Kneipp® Der Weg zur Nachhaltigkeit.

kneipp.de

Kneipp® Der Weg zur Nachhaltigkeit.

Stand 03/2013

Kneipp®

Der Weg zur Nachhaltigkeit.


Inhaltsverzeichnis

03 Grußwort

04 Unternehmensportrait

Historie

Werte

Mission Statement

Nachhaltige Entwicklung bei Kneipp

07 Kneipp-Preis

09 Strenge interne Ansprüche an unsere

Produkte

Kneipp Körperpflegeprodukte

Risikobasierte Sicherheitsbewertungen

(HACCP)

Pharmakovigilanz

Reklamationsmanagement

Forschung und Entwicklung

Packmittelentwicklung

Eigenproduktion als Qualitätsmerkmal

13 Hautkompetenzteam

17 Herkunft und Beschaffung pflanzlicher

Rohstoffe

Beschaffung

Aktuelle Ausrichtung des Einkaufs

Arnika

Sheabutter

20 Ökologische Nachhaltigkeit

Strom

Gas

Dienstreisen und Firmenwagen

Emissionen

Abfall

Validierung der Daten

Verifizierung des Carbon Footprint 2011

Kompensations-Projekt

23 Verbesserung durch die Umsetzung des

Standortkonzepts

25 Qualitätskontrolle - mit Sicherheit geprüfte Qualität

Schutz und Sicherheit für Mitarbeiter und Umwelt

Verwertung vor Entsorgung

26 Verantwortung für den Mitarbeiter

Hohe soziale Standards

Flexible Arbeitszeitmodelle

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Gesundheitsmanagement

Ausbildung, Weiterbildung, Förderung

Unfallschutz und Sicherheit

Betriebliches Gesundheitsmanagement

31 Verantwortung für die Gesellschaft

Beauftragung von sozialen Einrichtungen

Unterstützung von Kindergärten

Spenden anstelle von Werbegeschenken

33 Anhang I

Beurteilungsergebnis von Climate Partner

34 Anhang II

Zertifikat von Climate Partner

35 Anhang III

Zertifikat Umweltmanagement System

36 Impressum

Titelbild: Kneipp Fußballmannschaft in Aktion

Seite 2


Persönliches Grußwort

Seit über 120 Jahren steht Kneipp®

für wirksame Produkte auf Basis

der Natur und der ganzheitlichen

Philosophie von Sebastian Kneipp.

Unsere Aufgabe ist es die Tradition

des Unternehmens und der Marke

langfristig erfolgreich weiterführen

und dabei den Ansprüchen der Zeit,

insbesondere im Angesicht immer

knapper werdender Ressourcen,

gerecht zu werden. Wir sind uns

bei Kneipp unserer Verantwortung

bewusst, dass unser Lebensstil

heute nicht auf Kosten künftiger

Generationen und der Natur gehen

darf. Seit längerer Zeit beschäftigen

wir uns bei Kneipp intensiv mit

allen Aspekten der Nachhaltigkeit

im Zusammenhang mit den unternehmerischen

Aktivitäten von

Kneipp. Der erste entscheidende

Schritt, Nachhaltigkeit fest im

Unternehmen zu verankern, wurde

im Herbst 2010 gemacht, als wir

unser Mission Statement um die

Aussage: „Im Einklang mit dieser

Philosophie werden wir, als unserer

Verantwortung bewusstes Unternehmen,

im Sinne einer nachhaltigen

Entwicklung handeln (ökonomisch,

ökologisch und sozial).“

ergänzt haben. Somit wurde die

strategische Grundlage geschaffen,

Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen

und Bereichsstrategien

zu etablieren. Gleichzeitig

ist das Thema bei Kneipp nicht neu,

sondern schon immer eng mit der

ganzheitlichen Philosophie von

Sebastian Kneipp verbunden, die

seit Bestehen der Marke und des

Unternehmens Kneipp Richtlinie für

alles Handeln ist. So hat eine ausführliche

Analyse der Prozesse eine

Vielzahl nachhaltiger Aktivitäten

ergeben, über die wir hier berichten

möchten. Unser Ziel kann aber

nicht sein, an dieser Stelle stehen

zu bleiben, sondern uns ausgehend

von dem bisher Erreichten deutlich

weiterzuentwickeln und unsere

Verantwortung und unseren Beitrag

für eine lebenswerte Zukunft aller

zu übernehmen. Wir freuen uns

Ihnen nun die zweite Ausgabe

unserer Dokumentation zur Nachhaltigkeit

bei Kneipp präsentieren

zu können, in der deutlich wird,

wie wir uns im vergangenen Jahr

weiterentwickelt haben. Neu in

diesem Bericht sind beispielsweise

die Themen: Verleihung des Sebastian

Kneipp-Preises, die Vorstellung

unseres Hautkompetenzteams,

spannende Maßnahmen im Qualitätslabor

sowie die Auswirkungen

des Standortkonzepts.

Dietmar Salein

Geschäftsführer Kneipp®-Werke

Seite 3


Unternehmensportrait

Seit über 120 Jahren wirksame und natürliche Produktkonzepte für Gesundheit und Wohlbefinden

Tradition verpflichtet: Der als

„Kräuterpfarrer“ populär gewordene

Sebastian Kneipp gilt als

einer der wichtigsten Pioniere

auf dem Gebiet der pflanzlichen

Gesundheitsprodukte, die

heute aktueller sind denn je.

Bereits im Jahre 1891 legte er

zusammen mit dem Würzburger

Apotheker Leonhard Oberhäußer

den Grundstein für die Kneipp-

Gruppe, indem er seinem Geschäftspartner

die Rechte übertrug,

pharmazeutische und kosmetische

Produkte sowie diätetische

Lebensmittel „mit dem Namen

und dem Bilde des Herrn Pfarrer

Sebastian Kneipp“ zu entwickeln,

herzustellen und zu vertreiben.

Heute ist Kneipp ein modernes,

international aufgestelltes Traditionsunternehmen

mit großem

Entwicklungspotenzial, das sich

dem bedeutenden Erbe und der

ganzheitlichen Philosophie seines

Mitbegründers und Namensgebers

weiterhin verpflichtet fühlt.

Das Unternehmen Kneipp bietet

hochwertige Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel

sowie

Körperpflege- und Badeprodukte

für Menschen an, denen Natur und

Gesundheit wichtig sind. Mit naturheilkundlicher

Kompetenz, pharmazeutischer

Erfahrung und modernsten

Produktionsverfahren erobert

das Unternehmen neue Märkte

im In- und Ausland und zeigt die

einmalige Innovationsfähigkeit der

Traditionsmarke.

Gemäß dem Leitgedanken „Kneipp

wirkt“ setzt es dabei besonders

auf ganzheitliche Konzepte, die

als wirksame Problemlöser funktionieren.

Die Kneipp’sche Lehre

mit den fünf Elementen Wasser,

Pflanzen, Bewegung, Ernährung

und Innere Balance spielt eine

ergänzende und wichtige Rolle.

Denn Kneipp sieht seine Aufgabe

vor allem darin, dem Verbraucher

mit bedürfnisorientierten und

alltagsgerechten Konzepten mit

„Rat und Tat“ zur Seite zu stehen.

Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897)

Seite 4


Historie

Vor über 120 Jahren wurde der

Grundstein für die heutigen Kneipp-

Werke gelegt.

1890 lernte Sebastian Kneipp den

Würzburger Apotheker Leonhard

Oberhäußer kennen. Aufgrund

ihrer gemeinsamen Überzeugung,

mit naturheilkundlichen Methoden

Gutes zu tun, wurden sie enge

Partner und Freunde. Auf Basis

natürlicher Pflanzenessenzen und

anderer reiner Inhaltsstoffe schufen

sie jene Rezepturen, die auch heute

noch richtungsweisend für unsere

Produkte sind.

Geburtsstunde der Kneipp-Werke

Schon ein Jahr später, 1891, legte

Sebastian Kneipp das Vermächtnis

seiner lebenslangen Studien in die

Hände des Freundes und Mitstreiters

Leonhard Oberhäußer, indem

er ihm exklusiv, das heißt weltweit

und für alle Zeiten, die Rechte übertrug,

pharmazeutische und kosmetische

Produkte sowie diätetische

Lebensmittel «mit dem Namen

und dem Bilde des Herrn Pfarrer

Sebastian Kneipp» zu entwickeln,

herzustellen und zu vertreiben.

Dieser Vertrag bildet bis heute die

Grundlage der Kneipp-Werke.

Erste Kneipp-Mittel

Bis zum Jahre 1897 folgten weitere

bestätigende und erweiternde

Erklärungen und Verträge. Das

erste Produkt, das in der Würzburger

Engel-Apotheke unter dem

Namen Kneipps hergestellt wurde,

waren übrigens die Kneipp-Pillen

gegen Darmträgheit. Schnell folgen

Tees, Pflanzensäfte, Pflanzenpulver,

Tinkturen, ölige Auszüge sowie

die sogenannten „Spezialitäten“

(Fertigarzneimittel) Rosmarinwein,

Magentrost und Flatuol.

Nach dem Tod von Sebastian

Kneipp stellte Leonhard Oberhäußer

weiterhin Heil- und Pflegemittel

nach den Rezepturen seines Freundes

her und verhalf den Produkten

zu Bekanntheit auch über die Landesgrenzen

hinaus.

Erste Kneipp Produkte

Werte

Die Kneipp-Werke – der Gesundheit

und der Natur verbunden

Kneipp wirkt natürlich. Gemäß

diesem Leitgedanken setzt Kneipp

auf bewährte und wirksame Produkte

auf Grundlage der Natur und

einer wissenschaftlich fundierten

Lehre. Und dies mit Tradition: Seit

1891 steht bei Kneipp die natürliche

Gesundheit der Menschen

im Mittelpunkt. Heute sehen die

Kneipp-Werke ihre Aufgabe darin,

dem Verbraucher mit ganzheitlichen

und an seinen Bedürfnissen

orientierten Konzepten mit Rat und

Tat zur Seite zu stehen. Die fünf

Säulen der Kneippschen Lehre Wasser,

Pflanzen, Bewegung, Ernährung

und innere Balance ergänzen die

Kneipp-Produktkonzepte dabei auf

einzigartige Weise.

Von entscheidender Bedeutung für

Kneipp ist das Thema Qualität. Das

bedeutet: erstklassige Qualität der

pflanzlichen Rohstoffe als Ausgangspunkt

aller Produkte, aufwändige

Analyseverfahren und schonende

Verarbeitung in innovativen

Produktionsverfahren. Weiterhin

heißt Qualität für Kneipp, ein höchstes

Maß an Nutzen, Wirksamkeit

und Sicherheit seiner Erzeugnisse

zu gewährleisten. Die weitestgehend

naturbelassenen Produkte

werden nach pharmazeutischem

Standdard produziert.

Der außerordentlich hohe Qualitätsstandard

der Kneipp-Produkte

beruht auf der sorgfältigen Komposition

der Inhaltsstoffe, der wissenschaftlich

belegten Wirksamkeit

der Rezepturen und einem seit

Generationen bewährten naturheilkundlichen

und pharmazeutischen

Erfahrungswissen.

Als Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelhersteller

haben wir

diesen hohen Anspruch an die Qualität

und die Nachhaltigkeit unserer

Produkte und unseres Handelns.

Aus diesem Grund genießen auch

die Themen Umweltschutz und Arbeitssicherheit

bei uns einen hohen

Stellenwert.

Seite 5


Mission Statement

Im Jahr 2005 wurde das aktuelle

Kneipp Mission Statement erstmals

in dieser Form formuliert und bildet

seither die Grundlage unseres Handelns.

Einmal im Jahr wird das Mission

Statement von allen Führungskräften

des Unternehmens erneut

geprüft und in Details aktuellen

Entwicklungen angepasst, wobei

der Grundsatz immer unverändert

blieb. 2010 wurde einstimmig

beschlossen das Mission Statement

um den Aspekt der Nachhaltigkeit

zu ergänzen und somit die Grundlage

für eine gezielte Ausrichtung hin

zu einer nachhaltigen Organisation

gelegt.

Kneipp wirkt. Natürlich.

• Kneipp bietet dem Endverbraucher

einzigartige wirksame,

innovative und natürliche

Produkte und Konzepte für

Gesundheit und Wohlbefinden

auf Basis der ganzheitlichen

Philosophie Sebastian Kneipps.

• Im Einklang mit dieser Philosophie

werden wir, als unserer

Verantwortung bewusstes

Unternehmen, im Sinne einer

nachhaltigen Entwicklung handeln

(ökonomisch, ökologisch

und sozial).

