unilink - Abteilung Kommunikation - Universität Bern

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April 2010

Wirtschaft: Wie das

Finanzsystem Schweiz

stabiler werden kann

. . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Botanischer Garten:

150 Jahre vielfältiger

Lebensraum

. . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Arbeit: Wertschätzung

wirkt Wunder

. . . . . . . . . . . . . . . . . 10

DIE NACHRICHTEN DER UNIVERSITÄT BERN


Köpfe und Karrieren

Neue Professoren

George van Driem

Ordentlicher Professor für Historische

Linguistik

Als Nachfolger von Roland Bielmeier hat

der Regierungsrat George van Driem zum

ordentlichen Professor für Historische

Linguistik gewählt. Er tritt seine Stelle am

1. August an und wird auch Mitdirektor

des Instituts für Sprachwissenschaft.

George van Driem (52) ist im US-Bundesstaat

Virginia aufgewachsen und hat an

der Universität von Virginia, der Duke

University (USA) sowie an der Universität

Nimwegen Biologie und danach an der

Universität Leiden in den Niederlanden

Sprachwissenschaft studiert. Nach der

Promotion im Jahr 1987 arbeitete er

zunächst als Dozent am Leidener Seminar

für Vergleichende Sprachwissenschaften.

Seit 1983 beschäftigt er sich mit Feldforschungsprojekten

in Nepal, Indien, Birma

und Bhutan, wo er unter anderem eine

Grammatik der bhutanesischen Nationalsprache

Dzongkha verfasst hat. Im Himalaja

entdeckte van Driem zwei für die

Wissenschaft bisher unbekannte Sprachen.

Von 1990 bis 1995 arbeitete er als

Forscher im Auftrag der Königlichen

Niederländischen Akademie der Wissenschaften

und von 1996 bis 1999 als

Hauptdozent an der Universität Leiden.

1993 gründete er das Forschungsprogramm

«Himalayan Languages Project».

1999 wurde er an der Universität Leiden

zum Professor für Beschreibende Sprachwissenschaft

ernannt. Im Zentrum seiner

Forschungstätigkeit stehen die Beschreibung

bedrohter Sprachen, die Erforschung

von Sprachverwandtschaft und -wandel,

die Ethnolinguistik und Bevölkerungsvorgeschichte,

der Ursprung und die Evolution

der menschlichen Sprache und die

interdisziplinären Forschungen mit Genetikern,

Paläobotanikern und Archäologen.

Stefan Brönnimann

Ordentlicher Professor für Klimatologie

Der Regierungsrat hat Stefan Brönnimann

zum ordentlichen Professor für Klimatologie

ernannt. Er wird seine Stelle als

Nachfolger von Heinz Wanner am 1.

Oktober antreten.

Stefan Brönnimann (39) ist in Bern aufgewachsen

und hat an der Universität Bern

Geographie studiert. Er promovierte 2001

über Probleme des bodennahen Ozons

und forschte anschliessend an der University

of Arizona in Tucson (USA). Im Jahr

2004 kehrte er in die Schweiz zurück und

ist seither an der ETH Zürich als Förderungsprofessor

des Schweizerischen Nationalfonds

im Bereich Klimatologie tätig. In

seiner Forschungstätigkeit beschäftigt sich

Brönnimann mit grossräumigen Klimaschwankungen

der jüngeren Vergangenheit,

die er mit einer physikalisch-chemischen

Sichtweise beachtet. Insbesondere

gehört dazu das Sammeln von historischer

Klimainformation und daraus die Rekonstruktion

der grossräumigen atmosphärischen

Zirkulation.

N e u e f ö r d e r u n g s -

p r o f e s s o r e n

Der Schweizerische Nationalfonds vergibt

in diesem Jahr 44 Förderungsprofessuren

an ausgezeichnete Nachwuchsforschende.

Vier davon gehen an die Universität Bern.

Thomas Nevian (Neurophysiologie und

Hirnforschung) mit dem Projekt: «Dendritic

excitability and synaptic plasticity of cortical

neurons under physiological and pathological

conditions of neuropathic pain.»

Smita Saxena (Neurophysiologie und Hirnforschung)

mit dem Projekt: «Identification

and functional analysis of distinct stress and

age related pathways in onset and progression

of Spinocerebellar ataxia (SCA1).»

Simona Slanicka (Allgemeine Geschichte

ohne Ur- und Frühgeschichte) mit dem

Projekt: «Politische Korruption und

Korruptionsbekämpfung: Oligarchische

Wahl- und Amtskontrolle in Bern und

Venedig, 15.-17. Jh.»

Petra Wirtz (Psychologie) mit dem

Projekt: «Psychoneurobiological mechanisms

in essential hypertension and coronary

heart disease.»

P r e i s e

King Faisal International Prize

Reinhold Ganz, bis 2004 über 20 Jahre

Direktor und Chefarzt der Klinik und Poliklinik

für Orthopädische Chirurgie am

Inselspital, ist mit dem King Faisal International

Prize for Medicine geehrt worden.

Der emeritierte Ordinarius für Orthopädie

erhielt die renommierte Auszeichnung für

seine wegweisenden Leistungen in der

Hüftgelenkchirurgie.

HR-Bern-Preis 2009

Für ihre Masterarbeit «Trainee-Programme

in der Schweiz. Konzeptionelle Grundlagen

– Empirische Erhebung – Entwicklungstendenzen»

hat Kerstin Nesemann

vom Institut für Organisation und Personal

den HR-Bern-Preis 2009 erhalten. Die

Vereinigung der HR-Fachkräfte aus Wirtschaft

und Verwaltung des Espace Mittelland

zeichnet die beste Masterarbeit im

Human Resources Management aus.

2 unilink April 2010


Nachrichten und Namen

Von Kopf bis Fuss auf Seide eingestellt

Wer durfte im Mittelalter goldene Kleider tragen,

und wer war die eleganteste Heilige? Im Rahmen

der Ringvorlesung «Luxus und Luxuria» des Berner

Mittelalter Zentrums referierte die Textilkunst-

Professorin Birgitt Borkopp-Restle zum Thema

«Seide – Stoff für Heilige und Sünderinnen».

Dass Kleider Leute machen, weiss man

spätestens seit Gottfried Kellers gleichnamiger

Novelle von 1874. Doch im Mittelalter

war man in der Wahl der Materialien

nicht frei, denn Stand und Gewand hingen

eng zusammen. Birgitt Borkopp-Restle, seit

2009 Ordinaria für die Geschichte der

textilen Künste (Abegg-Stiftungsprofessur),

hat sich in dieses Thema vertieft. In ihrem

Vortrag «Seide – Stoff für Heilige und

Sünderinnen» zeigte sie den Symbolgehalt

kostbarer Gewänder auf und ging der

Wertschätzung für Seide auf den Grund.

«Seide musste von weit her geholt

werden», führte sie aus. Denn: Erst im 13.

Jahrhundert entstand in Florenz eine

eigene Seidenproduktion. Über Brügge,

einen wichtigen Handelsplatz, der mit der

italienischen Seidenproduktion in direktem

Kontakt stand, gelangten die schönen

Stoffe nach Flandern. Bis zum 13. Jahrhundert

kam das wertvolle Material aus

dem Orient, was den Preis der Stoffe noch

zusätzlich erhöhte.

Gold für Heilige

Borkopp-Restle analysierte die Darstellung

der italienischen Seide auf Gemälden:

Welche der dargestellten Stoffe haben

reale Vorbilder? In welchem Zusammenhang

kommen sie vor, und wie stellten die

Maler sie dar? Anhand der flämischen

Maler Jan van Eyck, Rogier van der

Weyden und Hans Memling zeigte die

Textilkunst-Expertin auf, wer was und

warum trug. Die Kleidungshierarchie sieht

gemäss Birgitt Borkopp-Restle folgendermassen

aus: Bürgerliche werden auf den

Gemälden nie in Goldsamt dargestellt.

Stifter und Donatoren tragen zwar

durchaus kostbare Wollstoffe, aber kaum

je Samt, und wenn, dann einfarbigen. Die

Figuren, die einer heiligen Sphäre angehören

– wie etwa ein Engel bei Hans

Memling – sind in Goldstoff gewandet,

ebenso wie Gotteskind, Mutter und die

Heiligen. In seltenen Fällen hält die These

nicht stand. Laut Borkopp-Restle aus

Kompositionsgründen. Dann, wenn die

Auf diesem Gemälde von

Rogier van der Weyden

trägt die Heilige Maria

Magdalena ein Kleid mit

Ärmeln aus Goldbrokat.

Maler zwischen gemusterten und unifarbenen

Anteilen ein Gleichgewicht halten

wollten. Wie sehr Stoff eine Figur adeln

kann, wird auch bei Hans Memlings

«Martyrium des Heiligen Sebastian» deutlich.

Ein Goldtuch liegt dem Gemarterten

zu Füssen.

Notorisch elegant

Jesus Christus’ schönste Jüngerin war –

wenn man den unzähligen Gemälden

Glauben schenkt – zweifelsohne die

Sünderin und spätere Heilige Maria

Magdalena. Die Zeugin der Auferstehung

wird geradezu notorisch elegant und stets

nach der neusten Mode gekleidet auf den

Gemälden dargestellt. Bei Rogier van der

Weydens Darstellung von 1452 trägt sie

ein Kleid mit Ärmeln aus Goldbrokat. Das

darf sie, denn sie ist eine Heilige, seit Jesus

ihre sieben Dämonen ausgetrieben hat.

Für Normalsterbliche gibt es Tätigkeiten,

die es erlauben, besser gekleidet auf den

Bildern dargestellt zu werden. Dazu gehört

etwa das Pflegen der Memoria – des

Gedenkens an die Toten –, was bereits

beginnt, wenn Helfer Jesus vom Kreuz

abnehmen und so eine Vorbildfunktion für

den Betrachter einnehmen.

