Umweltbericht 2013 - Klinikum Bad Hersfeld GmbH

klinikum.bad.hersfeld.de

Umweltbericht 2013 - Klinikum Bad Hersfeld GmbH

Umweltbericht 2013

der

Klinikum Bad Hersfeld GmbH

mit den beiden Standorten

Umweltbericht 2013


Inhaltsverzeichnis

Vorwort der Klinikleitung .......................................................................................................................................

3

1.

1.1.

1.2.

1.3.

2.

Übergreifende Umweltkomponenten des Umweltmanagementsystems in der

Klinikum Bad Hersfeld GmbH ..................................................................................................................

Umweltpolitik .............................................................................................................................................................

Umweltmanagementsystem .................................................................................................................................

Die Unternehmensstruktur der Klinikum Bad Hersfeld-Gruppe ..............................................................

Standort Klinikum Bad Hersfeld ..........................................................................................................

4

4

5

6

7

2.1

2.2

2.3

2.4

2.4.1

2.4.2

2.4.3

2.5

2.6

Vorstellung des Klinikums .....................................................................................................................................

Aufbauorganisation Umweltschutz ....................................................................................................................

Umweltauswirkungen der Tätigkeiten am Standort ....................................................................................

Input- und Output-Daten ......................................................................................................................................

Wasser und Abwasser ..............................................................................................................................................

Energie .........................................................................................................................................................................

Abfälle ..........................................................................................................................................................................

Was wurde aus unserem Umweltprogramm 2012 umgesetzt? ...............................................................

Was wir in Zukunft noch besser machen wollen ...........................................................................................

7

8

9

11

11

14

15

17

18

3.

Standort der Orthopädie Bad Hersfeld GmbH ...................................................................................

19

3.1

3.2

3.3

3.4

3.4.1

3.4.2

3.4.3

3.5

3.6

Vorstellung der Orthopädie ..................................................................................................................................

Aufbauorganisation .................................................................................................................................................

Umweltauswirkungen der Tätigkeiten am Standort ....................................................................................

Input- und Output-Daten .......................................................................................................................................

Wasser und Abwasser .............................................................................................................................................

Energie .........................................................................................................................................................................

Abfälle ..........................................................................................................................................................................

Was wurde aus unserem Umweltprogramm 2012 umgesetzt? ...............................................................

Was wir in Zukunft noch besser machen wollen ...........................................................................................

19

21

22

24

24

26

28

30

31

2

Umweltbericht 2013


Vorwort der Klinikleitung

Im Klinikum Bad Hersfeld hat der Umweltschutz bereits seit langem einen hohen Stellenwert. Zur besseren

Bündelung der bisherigen Anstrengungen in diesem Bereich wurde schon 1988 im Klinikum eine „Arbeitsgruppe

Umweltschutz“ eingerichtet. Diese engagiert sich seither ununterbrochen für eine beständige Verbesserung

des Umweltschutzes.

Seit vielen Jahren wird auch der Gedanke des strukturierten Qualitätsmanagements engagiert verfolgt. Die

Zertifizierung des gesamten Klinikums im Bereich Umweltmanagement (Re-Zertifizierung EMAS II), die

Zertifizierung der Zentralsterilisation nach DIN-ISO und die Integration eines RISK-Managements (nach

KonTraG) waren gute Voraussetzungen für den Aufbau eines Umfassenden Qualitätsmanagements (UQM).

Umweltschutz, Arbeitsschutz und Qualitätssicherung werden im Klinikum im Rahmen eines einzigen,

integrierten Managementsystems organisiert. Neben dem Ziel, sich einen systematischen Überblick über die

rechtlichen Umweltschutzverpflichtungen zu verschaffen, sollen genauso auch Kosteneinsparpotenziale im

betrieblichen Umweltschutz erschlossen werden. Letztendlich dient die Einführung des Managementsystems

der Imageverbesserung bei Patienten, bei den einweisenden Ärzten und bei der Bevölkerung insgesamt. Das

System zeigt daneben Möglichkeiten auf, Dienstleistungen und Prozesse kontinuierlich im Klinikum zu verbessern.

Mit dem Beitritt zur Umweltallianz Nordhessen und mit der Teilnahme an Benchmarking-Verfahren wurde

eine weitere Optimierung der betrieblichen Umweltziele erreicht.

Wir freuen uns, mit dem Ihnen vorliegenden Umweltbericht des Klinikums Bad Hersfeld weitere Aktivitäten im

Umweltbereich darstellen zu können. Zum 01.08.2005 hat das Klinikum die orthopädische Akutklinik in Bad

Hersfeld in die 100 %ige Tochtergesellschaft „Orthopädie Bad Hersfeld GmbH“ übernommen. Wir haben

diese 40-Betten Klinik in den Umweltbericht mit aufgenommen, allerdings stehen uns die Daten erst seit dem

01.08.2005 zur Verfügung. Auch in Zukunft werden wir einen offenen Dialog in Sachen Umwelt führen und

Sie über umweltbezogene Entwicklungen regelmäßig informieren.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in die Projekte zur Verbesserung des

Umweltschutzes eingebunden sind und sich für den Umweltschutz im Klinikum Bad Hersfeld einsetzen.

M. Ködding G. Waldeck

Geschäftsführer

Umweltmanagementbeauftragter

Ihr Ansprechpartner:

Wenn Sie Fragen zum Klinikum Bad Hersfeld, zum Umweltmanagementsystem oder dem Umweltbericht

haben, so steht Ihnen Herr Gerd Waldeck, Leiter Technische Abteilung und Umweltmanagement-

Beauftragter, gerne zur Verfügung:

Telefon 06621/88-1101

Telefax 06621/88-1145

E-Mail gerd.waldeck@klinikum-hef.de

Umweltbericht 2013

3


1. Übergreifende Umweltkomponenten des Umweltmanagementsystems

in der Klinikum Bad Hersfeld GmbH

1.1. Umweltpolitik

Das Klinikum Bad Hersfeld bekennt sich zu seiner ökologischen Verantwortung. Unser Ziel ist eine hohe

medizinische Leistungsfähigkeit bei geringstmöglicher Umweltbelastung. Über die Einhaltung der

gesetzlichen Vorgaben hinaus verpflichten wir uns zu den nachfolgenden Grundsätzen:

Validierung Umweltschutz und Qualitätsmanagement

Nach drei Qualitätsberichten (für die Jahre 2001–2003), einem externen EFQM-Assesment (= European

Foundation for Quality Management; ein Bewertungsverfahren zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

im Klinikum) und einer internen Auditierung nach KTQ (= Kooperation für Transparenz und

Qualität im Klinikum) wurde die Zertifizierung des Klinikums im Jahre 2003 nach KTQ beantragt und im

Dezember 2003 wurde eine Fremdbewertung durch akkreditierte KTQ-Visitoren durchgeführt. Die

Folgezertifizierung erfolgte im Dezember 2006 und im Dezember 2009 fand die zweite Folgezertifizierung

statt. Die nächste Zertifizierung nach KTQ ist für das Jahr 2013 vorgesehen. Das Klinikum Bad Hersfeld wird

sich weiterhin zur Optimierung der medizinischen Versorgung in der Region und der internen Strukturen der

Instrumente des umfassenden Qualitätsmanagements bedienen.

Prüfung der Umsetzung der Umweltpolitik

Zur Kontrolle der Übereinstimmung des tatsächlichen Handels mit unserer Umweltpolitik werden Verfahren

festgelegt und angewandt.

Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes

Wir streben an, Abfälle, Abwässer und sonstige umweltbelastende Emissionen zu vermeiden oder zu

reduzieren. Bei Neuanschaffungen orientieren wir uns, sofern wirtschaftlich vertretbar, an der besten

verfügbaren Technik.

