers / Papst Benedikts XVI. den

Schwerpunkt des neuen Programms

des Bildungszentrums Karlsruhe (Bildungswerk

der Erzdiözese Freiburg)

zum Wintersemester 2011 / 2012 dar.

Ein ganz besonderes Angebot ist die

Lektüre der drei großen Enzykliken

des Papstes „Deus caritas est“, „Spe

salvi“ und „Caritas in veritate“ auf Latein,

in ihrer amtlichen Originalsprache

(ab 19. September, montags um 18

Uhr). Auch der „Theologische Gesprächskreis“

(donnerstags um 19.30

Großformatige Plakatwände werben

für den Besuch von Papst Benedikt

XVI. im Erzbistum Freiburg.

Foto: Stephan Langer

Uhr) wird sich mit Texten Joseph Ratzingers

aus verschiedenen Zeiten und

zu unterschiedlichen Fragestellungen

befassen. Einzelne Vorträge kommen

hinzu.

Über diesen Schwerpunkt hinaus

bieten die vielfach bewährten Veranstaltungsreihen

des Bildungszentrums

in Karlsruhe, Bruchsal und Pforzheim

Information und Orientierung zu den

unterschiedlichsten Fragestellungen

aus Theologie und Glaube und zahlreichen

anderen Gegenständen der

verschiedensten Wissensbereiche. Kooperationen

mit nichtkirchlichen kulturellen

Institutionen wie dem Badischen

Staatstheater in Karlsruhe und

dem Theater Pforzheim, dem ZKM

und dem Badischen Landesmuseum

Bildungszentrum Karlsruhe

in Karlsruhe machen Aufführungen

bzw. Ausstellungen dieser Einrichtungen

zum Gegenstand einer theologischen

Interpretation – Veranstaltungsformate,

denen es in besonderer Weise

gelingt, eine Brücke zu schlagen zwischen

dem Evangelium und der Kultur

der Gegenwart, und die angesichts des

großen Interesses, auf das sie stoßen,

in Karlsruhe und andernorts inzwischen

zahlreiche Nachahmer gefunden

haben.

Das neue Programm des Bildungszentrums

Karlsruhe erscheint im Juli

2011 und ist im Bildungszentrum,

Ständehausstraße 4 (Dekanatszentrum),

76133 Karlsruhe, Telefon

07 21 / 9 32 83-10, Fax 07 21 / 9 32 83-

20, E-Mail info@bildungszentrumkarlsruhe.de

sowie in Kirchen und

kirchlichen Einrichtungen in Karlsruhe

und der Region zu beziehen.


18 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Wir geben Jugendlichen Raum …

ine 5-Zimmer-Wohnung in der

ESüdstadt, im Dachgeschoss des

evangelischen Gemeindehauses der

Johannis-Paulus-Gemeinde, über dem

Jugendwerk – Raum und Atmosphäre

für Veranstaltungen und Projekte mit

Jugendlichen und jungen Leuten. Ab

Februar wurde renoviert – Fachleute,

Jugendliche, Studierende und Mitarbeitende

mit 54 Händen waren daran

Foto: JuWeKa

beteiligt. Die Ehrenamtlichen und

Nicht-Profis haben dabei bisher 400

Stunden investiert!

„Luise53immermittwochs“: Seit

Mitte März ist die Wohnung Treffpunkt

mit verschiedenen Angeboten:

Hier wird zusammen gekocht, geredet

und Film geschaut, gespielt, nachgedacht,

gesungen und gebetet (18 bis 21

Uhr, außer in den Ferien). Außerdem

wurden Tages-Fortbildungskurse angeboten,

zum Beispiel „EIS“ – ein

Schnuppersamstag zum Einsteigen als

Gruppenleitende/r in der Kinder- und

Jugendarbeit. „Luise53liveandpray“:

Vom 25. September bis 1. Oktober findet

in „Luise“ die erste ökumenische

„ZusammenLebenWoche“ statt. Tagsüber

gehen die Jugendlichen und jungen

Erwachsenen ihrer Beschäftigung

nach, die Abende werden zusammen

verbracht mit Essen und unserem Thema

„Beziehungskisten“. Jeder Tag beginnt

mit einem „Morgenimpuls“ und

endet mit unseren „Kultminuten“.

Schlaflager werden in den verschiedenen

Zimmern sein. (Anmeldeschluss:

16. September im Evang. Jugendwerk

oder Kath. Jugendhaus).

„Luise53hilft …“ Für das neue

Schuljahr planen wir eine Nachhilfebörse

für Kids und Jugendliche ab

6./7. Klasse, vernetzt mit den Schulen,

Jugendhäusern und anderen Angeboten

in der Südstadt. Alles Weitere und

Aktuelle zu „Luise53“ unter www.luise53.de.

Kontakt

Evangelisches Jugendwerk

Karlsruhe – die Service-

und Beratungsstelle

für alle Gemeinden der Evangelischen

Kirche in Karlsruhe und ihre ehrenamtlich

und beruflich Mitarbeitenden

in der Kinder- und Jugendarbeit.

76137 Karlsruhe, Luisenstraße 53

Montag 14 bis 16.30 Uhr, Dienstag bis

Donnerstag 9 bis 12 und 14 bis 16.30

Uhr, Freitag nach Vereinbarung.

Andrea Weiß, Bezirksjugendreferentin,

Telefon 07 21 / 85 63 64, E-Mail:

andrea.weiss@juweka.de

Veranstaltungstipps:

1. bis 10. August

Expedition nach Berlin und

ins Land Brandenburg –

Sommerfreizeit für Jugendliche

von 14 – 17 Jahren, 275

bis 325 Euro (je nach finanziellen

Möglichkeiten)

27. August bis 4. September

Fahrt nach Taizé – für Jugendliche

ab 15 Jahre, 150 bis

170 Euro (Last-Minute- Anmeldeschluss

für beides: 24.

Juli)

KUBA 2012 – der andere

Konfi-Unterricht: kompakt –

gemeindeübergreifend – intensiv:

Wochenenden zu Beginn

und Abschluss, monatliche

Treffen und Block-Unterricht

in der Faschingswoche,

alles Weitere unter www.juweka.de/Konfis

25. September bis 1. Oktober

Ökumenische ZusammenLebenWoche

in „Luise53“ (siehe

oben)

31. Oktober bis 4. November

Juleica-Grundkurs Teil I für

Jugendliche ab 14 Jahre, 70

Euro (Anmeldeschluss 10.

Oktober)

Ute Wagner, Sekretärin, Telefon

07 21 / 84 89 30, E-Mail: jugendwerk@

juweka.de

Aktuelle und regelmäßige Infos unter

www.juweka.de.

Weltweite Ökumene auf dem Weg des Friedens

Friedenskonvokation in Jamaica Mai 2011

Jugendliche weltweit setzen sich für

gerechten Frieden ein. Foto: privat

it großer Gastfreundschaft haben

Mdie jamaikanischen Gastgeber

die internationale Friedenskonvokation

empfangen, die der Ökumenische

Rat der Kirchen zum Abschluss der

Dekade zur „Überwindung von Gewalt“

einberufen hatte. Delegierte unterschiedlichster

Kirchen und Menschen

aus der konkreten Friedensarbeit

wollen mit dem Aufruf zum gerechten

Frieden einer ökumenischen

Friedensethik näher kommen – denn

Gewalt ist zu stark für gespaltene Kirchen.

Das machte der Tagungsort konkret

deutlich. Das Land in der Karibik

ist zerrissen von Ungleichheit und

Drogenkriminalität. Die Menschen

sind der Gewalt müde. Viele kirchliche

Projekte versuchen darauf hinzuwirken,

dass verfeindete Stadtviertel

zum friedlichen Miteinander finden,

zum Beispiel, wenn auf einer Brachfläche

zwischen verfeindeten Straßenzügen

ein gemeinsamer Garten angelegt

wird. Ein beeindruckendes Bild, wenn

hier kleine Pflänzchen der Versöhnung

sprießen. Ein Bild für eine weltweite

Erfahrung: An vielen Orten haben

Kirchen Projekte entwickelt, die

zum Frieden vor Ort beitragen. Der

Austausch über solche Projekte hat

viele Teilnehmende ermutigt.

Der „Aufruf zum gerechten Frieden“

soll als theologische Grundlage für

„Schritte auf dem Weg zum Frieden“

in der Ökumene bei uns weiter diskutiert

werden, mit konkreten Projekten

und Gottesdiensten, die ein eindeutiges

und lebendiges Friedenszeugnis

geben, und mit dem Mut, die Auseinandersetzung

über strittige Friedensfragen

nicht zu scheuen.

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Das Team der A.B.-Buchhandlung erfüllt Ihre Bücherund

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6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

19

Für die „Verheutigung“ der Frohen Botschaft

Das Roncalli-Forum – eine Einrichtung für theologische Erwachsenenbildung

eim Stichwort „Roncalli“ denkt

Bman an den berühmten Zirkus. In

und um Karlsruhe besitzt der Name

aber noch eine weitere Bedeutung.

Hier bezeichnet er ein Zentrum für

theologische Erwachsenenbildung des

Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg.

Die Namensgleichheit ist kein

Zufall. Das Forum und der Zirkus

haben denselben Patron, Papst

Johannes XXIII. – er hieß mit bürgerlichem

Namen Angelo Giuseppe

Roncalli. Dieser sympathische

Papst steht für eine Anpassung der

Kirche an die Erfordernisse der

Zeit. „Das Schlagwort, mit dem sein

Pontifikat belegt wird, lautet ‚aggiornamento‘,

wörtlich übersetzt ‚Verheutigung‘“,

erläutert Dr. Albert Käuflein,

der Leiter des Roncalli-Forums:

„Genau darum geht es, die Frohe Botschaft

muss in jeder Generation ins

Heute übersetzt werden.“ Kirchliche

Erwachsenenbildung sei so verstanden

Verkündigung des Evangeliums.

Getreu dieser Vorgabe richtet das

Roncalli-Forum sein Programm aus. Es

bietet Veranstaltungen zu Themen aus

Kirche, Theologie und Gesellschaft an.

Zielgruppe sind Menschen, die in der

Kirche zu Hause sind; genauso aber

auch solche, die ihr fern stehen, sich

aber mit den genannten Themen befassen

wollen. Insbesondere macht das

Roncalli-Forum Angebote für Akademiker

und Führungskräfte. Und es bietet

auch Kurse für Ehrenamtliche an,

Anpassung der Kirche

an die Erfordernisse der

Zeit. Der sympathische

Papst Johannes XXIII.

Darstellung auf einer

Briefmarke der Vatikanpost.

Foto: KNA-Bild

etwa für Lektoren und Kommunionhelfer

oder für Leiter von Wortgottesdiensten.

Viele Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit

mit anderen Bildungsträgern

und öffentlichen Einrichtungen

wie Museen und Forschungszentren

statt. Dazu gehören unter anderem die

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, das

Badische Landesmuseum, das ZKM,

das Landesmedienzentrum oder die

Technologiefabrik Karlsruhe. Die

nächsten Höhepunkte des soeben erschienenen

Halbjahresprogramms sind

Zirkus und Forum haben denselben Namenspatron. Albert Käuflein, der Leiter

des Roncalli-Forums und Stadtrat, beim Besuch des Circus Roncalli.

die Führungsreihe „Ans Licht gebracht“

mit und in der Staatlichen Kunsthalle

Karlsruhe, bei der Werke aus dem Depot

kunsthistorisch und theologisch

gedeutet werden (die nächsten beiden

Führungen sind am 2. August um 20

Uhr und am 3. August um 13 Uhr); die

Führungsreihe „Überschreitungen“ im

ZKM, die Denkanstöße aus der zeitgenössischen

Kunst vermittelt (nächster

Termin am 1. September um 12.15

Uhr); das „Dienstagskino“ im Landesmedienzentrum

(nächste Vorführung

am 13. September um 18.30 Uhr); die

Foto: Artis / Uli Deck

Reihe „Mehr als Worte sagt ein Lied“,

in der Kirchenlieder musikalisch und

theologisch interpretiert werden

(nächster Termin am 21. September um

18 Uhr auf der Orgelempore von St.

Bernhard); sowie ein Podiumsgespräch

am 23. September um 19 Uhr im Badischen

Landesmuseum im Karlsruher

Schloss zu der Sonderausstellung

„Glasmalerei der Moderne“.

sl

Weitere Informationen im Internet

www.roncalli-forum.de und www.

facebook.com/roncalliforum

Zum Wohle unserer Gesellschaft und der Kirche

Ein Förderverein unterstützt das Roncalli-Forum – seit mehr als zehn Jahren

chon seit mehr als zehn Jahren hat

Sdas Roncalli-Forum einen Förderverein.

Er war im Dezember 1998 zur

ideellen und materiellen Unterstützung

des Roncalli-Forums gegründet

worden und hat seither vielfältige Anregungen

für die Programmgestaltung

gegeben sowie Veranstaltungen, Anschaffungen

und Projekte möglich gemacht.

Dass es den Förderverein gibt, das

zeugt von der Weitsicht der Verantwortlichen.

Früher als andernorts hat

man beim Roncalli-Forum erkannt,

dass die kirchlichen und staatlichen

Bürgermeisterin Margret

Mergen überreichte

dem Förderverein zum

zehnjährigen Bestehen

2008 einen Stich der

Stephanskirche. Unser

Foto zeigt sie mit Albert

Käuflein, dem Leiter

des Roncalli-Forums

(links), und Stephan

Langer, dem Vorsitzenden

des Fördervereins.

Foto: Wolfgang Weigold

Mittel tendenziell weniger werden.

Und vor allem hat man daraus Schlüsse

gezogen und zusätzliche finanzielle

Absicherungen geschaffen.

Das stärkste Kapital sind freilich die

Mitglieder. „Je stärker der Förderverein,

umso stärker auch das Roncalli-

Forum“, erklärt der Vorsitzende des

Fördervereins, Stephan Langer. Und

er appelliert: „Wem es ein Anliegen ist,

dass die christlich-katholische Stimme

im Konzert der Meinungen deutlich

vernehmbar bleibt, der ist eingeladen,

sich dem Förderverein des Roncalli-Forums

anzuschließen.“

Lob für das Engagement der Mitglieder

kommt auch von der Politik.

Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen

des Fördervereins überbrachte

Bürgermeisterin Margret Mergen, in

Vertretung des Oberbürgermeisters,

die Glückwünsche der Stadt Karlsruhe.

Sie dankte dem Vorstand und allen

Mitgliedern für deren „ehrenamtliches,

bürgerschaftliches Engagement

zum Wohle unserer Gesellschaft und

der Kirche“.

sl

Kontakt: www.roncalli-forum.de

sowie Telefon (07 21) 95 45 203.


20 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Badischer Landesverein

für Innere Mission

Das neue

Führungsteam

Professor

Axel Göhringer

(1937 in Freiburg

geboren),

Verwaltungsratsvorsitzender

Nach seiner Banklehre

schloss sich ein Studium

der Wirtschaftswissenschaften

an. 1979 wurde er

Gründungsdirektor und

bis 2002 war er dann

Direktor der Berufsakademie

Karlsruhe. Der Träger

des Verdienstkreuzes am

Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik

Deutschland ist aktiv in

zahlreichen Ehrenämtern.

Außerdem wurde er mit

der Ehrenmedaille der

Universität Nancy II/

Frankreich ausgezeichnet.

Christine Jung-Weyand

(1965 in Karlsruhe

geboren), Vorstand

Sie absolvierte ein Studium

der Sozialarbeit, ein

weiteres in der Sozialwirtschaft

und hat auch eine

Zusatzausbildung in Qualitätsmanagement.

20 Jahre

lang war sie Mitarbeiterin

und Führungskraft in

einer großen diakonischen

Einrichtung. Zum Verwaltungsrat

des BLV gehört

sie seit 2006, Ende 2010

übernahm sie den Vorstandsposten.

Dr. Hans-Joachim Kessler

(1935 in Karlsruhe

geboren), Stellv.

Verwaltungsratsvorsitzender

Er promovierte in Betriebswirtschaftslehre.

Als

Vorstandsvorsitzender war

er im Bereich des Anlagebaus

weltweit tätig. Er ist

verheiratet und hat drei

Kinder. Was er im Leben

für seine persönliche Entwicklung

geschenkt bekam,

möchte er durch seine

ehrenamtlichen Tätigkeiten

zurückgeben. Sie

verlängern sein aktives Leben

und geben diesem einen

zusätzlichen Sinn. Er

ist auch Vorsitzender des

DRK-Karlsruhe und Kirchenältester

der evangelischen

Christusgemeinde-

Nord.

BLV stellt sich den

Strukturproblemen

Veränderungen beim Badischen

Landesverein für Innere Mission

m Zeichen des Wandels steht der

IBadische Landesverein für Innere

Mission. Traditionell liegen seine

Schwerpunkte auf der sozialen Arbeit

mit Kindern und Jugendlichen und

Menschen mit Behinderung sowie der

Versorgung von Seniorinnen und Senioren.

Seit kurzem bietet er auch psychisch

kranken Menschen Ambulant

Betreutes Wohnen. Wegweisende Modelle

standen immer auf seiner Agenda,

die er beispielsweise beim modernen

Wohnkonzept im Altenhilfezentrum

Karlsruhe-Nordost umsetzte.

Für Christine Jung-Weyand, seit

Jahresbeginn Vorstand von 800 Mitarbeitenden

und 100 Auszubildenden,

hat eine zukunftsorientierte Ausrichtung

des Badischen Landesvereins absolute

Priorität. Eine neue Verwaltungsspitze,

Professor Axel Göhringer

und Dr. Hans-Joachim Kessler, unterstützt

sie dabei mit Rat und Tat. Vorstand

und Verwaltungsrat stehen für

den notwendigen Umbau, der die Körperschaft

des Öffentlichen Rechts modernisieren

und seine Professionalität

sichern soll – orientiert an den Bedürfnissen

der Menschen, die in den Einrichtungen

des BLV kompetent und

liebevoll versorgt werden.

Der Verwaltungsratsvorsitzende

Professor Axel Göhringer sieht den

BLV hier auf einem guten Weg. Mit

neuen Richtlinienvorgaben und der

Änderung der Satzung habe der Verwaltungsrat

insbesondere das Verhältnis

von zentralen und dezentralen Teilen

der Organisation neu definiert.

„Durch die erfolgreich vorgenommene

neue Besetzung der Leitungs- und

Stabsstellen haben wir den Zentralen

Diensten den Weg geebnet, zukünftig

in den dezentralen Einrichtungen

auch zeitnah zu ausgeglichenen Betriebsergebnissen

zu kommen.“

In den letzten Monaten wurden in

der Zentrale im Traugott-Bender-Haus

neue Stabsstellen geschaffen und besetzt.

Die Hierarchie der Zentralen

Dienste wurde flacher. Jetzt steht die

Optimierung der Schlüsselprozesse in

den Einrichtungen im Bereich Personal-,

Dokumenten- und Risikomanagement

an. „Durch eine umfassende

EDV-Vernetzung schaffen wir im Moment

die notwendigen technischen

Grundlagen“, erläutert Christine Jung-

Weyand den gegenwärtigen Stand.

Verwaltungsratsspitze und Vorstand

sind sich einig, dass die Werteorientierung

gleichberechtigt neben der Sozialökonomie

steht. „Der BLV mit seinen

vielen Mitarbeitenden und seinen

komplexen Geschäftsfeldern ist heute

ähnlich breit aufgestellt wie ein mittelständischer

Industriebetrieb. Daher

dürfen wir in unserer christlichen

Werteorientierung die wirtschaftliche

Basis nicht vergessen“, meint der stellvertretende

Verwaltungsratsvorsitzende

Dr. Hans-Joachim Kessler.

Die Angebote des BLV sollen weiterhin

konzeptionell und qualitativ

attraktiv und am aktuellen Hilfebedarf

ausgerichtet sein. „Ein gutes Führungsteam

aufzubauen, das kreative

Potenzial unserer erfahrenen Mitarbeitenden

in die Entwicklung neuer

Konzepte einzubeziehen, eine kooperativ

ausgerichtete Zusammenarbeit

mit der Mitarbeitervertretung zu pflegen,

unsere Angebote intern und extern

zu vernetzen und das Gespräch

mit Mitbewerbern, Kostenträgern und

Entscheidern zu suchen“ –, darin sieht

der neue Vorstand wichtige Schritte,

die Qualität der Angebote zu sichern.

Für Christine Jung-Weyand liegt die

Zukunft darin, ambulanten vor stationären

Angeboten immer dort, wo es

möglich ist, Vorrang zu geben, um den

Menschen und ihrem Bedürfnis nach

Teilhabe an der Gesellschaft und einem

selbstbestimmten würdevollen

Dasein unabhängig von ihrer Lebenssituation

gerecht zu werden. Dies bedeute

aber auch, dass der Mix der sozialen

Hilfen immer komplexer und

individualisierter werde. Für die Angebote

treffe das genauso zu wie für

die Anforderungen an ihre Steuerung

und Finanzierungswege.

„Die Einrichtungen sind schon lange

zu Dienstleistern mit vielfältigen

Leistungsangeboten geworden“, sagt

Christine Jung-Weyand. „Wenn wir

unsere Organisation in diesem Sinne

gut aufstellen, unsere Angebote intern

und extern vernetzen und das kooperative

Gespräch mit Mitbewerbern,

Kostenträgern und Entscheidern suchen

– dann handeln wir im Interesse

der Menschen, die auf die Hilfen des

BLV angewiesen sind. Durch wirtschaftlich

kluges Handeln stellen wir

sicher, dass wir die Kontinuität dieser

Hilfen garantieren können.“

Badischer Landesverein für Innere Mission

– Körperschaft des öffentlichen Rechts –

Südendstraße 12, 76137 Karlsruhe

Telefon 07 21 / 12 08 44-12, Telefax 07 21 / 12 08 44-33

E-Mail: info@innere-mission-baden.de, www.innere-mission-baden.de

Unsere Einrichtungen:

für Senioren

Altenhilfezentrum Karlsruhe-Nordost

Friedensheim Karlsruhe

Haus Karlsruher Weg (Hausgemeinschafts-Modell)

Evangelisches Altenpflegeheim Bretten

für erwachsene Menschen mit Behinderung

Martinshaus mit den Außenwohngruppen in Karlsruhe und Bretten

für Kinder und Jugendliche

Evangelisches Hohberghaus in Bretten

für psychisch kranke Menschen

drei Wohngruppen in Karlsruhe


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

21

Sterben ins

Leben lassen

Ethikberatung bei schwierigen Entscheidungen in Pflegeheimen

der Evangelischen Stadtmission Karlsruhe

gnes Müller kann keine Nahrung

Amehr aufnehmen. Seit Wochen

wird die Bewohnerin eines Pflegeheims

über eine Sonde künstlich ernährt.

Ansprechbar ist die hoch betagte

Dame auch nicht mehr. Ihre Kinder

haben den Eindruck, die Mutter vegetiere

nur noch vor sich hin. Jeder Besuch

wird zur Qual. Schließlich bitten

sie den Arzt, die künstliche Ernährung

einzustellen. Doch die Schwestern der

Station zögern. Sie erinnern sich an

Agnes Müller als eine lebensfrohe und

starke Persönlichkeit. Hätte sie gewollt,

dass man die lebenserhaltende

Versorgung einfach abbricht? Eine

Patientenverfügung existiert nicht.

Wie also soll entschieden werden?

In solchen Fällen gilt es herauszufinden,

was der Wille des Bewohners

ist, auch und gerade dann, wenn er

sich dazu selbst nicht mehr äußern

kann. Und dabei gibt es längst kein

eindeutiges Richtig oder Falsch mehr.

Was der eine als menschenunwürdige

Leidensverlängerung empfindet, gibt

dem anderen Hoffnung auf einen weiteren

Tag im Leben. Und häufig kommen

Angehörige, Pflegekräfte und

Ärzte hier zu je unterschiedlichen

Einschätzungen.

Die Evangelische Stadtmission

Karlsruhe kann in solchen Situationen

auf zwei Ethikberater im eigenen

Hause zurückgreifen. Einer von ihnen

ist der Sozialpädagoge Hans-Friedrich

Unglaube. Er versteht sich als Moderator

in ethisch anspruchsvollen Entscheidungssituationen

wie der hier

beschriebenen. In einem solchen Fall

ruft er eine Besprechung mit den beteiligten

Angehörigen, den Bezugsschwestern

der Station und dem behandelnden

Arzt ein. Hier werden die

unterschiedlichen Sichtweisen und

Einschätzungen zusammengetragen

und gegeneinander abgewogen. Im

Zentrum steht die Frage, was für den

betroffenen Heimbewohner das Richtige

ist. Dabei spielen medizinische

und pflegerische Aspekte ebenso eine

Rolle wie die Einschätzung der Persönlichkeit

und des Willens des Bewohners.

Nicht selten weitet sich dabei

der Blick für die Möglichkeiten,

die die heutige Palliativmedizin bietet.

Angehörige erleben, dass sie nicht allein

gelassen werden, sondern in der

Begleitung ihrer hoch betagten Angehörigen

auf die Unterstützung der

Pflegefachkräfte bauen können.

Die Evangelische Stadtmission will

sich mit der Ethikberatung den drängenden

Fragen in Zusammenhang mit

Sterben und Tod in den eigenen Heimen

stellen und einen Entscheidungsrahmen

bieten, der vor allem ein Ziel

hat: den eigenen Bewohnern ein würdevolles

und ihren Bedürfnissen entsprechendes

Leben bis zum Ende ihrer

Tage zu garantieren. Langfristig

geht es darum, die letzten Fragen des

Lebens eben nicht einem einzelnen

Arzt oder Richter zu überlassen, sondern

im Diskurs all derjenigen, die

eine Beziehung zum Bewohner haben,

zu erörtern und im besten Fall zu einer

gemeinsamen Entscheidung zu

kommen. Dies bedeutet auch, dass

Foto: Maren Beßler Pixelio

alle Beteiligten gleichermaßen Aufgaben

und Verantwortung übernehmen.

„Sterben und Tod dürfen nicht allein

den Krankenhäusern und Pflegeheimen

überlassen werden, sondern

müssen wieder Teil unserer Kultur

werden. Ethikberatung in unseren

Heimen wird dazu einen wertvollen

Beitrag leisten,“ davon ist Hans-Friedrich

Unglaube fest überzeugt. as

Zurück ins Leben

Kaufhaus Kashka eröffnet Mitarbeitern neue Perspektiven

Denise Weisser

in ruhiges, sicheres Le-

führen“. Das ant-

Eben

wortet Denise Weisser auf

die Frage, was sie sich für

ihre Zukunft wünsche. Es

ist die Sehnsucht einer jungen

Frau, die nicht in Ruhe

aufwachsen konnte und deren Leben

bislang alles andere als sicher verlief.

Ihr Vater starb an den Folgen seines

Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs,

als sie elf Jahre alt war. Denise

kam ins Heim und wenige Jahre

später in Kontakt mit der Droge Cannabis,

die sie fortan regelmäßig konsumierte.

Mit 15 bekam sie ein Kind, das

sie in eine Pflegefamilie gab.

Dennoch gab eine Zeit, da schien

es, als würde Denise einen guten Start

ins Leben schaffen: Mit einem Hauptschulabschluss

in der Tasche machte

sie eine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin,

schloss einen Bausparvertrag

ab und schaffte den Führerschein.

Sie arbeitete erst in einer Bäckerei,

dann in einem Discounter. Der

Job machte ihr Spaß. Doch mit 21 Jahren

hatte sie plötzlich das Gefühl, etwas

zu verpassen. Sie wollte Spaß haben,

feiern, wie sie heute sagt. Sie

lernte die „falschen“ Leute kennen

und rutschte ab ins Drogenmilieu.

Zwei Jahre lang lebte sie von Hartz IV

und in den Tag hinein. Im Nachhinein

war es ein Glück, dass sie infolge einer

Anzeige wegen falscher eidesstattlicher

Erklärung zu Arbeitsstunden verurteilt

wurde, die sie im Kaufhaus

Kashka ableistete.

Dort fiel sie positiv auf. Ihre Berufserfahrung,

ihr Engagement, vielleicht

auch ihr offenes und direktes Wesen

kamen gut an. „Wir wollten der jungen

Frau eine Chance geben, wieder

zurück ins Leben zu finden,“ erzählt

Ludwig Engels, Geschäftsführer des

Diakonie-Kaufhauses. Er bot ihr eine

Elternzeitvertretung im Kashka an.

