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Leben & erziehen Leben & Erziehen (Vorschau)

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Juli 7/2012 Deutschland 2,20 € · Österreich 2,40 € · Schweiz 4,50 sfr · BeNeLux 2,60 €

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Das Elternmagazin

Großeltern

Freibrief zum Verwöhnen?

Eine Mutter erzählt,

wie sie damit klarkommt

Sprechstunde

Elterngeld

Unser Experte beantwortet

Ihre Fragen

Jetzt geht’s

in die Kita!

So lebt sich Ihr Kind gut ein

Was Eltern und Experten raten

10

Tragesitze &

Tücher

IM TEST

IM TREND

Baby-Shiatsu

Diese Griffe

machen glücklich

S mmer-Spielen, basteln,

Kinder

chillen, toben:

die schönsten Ideen für einen

unvergesslichen Sommer


Jetzt

am Kiosk

für nur € 2,95

Der große Extra-Ratgeber von Leben & erziehen

mit wertvollen Tipps und Spiel- und Beschäftigungsideen

für die ersten drei Jahre

Das Elternmagazin

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oder per E-Mail: Einzelhefte@guell.de


Editorial

Diese Experten

stehen unserer

Redaktion zur Seite

Schwangerschaft

Dr. Hiltrud Kessler

Frauenärztin

Schwangerschaft

Irene Gruber

Hebamme

Stillen

Brigitte Benkert

Stillberaterin

Ernährung

Dr. Ute Alexy

Ernährungsberaterin

Entwicklung

Prof. Dr. Sabina Pauen

Entwicklungspsychologin

Schlafen

Annette Kast-Zahn

Kinderpsychologin

Kindergesundheit

Dr. Herbert Renz-Polster

Kinderarzt

Homöopathie

Dr. Patrick Kreisberger

Homöopath und

Kinderarzt

Erziehen

Dr. Anita Schächter

Kinderpsychologin

Fernsehen & Co.

Elisabeth Schallhart

Medienpädagogin

Kindergarten

Martina Bentenrieder

Erzieherin

Familienpolitik

Claudia Hagen

Familienbund

der Katholiken

Fotos: f1 online, Fotolia.com, Daniel Gerst, privat (12)

Ein großer Schritt

Clara (1 ¾) schien gut vorbereitet: Meine Tochter und ich hatten Bilderbücher

angeschaut wie „Wer kommt mit in den Kinder garten?“,

die Brotzeit tasche gekauft und waren vorab zum Schnupperbesuch

in der Gruppe. Dann kam der erste Tag in der „Flohkiste“ – und er

lief alles andere als bilderbuchmäßig. Lukas (2) riss Clara ein Büschel

Haare aus und die wollte dann nur noch eins: nach Hause,

zu Mama und Papa! Bis sie sich in der Krippe einlebte, dauerte

es Wochen. Für mein schlechtes Gewissen („Ist das Kind vielleicht

doch noch zu klein?“) ein gefundenes Fressen. Heute schmunzelt

die ganze Familie, wenn ich diese Geschichte erzähle – die übrigens

gut ausging: Clara (wie später auch

ihr Bruder Felix) ist richtig gern in die Kita

gegangen – und ich habe gestaunt, was

meine Kinder dort alles gelernt haben. Wie

der Einstieg in die Kita ganz sanft klappt,

beschreibt Margret Nußbaum ab Seite 28.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start –

ohne Tränen und vor allem ohne schlechtes

Gewissen! Ihre

Chefredakteurin Martina Kaiser

martina.kaiser@bayard-media.de

Mit einem Abo haben Sie jede Ausgabe von

Leben & erziehen pünktlich im Briefkasten.

Infos finden Sie auf Seite 13 und 74.

Redaktion Leben & erziehen, Böheimstr. 8, 86153 Augsburg, Tel. 08 21/45 54 81-51, Fax 08 21/45 54 81-12, E-Mail-Adresse: redaktion@bayard-media.de

Abonnenten-Service Tel. 01 80/5 26 01 41*, Fax 01 80/5 26 01 42*

* (nur 0,14 €/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, maximal 0,42 €/Min. aus dem Mobilfunk)

Leben & erziehen

Juli 2012 3


Wir lieben den Sommer!

Er ist die beste Zeit zum Glücklichsein.

Deshalb haben wir Ideen gesammelt,

wie Sie ihn genießen können —

auch vor der eigenen Haustür

Seite 14

Sommer =

Glück pur

Leben

& erziehen

Gesundheit

& Ernährung

Schwangerschaft

& Geburt

Komm,

wir kicken!

Zur Fußball-EM:

lustige Ballspiele

für angehende

Champions

Seite 24

4

Leben & erziehen

Juli 2012

6 Ahoi, Matrosen!

Aktuell: Mode im Streifenlook

14 Das wird ein toller Sommer

Die besten Ideen für junge Familien

zum Spielen, Basteln, Chillen, Toben

20 Oma und Opa dürfen das ...

Wenn sie ihre Enkel verwöhnen:

Wie eine Mutter damit klarkommt

24 Tor! Tor! Tor!

Ballspiele für kleine und große Kicker

28 Ich geh jetzt in die Kita

Serie „Glückliche Babyzeit“ (5):

So gewöhnt Ihr Kind sich schnell ein

32 Baby-Shiatsu

Trend aus Asien: Griffe,

die Ihr Kind glücklich machen

34 Au Backe, die Zähnchen!

Was beim Zahnen wirklich hilft

38 Weg mit der Warze

So wird Ihr Kind

die lästigen Dinger los

40 Windel-Wissen

Neues und Kurioses

rund um die Windel

42 Starke Sache

Welche Nährstoffe Babys

zum Großwerden brauchen

Leinen los! Diese Modelle

machen Lust auf Meer!

Seite 6

48 Unter Männern

Die neue Geburtsvorbereitung

für Väter

Geld, Test

& Service

52 Komm in den Beutel, Baby

10 neue Tragehilfen –

von einer Mutter für Sie getestet

58 Elterngeld in Raten

Wann es sich lohnt, die Auszahlung

auf zwei Jahre zu strecken

+ Telefonsprechstunde


Großer

Leben & erziehen

Test

Damit Ihr Baby

groß und stark wird

Welche Nährstoffe es braucht, wo sie

drin sind und was Experten dazu raten

Seite 42

Die passt

zu uns:

10 Tragehilfen

im Test

Seite 52

Ratgeber

Aktuell

VON 0-4 JAHRE

Familie

& Partnerschaft

Rubriken

8 Baby

• Sport mit Baby

• Gebrauchte Wäsche – wie gehen

die gelben Flecken raus?

62 Gute-Nacht-Geschichte

Teddy Bär bringt den Enten

das Tanzen bei

66 „Selber machen!“

Jacke ausziehen, anschnallen, essen:

Luis will jetzt alles selber machen,

schreibt seine Mutter im Tagebuch

71 Glosse

Wer suchet, der findet

26 Kindermund

Wir verlosen: 6 Kameras von VTech

60 Von Eltern für Eltern

Das Beste aus der Community

www.leben-und-erziehen.de

65 Kreuzworträtsel

Zu gewinnen:

25 Gutscheine von tiadora.de

72 Impressum, Vorschau

Das sind die Titelthemen

10 Kleinkind

• 10 tolle Tipps für Regentage

• Mit 2 schon hyperaktiv?

12 Kindergarten

• Sommergrippe? Nein danke!

• Ein Bilderbuch über das Vergessen

46 Ernährung

• Mein Kind wird nicht satt –

was soll ich ihm zusätzlich geben?

50 Schwangerschaft & Geburt

• Rauchen abgewöhnen – hilft ein Pflaster?

• Diese Mode macht gute Laune

Titelfotos: Mauritius, iStockphoto.com, Westend61 ; Fotos: Hersteller (5), iStockphoto.com (3), astridkuehle.de

Leben & erziehen

Juli 2012 5


Leben & erziehen

3

1

Ahoi,

Matrosen

Vom Baby bis zur Mami, von Sylt bis Garmisch:

In diesem Sommer ist der Marine-Look ein Muss —

für kleine und große Seeleute auf Landgang

2

4

Wir

lieben

das

Meer!

Fotos: Hersteller; Illustration: iStockphoto.com

6

Leben & erziehen

Juli 2012


5

1 Wenn es heiß wird

... kommt der Body mit Punkten

und Mäusezähnchen-Borte zum

Einsatz. Petit Bateau über

babywalz.de; 17,99 Euro

8

2 Für die Schatzsuche am Strand

Da fühlen Fisch und Seepferdchen

sich heimisch. T-Shirts von

www.meerstil.de; je 24,95 Euro

3 Schmückt ungemein

Die Charms können immer neu

kombiniert werden. Von Esprit;

Lederarmband 29,90 Euro,

Silbercharms je 29,90 Euro

4 Basics für Mini-Matrosen

Dreieckstuch mit Streifen bei

www.jako-o.de; 6,95 Euro; in Rot

bei www.babybutt.de; 2,95 Euro

5 Da passt alles rein

Deshalb ist der Shopper von Esprit aus

Baumwolle mit Einsätzen in Lederoptik

Mamas Lieblingsstück; 59,95 Euro

6 Quietscht vor Freude

Kann aber auch ganz leise kuscheln:

Seepferdchen „Quietschie“ aus

Baumwolle, Käthe Kruse; 9,95 Euro

7 Der Seebär kommt mit

Kindergarten-Rucksack mit „Olaf Laola“

von Sigikid; 24,99 Euro

8 Eine steife Brise weht

Kein Problem, die Jacke von Chicco mit

Kapuze hält schön warm; ab 42,90 Euro

9 Beim Buddeln immer mit dabei

Beachset mit auslaufsicherer Trinkflasche

und Sandförmchen, NUK; 12,95 Euro

10 Schick beim Captains-Dinner

Und mit Leggings spielplatztauglich:

Jerseykleid, www.petit-bateau.de;

ab 47,50 Euro

11 Shorts für

Surferjungs

Badehose mit

Netzeinsatz

und Tasche,

von kik;

4,99 Euro

6

10

9

7

Welcome to Miami

11

Leben & erziehen

Juli 2012 7


Baby

Säugling

Sport mit Baby

Kurse für Mama und Kind werden

immer beliebter. Mal trainieren

junge Mütter mit dem Kinderwagen,

mal ist das Baby im Tragetuch

dabei. „Im Prinzip finde ich

das toll“, sagt Gunda Mervelskemper.

Die Sportwissenschaftlerin

und -therapeutin aus Köln

gibt Tipps, wie Groß und Klein auf

ihre Kosten kommen.

Wenn das Baby in einer Tragehilfe

mitturnt, ist wichtig, dass es auch

Lust dazu hat. „Vielleicht möchte

das Kind ja gerade dann, wenn der

Kurs losgeht, lieber Ruhe als action

haben“, gibt Mervels kemper zu

bedenken. Und: Ohne Kind

könnten die jungen Mütter sich

gezielter auf ihren Körper und

die Ausführung der Übungen

konzentrieren. Viel besser gefallen

der Expertin deshalb Outdoor-

Programme, bei denen die Babys

im Kinder wagen dabei sind.

„Die Mütter haben frische Luft,

Bewegung und Kontakte – das ist

prima.“

Diese Fragen helfen Ihnen

bei der Suche nach

einem guten Sportkurs:

Wie qualifiziert ist die

Trainerin – und zwar sportlich/

physio therapeutisch und für

die Bedürfnisse von Mutter

und Kind?

Kann ich mich in Ruhe um

das Baby kümmern, wenn es das

braucht?

Muss ich für das Training eine

spezielle Ausrüstung anschaffen?

Kann ich auch außerhalb der

Kursstunden weitertrainieren?

NEU

NEWSLETTER

Mit den besten Tipps rund ums Baby.

Jetzt kostenlos abonnieren unter

www.leben-und-erziehen.de

ES SIND DIE OHREN!

Erkennen Sie sofort, dass Ihr Baby

eine Mittelohrentzündung hat?

Die Kleinen wirken oft zugleich

schlapp und reizbar, schreien viel,

haben Bauchweh und Durchfall.

Doch das ist auch bei anderen

Krankheiten manchmal der Fall.

Eindeutig, so die Stiftung Kindergesundheit,

sind andere Signale:

Das Kleine wackelt ständig

mit dem Kopf, reibt ein Ohr

und schreit schon bei

sanftem Druck oder

Zug am Ohr auf.

8

Leben & erziehen

Juli 2012


Fotos: f1 online, Hersteller, iStockphoto.com

Frage an Josefa Stegherr, Verbraucherservice

Bayern im Katholischen

Deutschen Frauenbund

Gelbe Flecken:

Wie gehen die

raus?

Die Babywäsche, die meine

Schwester für mich aufgehoben

hat, hat hässliche gelbe

Flecken. Wie gehen die wieder

raus und wie kann man sie

vermeiden?

Vermutlich sind diese Flecken

durch Feuchtigkeit entstanden.

Probieren Sie mal, ob sie so

verschwinden: die Wäsche gut

anfeuchten, in der Sonne bleichen

und danach gründlich waschen

(mit Vollwaschmittel). Bei bunten

Teilen bleichen allerdings auch

die Farben! Wenn die Flecken

so nicht rausgehen, nehmen Sie

die Wäsche besser nicht.

Vermeiden lassen sich die Flecken

so: die Wäsche waschen, gut

trocknen und dann in einem

Schrank oder Koffer aufbewahren,

sodass Luft daran kommt – also

auf keinen Fall in Plastikfolie!

Gegen Motten schützt am besten

Mottenpapier. Und vor dem

Wiederverwenden die Kleidung

zuerst waschen.

Ich schau dir

auf die Lippen, Mama

Ungefähr vom vierten Monat an

kleben Babys Blicke geradezu an

den Lippen von Erwachsenen, die

mit ihnen sprechen, stellten Forscher

der Florida Atlantic University (USA)

fest. Schlussfolgerung: Um Sprechen

zu lernen, brauchen die Kleinen

den direkten Kontakt „face to face“.

Zureden ohne Blickkontakt oder

die Beschallung durch Medien

ist zu wenig.

Hübsch kindlich-krakelig und mit

ein paar Fühl-Elementen liebevoll

aufgepeppt lässt das Leporello

„Brumm!“ eine Parade von

Polizei-, Last-, Müll-, Rennautos ...

vorbeiziehen. Coppenrath; 6,95 Euro

www.boo-poo.com;

94,95 Euro

Krampf ist meist harmlos

Das Kind schreit unaufhörlich, läuft blau

an, bis es keine Luft mehr bekommt und in

Ohnmacht fällt: So ein Affektkrampf wirkt

auf Eltern beängstigend. „Meist ist er aber

harmlos“, beruhigt Professor Dr. Hans-

Jürgen Nentwich vom Berufsverband der

Kinderärzte. „Nach wenigen Sekunden

setzt die Atmung von selbst wieder ein.“

Eltern sollten nur darauf achten, dass

die Kleinen sich dabei nicht verletzen und

zeitnah zum Kinderarzt gehen, um seltene

ernstere Ursachen auszuschließen.

Wickeln

mit Stil

Diese Tasche ist ein Familienprojekt:

Ein Elternpaar suchte eine

Wickeltasche aus Baumwolle,

praktisch, aber mit Stil. Weil sie auf

dem Markt nicht zu finden war,

nähte die Granny aus Schottland

eine. Seither verkauft das Paar

die kuschelig wattierten

Taschen – mit Erfolg!

Leben & erziehen

Juli 2012 9


Kids

Kleinkind

1

2

3

4

5

Mama, wann regnet’s

endlich wieder?

2

Im Urlaub sind Regentage besonders öde. Gut, wenn Eltern

dann ein paar Überraschungen aus dem Koffer zaubern

können. Hier sind unsere Top 10:

1 Fingerpuppen wie „Krokodil, Schnabeltier, Katze & Co“

(bei www.das-tropenhaus.de; je 6,50 Euro)

2 Spielzeugautos wie die „Steck-Rennflitzer“

(Ravensburger; 19,99 Euro)

3 ein Spiel wie „Nachts im Stall“ (Haba; 9,95 Euro)

4 Hör-Geschichten wie „Das Beste von Bobo Siebenschläfer“

(Jumbo; 10,99 Euro)

5 Geschicklichkeitsspiele wie „Stapelgeister“

(von Erzi; 8,95 Euro)

6 etwas zum Bauen wie die Bausteine „Zootiere“

(bei www.babywalz.de; 9,99 Euro)

7 ein Würfelpuzzle wie „Stadt“

(sigikid; 14,99 Euro)

8 ein Suchbilderbuch wie „WimmelSpiel-

Spaß mit Max“ (Coppenrath; 9,95 Euro)

9 Kleine-Welten-Spielzeug wie „Kinder

mit Planschbecken“ (Playmobil; 7,99 Euro)

10 „Farb-/Wachsmalstifte“ (10 Stück,

bei www.jako-o.de; 16,95 Euro)

Antibiotika:

Tipps und Checks

Braucht mein Kind Antibiotika?

Und wenn ja: Wie gehe ich richtig

damit um? Unter www.faktencheckantibiotika.de

(ein Service der Bertelsmann-Stiftung)

finden Eltern Tipps für den

richtigen Umgang mit Antibiotika zum

Herunterladen. Dazu gehört auch ein

Antibiotika-Pass mit einer Checkliste

für das Gespräch mit dem

Kinderarzt.

Frage an Professor Dr. Manfred

Döpfner, Leitender Psychologe im

Zentrum für Neurologie und

Psychiatrie der Universitätsklinik Köln

Jetzt schon

hyperaktiv?

Sara (2) ist sehr aufgedreht. Sie

stößt deshalb oft irgendwo an

oder fällt hin. Ist sie vielleicht

hyperaktiv?

In Saras Alter verhalten sich

gesunde Kinder noch sehr unterschiedlich.

Mit der Diagnose

„Hyperaktivität“ wäre ich deshalb

vorsichtig. Ihre Beobachtungen

können darauf hinweisen, dass Sara

Probleme mit der Körper-Koordination

hat. Sprechen Sie einmal mit

dem Kinderarzt darüber.

Außerdem können Sie selbst etwas

gegen Saras Unruhe tun: Reizüberflutung

durch zu viel Spielzeug oder

Medien vermeiden; den Tagesablauf

regeln; klare Regeln und Grenzen

aufstellen; Raum und Zeit zum

Toben lassen; sich gemeinsam

beschäftigen und Sara, wenn nötig,

zum Thema „zurückholen“, auf

Strafen und Verbote aber möglichst

verzichten. Falls sich Ihr

Verdacht erhärtet und

– ganz wichtig! – auch

andere (wie die

Erzieherin in

der Kita) einen

ähnlichen

Eindruck

gewinnen,

ist der

Kinderarzt

Ihr erster

Ansprechpartner.

Fotos: Hersteller

10

Leben & erziehen

Juli 2012


Die ersten 3 Lebensjahre

legen den Grundstein

für ein gesundes

Immunsystem.

Deshalb ist es auch nach

dem 1. Geburtstag wichtig,

auf die richtige Ernährung zu

achten. Aptamil Kinder-Milch

trägt auch weiterhin durch

die Vitamine A, C und D auf

natürliche Weise zu einem

gesunden Immunsystem

Ihres Kindes bei.

Aptamil Kinder-Milch:

+ enthält wie alle Aptamil

Nahrungen patentierte

Prebiotics

+ mit altersgerecht

redu ziertem Eiweiß

+ mit wichtigem Jod

und Eisen

Sie haben Fragen?

Wir beantworten sie gerne.

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Ratgeber Kids

Kindergarten

Sommergrippe?

Nein danke!

Von Erkältungswetter keine Spur – und trotzdem sind jetzt überall, wo

Kinder die Köpfe eng zusammenstecken, die Erreger der Sommergrippe aktiv

(die eigentlich eine normale Erkältung ist). Sie haben besonders leichtes Spiel,

wenn das Immunsystem der Kleinen durch große Temperaturwechsel

überfordert ist. Gut deshalb, wenn Eltern

ihre Kinder vor zu viel Sonne schützen, auch wegen der Haut

verschwitzte Kinder abtrocknen und umziehen

Zugluft durch Ventilatoren oder offene Autofenster vermeiden

die Klima-Anlage im Auto nicht mehr als fünf, sechs Grad unter

Außentemperatur einstellen

den Kindern nasse Badekleidung aus- …

… und im gekühlten Supermarkt lieber ein T-Shirt mehr anziehen

ihnen viel zu trinken geben – aber nichts Eiskaltes!

78 %

der Eltern machen auf

langen Autofahrten

regelmäßige Pausen

zum Spielen, um ihren

Kindern die Langeweile zu vertreiben.

Fast genauso beliebt: Musik hören (76%).

Gemeinsam singen mögen dagegen nur 45 %,

darunter deutlich mehr Frauen als Männer.

Daten: forsa/Tank & Rast

Liebe macht schlau

Verständnis und Trost, wenn das Kleine bei

wichtigen Arbeiten stört, fördert die Entwicklung

der Hirnregion, die beim Lernen,

Erinnern und bei Stressbewältigung wichtig ist.

Das ergaben Messungen von Wissenschaftlern

in St. Louis/USA.

3 Fragen an …

... Martin Baltscheit, der für das

Bilderbuch „Die Geschichte vom

Fuchs, der den Verstand verlor“

(Bloomsbury; 13,90 Euro) den

Deutschen Jugendliteraturpreis

erhielt

Ein Blues über

das Vergessen

Warum sollen Eltern ihren

Kindern ein Bilderbuch mit

dem schwierigen Thema

Demenz geben?

Warum nicht? Wer in der

Familie damit zu tun hat, ist mit

dem Buch als Gesprächspartner

gut aufgehoben. Und für einen

guten Erzähler gibt es keine

schwierigen Themen.

Betroffene Erwachsene

könnten die Geschichte als

„zu schön“ empfinden.

Bücher sollten Trost spenden, ein Anker

sein und inspirieren. Bücher, die das

nicht schaffen, sind Altpapier. Es ist wie

ein guter Song. „Der Fuchs ...“ ist

sozusagen ein Blues über das Alter und

das Vergessen.

Die Geschichte gibt es auch als Film

im Internet. Wozu brauche ich dann

überhaupt noch das Buch?

Bilderbücher sind Familienbücher.

Sie liegen auf dem

Schoß des Erwachsenen, der

hält das Kind im Arm. Sie sind ein

Mittel, um sich zu

berühren, Zeit füreinander

zu haben, mit

einer gewitzten Inspiration

auf den Knien.

Foto: Your Photo Today; Illustration: Martin Baltscheit

12

Leben & erziehen

Juli 2012


Vorteils-Angebot:

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Wenn Paare Eltern werden, haben sie viele Fragen: zur Schwangerschaft,

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Leben & erziehen

Das wird

ein toller

Sommer!

Diese Jahreszeit ist ein echter Glücksbringer.

Vor allem, wenn das Wetter und die Kinder mitspielen.

Die schönsten Ideen für junge Familien

Er kann eigentlich überall sein:

natürlich am Strand, am Meer

oder in den Bergen. Aber auch

zwischen Blumen im Gras, im

Erdbeerfeld, auf dem Balkon, mitten

in der Stadt oder unter dem

Sternenhimmel. Der Sommer wartet

direkt vor der Haustür und er will

entdeckt werden! Wo er sich am liebsten aufhält und

was Familien mit ihm anstellen können:

Im Garten zeigt er sich

von seiner schönsten Seite

Duftende Blumen, süße Beeren, schattige Bäume, grüne

Beete: Der Garten ist des Sommers Paradies. Wer einen

hat, sollte ihn nutzen!

Mit Baby An der frischen Luft schlafen Babys besonders

gut – Eltern auch. Gemütlicher als eine Runde mit

dem Kinderwagen ist eine gemeinsame Siesta unterm

Baum oder Sonnenschirm. Bettlaken ins Gras legen, in

den Himmel schauen und dösen. Dank Moskitonetz

wissen auch Mücken: Bitte nicht stören!

Ein schöner Brauch ist es, zur Geburt eines Kindes einen

Baum zu pflanzen. Wenn Sie ein Sommerbaby haben,

wählen Sie eine Sorte, die im Geburtsmonat Ihres

Kindes Früchte trägt – dann ist der Geburtstagskuchen

immer ein ganz persönlicher.

Mit Kind Schon Zweijährige stehen auf Blumenschmuck.

Wer noch keine Gänseblümchenkette basteln

kann, bekommt Blüten zwischen die Zehen gesteckt

oder darf sich einen Ohrring machen: Gänseblümchenkopf

mit der Milch aus dem Löwenzahnstängel betupfen

und für ein paar Sekunden ans Ohr drücken – das

hält. Auch ein „Blütentattoo“ sieht hübsch aus: Dazu etwas

Vaseline auf die Haut geben und einzelne Blüten zu

einem Kunstwerk auf die Haut „kleben“.

Mit Erde lässt sich gut experimentieren. Ist der Boden

sandig oder lehmartig? Machen Sie den Test: Eine

Schaufel voll Erde auf den Tisch häufen, gießen und

kneten. Sandige Erde bröckelt, lehmhaltige Erde lässt

sich zu einer Rolle formen und tonige Erde kann man

sogar zu einem Hufeisen biegen. Den Kindern macht es

einen Riesenspaß und Sie wissen, welche Blumen Sie

im Garten pflanzen können. Wer welche Erde mag,

steht auf den Samenpäckchen.

Feuer ist gefährlich, das hören Kinder das ganze Jahr.

Zeigen Sie ihnen doch zur Abwechslung mal, wie schön

es sein kann! In einer feuerfesten Schale ein paar Scheite

anzünden und gemeinsam Marshmallows oder

Stockbrot rösten. Oder Wünsche auf Zettel malen und

ins Feuer werfen. In die Flammen schauen und dazu

Geschichten aus den Sommern der eigenen Kindheit erzählen,

sich aneinanderkuscheln und Bücher vorlesen

– von solchen Sommernächten werden Ihre Kinder

noch lange träumen.

▸▸▸

14

Leben & erziehen

Juli 2012


Katrin Rothenbacher und

Sebastian Weiss aus

München mit Leonard,

geboren am 28. Mai 2011.

Voraussichtlicher Geburtstermin

fürs Baby:

Ende Juli 2012

Ich genieße den Sommer mit Bauch

… weil ich mich jetzt, in meiner Elternzeit, mitten am Tag auf die Wiese legen kann

… weil ich mich mit Leonard ungeniert durch alle Eissorten essen darf

… weil man Flip-Flops auch mit dem größten Bauch ruck, zuck anziehen kann

… weil man sich im Wasser so herrlich leicht fühlt

Ich freue mich auf den Sommer mit Kind

… weil ich mir keine Gedanken machen muss, ob das Kleine friert

… weil das Stillen im Sommerkleid komfortabler ist als im Wintermantel

Leben & erziehen

Juli 2012 15


Leben & erziehen

Der Sommer mit

Kind ist

wunderschön,

… weil die vielen Erkältungen des

Winters vorbei und vergessen sind

… weil Babyschwimmen im See noch

schöner ist als im Hallenbad

In diesem Sommer

… fahren wir so oft es geht mit dem neuen Fahrradanhänger die Isar entlang

… machen wir im Biergarten nebenan Brotzeit, statt zu Hause

… lassen wir Jake mit nackten Beinen durchs Gras krabbeln

Jane und Raimund Enderle aus der Schapolterau mit Sommerbaby Jake, geboren am 20. August 2011. Der Kleine kam

in der heißesten Woche des Jahres auf die Welt!

▸▸▸

Im Wald stiftet der Sommer zu

Abenteuern an

An heißen Tagen können Eltern und Kinder hier besonders

viel Spaß mit dem Sommer haben. Im Schatten

von hohen Bäumen bleibt man fit für Spaziergänge oder

aufregende Touren mit kleinen Abenteurern.

Mit Baby Wenn es sehr heiß ist, wird es Babys im Kinderwagen

oft zu stickig und an Schlaf ist nicht zu denken.

Steuern Sie den nächsten Waldweg an, da ist es bis

zu acht Grad kühler als in der Siedlung. Und ruhiger!

Wer sich alleine nicht traut, geht mit Freunden. Im Bestfall

darf der Picknickkorb auch noch mit.

Mit Kind Man kann einen Baum umarmen. Spannender

ist es, sein Ohr an den Stamm zu legen und zu lauschen.

Bis zu 50 Liter Baumsäfte steigen am Tag auf und

das gluckert! Geht besonders gut im Frühsommer und

bei Buchen. Auch sonst gibt der Wald als Spielgefährte

einiges her: Steine, Blätter, Zweige, Gräser und Beeren

lassen sich zu tollen Naturbildern legen. Ob noch auf

dem Waldboden oder zu Hause auf Papier, das

bleibt den jungen Künstlern überlassen.

Aus herumliegenden langen Ästen kann man

nicht nur Wanderstöcke schnitzen, sondern

auch ein Indianerzelt bauen. Man braucht

dazu nur einen stabilen Baum mit Ast-

gabel auf Augenhöhe eines Erwachsenen. Dorthinein

mehrere dicke Äste legen, Zwischenräume mit Zweigen

füllen und mit Gräsern bedecken. Vielleicht ist das Tipi

sogar beim nächsten Besuch noch da?

Am Strand kann man ihn

so richtig genießen

Muscheln, Treibholz, Kiesel – hier trifft sich das Meer

mit dem Sand zur Schatzübergabe. Greift schnell zu,

Kinder! Bevor es sich das Wasser anders überlegt und

euch die Spielsachen wieder wegschnappt!

Mit Baby Suchen Sie einen Schatz für Ihr Schätzchen.

Wenn Sie einen besonders schönen Stein, ein Treibholz

oder eine andere Naturschönheit entdecken, bewahren

Sie dieses Fundstück für Ihr Kind auf. Später kann man

es ihm als Talisman mit auf den Weg geben.

Mit Kind Auch die Größeren lieben Schätze. Vergraben

Sie Muscheln, Sandförmchen oder Mini-Gummibärchentüten

im Sand und lassen Sie die Kinder graben.

Damit alles gefunden wird, malen Sie die versteckten

Dinge auf ein Papier und geben Sie es Ihrem Kind in die

Hand. Aus Steinen kann man tolle Türme bauen, wenn

man sie der Größe nach ordnet und aufeinanderschichtet.

Die besten Sandburgen gibt es, wenn das Mischungsverhältnis

von Sand zu Wasser 8 : 1 beträgt.

16

Leben & erziehen

Juli 2012


Im Wasser lässt sich mit ihm toben

Ein Eimer, das Planschbecken oder der Gartenschlauch

– Meer muss gar nicht sein, um den Sommer an heißen

Tagen aus der Reserve zu locken. Na dann: Wasser,

marsch!

Mit Baby Das wöchentliche Baderitual lässt sich an

heißen Tagen wunderbar ins Freie verlegen. Richtig

Eindruck machen können Sie auch mit Seifenblasen.

Falls sie gleich zerplatzen, ist die Luft zu trocken – mit

dem Rasensprenger anfeuchten.

Mit Kind Wieso nicht mal den Sandkasten fluten und

die Kinder nach Herzenslust matschen lassen? Wem

das eine Nummer zu groß ist, der kann eine Babybadewanne

mit Sand füllen und Wasser dazugießen. Auch

Gartenschlauch und Rasensprenger sind an heißen

Tagen immer ein Hit!

Ihr Garten liegt am Hang? Kaufen Sie ein Stück Teichfolie,

legen Sie es auf die Schräge, machen Sie den Gartenschlauch

an und laden Sie die Nachbarskinder zum

Wasserrutschen ein!

Auch Kunst kann man mit Wasser machen: Wasser und

ein paar Tropfen Spülmittel auf ein altes Kuchenblech

geben, Fingerfarbe untermischen und mit einem Strohhalm

so lange hineinblasen, bis das Blech voller Schaum

ist. Das Papier auf die Blasen legen und wieder abziehen

– fertig ist das Blubberbild.

Und wenn es mal regnet? Nicht drinnen verstecken! Mit

einer Schüssel durch das Nass rennen und gucken, wer

mehr Wasser fängt.

In der Stadt verführt er

zu Unternehmungen

Eisdielen, Parks, Biergärten – auch die Stadt hält jede

Menge Einladungen für den Sommer bereit.

Mit Baby Es ist heiß und Sie suchen einen ruhigen

Platz zum Stillen? Im Museum oder der Stadtbibliothek

ist es an solchen Tagen angenehm leer und kühl! Und

wenn Ihr Kleines Sie morgens mal wieder in aller Frühe

weckt: Nutzen Sie die Gunst der Stunde für einen Spaziergang

in der frischen Morgenluft und gönnen Sie sich

anschließend in Ihrem Lieblingscafé ein großes Frühstück

auf der Terrasse.

Mit Kind Guerilla-Gärtnern klingt gefährlich, ist aber

quasi eine gute Tat. So nennt sich das Aufhübschen von

tristen Grünflächen in Städten. Reden Sie mal mit Ihrem

Vermieter und säen Sie ein paar Sommerblumen

an einer kahlen Stelle im Hof aus. Jedes Mal, wenn Sie

mit Ihrem Kind an der Stelle vorbeikommen, gucken

Sie nach, ob schon ein Blümchen sprießt.

Himbeereis zum Frühstück – wetten, dass dieser Vorschlag

bei Ihnen zu Hause Begeisterungsstürme auslöst?

Na kommen Sie, diese eine Ausnahme wird bestimmt

niemandem schaden, schon gar nicht der

Eltern-Kind-Beziehung.

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Leben & erziehen

Daniela und Klaus

Hörmannskirchner aus

Landshut mit Julia,

geboren am 9. Juli 2011

Wir genießen

den Sommer mit Baby

… weil es nicht so schlimm ist, wenn man

nachts mal raus muss – wann sonst sieht man

so viele Sonnenaufgänge?

… weil eine Spielwiese noch viel toller ist als

eine Krabbeldecke

… weil wir uns schon jetzt auf die Kindergeburtstage

im Garten freuen

Als Kinder liebten wir

den Sommer

… heiß und innig – bis zu dem Moment, an

dem wir abends ins Bett mussten, obwohl es

noch gar nicht dunkel war

▸▸▸ Auf dem Balkon entspannt

der Sommer gerne

Der Sommer kommt auch mit wenig Platz aus. Genießen

Sie ihn im Freiluft-Wohnzimmer!

Mit Baby Schaukeln in der Hängematte, das geht auch

ohne Baum. Ob im Hängesessel am Karabinerhaken

oder im Schaukelstuhl – lassen Sie sich einfach mal gemeinsam

mit Ihrem Baby hängen.

Unsere Expertin

Viele Tipps in dieser

Geschichte stammen von

Caroline Hosmann aus

dem Süden von München.

Die Mutter von drei Kindern streift

alle zwei Wochen mit ihrer Naturkindergruppe

durch die Spielwiesen der Natur.

Was ihr dabei an Rezepten, Bastel-Ideen

und Aktionen einfällt, schreibt sie in

ihrem Blog www.naturkinder.com

Unsere Buch-Tipps

Wald, Feld und Wiese

sind der schönste

Spielplatz der Welt.

Caroline Hosmann

beweist das in „Naturkinder“

mit vielen

Projekten, die man

schon mit den Kleinsten

umsetzen kann.

Haupt; 24,90 Euro

Mit Kind Bunte Blumen gibt es nicht nur im Garten,

das können Sie beweisen: Eine weiße Blume in farbiges

Wasser stellen (geht mit Tinte oder Speisefarbe). Nach

ein paar Stunden ändert sich die Farbe der Blüte. Und

Ihr Kind sieht all die feinen Pflanzenadern, die die Blume

mit Wasser versorgen.

Oder spielen Sie Sommer-Memory: Zum Beispiel, indem

Sie getrocknete Küchen kräuter wie Minze, Oregano

oder Lavendel einzeln in kleine Stoffquadrate einnähen.

Die Kinder können am Geruch die Paare finden,

die zusammengehören. Oder packen Sie Steine, Sand,

Wasser, Muscheln und andere Sommerschätze in Überraschungseier-Döschen.

Wer kann die Paare am Geräusch

erkennen?

Nach einem tollen Tag im Freien fällt es schwer, ins Bett

zu gehen. Geben Sie noch eine Zugabe, indem Sie zu

einer Gute-Nacht-Geschichte auf den Balkon einladen

– Sterne gucken inklusive. Und wieso eigentlich nicht

die Matratze gleich hier aufschlagen?


Wie legt man ein

kreisförmiges Beet an?

Welcher Vogel singt

wann? Fragen wie diese

beantwortet Maren

Thiel in „Gartenkinder“.

Ein Kapitel dreht sich

rund um das Spielen

im Garten.

Kosmos; 19,95 Euro

SILKE WEIHER

„Sommer, Sonne,

Sonnenschein“ von

Christa Baumann passt

in jede Handtasche

und liefert einfache

Anleitungen für Spiele,

Experimente und

zum Basteln.

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18

Leben & erziehen

Juli 2012


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Leben & erziehen

Oma und Opa

dürfen das!

Eltern erziehen die Kinder, Großeltern verziehen sie.

Das geht in Ordnung – bis zu einem gewissen Maß

Wenn ich gewusst

hätte,

wie viel Spaß

Enkel machen,

hätte ich die zuerst

bekommen.“

Der Spruch hängt bei meinen Eltern im

Flur und erfreut die Besucher. Autsch!

Für mich als Tochter ist das ein Tritt ans

Schienbein, aber es trifft die Sache auf

den Punkt. Mit meinen Kindern Max (4)

und Sophia (2) haben sie tatsächlich

mehr Spaß. Ihr Job ist schlichtweg netter

als meiner. Denn sie müssen das nicht

tun, was das Anstrengendste am Elternsein

ist: die Kinder erziehen. Beim Großelternsein

ist das anders. Unsere Eltern

nehmen sich die Freiheit, die beiden Enkel

mit großer Freude und Hingabe zu

verziehen.

Unbezahlbare Babysitter

Ich weiß, dass es für uns alle ein Riesenglück

ist, zwei fitte Omas und einen Opa

zu haben, die auch noch nahe bei uns

wohnen. Unser Sohn und unsere Tochter

werden nicht nur von zwei Menschen

bedingungslos geliebt, sondern von fünf.

Und noch mehr: Die ältesten Mitglieder

der Familie sind gerade für die jüngsten

ganz wichtige Bezugspersonen, meint

Diplom-Psychologe Hans Dusolt, Leiter

der Caritas-Erziehungsberatungsstelle in

München-Sendling. „Großeltern geben

den Kindern Orientierung, denn sie beantworten

eine ganz zentrale Frage des

Lebens: Wo komme ich her?“ Das schafft

Zugehörigkeit und Geborgenheit.

Unsere Großeltern sind inzwischen im

Ruhestand und können den Kindern

deshalb noch etwas bieten, das bei meinem

Mann und mir leider Mangelware

ist: Zeit. Opa spielt mit Max auch mal einen

ganzen Nachmittag Fußball, während

Oma mit Sophia im Park die Blumen

und Käfer entdeckt. Mit mir hetzen

die beiden dagegen durch den Supermarkt,

weil ich wieder mal die Butter

fürs Abendbrot vergessen habe. „Meist

sehen Großeltern die Dinge auch viel

gelassener, weil sie nicht in direkter Verantwortung

stehen“, weiß Hans Dusolt

aus der Praxis. Deshalb können sie ihren

Enkeln mehr Ruhe vermitteln und sich

ihnen intensiver widmen.

Natürlich profitieren nicht nur unsere

Kinder von unseren Eltern, auch wir tun

das ständig. Sie springen immer, wirklich

immer, ein, wenn Not am

Mann ist. Das Kind ist krank,

ich habe einen Termin: Oma

kommt. Der Große will Skifahren

lernen: Opa bringt

es ihm bei. Ich muss mit

Sophia in die Klinik: Oma

zieht ins Haus ein und hält

den Laden am Laufen. Ganz

zu schweigen von den freien

Wochenenden, die uns diese

zuverlässigen und kostenlosen

Babysitter schon ermöglicht

haben.

Und was tun wir? Statt

dankbar zu sein, beschweren

wir uns. Statt dieses Privileg

zu genießen, ärgern wir

uns. Weil Oma und Opa

Unser

Experte

Hans Dusolt, Leiter

der Caritas-

Erziehungsberatungsstelle

in

München-Sendling

und Autor. Sein

Buch „Oma und

Opa können

helfen“ (Beltz) ist

antiquarisch noch

erhältlich

manchmal auch anstrengend sein können.

Hauptstreitpunkt bei uns: Sie halten

sich nicht an die Regeln. Dass sie das eigentlich

ganz gut können, weiß ich aus

meiner Kindheit. Aber irgendwie haben

sie es verlernt. Ich vermute sogar, sie

haben es bewusst verdrängt.

Länger aufbleiben? Ja!

„Omas dürfen das“, sagt meine Mama

immer dann, wenn ich vorsichtig darauf

hinweise, dass sie die Kinder zu sehr verwöhnt.

Macht doch nichts, wenn die

Kleinen sich zwei Tage von Pfannkuchen

und Überraschungseiern ernähren. Findet

sie – und gibt der Kleinen gleich noch

einen Extra-Klacks Sahne von ihrer Torte.

Unterschiedlicher Meinung sind wir

auch über die Zubettgeh-Zeit. Mal ein,

zwei Stündchen länger aufbleiben

ist bei den Großeltern immer

drin. Da sind wir deutlich

unflexibler. Genauso bei der

Frage, ob die Kinder fernsehen,

ob sie bei jedem Besuch

ein Geschenk kriegen müssen

und ob man beim Mittagessen

schon aufstehen

und spielen darf, obwohl die

anderen noch essen.

„Ach, mein Kindchen“, seufzt

meine Mama bei all diesen

Diskussionen gerne (ich bin

übrigens 40) und knallt mir

dann ihr K.-o.-Argument an

den Kopf: „Dich haben wir

doch auch ganz gut großgekriegt.“

▸▸▸

20

Leben & erziehen

Juli 2012


Magst du noch

ein Stück Torte,

Sophia?

Klar darfst du dir

die Sahnehäubchen

holen!

Leben & erziehen

Juli 2012 21


Leben & erziehen

▸▸▸

Zwei Wege, ein Ziel

Das wurmt mich. Ich bin konsequent

und sie sind nachlässig. Und oft für die

Kinder zuständig. Sollten wir uns da

nicht besser auf eine – meine – Linie einigen?

Wer hat denn nun recht? Niemand

und alle, weiß Psychologe Hans

Dusolt: „Bei der Erziehung gibt es nicht

den EINEN richtigen Weg.“ Für Kinder

hat es sogar Vorteile, wenn sie verschiedene

Stile und Ansichten

kennenlernen. Sie ver stehen

schon sehr früh, wo welche

Regeln gelten, und können

Liebe Mamas und Papas!

Sie haben eine schwierige Sonderstellung:

als Eltern und als Kinder. So meistern Sie diese

Herausforderung

▪ Großeltern sind für das Kind viel mehr als nette

Babysitter: Sie sind ein Teil ihrer Wurzeln, ihrer

Identität. Deshalb ist der enge Kontakt zu ihnen so

wichtig für die Sprösslinge.

▪ Auch wenn die Großeltern das Kind häufig betreuen

und Sie deshalb von ihnen abhängig sind: Wenn Sie

etwas sehr stört, müssen Sie es ansprechen, sonst

kommt es zu Konflikten.

▪ Wenn Sie etwas nervt, aber nicht sehr stört,

gehen Sie in sich: Können Sie damit leben? Wenn ja,

akzeptieren Sie den Weg, den die Großeltern gehen.

▪ Stärken Sie Ihren Eltern/Schwiegereltern den

Rücken: Das Kind muss hören, sehen und spüren, dass

Oma und Opa in Ihrem Sinne handeln.

▪ Sie sind eifersüchtig? Weil Ihre Eltern für Ihre Kinder

mehr Zeit haben, mehr Verständnis? Dass Sie sich das

eingestehen, ist schon ein großer Erfolg. Wenn dieses

Gefühl allerdings Ihre Beziehung belastet, sollten Sie

professionelle Hilfe, etwa bei einer Beratung, suchen.

▪ Überfordern Sie die Großeltern nicht. Kinder können

anstrengend, laut, fordernd sein. Und viele Omas und

Opas trauen sich nicht, auch mal abzusagen.

▪ Kinder sind kein Druckmittel. Gibt es Probleme,

ist es Sache der Erwachsenen, diese zu lösen – ohne

den Nachwuchs damit zu belasten.

gut mit dieser Situation

umgehen.

Grundsätzlich gilt: „Die Eltern

tragen die Verantwortung,

das muss allen Beteiligten klar

sein.“ Doch der Berater schränkt gleich

ein: „Wenn die Großeltern es anders machen,

sollten Eltern das auch mal lockerer

sehen.“ Entscheidend sei die Frage:

Können wir das akzeptieren? In meinem

Fall würde die Antwort so lauten: Zwei

Tage Pfannkuchen, okay, das schadet

den Kindern nicht. Später einschlafen

und beim Essen aufstehen? Ebenso.

Fernsehschauen? Nur altersgerechte Sachen.

Geschenke sind okay, aber bitte

Liebe Omas und Opas!

Nicht wundern, wenn Ihre Kinder Ihnen diesen

Infokasten unter die Nase halten. Sie tun es nur,

weil Ihnen diese Tipps das friedliche Miteinander

leichter machen

▪ An einem ist nicht zu rütteln: Die

Verantwortung für Ihre Enkel tragen

Ihre Kinder.

▪ Auch Omas und Opas haben ein

Recht aufs eigene Leben. Sagen Sie,

wenn es Ihnen zu viel wird – bevor Sie

unbewusst das Signal (an die Enkel)

aussenden, dass dieser Job Sie

aufreibt.

▪ Sie haben erfolgreich Kinder großgezogen:

Aber das heißt nicht automatisch,

dass Sie es besser können.

▪ Es gibt nichts Spannenderes für

Kinder, als Geschichten von den

eigenen Eltern als Kinder zu hören.

Erzählen Sie!

▪ Sie mögen den Schwiegersohn,

die Schwiegertochter nicht?

Verhalten Sie sich dennoch

neutral, sonst stürzen Sie Ihre

Enkel in Gewissenskonflikte.

▪ Sie haben ein Recht auf

Umgang mit Ihren Enkelkindern.

Wenn es Streit gibt

oder andere Probleme, holen

Sie sich Hilfe bei Familienberatungen.

▪ Manchmal bevorzugen

Kinder einen Elternteil,

manchmal aber auch einen

Großelternteil. Das müssen

Sie leider so hinnehmen.

Aber keine Sorge, das kann

sich schnell wieder ändern.

nach Absprache mit mir. Bei Dingen wie

Sonnenhut aufsetzen, Zähneputzen

vorm Schlafen oder nur im Kindersitz im

Auto mitfahren (alles recht unbeliebt bei

meinen Kindern) muss ich mich auf

Oma und Opa verlassen können, das ist

mir sehr wichtig. „Diese Punkte sollten

Sie bei einem offenen Austausch unbedingt

klären, sonst kommt es auf Dauer

zu einer Belastung für die Beziehung“,

rät Hans Dusolt.

„Austausch“ – das klingt friedlicher und

einfacher, als es in Wirklichkeit

ist. Gerade bei einer

so engen Beziehung wie zu

den Eltern oder zu den

Schwiegereltern. Da reagiert

doch immer jemand

gereizt auf Kritik. Der Psychologe

weiß, wie man das

Gespräch ruhig und vor allem

konstruktiv hinkriegt.

Zuhören, bitte!

Ganz wichtig ist es, der „Gegenseite“

zuzuhören. Also

wirklich zuhören, nicht

schon gleichzeitig im Kopf

das Gegenargument formulieren.

Und: Jede Seite muss

sich klarmachen, dass beide

das Gleiche wollen. Nämlich,

dass es dem Kind gut geht.

„Es geht nicht darum, recht zu

haben; es geht darum, die besten

Bedingungen für das Kind

zu schaffen.“ Wer sich dessen

bewusst ist, kann eher eine andere

Ansicht verstehen.

Das Beste fürs Kind kann übrigens,

liebe Großeltern, auch

manchmal ein „Nein“ sein. Dieses

Wort bringen bei uns weder

Oma noch Opa über die Lippen.

Stattdessen kriecht die 73-jährige

Oma Franziska auf Wunsch

der Enkelin drei Stunden als

Pony über die Fliesen. Oder Opa

Johann lässt die Kinder mit dem

Bobby-Car über sein frisch geöltes

Parkett düsen, auch wenn

ihm angesichts der schwarzen

Streifen das Herz blutet. Zu Hause

käme das nicht infrage. Und

bei den Großeltern jetzt auch

Foto: iStockphoto.com, privat; Illustration: Silke Schmidt

22

Leben & erziehen

Juli 2012


nicht mehr, denn Hans Dusolt gibt uns

einen wichtigen Rat: Wir Eltern sollten

Oma und Opa ausdrücklich und im Beisein

der Kinder autorisieren, Grenzen zu

setzen. Ich erkläre zum Beispiel vor

Sophia und Max, dass Oma Bärbel nicht

dulden wird, dass sie sich im Zoo selbstständig

machen. „Wenn ihr wegrennt

und frech zur Oma seid, muss sie mit

euch wieder nach Hause gehen.“ Hans

Dusolt erklärt, wieso das funktioniert:

„Die Kinder kriegen mit, dass nicht Oma

,die Böse‘ ist, sondern im Auftrag und

mit der Unterstützung der Eltern handelt.“

Und Oma Bärbel hat so die Sicherheit,

dass wir Eltern hinter ihr stehen,

selbst wenn die Kleinen sich dann über

ihr Verbot oder eine Strafe bei uns beschweren.

Alle müssen also etwas lernen: die Kinder,

dass Oma und Opa und Mama und

Papa an einem Strang ziehen. Die Eltern,

dass Abweichungen von ihrem Erziehungsplan

bis zu einem gewissen Grad

erlaubt sind. Die Großeltern, dass sie bei

wichtigen Fragen der Erziehung auf ihre

eigenen Kinder hören müssen. Auf keinen

Fall darf man mit dem Enkel eine

Allianz schmieden, nach dem Motto:

„Das darfst du bei uns, aber sag‘s nicht

der Mama.“ Damit bringen Großeltern

das Kind in einen schlimmen Loyalitätskonflikt,

es gerät zwischen die Stühle.

Dann ist Mama auf Opa oder Papa auf

Oma sauer und mittendrin steckt ein unglückliches

Kind.

Immer neutral bleiben

Auch im Falle eines Streits oder gar einer

Trennung der Eltern ist es vonseiten der

Großeltern wichtig, nicht vor ihrem Enkel

über ein Elternteil schlecht zu reden.

Ihre Aufgabe ist es, neutral zu bleiben.

Viel verlangt, weiß auch Experte Dusolt,

aber nur so können die Großeltern in

dieser sensiblen Situation eine wertvolle

Hilfe für Eltern und Kind sein.

In einer so schwierigen Lage sind wir

zum Glück nicht. Streit kommt natürlich

bei uns wie in den besten Familien vor –

und manchmal eben auch mit den Omas

und dem Opa. Dann springe ich nicht

mehr im Dreieck, sondern über meinen

Schatten. Auch, wenn die Kinder mal

wieder eine Pfannkuchen-Überdosis

kriegen. Auch, wenn sie von einem Fernseh-Helden

erzählen, der mir unbekannt

ist. Auch, wenn sie einen Geschenkkorb

voller Gummibärchen und Bussi-Bär-

Heftchen abstauben. Gerade dann versuche

ich, mich daran zu erinnern: Das

größte Geschenk für die Kinder (und

auch uns Eltern) sind doch die Großeltern

selbst.


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Leben & erziehen

Torhüter

Ihr Kind hält eine Plastikschüssel.

Sie stehen einige

Schritte entfernt und werfen einen

Ball hinein. Dann wirft Ihr Kind.

Halten Sie die Schüssel so, dass

seine Bälle möglichst darin landen.

Erste Erfolgserlebnisse tun

sooo gut!

Balltunnel

Schneiden Sie aus einem Karton Boden und

Deckel heraus. Nun flitzt der Ball

durch den Tunnel hin und her – von Ihnen

bis zu Ihrem Kind und umgekehrt:

Mein Ball, der rollt –

von mir zu dir,

von dir zu mir.

Eins, zwei, drei und vier,

nun rollt er wieder –

von mir zu dir,

von dir zu mir.

Kleiner

Goliath

Zwei dicke Softbälle unter

die Arme klemmen,

zu einem Karton tragen und

hineinplumpsen lassen.

Gar nicht so einfach!

Wenn Ihr Kind das schafft,

wird es tüchtig gelobt.

Spielen & fördern

Tor! Tor! Tor!

Wir sind im Fußball-EM-Fieber!

Schon die jüngsten Fans von Neuer, Gomez & Co.

jubeln mit Mama und Papa über jeden Treffer.

Lustige Ballspiele — für kleine und große Kicker

Fingerspiel

Der zieht sein Trikot an,

Text und Spiel-Ideen: Margret Nußbaum; Fotos: f1 online, iStockphoto.com

der schnürt seine Fußballschuhe,

der steht im Tor,

der schießt den Ball

und der kleine Ballermann

trifft:

Tor, Tor, Tor!

Wanderung

Den Ball loslassen und wieder zupacken:

Das fällt Kleinkindern anfangs schwer.

Mit einem Vers klappt das immer besser.

Der Ball wandert dabei von der Mama- zur

Kinderhand und wieder zurück:

Mein kleiner Ball

wandert hin und her,

hin und her,

das ist nicht schwer.

Fang

den Ball

Sie schießen den Ball

weit weg und krabbeln

mit Ihrem Kind schnell hinterher.

Wer schnappt ihn als Erster?

Dann darf Ihr Kind

den Ball kicken.

24

Leben & erziehen

Juli 2012


Zwei

gegen einen

Papa hält seinen kleinen Schatz

unter den Achseln. Dann geht’s

kickend über die Wiese. Mama

nimmt die Verfolgung auf und

schießt den Ball zurück.

Ein super Spaß für die

Fußball-Familie!

Baby-Kicker

Für die ganz Kleinen: Ihr Baby liegt auf

der Decke. Binden Sie eine Schnur

an einen aufgeblasenen Wasserball und

halten Sie ihn so tief, dass Ihr Kind ihn

mit seinen Füßchen berührt.

So wird es angeregt,

die Beinchen anzuheben und

gegen den Ball

zu treten.

So klappt es

mit dem Ball

Bälle für Anfänger sollten leicht

und abwaschbar sein. Das macht

schon den Kleinsten Spaß: den

Ball rollen und hinterherrobben,

-krabbeln oder -laufen. Im zweiten

Lebensjahr beginnen Kinder, den Ball

mit dem Fuß zu kicken. Fangen klappt in

der Regel erst im dritten Lebensjahr.

Werfen Sie Ihrem Kind anfangs kleine

Kissen zu. Sie sind griffiger und flutschen

nicht so leicht weg wie Bälle.

Groß

wie ein Haus

Mein Ball ist groß wie ein Haus.

(Arme mit dem Ball über den Kopf strecken)

Mein Ball ist klein wie eine Maus.

(Arme mit dem Ball senken, in die Hocke gehen)

Im großen Haus, da wohnt der Klaus.

(Arme strecken)

Im kleinen Haus,

da wohnt die Maus.

(In die Hocke gehen)

Leben & erziehen

Juli 2012 25


Leben & erziehen

i


Die besten Witze, Anekdoten und Fotos unserer Leser

Spinat

macht

glücklich!

„Cool gewickelt.

Jetzt fehlt

nur noch

das Kamel.“

Moritz Leupoldt (3 Monate),

München

Wie bitte geht’s ins Netz?

Marco (7) erzähle ich, dass es früher keine Computer gegeben hat.

Da fragt er mich erstaunt: „Wie kam man dann ins Internet?“

Gertraud Rietzl, Ingolstadt

Lara Groneberg (9 Monate),

Wir sind dann

mal drin

Jannis (4) soll im Kindergarten

ein Bild seiner Familie malen.

Er malt ein Haus und Regen.

Die Erzieherin fragt: „Wo ist

denn deine Familie?“ Jannis:

„Die ist im Haus, weil es regnet.“

Sabrina Marx, Puchheim

Scharfes

Schaf …

Berlin

Emmi (3) hat sich schick

angezogen. Papa sagt: „Na du

siehst ja scharf aus!“ Als Oma

kommt, ruft Emmi begeistert:

„Oma, guck mal, ich sehe aus

wie ein Schaf!“

Dörthe Pesel, Bokel

Antonio Filipovic (1), Unterensingen

„Ich brauch

’ne Pause!“

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Mit der Digitalkamera Kidizoom Twist von VTech ist

Ihr Kind vor und hinter der Linse der Star! Denn: Das

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26

Leben & erziehen

Juli 2012


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Geburtsdatum) zur Auftragsabwicklung und zur Pflege der Kundenbeziehungen und für unsere Werbeansprachen. Dafür leiten wir ggf. die erforderlichen Daten an spezialisierte Dienstleister wie

Zusteller, EDV-Dienstleister und Call-Center weiter. Darüber hinaus erheben wir auf freiwilliger Basis die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse zur Kommunikation im Rahmen der Bestellabwicklung

(Bestell- Versandbestätigung, Rückfragen etc.). Eine Nutzung der Telefonnummer und der E-Mail-Adresse zu Werbezwecken (z.B. für unsere Newsletter) oder eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit

Ihrer ausdrücklichen und jederzeit widerrufbaren Einwilligung. Zum Zwecke der eigenen Kreditprüfung nutzen wir Bonitätsinformationen auf der Basis mathematisch-statistischer Verfahren unter

Verwendung von Anschriftsdaten. Außerdem werden wir die Antragsdaten (Vor- und Zuname, Geburtsdatum sowie Anschrift) an die InFoScore Consumer Data GmbH, Rheinstr. 99, 76532 Baden-

Baden und an die Producta Daten-Service GmbH, Adam-Opel-Str. 18, 60386 Frankfurt zum Zwecke der Bonitätsprüfung übermitteln. Ggf. nutzen und übermitteln wir listenmäßige Adressdaten für

schriftliche Werbeansprachen unserer Partnerunternehmen aus den verschiedensten Branchen (Versandhandelsunternehmen, Verlage, Finanzdienstleister, Versicherungen). Der Verwendung aller

dieser Daten zu Werbezwecken können Sie jederzeit widersprechen. Bitte wenden Sie sich hierzu, ebenso wie für weitere Auskünfte oder wenn Sie keine Kataloge und Werbung von uns wünschen

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Leben & erziehen

Serie: Teil 5

Ich geh jetzt

in die Kita

Ein Krippenplatz!

Für berufstätige

Mütter und Väter ist

das fast ein Lottogewinn.

Damit sich

ihre Kinder in der

Kita schnell einleben,

brauchen die Kleinen

Zeit — und gelassene

Eltern

Serie: Glückliche Babyzeit

1. Unser Baby – ein Wunder

2. Auf geht’s! Vom Krabbeln zum Laufen

3. Wie Kinder sprechen lernen

4. Cool durch die Trotzphase

5. Guter Start in die Kita

6. Jetzt geht’s aufs Töpfchen

Pitsch, patsch, alles nass.

David (18 Monate)

taucht einen großen

Schwamm ins Waschbecken,

drückt ihn aus

und lässt die Tropfen

plätschern. Neugierig

nähert sich Lisa. Sie setzt ihre Puppe

ins Wasser, nimmt den Schwamm

und schrubbt. David hilft. Die beiden

sind ein eingespieltes Team, obwohl

sie sich gerade mal vier Tage kennen.

Sonya Gerst (37), Davids Mama, beobachtet

die beiden. Schön, dass

David sich in der Kita wohlfühlt und

kaum Notiz von ihr

nimmt.

Ein halbes Jahr später

zieht sie Bilanz:

„Der Kita-Start war

super. Mein Sohn

fühlt sich wohl und ich kann mit ruhigem

Gewissen wieder als Lehrerin

arbeiten. Dazu kommt: David ist sehr

agil und an allem interessiert. In seiner

Kita gehen die Erzieherinnen auf

die Kleinen ein, regen zum Forschen

und Entdecken an – auch wenn’s zu

Überschwemmungen kommt.“

Sonya und ihr Mann Daniel (38) haben

sich die Eingewöhnungsphase

aufgeteilt: Zwei Wochen wurde David

von Mama, zwei von Papa begleitet.

„Ich saß eigentlich nur im Nebenzimmer

und habe gelesen“, erinnert

sich Daniel. Weil Davids große

Am Anfang

kommt Mama

oder Papa mit

Schwester Lucia (5) denselben Kindergarten

besucht, hatte David einen

Heimvorteil: „Er kannte Haus und

Erzieherinnen schon.“

Eine Eingewöhnungsphase von

knapp zwei Wochen ist flott. „Die

meisten Kinder brauchen länger“,

sagt Martina Bentenrieder, Kindergarten-Leiterin

in Augsburg. „Vier bis

sechs Wochen sind normal.“ Aber irgendwann

fühlen sich auch die

Schüchternen in der neuen Umgebung

zu Hause: „Ich bin immer wieder

fasziniert, wie kontaktfreudig

bereits Ein- bis Zweijährige sind.“

Ihre Einrichtung arbeitet

– wie viele in

Deutschland – nach

dem Berliner Modell:

Jedes Kind hat

eine Erzieherin, die

in der Eingewöhnungsphase und oft

auch danach die feste Bezugsperson

bleibt. Die Eltern informieren sie ausführlich

über Gewohnheiten, Vorlieben

und den Schlafrhythmus ihres

Kindes. Doch egal, wie einfühlsam

und liebevoll diese Erzieherin ist: „In

der ersten Zeit braucht ein kleines

Kind Mama (oder Papa) als sichere

Basis, zu der es immer wieder zurückkehren

kann“, sagt Martina Bentenrieder.

Deshalb kommen die Eltern

anfangs mit in die Krippe, wo sie

und das Kind täglich etwa eine Stunde

bleiben. Die Bezugserzieherin

28

Leben & erziehen

Juli 2012


Neue Studie

Kita-Kinder sprechen

mehr! „Zweijährige, die

eine Kita besuchen, haben

bessere sprachliche Fähigkeiten

als Gleichaltrige,

die ausschließlich zu Hause

betreut werden“, sagt

Dr. Fabienne Becker-Stoll.

Sie hat an der NUBBEK-

Studie (Nationale Untersuchung

zur Bildung, Betreuung

und Erziehung der

frühen Kindheit) mitgearbeitet.

Dafür wurden über

einen Zeitraum von zwei

Jahren 600 Kitas, Krippen

und Tagesmütter unter die

Lupe genommen. Rund

2 000 zwei- bis vierjährige

Kinder mit ihren Familien

waren beteiligt.

Unsere

Expertinnen

Dr. Fabienne

Becker-Stoll leitet

als Entwicklungspsychologin

das

Münchner

Staatsinstitut für

Frühpädagogik

Martina

Bentenrieder

arbeitet als

Erzieherin und

Leiterin im

Herz-Jesu-Kindergarten

in Augsburg

kümmert sich dann im Beisein der

Mutter um den Neuankömmling.

„Nach ein bis zwei Wochen wird der

Abschied geprobt: Die Mutter geht

kurz aus dem Raum. Klappt das, wartet

sie im Nebenzimmer. Wenn nicht,

kommt sie zurück und bleibt beim

Kind.“ Diese Trennungszeiten werden

nach und nach verlängert.

Nicht immer klappt die Eingewöhnung

so problemlos wie bei David.

„Weil es – vor allem für Mütter – oft

gar nicht so leicht ist, das Kind tatsächlich

loszulassen“, beobachtet

Martina Bentenrieder. „Wichtig ist,

selbstbewusst hinter der Entscheidung

zu stehen, dass der frühe Krippenstart

gut ist. Für das Kind, weil es

in der Kita andere Erfahrungen machen

kann. Für mich und für meine

Rückkehr in den Beruf.“ Die Entwicklungspsychologin

Dr. Fabienne

Becker-Stoll empfiehlt Müttern und

Vätern oft, sich die Elternzeit zu teilen

und den Vater ranzulassen, wenn es

um den ersten großen Schritt in die

Welt geht: „Väter sind häufig zuversichtlicher,

dass alles klappen wird.

Das spüren die Kleinen und gewöhnen

sich problemloser ein.“

Manchmal werden Elternpläne aber

auch durchkreuzt, weil Kita-Plätze

fehlen. Da sind Großeltern in der

▸▸▸

Leben & erziehen

Juli 2012 29


Leben & erziehen

SO WAR‘S BEI UNS

Heimvorteil große Schwester

David (2) mit Schwester Lucia (5) und den Eltern Sonya und Daniel Gerst

David ist ein großer Entdecker, der im Kindergarten Gleichgesinnte gefunden

hat. „Die Kita tut ihm einfach gut, hier kommt er auf seine Kosten“, sagt Mama

(und Lehrerin) Sonya Gerst (37). Dank der großen Schwester fiel David der

Start in der Krippe leicht. „Durch Lucia kannte David schon vieles. Er war stolz,

als er endlich auch dorthin durfte“, erzählt Papa Daniel (38), der als Bildredakteur

bei Leben & erziehen arbeitet.

Traumstart in die Kita

Hannah (2) mit ihren Eltern Cindy und Holger

Schulz

„Sie hat Hummeln im Hintern und ist schnell wie ein

Wiesel. Mit den anderen Kindern ihrer Gruppe fühlt

sie sich einfach wohl“, beschreibt Cindy Schulz (30),

Beamtin im öffentlichen Dienst, ihre Tochter

Hannah. „Nach dem Mittagsschlaf holen wir unsere Kleine gut gelaunt ab“, sagt

Papa Holger (31), Lagerist und Verkäufer, der das abendliche Herumtollen mit

Hannah genießt.

Niemals ohne Mäh!

Laura (18 Monate) mit Schwester Annika (5) und den Eltern

Katrin Cwienczek und Christian Derichs

„Laura hängt wie eine Klette an mir. Das machte den Kita-Start für uns beide

nicht einfach“, erzählt Lehrerin Katrin Cwienczek (32). Über so manchen Kummer

hat das Stoffschaf „Mäh“ hinweggetröstet, das auch heute noch ständiger

Begleiter im Kindergarten ist. Trotzdem: Papa Christian Derichs (33), Ingenieur,

ist davon überzeugt,

dass ein früher Kita-

Start die Entwicklung

von Kindern positiv

beeinflusst. „Sie bekommen

im Kindergarten

viele Anregungen und

Gelegenheiten, Sozialverhalten

einzuüben.“

▸▸▸

Nähe Gold wert wie bei Cindy (30)

und Holger Schulz (31). Cindy wollte

eineinhalb Jahre nach der Geburt von

Hannah (2) halbtags zurück in ihren

Job im öffentlichen Dienst. „Die Krippe

war noch im Bau“, erzählt sie.

