Mensch am Menschen - Hamburger Koordinationsstelle für Wohn ...

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Mensch am Menschen - Hamburger Koordinationsstelle für Wohn ...

Mehr Mensch am Menschen –

der Weg vom Heim zum Daheim

Hamburg, 22. Juni 2009

Ernst Boltner


Die Altenhilfe Wetter

! Alten- und Pflegeheim in Wetter

! 85 ältere pflegebedürftige Menschen

! 32 Doppelzimmer, 22 Einzelzimmer, teilweise mit

eigener Toilette und Dusche; Modernisierungsbedarf

! Drei Wohn-/Pflegebereiche

! Zentralküche, Zentralwäscherei

! Beschäftigt wurden 85 Mitarbeiter/innen in den

unterschiedlichsten Bereichen, der Vollzeitkräftewert

lag bei ca. 50 VZ, davon 38 im Bereich der Pflege.

! Segregative Konzepte

! Bundesmodellprojekt zur Verbesserung der

Lebensqualität von Demenzkranken.


Fragestellungen

! Wie kann den Bedürfnissen von Menschen nach

Begegnung und Beziehung in einem wirklich

ausreichenden Maß in einem Heimalltag Rechnung

getragen werden?

! Wie kann ein Heimalltag in seinem räumlichen und

sozialen Milieu so gestaltet werden, dass

insbesondere Menschen mit Demenz durch seine

Vertrautheit die Möglichkeit haben, sich

sinnstiftend zu betätigen und sich zu verorten?

! Wie kann die institutionelle Struktur Heim so

verändert werden, dass sie Anreize zur

ehrenamtlichen Arbeit gibt?

! Wie kann eine stationäre Struktur von ihren

Rahmenbedingungen her so gestaltet werden, dass

sie kleinräumig, vertraut und quartiersbezogen

angeboten werden kann und dass das „Daheim“

trotz Pflegebedürftigkeit und

Umzugsnotwendigkeit fortgesetzt wird?


! Räumliches Milieu

! Kleinräumigkeit

! Vertrautheit

! Geborgenheit

! Soziales Milieu

Fragestellungen –

Kriterien

! Wertschätzende Haltung der Mitarbeitenden

! Vertraute Alltagsgestaltung

! Personalzusammensetzung

! Alltagsbegleitung und notwendige Fachlichkeit

! Sozialraumbezug


Räumliches Milieu

! Kleinräumigkeit

! Vertrautheit

! Geborgenheit

! Das räumliche Milieu

knüpft somit sowohl

in Architektur als auch

in der Ausgestaltung

an die Biografie der

dort lebenden

Menschen an, bzw.

orientiert sich

konsequent daran.


Vereinbarungen zum räumlichen

! Heimaufsicht

Milieu

! Modifizierte Umsetzung HeimMindBauVO

! Brandschutz

! Nutzungseinheiten

! Veterinäramt

! Keine Separation


Vereinbarungen mit der Heimaufsicht

zum räumlichen Milieu

! Vorschriften der

HeimMindestBau

VO werden von

der

Heimaufsicht

modifiziert in

der HG

umgesetzt


Brandschutz

! Handlungsempfehlung zu Anforderungen

des Vorbeugenden Brandschutzes in Alten-

und Pflegeheime der 4. Generation

! Nutzungseinheit 500 qm

! Max. 10 Personen

! Besondere anlagentechnische Anforderungen

! Freie Gestaltung der Einheit


Vereinbarungen zur Alltagsnormalität in

Bezug auf die

Lebensmittelhygieneverordnung

! Der Schutz vor nachteiliger Beeinflussung der Lebens-

mittel im sensiblen Bereich (Zubereitung und Kochen)

kann entweder durch eine entsprechende Ausstattung

und Einrichtung ... erfolgen, oder durch eine

entsprechende Steuerung und Organisation durch das

Betreuungspersonal.

! Ausreichend Kühlkapazität sicherstellen

! Händereinigung sicherstellen

! Reinigungsplan

! Eigenkontrollen und Dokumentation

! Schulung


Soziales Milieu

! Wertschätzende

Haltung der

Mitarbeitenden

! Vertraute

Alltagsgestaltung


Die Lebensbegleiter

! R. Schmidt: Zentral ist hier die Bereitschaft,

zeitlich befristet mit einer Gruppe

(demenzkranker) Menschen zu leben und ihnen

eine krankheitsangemessene Umwelt zu

gestalten.

! Begleitung bei der Bewältigung des Alltags

(Normalität)

! z.B. Hilfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten, Reinigung

der Wohnung, Wäsche, Körperpflege

! Erfahrungen, Fähigkeiten, Interessen werden in das

Alltagsgeschehen integriert; sinnhafte Einbindung

! Tagesablauf besteht aus gestaltetem Alltag (HW und gelebte

Freizeit, situtative Gestaltung unterschiedlichster Aktivitäten)

! Weitergehende Pflegeleistungen individuell durch PFK


Mitarbeitervorbereitung

Altenhilfe Wetter

! Fortbildungen

! Personenzentrierte Pflege

! Konzeption Hausgemeinschaft

! Grundpflegekurs 2 Tage

! Alltagsbegleiterqualifikation 120 Stunden

! Hospitation

! AK Personal- und Bewohnerplanung


Personalzusammensetzung

!Alltagsbe-

gleitung

!notwendige

Fachlichkeit


! Freiwilligkeit

! soziale Kompetenz

! hauswirtschaftliche

Kompetenz

! Bereitschaft,

professionsüber-

greifend zu arbeiten

! wie das erkennen

können?