• Kneipp ist Marktführer bei Badezusätzen.

Der Ausbau dieser

Marktstellung sowie starkes

Wachstum bei wirksamer Körperpflege

und Naturkosmetik

haben höchste Priorität. Weiterhin

aktiv ist Kneipp in den

traditionellen Geschäftsfeldern

Nahrungsergänzungsmittel und

pflanzliche Arzneimittel. Kneipp

leistet damit insgesamt einen

aktiven Beitrag zur Gesundheitsprävention.

• Für unsere Produkte ist eine

flächendeckende Erhältlichkeit

das Ziel. Der Ausbau der

alternativen Vertriebsformen

ist dabei integraler Bestandteil

unserer Wachstumsstrategie.

Fünf Säulen der Philosophie von

Sebastian Kneipp

Nachhaltige Entwicklung bei

Kneipp

Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung,

die die Bedürfnisse der

Gegenwart befriedigt, ohne zu

riskieren, dass zukünftige Generationen

ihre eigenen Bedürfnisse nicht

befriedigen können.

Nachhaltigkeit umfasst immer die

drei Aspekte Ökonomie, Ökologie

und Soziales. Im Jahr 2011 hat

Kneipp ausführlich alle Prozesse im

Unternehmen im Hinblick auf die

drei Aspekte der Nachhaltigkeit

analysiert und dokumentiert in

diesem Dokument die wichtigsten

Ergebnisse. Im Rahmen dieser

Analyse, durchgeführt anhand des

vom Global Compact empfohlenen

GRI G3 Standards, wurde deutlich,

dass Kneipp in sehr vielen Aspekten

bereits sehr weit ist. 2013 wird sich

das Unternehmen erneut intensiv

mit den Themen des GRI G3 Standards

auseinandersetzen.

Hervorzuhebende Beispiele sind die

bereits bestehenden Umwelt- und

Bio-Zertifizierungen, die Maßnahmen

zur Energieeinsparung

und einer damit einhergehenden

Reduktion des CO 2

Ausstoßes und

Ausgleichsmaßnahmen bis hin zur

Entwicklung zu einer CO 2

neutralen

Firma.

Die Abteilung Qualitätskontrolle hat

die Ergänzung der Firmenphilosophie

um das Thema Nachhaltigkeit

zum Anlass genommen, die Prozesse

im firmeneigenen Labor genau

unter die Lupe zu nehmen, um auf

der Grundlage der „grünen Chemie“

Strategien und Maßnahmen für die

Wahl umweltfreundlicherer Systeme

und Verfahren abzuleiten. Alle

Mitarbeiter der Abteilung haben

sich dabei eingebracht. Erste Veränderungen

wurden bereits 2012

angestoßen, zahlreiche weitere

werden folgen. Weitere Informationen

auf Seite 25.

Seite 6


Kneipp-Preis

Kneipp-Werke und Sebastian Kneipp Stiftung fördern wissenschaftliche Forschung zur

Kneipp Therapie

Sebastian Kneipp hat seine Erkenntnisse

zur gesundheitlichen

Wirkung des Wassers und der

Pflanzen in jahrelangen Versuchen

und Anwendungen gewonnen und

sich dabei auch auf über Jahrhunderte

überlieferte Erkenntnisse aus

der Klostermedizin berufen. Er hat

aber selbst bereits den ausdrücklichen

Wunsch geäußert, dass seine

Erfahrungen auch wissenschaftlich

untersucht und untermauert werden

sollen.

Ganz in diesem Sinne fördern die

Kneipp-Werke und die Sebastian

Kneipp Stiftung deshalb seit vielen

Jahren die wissenschaftliche Forschung

zur Kneipp-Therapie. Seit

1971 wird deshalb der Sebastian-

Kneipp-Preis für wissenschaftliche

Arbeiten, die neue Erkenntnisse

über die Kneipp-Therapie vermitteln,

verliehen. Das Preisgeld liegt

bei 10.000 €.

Der Sebastian-Kneipp-Preis wird

nach genauen Kriterien vergeben,

wobei ein Schwerpunkt auf der

Pflanzentherapie liegt:

• Arbeiten, die das Zusammenwirken

der Phytotherapie mit

einer oder mehreren Kneipp-

Therapie-Prinzipien (Hydrotherapie,

Ernährung, Bewegungstherapie,

Ordnungstherapie)

untersuchen.

• Arbeiten über die Wirkungen

und die Wirksamkeit von Arzneipflanzen

oder pflanzlichen

Zubereitungen sowie insbesondere

auch die Identifizierung

von wirksamkeitsmitbestimmenden

Inhaltsstoffen oder

Aufklärung der Wirkmechanismen

einer Pflanze oder ihrer

Inhaltsstoffe.

• Arbeiten über das Zusammenwirken

mehrerer pflanzlicher

Inhaltsstoffe.

Dem Preisrichterkollegium gehören

namhafte Wissenschaftler deutscher

und internationaler Universitäten

an.

Im Laufe der Jahre wurden viele herausragende

Arbeiten und Wissenschaftler

ausgezeichnet, hier eine

kleine Auswahl:

2012 Forschungsarbeiten zu

Wirkstoffen aus Brokkoli, die

Tumorstammzellen angreifen und

damit aggressives Krebswachstum

hemmen

Preisträgerin: Frau Prof. Dr. rer. nat.

Ingrid Herr

Der Sebastian-Kneipp-Preis 2012

würdigt Untersuchungen über die

vorbeugenden und therapeutischen

Wirkungen von Nahrungsstoffen

bzw. sekundären Pflanzenstoffen

bei Krebserkrankungen. Besonders

bemerkenswert an der Forschungsarbeit

von Prof. Dr. Herr ist, dass die

untersuchten sekundären Pflanzenstoffe

Resistenzen von Tumorzellen

gegenüber Krebsmedikamenten

aufheben und damit deren Wirksamkeit

wieder herstellen können.

Damit kann ein Zusammenwirken

von Chemotherapie mit spezieller

Ernährung zu stark verbesserten

Überlebens-Chancen bei einigen

Tumoren führen. Der Sebastian-

Kneipp-Preis 2012 wird somit für

Forschungsarbeiten verliehen, die

auf besondere Weise gleich zwei

Säulen der Philosophie von Sebastian

Kneipp und ihren Zusammenhang

einbeziehen: Phytotherapie

- die Heilanwendung von Pflanzen

- sowie die Ernährung.

2011 Neue wissenschaftliche

Erkenntnisse zu Herzgespannkraut

Preisträger: Prof. Dr. Rauwald/ Prof.

Dr. Dhein

Seit der Antike wurde Herzgespannkraut

in der Volksmedizin

eingesetzt, ohne dass es tiefere

wissenschaftliche Erkenntnisse zu

Inhaltsstoffen und molekularen

Wirkungen gab. Die Preisträger des

Sebastian-Kneipp-Preises 2011

Seite 7


konnten mit ihrer Arbeit erstmals

molekular-pharmakologische Wirkungen

für das in der Neuzeit weitgehend

in Vergessenheit geratende

Heilkraut nachweisen.

Titel der Studie für den die Forscher

den Kneipp-Preis erhalten: „Studie

zu den molekularen Wirkungen und

Wirkstoffen von Herzgespann - Leonurus

cardiaca L.: Vom Teeaufguß

entwickelter, wirkstoff-angereicherter

und standardisierter Spezialextrakt

zeigt elektrophysiologische

und zellphysiologische Effekte am

Herzen, die antiarrhythmische und

antianginöse Wirkungen begründen

können.“

verträglichen, wirksamen und

risikoarmen Präparaten ist daher

von erheblicher Bedeutung. Daraus

resultiert die intensive Forschung

zu den Effekten verschiedener Arzneipflanzen.

Neben dem besseren

Verständnis der schlafanstoßenden

Wirkung von Baldrian konnte die

ergänzende Wirkung von Hopfen

gezeigt werden. Beide Pflanzen

unterstützen körpereigene Mechanismen

zum Schlaf.

2008 für Untersuchungen zu

den anxiolytischen Wirkungen der

Arzneipflanzen Johanniskraut und

Venezianisches Hundsgift

Preisträgerin: Prof. Dr. Veronika

Butterweck

Kneipp-Preis für ihre Arbeiten über

die Anti-Stress-Wirkungen von

Johanniskraut und der Suche nach

den dafür verantwortlichen Inhaltsstoffen,

sowie für die Arbeit über

die angstlösenden Wirkungen von

Venezianischem Hundsgift.

2009 Baldrian und Hopfen: Zusammenspiel,

Wirkungsmechanismus

Preisträger: Dr. Uwe Koetter

Schlafstörungen und Unruhe sind

weit verbreitet. Der Einsatz von

Seite 8


Strenge interne Ansprüche an unsere Produkte

Kneipp Körperpflege-

Produkte

Die Verträglichkeit und Wirksamkeit

der Kneipp Produkte steht im

Mittelpunkt der Kneipp Produkt-

Philosophie. Seit Jahren gibt es

daher eine intensive Entwicklungsund

Zusammenarbeit mit externen

Experten:

• Kneipp Forschung mit Kneipp-

Hautkompetenz-Zentrum;

interdisziplinäre Grundlagenforschung,

die unmittelbar in

die Praxis umgesetzt wird.

• Jede unserer Formulierungen

wird durch zwei verschiedene

dermatologische Kliniken auf

ihre Verträglichkeit abgesichert.

• Alle unsere Produkte werden

von erfahrenen Naturwissenschaftlern

in enger Zusammenarbeit

mit international bekannten

Universitätsinstituten

entwickelt.

• Kneipp Produkte werden vor

dem Inverkehrbringen einer

zweifachen Sicherheitsbewertung

unterzogen, sowohl

unternehmensintern als auch

unternehmensextern.

• Dank spezieller Verfahren

können wir unsere Körperpflegemittel

konservierungsmittelfrei

herstellen und schützen

so die natürliche Hautflora der

Menschen und die Umwelt.

Risikobasierte bewertungen

Sicherheits-

(HACCP)

Für alle lebensmittelnahen Produkte

werden ebenfalls risikobasierte

Sicherheitsbewertungen, sogenannte

HACCP (Hazard Analysis

and Critical Control Points), durchgeführt.

Hierbei werden mögliche

Gefährdungen des Produktes durch

den Herstellprozess wie auch durch

die Rezeptur im Vorfeld erfasst und

abgestellt.

Dieses System wird jährlich durch

einen externen Sachverständigen

im Rahmen einer IFS (International

Food Standard) Zertifizierung

unabhängig überprüft.

Pharmakovigilanz

Vigilanz bedeutet übersetzt „Aufmerksamkeit,

Wachheit“, Pharmakon

bedeutet hier „Arzneimittel“. In

diesem Verfahren werden Meldungen

und Unverträglichkeiten erfasst

und bewertet.

Weiterhin wird eine Entscheidung

über weiterführende Maßnahmen

getroffen. Hierbei steht der Stufenplanverantwortliche

in engem

Kontakt zum BfArM und zu der europäischen

Zulassungsbehörde für

Arzneimittel. Durch dieses systematische

Sammeln der Informationen

wird sichergestellt, dass negative

Auswirkungen von Arzneimittel-

Wirkstoffen vermieden werden.

Reklamationsmanagement

Die oberste Priorität hat die Zufriedenheit

der Kunden. Wir bemühen

Seite 9


uns, die Anliegen und Reklamationen

der Kunden schnell und

unbürokratisch zur Zufriedenheit

der Kunden zu bearbeiten. Über

eine systematische Erfassung aller

Reklamationen und Meldungen

können Verbesserungen schnell

angestoßen werden.

Forschung & Entwicklung

Im Mittelpunkt der Marke Kneipp

steht das Produkt, mit dem Anspruch,

die Kernwerte – Natur,

Wirkung und Qualität - zu verkörpern.

Schon bei der Entwicklung

der Produkte wird seit je her streng

darauf geachtet, dass die Produkte

diesen Ansprüchen entsprechen.

Die seit vielen Jahren angewendeten

und regelmäßig aktualisierten

Richtlinien, insbesondere in der

Entwicklung der Rezepturen, sorgen

für ein gleichmäßig hohes Niveau

der Kneipp Produkte, auch im Hinblick

auf deren Nachhaltigkeit.