Ressourcenverbrauch

Wir verpflichten uns zum sparsamen und effizienten Einsatz von Energie und Wasser, um so eine stetige

Verringerung des Ressourcenverbrauchs und eine kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen

Umweltschutzes zu erreichen.

Mitarbeiterförderung

Alle Mitarbeiter sollen in den Umweltschutz aktiv eingebunden werden. Im Rahmen inner- und außerbetrieblicher

Fortbildung werden ihnen die notwendigen Kenntnisse vermittelt.

Beschaffungswesen

Bei der Beschaffung neuer Güter und Dienstleistungen werden neben Aspekten wie Qualität und Wirtschaftlichkeit

auch ökologische Kriterien berücksichtigt. Wir bevorzugen Lieferanten, die wie wir selbst

Umwelt- und Sicherheitsstandards befolgen.

Notfallvorsorge, Gefahrenabwehr

Zur Vermeidung unfallbedingter Emissionen und für den Fall von umweltrelevanten Vorfällen, werden

Verfahren zur Notfallvorsorge und der Gefahrenabwehr festgelegt.

4

Umweltbericht 2013


Information der Öffentlichkeit

Mit der Öffentlichkeit führen wir einen offenen Dialog. Wir informieren unsere Patienten und Besucher und

die interessierte Öffentlichkeit durch unseren Umweltbericht.

Umbau und Renovierungsarbeiten

Schon bei der Planung von Umbaumaßnahmen und Renovierungsarbeiten wird in enger Zusammenarbeit mit

den zuständigen Firmen auf eine umweltfreundliche Bauweise und ein Einfließen von Energiesparmaßnahmen

geachtet.

1.2. Umweltmanagementsystem

Die Umsetzung der Umweltpolitik ist ein wesentliches Element des umfassenden Qualitätsmanagementsystems

(QM) der Klinikum Bad Hersfeld GmbH. In dieses System wurden die Anforderungen des

Standards der internationalen Norm ISO 14001:2004 integriert.

Die Aufbau- und Ablauforganisation der Klinikum Bad Hersfeld GmbH ist in einem QM-Handbuch dokumentiert

und jedem Mitarbeiter/jeder Mitarbeiterin via Intranet bzw. PC-Arbeitsplatz zugänglich.

Es stehen Prozess- und Verfahrensbeschreibungen, Betriebsvereinbarungen, Dienstanweisungen sowie

Formblätter und Verzeichnisse zu einer Vielzahl von Arbeitsabläufen zur Verfügung. Die Dokumentation ist

dabei so aufgebaut, dass kontinuierlich Fortschreibungen, Ergänzungen, Änderungen und Verbesserungen in

das System aufgenommen werden, die dann unmittelbar allen Mitarbeiter/-innen zur Verfügung stehen.

Das umfassende Qualitätsmanagementsystem beinhaltet Vorgaben und Regelungen für die Umsetzung von

Umweltbelangen auf allen Tätigkeitsebenen des Betriebsablaufes (z. B. Kommunikations-/Schulungswesen,

Beschaffungswesen, Entsorgungsvorgänge, umweltrelevante Prüfungen und Überwachungen, Patientenservice,

Transportwesen, Sicherheitstechnik und Wartungen) sowie Regelungen zur Arbeitssicherheit, zur

Notfallvorsorge und zum Verhalten bei Betriebsstörungen.

Durch das betriebliche Beauftragtenwesen ist sichergestellt, dass alle Schlüsselfunktionen im Bereich des

Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit und der Notfallvorsorge durch eigenes qualifiziertes Personal

abgedeckt werden. Der erforderliche Qualifikationsstand wird durch regelmäßige Schulungen und Fortbildungen

gewährleistet. Dabei ist anzumerken, dass die Funktionen des Umweltmanagementbeauftragten

und des Umweltmanagementverantwortlichen für beide Standorte gelten.

Die relevanten Umweltdaten werden für die Organisation kontinuierlich erfasst und in Form jährlicher Umweltbilanzen

und Kennzahlenvergleiche mit anderen Krankenhäusern („Benchmarking“) ausgewertet.

Gesetzlich vorgeschriebene Nachweise werden u. a. über Gefahrstoffverzeichnis, Abfallbilanzen und Abfallwirtschaftskonzepte

geführt.

Umweltbericht 2013

5


1.3 Die Unternehmensstruktur der Klinikum Hersfeld-Gruppe

Landkreis Hersfeld-Rotenburg

(Alleiniger Eigentümer und Gesellschafter)

100 %ige Töchter

Orthopädie Bad Hersfeld GmbH

Klinik am Hainberg GmbH

MVZ Hersfeld-Rotenburg GmbH

Gesundheitszentrum Bad

Hersfeld-Rotenburg GmbH

MediService GmbH

E + B, Energie- und

Beratungs GmbH

Klinikum Bad Hersfeld GmbH

·Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

minimalinvasive Chirurgie

·Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin

und spezielle Schmerztherapie

·Klinik für Augenheilkunde

·Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

·Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie

·Klinik für Gefäßchirurgie und Phlebologie

·Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf-,

Hals- und Plastische Gesichtschirurgie

·Klinik für Innere Medizin

·Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin

·Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

·Klinik für Nephrologie, Diabetologie und

Shuntoperationen

·Klinik für Neurologie

·Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

·Klinik für Radiologie und Neuroradiologie

·Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

·Klinik für Urologie und Kinderurologie

·Zentrum für Klinische Geriatrie

·Abteilung für Neurochirurgie

·Abteilung für Nuklearmedizin

·Abteilung für Palliativmedizin

·Apotheke

·Diät- und Ernährungsberatung

·Frühförderzentrum

·Häusliche Krankenpflege

·Labordiagnostik und Klinikhygiene

·Lehrinstitut für Gesundheitsberufe

·Physikalische Therapie

·Strahlentherapie

. 20 Ambulanzen

HKZ Rotenburg GmbH & Co. KG

Klinikverbund Hessen GmbH

Vitalisklinik Bad Hersfeld

Clinotel Krankenhausverbund

gemeinnützige GmbH

Altenheim Niederaula

Altenheim Rotenburg

Deutsches Rotes Kreuz

Dialysezentrum

Klinikum Fulda

Kreiskrankenhaus Alsfeld

Kreiskrankenhaus Rotenburg

Pathologie

Beteiligungen

(12,5 %)

(ca. 4,76 %)

Beratung

Ärztliche Leitung

Mitglied im

Kooperationen

Techn. Hochschule Mittelhessen

und diverse andere

Organigramm Unternehmensstruktur

6

Umweltbericht 2013


2. Standort Klinikum Bad Hersfeld

2.1 Vorstellung des Klinikums

Das Klinikum befindet sich am nördlichen Rand der Kreisstadt Bad Hersfeld in Osthessen. Als kommunales

Krankenhaus mit Aufgaben der Schwerpunktversorgung verfügt es über 20 Kliniken und Fachabteilungen

und ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Pro Jahr werden rund 26.000 Patienten stationär,

und über 60.000 Patienten ambulant behandelt.

Die Bürgerinnen und Bürger nehmen das Angebot (unsere

Versorgung) an; sie gehen in „ihr“ Krankenhaus. Die Zahlen

sprechen für sich: Die Anzahl der stationären Patienten hat

sich in den letzten Jahren um mehr als 25 % erhöht.

Lageplan

Jahr

2008

2009

2010

2011

2012

Voll- und teilstationäre Fälle

24.486

25.678

26.068

26.524

26.706

OP-Zahlen

12.578

13.033

13.211

13.102

13.430

Entwicklung der Patienten- und OP-Zahlen 2008 bis 2012

Das Klinikum ist mit seinen 1.800 Mitarbeitern (inkl. der Töchter-GmbHs) einer der größten Arbeitgeber des

Landkreises und stellt ca. 130 Ausbildungsplätze in den Bereichen Krankenpflege/Kinderkrankenpflege und

Diätassistenten zur Verfügung. In seiner Funktion als akademisches Lehrkrankenhaus der Justus-Liebig-

Universität Gießen und der Hochschule Fulda beschäftigt es vier Lehrärzte, die durchschnittlich 25 Studenten

betreuen.

Träger des Klinikums, das seit dem 01.01.1996 in der Rechtsform einer GmbH betrieben wird, ist der Landkreis

Hersfeld-Rotenburg. Das Krankenhausareal umfasst 80.000 m², davon sind 13.300 m² bebaut. Das Gelände

wurde vorher nicht gewerblich genutzt, Altlasten sind nicht vorhanden.

Zu der Klinikum Bad Hersfeld-Gruppe gehören neben der Klinikum Bad Hersfeld GmbH selbst sechs weitere

Gesellschaften, u. a. die Orthopädie Bad Hersfeld, das Physiocenter Kurpark, die Klinik am Hainberg und das

Medizinische Versorgungszentrum Hersfeld-Rotenburg.

Umweltbericht 2013

7


2.2 Aufbauorganisation Umweltschutz

Das folgende Organigramm gibt eine Übersicht über die Aufbauorganisation des Klinikums im Hinblick auf

umweltrelevante Tätigkeiten.

Geschäftsführer

Prokurist/Vertretung des Geschäftsführers

Qualitätsmanagementbeauftragte

(QMB)

Umweltmanagementbeauftragter

(UMB)

Fachkräfte für Arbeitssicherheit*

Sicherheitsbeauftragter d. Abt.

Arbeitsschutzausschuss

Hygienekommission

Betriebsärztin*

Hygienebeauftragter Arzt

Fachkraft für Hygiene

Betriebsbeauftragte für

. Abfall*

. Strahlenschutz*

. Brandschutz*

. Datenschutz*

. Gefahrgut*

Arbeitsgruppe Umweltschutz

Arzneimittelkommission

Transfusionskommission

qualitätsbeauftragte Ärztin

Hämotherapie

Kommission für med. Sachbedarf

Medizingerätebeauftragte der Abt.*

Organigramm Beauftragtenwesen (*Bestellung rechtlich vorgeschrieben; Stand: Sept. 2012)

Die Funktion des Umweltmanagementbeauftragten wurde seit der Einführung des Systems durch den

Verwaltungsleiter wahrgenommen. Seit dem 01.01.2006 wurde der Leiter der technischen Abteilung mit den

Aufgaben des Umweltmanagementbeauftragten betraut. Des Weiteren sind, wie gesetzlich vorgeschrieben,

Betriebsbeauftragte für Abfall und Strahlenschutz sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte

bestellt. Zusätzlich ist ein interner Gefahrstoffbeauftragter bestellt.

Im Klinikum beschäftigen sich zusätzlich Ausschüsse und Einzelpersonen mit weiteren speziellen Fragen des

betrieblichen Umweltschutzes. Die Arbeitsgruppe Umweltschutz trifft sich in regelmäßigen Abständen und

erarbeitet z. B. Konzepte zur Verringerung des Abfallaufkommens und des Energie- und Ressourcenverbrauchs.

In der Arbeitsgruppe befinden sich Vertreter aller Personalbereiche des Klinikums.

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Erfahrungen aus den verschiedenen Abteilungen in die Diskussionen

mit einfließen, und neben Umweltschutz auch Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Hygiene berücksichtigt

werden.

8

Umweltbericht 2013


()

2.3 Umweltauswirkungen der Tätigkeiten am Standort

Beispiele für besondere umweltrelevante Tätigkeiten:

Am Standort wird eine Feuerungsanlage mit Erdgas und Heizöl als Brennstoff zur Heißwasser- und

Dampferzeugung betrieben (Leistung 10,5 MW).

Es werden Gefahrstoffe und wassergefährdende Stoffe im Klinikum gelagert und verwendet.

Auch wird in erheblichem Maße Wasser für Reinigungszwecke und die Zubereitung von Speisen

verbraucht.

Die Klimatisierung von Operationssälen und Funktionsbereichen (Ambulanzen) sowie die Kühlung von

bestimmten Lagerbereichen erfolgt über geschlossene Kälteanlagen (Altanlagen mit Kältemittel R22

und neuere Kleingeräte mit FCKW-freien Kältemitteln).

Die technische Abteilung erfasst und bewertet bereits seit 1992 detailliert die Verbrauchsdaten, so dass ein

umfassender Datenpool zur Verfügung steht. Einen Eindruck über den Zeitraum bis 1998 vermittelt die erste

Umwelterklärung nach Anforderungen der EMAS aus dem Jahr 1999.

Die direkten Umweltauswirkungen der Tätigkeiten seit diesem Zeitpunkt werden im folgenden anhand der

wichtigsten Verbrauchs- und Emissionsbereiche sowie ihrer Entwicklung seit dem Jahr 2003 aufgezeigt und

im Benchmarking-Vergleich mit anderen Krankenhäusern der gleichen Größenordnung bzw. den Ergebnissen

aller befragten Krankenhäuser betrachtet. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, beziehen sich die

Benchmarks ausschließlich auf die Verbrauchsdaten des Klinikums (exkl. Lehrinstitut und Wohnheime). Des

Weiteren werden hierbei die Verbrauchsdaten auf die Anzahl der stationären Patienten (Fälle) bezogen.

Im April 2011 wurde die Wäscherei baubedingt geschlossen. Die Schließung erfolgte außerdem unter dem

Gesichtspunkt der ökologischen Verantwortung, da die Maschinen den heutigen Umweltanforderungen nicht

3

mehr entsprechen. Die damit verbundene Wassereinsparung beträgt ca. 16.000 m im Jahr. Zudem tragen

Energieeinsparungen sowie eine Einsparung von 50 % des Gesamtgasverbrauchs zum Umweltschutz bei. Die

Wäsche wird derzeit extern aufbereitet, das wiederum Benzinverbrauch und CO2-Emissionen zur Folge hat.

Gefahrstoffe: Handhabung und Lagerung

Im Klinikum Bad Hersfeld werden unterschiedliche umweltrelevante Stoffe (Gefahrstoffe, wassergefährdende

Flüssigkeiten, brennbare Flüssigkeiten) eingesetzt und gelagert. Größere Lagermengen sind auf

wenige Einzelbereiche begrenzt (z. B. Desinfektions- und Reinigungsmittel im Zentrallager, Alkohole und

Ether im Etherlager der Apotheke, technische Öle im Bereich der Technik und lösemittelhaltige Färbelösungen

im Labor). In den Abteilungen werden die jeweiligen Lagermengen möglichst gering gehalten.

Die Mitarbeiter-/innen werden durch drei Fachkräfte für Arbeitssicherheit mindestens jährlich im Umgang

mit Gefahrstoffen unterwiesen; die Unterweisungen werden dokumentiert. Betriebsanweisungen nach § 20

Gefahrstoffverordnung, die in jedem Arbeitsbereich vorliegen, liefern in übersichtlicher Form die für die Mitarbeiter/-innen

relevanten Informationen.

Umweltbericht 2013

9


Oberster Grundsatz ist es, Gefahrstoffe zu vermeiden und die Einsatzmengen kontinuierlich zu reduzieren.

Diesbezüglich wurden in den letzten Jahren u. a. folgende Maßnahmen umgesetzt:

Der Einsatz von Narkosegasen, die z. T. halogenierte Kohlenwasserstoffe enthalten, wurde durch

Minimal-Flow-Technik von 4 bis 8 Liter auf 1bis 2 Liter pro Narkoseminute reduziert. Abgase werden

über Aktivkohlefilter gereinigt.

