S P O R T L I C H E S R E G L E m E N T - Knaf

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Deutsch

sportliches Reglement


INHALTSVERZEICHNIS

ARTIKEL S 1 PRÄAMBEL.......................................................................................5

ARTIKEL S 2 GRUNDLAGEN DER DTM..................................................................5

ARTIKEL S 3 ALLGEMEINE BEDINGUNGEN...........................................................6

ARTIKEL S 4 FAHRER- UND BEWERBERLIZENZEN..............................................7

ARTIKEL S 5 DTM-VERANSTALTUNGEN...............................................................7

ARTIKEL S 6 WERTUNGEN.....................................................................................9

ARTIKEL S 7 PUNKTGLEICHHEIT.........................................................................11

ARTIKEL S 8 DOKUMENTENPRÜFUNG................................................................11

ARTIKEL S 9 ORGANISATION VON VERANSTALTUNGEN...................................11

ARTIKEL S 10 VERSICHERUNGEN.........................................................................12

ARTIKEL S 11 DMSB-DELEGIERTE........................................................................12

ARTIKEL S 12 OFFIZIELLE......................................................................................12

ARTIKEL S 13 EINSCHREIBUNGEN – GEBÜHREN – NENNUNGEN.......................14

ARTIKEL S 14 AUSWEISE.......................................................................................15

ARTIKEL S 15 ANWEISUNGEN UND MITTEILUNGEN AN DIE BEWERBER...........15

ARTIKEL S 16 VORFÄLLE.......................................................................................16

ARTIKEL S 17 PROTESTE UND BERUFUNGEN......................................................19

ARTIKEL S 18 STRAFEN.........................................................................................20

ARTIKEL S 19 FAHRZEUGWECHSEL......................................................................20

ARTIKEL S 20 FAHREN / FAHRERAUSRÜSTUNG..................................................21

ARTIKEL S 21 FAHRZEUGIDENDIFIKATION...........................................................21

ARTIKEL S 22 TESTFAHRTEN................................................................................21

ARTIKEL S 23 BOXEN / BOXENGASSE...................................................................23

ARTIKEL S 24 TECHNISCHE ABNAHME.................................................................25

ARTIKEL S 25 REIFEN.............................................................................................27

ARTIKEL S 26 GEWICHTE UND WIEGEN................................................................30

ARTIKEL S 27 ALLGEMEINE FAHRZEUGBESTIMMUNGEN...................................34

ARTIKEL S 28 MOTOREN UND GETRIEBE-/DIFFERENZIALEINHEIT.....................37

ARTIKEL S 28A AERODYNAMIK...............................................................................42

ARTIKEL S 28B BREMSEN........................................................................................45

ARTIKEL S 29 TANKEN / KRAFTSTOFF, VERBRENNUNGSMITTEL / KÜHLUNG...46

ARTIKEL S 29A KONTROLLEN..................................................................................48

ARTIKEL S 30 ALLGEMEINE SICHERHEITSBESTIMMUNGEN,

FAHRVORSCHRIFTEN UND VERHALTENSREGELN........................50

ARTIKEL S 31 FLAGGENZEICHEN / SIGNALGEBUNG............................................54

ARTIKEL S 32 ROLL OUT / TRAINING....................................................................55

ARTIKEL S 33 QUALIFYING....................................................................................56

ARTIKEL S 34 ENDGÜLTIGER ABBRUCH DES QUALIFYING..................................59

ARTIKEL S 35 REGENTRAINING / REGENRENNEN................................................60

ARTIKEL S 36 STARTAUFSTELLUNG.....................................................................60

ARTIKEL S 37 STARTART.......................................................................................62

ARTIKEL S 38 START / STARTVERZÖGERUNG......................................................62

ARTIKEL S 39 PFLICHTBOXENSTOPP...................................................................67

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ARTIKEL S 40

ARTIKEL S 41

ARTIKEL S 42

ARTIKEL S 43

ARTIKEL S 44

ARTIKEL S 45

ARTIKEL S 46

ANHANG 1

ANHANG 2

ANHANG 3

SAFETY CAR...................................................................................69

UNTERBRECHUNG EINES WERTUNGSLAUFS...............................72

WIEDERAUFNAHME EINES WERTUNGSLAUFS.............................74

KÜRZUNG DER DISTANZ / BEENDIGUNG DES

WERTUNGSLAUFES........................................................................76

PARC FERMÉ...................................................................................77

PLATZIERUNG / WERTUNG.............................................................78

SIEGEREHRUNG UND PRESSEKONFERENZEN..............................78

UMFANG MOTORREVISION............................................................79

TANKKANNEN.................................................................................79

LEITLINIEN DES DMSB ZU WERTUNGS- UND

SPORTSTRAFEN IN DER DTM........................................................83

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ARTIKEL S 1 PRÄAMBEL

Der DMSB – Deutscher Motor Sport Bund e.V. (nachfolgend DMSB genannt) schreibt

für das Jahr 2010 die DTM aus. Das Sportliche und Technische Reglement für die

Durchführung der DTM wurden gemeinsam von DMSB und ITR erarbeitet. Gemeinsam

wollen ITR und DMSB die DTM zum sportlichen und kommerziellen Erfolg führen.

Für eine effektive Umsetzung dieser Ziele haben beide Parteien folgende Aufgabenteilung

vereinbart: Alle sporthoheitlich relevanten Aufgaben und Funktionen

werden vom DMSB wahrgenommen. Alle organisatorischen und kommerziellen Belange

sowie die Öffentlichkeitsarbeit liegen in der Verantwortung der ITR.

Nur der deutsche Text ist für dieses Reglement verbindlich. Überschriften und

Schriftbild dieser Bestimmungen dienen nur der Verdeutlichung und sind kein Bestandteil

der vorliegenden sportlichen Bestimmungen.

Dieses sportliche Reglement der DTM wird vom DMSB herausgegeben (Registernummer

10-01/2010), tritt am 1. Januar 2010 in Kraft und gilt bis zum Erscheinen

des genehmigten sportlichen Reglements der DTM 2011. Es ersetzt alle anderen

sportlichen Reglements der DTM.

Dieses Reglement wurde von der FIA genehmigt.

Die DTM ist ausgeschrieben für:

Fahrer und Bewerber (Teams)

Diese werden nachfolgend als Teilnehmer bezeichnet.

ARTIKEL S 2 GRUNDLAGEN DER DTM

2.1 Die DTM und die einzelnen Wertungsläufe werden nach folgenden Sportgesetzen,

Bestimmungen und Regeln durchgeführt:

Internationales Sportgesetz der FIA (ISG) mit Anhängen;

Art. 23 bis 37 DMSB-Veranstaltungsreglement;

Beschlüsse und Bestimmungen des DMSB;

Rechts- und Verfahrensordnung des DMSB (RuVO);

Anti-Doping-Regelwerk der FIA (WADA-Code);

Umweltrichtlinien des DMSB;

Allgemeine Ausschreibungsbestimmungen für DMSB-Prädikate;

dieses Sportliche Reglement und das vom DMSB herausgegebene Technische Reglement

der DTM, mit allen Anhängen sowie die Homologationsbestimmungen

2009/2010; Bulletins des DMSB zur Klarstellung, Änderung oder Ergänzung des Reglements;

Veranstaltungsausschreibungen und Bulletins der einzelnen Wertungsläufe.

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Alle Fahrer, Bewerber und Offiziellen unterwerfen sich diesen Bestimmungen und

haften insoweit auch für ihre Mitarbeiter, Teammitglieder und Hilfspersonal.

Ergänzungen und Änderungen dieses Reglements bedürfen der Zustimmung der

DTM-Kommission und des DMSB.

2.2 Besondere nationale Bestimmungen bei DTM-Veranstaltungen außerhalb

des Regelungsbereiches des DMSB können nur mit Genehmigung des DMSB in

Kraft treten. Der DMSB wird alle Teilnehmer über diese besonderen nationalen Bestimmungen

informieren.

ARTIKEL S 3 ALLGEMEINE BEDINGUNGEN

3.1 Die Teilnehmer sind dafür verantwortlich, dass alle im Zusammenhang

mit ihrer Nennung stehenden Personen die unter Artikel S 2 aufgeführten Bestimmungen

beachten und befolgen. Wenn ein Bewerber nicht persönlich bei einer

DTM-Veranstaltung anwesend sein kann, muss er schriftlich einen Vertreter benennen

und diese Nominierung den Sportkommissaren übergeben.

3.2 Die Teilnehmer sind dafür verantwortlich, dass ihre Fahrzeuge zu jedem

Zeitpunkt einer zur DTM 2010 zählenden Veranstaltung mit dem Sportlichen und

Technischen Reglement der DTM übereinstimmen. Die Nachweispflicht hierfür liegt

ausschließlich bei den Teilnehmern.

3.3 Für jedes eingeschriebene Fahrzeug muss spätestens eine Woche vor der

ersten, in Artikel S 5.7 festgelegten DTM-Veranstaltung, ein gültiger DMSB-Wagenpass

ausgestellt sein. Der Wagenpass muss bei der Technischen Abnahme jeder

Veranstaltung vorgelegt werden. Ohne gültigen Wagenpass wird kein Fahrzeug zu

einer DTM-Veranstaltung zugelassen.

3.4 Mit Abgabe des Antrags auf Einschreibung verpflichtet sich jeder Teilnehmer,

dem Technischen Delegierten des DMSB auf Verlangen eine detaillierte,

verbindliche technische Beschreibung der für die Teilnahme an der DTM vorgesehenen

Fahrzeuge zu liefern. Sobald ein Fahrzeug an einem ITR-Testtag teilgenommen

hat, müssen dem Technischen Delegierten bzw. den vom DMSB benannten

Technischen Kommissaren beliebig viele Inspektionen des Fahrzeugs

gewährt werden.

3.5 Bei einer DTM-Veranstaltung darf erst ab dem offiziellen Beginn der Veranstaltung

gemäß Veranstaltungszeitplan, in der Regel Donnerstag 12:00 Uhr, an

den Wettbewerbsfahrzeugen gearbeitet werden. Die Fahrzeuge dürfen vor diesem

Zeitpunkt nur in die Boxen gebracht, angehoben und abgedeckt werden. In Abstimmung

mit den Bewerbern darf der Einbau von Onboard Kameras durch die Firma

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WIGE sowie das Bekleben von Karosserieteilen bereits vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn

erfolgen.

Die vorstehenden Bestimmungen werden von Sportwarten überwacht, Verstöße

werden den Sportkommissaren gemeldet.

3.6 Es ist den Teilnehmern der DTM während der gesamten Veranstaltung untersagt,

Videobilder und/oder Fotoreihen zum Zweck der Analyse von Fahrlinien der

Wettbewerbsfahrzeuge auf der Rennstrecke selbst zu produzieren bzw. produzieren

zu lassen. Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des DMSB und

der ITR. Ein Verstoß wird den Sportkommissaren gemeldet und mindestens mit

Wertungsausschluss und einer Geldstrafe von 10.000 € geahndet.

ARTIKEL S 4 FAHRER- UND BEWERBERLIZENZEN

4.1 Die Bewerber müssen im Besitz einer für das laufende Jahr gültigen Internationalen

Bewerber-Lizenz sein.

4.2 Die Fahrer müssen im Besitz einer für das laufende Jahr gültigen Internationalen

Fahrer-Lizenz der Stufe A oder B sein.

ARTIKEL S 5 DTM VERANSTALTUNGEN

5.1 Teilnahmeberechtigt sind bei DTM-Veranstaltungen 2010 ausschließlich

Fahrzeuge, die jeweils uneingeschränkt den Vorgaben und Bestimmungen des

Technischen Reglements der DTM des Jahres 2007, 2008 oder 2009 sowie den

DTM Homologationsbestimmungen 2009/ 2010 mit Stand vom 01. März 2010 entsprechen.

Nachträge zur Homologation, die in der Saison 2010 Gültigkeit haben,

werden per Bulletin veröffentlicht.

Ergänzend kann die DTM-Kommission besondere Zulassungsbestimmungen (Sonderzulassung)

beschließen.

5.2 Die DTM-Veranstaltungen werden international ausgeschrieben.

5.3 Eine DTM-Veranstaltung besteht unter anderem aus folgenden Veranstaltungsteilen:

• ein Roll-out von 30 Minuten

• zwei freie, gezeitete Trainings von jeweils 90 Minuten

• ein Qualifying von ca. 55 Minuten bestehend aus 4 Sektionen

• ein Warm up von 30 Minuten

• ein Wertungslauf von ca. 67 Minuten

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5.4 Jede DTM-Veranstaltung beginnt 3 Tage (in der Regel Donnerstag) vor

dem Tag des Wertungslaufes um 12:00 Uhr.

5.5 Zwei Tage vor dem Wertungslauf findet eine Fahrerbesprechung statt. Der

genaue Ort und der Zeitpunkt der Fahrerbesprechung werden in der jeweiligen Veranstaltungsausschreibung

bekannt gegeben. Jeder Fahrer und jeder Bewerber

(oder sein Repräsentant), dessen Fahrzeug zur Teilnahme an der Veranstaltung berechtigt

ist, muss an der gesamten Fahrerbesprechung teilnehmen. Die Nichtteilnahme

oder verspätetes Erscheinen werden mit 1.000 Euro bestraft. Darüber hinaus

können die Sportkommissare eine weitere Bestrafung vornehmen.

5.6 Die Linie ist eine einzelne Linie, die sowohl auf der Rennstrecke als auch

in der Boxengasse verläuft (im nachfolgenden nur noch Linie genannt). Die Rundenzeiten

werden an der Linie ermittelt.

Für den Wertungslauf bestimmt sich die Distanz nach der folgenden Tabelle. Es ist

grundsätzlich eine Dauer/Distanz von etwa 67 Minuten/ 180 Kilometern vorgesehen.

Die Distanz wird in eine bestimmte Rundenzahl umgerechnet und für jede Veranstaltung

angegeben. Wenn die angegebene Rundenzahl nach Ablauf von 75 Minuten

vom Führenden noch nicht erreicht ist, wird dem Führenden am Ende der

Runde, in der diese Maximalzeit überschritten wird, beim Überfahren der Linie die

Zielflagge gezeigt.

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5.7 DTM-Veranstaltungen 2010

Bei den in der nachstehenden Tabelle aufgelisteten DTM-Veranstaltungen 2010

sind die geplanten Rundenzahlen für die einzelnen Wertungsläufe angegeben. Eine

Änderung der geplanten Distanz ist nur mit Genehmigung der Sportkommissare

möglich und wird mittels Veranstaltungsbulletin bekannt gegeben.

Für jede DTM-Veranstaltung wird ein verbindlicher Veranstaltungszeitplan erstellt.

Änderungen des Veranstaltungszeitplans sind nur mit Genehmigung der Sportkommissare

möglich und werden mittels Veranstaltungsbulletin bekannt gegeben.

Datum 2010 Rennstrecke Länge

pro Runde

in km

Rundenanzahl

für in km

entspricht 75 Prozent der

geplanten Distanz

entsprechen *

Wertungslauf

Runden km

1 23.-25. April Hockenheimring BW 4,574 39 178,386 29 132,646

2 21.-23. Mai Valencia (E) 4,005 45 180,225 33 132,165

3 04.-06. Juni EuroSpeedway Lausitz 3,478 52 180,856 39 135,642

4 02.-04. Juli Norisring 2,300 82 188,600 61 140,300

5 06.-08. August Nürburgring 3,629 49 177,821 36 130,644

6 20.-22. August Circuit Park Zandvoort (NL) 4,307 42 180,894 31 133,517

7 03.-05. Sept. Brands Hatch (GB) 1,929 98 189,042 73 140,817

8 17.-19. Sept. Motorsport Arena Oschersleben 3,696 50 184,800 37 137,752

9 15.-17. Oktober Hockenheimring BW 4,574 39 178,386 29 132,646

10 29.-31. Oktober Shanghai (RC)

* 75 Prozent der vorgeschriebenen Distanz des Wertungslaufes sind erreicht, wenn der Führende zum Zeitpunkt des Abbruchs

mindestens die Rundenzahl gemäß der obigen Tabelle beendet hatte.

5.8 Bei Siegerehrungen und Veröffentlichungen ist nicht die Nationalität der

ausstellenden Lizenzbehörde, sondern die Nationalität des Fahrers anzuzeigen. Die

Veranstalter sind verpflichtet, die Bewerber bzw. Sponsoren in den von ihnen herausgegebenen

Publikationen (Programmen, Nenn-/ Starter- und Ergebnislisten)

neben dem Fahrer mit dem auf der entsprechenden Lizenz angegebenen Bewerber

/ Sponsornamen zu veröffentlichen. Über diese dem Veranstalter auferlegten Verpflichtungen

hinaus, übernimmt der DMSB gegenüber lizenzierten Bewerbern und

Sponsoren keine Haftung hinsichtlich der Veröffentlichungen der Veranstalter.

ARTIKEL S 6 WERTUNGEN

6.1 Der Titel „DTM-Champion“ wird an den Fahrer vergeben, der nach dem

letzten Wertungslauf des Jahres 2010 die höchste Punktezahl erreicht hat. Es werden

alle endgültigen Ergebnisse von Wertungsläufen des Jahres 2010 berücksichtigt.

6.2 Der Titel „DTM-Team-Meister“ wird an das Team (Bewerber) vergeben,

dessen Fahrerpaarung nach dem letzten Wertungslauf des Jahres 2010 die höchs-

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te Punktezahl erreicht hat. Es werden alle endgültigen Ergebnisse von Wertungsläufen

des Jahres 2010 berücksichtigt.

6.3 Für die Wertung zur Team-Meisterschaft werden die Punkte der Fahrer

(maximal 2) eines Teams addiert. Es besteht die Möglichkeit, zwei Fahrer, die mit

unterschiedlichen Bewerberlizenzen eingeschrieben sind, als Team für die Teamwertung

zu benennen. Außer der Addition der Fahrerpunkte für diese Wertung ergeben

sich keine weiteren Abweichungen vom sportlichen Reglement. Für den Fall,

dass zwei Fahrer mit unterschiedlicher Bewerberlizenz für die Teamwertung benannt

sind, muss auch jenes Team benannt werden, dem die Punkte angerechnet

werden. Das benannte Team wird in der Teamwertung auf Wunsch ohne Sponsornamen

geführt. Wechselt ein Fahrer während der Saison das Team, werden seine

bis dahin erzielten Punkte für die Team-Meisterschaft auch weiterhin ausschließlich

für die Teamwertung des Teams gezählt, in dem sie von dem betreffenden Fahrer

erzielt wurden.

6.4 Für jeden Wertungslauf erfolgt die Punktevergabe der Fahrer- und Teamwertung

gemäß nachstehender Tabelle:

1. Platz 10 Punkte 2. Platz 8 Punkte

3. Platz 6 Punkte 4. Platz 5 Punkte

5. Platz 4 Punkte 6. Platz 3 Punkte

7. Platz 2 Punkte 8. Platz 1 Punkt

6.5 Starten weniger als 10 Fahrer in einen Wertungslauf, werden für Platzierungen

in diesem Wertungslauf nur 50 Prozent der in Artikel S 6.4 aufgeführten

Punkte vergeben.

6.6 Bei Abbruch eines Wertungslaufes nach Artikel 41 ohne Wiederaufnahme

werden keine Punkte vergeben, wenn der Führende zum Zeitpunkt des Abbruchs

weniger als 50% der Distanz zurückgelegt hat, halbe Punkte, wenn der Führende

mindestens 50%, aber weniger als 75% der Distanz zurückgelegt hat und volle

Punkte, wenn der Führende mindestens 75% der Distanz zurückgelegt hat. Angefangene

Runden werden auf die nächste volle Runde aufgerundet.

6.7 Die ersten drei der Fahrer-Jahresendwertung sowie je ein maßgeblicher

Repräsentant der ersten drei der Team-Jahresendwertung müssen an den jährlichen

Siegerehrungen der ITR und des DMSB teilnehmen. Bei Fehlen eines Fahrers

wird dieser – außer im Falle höherer Gewalt – mit einer Geldstrafe in Höhe von jeweils

10.000 Euro bestraft.

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ARTIKEL S 7 PUNKTGLEICHHEIT

7.1 Bei Gleichstand im Wertungslauf werden die Punkte, die für die beteiligten

Fahrer/Bewerber gemäß Artikel S 6.4 zu vergeben sind, addiert und gleichmäßig

auf diese Fahrer/Bewerber verteilt.

7.2 Bei Punktgleichheit (ex aequo) nach dem letzten Wertungslauf der Saison

entscheidet die größere Anzahl der ersten, dann der zweiten und eventuell weiteren

Plätze der punktgleichen Fahrer/Teams in den Wertungsläufen über ihre Reihenfolge

in der entsprechenden DTM-Wertung. Sofern auch dabei keiner der punktgleichen

Fahrer/Teams Vorteile hat, entscheidet die bessere Platzierung im letzten

Wertungslauf. Sollte auch danach keiner der punktgleichen Fahrer/Teams Vorteile

haben, wird der DMSB eine Entscheidung treffen.

ARTIKEL S 8 DOKUMENTENPRÜFUNG

8.1 Die Dokumentenprüfung findet bei der ersten DTM-Veranstaltung 2010

im Rennbüro statt. Der genaue Ort und der Zeitpunkt werden in der Veranstaltungsausschreibung

bekannt gegeben. Nach der ersten Veranstaltung der aktuellen

Meisterschaft ist keine Dokumentenprüfung mehr vorgeschrieben, die Teilnehmer

sind aber verpflichtet, jegliche Veränderungen der hinterlegten Daten spätestens

bis zum Beginn des Roll-out der folgenden Veranstaltung den Sportkommissaren

mitzuteilen.

8.2 Zur ersten Dokumentenprüfung 2010 haben die Teilnehmer ihre Fahrer-,

Bewerber und/oder Sponsorlizenz sowie ihre Auslandsstartgenehmigungen (bei Lizenznehmern

von nicht EU- bzw. nicht EU-Assoziierten Ländern) vorzulegen.

ARTIKEL S 9 ORGANISATION VON VERANSTALTUNGEN

9.1 Jeder Veranstalter ist verpflichtet, die Ausschreibung gemäß den Vorgaben

des DMSB zu erstellen. Der DMSB stellt das entsprechende Formular zur Verfügung.

Die Ausschreibung muss dem DMSB spätestens vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn

vorliegen.

9.2 Spätestens am Donnerstag der jeweiligen Veranstaltung um 17.00 Uhr

übergibt der Veranstalter dem Renndirektor oder dem Sicherheitsdelegierten die

„Race Meeting Check List“.

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ARTIKEL S 10 VERSICHERUNGEN

10.1 Der Veranstalter ist verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen,

deren Umfang mindestens den gesetzlichen Bestimmungen und den Vorschriften

des jeweiligen ASN entspricht. Die Versicherung muss die Bewerber, deren

Personal, die Offiziellen des DMSB, die Fahrer und eventuelle Taxifahrten

einschließen.

10.2 Die Versicherungsbestätigung muss dem DMSB spätestens 4 Wochen vor

Veranstaltungsbeginn vorgelegt werden.

10.3 Die Haftpflichtversicherung des Veranstalters ist so zu gestalten, dass deren

Leistungen zusätzlich zu anderen Versicherungsleistungen gelten.

ARTIKEL S 11 DMSB-DELEGIERTE

11.1 Der DMSB wird für alle Veranstaltungen die folgenden Delegierten benennen:

• Technischer Delegierter

• Sicherheitsdelegierter

Der DMSB kann weiterhin die folgenden Delegierten benennen:

• DMSB Delegierter

• Medizinischer Delegierter

11.2 Die Delegierten des DMSB sollen im Rahmen ihrer Zuständigkeitsbereiche

die Veranstalter und deren Beauftragte bei ihren Aufgaben unterstützen, darüber

wachen, dass alle der DTM zugrunde liegenden Bestimmungen eingehalten werden,

jede ihnen notwendig erscheinende Anmerkung anbringen und die vom DMSB

geforderten Berichte über die Veranstaltung verfassen.

ARTIKEL S 12 OFFIZIELLE

12.1 Folgende permanente Sportwarte werden vom DMSB benannt:

• Zwei Sportkommissare, von denen einer zum Vorsitzenden bestimmt wird

• Renndirektor

• Starter

• Zeitnahme-Obmann

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• Fahrer des Safety-Cars

12.2 Folgende Sportwarte werden vom Veranstalter benannt:

• Dritter Sportkommissar

• Rennleiter und Stellvertreter

• Leiter der Streckensicherung und Stellvertreter

• Rennsekretär und Stellvertreter

• Obmann der Technischen Kommissare

• Medizinischer Einsatzleiter

• Beifahrer des Safety-Cars

12.3 Der Rennleiter soll in ständiger Zusammenarbeit mit dem Renndirektor

arbeiten.

In nachfolgenden Punkten ist der Renndirektor dem Rennleiter übergeordnet:

• Überwachung von Training und Wertungsläufen bezüglich des Zeitplanes. Wenn

notwendig, unterbreitet der Renndirektor den Sportkommissaren Vorschläge

zur Änderung des Zeitplans oder der Veranstaltungsausschreibung;

• Verfassen von Veranstaltungsbulletins;

• Verhängung von Wertungsstrafen;

• Beendigung bzw. Unterbrechen von Trainings- oder Wertungsläufen aus Sicherheitsgründen;

• Einsatz des Safety-Cars;

• Anhalten eines Wettbewerbsfahrzeuges;

• die gesamte Startprozedur;

• Abwicklung eines eventuellen Re-Starts;

• Fahrerbesprechung (Briefing).

12.4 Der vom DMSB nominierte Technische Delegierte ist für die gesamte

Technische Abnahme und die Technischen Kontrollen im Rahmen der DTM verantwortlich.

Er ist gegenüber den Technischen Kommissaren und TK-Helfern weisungsbefugt

und berichtet an den Renndirektor/Rennleiter sowie an die Sportkommissare.

Der Technische Delegierte ist berechtigt, gemäß den Technischen

Bestimmungen dieses Reglements jederzeit Kontrollen durchzuführen bzw. durchführen

zu lassen.

12.5 Die Sportkommissare handeln als unabhängiges Kollegium unter der Leitung

des Vorsitzenden. Die Auslegung von Ausschreibungsbestimmungen, dieses

Reglements und von reglementsbezogenen Bulletins ist den Sportkommissaren

und der DMSB-Sportgerichtsbarkeit vorbehalten.

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ARTIKEL S 13 EINSCHREIBUNGEN – GEBÜHREN – NENNUNGEN

13.1 Für die Teilnahme an der DTM müssen sich Bewerber und Fahrer mittels

vollständig ausgefülltem Einschreibeformular beim DMSB einschreiben und die Einschreibegebühren

auf das Konto der ITR einzahlen.

Dresdner Bank Wiesbaden

Konto:. .0010647100

BLZ:. .510 800 60

Der DMSB wird die Einschreibungen an die ITR weiterleiten.

Ist nichts anderes ausdrücklich bestimmt, ist auf alle Gebühren in diesem Reglement

jeweils die in Deutschland gültige, gesetzliche Mehrwertsteuer zu entrichten.

13.2 Mit dem Antrag auf Einschreibung erklären sich alle Fahrer und Bewerber

damit einverstanden, dass alle ihre Bild- und Werberechte, die im Zusammenhang

mit ihrem Engagement in der DTM entstehen, von der ITR für die Vermarktung der

DTM auch über das Jahr 2010 hinaus kostenfrei genutzt werden können.

13.3 Die Einschreibegebühr für einen Fahrer beträgt:

10.000 Euro für alle Veranstaltungen

2.000 Euro pro Veranstaltung bei Einzelnennung

13.4 Die Einschreibegebühr für einen Bewerber beträgt pro Fahrzeug:

5.000 Euro für alle Veranstaltungen

1.000 Euro pro Veranstaltung bei Einzelnennung

13.5 Die Gebühr für eine Einschreibung mit einer DMSB-Sponsor-Lizenz beträgt

10.000 Euro je eingeschriebenem Fahrzeug zuzüglich der vorstehenden Einschreibegebühren.

13.6 Pro Team (Bewerberlizenz) dürfen maximal zwei Fahrzeuge eingeschrieben

werden.

13.7 Ein Fahrer kann nur unter einem eingeschriebenen Team an der DTM teilnehmen.

13.8 Mit der Einschreibung beauftragen und bevollmächtigen die Teilnehmer

die ITR mit der Nennung zu allen Läufen der DTM (Blocknennung).

13.9 Grundsätzlich sind die Teilnehmer verpflichtet, an allen DTM-Veranstaltungen

der Saison 2010 teilzunehmen. Die DTM-Kommission kann in besonderen

Fällen abweichende Regelungen genehmigen.

13.10 Spätestens am 31. März 2010 müssen die Einschreibungen beim DMSB

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sowie die Einschreibegebühren bei der ITR eingegangen sein. Der DMSB und die

ITR behalten sich vor, auch später eingehende Anträge anzunehmen.

13.11 Die DTM-Kommission kann Anträge auf Einschreibung und Einzelnennungen

unter Angabe von Gründen ablehnen.

ARTIKEL S 14 AUSWEISE

Alle Personen, die sich im Fahrerlager, in den Boxen, in der Boxengasse oder auf

der Strecke aufhalten, müssen jederzeit die zum Aufenthalt in dem entsprechenden

Bereich legitimierenden ITR Ausweise sichtbar tragen.

ARTIKEL S 15 ANWEISUNGEN UND MITTEILUNGEN AN DIE BEWERBER

15.1 Über organisatorische Fragen im Zusammenhang mit der Veranstaltung

erteilen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich allein der Renndirektor oder der Rennleiter

(bei dessen Abwesenheit sein Stellvertreter) verbindliche Auskünfte.

15.2 Der Ort des offiziellen Aushangs wird in der Veranstaltungsausschreibung

bekannt gegeben. Dort werden alle Wertungen und Ergebnisse der Trainingsläufe

und des Wertungslaufes sowie alle von den Offiziellen getroffenen Entscheidungen

veröffentlicht.

15.3 Bulletins der Veranstaltung und ggf. DMSB-Bulletins werden zusätzlich

allen Teilnehmern ausgehändigt. Die in Artikel 3.1 definierten Personen sind verpflichtet,

den Empfang von Bulletins mit Unterschrift zu bestätigen.

