Merkblatt für Pflegepatientinnen und ... - Kantonsspital Uri

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Merkblatt für Pflegepatientinnen und ... - Kantonsspital Uri

Kantonsspital

Uri

Merkblatt

für

Pflegepatientinnen und

Pflegepatienten

Gültig ab 1. Januar 2005

Anschrift: Kantonsspital Uri

Patientenadministration

6460 Altdorf

Telefon-Nr.: 041 875 51 51

Fax-Nr.: 041 875 54 00

E-Mail:

info@ksuri.ch

Homepage:

Bankverbindung:

www.ksuri.ch

Urner Kantonalbank

6460 Altdorf

Konto 184050-1207

Postcheckkonto: 60-1735-2

EAN-Nr. 7601002004039

ZSR-Nr. D 7012.04

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Einleitung

Der Eintritt oder der Übertritt vom Akutspital in die Pflege-Abteilung des Kantonsspital Uri

bringt verschiedene Konsequenzen mit sich.

Dieses Merkblatt gilt sinngemäss auch für Patientinnen und Patienten, die nicht mehr akutspitalbedürftig

sind und als Pflegefälle betrachtet werden müssen, da sie auch in einem Pflegeheim

behandelt werden könnten.

Mit diesem Merkblatt möchten wir unsere Patientinnen und Patienten und deren Angehörige

insbesondere über die administrativen und finanziellen Belange informieren. Selbstverständlich

stehen wir Ihnen jederzeit für zusätzliche Informationen gerne zur Verfügung.

Bei allgemeinen Fragen wenden Sie sich an unsere Sozialberaterinnen

Frau Gaby Kaufmann, Sozialdienst 041 / 875 50 12 intern 8012

Frau Silvia Blaser, Sozialdienst 041 / 875 50 12 intern 8535

BESA-Einstufung

Was ist die BESA Einstufung? 1)

BESA ist ein Einstufungs- und Abrechnungssystem im Bereich der Geriatrie und Langzeitpflege.

Das System wird bei uns gemäss Vertrag zwischen dem Krankenversicherungsverband

und dem Heimverband Schweiz, Sektion Uri angewendet. Es bildet die Basis für die

Berechnung der Pflegetaxe und die Leistungen der Krankenkasse.

Das BESA System unterscheidet drei Bereiche :

- Grundleistungen des Spitals

- Pflege und Behandlungsmassnahmen

- Persönliche Angelegenheiten

Grundleistungen des Spitals

Grundleistungen sind allgemeine Leistungen, die allen Patientinnen und Patienten zu gute

kommen. Sie bilden den Grundaufwand. (Exkl. z. B. Privatwäsche, Coiffeur etc.)

Pflege und Behandlungsmassnahmen

Für die eigentliche BESA-Einstufung wird der Bereich Pflege und Behandlungsmassnahmen

gemessen.

Die massgebende Stufe wird anhand des betriebenen Zeitaufwandes und der betreffenden

Kriterien bestimmt. Jeder Stufe liegt ein genau definierter Zeitrahmen zu Grunde.

Eine Patientin oder ein Patient der Stufe:

BESA 0

BESA 1

BESA 2

BESA 3

BESA 4

nimmt keine Pflege- und Behandlungsmassnahmen in Anspruch

nimmt gelegentlich geringe Pflege- und Behandlungsmassnahmen in

Anspruch

nimmt leichte Pflege- und Behandlungsmassnahmen in Anspruch

nimmt mittlere Pflege- und Behandlungsmassnahmen in Anspruch

nimmt schwere/umfassende Pflege- und Behandlungsmassnahmen in

Anspruch

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Persönliche Angelegenheiten

Zum Beispiel Coiffeur, Pediküre usw. gelten als Angebote und Leistungen, die für die Patienten

zusätzliche persönliche Bedürfnisse darstellen und auch selber beglichen werden

müssen.

Private Wäsche

Die Wäsche muss gut markiert, d.h. gut sichtbar mit dem Namen der Patientin oder des Patienten

versehen sein.

Es besteht die Möglichkeit, die private Wäsche durch das Kantonsspital besorgen zu lassen.

Für diese Dienstleistung wird eine Gebühr von Fr. 60.00 pro Monat erhoben.

Wann wird die BESA-Einstufung vorgenommen?

Die erste Einstufung findet zwei Monate nach Eintritt des Patienten statt sowie je im Januar

und Juli und bei grundlegenden Änderungen.

Wer macht die BESA-Einstufungen?

Ausschliesslich dipl. Pflegepersonal der betreffenden Abteilung. Die Endverantwortung tragen

die Stationsleitungen der Abteilungen.

Bei Fragen zur BESA-Einstufung und zu den Dienstleistungen innerhalb dieser Bereiche

wenden Sie sich an:

Frau Irmgard Wassmer 041 / 875 52 28 intern 5228

Tarife (gültig ab 1.1.2005)

Fr. 110.00

Grundtaxe (unverändert)

Fr. 51.00 Zuschlag für BESA-Stufe 1 (Anteil Krankenkasse Fr. 15.00)

Fr. 71.00 Zuschlag für BESA-Stufe 2 (Anteil Krankenkasse Fr. 35.00)

Fr. 98.00 Zuschlag für BESA-Stufe 3 (Anteil Krankenkasse Fr. 62.00)

Fr. 108.00 Zuschlag für BESA-Stufe 4 (Anteil Krankenkasse Fr. 72.00)

Fr. 10.00

Fr. 20.00

Zuschlag für Zweibettzimmer

Zuschlag für Einbettzimmer

Die Pflegematerialkosten sind in den Taxen inbegriffen.

Die Arztkosten, die Medikamente, die Kosten der wissenschaftlich anerkannten Heilanwendungen

sowie der Analysen werden vom Spital nach den anerkannten Tarifen für die ambulante

Behandlung verrechnet.

Bei Abwesenheit von 5 aufeinanderfolgenden Tagen wird ab dem 5. Tag ein Abzug von

Fr. 10.-- pro Tag gewährt. Bei Verlegung in das Akutspital wird ein Abzug von Fr. 30.-- pro

Tag gewährt, sofern das Bett auf der Pflegeabteilung reserviert bleibt. Der Abzug wird auf

der Grundtaxe und dem Zimmerzuschlag eingeräumt. Der Zuschlag für die BESA-Stufe wird

nur während Anwesenheit berechnet.

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Rechnungsstellung

Die Rechnungsstellung erfolgt in der Regel monatlich.

Das Spital stellt den Krankenkassen die versicherten Leistungen (Beitrag für BESA-Stufe,

Arztkosten, Medikamente, Kosten der wissenschaftlich anerkannten Heilanwendungen sowie

der Analysen) direkt in Rechnung.

Leistungen, welche die Krankenkasse nicht übernimmt, werden der Patientin oder dem

Patienten direkt in Rechnung gestellt. Wenn eine Drittperson die finanziellen Angelegenheiten

erledigt, sind wir dankbar, wenn Sie uns deren Namen und Adresse bekannt geben.

Grundsätzlich ist jedoch die Patientin oder der Patient Schuldnerin bzw. Schuldner der angefallen

Kosten.

Wir empfehlen der Patientin oder dem Patienten abzuklären, ob ev. eine Zusatzversicherung

für Langzeitpflege besteht. Dies ersehen Sie aus dem Versicherungsausweis. Bei Unklarheiten

oder Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Buchhaltung (siehe Kontaktpersonen auf

Seite 5).

Finanzierung

Die monatlichen Rechnungen betragen zwischen Fr. 4’800.00 und Fr. 7'300.00. Davon werden

die Krankenkasse zwischen Fr. 450.00 und Fr. 2’100.00, je nach BESA-Stufe sowie die

verrechneten bzw. kassenpflichtigen Nebenkosten übernehmen. Der Patientin / dem Patienten

verbleiben monatliche Kosten zwischen Fr. 4'400.00 und Fr. 5'100.00. Wir sind uns bewusst,

dass die Finanzierung zu Problemen führen kann. Wir bitten Sie deshalb, mit uns

frühzeitig Kontakt aufzunehmen.

Vor Eintritt auf die Pflegeabteilung muss mit dem Spital ein Vertrag abgeschlossen werden.

Beim Eintritt ist ein Depot von Fr. 3'000.00 zu entrichten. Dieses Depot wird mit der Schlussabrechnung

verrechnet und nicht verzinst.

Vor Eintritt in die Pflegeabteilung bzw. Übertritt als Pflegepatientin bzw. -patient ist der Spitalverwaltung

/ Sozialberatung Auskunft über die finanziellen Verhältnisse abzugeben. In

Ausnahmefällen kann das Spital bei der zuständigen Gemeinde vorsorglich Kostengutsprache

verlangen oder es ist eine Fotokopie der letzten rechtskräftigen Steuereinschätzung beizubringen.

Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Hilfe. Nachstehend einige Angaben zu Finanzierungsmöglichkeiten.

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Hilflosenentschädigung: 2)

Auskunft: IV Stelle Uri, Dätwylerstrasse 11, 6460 Altdorf

Herr Robert Achermann 041 / 874 50 35

Herr Martin Christen 041 / 874 50 23

In der Schweiz lebende Personen, die eine Altersrente beziehen, können eine Hilflosenentschädigung

der AHV geltend machen, wenn

− sie in schwerem oder mittelschwerem Grade hilflos sind.

− die Hilflosigkeit ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert hat.

− kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung

oder der Militärversicherung besteht.

Hilflos ist, wer für alltägliche Lebensverrichtungen (Ankleiden, Toilette, Essen usw.) dauernd

auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, dauernder Pflege oder persönlicher Überwachung bedarf.

Die Entschädigung beträgt bei einer Hilflosigkeit:

− mittleren Grades 528.00 Franken

− schweren Grades 844.00 Franken

Die Hilflosenentschädigung ist vom Einkommen und Vermögen unabhängig.

Das Anmeldeformular für die Hilflosenentschädigung kann bei der Ausgleichskasse bezogen

werden, welche die Rente ausrichtet oder bei der IV Stelle Uri in Altdorf.

Ergänzungsleistungen: 3)

Auskunft: Ausgleichskasse des Kantons Uri, Dätwylerstrasse 11, 6460 Altdorf

Herr Josef Herger 041 / 874 50 17

Die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV helfen dort, wo die Renten und das Einkommen

nicht die minimalen Lebenskosten decken. Sie sind ein rechtlicher Anspruch und keine Fürsorge

oder Sozialhilfe. Zusammen mit der AHV und IV gehören die Ergänzungsleistungen

(EL) zum sozialen Fundament unseres Staates.

Wer seinen Anspruch auf eine Ergänzungsleistung geltend machen will, muss sich bei der

obigen Stelle oder bei der AHV-Zweigstelle des Wohnortes melden. Dort können auch amtliche

Formulare für die Anmeldung bezogen werden.

Freibettenfonds: 4)

Am Kantonsspital Uri besteht ein Freibettenfonds. Das Reglement für die Benützung dieses

Fonds hält in Artikel 5 fest, dass ein Beitrag grundsätzlich nur an zahlungswillige, bedürftige

Patienten gewährt werden darf, welche die Behörden oder die öffentliche Wohlfahrt nicht in

Anspruch nehmen wollen.

Muss eine Person durch die Sozialhilfe unterstützt werden, ist diese zahlungspflichtig.

Ein Gesuch, welches die finanziellen Verhältnisse der Patientin / des Patienten darstellt, ist

der Verwaltung des Kantonsspital Uri einzureichen.

Bei Fragen, zu Tarifen, Rechnungsstellung und Finanzierung wenden Sie sich an

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Herr Ernst Renggli, Leiter Rechnungswesen 041 / 875 51 31 intern 5131

Frau Andrea Ziegler, Buchhaltung 041 / 875 51 29 intern 5129

Beilagen

- Vertrag

Diese Ausführungen sind angelehnt oder entnommen aus:

1) BESA BewohnerInnen- Einstufungs- und Abrechnungssystem, Systembeschreibung,

Heimverband Schweiz, 3. Auflage / Januar 1997

2) Informationsstelle AHV/IV 3.01; Stand am 1. Januar 2002

Altersrenten und Hilflosenentschädigungen der AHV

3) Informationsstelle AHV/IV 5.01; Stand am 1. August 2001

Ergänzungsleistungen zur AHV und IV

4) Reglement für die Benützung des Freibettenfonds am Kantonsspital Uri

Dezember 2004/re

I:\Buchhalt\Geriatrie\Patienteninfos\Info 2005.doc

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