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Vorsorgevollmacht

Wenn Sie eines Tages altersbedingt oder aus sonstigen Gründen krank, gebrechlich oder betreuungsbedürftig

werden sollten und deswegen eine Person Ihres Vertrauens beauftragen möchten,

die sich um alle wichtigen Angelegenheiten für Sie kümmern soll, ist die Vorsorgevollmacht das

richtige Mittel. Damit decken Sie nicht nur die üblichen Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens

ab, wie es eine allgemeine Vollmacht macht. Sie haben mit dieser erweiterten Vollmacht jemanden,

der Sie grundsätzlich wie ein Betreuer im Sinne des Betreuungsrechts vertreten kann.

Wir bieten Ihnen deshalb einen Vorsorgevollmachtsvordruck an, der dem des Bundesjustizministeriums

entspricht und den wir mit freundlicher Genehmigung des Ministeriums verwerten durften.

Wichtig:

Es gibt für die Vorsorgevollmacht zwar keine vorgeschriebene Form. Sollten allerdings Grundstücksangelegenheiten

mit abgedeckt werden, muss ein Notar hinzugezogen werden. Auch

Banken erkennen die Vorsorgevollmacht genauso wie alle anderen Vollmachten normalerweise

nur an, wenn die Unterschrift des Vollmachtgebers bankintern erteilt worden ist.

Lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Rechtsanwalt oder dem beurkundenden Notar beraten,

wenn Sie sich beim Inhalt unsicher sind.

Beachten Sie auf alle Fälle, dass Sie bzw. der Vollmachtgeber bei der Vollmachtserteilung geschäftsfähig

sein müssen. Hat ein Notar die Vollmacht beurkundet, sind Feststellungen zur Geschäftsfähigkeit

durch den Notar allerdings nicht für das Vormundschaftsgericht bindend.

Das Gericht wird bei Bedenken gegen die Geschäftsfähigkeit zum Zeitpunkt der Vollmachtserteilung

von Amts wegen hierzu ermitteln. Wird der Vollmachtgeber später geschäftsunfähig, bleibt

es dagegen bei der wirksamen Vollmacht. Dies hat den Vorteil, dass Sie in den meisten Fällen

keinen gerichtlich bestellten Betreuer brauchen, was andernfalls häufig der Fall wäre.

Und noch ein paar wichtige Hinweise zur Vorsorgevollmacht:

Kombinieren Sie die vorliegende Vorsorgevollmacht mit unserer Patientenverfügung. Diese finden

Sie in unserem Leserserviceangebot. Die Patientenverfügung entspricht ebenfalls den Empfehlungen

des Bundesjustizministeriums hierzu und wird deshalb von behandelnden Ärzten und

Pflegepersonal akzeptiert. So können Sie sicher sein, auch dann noch selbstbestimmt leben zu

können, wenn Sie Ihre Wünsche nicht mehr verbindlich äußern können.

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Zustimmung des Verlages unzulässig. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie

Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle Angaben in diesem Beitrag wurden nach genauen

Recherchen sorgfältig verfasst. Eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben ist jedoch ausgeschlossen.

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Vorsorgevollmacht

Ich

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Name, Vorname, ggf. Geburtsname (Vollmachtgeber/in)

.................................................................................................................

Geburtsdatum/Geburtsort

..................................................................................................................

wohnhaft in

..................................................................................................................

Telefon/Telefax

erteile hiermit Vollmacht an

Zu meiner Betreuerin/meinem Betreuer soll bestellt werden:

..........................................................................................................................................

Name, Vorname, ggf. Geburtsname der bevollmächtigten Person

.................................................................................................................

Geburtsdatum

..................................................................................................................

wohnhaft in

..................................................................................................................

Telefon/Telefax

Diese Vertrauensperson wird hiermit bevollmächtigt, mich in allen Angelegenheiten zu vertreten,

die ich im Folgenden angekreuzt oder angegeben habe. Durch diese Vollmachtserteilung soll eine

vom Gericht angeordnete Betreuung vermieden werden. Die Vollmacht bleibt daher in Kraft, wenn

ich nach ihrer Errichtung geschäftsunfähig geworden sein sollte.

Die Vollmacht ist nur wirksam, solange die bevollmächtigte Person die Vollmachtsurkunde besitzt

und bei Vornahme eines Rechtsgeschäfts die Urkunde im Original vorlegen kann.

....................................................... .........................................................................

Datum

Unterschrift

Rechtst|i|pps 2/5


1. Gesundheitssorge / Pflegebedürftigkeit

Sie darf in allen Angelegenheiten der Gesundheitssorge entscheiden, ebenso über alle Einzelheiten

einer ambulanten oder (teil-)stationären Pflege. Sie ist befugt, meinen in einer Patientenverfügung

festgelegten Willen durchzusetzen.

Sie darf insbesondere in sämtliche Maßnahmen zur Untersuchung des Gesundheitszustandes und

in Heilbehandlungen einwilligen, auch wenn diese mit Lebensgefahr verbunden sein könnten

oder ich einen schweren oder länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleiden könnte

(§ 1904 Abs. 1 BGB). Sie darf die Einwilligung zum Unterlassen oder Beenden lebensverlängernder

Maßnahmen erteilen.

Sie darf Krankenunterlagen einsehen und deren Herausgabe an Dritte bewilligen. Ich entbinde

alle mich behandelnden Ärzte und nichtärztliches Personal gegenüber meiner bevollmächtigten

Vertrauensperson von der Schweigepflicht.

Sie darf über meine Unterbringung mit freiheitsentziehender Wirkung (§ 1906 Abs. 1 BGB) und

über freiheitsentziehende Maßnahmen (z. B. Bettgitter, Medikamente u. Ä.) in einem Heim oder

in einer sonstigen Einrichtung (§ 1906 Abs. 4 BGB) entscheiden, solange dergleichen zu meinem

Wohle erforderlich ist.

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.........................................................................

Unterschrift der Vollmachtgeberin/des Vollmachtgebers

2. Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten

Sie darf meinen Aufenthalt, Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag über meine Wohnung

einschließlich einer Kündigung wahrnehmen sowie meinen Haushalt auflösen.

Sie darf einen Heimvertrag abschließen.

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________________________________________________________________________________

................................................................... ……………..

Unterschrift der Vollmachtgeberin/des Vollmachtgebers

Rechtst|i|pps 3/5


3. Behörden

Sie darf mich bei Behörden, Versicherungen, Renten- und Sozialleistungsträgern vertreten.

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................................................................... ……………..

Unterschrift der Vollmachtgeberin/des Vollmachtgebers

4. Vermögenssorge

Sie darf mein Vermögen verwalten und hierbei alle Rechtshandlungen und Rechtsgeschäfte

im In- und Ausland vornehmen, Erklärungen aller Art abgeben und entgegennehmen sowie

Anträge stellen, abändern, zurücknehmen,

namentlich

über Vermögensgegenstände jeder Art verfügen,

Zahlungen und Wertgegenstände annehmen,

Verbindlichkeiten eingehen,

Willenserklärungen bezüglich meiner Konten, Depots und Safes abgeben. Sie darf mich im

Geschäftsverkehr mit Kreditinstituten vertreten,

Schenkungen in dem Rahmen vornehmen, der einem Betreuer rechtlich gestattet ist.

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Unterschrift der Vollmachtgeberin/des Vollmachtgebers

(Achtung: Kreditinstitute verlangen oft eine Vollmacht auf bankeigenen Vordrucken! Für Immobiliengeschäfte,

Aufnahme von Darlehen sowie für Handelsgewerbe ist eine notarielle Vollmacht

erforderlich!)

Rechtst|i|pps 4/5


5. Post- und Fernmeldeverkehr

Sie darf die für mich bestimmte Post entgegennehmen und öffnen, über den Fernmeldeverkehr

entscheiden. Sie darf alle hiermit zusammenhängenden Willenserklärungen (z. B. Vertragsabschlüsse,

Kündigungen) abgeben.

6. Vertretung vor Gericht

Sie darf mich gegenüber Gerichten vertreten sowie Prozesshandlungen aller Art vornehmen.

7. Untervollmacht

Sie darf in einzelnen Angelegenheiten Untervollmacht erteilen.

8. Betreuungsverfügung

Falls trotz dieser Vollmacht eine gesetzliche Vertretung (»rechtliche Betreuung«) erforderlich

sein sollte, bitte ich darum, die oben bezeichnete Vertrauensperson als Betreuer zu bestellen.

9. Weitere Regelungen

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Ort, Datum

Unterschrift der Vollmachtgeberin/des Vollmachtgebers

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Ort, Datum

Unterschrift der Vollmachtnehmerin/des Vollmachtnehmers

Beglaubigungsvermerk

Rechtst|i|pps 5/5

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