Wieder Worte - Kliniken-Wied

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Wieder Worte - Kliniken-Wied

Ausgabe 1 I August 2006

WIEDERWORTE

DIE PATIENTENZEITSCHRIFT DER KLINIKEN WIED.

Jugendwahnder

Wunsch nach ewiger Jugend.

Sabine Waldmann über

Mythos und Geschichte der

"ewigen Jugend"

Dr. Wilma Funke

Vom Jungbleiben, Altsein

und Altwerden …

Interview

"Ewig Jung!?" –

Vampire zwischen Wünschen,

Ängsten und Bedrohungen

M. Kruppa im Interview mit

Dr. W. Schroeder

KLINIKEN

WIED


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser,

bei unserem Themenschwerpunkt "Jugendwahn"

sehen wir uns, wie so oft, mit den verschiedenen

Gesichtern einer Medaille beschäftigt. Im

allgemeinen Sprachgebrauch meint "Jugendwahn"

die mangelnde Bereitschaft, altersbedingte Veränderungen

oder Einschränkungen zu respektieren

und Verhalten angemessen danach auszurichten.

Dies nicht nur im physiologischen Sinne, sondern

auch in der sprachlichen Ausdrucksform, der Wahl

der Kleidung und dem äußeren Erscheinungsbild

(neudeutsch outfit) – jung sein um jeden Preis!?

"Geriatrie Giganten" (mehr auf S. 10) nennt G. Frank

die Rolling-Stones, Inbegriff von Jugendwahn?

Zum anderen geht es um den "Wahn der Jugend",

auf pubertärer Ebene die eigene Lebenssituation

realitätsfern grenzüberschreitend und nicht selten

drogenunterstützt zu gestalten. Jugendwahn steht

aber auch für die Tendenz, nicht weise, vernünftig

oder situationsangemessen sein zu wollen; wie

das Bild der "ewigen Jugend" in dem historischen

Abriss von S. Waldmann.

Jugend muss sich "ausprobieren" und dass

schließt konfrontative Begegnungen mit den Alten

zwangsläufig ein. Alter darf auch mal die Vernunft

ablegen - was noch lange nicht bedeutet, die Kontrolle

zu verlieren - führt allerdings seinerseits mitunter

zu missbilligenden Reaktionen der Jugend.

In ihrem Artikel "Vom Jungbleiben, Altsein und Altwerden

..." beschreibt Dr. W. Funke mit dem Altern

einhergehende Veränderungen. Schließlich ist

Jugendwahn auch eine gesellschaftskritische

Bezeichnung und steht für die Tendenz, in der

Öffentlichkeit und in der Wirtschaft jüngere

Menschen generell Älteren zu bevorzugen, nicht

wenige haben damit einschlägige Erfahrungen

gemacht.

M. Kruppa ließ sich in dem Interview mit

Dr. W. Schroeder von Roman Polanskis "Tanz der

Vampire" leiten, in dem Graf Krolok, beherrscht

von dem Wunsch nach der ewigen Jugend, seine

jungen Opfer aufspürt und ihnen "den Lebenssaft"

aussaugt.

Die Übergänge sind kaum trennscharf zu beschreiben.

In vielen Bereichen des täglichen Lebens und

der persönlichen Lebensführung haben wir, kräftig

unterstützt durch ein mitunter dynamisch/

aggressives Marketing in den Medien und der

Entwicklung in der kosmetischen Chirurgie potenziell

die Möglichkeit, den Prozess des Alterns mit

seinen facettenreichen Begleiterscheinungen zu

verzögern oder zumindest zu retuschieren. Ausdrücklich

sind hier nicht gesundheitsfördernde

und erhaltende Möglichkeiten gemeint; Fitnessstudios

und Wellnessanbieter sind zum Trend

geworden, Entspannungsverfahren, Yoga, die Rückbesinnung

auf die altindische Medizin Ayurveda

oder verschiedene Meditationsformen stellen ein

umfangreiches Angebot zur "Re-Vitalisierung" dar.

Eine gewisse kritische Eitelkeit beim Blick in den

Spiegel sollte nicht als Indiz für beginnenden

Jugendwahn fehlinterpretiert werden. Jugendwahn

beginnt nicht ab einer bestimmten Altersgrenze

und der Wunsch "ewig jung" zu bleiben, am

Liebsten im Zenit der Lebenslaufbahn, ist den

Meisten nicht fremd. Einiges können wir dafür

tun, manches nicht verhindern, sicher aber ein

"vorzeitiges Altern" vermeiden. Da fällt mir der

"Gelassenheitsspruch" ein, Sie kennen ihn!

Im Namen der Redaktion wünsche ich Ihnen viel

Spaß beim Lesen,

Ihr Ingolf Issel-Domberg

P.S.: Dass die Lebensjahre auch an den MitarbeiterInnen nicht spurlos vorübergehen, können Sie in unserer

Fotoserie auf den folgenden Seiten beobachten. Würden Sie die Person, die sich aus dem alten Bild entwickelt

hat, auch ohne Initial erkennen?

WIEDERWORTE 1 I 2006


3

INHALT WIEDERWORTE

Ausgabe 1 I August 2006

4 Sabine Waldmann über

Mythos und Geschichte

der "ewigen Jugend"

7 Was war los?

8 Dr. Wilma Funke

Vom Jungbleiben, Altsein

und Altwerden …

9 Zitat zur Jugend

10 Die Rolling Stones –

Jugendwahn?

11 Top Ten Schönheits-OP’s

12 Förderverein “RESPEKT”

Spendenaffäre im

Patientenbüro

14 Neues aus Wied!

16 Punks and Hippies

17 Das Backteam

Backe, backe Kuchen

18 Ausblick

WIEDERWORTE 2/2006

Austritte und Eintritte

Fachtagung 2006

Selbsthilfe Fachtag 2007

19 Wird der Mensch eines

Tages unsterblich...

20 Rätselhaft

21 Filmempfehlung

Das Filmarchiv empfiehlt:

Tanz der Vampire

22 Interview

"Ewig Jung!?" – Vampire

zwischen Wünschen,

Ängsten und Bedrohungen

IMPRESSUM

Herausgeber

Kliniken Wied

Erscheinungsweise

zweimal jährlich

Redaktionsleitung

Ingolf Issel-Domberg

Redaktionsmitglieder

Jutta Dörr,

Gerhard Frank,

Dr. Wilma Funke,

Manfred Kruppa,

Hansjörg Pütz,

Sabine Waldmann

Beiträge von

Backteam Wied,

J. Dörr,

G. Frank,

Dr. W. Funke,

D. Garbe,

M. Gehlbach,

I. Issel-Domberg,

M. Kruppa,

M. G. Stollenwerk,

S. Waldmann,

H. Pütz

und

Pat. Wied

Fotos

M. Kruppa

H. Pütz

Auflage

2.000 Stück

Gestaltung

dreizueins werbewerk

Hachenburg

Druck

Druckerei Mehlis

Nordhausen

Anschrift

Kliniken Wied,

Mühlental

57629 Wied / Hachenburg

Redaktion WiederWorte


Sabine Waldmann über

Mythos und Geschichte der

Der Traum von der ewigen Jugend, und zwar für immer jung, schön, fit und

dynamisch zu sein, ist so alt wie die Menschheit selbst.

Schon die alten Griechen erzählten die Geschichte

von Eos, der Göttin der Morgenröte, die bekannt

war für ihre ständige Jagd auf junge Männer. Eos,

selbst unsterbliche Göttin, verliebte sich eines

Tages in einen Sterblichen, den bildschönen jungen

trojanischen Prinzen Tithonus. Sie entführte

ihn und bat den Göttervater Zeus, auch ihrem

Geliebten die Unsterblichkeit zu verleihen. Der

Wunsch wurde ihr erfüllt. Allerdings hatte Eos nicht

bedacht, auch um ewige Jugend für Tithonus zu bitten.

So veränderte sich nun allmählich der einst

strahlend schöne Jüngling, wurde alt und grau,

schrumpfte zum Greise und die Göttin ward seiner

überdrüssig. Zeus erbarmte sich schließlich des

unglücklichen, nicht sterben könnenden Prinzen

und verwandelte ihn in eine Zikade. Immer morgens,

zur Zeit der Morgenröte, zirpt sie auch heute

noch ihr Liebeslied.

Die Mythen der alten Griechen zeichneten das Alter

als einen der schlimmsten Schrecken der Welt:

Achill, der ewig junge Held, war Ideal aller erstrebenswerten

Lebensformen – und als Idole des

Jugendkultes wurden Statuen junger Männer, der

Kouroi, in den griechischen Stadtstaaten aufgestellt.

Bei den alten Römern spitzte sich der

Konflikt zwischen den Generationen zu – die Macht

des Senats (des Rates der Alten) wurde geschwächt

und letztlich von jüngeren Männern übernommen.

Diese huldigten dem Genuss und ausschweifender

Lebenslust auf der stetigen Suche nach

andauernder Jugend.

Um denselben Wunsch nach ewiger Jugend geht es

auch im sumerischen Epos von Gilgamesch, dem

König von Uruk (um 2600 v.Ch.). Gilgamesch war

zu einem Drittel Mensch, zu zwei Dritteln Gott.