15.4 Werden Wertungsstrafen während eines Trainings- oder Wertungslaufs

verhängt, so werden die Strafen auf Seite 7 der offiziellen Zeitnahme-Monitore angezeigt

und gelten damit als verkündet. Die Bewerber sind dafür verantwortlich, die

betroffenen Fahrer fristgerecht zu informieren. Jede einen bestimmten Bewerber

betreffende Entscheidung oder Mitteilung sollte diesem innerhalb von 25 Minuten

nach der Entscheidung auch schriftlich mitgeteilt werden. Die Mitteilung hat ausschließlich

informativen Charakter. Der Bewerber muss den Erhalt schriftlich bestätigen.

Der Zeitpunkt der schriftlichen Mitteilung hat keinen Einfluss auf den in diesem

Artikel definierten Zeitpunkt der Verkündung und/oder den unter S 16.5

definierten Zeitpunkt zum Antreten einer Strafe.

15.5 Zusätzlich werden diese Wertungsstrafen auch von der Rennleitung an

der Signalstelle, in der Regel bei Start und Ziel in Höhe der Boxenmauer (möglichst

in Augenhöhe) dem Fahrer gezeigt werden. Alle an die Fahrer gerichteten Zeichen

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der Rennleitung werden in diesem Fall mit der entsprechenden Flagge oder mit

dem entsprechenden Schild in Verbindung mit der Startnummer gezeigt. Die Größe

der Buchstaben und Ziffern der Anzeige beträgt ca. 30 cm.

Die Fahrer sind verpflichtet, bei jedem Passieren der Signalstelle des Rennleiters/

Renndirektors auf die Signalgebung und/oder Flaggenzeichen zu achten.

Es sollen nicht mehr als zwei Strafen gemeinsam angezeigt werden.

Ebenso werden dort ggf. die folgenden Flaggensignale gezeigt:

• schwarze Flagge mit Startnummer,

• schwarze Flagge mit orangefarbener Scheibe und Startnummer sowie

• schwarz-weiße Flagge mit Startnummer.

Einige Rennstrecken verfügen über eine zusätzliche Display-Tafel. Diese ersetzt

dann die Tafel mit der Startnummer. Niemand sonst darf gleiche oder ähnliche Signale

verwenden.

15.6 Bei allen DTM-Veranstaltungen werden die verbindlichen Mitteilungen,

Entscheidungen und Anweisungen an die Bewerber auf der Seite 7 der offiziellen

Zeitnahme-Monitore übermittelt.

15.7 Mitteilungen im Zusammenhang mit sportrechtlichen Untersuchungen

werden schriftlich zugestellt. Die Bewerber sind verpflichtet, den Erhalt schriftlich

zu bestätigen.

ARTIKEL S 16 VORFÄLLE

16.1 „Vorfall“ bedeutet jedes Ereignis oder eine Serie von Ereignissen, die einen

oder mehrere Fahrer betreffen und die:

• vom Renndirektor untersucht und durch eine Wertungsstrafe belegt werden

können;

• eine Meldung des Renndirektors an die Sportkommissare rechtfertigt;

• durch die Sportkommissare untersucht und/oder bestraft werden können.

Dazu gehören unter anderem:

• Vorfälle die eine Unterbrechung des Wertungslaufs nötig machen;

• Verstöße gegen dieses sportliche Reglement;

• Fehlstarts;

• Start von einer nicht korrekten Startposition (1) ;

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• Kollisionen;

• Abdrängen von anderen Fahrern;

• Blockieren anderer Teilnehmer;

• Behinderungen bei Überholvorgängen;

• Verlassen der Strecke mit Wettbewerbsvorteil.

(1)

Eine nicht korrekte Startposition ist dann gegeben, wenn das betreffende Fahrzeug

sich mit mindestens einem Rad vollständig außerhalb seiner, auf der Fahrbahn

markierten Startbox befindet.

16.2 Bei einem klaren Verstoß eines Fahrers gegen die Fahrvorschriften und

Verhaltensregeln während der Veranstaltung wird der Vorfall in der Regel unter Leitung

des Renndirektors sofort untersucht und entschieden. Ist eine genauere Überprüfung

erforderlich und/oder bei schwerwiegenden Verstößen untersucht der

Renndirektor den Vorfall nach dem betreffenden Veranstaltungsteil und übergibt

den Sportkommissaren eine Meldung mit den erforderlichen Beweismitteln.

War ein Fahrer an einem Vorfall beteiligt, darf er den Veranstaltungsort nicht ohne

Genehmigung der Sportkommissare oder des Renndirektors verlassen.

16.3 Wertungsstrafen, die ausgesprochen werden können:

• Änderung der Startposition

• Nichtwertung (Trainingsrunden; Trainingszeiten, Rennergebnisse)

• Zeitstrafe

• Drive-Through-Strafe

• Boxenstopp-Strafe

Wertungsstrafen verfügt der Renndirektor ohne Einhaltung eines besonderen Verfahrens.

Sie sind Teil der dem Renndirektor zustehenden organisatorischen Regelungsbefugnisse

und werden während der Wettbewerbe durch Anzeigen der Strafe

oder durch Zeitzuschlag vor Ergebnisaushang bzw. durch Änderung des Ergebnisses

bekannt gemacht. Bei Vorliegen besonderer Umstände kann der Renndirektor

nach pflichtgemäßem Ermessen eine geringere als die angedrohte Wertungsstrafe

festsetzen oder von einer Wertungsstrafe absehen. Das Recht der Sportkommissare,

Wertungs- und Sportstrafen auszusprechen, bleibt von dieser Regelung unberührt.

16.4 Eine vom Renndirektor verfügte Wertungsstrafe kann von den Sportkommissaren

bei in zulässiger Weise eingelegtem Protest überprüft werden. Die Sportkommissare

sind dabei an die Entscheidung des Renndirektors nicht gebunden und

können diese auch zu Ungunsten des Betroffenen ändern und zusätzlich eine oder

mehrere Sportstrafen festsetzen.

Falls der der Wertungsstrafe zugrunde liegende Sachverhalt die Festsetzung einer

oder mehrerer Sportstrafen rechtfertigt, können diese auch unabhängig von einem

17


Protestverfahren oder einer Entscheidung des Renndirektors von den Sportkommissaren

und/oder dem Sportgericht festgesetzt werden. Der Renndirektor ist verpflichtet,

die Sportkommissare unverzüglich über festgesetzte Wertungsstrafen zu

informieren.

16.5 Die nachfolgend beschriebenen Wertungsstrafen werden, wie in Artikel S

15.4 und S 15.5 definiert, verkündet. Ab dem Zeitpunkt der Verkündung der Wertungsstrafe

darf der betreffende Fahrer die Linie außerhalb der Boxengasse bis

zum Antreten der Strafe nur noch maximal zweimal überfahren. Wird die Aufforderung,

die Strafe anzutreten, nicht befolgt, wird dem betroffenen Fahrer die schwarze

Flagge gezeigt.

16.6 Drive-Through-Strafe

Nach dem Zeigen des Schildes „Drive Through“ muss der betreffende Fahrer zum Absolvieren

der Drive-Through-Strafe in die Boxengasse einfahren und unter Beachtung

des vorgeschriebenen Tempolimits ohne anzuhalten durch die Boxengasse fahren.

16.7 Zeitstrafe

Nach dem Zeigen des Schildes „Time Penalty“ muss der betreffende Fahrer zum

Absolvieren der Zeitstrafe in die Boxengasse einfahren und vor seiner Box anhalten.

Er muss dort mindestens 10 Sekunden stehen, bevor er seine Fahrt fortsetzen darf.

Für die An- und Abfahrt gilt in der Boxengasse das vorgeschriebene Tempolimit.

Der Renndirektor kann auch eine weitergehende Dauer der Standzeit (Zeitstrafe)

verfügen. Das Einhalten der angeordneten Standzeit liegt in der Verantwortung der

Teilnehmer.

16.8 Bei den Strafen gemäß Artikel S 16.6 und S 16.7 unterliegt das Fahrzeug

von der Einfahrt in die Boxengasse bis zur Ausfahrt aus der Boxengasse den Parc

Fermé Bestimmungen. Einzige Ausnahme: Das Anschließen eines Starthilfekabels

ist erlaubt.

16.9 Wird eine Drive-Through Strafe zu einem Zeitpunkt verkündet, zu dem der

Führende des Wertungslaufs nur noch 5 oder weniger Runden der geplanten Distanz

zu absolvieren hat, obliegt es dem betroffenen Teilnehmer, ob er die Strafe antritt

oder anstelle einer verkündeten Drive-Through-Strafe einen 30 Sekunden Zeitzuschlag

zu seiner Gesamtfahrzeit akzeptiert.

16.10 Wird eine Zeitstrafe zu einem Zeitpunkt verkündet, zu dem der Führende

des Wertungslaufs nur noch 5 oder weniger Runden der geplanten Distanz zu absolvieren

hat, obliegt es dem betroffenen Teilnehmer, ob er die Strafe antritt oder

anstelle einer verkündeten Zeitstrafe einen 30 Sekunden Zeitzuschlag zu seiner Gesamtfahrzeit

akzeptiert. In diesem Fall wird zusätzlich die verfügte Standzeit (mindestens

10 Sekunden) zur Gesamtfahrzeit addiert.

Wird die Strafe angetreten, muss der betroffene Fahrer anschließend die Linie min-

18


destens noch einmal außerhalb der Boxengasse überqueren, bevor er abgewinkt

wird. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift wird mit einem Zeitzuschlag zur Gesamtfahrzeit

von 30 Sekunden geahndet.

16.11 Boxenstopp-Strafe (pit-stop-penalty)

Eine Boxenstopp-Strafe wird nur bei Fahrern verhängt, die zum Zeitpunkt der Verkündung

der Boxenstopp-Strafe noch nicht beide vorgeschriebenen Pflichtboxenstopps

absolviert haben. Die gemäß Artikel S 16.5 vorgeschriebene maximale Rundenzahl

bis zum Antreten einer Strafe gilt bei einer Boxenstopp-Strafe nicht. Nach

dem Verkünden einer „pit-stop-penalty“ muss der betreffende Fahrer zum Absolvieren

der Boxenstopp-Strafe unter Beachtung der in Artikel S 39 festgelegten Runden,

spätestens bei seinem nächsten Pflichtboxenstopp, in die Boxengasse einfahren

und an dem in der Fahrerbesprechung hierfür festgelegten Platz (in der Regel

vor dem Rennleitungs-Gebäude) anhalten. Er muss dort mindestens für die Dauer

der angeordneten Strafzeit still stehen, bevor er seine Fahrt fortsetzen darf. Das

Einhalten der angeordneten Standzeit liegt in der Verantwortung der Teilnehmer.

Zusätzlich wird die Standzeit von einem Sachrichter überwacht und deren Ende mit

einer Anzeigetafel dem Fahrer signalisiert. Der betreffende Fahrer darf nach dem

Absolvieren der Boxenstopp-Strafe seine Box anfahren und unter Beachtung der

Bestimmungen von Artikel S 39 einen Pflichtboxenstopp durchführen. Für die Anund

Abfahrt gilt in der Boxengasse das vorgeschriebene Tempolimit.

16.12 In weniger schweren Fällen kann der Renndirektor von der Verhängung einer

der vorgenannten Wertungsstrafen (siehe Artikel S 16.6, S 16.7, S 16.11) absehen,

wenn der zu Unrecht erlangte Wettbewerbsvorteil wieder zurückgegeben wird.

Der Renndirektor kann von dem Fahrer, der den Regelverstoß begangen hat, die

sofortige Rückgabe des erzielten Vorteils verlangen. Als Rückgabe des Vorteils gilt

das vollständige Vorbeilassen des zu Unrecht überholten Fahrzeugs. Die entsprechenden

Informationen werden den Teilnehmern auf Seite 7 der Zeitnahmemonitore

bekannt gegeben.

Nutzt der betreffende Fahrer die Möglichkeit zur Rückgabe des regelwidrigen Vorteils

nicht, wird eine der in Artikel S 16.6, S 16.7 oder S 16.11 definierten Wertungsstrafen

verhängt.

19


ARTIKEL S 17 PROTESTE UND BERUFUNGEN

17.1 Proteste sind nach den Bestimmungen des ISG einzulegen. Die Protestgebühr

ist in der Veranstaltungsausschreibung angegeben.

17.2 Unzulässig sind Proteste gegen folgende Entscheidungen des Renndirektors:

• Boxenstopp-Strafe (Artikel S 16.11)

• Drive-Through-Strafe (Artikel S 16.6)

• Zeitstrafe während des Wertungslaufs (Artikel S 16.7)

17.3 Unzulässig sind Proteste gegen das Ergebnis einer Sektion des Qualifying.

17.4 Die aufschiebende Wirkung einer Berufung entfällt neben den in Artikel

152 ISG genannten Fällen auch bei Entscheidungen der Sportkommissare, die eine

Rückversetzung in der Startaufstellung beim nächsten Wertungslauf zur Folge haben.

ARTIKEL S 18 STRAFEN

18.1 Die Sportkommissare können jede in dem vorliegenden Reglement beschriebene

Strafe ersatzweise oder zusätzlich zu den im ISG festgelegten Strafen

verhängen. Anlass für eine Sportstrafe kann jeder den Sportkommissaren gemeldete

Regelverstoß sein. Die Sportkommissare können Bestrafungen zur Bewährung

aussetzen. Als Handlungsleitlinie für die Sportkommissare gelten die im Anhang

3 aufgeführten Regelstrafen.

18.2 Ein Teilnehmer kann von den Sportkommissaren durch die Änderung der

Startposition für die laufende oder eine oder mehrere nachfolgende Veranstaltungen

bestraft werden.

18.3 Geldstrafen sind in bar oder mittels Scheck innerhalb von 48 Stunden

nach Bekanntgabe an den DMSB zu zahlen.

ARTIKEL S 19 FAHRZEUGWECHSEL

19.1 Spätestens bei der Technischen Abnahme einer Veranstaltung hat das

Team die jeweilige Fahrer/Fahrzeug-Kombination festzulegen. Nach dem Absolvieren

der Technischen Abnahme kann ein Fahrzeugwechsel, die Nennung eines weiteren

Fahrers und/oder eines weiteren Fahrzeugs nur mit Zustimmung der Sportkommissare

erfolgen.

20


In keinem Fall kann ein bereits genannter und einem Fahrzeug zugeordneter Fahrer

nach dem Beginn des ersten Freien Trainings einer DTM-Veranstaltung das Fahrzeug

während der betreffenden Veranstaltung wechseln. Wird ein Fahrzeug nach

dem Roll out und vor dem Beginn des ersten Freien Trainings einer Veranstaltung

gewechselt, so gilt dieses für den betroffenen Fahrer, gemäß Artikel S 28.11f-1), als

Motorwechsel vor dem Beginn des ersten Freien Trainings.

Der betroffene Fahrer kann somit während der laufenden Saison keinen straffreien

Motorwechsel mehr vornehmen.

19.2 Die Entscheidung, ob ein Fahrzeug repariert oder gewechselt wurde, obliegt

den Sportkommissaren aufgrund des Berichts des Technischen Delegierten.

ARTIKEL S 20 FAHREN / FAHRERAUSRÜSTUNG

20.1 Jeder Fahrer muss sein Fahrzeug auf der Rennstrecke allein und ohne

fremde Hilfe fahren.

20.2 Stallregie (Teamorder), die das Rennergebnis verfälscht, ist verboten.

20.3 Jeder Fahrer muss während des Fahrens seine vollständige Fahrerbekleidung

gemäß Anhang L zum ISG, Kapitel III sowie das vorgeschriebene Kopfrückhalte-System

tragen und angeschnallt sein. Als Fahren gilt jegliches Bewegen des

Fahrzeuges mit eigener Motorkraft.

ARTIKEL S 21 FAHRZEUGIDENDIFIKATION

21.1 Startnummern

Die Startnummern müssen an drei Positionen angebracht werden: auf der Fahrerund

Beifahrerseite vorne sowie auf der Fronthaube. Die Startnummern auf den beiden

Seiten müssen soweit wie möglich vorne, ohne dass sie an Karosserieanbauteilen

(z.B. Radausschnittblenden) anstoßen oder aufliegen, angebracht werden.

Das Startnummernfeld auf der Motorhaube muss komplett auf der in Fahrtrichtung

rechten Hälfte der Motorhaube angebracht werden. Weder die seitlichen, noch die

vorderen Startnummernfelder dürfen von Lüftungsschlitzen durchbrochen werden.

Ein Überkleben des Tür- oder Haubenspalts ist zulässig.

Die Startnummern sowie die Startnummernträger bzw. -rahmen werden von der

ITR gestellt und müssen unverändert am Wettbewerbsfahrzeug angebracht werden.

21.2 Fahrernamen

An den hinteren Seitenscheiben müssen gemäß Artikel 5.8 jeweils die Nationalflag-

21


ge des Fahrers und sein Nachname angebracht sein. Die Definitionen für die Schrift

und Farbe ist in den ITR-Zusatzbestimmungen geregelt.

21.3 Werbeflächen

Die vorgeschriebenen Werbeflächen sind in den ITR-Zusatzbestimmungen beschrieben.

ARTIKEL S 22 TESTFAHRTEN

22.1 Testfahrten dürfen von den eingeschriebenen Bewerbern nur nach Maßgabe

der folgenden Bestimmungen durchgeführt werden. Dabei gilt als Testfahrt jedes

Befahren einer Rennstrecke mit ASN- oder FIA-Abnahme, ausgenommen Taxifahrten

(siehe Artikel 22.5). Erlaubte Testfahrten können nur als Exklusiv-Tests, an den ITR-

Testtagen oder bei exklusiven/nicht exklusiven Sondertests durchgeführt werden.

22.2 Exklusiv Tests

Jede Marke darf auf Rennstrecken mit einer ASN- oder FIA-Abnahme an maximal

8 Tagen Exklusiv-Tests, reserviert für Klasse-1-Fahrzeuge dieser Marke, organisieren.

Diese Tests müssen spätestens 2 Wochen vor dem jeweiligen Termin beim

DMSB angemeldet werden und im Zeitraum zwischen dem Ende der letzten DTM-

Veranstaltung 2009 und dem 23. März 2010 stattfinden. Das Nachholen nicht genutzter

Exklusiv-Testtage nach dem 23. März 2010 ist nur mit Zustimmung der

DTM-Kommission möglich.

22.3 ITR Tests

Die ITR organisiert an maximal 4 Tagen vor der Saison Tests, die für alle eingeschriebenen

Teilnehmer und solche, die ihre Teilnahme an der kommenden Saison

bekunden, reserviert sind. Die Termine und Orte werden den Teilnehmern und dem

DMSB spätestens zwei Wochen vorher bekanntgegeben. Eine Zeitnahme ist nicht

obligatorisch.

Teams, die mit einem Fahrzeugmodell 2008 oder 2009 eingeschrieben sind, dürfen

während den ITR Testtagen zum gleichen Zeitpunkt jeweils nur mit einem Fahrzeug

des entsprechenden Modelljahres teilnehmen. Je Team darf ein Ersatzfahrzeug

vorgehalten werden. Die zur Teilnahme zugelassenen Fahrzeuge werden durch

den DMSB registriert. Wird während des Tests ein registriertes Fahrzeug irreparabel

beschädigt, darf nach schriftlicher Zustimmung des DMSB ein Ersatzfahrzeug

eingesetzt werden. Für Teams, die mit einem Fahrzeugmodell 2007 an der DTM

teilnehmen, gilt die vorstehende Einschränkung nicht. Grundsätzlich müssen alle

eingeschriebenen Fahrer während der ITR Testtage eingesetzt werden. Der Einsatz

von Testfahrzeugen ist verboten.

Sofern aus organisatorischen Gründen die Durchführung eines ganztägigen Tests

nicht möglich ist, kann ein ursprünglicher Ganztagestest anteilig auf maximal zwei

Tage aufgeteilt werden.

22


22.4 Sonder-Tests

In der Zeit vom letzten Sonntag vor der ersten DTM-Veranstaltung bis zum Ende der

letzten DTM-Veranstaltung der Saison 2010 dürfen auf Rennstrecken mit einer

ASN- oder FIA-Abnahme innerhalb des Gebiets der Europäischen Union maximal 4

Sonder-Testtage mit jeweils maximal 2 Klasse-1 Fahrzeugen je Marke durchgeführt

werden. Diese Rennstrecken dürfen – mit Ausnahme Hockenheimring Baden-

Württemberg (kleiner Kurs) nach dem Ende der ersten DTM-Veranstaltung 2010 -

nicht mehr für eine spätere DTM-Veranstaltung 2010 genutzt werden. Jeder Hersteller

kann maximal 2 exklusive Sondertesttage (reserviert für Fahrzeuge dieser

Marke) und 2 nicht exklusive Sonder-Testtage nutzen. An nicht exklusiven Sondertesttagen

ist allen anderen Bewerbern der DTM 2010 auf Wunsch die Teilnahme zu

gestatten.

Termin und Ort von Sondertesttagen müssen dem DMSB 5 Tage (exklusiv) bzw. 8

Wochen (nicht exklusiv) vor Beginn unter Benennung der Anzahl der teilnehmenden

Fahrzeuge mitgeteilt werden. Es dürfen unverplombte Motoren und Bremsscheiben

verwendet werden.

Es stehen jedem Hersteller aus dem Kontingent der 4 Sondertesttage maximal 2

Testtage zur Sichtung neuer Fahrer zur Verfügung. Zu diesem Zweck dürfen während

dieser Sonder-Testtage jeweils maximal 2 Fahrzeuge des Modelljahres 2008

bzw. 2007 eingesetzt werden. Die auf diesen Fahrzeugen zum Einsatz kommenden

Fahrer dürfen seit dem Jahr 2000 nicht an der DTM teilgenommen haben. Der

DMSB ist mindestens 4 Wochen vor dem Beginn eines solchen Sonder-Testtages

schriftlich über Termin und Ort des Tests sowie Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge

zu informieren. Auf Wunsch ist die Teilnahme an einem nicht exklusiven Sonder-

Testtag allen anderen eingeschriebenen Teilnehmern der DTM 2010 zu ermöglichen.

Zwischen dem letzten Wertungslauf der Saison 2010 und dem ersten offiziellen ITR

Test 2011 bedürfen zusätzliche Testtage zur Sichtung neuer Fahrer der schriftlichen

Genehmigung des DMSB.

22.5 Taxi-Fahrten sind Fahrten bei denen sich mehr als eine Person im Fahrzeug

befindet.

Die eingesetzten Klasse-1-Fahrzeuge müssen mit einer für ein Vorjahr homologierten

Aerodynamik-Variante ausgerüstet sein und über einen DMSB-Wagenpass aus

einem Vorjahr verfügen. Mischversionen aus altem Fahrzeug/Chassis mit neuer Karosserie/Aerodynamik

werden neu abgenommen. Die DTM-Kommission kann weitere

Ausnahmen genehmigen. Alle für Taxifahrten vorgesehenen Fahrzeuge sind

vor dem ersten Einsatz in der Saison 2010 dem Technischen Delegierten zur Abnahme

vorzuführen.

Taxifahrten auf Strecken gemäß Artikel S 5.7 sind erst nach vorheriger Durchführung

eines Exklusiv- oder ITR-Tests bzw. einer DTM Veranstaltung auf der betref-

23


fenden Strecke im Jahr 2010 zulässig. Taxifahrten, die nicht im Rahmen einer

DTM-Veranstaltung stattfinden, müssen beim DMSB zwei Wochen zuvor angemeldet

werden. Das Abfahren auf Plätzen für Startpositionen oder Boxenstopp-Stationen

ist nicht erlaubt.

Der DMSB hat das Recht, jederzeit und ohne Ankündigung die Einhaltung der Bestimmungen

bei angemeldeten Taxifahrten zu überprüfen. Wird ein Verstoß gegen

die Bestimmungen für Taxifahrten festgestellt, verliert der betreffende Hersteller/

Marke mindestens den Anspruch auf zwei Sondertesttage gemäß Artikel S 22.4.

Jeder Verstoß wird der DTM-Kommission gemeldet.

ARTIKEL S 23 BOXEN / BOXENGASSE

23.1 Die Boxengasse wird durch eine Linie auf ihrer gesamten Länge vor den

Boxen in zwei Hälften unterteilt. Die entlang den Boxen verlaufende Hälfte dient als

Arbeitsfläche (working lane). Die entlang der Boxenmauer verlaufende Hälfte dient

als Fahrbahn (fast lane). Die Wettbewerbsfahrzeuge dürfen sich nur dann auf der

Fahrbahn (fast lane) der Boxengasse befinden, wenn der Fahrer in seiner normalen

Position hinter dem Lenkrad sitzt. Auf der Fahrbahn der Boxengasse (fast lane) dürfen

keine Arbeiten am Fahrzeug vorgenommen sowie keine Werkzeuge oder Ersatzteile

gelagert werden. Ausgenommen hiervon sind Fahrzeuge, die sich bei einer

Unterbrechung des Wertungslaufs gemäß Artikel S 41.5 in der fast lane der Boxengasse

aufhalten sowie Fahrzeuge, die sich vor dem Beginn der Sektion 4 des Qualifying

vor der Boxenampel aufstellen. Keinesfalls dürfen Arbeiten an einem Fahrzeug

durchgeführt werden, wenn dadurch andere Teilnehmer behindert werden.

23.2 Die Standorte der Luftgalgen (Station) in der Boxengasse für die Durchführung

des Pflichtboxenstopps werden durch den Renndirektor oder seinen Beauftragten

festgelegt. Es darf je Team (2 Fahrzeuge) nur eine Station vorhanden

sein. Teams mit einem Fahrzeug müssen einen Antrag an die DTM-Kommission auf

Zuteilung einer eigenen Station stellen.

23.3 Das Betreten des Boxenbereiches ist nur Personen gestattet, die einen

hierzu gültigen Ausweis besitzen. Kinder und Jugendliche (bis 14 Jahre), auch in

Begleitung Erwachsener, haben keinen Zutritt zur Boxengasse. Dies gilt auch dann,

wenn sie einen für diesen Bereich gültigen Ausweis tragen.

23.4 Bei einer DTM-Veranstaltung dürfen sich ausschließlich Personen in der

Boxengasse aufhalten, die über einen entsprechenden Ausweis verfügen.

An der Boxenmauer dürfen sich während der Trainingsläufe und des Wertungslaufs

je Wettbewerbsfahrzeug maximal 6 Personen aufhalten, die einen besonderen Ausweis

tragen.

24


Die Mechaniker eines Teams dürfen erst dann die Linie zur Boxengasse überqueren,

wenn das Wettbewerbsfahrzeug ihres Teams einen Boxenstopp einlegt. Die Anzahl der

Mechaniker, die bei einem Boxenstopp am Fahrzeug arbeiten dürfen, ist freigestellt.

Alle Personen, die sich während einer DTM-Veranstaltung, außer während der Freien

Trainings, im Arbeitsbereich der Boxengasse (working lane) aufhalten, müssen

einen flammhemmenden Anzug (FIA Standard 8856-2000) tragen. Alle Personen

die sich bei einem Boxenstopp am Fahrzeug befinden (z.B. Mechaniker für Reifenwechsel,

Wagenheberpersonal, Tankpersonal, Brandbekämpfer etc.) müssen entsprechend

Anhang L, Kapitel III, Punkt 1 und 2 aus dem FIA Jahrbuch 2010 bekleidet

sein. Darüber hinaus sind geeignete Schutzhelme zu tragen. Werden Helme

ohne Visier verwendet, ist das Tragen von Schutzbrillen vorgeschrieben.

23.5 Die Teilnehmer der DTM sind verpflichtet, außerhalb der ihnen zugewiesenen

Trainings- und Rennzeiten den Boxenvorplatz zu räumen, sofern zu diesem

Zeitpunkt ein anderes Training oder Wertungslauf läuft. Es ist aus Sicherheitsgründen

darüber hinaus nicht gestattet, die DTM-Fahrzeuge während laufender Trainings

oder Wertungsläufe der Rahmenserien durch die Boxengasse zu schieben.

23.6 Elektrische Geräte müssen den derzeit gültigen Sicherheitsnormen entsprechen.

Aus Sicherheitsgründen besteht im Bereich der Boxenanlage und in der

Startaufstellung absolutes Rauchverbot.

23.7 Während einer DTM-Veranstaltung dürfen die Fahrzeuge die Boxengasse

nur verlassen, wenn die Ampel am Ende der Boxengasse grünes Licht zeigt. Ein

Sportwart mit einer blauen Flagge und / oder ein blaues Blinklicht warnt die Fahrer,

wenn sich ein Fahrzeug auf der Strecke dem Boxengassenausgang nähert.

23.8 Die An- und Abfahrt einer Boxenstoppstation muss über die Fahrbahn

(fast lane) erfolgen. Es ist unzulässig, ein Fahrzeug, welches kurzzeitig die fast lane

blockiert (z.B. um von Teammitgliedern in die Box geschoben zu werden), unter

Einbeziehung der working lane zu passieren.

23.9 Es liegt in der Verantwortung der Teilnehmer, das Fahrzeug nach einem

Boxenstopp nur dann abfahren zu lassen, wenn dies ohne Gefährdung anderer Teilnehmer

möglich ist.

23.10 Die Einhaltung der vorstehenden Sicherheitsbestimmungen für die Zu-

und Abfahrten zur Boxengasse und für den Aufenthalt an den Boxen werden von

Sportwarten überwacht.

23.11 Während einer DTM-Veranstaltung ist es verboten, auf die Schutzzäune

der Boxenmauer zu klettern, insbesondere zum Ende des Wertungslaufs. Teams,

die gegen diese Bestimmungen verstoßen, können von den Sportkommissaren bestraft

werden.

25


23.12 Auf der Rennstrecke, im Fahrerlager und in der Boxengasse dürfen sich

keine Tiere aufhalten. Hiervon ausgenommen sind die vom Veranstalter zu Sicherheitszwecken

eingesetzten Tiere.

