Kultur Berlin - Kulturnews

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Kultur Berlin - Kulturnews

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kulturnews // SONDEREDITION

KULTUR // BERLIN

Bühnen Museen Literatur Film Musik Shopping Quartiere

© Eventpress/Radke

Neu in Berlin

GEFÄHRTEN

„DAS THEATER-EREIGNIS DES JAHRZEHNTS.“ SUNDAY TIMES

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Berlin!/

KULTUR // BERLIN

… nach

Nach Berlin fahren oder fliegen zehn Millionen Touristen im Jahr –

und treffen in der Hauptstadt auf 3,3 Millionen Menschen, die

immer da sind: nicht unbedingt geborene Berliner, auf jeden Fall

aber begeisterte. Das heißt in vielen Fällen: kulturbegeistert. Oft

sind sie auch selbst in der kreativen Szene tätig. Derzeit ist Berlin

die Stadt mit der größten künstlerischen Produktivität weltweit.

Und hier ist das Magazin dazu: KULTUR//BERLIN versammelt

die Kulturorte der Stadt – die Theater und Showpaläste, die Kunst -

galerien, Ausstellungshäuser und Museen, die Kinos und alle Stätten,

an denen die Musik spielt.

Außerdem stellt KULTUR//BERLIN wichtige Protagonisten der

Kulturszene in Interviews vor. Ganz neu in ihrem Amt am Maxim-

Gorki-Theater ist Intendantin Shermin Langhoff. Neu in der Stadt

ist sie allerdings nicht, sie lebt dort, seit sie mit neun Jahren aus der

Türkei nach Berlin kam. „Ich liebe diese Stadt“, sagt Langhoff, die

natürlich weiß, dass die Stadt auf sie schaut, ist sie doch die erste

türkischstämmige Chefin eines deutschen Staatstheaters. „Ich glaube,

das einzig Richtige ist, sich davon nicht herausfordern zu lassen,

sondern von den eigenen Ansprüchen“, sagt sie entspannt.

„Die sind durchaus politisch, ebenso hoch wie künstlerisch, jedoch

betrachte ich unsere Arbeit der Öffnung, die für alle Stadtteile

Berlins gelten soll, auch als ernstzunehmende Aufbauarbeit eines

Stadttheaters.“ Ganz Berlin, verspricht Langhoff, werde sich in das

Gorki-Ensemble verlieben! Lesen Sie mehr auf den Seiten 34/35.

Und fahren Sie nach Berlin! Die neue Spielzeit wird im Maxim-

Gorki-Theater zwar erst Anfang November eröffnet, aber Sie haben

Hunderte weiterer Möglichkeiten. Berlin hat immer geöffnet.

3


KULTUR // BERLIN

Foto: Jens Ziehe

12 // Jüdisches Museum

Foto: Jansch

23 // Martin-Gropius-Bau

Foto: visitBerlin/Scholvien

78 // Haus der Kulturen der Welt

Credit: Szene aus „Die Zauberflöte“/Foto: Bettina Stöß

Foto: © Astor Film Lounge

38 // Deutsche Oper 60 // Astor Filmlouge

Foto: Axel Scock

71 // Quartier 206

6 // KULTURSTADT

BERLIN

8// MUSEEN

IM INTERVIEW:

32 // BÜHNEN

IM INTERVIEW:

50// MUSIK

IM INTERVIEW:

INTERVIEW MIT

GENERALDIREKTOR

INTENDANTIN

KONZERTVERANSTALTER

VISITBERLIN-CHEF

DR. MICHAEL EISSENHAUER

SHERMIN LANGHOFF

SCUMEK SABOTKA

BURKHARD KIEKER

82 // IMPRESSUM

20// KUNST

IM INTERVIEW:

46// LITERATUR

IM INTERVIEW:

58// FILM

IM INTERVIEW:

KURATORIN

LITERATURWERKSTATTLEITER

SCHAUSPIELERIN

Titelfoto: © Eventpress/Radke

ELLEN BLUMENSTEIN

DR. THOMAS WOHLFAHRT

ALEXANDRA MARIA LARA

4


KULTUR // BERLIN

Foto: Bernd Schönberger

55 // Strandbar Mitte

Foto: Tobias Bohm/LCB

49 // Literarisches Colloqium

Foto: visitBerlin/Scholvien Foto: Sebastian Greune

54 // Tempodrom

81 // Berlin Fashion Week

62 // DOWNTOWN

KULTURSPAZIERGANG DURCH

DAS HERZ DER HAUPTSTADT

68// LIFESTYLE

LEBEN UND GENIESSEN

IN BERLIN

76 // SPECIAL PLACES

ZWISCHEN REICHSTAG

UND DEN KULTUREN DER WELT

SHOPPINGTIPPS

KULINARISCHES

SEHENSWERTES

RUND UM DAS KUNSTQUARTIER

AUGUSTSTRASSE, DIE HACKESCHEN HÖFE

UND DIE MODEMEILE MULACKSTRASSE

DESIGNSHOPS

WARENHÄUSER

MÄRKTE

KAFFEEHÄUSER

RESTAURANTS

BUCHHANDLUNGEN

KOCHHÄUSER

80// EVENTS

VORSCHAU AUF DIE

HIGHLIGHTS 2013/2014

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KULTUR // BERLIN

Berlin braucht eine

positive Gentrifizierung“

Was zieht die Menschen in die deutsche Hauptstadt?

Kaum einer weiß das besser als Burkhard Kieker, der Chef der Tourismusagentur visitBerlin.

Interview: Axel Schock

Kultur//Berlin:Herr Kieker, in Berlin gibt es inzwischen so viele

Hotelbetten wie Würzburg Einwohner hat: über 133 000. Da

kann nicht ein mal mehr New York mithalten. Doch es werden

weiter Hotels gebaut. Droht da nicht bald der Bettenoverkill?

Burkhard Kieker: Wir haben hier keineswegs Verhältnisse wie in

Venedig und streben das auch nicht an. Unser Job als Tourismus -

markentingagentur ist es, eine starke Marke zu kreieren und in

die Welt hinauszutragen. Und wenn wir unseren Job gut machen,

dann schlägt sich das möglicherweise in Buchungen nieder.

Kultur//Berlin: Derzeit noch ungebrochen ist das Interesse feierwütiger

Menschen, die mit Easyjet in Berlin landen, die Club -

szene erkunden und dann im Hostel den Rausch ausschlafen.

Sind diese Gäste eher ein Fluch oder ein Segen für die Stadt?

Kieker: Über diese 13 Prozent – so hoch ist deren Anteil lediglich

– reden zwar alle, aber sie machen keineswegs das Gros der

Berlin-Besucher aus. Die größte Gruppe sind die kulturaffinen

über 40-Jährigen, die sehen möchten, wie die Hauptstadt tickt,

die Lifestyle atmen und Kultur erleben wollen.

Kultur//Berlin: Zehn Millionen Touristen haben 2012 Berlin

besucht, annähernd die Hälfte kam aus dem Ausland. Was ist

für diese kulturell vor allem interessant? Die klassischen Highlights,

also Pergamon-Altar, Nofretete und Berliner Philharmoniker?

Kieker: Die Menschen interessiert Berlin als Gesamtkunstwerk;

das umfasst die Off-Szene ebenso wie die kulturellen Leuchttürme.

74 Prozent unserer Gäste nennen Kultur als einen ihrer Gründe,

nach Berlin zu reisen. Es gibt beispielsweise Londoner, die zu

Hause gewohnt sind, bis zu einem Jahr auf eine Opernkarte warten

zu müssen, und es nicht fassen können, dass sie hier selbst

kurzfristig an Tickets kommen. Die fliegen auch mit Easyjet

und wohnen dann für 150 Euro in einem Fünf-Sterne-Hotel,

für das sie in London nicht mal ein durchgelegenes Vier-Sterne-

Bett bekämen.

Kultur//Berlin: Was ist für Sie als Berlin-Vermarkter der PRtechnisch

größere GAU: die touristenfeindlichen Aktionen in

Kreuzberg oder die Ankündigung von Sasha Waltz, mit ihrer

Tanzcompagnie der Stadt den Rücken zu kehren, weil Berlin ihr

nicht die gewünschte finanzielle Förderung bieten kann?

Kieker: Erstens: Ich gehe nicht davon aus, dass Sasha Waltz die

Stadt verlässt, da bin ich ganz gut unterrichtet und kann Ent -

warnung geben. Und zweitens: Diese „Touristen raus“-Graffitis

und -Sticker in Kreuzberg hätten als Marketingidee auch von uns

kommen können. Wenn Sie in Brooklyn einen Sticker sehen:

„We don’t like Tourists“ – wäre das für Sie ein Grund, nicht mehr

nach New York zu fahren? Ich glaube, dass es sich hier um eine

Erscheinung einer sehr meinungsfreudigen Szene handelt, die lange

im Windschatten der Mauer gelebt hat und sich nun wundert,

dass sie in einer Weltstadt zu Hause ist und Besuch bekommt.

Kultur//Berlin: Berlin wurde viele Jahrzehnte vor allem als

Mauer stadt wahrgenommen. Was sehen die ausländischen Gäste

heute in der Stadt?

Kieker: Da möchte ich widersprechen. Alles, was mit der

Mauergeschichte und dem Kalten Krieg zusammenhängt, ist weiterhin

von großem Interesse. Die Menschen außerhalb

unserer Stadt, und noch mehr außerhalb Europas, haben ein großes

Interesse, diese besondere Geschichte Berlins zu erleben. Was

wir bislang unterschätzt haben und was wir noch nicht perfekt

bedienen, ist das Bedürfnis nach authentischem Ge -

schichtserlebnis. Viele vermissen Orte, an denen sie die Hochs

und Tiefs von Geschichte finden und empfinden können. Orte,

von denen man sagt: We saw it in Hollywood but it happened here.

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Foto: botta | photocase.de

Der im Bergischen Land aufgewachsene Burkhard Kieker

(*1960) studierte politische Wissenschaften und

Kommunikationswissenschaft. Nach journalistischen

Stationen u. a. bei Die Zeit und bei Deutsche Welle TV

wurde er 1997 Projektsprecher für den Flughafen

Berlin Brandenburg International. Seit 2009 ist Kieker

Geschäftsführer der Berlin Tourismus & Kongress GmbH.

Foto: Petrov Ahner

Kultur//Berlin: Wie erklären Sie sich diese Sehnsucht?

Kieker: Die Menschen suchen nach Authentischem. Sie fragen

beim Stadtrundgang dann eben auch danach, wo denn genau der

Bunkerausgang war, an dem Hitler verbrannt wurde. Das

geschieht nicht, weil sie diesen historischen Gruseleffekt suchen,

sondern weil sie sich für die Geschichte dieser Stadt und

dieses Landes interessieren. Es ist daher richtig traurig und ein

schwerwiegendes Problem, dass wir in Berlin kein authentisches

Stück Mauer mehr haben. Es gibt natürlich die hervorragende

Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße, aber dies ist kein

adäquater Ersatz.

Kultur//Berlin: Auf welchen Ort in der Stadt möchten Sie als

Privatmensch nicht verzichte?

Kieker: Ich habe kleine Kinder, und uns finden sie abends häufig

auf dem Tempelhofer Feld, wo sie Drachen steigen lassen und mit

dem Longboard über die Bahnen rasen. Und ich nutze das

Gelände, um zu joggen und die Weite zu genießen, die sich

einem da mitten in der Stadt bietet. Aber auch der Naturpark

Südgelände und der Mauerpark sind wunderbare Orte, um sich

zu entspannen. Wo sie mich sicherlich nicht finden werden, ist

beispielsweise in der Oranienburger Straße.

Kultur//Berlin: Was haben Sie gegen diese Straße?

Kieker: Für mich ist die Oranienburger Straße oder auch der

Checkpoint Charlie typische Beispiele touristischer Überformung.

Wobei ich mir sicher bin, dass sich solche Orte auch wieder

zurückentwickeln werden. Irgendwann werden sie so uninteressant,

dass sich dann die Touri-Restaurants dort nicht mehr halten

können. Wir müssen versuchen, authentisch zu bleiben und

uns nicht zu verstellen. Wir dürfen nicht versuchen, den

Touristen zu gefallen, sondern Touristen können sich anschauen,

wie hier gelebt, gelitten und gekämpft wurde, und wie wir heute

hier leben.

Kultur//Berlin: Die Bewohner wie auch die Gäste sind gleichermaßen

fasziniert von dieser „unfertigen“ Stadt, bei deren Wandel und

Entwicklung man förmlich zusehen kann. Irgendwann wird aber

auch die letzte Baulücke geschlossen und der letzte pittoresk heruntergekommene

Hinterhof saniert sein.

Kieker: Berlin braucht eine positive Gentrifizierung. Berlin war

lange Zeit eine Stadt, die durch die Teilung ihrer intellektuellen

Eliten beraubt war. Diese Leute kommen nun wieder zurück und

haben einen bestimmten Lebensstil, der durchaus auch mit Geld

verbunden ist. Das verändert die Stadt natürlich.

Kultur//Berlin: Auf welche Weise?

Kieker: Den rauen Verarmungscharme der Mauerzeit gibt es in

Wahrheit ja schon lange nicht mehr, und wir benötigen ihn auch

nicht, um als Stadt attraktiv zu sein. Wir müssen einfach ein Ort

mit einem Lebensstil und einer Atmosphäre sein, der die besten

Köpfe der Welt anzieht. Nicht von ungefähr lassen sich so viele

Start-up-Unternehmen in Berlin nieder. Das fällt selbst in Silicon

Valley auf. Diese Leute möchten hier leben, und wir müssen sie

hier halten. Wenn uns das gelingt, hat Berlin das Beste noch vor

sich. Es gibt einen wunderbaren Magnetismus auf Kreative und

Künstler. Berlin ist derzeit Ort größter künstlerische Produktivität

weltweit, von der Filmindustrie will ich gar nicht erst sprechen.

Das wiederum kreiert eine solch inte ressante Atmosphäre, aber

auch eine kritische Masse, die wiederum andere anzieht – die

sehen wollen, wie diese Menschen hier eigentlich leben. Auch das

ist die Aufgabe einer Hauptstadt. Berlin hatte sie in den 20er-

Jahren schon einmal erfüllt, und langsam entwickelt sich die Stadt

auch wieder dahin.

7


MUSEENSTADT// BERLIN

//

Über 170 Museen und Sammlungen fügen sich

zu einer einmalig vielfältigen Museumslandschaft,

die kaum ein Besucherinteresse unbefriedigt lässt –

ob nun klassische Archäologie, Kitsch und

Gründerzeit, DDR-Alltag, jüdische Geschichte

oder Dinosaurier.

Deutsches Historisches Museum

Pergamonmuseum

Foto: visitBerlin/Günter Steffen Foto: DHM

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MUSEEN // BERLIN

Foto: Günter Schneider, © Jüdisches Museum Berlin

Jüdisches Museum

Foto: Bauhaus-Archiv Berlin/Hartwig Klappert; VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Bauhaus-Archiv

9


MUSEEN // BERLIN

Der britische Architekt

David Chipperfield hat durch

seinen mutigen Wiederaufbau

des kriegszerstörten Neuen

Museums einen idealen Ort

geschaffen, um Glanzstücke wie

die Kolossalstatue des Helios

präsentieren zu können.

Foto: visitBerlin/Koch

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MUSEEN // BERLIN

Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Michael Eissenhauer

(*1956 in Stuttgart) war zunächst am Germanischen

Nationalmuseum Nürnberg und am Deutschen

Historischen Museum tätig, bis er 1995 die Leitung

der Kunstsammlungen der Veste Coburg übernahm.

2001 wurde er Direktor der Museumslandschaft

Hessen Kassel. Seit 2008 verantwortet er als

Generaldirektor die Staatlichen Museen zu Berlin.

Foto: © Staatliche Museen

zu Berlin/Thomas Meyer

Kultur//Berlin: Herr Eissenhauer, als Generaldirektor der Staat -

lichen Museen zu Berlin sind Sie zugleich auch Bauherr einer der

größten Dauerbaustellen der Republik. Wann wird die Sanie -

rung der Museumsinsel voraussichtlich abgeschlossen sein?

Michael Eissenhauer: Der 1999 beschlossene Masterplan

Mu seums insel sieht Baumaßnahmen für eine Dauer von fast

30 Jahren vor. Gerade hat die Sanierung des Nordflügels des

Pergamonmuseums begonnen, in den das Museum für Isla mi sche

Kunst mit der berühmten Mschatta-Fassade einziehen wird. Die

Fertigstellung ist für 2019 geplant.

In einem zweiten Bauabschnitt

wird ein vierter Flügel für das

„Ein großer

Gewinn für

die Kunst und

für Berlin

Michael Eissenhauer ist nicht nur

Herr über die Museumsinsel, eine der bedeutendsten

Kulturstätten Deutschlands, sondern auch

Leiter des größten Museenverbundes des Landes.

Interview: Axel Schock

Pergamonmuseum errichtet. Zur

Vollendung des Masterplans fehlt

neben der Errichtung der James-

Simon-Galerie, unserem zentralen

Eingangsgebäude, noch die Grund -

instandsetzung des Alten Museums

mit Werken der Antikensammlung

und der zweite Sanierungs abschnitt

der Kolonnaden hinter dem Perga -

mon museum.

Kultur//Berlin: Die nächsten Groß -

bau stellen werden bereits in Angriff

genommen: die Generalsanierung

der Neuen Nationalgalerie und der

Umbau der Gemäldegalerie. Wie

sehen die Planungen derzeit aus?

Eissenhauer: Mit der Sanierung der

Neuen Nationalgalerie, einer Ikone

der modernen Architektur, werden

wir voraussichtlich 2015 beginnen. Ob die Gemäldegalerie um -

gebaut wird, ist noch offen. Es besteht allgemeiner Konsens,

dass wir dringend ein weiteres Museumsgebäude benötigen, denn

unsere Bestände der Kunst des 20. Jahrhunderts befinden sich

größtenteils seit Jahrzehnten im Depot. Unser Vorschlag ist,

diese Werke in den Räumen der Gemäldegalerie auszustellen. Das

neue Gebäude würden wir lieber für die Alten Meister und im

Umfeld der Museumsinsel errichten: Dort wurden die Ge mälde

früher gemeinsam mit den Skulpturen gesammelt und ausgestellt,

und an diese Tradition möchten wir gerne anknüpfen.

Kultur//Berlin: Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass die

Gemäldegalerie über eine der weltweit bedeutendsten Samm -

lungen europäischer Malerei des 13. bis 18. Jahrhunderts verfügt.

Müsste Berlin nicht genauso stolz auf Tizian, Caravaggio

und Cranach sein wie auf Nofretete und den Pergamonaltar?

Eissenhauer: Unbedingt! Keine andere Altmeistersammlung der

Welt wurde so systematisch und enzyklopädisch aufgebaut wie

unsere. Dies führt auch dazu, dass es kaum eine international

bedeutsame Ausstellung gibt, in der nicht Leihgaben aus Berlin

vertreten sind. Mit mehr als 300 000 Besuchen im Jahr ist die

Gemäldegalerie auch eine der bestbesuchten Altmeister samm -

lungen in Deutschland. Und darauf sind wir tatsächlich sehr stolz!

Kultur//Berlin: Wenn alles nach Plan

läuft: Wie wird sich das Kultur -

forum in fünf Jahren für den

Besucher präsentieren?

Eissenhauer: Schon heute ist das

Kulturforum unsere zweite Mu -

seum s insel und ein Zentrum für die

europäische Kunst von der frühen

Neuzeit bis in die Gegen wart. Hier

sind aber nicht nur Ge mälde -

galerie, Kupferstich kabinett, Kunst -

bibliothek, Kunst gewerbe museum

und Neue National galerie beheimatet,

sondern auch das Staatliche

Institut für Musik forschung mit

dem Musik instru mentenmuseum,

das Ibero-Ameri kanische Institut

und die Staats bibliothek, die

Berliner Phil harmoniker sowie die

St. Matthäus-Kirche. Bereits für den

Sommer 2014 planen wir ein ge -

meinsames großes Fest und arbeiten

parallel gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung intensiv

daran, das Gelände auch städtebaulich weiterzuentwickeln.

Kultur//Berlin: Als Generaldirektor sind Sie Herr über 15 Samm -

lungen. Finden Sie noch die Muße, sich ganz losgelöst von allen

beruflichem Denken einer Ausstellung zu widmen?

Eissenhauer: Ich gehe oft und sehr gerne ins Museum – auch,

wenn ich mich dabei natürlich nicht komplett von beruflichem

Denken lösen kann. Ihren Lesern kann ich aber aktuell das

im März 2013 wiedereröffnete Museum Berggruen empfehlen.

Es war einige Jahre geschlossen, und wir präsentieren in dem

sehr schön sanierten und erweiterten Gebäude mit Werken von

Picasso, Klee und Giacometti wunderbare Bestände der

Klassischen Moderne aus der Sammlung Berggruen.

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MUSEEN // BERLIN

// Jüdisches

Museum

Mit rund 720 000 Besuchern im Jahr gehört es zu den meist -

besuchten Museen Berlins. Doch schon bevor das Jüdische

Museum 2001 seinen Neubau bezog, strömten bereits die

Massen: um die noch leeren Räume zu bestaunen. Denn

die postmoderne Architektur von Daniel Libeskind aus Stahl

und Glas ist allein bereits ein Ereignis. Der an das jüdische

Laubhüttenfest erinnernde Glashof, der Holocaust-Turm

wie auch der „Garten des Exils“ aus schief stehenden Stelen

sind ästhetisch wie sinnlich bemerkenswerte Versuche des

US-Architekten, baulich auf 2 000 Jahre deutsch-jüdische

Geschichte zu reagieren. Neben der abwechslungsreich prä -

sentierten Dauerausstellung, die entlang persönlicher Schicksale

und historischer Begebenheiten einen tiefen Ein blick in die

jüdische Kultur und Geschichte gewährt, sind parallel

Wechselausstellungen zu sehen. 2012 wurde gegenüber dem

Museum der ebenfalls von Libeskind gestaltete Erweitungsbau

eröffnet, in dem sich Archiv und Bibliothek befinden.

Lindenstr. 9–14, Kreuzberg, fon 25 99 33 00

www.jmberlin.de

Foto: Jens Ziehe

// Madame Tussauds

Nach Matthias Schweighöfer, Rihanna, Sebastian Vettel und

Prinz William ist nun auch Udo Lindenberg an der Reihe. Ab

Herbst 2013 ist sein wächsernes Ebenbild in der 2008 eröffneten

Berlin-Dependance von Madame Tussauds zu besichtigen.

Unter den Linden 74, Mitte, fon 0180-55 45 80,

www.madametussauds.com/Berlin

// Brücke-Museum

Zwar bestand die 1906 von Ernst Ludwig Kirchner, Erich

Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründete Künstler -

gruppe lediglich sechs Jahre, doch die Zeit reichte, um sich

fest in die Geschichte der Moderne einzuschreiben. Mit

über 400 Gemälden und Plastiken sowie einigen tausend

Zeichnungen und Grafiken verfügt das Brücke-Museum

über die weltweit größte Expressionismuskollektion.

Bussardsteig 9, Dahlem, fon 831 20 29

www.bruecke-museum.de

// Topographie des Terrors

Wo von 1933 bis 1945 die wichtigsten Institutionen des

national sozialistischen Terrorapparates von SS und Polizei untergebracht

waren, informiert heute eine Dokumentationsstätte

über den Nationalsozialismus und dessen Verbrechen in Europa.

Niederkirchnerstr. 8, Kreuzberg

www.topographie.de

// Schwules Museum*

Mit dem Umzug im Frühjahr 2013 hat das Schwule Museum nicht

nur einen neuen Standort, sondern auch ein Sternchen in seinem

Namen bekommen. Damit wird die thematische Erweiterung um

lesbische Geschichte und sexuelle Identitäten symbolisiert.

Lützowstr. 73, Tiergarten, fon 69 59 92 52

www.schwulesmuseum.de

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MUSEEN // BERLIN

// Märkisches

Museum

Foto: Märkisches Museum/Setzepfandt

Das Märkische Museum ist mehr als nur ein Haus für

Geschichte und Geschichten der Stadt Berlin und der Mark

Brandenburg. Denn der eindrucksvolle Gebäudekomplex mit

seinem markanten Backsteinturm gilt zurecht als Meilenstein

europäischer Museumsarchitektur. Der Berliner Stadtbaurat

Ludwig Hoffmann hatte sich bei seinem Entwurf an konkrete

architektonische Vorbilder in Brandenburg aus mehreren

Jahrhunderten orientiert. So ist der walmdachgekrönte Turm

der Bischofsburg in Wittstock nachgebildet und der Ornament -

besatz der gotischen Fassadenteile hat sein Vorbild in der

Katharinenkirche in Brandenburg/Havel. Auch bei der

Gestaltung der Räume orientierte man sich an der Sammlung,

und so stimmen beispielsweise gewölbte Gänge auf die mittelalterlichen

Exponate ein. In der aktuellen Dauer ausstellung

„Hier ist Berlin“ spaziert der Besucher durch ausgewählte

Stadtbezirke, durchwandert dabei die Zeiten und entdeckt

die markanten Veränderungen eines Ortes.

Am Köllnischen Park 5, Mitte, fon 24 00 21 62

www.stadtmuseum.de

// Gedenkstätte Hohenschönhausen

Das Gelände der früheren zentralen Haftanstalt des DDR-

Ministeriums für Staatssicherheit ist seit 1994 eine Gedenkstätte.

Ehemalige Häftlinge führen die Besucher durch das Gefängnis und

informieren sie über die Haftbedingungen und Verhörmethoden.

Genslerstr. 66, Hohenschönhausen, fon 98 60 82 30

www.stiftung-hsh.de

// Bröhan-Museum

Das Gebäude stammt zwar aus dem Spätklassizismus, in den Aus -

stellungsräumen dieses Epochenmuseums aber prunken Jugend stil,

Art déco und Funktionalismus – u. a. mit Malerei der Berliner

Sezessionisten sowie Schmuck und Porzellan aus ganz Europa.

Schloßstraße 1a, Charlottenburg, fon 32 69 06 00

www.broehan-museum.de

// Werkbund-Archiv

Was ist eigentlich gutes und was schlechtes Design? Und warum

gibt es so viel schrecklich schönen Nippes? Diese Fragen stellt man

sich unweigerlich, wenn man durch diese obskure wie fantastische

Sammlung an Alltagsgegenständen schlendert.

Oranienstr. 25, Kreuzberg, fon 92 10 63 11

www.museumderdinge.de

// Gedenkstätte Wannsee-Konferenz

Diese großbürgerliche Villa am Wannsee war 1942 Schauplatz einer

folgenreichen Besprechung der NSDAP-Führung zur „Endlösung

der Judenfrage“. Eine Ausstellung in der Gedenkstätte informiert

über die NS-Ideologie und die Organisation des Völkermordes.

Am Großen Wannsee 56–58, Wannsee, fon 805 00 10

www.ghwk.de

// Kunstgewerbemuseum

Prachtvolle Gebrauchsgegenstände vom Mittelalter bis zur Gegenwart

beherbergt Deutschlands ältestes Kunstgewerbemuseum. Derzeit

wird es umgebaut, um mehr Platz für die Modesammlung mit über

100 Kostümen sowie Accessoires zu schaffen.

Tiergartenstr. 6, Tiergarten, fon 266 42 43 36

www.kunstgewerbemuseum.de

// Museum für Naturkunde

Nicht nur für Dinofreunde ist Deutschlands größtes Naturkunde -

museum ein Erlebnis. Der Brachiosaurus brancai im überdachten

Lichthof ist zwar das definitiv monumentalste Schaustück, aber nur

eines von insgesamt 30 Millionen Sammlungsobjekten.

Invalidenstr. 43, Mitte, fon 209 38 59

www.naturkundemuseum-berlin.de

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MUSEEN // BERLIN

Foto: visitBerlin/Scholvien

// Deutsches Historisches Museum

Geschichte wird bekanntlich gemacht, manchmal aber überholt

sie die Macher auch. Als Bundeskanzler Helmut Kohl

anlässlich der 750. Jahrfeier Berlins das Deutsche Historische

Museum 1987 aus der Taufe hob, konnte er den Mauerfall

noch nicht ahnen. Statt wie geplant am Spreebogen residiert

das DHM nun im historischen Zeughaus Unter den Linden.

Auf rund 7 500 Quadratmetern und anhand von über 8 000

Objekten werden nun in Berlins bedeutendstem erhaltenen

Barockbau die deutsche Geschichte von der Schlacht im

Teutoburger Wald bis zur Öffnung der Berliner Mauer nachgezeichnet.

Die Dauerausstellung „Deutsche Geschichte in

Bildern und Zeugnissen“ lässt das wechselhafte Schicksal

Deutschlands mit einer bisweilen überraschenden Mischung

aus Nippes und Kunst, Dokumenten und Alltagsgegen ständen

nacherleben. Der architektonisch spannende, großzügig dimen -

sionierte Anbau des chinesisch-amerikanischen Bau meisters

leoh Ming Pei beherbergt zudem Wechsel ausstellungen auf

vier Etagen .

Unter den Linden 2, Mitte, fon 20 30 40

www.dhm.de

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MUSEEN // BERLIN

// DDR-Museum

Innerhalb weniger Jahre hat sich das DDR-Museum

zu einem wahren Publikumshit entwickelt. Je länger

der Fall der Mauer inzwischen zurückliegt, umso

mehr versuchen Menschen ein Gefühl dafür zu

bekommen, wie es sich in diesem verschwundenen

Land lebte. Aufgegliedert in 16 Bereiche – von

Wohnen und Arbeiten über Freizeit und Urlaub

bis Mode und Kultur – lässt die Dauerausstellung

das Alltagsleben in der Deutschen Demokratischen

Republik interaktiv nachspüren. In dem an der

Uferpromenade gegenüber des Berliner Doms

gelegenen Museum können die Besucher unter

anderem selbst ausprobieren, wie es sich hinter

dem Steuer eines Trabis sitzt, wie man sich in

einem Verhörraum fühlt und wie gemütlich ein

Plattenbauwohnzimmer sein kann. Über tausend

private Spender haben mit Exponaten aus ihren privaten

Haushalten zu dieser Sammlung beigetragen.

Eine ideale Ergänzung zu den Mauer-Ausstellungen

und Stasi-Gedenkstätten in der Stadt.

Karl-Liebknecht-Str. 1, (Eingang an der Karl-Liebknecht-Brücke), Mitte

fon 847 12 37 31

www.ddr-museum.de

Foto: DDR Museum, Berlin

// Tränenpalast

Abschiedstränen, Wut und Sehnsucht – an keinem anderen Ort

konzentrieren sich Gefühle der Teilung derart wie an der ehemaligen

Grenzübergangsstelle am Bahnhof Friedrichstraße. Heute ist sie Ort

einer ständigen Ausstellung zur deutschen Teilung.

Reichstagsufer 17, Mitte, fon 467 77 79 11

www.hdg.de/berlin/traenenpalast

// Medizinhistorisches Museum

Foto: Michael Ehrhart

// Museum für Kommunikation

1872 als erstes Postmuseum der Welt gegründet, ist der

prunkvollen Bau heute der ganzen Bandbreite menschlicher

Kommunikation gewidmet. So sind der Nachrichten verschlüs se -

lung wie auch der Rolle der Massenmedien in unserer Gesell -

schaft eigene Bereiche gewidmet. Und in der Schatz kammer

gibt’s die legendäre Blaue Mauritius zu bestaunen.

Leipziger Str. 16, Mitte, fon 20 29 40

www.mfk-berlin.de

Dies ist kein Museum für Zartbesaitete, erwarten den Besucher doch

unter anderem in Alkohol eingelegte Präparate von missgebildeten

Föten, zugleich aber auch eine Zeitreise durch die Medizingeschichte,

u. a. in historische Kranken- und Seziersäle.

Charitéplatz 1, Mitte, fon 450 53 61 56

www.bmm-charite.de

// Gründerzeitmuseum

Die Museumsgründerin Charlotte von Mahlsdorf alias Lothar

Berfelde ist zwar schon vor einem Jahrzehnt gestorben, ihr Geist

weht jedoch immer noch durch diese liebevoll zusammengetragene

Sammlung von Möbeln und Haushaltsgegenständen der Gründerzeit.

Hultschiner Damm 333, Mahlsdorf, fon 567 83 29

www.gruenderzeitmuseum.de

16


MUSEEN // BERLIN

// Bauhaus-Archiv

Ob Gebrauchsgegenstände wie Teeservice und Schreibtisch -

lampe oder eine komplette Reihenhaussiedlung: Das Bauhaus,

die wohl einflussreichste Schule für Gestaltung überhaupt,

hat bis heute gültige Designklassiker hervorbracht. Im

dem vom Begründer Walter Gropius entworfenen Gebäude

präsentiert sich die weltweit umfangreichste Sammlung

zum Bauhaus und dem gesamten Spektrum der Schule:

von der Architektur über Möbel, Keramik und Fotografie

bis zu Arbeiten für die Bühne. Dem Liebhaber der

Klassischen Moderne muss die Dauerausstellung wie das

Paradies vorkommen: So viele Originale der berühmten

Designmeisterwerke gibt es an keinem anderen Ort zu

sehen. Gezeigt werden darüber hinaus auch künstlerische

Werke der berühmten Lehrer, darunter der Schweizer

Farbtheoretiker Johannes Itten, die Maler Paul Klee,

Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky, der Bildhauer

und Bühnenbildner Oskar Schlemmer und der deutschamerikanische

Architekt Ludwig Mies van der Rohe.

Klingelhöferstraße 14 (Tiergarten), fon 254 00 20

www.bauhaus.de

Foto: Bauhaus-Archiv Berlin/Karsten Hintz. VG Bild-Kunst, Bonn 2013

Foto: visitBerlin/Günter Steffen

// Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum ist nicht nur das erste archäologische

Museum der Welt, sondern auch das meistbesuchte Museum

Berlins. Das liegt nicht zuletzt an den imposanten Rekon struk -

tionen archäologischer Bauensembles, wie etwa dem über

2 000 Jahre alten Pergamon-Altar, dem römischen Markttor

von Milet und dem aus dem antiken Babylon stammenden

Ischtar-Tor, ein mit blauen Mosaiken bestücktes Stadttor samt

Prozessionsstraße. Der imposante Bau auf der Museumsinsel

beherbergt heute drei Museen aus dem Preußischen Kultur -

besitz: die Antiken sammlung mit den Architektursälen und

dem Skulpturentrakt, das Vorder asiatische Museum, das

Museum für Islamische Kunst – unter anderem mit der faszinierenden

Steinfassade der jordanischen Wüstenresidenz

Mschatta und Grabungsfunden aus Palästen in Samarra –

sowie die Schatz kammer der antiken Münzkunst. Im Rahmen

des Masterplans „Museumsinsel“ wird das nach Entwürfen

von Alfred Messel erbaute Pergamonmuseum seit 2008

abschnittsweise saniert.

Bodestr. 1–3 (Museumsinsel), Mitte, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

17


MUSEEN // BERLIN

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse

// Museumszentrum Berlin-Dahlem

Neben der Museumsinsel und dem Kulturforum ist dies der dritte

große Standort für Museen in Berlin. Die Museen für Indische

Kunst, für Europäische Kulturen (zur Volks- und Alltagskultur

im deutschsprachigen Mitteleuropa) und für Ostasiatische Kunst

bilden zusammen mit dem Ethno logischen Museum eine der

größten völkerkundlichen Sammlungen überhaupt.

Lansstr. 8, Dahlem, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

// Deutsches

Technikmuseum

Selbst Technikmuffel können sich hier einen ganzen Tag

tummeln, ohne sich zu langweilen. Auf über 25 000

Quadratmetern ist hier die Kulturgeschichte der Verkehrs-,

Kommunikations-, Produktions- und Energietechniken

ausgebreitet. Vom ersten Computer der Welt und Pionier -

flugobjekten aus der Luft- und Raumfahrt bis hin zu einem

ganzen Eisenbahnfuhrpark in einer alten Lokhalle reicht

das breit gefächerte Spektrum des Deutschen Technik museums.

In funktionsbereiten Werkstätten kann man unter anderem

erleben, wie Druckmaschinen und Webstühle funktionieren

oder auch wie Schmuck und Koffer produziert werden.

Direkt hinter den mehrgeschossigen Aus stellungs gebäuden

schließt eine weitläufige Außenanlage an. Auf dem Gelände

des ehemaligen Bahnbetriebswerkes des Anhalter Bahnhofs

sind nicht nur Wind- und Wasser mühlen, eine Schmiede

und eine historische Brauerei zu entdecken, der Museumspark

begeistert auch als Naturoase inmitten der Großstadt.

Trebbiner Str. 9, Kreuzberg, fon 90 25 40

www.sdtb.de

Foto: © SDTB/C. Kirchner

18


MUSEEN // BERLIN

Jetzt

Ticket

buchen

!

24./25.Oktober

im Verlagsgebäude des

Tagesspiegels in Berlin

Foto: visitBerlin/Steffen

// Ägyptisches

Museum

Die Büste der Königin Nofrete ist das unbestrittene High -

light des Ägyptischen Museums. „Die schönste Berlinerin“

hat jetzt in dem von David Chipperfield meisterhaft wiederaufgebauten

Neuen Museum einen würdigen Platz im Nord -

kuppelsaal gefunden: Seit 2009 thront sie nun majestätisch

in der Mitte des Raumes und zieht auch an diesem neuen

Standort die Besucher mit ihrer zeitlosen Schönheit in den

Bann. Neben dieser Plastik der Hauptgemahlin des Pharao

Echnaton, dem nicht minder berühmten Porträt der Königin

Teje und dem „Berliner Grünen Kopf“ finden sich in dieser

welt weit bedeutenden Sammlung noch zahllose weitere,

atemberaubende Exponate: Statuen, Reliefs und Objekte der

Kleinkunst aus fünf Jahrtausenden sowie monumentale Werke

der ägyptischen Architektur und Papyri. Sie geben einen um -

fangreichen Einblick in Kunst und Kultur und beleuchten

auf drei Museumsebenen die Alltagswelt im Niltal, den Jenseits -

glauben wie auch die Verehrung von Königen und Göttern.

Am Lustgarten, Mitte, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

kultur20

invest13

kongress

Veranstalter:

causales

Premiumpartner:

Der Branchentreff für

Kulturanbieter und

Kulturinvestoren im

deutschsprachigen Raum.

Presentingpartner:

19


KUNSTSTADT// BERLIN

//

Die zahlreichen Kunstmuseen ergänzen

sich zu einer einmaligen Übersicht

der Kunstgeschichte von der Antike bis

zur Gegenwart. Kaum eine andere Stadt

kann in ihren Sammlungen mit derart

vielen ausgesprochenen Ikonen

der Kunst aufwarten.

In einer baufälligen ehemaligen Margarine fabrik

gründete Anfang der 90er Jahre eine Gruppe

junger Kunstbegeisterter das längst

international renommierte KW Institute

for Contemporary Art, kurz: die Kunst-Werke.

Foto: Pawel Althamers interaktives Kunstprojekt „Draftsmen’s Congress“ bei der Berlin Biennale (Detail)

© Marcin Kalinski/ KW Institute for Contemporary Art

20


KUNST // BERLIN

Ellen Blumenstein (*1976 in Witzenhausen)

arbeitete ab 1998 als Assistentin von

Klaus Biesenbach, dem Gründungsdirektor der

Kunst-Werke. Anfang 2013 wurde sie nun selbst

Chefkuratorin des Hauses. Blumenstein

ist Mitbegründerin des Kuratorinnen kollektivs

The Office und richtete als freie Kuratorin

u. a. den Island-Pavillon der

Venedig-Biennale 2011 aus.

Foto: © Edisonga

Kultur//Berlin: Frau Blumenstein, was muss Kunst leisten, damit

sie für Sie interessant ist?

Ellen Blumenstein: Wie man an meiner bisherigen Arbeit sehen

kann, bin ich ein sehr politisch denkender Mensch. Mich inte -

r essiert daher Kunst, die an ihre Grenzen geht und sich auch in

der Verantwortung sieht. Die sich ernsthaft mit unserer Gegen -

wart auseinandersetzt und auch versucht, Gegenbilder zum vorherrschenden

Konsens schaffen. Kunst muss für mich einen

Auftrag haben, was nicht bedeutet, dass sie gleich die Welt -

ordnung verändern muss. Aber sie

sollte unsere Blicke auf die Welt

und das, was an Denken und Ver -

änderung möglich ist, bereichern

und weiterbringen.

Kultur//Berlin: Wie das aussehen

kann, war 2005 bei der von Ihnen

mitgeplanten und heftig disku -

tierten Gruppenschau „Zur Vor -

stellung des Terrors: Die RAF-

Ausstellung“ in den Kunst-Werken

zu erleben. Was hat Sie gereizt, nun

als Leiterin an dieses Haus zurückzukehren?

Blumenstein: Die Kunst-Werke sind

eine sehr besondere Institu tion. Das erlebt man als Besucher, und

erkennt man umso mehr, wenn man hier bereits gearbeitet hat.

Kultur//Berlin: Was macht die Kunst-Werke denn so besonders?

Blumenstein: Wir haben eine – zumindest für Deutschland –

ungewöhnliche Struktur. Wir sind kein Museum, das heißt, wir

haben keine eigene Sammlung und wir haben auch keinen

öffentlichen Auftrag. Wir sind aber auch kein klassischer Kunst -

verein. Denn unserem Verein gehört nur eine sehr kleine Gruppe

von Menschen an, die alle auch selbst aktiv an den Projekten

mitarbeiten. Das gibt einen großen Freiraum, was das Denken

und die Konzeption von Ausstellungen und Programmen angeht.

Kultur//Berlin: Schon die Berliner Kunstszene ist kaum mehr zu

überschauen. Wie behalten Sie den Überblick über das hiesige

und internationale Kunstschaffen?

Blumenstein: Das frage ich mich auch manchmal. Die Kunst -

welt funktioniert ja längst global, einen Überblick kann deshalb

niemand mehr wirklich haben. In den 1960ern war dies noch

möglich, vielleicht sogar noch in den 1980er Jahren. Heute

kann man sich nur auf seine persönlichen Vorlieben und den

„Kunst, die das

Denken verändert“

Für Ellen Blumenstein gibt es keinen besseren Arbeitsplatz

als das KW Institute for Contemporary Art (Kunst-Werke).

Seit Anfang 2013 ist sie Chefkuratorin der Kunstinstitution.

Interview: Axel Schock

eigenen Instinkt verlassen. Ich lasse mich gerne davon leiten,

was man selbst hört, sieht und spürt, aber natürlich auch von

dem, was Kollegen und Künstler berichten. Dies alles kann

selbstverständlich nur ein Ausschnitt sein, aber hoffentlich einer,

der für unsere Arbeit in den Kunst-Werken relevant erscheint.

Kultur//Berlin: Die Kunstmeile Auguststraße hat sich in den vergangenen

Jahren stark verändert. Einige Galerien sind weitergezogen,

inzwischen prägen Restaurants, aber auch das Sammler -

haus von Thomas Olbricht das Straßenbild.

Blumenstein: Ihre Beobachtung ist

nicht von der Hand zu weisen. An

manchen Wochenenden wird die

Auguststraße fast zur Fuß gänger -

zone, so viele Menschen sind dort

unterwegs. Mit der Jüdischen

Mädchenschule als Haus für neue

Kunst und Gastronomie sowie der

Sammlung Olbricht ist auch in

unserer direkten Nachbar schaft

institutionell viel passiert. Damit

verändert sich natürlich auch das

Publikum.

Kultur//Berlin: Wie reagieren Sie

darauf?

Blumenstein: Wir müssen unsere Stärke und Wurzeln kultivieren

und weiterentwickeln. Die Kunst-Werke waren beispielsweise

immer schon eine sehr künstlernahe Institution. Doch wir müssen

darauf achten, dass wir auch dem breiten Publikum, das nicht zu

den Kunstspezialisten zählt, Offenheit vermitteln und Zugangs -

möglichkeiten zur Kunst schaffen.

Kultur//Berlin: Zukünftig soll es eine verstärkte Kooperation mit

dem New Yorker Museum of Modern Art geben. Was darf man

sich darunter vorstellen?

Blumenstein: Wir verstehen uns zunächst als bevorzugte Partner.

Das heißt, wir haben einen sehr engen Austausch, um sowohl

vage Ideen wie auch konkrete Pläne und Programme zu besprechen,

um so Wege der Zusammenarbeit zu finden. Im Herbst

steht zunächst die große Christoph-Schlingensief-Retrospektive

an. Sie ist ein Projekt der Kunst-Werke, in welches das MoMA

PS! als Koproduzent eingestiegen ist. Im kommenden Jahr

werden wir die junge MoMA-Kuratorin Jenny Schlenzka in

unserem Haus zu Gast haben, um mit ihr zusammen ein

Projekt zu entwickeln.

21


KUNST // BERLIN

// Camera Work

Camera Work, eine der weltweit führenden Galerien für Fotokunst,

vertritt nicht nur Starfotografen wie Diane Arbus, Richard Avedon,

Helmut Newton, Irving Penn und Man Ray, sondern präsentiert auch

außergewöhnliche, am Beginn ihrer Karriere stehende Künstler.

Kantstr. 149, Charlottenburg, fon 310 07 73

www.camerawork.de

// C/O Berlin

Das ehemalige Postfuhramt in der Oranienburger Straße musste das

renommierte Fotokunsthaus leider verlassen, im Frühjahr will man

am neuen Standort Amerika-Haus wiedereröffnen. Während der

Umbauphase gibt es dort zur Einstimmung Open-Air-Ausstellungen

zu sehen.

Hardenbergstr. 22–24, Charlottenburg, fon 28 44 41 60

www.co-berlin.info

// Museum für Fotografie

Auf insgesamt 2 000 Quadratmetern bespielen zwei Akteure

das Museum für Fotografie. Die Helmut Newton Foundation

verantwortet Ausstellungen zum Werk des Meisterfotografen

und seiner Weggefährten. Die Sammlung Fotografie der

Kunst bibliothek wiederum präsentiert im glanzvoll erneuerten

Kaiser saal Fotokunst vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.

Jebensstr. 2, Charlottenburg, fon 31 86 48 56

www.helmutnewton.com

Foto: Axel Schock

// Deutsche Bank KunstHalle

Die Sammlung Deutsche Bank steht im Fokus der Ausstellungen

in den Räumen, die zuvor von der Deutschen Guggenheim Berlin

bespielt wurden. Ab 28. 11. gibt es eine von der argentinischen

Gastkuratorin Victoria Noorthoorn zusammengestellte Auswahl

internationaler Zeichnungen.

Unter den Linden 13/15, Mitte, fon 202 09 30

www.deutsche-bank-kunsthalle.de

Foto: © Deutsche Bank KunstHalle

22


KUNST // BERLIN

// Haus am Waldsee

Der in einer ehemaligen Industriellenvilla beheimatete Kunst -

verein widmet sich zentralen Positionen internationaler, in

Berlin arbeitender Gegenwartskünstler. Aber auch Mode- und

Möbeldesigner, Medienkünstler, Komponisten und Literaten

sind in das Programm eingebunden. Nicht verpassen sollte

man den zum Landhaus gehörenden Skulpturengarten.

Argentinische Allee 30, Zehlendorf, fon 801 89 35

www.hausamwaldsee.de

Foto: Jansch

Foto: © Lukas Spörl/Jalag-Syndication

im Vordergrund Skulptur von Tony Cragg „Outspan“ (2008)

// Martin-Gropius-Bau

// KW Institute for Contemporary Art

Das KW Institute for Contemporary Art, kurz Kunst-Werke,

besitzt keine eigene Sammlung, sondern versteht sich als

Labor, in dem sich die junge internationale Kunst weiter entwickeln

kann. Seit 1997 richten die Kunst-Werke zudem alle

zwei Jahre die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst aus.

Nächster Termin: 29. Mai bis 3. August 2014.

Auguststr. 69 (Mitte), fon 243 45 90

www.kw-berlin.de

Foto: Uwe Walther

Für viele Kunstliebhaber ist dies der schönste Ausstellungsort

Berlins überhaupt. Man mag kaum glauben, dass das ziegelverkleidete,

mit Mosaiken und Terrakottareliefs geschmückte

Gebäude jahrzehntelang als Kriegsruine dahinrottete. Seit

1981 dient der wiederaufgebaute, einst als königliches Kunst -

gewerbemuseum konzipierte Bau als Ort für oft sehr publikumswirksame

Ausstellungen. Dies liegt nicht nur an den

hochkarätigen Künstlern und Themen, die präsentiert werden,

das Haus bietet auch ausreichend Platz für ausladende

und bisweilen spektakuläre Inszenierungen, und das nicht

nur im zentralen Lichthof. Noch bis 1. Dezember ist die

Meret-Oppenheim-Retrospektive zu sehen, ab 16. November

wird die Pressefotografin Barbara Klemm, die das Zeit -

geschehen der letzten Jahrzehnte mit der Kamera begleitet

hat, mit einer umfassenden Werkschau gewürdigt. Parallel

dazu lädt eine ethnologische Schau dazu ein, „Auf den

Spuren der Irokesen“ zu wandeln. (18. 10. 13–6. 1. 14).

Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, fon 25 48 60

www.gropiusbau.de

23


KUNST // BERLIN

Foto: visitBerlin/Koschel

// Bode-Museum

Rund hundert Jahre nach seiner Eröffnung erstrahlt das

im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Bode-Museum

wieder im alten Glanz. Seit 2006 sind in dem markanten

Kuppelbau neben dem Museum für Byzantinische

Kunst, dem Münzkabinett und Werken der Gemälde -

galerie auch die Skulpturensammlung wieder für die

Öffentlichkeit zugänglich. Sie gilt als eine der größten

Sammlungen für ältere Plastik in Deutschland und

besitzt Bildwerke vom frühen Mittelalter bis zum ausgehenden

18. Jahrhundert. Darunter befinden sich

Meister werke der Frührenaissance, spätgotische Skulp -

turen deutscher Bildhauer wie Tilman Rie men -

schneider bis hin zu monumentalen Ritterheiligen aus

der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Nicht weniger

exzellent ist die Kollektion des Museums für Byzan -

tinische Kunst, die Ikonen, Schmuck, Kultgegenstände

und Klein kunstwerke aus nahezu allen Gegenden des

antiken Mittelmeerraumes wie aus Ländern des Nahen

Ostens und Afrikas umfasst.

Am Kupfergraben, Mitte, 266 42 42 42

www.smb.museum

// Neue Nationalgalerie

Genaugenommen war der Entwurf zu diesem Museumsbau ein

Recyclingprodukt. Der damals bereits 76-jährige Architekt

Ludwig Mies van der Rohe hatte für die Neue Nationalgalerie

kurzerhand einen Entwurf für ein nicht realisiertes Verwaltungs -

gebäude des Rum-Herstellers Bacardi in Santiago de Cuba aufgegriffen.

Wenige Monate nach der Eröffnung 1968 verstarb der

visionäre Baumeister. Die gläserne Halle mit ihrem Stahldach

wurde so nicht nur sein Vermächtnis, sondern auch zu einer

Ikone der architektonischen Moderne. Während in den lichten

24

Räumen zu ebener Erde vor allem Wechselausstellungen gezeigt

werden, ist das Untergeschoss der hauseigenen Sammlung europäischer

Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts vorbehalten.

In einem dreiteiligen Ausstell ungs zyklus wird die umfassende

Kollektion seit 2011 neu präsentiert. Ab Ende 2013 wird der

dritte Teil zu sehen sein, der die künstlerischen Bewegungen der

letzten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts vorstellt.

Potsdamer Str. 50, Tiergarten, fon 266 42 42 42

www.neue-nationalgalerie.de

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse


Lust auf Dekor

KPM-Porzellane zwischen Jugendstil und Art Deco

Eine Jubiläumsausstellung

19.9.2013–26.1.2014

Vase mit Fasanen, Adolf Flad, KPM Berlin, 1914/24, Bröhan-Museum, Berlin, Foto: Martin Adam, Berlin

Bröhan-Museum

Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus

Schloßstraße 1a, 14059 Berlin (am Schloß Charlottenburg)

www.broehan-museum.de


KUNST // BERLIN

// Berlinische

Galerie

Foto: Nina Strassguetl

Berlin war seit jeher eine für Künstler überaus inspirierende

Stadt, für Einheimische wie für Zugereiste. Ob

Dada, Neue Sachlichkeit, Kunst der NS-Zeit oder die

osteuropäische Avantgarde – das alles findet sich in der

Berlinischen Galerie. 1975 gegründet und damit eines der

jüngsten Kunstmuseen der Hauptstadt, wird hier ausschließlich

in Berlin entstandene Kunst gesammelt. In

der oberen Etage wurde im September die neue Dauer -

ausstellung „Kunst in Berlin 1945 bis heute“ eingerichtet.

Sie bietet einen Überblick über die wichtigsten Strö mun gen

und Protagonisten der Berliner Kunstszene seit dem Ende

des Zweiten Weltkrieges, unter anderem mit Arbeiten

von Rainer Fetting, Edward Kienholz und Wolf Vostell.

Die Wechselausstellungen im Erdgeschoß präsentieren

zumeist neue Arbeiten zeitgenössischer Künstler. High -

light der kommenden Monate wird allerdings die Schau

„Wien Berlin. Kunst zweier Metro polen. Von Schiele

bis Grosz“ sein (24. 10. 13–27. 1. 14).

Alte Jakobstr. 124–128, Kreuzberg, fon 78 90 26 00

www.berlinischegalerie.de

// Sammlung Hoffmann

Das Ehepaar Erika und Rolf Hoffmann hat für sich und seine

Privatkollektion zeitgenössischer Kunst zwei Etagen eines ehema -

ligen Fabrikgebäudes umgebaut. Samstags steht die bewohnte

Sammlung auch Interessierten offen, jedoch nur nach telefonischer

Anmeldung.

Sophienstr. 21, Mitte, fon 28 49 91 20

www.sammlung-hoffmann.de

// Sammlung Boros

Über 700 Arbeiten zeitgenössischer Kunst besitzt Christian Boros.

Seine Sammlung zeigt er in dem eigens dafür umgestalteten ehemaligen

Hoch bunker am Deutschen Theater, der aus Sicherheits gründen nur

in Gruppen von bis zu 12 Personen je Führung besucht werden kann.

Reinhardtstr. 20, Mitte, 27 59 40 65

www.sammlung-boros.de

// Neuer Berliner Kunstverein

Der Neue Berliner Kunstverein versteht sich nicht nur als Plattform

für die junge Kunstszene Berlins, zu der Institution gehört auch eine

Artothek, in der über 4 000 Werke der internationalen Kunst des

20. und 21. Jahrhunderts kostenlos entliehen werden können.

Chausseestr. 128/129, Mitte, fon 280 70 20

www.nbk.org

// Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochen samm -

lung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und

Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen.

Zu entdecken sind in dem 2001 nach einer Generalsanierung

wiedereröffneten Bau ein reicher Bestand an impressionis -

tischer Malerei wie auch Preziosen der Romantik.

Bodestr. 1–3, Mitte, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

Foto: visitBerlin/Scholvien

26


KUNST // BERLIN

// Haus am Lützowplatz

Kunst mit einem klaren Bezug zur gesellschaftlichen Realität soll

künftig das Programm des vor 50 Jahren gegründeten Kunstvereins

Haus am Lützowplatz bestimmen. So formulierte Marc Wellmann,

seit Mai 2013 neuer Leiter der Traditionseinrichtung, sein Konzept.

Lützowplatz 9, Tiergarten, fon 261 38 05

www.hausamluetzowplatz-berlin.de

// Haus am Kleistpark

Diese kommunale Galerie ist der größte und traditionsreichste

Ausstellungsort im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zu entdecken

gibt es dort sowohl in Berlin lebende, zeitgenössische Künstler als

auch Beispiele international wichtiger künstlerischer Positionen.

Grunewaldstr. 6–7, Schöneberg, fon 902 77 69 64

www.hausamkleistpark.de

// Me Collectors Room Berlin

Seit 2010 hat die Olbricht Collection mit Werken von der Renaissance

bis zur Gegenwart ein eigenes Ausstellungshaus erhalten. Aber auch

andere internationale Sammler werden eingeladen, in Übersichts -

präsentationen Einblicke in ihre Kollektionen zu geben.

Auguststr. 68, Mitte, fon 86 00 85 10

www.me-berlin.com

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse

// Sammlung Scharf-Gerstenberg

Dass sich das Museum Berggruen mit Meisterwerken der Klassischen

Moderne in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, ist geradezu

ideal. Denn die Sammlung Scharf-Gerstenberg mit hochkarätigen

Werken der Surrealisten wie Salvador Dalí, René Magritte und

Max Ernst ist eine perfekte Ergänzung zu den dort versammelten

Werken der Klassischen Moderne.

Schloßstr. 70, Charlottenburg, 266 42 42 42

www.smb.museum

// Museum Berggruen

Zwei Jahre lang war die Sammlung des 2007 verstorbenen

Kunsthändler Heinz Berggruen für die Öffentlichkeit nicht zu

sehen. Dafür muss sich diese exquisite Kollektion zur

Klassischen Moderne seit März nicht mehr mit dem Stülerbau

begnügen. Denn im Rahmen eines umfangreichen Umbaus

wurde das benachbarte historische Kommandantenhaus mit

einem gläsernen Gang verbunden und so in das Museum integriert.

Nun gibt es also ausreichend Platz, um die rund 160

hochkarätigen Kunstwerke unter anderem von Paul Klee,

Vincent Van Gogh, Henri Matisse, Paul Cézanne und

Alberto Giacometti bestmöglich zur Geltung zu bringen.

Außerdem beherbergt das Museum mit über 90 Arbeiten eine

der bedeutendsten Picasso-Samm lungen in Europa. Museums -

besucher sollten nach ihrem Rundgang nicht versäumen, einen

Blick in den neu angelegten, streng geometrischen Garten

zu werfen. Der Düsseldorfer Künstler Thomas Schütte

hat dafür eigens das Skulpturenensemble „United Enemies“

entworfen.

Schloßstraße 1, Charlottenburg, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse

27


KUNST // BERLIN

Gran Fury: "Riot" (1988) & "When A Government Turns Its Back On Its People" in der Ausstellung „LOVE AIDS RIOT SEX“.

// NGBK

Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, kurz NGBK,

konzentriert sich in ihren international ausgerichteten, oft

auch kontrovers diskutierten Ausstellungen zumeist auf gesell -

schaftliche und soziale Themen und Fragestellungen.

Ab 6. November widmet sich die Gruppenausstellung „LOVE

AIDS RIOT SEX“ aktivistischer Kunst im Zeitalter von Aids.

Oranienstr. 25, Kreuzberg, fon 616 51 30

www.ngbk.de

// Daimler Contemporary

In vierteljährlich wechselnden Präsentationen werden im historischen

Haus Huth Neuerwerbungen und ausgewählte Exponate der

Daimler-Konzernkollektion vorgestellt. Schwerpunkt der Sammlung

sind abstrakt-geometrische und minimalistische Bildkonzepte des

20. Jahrhunderts.

Potsdamer Str. 5, Tiergarten, fon 25 94 14 20

www.sammlung.daimler.com

// Kupferstichkabinett

Mit rund 110 000 Zeichnungen, Aquarellen und Ölskizzen, den

Schätzen an erlesenen, illuminierten Handschriften und illustrierten

Büchern sowie den über 500 000 Grafiken zählt das Kupferstich -

kabinett weltweit zu den bedeutendsten Museen der Grafischen Künste.

Matthäikirchplatz, Tiergarten, fon 266 42 42 42

www.smb.museum

// Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Das Kunstlabor im ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus zeigt

Ausstellungen zu sozialen und kulturellen Gegenwartsprozessen in

Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Künsten. Noch bis

12. 1. 14 läuft „In Search of Europe. Auf Augenhöhe in einer

ungleichen Welt?“.

Mariannenplatz 2, Kreuzberg, fon 902 98 14 55

www.kunstraumkreuzberg.de

// daadgalerie

Die Gäste des Berliner Artists-in-Residence-Programms des Deutschen

Akademischen Austauschdienstes erhalten mit der institutseigenen

Galerie eine Plattform, um sich der deutschen Kulturszene vorstellen

zu können, mit Ausstellungen, Performances oder auch Lesungen.

Zimmerstr. 90/91, Mitte, fon 261 36 40

www.daadgalerie.de

28


KUNST // BERLIN

// Hamburger

Bahnhof

Züge fahren von diesem Kopfbahnhof schon seit 1884

nicht mehr ab. Rund hundert Jahre später suchte

Berlin Platz für die Privatsammlung des Bauunter -

nehmers Erich Marx und machte das spätklassizistische

Bauwerk zum Museum für Gegenwartskunst. Ergänzt

um Exponate aus der Neuen Nationalgalerie und den

Sammlungen von Friedrich Christian Flick und Egidio

Marzona entstand so eines der weltweit größten

Museen für zeitgenössische Kunst – mit Arbeiten von

Andy Warhol bis Anselm Kiefer. Joseph Beuys wird

hier nicht nur eine ganze Halle gewidmet, seine

Skulptur „Das Ende des 20. Jahrhun derts“ lieferte auch

den Titel für eine Gruppenausstellung mit Positionen

der zeitgenössischen Kunst zur Zukunft und dem

Fortschrittsdenken (bis 30. März 2014). Noch bis 12.

Januar besteht Gelegenheit, die Ausstellung „Body

Pressure“ zu besuchen, in der die Beschäftigung der

zeitgenössischen Skulptur mit der menschlichen Figur

seit den 1960er-Jahren nachgezeichnet wird.

Invalidenstr. 50, Moabit, fon 39 78 34 11

www.hamburgerbahnhof.de

Foto: visitBerlin/Günter Steffen

Foto: Staatliche Museen zu Berlin/Maximilian Meisse

// Gemäldegalerie

Von außen macht die Gemäldegalerie nicht viel her, sondern

wirkt eher unscheinbar und zweckmäßig. Innen aber

offenbart sich der neben der Philharmonie gelegene Bau als

eine wahre Schatzkammer: nämlich eine Sammlung der

weltweit wertvollsten und berühmtesten Gemälde der Alten

Meister aus Europa, präsentiert in großzügigen, preußisch

strengen Sälen, die zu beiden Seiten einer fast kathedralen -

artigen Wandelhalle abgehen. Die durchgehende Tages licht -

ausleuchtung in dem 1998 eröffneten Neu bau setzt dabei

internationalen Standard. Chronologisch nach Epochen,

Kunstlandschaften und Schulen geordnet, können die

Besucher die Geschichte der europäischen Malerei vom

13. bis zum 18. Jahr hundert in insgesamt 53 Räumen

durch streifen und sich an Meisterwerken etwa von

Rem brandt, Breugel und Botticelli bis Tizian und Watteau

erfreuen. Und natürlich auch an den absoluten Highlights

wie Caravaggios „Amor als Sieger“ und Albrecht Dürers

„Madonna mit dem Zeisig“.

Matthäikirchplatz, Tiergarten, 266 42 42 42

www.smb.museum

29


KUNST // BERLIN

// Aanant & Zoo

Kronenstr. 71, Mitte

fon 20 87 99 97

www.aanantzoo.com

// Afrika Galerie Peter Beller

Knesebeckstr. 29, Charlottenburg

fon 883 67 23

www.africaartgallery.de

// Berlin Art Projects

Mehringdamm 33, Kreuzberg

fon 240 87 60 60

www.berlinartprojects.de

// Bildhauergalerie für Kleinplastik

Grolmanstr. 46, Charlottenburg

fon 883 22 85

www.bildhauergalerie-berlin.de

// Eigen + Art

Auguststr. 26, Mitte

fon 280 66 05

www.eigen-art.com

// Emerson Gallery Berlin

Schiffbauerdamm 19, Mitte

fon 24 04 72 95

www.emerson-gallery.de

// Galerie Berlin

Auguststr. 19, Mitte

fon 251 44 20

www.Galerie-Berlin.de

// Galerie Berlin-Baku

Großgörschenstr. 7, Schöneberg

fon 23 63 55 56

www.galeriebb.de

// Galerie Brinkmann

Linienstr. 215, Mitte

fon 28 44 53 01

www.beatebrinkmannberlin.com

// Galerie Brockstedt

Mommsenstr. 59, Charlottenburg

fon 885 05 00

www.brockstedt.com

Foto: Münzing & Claasen Galerie; Arbeiten von Rolf Kügler

Münzing & Claassen Galerie

// Galerie der Kunststiftung Poll

Gipsstr. 3, Mitte

fon 261 70 91

www.poll-berlin.de

// Galerie Hiltawsky

Tucholskystr. 41, Mitte

fon 0171-813 45 67

www.hiltawsky.com

// Galerie Michael Schultz

Mommsenstr. 34, Charlottenburg

fon 319 91 30

www.schultzberlin.com

// Galerie Toolbox

Novalisstr. 7, Mitte

fon 0176-28 91 44 73

www.galerietoolbox.com

// Galerie Deschler

Auguststr. 61, Mitte

fon 283 32 88

www.deschler-berlin.de

// Galerie Horst Dietrich

Giesebrechtstr. 19, Charlottenburg

fon 324 53 45

www.GalerieDietrich.de

// Galerie Schwind

Auguststr. 19. Mitte

fon 24 72 40 52

www.galerie-schwind.de

// Galleria Nove

Anna-Louisa-Karsch-Str. 9, Mitte

fon 24 78 16 36

www.galleria9-berlin.de

// Galerie Georg Nothelfer

Corneliusstr. 3, Tiergarten

fon 25 75 98 06

www.galerie-nothelfer.de

// Galerie LackeFarben

Brunnenstr. 170, Mitte

fon 48 62 57 11

www.lackefarben.com

// Galerie Taube

Pariser Str. 54, Charlottenburg

fon 883 56 94

www.galerie-taube.de

// Gallery aquabitArt

Auguststr. 35, Mitte

fon 26 03 64 77

www.art.aquabit.com

// Galerie Gerken

Linienstr. 217, Mitte

fon 97 89 40 66

www.galerie-gerken.de

// Galerie Leo Coppi

Auguststr. 83, Mitte

fon 283 53 31

www.leo.coppi.de

// Galerie Thomas Fischer

Potsdamer Str. 77–87/Haus H, Tiergarten

fon 74 78 03 85

www.galeriethomasfischer.de

// Georgia Berlin Galerie

Bleibtreustr. 17, Charlottenburg

fon 88 55 12 55

www.georgiaberlingalerie.de

30


KUNST // BERLIN

Arbeiten von Christoph M. Gais/Courtesy Galerie Nothhelfer

Galerie Nothelfer

// Hohenthal und Bergen

Mommsenstr. 35, Charlottenburg

fon 53 04 91 71

www.hohenthalundbergen.de

// mianki

Kalkreuthstr. 15, Schöneberg

fon 36 43 27 08

www.mianki.com

// TS arts projects

Oranienburger Str. 45, Mitte

fon 0151-22 94 66 38

www.toresuessbier.com

// Zellermayer Galerie

Ludwigkirchstr. 6, Wilmersdorf

fon 883 41 44

www.zellermayer.de

// ifa-Galerie Berlin

Linienstr. 139/140, Mitte

fon 28 44 91 40

www.ifa.de

// Münzing & Claassen

Holsteinische Str. 29, Wilmersdorf

fon 88 47 18 18

www.muenzingclaassen.de

// Werkstattgalerie

Eisenacher Str. 6, Schöneberg

fon 21 00 21 58

www.werkstattgalerie.org

// Zhong Gallery

Koppenplatz 5, Mitte

fon 63 91 16 18

www.zhonggallery.com

// Imago fotokunst

Linienstr. 145, Mitte

fon 28 04 59 99

www.imago-fotokunst.de

// Oca Gallery Art

Potsdamer Str. 53–55, Tiergarten

fon 26 93 16 07

www.oca-gallery.com

// Whiteconcepts

Auguststr. 35, Mitte

fon 87 33 70 57

www.whiteconcepts.de

// Zone B

Brunnenstr. 149, Mitte

fon 0170-46 30 95 3

www.zone-b.info

// Kommunale Galerie

Hohenzollerndamm 176, Wilmersdorf

fon 902 91 67 04

www.kommunalegalerie-berlin.de

// Pinter & Milch

Auguststr. 49, Mitte

fon 63 96 90 89

www.pinter-milch.com

// Kunstforum

Budapester Str. 35, Tiergarten

fon 30 63 17 44

www.berliner-volksbank.de

// Kunsthandel Wolfgang Werner

Fasanenstr. 72, Charlottenburg

fon 882 76 16

www.kunsthandel-werner.de

// Kunstpunkt Berlin

Schlegelstr. 6, Mitte

fon 28 59 88 11

www.Kunstpunkt.com

// Lorch + Seidel Galerie

Tucholskystr. 38, Mitte

fon 97 89 39 35

www.lorch-seidel.de

// Lumas

Fasanenstr. 73, Charlottenburg

fon 88 62 76 01

www.lumas.de

// Podbielski Contemporary

Koppenplatz 5, Mitte

fon 24 08 82 38

www.podbielskicontemporary.com

// Raab Galerie

Fasanenstr. 27, Charlottenburg

fon 261 92 17

www.raab-galerie.de

// Rosendahl, Thöne & Westphal

Kurfürstendamm 213, Charlottenburg

fon 882 76 82

www.rtwberlin.com

// Swedish Photography

Karl-Marx-Allee 63, Friedrichshain

fon 81 47 37 09

www.swedishphotography.org

// Tammen & Partner Galerie

Hedemannstr. 14, Kreuzberg

fon 225 02 79 19

www.galerie-tammen-partner.de

Arbeiten von Ulrich Riedel und Lukas Hoffmann/Courtesy Berlin Arts Projects

Berlin Arts Projects

31


BÜHNENSTADT// BERLIN

//

Berlin ist die unangefochtene Theaterstadt

Nummer eins. Nirgendwo sonst gibt es eine

so große und vielfältige Bühnenlandschaft.

Sie reicht von der kleinen Hinterhofbühne

über schillernde Revuetheater bis zu den

bedeutenden Opern- und Sprechtheaterhäusern.

„Hamlet“ an der Schaubühne

Tipi am Kanzleramt

Foto: Michael Haddenhorst Foto: Arno Declair

32


BÜHNEN // BERLIN

Foto Sebastian Bolesch Foto: Stage Entertainment

„Dido and Aeneas“ an der Staatsoper

Blue Man Group im Bluemax Theater

33


BÜHNEN // BERLIN

Ab November werden hinter der klassizistischen Fassade

des Maxim-Gorki-Theaters Produktionen zu erleben sein,

die sich insbesondere der künstlerischen und politischen

Gegenwart Berlins widmen.

Foto: Axel Schock

34


BÜHNEN // BERLIN

Shermin Langhoff (*1969 in Bursa/Türkei) kam mit

neun Jahren nach Deutschland. Beruflich wandte sie sich

zunächst der Filmbranche zu. Als Kuratorin am HAU

entdeckte sie viele Talente der deutsch-türkischen zweiten

Einwanderergeneration. 2008 wurde sie Leiterin des

Ballhaus Naunynstraße. Mit der Spielzeit 2013/14 ist

Langhoff Intendantin des Maxim-Gorki-Theaters.

Foto: Esra Rotthoff

Kultur//Berlin: Frau Langhoff, die Leitung der großen Berliner

Theaterbühnen liegt derzeit weitgehend in den Händen älterer

Herrschaften. Fühlen Sie sich als neue Intendantin des Maxim-

Gorki-Theaters dadurch besonders herausgefordert?

Shermin Langhoff: Ich glaube nicht, dass das Alter ein vorrangiges

Problempotenzial für die Kunst birgt, dafür gibt es wunderbare

Beispiele von Revolutionären des

Theaters wie Einar Schleef, George

Tabori und eben auch Frank

Castorf. Gleichzeitig muss ein

junger Kollege kein Garant für

avantgardistisches, junges Theater

sein. Dass Leitungspositionen mit

„Herr schaften“ besetzt werden, also

mit heterosexuellen, weißen, männ -

lichen, deutschen Protago nisten

aus der Mittel- und Oberschicht,

ist leider nichts Ungewöhnliches in

unserem Land, das gilt in vielen

anderen Branchen ebenso.

Kultur//Berlin: Erwächst daraus eine

besondere Konkurrenzsituation?

Langhoff: Das Gorki ist nicht nur das

kleinste unter den Berliner Staats -

theatern, sondern auch das unter -

finanzierteste und strukturschwächste. Wir können also nicht zu

gleichen Bedingungen antreten. Vielmehr möchten wir die Stärken

dieses kleineren Theaters nutzen und mit unserem Ensemble, den

Regiehandschriften und dem Spielplan anknüpfen an die Tra di tion

dieses vielleicht einzig richtigen Stadttheaters in Berlin.

Kultur//Berlin: Das Ballhaus Naunynstraße erlangte unter Ihrer

Leitung eine weit über die Stadt hinausreichende Anerkennung.

Was von Ihrem dortigen Konzept des postmigrantischen Theaters

wird sich im Gorki-Theater wiederfinden?

Langhoff: In Kreuzberg lebt man und Unter den Linden repräsentiert

man. Ich möchte etwas vom Kreuzberger Leben mitnehmen

und in ein Stadttheater einladen, das der Heterogenität

unserer Stadt mit ihrer Geschichte Rechnung trägt, das Kon -

zepte von identitären Zuschreibungen immer wieder auf den

Kopf stellt.

Kultur//Berlin: Sie haben nun die Chance, einem Haus ein komplett

neues Gesicht zu geben. Welche Akzente wollen Sie thematisch

wie künstlerisch setzen?

„Ein Theater, das

die ganze Stadt

meint“

Mit dieser Spielzeit übernimmt Shermin Langhoff

die Leitung des Maxim-Gorki-Theaters.

Die Erwartungen an die erste deutsch-türkische

Intendantin sind hoch.

Interview: Axel Schock

Langhoff: Ich liebe diese Stadt und trete als produzierende

Intendantin mit einem wunderbaren Leitungsteam an. Zu dem

gehören Jens Hillje als Kointendant und leitender Dramaturg

sowie der geschäftsführende Direktor Jürgen Maier. Nurkan

Erpulat ist als Hausregisseur Mitglied der künstlerischen

Leitung. Dazu konnte ich eine Reihe von wahnsinnig spannenden

Denkern und Entwicklern für

uns gewinnen, die politisch und

entgrenzend arbeiten, darunter

Sebastian Nübling und seine Regie -

kollegin Yael Ronen. Marianna

Salzmann ist Hausautorin und

ver antwortet als Kuratorin das

Programm der Studiobühne.

Sibylle Berg hat für unsere erste

Uraufführung den Text geschrieben.

Olga Grjasnovas vielbeachteten

Debütroman dürfen wir adaptieren.

Ganz zu schweigen von einem

Ensemble, in das sich ganz Berlin

verlieben wird. Wir wünschen

uns ein Haus, das sich öffnet: in

seinem Ensemble, in seinem Spiel -

plan und seinem Publikum. Es geht

um eine Öffnung für andere Bio -

grafien, Herkünfte und Werdegänge, die in dieser Stadt gelebt

werden, und die damit verbundenen Geschichten, die es zu

erzählen gilt. Ein Theater, das die ganze Stadt meint.

Kultur//Berlin: Die Erwartungen an Sie als erste türkischstämmige

Chefin eines deutschen Staatstheaters sind naturgemäß hoch,

sicherlich auch von der Seite der migrantischen Community.

Langhoff: Erste weibliche Intendantin, erste türkischstämmige

Intendantin, erste Berliner Intendantin direkt aus der freien

Szene … Die Liste der Zuschreibungen ist lang, und ich glaube,

das einzig Richtige ist, sich davon nicht herausfordern zu

lassen, sondern von den eigenen Ansprüchen. Die sind durchaus

po litisch, ebenso hoch wie künstlerisch, jedoch betrachte ich

unsere Arbeit der Öffnung, die für alle Stadtteile Berlins gelten

soll, auch als ernstzunehmende Aufbauarbeit eines

Stadttheaters. Es gibt bereits erste Verbindungen. Das Gorki ist

Partner des Campus Rütli in Neukölln. Und mit Kreuzberg verbinden

uns Ko produktionen mit dem Ballhaus Naunynstraße

und Koopera tio nen mit dem Kunstraum Kreuzberg.

35


BÜHNEN // BERLIN

// Bluemax Theater

2004 feierte die weltweit erfolgreiche Show der Blue Man

Group in Berlin Europa-Premiere. Seit 2007 hat die kahl -

köpfige Truppe mit dem Bluemax-Theater ein eigenes

600-Plätze-Haus für ihren Entertainment-Mix aus Musik,

Comedy und Kunst bekommen.

Marlene-Dietrich-Platz 4, Tiergarten, fon 01805-44 44 (gebührenpflichtig)

www.stage-entertainment.de

// Tipi am Kanzleramt

Das Schwesterhaus der Bar jeder Vernunft steht direkt im Schatten

des Bundeskanzleramtes. Unter dem Zeltdach gibt es Entertainment

der erlesenen Art: Im Oktober gastieren Tim Fischer und Domi -

nique Horwitz, im November Ennio mit seiner „The Living Paper

Cartoon“-Show.

Große Querallee, Tiergarten, fon 39 06 65 50

www.tipi-am-kanzleramt.de

Foto: Jürgen Fehrmann

// Neuköllner Oper

Vom experimentellen Kammerstück bis zur großen Oper, von der klassischen

Moderne über Mittelalterspektakel bis zu Operette und Musi -

cal reicht das Spektrum dieses innovativen Musiktheaters, seit vielen

Jahren zudem die erste Adresse für junge Komponisten und Sänger.

Karl-Marx-Str. 131, Neukölln, fon 68 89 07 77

www.neukoellneroper.de

// HAU

Hebbel am Ufer

Das HAU ist für jeden Intendanten eigentlich eine Zumutung.

Gleich drei recht unterschiedliche Häuser sind zu bespielen:

das ehrwürdige Hebbel-Theater – ein Jugendstilbau in direkter

Nachbarschaft zur SPD-Parteizentrale – sowie das HAU 2

(ehemals Theater am Halleschen Ufer) und das HAU 3, beide

am Ufer des Landwehrkanals gelegen. Seit 2003 sind die vorher

selbständigen Bühnen zu einer Institution zusammen -

gefasst. Ein eigenes Ensemble gibt es nicht, dafür jede Menge

Gastspiele und Koproduktionen, die es zu organisieren und

koordinieren gilt. Über 100 sind es im Jahr: Experimentelles,

Performances, Tanz- und Musikprogramme, Kooperationen

mit der Off- und internatonalen Szene – u. a. von Jêrome Brel,

Gob Squad, Hans-Werner Kroesinger, Nature Theatre of

Oklahoma und Rimini Protokoll. Das immense Angebot ist

nicht zuletzt auch für den Zuschauer eine dauerhafte Überforderung,

bei der allerdings auch immer wieder tolle

Entdeckungen zu machen sind.

Stresemannstr. 29, Kreuzberg, fon 25 90 04 27

www.hebbel-am-ufer.de

Foto: Thomas Bartilla

// Staatsoper

Solange das Opernhaus Unter den Linden instandgesetzt wird,

hat das Ensemble Unterschlupf im Schiller-Theater gefunden.

Intendant Jürgen Flimm und Generaldirektor Daniel

Barenboim nehmen’s sportlich und überraschen mit Hoch -

karätigem (wie Andrea Breths „Katja Kabanowa“, ab Januar)

und Uraufführungen (z. B. „Rein Gold“ von Elfriede Jelinek

und Nicolas Stemann, ab März 2014).

Bismarckstr. 110, Charlottenburg, fon 20 35 45 55

www.staatsoper-berlin.de

36


BÜHNEN // BERLIN

Foto: Arno Declair

// Deutsches Theater

Gleich drei Bühnen verbergen sich hinter der eleganten

klassizistischen Fassade des Theaters in der Schumannstraße:

das große Haus mit rund 600, die Kammerspiele mit

230 Plätzen sowie die 2006 neu eröffnete Box. Ulrich

Khuon, seit 2009 als Intendant im Amt und Leiter eines

hochkarätigen Ensembles, hat sich Regisseure mit präg -

nanten Regiestilen ans Haus geholt, wie etwa Stephan

Kimmig, Michael Thal heimer, Sebastian Hartmann und

Stefan Pucher. Dessen nächste Inszenierung wird am

22. November „Elektra“ sein. Andreas Kriegenburg folgt

am 13. Dezember mit der Urauf führung von David Gross -

mans „Aus der Zeit fallen“. Einmal im Jahr finden am

Deutschen Theater die Autoren theatertage statt, nach den

Mühlheimer Theater tagen das sicherlich wichtigste Festival

für zeitgenössischen Dramatik in Deutsch land. Ab 31. Mai

2014 werden wieder ein Dutzend Erstauf führungen neuer

Stücke eine spannende wie streitbare Übersicht über die

Gegenwarts dramatik geben.

Schumannstr. 13a, Mitte, fon 28 44 12 25

www.deutschestheater.de

Saison

13

/ 14

Premieren

17. November 2013

Giuseppe Verdi FALSTAFF

23. Februar 2014

Hector Berlioz FAUSTS VERDAMMNIS

[ La Damnation de Faust ]

25. April 2014

Gaetano Donizetti DER LIEBESTRANK

[ L’ E l i s i r d ’a m o r e ]

22. Mai 2014

Benjamin Britten BILLY BUDD

4. Juni 2014

Gaetano Donizetti MARIA STUARDA

[ ko nze r t a n t ]

16. Juni 2014 [ Berliner Philharmonie ]

Jules Massenet WERTHER

[ ko nze r t a n t ]

Deutsche Oper Berlin

Bismarckstraße 35, 10627 Berlin

Karten +49 [30]-343 84 343

www.deutscheoperberlin.de

Stan Hema; Fotografie: Heji Shin


BÜHNEN // BERLIN

// Volksbühne am

Rosa-Luxemburg-Platz

+ Prater

Als Frank Castorf 1992 das Haus am Rosa-Luxemburg-Platz

übernahm, holte er es binnen kürzester Zeit in die Schlag -

zeilen und in die erste Riege der deutschen Theaterlandschaft

zurück: mit Regisseuren wie Christoph Schlingensief,

Christoph Marthaler und René Pollesch, mit Ausnahme -

schauspielern wie Martin Wuttke, Sophie Rois und Kathrin

Angerer sowie Inszenierungen, die, statt werktreuer Interpre ta -

tionen zu liefern, lieber in anarchische Happenings ausarten.

Inzwischen mag dieser Stil etwas in die Jahre gekommen sein,

seinen Vertrag hat Castorf aber nochmals bis in die Spielzeit

2015/16 verlängert. Für Regiehighlights sorgt neuerdings

Herbert Fritsch, seine urkomische „(S)panische Fliege“ ist

zum Hit geworden, seine Operettendemontage „Frau Luna“

wird heiß diskutiert. Im Prater, der Neben spielstätte in der

Kastanienallee, dominieren experimentelle Produktionen und

Performances wie das Berserker-Theater des norwegisch-deutschen

Künstlerduos Ida Müller und Vegard Vinge.

Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, fon 247 76 94

www.volksbuehne-berlin.de

Foto: Axel Schock

// Schlosspark-Theater

Das traditionsreiche kleine Haus wird seit 2008 von Dieter Haller -

vorden geführt. Gezeigt werden starbesetzte Eigenproduk tionen. Ab

Oktober ist wieder Désiree Nick in „Ein Mann fürs Grobe“ und ab

Dezember der Hausherr in Neil Simons „Sonny Boys“ zu erleben.

Schloßstr. 48, Steglitz, fon 307 89 56 60

www.schlosspark-theater.de

// Deutsche Oper Berlin

Es war fast eine kleine Kulturrevolution, die Berlins Bürger

wagten, als sie vor gut 100 Jahren im damals noch unabhän -

gigen Charlottenburg die Deutsche Oper Berlin gründeten.

Ein Opernhaus, in dem man von allen Plätzen beste Sicht

auf die Bühne hatte und das dem modernen Musik theater

gewidmet sein sollte – das war ein klares Gegenmodell zur

Hofoper Unter den Linden. Derzeit wird unter Intendant

Dietmar Schwarz und Generalmusikdirektor Donald

Runnicles ein international hochkarätig besetztes Opern -

programm neben Projekten des zeitgenössischen Musik -

theaters geboten.

Bismarckstr. 35 (Charlottenburg), 030-343 84 343

www.deutscheoperberlin.de

© Leo Seidel

// BKA-Theater

2013 feiert die Berliner Kabarettanstalt Jubiläum. Wie im Grün dungs -

jahr 1988 gibt es auch heute ein breit gefächertes Programm aus

Comedy, Kabarett und musikalischem Entertainment. Nicht verpassen

sollte man die Trash-Musical-Shows von Ades Zabel & Company.

Mehringdamm 34, Kreuzberg, fon 202 20 07

www.bka-theater.de

// Chamäleon

Das Varietétheater im einstigen Ballsaal in den Hackeschen Höfen ist

mit seinen modernen und überraschend inszenierten Bühnenshows zu

einem Garant für Unterhaltung und Amüsement geworden. Bis März

2014 gastiert die skurril-komische australische Zirkusshow „Beyond“.

Rosenthaler Str. 40, Mitte, fon 40 00 59 30

www.chamaeleonberlin.de

38


BÜHNEN // BERLIN

// Die Wühlmäuse

Ob Mathias Richling, Eckart von Hirschhausen, Frank Lüdecke,

Horst Evers oder Josef Hader: Wer auch immer im Bereich Kabarett

und Comedy einen großen Namen hat, legt in Dieter Hallervordens

Charlottenburger 500-Plätze-Theater einen Tourstopp ein.

Pommernallee 2–4, Charlottenburg, fon 30 67 30 11

www.wuehlmaeuse.de

// Wintergarten Varieté

Pures Entertainment mit internationalen Artisten der Spitzenklasse

und prominenten Gastgebern erwartet die Besucher des Winter garten-

Varieté-Programms, und das alles in einem wahrlich prächtigen Am -

bien te. Bis Jahresende noch läuft die Soulshow „All Night Long“.

Potsdamer Str. 96, Tiergarten, fon 588 43 40

www.wintergarten-berlin.de

// Distel

Das 1953 in der DDR gegründete, traditionsreiche Kabarett hat die

Wende überlebt und residiert damals wie heute im Vorderhaus des

Admiralspalastes. Mit seinen eigenen Programmen kommentiert es

weiterhin mit stacheligem Humor das politische Tagesgeschehen.

Friedrichstr. 101, Mitte, fon 204 47 04

www.distel-berlin.de

Atmen

Regie: Katie Mitchell

> Premiere am 30.11.2013

Tartuffe

Regie: Michael Thalheimer

> Premiere am 20.12. 2013

Die kleinen Füchse

The Little

Foto: Axel Schock

// Theater des Westens

Das prachtvolle Theater gilt seit den 1980er-Jahren als eines

der wichtigsten Musicalbühnen des Landes. Ab 20. Oktober

soll hier nun erstmals ein Theaterstück en suite für ein volles

Haus sorgen. Gezeigt wird in deutschsprachiger Erst auffüh -

rung die Bühnenadaption des bereits von Steven Spielberg

verfilmten Romans „Warhorse – Gefährten“.

Kantstr. 12, Charlottenburg, fon 31 90 30

www.stage-entertainment.de

39

Foxes

Regie: Thomas Ostermeier

> Premiere im Januar 2014

schaubühne

Karten: 030.890023 > www.schaubuehne.de


SHOWS // BERLIN

Advertorial

Foto: ©Brinkhoff / Mögenburg

GEFÄHRTEN

Show- und Bühnengenuss

par exellence

Sie ist weit mehr als nur die deutsche Hauptstadt: Berlin ist vor

allem ein Schmelztiegel für Kreative und Mutige, eine

Hochburg der kulturellen Szene – nicht nur in Deutschland,

sondern in ganz Europa. Kein Wunder also, dass zahlreiche

internationale Acts den Weg nach Berlin suchen, um Teil der

lebendigen Showszene zu werden. Vorreiter waren vor zehn Jahren

die blauen Köpfe von BLUE MAN GROUP, gefolgt von dem

gefühlvollen Berliner Musical HINTERM HORIZONT. An

diese Erfolge möchte auch GEFÄHRTEN anschließen:

Das faszinierende Theaterstück feiert im Oktober seine

Deutschlandpremiere – die Bühnen der Stage Entertainment

halten für jeden Geschmack die passende Show bereit.

BLUE MAN GROUP

Sie sind lustig, verrückt und innovativ: Die drei Männer von

BLUE MAN GROUP fügen sich mit ihrem einzigartigen Mix

aus Musik, Comedy und Kunst perfekt in die pulsierende

Entertainmentszene Berlins ein. Die Show der Blauen ist europaweit

einmalig in Berlin zu erleben und wird in zwei Sprachen

–Deutsch und Englisch – präsentiert. So sind noch mehr

Zuschauer eingeladen, sich Abend für Abend von BLUE MAN

GROUP begeistern zu lassen.. Seit 2004 hat die Erfolgsshow

aus New York schon rund drei Millionen Besucher ins Staunen

versetzt und wird auch in Zukunft das Highlight im Stage

BLUEMAX Theater am Potsdamer Platz bleiben.

40


SHOWS // BERLIN

Advertorial

HINTERM HORIZONT

Kein anderes Musical ist so tief mit der deutsch-deutschen

Geschichte Berlins verbunden wie Udo Lindenbergs

HINTERM HORIZONT. Im Stage Theater am Potsdamer

Platz, dort wo einst die Mauer stand, erzählt das Musical die

herzergreifende Liebesgeschichte zwischen Udo und seinem

Mädchen aus Ostberlin. Doch HINTERM HORIZONT ist

viel mehr als nur eine Bühnenshow, es ist ein Stück Zeit -

geschichte: Begleitet von den größten Hits des Aus nahme -

musikers Udo Lindenberg, erzählt das Musical von der lang

ersehnten Wiedervereinigung eines geteilten Landes. Über eine

Millionen Zuschauer belegen: Dieses Musical ist ein Muss für

jeden Berlinbesuch.

GEFÄHRTEN

Die innige Freundschaft zwischen einem Jungen und seinem

Pferd kann man ab Oktober 2013 im Stage Theater des Westens

hautnah miterleben. Das Bühnenereignis GEFÄHRTEN ist

bislang mit insgesamt fünf TONY AWARDS ausgezeichnet

worden. Herzstück der bewegenden Geschichte sind die

lebensgroßen Pferdefiguren: Sie atmen und schnauben und

scheinen vor den verzauberten Augen des Publikums förmlich

zum Leben zu erwachen.

Ticketinformationen gibt es unter www.grandiose-shows.de

oder der Hotline 01805-44 44*

(*14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Ct./Min. mobil)

Foto: ©Brinkhoff / Mögenburg

HINTERM HORIZONT

BLUE MAN GROUP

41


BÜHNEN // BERLIN

Foto: Torsten Elger

// Schaubühne

am Lehniner Platz

Seit ihrer Gründung 1962 hat die Schaubühne als eines

der wichtigsten Sprechtheater im deutschsprachigen

Raum immer wieder für entscheidende künstlerische

Impulse gesorgt und Regisseure, Darsteller und

Bühnen bildner zu Stars gemacht. Thomas Ostermeier,

seit 1999 künstlerischer Leiter des Hauses, legt bei der

Programmgestaltung Wert auf ein facettenreiches Spek -

trum und möglichst kontroverse Ästhetiken und Spiel -

weisen. Zu seinen Hausregisseuren gehören so unterschiedliche

Persönlichkeiten wie die Dramatiker Marius

von Mayenburg und Falk Richter, der spanisch-argentinische

Autor Rodrigo García, die Choreografin Cons -

tanza Macras und die Britin Katie Mitchell (nächste

Premiere am 30. November: „Atmen“ von Duncan

Macmillan). Im Dezember gibt Michael Thalheimer

mit Molières „Tartuffe“ sein Regiedebüt an der Schau -

bühne. Ostermeier selbst hat für die aktuelle Spielzeit

eine Inszenierung von Lilian Hellmans „Die kleinen

Füchse“ angekündigt.

Kurfürstendamm 153, Charlottenburg, fon 89 00 23

www.schaubuehne.de

// Vaganten Bühne

Die Vaganten Bühne ist eines der ältesten Berliner Privattheater. Seit

1956 hat das Ensemble eine feste Spielstätte in den Kellerräumen

des Delphi-Kinos. Gespielt werden vor allem Werke der klassische

Moderne sowie sozialrealistische Stücke zeitgenössischer Autoren.

Kantstr. 12a, Charlottenburg, fon 312 45 29

www.vaganten.de

// ufaFabrik Berlin

Das selbstverwaltete Kultur- und Lebensprojekt auf dem Gelände des

ehemaligen Filmkopierwerks der Ufa verfügt unter anderem über eine

Open-Air-Bühne für sommerliche Varietéprogramme sowie über zwei

Theatersäle für Comedy-, Kabarett- und Theaterproduktionen.

Viktoriastr. 10–18, Tempelhof, fon 75 50 30

www.ufafabrik.de

// Sophiensæle

1996 von Sasha Waltz, Jochen Sandig, Jo Fabian und Dirk Cieslak

gegründet, sind die Sophiensæle inzwischen die älteste kontinuierlich

arbeitende Spielstätte für freie Theater- und Tanzprojekte.

Ca. 60 Produktionen und mehrere Festivals sind pro Jahr zu sehen.

Sophienstr. 18, Mitte, fon 283 52 66

www.sophiensaele.com

// Bar jeder Vernunft

Ein Juwel der Berliner Theaterszene! In dem originalen Jugend -

stil-Spiegelzelt mit seiner glitzernden, intimen Atmosphäre

gibt’s großartige Kleinkunst, dargeboten von der Crème de la

Crème aus Chanson, Entertainment und Comedy. Auf dem

Programm stehen u. a. Gastspiele von Désirée Nick, Maren

Kroymann, Pigor & Eichhorn und den Geschwistern Pfister.

Schaperstr. 24, Wilmersdorf, fon 88 56 92 12

www.bar-jeder-vernunft.de

Foto: Pan Fliege

42


BÜHNEN // BERLIN

Credit: Szene aus „Ball im Savoy“

Foto: Iko Freese/drama-berlin.de

// Komische Oper

In seiner ersten Spielzeit als Intendant und Chefregisseur hat der

Australier Barrie Kosky für einen wahren Reigen an Bühnen -

ereignissen gesorgt. Neben einer furiosen Monteverdi-Trilogie

mit „Orpheus“, „Odysseus“ und „Poppea“ sowie der visuell

außergewöhnlichen „Zauberflöte“ als virtuose Mischung aus

Stumm- und Zeichentrickfilm überraschte er zuletzt mit der

Wiederentdeckung von Paul Abrahams Berliner Operette „Ball

im Savoy“. Auch für die Saison 2013/14 hat Kosky noch reichlich

spannende Projekte im Köcher. Der lettische Starregisseur

Alvis Hermanis inszeniert Mozarts „Così fan tutte“ (Premiere am

15. 9.), Gayle Tufts übernimmt im Dezember die Titelrolle in

der Kálman-Operette „Die Herzogin von Chicago“, und die Ge -

schwis ter Pfister sind ab März in Nico Dostals 1933 uraufgeführtem

Erfolgsstück „Clivia“ zum ersten Mal auf der Bühne eines

Berliner Opernhauses zu erleben. Der Hausherr wiederum setzt

Bernsteins „West Side Story“ in Szene (Premiere am 24. 11.).

Behrenstr. 55–57, Mitte, fon 47 99 74 00

www.komische-oper-berlin.de

// Theater am Kurfürstendamm + Komödie

Die benachbarten Bühnen unter gemeinsamer Leitung sind seit vielen

Jahrzehnten eine bewährte Adresse für gediegenes Boulevardtheater

und musikalische Unterhaltung. Hier gibt’s Film- und Fernsehstars

wie Ilja Richter, Marion Kracht und Judy Winter live zu erleben.

Kurfürstendamm 206/209, Charlottenburg, fon 88 59 11 88

www.komoedie-berlin.de

// Ballhaus Ost

Die seit 2006 bestehende Spielstätte für freies Theater, Performance

und Tanz ist Heimat für bereits etablierte Gruppen und Künstler,

bietet aber auch bislang weniger bekannten Akteuren der vitalen

Berliner Theaterlandschaft die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Pappelallee 15, Prenzlauer Berg, fon 44 04 92 50

www.ballhausost.de

// Grips Theater

Das Musical „Die Linie 1“ hat dieses Kinder- und Jugendtheater weltberühmt

gemacht. Doch einen Besuch lohnen auch die vielen anderen

Eigenproduktionen des Grips, etwa die Dauerbrenner „Eine linke

Geschichte“ und die Muscialuraufführung „Die letzte Kommune“.

Altonaer Str. 22, Moabit, fon 397 47 40

www.grips-theater.de

Foto: Axel Schock

// Admiralspalast

Unter dem Dach des 2006 nach aufwendiger Sanierung wieder -

eröffneten, traditionsreichen Veranstaltungsortes finden sich

mittlerweile ein halbes Dutzend Spielstätten. Im großen Saal

mit 1 400 Plätzen gastiert im November Max Raabe mit seinem

Palast Orchester und im Dezember die Modern Dance

Company Momix mit ihrer Tanz-Illusionsshow „Botanica“

Friedrichstr. 101, Mitte, fon 32 53 31 30

www.admiralspalast.de

43


BÜHNEN // BERLIN

// Friedrich stadt-

Palast

Der Showpalast an der Friedrichstraße protzt gerne und zurecht

mit Superlativen. Der 1984 eingeweihte Bau verfügt nicht nur

über die weltweit größte Theaterbühne, hier wirft auch die

längste Girlreihe ihre Beine im Gleichtakt in die Höhe. Über

100 Künstler stehen bei den opulenten Revuen und farbenprächtigen

Spektakeln jeweils auf der Bühne: Musiker, Akro -

baten, Sänger und natürlich das 60-köpfige Tanzensemble.

Noch bis 31. Oktober gibt es die bislang aufwendigste

Inszenierung des Hauses, „Show Me“ – inklusive 20 Meter

hohem Wasserfall und Tanznummern in futuristischen LED-

Kostümen, entworfen vom Pariser Haute-Couture-Designer

Christian Lacroix. Der Glanz der Zwanzigerjahre verbindet sich

in dieser rekordsüchtigen, neun Millionen Euro teuren Megaproduktionen

mit dem kühlen Glamour des 21. Jahr hunderts.

Ab 7. November steht wieder „berlin ERLEUCHTET“ auf

dem Programm, eine verschwenderisch und edel ausgestattete

Reise durch das Winterwunderland.

Friedrichstr. 107, Mitte, fon 23 26 23 26

www.show-palace.eu

Foto: Foto: Robert Grischek

// Jüdisches Theater Bimah

Das Jüdische Theater Bimah hat vor einigen Jahren eine neue Spiel -

stätte unterm Dach des Admiralspalastes gefunden. Werke jüdischer

Persönlichkeiten wie Friedrich Holländer, Georg Kreisler, Kurt

Tucholsky und Heinrich Heine stehen im Zentrum des Spielplans.

Friedrichstr. 101, Mitte, fon 251 10 96

www.juedischestheaterberlin.de

// Musicaltheater am Potsdamer Platz

Seit fast drei Jahren läuft bereits das Udo-Lindenberg-Musical

„Hinterm Horizont“, und ein Ende ist noch lange nicht abzu -

sehen. Für die Geschichte einer Ost-Welt-Liebe im Berlin des

Jahres 1983 (Libretto: Thomas Brussig) wäre auch kaum ein

besserer Spielort vorstellbar als das Musicalhaus dicht am

Brandenburger Tor und am ehemaligen Verlauf der Mauer.

Marlene-Dietrich-Platz 1, Tiergarten, fon 25 92 91 10

www.stage-entertainment.de

Foto: Stage Entertainment

// Die Stachelschweine

Mit prominenten Ensemblemitgliedern wie Günther Pfitzmann, Wolf -

gang Neuss und Wolfgang Gruner können die Stachel schweine im 64.

Jahr ihres Bestehens zwar nicht mehr auftrumpfen. Politisches Ka ba rett

wird im Souterrain des Europa-Centers aber auch heute noch geboten.

Tauentzienstr. 9, Charlottenburg, fon 261 47 95

www.diestachelschweine.de

// Theater O-TonArt

Die kleine, kuschelige Hinterhofbühne darf sich stolz als „Schönebergs

einziges Programmtheater“ bezeichnen. In der mit großem ehrenamtlichen

Einsatz betriebenen Kulturstätte gibt es Kleinkunst von Chanson

und Comedy bis zu fulminanten Minimusicals zu entdecken.

Kulmer Str. 20a, Schöneberg, fon 37 44 78 08

www.o-tonart.de

44


BÜHNEN // BERLIN

// Hexenkessel-Hoftheater

Im hölzernen Amphitheater vis à vis des Bode-Museums werden unter

freiem Himmel klassische Dramen und Komödien von Molière bis

Shakespeare als temporeiches, humorvolles und deftiges Volkstheater

aufbereitet. Perfekte Unterhaltung für eine laue Sommernacht.

Monbijoustr. 2, Mitte, fon 288 86 69 99

www.hexenkessel-theater.de

// Uferstudios

In die ehemaligen BVG-Werkstätten direkt am Ufer der Panke ist

neues Leben eingezogen. Seit der Eröffnung im Jahr 2010 bieten die

Uferstudios Choreografen, Tänzern und anderen Künstlern den

Raum für professionelles Arbeiten in einem inspirierenden Umfeld.

Uferstr. 8/23, Wedding, fon 460 60 887

www.uferstudios.com

// Renaissance-Theater

Internationale zeitgenössische Dramatik, gespielt von prominenten

Darstellern wie Suzanne von Borsody und Heikko Deutschmann,

prägt das Repertoire des Renaissance-Theaters. Den einmaligen

Rahmen dafür bildet das einzige vollständig erhaltene Art-Déco-

Theater Europas.

Knesebeckstr. 100, Charlottenburg, fon 312 42 02

www.renaissance-theater.de

// Quatsch Comedy Club

Im Stammhaus des Comedypapstes Thomas Hermanns gibt’s

in der „Club Mix“–Show jede Woche fünf neue Comedians

live zu erleben. Bei der „Quatsch Talentschmiede“ sind es

gleich zehn Newcomer auf einen Schlag. Darüber hinaus dürfen

Stars der Szene mit ihren Tourprogrammen auch solo die

im Friedrichstadtpalast gelegene, schnuckelige Bühne rocken.

Friedrichstr. 107, Mitte, fon 27 87 90 30

www.quatsch-comedy-club.de

Foto: QCC

// Berliner Ensemble

Der neobarocke Theaterbau am Schiffbauerdamm ist seit 1954

Spielstätte des von Helene Weigel und Bertolt Brecht gegründeten

Berliner Ensembles. Seit nun bald 15 Jahren verwirklicht

hier Regisseur und Intendant Claus Peymann seine Vorstellung

eines klassisch-gediegenes Autoren- und Schauspielertheaters.

Politisch aufrüttelnd, wie zum Amtsantritt angekündigt, ist

das Haus unter Peymann freilich nicht geworden, mit vergleichsweise

konservativen Klassikerinszenierungen gelingt

ihm allerdings eine gute Platzauslastung. Publikumsrenner

sind stets auch Robert Wilsons Musik-Theaterproduktionen

wie „Shakes peares Sonette“, vertont von Rufus Wainwright,

oder „Peter Pan“ mit Songs von CocoRosie. In der neuen

Spielzeit kehrt nach langen Jahren Leander Haußmann mit

einer „Hamlet“-Inszenierung wieder ans Theater zurück

(Premiere im Novem ber). Für das Frühjahr 2014 ist die Ur -

aufführung von Peter Handkes „Die Unschuldigen und ich“

unter Peymanns Regie angekündigt.

Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte, fon 28 40 81 55

www.berliner-ensemble.de

Credit: Szene aus „Kabale und Liebe“, Regie Claus Peymann. Foto: Monika Rittershaus

45


LITERATURSTADT// BERLIN

Als Literaturstadt gewinnt Berlin

immer mehr Bedeutung.

Über 1 200 Berufsautoren und rund

400 Verlage haben sich hier niedergelassen.

Ein dichtes Geflecht Buchhandlungen,

Literaturhäusern und -organisationen

sorgen für ein lebendiges wie

vielfältiges Veranstaltungsangebot.//

Literatur von unten, aus aller Welt

und ziemlich zeitgenössisch: Die auf dem

Gelände der Kulturbrauerei beheimatete

literaturWERKstatt bietet mehr als nur klassische Lesungen –

von Spoken-Poetry-Nächten bis zu Onlinelyrik.

Foto: Axel Schock

46


LITERATUR // BERLIN

Thomas Wohlfahrt (*1956 in Eisenach) studierte

Germanistik und Musikwissenschaft an

der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg

und arbeitete bis 1988 in der Forschungsstelle

am Zentralinstitut für Literaturgeschichte der

Akademie der Wissenschaften der DDR.

Seit 1991 verantwortet er als Gründungsdirektor

das Programm der literaturWERKstatt berlin.

Foto: privat

Kultur//Berlin: Herr Wohlfahrt, in kaum einer anderen deutschen

Stadt finden so viele literarische Veranstaltungen statt wie in

Berlin. Gibt es für dieses breite Angebot auch ein entsprechend

großes Publikum?

Thomas Wohlfahrt: Das ist das Tolle an Berlin, dass die Menschen

hier tatsächlich aktiv am literarischen Leben teilnehmen. Nehmen

wir nur unsere Open-Air-Veranstaltung auf dem Potsdamer Platz

im Rahmen des Poesiefestivals: Da sitzen Tausende Menschen

stundenlang zusammen, um sich Gedichte in den unterschiedlichsten

Sprachen anzuhören und in

den Übersetzungen mitzulesen.

Kultur//Berlin: Herrscht bei diesem

Angebot nicht große Konkurrenz

unter den Literatureinrichtungen?

Wohlfahrt: Richtige Konkurrenz

kann es eigentlich nicht geben, denn

während die drei Opern bühnen

durchaus parallel drei Mal die

„Zauber flöte“ anbieten, ist in der

Literatur Vergleichbares nicht möglich.

Der Schriftsteller kann immer

nur an einem Ort lesen. Das macht

jede Veranstaltung einmalig.

Kultur//Berlin: Praktischerweise leben

in Berlin jede Menge Schriftsteller, und immer mehr ziehen hierher.

Wohlfahrt: Mein Kalauer zu diesem Thema lautet: In Berlin ist die

Dichte der Dichter am Dichtesten. Dass so viele Kreative und

eben auch Autoren hierherziehen, hat natürlich mit dem Reiz der

Stadt zu tun, aber auch mit den niedrigen Lebenshaltungs kosten.

Kultur//Berlin: Wie schafft man es, ausgerechnet mit dem Poesie -

festival der randständigen Literatursparte erfolgreich eine ganze

Veranstaltungsreihe zu widmen?

Wohlfahrt: Indem man den weitverbreiteten Vorbehalten gegenüber

der Lyrik ganz offen und selbstbewusst begegnet. Eine

Woche nur Poesie mit über 10 000 Besuchern, das kann so

uninteressant nicht sein.

Kultur//Berlin: Mindestens ebenso erfolgreich und etabliert ist

der Open Mike. Zwei Tage im Herbst wird Berlin zur Bühne des

deutschen Literaturnachwuchses. Wie kam es dazu?

Wohlfahrt: Als wir 1991 die Literaturwerkstatt gründeten,

herrschte unter jungen Schriftstellern eine große Frustration,

weil für sie kaum die Chance bestand, in die bestehenden

„Ein Haus

für die Poesie“

Verlage hineinzukommen. So entstand das Konzept zum Open

Mike: Wir sorgen dafür, dass die eingesandten Manuskripte

tatsächlich auch von Lektoren und Verlagschefs gelesen werden.

Bis zu 22 Kandidaten werden für den Endwettbewerb ausgewählt

und dann von einer Autorenjury gekürt.

Kultur//Berlin: Die hatten über die Jahre ein gutes Gespür ge zeigt.

Die Gewinnerliste liest sich wie ein Who’s who der jüngeren

deutschsprachigen Literatur, von Kathrin Röggla über Julia

Franck bis Judith Zander. Hat Sie der Erfolg überrascht?

Wohlfahrt: Er zeigt uns, wie

wichtig und notwenig diese

Veranstaltung ist. Rund 750

Einsendungen gibt es jedes Jahr,

und für die deutschsprachige

Verlagslandschaft hat sich der

Open Mike zum wichtigsten

Branchentreff gleich nach der

Frankfurter Buchmesse ent -

wickelt. Die Preisträger gehen

danach auf Lesereise und haben

auch noch mal einen Workshop,

bei dem sie mit Lektoren weiter

an ihren Texten arbeiten können.

Kultur//Berlin: Ihr Haus versteht

sich ein Stück weit also auch als Literaturakademie?

Wohlfahrt: Wir tragen nicht von ungefähr das Wort „Werkstatt“

im Titel. Wir wollen nicht nur Abspielfläche für den Literatur -

betrieb sein, sondern auch mit den Autoren und für sie arbeiten.

Deshalb haben wir uns auch als einzige Einrichtung deutschlandweit

schwerpunktmäßig auf die Poesie fokussiert. Wir

haben hervorragende Dichter, aber nach Benn, Brecht und

Celan wird deutsche zeitgenössische Dichtung international

kaum mehr wahrgenommen. Damit sich dies ändert, haben wir

die Internetseite lyrikline.org initiiert, auf der inzwischen

862 Autoren in 58 Sprachen zu entdecken, zu lesen und zu

hören sind. Alle zwei Jahre richten wir zudem das ZEBRA

Poetry Filmfestival aus. Mittelfristig möchten wir unser Haus

in ein Deutsches Zentrum für Poesie umwandeln, um deutsche

Dichtung in die Welt zu tragen und Dichter aus anderen

Ländern hierzulande bekannt zu machen. Der Berliner Senat

ist bereits mit im Boot, nun hoffen wir auf die Zustimmung

des Bundesrates.

In der literaturWERKstatt berlin bringt

Gründungsdirektor Thomas Wohlfahrt seit zwei Jahrzehnten

deutsche Autorinnen mit Kollegen aus aller Welt zusammen.

Interview: Axel Schock

47


LITERATUR // BERLIN

// Literaturhaus

Bereits in den 1930er-Jahren war die Gründerzeit -

villa in der Fasanenstraße ein Treffpunkt der

Literaten. Russische Exilanten wie der Romancier

Vladimir Nabokov fanden sich hier zusammen,

aber auch die Größen des deutschen Expressio -

nismus wie Oskar Loerke, Max Herrmann-Neiße

und Paul Zech. Aber erst seit 1986 ist das Haus

nun ganz der Literatur gewidmet: als Stätte viel -

fältiger literarischer Veranstaltungen, Symposien

und Ausstellungen zur Literatur. Geleitet wird

das Literaturhaus seit 2003 vom Lyriker Ernest

Wichner. Nur wenige Schritte vom Trubel des

Kurfürstendamms entfernt und in direkter Nach -

barschaft des Käthe-Kollwitz-Museums offenbart

sich dem Besucher ein repräsentativer, von einem

kleinen Garten umgebener Bau. Im Kellergeschoss

befindet sich die gut sortierte Buchhandlung

„Kohlhaas & Company“, und es gibt kaum etwas

Schöneres, als bei Kaffee und Kuchen im Winter -

garten des Literaturhauscafés in der neuerworbenen

Lektüre zu schmökern.

Fasanenstr. 23, Charlottenburg, fon 882 54 14

www.literaturhaus-berlin.de

REGELMÄSSIGE LESEBÜHNEN

// Brauseboys

jeden Donnerstag, 20.30 Uhr

La Luz (Geb. C der Osram-Höfe)

Oudenarder Str. 16–20, Wedding

www.brauseboys.de

// Chaussee

der Enthusiasten

jeden Donnerstag, 20.30 Uhr

Badehaus Szimpla Musiksalon

Revaler Str. 99 (RAW, Tor 3)

Friedrichshain

fon 95 59 27 76

www.enthusiasten.de

// Kantinenlesen

jeden Samstag, 20 Uhr

Alte Kantine in der Kulturbrauerei

Knaackstr. 97, Prenzlauer Berg

fon 53 00 57 66

www.kantinenlesen.de

48

// Lesedüne

jeden zweiten und vierten Montag

im Monat, 20 Uhr, Südblock

Admiralstr. 1–2, Kreuzberg

http://leseduene.blogspot.de

// LSD – Liebe statt Drogen

jeden Dienstag, 21.30 Uhr

Schokoladen, Ackerstr. 169, Mitte

liebestattdrogen.wordpress.com

// Reformbühne

„Heim & Welt”

jeden Sonntag, 20.15 Uhr

Kaffee Burger, Torstr. 60, Mitte

www.reformbuehne.de

// Surfpoeten

jeden Mittwoch, 21 Uhr

Mauersegler, Bernauer Str. 63–64

Wedding, fon 97 88 09 04

www.surfpoeten.de

// Literaturforum im Brecht-Haus

Das Haus Chausseestraße 125 war bis zu dessen Tod 1956

Bertolt Brechts letzte Wohn- und Arbeitsstätte. Die von ihm

bewohnten Räume sind heute zu einer Gedenkstätte um ge -

staltet. Im Erdgeschoss residiert seit 1992 das Literatur forum,

dessen Programm sich der zeitgenössischen Literatur im

Spannungsfeld von Geschichte und Gegenwart widmet.

Chausseestr. 125, Mitte, fon 282 20 03

www.lfbrecht.de

Fotos: Axel Schock


LITERATUR // BERLIN

Foto: Tobias Bohm/LCB

// Literarisches Colloqium

Das Literarische Colloquium Berlin (LCB), 1963 von Walter

Höllerer gegründet, hat über die Jahrzehnte seine Rolle immer

wieder neu finden und interpretieren müssen. Es gehört wohl

zu den besonderen Pointen der deutschen Literaturgeschichte,

dass die Nachkriegsmoderne Anfang der Sechzigerjahre aus -

gerechnet im schmucken Ambiente einer abgewohnten Gründer -

zeitvilla mit malerischen Blick auf den Wannsee heimisch wurde.

Als Veranstaltungsforum, Gästehaus und Talentschmiede für

Autoren und Übersetzer spielt es heute eine bedeutende Rolle.

Rund 120 öffentliche Veranstaltungen mit renommierten

deutschsprachigen wie internationalen Autoren finden hier

jähr lich statt. Mit seinen Förder programmen, Projekt initia tiven,

seinen Internet projekten wie literaturport.de und der traditions -

reichen Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“ genießt

das LCB auch im 50. Jahre seines Bestehens den Ruf einer Ins -

ti tution mit internationaler Ausstrahlung.

Am Sandwerder 5, Wannsee, 81 69 96-0

www.lcb.de

49


MUSIKSTADT// BERLIN

//

Immer mehr Musikunternehmen, vor allem

aber Musiker ziehen nach Berlin, um an diesem

besonderen kreativen Klima teilzuhaben.

Für die Fans ganz gleich welcher Genres bringt

dies geradezu paradiesische Zustände mit sich.

Das Angebot an Konzerten ist kaum zu überblicken.

Foto: Peter Engelke

Citadel Music Festival

Berliner Philharmoniker

Foto: Monika Rittershaus

50


MUSIK // BERLIN

Foto: © 2012 Tempodrom Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG

Waldbühne

Foto: Stefan Wieland

Berlin Festival

51


MUSIK // BERLIN

Für außergewöhnliche Konzerthighlights von internationalen

Megastars hat Berlin gleich mehrere Locations zur Auswahl,

wie etwa das Olympiastadion für Robbie Williams’ Liveshow.

Foto: MCT

52


MUSIK // BERLIN

Seinen Einstand im Musikbusiness gab Scumeck

Sabottka (*1962) im Berlin der frühen 1980er

als Tourneemanager der Bands Abwärts und

Einstürzende Neubauten. Mit seiner 1984

gegründeten Firma MCT Music Consulting Team

mischt Sabottka an der Spitze der Branche mit und

managt Tourneen unter anderem von Kraftwerk,

Robbie Williams, Rammstein und Nick Cave.

Foto: Florian Richter

Kultur//Berlin: Herr Sabottka, können Sie sich noch an Ihr erstes

Konzert in Berlin erinnern?

Scumeck Sabottka: Das muss 1979 gewesen sein. Talking Heads

im Kant-Kino. Dort spielte bis Anfang der 80er-Jahre alles, was

es an innovativer Rockmusik gab.

Kultur//Berlin: David Byrnes Talking Heads sind zweifellos kein

schlechter Einstieg ins Konzertleben.

Sabottka: Die spielten damals natürlich erst vor ein paar hundert

Leuten, aber es gab auch in Berlin damals schon ein Publikum,

das sehr genau wusste, was es wollte, und wichtige neue Bands

auch schnell für sich entdeckte.

Kultur//Berlin: Mittlerweile sorgen Sie als Veranstalter selbst für

Konzerthighlights. Ist es eigentlich

besonders einfach, Künstler nach

Berlin zu holen?

Sabottka: Es gibt keine Band, die

nicht in Berlin spielen will. Das

habe ich noch nie erlebt.

Kultur//Berlin: Liegt’s einfach daran,

dass Berlin Hauptstadt und die

größte Metropole Deutschlands

ist, oder lockt die Stadt auch mit

einem besonderen Publikum?

Sabottka: Beides ist der Fall. Berlin

wurde von vielen ausländischen

Künstlern ohnehin immer für die

Hauptstadt gehalten, auch in den

Jahren vor dem Fall der Mauer.

Viele Musiker, die wir heute präsentieren,

sind so jung, dass sie die

Mauer gar nicht mehr kennen.

Berlin versprüht aber immer noch etwas von dem inzwischen in

die Jahre gekommenen Flair, mehr alternativ, innovativ und

Avantgarde als andere europäische Städte zu sein. Was das

Berliner Publikum angeht: Es ist schon beizeichnend, dass

34 000 Menschen zu den beiden Radiohead-Konzerten strömen,

und in anderen deutschen Städten sind es gerade mal ein Drittel

davon. Natürlich leben hier auch einfach mehr Menschen, aber

eben auch sehr viele mit einem guten Musikgeschmack. Das

zeigt sich auch in den Veranstaltungslisten. Musikliebhaber

können jeden Abend aus Dutzenden Rock- und Popkonzerten

auswählen. Was hier angeboten wird, erscheint mir manchmal

schon als Overkill, aber es scheint ja offensichtlich ein

Publikum dafür zu geben.

Kultur//Berlin: In anderen Sparten wie Mode oder Literatur ist

der Stempel „Made in Berlin“ bereits zu einer Art Qualitäts -

siegel geworden. Kann man sich als Berliner Band besser vermarkten?

Sabottka: Ich habe mit dem Macher vom Sónar gesprochen und

gefragt: Warum veranstaltest du dieses Sónar in Barcelona, São

Paulo, Kapstadt und Tokio, aber nicht in Berlin? Er antwortete:

Weil alle Acts, die ich dazu hole, ohnehin in Berlin ansässig

sind. Für den ist das Siegel Berlin sehr wichtig.

Kultur//Berlin: Wann hörte für Sie Berlin auf, musikalische Avant -

garde-Frontstadt zu sein? Mit Techno und dessen Massenerfolg?

Sabottka: Das trifft es. Ich bin auch Veranstalter von Paul

Kalkbrenner, den ich für einen tollen Musiker, DJ und Kompo -

nisten halte. Aber wenn man wie er mehrere Tage hintereinander

das Velodrom füllt, kann man

von Underground sicherlich

„Die Musikszene

ist internationaler als

in jeder anderen

deutschen Metropole“

nicht mehr sprechen. Dass von

Berlin musikalisch nicht so

viele neue Impulse ausgehen,

finde ich allerdings keineswegs

schlimm. Jede Stadt hat in dieser

Hinsicht ein Kommen und

Gehen. Es wird sich ganz

sicher auch wieder ändern.

Allein schon, weil hier so viele

junge Musiker leben und die

Szene sehr international ausgerichtet

ist, viel mehr als jede

andere deutsche Metropole.

Kultur//Berlin: Wie nachhaltig

die Aura der Stadt Musiker

beflügelt hat, haben wir gerade

beim Comeback von David

Bowie erlebt, der einmal mehr seine Berliner Jahre heraufbeschwor.

Was wird denn eines Tages von den drei Jahrzehnten,

in denen du als Veranstalter bereits aktiv bist, musikalisch für

Berlin stehen?

Sabottka: Ramstein, Seeed und Peter Fox oder auch Paul

Kalkbrenner, den ich veranstalte, sind zweifellos groß geworden.

Und trotzdem habe ich persönlich den Eindruck, dass künst -

lerisch derzeit etwas Stagnation herrscht. Ich möchte auf die

Frage daher gerne mit Veranstaltungsorten antworten. Das

Berghain ob seiner tollen Location wird sicherlich auch in

30 Jahren noch für dieses Jahrzehnt stehen. Und die Open-Air-

Bühne Wuhlheide wird bleiben. Als alter Westberliner kannte

man bis zum Mauerfall ja nur die Waldbühne, die Wuhlheide

aber hat ihre ganz eigene Autorität. Wir haben viele Bands, die

explizit nur dort spielen wollen.

Take That, Rammstein und Arcade Fire sind Scumeck Sabottkas

Geschäft. Der Gründer der Tournee- und Konzertveranstaltungs-

Agentur MCT weiß das Berliner Publikum zu schätzen.

Interview: Axel Schock

53


MUSIK // BERLIN

// Berghain

Foto: Axel Schock

Dieser Club ist nicht wie jeder andere. Es gibt weder

Gästelisten, VIP-Eingänge noch Spiegel. Niemand in

der Schlange vor dem monströsen Betongebäude weiß,

ob ihn der Türsteher wird passieren lassen. Fotoaufnahmen

von drinnen sind streng verboten, dafür

gibt es im Innern des ehemaligen Heizkraftwerkes ein

Höchstmaß an Freiheiten. Der Ruf des Berghain als

Ort auch sexuell exzessiver Partys ist legendär.

Samstags gegen Mitternacht formieren sich die ersten

vor dem Einlass, die letzten verlassen den Club am

Montagmorgen. Bis zu 1 500 Menschen können sich

auf drei Ebenen, Stahltreppen und auf der Tanzfläche

unter einer 18 Meter hohen Decke austoben. Dass

das Berghain als einer der bekanntesten Technoclubs

der Welt gilt, liegt allerdings auch daran, dass hier

tatsächlich jedes Wochenende ein DJ-Line-up geboten

wird, von dem man andernorts nur träumen kann.

Etwas ruhiger geht’s in der Panorama Bar und in der

als Party- und Konzertlocation genutzten Kantine zu.

Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain, fon 29 00 05 97

www.berghain.de

// Philharmonie/Kammermusiksaal

Visionär war nicht allein Hans Scharouns asymmetrisch

zeltartige Bau von 1960 als solcher, sondern auch die ungewöhnliche

Gestaltung des Konzertsaals. Scharoun wollte diesem

„Ort des Musizierens und des gemeinsamen Erlebens der

Musik eine entsprechende Form geben". Er rückte deshalb

das Orchester in den Mittelpunkt des fünfeckigen, terrassenförmig

aufgebauten Raumes. Von jedem Sitzplatz genießt der

Besucher so besten Blick aufs Podium und eine Akustik, die

bis heute als vorbildlich gilt. Gerade gut genug für Deutsch -

lands edelsten Klangkörper, die Berliner Philharmoniker.

Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, fon 25 48 89 99

www.berliner-philharmoniker.de

Foto: Schirmer/Berliner Philharmoniker

// Kindl-Bühne Wuhlheide

Die unter Denkmalschutz stehende Freilicht-Spielstätte in Form

eines Amphitheaters wurde 1996/1997 grundlegend saniert. Bis zu

17 000 Menschen finden hier Platz. Das macht die Wuhlheide zur

idealen Location für Rock- und Pop-Open-air-Konzerte.

Straße zum FEZ 4–6, Oberschöneweide, fon 53 07 95 30 (nur an Veranstaltungstagen)

www.wuhlheide.de

// O2 World

Bis zu 17 000 Menschen fasst die multifunktionale Sport- und Veran stal -

tungshalle am Ostbahnhof, die groß genug für Musikevents wie beispielsweise

die Konzerte von Barbra Streisand und Madonna bzw. in

diesem November von Depeche Mode, Nickelback und Placebo ist.

O2-Platz 1, Friedrichshain, fon 20 60 70 80

www.o2world-berlin.de

// SO 36

Der kollektiv organisierte Club, in den 1980er-Jahren ein Zentrum

der Punk- und New-Wave-Szene, ist auch heute noch Veranstalter von

Konzerten jenseits des Chartsmainstreams, aber auch von Szenepartys

und -veranstaltungen wie dem sonntäglichen Ballroom „Café Fatal“.

Oranienstr. 190, Kreuzberg, fon 61 40 13 06

www.so36.de

54


MUSIK // BERLIN

// Waldbühne

Von den Nazis nach dem Vorbild griechischer Amphitheater 1936

erbaut und 1965 bei einem Rolling-Stones-Konzert in Trümmer

gelegt, blieb die Waldbühne lange unbenutzt. Heute gilt sie als

Europas schönste Freilichtbühne mit ganz besonderer Atmosphäre.

Foto: Sebastian Runge

Glockenturmstr. 1, Charlottenburg, fon 333 95 09

www.waldbuehne-berlin.de

// Columbiahalle & C-Club

Seit 1994 dienen die ehemalige Sporthalle bzw. das Kino der US Air

Force als bewährte Location für Rock- und Popkonzerte. Im kleineren

C-Club kommen Rockfans der härteren Gangart auf ihre Kosten, in

der Columbiahalle gibt es Hochkarätiges von Rap bis Soul.

Columbiadamm 13–21, Tempelhof, fon 69 81 28 14

www.c-halle.com

// Quasimodo

Der im Kellergeschoss des Delphi Filmpalastes gelegene Club ist

eine der ersten Liveadressen für traditionellen Jazz wie auch für alle

Facetten von Funk, Blues und Soul. In der gemütlichen Atmosphäre

dauert es nicht lange, bis der Funke ins Publikum überspringt.

Kantstr. 12a, Charlottenburg, fon 31 80 45 60

www.quasimodo.de

// Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Der von Karl Friedrich Schinkel als Schauspielhaus errichtete

klassizistische Bau wurde 1984 als Konzertsaal wiederaufgebaut.

Seit vergangenem Jahr ist der ungarische Dirigent Iván Fischer

Leiter des Konzerthausorchesters. Rund 550 Veranstaltungen

mit Künstlern aus dem In- und Ausland sind jede Saison in

den vier Spielstätten zu erleben.

Am Gendarmenmarkt, Mitte, fon 203 09 23 30

www.konzerthaus.de

Hier spielt

die Musik

WEST SIDE STORY,

DIE

ZAUBERFLÖTE,

DIE SOLDATEN, XERXES,

CARMEN,

DIE FLEDERMAUS, RUSALKA,LA TRAVIATA

A

UND VIELES

MEHR

(030) 47 99 74 00 www.komische-oper-berlin.de


MUSIK // BERLIN

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kennen – erleben Sie die Vielfalt des

RSB in einem selbst zusammengestellten

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Unsere Empfehlungen:

Die Vielfalt entdecken

Mo | 30.12.2013 | 20 Uhr | Konzerthaus Berlin

Beethovens 9. Sinfonie

Sa | 29.03.2014 | 20 Uhr | Universität der Künste

„Romeo und Julia“ als Filmkonzert

Do | 22.05.2014 | 20 Uhr | Philharmonie Berlin

Klavierkonzert Nr. 1 von P. I. Tschaikowsky u. a.

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So | 09.02.2014 | 20 Uhr | Philharmonie Berlin

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Do | 08.05.2014 | 20 Uhr | Konzerthaus Berlin

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Mi | 11.06.2014 | 20 Uhr | Philharmonie Berlin

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WEITERE KONZERTLOCATIONS

// Arena

Eichenstr. 4, Alt-Treptow

fon 533 20 30

www.arena-berlin.de

// Astra Kulturhaus

Revaler Str. 99, Friedrichshain

fon 20 05 67 67

www.astra-berlin.de

// Heimathafen Neukölln

Karl-Marx-Straße 141

Neukölln

fon 56 82 13 33

www.heimathafen-neukoelln.de

// Huxleys Neue Welt

Hasenheide 107–113, Neukölln

fon 78 09 98 10

www.huxleysneuewelt.com

// Lido

Cuvrystr. 7, Kreuzberg

fon 69 56 68 40

www.lido-berlin.de

// Passionskirche

Marheinekeplatz 1, Kreuzberg

fon 69 40 12 41

www.akanthus.de

// Postbahnhof

Str. der Pariser Kommune 8

Friedrichshain

fon 69 81 28 20

www.postbahnhof.de

// Roter Salon

Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte

fon 41 71 75 12

www.roter-salon-berlin.de

// Tempodrom

Möckernstr. 10, Kreuzberg

fon 74 73 70

www.tempodrom.de

KLASSIK

// Berliner Dom

Am Lustgarten, Mitte

fon 20 26 91 52

www.berlinerdom.de

// Carillon

John-Foster-Dulles-/Ecke

Große Querallee

www.carillon-berlin.de

// Musikinstrumenten

Museum

Jour Fix – Musik am Nachmittag

Tiergartenstr. 1, Tiergarten

fon 25 48 10

www.sim.spk-berlin.de

// BKA-Theater

Wöchentliche Konzertreihe

für Neue Musik

Mehringdamm 34. Kreuzberg

fon 202 20 07

www.unerhoerte-musik.de

Foto: Sebastian Greune

56


MUSIK // BERLIN

CLUB/BARS

// Gretchen

Obentrautstr. 19–21, Kreuzberg

fon 25 92 27 02

www.gretchen-club.de

// Kaffee Burger

Torstr. 60, Mitte

fon 28 04 64 95

www.kaffeeburger.de

// KingKongKlub

Brunnenstr. 173, Mitte

fon 28 59 85 38

www.king-kong-klub.de

// Magnet Club

Falckensteinstr. 48, Kreuzberg

fon 44 00 81 40

www.magnet-club.de

// Matrix

Warschauer Platz 18, Friedrichsh.

fon 29 36 99 90

www.matrix-berlin.de

// Privatclub

Skalitzer Str. 85–86, Kreuzberg

fon 61 67 59 62

www.privatclub-berlin.de

// Rosi’s

Revaler Str. 29, Friedrichshain

fon 20 07 83 07

www.rosis-berlin.de

// Sophienclub

Sophienstr. 6, Mitte

fon 70 22 16 71

www.sophienclub.com

// Südblock

Admiralstr. 1–2, Kreuzberg

fon 60 94 18 53

www.suedblock.org

// Tresor

Köpenicker Str. 70, Mitte

fon 695 37 70

www.tresorberlin.com

// Watergate

Falckensteinstr. 49, Kreuzberg

fon 61 28 03 94

www.water-gate.de

// Week-End

Am Alexanderplatz 5, Mitte

fon 24 63 16 76

www.week-end-berlin.de

JAZZ/BLUES

// A-Trane

Pestalozzistr. 105, Charlottenburg

fon 313 25 50

www.a-trane.de

// Badenscher Hof

Badensche Str. 29,Wilmers dorf

fon 861 00 80

www.badenscher-hof.de

// b-flat

Rosenthaler Str. 13, Mitte

fon 283 31 23

www.b-flat-berlin.de

// Eierschale Dahlem

Podbielskialle 50, Dahlem

fon 83 22 83 87

www.berliner-eierschale.de

// Jazz-Institut Berlin

Einsteinufer 43–53, Charlottenb.

fon 31 85 13 55

www.jazz-institut-berlin.de

// Kleine Weltlaterne

Nestorstr. 22, Wilmersdorf

fon 892 65 85

www.diekleineweltlaterne.de

// Kunstfabrik Schlot

Invalidenstr. 117, Mitte

fon 448 21 60

www.kunstfabrik-schlot.de

// Yorckschlösschen

Yorckstr. 15, Kreuzberg

fon 215 80 70

www.yorckschloesschen.de

57

DER NUSSKNACKER

Ballet-Feerie von Vasily Medvedev und Yuri Burlaka

nach Lew Iwanow

Musik von Peter. I. Tschaikowsky

PREMIERE 23 OKTOBER 2013

25 | 27 OKTOBER | 6 | 11 | 17 | 25 | 27 DEZEMBER 2013

1 JANUAR 2014

DEUTSCHE OPER BERLIN

WEITERE PREMIEREN IN DER SAISON 2013 | 2014

MALAKHOV & FRIENDS | Ballett-Gala | PREMIERE 21 JANUAR 2014

THE NIGHTS – NACH „1001 NACHT“ | Ballett von Angelin Preljocaj

PREMIERE 1 FEBRUAR 2014

RATMANSKY/WELCH | Choreographien von Alexei Ratmansky

und Stanton Welch | PREMIERE 22 MÄRZ 2014

DON JUAN | Ballett von Giorgio Madia | URAUFFÜHRUNG 21 JUNI 2014

www.staatsballett-berlin.de | Karten 20 60 92 630


FILMSTADT// BERLIN

//

In Berlin leben nicht nur viele

Filmschaffende, hier wird auch jede

Menge gedreht. Jedes Jahr entstehen hier

mehr als 300 neue Filme. Und mit über

100 Spielstätten besitzt die Stadt die

größte Dichte an Programmkinos in

ganz Deutschland.

Foto: Universum Film

58

Alexandra Maria Lara ab 3. Oktober in

Ron Howards „Rush – Alles für den Sieg“:

Mit Filmen wie „Der Untergang“ und „Der Vorleser“

startete die Schauspielerin ihre internationale Karriere.


FILM // BERLIN

Alexandra Maria Lara, geboren 1978 im rumänischen

Bukarest und verheiratet mit dem britischen

Schau spielkollegen Sam Riley, hat bereits während

ihrer Schulzeit erste Fernsehrollen übernommen.

Inzwischen ist sie vor allem in internationalen

Kinoproduktionen zu sehen.

Kultur//Berlin: Frau Lara, in den letzten Jahren sind Sie ganz

schön herumgekommen: einmal quer durch Europa bis nach

Amerika und Asien. Das ist sicherlich eines der großen

Extravergnügen Ihres Berufes.

Alexandra Maria Lara: Es hat sein Für und Wider. Durch meine

Arbeit durfte ich schon viele und ganz unglaubliche Länder

bereisen, so wie Finnland, Japan

und Argen tinien zum Beispiel. Mit

den Jahren ist das Heim weh für

mich allerdings auch stärker

geworden. Ich bin froh, wenn mein

Mann oder ich in Europa arbeiten

können, weil es dann leichter ist,

sich gegenseitig auch mal beim

Dreh zu besuchen. Aber ganz

gleich, wo ich arbeite: Ich genieße

es immer wieder, nach Berlin

zurückzukehren.

Kultur//Berlin: Berlin ist für Sie also

Heimat?

Lara: Das kann ich gar nicht so

genau sagen. Berlin ist auf alle Fälle mein Zuhause. Meine

Heimat ist aber auch Rumä nien, wo ich geboren wurde. Da wir

aber auch viel Zeit bei Sams Familie verbringen, ist auch

England inzwischen schon so etwas wie eine Heimat geworden.

Kultur//Berlin: Nehmen Sie Berlin mit anderen Augen wahr,

wenn sie nach einem längeren Auslandsaufenthalt wiederkommen?

Lara: Eigentlich nicht. Egal wie lange ich weg bin – ob nur übers

Wochenende oder für viele Wochen: Es gibt kaum einen schöneren

Moment für mich als im Flieger zu sitzen, und der

Landeanflug auf Berlin beginnt.

Kultur//Berlin: Bei Detlev Bucks Berliner Komödie „Rubbel -

diekatz“ hatten Sie den seltenen Fall, dass Sie abends nach dem

Dreh zu Hause im eigenen Bett schlafen konnten.

Lara: Das war herrlich!

Kultur//Berlin: Warum machen Sie das nicht öfter?

Lara: Wenn das nur so einfach wäre! Ich kann meine Rollen leider

nicht unter dem Aspekt aussuchen, wo gedreht wird. Aber

ich würde sehr gerne mehr in Berlin drehen. Es ist wirklich toll,

wenn man nach der Arbeit nach Hause kommt und noch

schnell eine Ladung Wä sche in die Maschine werfen kann,

bevor man am nächs ten Morgen wieder ans Set aufbricht.

„Das Heimweh ist

stärker geworden“

Filmprojekte, die sie spannend findet, werden zwar meist

andernorts gedreht. Doch für die Schauspielerin Alexandra

Maria Lara bleibt Berlin das Zuhause.

Interview: Axel Schock

Kultur//Berlin: Gibt es für Sie in Berlin Orte, die Ihnen besonders

viel bedeuten?

Lara: Ich bin in Berlin zur Schule gegangen, meine Freun de

leben fast alle hier – und so gibt es viele Plätze, die ich mit persönlichen

Erleb nissen verbinde. In bin in Charlottenburg groß

geworden, und dort lebe ich auch heute wieder. Einen Kaffee

am Savignyplatz zu trinken, dort

in den Bücherbogen zu gehen und

für eine Stunde in Büchern herumzustöbern

oder mit meiner

Mutter am Sonntag über die

Straße des 17. Juni zu schlendern

und zu schauen, was es so alles auf

dem Flohmarkt gibt: Das alles

finde ich wunderbar.

Kultur//Berlin: Haben Sie auch ein

Lieblingskino?

Lara: Die Astor Filmlounge ist

mein absolutes Lieblingskino. Ich

bin ja in dieser Gegend auf ge -

wachsen, deshalb verbinde ich

auch sehr viel mit dem Film kunst 66, dem Delphi und dem

Kant-Kino. Das sind alles Kinos mit langer Ge schichte. Da

hofft man natürlich, dass sie noch möglichst lange erhalten bleiben.

Viele andere Pro grammkinos, gerade in Char lottenburg,

sind ja leider über die Jahre verschwunden.

Kultur//Berlin: Nun werden sie bald Mutter. Denken sie und

Sam wie viele junge Eltern darüber nach, ob man mit dem

Nachwuchs nicht lieber raus aufs Land zieht?

Lara: Ich glaube, solange man ein Kind mit Liebe großzieht, ist

es ziemlich gleich, ob es in der Stadt oder auf dem Land aufwächst.

Trotzdem finde ich, dass ein Kind viel Zeit im Grünen

verbringen sollte, und da Berlin ja einiges zu bieten.

Kultur//Berlin: Verlobung, Hochzeit, Schwangerschaft – für

manche Medien ist das Privatleben in der Regel interessanter als

die Arbeit eines Schauspielers. Akzep tiert man das irgendwann

einfach, oder nagt das doch ein wenig am Selbstverständnis als

Künstler?

Lara: Ich hab mich manchmal gefragt, was ich eigentlich selber

fragen würde, wenn ich Journalistin wäre. Vieles würde ich

wahrscheinlich genauso fragen. Trotz dem sitze ich manch mal da

und denke: Wär’s nicht schön, zur Abwechslung auch mal über

den Film und die Kunst zu reden?

59


FILM // BERLIN

// Zeughaus-Kino

Das Zeughaus-Kino ist neben dem Arsenal und dem Babylon Berlin

die wichtigste Spielstätte für besondere Filmreihen. Gezeigt werden

filmhistorische Querschnitte, Meisterwerke aus den Archiven der Welt

wie auch Stummfilme – von Pianisten und Ensembles live begleitet.

Unter den Linden 2 (Eingang Spreeseite), Mitte, fon 20 30 47 70

www.dhm.de/kino

Foto: © Astor Film Lounge

// Astor Filmlounge

In dem denkmalgeschützten, technisch auf neuesten Stand

gebrachten Kinosaal am Kurfürstendamm wird der Kinobesuch

wieder zu einem exklusiven Kulturerlebnis: mit verstellbaren

Ledersesseln und reichlich Beinfreiheit, mit Coctails und

Fingerfood sowie einem freundlichen Rundum-Service, der

dem Besucher sogar das Parken des Autos abnimmt.

Kurfürstendamm 225, Charlottenburg, fon 883 85 51

www.astor-filmlounge.de

// Babylon Berlin

Das von Hans Poelzig im Stil der Neuen Sachlichkeit entworfene Kino

gehört zweifellos zu den schönsten Kinos der Stadt. In den drei Sälen

gibt es ein Qualitätsprogramm mit Schwerpunkten auf deutschen und

internationalen Arthousewerken sowie hochkarätigen Werkschauen.

Rosa-Luxemburg-Str. 30, Mitte, fon 242 59 69

www.babylonberlin.de

// CineStar Original

Das Multiplexkino im Sony Center bietet die bundesweit größte

Auswahl an Filmen in englischsprachiger Originalversion – auf acht

Leinwänden und mit innovativer Projektions- und Soundtechnik. Im

Event-Cinema-Saal fühlt sich der Besucher wie in einem Amphitheater.

Potsdamer Str. 4, Tiergarten, fon 26 06 64 00

www.cinestar.de

// Odeon

Das von außen unscheinbare Lichtspielhaus mit seinem nostalgischen

Charme ist bereits seit den 80er-Jahren der Treffpunkt für Fans von

originalsprachigen Filmen. Hier gibt’s vornehmlich brandaktuelle

englischsprachige Filmproduktionen für Arthouseliebhaber.

Hauptstr. 116, Schöneberg, fon 78 70 40 19

www.yorck.de

// Kino International

Das architektonisch herausragende Lichtspielhaus war auch schon

zu DDR-Zeiten das Premierenkino im Ostteil der Stadt. Ein Besuch

lohnt sich allein schon wegen der Originalinnenausstattung des Barbereichs

– und natürlich auch wegen des ausgewählten Programms.

Karl-Marx-Allee 33, Mitte, fon 24 75 60 11

www.yorck.de

// Cinema Paris

Ausgewählte europäische Filmkunst und insbesondere Produktionen

aus Frankreich bestimmen das Programm des im Kulturzentrum

Maison de France beheimateten Kinos, das sich im Originalinterieur

aus dem Jahr 1950 mit reichlich Messing, Spiegel und rotem

Samt präsentiert.

Kurfürstendamm 211, Charlottenburg, fon 881 31 19

www.cinema-paris.de

// Delphi Filmpalast

Der Delphi Palast blickt auf eine bewegte Geschichte zurück:

Vor dem 2. Weltkrieg eines der beliebtesten Tanzlokale Berlins,

wurde daraus 1952 Deutschlands erstes 3D-Kino und schließ -

lich eine Abspielstätte für Sexfilmchen. In den vergangenen

25 Jahren hat sich der Delphi Filmpalast zu einem der erfolgreichsten

Filmkunstkinos des Landes entwickelt.

Kantstr. 12a, Charlottenburg, fon 312 10 26

www.delphi-filmpalast.de

Foto: Rolf von der Heydt/Delphi FTB GmbH

60


FILM // BERLIN

Foto: Hans Scherhaufer/Deutsche Kinemathek

// Filmmuseum & Arsenal

Das Filmhaus am Potsdamer Platz ist für Cineasten ein absolutes

Muss. Im Kellergeschoss präsentiert das Arsenal-Kino ein

außerordentliches Programm mit allem, was die Filmkunst

und Filmgeschichte hergeben. In den oberen Etagen zeigt das

Museum für Film und Fernsehen seine reichen Schätze, darunter

Exponate aus dem Nachlass von Marlene Dietrich.

Potsdamer Str. 2, Tiergarten, Museum fon 300 90 30, Arsenal fon 26 95 51 00

www.deutsche-kinemathek.de www.arsenal-berlin.de

WEITERE KINOS

MULTIPLEXKINOS

// Babylon Kino

Dresdener Str. 126, Kreuzberg

fon 61 60 96 93

www.yorck.de

// Moviemento

Kottbusser Damm 22, Neukölln

fon 692 47 85

www.moviemento.de

// CinemaxX Potsdamer Platz

Voxstr. 2, Tiergarten

fon 040-80 80 69 69

www.cinemaxx.de

// Cinestar – Filmpalast Trept. Park

Elsenstr. 115–116/Am Parkcenter, Treptow

fon 53 89 40

www.cinestar.de

// Bundesplatz-Kino

Bundesplatz 14, Wilmersdorf

fon 85 40 60 85

www.bundesplatz-kino.de

// Passage

Karl-Marx-Str. 131, Neukölln

fon 68 23 70 18

www.yorck.de

// Cineplex Alhambra

Seestr. 94, Wedding

fon 0180-505 03 11 (gebührenpflichtig)

www.cineplex.de

// Kino in der Kulturbrauerei

Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg

fon 44 35 44 22

www.cinestar.de

// Filmkunst 66

Bleibtreustr. 12, Charlottenburg

fon 882 17 53

www.filmkunst66.de

// Sputnik Kino

Hasenheide 54, Kreuzberg

fon 694 11 47

www.sputnik-kino.com

// Cineplex Neukölln Arcaden

Karl-Marx-Str. 66, Neukölln

fon 0180-505 06 44 (gebührenpflichtig)

www.cineplex.de

// UCI Colosseum

Schönhauser Allee 123, Prenzlauer Berg

fon 44 01 92 00

www.uci-kinowelt.de

// fsk Kino

Segitzdamm 2, Kreuzberg

fon 614 24 64

www.fsk-kino.de

// Xenon

Kolonnenstr. 5–6, Schöneberg

Fon 78 00 15 30

www.xenon-kino.de

// Cineplex Titania Palast

Gutsmuthsstr. 27-28, Steglitz

fon 0180-505 05 20 (gebührenpflichtig)

www.cineplex.de

// UCI Eastgate

Märkische Allee 176–178, Marzahn

fon 93 03 02 60

www.uci-kinowelt.de

// Kant Kino

Kantstr. 54, Charlottenburg

fon 319 98 66

www.yorck.de

// Yorck & New Yorck

Yorckstr. 86, Kreuzberg

fon 78 91 32 40

www.yorck.de

// CineStar CUBIX

Rathausstr. 1, Mitte

fon 25 76 10

www.cinestar.de

// UCI Gropius Passagen

Johannisthaler Chaussee 295, Gropiusstadt

fon 66 68 12 34

www.uci-kinowelt.de

61


DOWNTOWN// BERLIN

Die historische Spandauer Vorstadt, auch als

Scheunenviertel bekannt, erlebte nach der Wende

eine neue Blüte. Das Areal rund um Oranienburger und

Neue Schönhauser Straße lebt nicht nur durch sein

Shopping- und Gastronomieangebot, sondern

ist auch Zentrum der Berliner Kunst- und Modeszene.

//

Foto: visitBerlin/Scholvien

Neue Synagoge

62


DOWNTOWN // BERLIN

// Ab durch die Mitte

Seit die beiden Stadthälften wieder vereint sind, trägt der Bezirk

Mitte seinen Namen wieder ganz zu Recht. Denn Berlins

Zentrum – historisch, politisch wie städtebaulich – liegt nun

wieder im ganz wörtlichen Sinne in Mitte.

Nicht nur ein Großteil der Regierungsbauten der Berliner

Republik sind hier zu finden, sondern auch die historischen

Pracht- und Herrschaftsbauten der zurückliegenden Jahr -

hunderte. Spaziert man vom Brandenburger Tor und Pariser Platz

aus Unter den Linden entlang, reihen sich zu beiden Seiten des

Prachtboulevards die im neuem Glanz erstrahlenden Sehenswürdigkeiten

und Wahrzeichen der Stadt aneinander – von der

Staatsoper, dem Berliner Dom und der St. Hedwigs-Kathedrale

bis zur Museumsinsel. Aber auch jenseits des Bahnhofs

Friedrichstraße hat sich die historische Stadtmitte wieder mit

Leben gefüllt und eine radikale Veränderung erfahren. Straße

um Straße wurde der alte Baubestand inzwischen restauriert

beziehungsweise sind bald auch die letzten Lücken in den

Häuserreihen wieder aufgefüllt. Kaum ein anderes Gebäude

symbolisiert diesen Wandel so sehr wie das Kunsthaus Tacheles,

diese 1990 von Künstlern besetzte Ruine des ehemaligen Kaufhauses

Wertheim in der Oranienburger Straße. Für zwei

Jahrzehnte war das als Atelier, Ausstellungs- und Ver an stal -

tungszentrum genutzte Gelände eine typische Sehenswürdigkeit

des wilden, abenteuerlichen Nachwende-Berlin. Seit kurzem ist

das Tacheles nun geräumt und wieder verwaist, die Bautrupps

der Investoren können anrollen.

Das neue, kreative Berlin

Wie die Umwidmung eines Gebäudes auch aussehen kann, ist um

die Ecke am Beispiel des Kunstbunkers zu sehen (Reinhardtstr. 20,

www.sammlung-boros.de). Der 1942 errichtete Luftschutzbunker

Foto: Katy Otto

Princess Cheesecake

Thomas Scheibitz – Tinte und Zucker, 2007 | Carlo Crivelli, 2006 | Foto: NOSHE

Sammlung Boros

diente nach der Wende als Location für Techno- und Fetischpartys,

2003 erwarb ihn der Werbeunternehmer Christian Boros.

Auf dem Dach baute er sich ein ausladendes Penthouse, die

3 000 Quadratmeter Bunkerfläche darunter dienen nun als

spektakulärer Schauraum für Werke seiner umfangreichen

Sammlung zeitgenössischer Kunst.

Wie das ehemalige Postfuhramt unweit des Tacheles künftig

genutzt werden wird, liegt derzeit ganz in der Hand der neuen

Eigentümer. Die von dort vertriebene renommierte C/O Galerie,

über viele Jahre Veranstalter äußerst erfolgreicher Foto -

ausstellungen, hat mit dem Amerika-Haus am Bahnhof Zoo

mittlerweile eine neue, adäquate Ersatzheimat gefunden. Vom

einstigen Undergroundflair und der exotischen Mischung aus

Edel strich, Subkultur und Großstadtruinen ist in der

Oranienburger Straße zwischen Tacheles und Synagoge ohnehin

nichts mehr geblieben. Längst bestimmen Touri-Nepp-

Restaurants und Pub-Crawling das Bild.

Biegt man am Postfuhramt in die Tucholskystraße ein, betritt

man nach nur wenigen Metern jenen Teil von Mitte, der in den

letzten zehn Jahren maßgeblich das Bild des sich neu erfindenden

Berlins bestimmte.

Kunst und Kultur treffen hier auf Mode und Design, Inno vatives

auf Exotisches. Hier ist Platz für kleine, ausgefallene Läden wie

auch für hochpreisige Boutiquen. Wolfgang Joop hat sich hier

mit seinem Label Wunderkind (Auguststr. 75) niedergelassen,

und TV-Köchin Sarah Wiener, die bereits einige Restaurants im

gesamten Stadtgebiet betreibt, hat hier mit Wiener Brot ihre erste

Bäckerei filiale eröffnet (Tucholskystr. 31). Bei Princess

Cheesecake dürften sich Liebhaber feiner Kuchen und Torten

im Paradies fühlen (Tucholskystr. 37, www.princess-cheesecake.de).

Das Beth Cafe (Tucholskystr. 40) wie auch das koschere

Lebensmittelgeschäft Kolbo (Auguststr. 77/78) er innern daran,

dass das Scheunenviertel einst nicht nur ein armes Arbeiter viertel

war, sondern auch Wohngebiet der jüdischen Gemeinde. >>

63


DOWNTOWN // BERLIN

Foto: Axel Schock

Auguststraße

Foto: Stefan Korte Foto: Axel Schock

Clärchens Ballhaus

Pauly Saal

Kunstquartier Auguststraße

Die Auguststraße ist und bleibt eine der wichtigsten Keimzellen

der sich stetig verändernden und (wandernden) zeitgenössischen

Kunstszene Berlins. Hier reihen sich nicht nur einige

Dutzend Galerien Tür an Tür nebeneinander, hinter einer eher

unscheinbaren historischen Fassade verbirgt sich mit dem KW

Institute for Contemporary Art (Auguststr. 69) auch einer der

wichtigsten Impulsgeber der Berliner Kunstlandschaft. Direkt

nebenan hat sich Thomas Olbricht mit dem me Collectors

Room ein eigenes Haus für seine Sammlung bauen lassen. Auf

der gegenüberliegenden Straßenseite ist mit der ehemaligen

Jüdischen Mädchenschule (Auguststr. 11), einem denkmalgeschützten

Backsteinbau im Stil der Neuen Sachlichkeit, ein

neues Kunst- und Galeriezentrum entstanden. Das Besondere:

Im Erdgeschoss ist mit Pauly Saal (www.paulysaal.com) ein

mondän eingerichtetes Restaurant eingezogen, das klassische

New Yorker Esskultur mit deutscher Küche zu verbinden sucht.

Wie aus der Zeit gefallen wirkt da einige Häuser weiter

Clärchens Ballhaus (www.ballhaus.de, Auguststr. 24). In dem

Gründerzeittanzlokal hat nicht nur der heimelige Spiegelsaal

auf wundersame Weise überdauert, auch im Biergarten und

Restaurant lässt sich noch ein wenig von der „guten alten Zeit“

verspüren.

Kunst gibt’s im Kiez rund um die Auguststraße nicht nur in

Galerien und Privatmuseen zu entdecken, manchmal hängt sie

sogar einfach an der Hausfassade, wie etwa am Kunsthaus KuLe

(Auguststr. 10, www.kuletheater.de). In der nächsten Quer -

straße, an der Großen Hamburger Straße 15/16, erinnert der

französische Künstler Christian Boltanski mit seiner Installation

64


DOWNTOWN // BERLIN

300 Jahre Carl Philipp Emanuel Bach

Jubiläumsjahr 2014

Strandbar Mitte

„The Missing House“ an das bombenzerstörte Haus und dessen

verschwundene Bewohner. Aber auch in anderen Straßen

lohnt es sich, die Augen aufzuhalten: In Haus ein gängen, Türen

und Hofeinfahrten ist allenthalben wilde Straßenkunst zu

entde cken, darunter auch immer wieder Schablonen-Graffitis

des britischen Street-Artist-Stars Banksy.

Die ruhige Atmosphäre der Großen Hamburger Straße endet

abrupt, sobald man wieder die Oranienburger Straße erreicht

hat. Die vielen kleinen Restaurants und Boutiquen haben vor

allem die Touristen im Visier. Wer nun aber erst einmal etwas

Zeit zum Entspannen benötigt, findet im Monbijoupark einen

idealen Ort dafür – samt Panoramablick auf Spree und

Museums insel. Sommers sollte man auf keinem Fall einen

Besuch der Strand bar Mitte versäumen (Monbijoustr. 3, vis-àvis

des Bode museums) oder – wenn einem mehr nach ausgelassener

Bühnen unterhaltung ist – das Amphitheater des

Hexen kessel Hoftheaters (www.amphitheater-berlin.de).

Setzt man hingegen den Weg nach rechts weiter in Richtung

Hackescher Markt fort, nimmt der Trubel auf der Oranien -

burger Straße mit jedem Schritt weiter zu.

An manchen Tagen herrscht rund um den S-Bahnhof geradezu

Volksfeststimmung. Die Cafés und Restaurants sind dann

drinnen wie draußen bis auf den letzten Platz besetzt, und der

Wochenmarkt bringt zusätzliches Leben. Die Straßenkünstler

haben es da bisweilen recht schwer, die Aufmerksamkeit der

vorbeiströmenden Passanten auf sich zu lenken.

Foto: Bernd Schönberger

Hinterhofwelten

Manche von ihnen werden gerade auf dem Weg zu den

Hackeschen Höfen sein (Rosenthaler Str. 40/41, www.hackesche-hoefe.com).

Gründe dafür gibt es gleich Dutzende. Der

1906 eingeweihte Komplex ist nicht nur eine architektonisches

Sehenswürdigkeit, sondern mit dem Chamäleon-Variéte

und dem Kino Hackesche Höfe, mit seinen Galerien, Clubs

und Restaurants ein beliebter Treffpunkt für Szenegänger, >>

65

Herzlichen Glückwunsch!

Wir feiern den 300. Geburtstag des herausragenden

Komponisten mit Konzerten und Veranstaltungen an

seinen sechs Lebens- und Wirkungsstätten in Hamburg,

Potsdam, Berlin, Frankfurt (Oder), Leipzig, Weimar und

an zahlreichen weiteren Orten in ganz Deutschland.

Die Website www.cpebach.de bietet Lesens- und

Wissenswertes zur Biographie und Musik C. P. E. Bachs

und informiert Sie bis Ende 2014 über alle Veranstaltungstermine

– sie reichen von Konzerten über Ausstellungen

bis hin zu Symposien und Vorträgen.

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

www.cpebach.de


DOWNTOWN // BERLIN

Sophienstraße

Foto: Axel Schock

Nacht schwärmer und Touristen. In den hinteren Höfen befinden

sich zudem kleine Boutiquen wie etwa eine Filiale der

Designer schuh manufaktur Trippen (www.trippen.com), der

Flagship-Store des Traditionskrawattenherstellers Edsor Berlin

(www.edsor.de) und das Geschäft von Hoffnung Berlin, einem

Hersteller handgefertiger Gürtel (www.hoffnung-berlin.de).

Ist man durch alle acht Höfe hindurchgeschlendert, gelangt man

durch den rückwärtigen Eingang in die Sophienstraße. Auch

hier herrscht nostalgisches Flair inmitten einer von Kriegs -

zerstörung und Nachkriegsbausünden fast gänzlich un -

berührten Bausubstanz. Zusammen mit den vielen kleinen

Geschäften behauptet sich hier ein Kleinstadtflair, wie man es

im Herzen der Metropole kaum vermuten würde. Das

Rieslinghaus Eisenwein offeriert feine Weine und Champagner

(Sophienstr. 8, www.eisenwein.de), das Puppentheater Firlefanz

bewahrt die preußische Tradition des Marionettentheaters

(Sophienstr. 10, www.puppentheater-firlefanz.de), und

Whiskey & Cigars (Sophienstr. 8–9, www.whisky-cigars.de)

hält eine beeindruckende Auswahl an Rum, Sherry und Cognac

vorrätig – und natürlich auch an Whiskey und Zigarren.

66

Hackesche Höfe

Foto: Axel Schock


DOWNTOWN // BERLIN

Im Hinterhaus des früheren Handwerkervereinshauses befinden

sich seit 1996 die Sophiensaele. Die von Sasha Waltz, Jochen

Sandig, Jo Fabian und Dirk Cieslak gegründete Produktionsund

Spielstätte für frei produzierte Theater- und Tanzprojekte

ist mittlerweile die älteste kontinuierlich arbeitende in der Stadt

(Sophienstraße 18, www.sophiensaele.com).

An der Ecke Rosenthaler Straße sollte man nicht versäumen, kurz

nach links zurück in Richtung Hackesche Höfe zu gehen. Denn

direkt neben deren Haupteingang befindet sich ein weiterer, weit -

aus weniger glamouröser Hof (www.haus-schwarzenberg.org,

Rosenthaler Str. 39).

Sprayer haben die Mauern dieses engen Durchgangs zum Haus

Schwarzenberg zu einem sehr bunten und lebendigen Gesamt -

kunstwerk werden lassen. Ebenso bunt gemischt sind auch die

Einrichtungen, die sich in diesem historischen Gebäude komplex

befinden. Das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt erinnert

an den Kleinfabrikanten Weidt, der sich während der Nazizeit

bemühte, seine jüdischen Arbeiter vor Verfolgung und De -

portation zu schützen (www.museum-blindenwerkstatt.de); das

Anne Frank Zentrum wiederum widmet sich der in Amsterdam

untertauchten jüdische Tagebuchautorin (www.annefrank.de).

Foto: Axel Schock

Haus Schwarzenberg

Wagemutige Existenzgründer

Im Hinteren Teil des Hofes gelangt man schließlich zum Kino

Central, der Galerie Neurotitan (www.neurotitan.de) und –

wegen des glubschäugigen Riesenvogels aus Blech vor der Tür

nicht zu verfehlen – dem Monsterkabinett der Künstlergruppe

Dead Chickens: ein Kellergeschoß voll skurriler Automaten -

kreaturen (www.monsterkabinett.de).

Das von einem Verein organisierte Haus Schwarzenberg ist,

wenn man so will, eine der letzten Bastionen, die sich der völlige

Kommerzialisierung der neuen Mitte entgegenstellen. Das

wird umso augenfälliger, wenn man von hier aus schnurstracks

die wenigen Meter zur Neuen Schönhauser Straße und dann die

Münzstraße weitergeht. Vom anarchistisch-kreativen Nebenund

Durcheinander, dem „echten Berlin“ der Nach wende-Ära,

ist dort nämlich nichts mehr zu spüren. Wo vor wenigen Jahren

noch individuelle oder auch sehr exklusive Boutiquen zu Hause

und nicht unwesentlich am Hype des Viertels beteiligt waren,

haben sich mittlerweile Filialen große Textil- und Coffee-to-

Go-Ketten einquartiert.

Spannender weil überraschender sind die Geschäfte hingegen

weiterhin in der Alten Schönhauser Straße. Hier herrscht

noch nicht das Einerlei der großen Markenamen, sondern es

tummeln sich wagemutige Existenzgründer, kreative Klein -

unternehmer und einfallsreiche Shopbetreiber mit originären

Geschäftsideen. Bei Go Green (Haus Nr. 35) gibt’s beispielsweise

nachhaltig produzierte, fair gehandelte Kleidung sowie

Schmuck, Spielzeug und Geschenkideen von Jungdesignern;

nebenan bei o.k. (Haus Nr. 36, www.okversand.com) skurrile

und überraschende Wohnaccessoires aus aller Herren Länder.

macchina/caffè (Haus Nr. 26, www.macchina-caffe.de)

wiederum präsentiert sich als Spezialgeschäft für den Kaffeeund

Espressoliebhaber.

Modemeile Mulackstraße

Biegt man kurz vor dem Schendelpark links in die Mulack -

straße, mag man auf den ersten Blick vielleicht etwas enttäuscht

sein. Die enge Seitenstraße wirkt unscheinbar, die Neubauten

unspektakulär. Tatsächlich aber befindet man sich an einer der

wichtigsten deutschen Modeadressen. Viele der Berliner Mode -

labels, die sich seit der Jahrtausendwende international einen

Namen gemacht haben, sind hier weiterhin zu Hause.

Von Anbeginn mit dabei ist Leyla Piedaye mit ihrem Label Lala

Berlin (Haus Nr. 7, www.lalaberlin.com), direkt nebenan residiert

Claudia Skoda (www.claudiaskoda.com) und im Haus Nr. 26

Katja Will, kreativer Kopf der Modemarke C’est Tout

(www.cesttout.de). Butterfly Soulfire (Haus Nr. 11, butterflysoulfire.blogspot.com)

führt unter anderem Mode der skandinavischen

Labels Visbol de Arce und Bjorg, World’s End (Haus

Nr. 26) ausschließlich Kreationen von Vivienne Westwood.

Einer der jüngsten Neuzugänge in der Modemeile findet sich

im Haus Nr. 31–32: Europas erster adidas SLVR Store.

Wer sich soviel exquisiten Chic nicht leisten will oder kann,

sollte bei Das Neue Schwarz vorbeischauen (Haus Nr. 38,

www.dasneueschwarz.de). Dort gibt es Haute Couture aus

zweiter Hand.


LIFESTYLE // BERLIN

Ausladende Konsumtempel, ausgefallene Geschäfte,

exquisite Boutiquen, Flagship-Stores renommierter

Marken – Berlin bietet für alle Geschmäcker,

Bedürfnisse und Preislagen eine schier

unerschöpfliche Auswahl an

Einkaufsmöglichkeiten.

//

// Dussmann – das Kulturkaufhaus

Die Bezeichnung „Kulturkaufhaus“ trägt Dussmann durchaus

zu Recht. Auf fünf Etagen und über 7 300 Quadratmetern

Verkaufs fläche bietet sich dem Kunden die ganze Welt der Kultur

unter einem Dach: Bücher, CDs und DVDs, Spiele und

Hör bücher, Papeterieartikel, Noten und vieles mehr. Das

Klassik sortiment dürfte in Berlin einmalig sein, ebenso das

Gesamt angebot der vorrätigen Bücher. Sieben Abteilungen

muss der Besucher durchstreifen, um sich einen Überblick über

den Buchbestand zu verschaffen. Die extralangen Öffnungszeiten

68

bis Mitternacht ermöglichen es, auch nach Feierabend entspannt

und ohne Hektik stöbern zu können. Kein Problem also, nach

dem Opern- oder Theaterbesuch in einer der umliegenden Bühnen

sich noch schnell mit einer passenden CD-Einspielung oder ver -

tiefender Literatur einzudecken. Im hauseigenen Veranstal tungs -

saal finden regelmäßig bei freiem Eintritt Lesungen, Konzerte

und Signierstunden mit Autoren und Musikern statt.

Friedrichstr. 90, Mitte, fon 20 25 11 11

www.kulturkaufhaus.de

Foto: Dussmann


LIFESTYLE // BERLIN

Fotos: © WealthCap

// Das Schloss

Die Steglitzer Schlossstraße gehört mit ihren zahlreichen Kauf -

häusern und Fachgeschäften zu den traditionellen Einkaufsmeilen

Berlins. Mit dem Schloss ist vor einigen Jahren ein weiterer

Konsumtempel hinzugekommen. Der Neubau umschließt das

historische Rathaus und bietet auf vier Etagen eine breite

Auswahl an Gastronomie und Geschäften.

Schlossstr. 34, Steglitz

www.das-schloss-steglitz.de

// Stilwerk + Designmeile Kantstraße

Ob man einfach nur nach einem kleinen Wohnaccessoire

sucht oder aber nach einer kompletten Küchen- oder

Badezimmereinrichtung – im Designkaufhaus Stilwerk

ist alles unter einem Dach zu haben. 58 Design- und

Einrichtungsshops locken auf knapp 20 000 Quadrat metern

mit einem umfangreichen Angebot an hochklassigem

Einrichtungsdesign und Wohngegenständen: Möbel,

Lampen, Stoffe, Teppiche gehören ebenso dazu wie

Geschenkartikel, Unterhaltungselektronik und Musik -

instrumente. Unter anderem haben sich in dem sechs -

geschossigen Neubau international renommierte Hersteller

– vom Klassiker bis zur Avantgarde – eingemietet. Unter

anderem sind hier Alessi, Bang & Olufsen, Cassina, Thonet

und Rolf Benz mit ihren Shops vertreten. Seit der Eröff -

nung des Stilwerks 1999 haben sich in der unmittelbaren

Nachbarschaft eine ganze Reihe weiterer Designfach -

geschäfte, Galerien und Einrichtungshäuser niedergelassen,

die seit kurzem die Kantstraße zur Designmeile Berlin

ausgerufen haben.

Kantstr. 17, Charlottenburg, fon 31 51 50

www.stilwerk.de/berlin-haus, www.designmeile-berlin.com

Foto: Axel Schock

69


LIFESTYLE // BERLIN

// KaDeWe

Der graue Sandsteinbau mit der wuchtigen Glastonne

im Dach ist mehr als einfach nur ein Warenhaus.

Rund 50 000 Besucher streifen Tag für Tag durch diesen

Kon sumtempel am Witten berg platz, in der

Vorweih nachts zeit sind es sogar gut doppelt so viele.

Zu schauen und entdecken gibt es wahrlich genug.

Das Credo des mit seinen 60 000 Quadratmetern

Verkaufsfläche größten Warenhauses Kontinentaleuropas

lautet: Es gibt nichts, was es im Kaufhaus

des Westens nicht gibt. Das gilt für exklusive Marken

ebenso wie für Erlesenes, Kurioses und aus den fernen

Ländern Herbeigeschafftes. Am Augenfälligsten ist dies

in der sogenannten Feinschmeckeretage, der zweitgrößten

Lebensmittelabteilung eines Warenhauses

weltweit. Ob einem gerade nach frischen Austern mit

Schampus ist oder nach einer Salami-Kollektion, die

selbst Kenner des Fachs in Erstaunen zu versetzen mag –

die kulinarischen Leckerbissen sind es auf jeden Fall

wert, bestaunt, wenn nicht gar gekostet zu werden.

Tauentzienstraße 21–24, Charlottenburg, fon 212 10

www.kadewe.de

Foto: KaDeWE

// Galeria Kaufhof Alexanderplatz

Mit rund 15 000 Quadratmetern Verkaufsfläche war das HO-Centrum-

Warenhaus das größte der DDR. Mit der Umwandlung zur Galeria

Kaufhof Alexanderplatz und einem umfassenden Umbau wurde diese

Fläche verdoppelt. Nun kann unter einer Glaskuppel auf fünf Etagen

geshoppt werden.

Alexanderplatz 9. Mitte, fon 24 74 30

www.galeria-kaufhof.de

// Markthalle Marheinekeplatz

In vielen Bezirken haben die Markthallen längst Supermärkten

weichen müssen. Die Kreuzberger Markthalle im Bergmann -

straßen-Kiez allerdings wurde unlängst generalsaniert. Über

50 Händler bieten hier nicht nur frische Produkte wie Fleisch,

Fisch, Obst und Gemüse – häufig aus biologischer Erzeugung –

an, sondern auch Spezialitäten und warme Gerichte.

Marheinekeplatz 1, Kreuzberg

www.meine-markthalle.de

Fotos: © Berliner Großmarkt

// Makers Market

Auf dem noch recht jungen Kreativmarkt bieten Berliner Künstler,

Designer, und Do-it-yourself-Kunsthandwerker jeden Sonntag von

11 bis 17 Uhr trendige und originelle Produkte an. Unter anderem

gibt es Taschen, Schmuck, Fotokunst, Holzspielzeug und Textilien

zu entdecken.

Schwedter Str. 262/Ecke Templiner Str., Prenzlauer Berg

Sonntags, 11–17 Uhr, www.makersmarket.de

// Neuköllner Stoff

Ein Paradies für Hobbyschneider. Auf dem Gelände des Maybachmarktes

präsentieren samstags fast ausschließlich Kurzwarenhändler

ihre Waren. Neben Stoffballen gibt es hier Kunstperlen, Knöpfe,

Schmuck, Textilien und Designgegenstände.

Maybachufer zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße, Neukölln

Samstags, 11–17 Uhr, www.neukoellner-stoff.de

70


LIFESTYLE // BERLIN

Foto: Axel Schock

// Quartier 206

Auch wenn einige prominente Mieter des 1997 eingeweihten

Luxuskaufhauses unlängst an den Kurfürstendamm abgewandert

sind, bleibt der im Art-déco-Stil gestaltete Department store

eine edle Shoppingadresse. Hier gibt’s internationale Designer -

fashion u. a. von Donna Karan, Alexander McQueen und

Moschino wie auch Schmuck, Kunst und Kosmetik.

Friedrichstr. 206, Mitte, fon 20 94 68 00

www.quartier206.com

71


LIFESTYLE // BERLIN

// KPM Werksverkauf

Im denkmalgeschützten Quartier der Königlichen Porzellan-Manu faktur

kann man nicht nur im Rahmen einer Werksbesichtung Einblicke in

die Herstellung gewinnen, sondern im Outlet-Store auch preisreduzierte

Service, Vasen, Figuren und Geschenkartikel erwerben.

Wegelystr. 1, Tiergarten, fon 39 00 92 15

www.kpm-berlin.com

// Monki

// Alexa Shopping Centre

Die Architektur dieses Roten Riesen ist zwar nicht unumstritten,

als Einkaufszentrum ist das Alexa jedoch ein un bestrittener

Erfolg. Mehr als eine Million Menschen besuchen monatlich

diese Shoppingmall, die mit ihren mehr als 180 Geschäften

sowie 17 gastronomischen Einrichtungen auf fünf Ebenen

zu den größten Konsumtempeln Berlins gehört.

Grunerstr. 20, Mitte, fon 269 34 00

www.alexacentre.com

Fotos: Axel Schock

Seit April dieses Jahres ist das Areal um den Hackeschen Markt um

einen weiteren trendigen Flagship-Store reicher. Fans des schwedischen

Fashionlabels Monki mit seiner bunten, individuellen Mode kommen

nun auf zwei originell gestalteten Etagen voll auf ihre Kosten.

Münzstr. 20, Mitte

www.monki.com

// Supermarché

Mit einem Supermarkt hat dieser Laden garantiert nichts zu tun. Hier

gibt’s ökologisch-nachhaltig produzierte sowie handgemachte Produkte

jenseits industrieller Massenproduktion. Wer will, kann sich von der

Socke über die Hose bis zur Mütze fair und bio einkleiden.

Lausitzer Platz 11, Kreuzberg, fon 61 20 96 05

www.supermarche-berlin.de

Foto: visitBerlin/Scholvien

// Kurfürstendamm

Als Mitte der 1990er-Jahre die Friedrichstraße neue Strahlkraft

erhielt, verlor im gleichen Maße das einstige Schaufenster der

freien Welt an Glanz. Mehr und mehr bestimmten Billigläden

das Bild des 3,6 Kilometer langen Boulevards im Westteil

der Stadt. Doch mittlerweile erlebt der Kurfürstendamm,

insbesondere im Abschnitt zwischen Uhlandstraße und

Adenauerplatz, eine Renaissance. Wie in seinen besten Zeiten

reihen sich hier wieder die Dependancen der großen Designer

und Luxusartikelhersteller aneinander – von Armani, Prada

und Jil Sander bis Gucci, Hugo Boss und Hermès. Auch einige

Autohäuser wie Lamborghini und BMW haben hier ihre Schau -

räume. Neue Highlights sind seit einiger Zeit der Flagship-Store

von Apple und das aufwendig restaurierte Haus Cumberland,

in dem neben verschiedenen Boutiquen das Kaffeehaus Grosz

eingezogen ist. In den Seitenstraßen wie der Fasanen-, Knese -

beck- und Bleibtreustraße prägen Boutiquen, Galerien und

Antiquitäten geschäfte das Bild.

Kurfürstendamm, Charlottenburg

72


LIFESTYLE // BERLIN

// Flohmarkt an der

Straße des 17. Juni

An jedem Wochenende, selbst wenn es regnet oder schneit,

verwandelt sich die Straße des 17. Juni zu beiden Seiten

des Charlottenburger Tores in den größten und wohl auch

be kanntesten Berliner Trödelmarkt. Vor nunmehr 40 Jahren

ins Leben gerufen, ist er damit der älteste der Stadt. 1988

wurde er zudem um den Kunst- und Kunsthandwerkermarkt

erweitert. Professionelle Antiquitäten- und Trödelhändler

bieten hier einträchtig neben den Second-Hand-Klamotten

und Kellerfund stücken von Privatverkäufern ihre Waren

feil. Das Angebot ist dementsprechend so bunt und vielfältig

wie das Leben: Ramsch und Raritäten, Bücher und Schall -

platten finden sich ebenso wie Hausrat, Silberbestecke und

Porzellan, alte Möbel, Autogrammkarten und Lampen.

Nagelneu und handgemacht sind hingegen die Dinge, die

auf dem Kunst handwerkermarkt angeboten werden. Hier

gibt’s nicht nur Kunst jeder Art, sondern auch Holzspielzeug,

Schmuck wie auch Gestricktes, Genähtes und Getöpfertes.

Straße des 17. Juni, Charlottenburg

Jeden Samstag und Sonntag, 10–17 Uhr, www.berliner-troedelmarkt.de

Foto: Axel Schock

// Kochlust – die kulinarische Buchhandlung

Der Name dieser Buchhandlung ist Programm. Wer auf der Suche nach

einem speziellen Kochbuch ist, wird hier ganz sicher fündig. Und im

hinteren Teil des Buchladens kann der Kunde mehrmals in der Woche

unter professioneller Anleitung seine Rezepte ausprobieren.

Prinzenstr. 85d, Kreuzberg, fon 221 960 95

www.kochlust-berlin.de

Foto: visitBerlin/Scholvien

// Ökomarkt am Kollwitzplatz

Rund 50 Händler bieten hier jeden Donnerstag ihre Waren

feil, die alle aus biologischem Anbau oder ökologischer

Produktion stammen. Das Sortiment reicht von Obst und

Gemüse bis Kunsthandwerk und Kinderkleidung. Damit

die Bauern aus dem Brandenburger Umland ihre Produkte

ganz frisch am Verkaufstag ernten können, beginnt der

Markt erst um 12 Uhr.

Kollwitzplatz, Prenzlauer Berg

Donnerstags, 12–19 Uhr

// Kochhaus

Dieses einzigartige Lebensmittelgeschäft macht Selberkochen zum

spielerischen Erlebnis. An frei stehenden Tischen finden die Kunden

alle Zutaten, die sie zu 18, ständig wechselnden Gerichten benötigen –

inklusive bebilderter Schritt-für-Schritt-Kochanleitungen.

Akazienstr. 1, Schöneberg + Schönhauser Allee 46a, Prenzlauer Berg, fon 577 08 91 00

www.kochhaus.de

// Galeries Lafayette Berlin

Ein Besuch dieser Dependance des französischen Warenhauses lohnt

sich schon wegen der ausgefallenen Architektur. An der Fassade wächst

ein Blumengarten, im Innern dominieren Glaskegel das Erscheinungsbild.

Keineswegs verpassen sollte man die Feinschmeckerabteilung im

Unter geschoss.

Friedrichstr. 76–78, Mitte, fon 20 94 80

www.galerieslafayetteberlin.de

73


LIFESTYLE // BERLIN

Foto: Axel Schock

Foto: Fürst Iven

// Bücherbogen

Wer sich für Bücher aus den Bereichen Architektur, Kunst,

Design und Fotografie, Film und Theater interessiert, kann

hier stundenlang stöbern – mag auch alle paar Minuten

eine S-Bahn über der Buchhandlung hinwegrumpeln. Über

25 000 Titel sind im Bücherbogen ständig vorrätig, darunter

auch viele internationale Importe und rare Exemplare.

Stadtbahnbogen 593, Charlottenburg, fon 31 86 95 11

www.buecherbogen.com

// Autorenbuchhandlung Fürst Iven

Die Autorenbuchhandlung in der Carmerstraße war eine

literarische Institution. 2008 haben Joachim Fürst und Marc

Iven sie übernommen und sind mit ihr um die Ecke an den

Bahnhof Savignyplatz gezogen. Das ausnehmend gute belletristische

und geisteswissenschaftliche Sortiment ist ge blie ben,

am neuen Standort hinzugekommen ist das Literaturcafé.

Else-Ury Bogen 599–601, Charlottenburg, fon 313 01 51

www.autorenbuchhandlung.com

// Herrlich Männergeschenke

Was schenke ich nur meinem Vater, Mann, Bruder oder Freund?

In dem kleinen, originellen Laden gibt es reichlich Alternativen zu

Socken und Krawatten – vom dekorativen Schachspiel über erlesene

Manschettenknöpfe bis zu besonderen Utensilien für den Hobbykoch.

Bergmannstr. 2, Kreuzberg, fon 784 53 95

www.herrlich-berlin.de

Fotos: Axel Schock

// Winterfeldt-Markt

Zweimal die Woche wird der Winterfeldtplatz zum Kieztreff -

punkt. Hier werden nicht nur die Einkäufe erledigt, sondern

auch geschwatzt und an den zahlreichen Imbissständen eingekehrt.

Das vielfältige Angebot der Lebensmittelhändler ist

nicht nur international ausgerichtet und meist von sehr

hoher Qualität, sondern auch eine wahre Augenweide.

Winterfeldtplatz, Schöneberg

Mittwochs 8–14 Uhr, samstags 8–16 Uhr

// Wein & Whisky

Der Name dieses mit Herzblut geführten Ladens ist Programm,

insbesondere was den Whisky angeht. Etwa 1 500 Ab füllungen stehen

hier dicht an dicht in den Regalen, darunter viele Raritäten aus

Sammlungsaufkäufen oder aus Kommissionsware von Sammlern.

Eisenacher Str. 64, Schöneberg, fon 784 50 10

www.world-wide-whisky.de

// Hamann Schokoladenmanufaktur

Im Hause Hamann wird bereits in dritter Generation feinste

Schokolade nach eigenen Rezepten hergestellt. Die Verpackung ist

seit den 1920er-Jahren unverändert, die Inneneinrichtung des Ladens

wurden 1928 vom Bauhauskünstler Johannes Itten entworfen.

Brandenburgische Str. 17, Wilmersdorf, fon 873 20 85

hamann-schokolade.de

74


LIFESTYLE // BERLIN

WEITERE EINKAUFSZENTREN

UND -MEILEN

// Eastgate Berlin

Marzahner Promenade 1a, Marzahn

fon 911 45 90

www.eastgate-berlin.de

// Helle Mitte

Stendaler Str. 24, Hellersdorf

fon 992 88 40

www.helle-mitte.net

©ROH/Johan Persson, 2010

// Europa-Center

Tauentzienstr. 9–12, Charlottenburg

fon 26 49 79 40

www.europa-center-berlin.de

// Forum Köpenick

Bahnhofstr. 33, Köpenick

fon 656 68 40

www.forum-koepenick.de

// Friedrichstraße

Stadtmitte + Französische Straße, Mitte

U-Bahnhof Friedrichstraße

www.friedrichstrasse.de

// Gropius Passagen

Johannisthaler Chaussee 317, Neukölln

fon 67 06 66 40

www.gropius-passagen.de

// Neukölln Arcaden

Karl-Marx-Str. 66, Neukölln

fon 627 39 73

www.neukoelln-arcaden.de

// Ring-Center

Frankfurter Allee 111, Friedrichshain

fon 422 64 70

www.ring-center.de

// Schönhauser Allee Arcaden

Schönhauser Allee 79, Prenzlauer Berg

fon 44 71 17 11

www.schoenhauser-allee-arcaden.de

// Wilmersdorfer Arcaden

Wilmersdorfer Straße, Charlottenburg

U-Bahn Bismarckstr. + Wilmersdorfer Str.

www.wilmersdorfer.de

THE ROYAL BALLET

DON

QUICHOTTE

ACOSTA NACH

PETIPA/ MINKUS

16. OKTOBER 2013 LIVE

THE ROYAL OPERA

LES VÊPRES

SICILIENNES

VERDI

4. NOVEMBER 2013 LIVE

THE ROYAL BALLET

DER NUSSKNACKER

(AUFZEICHNUNG AUS DEZEMBER 2012)

WRIGHT NACH IVANOV/ TSCHAIKOWSKY

15. & 20. DEZEMBER 2013

1. JANUAR 2014

www.roh.org.uk/cinema

THE ROYAL BALLET

GISELLE

PETIPA NACH CORALLI

& PERROT/ ADAM

27. JANUAR 2014 LIVE

THE ROYAL OPERA

DON GIOVANNI

MOZART

12. FEBRUAR 2014 LIVE

THE ROYAL BALLET

DORNRÖSCHEN

PETIPA/ TSCHAIKOWSKY

19. MÄRZ 2014 LIVE

THE ROYAL OPERA

MANON LESCAUT

PUCCINI

24. JUNI 2014 LIVE

// Potsdamer Platz Arkaden

Das exklusive Einkaufszentrum am Potsdamer Platz ist das

einzige in der Stadt mit unterirdischem S- und Regional bahn -

anschluss. Mehr als 140 Geschäfte, wie etwa Supermärkte

und Boutiquen bis hin zum Elektronikkaufhaus, sind auf

den drei Etagen der vom Stararchitekten Renzo Piano entworfenen,

glasüberdachten Ladenstraße untergebracht.

Das Royal Opera

House London

auf der großen

Kinoleinwand

Opern- und Balletthighlights

der Saison 2013/14

In Zusammenarbeit mit

KINOWELT

Alte Potsdamer Str. 7, Tiergarten, fon 255 92 70

www.potsdamer-platz-arkaden.de

75

Mehr Infos und Tickets: www.UCI-KINOWELT.de

oder über die UCI App.


SPECIAL PLACES// BERLIN

-veranstaltungsstätten.//

Kultur findet sich in allen Ecken und an

unterschiedlichsten Orten in der Stadt –

ob in Form von außergewöhnlicher

Architektur, als Straßenkunst unter

freiem Himmel oder in den zahlreichen

Kulturreinrichtungen und

// Schloss Charlottenburg

Ursprünglich als Garten- und Lustschlösschen für die preußische Königin Sophie Charlotte errichtet,

wurde das Charlottenburger Schloss vom ersten König von Preußen und den ihm nachfolgenden Herrschern

zur repräsentativen Anlage nach Versailler Vorbild ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt,

erstrahlt das gesamte Ensemble längst wieder in seiner ganzen Schönheit. Ein wesentlicher Teil des Schlosses

mit prachtvoll ausgestatteten Sälen und beeindruckenden Raumfluchten dient heute als Museum. Besichtigt

werden können unter anderem die Wohnung Friedrichs des Großen, die Kroninsignien von Friedrich I. und

dessen Gemahlin Sophie Charlotte, das Porzellankabinett und die Goldene Galerie. Das Schloss beherbergt auch

eine der größten Sammlungen französischer Malerei des 18. Jahrhunderts außerhalb Frankreichs, unter anderem

Watteaus „Einschiffung nach Kythera“. Der ausladende Schlosspark ist ein perfektes Areal zum Entspannen,

Spazierengehen und Joggen.

Spandauer Damm 20–24, Charlottenburg, fon 32 09 11

www.spsg.de

Foto: visitBerlin/Scholvien

76


SPECIAL PLACES // BERLIN

// Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof, entworfen vom Architekten Meinhard von Gerkan

und 2006 nach rund elfjähriger Bauzeit fertiggestellt, ist der größte

und modernste Kreuzungsbahnhof Europas. Die filigrane Kathedrale

des Verkehrs ist inzwischen auch eine beliebte Einkaufsmeile.

Europaplatz, Tiergarten

www.bahnhof.de

Foto: Axel Schock

// East Side Gallery

118 Künstler aus aller Welt haben kurz nach dem Mauerfall

die ehemalige Hinterlandmauer entlang der Mühlenstraße

bemalt und zu einem einmaligen Gesamtkunstwerk gemacht.

Setzten bislang nur Autoabgase und respektlose Graffitischmierer

dieser Open-Air-Galerie zu, so musste das

1,3 Kilo meter lange Mauerstück zuletzt vor Bauinvestoren

geschützt werden.

Mühlenstraße zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof, Friedrichshain

www.eastsidegallery-berlin.de

// Radialsystem V

Seit 2006 ist die Maschinenhalle des ehemaligen Abwasserpumpwerks V

nicht nur die Produktionsstätte freier Ensembles wie Sasha Waltz &

Guests, sondern auch Veranstaltungsort. Hier begegnen sich Alte Musik

und zeitgenössischer Tanz sowie bildende Kunst und Neue Medien.

Holzmarktstr. 33, Friedrichshain, fon 288 78 85 88

www.radialsystem.de

// Hackesche Höfe

Varietétheater und Filmkunstkino, Gastronomie und Gewerbe, Mode,

Kunst und Bücher – all das bietet Deutschlands größtes geschlossenes

Hofareal. Schon allein der aufwendig restaurierten Architektur wegen

ist ein Besuch des Bauensembles ein Muss für alle Berlinbesucher.

Rosenthalerstr. 40/41 & Sophienstr. 6, Mitte

www.hackesche-hoefe.com

// Reichstag

Im Reichstagsgebäude, von 1884–1894 nach

den Plänen von Paul Wallot erbaut, wird nicht

nur Politik gemacht und damit Geschichte

geschrieben. Das repräsentative Gebäude hat

selbst auch eine bewegte Geschichte hinter sich:

1918 rief hier Philipp Scheidemann die erste

deutsche Republik aus, 1933 zerstörte ein Brand

wesentliche Teile des Reichstages, und am

30. April 1945 hissten Rotarmisten die Sowjetflagge

auf der Ruine. Seit 1990 ist der Reichstag

nun Sitz des Deutschen Bundestages – und eine

der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ein Besuch der vom britischen Architekten

Sir Norman Foster entworfenen Glaskuppel ist

eine Attraktion, die sich weder Berliner noch

Touristen entgehen lassen sollten. Vom Innern

der Kuppel, an deren Innenseite sich zwei spiralförmig

angelegte Wege in die Höhe winden,

lässt sich nicht nur in den Plenarsaal blicken,

von der Terrasse aus eröffnet sich dem Besucher

zudem ein fantastisches Panorama.

Platz der Republik, Tiergarten, fon 22 73 21 52

www.bundestag.de

Foto: Axel Schock

77


SPECIAL PLACES // BERLIN

// Denkmal für die

ermor deten Juden Europas

Dieses Mahnmal ist allein schon wegen seiner Ausmaße und seiner herausgehobenen

Lage in direkter Nähe des Brandenburger Tors eine Herausforderung. Doch das

Denkmal für die ermordeten Juden Europas sollte auch alles andere als bequem

werden. Darüber hinaus ist es dem Architekten Peter Eisenman mit seinem wellen -

förmigen Stelenfeld gelungen, eine Stätte zu schaffen, die mit abstrakter Form zum

Nachdenken anregt und keinen Besucher unbeeindruckt lässt. Im unterhalb des

Stelenfeldes gelegenen „Ort der Information“ dokumentiert eine Ausstellung die

Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden. Das Denkmal für die im

Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, entworfen vom dänisch-norwegischen

Künstlerduo Elmgreen und Dragset, befindet sich in direkter Nachbarschaft.

Nahe des Reichstagsgebäudes wurde 2008 die Gedenkstätte für die im National -

sozialismus ermordeten Sinti und Roma errichtet. In der Mitte des vom israelischen

Künstler Dani Karavan gestalteten Wasserbeckens liegt als Symbol des Lebens eine

frische Blume, die jeden Tag ersetzt wird.

Ebertstr. 6, Tiergarten, fon 39 43 36

www.holocaust-mahnmal.de

Foto: visitBerlin/Koch

Foto visitBerlin/Scholvien

// Haus der Kulturen der Welt

Der markante Bau, ein Geschenk der USA an West-Berlin

anlässlich der Internationalen Bauausstellung 1957, diente bis

zum Einsturz 1980 als Kongresshalle. Mit dem Wiederaufbau

1989 wurde die Schwangere Auster, wie das Gebäude im

78

Volksmund genannt wird, zu einem kosmopolitischen Ort für

Symposien, Ausstellungen und Veranstaltungsreihen umgewidmet.

John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, fon 39 78 70

www.hkw.de


Kulturforum

Eine geballte Ladung Kunst und Kultur bietet sich beiderseits der

Potsdamer Straße. Philharmonie und Kammermusiksaal, Staats -

bibliothek und Musikinstrumenten-Museum, Gemäldegalerie und

Neue Nationalgalerie bilden ein einzigartiges geistig-kulturelles Zentrum.

Potsdamer Straße, Tiergarten

www.smb.museum

SPECIAL PLACES // BERLIN

// Haus der Berliner Festspiele

Seit 2001 dient das ehemalige Theater der Freien Volksbühne als

Hauptspielstätte der Berliner Festspiele. Unter anderem finden hier

Veranstaltungen im Rahmen des Theatertreffens, des Jazzfestes wie

auch der Festivals Foreign Affairs bzw. MaerzMusik statt.

Jetzt

Galakarte

bestellen!

24.Oktober

im Tipi am Kanzleramt

Berlin

Schaperstr. 24, Wilmersdorf, fon 25 48 90

www.berlinerfestspiele.de

// Kulturbrauerei

Das ehemalige Brauereigelände ist Heimat zahlreicher kultureller

Einrichtungen. Unter anderem sind hier die LiteraturWERKstatt und

das Theater RambaZamba zu finden. Einige der Gebäude, wie die

Alte Kantine und das Kesselhaus, werden als Konzertlocation genutzt.

Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, fon 443 52 60

kulturbrauerei.de

kultur20

marken13

gala

Foto: Axel Schock

// Akademie der Künste

In ihrem 2005 eröffneten Neubau am Pariser Platz zeigt

die Akademie der Künste Ausstellungen und veranstaltet

Akademie-Gespräche, Konzerte, Lesungen sowie Filmund

Bühnenaufführungen. Einen zweiten Standort hat

die Akademie in der Hanseatenstraße im Hansaviertel.

Pariser Platz 4, Mitte, fon 200 57 10 00

www.adk.de

Veranstalter:

causales

Kategoriepartner:

Preisverleihung in den

Kategorien: Kulturmarke,

Trendmarke, Stadtmarke,

Kulturinvestor, Kulturmanager

und Förderverein

des Jahres 2013

Förderer:

79


HIGHLIGHTS// BERLIN

// Jazzfest Berlin

Alljährlich an vier Novembertagen gibt es nicht nur im Haus der

Berliner Festspiele ein abwechslungsreiches Programm für alle Jazz -

liebhaber. An Orten wie dem Quasimodo, dem A-Trane oder dem

Berliner Jazz-Institut sind sowohl traditionelle als auch progressive

Töne zu hören.

31. 10–3. 11. 2013, fon 25 48 91 00

www.berlinerfestspiele.de

// Berliner Filmfestspiele

Mit mehr 430 000 Kinobesuchern ist die Berlinale nicht nur

das größte Publikumsfestival der Welt, sondern auch eines

der bedeutendsten Ereignisse der Filmbranche. Wer Weltstars

wie Newcomer und die Atmosphäre am roten Teppich hautnah

erleben möchte: Das nächste Rennen um die begehrten

Berliner Bären findet vom 6. bis 16. Februar 2014 statt.

6.–16. 2. 2014

www.berlinale.de

// poesiefestival berlin

Jeden Sommer verwandelt sich die Stadt für zehn Tage in eine Hoch -

burg der Poesie. Bis zu 200 Dichter, Choreografen sowie Performanceund

Medienkünstler aus aller Welt kommen zum poesiefestival berlin

und präsentieren aktuelle Tendenzen zeitgenössischer Dichtkunst.

6.–14. 6. 2014, fon 485 24 50

www.literaturwerkstatt.org

// Berlin Art Week

Die Berlin Art Week vereint als neue Dachmarke des Berliner

Kunstbetriebs 2014 bereits zum dritten Mal wichtige Messen wie

die Berliner Liste und Institutionen zu einem international aus -

gerichteten Ereignis für Kunstinteressierte, Galeristen und Sammler.

11.–14. 9. 2014, fon 24 74 97 75

www.berlinartweek.de

Foto: Nationales Jugendorchester Rumänien/ © Kai_Bienert

Foto: Berliner Filmfestspiele

Foto: Berliner Festspiele/Piero Chiussi

// Young Euro Classics

Das Young Euro Classic ist für symphonische Jugendorchester

nicht nur das bedeutendste Festival weltweit, sondern auch

Ort für Neues. Neben klassischem Repertoire gibt es auch

Uraufführungen aus aller Welt. Wegen der Renovierung

des Großen Saals des Konzerthauses wird das Festival 2014

erstmalig zweigeteilt und an zwei neuen Orten stattfinden.

Juni 2014, Philharmonie sowie August 2014, Admiralspalast

www.young-euro-classic.de

// Berliner Theatertreffen

Seit 1964 reist eine Fachjury durch Österreich, die Schweiz

und Deutschland, um die zehn bemerkenswertesten Inszenie -

rungen auszuwählen, die dann im Mai zum Theatertreffen

nach Berlin eingeladen werden. Rund um das einmalige

Bühnenfestival gibt es ein breit gefächertes Rahmenprogramm

u. a. mit szenischen Lesungen von Stücken junger Autoren.

23.–31. 5. 2014, Haus der Berliner Festspiele, fon 25 48 91 00

www.berlinerfestspiele.de

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HIGHLIGHTS // BERLIN

Foto: visitBerlin/Lindemann

Foto: visitBerlin/Scholvien

// Karneval der Kulturen

Der klassische rheinische Karneval hat es schwer in Berlin.

Umso beliebter ist der Karneval der Kulturen, in dem sich die

unterschiedlichsten in Berlin lebenden kulturellen Gruppen

bei einer ausgelassenen Parade durch Kreuzberg präsentieren.

Über 4 400 Teilnehmer tanzen und musizieren bei diesem

Umzug, zusammen mit zuletzt über einer Million Besuchern.

6.–9. 6. 2014

www.karneval-berlin.de

// Berlin Fashion Week

Zwei Mal im Jahr versammeln sich Designer, Einkäufer,

Medienvertreter und Prominenz in Berlin, um die Trends der

nächsten Saison auszumachen. Höhepunkt sind natürlich die

Laufstegschauen der Designer. Wer nicht zum Fachpublikum

gehört, hat Gelegenheit, bei vielfältigen Events, Ausstellungen

und Partys in die Modewelt einzutauchen.

jeweils im Januar und Juli

www.fashion-week-berlin.com

// Berlin-Marathon

Der BMW Berlin-Marathon gehört nicht nur zu den größten,

sondern auch zu den schnellsten Marathon läufen der Welt. Rund

35 000 Teilnehmer gingen 2013 an den Start. Seit 1997 ist auch

der Inlineskate-Marathon Bestandteil des sportlichen Wochenendes.

27. + 28. 9. 2014

www.bmw-berlin-marathon.com

// Internationale Funkausstellung

Rund 1 200 Aussteller aus über 30 Ländern präsentieren auf der

weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik Fachleuten wie

auch dem interessierten Publikum ihre neuesten Produkte – von

Fernsehgeräten über Notebooks bis hin zu Fotokameras.

5.–10. 9. 2014, Messe Berlin, fon 30 69 69 24

www.ifa-berlin.de

// Foreign Affairs

Das internationale Festival für Theater und performative Künste

knüpft Bande mit Künstlern aus verschiedenen Teilen der Welt und

unterschiedlichen Bereichen der zeitgenössischen Künste: von Tanz

über bildende Kunst bis hin zu Film und Musik.

26. 6.–13. 7. 2014, fon 25 48 90

www.berlinerfestspiele.de

Foto: Sascha Kokot/ilb

// internationales literaturfestival berlin

Im September steht Berlin ganz im Zeichen der internationalen

Literatur. Rund 150 Autoren, preisgekrönte wie unentdeckte,

präsentieren während des zweiwöchigen Festivals einen

ungeahnten Reichtum an Sprachen und Ausdrucksformen.

Zu erleben gibt es nicht nur klassische Lesungen, sondern auch

Podiumsdiskussionen, Performances und Ausstellungen.

September 2014

www.literaturfestival.com

81


KULTUR // MEDIEN

//

Kultur in der Stadt

Eine Metropole definiert sich heute wesentlich über Kultur

das ist eine weltweite Entwicklung; mit ihrem Kulturangebot

gibt eine Stadt ihre Visitenkarte ab. Deshalb stellen die

Kultur guides aus dem Hamburger bunkverlag das attraktive

Kulturleben unserer Städte in den Mittelpunkt: die Kunst-,

Ausstellungs- und Bühnenstadt, die Musik- sowie die

Literatur- und die Filmstadt. Wichtige Persönlichkeiten, die

für das Kultur leben die Verantwortung übernehmen, entwickeln

in Interviews ihre Sichtweise auf die Stadt und das Kulturgebiet,

für das sie stehen und das sie gestalten.

Tipps für schönes Shopping und originelle Spaziergänge durch

interessante Quartiere und Szeneviertel runden das Angebot

ab, das sich an die in der Stadt lebenden Großstädter ebenso

richtet wie an Besucher und Touristen.

Im Jahr 2014 erscheinen in dieser Reihe weitere Kulturguides für die Metropolen

FRANKFURT // STUTTGART // RUHR // BERLIN // HAMBURG

// IMPRESSUM

bunkverlag GmbH kultur//medien

Zeisehallen, Friedensallee 7–9

22765 Hamburg

fon 040-39 92 95-0

E-Mail info@bunkverlag.de

Verleger

Uwe H. Bunk

Chefredakteurin

Dr. Jutta Rossellit (v. i. S. d. P.)

Redaktionelle Koordination

Jürgen Wittner, Falk Schreiber

Texte und Redaktion

Axel Schock

Art Director

Nils Heuner

Grafik

Juliane Kruschke

Sales Director

Helge Löbel

Sales Manager

Lore Kalamala

Jürgen Peters

Susanne Korn

Petra Schaper

Webportal

www.kulturnews.de ›› berlin

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung

des Herausgebers oder des Verlags

wieder. Für unverlangt eingesandte

Materialien kann keine Gewähr

übernommen werden. Die Urheber -

rechte für Anzeigen, Entwürfe, Fotos,

Vorlagen sowie der grafischen

Gestaltung bleiben beim Verlag und

können nur mit dessen Genehmigung

weiterverwendet werden.

KULTUR //BERLIN © 2013 bunkverlag Hamburg

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SCHILLER

www.schillermusik.de · facebook.de/schillermusic


4. SAISON IM SCHILLER THEATER

2013 / 2014

FOTO: AGRIPPINA © Monika Rittershaus

PREMIEREN

Nikolai Rimsky-Korsakow

DIE ZARENBRAUT

PREMIERE 03. OKTOBER 2013

Musik von Igor Strawinsky,

Hector Berlioz, Claude Debussy

SACRE

PREMIERE 26. OKTOBER 2013

Giuseppe Verdi

IL TROVATORE

PREMIERE 29. NOVEMBER 2013

Leoš JanáČek

KATJA KABANOWA

PREMIERE 25. JANUAR 2014

Nicolas Stemann | Elfriede Jelinek

REIN GOLD

URAUFFÜHRUNG 09. MÄRZ 2014

Richard Wagner

TANNHÄUSER

PREMIERE 12. APRIL 2014

Kurt Weill | Bertolt Brecht

AUFSTIEG UND FALL

DER STADT MAHAGONNY

PREMIERE 06. JUNI 2014

Morton Feldman | Samuel Beckett

NEITHER / FOOTFALLS

PREMIERE 22. JUNI 2014

Salvatore Sciarrino

MACBETH

PREMIERE JUNI 2014

MIT...

Daniel Barenboim

Lang Lang

Florian Hoffmann

Waltraud Meier

Zubin Mehta

Anna Netrebko

Simon Rattle

Dorothea Röschmann

Katie Mitchell

Christine Schäfer

András Schiff

René Pape

Anja Harteros

René Jacobs

Sasha Waltz

Rolando Villazón

UND...

INFEKTION!

14. – 29. JUNI

FESTIVAL FÜR NEUES

MUSIKTHEATER

FESTTAGE 2014

11.– 20. APRIL

DANIEL BARENBOIM | MARTHA ARGERICH

PLÁCIDO DOMINGO | WIENER PHILHARMONIKER

STAATSOPERNCHOR

STAATSKAPELLE BERLIN

TICKETS 030 – 20 35 45 55, WWW.STAATSOPER-BERLIN.DE

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