Jahresbericht 2004 - Kantonsspital Uri

ksuri.ch

Jahresbericht 2004 - Kantonsspital Uri

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m letzten Vierteljahrhundert hat Organe können ausgewechselt

sich die Medizin in nie voraussehbarer

Weise weiterentwickelt.

Dank neuer bildgebender Technologien,

wie der Sonographie,

der Computertomographie und

der Magnetresonanztomographie,

kann der Körper heute mittels unzähliger

messerscharfer Schichtbilder

anatomisch genauestens analysiert

und abgeklärt werden. Bald

alle inneren Organe, selbst Blutgefässe,

können von innen betrachtet,

oder wie man gemeinhin sagt, gespiegelt

und oft gleichzeitig therapiert

werden. Gelenke und innere

werden, und mit unzähligen Laboranalysen

können selbst schwierige

Diagnosen oft innert kürzester

Zeit gestellt werden. Unsere Lebenserwartung

gehört weltweit zu

den höchsten. Auch heute sterben

weiterhin am meisten Leute an

Krankheiten des Herz-Kreislauf-

Systems, wie Herzinfarkt und

Schlaganfall. Der Anteil sank jedoch

in den letzten zwanzig Jahren

drastisch. Wo früher die Diagnose

Herzinfarkt oft einem Todesurteil

gleichkam, kann heute nicht selten

das verschlossene Gefäss medika-

DER ENORME FORTSCHRITT DER MEDIZIN ERMÖGLICHT HEUTE,

WAS GESTERN KAUM DENKBAR SCHIEN. DANK SPEZIALISIERUNG

SIND SPITZENLEISTUNGEN AUCH IM KLEINEREN KANTONSSPITAL

ZU BESTER QUALITÄT MÖGLICH. DIE ZUNEHMENDE INSTRU-

MENTALISIERUNG ZWINGT JEDOCH, SICH ETHISCH-

MENSCHLICHEN FRAGEN ZU STELLEN, WIE NACH DEM SINN DES

MACHBAREN UND DEM SCHUTZ DER MENSCHENWÜRDE.

*) Jeder Jahresbericht hat einen

thematischen Schwerpunkt, der

auch mit der Bebilderung unterlegt

wird. Für die Jahresberichte

2004 und 2005 ist das Schwerpunktthema

«spezialfachärztliche

Versorgung im KSU». Das

Thema kommt in den Bilddokumentationen

der beiden Jahresberichte

zum Ausdruck.

mentös oder mit Ballondilatation

wieder geöffnet werden, so dass

Leute mit einem frischen Infarkt,

die rechtzeitig das Spital erreichen,

nur mehr selten daran sterben. Der

Darmkrebs, das zweithäufigste Tumorleiden

in der Schweiz, kann

heute nicht nur früher erkannt,

sondern durch Entfernung von

Vorstufen mittels Darmspiegelung

sogar verhütet werden.

Eine ganzheitliche Erfassung des

Menschen ist wichtig, aber genügt

allein nicht mehr

Diese rasante Entwicklung der letzten

vierzig Jahre brachte mit sich,

dass es unmöglich wurde, in der

Medizin alles zu wissen und zu

können. Spezialisierungen und

Subspezialisierungen entstanden.

SCHWERPUNKTTHEMA*

Die Spezialisierung i


3

Der Herzinfarkt

gehört zu den

wichtigsten,

teils tödlich

verlaufenden

Erkrankungen

des Erwachsenen.

Mittels

Herzstromkurven

(EKG)

kann die

Diagnose bereits

frühzeitig

gestellt werden.

Bei frühzeitiger

Therapie kann

eine schwerere

Herzschädigung

oft verhütet

werden.

Ganze Teams erlernen in gezielten

mehrjährigen Fortbildungen ein

umfassendes Wissen bezüglich spezifischer

Krankheitsformen. Der

angehende invasiv tätige Spezialist

lernt, komplexeste Krankheiten mit

gezielten Technologien zu behandeln,

wie eingeengte Gefässe zu erweitern,

Blutungen zu stillen, Abszesse

zu drainieren und Gallengangsvereiterungen

zu beheben.

Die Grenzen zur Chirurgie werden

verschwommen, und eine enge Zusammenarbeit

wird zur alltäglichen

Selbstverständlichkeit. Auch ein

kleines Kantonsspital, wie dasjenige

des Kantons Uri, kann heute keine

verantwortbare und qualitativ

konkurrenzfähige Medizin mehr

bieten ohne Einsatz solcher spezialisierter,

kompetenter Teams. Ohne

diese Leute würde die Daseinsberechtigung

des Regionalspitals

fragwürdig. Diejenigen Diszipli-

m Regionalspital


4

Nebst Rauchen,

erhöhtem

Blutzucker und

Cholesterin gehört

der Blutdruck

zu den

wichtigsten

behandelbaren

Faktoren, die

das Risiko

erhöhen, später

einen Herzinfarkt

oder

einen Schlaganfall

zu erleiden.

nen, die die häufigsten Krankheiten

und Notfälle betreffen, mit denen

wir alltäglich konfrontiert sind,

müssen auch im regionalen Zentrum

vorhanden sein. Der Herzspezialist

(Kardiologe), der Magen-

Darm- und Leberspezialist (Gastroenterologe)

und der Krebsspezialist

(Onkologe) sind von unserem

Spital ebenso wie die Intensivstation

nicht mehr wegzudenken. Der

Kardiologe kann in kürzester Zeit

die Funktion des Herzens mit seinen

Klappen und seiner komplexen

Durchblutung mit modernsten Mitteln

beurteilen und umgehend die

korrekte Behandlung einleiten. Der

Gastroenterologe stoppt Blutungen

im Magen-Darm-Trakt mittels Spiegelungen,

so dass eine Operation

deswegen in Uri zur Seltenheit

wurde, und der Onkologe garantiert,

dass Tumorleiden bei uns die

gleichen Behandlungschancen haben

wie im Zentrum. Im Kanton

Uri wurde die seltene Chance genutzt,

dass für stationäre und ambulante

Patientinnen und Patienten

konzentriert an einem Ort ein kantonales

Kompetenzzentrum mit

verschiedenen Spezialisten aufgebaut

werden konnte, womit auch

die nötigen Fallzahlen garantiert

wurden. Unterstützt wird das Spital

zudem von regelmässigen Konsiliarii

und Spezialärztinnen und

-ärzten der Praxen, wie dem Facharzt

für Gefässleiden, dem Spezialisten

für Hirn- und Nervenleiden,

dem Rheumatologen, dem

Lungenfacharzt und den Psychiatern.

Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit

mit den Subspezialitäten

der Zentrums- und Universitätsspitäler,

sei es zur Eröffnung

frisch verschlossener Herzkranzgefässe,

sei es bei therapieresistenten

Infektionskrankheiten oder bei der

Supervision bei Hygienefragen.

Ohne Spezialisierung wäre es unmöglich,

die zunehmend komplexeren

Krankheitsbilder kompetent

zu behandeln.

Nicht alles, was neu und modern

ist, heilt besser

Spezialisierungen und Subspezialisierungen

haben auch ihre Gefahren.

Bei all den Kenntnissen über

ein Spezialgebiet darf der Mensch

als Ganzes mit seinem Wechselspiel

zwischen Organischem und Psychischem

nicht vergessen werden.

Der Mensch besteht weder aus

Herz noch Darm allein. Der «alte»

Internist ist gefragt, derjenige, der

den Überblick über das Zusammenwirken

der verschiedenen

Organsysteme bewahren muss. Gerade

die Übersichtlichkeit und enge

Zusammenarbeit im kleinen Spital,

wo sich tagtäglich alle Spezialisten

treffen, bieten die Chance, dass der

Mensch noch stets als Ganzes im

Zentrum steht, dass auch fächerübergreifende

Probleme erkannt


5

werden und das Spital nicht zu einer

Servicestation degradiert wird.

Der medizinische Fortschritt und

die Spezialisierung bergen aber

auch Gefahren. Alles scheint machbar.

Unsere Begrenztheit und gelegentliche

Machtlosigkeit werden

vergessen. In den Medien wird

über spektakuläre Fortschritte,

über faszinierende erste Forschungsergebnisse

berichtet, die

glauben lassen, alles könne therapiert

werden, man müsse nur zum

Spezialisten der Spezialisten oder

ins Zentrum des Zentrums gehen.

Die Faszination fördert eine Begehrlichkeit,

die nicht mehr bezahlbar

wird und unrealistische Vorstellungen

und Hoffnungen weckt,

die zu Enttäuschung und Trauer

führen. Die High-Tech-Medizin

kann aber auch unpersönlich sein

und mit ihrer Instrumentalisierung

den Menschen mit seinen Ängsten

und seinem Empfinden aus den

Augen verlieren. Wegen dieses

Missbehagens suchen auch manche

wieder Hilfe in der altbewährten

Heilkraft der Natur und in komplementär-medizinischen

Alternativen.

Mit all ihrem Fortschritt stösst

die Medizin auch an ethisch-moralische

Grenzen. Hierbei denke ich

nicht primär an die Gentechnologie

oder die Stammzelldiskussion, sondern

vor allem an Fragen nach dem

Sinnvollen unter dem Machbaren

und daran, dass auch ein menschenwürdiges

Sterben zu den erstrebenswerten

Zielen gehört. Wir

versuchen bei uns, die Patientinnen

und Patienten nicht nur qualitativ

optimal zu betreuen, sondern auch

die Würde des Menschen mit seinem

Leiden und Sterben zu respektieren.

Prof. Dr. med. U. Marbet

Chefarzt Innere Medizin

Mittels

Ultraschalluntersuchung

des Herzens

und Herzbelastungstesten

können die

Herzfunktion,

die Herzklappen

und die

Durchblutung

bei vielen

Leuten rasch

und schmerzlos

beurteilt werden.


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as Jahr 2004 wird aus Sicht

des Spitalrates unter verschiedenen

genen Kostenkenntnissen und noch

nicht auf der angestrebten Preispunkten

Gesichtsund

Marktorientierung für die Abgenen

als besonderes geltung von Leistungen erfolgen

Jahr in Erinnerung bleiben.

musste, ist die Bedeutung dieser

Veränderung nicht zu unterschätzen.

Erstmals übernahm die strategische

und operative Leitung die Verantwortung

für einen Globalkredit, ein

weiterer wichtiger Schritt in der

Umsetzung der Zielsetzungen des

neuen Spitalgesetzes, das seit 2002

in Kraft ist. Auch wenn die Kreditvereinbarung

mit dem Kanton

noch stark auf vergangenheitsbezo-

Sie gibt den Weg frei – zuerst

vor allem in formeller Art – zu

selbstständigerem und vermehrt

unternehmerisch orientiertem Handeln

bzw. zu mehr Unabhängigkeiten

zwischen dem Kanton als Besteller

und Bezahler und der Unternehmung

«Kantonsspital» als Leistungserbringer.

DAS ERSTE JAHR UNTER DER UNTERNEHMERISCHEN

EIGENVERANTWORTUNG DES GLOBALKREDITSYSTEMS STAND

UNTER EINEM GUTEN STERN. NOCH VOR DEM ERFREULICHEN

FINANZIELLEN RESULTAT DES JAHRES 2004 STEHEN AUS SICHT

DER SPITALVERANTWORTLICHEN ERFAHRUNGEN UND

WEICHENSTELLUNGEN, DEREN FRÜCHTE ERST IN ZUKUNFT

GEERNTET WERDEN KÖNNEN.

Zwar müssen die neuen Spielregeln

von allen Beteiligten noch erprobt

und eingespielt werden.

Neue Formen bringen ja nicht automatisch

auch neue Verhaltensweisen.

Der Spitalrat darf aber mit

grosser Genugtuung feststellen,

dass Führungsverantwortliche auf

verschiedensten Stufen und mit

unterschiedlichen Fachkompetenzen

neben dem Tagesgeschäft weit

reichende Veränderungen mittragen

und selber einleiten. Dies gilt

einerseits für ein – trotz beschränkter

Ressourcen eines Regionalspitals

– weit reichendes Nachvollziehen

medizinischer Fortschritte mit

spezialistengestützter Behandlung

auch komplexer Krankheitsbilder

(vgl. den Einleitungsbeitrag zum

Schwerpunktthema dieses Jahresberichtes).

Zum anderen gilt es für

eine Spitalführung, die nicht nur

rechtzeitig und kompetent auf die

stets schneller wechselnden Umfeldherausforderungen

zu reagieren

vermag, sondern auch die Entwicklung

und Anwendung zeitgemässer

betriebswirtschaftlicher

Konzepte und Instrumente vorantreibt.

Beispiel 1: Die Anschaffung

und Vorbereitung der neuen IT-Lösung,

die nicht nur Ersatz für ein

BERICHT DES SPITALRATSPRÄSIDENTEN

Viele Weichenstell


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bestehendes Werkzeug ist, sondern

vielmehr zum Hilfsmittel für die

moderne Spitalführung der Zukunft

ausgebaut wird. Beispiel 2:

Der Vertragsabschluss für den Umstieg

auf die neue Leistungsabgeltung

nach APDRG ab 2005. Auch

dies eine unternehmerische Herausforderung,

die erfolgreich gemeistert

wurde, leistungsgerechtere

Entschädigungen bringt und unsere

Position im Verbund mit anderen

Spitälern absichert und stärkt.

Beispiel 3: Die erfolgreichen Optimierungen

beim Personaleinsatz

im Pflegebereich. Hier ist es den

Verantwortlichen im Teamwork gelungen,

innovative und flexible Lösungen

im heiklen Spannungsfeld

der Qualitätsorientierung und des

Kostendruckes zu realisieren.

Die drei Beispiele zeigen, dass es

letztlich die Menschen sind, welche

die Ziele, die mit den neuen Formen

angestrebt werden, erreichen.

Indem sie sich Chancen zuwenden

können und entsprechende Risiken

tragen, dürfen, können sie mehr erreichen

als bei umsichtiger Orientierung

am Ziel der kleinstmöglichen

Planabweichung.

Dass im ersten Jahr der Globalkredit

zu Gunsten des Kantons um

rund 1,8 Mio. Franken unterschritten

wurde und sich das Spital zusätzlich

ein Eigenkapital von rund

0,6 Mio. Franken selber erarbeiten

konnte, ist ein gutes Omen. Auch

wenn ein Teil des Erfolges auf

ausserordentliche Faktoren zurückzuführen

ist (bessere Tarife, als sie

im Budgetierungszeitpunkt berücksichtigt

werden durften, erfolgreicher

Abschluss des IT-Projektes

unter den seinerzeitigen Kostenschätzungen),

bleibt ein ausgezeichnetes

Ergebnis als Lohn für

umsichtigen, motivierten und

unternehmerischen Einsatz sehr

vieler Beteiligter. Sie haben damit

auch aufgezeigt, dass sich das Kantonsspital

Uri zuversichtlich den

grossen Herausforderungen der

Zukunft stellen darf.

Für den Spitalrat:

Bruno Baumann, Präsident

ungen

Dank neuer

Technologien

können heute

Speiseröhre,

Magen und

Darm zuverlässig

gespiegelt

werden und

gleichzeitig

viele therapeutische

Eingriffe

ohne grosse

Belastung vorgenommen

werden.


8

ie Auswirkungen einer

stagnierenden Wirtschaft

schlagen auch auf das Gesundheitswesen

durch. Die

Kantone verfügen über weniger

Steuereinnahmen, um die Kantonsbeiträge

der Spitäler zu decken,

und die privaten Haushalte können

die Prämiensteigerung für die

Krankenversicherung nicht mehr

absorbieren. Dies erhöht den finanziellen

Druck auf die Versicherer,

Nach jeder

Untersuchung

werden die

Instrumente

professionell

wieder desinfiziert

und

sterilisiert.

die Kantone und auch auf die Spitäler

als Leistungserbringer. In dieser

finanziell angespannten Lage

entstehen in einem Spital Spannungsfelder,

etwa zwischen dem

täglichen Einsatz gegen Krankheit

und Tod auf der einen und der

wirtschaftlichen Nutzenabwägung

dieses täglichen Engagements auf

der andern Seite. Wer einen gerechten

und effizienten Einsatz der

knappen Mittel im Gesundheitswesen

fördern will, kann genauso wenig

auf betriebswirtschaftliche Erkenntnisse

und Werkzeuge verzichten

wie jemand, dessen Ziel die

Gewinnmaximierung ist. Betriebswirtschaftliche

Denkweisen und

Instrumente werden zunehmend

zu unverzichtbaren Fundamenten

für die Leistungserstellung im Spital.

Sie sind heute nicht nur für eine

angemessene Erfüllung des Spitalauftrages

erforderlich, sondern

auch die Ausgangsbasis und Voraussetzung,

um trotz geringfügigen

unternehmerischen Handlungsspielräumen

echten Mehrwert

zu schaffen.

Als eines dieser nötigen Werkzeuge

gilt das neue betriebswirtschaftliche

Informatiksystem. Der Ablauf

der Wartungsdauer und die eingeschränkten

Möglichkeiten in der

Datenauswertung machten eine

Ablösung des bisherigen Systems

«multimed» nötig. Zusammen mit

dem Kantonsspital Nidwalden entschieden

wir uns für das Produkt

«opale» der Ordi-Conseil AG. In

verschiedenen Bereichen haben die

Mitarbeitenden im 2004 erhebliche

Vorbereitungsarbeiten geleistet, damit

das System auf den 1. Januar

2005 erfolgreich in Betrieb gehen

SPITALBETRIEB

Verstärkte

betriebswirtschaftli


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konnte. Es deckt die Bedürfnisse

des Rechnungswesens, des Personalwesens,

der Materialwirtschaft/Logistik,

der Patientenadministration

und der MIS/Datenauswertung

ab.

Wirtschaftliche Überlegungen und

verschiedene Investitionsbegehren

der letzten Jahre haben die Ausarbeitung

eines längerfristig konsistenten

Konzepts für die Entwicklung

der Radiologie und damit

auch zuverlässige Entscheidungsgrundlagen

für Neu- und Ersatzinvestitionen

verlangt. Die technische

und wirtschaftliche Analyse der geprüften

Möglichkeiten hat zur vertieften

Prüfung der beiden Varianten

Kooperation mit dem Kantonsspital

Luzern und Insourcing durch

einen privaten Betreiber geführt.

Im September hat der Spitalrat das

von der Spitalleitung vorgeschlagene

Röntgenkonzept bewilligt und

einer künftigen Zusammenarbeit

mit dem Kantonsspital Luzern zugestimmt

(ab 1. Juli 2005).

Unser Spital kehrte Ende 2003 nach

rund zehnjähriger Bau- und Umbauzeit

wieder zum Normalbetrieb

zurück. Die Baukommission hat

am 21. Januar 2004 die Bauabrechnung

für den Um- und Erweiterungsbau

des KSU behandelt. Die

Baukosten haben rund 65,5 Millionen

Franken betragen und sind

rund Fr. 60'000.– über dem im 1991

bewilligten Kredit ausgefallen (mit

nis und Wohle der Mitarbeitenden

und somit indirekt der Wirtschaftlichkeit.

Am 8. Juli 2003 führte das Zentrum

für Arbeitsmedizin, Ergonomie

und Hygiene als Fachstelle der H+

Branchenlösung in unserem Spital

aufgerechneter Teuerung und ein Audit in Arbeitssicherheit und

Nachtragskrediten). Nachdem der

Urner Landrat die Bauabrechnung

genehmigte, ist im Mai 2004 die

Baukommission aufgelöst worden.

Jetzt sind wir gefordert, den technisch

komplexer gewordenen Betrieb

zu garantieren – auch unter

dem grossen Kostendruck.

Gewisse Vorhaben, die wir im 2004

angepackt haben, zeigen kurzfristig

einen indirekten wirtschaftlichen

Nutzen. So dienen Massnahmen

in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,

neuzeitliche Arbeitsbedingungen

und branchenübliche

Löhne primär dem Bedürf-

Gesundheitsschutz durch. Diese

Überprüfung zeigte ein nachhaltig

wirkendes und effizientes Gesundheitsmanagement,

wie es die H+

Branchenlösung verlangt. Es ist am

13. Februar 2004 mit einem Attest

ausgezeichnet worden. Die Arbeitsgruppe

hat den eingeschlagenen

Weg beibehalten. Die Gefahrenermittlung

ist weiter nach den von

der Branchenlösung vorgegebenen

Erhebungsblättern aufgenommen

worden. Ein wesentlicher Teil der

dadurch aufgedeckten Gefahren

sind bereits durch geeignete Massnahmen

behoben.

UNSER SPITAL KEHRTE ENDE 2003 NACH RUND

ZEHNJÄHRIGER BAU- UND UMBAUZEIT WIEDER ZUM

NORMALBETRIEB ZURÜCK.

che Fundamente


10

Seit ungefähr 1989 benützten wir

für die Lohneinstufung unserer

Mitarbeitenden zwei Lohntabellen:

die Lohntabelle für das Urner

Staatspersonal und die Lohntabelle

der kantonalen Spitäler des Kantons

Luzern. Die Anwendung dieser

zwei Tabellen bot den Vorteil,

dass sie die relevanten Arbeitsmarktverhältnisse

der unterschiedlichen

Berufsgruppen eines Spitals

berücksichtigte. Nachteilig wirkte

sich die Fremdbestimmung bei den

jährlichen Lohnanpassungen aus

(unterschiedlicher Stufenanstieg,

allenfalls unterschiedliche Teuerungszulage).

Im März 2003 überführten

die kantonalen Spitäler des

Kantons Luzern die Löhne ihrer

Mitarbeitenden rückwirkend auf

den 1. Januar 2003 in eine neue

Lohntabelle. Dabei wurden die Anfangslöhne

in den Berufen der Gesundheits-

und Krankenpflege erheblich

angehoben. Eine solche

Überführung konnte sich unser

Spital nicht leisten (jährlicher Personalmehraufwand

von rund Fr.

750'000.–). Im 2004 haben wir eine

neue für unser Spital geltende

Lohntabelle erarbeitet. Dabei sind

entsprechende Lohnvergleiche beigezogen

worden (bei Urner Industrie-

und Dienstleistungsbetrieben,

bei Zentralschweizer Vergleichsspitälern).

Diese Vergleiche haben gezeigt,

dass unsere Anfangslöhne

bei den Berufen der Gesundheitsund

Krankenpflege und unsere

Endlöhne bei den angelernten Mitarbeitenden

tiefer lagen. Mit Einbezug

dieser Erkenntnisse ist, nach

vorgängiger Information der Mitarbeitenden,

unsere neue Lohntabelle

auf den 1. Januar 2005 eingeführt

worden.

Die Einführung der neuen KSU-

Lohntabelle und das revidierte Arbeitsgesetz

haben eine Anpassung

unserer Anstellungsbedingungen

nötig gemacht. Die Bedingungen

sind nun übersichtlicher gegliedert

und beinhalten explizit auch die

häufigsten Belange der Mitarbeitenden

zum übergeordneten Arbeitsrecht

und -gesetz. Am 9. September

2004 haben alle betroffenen

Mitarbeitenden die neuen Anstellungsbedingungen

erhalten. Sie traten

auf den 1. Januar 2005 in Kraft.

Die im 2003 gegründete Zentralschweizer

Interessengemeinschaft

für Gesundheitsberufe ZIGG übernahm

in der Zentralschweiz in der

Berufsbildung die Aufgaben der

Organisation der Arbeitswelt (auf

der Sekundarstufe II und auf der

Tertiärstufe). Zu ihren Arbeiten haben

im 2004 u. a. die Bearbeitung

von Vernehmlassungen der Berufsbildungspolitik,

die Organisation

und Durchführung der überbetrieblichen

Kurse für die Lernenden

und die Vorbereitung der betrieblichen

Lehrabschlussprüfungen

für Fachangestellte Gesundheit

gezählt. Verschiedene Mitarbeitende

unseres Spitals haben im 2004

aktiv in den Kommissionen und

Arbeitsgruppen der ZIGG mitgemacht.

Wir haben die mit der Zusammenarbeit

entstandenen Synergien

und Unterstützungen in der

beruflichen Grund- und Weiterbildung

nachhaltig genützt.

Doch nicht alle im 2004 getroffenen

Vorkehren lassen sich mit der Wirtschaftlichkeit

begründen. Auch gesetzliche

Auflagen sind ausschlaggebend

gewesen. Auf den 1. Januar

2005 sind auch die Assistenzärztinnen

und -ärzte, wie bereits die übrigen

Mitarbeitenden unseres Spitals,

dem Arbeitsgesetz unterstellt. Eine

Arbeitsgruppe der Zentralschweizer

Spitalkonferenz ZSK hat für die

Umsetzung des Gesetzes eine Zusammenfassung

der relevanten Bestimmungen

erarbeitet. Die Einführung

der die Arbeitszeit einschränkenden

Gesetzesbestimmungen hat

auch unserem Spital, wie übrigen

Spitälern auch, etliche Umtriebe

verursacht. Das Arbeitsgesetz

schränkt die persönlichen Freiheiten

der Mitarbeitenden ein und erschwert

die Personaleinsatzplanung.

Wir versuchen, das Arbeitsgesetz

auf der chirurgischen und

medizinischen Abteilung mit dem

bestehenden Stellenplan einzuhalten.

Die Erfahrungen werden zeigen,

ob dies ohne Qualitätseinbussen

und höheren Risiken wegen

der vermehrt notwendigen Übergaben

(Informationsverlust) möglich

sein wird. Für die Gynäkologie/Geburtshilfe

ist für das 2005

eine Erhöhung um eine halbe Stelle

budgetiert.

Bei der Pikettdienstregelung haben

sich die Anstrengungen von H+ gelohnt.

Die Auslegung des Staatssekretariats

für Wirtschaft (seco), wonach

in den Spitälern der Pikettdienst

mit kurzer Interventionszeit

generell als Arbeitszeit angerechnet

wird, ist aufgehoben worden. Das

seco beabsichtigt, im 2005 eine ausführliche

Analyse der Umsetzung

des Arbeitsgesetzes und der Handhabung

des Pikettdienstes in den

Spitälern durchzuführen und auszuwerten.

Jahresabschluss 2004

Die wichtigsten Einflussfaktoren,

die zu einem erfreulichen Resultat

(vgl. Jahresrechnung am Schluss

des Jahresberichts) geführt haben,

sind:


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– Höher als budgetiert sind die Erträge

aus medizinischen Nebenleistungen

ausgefallen, allerdings teilweise

kompensiert durch Mindererträge

bei den Arzthonoraren und

den Erträgen aus Spezialinstituten.

– Bei den deutlichen Budgetunterschreitungen

für Personalaufwand

(insgesamt – 1885 TCHF) fiel ins

Gewicht, dass in verschiedenen

Leistungsbereichen Stellenplanunterschreitungen

realisiert werden

konnten. Insbesondere im Bereich

Pflegefachpersonen erlaubten

verbesserte Personaleinsatzformen

und der Rückgang der Pflegetage

(durch Senkung der durchschnittlichen

Aufenthaltsdauer) eine

Unterschreitung des Stellenplanes.

Der Rückgang der Aufenthaltsdauern

wirkte sich auch markant kostensenkend

auf die Lebensmittelund

hauswirtschaftlichen Aufwände

aus.

– Die Kosten für Anschaffungen

und Investitionen lagen unter dem

Budget. Die Ursachen liegen in einer

stärkeren Kosten-Nutzen-

Orientierung bei den Anschaffungen

und einer erfolgreichen Einführung

des neuen betriebswirtschaftlichen

Informationssystems

(mit budgetierten 1657 TCHF das

grösste Investitionsprojekt).

Insgesamt blicken wir auf einen erfreulichen

Jahresabschluss zurück,

der den Führungsverantwortlichen

auf allen Stufen ein gutes Zeugnis

ausstellt.

Personelles

Auch im 2004 hat die Stellennachfrage

unser Stellenangebot überstiegen;

dies vor allem auch beim

Pflegepersonal, etwas weniger bei

Pflegefachleuten mit entsprechender

Zusatzausbildung. Deshalb haben

wir Bewerbungen mehrerer

ausgewiesener Pflegefachleute um

eine Anstellung nicht berücksichtigen

können. Dass das Interesse der

Jugendlichen am Erlernen eines Berufes

der Gesundheits- und Krankenpflege

trotz dieser allenfalls nur

vorübergehend entspannten Arbeitsmarktlage

nach wie vor gross

ist, haben die sehr vielen Bewerbungen

um unsere Ausbildungsplätze

gezeigt.

Im 2004 haben folgende Mitarbeiterinnen

ihr Jubiläum für zwanzig

und mehr Dienstjahre gefeiert:

40 Jahre im KSU

Frau Surdez Theres, Verwaltung

30 Jahre im KSU

Frau Zgraggen Theres,

Ökonomie

25 Jahre im KSU

Frau Auguis Mercedes,

Pflegedienst

Frau Kempf Marie-Theres,

Pflegedienst

Frau Nardozza Raffaela,

Ökonomie

20 Jahre im KSU

Frau Gisler Käthy,

Physiotherapie

Frau Radivojevic Malina,

Ökonomie

Frau Weber Vreni, Pflegedienst

Frau Zanin Dolores, Ökonomie

Frau Ziegler Edith,

Zentralsterilisation

Wir danken ihnen für ihre langjährige

Betriebstreue und ihren grossen

Einsatz zum Wohle unserer Patientinnen

und Patienten.

Am 31. Juli 2004 trat Frau Vreni

Jauch, Pflegedienst, in ihren wohlverdienten

Ruhestand. Auch ihr

danken wir herzlich für ihre geleisteten

Dienste und wünschen ihr

weiterhin Wohlergehen und alles

Gute.

Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

haben im 2004 erfolgreich ihre

berufliche Grund- oder Zusatzausbildung

abgeschlossen:

Herr Amstalden Fabian, als

Diätkoch

Frau Inderkum Sonja, als

Kauffrau

Frau Jauch Patrizia, als diplomierte

medizinische Laborantin

Herr Kies Markus, als diplomierter

Anästhesiepflegefachmann

Herr Schillimat Markus, als

diplomierter Operationspflegefachmann

Frau Weber Isabelle, als Hauswirtschafterin

Frau Weber Vreni, als Pflegeexpertin

(HöFa, Stufe II)

Frau Wipfli Heidi, die Diplomausbildung

an der Akademie für Erwachsenenbildung

Herr Zgraggen Roland, als diplomierter

Rettungssanitäter

Frau Zurfluh Alexandra, als

Köchin

Herr Zurfluh Rolf, als Sicherheitsbeauftragter

im Spital und Heim

Wir gratulieren ihnen recht herzlich

und wünschen ihnen weiterhin

eine erfolgreiche Berufstätigkeit.

Dr. M. Patzen, Spitaldirektor

W. Bär, Stellvertretender Spitaldirektor

und Personalchef


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Neue Abrechnungsmodelle

und Leistungserfassung,

den Jahresstatistik. Zusammenfassend

kann vermerkt werden, dass

wechselnde auch dieses Jahr im Kantonsspital

Computerprogramme, Uri vergleichbar viele Patientinnen/Patienten

fortbildungshungrige Assistenzärzte

betreut wurden. Die

und ein neues Arbeitsgesetz –

das vergangene Jahr war geprägt

durch sich anbahnende Veränderungen.

Beanspruchung der zentralen Spezialabteilungen,

wie jene der Herzerkrankungen,

der Krebserkrankungen

und der endoskopischen

Abklärungen, aber auch der Dialyse

Panta rhei

(Behandlungen mit künstlicher Niere),

nahm weiter zu. Es freut uns,

Im Zentrum stand die Herausforderung,

wirtschaftlich kosteneffizient

zu arbeiten und dennoch höchsten

medizinischen Qualitätsansprüchen

zu genügen. Zusätzlich wurden wir

mit neuen Abrechnungsmodalitäten

wie Tarmed, mit Fallpauschalen auf

der Allgemeinabteilung und Vorbereitungen

dass es gelang, die durchschnittliche

Aufenthaltsdauer im Spital weiter

zu senken, ohne dass die Anzahl

der erneuten Hospitalisationen gestiegen

wäre, was für eine konstant

bleibende Qualität spricht. Dies

wird unterstrichen durch die unverändert

guten Rückmeldungen bei

zum Wechsel auf Diagno-

den Patientenrückfragen. Dies

se bezogene Fallpauschalen im

ganzen Spital konfrontiert. Der

Wechsel der Leistungserfassungssysteme

erschwert teils auch etwas

die Übersichtlichkeit der vorliegen-

zeigt, dass auch menschlichen

Aspekten und der ärztlichen Ethik

hohe Beachtung geschenkt wurde.

Der eingeschlagene Weg scheint

richtig.

DIE HEUTIGE MEDIZINISCHE ABTEILUNG GLEICHT EINEM

PUZZLE MIT ZAHLREICHEN UNERSETZLICHEN EINZELTEILEN,

DIE ERST DIE LÖSUNG DER HERAUSFORDERUNG ERMÖGLICHEN.

Die Abteilung Medizin

gleicht einem Puzzle

Die heutige medizinische Abteilung

gleicht einem Puzzle mit zahlreichen

unersetzlichen Einzelteilen,

die erst die Lösung der Herausforderung

ermöglichen. Die einzelnen

Puzzleteile entsprechen zahlreichen

komplexen Spezialproblemen.

Dank der engen Zusammenarbeit

der einzelnen Spezialbereiche im

Spital und mit Unterstützung verschiedener

externer Konsiliarii gelingt

es heute meist, rasch Klarheit

zu schaffen und effiziente Hilfe zu

ermöglichen. Die Wichtigkeit der

einzelnen Bausteine wird in den

Zahlen offensichtlich. Die Untersuchung

des Herzens mit Ultraschall

wird immer unersetzlicher. Diese

nicht belastende Untersuchung

durch einen Spezialisten ermöglicht,

die Funktion des Herzens

rasch und genau zu erfassen und

die korrekte Therapie ohne Verzögerung

einzuleiten. Gerade bei kardialen

Notfällen wie dem Herzinfarkt

ist die Zeit, aber auch eine

enge, unkomplizierte Zusammenarbeit

mit Zentrumsspitälern entscheidend.

Dass sich die Partner

kennen, erweist sich stets wieder

MEDIZINISCHE ABTEILUNG

Qualität –

eine tägliche Hera


13

Die endoskopischen

Bilder

werden direkt

via Glasfasern

auf den Monitor

übertragen, so

dass auch

chirurgische

Eingriffe in

den Gallenwegen

und im

Darm möglich

werden.

usforderung


14

als grosser Vorteil. In der Zukunft

dürfte diese rasche und enge Zusammenarbeit

mit Zentrumsspitälern

voraussichtlich auch beim

Schlaganfall immer wichtiger werden.

Voraussetzung für gute Ergebnisse

ist dabei die Möglichkeit zur

raschen und genauen Diagnostik

im peripheren Spital. Kompetenz

des Personals und optimale Einrichtungen

sind entscheidend.

Nebst den Herzleiden gewinnt die

rechtzeitige Erkennung und Behandlung

von Krebsleiden weiter

an Bedeutung. Dies zeigt sich nicht

nur an der steigenden Zahl von

Konsultationen und Chemotherapien.

Es zeigt sich auch stets von

neuem, dass es enorm wichtig ist,

interdisziplinär Probleme rasch

und unkompliziert besprechen zu

können, um umgehend die richtigen

Abklärungen und Therapien

einleiten zu können. Auch hier ist

die Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen

hinaus zur Selbstverständlichkeit

geworden. Die Konzentration

der Spezialdisziplinen

am Kantonsspital erweist sich tagtäglich

als richtig. Als zusätzlicher

Schwerpunkt des Kantonsspitals

Uri hat sich die Abklärung und Behandlung

von Magen-Darm-Erkrankungen

etabliert. Erfreulicherweise

konnte hier der Kanton Uri

mit seiner Studie zur Dickdarmkrebsverhütung

und -früherfassung

auch schweizerische Akzente

setzen. Bei der Therapie von Darmkrebserkrankten

werden wir nebst

dem exzellenten Chirurgenteam

zusätzlich von der speziell ausgebildeten

Stomaberatung unterstützt,

falls trotz unserer vorbeugenden

Bemühungen dennoch einmal

ein künstlicher Darmausgang

notwendig werden sollte. Dies

zeigt, dass auch in der Peripherie

Kompetenz und höchste Qualität

möglich sind. Das zunehmende

Durchschnittsalter der Urner Bevölkerung

und die Entwicklung in

der ganzen Schweiz lassen vorhersagen,

dass auch die Behandlung

von Durchblutungsproblemen der

Beine immer wichtiger wird. Wir

sind froh, dass wir am Spital einen

Spezialisten haben, der oft auch

Leuten helfen kann, für die eine

Operation eine allzu riskante Belastung

wäre. Aber auch andere Spezialbereiche,

wie die kompetente Betreuung

von zuckerkranken Patientinnen

und Patienten oder von

Übergewichtigen, werden immer

grössere Bedeutung erhalten. Die

zunehmende Bedeutung der Zuckerkrankheit

sehen wir beispielsweise

bereits an den steigenden

Zahlen von Patientinnen und Patienten,

die regelmässig ein künstliches

Nierenersatzverfahren (Dialyse)

benötigen.

Die Aufteilung der medizinischen

Abteilung in verschiedene kleinere

Kompetenzzentren garantiert eine

hohe medizinische Qualität. Wir

sind froh, dass wir zusätzlich auch

von extern mit hoher Kompetenz

unterstützt werden, sei es durch

die regelmässigen Konsilien des

Neurologen, sei es durch Spezialärzte

des Kantons, wie dem Lungenfacharzt,

den Rheumatologen,

den Psychiatern und den Kinderärzten/innen,

aber auch durch unsere

Kollegen/innen der Chirurgie,

HNO und Anästhesie, die uns stets

bei Problemen rasch zur Seite stehen.

Ihnen allen gebührt unser

grosser Dank.

Eine qualitativ hoch stehende

und menschliche Betreuung

steht im Zentrum

Der ökonomische Druck zur immer

kürzer werdenden Aufenthaltsdauer

und früheren Spitalentlassung

zwingt uns auch, die Qualität unserer

Bemühungen zu überwachen

und zu sichern. Die Spezialisierung

mit fokussierter Fortbildung bildet

hierbei das Fundament. Dass wir

heute eine schweizerisch anerkannte

interdisziplinäre Intensivstation

haben, dient zusätzlich der Qualitätssicherung.

Mit Erfassung und

fortlaufender Aufarbeitung auch

kleinster kritischer Ereignisse, die

zwar keine Komplikationen nach

sich zogen, aber hätten dazu führen

können, versuchen wir laufend,

unsere Arbeitsprozesse zu verbessern.

Dies brachte auch ein Umdenken

und eine neue Fehlerkultur mit

sich, weg vom Sündenbock hin zur

systematisierten, kontinuierlichen

Qualitätsverbesserung. Die bereits

seit Jahren etablierte prospektive

Erfassung von Komplikationen auf

der medizinischen Abteilung zeigt

uns, dass wir auf dem richtigen

Weg sind und wir problemlos mit

andern grösseren Schweizer Spitälern

mithalten können. Dank interdisziplinärem

Erstellen neuer

Richtlinien zur antibiotischen Therapie

gelang es nicht nur, den problematischen

Gebrauch breit wirkender

Antibiotika zu reduzieren

und somit einen Beitrag zur Verminderung

von Pilzinfekten und

Resistenzentwicklung der Bakterien

im Spital zu leisten, sondern

gleichzeitig auch erhebliche Kosten

einzusparen. Auch diese Richtlinien

wurden dank Zusammenarbeit

über die Kantonsgrenzen hinaus

erst möglich.

Die medizinischen und wirtschaftlichen

Herausforderungen

werden grösser werden

Für die Zukunft wird entscheidend

sein, dass wir nicht nur Spezialein-


15

heiten mit höchster Fachkompetenz

behalten, sondern dass auch

das Zusammenwirken der Spezialdisziplinen

untereinander funktioniert

und trotz Spezialisierung die

Patientinnen und Patienten stets

mit ihrer Psyche, ihren individuellen

Problemen und ihrer Würde im

Zentrum bleiben. Die Übersichtlichkeit

unseres Spitals und neue

Strukturen sollten helfen, diese

Herausforderung zu meistern. Der

Fortschritt der bildgebenden Technologie

wird auch das kleinere

Kantonsspital verändern. Ich bin

überzeugt, dass die Qualität der

Radiologie bei uns durch die künftig

tägliche Anwesenheit eines

Facharztes entscheidend verstärkt

wird. Diese neuen radiologischen

Möglichkeiten werden auch neue

diagnostische Wege im peripheren

Spital öffnen und mithelfen, teure

ausserkantonale Hospitalisationen

auf dem Minimum halten zu können.

Eine spezielle Herausforderung

wird zudem sein, durch Umstrukturierungen

und Optimierung

der Arbeitsabläufe das neue Arbeitsgesetz

umzusetzen, dem die

Assistenzärzte unterworfen sind,

ohne dadurch die Qualität ihrer

Ausbildung zu gefährden. Ob dies

schlussendlich wirklich ohne

Schaffung neuer Stellen möglich

sein wird, kann noch nicht abgesehen

werden. In jedem Fall ist es unser

Ziel, dass die Urnerin/der Urner

an ihrem/seinem Spital weiterhin

kompetent, effizient, menschlich

und würdig behandelt wird.

Prof. Dr. med. U. Marbet

Chefarzt Innere Medizin

Die endoskopischen

Untersuchungen

sind

ein Teamwork.

Sie beginnen

bei der

Aufklärung

der Patientin/

des Patienten.

Je nach Bedarf

erhalten sie ein

Schmerz- oder

Beruhigungsmittel

und

werden

während der

Untersuchung

bezüglich

Blutdruck,

Atmung und

Herzrhythmus

genauestens

überwacht. Die

Untersuchung

endet mit der

Desinfektion,

teils Sterilisation

der

Instrumente.


16

Das steigende

Alter der

Bevölkerung

und die

Zunahme der

Zuckerkrankheit

sind

mitschuldig,

dass Gefässkrankheiten

immer häufiger

werden.

tionen wird ambulant oder kurzstationär

behandelt. Für das ganze

Spitalpersonal wird aber diese

hochkonzentrierte Behandlung arbeitsintensiver

und anspruchsvoller

denn je sein. Umso mehr ist es

mir ein Anliegen, dem Chirurgenteam

für die unermüdliche und

freundschaftliche Zusammenarbeit

zu danken, ebenso allen Mitarbeitenden

des gesamten Spitals.

Auf dem Weg der Spezialisierung

ie Arbeitsbelastung auf

der chirurgischen Abteilung

hält sich auf konstant

sehr hohem Niveau.

Die stationären Patienteneintritte

haben leicht abgenommen, bei den

ambulanten Konsultationen wurde

ein neuer Höchstwert erreicht, und

die administrative Arbeit stieg aufgrund

steigender Ansprüche in

Qualitätsmanagement und Einführung

der DRG.

Hochkonzentrierte Behandlung

ist anspruchsvoll und arbeitsintensiv

Der Trend zu immer kürzeren Spitalaufenthalten

hält an. Die durchschnittliche

Aufenthaltsdauer liegt

nun bei 7,8 Tagen. Der «gesunde»

Patient oder die «gesunde» Patientin

für einen minimal invasiven

Eingriff verlässt das Spital nach einem

Tag wieder. Auch in der Orthopädie

werden die Inzisionen bei

Kunstgelenkoperationen immer

kleiner. Eine optimale postoperative

Schmerztherapie erlaubt rasche

Mobilisation. Am Ende dieses Jahrzehnts

werden wahrscheinlich die

hauptsächlichen chirurgischen Betten

auf der Intensivstation und im

Aufwachraum stehen für Patientinnen

und Patienten mit grossen Eingriffen

oder für schwere Notfälle.

Der Patient oder die Patientin mit

geplanten standardisierten Opera-

Wir leben in einer Zeit der Schlagworte,

die mit einem Begriff Prozesse

umreissen, deren Auswirkungen

noch weitgehend unbekannt

sind. Spezialisierung ist ein solches

Schlagwort, welches eine Entwicklung

umschreibt, welche die Chirurgie

im Kern trifft und zunehmend

verändert. Spezialisierung in

der fachspezifischen Arbeit hat sicher

viele Vorteile, was Effektivität,

Qualität und Aktualität der erbrachten

Leistungen betrifft. Sie

führt allerdings auch zu Limitationen,

wie verminderte Verfügbarkeit

und Schubladendenken. Tatsache

ist, dass in den vergangenen

zwei Jahrzehnten die in der Chirurgie

früher üblichen Mehrfach-Fach-

Grosses

dank ausgewie


17

arzt-Kompetenzen, wie z.B. allgemeine

Chirurgie, Urologie und Gynäkologie,

praktisch verschwunden

sind. Auch wenn heute ein

Schweizer Chirurg einer amerikanischen

Kollegin mitteilt, dass er

Magen-Darm-Chirurg, Krebschirurg,

Dickdarmchirurg, Gallenchirurg,

Leistenbruchchirurg sei, sich

mit der Chirurgie der Drüsen beschäftige

und daneben auch operative

Behandlung bei Knochenbrüchen

durchführe, wird er ungläubiges

Kopfschütteln ernten. H.

Troidel hat schon vor Jahren Vergleiche

zwischen Luftfahrt und

Chirurgie angestellt: Eine Schweizer

Chirurgin darf demnach – im

Gegensatz zu vielen internationalen

Kollegen – sämtliche Flugzeugtypen

jeden Tag wechselhaft fliegen,

im Vergleich zu andern

hochentwickelten Nationen ein

deutlicher Rückstand – oder vielleicht

doch noch ein Vorteil?

Konkret heisst Spezialisierung in

der Chirurgie Beschränkung auf

ein Organsystem, im Extremfall auf

eine einzige Operation. So gibt es

im Ausland Kliniken, die z.B. nur

und ausschliesslich Leistenbrüche

oder künstliche Hüftgelenke operieren.

Standardisierte Abläufe und

hochspezialisiertes Personal können

zu statistisch nachweisbaren Qualität vergleichbar mit den Zent-

Unabdingbar ist auch, dass die

geringen Komplikationsraten führen.

Gradmesser für die Spezialisie-

für die Ergebnisqualität eines Einren

sein muss. Wichtige Kriterien

rung ist der Case load, die Menge griffes sind eine möglichst geringe

der durchgeführten Eingriffe pro Letalität, eine geringe Reinterventionsquote,

eine geringe kurzfristi-

Chirurg und Klinik.

ge Wiedereinweisungsrate, wenige

Grosses Leistungsangebot am Wundinfektionen, möglichst geringe

Nebenwirkungen und eine Ver-

KSU dank interdisziplinärer

Zusammenarbeit vieler

besserung der Lebensqualität. Es

ausgewiesener Spezialisten sind dies Kriterien, die am KSU in

laufenden und demnächst eingeführten

Qualitätssicherungsprojek-

Es ist einleuchtend, dass das Leistungsangebot

eines Regionalspitals ten überprüft werden. Bezüglich

sich nicht auf wenige einzelne case load (Mindestmenge eines

planbare Operationen beschränken Eingriffs) bestehen allerdings erhebliche

Differenzen. Der mono-

kann. Das Regionalspital hat nur

seine Berechtigung, wenn es die kausale Zusammenhang zwischen

grosse Mehrzahl der Notfälle behandeln

kann und wenn nicht die Qualität des Ergebnisses ist nur für

Häufigkeit einer Operation und

Mehrheit der planbaren Eingriffe in ganz wenige Eingriffe belegt (z.B.

ein Zentrum verlegt werden muss. in der Herzchirurgie). Studien zei-

WIR LEBEN IN EINER ZEIT DER SCHLAGWORTE, DIE MIT

EINEM BEGRIFF PROZESSE UMREISSEN, DEREN

AUSWIRKUNGEN NOCH WEITGEHEND UNBEKANNT SIND.

CHIRURGISCHE ABTEILUNG

Leistungsangebot

sener Spezialisten


18

Dank modernster

Geräte

können heute

Arterien und

Venen mittels

Ultraschall ohne

Benutzung von

Röntgenstrahlen

oder

Kontrastmittel

genaustens abgeklärt

werden.

gen, dass auch Chirurginnen und

Chirurgen, welche nur ein bis zwei

kritische Eingriffe im Jahr durchführen,

die gleichen Resultate erreichen

können wie High-Volume-

Chirurgen, wenn die Operationen

im Zusammenwirken der verschiedenen

Disziplinen (Chirurgie, Intensivmedizin,

Gastroenterologie,

Onkologie, interventionelle Sonographie

u.Ä.) erfolgen. Diese Interdisziplinarität

ist am KSU exemplarisch

gegeben.

Ein breites Team an chirurgischen

Kaderärzten ermöglicht

Spezialisierung am KSU

Früher genügte es schon, mit dem

Begriff Facharzt für Chirurgie oder

Fachärztin für Orthopädie dem Patienten

oder der Patientin gegenüber

als Spezialist aufzutreten. Bei

der rasanten Entwicklung neuer

medizinischer Konzepte und neuer

Technologien genügt dieser Grad

an Spezialisierung nicht mehr. Aus

dem Sport weiss jeder: nur der Profi

kommt ganz nach vorne. Genau

so ist es in der Medizin und insbesondere

in der Chirurgie. Eine gewisse

Spezialisierung ist daher

auch in der Chirurgie des KSU nötig

und sinnvoll. Möglich ist dies

durch ein bezogen auf die Spitalgrösse

grosses Team leitender Ärztinnen/Ärzte,

welche langfristig

am KSU tätig bleiben. Dies ermöglicht

es dem einzelnen Kaderarzt/der

Kaderärztin, aufbauend

auf einer breiten Basiskompetenz,

sich durch stetige Weiterbildung

zusätzlich in bestimmten Gebieten

zu spezialisieren. So verfügt z.B.

ein Chirurg zusätzlich über hohe

Kompetenz bei minimal invasiven

Eingriffen (Schlüssellochchirurgie),

ein anderer bei Gefässoperationen,

ein Orthopäde ist speziell erfahren

an Hüft- und Kniegelenk, ein zweiter

am Schultergelenk. Bleibende

Herausforderung an das KSU wird

es sein, Persönlichkeiten und Fähigkeiten

zu pflegen, um sich mit

einem glaubwürdigen Image auch

hinsichtlich einer Spezialisierung

zu positionieren. Nicht nur die

Höhe des Versorgungspreises wird

das kennzeichnende Merkmal eines

zukunftorientierten Spitals

sein, sondern v.a. die Leistung und

Qualität, die es erbringt.

Dr. med. G. Burri

Chefarzt Chirurgie

m Berichtsjahr verzeichnete Uri

350 Geburten, 343 Kinder wurden

im Kantonsspital Uri entbunden.

Mehr Geburten

Das sind 18 Kinder mehr als im

Jahre 2003. Sara(h) und Luca führen

die Namenhitparade in unserem

Kanton an.

Hebammen und Wochenbettpflegefachfrauen

wurden zu einem

Team zusammengelegt. Arbeitsorganisation

und Dienstplanung sind

einfacher geworden, und Ausfälle

von Mitarbeiterinnen können besser

kompensiert werden. Von beiden

Fachbereichen wird jedoch

mehr Flexibilität gefordert. Im Laufe

des Jahres ist das Team wieder

komplett geworden. Alle Mitarbeiterinnen

sind aus dem Mutterschaftsurlaub

zurückgekehrt und

können nun «eigene» Geburts-,

Still- und Wochenbetterfahrung in

die Arbeit einbringen.

Seit August 2003 bietet das KSU

das Hörscreening an, ein Hörtest

für Neugeborene, welcher der frühzeitigen

Erkennung von Hörfehlern

dient. Die gynäkologisch-geburtshilfliche

Abteilung kann sich

vorstellen, im Sinne einer noch näher

zu prüfenden Vision, künftig

auch Vorsorgeuntersuchungen an

Auge und Herz durchzuführen.

Man geht heute davon aus, dass

sich ein wesentlicher Anteil von

ambulanten Gynäkologie-Patientinnen

v.a. wegen Nichtverfügbarkeit

einer Frauenärztin ausserkantonal

behandeln lässt. Es liegt im

Interesse des KSU, diese Abwanderung

durch ein geeignetes Angebot

zu stoppen bzw. die Patientinnen

für eine Behandlung im KSU

zurückzugewinnen. Aus diesem

Grund wird ab 1. Januar 2006 eine


19

neue Stelle Oberärztin Gynäkologie/Geburtshilfe

besetzt, deren

Aufgabenschwerpunkt die ambulante

Praxistätigkeit sein wird. Dieser

Entscheid und die diesbezüglichen

Vorabklärungen haben uns

im 2004 beschäftigt. Eine praktizierende

Frauenärztin entspricht anerkanntermassen

einem breiten Bedürfnis,

nicht nur der im Kanton

wohnhaften Frauen. Deshalb verbinden

wir mit diesem Stellenbesetzungsentscheid

vielfältige Zukunftschancen.

Dank frühzeitigem

Erfassen

von

Hörstörungen

beim Säugling

können spätere

Schäden und

Entwicklungsstörungen

verhütet werden.

Ich danke Dr. E. Marty für die kollegiale

Zusammenarbeit sowie allen

Mitarbeitenden, Assistenzärztinnen

und Assistenzärzten, unseren Sekretärinnen,

den Pflegenden und den

Hebammen für ihren Einsatz. Dank

gilt ebenso unserem Kinderärzteteam,

Frau Dr. D. Auf der Maur,

Frau Dr. S. Schärer und Herrn Dr. E.

Hofmann, für die lückenlose pädiatrische

Versorgung und die wertvolle

Zusammenarbeit bei der Gestaltung

der Elternabende.

Dr. med. H. Werder

Chefarzt Gynäkologie

und Geburtshilfe

DIE GYNÄKOLOGISCH-GEBURTSHILFLICHE ABTEILUNG

KANN SICH VORSTELLEN, IM SINNE EINER NOCH NÄHER

ZU PRÜFENDEN VISION, KÜNFTIG AUCH

VORSORGEUNTERSUCHUNGEN AN AUGE UND HERZ

DURCHZUFÜHREN.

GYNÄKOLOGISCH-GEBURTSHILFLICHE ABTEILUNG

Verbesserte

Teamorganisation


20

as Fachgebiet Anästhesiologie

ist auf vier Säulen

cal Incident Reporting System)

brachte uns die Möglichkeit, entstandene

aufgebaut: Anästhesie,

kritische Situationen in ei-

Intensivmedizin, Notfallmedizin

und Schmerztherapie. Alle

diese anästhesiologischen Subspezialitäten

sind mit den übrigen

Fachdisziplinen am KSU eng vernetzt.

Aufgrund seiner Aufgabenfelder

hat das Fachgebiet Anästhesiologie

eine Querschnittsfunktion.

nem erweiterten Gremium mit den

anderen Fachdisziplinen des KSU

sachlich zu analysieren und Verbesserungen

einzuleiten (vgl. dazu

den Beitrag unserer Beauftragten

für Qualität und Hygiene). Beispiel

2: Wir hatten uns auf das neue Arbeitsgesetz

vorzubereiten. Neue

Interdisziplinäre Schnittstellen, Arbeitszeiten, die Beschränkung

bzw. funktions- und berufsübergreifende

Zusammenarbeit, sind

daher erfolgsentscheidend. Um

Veränderungsprozesse mitzutragen,

ist heute noch mehr als früher

teamorientierte Zusammenarbeit

erforderlich.

Solche Veränderungen prägten das

abgelaufene Jahr. Beispiel 1: Das in

allen anästhesiologischen Subspezialitäten

eingeführte CIRS-Projekt

(CIRS ist die Abkürzung für Criti-

der Einsätze im Pikettdienst und

neue Ruhezeitregelungen erfordern

einige Anpassungen vom Personal.

Obwohl für die Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer geschaffen, sind

die neuen Bestimmungen im Vergleich

mit den bisherigen Regelungen

mit einigen Nachteilen verbunden

und bedingen ein gut funktionierendes

Rapportsystem.

Durch die dargelegten interdisziplinären

Zusammmenarbeitserfor-

FACHWISSEN ALLEIN IST HEUTE NICHT MEHR AUSREICHEND.

NÖTIG SIND UNTERNEHMERISCHES DENKEN, INTERDISZIPLINÄRES

ARBEITEN UND EINE GUTE KOMMUNIKATIONSKULTUR.

dernisse kommt die Kommunikationskultur

auf den Prüfstand. Sie

prägt und durchdringt die tägliche

Arbeit. Wie und wie gut wir Ziele

und Resultate erreichen, wird somit

nicht nur durch unser Fachwissen

bestimmt, mit dem wir anspruchsvolle

Aufgaben, wie Risikoerfassung,

exakte Dokumentation,

zweckmässiges Organisieren

oder Festlegen von Qualitätsstandards,

bewältigen. Wir pflegen daher

bewusst eine offene Kommunikation.

Mit dieser Haltung wollen

wir die Weiterentwicklung der verschiedenen

Fachdisziplinen am

KSU unterstützen.

Ich bin dem gesamten Anästhesieund

Intensivpflegeteam zu ehrlichem

Dank verpflichtet und möchte

insbesondere die grosse Flexibilität

anerkennend erwähnen. Ein

spezieller Dank gilt Frau Dr. Camenzind

und Frau Dr. Mlynarczyk

wie auch Herrn Dr. Bernd, meinem

Stellvertreter, für die kompetente

Arbeit, die sie im abgelaufenen

Jahr verrichtet haben.

Dr. med. R. Amstad

Leitender Arzt Anästhesie

ABTEILUNG ANÄSTHESIE

Interdisziplinärer D


21

Die moderne

Narkose erlaubt

eine derart

genaue Überwachung

der

Patientinnen/

Patienten, dass

auch grössere

Operationen

selbst in fortgeschrittenem

Alter heute

möglich sind.

ienstleistungsbetrieb


22

Nebst modernster

Technologie

ist auch heute

noch die gute

Zusammenarbeit,

das

manuelle

Geschick und

Können für den

Erfolg des

Eingriffes entscheidend.

m Verlaufe des letzten Jahres

wurden auf der Hals-, Nasenund

Ohren-Abteilung (HNO) 226

Eingriffe durchgeführt (über die

genaue Zahl informiert die Statistik

im Anhang). 32 hospitalisierte Patientinnen/Patienten

wurden zum

Teil stationär, zum Teil auch ambulant

in unserer Privatpraxis abgeklärt

oder behandelt. Zusätzlich haben

wir in unserer Praxis bei 29

Neugeborenen, welche entweder

ambulant im Kantonsspital Uri ge-

ohne Hig


23

boren worden waren oder den Hörtest

nach der Geburt (Hörscreening)

nicht bestanden haben, die

otoakustischen Emissionen zur Erfassung

einer perinatalen Schwerhörigkeit

durchgeführt. Zwei Elternpaare

haben sich nicht zu einer

solchen Abklärung entschliessen

können; bei zwei weiteren Kindern

musste die Verdachtsdiagnose einer

perinatalen Schwerhörigkeit

geäussert werden.

HNO-Spezialisierung kommt

ohne Hightech-Apparaturen aus

In der Statistik fällt ausserdem auf,

dass dieses Jahr mehr Mittelohroperationen

bei Trommelfelldefekten

oder einer chronischen

Knocheneiterung (Cholesteatomen)

durchgeführt werden mussten. Bei

diesen Operationen müssen einerseits

lebenswichtige Strukturen,

wie z.B. der Schläfenlappen des

Hirns, der Gesichtsnerv oder Venenabflüsse,

geschont werden, andererseits

geht es darum, das Gehör

beim Eingriff zu schonen oder

zu verbessern, weshalb man unter

optischer Vergrösserung operieren

muss. Diese Eingriffe gehören zu

den spezifischen Operationen eines

«Ohrenarztes», für die wir in Altdorf

mit Ohrmikroskop, Operationskamera

und modernem Bohrsystem

für die Bedürfnisse eines

Kostensteigerungen in der schweizerischen

Spitalmedizin ist darauf

zurückzuführen. Wenn hohe und

höchste Erwartungen an die moderne

Medizin erfüllt werden sollen,

Regionalspitals standardmässig wird dies noch teurer.

ausgerüstet sind.

Eine Ausrüstung allerdings, die den

neuesten medizintechnischen Möglichkeiten

entspricht, wäre aufwändiger

und ist heute nur noch für

Zentrums- oder Universitätsspitäler

erschwinglich. Neue therapeutische

Möglichkeiten oder eine Perfektionierung

bestehender Operationsverfahren

sind häufig an den Einsatz

von modernsten medizintechnischen

An dieser Stelle möchte ich wiederum

allen Mitarbeitenden des KSU

danken, welche mir im Verlaufe

des letzten Jahres im OP oder auf

den Abteilungen behilflich gewesen

sind und mir damit meine

Zweifachaufgabe – Privatpraxis

und am Spital – erleichtert haben,

allen voran den leitenden Ärzten

der Chirurgie und Anästhesie.

Geräten und Einrichtungen

gebunden, die immer kostspieliger

werden. Ein wesentlicher Teil der

Dr. med. C. Griesemer

Belegärztin

NEUE THERAPEUTISCHE MÖGLICHKEITEN ODER EINE

PERFEKTIONIERUNG BESTEHENDER OPERATIONSVERFAHREN

SIND HÄUFIG AN DEN EINSATZ VON MODERNSTEN

MEDIZINTECHNISCHEN GERÄTEN UND EINRICHTUNGEN

GEBUNDEN, DIE IMMER KOSTSPIELIGER WERDEN.

HNO-ABTEILUNG

Spezialisierung

htech-Apparaturen


24

SCHÖNE SCHLAGWORTE IM TITEL, WELCHE, WENN SIE VOM

WORT ZUR TAT WERDEN SOLLEN, IN ERSTER LINIE EINE MENGE ARBEIT

BEDEUTEN. ARBEIT, WELCHE DER PFLEGEDIENST – WIE ALLE

ANDEREN BEREICHE IM SPITAL AUCH – IM JAHR 2004 MIT GROSSEM

ENGAGEMENT UND FREUDE GELEISTET HAT UND DIE AUF VIELEN

EBENEN BEREITS SICHTBARE UND ERFOLGREICHE RESULTATE ZEIGTE.

rientiert haben wir uns Schwerpunkte und Herausforderungen

in der nächsten Zukunft er-

im Pflegedienst einerseits

an der momentanen

Situation, anderertreuung

der Patientinnen und Pakennbar.

Die direkte Pflege und Beseits

auch stark zukunftsgerichtet. tienten waren und werden eine der

Hauptaufgaben der Pflegenden

Orientieren

sein. Kürzere Aufenthaltsdauern,

die zunehmend wichtiger werdende

interdisziplinäre Zusammenar-

Wie pflegen wir heute? Welche Anforderungen

werden an unseren

beit sowie der steigende administrative

Aufwand erfordern auch im

Bereich in Zukunft gestellt? Wie

verändert sich das Arbeitsumfeld

Pflegedienst eine Überprüfung und

«Spital»? Welche Auswirkungen

Anpassung von Arbeitsabläufen.

werden die neuen Gesundheitsberufe

auf die zukünftige Personalbesetzung

haben und vor allem: Welche

Chancen liegen in den zu er-

Optimieren

wartenden Veränderungen? Ohne das Ziel einer qualitativ

Ohne die Fragen abschliessend zu hochstehenden Pflege aus den Augen

zu verlieren, haben wir im beantworten, sind doch einige

Berichtsjahr

den Schwerpunkt auf

Veränderungen von Strukturen gelegt.

Zu diesem Zweck wurde Mitte

Jahr das Projekt «Optimierung

des Personaleinsatzes der Pflege

mit Integration der neuen Gesundheitsberufe»

gestartet. Die Projektgruppenmitglieder

– Mitarbeiterinnen

aller Akutpflegestationen – befassten

sich kritisch und konstruktiv

mit den Themen Arbeitsaufteilung,

Überprüfung von Kompetenzen

und eine mögliche Umverteilung

von Aufgaben. Dies vor allen

Dingen mit dem Fokus, den zukünftigen

Fachangestellten Gesundheit

– die ersten neuen Berufsleute

schliessen im August 2005

ihre Ausbildung ab – ein attraktives

Arbeitsfeld zu bieten und

gleichzeitig die zukünftigen Aufgaben

von diplomiertem Pflegepersonal

neu festzulegen. Organisatorische

und administrative Aufgaben

wurden definiert und sollen ab

2005 durch Abteilungssekretärinnen

übernommen werden. Der

Elan und die Ideen der Projektgruppenmitglieder

haben einige

Bewegung in den Pflegedienst gebracht

und ermöglicht, dass zum

Teil überholte Arbeitsweisen verändert

wurden, und zugleich dafür

PFLEGEDIENST

Orientieren,

optimieren, neu or


25

gesorgt, dass Gutes und Bewährtes

erhalten blieb.

digen Sitzungen neu organisiert,

mit dem Ziel einer möglichst effizienten

Informationsweitergabe.

Neu organisieren

Eine zentrale Stelle für das Gelingen

übernimmt das Sekretariat der

Neu organisiert haben sich im Berichtsjahr

vor allem die Teams der

Geburtshilfe und das Hebammenteam

Leitung Pflegedienst, welches die

notwendigen Koordinationsaufgaben

zuverlässig erfüllt.

sowie die Geriatrieabteilung.

Beide Bereiche haben durch das

Zusammenlegen von Teams ihre

Nicht neu organisiert

und trotzdem gut

Abteilungen und Arbeitsabläufe

grundlegend geändert und den Die zum Pflegedienst gehörenden

neuen Bedingungen angepasst. Bereiche Intensivpflegestation,

Keine leichte Aufgabe, mussten

sich doch alle Mitarbeitenden auf

Ungewohntes einlassen. Dass diese

Umstrukturierung gelungen ist,

liegt in hohem Masse auch an der

Offenheit des beteiligten Personals.

Ebenfalls neu organisiert wurde die

Diabetesberatung. Frau Monika

Furger und Frau Esther Hunkeler

teilen sich seit September 2004 die

Aufgaben in der Diabetesberatung

und unterstützen so den Pflegedienst

auf den Abteilungen.

Im Mai 2004 übernahm Frau Esther

Bachmann die Bettendisposition

und zugleich die Aufgabe der

Assistenz der Leitung Pflegedienst.

Im gesamten Pflegedienst wurden

die Informationswege und notwen-

Notfall, Aufwachraum/Tagesklinik,

Dialyseabteilung sowie die

Stoma- und die Pflegeberatung haben

im Berichtsjahr ihre gute Arbeit

der vergangenen Jahre gefestigt

und ihre hohe Fachkompetenz in

der Betreuung von Patientinnen

und Patienten eingesetzt.

Der Bereich Aus- und Weiterbildung

hat auch im 2004 eine hohe

Zahl Lernender betreut. Wie bisher

wurden Praktikumsstellen für Auszubildende

in Gesundheits- und

Krankenpflege Diplomniveau I

und II, Hebammen, Intensivpflegeschüler

und Technische Operationsassistenten

angeboten. Zudem

haben bereits zum dritten Mal vier

Lernende ihre Berufslehre zur/

ganisieren

zum Fachangestellten Gesundheit

begonnen. Die grosse Herausforderung

bestand vor allem darin, die

Tendenzen im Bereich Ausbildungen

im Gesundheitswesen abzuschätzen

und jeweils oft kurzfristig

die nötigen Bedingungen zu schaffen.

Ein bewegtes Jahr

Zusammenfassend war das Jahr

2004 ein positives Jahr, welches auf

vielen Ebenen Neuanfänge ermöglichte.

Die Zusammenarbeit mit

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Pflege, allen voran den

Leitungen der verschiedenen Stationen,

war für mich geprägt von

Offenheit und Wohlwollen. Die Tatsache,

dass trotz vieler belastender

Situationen immer wieder Lösungen

für Probleme gefunden wurden

und der grundsätzliche Wille

«nicht Gutes» nicht einfach zu ignorieren,

unterstützten mich in der

Leitung des Pflegedienstes. Dafür

ein von Herzen kommender Dank

an den gesamten Pflegedienst!

Ebenso wichtig war für mich die

Zusammenarbeit mit allen anderen

Bereichen und Disziplinen des ganzen

Spitals. Es ist für mich immer

wieder erstaunlich und vor allem

erfreulich, wenn es gelingt, unterschiedliche

Interessen zum Wohle

von Patientinnen und Patienten zu

bündeln und gemeinsam an einer

erfolgreichen Umsetzung zu arbeiten.

Auch dafür ein herzlicher

Dank an alle Mitarbeitenden des

KSU.

Die Erfahrungen des Berichtsjahres

stimmen mich zuversichtlich für

die kommenden Herausforderungen.

Silvia Rosery

Leiterin Pflegedienst


26

as Leitthema des Jahresberichtes

2004 ist die

«spezialfachärztliche Versorgung».

Die vielfältigen Fachrichtungen

zeigen die vielen

Schnittstellen und einen Teil der

Komplexität eines Spitals auf. An

den Schnittstellen zwischen Fachzuständigkeiten

und bei einzelnen

Teilfunktionen, wie Organisation

oder Kommunikation, bestehen Risiken

für die Patientin oder den Patienten

im Spitalalltag.

Lernen aus einer neuen

Fehlerkultur

Schwerpunkt der Qualitätssicherung

2004 im Kantonsspital Uri

war die flächendeckende Einführung

des Critical Incident Reporting

System (auch CIRS genannt).

Ein Meldesystem, das die Medizin

aus der Fliegerei übernommen hat.

Das Melden von kritischen Zwischenfällen

ermöglicht das Erkennen

und Analysieren von Risiken

und Schwachstellen in den Arbeitsabläufen

sowie eine Systemverbesserung

einzelner Prozesse und somit

das Vermeiden von tatsächlichen

Zwischenfällen.

Kritische Zwischenfälle sind unerwartete

und unbeabsichtigte Ereignisse,

welche die körperliche oder

psychische Integrität der Patientin

oder des Patienten negativ beeinflussen

könnten.

Das Melden von kritischen Zwischenfällen

geschieht anonym,

freiwillig und frei von Sanktionen,

damit sich eine konstruktive

Fehlerkultur etablieren

kann, welche auch ein kontinuierliches

Lernen aus den Vorkommnissen

gewährleistet. Die zahlreichen

Meldungen der Mitarbeitenden gaben

uns Hinweise für Verbesserungspotenziale

in unseren täglichen

Arbeitsabläufen und bildeten

gute Lernchancen. Viele Verbesserungen

wurden in der Folge von

den Führungsverantwortlichen erfolgreich

in die Praxis umgesetzt

und erhöhten somit die Patientensicherheit

sowie die Betreuungsqualität

unserer Patientinnen und

Patienten.

EFQM – Stufen zu Excellence:

Auszeichnung

Q-Preis

Anerkennung

für Excellence

Verpflichtung zu

Excellence

Operatives und dokumentiertes

Managementsystem

Bekenntnis zur Qualität

Aufbau kontinuierlicher Verbesserungsprozesse

Das EFQM-Modell integriert die

bisherige fachspezifische Qualitätssicherung

problemlos und strebt

ein umfassendes Qualitätsmanagement

im Gesamtspital an. Marktveränderungen

– hierzu zählen gesetzliche

Vorgaben wie zum Beispiel

das Krankenversicherungsgesetz

–, Auflagen des Kantons oder

branchenspezifische Selbstverpflichtungen

(wie z.B. von H+ Die

Spitäler der Schweiz) zwingen das

Kantonsspital Uri, ein hohes Quali-

Mit dem EFQM-Modell

zu Excellence

Die moderne

Chemotherapie

ist nicht nur

wirksamer,

sondern wird

oft auch weit

besser von der

Patientin/vom

Patienten ertragen.

Die Qualitätskommission hat zudem

beschlossen, im Qualitätsmanagement

eine Stufe weiterzugehen

und sich nach dem EFQM-Modell

(European Foundation for

Quality Management) auszurichten.

Wie das Stufenmodell zeigt,

sind wir mit unseren Bestrebungen,

«Verpflichtung zu Excellence» zu

erreichen, mitten auf dem Weg zu

Excellence.

Der W


27

tätsniveau dauerhaft zu sichern

und auszubauen. Ebenso sind betriebs-

und volkswirtschaftliche

Rahmenbedingungen zu beachten.

Deshalb gibt es gute Gründe für

das EFQM-Modell für Excellence:

• Das Führungssystem wird umfassend

auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren

ausgerichtet, verbunden

mit klarer Ergebnisorientierung.

• Alle Mitarbeitenden werden miteinbezogen,

und es werden Freiräume

für Innovationen geschaffen.

• Prioritäten werden erkannt, Ressourcen

optimiert und die Unternehmensqualität

erhöht.

Die Erfahrungen erfolgreich nach

den Prinzipien des EFQM-Modell

für Excellence arbeitender Firmen

zeigen, dass bei konsequenter Umsetzung

in vielen Bereichen Verbesserungen

möglich sind. EFQM

zwingt zu unternehmerischem

Denken und Handeln – vertikal,

horizontal, bereichsübergreifend.

Prozesse (Arbeitsabläufe) kennen

keine Abteilungsgrenzen.

Der Weg zu «Excellence» verlangt,

in Chancen zu denken und zu han-

deln, nicht in Problemen.

In diesem Sinne stellen wir uns den

Aufgaben und Herausforderungen

des EFQM-Modells.

Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden

für ihr Engagement zugunsten

der Qualität.

Pia Küttel-Weiss,

Beauftragte für Qualität

und Hygiene

QUALITÄTSMANAGEMENT – DER WEG ZU

«EXCELLENCE» VERLANGT UND ERMÖGLICHT,

IN CHANCEN – NICHT IN PROBLEMEN –

ZU DENKEN UND ZU HANDELN.

Viele früher

nicht behandelbare

Tumorerkrankungen

können heute

dank moderner

Medikamente

oft sogar geheilt

werden. Die

Vorbereitung

der Chemotherapien

erfordert

präzises steriles

Arbeiten. Zum

Schutz des Personals

werden

die Medikamente

im so

genannten

Laminar-flow-

Gerät

aufgezogen.

QUALITÄTSSICHERUNG

eg zu «Excellence»


28

BETRIEBSRECHNUNG

Rechnung 2004 Budget 2004

Betriebsertrag

60 Pflegetaxen/Fallpauschalen TCHF 14'613 TCHF 14'449

61 Erträge aus Arzthonoraren TCHF 4'142 TCHF 4'232

62 Erträge aus medizinischen Nebenleistungen TCHF 5'564 TCHF 4'700

63 Erträge aus Spezialinstituten TCHF 5'351 TCHF 5'856

65 Übrige Erträge aus Leistungen für Patienten TCHF 850 TCHF 948

66 Miet- und Kapitalzinsertrag TCHF 246 TCHF 251

68 Erlös aus Leistungen an Personal und Dritte TCHF 627 TCHF 578

Total Betriebsertrag TCHF 31'394 TCHF 31'014

Betriebsaufwand

30 Besoldungen und Sozialleistungen TCHF 32'737 TCHF 34'622

40 Medizinischer Bedarf TCHF 6'997 TCHF 6'409

41 Lebensmittelaufwand TCHF 858 TCHF 988

42 Haushaltaufwand TCHF 367 TCHF 510

43 Unterhalt und Reparaturen der

Immobilien und Mobilien TCHF 955 TCHF 1'098

44 Aufwand für Anlagennutzung TCHF 178 TCHF 124

45 Energie und Wasser TCHF 131 TCHF 140

46 Aufwand für Kapitalzinsen TCHF 130 TCHF 131

47 Büro- und Verwaltungsspesen TCHF 1'134 TCHF 1'168

48 Entsorgung TCHF 76 TCHF 91

49 Versicherungen, Gebühren, Abgaben TCHF 1'045 TCHF 977

Total Betriebsaufwand TCHF 44'608 TCHF 46'258

Investitionen Fr. 3'000 / Fr. 100'000 TCHF 739 TCHF 734

Investitionen > Fr. 100'000 TCHF 1'717 TCHF 2'077

Betriebsergebnis I TCHF 15'670 TCHF 18'055

Globalkredit Kanton TCHF 16'287

Betriebsergebnis II TCHF 617


29

BILANZ

31.12.2004 31.12.2003

Aktiven

Umlaufsvermögen

Flüssige Mittel TCHF 3'516 TCHF 273

Forderungen aus Leistungen TCHF 7'265 TCHF 7'702

Wertberichtigung Forderungen TCHF – 181 TCHF – 24

Andere Forderungen TCHF 1'039 TCHF 906

Warenvorräte TCHF 1'114 TCHF 1'100

Aktive Rechnungsabgrenzungen TCHF 52 TCHF 85

Total Umlaufsvermögen TCHF 11'762 TCHF 9'437

Total Aktiven TCHF 12'708 TCHF 10'370

Passiven

Fremdkapital

Verbindlichkeiten aus L. + L. TCHF 968 TCHF 1'382

Andere Verbindlichkeiten TCHF 912 TCHF 80

Passive Rechnungsabgrenzungen TCHF 20 TCHF 73

Langfristige Verbindlichkeiten TCHF 7'915 TCHF 7'902

Rückstellungen TCHF 1'330 TCHF 0

Total Fremdkapital TCHF 11'145 TCHF 9'437

Eigenkapital

Fonds TCHF 946 TCHF 933

Ergebnisvortrag TCHF 0 TCHF 0

Jahresergebnis TCHF 617 TCHF 0

Total Eigenkapital TCHF 1'563 TCHF 933

Total Passiven TCHF 12'708 TCHF 10'370

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