ARTIKEL S 24 TECHNISCHE ABNAHME

24.1 Vor Beginn des Freien Trainings einer Veranstaltung muss jedes Fahrzeug

zu den im Zeitplan angegeben Zeiten bei der Technischen Abnahme vorgeführt

werden. Nur Fahrzeuge, die danach eine Freigabe der Technischen Kommissare

erhalten, dürfen an der entsprechenden DTM-Veranstaltung teilnehmen. Die Vorführung

eines Fahrzeuges bei der Technischen Abnahme wird als eine stillschweigende

Bestätigung der Teilnehmer angesehen, dass das betreffende Fahrzeug in

allen Punkten dem Technischen Reglement des im Wagenpass als Modelljahr definierten

Jahrgangs entspricht.

24.2 Die Technische Abnahme bei den DTM-Veranstaltungen erfolgt gemäß

Zeitplan in den jeweiligen Boxen. Sofern die Sportkommissare keine anderslautende

Genehmigung erteilen, werden Bewerber, die ihr Fahrzeug nicht innerhalb der

angegebenen Zeitspanne der Technischen Abnahme vorführen, nicht zur Teilnahme

an der Veranstaltung zugelassen.

24.3 Ein Fahrzeug gilt erst dann als abgenommen, wenn es von den Technischen

Kommissaren mit dem entsprechenden Kontrollzeichen oberhalb der Frontscheibe

versehen wurde. Fahrzeuge, die den technischen Bestimmungen nicht

entsprechen, werden von der Technischen Abnahme zurückgewiesen.

24.4 Wurde ein Fahrzeug nach der Technischen Abnahme beschädigt oder in

technischer Hinsicht so modifiziert bzw. umgebaut, dass seine Übereinstimmung

mit dem Technischen Reglement und/oder den Sicherheitsbestimmungen in Frage

stehen kann, muss es ohne besondere Anordnung den Technischen Kommissaren

zur erneuten Abnahme vorgeführt werden.

24.5 Alle Fahrzeuge müssen zu jedem Zeitpunkt während der Veranstaltung,

auch nach der Technischen Abnahme für weitere Untersuchungen zur Verfügung

gestellt werden. Die Teilnehmer sind verpflichtet, das Auslesen und die Überprüfung

der Software für die Motorsteuergeräte durch einen vom Technischen Delegierten

hierfür benannten Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH zu ermöglichen. Zu

jedem Zeitpunkt während der Veranstaltung müssen die für das entsprechende

Fahrzeug und die betreffende Veranstaltung gekennzeichneten Reifen dem Technischen

Delegierten auf Verlangen zur Verfügung gestellt werden.

24.6 Fahrzeuge oder Teile davon können nach einer Veranstaltung in Abstimmung

mit den Sportkommissaren und dem Technischen Delegierten auch außerhalb

26


des Veranstaltungsortes durch die Technischen Kommissare oder vom DMSB beauftragte

Personen überprüft werden. Das Ergebnis dieser Überprüfung wird den Sportkommissaren

mitgeteilt. Bis zu deren Entscheidung bleiben die Ergebnisse vorläufig.

24.7 Wenn ein Fahrzeug während des Qualifying oder des Wertungslaufes ein

Teil verliert, so kann das Gewicht dieses Teils beim Wiegen berücksichtigt werden.

Nach Abstimmung mit dem Technischen Delegierten liegt es im Ermessen der

Sportkommissare, ob und welches verlorene Teil beim Wiegen berücksichtigt wird.

24.8 Die Technischen Kommissare dürfen zu jeder Zeit beliebige Kontrollmaßnahmen

an den Wettbewerbsfahrzeugen, auch unmittelbar vor dem Verlassen der

Boxengasse, durchführen. Die Bewerber müssen sich auf entsprechende Zeitspannen

einstellen.

24.9 Der Renndirektor kann für jedes, in einen Vorfall (Artikel 16) verwickelte

Fahrzeug, eine technische Untersuchung anordnen.

24.10 Die korrekte, in den ITR-Zusatzbestimmungen definierte Darstellung der

Seriensponsoren, des Fahrernamens und der Startnummern werden bei der Technischen

Abnahme überprüft.

24.11 Die Sportkommissare werden die Ergebnisse der Fahrzeugprüfungen

durch die Technischen Kommissare veröffentlichen. Die Berichte werden keine detaillierten

Werte beinhalten, es sei denn, es wird ein Verstoß gegen das Technische

Reglement festgestellt.

ARTIKEL S 25 REIFEN

25.1 Für DTM Trainingsläufe, Qualifying und Wertungsläufe sind nur Dunlop

Slick-Reifen und Dunlop Regen-Reifen in der von der ITR festgelegten Spezifikation

zugelassen. Alle Reifen müssen über eine im Produktionsprozess eingebrachte

Kennzeichnung (BAR-CODE-Etikett) verfügen, die eine zweifelsfreie Identifikation

jedes einzelnen Reifens ermöglicht. Die Lauffläche oder das Profil darf an den Reifen

nicht verändert oder nachgeschnitten werden. Die Reifen dürfen weder chemisch,

noch mechanisch oder thermisch behandelt werden. Unter das Verbot fällt in diesem

Sinne auch die Verwendung von Mikrowellen- und /oder Infrarotsystemen.

Einzige Ausnahmen:

• Die Verwendung von Heizdecken

• Das Abkühlen der Reifen mittels Wasser

• Verschmutzungen (Steine / pick-up) auf der Lauffläche der Slick-Reifen, dürfen

mit Hilfe von thermisch-mechanischen Schabern entfernt werden.

27


Zur Befüllung der Reifen darf ausschließlich chemisch unveränderte Umgebungsluft

oder Stickstoff verwendet werden.

25.2 Vor dem Roll-out einer DTM-Veranstaltung, werden die bei dieser Veranstaltung

zulässigen Slick-Reifen an Hand der BAR-CODE-Etiketten durch die Technischen

Kommissare erfasst. Hierbei gilt Folgendes:

• Alle neu registrierten Reifen müssen aus dem am Veranstaltungsort befindlichen

Lager des Reifenlieferanten entnommen werden.

• Durch die Technischen Kommissare erfasste Reifen dürfen durch den Reifenlieferanten

nicht zurückgenommen werden.

25.3 Slick-Reifen

a) Bei den Trainingsläufen, dem Qualifying und dem Wertungslauf der ersten

DTM-Veranstaltung der Saison 2010, mit Ausnahme des Roll-out und der Informationsrunden

(siehe S 25.3h), darf ein Fahrer maximal 36 neue Slick-Reifen (jeweils

18 Vorderreifen und 18 Hinterreifen) verwenden.

b) Bei den Trainingsläufen, dem Qualifying, dem Warm up und dem Wertungslauf

der verbleibenden DTM-Veranstaltungen der Saison 2010, mit Ausnahme des

Roll-out und der Informationsrunden (siehe S 25.3h), darf ein Fahrer maximal 24 unbenutzte

Slick-Reifen (jeweils 12 Vorderreifen und 12 Hinterreifen) verwenden. Zusätzlich

dürfen bei den Trainingsläufen 12 bereits zuvor registrierte Reifen (6 Vorderreifen

und 6 Hinterreifen) verwendet werden, vorausgesetzt diese Reifen waren bei

der vorhergehenden DTM-Veranstaltung dem entsprechenden Fahrer zugeteilt.

b.1) Fahrer, die an der Sektion 3 des Qualifying der vorhergehenden DTM-Veranstaltung

nicht teilgenommen haben, müssen von den für dieses Qualifying nominierten

Reifen jeweils 1 Satz Reifen (jeweils 2 Vorderreifen und 2 Hinterreifen) bei

der folgenden DTM-Veranstaltung in unbenutztem Zustand zur erneuten Erfassung

und Zuteilung geben. Diese Reifen sind ausschließlich bei den Freien Trainings und

dem Warm up der folgenden DTM-Veranstaltung zulässig. Diesen Fahrern werden

somit für diese DTM-Veranstaltung aus dem Lager des Reifenlieferanten an der

Rennstrecke maximal 20 neue Slick-Reifen (jeweils 10 Vorderreifen und 10 Hinterreifen)

zugeteilt.

c) Während des Qualifying und dem Wertungslauf einer DTM-Veranstaltung

der Saison 2010 darf ein Fahrer maximal 20 Slick-Reifen (jeweils 10 Vorderreifen

und 10 Hinterreifen) verwenden. Nur diese, für die jeweilige Veranstaltung erfassten

und zugeteilten Reifen sind für die Verwendung im Qualifying und im Wertungslauf

zulässig.

d) Während den Sektionen 3 und 4 des Qualifying ist ausschließlich 1 Satz

Reifen (2 Vorderreifen und 2 Hinterreifen) zur Verwendung zugelassen. Ausnahme:

siehe Artikel 33.1d)

28


e) Die Slick-Reifen werden den Teilnehmern durch die Technischen Kommissare

zugeteilt. Die Teilnehmer erhalten hierüber einen schriftlichen Nachweis. Die

zugeteilten Slick-Reifenkontingente sind fahrerbezogen.

f) Während der Freien Trainings und des Warm-ups dürfen auch Reifen aus

dem für das Qualifying und aus dem für den Wertungslauf festgelegten Kontingent

verwendet werden.

g) Ohne Zustimmung des Technischen Delegierten ist es nicht zulässig Reifen

auszutauschen, die bei einer (1) DTM-Veranstaltung durch die Technischen

Kommissare zugeteilt wurden. Die Zustimmung kann nur für den Fall erteilt werden,

dass ein Reifenschaden entsprechend der Bestätigung des Reifenherstellers

auf den Produktionsprozess zurückzuführen ist.

h) Kein Fahrzeug darf – außer während des Roll-out und der Informationsrunden

– zu irgendeinem Zeitpunkt mit Slick-Reifen die Rennstrecke befahren, die

nicht für dieses Fahrzeug und diese DTM-Veranstaltung zugeteilt wurden.

25.4 Regen-Reifen

a) Während des Qualifying darf ein Fahrer maximal 8 Regen-Reifen (jeweils

4 Vorderreifen und 4 Hinterreifen) verwenden. Während des Wertungslaufs einer

DTM-Veranstaltung der Saison 2010, darf ein Fahrer maximal 12 Regen-Reifen (jeweils

6 Vorderreifen und 6 Hinterreifen) verwenden.

b) Die Regen-Reifen werden den Fahrern/Teilnehmern durch die Technischen

Kommissare zugeteilt. Die Teilnehmer erhalten hierüber einen schriftlichen

Nachweis. Die zugeteilten Regen-Reifenkontingente sind fahrerbezogen. Diese zugeteilten

Regenreifen dürfen ausschließlich während des Qualifying und im Wertungslauf

ab dem Beginn der Einführungsrunde verwendet werden.

c) Bei der ersten DTM-Veranstaltung der Saison 2010 werden vor dem Beginn

des Roll-out, in der Regel am Freitag, je eingeschriebenem Fahrer 12 Regen-

Reifen (jeweils 6 Vorderreifen und 6 Hinterreifen) zugeteilt. Diese Reifen sind auf

Felgen zu montieren und werden bis spätestens 21:00 Uhr satzweise (je 4 komplette

Räder) in Behälter verbracht. Die Behälter werden durch die Technischen Kommissare

versiegelt und den jeweiligen Teilnehmern übergeben. Die Teilnehmer dürfen

die Behälter und die darin befindlichen Reifen keiner thermischen und/oder

chemischen Behandlung unterziehen bzw. sonstige Maßnahmen zur Veränderung

der physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften der Reifen vornehmen.

d) Die Behälter dürfen durch die Teilnehmer nur geöffnet werden, wenn der

Renndirektor die Erlaubnis hierzu erteilt. Wird im Verlauf einer DTM-Veranstaltung

die entsprechende Erlaubnis erteilt, jedoch diese Regen-Reifen nicht verwendet,

werden sie nach dem Ende des Qualifying bzw. des Wertungslaufs der betreffenden

DTM-Veranstaltung wieder in die Behälter verbracht und diese werden ent-

29


sprechend versiegelt. Werden diese Regen-Reifen verwendet, dürfen sie während

den Qualifyingsektionen und Wertungsläufen anschließender DTM-Veranstaltungen

der Saison 2010 nicht mehr verwendet werden. In diesem Fall werden den

Teilnehmern für die folgende DTM-Veranstaltung gemäß vorstehendem Punkt c)

neue Regenreifen zugeteilt.

e) Werden die Regen-Reifen während des Qualifying verwendet, so erhalten

die Teilnehmer nach dem Ende des Qualifying aus dem an der Rennstrecke befindlichen

Lager des Reifenlieferanten für die jeweils benutzten Regen-Reifen die gleiche

Anzahl neue Regen-Reifen zur Verwendung im Wertungslauf der betreffenden

DTM-Veranstaltung.

Werden die Regen-Reifen während des Wertungslaufs verwendet, so erhalten die

Teilnehmer bei der folgenden DTM-Veranstaltung aus dem an der Rennstrecke befindlichen

Lager des Reifenlieferanten für die jeweils benutzten Regen-Reifen die

gleiche Anzahl neue Regen-Reifen für die betreffende DTM-Veranstaltung.

f) Der Technische Delegierte hat das Recht, jeweils vor Beginn oder nach

Ende einer DTM-Veranstaltung den Austausch einzelner oder aller registrierten Regen-Reifen

anzuordnen.

g) Die Erlaubnis des Renndirektors zur Verwendung der in den Behältern untergebrachten

Regen-Reifen wird den Teilnehmern durch die Meldung „wet tyres

admitted“ auf der Seite 7 der Zeitnahmemonitore spätestens eine Stunde vor Beginn

des Qualifying bzw. eine Stunde vor dem Beginn des Wertungslaufs mitgeteilt.

Die Teilnehmer sind für die Überwachung der Zeitnahmemonitore selbst verantwortlich.

h) Bei plötzlich wechselnden Wetterbedingungen kann diese Erlaubnis jederzeit

ohne Vorlaufzeit erteilt werden. Ohne die Erlaubnis des Renndirektors darf kein

Fahrzeug während des Qualifying oder des Wertungslaufs die Rennstrecke mit Regenreifen

befahren.

i) Ohne Zustimmung des Technischen Delegierten ist es nicht zulässig Reifen

auszutauschen, die bei einer (1) DTM-Veranstaltung durch die Technischen

Kommissare zugeteilt wurden. Die Zustimmung kann nur für den Fall erteilt werden,

dass ein Reifenschaden entsprechend der Bestätigung des Reifenherstellers

auf den Produktionsprozess zurückzuführen ist.

j) Kein Fahrzeug darf während des Qualifying und dem Wertungslauf mit

Regen-Reifen die Rennstrecke befahren, die nicht für diesen Fahrer und diese

DTM-Veranstaltung zugeteilt wurden.

25.5 Die Technischen Kommissare und die offiziellen Helfer der Technischen

Abnahme sind zu jedem Zeitpunkt einer Veranstaltung berechtigt, die verwendeten

30


Reifen hinsichtlich ihrer Kennzeichnung und Übereinstimmung mit den Bestimmungen

zu überprüfen. Alle Teilnehmer sind verpflichtet, diese Überprüfungen zu ermöglichen

und die notwendige Unterstützung für die Durchführung zu leisten.

25.6 Der Technische Delegierte hat das Recht, zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung

bis jeweils zwei Stunden vor dem Qualifying und dem Wertungslauf, beliebige

Reifen einzelner Fahrzeuge gegen Reifen aus dem Lager des Reifenherstellers

auszutauschen.

25.7 Ein Verstoß gegen die vorstehenden Bestimmungen sowie die Verwendung

von Reifen ohne korrekte Kennzeichnung kann mit Rückversetzung in der

Startaufstellung bzw. Nichtwertung im Wertungslauf bestraft werden. Die Sportkommissare

können darüber hinaus weitere Strafen verhängen.

ARTIKEL S 26 GEWICHTE UND WIEGEN

26.1.1 Mindestgewicht

• Das Mindestgewicht für Fahrzeuge mit einer Aerodynamik Variante 2009 beträgt

1050 kg.

• Das Mindestgewicht für Fahrzeuge mit einer Aerodynamik Variante 2008 beträgt

1025 kg.

• Das Mindestgewicht für Fahrzeuge mit einer Aerodynamik Variante 2007 beträgt

1000 kg.

Das Mindestgewicht wird mit leerem Wasser-Vorratsbehälter gemäß Art. T 11.4.2

und ohne Berücksichtigung des Inhaltes des Kraftstofftanks ermittelt.

Das Mindestgewicht der Fahrzeuge setzt sich aus dem Gewicht des Fahrzeuges und

dem Gewicht des Fahrers mit seiner persönlichen Ausrüstung zusammen. Zur Prüfung

des Mindestgewichts entscheiden der Technische Delegierte bzw. die Technischen

Kommissare, die Fahrer mit dem Fahrzeug zusammen oder getrennt zu wiegen.

Die Bestimmungen der Artikel S 26.1.2 und S 26.1.3 werden in der Saison

2010 nicht angewendet.

26.1.2 Geändertes Mindestgewicht - Aerodynamik Variante 2009

Das Mindestgewicht wird gemäß den nachfolgenden Bestimmungen jeweils für alle

Fahrzeuge eines Herstellers mit der Aerodynamik Variante 2009 geändert, wenn

dementsprechend ein Fahrzeug nach dem endgültigen Ergebnis des Wertungslaufs

einer DTM-Veranstaltung den achten Platz oder eine bessere Platzierung erreicht hat.

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Die Fahrzeuge werden entsprechend ihrer jeweiligen Aerodynamik Variante separat

betrachtet.

Erstplatzierter Hersteller (Aerodynamik Variante 2009) = + 5 kg. .

Zweitplatzierter Hersteller

(Aerodynamik Variante 2009) = - 5 kg

Das geänderte Mindestgewicht gilt für die gesamte folgende DTM-Veranstaltung.

Belegt kein Fahrzeug einer Aerodynamik Variante 2009 nach dem endgültigen Ergebnis

des Wertungslaufs einer DTM-Veranstaltung den achten Platz oder eine

bessere Platzierung, erhalten beide Hersteller eine Gewichtsreduzierung von 5 kg,

wenn aufgrund des Ergebnisses einer vorhergehenden DTM-Veranstaltung eine

Abweichung zu dem in Artikel S 26.1.1 aufgeführten Mindestgewicht besteht.

26.1.3 Geändertes Mindestgewicht - Aerodynamik Variante 2007/2008

Das Mindestgewicht wird jeweils für alle Fahrzeuge eines Herstellers mit einer Aerodynamik

Variante 2007/2008 nach dem Ergebnis des Wertungslaufs einer DTM-

Veranstaltung geändert. Es wird das jeweils bestplatzierte Fahrzeug eines Herstellers

mit einer Aerodynamik Variante 2007/2008 für die Zuteilung des geänderten

Mindestgewichts zu Grunde gelegt. Hierbei gilt:

Bestplatzierter Hersteller

Zweitplatzierter Hersteller

(Aerodynamik Variante 2007/2008) = + 5 kg

(Aerodynamik Variante 2007/2008) = - 5 kg

Das geänderte Mindestgewicht gilt für die gesamte folgende DTM-Veranstaltung.

Belegt kein Fahrzeug einer Aerodynamik Variante 2007/2008 nach dem endgültigen

Ergebnis des Wertungslaufs einer DTM-Veranstaltung den achten Platz oder

eine bessere Platzierung, erhalten alle Fahrzeuge mit einer Aerodynamik Variante

2007/2008 eine Gewichtsreduzierung von 5 kg, wenn aufgrund des Ergebnisses

einer vorhergehenden DTM-Veranstaltung bereits eine Abweichung zu dem in Artikel

S 26.1.1 aufgeführten Mindestgewicht besteht.

Es wird jeweils nach dem endgültigen Ergebnis des Wertungslaufs aller DTM-Veranstaltungen

der Saison 2010 das Mindestgewicht für die Fahrzeuge der verschiedenen

Aerodynamik Varianten (Jahrgänge) entsprechend den vorstehenden Bestimmungen

des Artikels S 26.1.1 erneut festgelegt, jedoch, ausgehend von dem

Mindestgewicht gemäß Artikel S 26.1.1, nur bis zu einer Erhöhung in maximal drei

Schritten (+15 kg) bzw. einer Reduzierung in maximal zwei Schritten (-10 kg).

26.2 Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, das Gewicht ihrer Fahrzeuge und

Fahrer während der Veranstaltung auf der vom Technischen Delegierten bestimmten

Waage zu überprüfen. Die Zeiten für diese Überprüfungen werden den Teilnehmern

vor jeder Veranstaltung mitgeteilt.

32


26.3 Jeder Fahrer muss während des Wiegens seine vollständige Fahrerbekleidung

gemäß Anhang L, Kapitel III zum ISG sowie das vorgeschriebene Kopfrückhalte-System

tragen.

Die Fahrzeuge werden wie folgt gewogen:

26.4 Das Wiegen während der Freien Trainings und des Qualifying erfolgt in

dem durch den Technischen Delegierten festgelegten Wiegebereich. Wird einem

Fahrer signalisiert, dass sein Fahrzeug zum Wiegen ausgewählt wurde, muss er auf

dem kürzesten Weg zum Wiegebereich fahren und den Motor abschalten.

26.5 Das Fahrzeug wird zusammen mit dem Fahrer gewogen und der Fahrer

oder ein Teammitglied erhält eine schriftliche Information über das festgestellte

Fahrzeug-Gewicht. Der Fahrer darf während des Wiegevorgangs keine Bewegungen

machen, die das Wiegeergebnis beeinflussen.

26.6 Kann ein Fahrzeug den Wiegebereich aus eigener Kraft nicht erreichen,

wird es ausschließlich durch Sportwarte zum Wiegebereich gebracht.

26.7 Bleibt ein Fahrzeug während des Qualifying oder des Wertungslaufes auf

der Rennstrecke liegen und der Fahrer verlässt sein Fahrzeug, so muss er sich zur

Feststellung seines Gewichts sofort zum Wiegebereich begeben.

26.8 Wird bei einem Wiegevorgang eine Unterschreitung des aktuell für das

betreffende Fahrzeug geltende Mindestgewichts festgestellt, werden das betreffende

Fahrzeug zusammen mit dem Fahrer sofort im Anschluss ein zweites und ein

drittes Mal auf derselben Waage und im selben Zustand gewogen. Der Höchstwert

dieser insgesamt drei Wiegungen gilt als tatsächliches Gewicht des Fahrzeugs.

26.9 Für das ermittelte Gewicht wird eine Messtoleranz von 2 kg berücksichtigt.

Das Wiegeergebnis ist eine Sachrichterentscheidung.

26.10 Ohne Zustimmung der Technischen Kommissare darf weder der Fahrer

den Wiegebereich verlassen noch darf das Fahrzeug entfernt werden.

26.11 Wenn ein Fahrer sein Fahrzeug verlassen möchte, bevor es gewogen wurde,

muss er sein Gewicht durch die Technischen Kommissare feststellen lassen,

damit sein Gewicht dem des Fahrzeugs hinzugerechnet werden kann.

26.12 Nach den jeweiligen Sektionen des Qualifying und dem Wertungslauf

müssen sich alle platzierten Fahrer zur Feststellung ihres Gewichts sofort vom Parc

Fermé zum Wiegebereich begeben.

26.13 Fahrzeuge, die zum Wiegen bestimmt wurden, unterliegen Parc Fermé

Bestimmungen. Keine Substanz darf dem Fahrzeug hinzugefügt bzw. vom Fahr-

33


zeug entfernt werden, nachdem es zum Wiegen bestimmt wurde. Gleiches gilt

während des Wiegevorgangs oder nach dem Ende des Wertungslaufs. Ausgenommen

hiervon sind Handlungen der Technischen Kommissare.

26.14 Alle während des Qualifying und des Wertungslaufs ausgetauschten

Fahrzeugteile müssen der Technischen Abnahme ohne Aufforderung zur Kontrolle

zur Verfügung gestellt werden. Die vom Fahrzeug entfernten Teile werden von den

TK-Helfern nach Bedarf markiert und dürfen anschließend in keiner Weise modifiziert

werden. Diese Teile müssen bis zur Freigabe durch die Technischen Kommissare

in der Box des entsprechenden Teams im Sichtbereich der TK-Helfer verbleiben.

Diese Teile können bei der Ermittlung des Gewichts anstatt der

ausgetauschten Teile berücksichtigt werden.

26.15 Die Unterschreitung des Mindestgewichts im Qualifying wird mit der

Nichtwertung des betreffenden Fahrers bestraft. Der betroffene Fahrer darf jedoch

vom letzten Startplatz zum Wertungslauf starten.

Die Unterschreitung des Mindestgewichts im Wertungslauf wird mit Wertungsausschluss

bestraft.

26.16 Der Teilnehmer ist dafür verantwortlich, dass das unter seiner Bewerbung

eingesetzte Wettbewerbsfahrzeug zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung nach Weisung

der Sport- oder Technischen Kommissare unmittelbar auf die angewiesene

Waage gebracht werden kann. In jedem Fall unterliegt das Fahrzeug vom Moment

der Anweisung bis zum Abschluss des Wiegens den Parc Fermé Bestimmungen.

Darüber hinaus unterliegen der Weg zum Wiegebereich und der Wiegebereich

selbst den Parc Fermé Bestimmungen. Nur die zuständigen Sportwarte und deren

Helfer haben Zutritt zum Wiegebereich. In diesem Bereich sind nur Tätigkeiten am

Fahrzeug zugelassen, die von den vorgenannten Personen ausdrücklich erlaubt

werden. Wird ein Fahrzeug trotz Aufforderung nicht zum Wiegen gebracht, so erfolgt

durch die Technischen Kommissare eine Meldung an die Sportkommissare.

26.17 Die DTM-Kommission hat das Recht, während der Saison, zwischen zwei

Veranstaltungen die Vorgaben für geänderte Mindestgewichte sowie weitere Platzierungsgewichte

zu beschließen.

ARTIKEL S 27 ALLGEMEINE FAHRZEUGBESTIMMUNGEN

Fernsehkameras und -antennen

27.1 Die Teilnehmer sind verpflichtet, während der Veranstaltung die von der

ITR zugewiesenen Inboardkameras im entsprechenden Fahrzeug nach den Vorgaben

der ITR am definierten Platz zu montieren (gegebenenfalls sind entsprechende

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Befestigungspunkte im Fahrzeug zu schaffen) und zu betreiben. Für die von der ITR

zugewiesene TV-Kamera in einem Wettbewerbsfahrzeug gelten die folgenden Einbauvorschriften:

• Der Akkumulator und der Auswerter müssen so im Fahrzeug angebracht sein,

dass sich die äußersten Punkte ihrer Gehäuse jeweils maximal 700 mm vor

bzw. hinter der Radstandsmitte befinden (x = max. ± 700 mm).

• Beide Geräte müssen in Fahrtrichtung rechts von der Fahrzeugmittelebene

montiert sein.

• Die Gehäuseunterkanten der Geräte müssen sich mindestens 230 mm über der

Referenzebene (z = 0) befinden.

27.2 Alle Wettbewerbsfahrzeuge, die von der ITR keine TV-Kamera zugewiesen

bekommen, müssen einen Kameraersatzballast im Fahrzeug anbringen. Dieser Ersatzballast

muss zu jedem Zeitpunkt einer Veranstaltung im Fahrzeug vorhanden sein. Der

Ersatzballast muss aus Stahl bestehen sowie eine Mindesthöhe von 20 mm und ein

Mindestgewicht von 6,0 kg aufweisen. Es gelten die folgenden Einbauvorschriften:

• Ersatzballast muss so im Fahrzeug angebracht sein, dass sich die äußersten

Punkte jeweils maximal 700 mm vor bzw. hinter der Radstandsmitte befinden

(x = max. ± 700 mm).

• Der Ersatzballast muss in Fahrtrichtung rechts von der Fahrzeugmittelebene

montiert sein.

• Die Unterkanten des Ersatzballasts müssen sich mindestens 330 mm über der

Referenzebene (z = 0) befinden.

• Es muss möglich sein, den Ersatzballast innerhalb von fünf Minuten aus dem

Wettbewerbsfahrzeug zu entfernen.

27.3 Das Gewicht der TV-Kamera bzw. des Ersatzballasts hat keinen Einfluss

auf die vorgeschriebenen Mindestgewichte gemäß Artikel S 26. Im vollständig

montierten Zustand müssen alle Halterungen und Befestigungspunkte der TV-Kamera

sowie des Ersatzballasts einer Beschleunigung von mindestens 25 g widerstehen

können.

27.4 Alle Fahrzeuge müssen die zur Verfügung gestellten Fernsehantennen beziehungsweise

die Antennenattrappen, bezogen auf die Fahrzeuglängsachse, mittig

im hinteren Bereich des Fahrzeugdachs montiert haben. Die am Fahrzeug montierte

Antenne oder Antennenattrappe wird bei der Ermittlung der Karosseriehöhe gemäß

Artikel T 5.1.2 des Technischen Reglements nicht berücksichtigt.

27.5 Es muss der von der offiziellen Zeitnahme (derzeit die Firma WIGE) zur

Verfügung gestellte Zeitnahmetransponder (A-Transponder) eingebaut werden und

während der gesamten Veranstaltung funktionsfähig sein. Der A-Transponder muss

fest am Fahrzeug montiert sein und darf im Verhältnis zum Koordinatensystem des

Fahrzeugs keine Bewegungsmöglichkeit haben. Der A-Transponder muss sich im

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echten vorderen Radhaus befinden. Der A-Transponder muss in Bezug zu seiner

Längsachse vertikal montiert sein (maximal zulässige Neigung +/- 10 Grad). Die

Gehäuseunterkante des A-Transponders muss sich mindestens 150 mm oberhalb

der Referenzebene (z = 0) befinden. Der A-Transponder muss innerhalb eines kegelförmigen

Bereichs von mindestens 10 Grad freie Sicht zum Boden haben. Der A-

Transponder muss ohne Trennstelle (Schalter, Relais etc.) direkt mit dem Hauptstromkreis

(nicht Zündstromkreis) des Fahrzeugs verbunden sein. Auf Anweisung

des DMSB oder der ITR können die Teilnehmer verpflichtet werden, zusätzliche

Zeitnahmetransponder oder sonstige Geräte, zur Ermittlung von Rundenzeiten, der

Überwachung der Geschwindigkeit in der Boxengasse, der Frühstarterkennung und

der Standzeit bei einem Boxenstopp, betriebsbereit zu installieren.