Die Kneipp Forschung

Die Kneipp-Werke legen größten

Wert auf Wirksamkeit und Verträglichkeit

ihrer Produkte. Unsere

Forschungs- und Entwicklungsabteilung

wird durch erfahrene

Naturwissenschaftler geleitet. Sie

betreibt in den verschiedensten

Disziplinen eigene, umfangreiche

Forschungsaktivitäten. Dabei kooperieren

wir mit Universitätsinstituten

auf der ganzen Welt.

Die Ergebnisse dieser Forschungen

werden mit unabhängigen, international

anerkannten Fachleuten

im Kneipp® Hautkompetenzteam

interdisziplinär diskutiert.

Sie fließen zum Wohle unserer Kunden

direkt und unmittelbar in die

Produkte ein. So können wir dem

Kunden das bieten, was er von uns

erwartet:

Die Einzigartigkeit der Marke KNEIPP.

Die Kneipp Produktentwicklung

Unsere Produkte werden unter Leitung

erfahrener Naturwissenschaftler

und in enger Zusammenarbeit

mit international renommierten

Universitätsinstituten entwickelt.

Sie werden vor dem Inverkehrbringen

einer zweifachen Sicherheitsbewertung

unterzogen.

Auf Qualität und Verträglichkeit

der bei uns verwendeten Rohstoffe

legen wir besonderen Wert. Rohstoffe

werden unter Berücksichtigung

unserer strengen internen

Safety Guidelines ausgewählt.

Diese Richtlinien beruhen auf der

Auswertung von Erfahrungen der

seit drei Jahrzehnten existierenden

Kooperation mit dermatologischen

Universitätskliniken.

Jede unserer Formulierungen wird

von zwei voneinander unabhängigen

dermatologischen Kliniken auf

Verträglichkeit geprüft.

Dank spezieller Verfahren können

wir die meisten unserer Körperpflegemittel

konservierungsmittelfrei

herstellen. So schützen wir die

natürliche Hautflora des Menschen

und die Umwelt.

Nur von uns geprüfte Hersteller, die

auch unter Berücksichtigung von

Umwelt- und Sozialstandards auditiert

sind, werden für die Belieferung

von Rohmaterialien zugelassen.

Bei der Rohstoffauswahl wird die

biologische Abbaubarkeit nach OECD

Richtlinien berücksichtigt

Bei der Produktion werden energiearme

Prozesse bevorzugt.

Erdölbasierte Rohstoffe werden,

wenn immer möglich, vermieden.

Wir bevorzugen heimische Pflanzen

und fördern den Anbau von Arzneipflanzen

in Deutschland.

Wir vermeiden Rohstoffe tierischen

Ursprungs.

Naturkosmetik stellen wir nach den

international anerkannten Richtlinien

von Natrue her.

Seite 10


Packmittelentwicklung

Neben dem besonderen Augenmerk

auf das eigentliche Produkt, das

Badeöl, die Salbe bzw. Creme sowie

die Tablette oder das Dragee, achtet

Kneipp auch bei der Verpackung auf

eine ressourcen- und umweltschonende

Vorgehensweise. Dies gilt

insbesondere für die Neuentwicklung

von Packmitteln.

Bei der Neuentwicklung von Packmitteln

wird standardisiert eine

Checkliste verwendet, um folgende

Fragen zu klären:

• umweltgerechte Konstruktion

und Materialauswahl

• Abfallvolumen

• Materialeignung für die mechanische

Beanspruchung

• ausreichende physikalische und

chemische Beständigkeit

• Anlieferungsform nach Umweltgesichtspunkten

• ausreichender Transportschutz

• Entsorgungsmöglichkeiten

Darüber hinaus werden regelmäßig

Projekte gestartet, um die vorhandenen

Packmittel umweltverträglicher

zu gestalten. Zum Beispiel wurde

das Gewicht der 100 ml Glasflasche,

eines der bei Kneipp am häufigsten

verwendeten Primärverpackungsformate,

um 9 g reduziert. Dieses

entspricht bei 6 Mio. Flaschen einer

CO 2

Einsparung von ca. 35 Tonnen.

Als weiteres Packmitteleinsparungsprojekt

konnten die Kunststoffverschlüsse

der bei Kneipp

meistverwendeten Tube seit 2008

schrittweise um 5,6g reduziert

werden. Diese Gesamtreduzierung

entspricht bei einem derzeitigen

Bedarf von ca. 4 Mio. Verschlüssen

pro Jahr einer Einsparung von 74

Tonnen CO 2

pro Jahr.

Umstellung von Faltschachteln auf

nachhaltiges Papier

Im Jahr 2012 wurde mit der

geplanten Umstellung auf zertifiziertes

Verpackungsmaterial

begonnen. So konnten im ersten

Jahr bereits mehr als 50 Prozent

der Faltschachteln in PEFC Qualität

gedruckt werden. Dies wird auf den

Verpackungen auch entsprechend

dokumentiert und ist über die

Zertifikatsnummer DC COC340/09

nachzuprüfen. Den Anteil wollen

wir künftig noch weiter ausbauen.

Broschüren und der Kneipp Versandkatalog

werden mittlerweile in

FSC Qualität gedruckt.

Eigenproduktion als Qualitätsmerkmal

Kneipp betrachtet sich nicht als

reines Vertriebsunternehmen,

sondern hat den Anspruch, Produkte

selbst herzustellen, unter der

Bedingung, dass eine Eigenproduktion

wirtschaftlich sinnvoll möglich

ist. Dadurch können bei Kneipp die

Arbeitsplätze in der Produktion und

den zugehörigen Bereichen gesichert

und gegebenenfalls ausgebaut

werden.

Eine möglichst weitgehende Eigenproduktion

trägt darüber hinaus

entscheidend dazu bei, den CO 2

-

Ausstoß durch geringere Transportwege

zu reduzieren und Transportkosten

einzusparen.

Ist eine Fremdproduktion nicht zu

vermeiden, werden die beauftragten

Partner sorgfältig ausgewählt

und an die Hersteller werden die bei

Kneipp üblichen hohen Qualitätsmaßstäbe

angelegt. Sie werden in

einem festgelegten Verfahren vor

der Produktionsaufnahme auditiert,

qualifiziert und dann regelmäßig

bewertet.

Im Rahmen der Lieferantenqualifizierung

werden auch Themen angesprochen,

die mit der Nachhaltigkeit

in Zusammenhang stehen, wie zum

Beispiel, ob Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme

existieren.

Seite 11


Mit Fremdfertigern werden Verträge

mit Qualitätsvereinbarungen

abgeschlossen. Bei der Auswahl

beschränkt sich Kneipp auf die EU

und die Schweiz. Auf diese Weise

wird vermieden, dass lange Transportwege

anfallen und die sozialen

Standards wie Arbeitssicherheit

oder Ausschluss von Niedrigstlöhnen

gewährleistet werden.

So werden Risiken hinsichtlich der

lokalen Beschaffung der erforderlichen

Rohstoffe, der Qualität,

der Reklamationsabwicklung und

gegebenenfalls Rechtsstreitigkeiten

vermieden, die bei Beschäftigung

von Firmen in weit entfernten und

speziell in Niedriglohnländern zu

erwarten sind.

Wenn möglich, greift Kneipp

bevorzugt Angebote von sozialen

Einrichtungen auf. Die Herstellung

von Geschenkpackungen, gegebenenfalls

Displays oder anfallende

Umpackarbeiten werden beispielsweise

an Behindertenwerkstätten

vergeben. Auch staatliche Stellen

wie die Justizvollzugsanstalten

können hierbei berücksichtigt

werden.

Produktion - Dragierung

Produktion - Tablettenpresse

Produktion - Bulkwarenmischer

Seite 12


Hautkompetenzteam

Kneipp® wirkt natürlich – das gilt auch für Kneipp® Körperpflege

Das Kneipp Mission Statement

macht es deutlich: „Kneipp ist

Marktführer bei Badezusätzen. Der

Ausbau dieser Marktstellung, sowie

starkes Wachstum bei wirksamer

Körperpflege, Duschen und Naturkosmetik

haben höchste Priorität“.

Daraus leiten sich konkrete strategische

Herausforderungen und

Fokus-Aktivitäten ab:

Kneipp will den Markt für natürliche

und gleichzeitig auch wirksame

Hautpflege entwickeln und konzeptionell

führen. Die einzigartige

Positionierung „Wirksamkeit &

Natur“ wird durch wissenschaftliche

Studien belegt und alle Produkte

auf optimale Hautverträglichkeit

dermatologisch geprüft. Wir

vermarkten unsere Produkte als

zertifizierte Naturkosmetik oder

als Kneipp® Naturkompetenz.

Naturkompetenz kommt dann zum

Einsatz, wenn unter den Einschränkungen

der Naturkosmetik die

belegte Wirksamkeit sonst nicht

erreichbar ist.

Im Sinne unseres Mission Statements

„belegte Wirksamkeit bei

optimaler Verträglichkeit“ ist es

unser Ziel wirksame Körperpflegeprodukte

mit optimaler Verträglichkeit

zu entwickeln. Wir legen

Wert darauf, dass unsere Produkte

speziell auf die Bedürfnisse des

Verbrauchers zugeschnitten sind.

Kneipp wird die Forschung & Entwicklung

weiter stärken und insbesondere

den Teilbereich Dermatologie

und Kosmetische Wissenschaft

ausbauen. Ausdruck dafür ist die

Gründung des „Kneipp® Hautkompetenzteams“

im Jahre 2010. Hier

stehen unsere Wissenschaftler in

engem interdisziplinärem Austausch

mit weltweit anerkannten

Meinungsbildnern.

Die Besetzung des Kneipp® Hautkompetenzteams

mit führenden

Experten verschiedenster Forschungsfelder

gibt uns die einzigartige

Möglichkeit neueste Ergebnisse

der Grundlagenforschung in innovative

Produkte umzusetzen.

Wir ergänzen unsere langjährige

Erfahrung in der kosmetischen

Entwicklung mit Expertisen aus

den Bereichen Dermatologie und

Hautbarriereforschung, Allergologie

und Immunologie, Zell- und Mikrobiologie,

Aromakologie und Duftforschung

sowie Psychophysiologie

und Phytopharmakologie.

Das Kneipp® Hautkompetenzteam

erforscht beispielsweise pflegebedürftige

Hautzustände, wie die

trockene Altershaut. Jüngste, durch

Kneipp initiierte Forschungsprojekte

hinsichtlich der Hautbarriere bei

über 80-jährigen tragen zur Entwicklung

wirksamer Hautpflegeprodukte

bei.

Das Kneipp® Hautkompetenzteam

setzt sich aus externen und internen

Wissenschaftlern zusammen:

• Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil.

Hanns Hatt, Bochum

• Prof. Dr. med. Nicolas Hunzelmann,

Köln

• Prof. Dr. med. Nanna Y. Schürer,

Osnabrück

• Dr. phil. Ralf Stürmer, Wuppertal

• Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Bernhard

Uehleke, Berlin

• Dr. rer. nat. Rainer Wohlfart,

Kneipp-Werke

• Dr. rer. nat. habil. Peter Staib,

Kneipp-Werke

• Dr. rer. medic. Jürgen Blaak,

Kneipp-Werke

• Prof. Dr. med. Hans Smola,

Paul Hartmann AG

Seite 13


Prof. Dr. Dr. Dr. med. habil. Hanns Hatt

Prof. Dr. med. Nicolas Hunzelmann

Prof. Dr. med. Nanna Y. Schürer

Der promovierte Zoologe und Mediziner

ist seit 1992 Professor an der

Fakultät für Biologie und Biotechnologie

und Inhaber des Lehrstuhls für

Zellphysiologie der Ruhr-Universität

Bochum. Er gilt als einer der führenden

Wissenschaftler auf dem Gebiet

der Duftforschung.

Im Zentrum seiner Forschungsarbeit

steht die Duftwahrnehmung

bei Mensch und Tier. Er konnte

zahlreiche Duftrezeptoren identifizieren

und trug so entscheidend

zum Verständnis des Riechvorgangs

bei. Darüber hinaus belegte er, dass

Duftmoleküle nicht nur in der Nase

biochemische Reaktionen hervorrufen,

sondern im gesamten Organismus,

so z. B. auch in der Haut.

Prof. Hatt berät die Forschungsabteilung

der Kneipp-Werke bei Fragen

der Duftwahrnehmung wissenschaftlich.

Im Zentrum der Beratung

steht die Wirkung unterschiedlicher

Duftstoffe auf den menschlichen

Organismus.