Ein einziger Stifter wagte es, sich dreist

auf Augenhöhe mit den Heiligen darstellen

zu lassen. Es handelt sich um das Gemälde

«Madonna mit dem Kanzler Rolin» um

1435, gemalt von Jan van Eyck. «Es ist

anzunehmen, dass dieses Bild für den

privaten Gebrauch bestimmt war»,

folgerte Borkopp-Restle. Doch hier wurde

ganz klar ein Statement gesetzt, auch via

Stoff. Rolin trägt einen pelzbesetzten

Brokatmantel, der ihm leicht den Vorwurf

der Superbia, des Hochmuts, einbringen

könnte. Fazit: Damals wie heute sind die

Einhaltung und Übertretung eines Dresscodes

eine Gratwanderung, die es gerade

von den Mächtigen zu beherrschen gilt.

Helen Lagger, Kunsthistorikerin und

freie Journalistin

Inhaltsverzeichnis

Köpfe und Karrieren . . . . . . . 2

Nachrichten und Namen . . . . . . . 3

Kurznachrichten . . . . . . . 12

Tipps und Termine . . . . . . . 13

Neu erschienen . . . . . . . 15

unilink April 2010

3


Nachrichten und Namen

Finanzsystem Schweiz: Wie kann es stabiler werden?

Experten diskutierten an einer Veranstaltung des Forums für Universität

und Gesellschaft, welche Lehren aus der Wirtschaftskrise zu ziehen

sind und wie zukünftig Kollapse verhindert werden können.

Auf dem Schweizer Finanzmarkt geht es

momentan turbulent zu und her. Davon

zeugen aufgeblähte Bilanzen der Grossbanken,

der Steuerstreit mit Klagen und

Strafprozessen in den USA, riesige Verluste

der UBS und deren Rettung durch den

Staat, Angriffe auf das Schweizer Bankgeheimnis

und rekordverdächtige Bonuszahlungen

an Spitzenmanager. An einem

Anlass des Forums für Universität und

Gesellschaft (FUG) nahmen drei ausgewiesene

Spezialisten die vielfältigen Abhängigkeiten

der Finanzakteure und

Vorschläge für ein sichereres, stabileres

und dennoch erfolgreiches Schweizer

Finanzsystem unter die Lupe.

Zauberwort «Zusammenarbeit»

«Ein Netz kann auffangen und helfen, ein

Netz kann aber auch einengen und

einschnüren.» Mit der Symbolik des Netzes

leitete Hans-Ulrich Müller, Leiter Region

Mittelland der Credit Suisse, sein Referat

über das kollektive Lernen aus der Krise

ein. Das Netz verdeutlicht die enge

Verflechtung der verschiedenen Akteure

im Finanzsystem und weist auf die

Chancen und Gefahren hin. Müller hofft,

dass nun ein konstruktiver Dialog aller

Beteiligten – des Finanzsektors, der Politik,

der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft –

stattfindet. Denn: Die Schweizer Wirtschaft

könne nur funktionieren, wenn

gegenseitiges Vertrauen und Zusammenhalt

bestehen. «Das Verhältnis der Beteiligten

wurde in der letzten Zeit arg strapaziert»,

so Müller. Er anerkennt, dass

mangelndes Risikobewusstsein von

Bankern und fehlendes Verantwortungsgefühl

gegenüber der Gesellschaft mit zur

Finanzkrise geführt haben. Deshalb ist er

überzeugt, «dass wir Banker auch zur

Lösung des Problems beitragen müssen».

Er verwies in seinem Referat auf das

veränderte Umfeld, in dem sich Banken

heute bewegen – auf den Vertrauens- und

Imageverlust der Banken und auf die

massive staatliche Hilfe, die zur Rettung

von siebzig der hundert grössten Banken

weltweit beansprucht wurde. «Wir haben

zu spät gemerkt, dass die Maschen des

Das Schweizer Finanzsystem

kann wegen seiner

Grösse bei Finanzkrisen

besonders hart getroffen

werden.

Netzes weiter und rissiger, und die Banken

zu schwer fürs Netz wurden», so sein bildlicher

Vergleich. Nun gelte es, neue Spielregeln

und Verhaltensweisen zu gestalten.

«Bei der Gestaltung einer erfolgreichen

Regulierung müssen die komplexen Wechselwirkungen

der Finanzmärkte und die

Wettbewerbsfähigkeit des Standorts

Schweiz berücksichtigt werden», fordert

Müller. Die Credit Suisse habe bereits

Lehren aus der Krise gezogen und Kurskorrekturen

vorgenommen. Dazu gehören

eine stärkere Ausrichtung auf Kundengeschäfte,

die Erhöhung des Eigenkapitals,

die Verminderung von Risiken, die Vergrösserung

der liquiden Mittel und ein

Lohnsystem, das stärker auf langfristigem

Geschäftserfolg basiert.

Die richtige Grösse

Harris Dellas, Professor der Volkswirtschaftslehre

an der Universität Bern,

beleuchtete in seinem Vortrag das

Schweizer Finanzsystem aus der makroökonomischen

Perspektive. Er zeigte auf,

wieso die Grösse des Bankensektors

zentral für die Schweiz ist. Zum Vergleich:

Die gesamte Bilanzsumme aller Schweizer

Banken beträgt in der Schweiz 820

Prozent des Bruttoinlandprodukts – des

Gesamtwerts aller Waren und Dienstleistungen

eines Jahres –, in den USA

hingegen nur 90 Prozent. Dies bedeute,

dass die Schweiz bei Finanzkrisen besonders

hart getroffen werden könne und

generell grösseren Risiken ausgesetzt sei.

Hingegen ist laut Dellas fraglich, ob eine

Veränderung der Grösse des Finanzsystems

langfristig einen grossen Einfluss auf das

durchschnittliche Schweizer Einkommen

hätte. Deshalb geht es nach Ansicht des

Volkswirtschaftsprofessors vor allem

darum, die für ein kleines Land wie die

Schweiz richtige Grösse des Finanzsektors

zu bestimmen. Als Denkanstoss dazu seine

Frage: «Sollen angesichts der beträchtli-

4 unilink April 2010


Nachrichten und Namen

Die Finanzspezialisten am Forumsgespräch

(v.l.): Prof. Dr. Thomas Jordan

(Vizepräsident Nationalbank), Prof. Dr.

Harris Dellas (Volkswirtschaftsprofessor),

Hans-Ulrich Müller (Credit Suisse SKM).

chen Risiken kleine reiche Länder wie die

Schweiz überhaupt danach trachten,

grosse Akteure, so genannte major

players, im globalen Finanzmarkt zu sein?»

Zur Regulierung des Bankensektors meinte

Harris Dellas: Der Staat müsse in erster

Linie verhindern, dass Banken zu hohe

Risiken eingehen. In der Vergangenheit

seien die Banken zu hohe Risiken eingegangen,

weil sie von einer impliziten

Staatsgarantie profitiert hätten. Zudem

müssten Banker dazu gebracht werden,

«sich der gesamtgesellschaftlichen Folgen

exzessiver Risiken ständig bewusst zu

sein». Der Wissenschaftler weist aber

ausdrücklich darauf hin, dass auch bei

bestmöglichen Regulationsvorschriften

Finanzkrisen nicht zu verhindern seien.

Dies habe sich im Lauf der Geschichte

schon mehrmals gezeigt.

Banken ohne staatlichen Schutz

In seinem Referat zur Bankenregulierung

zeigte Thomas Jordan, Vizepräsident der

Nationalbank, die Schwachstellen der

bisherigen Regulierung auf und schlug

Massnahmen für ein neues und besseres

Modell vor. «Bei der Bankenregulierung

geht es nicht darum, Banken zu bestrafen

oder ihnen zu schaden, vielmehr soll das

ganze System stabiler werden», führte

Jordan aus. Denn es stehe fest, dass die

bis anhin geltenden Regulierungen den

Handlungsspielraum der Banken nicht

genug einschränken konnten, so dass

diese teilweise exzessive Risiken eingingen.

Deren negative Folgen mussten später

durch staatliche Rettungsmassnahmen

begrenzt werden. Daraus leitet sich Handlungsbedarf

ab, der gemäss Jordan folgendermassen

aussieht: «Es darf keine Staatsgarantien

mehr geben, denn die Banken

müssen die Verantwortung für ihr Handeln

selber übernehmen». Ausserdem dürfe der

Untergang einer Bank nicht unser

gesamtes Finanzsystem gefährden. Dieses

Ziel sei vor allem dadurch zu erreichen,

dass die Eigenkapitalanforderungen an die

Banken verschärft würden. Denn Eigenkapital

wirke bei Finanzschocks als Puffer.

Die Finanzkrise hat laut Jordan zudem

aufgezeigt, dass Liquiditätsengpässe bei

Banken ein zentrales Problem waren.

Deshalb fordert er eine klare Liquiditätsregulierung.

«Das Ziel ist letztlich, dass keine

Bank ein untragbares Risiko für das

Schweizer Finanzsystem darstellt», so

Jordan. Darum brauche es Anreize zur

Reduktion von Grösse und Systemrelevanz.

Für die Durchsetzung bedinge dies aber

den politischen Willen.

Salomé Zimmermann

Geld- und Fiskalpolitik

Im Jahr 2010 veranstaltet das Forum für

Universität und Gesellschaft (FUG) eine

Reihe von Forumsgesprächen rund um

das Thema «Nach der Finanzkrise». Die

nächste Vortrags- und Diskussionsrunde

findet am 2. Juni 2010 um 17.00 Uhr

zum Thema «Geld- und Fiskalpolitik:

Retter ohne Grenzen?» statt. Die Teilnehmer-zahl

ist beschränkt. Der Anmeldeschluss

ist der 27. Mai 2010.

fug@fug.unibe.ch, 031 631 45 66

www.forum.unibe.ch

unilink April 2010

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Nachrichten und Namen

Glücklichsein ist lernbar

Einmal unglücklich zu sein, muss

nicht heissen, immer unglücklich

zu sein. Denn glücksförderliche

Eigenschaften und Lebensstile

sind trainierbar, wie der Persönlichkeitspsychologe

Willibald Ruch

an einer Vorlesung des Collegium

generale dargelegt hat.

