"Der Siedler" Ausgabe 02/2013 - Stadt Kitzingen

kitzingen.info

"Der Siedler" Ausgabe 02/2013 - Stadt Kitzingen

v

www.kitzingen.info

Quartiersmanagement

2/2013

Der Siedl er

Projekte und Aktionen der Sozialen Stadt in Kitzingen-Siedlung

Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm

„Soziale Stadt

Quartiersmanagement Kitzingen-Siedlung I Böhmerwaldstraße 11 I Telefon: 09321 3880283 I meine-siedlung@kitzingen.info


Inhaltsverzeichnis

„Komm wir gehen“

.......................................................................3

Urban Gardening - Ein weltweiter Trend

kommt in die Siedlung

.......................................................................3

Tag der offenen Gärten in der Siedlung

.......................................................................5

Frühjahrs Rama dama

.......................................................................5

Elterntraining in der Siedlung

......................................................................6

Siedler-Frühlingsfest am Kleistplatz

.......................................................................7

Der Kindergarten Friedenskirche stellt sich vor

......................................................................8

Der Weg zum Stadtteilzentrum in der Siedlung

.....................................................................10

Kommentar der Stadträtin Andrea Schmidt

zum Thema

.....................................................................11

Meine Kindheits- und Jugenderinnerungen

aus der Siedlung

.....................................................................12

Kürbis- und Sonnenblumenpflanzaktion

.....................................................................14

Sehr geehrte Siedlerinnen und Siedler,

die Kälte und der anschließende andauernde

Regen hatte die Menschen und die Natur

in diesem Jahr ungewöhnlich lange beschäftigt.

Trotzdem ließen wir uns durch diese Umstände

nicht aualten und konnten schon in

der ersten Jahreshälfte viele Aktionen und

Projekte in der Siedlung durchführen oder

anstoßen. Jetzt, da die (hoffentlich) wärmere

Jahreszeit beginnt, wollen wir natürlich

weitermachen. Infomieren Sie sich in dieser

Ausgabe über vergangene und anstehende

Aktionen der Sozialen Stadt, aber auch über

den Fortschritt im Rahmen des Bundeswettbewerbs

„Entente Florale“.

Viel Spaß beim Schmökern!

Freundliche Grüße

Termine

.....................................................................15

Quartiersmanager

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„Komm wir gehen“

Dass Sport gesund und fit hält, weiß jeder.

Mann oder Frau muss aber nicht gleich einen

Marathon laufen können, um in den Genuss

der positiven Effekte von Bewegung zu

kommen. Aus diesem Grund bietet die KASA

zusammen mit Günter Wagner (Pfarrer i. R.)

ein Lauf- und Bewegungsprogramm ohne

Leistungsdruck an, welches auch für Nichtsportler/innen

geeignet ist. In relativ kurzer

Zeit wird durch regelmäßiges Gehen und

Joggen ein Leistungszuwachs erreicht, der

zu wachsendem Selbstvertrauen führt. Ein

Kurs dauert acht Wochen und beinhaltet neben

dem Stretchen und der Bewegung auch

eine individuelle Auswertung für die Trainingsteilnehmer.

Anmeldung und nähere Informationen

erhalten Sie bei:

Petra Hösch

Diakonisches Werk Kitzingen / KASA

Tel.: 09321 - 133816

Das Angebot ist ein Projekt des

Urban Gardening -

Ein weltweiter Trend kommt in

die Siedlung

In der Mitte wachsen Bohnen und Zucchini,

an der Seite verschiedene Kräuter, der Duft

von frischer Erde steigt einem in die Nase.

Fast könnte man glauben bei Oma im alten

Garten auf dem Land zu sein. Aber ein Blick

in die Umgebung belehrt einen eines Besseren.

Wir befinden uns mitten in einem Wohngebiet.

Nicht auf einem privatem Gelände,

sondern mitten im öffentlichen Raum.

Überall in größeren und kleineren Städten

Deutschlands entstehen Gärten einfach so,

quasi mittendrin. Urban Gardening heißt

der Trend und kommt, wie sollte es auch anders

sein, aus den USA. Hier legte man sog.

„Community Gardens“ mit Kräutern und

Nutzpflanzen an, die damals von Bedürftigen

geerntet wurden. Sich selbst in der

Stadt mit Gemüse und Obst zu versorgen ist

auch heute der Antrieb vieler Städter, sich

gärtnerisch zu betätigen. Die Hobbygärtner

sind dabei schon lange nicht mehr Bedürftige,

sondern Menschen, die ein Stück versiegeltes

Land zurückgewinnen möchten, ein

Stück Natur in ihre Wohngegend zurückholen

wollen oder einfach nur Gleichgesinnte

treffen wollen. Es ist das Gegenmodell zu

den Schrebergärten, in denen jeder alleine

seine Parzelle bewirtschaftet.

Eine Steigerung des Urban Gardening ist das

sog. Guerilla Gardening. Hier werden heimlich

Pflanzen an geeigneten Orten ausgesät.

Guerilla-Gärtner säen Blumen auf dem Mittelstreifen

der Stadtautobahn oder Gemüse

auf einem schmalen Randstreifen vor dem

Wohnhaus. Allerdings ist Guerilla Gardening

in Deutschland illegal, so können sogar Bußgelder

für das wilde Begrünen folgen.

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Kleinere Aktionen werden in der Praxis aber

meist toleriert (ist allerdings vom Einzelfall

abhängig!).

Urbaner Gartenbau erlebt in unserer Zeit immer

mehr Zuspruch. Die Gründe hierfür sind

vielfältig:

• Lokale Nahrungsmittelherstellung

und ortsnaher Konsum ist eine der Möglichkeiten,

Transportwege zu verringern.

• Steigendes Interesse an lokaler Nahrungsmittelproduktion.

• Steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln,

die umweltverträglich und sozial gerecht

produziert werden.

Auch in der Kitzinger Siedlung ist dieser

Trend inzwischen angekommen. Im Rahmen

des Bundeswettbewerbs „Entente Florale“

sollen an mehreren öffentlichen Standorten

kleinere und größere Nutzpflanzen gesät

werden. So werden Spielplätze um Beerensträucher

(z. B. Spielplatz „Am Schachen“)

oder Kräuter (z. B. Ami-Spielplatz) ergänzt.

Richtige Hochbeete entstehen auf der Wiese

an der Franzesbadener Straße und im Notwohngebiet.

Jeder darf sich etwas nehmen,

aber auch dem Nachbarn noch etwas übrig

lassen. Ein solches Projekt braucht natürlich

auch fleißige Helfer. Wer gerne die Patenschaft

für ein solches Beet übernehmen will

oder noch weitere grüne Ideen für die Siedlung

im Kopf hat und diese gerne umsetzen

will, kann sich gerne im Quartiersbüro melden.

Himbeer- und Johannisbeersträucher am Spielplatz Schachen

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Tag der offenen Gärten in der Siedlung

Nach Absprache im Bürgerarbeitskreis wurde

der diesjährige Tag der offenen Gärten in

der Siedlung zeitlich nach hinten verschoben.

Neuer Termin ist somit Sonntag der 07.

Juli 2013. Interessenten, die sich kurzfristig

noch dazu entscheiden, ihren Garten an

diesem Tag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr der

Öffentlichkeit zu präsentieren, können sich

gerne an das Quartiersmanagement Siedlung

wenden.

Frühjahrs Rama dama

Zu einer festen Institution hat sich inzwischen

die Aufräumaktion Rama dama in der

Siedlung entwickelt. Bei zwei Grad Außentemperatur

und angenehmen Sonnenschein

trafen sich am 16. März 2013 wieder rund 25

gut gelaunte Siedler am Quartiersbüro in der

Böhmerwaldstraße. Ausgerüstet mit den

obligatorischen Warnwesten, Handschuhen,

Müllsäcken und Greifzangen machten sich

die Teilnehmer aufgeteilt in sechs Gruppen

auf den Weg und säuberten Gehsteige, Grünanlagen

und Plätze. Nach getaner Arbeit gab

es als Dankeschön nach ca. zwei Stunden einen

kleinen Imbiss im Quartiersbüro. Unterstützt

wurde die Aktion von der Stadt und

dem Landkreis Kitzingen, deren Mitarbeiter

für die ordnungsgemäße Entsorgung des

gesammelten Mülls sorgten.

Die nächste Aufräumaktion kann man sich

ebenfalls schon in den Terminkalender eintragen.

Die landkreisweite Aufräumaktion

„Tour de Müll“ findet am 12. Oktober 2013

statt.

Die Teilnehmer der Aufräumaktion Rama dama im Frühjahr

2013 bei kalten Temperaturen und angenehmen Sonnenschein

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Elterntraining in der Siedlung

Wie schaut eine gute Erziehung der Kinder

aus? Wie erziehe ich richtig? Das ist manchmal

gar nicht so einfach zu entscheiden! Eltern

werden mit Ansprüchen und Forderungen

von vielen Seiten konfrontiert wie sie

ihre Kinder „richtig zu erziehen haben“.

Aber wo bekommen Eltern Hilfe, wie sie konkret

mit ihren Kindern umgehen können?

Was ist richtig, was evtl. weniger richtig?

Wir bieten Ihnen 5 Abende zum Thema Erziehung

an. Wir werden Ihnen kein fertiges

Konzept präsentieren, sondern die Möglichkeit

geben, Ihren eigenen Erziehungsstil zu

überprüfen und Anregungen zu übernehmen.

Die Abende sind auf die Situation von

Eltern mit Kindern im Alter von ca. 7 – 12 Jahren

ausgerichtet.

Anhand des Programmes „Freiheit in Grenzen“

von Klaus A. Schneewind wollen wir mit

Ihnen gemeinsam Lösungswege im Umgang

mit herausfordernden Erziehungssituationen

erarbeiten. Nehmen Sie sich Zeit, jetzt

sind Sie dran!

Die Abende beginnen jeweils mit einer kurzen

thematischen Einführung, danach besteht

die Möglichkeit für Rückfragen. Außerdem

werden noch Übungen zum jeweiligen

Thema durchgeführt.

Termine: Herbst 2013, an 5 Abenden von

19:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr.

Veranstalter ist die Beratungsstelle für Kinder,

Jugendliche und Erwachsene, Kitzingen,

gemeinsame Einrichtung des Diakonischen

Werkes und des Caritasverbandes

in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement

„Soziale StadtKitzingen Siedlung.

Sie können sich bereits jetzt im Quartiersbüro

in der Böhmerwaldstraße 11 zu den bekannten

Öffnungszeiten voranmelden. Oder

einfach eine Mail schreiben an:

meine-siedlung@kitzingen.info

Themen sind unter anderem:

Wie kann ich die Kommunikation mit meinem

Kind nachhaltig verbessern?

Wie kann ich eine tragfähige Beziehung zu

meinem Kind auauen?

Wie kann ich Konsequenzen setzen?

Wie kann ich mich in Konfliktsituationen

verhalten?

Welche Unterstützung brauche ich evtl.

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Siedler-Frühlingsfest am Kleistplatz

Zum insgesamt zweiten Mal fand am 11. Mai

2013 das Siedler-Frühlingsfest am Mehrgenerationenplatz

Kleistplatz statt. Die Burschenschaft

lud zusammen mit dem Quartiersmanagament

zum Weißwurstfrühstück

ein. Eröffnet wurde das Fest von Oberbürgermeister

Müller, der Siedlerkönigin Felisha

und dem stellvertretenden Vorsitzenden

der Burschenschaft Dominic Niedermeyer.

Neben den Auftritten des Posaunenchors

der Friedenskirche und dem Gesangsverein

Siedlung sorgte die Zwei-Mann-Band „The

Settler“ für gute und ausgelassene Stimmung.

Auch den Kindern war dank der Hüpfburg

und dem Bastelangebot des KIZ-Treffs

nicht langweilig.

Highlight des Tages war neben dem von der

Brauerei „Albertshöfer Sternbräu“ eigens für

das Fest gebraute „Siedler-Bier“ die Versteigerung

des Maibaumes durch „Hobbyversteigerer“

Reinhold Faltermeyer. Der Erlös

der Versteigerung und weitere beim Frühlingsfest

eingenommene Spenden in Höhe

von rund 450 Euro kamen den Opfern eines

Wohnungsbrandes in der Siedlung zu.

Wir können uns jetzt schon auf eine Fortsetzung

des Frühlingsfestes im kommenden

Jahr freuen.

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Der Kindergarten Friedenskirche

stellt sich vor...

„Nimm ein Kind an die Hand und lass dich von

ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt

und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung

zeigt es dir eine Welt, die du längst

vergessen hast“

Möchten auch Sie sich in der

Stadtteilzeitung vorstellen oder einen Bericht

veröffentlichen? Das Quartiersmanagement

steht Ihnen bei Fragen gerne

zur Verfügung!

Die Evangelisch–lutherische Kirchengemeinde

Friedenskirche, vertreten durch

Pfarrer Schlinke, ist der Träger des Kindergartens

Friedenskirche. Der Altbau des Kindergartens

Friedenskirche besteht seit 1954

und hat sich im Laufe der Zeit immer wieder

verändert. Im Jahr 1976 wurde der Kindergarten,

aufgrund der hohen Nachfrage, um

zwei Gruppen erweitert.

Mittlerweile gibt es in unserem Kindergarten

drei Kindergartengruppen, in denen 25

Kinder, im Alter zwischen 3-6 Jahren, spielen

und toben können. Die vierte Gruppe ist unsere

Kinderkrippe, die 14 Plätze für die Kinder

ab 1 Jahr anbietet.

Die Türen der Einrichtung sind täglich ab 7.15

Uhr geöffnet. Wenn die Kinder in die Einrichtung

kommen, können sie Kontakte zu

Gleichaltrigen knüpfen, spielen, lernen und

ihre Kindheit in vollen Zügen genießen.

In jeder Gruppe arbeitet mindestens eine Erzieherin

und eine weitere pädagogische Ergänzungskraft,

die die Kinder in ihrem Tun

unterstützen, Hilfestellungen geben und die

Kinder gezielt beschäftigen. Diese Beschäftigungen

finden meist nach dem gemeinsamen

oder offenen Frühstück in der Kindergartengruppe

statt.

Die pädagogischen Fachkräfte lassen die

Kinder am Ende einer Woche in einer Kinderkonferenz

abstimmen, über welches Thema

sie in den kommenden Wochen etwas wissen

möchten. Zu diesem Thema werden Angebote

geplant, und die Kinder können ihre

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Sobald die Sonne richtig schön und warm

scheint, nutzen wir diese aus und verbringen

die meiste Zeit im Garten. Hier können die

Kinder die Spielgeräte nutzen, mit kleinen

Fahrzeugen fahren oder ihren ersten Sandkuchen

im Sandkasten backen. Der Kindergartentag

endet um 16:30Uhr, außer am

Freitag: da ist bereits um 15.30 Uhr Schluss.

„Die Kinder kennen weder Vergangenheit,

noch Zukunft, und – was uns Erwachsenen

kaum passieren kann – sie genießen die Gegenwart.“

Jean de la Bruyère

Eingangsbereich, Garten und

Innenbereich des Kindergarten

Friedenskirche

eigenen Ideen zu dem Thema einbringen. Es

finden außerdem immer wieder gruppenübergreifende

Angebote, Ausflüge und Förderungen

in der Einrichtung statt. Im Kindergarten

Friedenskirche wird den Kindern einiges geboten,

wie zum Beispiel die Lernwerkstatt, in

der eine Kleingruppe von Kindern immer wieder

etwas Neues lernt. Jeden Freitag erzählt

Pfarrerin Schlinke in einer anderen Gruppe

eine biblische Geschichte, einmal die Woche

kommen Lesepaten und lesen den Kindern

etwas am Nachmittag vor. Kinder, die Logopädie

oder Ergotherapie brauchen, können

diese Förderung hier im Haus erhalten.

Natürlich haben die Kinder die Möglichkeit,

sich gegen ein kleines Entgelt bei einem warmen

Mittagessen zu stärken oder können einfach

von zu Hause etwas mehr Brotzeit mitbringen.

Wer nach einem so erlebnisreichen

Vormittag müde ist, kann ein kleines Nickerchen

machen, um am Nachmittag wieder voll

durchzustarten.

Wir greifen in unserer pädagogischen Arbeit

folgende Bildungsbereiche auf:

• ethische und religiöse Bildung

und Erziehung

• Sprachliche Bildung und Förderung

• Umweltbildung und Erziehung

• Ästhetische, bildnerische und

kulturelle Bildung und Erziehung

• Und noch viele weitere……..

Haben wir Ihr Interesse an unserer Einrichtung

geweckt, dann schauen Sie sich doch

auch mal unsere Internetseite an.

www.friedenskirche-kitzingen.de/kindergarten.html

Verfasser:

Kathrin Brünner, ev. Kindergarten Friedenskirche

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Der Weg zum Stadtteilzentrum

in der Siedlung

Schon lange war es Wunsch der Siedler ein

eigenes Stadtteilzentrum im Stadtteil zu

etablieren. Mit der Aufnahme der Siedlung in

das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm

„Soziale Stadt“ im Jahre 2009 wurde

die Errichtung eines Stadtteilzentrums

mit Jugendtreff gemäß dem Integrierten

Handlungskonzeptes für das Fördergebiet

als sog. Schlüsselmaßnahme deklariert. Das

Stadtteilzentrum soll zum einen der Herausbildung

einer städtebaulichen Ortsmitte und

zum anderen der Schaffung von räumlichen

Gelegenheiten zur Bündelung sozialer Maßnahmen

dienen.

Nach mehr als vier Jahren Beratungs-, Planungs

und Diskussionszeit in den unterschiedlichen

Gremien (wie z. B. Stadtrat oder

Bürgerarbeitskreis) ist dieser Wunsch nun in

greiarer Nähe. Im Folgenden wird dieser

Weg nochmals aufgezeigt:

28.10.2010:

Beschluss des Stadtrates der Errichtung eines

Stadtteilzentrums mit Jugendtreff die

höchste Priorität im Quartier zuzuordnen.

Die Verwaltung wurde beauftragt mögliche

Standorte und Nutzungskonzepte zu eruieren

und als Grundlage für weitere Stadtratsentscheidungen

vorzubereiten.

November 2010 bis Mai 2011:

Abfrage der Bedarfe zur Nutzung des Stadtteilzentrums

bei Vereinen und Institutionen

durch das Quartiersmanagement.

Juni 2011 bis September 2011:

Erarbeitung eines Betriebs- und Nutzungskonzeptes

durch das Quartiersmanagement

unter Beteiligung der interessierten Vereine

und Institutionen.

1

03.10.2011:

Beschluss des Stadtrates der Errichtung eines

Stadtteilzentrums mit Jugendtreff in der

Kitzinger Siedlung am Standort des Pfarrheims

St. Vinzenz den Vorzug zu geben. Die

Verwaltung wurde beauftragt, die bisher

erarbeiteten Konzepte zu vertiefen und ein

Umbau-, Sanierungs- und Finanzierungskonzept

zu erstellen, um so die weiteren

Entscheidungen im Rat vorzubereiten.

28.02.2012:

Vorstellung der geforderten Konzepte im

Rahmen der AG Soziale Stadt mit der Möglichkeit

zur Klärung offener Frage.

29.03.2012:

Beschluss des Stadtrates das vorhandene

Pfarrzentrum St. Vinzenz auf der Grundlage

des vorgestellten Betriebs- und Nutzungskonzepts

zu sanieren und umzubauen. Der

Stadtrat gab der Verwaltung noch mit auf

den Weg, zusätzliche Einsparpotenziale bei

der Sanierung des Pfarrzentrums zu finden,

um so die kalkulierten Kosten weiter zu senken.

26.04.2012:

Vorlage der überarbeiteten Planung im

Stadtrat und Beschluss des Stadtrates gemäß

den Plänen (sog. „kleine“ Lösung) das

Gebäude Pfarrzentrum St. Vinzenz zu sanieren

und umzubauen.

Sommer 2012:

Verhandlungen mit der kath. Kirche über

den Kauf des Pfarrzentrums durch die Stadt

Kitzingen.

29.11.2012 :

In nicht öffentlicher Sitzung beschließt der

Stadtrat den Kauf des Pfarrzentrums St. Vinzenz.

Januar 2013:

Erster Zuwendungsbescheid der Regierung

von Unterfranken zur Förderung des Stadtteilzentrums.

Seite 10


Januar/Februar 2013:

Präzisierung der Wirtschaftlichkeitsanalyse

und Ergänzung der Unterlagen zur Förderung.

13.02.2013:

Präzisierter Zuwendungsbescheid der Regierung

von Unterfranken zur Förderung des

Stadtteilzentrums.

14.03.2013:

Bestätigung des Betriebs- und Nutzungskonzeptes

durch den Stadtrat aber Ablehnung

des vorgeschlagenen Finanzierungsweges.

25.04.2013:

Bestätigung des präzisierten Finanzierungsweges

durch den Stadtrat.

07.05.2013:

Verabschiedung des Haushaltes durch den

Stadtrat.

Aktuell steht die Genehmigung des Haushaltes

durch das Landratsamt Kitzingen aus. Ist

der Haushalt dann genehmigt, kann die Stadt

Kitzingen das Grundstück mit dem Pfarrzentrum

St. Vinzenz kaufen und die Umbau- und

Sanierungsarbeiten können beginnen.

Und hier noch einmal die Kostenübersicht:

Gesamtkosten (inkl. Kauf des Objektes):

ca. 2.4 Mio €

Förderhöhe im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms

„Soziale Stadt“:

ca. 1.1 Mio €

Eigenanteil der Stadt Kitzingen: ca. 1.3 Mio €

Kommentar der Stadträtin Andrea Schmidt

zum Thema:

Liebe Siedler,

als Referentin für die „Soziale Stadt“ in unserer

Siedlung , freue ich mich für Sie, dass es endlich

grünes Licht für unser Stadtteilzentrum

gibt. Es war wirklich ein langer Weg mit vielen

Hürden, die es zu überwinden galt. Wir stehen

mit diesem , unserem Stadtteilzentrum vor einer

großen Chance für den Stadtteil Siedlung

und seine Bürger.

Gerade die letzten Jahre haben unser Potenzial

im Stadtteil erkennen lassen. Durch Zusammenhalt

und gegenseitige Unterstützung

wurden schon viele Projekte und Aktivitäten

(u.a. Advents-Sternenzauber, Frühlingsfest

am Kleistplatz, Aufräumaktion Rama dama)

erfolgreich durchgeführt und fortgesetzt.

Die Zeit bis zur Fertigstellung unseres Stadtteilzentrums

sollte nun auch dazu genutzt

werden, einen (Förder-)Verein ins Leben zu

rufen. Dieser wird benötigt , die dann anstehenden,

vielfältigen Aufgaben der Gestaltung

und Organisation im Stadtteilzentrum mit zu

bewältigen.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und ein

Stück weit Verantwortung mit übernehmen

wollen, nehmen sie bitte Kontakt mit uns auf:

Referentin für die Soziale Stadt, Andrea

Schmidt oder über das Quartiersbüro André

Hahn

Ihre Andrea Schmidt

Stadträtin ÖDP, Referentin „Soziale Stadt

Foto: Diana Fuchs

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Meine Kindheits- und Jugenderinnerungen

aus der Siedlung

von Karin Böhm

[Fortsetzung]

Genau so ging es uns mit dem Fahhrad fahren.

Mama und Papa hatten je ein Fahrrad.

Es war gar nicht so einfach, denn auf den

Sattel konnten wir uns noch nicht setzen,

also stellten wir uns ins Fahhrad hinein und

lernten so das Fahren. Es war eine wackelige

Angelegenheit. Auch waren die Finger

noch zu klein, um an die Fahrradklingel zu

kommen. Eines schönen Tages hatte ich das

Glück wieder einmal fahren zu können. Ich

fuhr die Langenmarckstraße hinter über den

Kleistplatz hinauf in die Skagerrakerstraße.

Dort drehte ich um und fuhr wieder Richtung

nach Hause, denn da ging es schön bergab.

Stolz fuhr ich über den Kleistplatz in die Langenmarckstraße

hinein. Ich bemerkte schon

von weitem, dass dort einige Frauen mit

Hunden standen. Als ich ziemlich nahe dran

war, spazierte plötzlich ein Dackel über die

Straße. Wie gesagt, an die Klingel kam ich

noch nicht, bremsen war nicht mehr möglich

und so rief ich, so laut ich konnte „wau,wau

- wau, wau!“ und sprang im selben Moment

vom Fahrrad. Alle haben dann natürlich

schallend gelacht! Ich habe mich so schnell

ich konnte wieder in das Fahrrad gestellt und

bin heimgestrampelt, denn so geschämt

hatte ich mich schon lange nicht mehr.

Brunnen. Plötzlich, wie es passierte weiß

keiner, rutschte die erste aus und fiel nach

hinten, klammerte sich an der zweiten

fest, diese an der dritten und alle fielen

rückwärts in den vollen Brunnentrog. Ich

stand starr und wusste mir nicht zu helfen.

Zum Glück ging die Haustüre auf und die

große Schwester unserer Freundin kam

heraus und überblickte rasch die Situation.

Schnell packte sie die erste, zog sie

heraus , die zweite und mit der trockenen

Bemerkung „da ist ja noch eine!“ zog sie

glücklicherweise auch noch meine kleine

Schwester heraus. Das Schlimmste für

meine Schwester war, als die nach Hause

rannte,stand Oma vor der Gartentür und

schüttelte sich vor Lachen, als sie das weinende

tropfnasse Etwas herankommen

sah.

Ein großes Ereignis war es, wenn die

Amerikaner (wir sagten „die Amis“) mit

ihren Panzern in langen Kolonnen von

Mainbernheim her in die Stadt rollten. So

schnell wir konnten rannten wir rauf zur B8

und schauten voller Neugierde zu. Das Gefühl

im Bauch, wenn die Panzer an einem

vorbeirollten, werde ich nie vergessen. Das

Rasseln, Grollen und Hämmern der Ketten

erschütterte die ganze Straße.

Auch in den Nachbargärten spielten wir hin

und wieder. An einem schönen Sommertag

waren wir einige Häuser weiter bei einem

Nachbarsmädchen, meine kleine Schwester,

ich und noch ein Mädchen. Wir spielten

Schule. Ich war die Lehrerin, die anderen

drei saßen auf dem mit Wasser gefüllten

Seite 12


Das erste Mal sahen wir auch dunkelhäutige

Amerikaner. Wir hatten schon Angst, aber

völlig grundlos, denn sie waren alle sehr

freundlich. Einige Mutige aus unseren Reihen

riefen „Chocolate“ oder „Chewing Gum“!

Und wie durch ein Wunder warfen sie uns das

Gewünschte herunter. War das ein Jubel.

In unserer Straße waren einige Mädchen mit

Amerikanern befreundet. Es war schon eine

Sensation damals. Ein Jeep rollte die Straße

herunter. Neugierig schauten wir - ich war so

ungefähr 6 Jahre alt - meine Spielkameraden

und ich, dem Auto zu. Es hielt am Nachbarhaus

und ein dicker dunkler Amerikaner mit

wulstigen Lippen und einer großen braunen

Papiertüte im Arm sprang heraus und

ging in das Haus. Nach einiger Zeit kam er

wieder zurück, an seinem Arm die blonde

Nachbarstochter, die man kaum mehr erkannte.

Knallrote Lippen, rote Fingernägel,

Nylonstrümpfe mit Naht und sie schmiegte

sich eng an den - für mich damals hässlichen

Amerikaner, stieg dann in den Jeep und fuhr

davon. Für uns Kinder ein Erlebnis, für die Erwachsenen

ein Grund endlich ihre Moral herauskehren

zu können. Es wurde getuschelt,

geschimpft, gelästert und die Mädchen

schlecht gemacht. Damals wusste ich damit

nichts anzufangen - aber heute...

Auch eine Freundin meiner Mutter war mit

einem Amerikaner verheiratet und lebte bereits

in Amerika. Immer wieder, hauptsächlich

zu Weihnachten, kamen Päckchen und

Pakete von „Übersee“. Die herrlichsten Wunderdinge

kamen zum Vorschein, Schokolade

im braunen Papier, Butterfinger (meine

Lieblingsschokolade!), scharfe Kaugummis,

zuckersüße Bonbons und immer irgendetwas

zum Anziehen.

[Fortsetzung folgt]

Seite 13


Kürbis- und Sonnenblumenpflanzaktion

gesammelt, in eine einheitliche Form gebracht

und dann mit Informationen, Tipps

und Tricks rund um die Kürbispflanze veröffentlicht.

Kürbis- und Sonnenblumensamen haben

im April Kinder der Kindergärten Friedenskirche

und St. Vinzenz sowie Schüler der

Grundschule Siedlung gesät. Unterstützt

wurden die kleinen Gärtner dabei durch

die Stadtgärtnerei und das Quartiersmanagement

der Siedlung. Die Aktion fand

im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Entente

Florale“ statt (wir berichteten über

diesen Wettbewerb in Ausgabe 01/20013

des „Siedlers“). Gewappnet mit kleinen

Töpfen, Erde un den entsprechenden Samen

ging es ans Werk. Die Hobbygärtner

zeigten dabei großes Potenzial: Töpfe mit

Erde füllen, mit den Fingern kleine Löcher

für die Samen hineindrücken, Samen hinein

legen, Erde drüber und fertig. Die Pflege

der Zöglinge lag dann in den Händen der

Kinder. Nach ein paar Wochen wurden die

nun gewachsenen Pflanzen ins Freie gesetzt.

Dabei schmücken die Sonnenblumen

die Gärten der Kindergärten und der Schule

oder wurden im Stadtteil verteilt.

Damit ist die Aktion aber noch nicht beendet!

Geplant ist die Veröffentlichung eines

Kürbiskochbuches. Aus diesem Grund

sind alle dazu aufgerufen, ihr bestes

Kürbisrezept an das Quartiersmanagement

zu schicken. Die Rezepte werden

Seite 14


Termine

26. Juni Ökumenisches Gebet in der

Friedenskirche

28. Juni - 1. Juli Kitzinger Weinfest

07. Juli Tag der offenen Gärten Siedlung

12.-14. Juli Kitzinger Sommer

13. Juli Nachbarschaftsfest Kitzingen

17. Juli Bürgerarbeitskreis Siedlung

20. Juli Sommerfest des AWO Wilhelm-

Hoegner-Hauses (ab 14:30Uhr)

27.Juli

Sommerfest St. Vinzenz

(17Uhr Andacht im Pfarrgarten,

anschließend ital. Abend)

04.-07. August Siedlerkirchweih mit Fest

umzug am Sonntag

04.-10. August Zeltlager-Freizeit der kath.

Jugend St. Vinzenz

14. September Seniorennachmittag der

Siedlervereinigung im SSV

Sportheim

Ihre Termine fehlen hier?

Wenden Sie sich an das Quartiersbüro!

Wir helfen Ihnen gerne!

19. Oktober 60-jähriges Bestehen des

Frauenbund St. Vinzenz

(14:30Uhr Kaffee/Kuchen

im Sportheim Hoheim

18:30Uhr Festgottesdienst

in St. Vinzenz)

Öffnungszeiten des Quartiersbüros

Dienstag 10:00 Uhr - 12:00 Uhr

Mittwoch 10:00 Uhr - 12:00 Uhr

15:00 Uhr - 18:00 Uhr

Donnerstag 09:00 Uhr - 11:00 Uhr

sowie nach Vereinbarung

Impressum

Quartiersmanagement Kitzingen-Siedlung

Dipl.-Geogr. André Hahn

Böhmerwaldstraße 11

Postanschrift Kaiserstraße 13/15

97318 Kitzingen-Siedlung

Telefon: 09321/3880283

Fax: 09321/3884268

E-Mail: meine-siedlung@kitzingen.info

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