Lösungen - KPH Graz

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Lösungen - KPH Graz

Einführung in das wissenschaftliche

Arbeiten

mit den Schwerpunkten quantitativ orientiertes Forschen

und erste Analysen mit SPSS Version 19

Beantwortung der Studienaufgaben

Wichtiger Hinweis: Viele Studienaufträge sind sehr offen formuliert und sollen zum

Diskutieren und Reflektieren anregen. Eine einzige richtige Lösung ist also nicht immer

zu erwarten.

Die Antworten stellen in manchen Fällen eine subjektive Meinung dar. Gerade Fragen

zur Wissenschaftlichkeit unterliegen dem Konstruktivistischen und werden auch Sie,

verehrte Kolleginnen und Kollegen, zum Widerspruch herausfordern. Teilen Sie uns

Ihre Meinung mit, wenn Sie mit einer Studienaufgabe oder einer Antwort nicht

einverstanden sind bzw. wenn Sie Ergänzungen einbringen möchten.

Kontakt: birgit.swoboda@kphgraz.at

Studienaufgabe 2-1: Organisieren Sie sich diesen Gesamttext

unter der oben angegebenen Quelle!

Im Text werden die Ergebnisse der Erhebung wiedergegeben. Eine Auskunft über mögliche

Gründe des Ergebnisses ‚28% der Jugendlichen sind Lese-Risiko-Schüler/innen‘ werden nicht

genannt.

Vergleich der Grafik zu den Risiko-Schüler/innen für Österreich und Finnland: Österreich hat

hier mit 34% fast den dreifachen Anteil der Risikogruppe gegenüber von Finnland mit 12%.

Bei der Grafik wird auf Schwantner & Schreiner 2010 ‚Ergebnisse zu Pisa 2009‘ verwiesen.

Studienaufgabe 2-2: Kann daraus geschlossen werden, dass 67%

aller Jugendlichen trinken?

Durch die Veröffentlichung der ‚Studie‘ hätte dies vermutlich suggeriert werden sollen.

Weiters wird nicht angegeben, wie hoch das N der Stichprobe ist und ob die Stichprobe

repräsentativ ist. Diese Studienaufgabe eignet sich gut für die Einführung in das Problemfeld

Stichprobe/Schließen auf die Population.

Studienaufgabe 2-3: Im obigen Text wird das Prinzip der

Repräsentativität einer Stichprobe angesprochen. Was könnte

damit gemeint sein?

Die Repräsentativität einer Stichprobe gibt an, in welchem Ausmaß die Zusammensetzung der

Stichprobe mit der Zusammensetzung der Population, aus der sie stammt, übereinstimmt.

Eine repräsentative Stichprobe stellt ein verkleinertes Abbild der Population dar. Das heißt,

dass die Merkmalsverteilung innerhalb der Stichprobe und in der Population gleich sein

sollen.

Bortz und Döring (2003, S. 401) halten dazu fest:


„Um mit Hilfe einer Stichprobenerhebung (anstelle einer Vollerhebung) gültige Aussagen

über eine Population treffen zu können, muß die Stichprobe repräsentativ sein, d. h. sie muß

in ihrer Zusammensetzung der Population möglichst stark ähneln … Eine Stichprobe ist

(merkmals-)spezifisch repräsentativ, wenn ihre Zusammensetzung hinsichtlich einiger

relevanter Merkmale der Populationszusammensetzung entspricht. Sie ist global repräsentativ,

wenn ihre Zusammensetzung in nahezu allen Merkmalen der Populationszusammensetzung

entspricht.“ 1

Studienaufgabe 2-4: Stellen Sie die Daten der obigen Tabelle mit

Excel dar! Vergleichen Sie die obige Grafik mit der

nachfolgenden Grafik!

Der Auftrag wäre, die Grafik von Abbildung 2-1 herzustellen und die Höhe der Säulen durch

Veränderung des Maximums der Y- Achse zu verändern. Durch Veränderung des Maximums

auf der Y-Achse können verschiedene „Botschaften“ erzeugt werden.

Studienaufgabe 2-5: Suchen Sie im Internet die „James Lind

Alliance“ auf und finden Sie heraus, welche weiteren Maßnahmen

der Arzt Lind setzte!

Die James Lind Alliance stellt eine Sammlung von Informationen, Erklärungen und

historischen Quellen für Ärzte/Ärztinnen, Patienten/Patientinnen und Interessierte dar, die ein

Verständnis entwickeln wollen, warum medizinische Studien notwendig sind. Weiters wird

beschrieben wie medizinische Studien durchgeführt werden sollten, damit sie möglichst

verlässliche Ergebnisse liefern können.

James Lind wird in der Literatur als Pionier der Schiffshygiene in der Britischen Marine

beschrieben. Er gilt als Entdecker der Therapie von Skorbut und der Gewinnung von

Trinkwasser durch die Destillation von Meereswasser. Er bekämpfte des Weiteren die

Feuchtigkeit auf den Schiffen durch Lüftungseffekte, verbesserte die Kleidung und die

Reinlichkeit der Seeleute und führte das Ausräuchern mit Schwefel und Arsen (zur

Desinfektion) ein. Mit seinen Erneuerungen wirkte er auch auf die Krankheitsprophylaxe und

Ernährung britischer Soldaten an Land.

Studienaufgabe 3-1: Machen Sie sich über diese beiden

Bedürfnisse im Rahmen der Selbstbestimmungstheorie nach Deci

und Ryan kundig! Schreiben Sie einen kurzen Essay!

Die Aufgabe wäre einen Essay über das Kompetenzbedürfnis und das Bedürfnis nach

Selbstbestimmung in Verbindung mit den Formen des offenen Lernens zu schreiben.

Studienaufgabe 3-2: Recherchieren Sie auf der bifie-Homepage

den PIRLS-2006 Bericht!

Auftrag einer Recherche;

1 Bortz, J. & Döring, N. (2003): Forschungsmethoden und Evaluation. Berlin, Heidelberg, New York: Springer.


Studienaufgabe 3-3: Suchen Sie im Fachportal pedocs nach dem

Beitrag von Jörg Wittwer mit dem Titel „Warum wirkt

Nachhilfe? Hinweise aus der Forschung zum Einzelunterricht.“

die lehrerzentrierte Perspektive zur Wirksamkeit von Einzelunterricht

die lernerzentrierte Perspektive zur Wirksamkeit von Einzelunterricht

die interaktionistische Perspektive zur Wirksamkeit von Einzelunterricht

Studienaufgabe 3-4: Studieren Sie den Text über die Fische

und die Wassermänner!

Diese Studien, wer immer sie gemacht haben mag, sind abzulehnen, da sie Mängel bezüglich

Überprüfbarkeit und Wiederholbarkeit aufweisen. Es stellt sich die Frage, was die Theorien

im Hintergrund sein könnten und wie diese Studien in Australien oder Chile repliziert werden

könnten. Mit dem Kriterium, ob andere Forscherinnen und Forscher auch zu einem solchen

Ergebnis gelangen würden, könnte eine Diskussion angestoßen werden (Überprüfbarkeit und

Wiederholbarkeit).

Studienaufgabe 3-5: Recherchieren Sie das Stichwort

Parawissenschaften unter …

Auftrag einer Recherche;

Studienaufgabe 3-6: Recherchieren Sie in der Suchmaschine

Google Details zum Leben von Galilei …

Auftrag einer Recherche;

Studienaufgabe 4-1: Versuchen Sie auf der Basis des obigen

Zitates eine Forschungsfrage zu formulieren!

Können Kinder in betreuten Wohngemeinschaften und Kinder in Pflegefamilien

gleichermaßen Bindungen zu ihren Betreuer/innen aufbauen?

Studienaufgabe 4-2: Essen, Trinken … und Variablensuche.

Bewegungsarmut, Übergewicht, hohe Cholesterinwerte, Rauchen, Stress, Alkoholkonsum

usw.

Studienaufgabe 4-3: PIRLS 2006 und Identifikation von

Variablen

Folgende Variablen sind im Text zu finden: Lesekompetenz als Verstehen, Lesekompetenz in

der Verwendung und Lesekompetenz als Reflektieren – dadurch werden drei Aspekte der

Lesefähigkeit bei PIRLS untersucht: das Leseverhalten und die Einstellungen zum Lesen; die

Leseabsichten; die Verstehensprozesse.

Studienaufgabe 4-4: Formulieren Sie für das allgemeine

Konstrukt „Faulheit“ eine operationale Hypothese.


Es besteht ein Zusammenhang zwischen frustrierenden Erfahrungen in einem bestimmten

Leistungsbereich und der Vermeidung von Anstrengung in diesem Aktionsfeld (gemessen

mit dem Anstrengungsvermeidungstest, AVT (1998) von Rollett und Bartram.

