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mittendrin

Das Mitarbeitermagazin des Klinikums Ernst von Bergmann

und der Tochtergesellschaften April 2012 I Ausgabe 01/12

© ART-DOMINO ® / SABINE WELZ

Ernst Gustav Benjamin von Bergmann

Einblicke in das Leben und Wirken unseres Namensgebers


2 Vorwort

Unser Namensgeber:

Ernst von Bergmann

Anlässlich des 175. Geburtstags unseres

Namensgebers greift diese Ausgabe der

Mitarbeiterzeitung das Leben und Wirken von

Prof. Dr. Ernst Gustav Benjamin von Bergmann

auf. Herr Prof. Dr. Wenisch hat sich tiefer mit

unserem Namensgeber auseinander gesetzt

und den Leitartikel dieser mittendrin geschrieben.

Tauchen Sie mit uns ein in das bewegende

Leben eines der bedeutendsten Chirurgen

aller Zeiten Zeit.

Mannschaftsarzt der Deutschen

Wasserball-Nationalmannschaft

Herr Dr. Götz, Oberarzt der Unfallchirurgie

tauschte zwei Wochen den

OP gegen die Schwimmhalle. Seine

Erlebnisse als Mannschaftsarzt der

Deutschen Wasserball-Nationalmannschaft

hat er für die mittendrin aufgeschrieben.

Mehr auf Seite 10.

Gesundheitsakademie

Erfolgreiche Zertifizierung, der

Wechsel der Schulleitung und

ein neuer Name! Unsere Schule

für Gesundheitsberufe hat in

den vergangenen 6 Monaten

eine große Wandlung vollzogen.

Alles zur neuen Gesundheitsakademie

Ernst von Bergmann

finden Sie auf den Seiten 12

und 13.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Potsdam steht in diesem Jahr ganz im

Zeichen des 300. Geburtstags Friedrich

des Großen. Dahinter müssen wir uns als

Gesundheitspark Ernst von Bergmann

nicht verstecken, denn auch wir können

ein großes Jubiläum feiern: 175 Jahre

Ernst von Bergmann.

Zu diesem Anlass sind Prof. Dr. Wenisch,

Dr. Pappert, Frau Hunsmann und ich

an die erste Wirkungsstätte unseres Namensgebers

nach Tartu, Estland gereist.

Ziel dieser Reise war es, Kooperationsgespräche

mit dem Universitätsklinikum

Tartu aufzunehmen und gleichzeitig mehr

über die wissenschaftlichen Wurzeln unseres

Namensgebers zu erfahren. In den

zwei Tagen vor Ort haben wir viele Gespräche

geführt und erste Ideen für eine

Ernst von Bergmann Summer School entwickelt.

Auf dieser Reise konnte ich Herrn Prof.

Dr. Wenisch begeistern, ein Buch über

unseren Namensgeber Ernst von Bergmann

zu schreiben. Als Chirurg hat sich

Herr Wenisch bereits sehr ausführlich mit

dem Lebenswerk unseres Namensgebers

auseinander gesetzt. Einen kleinen

Vorgeschmack gibt Ihnen bereits der Leitartikel

dieser mittendrin.

Dieses Buch sowie die Kooperation mit

der Universitätsklinik Tartu tragen zur

Identifikation und stetigen Auseinandersetzung

des Klinikums und des gesamten

Gesundheitsparks mit seinem Namensgeber

Ernst von Bergmann bei.

Ein sehr turbulentes und arbeitsreiches

erstes Quartal 2012 liegt bereits hinter

uns. Im Januar sind das Klinikum und die

Poliklinik erfolgreich rezertifiziert worden.

Dabei haben wir unsere selbst gesteckten

Ziele nicht nur erreicht, sondern noch

übertroffen. Das war eine enorme Leistung

aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ebenfalls ist aus der Schule für

Gesundheitsberufe die Gesundheitsakademie

Ernst von Bergmann geworden.

Mit dieser notwendigen Entwicklung stellen

wir uns den Anforderungen an die Berufliche

Ausbildung und die Fort- und Weiterbildung

sowie dem Studium im Gesundheitswesen.

Erklärtes Ziel ist der

Aufbau einer Pflegehochschule.

Strukturell haben sich im Klinikum Ernst

von Bergmann durch die Einführung der

Kaufmännischen Zentrumsleitungen einige

Veränderungen ergeben. Ziel dieser

neu geschaffenen Position innerhalb der

Zentren ist die Professionalisierung im

Hinblick auf die wirtschaftlichen Belange.

Wir freuen uns sehr, hier engagierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter gewonnen

zu haben. So besteht jede Zentrumsleitung

– analog zur Klinikumsleitung – aus

jeweils einem medizinischen, pflegerischen

und kaufmännischen Experten.

Ihr

Steffen Grebner

Geschäftsführer


Inhalt

3

In Bewegung

175 Jahre Ernst von Bergmann 4

Zurück zu den Wurzeln 7

Universitätsklinik Tartu 7

Veranstaltungen zu Ehren von Bergmann 8

Buchvorstellung: 100 von 1000 Jahren 9

Tausche OP gegen Schwimmhalle 10

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, dass nach der KTQ ® Sonderausgabe der

mittendrin im Januar 2012 wieder eine reguläre Ausgabe der

Mitarbeiterzeitung erschienen ist. Wir alle haben lange drauf

gewartet. Besonders spannend ist das Titelthema „Ernst von

Bergmann“. Das Redaktionsteam fand es an der Zeit, den Namensgeber

unseres Gesundheitsparks einmal näher unter

die Lupe zu nehmen.

Und genau das hat Prof. Dr. Wenisch in seinem kurzweiligen

Artikel über das Leben und Wirken von Ernst von Bergmann

getan. Mit dem Ergebnis, dass dem Leser unser Namensgeber

nun viel lebendiger erscheint. Tauchen Sie ein in das bewegte

Leben eines großen deutschen Chirurgen.

Weniger historisch, aber sehr eng mit der Entwicklung des

Klinikums Ernst von Bergmann verknüpft, war der Chefarzt

und langjährige Ärztliche Direktor Prof. Dr. Hans Röding. Herr

Röding war seinerzeit nicht nur leidenschaftlicher Chirurg,

sondern auch Schriftsteller. Seine niedergeschriebenen Erinnerungen

und Recherchen über die Chirurgie, gesellschaftliche

Entwicklungen und das Klinikum in Potsdam sind im Dezember

durch Prof. Wenisch und Prof. Marusch als Buch

herausgegeben worden. Dieses Buch mit dem Titel „100 von

1000 Jahren“ möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Lesen

Sie die Buchvorstellung auf Seite 9.

Doch heraus aus der Vergangenheit: Natürlich finden Sie viele

aktuelle Themen und Neuigkeiten über das Klinikum, seine

Tochtergesellschaften und Partner in dieser mittendrin.

Beachten Sie auch die letzte Seite: Wir freuen uns auf den

Tag der offenen Tür, der in diesem Jahr endlich wieder stattfindet.

Unter dem Motto „Gesundheitspark – erleben 2012“

wird dieser zusammen mit den Partnern des Gesundheitsparks

als großes Frühlingsevent organisiert. Vielen Dank an

die vielen Helfer an dieser Stelle schon im Voraus. Wünschen

wir uns gutes Wetter und viele Besucher.

Viel Spaß beim Schmökern der 12. Ausgabe der mittendrin

wünscht

Damaris Hunsmann

Wer sind eigentlich ...

… die Partner auf unserem Gesundheitscampus?

Die BKK•VBU 11

Medizin & Pflege

Gesundheitsakademie Ernst von Bergmann

• Das neue Gesicht der Schule 12

• Übergabe des Staffelstabs 12

• Zertifizierung 13

1 Jahr CNE im Klinikum 13

Musik auf die Ohren im OP 14

Ah, ha, ha, ha stayin' alive... 14

Aktion "Saubere Hände" 14

Das Intensivtagebuch 15

Die neue Heimat des Präventions- und

Schlafzentrums 15

Kurz notiert

Brillen für Afrika 16

Ausbau der Serviceleistungen

für Patienten und Besucher 16

Unser Umwelttipp – Altpapier sammeln lohnt sich 16

Persönlich

Dr. Oppert ist neuer Chef Zentrale Notaufnahme 17

Neues aus den Zentren –

Kaufmännische Zentrumsleitungen 17

Wechsel der Küchenmeister 17

Dr. Schmidt geht in den Ruhestand 17

Verstärkung der Ärztlichen Direktion 18

Prof. Marusch ist neuer Chefarzt 18

Jubilare 18

Oliver Schäfer leitet Patientenmanagement

und -koordination 19


4 In Bewegung

© ART-DOMINO ® / SABINE WELZ

175 Jahre Ernst von Bergmann

16.12.1836 - 25.03.1907

Am 16.12.2011 wäre Ernst von

Bergmann 175 Jahre alt geworden.

Aus diesem ehrwürdigen Anlass haben

wir uns entschieden, diese Ausgabe

der mittendrin unserem Namensgeber

zu widmen und ihn näher

vorzustellen.

Tauchen Sie mit uns ein in das Leben von

Ernst von Bergmann, welches Herr Prof.

Dr. Wenisch detailliert recherchiert und in

einem kurzweiligen Artikel für die mittendrin

aufgearbeitet hat.

Ernst Gustav Benjamin von Bergmann

... so sein vollständiger Name, entstammt

einer baltendeutschen Pastorenfamilie

und wurde am 16.12.1836 als Sohn des

Pastors von Rujen Richard von Bergmann

(1805-1878) und seiner Gattin Berta

in Riga geboren. Großvater Dr. Benjamin

von Bergmann (1772-1856) wirkte

ebenfalls als Pastor in Rujen. Die Urgroßväter

waren Brüder und ebenfalls Pastoren,

Gustav von Bergmann (1749-1814)

in Salisburg und Rujen, Dr. Liborius von

Bergmann (1755-1823) Oberpastor in

Riga.

Ernst von Bergmann wuchs überwiegend

in Rujen auf und besuchte als weiterführende

Schule die Anstalt in Birkenruh.

1854 endete die schulische Karriere abrupt

vor dem Abitur nach unerlaubtem

Besuch einer Tanzveranstaltung. Zur Zulassung

zum Universitätsstudium unterzog

sich von Bergmann einem Rezeptionsexamen

vor einem Komitee der

Universität Dorpat und wurde als Student

zugelassen. Wegen seiner Sprachbegabung

strebte Ernst von Bergmann das

Studium der Philologie an, aber alle Studienplätze

waren bereits vergeben. Freie

Studienplätze waren nur noch in den Fächern

Theologie und Medizin vorhanden

und von Bergmann wählte den Studiengang

Medizin.

Obwohl er das Studium interessant fand,

entwickelte sich sein Interesse für die

Chirurgie erst spät. Noch vor dem Philosophicum

(Vorphysikum) schrieb er seiner

Mutter Berta 1856: „Die Masse von

Instrumenten, ihre Erfinder, ihre Verbesserer,

ihre Konstruktion zu memorieren,

ist ebenso langweilig wie schwierig.“ Von

Bergmann war im Laufe seines Studiums

zunächst sehr beeindruckt von dem Professor

für Pharmakologie Rudolf Richard

Buchheim (1820-1879), der ihn auch zur

Promotion führte. Die in lateinischer Sprache

verfasste Dissertation mit dem Titel

„De balsami copaivae cubequarumque in

urinam transitu“ beschäftigt sich mit dem

Nachweis der Wirkstoffe zweier Heilpflanzen,

des Copaivabalsams und der Kubebe,

im Urin und wurde 1860 vor der Fakultät

verteidigt.