Qualifikationen

! Formale Qualifikation

! Gerontopsychiatrische

Basisqualifikation:

! Personenzentrierte

Pflege

! Integrative Validation

! Grundwissen Demenz

! Basale Stimulation

! Biographiearbeit

! etc.

! Grundpflege

! Hauswirtschaftl. . WB

! Supervision


Vereinbarung mit der Heimaufsicht bezüglich

Pflegefachkraftquote/Personaleinsatz

! Eine ausreichende personelle Ausstattung mit

angemessener fachlicher Qualifikation und

begleitender Fortbildung unter Einbeziehung

unterschiedlicher Berufs- und Helfergruppen

und Angehöriger sichern die Durchführung

einer guten Pflege und Betreuungsarbeit.

! Grundsätzlich sind zwei Mitarbeiterinnen pro

Dienstschicht eingesetzt.

! Die Nachtdienstbesetzung richtet sich nach den

Bestimmungen für vollstationäre Einrichtungen


Personalkalkulation

Beispiele

! Hausgemeinschaften im Verbund

! Grundsätzlich sind die einzelnen Hausgemeinschaften in

der Zeit von 07,30 Uhr bis 21,00 Uhr durchgängig

besetzt, in den Vormittagsstunden und in den späten

Nachmittagsstunden mit zwei Mitarbeiterinnen.

Hausgemeinschaften mit orientierten älteren Menschen

der Pflegestufen 0 und 1 sind nicht durchgängig

besetzt.

! Die Fachkraftpräsenz wird im erforderlichen Maß durch

eine geeignete Einsatzplanung innerhalb einer

bestimmten räumlichen Einheit sichergestellt.

! Der Nachtdienst wird von 2 Mitarbeiterinnen

übernommen, von denen mindestens eine auch

Pflegefachkraft ist.


Kosten

„Es besteht Einvernehmen darüber, dass Hausgemeinschaften

keine „Sparmodelle“ stationären Wohnens sind, sondern

verbesserte Lebensbedingungen für HeimbewohnerInnen

bieten, insbesondere für Menschen mit Demenz .

Bei der Gestaltung von Heimentgelten muß darum dieser

verbesserten Qualität als auch dem Bestreben, zu

vereinbarende Entgelte nicht signifikant von denen

herkömmlicher vollstationärer Pflegeeinrichtungen

abweichen zu lassen, Rechnung getragen werden.

Um dies zu erreichen, bedarf es, neben einer gründlichen,

abgestimmten und transparenten Planung im

Vorfeld, besonders einer effektiven und effizienten

Organisation."


Kosten

! Das Gesamtheimentgelt wird sich um

durchschnittlich 8,0 % erhöhen

! Verhandlungstermin mit Pflegekasse und

Sozialhilfeträger im Oktober 2007

! Ausrichtung der Kalkulation an

bestehendem Rahmenvertrag


Heimentgelte

Pflegesatz U+V Summe PKInvestk. Heimentgelt

0 29,09 ! 19,41 ! 48,50 ! 15,42 ! 63,92 !

I 41,56 ! 19,41 ! 60,97 ! 15,42 ! 76,39 !

II 58,19 ! 19,41 ! 77,60 ! 15,42 ! 93,02 !

III 74,82 ! 19,41 ! 94,23 ! 15,42 ! 109,65 !


Mehr Mensch am Menschen

! Auflösung zentraler, bewohnerferner

Versorgungseinheiten

! Küche

! Wäscherei

! Service

! Pflege-, Betreuungs- und

Hauswirtschaftsaufgaben dezentralisiert

! Mehr Personalstunden in direktem

Bewohnerkontakt

! Hohe zeitliche Flexibilität


Daheim- Sterzhausen

! Einbeziehung kommunale Gremien

! Ortsansässig

! Bewohnerinnen

! Angehörige

! Ehrenamtliche

! Spaziergänge

! Vorlesen, Singen, Spielen

! Kirchgänge

! Schulbesuche

! Arbeitskreis Seniorentreff Krafts Hof

! Planung Begegnungsstätte

! Hoffeste


Generationentreff

Krafts Hof

• Café

• Eine-Welt-Laden

• Handwerken

• Internetcafé

• Kurzfristige Betreuung von Kleinkindern

• Seminare

• Organisation Seniorenbesuche

• Themenabende


„Jeder Mensch auf dieser Erde ist auf der Suche nach einem

Menschen, der ihm das Ja des Seindürfens zuspricht.“ Martin Buber

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