Trotzdem fürchtete er den Tod und machte sich auf

die Suche nach der Unsterblichkeit. Am Ende der

Welt angekommen, wurde sie ihm jedoch verwehrt,

denn der weise Utnapischtim beschied ihn: "Da die

Götter Dich aus dem Fleisch der Götter und der

Menschen schufen, ist der Tod eines Tages unvermeidbar,

gleichermaßen für Dich wie auch für

einen Narren." Aber Utnapischtim verriet ihm zum

Abschied den Fundort einer Wunderpflanze im

Meer, welche "ewige Jugend" verleihe. Gilgamesch

tauchte nach ihr, fand das phantastische Gewächs

und nahm es mit. Auf dem Heimweg nach Uruk

badete er in einem Brunnen. Währenddessen entwendete

eine Schlange das Wunderkraut aus seinen

abgelegten Kleidern, fraß es, häutete sich

umgehend und schlängelte sich verjüngt davon.

Seitdem verkörpert dieses Häuten der Schlangen

das Symbol der ewigen Jugend – und den Menschen

ging das Wundermittel verloren.

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4-5

“ewigen Jugend”

C. L.

Im Mittelalter stand für die Christen an erster Stelle

die Erlösung. Durch sie winkte das himmlische

Paradies, in dem man für immer jung blieb und

deshalb auf Erden nicht nach dauerhafter Jugend

streben musste. Der alte Mensch aber verlor seinen

Platz und fiel immer mehr zur Last, so dass die

Begrenzung der Jugend durch den Tod begehrenswerter

schien als durch das Alter. Und es verwundert

nicht, wenn sich dieser Gedanke in der Neuzeit

nach der Reformation mit einer ungeheuren

Lebenslust verband. Leib und Jugendlichkeit wurden

verherrlicht und das Alter verachtet, weil dieses

den Menschen angeblich seiner Freude und

Wollust, seiner Schönheit, Stärke, Kraft und Macht

beraubte. Bekannter Ausdruck dieses Jugendmythos

ist das Bild "Jungbrunnen" von l. Cranach

d. Älteren 1546 : In Pferdewagen, auf Schubkarren

und Tragen werden von der linken düsteren

Seite her alte runzelige Frauen gebracht, die nackt

in das Becken klettern und ebenso nackt auf der

rechten Seite strahlend jung, schön und "taufrisch"

wieder herauskommen, bereit für das rauschende

Fest inmitten der lieblichen Landschaft.

Auch allerlei Elixiere verhießen Wirksamkeit und

Alchimisten empfahlen, Goldtinktur aus goldenen

Bechern, Milch aus den Brüsten junger Frauen oder

auch Blut eines Kindes zu trinken. Schlangenfett

sollte alle Falten aus runzeligen Gesichtern tilgen

und die Wurzel der Alraune wurde als Verjüngungsmittel

gepriesen.

Ende des 19. Jahrhunderts und später kamen

skurrile Verjüngungskuren auf - wie Injektionen

mit tierischem Hodenextrakt oder Durchtrennen

der Samenleiter, was eine künstliche "Verjüngung"

infolge gesteigerter Hormonproduktion bewirken

sollte.

Doch letztlich auch die Entdeckung und künstliche

Herstellung der Sexualhormone waren kein Patentrezept

für die ewige Jugend geworden, die Menschen

aber wurden immer älter seit dem Sieg über

Pocken, Pest, Tuberkulose und dank dem Rückgang

der Kindersterblichkeit.

Jedoch der Mythos "Jungbleiben" lebt

weiter ...heute genannt "anti aging"......

SaWa

Lukas Cranach "Der Jungbrunnen"

WIEDERWORTE 1 I 2006


Lachen ist die beste Medizin!

Wer lacht, lebt länger – und vor allem gesünder.

Diese alte Volksweisheit hat sich mittlerweile auch

in der Medizin herumgesprochen. Inzwischen bemüht

man sich um die wissenschaftliche Objektivierung

und gezielte Nutzung.

Prof. Dr. med Volker Faust

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6-7

D. K.

J. H.

F. G., U. S.

Was war los ?

Ich denke doch, s’ ist keine "Ente",

denn Hermann geht bald schon in Rente.

Ja, dachte ich, das muss er machen,

kann doch nicht mehr alle Sachen,

die er täglich machen sollte,

ohne Hilfe von Frau Nolte,

in des Tages Ablauf schaffen,

steht nur rum, um dumm zu gaffen.

Ist halt alt, der arme Mann,

nix geht mehr, grad mal, dass er lesen kann.

Und nur mit Brille, dicken Scheiben,

ständig sieht man ihn sie reiben,

und trotzdem schaut er sehr beschwerlich,

wirkt auch nicht mehr so possierlich.

An die Sechzig ist er schon,

hat Frau, Tochter und `nen Sohn.

Der Rücken macht ihm auch Probleme,

drum sucht er stets doch recht bequeme,

Arbeitshaltung jeden Tag,

am liebsten liegen wie er’s mag.

Er hört nicht gut und tut nur stöhnen,

alle sollen ihn verwöhnen.

Nun stört den Chef das ganz enorm,

drum heißt es: "Hermann, halt Dich mal in Form!"

Was soll er denn nicht alles machen,

Lifting, Frischzellenkur... zum Lachen.

Muskeltraining ohne Ende,

bringt dem Body rasch die Wende.

Dann zuletzt geschminkt dezent,

bis ihn beinah niemand kennt.

Haare tönen, sattes Braun,

drehn sich um die schönsten Frau’n.

"Jetzt wirkt er gleich doch 10 Jahr jünger",

freuen sich die jungen Dinger.

Nun, der Chef ist sehr zufrieden,

kann Hermann jetzt die Stelle bieten,

die er schon sein Leben lang,

haben wollte, Gott sei Dank.

Am ersten Tag der staunt nicht schlecht,

weil als supertoller Hecht,

er von allen wird beneidet,

an ihm sich manches Auge weidet.

Die Arbeit ruft, er eilt herbei,

gar nichts ist ihm einerlei.

Er liest und prüft und schreibt ganz viel,

für ihn ist’s nur ein tolles Spiel.

Er ist der Größte, keine Frage,

wohlan, es kommen noch bessre Tage.

Das einzige Problem ist nur,

von der Bestellung keine Spur.

Nein, die Ware ist nicht hier!

Dabei war die Lieferung doch schier

unerschöpflich, ohne Ende,

Hermann reibt sich seine Hände.

"Was soll ich tun?" er seufzt entsetzt,

tut sich doch das alles jetzt

etwas aus dem Ruder laufen,

keine Zeit mehr zum Verschnaufen.

Was nützt die ganze Lifterei,

wenn das Hirn, das ja dabei,

so alt wie auch der Körper ist,

hilft kein Ärger und kein Zwist.

Das Gedächtnis liegt doch sehr im Argen,

will Hermannchen fast ganz verzagen,

bringt die ganze Sache nix,

drum eilt behende er und fix

zum Chef und sagt unumwunden,

"Möchte kürzen meine Stunden.

Ist mir alles grad egal,

nehme auch kein Biovital,

bin schon 60, so ist das eben,

freu’ mich trotzdem noch am Leben.

Möchte nicht mehr jünger sein,

lege hiermit Pausen ein.

Alles ist so gut genug,

alles andre wär Betrug.

Trotzdem kann ich mich durchbeißen,

gehöre nicht zum alten Eisen.

Bin ein ganz ruhiger Vertreter,

gehe aber keinen Meter

mehr als ich unbedingt noch muss,

sonst machen wir hier sofort Schluss."

Der Chef erstaunt, der Herman stolz,

beißt bei ihm gleich wie auf Holz.

Alles läuft wie’s immer war,

nur der Hermann stellte klar,

dass ein "alter" Mann,

nicht mehr soviel ackern kann,

wie ein junger und dass das,

sicher ist kein großer Spaß.

Aber so ist das Leben eben,

was kann es denn noch Schön’res geben,

als die Achtung vor dem Können,

der Umsicht und dem Weitblick auch,

wovon die Jungen lernen sollen,

dann hilft man allen, und Dir auch.

Jutta Dörr

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Dr. W. Funke

VOM JUNGBLEIBEN, ALTSEIN

Gibt es ein Leben jenseits der Jugend und des jungen Erwachsenen-Alters?

Für so manchen 10-, 15- oder 20-Jährigen mag sich

diese Frage – wenn überhaupt – beim Anblick

eines "alten" Menschen von 70 oder 80 Jahren

stellen. Ist man/frau dann aus Sicht des jungen

Menschen nicht nur noch alt, ohne weitere differenzierende

Eigenschaften oder Individualitäten?

Sich vorzustellen, dass der greise Mensch eine Vergangenheit

hat mit all den Höhen

und Tiefen, die der Beobachtende

zur Zeit vielleicht gerade auch

selbst erlebt, fällt dann manchmal

schon schwer. Dass jener oder

jene gar eine Zukunft hat mit Wünschen,

Hoffnungen und Ideen,

bedarf einer noch größeren geistigen

Anstrengung und Empathie.

Selig die Alten, die schon mit ein

wenig Respekt und Rücksichtnahme

zufrieden sind?

Sich auszumalen, wie die Erfahrungs- und Erlebniswelten

eines alten Menschen sich verändert

haben mag durch die Einschränkungen von Wahrnehmungs-,

motorischen und Verarbeitungsfähigkeiten,

aber auch aufgrund der Fülle von Erinnerungen,

Erfahrungen und Wissen sowie in Abhängigkeit

von altersbezogenen motivationalen und

volitionalen (den Anreiz und den Willen betreffenden)

Befindlichkeiten, daran "werkeln" nicht nur

die Fachleute der Gerontologie. So genannte seniorengerechte

Umwelten liegen in der Städte- und

Einrichtungsplanung in Deutschland z.B. noch

mehr im Trend als die Entwicklung kinderorientierter

ökologischer Nischen. Die Verwendung der

Sammelkategorie "Behinderte, Frauen und Senioren",

die eigentlich der Stärkung von Teilhabemöglichkeiten

und der Vermeidung von Diskriminierung

dienen soll, ist allerdings auch ein Indikator

dafür, welchen Weg wir in unserer Gesellschaft

noch vor uns haben.