Von Bergmann interessierte sich für viele

Facetten der Medizin. Der ordentliche

Professor für Chirurgie Georg Philipp von

Oettingen (1824-1916) verschaffte ihm

nach der Promotion eine Anstellung als

Assistenzarzt in der Chirurgischen Klinik

und schon 1862 schlug er ihm vor, nach

seiner Dissertation pro venia legendi

Privatdozent für Chirurgie zu werden. Von

Bergmann schrieb seinem Vater: „Alea

jacta est. ... Dein alter Wunsch, mein lieber

Papa, soll erfüllt werden: ich soll doch

noch in Dorpat Professor werden“ und in

Bezug auf die Wahl des Fachgebietes:

„Mit dem Entschluss, Chirurg zu werden,

lasse ich die anderen Disziplinen fallen;

sie werden mir hinfort nur noch dienen,

soweit sie Dienerinnen meiner Hauptwissenschaft

sind.“

1864 erfolgte dann die Habilitation mit der

Schrift „Zur Lehre von der Fettembolie“

und von Bergmann wurde zum Privatdozenten

ernannt.

Er erhielt ein Reisestipendium der Fakultät,

welches ihm zwischen Februar 1865

und Februar 1866 den Besuch der führenden

Einrichtungen und der führenden

Chirurgen in Europa ermöglichte. Ziel seiner

Reisen waren Königsberg (Albrecht

Wagner), Breslau (Albrecht T. Middeldorpff),

Wien (Johann von Dumreicher,

Franz Schuh, Franz von Pitha, Carl von

Rokitansky), München (Johann von

Nussbaum), Heidelberg (Carl Otto Weber),

Leipzig (Gustav B. Günther) und

Berlin (Bernhard v. Langenbeck).

Nach der Rückkehr nach Dorpat begann

der preußisch-österreichische Krieg

(auch Deutscher Krieg, 1866) und von

Bergmann ersuchte die Fakultät, ihn als

Kriegschirurg teilnehmen zu lassen. Alle

bekannten Chirurgen der damaligen Zeit

hatten Erfahrungen in der Kriegschirurgie

und der junge Privatdozent war sich im

Klaren darüber, dass er ebenfalls eine Expertise

in diesem Sektor erwerben müsse.

Die Abreise erfolgte nach der Schlacht

von Königgrätz (3.7.1866), und von Bergmann

traf auf Albrecht Wagner (1827-

1871), der neben seiner Tätigkeit als ordentlicher

Professor für Chirurgie in

Königsberg Generalarzt und Konsultierender

Chirurg des I. Corps der Preußischen

Armee war, und begleitete ihn auf

einer zweimonatigen Inspektionsreise

durch die Preußischen Lazarette.

Von Bergmanns breit gefächertes klinisches

Interesse führte zu Publikationen

zu sehr unterschiedlichen Themen: „Ein

Gallertkrebs“ (1862), „Ein Beitrag zur Naturgeschichte

der progressiven Muskeldystrophie“

(1865), „Zwei Resectionen im

Hüftgelenk mit tödtlichem Ausgange“

(1865), „Ein Mittel zur Einschränkung der

Syphilis in Dorpat“ (1867), „Ueber das

durch Fäulnis und Entzündungsproducte

erzeugte Fieber“ (1868). Neben klinischen

Themen beschäftigte er sich mit

experimentellen Studien: „Das putride

Gift und die putride Intoxication“ (1868).

In dieser Zeit entwickelte von Bergmann

enge fachliche und persönliche Kontakte

zu Georg Franz Blasius Adelmann

(1811-1888), ordentlicher Professor für

Chirurgie an der Universität Dorpat und

heiratete am 16.03.1864 dessen Tochter

Hildegard. Die Ehe verlief tragisch. Nach

der Geburt einer Tochter verstarb Hildegard

von Bergmann 1868 im Alter von nur

22 Jahren an den Folgen eines Mitralklappenfehlers.

Die 1867 geborene


In Bewegung

5

Tochter Edith erlag im Alter von 4 Jahren

einer Lungenentzündung nach Maserninfektion,

nachdem sie schon 2 Jahre

lang unter einer chronischen Wirbelsäulenentzündung

zu leiden hatte.

Im deutsch-französischen Krieg (1870-

71) übernahm von Bergmann als Militärchirurg

die Leitung des Reservelazarettes

Seilerbahn im Hof des Mannheimer

Schlosses zunächst unter Richard von

Volkmann, später unter Theodor Billroth.

Hier lernte er Pauline von Porbeck (1842-

1917) kennen, die wie viele junge Damen

>> Mit dem Entschluss, Chirurg zu werden,

lasse ich die anderen Disziplinen

fallen; sie werden mir hinfort nur noch

dienen, soweit sie Dienerinnen meiner

Hauptwissenschaft sind.


6 In Bewegung

von Bergmann. Da die Sterblichkeitsrate

bei 80-90% lag, verwundert es nicht, dass

auf Betreiben des Reichskanzlers Otto

von Bismarck und der Kronprinzessin Victoria

eine Zweitmeinung eingeholt werden

sollte, zumal von Bergmann nicht als

Spezialist für Kehlkopferkrankungen galt.

Die Wahl fiel auf den Engländer Sir Morell

Mackenzie (1837-1892), der im angloamerikanischen

Sprachraum als Begründer

der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde als

eigene Disziplin anerkannt war. Dieser

führte am 21. Mai eine Biopsie durch und

der Pathologe Rudolf Virchow (1821-

1902) diagnostizierte eine „Pachydermie“,

also einen gutartigen Befund. Die

Beschreibung der Behandlung durch

Mackenzie fand Eingang in den Scientific

American, wo man dem Arzt und dem

Deutschen Volk viel Erfolg wünschte.

Die Veränderung entwickelte sich jedoch

immer wieder und wurde mehrfach nachbiopsiert,

bis schließlich das Vorliegen einer

bösartigen Geschwulst klinisch zweifelsfrei

war. Es entspann sich eine sehr

unfreundliche Diskussion auf dem Boulevard.

Mackenzie wurde vorgeworfen, das

falsche Stimmband biopsiert zu haben

und Virchow wurde unterstellt, aus politischen

Gründen bewusst eine Fehldiagnose

gestellt zu haben. Auch von Bergmann,

der eigentlich von Beginn an Recht

gehabt hatte, musste sich gegen sehr

bösartige Unterstellungen wehren.

Der Zustand des Kronprinzen verschlechterte

sich kontinuierlich und er begab

sich mit einem ganzen Tross behandelnder

Ärzte, darunter auch Morell

GLOSSAR

Venia legendi

lat. „Erlaubnis zu lesen“, d. h. zu lehren

Mitralklappenfehlers

Fehlfunktion von einer der vier Herzklappen

Lymphangitis

Entzündung der Lymphbahnen

Erysipels

Infektion der oberen Hautschichten

durch Bakterien

Pleuritis

Brustfellentzündung

Endo- / Myocarditis

Entzündung sowohl der innersten

Herzwandschicht (Endokarditis) als

auch des Herzmuskels (Myokarditis)

Tracheotomie

Luftröhrenschnitt

Appendectomie

Blinddarm-Operation

Appendicitis

Blinddarm-Entzündung

Mackenzie, nach Cannes. Von Bergmann

stellte seinen Assistenten Gustav von

Brahmann (1854-1913, später Ordinarius

in Halle) zur Begleitung ab. Anfang Februar

1888 häuften sich beim Kronprinzen

Erstickungsanfälle und von Bergmanns

Erscheinen war gewünscht. Noch auf der

Reise nach Cannes versuchte von Brahmann

ihn telegraphisch zu erreichen und

entschloss sich schließlich – ohne Unterstützung

durch die anderen anwesenden

Ärzte – zur notfallmäßigen Tracheotomie,

die trotz abenteuerlicher Bedingungen

auch gelang. Nach von Bergmanns

Eintreffen entspann sich ein Wettbewerb

um die Richtigkeit der Behandlung, die

erst mit der Rückreise des am 09.03.1888

zum Nachfolger Wilhelms I. ernannten

Kronprinzen als Kaiser Friedrich III. nach

Potsdam endete. Nach kurzer und krankheitsbedingt

eingeschränkter Regierungszeit

verstarb Friedrich III. am

15.06.1888 im Neuen Palais und wurde in

der Friedenskirche in Potsdam bestattet.

Der Diskurs mit Mackenzie beschäftigte

von Bergmann sehr lange, und noch

1900, als ihm in London die Honorary Fellowship

des Royal College of Surgeons

im Beisein von Sir Joseph Lister (1827-

1912) in London verliehen wurde, schrieb

er: „Die englische gelehrte Welt wollte mir

eine Art Satisfaktion für die Angriffe geben,

die man in der Mackenzie-Zeit gegen

mich gerichtet hatte.“

Das wissenschaftliche Werk von Ernst

von Bergmann ist äußerst umfangreich.

Zusammen mit Paul von Bruns (1846-

1916, Tübingen) und Johann von Miculicz-

Radecki (1850-1905) gab er das Handbuch

der Praktischen Chirurgie in 6

Bänden heraus. Der erste Band 1889 enthält

die von ihm verfasste chirurgische

Behandlung von Hirnkrankheiten, so

dass von Bergmann heute auch als Begründer

der Neurochirurgie gilt. Das

Handbuch galt weltweit als Standardwerk

und wurde auch ins Englische übersetzt

und 1904 in den USA publiziert.

Von Bergmann entschied sich, den

Wohnsitz der Familie nach Potsdam zu

verlegen. 1890 erfolgte die Grundsteinlegung

für eine Villa am Tiefen See in der

Berliner Vorstadt, die heute noch existiert.

Auch an seinem Wohnort blieb von Bergmann

nicht untätig. Am 02.02.1899

führte er die erste Appendectomie als

Gastarzt im damaligen Städtischen Krankenhaus

durch. Mit der Witwe eines seiner

Patienten, Clara Hoffbauer (1830-

1909), gründete er am 25.10.1901 die

nach ihr benannte Stiftung auf Hermannswerder

als Erziehungsanstalt für

verwaiste evangelische Mädchen gebildeter

Stände, Krankenhaus und Diakonissenmutterhaus.

1903 verfasste er die

„Instruktionen für den Leitenden Arzt der

Hoffbauer-Stiftung Hermannswerder“ und

war an der Berufung beteiligt. Bis zu seinem

Tode behielt er den Vorsitz des Kuratoriums.

Anfang des Jahres 1907 fühlte sich von

Bergmann unwohl und erwog, den Lehrstuhl

an der Charité aufzugeben. Er begab

sich zur Kur nach Wiesbaden; sein

Zustand verschlechterte sich. Nach einer

Notoperation mit Anlage einer Darmfistel

verstarb von Bergmann am 25.03.1907

laut Obduktionsbericht an „Bauchfellentzündung,

Pancreasnekrose und Dickdarmstenose“.

Das Ableben von Bergmanns

wurde international wahrgenommen.

In zahlreichen Fachzeitschriften erschienen

Nachrufe, in der New York Times

vom 26.03.1907 wurde allerdings

fälschlicherweise als Todesursache eine

Appendicitis angegeben.

