"Spittelbrattig" Nr. 17, Juni 2006 - Kantonsspital Uri

ksuri.ch

"Spittelbrattig" Nr. 17, Juni 2006 - Kantonsspital Uri

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Personalzeitung des Kantonsspitals Uri

für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

für unsere pensionierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

sowie weitere interessierte Kreise

zum Namen „Spittelbrattig“

Das Wort Spittelbrattig besteht aus zwei alten Urner Mundartausdrücken:

Spittel = Spital/Krankenhaus und Brattig = Zeitung/Kalender

Redaktionsteam

Jan Léautaud, Labor, Vorsitz

Monika Arnold, Sekretariat Pflegedienstleitung

Walter Bär, Personalwesen

Sylvia Dahm, Physiotherapie

Mandy Hahn, Ernährungsberatung

Dr. med. Bruno-Dieter Isenring, Medizin

Ursula Kruse Infanger, Aus- und Weiterbildung Pflege

Pia Küttel, Qualitätssicherung und Hygiene

Dr. med. René Simon, Medizin

Rolf Zurfluh, Technischer Dienst

Erscheinungsweise

dreimal jährlich, im Februar, Juni und Oktober

17. Ausgabe

Druck

Druckerei Gasser

Gotthardstrasse 112

6472 Erstfeld

Ihre Beiträge in unsere Personalzeitung

nehmen die Mitglieder der Redaktion gerne entgegen

Kantonsspital Uri

Redaktion Personalzeitung

6460 Altdorf

Telefon 041 875 51 51

Telefax 041 875 54 00

e-mail: info@ksuri.ch


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Inhaltsverzeichnis

Artikel

Seite

Inhaltsverzeichnis 3

Aus der Redaktionsstube: unsere 17. Spittelbrattig 4

Von der Rekrutenschule zurück ins KSU-Labor 5

Kardiologische Aktivitäten im Freien (oder: Wie stellt man Herzpatienten

wieder auf die Beine?) 9

KSU-Techniker am Kochherd 14

Richtige Ernährung in der Sonne, mit einem leichten Sommermenü 17

Schnappschüsse vom Personalfest vom 31. März 2006 20

Was kommt da wohl raus? 22

Kantonsspital Uri wird ausgezeichnet 24

Anteil nehmen und abgrenzen: Frau Dr. med. Astrid Hurni 25

Elektronische Patientendokumentation am KSU – Von der Idee bis zur

Realisierung 28

Personaleintritte: 1. März 2006 bis 30. Juni 2006 30

Dienstjubiläum: 1. März 2006 bis 30. Juni 2006 31


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Aus der Redaktionsstube

Was beginnt mit einem S und kommt jedes Jahr wieder? Der Sommer und unsere

Spittelbrattig.

Sie halten die aktuellste Ausgabe unserer Personalzeitung,

übrigens bereits die 17., in Ihren Händen. Was gibt es

besseres, als diese unter einem Sonnenschirm zu lesen

oder beim Sonne-Geniessen am See darin zu blättern?

Auch diesmal erwarten Sie interessante, spannende und

lustige Beiträge, die wir für Sie zusammengetragen haben.

Wie immer stellen wir Ihnen eine Mitarbeiterin oder einen

Mitarbeiter näher vor: Diesmal haben wir uns für unsere

Personalärztin, Frau Dr. med. Astrid Hurni, Leitende Ärztin

Medizin, entschieden. Wir haben den Artikel nicht selbst verfasst, sondern aus der

neuen LZ Zentralschweiz übernommen. Wir berichten Ihnen von der Auszeichnung

„Verpflichtung zur Excellence“, die unserem Spital an der letzten

Personalinformationsveranstaltung überreicht worden ist. Wir stellen Ihnen das Projekt

„Elektronische Patientendokumentation“ vor – von der Idee bis zur Umsetzung. Unsere

ehemalige Mitarbeiterin, Frau Bernadette Wipfli, schildert Ihnen ihre Eindrücke von der

Geburt ihres ersten Kindes in unserem Spital. Und was passt doch so gut zum

Sommer und zum schönen Wetter? Die Bewegung. Dass Herzpatienten gezielt in

ihren Leistungen begleitet werden, zeigen Ihnen unsere kardiologischen Aktivitäten im

Freien.

Eine Fotokollage erinnert Sie an unser letztes Personalfest. Wir

schildern Ihnen, dass die Mitarbeiter unseres Technischen

Dienstes auch in der Küche sehr gute Fähigkeiten besitzen.

Falls Sei vom Lesen unserer Spittelbrattig hungrig geworden

sind, hilft Ihnen allenfalls das Rezept für ein kaltes Menü für

heisse Tage. Versuchen Sie es! Es passt so gut zu einem lauen

Sommerabend.

Sicher bieten unsere Spittelbrattig für alle lesenswerte und

interessante Beiträge. Viel Spass dabei. Wir wünschen Ihnen

viele sonnige Sommertage und erholsame Sommerferien.

Ihr Redaktionsteam


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Von der Rekrutenschule zurück ins KSU-Labor

von Daniel Anklin, Labor

Wie versprochen, liefere ich nun den zweiten Teil meines RS-Verlaufs. Fahren wir dort

weiter, wo ich aufgehört habe, nämlich bei der Frage, ob ich die Geb Spez

(Gebirgsspezialisten)-RS überhaupt bestehen werde oder nicht.

Irgendwann im Januar bestanden alle, ausser zwei von uns, die Fachprüfung

„Sommer“. Damit war eine weitere Hürde genommen, und die Winterausbildung

konnte ihren Anfang nehmen.

Als „Zückerli“ durften wir Mitte Januar unsere supereinfachgenialen Skier anschnallen

und mit drei Kilo an jedem Fuss Richtung Furkapass fellen. Das Wetter war herrlich,

und wir genossen es, endlich in den Bergen zu sein. Wie es halt so ist, in den Bergen

konnten wir nicht im T-Shirt das Mittagessen geniessen. Der kalte Höhenwind machte

uns einen Strich durch die Rechung, und somit hockten wir wieder mal in der Kälte und

verdrückten unser Sandwich um gleich wieder runter zu brettern.

Das mit dem Hinunterfahren hatte – so gesehen – nicht viel mit Fahren im eigentlichen

Sinne zu tun. Während unsere Bergführer mit ihren privaten Tourenskis davon flitzten,

purzelten wir hinterher und verfluchten unsere „Bretter“. Obwohl es wunderbaren

Pulverschnee hatte, war doch jeder froh, endlich in Realp zu sein und mit brennenden

Ober- und Unterschenkel Richtung Kaserne zu fahren.

Wenn wir nicht auf Touren waren,

übten wir immer wieder das Lawinensuchen.

Dabei mussten wir mit

dem Lawinenverschüttetengerät

(LVS) stundenlang das Suchen

üben, danach Sondieren und am

Schluss noch die richtige Schaufeltechnik

beherrschen.

Das mit den brennenden Beinen

sollte noch lange so bleiben, aber

der Fahrstil verbesserte sich doch

zunehmend. Und so genossen wir im

Verlaufe der RS noch ein paar

Touren im Tessin, auch mit Stress

und kurzer Mittagspausen.

Weiter verbrachten wir insgesamt drei Wochen nur bei Einsätzen zugunsten der

verschiedenen Skirennen, wo wir vom Tore-Stecken bis zur Pistenkontrolle eingesetzt

wurden.

Ende Januar packten wir unsere Rucksäcke – für ein Biwak am Oberalppass. Am

Anfang freuten wir uns noch auf das Biwak. Aber schon als wir unsere Rucksäcke

packten, änderte sich das abrupt. Wer von ihnen hat es schon geschafft, einen

Siebzig-Liter-Rucksack mit Material für zwei Tage zu überfüllen? Welcome in the

Army!

Irgendwann kamen wir mit Rückenschmerzen an unserem Biwakplatz an. Das weitere

Programm: Regenschutz anziehen und vier Stunden lang buddeln. Danach übten wir

mit Benzinkocher, welche bei - 20° C den Geist aufg eben, ein Nachtessen

herzurichten. Um 20.00 Uhr war jeder im Schlafsack verschwunden, und wir gaben

den Aufwärm-Schnaps rum…


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Am nächsten Tag stiegen wir

über den Pazola-Nord-Grat

auf dessen Gipfel. Leider

konnten wir den

Rossbodenstock nicht besteigen.

Somit fuhren wir

direkt Richtung Tschamutt

ab. Dabei hatten wir Powder-

Alarm im höchsten Grad,

und wir zogen unsere Linien

in die Couloirs.

Anfangs Februar verbrachten

wir eine Woche auf

der Brisenhütte (NW). Die

Anwärter durften mit dem

Super-Puma hinauffliegen,

und wir Soldaten durften

sechs Stunden unter der

Seilbahnlinie hinauf fellen, mit Blattern-Garantie!

Die nächsten Tage verbrachten wir damit, in einer dreihundert Meter leicht

überhängenden Felswand unsere Rettungskünste zu zeigen. Es machte grossen

Spass, und wir konnten endlich mal „Gas“ geben. Als der Kadi zu Besuch kam, wurde

er kurzerhand in die Wand gehängt. Ihm war überhaupt nicht wohl dabei – wir

jedenfalls hatten unsere Freude daran.

In der zwölften Woche konnten wir

unser Können im Lawinenretten

unter Beweis stellen. Vierzig

Armeeangehörigen aus zehn

Nationen und der Polizei Uri wurde

eine organisierte Lawinenrettung

demonstriert. Dabei wurden wir

gruppenweise mit einem Pisten-

Bully zum Unfallort transportiert

und begannen mit der Suche:

sechs Verschüttete, dabei zwei

ohne LVS wurden innert einer halben

Stunde von uns geborgen.

Eine Woche drauf kam ein erster

Höhepunkt der RS – die

Sprengausbildung. Dies

beinhaltet als erstes die Rak-

Rohr-Ausbildung für die

künstliche Lawinenauslösung.

Dabei verschossen wir gegen

die hundert Schüsse im

Gotthartgebiet.

In einem zweiten Teil folgte die

Hand-Sprengausbildung. Dabei

bastelte jeder von uns vier


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„Bomben“, die im Rucksack gegen den Gotthard hinaufgetragen wurden. Ist schon ein

komisches Gefühl, mit 2.2 kg Sprengstoff im Rucksack durch die Gegend zu

marschieren. Zum Glück passierte auch hier kein Unfall!

In der 14. und 15. Woche wurden ich und noch drei andere Soldaten einer Filmcrew

zugeteilt. Diese drehte im Auftrag des Heeres einen Film über die Gebirgsspezialisten,

der an internationalen (Rettungs-)Anlässen gezeigt wird. Somit verbrachten wir zwei

abwechslungsreiche und spannende Wochen. Ein Heliflug und der Besuch auf der

REGA-Basis in Erstfeld waren sehr interessant.

Die Woche 17 verbrachten wir

im Valle Bedretto. Eine Füsilierkompanie

wurde in zwei

Gruppen zu rund fünfzig Personen

geteilt und verbrachte je

eine Nacht mit uns im Biwak.

Dies war die schönste Woche in

der Rekrutenschule. Nebst

super Wetter lernten wir tolle

Jungs kennen, die wohl die zwei

schönsten Tage in ihrer RS

verbrachten. Neben dem

Biwakieren unternahmen wir

eine

Vollmond-

Schneeschuhwanderung und

übten sie in der

Kameradenrettung bei Lawinen.

Da die internationale Militär-Skiweltmeisterschaft in Andermatt stattfand, räumten wir

die Kaserne und zügelten in einen Bunker. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt

angelangt.

Die Prüfungswoche verbrachten wir auf der Sustlihütte. In dieser Woche wurden wir

auf eine harte Probe gestellt. Wir mussten abwechslungsweise Touren führen und die

Lage beurteilen. Weiter wurde auch die Kondition getestet. Schon der Hüttenaufstieg

war anspruchsvoll – und von da an versiegte mein Glück. Was passierte?

Wir starteten Mittags (!) vom Titlis, seilten vom Grat in das Couloir ab, und da

passierte es. Nach der zweiten Abseilstelle stürzte der Fahrer vor mir im schweren

Nassschnee, und ich musste ausweichen. Und wie es kommen musste, stürzte ich

ebenfalls und verdrehte das Bein. Zum Glück nichts passiert, dachte ich und fellte mit

den anderen in der grössten Mittagshitze Richtung Grassenbiwak, von dort noch rauf

auf den Grassen und runter zur Hütte – mit rund zwanzig Kilo Gepäck. In der

Sustlihütte angekommen, verspürte ich Schmerzen in der Leistengegend. Legt sich

schon wieder, dachte ich, und widmete mich nach dem Nachtessen lieber dem Kaffee

Lutz. Am nächsten Morgen konnte ich kaum laufen. Aber wie es so ist, nahm ich die

1’800 Höhenmeter-Tour in Angriff. Aber schon nach der ersten Spitzkehre ging’s

einfach wirklich nicht mehr weiter. Somit fuhr ich die Passstrasse entlang und wurde

von einem Fahrzeug abgeholt.

Im Notspital wurde (Sie wissen es ja eh schon, oder?) eine Adduktorenzerrung

festgestellt. Die Prüfungswoche war für mich gelaufen, und die Ungewissheit plagte

mich, ob ich noch Geb Spez werden kann. Ganze zwei Wochen durfte ich im Bunker

Wache schieben (also DVD schauen und lesen).

Darauf folgten der schriftliche Teil und noch ein weiterer Prüfungsteil „Technik“. Dabei

mussten zum Beispiel innert sechs Minuten zwei Verschüttete mit LVS und Sonde


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gefunden, eine Spaltenrettung durchgeführt, ein Notschlitten gebaut und improvisierte

Felle geknöpft werden. Meine Kameraden mussten zudem noch einen 470

Höhenmeter-Konditionstest mit den Ski absolvieren.

Dann der grosse Moment. Ausser

einem haben alle und somit auch ich

die Prüfung bestanden! Wegen guter

Führung bei den vorgängigen Touren

und des Bestehens des schriftlichen

Teils bin ich nun auch einer der knapp

vierhundert Gebirgsspezialisten, die

ein Hochgebirgsabzeichen tragen

dürfen!

Und endlich war auch die letzte

Woche angebrochen. Am Montag

nahmen wir noch an einer Helikopter-

Ausbildung teil. Dabei seilten wir wie

Rambo direkt dreissig Meter aus dem

Helikopter ab – Action pur! Der Rest

der Woche kam uns unendlich lange

vor. Den ganzen Tag Material

abgeben und einfach nichts machen.

Ein seltsames Gefühl!

Rückblickend muss ich sagen, dass diese 21 Wochen schnell vorbei gegangen sind,

und wir eine super Ausbildung genossen haben. Ich habe viele tolle Kameraden

kennen gelernt, und ich hoffe, dass wir auch weiterhin guten Kontakt pflegen und

gemeinsam den einen oder anderen Gipfel erklimmen.

Am 13. April 2006 wurde der Soldat Anklin aus der Rekrutenschule entlassen. Mit

Freude nahm ich eine Woche später im KSU-Labor den Dienst wieder auf.


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Kardiologische Aktivitäten im Freien

(oder: Wie stellt man Herzpatienten wieder auf die Beine?)

von Dr. med. René Simon

Seit über drei Jahren bieten die drei UNO-Spitäler (Kantonsspitäler Uri, Nidwalden

und Obwalden) ein ambulantes Rehabilitationsprogramm für Herzpatienten

an. Ich möchte im folgenden Beitrag berichten, was man mit wem, wo, wann,

wie und vor allem weshalb während dieser Zeit anstellt.

Kardiale Rehabilitation - Was ist das?

Nach einem akuten kardialen

Ereignis - sei es ein Herzinfarkt,

eine Katheterintervention oder

eine Herzoperation - sind die

Patienten nach der Entlassung

aus dem Akutspital häufig körperlich

noch deutlich eingeschränkt.

Vor allem jedoch ist

das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit

ihres Herzens

massiv erschüttert, was zu einer

zum Teil schweren psychischen

Verunsicherung führt.

Zudem haben solche Patienten

vor dem Ereignis ihrem Körper

oft mit diversen "Errungenschaften der modernen Zivilisation" erheblich geschadet

(Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel usw.).

Mit der kardialen Rehabilitation versucht man, all diese Probleme parallel anzugehen.

Hierfür muss eine längere Zeit eingesetzt werden - schliesslich hat es

auch einige Zeit gebraucht, um das Herz in einen schlechten Zustand zu versetzen…


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Kardiale Rehabilitation - Warum ist das sinnvoll?

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass man mit einer Rehabilitation

- stationär oder ambulant durchgeführt - neben einer messbaren Leistungssteigerung

vor allem eine ganz erhebliche psychische Stabilisierung erreichen

kann. Die Patienten haben nach Abschluss des Programms wieder Vertrauen

in ihr Herz und dessen Leistungsfähigkeit. Zudem können die diversen

Risikofaktoren gezielt angesprochen und angegangen werden. All dies führt

unter anderem auch

dazu, dass Herzpatienten

wieder in ihren

Arbeitsprozess eingegliedert

werden können.

Was umfasst das ambulante

Programm?

Unser ambulantes Programm

in Stans umfasst

neben körperlichem Training

(Trainingsvelo, Turnsaal,

Wassergymnastik,

Terraintraining) auch Entspannungsübungen,

Ernährungsberatungen

mit Kochen, Arztvorträge und Gruppentherapie unter Leitung

einer Psychologin.

Wie geht das Ganze konkret vor sich?

Ein typisches Wochenprogramm in Stans sieht wie folgt aus:

Montag Was Wo

10.00 – 10.30 Begrüssung neuer Teilnehmer Physiotherapie

10.30 – 11.30 Gymnastik Physiotherapie

11.45 – 13.00 MITTAGESSEN Cafeteria

13.00 – 14.00 Ärzteinformation/Psychologie Psychiatrieraum EG

14.00 – 16.00 Geländetraining draussen

Mittwoch Was Wo

09.30 – 10.30 Fahrradergometrie/Wassertherapie Personalhaus II

10.30 – 10.45 PAUSE

10.45 – 11.40 Wassergymnastik/Fahrradergometrie Physiotherapie

11.45 – 13.00 MITTAGESSEN Cafeteria

13.00 – 15.00 Geländetraining draussen


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Freitag Was Wo

09.30 – 10.30 Gymnastik Physiotherapie

10.30 – 10.45 PAUSE

10.45 – 11.40

Ernährungsberatung/ Entspannungstherapie

Personalhaus II

11.45 MITTAGESSEN Cafeteria

Man sieht mehrere Dinge:

− Das Programm ist abwechslungsreich; ein Mix aus Training, Information,

psychologischer Betreuung und Ernährungsberatung wechselt sich ab.

− Es sind nur 2 ½ Tage der Woche mit der Rehabilitation belegt. Während der

restlichen Zeit ist der Patient zu Hause oder eventuell bereits im Arbeitsprozess

integriert.

− Ein wichtiges Schwergewicht bildet das Geländetraining im Freien, das wir

bei jedem Wetter durchführen.

Während dieses Geländetrainings

(entsprechend einem

zügigen etwa zweistündigen

Spaziergang in

hügeligem Gelände) werden

die Patienten von einer

Physiotherapeutin und

einem Kardiologen begleitet

(jeden dritten Montag

eben von mir). Material

zur Reanimation ist in

Rucksäcken verpackt, sofort

verfügbar, und wird

von den beiden Begleitpersonen

mitgetragen.

Funkverbindung zur Notfallorganisation des Kantonsspitals Nidwalden ist jederzeit

gewährleistet. Die Patienten haben hier Gelegenheit, ihre Fragen, Sorgen

und Ängste in ungezwungener Atmosphäre mit der Fachperson zu besprechen;

eine Gelegenheit, die

stets eifrig benutzt wird.

Gerade

dieses

Terraintraining gehört für

mich zum Wichtigsten

der ganzen Rehabilitation,

da hier die Patienten

täglich erleben, wie viel

sie trotz befrachteter kardialer

Vor-geschichte

noch leisten können. Zudem

ist diese Art Bewegungstherapie

sehr ein-


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fach durchzuführen. Sie soll auch nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms

möglichst täglich weiter geführt werden, ganz nach dem Motto meines

ersten klinischen Lehrers, Dr. med. Ratti in Chur: "Der Weg zur Gesundheit ist

der Fussweg – mit dem Idealgewicht, ohne Zigarette.“

Da wir die Patienten nur

während rund drei Tagen

je Woche rehabilitieren,

dauert das gesamte Programm

in Stans acht

Wochen (eine stationäre

Rehabilitation mit einem

non-stop-Programm umfasst

meistens vier Wochen).

Diese auf den

ersten Blick lange Zeit

schreckt manchen Kandidaten

zunächst ein wenig

ab. Meist wird jedoch

nach kurzer Zeit eingesehen,

dass man sich für

das Herz - wie für mache andere Dinge auch - eben Zeit nehmen muss. Die

meisten Patienten sagen uns denn auch am Schluss der acht Wochen, dass

die Zeit wie im Flug vergangen sei.

Welche Patienten werden rehabilitiert?

Patienten mit stabilen Erkrankungen des Herzens; speziell

− nach Abschluss der Spitalphase bei akutem Myokardinfarkt

− nach Katheterintervention (PTCA usw.)

− nach AC-Bypassoperation

− nach Herzklappenoperation oder Korrektur von angeborenen Herzfehlern

− Herzinsuffizienz NYHA-

Klasse < IV

Nicht geeignet sind dagegen

Patienten mit nicht stabiler

Herzkrankheit (also z. B. vor

einer Katheterintervention

oder Bypassoperation), mit

bereits in Ruhe manifester

Herzinsuffizienz oder mit

Erkrankungen des Bewegungsapparates,

die ein körperliches

Training verunmöglichen.


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Was passiert nach Abschluss der Rehabilitation?

Im Regelfall werden unsere Patienten nach Schluss der Rehabilitation von ihrem

Kardiologen abschliessend kontrolliert (Belastungstest usw.). Anschliessend

erfolgt die weitere ärztliche Betreuung durch den Hausarzt. Der Patient

selbst wird angehalten, das Gelernte auch ohne dauernde Aufsicht weiterzuführen.

Er soll sich also täglich etwa eine halbe Stunde so bewegen, dass er ein

wenig ins Schwitzen kommt. Er soll die Zigarette weiterhin weglassen und

sämtliche behandelbaren Risikofaktoren in den Griff bekommen (Hypertonie,

Diabetes, Cholesterin usw.). Er soll sich ernähren wie die armen Bauern im

Mittelmeergebiet, also mit viel Kohlehydraten (Brot, Teigwaren), viel frischem

Gemüse und Obst, mit magerem Fleisch, mit Oliven- oder Rapsöl und (vielleicht)

einem (einem) Glas Rotwein zum Essen.

In so genannten Herzgruppen treffen sich Absolventen der kardialen Rehabilitation

zum Gedankenaustausch und zu gemeinsamem körperlichem Training.

Solche Herzgruppen gibt es in Ob- und Nidwalden bereits; im Kanton Uri ist

eine solche geplant.

Was sind die bisherigen Erfahrungen

mit dem Programm?

Wir haben bis jetzt rund 250

Patienten rehabilitiert; die meisten

stammen aus Nidwalden,

etwas weniger aus Obwalden.

Etwa dreissig Urner Herzpatienten

waren zu überzeugen,

sich ennet dem Seelisberg körperlich

und geistig zu betätigen -

eine recht bescheidene Zahl.

Oft hört man, dass man ja auch

im Kanton Uri spazieren könne

und das gar nicht brauche. Natürlich

kann der tägliche Fussmarsch

auch an der Reuss absolviert werden. Es fehlt jedoch die medizinische

Aufsicht und mit ihr die Sicherheit, dass während dieser Marschübung nichts

Schlimmes passiert. Patienten, die auf die Rehabilitation verzichten, verzichten

deshalb aus Unsicherheit auf jegliche körperliche Betätigung, was sich wiederum

negativ auf die Prognose nach einer akuten kardialen Katastrophe auswirkt.

Auf jeden Fall haben alle Urner, die es bis nach Stans geschafft haben, ihre

helle Begeisterung über unser Programm ausgedrückt. "Wemmer gwisst hättid,

das mer in Stans so vill profitierid und so vill besser zwääg sind, hättid mer is

nid eso gschpeert gäge Iichi Empfählig, Herr Dokter Simon." - So hört man jeweils

bei der Schlusskontrolle.

Vielleicht hilft dieser Artikel, dass man sich in Zukunft noch ein bisschen weniger

gegen eine optimale Nachbetreuung von Herzpatienten zur Wehr setzt?


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KSU-Techniker am Kochherd

von Rolf Zurfluh, Leiter Technischer Dienst

Die Mitarbeiter des Technischen

Dienstes kennen die technischen

Geräte und Installationen in der

Spitalküche bestens. Aber können

sie Küchengeräte auch richtig

einsetzen, sprich Kochen? Um

dieser Frage nachzugehen, haben

wir uns bei „appetito“ zu einem

Kochkurs angemeldet.

Unter fachkundiger und charmanter

Führung der beiden Kurs-leiterinnen,

Jaqueline Aebersold und Dayana

Zgraggen, wurden wir im Kloster

Seedorf mit einem mediterranen

Apéro begrüsst. Anschliessend

ging’s bereits los. Die Küchenschürzen

wurden um-geschnallt, das

Menü und die Zubereitung besprochen.

Auf dem Papier wirkte das

mediterrane Menü sehr vielversprechend. Ob unsere Kochkünste die geweckten Erwartungen

aber auch befriedigen können? – Wir würden es bald sehen oder besser

schmecken. Das Ziel des Abends liess sich folgendermassen umschreiben:


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Fruchtiger Prosciutto crudo

* * * * *

Grillierter Gemüsesalat

Fettucine mediterran

Fisch in Olivenkruste

Gefüllte Kalbsschnitzelchen auf gerösteten Tomaten

Champagner-Risotto

Ofenkartoffeln mit Rosmarin

* * * * *

Blanc-battu-Muosse mit Limoncello

beiden

Kursleiterinnen

gaben uns wertvolle

Ratschläge. Schon bald galt

unsere volle Aufmerksamkeit nur

noch den Rezepten. Zwischendurch

wurden Tipps und

Tricks ausgetauscht, da und dort

hörte man ein erstauntes „Nein –

aber doch nicht so, das kann man

doch niemals essen!“ Auch die

zum guten Gelingen eines feinen

Menüs unentbehrlichen Weinflaschen

wurden entkorkt. Die Zeit

verging schnell; etwas zu schnell

vielleicht, denn die einzelnen

Gruppen kamen arg in Zeitnot, als

die Kursleiterinnen ankündigten:

„Wir essen in etwa in dreissig Minuten“.

Jetzt noch ein prüfender Blick auf

die Uhr am Kochherd, den

Schlussspurt hinlegen. Da und

Die

kompetenten

Die Gruppeneinteilung

ging reibungslos vonstatten.

Dabei wurde

exakt auf ausgewogene

Teams geachtet. Aber

schon bald tauchten die

ersten Fragen auf: Womit

beginne ich? Welche

Hilfsmittel, sprich

Werkzeuge, wähle ich?

usw. Die Köpfe begannen

zu rauchen, und

Diskussionen über die

richtige Vorgehensweise

entbrannten

heftig.


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dort brutzelt es noch in der Pfanne. Am Kochherd vorne rechts schäumt die Pfanne

über. Ob das wohl was wird? Nun werden die bereits fertigen Speisen schön

angerichtet, wobei der eigenen Kreativität freier Lauf gelassen wird – das Auge isst

schliesslich mit.

Kurz darauf traf man sich im

Speisesaal, wo die verschiedenen

Gerichte bestaunt

wurden. Da und dort hörte man

noch kritische Stimmen. Doch

der Appetit war mittlerweile so

gross geworden, dass man am

Esstisch Platz nahm. Die

Platten wurden herumgereicht,

es wurde ordentlich geschöpft,

und auch die Weinprobe sollte

nicht zu kurz kommen. Das

Tischgebet liessen wir aus.

Stattdessen liessen wir die mit

feinem Wein gefüllten Gläser

klingen. Anschliessend

begannen wir zu essen, obwohl

es ja mehr ein Degustieren als

ein Essen war, denn jeder

wollte von allem probieren

können. Es wurden intensive Gespräche geführt; die meisten davon natürlich über unsere

neue heimliche Domäne, das Kochen. Die Teller (und die Weinflaschen) leerten

sich immer mehr, und schon bald war es Zeit, sich dem letzten Teil zu widmen: dem

Abwaschen. Nachdem auch

diese Hürde erfolgreich genommen

wurde, brachen wir

nach Hause auf.

Die Befürchtung, an diesem

Abend die Notfallstation personell

verstärken zu müs-sen,

erwies sich als völlig haltlos.

Alle vom Technischen Dienst

erschienen am nächsten

Morgen pünktlich und gestärkt

zur Arbeit.


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Richtige Ernährung in der Sonne, mit einem leichtem Sommermenü

von Mandy Hahn

Die wichtigsten Nahrungsmittel für eine kerngesunde Bräune sind frisches, vitaminreiches

Obst und Gemüse sowie viel Flüssigkeit. Bei hohen Temperaturen

versorgen etwas mehr als zwei Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetee den Organismus

am besten. Im Sommer können wir das überall geniessen, ob bei

Sommerparty, Picknicks, Grillen im Garten mit Freunden und Familie. All das knackig

frische Gemüse, Salate in sämtlichen nur denkbaren Farbtönen und all das bunte,

saftige Obst werden kulinarisch zubereitet und genossen. Und falls Ihnen noch ein

paar Ideen fehlen, bitteschön:

Kaltes Menü für heisse Tage

1. Gang: Gemüse-Kaltschale mit Croutons (für 4 Personen)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Salatgurke

1 gelbe und 1 rote Peperoni

700 g Tomaten

¼ Liter Tomatensaft

2 Zwiebeln

¼ Liter Joghurt nature

3 Knoblauchzehen

3 Scheiben altes Brot ohne Rinde

2 – 3 Esslöffel Balsamico-Essig

3 Esslöffel Olivenöl

Salz, frischer Pfeffer

frische Kräuter (Basilikum,

Schnittlauch)

etwas Tabasco

Gurke, Tomate, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch waschen, putzen

und grob in Würfel schneiden

eine Handvoll von den Paprika, eine Tomate und eine Knoblauchzehe

zur Seite legen

Gemüse zusammen mit dem Essig und dem Öl pürieren

Joghurt und Tomatensaft unterziehen, würzen (Tabasco mit viel

Fingerspitzengefühl dosieren) und die Suppe für zirka eine Stunde

kalt stellen

Brotscheiben von beiden Seiten mit der restlichen Knoblauchzehe

einreiben, salzen und würfeln und dann in einer Pfanne knusprig

anbraten

Kräuter waschen, trocken schütteln und klein schneiden

Suppe in Tellern anrichten, restliches Gemüse, Kräuter und Croutons

darüber streuen

Kleine Gemüsekunde: Tomaten

Die „goldenen Äpfel“ (italienisch pomodoro) galten lange Zeit als giftig. Nicht ganz zu

unrecht, denn sowohl die unreifen Früchte als auch die Blätter und Stiele enthalten ein

giftiges Alkaloid. Erst Ende des 18. Jahrhunderts verloren Europäer und

Nordamerikaner die Scheu vor diesem in Mittelamerika beheimateten Gemüse.


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2. Gang: Spinatsalat mit Ziegenkäse und Kräuter-Knoblauch-Baguette (für vier

Personen)

Zutaten:

Zubereitung:

500 g frischer Blattspinat

4 Tomaten

120 g schwarze Oliven

100 g Ziegenkäse

6 Esslöffel Olivenöl und 6 Esslöffel Balsamico-Essig

1 Handvoll Nüsse oder Kerne Ihrer Wahl

Salz und frischer gemahlener Pfeffer

Für das Baguette:

400 g Weizenvollkornmehl

100 g gemahlener Buchweizen

1 Würfel Hefe

2.5 dl Lauwarmes Wasser

1 Esslöffel Honig und 1 Tl Salz

2 Knoblauchzehen und Kräuter

(Thymian, Zitronenmelisse, Kresse)

Spinat gründlich waschen, Stiele entfernen und in Streifen schneiden

Tomaten und Zwiebeln zerkleinern und zusammen mit den Oliven und

Nüssen über den Spinat geben

Olivenöl, Essig und gepressten Knoblauch zu einem Dressing

verrühren und über den Salat geben

Ziegenkäse klein schneiden und darüber streuen

Mehl und Buchweizen in einer Schüssel gut vermischen und in die

Mitte eine Vertiefung drücken

Hefe in 1 dl Wasser auslösen und zusammen mit dem Honig in die

Vertiefung geben

mit etwas Mehl zu einem Brei verrühren, mit wenig Mehl bedecken

und 20 Minuten gehen lassen

anschliessend das restliche Wasser und Salz zufügen, gut

durchkneten und für weitere 20 Minuten gehen lassen.

Baguette (oder 2 – 3 kleine) formen und bei 200°C 5 0 bis 60 Minuten

backen, noch warm aufschneiden, mit Knoblauch einreiben und

Kräuter drüberstreuen

Ziegenmilch ist mit durchschnittlich 3.5 bis 4.5 % Fett fetthaltiger als Kuhmilch.

Allerdings ist das enthaltene Fett leichter verdaulich, weil es mehr einfach ungesättigte

Fettsäuren enthält.

3. Gang: Sommerbeeren-Sorbet (für vier Personen)

Zutaten:

Zubereitung:

Kleine Beerenkunde:

400 g Beeren (wahlweise Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren,

Johannisbeeren oder Stachelbeeren)

1 Esslöffel Zitronensaft

100 g Puderzucker

Beeren waschen und im Mixer pürieren

anschliessend durch ein feines Sieb

streichen

Puderzucker und Zitronensaft

einrühren und das Sorbet gefrieren

lassen.


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Die Beerensaison beginnt im Juni und dauert bis in den Oktober. Ob aus dem eigenen

Garten oder aus der freien Natur, Beeren sind wunderbare kleine Leckerbissen, mit

wenigen Kalorien, dafür aber umso mehr Vitamine und Mineralstoffe enthalten. 250 g

schwarze Johannisbeeren (Cassis) enthalten zirka dreimal soviel Vitamin C wie eine

Orange.

Früchtebowle (für acht Personen)

Zutaten:

6 Orangen

1 Grapefruit

½ Ananas

1 Glas süsse Kirschen

3 Esslöffel Bananensaft

1 Liter stilles Wasser

0.7 Liter Orangenlimonade

0.7 Liter Zitronenlimonade

Zubereitung:

4 Orangen und die Grapefruit schälen, die weisse Haut entfernen und

in mundgerechte Stücke schneiden, in das Bowlegefäss füllen

den Saft von 2 Orangen mit

dem Bananensaft zu einer

Marinade vermischen, über

die Orangen und Grapefruitstücke

geben und 15

Minuten ziehen lassen

Ananas in Stücke schneiden

und Kirschen abtropfen

lassen beides zur Bowle

geben

kurz vor dem Servieren stilles

Wasser und Limonade

zufügen

Guten Appetit!


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Schnappschüsse vom Personalfest vom 31. März 2006

von Edith Küng, Ökonomie


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Was kommt da wohl raus?

von Bernadette Wipfli-Epp, medizinische Diagnostik

Diese Frage habe ich mir am 24. September 2005, gegen 03.30 Uhr gestellt: Was

kommt da wohl raus? Ein Baby, ist ja klar, aber ein Junge oder ein Mädchen? Dies

war, als ich mit Wehen und den definitiven Anzeichen der nahenden Geburt im

Vorbereitungszimmer auf dem bequemen Bett in der Gebär-Abteilung lag. Das Bett

war wohl bequem, nur unter diesen Umständen auch eine Stellung zu finden, die

dieses Gefühl zuliess ... hm!

Früher konnte ich mir nicht vorstellen, ein Kind zu gebären – es muss einem doch den

Körper zerreissen. Und jetzt?! Nun freue ich mich schon seit Wochen auf die Geburt!

Das Unfassbare bald auf den Armen zu halten, den grossen Bauch los zu werden und

endlich wieder meinen Mann so „gheerig“ an mich zu drücken.

Zurück ins Vorbereitungszimmer. Also von bequem ist hier nicht die Rede, aber das

wird es vorläufig auch nicht mehr werden. Die Hebamme Pia ist da und vermittelt mir

das Gefühl von Sicherheit und Wohlsein. Nun macht doch Pia mir den Vorschlag: ich –

in die Gebärwanne!!! Oh je, das Wasser ist doch gar nicht mein Element! Und danach

– nass und kalt da wieder raus! Pia überzeugt mich jedoch, um zwischen den Wehen

zu entspannen und den Damm zu lockern, das Element auszuprobieren; dies mit der

Zusicherung, jederzeit wieder aussteigen zu können. Also gut, abgemacht. Pia lässt

das Wasser ein. Mein Mann und ich fragen uns: Was kommt da wohl raus?

Gegen 04.05 Uhr steige ich nach einem unbequemen Gang vom Vorbereitungszimmer

zur Badewanne ins Wasser. Kaum sitze ich, denke ich mir: da gehe ich nicht mehr

hinaus! Und wirklich, schon bald erkundigt sich Pia bei mir, ob ich die Badewanne

verlasse oder nicht. Nein, nein ich bleibe! Ich glaube, ich habe mich keinen Zentimeter

mehr bewegt, denn so oder so, bequemer wird es bestimmt nicht mehr.

Sehr angenehm war die Atmosphäre im Gebärsaal; mein Mann in Griffnähe,

gedämmtes Licht, warm, gute Musik (Creadence Clearwater Revival), so richtig

gemütlich – wären da nicht diese Wehen gewesen – unbequem, aber erträglich. Jetzt

pressen, es kann sich also nur noch um kurze Stunden handeln! In diesem Moment ist

mir die Frage entwischt: Was kommt da wohl raus? Vielmehr denke ich an meine

Kolleginnen der Endoskopie (inkl. Büro), da diese heute nicht erfahren, dass ich im

Spital bin (es ist Samstag, keine ist da). Ich denke an die Anatomie der

Verdauungsorgane und an Herrn Professor Marbet, da ich das Gefühl habe… Zum

Glück ist die Natur so stark eingerichtet, dass nicht das Sigma, sondern das Baby auf

die Welt kommt. Es geht sehr gut und zügig voran. Ich denke, auch dem Baby gefällt

die Musik.

Nun der letzte Schub – da taucht sie auf, die Frage: Was kam da raus? Bevor es

jemand sagt, sehe ich: Es hat kein Schnäbi – es ist ein Mädchen! Da es die

Nabelschnur um den Hals hat, wird es von Pia abgenabelt und von Rada weiter

betreut. Jana, so heisst das Mädchen, erholt sich schnell. Sie ist soweit gesund, alles

dran was muss. Gott sei Dank, wir haben es geschafft. Jana, nun ist das Unfassbare,

das Unglaubliche fassbar geworden, wird aber immer unglaublich bleiben.


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Die Geburt von Jana war für mich und meinen Mann gewaltig – genial. Es war ein sehr

schönes, eindrücklich intimes Erlebnis, an das wir immer wieder gerne denken werden.

Als Frau ist man in diesem Moment wohl am Verletzlichsten, man gibt das Innerste

nach aussen – unglaublich! Umso wichtiger ist es, sich in diesem Moment sicher zu

fühlen, Vertrauen zu haben in alles rundherum. Und das hatte ich voll und ganz. Der

wohl schönste Moment in meinem Leben.

Übrigens, ich sitze in der Badewanne, bin nass, es wird kühl und irgendwie muss ich

nun da raus – aber wisst ihr was? Das ist alles überhaupt kein Problem!

An dieser Stelle danken mein Mann und ich ganz herzlich den Hebammen Pia und

Rada sowie der Ärztin, die in dieser Nacht Dienst gehabt hat, für die sehr gute

Betreuung während der Geburt und dem Pflege- und Ärzteteam D 2 während des

Wochenbetts.


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Kantonsspital Uri wird ausgezeichnet

von Pia Küttel, Qualitätsbeauftragte

In neunmonatiger Arbeit haben Mitarbeitende ausgewählte Projekte systematisch

und erfolgreich umgesetzt. Damit hat unser Spital die Auszeichnung „Verpflichtung

zu Excellence“ erreicht.

Vor achtzehn Monaten entschieden der Spitalrat und die Spitalleitung, die Unternehmensentwicklung

unseres Spitals nach EFQM (European Foundation for

Quality Management) auszurichten. Das EFQM-Modell enthält nichts, was im

Alltag der Spitalführung völlig unbekannt ist. Es bildet auf dem „Weg zur Excellence“

einen Orientierungsrahmen, in dem die verschiedenen Massnahmen zusammengefügt

und nachhaltig

abgesichert werden können.

Damit trägt es zur effizienten

Verwendung der Ressourcen

im Unternehmen und zur systematischen

Umsetzung der

Erfolgsmechanismen bei. Mit

Hilfe des Modells wird der

Stand einer Organisation bewertbar.

Maria Maier, EFQM-Assessorin,

überreicht Dr. Martin Patzen, Spitaldirektor,

die Auszeichnungsurkunde.

Mit einer internen Selbstbewertung evaluierten Führungsverantwortliche unseres

Spitals Verbesserungspotenziale, die priorisiert und in den vergangenen

Monaten in konsequenter Projektarbeit umgesetzt wurden. Die Projekterarbeitung

geschah in interdisziplinären Gruppen und brachte in allen Bereichen Verbesserungen

in den Arbeitsabläufen sowie in der fachübergreifenden Zusammenarbeit,

die auch unseren Patientinnen und Patienten zugute kommen.

Im März 2006 prüfte eine externe Assessorin die Projektdokumentationen und

befragte Mitarbeitende des Spitals zum Vorgehen und der Wirkung der ausgewählten

Projekte. Die erreichte Auszeichnung „Verpflichtung zu Excellence“

bescheinigt unserem Spital, dass

− Verbesserungsprojekte interdisziplinär aufgrund von Bewertungen,

Ergebnissen und Befragungen initiiert, sorgfältig geplant, priorisiert und

durchgeführt werden,

− die gesetzten Ziele bei den Projekten erreicht wurden,

− Offenheit für Veränderungen besteht.

Die Auszeichnung spornt die Führungsverantwortlichen und Mitarbeitenden an,

den eingeschlagenen „Weg zur Excellence“ konsequent weiterzuverfolgen.


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Anteil nehmen und abgrenzen

aus der Neuen LZ Zentralschweiz (von Hans Graber)

Astrid Hurni ist Leitende Ärztin am Kantonsspital Uri. Sie liebt ihren Beruf, zwischendurch

aber muss sie ausbrechen.

Wenn es denn wirklich

stimmt, dass Lachen

ansteckend und obendrein

gesund ist, so haben

Patientinnen und Patienten

von Astrid Hurni vielleicht

schon mal einen kleinen

Vorteil. Die Leitende Ärztin

der medizinischen Abteilung

lacht gerne und herzhaft. Und

ansteckend. Aber keine

Missverständnisse: Astrid

Hurni ist selbstverständlich

nicht ums Lachen zumute,

wenn es um Krankheit, um

Sorgen und Nöte der ihr

anvertrauten Menschen geht.

Eher, wenn von ihr selber die

Rede ist, nicht von der

Medizinerin, sondern dem

Privatmenschen. Beides

muss man zum Teil

auseinander halten.

Es gibt die Frau Dr. med.

Astrid Hurni, unter anderem

Präsidentin der kantonalen Fachkommission Gesundheitsförderung und

Prävention. Und es gibt die Astrid Hurni, die zugibt, dass sie, etwa in Sachen

Prävention, keineswegs immer leuchtendes Vorbild sei. Nein, sie rauche nicht,

habe nie geraucht. Aber – nur zum Beispiel – auf die von der

Ernährungsberatung empfohlenen „fünf Portionen Früchte und Gemüse täglich“

komme sie praktisch nie, und auch mit sportlicher Betätigung sei es nicht

(mehr) weit her: In jüngeren Jahren, ja, da habe sie leidenschaftlich

Leichtathletik (Mittelstrecken) und OL betrieben, heute aber laufe diesbezüglich

wenig bis nichts. Wobei: „Ich düse ja hier im Spital sehr viel herum.“, lacht sie.

Und hat gut lachen: So weit man das sehen kann, trägt sie bei einer

Körpergrösse von 1.78 Meter kein Gramm Übergewicht mit sich herum.

Keine Polizistin

Jenen, die es wohl nötiger hätten als sie selber, hält sie nicht den Drohfinger

entgegen. „Ich appelliere durchaus an eine gewisse Eigenverantwortung, aber


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ich bin nicht Polizistin.“ Wissend, dass das eh kaum etwas bringt. Wissend

ebenso, dass Lebensqualität und Gesundheit noch von anderen Faktoren

abhängig sein können als von einer scheinbar lupenreinen Lebensführung. „Ich

höre immer wieder mal Patienten, die mit Bedauern von sich sagen, sie hätten

nie richtig gelebt, und nun seinen sie trotzdem krank geworden.“

Aber obwohl Astrid Hurni manchmal vom Gefühl beschlichen wir, dass wir Menschen

und der Lauf unseres Lebens vielleicht Teil eines grossen,

übergeordneten Plan sind: „In Passivität und Fatalität sollte man nicht

verfallen.“ Im Gegenteil. Möglichst das Beste machen, aus sich und seinen

Ressourcen, in guten wie in weniger guten Zeiten.

Wunschberuf

Kommt man als Patient in ein Spital, sind es häufig nicht so gute Zeiten. Jetzt

ist die Ärztin gefragt. „Obwohl ich aus einer Familie stamme, die allerhöchstens

dann einen Arzt aufsuchte, wenn es wirklich nicht mehr anders ging, hat mich

dieser Beruf von klein auf fasziniert.“ Selber war sie nie Spitalpatientin, bis

heute nicht, aber Leben retten, helfen, das habe sie immer als spannend

empfunden. Aufgewachsen ist Astrid Hurni in Kriens, zusammen mit einem

Bruder, der bei der Bahn arbeitet. Nach der Kanti Alpenquai in Luzern studierte

sie in Basel Medizin, schloss zügig ab und war an mehreren Spitälern als

Assistentin tätig, etwa in Klosters, wo sie sich vornehmlich um gebrochene

Beine und andere Gebresten von Promis oder Hotelangestellten kümmern

musste. „Irgendwann hatte ich genug davon, ich suchte eine Stelle als

Oberärztin.“

Generalistin

Und so schrieb sie dann an einem trüben Regensonntag Bewerbungen. Die Zusage

kam von Kantonsspital Uri, dessen Chefarzt, Professor Dr. med. Urs

Marbet, sie bereits kannte und schätzte: Astrid Hurni hatte während des

Studiums in Basel Vorlesungen des Magen- und Darmspezialisten besucht.

Mittlerweile, acht Jahre später, ist Astrid Hurni Leitende Ärztin, mit

Spezialgebiet Gerontologie, zudem „Mädchen für alles“. Auf der medizinischen

Abteilung eines vergleichsweise kleinen Kantonsspitals muss man auch

Generalistin sein und hat dabei, etwa während Notfalldiensten an

Wochenenden, zuweilen einsame Entscheide zu treffen. Einsam, aber nicht

alleine: „Wir haben im Team ein sehr gutes Verhältnis, die gegenseitige

Unterstützung ist hervorragend.“ Man möchte meinen, das sei selbstverständlich,

aber: „Ich habe an anderen Spitälern auch schon das pure

Gegenteil erlebt.“

Das Kantonsspital Uri ist keine Universitätsklinik: „Wir kennen unsere

Möglichkeiten und Grenzen sehr gut, müssen uns aber auch nicht verstecken.“,

sagt Astrid Hurni, anspielend etwa auf einen Patienten aus einer Schweizer

Grossstadt, der kürzlich auf der Durchreise von Nierensteinen geplagt und

eingeliefert wurde. Der habe sich so aufgeführt, als wäre er irgendwo im Busch

gelandet und werde von ahnungslosen Medizinmännern behandelt.


- 27 -

Doch solche Erlebnisse sind die Ausnahme, und über „ihre“ Urnerinnen und

Urner verliert Astrid Hurni kein schlechtes Wort, auch wenn sie häufig spät bis

sehr spät ins Spital kommen würden, zu achtzig Prozent als Notfälle. Das zeige

unter anderem, dass da in Uri der Familienverband oft noch funktioniert.

Kranke – so sie sich denn überhaupt als krank wähnen – würden oft so lang

wie möglich zu Hause gepflegt, zumal es manche Leute schon als halbes

Weltunglück empfinden würden, wenn sie von einem entlegenen Dorf nach

Altdorf gehen sollten. Astrid Hurni hat Verständnis für solches Denken und ihr

gefällt, dass die Urner, entgegen vielen Vorurteilen, offen sind: „Sie sagen mir

auch, wenn ihnen etwas nicht passt, und so weiss man, woran man ist.“

Demut

Das Verhältnis zwischen Ärztin und Patient sei ein gegenseitiges Geben und

Nehmen. Ihr ist viel an einem Vertrauensverhältnis gelegen, und dafür nimmt

sie sich Zeit, vor allem auch dann, wenn die Medizin an Grenzen kommt, wenn

eine Krankheit übermächtig wird. „In solchen Momenten erachte ich es als

meine Aufgabe zuzuhören, mitzutragen oder auch Wut oder Verzweiflung zu

teilen.“ Und allenfalls mitzuhoffen, dass sich trotz „unheilbar“ und „aussichtslos“

doch alles noch zum Guten wendet. Das gibt es, selten zwar nur, aber es gibt

es. Warum auch immer. „Das lehrt einen als Ärztin eine gewisse Demut.“

Schon, irgendwo müsse man sich dann wieder abgrenzen, um sich nicht innert

Kürze zu verschleissen. „Aber wer sich nur immer abgrenzt, wird ebenso

schnell unglaubwürdig.“ Abgrenzen kann sich Astrid Hurni am ehesten durch

Rückzug in die eigenen vier Wände, wo sie alleine lebt. Es habe sich einfach

so ergeben. „Mit Familie würde ich auch nicht so intensiv arbeiten wie jetzt.“

Ausbrechen

Manchmal Rückzug – manchmal Ausbruch: Denn obwohl sie Uri mag und

obwohl sie sich am Spital und ihrem Wohnort Altdorf absolut akzeptiert fühlt: In

einem Ort, wo nahezu alle alle kennen, drängt es Astrid Hurni auch mal weg.

Mit dem rassigen gelben Opel zum Shoppen nach Luzern oder Zürich, an freien

Wochenenden in die Zweitwohnung im Gambarogno im Tessin, in den Ferien

nach Italien, zu Velofahrten in Südschweden oder – wie bereits zweimal – in die

grosse Wildnis Kanadas, wo sie Bekannte hat. Auf den Reisen immer mit dabei

ist die Spiegelreflexkamera: „Mein Hobby ist Fotografieren.“

Astrid Hurni ist am 14. Januar vierzig geworden, ohne grössere Festivitäten.

„Es war einfach zu kalt, aber ich hole es dann schon noch nach.“, lacht sie. Ihr

grosser Freundeskreis darf sich also allenfalls auf eine Einladung freuen. Wenn

sie sich denn nicht entschliesst, zu ihrem runden Geburtstag jene Reise

nachzuholen, die sie damals vor acht Jahren wegen der Zusage aus Altdorf

verschoben hat: Die Reise ans andere Ende der Kugel, nach Neuseeland und

Tasmanien.


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Elektronische Patientendokumentation am KSU

Von der Idee bis zur Realisierung

von Ursula Kruse, Aus- und Weiterbildung Pflege

Seit langem wissen es alle Pflegenden, einmal wird sie kommen, die elektronische

Patientendokumentation. Und nun ist sie da! Die Pflegeberichte werden nicht mehr von

Hand geschrieben, und bald wird das Kardex wohl ganz vernetzt sein…

Als Vorlage für diesen Text diente mir der Artikel von Frau Barbara Steuer und Frau

Silvia Rosery, zu lesen in der „PrInterNet“-Zeitschrift, Ausgabe 02/06: „Der Weg eines

elektronischen Informationssystems – von der Idee bis zur Realisierung.“ Mein Ziel ist

es aufzuzeigen, wie etwas Neues, Unbekanntes in einem Spital, am Beispiel des

Kantonsspitals Uri (KSU), erfolgreich eingeführt werden kann und was es mit der

elektronischen Patientendokumentation auf sich hat.

Ausgangslage

Es gab viele Gründe, die elektronische Patientendokumentation anzugehen, zum

Beispiel: Das Kardex stand jeweils nur einer Person zur Verfügung, die Tätigkeiten,

wie Laborwerte eintragen, Medikamente richten, Visite durchführen und

Pflegeeintragungen schreiben, konnten nie gleichzeitig getätigt werden. Die Gefahr

der Übertragungsfehler von einem Blatt zum andern ein weiterer Grund. Ziel war es,

eine Lösung zu finden, in der der Pflegeprozess ersichtlich wird, der

Schulungsaufwand gering ist und interdisziplinäre Verknüpfungen möglich sind.

Projektbeschreibung

Die elektronische Pflegedokumentation soll den Anforderungen im Pflegealltag

standhalten. Die Projektbeschreibung beinhaltet vier Überbegriffe:

1. Mögliche Ausbaustufen des Programms

Das Computer-Programm muss so gestaltet sein, dass der Inhalt jederzeit und

ohne grossen Aufwand dem Bedürfnis des Anwenders angepasst und/ oder

erweitert werden kann.

2. Pflegedokumentation

Die Pflegedokumentation (Kardex) beinhaltet sowohl Pflegeprozessdokumentationen

(Informationssammlung, Pflegebericht, Pflegeplanung) als auch das

Kurvenblatt, das interdisziplinär genutzt wird. Als erstes wird die Pflegeprozessdokumentation

im PC aufgeschaltet, und dann in einem zweiten Schritt

wird das Kurvenblatt folgen.

3. Pflegeprozess

Mit dem Pflegeprozess ist eine umfassende Planung, Durchführung und Dokumentation

pflegerischer Massnahmen gemeint. Der Pflegeprozess gilt als

Merkmal professioneller Pflege. Für die elektronische Pflegedokumentation wurde

ein Modell mit 6 Prozessschritten gewählt:

− Assessment (Sammlung und Interpretation von Informationen über einen

Patienten)

− Pflegediagnosen (Pflegeprobleme anhand international anerkannten Kriterien

formulieren)

− Ziele (Was soll der Patient erreichen? Diese Ziele müssen patienten-orientiert,

realistisch, erreichbar und überprüfbar sein.)

− Interventionen (Massnahmen zur Verbesserung)

− Durchführung (Hier werden die geplanten Pflegemassnahmen durchgeführt.)

− Evaluation (Überprüfung und Beurteilung der durchgeführten Pflege; als

Kriterium gilt das formulierte Ziel.)


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4. Projektpartner, ihre Aufgaben und Ziele

Ohne die folgenden drei Parteien stünde das Projekt elektronische Patientendokumentation

noch in den Sternen:

− PORaBo Consulting: Ihr obliegt die Projektleitung. Sie ist verantwortlich für die

benötigte Software.

− LEP AG: Sie sorgte dafür, dass der Leistungserfassungskatalog in die Software

integriert werden kann.

Kantonsspital Uri: Praxistester und Anwender

Von der Idee zur Realisierung

Immer wieder mussten die drei Projektpartner zusammensitzen, Anpassungen

vornehmen, Ideen verwerfen und nach Lösungen suchen.

Vorbereitungen im KSU

Schon früh mussten technischen Vorkehrungen getroffen werden, Überlegungen

bezüglich Computer (mobile Geräte) gemacht werden. Weitere Vorabklärungen waren

nötig, zum Beispiel: Welches wird der Umfang des Projektes sein? Wer muss wie

informiert werden? Wie wird der Aufwand für die EDV sein? Ein Finanzplan musste

erstellt werden und die Zustimmungen dazu eingeholt werden. Es wurde eine

Projektgruppe „ins Leben gerufen“, bestehend aus Leitung Pflegedienst,

Stationsleitung und Pflegefachfrau der Pilotstation, Pflegeberatung, Leiter Technischer

Dienst, Leitender Arzt Medizin und Leitender Arzt Chirurgie.

Das KSU hat sich bezüglich Computer für die mobile Lösung entschieden, in

anbetracht des Endziels einer interdisziplinären Nutzung. Es war klar, dass eine EDV-

Lösung immer auch ein gewisses Risiko eines Systemausfalls in sich birgt; dies wurde

so weit als möglich optimiert. Die Einführung der elektronischen Patientendokumentation

auf Station übernahm die Pflegeberatung gemeinsam mit der Stationsleitung

und der Pflegefachfrau, welche ja von Beginn weg dabei waren. Alle

Pflegefachkräfte wurden während insgesamt sechs Stunden im EDV-Schulungsraum

geschult. Nach kurzer Zeit konnte die Pflegeprozessdokumentation problemlos

eingeführt werden. Bei auftretenden Problemen wurden die jeweiligen Projektpartner

informiert. Diese suchten dann nach Lösungen.

Wie weiter?

Während der elektronisch erfasste Pflegeprozess auf allen Abteilungen eingeführt

wird, ist man bereits daran, die nächsten Schritte einzuleiten. Was braucht es, um das

Kurvenblatt auf dem Computer aufzustarten? Dafür geht das ganze dann wieder von

vorne los...


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Personaleintritte: 1. März 2006 bis 30. Juni 2006

Wir begrüssen alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter recht herzlich, die in

den letzten vier Monaten in unser Spital eingetreten sind. In diesen Willkommensgruss

sind selbstverständlich auch die Auszubildenden und Praktikantinnen/Praktikanten,

die wir wegen ihres kurzen Praktikumseinsatzes (unter sechs

Monaten) nicht namentlich nennen, eingeschlossen.

März 2006

Dober Philipp

Gisler Elisabeth

Dr. med. Hallenbarter Cornelia

Dr. med. Kupka Denise-Marie

Lehmann Konstantin

Dr. med. von Strauss Marco

von Rickenbach Anna

April 2006

Anklin Daniel

Flegoni Antoinette

Gick Gabriele

Huhn Ute

Jannetta Graziella

Dr. med. Isenring Bruno Dieter

Steele Linda

Mai 2006

Heiz Andrea

Imhof Esther

Kluser Lilian

Lang Rita

Müller Petra

Truttmann Elisabeth

Zgraggen Ruth

Juni 2006

Arnold Karin

Arnold Martina

Baumann Anna

Baumann Timo

Bissig Petra

Huwyler Myrta

Imfeld Gabriela

Jauch Patrizia

Pereira Aravjo José Daniel

Planzer Sonja

Wadaa Jolanda

Lernender in Anästhesiepflege

Pflegehilfe

Oberärztin Gynäkologie/Geburtshilfe

Assistenzärztin Chirurgie

diplomierter Pflegefachmann in Intensivpflege

Assistenzarzt Chirurgie

Aus- und Weiterbildung Pflege

diplomierter medizinischer Bioanalytiker

Pflegehilfe

Pflegehilfe

medizinische Praxisassistentin (Endoskopie)

Pflegehilfe

Assistenzarzt Medizin

Pflegehilfe

diplomierte Physiotherapeutin

Pflegehilfe

Pflegehilfe

diplomierte Hebamme/Vizeabteilungsleiterin

Arztsekretärin Medizin

Pflegehilfe

Pflegehilfe

diplomierte Pflegefachfrau

Arztsekretärin Chirurgie

diplomierte MTRA

diplomierter Pflegefachmann

diplomierte Pflegefachfrau

Mitarbeiterin Abteilungssekretariat Pflege

diplomierte Pflegefachfrau

diplomierte medizinische Bioanalytikerin

Mitarbeiter Ökonomie (Abwaschküche)

diplomierte Pflegefachfrau

Pflegehilfe


- 31 -

Dienstjubiläum: 1. März 2006 bis 30. Juni 2006

Wir gratulieren folgenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrem Dienstjubiläum:

35 Jahre KSU

am 1. Mai 2006 Frau Annemarie Zieri Pflegedienst

30 Jahre KSU

am 26. April 2006 Frau Katharina Walker Ökonomie

25 Jahre KSU

am 6. Mai 2006 Frau Rita Baldini Pflegedienst

20 Jahre KSU

am 15. März 2006 Frau Anna Jauch Operationspflege

am 14. April 2006 Frau Erika Senn Pflegedienst

am 23. April 2006 Frau Lydia Bissig Pflegedienst

am 1. Juni 2006 Herr Dr. med. Remigi Joller Chirurgie

10 Jahre KSU

am 1. April 2006 Frau Gabi Kaufmann Sozialberatung

am 16. April 2006 Frau Trudy Thöny Ökonomie

am 21. April 2006 Frau Bernadette Wipfli medizinisch Diagnostik

am 1. Mai 2006 Frau Trudi Arnold Pflegedienst

am 1. Mai 2006 Frau Daniela Bissig Pflegedienst

am 1. Mai 2006 Herr Tobias Marschke Pflegedienst

am 1. Mai 2006 Herr Teofilo Rara Ökonomie

am 1. Juni 2006 Frau Karin Ziegler Betriebswirtschaft

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