Sich in das eigene, persönliche Altsein hinein zu

fantasieren, fällt darüber hinaus oft noch schwerer

und bis auf die "runden Geburtstage" jenseits

der 30 gibt es wenig Anstöße dazu, dies zu tun.

Den ganz Jungen ist dies natürlicher Weise in der

Regel ein fernes Anliegen, den Mittelalten gelingt

meist nur ein verklärendes Bild von der Zeit nach

der "Tretmühle" von Arbeit und Verpflichtung in Job

und Familie – die Vision eines erfüllten, selbst

bestimmten dritten Lebensabschnitts in Gesundheit,

finanzieller Absicherung und mit einer Fülle

von Möglichkeiten. Diese Hoffnung und Projektion

ist es dann, die manchmal abhält davon, den

eigenen aktuellen Lebensstil zu überdenken, sich

Genuss und Gegenwart zu erlauben.

Wie soll die äußerlich scheinbar kaum

alternde Schauspielerin Isabella Rosselini

gesagt haben: "Ich wünschte, ich

hätte mit allem früher angefangen, dann

würde es länger dauern."

Kaum jemand hängt der unrealistischen

Vorstellung nach, dass das Altsein nicht

mit Einbußen körperlicher und geistiger

Ressourcen verbunden sei, auch wenn

die Bilder vom persönlichen Altsein vielleicht

nicht so gut gelingen. Und dass die

soziale Wirksamkeit und soziale Verantwortungsübernahme

sich im hohen Alter verändert, in der

Regel abnimmt, ist eine Binsenweisheit. Bedauernswert

mag es auch sein, dass wir in unserer

Gesellschaft unseren alten Menschen so wenig

eigene Bedeutsamkeit zukommen lassen. Bis auf

wenige Ausnahmen erscheinen alte Menschen

nicht (mit)prägend für unsere Gegenwart und

wenn, dann meistens posthum. Es gibt wenige

lebende Vorbilder für das Altsein in Würde und

Produktivität, verbunden mit der Anerkennung für

die Lebensleistung. Für mich gehören z.B. Helmut

Schmidt und Clint Eastwood dazu sowie eine

90-jährige Dame aus meinem Heimatkreis, über

die kürzlich ein Bericht in der Zeitung erschien und

die mich durch ihre pragmatische und selbstbewusste

Art beeindruckte.

Die Fantasie eines weißhaarigen, gütig blickenden

alten Menschen, der das Gegenüber milde und

freundlich akzeptiert, ohne Ansprüche oder Konkurrenz

in die Beziehung zu tragen, hat etwas

Besonderes, es wird uns warm um´s Herz. Dabei

sehen wir uns meist eher in der Position des

Empfangenden (und Jüngeren mit Zukunft) denn

als Gebenden. Dass das "Altsein" zunächst das

"Altwerden" voraussetzt, darüber machen wir uns

vielleicht weniger Gedanken. Und gerade dieser

WIEDERWORTE 1 I 2006


8-9

UND ALTWERDEN …

G. W.

Prozess der Rollenveränderung, der Umstellung

von mehr "außen" nach mehr "innen", des Erlebens

von Verlusten und beginnenden Einschränkungen,

der wieder viele Energien binden kann,

fällt so schnell und scheinbar leicht der Verdrängung

anheim.

Teenagern – darüber hinaus zu einer vielumworbenen

Käuferschicht mit einer trotz Rezession

überdurchschnittlichen Finanzkraft und der Entschlossenheit,

es "im Leben noch mal drauf ankommen

zu lassen". Dabei fließt ein Großteil des

Geldes eben nicht (mehr) in die Richtung der

„Jugend” spricht Goethe im „Westöstlichen Diwan”, „ist Trunkenheit ohne Wein”

Für ihn sind jugendliche Frische und Kraft, jugendlicher Überschwang und das Hochgefühl der eigenen Stärke ein

rauschhafter Zustand, der beflügelt und alle Grenzen überwinden lässt – erreichbar ohne Drogen.

Unsere westliche Welt kultiviert Jungsein, Jugend

und Jugendlichkeit; es ist die schier "ewige" Perspektive,

die scheinbare Endlosigkeit und Unverwundbarkeit,

das grundsätzlich Machbare und

Erreichbare, das uns fasziniert und antreibt. Ein

Spielverderber, wer hier auch an den Preis denkt

oder gar daran erinnert. Dabei erscheint gerade

die Zeit zwischen etwa 40 und günstigen Falls

70 Jahren so etwas wie ein Niemandsland zu sein,

eine neutrale Zone, in der man/frau weder richtig

jung noch richtig alt zu sein scheint. Hier platziert

sich der eigentliche "Marktplatz der Eitelkeiten",

auf dem das Lebensalter relativiert erscheint

zugunsten eines quasi "alterslosen" Zustands, fast

ein Stillstand auf "hohem Niveau". Was investieren

wir nicht alles in Kleidung, Kosmetik, Training

und Lifestyle-Attribute, um diesem "Zahn der Zeit"

Paroli zu bieten und das Altwerden Stückchen für

Stückchen hinauszuschieben!

Genau in diese Zeitspanne zwischen 40 und 60

fallen die Krisen der Lebensmitte, die es gilt anzunehmen

und zu bewältigen. Kennzeichnend für

diese ist, dass ihre "Lösungen" in der Regel mit

dem Erkennen der Begrenztheit und Endlichkeit

des eigenen Einflusses und damit des eigenen

Lebens einhergehen und so zur Bescheidenheit

beitragen, während die Krisen des jungen Erwachsenenalters

eher dazu führen, dass sich neue Wege

und Potentiale öffnen.

All die scheinbar "jung gebliebenen" oder tatsächlich

relativ jugendlich wirkenden "Opis und

Omis" zwischen 50 und 70 gehören – neben den

Enkel – falls vorhanden. Sportliche und Freizeitaktivitäten,

Reisen, Kultur und Gesunderhaltung

– hier sind Märkte vorhanden, die durch Angebot

Nachfrage erzeugen. Die Schattenseite besteht

darin, dass sich heute ein 45-jähriger Arbeitsloser

bereits als "nicht mehr vermittelbar" bewerten

lassen muss, in den sich Investitionen (des

Betriebs, der Gesellschaft?) "nicht mehr lohnen".

Neben der skandalösen hohen Quote der Kinderarmut

in einem saturierten Land wie Deutschland

wird die Altersarmut emotional fast verharmlost

und verdrängt.

In unseren heutigen modernen Familien haben alte

Menschen nur noch eingeschränkt Platz. Aber es

scheint mehr denn je zu funktionieren, das Band

zwischen Großeltern und Enkeln, das sich um die

mittlere Erwachsenengeneration herumschlängelt

– vorausgesetzt es gibt Chancen und Orte der

Begegnung. So wie früher, als Oma erzählte, wie

sie Opa kennen lernte, wie Papa oder Mama so

waren als Kinder oder Teenager und dass das

Leben so manche Überraschungen bereithielt

– natürlich mit Oma und Opa als Held oder Heldin!

Diese Geschichten mit den märchenhaften Elementen

der nicht nur objektivrealen sondern vielfältig

selbst konstruierten Vergangenheit sind es, die

Kindern Mut machen und ihnen das Gefühl geben

können, selbst die Spitze oder der Endpunkt einer

guten Entwicklung zu sein. Manchmal wünsche ich

mir, dort noch einmal zu sein – zumindest für eine

kurze Weile.

Ihre Dr. Wilma Funke

WIEDERWORTE 1 I 2006


Gerhard Frank

Die Rolling Stones – Jugendwahn?

Mick Jagger, der 62-jährige Rolling-Stones-Musiker, ist Vater von sieben

Kindern und Großvater von zwei Enkel.

… jung geblieben heißt für ihn, immer noch fit zu sein!

Friedrich Schiller sagte: "Ewig jung ist nur die Fantasie".

Sieht man sich heutzutage die Presse- und

Fernsehlandschaft an, so könnte man den Eindruck

gewinnen, dass es kaum Menschen jenseits der

Dreißig gibt, und dies gilt eindeutig nicht nur für

trendorientierte Musiksender und jugendliche

Musikmagazine. Als "Jugendwahn" ist dieses Phänomen

vielfach betitelt worden. Die Altersdiskriminierung

wächst in einem bisher nicht für möglich

gehaltenen Ausmaß, was sich schon daran

ablesen lässt, dass laut Umfragen heute nur noch

jeder vierte bei guter Gesundheit sehr alt werden

möchte.

Vor einem halben Jahrhundert wollten noch doppelt

so viele Menschen in Würde ein gesegnetes

Alter erreichen. Immer noch empfinden viele das

Alter als Schande. Die Botschaft, die damit einhergeht,

setzt sich jetzt fest in vielen älteren Köpfen,

wie ein biblischer Psalm: "Siehe, in der Jugend

liegt ein Zauber, und im Alter liegt ein Fluch." Vielleicht

ist es an der Zeit, sich ein neues Bild vom

Alter zu machen – und auch vom Tod. Sigmund

Freud hat dazu schon vor langer Zeit geraten:

"Wenn Du das Leben anhalten willst, dann richte

Dich auf den Tod ein."

Aber was hat das mit den Rolling Stones zu tun?

Die "Rolling Stones" sind unbestritten die Geriatrie-Giganten

der Rockmusik. 246 Jahre bringen

die 4 Altrocker auf die Bühne. Mick Jagger und

Keith Richard gelten als Kern der dienstältesten

Rockgruppe der Welt. Schon als Kinder gingen sie

in den 50er Jahren zusammen auf die Dartford-

Maipool-Country Primary School. Im Gegensatz zu

den braven Beatles waren die Rolling Stones die

"Bad Boys" der Rockmusik, hatten lange Zeit ein

Rebellen-Image und schon bald einen unverwechselbaren

Sound. Bekanntester Song bis heute

"I can’t get no satisfaction". Die Band gehört bereits

in den 60er Jahren zu den Superstars. So sind

die Rolling Stones die weltweit populärste Rockband.

40 Jahre Rolling Stones und kein Ende in

Sicht. Im September 2005 erschien das neue Studio-Album

"A bigger bang", das erste seit "Bridges

zu Babylon" (1997). Am 21.08.2005 startete

in Boston die Welttournee, 2006 spielen die Rolling

Stones in Europa. Die Tournee rollt wie eine

unaufhaltsame Lokomotive und ihr Ruhm eilt ihnen

gleichsam von Konzert zu Konzert voraus. Ergebene

Fans und Kritiker bejubeln einstimmig

Mick Jaggers Aura als weltbester Frontman des

Rock’n Roll. Keith Richard bleibt mit seinem eher

furchtgebietenden, überschäumenden Talent der

ultimative Gitarren-Altmeister, sie feiern Ron Woods

brilliante Gitarrenvirtuosität und würdigen die

respekteinflößende Energie von Charlie Watts

als Antriebswerk des ganzen. Die Rock’n Roll-Dinosaurier

setzen sich also wieder in Bewegung.

7 Konzerte sind für Sommer 2006 in Deutschland

im Rahmen ihrer Welttournee geplant. Das Motto

"A bigger bang" ist auch gleichzeitig der Titel

des neuen Studio-Albums (hörenswert). Die "Post"

geht also wieder ab. Eine Standfestigkeit und

Sprintstärke der Fans jenseits der 45 ist also gefordert

– Angst vor Falten, Stützstrümpfen, grauen

Haaren und einem Meer von Sauerstoffzelten ist

nicht angezeigt. Vielleicht sollte "Tokio Hotel" als

Vorgruppe auftreten, um hautnah dabei zu sein,

wenn fitte Fans in fortgeschrittenem Alter dem

"Jugendwahn" frönen.

Gerhard Frank

WIEDERWORTE 1 I 2006


10-11

G. F.

K. W. H. P.

Top Ten der Schönheitsoperationen 2003

(entnommen: www.schoenheit-und-medizin.de)

Laserchirurgische Eingriffe im Gesicht: 39.000

Fettabsaugungen: 24.000

Lidplastiken: 12.800

Brustvergrößerungen: 8.000

Nasenkorrekturen: 6.800

Ohrmuschelkorrekturen: 4.100

Brustverkleinerungen: 3.500

Bauchdeckenplastik: 2.500

Facelifts: 2.400

Kieferkorrekturen: 1.900

„Natürlich war ich früher jünger!“

insg. durchgeführte operative Eingriffe: 105.000

Tendenz steigend und in zunehmendem Maße

unterziehen sich auch immer jüngere Frauen

Schönheitsoperationen. Die Anzahl der Eingriffe

von Fettabsaugungen über Brustvergrößerungen

bis zu Nasenkorrekturen und Faltenbehandlungen

mit Botulinum-Toxin (25.400 in 2003) und Fillermaterialien

(15.200 in 2003) sei auf ungefähr

254.000 im vergangenen Jahr angestiegen. Insgesamt

wagen sich nach Schätzungen anderer Quellen

jährlich ca. 1 Million Deutsche unters Messer.

Mögliche Risiken und typische Begleiterscheinungen

sind Schwellungen und Blutergüsse, die

manchmal Wochen andauern können sowie Entzündungen,

chronische Schmerzen, Gewebeverhärtungen

oder Taubheitsgefühl. Bei Brustvergrößerungen

können Implantate nicht vertragen

werden und schlimmstenfalls Allergien auslösen.

Bei Fettabsaugungen kann es zu Organverletzungen,

Dellen und Hautunregelmäßigkeiten kommen.

Bei Augenliftings besteht die Möglichkeit,

von nicht mehr schließenden Augenlidern bis zu

schweren Nervenschädigungen im Gesicht. Die

Gefahr von Infektionen, Blutvergiftungen, Lungenschädigungen

und Entstellungen bestehe bei allen

Arten von Eingriffen und nicht zu unterschätzen

seien auch die Narkoserisiken, die von harmloser

Übelkeit, Erbrechen und Heiserkeit bis hin zu Blutdruckabfall,

Herzrhythmusstörungen, zu hohem

Blutdruck, Thrombosen und Lungenembolien reichen.

Zwischen 1998 und 2002 habe es nach

Schönheitsoperationen 20 Tote gegeben. Offizielle

Statistiken über Ärztepfusch existieren nicht.

Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer.

J. Dörr

(entnommen: www2.onleben.t-online.de; www.deutschlandmed.de und www.br-online.de/umwelt-gesundheit

sowie www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung)

Foto: Katzen Gesellschaft, Ellert & Richter Verlag, Fotografien von Terry deRoy Gruber

WIEDERWORTE 1 I 2006


FÖRDERVEREIN “RESPEKT”

Spendenaffäre im Patientenbüro

Eines Tages Anfang 2006 überraschte Frau Dr. Funke mit der Nachricht, dass unserem

Verein eine Spende in Form eines professionellen Farbkopierers ins Haus stünde.

Spender sei das Krupp Medienzentrum in Sinzig, das für den Kopierer keine Verwendung

mehr habe und ihn für eine gute Sache hergeben wolle. Einzige Bedingung:

Selbstabholung.

Nach kurzer Diskussion war klar, dass man so ein

Angebot nicht ablehnen konnte, schließlich würde

ein Farbkopierer im Patientenbüro gute Dienste

leisten und die Möglichkeiten der Drucksachenerstellung

beträchtlich erweitern.

So erhielt Herr Pütz als Mitarbeiter

im Patientenbüro den Auftrag, die

Abholung der Spende zu organisieren.

Da ein Kopierer in der Regel

groß und schwer ist, rekrutierte er

kurz entschlossen vier Patienten,

die sich der Aufgabe des Transportes

auch gewachsen fühlten.

Mit einer guten Straßenkarte bewaffnet

machte sich der Trupp frühmorgens

auf den Weg nach Sinzig. Um die Zeit

nicht allzu lang werden zu lassen, blieb Herr Pütz

seinem Job als Therapeut treu und hielt während

der Fahrt eine Gruppenstunde im Kleinformat ab.

Die Sonne schien, die Stimmung war heiter, und

jeder war froh, einmal der alltäglichen Klinikroutine

zu entkommen.

In Sinzig angekommen wurde das Krupp Medienzentrum

schnell gefunden. Bei einem kurzen Rundgang

durch die Firma staunte die Klinikabordnung

nicht schlecht, als sie neben vielen anderen interessanten

Informationen eine Druckmaschine im

Wert von fast einer Million Euro sowie ein beeindruckendes

EDV-Netzwerk vorgeführt bekam. Doch

die Überraschung wartete am Ende des Rundgangs.

Auf einer Palette stand reisefertig der Kopierer. Die

Gesichter der "Transportarbeiter" wurden immer

länger, als sie zusahen, wie der Kopierer mit einem

Gabelstapler in den Bus verladen wurde. Keiner

wusste so recht, ob er froh oder doch eher enttäuscht

sein sollte. Schließlich erfuhren sie aber

noch, dass die Muskelkraft von sechs Leuten nicht

ausgereicht hätte, um ein solches Gerät zu bewegen,

geschweige denn in einen Bus zu heben.

WIEDERWORTE 1 I 2006

Möglicherweise war es der hierdurch hervorgerufenen

Verwirrung zuzuschreiben, dass der Bus

auf der Rückfahrt zweimal die Runde durch den

Verteilerkreisel machte, bevor es endlich wieder in

Richtung Wied ging. Die mehrfach

vorgetragene Bitte, eine gewisse

Fast Food-Station anzusteuern, musste

aus therapeutischen Gründen

konsequent abgelehnt werden. Da

sich aber mittlerweile jeder gedanklich

damit beschäftigte, wie

wohl der Kopierer ohne Gabelstapler

aus dem Bus ins Patientenbüro

kommen würde, wurde doch noch

an einer Tankstelle Halt gemacht,

um eine letzte Stärkung einzunehmen,

bevor es in der Klinik ans Ausladen der Spende

gehen würde.

In der Klinik angekommen wurde zunächst einmal

Verstärkung angefordert und lebhaft diskutiert,

wie das Ausladen und Aufstellen des Kopierers am

besten bewältigt werden könnte. Zunächst galt es,

den Höhenunterschied zwischen Ladefläche und

Erdboden zu überwinden. Da der Kopierer Rollen

hat, wurden einfach die tragbaren Rampen an den

Bus angelegt und der Kopierer darauf vorsichtig

abwärts befördert. Der Rest müsse nun ein Kinderspiel

sein, jubelten alle, hatten aber die Rechnung

ohne den Wirt gemacht. Denn plötzlich – im Eifer

des Gefechts völlig unerwartet – tauchte eine Treppe

auf, die sich zunächst als schier unüberwindbares

Hindernis erwies. Mit Hilfe eines großen

Brettes gelang es dann aber schließlich doch, die

Treppe langsam aber stetig zu passieren und den

Kopierer an seinen vorbestimmten Platz zu befördern.

Als alles geschafft war, war der Jubel groß.

Trotz der harten Arbeit waren alle Beteiligten dankbar

für die Spende, und jeder der mit angepackt

hat, weiß den Wert umso mehr zu schätzen.

M. G. Stollenwerk

Foto: H. Pütz mit Patienten aus dem Patientenbüro


12-13

FÖRDERVEREIN “RESPEKT”

Unterstützungsfond wird gut genutzt

RESPEKT

Die Unterstützung von Patientinnen und Patienten

der Kliniken Wied, die sich in persönlichen Notlagen

befinden, ist eines der erklärten Ziele von

Respekt e.V.

2005 wurden insgesamt 147 Darlehensanträge

an den Verein gerichtet, die Summe der ausgezahlten

Darlehen betrug 6.054,-- EUR. 180,-- EUR wurden

als rückzahlungsfreie Zuschüsse gewährt.

Auszeiten – Angebot für ehemalige Patienten

Als Stabilisierungsangebot für ehemalige Patienten

der Kliniken Wied bietet Respekt e.V. künftig

regelmäßig Tagesseminare an. Diese "Auszeiten"

orientieren sich an Themen, die nach einer Entwöhnungsbehandlung

von Bedeutung sind und

bieten Informationen und Hilfe zur Stabilisierung

oder weiteren persönlichen Entwicklung.

Zwei Termine stehen bereits fest:

– 23. September 2006 "Plötzlich abstinent?

Gemeinsame Entwicklung in der Partnerschaft"

(Paarseminar)

– 11. November 2006 "Zufriedene Abstinenz:

Umgang mit Rückfallrisiken"

Kontakt

Möchten Sie unsere Bemühungen für

Suchtkranke und ihr soziales Umfeld

unterstützen? Dann werden Sie Mitglied

in unserem Verein. Wie das geht, sagen

wir Ihnen gerne genauer.

Alle Darlehen werden grundsätzlich zinslos zur Verfügung

gestellt. Die Patienten, die diese Möglichkeit

der Unterstützung in Anspruch nehmen, gehen

in der Regel sehr ernsthaft mit ihren Verpflichtungen

um und zahlen das Darlehen größtenteils in

relativ kurzer Zeit zurück.

D. Garbe

Die Seminare finden im Haus Wied statt und enthalten

neben dem Seminarprogramm ein Mittagessen.

Die Teilnahmegebühren betragen 10,-- EUR

für Einzelpersonen und 15,-- EUR für Paare.

Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich an,

indem Sie die Teilnahmegebühr auf das

Konto 111 9601,

Kreissparkasse Westerwald,

BLZ 570 510 01 überweisen.

Geben Sie bitte das Stichwort "Auszeit" sowie das

Datum des gewünschten Seminars an. Nach Eingang

Ihrer Überweisung erhalten Sie eine Bestätigung.

Hiermit ist Ihre Anmeldung gültig. Weitere

Informationen erhalten Sie von Frau Walkenbach,

Tel. 02662 806-111.

Respekt e.V.

Förderkreis der Kliniken Wied

Im Mühlental

57629 Wied

Tel. 0 26 62 / 806-125

respekt@kliniken-wied.de

WIEDERWORTE 1 I 2006


NEUES AUS WIED + + + NEUES AUS WIED

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Freunde,

wo Wasser ist, da ist auch Leben. Wo Seen, Teiche,

Tümpel und andere Stillgewässer als ökologischer

Baustein unserer Heimat naturnah erhalten geblieben

sind, findet sich eine besonders reiche Tierund

Pflanzenwelt. Wir haben hier in Wied das große

Glück, seit Jahren im Frühjahr ein Paar Kanadagänse

(Branta canadensis) begrüßen zu dürfen.

Dieses Jahr hat unser Pärchen 3 Eier gelegt. Das

Kanadaganspärchen und seine Jungen sind uns

mittlerweile ans Herz gewachsen und wir freuen

uns immer wieder, wenn sie jedes Jahr den Weg

wieder zu uns finden. Sie sind übrigens in der

neuen Patientenbroschüre der Kliniken Wied zu

sehen und fügen sich eindrucksvoll in die wunderschöne

landschaftliche Umgebung rund um die

Kliniken Wied ein.

Nun wenden wir uns einem – mittlerweile ebenso

lieb gewonnenen – neuen Maskottchen der Kliniken

Wied zu, dem "Wiedianer". Endlich ist er da -

ein Schmeichler, ein Schlüsselanhänger, ein Maskottchen,

das es in sich hat. Er ist ansprechend,

individuell, anonym, kann sich verschiedenen

Lebenslagen anpassen. Er ist wie die Indianer,

selbständig, weiß zu überleben, ist einfallsreich,

naturverbunden und weise. Er schenkt Vertrauen

und Erinnerungen. Kann dadurch Halt geben und

uns an Wied erinnern. Ein Freund in allen Lebenslagen,

also rundheraus: ein hartes Kuscheltier. Der

Wiedianer ist in der Indikationsgruppe "Werkhaus"

kreiert worden. In dieser Indikationsgruppe werden

den Patienten Möglichkeiten geboten, eine

Förderung insbesondere in den elementaren

Grundarbeitsfähigkeiten zu erlangen. Dazu gehören:

Arbeitsqualität/ -sorgfalt, Belastbarkeit, Ausdauer,

Problemlösen, Pünktlichkeit, Arbeitsplanung,

Lernfähigkeit. In dieser Indikationsgruppe

werden verschiedene Holz-Spielzeuge/ -Skulpturen/

-Tiere, verschiedene Büroartikel (z.B. Zettelboxen,

CD-Ständer, Mobiles und Schlüsselanhänger

– wie der "Wiedianer") angefertigt. Geplant ist die

Installation einer Übungsfirma "Werkhaus", die die

gezielte Förderung in den Bereichen spezielle

Fähigkeiten, soziale Fähigkeiten, emotionale Fähigkeiten

und auch Selbstbild anstrebt. Eine Zusammenführung

der beiden Indikationsgruppen "Werkhaus"

und "PP" (= Pappe und Papier) im Rahmen

einer Übungsfirma ist durchaus denkbar und wird

1

2 3 4

5

1. Herr Frank J. präsentiert das gerade in der IG „Produkt&Design“

fertiggestellte Poster „Vasengesicht“

2. Die Wunschzeitung der weiblichen 2er Arbeitsgruppe in

der IG „Gestaltung“: „Aufgemacht“

3. Titelgestaltung für „Die Zeitschrift fürs Ego – ICH“

4. „Paradies“ erzählt von den Reisen nach Innen und in die Karibik

5. Der Poster-Wandschmuck für den Selbsthilfegruppen-Fachtag 06 in

Hachenburg war dreidimensional gestaltet.

6. Detail aus dem Titel „Aufgemacht“ (Bild 2)

6

WIEDERWORTE 1 I 2006


14-15

+ + + NEUES AUS WIED

durch die leitende Psychologin, Frau Dr. Funke und

die Ergotherapeuten Frau Spach, Herrn Kruppa und

Short-News

Herrn Pütz konzeptionell entwickelt.

Das Klinikmanagement befindet sich im Wandel.

Um sich im 21. Jahrhundert im Wettbewerb behaupten

zu können, müssen Abläufe und Prozesse

ergebnisorientiert optimiert werden. Die Kliniken

Wied planen daher u.a. die Einführung und Anwendung

eines Software-Moduls "Therapieplanung".

Keine Aufgabe und keine Leistung geht mehr verloren!

Jeder Klinikmitarbeiter bringt während des

Aufenthaltes des Pat. die durch ihn oder seine

Abteilung bzw. seinen Arbeitsbereich erbrachten

Leistungen in das System ein. Planungen werden

durch das System "online" schnell und zügig abgestimmt.

Weiterer Vorteil: Jede Patientin/jeder

Patient erhält nach der erfolgreichen Einführung

der neuen Software einen stets aktuellen Wochentherapieplan

in die Hand.

Eine ganz besondere Herausforderung war die

erste Re-Zertifizierung in den Kliniken Wied am 17.

und 18.05.2006. Damit haben die Kliniken Wied

nachgewiesen, dass sie seit Jahren in der Qualitätsverbesserung-

und stabilisierung gute, zielführende

Wege gehen. Wir können stolz sein, unser

Ziel mit Bravour erreicht zu haben. In den folgenden

zwei Jahren wird es wieder so genannte interne

Überwachungsaudits geben, die nächste Re-Zertifizierung

steht dann in 2009 für uns an.

Backteam

Y. M. U. S.

• Seit dem 01.07.2005 backen PatientInnen jeden

Freitag in Wied und seit März 2006 zweimal im

Monat auch in Steimel Kuchen, der zum Verkauf

in den beiden Caféterien "Cafe Klatsch" und "Cafe

Nasowas" angeboten wird. Vier bis sechs fleißige

Helferinnen und Helfer sind unter Anleitung von

Frau Lauterbach (Diätassistentin) mit viel Freude

und Engagement dabei und stellen bis zu acht verschiedene

Sorten Kuchen her. Die beste Werbung

ist, wenn freitags der leckere Duft durchs Haus

zieht und die PatientInnen mit Vorfreude auf den

Kuchen warten (der Erlös kommt unserem Förderverein

"Respekt" zugute). Zitat Frau Lauterbach:

"Ich leite die Backgruppe und freue mich jeden

Freitag aufs Neue, da es eine schöne Atmosphäre

ist, mit den verschiedenen Personen zu arbeiten,

die alle gerne kommen und die Freude ist groß,

da die Kuchen immer gelingen und dazu noch

lecker schmecken. In diesem Sinne hoffe ich, dass

es immer genug "freiwillige Bäckerinnen und

Bäcker" in den Kliniken Wied geben wird." Übrigens:

ein Back- und Kochbuch ist in Arbeit, das

über den Verein Respekt gefördert wird.

Eine Weiterentwicklung hat es auch bezüglich der

Aufnahmemodalitäten gegeben: die direkte Aufnahme

in die Bezugsgruppe in Wied und Steimel.

Dies war bislang nur bei sogenannten Auffangbehandlungen

und in der Rehabilitationsmaßnahme

unter ausschleichender unterstützender Substitution

der Fall. Es erfolgte immer eine Verlegung

aus der Eingangsphase nach Steimel – hier bieten

wir nun den Komfort für die neuen PatientInnen,

dass sie nicht mehr für ein paar Tage "aus dem

Koffer" leben müssen, sondern direkt in "ihrer"

Gruppe ankommen. Ausnahmen bestätigen die

Regel: Sollten noch Indikationsfragen offen sein,

klären wir diese auch weiterhin in der entsprechenden

Abteilung in Wied gemeinsam mit dem

Patienten.

Cafe Klatsch

• "Cafe Klatsch" hat sich in Wied räumlich vergrößert,

da der Kiosk umgezogen ist. Eine weitere

Vergrößerung durch Anbau ist für den Herbst

geplant.

Neue Hompage

• Schauen Sie doch mal bei uns vorbei,

z.B. auf der neugestalteten Website:

www.kliniken-wied.de

So, dies war es wieder einmal von uns.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Gerhard Frank

WIEDERWORTE 1 I 2006


Hippies and Punks

G. U.

Das Wort Hippie stammt aus dem

Anglo-Amerikanischen "hip" und

bedeutet "eingeweiht, unter dem

Einfluss von Drogen stehend".

Punk ist zu verstehen als Gegenkultur am

Ende der 80er Jahre zur konsumorientierten

Kultur.

Gemeint sind damit Mitglieder einer unorganisierten

jugendlichen Protestbewegung, entstanden um

1965.

Die Hippies protestierten friedlich gegen Kultur

und politische Ordnung der modernen Wohlstandsund

Leistungsgesellschaft und wollten ein Leben

in freier, friedvoller und natürlicher Gesellschaft

führen, das geprägt sein sollte von freier Liebe

und sexuellem Genuss (Love generation), Farbenpracht

und Blumenschmuck (Blumenkinder), aber

auch von Festen, stimuliert durch Drogenkonsum.

Als Mittel gegen Monotonie und Erstarrung der bürgerlichen

Gesellschaft, gegen Verlogenheit, Kriegstreiberei,

Materialismus und Gefühlskälte setzten

sie neue Erlebnisweisen und als gleichsames

Kampfmittel die "Flower Power" und die Musik ein.

Es wurden alle Musikstile und Kleidungsstile, alle

institutionellen Organisationen abgelehnt, begründet

von einer spätpubertären Antihaltung

sowohl gegenüber politischem Establishment als

auch gegenüber der Kulturindustrie und dem Bürgertum.

Aber innerhalb weniger Jahre reduzierte sich der

Punk vollständig auf das Äußere: Farbige Haare,

zerrissene Kleider, Piercing, Irokesenhaarschnitt,

Tragen von Turnschuhen und Lederjacken, geschmückt

mit Sicherheitsnadeln oder Nieten.

Wichtige musikalische Vertreter waren zum Beispiel

Jimmy Hendrix oder Jim Morrison, und die

große Hymne auf die Hippiewelt war das Musical

"Hair".

WIEDERWORTE 1 I 2006


16-17

DAS BACKTEAM

S.

R. B. S.

Backe, backe Kuchen!!!

Frau Lauterbach hat gerufen. Es ist Freitag um

13.30, wenn dieser Ruf erklingt. Nun beginnen die

kleinen Wunder. Nur gute Stimmung und sich freuen

auf die Backgruppe. Die Plätze in der Gruppe

sind sehr begehrt, und so bleibt keiner unbesetzt.

Worin liegt das Geheimnis dieses Erfolges? In

erster Linie an der Person von Frau Lauterbach. Sie

lässt eine Atmosphäre entstehen, die selbst

ungeübten "Backmännern" die Scheu und Angst

vor einem Misserfolg nimmt.

Nachdem jeder Teilnehmer sein Kuchenrezept hat,

geht’s los. Hier die Profis, die locker ans Werk

gehen, da die Neulinge, die sich hilfesuchend, ihr

Rezept in Händen haltend, an Frau Lauterbach

wenden. Mit ihren Erklärungen und Ermutigungen

nimmt sie auch dem größten Zweifler die Angst vor

der unbekannten Materie und führt, wenn nötig,

die Teilnehmer zum Gelingen ihres Backwerkes.

Die Backgruppe stellt nicht nur für die Teilnehmer

eine angenehme Abwechslung zum Klinikalltag

dar, sie hat auch einen wirtschaftlichen Zweck. Die

Kuchen und Torten werden im Cafe Klatsch am folgenden

Samstag und Sonntag verkauft und der

Erlös kommt dem Förderverein "Respekt" zugute.

leider auch:

"Na warte, wenn Du nach Haus kommst. Von

wegen, Dich um die Küchenarbeit zu drücken.

Keine Ausreden mehr, von wegen dies kann ich

nicht. In Zukunft wirst Du bei der Küchenarbeit

mithelfen und den Sonntagskuchen backst Du

dann sowieso, damit du in Übung bleibst."

Ja, so hat halt alles seine zwei Seiten. Nur die Backgruppe

hat eine Seite: Alle freuen sich schon auf

den nächsten Freitag. Nicht unerwähnt darf natürlich

bleiben, dass die Backgruppe meistens einen

Kuchen für sich selbst bäckt und nach getaner

Arbeit gemütlich mit Kaffee dann zusammen verspeist.

Die Produktpalette ist weit gespannt, vom

einfachen Rührkuchen bis zur raffinierten Torte ist

alles dabei. Wir können nur hoffen, dass die Backgruppe

noch lange Bestand hat und uns und unseren

Nachfolgern noch viele schöne Stunden

beschert.

Herzlichen Dank Frau Lauterbach

Ein Backteam der Kliniken Wied

Es soll schon vorgekommen sein, dass sich

dramatische Szenen anlässlich der Angehörigenbesuche

im "Cafe Klatsch" abgespielt haben:

Stolz führt der Papa bzw. Ehemann seinen Lieben

sein Backwerk zur Verkostung vor. Aussprüche

wie:

"Das glaube ich nicht, dass du dies allein

gebacken hast! "

"Wir sind ja so stolz auf Dich, es schmeckt hervorragend!"

WIEDERWORTE 1 I 2006


AUSBLICKE

WIEDERWORTE 2/2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir möchten Ihnen auch für die Ausgabe Wieder

Worte 2/2006 die Möglichkeit geben, sich mit

Artikeln, selbstverfassten Gedichten oder Zeichnungen

an der Gestaltung zu beteiligen.

Dabei sollte die Beitragslänge eine halbe DIN A4

Seite (getippt) nicht wesentlich überschreiten, wir

bitten Sie dafür um Verständnis.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ihre Beiträge,

welche Sie bitte auf dem Postweg oder per mail

an:

Ingolf.isseldomberg@kliniken-wied.de schicken.

FACHTAGUNG

06

Körperschmerz

und Seelenpein

• Mittwoch, 18. Oktober 2006

• 9.00 Uhr

• Stadthalle Hachenburg

Und hier unser nächster Themenschwerpunkt für

die Wieder Worte 2/2006

"Rückfall"

Redaktionsschluss ist der 02.11.2006

< AUSTRITTE

Schneider, Marius, 15.10.2005 (Zivi)

Spanke, Ursula, 31.10.2005 (Medizin)

Zimmer, Tobias, 31.12.2005 (Zivi)

Schulz, Dörte, 31.12.2005 (Psychotherapie)

Adrian, Claudia, 31.12.2006 (Medizin)

Schuchmann, Patricia, 19.01.2006 (Spülküche)

Giese, Jakob, 28.02.2006 (Zivi)

Schäfer, Marianne, 30.05.2006 (Spülküche)

Schunk, Hartmut, 31.05.2006 (Medizin)

SELBSTHILFE

FACHTAG

07

> EINTRITTE

Laboun, Natalia, 01.01.2006 (Medizin)

Schäfer, Marianne, 02.01.2006 (Spülküche)

Gurita, Liviu, 15.02.2006 (Medizin)

Bitzhöfer, Alexander, 03.04.2006 (Zivi)

Gerkrath, Silke, 05.04.2006 (Psychotherapie)

Hein, Esther, 15.05.2006 (Psychotherapie)

Kirchhoff, Philipp, 15.05.2006, (Zivi)

• Freitag, 11. Mai 2007

• in den Räumen der Kliniken Wied

Anmelden können Sie sich über unsere

Homepage www.kliniken-wied.de

WIEDERWORTE 1 I 2006


18-19

B. C. S. W. K. W. I. I.-D.

Wird der Mensch eines Tages

unsterblich ...

… mittels "biologischer Methode"?

Ewiges Leben, ein Urtraum des Menschen, schien

plötzlich erreichbar zu sein, nachdem Zellbiologen

eine Art "Schlüssel" zu einem molekularen Jungbrunnen

entdeckt hatten. Die Hoffnung auf Unsterblichkeit

– von fast allen Religionen genährt –

könnte vielleicht doch endlich Realität annehmen?

Die so genannte "Uhr des Lebens" tickt in den

Telomeren – sie sitzen im Zellkern am Ende der

Chromosomen und werden bei jeder Zellteilung

ein Stückchen kürzer. Ist ihr Vorrat aufgebraucht,

stirbt die Zelle.

Mit Hilfe des entdeckten "Unsterblichkeits-Enzyms"

Telomerase ist es den Zellbiologen gelungen, diese

biologische Uhr sozusagen zurückzudrehen, indem

sie die Chromosomenenden damit verlängerten.

Derart "verjüngte" Zellen lebten im Reagenzglas

deutlich länger und teilten sich häufiger.

Kritiker befürchten nicht zu Unrecht, dass ein derartiger

Eingriff erhebliche Störungen in der Zellmaschinerie

des Körpers bis hin zu nicht mehr kontrollierbarer

Vermehrung und krebsiger Entartung

nach sich ziehen könnte.

... mittels "natürlicher Methode"?

Ein US-Mediziner setzte Mäuse und Ratten auf

Radikaldiät, indem die Tiere nur zwei Drittel des

normalen Kalorienbedarfs, aber alle wichtigen

Spurenelemente und Vitamine gefüttert bekamen.

Das Ergebnis war verblüffend: Die mageren Tiere

lebten gut ein Drittel länger als ihre fetten Artgenossen,

hatten allerdings weniger Lust auf Paarung.

Fasten als Jungbrunnen, wie in vielen Kulturen

schon seit Jahrhunderten propagiert, hat somit

durchaus einen wissenschaftlich belegbaren Hintergrund

– infolge des verlangsamten Stoffwechsels

bilden die Zellen weniger schädliche, das

Altern fördernde Stoffwechselprodukte.

... mittels "physikalischer Methode" ?

Die "Kryoniker" (von kryos = griechisch "kalt")

lassen sich nach ihrem Tode in flüssigem Stickstoff

einfrieren und vertrauen darauf, dass es medizinischer

Fortschritt eines Tages möglich macht, sie

wieder aufzutauen und "auferstehen" zu lassen.

Körperzellen können Temperaturen unter null Grad

überleben, aber dass sich ganze Organe aus den

so konservierten Zellen neu herstellen oder gar in

einen altersschwachen Körper einsetzen lassen,

ist unwahrscheinlich.

... mittels "gedanklicher Methode"?

Caesar... Alexander der Große... Marilyn Monroe...

Elvis Presley... James Dean... die Beatles...

Columbus... Galileo Galilei… und all jene,

die sich die Menschheit in ihrem Gedächtnis

bewahrt, haben eines gemeinsam: Sie alle wurden

zum Mythos – und damit unsterblich.

Caesar

SaWa

Marilyn Monroe

Alexander der Große

Elvis Presley James Dean

die Beatles

Columbus

Galileo Galilei

WIEDERWORTE 1 I 2006


RÄTSELHAFT ? ?

?

?

C. K.-K.

KREUZWORTRÄTSEL

Die Lösungswörter sind in Pfeilrichtung einzutragen.

In den markierten Feldern ergibt sich (in der richtigen Reihenfolge der Buchstaben)

ein Wunschtraum für die Ewigkeit.

1 leises Reden

2 See in Amerika

3 Kosename der Mutter

4 Abk. für 1000 Millionen

5 Zierstrauch

6 span. Ex-Königin

7 Kategorie

8 sagenhaftes Goldland (El …)

9 geprägtes Metall

10 elektrischer Generator

?

11 großer Papagei

12 Rundfunkempfänger

13 Bartschur

14 engl. Meer

15 Hochzeit

16 Flugzeugtyp

17 Männername

18 schlecht

19 Sohn Jakobs (A.T.)

20 Glasröhrchen

21 Wendung

22 Durchgang

23 Abk. für Ullrich

24 Schriftstück

25 ugs. schlafen

26 Psyche

27 Transformator

28 übertriebener Prunk

29 Abk. isoelektr. Punkt

30 Stadium

31 Großväterchen

32 Aschengefäße

33 engl. Männerkurzname

34 Weinernten

35 Garnknäuel

36 antikes Gotteshaus

37 biegsame Ruten

WIEDERWORTE 1 I 2006

?

?


20-21

DAS FILMARCHIV EMPFIEHLT

S. B.

DER FILM

Mit Roman Polanski -

(Regie/Drehbuch mit Gérard Brach)

als furchtloser Assistent Alfred

und Sharon Tate (als Sarah Shagal)

Tanz der Vampire

(The Fearless Vampire Killers)

Eine Gruselkomödie aus dem Jahr 1967 (Großbritannien, USA), 108 Minuten

Auf der Jagd nach Vampiren in Transsylvanien

gelingt es dem trotteligen Professor

Abronsius (Jack MacGowran) und Alfred

(Roman Polanski) nicht, die Verbreitung

des "Vampirismus" aufzuhalten – nein –

ihre Forschertätigkeit trägt weiter zu ihrer

Verbreitung bei. Dieser Film ist Grundlage

für das folgende Interview.

(mak)

WIEDERWORTE 1 I 2006


M. Kruppa

Interview + + + Interview + + +

"Ewig Jung!?" – Vampire zwischen Wünschen, Ängsten und Bedrohungen

Interview mit Dr. Welf Schroeder, Leitender Arzt der Kliniken Wied

Dr. Schroeder leitet seit Mai 2000 den medizinischen Bereich der

Kliniken Wied. Er hat sich nach seiner neurologischen Facharzt-

Ausbildung in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie und

Psychosomatik weiter ausgebildet. Er bringt in den Kliniken Wied

seine Erfahrungen aus der Akutpsychosomatik und in der Entzugsbehandlung

mit ein.

WW: Herr Dr. Schroeder, in unserem Vorgespräch haben wir

beschlossen, den Film "Tanz der Vampire" als Grundlage des Interviews

zu nehmen. Können Sie den Eindruck schildern, den Sie davon

hatten?

WS: Ich denke stärker darüber nach, was ich in diesem Film finde,

das in die Richtung des Themas "Ewig Jung!?" geht. Die Mythologie,

die Geschichte der Vampire, wie sie in der modernen Gesellschaft

existiert, ist unter dem Aspekt von Wünschen, Ängsten,

Bedrohungen interessant – zumal ja auch der Titel und das Thema

des Alterns und des unendlichen Lebens oder des Todes im Zusammenhang

zu sehen sind.

WW: Mit welchem Blick sind Sie in den Film gegangen, wie haben

Sie ihn gesehen? Als Arzt, als Kinobesucher? Sind Sie emotional mitgegangen

oder konnten Sie sich auch von Szenen distanzieren?

WS: Wenn ich sonst Filme erlebe, bin ich als reiner Zuschauer auch

sehr emotional und überhaupt nicht distanziert. Ich habe da keine

Ambitionen kontrolliert zu sein oder Distanz herzustellen, sondern

es soll mich ja schon einnehmen und mitnehmen. Deswegen gehe

ich auch bevorzugt ins Kino. Diesen Film auf DVD zu sehen, ist auch

ein Erlebnisverlust im Sinne des "Drin seins". Ich weiß, dass ich

diesen Film damals, in der Zeit als er in den 70er Jahren in die Kinos

kam, gesehen habe und gut fand. Ich habe mich auch darüber amüsiert,

obwohl ich die Komik des Films, glaube ich, nie im engeren

Sinne erlebt habe. Ich fand diesen Film nicht nur lustig, sondern

ich empfand ihn schon immer als einen echten "Vampirfilm".

Die Lust am "Brechen mit Tabus"

WW:

Und welches ist hier das dominierende Thema?

WS: Damals in den 70er Jahren lag die Aussage dieses Films im

Brechen mit Tabus oder auch in der Provokation der Gesellschaft.

Sicher ist dieser Film auch so zu erleben, dass es hier auch um eine

Darstellung von Liebe, Lust und Sexualität geht. Die damalige

Elterngeneration, überwiegend selbst als Kriegsteilnehmer oder

indirekt vom Kriegserleben in ihrer eigenen Entwicklung und Identitätsfindung

stark betroffen und eingeschränkt, versuchte ihre aus

der Vorkriegszeit resultierenden Normen an ihre Kinder weiterzugeben.

Roman Polanski gehört der unmittelbaren Nachkriegsgeneration

an, die sich in den 60zigern und 70zigern ganz intensiv

mit diesen Tabus der älteren Generation auseinander gesetzt hat

und versucht hat, diese in Frage zu stellen, wie z.B. durch diesen

Film, auf einem vermeintlich leichten Niveau.

WW: Inwieweit ist der Wunsch nach ewiger Jugend – den ja der

Graf Krolok und seine Kumpanen umtreibt – mit der Angst ihrer

vermeintlichen Opfer verbunden?