Sind wir zum Glück geboren? Um es

gleich vorwegzunehmen: Die Psychologie

kann die Frage nach dem Zusammenhang

zwischen Persönlichkeit und Glück im

Leben weder mit einem klaren «Ja» noch

einem deutlichen «Nein» beantworten.

Willibald Ruch, Leiter der Fachgruppe

Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik

an der Universität Zürich, zeigte auf, dass

«Glück» eine kognitive und eine emotionale

Komponente hat: Es ist einerseits die

Einschätzung, dass das Leben zufriedenstellend

ist. Andererseits bedeutet Glück

auch das Überwiegen positiver gegenüber

negativen Emotionen. Auf der Suche nach

den Ursachen des Glücksgefühls hat die

Psychologie eine Entwicklung durchlaufen.

Ausgehend von Studien aus den Anfängen

der psychologischen Erforschung von

Glück in den 1970er Jahren galt lange,

dass Stimmungslagen von stabilen Persönlichkeitseigenschaften

abhängen: Ein von

Natur aus extravertierter Mensch erlebt

mehr positive Emotionen als sein eher

introvertiertes Pendant. Eine emotional

labile Person ist dagegen prädisponiert

für negative Gefühle. «Die Persönlichkeit

hängt mit der Art der Emotionen und

damit dem Wohlbefinden des Menschen

zusammen», bestätigte denn auch Ruch.

Diese Feststellung offenbart allerdings nur

die halbe Wahrheit; dies legen neuere

Forschungsansätze nahe.

«Positive Wende»

Die Psychologie hat sich im 20. Jahrhundert

viel intensiver mit negativen als mit

positiven Phänomenen des menschlichen

Erlebens und Verhaltens beschäftigt.

Freude, Lebenszufriedenheit oder eben

Glück hatten als Untersuchungsobjekte

einen schweren Stand gegen Ängste,

Depressionen und die Frage, wie man

diese behandelt. Als Gegenpol zu dieser

Einseitigkeit ist die so genannte Positive

Psychologie entstanden. Sie fokussiert auf

positives menschliches Erleben, gute

Eigenschaften sowie wachstumsförderliche

Rahmenbedingungen des Lebens und will

damit die Disziplin wieder ausgeglichener

gestalten.

Die Vertreter der Positiven Psychologie

entwickelten unter anderem das Konzept

des guten Charakters. Es umfasst 24

Charakterstärken, die sechs verschiedene

Tugenden definieren. Diese Charakterstärken

sind nicht nur in der Person angelegt,

sondern auch von den äusseren

Umständen mitbestimmt und deshalb

veränderbar. In Studien haben sich insbesondere

die Stärken Hoffnung,

Enthusiasmus, Bindungsfähigkeit, Neugier

und Dankbarkeit als Voraussetzungen für

Lebenszufriedenheit erwiesen.

Ein anderes Konzept der Positiven Psychologie

definiert drei so genannte Orientierungen

zum Glück: «life of pleasure», «life

of meaning» und «life of engagement».

Es geht zurück auf die philosophischen

Lehren des Hedonismus – des Strebens

nach Genuss und Vergnügen – und der

Eudemonia – des sinnerfüllten Lebens –

sowie auf die Selbstverwirklichung. Diese

drei Lebensstile fördern die Zufriedenheit;

am stärksten trifft dies gemäss aktueller

Forschung auf ein engagiertes Leben zu:

Wer sich in seinen Aufgaben entfalten

kann und in seinen Fähigkeiten herausgefordert

fühlt, ist glücklich. «Am glücklichsten

ist, wer alle drei Lebensstile

pflegt», verwies Ruch ausserdem auf die

additive Wirkung.

Anwendung in Stärkentrainings

Basierend auf diesen Erkenntnissen sind

Trainingsprogramme entwickelt worden.

Ihr Prinzip ist der Aufbau positiver Aspekte

des Lebens anstelle der traditionell praktizierten

Reduktion negativer Aspekte – mit

Erfolg, wie Willibald Ruch am Beispiel des

Humors bestätigte: «Humortraining wirkt

sich förderlich auf die Lebenszufriedenheit

aus.» Die Idee eines Stärkentrainings ist

es, gute Gewohnheiten im Zusammenhang

mit der betreffenden Eigenschaft

aufzubauen: «Im Humortraining geht es

darum, mittels Übungen, Spielen und

Humortagebüchern den Blick für lustige

Aspekte des Alltags zu schärfen, Techniken

des Komisch-Seins zu erlernen, über sich

selber lachen zu können und unter Stress

den Humor nicht zu verlieren», erklärte

der Psychologe. Als wirksam erweisen sich

ebenfalls Dankbarkeitsübungen. Zum

Beispiel überlegt man sich jeweils am

Abend, welche drei guten Dinge einem

tagsüber passiert sind. Auf diese Weise

wird die Wahrnehmung auf das Positive im

eigenen Leben gelenkt. «Dies hat einen

massiven Einfluss auf die Zufriedenheit.»

Daniela Baumann

In der Psychologie

gelten persönliche

Stärken und

bestimmte Lebensstile

als «Glücksbringer».

Selbsteinschätzung online

Die Fragebogen der Positiven Psychologie

zur Selbsteinschätzung finden sich unter:

www.charakterstaerken.org

6 unilink April 2010


Nachrichten und Namen

Parkinson: Die (un)bekannte Krankheit

Trotz grosser Forschungsfortschritte: Die primäre Ursache

der Parkinson-Krankheit ist weiterhin unbekannt und die

Therapie entsprechend schwierig. Alain Kaelin und

Michael Schüpbach von der Berner Universitätsklinik für

Neurologie sprachen an der «Woche des Gehirns» von

Nervenzellen, Dopaminen und Kreativitätsschüben.

«Die Parkinson-Krankheit ist wie Blech,

das rostet: Die Ursache kann unterschiedlicher

Natur sein, und die Art und Schnelligkeit

des Verlaufs hängen von vielen

verschiedenen Faktoren ab», erklärte der

Neurologe Alain Kaelin. Die Individualität

der Krankheit ist für Betroffene wie auch

für Forschende eines der grössten Probleme:

So ist die Ursachenforschung

komplex und die Therapie vielfältig.

Nervenzellen sterben ab

«Die» Parkinson-Krankheit existiert nicht,

der Verlauf jedoch ist ähnlich: Parkinson

beginnt schleichend und schreitet

langsam, jedoch zeitlebens und chronisch

fort. Die Krankheit ist eine der häufigsten

Erkrankungen des Nervensystems und

verläuft degenerativ: Bei Parkinson sterben

ohne klare äussere Ursache Nervenzellen

ab, die Dopamin herstellen. Dopamine

sind Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter.

«Je weniger Dopamine, desto mehr

motorische Störungen», erläuterte Alain

Kaelin den Zusammenhang. Der Mangel

an Dopamin vermindert letztlich die aktivierende

Wirkung jener Teile des Gehirns,

die für motorische und kognitive Funktionen

des Körpers von grosser Bedeutung

sind. Die Ursachenforschung pendelt

zwischen genetisch bedingten und von der

Umwelt hervorgerufenen Faktoren. Fest

steht: Die natürlichen Eiweissentsorgungs-

Mechanismen in den betroffenen Nervenzellen

funktionieren nicht mehr. Die in den

Zellen produzierten, aber überschüssigen

oder defekten Eiweisse müssen abgebaut

und entsorgt werden. Gelingt dies nicht,

verklumpt das Eiweiss zu «Depots» – so

genannten Lewy-Körperchen – und die

Zellen sterben ab. Warum es dazu kommt,

bleibt bislang unerklärlich – über die

primäre Ursache, die letztlich zum Zelltod

führt, wird in der Forschung weiterhin

heftig spekuliert.

Londoner Arzt als Namensgeber

Mit grosser Wahrscheinlichkeit war

Parkinson schon bei den Griechen und

Bei Parkinson sterben ohne

klare Ursache Nervenzellen

ab, was zu motorischen

Störungen führt.

Römern bekannt, und nicht erst im Industriezeitalter,

wie vielfach angenommen.

Antike medizinische Schriften weisen auf

Krankheiten mit Zittern und Bewegungsstörungen

hin. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts

jedoch beschrieb der Londoner

James Parkinson (1755 bis 1824) das

Krankheitsbild umfassend. Der Arzt und

Apotheker verfasste eine Abhandlung über

die «shaking palsy» – die Schüttellähmung.

Er wies bereits auf das langsame

Fortschreiten der Erkrankung hin und

beschrieb mit scharfer Beobachtungsgabe

die wichtigsten Symptome. Diese sind:

Muskelstarre und -zittern, verlangsamte

Bewegungen – bis hin zu Bewegungslosigkeit,

ein Maskengesicht sowie Haltungsinstabilität.

Während die intellektuellen

Fähigkeiten in der Regel nicht oder nur

wenig beeinträchtigt werden, kann es

vorkommen, dass Denkvorgänge und

sprachliche Äusserungen langsamer

werden. Daneben können verschiedene

vegetative und psychische Störungen

auftreten. Die Symptome werden im

Verlauf stärker und daher auch besser

erkennbar.

Kreativitätsschub möglich

«Es ist keine Schema-Therapie möglich»,

so Michael Schüpbach. Der Neurologe

brachte die Schwierigkeit auf den Punkt:

Die Therapie ist sehr individuell und multidisziplinär.

Der Austausch zwischen allen

Beteiligten, auch die Einbindung des

persönlichen Umfelds des Patienten seien

bedeutend, erklärte Schüpbach.

Gemeinsam könne viel erreicht werden.

Weiter sei entscheidend, so der Neurologe,

neben medikamentösen auch nicht-medikamentöse

Behandlungen einzusetzen –

die Logopädie, die Physiotherapie oder

Sitzungen beim Psychiater etwa. Parkinson

ist zwar nicht ursächlich heilbar, jedoch

können viele Symptome durch Medikamente

behandelt werden: Fehlendes

Dopamin wird ersetzt durch Medikamente,

die wie Dopamin wirken, im Hirn zu

Dopamin umgewandelt werden oder die

den Abbau von Dopamin hemmen. Diese

Behandlung hat die Lebenserwartung und

-qualität der Parkinson-Kranken stark

erhöht. Jedoch lässt die Wirkung der

Medikamente nach fünf bis zehn Jahren

nach. Ausserdem können viele Nebenwirkungen

auftreten: Verwirrtheitszustände,

Halluzinationen, Hypersexualität oder

Spielsucht, die manche Patientinnen und

Patienten in den finanziellen Ruin

getrieben hat. Allerdings ist bei einigen

Betroffenen auch eine ausserordentliche

Kreativität festzustellen: Sie beginnen zu

malen und zu dichten und entdecken auf

diesem Weg eine ganz neue Seite ihrer

Persönlichkeit.

David Fogal

unilink April 2010

7


Nachrichten und Namen

Vielfältiger Lebensraum: 150 Jahre Botanischer Garten

Der Botanische Garten Bern feiert heuer 150 Jahre der Sammlung,

Erforschung, Präsentation und Vermittlung botanischer

Vielfalt. Den Auftakt zum Jubiläum bildet die Ausstellung

«Lebensräume», welche die unterschiedlichsten Ökosysteme

unserer Welt im Kleinformat erfasst.

Der Arznei-Mohn aus dem Kaukasus blüht im Steppenhaus des Botanischen

Gartens; er wird auch in Privatgärten und als Heilmittel kultiviert.

Ausstellung und Begleitaktionen

Die Ausstellung «Lebensräume» ist vom

22. April bis zum 31. Juli 2010 zu erleben

und täglich von 08.00–17.30 Uhr

geöffnet. Zusätzlich finden Aktionstage

statt, beispielsweise ein «Vogeltag» und

eine Wiesenmeisterschaft. Es gibt aber

auch Workshops, in denen ein eigenes

Wildbienenhaus gebaut werden kann.

Führungen und spezielle Angebote für

Schulen und Kinder runden das

Programm ab. Einige begleitende Aktivitäten

sollen auch über längere Zeit hinaus

Wirkung zeigen. So dient eine Broschüre

zur Biodiversität, die von der Abteilung

Naturförderung (ANF) des Kantons

(ehemals Naturschutzinspektorat) herausgegeben

wurde, nicht nur als Führer

durch die Ausstellung, sondern auch als

allgemeine Informationsquelle. Zudem

führt die ANF auch mehrere Wiederansiedlungsprojekte

ausgestorbener

Pflanzenarten im Kanton vom Oberland

bis in den Jura durch.

www.boga.unibe.ch

Am frühen Morgen eines verheissungsvollen

Frühlingstags liegt der Botanische

Garten ruhig da. Der Lärm des Verkehrs

von der Lorrainebrücke vermag kaum nach

unten in den Garten zu dringen, Stress

und Hektik bleiben draussen. Einzig die

Gärtner sind an diesem Morgen emsig

damit beschäftigt, zu harken, zu graben,

zu pflanzen, zu giessen und zu rechen.

Der BOGA, wie er abgekürzt heisst, ist ein

richtiges Idyll am Sonnenufer der Aare –

mitten in der Stadt Bern. «Bei jedem

Rundgang durch den Garten entdecke ich

immer wieder etwas Neues, egal zu

welcher Jahreszeit», freut sich der Biologe

Luc Lienhard, der regelmässig für den

Botanischen Garten tätig ist. Zurzeit

bereitet er zusammen mit Beat Fischer die

Ausstellung «Lebensräume – Vielfalt lokal

bis global» mit Begleitaktionen vor, die

anlässlich des UNO-Jahrs der Biodiversität

und des 150-Jahr-Jubiläums des BOGA

Ende April eröffnet wird.

Raffinierte Pflanzen

Die Ausstellung vermittelt den Besuche-

rinnen und Besuchern das Erlebnis von

zehn verschiedenen Lebensräumen mit

ihren typischen Pflanzen und Tieren. Da

der Garten bereits nach ökologischen und

geographischen Kriterien geordnet ist,

bilden die bestehenden Strukturen im Freiland

und in den Schauhäusern eine ideale

Ausgangslage. Das Projektteam und die

Mitarbeitenden verwandeln die Lebensräume

mit gezeichneten Bildern, Holztierfiguren

von Schülern der Schule für Holzbildhauerei

in Brienz und erhellenden

Texten zu einem Ganzen. Ein Beispiel: Der

Lebensraum «Steppe» ist im gleichnamigen

Schauhaus zu erleben. Da der

Boden dieser Landschaft trocken und hart

ist, verweisen Bilder mit den entsprechenden

Erklärungen auf spezielle Pflanzenformen,

die sich den Bedingungen

meisterhaft angepasst haben. Dazu

gehören die Zwiebelpflanzen – in der

einheimischen Natur sind dies beispielsweise

die Tulpen –, denn in klimatisch

ungünstigen Perioden können sie sich fast

vollständig in den Boden zurückziehen

und wieder auftauchen, wenn die Verhältnisse

besser sind. Auf den Stelen zur

Steppe gibt es unter anderem auch Bilder

und Informationen zur Grosstrappe, einer

Vogelart, und zum Przewalski-Pferd.

Mitten in der Steppenlandschaft thront

das Erdmännchen, das symbolisch für

diesen Lebensraum steht. In der Schweiz

finden sich laut Lienhard kleinräumige

Steppen an einigen Orten im Wallis.

Blätter wie riesige Kuchenbleche

«Die Ausstellung erlaubt es, innerhalb

kurzer Zeit die gegensätzlichsten Lebensräume

unserer Welt zu durchwandern», so

Biologe Lienhard. Der Spaziergang kann

beispielsweise im Tropenhaus mit seinem

warm-schwülen Klima fortgesetzt werden.

Dort sind Pflanzen des Regenwalds mit

farbenprächtigen Blüten und sattgrünen

Blättern zu bestaunen. Besonders ins Auge

stechen auch die Seerosen von Santa

Cruz, deren Blätter wie riesige Kuchenbleche

auf dem Wasser des Teichs liegen.

In der freien Natur haben diese einen

8 unilink April 2010


Nachrichten und Namen

Im Tropenhaus stechen

auch die beeindruckend

grossen Seerosen von

Santa Cruz ins Auge.

Durchmesser von bis zu zwei Metern, und

man sagt, sie könnten einen leichten

Menschen auf dem Wasser tragen.

Während nur gerade zwei Tagen im Jahr

taucht die karminrote, stark duftende

Blüte an der Wasseroberfläche auf, um

dann wieder zu versinken. Im Berner Mini-

Dschungel mit seinen vielen faszinierenden

Gewächsen hängt zudem versteckt

ein lebensgrosser Affe – eine täuschend

echte Nachbildung.

Vom Himalaya zu den Alpen

Aber nicht nur die Schauhäuser haben viel

zu bieten. Unter freiem Himmel gibt es im

Botanischen Garten ebenfalls Vielfältiges

zu bestaunen. Ein besonderes Kleinod und

Kernstück des BOGA ist das Alpinum, der

Alpengarten, der mit seinen Kalkfels-

Treppen als einer der schönsten der Welt

gilt. Im Alpinum führt die Reise vom

Himalaya über die Rocky Mountains zum

Balkan, bis sie schliesslich in den

Schweizer Alpen endet. Dank der günstigen

sonnigen Lage am Steilhang gedeiht

hier eine artenreiche Sammlung an

Jubiläums-Programm

Im Jubiläumsjahr wartet der BOGA mit

einem vielfältigen Programm auf. Es gibt

neben der Ausstellung «Lebensräume»

auch eine Fotoausstellung zur anatomischen

Vielfalt der Pflanzen. Eine Baumtreppe

führt die Besucherinnen und Besucher

direkt in die Baumkrone, im «Theater

im Garten» machen sich die Teilnehmenden

auf die Suche nach Gnomen,

Elfen und Trollen, prominente Redner

diskutieren bei den «Gesprächen auf der

Gartenbank», in der Woche der botanischen

Gärten gibt es ein spannendes

Sonderprogramm zum Thema «Pflanzen

und Vielfalt des Lebens». Botanische

Führungen, Konzerte, spezielle Kinderprogramme,

eine Poesienacht und eine

Jazz-Matinée runden das Programm ab.

Ausführliche Informationen unter:

www.boga150.ch

Gebirgspflanzen. Der Lebensraum «Alpen»

wird ergänzt von einer Steinadler-Skulptur

und Erläuterungen zum Gletscherfloh und

zum Steinbock. Die weiteren vorgestellten

Lebensräume der Ausstellung sind: Wüste,

Moor, Trockenrasen, Pionierstandort,

Wald, Garrigue und Macchie sowie Wasser

und Sumpf. Der Akzent der Ausstellung

liegt auf den einheimischen Lebensräumen,

der Fokus wurde aber ausgeweitet,

denn die Biodiversität ist ein weltweites

Thema.

Forschungsstätte, Museum und Park

Der heutige Botanische Garten wurde

1860 auf den Beschluss des bernischen

Grossen Rats hin im Rabbental am Aarehang

angelegt. Tatsächlich hat der BOGA

aber bereits eine 220-jährige Geschichte.

