La Règle du jeu

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La Règle du jeu

La Règle du jeu

Jean Renoir

(1939)


• Jean Renoir (1894-1979)

– Vater Auguste Renoir

Filme der 30er Jahre (Auswahl)

– 1931: Die Hündin (La Chienne)

– 1932: Boudu – aus den Wassern gerettet

(Boudu sauvé des eaux)

– 1933: Madame Bovary (Madame Bovary)

– 1935: Toni

– 1936: Eine Landpartie (Une partie de

campagne) Premiere erst 1946

– 1936: Das Verbrechen des Herrn Lange (Le

crime de Monsieur Lange)

– 1936: Das Leben gehört uns (La vie est à nous)

– 1936: Nachtasyl (Les Bas-fonds)

– 1937: Die große Illusion (La grande illusion)

– 1938: La Marseillaise

– 1938: Bestie Mensch (La Bête Humaine)

– 1939: Die Spielregel (La règle du jeu)


• Filme ab 1940

– 1941: In den Sümpfen (Swamp Water) Regie

– 1943: Dies ist mein Land (This Land Is Mine) Regie und Mitwirkung am Drehbuch

– 1944: Salute to France Mitwirkung an der Regie

– 1945: Der Mann aus dem Süden (The Southerner) Regie

– 1946: Tagebuch einer Kammerzofe (The Diary of a Chambermaid) Regie

– 1947: Die Frau am Strand (The Woman on the Beach) Regie und Mitwirkung am

Drehbuch

– 1951: Der Strom (The River)

– 1954: Die Goldene Karosse (Le Carrosse d'or) Regie und Mitwirkung am Drehbuch

– 1954: French Can Can (French Cancan) Regie

– 1956: Weiße Margeriten (Elena et les hommes) Regie und Mitwirkung am

Drehbuch

– 1959: Das Frühstück im Grünen (Le déjeuner sur l'herbe) Regie und Drehbuch

– 1959: Das Testament des Dr. Cordelier (Le testament du Docteur Cordelier) Regie

– 1962: Der Corporal in der Schlinge (Le caporal épinglé) Regie

– 1970: Le Petit théâtre de Jean Renoir Regie und Drehbuch


– Poetischer Realismus (30er Jahre Frankreich)

• Fokus auf Randfiguren der Gesellschaft, die eine

Möglichkeit bekommen, ideale Liebe zu erleben und

dabei enttäuscht werden oder zu Grunde gehen

• nostalgischer und bitterer Unterton

• Vertreter des poetischen Realismus neben Renoir:

– Marcel Carné

• Le Quai des brumes (1938)

• Le Jour se lève (1939)

– Julien Duvivier

• Pépé le Moko (1936)


Die Spielregel (Handlungsaufbau)

1) Ankunft Jurieus in Le Bourget: Konflikt

2) Apartments in Paris: Entfaltung der Handlung

3) Jagd in Sologne: die Grausamkeit des Adels

4) Feier in La Colinière, die zur Farce wird

5) Tragisches Denouement


• Charakterisierung und Handlung

– Wer treibt es mit wem?

• Lisette ↔ Schumacher/Octave/Marceau

• Christine ↔ Chesnaye/Jurieu/Saint-Aubin/Octave

• Chesnaye ↔ Genevieve/Christine

• Jackie → Jurieu

– Wie der Herr, so das Geschirr

Chesnaye Christine Jurieu

Schumacher Lisette Marceau

– Verbrüderung der Kontrahenten

• Chesnaye und Marceau

• Chesnaye und Jurieu

• Marceau und Schumacher

• Genevieve und Christine


Doppelung, Maskenhaftigkeit, Artifizialität bei Chesnaye


Doppelung der Doppelung bei seiner

Geliebten Genevieve


Chesnaye als Meister des Artifiziellen

und Mechanischen


Christine, die Fremde, ins Szene gesetzt wie ein

Hollywoodstar


Die doppelte Lisette:

eine rein komische und substanzlose Gestalt


Lisette als Eva


Der chaplineske Marceau;

ein unglaubwürdiger Naturbursche,

der nur Untertan sein will


Der militaristische Schumacher, nicht umsonst aus

dem Elsass kommend


Mühelose Verständigung zwischen Herr und Knecht;

die idealisierende Untersicht als Parodie


André Jurieu, Der Held der Moderne aus dem

Mittelalter (Ritter komplett mit Helm)


Octave: Freund, Schnorrer, Vermittler, gescheiterter Dirigent;

im Hintergrund kein Hintergrund, weil die Beziehung

idealer Natur ist (untermauert durch Untersicht)


Emotionalisierende Großaufnahme von André Jurieu


Großaufnahme, die Octave

stillschweigend zum Emotionsträger macht


„Das schreckliche ist, dass alle ihre Gründe haben“:

Worte, die oft auf Renoirs Schaffen als Ganzes

übertragen werden


Liberté, egalité, fraternité:

Chesnaye hat Verständnis für alles.


Die Mise-en-Scène verrät alles!


Die Bediensteten – der Oberschicht keineswegs moralisch

überlegen


Der antisemitische Diener


Henri Cartier-Bresson

Das höchste Gut in Frankreich: das Kulinarische!


Zwei komische Typen: Der homosexuelle Gast und

die korpulente Gesellschaftsdame (vgl. Marx Brothers)

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