Nach Rücktransport des Leichnams nach

Berlin wurde dieser zunächst mit einem

Fackelzug zum Hauptgebäude der Friedrich-Wilhelms-Universität

gebracht. Danach

erfolgte die Aufbahrung des Sarges

am damaligen Sitz der Deutschen Gesellschaft

für Chirurgie, dem alten Langenbeck-Haus

in der Ziegelstrasse. Die Bestattung

erfolgte auf dem Alten Friedhof in

Babelsberg, die Grabstätte ist noch immer

erhalten.

Bis heute existieren zahlreiche Gedenkstätten,

darunter das Geburtshaus in Riga

und ein Denkmal im heutigen Tartu.

Seit 1962 trägt die höchste Auszeichnung

der Bundesärztekammer für Verdienste

um die Ärztliche Fortbildung den Namen

Ernst von Bergmanns. Die Akademie des

Sanitäts- und Gesundheitswesens der

Bundeswehr hat ihren Sitz in der Ernst

von Bergmann-Kaserne in München. Das

Klinikum der Landeshauptstadt Potsdam,

Sitz des letzten Wohnortes von Ernst von

Bergmann, ist stolz, seinen Namen führen

zu dürfen.

hw

Literatur

Buchholtz, A.: Ernst von Bergmann.

F.C.W. Vogel, Leipzig (1911)


In Bewegung

7

Ehemalige Uni-Bibliothek Tartu

Ehemalige Chirurgische Klinik

Zurück zu den Wurzeln

Besuch der Wirkungsstätte Ernst von Bergmanns in Tartu

Im Oktober 2011 ist eine 4köpfige

Delegation des Klinikums Ernst von

Bergmann nach Tartu – ehemals Dorpat

– in Estland gefahren, um Kooperationsgespräche

mit dem dortigen

Universitätsklinikum aufzunehmen.

Prof. Dr. Hubertus Wenisch, Priv.-Doz. Dr.

Dirk Pappert, Steffen Grebner und Damaris

Hunsmann haben in diesen zwei Tagen

viel über die wissenschaftlichen Wurzeln

Ernst von Bergmanns erfahren und

einen Grundstein für Kooperationen mit

der wissenschaftlichen Wirkungsstätte

unseres Namensgebers gelegt.

Tag 1

Am ersten Tag trafen wir uns zu einem ersten

Kennenlernen und dem Austausch

über mögliche Kooperationen mit dem

Dekan der Medizinischen Fakultät der

Universität Tartu, Prof. Dr. Joel Starkopf

und dem Geschäftsführer des Universitätsklinikums

Tartu, Dr. Urmas Siigur. Dieses

Treffen fand im Biomedicum statt,

dem Lehr- und Forschungsgebäude der

Medizinischen Fakultät der Universität

Tartu. Im Anschluss waren wir als Gasthörer

der ersten Vortragsreihe im Rahmen

des Wissenschaftlichen Symposiums

geladen, welches in englischer

Sprache stattfand. Nach dem Mittag hatten

wir die Gelegenheit zu einer Führung

durch das Old Anatomical Theater (erbaut

1806), welches heute als Museum dient.

Hier erhielten wir u.a. Einsicht in Originaldokumente

von Ernst von Bergmann wie

seine Dissertation in lateinischer Sprache

und seine Habilitationsschrift. Die deutschsprachige

Führung durch das Museum

gab Maie Toomsalu. Sie ist Projektverantwortliche

für die Medizinische Kollektion

der Universität Tartu.

Tag 2

Der zweite Tag startete mit einem Rundgang

durch das Universitätsklinikum Tartu.

Wir besichtigten den OP-Takt, die

Notaufnahme, die Intensivstationen, die

Chirurgische Klinik, das Audimax und die

Radiologie. Im Anschluss stand die Weiterführung

und Vertiefung der Kooperationsgespräche

über eine Ernst von Bergmann

Summer School und ein Facharzt-Austauschprogramm

an. Diese wurden geführt

mit dem Dekan der Medizinischen

Fakultät der Universität Tartu, Prof. Joel

Starkopf, dem Geschäftsführer des Universitätsklinikums

Tartu, Dr. Urmas Siigur

Das Universitätsklinikum Tartu

Im Mai 1804 wurde das Universitätsklinikum

Tartu (Clinicum Universitatis

Dorpatensis) durch den

Mediziner Daniel Georg Balk gegründet.

Heute ist das Universitätsklinikum Tartu

das größte Klinikum in Estland. Es

werden alle medizinischen Fachrichtungen,

die es in Estland gibt, im Klinikum

Tartu angeboten.

Einige Fachdisziplinen wie die Nieren,

Leber und Knochenmarkstransplantation

sowie die Herzchirurgie bei angeboren

Herzerkrankungen werden in

ganz Estland nur im Uniklinikum Tartu

spezialisiert durchgeführt.

3.475 Menschen arbeiten im Uniklinikum:

593 davon sind Ärzte, 1.140 Pfle-

und dem Ärztlicher Leiter der Chirurgie,

Prof. Ants Peetsalu.

Nach der Mittagspause hatten wir Zeit,

die ehemalige Wirkungsstätte Ernst von

Bergmanns, die Chirurgische Klinik zu erkunden.

Diese ist nach seinen Vorgaben

gebaut worden (siehe Artikel Geschichte

von Ernst von Bergmann). Außerdem besuchten

wir das Ernst von Bergmann-

Denkmal, welches im Toomämegi Park

steht.

Zum Abschluss unseres Aufenthalts nahmen

wir an dem Festakt zur Amtseinführung

des Dekans der Medizinischen Fakultät

sowie der Ehrung verdienter

Medizinstudenten teil. Diese Veranstaltung

fand im University of Tartu History

Museum, dem historischen Museum der

Universität Tartu statt, welches zu Ernst

von Bergmanns Zeiten die Universitätsbibliothek

beheimatete.

dh

gekräfte, 917 Pflegehelfer und 825 medizinisch-technische

und technische

Mitarbeiter. Insgesamt werden pro

Jahr ca. 420.000 ambulante Patienten

behandelt, 13% von diesen in der Zentralen

Notaufnahme. Stationär werden

44.000 Patienten versorgt. 16% aller

behandelten Patienten sind Kinder.

Weitere Infos in englischer Sprache

finden Sie unter

www.kliinikum.ee/eng/


8 In Bewegung

70. Geburtstag

Ernst von Bergmann am 16.12.1906

„Das ist allerdings nicht mein Verdienst,

wie man den heute an mich gerichteten

Reden vielleicht entnehmen

könnte. Ich bin kein himmelsstürmender

Pfadfinder, kein unerschöpflicher

Erfinder gewesen – in die Reihen eines

Lister und Billroth habe ich mich nicht

gestellt.

Wenn ich etwas geleistet habe, so lag es

in der kritischen Reproduktion und in der

Liebe zu meiner Kunst, der eines Chirurgen

und Arztes. Diese Kunst habe

ich geliebt und verehrt, mit jedem

Jahrzehnt meines Lebens

mehr. Ich liebe sie desto aufrichtiger

und inniger, je weniger ich

meine eigene Arbeit und Leistung

anschlage. Wenn es wahr ist, dass

der Glaube an sich selbst die treibende

Kraft ist, die alles Große und Gute

schafft, so hätte ich nichts schaffen können,

denn mir ist vor dieser Gottähnlichkeit

stets bange gewesen. Ich gehörte

nicht zu denen, die schieben, wohl aber

habe ich gern und dankbaren Herzens

mich schieben lassen.

>> Wenn ich etwas geleistet habe, so

lag es in der kritischen Reproduktion

und in der Liebe zu meiner Kunst, der

eines Chirurgen und Arztes. > Die Freude über die Verleihung des Namens „Ernst von Bergmann

müssen wir nun in unserer Arbeit, wo immer sie auch in diesem

Hause zu leisten ist, mit den Ansprüchen verbinden, für die er

nunmehr auch uns unausweichliche und harte Prämissen gesetzt

hat.


In Bewegung

9

Buchvorstellung: 100 von 1000 Jahren

Ein Chefarzt als Schriftsteller

Nach der historischen Auseinandersetzung

mit unserem Namensgeber

Ernst von Bergmann möchten wir

an dieser Stelle ein Buch des ehemaligen

Chefarztes Prof. Dr. Röding vorstellen:

„100 von 1000 Jahren“ ist im

Dezember 2011 erschienen, herausgegeben

durch Prof. Dr. Wenisch und

Prof. Dr. Marusch.

Dieses seltene Zeitzeugnis eines ostdeutschen

Chirurgen ist verbunden mit

der Historie unseres Klinikums. Gerne

möchten wir Ihnen das Buch näher bringen,

in dem wir aus dem Geleitwort und

dem Nachwort zitieren. In unserer Klinikbibliothek

stehen 4 Bücher zur Ausleihe

bereit. Vielleicht packt auch Sie das Lesefieber

– dann greifen Sie zu. Es ist ein

lesenswertes Werk.

INFORMATION

100 VON 1000 JAHREN

Autor

Hans Röding, Potsdam 1998

Herausgeber

Frank Marusch und

Hubertus J.C. Wenisch

Erschienen im Kaden Verlag 2011

ISBN 978-3-942825-07-8

Aus dem Geleitwort von Dr. Manfred

Stolpe, ehemaliger Ministerpräsident

des Landes Brandenburg:

Hans Röding (1930-1998), langjähriger

Ärztlicher Direktor des Klinikums Ernst

von Bergmann Potsdam und Chefarzt der

Chirurgischen Klinik, hat uns ein Vermächtnis

hinterlassen. Nach 26 Jahren

hoch anerkannter Arbeit als leitender

Chirurg hat er anhand der Operationsbücher

100 Jahre chirurgischer Arbeit mit

über 135 000 Operationen an seinem

Krankenhaus ausgewertet.

Röding erläutert Fachbegriffe und schafft

so ein Handbuch über die Entwicklung

der Chirurgie für Fachleute und interessierte

Laien. Vor allem aber bleibt bei dem

Leser die Dankbarkeit für ein Jahrhundert

Dienst am Menschen mit „Mut, Leistung

und Versuch“. Daran wird sich auch bei

immer präziseren Untersuchungen und

immer besserer unterstützender Technik

nichts ändern. Mein Respekt vor den

„Helden in Weiß“ an den Operationstischen

ist nach dieser Lektüre gewachsen.

(…)

So entschloss er sich, nicht nur ein Buch

über 100 Jahre Chirurgie in Potsdam,

sondern auch über 100 Jahre gesellschaftspolitischer

Entwicklung zu schreiben.

Chefarzt Röding erarbeitete aus

dem Material über ein Jahrhundert chirurgischer

Fälle in Potsdam mit dem diagnostischen

Blick des Arztes sehr präzise,

sehr konkret und absolut lebensnah ein

zeitgeschichtliches Kompendium. Mit der

genauen Beobachtungsgabe des guten

Operateurs, der den Menschen näher

kommt als jeder andere, lesen wir in seinem

Handbuch Chirurgie zusätzlich eine

Beschreibung der sozialen Lage und gesellschaftlichen

Probleme in der Kaiserzeit,

in zwei Weltkriegen, in zwei Diktaturen,

den Niedergang der DDR sowie die

Probleme der Wiedervereinigung. (…)

Der Chirurg Röding diagnostiziert die

Wiedervereinigung. Er beobachtet, wie

bei der Bevölkerung anfängliche Euphorie

auch in Resignation umschlug. Er hinterfragt

den Begriff Wiedervereinigung,

weil er die Akzeptanz gleichberechtigter

Ausgangspositionen vermisst. Distanziert

berichtet der Ärztliche Direktor Röding

über Sondergesetze zur Überprüfung

leitender Mitarbeiter, insbesondere

zu Tätigkeiten für das Ministerium für

Staatssicherheit. (…)

Dieses Buch ist eine kompakte Chirurgieund

Zeitgeschichte des 20. Jahrhundert

in Potsdam mit der durchgehenden Erinnerung,

dass bei allen Umbrüchen, Nöten

und Herausforderungen die Menschen

das Wichtigste bleiben.