Prof. Hunzelmann ist seit vielen

Jahren Leiter der Allergieabteilung

der Dermatologischen Klinik an der

Universität zu Köln und Initiator des

seit 2010 bestehenden Allergiekompetenzzentrums

der Uniklinik

Köln. Schwerpunkte der klinischwissenschaftlichen

Arbeit von Prof.

Hunzelmann sind entzündliche

Erkrankungen der Haut ausgelöst

durch allergische oder autoimmunologische

Reaktionen. Hierzu

zählen u. a. Kontaktallergien und

Ekzeme, Urticaria (Nesselsucht) und

Insektengiftallergien.

Prof. Hunzelmann begleitet die Forschungsabteilung

der Kneipp-Werke

bei dermatologischen Projekten

wissenschaftlich. Im Zentrum seiner

Beratungstätigkeit stehen entzündliche

Erkrankungen der Haut sowie

die physiologischen Veränderungen

der Altershaut. Darüber hinaus

berät und unterstützt Prof. Hunzelmann

die Kneipp-Werke bei allergologischen

Fragestellungen.

Prof. Schürer ist Dermatologin

und Allergologin mit langjähriger

Erfahrung in Praxis, Forschung und

Lehre. Seit 2002 ist sie außerplanmäßige

Professorin an der Universität

Osnabrück und betreut dort

die Forschung und Lehre in den

Studienbereichen Gesundheitswissenschaften

und Kosmetologie.

Im Zentrum Ihrer Forschung steht

die epidermale Permeabilitätsbarriere.

Durch internationale

Kooperationen konnte sie wichtige

Erkenntnisse zur Hautbarriere bei

unterschiedlichen Bevölkerungsund

Altersgruppen gewinnen.

Darüber hinaus leitet sie Forschungsprojekte

im Bereich der

Dermatomikrobiologie sowie der

Hautverjüngung mittels chemischen

Peels.

Prof. Schürer berät die Forschungsabteilung

der Kneipp-Werke bei

zahlreichen dermatologischen und

kosmetischen Projekten wissenschaftlich.

Der Beratungsschwerpunkt

liegt in der richtigen Pflege

kosmetisch-relevanter Hautzustände.

Seite 14


Dr. phil. Ralf Stürmer

Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Bernhard

Uehleke

Dr. rer. nat. Rainer Wohlfart

Dr. Stürmer ist promovierter Psychologe

und Geschäftsführer der

psyrecon research & consulting,

Institut für angewandte Psychophysiologie

GmbH. Das Forschungsinstitut

ist aus dem Lehrstuhl für

Physiologische Psychologie der

Bergischen Universität Wuppertal

unter der Leitung von Prof. Dr. rer.

nat. Wolfram Boucsein† erwachsen.

Die Psychophysiologie befasst sich

mit dem Verhältnis von mentalen

Vorgängen und körperlichen Reaktionen.

Durch das von Prof. Boucsein

entwickelte Verfahren OEA (Objektives

Emotionales Assessment)

können emotionale Reaktionen (z. B.

Wohlbefinden) und der Grad der

Aktivierung (z. B. Entspannung)

objektiv gemessen werden. Mithilfe

dieser Methode kann beispielsweise

die komplexe Wirkung von Düften

auf die Psyche des Verbrauchers

untersucht werden.

Dr. Stürmer berät die Forschungsabteilung

der Kneipp-Werke bei

psychophysiologischen Fragestellungen

wissenschaftlich. Im Mittelpunkt

der Beratung steht die

Wirkung kosmetischer Produkte auf

das psychische Wohlbefinden vor,

während und nach der Anwendung.

Als promovierter Mediziner und Physiker

forscht und lehrt Prof. Uehleke

im Bereich Phytopharmakologie

und Phytotherapie. Als Spezialist

für die Geschichte der Komplementärmedizin

und Hydrotherapie ist er

außerdem ein Experte für Kneipp-

Therapie.

Seit 2001 ist er in der Abteilung

Naturheilkunde tätig und forscht

am Immanuel Krankenhaus Berlin im

Rahmen der Stiftungsprofessur für

Klinische Naturheilkunde am Institut

für Sozialmedizin, Epidemiologie und

Gesundheitsökonomie der Charité-

Universitätsmedizin Berlin. Seit

2011 ist er Professor an der Hochschule

für Gesundheit und Sport in

Berlin.

Prof. Uehleke berät die Forschungsabteilung

der Kneipp-Werke hinsichtlich

der Wirkung von Pflanzenstoffen

unter balneologischer,

dermatokosmetischer und aromakologischer

Anwendung wissenschaftlich.

Dr. Wohlfart ist approbierter Apotheker.

Er studierte Pharmazie an

den Universitäten Erlangen und

Heidelberg und promovierte an der

FU Berlin. Bereits im Rahmen seiner

Doktorarbeit beschäftigte er sich

mit der Wirkung von Bestandteilen

ätherischer Öle auf das Zentralnervensystem.

Er verantwortet die

Bereiche Forschung, Entwicklung,

Arzneimittelzulassung, Produktsicherheit

und Verkehrsfähigkeit und

führt ein Team von 20 Mitarbeitern.

Dr. Wohlfart ist Autor zahlreicher Publikationen,

internationaler Patente

und Mitglied in Fachausschüssen

und Gremien. Schwerpunkte seiner

Forschungen sind die Wirkungen von

natürlichen Duftstoffen auf Psyche

und Haut, die psychophysiologische

Wirkung von Badezubereitungen

und Verträglichkeits- und Wirksamkeitsnachweise

naturbasierter

dermatologischer Rezepturen.

Aufbauend auf der jahrzehntelangen

intensiven Zusammenarbeit mit

Universitäten und Forschungsinstituten

unterschiedlichster Fachrichtungen

gründete er im Jahre 2010

das Kneipp® Hautkompetenzteam.

Seite 15


Dr. rer. nat. habil. Peter Staib

Dr. Staib ist promovierter und

habilitierter Mikrobiologe. Seit dem

Biologie-Studium und der Promotion

an der Universität Würzburg

untersuchte er auf molekularer und

zellbiologischer Ebene die Interaktion

verschiedener Krankheitserreger

mit dem Menschen. Nach einem Forschungsaufenthalt

in der Dermatologie

der Universitätsklinik Lausanne

von 2006 bis 2008 war Dr. Staib bis

Ende 2012 Nachwuchsgruppenleiter

am Leibniz-Institut für Naturstoff-

Forschung und Infektionsbiologie

(Hans-Knöll-Institut) in Jena.

Als weltweit anerkannter Experte

auf dem Gebiet der Haut- und Hefepilzforschung

sammelte er maßgebliche

Erkenntnisse zum Thema

Hautschädigung. Seine Forschungsergebnisse

sind in einer Vielzahl

von Publikationen in international

renommierten Fachzeitschriften

dokumentiert. Seine wissenschaftlichen

Leistungen wurden durch

hochrangige Stipendien, Auszeichnungen

und Preise honoriert.

Nach seiner Habilitation an der Universität

Jena wechselte Dr. Staib im

Januar 2013 zu den Kneipp-Werken

und hat hier die Ressortleitung Kosmetik

übernommen.

Dr. rer. medic. Jürgen Blaak

Dr. Blaak ist studierter Gesundheitswissenschaftler,

der an der Universität

Osnabrück im Fachgebiet Dermatologie

promovierte. Im Rahmen

seiner Forschung führte er klinische,

mikrobiologische und hautphysiologische

Untersuchungen an der Hautbarriere

von über 80-jährigen durch.

Dadurch wurden neue Ergebnisse

zur Altershautphysiologie gewonnen,

publiziert und in innovative

Hautpflegekonzepte umgesetzt.

Zudem verfügt er über langjährige

Erfahrung bei der Durchführung von

dermatologischen Wirksamkeitsund

Verträglichkeitsprüfungen.

Dr. Blaak ist seit Anfang 2012 als

Leiter Dermatologie und Kosmetische

Wissenschaft in der Abteilung

Forschung & Entwicklung tätig. In

dieser Position ist er neben der Betreuung

dermatologischer und kosmetischer

Forschungsprojekte für

die Koordination des Kneipp® Hautkompetenzteams

verantwortlich. Er

ist Mitglied der GD Dermopharmazie

und der Deutschen Gesellschaft für

Wissenschaftliche und Angewandte

Kosmetik, wo er außerdem Mitglied

der Fachgruppe "Hautreinigung" ist.

Prof. Dr. med. Hans Smola

Prof. Smola ist Dermatologe und Allergologe

und seit 2004 als Direktor

des Medizinischen Kompetenzzentrums

bei HARTMANN beschäftigt. Er

ist außerplanmäßiger Professor an

der Dermatologischen Klinik der Universität

zu Köln und hat langjährig

an Mechanismen der Wundheilung

und Wirkweisen von innovativen

Wundauflagen geforscht.

Er betreut ein Netzwerk an Klinikern

und Grundlagenforschern, die

in Studien die Wirksamkeit von

Wundtherapeutika untersuchen. Als

weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit

ist die epidermale Barrierefunktion

bei Inkontinenz in den letzten Jahren

hinzugekommen. Hier liegt der

Fokus auf der Altershaut, die durch

Inkontinenz schädlichen Reizen

ausgesetzt ist.

Seite 16


Herkunft und Beschaffung pflanzlicher Rohstoffe

Kneipp – der Natur besonders verbunden. Pflanzliche Inhaltsstoffe sind die Grundlage aller

Kneipp Produkte. Auf die Qualität und Herkunft der pflanzlichen Rohstoffe und einen nachhaltigen

Umgang mit der Natur wird deshalb ein besonderes Augenmerk gelegt.

Beschaffung

Voraussetzung für die Herstellung

hochwertiger Produkte, die den

strengen eigenen Ansprüchen genügen,

ist die Beschaffung der geeigneten

Rohstoffe und Waren. Für

deren Beschaffung gibt es offiziell

festgelegte Richtlinien.

2013 wird diese Einkaufsrichtlinie

offiziell um Aspekte der Nachhaltigkeit

ergänzt und zeigt wie die

Strategie im Unternehmen umgesetzt

wird.

Seit langem gilt, dass Waren wie

beispielsweise Verpackungsmaterial

oder Dienstleistungen aus Deutschland

oder europäischen Nachbarländern

zu beziehen sind.

Gleiches gilt soweit möglich auch für

pflanzliche Rohstoffe. Der Anspruch

an die Qualität der Rohware hat hier

allerdings Vorrang. Darüber hinaus

sind nicht alle benötigten pflanzlichen

Rohstoffe aufgrund natürlicher

Gegebenheiten aus europäischem

Anbau erhältlich.

Der für Kneipp wichtige Rohstoff Johanniskraut,

eine klassische Arzneipflanze

nach Sebastian Kneipp, wird

aktuell – Ernte 2013 für den Bedarf

2014 - bewusst aus regionalem

deutschen Anbau bezogen. Obwohl

der Rohstoff auf dem Weltmarkt in

gleicher Qualität für einen günstigeren

Preis zu bekommen wäre.

Aktuelle Ausrichtung des

Einkaufs

Nachhaltigkeitsthemen werden nun

standardmäßig in die Gespräche mit

Lieferanten integriert, verbunden

mit der Aufforderung das Thema in

den jeweiligen Unternehmen zu verankern.

So werden Nachhaltigkeitsberichte

und Nachhaltigkeitskonzepte

für die hergestellten Produkte

eingefordert.

Konkrete Ziele, die sich Kneipp für

den Einkauf von Rohstoffen und

Waren gesetzt hat, wurden für die

unmittelbare Zukunft definiert:

• Vermehrter Einsatz von zertifizierten

Verpackungsmaterialien,

z. B. FSC oder PEFC-zertifizierte

Kartonagen für Packungsbeilagen,

Faltschachteln und

Umverpackungen sowie von

Werbematerial. 2012 konnte ein

großer Teil davon bereits umgesetzt

werden.

• Kommunikation der bisherigen

Aktivitäten durch entsprechende

Kennzeichnung von

bereits nachhaltig hergestellten

Packmaterialien mit den entsprechenden

Logos z. B. Umverpackungen

mit dem Hinweis

auf Öko-Signet „Wellpappe aus

nachwachsenden Rohstoffen“

• Entwicklung weiterer möglicher

Nachhaltigkeitskonzepte für

den Rohstoffeinkauf, analog

dem Arnika Anbau-Projekt, das

im Folgenden beschrieben wird.

Seite 17


Arnica montana L.