Dies gilt gegebenenfalls auch für einen zweiten Zeitnahmetransponder (B-Transponder).

Diese B-Transponder müssen fest am Fahrzeug montiert sein und dürfen

im Verhältnis zum Koordinatensystem des Fahrzeugs keine Bewegungsmöglichkeit

haben. Die B-Transponder müssen sich im linken vorderen Radhaus befinden und

dort in Relation zum Koordinatensystem des Fahrzeuges spiegelsymmetrisch zum

bereits vorhandenen A-Transponder angebracht sein. Die Toleranz beträgt maximal

10 mm in jede Richtung.

Die Einhaltung der vorstehenden Bestimmungen wird durch die Technischen Kommissare

überwacht.

Telemetrie / Sprechfunk

27.6 Die Übermittlung von Daten und/oder Signalen jeder Art an eine fahrzeugfremde

Station/Einrichtung und umgekehrt während der Fahrt des Wettbewerbsfahrzeuges,

ist verboten. Ausgenommen hiervon sind:

• zulässige Informationen die mittels Anzeigetafel von der Boxenmauer zum Fahrzeug

übermittelt werden

• Signale, die ausschließlich zur Bestimmung der Runden- bzw. Sektorzeiten dienen

(Laptrigger - Signale)

• Körperbewegungen, -zeichen des Fahrers

• Verbale Kommunikation mittels zugelassenen Sprechfunksystems

• Funksignale der offiziellen TV-Kameras inklusive der unidirektionalen Übertragung

der Signale für Fahrzeuggeschwindigkeit, Gang und Gaspedalstellung

Mit Ausnahme der vorstehenden Punkte ist Daten/Signal-Verkehr über Infrarot, Laser,

digitale/analoge Funkschnittstellen und ähnliche Systeme von und zum Fahrzeug

während einer Veranstaltung verboten. Diese Einrichtungen dürfen während

einer Veranstaltung nicht im Wettbewerbsfahrzeug vorhanden sein.

Am stehenden Fahrzeug ist die Messung der Reifen- und Bremsentemperaturen

durch Infrarotmessgeräte zulässig.

27.7 Folgende Funk-Frequenzen sind 2010 ausschließlich für die Rennleitung

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und die Streckensicherung reserviert:

• 165.19 MHz

• 165,99 MHz (Safety Car)

• 451,6125 MHz (Team Informationskanal)

Darüber hinaus können bei den DTM-Veranstaltungen weitere Funk-Frequenzen

reserviert werden. Diese werden am offiziellen Aushang des Veranstalters veröffentlicht.

Jedes Team, jeder Hersteller, jeder Lieferant und jede andere Person oder

Einrichtung, die mit einem Teilnehmer in Zusammenhang steht, hat diese Funk-

Frequenzen freizuhalten. Es ist den Teilnehmern verboten, die hier genannten Frequenzen

zu nutzen, abzuhören oder abhören zu lassen.

27.8 Jeder Verstoß gegen die vorstehende Bestimmung führt zum Ausschluss

des betreffenden Teilnehmers von der Veranstaltung.

Unfalldaten-Schreiber (ADR)

27.9 Alle Fahrzeuge, für die ein DMSB Wagenpass nach dem 1. Januar 2009

erstellt wurde, müssen mit einem Unfalldaten-Schreiber ausgerüstet sein.

27.10 Die Unfalldaten-Schreiber werden den Teilnehmern durch den DMSB kostenpflichtig

zur Verfügung gestellt. Die Geräte sind Eigentum des DMSB.

Der DMSB wird den Teilnehmern die Spezifikation des Unfalldaten-Schreibers mitteilen.

Sie müssen entsprechend den Vorgaben des Herstellers (in 2010 EM Motorsport)

eingebaut werden. Die Teilnehmer sind verpflichtet, den Unfalldaten-Schreiber

betriebsbereit zu halten, wenn das Fahrzeug auf der Rennstrecke fährt.

27.11 Die Teilnehmer sind verpflichtet, den Technischen Kommissaren jederzeit

das Auslesen der Daten bzw. den Austausch der Geräte zu ermöglichen.

ARTIKEL S 28 MOTOREN UND GETRIEBE-/DIFFERENZIALEINHEIT

28.1 Für alle DTM-Veranstaltungen sind ab dem Beginn der ersten DTM-Veranstaltung

bis zum Ende des letzten Wertungslaufs im Jahre 2010 für jeweils zwei

eingeschriebene Fahrer maximal drei Motoren zugelassen (Ausnahme siehe Artikel

28.11b). Alle Motoren, die bei einer DTM-Veranstaltung 2010 eingesetzt werden

sollen, müssen bis spätestens zwei Wochen vor der Technischen Abnahme der ersten

DTM-Veranstaltung des Jahres 2010 dem Technischen Delegierten bzw. den

Technischen Kommissaren zur Verplombung vorgeführt werden. Nach diesem Zeitpunkt

ist es nicht mehr möglich, Motoren für Fahrer einer eingeschriebenen Marke

anzumelden. Auch dann nicht, wenn während der Saison andere Modelle der gleichen

Marke erstmals an der DTM 2010 teilnehmen.

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28.2 Beteiligt sich ein Hersteller/eine Marke erstmals erst nach der ersten Veranstaltung

der DTM 2010 an einer DTM-Veranstaltung, gilt das zuvor und nachstehend

definierte Motorenhandling für den Zeitraum ab der ersten Technischen Abnahme,

bei der Fahrzeuge der betreffenden Marke vorgeführt und abgenommen

werden.

28.3 Mindestens die folgenden Bauteile der Motoren werden miteinander verplombt:

1 Ventildeckel und Zylinderköpfe

2 Motorblock und Ölwanne

Der Bewerber ist dafür verantwortlich, dass die oben genannten Teile durch die

vom Technischen Delegierten bestimmten Plomben so gesichert werden können,

dass ein Trennen der miteinander verplombten Bauteile nicht ohne die Zerstörung

der Verplombung möglich ist. Der Technische Delegierte kann weiterhin Anzahl und

Anbringungsorte von Plomben nach eigenem Ermessen festlegen.

28.4 An den Motoren darf sich keine nicht verplombte Öffnung befinden (Ölablassschraube

mit Maximaldurchmesser 30 mm, Ansaug- und Abgaskanäle und

Zündkerzenloch ausgenommen), durch die ein Zugriff auf bewegliche Teile, die innerhalb

des Motorblocks (Lagerböcke der Kurbelwelle sind im Sinne dieser Regelung

auch innerhalb des Motorblocks) oder innerhalb des Zylinderkopfs (Lagerböcke

der Nockenwellen sind im Sinne dieser Regelung auch innerhalb des

Zylinderkopfs) liegen, möglich ist.

28.5 Kein mechanisches Bauteil innerhalb der verplombten Motoren darf bis

zum Ende des letzten Wertungslaufs des Jahres 2010 bearbeitet, demontiert oder

ausgetauscht werden.

28.6 Im Zeitraum vom Beginn der Technischen Abnahme der ersten DTM-Veranstaltung

bis zum Ende des letzten Wertungslaufes im Jahr 2010 darf in Absprache

mit dem Technischen Delegierten bzw. den benannten Technischen Kommissaren

an jedem verplombten Motor das Ventilspiel maximal 2 Mal überprüft und

eingestellt werden. Für diese Wartungsarbeiten werden im Beisein des Technischen

Delegierten oder eines hierfür benannten Technischen Kommissars die Ventildeckel-Plomben

entfernt. Mit Ausnahme der Ausgleichsscheiben für die Einstellung

des Ventilspiels, Dichtungs- und Befestigungsmaterial darf bei diesen

Wartungsarbeiten kein Teil des Motors gewechselt oder bearbeitet werden. Die

Ventilspielkontrolle muss innerhalb eines Arbeitstages zwischen 8 und 18 Uhr

durchgeführt werden. Nach der Beendigung der Wartungsarbeit werden die Motoren

vom Technischen Delegierten oder seinem Beauftragten wieder verplombt.

28.7 Wird ein Motor durch einen Unfall beschädigt, darf der betreffende Motor

instand gesetzt werden. Es werden jedoch nur solche Beschädigungen berücksichtigt,

deren Ursache mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf die durch

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den Unfall verursachten, unmittelbaren mechanischen Einwirkungen auf den Motor,

unter Berücksichtigung dessen Zustands zum Zeitpunkt des Unfalls, zurückzuführen

sind. Die abschließende Entscheidung über die Anerkennung derartiger unfallbedingt

beschädigter Teile treffen die Sportkommissare auf der Grundlage der Begutachtung

des Schadens durch den Technischen Delegierten.

Unfallbedingte Reparaturen, bei denen eine Entfernung der offiziellen Plomben notwendig

ist, dürfen nur im Beisein des Technischen Delegierten oder seines Beauftragten

durchgeführt werden. Die ausgetauschten Teile werden vom Technischen

Delegierten gelistet und veröffentlicht. Der Technische Delegierte gewährt den Austausch

oder das Bearbeiten von unfallbeschädigten Motorteilen nur dann, wenn sichergestellt

ist, dass durch diese Maßnahmen keinerlei Weiterentwicklungsmaßnahmen

möglich sind. Die Beweispflicht darüber liegt beim Bewerber.

28.8 Im Zeitraum vom Beginn der Technischen Abnahme der ersten DTM-Veranstaltung

bis zum Ende des letzten Wertungslaufes im Jahr 2010 dürfen in Absprache

mit dem Technischen Delegierten bzw. den Technischen Kommissaren

verplombte Motoren zur technischen Durchsicht geöffnet werden. Hierfür gelten die

folgenden Bedingungen:

Die Motorinspektion muss innerhalb eines Arbeitstages im Beisein des Technischen

Delegierten oder seines Beauftragten durchgeführt werden.

Der Umfang der Inspektionsarbeiten ist im Anhang 1 dieses Reglements festgelegt. Es

dürfen nur Dichtungen und Befestigungsteile sowie Ventileinstellscheiben ersetzt werden.

Die Anzahl der erlaubten Motorinspektionen innerhalb des oben genannten Zeitraumes

wird wie folgt festgelegt:

1) Bis zu vier eingeschriebene Fahrzeuge je Marke: maximal 1 Motorinspektion

2) Bis zu acht eingeschriebene Fahrzeuge je Marke: maximal 2 Motorinspektionen

3) Mehr als acht eingeschriebene Fahrzeuge je Marke: maximal 3 Motorinspektionen

4) Mehr als zwölf eingeschriebene Fahrzeuge je Marke: maximal 4 Motorinspektionen

28.9 Unter keinen Umständen darf ein Fahrzeug mit einem unverplombten Motor

oder mit mehr als einer beschädigten Plombe am Motor an einer DTM-Veranstaltung

teilnehmen.

28.10 Fahrer, in deren Fahrzeug ein Motor mit fehlenden Plomben oder mehr als

einer beschädigten Plombe festgestellt wird, starten bei den nächsten beiden der

Entdeckung folgenden Wertungsläufen von der letzten Startposition, unabhängig davon,

welche Platzierung sie bei den betreffenden Veranstaltungen im Qualifying erreicht

haben. Darüber hinaus erhalten sie bei der Veranstaltung, bei der die Unregelmäßigkeit

festgestellt wurde, keine Punkte. Eine Teilnahme an weiteren Test- und

Trainingsläufen sowie Wertungsläufen ist aber nur mit einem Motor möglich, der vor

der ersten Technischen Abnahme für den betreffenden Fahrer, zumindest aber für

Fahrzeuge der betreffenden Marke vom Technischen Delegierten oder seinem Be-

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auftragten verplombt wurde und dessen Plomben in einwandfreiem Zustand sind.

28.11 Spätestens am 20. April 2010 müssen die Teilnehmer dem Technischen

Delegierten schriftlich mitteilen, welche drei verplombten Motoren welchen beiden

Fahrern verbindlich zugeteilt werden. Die Motoren verbleiben bei den Teilnehmern

und dürfen unter Einhaltung der folgenden Bestimmungen benutzt werden.

28.11a Die beiden Fahrer, die sich ein Motorenkontingent teilen (im Folgenden

„Partner“ genannt), müssen nicht im selben Team genannt sein. Es ist nicht zulässig,

für einen Fahrer mehrere Partner zu benennen.

28.11b-1) Sind von einer Marke eine ungerade Anzahl von Fahrzeugen/Fahrern

eingeschrieben, hat der Fahrer, für den kein Partner für das Teilen des Motorenkontingents

benannt ist, nur dann Anspruch auf einen Ersatzmotor, wenn er im Jahr

2009 an der DTM nicht teilgenommen hat, oder nicht unter den ersten zehn der

DTM Fahrer-Jahreswertung 2009 platziert war.

Beteiligt sich ein eingeschriebener Fahrer, außer in Fällen höherer Gewalt, nicht an

DTM-Veranstaltungen, hat der Fahrer, dessen benannter Partner nicht teilnimmt,

keinen Anspruch mehr auf einen Ersatzmotor. Und zwar bei der Veranstaltung, bei

der der benannte Partner nicht teilnimmt.

28.11b-2) Fahrzeuge, die in Übereinstimmung mit dem Technischen Reglement

(Klasse-1-Fahrzeuge) der DTM 2007 und den entsprechenden DTM Homologationsbestimmungen

2010 vorbereitet wurden, dürfen, abweichend von Artikel S

28.1, in der Saison 2010 je Fahrzeug maximal 2 Motoren verwenden. Die Motoren

sind fahrzeugbezogen zugeteilt.

28.11c Fahrer dürfen in Fahrzeugen des Modelljahrs 2008 oder 2009, nur mit

Motoren an DTM-Veranstaltungen teilnehmen, die ihnen, wie unter Artikel S 28.11

beschrieben, zugeteilt wurden.

28.11d Jeder zugeteilte Motor muss während der Saison 2010 bei mindestens 4

DTM-Wertungsläufen von einem oder beiden zugeteilten Fahrer verwendet werden.

Wird ein Motor bei weniger als 4 DTM Wertungsläufen verwendet, ohne dass es

dafür in diesem Reglement eine Legitimation gibt, werden dem entsprechenden

Team in der Teamwertung 10 Wertungspunkte aberkannt.

28.11e Spätestens 1 Stunde nach dem Roll-out einer Veranstaltung müssen die

Teilnehmer dem Technischen Delegierten schriftlich mitteilen, welcher Motor von

welchem Fahrer bei der betreffenden Veranstaltung genutzt wird. Danach ist ein

straffreier Motorwechsel bei einer DTM Veranstaltung nur noch gemäß den Bestimmungen

des Artikel S 28.11f-2) zulässig.

28.11f Folgende Regelungen gelten für einen Motorwechsel während einer DTM-

Veranstaltung:

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28.11f-1)

Vor dem Beginn eines Motorwechsels ist der Technische Delegierte

des DMSB hierüber schriftlich zu informieren.

28.11f-2) Jeder Fahrer darf in der Saison 2010 während einer DTM-Veranstaltung

seiner Wahl einmal einen Motor bis zum Beginn des Warm up gegen einen anderen

Motor aus seinem verplombten Kontingent straffrei tauschen. Wechselt der betreffende

Fahrer bei einer folgenden Veranstaltung erneut einen Motor vor dem Beginn des

Warm up, startet er bei dieser Veranstaltung vom letzten Startplatz; unabhängig davon,

welchen Platz er im Qualifying erzielt hat. Pro Hersteller/Marke darf zusätzlich in

der Saison 2010 bei einer (1) DTM Veranstaltung einmal (1) ein Motor nach dem Beginn

des Qualifying straffrei getauscht werden, vorausgesetzt, der eingewechselte

Motor kommt aus dem verplombten Kontingent des betreffenden Fahrers.

28.11f-3) Wird ein Motor gemäß den vorstehenden Bestimmungen bei einer

DTM Veranstaltung gewechselt und gemäß Artikel S 28.7 wiederhergestellt oder

ohne Öffnung einer der nach Artikel S 28.3 erforderlichen Plomben instandgesetzt,

so darf dieser Motor in der Saison 2010 im Rahmen seiner Zuordnung wieder verwendet

werden. Ist eine Instandsetzung des betreffenden Motors unter den zuvor

beschriebenen Bedingungen nicht möglich, entfällt die Verpflichtung, ihn bei 4 Wertungsläufen

zu verwenden.

28.11g Jeder Teilnehmer kann beim Technischen Delegierten den Antrag stellen,

einen Motor zu verwenden, der zwar gemäß Artikel S 28.1 verplombt wurde, ihm

aber nicht zugeteilt (siehe Artikel S 28.11) wurde. Die Entscheidung darüber, ob dieser

Antrag genehmigt wird, obliegt den Sportkommissaren. Wird dem Antrag stattgegeben,

muss der betroffene Fahrer bei den nächsten beiden, dem Wechsel folgenden

Wertungsläufen, vom letzten Startplatz starten, unabhängig davon,

welchen Platz der Fahrer beim Qualifying der beiden Veranstaltungen erzielt hat.

28.11h nicht vergeben.

28.11i Fahrer, die zwischen zwei DTM-Veranstaltungen die Marke wechseln,

dürfen die folgenden Wertungsläufe nur mit einem Motor bestreiten, der zuvor einem

anderen Fahrer dieser Marke zugeteilt und verplombt war. Einzige Ausnahme:

Der Fahrer wechselt zu einer Marke, deren Fahrzeuge erstmals an einer DTM-Veranstaltung

teilnehmen. In diesem Fall können dem betreffenden Fahrer neue Motoren

zugeteilt werden.

28.11j Wird ein Fahrer, der sich mit einem anderen Fahrer ein Motorkontingent

teilt, durch einen anderen Fahrer ersetzt, wird wie folgt verfahren:

1 Der Ersatzfahrer hat bis dahin an noch keiner DTM-Veranstaltung 2010 oder mit

Fahrzeugen einer anderen Marke teilgenommen:

Der Ersatzfahrer übernimmt bezüglich der Motoren den von seinem Vorgänger hinterlassenen

Status und führt diesen dem Reglement entsprechend fort.

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2 Der Ersatzfahrer hat zuvor schon an DTM-Veranstaltungen 2010 teilgenommen:

Der Ersatzfahrer darf unverändert nur mit Motoren an DTM-Veranstaltungen 2010

teilnehmen, die ihm zu Beginn der Saison zugeteilt wurden.

28.11k Unabhängig von den vorstehenden Bestimmungen hat jeder Bewerber

das Recht, aufgrund eines Antrages, der über den DMSB bei der DTM-Kommission

eingereicht wird, für die unter seiner Bewerbung eingeschriebenen Fahrer, Motoren

auch nach dem ersten Wertungslauf der Saison 2010 durch den Technischen Delegierten

oder seinen Beauftragten verplomben und zuteilen zu lassen. Wird ein solcher

Antrag genehmigt, startet der betroffene Fahrer bei allen noch verbleibenden

Wertungsläufen der Saison 2010 aus der letzten Startposition.

28.12 Die DTM-Kommission hat das Recht, jederzeit Abweichungen von den Bestimmungen

des Artikel S 28 zu genehmigen und neue Bestimmungen zu erlassen.

28.13 Bei den DTM-Veranstaltungen 2010 muss jedes Fahrzeug wahlweise mit

einer Getriebe-Differenzialeinheit des Typs DTM/ITR G01 (X-TRAC) oder des Typs

DTM/ITR G02 (HEWLAND) ausgerüstet sein. Die jeweilige Getriebe-Differenzialeinheit

muss zu jedem Zeitpunkt einer Veranstaltung in allen Teilen den bei ITR und

DMSB hinterlegten, aktuellsten Zeichnungsständen entsprechen. Hewland Bauteile

dürfen nicht in einem X-Trac Getriebe verwendet werden und umgekehrt.

28.14 Es dürfen nur Originalersatzteile verwendet werden, die über die Getriebe-Hersteller

bezogen wurden und dem beim DMSB hinterlegten Zeichnungsstand

entsprechen. Die Hersteller der Getriebe-Differenzialeinheiten sind verpflichtet, auf

Anforderung dem DMSB Referenzteile kostenlos zur Verfügung zu stellen.

28.15 Ein mechanisches Bearbeiten von Getriebe- und Differenzialbauteilen ist

verboten. Jegliche nachträgliche Oberflächenbehandlung von Getriebe- und Differenzialbauteilen

ist verboten.

28.16 Ein Verändern der Übersetzungsverhältnisse einzelner Gangradpaare ist

verboten.

28.17 Die Nutzung der im Technischen Reglement definierten und vom DMSB

registrierten neun Zahnradpaare im Vorgelege der vorgeschriebenen Getriebe-Differenzialeinheiten,

liegt zu jedem Zeitpunkt einer DTM-Veranstaltung im Ermessen

der Teilnehmer. Die sich daraus ergebende Änderung des Gesamtübersetzungsverhältnisses

ist zulässig.

Die Einstellung des Sperrgrades darf nur durch die in den Herstellerzeichnungen zu

diesem Zweck vorgesehenen und in der beim DMSB hinterlegten Ersatzteil-Liste

geführten, originalen Teile beziehungsweise durch die spezielle, in dem beim DMSB

hinterlegten Zeichnungsstand fixierte Vorrichtung erfolgen.

28.18 Die Spezifikation des Getriebeöls ist freigestellt.

42


ARTIKEL S 28 A AERODYNAMIK

28a.1 Zwischen der ersten Technischen Abnahme eines Fahrzeugs und dem

letzten Wertungslauf einer Saison darf sich die äußere Form (alle vom Luftstrom

berührten Teile) der Fahrzeuge nicht ändern. Einzige Ausnahme: siehe Artikel .

S 28a.4.

Für jedes Fahrzeugmodell darf pro Jahr jeweils nur eine Aerodynamik Variante homologiert

werden.

28a.2.a Am 1. April 2010 wird für alle Fahrzeuge einer Marke die Form und die

Position der im Technischen Reglement (Artikel T 5.7 – T 5.13.a) definierten aerodynamischen

Vorrichtungen (Aerodynamik-Variante) und die äußere Form der Karosserie

(Fahrzeugmodell) verbindlich für alle DTM-Veranstaltungen 2010 festgelegt

und vom DMSB mit dem entsprechenden Homologationsformular

dokumentiert. Die jeweilige Aerodynamik-Variante darf nur in ihrer Gesamtheit verwendet

werden. Die Verwendung von Bauteilen unterschiedlicher Aerodynamik-Varianten

während einer Saison ist nicht zulässig.

In der Saison 2010 sind ausschließlich vollständige Aerodynamik-Varianten der Homologationsjahre

2007, 2008 und 2009 zulässig.

28a.2.b Für Fahrzeuge einer Marke, von der bis dahin noch keine Fahrzeuge bei

der DTM 2010 abgenommen waren, werden die Form und die Position der aerodynamischen

Anbauteile (Aerodynamik-Variante) und die äußere Form der Karosserie

(Fahrzeugmodell), spätestens 8 Tage vor der ersten Technischen Abnahme verbindlich

für alle verbleibenden DTM-Veranstaltungen der Saison festgelegt und vom

DMSB registriert.

28a.2.c Bei der ersten Technischen Abnahme der Saison 2010 wird jeweils für jeden

eingeschriebenen Fahrer das Fahrzeugmodell und die Aerodynamik-Variante

für alle DTM-Veranstaltungen der Saison 2010 verbindlich festgelegt. Kein Fahrer

darf an einer DTM-Veranstaltung mit einem Fahrzeug teilnehmen, das nicht dieser

Festlegung entspricht. Der jeweilige Bewerber erhält hierüber einen schriftlichen

Nachweis. Ein Wechsel des Fahrzeugmodells und/oder der Aerodynamik-Variante

ist für einen Fahrer nach dieser Festlegung nur aufgrund einer schriftlichen Genehmigung

durch die DTM-Kommission möglich.

28a.2.d Für während der Saison 2010 hinzukommende Fahrer wird die Festlegung

des Fahrzeugmodells und der Aerodynamik-Variante bei der ersten DTM-Veranstaltung

vorgenommen, an der der betreffende Fahrer teilnimmt. Diese Fahrer können

jedoch ausschließlich eine bereits für das entsprechende Fahrzeugmodell und für

die Saison 2010 zugelassene und registrierte Aerodynamik-Variante verwenden.

28a.3 Schablonen, die eine zweifelsfreie Kontrolle des Form- und Konturverlaufs

ermöglichen, sind vom Bewerber in Absprache mit dem Technischen Delegierten

oder seinem Beauftragten zu fertigen und im Verlauf der ersten Technischen Ab-

43


nahme eines Fahrzeugs zu übergeben. Die maximal zulässige Toleranz für die

Schablonen beträgt ±6 mm über Blech- und Verbundwerkstoff-Teilen und ±12 mm

über den Scheiben. Es ist nicht zulässig, die genannten Toleranzen der Konturschablonen

zu begrenzten und/oder für punktuelle Veränderungen der originalen Kontur

zu nutzen. Die Bewerber sind für die Passgenauigkeit der Schablonen verantwortlich.

Im Zweifel wird eine zusätzliche Überprüfung mittels der beim DMSB zu hinterlegenden

CAD-Datenfiles vorgenommen. Diese CAD-Datenfiles müssen am 1. April

2010 beim DMSB vorliegen.

Der Technische Delegierte kann jedoch jede andere, ihm als geeignet erscheinende

Kontrollmethode zur Überprüfung der äußeren Kontur und Form nutzen.

28a.4 Die Verwendung der im Technischen Reglement definierten und vom

DMSB homologierten, spiegelsymmetrischen Anbauteile für die vordere aerodynamische

Vorrichtung (siehe Technisches Reglement Artikel T 5.8.5), liegen zu jedem

Zeitpunkt einer DTM-Veranstaltung im Ermessen des Bewerbers. Jedoch müssen

die beiden Teile immer gemeinsam und in der registrierten Position verwendet werden.

Die sich daraus gegebenenfalls ergebende Änderung der äußeren Form und

Kontur des Fahrzeugs ist zulässig, sofern die vom Technischen Reglement vorgegebenen

Maximal-Abmessungen nicht überschritten werden. In keinem Fall dürfen

sich jedoch durch das Hinzufügen oder Weglassen des Anbauteils mehr als zwei

unterschiedliche Form- und Konturverläufe der äußeren Form der Karosserie ergeben.

Wird die vordere aerodynamische Vorrichtung ohne die Anbauteile genutzt, ist

es nicht erlaubt, Montageöffnungen mit Klebeband zu verschließen.

28a.5 Zu jedem Zeitpunkt einer Veranstaltung (Ausnahme: Roll-out gemäß Artikel

S 32) muss der im Technischen Reglement der DTM definierte, vollständige

Heckflügel (Endplatten, Hauptflügelprofile und das einstellbare Flügelprofil (Flap))

am Fahrzeugheck in der im Technischen Reglement vorgeschriebenen Weise montiert

sein. Die sich durch unterschiedliche Einstellungen des Flaps und die Verwendung

unterschiedlicher Trimmleisten (Gurneys) ergebende Veränderung der äußeren

Karosserieform ist zulässig, sofern dadurch keine Vorgaben des Technischen

oder Sportlichen Reglements verletzt werden.

Die Technischen Kommissare verwenden zur Überprüfung der zulässigen Heckflügelprofile

gemäß Artikel T 5.9 des Technischen Reglements (Hauptflügelprofil, Unterflügelprofil

und Flap) eine Schablone. Die maximal zulässige Toleranz dieser

Schablone beträgt ± 0,5 mm.

28a.6 Die Verwendung von spalt überbrückenden Klebe- und Zierfolien ist nicht

erlaubt.

44


ARTIKEL S 28 B BREMSEN

28b.1 Zwischen dem Beginn der ersten und dem Ende der letzten DTM-Veranstaltung

2010 muss bei allen DTM-Veranstaltungen jedes Fahrzeug mit den im

Technischen Reglement beschriebenen Bremsscheiben, Bremsklötzen und Bremssätteln

ausgerüstet sein. Diese müssen in allen Teilen dem bei ITR und DMSB hinterlegten

Zeichnungsstand entsprechen.

28b.2

a) In dem unter Artikel S 28b.1 genannten Zeitraum dürfen je zwei im Rahmen

der Technischen Abnahme bei der ersten DTM-Veranstaltung 2010 benannte

Fahrer zusammen maximal 6 Satz (12 Stück) Bremsscheiben für die Vorderachse

sowie 6 Satz (12 Stück) Bremsscheiben für die Hinterachse verwenden.

b) Ist ein Fahrer für die Saison 2010 auf einem Fahrzeug genannt, für das ein

DMSB Wagenpass vor dem 1. Januar 2009 ausgestellt wurde, so werden auf

Wunsch einem solchen Fahrer, zusätzlich zu dem vorgenannten Kontingent, 4 gebrauchte

Bremsscheiben (2 Stück für die Vorderachse und 2 Stück für die Hinterachse)

zugeordnet.

c) Weiterhin gilt für einen Fahrer gemäß Artikel S 28b.2b): Werden ausschließlich

gebrauchte Bremsscheiben zum Verplomben gegeben, so beträgt das

Kontingent an gebrauchten Bremsscheiben für diesen Fahrer insgesamt maximal 5

Satz (10 Stück) Bremsscheiben für die Vorderachse sowie 5 Satz (10 Stück) Bremsscheiben

für die Hinterachse.

d) Eine Bremsscheibe gilt im Sinne der vorstehenden Punkte b) und c) als

gebraucht, wenn sie an keiner Stelle der Reibfläche eine Dicke von 34 mm oder

mehr aufweist.

Die Entscheidung über die Zulässigkeit der gebrauchten Bremsscheiben trifft der

Technische Delegierte.

e) Die Bremsscheiben werden durch den Technischen Delegierten oder seinen

Beauftragten den Fahrern zugeordnet. Zum Zweck der Zuordnung der Bremsscheiben

zu den Fahrern und der Überwachung des Kontingentes wird jede Bremsscheibe

mit mindestens zwei Plomben am Bremsentopf verplombt.

f) Die Teilnehmer sind dafür verantwortlich, dass die oben genannten Teile

durch die vom Technischen Delegierten bestimmten Plomben so gesichert werden

können, dass ein Trennen der miteinander verplombten Bauteile nicht ohne die Zerstörung

der Verplombung oder der Bauteile möglich ist. Der Technische Delegierte

oder sein Beauftragter kann weiterhin Anzahl und Anbringungsorte von Plomben

nach eigenem Ermessen festlegen. Unter keinen Umständen darf ein Fahrzeug mit

fehlenden oder mit mehr als einer beschädigten Bremsscheibenplombe an einer

DTM-Veranstaltung teilnehmen.

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28b.3 Werden Bremsscheiben unverplombt oder mit mehr als einer beschädigten

Plombe oder nicht dem entsprechenden Fahrer zugeordnete Bremsscheiben

verwendet, startet der betroffene Fahrer bei dem der Entdeckung folgenden Wertungslauf

vom letzten Startplatz – unabhängig welche Platzierung der Fahrer im

Qualifying dieser DTM-Veranstaltung erzielt hat.

28b.4 Werden bei der letzten DTM-Veranstaltung der Saison 2010 vor dem Beginn

des Wertungslaufs nicht verplombte oder nicht dem betreffenden Fahrer zugeordnete

Bremsscheiben verwendet, wird der betreffende Fahrer im Wertungslauf der letzten

DTM-Veranstaltung mit einer Drive-Through-Strafe belegt. Diese muss vor dem Absolvieren

des ersten Pflichtboxenstopps angetreten werden. Werden im Wertungslauf

der letzten DTM-Veranstaltung nicht verplombte oder nicht dem betreffenden Fahrer

vom Technischen Delegierten zugeordnete Bremsscheiben verwendet, erhält der betreffende

Fahrer einen Zeitzuschlag von 60 Sekunden auf die Gesamtfahrzeit.

28b.5 Bremsscheiben, die unfallbedingt beschädigt wurden, können mit Genehmigung

des Technischen Delegierten über das in Artikel S 28b.1 bestimmte Kontingent

hinaus, ersetzt werden. Die Entscheidung darüber obliegt allein dem Technischen

Delegierten.

28b.6 Werden Bremsscheiben durch andere Ursachen beschädigt, so können

sie mit Genehmigung des Technischen Delegierten über das in Artikel S 28b.2 bestimmte

Kontingent hinaus ersetzt werden, sofern die zu ersetzende Bremsscheibe

an keiner Stelle der Reibflächen weniger als 32 mm Gesamtdicke aufweist. Die

Entscheidung darüber obliegt allein dem Technischen Delegierten.

ARTIKEL S 29 TANKEN / KRAFTSTOFF, VERBRENNUNGSMITTEL / KÜHLUNG

29.1 Sofern die Bestimmungen des Veranstalters oder das DTM-Streckenabnahmeprotokoll

nichts anderes anweisen, ist das Be- und Enttanken der Wettbewerbsfahrzeuge

nur in den Boxen oder in der Boxengasse und unter Verwendung

von Tankanlagen mit vollständig geschlossenem Kraftstoff-Kreislauf erlaubt. Die Anschlüsse

der Zu- und Rücklaufleitung dieser Anlagen müssen mit selbst dichtenden

Schnellkupplungen versehen sein. Das Betanken mit der im Anhang 2 beschriebenen

DTM-Einheitstankkanne über die im Technischen Reglement definierten Ventile

und Kupplungen ist mit Ausnahme der freien Trainings ebenfalls zulässig.

29.2 Außerhalb der Boxen und der Boxengasse ist das Be- und Enttanken verboten.

29.3 Das Tankpersonal muss beim Betanken mit der im Anhang 2 definierten

DTM-Einheitstankkanne mit Schutzhelmen gemäß den Bestimmungen des ISG,

Anhang L, Kapitel III ausgerüstet sein.

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29.4 Während des Tankvorgangs, gleichgültig zu welchem Zeitpunkt er erfolgt,

muss an jedem Fahrzeug das betankt wird, mindestens ein Helfer des Teilnehmers,

mit einem ausreichend dimensionierten Handfeuerlöscher (Brandklasse AB, Löschschaum

AFFF) zur Brandbekämpfung bereit stehen. Mindestens einer dieser

Brandbekämpfer muss ebenfalls mit einem Schutzhelm gemäß den Bestimmungen

des ISG, Anhang L, ausgerüstet sein. Darüber hinaus hat jedes Team mindestens

zwei Löschdecken gemäß DIN 14155 im unmittelbaren Bereich des Tankvorgangs

bereit zu halten. Beim Betanken mit der im Anhang 2 definierten Tankkanne dürfen

sich, außer den unmittelbar mit dem Tanken und dem Reifenwechsel beschäftigten

Personen sowie den akkreditierten TV-Teams und Fotografen, im Umkreis von mindestens

4 Metern keine anderen Personen aufhalten. Dies gilt auch für die Boxeninnenräume.

Jeder Teilnehmer ist für die Einhaltung dieser Vorschrift selbst verantwortlich.

29.5 Alle Fahrzeuge müssen mit einem selbst dichtenden Probe-Entnahmeanschluss

ausgerüstet sein, der es den Technischen Kommissaren ermöglicht, Kraftstoff

aus dem Kraftstoffbehälter zu entnehmen. Dieser Anschluss muss ein FIAgenehmigter

Typ sein (siehe FIA Technische Liste Nr.5).

An diesem Anschluss muss ein Schlauch montierbar sein, der außerhalb des Fahrzeuges

bis zum Boden reicht und dort mit einer Absperrvorrichtung versehen ist.

Der Probeentnahmeanschluss muss im Motorraum im unabsperrbaren Bereich

zwischen der Einspritzleiste und der Kraftstoffleitung liegen.

29.6 Nur der von der ITR für die betreffenden Veranstaltungen vorgeschriebene

Kraftstoff darf verwendet werden. Zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung darf sich

nach der Technischen Abnahme ein anderer als der vorgeschriebene Kraftstoff in

einem von der Technischen Abnahme abgenommenen Fahrzeug befinden. Der gegen

Bezahlung zur Verfügung gestellte Kraftstoff ist Super Plus bleifrei und entspricht

mindestens der DIN EN-228. Jegliches Verändern des vorgeschriebenen

Kraftstoffes ist verboten. So dürfen zum Beispiel keinerlei Substanzen hinzugefügt,

entfernt oder in ihrer Konzentration verändert werden. Jegliches Vermischen mit

anderen Kraftstoffen ist verboten; auch dann, wenn dieser bei einer der vorausgegangenen

Veranstaltungen zugewiesen wurde. Für alle DTM-Veranstaltungen der

Saison 2010 wird der von der ITR vorgeschriebene Kraftstoff von der Firma ARAL

geliefert. Die Abgabe von Kraftstoff bei einer Veranstaltung erfolgt am Freitag von

07:00 bis 12:00 und von 13:30 bis 17:30 Uhr, am Samstag von 08:00 – 12:00 und

von 13:30 – 17:30 Uhr und am Sonntag von 08:00 – 12:00 Uhr am Tanklastzug der

Firma ARAL im Fahrerlager.

29.7 Als Verbrennungsmittel darf dem während der Veranstaltung für den Betrieb

des Fahrzeugs verwendeten Kraftstoff nur unveränderte Umgebungsluft zugesetzt

werden. Jede künstliche Veränderung der Zusammensetzung der Umgebungsluft

ist verboten.

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29.8 Kraftstoff darf während der Veranstaltung ausschließlich mit unveränderter

Umgebungsluft gekühlt werden.

29.9 Als Kühlelemente für die Aggregate der Fahrzeuge sind ausschließlich

chemisch unveränderte Umgebungsluft, Wasser, Frostschutzmittel und Öl erlaubt.

ARTIKEL S 29A KONTROLLEN

29a.1 Kraftstoffkontrollen

a) Bei jeder Veranstaltung wird von dem in der Ausschreibung für diese Veranstaltung

festgelegten Kraftstoff an der Rennstrecke eine Referenzprobe genommen.

Wird der Kraftstoff an der Rennstrecke in mehreren Behältern (die Kammern

eines Tankwagens sind im Sinne dieser Regelung nicht mehrere Behälter) gelagert,

wird aus jedem Behälter eine entsprechende Referenz-Probe entnommen.

Für die Kraftstoffproben werden gas- und kraftstoffdicht verschließbare Probebehälter

verwendet. Es werden drei Probenbehälter befüllt, die wie folgt verbleiben:

• ein Behälter für die Technischen Kommissare zur Untersuchung,

• ein Behälter für den Veranstalter,

• ein Behälter für den Kraftstofflieferanten.

Die Probebehälter werden gekennzeichnet und versiegelt.

b) Die Wettbewerbsfahrzeuge müssen zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung,

insbesondere nach dem Qualifying und nach dem Wertungslauf noch soviel Kraftstoff

im Kraftstoffbehälter haben, dass 0,5 kg Kraftstoff an dem in Artikel T 7.1.10

des Technischen Reglements definierten Anschluss entnommen werden kann.

c) Der Technische Delegierte bzw. die Technischen Kommissare sind zu jedem

Zeitpunkt der Veranstaltung berechtigt, Kraftstoffproben aus den Wettbewerbsfahrzeugen

entnehmen zu lassen. Für die Kraftstoffproben werden gas- und

kraftstoffdicht verschließbare Probebehälter verwendet. Es werden für jede Kraftstoffkontrolle

drei Probebehälter befüllt, die wie folgt verbleiben:

• ein Behälter für die Technischen Kommissare zur Untersuchung,

• ein Behälter für den Veranstalter,

• ein Behälter für den Teilnehmer.

Die Probebehälter werden gekennzeichnet und versiegelt.

d) Wurde der vorgeschriebene Kraftstoff vom Kraftstoff-Lieferanten an der

Rennstrecke aus mehreren Behältern ausgegeben, werden für einen Vergleich mit

den aus einem Wettbewerbsfahrzeug entnommenen Proben gegebenenfalls Proben

aus all diesen Behältern herangezogen.

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29a.2 Reifenkontrollen

a) Vor dem Beginn der Reifenausgabe an die Teilnehmer wird bei jeder Veranstaltung

von dem, für diese Veranstaltung festgelegten Reifenkontingent, an der

Rennstrecke eine Referenzprobe genommen.

b) Für die Reifenproben werden gasdicht verschließbare Probebehälter verwendet.

Es werden drei Probebehälter befüllt, die wie folgt verbleiben:

• ein Behälter für die Technischen Kommissare zur Untersuchung,

• ein Behälter für den Veranstalter,

• ein Behälter für den Reifenlieferanten.

Die Probebehälter werden gekennzeichnet und versiegelt.

c) Die während einer DTM-Veranstaltung verwendeten Reifen müssen zu jedem

Zeitpunkt der Veranstaltung der vom Reifen-Hersteller vorgegebenen Spezifikation

entsprechen. Der Technische Delegierte bzw. die Technischen Kommissare

sind zu jedem Zeitpunkt der Veranstaltung berechtigt, Reifenproben von den Wettbewerbsfahrzeugen

nehmen zu lassen. Für die Reifenproben werden gasdicht verschließbare

Probebehälter verwendet. Es werden für jede Reifenkontrolle drei Probenbehälter

befüllt, die wie folgt verbleiben:

• ein Behälter für die Technischen Kommissare zur Untersuchung,

• ein Behälter für den Veranstalter,

• ein Behälter für den Teilnehmer.

Die Probebehälter werden gekennzeichnet und versiegelt.

29a.3 Kontrolle der Bodenfreiheit

Die Bodenfreiheit der Fahrzeuge wird während der Trainingsläufe, dem Qualifying

und nach dem Wertungslauf auf der Messplatte der Technischen Abnahme überprüft.

Die vorgeschriebene Bodenfreiheit beträgt mindestens 50 mm. Der Fahrer

muss sich bei den Überprüfungen in seiner normalen Sitzposition im Fahrzeug befinden.

Wird bei einer solchen Überprüfung an einem Punkt die vorgeschriebene

Bodenfreiheit von 50 mm nicht erreicht, darf der betreffende Teilnehmer vor einer

erneuten Messung den Reifen-Luftdruck an allen vier Rädern auf maximal 2,0 bar

(200 KPa) erhöhen. Das Ergebnis der darauf folgenden Messung gilt dann als tatsächliche

Bodenfreiheit des Fahrzeuges.

Das Unterschreiten der vorgeschriebenen Bodenfreiheit wird wie folgt bestraft:

• Während einer Qualifying-Sektion oder nach dem Qualifying: Dem betreffenden

Fahrer werden alle gewerteten Rundenzeiten gestrichen.

• Nach dem Wertungslauf: Der betreffende Fahrer wird für den Wertungslauf

nicht gewertet.

29a.4 Airbox-Überprüfung

Für die Überprüfung der Dichtigkeit des Ansaugsystems des Motors verwenden die

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Technischen Kommissare eine Vorrichtung, in der sich der unter Artikel T 6.5.9 des

Technischen Reglements definierte Unterdruck aufbauen lässt. Kann in einem Ansaugsystem

der verlangte Unterdruck unter den im Technischen Reglement definierten

Voraussetzungen nicht erreicht werden, ermitteln die Technischen Kommissare

dafür die genaue Ursache. Die Sportkommissare werden über das Ergebnis

der Untersuchung informiert.

ARTIKEL S 30 ALLGEMEINE SICHERHEITSBESTIMMUNGEN,

FAHRVORSCHRIFTEN UND VERHALTENSREGELN

30.1 Die Fahrvorschriften und Verhaltensregeln sowie die Sicherheitsbestimmungen

für den Wertungslauf gelten gleichfalls für den Roll-out und alle Trainingsläufe

einschließlich warm-up und Qualifying.

Die Fahrer haben die Bestimmungen des Anhang L zum Internationalen Sportgesetz

der FIA, die die Fahrweise auf Rennstrecken regeln, zu beachten. Diese werden

durch die nachfolgenden Vorschriften dieses Artikels ergänzt.

30.2 Fahrer, die durch ihre Fahrweise andere Teilnehmer behindern oder gefährden

oder sich den Anforderungen der Veranstaltung nicht gewachsen zeigen,

können von der weiteren Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

Der Renndirektor kann von jedem Fahrer verlangen, dass er sich dem zuständigen

Arzt für eine ärztliche Untersuchung zur Verfügung stellt. Bei festgestellter Rennuntauglichkeit

wird dem betreffenden Fahrer eine weitere Teilnahme an der Veranstaltung

zu verweigert.

30.3 Jedes Anhalten vor, in oder nach einer Kurve ist verboten. Fahrer, die auf

der Strecke zum Halten kommen, müssen ihr Fahrzeug auf dem kürzesten Weg

und mit größter Vorsicht neben der Rennstrecke abstellen. Das Fahrzeug muss mit

dem Lenkrad in seiner bestimmungsgemäßen Position auf der Lenksäule und dem

Getriebe in Neutralstellung (Leerlauf) abgestellt werden. Der Fahrer muss sich anschließend,

sofern er nicht bei der Bergung seines Fahrzeuges behilflich sein kann,

sofort in einen sicheren Bereich, in jedem Fall mindestens hinter die erste Schutzlinie

begeben. Den Anweisungen der Offiziellen ist Folge zu leisten.

30.4 Die Rennstrecke wird jeweils auf beiden Seiten der Fahrbahn durch eine

weiße Linie begrenzt. Die Fahrer dürfen die Rennstrecke innerhalb der weißen Linien

auf der gesamten Breite nutzen. Befindet sich ein Fahrzeug mit allen vier Rädern außerhalb

der weißen Linien gilt dieses grundsätzlich als Verlassen der Rennstrecke.

30.5 Es ist verboten, das Fahrzeug entgegen oder quer zur Fahrtrichtung zu bewegen,

es sei denn, es ist zwingend erforderlich, um das Fahrzeug aus einer gefährlichen

Position zu bringen oder ein Sportwart hat eine entsprechende Anweisung gegeben.

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Es ist Aufgabe der Sportwarte der Streckensicherung, liegengebliebene Fahrzeuge

so schnell wie möglich an einen sicheren Ort zu verbringen, so dass dieses Fahrzeug

keine Behinderung oder Gefahr für andere Teilnehmer darstellt. Es ist jedem

Teilnehmer streng untersagt, ein Fahrzeug während eines Wettbewerbs, außer auf

Anweisung eines Sportwartes, zu schieben. Dem Fahrer darf außerhalb der Boxengasse

während den Trainingsläufen, dem Qualifying und dem Wertungslauf nur von

Sportwarten geholfen werden.

Nimmt ein Teilnehmer im Qualifying Hilfe durch Fahrzeuge der mobilen Streckensicherung

(„Mechanische Hilfeleistung“) in Anspruch, ist für diesen Teilnehmer der

betreffende Veranstaltungsteil beendet. Sollte in diesem Fall der Teilnehmer das

Qualifying bzw. den Wertungslauf dennoch fortsetzen, wird dies wie folgt geahndet:

Gefahrene Runden und Rundenzeiten werden ab dem Zeitpunkt der unerlaubten

Fortsetzung nicht mehr gewertet. Dem Teilnehmer wird zusätzlich die schwarze

Flagge gezeigt.

30.6 Falls es in diesem Reglement nicht ausdrücklich erlaubt ist, darf niemand

außer dem Fahrer ein liegengebliebenes Wettbewerbsfahrzeug berühren, es sei

denn, es befindet sich in der Boxengasse, im Fahrerlager oder in der Startaufstellung.

Die Inanspruchnahme oder Duldung fremder Hilfe durch Sportwarte der Streckensicherung

oder anderer Personen, die aus Sicherheitsgründen dringend geboten

ist, ist von vorstehender Regelung ausgenommen.

Reparaturen und sonstige Arbeiten am Wettbewerbsfahrzeug dürfen nur an/in den

zugewiesenen Boxen, im Fahrerlager und in der Startaufstellung ausgeführt werden.

Teammitglieder dürfen während des Wertungslaufes und der Trainingsläufe

die Rennstrecke nicht betreten.

30.7 Fahrer, die andere Teilnehmer offensichtlich behindern bzw. blockieren,

können mit Wertungs- oder Sportstrafen belegt werden.

30.8 Fahrer, die von der Strecke abkommen, dürfen nur so wieder auf die Strecke

zurückfahren, dass andere Teilnehmer dadurch nicht gefährdet oder behindert

werden. Teilnehmer, die sich durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil verschaffen,

können je nach den Umständen mit Wertungsstrafen oder Sportstrafen

belegt werden. Besondere Streckenteile (Bremskurven, Schikanen) können von

Sachrichtern beobachtet werden.

30.9 Jeder Fahrer, der die Rennstrecke verlassen will, muss diese Absicht rechtzeitig

anzeigen (Blinker) und diese so verlassen, dass niemand gefährdet wird. Fahrer,

die an den Boxen halten wollen, haben folgende Vorschriften strengstens zu beachten:

Sie müssen sich auf die Einfädelspur zur Boxengasse begeben und dürfen diese

nicht mehr verlassen. Ab Auffahrt auf diese Einfädelspur hat der Fahrer seine Geschwindigkeit

so herabzusetzen, dass er sein Fahrzeug ohne Gefährdung anderer

Teilnehmer oder Sportwarte an den Boxen zum Halten bringen kann. Jeder Boxenstopp

muss entweder unmittelbar vor den zugewiesenen Boxen oder in den ent-

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sprechenden Boxen des jeweiligen Teams durchgeführt werden. Innerhalb der Boxengasse

haben Fahrzeuge auf der „fast lane“ gegenüber solchen auf der „working

lane“ Vorfahrt. Nach Beendigung des Boxenstopps darf der Fahrer erst am Ende

der Boxenanlage wieder auf die Strecke fahren. Dabei hat er darauf zu achten, dass

er andere Teilnehmer weder gefährdet noch behindert. Das Einhalten der maximal

zulässigen Geschwindigkeit wird überwacht. Das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessung

ist eine Sachrichterentscheidung.

Während der gesamten Veranstaltung beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit

in der Boxengasse zwischen den beiden Markierungen (Boxeneingang/Boxenausgang)

80 km/h (60 km/h am Norisring, in Zandvoort und in Brands Hatch). Die Änderung

der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse aus Sicherheitsgründen

obliegt allein dem Renndirektor.

Das Rückwärtsfahren der Fahrzeuge mit eigener Motorkraft ist in der Boxengasse

verboten.

Das Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse wird wie

folgt geahndet:

während Roll-out, Training, Qualifying: pro km/h-Überschreitung: 50 Euro

während des Wertungslaufs: mindestens Drive Through Strafe

Eine weitere Bestrafung, insbesondere bei gefährlichem oder mehrfachem Verstoß

während der Saison, bleibt den Sportkommissaren vorbehalten.

30.10 Teilnehmer, deren Fahrzeuge Öl verlieren, haben die Strecke sofort zu verlassen.

Es ist verboten, solche Fahrzeuge ohne Rücksicht auf Verschmutzungen der

Fahrbahn zu den Boxen zu fahren.

30.11 Bei Zeigen des Schildes „Lights on“ haben die Teilnehmer Fahrlicht und

Rücklicht der Wettbewerbsfahrzeuge einzuschalten.

30.12 Der Renndirektor ist befugt, jedes Fahrzeug anhalten und überprüfen zu

lassen, welches einen Unfall hatte bzw. bei dem die Lichter ohne Funktion sind.

Wird ein Fahrzeug angehalten, so darf es nach Abschluss der Überprüfung bzw. der

Reparatur den Wertungslauf wieder aufnehmen.

30.13 Während des Einsatzes von Rettungs- und Sicherheitsfahrzeugen ist besonders

umsichtig und vorsichtig zu fahren und diesen Platz zu machen.

30.14 Die Mitnahme von Öl, Wasser und Kraftstoff in Reservebehältern oder die

Mitnahme von leeren Reservebehältern im Wettbewerbsfahrzeug ist nicht gestattet.

30.15 Außer durch das Fahren auf der Rennstrecke und in der Boxengasse, das

Fegen mittels handelsüblichen Besen und das Entfernen von Wasser mittels handelsüblichen

Gummischiebern im Bereich der Boxenstoppstationen, dürfen die Teil-

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nehmer keine Maßnahmen ergreifen, um den Reibwert der Fahrbahnoberfläche an

irgendeiner Stelle zu verändern.

30.16 Es ist während der Trainingsläufe, des Qualifying und des Wertungslaufs

verboten, die Boxentore zu schließen bzw. Stellwände aufzustellen, Abdeckungen

zu verwenden oder andere Maßnahmen zu treffen, die die Sicht auf die Fahrzeuge

beeinträchtigen, während sich die Fahrzeuge im Fahrerlager, in den Boxen, in der

Boxengasse oder in der Startaufstellung befinden.

Ausgenommen sind Abdeckungen die eindeutig nur zum Schutz mechanisch empfindlicher

Bereiche (z.B. offene Ansaugkanäle) oder dem Brandschutz dienen.

Insbesondere ist folgendes nicht zulässig:

• Das Abdecken des Heckflügels.

• Die Verwendung von Boxenstopp-Stationen, Werkzeugkästen, Reifentrolleys,

Motorhauben und ähnlichem als Sichtschutz.

Folgendes ist erlaubt:

• Das Abdecken beschädigter Fahrzeuge oder Teile.

• Die Verwendung von Heizdecken für die Reifen.

• Das Abdecken des Fahrzeugs im Parc Fermé oder in der Boxengasse bei Regen.

• Hitzeschutzabdeckungen in der Startaufstellung.

Mit Zustimmung des Technischen Delegierten ist es in Einzelfällen zulässig, bei

schwerwiegenden Unfallreparaturen das Boxentor zu schließen.

30.17 Fahrer mit medizinischen Besonderheiten (wie z.B. Allergien, Bluter, Diabetiker

usw.) sind immer verpflichtet, vor Beginn einer Veranstaltung dem Medizinischen

Delegierten des DMSB oder dem Medizinischen Einsatzleiter (Chief Medical

Officer - CMO) eine schriftliche Mitteilung mit Name und Start-Nr. des Wettbewerbsfahrzeuges

zu übergeben. Teilnehmer mit Verletzungen bzw. vorübergehenden

Behinderungen sind ebenfalls verpflichtet, sich unverzüglich dem Medizinischen

Delegierten des DMSB oder dem Medizinischen Einsatzleiter (Chief Medical

Officer - CMO) vorzustellen.

30.18 Der DMSB bestimmt als zusätzliches Hilfsmittel für den Medizinischen

Delegierten ein PC-Programm (IMPACT) zur Beurteilung der Fahrtüchtigkeit eines

Fahrers nach einem Unfall. Mit Bezug auf Artikel S 30.2 sind die eingeschriebenen

Fahrer der DTM verpflichtet, sich dem Basis Test und auf Anweisung nach einem

Unfall der entsprechenden Untersuchung zu unterziehen.

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ARTIKEL S 31 FLAGGENZEICHEN / SIGNALGEBUNG

31.1 Die Rettungsdienste und die Streckenüberwachung sind nach den Bestimmungen

des Anhang H zum Internationalen Sportgesetz der FIA geregelt. Die

Fahrer sind verpflichtet, sich mit diesen Bestimmungen vertraut zu machen, die Signalgebung

zu beachten und damit erteilte Anweisungen zu befolgen. Die Flaggenzeichen

entbinden die Fahrer nicht von ihrer Pflicht, sich bei erkennbaren Gefahren

so zu verhalten, dass andere nicht gefährdet werden.

31.2. Blaue Flaggen können außer bei Überrundungen auch dann gezeigt werden,

wenn infolge von Pflichtboxenstopps erkennbar schnellere Teilnehmer auf

langsamere auflaufen. Bei Nichtbeachtung der blauen Flagge kann der Renndirektor

Wertungsstrafen gemäß Artikel S 16.3 verhängen.

31.3 Ein Verstoß gegen die Bestimmungen für das Verhalten bei ‚Gelben Flaggen‘

liegt grundsätzlich dann vor, wenn ein Fahrer in einem Streckenteil in dem er

eine gezeigte gelbe Flagge passiert hat, seine bisherige in diesem Streckenteil erzielte

persönliche Bestzeit unterschreitet.

Bei Nichteinhaltung der durch Flaggenzeichen vorgeschriebenen Fahrweise verhängt

der Renndirektor grundsätzlich folgende Wertungsstrafen:

Während der Trainingsläufe:

Rückversetzung in der Startaufstellung um mindestens 5 Startplätze.

Während des Qualifying:

Nichtwertung der betreffenden Rundenzeit und Rückversetzung in der Startaufstellung

um mindestens 5 Startplätze.

Während des Wertungslaufs:

Drive Through Strafe bzw. als Ersatz ein Zeitzuschlag zur Gesamtfahrzeit von 30

Sekunden. Bei schweren Verstößen Rückversetzung in der Startaufstellung um

mindestens 5 Startplätze beim folgenden Wertungslauf.

Über die zuvor beschriebenen Punkte hinaus, sind die Sportkommissare berechtigt,

auch alle anderen Umstände zur Bewertung heranzuziehen bzw. zusätzliche Strafen

auszusprechen.

Bei schweren, sicherheitsrelevanten oder wiederholten Verstößen meldet der Renndirektor

den Vorfall an die Sportkommissare.

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ARTIKEL S 32 ROLL OUT / TRAINING

32.1 Zwei Tage vor dem Wertungslauf findet gemäß Zeitplan der jeweiligen

DTM-Veranstaltung ein Roll-out von 30 Minuten statt. Bei diesem Roll-out handelt

es sich um einen Funktionstest (keinen Trainingslauf) bei dem die folgenden Bedingungen

gelten:

• Es findet keine offizielle Zeitnahme statt.

• Es dürfen auch Reifen verwendet werden, die nicht den Fahrern zugeordnet sind.

• Abweichend zu Artikel S 36.5 ist die Verwendung des einstellbaren Heckflügelprofils

(Flap) sowie die Verwendung von Trimmleisten (Gurneys) an allen Fahrzeugen

ausdrücklich verboten, außer wenn das Fahrzeug mit Regenreifen die

Rennstrecke befährt.

• Die vorderen aerodynamischen Anbauteile gemäß Artikel T 5.8.1 (flics, dive blades)

dürfen während des Roll out nicht am Fahrzeug vorhanden sein.

32.2 Warm up: Das Warm-up findet am Renntag statt und ist ein gezeitetes

freies Training.

32.3 Für den Abbruch eines Trainings gilt:

Der Renndirektor kann ein Training unterbrechen, wenn die Strecke durch einen

Unfall blockiert ist oder eine Fortführung aufgrund des Wetters oder anderer Bedingungen

zu gefährlich erscheint. In diesem Fall wird auf Anweisung des Renndirektors

an allen Streckenposten die rote Flagge und an der Linie das Ampelzeichen

zum Abbruch gezeigt. Ab diesem Zeitpunkt besteht Überholverbot, die Boxenausfahrt

wird geschlossen und alle Fahrzeuge müssen langsam zu ihren jeweiligen

Boxen fahren. Liegengebliebene Fahrzeuge werden von der Rennstrecke geborgen.

Sie werden nach Möglichkeit in die Boxengasse gebracht. Eine Verpflichtung des

Veranstalters hierzu besteht nicht.

Der Renndirektor hat das Recht einen Trainingslauf so oft und so lange zu unterbrechen,

wie er dies für Bergungs- bzw. Aufräumarbeiten als notwendig erachtet.

Außer im Qualifying führt eine Unterbrechung nicht zur Verlängerung des entsprechenden

Veranstaltungsteils bzw. zur Änderung des Zeitplans.

Ein Protest gegen eventuelle Auswirkungen hinsichtlich der Zulassung zum Start

eines Fahrers aufgrund der Unterbrechung eines oder mehrerer Trainingsläufe ist

nicht zulässig.

Ein abgebrochener Trainingslauf wird nur auf Anweisung des Renndirektors wieder

gestartet.

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ARTIKEL S 33 QUALIFYING

33.1 Einen Tag vor dem Wertungslauf wird, in der Regel zwischen 13.35 und

14.25 Uhr, ein aus vier Sektionen bestehendes Qualifying durchgeführt.

Die vier Sektionen werden wie folgt durchgeführt:

a) Als Zeichen zum Beginn der Sektion 1 des Qualifying werden die grünen

Lichter der Startampel sowie das grüne Licht der Ampel am Ende der Boxengasse

für die Dauer von 12 Minuten eingeschaltet. Alle für diese DTM-Veranstaltung teilnahmeberechtigten

Fahrer dürfen an der Sektion 1 des Qualifying teilnehmen.

• Nach Ablauf von 12 Minuten wird als Zeichen für das Ende der Sektion 1 an der

Linie die schwarz/weiß karierte Flagge gezeigt und die Boxenampel auf rot geschaltet.

Alle Fahrzeuge fahren nach dem Passieren der Flagge in die Boxengasse

zu den jeweiligen Boxen. Das Einhalten der Parc Fermé Bestimmungen

für die Fahrzeuge, die sich nicht für die Sektion 2 qualifiziert haben, wird in den

jeweiligen Boxen von Sportwarten überwacht. Mit dem Zeichen zum Ende der

Sektion 1 des Qualifying gelten die Parc Fermé Bestimmungen auch für Fahrzeuge,

die sich zu diesem Zeitpunkt in der Boxengasse befinden und nicht für

die Sektion 2 qualifiziert sind.

• Es werden für jedes Fahrzeug alle kompletten Runden gewertet, die vollständig

außerhalb der Boxengasse absolviert wurden.

• Die 14 Zeitschnellsten der Sektion 1 sind für die Sektion 2 des Qualifying qualifiziert.

Ihre Rundenzeiten werden gelöscht.

Die Pause zwischen dem Ende der Sektion 1 und dem Beginn von Sektion 2 beträgt

7 Minuten.

b) Als Zeichen zum Beginn der Sektion 2 des Qualifying werden die grünen

Lichter der Startampel sowie das grüne Licht der Ampel am Ende der Boxengasse

für die Dauer von 9 Minuten eingeschaltet. Die nach dem Ergebnis der Sektion 1

teilnahmeberechtigten 14 Fahrzeuge dürfen an der Sektion 2 des Qualifying teilnehmen.

• Nach Ablauf der 9 Minuten wird als Zeichen für das Ende der Sektion 2 an der

Linie die schwarz/weiß karierte Flagge gezeigt und die Boxenampel auf rot geschaltet.

Alle Fahrzeuge fahren nach dem Passieren der Flagge in die Boxengasse

zu den jeweiligen Boxen. Das Einhalten der Parc Fermé Bestimmungen

für die Fahrzeuge, die sich nicht für die Sektion 3 qualifiziert haben, wird in den

jeweiligen Boxen von Sportwarten überwacht. Mit dem Zeichen zum Ende der

Sektion 2 des Qualifying gelten die Parc Fermé Bestimmungen auch für Fahrzeuge,

die sich zu diesem Zeitpunkt in der Boxengasse befinden und nicht für

die Sektion 3 qualifiziert sind.

• Es werden für jedes Fahrzeug alle kompletten Runden gewertet, die vollständig

außerhalb der Boxengasse absolviert wurden.

56


• Nur die 8 Zeitschnellsten der Sektion 2 sind für die Sektion 3 des Qualifying

qualifiziert.

Ihre Rundenzeiten werden gelöscht.

Die Pause zwischen dem Ende der Sektion 2 und dem Beginn von Sektion 3 beträgt

7 Minuten.

c) Als Zeichen zum Beginn der Sektion 3 des Qualifying werden die grünen

Lichter der Startampel sowie das grüne Licht der Ampel am Ende der Boxengasse

für die Dauer von 6 Minuten eingeschaltet. Die nach dem Ergebnis der Sektion 2

teilnahmeberechtigten 8 Fahrzeuge dürfen an der Sektion 3 des Qualifying teilnehmen.

• In der Sektion 3 ist für jedes Fahrzeug die Verwendung von maximal 1 Satz

Slick-Reifen (2 Vorderreifen und 2 Hinterreifen) zugelassen. Ausnahmen bedürfen

der schriftlichen Genehmigung des Technischen Delegierten des DMSB.

• Nach Ablauf der 6 Minuten wird als Zeichen für das Ende der Sektion 3 an der

Linie die schwarz/weiß karierte Flagge gezeigt und die Boxenampel auf rot geschaltet.

Alle Fahrzeuge fahren nach dem Passieren der Flagge in die Boxengasse

ein. Sie werden dort von Sportwarten in den Parc Fermé eingewiesen.

Die für Sektion 4 qualifizierten Fahrzeuge werden nach Möglichkeit gewogen.

Mit dem Zeichen zum Ende der Sektion 3 des Qualifying gelten die Parc Fermé

Bestimmungen auch für Fahrzeuge, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Boxengasse

befinden und nicht für die Sektion 4 qualifiziert sind.

• Es werden für jedes Fahrzeug alle kompletten Runden gewertet, die vollständig

außerhalb der Boxengasse absolviert wurden.

• Nur die 4 Zeitschnellsten der Sektion 3 sind für die Sektion 4 des Qualifying

qualifiziert.

Ihre Rundenzeiten werden gelöscht.

• Die für Sektion 4 qualifizierten Fahrzeuge müssen sich rechtzeitig vor dem Beginn

der Sektion 4 des Qualifying am Ende der Boxengasse vor der Boxenampel

aufstellen. Sie werden dort von Sportwarten eingewiesen. Es darf dort an den

Fahrzeugen gearbeitet werden. Das Nachtanken mit der im Anhang 2 beschriebenen

Tankkanne ist dort zulässig.

• Ein Fahrzeug, welches seine Position vor der Boxenampel bei Beginn der Sektion

4 nicht vollständig eingenommen hat, darf an der Sektion 4 des Qualifying

nicht teilnehmen.

Die Pause zwischen dem Ende der Sektion 3 und dem Beginn von Sektion 4 beträgt

8 Minuten.

d) Die Sektion 4 des Qualifying wird als Einzelzeitfahren durchgeführt. Jeder

qualifizierte Fahrer absolviert eine Einführungsrunde (out lap), eine Zeitrunde (time

lap) und eine Auslaufrunde (in lap). Die Reihenfolge, in der die Fahrzeuge die Boxengasse

verlassen, bestimmt sich nach dem Ergebnis der Sektion 3 mit dem zeitschnellsten

Fahrer am Schluss. Alle für den Ablauf der Sektion 4 relevanten Infor-

57


mationen (Öffnen und Schließen der Boxengasse etc.) werden auf Kanal 7 der

Zeitnahmemonitore übermittelt. Erklärt ein Fahrer vorzeitig, dass er an der Sektion

4 nicht teilnehmen kann, rückt kein Fahrer aus der Sektion 3 auf.

• Es sind in der Sektion 4 nur die Slick-Reifen zulässig, mit denen in der Sektion 3

des Qualifying die Linie außerhalb der Boxengasse überfahren wurde.

Ausnahmen bedürfen der schriftlichen Genehmigung des Technischen Delegierten

des DMSB.

• Wurden in der Sektion 3 Regen-Reifen verwendet, die Streckenbedingungen für

die Sektion 4 des Qualifying erfordern jedoch die Verwendung von Slick-Reifen,

so müssen diese Slick-Reifen aus dem, für den jeweiligen Fahrer und die entsprechende

Veranstaltung festgelegten Kontingent für Qualifying und Wertungslauf

genommen werden.

• Als Zeichen zum Beginn der Sektion 4 des Qualifying werden die grünen Lichter

der Startampel sowie das grüne Licht der Ampel am Ende der Boxengasse eingeschaltet.

• In den folgenden 10 Sekunden hat der Viertplatzierte der Sektion 3 die Möglichkeit,

die Boxengasse zu verlassen und damit seine out lap zu beginnen. Nach

Ablauf der 10 Sekunden schaltet die Ampel auf Rot.

• 20 Sekunden nachdem das Fahrzeug außerhalb der Boxengasse die Linie erstmals

überquert, schaltet die Boxenampel erneut für 10 Sekunden auf grün und

der Drittplatzierte der Sektion 3 hat die Möglichkeit, die Boxengasse zu verlassen,

um damit gleichzeitig seine out lap zu beginnen. Dieser Vorgang wiederholt

sich so oft, bis alle vier qualifizierten Fahrer die Möglichkeit hatten, die Boxengasse

zu verlassen.

• Die Fahrer sind selbst dafür verantwortlich, dass sie die Boxengasse rechtzeitig

verlassen.

• Gelingt es einem Fahrer nicht, die Boxengasse rechtzeitig zu verlassen, ist für

diesen Fahrer das Qualifying beendet. Das betreffende Fahrzeug muss sofort in

den Parc fermé gebracht werden. In einem solchen Fall wird die Boxenampel

(nachdem sie auf Grün geschaltet hatte) für 90 Sekunden rot geschaltet, um

danach für den folgenden Fahrer wieder auf grün zu wechseln.

• Für die out lap darf ein Fahrer maximal doppelt so lang brauchen, wie die

schnellste gefahrene Rundenzeit der Sektionen 1 bis 3. Hat ein Fahrer nach dieser

Zeit seine time lap noch nicht begonnen, wird er so behandelt, als hätte er

die Sektion 4 ohne Rundenzeit beendet. Gleichzeitig wird ein 90 Sekunden

Countdown für den nächsten Fahrer gestartet. Für die time lap darf ein Fahrer

maximal doppelt so lang brauchen, wie die schnellste gefahrene Rundenzeit der

Sektionen 1 bis 3. Hat ein Fahrer nach dieser Zeit seine time lap noch nicht beendet,

wird er so behandelt, als hätte er die Sektion 4 ohne Rundenzeit beendet.

Bleiben mehrere Fahrer ohne Zeit, entscheidet ihre Zeit aus der Sektion 3 über

ihre Reihenfolge in der Startaufstellung hinter den Fahrern mit einer gütigen Zeit

aus der Sektion 4.

• In dem Moment, in dem ein Fahrer die Linie erstmals außerhalb der Boxengasse

überquert, beginnt seine Zeitrunde (time lap). Nach dem Vollenden dieser Zeit-

58


unde (Überfahren der Linie zum zweiten Mal) fährt der Fahrer noch eine Auslaufrunde

(in lap), an deren Ende er in die Boxengasse einfährt und von Sportwarten

in den Parc Fermé eingewiesen wird.

• Sobald ein Fahrzeug die Boxengasse für die Sektion 4 verlassen hat, unterliegt

es den Parc Fermé Bestimmungen solange, bis der Parc Fermé aufgehoben wird.

• Es wird für jedes dieser Fahrzeuge nur die komplette Runde gewertet, die vollständig

außerhalb der Boxengasse absolviert wurde (time lap).

33.2 Erzielt ein Fahrer in einer Runde, in der er an einem beliebigen Punkt der

Rennstrecke eine gezeigte gelbe Flagge passiert hat, eine bessere Rundenzeit als

die, bis zu diesem Zeitpunkt erreichte, so wird diese Runde nicht gewertet. Der

Renndirektor und/oder die Sportkommissare können darüber hinaus weitere Wertungsstrafen

und/oder Sportstrafen verhängen.

33.3 Wenn nach Auffassung der Sportkommissare während des Qualifying ein

Fahrer sein Fahrzeug absichtlich anhält oder einen anderen Fahrer in irgendeiner

Weise behindert, wird der betreffende Fahrer bestraft.

33.4 Der vorstehende Ablauf basiert auf einer Anzahl von 20 eingeschriebenen

Fahrzeugen in der Saison 2010. Für jedes hinzukommende Fahrzeug erhöht sich die

Anzahl der teilnahmeberechtigten Fahrzeuge in der Sektion 2 und 3 um die entsprechende

Anzahl der neu hinzu gekommenen Fahrzeuge. Stehen zu Beginn der Sektion 1

weniger als 20 teilnahmeberechtigte Fahrzeuge zur Verfügung, so hat dies keine Auswirkungen

auf die Anzahl der teilnahmeberechtigten Fahrzeuge der Sektion 2 und 3.

33.5 Wird die Sektion 1 oder 2 des Qualifying auf Entscheidung des Renndirektors

abgebrochen (siehe Artikel S 32.3), wird die entsprechende Sektion nicht wieder

gestartet. Alle in der entsprechenden Sektion teilnahmeberechtigten Fahrzeuge

dürfen in der darauf folgenden Sektion weiterhin teilnehmen. Die zum Zeitpunkt

des Abbruchs verbleibende Zeit der Sektion wird der Dauer der folgenden Sektion

zugerechnet. Die Pause wird nach dem Zeichen zum Abbruch so gering wie möglich

gehalten. In jedem Fall wird jedoch eine Vorlaufzeit von 5 Minuten vor dem Beginn

der folgenden Sektion gewährleistet. Alle Informationen bezüglich des Zeitablaufs,

insbesondere die neue Startzeit, werden den Teilnehmern auf Seite 7 der

Zeitnahmemonitore übermittelt.

Nach einem Abbruch der Sektion 3 wird die Rennleitung in jedem Fall versuchen,

die abgebrochene Sektion so schnell als möglich fortzusetzen. Die Fahrzeiten der

so entstehenden Sektions-Teile werden addiert und betragen mindestens 6 Minuten.

Die Pause zwischen dem Zeichen zum Abbruch und der Fortsetzung der Sektion

wird so gering wie möglich gehalten. In jedem Fall wird jedoch eine Vorlaufzeit

von 5 Minuten vor dem Re-Start (Boxenampel grün) der Sektion 3 gewährleistet.

Für den verbleibenden Teil der Sektion wird eine Mindestfahrdauer von 3 Minuten

gewährleistet, auch wenn dadurch die vorgesehene Gesamtfahrzeit der Sektion

von 6 Minuten überschritten wird.

59


Erfordern die Wetterbedingungen vor dem Beginn der Sektion 4 den Wechsel von

Slick-Reifen auf Regen-Reifen oder umgekehrt, wird dies den Teilnehmern auf Seite

7 der Zeitnahmemonitore mitgeteilt. Die Pause zwischen den beiden Sektionen

verlängert sich in diesem Fall um 2 Minuten.

Ist eine Unterbrechung der Sektion 4 erforderlich, kann der Renndirektor den weiteren

Zeitablauf der Sektion 4 den Umständen entsprechend anpassen.

Im Fall des Abbruchs oder einer nicht durchgeführten Sektion 4 wird die Startaufstellung

nach dem Ergebnis der Sektion 3 erstellt.

Alle Informationen bezüglich des Zeitablaufs, insbesondere neue Startzeiten, werden

den Teilnehmern auf Seite 7 der Zeitnahmemonitore übermittelt.

33.6 Fahrer, die am Qualifying nicht teilgenommen haben, dürfen nur aufgrund

einer besonderen Genehmigung durch den Renndirektor, in Absprache mit den

Sportkommissaren, am Wertungslauf teilnehmen. Hierzu ist ein entsprechender

schriftlicher Antrag bis spätestens 4 Stunden vor dem Start in die Einführungsrunde

einzureichen.

33.7 Unmittelbar nach dem Qualifying wird eine Ergebnisliste erstellt, in der die

schnellste gewertete Runde je Fahrer und Sektion ersichtlich ist. Haben mehrere

Fahrer innerhalb einer Sektion des Qualifying identische Rundenzeiten erreicht, hat

der Fahrer Vorrang, der diese Zeit zuerst erzielt hat.

ARTIKEL S 34 ENDGÜLTIGER ABBRUCH DES QUALIFYING

Wird das Qualifying abgebrochen und nicht wieder neu gestartet bzw. konnte aufgrund

besonderer Umstände kein Qualifying stattfinden, wird die Startaufstellung

für den Wertungslauf aufgrund der bis zu diesem Zeitpunkt gefahrenen und beendeten

Sektionen oder bei Nichtdurchführung des Qualifying nach dem aktuellen Tabellenstand

gebildet. Als beendet im Sinne dieses Artikels gilt eine Sektion erst

dann, wenn am Ende der Sektion die schwarz/weiß karierte Flagge gezeigt wird.

ARTIKEL S 35 REGENTRAINING / REGENRENNEN

Wurde die Erlaubnis zur Verwendung von Regenreifen gemäß Artikel S 25.4g durch

den Renndirektor erteilt, liegt die Entscheidung über die Verwendung von Slick-Reifen

oder Regen-Reifen während des Qualifying und des Wertungslaufs in der alleinigen

Verantwortung der Teilnehmer. Es wird kein Schild „Wet-Practice“ oder

„‚Wet-Race“ gezeigt.

60


Während der anderen Veranstaltungsteile liegt die Entscheidung über die Verwendung

von Slick-Reifen oder Regen-Reifen zu jedem Zeitpunkt vollständig in der Verantwortung

der Teilnehmer.

ARTIKEL S 36 STARTAUFSTELLUNG

36.1 Die Startplätze für den Wertungslauf ergeben sich aufgrund der jeweils in

den vier Sektionen des Qualifying ermittelten schnellsten Rundenzeiten wie folgt:

a) Die letzten Positionen der Startaufstellung werden von den Fahrzeugen eingenommen,

die während der ersten Sektion des Qualifying ausgeschieden sind, mit

dem Schnellsten dieser Gruppe auf Position 15.

b) Die Positionen 9 bis 14 der Startaufstellung werden von den Fahrzeugen eingenommen,

die in der zweiten Sektion des Qualifying ausgeschieden sind, mit dem

Schnellsten dieser Gruppe auf Position 9.

c) Die Positionen 5 bis 8 der Startaufstellung werden von den Fahrzeugen eingenommen,

die in der dritten Sektion des Qualifying ausgeschieden sind, mit dem

Schnellsten dieser Gruppe auf Position 5.

d) Die ersten 4 Positionen der Startaufstellung werden von den Fahrzeugen eingenommen,

die an der vierten Sektion des Qualifying teilgenommen haben, mit dem

Schnellsten dieser Gruppe auf der Pole Position gemäß der Festlegung in der FIA

Rennstreckenlizenz.

e) Im Fall des Abbruchs einer Sektion verändert sich die Vergabe der Startpositionen

von Artikel S 36.1 a) – c) entsprechend (siehe auch Artikel S 33.5).

f) Ein Tausch der Startposition ist nicht möglich. Haben mehrere Fahrer innerhalb

einer Sektion des Qualifying identische Rundenzeiten erreicht, erhält der Fahrer den

besseren Startplatz, der diese Zeit zuerst erzielt hat.

36.2 Wenn mehr als ein Fahrer in einer der vier Qualifying Sektionen keine

Rundenzeit erzielt, so werden diese Fahrer in nachstehender Reihenfolge am Ende

ihrer jeweiligen Gruppe platziert:

a) die Fahrer, die in ihre gezeitete Runde gestartet sind;

b) die Fahrer, die in keine gezeitete Runde gestartet sind;

c) die Fahrer, die die Boxengasse nicht verlassen haben.

36.3 Fahrer, die aus der Anwendung von Artikel S 28b.3 an das Ende der Startaufstellung

versetzt werden, haben Vorrang vor den Fahrern, die eine entspre-

61


chende Strafe aus der Anwendung von Artikel S 28.11 e), und f) erhalten.

In jedem Fall müssen Fahrer, deren Rundenzeiten durch den Renndirektor oder die

Sportkommissare gestrichen wurden, hinter den zuvor aufgeführten Fahrern am

Ende der Startaufstellung platziert werden.

36.4 Wenn mehr als ein Fahrer in eine einzelne Kategorie gemäß Artikel 36.1

bis 36.3 fällt, so werden sie in der Startaufstellung entsprechend der Startnummernfolge

platziert.

36.5 Eine eventuelle Anwendung von Artikel S 18 findet erst nach der Ermittlung

der Startaufstellung gemäß den vorstehenden Artikeln 36.1 bis 36.4 statt.

36.6 Die Startaufstellung für den Wertungslauf wird spätestens drei Stunden

vor dem Start in die Einführungsrunde veröffentlicht. Qualifizierte Teilnehmer, denen

eine Teilnahme nicht möglich ist, haben sich bis zu diesem Zeitpunkt beim

Renndirektor abzumelden.

36.7 Die Wettbewerbsfahrzeuge müssen in Rennrichtung fahrend zum Startplatz

(ggf. Startfeldpräsentation) bewegt werden. Ein Schieben oder Fahren gegen

die Rennrichtung ist weder in der Boxengasse noch auf der Rennstrecke (Ausnahme

kleinere Positionskorrekturen unmittelbar bei der Startposition) zulässig.

36.8 Wird die Ampel am Ende der Boxengasse auf rot geschaltet, dürfen Fahrzeuge,

die sich ab diesem Zeitpunkt noch in der Boxengasse befinden, nicht mehr

in die Startaufstellung fahren.

Sobald das gesamte Feld in die Einführungsrunde beziehungsweise in den Wertungslauf

gestartet ist, dürfen die Fahrzeuge aus der Boxengasse nachstarten, vorausgesetzt,

die Ampel am Ende der Boxengasse zeigt grün. Die entsprechenden

Startplätze in der Startaufstellung bleiben frei. Das Nachrücken ist verboten, jedoch

werden freie Startreihen geschlossen.

ARTIKEL S 37 STARTART

Der Wertungslauf wird stehend gestartet. Die Startaufstellung erfolgt in Startreihen,

die 1 x 1 versetzt sind (Grand-Prix-Start). Der Abstand zwischen den Startreihen

muss 16 Meter betragen. Die Pole-Position ist für jede Rennstrecke in der FIA

Rennstreckenlizenz festgelegt und wird in der Veranstaltungsausschreibung bekannt

gegeben.

62


ARTIKEL S 38 START / STARTVERZÖGERUNG

38.1 Ca. 40 Minuten vor dem Beginn der Einführungsrunde wird die Boxengasse

geöffnet und die Fahrzeuge dürfen ihre Boxen für eine Informationsrunde verlassen.

Am Ende dieser Runde halten sie zur Startfeldpräsentation in Startreihenfolge

an und schalten die Motoren aus. Ab hier dürfen die Fahrzeuge dann zur Startaufstellung

nur noch geschoben werden. Es ist jedoch auch zulässig, maximal eine

weitere Informationsrunde zu absolvieren. Die Fahrer müssen in diesem Fall in sehr

langsamer Fahrt die ggf. zur Präsentation bereitstehenden Fahrzeuge passieren

und in jedem Fall mit reduzierter und angemessener Geschwindigkeit (maximal 40

km/h) zwischen den beiden Runden durch die Boxengasse fahren. Das Überfahren

der Linie außerhalb der Boxengasse ist verboten. Das Schieben oder Fahren gegen

die Rennrichtung ist weder in der Boxengasse noch auf der Rennstrecke (Ausnahme:

kleine Positionskorrekturen unmittelbar bei der Startposition) zulässig.

Ca. 32 Minuten vor dem Beginn der Einführungsrunde kündigt ein akustisches Signal

das Schließen der Boxengasse in zwei Minuten an.

Ca. 30 Minuten vor dem Beginn der Einführungsrunde wird die Boxengasse geschlossen.

Jedes Fahrzeug, das die Boxengasse zu diesem Zeitpunkt noch nicht verlassen hat,

kann aus der Boxengasse starten. Es darf nur mit dem rennfertigen Fahrer im Fahrzeug

zum Ende der Boxengasse bewegt werden. Diese Fahrzeuge haben die Möglichkeit,

nachdem das gesamte Feld in seiner Einführungsrunde an der Boxenausfahrt

vorbeigefahren ist – innerhalb von 10 Sekunden – die Boxengasse zu

verlassen und die Einführungsrunde am Ende des Feldes zu absolvieren. Der ursprüngliche

Startplatz darf nicht eingenommen werden.

Fahrzeuge, die nicht innerhalb der 10 Sekunden die Boxengasse verlassen, haben

die Möglichkeit aus der Boxengasse in den Wertungslauf zu starten, nachdem das

gesamte Feld nach dem Erteilen des Startzeichens die Boxenausfahrt passiert hat.

Ein Verstoß gegen die vorstehenden Vorschriften wird mindestens mit einer Drive-

Through-Strafe geahndet.

38.2 Das Herannahen des Starts zur Einführungsrunde wird durch die Signale

der Startampel (Ausschalten der roten Lichter an der Startampel) 15-Minuten,

10-Minuten, 5 Minuten, 3 Minuten, 1 Minute und 30 Sekunden angezeigt. Zusammen

mit diesen Signalen (siehe nachstehende Beschreibung) wird gleichzeitig ein

akustisches Warnsignal gegeben:

a) 15-Minuten Signal:

Fünf rote Lichter leuchten. Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde) erfolgt in 15

Minuten.

63


) 10-Minuten-Signal:

Fünf rote Lichter blinken zwei Mal. Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde) erfolgt

in 10 Minuten.

c) 5-Minuten-Signal:

Vier rote Lichter leuchten. Start des Countdowns, nur noch Teammitglieder und Offizielle

dürfen sich in der Startaufstellung aufhalten. Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde)

erfolgt in 5 Minuten.

d) 3-Minuten-Signal:

Drei rote Lichter leuchten. Alle Fahrzeuge müssen auf ihren Rädern stehen. Sie

dürfen nicht wieder angehoben werden. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift wird mit

einer Drive-Through-Strafe geahndet. Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde)

erfolgt in 3 Minuten.

e) 1-Minuten-Signal:

Zwei rote Lichter leuchten. Die Motoren werden gestartet, die Fahrer sitzen in ihren

Fahrzeugen. Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde) erfolgt in einer Minute.

f) 30-Sekunden-Signal

Ein rotes Licht leuchtet. Alle Mechaniker müssen die Startaufstellung verlassen.

Grünes Licht (Beginn der Einführungsrunde) erfolgt in 30 Sekunden.

30 Sekunden nach diesem Signal wird das letzte rote Licht der Startampel ausund

die grünen Lichter eingeschaltet. Die Fahrzeuge starten ohne Führungsfahrzeug

und unter Beibehaltung ihrer Startposition zu einer Einführungsrunde. Ein

Schlussfahrzeug folgt dem Feld. Während dieser Runde muss die Formation so eng

wie möglich (Abstand höchstens 5 Fahrzeuglängen) gehalten werden. Probestarts

sind verboten. Probestarts und das Zurückfallenlassen können vom Renndirektor

mit einer Wertungsstrafe belegt werden.

38.3

a) Ein Überholen während der Einführungsrunde ist nur erlaubt, wenn ein Fahrzeug

beim Verlassen der Startaufstellung verspätet war und die Fahrzeuge dahinter –

um andere Fahrzeuge nicht zu behindern – ein Vorbeifahren nicht vermeiden konnten.

In diesem Fall dürfen die Fahrer nur überholen, um die Startreihenfolge wiederherzustellen.

b) Jeder Fahrer, der die Startaufstellung verspätet verlässt, darf kein anderes fahrendes

Fahrzeug überholen, wenn er stillstand, nachdem alle hinter ihm befindlichen

Fahrzeuge über die Start/Ziel-Linie gefahren sind und muss vom Ende der

Startaufstellung starten. Wenn mehr als ein Fahrer so betroffen ist, müssen sie sich

in der Reihenfolge am Ende des Feldes anschließen, in welcher sie die Startaufstellung

verlassen haben.

64


c) Wenn ein Fahrer nicht zur Einführungsrunde starten kann, muss er dies durch

Einschalten der blauen Warnleuchten (in Front- und Heckscheibe) anzeigen. Die

restlichen Fahrzeuge müssen die Startreihenfolge beibehalten, wenn sie das liegengebliebene

Fahrzeug überholen, und dabei den Fahrzeugen direkt hinter dem

liegen gebliebenen Fahrzeug die Zeit und die Möglichkeit zum Überholen lassen.

Sobald das Schlussfahrzeug vorbeigefahren ist, darf ein Teammitglied des betreffenden

Fahrzeugs für die Dauer von höchstens 30 Sekunden Hilfe leisten. Das einzige

Hilfsmittel, das dabei verwendet werden darf, ist eine externe Starthilfe-Batterie

mit Verbindungskabel. Es ist nicht erlaubt, das Fahrzeug zu schieben. Das

Fahrzeug darf dann zur Einführungsrunde starten, dabei jedoch kein anderes sich

bewegendes Fahrzeug (mit Ausnahme des Schlussfahrzeuges) überholen und es

muss vom Ende der Startaufstellung zum Wertungslauf starten. Sind mehrere Fahrer

betroffen, so bestimmen sich ihre Startpositionen am Ende des Starterfeldes

nach der Reihenfolge, in der sie die Startaufstellung verlassen haben. Kann das

Fahrzeug auch nach Ablauf der 30 Sekunden nicht starten, so muss es in die Boxengasse

geschoben werden, wo die Mechaniker versuchen dürfen, es zu starten.

Das Anschieben des Fahrzeuges in der Boxengasse ist zulässig. Diese Fahrzeuge

dürfen aus der Boxengasse starten.

d) Jeder Fahrer, der nach Ansicht des Renndirektors in der Einführungsrunde ein

anderes Fahrzeug regelwidrig überholt, wird mindestens mit einer Drive-Through-

Strafe bestraft.

38.4 Nach Beendigung der Einführungsrunde sind die Startplätze (unter den

oben stehenden Bedingungen) wieder einzunehmen.

Nachdem die Fahrzeuge mit laufenden Motoren auf ihren vorgesehenen Startpositionen

stehen, wird am Ende des Feldes von einem Sportwart die grüne Flagge gezeigt.

Danach erscheint als Fünf-Sekunden Signal (paarweises Aufleuchten der roten

Lichter) das erste rote Licht an der Startampel, dem jeweils als weiteres rotes

Licht das vier-, drei-, zwei-, ein- Sekunden Signal folgt. Nach dem Erscheinen des

ein- Sekunden Signals kann das Startzeichen jederzeit durch das Ausschalten der

roten Lichter an der Startampel erteilt werden. Der Start ist freigegeben, in dem

Moment, in dem die roten Lichter ausgehen.

a) Sollte ein Fahrer nach dem Einnehmen seiner Startposition feststellen, dass er,

gleich aus welchem Grund, nicht starten kann, muss er unverzüglich die dafür

vorgesehenen blauen Warnleuchten aktivieren. Der für diese Startreihe zuständige

Sportwart muss in diesem Fall sofort eine gelbe Flagge schwenken. Es obliegt

dem Starter, beim Aufleuchten solcher Warnleuchten den Start abzubrechen.

Entscheidet der Starter den Start abzubrechen, werden die gelben

Blinklichter an der Startampel eingeschaltet. Es wird sofort ein Schild EXTRA

FORMATION LAP gezeigt und ca. 2 Sekunden später werden zusätzlich die grünen

Lichter der -Startampel eingeschaltet und alle Fahrzeuge, die hierzu in der

Lage sind, müssen eine weitere Einführungsrunde fahren, während das betroffene

Fahrzeug in die Boxengasse gebracht wird. Auf Anweisung des Renndirek-

65


tors kann dieses Fahrzeug auch in eine andere, sichere Position verbracht werden.

In der Boxengasse dürfen Helfer der Teams versuchen, die Fahrzeuge zu starten.

Diese Fahrzeuge dürfen aus der Boxengasse nachstarten, wenn das gesamte

Feld gestartet ist. Ist mehr als ein Fahrzeug betroffen, bestimmt sich ihre

Startreihenfolge durch die Reihenfolge in der sie das Ende der Boxengasse erreichen.

Fahrzeuge, die aus der Boxengasse starten, haben ihre erste Runde

beendet, wenn sie zum ersten Mal die Linie überfahren.

Mit jedem Zeigen des Schildes „EXTRA FORMATION LAP“ wird die zu diesem

Zeitpunkt geplante Distanz des Wertungslaufs um eine Runde verkürzt.

b) Entscheidet der Starter, dass der Start abgebrochen werden sollte, gilt das Folgende:

Die gelben Blinklichter an der Startampel werden eingeschaltet und ein Schild

„START DELAYED“ wird gezeigt. Die Motoren sind abzuschalten. Eine neue Einführungsrunde

beginnt 5 Minuten später, das nächste Signal ist das 3-Minuten-

Signal (drei rote Lichter leuchten.) Alle Fahrzeuge müssen auf ihren Rädern stehen.

Sie dürfen nicht wieder angehoben werden. Ein Verstoß gegen diese

Vorschrift wird mit einer Drive-Through-Strafe geahndet.

Mit jedem Zeigen des Schildes „START DELAYED“ wird die zu diesem Zeitpunkt

geplante Distanz des Wertungslaufs um eine Runde verkürzt.

38.5 Der Verursacher einer Startverzögerung muss den Wertungslauf vom

Ende der Startaufstellung aufnehmen. In einem solchen Fall verhindert ein Sportwart

beim Start in die Einführungsrunde mit einer gelben Flagge, dass das Fahrzeug

(die Fahrzeuge) die Startaufstellung verlässt (verlassen), bis alle Fahrzeuge,

die hierzu in der Lage sind, die Start/Ziel-Linie passiert haben. Für den Neustart

bleibt(en) die entsprechende Startposition(en) frei.

38.6 Die Einhaltung der Bestimmungen während des Startablaufs wird von

Sachrichtern überwacht.

38.7 Das Startzeichen wird durch den Starter durch Ausschalten der roten

Leuchten an der Startampel erteilt. Während des Starts zum Wertungslauf darf sich

an der Boxenmauer keine Person aufhalten, mit Ausnahme der erforderlichen Offiziellen

und jeweils einem Teammitglied je Fahrzeug im Bereich der Startaufstellung.

Für den vorstehend beschriebenen Zeitablauf ist ausschließlich der offizielle Zeitplan

der jeweiligen DTM-Veranstaltung verbindlich. Geringfügige Änderungen des

Zeitplanes werden bis 1 Stunde vor dem Start in die Einführungsrunde auf den offiziellen

Zeitnahmemonitoren bekannt gegeben.

66


38.8 Nach erfolgtem Start werden stehen gebliebene Fahrzeuge, sofern möglich,

von Sportwarten in die Boxengasse geschoben. Dort dürfen Helfer der Teams versuchen,

die Fahrzeuge zu starten. Diese Fahrzeuge dürfen aus der Boxengasse nachstarten,

wenn das gesamte Feld gestartet ist. Fahrzeuge, die aus der Boxengasse starten,

haben ihre erste Runde beendet, wenn sie zum ersten Mal die Linie überfahren.

38.9 Jeder Frühstart wird durch den Renndirektor mindestens mit einer Drive-

Through-Strafe belegt. Die Sportkommissare können jedoch auch andere Strafen

aussprechen. Als Frühstart gilt jede Bewegung des Fahrzeuges zwischen dem Aufleuchten

des zweiten Ampelpaares und dem Startsignal.

38.10 Ein Wertungslauf wird im Falle von Regen nicht abgebrochen, es sei denn,

die Strecke ist blockiert oder eine Weiterfahrt wäre zu gefährlich.

Startverzögerung

38.11 Bei Bedingungen, die zu einer Startverzögerung führen, werden vom

Renndirektor die folgenden Maßnahmen getroffen:

Wenn nach dem 5-Minuten-Signal, aber vor dem Start zur Einführungsrunde, starker

Regen einsetzt, wird bei Start und Ziel ein Schild START DELAYED gezeigt und

der Startablauf beginnt wieder beim 10-Minuten-Countdown. (Fünf rote Lichter

blinken zwei Mal.) Ab da wird der in Artikel 38.2 beschriebene Ablauf durchgeführt.

38.12 Steht der Start zum Wertungslauf kurz bevor und kann nach Meinung des

Renndirektors ein Befahren der Strecke aufgrund der Menge an Wasser selbst mit

profilierten Reifen nicht als sicher erachtet werden, kann der Start durch Einschalten

der gelben Blinklichter an der Startampel und durch Zeigen des Schildes START

DELAYED, verschoben werden.

Die Informationen über die wahrscheinliche Dauer der Verzögerung bzw. die neue

Startzeit werden auf den Zeitnahmemonitoren gezeigt. Der Startablauf beginnt

wieder mit dem 10-Minuten-Signal.

38.13 Das Schild START DELAYED sollte ab der Hälfte der in der Startaufstellung

stehenden Fahrzeuge nochmals gezeigt werden.

Mit jedem Zeigen des Schildes „START DELAYED“ wird die zu diesem Zeitpunkt

geplante Distanz des Wertungslaufs um eine Runde verkürzt.

ARTIKEL S 39 PFLICHTBOXENSTOPP

39.1 Jeder Fahrer muss während des Wertungslaufes einer DTM-Veranstaltung

zwei Pflichtboxenstopps absolvieren. Deren vorgeschriebener Zeitpunkt ergibt

sich aus der Zuordnung der jeweiligen Veranstaltung und der entsprechenden Spalte

aus nachstehender Tabelle.

67


Der erste Pflichtboxenstopp darf frühestens begonnen werden, wenn der Führende

bei der entsprechenden Veranstaltung in der in Spalte A festgelegten Runde die

Safety-Car-Linie 1 überquert hat.

Der zweite Pflichtboxenstopp darf frühestens angefangen werden, wenn der betreffende

Fahrer nach dem Absolvieren des ersten Pflichtboxenstopps die Linie außerhalb

der Boxen mindestens einmal überfahren hat.

Der zweite Pflichtboxenstopp muss spätestens begonnen werden, während sich

der Führende bei der entsprechenden Veranstaltung in der unter Spalte B angegebener

Runde befindet.

Spalte A Spalte B

Datum Rennstrecke Frühester

Zeitpunkt für

Spätester

Zeitpunkt für

Distanz.

Wertungslauf

den 1. Pflichtboxenstopp

den 2. Pflichtboxenstopp

25. April Hockenheimring in Runde 10 in Runde 29 39 Runden

23. Mai Valencia in Runde 11 in Runde 36 45 Runden

06. Juni EuroSpeedway in Runde 13 in Runde 39 52 Runden

04. Juli Norisring in Runde 21 in Runde 60 82 Runden

08. Aug. Nürburgring in Runde 12 in Runde 37 49 Runden

22. Aug. Zandvoort in Runde 11 in Runde 31 42 Runden

05. Sep. Brands Hatch in Runde 24 in Runde 74 98 Runden

19. Sep. Oschersleben in Runde 11 in Runde 36 50 Runden

17. Okt. Hockenheimring in Runde 10 in Runde 29 39 Runden

31. Okt. Shanghai

Wird ein Wertungslauf unterbrochen, erhöhen sich die in Spalte A und B festgelegten

Vorgaben um jeweils zwei Runden.

Eine »EXTRA FORMATION LAP« hat keinen Einfluss auf die Anzahl der in Spalte A

festgelegten Runden.

Maßgebend für den Beginn eines Pflichtboxenstopps ist der Moment, in dem das

betreffende Fahrzeug vor der ihm zugeordneten Box zum Stillstand kommt.

Ein Boxenstopp wird nur dann als Pflichtboxenstopp gewertet, wenn die nachfolgenden

Bedingungen erfüllt sind:

a) er wurde innerhalb der für einen Pflichtboxenstopp zulässigen Runden (siehe

Tabelle oben) begonnen;

68


) es wurden am Fahrzeug vier komplette Räder entfernt und gegen solche ersetzt,

die beim Beginn des betreffenden Boxenstopps nicht an diesem Fahrzeug

montiert waren.

Über diese Vorschriften hinaus, ist es den Teilnehmern freigestellt, während eines

Pflichtboxenstopps das Fahrzeug zu betanken. Dafür darf hierzu ausschließlich

eine Tankkanne verwendet werden, die den Bauvorschriften des Anhangs 2 zu diesem

Reglement entspricht.

Es darf maximal der Inhalt einer (1) der im Anhang 2 definierten Tankkannen in den

Fahrzeugtank gefüllt werden.

Andere Flüssigkeiten dürfen während eines Pflichtboxenstopps nicht in das Fahrzeug

eingefüllt werden.

Fahrzeuge von Fahrern, die für das gleiche Team um die Teamwertung fahren, dürfen

während eines Pflichtboxenstopps nicht gleichzeitig angehoben sein. Sollte diese

Vorschrift nicht beachtet werden, gilt der Pflichtboxenstopp für jenes Fahrzeug

als nicht durchgeführt, das zuerst angehoben war.

39.2 Wird ein Pflichtboxenstopp nach dem Zeichen zur Unterbrechung des

Wertungslaufs begonnen, so wird dieser Pflichtboxenstopp nur gewertet, wenn

sich das Fahrzeug beim Anzeigen der Unterbrechung bereits in der Boxenanfahrt

oder in der Boxengasse befand.

39.3 Erfolgte ein Pflichtboxenstopp in einer Runde, die aufgrund eines Abbruchs

des Wertungslaufs nicht gewertet wird, so wird dieser Pflichtboxenstopp so

behandelt, als hätte er nicht stattgefunden.

39.4 Wird ein unterbrochener Wertungslauf wieder aufgenommen, müssen die

Fahrer, die ihre Pflichtboxenstopps zum Zeitpunkt der Unterbrechung noch nicht

absolviert hatten, die Pflichtboxenstopps im verbleibenden Teil des Wertungslaufes

durchführen.

39.5 Wird ein Wertungslauf abgebrochen und nicht wieder gestartet, erhalten

die Fahrer für jeden nicht absolvierten Pflichtboxenstopp einen Zeitzuschlag von 35

Sekunden.

39.6 Werden die Pflichtboxenstopps nicht reglementkonform durchgeführt,

wird der betreffende Teilnehmer für jeden nicht ordnungsgemäß durchgeführten

Pflichtboxenstopp mit 60 Sekunden Zeitzuschlag auf die Gesamtfahrzeit bestraft.

39.7 Während des Wertungslaufes dürfen sich, mit Ausnahme der Mechaniker

der eingeschriebenen Teams, nur Personen in der Boxengasse aufhalten, die den

entsprechenden Zusatz-Ausweis sichtbar tragen. Mechaniker dürfen die Boxengasse

nur unmittelbar vor dem Beginn eines Pflichtboxenstopps betreten und müssen

nach dem Ende eines Pflichtboxenstopps die Boxengasse wieder verlassen.

69


39.8 Es liegt in der Verantwortung des Teams, die Fahrzeuge nur dann von ihrer

Boxenstopp-Station abfahren zu lassen, wenn dies ohne Gefährdung anderer

Teilnehmer möglich ist.

39.9 Die Einhaltung der vorstehenden Bestimmungen wird von Sachrichtern

überwacht.

39.10 Während oder unmittelbar nach jedem reglementkonform durchgeführten

Pflichtboxenstopp muss auf jeder Fahrzeugseite eine orange Signallampe (siehe

Technisches Reglement Art. 8.3.5) von einem Teammitglied aktiviert werden. Die

Aktivierung der Signallampen kann auch durch den Fahrer geschehen. In diesem

Fall muss die Signallampe spätestens beim zweiten Passieren der Start-/Ziel-Linie

nach dem relevanten Pflichtboxenstopp brennen.

ARTIKEL S 40 SAFETY CAR

40.1 Das DTM Safety Car wird von einem erfahrenen Rundstreckenfahrer gefahren.

Es fährt ein Beobachter mit, der alle Wettbewerbsfahrzeuge im Blick hat

und in ständigem Funkkontakt mit der Rennleitung ist.

40.2 10 Minuten vor Start der Einführungsrunde nimmt das Safety Car die Position

vor der Startaufstellung ein und bleibt dort bis zum 5-Minuten-Signal. Dann

fährt es (nachstehender Artikel S 40.14 ausgenommen) eine vollständige Runde auf

der Rennstrecke und fährt in die Boxengasse ein.

40.3 Das Safety Car kann auf Anweisung des Renndirektors zur Neutralisation

eines Wertungslaufs zum Einsatz gebracht werden. Es kommt nur zum Einsatz,

wenn Bewerber oder Offizielle sich in unmittelbarer körperlicher Gefahr befinden,

die Umstände jedoch keine Rennunterbrechung notwendig machen.

40.4 Wenn die Anweisung zum Einsatz des Safety Car gegeben wird, erscheint

die Meldung »SAFETY CAR DEPLOYED« auf der Seite 7 der Zeitnahme-Monitore

und alle Streckenposten zeigen geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild »SC«

solange, bis der Safety Car Einsatz beendet ist.

Alle Fahrzeuge müssen ihre Geschwindigkeit sofort deutlich reduzieren.

40.5 Das Safety Car fährt mit eingeschalteten gelb/orangen Leuchten unabhängig

von der Position des Führenden (möglichst vor dem führenden Teilnehmer)

auf die Strecke ein.

40.6 Jedes Fahrzeug, welches während des Safety Car Einsatzes unnötig langsam

oder unregelmäßig fährt, wird den Sportkommissaren gemeldet. Dieses gilt sowohl

für die Rennstrecke als auch für den Boxengasseneinfahrt und die Boxengasse.

70


40.7

Alle Wettbewerbsfahrzeuge müssen sich dann in Abständen von jeweils höchstens

5 Fahrzeuglängen in einer Linie hinter dem Safety Car einreihen, wobei das Überholen

mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Fälle solange verboten ist, bis die

Fahrzeuge die Linie passiert haben, nachdem das Safety Car in die Boxengasse

eingefahren ist.

Ein Überholen ist unter den folgenden Umständen erlaubt:

• wenn ein Fahrzeug eine entsprechende Anweisung durch das Safety Car erhält;

• gemäß nachfolgendem Artikel S 40.14;

• jedes Fahrzeug, das zu den Boxen fährt, darf an einem anderen Fahrzeug oder

an dem sich auf der Rennstrecke befindenden Safety Car vorbeifahren, sobald

es die 1. Safety Car Linie überfahren hat;

• jedes Fahrzeug, welches die Boxengasse verlässt, darf durch sich auf der Rennstrecke

fahrende Fahrzeuge überholt werden, bevor es die 2. Safety Car Linie

überquert hat;

• wenn das Safety Car zu den Boxen zurückkehrt, darf es durch andere Fahrzeuge

auf der Rennstrecke überholt werden, sobald es die 1. Safety Car Linie überfahren

hat;

• ein Fahrzeug, welches bei der Durchfahrt des Safety Cars durch die Boxengasse

an seiner zugewiesenen Boxenstopp Station anhält darf überholt werden;

• wenn ein anderes Fahrzeug seine Fahrt aufgrund eines offensichtlichen Problems

verlangsamt.

40.8 Auf Anweisung des Renndirektors verwendet der Beobachter in dem

Fahrzeug ein grünes Licht, um Fahrzeugen zwischen ihm und dem Führenden anzuzeigen,

dass sie überholen sollen. Die Anweisung erfolgt jeweils nur für das unmittelbar

hinter dem Safety Car befindliche Fahrzeug. Diese Fahrzeuge fahren mit

angemessener Geschwindigkeit und ohne andere Wettbewerbsfahrzeuge zu überholen

weiter, bis sie die Reihe der Fahrzeuge hinter dem Safety Car erreicht haben.

40.9 Das Safety Car bleibt mindestens so lange im Einsatz, bis sich der Führende

hinter ihm befindet und sich alle verbleibenden Fahrzeuge hinter ihm eingereiht

haben. Wenn er sich einmal hinter dem Safety Car befindet, muss der Führende

einen Abstand von nicht mehr als 5 Fahrzeuglängen einhalten (nachfolgender

Artikel S 40.11 ausgenommen) und alle verbleibenden Fahrzeuge müssen die Formation

so geschlossen wie möglich halten.

40.10 Die Wettbewerbsfahrzeuge dürfen zu den Boxen fahren, während sich

das Safety Car im Einsatz befindet. Das Safety Car darf in der Anfahrt zur Boxengasse

nicht überholt werden. Gleiches gilt, solange sich das Safety Car auf der

Fahrspur (Fast lane) der Boxengasse befindet.

Die Fahrzeuge dürfen auf die Rennstrecke wieder einfahren, wenn die Ampel an der

Boxenausfahrt grün zeigt. Sie zeigt zu jeder Zeit grün, ausgenommen, wenn das

Safety Car und die Kolonne der nachfolgenden Fahrzeugen sich kurz vor der Boxenausfahrt

befinden oder gerade an ihr vorbeifahren. Ein auf die Rennstrecke einfah-

71


endes Fahrzeug muss mit einer angemessenen Geschwindigkeit weiterfahren, bis

es das Ende der Fahrzeugreihe hinter dem Safety Car erreicht hat.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Renndirektor das Safety Car auffordern,

die Boxengasse oder andere Teile der Rennstrecke zu benutzen. In diesen

Fällen und vorausgesetzt, die gelb/orangen Leuchten bleiben eingeschaltet, müssen

ihm alle Fahrzeuge ohne zu überholen folgen. Jedes Fahrzeug, das unter diesen

Umständen in die Boxengasse einfährt, darf an dem ihm zugewiesenen Boxenbereich

anhalten. Grundsätzlich gilt: Solange die gelb/orangen Leuchten des Safety

Car eingeschaltet sind, müssen die teilnehmenden Fahrzeuge dem Safety Car unbedingt

folgen.

40.11 Wenn der Renndirektor das Safety Car wieder einzieht, schaltet es seine

gelb/orangen Leuchten aus, dies zeigt den Fahrern an, dass es am Ende dieser

Runde in die Boxengasse einfährt.

Zu diesem Zeitpunkt darf das erste Fahrzeug in der Reihe hinter dem Safety Car die

Geschwindigkeit vorgeben und, wenn notwendig, sich um mehr als 5 Fahrzeuglängen

zurückfallen lassen. Um das Unfallrisiko beim Re-Start zu vermindern, müssen

alle Fahrer von diesem Zeitpunkt an mit gleichmäßigem Tempo ohne Beschleunigungs-

und Bremsmanöver weiterfahren, bis das Safety Car in die Boxengasse eingebogen

ist.

Wenn sich das Safety Car der Boxeneinfahrt nähert, werden die gelben Flaggen und

die SC Schilder von den Streckenposten eingezogen und durch geschwenkte grüne

Flaggen und eine grüne Ampel an der Linie ersetzt. Diese werden gezeigt, bis das

letzte Fahrzeug die Linie überquert hat.

40.12 Jede während des Einsatzes des Safety Car gefahrene Runde wird als

Rennrunde gewertet.

40.13 Wenn der Wertungslauf endet, während das Safety Car sich im Einsatz

befindet, fährt es am Ende der letzten Runde mit ausgeschalteten Leuchten in die

Boxengasse ein und die Fahrzeuge fahren wie unter normalen Umständen ohne zu

überholen an der Zielflagge vorbei. Die Streckenposten zeigen weiterhin geschwenkte

gelbe Flaggen.

40.14 Unter außergewöhnlichen Umständen und nach einer Unterbrechung gemäß

Artikel 42.5 kann der Wertungslauf hinter dem Safety Car gestartet werden. In

diesem Fall schaltet es zu irgendeinem Zeitpunkt vor dem 1-Minuten-Signal seine

gelb/orangen Leuchten ein. Dies zeigt den Fahrern an, dass der Wertungslauf hinter

dem Safety Car gestartet wird. Alle Streckenposten zeigen geschwenkte gelbe

Flaggen und ein Schild »SC« solange, bis der Safety Car Einsatz beendet ist.

Wenn die grünen Lichter der Startampel eingeschaltet werden, verlässt das Safety

Car die Startaufstellung und alle Fahrzeuge folgen ihm in Reihenfolge der Startaufstellung

in Abständen von jeweils höchstens 5 Fahrzeuglängen. Es gibt keine Ein-

72


führungsrunde und der Wertungslauf gilt als gestartet, sobald die grünen Lichter

der Startampel aufleuchten.

Wenn der Renndirektor das Safety Car wieder einzieht, schaltet es seine gelb/orangen

Leuchten aus, dies zeigt den Fahrern an, dass es am Ende dieser Runde in die Boxengasse

einfährt. Zu diesem Zeitpunkt kann das erste Fahrzeug in der Reihe hinter dem

Safety Car die Geschwindigkeit vorgeben und, wenn notwendig, sich um mehr als 5

Fahrzeuglängen zurückfallen lassen. Wenn sich das Safety Car der Boxeneinfahrt nähert,

werden die gelben Flaggen und die SC Schilder von den Streckenposten eingezogen

und durch geschwenkte grüne Flaggen und eine grüne Ampel an der Linie ersetzt.

Diese werden gezeigt, bis das letzte Fahrzeug die Linie überquert hat.

Überholen ist in der ersten Runde nur erlaubt, wenn ein Fahrzeug beim Verlassen

seines Startplatzes verspätet ist und die nachfolgenden Fahrzeuge ein Überholen

nicht vermeiden können, ohne die dahinter fahrenden Fahrzeuge übermäßig zu behindern.

In diesem Fall dürfen die Fahrer nur zur Wiederherstellung der ursprünglichen

Startreihenfolge überholen.

Ein Fahrzeug, das die Startaufstellung verspätet verlässt, darf kein anderes sich

bewegendes Fahrzeug überholen, nachdem alle anderen Fahrzeuge die Linie passiert

haben. Es muss sich am Ende des Feldes hinter dem Safety Car einreihen. Ist

mehr als ein Fahrer betroffen, müssen sie sich am Ende des Feldes in der Reihenfolge

einordnen, in der sie die Startaufstellung verlassen haben.

Gegen jeden Fahrer, der nach Meinung des Renndirektors bzw. der Sportkommissare

ein anderes Fahrzeug während der ersten Runde unnötigerweise überholt hat,

wird eine der in Artikel S 16 aufgeführten Strafen ausgesprochen.

ARTIKEL S 41 UNTERBRECHUNG EINES WERTUNGSLAUFS

41.1 Wenn es notwendig wird, einen Wertungslauf zu unterbrechen, weil die

Strecke durch einen Unfall blockiert ist oder weil eine Fortführung aufgrund des

Wetters oder anderer Bedingungen zu gefährlich erscheint, wird auf Anweisung des

Renndirektors an allen Streckenposten die rote Flagge und an der Linie das Ampelzeichen

zur Unterbrechung gezeigt.

41.2 Sobald dieses Zeichen gegeben wird, besteht Überholverbot, die Boxenausfahrt

wird geschlossen und alle Fahrzeuge müssen langsam zur Red-Flag-Linie

fahren, dort anhalten und sich in einer Reihe auf der Strecke aufstellen.

Falls das Safety Car die Boxengasse benutzt (Artikel 40.11), werden die Teilnehmer

in der fast lane hintereinander gereiht.

41.3 Für den Fall, dass die Strecke blockiert ist, werden die hiervon betroffenen

Fahrzeuge auf Anweisung der Sportwarte zur Startaufstellung beordert und

73


dort an den Positionen aufgestellt, die sie vor der Unterbrechung innehatten. Die

Reihenfolge wird durch den Zeitpunkt bestimmt, an dem es zuletzt möglich war, die

Position aller Fahrzeuge zu ermitteln. Diese Fahrzeuge dürfen den Wertungslauf

entsprechend wieder aufnehmen.

Das Safety Car nimmt dann die Position vor der Reihe der vor der Red-Flag-Linie

stehenden Fahrzeuge ein.

41.4 Während der Unterbrechung des Wertungslaufs gilt:

• Weder der Wertungslauf noch die Zeitnahmesysteme werden gestoppt;

• Es darf an den Fahrzeugen gearbeitet werden, sobald diese vor der Red-Flag-

Linie zum Stehen gekommen oder zu ihren Boxen gefahren sind, wobei jegliche

Art von Arbeit die Wiederaufnahme des Wertungslaufs nicht behindern darf;

• Enttanken ist verboten. Das Betanken ist ausschließlich in der Boxengasse mittels

der im Anhang 2 spezifizierten Tankkanne gestattet und auch nur dann,

wenn sich das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Zeichens zur Unterbrechung schon

in der Boxenanfahrt oder in der Boxengasse befand (siehe auch Artikel S 39.2);

• Nur Teammitglieder und Offizielle sind in der Startaufstellung zulässig.

41.5 Die Fahrzeuge dürfen in die Boxengasse einfahren, während der Wertungslauf

unterbrochen ist, jedoch wird eine Drive-Through-Strafe gegen die Fahrer

verhängt, die in die Boxengasse einfahren oder deren Fahrzeuge von der Startaufstellung

in die Boxengasse geschoben wurden, nachdem der Wertungslauf unterbrochen

wurde. Für jedes Fahrzeug, welches sich in der Boxenanfahrt oder in der

Boxengasse befand, als das Zeichen zur Unterbrechung gegeben wurde, entfällt

diese Bestrafung. Falls die Fahrzeuge vom Safety Car in die Boxengasse geführt

werden (Artikel S 41.2 Satz 2), wird die Drive-Through-Strafe nur gegen Teilnehmer

verhängt, deren Fahrzeuge von der fast lane in einen anderen Bereich der Boxengasse

verbracht werden.

Alle diese Fahrzeuge verbleiben bis zur Wiederaufnahme des Wertungslaufes in der

Boxengasse und dürfen diese erst verlassen, nachdem die Boxenampel auf Grün geschaltet

wird. Die Fahrzeuge, die sich zum Zeitpunkt der Unterbrechung in der Boxengasse

oder in der Boxenanfahrt befanden, haben Vorrang vor den anderen Fahrzeugen.

Unter Berücksichtigung des vorstehenden, dürfen die Fahrzeuge den

Wertungslauf in der Reihenfolge wieder aufnehmen, in der sie den Boxengassenausgang

aus eigener Kraft erreicht haben. Ein Vorbeifahren / Überholen ist nur zulässig,

wenn ein Fahrzeug offensichtliche Probleme hat, die Boxengasse zu verlassen.

Das Arbeiten auf der fast lane der Boxengasse ist während der Wartezeit zulässig.

Es dürfen jedoch ausschließlich die folgenden Arbeiten ausgeführt werden:

• Das Starten des Motors und die hierzu notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen.

• Die Benutzung von Kühl- und Heizvorrichtungen.

74


• Das Wechseln der Räder, sofern Wetterbedingungen einen anderen Reifentyp

erfordern.

Den Anweisungen der Sportwarte ist unbedingt Folge zu leisten.

ARTIKEL S 42 WIEDERAUFNAHME EINES WERTUNGSLAUFS

42.1 Die Unterbrechung des Wertungslaufs sollte so gering wie möglich gehalten

werden und sobald ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme bekannt ist, wird dieser

allen Teams über die Zeitnahmemonitore bzw. über Lautsprecherdurchsage

mitgeteilt. In jedem Fall wird eine mindestens zehn minütige Vorlaufzeit gewährt.

Sollte aufgrund besonderer Umstände eine längere Unterbrechung erforderlich

sein, so kann der Renndirektor in Abstimmung mit den Sportkommissaren die entsprechenden

Maßnahmen treffen und Änderungen des Zeitplans vornehmen. Der

Renndirektor kann in Abstimmung mit den Sportkommissaren festlegen, ob die

Fahrzeuge bis zur Wiederaufnahme des Wertungslaufs unter Parc Fermé Bestimmungen

stehen. Die Teilnehmer werden über Seite 7 der Zeitnahmemonitore darüber

informiert. Sollte dies bestimmt werden, muss den Bewerbern/Fahrern jedoch

eine Zeitspanne von mindestens 30 Minuten vor der geplanten Wiederaufnahe des

Wertungslaufs zur Vorbereitung der Fahrzeuge gewährt werden.

42.2 Der Countdown für die Wiederaufnahme des Wertungslaufs beginnt mit

dem 10-Minuten-Signal (Fünf rote Lichter blinken zwei Mal. Der Beginn der Einführungsrunde

erfolgt in 10 Minuten.) Ab da wird der in Artikel 38.2 beschriebene Ablauf,

beginnend mit Artikel 38.2c durchgeführt.

42.3 Beim 3-Minuten-Signal müssen alle Fahrzeuge auf ihren Rädern stehen

und dürfen nicht wieder angehoben werden. Ein Verstoß wird mit einer Drive-

Through-Strafe geahndet.

In Abhängigkeit der zu erwartenden Rundenzeit werden nach dem 3-Minuten-Signal

die Fahrzeuge, die sich zwischen dem Führenden und der Red Flag Linie befinden

aufgefordert, ohne zu Überholen eine komplette Runde zu fahren und sich am

Ende der Fahrzeugreihe hinter dem Safety Car einzuordnen. Dieses gilt gegebenenfalls

auch für die Fahrzeuge, die aus der Boxengasse heraus den Wertungslauf wieder

aufnehmen (siehe Artikel S 41).

42.4 Beim 1-Minuten-Signal müssen die Motoren gestartet werden und alle

Teammitglieder müssen die Startaufstellung bis zum 30-Sekunden-Signal verlassen

haben und die gesamte Ausrüstung mit sich nehmen. Wenn ein Fahrer nach

dem 30-Sekunden-Signal Hilfe benötigt, muss er die blauen Warnleuchten in Frontund

Heckscheibe einschalten und sobald die restlichen Fahrzeuge, die hierzu in der

Lage sind, die Startaufstellung verlassen haben, werden die Sportwarte angewie-

75


sen, das Fahrzeug in die Boxengasse zu schieben. Für diesen Fall stehen Sportwarte

mit gelben Flaggen neben jedem Fahrzeug, um die nachfolgenden Fahrer zu

warnen.

42.5 Der Wertungslauf wird hinter dem Safety Car wieder aufgenommen, wenn

die Startampel grün geschaltet wird. Das Safety Car fährt nach einer Runde in die

Boxengasse ein, es sei denn,

• der Renndirektor hält aufgrund der Witterungsumstände mehr als eine Runde

für erforderlich;

• es befinden sich nicht alle Fahrzeuge in einer Reihe hinter dem Safety Car;

• die Startaufstellung wird noch geräumt;

• es ereignet sich ein weiterer Zwischenfall, der ein erneutes Eingreifen erforderlich

macht.

Wenn die Ampel grün geschaltet wird, verlässt das Safety Car mit eingeschalteten

gelb/orangen Leuchten die Startaufstellung, wobei ihm alle Fahrzeuge in der Reihenfolge,

in welcher sie vor der Red-Flag-Linie angehalten haben, und in einem

Abstand von jeweils weniger als 5 Fahrzeuglängen folgen. Alle Streckenposten zeigen

geschwenkte gelbe Flaggen und ein Schild „SC“ solange, bis der Safety Car

Einsatz beendet ist.

Sobald das letzte Fahrzeug in der Reihe hinter dem Safety Car an der Boxenausfahrt

vorbeigefahren ist, wird die Ampel an der Boxenausfahrt grün geschaltet; jedes

Fahrzeug in der Boxengasse darf dann auf die Rennstrecke einfahren und sich

der Reihe der Fahrzeuge hinter dem Safety Car anschließen.

Wenn der Renndirektor das Safety Car wieder einzieht, schaltet es seine gelb/orangen

Leuchten aus, dies zeigt den Fahrern an, dass es am Ende dieser Runde in die

Boxengasse einfährt. Zu diesem Zeitpunkt darf das erste Fahrzeug in der Reihe

hinter dem Safety Car die Geschwindigkeit vorgeben und, wenn notwendig, sich

um mehr als 5 Fahrzeuglängen zurückfallen lassen. Wenn sich das Safety Car der

Boxeneinfahrt nähert, werden die gelben Flaggen und die SC Schilder von den Streckenposten

eingezogen und durch geschwenkte grüne Flaggen und eine grüne

Ampel an der Linie ersetzt. Diese werden gezeigt, bis das letzte Fahrzeug die Linie

überquert hat.

42.6 Überholen ist in der ersten Runde nur erlaubt, wenn ein Fahrzeug beim

Verlassen seines Startplatzes verspätet ist und die nachfolgenden Fahrzeuge ein

Überholen nicht vermeiden können, ohne die dahinter fahrenden Fahrzeuge übermäßig

zu behindern. In diesem Fall dürfen die Fahrer nur zur Wiederherstellung der

ursprünglichen Startreihenfolge überholen.

Ein Fahrzeug, das die Startaufstellung verspätet verlässt, darf kein anderes sich

bewegendes Fahrzeug überholen, nachdem alle anderen Fahrzeuge die Red-Flag-

Linie passiert haben. Es muss sich am Ende des Feldes hinter dem Safety Car einreihen.

Ist mehr als ein Fahrer betroffen, müssen sie sich am Ende des Feldes in

76


der Reihenfolge einordnen, in der sie die Startaufstellung verlassen haben.

42.7 Gegen jeden Fahrer, der nach Meinung des Renndirektors bzw. der Sportkommissare

einen anderen Fahrer während dieser Runde unnötigerweise überholt

hat, wird eine der in Artikel S 16 aufgeführten Strafen verhängt.

Während dieser Runde finden die Artikel 40.11 bis 40.14 Anwendung.

42.8 Wenn der Wertungslauf nicht wieder aufgenommen werden kann, wird

das Ergebnis zum Ende der letzten vollen Runde, vor der Runde in welcher das Zeichen

zur Unterbrechung des Wertungslaufs gegeben wurde, erstellt.

Hatte das führende Fahrzeug beim Zeichen zur Unterbrechung des Wertungslaufes

75% oder mehr (aufgerundet auf die nächste volle Runde) der vorgeschriebenen

Distanz zurückgelegt, gilt der Wertungslauf als beendet. Die Wertung wird aufgrund

der Position erstellt, die die Teilnehmer in der letzten vollen Runde vor dem Abbruch

innehatten.

ARTIKEL S 43 KÜRZUNG DER DISTANZ / BEENDIGUNG DES

WERTUNGSLAUFES

43.1 Das Ende des Wertungslaufes wird jedem Fahrer durch Zeigen der Zielflagge

bei Überfahren der Linie angezeigt. Es wird zunächst bei Erreichen der vorgeschriebenen

Renndauer der Führende und dann alle Nachfolgenden unabhängig

von ihrer bis dahin erreichten Rundenzahl abgewinkt.

43.2 Wird das Zielzeichen vorzeitig gegeben, so gilt für die Wertung der Stand,

zu dem der Führende zuletzt die Linie überfahren hat. Wird das Zielzeichen nach

der vorgeschriebenen Rundenzahl des Wertungslaufes gegeben, so gilt für die Wertung

der Zeitpunkt, zu welchem der Wertungslauf hätte enden müssen.

43.3 Das Überfahren der Linie muss mit eigener Motorkraft erfolgen. Danach

fahren die abgewinkten Fahrzeuge noch eine langsame Auslaufrunde, bevor sie direkt

in den Parc Fermé bewegt werden. Noch im Wertungslauf befindliche Fahrzeuge

dürfen nicht überholt werden. In Wertung befindliche Fahrzeuge, die den Parc

Fermé nicht mehr aus eigener Kraft erreichen können, werden unter Kontrolle von

Offiziellen in den Parc Fermé gebracht.

43.4 Wird ein Wertungslauf unterbrochen, kann der Renndirektor in Abstimmung

mit den Sportkommissaren entscheiden, ob und gegebenenfalls wie viele

Minuten der Unterbrechung zu der zulässigen Maximalzeit von 75 Minuten addiert

werden.

43.5 Sollte es durch besondere Umstände notwendig werden, die Distanz ei-

77


nes Wertungslaufes zu verkürzen bevor der Start erfolgt ist, hat der Renndirektor

den Bewerbern vor dem 5-Minuten Signal die neue festgesetzte Rundenzahl mitzuteilen.

Dieses muss mittels Rundenanzeige bei Start und Ziel oder Mitteilung auf

den offiziellen Zeitnahmemonitoren und Lautsprecherdurchsagen zusätzlich bekannt

gegeben werden.

43.6 Zur Ermittlung der zurückgelegten Distanz werden alle nach Erteilen des

Startzeichens gefahrenen Runden des Wertungslaufs gerechnet. Einführungs- und

Auslaufrunden zählen nicht zur Distanz.

43.7 Wurde ein Wertungslauf aufgrund des erreichten Zeitlimits gemäß Artikel

S 5.6 beendet, gilt die zurückgelegte Distanz als größer 75 Prozent.

ARTIKEL S 44 PARC FERMÉ

44.1 Nach dem Abwinken des Führenden des Wertungslaufes unterliegen alle in

Wertung befindlichen Wettbewerbsfahrzeuge auf dem gesamten Gelände der Rennstrecke

den Parc Fermé Bestimmungen. Es sind jegliche technischen Änderungen am

Fahrzeug untersagt.

Es ist auch verboten, während der Fahrt von der Strecke in den Parc Fermé, Materialien

oder Substanzen vom Fahrzeug zu entfernen oder dem Fahrzeug hinzuzufügen.

44.2 Die drei erstplatzierten Fahrzeuge des Wertungslaufes, und auf Anweisung

der Sportwarte eventuell weitere Fahrzeuge, fahren zu dem Platz, an dem die

Siegerehrung stattfindet. Vor dem Siegerehrungspodium wird für diese Fahrzeuge

ein Parc Fermé eingerichtet. Die Fahrzeuge werden dort von Sportwarten eingewiesen.

Dieser Bereich darf nur mit Genehmigung der Rennleitung betreten werden.

Ebenso ist es den Fahrern nicht gestattet, diesen Bereich ohne Zustimmung

des Technischen Delegierten bzw. der Technischen Kommissare zu verlassen. Unmittelbar

im Anschluss an die Siegerehrung werden von Helfern des jeweiligen

Teams die Wettbewerbsfahrzeuge so schnell wie möglich zum Parc Fermé oder zur

Technischen Abnahme gebracht. Die Fahrzeuge werden dabei jeweils von einem

Sportwart oder einem Technischen Kommissar begleitet.

44.3 Jedes andere Fahrzeug, das die Linie passiert hat, muss im Anschluss an

die Auslaufrunde auf direktem Wege zu dem in der jeweiligen Veranstaltungsausschreibung

angegebenen Parc Fermé gebracht werden. Fahrzeuge, die einen Wertungslauf

in Wertung beendet haben, aber nicht mit eigener Motorkraft die Linie

überfahren und/oder den Weg zum Parc Fermé zurücklegen können, dürfen nur

von Sportwarten in den Parc Fermé gebracht werden.

44.4 Es ist erlaubt, Fahrzeuge, die den Parc-Fermé-Bestimmungen unterliegen,

mit einem externen Kühlgebläse zu kühlen, jedoch darf kein Teil des externen

78


Kühlgebläses mit dem Fahrzeug verbunden sein.

44.5 Der Parc Fermé nach dem Wertungslauf wird durch den Renndirektor/

Rennleiter aufgehoben.

44.6 Ein Fahrzeug, das bei einer Veranstaltung von den Technischen Kommissaren

abgenommen wurde, darf bis zum Ende des Parc Fermé nach dem Wertungslauf

und bis zum Abschluss eventueller Nachuntersuchungen ohne Genehmigung

des Technischen Delegierten nicht aus dem Fahrerlager entfernt werden.

ARTIKEL S 45 PLATZIERUNG / WERTUNG

45.1 Sieger ist der Fahrer, der die vorgesehene Distanz mit seinem Fahrzeug in

der kürzesten Zeit unter Berücksichtigung aller Strafen zurückgelegt hat.

45.2 Es werden alle Fahrer gewertet, die mindestens 75 Prozent der Distanz

des Siegers zurückgelegt haben. Überquert ein Fahrer die Linie in der Boxengasse,

nachdem das Zeichen zum Ende des Wertungslaufs gezeigt wurde, erhält der betroffene

Fahrer eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

45.3 Das vorläufige Ergebnis wird nach Beendigung des Wertungslaufes veröffentlicht.

Das Ergebnis ist jedoch erst nach dem Abschluss aller technischen Nachuntersuchungen,

dem Ablauf der Protest- sowie Berufungsfristen verbindlich.

ARTIKEL S 46 SIEGEREHRUNG UND PRESSEKONFERENZEN

46.1 Die Siegerehrung findet unmittelbar nach dem Wertungslauf auf dem vom

Veranstalter vorgesehenen Podium statt. Die Teilnahme an der Siegerehrung und

der offiziellen Pressekonferenz ist für die drei erstplazierten Fahrer des Wertungslaufes

vorgeschrieben. Die Nichtteilnahme an der Siegerehrung oder der Pressekonferenz

wird mit einer Geldstrafe von jeweils 3.000 Euro (in Katalog VII.1) belegt.

Darüber hinaus können die Sportkommissare Sportstrafen verfügen. Während der

Siegerehrung müssen alle zu ehrenden Fahrer ihren geschlossenen Fahreroverall

und die Mütze des Reifensponsors tragen. Andernfalls wird eine Geldstrafe in Höhe

von 2.500 Euro fällig. Für die Ehrung der Teamwertung muss der Repräsentant der

Siegerteams aus dem Wertungslauf zur Verfügung stehen.

46.2 Der Ablauf der Siegerehrung wird in den ITR- Veranstalterrichtlinien gesondert

geregelt.

46.3 Alle eingeschriebenen Fahrer sind verpflichtet, an allen Pressekonferen-

79


zen während einer Veranstaltung, die von der ITR organisiert werden, auf Verlangen

teilzunehmen. Darüber hinaus gilt folgende Verpflichtung:

Fünfzehn Minuten nach Ende des Qualifying findet eine Pressekonferenz mit den

drei erstplatzierten Fahrern des Qualifying statt. Für diese drei Fahrer besteht Teilnahmepflicht.

Während der Pressekonferenz müssen die Fahrer ihren geschlossenen

Fahreranzug tragen. Nichterscheinen oder verspätetes Erscheinen wird mit

3.000 Euro (in Katalog VII.1) bestraft. Bei jedem weiteren Verstoß erhöht sich die

Strafe um jeweils 3.000 Euro (in Katalog VII.1).

Unmittelbar nach der Siegerehrung ist eine Pressekonferenz mit den drei erstplatzierten

Fahrern des Wertungslaufs geplant. Für diese Fahrer besteht Teilnahmepflicht.

Während der Pressekonferenz müssen die Fahrer ihren geschlossenen Fahreranzug

tragen.

ANHANG 1 UMFANG MOTORREVISION

Der Umfang einer Motorrevision gemäß Artikel S 28.8 des Sportlichen Reglements

für die DTM wird nachfolgend festgelegt.

• Die Motorrevision ist im Beisein des Technischen Delegierten oder seines Beauftragten

vorzunehmen.

• Die Motorrevision muss nach Absprache mit dem Technischen Delegierten innerhalb

von maximal 12 aufeinander folgenden Stunden durchgeführt werden.

• Nach Ablauf dieser Zeit muss der Motor sich in einem Zustand befinden, der das

vollständige Anbringen aller Plomben nach Maßgabe des Technischen Delegierten

ermöglicht.

• Der Motor wird unmittelbar nach Ablauf der 12 Stunden verplombt.

Maximal folgende Arbeiten sind innerhalb der vorgegebenen Zeit zulässig:

• alle Schrauben und Dichtungen ersetzen

• alle Gleitlagerschalen des Kurbeltriebs ersetzen

• Prüfen des Nockenwellenantriebs (Steuerketten, Führungsschienen, etc.)

• die nicht zerlegten Zylinderköpfe um maximal 0,2 mm zu planen

• Ventilspiel prüfen und einstellen. Dieses gilt als Ventilspielkontrolle gemäß -Artikel

S 28. 6.

Alle Teile müssen durch identische Teile ersetzt werden. Der Hersteller muss auf

Verlangen des Technischen Delegierten den Nachweis hierfür erbringen.

80


ANHANG 2 – TANKKANNEN

Zum Nachtanken während eines Wertungslaufs dürfen ausschließlich Tankkannen

verwendet werden, die in allen Details den nachstehenden Zeichnungen SZ1 entsprechen.

Das in der Zeichnung nicht spezifizierte Verbindungsteil zwischen der

Tankkanne und dem ATL-Ventil darf frei gestaltet werden. Die maximal zulässige

Länge dieses Verbindungsteils beträgt 250 Millimeter. Abweichend von den nachstehenden

Zeichnungen SZ1 dürfen zum Zweck der Tankkannen-Befüllung an der

Oberseite der Tankkannen maximal 2 zusätzliche Trockenkupplungen angebracht

werden.

Die Tankkannen werden gegebenenfalls von den technischen Kommissaren überprüft.

Sollten dabei Abweichungen von den Zeichnungen (Ausnahme die beiden

Trockenkupplungen) festgestellt werden, erfolgt eine entsprechende Meldung an

die Sportkommissare.

Für die Verwendung der Tankkannen im Verlauf der Pflichtboxenstopps gelten die

folgenden Bestimmungen:

a) Die Tankkannen dürfen während des Betankungsvorgangs in der Boxengasse

nicht mit Halterungen und Gestellen in Verbindung stehen. Mit Ausnahme eines Erdungskabels,

darf kein Teil der gesamten Tankkanne (Schläuche, Ventile, Griffe

etc.) unmittelbar den Boden berühren.

b) Der Entlüftungsraum der Tankkannen darf nicht mit Kraftstoff befüllt werden.

Zur Kontrolle muss das Steigrohr mit einer entsprechenden roten Markierung versehen

sein.

c) Es ist nicht zulässig, die Tankkannen in der Boxengasse zu befüllen.

d) Die vorstehenden Bestimmungen werden von den Technischen Kommissaren

überwacht. Verstöße gegen diese Vorgaben werden mit einer Drive-Through-Strafe

geahndet. Darüber hinaus können die Sportkommissare eine weitere Bestrafung

vornehmen.

81


„Zeichnung SZ 1“

82


ANHANG 3 – LEITLINIEN DES DMSB ZU WERTUNGS- UND SPORTSTRAFEN

IN DER DTM*

Vorfall

Regelstrafe

I. Vor dem freien Training

I.1 Nichtbeachtung des

Arbeitsverbots gemäß

Artikel S 3.5

10.000 € Geldstrafe und Rückversetzung

in der Startaufstellung, bei

Wiederholung 20.000 € Geldstrafe und

Wertungsausschluß

I.2 Nichtteilnahme oder 1.000 € Geldstrafe

verspätetes Erscheinen zur

Fahrerbesprechung

II. Während der Trainingsläufe / Rennen

II.1 Behinderung eines anderen

Fahrers im Qualifying

Rückversetzung in der Startaufstellung

und/oder Geldstrafe 2.000 bis 5.000 €

II.2 Blockieren anderer

Teilnehmer während des

Wertungslaufs

Verwarnung oder Drive Through Penalty

oder Boxenstopp Strafe; auch

Rückversetzung in der Startaufstellung

und Geldstrafe 500 bis 5.000 € möglich;

II.3

Verstoß gegen die

Bestimmungen zum Ablauf

der einzelnen Sektionen des

Qualifying

Verursachung einer

Kollision…

... mit Umdrehen des

Vordermannes

... mit Ausfall des

Vordermannes

Streichung aller Zeiten der betreffenden

Sektion;

Verwarnung oder Drive Through Penalty

oder Boxenstopp Strafe oder Time

Penalty; bei Überholvorgang im Rennen

auch Rückgabe des Vorteils (durch

Renndirektor)

grundsätzlich: mindestens Drive

Through Penalty

zusätzlich nachträglich Ausschluss oder

Rückversetzung in der Startaufstellung

und Geldstrafe 5.000 €

83


II.4

II.5

II.6

II.7

II.8

II.9

II.10

II.11

II.12

Vorfall

Verstoß gegen die

Bestimmungen bei „gelben

Flaggen“

Überholen unter roter

Flagge

Nichtbeachtung der blauen

Flagge

Wiederholter oder

gefährlicher Verstoß gegen

die Verhaltensregeln bei

Flaggen

Verstoß gegen die

Fahrvorschriften des

Anhang L zum I.S.G.

(allgemein)

Behinderung der Bergung

von Fahrzeugen (wie z.B.

Lenkrad nicht auf Lenksäule

gesteckt, Getriebe nicht in

neutral)

Unerlaubtes Verlassen der

Rennstrecke (Abkürzen mit

Vorteil)

Fahren entgegen der

Rennrichtung

Nicht absolvierter

Pflichtboxenstopp nach

Abbruch des Wertungslaufes

ohne Wiederaufnahme

Regelstrafe

Verstoß gegen die Bestimmungen bei

„gelben Flaggen“

Streichen von Rundenzeiten;

Nichtwertung der Runde im Qualifying;

Rückversetzung in der Startaufstellung

um mindestens 5 Startplätze;

In schwerwiegenden Fällen weitere

Bestrafung durch die Sportkommissare

Im Training: Rückversetzung in der

Startaufstellung und Geldstrafe 2.500

bis 5.000 €

Im Rennen: Ausschluss und Geldstrafe

2.500 bis 5.000 €

Verwarnung, Drive Through oder

Boxenstopp Strafe

Ausschluss oder Zeitstrafe und Geldstrafe

5.000 bis 10.000 €

Streichung von Rundenzeiten,

Rückversetzung um Startpositionen,

Verwarnung oder Drive Through Penalty

oder Boxenstopp Strafe oder Time

Penalty

Geldstrafe 500 bis 1.000 €

Streichung von Rundenzeiten, Drive

Through Penalty oder Boxenstopp

Strafe; zusätzlich Sportstrafen möglich

Im Rennen auch: Rückgabe des Vorteils

Im Training: Rückversetzung in der

Startaufstellung und Geldstrafe 500 bis

2.500 €

Im Rennen: Ausschluss und Geldstrafe

bis 500 bis 2.500 €

Zeitzuschlag von 35 Sekunden

84


Vorfall

Regelstrafe

II.13 Nicht reglementskonforme Zeitzuschlag von 60 Sekunden

Durchführung eines

Pflichtboxenstopps

II.14 Verstoß gegen die Safety

Car Regeln

Verwarnung, Drive Through Strafe oder /

und Meldung an die Sportkommissare

III. Startprozedur

III.1 Probestarts in der Boxenstopp Strafe

Einführungsrunde

III.2 Zurückfallenlassen in der Boxenstopp Strafe

Einführungsrunde

III.3 Fahrzeug steht beim Drive Through Penalty

3-Minuten-Signal nicht auf

den Rädern bzw. späteres

Wiederanheben

III.4 Unerlaubtes Überholen in Drive Through Penalty

der Einführungsrunde

III.5 Frühstart Drive Through Penalty

III.6 Start aus einer nicht

korrekten Startposition

mindestens Boxenstopp Strafe von .

5 Sekunden

III.7 Verursachung eines

Startabbruchs

Aufnahme des Wertungslaufes aus der

letzten Startposition

III.8 Verstoß gegen die Regeln

für den Ablauf der

Ausschluss und/oder Geldstrafe 1.000

bis 2.500 €

Startaufstellung

IV. Boxen, Boxengasse

IV.1 Überschreitung der

Höchstgeschwindigkeit in

der Boxengasse

Geldstrafe pro km/h: 50 €

Rennen: mindestens Drive Through

Strafe

IV.2 Wiederholtes oder

gefährliches Überschreiten

Rückversetzung in der Startaufstellung

oder Zeitstrafe

der Höchstgeschwindigkeit

in den Boxen

IV.3 Überholen in der

Geldstrafe 1.000 bis 2.500 €

Boxengasse mittels

Befahren der working lane

IV.4 Überfahren der roten Ampel

am Ende der Boxengasse

Training: Geldstrafe 1.000 €;

Rennen: Drive Through Strafe

85


IV.5

Vorfall

Schwerwiegende

Behinderung anderer

Teilnehmer beim

Boxenstopp

Regelstrafe

Im Training: 2.000 € Geldstrafe;

Im Qualifying: Rückversetzung um 5

Startplätze und 2.000 € Geldstrafe;

Im Rennen: Drive Through Strafe und

2.000 € Geldstrafe;

Gefährdung anderer

Teilnehmer beim

Wertungsstrafen wie zuvor.

Geldstrafe 5.000 €;

Boxenstopp

IV.6 Teammitglieder besteigen Geldstrafe 500 €

den Schutzzaun auf der

Boxenmauer

IV.7 Schließen der Boxentore im Geldstrafe 500 €

freien Training, Qualifying

oder Rennen ohne

Genehmigung des

Technischen Delegierten

IV.8 Rückwärtsfahren in der Geldstrafe 1.500 €

Boxengasse mit eigener

Motorkraft

IV.9 Überfahren der weißen Im Training: Geldstrafe 250 €

Sicherheits-Linie bei der Im Rennen: Drive Through Penatly

Boxenausfahrt

Das Überfahren der Sicherheits-Linie ist

dann gegeben, wenn das betreffende

Fahrzeug mit mindesten einem Rad die

Linie vollständig überquert hat.

V. Nach den Trainingsläufen / Rennen

V.1 Beteiligung an einem Vorfall Geldstrafe 2.000 €

und Verlassen der

Rennstrecke ohne Genehmigung

des(r) Renndirektors /

Sportkommissare

V.2 Verstoß gegen die Parc Ausschluss

Fermé‘ Bestimmungen

VI. Verstoß gegen technische Bestimmungen (Motor, Reifen,

Kraftstoff, Mindestgewicht, Bodenfreiheit, Bremsen, technische

Abnahme etc.)

VI.1 Nichtbeachtung der Rückversetzung in der Startaufstellung

Vorschriften über das und Geldstrafe 2.000 €

Wiegen

86


VI.2

VI.3

VI.4

VI.5

VI.6

VI.7

VI.8

VI.9

VI.10

VI.11

VI.12

VI.13

Vorfall

Nichtübereinstimmung des

Fahrzeugs mit den

Technischen Bestimmungen

Fahrzeugwechsel zwischen

Roll-Out und Freiem Training

Nichtvorführung zur

technischen Abnahme

innerhalb der angegebene

Zeitspanne

Fehlende oder beschädigte

Verplombung am Motor

Verwendung eines Motors

ohne Legitimation

Strafbefangener

Motorwechsel

Strafbefangener

Motorwechsel nach dem

Qualifying

Verwendung eines

verplombten Motors, der

dem Teilnehmer nicht

zugeteilt wurde (nach

Genehmigung durch die

Sportkommissare)

Verplombung und Zuteilung

von Motoren nach dem

ersten Wertungslauf

Verwendung nicht

zugeteilter Slick/

Regen-Reifen

Verwendung von

Regenreifen ohne Erlaubnis

des Renndirektors

Verwendung nicht korrekt

gekennzeichneter Reifen

Regelstrafe

Ausschluss

Siehe Motorwechsel

Nichtzulassung zur Teilnahme an der

Veranstaltung

Rückversetzung auf die letzte

Startposition bei den nächsten beiden

Wertungsläufen, die auf die Entdeckung

des Verstoßes folgen

Abzug von 10 Wertungspunkten beim

bestplatzierten Team der entsprechenden

Marke

Rückversetzung auf die letzte

Startposition bei der entsprechenden

Veranstaltung

Rückversetzung auf die letzte

Startposition bei den nächsten beiden

Wertungsläufen, die auf den Motorwechsel

folgen

Rückversetzung auf die letzte

Startposition beim nächsten Wertungslauf

Rückversetzung auf die letzte

Startposition allen folgenden

Wertungsläufen

Rückversetzung in der Startaufstellung

bzw. Nichtwertung im Wertungslauf

Rückversetzung in der Startaufstellung

bzw. Nichtwertung im Wertungslauf

Rückversetzung in der Startaufstellung

bzw. Nichtwertung im Wertungslauf

87


Vorfall

VI.14 Verwendung eines anderen

statt dem vorgeschriebenen

Kraftstoffs

VI.15 Unterschreitung der

Mindestkraftstoffmenge

nach dem Qualifying und

dem Wertungslauf

VI.16 Unterschreiten des

Mindestgewichtes im

Qualifying

VI.17 Unterschreiten des

Mindestgewichtes im

Wertungslauf

VI.18 Unterschreiten der

Bodenfreiheit im bzw. nach

dem Qualifying

VI.19 Unterschreiten der

Bodenfreiheit im bzw. nach

dem Wertungslauf

VI.20 Verwendung unverplombter

Bremsscheiben

Verwendung mit mehr als

einer beschädigten Plombe

Verwendung nicht

zugeordneter Bremsscheiben

VI.21 Verwendung unverplombter

Bremsscheiben bei der

letzten DTM-Veranstaltung

Verwendung nicht

zugeordneter Bremsscheiben

bei der letzten

DTM-Veranstaltung

VII. Sonstiges

VII.1 Nichtteilnahme oder

verspätetes Erscheinen zur

Pressekonferenz

VII.2 Nichtteilnahme an der ITR /

DMSB Jahressiegerehrung

Regelstrafe

Ausschluss

Ausschluss

Nichtwertung im Qualifying; Zulassung

zum Start aus letzter Startposition

Wertungsausschluss

Streichung aller gewerteten Rundenzeiten

Nichtwertung

Rückversetzung auf die letzte

Startposition bei dem Wertungslauf, der

auf die Entdeckung des Verstoßes folgt

Verstoß vor dem Wertungslauf: Drive

Through Strafe im Wertungslauf (zu

absolvieren vor dem ersten Pflichtboxenstopp)

Verstoß im Wertungslauf: Zeitzuschlag

von 60 Sekunden zur Gesamtfahrzeit

3.000 € (Art. 46.3.) Geldstrafe; jeder

weitere Verstoß Erhöhung der Geldstrafe

um 3.000 € (Art. 46.3.)

10.000 € Geldstrafe

88


VII.3

VII.4

Vorfall

Verstoß gegen die

Bestimmungen für

Taxifahrten

Verstoß gegen das Verbot

zur Produktion von

Videomaterial

Regelstrafe

Verlust des Anspruches auf mindestens

fünf Sondertesttage

10.000 € Geldstrafe, Wertungsausschluss

und Teilnahmeverbot an den

folgenden beiden Veranstaltungen

* Wertungsstrafen (i.d.R. Nichtwertung von Runden oder Zeiten, Drive-Through-,

Pit-Stop-, Time Penalty, Geldbuße) verhängt der Renndirektor möglichst sofort

während des laufenden Veranstaltungsteils. Sind nach seiner Meinung Sportstrafen

erforderlich (i.d.R. Geldstrafe, Rückversetzung, Ausschluss), meldet er dies den

Sportkommissaren, die nach Anhörung des Betroffenen und ggf. weiterer Beweisaufnahme

entscheiden. Die genannten Sanktionen gelten für den Regelfall. In

schweren Fällen (z.B. bei offensichtlicher Unsportlichkeit, wiederholtem Verstoß,

schwerwiegenden Folgen usw.) oder bei leichtem Verschulden (z.B. unglückliche

Umstände, Mitverursachung durch Dritte usw.) kann von den Regelstrafen abgewichen

werden. Dies wird im Einzelfall begründet.

Der vorstehende Katalog bildet eine Handlungsleitlinie für die Sportkommissare.

Grundsätzlich entscheiden die Sportkommissare in Anwendung des Internationalen

Sportgesetzes der FIA mit Anhängen und dem Sportlichen- und Technischen Reglement

der DTM 2010.

89


DMSB – Deutscher Motor Sport Bund e. V.

Hahnstraße 70 – Lyoner Stern

D-60528 Frankfurt

Telefon +49 69 633007-0

Telefax +49 69 633007-30

dmsb@dmsb.de

www.dmsb.de

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