Aus dem Nachwort von Prof. Dr. Hubertus

Wenisch, Ärztlicher Direktor

des Klinikums Ernst von Bergmann:

Die von Prof. Dr. med. Hans Röding verfassten

und 1998 als Rohmanuskript beendeten

Erinnerungen zeichnen die

Entwicklung der klinischen Medizin, insbesondere

der Chirurgie, des 20. Jahrhunderts

in Potsdam nach. Es ist ein sehr

subjektiver Bericht, der insbesondere

auch die sich mehrfach ändernde politische

Rahmenlage berücksichtigt und die

persönliche Wertung des Autors beinhaltet.

Neben der akribischen Aufzeichnung

der Entwicklung des Städtischen Krankenhauses

über das Bezirkskrankenhaus

zum Klinikum Ernst von Bergmann der

Landeshauptstadt Potsdam findet die

Darstellung der medizinischen Entwicklung,

vor allem der Chirurgie und ihrer

Nachbardisziplinen, breiten Raum.

Ein bleibender Verdienst von Prof. Röding

ist die Benennung des heutigen Klinikums

nach dem berühmten Chirurgen,

die 1992 in Absprache mit der Familie erfolgte.

(…)

Aus den Aufzeichnungen von Hans Röding

geht hervor, dass es immer sein Anspruch

war, die Medizin und insbesondere

sein eigenes Fachgebiet in der von

ihm geleiteten Institution auf höchstem

Niveau zu gestalten und weiter zu entwickeln.

Insbesondere die Bedeutung der

Endoskopie für die Visceralmedizin war

ihm bewusst und wurde gefördert. Sehr

früh fanden minimal-invasive Operationsverfahren

Eingang in die klinische Praxis.

Neben seiner verantwortungsvollen klinischen

Tätigkeit beschäftigte sich Hans

Röding mit den neuesten wissenschaftlichen

Erkenntnissen, die unter seiner Leitung

implementiert wurden. Die ärztliche

Fortbildung war ein Hauptanliegen und

die Förderung seiner Mitarbeiter führte

dazu, dass bei seinem Ausscheiden aus

dem klinischen Alltag ein Stab hoch qualifizierter

und wissbegieriger Ärzte vorhanden

war. (…)

Die niedergeschriebenen Erinnerungen

stellen die Entwicklung der Chirurgie im

Kontext großer gesellschaftlicher und politischer

Veränderungen dar. Es wird jedoch

erkennbar, dass die auf das Individuum

zentrierte empathische Fürsorge

für die praktisch tätigen Ärzte immer Vorrang

vor politischen oder gesellschaftlichen

Vorgaben hatte.

fm


10 In Bewegung

Tausche OP gegen Schwimmhalle

Oberarzt als Mannschaftsarzt der Nationalmannschaft

Dr. Lars-Peter Götz, Leitender Oberarzt

der Klinik für Unfallchirurgie, Wiederherstellungschirurgie

und Orthopädie

des Klinikums, begleitete als

Teamarzt die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft

zur Europameisterschaft

in Eindhoven vom 15.01. bis

29.01.2012. Für „mittendrin“ schrieb er

einen ganz persönlichen Bericht über

seine Erfahrungen und Eindrücke.

„Für mich war es Freude und Ehre zugleich,

als mich Anfang Dezember 2011

die Wasserball-Legende und Bundestrainer

Hagen Stamm überraschend anrief.

Er fragte mich, ob ich zukünftig als Mannschaftsarzt

das Wasserballteam Deutschland

betreuen und mit zur Europameisterschaft

kommen wolle. Seit 15 Jahren

betreue ich sportmedizinisch die Wasserballer

des OSC Potsdam und habe den

Aufstieg in die erste Bundesliga und aktuell

in deren Spitze begleitet. Dabei ist natürlich

die Tätigkeit im Klinikum Ernst von

Bergmann ideal, da ich die diagnostischen

und therapeutischen Möglichkeiten

aller Fachrichtungen eines modernen

Großklinikums nutzen kann.

Für mich als wasserballverrückten ehemaligen

Leistungssportler und passionierten

Sportmediziner war die Antwort

auf die Frage des Bundestrainers klar.

Aber zur Realisierung benötigte ich die

Unterstützung meiner Kollegen, meines

Abteilungsleiters, der Geschäftsführung

und natürlich meiner Familie, die mir die

Teilnahme an der EM ermöglichten. Allen

Genannten danke ich hier ausdrücklich.

Nachdem ich beim Weltligaspiel gegen

Mazedonien das erste Mal auf der Bank

saß und die Turniervorbereitung mit der

Mannschaft absolvierte, ging es also Mitte

Januar los.

Abfahrt in die Niederlande

Der DSV hatte für die gesamte Turnierzeit

den Bus der Fußball-Nationalmannschaft

zur Verfügung gestellt bekommen. Ich

fragte Peter, unseren Busfahrer, wo sonst

Dr. Müller-Wohlfahrt sitzt und habe mich

auf seinen Platz gesetzt.

Die sportliche Herausforderung bei der

EM bestand darin, durch eine vordere

Platzierung die Voraussetzung zur Olympiaqualifikation

zu schaffen. Angesichts

der „Todesgruppe“, in welche die deutsche

Mannschaft gelost wurde (mit den

Vollprofis aus Serbien, Kroatien, Montenegro,

Spanien, Rumänien die aktuell

Weltbesten), ein scheinbar unlösbares

Unternehmen.

Nach der Naht wieder ins Wasser

Meine Aufgabe dabei war, die 13 nominierten

Spieler, für die es – anders als

beim Fußball – keine Ersatzspieler gibt

und die bei jedem Spiel ins Wasser müssen,

fit zu halten bzw. zu bekommen. Genau

dies war nicht leicht und zwischenzeitlich

kritisch, da bis zu fünf Spieler an

einer eitrigen Angina mit Fieber bis 39° erkrankten.

Bald war der Inhalt meines Medikamentenkoffers

aufgebraucht und wiederholt

musste ich in niederländischen

Apotheken nachladen. So konnte ich einen

kleinen Beitrag dazu leisten, dass die

harten Jungs sich durchgebissen, gekämpft

und zeitweise grandios gespielt

haben, unter anderem mit Siegen gegen

Europameister Kroatien und Ex-Vize-

Weltmeister Spanien.

Gerade während des hart geführten Matches

gegen Spanien hatte ich mit der Versorgung

von insgesamt vier Platzwunden

bei Center Sven Rößing und bei Rechtsaußen

Marko Stamm am meisten zu tun.

Beide sind übrigens sofort nach der Naht

wieder ins Wasser!

Allen Spielen gleich war die beeindruckende

Atmosphäre einer großen internationalen

Sportmeisterschaft. Das Hören

und Singen unserer Nationalhymne

im Kreise der Nationalmannschaft im mit

bis zu 3.000 Menschen gefüllten Pietervan-den-Hoogenband-Schwimmstadion

erzeugte bei mir jedes Mal eine Gänsehaut.

Nach der Niederlage gegen Weltmeister

Italien im Viertelfinale beendete die deutsche

Mannschaft das Turnier mit einem

Sieg gegen Griechenland. Damit belegte

sie einen hervorragenden 5. Platz, das

beste Ergebnis seit 17 Jahren.

Olympische Spiele in London

Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen

Mannschaften steht damit den

Wasserballern die Tür zu den Olympischen

Spielen in London offen. Um diese

zu durchschreiten, muss beim Olympiaqualifikationsturnier

im kanadischen Edmonton

Anfang April mindestens Platz

vier belegt werden. Für die Tätigkeit als

Teamarzt wird dann Ex-Weltklassewasserballer

Dr. Roland Freund seine Berliner

Orthopädische Praxis schließen und

das Team betreuen.

Zukunft in der Nationalmannschaft

Für mich war die Teilnahme an der Europameisterschaft

ein unvergessliches Ereignis.

Auch zukünftig werde ich als

Teamarzt bei der Nationalmannschaft

und natürlich bei meinem OSC tätig sein

und träume jetzt von Olympia.“ lg


Wer sind eigentlich

11

Wer sind eigentlich …

… die Partner auf unserem

Gesundheitscampus?

Nah bei den Versicherten: BKK•VBU

auf dem Campus des Gesundheitsparks

Ernst von Bergmann

Seit einem halben Jahr ist die BKK•VBU

mit einem ServiceCenter in der Hauptstadt

Brandenburgs vertreten. Direkt

auf ihrem Gesundheitscampus hat die

Krankenkasse ein ServiceCenter eröffnet.

Die Angebote der BKK•VBU kommen

nicht nur den Versicherten, sondern

allen Klinikbesuchern zu Gute.

Die BKK•VBU betreut bundesweit über

400.000 Versicherte, davon allein in Potsdam

und Umland über 20.000. Für sie bedeutet

das ServiceCenter Potsdam nun

kürzere Wege. Ob es um Fragen zu einer

geplanten Operation oder zur Bezuschussung

eines Gesundheitsförderungskurses

geht, ob ein Heil- und Kostenplan geprüft

oder ein Umzug gemeldet werden

muss – alle Angelegenheiten können

jetzt wohnortnah geklärt werden.

„Die Nähe zu den Kunden ist

uns sehr wichtig. Mein Team und

ich möchten auf die individuellen

Bedürfnisse der Versicherten eingehen,

um ihnen ein optimales

Versorgungsmanagement bieten

zu können“, erklärt Marcel Schulz,

Leiter des ServiceCenters. „Außerdem

wollen wir die BKK•VBU in Potsdam erlebbar

machen. Zum Beispiel, indem wir

an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen

oder Gesundheitstage zu verschiedenen

Themen anbieten“, so Marcel

Schulz weiter.

Im ersten halben Jahr seit Bestehen des

ServiceCenters wurden bereits zahlreiche

Veranstaltungen realisiert. So gab es

zur feierlichen Eröffnung am 01.06.2011

einen großen Aktionstag mit vielfältigen

Angeboten für Eltern und Kinder, ein

Spendenevent mit dem Freundes- und

Förderkreis sowie die Teilnahme am

Weihnachtsmarkt auf dem Vorplatz der

Poliklinik.

Weitere gemeinsame Veranstaltungen,

wie die erste große Gesundheitsmesse

des Klinikums im Mai dieses Jahres, sind

bereits in Planung. Für alle diejenigen von

Ihnen, die bisher noch nicht die Möglichkeit

hatten sich von dem hervorragenden

Service- und Leistungspaket der BKK•VBU

überzeugen zu können, bieten wir die

Möglichkeit in der Zeit von Februar bis

April direkt bei uns vor Ort kostenfreie

Lichtbilder für Ihre elektronische Gesundheitskarte

anfertigen zu lassen.

Die elektronische Gesundheitskarte (abgekürzt

eGK) soll in Zukunft die bisherige

Krankenversicherungskarte in Deutschland

ersetzen. Mit Hilfe der neuen elektronischen

Gesundheitskarte soll die Datenübermittlung

zwischen medizinischen

Leistungserbringern, Krankenkassen,

Apotheken und Patienten in Zukunft kostengünstiger

gestaltet und beschleunigt

werden. Um künftig Leistungsmissbrauch

im Gesundheitswesen entgegenzuwirken,

wird die elektronische Gesundheitskarte

u.a. ein aufgedrucktes Lichtbild der

versicherten Karteninhaber enthalten.

