Studie »Generation Praktikum 2011 - Hans-Böckler-Stiftung

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Studie »Generation Praktikum 2011 - Hans-Böckler-Stiftung

Praktikumstyp

%-Anteil der Praktika

Fächergruppen (%-Verteilung)

Naturwissenschaften und Mathematik

Technik und Ingenieurwesen

Pädagogik und Erziehungswissenschaft

Sozialwissenschaften und Psychologie

Rechts- und Verwaltungswissenschaften

Geistes- und Kulturwissenschaften

Wirtschaftswissenschaften

Branchen (%-Verteilung)

Industrie

Beratung und Verbände

Presse, Rundfunk, Fernsehen

Gesundheit & Soziales

Dienstleistungen & Handel

Hochschule & Forschung

Kunst & Kultur

Verwaltung, Transport, Telekommunikation

I II III IV V VI

16 15 24 24 11 10

21 21 14 29 11 4

- 33 - 33 33 -

- 67 11 22 - -

11 12 30 26 9 12

29 21 29 14 7 0

15 9 27 25 9 15

32 7 14 11 21 14

31 15 23 15 8 8

21 18 23 21 13 5

21 6 20 32 7 14

11 14 24 30 14 8

10 15 15 28 15 18

24 33 10 29 5 0

8 13 25 29 8 17

29 14 21 7 21 7

Tabelle 9:

Häufigkeitsverteilung der durch

Clusteranalyse ermittelten sechs

Typen von Praktika innerhalb der

Fächergruppen sowie innerhalb der

Branchen, in denen das Praktikum

abgeleistet wurde.

kumstyp IV trifft dies nur eingeschränkt zu; er repräsentiert rund ein

Viertel der beschriebenen Praktika nach Studienabschluss. Zwei weitere

Praktikumstypen, die zusammen rund 20 Prozent der Praktika repräsentieren,

Typ V und VI, dienen nur bedingt den Praktikantinnen

und Praktikanten. Der erlebte Nutzen fällt deutlich geringer aus, die

eigenen Interessen bleiben häufig unberücksichtigt. Zehn Prozent der

Praktika entsprechen hierbei dem Typ VI und werden von den Befragten

als hochproblematisch und inakzeptabel erlebt.

Gute und schlechte Praktika gibt es überall

In der Diskussion der vergangenen Jahre wurde gelegentlich nahegelegt,

dass »schlechte« Praktika ein Phänomen seien, welches vor allem

Absolventinnen und Absolventen mit geistes- und sozialwissenschaftlichem

Hintergrund betreffe oder in besonderem Maße in der aus

Selbstbetroffenheit darüber berichtenden Medienbranche vertreten

sei. Die Verteilung der sechs Praktikumstypen in den hier untersuchten

Fächergruppen gibt wenig Anhaltspunkte für diese Annahme. Befragte

aus allen Fächergruppen berichten sowohl über »gute« als auch

über »schlechte« Praktika. Zwar sind einzelne Praktikumstypen in bestimmten

Fachrichtungen häufiger oder seltener als im Gesamtbild

aller Absolventinnen und Absolventen – eine eindeutige Dominanz

lässt sich jedoch in keiner Gruppe feststellen.

Gleiches gilt für die Analyse der Branchen, in denen das jeweilige

Praktikum absolviert wurde. Zwar zeigen sich Trends, die auf ein häufigeres

Vorkommen bestimmter Praktikumstypen in einzelnen Branchen

hindeuten: Praktikumstyp I ist demnach beispielsweise in der Industrie

sowie in Verwaltung, Transport, Telekommunikation ein besonders

charakteristischer Praktikumstyp, während Typ III in allen Branchen

fast gleich häufig vorkommt. Andererseits sind die »mittelmäßigen«

Praktika (Typ IV) in allen Branchen präsent, und jeweils mindestens

eine Form der beiden »schlechten« Praktikumstypen findet sich

ebenfalls in allen Branchen. »Schlechte« und »gute« Praktika sind

somit nicht auf einzelne Branchen gebündelt.

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