In mehr als 80 % der Fälle werden heute intravenöse Narkosetechniken eingesetzt, um Gasnarkosen auf

das nicht vermeidbare Minimum zu reduzieren.

Böden werden nur in ganz speziellen Bereichen (z. B. OP, Intensivstation) flächig und routinemäßig

desinfiziert. In den übrigen Bereichen werden nur sichtbare Kontaminationen mit desinfektionmittelhaltigen

Reinigungstüchern entfernt.

Bei den Reinigungsmitteln wird auf Chlorabspalter, aromatische Lösungsmittel, halogenierte

Kohlenwasserstoffe, halogenierte Phenole und Alkylphenolethoxylate verzichtet.

Substitution chlorhaltiger Reinigungs- und Waschmittel durch umweltverträglichere Produkte.

Indirekte Umweltauswirkungen

Zusätzlich zu den direkten Umweltauswirkungen, die von unserem Standort ausgehen, werden auch immer

Auswirkungen in vor- und nachgelagerten Bereichen verursacht. Auch diese berücksichtigen wir bei unseren

Entscheidungen und Zielsetzungen (Umweltprogrammen). Beispiel für Initiativen in diesem Bereich ist u. a.:

Vermeidung von PKW-Emissionen durch Jobticket für Mitarbeiter (Unseren Mitarbeitern, die öffentliche

Verkehrsmittel für die Fahrt zum Arbeitsplatz benutzen, erstatten wir 50 % der Fahrtkosten.)

10

Umweltbericht 2013


2.4 Input- und Output-Daten

2.4.1 Wasser und Abwasser

Wasserverbrauch

Der Wasserverbrauch und damit die Abwassermenge hängt im Klinikum von der Küche und insbesondere von

der Ausstattung der Patientenzimmer mit sanitären Einrichtungen ab. Hier wurden im Sinne eines

verbesserten Patientenkomforts in den letzten Jahren erhebliche Verbesserungen unternommen.

Die Entnahme von Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz trägt unmittelbar auch zum Verbrauch der

natürlichen Ressource „Grundwasser“ bei. Abwässer belasten die Leistungsfähigkeit der Kläranlagen und das

Selbstreinigungssystem der natürlichen Gewässer durch Euthrophierung. Wir versuchen daher, so wenig Wasser

wie möglich zu verbrauchen.

Jahr

2008

2009

2010

2011

2012

3

Gesamtwasserverbrauch in m

68.220,0

70.864,0

73.783,0

59.998,0

57.713,0

3

Verbrauch nur Klinikum in m

. davon Wäscherei*

65.109,0

15.591,0

67.346,0

15.074,1

70.086,0

16.097,9

56.464,0

3.298,0

54.199,0

-

3

Verbrauch nur Lehrinstitut in m

955,0

1.077,0

1.132,0

1.082,0

1.076,0

Verbrauch nur Wohnheim

3

Seilerweg in m

2.164,0

2.441,0

2.565,0

2.452,0

2.438,0

Gesamtwasserverbrauch in den Jahren 2008 bis 2012

* Die Wäscherei wurde im April 2011 geschlossen.

Hinweis zur Mengenermittlung

Bei den Verbrauchsmengen Wasser, Energie und Brennstoffe wurde das Appartementhaus „Gotzbertstraße“

mit folgenden Verbräuchen ab dem Jahr 2007 nicht berücksichtigt. Die Werte für:

Wasser/Abwasser

Strom

Heizgas

2008

3

3.073 m

76.850 kWh

3

63.765 m

2009

3

3.466 m

76.850 kWh

3

68.231m

2010

3

3.599 m

90.950 kWh

3

77.820 m

2011

3

3.481 m

75.750 kWh

3

63.923 m

2012

3

3.461 m

75.750 kWh

3

68.271 m

Umweltbericht 2013

11


3,50

3,00

2,66 2,62

2,69

3

in m

2,50

2,26

2,16

2,00

2008 2009 2010

2011 2012

Jahr

Wasserverbrauch pro Fall 2008 bis 2012

Die Verbrauchsdaten wurden in Kennzahlen pro stationären Fall umgerechnet.

Die Verbrauchszahlen beim Wasser liegen im Mittel der

durchschnittlichen Kennzahlen anderer befragten

Krankenhäuser.

Regenwassersammelbecken

12

Umweltbericht 2013


Abwasserbelastung

Das Klinikum Bad Hersfeld bemüht sich, die Belastung des Abwassers möglichst gering zu halten.

In regelmäßigen Abständen werden Abwasseranalysen durchgeführt. Auf Basis dieser Werte wird entschieden,

ob ein technischer Defekt besteht und ob gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.

In den Bereichen Reinigung und Desinfektion wurden in der Vergangenheit schon viele Anstrengungen gemacht,

um unnötige Abwasserbelastungen zu vermeiden:

So kommen zur Sterilisation der Instrumente bevorzugt thermische Verfahren (Dampfsterilisation) zum

Einsatz, da sie effizienter und umweltfreundlicher als chemische Verfahren sind.

Bei der Flächenreinigung und -desinfektion wird auf den Einsatz von aromatischen Lösungsmitteln und

halogenierten Kohlenwasserstoffen verzichtet. Die verwendeten Reinigungsmittel enthalten nur

Alkohol und/oder ionische Tenside.

Um den ordnungsgemäßen Einsatz der Reinigungsmittel sicherzustellen, wurde ein Hygiene-/

Reinigungsplan erstellt. Das Personal wird mindestens zweimal pro Jahr geschult.

Die Analysenergebnisse des Abwassers aus der Röntgenabteilung im Rahmen der staatlichen Überwachung

durch das Umweltamt beim Regierungspräsidenten Kassel waren ohne Beanstandungen. Auch bei der

letzten betrieblichen Gewässerschutzinspektion durch das Umweltamt ergaben sich keine Mängel.

Umweltbericht 2013

13


2.4.2 Energie

Der Hauptenergiebedarf des Klinikums wird durch die Heizung (Warmwasser- und Dampferzeugung) verursacht.

Die Heizungsanlage kann wahlweise mit leichtem Heizöl oder mit Erdgas befeuert werden und trägt damit

zum Verbrauch fossiler Energieträger bei. Überwiegend wird die Heizleistung mit umweltfreundlichem,

weil emissionsarmem Erdgas erzeugt. Eine Reduzierung des Rohstoffeinsatzes für die Feuerungsanlage wurde

in den letzten Jahren insbesondere durch eine effektive Dampfnutzung erreicht.

Der restliche Energieverbrauch setzt sich aus dem Strom- und aus dem Gasverbrauch für die Küche zusammen.

In der Küche wurde die Kochtechnik von Strom auf Erdgas umgestellt: gesamtökologisch betrachtet die umweltfreundlichere

Alternative. Ursache für diese Umstellung war jedoch die Vermeidung von Stromspitzen,

um die Kosten zu senken.

Insbesondere im Bereich der Vermeidung von Lastspitzen wurden große Anstrengungen unternommen, was

sich ökonomisch und ökologisch bezahlt gemacht hat. Des Weiteren konnten durch die Verbesserung der

Pumpenhydraulik im Warmwasserbereich Strom und Heizenergieressourcen eingespart werden.