Die erforderlichen Lichtbilder können Sie

>> Die Nähe zu den Kunden ist uns

sehr wichtig. Mein Team und ich

möchten auf die individuellen Bedürfnisse

der Versicherten eingehen.


12 Medizin & Pflege

Gesundheitsakademie

Ernst von Bergmann

Das neue Gesicht der Schule für Gesundheitsberufe

Die Ausbildung in Gesundheitsund

Sozialberufen hat in Potsdam eine

lange Tradition: Es gab die Fachschule

für Gesundheits- und Sozialwesen

und die Ausbildung am damaligen Bezirkskrankenhaus

Potsdam.

Seit 1992 ist die Schule für Gesundheitsberufe

staatlich anerkannt und wird seit

dem durch das Klinikum Ernst von Bergmann

geführt. Mit insgesamt 420 Ausbildungsplätzen

ist die Schule in den Krankenhausplan

des Landes Brandenburg

aufgenommen und bildet für 10 Krankenhäuser

in Brandenburg aus. Ausgebildet

werden Gesundheits- und Krankenpfleger

(GKP), Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

(GKiP), Gesundheits- und Krankenpflegehelfer

(KPH), Medizinisch-Technische

Laboratoriumsassistenten (MTLA)

und Medizinisch-Technische Radiologieassistenten

(MTRA). Jährlich fördert das

Land die Schule mit einem festgelegten

Betrag je besetzten Ausbildungsplatz.

Akademie für

Gesundheitsberufe

am Klinikum

Ernst von Bergmann

MTA-Ausbildung

MTLA / MTRA

Schulleitung

Beate Rose

Tel. 47 21

stellv. Schulleitung

Maria Guse

Tel. 47 23

Berufliche Ausbildung

Pflege-Ausbildung

GKP / GKiP / KPH

Schulleitung

Robert Westphal

Tel. 47 05

stellv. Schulleitung

Ines Al-Radhi

Tel. 47 06

Pflegedirektor

Sebastian Dienst

Tel. 40 81

Akademieleitung

Dr. Christiane Jacob

Tel. 47 01

Durch die zunehmende Spezialisierung

von Tätigkeiten und die Konzentration auf

Kernaufgaben sowie den Wandel von

medizinischen und pflegerischen Berufsbildern

und -bedarfen ist auch eine

Weiterentwicklung der Bildungseinrichtungen

unabdingbar. Den ersten organisatorischen

Schritt in diese Richtung ist

mit dem Wandel hin zur Gesundheitsakademie

am Klinikum Ernst von Bergmann

vollzogen worden.

Das Organigramm zeigt die neue Struktur

der Gesundheitsakademie. Der Bereich

der „Beruflichen Ausbildung“ ist

quasi die „alte“ Schule für Gesundheitsberufe.

Im Aufbau befindet sich der Bereich

„Fortbildung | Weiterbildung | Studium“.

Hierunter fallen zukünftig Angebote

zur Weiterqualifizierung von Pflegekräften.

Auch soll künftig z.B. ein Duales Pflegestudium,

die Anästhesie- und Intensivweiterbildung

auf Bachelor-Niveau oder

ein Masterstudiengang „Pflegemanagement“

angeboten werden.

Angestoßen durch den organisatorischen

Wandel hin zur Gesundheitsakademie

hat sich eine Arbeitsgruppe aus dem Bereich

„Berufliche Ausbildung“ gebildet, die

einen neuen Internetauftritt der Akademie

erarbeitet. Diese Seite wird Ende April unter

der URL www.gesundheitsakademieevb.de

online sein.

cj

Fortbildung / Weiterbildung / Studium

Fort- und

Weiterbildung

Bereichsleitung

N.N.

Berufliches

Studium

Bereichsleitung

N.N.

Stand: Februar 2012

Übergabe des

Staffelstabs

Verabschiedung von

Sabine Mallißa – Start von

Dr. Christiane Jacob

Nach über 45 Jahren im Berufsleben

verabschiedete das Klinikum

Ernst von Bergmann die Schulleiterin

Sabine Mallißa am 19. Dezember 2011

in den wohlverdienten Ruhestand.

Seit 1978 engagierte sich Frau Mallißa

leidenschaftlich für die Ausbildung von

Gesundheits- und Krankenpflegern am

Klinikum in Potsdam.

Mit der staatlichen

Anerkennung

der Schule für

Gesundheitsberufe

am Klinikum Ernst

von Bergmann im

November 1993

wurde die Diplom-

Medizinpädagogin durch das Ministerium

für Arbeit, Soziales und Gesundheit als

Schulleiterin bestätigt und sie leitete die

Schule bis zu ihrem Ausscheiden in den

Ruhestand. Frau Mallißa hat die Ausbildung

von Gesundheitsberufen im Land

Brandenburg mit geprägt und viele Generationen

von jungen Pflegekräften gefordert

und gefördert.

Seit dem 1. Januar 2012 – mit dem Wandel

zur Gesundheitsakademie Ernst von

Bergmann – hat Dr. Christiane Jacob die

Leitung der Akademie übernommen. Die

gelernte Krankenschwester mit mehrjähriger

Intensiv-Erfahrung und Fachweiterbildung

zur OP-Schwester studierte von

1991 bis 1995 Medizin/Pflegepädagogik

an der Humboldt-Universität zu Berlin

(Charité) und legte

2002 die Promotion

zum Dr. rer. cur.

ab. Innerhalb eines

viel beachteten

Modellprojektes

erprobte Frau

Dr. Jacob im Auftrag

des Bundesministeriums

für Gesundheit von 2003-

2008 als Leiterin die Umsetzung einer

3-jährigen "Generalistischen Pflegeausbildung"

mit dem Ziel, die drei Ausbildungsberufe

Kinder-, Kranken- und Altenpflege

zu einem einheitlichen Pflegeberuf

zusammenzuführen.

Ergebnisse dieser Modellausbildung fanden

Eingang in die Vorbereitungen für ein

neues Pflegeberufegesetz, deren "Eckpunkte"

Anfang März 2012 veröffentlicht

wurden (http://www.bmg.bund.de/pflege/

pflegekraefte/eckpunktepflegeberufegesetz.html).


Medizin & Pflege

13

Als Lehrende war Frau Dr. Jacob an verschiedenen

Gesundheitsschulen in Berlin

sowie als Dozentin im bundesweit ersten

Studiengang „Bachelor of Nursing“

(an der EHB) sowie an der Charité tätig.

Im Jahr 2005 erwarb sie an der Universität

Potsdam den Master of Arts im Bereich

„Schulmanagement“.

Erklärtes Ziel der neuen Akademieleiterin

ist es, die berufliche Ausbildung in den

pflegerischen und medizinisch-technischen

Berufen modernen Erfordernissen

anzupassen (z.B. Modularisierung der

Ausbildung und Schaffung berufsbegleitender

Ausbildungsangebote), daneben

den Zweig der Fort- und Weiterbildung zu

stärken und perspektivisch auch Gesundheitsstudiengänge

auf dem EvB-Campus

zu implementieren.

dh

INFORMATION

DIN ISO

Zertifizierung der

Gesundheitsakademie

Die Gesundheitsakademie des Klinikums

Ernst von Bergmann wurde im

Dezember 2011 erstmalig nach DIN

ISO 29990 (Zertifizierung für Lerndienstleistungen

in der Aus- und Weiterbildung)

durch das Unternehmen

DQS GmbH zertifiziert.

In diesem Rahmen prüfte die DQS als

neutrales, externes Gutachterunternehmen

die Qualitätsansprüche, Abläufe

und Prozesse des Teams an eine

moderne Ausbildung.

Mit regelmäßigen internen Qualitätsmanagement-Audits

überprüft die

Gesundheitsakademie die Einhaltung

der selbstgesteckten Qualitätsziele

für die verschiedenen Bildungsgänge

und sichert durch kontinuierliche Weiterentwicklung

die Aktualität ihres modernen

Bildungsanspruches.

Allen Auszubildenden und Kooperationspartnern

bietet die Akademie die

Teilhabe an schulischen Entwicklungsprozessen

durch regelmäßige

Erfassung der Zufriedenheit mit den

erbrachten Lerndienstleistungen.

Eingebrachte Vorschläge von Auszubildenden,

Lehrenden sowie Kooperationspartnern

leisten einen wesentlichen

Beitrag zur stetigen Verbesserung

der breit gefächerten Lernangebote

in Theorie und Praxis.

1 Jahr CNE

im Klinikum Ernst

von Bergmann

Die Erfolgsgeschichte

geht weiter

CNE – Certified Nursing Education,

läuft bereits seit einem Jahr erfolgreich

im Klinikum Ernst von Bergmann.

Der Startschuss fiel im März

letzten Jahres – die letzte Ausgabe der

mittendrin stellte das Fortbilungsprogramm

vor.

Das Onlineportal von CNE steht jedem

Mitarbeiter im Internet als Basislizenz zur

Verfügung. Um CNE im Klinikum tiefer gehend

zu implementieren, sind 95 Premiumlizenzen

direkt an alle Führungskräfte

und Praxisanleiter ausgegeben worden.

Weitere 25 Premiumlizenzen wurden zusätzlich

ausgeschrieben. Die Mitarbeiter

aus der Pflege konnten sich hierauf bewerben.

Basislizenz oder Premiumlizenz

Alle weiteren Mitarbeiter erhalten die Premiumlizenz,

wenn sie binnen eines Jahres

36 CNE Punkte erwerben. Die Mitarbeiter

können auf Grundlage der

Basislizenz ihren Fortbildungsaufwand

mit CNE nachweisen, indem sie ihre ausgefüllten

Fragebögen in Papierform einreichen.

Diese werden dann von der

Personalabteilung geprüft und bei erfolgreicher

Bearbeitung dem „hausinternen

CNE-Punktekonto“ des Mitarbeiters zugeschrieben.

181 Mitarbeiter haben im Jahr 2011 an

CNE teilgenommen und 3.765 Fortbildungsstunden

nachgewiesen. Von den

anfänglich 95 Premiumlizenzen wurden

77 verlängert, da der Nachweis der 36

CNE Punkte erbracht worden sind. Insgesamt

haben 2011 104 Mitarbeiter über die

Basislizenz an CNE teilgenommen. Von

den 104 konnten 48 neue Premiumlizenzen

ausgegeben werden. Somit besitzen

aktuell 125 Mitarbeiter eine Premiumlizenz.

CNE Online Portal

Inhaltliche Erweiterung von CNE

Fachlich ist CNE im Jahr 2011 bereits

zweimal erweitert worden. Im April 2011

erfolgte der Zukauf von Fachpflege

Psychiatrie und im Juli 2011 von dem Modul

OP und Intensiv. Diese Investition ist

von den verantwortlichen Chefärzten mit

unterstützt worden. Um alle Fragen rund

um CNE zu klären, wurde in Zusammenarbeit

zwischen Pflegedirektion, Personalwesen

und dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung

zu CNE erarbeitet.

Prämierung für die stärkste Nutzung

Am 27. März 2011 überreichte Sebastian

Dienst einen Kino-Gutschein an Schwester

Andrea Goschnick, Gesundheitsund

Krankenpflegerin auf der ITS. Sie hat

seit Einführung von CNE die Fortbildungsmöglichkeit

von allen Anwendern

am intensivsten genutzt und 126 CNE

Fortbildungspunkte erreicht. Diese herausragende

Leistung wurde prämiert.

Auch wir sagen „Herzlichen Glückwunsch“!

Erfahrungen austauschen

Am 7. März 2012 fand in Bielefeld die 2.

Dialogveranstaltung “CNE im Austausch“

statt. Hier trafen sich Entscheider aus

CNE Kundenkliniken, um ihre Erfahrungen

mit dem Fortbildungsportal CNE auszutauschen.

Aus unserem Klinikum war

Sebastian Dienst, Pflegedirektor, als Referent

geladen, der in einem Best-Practice

Beispiel darstellte, wie CNE in unserem

Klinikum eingesetzt und genutzt wird.

sd


14 Medizin & Pflege

Ah, ha, ha, ha stayin´ alive...

Schulung Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Musik auf die

Ohren im OP

Als Patient einer OP will man

nicht hören, wie die Operationsgeräte

klappern und die Versorgungsgeräte

piepen. Ganz besonders nicht,

wenn man selbst derjenige ist, der

auf dem Operationstisch liegt.

Um Patienten mit einer Lokalanästhesie

die Angst und insbesondere die Geräusche

des OPs zu nehmen, bieten die

Anästhesisten „Musik auf die Ohren“.

Musik erleichtert vieles im Leben und

lenkt ab, warum nicht auch vom Aufenthalt

im OP?

Um den Patienten eine möglichst große

Auswahl an Musikrichtungen und Interpreten

bieten zu können, sammelt

das Team der Anästhesie dauerhaft

CDs. Ob Modern Talking, Blümchen

oder Rammstein – wenn Sie CDs haben,

die Sie nicht mehr hören, aber

auch nicht wegschmeißen wollen, dann

her damit. Im OP werden sie sinnvoll

eingesetzt!

Gerne können Sie die CDs per Hauspost

schicken oder direkt bei Schwester

Kerstin Hoffmann auf der BB4 abgeben.

Das Team der Anästhesie freut

sich über jede CD!

mu

Im Rahmen der Einführung eines

innerklinischen Notfallmanagements

sollen alle Mitarbeiter in den

grundlegenden lebenserhaltenden

Maßnahmen (BLS-Maßnahmen) entsprechend

der gültigen Leitlinien

der ERC (European Resuscitation

Council) geschult werden.

Das dafür durch das Klinikum angebotene

Schulungsprogramm „Lebensrettende

Sofortmaßnahmen“ soll die

Patientensicherheit während des stationären

Aufenthalts verbessern. Der Aufbau

des Programms ist modular und

umfasst die Grundlagenschulung sowie

ein selbständiges Training an der

Simulationspuppe „Resusci Anne“.

Bisher haben 905 Mitarbeiter des Gesundheitsparks

an den BLS-Schulungen

teilgenommen, dies entspricht

36% aller Mitarbeiter. Die erfolgreiche

Wiederbelebung an der Simulationspuppe

haben 394 Mitarbeiter gemeistert

und somit ihr Zertifikat erhalten.

Aktion

Saubere Hände

Spender in öffentlichen

Eingangsbereichen

aufgestellt

Im Rahmen der Aktion „Saubere

Hände“ sind im Klinikum Ernst von

Bergmann auf Anregung der Krankenhaushygiene

Händedesinfektionsspender

in den öffentlichen Eingangsbereichen

aufgestellt worden.

Mit der Aktion wollen wir die Besucher

und Angehörigen zur Händedesinfektion

sensibilisieren und aufrufen.

„Die Schulung ist für alle Berufsgruppen

und jeden Wissensstand sehr lehrreich“,

so Dr. Ralf Grössle. „Bekanntes

Wissen wird aufgefrischt und ausgebaut.

Die Teilnehmer werden so für

Notsituationen sensibilisiert und können

im Notfall entsprechend besser

reagieren.“

Die Fortführung des Programms ist

auch nach März 2012 geplant. Die aktuellen

Termine finden Sie im Intranet

unter „Fortbildungen und Termine“.

dh

Experten sind sich darüber einig, dass

die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung

der Übertragung von Infektionserregern

die sorgfältige Händedesinfektion

ist. In vielen Untersuchungen konnte

nachgewiesen werden, dass durch

die Verbesserung der Händedesinfektion

das Auftreten von Krankenhausinfektionen

reduziert werden kann.

Die Spender, welche bereits vor den

Fahrstühlen in der A1, dem Eingangsbereich

der Poliklinik J1 und im Windfang

der Kinder-Notaufnahme F1 hängen,

sind kaum zu übersehen. Große Infotafeln

ziehen den Blick der Besucher auf

sich und animieren zur Nutzung. In diesem

Jahr werden weitere öffentliche Bereiche

mit Händedesinfektionsspendern

ausgestattet werden.

dh


Das Intensivtagebuch

Ein Projekt der Operativen Intensivtherapie

INFORMATION

Medizin & Pflege

Zentrum für Prävention

15

Im Gedächtnis und Bewusstsein

von sedierten und beatmeten Intensivpatienten

gähnt für einen gewissen

Zeitraum ein „weißes Loch“. Pflegende,

Ärzte und Angehörige versuchen

während dieser kritischen Phase im

Leben eines Menschen sich in dessen

Gefühle und Wahrnehmungen hineinzuversetzen

und schreiben reale Geschehnisse,

Gedanken und Emotionen

auf. So entsteht das Intensivtagebuch

auch bei uns auf der Operativen Intensivtherapie

BB2.

Am Ende der Tagebücher stehen stets die

Worte: „Die Herausforderung schwieriger

Zeiten besteht darin, sie in etwas Gutes

zu verwandeln. In etwas, das dich wachsen

lässt.“ Die Worte, mit denen sich Patienten

bedanken, gehen zu Herzen.

Auch Patienten, die verlegt oder entlassen

werden können, notieren ihre Dankesworte

manchmal in das Tagebuch.

Das Intensivtagebuch hilft den Patienten,

das Loch in ihrer Erinnerung mit realen

Ereignissen zu füllen. Die Aufzeichnungen

unterstützen die Betroffenen dabei,

später die Erkrankung oder Krise, die sie

durchlebt haben, besser zu verstehen

und zu bewältigen.

Die Wirksamkeit und der Nutzen der Tagebücher

sind auch wissenschaftlich belegt.

Nicht selten leiden Patienten, die intensivmedizinisch

behandelt wurden,

später unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Häufig treten Alpträume

>> Zum Weiterlesen:

www.intensivtagebuch.de

Quelle: Nydahl, Knück, Bischoff, Fritzsch:

Evaluationsstudie; in „Pflegenintensiv“ 1/11

auf, in denen reales Geschehen mit Eingebildetem

verwoben ist. Die Tagebücher

helfen den Patienten, Realität und Traum

zu ordnen.

In Skandinavien gibt es das Intensivtagebuch

bereits seit 1984. Im deutschsprachigen

Raum sind 26 Intensivstationen

bekannt, auf denen für Intensivpatienten

Tagebücher geschrieben werden.

Mitarbeiter des Pflegedienstes der Operativen

Intensivmedizin auf der BB2 hörten

während eines Kongresses 2009 erstmalig

davon. Die Idee vom Tagebuch als

Baustein in einer ganzheitlichen Therapie

hat die Mitarbeiter so begeistert, dass sie

mit Vorbereitungen begannen, das Tagebuch

in ihrer Intensivstation einzuführen.

An den Vorbereitungen war Schwester

Antje Linz maßgeblich beteiligt. Rechtliche

Aspekte sind zu klären gewesen, die

Kollegen mussten von der Idee und dem

Nutzen des Tagebuchs überzeugt werden,

Formvorlagen wurden benötigt und

vieles mehr.

2010 wurde das erste Tagebuch geschrieben,

inzwischen ist die Anzahl auf

etwa 16 Tagebücher gewachsen. eh

Die neue Heimat vom Präventionszentrum

& Schlafzentrum

Seit dem 1. Januar 2012 steht das

Gebäude V – Präventions- und Rehazentrum

auf unserem Gesundheitscampus.

Dieser Neubau beheimatet

neben dem Präventionszentrum des

Klinikums und dem Schlafmedizinische

Zentrum Potsdam der Poliklinik

auch das RZP – Rehazentrum Potsdam.

Das RZP - Rehazentrum Potsdam, vormals

„Am Kanal“ gelegen, belegt als neuer

Mieter im Gesundheitspark die Ebenen

1-3 des neuen Gebäudes. Es bietet Pa-

tienten und gesundheitsbewussten Menschen

ein umfassendes Angebot an Rehabilitation,

Therapie und Prävention.

Das interdisziplinär arbeitende Team wird

geleitet von Fachärzten für Neurologie

und Orthopädie, die seit vielen Jahren in

der stationären und ambulanten Rehabilitation

tätig sind.

Der Neubau V – Präventions- und Rehazentrum

befindet sich direkt gegenüber

der Betriebs-Kita Bergmännchen und der

Gesundheitsakademie an der Gutenbergstraße.

Ziel des Präventionszentrums ist es, Gesundheitsvorsorge

sowohl Patienten als

auch unseren Mitarbeitern anzubieten. Regelmäßige

Prävention hilft Erkrankungen

frühzeitig zu erkennen, um schnell und gezielt

gegenzusteuern und gesundheitsschädigende

Risiken aufzudecken und zu minimieren.

Um die Patienten und Mitarbeiter

des Gesundheitsparks in einem gesunden

Lebensstil mit ausgewogener Ernährung

und ausreichend Bewegung zu unterstützen,

bilden die Ernährungsberatung und der

Betriebssport neben den Vorsorgeuntersuchungen

die anderen beiden wichtigen

Schwerpunkte im Präventionszentrum.

Ansprechpartner

Dr. med. Klaus Bonaventura

• Ärztlicher Zentrumsleiter

• Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Sportmedizin & Internistische

Intensivmedizin

Dr. med. Yvonne Franke

• Fachärztin für Innere Medizin

Dipl. oec. troph. Sandra Landvoigt

• Zentrumsassistentin und

Ernährungsberaterin

Tel. 0331.241-7711

Schlafmedizinisches Zentrum

Das Schlaflabor (ehemals C7 und L3) hält 8

Plätze für Erwachsene und 2 Plätze für Kinder

vor.

Viele Menschen sind chronische Schnarcher.

Die Betroffenen sind häufig gestresst, sind

anfälliger für Herz-Kreislauferkrankungen

und häufig geplagt von Diabetes und Depressionen.

Im Extremfall kann es zu einem

Schlaganfall kommen. Um diese Risiken zu

verhindern und den Betroffenen eine neue

Lebensqualität zu ermöglichen, bietet das

neue Schlafmedizinische Zentrum moderne

Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten.

Die Patienten bleiben meist eine Nacht und

werden mittels Videokamera und Elektroden

überwacht. Im Anschluss werden die Ergebnisse

durch die Schlafmediziner ausgewertet

und mögliche Behandlungsmöglichkeiten

aufgezeigt.

Ansprechpartner

Dr. Jörg Günther

• Facharzt für Innere Medizin, Allergologie

und Schlafmedizin

• Ärztlicher Leiter des Schlafmedizinischen

Zentrums Potsdam

Tel. 0331.241-5745

dh


16 Kurz notiert

Brillen für Afrika

In Afrika stellt eine Brille den Gegenwert

von 6-8 Monatslöhnen dar, was für

die meisten dort lebenden Menschen unerschwinglich

ist.

Ausbau der Serviceleistungen für

Patienten und Besucher

Patientenbroschüre | Webseite | Grußkarten | Imagefilm

Auch die Kosten für die Reise zum nächsten

Optiker, der oft ca. 1.000 km entfernt liegt, ist

in den wenigsten Fällen bezahlbar.

In Afrika kommt statistisch gesehen gerade

mal ein Facharzt für Augenheilkunde auf

eine Million Menschen!

Hier ist unsere Hilfe gefragt!

Wir – die Augenklinik – sammeln unter dem

Motto „Brillen ohne Grenzen“ / LUNETTES

SANS FRONTIÈRE

• Brillen in gutem Zustand

• Sonnenbrillen

• gut erhaltene Brillengestelle

• saubere Brillenhüllen / Etuis

• und nicht geschliffene Rohgläser.

Unsere Sammelstelle befindet sich in der

Augenambulanz auf der Ebene B3.

Öffnungszeiten: Mo - Fr von 7 - 15.30 Uhr

Wir freuen uns über jede gespendete Brille!

mu

UNSER UMWELTTIPP

Altpapier sammeln

lohnt sich!

Im Jahr 2011 wurden in unserem

Klinikum fast 100 Tonnen Altpapier

gesammelt, verkauft und

dem Recycling zugeführt. Im

Jahr 2010 waren es 70 Tonnen. Die

Aufkaufpreise für Altpapier sind seit der Wirtschaftskrise

2009 wieder gestiegen, so dass

wir für den Verkauf rund 1.000 € eingenommen

haben. Zusätzlich haben wir einen Beitrag

zum Umweltschutz geleistet. Natürliche

Ressourcen wurden durch den Einsatz von

Sekundärrohstoffen geschont.

Auch Altmetall kann verkauft und dem Wirtschaftskreislauf

erneut zugeführt werden.

Der Verkauf von Altmetall hat im Jahr 2011

2.700 € eingebracht!

Für die Abfallentsorgung nicht bezahlen,

sondern Erlöse erzielen – das ist eine feine

Sache!

Anmerkung: Bedrucktes Papier, welches Angaben

enthält, die dem Datenschutz unterliegen

(Namen, Adressen, Telefonnummern

u. ä.) kann nicht direkt recycelt werden. Vorher

müssen die Daten unleserlich gemacht

werden. Anschließend kann auch dieses Material

wiederverwertet werden.

Die Dienstanweisung zur getrennten Sammlung

von Abfällen vom November 2011 enthält

Details zu den Abfallarten – für Interessierte.

eh

Mit der Veröffentlichung der Patientenbroschüre

zu Beginn des Jahres

möchten wir den Patienten und

Angehörigen eine besondere Form

der Hilfestellung geben.

Die Broschüre vermittelt einen ersten

Eindruck vom Klinikum und dem Tagesablauf

der die Patienten während ihres

stationären Aufenthalts erwartet. Außerdem

werden die Serviceangebote, die

das Klinikum neben der medizinischen

Versorgung anbietet, vorgestellt. Die Patientenbroschüre

liegt in jedem Patientenzimmer

aus.

Do you speak English?

Im Zuge der Erweiterung der Serviceleistungen

des Klinikums ist die Homepage

des Klinikums nun auch in Englisch verfügbar.

Da mittlerweile immer mehr Patienten

aus dem Ausland in unserem

Haus behandelt werden, sollte ihnen die

Möglichkeit geboten werden, sich über

das Behandlungsspektrum informieren

zu können.

Ein weiterführender Ausbau der Mehrsprachigkeit

der Homepage ist geplant.

Grüße ans Patientenbett

Seit Ende 2011 ist der Grußkartenservice

des Klinikums online. Familie und Freunde

können ihre persönlichen Grüße an ihre

Angehörigen, die aktuell als stationäre

Patienten im Klinikum liegen, übermitteln.

Über unsere Internetseite www.klinikumevb.de

kann man sich bequem und

einfach ein Grußkarten-Motiv auswählen,

einen persönlichen Text einfügen

und mit nur einem Klick versenden.

Die elektronischen Informationen werden

anschließend an die Mitarbeiter des

Empfangs am Haupteingang weitergeleitet

und von diesen bearbeitet. Die persönliche

Übergabe der Karten erfolgt

durch die Servicekräfte auf den Stationen.

Dieser Service ist natürlich kostenfrei.

Film über die Leistungen

des Klinikums

Seit dem Spätsommer 2010 haben wir

intensiv an einem Imagefilm für das Klinikum

getüftelt. Nur durch die intensive

Mithilfe von Mitarbeitern, Patienten,

Freunden und Angehörigen ist es uns

gelungen, einen informativen Film über

das Klinikum Ernst von Bergmann zu erstellen.

In dem Film wird das Klinikum mit

seinen besonderen Schwerpunkten vorgestellt,

um einen Überblick über das

komplexe Leistungsspektrum zu geben.

Seit dem 01. Januar 2012 können Sie

den Film in gesamter Länge auf unserer

Homepage www.klinikumevb.de und auf

unserem youtube Kanal anschauen.

Wir danken allen Mitwirkenden für ihre

Beteiligung und ihr Engagement! mu


Dr. Oppert ist neuer

Chefarzt Zentrale

Notaufnahme

Seit dem 1. Januar 2012 ist Dr.

Michael Oppert der neue Chefarzt der

Zentralen Notaufnahme am Klinikum

Ernst von Bergmann.

Diese Chefarztposition ist neu geschaffen

worden, um die Qualität der Notfallversorgung

weiter auszubauen und die Abläufe

intern und extern weiter zu optimieren.

Damit ist das Klinikum in Potsdam die einzige

Notaufnahme im Land Brandenburg,

welche eigens durch einen Chefarzt geleitet

wird.

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Oppert, geboren

in Berlin, legte 1995 seine Promotion

zum Dr. med. ab und ist Facharzt für Innere

Medizin mit den Zusatzbezeichnungen

„Spezielle internistische Intensivmedizin“

und „Rettungsmedizin“.

Im Jahre 2010 habilitierte Herr Dr. Oppert

im Fachbereich Innere Medizin.

Seit 2003 war Herr Dr. Oppert als Oberarzt

in der internistischen Intensivmedizin

am Universitätsklinikum Charité, Campus

Virchow-Klinikum tätig, welche zwei Stationen

umfasst sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug.

2008 wechselte er in die Position

des leitenden Oberarztes. Regelmäßig

fuhr er auf dem Notarztwagen der

Berliner Feuerwehr und war für die präklinische

Betreuung der Notfallpatienten

verantwortlich.

dh

Neues aus den Zentren

Kaufmännische Zentrumsleitungen berufen

Kaufmännische Zentrumsleitungen

unterstützen die jeweiligen medizinischen

und pflegerischen Zentrumsleitungen

in ihrer Tätigkeit und

verantworten die wirtschaftlichen Belange

des jeweiligen Zentrums.

Sie sind immer auch Teil der Zentrumsleitung.

Noch im ersten Halbjahr 2012 sollen

alle medizinischen Zentren mit jeweils

einem ärztlichen, pflegerischen und kaufmännischen

Zentrumsleiter besetzt sein.

Michael Grondei

Seit dem 1.12.2011 ist er

pflegerischer und kaufmännischer

Zentrumsleiter

des Zentrums für

Psychiatrie,Psychotherapie

und Psychosomatik.

Sven Kopisch

Am 1.4.2012 ist er in die

Position des Kaufmännische

Zentrumsleiters für

das Zentrum für Chirurgie

und das Herz-Thorax-Gefäßzentrum

gewechselt.

Ingrid Manecke

Zum 1.4.2012 wird Sie neben

Ihrer Funktion als

Geschäftsbereichsleiterin

Finanz- und Rechnungswesen

die Position der

Kaufmännischen Zentrumsleitung für das

Zentrum für Frauen- und Kinderheilkunde

übernehmen.

Thomas Pfeiffer

Seit dem 1.4.2011 ist er

kaufmännischer Zentrumsleiter

des Zentrums für Prävention.

Björn Teuteberg

Seit dem 1.11.2011 ist er

kaufmännischer Zentrumsleiter

des Zentrums für

Diagnostik.

Markus Weber

Am 1.4.2012 wechselte Markus Weber in

die Position des kaufmännischen

Zentrumsleiters

für das Zentrum Innere

Medizin und das Zentrum

für Hämatologie, Onkologie

und Strahlentherapie.

Der Geschäftsbereich „EDV und Biomedizintechnik“

wird vorerst der Geschäftsführung,

Herrn Steffen Grebner, zugeordnet.

Die Ansprechpartner für die Referate sind

die Referatsleiter Herr René Huhndt

(EDV) und Herr Jürgen Bandholtz (Biomedizintechnik).

dh

Persönlich

Wechsel der

Küchenmeister

Meissner im Ruhestand

17

Hans-Dieter Meissner, langjähriger

Mitarbeiter des Klinikums, ist zum Jahreswechsel

2011/2012 in seinen wohlverdienten

Ruhestand gegangen.

Seit dem 1.9.1983, also

28 Jahre lang, arbeitete

er als Küchenmeister und

Vertretung des Küchenleiters

und sorgte für das

leibliche Wohlbefinden

der Kantinenbesucher.

Wir wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich

Gute und bedanken uns für seine

langjährige Mitarbeit.

Sein Nachfolger als Küchenmeister ist der

36jährige Silvio Schneider. Er arbeitete zuletzt

als Executive Souschef und später als

Küchenchef im Kongresshotel Am Templiner

See hier in Potsdam. Sein Handwerk –

die Ausbildung zum Koch – erlernte er im

Maritim Hotel in Magdeburg. Zu den Aufgaben

eines Küchenmeisters gehört neben

dem Bestellwesen und

der Angebotserstellung

auch die eigentliche Produktion

in der Küche, die

Personalführung sowie

die Planung, Vorbereitung

und Durchführung

von Veranstaltungen.

Herr Schneider hat zwei Kinder, mit denen

er viel Zeit verbringt. Gerne erkundet er in

seiner Freizeit und zusammen mit seiner

ganzen Familie die Potsdamer Umgebung

mit seinem Motorboot.

mu

Herr Dr. Schmidt geht

in den Ruhestand

Herr Dr. rer. nat. Reinhard Schmidt

ging zum Ende des Jahres 2011 in den

wohlverdienten Ruhestand.

Vor fast 37 Jahren hat

Herr Dr. Schmidt seine

Arbeit im Klinikum begonnen.

Seit dieser Zeit

hat er das Zentrallabor

mit aufgebaut und das

Leistungsspektrum stetig

erweitert. Die Integration

des Ambulanten Labors Stettnisch und

die Vorbereitung auf die Laborzertifizierung

waren die letzten großen Projekte, mit denen

sich Herr Dr. Schmidt nun in seinen wohlverdienten

Ruhestand verabschiedet hat.

Die Gesamtverantwortung für das Labor

übernimmt Herr Dr. med. Manfred Schulte.


18 Persönlich

25

Herzliche Glückwünsche

an unsere Jubilare!

25-jähriges Arbeitsjubiläum im

Juni 2011

Jürgen Bandholz

EVB | Biomedizintechnik

Jana Selinger

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

Christine Issel

Zentrum für Chirurgie

Juli 2011

Cordelia Pätschke

Apotheke

August 2011

Heike Weiland

Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin

und OP-Management

September 2011

Susanne Pladen

Finanz- und Rechnungswesen

Mona Schulz

Finanz- und Rechnungswesen

Bianca Kotulla

Personalwesen

Susann Neumann

Klinik für Urologie

Dipl.-Med. Axel Paulenz

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Sabine Erdmann

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Manuela Knaute

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Tomas Kiel

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Heike Burghardt

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Christine Krause

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Daniela Petrasch

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Kathrin Borck

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Elke Foth

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Karen Mudrich

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Beate Hellmich

Klinik für Nuklearmedizinische Diagnostik

und Therapie

Petra Krüger

Klinik für Radioonkologie und

Strahlentherapie, Brachytherapie

Anja Rochow

Klinik für Kardiologie, Angiologie und

Konservative Intensivmedizin

Karin Haase

Zentrale Notaufnahme

Verstärkung der Ärztlichen Direktion

Am 1.11.2011 hat Priv.-Doz. Dr.

med. Ortrud Vargas-Hein ihre Arbeit

als stellvertretende Ärztliche Direktorin

am Klinikum Ernst von Bergmann

aufgenommen und verstärkt hauptamtlich

Prof. Dr. Wenisch im Bereich

der Ärztlichen Direktion.

In dieser Funktion kümmert sie sich u.a.

um das medizinische Qualitätsmanagement,

die Definition von SOP’s (Standard

Operating Procedures) zur Optimierung

innerklinischer Abläufe und um die Krankenhaushygiene.

Auch sind ihr das zentrale

Studiensekretariat, die medizinische

Fach-Bibliothek und der Bereich der

Aus- und Weiterbildung zugeordnet. Ein

Prof. Marusch ist neuer Chefarzt

Seit dem 1.1.2012 ist Prof. Dr. med.

Frank Marusch neuer Chefarzt der Koloproktologie,

Minimal Invasive Chirurgie,

Hernienchirurgie der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie des

Klinikums Ernst von Bergmann.

Prof. Dr. Marusch studierte Humanmedizin

an der Humboldt-Universität Berlin

(Charité) und promovierte 1992. Er ist

Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie

und Spezielle Viszeralchirurgie und trägt

die Zusatzbezeichnung Proktologie. Seit

März 2011 besitzt er die Weiterbildungsbefugnis

Proktologie der Landesärztekammer

Brandenburg. Im Februar 2009

schloss er erfolgreich den Aufbaustudiengang

für medizinische Führungskräfte

zum Certified Medical Manager (CMMTM)

ab.

Im Jahre 2002 habilitierte Prof. Dr. Marusch

im Fachgebiet Chirurgie und führt

seine Lehrtätigkeit an der Medizinischen

Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität

Magdeburg. Im Mai 2011 wurde er

als Honorarprofessor an der Universität

Potsdam (Humanwissenschaftliche Fakultät)

berufen.

weiterer Verantwortungsbereich ist die

interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme

und die Aufnahmestation.

Frau Dr. Vargas legte 1990 an der Universität

Hamburg ihre Promotion zum Dr.

med. ab und ist Fachärztin für Anästhesiologie.

Von 1997 bis 1999 arbeitete sie

als Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie

und operative Intensivmedizin am

Universitätsklinikum Benjamin Franklin.

Von 2001 bis 2009 war sie als Oberärztin

der Klinik für Anästhesiologie und operative

Intensivmedizin am Campus Charité

Mitte tätig. Im Jahre 2007 habilitierte

Frau Dr. Vargas im Fachbereich Anäesthesiologie.

Seit 2009 arbeitete Frau Dr. Vargas als

Abteilungsleiterin Zentrales Qualitätsmanagement

der Charité. Der Fokus ihrer

Arbeit lag hier u.a. im Bereich der Prozessverbesserung

und Entwicklung klinischer

Behandlungspfade sowie der Weiterentwicklung

einer Sicherheitskultur

mit dem Fehlermeldesystem von kritischen

Ereignissen und Beinahe-Unfällen

(CIRS Reporting), einem Weblog zum

Fehler des Monats und der systematischen

Etablierung von Morbiditäts- und

Mortalitätskonferenzen.

dh

Von 1992 bis 2005 arbeitete Prof. Dr. Marusch

erst als Assistenz- und Facharzt

und seit 2002 als Oberarzt in der Chirurgischen

Klinik des Carl-Thiem-Klinikums

in Cottbus. Das Jahr 2001 war er als

Facharzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-

und Gefäßchirurgie an der Medizinischen

Fakultät der Otto-von-Guericke-

Universität Magdeburg tätig.

2006 wechselte er als leitender Oberarzt

an das Klinikum Ernst von Bergmann in die

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Im Februar 2011 übernahm er die kommissarische

Leitung der Kinderchirurgie.

dh


Persönlich

19

Oliver Schäfer leitet „Patientenmanagement

und -koordination“

Herzliche Glückwünsche

an unsere Jubilare!

Seit dem 1. Februar 2012 leitet

Oliver Schäfer den neuen Geschäftsbereich

„Patientenmanagement und

-koordination“. In dieser Funktion

berichtet er direkt an die Geschäftsführung.

25

25-jähriges Arbeitsjubiläum im

September 2011

Annett Leps

Klinik für Hals-, Nasen- und

Ohrenheilkunde

Dieser Bereich wird die patientennahen

Ablaufprozesse im Klinikum analysieren

und die Ressourcen in einen optimierten

medizinisch-ökonomischen Prozess überführen.

Dabei wird sein Schwerpunkt auf

der Prozessgestaltung und -organisation

liegen. „Meine Vorstellung ist dabei, in

enger Zusammenarbeit und Abstimmung

mit den Ärzten, Pflegekräften und der

Verwaltung die jeweiligen Prozesse so zu

gestalten, dass für jede Berufsgruppe die

Zeit zur Verfügung steht, die für eine gute

medizinische Versorgung notwendig

ist“, so Oliver Schäfer. „Ein zu hohes

Ziel? Nein. Ich bin auf die Mitwirkung und

Erfahrungen jedes einzelnen angewiesen.

Gemeinsam werden wir in Gesprächen

und Projektgruppen dieses Ziel erreichen

können. Dabei werde ich meine

Erfahrungen aus meiner Tätigkeit als externer

Berater in verschiedenen Unikliniken

und Krankenhäusern mit einbringen

können und freue mich auf die Zusammenarbeit

mit ihnen.“

Oliver Schäfer hat an der LMU München

Medizin studiert und 5 Jahre als Arzt in

der Mikrobiologie/Hygiene, Orthopädie

und Inneren Medizin gearbeitet. An der

Uni Heidelberg studierte er im Anschluss

Gesundheitsökonomie und erwarb die

Zusatzqualifikation „medizinische Informatik“.

Seit 2002 ist er im Medizincontrolling

tätig und hat für drei Kliniken in

Bayern ein Medizincontrolling und Patientenmanagement

aufgebaut. Ziel dieser

Projekte war die fallbegleitende Kodierung

sowie die Reorganisation des

Ablaufprozesses für stationäre Patienten.

In dieser Tätigkeit war Oliver Schäfer

Mitglied der Klinikleitung.2008 wechselte

er in eine Unternehmensberatung

mit den Schwerpunkten Datawarehouse,

Kostenträgerrechnung und externes Medizincontrolling/MDK-Management,

wo er

bis zum 31.1.2012 tätig war.

Oliver Schäfer ist 42 Jahre alt, verheiratet

und hat drei Töchter. Zurzeit pendelt

er zwischen Schwabmünchen und Potsdam,

möchte mit seiner Familie jedoch

nach Potsdam ziehen. In seiner Freizeit

leitet er das Heiglhoftheater in München.

dh

Jens Leniger

Poliklinik Ernst von Bergmann,

Physiotherapie

Oktober 2011

Dagmar Ibendorf

EVB | Biomedizintechnik

Sigrid Galka

Archiv

November 2011

Dr. med. Andreas Ulman

Klinik für Urologie

Dezember 2011

Dr. med. Hans-Jörg Ehring

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Januar 2012

Doris Jänicke

Finanz- und Rechnungswesen

Diana Schmidt

Klinik für Gastroenterologie und

Infektiologie

Elke Bax

Zentrum für Anästhesie, Intensivmedizin

und OP-Management

Frank Suckrow

EVB | Biomedizintechnik

Februar 2012

IMPRESSUM Mitarbeiterzeitung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH

Margit Buske

Personalwesen

12. Ausgabe,

veröffentlicht im April 2012

Herausgeber

Steffen Grebner, Geschäftsführer

Klinikum Ernst von Bergmann

gemeinnützige GmbH

Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam

Telefon: 0331/241-0

Telefax: 0331/241-4010

Chefredaktion & Projektleitung

Damaris Hunsmann

Theresa Decker

Redaktionsteam

Damaris Hunsmann (dh)

Elke Hinz (eh)

Theresa Decker (td)

Maria Uebe (mu)

Autoren

Sebastian Dienst (sd)

Lars Peter Götz (lg)

Christiane Jacob (cj)

Frank Marusch (fm)

Marchel Schulz (ms)

Hubertus Wenisch (hw)

Fotos

Klinikum Ernst von Bergmann

Lars Peter Götz

Elke Hinz

Hubertus Wenisch

BKK•VBU

ART-DOMINO ® / SABINE WELZ

Gestaltung und Layout

stilblüte kommunikation, Berlin

Druck

Brandenburgische Universitätsdruckerei

und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH

Auflage

2.500 Stück

Alle Rechte vorbehalten. Die Redaktion behält

sich vor, eingereichte Texte stilistisch zu überarbeiten

und zu kürzen.

40

40-jähriges Arbeitsjubiläum im

Juni 2011

Ute Klosz

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie

September 2011

Angelika Bastian

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. med. Ingrid Jungnickel

Klinik für Radioonkologie und

Strahlentherapie, Brachytherapie

Angelika Wolbert

Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik

Dezember 2011

Cornelia Haseloff

Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik


Tag der offenen Tür

5. / 6. Mai 2012

Unter dem Motto „Gesundheitspark – erleben

2012“ laden das Klinikum Ernst von Bergmann

und seine Partner zu einem gemeinsamen

Frühlingsfest mit Tag der offenen Tür ein.

Es erwartet die Gäste an den beiden Tagen ein interaktives

Programm rund um die Themen:

• Gesundheit

• Prävention

• Sport

• Ernährung

• Lifestyle

Wann: 5. und 6. Mai 2012, ab 10 Uhr

Wo: auf dem Gelände des Klinikums Ernst von

Bergmann, Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam

Tag der offenen Tür

• Führungen u.a. durch den OP,

die Pathologie, Notaufnahme

• kostenlose Gesundheitschecks

• Reanimationstrainings

• Infostände der Kliniken mit Beratung

• Selbsthilfeangebote

• begehbares Herzmodell

• Kreißsaalführungen

• stündliche Gesundheitsvorträge

• Kinderfotografie

• Teddyklinik

Interaktiv dabei sein!

• Hundestaffel des DRK

• Tanz für 55+

• Modenschau mit Karin Genrich

• Wasser-Sinnesparcour

• buntes Kinderprogramm mit DJ Kurs

• Ernährungs- & Lifestyleberatung

• Grillbuffet, Kaffee und Kuchen

• Kinder- und Elterntanz

• Regionale Aussteller

• Showact Magix Wakeboarding

• interaktives Kochen für Kinder und

Ernährungsberatung

• Vorträge für den Alltag

• Mitmach-Angebote für Jung und Alt

...und vieles mehr!

Weitere Informationen und das Programm

finden Sie unter www.klinikumevb.de

„Gesundheitspark – erleben 2012“ wird veranstaltet von:

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