DIE LIEBFRAUENKIRCHE IN DUISBURG-MITTE

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DIE LIEBFRAUENKIRCHE IN DUISBURG-MITTE

Die Liebfrauenkirche

Fotos Titel und Innenseite links:

Dr. Philipp E. Reichling O.Praem

Foto Innenseite rechts:

Reinhold Kube

Adresse:

König-Heinrich-Platz 3

47051 Duisburg

Kontakt und Information:

Dr. Philipp E. Reichling O.Praem.

An der Abtei 4-6

47166 Duisburg

Tel.: (0203) 57890-214

Fax: (0203) 57890-111

E-mail: philipp.reichling@gmx.de

Die Liebfrauenkirche

in Duisburg-Mitte

Weitere Kulturtankstellen in Duisburg:

- Abtei Hamborn

- Karmelkirche

- Kindertagesstätte Liebfrauen

- Kirche Liebfrauen

- Kirche St. Dionysius

Eine Übersicht aller spirituellen Kulturtankstellen finden Sie

unter: www.kultur-im-bistum-essen-2010.de

Impressum:

Dr. Michael Schlagheck

Katholische Akademie DIE WOLFSBURG

Falkenweg 6

45478 Mülheim an der Ruhr

Tel.: (0208) 99919-200

E-mail: kultur.2010@bistum-essen.de

Internet: www.kultur-im-bistum-essen-2010.de

Redaktion:

Dr. Angelika Büchse, Winfried Dollhausen,

Dr. Herbert Fendrich

Layout:

Markus Kossack, for mat gmbh


Erfahrung

des ganz Anderen

che nach wie vor von der katholischen

Pfarrgemeinde als

Gottesdienstraum und Anbetungskapelle

und von der City-

Pastoral als Gesprächsraum

genutzt wird, sondern öffnet

sich darüber hinaus auch für

kulturelle Veranstaltungen.

„...da brannte der Dornbusch

und verbrannte doch nicht…“

(Exodus 3,2)

Wenn man in Duisburg über

den König-Heinrich-Platz zwischen

Theater, Spielcasino und

Einkaufszentrum geht, trifft man

an der Hauptfassade der Liebfrauenkirche

auf das monumentale,

expressiv anmutende

Sandsteinrelief mit dem Motiv

des brennenden Dornbusches.

Es stammt von dem Bildhauer

Karl-Heinz Türk aus Nürtingen

(1928-2001). Dargestellt ist

die persönliche Begegnung des

Moses mit Gott.

Moses war mit seiner Herde

auf dem Weg zum Berg Horeb.

Dort erschien ihm Gott in einem

brennenden Dornbusch und

forderte ihn auf, das Volk Israel

aus Ägypten herauszuführen.

Die Situation am brennenden

Dornbusch wird für Moses zu

einer persönlichen Gottesoffenbarung,

die sein ganzes Leben

verändert.

Diese Begegnung spielt sowohl

im Judentum, Christentum und

Islam eine besondere Rolle. Sie

lässt neugierig werden, näher

zu kommen und nachzuschauen,

um Neues zu erfahren. Sie

ist ein Ort der „Erfahrung des

ganz Anderen“.

Die Gründung der Stiftung

Brennender Dornbusch im

Jahre 2007 folgt diesem Gedanken.

Sie macht die Liebfrauenkirche

zu einem Ort des

Dialogs, der Toleranz und Offenheit

zwischen den Weltreligionen.

Das Gotteshaus ist

nicht nur ein Ort des religiösen

Lebens, wo die Unterkir-

Die Liebfrauenkirche

Die Ursprünge der heutigen

Liebfrauenkirche gehen zurück

auf den frühgotischen Kirchenbau,

der 1272 unter dem Titel

„Maria aufgenommen in den

Himmel“ als Klosterkirche der

Franziskaner geweiht wurde.

Sie stand unmittelbar am Burgplatz,

am heutigen Karmelkloster

in der Brüderstraße.

Mit der Auflösung des Ordens

im Zuge der Säkularisation Anfang

des 19. Jahrhunderts wurde

die ehemalige Klosterkirche

als katholische Pfarrkirche

Liebfrauen 1832 baulich erweitert.

Die Pfarrei Liebfrauen ist

die älteste katholische Kirchengemeinde

Duisburgs.

Nach ihrer völligen Zerstörung

im Zweiten Weltkrieg erschien

ein Wiederaufbau der Pfarrkirche

am selben Standort nicht

sinnvoll. So wurde 1958 die

heutige Liebfrauenkirche an

der Ecke Friedrich-Albert-Lange-Platz/König-Heinrich-Platz

als Neubau nach einem Entwurf

des Klever Architekten Dr.

Toni Hermanns (1915-2007)

errichtet.

Der doppelgeschossige Stahlbetonbau

wurde im Architekturstil

des „Brutalismus“ errichtet

und gilt als typisches Beispiel

für die Architektur der späten

50er Jahre des vergangenen

Jahrhunderts.

Die Glasfenster, der Baldachin

und zahlreiche Einrichtungsgegenstände

der Kirche

stammen aus dem Pavillon

des Vatikans auf der Brüsseler

Weltausstellung von 1958.

Zusätzlich wurden die historischen

Ausstattungsstücke der

Vorgängerkirche übernommen,

womit der Nachfolgebau die

Tradition der alten Liebfrauenkirche

bis heute fortführt.

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