Studienaufgabe 4-5: Wenn Menschen getrunken haben, …

z.B. erhöht sich ihre Risikobereitschaft beim Autofahren. Diese Hypothese ist überprüfbar

(z.B. Unfallstudien etc.).

Studienaufgabe 4-6: Aus der PISA 2003-Publikation

Folgende Variable sind im Text enthalten: Interesse an Mathematik, Freude an Mathematik;

Zusammenhangshypothese: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Interesse an

Mathematik und dem mittelfristig angelegten Üben für eine Schularbeit.

Unterschiedshypothese: Es gibt Unterschiede bezüglich des Interesses an Mathematik

zwischen Buben und Mädchen.

Studienaufgabe 4-7: Größe, Gewicht, Hubraum und KW

Größe/Gewicht: UV und AV sind nicht identifizierbar.

Hubraum/KW: Hubraum ist eine UV für PS, aber nicht die einzige. Eine weitere UV für PS

wäre das Verbrennungsmanagement (ehemals Vergaser).

Interesse an Physik/Physiknoten: gegenseitige Einflussgröße

Studienaufgabe 4-8: Welche Zusammenhänge sind erkennbar?

Es wird der Zusammenhang zwischen den eingesetzten Mitteln für das Bildungswesen und

den Outcomes thematisiert. Weiters werden der Zusammenhang zwischen Höhe der Bildung

und Einkommen und der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Status und

Hochschulbesuch angesprochen.

Studienaufgabe 4-9: Anstrengungsvermeidung und Erklärung

von Erfolg und Misserfolg

Auftrag einer Recherche;

Studienaufgabe 4-10: Analysieren Sie die Prozentangaben von

Tabelle 4-3

Wenn man die Stufe 1 und 2 zusammen nimmt, sagen Mädchen zu 80,8 % (Buben: 69,8 %),

dass die Lehrer/innen nicht gut genug erklärt haben. Es treten also geschlechtsspezifische

Unterschiede auf.

Unterschiedshypothese: Es besteht ein Unterschied in der Beurteilung der Aussage ‚Die

Lehrerin/der Lehrer hat es nicht gut genug erklärt‘ anhängig vom Geschlecht.

Studienaufgabe 5-1: Qualitativ oder quantitativ?

Um die Häufigkeit einer bestimmten Kinderkrankheit im Volksschulalter zu erheben ist eine

quantitative Methode zu verwenden, da innerhalb kurzer Zeit viele Personen über die Höhe

(Anzahl) Auskunft geben können.

Beim Ansatz der chronischen Krankheit ist eine qualitative Herangehensweise sinnvoll, da

der individuelle Verlauf genau erhoben werden kann.


Studienaufgabe 5-2: Schlagen Sie unter der …

Auftrag einer Recherche und konkreter Möglichkeit der Umsetzung in der schulischen Praxis;

Studienaufgabe 5-3: Schlagen Sie unter der nachfolgenden Quelle,

https://www.bifie.at/ node/302, die freigegebenen PIRLS-2006-

Items nach!

Zum Beispiel:

Frage: Wo kannst du die Antarktis auf dem Globus finden?

Antwort: Am Boden;

Zuordnung: Kompetenzstufe I

Frage: Was wünschte sich der Tonklumpen am Anfang der Geschichte?

Antwort: Er wünschte sich, dass er verwendet wird.

Zuordnung: Kompetenzstufe II

usw.

Studienaufgabe 5-4: Zustimmung oder Kritik am

Evaluationsfragebogen?

Dieser Evaluationsbogen ist deshalb zu kritisieren, weil die Formulierungen zu allgemein

sind. Er spricht nur die „Was gefällt?“-Dimension an. Dieser Bogen fordert geradezu zum

Niederschreiben von ‚Allerweltsbemerkungen‘ auf. Auch bei offenen Frageformulierungen

müsste vorher das Konstrukt festgelegt werden, das abgefragt werden soll. Danach wären die

Operationalisierungsschritte festzulegen.

Studienaufgabe 5-5: Was sind die Stärken und Schwächen der

Beobachtung? Denken Sie an Ihre Mitarbeitsnoten in der

Oberstufe!

Eine Stärke der Beobachtung ist, dass das zu Erforschende durch mehrere Beobachter/innen

erfasst werden kann (z.B. Nachahmungsverhalten im Kindergarten, aggressives Verhalten am

Pausenhof usw.). Eine Schwäche stellt das subjektive Moment des Beobachters/der

Beobachterin dar, wenn die Beobachtungseinheit nicht genau definiert ist oder die

Beobachter/innen nicht trainiert sind.

Bezüglich der Mitarbeitsnote, die auch durch Beobachtung zustande kommt, kann gesagt

werden, dass diese wertlos ist, wenn keine Kriterien (Beobachtungseinheiten) festgelegt

werden.

Studienaufgabe 5-6: Recherchieren Sie das folgende

Beobachtungssystem …

Auftrag einer Recherche;

Ergebnisse für Tabelle 5-5 (bzw. 5-6):

Auswertungsbeispiel:

Richtige Reihenfolge / Reihenfolge von Person A / Differenz*)

A 3 5 2

B 4 7 3

C 1 6 5


D 7 4 3

E 10 8 2

F 9 3 6

G 5 2 3

H 2 1 1

I 6 9 3

J 8 10 2

Summe der Differenzen 35

*) Die Differenzen werden unabhängig davon, wie die Zahlen in den Spalten stehen, gebildet

(z.B. Figur A: 5 minus 3 = 2; Figur E: 10 minus 2 = 8). Hernach werden die Differenzen

aufsummiert. Der beste Wert ist 0 und der schlechteste ist 50.

Studienaufgabe 5-7: Schlagen Sie im Handbuch der

Schulforschung …

Auftrag einer Recherche und eines Essays;

Studienaufgabe 5-8: Schlagen Sie im Handbuch Unterricht …

Auftrag einer Recherche und Ergänzung im Essay;

Studienaufgabe 5-9: Recherchieren Sie die zwölf Lernfunktionen


Auftrag einer Recherche und Ergänzung im Essay;

Studienaufgabe 6-1: Bestimmen sie für die Variablen in der

nachfolgenden Tabelle 6-1 das Skalenniveau

Schönheit einer Landschaft

Preis einer Ware

Attraktivität eines Preisangebotes

Höhe eines Turmes

Tankinhalt eines Autos

Temperaturangabe in Grad Celsius

Vorzüglichkeit eines schönen Abendessens

Blutdruck

Cholesterinspiegel

Gefährlichkeit einer Bergtour

Fassungsvermögen eines LKWs

Sehr zufrieden bis eher unzufrieden (Rattings)

Schulnoten

Haarfarbe

Haltungsnoten beim Schispringen

Staatszugehörigkeit

Leistungsgruppenzugehörigkeit

Welche Skala?

ordinal

metrisch

ordinal

metrisch

metrisch

intervall

ordinal

metrisch

metrisch

ordinal

metrisch

ordinal

ordinal

nominal

ordinal

nominal

nominal

Studienaufgabe 6-2: Doppelt so familienfreundlich?


Es wurde auf dem Ordinalskalenniveau gemessen. Die bewertende Aussage ‚doppelt so

familienfreundlich‘ kann aus einer Reihung nicht geschlossen werden.

Studienaufgabe 7-2: Können Sie ein Muster erkennen? Wenn ja,

beschreiben Sie dieses!

In beiden Kategorien (ja/nein) gibt es mehr Frauen als Männer (wie auch in der gesamten

Stichprobe). Das Verhältnis zwischen den Frauen und Männern ist jedoch in der Kategorie

‚nein‘ um das 2,5fache höher als in der Kategorie ‚ja‘.

Studienaufgabe 7-3: Erste Interpretation der Kreuztabelle

Nein - in der Kategorie ‚ja‘ sind es 35 Frauen und 30 Männer, also mehr Frauen als Männer.

Studienaufgabe 7-4: Versuchen Sie das Ergebnis inhaltlich zu

interpretieren!

Frauen rauchen tendenziell (signifikant) häufiger als Männer.

Studienaufgabe 8-1: Berechnen Sie den Mittelwert des

Taschengeldes mit der Tabellenkalkulation (Excel)!

Mittelwert: 12 Euro

Studienaufgabe 8-2: Ordnen Sie Taschengeldbeträge von oben

und bestimmen Sie den ‚Datenhaufenteiler‘!

23, 17, 15, 11, 7, 6, 5; Datenhaufenteiler:11

Studienaufgabe 8-3: Ermitteln Sie den Median mit dem

Programm Exel!

Median = Datenhaufenteiler: 11

Studienaufgabe 8-4: Ersetzen Sie den Wert von Sylvia durch den

Wert 55!

Neuer Mittelwert: 16,57 Euro

Median: 11

Studienaufgabe 8-5 (und 8-7): Berechnen Sie in Excel die

Abweichungen vom Mittelwert!

Das Ergebnis ist 5,43 (gerundet).

Studienaufgabe 8-8: Simulieren Sie nun mit Excel eine niedrige

und eine sehr hohe Streuung!

z.B. mit 2 und 9


Studienaufgabe 8-9: Quadrieren Sie in Excel die Abweichungen

vom Mittelwert!

Das Ergebnis ist 29,48 (gerundet).

Studienaufgabe 8-10: Berechnen Sie die Standardabweichung der

Schularbeitennoten der folgenden Klassen und vergleichen Sie die

Leistungssituation!

In allen drei Fällen ist der Mittelwert (MW) 3.

Klasse A:

MW = 3

10 Abweichungen vom MW auf dieser Seite (10 mal 2 = 20).

10 Abweichungen vom MW auf der anderen Seite (10 mal 2 = 20).

Das ergibt zusammen 40 Abweichungen. Diese 40 Abweichungen werden wiederum durch

das n (n= 20) dividiert. Die mittlere Abweichung vom Mittelwert beträgt 2. Das wäre die

heterogenste Leistungssituation.

Klasse B:

2 Abweichungen vom MW auf dieser Seite (2 mal 1 = 2).

2 Abweichungen vom MW auf der anderen Seite (2 mal 1 = 2).

Das ergibt zusammen 4 Abweichungen. Diese 4 Abweichungen werden wiederum durch das

n (n= 20) dividiert. Die mittlere Abweichung vom Mittelwert beträgt 0,2. Die Ergebnisse der

Klasse B liegen am nächsten zum Mittelwert.

Klasse C:

MW = 3

2 Abweichungen vom MW auf dieser Seite (2 mal 2 = 4).

Weitere 3 Abweichungen (3 mal 1 = 3)

2 Abweichungen vom MW auf der anderen Seite (2 mal 2 = 4).

Weitere 3 Abweichungen (3 mal 1 = 3)

Summe aller Abweichungen: 14. Diese Zahl wird durch 20 dividiert. Das Ergebnis ist 0,7.

Dieser Wert liegt zwischen dem Wert 0 (keine Abweichungen) und 2 (maximale Streuung).

Studienaufgabe 8-12: Stellen Sie die Boxplots der

Taschengelduntersuchung im nachfolgenden Koordinatensystem

dar! Interpretation!

Das Taschengeld ist in Klasse B heterogener verteilt als in Klasse A und C. Das Taschengeld

in Klasse C ist am höchsten und in Klasse A am niedrigsten.

Studienaufgabe 9-1: Vervollständigen Sie die Tabelle 9-1!

Mögliche Lösungsbeispiele werden in der Tabelle genannt:

Variable 1 Variable 2

Mangelnde Bewegung

Herzerkrankung

Cholesterinwert

Erhöhte Fettzufuhr in der Nahrung

Geschlecht

Ernährungsverhalten

Deutschnote

Lesefreude

Lernfreude für das Fach Physik

Note in Physik

Ausstattung eines Personenkraftwagens Preis des Autos

Erhöhte Zufuhr von Zucker in der Nahrung Körpergewicht

Bauchumfang

BMI


Marke

Hubraum eines Personenkraftwagens

Geschlecht

High-Income-Länder

Preis des Autos

Preis des Autos

Sportliche Aktivität

Mangelnde Bewegung

Studienaufgabe 9-3: Ursache und Wirkung

Das Wirkungsgefüge zwischen Interesse an Mathematik und guten Noten in Mathematik ist

zirkulär. Das bedeutet, dass nicht eindeutig gesagt werden kann, welche Variable ‚zuerst‘ zu

wirken zu begonnen hat. Eine Variable begann mit ‚der Wirkung‘ (z.B. Interesse an

Mathematik) und dies hatte zur Folge, dass sich die Noten verbessert haben. Das wiederum

hat auf das Interesse zurückgewirkt.

Der zirkuläre Wirkmechanismus gilt auch für Lesegeschwindigkeit und Lesefreude.

Studienaufgabe 9-4: Individuen aus dem Datensatz identifizieren

Diese Studienaufgabe wird im Buch gelöst dargestellt.

Studienaufgabe 9-5: Der Zusammenhang zwischen Schulnoten

und einem Test

Die angegebenen Werte wurden in ein Excel-Sheet eingegeben. Mit dem

Diagrammassistenten wurde das nachfolgende Streubild erzeugt. Wenn man die Punkte

markiert, danach die rechte Maustaste drückt, gelangt man zu einem Kontextmenü. In diesem

ist „Trendlinie hinzufügen“ anzuwählen.

6.00

5.00

4.00

3.00

2.00

1.00

0.00

0.00 5.00 10.00 15.00 20.00 25.00 30.00 35.00 40.00

Die Gerade hat eine negative Steigung. Das bedeutet, dass eine hohe Zahl auf der y-Achse (=

schlechter Wert) mit einem niedrigen Wert auf der x-Achse korrespondiert.

Studienaufgabe 9-6: Stellen Sie eine Punktwolke mit SPSS ohne

den Ausreißer (Person NM) her!

Der Datensatz für Person 25 ist in SPSS zu löschen. Wie? Links vom Datensatz befindet sich

eine fortlaufende Nummerierung. Man klickt auf die entsprechende Zeile; die Zeile wird

markiert. Mit der Löschtaste kann der Datensatz gelöscht werden.

Danach unter Grafiken – Punktwolke eingeben; das Ergebnis ist im Buch (Abb. 9-11)

dargestellt.


Studienaufgabe 9-7: Punktwolke für Größe und Gewicht2

Es müssten alle Punkte auf einer Geraden liegen.

Die Größe ist mit dem Gewicht2 (BROCA-Index) direkt proportional.

Studienaufgabe 9-8: Was bedeutet dieses Ergebnis?

Über die Population kann nichts gesagt werden. Dies muss der Forscher/die Forscherin im

Bericht mitteilen. Die Stichprobe ist auch nicht repräsentativ. Es müssten Daten aus allen

Altersklassen, aus Stadt und Land, von allen Berufsgruppen etc. vorliegen.

Studienaufgabe 9-9: Berechnen Sie die Korrelation für das

Variablenpaar Größe und Gewicht2!

Diese Korrelation ist 1.

Studienaufgabe 9-10: Üben Sie folgende Prozeduren! Berechnen

und interpretieren Sie!

Der Großteil der Ergebnisse ist in der Abbildung 9-21 dokumentiert.

Hypothese: Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Körpergröße einer befragten Person

und deren Körpergewicht.

Ergebnisse: Es besteht ein signifikanter mittlerer Zusammenhang zwischen der Körpergröße

einer befragten Person und deren Körpergewicht in der Weise, dass je größer die befragte

Person ist, desto schwerer ist sie.

Korrelationen

Körpergröße Gewicht

Körpergröße Korrelation nach Pearson 1 ,642 **

Signifikanz (2-seitig) ,000

N 212 212

Gewicht Korrelation nach Pearson ,642 ** 1

Signifikanz (2-seitig) ,000

N 212 212

**. Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,01 (2-seitig) signifikant.

Personen mit dem Körpergewicht von ungefähr 102 und höher sind entweder deutlich kleiner

oder deutlich größer als die Norm der befragten Personen.

Studienaufgabe 10-1: Sind die Stichproben repräsentativ?

Möglichkeiten der Ergänzung:

1. Frauen, mit Berufsausbildung, ohne auffälligem Trinkverhalten

2. Männer, ohne akademische Bildung

3. Volksschule, Hauptschule/NMS, Mittelschule (Unter- und Oberstufe), Berufsschule,

Größe der Schulen (Klassenanzahl)


Kritik: Alter (junge Frauen versus Studierende der PH), Ausbildung/Beruf (Studierende des

Studiengangs VS versus aller anderen Ausbildungsmöglichkeiten)

Studienaufgabe 10-2: Was ist eine Generalisierung?

Persönliche schriftliche Auseinandersetzung;

Studienaufgabe 10-3: Berechnung von Zusammenhängen

Das Skalenniveau ist im Datensatz ersichtlich; persönlicher Übungsbereich;

Beispiel: Korrelation zwischen BMI und Gehtest (Zurück_km)

Korrelationen

BMI

Gehtest

BMI Korrelation nach Pearson 1 -,320 *

Signifikanz (2-seitig) ,027

N 48 48

Gehtest Korrelation nach Pearson -,320 * 1

Signifikanz (2-seitig) ,027

N 48 48

*. Die Korrelation ist auf dem Niveau von 0,05 (2-seitig)

signifikant.