Daraufhin beendete Denise ihren

Foto: Sauermost

Suchtmittelkonsum. „Diese Chance

auf eine Rückkehr ins normale Leben

wollte ich mir auf keinen Fall verbauen“,

begründet sie heute ihre Motivation,

clean zu bleiben.

Seit zwei Jahren arbeitet die 26-Jährige

bereits in dem Second-Hand-

Kaufhaus in der Karlstraße. Ihr Arbeitstag

beginnt mit der „Ladenpflege“

– Ware auf- und einräumen, Kaffeemaschinen

säubern, Toiletten putzen. Ab

10 Uhr steht sie mit zwei Kolleginnen

im Keller, sortiert die gespendete Kleidung,

zeichnet sie aus und hängt sie

auf Bügel. Zwischendurch vertritt sie

eine Kollegin an der Kasse. Die Arbeit

macht ihr Spaß.

Ludwig Engels sieht und spürt,

wenn Denise schlechte Tage hat und

abzurutschen droht. Dann sucht er in

einem Mitarbeitergespräch nach Lösungen,

die manchmal auch ganz

praktisch sein können. Bei Denise

steht beispielsweise gerade ein Wohnungswechsel

an – die WG, in der sie

lebt, tut ihr nicht gut. Da hilft Ludwig

Engels schon mal mit dem Vorstrecken

der Kaution für eine neue Wohnung.

„Es ist Teil unseres diakonischen

Auftrags, Menschen, die draußen keine

Chance haben, hier neue Perspektiven

zu eröffnen. Und dazu gehört

eine umfassende, ganzheitliche Anleitung

und Begleitung,“ erklärt Ludwig

Engels.

Der größte Wunsch von Denise ist

ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im

Kashka. „Dann hätte ich endlich Sicherheit,

käme zur Ruhe und damit zu

mir selbst“, sagt sie.

as

Kaufhaus Kashka

Karlstraße 90

76137 Karlsruhe

Telefon 07 21 / 8 31 44 30

Öffnungszeiten:

Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr

und Sa. 10 bis 13 Uhr


22 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Arbeit und Kind zu vereinbaren – das ist gerade für alleinerziehende Mütter

besonders schwierig. Mit seinem Projekt „Working Mom“ bietet der Caritasverband

Karlsruhe Unterstützung an.

Foto: Caritasverband Karlsruhe

Projekt „Working

Mom“ beim Caritasverband

Karlsruhe

Caritas-Projekt unterstützt Alleinerziehende

bei der Integration in den Arbeitsmarkt

lleinerziehende Mütter haben es

Aoft schwer, auf dem ersten Arbeitsmarkt

Fuß zu fassen. Sie benötigen

daher besondere Unterstützung.

Diese bietet der Caritasverband Karlsruhe

mit dem neuen Projekt „Working

Mom“ seit Anfang des Jahres an. Zielgruppe

des vom Europäischen Sozialfonds

geförderten Beschäftigungsprojekts

sind Alleinerziehende aus dem

Stadtgebiet Karlsruhe, die Leistungen

nach dem SBG II beziehen.

Die Teilnehmerinnen bekommen

die Möglichkeit, eine Arbeitsgelegenheit

zwischen 15 bis 30 Stunden pro

Woche auszuüben. An vier Tagen pro

Woche arbeiten sie zum Beispiel in einem

Altenheim oder einem Kindergarten

mit, um einer gemeinnützigen Tätigkeit

nachzugehen. Dadurch soll en

die Integration und Wiedereingliederung

in den allgemeinen

Arbeitsmarkt

erreicht

werden.

Die Vermittlung

und Auswahl

der Einsatzstelle

orientieren sich dabei an

den Interessen und beruflichen Chancen

der Teilnehmerinnen. Mögliche

Einsatzbereiche sind Hauswirtschaft,

Pädagogik, Haustechnik und Büro.

Ergänzend zur Tätigkeit in den Einsatzstellen

findet für alle Projektteilnehmerinnen

einmal pro Woche ein

Gruppentreffen statt.

Neben den thematischen

Schwerpunkten wie Bewerbungstraining,

Berufs(neu)orientierung,

EDV-Grundlagen,

Haushaltsorganisationstraining,

Fragestellungen

zum Thema Gesundheit

und Familie, Schuldenprävention, Betriebsbesichtigungen

und Fragen zu

Trennung / Scheidung und Erziehung

spielt hier der Erfahrungsaustausch

unter den Teilnehmerinnen eine wichtige

Rolle. Bei diesem moderierten Erfahrungsaustausch

werden vorhandene

Probleme und persönliche Befindlichkeiten

ausgetauscht. Die Tätigkeit

in der Einsatzstelle, Arbeitsplatzsuche

und Fragen zu Kindererziehung und

-betreuung werden besprochen. Regelmäßige

Beratung, Begleitung und

intensives Coaching in enger Zusammenarbeit

mit den Anleitern aus den

Einsatzstellen sind durch die Betreuung

von zwei Sozialpädagoginnen gewährleistet.

Durch Netzwerkarbeit

mit internen und externen Einrichtungen

wird Nachhaltigkeit

angestrebt.

Des Weiteren werden

die Hauptamtlichen regelmäßig

von drei Ehrenamtlichen

tatkräftig

unterstützt. Sowohl bei

den Gruppentreffen als

auch in Einzelkontakten

bringen sie ihre Erfahrung in das Projekt

mit ein.

Die Ziele des Projekts „Working

Mom“ liegen zum einen im persönlichen

und familiären Bereich: durch

Aufarbeiten persönlicher und familiärer

Problemlagen, wie zum Beispiel

Trennung / Scheidung, finanzielle

Probleme, Sucht- oder Gesundheitsprobleme

wird eine Stabilisierung der

Persönlichkeit angestrebt. Zusätz -

liche Unterstützung

bringt die Beratung

zu Erziehungsfragen

und Kinderbetreuung.

Zum anderen

werden Ziele im beruflichen

Bereich

verfolgt: die Teilnehmerinnen lernen

einen Arbeitsplatz und die damit verbundenen

Anforderungen kennen. Sie

werden an einen kontinuierlichen Arbeitsprozess

herangeführt und erhalten

die Möglichkeit, Schlüsselqualifikationen

zu erwerben sowie eine

berufs- und familientaugliche Tagesstruktur

zu entwickeln. Das Erkennen

persönlicher Ressourcen auch zu

a-typischen Arbeitsfeldern wird gefördert.

Interessierte an diesem Projekt, das

vom Europäischen Sozialfonds gefördert

wird, wenden sich für weitere Informationen

an Julia Deck, Telefon

07 21 / 9 12 43-16, E-Mail: j.deck@

caritas-karlsruhe.de oder Christiane

Kern, Telefon 07 21 / 9 12 43-11,

E-Mail: c.kern@caritas-karlsruhe.de

Das Ehrenamt: wie viel Amt – wie viel Ehre?

