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Zeitschrift des Klinikums Hanau | Juli 2013

Neue Wege bei Prostatakrebs


2 Editorial

Sehr geehrte Patienten, Besucher, Mitarbeiter und Partner

des Klinikums Hanau,

das Frühjahr ist die Zeit der Bilanzen.

Auch wir haben kürzlich das wirtschaft -

liche Ergebnis des Jahres 2012 ermittelt

und präsentiert. Danach liegt der Jahres -

abschluss deutlich besser, als ursprünglich

im Wirtschaftsplan veranschlagt und

stellt damit im kommunalen Umfeld von

Krankenhäusern auch eine Ausnahme

dar. Das Klinikum schließt mit einem ausgeglichenen

Ergebnis von rund 70.000

Euro ab. Wir konnten unsere Produktivität

deutlich steigern und zugleich Einsparungen

realisieren: vor allem in der Verwaltung

und bei den Sachkosten.

Dabei ist ganz bedeutend: Es ist uns

gelungen, den Erlös des Klinikums

Hanau zu steigern. Das heißt konkret:

Unsere ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter

haben im Jahr 2012 deutlich

mehr Patienten versorgt als zuvor. So

konnten wir fast 31.000 Menschen stationär

behandeln, das ist ein Plus von

rund 2,2 Prozent. Dies stellt auch deshalb

eine ganz besondere Leistung dar,

weil uns im vergangenen Jahr die Errichtung

und Inbetriebnahme unseres Erweiterungsgebäudes

vor große organisato-

rische Herausforderungen gestellt

haben. Mein Dank gilt deshalb insbesondere

unseren Mitarbeitern, die diese

schwierige Situation hervorragend

gemeistert haben und zugleich unseren

Patienten, die uns auch in der Phase

des Neu- und Umbaus mit all seinen

Unannehmlichkeiten ihr Vertrauen ausgesprochen

haben.

Wir freuen uns über das ausgeglichene

Ergebnis des Jahres 2012, auch weil wir

mit einer erweiterten Eigenkapitalquote

von 65 Prozent einen für die Klinikbranche

überdurchschnittlich guten Wert

ausweisen können. Dennoch rechnen

wir für die kommenden drei Jahre mit

einem Defizit. Das hat vor allem zwei

Gründe: Einmal werden die zu erwartenden

Tarifsteigerungen mit mehreren

zusätzlichen Millionen Euro zu Buche

schlagen. Und zum anderen sind die

Abschreibungen für den Neubau und die

Leasingraten für die neue hochmoderne

Medizintechnik mit zu kalkulieren.

Außerdem werden wir auch in den nächsten

Jahren die bauliche Modernisierung

unseres Klinikums fortsetzen.

Insgesamt befindet sich das Klinikum

Hanau auf einem guten Weg. Unsere

baulichen Modernisierungen sind zeitlich

überschaubar und unsere internen Strukturen

weitgehend optimiert und zukunftsfähig

gemacht. Und wir haben unser

medizinisches Angebot konsequent ausgebaut

und qualitativ gesteigert. Da sprechen

die gestiegenen Patientenzahlen

eine eigene Sprache. Außerdem wird das

Klinikum Hanau zunehmend von begehrten

Fachkräften als attraktiver Arbeitgeber

geschätzt. Damit zählt das Jahr 2012 zu

den erfolgreichsten des Klinikums Hanau.

Vor dem Hintergrund des strukturellen

Wandels in der deutschen Klinik -

landschaft, geht die Entwicklung hin zu

Klinikpartnerschaften und Verbünden.

Denn nur so können alleinstehende

Häuser, die keiner Gruppe angehören,

langfristig die Kosten im Griff behalten

und zugleich eine umfassende hohe

medizinische Qualität sicherstellen.

Dabei zeigt der erfolgreiche Modernisierungs-

und Veränderungsprozess: In solchen

Kooperationen wäre das Klinikum

Hanau ein starker und solider Partner.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Monika Thiex-Kreye

Geschäftsführerin Klinikum Hanau GmbH

Inhalt

3

Ehrenamtliche Helfer

Sie schenken Patienten Zeit und Zuwendung

Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Mehr Komfort für Schwangere und Mütter

Mehr als 15.000 Geburten begleitet

Interview

Ulrich Kahlert über die neuen Wege der

Ernährungsberatung

Titel

Prostatakrebs – Medizin im Wandel

12

Ethikkomitee

Forum für Fragen im Grenzbereich

zwischen Leben und Tod

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

Thoraxchirurgie

Neuer Thorax-Experte stärkt das Leis -

tungsangebot der chirurgischen Klinik

anGEDACHT

Ein Impuls der Klinikseelsorge

16

Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Für einen erfolgreichen Start ins Leben

Klinik für Dermatologie und Allergologie

Sonnengenuss ohne Reue

Onkologische Fachpflegekräfte

Eine große Stütze für Krebspatienten

Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Neuer Pränataltest senkt Fehlgeburtsrisiko

Newsticker / Menschen

Jubilare / Termine / Impressum

4

6

8

14

15

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20

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24


Ehrenamtliche Helfer

Juli 2013

3

Sie schenken Patienten Zeit und Zuwendung

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Klinikum Hanau feiern 15-jähriges Bestehen

Die ehrenamtlichen Helfer im Klinikum haben im April ihr 15-jähriges Bestehen

gefeiert. „Sie schenken unseren Patientinnen und Patienten Zeit, Aufmerksamkeit

und Zuwendung“, berichtet Alice Berg-Geringswald vom Klinikum Hanau.

Sie gehört zu den Gründungsinitiatoren, ist Ansprechpartnerin für die Gruppe

und betreut sie im Klinikalltag. „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sind

aus dem Krankenhaus gar nicht mehr wegzudenken“, betont der Oberbürgermeister

und Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Claus Kaminsky. Seine

Glückwünsche zum Jubiläum verband er mit dem ausdrücklichen Dank der Klinikleitung

für das große Engagement, die Hilfsbereitschaft und die tägliche

Arbeit der rund 30 Ehrenamtlichen. Auch Monika Thiex-Kreye schließt als

Geschäftsführerin ihren Dank an und betont, dass neben der Medizin und Pflege

die Zuwendung ein wesentlicher Faktor für die Genesung der Patienten sei.

Zeit schenken, hinhören, einfühlen und

informieren – das waren die wesentlichen

Triebfedern und die Motivation für den

Beginn der ehrenamtlichen Arbeit im

Klinikum Hanau. Die Ehrenamtlichen

möchten den Klinikaufenthalt für Patienten

so freundlich und angenehm wie möglich

gestalten, gerade für die schwerkranken

und zum Teil allein stehenden Menschen.

Heute zählt die Gruppe der ehrenamtlich

Tätigen im Klinikum bis zu 30 Personen,

die regel mäßig die Patienten auf den Stationen

besuchen. Die Helferinnen nehmen

sich sehr viel Zeit für Patienten, widmen

sich deren persönlichen Anliegen, nehmen

Anteil und hören zu. Sie fördern so

das Wohlbefinden der kranken Menschen

– und stellen dabei nicht selten ihre eigenen

Interessen hinten an.

„Mit dem ehrenamtlichen Engagement

im Klinikum leisten die Damen seit Jahren

einen sehr wichtigen Beitrag, damit

sich Patienten und Angehörige in einer

für sie oft schwierigen Situation wohl

und angenommen fühlen“, unterstreicht

Berg-Geringswald. Die Ehrenamtlichen

können im Klinikum Hanau in den Bereichen

Patientenbesuchsdienst oder an

der Re zep tion tätig werden. Weiterhin

kümmern sie sich um kleine Besorgungen,

bringen Lesestoff aus der Stationsbibliothek

und bieten sich als Begleitung

für Spaziergänge im Klinikum an. Und

sie geben im persönlichen Gespräch

Informationen über Serviceangebote

und unterstützende Dienste im Haus.

Der Besuchsdienst zum Beispiel steht

Patienten einmal pro Woche von 14 bis

17 Uhr auf jeder Station des Klinikums

zur Verfügung.

Auf Initiative der Ehrenamtlichen ist außerdem

eine kleine Patientenbibliothek entstanden,

die regelmäßig mit Lesestoff

nachgefüllt wird. Patientenzimmer und

Aufenthaltsräume wurden durch eine Bilderaktion

verschönert. Und das jährliche

Frühjahrskonzert für Patienten, Besucher

und Interessierte, das die Ehrenamtlichen

ausrichten, hilft den Klinikalltag für ein paar

Stunden zu vergessen. Außerdem wurde

– schon lange vor der Inbetriebnahme des

neuen Erweiterungsbaus Ende vergangenen

Jahres – ein Infopoint eingerichtet, der

Patienten und Besuchern Unterstützung

und Information zur Orientierung im

Klinikum gibt. Die zentrale Rezeption

befindet sich jetzt im Neubau – und auch

dort sind die Ehrenamtlichen tätig.

Erika Siegert unterstreicht: „Viele unserer

ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer

sind von der ersten Stunde an mit dabei.“

Sie gehört wie Regine Boh, Marion Klüh

und Beate Funck zu den Gründungs -

damen. Und sie ergänzt: „Es wäre sehr

schön, wenn sich unser Kreis noch vergrößert.“

Die ehrenamtlichen Helferinnen

im Klinikum würde sich gerade über

männlichen Zuwachs in der Gruppe sehr

freuen. Denn momentan sind die rund 30

Damen unter sich. Der bis dato einzige

Mann in der Runde musste sich kürzlich

aus gesundheitlichen Gründen aus der

Runde zurückziehen.

Erika Siegert weiß, dass die Hilfen der

Ehrenamtlichen für die Patienten eine

große Stütze darstellen. Denn für einen

kranken Menschen sei es besonders

wichtig zu wissen: „Da ist jemand, der

nimmt sich Zeit für mich.“ Die ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen geben aber nicht

nur etwas, sie bekommen auch viel

zurück. „Wir schenken den Patienten ja

nicht nur Aufmerksamkeit und Zuwendung,

sondern erhalten auch ungemein

viel Freude, Dankbarkeit und Wertschätzung

für unsere Arbeit zurück“, unterstreicht

deshalb Erika Siegert.


4 Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Mehr Komfort für Schwangere und Mütter

Kreißsaal des Mutter-Kind-Zentrums Hanau wurde neu gestaltet / Hoch qualifizierte Medizin im Wohl

Mehr Komfort für Schwangere und

Eltern: Die Geburtsklinik hat jetzt

eine eigene Ambulanz, und der

Kreißsaal erstrahlt in neuem Glanz.

„Wir wollen unseren werdenden und

frisch gebackenen Eltern einen möglichst

ansprechenden Service und ein

schönes und ange nehmes Ambiente

bieten, in dem sie sich rundum wohlfühlen“,

berichtet der Chefarzt der

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe,

Privatdozent Dr. Thomas Müller.

In der Geburtshilflichen Ambulanz

wird jetzt für Schwangere außerdem

Akkupunktur angeboten.

Die wichtigste Neuerung ist die Trennung

von ambulanter und stationärer Versorgung.

So erhalten Frauen, die kurz vor

der Geburt stehen, eine geschützte und

ruhige Atmosphäre, abseits der normalen

Geschäftigkeit der Ambulanz. In die

Ambulanz kommen dagegen in erster

Linie Frauen zur Geburtsanmeldung, zu

Kontrolluntersuchungen sowie zu Beratungs-

und Informationsgesprächen.

Auch sie haben jetzt einen eigenen

Bereich, in dem sie nicht mit den Abläufen

des Kreißsaals konfrontiert werden.

Außerdem wurde die pränatale (vorgeburtliche)

Sprechstunde ausgebaut: in

unmittelbarer Nähe des Kreißsaales. Mit

zusätz lichem Personal und verkürzten

Wartezeiten soll die Service qualität weiter

verbessert werden. Die Geburtsklinik ist

Teil des Mutter-Kind-Zentrums, eines

Zentrums der höchsten Versorgungstufe,

Mithilfe der Gebärinsel kann

der Mann seine Frau optimal

bei der Geburt unterstützen

die es in Deutschland gibt (Level 1). Es ist

das einzige seiner Art im Main-Kinzig-

Kreis und bietet eine qualitativ hochwertige

Versorgung von Schwangeren ohne

oder auch mit Risiko (z. B. Diabetes,

Frühgeburt, Mehrlinge). Im Mutter-Kind-

Zentrum ist, einzigartig in Hanau, u. a. 24

Stunden am Tag immer auch ein Kinderarzt

bei Geburt anwesend.

Rundum wohlfühlen

Im Kreißsaal haben die Wände einen

neuen freundlichen Anstrich bekommen.

Schließlich gibt es auch frische Böden,

und in der geburtshilflichen Ambulanz

laden neue moderne Möbel zum Verweilen

ein. „So tragen wir auch auf diesem

Gebiet dazu bei, dass eines der schöns -

ten Erlebnisse im Leben als rundum

positiv und harmonisch empfunden werden

kann“, unterstreicht der Ärztliche

Direktor des Klinikums Hanau, Dr. André

Michel. Er ergänzt: „Heutzutage schauen

sich Frauen und Paare in der Regel mehrere

Kliniken an, bevor sie sich entscheiden,

wo sie ihr Kind zur Welt bringen.“

Mehr als 15.000 Geburten be

Mutter-Kind-Zentrum baut Beratung und Betreuung aus / Dr. Helmut

Dr. med. Helmut Sedlaczek verstärkt

das Team im Mutter-Kind-Zentrum

(MKZ) des Klinikums Hanau. Denn

das baut die Betreuung von Frauen

rund um die Geburt (perinatal) aus.

Dies betrifft insbesondere die Perinatalsprechstunde.

In der Sprechstunde

werden in erster Linie werdende

Mütter über eine spätere Entbindung

beraten und auch Frauen mit Risikoschwangerschaften

umfassend und

qualifiziert betreut.

Das bewährte Team um Chefarzt Privatdozent

Dr. Thomas Müller und Oberärztin

Dr. Luzie Massey Skatulla wird seit

April durch einen weiteren Spezialisten

für Geburtsmedizin und vorgeburtliche

Diagnostik, Dr. Helmut Sedlaczek, als

Oberarzt unterstützt. So profitieren die

Frauen vor allem von verkürzten Wartezeiten

und einer verbesserten Servicequalität.

Weil immer mehr Frauen in die

Geburtsklinik kommen, war die personelle

Aufstockung notwendig geworden.

Dr. Sedlaczek arbeitet seit Jahrzehnten

kontinuierlich und äußerst

erfolgreich im Rhein-Main-Gebiet. Viele

Frauen kennen und schätzen ihn,

außerdem gibt es ein enges Vertrauensverhältnis

zu vielen Ärzten im ganzen

Rhein-Main-Gebiet.


Juli 2013

5

fühlambiente / Geburt in Sicherheit und Geborgenheit

„Ein angenehmes und attraktives Umfeld

ist deshalb sehr wichtig“, betont auch

Tatjana Nicin, Hebamme und Pflegerische

Bereichsleitung der Geburtshilfe.

Deshalb gibt es beispielsweise auf der

Wochenbettstation „schöne neue Baby-

Beistellbettchen: So können Mutter, Vater

und Kind in einem Bett zusammenbleiben.

Das macht die Babys glücklicher,

weil Mama und Eltern in der Nähe sind.

Die Babys trinken häufiger und entwikkeln

sich besser. Und die Mutter muss

nicht aufstehen, um mit dem Baby zu

schmusen oder es zu stillen“, berichtet

Tatjana Nicin. Außerdem gibt es jetzt Türanhänger

mit dem Hinweis „Bitte nicht

stören – wir stillen, schmusen, schlafen.“

Eltern können es an der Tür anbringen,

um ungestört die Zeit mit ihrem Neugeborenen

genießen zu können.

Natürliches Geburtserlebnis

Neu ist auch die so genannte „Gebär -

insel“ im Kreißsaal. Dort finden nicht nur

die werdende Mutter und ihre Hebammen

eine optimale Position für ein natürliches

Geburtserlebnis, sondern auch

der Mann hat einen festen Platz während

der Geburt. Die Gebärinsel ist

einem großen Sessel ähnlich, an den

sich ein Gebärhocker anschließt. Der

Mann stützt seine Frau von hinten,

wärmt ihren Rücken und bietet einen

vertrauten Platz zum Anlehnen. Der werdende

Vater kann seine Partnerin während

des Geburtsvorgangs optimal

unterstützen und seine Frau und das

Neugeborene direkt nach der

Geburt auffangen und in die

Arme schließen. So gehen in

der Klinik für Gynäkologie und

Geburtshilfe optischer Eindruck,

Service und medizinische

Qualität auf höchstem

Niveau Hand in Hand.

Sicher und komfortabel: Im Beistellbettchen

können Eltern und Baby

ganz nah zusammen sein

Werdende Eltern sowie Interessierte

können den Kreißsaal und die Geburtsstation

zweimal im Monat zu festen Terminen

besuchen (sie sind im Internet

www.klinikum-hanau.de veröffentlicht).

Im Gespräch mit Hebammen, Frauenärzten,

Kinderärzten und Fachpflegepersonal

erhalten sie Informationen über die

Geburt und das Wochenbett. Eine Voranmeldung

ist nicht erforderlich. Unabhängig

davon besteht eine Besichtigungsmöglichkeit

des Kreißsaales sowie

der Mutter-Kind-Station jederzeit nach

telefonischer Rücksprache.

gleitet

Sedlaczek jetzt Oberarzt in Hanau

Dr. Sedlaczek hat bis heute weit mehr

als 15.000 Geburten betreut und begleitet.

Er verfügt aber nicht nur als praktizierender

Facharzt über großes Renommee.

Er ist auch bei Kongressen und

Tagungen ein gerne gehörter Redner.

Der Vater einer Tochter und eines Sohnes

war in jüngeren Jahren erfolgreicher

Sportler (z. B. im Handball und Karate)

und ist ein bekannter Musiker, der sich

schon vor langer Zeit mit diversen Bands

einen nachhaltig guten musika lischen

Ruf erspielt hat. „Babys brauchen von

Anfang an Liebe und Wärme“, ist das

Motto des Arztes, der nicht nur mit seiner

Musik den richtigen Ton trifft.

Der Arzt war u. a. langjähriger Leiter des

Bereichs Pränatalmedizin und Geburtshilfe

im Klinikum Offenbach. Er ist Facharzt

für Gynäkologie und Geburtshilfe mit

Schwerpunkt „Spezielle Geburtshilfe und

Perinatalmedizin“, Lehrbeauftragter an

der Goethe-Universität Frankfurt am

Main für Pränatalmedizin und Geburtshilfe,

Mitglied der Ultraschallkommission

der Kassenärztlichen Vereinigung (KV)

Hessen, Prüfer für Doppler und fetale

Echokardiographie bei der KV Hessen,

Prüfer für Fachärzte an der Landesärztekammer

Hessen, Prüfer für Schwerpunkt

„Spezielle Geburtshilfe und Perinatal -

medizin“ an der Landesärztekammer

Dr. med. Helmut Sedlaczek

Oberarzt Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Hessen, Mitglied des Gutachter- und

Schlichtungsausschuss der Landesärztekammer

Hessen, zertifiziert für

Ersttrimester-Screening, sowie Autor

einer CD-ROM mit dem Titel „Sonografie-

Diagnostik fetaler Fehlbildungen“

in Deutsch und Englisch.


6

Interview

Ernährungsberatung geht neue Wege

Kürzere Klinikaufenthalte, die demografische Herausforderung und komplexe Krankheitsbilder erfordern

Die Ernährungsberatung in Kliniken erlebt einen starken Wandel. Weil

Patienten immer kürzer im Krankenhaus bleiben, steht die diätische Beratung

vor neuen großen Herausforderungen. Eine nachhaltigere und intensivere

Begleitung der Patienten braucht deshalb neue Angebote und Modelle.

Das Klinikum Hanau leistet dies durch die Kombination von klassischer

Ernährungsberatung im Krankenhaus und intensiver Begleitung in der

Ernährungsambulanz. Dort bekommen sowohl Klinikpatienten als auch

externe Ratsuchende Hilfe. Über die Aufgaben, die wachsende Bedeutung

und die neuen Entwicklungen in der Ernährungs- und Diätberatung sprach

Main Klinikum mit Ulrich Kahlert. Seit dem vergangenen Jahr leitet er das

Team der Ernährungs- und Diätberatung am Klinikum Hanau.

Wie stellen Sie sich den neuen

Aufgaben der Ernährungsberatung?

Ulrich Kahlert: Wir haben aufgrund

unserer dreijährigen Hochschulaus -

bildung die Fach- und Kernkompetenz,

alle relevanten Aspekte der Ernährungsberatung

fundiert zu vermitteln. Somit

sind wir die ersten Ansprechpartner für

alle relevanten Ernährungsthemen am

Klinikum Hanau. Die Umbrüche in der

Kliniklandschaft verändern aber auch

unsere Aufgaben. Das heißt: Kürzere

Verweildauer von Patienten erfordert von

uns neue Angebote. Wir müssen heute

im Wettbewerb um Patienten und Kunden

auch in der Ernährungsberatung

unternehmerisch denken und handeln.

Wir haben am Klinikum Hanau die positive

Situation, dass wir über eine Ernährungsambulanz

verfügen – eine der ganz

wenigen im Rhein-Main-Gebiet. Dort

können wir Patienten zusätzlich nach

ihrem Klinikaufenthalt bei uns intensiv

beraten und weiterhin begleiten. Diese

müssen zwar erst einmal in Vorleistung

treten, bekommen das Geld dann aber

von ihrer Krankenkasse zurückerstattet.

Wir müssen uns nachweislich kontinuierlich

fort- und weiterbilden, damit die

Krankenkassen das Angebot weiter

finanzieren. Somit ist eine hohe Qualität

der Beratung sichergestellt.

Wie sieht dies konkret aus?

Zahlreiche Patienten erfahren bei uns

aufgrund ihres Klinikaufenthaltes oder

vorab schon bei ihrem Haus- oder niedergelassenen

Facharzt, dass sie sich in

Zukunft wegen ihrer Krankheit von liebgewonnenen

Ernährungsgewohnheiten

verabschieden müssen. Beispiele sind

Übergewicht mit metabolischem Syndrom,

Diabetes mellitus, enterale Ernährung,

onkologische Erkrankungen,

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes,

Nierenerkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten

etc. Im Klinikum Hanau

bekommen diese Patienten eine klassische

Ernährungsberatung „am Bett“.

Verena Hock erläutert einer

Patientin die Ernährungspyramide

Das Team der Ernährungs- und Diätberatung

(v.l.): Lara Cathrin Racky, Carina

Hess, Ulrich Kahlert und Verena Hock

Diese verbinden wir mit dem Ziel, dass

Patienten nach ihrem Klinikaufenthalt ihr

Wissen bei uns in der Ambulanz vertiefen.

Es rufen auch viele Menschen bei

uns an und kommen zu uns in die Leimenstraße

2, weil es mittlerweile bekannt

ist, dass es dieses Angebot gibt.

Wer kann in die Ambulanz kommen?

In der Ernährungsambulanz beraten wir

Patienten aus dem Klinikum aber auch

ambulante Patienten. Weil das ein immer

wichtigeres Thema wird, werden wir

unser Angebot künftig massiv ausbauen.

Mit welchen Krankheitsbildern und

Problemen kommen die Patienten?

Über die Ernährungsambulanz decken

wir faktisch das komplette Spektrum

ernährungsmedizinischer Erkrankungen

ab. Das wird zukunftsweisend sein.

Denn durch den immer kürzeren Aufenthalt

der Patienten im Krankenhaus hat

man gar nicht mehr die Möglichkeit,

Patienten intensiv zu beraten. Das fängt

dann die Ernährungsambulanz auf.

Daher wird sich in den kommenden Jahren

auch das Berufsbild eines Diätassistenten

in einer Klinik massiv verändern.

Den Diätassistenten, wie es ihn heute in

einer Klinikküche gibt, wird es in den

nächsten Jahren nicht mehr geben, weil

es auch die Küchen so nicht mehr

geben wird – denn der Trend geht eindeutig

hin zur kompletten Belieferung

der Kliniken durch externe Dienstleister.


Juli 2013

7

innovative Hilfsangebote / Interview mit Diätassistent Ulrich Kahlert

Wie können weitere Betätigungsfelder

der Ambulanz aussehen?

Hanau ist ein starker Industriestandort

mit großen Firmen. Für diese können wir

eine ganze Menge neue und interessante

Angebote und Schulungen entwickeln.

Zum Beispiel „Brain food“, eine

ergänzende Ernährungsform für Menschen,

die konzentriert geistig arbeiten

müssen und sie fit hält. Oder gesunde

Menüs für Schichtarbeiter, die den speziellen

Bedürfnissen dieser Gruppe entsprechen.

Das ist absolut ein Trend.

Ein weiterer Trend, den wir sehen, ist der

demografischen Entwicklung geschuldet.

Da geht es in erster Linie um die Senioren.

Und da bekommen wir es im Speziellen

immer mehr mit der Demenz zu tun, denn

die Zahl der Demenzkranken nimmt stark

zu. Deshalb entwickeln wir zurzeit auch

ein spezielles Ernährungskonzept für

Demenzkranke bei uns im Klinikum.

Nun kommt man ja nicht gleich auf

die Idee, dass ein Akutkrankenhaus

– im Gegensatz zu einem Pflegeheim

– viele demente Menschen

versorgen muss.

Nicht nur demente. Aber vor dem Hintergrund

der älter werdenden Gesellschaft

haben Akuthäuser zunehmend

auch ältere Patienten. Einige Akutkrankenhäuser

im Rhein Main Gebiet haben

z. B. geriatrische Einrichtungen. Je nach

Erkrankungsbild wird dort entschieden,

ob die Patienten nach Hause gehen

können, eine Rehabilitation benötigen

oder gleich in eine Pflegeeinrichtung

wechseln müssen. Und unter diesen

Patienten befinden sich auch demente

Menschen. Und insbesondere für

demente Patienten gibt es erhebliche

Unterscheidungsmerkmale zu einer

gesunden Kost für Senioren.

Nehmen wir ein Menübeispiel für einen

demenzkranken Patienten: eine Zusammenstellung

aus Blumenkohlcremesuppe,

Kalbsbraten mit heller Soße, Kartoffeln,

Blumenkohlgemüse und einen Mokkapudding;

Das sieht für einen dementen

Patienten wegen seines eingeschränkten

Blickfeldes fast ununterscheidbar braun

aus. Das heißt: Der Patient wird alleine

schon dadurch weniger essen – und das

kann bis hin zur Mangelernährung führen.

Weiterhin ist bei Demenzkranken

das Geschmacksempfinden nicht mehr

so stark ausgeprägt; man muss die Speisen

deshalb stark würzen. Diese Menschen

brauchen auch farb liche Kompositionen,

damit sie wieder Appetit

verspüren. Man ist gut beraten, Finger

Food-Plätze einzurichten, so dass diese

Patienten immer die Möglichkeit haben,

etwas Hochkalorisches zu sich zu nehmen.

Da steckt also eine ganz andere

Philosophie dahinter.

Wie verhalten sich die Aufgaben -

felder der Ernährungsambulanz

und der klinischen Ernährungs -

beratung zueinander?

Die stehen in einem engen Zusammenhang.

Die Ernährungsberatung ist ein

ganz wichtiger Bereich unserer Arbeit

und wird noch an Bedeutung gewinnen.

Die praktische Arbeit sieht im Grundsatz

so aus: Wir erhalten von den Stationen

die Anforderungen, wenn der Arzt eine

besondere Diät- bzw. Ernährungsform

verordnet hat und der Patient eine

Ernährungsberatung braucht. Dementsprechend

machen wir Termine mit den

Patienten und beraten sie.

Manchmal sind Patienten aber nur noch

drei oder vier Tage in der Klinik. In dieser

kurzen Zeit ist eine umfassende Ernährungsberatung

nicht möglich. An dieser

Stelle kommt deshalb die Ernäh -

rungsambulanz ins Spiel. Dort können

wir dann auch nach dem Klinikauf -

enthalt Patienten intensiv beraten und

begleiten. Diese individuelle Beratung ist

nur noch in der Ernährungsambulanz

möglich.

Ulrich Kahlert

Leiter Ernährungs- und Diätberatung

Ulrich Kahlert hat eine Ausbildung

zum Diätassistenten absolviert. Zu

seinen Weiterbildungen gehören u. a.

Diät küchenleiter / Verpflegungsmanager,

Diabetesassistent, zur enteralen

Ernährungstherapie, für Ernährung

bei gastroenterologischen und

für die Ernährung bei nephrolo -

gischen Erkrankungen. Er war u. a.

an verschiedenen Kliniken als Leitender

Diätassistent und Betriebs leiter

(zuständig für Klinikküchen) tätig.

Zum Team der Ernährungsberatung

am Klinikum Hanau gehören auch

die Diätassistentinnen Carina Hess,

Verena Hock und Lara Cathrin Racky.

Das heißt, im Krankenhaus wird die

Beratung initiiert, aber viele Patienten

brauchen darüber hinaus noch

eine längere Unterstützung.

Wir haben uns gefragt, was können wir

dem Patienten an Ernährungstipps mitgeben,

wenn er nur noch so kurz im

Klinikum ist. Ein Ergebnis dieses Nachdenkens

war, dass wir mit dem Patienten

zuerst eine Ernährungsanamnese

machen, um ihm schneller sein Ernährungsverhalten

in Bezug auf seine

Krankheit zu erklären. Dann besprechen

wir, wo und wie er etwas verändern

kann.

Eine tiefergehende Beratung, die eventuell

auch mit Verhaltensänderungen und

Ernährungsumstellung einher gehen

muss, wird in Zukunft nur über die Ernährungsambulanz

geleistet werden können.


Viele Patienten können

mit Prostatakrebs lange g

Therapie des bösartigen Tumors hat sich gewandelt –

schonende Behandlung gewinnt an Bedeutung

Die Zahl der Patienten mit Prostatakrebs steigt kontinuierlich. Der Prostatakrebs

ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. In Deutschland liegt die

Zahl der Neuerkrankten aktuell bei 63.000 pro Jahr. Schätzungen gehen bis

zum Jahr 2050 von 75.000 Erstdiagnosen aus. Die Ursachen des Anstiegs hängen

einerseits mit der Einführung des PSA-Tests zusammen. Denn dadurch

werden mehr Männer mit Prostatakrebs in früheren Erkrankungsstadien identifiziert.

Da der bösartige Tumor der Vorsteherdrüse in erster Linie eine Erkrankung

des älteren Mannes ist, liegt der Grund für die Zunahme der Erkrankung

andererseits auch in der demografischen Entwicklung: Die Bevölkerung wird

zunehmend älter, und zusätzlich kommen in den nächsten Jahren die geburtenstarken

Jahrgänge in das „typische Erkrankungsalter“ für Prostatakrebs.

Das Klinikum Hanau bietet – gemeinsam mit Kooperationspartnern – dafür ein

modernes und effektives Behandlungskonzept aus einer Hand.

Dr. med. Thomas Buhleier

Strahlentherapeut / Urologe

Oberarzt der Radioonkologie und

Strahlentherapie am Klinikum Hanau

Die Therapie des Prostatakrebses hat

sich in den vergangen Jahren deutlich

gewandelt, unterstreicht Oberarzt Dr.

Thomas Buhleier von der Klinik für

Radioonkologie und Strahlentherapie

des Klinikums Hanau. Neben der Operation

gehört die Strahlentherapie heute zu

den wirksamsten Therapieoptionen. Sie

hat sich in den ver gangenen Jahrzehnten

zu einer hochmodernen, computergestützten,

präzise anwendbaren Therapiemethode

ent wickelt und ist heute eine

gleichwertige Alternative zur Operation.

Alter und genetische Vorbelastung

Die Risikofaktoren, die zur Entstehung

eines Prostatakarzinoms führen, sind

nicht abschließend geklärt. Entsprechend

der so genannten S3-Leitlinie

Prostatakrebs der medizinischen Fachgesellschaften

gibt es zwei gesicherte

Risikofaktoren: das Alter und die

familiäre, genetische Vorbelastung.

Während bei den 35- bis 39-jährigen

Männern nur einer von 100.000 betroffen

ist, ändert sich das in den höheren

Altersgruppen. So entwickeln immerhin

85 von 100.000 Männern in der Gruppe

der 65- bis 69-Jährigen einen Prostatakrebs.

Männer, deren Väter und / oder

Brüder an einem Prostatakarzinom

erkrankt sind, haben ein erhöhtes

Risiko, im Laufe ihres Lebens an Prostatakrebs

zu erkranken.

Ernährung als Risikofaktor

Als mögliche Risikofaktoren werden in

der Wissenschaft diskutiert: eine fett -

reiche, tierische und faserarme Ernährung,

lokale entzündliche Prozesse in

der Prostata, die Zuckerkrankheit Diabetes

mellitus und Übergewicht. Das kann

man – bezogen auf die Ernährung –

auch am weltweiten West-Ost-Gefälle

ablesen. So liegt in den USA die Zahl der

Erkrankten pro 100.000 Einwohner

deutlich über der in asiatischen Ländern.

Prävention

Zur Vorbeugung eines bösartigen Pros -

tatatumors gelten entsprechend der

Leitlinien folgende Empfehlungen, erläutert

Dr. Thomas Buhleier: 30 bis 60

Minuten körperliche Betätigung an mindestens

fünf Tagen in der Woche, täglicher

Verzehr von Obst und Gemüse,

ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten,

begrenzter Fleischkonsum

und Vermeidung von Übergewicht.

Die Therapie von Patienten mit Prostatakrebs

ruht auf mehreren Säulen. Das

sind die Strahlentherapie, die Operation,

die medikamentöse Therapie und die

abwartende Beobachtung. Besonders

der letzte Punkt markiert ein Umdenken

in der Medizin in der jüngeren Zeit. Denn

in der Vergangenheit wurde beim Prostatakrebs

im sehr frühen Stadium der

Erkrankung häufig zu schnell und zu

radikal therapiert.

Heute gilt dagegen die Erkenntnis,

berichtet Dr. Buhleier: „Nicht alle Männer,

die im Laufe ihres Lebens einen Pros -

tatakrebs entwickeln, müssen mit einer

tumor bedingten Einschränkung ihrer

Lebens erwartung oder Lebensqualität

rechnen.“ Studien haben gezeigt, dass

die Zahl der Männer mit einem Prostatakrebs

um ein Vielfaches höher

ist als die Zahl derer, die

daran ernsthaft erkranken

oder sterben. Dem größten

Teil der Patienten wird

man jedoch aufgrund

ihres Tumorstadiums

eine Operation

oder Strahlentherapie

empfehlen.


9

ut leben

Dr. med. Michael Reiter, Facharzt

für Urologie vom Uniklinikum

Frankfurt betreut einen Patienten

im Klinikum Hanau

Prof. Dr. med. Axel Haferkamp

Direktor der Klinik für Urologie und

Kinderurologie Universitätsklinikum

Frankfurt am Main

Versorgung

im Netzwerk

Klinikum Hanau und Universitätsklinikum Frankfurt am Main kooperieren

Die Versorgung von Prostata-Patienten

im Klinikum Hanau erfolgt im Netzwerk.

Dazu hat das Klinikum eine Kooperation

mit dem Universitätsklinikum Frankfurt

am Main geschlossen. Damit wurde

zugleich das Leistungsangebot für urologische

Patienten insgesamt erweitert.

„Für die Zusammenarbeit haben wir mit

Professor Dr. Axel Haferkamp, dem

Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie

am Uniklinikum, einen ausgewiesenen

Experten gewonnen“,

betont Dr. André Michel, der Ärztliche

Direktor des Klinikums Hanau.

Vor der Kooperation mussten Hanauer

Patienten mit urologischen Erkrankungen

zur Untersuchung in andere Krankenhäuser

gebracht werden. Dies hat zu einer

Vielzahl von Patiententransporten mit

hohen Kosten und Zeitverzögerungen

geführt. „Den Hanauer Patienten steht

nun die urologische Kompetenz der Universitätsklinik

direkt und unmittelbar zur

Verfügung. Der Patient

muss nicht mehr zum

Arzt gebracht werden,

sondern der Arzt

kommt direkt zum

Patienten auf Station

oder in die Notaufnahme“,

erläutert

Dr. Michel ein

Resultat der

Kooperation.

Der Schwerpunkt der Kooperation liegt

in der interdisziplinären Behandlung von

komplexen Erkrankungen. Die stationäre

Versorgung von primär urologischen

Erkrankungen erfolgt am Uniklinikum, da

dort die modernsten Operationstechniken,

beispielweise schonende Prostataoperationen

mit dem DaVinci-OP-

System, verfügbar sind.

Das Ärzteteam der Urologischen Uni -

versitätsklinik verfügt über eine hohe

Expertise im gesamten Bereich der

Urologie. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit

mit anderen Fachdisziplinen

zur umfassenden Beurteilung und

Behandlung von Patienten ist für meine

Klinik eine Selbstverständlichkeit“, sagt

der Frankfurter Chefarzt, Prof. Dr. med.

Axel Haferkamp. Die Zusammenarbeit

hat am 1. September 2011 begonnen.

Seitdem sind stets zwei erfahrene Fachärzte

aus dem Universitätsklinikum im

Wechsel in Hanau vor Ort.


10 Titel

Bestrahlung & Operation sind

Therapie wird individuell ermittelt / Manchmal ist „nur“ Beobachten der beste Weg

„Aktuelle Studien haben eindeutig belegt: Die Wirksamkeit der Strahlen behandlung ist in allen Stadien des Prostatakrebses

mit der einer Operation zumindest gleichzusetzen“, unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Radioonkologie

und Strahlentherapie, Professor Dr. med. Dietmar Zierhut. Im Klinikum Hanau wird die Strahlentherapie mit zwei

Bestrahlungsgeräten durchgeführt, die technisch zur neuesten Generation gehören. So kann den Patienten eine

schonende Therapie angeboten werden, die ambulant durchgeführt wird.

Aufgrund der Vorsorgeuntersuchungen

nimmt die Zahl der Patienten in deutlich

fortgeschrittenen Stadien in den letzten

Jahren ab. Das heißt, dass viele Prostatakrebs-Patienten

eine gute Lebenserwartung

haben und die Lebensqualität neben

der sicheren Behandlung immer stärker

an Bedeutung gewinnt. Gerade die Inkontinenz-Problematik

belastet die Patienten.

Aktuelle Untersuchungen haben aber

erneut bestätigt, dass nach einer äußeren

Strahlentherapie, die täglich ambulant

durchgeführt wird, die Inkontinenzraten am

niedrigsten liegen, erläutert Prof. Zierhut.

Vorteile der Bestrahlung

Neben der alleinigen Bestrahlung von

außen auf den Körper bietet das Klinikum

Hanau – in Kooperation – auch die so

genannte Afterloading-Kontaktbestrahlung

an. Beim Afterloading-Verfahren

(Brachytherapie) wird die Strahlenquelle

direkt in den Körper hineingebracht: in die

Nähe des Ortes oder genau an den

Punkt, wo sie am präzisesten auf das

Tumorgewebe wirken kann.

Die unmittelbare Nähe zum Tumorgewebe

ist der eine große Vorteil der Methode. Der

andere liegt darin, dass die Strahlen nur

eine geringe Reichweite haben. So wird

gesundes Gewebe geschont.

Individuelle Abwägung

Durch die heute punktgenau einsetzbare

äußere Bestrahlung, ggf. in Kombination

mit einem nachfolgenden Afterloading -

vefahren, können alle Stadien beim

Prostatakarzinom behandelt werden, mit

Ausnahme des weit fortgeschrittenen

metastasierten Krebses, der individuell

angegangen werden muss.

Dennoch hat auch die Operation nach

wie vor ihren festen Platz im Behandlungskonzept.

Letztlich ist das immer eine

individuelle Abwägung, die nach einem

ausführlichen Beratungsgespräch mit

dem Urologen und Strahlentherapeuten

getroffen werden sollte, unterstreicht Dr.

Thomas Buhleier. Bei der Strahlentherapie

ist zwar kein OP-Schnitt notwendig, und

auch das Inkontinenzrisiko ist deutlich

geringer – dennoch gibt es Patienten, die

sich auch aus psychologischen Gründen

mit einem operativen Eingriff wohler fühlen,

berichtet der Oberarzt, weil dadurch

das erkrankte Organ aus dem Körper entfernt

wird. Die operativen Eingriffe erfolgen

in enger Kooperation mit dem Universitätsklinikum

Frankfurt.

Bei Patienten mit sehr frühem Stadium

der Erkrankung muss auch nicht immer

gleich und mit aller Konsequenz behandelt

werden. „Denn die abwartende

Beobachtung ohne Therapie gewinnt bei

Patienten im sehr frühem Stadium der

Erkrankung zunehmend an Bedeutung“,

betont Dr. Buhleier. Davon profitiert ein Teil

der Pros tatakrebs-Patienten. Denn auch

ohne Behandlung können diese gut und

ohne größere Komplikationen mit dem

Tumor leben. „Wichtig ist es dabei,

anhand der Untersuchungsergebnisse

herauszufinden, welcher Patient behandelt

werden muss. Weiterhin ist eine gute

Mitarbeit des Patienten notwendig, da er

sich alle drei Monate zur Kontrolle bei seinem

Urologen vorstellen muss“, erklärt Dr.

Buhleier. Sollten die Tumorparameter im

Verlauf der weiteren Kontrollen steigen

wird dem Patienten eine Therapie unter

kurativem (heilendem) Aspekt angeboten.


Juli 2013

11

gleichwertige Alternativen

Prof. Dr. med. Dietmar Zierhut

Chefarzt der Klinik für Radioonkologie

und Strahlentherapie

Zum Thema Früherkennung berichtet

Dr. Thomas Buhleier, dass gesunde

Männer ab 40 Jahren entsprechend der

deutschen Leitlinien über die Möglichkeit

einer Früherkennung informiert werden

sollen. Zur Früherkennung gehören eine

PSA-Kontrolle und eine Tastunter -

suchung. In der Regel wird die Untersuchung

durch ein Ultraschall der Prostata

ergänzt. Eine alleinige PSA-Untersuchung

wird als ungenügend angesehen.

PSA ist ein Eiweiß, das von Prostata-

Zellen gebildet wird. Seine Konzentration

soll Aufschluss über eine mögliche

Krebserkrankung geben. Aber auch bei

gutartigen Erkrankungen kann der Wert

steigen. „Der Test ist kein Bestandteil des

gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms

– der Nutzen als Screening-

Instrument ist umstritten. Gesetzlich versicherte

Männer haben keinen Anspruch

darauf, dass ihre Krankenversicherung

die Kosten für eine PSA-Testung trägt,

falls sie gesund sind und die Unter -

suchung nicht notwendig ist, um Symp -

tome abzuklären“, erläutert dazu der

Krebsinformationsdienst des Deutschen

Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

Auch Dr. Buhleier differenziert: „Ein PSA-

Test sollte immer nur in Verbindung mit

einer umfassenden urologischen Untersuchung

erfolgen. Ein reines PSA-Screening

macht keinen Sinn. So haben einige Männer

erhöhte PSA-Werte infolge einer gutartigen

Vergrößerung der Prostata oder

aufgrund entzündlicher Veränderungen im

Becken. Die würde man dann zur Gewebeprobe

schicken, aber nichts finden.“

Andererseits gibt es bösartige Tumoren,

die wenig PSA produzieren. „Diese würde

man also über den Test alleine gar nicht

erkennen“, gibt Dr. Buhleier zu bedenken.

Moderne ambulante Behandlungskonzepte

Bei der medikamentösen Prostata-Therapie gibt es erhebliche Fortschritte

Eine weitere wichtige Säule der Prostatakrebs-Behandlung

ist die medikamentöse

Therapie – u. a. als Chemo- oder Hormontherapie.

Sie findet in erster Linie in

der Ambulanz und Tagesklinik der Klinik

für internistische Onkologie, Hämatologie

und klinische Immunologie unter Leitung

von Chefarzt PD Dr. Martin Burk statt. Nur

in wenigen Fällen ist eine stationäre Therapie

notwendig. In der Ambulanz werden

auch Prostata-Patienten im fortgeschrittenen

Erkrankungsstadium betreut.

Alle medikamentösen Therapien, unterstreicht

Chefarzt Dr. Burk, erfolgen interdisziplinär

und werden daher auch mit

dem behandelnden Urologen abgesprochen,

der in der Regel die antihormonelle

Therapie bei Prostatakrebs führt. Bei

einem metastasierten Prostatakarzinom,

das die Knochen befallen hat, bietet die

onkologische Ambulanz zudem Therapien

mit knochenstärkenden Medikamenten

(z. B. so genannte Bisphosphonate)

an. Insgesamt, betont Dr. Martin

Burk, hat auch die medikamentöse

Behandlung des fortgeschrittenen Pros -

tatakrebses in jüngster Zeit erhebliche

Fortschritte gemacht, und neue Therapie -

prinzipien konnten eingeführt werden.

Die Ambulanz kümmert sich jedes Jahr

um mehrere Tausend Krebspatienten.

Rund 80 Prozent der Patienten der

Tumorklinik werden ambulant behandelt.

Im Frühjahr 2010 sind Ambulanz und

Tagesklinik in neue freundliche und komfortable

Räume umgezogen. Das

moderne Domizil im Erdgeschoss des

K-Baus bietet Patienten ein hohes Maß

an Service, kurze Wartezeiten und optimale

Behandlungsmöglichkeiten.

PD Dr. med. Martin Burk

Chefarzt der Klinik für Internistische Onkologie,

Hämatologie und klinische Immunologie

Das Motto der Klinik, erläutert Dr. Burk, lautet:

„So viele Patienten wie möglich sollen

ambulant behandelt und so wenige wie

nötig stationär aufgenommen werden müssen.“

Es sind alle Möglichkeiten einer Klinikbehandlung

vorhanden, die Patienten werden

aber nicht stationär aufgenommen. Sie

können noch am selben Tag nach Hause

gehen und müssen nicht über Nacht in der

Klinik bleiben. Das gibt ihnen Geborgenheit

und ein hohes Maß an Lebensqualität.


12 Ethikkomitee

Forum für Fragen im Grenzbereich zwisch

Klinikum Hanau gründet Ethikkomitee / Hilfe für Mitarbeiter, Patienten und Angehörige

Ärzte und Pflegemitarbeiter empfinden Entscheidungen im Grenzbereich

zwischen Leben und Tod im Krankenhaus häufig als Belastung. Auch wenn

die Rechtslage in den vergangenen Jahren vielfach präzisiert worden ist,

besteht nach wie vor oft Unsicherheit. Deshalb hat das Klinikum Hanau jetzt

ein Ethikkomitee gegründet. Es soll in schwierigen medizinischen Fragen

Unterstützung und Empfehlungen geben. Es kann von Mitarbeitern im

Klinikum, aber auch von Patienten und Angehörigen angerufen werden.

In der ersten Sitzung Ende Mai hat das

neue Gremium Privatdozent Dr. Marco

Gruß zu seinem Vorsitzenden bestimmt.

Die Amtsperiode dauert zwei Jahre.

Dr. Gruß ist Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie,

operative Intensivmedizin und

Schmerztherapie. Er nennt mehrere wichtige

Aufgaben für das „Klinische Ethik -

komitee des Klinikums Hanau“: Sicherheit

und Unterstützung für Ärzte und Pflegemitarbeiter,

offene und transparente Prozesse

für alle an der Behandlung Beteiligten

sowie für Patienten und Angehörige,

Definition klarer und nachvollziehbarer

Kriterien für die Entscheidungsfindung

und eindeutige Verfahrenswege.

Ethische Fragen im Grenzbereich

In der modernen Medizin treten immer

wieder Konflikte zwischen mehreren

Zielen und Möglichkeiten auf – im Grenzbereich

zwischen dem Machbaren und

dem, was sich der Einzelne für sich

vorstellt. Da geht es um Themen der

Lebensverlängerung, um künstliche

Ernährung, um die Frage, wie lange soll

beatmet werden, wann ist eine Therapieeinstellung

oder -veränderung sinnvoll

und geboten.

„In der Medizin gibt es den Begriff der

,chronisch kritisch Kranken’“, erläutert

der Vorsitzende des Ethikkomitees,

Dr. Marco Gruß. Das sind Patienten, die

auf einer Normalstation im Krankenhaus

nicht mehr weiterleben könnten. Auf

einer Intensivstation ist es aber möglich,

diese Menschen mit einem hohen tech -

nischen Einsatz noch am Leben zu erhalten.

Gerade in solch einem schwierigen

Umfeld stellen sich dann aber viele Fragen,

erklärt der Arzt: Was möchte der

Patient, hat er seine Situation auch richtig

verstanden, gibt es eine Patientenverfügung,

ist den Angehörigen der Wunsch

des Patienten klar, wie stehen die Verwandten

dazu, wie schätzen Ärzte und

Pflegemitarbeiter die Situation ein.

Das Ethikkomitee soll in solchen Situationen

helfen, beraten und begleiten. „Es

kann aber nur eine Empfehlung ab -

geben“, sagt Dr. Gruß, „denn die Entscheidung

liegt letztlich weiterhin beim

behandelnden Arzt.“

Das Ethikkomitee ist von seiner Grundstruktur

so zusammengesetzt, dass alle

relevanten Bereiche des Klinikums, die

mit Patienten in Grenzbereichen zu tun

haben, vertreten sind. „Ganz wichtig war

uns auch, dass wir eine externe Person

und juristischen Sachverstand dabei

haben“, betont Dr. Marco Gruß. Und er

erläutert: „Die Geschäftsführung ist

bewusst nicht im Ethikkomitee vertreten.“

Das unterstreicht noch einmal den

Gedanken, dass es in dem Gremium

ausschließlich um medizinethische Fragen

und nicht um ökonomische Aspekte

oder ähnliches geht.

Vorausschauende Empfehlungen

Die Zentrale Ethikkommission der Bundesärztekammer

definiert die Aufgabe

eines klinischen Ethikkomitees so: „Als

Ethik-Fallberatungen werden Besprechungen

verstanden, bei denen ein konkreter

Behandlungsfall unter ethischen

Gesichtspunkten diskutiert wird. Diese

Besprechung ist prospektiv, d. h. sie soll

dabei helfen, ein gemeinsam getragenes

Behandlungskonzept festzulegen, verschiedene

Behandlungsoptionen in

ihren Konsequenzen und Gründen zu

erörtern, ethisch zu bewerten und bei

der Festlegung einer Behandlungsoption

zu helfen. Sie wird in der Regel auf der

Station stattfinden, auf welcher der

Patient behandelt wird.“ Aufgabe der

Ethikkomitees ist es damit, nur vorausschauende

Empfehlungen zu geben.

Auch in Hanau werden deshalb keine

Analysen zurückliegender Entscheidungen

erfolgen.

Alle Beteiligten werden einbezogen

Die von der Bundesärztekammer geforderte

„Konsensorientierung der Ethik -

beratung“ ist Dr. Gruß besonders wichtig.

Denn es gehe darum, alle Aspekte

eines Problems zu diskutieren und im

Idealfall für Ärzte, Pflegemitarbeiter,

Patient und Angehörige einen gemeinsamen

Weg zu finden. Neben der Hilfestel-


Juli 2013

13

en Leben und Tod

Die Mitglieder des Ethikkomitees

Das Gremium besteht aus einem ständigen Kernteam, zu dem aber weitere

Fachleute hinzugezogen werden können:

á PD Dr. Marco Gruß, Vorsitzender des Ethikkomitees; Chefarzt der Klinik für

Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

Vertretung: Katja Köhler, Ltd. Oberärztin der operativen Intensivmedizin

á PD Dr. Christof Weinbrenner, Stellv. Vorsitzender des Ethikkomitees, Chefarzt

der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und inter -

nistische Intensivmedizin

Vertretung: Dr. Wolfgang Pohlmann, Ltd. Oberarzt der internistischen Intensivmedizin

á Erika Siegert, Patientenfürsprecherin des Klinikums Hanau

Vertretung: Beate Funck, Designierte Patientenfürsprecherin des Klinikums Hanau

á Claudia Jehring, Richterin am Amtsgericht Hanau

Vertretung: Jan Schumann, Richter am Amtsgericht Hanau

á Beate Junk, Stellv. Geschäftsbereichsleiterin Pflege- und Stationsmanagement

des Klinikums Hanau und zuständig für den Bereich Intensivmedizin

Vertretung: Esther Klug, Geschäftsbereichsleiterin Pflege- und Stationsmanagement

á Dr. Mario Abruscato, Oberarzt der Klinik für Neurologie

Vertretung: PD Dr. Horst Baas, Chefarzt Klinik für Neurologie am Klinikum Hanau

á Annette Tretter, Pflegeüberleitung im Klinikum Hanau

Vertretung: Margitta Busse, Pflegerische Bereichsleitung der Schlaganfalleinheit

á Hans-Joachim Roth, Evangelische Klinikseelsorge

Vertretung: Peter Schmalstieg, Katholische Klinikseelsorge

„Das Ethikkomitee versteht sich als

Instrument, in dem ethische Fragen

bearbeitet werden können. Als solches

bietet es die Chance, in interdisziplinärer

und systematischer Weise

anstehende Entscheidungen in den

Bereichen Medizin, Pflege, Organi -

sation und Ökonomie ethisch zu

reflektieren und aufzuarbeiten.

Patienten und deren Angehörigen soll

das Ethikkomitee die Gewissheit

geben, dass im Klinikum Hanau ethische

Konflikte ein Forum haben und

von möglichst vielen verschiedenen

Perspektiven her beleuchtet werden.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

des Krankenhauses bietet das

Ethikkomitee die Möglichkeit, eine

Orientierungshilfe für die eigene

Entscheidung im Arbeitsalltag ein -

zuholen. Letztendlich soll so eine

Transparenz bei ethisch schwierigen

Entscheidungen im Klinikum Hanau

geboten werden.“

Dr. Marco Gruß

v. l.: Claudia Jehring, Beate Funck, Hans-Joachim Roth, PD Dr. Marco Gruß, Annette Tretter, Peter Schmalstieg,

Beate Junk, Katja Köhler, PD Dr. Christof Weinbrenner, Dr. Mario Abruscato, Jan Schumann, Erika Siegert

lung im konkreten Einzelfall werde damit

zugleich auch nach außen eine transparente

Entscheidung und Dokumentation

des weiteren Therapievorgehens herbeigeführt.

Eine Kurzfassung der Komitee-

Empfehlung soll der Patientenakte beigefügt

werden.

Das neue Ethikkomitee kann von jedem

Mitarbeiter im Klinikum Hanau angerufen

werden. Dafür gibt es im Intranet ein einfach

gehaltenes Antragsformular. Aber

auch Patienten und Angehörige können

sich an die neue Institution wenden –

allerdings ausschließlich über einen Arzt

oder einen Pflegemitarbeiter im Klinikum.

Das Ethikkomitee entscheidet in

allen Fällen, ob ein Antrag auf Beratung

zugelassen wird. „Das ist deshalb notwendig“,

sagt Dr. Gruß, „damit auch

wirklich nur diejenigen medizinethischen

Fragestellungen beim Komitee landen,

für die es zuständig ist.“

In einem nächsten Schritt soll das Ethikkomitee

dann auch Fortbildungen anbie-

ten und Richtlinien für bestimmte Fragestellungen

erarbeiten. Solche Ethik-

Fortbildungen, hat die Akademie für

Ethik in der Medizin festgestellt, dienen

auch der „Sensibilisierung für ethische

Fragestellungen, der Vermittlung von

ethischem Wissen und der Erhöhung

der Kompetenz im Umgang mit ethischen

Problemen und Konflikten. Zielgruppen

sind u. a. die Mitarbeitenden

der Einrichtung, die Patienten / Bewohner

und deren Angehörige sowie die

interessierte Öffentlichkeit“.


14 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

Neuer Thorax-Experte stärkt das Leistungsan

Dr. med. Osei-Agyemang ist Spezialist für Tumor- und Metastasen-Operationen / Der Arzt kommt vom

Seit dem ersten Mai ist Dr. Thomas Osei-Agyemang als Thorax-Chirurg in der Klinik für Allgemein-,

Viszeral- und Thoraxchirurgie tätig. Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Peter Langer wird

so das Leis tungsangebot der Klinik weiter gestärkt und ausgebaut. „Wir können damit auch auf dem

Gebiet der Thoraxchirurgie eine Medizin auf Top-Niveau anbieten“, unterstreicht Prof. Langer. Die

Thoraxchirurgie befasst sich mit Operationen im Bereich des Brustkorbs.

Dr. Thomas Osei-Agyemang ist vom Universitätsklinikum

Freiburg nach Hanau

gekommen, einer Klinik mit einem ausgewiesenen

Kompetenzschwerpunkt auf

diesem Gebiet und eine der größten

Spezialkliniken für Thoraxchirurgie und

thorakale Endoskopie in Deutschland.

„Für unsere Patienten und die uns zuweisenden

Ärzte zeigt dies eine zusätzliche

Spezialisierung unserer Klinik. Wir bieten

höchste Qualität und das ganze Spektrum

der anspruchsvollen Thoraxchirurgie“,

unterstreicht der Chefarzt der Klinik

für Allgemein-, Viszeral- und Thorax -

chirurgie, Prof. Dr. Peter Langer.

Zu den Arbeitsschwerpunkten der Thoraxchirurgie

gehören vor allem sämtliche

Erkrankungen an der Lunge, des Rippenfells

(Pleura), der Brustwand und zwischen

den Lungenflügeln (Mediastinum). Viele

Krebserkrankungen betreffen gemeinsam

den Bauchraum und den Brustkorb, z. B.

das Speiseröhrenkar zinom, Metastasen,

bösartige Rippenfell ergüsse etc.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Viele Krankheiten werden in der Thoraxchirurgie

deshalb interdisziplinär behandelt.

Das bedeutet: Spezialisten aus

unterschiedlichen Fachrichtungen arbeiten

dabei zusammen. Gerade auf diesem

Gebiet bewährt sich die Kombination von

Viszeral- und Thoraxchirurgie. Das verbessert

die Behandlungsqualität und

-ergebnisse für die Patienten. Wann

immer es sinnvoll ist, werden auch dort

minimal invasive Techniken (kleine Schnitte

statt großer Operationen) eingesetzt, z. B.

bei Thymom-Operationen (Tumoren der

Thymusdrüse) und wegen schwerer Muskelschwäche

(Myasthenia gravis).

Professor Dr. Peter Langer betont, dass

in der Klinik mit dem neuen Thoraxchirurgen

Dr. Osei-Agyemang insbesondere

die Gebiete der Metastasen-Chirurgie

und der operativen Entfernung von

Primär tumoren gestärkt werden. Dr.

Thomas Osei-Agyemang ist darüber hinaus

endoskopisch ausgebildet. Mit einer

Endoskopie (Spiegelung) können Organ

im Inneren des Körpers betrachtet und

behandelt werden. Das ist deshalb wichtig,

berichtet Professor Langer, weil

damit auch die Vernetzung zur Klinik für

Gastroenterologie, Diabetologie und

Infektiologie (Medizinische Klinik II) und

zur Lungenmedizin zum Nutzen der

Patienten intensiviert werde.


Seelsorge

Juli 2013

15

gebot der chirurgischen Klinik

Universitätsklinikum Freiburg

GEDACHT

Ein Impuls der Klinikseelsorge

Zur Person

Dr. Thomas Osei-Agyemang

Thoraxchirurg

Oberarzt der Klinik für Allgemein-,

Viszeral- und Thoraxchirurgie

Zu den Arbeitsschwerpunkten und Spezialgebieten von

Dr. med. Thomas Osei-Agyemang zählen

á die Lungenchirurgie (Lungenkrebs, Lungenmetastasen,

gutartige Lungentumoren)

á die Diagnostik und Therapie von Rippenfellerkrankungen,

Rippenfellergüssen und Pneumothorax

á die Diagnostik und Therapie bei Mediastinaltumoren sowie

á die operative Therapie bei Schweißhänden / Schweiß -

achseln (endoskopische thorakale Sympathektomie)

Dr. med. Osei-Agyemang ist Jahrgang 1972 und wurde in

Accra / Ghana geboren. Sein Studium der Humanmedizin

absolvierte er zwischen 1994 und 2000 in Berlin. Zu seinen

beruflichen Tätigkeiten zählten unter anderem: eine Station als

Arzt im Praktikum zwischen 2001 und 2002 an der Klinik für

Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Uni -

versitätsklinikums Charité in Berlin. Anschließend arbeitete er

als Assis tenzarzt (2002 bis 2008) in der Klinik für Visceral-,

Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum in Marburg.

Die Facharztanerkennung Allgemeinchirurgie erhielt Dr. Osei-

Agyemang 2007 von der Landesärztekammer Hessen. Es

schloss sich die Weiterbildung Thoraxchirurgie von 2009 bis

2012 in der Abteilung für Thoraxchirurgie am Uniklinikum Freiburg

an, gefolgt von der Facharztanerkennung Thoraxchirurgie im Jahr

2012 durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Bis zu seinem Wechsel nach Hanau war Dr. Osei-Agyemang

als Oberarzt in der Abteilung für Thoraxchirurgie des Univer -

sitätsklinikums Freiburg tätig. Im Klinikum Hanau arbeitet er als

Oberarzt und Leiter des Funk tionsbereiches Thoraxchirurgie in

der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

Vielleicht kennen Sie diese kleinen Holzpuppen,

Matroschka genannt, in der

eine Puppe in der anderen steckt. Mich

faszinieren diese Puppen, denn sie sind

für mich wie ein Fingerzeig dafür, was alles

in uns steckt. Wie in der Matroschka viele

Puppen ineinander stecken, sind in mir

viele Wesenszüge meiner Persönlichkeit

ineinander geschachtelt. Fange ich an, die

vielen Schalen an mir, über mir, in mir

abzustreifen, werde ich immer wieder

noch eine neue Seite in mir entdecken –

überrascht von mir selbst. So wie ich

überrascht bin, wie viele Matroschkas

ineinander stecken können.

Ich sollte nie meinen, ich wäre fertig mit

mir selbst, ich hätte mich verstanden und

durchdrungen! Es steckt immer wieder

noch mehr und Neues in mir. Das mag

mich verunsichern in sicheren Zeiten.

Und das kann mich trösten und ermutigen

in Krisenzeiten, wenn ich meine, ich

wäre mit mir am Ende.

Immer wieder könnte ich noch eine

obere Puppe abstreifen, und es würde

eine neue Seite an mir zum Vorschein

kommen. Ich entdecke, dass da noch

jemand in mir steckt, mit dem ich bisher

gar nicht gerechnet und den ich bisher

nicht nach außen gelassen habe.

Das finde ich berührend am Bild der

Matroschka: Ich lege eine, meine äußere

„Puppe“ ab – und zum Vorschein kommt

eine neue, zartere. Das Faszinierende

über allem: Es ist die gleiche, nämlich

meine, Persönlichkeit, die sich da so

vielgestaltig zeigt. Mächtig und groß,

kleiner und zarter, bergend und geborgen

– in mir, in dieser Welt, in Gott.

Evangelische Klinikseelsorge

Telefon: (06181) 296-8270

klinikseelsorge_ev@klinikum-hanau.de

Katholische Klinikseelsorge

Telefon: (06181) 296-4580 und -4581

klinikseelsorge_rk@klinikum-hanau.de


16 Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Für einen erfolgreichen Start ins Leben

Zunehmende Zahl von Mehrlings- und Risikoschwangerschaften sowie Frühgeburten ist eine

Herausforderung für die Medizin / Optimale Versorgung im Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Das Klinikum Hanau bietet nicht nur

der gesunden Schwangeren, sondern

auch in kritischen Fällen eine optimale

Versorgung unter einem Dach.

Als einziges Zentrum der höchsten

Versorgungsstufe im Main-Kinzig-

Kreis und einzige Hanauer Klinik mit

kinderärztlicher Versorgung im Kreißsaal

ist es auch für die zunehmende

Zahl von Mehrlings- und Risikoschwangerschaften

bestens gerüstet.

Für einen guten Start ins Leben arbeiten

Hebammen, Krankenschwestern und

Ärzte in der Geburtsklinik des Klinikums

Hanau Hand in Hand. Gerade Schwangerschaften

mit Zwillingen oder Mehrlingen

erfordern die große Erfahrung eines

eingespielten und spezialisierten Teams –

und zwar für die Mutter und ihre Babys.

Im Jahr 2011 wurde im Klinikum Hanau

sogar eine der sehr seltenen Vierlingsschwangerschaften

erfolgreich betreut.

Eine von bundesweit drei Vierlingsgeburten im Jahr 2011

fand im Mutter-Kind-Zentrum Hanau statt

Spezialisiertes Perinatalzentrum

Das Klinikum Hanau ist spezialisiert auf

solche Risikoschwangerschaften. Die

Geburtsklinik bildet zusammen mit der

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

das Mutter-Kind-Zentrum Hanau: Das

Zentrum ist als Perinatalzentrum Level I

(entsprechend der höchsten deutschen

Versorgungsstufe) für die Versorgung

von Risikoschwangerschaften speziell

ausgestattet und anerkannt. Eine Mehrlingsschwangerschaft

birgt einige Risiken

– nicht nur die Frühgeburt. Deshalb

bietet das Klinikum Hanau eine umfassende

Versorgung von der Beratung

über die vorgeburtliche Diagnostik bis

hin zur Geburt und der medizinischen

Behandlung der Babys.

„Angehende Mehrlingsmütter werden im

Verlauf ihrer Schwangerschaft von einem

erfahrenen Team betreut“, sagt Privat -

dozent Dr. Thomas Müller, Chefarzt der

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

des Klinikums Hanau. Neben dem Chefarzt

gibt es mit Dr. Luzie Massey Skatulla

und Dr. Helmut Sedlaczek zwei weitere

speziell ausgebildete und besonders

erfahrene Experten für Geburtshilfe und

vorgeburtliche Medizin (Pränatalmedizin).

Durch die optimale

Versorgung

von der ersten

Minute an entwickelten

sich

die Vierlinge

prächtig

Im Klinikum wird jede Mutter individuell

unterstützt: Das eingespielte Team des

Mutter-Kind-Zentrums kümmert sich mit

großem Fachwissen und persönlichem

Einsatz vor, während und nach der

Geburt um sie und ihren Nachwuchs.

Mögliche Probleme schon während der

Schwangerschaft können dort dank der

modernen Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin

rechtzeitig erkannt werden.

In der Pränatalsprechstunde werden

wichtige Fragen zur Gesundheit des

Babys schon vor der Geburt geklärt und


Juli 2013

17

Kinderärzte früh zur Beratung der werdenden

Eltern hinzugezogen. Zusätzlich

hat die Klinik einen diabetologischen

Schwerpunkt, Diabetes gehört zu den

häufigsten Komplikationen in der

Schwangerschaft. Besteht ein erhöhtes

Risiko bei Mutter oder Kind, planen

Geburtshelfer, Hebammen und spezia -

lisierte Neugeborenenmediziner gemeinsam

die Geburt des Babys.

Ursache oft künstliche Befruchtung

Deutschlandweit nehmen Mehrlingsschwangerschaften

zu – und damit verbunden

ist die Gefahr einer Frühgeburt.

Zu den Ursachen zählt einerseits die

künstliche Befruchtung. Dabei werden die

Eizellen außerhalb des Körpers befruchtet.

Bei dieser so genannten In Vitro Fertilisation

entstehen mehrere Embryonen.

Fortpflanzungsmediziner setzen den

Frauen dann in der Regel meist zwei, aber

manchmal auch drei der Embryonen ein.

Daraus erklären sich knapp 20 Prozent

der Mehrlingsschwangerschaften hierzulande.

Ein weiterer Grund ist die Hormonbehandlung

bei Frauen, die schwanger

werden möchten, bei denen dies aber

nicht gut klappt. Die Hormongabe ist der

Grund für viele so genannte höhergradige

Mehrlingsschwangerschaften mit drei und

mehr Babys.

Aber auch das Alter der werdenden

Mutter spielt eine Rolle. Denn da nehmen

statistisch Zwillingsschwangerschaften

zu – vor allem weil nicht mehr

ganz so junge Frauen öfters zwei

Eisprünge pro Zyklus haben. Bei Mehrlingsschwangerschaften

steigt dann vor

allem das Risiko einer Frühgeburt.

Frühchen in besten Händen

Aber selbst extrem kleine Frühgeborene

können im Klinikum Hanau dank der

Früh- und Neugeborenen-Intensivstation

optimal behandelt werden. Derzeit wird

dort zum Beispiel ein Kind mit einem

Geburtsgewicht von 390 Gramm versorgt.

„Frühchen sind bei uns in den

besten Händen“, sagt Dr. med. Bernhard

Bungert, Oberarzt der Kinderklinik und

Leiter der Neugeborenenmedizin am

Mutter-Kind-Zentrum Hanau: „Geburtshelfer

und Hebammen, aber auch

Kinderärzte und Krankenschwestern, die

sich auf Frühgeborene spezialisiert

haben, sind für die Familien im Einsatz.“

Zusätzlich ausgebildete Neonatal-Begleiterinnen

stehen den Eltern zur Seite und

greifen auch noch nach der Entlassung

aus der Klinik unterstützend ein.

Das Angebot für Schwangere am Klinikum

Hanau wird abgerundet durch alternative

Methoden wie Akupunktur und

Homöopathie. Besonderen Wert legt

das Team auf den persönlichen Kontakt

sowie eine familienorientierte Geburtshilfe.

Die Elternschule unterstützt die

Schwangeren, ihre Partner und angehende

Geschwisterkinder in dieser wichtigen

Lebensphase.


18 Klinik für Dermatologie und Allergologie

Sonnengenuss ohne Reue

Neue Technologie ermöglicht Diagnose von Hautkrebs schnell, sicher und ohne Schnitt

Jetzt im Sommer freuen sich die Menschen auf lange Grillabende, Urlaub

am Meer und vor allem auf die Sonne. Denn sie fördert das Wohlbefinden,

stimuliert das Immunsystem und ist für die Bildung von Vitamin D in der

Haut notwendig. Doch gerade die Haut, das größte Organ des Menschen, ist

durch die Sonnenbestrahlung einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt.

Schon im Frühjahr erreicht die UV-

Bestrahlung in Mitteleuropa kritische

Werte und kann die Haut schädigen.

Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels,

Chefarzt der Klinik für Dermatologie und

Allergologie am Klinikum Hanau, hat ein

neuartiges Präventionsprogramm entwickelt.

Dazu gehört eine schmerzfreie

Untersuchungsmethode für unterschiedliche

Hauterkrankungen. Die

angewandte Spitzentechnologie liefert

zellgenaue Unter suchungsfotos in Echtzeit

und ermöglicht auch ohne Entnahme

von Gewebe eine schnelle und

sichere Diagnose verdäch tiger Hautveränderungen.

Damit zählt die Klinik für

Dermatologie und Allergologie am Klinikum

Hanau in Deutschland zu den Vorreitern

im Einsatz innovativer Diagnostik.

Anstieg der Hautkrebs-Fälle

Mediziner haben einen dramatischen

Anstieg von Hautkrebs festgestellt. Die

Fallzahlen stiegen innerhalb der vergan-

genen 20 Jahre um 700 Prozent. Mittlerweile

werden pro Jahr in Deutschland

mehr als 200.000 Neuerkrankungen

festgestellt. Überdurchschnittlich gefährdet

sind Berufstätige, die überwiegend

im Freien arbeiten, aber auch Freizeitund

Spitzensportler sind einem höheren

Risiko ausgesetzt.

Neue technische Entwicklungen haben

die Unter suchungsmethoden deutlich

erweitert und verbessert. Moderne Diagnostik

in den Händen erfahrener Hautärzte

bietet mittlerweile ausgezeichnete

Chancen der Früh erkennung. Der

renommierte Derma tologe Prof. Dr.

Ockenfels betont: „Gesundheitsbewusste

Menschen, die regelmäßig zur

Vorsorge gehen und einige Schutzmaßnahmen

berücksich tigen, können die

Sonne ohne Reue genießen.“

Einen bedeutenden medizinischen Fortschritt

stellt die sogenannte konfokale

Laserscanmikroskopie dar. Sie öffnet ein

„Fenster in die Haut“ und ermöglicht

zellgenaue Fotos in Echtzeit. Prof. Dr.

Ockenfels: „Die ersten Erfahrungen sind

ausgezeichnet. Für die Patienten ist die

neue Diagnostik völlig schmerzfrei. Für

den Hautarzt liefert die angewandte Spitzentechnologie

genauso schnelle wie

sichere Ergebnisse, die in eine individuelle

Beratung und Therapie einfließen.“

Schonendes Verfahren

Für den Patienten verläuft die etwa 15-

minütige Behandlung mit dem Untersuchungsgerät

namens „VivaScope“

schnell, sicher und ohne Schnitt. Nach

dem Aufbringen einer Flüssigkeit – Wasser

oder Ultraschallgel – auf die Haut,

wird langwelliges Laserlicht auf das

Untersuchungsareal gerichtet und dabei

reflektiert. Das Laserscanmikroskop

lässt auf dem Bildschirm exakte Digitalaufnahmen

einer definierten dünnen

Hautschicht entstehen.

Das schonende Verfahren verursacht

keinerlei Neben wirkungen. Auch empfindliche

Haut bereiche können problemlos

beurteilt werden. Die früher übliche

schmerzhafte Entnahme von Gewebe

zur Diagnose ist nicht mehr erforderlich.

Behandlungswunden in Gesicht oder

am Hals gehören damit der Vergangenheit

an. Auch die bislang für den Patienten

belastende Wartezeit auf das Ergebnis

der Haut untersuchung entfällt.

Die konfokale Laserscanmikroskopie

wird insbesondere sehr erfolgreich in der

Diagnose und Therapie von Hautkrebs

eingesetzt. Des Weiteren ermöglicht das

Untersuchungsgerät in den Händen

erfahrener Dermatologen eine sichere

Beurteilung des Tumorpotenzials von

Muttermalen und Leberflecken.


Juli 2013

19

Die Abbildungen zeigen die Untersuchung

am Arm (oben) und im Ohr (unten) mit

dem Laserscanmikroskop „VivaScope“

Das Präventionsprogramm von Prof. Dr.

Hans Michael Ockenfels basiert auf vier

Säulen. Zunächst wird das individuelle

Risiko bestimmt. Zudem erfragt der Dermatologe

die Vorerkrankungen und

ermittelt den individuellen Grad der

Gefährdung. Die zweite Säule setzt auf

die hohe Leis tungs- und Aussagefähigkeit

der konfokalen Laserscanmikroskopie.

Laserlicht durchdringt die Hautschichten,

misst die Hautdicke und

liefert wertvolle Untersuchungsergebnisse.

So können chronische und akute

Sonnenschäden und Hautkrebsvorstufen

gründlich bestimmt werden.

Falls Hautschäden festgestellt werden,

beschreibt die dritte Säule die Maßnahmen

für eine erfolgreiche Therapie.

Lichtverursachte Hautschäden lassen

sich bei fachgerechter Behandlung vollständig

beseitigen. Dies ist sowohl möglich

durch Laserabtragung mittels

Erbium-Yag-Laser-Therapie als auch

Entfernen von Lichtschäden und Hautflecken

mittels Rubin-Laser und fotodynamischer

Lichttherapie. Die vierte

Prof. Dr. med. Hans Michael Ockenfels

Chefarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie

Säule dient der individuellen Beratung

für einen Sonnengenuss ohne Reue. Im

Gespräch bestimmt der Dermatologe

die frühere und die künftige UV-Belastung.

Auf Basis des Hauttyps gibt er

fundierte Empfehlungen für eine exakt

angepasste UV-Filter-Creme. Die vier

Säulen des Programms bewirken im

Zusammenspiel eine optimale Prävention

für jeden gesundheitsbewussten

Menschen.


20 Onkologische Fachpflegekräfte

Eine große Stütze für Krebspatienten

Onkologische Fachpflegekräfte sind von der Diagnose bis zum Ende der Therapie im Einsatz

Die Diagnose ist ein Schock und ändert von der einen

auf die andere Minute alles: Krebs. Viele Patienten

sind in dieser schwierigen Situation überfordert und

haben Angst und viele Fragen. Deshalb brauchen sie

und ihre Angehörigen oftmals nicht nur medizinische

und pflegerische Hilfe, sondern auch bei sozialen

oder psychologischen Problemen. Um die Betroffenen

noch umfassender zu betreuen, haben sich drei

Krankenschwestern im Klinikum Hanau auf Krebs spezialisiert.

Mit der Unterstützung dieser onkologischen

Fachkräfte können sich die Patientinnen und Patienten

vor allem auf das Gesundwerden konzentrieren.

Sie sind eine wichtige Stütze in einer schweren Zeit: Die onkologischen

Fachpflegekräfte des Klinikums Hanau sind direkte

Ansprechpartnerinnen für Krebspatienten und deren Ange -

hörige. „Wir gehen gemeinsam mit ihnen durch einen schwierigen

Lebensabschnitt“, erklärt Julia Köhler, onkologische

Fachpflegekraft in der stationären internistischen Hämato-

Onkologischen Abteilung.

Betreuung der Patienten und Angehörigen

Von der Diagnose bis zum Ende der Therapie betreuen die drei

„Onkoschwestern“ ihre Patienten im Klinikum: Sie nehmen die

Vorgeschichte des Patienten auf, planen die Pflege, beraten die

Patienten und deren Bezugspersonen, kümmern sich um auftretende

Nebenwirkungen und führen eine Pflegevisite durch.

Auch Organisatorisches gehört zu ihren Aufgaben: Sie stellen

den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe her, klären die häusliche

Versorgung, übernehmen die Aufklärung über verschiedene

Therapiemöglichkeiten und bieten Informationsmaterial. „Wir

kümmern uns auch darum, dass die Patienten ein Rezept für

eine Perücke erhalten und vermitteln ein Perückenstudio.“

Im ambulanten Bereich werden Patienten und ihre Angehörigen

geschult und angeleitet. „So gewinnen die Betroffenen

Sicherheit im Hinblick auf die Therapie und den Umgang mit

Nebenwirkungen – zum Beispiel bei der oralen Chemotherapie“,

erklärt Heike Mohn, onkologische Fachpflegekraft in der

Onkologischen Ambulanz des Klinikums Hanau.

Lebensqualität sichern

Eine Krebserkrankung hat große Auswirkungen: Bei der Behandlung

treten oft Probleme wie Schmerzen, Übelkeit, Mangelernährung

oder ein erhöhtes Infektionsrisiko auf. Auch Schlafstörungen,

Depression oder eine Beeinträchtigung der Wahrnehmung

und Einschätzungsfähigkeit können vorkommen. Die Belastung

ist auch für die Familienangehörigen groß. Für eine möglichst

umfassende Betreuung arbeiten die „Onkoschwestern“ daher

auch mit anderen Berufsgruppen zusammen. Von der Kooperation

beispielsweise mit der Sozialberatung, Psychoonkologie

oder der Ernährungsberatung profitieren die Betroffenen zusätzlich.

„Wir wollen die Lebensqualität unserer Patienten sichern und

für eine gelungene Integration ins soziale Umfeld sorgen.“

Die Arbeit mit Krebspatienten verlangt auch den Fachfrauen

einiges ab. Sie schöpfen Kraft aus der Dankbarkeit der Patienten,

denn meist sind die „Onkoschwestern“ noch schneller

erreichbar als Ärztinnen und Ärzte. „Ein gut aufgeklärter und

sich sicher fühlender Patient freut uns besonders“, sagt

Stefanie Hofmann-Kuhn, onkologische Fachpflegekraft in der

stationären gynäkologischen Abteilung.


Juli 2013

21

Die Weiterbildung von Krankenschwestern zur onkologischen

Fachpflegekraft dauert zwei Jahre und umfasst verschiedene

Einsatzbereiche mit betroffenen Patienten wie die Chirurgie

oder die Knochenmarktransplantation. Den Abschluss der

Fachweiterbildung bilden eine praktische, mündliche und

schriftliche Prüfung. Neben den drei spezialisierten Krankenschwestern

Julia Köhler, Heike Mohn und Stefanie Hofmann-

Kuhn, befindet sich derzeit Krankenpfleger Martin Selber in der

Weiterbildung zur onkologischen Fachkraft.

Auch Ansprechpartner für Kollegen

Die „Onkoschwestern“ sind nicht nur Ansprechpartner für die

Patienten und deren Familien, sie schulen und beraten auch

Kolleginnen und Kollegen des Klinikums bei Fragen wie

Wundversorgung oder Portpflege. Ihre umfangreichen

Erfahrungen bringen sie bei Besprechungen und bei der Entwicklung

von Konzepten, Pflegestandards und Infobroschüren

ein – damit die Versorgung der Krebspatienten immer weiter

verbessert wird.

Die auf Onkologie spezialisierten

Krankenschwestern am Klinikum Hanau

(von links): Heike Mohn, Julia Köhler,

Stefanie Hofmann-Kuhn

Kontakt

Patienten können bei Bedarf Kontakt aufnehmen.

Ein Termin zum Pflegegespräch

wird dann nach Absprache geplant:

Heike Mohn, Onkologische Ambulanz

Telefon (06181) 296-4347

Julia Köhler, Station I19

Telefon (06181) 296-2190

Stefanie Hofmann-Kuhn, Station H10C

Telefon (06181) 296-2100


22

Mutter-Kind-Zentrum Hanau

Neuer Pränataltest senkt Fehlgeburtsrisiko

Klinikum Hanau erweitert vorgeburtliche Diagnostik auf Trisomie 13 und 18

Das Mutter-Kind-Zentrum (MKZ) des Klinikums Hanau hat sein vorgeburt liches Beratungs -

angebot erweitert und einen neuen Test eingeführt. Die Untersuchung zielt auf die Diagnose von

Chromosomen-Veränderungen bei ungeborenen Kindern. Der neue Test gibt Auskunft über die

so genannten Trisomien 13 und 18. Auf die auch als Down-Syndrom bekannte Trisomie 21

konnte bisher schon im MKZ getestet werden. Der Test ist eine Alternative zur Fruchtwasseruntersuchung

und hilft so, das Risiko einer Fehlgeburt zu senken. Er ist an eine umfassende

Beratung durch ärztliche Experten gekoppelt.

Trisomie bezeichnet das Vorliegen einer

dreifachen Kopie von Chromosomen im

menschlichen Erbgut, normal sind zwei

Kopien. Eine Trisomie kann – je nach

individueller Ausprägung – zu Entwicklungsstörungen,

geistigen Defiziten,

Organschäden, Auffälligkeiten im Körperbau

und Aussehen sowie zu Behinderungen

bei den betroffenen Kindern führen.

Qualifizierte Beratung begleitet Test

„Jede Schwangere hat selbstverständlich

auch ein Recht auf Nichtwissen“,

unterstreicht der Chefarzt der Klinik für

Gynäkologie und Geburtshilfe und Leiter

des MKZ, Privatdozent Dr. med. Thomas

Müller. Der Test sei aber eine weitere gute

Option für die Früherkennung. Mit dem

Test erfolge deshalb untrennbar auch

eine besonders qualifizierte Beratung –

entweder durch den Chefarzt oder durch

die Oberärztin Dr. Luzie Massey Skatulla.

Sie leitet den Schwerpunkt Geburtshilfe

und ist spezialisiert für die vorgeburtlicheund

Geburtsmedizin. Außerdem verfügt

sie über die notwendige Qualifizierung

zur Beratung, die für den neuen Test

gefordert ist. „Werdende Eltern können

deshalb sicher sein, dass sie eine allumfassende

und gute Aufklärung über das

gesamte Spektrum der vorgeburtlichen

Diagnostik durch Spezialisten erhalten“,

unterstreicht Chefarzt Dr. Müller.

Der PraenaTest der Firma LifeCodexx,

der die Diagnose der kindlichen Trisomien

13, 18 und 21 umfasst, wird im Rahmen

einer so genannten Nackentransparenzmessung

(NT) vorgenommen. Diese

erfolgt bis zur 11. und zwischen der 6.

und 13. Schwangerschaftswoche. Die

NT- Messung gilt als die aussagekräftigste

Ultraschalluntersuchung während der

Schwangerschaft, um Hinweiszeichen

auf eine – gegebenenfalls behandelbare –

Fehlbildung oder eine Erbgutauffälligkeit

zu erhalten. „Jede Schwangere sollte

heute über diese Möglichkeit aufgeklärt

sein“, betont PD Dr. Thomas Müller.

Fahndung nach Erbgut-Auffälligkeit

Der Test fahndet nach kleinsten Erbgut-

Bruchstücken des ungeborenen Kindes

im mütterlichen Blut. „Diese Bruchstücke

werden durch spezifische Tech -

niken vermehrt und analysiert“, erklärt

Dr. Müller: „Der Test sollte allerdings nur

angewendet werden“, ergänzt Dr. Luzie

Massey Skatulla, „wenn bei der NT-Messung

zwar ein erhöhtes Risiko für ein

Down-Syndrom gefunden worden ist,

das Kind aber im Ultraschall unauffällig

ist, also z. B. keine Fehlbildungen erkennen

lässt.“ Für Schwangere, die in diesem

Fall keine Fruchtwasserunter -

suchung wünschen, um das damit

verbundene Fehlgeburtenrisiko zu

umgehen, ist der Test eine gute Möglichkeit

der zusätzlichen Diagnose. „Somit

kann der neue Test einerseits Fehlgeburten

vermeiden und erweitert andererseits

das Spektrum der vorgeburtlichen

Diagnos tik“, sagt Dr. Massey Skatulla.

Testergebnis ist nicht immer präzise

Beim Test ist noch zu beachten, erläutert

Dr. Thomas Müller, dass er nicht in jedem

Falle eine Trisomie 21 erkennt. Und

umgekehrt gibt es auch einige so

genannte falsch positive Aussagen. Das

heißt: Der Test zeigt dann eine Trisomie 21

an, obwohl gar keine vorhanden ist. Weist

der Bluttest auf eine Trisomie 21 hin, wird

deswegen in jedem Fall zusätzlich eine

Fruchtwasseruntersuchung empfohlen,

um das auffällige Testergebnis zu kontrollieren.

Der Test kann frühestens in der

zwölften Schwangerschaftswoche durchgeführt

werden, das Ergebnis liegt nach

zehn bis 14 Tagen vor. Die Kosten für die

Nackentrans parenzmessung wie für den

Test werden derzeit nicht von den gesetzlichen

Krankenkassen getragen.


Newsticker | Menschen

Juli 2013

23

Bürger schätzen Behandlungsqualität

Großer Andrang am Stand des Klinikums bei Gesundheitsmesse

Die erste Gesundheitsmesse Hanau war

nicht nur insgesamt, sondern auch für das

Klinikum Hanau ein großer Erfolg. Zirka

5.000 Besucher schauten im Congress

Park Hanau vorbei, rund 2.000 interessierten

sich für die Vorträge. Mehr als 30

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums

Hanau waren bei der Messe im Einsatz

und betreuten u. a. den Messestand,

informierten Besucher, führten Gespräche

und boten z. B. Ultraschalluntersuchungen

der Bauchschlagader und Sauerstoffmessungen

an. Die Spezialisten des

Klinikums steuerten außerdem 19 Fachvorträge

zum Messeprogramm bei.

Das Klinikum nutze die Messe auch, um

das Image des Hauses bei Besuchern

mit einem Fragebogen zu erfassen. Die

wichtigsten Ergebnisse sind: Die Qua -

lität der medizinischen Behandlung wird

in hohem Maße geschätzt. Und die

allgemeinen Werte hinsichtlich Service -

qualität und Räumlichkeiten verbessern

sich kontinuierlich.

Mit der steigenden Bekanntheit des

Ende 2012 in Betrieb genommenen

Neubaus wird sich diese positive Entwicklung

in der Wahrnehmung sicher

fortsetzen.

Wenn die Zeit drängt

„Storchenparkplatz“ ermöglicht Schwangeren schnelle

und problemlose Anfahrt

Der Klinikneubau und die neu gestalteten

Außenflächen machen es möglich:

Eigens für werdende Eltern gibt es jetzt

direkt vor der neuen zentralen Eingangshalle

einen Kurzzeit-Parkplatz.

„Wir wollen werdenden Eltern im Klinikum

Hanau den höchst möglichen Komfort

bieten, dazu gehört natürlich auch

eine problemlose Anfahrt zum Kreißsaal“,

unterstreicht der Ärztliche Direktor

des Klinikums, Dr. André Michel.

Wenn die Zeit drängt, kann das Fahrzeug

mit der werdenden Mutter an der

Schranke vorbei direkt bis vor den Eingang

des Neubaus fahren. Der Parkplatz

ist nicht zu verfehlen – und deutlich

mit einem Storch als Symbol für

die Geburtshilfe des Mutter-Kind-Zentrums

Hanau gekennzeichnet. Dieser

„Storchenparkplatz“ ist ausdrücklich

nur für eine kurze Parkzeit vorgesehen

– um sicherzustellen, dass er im

Fall der Fälle auch zur Verfügung steht.

Neue Positionen

besetzt

Im Klinikum sind einige Funktionen

neu geschaffen bzw. besetzt worden:

Melek Armutci

fungiert jetzt als pflegerische

Bereichsleitung Gefäßzentrum.

Maike Ochsenhirt

hat die Aufgabe als pflegerische

Bereichsleitung der Zentralen Notaufnahme

übernommen.

Von links: PD Dr. Thomas Müller, Tatjana Nicin, Dr. Helmut Sedlaczek und

Dr. Luzie Massey Skatulla aus der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Regina Griesbeck

ist Leiterin der Ambulanz der Chirurgischen

Kliniken und für den Aufbau

Patientenmanagement für die Chirurgischen

Kliniken zuständig.


Jubilare / Termine

Menschen in der Klinik

Langjährige Mitarbeiter feiern Dienstjubiläum

Gerade Krankenhäuser werden von Menschen

geprägt. Sie geben der Klinik ein

Gesicht. An diesem Ort stellen wir Ihnen

deshalb in jeder Ausgabe der Klinik-Zeitschrift

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

vor, die sich seit vielen Jahren in direktem

Kontakt oder „hinter den Kulissen“ um die

Patienten des Klinikums Hanau kümmern.

Die Jubilare des 2. Quartals sind:

Ruth Araib

Araib, Ruth 40-jähriges Dienstjubiläum Chefarztsekretärin Med. Klinik II

Alili, Marina 25-jähriges Dienstjubiläum Krankenschwester H3

Wolf, Reiner 25-jähriges Dienstjubiläum Mitarbeiter Rezeption

Arzt-Patienten-Seminare – Die nächsten Termine

Immer mittwochs um 17:30 Uhr – ca. 1,5 Stunden

In den Arzt-Patienten-Seminaren

informieren medizinische Experten

des Klinikums Hanau kompakt und

verständlich über Neuigkeiten und

Wissenswertes zu Krankheitsbildern.

Die Veranstaltungen sind auch als

Hilfe und Stütze für Patienten

gedacht, besser mit ihrer Krankheit

zurechtzukommen.

Die Seminare sind so aufgebaut, dass

die Ärzte in das Thema einführen und

einen Überblick geben. Gleichzeitig

lassen sie Raum für Gespräche mit

den Teilnehmern, damit diese ihre

Fragen und Anregungen einbringen

können. Die Teilnahme an den Seminaren

ist kostenlos. Eine Anmeldung

ist nicht nötig. Die Höchstteilnehmerzahl

beträgt aufgrund der Raumkapazität

50 Personen. Veranstaltungsort

ist der Konferenzraum H5B 115 in der

5. Etage des Neubaus (HB-Gebäude).

7. August 2013

Lungenkrebs – neue

Behandlungsmöglichkeiten

PD Dr. med. Martin Burk

Chefarzt der Klinik für internistische

Onkologie, Hämatologie und klinische

Immunologie

4. September 2013

Gefäßkrankheiten im Wandel

Dr. med. Simon Classen

Chefarzt Klinik für Gefäßchirurgie,

vasculäre und endovasculäre Chirurgie

2. Oktober 2013

Männergesundheit:

Prostatavorsorge im Alter

Professor Dr. med. Axel Haferkamp

Universitätsklinikum Frankfurt am

Main / Kooperationspartner des

Klinikums Hanau

Impressum

Herausgeber Klinikum Hanau GmbH

Leimenstraße 20, 63450 Hanau

Telefon: (06181) 296-0

V.i.S.d.P. Monika Thiex-Kreye

Druck Druckerei PUKKA, Hanau

Auflage 5.000 Stück

Erscheinung alle drei Monate

© 2013 Für alle Beiträge bei der Klinikum

Hanau GmbH. Nachdruck, auch

aus zugs weise, nur nach schriftlicher

Zustimmung des Herausgebers.

Konzeption, Redaktion, Layout

embe consult gmbh

www.embe-consult.de

Architektur M-Gebäude, 2. BA (heute HB-

Gebäude): Architekten Witan

Russ Lang GbR, Frankfurt

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