Jahr

2008

2009

2010 2011 2012

(Angaben in kWh)

Strom Klinikum

5.816.440

6.118.161

6.649.400

6.721.960

7.247.021

Heizöl EL Klinikum

(Heizung; 1 l=9,8 kWh)

1.120.140

1.354.360

1.449.479

153.605

91.737

Gas Klinikum (Heizung)

15.132.930

13.488.152

15.768.844

13.527.515

12.615.591

Gas Klinikum (Küche)

79.334

77.177

76.752

83.311

141.026

Summe Klinikum

22.148.844

21.037.850

23.944.475

20.486.391

20.095.375

Strom Wohnheim Seil. (kWh)

54.126

54.126

64.057

53.352

53.352

Strom Lehrinstitut (kWh)

23.890

23.890

28.273

23.548

23.548

Gas Wohnheim Seil. (kWh)

494.010

523.248

600.226

463.727

528.924

Gas Lehrinstitut (kWh)

218.053

230.945

264.935

204.682

233.453

Summe gesamt

22.938.923

21.870.059

24.901.966

21.231.700

20.934.652

Gesamtenergieverbrauch 2008 bis 2012

Im Dezember 2004 wurde die E + B Energieversorgung-Betriebs-GmbH

gegründet. Diese GmbH nutzt die Heizungsanlage des Klinikums und

stellt zu einem günstigen Abnahmepreis die Wärme für Raumheizung,

Lüftung und Gebrauchswarmwasser zur Verfügung.

Ab dem Jahr 2007 liegen dem Klinikum Daten aus einem „Energetischen

Benchmarkingverfahren“ vor. Die Verbrauchsdaten wurden sowohl in

Kennzahlen pro Pflegetag und pro Bett umgerechnet , als auch in

Relation zu der Anzahl der stationären Patienten gesetzt .

Gasanlage Übergabestation

14

Umweltbericht 2013


2.4.3 Abfälle

Abfälle belasten die Umwelt durch den Verbrauch von Deponievolumen, oder tragen – sofern sie thermisch

verwertet werden – zum Treibhauseffekt bei.

Im Klinikum Bad Hersfeld wurde daher schon relativ frühzeitig ein System zur Getrenntsammlung von Abfällen

eingeführt. Dieses stellt sicher, dass einerseits keine problematischen Abfälle in den Hausmüll gelangen,

und andererseits möglichst viele Wertstoffe getrennt erfasst und einer sinnvollen Verwertung zugeführt

werden können.

So werden zum Beispiel auf den Stationen neben Glas, Altpapier und Leichtverpackungen auch PE-

Infusionsflaschen getrennt gesammelt. In der Küche werden zusätzlich Speisereste, Friteusenfett und Dosen

gesondert erfasst. Speisereste werden über eine Biogasanlage entsorgt. Gartenabfälle und Gemüseabfälle

aus der Küche werden auf dem eigenen Gelände kompostiert. Verpackungsmaterialien werden durch

Materialbezug in Groß-/Mehrweggebinden in vielen Bereichen vermieden. Getränke werden in Pfandflaschen

angeboten, auf Einweggeschirr wird vollständig verzichtet. Sonderabfälle wurden schon frühzeitig

durch Vermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen reduziert.

Umweltbericht 2013

15


Outputbilanz

Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassend die Output-Entwicklung wesentlicher umweltrelevanter

Verbrauchsgegenstände und Ressourcen:

Output

2008 2009

2010 2011 2012

Abfälle gesamt

567,40 t

500,50 t

614,70 t

589,96 t

594,6 t

1. Abfälle aus der Humanmedizin

(Sonderabfall)

1.1 Zytostatika

1.2 infektiöse Abfälle

1.3 Körperteile und Organabfälle

1

1.4 Fixierbad*

1

1.5 Entwicklerbad*

3,98 t

0,575 t

0,366 t

2,040 t

0,364 t

0,636 t

3,01 t

0,514 t

0,344 t

2,157 t

1,316 t

0,183 t

4,20 t

0,463 t

1,168 t

2,572 t

0,220 t

0,585 t

2,66 t

0,356 t

0,250 t

2,052 t

-

-

3,70 t

0,600 t

0,050 t

2,520 t

0,460 t

0,069 t

2. Gewerbeabfall

2.1 hausmüllähnliche Gewerbeabfälle

inkl. krankenhausspezifischem

nicht infektiösem Abfall

2.2 Baustellenabfälle

279,68 t

273,56 t

6,12 t

305,18 t

292,06 t

13,12 t

321,96 t

298,42 t

23,54 t

327,44 t

320,60 t

6,84 t

321,82 t

321,68 t

0,14 t

3. Wieder verwendbare Abfälle

3.1 Altholz

3.2 Altpapier

2

3.3 PE-Infusionsflaschen*

3

3.4 Speiseabfälle*

233,58 t

24,39 t

72,35 t

30 Sack

138,20 t

146,87 t

17,80 t

72,91 t

30 Sack

156,16 t

248,47 t

18,86 t

71,61 t

30 Sack

158,00 t

213,95 t

9,40 t

68,55 t

31 Sack

136,00 t

185,48 t

11,78 t

97,70 t

32 Sack

76,00 t

4. Weitere Sonderabfälle

4

4.1 Leuchtstoffröhren*

0 Stck.

0 Stk.

0,458 t

0 Stck.

0 Stck.

Output-Entwicklung 2008 bis 2012

1

* Reduzierung durch Digitalisierung der Röntgenbilder

2 3

* Fassungsvermögen pro Sack 1m

3

* ab 2007 errechnet aus Rechnungsbelegen

4

* 2010 hohe Menge aufgrund von Umbaumaßnahmen (Bettenhaus Süd)

16

Umweltbericht 2013


2.6 Was wurde aus unserem Umweltprogramm 2012 umgesetzt?

Umweltziel

Maßnahme

Umsetzungsstand

verantwortlich

Ressourcenschonung

1a)

1b)

1 c)

1 d)

1 e)

1 f)

1g)

1h)

1i)

CO Einsparung

2

Reduzierung von

Gefahrstoffen

Reduzierung des Energieverbrauches

Einsparung von Wasser

sowie Reinigungs- und

Desinfektionsmittel

Reduzierung der

Gefahrstoffe

Reduzierung von

Sauerstoffflaschen

Einsparung von Wasser

Reduzierung des

Energieverbrauches

Reduzierung des

Energieverbrauches

Das Energiekonzept zum Umbau der gesamten

Wärmeaufbereitung wird dieses

Jahr im ersten von drei Abschnitten

begonnen. Ein BHKW zur Strom- und

Wärmeerzeugung wird installiert.

Kalkfreies Rohrsystem im Klinikum durch

Enthärtungsanlagen im Stadtwasser. Das

Reinigen der Armaturen und Rohre entfällt,

dadurch wird weniger Chemikalie

benötigt, die Umweltbelastung wird

gemindert.

Einbau von Bewegungsmeldern

in den Haupt-Treppenhäusern

Neues Reinigungssystem zur Pflege der

Stationen mit neuen Reinigungstüchern

wird klinikumsweit umgesetzt.

(Reinigung der Station mit ca. 10–15

Litern Wasser anstatt 50–80 Litern)

Umstellung der Reinigungsmittel

In dem in 2012 neu eröffneten Bettenhaus

ist die Sauerstoffversorgung zentralisiert.

Damit entfällt die Flaschenlieferung

zu den Stationen. Dies trägt zudem

zur Sicherheit der Patienten und

Mitarbeiter bei.

Mit dem Betrieb des BHKW und dem

Umbau der Dampfversorgung ergibt sich

eine Wassereinsparung durch zeitliche

Abschaltung.

Im neuen Bettenhaus Ost wurde eine

Energiesparschaltung der Flurbeleuchtung

installiert. Die Doppelleuchten

werden automatisch im Wechsel

geschaltet.

Die Eingangshalle wurde im November

2012 im Rahmen der Renovierung mit

LED-Lampen ausgestattet.

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Leitung der

Hausdienste

in Umsetzung

(bis 2014)

ab 2012

2012

umgesetzt

2012

umgesetzt

Gefahrstoffbeauftragter

umgesetzt

2012

Technische 2012

Abteilung umgesetzt

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

2013

umgesetzt

2012

umgesetzt

2012

umgesetzt

Umweltbericht 2013

17


2.7 Was wir in Zukunft noch besser machen wollen

Umweltziel

Maßnahme

verantwortlich

Umsetzung

bis

Ressourcenschonung

1a)

1b)

1 c)

1 d)

1 e)

1 f)

1 g)

1h)

1i)

1j)

1k)

1 l)

1 m)

Einsparung von (Trink-)

Wasser

Reduzierung des Energieverbrauches

Reduzierung des Energieverbrauches

CO Einsparung

2

Einsparung von ca. 400 kg

Papier pro Jahr

Einsparung von ca. 100 kg

Papier pro Jahr

Reduzierung des

Energieverbrauchs

Reduzierung des

Energieverbrauchs

Gewinnung neuer

Umweltziele

Reduzierung des CO - 2

Ausstoßes

Reduzierung der Küchen-

Entsorgungsmengen

Reduzierung des

Energieverbrauchs

Einsparung von Wasser,

Gas

Einbau eines Regenwassersammelbeckens

zur Nutzung für Toilettenspülungen

im Bettenhaus Ost

Sanierung des Bettenhauses Ost: Einbau

einer Wärmedämmung, neuer Fenster,

Nutzung neuer Versorgungstechniken

Durchführung eines Tests zur Ausstattung

der Stationen mit LED-Lampen

unter Berücksichtigung ökon. Aspekte

Umsetzung der weiteren zwei Abschnitte

des Energiekonzeptes zum Umbau der

gesamten Wärmeaufbereitung

Umstellung des Apotheken-Bestellwesens

von Handzetteln auf EDV

Umstellung auf digitale Anforderung

radiologischer Leistungen

Raumlufttechnik/Kälteversorgung OP 9:

Einbau eines eigenen Kühlsystems für

den Temperaturbereich 10–15°, damit

die zentrale Kältemaschine mit 100 KW

elektrischer Leistung erst ab 15 °C

angefordert werden muss.

Austausch der Röhrenfernseher in

Flachbild-Fernseher

Im Rahmen eines Projektes des Lehrinstituts

überprüfen die Auszubildenden

die Prozesse hinsichtlich des Umweltschutzes

auf Verbesserungspotential.

Förderung der Bildung von Fahrgemeinschaften

durch Aufruf im Intranet

U. a. führt ein straffer geführtes Entlassungsmanagement

zu einer Reduzierung

der Entsorgungsmengen bei. Weitere

Maßnahmen werden derzeit erarbeitet.

Einsparung von ca. 25920 kWh/Jahr:

Reduzierung der Pumpenleistung in der

Umwälzung des Bewegungsbeckens

Umbau der Speiseresteverdichtungsanlage:

Ausspülen nicht im Dauerbetrieb,

sondern nur nach völliger Entleerung.

3

Einsparung von mehreren hundert m

Wasser und Gas (wg. Warmwasser).

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Apotheke

Radiologie

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

Lehrinstitut,

AG Umweltschutz

Kaufmänn.

Leiter

Küchenleitung

Technische

Abteilung

Technische

Abteilung

2013

2014

2011, 2012

ab Mitte

2013

2013(ursp.

bis 6-2009)

ab Mitte

2012

ab 2013

2013

2013

2013

2013

2014

ab Januar

2013

2013

2014

18

Umweltbericht 2013


3. Standort der Orthopädie Bad Hersfeld GmbH

3.1 Vorstellung der Orthopädie

Die Orthopädie ist mit seinen ca. 120 Mitarbeitern seit dem 01.08.2005 eine Tochtergesellschaft der Klinikum

2

Bad Hersfeld GmbH. Das Krankenhausareal umfasst 9.123 m .

Orthopädie Bad Hersfeld GmbH

Am Hopfengarten 16

36251 Bad Hersfeld

Telefon 06621/6506-0

Telefax 06621/6506-500

Lageplan

Die Orthopädie befindet sich im Bereich des Kurparks ca. 3 km vom Standort Klinikum Bad Hersfeld GmbH

entfernt. Der Standort verfügt über eine Kapazität von 40 Planbetten. Pro Jahr werden aktuell ca. 1.800

Patienten stationär und ca. 5.000 Patienten ambulant behandelt .

Jahr

2008

2009

2010

2011

2012

Vollstationäre Fälle

1.822

1.819

1.808

1.808

1.651

Ambulanz, ambulante OPs

5.187

5.387

5.503

6.480

5.494

Entwicklung der Patientenzahlen von 2008 bis 2012

Umweltbericht 2013

19


Die Orthopädie Bad Hersfeld hat folgende Fachabteilung:

Orthopädie

Jährlich werden in der Orthopädie Bad Hersfeld ca. 800 künstliche Gelenke an Hüfte, Knie, Schulter und

Sprunggelenk eingesetzt. Daneben werden auch ca. 1.000 andere orthopädisch ausgerichtete Operationen

durchgeführt, davon allein 750 Arthroskopien.

Das Leistungsspektrum umfasst neben der Endoprothetik und Arthroskopie auch :

Gelenkerhaltende Umstellungsoperationen

Fußchirurgie

Handchirurgie

Bei diesen Behandlungen und chirurgischen Eingriffen findet seit Jahren die Rheumatherapie eine besondere

Berücksichtigung. Es können bis auf Wirbelsäuleneingriffe sämtliche rheumaspezifischen Operationen an

großen und kleinen Gelenken durchgeführt werden. Auch der endoprothetische Ersatz an den Fingergrundgelenken

gehört hierzu.

Minimalinvasive Wirbelsäulenbehandlungen, Vertebroplastien, gezielte Injektionen mit abschwellenden

Maßnahmen zur Vermeidung von operativen Eingriffen runden unsere Behandlungsschwerpunkte im Bereich

Wirbelsäulenbeschwerden ab.

20

Umweltbericht 2013


3.2 Aufbauorganisation

Das folgende Organigramm gibt eine Übersicht über die Aufbauorganisation der Orthopädie.

Geschäftsführung/Prokura

Ärztlicher Direktor

Qualitätsmanagementbeauftragte

(QMB)

Betriebsbeauftragter für Abfall

(BBA)*

Umweltmanagementbeauftragter

(UMB)

Strahlenschutzbevollmächtigter*

Stabsstellen

Betriebsärztin*

Strahlenschutzbeauftragte*

Stabsstellen

Fachkraft für Arbeitssicherheit

(FAS)*

Brandschutzbeauftragter*

Gefahrgut-/

Gefahrstoffbeauftragter*

Datenschutzbeauftragter*

Hygienekommission

Sicherheitsbeauftragte

Hygienebeauftragter Arzt

Beauftragte Personen (Gefahrgut)

Fachkraft für Hygiene

Arbeitsschutzausschuss

Hygienebeauftragter

Arbeitsgruppe Umweltschutz

Krankenhaushyg. Dauerbetreuung

Kommission für med. Sachbedarf

Arzeimittelkommission

Medizinproduktbeauftragte*

Organigramm Beauftragtenwesen

(*Bestellung rechtlich vorgeschrieben; Stand: 10/06)

Umweltbericht 2013

21


Die übergreifende Arbeitsgruppe Umweltschutz der Klinikum GmbH trifft sich in regelmäßigen Abständen

und erarbeitet z. B. Konzepte zur Verringerung des Abfallaufkommens und des Energie- und Ressourcenverbrauchs.

In der Arbeitsgruppe befinden sich Vertreter aller Personalbereiche des Klinikums.

In diese Arbeitsgruppe Umweltschutz sind Mitarbeiter der Orthopädie mit eingebunden worden und nehmen

an den Treffen teil.

Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Erfahrungen aus den verschiedenen Abteilungen in die Diskussionen

mit einfließen und neben Umweltschutz auch Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Hygiene berücksichtigt

werden.

3.3 Umweltauswirkungen der Tätigkeiten am Standort

Beispiele für besondere umweltrelevante Tätigkeiten:

Am Standort wird eine Feuerungsanlage mit Erdgas und

Heizöl als Brennstoff zur Heißwassererzeugung betrieben. Die

beiden Brenner haben eine Leistung von 954 kW.

In der Orthopädie werden Gefahrstoffe und wassergefährdende

Stoffe nur in geringen Mengen gelagert und verwendet.

Die Klimatisierung von Operationssälen und Funktionsbereichen

sowie die Kühlung von bestimmten Lagerbereichen

erfolgt über geschlossene Kälteanlagen (mit FCKW-freien

Kältemitteln).

Feuerungsanlage

Die direkten Umweltauswirkungen der Tätigkeiten werden im Folgenden anhand der wichtigsten

Verbrauchs- und Emissionsbereiche sowie ihrer Entwicklung seit dem Jahr 2005 aufgezeigt. Um eine

Vergleichbarkeit zu ermöglichen, wurden Verbrauchsdaten aufgenommen, um einen umfassenden

Datenpool aufzubauen. Hierbei werden die Verbrauchsdaten auf die Anzahl der stationären Patienten (Fälle)

bezogen.

22

Umweltbericht 2013


Gefahrstoffe: Handhabung und Lagerung

In der Orthopädie werden unterschiedliche umweltrelevante Stoffe (Gefahrstoffe, wassergefährdende

Flüssigkeiten, brennbare Flüssigkeiten) in geringen Mengen eingesetzt und gelagert. Größere Lagermengen

sind auf wenige Einzelbereiche begrenzt (z. B. Desinfektions- und Reinigungsmittel im Zentrallager,

technische Öle im Bereich der Technik). In den Abteilungen werden die jeweiligen Lagermengen möglichst

gering gehalten.

Die Mitarbeiter-/innen werden durch die Fachkräfte für Arbeitssicherheit mindestens jährlich im Umgang mit

Gefahrstoffen unterwiesen; die Unterweisungen werden dokumentiert. Betriebsanweisungen gemäß Gefahrstoffverordnung,

die in jedem Arbeitsbereich vorliegen, liefern in übersichtlicher Form die für die Mitarbeiter/-innen

relevanten Informationen.

Oberster Grundsatz ist es, Gefahrstoffe zu vermeiden und die Einsatzmengen kontinuierlich zu reduzieren.

Diesbezüglich wurden in den letzten Jahren u. a. folgende Maßnahmen umgesetzt:

Auf den Einsatz von Narkosegasen wird in Zukunft verzichtet. In allen möglichen Fällen werden heute

intravenöse Narkosetechniken eingesetzt. Hierdurch wird die Umwelt nicht mehr mit halogenierten

Kohlenwasserstoffen belastet.

Böden werden nur in ganz speziellen Bereichen (z. B. OP, Intensivstation)

flächig und routinemäßig desinfiziert. In den übrigen

Bereichen werden nur sichtbare Kontaminationen mit desinfektionsmittelhaltigen

Reinigungstüchern entfernt.

Bei den Reinigungsmitteln wird auf Chlorabspalter, aromatische

Lösungsmittel, halogenierte Kohlenwasserstoffe, halogenierte

Phenole und Alkylphenolethoxylate verzichtet.

Narkosegasversorgung

Substitution chlorhaltiger Reinigungs- und Waschmittel durch umweltverträglichere Produkte.

Indirekte Umweltauswirkungen

Zusätzlich zu den direkten Umweltauswirkungen, die von unserem Standort ausgehen, werden auch immer

Auswirkungen in vor- und nachgelagerten Bereichen verursacht. Auch diese berücksichtigen wir bei unseren

Entscheidungen und Zielsetzungen. Beispiele für Initiativen in diesem Bereich sind u.a.:

Vermeidung von transportbedingten Emissionen durch die Kooperation mit dem Klinikum im Bereich von

Zentrallager, Apotheke, Labor und bei der Patientenverpflegung.

Umweltbericht 2013

23


3.4 Input- und Output-Daten

3.4.1 Wasser und Abwasser

Zum Wasserverbrauch

Der Wasserverbrauch und damit die Abwassermenge

hängen insbesondere von der Osmoseanlage,

Enthärtungsanlage, der Zentralsterilisation

und von der Ausstattung der Patientenzimmer mit

sanitären Einrichtungen ab.

Die Entnahme von Wasser aus dem öffentlichen

Versorgungsnetz trägt unmittelbar auch zum

Verbrauch der natürlichen Ressource „Grund- Enthärtungsanlage Osmoseanlage

wasser“ bei. Abwässer belasten die Leistungsfähigkeit der Kläranlagen und das Selbstreinigungssystem der

natürlichen Gewässer durch Euthrophierung. Wir versuchen daher so wenig Wasser wie möglich zu

verbrauchen.

Jahr

2008

2009

2010

2011

2012

3

Gesamtwasserverbrauch in m

5.562

4.950

4.590

4.279

4.414

Gesamtwasserverbrauch von 2008 bis 2012

4,00

3,50

3,00

2,50

3,05

2,72

2,54

2,37

2,67

3

in m

2,00

2008 2009 2010 2011

2012

Jahr

Wasserverbrauch pro Fall 2008 bis 2012

24

Umweltbericht 2013


Abwasserbelastung

Die Orthopädie Bad Hersfeld bemüht sich, die Belastung des Abwassers möglichst gering zu halten.

In den Bereichen Reinigung und Desinfektion wurden beim Bau der Orthopädie schon viele Anstrengungen

gemacht, um unnötige Abwasserbelastungen zu vermeiden:

So kommen zur Sterilisation der Instrumente thermische Verfahren (Dampfsterilisation) zum Einsatz, da

sie effizienter und umweltfreundlicher als chemische Verfahren sind.

Bei der Flächenreinigung und -desinfektion wird auf den Einsatz von aromatischen Lösungsmitteln und

halogenierten Kohlenwasserstoffen verzichtet. Die verwendeten Reinigungsmittel enthalten nur

Alkohol und/oder ionische Tenside.

Um den ordnungsgemäßen Einsatz der Reinigungsmittel sicherzustellen, wurde ein Hygiene/Reinigungsplan

erstellt. Das Personal wird mindestens zweimal pro Jahr geschult.

Entgegen der angestiegenen Fallzahlen und dem daraus resultierenden Mehrverbrauch von Wasser

durch die Reinigung der OP-Siebe konnte der Wasserverbrauch pro Fall nahezu konstant gehalten

werden.

Umweltbericht 2013

25


3.4.2 Energie

Der Hauptenergiebedarf der Orthopädie wird durch die Heizung und den Stromverbrauch für die

Medizintechnik verursacht.

Die Heizungsanlage kann wahlweise mit leichtem Heizöl oder mit Erdgas

befeuert werden und trägt damit zum Verbrauch fossiler Energieträger bei.

Dabei kommt aus wirtschaftlichen Gründen Öl im Winter, wenn der Gaspreis

überdurchschnittlich hoch ist, zum Einsatz. Überwiegend (ca. 95 %) wird die

Heizleistung mit umweltfreundlichem, weil emissionsarmem Erdgas erzeugt.

Der Stromverbrauch für die Medizintechnik wird in den Bereichen OP,

Sterilisation, Röntgen und der Klima- und Lüftungstechnik verursacht.

Klimaanlage

Jahr

2008

2009 2010 2011 2012

(Angaben in kWh)

Gas

611.502

459.060

630.846

557.221

663.637

Heizöl

142.227

54.150

45.000

5.000

Strom

498.733

491.752

495.777

523.107

497.694

Summe

1.110.235

1.092.039

1.180.773

1.125.328

1.166.331

Gesamtenergieverbrauch 2008 bis 2012

1.000

750

609 600

653

622

706

in kWh

500

2008 2009

2010 2011 2012

Jahr

Gesamtenergieverbrauch pro Fall 2008 bis 2012

26

Umweltbericht 2013


Die Orthopädie kann als Tochterunternehmen des Klinikums von den gleichen günstigen Vertragsbedingungen

für Stromlieferungen profitieren.

Die Erdgaslieferung erfolgt durch die E+B Energieversorung-Betriebs-GmbH, eine weitere Tochtergesellschaft

des Klinikums Bad Hersfeld. Diese GmbH nutzt die Heizungsanlage und stellt die Wärme für

Raumheizung, Lüftung und Gebrauchswarmwasser zu einem günstigen Abnahmepreis zur Verfügung.

Auf die Höhe der Wasser- und Abwassergebühren kann wenig Einfluss genommen werden. Mit dem Beratungsunternehmen

sind folgende weitergehenden Maßnahmen geplant:

Prüfung der technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur weiteren Reduzierung des Energieund

Wasserverbrauchs

Entwicklung von technischen Lösungen, um die eingesetzten Energieträger durch andere – ggf. regenerative

– zu ersetzen

Umweltbericht 2013

27


3.4.3 Abfälle

Abfälle belasten die Umwelt durch den Verbrauch von Deponievolumen oder tragen, sofern sie thermisch verwertet

werden, zum Treibhauseffekt bei.

In der Orthopädie Bad Hersfeld wurde daher schon relativ

frühzeitig ein System zur Getrenntsammlung von Abfällen

eingeführt. Dieses stellt sicher, dass einerseits keine

problematischen Abfälle in den Hausmüll gelangen, und

andererseits möglichst viele Wertstoffe getrennt erfasst und

einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden können.

Abfalltrennungssystem

So werden zum Beispiel auf den Stationen neben Glas, Altpapier und Leichtverpackungen auch PE-

Infusionsflaschen getrennt gesammelt.

Speisereste werden über eine zugelassene Verwertungsanlage entsorgt. Gartenabfälle und Gemüseabfälle

aus der Küche werden auf dem eigenen Gelände kompostiert. Verpackungsmaterialien werden

durch Materialbezug in Groß-/Mehrweggebinden in vielen Bereichen vermieden.

Getränke werden in Pfandflaschen angeboten, auf Einweggeschirr wird vollständig verzichtet. Sonderabfälle

wurden schon frühzeitig durch Vermeidungs- und Verwertungsmaßnahmen reduziert.

Im medizinischen Bereich wurde unser Einweg-Pulsavac-Wundspülsystem gegen ein Mehrwegspülsystem

ausgetauscht. Hierdurch fallen keine Altbatterien und weniger Abfall an.

Infektiöse Abfälle und Organabfälle fallen in der Orthopädie sehr selten an und werden über das Klinikum

entsorgt. Altmedikamente werden über die Apotheke des Klinikums zurückgeführt.

Der Betriebsbeauftragte für Abfall sorgt für die Aufrechterhaltung und ständige Optimierung der Entsorgungslogistik.

Die größte Fraktion der Abfälle unserer Klinik machen gemischte Siedlungsabfälle (einschl. krankenhausspezifischer,

nicht infektiöser Abfälle) – Abfallschlüssel Nr. 200301 – aus.

28

Umweltbericht 2013


Outputbilanz

Output

2008 2009

2010 2011 2012

Abfälle gesamt

36,95 t

43,10 t

41,00 t

42,985 t

40,24 t

1. Gewerbeabfälle

1.1 Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle

(einschl. der nichtinfektiösen

krankenhausspezifischen Abfälle)

1.2 Inhalt von Fettabscheidern

o. Ähnlichem

28,27 t

28,27 t

*1

2,5 cbm

31,21 t

31,21 t

1,5 cbm

32,34 t

32,34 t

1,5 cbm

33,125 t

33,125 t

1,5 cbm

30,80 t

30,80 t

-

*2

2. Wiederverwertbare Abfälle

2.1 Altpapier

2.2 Altglas

8,68 t

8.68 t

11,92 t

11,92 t

8,66 t

8,66 t

Keine Gewichtsermittlung (wird kostenlos abgeholt)

9,86 t

9,86 t

9,44 t

9,44 t

3. Gefährliche Abfälle

3.1 Leuchtstoffröhren

-

65 Stk.

-

-

-

-

-

180 Stk.

-

218 Stk.

Output-Entwicklung wesentlicher umweltrelevanter Verbrauchsgegenstände 2008 bis 2012

*1

Zweimalige Leerung

*2

Keine Leerung

Umweltbericht 2013

29


3.5 Was wurde aus unserem Umweltprogramm 2012 umgesetzt?

Umweltziel

Energieeinsparung

Maßnahme

Umsetzungsstand

1)

Einsparung von Strom

Umstellung der OP-Leuchten von

Halogen- auf LED-Lampen in den

OP-Sälen 1 und 3

Umstellung der OP-Leuchten

in den OP-Sälen 1 und 3

umgesetzt

Reduzierung von Emissionen

2)

Umstellung bei den

Reinigungsmitteln zur

Schonung der Umwelt

Die vorhandenen Reinigungsmittel

wurden durch umweltfreundlichere,

zertifizierte

Reinigungsmittel für nicht kontaminierte

Oberflächen und

Fußböden ersetzt (z. B. Sanitärreiniger,

Fußbodenpflege, etc.

Umstellung erfolgt

Ressourceneinsparung

3)

Einsparung von

Desinfektionsmittel

Bei den Desinfektionsdosiergeräten

auf den Stationen kann

nach Auskunft der externen

Hygieneberatung die Dosierlösung

von 1 % auf 0,5 % gesenkt

werden.

Senkung der Dosierlösung

auf 0,5 % erfolgt

30

Umweltbericht 2013


3.6 Was wir in Zukunft noch besser machen wollen,

unser Umweltprogramm 2013

Umweltziel

Maßnahme

verantwortlich

Umsetzung

bis

Energieeinsparung

1)

Einsparung von Energie

Austausch der Umwälz-/Zirkulationspumpen

des Heizkreises. Alte

Pumpen laufen mit 60 Watt

gleichmäßig durch. Neue intelligente

Hocheffizienzpumpen

benötigen je nach Bedarf

zwischen 5–60 Watt.

Hr. Schmidt

Bei Bedarf

als Reparaturaustausch

Energieeinsparung und Reduzierung von Emissionen

2)

Reduzierung von FCKW und

Einsparung von Energie

Austausch der allg. Kühlschränke

und Umstellung auf kleinere

Medikament- u. Blutkühlschränke

Hr. Schmidt

Hr. Blechschmidt

Bei Bedarf

bzw. bis

10/2013

3)

Vermeidung von Umweltschäden

Durch den Aufbau eines Vorrats

an Desinfektionsmitteln erfolgt

die Anschaffung eines Gefahrgutschranks.

Hr. Blechschmidt

12/2013

Ressourceneinsparung

4)

Einsparung von Gas

Patientenzimmer im Neubau

werden mit digitalen Raumtemperaturregeln

ausgestattet,

wodurch ein effizienteres Klimamanagement

zum geringeren

Gasverbrauch führt.

Hr. Schmidt

07/2013

Umweltbericht 2013

31


Seilerweg 29 | 36251 Bad Hersfeld | Telefon 06621/88-0 | www.klinikum-hef.de | info@klinikum-hef.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine