Konzept der Weiterbildung am Kantonsspital Uri Medizinische Klinik

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Konzept der Weiterbildung am Kantonsspital Uri Medizinische Klinik

Konzept der Weiterbildung am Kantonsspital Uri

Medizinische Klinik

1. Allgemeines

1.1. Betriebliche Merkmale der Ausbildungsstätte

− Trägerschaft: Öffentliches Kantonsspital

− Leistungsauftrag: Erweiterte Grundversorgung

− Weiteres Leistungsspektrum (Schwergewichte): Gastroenterologie, Kardiologie,

Angiologie, Onkologie

− stationäre Eintritte pro Jahr (Medizin): zirka 1’600

ambulante Patienten pro Jahr (Medizin): zirka 3’500

− Anzahl Betten und Abteilungen (Medizin):

− Akutstationen: 56

− Intensivstation: 6 (interdisziplinär)

− Geriatrie: 45

− Besonderheiten in der Infrastruktur:

− Notfallstation mit angegliedertem Ambulatorium

− Dialysestation mit 4 Plätzen

− EDV, Internet

− Teleradiologie

− Sozialpsychiatrischer Dienst im Spital als separate Organisation verfügbar

− Zusammenarbeit mit

− Kantonsspitälern Nidwalden, Obwalden (Kardiologie, Angiologie)

Kantonsspital Luzern (Kardiologie)

− Universitätsspital Basel (Infektiologie, Angiologie)

Kantonsspital Aarau (Nephrologie, Neurochirurgie)

Klinik St. Anna, Luzern (Neurologie)

− Stadtspital Triemli, Zürich (Kardiologie)

Klinik Hirslanden, Zürich (Kardiologie)

1.2 . Ärztliches Team

Chefarzt: Prof. Dr. med. U. Marbet (Universität Basel), FMH Innere Medizin, FMH Gastroenterologie

− Leitende Ärzte/Leitende Ärztin:

− Dr. med. R. Simon, FMH Innere Medizin, FMH Kardiologie

− Dr. med. M. Auf der Maur, FMH Innere Medizin, FMH Onkologie

− Frau Dr. med. A. Hurni, FMH Innere Medizin, FA Geriatrie

− spitalinterne Spezialärzte

− Dr. med. G. Burri, Viszeral- und Gefässchirurgie


− Dr. med. R. Joller, Orthopädische Chirurgie

− Frau Dr. C. Griesemer, ORL

− Dr. M. Zurkirchen, Urologie (KS Luzern)

− Konsiliarärzte

− Dr. med. T. Bieri, FMH Innere Medizin, FMH Angiologie

− Dr. med. F.-X. Stadler, Dr. med. R. Ludwig, FMH Rheumatologie (Praxis Altdorf)

− Dr. med. H. Maillard, FMH Pneumologie (Praxis Altdorf)

− Dr. med. E. Hofmann, Frau Dr. S. Schärer, FMH Pädiatrie (Praxis Altdorf/Schattdorf)

− Dr. med. P. Gabriel, Dr. med. E. Pavesi, FMH Psychiatrie, Sozialpsychiatrischer

Dienst, Altdorf

− Dr. med. D. Waldvogel, FMH Neurologie (Klinik St. Anna)

− PD Dr. med. A. Bock, FMH Nephrologie (Kantonsspital Aarau)

− Dr. med. D. Hertner, FMH Nephrologie, Schwyz

− Dr. med. A. Widmer, FMH Infektiologie (Kantonspital Basel)

1.3. Anerkennung als Weiterbildungsstätte

Aktuelle Einstufung: A

2. Weiterbildungsstellen

2.1. Allgemeines

2.1.1. Basisaufgaben

Führen einer allgemein-internistischen Akutstation mit 9 bis 15 Patienten: Erheben der

Anamnese und des Eintrittsstatus, Erarbeiten eines initialen diagnostischen und therapeutischen

Procedere, Aufstellen einer Differentialdiagnose, Interpretation der Untersuchungsergebnisse,

Überwachung der eingeleiteten Therapie, tägliche Visite, zweimal je

Woche mit Supervision. Jeder Assistent wird im Turnus in einem Nachtarztsystem eingesetzt

(Nächte lückenlos abgedeckt, volle Kompensation mit Freitagen).

2.1.2. Angebot von Zusatzmodulen

Rotation (als Zusatzaufgaben)

− Intensivstation (interdisziplinär geführt)

− Notfallstation

− Sonographie

− Funktionslabor (Ergometrie, Lungenfunktion)

− Radiologie

− Labordiagnostik

Die Versorgung von einfachen Pädiatrie-Patienten gehört zu unserem Aufgabenspektrum,

vgl. Konsiliarärzte.

2.1.3. Eignung/Zielgruppe

Bei Stellenantritt sollte der Assistent mindestens ein bis zwei Jahre klinische Erfahrung

mitbringen. Die Stelle eignet sich für Facharzttitelanwärter und Nichtfacharzttitelanwärter.


2.1.4. Anzahl Assistentenstellen

Seit dem 1. Januar 2002 verfügt unsere medizinische Klinik über acht reguläre Assistentenstellen.

2.2. Verantwortlicher Leiter für die Weiterbildung

Prof. Dr. med. U. Marbet, Chefarzt

2.3. Allgemeine Weiterbildungsziele

gemäss WBO Absatz 3

2.4. Weiterbildungskonzept

2.4.1. Einführung in die Arbeitsstätte

Einführung im Tutorsystem während der ersten Arbeitstage, Checkliste

2.4.2. Betreuung der Assistenten

Jeder Assistent wird durch einen Kaderarzt betreut, der täglich mindestens einmal auf

der Station die aktuellen Probleme zusammen mit den Neueintritten supervisioniert.

Zweimal je Woche findet eine Visite mit dem zuständigen leitenden Arzt und/oder Chefarzt

statt.

2.4.3. Zielvereinbarungen

Im Rahmen der regelmässigen Evaluationsgespräche, vgl. Punkt 3

2.4.4. Weiterbildungsinhalte

2.4.4.1. Theoretisches Wissen Gemäss Weiterbildungsprogramm vom 1. Januar 2002,

Absatz 3.1.

2.4.4.2. Fähigkeiten Gemäss Weiterbildungsprogramm vom 1. Januar 2002, Absatz 3.2.

2.4.4.3. Fertigkeiten

− vollständige Anamnese und klinische Untersuchung

− Entnahme von Probenmaterial (diagnostisch und therapeutisch): Blut, Liquor,

Knochenmark, Ascites, Pleuraerguss

− Punktion von Pleura, Harnblase suprapubisch, Gelenken, Feinnadelpunktion

− Labortests

− kardiovaskuläre Diagnostik: EKG, Ergometrie, Lungenfunktionsprüfung,

Doppler-Druckmessung

− Therapiemassnahmen:

− Injektion intravenös, subcutan, intramuskulär, peri- und intraartikulär

− Legen eines peripheren und zentralen venösen Katheters,

− Anlegen einer Infusion

− Anlegen einer Pleuradrainage

− Anlegen einer Ascitesdrainage

− Legen einer Magensonde

− Transurethrale und suprapubische Blasenkatheterisierung

− einfache kleinchirurgische Massnahmen in Lokalanästhesie


− Notfallmassnahmen: CPR, Defibrillation, Elektrokonversion

2.4.5. Weiterbildungsveranstaltungen

− tägliche Rapporte, klinik- und stationsintern

− wöchentlich

− Journal-Club -Fortbildung (alternierend klinikintern/Hausarztfortbildung)

− Besprechung von MC-Fragen aus dem MKSAP

− Besprechung von häufigen, praxisrelevanten Problemfällen (Infektiologie, Diabetes

usw.)

− Analyse von EKG-Kurven

− Befundung von Röntgenbildern unter Supervision

− Möglichkeit zur Teilnahme an klinikexternen Fortbildungen mit Referat über Inhalt

− Tätigkeit auf der Notfallstation mit angegliedertem interdisziplinärem Ambulatorium

− Teilnahme an Sprechstunden-, resp. Supervisionstätigkeit der Konsiliarärzte, speziell

Neurologie und Nephrologie

2.4.6. Lernunterstützende Massnahmen

Internetzugang vorhanden. Bibliothek im Aufbau

3. Evaluation

− zeitlich: alle sechs Monate

− inhaltlich:

− Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Verhältnis zum Ausbildungsstand

− Umgang mit Patienten, Kollegen und Vorgesetzten

− Anregungen, Kritik, Vorschläge von Seiten des Assistenten

− FMH-Evaluationsprotokoll

20. Dezember 2002, Prof. Dr. med. U. Marbet, Dr. med. R. Simon

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