Sozialarbeit im Islam - KPHE

kphe.kaernten.at

Sozialarbeit im Islam - KPHE

Das Menschenbild und

Sozialarbeit im Islam

Mag. a Zeynep Elibol

Themen:

Das Menschenbild im Islam

Gesundheit, Krankheit

Altern, Sterben, Tod, Trauer

Pflege, Erziehung, Bildung

Behindertenarbeit aus islamischer Sicht und

die Ist-Situation

Sozialarbeit aus islamischer Perspektive

Bedürfnisse der Muslime im Sozialbereich

Muslimische Einrichtungen

Aktuelle Situation


Einige Zahlen und Fakten


Laut der Volkszählung 2001 leben in Österreich

338.998.000 Muslime. Das sind ca. 4,2 % der

Gesamtbevölkerung.

Der Anteil der Muslime in den Bundesländern ndern ist:

Wien: 7.8 % 121149

Burgenland: 1.4% 3998

Kärnten: 2% 10.940

Niederösterreich: 3.2% 48.730

Oberösterreich: 4% 55.581

Salzburg: 4.5% 23137

Steiermark: 1.6% 19007

Tirol: 4% 27.117

Vorarlberg: 8.4% 29.334


Soziokultureller Hintergrund


Interkulturalität

Schon seit der Monarchie ist Österreich mit Muslimen

vertraut.

Später in den 60 er Jahren kamen Gastarbeiter aus der

Türkei nach Österreich. Heute leben neben türkischt

rkisch-

stämmigen Muslimen bosnische, kroatische, serbische,

albanische, arabische, persische, kurdische, afghanische

tschetschenische, afrikanische, asiatische, aber auch

rumänische, ungarische, deutsche, polnische Muslime u.a.

in Österreich.


Intrakulturalität

In der Türkei: T

Lazen, Tscherkezen, , Kurden, Araber,

Tartaren, MigrantInnen aus Bulgarien, Griechenland,

Afghanistan, u.a.

Unter ihnen befinden sich Muslime der sunnitischen

und schiitischen Richtung sowie auch Alawiten.


Das Menschenbild im Islam


Die Schöpfungsgeschichte

Im Quran (4:1) heißt t es, dass Gott Frau und Mann aus

einer einzigen lebenden Seele erschaffen hat.

Beginn der Reise aus der Urewigkeit in die Ewigkeit:

Die 1. Dimension Alemi Arwah (Welt der Lebensgeister)

Empfängnis des Lebensgeistes (Ruh)

Geburt

Das irdische Leben

Sterben und Tod

2. Dimension des Lebensgeistes (Barzah(

Barzah)

Auferstehung

Leben nach dem Tod (Achirat(

Achirat)


Frau und Mann


„Oh ihr Menschen, Wir haben euch aus einem männlichen

m

und weiblichen Wesen erschaffen und euch zu Verbänden

und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander kennen lernt.

Wahrlich vor Gott ist von euch der Angesehenste, , welcher

der Gottesfürchtigste, der Frömmste, der Gerechteste ist.

(Quran:: 49:256)


„Frauen und Männer, M

alle Muslime sind Geschwister.

Keiner steht außer der Frömmigkeit

über dem anderen.“

(Quran:: 9:71)


„Die Frauen sind euch ein Gewand und auch ihr seid ihnen

ein Gewand.“ (Quran:: 2:187)


Menschen mit besonderen Bedürfnissen


Alle Menschen sind gleichwertig


Menschen mit geistiger Behinderung sind frei von SündenS


Umgang mit Behinderungen aus muslimischer Sicht


„Die Notwendigkeit erlaubt Ausnahmen“


Stellenwert der Pflege


Die Bestandteile des Menschen


Der KörperK


Ruh (Der Lebensgeist)


Nafs (die Triebseele, das Ego)


Das Herz


Gesundheit, Krankheit, Sterben und Tod

In einer Überlieferung des Propheten Muhammad

(F.s.m.i.).) heißt t es, dass jede Krankheit ein

Heilmittel hat. Das heißt, dass es für f r jede

Krankheit ein Heilmittel gibt und die Menschen

aufgefordert sind danach zu suchen. Weiters

lassen uns Leid und Krankheit den Wert der

Gesundheit erkennen. Oft werden Krankheit und

Leid als eine Strafe Gottes aufgefasst. Im Islam

ist es nicht so. Krankheit und Leid sind Prozesse,

die uns helfen reifer zu werden und Gott näher n

zu

kommen.


Das Verständnis von Tod

Der Tod ist nichts Schreckliches. Es ist eine

Geburt ins ewige Jenseits. Er befreit den

Menschen von seiner Last. Der Islam lehrt,

dass der Tod der Ablauf der irdischen Frist ist.

Im Quran heißt t es, dass wir von Gott kommen

und wieder zu Ihm zurückkehren.

Die Sterbebegleitung ist ein wichtiger und

zentraler Aspekt im Islam.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine