Der Mac als Architekturwerkzeug - Koelncad.de

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WAS UNS ZUR WWDC 2006 ERWARTET!

Im August ist es soweit: Was können wir von Apples 64-Bit-Betriebssystem

Leopard erwarten, und wird es besser als Windows Vista? (S.36)

DIE NEUEN INTEL-CPUs

Für die voraussichtlich auf der WWDC vorgestellten

PowerMac-Nachfolger wird Intel neue 64-Bit-

Hochleistungsprozessoren liefern.

IM FOKUS: Wikipedia IM TEST: FileMaker 8.5 IM TEST: QuarkXPress 7 u.v.m.

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CAD-Anwendungen auf dem Mac

Der Mac als Architekturwerkzeug

Architekten denken anders

Bereits in den 1980er Jahren entstanden die ersten CAD-Anwendungen auf dem Mac, die zu einem Großteil von Architekten

genutzt wurden. Jetzt entdecken Architekten den Mac wieder neu, denn Benutzerfreundlichkeit und gutes Design entsprechen

ihrer Lebensphilosophie, die auch „Think Different“ heißen könnte!

Thomas Biehl ist Business

Development Manager SMB

bei Apple und betreut den

Architektenbereich

Vor 20 Jahren entstand zusammen

mit der Vorstellung des ersten Mac eine

aktive Softwareszene, die sich mit grafi -

schen Anwendungen auf diesem Rechner

auseinandersetzte. Einige Programme

davon beschäftigten sich mit CAD („Computer

Aided Design“ bzw. rechnergestützte

Konstruktion) und schufen damit

die ersten elektronischen Zeichenbretter,

mit denen es möglich wurde, technische

Zeichnungen am Rechner zu kreieren.

Inzwischen löste der Computer das

Zeichenbrett nahezu gänzlich ab, denn

die heute hauptsächlich unter Windows

genutzten CAD-Programme bieten nicht

nur Zeichenfunktionen, sondern auch

dreidimensionale Modelle, Statiksimulationen

oder Materialberechnung. Sie sind

wahre Allrounder, die aus dem Architektenbüro

kaum mehr wegzudenken sind,

bieten sie doch den maximalen Gestaltungsfreiraum

für kreative architektonische

Entwürfe.

Die Rückeroberung des Mac

Bis Mitte der 1990er Jahre war der

Mac die einzige Plattform, welche Architekten

diese computergesteuerten Möglichkeiten

bot. Doch mit Windows 95

änderte sich dies. Nicht nur, dass Microsoft

einen Großteil der Marktanteile

abschöpfte, auch die beiden sich bald

herauskristallisierenden Hauptanwendungen

– ARCHICAD von Graphisoft und

VectorWorks von Nemetschek – waren

ab 1993 bzw. 1995 ebenso unter Windows

verfügbar. Die Zeiten für Apple

waren nicht rosig, die Qualität der

Ware sank im gleichen Verhältnis, wie

der Preis anstieg. Viele Architekten, die

bereits CAD-Anwendungen auf dem Mac

nutzten, wanderten deshalb zur Windows-Plattform

ab; und wenden sich

nun wieder dem Mac zu. Seit 2002 bietet

Apple Deutschland auf der Firmenwebsite

sogar einen eigenen Architekturbereich

an, und „wir beobachten, dass

viele »ehemalige« Mac-Anwender wieder

zum Mac zurückkehren“, wie Thomas

Biehl, Business Development Manager

SMB bei Apple bestätigt. Inzwischen sind

bereits rund zehn Prozent der Architekten

wieder reine Mac-Nutzer. Der Grund

hierfür sind nicht allein die ausgereiften

Softwareprodukte für den Mac, die dort

ebenso leistungsfähig sind wie unter

Windows. Mit Mac OS X und den elegan-

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CAD-Anwendungen auf dem Mac

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ten neuen Macs bietet sich den Architekten

auch eine leistungsfähige Plattform,

die leicht zu bedienen ist und Freiräume

schafft, anstatt Fragen zur Technik aufzuwerfen.

Vorteile des Mac für Architekten

„Architekten denken sehr designorientiert,

nicht nur, was die äußere Form

angeht, sondern auch die Funktionalität.

Auch wollen sich Architekten auf den

kreativen Prozess konzentrieren können

und sich nicht unnötig mit ihrer IT herumplagen.

Da gibt es also viele Berührungspunkte

mit Apple“, meint Thomas

Biehl von Apple und ergänzt „Zeit ist für

Architekten und Planer immer ein knappes

Gut, und die will niemand mit Fragen

der Systemadministration verbringen.

Computer sollen den kreativen Prozess

unterstützen und nicht behindern.

Aus diesem Grund schätzen Architekten

die Stabilität, die Sicherheit und die

einfache Bedienbarkeit von Mac OS X.

Die qualitativen Vorteile der Mac-Plattform

werden immer dort sichtbar, wo die

Anwendungssoftware auf Systemtechnologien

wie die Quartz Rendering Engine

aufsetzt.“ Doch neben der Technik und

der Benutzerfreundlichkeit spielt noch

ein weiteres Element am Mac eine entscheidende

Rolle: Das Aussehen. Denn

der Mac ist seit vielen Jahren dank des

Designs von Jonathan Ive eine Stilikone,

und gerade Architekten wollen nicht nur

ihren eigenen Stil verwirklichen, sondern

haben auch wie Apple Visionen, um ihren

Stil zu entwickeln und beizubehalten. Ein

gut aussehender Mac im Büro bildet deshalb

die Flügel zum gelungenen Entwurf

und Modell.

ArchiCAD vs. VectorWorks

Dennoch bleibt, wie das ausschließlich

Macs einsetzende Architektenbüro

Allmann Sattler Wappner aus München

(siehe Kasten) bestätigt, „der Apple

immer das Werkzeug – Trend hin oder

her.“ Ein Werkzeug, auf dem sich CAD-

Anwendungen wie von selbst integrieren

und nutzen lassen. Die beiden wichtigsten

auf dem Mac-Markt angebotenen

CAD-Lösungen sind dabei ArchiCAD von

Graphisoft und VectorWorks von Nemetschek.

Während ArchiCAD von Anfang

an als eine Softwarelösung exklusiv für

die Architektur- und Baubranche konzipiert

war, ist VectorWorks seit jeher

ein leistungsstarkes CAD-Programm für

zwei- und dreidimensionales Zeichnen

und Konstruieren. Es kann als Basispaket

erworben werden oder geht mit VectorWorks

Architektur dank zusätzlicher

Funktionen speziell auf die Anforderungen

von Architekten, Innenarchitekten

und Ladenbauern ein.

Mit ArchiCAD 3D-Modelle

„bauen“

ArchiCAD wurde vor über 20 Jahren

von Graphisoft (www.graphisoft.

de) als erste dreidimensionale Architektursoftware

entwickelt. Basis ist das so

genannte „Virtuelle Gebäudemodell“,

welches das zweidimensionale Arbeiten

mit seiner 3D-Fähigkeit revolutionierte.

Revolutionär deshalb, weil man mit

ArchiCAD nicht im herkömmlichen Sinne

„zeichnet“, sondern durch das „Virtuelle

Gebäudemodell“ immer dreidimensional

„baut“. Heiner Sendelbach

vom Architekturbüro Schneider + Sendelbach

Architekten BDA beschreibt das

Arbeiten dabei wie folgt: „Man defi niert

sich einfach die Wand mit allen Werten,

macht aus vier Wänden ein Modell und

im Nachhinein lassen sich alle Variablen

verändern. Interessant ist auch die

Massenermittlung“. Denn aus dem virtuellen

Modell kann der Architekt jederzeit

neben den Grundrissen alle Schnitte,

Ansichten und Perspektiven erstellen

und – sofern die Daten damit verknüpft

wurden – sämtliche Massen und Berechnungen

auslesen und diese an weitere

Programme übergeben. Oder man deaktiviert

die dritte Dimension, wodurch sich

das Programm einfach als digitales Reißbrett

einsetzen lässt.

Schnelle Einarbeitung und

TeamWork

„Wirklich praktisch sind auch,“ so

Heiner Sendelbach, „die Bibliothekselemente,

auch GDL-Objekte genannt.

Sie bieten ein umfangreiches Archiv von

Bauelementen und -komponenten, die

auch von Herstellern selbst angeboten

werden und Entwurf und Planung

wesentlich vereinfachen.“ Und dann

wäre da natürlich noch die Bedienung:

„Wir haben manchmal gar nicht die Zeit,

neue Mitarbeiter in ArchiCAD einzuarbeiten.

Sie lernen schnell und dank des

intuitiv erfassbaren Aufbaus von Archi-

CAD dessen Grundfunktionen meist auto-

Heiner Sendelbach von

Schneider Sendelbach

Architekten BDA entschied

sich bei der Bürogründung

1993 bereits bewusst

für einen Apple-Rechner

(damals IICi), weil ihm als

EDV-Neueinsteiger alles

andere als zu kompliziert

erschien

Apples Engagement für Architekten

Auf Apples Website bietet das Unternehmen eine eigene Sektion für Architekten

(www.apple.com/de/smallbusiness/architecture) und ein Videoseminar für

Architekten an (www.apple.com/de/smallbusiness/architecture/video). Darüber

hinaus werden gemeinsame Veranstaltungen und Seminare mit Partnern im

Architekturwesen angeboten und so genannte „Apple Solution Experts Architektur“–Fachberater,

die sich speziell um den Kundenkreis der Architekten kümmern

– helfen bei Problemen. Aktuell bewirbt Apple zudem ArchiCAD 10, das Architekturstudenten

– nach etwas aufwändiger Legitimation – kostenlos für jeweils ein Studienjahr

zur Verfügung gestellt wird (www.apple.com/de/education/solutions/

architecture/archicad.html). Allerdings können mit dieser Version erstellte Dateien

nicht mit einer normalen Version geöffnet werden.

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CAD-Anwendungen auf dem Mac

didaktisch. Im Anschluss ist die Einbindung

der Mitarbeiter in Projekte dank

TeamWork von ArchiCAD unproblematisch.“

Hinter TeamWork verbirgt sich die

Möglichkeit, auf eine Projektdatei von

mehreren Arbeitsplätzen aus zuzugreifen,

so dass mehrere Mitarbeiter in einer

Datei und unterschiedlichen Bereichen

zeitgleich arbeiten können. Und das

sowohl im Büronetzwerk als auch über

das Internet.

Individuell zugeschnitten

Das aber hat natürlich auch seinen

Preis, den Graphisoft jedoch nach

eigenen Angaben nicht kommunizieren

möchte. Neueinsteiger erhalten die

ArchiCAD STAR(T) EDITION für 3000

Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Möchte

man dann „zusätzliche Möglichkeiten

und Funktionalitäten nutzen, können Sie

jederzeit auf die aktuelle ArchiCAD-Vollversion

upgraden und Ihr Projekt dort

weiter bearbeiten“, so der Hersteller auf

seiner Homepage. Welche Funktionen

jedoch enthalten sind und welche nicht,

erfährt man nur in einem persönlichen

Gespräch, „bei dem die Preise je nach

Anforderungen des Kunden individuell

auf dessen Bedürfnisse abgestimmt werden“,

wie uns die Marketingabteilung von

Graphisoft mitteilte.

VectorWorks als Konkurrent?

Die zweite große, im Mac-Bereich

bei Architekten zum Einsatz kommende

Software ist VectorWorks von Nemetschek

(www.nemetschek.net). Andreas

Thierer, Mitarbeiter des deutschen Distributors

ComputerWorks (www.computerworks.de),

sieht seine Vorteile

gegenüber der Konkurrenz vor allem in

dessen „Verwendung als »Allrounde

vom allgemeinen Zeichenwerkzeug bis

zum spezialisierten Branchenpaket. Weitere

Highlights von VectorWorks sind die

Layout- und Grafi kfunktionen, die Flexibilität

beim Zeichnen, die vollständige

3D-Integration und das unschlagbare

Preis-Leistungsverhältnis.“ Eine Erstlizenz

für die neueste Version von VectorWorks

Architektur 12 ist bereits für ca. 3800

Euro erhältlich. Und tatsächlich – obwohl

es VectorWorks als Branchenversion

auch für Landschaft, Innenausbau oder

Maschinenbau gibt – sind „die meisten

Anwender von VectorWorks Architekten

– nicht nur Hochbauarchitekten, sondern

auch Innen- oder Landschaftsarchitekten

und Stadtplaner“, weiß Andreas Thierer

zu berichten. Einsatz fi ndet die spezielle

Version VectorWorks Architektur dann bei

allen Planungsaufgaben, vom Entwurf

über den Werkplan bis hin zum Facility

Management und natürlich die Visualisierung.

„Alle Zeichnungen und Planungsschritte

lassen sich komplett in Vector-

Works erstellen oder mit Hilfe der vielen

Schnittstellen Daten aus anderen Programmen

einfach austauschen.“

Funktionalitäten

Hierzu bietet VectorWorks, so der

Hersteller, „weit über hundert zusätzliche

Funktionen, welche die Basisversion

von VectorWorks überall dort erweitert,

wo die spezifi schen Ansprüche der Branche

es verlangen.“ Die architekturspezifi

schen Werkzeuge beinhalten dabei

automatische Wand- und Schnittbemaßung,

assoziative Bemaßung, Dächer,

Treppen, parametrische Objekte für Fenster

und Türen sowie für Schlitze, Durchbrüche

und Bäume. Eine spezielle Referenztechnologie

ermöglicht das Arbeiten

im Team. Aber auch Dämmungen sind

unkompliziert zu bearbeiten, und für

eine bessere und leichte Bedienung lässt

sich die Benutzeroberfl äche auf Wunsch

frei konfi gurieren. Alles in allem aber ist

VectorWorks eine CAD-Lösung, die von

der einfachen 2D- oder 3D-Skizze bis hin

zur komplexen technischen Konstruktionszeichnung

alles ermöglicht.

Einfache Bedienung

Den größten Vorteil von VectorWorks

sieht Andreas Thierer von Computer-

Works aber in der „schnellen Erlernbarkeit

und der einfachen Bedienung des

Programms.“ Die Funktionen des Programms

erschließen sich auch Einsteigern

dabei auf den ersten Blick, so dass

dessen Bedienung weitestgehend intuitiv

erfolgen kann und nur eine kurze Einarbeitungszeit

benötigt wird. Und mit der

neu erschienenen Version 12 wurde auch

die Arbeitsoberfl äche überarbeitet, so

dass diese noch übersichtlicher wurde.

Zudem gibt es eine neue Dateiorganisation

und –navigation, neue Schnittstellen,

dynamische Schnitte und (nur auf

dem Mac) die stufenlose Transparenzeinstellung.

Ansonsten aber können, so der

Distributor, „die VectorWorks-Lizenzen

plattformunabhängig eingesetzt werden,

wobei die Funktionen von VectorWorks

auf Mac und Windows nahezu identisch

sind. Ein Windows-Anwender kann also

ohne irgendeinen Aufwand seine VectorWorks-Lizenz

auf dem Intel-Mac einsetzen.”

Switchende Architekten?

Eine Strategie, die sich dank der

neuen Intel-Macs vielleicht bald auch

für Apple bezahlt macht. Denn noch

„arbeitet die Mehrheit der VectorWorks-

Anwender in Deutschland mit Windows“,

so Thierer. Und auch Graphisofts Archi-

CAD ist sowohl für den Mac als auch

für Windows erhältlich, wobei sich der

Anteil der Nutzer dort zu ein Drittel auf

den Mac und zu zwei Drittel auf Windows

verteilt. Mit den im Gegensatz

zu Windows-Maschinen aber gut aussehenden

Intel-Macs, auf denen auch

Windows dank Boot Camp problemlos

läuft, könnte sich das Blatt bald wenden.

Denn Design und gute Ausstattung sind

auch für Windows-Anwender ein schlagkräftiges

Argument für die Hardware.

Linktipps für Architekten:

www.architosh.com: Englischsprachige Seite rund um Architektur und Mac

www.apple.com/de/smallbusiness/architecture: Apple Website für Architekten

www.baunetz.de/arch: Alles rund um Architektur mit eigenem Bereich „Talk“, in dem Apple-Anwender berichten

www.archicadforum.com: Deutschsprachiges Forum für ArchiCAD-Anwender

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CAD-Anwendungen auf dem Mac

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Zudem, so die US-amerikanische Architekten-Website

Architosh (www.architosh.com),

wächst auch der Markt der

Anwendungen für den Mac im Architektenbereich.

Denn in den meisten Applelastigen

Architektenbüros stehen neben

den Macs noch immer PCs, um die nur

dort laufenden Ausschreibungs- und Terminplanungsprogramme

nutzen zu können.