Das „liebste“ Kraut von Sebastian

Kneipp war die Arnika. „Bergwohlverleih“,

wie das Heilkraut auch

genannt wird, wirkt bei äußerlicher

Anwendung Wunder, z. B. bei Blutergüssen,

Prellungen, Quetschungen,

Zerrungen, Muskelkater und

Venenbeschwerden. Arnika gehört

auch heute zu den wichtigsten

pflanzlichen Rohstoffen bei Kneipp

und wird sowohl in pflanzlichen

Arzneimitteln wie der Arnika Salbe S

als auch in kosmetischen Produkten

und Gesundheitsbädern verwendet.

Die Kneipp-Werke verwenden für

ihre Arnika-haltigen Arzneimittel

und Produkte, bewusst eine spezielle

Arnica montana L., die sogenannte

„Spanische Arnika“, die

sich durch ein besonders geringes

Allergiepotential auszeichnet. Da die

Arnika montana lange Zeit als nicht

anbaubar galt, waren die Arnikablüten

für Arzneimittel bis dahin nur

Dr. Bruno Frank mit Arnikajungpflanze

aus Wildsammlungen erhältlich.

Um den Bestand der wilden Arnica

montana L. zu schützen, unterstützen

die Kneipp-Werke ein aufwändiges

Zucht- und Anbauprojekt:

die erfolgreiche Kultivierung der

„Spanischen Arnika“ in Deutschland.

Im Jahr 1996 begannen die Kneipp-

Werke in Zusammenarbeit mit dem

Experten für Pflanzenzucht Philipp

Berner, Arnikapflanzen spanischer

Wildherkünfte anzubauen und züchterisch

zu bearbeiten. Die Pflanzen

wurden dabei Jahr für Jahr durch

gezielte Selektionen und Kreuzungen

bezüglich ihrer agronomischen

Eigenschaften (wie Homogenität,

Vitalität, Blütenansatz und Ertrag)

sowie bezüglich ihres Inhaltsstoff-

Gehalts weiter optimiert.

Erste Ernteversuche 2010

Der lange und steinige Weg hat sich

nun gelohnt und zu einer firmeneigenen

Sorte mit dem Namen „Arvita“

geführt. Die Erteilung der Sortenrechte

durch das Bundessortenamt

an die Kneipp-Werke erfolgte im

Dezember 2011.

Es sind zwischenzeitlich Anbauverträge

mit deutschen Bio-Anbauern

geschlossen worden.

Für 2012 war geplant erstmals

größere Mengen aus diesem Anbau

zu beziehen. Dafür wurden 450 000

Jungpflanzen mit großen Erwartungen

ausgepflanzt.

Dass der Weg zum Ziel weiterhin

schwierig ist und dass ein derartiges

Projekt eines besonderen

Engagements bedarf und nicht im

Detail planbar ist, zeigte sich dann

im Laufe des Jahres. 50 Prozent der

einjährigen Auspflanzung sind durch

starke Kahlfröste im Februar erfroren.

Während der Entwicklungsphase

der Blütenstängel im April

beeinträchtigte eine starke Trockenheit

die Entwicklung der Pflanzen

weiter stark, so dass die schließlich

erreichte Erntemenge deutlich unter

den Erwartungen lag.

Diese Entwicklung des Pflanzenbestands

hat auch auf die Folgejahre

Einfluss, da die Pflanzen erst im dritten

Jahr ihr Ertragsmaximum liefern.

So ist auch für das nächste Jahr kein

entscheidender Ertrag zu erwarten

und größere Mengen Saatgut können

erst im Laufe von 2013 wieder

gewonnen werden.

Seite 18


Trotz des hohen Aufwands für die

Etablierung, Pflege und Ernte der

Pflanzen bei noch geringen Erträgen

wird das Projekt von Kneipp weiterhin

mit Engagement verfolgt. Das

Ziel eine jährliche Anbaumenge von

mindestens 2000 kg zu erreichen

bleibt bestehen.

Sheabutter

Seit jeher verwenden die Menschen

in Afrika Sheabutter, ein Pflanzenfett,

gewonnen aus den Nüssen des

wildwachsenden Sheabaumes, auch

Karitébaum genannt.

In den Ursprungsgebieten der

Sheabutter vertrauen die Menschen

auf ihre unschätzbare Pflege und

Heilkraft. Sie gilt dort als bewährtes

Naturmittel, das die Haut bis ins hohe

Alter schön und gesund erhalten

kann. Auch wissen die Menschen

ihre entzündungshemmenden und

schmerzlindernden Eigenschaften bei

Juckreiz, Narben und Verbrennungen

einzusetzen.

Kneipp verwendet für seine Produkte

eine Sheabutter der Firma AAK

(www.aak.com), welche ein Projekt

in Burkina Faso nach den Prinzipien

des UN Global Compact unterstützt.

Unsere Sheabutter wird im Rahmen

dieses Projektes geerntet und auf

traditionelle Weise hergestellt. Durch

die Verwendung dieser Sheabutter

profitieren die Familien vor Ort direkt

und haben auf diese Weise einen

sicheren Lebensunterhalt.

Warum ist Sheabutter in der Hautpflege

so wertvoll? Sheabutter verfügt

neben Triglyceriden ungesättigter

Fettsäuren über einen hohen unverseifbaren

Anteil. Unverseifbares macht

die Haut weich und bindet Feuchtigkeit

in der Oberhaut.

Cremes mit Sheabutter lassen sich

besonders schnell und gleichmäßig auf

der Haut verteilen. Sie ziehen schnell

ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen

und schützen die Haut langanhaltend

vor Austrocknung.

Ernte der Shea-Früchte in Burkina Faso

Seite 19


Ökologische Nachhaltigkeit

Aktivitäten der letzten 5 Jahre

In der jüngeren Vergangenheit

hat Kneipp bei Umweltschutz,

insbesondere dem

sorgsamen Umgang mit

Ressourcen und der Einsparung

von Energie durch eine

Reihe von Maßnahmen viel

erreicht. Dazu beigetragen

haben auch die seit 2007

bestehende Umweltzertifizierung,

in deren Rahmen

auch der regelmäßige Umweltbericht

erstellt wird,

sowie vorhandene Biozertifizierungen.

Weiterhin ist

Kneipp Mitglied der Energie-

Effizienz-Initiative Unterfranken.

Bereits seit dem Jahr 2006 wird

mit Nachdruck an verschiedenen

Energieeinsparungsmaßnahmen

und damit der Einsparung von CO 2

gearbeitet:

Strom

In den vergangen Jahren hat der

Fokus auf einer kontinuierlichen

Reduktion des Energiebedarfs

gelegen. Im Oktober 2010 wurde

als weiterer großer Meilenstein der

Strombezug für alle Standorte auf

Strom aus Wasserkraft umgestellt.

Das geplante Ziel einer Stromeinsparung

von 10 Prozent binnen

eines Jahres wurde mit einer

Einsparung von 5,8 Prozent im Jahr

2012 leider nicht erreicht. Aufgrund

zahlreicher Bauaktivitäten

im Jahr 2012 werden keine neuen

Stromeinsparungziele für dieses

Jahr festgelegt. Im Zuge dessen

wurden verschiedene Maßnahmen

umgesetzt, von denen wir uns

künftig weitere deutliche Einsparungen

erwarten.

Gas

Die gesamte notwendige Heizenergie

wurde bereits zu Beginn der

2000er von Ölheizungen auf Erdgasbrennwerttechnik

umgestellt.

Bei der Erdgasverbrennung fallen

deutlich weniger Schadstoffe an

als bei der Verbrennung von Heizöl.

Ebenso ist die Menge erzeugtes CO 2

pro Energieeinheit geringer als bei

der Verbrennung von Heizöl. Für

das Jahr 2011 wurde eine Einsparung

von 2 Prozent der Heizungsenergie

geplant. Tatsächlich erreicht

wurde eine Einsparung von 20 Prozent

gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund

zahlreicher Bauaktivitäten

im Jahr 2012 werden keine neuen

Einsparungziele für das Folgejahr

formuliert. Im Zuge dessen wurden

verschiedene Maßnahmen umgesetzt,

von denen wir uns künftig

weitere deutliche Einsparungen

erwarten.

Stromverbrauch

Gasverbrauch

Seite 20


Dienstreisen und Firmenwagen

Nach einer Auswertung aus dem

Jahr 2010 wird der überwiegende

Teil der Dienstreisen mit der Bahn

oder einem PKW durchgeführt. Der

Anteil an Flugreisen, die durch die

erstgenannten Transportmittel substituierbar

wäre, ist sehr gering. In

der zukünftigen Reisekostenrichtlinie

für Dienstreisen wird darauf

verwiesen, ein möglichst CO 2

-armes

Transportmittel zu wählen.

Die Fahrzeugflotte der Kneipp- Werke

besteht aus Fahrzeugen auf dem

neuesten technischen Stand.

Emissionen

Die CO 2

Emissionen sind seit der

Erstermittlung im Jahr 2006

kontinuierlich rückläufig. Durch

vielfältige Energieeffizienzmaßnahmen

konnte der Verbrauch ständig

verringert werden. Dieses ist umso

mehr als Erfolg zu werten, da die

produzierte Menge an Fertigwaren

ständig gestiegen ist. Im Jahr 2011

haben die Kneipp-Werke den CO 2

Ausstoß pro Stück Fertigware gegenüber

2006 um über 78 Prozent

gesenkt.

CO 2

Emission/Stück Fertigware intern [g/Stück]

Eine für das Jahr 2011 geplante

Reduzierung des absoluten CO 2

Ausstoßes um 40 Prozent gegenüber

2010 binnen eines Jahres

wurde mit einer Einsparung von

52,7 Prozent übertroffen.

CO 2

(bis 2010 aus Vertrieb und Poolfahrzeugen)

ab 2011 gesamte Flotte

Scope 1

CO 2

(aus Strom) Scope 2

CO 2

(aus Gas) Scope 1

CO 2

Emissionen in Tonnen

Abfall

Die Kneipp-Werke sind sich ihrer

Verantwortung bewusst die Umwelt

so wenig wie möglich mit Abfall zu

belasten. Aus diesem Grund werden

für die Verpackung der Produkte

möglichst umweltschonende Verpackungsmaterialien

gesucht und

ausgewählt.

Abfallmenge/Fertigware intern [g/St]

Alle Verpackungen können vom

Endverbraucher über das Duale

System oder andere lokale Sammelsysteme

einem Recycling zugeführt

werden.

Der im Produktionsprozess anfallende

Abfall wird erfasst und

über zugelassene zertifizierte

Entsorgungsfachbetriebe zu einem

großen Teil dem Recycling zugeführt.

Bei einem Großteil dieser

Entsorgungsfachbetriebe haben

wir uns persönlich vom sorgfältigen

Umgang mit unserem Abfall

überzeugt.

Das Abfallaufkommen bezogen

auf ein Stück Fertigware ist in den

letzten Jahren leicht rückläufig.

Über das installierte Abfallmanagement-System

werden die Abfallmengen

und –arten erfasst und

ausgewertet. Dies geschieht immer

im Hinblick darauf, wie man Abfall

vermeiden und insbesondere besser

wiederverwerten kann.

Validierung der Daten

Seit 2006 betreiben die Kneipp-

Werke ein zertifiziertes Umweltmanagement

System nach der Norm

ISO 14001 (Zertifikat Umweltmanagement

System siehe Anhang).

Dieses System wird jährlich durch

einen externen Auditor der Deutschen

Gesellschaft für Qualität

bewertet. In diesem Rahmen werden

die oben angegebenen Daten

bewertet und geprüft.

Seite 21


Verifizierung des Carbon

Footprint 2011

Die Kneipp-Werke haben durch

die Firma Climate Partner die CO 2

Emissionen aller deutschen Standorte

sowie der Firmenwagenflotte

unabhängig überprüfen lassen. Ein

Abdruck des Beurteilungsergebnisses

befindet sich im Anhang.

Warum wurde Climate Partner

ausgewählt? Für die unabhängige

Überprüfung haben wir einen

kompetenten Partner gesucht, der

bereits sehr gute Erfahrungen mit

der Analyse größerer Unternehmen

besitzt. Ferner sollte dieser Partner

in der Lage sein, gemeinsam

mit uns die Nachhaltigkeitsstrategie

weiter zu entwickeln und zu

begleiten. Climate Partner wurde

im Jahr 2006 gegründet. Der

Hauptsitz ist in München. Climate

Partner arbeitet an individuellen

Klimaschutzlösungen für weltweit

mehr als 1000 vorwiegend große

und mittelständige Unternehmen.

Die Klimaschutzberatung ist zudem

TÜV-zertifizierter Anbieter von

IT-Systemlösungen zur CO 2

-Bilanzierung

und CO 2

-Kompensation.

Climate Partner arbeitet eng mit

Umweltverbänden zusammen und

stellt Mitglieder in verschiedenen

internationalen Ausschüssen.

Weiterhin wurde eine Kompensation

der nicht vermeidbaren CO 2

Emissionen durch ein Waldschutzprojekt

in Sofala, Mosambik, mit

Climate Partner als Anbieter durchgeführt.

Die Kneipp-Werke planen mittelfristig

den nicht vermeidbaren CO 2

Ausstoß über geeignete Projekte

zu kompensieren. 2013 wird daher

erneut der CO 2

Verbrauch der zum

Unternehmen gehörenden Fahrzeugflotte

auf Basis von Vorjahreswerten

kompensiert. Mit der

Zertifikatsnummer: 116-50040-

0112-1168 sind auf www.climatepartner.com

alle Informationen zu

finden. Das Zertifikat befindet sich

ebenfalls im Anhang.

Kompensations-Projekt

Envirotrade Ltd. betreibt in Zusammenarbeit

mit der Provinzregierung

in Sofala, dem Gorongosa National

Park und der Gemeinde Nhambita

ein Forstwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm

in der Provinz

Sofala im Osten Mosambiks.

Ziel des Projektes ist die Wiedernutzbarmachung

von stark degradierten

Wäldern, die Erhaltung

nachhaltiger Lebensräume sowie

die Förderung der Biodiversität. Die

Wiederaufforstungsmaßnahmen

führen zur Speicherung von CO 2

, da

die heranwachsenden Bäume durch

Photosynthese Kohlenstoff (CO 2

)

binden und gleichzeitig den Sauerstoff

(O 2

) wieder an die Umwelt

abgeben. Mit einer Gesamtfläche

von 11.744 Hektar verfügt das

Projekt über ein jährliches Reduktionspotential

von etwa 100.000

Tonnen CO 2

.

Das Projekt erreicht neben einer

CO 2

-Einsparung auch soziale Verbesserungen

im lokalen Umfeld. Der

Verkauf von Emissionsminderungszertifikaten

bedeutet für die lokale

Bevölkerung eine regelmäßige Einkommensquelle.

Die stattfindende

nachhaltige Entwicklung findet in

der zusätzlichen Zertifizierung nach

CCB-Standard ihren Ausdruck.

Weitere positive Auswirkungen des

Klimaschutzprojektes sind

• Deutlicher Anstieg der Einkommen

lokaler Haushalte

• Mittelfristiger Anstieg kommerzieller

Aktivitäten in der Region

• Anstieg der lokalen Lebensmittelproduktion

aufgrund

erhöhter Landproduktivität und

effizienterer Landnutzung

• Erhöhtes Bewusstsein im Umgang

mit natürlichen Ressourcen

• Spezielle Ausbildungsangebote

für Frauen und damit erhöhte

Geschlechtergerechtigkeit

• Schutz bedrohter Arten durch

Aufklärungskampagnen und

die Konservierung natürlicher

Lebensräume

Das Projekt wird von der Rainforest

Alliance nach folgenden Standards

validiert: Plan Vivo (ex-ante), CCBS

Gold Level.

Wiederaufforstung in Sofala, Mosambik

Seite 22


Verbesserung durch die Umsetzung des

Standortkonzepts

Positive Entwicklung durch Umsetzung

des Standortkonzepts

Ende April 2013 findet die Umsetzung

eines Standortkonzeptes

ihren Abschluss im Rahmen dessen

eine Konzentration der Unternehmensaktivitäten

auf zwei Standorte

umgesetzt wurde. Verwaltung und

Produktion sind nun zentral am

Standort Ochsenfurt-Hohestadt

angesiedelt.

Die umgesetzte Struktur ermöglicht

nun die Weiterentwicklung

des Unternehmens Kneipp sowie

langfristig auch die Schaffung

neuer Arbeitsplätze und sie ist die

Grundlage für die Weiterführung

der aktuellen Erfolge des Unternehmens

und der Marke. Die Vorteile

der Verteilung der Produktions- und

Distributionsaktivitäten auf nur

zwei Standorte sind vielfältig: So

wird ein reibungsloser Verlauf der

gesamten Prozesskette von Produktentwicklung/Marketing/Vertrieb

sowie der Herstellung/Materialfluss

nun besser möglich, was zu

Produktivitäts- und Qualitätssteigerung

führt. Die Kommunikation

zwischen den einzelnen Bereichen

und Abteilungen wird verbessert,

insbesondere beim Kernprozess

Innovation und Produktneueinführung.

Wichtige Investitionen in neue

Maschinen und neue Produktgruppen

sind nun möglich und auch die

mit dem Wachstum verbundenen

Büro-Arbeitsplätze können ausgebaut

werden.

Durch Umstrukturierungen innerhalb

der Logistik konnten neue

Kapazitäten für die Produktion

geschaffen werden, so dass es

möglich war wichtige neue Maschinen

anzuschaffen. Dies ist für

das weitere Wachstum sowie die

Beibehaltung der Beibehaltung

der Eigenfertigung bzw. internen

Abdeckung strategisch wichtiger

Produktgruppen, Technologien, Fertigungsverfahren

und Funktionen

von entscheidender Bedeutung.

Verbesserung der Qualität

der Büroarbeitsplätze bei

gleichzeitiger Verringerung

des Energiebedarfs

Ein entscheidender Teil des Standortkonzepts

ist die Integration der

Büroarbeitsplätze aus der Verwaltung

mit den Bereichen Geschäftsführung,

Marketing, Kommunikation,

Vertrieb, International Business,

Controlling und Buchhaltung, die

bisher in Würzburg in einem gemieteten

Gebäude von Anfang des

19. Jahrhunderts untergebracht

waren. Dieser alte Verwaltungsstandort

war geprägt von einer

maroden Bausubstanz mit einer

stark veralteten Infrastruktur bei

Heizung, elektrischen Leitungen

und Isolierung und von zunehmend

beengten Raumverhältnissen, die

nicht mehr zeitgemäß waren und

kein Wachstum zuließen. Neben

den durch das Gebäude bedingten

Seite 23


Schwierigkeiten, war vor allem die

räumliche Trennung zum Rest des

Unternehmens von Nachteil. Die

Kommunikation und Abstimmung

zwischen den Abteilungen war erschwert,

insbesondere beim für das

Unternehmen so wichtigen Prozess

Innovation und Produkt-Neueinführung.

Fahrtzeiten zwischen den

Standorten für persönliche Treffen

belasteten die Mitarbeiter. Mit der

Zusammenlegung der Standorte

wurde von Anfang an verfolgt, das

Gemeinschaftsgefühl innerhalb der

Firma zu vertiefen.

Durch die Aufstockung einer

weiteren Etage des vorhandenen

Gebäudes am Standort Ochsenfurt-

Hohestadt konnten ohne eine

Neuversiegelung von Flächen zeitgemäße

und großzügige Büroarbeitsplätze

geschaffen werden. Die

Räumlichkeiten hat man mit dem

Ziel gestaltet, die Kommunikation

und Zusammenarbeit innerhalb

und zwischen den Abteilungen zu

verbessern. Beim Bau des neuen

Bürobereichs wurden eine Reihe

baulicher Maßnahmen umgesetzt,

die zum einen eine angenehme Arbeitsatmosphäre

schaffen und zum

anderen deutlich zum Einsparen

von Energie beitragen können.

Insbesondere bei der Beleuchtung

wurden eine Reihe von Maßnahmen

zur Energieeinsparung durchgeführt.

Aufgrund eines großen

Oberlichts sowie Fenstern an drei

Seitens des Raumes in Verbindung

mit Sonnenschutz und Lichtverteilersystem

zwischen den Scheiben

kann das Tageslicht voll genutzt

werden, was gleichzeitig für eine

angenehme Arbeitsatmosphäre für

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sorgt. Weiterhin reduziert eine

geringe Grundbeleuchtung und der

Einsatz von modernen Arbeitsplatzleuchten

mit effizienten Leuchtmitteln

(teilweise LED), die präsenzund

tageslichtabhängig gesteuert

und geregelt werden, den Energiebedarf.

3-fach-verglaste Fenster

sorgen für eine Verringerung des

Wärmeverlustes.

Ca. 40 Prozent Energieeinsparung

können durch den Einsatz eines

Decken Heiz- und Kühlsystems

zur Klimatisierung erreicht werden,

das für eine Reduzierung des

notwendigen Luftwechsels und zur

Einsparung von Antriebsleistung

für die Ventilatoren sorgt. Gleichzeitig

sorgt das System im Vergleich

zu einer klassischen Klimaanlage

für ein angenehmeres Raumklima.

Die Lüftungsanlage ist mit einer

hocheffizienten Wärmerückgewinnung

ausgestattet, mit Wärmerad,

das über einen Wirkungsgrad von

größer 75 Prozent verfügt.

Darüber hinaus ist es nun durch die

Aufstockung des Standorts Hohestadt

und der erhöhten Mitarbeiter-

Zahl am Standort möglich, eine

neue eigene Kantine anzubieten,

wo sich die Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter im Gegensatz zu früher

mit gesundem Essen und frisch

zubereiteten Mahlzeiten versorgen

können.

Seite 24


Qualitätskontrolle

- mit Sicherheit geprüfte Qualität

Die Sicherheit der Produkte hat

bei Kneipp höchste Priorität! Von

jeher bedeutete verantwortungsbewusstes

Handeln für ein naturwissenschaftlich-pharmazeutisch

denkendes Unternehmen ganz

selbstverständlich auch die physikalische,

chemische und mikrobiologische

Untersuchung der

Produkte. Dem Stand der Technik

angepasst werden auch heute im

großen firmeneigenen Labor auf

allen Stufen - vom Rohstoff bis zum

Endprodukt - aufwendige Analysen

nach festgelegten Prüfvorgaben

durchgeführt.

Damit ist sichergestellt, dass nur

Kneipp Produkte von hoher, gleichbleibender

Qualität den Weg zum

Verbraucher antreten.

Schutz und Sicherheit für

Mitarbeiter und Umwelt

Das Arbeiten im Labor fordert hoch

qualifizierte Mitarbeiter, die mit

Sachverstand chemische Gefahren

bewerten und sicherheitsrelevante

Ausrüstung nutzen. Regelmäßige

Schulungen und Begehungen

stellen sicher, dass die festgesetzten

Arbeitssicherheitsmaßnahmen

umgesetzt und gelebt werden.

Dass sich der Schutz der Umwelt

auch in einem chemischen Labor

realisieren lässt, zeigen die Leitprinzipien

der „grünen Chemie“, die

der amerikanische Chemiker Paul

Anastas im Sinne einer nachhaltigen

Chemie formulierte.

Auf Grundlage der Leitprinzipien

der "grünen Chemie" erfolgte im

Labor der Kneipp-Werke die Bewertung

der analytischen Methoden

nach den Kriterien Gesundheit,

Sicherheit, Umweltfreundlichkeit,

Energiebedarf und Abfall.

Durch die Bewertung konnten Strategien

für die Wahl umweltfreundlicherer

Systeme und Verfahren

abgeleitet werden. Es wurde beschlossen,

ein Projekt zur Miniaturisierung

der Hochdruckflüssigchromatographie

(HPLC), einer täglich

eingesetzten Standardmethode zur

Quantifizierung von Inhaltsstoffen,

umzusetzen.

Mit Hilfe neuer innovativer HPLC-

Säulen, die sich durch die Verkleinerung

der Säulenlänge, des Säulendurchmessers

und der Partikelgröße

auszeichnen, erreicht man neben

kürzeren Laufzeiten (Energieverbrauch)

einen um ca. 72 Prozent

reduzierten Verbrauch an Lösungsmitteln

sowie ca. 75 Prozent

weniger Lösungsmittelabfall. Diese

Methode wurde mittlerweile für alle

bei Kneipp untersuchten Baldrianprodukte

etabliert.

Verwertung vor Entsorgung

Laborgeräte müssen trotz regelmäßiger

Wartung und Pflege in

zeitlichen Abständen ersetzt werden,

um dem aktuellen Stand der

Technik zu entsprechen. So werden

auch Analysengeräte ausgemustert,

die noch voll funktionstüchtig sind.

Die Kneipp-Werke unterstützen mit

diesen Geräten ein von Prof. Bringmann

vom Institut für Organische

Chemie der Universität Würzburg

initiiertes Kooperationsprojekt. Im

Zuge dessen wurde z. B. ein UV/

VIS Spektralphotometer, das für

Absorptionsmessungen zur Analyse

und Identifikation von Stoffen

dient, an die Universität von Kinshasa

im Kongo weitergegeben.

Seite 25


Verantwortung für den Mitarbeiter

Verantwortung und Werte

Die Kneipp-Werke sind ein modernes,

international aufgestelltes Unternehmen,

das sich seiner Tradition

verpflichtet fühlt und ausschließlich

in Deutschland Produktionsstandorte

betreibt. Kneipp bekennt sich zum

code of conduct (Verhaltenskodex)

des Mutterkonzerns PAUL HART-

MANN AG, der grundlegende ethische

Prinzipien festlegt. Zudem gibt es

bei Kneipp ein Führungsleitbild, das

zusammen mit allen Führungskräften

erarbeitet wurde. Es stellt einen

verbindlichen Rahmen dar und bringt

unser Verständnis von Führung zum

Ausdruck.

Das Führungsleitbild beinhaltet folgende

Leitsätze:

• Führungskräfte geben Orientierung

durch Ziele

• Führungskräfte sind Vorbild

• Führungskräfte übernehmen

Verantwortung und delegieren

bewusst

• Führungskräfte fördern die

verantwortungsvolle Zusammenarbeit

• Führungskräfte kommunizieren

offen und informieren zielgerichtet

• Führungskräfte schaffen ein

Arbeitsumfeld, bei dem sich

Motivation, Begeisterung und

Leistung entfalten können

• Führungskräfte stoßen sinnvolle

Veränderungen und Verbesserungen

an.

In 2012 haben wir mit einer umfassenden

Führungskräfteentwicklung

begonnen, an der alle Führungskräfte

teilnehmen. Sie wird in

2013 fortgeführt und soll für eine

nachhaltige Umsetzung der Führungsgrundsätze

sorgen.

Hohe soziale Standards

Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes

der chemischen Industrie

bieten wir unseren Mitarbeitern

neben einem attraktiven Gehalt

viele Sozialleistungen. Exemplarisch

seien der Demografiefonds und die

betriebliche Altersvorsorge genannt,

bei der das Unternehmen die

Entgeltumwandlung des Mitarbeiters

mit vielfältigen Zusatzzahlungen

unterstützt. Wir achten darauf,

dass „für gleiche Arbeit gleiches

Geld“ gezahlt wird und Umwelt- sowie

Sicherheitsstandards eingehalten

werden.

Steigende Bewerberzahlen und eine

zu vernachlässigende Mitarbeiterfluktuation

zeigen die Attraktivität

des Unternehmens auf.

Flexible Arbeitszeitmodelle

Die Vereinbarkeit von Beruf und

Familie fördern wir aktiv. Mit Gleitzeitmodellen

ermöglichen wir eine

flexible Arbeitseinteilung. Über 20

Prozent unserer Mitarbeiter/-innen

arbeiten in Teilzeit in den verschiedensten

Arbeitszeitmodellen.

Darüber hinaus bieten wir bezahlte

und unbezahlte Freistellungen für

die Kinderbetreuung und die Pflege

von Angehörigen an.

Wir achten darauf, dass sich Überstunden

im verträglichen Rahmen

halten und das Privatleben nicht

auf der Strecke bleibt.

Seite 26


Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Wir fördern das partnerschaftliche

Verhalten am Arbeitsplatz und die

vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ein gutes Betriebsklima ist uns

wichtig!

Bewerber und Mitarbeiter werden

entsprechend ihrer Fähigkeiten und

ihrer Persönlichkeit ausgewählt und

gefördert und nicht aufgrund des

Geschlechts, Alters oder der ethnischen

Zugehörigkeit.

Sollten Fälle von Mobbing oder Diskriminierung

auftreten, so ergreifen

wir aktiv Maßnahmen zur Konfliktlösung.

Ein Mobbing- und Konfliktberater

wurde eigens hierfür

ausgebildet.

Mitarbeiter beim Würzburger Firmenlauf 2012

Gemeinsame Aktivitäten, wie z. B.

das geplante Sommerfest 2013,

fördern das Miteinander und machen

zudem einfach Spaß.

Gesundheitsmanagement

Auch innerhalb des Unternehmens

ist Gesundheit ein wichtiges

Thema. Unter dem Motto „Gesund

leben und arbeiten – natürlich bei

Kneipp“ betreiben wir systematisch

ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Zusammen mit den

Mitarbeitern prüfen wir den Verbesserungsbedarf

und leiten entsprechende

Maßnahmen ein.

Verschiedene Aktionen regen zu

einer gesunden Lebensführung an.

In unseren Kneipp-Becken können

Mitarbeiter/-innen Kneipp hautnah

erleben.

Ausbildung, Weiterbildung,

Förderung

Durch Ausbildungsplatzangebote,

Trainee- und Praktikantenstellen

leisten wir einen Beitrag zur Nachwuchsförderung

und möchten jungen

Menschen die Möglichkeit zur

Qualifizierung geben. Wir wollen

die Kompetenzen der Beschäftigten,

z. B. anhand einer regelmäßig

durchgeführten Weiterbildungsbedarfsanalyse,

zielgerichtet weiterentwickeln.

Zielvereinbarung gekoppelt mit variabler

Vergütung ist ein etabliertes

Instrument, um das Management

auf unsere Strategie zu fokussieren

und Leistung zu honorieren.

Kneipp pflegt einen kooperativen

Führungsstil mit flachen Hierarchien

in einer wendigen und überschaubaren

Organisation. Diese flexible

Struktur bietet Freiräume, um eigene

Projekte und Ideen über breite

Aufgabengebiete hinweg praxisnah

zu gestalten und zum Erfolg zu

führen.

Unter dem Motto „Erfolg durch Dialog“

haben wir in 2012 ein strukturiertes

„Mitarbeitergespräch“

für alle Mitarbeiter/-innen von der

Geschäftsleitung bis zum Mitarbeiter

am Band eingeführt. Damit

wollen wir eine zielgerichtete Kommunikation

zwischen Führungskraft

und Mitarbeiter sicherstellen. Die

Mitarbeiter/-innen sollen aktiv eingebunden

werden, es soll ein Ab-

Seite 27


gleich zwischen Vorgesetzten- und

Mitarbeitereinschätzung stattfinden

und gegenseitige Erwartungen

sollen geklärt werden. Auch Veränderungs-

und Entwicklungsmöglichkeiten

der Mitarbeiter/-innen

haben im Mitarbeitergespräch

einen festen Platz. Wir erhoffen

uns dadurch eine positive Wirkung

auf das Betriebsklima und auf die

Gesamtleistung des Unternehmens

Unfallschutz und

Sicherheit

Nachhaltigkeit impliziert für

Kneipp ein Engagement auf allen

Hierarchieebenen in den Bereichen

Arbeitssicherheit, Gesundheit und

Umweltschutz. Denn jeder kann an

seinem Arbeitsplatz und seiner Tätigkeit

dazu einen aktiven Beitrag

leisten. Kneipp hat daher bereits

Produktion in Hohestadt

ab 2002 ein umfassendes Gesundheits-,

Sicherheits- und Umweltmanagementsystem

(Health-Safety-

Environment HSE) eingerichtet.

Ziel des HSE-Managements ist es,

die Unternehmenswerte zu erhalten,

zur Verbesserung der Unternehmensprozesse

beizutragen und

negative Auswirkungen unserer

Geschäftstätigkeit auf die Umwelt,

die Beschäftigten oder das Gemeinwesen

zu vermeiden.

Alle relevanten Aspekte werden mit

Hilfe von Indikatoren und Kennzahlen

überwacht. Es werden regelmäßige

Erfolgskontrollen (HSE-Site-

Assessments durch externe Prüfer)

durchgeführt und Verbesserungspotenziale

aufgezeigt.

Die Verantwortlichkeit für die HSE-

Themen bei Kneipp ist klar geregelt

und in Form eines Organigramms

niedergelegt.

Alle benannten Personen werden

regelmäßig geschult. Für die Führungskräfte

der betroffenen Bereiche

gibt es jährlich ein Rechts-Update,

um in der komplexen Materie

immer auf dem aktuellen Stand der

Gesetzgebung zu sein.

Im Rahmen der HSE-Aktivitäten

betreibt Kneipp ein Notfallmanagementsystem,

das das Verhalten in

den denkbaren Krisenfällen (z. B.

Brand, Havarien o. ä.) regelt.

Kneipp ist in das HSE-Programm

der Kneipp Muttergesellschaft PAUL

HARTMANN AG eingebunden und

arbeitet sehr eng mit den HSE-

Verantwortlichen des Konzerns

zusammen. Hierbei kann Kneipp

auf qualifizierte Unterstützung in

allen HSE-Themen zurückgreifen,

z. B. durch direkte Ansprache von

Experten oder Informationen im

Paul-Hartmann-Intranet.

Zusätzlich hat Kneipp Verträge mit

externen Beratern zu den Themen

Gefahrguttransport (im Straßen-,

See- und Luftverkehr) sowie zur

Unterstützung der Fachkraft für

Arbeitssicherheit abgeschlossen.

Im Rahmen der Mitgliedschaft im

Verband der Chemischen Industrie

(VCI) beteiligt sich Kneipp am

„Responsible Care“ – Programm, das

den Zweck verfolgt, die HSE-Performance

und die Stakeholder-Kommunikation

der Chemieunternehmen zu

verbessern. Weitere Informationen:

www.responsiblecare.org.

Seite 28


Betriebliches Gesundheitsmanagement

Vielfältige Herausforderungen

(z. B. demografische Entwicklung,

Globalisierung, Wettbewerbsdruck)

führen zu neuen Anforderungen

und einer erhöhten Belastung bei

den Mitarbeitern/-innen. Durch

die Einführung des betrieblichen

Gesundheitsmanagements will

Kneipp die Entwicklung gesundheitsförderlicher

betrieblicher

Rahmenbedingungen schaffen

und die Mitarbeiter/-innen zum

gesundheitsgerechten Verhalten

motivieren.

Ziele und Strukturen

Hierfür wurde 2010 ein Arbeitskreis

gebildet, bei dem die Personalabteilung,

der Betriebsarzt, die

Arbeitssicherheitsfachkraft und der

Betriebsrat eng zusammenarbeiten.

Dabei haben wir uns folgende Ziele

gesetzt:

1. Gesundheitsprävention:

Arbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit

erhalten, arbeitsbedingte

Gesundheitsgefahren

vermeiden

2. Fehlzeitenreduzierung:

Arbeitsunfähigkeit überwinden

und erneuter Arbeitsplatzunfähigkeit

vorbeugen

3. Die Kneipp-Philosophie intern

für Mitarbeiter/-innen „erlebbar“

machen

Analyse

Im ersten Schritt hat der Arbeitskreis

die bisherigen Gesundheitsstrukturen

sowie verschiedene

Kennzahlen analysiert. Dabei stellte

man fest, dass bei Kneipp bereits

eine Menge für die Gesundheit

getan wird. So gibt es zum Beispiel

eine Betriebsvereinbarung

zum Thema „Rauchverbot“ oder

kostenlos Mineralwasser für die

Mitarbeiter/-innen.

Das ist aber kein Grund, sich darauf

auszuruhen, sondern Ansporn, noch

besser zu werden.

Maßnahmen

Der Arbeitskreis Gesundheit hat

aufgrund der Analyse Maßnahmen

abgeleitet und diese nach ihrer

Wichtigkeit und Dringlichkeit bewertet.

In einer Betriebsversammlung

wurde die Belegschaft zudem

gefragt, welche Maßnahmen ihr

wichtig sind. Dann ging es an die

Umsetzung!

Im ersten Schritt wurden gesundheitsfördernde

Kurse zu den Themen

Bewegung, Ernährung, Stress

und Rauchen bezuschusst. Zudem

wurden die Kekse, die es bisher bei

Besprechungen gab, abgeschafft

und den Mitarbeitern dafür kostenlos

Obst aus heimischem Anbau zur

Verfügung gestellt.

Besonderes Augenmerk galt dem

Thema “Gesunder Bewegungsablauf

am Arbeitsplatz“; insbesondere

weil die Analyse zeigte, dass die

Krankheiten des Muskel-Skelett-

Systems bei den Mitarbeitern recht

hoch waren. Nach einer Arbeitsplatzbegehung

mit dem Betriebsarzt

und einer Physiotherapeutin

wurden in jeder Abteilung mit den

Mitarbeitern ein gesunder Bewegungsablauf

und Entlastungsübungen

direkt am Arbeitsplatz eingeübt.

Um eine Nachhaltigkeit dieses

Programms zu gewährleisten haben

wir unternehmensinterne Übungsleiter

ausbilden lassen, die jetzt

jede Woche mit den Mitarbeitern/-

innen Übungen am Arbeitsplatz

durchführen.

Seite 29


Darüber hinaus wurde eine Gesamtbetriebsvereinbarung

zum betrieblichen

Eingliederungsmanagement

abgeschlossen, so dass zukünftig

mit allen Mitarbeitern/-innen, die

länger arbeitsunfähig erkrankt waren,

ein Gespräch geführt wird, um

Arbeitsunfähigkeit zu überwinden

und einer erneuten Arbeitsunfähigkeit

vorzubeugen.

Der Versuch, den Mitarbeitern/-

innen ein frisch zubereitetes

Mittagessen anzubieten, hatte sich

aufgrund der Betriebsgröße von

Kneipp und den vorhandenden

Räumlichkeiten als sehr schwierig

erwiesen. Es war unser Anspruch,

Kneipp Fußballmannschaft

dass die Mitarbeiter/-innen ohne

Vorbestellung ein Mittagessen

einnehmen können und bei der

Auswahl und Zubereitung der Speisen

auf gesunde Ernährung geachtet

wird. Nach vielen Recherchen

und Gesprächen konnte endlich ein

Kantinenbetreiber gefunden und

Umbaumaßnahmen in die Wege

geleitet werden. Es ist geplant, die

Betriebskantine im April 2013 zu

eröffnen.

Eine weitere Maßnahme war die

Anerkennung von Mitarbeitern/-

innen mit geringen Fehlzeiten. Die

kontinuierliche Anwesenheit der

Mitarbeiter/-innen ist ein wichtiger

Pfeiler für einen reibungslosen

Arbeitsablauf im Unternehmen

und nicht selbstverständlich! Als

Zeichen der Anerkennung wurden

die Mitarbeiter/-innen, die über

Jahre geringe Fehlzeiten aufwiesen,

von der Geschäftsführung im

Herbst 2012 zu einem Abendessen

einladen. Sie erhielten eine persönliche

Einladung und haben sich sehr

gefreut.

Zudem wurden Kneipp-Sportgruppen

ins Leben gerufen und vom

Unternehmen unterstützt. So gibt

es jetzt eine Kneipp-Fußballmannschaft

und auch beim Würzburger

Firmenlauf sind alle Teilnehmer der

Kneipp-Laufgruppe erfolgreich ins

Ziel gekommen.

Informationen und Aktionen

Flankiert wurden alle Maßnahmen

durch Informationsveranstaltungen,

Newsletter und Aktionen. Es gab Informationsstände

der Krankenkassen

zu den Themen Bewegung und

Ernährung sowie eine Aktion gegen

übermäßigen Alkoholkonsum.

In unserem Newsletter „Gesund

Leben und Arbeiten – natürlich bei

Kneipp!“ werden die Mitarbeiter/-

innen regelmäßig über die Aktivitäten

im Rahmen des betrieblichen

Gesundheitsmanagements informiert

und können sich einbringen.

Seite 30


Verantwortung für die Gesellschaft

Soziale Projekte

Das Wohlergehen und die

Gesundheit der Menschen

stehen im Mittelpunkt der

Philosophie von Sebastian

Kneipp und damit auch

der Kneipp-Werke. Dies

beschränkt sich nicht nur

auf die Palette von Gesundheitsprodukten

für den

Endverbraucher, sondern

drückt sich auch durch die

Unterstützung verschiedener

sozialer Projekte aus.

Beauftragung von sozialen

Einrichtungen

So greift Kneipp bei der Herstellung

von Geschenkpackungen, Displays

oder anfallenden Umpackarbeiten

bevorzugt Angebote von sozialen

Einrichtungen z. B. den Mainfränkischen

Werkstätten auf. Dies trägt

dazu bei, dass dort viele Menschen

mit Körper- oder Mehrfachbehinderung

nicht nur einen Arbeitsplatz

und soziale Sicherheit haben,

sondern auch eine vielgestaltige

und auf ihre Möglichkeiten und

Bedürfnisse abgestimmte Aufgabe

ausüben können.

Unterstützung von Kindergärten,

die die Kneipp Philosophie

integrieren

Im Rahmen des Kundenbindungsprogramms

„Kneipp-Familie“ gehen

zwei Prozent der Umsätze, die mit

der „Kneipp-Familie“ Karte getätigt

werden, an Kindergärten, die die

Lehre von Sebastian Kneipp mit

den fünf Säulen Wasser, Pflanzen,

Bewegung, Ernährung und Balance

in ihre tägliche Arbeit integrieren.

Weitere Informationen finden Sie

auf Seite 32.

Kinderland Bummi in Weimar

Spenden anstelle von Werbegeschenken

Weiterhin verzichtet Kneipp auf das

Verschicken von Weihnachts- bzw.

Werbegeschenken und spendet

stattdessen jährlich eine entsprechend

größere Summe, 2011 beispielsweise

für Kinder- und Jugendprojekte

des Vereins „Hilfe im Kampf

gegen Krebs e. V.“ an der Universitätsklinik

Würzburg.

Neben diesem karitativen Zweck

schont diese Vorgehensweise auch

die Umweltressourcen (weniger

Energiebedarf, Abfall und Emissionen

durch Transport).

Seite 31


Unterstützung von Kneipp

Kindergärten im Rahmen

der Kneipp® Familie

In einer Kneipp®-Kita lernen Kinder

schon früh spielerisch die Grundlagen

einer gesunden und natürlichen

Lebensweise. Die Einbindung in

den Kita-Alltag erfolgt durch Spaß

bereitende Wasseranwendungen,

spielerische und herausfordernde

Bewegung die etwa ein Balancierbalken

bietet, dem verantwortungsvollen

Umgang mit der Natur, zum

Beispiel im eigenen Kräutergarten

sowie durch bewusste, gesunde und

leckere Ernährung für die Kinder.

Die Kneipp Familie unterstützt

Kneipp®-Kitas und ihre Projekte:

Zwei Prozent des Umsatzes, den

Kneipp Familien-Mitglieder in den

Kinderland Bummi in Weimar

Kneipp® Shops, über Katalogbestellungen

und online tätigen, gehen

als Direktförderung an die Kneipp®-

Kitas. Diese können sich jährlich

mit Ihren Projekten bei der Kneipp

Familie bewerben. Seit Bestehen

konnten bereits viele Projekte ganz

oder teilweise durch die Kneipp

Familie finanziert werden.

Dank der im Jahr 2011 gesammelten

Beträge der Kneipp Familien-

Mitglieder konnten im Juli 2012

viele „Kita-Träume“ wahr werden.

Hier nur einige Beispiele:

Kneipp®-Kita Villa Kunterbunt

Wachenroth

Anschaffung eines Balancierbalkens

Kneipp®-Kita Kinderträume

Elsteraue

Neuanlage eines Barfußpfades

Kneipp®-Kita Buckow

Erneuerung bestehender Wasser

tretstelle

Kneipp®-Kita Sonnenschein Lübesse

Neuanlage einer „Kräuterwand“

Kneipp®-Kita der Johanniter

Nordhausen

Neuer Handlauf für „Kneipp-Pfad“

Kneipp®-Kita Spatzennest Groitzsch

Pflanzen für Kräuterbeet/ Neuanlage

Barfußpfad

Die Kneipp Familie wünscht allen

unterstützten Kneipp®-Kitas

viel Spaß bei der Umsetzung der

Projekte und der Nutzung der so

realisierten neuen Möglichkeiten.

Wir von Kneipp® sagen Danke an

die Kneipp Familien-Mitglieder

und freuen uns auf viele weitere

Kneipp-Projekte.

Die Kneipp® Kita „Villa

Kunterbunt“ sagt Danke:

„Sehr geehrter Herr Richter,

die Kinder und das Team der

Kneipp®-KITA „Villa Kunterbunt“ in

Wachenroth möchten sich für die

Zuweisung von 1000,- € sehr herzlich

bedanken.

Wir freuen uns über die Anschaffung

eines neuen Balanciertieres für

unseren Außenbereich. Die Bestellung

wurde bereits aufgegeben...

Im neuen Kita-Jahr werden wir uns

nochmal mit einem ausführlichen

Bericht über die Aktion und „Inbetriebnahme“

des neuen Spielgerätes

melden...

Mit freundlichen Grüßen

Margit Reif, Kneipp Beauftragte

Kneipp®-KITA Villa Kunterbunt“

Seite 32


Anhang I:

Beurteilungsergebnis von Climate Partner

I. GEGENSTAND DER PRÜFUNG

Die Kneipp-Werke GmbH & Co. KG („Kneipp“) erstellte für den Zeitraum vom 1. Januar bis

31. Dezember 2011 auf Grundlage des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting

and Reporting Standards (GHG Protocol) den Carbon Footprint des Unternehmens.

Die organisatorischen Systemgrenzen umfassten die Standorte Ochsenfurt-Hohestadt,

Bad Wörishofen, Steinbachtal (Würzburg) und Heidingsfeld (Würzburg).

Die operativen Systemgrenzen umfassten alle relevanten Emissionsquellen innerhalb der

Kategorien Scope 1 und Scope 2. Hierzu zählten:

Verifizierung des Corporate

Carbon Footprint 2011

Kneipp- Werke GmbH & Co. KG

Juni 2012

¥ Heizung (Erdgas)

¥ Fuhrpark (Diesel)

¥ Strom

¥ Kältemittel

Zusätzlich wurden in der Kategorie Scope 3 folgende Emissionsquellen erfasst, die als

relevant eingestuft wurden und für die jeweils Verbrauchsdaten und Emissionsfaktoren

zur Verfügung standen:

¥ Trinkwasser

¥ Abfälle

¥ Flugreisen

¥ Vorkette Diesel

Der Carbon Footprint wurde durch ClimatePartner hinsichtlich der grundlegenden Prinzipien

und Anforderungen des GHG Protocols geprüft.

II.

ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Die Prüfung erfolgte am 29. Mai 2012 am Unternehmensstandort in Ochsenfurth/Hohestadt.

Die Prüfung wurde so geplant und durchgeführt, dass ein hinreichend

sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Carbon Footprint ein korrektes

Bild der Treibhausgasemissionen des Unternehmens innerhalb der definierten Systemgrenzen

gibt und im Einklang mit den Richtlinien des GHG Protocols erstellt wurde.

Die den Berechnungen zugrunde liegenden Verbrauchsdaten wurden hierzu unter Einbeziehung

von Abrechnungsunterlagen der Energieversorger und Leasingpartner sowie anhand

ergänzender Unterlagen zur Dokumentation von Wasserverbrauch, Abfallmengen

und Flugreisen vollumfänglich überprüft. Zusätzlich wurden die Lieferverträge der Stromversorger

einbezogen.

climatepartner.com | Munich | San Francisco | Athens | Tokyo | Vienna | Yerevan

1

2

Seite 33


Anhang II:

Zertifikat von Climate Partner

klimaneutral

Urkunde

Dieses Zertifikat bescheinigt die

Kompensation von Treibhausgasen

durch zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen

in Höhe von

CO 2

-ÄQUIVALENTEN

279.000 kg

UNTERSTÜTZTES PROJEKT

Waldschutz, Sofala, Mosambik

VERLIEHEN AN

Kneipp-Werke

Winterhäuser Str. 85

97084 Würzburg

FÜR DAS PROJEKT

Klimaneutraler Fuhrpark

1.1.2013-31.12.2013

Zertifikatsnummer: 116-50040-0112-1168

www.climatepartner.com

Seite 34


Anhang III:

Zertifikat Umweltmanagement System

Seite 35


Impressum

Herausgeber

Kneipp-Werke

Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co KG

Würzburg

Winterhäuser Str. 85

97084 Würzburg

www.kneipp.de

Tel.: +49 (931) 8002 0

Fax: +49 (931) 8002 197

info@kneipp.de

Verantwortlich für den

redaktionellen Inhalt

Angela Kreipl

Leiterin Kommunikation

angela.kreipl@kneipp.de

Tel.: +49 (931) 8002 0

Sascha Landgraf

Nachhaltigkeitsbeauftragter

sascha.landgraf@kneipp.de

Tel.: +49 (931) 8002 0

Bildnachweis

S. 19 AAK Aarhus Karlshamn AB

Seite 36

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine