Steiermark Report Februar 2011 - einseitige Ansicht (für kleinere ...

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Steiermark Report Februar 2011 - einseitige Ansicht (für kleinere ...

Dieser Filmstar ist eine echte

Naturschönheit

Alexandra Reischl

Eine Schwalbenschwanzraupe ist die Hauptdarstellerin des weltweit ersten 3D-Makro-films,

der jüngst vom Team des Nationalparks Gesäuse präsentiert wurde. „Papilio

– das Geheimnis der grünen Zeitkapsel“ soll nicht nur jungen Filmfreunden Lust auf

das Erkunden der heimischen Natur machen – dafür sorgen die spektakulären Aufnahmen

des „Universum“-erfahrenen Filmteams.

Sichtlich stolz zeigte sich Nationalpark-Gesäuse-Geschäftsführer

Werner Franek jüngst bei

der Präsentation des ersten 3D-

Markofilms der Welt – zeigt er doch

ein faszinierendes Stück Natur aus

„seinem“ Nationalpark. Star des Films

ist nämlich Papilio, eine kleine Schwalbenschwanzraupe,

die auf ihrem Weg

zum wunderschönen Schmetterling so

manches Abenteuer zu bestehen hat.

„Es ist ein Film für junge Besucher,

doch auch die Erwachsenen werden

sicher begeistert sein“, meint Franek.

Bevor der Streifen zu den Filmfestivals

in aller Welt hinausgeht, soll er aber

die Steirerinnen und Steirer erfreuen.

Ausgestattet mit einer 3D-Brille hat

man das Gefühl, tatsächlich hautnah

dabei zu sein, wenn Papilio aus seinem

Ei schlüpft, sich mehrfach seiner Hülle

entledigt und jedes Mal in neuer und

scheinbar noch schönerer Raupengestalt

wieder auftaucht. Den Angriff von

Kreuzspinnen oder Ameisen wehrt der

kleine Kerl mit seinem gezielten

Spritzer aus seiner

Orange gefärbten

Nackengabel ab,

fast noch aufregender

ist sein Ausflug

ins kühle Nass.

Aufregend war die Arbeit an

dem Film auch für Produzent

Lukas Kogler und Autor und Regisseur

Klaus Feichtenberger. Beide

haben bereits bei diversen Universum-

Produktionen mitgewirkt, dieser Film

war aber auch für sie eine besondere

Herausforderung: „Das Schlüpfen aus

dem Ei dauert nur Sekunden, dafür

mussten wir das winzige Tier aber 13

Aufregende Außenaufnahmen: Mittels spezieller Technik wurde das Naturwunder eingefangen.

Stunden lang auf unserem Monitor

beobachten. Einmal kurz Wegschauen

und der kostbare Moment ist vorbei –

dann muss man wieder ein ganzes Jahr

warten, bis es so weit ist.“ Weltweit

wurde erstmals in 3D in dieser kleinen

Dimension gefilmt: Das Ei hat einen

Durchmesser von nur rund einem

Millimeter, um all das auf Film

zu bannen, hat das Team selbst eine

Spezialeinrichtung gebaut.

3D-Filme, allerdings von größeren

Tieren, sind ja für den drittgrößten

Nationalpark Österreichs keine Neuheit.

Die erste derartige Produktion,

„Wildnis“ war bei diversen Festivals

vertreten und wurde von insgesamt

20.000 Steirerinnen und Steirern gesehen.

Franek hofft nun, diese Marke

mit der neuen Produktion noch zu

überschreiten. Der Film wird heuer

durchgehend im „Forstmuseum Silvanum“

in Großreifling zu sehen sein,

mittels mobiler Präsentationseinheit

kann er allerdings fast überall

gezeigt werden. Für Veranstaltungen

unter freiem Himmel steht das

mobile 3D-Zelt des Nationalparks zur

Verfügung.

www.nationalpark.co.at

Bilder: Nationalpark/Gesäuse

www.landespressedienst.steiermark.at

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