Der Caritasverband Ettlingen fördert das ehrenamtliche Engagement

ie Woche beginnt in der Tages-

für psychisch erkrankte

Dstätte

Menschen im Gemeindepsychiatrischen

Zentrum des Caritasverbandes

Ettlingen mit einem Frühstück. Klara

Schletz, ehrenamtliche Mitarbeiterin,

hat die Aufgabe übernommen,

mit den Besuchern den

Tisch zu decken, die Käseund

Wurstplatten zu richten,

mit frischem Gemüse und

Obst zu garnieren und Kaffee

zu kochen. Dann frühstückt

sie selbst inmitten der Besucherschar.

Und was bekommt

sie dafür? Wie ist es mit der Ehre im

Amt? Die Besucher mögen sie und

freuen sich, wenn sie da ist, zuhört

und auch selbst erzählt. Die hauptamtlichen

Kolleginnen und Kollegen

schätzen ihre Arbeit, und Zeit für ein

Gespräch gibt es immer.

Nach dem Grund für ihr Engagement

in der Tagesstätte gefragt, sagt

sie: „Ich mag die Leute einfach, ich

spüre die Dankbarkeit. Den Besuchern

ein gutes Frühstück zu richten

und ihnen damit Freude zu bereiten,

tut mir selbst gut. Dabei vergesse ich

meine eigenen Sorgen. Die Arbeit

möchte ich nicht missen.“ Menschen

tun etwas für andere und zugleich etwas

für sich selbst. Den eigenen Nutzen

zu suchen, widerspricht dem heutigen

Verständnis eines Ehrenamtes

nicht. Nächstenliebe ist nicht im Sinne

einer Aufopferung zu verstehen.

Das geht nur, wenn

man auch gut für sich selbst

sorgt. Aber auch der Caritasverband

muss gut für „seine“

ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sorgen.

Im Caritasverband Ettlingen

gibt es viele verschiedene Orte

und Einsatzgebiete für eine ehrenamtliche

Tätigkeit: in den beiden Seniorenheimen,

in der Tagespflege für ältere

Menschen, in der Schuldnerberatung,

in der Tagesstätte für psychisch

erkrankte Menschen oder auch im Bereich

Familie und Jugend. Je nach eigener

Begabung, Interesse und zur

Verfügung stehender Zeit können unterschiedliche

Aufgaben übernommen

werden.

Die „Ehrenamtlichen“ anzuerkennen,

auch in ihren Fähigkeiten und

Begabungen, und sie zu begleiten,

Marlies Homeyer, Ehrenamtskoordinatorin

Foto: privat

heißt: sie durch entsprechende Fortbildungsangebote

zu fördern und ihnen

einen Ansprechpartner zur Seite

zu stellen.

Seit Anfang des Jahres ist es die Aufgabe

von Marlies Homeyer im Caritasverband

Ettlingen, das Gleichgewicht

zwischen Amt und Ehre herzustellen.

Ebenso wichtig ist es, gute motivierende

Rahmenbedingungen zu schaffen.

Mit anderen Worten: den ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

wird dabei geholfen, „ihren“ Platz

zu finden, damit sie Spaß und Freude

an ihrer Tätigkeit haben und auch Anerkennung

erfahren.

Zudem haben Ehrenamtliche eine

bedeutende Rolle im Caritasverband,

weil sie seine Arbeit in einer Weise bereichern,

wie es hauptamtlichen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern zuweilen

nicht möglich ist: hier können sie

ihre Lebenserfahrung und Unabhängigkeit

einbringen.

Möglich wird

die Koordination

der Aufgaben

rund um

das Ehrenamt

durch bewilligte

Fördermittel

der GlücksSpirale.

Wenn Sie daran denken, sich beim

Caritasverband Ettlingen ehrenamtlich

zu engagieren oder Informationen

rund um das Ehrenamt wünschen,

dann rufen Sie an bei: Marlies Homeyer.

Telefon 0 72 43 /5 15-1 32 oder

schreiben Sie eine E-Mail: marlies.

homeyer@caritas-ettlingen.de


6. Ausgabe | 22. Juli 2011 KIRCHEN ZEITUNG

23

Die Plätze

gehören allen

Straßensozialarbeit

der Diakonie vermittelt

zwischen Interessen

Treffpunkt Nottingham-Anlage

ommer in der Fächerstadt: Das Le-

pulsiert auf Karlsruhes Plät-

Sben

zen, und auch in der Nottingham-Anlage

zwischen Sophienstraße und

Kaiser allee tummeln sich zahlreiche

Kinder mit ihren Eltern auf dem Spielplatz,

junge Frauen sonnen sich auf

der Wiese, und auf den Stufen des

Rondells sitzen Männer und Frauen,

die ihr Bier trinken. Doch die Idylle

trügt. Letztere Gruppe ist hier eigentlich

nicht erwünscht, allenfalls geduldet.

Spätestens, wenn dort der Alkoholpegel

steigt und es lauter wird, werden

Beschwerden der Anwohner bei

der Polizei eingehen.

Die Konflikte in der Nottingham-

Anlage haben zunächst mit einem

ganz banalen Problem zu tun: Es fehlt

an öffentlichen Toiletten. Folglich suchen

Bürgerinnen und Bürger, die sich

längere Zeit hier aufhalten, andere

Foto: Sauermost

Wege, sich zu erleichtern. Die Stadtverwaltung

hatte den Antrag auf die

Einrichtung einer öffentlichen Toilette

abgelehnt. Man befürchte steigende

Kosten und zudem den Zustrom weiterer

unerwünschter Besucher, so die

Begründung.

Diese Befürchtung teilt Manfred

Kern, Straßensozialarbeiter des Diakonischen

Werks Karlsruhe, nicht.

Seiner Erfahrung nach droht die Situation

auf den Plätzen immer dann zu

eskalieren, wenn sich dort zu viele

Menschen versammeln. Das passiere,

wenn an anderer Stelle Plätze als

Treffpunkte „dicht gemacht würden“,

indem beispielsweise Kioske geschlossen,

Bänke abgeschraubt und vermehrt

Platzverweise ausgesprochen

würden. „Diese Vertreibungspolitik ist

letztlich nur die Verschiebung des

Problems von einem Platz auf den

nächsten“, so die Erfahrung des Streetworkers.

Manfred Kern und sein Team arbeiten

seit Jahren für eine bessere Verständigung

von Anwohnern, Geschäftsleuten

und Menschen, die den

öffentlichen Raum als Treffpunkt nutzen,

da sie keine anderen Kontaktmöglichkeiten

haben. „Ich treffe meine

Kumpel in der Nottingham-Anlage,

weil ich kein Geld für den Biergarten

habe. Und daheim ist es so eng, dass

ich niemanden einladen kann“, erzählt

Markus, der um die Ecke wohnt

und seit Jahren von Hartz IV lebt. „So

wie mir geht es hier allen“, sagt er. Wir

treffen uns, um nicht allein zu sein,

um uns auszutauschen und Spaß miteinander

zu haben.“

Er und seine Freunde wünschen

sich vor allem eines: Toleranz. Anwohner

und Geschäftsleute bestehen

auf Ordnung, Sauberkeit und Ruhe.

Diesen Konflikt kennt Manfred Kern

vom Werderplatz in der Südstadt. Hier

hatte er in der Vergangenheit versucht,

zwischen beiden Interessen zu vermitteln.

