Studie »Generation Praktikum 2011 - Hans-Böckler-Stiftung

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Studie »Generation Praktikum 2011 - Hans-Böckler-Stiftung

esser bezahlte Praktika mit einem geringeren Anteil gänzlich unbezahlter

Praktika werden vor allem im Westen und im Süden absolviert.

Demgegenüber liegt die Praktikumsvergütung im Norden und besonders

im Osten auf einem niedrigeren Niveau, und der Anteil unbezahlter

Praktika liegt – mit Ausnahme von Berlin – höher als im Durchschnitt.

Der Anteil unbezahlter Praktika schwankt zwischen

null Prozent und zwei Dritteln

In den Branchen Kunst & Kultur, Hochschule & Forschung sowie Gesundheit

& Soziales liegt der Anteil unbezahlter Praktika am höchsten.

Demgegenüber finden Praktika im Bereich von Beratung und Verbänden

sowie in der Industrie relativ selten ohne Vergütung statt. Zudem

liegt dort die durchschnittliche gezahlte Vergütung oberhalb des

Durchschnitts. Presse, Rundfunk & Fernsehen sowie Dienstleistung &

Handel nehmen eine Sonderstellung ein: Hier werden zwar, relativ gesehen,

seltener unbezahlte Praktika angeboten, jedoch liegt die Vergütung,

wenn es eine gibt, auf einem niedrigeren durchschnittlichen

Niveau.

Jedes fünfte Praktikum wird durch Sozialleistungen

mitfinanziert

Auch in dem insgesamt überwiegenden Fall der Vergütung des Praktikums

nach Studienabschluss reicht die Bezahlung in der Regel nicht

aus, um den Lebensunterhalt zu sichern. Falls Studierende während

ihres Studiums durch Stipendien oder BAFöG gefördert worden waren,

entfällt diese Förderung in der Regel während der Zeit ihres Praktikums

nach Studienabschluss.

Nach wie vor stellt die finanzielle Unterstützung durch die Eltern die

vorrangige zusätzliche Geldquelle dar, um ein Praktikum nach Studienabschluss

zu ermöglichen. Im Vergleich zu »Generation Praktikum

2007« ist dieser Anteil etwas, allerdings nicht wesentlich zurückgegangen.

Vermehrt werden darüber hinaus andere Unterstützungsquellen

in Anspruch genommen: Die Unterstützung durch die Partnerin

oder den Partner steigt von 16 auf 23 Prozent. 43 Prozent derjenigen,

die ein Praktikum nach Studienabschluss absolvieren, geben an, dass

sie hierfür ihre Ersparnisse einsetzen (gegenüber vormals 31 Prozent).

Bei ungefähr gleichbleibender Finanzierung durch Nebentätigkeiten

hat sich der Anteil derjenigen, die auf zusätzliche Sozialleistungen

angewiesen sind, von zwölf auf 22 Prozent nahezu verdoppelt.

Unterstützungsquelle

2011 2007

GP 2011 GP 2007

Unterstützung durch den

Partner/die Partnerin

23 16

16

23

Unterstützung durch

die Eltern

56 61

56

61

Ersparnisse

Nebentätigkeit (Gelegenheits-,

Aushilfsjob)

Sozialleistungen

andere Unterstützungsquelle

43 31

43 39

22 12

7 12

7

12

12

22

31

43

43

39

Grafik 5:

Angegebene finanzielle Unter -

stützungsquellen zur Sicherung des

Lebensunterhalts (in Prozent der

Personen, die ein Praktikum nach

Studienabschluss angeben),

Vergleich der Daten aus aktueller

Befragung mit Befragung

»Generation Praktikum 2007«.

22 www.wie-willst-du-leben.de

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