„Zum Glück sind meine Eltern und

meine Schwiegermutter eingesprungen.“

Zwei Monate später war es so

weit, Cindy und Holger nahmen je

eine Woche Urlaub – und hatten

Glück: „Hannah fühlte sich nach der

ersten Woche so wohl, dass ich nicht

mehr dort blieb“, erzählt Holger. „Als

ich sie mittags abholte, lief mir Hannah

strahlend entgegen.“ Mittlerweile

bleibt die Kleine bis 15 Uhr in der

Kita. „Dann ist sie ausgeschlafen und

ausgeglichen“, sagt Cindy. „Und ich

habe meinen Job und die Hausarbeit

erledigt und kann mich ausschließlich

um Hannah kümmern.“ Nur selten

schießt die Kleine quer und mag

nicht im Kindergarten bleiben, wenn

sich Mama verabschiedet. „Da hilft

nur: Zähne zusammenbeißen“, sagt

Cindy. „Beim ersten Mal habe ich

mich richtig schlecht gefühlt.“

Erzieherin Bentenrieder sieht‘s gelassen:

„Ein Kindergartenstreik kommt

bei allen Kindern irgendwann vor.“

Wichtig ist: „Eltern sollten nach dem

Abschiedsritual wirklich gehen und

kein großes Drama aus dem Kummer

machen. Erfahrungsgemäß weinen

Kinder nur kurz und spielen längst

fröhlich, wenn ihre Mutter noch vor

der Kindergartentür hadert.“

Schwieriger kann der Kita-Start in

der Fremdelphase sein. Das haben

Katrin Cwienczek (32) und Christian

Derichs (33) erlebt, Eltern von Laura

(18 Monate) und Annika (5). Lauras

erste Tage im Kindergarten waren

schlimm. Neun Monate war sie damals

alt und weinte, sobald Mama

auch nur vom Stuhl aufstand. „Zum

Glück war die Erzieherin sehr warmherzig

und einfühlsam“, erzählt Katrin.

„Deshalb bin ich doch irgendwann

ins Nebenzimmer, wo Lauras

Weinen leider auch zu hören war. Logisch,

dass es mir selbst kaum besser

ging.“ Am 13. Tag der Lichtblick: Laura

krabbelte auf die anderen Kinder

zu. Doch ausgerechnet jetzt began-

30

Leben & erziehen

Juli 2012


nen die Ferien. „Wir hatten Angst,

dass danach alles von vorne losgeht“,

erinnert sich Katrin. Aber Laura

überraschte ihren Papa, der den zweiten

Teil der Eingewöhnungsphase

übernahm. „Schon in der ersten Woche

wurde ich immer seltener gebraucht“,

erzählt Christian. „Und

dann lief alles bestens.“ War es ein

Fehler, Laura so früh in die Kita zu

geben? „Nein“, sagt Katrin, „rückblickend

rate ich jeder Mutter, die erste

schlimme Phase

durchzuhalten. Das

klappt, wenn beide

Eltern an einem

Strang ziehen.“

„Ideal ist der Kita-

Einstieg mit 18 Monaten. Kinder sind

dann mobiler und entdeckungsfreudiger“,

sagt Dr. Fabienne Becker-Stoll.

„Aber auch vor dem ersten Geburtstag

klappt es oft prima, nur dauert die

Eingewöhnungsphase manchmal etwas

länger.“ Wichtig: Die Bedingungen

in Kita oder Krippe müssen auf

die Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt

sein. Dazu gehören kleine

Gruppen. Die OECD empfiehlt einen

Betreuungsschlüssel von höchstens

sechs Kindern unter zwei Jahren pro

Fachkraft. „Noch besser wäre, wenn

sich eine Erzieherin nur um vier Kin-

Mit 18 Monaten

ist der Kita-

Einstieg ideal

der kümmern müsste“, meint Dr. Fabienne

Becker-Stoll. „Hier und bei

der Qualität der frühpädagogischen

Ausbildung in Kindertagesstätten

muss kräftig nachgebessert werden.“

Das ist übrigens eine der Erkenntnisse

der aktuellen NUBBEK-Studie (siehe

Kasten). „Schon Ein- bis Eineinhalbjährige

können sich in einer

Kindergruppe wohlfühlen und davon

profitieren“, sagt die Expertin. „Denn

auch die ganz Kleinen sind kooperationsfähiger,

als man

früher dachte.“

Fest steht: In der

Kita fällt die Entdecker-

und Lernfreude

von Kleinkindern

auf fruchtbaren Boden – durch die

vielen, stets präsenten Vorbilder.

Wenn Laura Sand auf ihren Kipper

schaufelt und ihn zum nächsten

Baum schiebt, schaut Linus zu.

Schnappt sich irgendwann einen anderen

Laster und karrt auch Sand

zum Baum. Was für beide zur Erkenntnis

führt: Ich bin nicht allein.

Da ist einer, der ähnlich tickt. Der

einfach mitmacht. So lernen Laura

und Linus die Welt und ihre Geheimnisse

kennen: gemeinsam, ganz von

selbst und auf Augenhöhe.


MARGRET NUSSBAUM

Erste Abschiede:

So geht es

Ihrem Kind gut

0 — 6 Monate

Für ein Neugeborenes ist die Sache

klar: Mama und ich gehören zusammen.

Erst mit zwei Monaten erlebt ein

Baby bewusst, wenn die Großen das

Zimmer verlassen. Es lernt aber auch:

Wenn ich rufe, kommen Mama und

Papa zurück. Je schneller und zuverlässiger

Eltern reagieren, desto mehr

Sicherheit vermitteln sie ihrem Kind

und desto leichter kann es kleine Trennungen

aushalten. So wichtig zuverlässige

Bezugspersonen sind: Es dürfen

gerne mehrere sein. Auch bei der Oma

oder einer Tagesmutter fühlt sich ein

Baby wohl.

6 — 15 Monate

Rund um die Fremdelphase (etwa

8. bis 9. Monat) und ein wenig

da rüber hinaus sind Babys sehr auf ihre

Bezugspersonen fixiert. Kein idealer

Starttermin für Krippe, Tagesmutter

oder Kita. Kalkulieren Sie lieber mehrere

Wochen Eingewöhnungszeit ein.

Und versuchen Sie gar nicht erst, Ihren

Abschiedsschmerz zu unterdrücken:

Babys in diesem Alter riechen sowieso

Lunte. Statt tapfer zu lächeln und das

Kind dann doch ein paar Sekunden

länger zu drücken, geben Sie es lieber

gleich zu: „Schatz, ich gehe jetzt auch

nicht gern. Aber in einer Stunde bin ich

wieder da.“

15 — 36 Monate

Der Forscherdrang der Kleinen ist

jetzt meist größer als der Trennungsschmerz.

Ihr Kind braucht Struktur und

Rhythmus und die Gewissheit: Mama

holt mich pünktlich wieder ab. Bitte

nicht einfach wegschleichen, wenn

das Kind in der Kita spielt. Das fühlt

sich nach Verrat an und verunsichert

die Kleinen. Besser ist ein liebevolles

Abschiedsritual: ein Kuss, einmal fest

drücken, noch mal winken – und dann

auch wirklich gehen.

Fotos: www.die-bildermacher-baesweiler.de; f1 online; Daniel Gerst; Imagesource; Foto Pees/Elke Jestädt, Alsdorf, privat (2)

Leben & erziehen

Juli 2012 31


Leben & erziehen

Glücks-Griffe

Baby-Shiatsu

Der neue Weg, Babys glücklich zu machen, kommt aus Asien:

Mit speziellen Griffen und Streicheleinheiten

können Eltern ihr Kind liebevoll stärken und fördern

Sie entspannt Babys, stärkt

die Bindung zwischen

Eltern und Kind und hilft

sogar beim Zahnen und

gegen Blähungen: Die japanische

Fingerdruckmassage Shiatsu

geht gezielt auf die Bedürfnisse von

Babys ein. Dieses Wohlfühlprogramm

können Eltern schnell erlernen.

Sie brauchen dazu ein wenig

Ruhe, eine kuschelige Decke und

warme Hände. Dem Baby ziehen

Sie am besten einen

bequemen Body an.

Die Übungen, die

wir Ihnen hier

zeigen, sind für

Babys ab dem

neunten Monat

gedacht.

In dem Buch

„Baby-Shiatsu“

(s. Buch-Tipp)

werden außerdem

noch

viele Griffe

für kleinere

Kinder erklärt.

Stärkt

die Schultern

Oberkörper aufrichten

Bei dieser Übung spannt das Baby

aktiv die Oberkörpermuskulatur an –

eine gute Grundlage, um später

aufrecht durchs Leben zu gehen

▼ Halten Sie mit beiden Händen die

Außenseiten beider Arme Ihres

Kindes – die Daumen auf der Mitte

der Schulterblätter. Richtet es die

Schultern auf, wandern Sie mit den

Händen zu seinem Handgelenk.

32

Leben & erziehen

Juli 2012


Kräftigt

den Rücken

Schubkarre fahren

Kräftigt die Rücken- und Armmuskulatur und sorgt für

eine gute Körperspannung

▲ Babys Beine liegen auf Ihren Oberschenkeln, die Arme

stützt es auf dem Boden vor Ihnen ab. Umfassen Sie

seitlich den Rumpf und geben Sie Ihrem Baby auf diese

Weise Halt und Sicherheit. Stützt sich das Kind schon

etwas sicherer auf die Hände, können Sie seinen Rumpf

von Ihren Oberschenkeln anheben und es wie beim

Schubkarrenfahren krabbeln lassen.

Verführt

zum Krabbeln

Stuhl-Schaukeln

Das Schaukeln macht Ihrem

Kind vor allem Spaß,

dehnt aber auch

die Muskeln und

trainiert

das Gleichgewichtsgefühl

Sicher und geborgen

Ist gut fürs

Gleichgewichtsgefühl

Diese Übung lockert die Muskulatur, verbessert

die Körperwahrnehmung und gibt Ihrem Baby Halt

▼ Legen Sie das Baby seitlich auf eine Decke und knien Sie

sich dahinter. Wandern Sie einige Male mit sanftem

Händedruck vom Kopf bis zu den Füßen über seine Seite.

Dann klopfen Sie ganz sanft mit zu Fäusten geformten

Händen über das Kind. Schließlich wandern Sie noch

einmal langsam mit der ganzen Handfläche über das

Baby, sodass es sich sicher und geborgen fühlt. Danach

die andere Hälfte der Decke so über das Kind legen, dass

nur noch das Gesicht herausschaut.

◀ Ihr Baby sitzt auf

Ihrem Schoß, mit

dem Rücken zu

Ihnen und an Sie

angelehnt.

Schaukeln Sie jetzt

gemeinsam von

einer Seite zur

anderen – am

besten im Takt

eines Liedes oder

Verses. Halten Sie

ab und zu

am Ende der

Bewegung für

einen Moment an.

Wenn es Ihrem

Kind Spaß macht,

darf diese Bewegung

ruhig auch

etwas temperamentvoller

ausfallen.

Unser

Buch-Tipp

Fotos: Kösel Verlag/Monika Werneke; Illustration: Fotolia.com

Mobiler Vierfüßler

So lernt das Kind, sein Gleichgewicht zu verlagern

und die Balance zu halten

▲ Ihr Kind beherrscht zwar den Vierfüßlerstand, schafft

es aber noch nicht zu krabbeln? Dann umfassen Sie es

rechts und links am Becken und schaukeln Sie es sanft

vor und zurück. So spürt es die Gewichtsverlagerung

und bekommt Lust, es selbst weiter auszuprobieren.

Sie können auch einen Spiegel auf den Boden legen und

Ihr Kind zunächst im Vierfüßlerstand halten – so vergisst

Ihr Kleines bestimmt ganz schnell, wie anstrengend diese

Position tatsächlich ist.

Diese und viele

Griffe für

kleinere Kinder

finden Sie

in dem Buch

„Baby-Shiatsu“

von Karin

Kalbantner-

Wernicke und

Tina Haase,

Kösel;

16,99 Euro

Gibt

dem Baby Halt

Leben & erziehen

Juli 2012 33


Gesundheit

Das Baby beißt

immer wieder

auf seinem

Händchen herum,

speichelt viel

und ist oft

untröstlich?

Dann können Sie

sich vermutlich

bald auf

den ersten

kleinen Zahn

freuen!

Au Backe,

die Zähnchen!

Bis(s) zum Morgengrauen: Manche Babys plagen

sich so mit dem Zahnen, dass die Tage

keine Freude und die Nächte keine Erholung mehr

bringen. Was dann hilft

34

Leben & erziehen

Juli 2012


Meist geht es mit einem

halben Jahr los

und ist um den zweiten

Geburtstag endlich

überstanden:

Zähne kriegen begleitet

Babys und ihre Eltern eine – zumindest

gefühlt – lange Zeit. Ist ein Zahn

draußen (als Erster meist einer der beiden

unteren Schneidezähne),

kommt etwa

jeden Monat ein neuer

nach. Bis das

20-teilige Milchgebiss

komplett ist. Es

gibt Babys, die stecken

das locker weg.

Dann merken die Eltern

oft erst, dass ein

Zahn mehr im Mund

ist, wenn sie in den

Finger gebissen werden.

Viele Babys jedoch

haben Schmerzen

beim Zahnen

und sind schier untröstlich.

Und mit ihnen

die ganze Familie,

die nachts auch

nicht schlafen kann.

Zum Glück gibt es

Mittel und Wege,

dem Baby das Drücken

und Jucken am

Zahndamm zu erleichtern.

Was Ihrem

Kind am besten hilft,

müssen Sie ausprobieren,

denn jedes

Baby reagiert anders.

5 Mythen

zum Zahnen — und was

wirklich stimmt

MYTHOS 1

Zahnen führt zu

Fieber und Durchfall

▸ Teilweise falsch: Viele

Babys haben zwar Fieber,

wenn die Zähne kommen

– doch das ist eine zu -

fällige Überschneidung.

Für einige Wehwehchen,

die das Kind jetzt plagen,

gibt es andere Gründe:

So nimmt der Nestschutz

und damit die Unterstützung

durch mütterliche

Abwehrstoffe mit vier

Monaten ab. Zahnende

Kinder stecken auch vieles

in den Mund. Das macht

sie anfälliger für Infekte.

Dr. Fegeler schließt nicht

aus, dass der Stress beim

Zahnen die Darmtätigkeit

beschleunigt – was zu

leichtem Durchfall führt.

Beruhigen

Auch wenn‘s schwerfällt:

Eltern sollten möglichst entspannt

bleiben. „Zahnen ist ein natürlicher Entwicklungsschritt.

Wenn Eltern ruhig darauf

reagieren und es nicht dramatisieren,

dann überträgt sich diese Entspanntheit

aufs Baby“, sagt Dr. Ulrich Fegeler,

Kinder arzt aus Berlin und Bundespressesprecher

des Berufsverbandes der Kinderund

Jugendärzte. Ein relaxtes Umfeld ist

– wie in anderen ungewohnten Situationen

– das beste Beruhigungsmittel. Auch

eine Extraportion Zuwendung hilft oft

mehr als Medizin. Denn dann weiß das

▸▸▸

zuckerfrei mit

karieshemmendem Xylit

Zähnchen kriegen ohne Qual

… durch rechtzeitige Anwendung von

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Dentinox ® - Gel N Zahnungshilfe wurde speziell für die Zahnung

entwickelt und lindert die Beschwerden beim Durchtritt der ersten

Zähnchen und des gesamten Milchgebisses einschließlich der

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Kamillentinktur enthält Dentinox ® - Gel N Zahnungshilfe örtlich

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Gesundheit

▸▸▸

Baby: „Ich muss das nicht alleine aushalten,

ich darf immer auf den Arm von

Mama oder Papa.“

Wenn die ersten Zähnchen da sind,

sollte die Mutter abstillen

▸ Nein. Viele Mütter stillen zwar ab, weil sie Angst

haben, dass das Baby sie in die Brust beißt. Doch

das ist – theoretisch – gar nicht möglich, denn

noch fehlt dem Zahn-Neuling der Gegenbiss.

Und die unteren Zähne sind beim Saugen ohnehin

durch die Zunge des Kindes verdeckt. Praktisch

passiert es dennoch, dass ein Baby mal zubeißt.

Meist gegen Ende der Mahlzeit, wenn es keinen

Hunger mehr hat und lieber die neuen Zähne

ausprobiert. Am besten nimmt die Mutter

das Baby dann von der Brust und sagt zu ihm:

„Aua, mach das nicht, das tut mir weh.“ Schon

ein Säugling versteht das.

Selbst wenn das Baby noch voll gestillt wird, ist

Zahnpflege bereits beim ersten Zähnchen wichtig.

Dr. Esch nennt den Grund dafür: Die Muttermilch

enthält Zucker, eine Grundlage für Karies.

MYTHOS 3

MYTHOS 2

Wer einen Zahn hat, ist reif

für den ersten Brei

▸ So stimmt das nicht, denn manche

Babys bekommen schon einen Zahn, wenn

sie noch voll gestillt oder mit Milch gefüttert

werden – manchmal kommt sogar ein Kind

mit einem ersten Zähnchen auf die Welt.

Es kann passieren, dass Babys, die schon Brei

essen, in einer Zahnungsphase weniger

Appetit haben. Das liegt meist daran, dass

die Zahnleiste drückt, weil sich ein weiterer

Zahn ankündigt. Dr. Fegeler empfiehlt,

den Brei dann nicht allzu heiß zu servieren,

weil dem Baby Kühles besser bekommt.

Ablenken

Wenn Eltern mit dem Baby spielen oder

schmusen, vergisst es seine Schmerzen

für eine Weile. Rausgehen, sich

mit anderen Müttern treffen,

das kann Wunder wirken.

Wenn das Baby zu beschäftigt

ist, um dauernd an die Zahnschmerzen

zu denken, ist es

abends erschöpft – und schläft

bestimmt besser. Das funktioniert

auch im Urlaub. Die

Münchner Kinderzahnärztin

Dr. Jacqueline Esch sagt: „Es ist

zwar immer sinnvoll, eine kleine

Reiseapotheke dabei zu haben

– aber Zahnen ist keine

Krankheit, wegen der die Familie

zu Hause bleibt.“

Beißringe

Um die Spannung auf der Zahnleiste

zu lindern, kauen zahnende

Babys auf allem herum, was

sie in die Finger bekommen –

besonders gern auf Hartem und

Kühlem. Ein gut zu greifender

Beißring ist dabei sicherer, als

wenn das Baby auf seinem Lieblingsspielzeug

herumsabbert. Schließlich ist nicht

alles, was die Kleinen in den Mund stecken,

auch speichelecht, mit gesundheitlich

unbedenklicher Farbe bemalt oder

abgerundet.

Kinderarzt Dr. Fegeler empfiehlt Beißringe,

die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Kurz in

den Kühlschrank gelegt, kühlen sie angenehm

die geschwollene Stelle und lindern

den Druckschmerz. Sogar beim Durch-

Kühl-Beißring, der

den Schmerz lindert

und gute Laune

macht.

chicco;

3,95 Euro

bruch der Zähne sollen Beißringe helfen.

„Mit Flüssigkeit gefüllte Beißhilfen bitte

nur im Kühlschrank, nicht im Eisfach lagern“,

sagt Dr. Fegeler. Sie werden sonst

zu kalt und können die zarte Mundhaut

des Babys verletzen. Eltern kaufen am

besten einen Ring mit TÜV-Siegel. Ebenso

wichtig sind Hinweise auf der Verpackung

wie „ohne Weichmacher“ oder

„ohne Phthalate“, was dasselbe bedeutet.

Karottenschnitze & Co.

Vielleicht mag Ihr Baby ja lieber gekühlte

Karottenschnitze, Sellerie oder Paprika.

Dann sollten Mama oder Papa aber aufpassen,

dass sich das Baby an den abgebissenen

Stücken nicht verschluckt.

Von den oft empfohlenen Veilchenwurzeln

hält Zahnärztin Dr. Esch wenig: „Sie

sind ein guter Nährboden für Bakterien.

Und wer sie ständig auskocht, um Bakterienansiedelungen

zu verhindern, riskiert,

dass Inhaltsstoffe verloren gehen“, sagt

sie und rät zu anderen Beißhilfen.

Massieren

Manche Kinder mögen es, wenn ihnen

die Wangen im Bereich der Kauleisten

von außen massiert werden. Andere,

wenn ihnen Mama oder Papa mit einem

sauberen Finger buchstäblich auf den

Zahn fühlt. „Welche Massage dem Baby

am besten tut, merken die Eltern schnell

an seiner Reaktion“, sagt Dr. Esch. Salbeioder

Kamillentee ist prima als Massagemittel,

beides wirkt leicht desinfizierend.

Wer mag, holt sich zur Massage im Mund

spezielle Fingerlinge aus Silikon in der

Apotheke. Sie haben Noppen und sorgen

für angenehmen Druck auf den Kauleis-

Fotos: Chicco, f1 online, Mauritius

36

Leben & erziehen

Juli 2012


ten. Praktischer Zusatzeffekt:

Sie eignen

sich auch für die erste

Zahnpflege.

MYTHOS 4

Nachts ist

der Zahnungsschmerz

am schlimmsten

▸ Das stimmt nicht,

fühlt sich aber so an! Weil

die Babys nachts nicht von

ihrem Schmerz abgelenkt

sind und ihn dadurch

stärker wahrnehmen.

Halstücher

Ein Halstuch lindert

zwar keinen Schmerz

beim Zahnen, schützt

aber die Haut rund

um den Mund. Denn

jetzt fließt die Spucke

in Strömen. Eltern

trocknen die Haut deshalb immer wieder

einmal ab, um Ausschlägen vorzubeugen.

Tipp: Besser ein Halstuch als ein lose baumelndes

Lätzchen umbinden, denn damit

können Krabbelkinder hängenbleiben.

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Gute Erfahrungen hat Dr. Esch mit Chamomilla-

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Aus dem Homöopathie-Schrank stammen

auch die beruhigenden Viburcol N

Zäpfchen.