Wenn die Gruppen aufeinander

zugehen und miteinander reden,

könnten Berührungsängste abgebaut

und Absprachen getroffen werden, so

seine Erfahrung. In der Südstadt ist es

in Zusammenarbeit mit der dortigen

Pfarrgemeinde teilweise sogar gelungen,

die Leute vom Indianerbrunnen

in feste Aufgaben für die Südstadt einzubinden.

Dieses Konzept sähe das Diakonische

Werk Karlsruhe auch gerne auf

anderen städtischen Plätzen wie in der

Nottingham-Anlage umgesetzt. Dabei

ginge es nicht um eine Verharmlosung

der konfliktreichen Situation, die in

Einzelfällen nur ordnungspolitisch zu

lösen sei, sondern um eine Gestaltung

der Plätze, die es unterschiedlichen

Gruppen erlaubte, sich hier nebeneinander

aufzuhalten. Und dies fordere

Rücksichtnahme auf der einen und

Toleranz auf der anderen Seite. as

„Hinter dem Horizont …“

Wenn Männer trauern

ritik an der eigenen Art zu trauern

Kverschlimmert die Trauer.“ Diese

Erfahrung macht Christine Ettwein-

Friehs in der Beratung von Menschen,

die ein Kind, einen Partner oder Elternteil

verloren haben. Davon besonders

betroffen seien Männer, erlebt die

Leiterin des Karlsruher Hospizdienstes.

Nicht selten würde ihnen vorgeworfen,

nicht richtig zu trauern. So

würde der Verlust eines Kindes häufig

zur Belastungsprobe für die Partnerschaft

der Eltern, Witwer würden zu

Einzelgängern.

„Trauer vereinzelt“, weiß die Karlsruher

Expertin und führt dies auch auf

unterschiedliche Verarbeitungsstrategien

von Frauen und Männern zurück.

So würden Männer ihre Trauer häufig

körperlich verarbeiten, indem sie sich

in den Hobbykeller zurückziehen, exzessiv

Sport treiben oder verstärkt sexuelle

Kontakte nutzen. Frauen hingegen

würden eher die Möglichkeit

suchen, über ihre Trauer zu sprechen.

Doch Trauerexperten wissen, dass

wir auf mehreren Kanälen verarbeiten:

im Tun, beim Reden und in Form von

Gefühlsäußerungen. Diese Sichtweise

führt davon weg, die eine Verarbeitungsstrategie

gegen die andere aufzuwerten.

Vielmehr braucht es unterschiedliche

Räume für verschiedene

Trauerformen.

Der Hospizdienst Karlsruhe hat den

Monat September dem Thema „Männer

und Trauer“ gewidmet. Unter dem

Titel „Hinter dem Horizont...“ lädt der

Dienst mit drei Veranstaltungen trauernde

Söhne, Väter und Witwer ein,

sich zu begegnen und auszutauschen.

Die Reihe beginnt am Sonntag, dem

11. September, um 11 Uhr mit einem

Tresengespräch beim Frühschoppen

in der Südstädter Kneipe „Schwarzes

Schaf“. Unter der Moderation des

Theologen und Pastoralpsychologen

Jürgen Holz und des Hospizbegleiters

Reinhold Wacker wird Raum geboten

für das, was Männer bewegt. Am 20.

September hält Martin Klumpp aus

Foto: Stefan Balk

Stuttgart um 19.30 Uhr einen Vortrag

über Männer und ihre Trauer und zeigt

Wege auf, wie ein hilfreicher Umgang

mit sich selbst und anderen gelingen

kann. Am Samstag, dem 24. September,

veranstaltet der Hospizdienst ab

10 Uhr eine Wanderung nur für Männer

in der Umgebung von Karlsruhe.

Gemeinsam unterwegs sein, andere

Männer in Trauer treffen, reden oder

schweigen – all das ist hier möglich.

Diese Angebote sind Teil einer Veranstaltungsreihe

anlässlich des 20-jährigen

Bestehens des Hospizdienstes

Karlsruhe.

as

20 Jahre Hospizdienst

Karlsruhe

Samstag, 20. August von 8 bis

13 Uhr: Informationen auf

den Wochenmärkten Gutenbergplatz

und Marktplatz.

Dienstag, 20. September um

19.30 Uhr: „Hinter dem Horizont

…“, Vortrag zum Thema

„Männer und Trauer“ mit

Martin Klumpp aus Stuttgart

im Albert-Schweitzer-Saal,

Reinhold-Frank-Straße 48 a.

Donnerstag, 20. Oktober um

19.30 Uhr: Vortrag „Schwester

Tod“ mit Erni Kutterer im

Albert-Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-Straße

48 a.

Sonntag, 20. November um 16

Uhr, Lichterzeremonie zum

Gedenken an die Verstorbenen

im Albert-Schweitzer-Saal,

Reinhold-Frank-Straße 48 a.

Dienstag, 20. Dezember um

16 Uhr, „Wenn Weihnachten

schwer ist, weil eine/r fehlt“ –

offene Gruppe für Trauernde im

Hospizdienst, Uhlandstraße 45.

Im Jahr 2012 wird die Veranstaltungsreihe

fortgesetzt.

Hospizdienst Karlsruhe

Begleitung sterbender Menschen

Beratung trauernder Angehöriger

Öffentlichkeitsarbeit zu Sterben,

Tod und Trauer

Uhlandstraße 45, 76135 Karlsruhe,

Telefon 07 21 / 5 09 66-0, E-Mail:

hospiz-dienst@dw-karlsruhe.de


24 KIRCHEN ZEITUNG

6. Ausgabe | 22. Juli 2011

Gott spart nicht

Wie wir großzügiges Sein mit kleingemünztem

Haben beantworten

Fotos: Joachim Faber

afür haben wir kein

DGeld“ sprach Gott eines

Tages. „Zwei Millionen Blüten

pro Kirschbaum? Und das

für fünf Kilo Kirschen, die gerade

mal 25 Euro Einnahmen

vor Steuern bringen? Damit ist

jetzt Schluss. Wir müssen sparen.

Die Blumenwiesen streichen

wir – für Kuhmilch genügt das

schiere Grün. Sterne vorzuhalten,

steht im Missverhältnis zur erzielten

Lichtausbeute. Und wozu

Menschen? Die meisten sind ohnehin

Sozialfälle.“

Unter „Gott“ lässt sich manches

vorstellen. Solche Sätze allerdings würde

man vom Großen und Ganzen des

Lebens niemals hören. Denn Gott

„spart“ nicht, weder „an“ noch „für“

noch „auf“, noch spart Gott sich etwas

„ab“. Im Gegenteil. In der Bibel ist von

großzügig Schöpferischem zu lesen,

das mit sieben „Kick-Off-Tagen“ angefangen

und bis heute nicht aufgehört

hat. Von erlösender Gnade ist die Rede,

die jede und jeden von uns liebend und

wohlwollend ansieht. Von einem, der

sein Leben gibt. Von einer Fülle, aus

der wir alle empfangen. Und von einer

Haltung, die mit anderen teilt und die

zwei Meilen mitgeht, wenn sie um eine

Meile Begleitung gebeten wird.

So könnte man annehmen, wie die

evangelische Hilfsaktion „Brot für die

Welt“ ihre 50. Aktion provokant überschrieb:

„Es ist genug

für alle da.“ Das trifft auch durchaus

zu. Nur ist, was „da“ ist, für viele

unerschwinglich geworden. Weil wir

nämlich „Lebensmittel“, Zugänge zu

lebenswichtigen Ressourcen, künstlich

verknappen, um materiellen Gewinn

zu erzielen. Selbst Gemeingüter wie

Wasser fallen unserem betriebswirtschaftlichen

Denken und Handeln anheim.

Bewusst schreibe ich „wir“,

denn letztendlich sind wir die Konzerne,

die Politik, die Verantwortlichen.

Mit unseren Stimmen und unserem

Verhalten entscheiden wir, ob für alle

„da“ ist, was allen gehört und gebührt.

Am Geld liegt es jedenfalls nicht.

Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler

im Herbst 2010: „Geld ist genug

vorhanden, Geld ist doch da wie

Dreck, nicht wahr.“ Die Frage steht

an, ob man es weiterhin und zwangsläufig

so verteilen muss, dass

wachsendem privatem Reichtum zunehmende

Armut der öffentlichen

Kassen gegenübersteht.

Keiner lebt von

vielen Gütern

Im Übermaß das Vorhandene für

sich selbst zu beanspruchen, scheint

eine menschliche Eigenheit zu sein.

Selbst Tiere, die Vorräte anlegen, tun

dies nur, soweit es ihnen über den

Winter hilft. Gott hortet nicht, warnt

mit der Stimme Jesu vor Habgier und

spottet ihrer sogar: „Seht zu und hütet

euch vor aller Habgier; denn niemand

lebt davon, dass er viele Güter hat.“ …

„Du Narr! Diese Nacht wird man deine

Seele von dir fordern; und wem

wird dann gehören, was du angehäuft

hast?“ (Lukas 12, Verse 14 und 20).

Das alte Buch der Bücher bietet Alternativen

an. „Gutes zu tun und mit andern

zu teilen vergesst nicht; denn

solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebräer

13, Vers 16.) Wobei „Opfer“ meint, mit

dieser Art des Handelns Gott zu loben:

„… wie sind deine Werke so groß

und viel! Du hast sie alle weise geordnet,

und die Erde ist voll deiner Güter.“

(Psalm 124, Vers 4) Damit ist zugleich

gesagt, dass wir uns die Welt

weder selbst verdanken noch dass sie

uns gehört.

Mit Verknappen, Horten und so genanntem

Sparen benehmen wir uns

allerdings, als nutzten wir Gottes Gastfreundschaft

gnadenlos aus, als träten

wir das uns gemeinsam gewährte

Glück mit Füßen, als bereicherten wir

uns zum Schaden unserer Weggefährtinnen

und -gefährten, als führten wir

den geliehenen Omnibus gegen die

Wand eines Spielkasinos. Auch wenn

solche Vergleiche hinken: Gäste und

Treuhänder verhalten sich anders. jf

Fruchtbare Zeichen

und Wunder

Vom Wein in der Bibel

oah aber, der Ackermann, pflanz-

als Erster einen Weinberg …“,

Nte

als er nach der Sintflut im Gebiet Ararat

mit seiner Familie sesshaft wurde,

so wird im Alten Testament im 1. Buch

Mose berichtet. Tatsächlich gehen Experten

heute davon aus, dass die Ursprünge

des Weinbaus vor ungefähr

6 000 Jahren in eben jenem Gebiet auf

der Südseite des Kaspischen Meeres

liegen. „Und da er von dem Wein trank,

ward er trunken und lag in der Hütte

aufgedeckt“, so geht die Erzählung

über den ersten Winzer der Geschichte

weiter, und sie ist auch die Erste von

vielen biblischen Erzählungen über die

verhängnisvolle, aber auch die segensreiche

Wirkung des Rebensaftes, der in

der Antike als Grundnahrungsmittel

auf keinem Tisch fehlen durfte.

Foto: Thomas Hoffmann

Und so ist es nicht verwunderlich,

dass der Weinstock und seine Reben,

der Weinbauer und sein Weinberg eine

hohe Symbolkraft in den Erzählungen

des Alten Testaments haben. Auch in

den Gleichnissen Jesu spielen die Begriffe

rund um den Wein als Metaphern

eine wichtige Rolle: „Ich bin

der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer

in mir bleibt und ich in ihm, der bringt

viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr

nichts tun“ (Joh 15,5). Und schließlich

erhält der Wein seine tiefste Bedeutung

im christlichen Abendmahl, in

dem er für das Blut Christi steht.

Je nach Bibelübersetzung kommen

der Wein und die ihm verwandten Begriffe

über 450-Mal in der Bibel vor.

Auf diese Zahl kommt zumindest der

Karlsruher Weinbetriebswirt Joachim

Eisele, der sich die Zeit nahm, die Bibel

von Anfang bis Ende zu lesen. Dabei

stellte er fest, dass sich der Wein

von der Genesis bis zur Offenbarung

wie ein roter Faden durch die Bibel

zieht. In einer Kladde hat er jede Bibelstelle,

in der Wein vorkommt, handschriftlich

notiert. Dazu sammelt er in

Ringbüchern Auslegungen und Kommentare

zu den wichtigsten biblischen

Erzählungen und Gleichnissen rund

um den Wein.

Weinprobe mit

Rebsorten aus Israel

Sein Wissen vermittelt der Weinexperte

in biblischen Weinseminaren.

Hier erzählt er spannende Geschichten

aus dem Alten Testament und liest

beispielsweise das Gleichnis vor, in

dem Jesus das Kommen des Himmelreichs

mit der Arbeit im Weinberg vergleicht

(Matth 20,1-16). Für Weinliebhaber

darf natürlich die schönste Geschichte

nicht fehlen: Die Hochzeit zu

Kanaan berichtet von der Verwandlung

von Wasser in Wein als das erste

Wunder Jesu (Joh 2, 1-12). Zu jeder

dieser Geschichten kredenzt Joachim

Eisele einen Wein aus dem Gebiet, in

dem die jeweilige Geschichte spielt –

eine echte Weinprobe mit klassischen

Rebsorten aus dem Gelobten Land.

Der Weinliebhaber Eisele will vor

allem die positiven Aspekte des Weins

in der Bibel in den Vordergrund stellen.

So zitiert er gerne Paulus, der in

seinem Brief an Timotheus die gesundheitsfördernde

Wirkung des Weines

empfiehlt: „Trinke nicht mehr nur

Wasser, sondern nimm ein wenig Wein

dazu um des Magens willen, und weil

Du oft krank bist“ (Tim 5,23).

Doch die schönste Stelle steht für

Joachim Eisele im Hohen Lied der

Liebe: „Wie schön und wie lieblich

bist du, du Liebe voller Wonne! ...lass’

deine Brüste sein wie Trauben am

Weinstock und deiner Nase Duft wie

Äpfel und deinen Gaumen wie guter

Wein …“ (Hohelied 7)

Seine nächsten Seminare finden in

Zusammenarbeit mit der Evangelischen

Erwachsenenbildung am 6. August

und am 15. Oktober im Albert-

Schweitzer-Saal statt. Anmeldung unter

07 21 / 82 46 73 10. Genussbeitrag

20 Euro. as

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