Allerdings änderten in den ersten 70

Jahren seines Bestehens die Örtlichkeiten

und Trägerschaften mehrmals. Es waren

Albrecht von Haller, Sohn des gleichnamigen

Universalgelehrten, Pfarrer Samuel

Wyttenbach und der Apotheker Karl Friedrich

Morell, die den ersten Garten ins

Leben riefen. Im Lauf der Zeit wurde der

Garten der Universität Bern angegliedert,

die ihn auch heute noch führt. Der jeweilige

Direktor des Botanischen Gartens der

Universität Bern ist immer ein Professor

der Pflanzenwissenschaften – momentan

Markus Fischer. Der Botanische Garten

vereinigt gleich mehrere Aufgaben: Er ist

Forschungsstätte, Museum und Park.

Einige Schauhäuser sind für Forschungsprojekte

reserviert, und die Ausbildung der

Studierenden der Pflanzenwissenschaften

findet auch in Räumlichkeiten beim BOGA

statt. Neben der Universität unterstützen

der Kanton sowie die Stadt Bern, die Stiftung

für den Botanischen Garten, die

Burgergemeinde, der Pro Flora Förderverein

und private Gönner den Betrieb mit

finanziellen Mitteln. Sein Weiterbestehen

war eine Zeit lang in der jetzigen Form in

Frage gestellt, nun ist der Betrieb bis 2013

gesichert. «Wir wünschen uns, dass der

BOGA mit seiner Mission – der Vermittlung

der biologischen Vielfalt, gerade auch

in ihrer Bedeutung für den Menschen –

erfolgreich ist», so der BOGA-Direktor

Markus Fischer. Ausserdem erhoffe er sich

die Rahmenbedingungen langfristig derart,

dass das Team konsequent dieses Ziel

weiterverfolgen könne. Der Professor der

Pflanzenwissenschaft erkennt denn auch

im Jubiläumsjahr die Möglichkeit, durch

Ausstellungen und andere Aktivitäten «die

Leistungen des BOGA transparent zu

machen und die Faszination und den

Wert, aber auch die weltweite Bedrohung

der biologischen Vielfalt den Leuten nahezubringen».

Die Festivitäten des Jubeljahres

mit vielen Höhepunkten (vgl.

Kasten) sind laut Fischer auch «ein herzliches

Dankeschön an diejenigen, die den

Garten seit der Gründung getragen und

genutzt haben».

Salomé Zimmermann

Jubiläums-Buch

Unter dem Titel «Botanischer Garten

Bern» schufen Fred Zaugg (Text) und

Adrian Moser (Bilder) zum Jubiläum ein

bild- und wortmächtiges Kaleidoskop aus

Begegnungen und Betrachtungen.

Verkauf im BOGA-Büro und im

Buchhandel

unilink April 2010

9


Nachrichten und Namen

Arbeit: Wertschätzung wirkt Wunder

Wer sich am Arbeitsplatz in seinem Selbstwert bedroht fühlt, ist

anfällig für Stress. Forschende des Instituts für Psychologie untersuchen,

wie das Selbstkonzept das Erleben von Stress beeinflusst

und welche Rolle Anerkennung und Wertschätzung dabei spielen.

Das Telefon klingelt fast im Minutentakt,

der Vorgesetzte hat schon mehrmals ungeduldig

nach dem längst fälligen Projektbericht

gefragt, der Computer beendet

immer im ungünstigsten Moment unerwartet

das Programm. Dazu kommt die

gereizte Stimmung im Team: Immer sind

es dieselben Kolleginnen und Kollegen, die

sich um die lästigen Pflichten drücken.

Lieber schnappen sie sich die spannenden

und prestigeträchtigen Aufgaben und

profilieren sich beim Chef. Eine solche

Situation veranschaulicht die wichtigsten

Stressfaktoren am Arbeitsplatz: Zeitdruck,

Überlastung, schlechte Arbeitsorganisation,

soziale Konflikte und ungerechte

Behandlung. Aber auch Persönlichkeitsmerkmale

wie die emotionale Stabilität

oder der Optimismus eines Arbeitnehmers

spielen eine Rolle. Denn Stress ist ein

persönliches Erleben – eine als unangenehm

erlebte Anspannung, die mit negativen

Emotionen verbunden ist. Obwohl

Stress als momentaner Zustand immer

negativ gefärbt ist, betont Norbert

Semmer, ordentlicher Professor der

Arbeits- und Organisationspsychologie:

«Stress kann durchaus positive Konsequenzen

haben. Ab und zu unter Stress zu

stehen, bedeutet, dass wir dazulernen und

unser Selbstbewusstsein stärken.» Ein

Zuviel an Stress hingegen erhöhe die

Anfälligkeit für diverse Krankheiten, zum

Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme.

mental, indem wir Distanz zur Situation

gewinnen», erklärt Norbert Semmer.

Stresssituationen sind realistischerweise

nicht immer zu verhindern. Wie die Stressforschung

zeigt, gibt es aber Faktoren, die

helfen, unnötigen Stress zu vermeiden

oder mit unumgänglichen Stresserlebnissen

besser umzugehen. Dies sind Autonomie,

soziale Unterstützung und Wertschätzung;

letztere wird an der Universität

Bern im Rahmen des Forschungsschwerpunkts

«Stress am Arbeitsplatz» untersucht.

«Es ist erstaunlich, was Menschen

alles auf sich nehmen und aushalten,

wenn sie das Gefühl haben, dass ihr

Beitrag geschätzt wird», unterstreicht

Norbert Semmer die enorme Bedeutung

von Anerkennung und Wertschätzung am

Arbeitsplatz.

Wie viel Autonomie, soziale Unterstützung

und Wertschätzung eine Arbeitnehmerin

erhält, kann sie jedoch nur begrenzt

beeinflussen. Semmer erkennt aber auch

Handlungsmöglichkeiten auf der persönlichen

Ebene: «Die Arbeit besser einteilen,

Prioritäten setzen, Aufgaben delegieren,

sich gut vorbereiten und schliesslich eine

gewisse Gelassenheit können hilfreiche

Mittel gegen Stress sein.»

Der Stress und das Ego

Die Forscherinnen und Forscher um

Professor Semmer fragen danach, wie

Stress mit der Identität des Menschen

Biologisch vernünftige Reaktion

Die normalen Begleiterscheinungen in

Stresssituationen – Anspannung, erhöhte

Erregung, aber auch physiologische Symptome

wie eine gesteigerte Herzfrequenz –

machen biologisch Sinn: Der Körper mobilisiert

Energie, damit wir möglichst schnell

reagieren können. Für den Moment irrelevante

Prozesse – beispielsweise die

Verdauung – werden hingegen gehemmt.

«Für die längerfristige Wirkung von Stresssituationen

ist entscheidend, wie schnell

wir danach wieder ‹demobilisieren›

können – körperlich, indem der Blutdruck

wieder auf ein normales Niveau sinkt, und

Überlastung führt

häufig zu Stress und

schmälert die Erfolgsaussichten.

10 unilink April 2010


Nachrichten und Namen

Eine anerkennende Geste hilft, mit

Stresssituationen besser umzugehen.

zusammenhängt. Der Mensch hat das

Bedürfnis nach einem positiven Selbstbild.

Man will als kompetent, nett und zuverlässig

gelten und unternimmt entsprechend

viel, um dieses Bild vor sich selbst

und vor anderen aufrechtzuerhalten, so

Semmer. Die Berner Arbeitspsychologen

interessieren sich vor diesem Hintergrund

für Situationen im Arbeitsleben, welche

das Selbstbild bedrohen beziehungsweise

bestätigen und so das Stresserleben beeinflussen.

Dazu haben sie zwei neue Ansätze

entwickelt, das «Stress as Offense to

Self»-Modell und das «Success Resource

Model of Job Stress». Im Zentrum des

«Stress as Offense to Self»-Konzepts, an

dem neben Norbert Semmer auch Nicola

Jacobshagen massgeblich beteiligt ist,

steht die Wert- beziehungsweise Geringschätzung.

Das Modell zeigt auf, wie das

Arbeitsumfeld auf vielfältige und bisweilen

unterschwellige Art und Weise einen

Mangel an Wertschätzung zum Ausdruck

bringen kann. Häufig seien sich Vorgesetzte

der sozialen Botschaft ihres Verhaltens

gegenüber Mitarbeitenden überhaupt

nicht bewusst, ist der Stressforscher überzeugt.

Er illustriert dies mit einer realen

Begebenheit: Eine Sekretärin ist an ihrem

Arbeitsplatz ständig der Hitze ausgesetzt,

die ein nebenan stehendes Fotokopiergerät

ausstrahlt. Danach gefragt, ob sie

dies nicht störe, antwortete die Angestellte:

«Natürlich, aber wissen Sie: Ich bin

ja nur die Sekretärin, mit mir kann man

das machen.» Nicht nur die Hitze an sich

ist hier ein Stressfaktor, sondern auch die

mit der Platzierung des Fotokopierers

subtil vermittelte Botschaft: «Deinetwegen

suchen wir keine andere Lösung»; das

gefährdet den Selbstwert. Der gleiche

Mechanismus lässt sich auch im Zusammenhang

mit so genannt «illegitimen»

Arbeitsaufgaben finden: Tätigkeiten, die

nicht zum Berufsbild passen, zum Beispiel

nicht dem Qualifikationsniveau des Arbeitnehmers

entsprechen, werden oft als

abwertend empfunden und fördern eher

das Stressempfinden als Aufgaben, die als

legitimer Bestandteil des Berufs wahrgenommen

werden. Auf der anderen Seite

haben berufliche Erfolgserlebnisse das

Potenzial, das Stresserleben positiv zu

beeinflussen. Diesen Zusammenhang skizziert

das «Success Resource Model of Job

Stress» von Simone Grebner. Erfolg bei der

Arbeit hat sowohl kurz- als auch langfristig

positive Auswirkungen auf die

Gesundheit und das Wohlbefinden. «Die

mit Erfolg einhergehende Selbstbestätigung

kann ein gutes Gegengewicht zu

Stress bilden», erklärt Norbert Semmer.

Wertschätzung ist mehr als Lob

Aus diesen Überlegungen und Erkenntnissen

lassen sich Massnahmen für die

Arbeitsgestaltung ableiten, so dass

«Menschen in ihrer Arbeit produktiv sein

und sich gleichzeitig wohl fühlen

können», bringt es Semmer auf den

Punkt. «Die Verantwortlichen sollten

Bedingungen schaffen, die Erfolgserlebnisse

am Arbeitsplatz ermöglichen. Subjektiver

Erfolg hilft, unnötigen Stress abzubauen

und unvermeidlichen Stress besser

auszuhalten», führt der seit über 20

Jahren an der Universität Bern tätige

Professor aus. Das heisst: Andauernde

Überlastung ist möglichst zu vermeiden,

denn zu viel Arbeit mindert die Chancen,

diese erfolgreich zu erledigen. Des

Weiteren sollte auf eine adäquate Ausstattung

– beispielsweise auf funktionstüchtige

Computer – geachtet werden. Hohe,

aber vernünftige Anforderungen, individuelle

Unterstützung in Form von Ausund

Weiterbildung sowie wiederum Wertschätzung

und Anerkennung durch

Vorgesetzte und Kollegen führen zum

Erfolg der Arbeitnehmenden – wovon

auch das Unternehmen profitiert. «Es ist

extrem wichtig, Menschen und ihre Leistungen

immer wieder anzuerkennen, und

zwar nicht nur durch Schulterklopfen oder

Loben», betont Semmer. Wertschätzung

bedeutet beispielsweise auch, dass Vorgesetzte

ihren Mitarbeitenden eine gewisse

Autonomie zugestehen. Damit werde

signalisiert: «Ich traue dir zu, dass du

deine Arbeit selbstständig organisierst.»

Noch sind die neuen theoretischen

Konzepte in der Praxis nicht umfassend

geprüft. «Die ersten Forschungsergebnisse

sind aber vielversprechend», freut sich

Norbert Semmer.

Daniela Baumann

Programm zum Stressabbau

Die Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie

bietet zusammen mit anderen

Trägern unter www.stressnostress.ch ein

Programm zum Stressabbau und zur

Stressprävention am Arbeitsplatz an.

Einzelpersonen und Unternehmen erhalten

wertvolle Informationen, können

eine Selbstanalyse durchführen und

online eine individuelle Rückmeldung in

Anspruch nehmen.

www.stressnostress.ch

unilink April 2010

11


Kurznachrichten

Jahresbericht 2009

Fakten, Forschungsprojekte, Feier

Anfangs Mai erscheint der neue Jahresbericht

der Universität Bern. Neben zahlreichen

Statistiken bietet er die wichtigsten

Informationen aus der

Universitätsleitung, die Präsentation dreier

Forschungsprojekte und eine bebilderte

Jahreschronik. Die Themen der Universitätsleitung

sind das erfolgreiche Jubiläum

zum 175-jährigen Bestehen, die Diskussionen

um die Bologna-Reform und die

Autonomie der Universität. Auch neue

Wege in der Nachwuchsförderung werden

besprochen, es folgen der Rückblick auf

wichtige Entwicklungen der letzten vier

Jahre in der Forschung und das steigende

und gut nachgefragte Weiterbildungsangebot.

Aufgrund sinkender Kantonsbeiträge

verzeichnet die Universität Bern

einen negativen Finanzabschluss 2009. Als

Forschungsprojekte werden vorgestellt:

Das «World Trade Institute», das nach

kreativen Lösungen im Bereich des Welthandels

sucht und herausfinden will, ob

die ökonomische Globalisierung eine

Bedrohung für das Klima ist oder ob sie

dem Umweltschutz neue Chancen bietet;

das Institut für Sozial- und Präventivmedizin,

das wissen will, was uns krank

macht und was uns gesund hält und in

Afrika mit grossem Erfolg HIV-Therapien

untersucht; das Institut für Ökologie und

Evolution, das erforscht, was über uns

fliegt und unter uns kriecht und mit hilft,

dass heute der mächtige Bartgeier wieder

hoch über den Schweizer Bergen kreist.

Universität Bern: ein Porträt

Die Universität stellt sich vor

Gleichzeitig mit dem neuen Jahresbericht

bringt die Abteilung Kommunikation die

aktualisierte, farbige Broschüre «Universität

Bern: ein Porträt» heraus , in der

Interessierte alles Wissenswerte über die

Universität erfahren: von der Lehre und

Forschung über die Weiterbildung bis zu

Sport und Kultur. Kurz und klar werden

die wichtigsten Eckpfeiler der Universität

vorgestellt. Auch auf die universitäre

Umgebung wird hingewiesen: die Stadt

Bern mit ihrer hohen Lebensqualität oder

die Länggasse, die sich zu einem lebendigen

Studenten-Quartier entwickelt hat.

Die drei in der Broschüre präsentierten

Forschungsprojekte bieten einen kurzen,

aber aufschlussreichen Überblick darüber,

in welchen Bereichen die vorgestellten

Institute forschen. In die Broschüre werden

zudem interessante Statistiken eingestreut:

Beispielsweise wurden im letzten Jahr

insgesamt 205 Master-Abschlüsse, Zertifikate

und Diplome ausgestellt und am

Universitätssport 14 000 Trainingsstunden

absolviert. Weiter enthält die Broschüre

neben einem Lageplan auch nützliche

Adressen zu den Bachelor- und Masterstudiengängen,

zu den Graduiertenschulen

und rund ums Studium. Die Broschüre

kann auf Deutsch, Französisch und

Englisch heruntergeladen werden.

Jahresbericht und Porträt: www.unibe.ch/

oeffentlichkeit/publikationen.html

EndNote Web für Studierende

Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek Bern bietet im

April 2010 Einführungskurse in die

Webversion von EndNote an. Die Software

zur Literaturverwaltung steht auf dem

Campus gratis zur Verfügung. Einfach und

benutzerfreundlich unterstützt das Online-

Tool die Benutzer beim Schreiben von

Arbeiten: von der Suche über das gemeinsame

Sammeln und Ordnen von Titelangaben,

das Formatieren von Zitaten bis zur

kompletten Bibliografie. Der Kurs richtet

sich an Studierende der Universität Bern

(besonders Master-Studium). Es stehen vier

Termine zur Auswahl.

Weitere Angaben: www.ub.unibe.ch/

Recherche/Literaturverwaltung

Kontakt: Michael Helfer (michael.helfer@

ub.unibe.ch, Telefon 031 631 93 46)

Umfrage zu UB-Dienstleistungen

Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek Bern (UB) bietet

Dienstleistungen der Informationsversorgung

und Literaturvermittlung an. Deren

Qualität und Orientierung an den Bedürfnissen

der Benutzenden sind uns sehr

wichtig. Die UB führt daher eine breit

abgestützte Umfrage zu ihren Dienstleistungen

durch. Mit Ihrer Teilnahme als

Benutzerin oder Benutzer helfen Sie mit,

das Angebot der UB zu verbessern und es

kundengerecht zu gestalten.

Die UB führt diese Umfrage in Zusammenarbeit

mit der Universitätsbibliothek Basel

und der Zentral- und Hochschulbibliothek

Luzern durch. Die Umfrage erfolgt mit der

speziell für Bibliotheken entwickelten Software

LibQUAL. Der identische Fragebogen

wird an zahlreiche Bibliotheken weltweit

verschickt, was uns neben den Ergebnissen

für die UB auch Vergleichsmöglichkeiten

mit anderen Hochschulbibliotheken

erlaubt.

Am 19. April haben Sie eine Mail erhalten,

die den Link auf die Umfrage enthält. Bitte

nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit und

füllen Sie den Fragebogen vollständig aus.

Gerne können Sie auch die Fragebogen

verwenden, die in vielen Teilbibliotheken

der UB aufliegen. Für Ihre Mithilfe danken

wir Ihnen sehr!

Kontakt: Bettina von Greyerz (bettina.

vongreyerz@ub.unibe.ch, Telefon 031 631

93 25)

Freier Zugriff auf alte Drucke

Online-Plattform e-rara.ch

Seit dem 15. März 2010 ist die Online-

Plattform www.e-rara.ch öffentlich

zugänglich. Das neue Angebot startet mit

rund 800 Büchern vom 16. bis ins 19.

Jahrhundert. Mit ihren benutzerfreundlichen

Funktionen ermöglicht die Plattform

verschiedene Suchfunktionen in den

Bestandesgruppen, das Blättern in den

farbig digitalisierten Seiten, das Heranzoomen

von Details und den kostenlosen

PDF-Download von ganzen Büchern oder

einzelnen Kapiteln. Die Plattform dient als

Gefäss für alle digitalisierten alten Drucke

aus Schweizer Bibliotheken – von den

Anfängen des Buchdrucks bis etwa 1900.

Bis Ende 2011 wird die Plattform mehrere

tausend Titel enthalten.

www.e-rara.ch

12 unilink April 2010


Kurznachrichten

Tipps und Termine

Stromspar-Kampagne

Sensibilisierung und Wettbewerb

Die vom Amt für Grundstücke und

Gebäude (AGG) initiierte Kampagne

«Stromspare – mir gä pfuus» zielt darauf

ab, die Gebäudenutzer für ein stromsparendes

Verhalten am Arbeitsplatz zu sensibilisieren

und mit einem Wettbewerb zu

effektivem Stromsparen zu animieren.

Elektrische Geräte verbrauchen auch dann

Energie, wenn sie keiner braucht. Bis zu

einem Drittel des Stromverbrauchs in

einem Gebäude kann eingespart werden,

ohne dass es zu wesentlichen Einschränkungen

im Betrieb kommt. Wer denkt

daran, das Licht im Büro zu löschen? Sind

die Computer so eingestellt, dass sie automatisch

in einen energiesparenden Modus

gefahren werden? Werden die Kopiergeräte

oder Drucker über Nacht ausgeschaltet?

Um diese einfachen Fragen geht

es. Stromsparen ist nämlich keine Hexerei.

Es ist bloss eine Frage des Bewusstseins,

der Aufmerksamkeit und des Wollens. Eine

Reduktion bis zu 15 Prozent des Stromverbrauchs

ist möglich, wenn alle Mitarbeitenden

einen Beitrag dazu leisten. Für alle

kantonalen Gebäude bedeutet dies ein

Einsparpotential von einer Million Franken

pro Jahr. Man muss nur wissen, wie. Auf

dem Internet-Portal www.mir-gä-pfuus.ch

vermittelt ein dreiteiliger Animationsfilm

Tipps, wie am Arbeitsplatz mit einfachen

Massnahmen effizient Strom gespart

werden kann. Während vier Wochen wird

der Stromverbrauch von sieben kantonalen

Gebäuden täglich erfasst und ausgewertet.

Die Universität Bern ist mit der Uni

Tobler am Wettbewerb beteiligt. Die aktuellen

Stromverbrauchsdaten werden im

Eingangsbereich der Gebäude über eine

Informationssäule und am Arbeitsplatz

über das Internet-Portal zugänglich

gemacht. Es gilt, in dieser Zeit eine

möglichst grosse relative Einsparung zu

erzielen. Mit der Abgabe von Wetten auf

das siegende Gebäude können sich alle

kantonalen Angestellten am Wettbewerb

beteiligen. Dem Wettgewinner winken ein

Elektrovelo und dazugehörend 500 kWh

Ökostrom. Die Kampagne startet am 10.

Mai 2010.

www.mir-gä-pfuus.ch

Historische

Anthropologie

Medizinhistorische Runde

6. Mai 2010

Die Schlacht von Dornach 1499:

Anthropologie und Traumatologie

Diplom-Anthropologin Christine Cooper,

Bern

27. Mai 2010, 17.15 Uhr, anschl. Apéro

Sonderbestattungen – besondere

Bestattungen. Ein Rückblick auf

archäologische Gräberfunde im Kanton

Bern (1974-2009)

(zum Rücktritt von Dr. Susi Ulrich-Bochsler)

Dr. phil.nat. Susi Ulrich-Bochsler, Bern

Jeweils am Donnerstag, 12.45–13.45 Uhr,

im Hörsaal des Anatomie-Gebäudes an der

Bühlstrasse 26.

Umweltforschungstag

Öffentliche Veranstaltung

Die Interfakultäre Koordinationsstelle für

Allgemeine Ökologie (IKAÖ) führt am 4.

Mai den Berner Umweltforschungstag

2010 durch. Auf dem Programm stehen

eine Posterausstellung (4. bis 6. Mai),

Referate von Umweltforschenden des

Mittelbaus der Universität Bern sowie ein

Gastvortrag. Der für ein breites Publikum

offene Anlass hat zum Ziel, einen Überblick

über die aktuelle Forschung im

Bereich Umwelt und Nachhaltige Entwicklung

zu vermitteln.

www.ikaoe.unibe.ch

Unisport special

Sport, Spiel und Spass

Das Team des Universitätssports Bern lädt

am 29. April von 16.45 bis 22.15 Uhr alle

Interessierten zu einem vielseitigen Mix

aus Sport, Spiel und Spass ins Zentrum

Sport und Sportwissenschaft ein. Das

abwechslungsreiche Programm umfasst

altbekannte und neue Angebote – sei es

indische Kampfkunst oder ein Beweglichkeitstraining

für das Hirn. Neben der

sportlichen Betätigung warten eine Bar zur

Stärkung und ein Showblock auf die Teilnehmenden.

Sämtliche Angebote sind

kostenlos und erfordern keine Anmeldung.

www.sport.unibe.ch

Religion, Spiritualität

und Gesundheit

Europäische Konferenz

Die Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin

(KIKOM) der Universität Bern

organisiert vom 13. bis 15. Mai die 2.

Europäische Konferenz «Religion, Spirituality

and Health». Ein Schwerpunkt liegt auf

religiöser und spiritueller Bewältigung in

Gesundheit und Krankheit. Mit der Veranstaltung

am Inselspital soll der interdisziplinäre

Dialog zwischen Medizin, Neurowissenschaft

und Theologie gefördert

werden.

Weitere Informationen und Anmeldung:

www.ecrsh.eu

Geldpolitik

Forumsgespräch

Das Forum für Universität und Gesellschaft

der Universität Bern veranstaltet am 2.

Juni um 17 Uhr ein Forumsgespräch zum

Thema «Geld- und Fiskalpolitik: Retter

ohne Grenzen?». Es referieren und diskutieren

im Haus der Universität Dr. Marlene

Amstad und Prof. Dr. Aymo Brunetti.

Anmeldung bis 27. Mai: fug@fug.unibe.ch

oder www.forum.unibe.ch

Geistes- und Sozialwissenschaften

Öffentliche Vorträge des IASH

Das Institute of Advanced Study in the

Humanities and the Social Sciences (IASH)

organisiert im Mai einen Gastvortrag mit

Podiumsgespräch zur Zukunft der Geistesund

Sozialwissenschaften sowie die letzte

Vorlesung der Reihe «Schlüsselkonzepte

der Geistes- und Sozialwissenschaften».

11. Mai 2010, 17.15–19.15 Uhr

‹To make the peaks even higher›.

Warum die Wissenschaft Elfenbeintürme

braucht (Gastvortrag)

Prof. em. Dr. Wolf Lepenies, FU Berlin

Anmeldung bis 8. Mai bei: Franziska Bornhauser,

Tel.: 031 631 54 77, bornhauser@

iash.unibe.ch

31. Mai 2010, 16.15–17.45 Uhr

Erzählung, Narrativ, Semiose

(Interdisziplinäre Vorlesungsreihe)

Prof. Dr. Wolfgang Müller-Funk, Wien

www.iash.unibe.ch

unilink April 2010

13


Tipps und Termine

Sehen in der Kunst

Internationales Symposium

Die Abteilung für Ältere Kunstgeschichte

organisiert am 11. Mai, 10.00 bis 18.00

Uhr ein Internationales Symposium. Die

Tagung zum Thema «Semantiken des

Sehens. Kunstproduktion und Kulturen des

Blicks im späteren Mittelalter» findet im

Raum 203-205 an der Hallerstrasse 6 statt.

Tags zuvor referiert Prof. Dr. Hans Belting

im Rahmen eines Festvortrags zum Symposium

um 18.15 Uhr im Hörsaal 220 des

Hauptgebäudes über «Licht versus Bild.

Ein Blickwechsel zwischen zwei

Ordnungen des Sehens».

www.ikg.unibe.ch

Gleichstellung

Training für Berufungsverfahren

Die Besetzung einer Professur ist mit

einem vielschichtigen Auswahlverfahren

verbunden. Dabei werden Kandidatinnen

mit ganz spezifischen Herausforderungen

konfrontiert. Das dreitägige Seminar der

Abteilung für die Gleichstellung von

Frauen und Männern hat zum Ziel, fortgeschrittenen

Wissenschaftlerinnen – insbesondere

Postdoktorandinnen, Habilitandinnen

und Privatdozentinnen – einen

vertieften Einblick in Berufungsverfahren

zu gewähren und sie mit Übungen und

Diskussionen zur Strategiebildung optimal

darauf vorzubereiten.

8. bis 10. September 2010

Kosten: CHF 200.– für Uni-Angehörige

Anmeldeschluss: 11. August 2010

Anmeldung: info@afg.unibe.ch oder

www.gleichstellung.unibe.ch

Kriminalität

Vortragsreihe des BFK

18. Mai 2010

Zur negativen Utopie von Recht und

Staat – am Beispiel des Romans

«Corpus Delicti» von Juli Zeh

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Heinz Müller-Dietz,

Universität des Saarlandes

18.30 Uhr im Hauptgebäude der Universität,

Hochschulstrasse 4, Hörsaal 101.

Berner Forum für Kriminalwissenschaften:

www.bfk.unibe.ch

Bolognatag 2010

Gesamtschweizerische Veranstaltung

Am 31. August findet an der Universität

Zürich der nächste gesamtschweizerische

Bolognatag statt. Sein Ziel ist es, nach

zehn Jahren Bologna-Reform eine

Zwischenbilanz zum Bachelor als erste

Studienstufe im Bologna-System zu ziehen

und Perspektiven für eine mögliche

Weiterentwicklung aufzuzeigen. Die

Veranstaltung richtet sich primär an ein

nationales Publikum aus Hochschulen und

Verwaltung und wird von der Bologna-

Koordination im Generalsekretariat der

Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten

(CRUS) in Zusammenarbeit mit der

Universität Zürich organisiert.

www.crus.ch

Bauern-Handwerk

Ausstellung in der Antikensammlung

Noch bis am 15. Mai ist in der Antikensammlung

Bern die Fotoausstellung zum

Thema «Bauern- und Handwerk im

Wandel der Zeiten. Eine Gegenüberstellung

von Paul Scheuermeiers Fotografien

aus dem frühen 20. Jahrhundert und

archäologischen Funden» zu sehen. Die

Ausstellung ist aus der Zusammenarbeit

zwischen dem Institut für Archäologische

Wissenschaften und dem Institut für Italienische

Sprache und Literatur entstanden.

Öffnungszeiten: Mittwochs, 18 bis 20 Uhr

www.arch.unibe.ch

Forschungsförderung

Anschubfinanzierung und Stipendien

Die Universitätsleitung schreibt für Angehörige

des Mittelbaus Anschubfinanzierungen

aus, welche das Erstellen von

EU-Forschungsanträgen (Eingabefrist für

Beitragsgesuche: fortlaufend) oder die

Entwicklung von internationalen Netzwerken

als Basis für neue Projekte (Eingabefrist:

30. Juni 2010) fördern sollen.

Ausserdem können sich Forschende mit

Doktortitel oder mit mindestens vier

Jahren Forschungserfahrung um ein zweibis

dreijähriges Postdoc-Stipendium der EU

bewerben (Eingabefrist: 17. August 2010).

www.mitteilungenZF.unibe.ch

www.forschung.unibe.ch

Feminismus –

Entwicklungen

Öffentliche Ringvorlesung

Das Interdisziplinäre Zentrum für

Geschlechterforschung veranstaltet im

Frühjahrssemester eine Ringvorlesung zum

Thema «Transnationaler Feminismus –

Historische Entwicklungen und aktuelle

Debatten».

11. Mai 2010

Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten:

Feminismus im arabischen Islamischen

Kontext: Möglichkeiten, Grenzen,

Visionen

(Vortrag in Englisch)

Dr. Elham Manea

25. Mai 2010

Die Debatte um Frauenrechte in den

internationalen Organisationen – und

ihre Wirkungen auf nationaler Ebene

Dr. Erika Schläppi

Jeweils am Dienstag, 18.15–19.45 Uhr, im

Hauptgebäude der Universität, Hochschulstrasse

4, Raum 115.

Glück

Interdisziplinäre Vorlesungsreihe

Das Collegium generale organisiert eine

interdisziplinäre Vorlesungsreihe zum

Thema «Glück».

5. Mai 2010

Glück und Ökonomie

Prof. Dr. Alois Stutzer, Wirtschaftswissenschaftliches

Zentrum der Universität Basel

19. Mai 2010

Glücklich oder bloss zufrieden? Hintergründe

und Fakten zum Paradoxon des

Wohlbefindens im Alter

Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Institut

für Psychologie, Universität Bern

26. Mai 2010

«Alt und lebenssatt»: biblische Texte

über das Glück

Prof. Dr. Andreas Wagner, Institut für

Bibelwissenschaft, Universität Bern

Jeweils am Mittwoch, 18.15–19.45 Uhr, im

Hauptgebäude der Universität, Hochschulstrasse

4, Auditorium maximum.

14 unilink April 2010


Tipps und Termine

Neu erschienen

Kinderuni

Vorlesungen und Begleitprogramm

28. Mai 2010, 17.15–18.00 Uhr

«Vielfalt statt Einfalt»

Was kreucht und fleucht – was wächst

und spriesst? Auf dem Spielplatz, im

eigenen Garten, im Kleider- oder Kühlschrank?

Hunderte von Tier- und Pflanzenarten,

oftmals so klein, dass sie nicht mit

blossem Auge gesehen werden können.

Trotzdem ist diese Vielfalt für den Planeten

Erde unglaublich wichtig. Warum das so

ist, zeigt diese Vorlesung.

Informationen und Anmeldung:

www.kinderuni.unibe.ch

Karriereplanung

Tagung mit Workshops

Die Mittelbauvereinigung der Universität

Bern (MVUB) bietet am 30. Juni die Karriereveranstaltung

«Diss. – was nun?» an.

Doktorierende und Doktorierte erhalten

Informationen zu möglichen Karrierewegen,

erfahren, welche Selektionskriterien

eine akademische Karriere bestimmen,

wie die Rekrutierung in der öffentlichen

Verwaltung läuft und welche Qualifikationen

in der Privatwirtschaft gefragt sind.

Die Kosten betragen CHF 50.– für

Mitglieder der MVUB, CHF 90.– für Nicht-

Mitglieder.

Anmeldeschluss: 26. Mai 2010

Anmeldung: muriel.nann@mvub.unibe.ch

www.mvub.unibe.ch

Virtueller Raum

Wissenschaftscafé

Soziale Netzwerke wie Facebook erleichtern

Kommunikation und Kampagnenarbeit

sehr. Vermehrt aber machen sich

auch Schatten seiten der boomenden

Online- Welten bemerk bar. Braucht die

Gesell schaft Schutz vor dem Internet? Wie

lässt sich eine angemessene Medienkompetenz

für alle Generationen erreichen?

Diese Fragen zum «Leben im virtuellen

Raum» diskutieren Experten im Wissenschaftscafé.

Montag, 3. Mai 2010, 17.30 bis 19.00

Uhr, im Thalia Bücher im Loeb, Spitalgasse

47/51 (2. Untergeschoss, Café Cappuccino)

www.science-et-cite.ch

Luxus und Luxuria

Ringvorlesung BMZ

Die Ringvorlesung des Berner Mittelalter

Zentrums im Frühjahrssemester 2010

widmet sich dem Luxus unter verschiedenen

geschichtlichen Blickwinkeln.

6. Mai 2010

Luxus und Gemeinwohl. Zur ambivalenten

Behandlung von Luxus in der

Aufwandsgesetzgebung

Neithard Bulst

20. Mai 2010

Bei Hof zu Tisch. Materialität und

Hermeneutik der (nouvelle) cuisine

courtoise

André Schnyder

27. Mai 2010

Luxus in der Mittelalterrezeption –

Arts and Crafts und Burne-Jones

(Maria-Bindschedler-Gastvorlesung)

Volker Mertens

Jeweils am Donnerstag, 17.15–18.45 Uhr,

im Hauptgebäude der Universität, Hochschulstrasse

4, Hörsaal 220.

www.bmz.unibe.ch

Buch am Mittag

Vortragsreihe der Universitätsbibliothek

11. Mai 2010

Der Orient aus orientalischer Sicht –

Das ‹Tableau général de l`Empire

Othoman› von Ignatius Muradgea

d`Ohsson

Dr. Sabine Schlüter, Kuratorin Historischer

Buchbestand, Zentralbibliothek Bern

Jeweils am zweiten Dienstag des Monats,

12.30–13.00 Uhr, im Vortragssaal der

Zentralbibliothek, Münstergasse 63.

www.ub.unibe.ch

Gegenwartskunst

Künstlergespräche

Im Haus der Universität finden regelmässig

Künstlergespräche statt. Am 20. Mai ist

die Künstlerin Julia Steiner zu Gast. Sie

gibt Auskunft über ihr eigenes künstlerisches

Schaffen und beleuchtet den Stellenwert

der Zeichnung in der Gegenwartskunst.

18.00 Uhr Apéro, 18.30 Uhr Gesprächsbeginn

im Haus der Universität, Schlösslistrasse

5.

www.ikg.unibe.ch

Neue Bücher

Silvia Schroer

Die Tiere in der Bibel

Eine kulturgeschichtliche Reise

2010, 160 S., zahlreiche Abb. und 16 Farbtafeln,

Fr. 29.50

ISBN: 978-3-451-32284-6

Herder GmbH & Co. KG, Freiburg

Adrian Ritz, Norbert Thom (Hrsg.)

Talent Management

Talente identifizieren, Kompetenzen entwickeln,

Leistungsträger erhalten

2010, XVIII, 259 S., 44 Abb./25 Tab., kartoniert/broschiert,

Fr. 64.–

ISBN: 978-3-8349-1811-6

Gabler Verlag

Thomas Myrach, Tristan Weddigen, Jasmine

Wohlwend, Sara Margarita Zwahlen /

Collegium generale (Hrsg.)

Science & Fiction

Imagination und Realität des Weltraums

Berner Universitätsschriften, Band 55.

Referate der Vorlesungsreihe des Collegium

generale im Herbstsemester 2008

2010, 322 S., zahlreiche farb. Abb., Fr. 49.–

ISBN: 978-3-258-07560-0

Haupt Verlag AG

Chistoph Morgenthaler, Roland Hauri

(Hrsg.)

Rituale im Familienleben

Inhalte, Formen und Funktionen im

Verhältnis der Generationen

2010, 280 S., kartoniert/broschiert, Fr. 42.90

ISBN: 978-3-779-91550-8

Juventa Verlag GmbH

André Holenstein, Ruth Meyer Schweizer,

Tristan Weddigen, Sara Margarita Zwahlen/

Collegium generale (Hrsg.)

Zweite Haut

Zur Kulturgeschichte der Kleidung

Berner Universitätsschriften, Band 54

2010, 325 S., kartoniert/broschiert, zahlreiche

farb. Abb., Fr. 49.–

ISBN: 978-3-258-07482-5

Haupt Verlag AG

unilink April 2010

15


Impressum

unilink April 2010

Die Nachrichten der Universität Bern

Herausgeberin: Abteilung Kommunikation

Leitung: Marcus Moser (mm)

Redaktion: Salomé Zimmermann (sz)

Mitarbeit: Daniela Baumann (db), David Fogal (daf)

Bildnachweise:

Titelbild: Etliche tropische Orchideen verzaubern

mit ihrer Blütenpracht das Orchideenhaus des Botanischen

Gartens Bern.

© BOGA, Fotograf: Adrian Moser

Seite 2: zvg

Seite 3: zvg

Seite 4: iStockphoto

Seite 5: Martina Dubach

Seite 6: iStockphoto

Seite 7: iStockphoto

Seiten 8 und 9: © BOGA, Fotograf: Adrian Moser

Seite 10: iStockphoto

Seite 11: iStockphoto

Seite 12: © Abteilung Kommunikation, Fotograf:

Manu Friederich

Layout: Salomé Zimmermann (sz)

Redaktionsadresse:

Abteilung Kommunikation der Universität Bern

Hochschulstrasse 4

CH-3012 Bern

Tel. 031 631 80 44

Fax 031 631 45 62

unilink@unibe.ch

www.unilink.unibe.ch

Druck: Stämpfli Publikationen AG, Bern

Auflage: 6500 Exemplare

Erscheint monatlich während des Semesters

16 unilink April 2010

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