Düsseldorf - Kulturnews

kulturnews.de

Düsseldorf - Kulturnews

Foto: Prime Entertainment

Jake Bugg

Live Music Hall, Köln

24. 11., 20 Uhr

Kulturregion NRW

City

Entertainment | Theater | Klubs + Konzerte | Ausstellungen


Entertainment

Foto: Frank Wilde

Horst Evers

Dietmar Wischmeyer

Gerhard Polt

Foto: Dionys Asenkerschbaumer

Kurt Krömer

Foto: Daniel Porsdorf

Gerhard Polt

BRAUCHT’S DES?

8. + 9. 11., 20 Uhr

Kom(m)ödchen, Düsseldorf

10. 11., 20 Uhr

Kulturkirche, Köln

Gerhard Polts für einen Kabaret -

tisten so untypischer Weg über

den Charakter einer Person macht

die Aussagen des Bayern so

tückisch: Die Haltung entsteht in

uns selbst, Polt betet uns nichts

vor. Wie im echten Leben lässt er

seine fiesen Charaktere vor uns

entstehen und bietet sie uns zum

Belachen an. Aber nicht zum

Auslachen, dafür sind die Figuren

zu bitter real, zu nah auch an uns

selbst. Polt ist damit nicht nur

einer der lebenden Klassiker des

deutschen Kabaretts, sondern

noch immer Maßstab für jeglichen

Nachwuchs in diesem Genre.

Kurt Krömer

ABSCHIED!

8. 11., 20 Uhr

Brückenforum, Bonn

10. 11., 20 Uhr

Tanzbrunnen, Köln

11. 11., 20 Uhr

Kunstwerk, Mönchengladbach

12. 11., 20 Uhr

Lichtburg, Essen

„Wenn es am schönsten ist, dann

soll man gehen – auch wenn es

noch so schön war!“ Wer Kurt

Krömer kennt, weiß, dass das glatt

gelogen ist. Aber lassen wir ihn

doch ruhig auf Abschiedstour gehen

nach 20 Jahren Bühne, die er

nachweislich nie und nimmer auf

dem Buckel hat. Denn: Wir freuen

uns ja, dass er wieder da ist, dass

die Neuköllner Schnauze wieder

loslegt, schließlich ist Kurt Krömer

unter den Comedians einer der

sperrigsten, einer, der es uns nicht

leicht macht mit seiner Aggres si vi -

tät. Wer aber weiß, welch ehrlicher

Charakter sich da so grobklotzig

gibt, wartet sehnsüchtig auf die

nächste verbale Peitsche.

Horst Evers

HINTERHER HAT MAN’S

MEIST VORHER GEWUSST

21. 11., 20 Uhr

Kaue, Gelsenkirchen

22. 11., 20 Uhr

Bahnhof Langendreer, Bochum

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit

ist Horst Evers als Geschichten -

erzähler unterwegs. Der Mann, der

ein seltsames Zwischending zwischen

Schriftsteller und Komiker

im besten Sinn ist, gewann mit

seiner Art des Entertainments zu

Recht den Deutschen Kleinkunst -

preis. Er kann Buchtitel und Slo -

gans wie kein zweiter: „Für Eile

fehlt mir die Zeit“ lautet einer,

„Gefühltes Wissen“ und „Die Lebern

der anderen“ komplettieren ein

Triumvirat des Blödsinns. Blödsinn

kann Evers überhaupt am besten,

und immer ist er auf Augenhöhe

mit seinem Personal, wenn er es

über die Stränge schlage lässt.

Dietmar

Wischmeyer

DEUTSCHE HELDEN

25. 11., 20 Uhr, Gloria, Köln

26. 11., 20 Uhr, Fritz-Henßler-

Haus, Dortmund

28. 11., 20 Uhr, zakk, Düsseldorf

30. 11., 20 Uhr, Kaue, Gelsenkirchen

Deutsche Helden, das sind für den

Frühstyx radio-Macher Dietmar

Wisch meyer vor allem „die nervigen

Bescheidwisser um uns herum,

diese Torf nasen, denen die Pie fig -

keit aus den Cargo-Hosen tropft und

die sich dennoch für weltläufig hal -

ten“. Und wenn Wischmeyer schon

mal beim Beschimpfen ist, vergisst

er auch die anderen nicht: „Von sich

selbst eingenommene Fahrrad helm-

Tragegestelle, die Wut bürger und

veganischen Edel men schen mit

dem klitzekleinen ökologischen Fuß -

abdruck, Busrentner, Vorort siedler

und verpartnerte Homo pärchen“

kriegen natürlich ebenfalls ihr Fett

weg. Wie man sieht: Der Experte

aus der heute-show ist auch an -

lässlich seines aktuellen Bühnen -

programms voll auf 180.

68


Theater

Foto: © Bernadette Grimmenstein

Foto: © Sebastian Hoppe

Grillo Essen

Schauspielhaus Düsseldorf

Im weißen Rössl

DÜSSELDORF ab 16. 11.

Schauspiel, großes Haus

Die subversive Kraft der leichten Muse: Seit

Frank Castorf vor 19 Jahren das eigentlich als

stockreaktionärer Humptatata-Kram geltende

Lustspiel „Pension Schöller“ an der Berliner

Volksbühne genial mit Heiner Müller koppelte,

gilt ein lustvoll zerhackter Schwank als Königs -

disziplin des ironischen Theaters. Ralph

Benatzkys 1930 uraufgeführtes Singspiel „Im

weißen Rößl“ (in Düsseldorf adaptiert man den

Titel nicht ganz Neue-Rechtschreibung-konform

mit doppeltem „S“) ist da allerdings noch einen

Tacken schwieriger in den Griff zu bekommen:

Bis man unter diesem Konglomerat aus Heimat -

tümelei, Antiintellektualismus und Frauen feind -

lichkeit einen subversiven Gehalt findet, muss

man recht tief graben. Regisseur Christian

Weise allerdings weiß um die verlogene Idylle

des Stücks, die drei Jahre vor der Macht über -

nahme der Nazis umso bedrohlicher wirkt, er

weiß auch um die unangenehme Aufführungs -

geschichte, die „Im weißen Rößl“ heute zum

meistgespielten Musiktheaterstück macht, und

man kann ihm zutrauen, diese Geschichte aus

der Vorlage herauszuschälen.

Die neuen Abenteuer

des Don Quijote

ESSEN ab 1. 11., Grillo

Cervantes’ Schelmenroman „Don Quijote von

La Mancha“ ist eigentlich ein Missverständnis:

die Geschichte eines Toren, der sich in die Eti -

kette einer längst vergangenen Ritterwelt hinein -

träumt und entsprechende Abenteuer erlebt,

während um ihn herum die Welt sich längst

weiter gedreht hat. Eine Satire. Die nichts desto -

trotz gerne als das gelesen wird, was sie nicht ist:

als Ritterroman. Der pakistanisch-britische Autor

Tariq Ali hat Cervantes’ Vorlage in die Gegen wart

verlegt in „eine globalisierte Welt, die bestimmt

wird von Kapitalismus, Kriegen, Vertreibung

und Ausgrenzung.“ Kommt man hier mit dem

Ehrencodex der alten Ritter weiter? Oder macht

sich Alis Don Quijote hier womöglich noch

lächerlicher als sein Vorbild im spätmittelalter -

lichen Kastilien? Die Essener Auf führung von

„Die neuen Abenteuer des Don Quijote“ inszeniert

der französische Regisseur Jean-Claude

Berutti, der seit 20 Jahren europaweit arbeitet

und unter anderem von 2005 bis 2011 Präsi -

dent der European Theatre Convention war.

Leonce und Lena

BONN ab 8. 11., Kammerspiele

Mirja Biel und Joerg Zboralski sind seit dieser

Spielzeit Hausregisseure in Bonn: sie Theater -

macherin aus dem Umfeld Nicolas Stemanns,

er Bildender Künstler aus der Klasse von

Gerhard Richter. Seit fünf Jahren arbeitet das

Duo als Biel/Zboralski als Regisseure zusammen,

hauptsächlich an mittelgroßen Bühnen im

norddeutschen Raum – in Bremen, Lübeck oder

Rostock entstanden so eigenwillige Insze nie -

rungen zwischen Pop, Installation und radikaler

Künstlich keit. Ein Theaterverständnis, dem

Georg Büch ner vor allem mit seinem zwischen

Politsatire und Liebeskomödie angelegten Stück

„Leonce und Lena“ entgegen kommt, das von

Anfang an klar stellt: Alles hier ist künstlich,

alles ist Illusion, und damit das auch allen klar

wird, gibt es mit dem Hamburger Pop-Ironiker

Knarf Rellöm einen Conferencier, der der

Inszenierung alle Authen tizi tät austreiben wird.

Nur leider ist die Premiere nicht wirklich taufrisch:

Biel/Zboralski inszenierten „Leonce und

Lena“ schon 2011 in Bremen – Übernahmen

lassen sich nicht immer vermeiden, wo ein

neues Ensemble anfängt und in kurzer Zeit ein

Repertoire aufbauen muss.

70


Theater

Foto: © Ulrich Otte

Ein Theater der

Mehr! Entertainment

Capitol Theater Düsseldorf

Die aktuellen Programmhighlights

MOMIX

BOTANICA

TANZ KÜSST FANTASIE

15. - 26.01.2014

Show

tanzhaus nrw Düsseldorf

25.03. - 06.04.2014

The Oracle

Genesis

KÖLN ab 1. 11., Depot 1

DÜSSELDORF 14.–17. 11.

tanzhaus nrw

Die große 40-Jahre-Pina-Bausch-

Jubiläumsspielzeit strahlt von

Wuppertal (Bauschs primärer

Wirkungsort) und Essen (Bauschs

Ausbildungsort) im November

auch nach Düsseldorf aus. Im

Opernhaus werden zwei jüngere

Arbeiten von Bausch wiederaufgeführt,

„Sweet Mambo“ von

2008 (15. und 19. 11.) sowie

„Bamboo Blues“ von 2007

(16. 11.), während im tanzhaus

nrw Meryl Tankard mit „The

Oracle“ ein eigenes Stück zeigt.

Tankard zählte zu den Tänze -

rinnen der ersten Genartion im

Wuppertaler Tanztheater und entwickelte

sich mittlerweile selbst

zur prägenden Choreografin ihrer

Heimat Austra lien. „The Oracle“

ist eine Choreo grafie für den

Wuppertaler Tänzer Paul White,

die mit Igor Stra wins kys „Le Sacre

du Printemps“ einen zentralen

musikalischen Bezugs punkt

Bauschs zitiert.

Das ist jetzt natürlich die ganz

große Hütte: Kölns Neu-Inten -

dant Stefan Bachmann inszeniert

Gott. Genauer: das Erste Buch

Mose. In einer fünf Stunden

dauernden Mammutaufführung,

auf 45 Tonnen Lehm, die im

Depot zu einem Berg Sinai aufgetürmt

werden, einem Berg, auf

dem der Schöpfer die Mensch heit

er schafft, die sich in der Folge

konsequent in die Haare be kommt.

Zehn Schauspieler be schäftigen

sich mit dem Urmythos von

Christentum, Judentum und Islam

und finden: eine Familien soap,

inklusive „Mord und Tot schlag,

Bruderzwist, Betrug, Ehebruch,

Intrigen, Eifersuchts geschichten,

Sex, Kriege, Ver feh lungen“.

„Gene sis“ ist radikales Theater,

das nur deswegen nicht ganz so

beeindruckend rüberkommt, weil

es keine Kölner Produktion ist,

sondern eine Über nahme vom

Schau spielhaus Zürich. Aller dings:

Wer die Arbeit dort bewundern

konnte, der freut sich jetzt schon

auf ein Wiedersehen.

13.02. - 09.03.2014

DAS SCHÖNSTE

MUSICAL DER WELT

Das Kultmusical

mit der schönsten

Rock ‘n‘ Roll-Lovestory

ist zurück!

15. - 27.04.2014

Musical

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Klubs + Konzerte

DAS ROCKOPER-EREIGNIS!

MEHR ALS 10 MILLIONEN

BESUCHER IN DEN USA!

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Tour 2014

ÜBERWÄLTIGENDE

SHOW-EFFEKTE TREFFEN

AUF ROCK UND KLASSIK!

16.01.2014 - Düsseldorf

Mitsubishi Electric Halle

Luxor, Köln

1. 11., 20 Uhr

Über ein Jahr lang begleiteten The Answer die

Hardrockikonen AC/DC bei ihrer weltumspannenden

Tournee – und haben ihre zahlreichen

Erfahrungen auf der DVD „412 Days of

Rock’n’Roll“ gebündelt. Und obwohl der von

schweren Riffs sowie dem frenetischen Gesang

Cormac Neesons geprägte Rock der Band aus Newcastle unweigerlich

Assoziationen mit The Who und Led Zeppelin abruft,

klingen The Answer stets auf ungreifbare Art nach Gegenwart.



22.02.2014 - Oberhausen, König-Pilsener-Arena

16.03.2014 - Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle

23.03.2014 - Dortmund, Westfalenhalle 1

19.03.2014 - Oberhausen

König-Pilsener-Arena

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IM VVK!

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Foto: Wizard Promotions

06.05.2014 - Münster, MCC Halle Münsterland

08.05.2014 - Bochum, RuhrCongress

A.C.T. ARTIST AGENCY & DEAG CONCERTS IN COOPERATION WITH ICO PRESENT

08.05.2014

Dortmund

FZW

09.05.2014

Köln

E-Werk

The Answer

Foto: Kai von Kröcher

RICHARD

16.05.2014 - Oberhausen

König-Pilsener-Arena

05.07.2014 - Köln

LANXESS arena

NEU

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Julia A. Noack

Kulturcafé Lichtung, Köln

3. 11., 20 Uhr

25.10.2014 – Köln, LANXESS arena

28.10.2014 – Dortmund, Westfalenhalle 1

29.10.2014 – Düsseldorf, ISS Dome

Tickets an den bekannten Vorverkaufsstellen und

unter 0 23 65 - 50 35 500 | 0 18 06 - 999 000 555*oder

Infos unter www.handwerker-promotion.de

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IM VVK!

Als Julia Noack Bob Dylan 2003 in

einem Hotel vor dem Fahrstuhl traf, bat

sie ihn kurzerhand, ihm ihre Songs vorspielen

zu dürfen. Sie durfte – und hat

bis heute einen Backstagepass für jede

Deutschlandtour der Folklegende. Das

Folkgewand hat sie inzwischen abgestreift, doch auch mit

Indiepop macht sie eine gute Figur. Ihr phrasierender

Gesang und die niemals zu harmoniesüchtigen Songs

würden Herrn Dylan sicherlich auch heute noch gefallen.

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Klubs + Konzerte

Stadtgarten (Konzertsaal), Köln

3. 11., 20 Uhr

Welch eine feine Geschichte: Ein Schwede trifft auf

einem dänischen Festival auf eine Frankokanadierin,

hilft ihr nach einigem musikalischen Beschnuppern,

ihr nächstes Album aufzunehmen, und ta-dah: Die

Jazzsängerin Youn Sun Nah wird von der Szene hofiert.

Und das mit Recht, denn wenn sie zum feder leich ten,

geradezu tänzerisch anmutenden Gitarrenspiel von Ulf Wakenius feinsinnig

zwischen Flüstern und Krächzen phrasiert, kann diese musikalische

Union kaum mehr infrage gestellt werden.

Foto: Karsten Jahnke




















































Youn Sun Nah &

Ulf Wakenius







Foto: Prime Entertainment












30 Seconds To Mars

Lanxess Arena, Köln

3. 11., 20 Uhr

Jared Leto, den Frontmann und Sänger von 30 Seconds

To Mars, als musizierenden Schauspieler zu bezeichnen,

wäre falsch, erste Priorität war immer die Musik.

Womöglich kommt das Image aber daher, dass der

nebenberufliche Hollywood-Beau und seine Band

ihren großflächig angelegten Alternative Rock mit

Emoeinschlag seit Jahren vor tausenden ausflippenden Fans zum

Besten geben. Und auch ihre neue Platte „Love Lust Faith + Dreams“

dürfte der Popularität keinen Abbruch tun.

73


Klubs + Konzerte

Aktion

Endlich wieder Arschkalt!

Das limitierte Winterbier von Astra ist zurück!

Draußen wird’s ungemütlich, dafür gibt es von Astra endlich wieder das fros -

tige Bier für Hartgesottene: Astra Arschkalt. Sommer, Sonne, Sonnenschein –

Schnee von gestern, es ist wieder Zeit für das coolste Astra aller Zeiten. Nach

dem erfolgreichen Start im letzten Jahr verbreitete sich das Winterbockbier

von Astra wie Blitzeis unter Bierliebhabern. Ab sofort gibt es die streng limitierte

„Eisknolle“ endlich wieder – die ist aber nix für Warmduscher, sondern

nur für Hartgesottene, denen klirrend kalte Temperaturen am Arsch vorbeigehen

und die auch im frostigsten Winter nicht vor einem eisgekühlten Bier

zurückschrecken! Auch die zugehörigen Plakate von Astra zeigen sich gewohnt

frech und frostig.

Lecker. Limitiert. Arschkalt. Am besten

natürlich eiskalt getrunken.

Weitere frostige Infos unter:

www.Astra-Bier.de

www.facebook.com/AstraBier

Für alle Freunde des Winters verlosen

kulturnews und Astra 2 x einen Winter -

vorrat mit jeweils 3 Kisten Astra

Arschkalt sowie einem coolen Schal.

Zur Teil nahme einfach bis zum

27. November eine E-Mail mit

deiner Adresse und dem

Betreff „Astra Arsch kalt“ an

info@bunkverlag.de senden

und eiskalt genießen!

Foto: Promoters Group Munich

Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

4. 11., 20 Uhr

Achtung, Verwirrungsgefahr: Alter Bridge ist die Nachfolgeband

der Alternative-Rock-Formation Creed, ohne

den ehemaligen Sänger Scott Stapp. Nun haben sich

Creed 2011 mit einem Album offiziell zurückgemeldet,

Alter Bridge bleibt dennoch bestehen. Mit Sänger Myles

Kennedy, ursprünglich von The Mayfield Four, spielen

sie ihre kraftvolle Mischung aus Grunge, Hardrock, Blues und Metal,

wie sie es immer getan haben – von Identitätskrise keine Spur.

Livetipp

Alter Bridge

Foto: Karsten Jahnke

Karsten Kaie

„Ne Million ist so schnell weg“

6. 11.–16. 12. Capitol Theater, Düsseldorf

Sein Talent in Sachen intelligenter Unterhaltung stellte Karsten Kaie in „Caveman“

und diversen Soloprogrammen hinreichend unter Beweis! Seine neue Solonummer

„Ne Million ist so schnell weg“ verspricht, nicht minder erfolgreich zu werden.

Angesiedelt im Ambiente einer All-inclusive-Kreuzfahrt wird mit Deutschland und

dem Rest der Welt abgerechnet: Als Zuschauer erlebst du Captain’s-Dinner und

Poolsmalltalk, illustre Reisegäste und das obligatorische Unterhaltungsprogramm

vom Fitnesstraining bis zum Silvesterabend. „Ne Million ist so schnell weg“ ist eine

geniale Mischung aus Theater, Varieté, Comedy und Kabarett – und ein Muss für

Freunde intelligenter Unterhaltung! Tickets und Infos: www.eintrittskarten.de

Foto: bb-promotion

Strfkr

Gleis 22, Münster

5. 11., 20 Uhr

Die Band Strfkr entspricht auf eine niedliche Art

dem Klischee ihrer Heimatstadt Portland, Oregon.

Das Verschlafene, betont entschleunigte, was

dieser Stadt immer wieder nachgesagt wird, findet

sich nämlich auch in den verträumten Songs

der Amerikaner. Grund zur Kritik ist das allerdings

nicht, schließlich treffen bei Strfkr verschleppte Rhythmen

und Indiepopklänge auf elegische Synthies und stellen klar: Ruhig

ist noch lange nicht langweilig.

74


Klubs + Konzerte

Gloria, Köln

5. 11., 20 Uhr

Wem Emiliana Torrini lediglich als Schöpferin des

Dauerohrwurms „Jungle Drum“ im Gedächtnis geblieben

ist, dem sei angeraten, sich noch einmal näher

mit dem restlichen Werk der isländisch-italienischen

Sängerin zu befassen. Das vielseitige Schaffen von

Torrini reicht von melancholischen Kompositionen wie

„Gollum’s Song“ aus dem „Herr der Ringe“-Soundtrack über Mitwir -

kungen an Songs von Kylie Minogue bis hin zu fantasievollen, kunterbunten

Eigenkreationen.

Grugahalle:

alles ist möglich.

Emiliana Torrini

Tom Lüneburger

Sputnikhalle, Münster

7. 11., 20 Uhr

Für die erste Single seines aktuellen Albums hat

sich der Singer/Songwriter Tom Lüneburger

Stefanie Kloß von Silbermond als Duettpartnerin

ins Boot geholt. Die Zusammenarbeit scheint

gut funktioniert zu haben: Die Produktion der

Folgesingle „Tonight“ übernahmen prompt zwei

von Kloß’ Bandkollegen. Nichtsdestotrotz behält Lüneburger mit

seinen melancholisch-verträumt dahindriftenden Songwriternummern

stets seinen eigenen Stil bei.

Foto: Undercover Entertainment

Foto: Prime Entertainment

75

10 | 11 | 2013 Schallplattenbörse

im Foyer

14 | 11 | 2013 Cindy aus Marzahn

„Pink is bjutiful“

16 | 11 | 2013 Koncert Gwiazd

u.a. mit Beata i Bajm, KORA, Marcin Daniec

19 | 11 | 2013 Alexandrow Ensemble

Jubiläumskonzert zum 85jährigen Bestehen

30 | 11 | 2013 Subergs Ü-30 Party

Mehr als eine Party

14 | 12 | 2013 23. Oldie Night – Die Letzte

The Tremeloes, The Rattles u.v. a.

15 | 12 | 2013 Paul Panzer

„Alles auf Anfang“

21 | 12 | 2013 Wise Guys

Anti-Depressivum Tour

28 | 12 | 2013 – Holiday on Ice

01 | 01 | 2014 PLATINUM

09 | 01 | 2014 Gaelforce Dance

Die beliebte irische Tanzshow

17 | 01 | 2014 Dieter Nuhr

„Nuhr ein Traum“

14 | 02 | 2014 Kaya Yanar

„Around the World“

Verlegt auf

den 08.03.2014

16 | 03 | 2014 Helge Schneider

Pretty Joe & die Dorfschönheiten

19 | 03 | 2014 – Mario Barth

20 | 03 | 2014 „Männer sind schuld, sagen die Frauen“

Terminstand: Oktober 2013 . Änderungen vorbehalten

Ticket-Hotline 02 01.72 44 290

Montag bis Freitag 10.00 – 18.30 Uhr

info@grugahalle.de . www.grugahalle.de

MESSE ESSEN GmbH

Geschäftsbereich Grugahalle

Norbertstraße . D-45131 Essen

Telefon: +49.(0)201.7244.0

Telefax: +49.(0)201.7244.500


Klubs + Konzerte

Foto: MLK

Live Music Hall, Köln

9. 11., 20 Uhr

White Lies aus London entwerfen in ihren Songs

eine Dynamik, die den Hörer umgehend in ihren

Bann zieht. In ihrer düsteren Getriebenheit könnten

die Songs nämlich durchaus aus dem Werk von Joy

Division stammen, doch das Trio fängt unterkühlte

Parts mit hoffnungsvollen, gen Himmel strebenden

Melodien auf. White Lies begeben sich mit ihren Fans auf eine Achter -

bahnfahrt der Gefühle – stets am Limit und doch absturzsicher.

Essigfabrik, Köln

9. 11., 20 Uhr

Dem Umfeld des berühmt-berüchtigten HipHop-

Labels Aggro Berlin ist Fler längst entwachsen.

Inzwischen hat sich der Hauptstadtrapper mit

seinem Plattenlabel Maskulin eine eigene Exis -

tenz aufgebaut. Mit „Blaues Blut“ ist bereits die

14. Veröffentlichung des etablierten HipHoppers

erschienen, und wie gewohnt finden sich darauf finstere Beats

und unverblümter Berliner-Schnauze-Rap mit Straßeneinschlag.

Foto: Cold Life Entertainment

White Lies

Fler

Foto: Ruben Martin

Foto: Hammer Kommunikation

Albert Hammond

Zentrum Altenberg, Oberhausen

10. 11., 20 Uhr

Ob es langweilig werden kann, Tophits zu schreiben?

Albert Hammond müsste es wissen. Bislang schafften

es über 30 seiner Kompositionen, sich in den oberen

Chartsrängen festzusetzen. Mal sang der gebürtige Londoner

selbst, mal schüttelte er Songs wie „One Moment

in Time“ für Whitney Houston aus dem Ärmel. Der

Clou seiner ersten Tour seit ewigen Zeiten: Innerhalb von knapp zwei

Stunden wird er alle seine Hitlistenstürmer spielen.

Eric Burdon

Live Music Hall, Köln

12. 11., 20 Uhr

Mit seinem ersten Longplayer seit sieben

Jahren stellt Eric Burdon seine Fans vor

ein Dilemma: Einerseits soll man dem

Volksmund nach aufhören, wenn es am

schönsten ist – und dafür wäre „Til your

River runs dry“ laut Kritik ein prima

Zeitpunkt. Andererseits: Wie soll man das Ende einer

Karriere wünschen, die nach einer Auszeit so souverän

und stimmgewaltig mit Bluesrock und Gospel an ihre

Glanzzeiten anknüpft?

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Klubs + Konzerte

E-Werk, Köln

12. 11., 20 Uhr

Das Indiepopquartett Imagine Dragons um Sänger

und Songschreiber Dan Reynolds spielte seine ersten

Shows in Casinos seiner Heimatstadt Las Vegas. Dort

lernten sie auf die harte Tour, wie man es schafft, die

vorbeiströmenden Massen Notiz nehmen zu lassen.

Inzwischen ist ihnen die Aufmerksamkeit vieler

sicher, und das haben sie ihrem verspielten Songwriting und den

unwiderstehlich melodische Hooks zu verdanken.

Imagine Dragons

Foto: Promoters Group Munich

Foto: Nick Walker

Hurts

Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

13. 11., 20 Uhr

Als das Duo Hurts 2010 seine Single „Wonderful

Life“ veröffentlichte, schoss es mit seinem Debüt -

album quasi aus der kompletten Unbekanntheit in

die europäischen Hitlisten. Allerorten verfiel man den

elegischen, träumerischen Synthiepophymnen der

Briten. Ihr Folgewerk „Exile“ wahrt die Flächigkeit

und die edle Ästhetik des Vorgängers und war kurz nach Erscheinen

bereits wieder aus kaum einer Top-Ten-Liste wegzudenken.

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Klubs + Konzerte

Konzertvorschau

Jesper Munk

1. 11. Hot Jazz Club, Münster

Soul Rebels

1. 11. Domicil, Dortmund

Tocotronic

1. 11. Forum, Bielefeld

2. 11. Tonhalle, Düsseldorf

(New Fall Festival)

Morcheeba

2. 11. Kantine, Köln

Tarja

2. 11. Gloria, Köln

Monsters Of

Liedermaching

2. 11. Turock, Essen

3. 11. Kantine, Köln

Ben Ivory

2. 11. Werkstatt, Köln

Tonbandgerät

3. 11. Skaters Palace, Münster

15. 11. Luxor, Köln

16. 11. Falkendom, Bielefeld

17. 11. FZW, Dortmund

Cäthe

3. 11. Luxor, Köln

4. 11. Stahlwerk, Düsseldorf

Youn Sun Nah &

Ulf Wakenius

4. 11. Theater an der Kö

Düsseldorf

Yalta Club

5. 11. Druckluft, Oberhausen

6. 11. Forum, Bielefeld

Mads Langer

6. 11. Kulturkirche, Köln

Shakatak

9. 11. Jazztage, Leverkusen

10. 11. Musiktheater Piano

Dortmund

Jupiter Jones

10. 11. FZW, Dortmund

21. 11. Ringlokschuppen

Bielefeld

Bruno Mars

11. 11. ISS Dome, Düsseldorf

Roachford

12. 11. Scala Club, Leverkusen

The Sounds

12. 11. Skaters Palace, Münster

17. 11. Matrix, Bochum

28. 11. Bürgerh. Stollwerck, Köln

Status Quo

13. 11. Westfalenhalle, Dortmund

22. 11. Stadthalle, Bielefeld

24. 11. Falkendom, Bielefeld

Eric Burdon

14. 11. Colosseum Theater,

Essen

Jamie Cullum

15. 11. Forum, Leverkusen

(Leverkusener Jazztage)

Blue October

16. 11. Bürgerh. Stollwerck, Köln

Miriam Bryant

17. 11. Zeche, Bochum

20. 11. Werkstatt, Köln

The Love Bülow

17. 11. Luxor, Köln

The Band Perry

18. 11. Stadtgarten, Köln

Albert Hammond

19. 11. Savoy-Theater, Düsseldorf

Astrid North

19. 11. Harmonie, Bonn

Johannes Oerding

19. 11. Kulturfabrik, Krefeld

21. 11. Zeche, Bochum

Radical Face

19. 11. Kulturkirche, Köln

Gogol Bordello

20. 11. E-Werk, Köln

Ezio

20. 11. Zeche Carl, Essen

21. 11. Harmonie, Bonn

Suede

21. 11. E-Werk, Köln

Dear Reader

22. 11. Druckluft, Oberhausen

(Pressure Air Festival)

JazzNights:

Lizz Wright &

Gregory Porter

25. 11. Tonhalle, Düsseldorf

Foto: Prime Entertainment

Grammatikoff, Duisburg

16. 11., 20 Uhr

Der britische Soulsänger Roachford ist uns im

Ohr, ohne dass wir es wissen. Mit Mousse T

hatte er Chartserfolge, im Vorprogramm von

Mike & The Mechanics heizte er dem Publikum

ein. Sein reifer Soulpop begeistert mit Eleganz

und Groove – welchen Anlass gäbe es also für

den Briten, aufzuhören? Eben. Also doch lieber das neue Album

einstecken und erneut auf Tour kommen.

Foto: Brad Inglis

Roachford

Jake Bugg

Live Music Hall, Köln

24. 11., 20 Uhr

Der Folk der 60er erlebt seine Renaissance in

England – und zwar in Form des erst 19-jährigen

Jake Bugg. Sein Stil hat klare Bezüge zu großen

Songwritern wie Bob Dylan, spielt mit diversen

Americana-Traditionen und überzeugt mit spitzbübischem,

fast arrogantem Charme. Kein

Wunder, dass sich gerade alle – vom Indiegirl bis zum Altrocker –

auf den Jungspund einigen können.

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Klubs + Konzerte

Underground, Köln

25. 11., 20 Uhr

27. + 28.12.2013 – Philharmonie Essen

18.01.2013 – Krefeld, KönigPALAST

16.01.2014

Recklinghausen, Ruhrfestspielhaus

So so, das zweite Studioalbum der Metalband Bombus

heißt also „The Poet and the Parrot“, übersetzt:

Der Dichter und der Papagei. Zwar sind Größen wie

Metallica und Motörhead als Einflüsse kaum zu verneinen,

doch mit Nachplapperei hat das Ganze wenig

zu tun. So käme den Göteborgern in diesem Szenario

zwangsläufig die Rolle des Dichters zu – auch wenn ihre Konzerte sehr

viel eher aus verschwitzten Moshpits als aus Lesungen bestehen.

05.12.2013 - Essen, Colosseum Theater | 07.12.2013 - Düsseldorf, Robert-Schumann-Saal

Foto: Cold Life Entertainment

04.02. – 08.02.2014

Oberhausen

König-Pilsener-Arena

11.04.14 - Bielefeld, Stadthalle

31.01. – 02.02.2014

Köln, LANXESS arena

Bombus

Foto: Cold Life Entertainment

19.02.2014

Münster

(Congress Saal)

MCC Halle Münsterland

21.02.2014

Recklinghausen

Ruhrfestspielhaus

23.02.2014

Wuppertal

Historische Stadthalle

09.03.2014

Bochum

RuhrCongress

19.03.2014

Düsseldorf

Mitsubishi Electric Halle

29.+30.03.2014

Köln

Theater am Tanzbrunnen

The Beatnuts

Bogen 2, Köln

27. 11., 20 Uhr

08.01.2014 - Köln, Theater am Tanzbrunnen

14.01.2014 - Dortmund, Westfalenhalle 3A

DIE BESTEN MUSICALS! DIE HEISSESTEN HITS!

19.03.2014 - Essen, Colosseum Theater

22.03.2014 - Dortmund, Westfalenhalle 3A

Den während der letzten Jahre von Amerika

ausgehenden Trend zum elektronischen,

Richtung Pop schielenden HipHop hat die

New Yorker HipHop-Combo The Beatnuts

nie mitgemacht. Stattdessen hieven sie

Oldschoolbeats ins Jetzt und schaffen einen

urbanen Hybrid aus altgedienter Lässigkeit und modernem

Flair. The Beatnuts haben Trendhuberei nicht nötig – und

werden eben deshalb mit ihren zeitlos guten Beats noch

diverse Modeerscheinungen überdauern.

06.05.2014 - Düsseldorf, Capitol Theater

02.04.2014 - Essen, Grugahalle 07.05. – 10.05.14 - Essen, Colosseum Theater

Tickets an den bekannten Vorverkaufsstellen und

unter 0 23 65 - 50 35 500 | 0 18 06 - 999 000 555*oder

Infos unter www.handwerker-promotion.de

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Ausstellung

Benita Koch-Otte: Frühsommer (Aufgabe 86) (o. J.)

Abb.: Kunsthalle Bielefeld, © Foto: Ingo Bustorf, für Koch-Otte: v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

To open eyes

BIELEFELD 17. 11.–16. 2., Kunsthalle

Textilien gelten in der Regel nicht als beliebtestes Material für bildende Kunst, zu sehr haftet ihnen der

Geschmack des Kunsthandwerklichen an – auch wenn spätestens seit dem Bauhaus Textilien durchaus

hochkulturell verwendet werden. Die Ausstellung in der Leineweberstadt Bielefeld gibt einen Überblick

über textile Kunst von den 1920ern bis in die Gegenwart. Zu sehen sind Arbeiten unter anderem von

Sonia Delaunay-Terk, Blinky Palermo und Olaf Nicolai.

Herzkammer

KÖLN 30. 10.–16. 2., Museum für Angewandte Kunst

In der Biologie bezeichnen die Herzkammern die

linke und die rechte Herzhälfte. Innerhalb der Kölner

Museen bezeichnet die Herzkammer hingegen die

Grafische Sammlung des Museums für Angewandte

Kunst, die bedeutende Druckgrafiken und Hand -

zeichnungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert

beinhaltet. Die Ausstellung gibt einen (angesichts des

Umfangs der Sammlung: kleinen) Einblick in diese

Schätze, entsprechend sollte ihr Titel womöglich

besser „Schatzkammer“ heißen?

George Edwards: Zebra, Der Hengst (um 1750)

Foto: © RBA Köln, Marion Mennicken

80


Ausstellung

Aktion

Entdeckungsreisen

zu gewinnen!

Einblicke in die komplexen Vorgänge des menschlichen Körpers zu geben, um seine

Funktionsweisen besser verstehen und gesünder leben zu können, das ist bereits

seit vielen Jahren das Anliegen von Gunther von Hagens. Gemeinsam mit Angelina

Whalley widmet er sich nun erstmals in einer Sonderausstellung dem „Zyklus des

Lebens“. Noch bis zum 19. Januar werden in Bochum anhand von über 200 einzigartigen

und echten Präparaten sowie Ganzkörperplastinaten die menschlichen

Entwicklungsstufen von der Zeugung bis ins hohe Alter gezeigt und versprechen

eine interessante und tief berührende Entdeckungsreise in den eigenen Körper.

Weitere Informationen gibt es auf www.koerperwelten.de.

Körperwelten und kulturnews verlosen 3 x 2 Tickets für die Ausstellung in Bochum.

Wer sich auf eine spannende Reise begeben will, die garantiert unter die Haut geht,

schickt einfach bis zum 27. 11. eine E-Mail mit dem Betreff „Körperwelten“ an

info@bunkverlag.de. Viel Glück!

Susan Philipsz

Susan Philipsz

Foto: Stuart Armitt

Künstler: Matthew Cusick

DÜSSELDORF 9. 11.–6. 4., Kunstsammlung NRW K21 Ständehaus

Von Haus aus ist die schottische Künstlerin Susan Philipsz (Foto)

Bild hauerin, bekannt ist sie allerdings vor allem für ihre Klang -

instal la tionen – so erhielt sie 2010 auch den renommierten Turner

Prize für ihre Soundarbeit „Lowlands“. In Düsseldorf beschäftigt

sich Philipsz mit dem in der Kunstsammlung sehr präsenten Julius

Bissier sowie mit dessen Beziehung zum Cellospiel. In den Räu men

der Bel Etage ensteht „eine hochsensible Klanginstallation voller

ortsspezifischer, kunsthistorischer und biographischer Bezugspunkte“.

Stoppt den Klimawandel, bevor er unsere Welt verändert.

www.greenpeace.de/helfen

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Ausstellung

Fred Thieler

DUISBURG 1. 11.–2. 2., Museum Küppersmühle

Das Informel bezeichnet weniger eine einheitliche

Kunstgattung als vielmehr eine Geisteshaltung

innerhalb der abstrakten europäischen Nachkriegs -

kunst. Als Gegenbewegung zur geometrischen

Abstraktion geht es im Informel um Formlosigkeit

im Span nungs feld von Formauflösung und Form -

werdung. War das Informel zunächst eine Bewegung

im Paris der 1950er-Jahre, tauchte der Begriff

einige Jahre später auch in Deutschland auf – und

einer der bedeutendsten Vertreter war hier der 1916

geborene Fred Thieler, der ab 1951 zwei Jahre in

Paris gearbeitet hatte. Das Museum Küppersmühle

widmet Thieler eine umfangreiche Retrospektive,

ausgehend von Papierarbeiten und Grafiken bis zu

großformatigen Leinwänden.

Fred Thieler: Signal (1960)

Abb.: Sammlung Ströher, Darmstadt, Foto: Olaf Bergmann, Witten

Sachdienliche

Hinweise

DORTMUND 26. 10.–24. 11., Künstlerhaus

Isabel Glapa: Bühne (2012)

Abb.: © Isabel Glapa

Eine typische Aussage auf einem Fahndungs -

plakat: „Die Polizei bittet um sachdienliche

Hin weise.“ Sachdienlich sind Hinweise zu Täter,

Tatwaffe oder Tatzeit – und in der Kunst entsprechend

Hinweise zu Künstler, Material oder

Entstehungsjahr des Werks. Jedoch: „Offenbar

bemühen sich aber die Künstler als Täter darum,

allzu deutlich lesbare Spuren zu verwischen,

um eine Wahrheitsfindung zu erschweren“, wird

die Dortmunder Ausstellung „Sach dien liche

Hin weise“ angekündigt. „Ein unaufgeklärter

Rest vom Rätsel über Sinn und Bedeutung

bleibt weiter erhalten.“ Die Schau zeigt junge

Kunst, die „bei der lustvollen Suche nach

neuen Erkenntnissen“ herausfordert.

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