Dass es diese nicht für den Mac

gibt, hält noch immer viele Windows-

Nutzer von einem Wechsel auf Apple-

Hardware ab. Mit neuen Anwendungen

aber, zitiert Architosh den Vorsitzenden

der Firma Integrated CADD Services Greg

Conyngham, „gibt es eine Menge »Switcher«.

Die meisten davon nutzten einmal

den Mac und kommen nun nach Jahren

darauf zurück.“ Vorteil des Mac ist

nämlich, dass man weitestgehend auf

IT-Spezialisten und umfangreiches Technikwissen

verzichten kann. „Die Kreativität

tobt sich da eher auf einem anderen

Feld aus“ bestätigt Architekt Heiner

Sendelbach.

Charlotte Stanek

Im Gespräch mit Allmann Sattler Wappner

Architekten GmbH aus München:

Das 1987 gegründete Architekturbüro

Allmann Sattler wurde 1993 mit Ludwig

Wappner als Partner erweitert zu

Allmann Sattler Wappner Architekten

(www.allmannsattlerwappner.de).

Seitdem erhielten die inzwischen 24

Mitarbeiter und deren Arbeiten zahlreiche

Auszeichnungen wie den „Innovationspreis

Architektur und Bauwesen“

oder den „Deutschen Fassadenpreis

2004“. Etliche Wettbewerbserfolge und

Fachpublikationen machten das Architektenbüro

zudem über die Grenzen

Münchens hinaus bekannt. Wir sprachen

mit ihnen über ihre Philosophie

und ihre Arbeitsmittel, die zu 98 Prozent

aus Macs bestehen.

ML: Sie setzen hauptsächlich Apple-Hardware

ein, können Sie uns die

Gründe dafür erläutern?

Allmann Sattler Wappner Architekten:

98 Prozent der Hardware im Büro

sind Apple-Computer; das liegt zum

einen daran, dass zu den Anfangszeiten

der CAD-Zeichnungen und Bildbearbeitung

das Betriebssystem des

Mac für die gestalterischen Berufe

besser zu nutzen war. Zum anderen

ist die Optik des Arbeitsgerätes nicht

unwichtig – mit einem schicken silbernen

PowerBook arbeitet es sich eben

leichter …

ML: Apple warb einmal mit dem Slogan

„Think Different“. Sehen Sie sich

als Andersdenkender in der Branche,

weil Sie Apple einsetzen?

Allmann Sattler Wappner Architekten:

Think different – das ist auch die

Lebensphilosophie des Büros, daher

kann man sich mit dem Slogan identifi

zieren. Die Marke Apple ist inzwischen

mit einem Lebensgefühl verbunden

– neben den Computern ist auch

die ganze Produktpalette an iPods und

sonstigen Features bei uns vertreten.

Dennoch fällt es den Kunden gar nicht

auf, dass wir Macs verwenden, denn die

Schnittstellen zwischen den Systemen

und Programmen erlauben einen reibungslosen

Datenaustausch.

ML: Sie setzen als Hauptsoftware

VectorWorks ein. Wieso haben Sie

sich für diese Software entschieden

und welche Eigenschaften schätzen

Sie daran besonders?

Allmann Sattler Wappner Architekten:

Schnelle Einarbeitungszeit, gute Layoutfunktionen,

Kompatibilität zu anderen

Büros und Programmen. Dabei setzen

wir VectorWorks für alle Bereiche ein

– vom Wettbewerbsentwurf bis zur Ausführungs-

und Detailplanung.

ML: Wie setzen Sie das Werkzeug

„Computer“ ein? Besetzt es auch

andere Arbeitsbereiche als das Konstruieren?

Allmann Sattler Wappner Architekten:

Der Computer ist aus dem Büroleben

nicht mehr wegzudenken – und läuft

teilweise 24h … Neben VectorWorks setzen

wir dabei auch die gängigen Bild-

Mac Life sprach mit den Köpfen hinter Allmann Sattler Wappner Architekten

Das Architekturbüro Allmann Sattler Wappner aus München erhielt für

seine Arbeit bereits zahlreiche Auszeichnungen

bearbeitungs- und Visualisierungsprogramme

sowie das Offi ce-Paket ein. Nur

im Bereich der Buchhaltung müssen wir

noch auf Windows-PCs zurückgreifen,

denn die gängigen Programme sind leider

nur für Windows programmiert.

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