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KKRN Katholisches Klinikum

Ruhrgebiet Nord GmbH

St. Elisabeth-Krankenhaus

Was sind Noroviren?

Bei dem Erreger handelt es sich um ein kleines, unbehülltes,

sehr umweltstabiles und hochinfektiöses Virus,

das für die meisten nicht durch Bakterien bedingten

Brechdurchfall-Erkrankungen bei älteren Kindern und

Erwachsenen verantwortlich ist.

Es gibt typischerweise saisonale Häufungen in den Wintermonaten.

Häufig sind Noro-Viren die Ursache von Ausbrüchen

in Gemeinschaftseinrichtungen.

Wir hoffen, dass diese Informationen Ihre wichtigsten

Fragen beantworten und wir Ihnen auf diese Weise Ihre

Unsicherheit nehmen konnten.

Wenn Sie noch Fragen zum Thema Noro-Virus haben,

steht Ihnen die Abteilung Krankenhaushygiene gerne

zur Verfügung:

Bärbel Hoffmann

Fachkrankenschwester

für Krankenhaushygiene

Telefon 02362 29-1041

b.hoffmann@kkrn.de

Wir über uns

Zur Krankenhausgesellschaft KKRN Katholisches

Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH gehören neben

dem St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten auch das

Gertrudis-Hospital Westerholt, das Marien-Hospital

Marl und das St. Sixtus-Hospital Haltern am See.

Die Krankenhausgesellschaft ist der größte Klinikverbund

im nördlichen Ruhrgebiet. Sie verfügt über

23 medizinische Fachabteilungen mit knapp 1.000

Klinikbetten und versorgt jährlich mehr als 34.500

stationäre Patientinnen und Patienten.

Mit rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern –

darunter allein 180 Ärztinnen und Ärzte – gehört die KKRN

Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH zu einem

der größten Arbeitgeber im Kreis Recklinghausen. Und

sie ist auch einer der größten regionalen Anbieter bei der

Ausbildung qualifizierter Pflegekräfte. An ihren beiden

Zentralschulen in Dorsten und Marl bietet sie insgesamt

400 Ausbildungsplätze für den Pflegenachwuchs an.

St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten

Pfarrer-Wilhelm-Schmitz-Str. 1 · 46282 Dorsten

Telefon 02362 29-2747 · Telefax 02362 29-2748

dorsten@kkrn.de · www.kkrn.de

Patienteninformation

Noroviren

Für betroffene Patienten

und deren Angehörige


Sehr geehrte Patientin,

sehr geehrter Patient,

bei Ihnen ist eine Infektion des Magen-Darm-Traktes mit

dem hochinfektiösen Noro-Virus festgestellt worden.

Wie wird das Virus übertragen?

Ein großes Ansteckungsrisiko besteht während der akuten

Erkrankung und bis zu 48 Stunden nach Ende der Symptomatik.

Sie müssen aber davon ausgehen, dass die

Ausscheidung des Virus mit dem Stuhlgang bis zu zwei

Wochen möglich ist. In dieser Zeit sind Sie grundsätzlich

in der Lage, das Virus an andere weiterzugeben, das

Risiko ist aber deutlich kleiner, als in der Phase der akuten

Erkrankung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass Sie und Ihre Angehörigen,

ebenso wie unsere Mitarbeiter besondere hygienische

Maßnahmen einhalten müssen.

Isolierung

Die Erkrankung ist nach dem Infektionsschutzgesetz

(IfSG) isolierpflichtig. Ihre Unterbringung, ob alleine oder

mit anderen Noro-Virus-Trägern, wird individuell vom

behandelnden Arzt und der Hygieneabteilung festgelegt.

Dieses Zimmer sollten Sie möglichst nicht bzw. nur unter

Einhaltung von besonderen Hygienemaßnahmen und nur

nach Rücksprache mit dem zuständigen Personal verlassen.

Der Besuch der Cafeteria ist nicht gestattet. Benutzen

Sie bitte ausschließlich ihr Zimmer WC!

Empfangen Sie in der Zeit der Isolierung bitte so wenig

Besucher wie möglich.

Händedesinfektion

Achten Sie auf eine sorgfältige Händedesinfektion nach

jedem Toilettengang und vor Verlassen des Zimmers.

Schutzkleidung

Unsere Mitarbeiter werden bei allen diagnostischen,

pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen einen

Schutzkittel überziehen sowie Handschuhe und einen

Mund-Nasenschutz anlegen. Für Ihre Angehörigen und

Besucher gelten die gleichen Schutzbestimmungen.

Welche Maßnahmen empfehlen wir Ihnen für zu Hause?

Für die Zeit der akuten Erkrankung werden Sie bei uns stationär

versorgt. Nach Abklingen der Symptome wird das

Virus nur noch über den Stuhl ausgeschieden. Die empfohlenen

Maßnahmen haben deshalb zum Ziel, eine Übertragung

bei Ihnen zu Hause durch gemeinsame Nutzung der

Toilette oder bei der Speisenzubereitung zu verhindern.

Toilette

Nutzen Sie zu Hause möglichst eine eigene, für Sie reservierte

Toilette. Ist dies nicht möglich, sollten Sie nach dem Stuhlgang

und der Reinigung im Analbereich keine Flächen mit

der bloßen Hand berühren. Zum Drücken der Wasserspülung

oder zum Anfassen der Toilettenbürste nehmen Sie beispielsweise

als Unterlage ein mehrlagiges Toilettenpapier oder

bereitgelegtes Küchenpapier. Toilettenpapier können Sie mit

der einsetzenden Wasserspülung entsorgen, Küchenpapier

bitte in einen Abfallbehälter mit Plastiksack geben.

Händewaschung

Die wichtigste Maßnahme ist jetzt die Durchführung einer

gewissenhaften Händewaschung. Falls Sie die Armatur mit

dem Ellbogen bedienen können, würden wir Ihnen dieses

empfehlen. Müssen Sie die Hände benutzen, würden wir

auch hier als Schutz die Verwendung eines Einwegpapiertuches

empfehlen. Versuchen Sie beim Waschen zu

starkes Spritzen zu vermeiden.

Händehygiene

Verwenden Sie für die Händehygiene nach

dem Toilettengang eine speziell für Sie

reservierte Flüssigseife mit einem Dosierspender

und ein eigenes Handtuch.

Wäsche

Unterwäsche, Bettwäsche und das für

die Händewaschung genutzte Handtuch

sollten Sie bei mindestens 60°C mit einem Vollwaschmittel

waschen.

Speisen

Vor der Zubereitung von Speisen sollten Sie ebenfalls eine

gründliche Händewaschung durchführen.

Die Maßnahmen können von Ihnen nach spätestens 14

Tagen wieder beendet werden.

Wie verläuft die Erkrankung?

Innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach Aufnahme des Virus

kommt es typischerweise zu starken Durchfällen und

Erbrechen. Zusätzlich können neben Übelkeit und Bauchschmerzen

auch Muskel- und Kopfschmerzen auftreten.

Hohes Fieber ist für diese Erkrankung nicht typisch, häufiger

kommt es zu einem leichten Anstieg der Körpertemperatur.

Die Erkrankung verläuft aber immer gutartig und heilt innerhalb

weniger Tage folgenlos aus. Leider hinterlässt die

Erkrankung keine Immunität, Neuinfektionen innerhalb

kurzer Zeit sind deshalb durchaus möglich.

Wann besteht ein Ansteckungsrisiko für andere?

Ein großes Ansteckungsrisiko besteht vor allem während

der akuten Erkrankung und bis zu 48 Stunden nach Ende

der Symptomatik. Sie müssen aber davon ausgehen, dass

die Ausscheidung des Virus mit dem Stuhlgang bis zu zwei

Wochen anhält. In dieser Zeit sind Sie grundsätzlich in der

Lage das Virus an andere weiterzugeben, das Risiko ist aber

deutlich kleiner, als in der Phase der akuten Erkrankung.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Eine gegen das Virus gerichtete Therapie

ist leider nicht möglich, aber auch nicht

erforderlich. Trinken Sie ausreichend,

um die durch Durchfall und/oder

Erbrechen entstehenden Flüssigkeits-

und Salzverluste wieder

auszugleichen. Sollten Sie aufgrund

der Symptome keine ausreichende

Menge an Flüssigkeit aufnehmen

können, wenden Sie sich bitte rechtzeitig

an Ihren Hausarzt.

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