WS: Ich sehe in diesem Film etwas ganz Ursprüngliches bezüglich

einer ständigen Auseinandersetzung der Menschen zwischen

Wünschen, Versuchung und Moral – und Angst. Schlussendlich ist

dies vielleicht auch aus tiefenpsychologischer Sicht ein Instanzenkonflikt,

den wir innerlich erleben, der sich in diesem Mythos der

Vampirgeschichte einfach immer wieder darstellt.

Sich tabulose Sehnsüchte erfüllen,

ohne Verantwortung zu tragen

WW:

Wie wird dieser Instanzenkonflikt filmisch in Szene gesetzt?

WS: Wir haben ja als normale Bürger oder als normal Sterbliche

Sehnsüchte und Wünsche. Darin sind wir den Figuren im Film "Tanz

der Vampire" sehr ähnlich. Auch in anderen Vampirfilmen gibt es

immer wieder einen jungen Menschen der attraktiv ist, in der Regel

weiblich aber auch männlich, der in der Erfüllung seiner Wünsche

– und das ist sozusagen die Bedrohung, die eigene Begierde –

eingegrenzt ist. Und da gibt es den mächtigen Vampir, der – halb

unfreiwillig um sein eigenes Überleben zu sichern – dieser Begierde

entspricht. Er verführt, als Objekt der phantasierten Potenz,

Macht und Sehnsüchte, mit übermenschlichen "tabulosen" Fähigkeiten.

Er kann all diese Sehnsüchte erfüllen ohne dass man sich

selbst dafür schuldig erleben muss, weil man als "Opfer" sozusagen

nur "passiv" beteiligt ist. Auch in der Identifikation mit dem

Täter ist es möglich, ohne Schuld zu verführen und Grenzen zu überschreiten.

In beiden Positionen läuft man aber auch Gefahr, seine

eigentliche Existenz zu verlieren und aus dem bisherigen integrierten

Leben verstoßen zu werden.

WW: Das sind ja Situationen, die unmittelbar in das "wirkliche"

Leben führen, Situationen in die wir viel öfter geraten, als wir zugeben

möchten. In dem wir zum Beispiel einem Mächtigeren gegenüber

uns selbst klein machen, wir am liebsten verschwinden

würden: Sind wir in unserer individuellen Existenz im Alltag ständig

bedroht?

WS: Da wir ja alle in abhängigen Positionen in irgendeiner Form

leben, ob das jetzt innerhalb der eigenen Familiengeschichte ist,

zu Eltern oder später zu Partnern und vielleicht auch Arbeitgebern,

leben wir auch in einem ständigen Zwiespalt wo und

an welcher Stelle übernehmen wir Verantwortung für das, was wir

wollen oder was wir nicht wollen. Und wann und wie machen wir

das deutlich? Und wie gehen wir mit der Gefahr einer Konsequenz

um, wenn derjenige von dem wir uns abhängig erleben auf

unseren Widerspruch reagiert. Und das ist genau in dieser

Geschichte auch enthalten.

WIEDERWORTE 1 I 2006


22-23

Interview + + + WIEDERWORTE 1 I 2006

WW: Die Konsequenz, als Mensch nicht gemocht zu werden, weil

sie/er nein sagt?

WS: Die Konsequenz, dass wir etwas verlieren, bis hin zur

existenziellen Bedrohung. Wenn uns Eltern Vorgaben machen, die

wir aus der kindlichen, abhängigen Position erleben und wir uns

dagegen wehren, oder wir andererseits eigenen Wünschen nachgehen,

mit denen die Eltern nicht einverstanden sind – dann gehen

wir immer dieses Risiko neu ein.

WW: In der Klinik ist es ja so, dass Patienten auch mit eigenen

Wünschen dieser Institution gegenübertreten. "Versorg mich,

schau, dass es mir gut geht – ich möchte etwas haben", was ja

eigentlich auch der Sinn einer Reha-Einrichtung ist. Da ist oft der

Punkt, wo die Konfrontation am stärksten ist. Wie sehen Sie das?

WS: Also hier die direkte Auseinandersetzung mit Behandlern?

Ich denke, dass es im Grunde ja immer um eine persönliche Lebensgeschichte

geht, die diesen angesprochenen Konflikt enthält und

dass die Klinik einfach ein Ort ist, wo es zu einer Wiederholung dieses

Konfliktes kommt. Nur mit anderen Personen und unter anderen

Rahmenbedingungen.

WW: Mit dem Unterschied, dass der Patient hier diese Institution

unabhängig verlassen sollte, für sich eigenständig!

WS: Das wäre unser Ziel als Behandler, dass der Patient erkennt,

dass es hier nicht um Dominanz und Machtausübung von unserer

Seite als Behandler geht, sondern dass wir eigentlich Patienten fördern

wollen in ihrer Selbständigkeit und in ihrer Fähigkeit, ihre eigenen

Wünsche und Ziele auch zu berücksichtigen und diese in einem

angemessenen Rahmen in Beziehungen und in Abhängigkeiten zu

vertreten. Dies muss nicht gleichbedeutend sein mit einem

schmerzhaften Verzicht und erlebtem Verlust der Selbstbestimmung.

Mit eigenen Defiziten zurande kommen

WW: Der Wunsch dieser mythischen Figur des Vampirs ist ja ewiges

Leben. Das heißt seine Existenz ist begründet auf den Tod anderer.

Ist das eine Tendenz, die völlig neu ist oder haben Sie den Eindruck,

dass uns das immer wieder begegnet, dass andere auf

Kosten anderer Menschen versuchen, ihr Leben zu verbessern oder

zu verlängern?

WS: Man kann es ja sicher nicht immer ausschließlich unter einem

Aspekt sehen sondern viele Aspekte sind darin enthalten. Es gibt

ja auch das Sprichwort "Jemand geht über Leichen", um persönliche

Ziele zu erreichen oder persönliche Zufriedenheit zu erlangen.

Das tut er unter Verletzung oder auch Missachtung von Grenzen und

Bedürfnissen anderer Menschen. Ob das immer in böser oder verschwörerischer

Absicht geschieht, möchte ich in Frage stellen. Dass

das von Anderen aber so erlebt werden kann, ist ganz unbestritten.

Ich glaube aber, dass es dem Täter an dieser Stelle nicht darum

geht, sich über andere zu stellen, sondern es geht schlussendlich

um eine fehlende Fähigkeit, mit eigenen Defiziten die bewusst oder

unbewusst erlebt werden, zurande zu kommen.

Der ständige Zwiespalt, wo übernehmen wir Verantwortung

für das, was wir wollen

Dieser zur Unzufriedenheit führende Mangel an Fähigkeiten muss

zur eigenen Stabilität ersatzweise ausgeglichen werden. Manchmal

auch zu jedem Preis, koste es, was es wolle. Dies kann sich

unter Umständen einer eigenen Steuerung auch durchaus entziehen,

was es aber nicht entschuldigt. Sicher gibt es da auch eine

ausgeprägte Differenzierung der Formen des Machtmissbrauchs

innerhalb eines familiären Systems, innerhalb einer beruflichen

Situation, immer wo Hierarchien bestehen, die aber natürlich nicht

gleich traumatisierenden Charakter haben müssen. Trotzdem aber

sind diese Mechanismen immer Teil einer Beziehungsgestaltung,

in der ich mich ohnmächtig und ohne Macht erleben kann und der

andere seine Macht nutzt, um seine Wünsche und seine Absichten

umzusetzen.

WW: Sie sind medizinischer Leiter der Kliniken Wied. Können Sie

sich unseren Lesern noch einmal kurz vorstellen, welchen Hintergrund

Sie mitbringen in diese Arbeit und wie Ihre Arbeit aussieht.

WS: Medizinischer Leiter der Einrichtung zu sein, heißt, für ein

gutes Behandlungsergebnis mitverantwortlich zu sein. Wir haben

einen Behandlungsauftrag von zwei Seiten: In erster Linie seitens

des Patienten, der mit bestimmten Wünschen und Erwartungen an

uns herantritt, ihm in seiner Situation zu helfen. In zweiter Linie

seitens des Versicherers, das heißt in der Regel der Rentenversicherer,

die einen klaren Auftrag zur sozialen Integration oder zum

Erhalt der sozialen Integration ihrer Versicherten geben. Der Auftrag

bedeutet, unsere Patienten zu schulen und kompetent zu

machen, ihre Lebensanforderungen im privaten als auch im beruflichen

Bereich gut selbst zu bewältigen oder auch jemanden entsprechend

wieder zu einer Gesundung zu führen, um das tun zu

können. Das betrifft den körperlichen wie auch den seelischen

Aspekt. Auch können körperliche Symptome "psychosomatischer"

Ausdruck seelischer Belastungen sein.

Bei psychosomatischen Erkrankungen also auch den Abhängigkeitserkrankungen

geht es in erster Linie um Beziehungsstörungen

zwischen Menschen, die nicht gelöst oder nicht befriedigend gelöst

werden konnten. Das heißt, es gehört immer mehr als einer dazu,

wenn eine Beziehungsstörung auftritt. Ein Patient ist sicher nicht

der einzige Beteiligte sondern es kann durchaus auch ein Elternteil

oder ein Partner sein, ein anderes Familienmitglied oder auch ein

Arbeitskollege. Auch da können sich Konflikte wiederholen, die sich

an anderer Stelle schon einmal ereignet haben. Aus meiner Perspektive

hat die Beziehungsstörung ihren Ursprung in der eigenen

Familie, oder in der Beziehung zu anderen Personen, die wir als

Kind als Bezugspersonen hatten und an denen wir uns orientiert

haben.

WW:

Danke für das Gespräch.

Das Gespräch führte M. Kruppa


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