Die Korrelation beträgt -.32. Der Zusammenhang ist nicht signifikant (p = .027). Das negative

Vorzeichen weist darauf hin, dass eine höhere BMI-Zahl mit einer niedrigeren Gehtest-Zahl

korrespondiert.

Studienaufgabe11-1: Interpretieren Sie die Darstellung im obigen

Boxplot!

Der Kasten für die Frauen liegt fast zur Gänze unterhalb des 1. Quartils. Mit den Zahlen 102,

209, 211, … (Personen aus Datensatz) gibt es Ausreißer.

Der Kasten für die Männer liegt rund um das 1. Quartil.

Die Querstriche am Ende der Verlängerungen der Darstellung für die Männer markieren den

schlechtesten und den besten BMI-Wert.

Die BMI-Werte der Männer streuen stärker als die Werte der Frauen (bezogen auf den Kasten

und auch auf die Spanne zwischen bestem und schlechtestem Wert).

Studienaufgabe13-1: Schauen Sie einige Bachelorarbeiten an

Ihrer Hochschule durch! Notieren Sie vier Hypothesen und

überprüfen Sie, ob es sich dabei um Zusammenhangs- oder

Unterschiedshypothesen handelt!

a. individuelle Umsetzung;

b. Z.B.: Schüler der Sekundarstufe I haben bessere koordinative Fähigkeiten als Schülerinnen.

Mädchen der Grundstufe I erbringen in einem Lesetest höhere Leistungen als Buben. Es gibt

einen Unterschied in der Motivation in naturwissenschaftlichen Fächern zwischen

Schülerinnen und Schülern.


c. Z.B.: Frauen haben durchschnittlich einen höheren Blutdruck als Männer. Es gibt einen

Unterschied zwischen Männern und Frauen in Bezug auf die Trainingshäufigkeit. Es gibt

einen Unterschied zwischen Männern und Frauen bezüglich der Selbsteinschätzung des

konditionellen Zustands.

Studienaufgabe 13-2: Warum bedarf es bei einer Vollerhebung

keines Signifikanztests? Diskutieren Sie …

Es bedarf keines Schlusses von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit, da alle Personen

der interessierten Population untersucht wurden.

Studienaufgabe 13-3: Wiederholung: Beschreiben Sie die

Eigenschaften der Intervallskala und der Verhältnisskala

(metrische Skala) und geben Sie jeweils zwei Beispiele an!

a. Intervallskala: Die Abstände zwischen den einzelnen Ausprägungen sind konstant, es

besteht eine Rangordnung, ein Nullpunkt ist (willkürlich) festgesetzt (z.B.: IQ-Skala,

Celsiusskala). Verhältnisskala: Es besteht eine eindeutige Rangordnung, die Abstände

zwischen den Ausprägungen sind konstant, es existiert ein natürlicher Nullpunkt (Zeitskala –

Angabe in Jahren, Kelvinskala).

b. Varianz = mittlere quadratische Abweichung vom Mittelwert

c. Eine Normalverteilung hat die Form der Gauß’schen Glockenkurve, um den Mittelwert gibt

es viele Fälle, zu den Extremen hin nimmt die Anzahl der Fälle ab. Die Normalverteilung ist

eingipfelig und symmetrisch.

Studienaufgabe 13-4: Interpretieren Sie das Histogramm mit

Normalverteilungskurve! Besprechen Sie Ihre Interpretation mit

Kolleginnen und Kollegen!

Die Balken des Histogramms passen sich der Normalverteilungskurve relativ gut an, somit

kann von einer Normalverteilung der Daten ausgegangen werden.

Studienaufgabe 13-5: Überprüfen Sie die Variablen ‚ALT‘ und

‚GEW‘ sowohl graphisch als auch rechnerisch auf ihre

Normalverteilung hin.

Variable ‚ALT‘

Sowohl das Histogramm mit Normalverteilungskurve als auch das Ergebnis des Kolmogorov-

Smirnov-Anpassungstests zeigen, dass es sich um eine Normalverteilung handelt (0,220 >

0,05).


Kolmogorov-Smirnov-Anpassungstest

Alter in Jahren

Gewicht in kg

N 48 48

Parameter der

Mittelwert 29,44 76,69

Normalverteilung a,b Standardabweichung 7,847 14,537

Extremste Differenzen Absolut ,152 ,064

Positiv ,152 ,064

Negativ -,092 -,059

Kolmogorov-Smirnov-Z 1,051 ,443

Asymptotische Signifikanz (2-seitig) ,220 ,989

a. Die zu testende Verteilung ist eine Normalverteilung.

b. Aus den Daten berechnet.

Variable ‚GEW‘

Sowohl das Histogramm mit Normalverteilungskurve als auch das Ergebnis des Kolmogorov-

Smirnov-Anpassungstests zeigen, dass es sich um eine Normalverteilung handelt (0,989 >

0,05).


Studienaufgabe 13-6: Im (jungen) Erwachsenenalter wird als

Grenze vom Normalgewicht zum Übergewicht ein BMI-Wert von

25 angenommen.

Der errechnete Mittelwert der Strichprobe in Bezug auf den BMI beträgt 25,90. Dieser Wert

weicht nicht signifikant vom festgesetzten Wert 25 ab. Die Nullhypothese ist beizubehalten!

Studienaufgabe 13-7: Prüfen Sie die Hypothese: ‚Männer sind

durchschnittlich größer als Frauen.‘

Es herrscht Varianzenhomogenität. Der errechnete Signifikanzwert des T-Tests (gerundet

0,00) ist kleiner als 0,05. Die beiden Gruppen unterscheiden sich signifikant voneinander in

Bezug auf die Größe. Männer sind durchschnittlich größer als Frauen.

Studienaufgabe 13-8: Stellen Sie selbst eine entsprechende

Unterschiedshypothese auf …

Individuelle Bearbeitung;

Studienaufgabe 13-9: Bei den Probanden der Stichprobe wurde

folgende Intervention vorgenommen: Alle Probanden erhielten

einen speziellen Diätplan.

Der Zusammenhang zwischen den Variablen ist sehr hoch, die Irrtumswahrscheinlichkeit

dafür ist gleich null. Der Signifikanzwert des T-Tests mit 0,263 ist größer als 0,05. Das

bedeutet, dass die Nullhypothese beibehalten werden muss. Das mittlere Körpergewicht hat

zwar nach der Intervention abgenommen, der Unterschied ist allerdings so gering, dass von

keiner Wirksamkeit der Maßnahme ausgegangen werden kann.

Studienaufgabe 14-1: Wieso ist in Beispiel 1 kein t-Test

anwendbar?

Mittels t-Test können Hypothesen beantwortet werden, die sich darauf beziehen, ob sich zwei

Stichproben voneinander im Mittelwert unterscheiden. In Beispiel 1 ist der Vergleich von

drei Mittelwerten notwendig – somit muss eine Varianzanalyse verwendet werden.

Studienaufgabe 14-2: Welche Varianzanalyse ist für die folgenden

Fragestellungen angebracht?

a. Zweifaktorielle Varianzanalyse

b. Varianzanalyse mit Messwiederholung

c. Multivariate Varianzanalyse

Studienaufgabe 14-3: Überlegen Sie sich eine neue Fragestellung,

für welche die folgenden Varianzanalysen die richtige

Auswertung wären!

Individuelle Bearbeitung;


Studienaufgabe 14-4: Überlegen Sie sich für die Varianzanalyse in

Studienaufgabe 14-2 welche Haupteffekte und welche

Wechselwirkung es gibt!

H: Wirkung der Lehrmethode auf die Leistung der Schüler/innen. Wirkung der Zeit auf die

Leistung der Schüler/innen.

W: Wirkung der Lehrmethode und der Zeit auf die Leistung der Schüler/innen.

Studienaufgabe 15-1: Zeichnen Sie mit SPSS ein Streudiagramm

und tragen Sie dort die Anpassungslinie ein.

Das Ergebnis ist in Abbildung 15-2 dargestellt.

Studienaufgabe 15-2: Zeichnen Sie das Streudiagramm und die

Trendgerade mit SPSS.

Das Ergebnis ist in Abbildung 15-4 dargestellt.

Studienaufgabe 15-3: Streudiagramm Schularbeitenpunkte

Studienaufgabe 15-4: Zusammenhang Spielzeit/Reaktionszeit


Studienaufgabe 15-5: Untersuchen Sie im Datensatz

‚Kap15_Beispiel_1‘ (Arbeitszeit gegen Credits), ob die Residuen

annähernd normal verteilt sind.


Studienaufgabe 15-7: Konfidenzintervalle ermitteln


Studienaufgabe 15-8: Werte vorhersagen

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