Salben

Salben wie Dentinox – auf den geschwollenen

Zahndamm aufgetragen – betäuben

den Schmerz eine Weile. Eltern können

das Gel anwenden, ehe sie ihr Kind

ins Bett bringen. Zum Dauergebrauch

sind die Mittel jedoch nicht gedacht.

Zäpfchen

Sie haben alles versucht und das Baby leidet

weiter? An schlimmen Tagen und in

stressigen Nächten sind möglicherweise

Schmerzzäpfchen mit dem Wirkstoff Paracetamol

oder Ibuprofen nötig. Eltern

sollten sie aber nur nach Rücksprache mit

dem Kinderarzt geben.


NADINE LUCK

MYTHOS 5

Bernsteinketten lindern die Schmerzen

▸ Dass eine Kette aus Bernstein Kindern beim

Zahnen hilft, halten Zahnmediziner für sehr

unwahrscheinlich. „Sicher ist, dass Babys besser

keine Ketten tragen sollten“, sagt Dr. Esch.

„Sie können damit beim Spielen hängen bleiben.

Und wenn die Kette reißt, könnten sie die einzelnen

Perlen schlucken oder in Nase oder Ohren stecken.“

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nicht gefährlich. Es handelt sich um

gutartige Wucherungen, die durch

Viren verursacht werden. „Kinder

sind dafür besonders anfällig, denn

ihr Immunsystem ist für bestimmte

infektiöse Erreger noch unreif oder

blind“, erklärt Prof. Dr. Thomas

Dirschka, Hautarzt in Wuppertal.

Darum können sich die Warzen viren

bei ihnen unkontrolliert vermehren.

Experten vermuten, dass jedes fünfte

Kind Warzen hat. Die rauen und hornigen

Störenfriede wuchern vor allem

an Händen und Füßen.

Kleine Kinder haben am häufigsten

Dellwarzen (Mollusca contagiosa).

Das sind stecknadelgroße Knötchen

mit einem Loch in der Mitte, aus dem

weißliche Flüssigkeit austritt. Von der

gewöhnlichen Warze (Verruca vulgaris)

sind hingegen besonders viele

Schulkinder betroffen.

Wenn sich ein Kind mit dem humanen

Papillomvirus infiziert – durch

Kontakt mit infizierten Hautstellen

oder auch indirekt zum Beispiel über

einen Türgriff – dann gelangen die

Erreger durch kleinste Risse oder trockene

Stellen in die oberste Hautschicht.

Nach ein paar Wochen bildet

sich die Wucherung – eine gewöhnliche

Warze ist entstanden.

Ähnlich ist es bei den Dellwarzen,

allerdings werden sie von einem

Erreger aus der Familie der Pockenviren

ausgelöst. Die Papeln werden

umgangssprachlich auch „Schwimmbadwarzen“

genannt, denn in dem

feucht-warmen Klima von Bädern

und Duschkabinen überleben die

Viren sehr lange. Dazu kommt, dass

die Haut vom Schwimmen aufgeweicht

ist und daher besonders anfällig

für eine Infektion ist.

Gleich zum Arzt?

„Bei einer einzelnen Warze kann man

sicher auch noch abwarten“, meint

Prof. Dirschka. Manche Warzen verschwinden

nach einer gewissen Zeit

sogar wieder von selbst. Aber: Ob

und wann das passiert, kann niemand

vorhersagen. Zu einer hautärztlichen

Behandlung rät er auf jeden

Fall, wenn die Wucherung

beetartig auftritt

und wenn die Kinder zudem

eine Hauterkrankung

wie Neurodermitis

haben. In diesem Fall

wird zuerst die Neurodermitis

behandelt,

denn oft bilden sich die

Warzen dann von allein

zurück.

Selbst „herumdoktern“

sollten Eltern nicht. Die

meisten Hausmittelchen

wie Zitronensaft oder

Teebaumöl sind nämlich

nicht nur wirkungslos,

INFO

Gewöhnliche

Warze

Durch winzige Risse in

der obersten Hautschicht

dringen Viren ein und

vermehren sich – eine

kleine Geschwulst entsteht

sondern zum Teil schädlich oder sie

tun weh. Vereisungsmittel, die es in

Drogerie- und Supermärkten gibt,

sind laut Dr. Dirschka nur in den wenigsten

Fällen erfolgreich, bei Dellwarzen

überhaupt nicht. Die Kinder

sollten auch nicht an den Warzen

„rumknibbeln“, denn damit legen sie

Millionen von Viren frei.

Wie der Arzt die Warzen behandelt,

ist abhängig von seiner Diagnose und

vom Befall. Manchmal reicht es aus,

eine Tinktur auf die Warze aufzutragen,

bis diese sich leicht entzündet

und abfällt. Oder sie muss vorsichtig

in mehreren Sitzungen abgeschabt

werden. Neu ist die zusätzliche Behandlung

mit wassergekühltem

Infra rotlicht (wIRA), die schmerzfrei,

aber etwas langwierig ist. Nur in Ausnahmefällen

entfernen Ärzte die

Warzen bei Kindern operativ.

Gesunde Haut schützt

Dass Kinder in Kontakt mit dem Virus

kommen, lässt sich bei aller Vorsicht

nicht vermeiden. Im Schwimmbad

kann es aber helfen, Flip-Flops

anzuziehen. Und wer Warzen hat,

sollte natürlich nicht dasselbe Handtuch

benutzen wie die restliche Familie

oder mit seinem Geschwisterchen

baden – die Übertragungsgefahr dabei

wäre zu groß.

Ob sich ein Kind ansteckt, hängt

nicht so sehr davon ab, wie aggressiv

das Virus ist, meint Dr. Dirschka.

Entscheidend ist vielmehr,

wie sehr jemand

dazu neigt, das Virus

aufzunehmen. Eine

wichtige Rolle spielen

dabei ein gut funktionierendes

Immunsystem

und der Zustand der

Haut. Ist sie trocken und

rissig, ist die Gefahr größer,

dass sich eine Warze

bildet. Hat das Kind

aber eine gepflegte, gesunde

Haut, ist das der

beste Schutz vor einer

Ansteckung.


SILVIA SCHMID

38

Leben & erziehen

Juli 2012


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Gesundheit

Windel- Wissen

Wer, wie, was? Erstaunliche Zahlen rund ums Wickeln

1961 kam

in Amerika die erste

Wegwerfwindel

auf den Markt,

in Deutschland erst

1973.

Bis zu

20 000

Babys

testen eine Windel, bevor sie

auf den Markt kommt. Ins

Pampers-Forschungszentrum

in Schwalbach kommen jede

Woche 1 000 Familien, um

Passform und Saugfähigkeit

zu bewerten.

40

Leben & erziehen

Juli 2012


Die 4 ist die Nr. 1

Die Größe 4 (7 – 18 kg) ist die meistverkaufte

Windelgröße von Pampers.

Das liegt daran, dass Kinder in diesem

Alter vor allem in die Länge wachsen und

deshalb lange in die Windel passen.

Teure Testwindel:

Bis zu mehreren hundert Euro

kostet eine einzige Windel

als Prototyp für eine Testreihe

– deshalb wird sie nur in sehr

geringen Stückzahlen produziert.

100 Babys und Kleinkinder dürfen

über viele Monate hinweg

die verbesserten Windeln testen.

Erst wenn ihr Urteil gut ist, geht

die Windel in Serie.

Etwa

14

Tage

ihres

Lebens

verbringen

Eltern

pro Kind

mit

Wickeln.

Voll bis oben

Knapp 500 ml Flüssigkeit kann

eine gute Maxi-Windel aufnehmen,

andere bringen es im Test

nur auf etwa 300 ml. Für den

Härtetest schüttet man im Labor

Salzwasser auf die Windeln, das

kommt Urin am nächsten.

Keine Sorge, wenn eine Windel

doch mal platzt. Die gelartigen

Kügelchen, die dann herauskullern,

sind nicht schädlich.

Bauch raus

Bis zu 10 cm variiert der Bauchumfang

eines Babys vor und nach dem Essen.

Gut, dass es seit 1995 elastische Klettverschlüsse

gibt.

Zwischen 800 und 900 kg Müll

produziert ein Baby im Laufe der

ersten zweieinhalb Jahre seines

Lebens. Nur 120 Kilogramm davon

sind Windeln – der Rest ist

hauptsächlich Windelinhalt.

Rund

4 000

WINDELN

VERBRAUCHT

EIN KIND IM

SCHNITT, BIS ES

MIT ETWA

ZWEIEINHALB

JAHREN

AUF SEIN

TÖPFCHEN

GEHT.

90 %

ALLER ELTERN LEGEN IHR KIND

MIT EINWEGWINDELN TROCKEN.

Nach einer Nacht in einer Windel

liegt der Feuchtigkeitswert eines

Babypos beim Pampers-Test bei

etwa 12 g Wasser pro Quadratmeter

Hautfläche und pro Stunde.

Ist er höher als 15, fällt die Windel

im Test durch.

Zum Vergleich: Die Handinnenfläche

eines Erwachsenen hat

einen Wert von über 80.

Text: Silke Weiher; Quelle: Pampers; Fotos: Fotolia.com (2), iStockphoto.com (3)

Leben & erziehen

Juli 2012 41


Ernährung

Babynahrung

Starke Sache

Eigentlich wär’s ja ganz einfach: Ein Baby trinkt Milch,

später bekommt es Brei, dann isst es am Familientisch mit —

fertig. Auf ein paar Feinheiten kommt es aber doch an.

Was Kinder brauchen, um groß und stark zu werden

42

Leben & erziehen

Juli 2012


Eisen

• Wozu Kinder das brauchen

Eisen ist wichtig, damit der Sauerstoff-Transport

im Blut richtig funktioniert.

Kinder mit Eisenmangel wirken

matt und schlapp. Langfristig

können sie unter Blutarmut leiden,

anfälliger für Infekte werden und in

ihrer geistigen Entwicklung zurückbleiben.

• Wie sie es bekommen

Bei der Geburt sind Babys Eisenspeicher

gut gefüllt. Wird ein Kind ein

halbes Jahr oder länger voll gestillt,

gehen diese Vorräte im zweiten Halbjahr

zur Neige, denn Muttermilch

enthält nur wenig, allerdings sehr gut

verwertbares Eisen. Flaschenmilch-

Nahrungen sind mit Eisen angereichert.

Nach dem ersten Halbjahr ist

Fleisch die wichtigste Eisenquelle.

• Was Experten dazu sagen

„Den wachsenden Eisenbedarf

von Babys

im zweiten Halbjahr

decken Eltern

am sichersten,

wenn sie

ihrem Kind mindestens

fünfmal

pro Woche Brei

mit Fleisch geben“,

sagt Dr. Annett Hilbig

vom Forschungsinstitut

für Kinderernährung

in Dortmund. „Das gilt

besonders für gestillte Babys.“ Wer

sein Kind vegetarisch ernähren will,

bietet ihm einen Gemüse-Kartoffel-

Getreide-Brei an, in dem das Fleisch

durch Getreide mit hohem Eisengehalt

(z. B. Haferflocken) ersetzt ist.

Drei bis vier Esslöffel Vitamin C-reicher

Saft im Brei helfen, das pflanzliche

Eisen besser zu verwerten.

Fluorid

• Wozu Kinder das brauchen

Fluorid macht Knochen und Zähne

hart. Wenn Babys zu wenig davon bekommen,

haben Karius und Baktus

leichteres Spiel.

• Wie sie es bekommen

Lebensmittel enthalten kaum nennenswerte

Mengen Fluorid. Deshalb

empfehlen die Kinderärzte für Babys

in den ersten Jahren eine tägliche

Fluoridtablette (meist in Kombin -

ation mit Vitamin D). Die Zahnärzte

halten es dagegen für sinnvoller, den

Kleinen die Zähnchen von Anfang

an mit fluoridhaltiger Zahnpasta

(500 ppm) zu putzen.

• Was Experten dazu sagen

Im Internet kursieren immer wieder

Warnungen vor einer Überversorgung

mit Fluorid. Isabelle Keller von

der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

hat da einen klaren Standpunkt:

„Weil das Trinkwasser in

Deutschland nicht fluoridiert wird

und kleine Kinder mit dem Essen

kaum fluoridiertes Salz bekommen,

sind die Tabletten in den ersten drei

Jahren sinnvoll.“ Den Kleinen zusätzlich

die Zähnchen mit fluoridhaltiger

Zahncreme zu putzen, wäre jedoch

zu viel des Guten: „Da müssen Eltern

sich für einen Weg entscheiden.“

Jod

• Wozu Kinder das brauchen

Jod ist ein wichtiger Baustein für

die Schilddrüsenhormone. Die fördern

das Wachstum von Zellen, regulieren

Wärmehaushalt und Stoffwechsel.

Äußerlich zeigt sich Jodmangel

durch eine Vergrößerung der Schilddrüse

(Kropf). Im schlimmsten Fall

bleiben die Kinder im Wachstum zurück,

körperlich wie geistig.

• Wie sie es bekommen

Ganz wichtig für ein Baby ist es, dass

die Mutter in Schwangerschaft und

Stillzeit ausreichend mit Jod versorgt

ist. Gut, wenn sie grundsätzlich Jodsalz

verwendet und zweimal pro Woche

Fisch isst. Vor allem Schellfisch,

Seelachs und Scholle liefern viel Jod.

Flaschenmilch-Nahrung ist mit Jod

angereichert; das gilt auch für viele

fertige Breie (Angaben dazu finden

sich auf der Zutatenliste ). Vom zweiten

Halbjahr an können Eltern ihre

Kinder außerdem an regelmäßige

Fisch-Mahlzeiten gewöhnen – das

schützt auch vor Allergien.

• Was Experten dazu sagen

„Lassen Sie auf jeden Fall Ihre Jod-

Versorgung beim Frauenarzt überprüfen“,

rät Professor Dr. Thomas

Remer vom Arbeitskreis Jodmangel

allen werdenden Müttern. „Reicht sie

nicht aus, können Sie den deutlich höheren

Bedarf in der Schwangerschaft

und Stillzeit mithilfe von Jod-Tabletten

(100 Mikrogramm/Tag) decken.“

Tipp für Mütter, die den Brei für ihr

Baby selbst herstellen: Bio-Milch enthält

weniger Jod als herkömmliche –

das hat die Stiftung Warentest herausgefunden.

Deshalb lieber auf

konventionell erzeugte Milch umsteigen

oder den Brei mit 50 mg Kaliumjodid

(Tabletten aus der Apotheke)

anreichern.

LCP

• Wozu Kinder das brauchen

Das Kürzel LCP steht für „long-chain

polyunsaturated fatty acids“ (= langkettige

vielfach ungesättigte Fettsäuren).

Wissenschaftler sagen, dass diese

Fettsäuren sehr wichtig sind für

die Entwicklung von Gehirn, Zentralnervensystem

und Augen. Bei Studien

in England und Norwegen zeigte

sich zum Beispiel: Die sprachliche Intelligenz,

Feinmotorik und das soziale

Verhalten von Kindern entwickelten

sich besser, wenn ihre Mütter in

der Schwangerschaft und Stillzeit gut

mit Docosahexaensäure (DHA) versorgt

waren – sie gehört zu diesen

Fettsäuren.

• Wie sie es bekommen

Im letzten Drittel der Schwangerschaft

und in den ersten Monaten

nach der Geburt werden die besonders

wichtigen langkettigen Fett-

Fläschchennahrungen

für

Säuglinge sind

der Muttermilch

immer

ähnlicher und

damit immer

besser

geworden

▸▸▸

Leben & erziehen

Juli 2012 43


Ernährung

▸▸▸

Fisch ist eine

feine Sache:

Er enthält Jod,

LCP und

Vitamin D

Babynahrung

säuren DHA und AA (Arachidonsäure)

im Gehirn der Babys eingelagert.

Also, werdende Mütter: ran an den

Fisch! Als beste Lieferanten gelten

nämlich fette Seefische wie zum Beispiel

Lachs, Hering, Makrele und

Sardine. Muttermilch enthält eine

Vielfalt von LCP, auch viele Flaschennahrungen

werden inzwischen damit

angereichert.

• Was Experten dazu sagen

„Am besten mit LCP versorgt sind

gestillte Kinder, deren Mütter in der

Schwangerschaft und Stillzeit

jede Woche zwei Portionen

fetten Seefisch essen“,

sagt Professor

Dr. Berthold

Koletzko,

Leiter der

Ernährungskommission

der Deutschen Gesellschaft für

Kinderheilkunde und Jugendmedizin.

Frauen, die keinen Fisch mögen, können

stattdessen auf Fischölkapseln

oder Kombi-Präparate, in denen DHA

enthalten ist, zurückgreifen. Für Babys,

die nicht gestillt werden, empfiehlt

der Experte Säuglingsnahrungen,

die mit LCP angereichert

wurden.

Prebiotika

• Wozu Kinder das brauchen

Manche nennen sie Pre-, manche

Präbiotika: Dahinter stecken immer

Ballaststoffe wie zum Beispiel Oligosaccharide,

die für den menschlichen

Organismus unverdaulich sind.

Willkommenes Futter sind sie aber

für Mikroorganismen im Darm, die

die Ansiedlung von anderen, schädlichen

Keimen verhindern und dadurch

das Immunsystem stärken.

Das verspricht einen besseren Schutz

der Kinder vor Durchfällen und

Atemwegsinfekten, aber auch vor

aller gischen Erkrankungen.

• Wie sie es bekommen

Muttermilch enthält eine Vielzahl

von Oligosacchariden, die individuell

verschieden zusammengesetzt sind.

Auch die prebiotischen Zusätze, mit

denen einige Flaschennahrungen angereichert

sind, unterscheiden sich je

nach Hersteller. Inzwischen gibt es

sogar „combiotische“ Nahrungen, die

sowohl Pre- als auch Probiotika (siehe

unten) enthalten.

• Was Experten dazu sagen

„Erste Wahl ist auf jeden Fall das Stillen“,

betont Professor Dr. Karl Zwiauer,

Leiter der Ernährungskommission

der österreichischen Kinder- und Jugendärzte.

Ob Eltern, die ihrem Kind

das Fläschchen geben, besser zur prebiotischen

Nahrung greifen sollten,

ist durch Studien noch nicht eindeutig

belegt. „Am besten fragen Eltern

ihren Kinderarzt um Rat.“

Probiotika

• Wozu Kinder das brauchen

Während Prebiotika vorhandene

„gute“ Bakterien im Darm durch spezielles

Futter aufpäppeln sollen, versuchen

Probiotika sie mithilfe der

Nahrung direkt einzuschleusen. Die

Wirkung, die sie dort entfalten, ist

die gleiche.

• Wie sie es bekommen

Gestillte Kinder werden durch die

Muttermilch mit Probiotika versorgt.

Auch manche Flaschennahrungen

sind damit angereichert; allerdings

verwenden die Hersteller dazu unterschiedliche

Bakterien-Stämme.

• Was Experten dazu sagen

Für Probiotika gilt ähnlich wie für

Prebiotika: Trotz einiger verheißungsvoller

Studienergebnisse

gibt es bisher

keine generelle Empfehlung, probiotische

Säuglingsmilch zu füttern. Für

Kinder mit Immunschwächen und

Herzkrankheiten raten die Experten

allerdings davon ab. Bei gesunden

Kindern hat Zwiauer hingegen keine

Bedenken: „Babynahrungen, ob herkömmlich,

pre- oder probiotisch,

waren noch nie so gut und sicher wie

heute.“

Vitamin D

• Wozu Kinder das brauchen

Vitamin D macht nicht nur die Knochen

stark. Forscher haben weitere

wichtige Funktionen entdeckt. Zum

Beispiel hilft es bei der Versorgung

von Herz und Nervensystem mit Kalzium

und bei der Abwehr von Krankheiten

wie Diabetes („Zucker“) und

Bluthochdruck.

• Wie sie es bekommen

Das beste Rezept für eine gute Vitamin

D-Versorgung ist: jetzt im Sommer

mindestens zweimal pro Woche

(besser täglich) eine halbe Stunde

draußen spielen, mit nackten Armen

und Beinen und unbedecktem Kopf.

Dann holt sich der Körper das Vitamin

gewissermaßen selbst aus dem

Sonnenlicht. Nahrungsmittel mit

nennenswertem Vitamin D-Gehalt

gibt es dagegen kaum. Am meisten

davon haben noch fette Fische wie

Lachs oder Hering zu bieten. Für

Babys gehört die Vitamin D-Tablette

zur täglichen Routine. Schmeckt

auch viel besser als der – brrr! –

Lebertran, den die heutigen Urgroßeltern

als Kinder bekommen haben …

• Was Experten dazu sagen

Annett Hilbig steht voll hinter der aktuellen

Empfehlung der Fachgesellschaften:

bis zum zweiten Frühsommer

täglich eine Vitamin D-Tablette.

„Ob ihr Kleines auch darüber hinaus

noch Vitamin D-Präparate braucht,

klären Eltern am besten in einem Gespräch

mit dem Kinderarzt.“


JOSEF PÜTZ

Fotos: Fotolia.com, iStockphoto.com (2), Rice; Illustrationen: iStockphoto.com

44

Leben & erziehen

Juli 2012


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Ernährung

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Schichtspeise

(für 2 Personen)

1 1 Scheibe Pumpernickel

zerbröseln und mit etwas

Zimt und ½ EL Zucker oder

Honig mischen

2 250 g Magerquark mit

½ P Vanillezucker und 2 EL

Mineralwasser cremig rühren

3 200 g Kirschen (oder

anderes Obst nach Saison)

entsteinen und auf zwei

Dessertschälchen verteilen

4 Den Quark darübergeben

und mit den Pumpernickel-

Bröseln bestreuen

Junior-Menü

mit 6 Monaten?

Florian (6 Monate) wird mittags von seinem 190-g-Menü

oft nicht satt. Was gebe ich ihm dann am besten?

Die Brust? Oder Obst-Püree? Oder kann ich es mit den

nächstgrößeren Menüs (ab 8. Monat) probieren?

Wenn Florian mit einem Gläschen nicht satt wird, ist die

Brust nur die zweitbeste Lösung. Langfristig soll der Brei ja

eine Milchmahlzeit vollständig ersetzen. Kontrollieren Sie

deshalb bitte zuerst, ob das jeweilige Menü genug Fett

enthält (mindestens acht bis zehn Gramm). Wenn nicht,

rühren Sie einen Teelöffel Rapsöl hinein, denn Fett sättigt

gut. Falls das immer noch nicht genügt, können Sie ein

zweites Gläschen anbrechen und davon die Hälfte füttern.

Oder Sie nehmen „Junior-Menüs“ (220 g,

ab 8. Monat). Von der Nährstoff-Zusammensetzung her

unterscheiden sie sich nicht von den Gläschen für jüngere

Kinder, aber sie enthalten kleine weiche Stückchen.

Kochen Sie zur Abwechslung doch auch mal den Brei für

Florian selbst – dann bestimmen Sie die Portionsgröße.

RUFEN

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LESER-SPRECHSTUNDE

Sie haben Fragen zum Thema Ernährung? Dann rufen Sie unsere Expertin an!

Dr. Ute Alexy ist Ernährungswissenschaftlerin am Institut für Kinderernährung

in Dortmund. Sie erreichen sie am 27. Juni 2012

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46

Leben & erziehen

Januar Juli 2012 2012


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Schwangerschaft

Geburtsvorbereitung

Unter

Männern

Angst vor der Geburt, vor dem neuen Leben als Familie! Welcher

Mann würde das schon offen zugeben. Ein neuer Kurs beweist:

Unter seinesgleichen im stillen Kämmerlein ist das viel einfacher

Sechs gestandene

Mannsbilder liegen

ganz still auf

dem Boden und

schauen in die

Luft. Keine zwei

Minuten und der erste wird kribbelig:

„Wie lange dauert das denn noch?“

Väterbegleiter Heiko Litz (41) erklärt

den Sinn der Übung: „So wie ihr jetzt,

muss sich das Neugeborene fühlen.

Weil es anfangs den Kopf noch nicht

unter Kontrolle hat, muss es immer

an die Decke starren. Bis ihm entweder

langweilig wird oder es sich

komisch fühlt und weint.“

DIE NEUEN GEBURTSVORBEREITUNGSKURSE

für Männer gibt‘s an Geburtskliniken und Familienbildungsstätten.

Viele Krankenkassen übernehmen

neuerdings einen Teil der Kosten. Einfach nachfragen!

Die Gesellschaft für Geburtsvorbereitung hat

die Kurse in Zusammenarbeit mit Volker Baisch

entwickelt, einem Pionier der Väterarbeit in

Deutschland. Das Modellprojekt wurde mit Bundesmitteln

gefördert und wissenschaftlich begleitet.

Bei einer Infoveranstaltung am 18. Juni in Hamburg

können sich Interessenten für die nächste Ausbildung

zum Väterbegleiter melden.

Kontakt: GfG, Berlin, www.gfg-bv.de

Tel. 0 30/45 02 69 20

„Okay“, murmelt der eine oder andere

aus der Runde. An diesem Tag wird

es noch viele Aha-Erlebnisse geben.

Selbst Väter wie Dirk Smetana (40),

die dachten, schon gut informiert zu

sein, lernen etwas dazu. 40 Euro hat

jeder von ihnen in den Geburtsvorbereitungskurs

für werdende Väter investiert.

Er ist der erste seiner Art an

der Elternschule des Vincenz-Krankenhauses

in Mainz. Heiko Litz leitet

ihn. Der katholische Gemeindereferent

nutzte die Elternzeit für seine

Tochter Marie dazu, sich bei der

Gesellschaft zur Geburtsvorbereitung

– Familienbildung und Frauengesundheit

(GfG) zum Väterbegleiter

ausbilden zu lassen.

Ein Samstag im März, ganz schön

vollgepackt mit Gruppenarbeit, Rollenspielen

und vielen, vielen Infos.

Von der Schwangerschaft („In welcher

Phase ist eure Partnerin gerade?“)

über die Geburt („Gibt‘s Fragen,

Ängste?“) bis zum Baby-Handling

(„Massage ist super fürs Bonding“)

und der Rolle des Vaters in der Erziehung

ist alles dabei. Die sechs Stunden

Kurszeit vergehen wie im Flug.

Die Teilnehmer – Juristen, Ingenieure,

Kaufleute, Selbstständige – tauen

bei Sachfragen wie „Welchen Kinder-

sitz kaufst du?“ schnell auf. Bei so viel

Input schwirrt manchen Teilnehmern

am Schluss ein wenig der Kopf.

Zum Glück können die Väter alles im

Handout nachlesen, das der Kursleiter

ihnen mit nach Hause gibt. „Meine

Frau hat sich das Paper gleich geschnappt

und geschaut, ob was Neues

für sie drinsteht. War auch so, zum

Beispiel ein Sieben-Punkte-Tröste-

Programm, wenn das Kleine unruhig

ist“, erzählt Entwicklungsingenieur

Dirk Smetana grinsend.

Auch Aline Andreas (28) ist gespannt,

als ihr Mann Michael (34) vom Kurs

zurückkehrt: „Worüber habt ihr geredet?“,

will sie wissen. „Dass du in der

Nestbauphase bist und dass das acht

Wochen vor der Geburt nicht zu früh

ist“, erzählt der Jurist. Highlight war

für ihn die Erkenntnis, „dass der Vater

nicht nur das zweite Glied in der

Kette ist. Er ist als Bezugsperson für

das Kind genauso wichtig wie die

Mutter, gerade weil er manches anders

macht als sie.“

Alles gibt er allerdings nicht preis. Die

sechs Väter haben sich abgesprochen,

gewisse Dinge für sich zu behalten.

Ehrensache! Sinn des Kurses ist es

schließlich, dass sie sich ungeniert

über ihre Fragen, Sorgen und Ängste

48

Leben & erziehen

Juli 2012


Kann ich

meiner Frau

helfen?

Jetzt habe

ich eine

Ahnung,

wie Babys

ticken!

Macht Sex

nach der

Geburt

noch

Spaß?

Was für ein

Vater will

ich sein?

Ist

wickeln

eklig?

Spiele ich

künftig

die zweite

Geige?

? ?

Das

kriegen

wir hin!

Fotos: Fotolia.com (2), iStockphoto.com (7)

austauschen können. „Was sich viele

Männer im Partnerkurs nicht trauen.

Sie finden es eher unangenehm, als

Anhängsel mit zum Frauenkurs zu

gehen“, sagt Jürgen Grah (49). Der

Tagesvater und Kursleiter für Babymassage

aus Düsseldorf hat wie

Heiko Litz den Pilotkurs zum Väterbegleiter

absolviert.

Dass die Ängste der Männer im

Kreißsaal nicht unerheblich sind, haben

Studien gezeigt. „Für Männer,

die es gewohnt sind, aktiv zu werden,

ist es oft schwierig, bei der Geburt

nicht selbst eingreifen zu können. Sie

sehen, wie ihre Frau leidet, können

ihr aber nicht helfen und drängen unter

Umständen das medizinische Personal,

mehr zu tun“, erklärt Kerstin

Vaziri, Geschäftsstellenleiterin der

Gesellschaft für Geburtsvorbereitung

in Berlin. Experten glauben, dass das

zur zunehmenden Technisierung von

Geburten beigetragen hat. Durch Infos

„von Mann zu Mann“ hoffen sie,

Wissenslücken zu schließen.

Außerdem sollen die Kurse klarmachen,

dass der Mann „die Wahlfreiheit

hat. Wer nicht mit in den Kreißsaal

will, muss das nicht! Oder er geht

zwischendurch raus, wenn es ihm zu

viel wird“, so Jürgen Grah. Wer seine

Partnerin begleiten will, kann sich

dagegen bei dem Vater von zwölfjährigen

Zwillingen wertvolle Tipps

holen. Und ist damit gut vorbereitet

auf den Tag X, wenn sein Baby zur

Welt kommt.


ANDREA SCHMIDT-FORTH

Leben & erziehen

Juli 2012 49


Geburt

Schwangerschaft

Hauptsache

bunt!

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Jetzt wird es richtig bunt!

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2

3

4

Fotos gesucht

„Schwanger schaf(f)t Leben

ist das Motto eines

Wettbewerbs, den Vita 34 in

Kooperation mit Hochschulen

für Fotografie und

Grafik sowie der Zeitschrift

Leben & erziehen ausrichtet.

Gesucht werden Arbeiten,

die die Schwangerschaft

modern, selbstbewusst und

kreativ interpretieren.

Teilnehmen dürfen alle

eingeschriebenen Studierenden

der deutschen Hochschulen

sowie Leser unserer

Zeitschrift. Einsendeschluss

ist der 31. Juli 2012. Infos:

www.schwangerschaftleben.de

Frage an Dr. Edith Weiß-Gerlach, Leiterin der Raucher-Entwöhnungsberatung

im Familien- und Perinatalzentrum der Charité-Universitätsmedizin, Berlin

Pflaster statt Zigarette?

Vorgestern erfuhr ich, dass ich schwanger

bin. Schon seit Wochen rauche ich

viel weniger, aber drei- bis viermal pro

Tag werde ich noch schwach. Helfen mir

jetzt Nikotinpflaster weiter?

Nikotinpflaster geben ihren Wirkstoff ständig

ab. Das erscheint mir zu viel, da Sie ja nur

ab und zu in Versuchung geraten. Nikotin-

Kaugummis oder -Inhaler sind für Sie die

bessere Lösung. Prima für Sie selbst und Ihr

Baby wäre es natürlich, sofort und ersatzlos

aufzuhören. Lassen Sie sich von Warnungen

vor „Entzugserscheinungen“ bei Ungeborenen

nicht beirren! Ihre Erfolgschancen steigen,

wenn Ihr Partner mitmacht und auch

Ihre Freunde in Ihrem Beisein aufs Rauchen

verzichten.

Hilfreiche Infos und Adressen finden Sie im

Internet unter www.rauchfrei-info.de oder

telefonisch unter 0 18 05/31 31 31 (0,14 €/

Min. aus dem deutschen Festnetz, maximal

0,42 €/Min. aus dem Mobilfunk).

50

Leben & erziehen

Juli 2012


NEU

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und Hellgrün –

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ULTRASCHALL

Spezialisten

sehen mehr

Dank Ultraschall

können Ärzte die

meisten Fehlbildungen

am Herzen und

anderen Organen

von Babys heute

lange vor der Geburt

erkennen und

behandeln bzw.

dafür sorgen, dass

bei der Geburt alles

Nötige bereitsteht.

Aber: Viele Frauenärzte

entdecken

beim „Organ-Ultraschall“

zwischen der

19. und 22. Woche

nur etwa 30 von

100 Fehlbildungen,

schätzt Professor

Dr. Annegret Geipel

von der Bonner

Universitätsklinik.

„Manche Befunde

sind nämlich so

selten, dass viele

Kollegen keine

Erfahrung damit

haben.“ Spezialisten

erkennen 80 bis

90 Prozent.

Beschlossen, aber

noch nicht in Kraft,

ist deshalb: Jede

Schwangere soll

Anspruch auf ein

erweitertes

Ultraschall-Screening

bekommen.

Zunächst bei ihrem

Frauenarzt, der sie

aber zu Spezialisten

überweisen kann.

Diese Untersuchung

legt Geipel einigen

Frauen besonders

ans Herz: über

35-Jährigen, Über -

gewichtigen und

wenn es Herzfehler

oder Chromosomenstörungen

in der

Familie gibt.

Schwangere können

das Screening auch

auf eigene Rechnung

(ca. 230 Euro)

buchen.

Fit

dank Bello

Werdende

Mütter mit Hund

leben gesünder.

Das stellten jetzt

Forscher an der

Universität in

Liverpool

(England) fest,

die Daten von

11 000 Schwangeren

auswerteten.

Die Wahrscheinlichkeit,

dass sie

sich 30 Minuten

und mehr pro Tag

bewegen, steigt

bei Frauchen um

50 Prozent.

Fotos: Hersteller (5), iStockphoto.com (2)

Leben & erziehen

Juli 2012 51


Test

Großer

Leben & erziehen

Test

Komm

in den Beutel,

Baby

Mit Tragehilfen ist es wie mit Jeans: Nur wenn sie die richtige

Passform haben, sind sie bequem wie eine zweite Haut. Unsere

Autorin Nadine Luck und ihre Tochter Antonia (5 Monate) haben

auf langen Spaziergängen zehn Tragehilfen getestet

Früher wurden Baby-Tragehilfen

eher belächelt, heute

schnallen und wickeln

sich Eltern ihr Kind ganz

selbstverständlich an den

Körper. Auch Promis wie

Sängerin Beyoncé oder die Schauspielerinnen

Julia Roberts und Kate Hudson sind

überzeugte „Känguru-Mamis“. Kein Wunder:

Inzwischen gibt es Tragen in stylischen

Designs und mit so viel Schnickschnack,

dass auch technikbegeisterte Väter ihren

Spaß damit haben. „Wie schön, dass immer

mehr Eltern das Tragen wiederentdecken“,

sagt Siri Lehmann, Trageberaterin aus Weiterstadt.

„Damit erfüllen sie das Grundbedürfnis

ihres Babys nach körperlicher

Nähe und Geborgenheit.“

Dass Babys Traglinge sind, verraten schon

ihre Reflexe: Wie Fröschlein spreizen sie

ihre Beine und ziehen sie in die Höhe, sobald

ihre Eltern sie heben. Diese Anhock-

Spreiz-Haltung, die einander zugewandten

Fußsohlen, die leichten O-Beine und die

nach vorne orientierten Hüftgelenke fördern

die gesunde Entwicklung der noch

unreifen Hüfte und der Wirbelsäule des

Kindes. Prima also, wenn Babys so in der

Tragehilfe sitzen. Dass die Bondolino-Sitze

und Didymos-Tücher den Säugling in seiner

natürlichen Haltung unterstützen und

den angeborenen leichten Rundrücken zulassen,

ist ein weiterer Pluspunkt. Damit

das Köpfchen nicht nach hinten kippt, sobald

das Baby einnickt, sollte der Nacken

Halt haben – aber nicht fest fixiert sein, damit

das Kind seinen Kopf immer noch

selbstständig drehen kann.

„Wer diese Regeln beachtet, kann sein Kind

von Geburt an tragen – aber bitte in Blickrichtung

zu Mama und Papa“, sagt Siri Lehmann.

Das hilft, wenn neue Reize auf den

Tragling einströmen. Sieht Mama oder

Papa entspannt aus und der Herzschlag

bleibt ruhig, obwohl in der Nähe ein Hund

bellt, weiß auch das Baby: „Das ist nicht gefährlich.“

Zudem ist es besser für seine Haltung,

wenn es so sitzt. „Ab dem sechsten

Die passt!

Nadine Luck und

Antonia beim

Testen

Lebensmonat können Kinder auch von

Mamas oder Papas Rücken aus die Welt erkunden“,

sagt die Trage-Expertin.

Tragehilfen sind einfach praktisch: Wer sein

Kind am Körper hat, statt es im Kinderwagen

zu schieben, braucht keine Hilfe beim

Treppensteigen, passt auch noch in den voll

besetzten Bus und muss sich nicht damit

plagen, den Buggy in den Kofferraum zu

falten. Weiteres Plus: Der Haushalt erledigt

sich leichter mit dem Baby in der

Trage, denn die Hände bleiben frei. „Vor

dem Kauf einer Tragehilfe sollte sie

getestet werden“, rät Siri Lehmann.

Schließlich muss sie für

das Baby und die Eltern bequem

sein. Am besten also

bei einer Trageberatung

verschiedene Modelle

ausprobieren.

Dort können Eltern

unterschiedliche

Stoffe der Beutel

fühlen und testen,

ob sie es

weich

oder lieber

robust

mögen.

▸▸▸

52

Leben & erziehen

Juli 2012


Stokke

MyCarrier

Die alpine

Babytrage

Anbieter: Stokke

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 3. Geburtstag

Material: 100 Prozent ökologische

Baumwolle; Bauch- und

Rückentrage waschmaschinenfest

bei 40 Grad, Haupttragegurt von

Hand waschbar bei 30 Grad

Design: Säße nicht mein Baby im

MyCarrier, hielte ich ihn für einen

Profi-Bergsteiger-Rucksack. Dafür

sorgen sowohl sein robuster Stoff als

auch die Karabiner, die Gurte und

Tragen zusammenhalten. In knalligem

Rot, Braun und Schwarz zu haben.

Preis: rund 150 Euro

Bedienung: Ich muss mich erst

einlesen, bis ich die Funktionen der drei

Teile – den Haupttragegurt mit integriertem

Hüftgurt, die Bauch- und Rückentrage

– verstanden habe. Dann aber schnüre ich

den Rucksack mitsamt Antonia problemlos.

Im MyCarrier sitzt sie wahlweise mit Blick

zu mir, nach vorne oder auf dem Rücken.

Babys Reaktion: Antonia lacht erst

einmal ihren Papa an, als der begeistert

ruft: „Das ist ja Ferrari-Rot!“

Das sagt die Mama: Die Ausstattung

mit Karabiner und Bergsteiger-Accessoires

mag übertrieben sein – ein sicheres Gefühl

gibt sie dennoch, auch wenn der Tragesitz

dadurch schwerer wiegt als manch anderer.

Anbieter: Babybjörn

Altersstufe: ab Geburt bis zum 15. Monat

Material: je nach Ausführung aus

60 Prozent Baumwolle und 40 Prozent

Polyester, aus 100 Prozent Baumwolle oder

100 Prozent Polyester; waschmaschinenfest

bei 40 Grad

Design: sehr klassisch, in Schwarz-Violett,

Schwarz-Silber, Schwarz-Braun, Schwarz

Preis: abhängig von Farbe und Material ab

119,99 Euro (bei www.babywalz.de)

Bedienung: Nach einem kurzen Blick in

die Anleitung einfach und sicher anzulegen,

denn alle Gurte und Riemen lassen sich vor

dem Bauch festmachen und anpassen. Das

Baby kann in Richtung des Tragenden oder

nach vorne blicken, sitzt jedoch nicht in der

optimalen Anhock-Spreiz-Haltung, sondern

in einer vergleichsweise aufrechten Position.

Der Hersteller betont aber, dass seine

Tragesitze „aus kinderorthopädischer Sicht

alle Bedingungen für das korrekte Tragen

von Babys“ erfüllen.

Babys Reaktion: Antonia zweckentfremdet

die Trageriemen als Beiß-Spielzeug. Kein

Problem, denn die Babybjörn-Tragesitze

enthalten Hersteller-Angaben zufolge keine

gesundheitsschädlichen Substanzen.

Das sagt die Mama: Der Miracle ist eine

unkomplizierte Tragehilfe, die uns schnell

und beweglich unterwegs sein lässt.

Babybjörn

Tragesitz

Miracle

Der

Unkomplizierte


Test

▸▸▸

Lodger

Babytrage

Shelter

Fleece

Die Coolen

Anbieter: Lodger

Altersstufe: ab Geburt

bis zu 18 Monaten

Material: außen

65 Prozent Baumwolle und

35 Prozent Polyester, innen

100 Prozent Polyester-

Fleece; waschmaschinenfest

bei 40 Grad

Design: in verschiedenen

Designs erhältlich, etwa in

Beige, Grau oder Jade.

Originell ist das Tough

Denim-Design: Der weiche

Baumwoll-Jeansstoff ist mit

dickem Steppgarn vernäht.

Witziges Detail: eine

Jeans-Hosentasche samt

roter Stickerei. Cool!

Preis: rund 60 Euro

Bedienung: Von Geburt

bis zum Alter von

fünf Monaten liegen Babys

in der Trage; für ältere

Babys wird sie rasch zur

Hüfttrage umgebaut. Es gibt

keine Riemen und Schlaufen,

Mama oder Papa hängen den Shelter über die

Schulter, setzen das Kind hinein – fertig. Die Tragehilfe

dient auch als Einschlagdecke für den Baby-Autositz.

Babys Reaktion: Die Hüfttrage-Position bringt

Antonia eine neue Perspektive. Wie in einem Hochsitz

schaut sie mit Weitblick gebannt auf das Geschehen.

Das sagt die Mama: In Hüfttrage-Position sitzt das

Baby nur in einer Stoffkuhle, ohne weitere Befestigung.

Das verunsichert mich und ich vergewissere mich

ständig, dass es nicht verrutscht. Für daheim oder auf

kurzen Strecken ist die Babytrage dank ihrer schnellen

Handhabung eine gute Lösung. Auf längeren Strecken

ziehe ich andere Tragehilfen vor – auch wegen der

einseitigen Belastung nur einer Schulter.

Anbieter: Wickelkinder

Altersstufe: ab Geburt bis zum 5. Lebensjahr

Material: außen 55 Prozent Hanf und 45 Prozent

Bio-Baumwolle, innen 100 Prozent Bio-Baumwolle;

waschmaschinenfest bei 30 Grad

Design: Durch das lässig-legere Design wirkt sie wie

ein Sportler-Rucksack. Erhältlich in Sand, Rot, Petrol,

Navy, Olive, Braun, Schwarz.

Preis: 109 Euro (z. B. bei www.babywalz.de)

Bedienung: Intuitiv auch ohne langes Studieren

der Anleitung anzulegen und als Bauch-, Rücken- und

Hüfttrage verwendbar

Babys Reaktion: Neugierig dreht Antonia beim

Spaziergang ihren Kopf nach links und rechts und wieder

links und entdeckt so ein bisschen mehr von der Welt.

Das sagt die Mama: Weil die Manduca so sportlich

aussieht und sich durch

ihre Öko-Stoffe so

natürlich anfasst, fühle

ich mich beim Tragen

wie eine Känguru-

Mutter, die fit genug

ist, ihr Kleines mit

großen

Sprüngen

durch die

Welt zu

bringen.

Tuch oder

Tragesitz?

Was ist

besser?

Manduca

New Style

Es ist Geschmackssache, wie

Eltern ihr Baby transportieren.

Wenn sie bereits ihr

Neugeborenes tragen, legt

ihnen Trageberaterin Siri

Lehmann Tücher ans Herz –

diese passen sich dem

Babykörper mit seinen noch

sehr weichen Gelenken

individueller an. Eine gute

Alternative sind Tragesitze,

die sich auf die jeweilige

Größe des Kindes einstellen

lassen und von Geburt an

Die Sportliche

„mitwachsen“. Spätestens

ab Kleidergröße 74 spielt es

kaum mehr eine Rolle, ob

Eltern Tragesitz oder -tuch

bevorzugen. Meist greifen

Väter eher zu Tragesitzen.

Doch Befürchtungen, mit

dem Umbinden eines Tuches

überfordert zu sein, müssen

auch sie nicht haben: „Ein

Tuch umzulegen ist nicht

schwerer als Schnürsenkelbinden

und das hat man

auch einmal flugs gelernt.“

54

Leben & erziehen

Juli 2012


Anbieter: Didymos

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 3. Geburtstag

Material: 100 Prozent Baumwolle aus

kontrolliert biologischem Anbau, gewebt zu

feinem, weichem und elastischem Stoff;

waschmaschinenfest bei 60 Grad

Design: Das Tuch besteht aus roten,

orange- und pinkfarbenen Wellen und ist in

zahlreichen anderen Designs erhältlich.

Preis: je nach Länge von 74,70 Euro

bis 127,40 Euro

Bedienung: Als Tragetuch-Neuling habe

ich höchsten Respekt davor, ein 4,70 Meter

langes Didymos-Tuch zu knoten – doch ich

bringe Antonia auf Anhieb in der sogenannten

Wickelkreuztrage unter, der hervorragenden

Anleitung sei Dank. Mit weiteren

Trage-Positionen habe ich zunächst

Schwierigkeiten, doch das Binden macht so

viel Spaß, dass ich hochmotiviert immer und

immer Neues probiere, bis ich weitere

Wicklungen verstanden habe.

Babys Reaktion: Tapfer, weil ausgeschlafen

und gefüttert, erträgt Antonia meine

ersten Binde-Versuche. Unterwegs sieht sie

mich an, als sei das Tragen im Tuch das

Selbstverständlichste auf der Welt – was es

vermutlich auch ist.

Das sagt die Mama: Eine Wissenschaft

ist das Tücherbinden nicht. Nach ein paar

Versuchen klappt es sogar babyleicht. Schön,

wie sich das weiche, fein gewebte Tuch wie

eine zweite Haut um Antonias Körper

schmiegt, das sieht nach einer Bindung fürs

Leben aus!

Das

Bindungsstarke

Didymos

Wellen

granat

Die kuschelige Trage

Chicco

You & Me

Physio-

Comfort

Anbieter: Chicco

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 1. Geburtstag

Material: 100 Prozent Polyester;

Handwäsche bei 30 Grad

Design: erhältlich in einem freundlichen

Farbmix aus dunklem Violett, Pink

und Rosa und zusätzlich in Blautönen,

Schwarz-Weiß und in beigefarbenen

Tönen

Preis: rund 80 Euro

Bedienung: Beim ersten Anlegen muss

mir mein Mann buchstäblich unter die

Arme greifen, er hat die Anleitung

schneller verstanden als ich. Beim

zweiten Mal klappt es auch ohne ihn. Ein

Plus gibt es für die besondere Führung

der Arme des Babys, die dazu beiträgt,

dass es stabil und dennoch bequem sitzt.

Ein Manko ist, dass die Tragehilfe die

Anhock-Spreiz-Haltung nicht optimal

unterstützt. Beim Tragen schaut das Baby

zu Mama oder Papa oder nach vorne.

Babys Reaktion: Quietschvergnügt

schmiegt sich Antonia

gleich an die besonders

kuschelig gepolsterte

Kopfstütze.

Das sagt die Mama: Nachdem

ich kapiert habe, wie ich

die You & Me umlege, habe ich

nur noch Freude damit. Das

Gewicht von Trage und Baby ist

kaum zu spüren, das luftig und

leichte Material fühlt sich

angenehm auf der Haut an.

Anbieter: Hoppediz

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 3. Geburtstag

Material: Oberstoff aus 100 Prozent

Popeline, einem besonders dichten und

leichten Baumwoll-Gewebe, Polsterung

aus Polyester; waschmaschinenfest bei

40 Grad

Design: Wir testen einen olivgrünen

Bondolino mit Gecko vorne drauf, der

in einer Slim-fit-Version für zierliche

Träger erhältlich ist. Als weiteren

Popeline-Bondolino Slim-fit gibt es die

Design-Variante „Walnuss & Klecks“.

Preis: rund 100 Euro

Bedienung: So schnell waren wir nie

zuvor ausgehfertig. Der Bondolino ist

einfach anzulegen, Antonia schlüpft

problemlos in die optimale Anhock-

Spreiz-Stellung. Bei älteren Babys auch

als Rückentrage verwendbar.

Babys Reaktion: Einmal gähnen –

und schon schlummert Antonia den

gesamten langen Spaziergang hindurch.

Das sagt die Mama: Das Baby sitzt

in optimaler Haltung und optimal fühlt

sich der Bondolino auch für mich an.

Für meinen Geschmack zwar nicht die

optisch schickste Trage, aber vom

Komfort her ganz vorne dabei!

Der

Bequeme

Bondolino

Popeline

▸▸▸


Test

▸▸▸

Anbieter: Amazonas GmbH

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 3. Geburtstag

Material: 100 Prozent Baumwolle;

waschmaschinenfest bei 60 Grad

Design: Beigefarbene Streifen

durchziehen erdiges Braun – das Muster

erinnert an Stoffe aus Südamerika.

Schließlich sollen die Tücher von denen

der Indiofrauen Brasiliens inspiriert sein.

Diverse Tücher in vielen verschiedenen

Farben und Mustern.

Preis: je nach Tuchlänge ab 49,90 Euro

Bedienung: Eine gute Anleitung macht

das Binden leicht. Der robuste Stoff

verrutscht nicht so schnell und sorgt

dafür, dass die Knoten nicht gleich wieder

nachgezogen werden müssen.

Babys Reaktion: Beim Spaziergang

mit dem Carry Sling probiert Antonia ihre

Stimme aus und sagte ständig „Gaaah“.

Vielleicht bedeutet das: „Geh‘ schneller!“

Das sagt die Mama: Wegen der

dezenten Farben kann ich meinen Mann

überreden, das Tuch umzulegen. Sein

Feedback: „Ich fühle mich dick!“ Aber er

trägt Antonia doch einen Spaziergang

lang und gesteht, dass sich

das Tragen mit dem

Tuch auch für ihn gut

anfühlt. Ob man oder

frau lieber einen

weicheren Stoff mag, ist

Geschmackssache.

Carry Sling

Mocca

Das

Südamerikanische

CYBEX

first.GO

Die Businesstaugliche

Anbieter: cybex

Altersstufe: ab Geburt bis

zum 5. Lebensjahr

Material: außen 100 Prozent Nylon, innen

100 Prozent Polyester; waschmaschinenfest

bei 30 Grad

Design: Die Babytrage first.GO besticht

durch elegante Formen, sodass mein Mann

angekündigt hat, Antonia darin zu einem

Geschäftstermin mitzunehmen. Passend zur

Krawatte ließe sich die Farbe wählen – es

gibt Designs wie „Pure Black“, „Chilli

Pepper“, „Brown Sugar“, „Water Colours“.

Preis: rund 120 Euro

Bedienung: Lässt sich von einer horizontalen

Babytrage, die ab Geburt verwendbar ist,

in fünf weitere Positionen umbauen, die für

ältere Babys geeignet sind, etwa in eine

Hüft-Trage. Entsprechend unübersichtlich

sind anfangs die vielen

Gurte und Verschlüsse.

Babys Reaktion: Zunächst

quengelt Antonia, weil ich

etwas Zeit brauche, bis ich sie

vorbei an Riemchen und

Gurten in der Anhock-

Spreiz-Stellung platziere.

Letztlich aber scheint sie

sich gut aufgehoben zu

fühlen und grinst fröhlich.

Das sagt die Mama: Als ich endlich

kapiere, wie die first.GO funktioniert,

bin ich vom Design ebenso

angetan wie vom guten Tragegefühl

und den Umbau-Möglichkeiten.

Anbieter: ERGObaby

Altersstufe: vom 4. Monat bis

zum 4. Geburtstag. Mit Neugeborenen-

Einsatz (34,90 Euro) bereits ab Geburt

Material: 100 Prozent Baumwolle;

waschmaschinenfest bei 30 Grad

Design: Besonders hübsch ist die Trage

im Design „Purple Mystic“ in knalligem

Violett. Kopfstütze und Innenteil sind mit

verspielten lila-pinkfarbenen Kringeln

verziert.

Weitere Designs: beeriges Cranberry,

sandiges Camel und Black/Camel

Preis: rund 100 Euro

Bedienung: Die Anleitung liest sich

schlüpfrig, aber eindeutig: „Vor jedem

Gebrauch das männliche Schnallenstück

des Hüftgurts durch das Sicherungsgummi

führen und dann in das weibliche

Schnallenstück einführen.“ So funktioniert

das auch im Praxistest, in null Komma

nichts sitzt Antonia in der perfekten

Anhock-Spreiz-Haltung. Ebenso schnell

bekomme ich sie auf den Rücken und

zuletzt auch an die Hüfte geschnallt.

Babys Reaktion: Bereits nach wenigen

Sekunden in der Trage schläft Antonia ein.

Das sagt die Mama: Das violette

Kringel-Design macht einfach gute Laune,

ich fühle mich mit der Komforttrage im

besten Sinne wie eine Hippie-Mama. Dass

auch die Handhabung so einfach ist, passt

zum fröhlichen Aussehen.

ERGObaby

Original Carrier

Die Gute-Laune-Trage

Fotos: Hersteller (11), privat

56

Leben & erziehen

Juli 2012


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Service

58

Elterngeld

in Raten

Wann es sich

lohnt, monatlich

nur den halben

Betrag zu

kassieren —

aber dafür

doppelt so

lange

Zehnmal jeden Monat 500

Euro Elterngeld auf dem

Konto haben oder 20-mal

250 Euro? Am Ende läuft es

aufs Gleiche hinaus: Es sind

5000 Euro. Trotzdem kann

es sich lohnen, das Elterngeld auf zwei

Jahre zu strecken. „Für Hartz IV-Empfänger,

die in absehbarer Zeit wieder arbeiten,

könnte das eine vierstellige Summe

bringen“, erklärt Erwin Manger vom

Zentrum Bayern Familie und Soziales.

Das Elterngeld wird auf das Arbeitslosengeld

II angerechnet. Aber: Arbeitslose

Mütter, die ein Jahr nach der Geburt

ihres Babys einen Job finden,

bekommen bis zu zwölf Monate weiter

ihr halbes Elterngeld von 150 Euro. Hätten

sie es nicht gestreckt, wäre das Mindestelterngeld

dann futsch.

Bares Geld bedeutet eine

verlängerte Elterngeld-

Zeit möglicherweise

auch für Mütter und

Väter mit befristeten

Arbeitsverträgen,

die in der Elterngeld-Zeit

auslaufen.

Leben & erziehen

Juli 2012

2012 2013

12 %

der Frauen nutzen die

Möglichkeit, das Elterngeld

zu strecken. Bei den

Männern ist es nur

1 Prozent.

Daten: Destatis

Solange sie Elterngeld beziehen, bleiben

sie beitragsfrei in der Krankenkasse versichert.

Für alle anderen Eltern ist der Vorteil

weniger eindeutig. Es kann für ein Paar

steuerlich günstiger sein, wenn es in

zwei Jahren annähernd gleich viel statt

in einem besonders viel und im nächsten

umso weniger verdient. Ein Beispiel:

Judith, die vor der Geburt monatlich

1 500 Euro netto verdiente, bekommt

921 Euro Elterngeld pro Monat; ihr

Mann hat ein zu versteuerndes Einkommen

von 30 000 Euro im Jahr. Mit einem

gestreckten Elterngeld würden die

beiden in zwei Jahren 85 Euro Steuern

sparen. Manchmal kann diese Regelung

aber auch von Nachteil sein. Wer allein

deswegen über eine Streckung des Elterngeldes

nachdenkt, sollte sich

deshalb vorher steuerlich

beraten lassen.

Tatsächlich entschied

sich Judith aus einem

ganz anderen, psychologischen

Grund

dafür: „Wegen des

schlechten Betreuungsangebotes

im Ort hatten wir beschlossen,

dass ich zwei Jahre Elternzeit

nehme. Dank des gesplitteten Elterngeldes

haben wir in dieser Zeit jeden Monat

annähernd gleich viel Geld zur Verfügung.

Im anderen Fall müssten wir

nach einem Jahr plötzlich mit 900 Euro

weniger auskommen.“ Ähnlich sieht es

Susi, eine Userin der Leben & erziehen-

Community: „Wenn ich weniger Geld

habe, gebe ich auch weniger aus.“ Dieses

Argument überzeugt offensichtlich

besonders Frauen, die mit dem Mindest-

Elterngeld auskommen müssen: „Unter

ihnen ist das Strecken am stärksten verbreitet“,

weiß Erwin Manger.

Was Eltern außerdem über die verlängerte

Elterngeld-Zeit wissen müssen:

▪ Mit dem Kreuzchen im Antrag legen

Sie sich nicht für alle Zeiten fest. Wenn

sich Ihre Einkommens-Situation oder

Ihre Lebenspläne ändern, können Sie

bei der Elterngeld-Stelle eine Änderung

des Auszahlungs-Modus beantragen.

▪ In der Verlängerung der Elterngeld-

Zeit dürfen Mütter und Väter wieder

Vollzeit arbeiten. Die Bedingung, nicht

mehr als 30 Stunden pro Woche zu arbeiten,

gilt nur für die ursprünglichen

zehn bzw. zwölf Elterngeld-Monate.

▪ Wichtig für Eltern, die weitere Kinder

planen: Bei der Berechnung des Elterngeldes

für das nächste Baby bleiben

ebenfalls nur die „eigentlichen“ Elterngeld-Monate

für das erste Kind außen

vor. Die Verlängerungs-Monate zählen

voll mit – für Eltern, die in dieser Zeit

nicht berufstätig waren, mit einem Null-

Nettoeinkommen. Dadurch sinkt das

Elterngeld fürs zweite Kind.


JOSEF PÜTZ

RUFEN

SIE AN

LESER-SPRECHSTUNDE

Sie haben Fragen zum Elterngeld? Am Lesertelefon

sitzt unser Experte Erwin Manger. Als Strategischer

Produktmanager beim Zentrum Bayern Familie

und Soziales ist er in allen Fragen rund ums Elterngeld

fit. Sie erreichen ihn am Donnerstag,

28. Juni, 10 – 13 Uhr, Tel. 08 21/45 54 81-52

Fotos: iStockphoto.com, privat


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Familie

Netzwerk

Blog I

Martina Dankof-

Decker ist eure

Ansprechpartnerin im

Netz (Username:

Redaktion). In ihrem Blog

Martinas Tagebuch

erzählt sie von ihren

Kindern Benjamin und

Anna-Carolin

Blog II

Das Leben mit Baby:

Wie sich ihr Alltag seit

der Geburt ihrer

kleinen Tochter Celina

verändert hat, davon

berichtet Kathrin

Hochmuth regelmäßig

in ihrem Blog Mein

neues Leben mit Baby

Chat I

Kosenamen für

das Baby im Bauch

Timo hieß in meinem Bauch

immer Spatzeli. Wie habt ihr

eure Babys genannt? amri79

Kilian war immer der Zwerg

oder der Schneck. Alena nannten

wir entweder das Böhnchen

(wegen des ersten Ultraschallbildes)

oder die Flocke.

Katrin

Meine Kleine war immer mein

Äffchen, weil sie im Bauch so

zappelig war. muggelchen

Unseren Engel haben wir

Smartie genannt. Mein Freund

kam auf diesen Namen. Weil

ich Mercedes heiße, meinte er,

dass jetzt in mir ein kleiner

Smart parkt.

Merci

Meine Große war mein Futzi –

darüber hat sich meine Mama

immer aufgeregt. Die Kleine

hieß der Krümel. male

Unser Sohn hieß zuerst Däumling,

weil er auf den ersten Ultraschallbildern

immer am Daumen

nuckelte. Jetzt nennen wir

ihn unseren kleinen Mann

oder Spätzele. Moehnchen1983

Mein Schatz hieß in der

Schwangerschaft Sternchen.

Auf den Namen hört er heute

noch, wenn ich ihn so rufe.

Knuffka

Wir nannten unseren Jungen

peanut.

jana1983

Wir konnten uns zunächst nicht

für einen Vornamen entscheiden.

Mein Vater nannte

meine Tochter während

der Schwangerschaft

daher immer

Anneliese.

mummy2010

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Spatzeli

60

Leben & erziehen

Juli 2012


Danke!

Geburtstag feiern ist

super! Vor allem, wenn

man so nette, einfallsreiche

Gratulanten hat

wie Leben & erziehen:

Wir haben ganz viele

tolle Glückwünsche

zu unserer Jubiläumsausgabe

(5/12) von

Ihnen bekommen!

Sie haben gebastelt,

gelobt oder auch

gereimt – wie Uwe

Ringel aus Bernried,

ein „glücklicher Papa

und treuer Abonnent“.

Wir freuen uns über

sein Gedicht:

Ist es nicht toll?

Leben & erziehen

macht die 60 voll!

Auf einige Jahre blickst du nun zurück,

ob Babypflege, Erziehung, Geburt oder Elternglück.

Man muss es einmal deutlich sagen:

Hast viel geschafft in all den Jahren!

Monat für Monat bist du immer da, hurra!

Gibst uns seit 60 Jahren

wertvolle Antworten auf die vielen Fragen,

auch deswegen wirst du so sehr gebraucht!

Mach weiter so, wir finden dich toll,

dann machst du sicher die 100 voll!

Leben & erziehen – du bist unser Favorit,

deshalb feiern alle mit.

Voller Freude steigt das Adrenalin,

herzlichste Glückwünsche

für das weltbeste Elternmagazin!

Sechzig

farbige Kerzen

(wir haben nachgezählt!)

schmücken

die Geburtstagstorten-Karte

von Katharina Böttcher aus Zorge für

einen „tollen Elternratgeber“.

Einen „süßen“ Festtagskuchen gab‘s auch

von Martina Röder aus Hünfelden –

zum Reinbeißen ist ihre Karte.

5 %

Frage

Gute-Nacht-Ritual:

Wie bringt ihr

euer Kind ins Bett?

Wir singen ein

Schlaflied/

ziehen die

Spieluhr auf.

Wir sprechen

ein Gebet.

13 %

33 %

40 %

Wir lesen eine

Gute-Nacht-

Geschichte vor.

9 %

Ein Gute-

Nacht-Kuss

– das reicht.

Bei uns

gibt es das

komplette

Programm.

Chat II

Wie klingeln eure Handys?

Mein Klingelton ist zurzeit

Nossa von Michel Teló.

Was läuft bei euch? G&G

Milow mit You and me.

Mandy85

Helen Fischer: Du lässt

mich sein, so wie ich bin.

tiam0608

David Guetta: Titanium

(feat. Sia). Bea112

Mein Junior, der ruft:

„Mama, Telefon! Geh

mal dran!“ kathi

Es tut wieder weh von

Jennifer Rostock.

babydachs

Chesney Hawkes: The

one and only. LisbethsMum

AC/DC mit You shook me

all night long. sully82

Fotos: Daniel Gerst (2), iStockphoto.com, Marcus Lechner, privat

Ihre Meinung ist uns wichtig: Jeden Monat gibt es auf

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Leben & erziehen

Juli 2012 61


Familie

Gute-Nacht-

Geschichte

Der Bären-Ente

Die kleinen Enten freuen

sich. Denn morgen beim

großen Geburtstags-

Sommerfest am See sollen

sie tanzen. Das hat sich

die Gans zum Geburtstag

gewünscht und alle Tiere eingeladen.

Schnell watscheln die Entenkinder zu

ihrer Mama, um ihr die tolle Neuigkeit zu

erzählen: „Mama, Mama, die Gans feiert

morgen ein großes Geburtstagsfest.

Und wir sollen tanzen!“ Die Entenmutter

ist stolz auf ihre Kinder und schnattert

fröhlich: „Wie schön! Aber wir müssen

noch einen Tanz einüben. Lasst uns

zu Teddy Bär gehen. Er ist der beste Tänzer

weit und breit.“

Die Entenmutter watschelt voraus,

ihre Kinder hinterher. Puh, ist das weit

bis zum Heustall! Zum Glück finden sie

Teddy Bär. Die Entchen schnattern:

„Bitte, lieber Teddy Bär, übe mit uns

einen Tanz ein! Denn morgen findet das

große Sommerfest am See statt. Die Gans

hat alle Tiere zu ihrem Geburtstag

eingeladen.“

Teddy Bär freut sich: „Super! Lasst uns

schnell zum See laufen und den Tanz

einüben! Ich habe ihn selber schon mal

bei einem Tanzbären-Wettbewerb

aufgeführt und einen Preis gewonnen.“

Die Entenkinder maulen: „Wir wollen aber

keinen Bärentanz einüben. Wir sind Enten

– und keine Tanzbären!“ Teddy Bär lacht:

„Klar, ihr seid Enten! Deshalb üben wir jetzt

einen Ententanz, von dem alle Tiere am

See noch lange erzählen werden.“

Teddy Bär läuft voraus, die Entenmutter

und ihre Küken watscheln hinterher.

Und dann geht’s los. Teddy Bär singt und

zeigt den Enten die passenden Tanzschritte.

Erst ganz langsam: „Watschel, watschel,

eins, zwei, drei.“ Dann erklärt er:

„Bei ‚Watschel‘ geht ihr einen Schritt vor

und einen zurück. Bei ‚eins, zwei, drei‘

stampft ihr dreimal mit den Füßen.“

Das machen die Entenkinder sehr gut und

Teddy Bär lobt: „Super! Gleich noch einmal:

,Watschel, watschel, eins, zwei, drei!‘“

Teddy Bär freut sich: „Perfekt! Und nun

weiter: ‚Hin und her, was ist dabei?‘ Zuerst

geht ihr einen Schritt nach rechts und dann

einen nach links. Und bei ‚Was ist dabei‘

stampft ihr viermal mit den Füßen.“

Die Entenkinder sind Spitze. Wieder haben

sie alles richtig gemacht. Teddy Bär ruft:

„Prima! Es geht weiter: ‚Watschel vorwärts

und zurück! Tanzen ist das größte Glück.‘

Zuerst geht ihr einen Schritt vor und einen

zurück. Zum Schluss reicht ihr euch die

Flügel und dreht euch einmal im Kreis

herum!“

Den kleinen Enten macht das Tanzen so

viel Spaß, dass sie gar nicht mehr aufhören

wollen. Und dann tanzen auch Teddy Bär

und die Entenmutter mit: „Watschel,

watschel, eins, zwei, drei! Hin und her, was

ist dabei? Watschel vorwärts und zurück!

Tanzen ist das größte Glück!“

Und du und ich? Wir beide tanzen auch:

„Watschel, watschel, eins, zwei, drei!

Hin und her, was ist dabei?

Watschel vorwärts und zurück!

Tanzen ist das größte Glück!“


62

Leben & erziehen

Juli 2012


Teddy Bär ist

ein toller Tänzer!

-Tanz

Watschel,

watschel,

eins, zwei, drei!

Erzählt von Margret Nußbaum; illustriert von Robert Erker

Leben & erziehen

Juli 2012 63


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lebhaftes

Rassepferd

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Bewegung

setzen;

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† 1990

Beherbergungsbetrieb

hawaiische

Grußformel

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stiller,

zentraler

Ort oder

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Persönlichkeitsbild

wohlhabend

erblicken

sehr

kleines

Teilchen

Stoff aus

einer bestimmten

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Grazie,

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flüssiges

Behandlungsmittel

Hundeschar

zur

Hetzjagd

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elektron.

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weibl.

Vorname

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Empfang

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Teil der

Wohnung

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Abk.)

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Griechenlands

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† 1852

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Foto: tiadora

Leben & erziehen

Juli 2012 65


Familie

Schau mal, was

ich schon kann!

Luis übt das

Zähneputzen

Luis kommt inzwischen

schon sehr gut

ohne seine Eltern

Silke (32) und

Bernhard (36) klar.

Am glücklichsten

ist er trotzdem,

wenn die ganze Familie

zusammen ist

Selbst ist der

kleine Mann!

66

Leben & erziehen

Juli 2012


19. bis 21. Monat

Montag, 26. September 2011

Diese Woche haben wir noch Urlaub!

Nach einer traumhaften Woche mit

Freunden und Kindern in Italien freuen

wir uns auf ein bisschen Naherholung

zu Hause: Nachmittags werden wir mit

Luis die Sachen machen, die ihm

gefallen. Und vormittags geht er in

die Krippe, damit Bernhard und ich

die Sachen machen können, die uns

gefallen. Luis liebt die Krippe! So

können wir ohne schlechtes Gewissen

mal wieder in Ruhe frühstücken gehen,

Zeitung lesen oder shoppen (ich) bzw.

sämtliche Fußballspiele des FC Bayern

der letzten zwei Jahre in Dauerschleife

sehen (mein Mann).

Dienstag, 27. September 2011

8.45 Uhr Huch, schon so spät!

Eigentlich wollten wir Luis jetzt in die

Krippe bringen. Aber er schläft immer

noch. Ihn zu wecken, bringe ich nicht

übers Herz. Dann lassen wir ihn eben

noch einen Tag zu Hause. Gemütlich

frühstücken können wir die ganze

Woche noch.

Mittwoch, 28. September

Wir waren gestern doch noch

frühstücken. Und zwar mit Luis und es

war mehr als gemütlich: Luis hat

gegessen und gespielt und war schon

fast verdächtig brav. So, dass wir uns

heute gar nicht von ihm trennen

wollen: „Das wird wieder nichts mit der

Krippe heute, Schätzchen. Mami und

Papi gehen mit dir in den Zoo!“

Donnerstag, 29. September

8 Uhr Jetzt aber! Heute wollen wir

unseren Plan in die Tat umsetzen.

Das Wetter ist schön, Bernhard und

ich könnten an den See fahren. Oder

doch shoppen? Ich kann mich nicht

entscheiden. Während ich Luis in

die Krippe bringe, kann Bernhard ja

überlegen, was wir unter nehmen.

8.45 Uhr

Eigentlich wollte ich gerade gehen,

aber Luis klammert sich an mich und

Gewicht:

Vor oder nach

Weihnachten?

Größe:

Am Tag der

Steckbrief

Am 9. März 2010

um 14.05 Uhr

erblickte Luis

das Licht der

Welt. Seitdem

dreht sich

alles um ihn.

heult, als würde ich ihn lebenslang in

die Krippe abschieben, während wir zu

Hause Ferien machen (wie kommt er

nur auf die Idee?). „Maaaaamaaaa!“,

jammert er in einem Ton, der Heintje

vor Neid erblassen ließe. Ich muss mir

seine Finger fast aus den Rippen

schneiden, so sehr krallt er sich an mir

fest. Jetzt ist es offiziell: Ich bin eine

Rabenmutter.

10 Uhr Zur Strafe fahren Bernhard und

ich nicht an den See. Shoppen ist auch

nicht. Wir räumen die Wohnung auf

und montieren die Esszimmer lampe

an die Decke. Irgendwie ist unser

schlechtes Gewissen so besser

auszuhalten.

14 Uhr „Wie war’s?“, frage ich die

Erzieherin zerknirscht, als ich Luis

abhole. „Super! Sobald du aus der Tür

warst, hat Luis sich wie immer köstlich

amüsiert.“

„Na wunderbar, dann bringe ich ihn

morgen wieder vorbei und wir können

endlich Urlaub machen.“

„Wieso morgen?“, fragt die Krippentante.

„Morgen haben wir doch

Projekttag, da bleibt die Krippe

geschlossen.“ Ähm, ja. Das nennt man

dann wohl einen Kurzurlaub.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Jetzt ist der Urlaub endgültig vorbei.

Luis geht wieder in die Krippe und wir

müssen arbeiten. Als ich ihn abliefere,

rennt er freudestrahlend in den

Größte. Nachts

klitzeklein und

verschmust.

Nächstes Ziel:

Freien Zugang

zu Internet und Süßigkeiten

(Luis).

Lieblingswort:

selber!

Meine Daten

Gruppenraum, als sei nie etwas

gewesen. Psychologen würden jetzt

sagen, ich habe mein schlechtes Gewissen

auf ihn projiziert, deshalb hat er

letzte Woche so ein Theater gemacht.

Ich würde sagen, das Kind hat uns ganz

schön an der Nase herumgeführt.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

„Luis hat Probleme beim Essen“, sagt

Das mit dem

Essen üben

wir noch mal

– irgendwann

die Erzieherin. i – „Kann ich mir nicht

vorstellen, er isst doch gut.“ – „Ja, er

isst viel. Aber gut finden wir das nicht,

wenn er sich das Essen mit den Fingern

in den Mund stopft.“ Ups. War wohl

ein bisschen zu lange mit uns in Urlaub,

das Kind. Aber bis er in den Kindergarten

kommt, werden die das schon

wieder ausbügeln.

▸▸▸

Leben & erziehen

Juli 2012 67


Familie

19. bis 21. Monat

▸▸▸

Freitag, 7. Oktober 2011

Viele Eltern beschweren sich ja, dass

ihre Kinder nicht auf sie hören. Das

kann ich bisher nicht bestätigen. Erst

heute beim Essen habe ich zu Luis

gesagt: „Nein, mein Sohn, die Erbsen

gehören nicht in dein Wasserglas“ (wir

achten neuerdings mehr auf Tischmanieren).

So schnell konnte ich gar nicht

schauen, wie er mit der ketchupverschmierten

Hand ins Glas fasste und

die Dinger wieder herausgeholt hat.

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Dem Kind Manieren beizubringen ist

so ziemlich der anstrengendste Job,

den ich je hatte. Zurzeit übe ich mit

ihm von morgens bis abends das

Bitte-Danke-Sagen. Ich bedanke mich

für jeden Popel, den Luis mir in die

Hand gibt, nur damit er lernt, was

Höflichkeit ist. „Hilft es?“, fragt die

Nachbarin, die wir beim Metzger

treffen. Das werden wir gleich sehen,

denn gerade bekommt Luis eine

Scheibe Wurst. Er strahlt, sagt aber

nichts. Also ich zu ihm: „Na, was sagt

man da?“ – „Zwei!“

„Na, was sagt man dazu?“, sagt

die Nachbarin.

Samstag, 22. Oktober 2011

Seit neuestem will Luis alles selbst

machen. Jacke ausziehen, essen,

laufen, Zähne putzen …! Am

liebsten würde ER MICH

füttern, in den Kinderwagen

packen und spazieren fahren.

Donnerstag, 27. Oktober

Heute hat Luis einen

Tobsuchtsanfall bekommen,

als ich ihn in den Auto-

Kindersitz gesetzt habe.

Wollte lieber selbst ans

Steuer, mein Sohn. Klar.

Wie konnte ich nur

vergessen, dass Luis jetzt für

sich alleine sorgen kann. Für

einen Moment hatte ich doch

tatsächlich gedacht, ich hätte

dasselbe kleine Baby vor mir, das zum

Einschlafen zwei Schnuller braucht und

mich plötzlich wieder jede Nacht

zweimal zu sich ans Bett ruft, weil es

meine Hand halten will.

Freitag, 28. Oktober 2011

17 Uhr Diesmal war Luis schneller: Hat

sich auf dem Supermarkt-Parkplatz

den Autoschlüssel geschnappt, als ich

ihn anschnallte. Und er hat das

Knöpfchen gedrückt. Hab ich leider

erst bemerkt, nachdem die Tür schon

zu war.

17.10 Uhr Wie erklärt man einem Kind

durch die geschlossene Auto-Fensterscheibe,

dass es den Knopf hinten links

drücken soll, damit die Mami auch

einsteigen kann?

17.15 Uhr „Schätzchen, links ist dort,

wo der Daumen rechts ist!“

17.20 Uhr Du musst noch mal auf den

Olé, olé

olé, olé …

Schlüssel drücken! Hörst du? DRÜ-

CKEN!! Ganz fest DRÜCKEN!!!!

17.30 Uhr Nicht weinen, Spatzilein.

Mami holt dich hier raus! Ich bin schon

im Kofferraum und breche gleich zu dir

durch!

17.40 Uhr Okay. Kleine Planänderung:

Papi holt dich hier raus!

17.50 Uhr Nicht weinen! Der Papi ist

gleich da. Er muss nur noch ein Taxi

rufen, den Ersatzschlüssel suchen, den

richtigen Supermarkt finden und dann

ist er gleich da …

18 Uhr Kind frei. Kind froh! Kind will

Führerschein doch nicht machen.

Samstag, 29. Oktober 2011

Luis singt gerne neuerdings. Wir

finden das süß. Und machen mit. Sogar

Bernhard, der nur alle paar Jahre mal

einen Ton trifft, läuft Laternenlieder

summend durch die Wohnung. Zuerst

fand Luis das lustig. Mittlerweile hält

er sich jedes Mal die Ohren zu und

jammert: „Ned singen!“ Hätte mich

auch schwer gewundert, wenn er mal

was mit uns zusammen machen will.

Mittwoch, 9. November 2011

Heute ist Martinsumzug in der Krippe.

Ich bin ein bisschen enttäuscht, weil sie

statt echter Kerzen nur elektrische

Lämpchen in die Laternen stellen. Wo

bleibt da die Romantik?

17 Uhr Wenn ich den Kindern dabei

zusehe, wie sie ihre Laternen

schwingen, ahne ich, warum die

Lämpchen elektrisch sind …

Freitag, 11. November

Als Luis heute die

Großeltern besucht hat,

lief gerade ein Zeichentrickfilm.

„Hat ihn nicht

68

Leben & erziehen

Juli 2012


19. bis 21. Monat

Fotos: Georgios Photography (3), privat

die Bohne interessiert“, erzählt der

Opa und ich bin ein bisschen stolz:

„Braves Kind, Fernsehen ist bäh!“,

denke ich im Stillen. „Dann habe ich

auf Formel 1 umgeschaltet und der

Junge war total begeistert“, erzählt der

Opa weiter und er kann den Stolz in

seinen Augen nicht verbergen. Hmpf.

Samstag, 19. November 2011

Auch nach Fußball ist Luis neuerdings

ganz verrückt. Immer wenn Bernhard

die Bayern guckt, ist Luis nicht mehr zu

halten. Bei jedem Treffer rennt er

durch die Wohnung und schreit TOR!

„Toll, wie er sich freuen kann“, sage ich.

„Ganz toll!“, sagt Bernhard, „vor allem

für den Gegner.“

Montag, 28. November 2011

War heute mit Luis zum ersten Mal

beim Friseur – 15 Euro für fünf Minu -

ten Tamtam um ein Kleinkind! Ich rief

Bernhard an und fragte, was er von

langen Haaren bei Jungs hält.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

3 Uhr morgens Er ist fertig! Mein

Adventskalender für Luis. In liebevoller

Handarbeit selbst genäht. Die

Tatsache, dass ich eigentlich gar nicht

nähen kann, habe ich Luis zuliebe mal

für ein paar Stunden vernachlässigt.

Jetzt schnell noch Gummibärchen und

die feine Schokolade in die Fächer

stecken – wenn schon Süßes, dann soll

es gute Qualität sein, sagt meine

italienische Freundin immer und ich

finde, da hat sie recht. Da wird Luis

morgen Augen machen!

7.30 Uhr Endlich! Luis darf das erste

Türchen öffnen. Ich bin ganz aus dem

Häuschen! Das Kind gähnt. Beißt ein

Stück von der Schokolade ab und gibt

den Rest mir. Ist das jetzt unverschämt

oder vernünftig?

7.40 Uhr Gerade hat Luis noch einen

Adventskalender entdeckt – ein

Werbegeschenk aus dem Baumarkt,

das ich nur aus Höflichkeit angenommen

habe und das seit Wochen auf

dem Fensterbrett verstaubt. Also gut,

darf er eben dieses Türchen auch noch

aufmachen, die Billigschokolade wird

ihm sowieso nicht schmecken.

Freitag, 2. Dezember 2011

7.30 Uhr Na toll. Luis steht vor dem

Billigadventskalender und will das

nächste Türchen aufmachen. Meinen

selbst gemachten lässt er links liegen.

7.40 Uhr Jetzt heult er. Er wollte sich

gleich alle Türchen vornehmen und ich

hab ihm das olle Ding weggenommen.

7.45 Uhr Biete ihm als Versöhnungsangebot

das zweite

Säckchen vom guten Adventskalender

an – habe ich schon

erwähnt, dass er in mühsamer

Handarbeit entstanden ist?

Interessiert Luis aber nicht.

Er will Billigschokolade aus einem

Pappkalender popeln.

7.50 Uhr Überlege, ihm den

Pappkalender zu überlassen und mir

aus Frust sämtliche Schokolade aus

dem selbst gebastelten in den Mund

zu stopfen.

Samstag, 3. Dezember 2011

Gerade will ich mir die Schokolade aus

dem guten Kalender schnappen, da

kommt Luis um die Ecke und will auch.

„Woher die plötzliche Begeisterung?“,

frage ich. „Den anderen hat er schon

geplündert“, sagt Bernhard.

Samstag, 24. Dezember 2011

Das war eines der schönsten Weihnachten

meines Lebens. Ich habe Luis

noch nie so glücklich gesehen: nicht

wegen des Christbaums, auch nicht

wegen der Holzeisenbahn oder wegen

des Blink-Hup-Disco-Sound-Autos,

das ihm das Christkind sehr zu

unserem Leidwesen gebracht hat

(kann sich nur um ein Versehen

handeln). Das Schönste für Luis war,

dass wir alle zusammen gefeiert haben:

alle Omas und Opas nebst Patentante

und Onkel – neben dem strahlenden

Luis sah der Christbaum ziemlich blass

aus. Und das will was heißen bei

300 Lämpchen …

Freitag, 30. Dezember 2011

Seit Weihnachten hat Luis ein neues

Spielzeug: In einem gutmütigen

Moment haben Bernhard und ich

ihm ein paar Lastwagen-Filmchen auf

Youtube gezeigt. Seitdem denkt er,

unser Laptop sei in seinen persönlichen

Besitz übergegangen. Diese

Zeilen entstehen mit freundlicher

VIP-Termin

beim Friseur. Luis

bekommt ein Kissen

unter den Po und

darf jede Strähne

Genehmigung des

wegpusten

Herrn Luis B., der mir

großzügigerweise das

Gerät für einige Minuten zur

Verfügung stellt. Aber auch nur,

weil ich vorgebe, die neuesten

Bagger-Laster-Zug-Clips herunterzuladen.

Muss jetzt Schluss machen,

der Chef lässt sich nicht mehr länger

hinhalten ...


Und das lesen Sie

im nächsten Tagebuch:

Luis zeigt seinen Eltern Teil 2 von

„Trotzkopf“ und die fühlen sich

ein bisschen wie im falschen Film.

Am zweiten Geburtstag gibt es

trotzdem ein Happy End.

Leben & erziehen

Juli 2012 69


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Glosse

… weiß unsere Autorin

Lea Dochner. Auch wenn es nie das ist,

was sie eigentlich vermisst hat

Illustration: Karin Clauß; Foto: privat

Sicher kennen Sie die Sache mit

den Socken und der Waschmaschine.

So in etwa ist das

mit meinem Haushalt. Die gesamte

Wohnung: ein einziges

schwarzes Loch. Irgendwie war das schon

immer so, aber seit ich Kinder habe, ist

dieses schwarze Loch auf eine unmessbare

Größe angewachsen.

Platz 1 auf der Vermissten-Hitliste:

Schnuller. Mindestens zehn sind pro Kind

im Einsatz, aber im Notfall findet man –

genau – keinen einzigen. Erschwerend

kommt hinzu, dass Frido zum Einschlafen

eine Art meditative Schnuller-Rotation

vollzieht. Das heißt, er braucht mindestens

zwei, besser drei Exemplare. Die

werden dann reihum durchgelutscht.

Neulich um drei Uhr früh war ich, Sherlock

Holmes, wieder im Einsatz. Stocherte

mit Kochlöffeln unter dem Bett herum,

wühlte zwischen den Kissen und im

Schlafsack. Keine Gummisauger. Mein

kriminalistischer Spürsinn war geweckt.

Im Halbdunkeln tappte ich fröstelnd mit

einer Taschenlampe durch die Wohnung.

Je länger ich suchte, desto lauter wurde

das Babygeschrei. Blieb also nur noch der

Frontalangriff: Licht an, Kind und Matratze

aus dem Bett hieven – und siehe da:

fetter Beutefang. Was für eine Genugtuung.

Fall gelöst.

Leider endet nicht jede Mission so erfolgreich.

Was vor allem am Einfallsreichtum

meiner Kinder liegt. Da wandern Teelöf-

fel in den Tankwagen, CDs in

den Backofen und das Altpapier

in die Badewanne. Dahinter

kommt man oft nur durch Zufall.

Oder wenn man den Kekskrümelspuren

folgt.

Aber Spaß beiseite. Es gibt auch

heikle Fälle. Der Klassiker:

Schlüsselbund im Klo. Da hatten

wir Glück – ich sah ihn noch

gerade rechtzeitig. Brenzliger

war die Sache mit dem Stoffhasen,

der in die Stehlampe

geworfen wurde. Sie ahnen

vermutlich, wie die Geschichte

weitergeht. Die Lampe wurde

von Kinderhand angeschaltet

und dann tauchte der vermisste

Hase wieder auf. Allerdings

in Form eines Hasenbratens. Nach diesem

Erlebnis wollte ich sofort die Rauchmelder

anbringen, die wir schon vor

Monaten gekauft hatten. Nur konnte ich

die leider nicht finden ...

Dafür finde ich regelmäßig andere Dinge.

Beim Schuheanziehen zum Beispiel. Denn

bei uns ist jeden Tag Nikolaus. In den Stiefeln:

Matchboxautos, Puzzleteile oder –

das tut besonders weh, wenn man‘s nicht

rechtzeitig merkt – Duplosteine. Am

schönsten sind Fundstücke, die eine Zeit

lang schmerzlich vermisst wurden und

dann in Vergessenheit geraten sind. So

entdeckte ich auf der Suche nach einer

Sandschaufel den zweiten Gummistiefel

meines Sohnes im Baumhaus. Und auf

der Jagd nach entgleisten Smarties stöberte

ich meine von einer Krümelschicht

überzogene Wimperntusche auf.

Und, Sie werden es nicht glauben, sogar

die Rauchmelder sind wieder aufgetaucht.

Oben an der Decke. Die hatte mein Mann

still und heimlich angebracht. Raffinierte

Taktik, Watson!


Lea Dochner

ist freie Journalistin.

Die Mutter von

Mika (2) und Frido (1)

lebt mit ihrer Familie

in Berlin

Leben & erziehen

Juli 2012 71


Leben & erziehen

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Leben & erziehen

Juli 2012


HAU

Das neue Heft ist

ab 11. Juli im Handel

Noch

ein Baby?

Weitere Themen

„Kinder machen

glücklich“, sagen

diese Eltern und

erzählen, warum

sie sich für mehr

als ein Kind

entschieden

haben

Wasser-Spiele

Ideen zum Pritscheln, Planschen

und Gießen

Kann Erziehungsberatung

helfen?

Eine Mutter hat‘s ausprobiert

Kindergarten

Schöne Taschen, Trinkflaschen …

Sprechstunde

Warum schläfst du nicht?

Baby-Coach und Schlaf expertin

Dr. Dotzauer weiß Rat

Der Bauch zwickt

Bauchweh und Durchfall sind

die Schattenseiten des Sommers.

Mit unseren Tipps geht es

Ihrem Kind schnell wieder gut

DIE TOP

Die besten

Nebenjobs

Sie wollen etwas dazuverdienen?

Sie können

nicht zurück in

den alten Job? 8 Berufe

mit guten Chancen

für Mütter

Die erste

Sitzung

Spielerisch und ohne

Zwang: So gehen Kinder

gern aufs Töpfchen

„Ich lass

mir Zeit!“

Ernährungs-

Poster

Was Ihr Baby

im ersten Jahr

alles braucht

Auf einen Blick:

Gesunde Ernährung

kann so einfach sein!


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den ersten Wochen mit Baby, Ernährung und Gesundheit ihres Kindes.

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ist Ihr kompetenter Ratgeber. Mit Tipps von Experten und

Erfahrungen anderer Eltern.

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doch mal! Die Tiere«

Wer hat sich im Salatbeet versteckt?

Hinter großflächigen

Klappen können Kinder vertraute

Tiere entdecken.

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Augsburg, Geschäftsführung: Horst Ohligschläger.


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