Gemeinschaftstouren - Alpenverein Garmisch-Partenkirchen

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Gemeinschaftstouren - Alpenverein Garmisch-Partenkirchen

Inhaltsverzeichnis

Infos und Termine

6 Termine und Kontakte

7 Skitouren auf Pisten

8 Umfrage „Olympia 2018“

Mitglieder

10 Ehrenmitglieder

11 Grünes Kreuz

12 Geburtstage

13 Verstorbene

14 Neumitglieder

Veranstaltungen

20 Mitgliederversammlung

28 Edelweißabend

34 Markus-Hoffmann-Lauf

36 Engadinfahrt

38 DAV Jahreshauptversammlung

39 DAV Naturschutztagung

Jahresberichte

40 Kreuzeckhaus

42 Wankhaus

44 Meilerhütte

46 Oberreintal-/Stuibenhütte

48 Höllentalklamm

50 Wegebericht

52 Boulderhalle

53 Kletterhalle

54 Ausbildung

55 Naturschutz

Gruppen

56 Gruppenübersicht

57 Jugendgruppen

60 Jungmannschaft

61 Sportklettergruppe

62 Klettergruppe

65 Botanikgruppe

67 Bergfahrtengruppe

Ausbildung und Touren

68 Tourenprogramm

70 Gemeinschaftstouren

72 Hinweise zur Ausrüstung

74 Schwierigkeitsbewertung

78 Check your risk

Tourenberichte

80 Auf Tour in den Ligurischen Alpen

und Seealpen

86 Billi Bierling auf dem Manaslu

91 „Ankomst“ – das Wort für

Ankunft in Norwegen

95 Mount Everest – oder wie ich

zu den Seven Summits kam

Geschäftsstelle

102 Kontakt und Öffnungszeiten 104 Bücherei und AV-Artikel

102 Beiträge/Mitgliedschaft 110 Ehrenamtliche / Ansprechpartner

111 Dank an unsere Spender

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Vorwort

Alpine Rufnummern

SOS

Rettung mit Handy in allen europäischen Ländern: 112 (in Deutschland auch übers Festnetz)

Bergwacht Garmisch-Partenkirchen (0049) 08821/3611,

Österreich: 140, Vorarlberg 144

REGA (Schweizer Rettungsfl ugwacht) in der Schweiz: 1414,

Italien: 118, Frankreich: 15, Rettungsleitstelle Chamonix (0430) 531689.

Alpiner-Sicherheits-Service ASS (DAV Bergunfall-Versicherung): 089/30657091

(24 Std. Hilfe bei Bergunfällen)

Alpine Auskunftsstellen (www.alpine-auskunft.de)

Deutscher Alpenverein DAV 089/294940

Österreichischer Alpenverein OeAV 0043/512/587828

Alpenverein Südtirol AVS 0039/0471/999955

Offi ce de Haute Montagne (OHM)

Chamonix 0033/450/532208

Lawinenlageberichte (www.lawinen.org)

Land Bandansage Persönliche Beratung Fax

Bayern 0049/89/9214-1210 0049/899214-1555

Südtirol 0039/0471/271177 0039/0471/414740

Schweiz 0041/848/800-187 0041/81/4170122 15733871 nur Inland

Tirol 0043/512/581839503 0043/512/581839 0043/512/580915

Frankreich 0033/8926/81020

Bergwetter

Land Tonband Internet persönliche Beratung

Deutschland 089/295070 www.alpenverein.de

Österreich 0900/91/156680 www.zamg.ac.at 0043/512/291600

Südtirol 0039/0471/271177 www.provinz.bz.it

Schweiz 0041/848/800162 www.meteoschweiz.ch

Frankreich www.meteo.fr

Infonummern siehe auch Rückseite DAV-Ausweis

Liebes Vereinsmitglied,

liebe Berg- und Naturfreunde,

nun sitze ich da, lasse das

vergangene Jahr Revue passieren

und stelle fest, wie

kurz so ein Jahr eigentlich

ist. Mir kommt es vor, als

seien die Neuwahlen erst

gewesen, wahrscheinlich

liegt es an der Vielzahl der Ereignisse, die

das Jahr 2010 ausgefüllt haben.

In meinem ersten Amtsjahr als Vorsitzender

wurde mir noch mehr bewusst, welchen

Stellenwert unsere Alpenvereinssektion im

örtlichen und regionalen Geschehen eigentlich

hat.

Ohne die Unterstützung durch unsere Sektion

und den Zuschüssen des DAV-Dachverbandes

würden für die Wanderer und Gäste

des Ortes das gut erhaltene Wegenetz, die

Wegmarkierungen und die intakten Berghütten

nicht in einem so guten Zustand sein.

Unsere Meinung bei politischen Entscheidungen

wie dem Alpspix, der Olympiabewerbung,

der Erschließung der Zugspitze

(Tunnel von Ehrwald) und der Diskussion

„Bergsport und Natur im Einklang“, wird

doch von der Kommune, den Naturschutzverbänden

und Unternehmen wahrgenommen

und Vorschläge sogar teilweise umgesetzt.

Gute Nachbarschaftsbeziehungen, wie zwischen

dem Kreuzeckhaus, der Barbarahütte,

dem Naturfreundehaus und der Kreuzalm, ermöglichten

den Anschluss dieser Hütten an

das öffentliche Wasser- und Abwassernetz,

wodurch ein wichtiger Beitrag für langfristigen

Naturschutz geleistet wurde.

Solche zeitintensiven Projekte können

nur mit einer guten Mannschaft bewältigt

werden. Durch die Erweiterung unseres

Vorstands mit einem dritten Vorsitzenden

konnten diese Arbeiten auf mehrere Schultern

verteilt werden.

Ein super Team und dabei noch Spaß an der

Sache haben, das erleichtert das Arbeiten in

der Sektion schon sehr.

Allen ehrenamtlichen Helfern, Gönnern und

Freunden sage ich „Vergelt´s Gott“, denn

ohne Euch würde das Vereinsgeschehen

nicht funktionieren.

Für das Vertrauen unserer Mitglieder,

welches der Arbeit der Sektion entgegengebracht

wird, möchte ich mich auch im Namen

der ganzen Vorstandschaft bedanken.

Gesundheit und viele schöne Bergerlebnisse

wünscht Ihnen

Markus Dorfl eitner

1. Vorsitzender

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Infos und Termine

Termine und Kontakte

02. Dezember 2011

Adventfeier der Sektion

in der Aule-Alm am Freitag, 19.30 Uhr. Bezüglich

einer Mitfahrgelegenheit

bitte bis Donnerstag, 01.12. in der Geschäftsstelle

melden.

07. -11. März 2012

Engadinfahrt

Anmeldung bei Klaus Rothballer ab Montag,

09. Januar 2012, Tel. 08821/3838

20. April 2012

Mitgliederversammlung der Sektion

Mit dem Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden,

Haushalt 2011/2012 und den Berichten

der Gruppenleiter und Referenten.

Beginn um 19.30 Uhr in der Aule-Alm (Bus

bis Kreuzeck-Talstation)

Winterausbildung der Bergwacht

Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen

startet am Freitag, 29. Oktober 2011

mit der Winterausbildung.

Informationen gibt es bei der Bergwachtgeschäftsstelle

unter Telefon 08821-3611.

Hinweis der Geschäftsstelle:

AV-Ausweise 2011 bis 29.02.2012 gültig.

Die neuen Ausweise werden Anfang bis

Mitte Februar 2012 verschickt.

Kreuzeckhaus 1652 m

Tel. 08821 - 2202, info@kreuzeckhaus.de

geöffnet: Mitte Mai – Anfang November

und Mitte Dezember bis Mitte April

Wankhaus 1780 m

Tel. 08821 - 56 201

info@wankhaus.de www.wankhaus.de

geöffnet: Ende April bis Anfang November

und Ende Dezember bis Ende März

Meilerhütte 2366 m

Tel. 0171 - 522 78 97, info@meilerhuette.de

geöffnet Anfang / Mitte Juni bis Anfang

Oktober

Oberreintalhütte 1525 m

info@oberreintalhuette.de

www.oberreintalhuette.de

geöffnet: Anfang Juni bis Anfang Oktober

Stuibenhütte 1640 m

Tel. 0174 - 7515911, info@stuibenhuette.de

geöffnet: Mitte Dezember bis Mitte April

Höllentalklamm-Eingangshütte 1045 m

Tel. 08821 - 8895

eingangshuette@hoellentalklamm.de

geöffnet: Mitte Mai bis Mitte Oktober

Boulderhalle

Tel. 08821 - 9674684

info@kletterhalle-gapa.de

Skitouren auf Pisten

Skitouren auf Pisten zu unternehmen ist in

den letzten Jahren immer beliebter geworden.

Konfl ikte entstehen dabei, wenn

Skitourengeher auf Skipisten in der Zeit nach

dem täglichen Betriebsschluss der Bahnen

unterwegs sind. Pistenpräparierung und

Lawinensprengungen können behindert

werden, z.T. sind damit erhebliche Gefahren

für Skitourengeher verbunden. Aber auch die

Tatsache, dass immer mehr Skitourengeher

während des Skibetriebes unter Missachtung

der Regeln, z. B. am Rand hintereinander zu

gehen oder die Pisten an unübersichtlichen

Stellen nicht zu queren, die Pisten hochgehen,

birgt erhebliche Gefahren. Daher wurde

unten stehende Vereinbarung zwischen dem

Alpenverein und der Bayerischen Zugspitzbahn

getroffen:

Für das Classic-Skigebiet von

Garmisch-Partenkirchen gibt es seit

November 2010 neue Vereinbarungen:

■ Skitourengehen ist tagsüber nur nach den

„DAV-Regeln für Skitourengeher auf Skipisten“

über Tonihütte–Standard möglich.

■ Nach Betriebsschluss erfolgt die Pistenpräparierung.

Da die Pisten mit Seilwinden

präpariert werden, sind sie dann aus

Sicherheitsgründen gesperrt. Aufstiege und

Abfahrten sind nach Betriebsschluss nur an

den Skitourenabenden möglich.

■ Jeden Dienstag und Donnerstag Skitou-

renabend. Aufstiege und Abfahrten werden

mittels Schilder genau angegeben. Auf den

anderen Pisten besteht Lebensgefahr durch

Winden präparierung!

■ Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf

eigenes Risiko. Die Pisten sind außerhalb

der Öffnungszeiten – d.h. vor Öffnung der

Seilbahn und nach der letzten Pistenkontrollfahrt

– nicht mehr vor atypischen Gefahren

gesichert. Auf alpine Gefahren, insbesondere

Lawinengefahr, sowie Lebensgefahr durch

Pistenarbeiten mit Windenraupen muss

jeder selbst achten. Eine Haftung wird nicht

übernommen. Dies gilt für Skitouren in allen

bayerischen Skigebieten.

Als Folge daraus hat sich der Verein Skitourensportler

e. V. gegründet, der die Interessen

der Skipistentourengeher vertritt. Bei

einer der ersten Versammlungen war auch

Sebastian Buchwieser als 2. Vorsitzender

der AV-Sektion Ga.-Pa. eingeladen, um die

Verbesserung der Aufstiegs- und Abfahrtsmöglichkeiten

noch zu optimieren, z.B. eine

zusätzliche Aufstiegs- und Abfahrtsmöglichkeit

über die Olympia zu schaffen. Dies zu

erreichen kann nur durch eine gute Zusammenarbeit

zwischen dem Verein, dem DAV

und der Zugspitzbahn erfolgen.

Sebastian Buchwieser

2. Vorsitzender

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Infos und Termine

Umfrage „Olympia 2018“

Kein anderes Thema bewegte die Bevölkerung

Garmisch-Partenkirchens in den

vergangenen Jahren ähnlich stark wie die

Bewerbung für die Olympischen Winterspiele

2018, für welche die Marktgemeinde als

Austragungsort für die Skiwettbewerbe und

Schwaiganger für die Langlauf- und Biathlonrennen

vorgesehen waren. Weil dieses

Ereignis eine einschneidende Weichenstellung

für die Zukunft bedeuten würde, und

dem Alpenverein eine Schlüsselrolle bei der

Meinungsbildung zu diesem Thema zukam,

wurde 2010 eine Mitglieder-Befragung

durchgeführt, für welche der Sektionsvorsitzende

Markus Dorfl eitner die Fragestellung

so formulierte: „Naturschutz oder Naturnutz

– auf welche Seite soll die Sektion sich

stellen?“

Auch der Hauptverein hatte sich bereits

ausführlich mit dem Thema befasst, und

DAV-Präsident Klenner hatte die Brückenfunktion

des Alpenvereins betont: „Der DAV

ist Naturschutz- aber auch Sportverband.“

Der DAV befi nde sich grundsätzlich in einem

Spannungsfeld, weil in seinem Leitbild und

in seiner Satzung Bergsport und Naturschutz

gleichberechtigte Ziele sind. Deshalb sei

man nicht wie andere Verbände ausgestiegen,

g , sondern sah seine Rolle im Vermitteln

zwischen sportlichen und ökologischen

Interessen. Klenner: „Unsere traditionelle

Aufgabe ist es, Diskussionen anzustoßen, zu

moderieren und Lösungen zu entwickeln.“

Dies sollte auch die Strategie für die Sektion

Garmisch-Partenkirchen sein: Beide Meinungen,

die der Befürworter, wie die Olympia-

Gegner kritisch zu hinterfragen und an

möglichen Lösungen mitzuarbeiten. Markus

Dorfl eitner: „Wir sollten nicht als grundsätzlicher

Verhinderer von Projekten, sondern

als konstruktiver Partner in der Öffentlichkeit

wahrgenommen werden.“ Die Sektion

will Wege aufzeigen, „wie der Erhalt des

Naturerbes mit Tourismus und Sport natur-

und sozialverträglich in Einklang gebracht

werden kann.“

Nach den Grundsätzen von Transparenz und

Demokratie war der logische Schritt eine

Mitgliederbefragung, welche im Oktober

2010 als Beilage im Nachrichtenblatt gemacht

wurde.

513 Teilnehmer (rund zehn Prozent der Mitglieder)

stimmten ab – 244 mit Nein, 233 mit

Ja, 36 enthielten sich.

Auf den Stimmzetteln war Raum für Bemerkungen,

die anonym behandelt wurden, dabei

fanden sich bei den Gegnern vorwiegend

Argumente wie:

■ „... weil ich nicht glaube, dass diese

Olympiade so naturverträglich durchgeführt

werden kann, wie es nötig wäre ...“

■ „Es sollte nicht der Weg sein, auf alte

fl ächenfressende Konzepte zu setzen, um

eine ,scheinbare’ Entwicklung in Gang zu

bringen.“

■ „... sehe ich für unsere Region eine gewaltige

Umstrukturierung, die nach Olympia

nicht mehr ,meine‘ Heimat widerspiegeln

wird.“ Dieses Gefühl überwiege „das

Verständnis für die Haltung des DAV, den

entstehenden Schaden möglichst gering zu

halten, was ohne ,Mitspracherecht’ nicht

machbar ist.“

Die Befürworter der Bewerbung erwähnten

fast einhellig diese Möglichkeit der Einfl ussnahme,

die in Garmisch-Partenkirchen schon

in der Planung realisiert wurde: Die Tatsache,

dass das Mediendorf nicht im Grüngürtel

gebaut wird, wurde in Zusammenarbeit mit

anderen Organisationen nicht zuletzt von der

Alpenvereinssektion bewirkt. Folglich wurde

die Zustimmung sehr oft begründet wie folgt:

■ „Die DAV-Einstellung: ,Mitmachen und

Verbessern’ fi nde ich sehr gut.

Meist war das positive Votum mit einer

Einschränkung oder Bedingung versehen im

Sinne von „Ja – aber ...“

■ „Ja, unter der Voraussetzung, dass nicht

gegen, sondern mit und für den Schutz der

Natur geplant wird. Es müssen alle Anstrengungen

unternommen werden, Menschen-

und Verkehrsaufkommen Verkehrsaufkommen so zu minimieren

bzw. kanalisieren, dass die Lebensqualität

der de der Bewohner nicht leidet.“

g gegen, sondern mit und für den Schutz der

■ „ ... aber ohne Zersiedelung der schönen

Landschaft.“

■ „Ja, aber kein Olympia um jeden Preis.“

■ „Ein klares Ja, wenn die Durchführung

bzw. Anlagen möglichst naturschonend und

preisgünstig ausgeführt werden.“

Sowohl bei Gegenstimmen wie bei Enthaltungen

wurde oft als negativ angeführt,

dass für Langlauf bzw. Biathlon nicht die

vorhandenen Sportstätten in Oberstdorf und

Ruhpolding als Austragungsorte geplant

sind. Dazu hatte Thomas Urban als Hauptgeschäftsführer

des DAV erklärt: „Die Errichtung

von temporären Anlagen für die nordischen

Bewerbe am Gut Schwaiganger ist aus

ökologischer Sicht die bessere Alternative.

Das konnte die Unentschiedenen nicht

umstimmen – es bleiben Zweifel am Konzept

der Bewerbung und an der Glaubwürdigkeit

der Planer.

■ „Dem olympischen Gedanken bin ich

uneingeschränkt aufgeschlossen. Bei den

Winterspielen 2018, die teilweise in Ga-Pa

stattfi nden sollen, bin ich jedoch der Meinung,

dass von Seiten der Sportindustrie

Hemmschwellen überschritten werden, die

nicht reparabel sind.“.

Aufzupassen, dass genau diese Schwellen

nicht überschritten werden, hat sich der

Alpenverein zur Aufgabe gemacht.

Wolfgang Gärner

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Mitglieder

Drei neue

Ehrenmitglieder

Am 10. Mai wurden in feierlicher Runde in der

Aule-Alm die drei verdienten Sektions-Helfer

Martina von Thurn, Walter Fehrenz und

Sepp Winter zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Die Vorstandschaft bedankt sich für ihren

unermüd lichen Einsatz.

Martina von Thurn, geb. Reiser (zum Wachter)

hat als Architektin und Dipl.-Ing.(FH)

über Jahrzehnte alle nötigen Pläne für die

Sektion ehrenamtlich erstellt. Dies betraf

die Stuibenhütte einschließlich aller An- und

Umbauten, ebenso die Oberreintalhütte,

das Adolf-Zoeppritz-Haus auf dem Kreuzeck

inklusive Innenarbeiten und nicht zuletzt die

Pläne für den großen Umbau der Meilerhütte

V.l.n.r.: 1. Vorsitzender Markus Dorfl eitner,

3. Vorsitzender Peter Anzenberger, Walter

Fehrenz, Martina von Thurn, Sepp Winter und

2. Vorsitzender Sebastian Buchwieser.

mit der Tal- und Bergstation der Materialbahn

in den Jahren 1996 bis 1998.

Walter Fehrenz, Spezialist für Funkanlagen

und Elektronik, war über viele Jahrzehnte

fast zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Stelle,

wenn in der Meilerhütte Defekte den Funkverkehr

mit der Bergwacht lahm legten. Auch

zu Reparaturen an den Fotovoltaik- oder

Kollektor-Anlagen war Walter stets vor Ort.

Er stand der Sektion auch auf den anderen

Hütten ehrenamtlich zur Verfügung. In der

Aule-Alm installierte er für Edelweiß-Feiern,

die jährliche Adventfeier und alle Hauptversammlungen

eine Mikrofonanlage.

Der Winter Sepp, unser Leiter der Bergfahrtengruppe,

hat 40 Jahre lang junge und alte

Mitglieder der Sektion auf Vier-, Drei- und

Zweitausender der Alpen geführt. Er ging voraus

durch Eispassagen, auf Skitouren, durch

die Felsen. Dass er von den vielen hundert

Bergfahrten viele hunderte Berggefährten

stets heil und unfallfrei heimbrachte, ist

eine große und bewundernswerte Leistung.

Legendär sind die Weihnachts-, Faschings-

und Sonnwendfeiern, die er für seine Gruppe

inszenierte.

Grünes Kreuz

für Toni Vogg

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung

des Deutschen Alpenvereins in Osnabrück

bekam Anton Vogg von der Bergwacht

Grainau durch DAV-Interimspräsident Ludwig

Wucherpfennig das „Grüne Kreuz“ verliehen.

Rudolf Gantner, stellvertretender Vorsitzender

der Bergwacht Bayern, betonte in der

Laudatio, es müsse uns allen ein Bedürfnis

sein, jenen Menschen zu danken, die eigene

Interessen zurückstellen und immer wieder

persönliche Opfer bringen und sich um das

Schicksal anderer kümmern.

Mit dem „Grünen Kreuz“ geehrt:

der Grainauer Bergwachtler Toni Vogg.

Der 51-jährige Toni Vogg ist Bergwachtmann

mit Leib und Seele seit über 30 Jahren. Vogg,

seit 19 Jahren Leiter der Grainauer Bergwacht,

achtet mit besonderer Sorgfalt auf

optimale Ausbildung und Ausrüstung seiner

Bergwachtmänner als Basis für bestmögliche

Hilfe am Berg. Er fordert aber auch hohe

Einsatzbereitschaft aller Aktiven.

Sein besonderes Gespür zeigt ein nicht

alltäglicher Einsatz: Nachdem die zuständigen

Behörden die Suche nach einem seit

Tagen vermissten jungen Bergsteiger – allein

unterwegs im Höllentalgebiet –

bereits eingestellt hatten, organisierte Vogg

nach Feierabend eine weitere Suchaktion.

Mit einem SAR-Hubschrauber fl ogen die

Bergwachtler zum Höllentalferner, wo sie

Rufe aus einer Gletscherspalte ausmachten.

Sie fanden den Vermissten, der sein Leben

bereits aufgegeben hatte, und retteten ihn

nach zweieinhalb Tagen aus seinem eisigen

Gefängnis. Dass der 25-jährige noch lebt, hat

er der Intuition und Hartnäckigkeit des Toni

Vogg zu verdanken.

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Mitglieder

Herzlichen Glückwunsch

zum Geburtstag!

95. Geburtstag

Inge Inselsberger, Garmisch-Partenkirchen

Siegfried Reiss, München

90. Geburtstag

Hans Engstfeld, Garmisch-Partenkirchen

Johann Janker, Garmisch-Partenkirchen

Josefi ne Schauler, Garmisch-Partenkirchen

Maria Schulze, Oberau

Alois Wagner, Garmisch-Partenkirchen

85. Geburtstag

Johanna Bernhard, Garmisch-Partenkirchen

Alfred Bickel, Murnau

Melchior Breitsamter jun., Oberammergau

Charlotte Förstner, Oberammergau

Maria Fulghum, Garmisch-Partenkirchen

Irmgard Gorenc, Krün

Wolfgang Kobler, Garmisch-Partenkirchen

Walter Kumpf, Gstadt am Chiemsee

Irene Malzahn, Garmisch-Partenkirchen

Ernst Schiebler, Garmisch-Partenkirchen

Clemens von Schilcher, Erkrath

Paul Schulz, Garmisch-Partenkirchen

Ella Trautmann, Garmisch-Partenkirchen

80. Geburtstag

Ella Baumeister, Garmisch-Partenkirchen

Michael Benedikt, Grainau

Anton Blumenschein, Oberau

Anneliese Eckert, Garmisch-Partenkirchen

Norbert Geng, Garmisch-Partenkirchen

Reinhard Grill, Oberau

Antonie Haginger, Garmisch-Partenkirchen

Johann Härter, Mittenwald

Marianne Hellweger, Farchant

Werner Hilbert, Garmisch-Partenkirchen

Alfred Kratz, Oberammergau

Wolfgang Lorenz, Garmisch-Partenkirchen

Hildegard Meurer, Garmisch-Partenkirchen

Hans Müller, Oberammergau

Anton Norz, Oberammergau

Wilhelm Paul, Farchant

Juergen Preissler, Garmisch-Partenkirchen

Josefi ne Reindl, Garmisch-Partenkirchen

Richard Reiser, Oberammergau

Peter Rühm, Garmisch-Partenkirchen

Theresia Stampfer, Garmisch-Partenkirchen

Max Wartbiegler, München

Gisela Wiebelitz, Bergisch-Gladbach

Unsere verstorbenen

Mitglieder 2010

Geburtsjahr Eintritt DAV u. Sektion

Johann-Paul Bader, Grainau 1939 1993 1993

Erwin Beck, Großbettlingen 1925 1985 1985

Hilde Beck, Großbettlingen 1924 1985 1985

Josef Drathen, Garmisch-Partenkirchen 1947 1993 1993

Dr. Günther Eckert, Garmisch-Partenkirchen 1928 1962 1962

Josef Geiger, Eschenlohe 1908 1969 1969

Adelheid Goller, Oberammergau 1938 1995 1995

Peter Heiss, Garmisch-Partenkirchen 1935 1987 1987

Ingeborg Heyer, Garmisch-Partenkirchen 1939 1993 1993

Franz-Josef Höxter, Altenbehen-Buke 1933 2003 2003

Maria Klinke, Rimsting 1924 1954 1954

Karl Laubner, Wolfratshausen 1928 1950 1950

Martin Loibl, München 1927 1955 1955

Elisabeth Meltzer, Garmisch-Partenkirchen 1922 1968 1968

Leo Prumüller, Garmisch-Partenkirchen 1933 1961 1962

Anton Reindl, Farchant 1918 1938 1938

Norman Sutherland, Garmisch-Partenkirchen 1920 1969 1973

Engelbert Schmid, Weilheim 1935 1954 1954

Dr. Guenter Schoenebeck, Garmisch-Partenk. 1924 1956 1956

Brigitte Tokarski, Rosbach 1939 1971 1971

Ludwig Unduetsch, Bad Bayersoien 1914 1963 1979

Andreas Volz, Häusern 1982 2004 2004

Dieter Tiedemann, Garmisch-Partenkirchen 1920 1947 1970

Gertrud Uhr, Eschenlohe 1952 1970 1970

Josef Geiger war mit knapp 102 Jahren unser ältestes Mitglied. Der damalige Vorsitzende

Helmut Pfanzelt gratulierte ihm persönlich zum 100 Geburtstag. Er war viele Jahrzehnte bei

den Engadinfahrten dabei und sorgte dort immer für gute Stimmung.

Anton Reindl genannt „Beiler Toni“ wurde im Herbst 2008 für seine 70-jährige Mitgliedschaft

geehrt. Der aktive Bergsteiger war ein guter Freund vom Vogl Schorsch, den er oft besuchte

und sein Lieblingsberg war natürlich der Wank.

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Mitglieder

Neumitglieder 2010

A-Mitglieder

Markus Abt, Weilheim, Oberbay

Markus Ackermann, München

Sigrid Aigner, Östringen

Edgardo Alcidi, Farchant

Alexandra Bauer, Garmisch-Partenkirchen

Anna Bäuerle, Grainau

Hans-Peter Baumann, Garmisch-Pa.

Begemann, Seefeld, Oberbay

Gertraud Benvenutti-Schreiber, Garmisch-Pa.

Michael Berz, Augsburg

Raju Bitter, Garmisch-Partenkirchen

Thomas Braun, Regensburg

Claudia Brettel, Bichl b. Bad Tölz

Laurenz Breyer, Grainau

Christian Brinkmann, Versmold

Christine Buchwieser, Garmisch-P.

Ingo Büßert, Garmisch-Partenkirchen

Lincoln Conner, Garmisch-Partenkirchen

Michael Dahm, Grainau

Kerstin Dalchau-Mettner, Idstein

Michael Dankert, Garmisch-Partenkirchen

Ben De Kok, Oberammergau

Sinem Dere, Garmisch-Partenkirchen

Beate Dieterle, Wangen im Allgäu

Reiner Dörfl inger, Farchant

Dr. Josef Mazur, Frankfurt, Oder

Dr. Max Eichberger, Garmisch-Partenkirchen

Gudrun Fink, Garmisch-Partenkirchen

Jan-Michael Freitag, Herford

Matthias Gabriel, Bad Homburg v d Höhe

Cornelia Gansler, Garmisch-Partenkirchen

Hildegard Gastreich, Garmisch-Partenkirchen

Christoph Geissler, Wil, Schweiz

Daniela Gindra-Melillo, Oberammergau

Sebastian Gratz, Roßwein

Gabriele Haider, Garmisch-Partenkirchen

Karsten Handke, Karlsbad

Michael Hasenclever, Dortmund

David Hemmann, Murnau a. Staffelsee

Oliver Herbold, Hann Münden

Robert Herz, Garmisch-Partenkirchen

Andreas Hofmann, Murnau a. Staffelsee

Helmut Hofmann, Garmisch-Partenkirchen

Christine Hohenleitner, Bad Heilbrunn

Janina Hommeltenberg, Garmisch-Pa.

Sebastian Hopf, Farchant

Felix Hummel, München

Sebastian Jansen, Wiesbaden

Michael Jenß, Borgholzhausen

Cat/Gitte Juhran, Garmisch-Partenkirchen

Eva Kaesbauer, Weilheim, Oberbay

Elisabeth Kaiser, Ebenhausen

Silvia Käufer-Schropp, Klais

Renè Keiling, Berlin

Gerd Kellermann, Bonn

Oliver Keßler, Leipzig

Udo Killmann, Gelsenkirchen

Bernd Kirstein, Grainau

Monika Kistenmacher, Velbert

Kathrin Klingler, Nierstein

Eberhard Kloke, Grainau

Michael Kolb, Garmisch-Partenkirchen

Jürgen Kopp, Weilheim, Oberbay

Frank Köpping, Weilerswist

Peter Krasselt, Jena

Jens Kreklau, Garmisch-Partenkirchen

Petra Lämmermann, Garmisch-Partenkirchen

Thomas Langner, Heppenheim, Bergstraße

Uwe Lehmann, Amorbach

Werner Leidinger, Garmisch-Partenkirchen

Donald Liles, Garmisch-Partenkirchen

Andreas Lindebner, Garmisch-Partenkirchen

Constanze Lippstreu, München

Andreas Lödermann, Garmisch-Pa.

Richard Löw, München

James MacDougall, Garmisch-Partenkirchen

Sabine Malhofer-Karrer, Uffi ng a. Staffelsee

Uwe Markard, Mittenwald

Barbara Maurer, Grainau

Suzanne Mayhew, Farchant

Klaus Meister, Hamburg

Anette Mendez, Grainau

Brigitte Metzger, Kirchheim b. München

Ulrich Mielke, Leverkusen

Gottfried Minninger, Rösrath

Stephan Müller, Garmisch-Partenkirchen

Tommy Nielsen, Ishöj, Dänemark

Elisabeth Ostler, Garmisch-Partenkirchen

Marianne Ostler, Garmisch-Partenkirchen

Michael Ottensarendt, Garmisch-Pa.

Dr. Alexandre Pelzer, Krün

Norbert Pfeifer, Heppenheim, Bergstraße

Jürgen Quent, Hagen, Westfalen

Andreas Rappensberger, Wallgau

Andi Rathgeber, München

Tobias Rau, Kaufbeuren

Reini Rauch, Farchant

Marion Rauchenzauner, Garmisch-Pa.

Melanie Reich, Garmisch-Partenkirchen

Bernd Reisacher, Bad Kohlgrub

Brigitte Remke, München

Florian Ries, Garmisch-Partenkirchen

Cornelius Rinderle, München

Sina Rittweg, Garmisch-Partenkirchen

Nina Rörtgen, Garmisch-Partenkirchen

Dirk Rost, Korbach

Christine Rumpelt, Germering

Mathias Rusterholz, München

Anette Samsioe, Murnau a. Staffelsee

Julia Sandner, München

Uta Sasgen, Seefeld, Oberbayern

Susanne Sautmann, Garmisch-Partenkirchen

Andreas Schaumeier, München

Dirk Scherhag, Remagen

Wolfram Schiele, Unterdießen

Roland Schmid, Gauting

Gerhard Schmitt, Krün

Klaus Schönberger, Grainau

Herbert Schütz, Weilheim, Oberbayern

Alexander Schwer, Garmisch-Partenkirchen

Franz Seimel, Garmisch-Partenkirchen

Stephanie Senner, Oberammergau

Elisabeth Serve, Garmisch-Partenkirchen

Sylvie Setzer, Garmisch-Partenkirchen

Hanne Michaela Siebert, Hilchenbach

Susan Steinke, Grainau

Norbert Suhm, Harmsdorf, Holst

Alexander Süntzenich, Tutzing

Martin Szugat, Augsburg

Roman Tabor, Leipzig

Karl-Heinz Tappeser, Garmisch-Partenkirchen

Christoph Tertel, München

Josef Thier, Oberau, Loisach

Denis Tones, Grainau

Marco Ueker, Versmold

Steffen Ulrich, Garmisch-Partenkirchen

Petra Urbanek, Finning

Alfons Van Den Boom, Grainau

Ben Veerman, Oberammergau

Simone Voigt, Grainau

Andreas von Mücke, Oberammergau

Carolina von Wiedersperg, Garmisch-Pa.

Erik Wagentrotz, Quedlinburg

Martin Wagner, Oberammergau

Susanne Wagner, Grainau

Michael Wahren, Himmelpforten, Niederelbe

Gerald Walter, Zams, Tirol

Gaby Wehner, Alfter

Dietmar Wess, Garmisch-Partenkirchen

Reinhold Wess, Frankfurt am Main

Robert Wetters, Oberammergau

Heiko Wilski, Hofheim am Taunus

Edeltraud Wölfl e, Grainau

Markus Zeitler, Schirnding

14 15


Mitglieder

B-Mitglieder

Werner Aigner, Östringen

Monika Becker, Hann Münden

Tanja Begemann, Seefeld, Oberbayern

Holger Behnk, Oy-Mittelberg (Petersthal)

Marlene Berz, Augsburg

Yu-Kyong Bitter-Park, Garmisch-Pa.

Maria Buchwieser, Oberammergau

Manfred Christ, Grainau

Michaela L. Christopeit, Garmisch-Pa.

Paula De Kok, Oberammergau

Heike Ehlers, Hofheim am Taunus

Heike Elwart, Gelsenkirchen

Andreas Fink, Garmisch-Partenkirchen

Herbert Fischer, Oberammergau

Stefanie Gabriel, Bad Homburg v d Höhe

Mona Gewinner, Schirnding

James Goodwin, Grainau

Anetta Günther, Wachtberg

Rudi Hammes, Morshausen

Barbara Hellweger, München

Michaela Herzog, Garmisch-Partenkirchen

Liselotte Hintersdorf, Garmisch-Pa.

Helena Hortner, Garmisch-Partenkirchen

Hannelore Hunold, Jena

Agnes Jocher, Garmisch-Partenkirchen

Hubert Juchem, Wunstorf

Gerald Karrer, Uffi ng a. Staffelsee

Heike Keßler, Leipzig

Kirsten Kirsch-Hasenclever, Dortmund

Thorsten Kistenmacher, Velbert

Olga Klein, Garmisch-Partenkirchen

Kerstin Kloke, Grainau

Andrea Kohlhund, Ohlstadt

Dr. Eberhard Korneli, Dresden

Xenia Kreklau, Garmisch-Partenkirchen

Tobias Krüger, Garmisch-Partenkirchen

Doris Leidinger, Garmisch-Partenkirchen

Steffi Leonhardt, Murnau a. Staffelsee

Jutta Liebmann, Augsburg

Sven Limberg, Garmisch-Partenkirchen

Christoph Löffl er, Unterammergau

Hannes Maurer, Grainau

Beate Mazur, Frankfurt, Oder

Francisco Mendez, Grainau

Hans-Gerd Mettner, Idstein

Susann Mielke, Leverkusen

Christopher Miller, Oberammergau

Mary Mitchell, Grainau

Hans-Jürgen Müller, Innsbruck

Julia Müller, Weilheim, Oberbayern

Sabine Nagl, Farchant

Alex Novak, München

Monika Pelzer, Krün

Heinz Quanke, Alfter

Wilson Quinchimbla, Oberammergau

Klaus Rauchenzauner, Garmisch-Pa.

Ludwig Reiser, Garmisch-Partenkirchen

Simone Rost, Korbach

Jörgen Samsioe, Murnau a Staffelsee

Noriko Sasakawa-Liles, Garmisch-Pa.

Klaus Schäufele, Garmisch-Partenkirchen

Martin Scherer, Farchant

Ricarda Scherhag, Remagen

Petra Schiele, Unterdießen

Christine Schmidt, Krün

Silvia Schrödl, Garmisch-Partenkirchen

Christian Schürenberg, München

Andrea Schütz, Weilheim, Oberbayern

Silvia Schweiger, Oberammergau

Peter Sontheimer, München

Gunter Stark, Augsburg

Helga Strohm, Garmisch-Partenkirchen

Lydia Tafertshofer, Uffi ng a. Staffelsee

Maggie Tones, Grainau

Roswitha Trummer, Grainau

Nina Ulrich, Garmisch-Partenkirchen

Patricia Veerman, Oberammergau

Heinz Voit, Garmisch-Partenkirchen

Magdalena von der Heidt, Farchant

Monique Wetters-Luxembourg,

Oberammergau

Mario Wiedemann, Grainau

Martin Willibald, Garmisch-Partenkirchen

Diana Wolf, Garmisch-Partenkirchen

C-Mitglieder

Benedikt Grießer, Engstingen

Felix Hörmann, Garmisch-Partenkirchen

Peter Strobel, Hannover

Sabine Strobel, Hannover

16 17

Junioren

Christoph Baier, Mittenwald

Josef Biermaier, Garmisch-Partenkirchen

Martin Bokor, Garmisch-Partenkirchen

Michelle Böttcher, Würzburg

Heidi Brunner, Mülsen

Sarah Buchwieser, Oberammergau

David Dosch, Garmisch-Partenkirchen

Nicole Flägel, Garmisch-Partenkirchen

Franz Georg Grasegger, Garmisch-Pa.

Robert Grasegger, Grainau

Ines Greif, Grainau

Katharina Hackel, Garmisch-Partenkirchen

Zugspitz-Gipfelkreuz mit Blick auf den Jubiläumsgrat.

Maximilian Haider, Garmisch-Partenkirchen

Sonja Hanten, Innsbruck

Sarah Hartlmaier, Siegen

Antonia Hasenmüller, Garmisch-Pa.

Andreas Hiederer, Garmisch-Partenkirchen

Johannes Hildebrandt, Schwaigen, Oberbay

Rosmarie Holzer, Wallgau

Josef Hundhammer, Laberweinting

Joerg Jooss, Gussenstadt

Daniel Kapitel, Garmisch-Partenkirchen

Vincent Kellner, Garmisch-Partenkirchen

Antonia Maier, Garmisch-Partenkirchen

Sebastian Malik, Antdorf

Eric Rouven Müller, Dittelsheim-Heßloch

Florian Niederl, Garmisch-Partenkirchen

Elisabeth Niklas, Saulgrub/Altenau

Daniel Oberhauser, Eichenau b. München

Kristina Pfeil Nielsen, Ishöj

Elisabeth Pleyer, Krün

Florian Post, Herzfeld, Eifel

Johann Post, Münsing, Starnberger See


Mitglieder

Rebecca Rädler, Garmisch-Partenkirchen

Mirjam Reif, Ohlstadt

Rebecca Reif, Ohlstadt

Karin Reindl, Garmisch-Partenkirchen

Jonas Ried, Garmisch-Partenkirchen

Emi Sasakawa, Garmisch-Partenkirchen

Pirmin Steiner, Garmisch-Partenkirchen

Martina Tichatschke, München

Luke Tones, Grainau

Gabriel Toplicanec, Garmisch-Partenkirchen

Franziska Unterholzner, Grainau

Benjamin Voglgsang, Garmisch-Pa.

Georg Volwahsen, Garmisch-Partenkirchen

Maike Warneke, Ettal

Patrick Wiedmann, Grainau

Dominik Zech, Garmisch-Partenkirchen

Astrid Zeder, Eichenau b. München

Jugend

Michael Bader, Saulgrub/Wurmansau

Magdalena Bohlke, Garmisch-Partenkirchen

Bernhard Czerny, Garmisch-Partenkirchen

Luisa Geschew, Farchant

Daniel Geyer, Garmisch-Partenkirchen

Sophia Geyer, Garmisch-Partenkirchen

Daniel Jakob, Garmisch-Partenkirchen

Stephan Kappelmeier, Farchant

Anna-Lena Käufer, Klais

Felix Knapp, Garmisch-Partenkirchen

Veronika Kraus, Garmisch-Partenkirchen

Florian Schneider, Garmisch-Partenkirchen

Katharina Schwab, Garmisch-Partenkirchen

Paul Stauch, Garmisch-Partenkirchen

Kinder

Hanni Benvenutti, Garmisch-Partenkirchen

Sebastian Broede, Kleve, Niederrhein

Chiara Cecile Freitag, Herford

Felix Geschew, Farchant

Anna-Lena Hamberger, Farchant

Caroline Krone, Bonn

Maximilian Maier, Farchant

Joshua Mayhew, Farchant

Onno Johan Nienhuis, BK Deventer, Holland

Jan Reisacher, Bad Kohlgrub

Tobias Rottenfußer, Grainau

Maria Steinke, Grainau

Konstantinus Stroubis, Garmisch-Pa.

Hanna Swiers, Garmisch-Partenkirchen

Philipp Wagner, Grainau

Paul Wallner, Grainau

Luis Zaja, Garmisch-Partenkirchen

Nikola Zaja, Garmisch-Partenkirchen

Kinder und Jugendliche

in Mitglieder-Familien

Sophie Abt, Weilheim, Oberbay

Korbinian Anzenberger, Garmisch-P.

Franziska Berz, Augsburg

Sebastian Berz, Augsburg

Theresa Berz, Augsburg

Luzia Brenner, Garmisch-Partenkirchen

Laura Buchwieser, Oberammergau

Stefan Buchwieser, Oberammergau

Alina Ehlers, Hofheim am Taunus

Timo Ehlers, Hofheim am Taunus

Julia Goodwin, Grainau

Francisco Goodwin-Mitchell, Grainau

Moritz Leo Hartmann, Garmisch-Partenk.

Magdalena Heiland, Oberammergau

Henry Hortner, Garmisch-Partenkirchen

Anna Jocher, Garmisch-Partenkirchen

Jan Kistenmacher, Velbert

Linda Kistenmacher, Velbert

Frieder Kolb, Garmisch-Partenkirchen

Katharina Krinninger, Garmisch-Pa.

Maximilian Krinninger, Garmisch-Pa.

Robert Krinninger jun., Garmisch-Pa.

Max Leidinger, Garmisch-Partenkirchen

Tomo Liles, Garmisch-Partenkirchen

Jonas Maurer, Grainau

Mia Maurer, Grainau

Luisa Mendez, Grainau

Luis Nagl, Farchant

Paulina Nagl, Farchant

Mats Willem Novak, München

Diana Pieroth, München

Jacob Rauchenzauner, Garmisch-Pa.

Tiana Rauchenzauner, Garmisch-Pa.

Till Schiele, Unterdießen

Andreas Schmidt, Krün

Christoph Schmidt, Krün

Joshua Schmied, Garmisch-Partenkirchen

Alice Serve, Garmisch-Partenkirchen

Herbstlicher Blick vom Wank.

Elena Serve, Garmisch-Partenkirchen

Lucia Serve, Garmisch-Partenkirchen

Sarah Serve, Garmisch-Partenkirchen

Sven Setzer, Garmisch-Partenkirchen

Aaron Robert Siebert, Hilchenbach

Anna Theresia Siebert, Hilchenbach

Christoph Staltmayer, Farchant

Sebastian Staltmayer, Farchant

Theresa Staltmayer, Farchant

Viktoria Staltmayer, Farchant

Anna Steuerwald, Garmisch-Partenkirchen

Sebastian Steuerwald, Garmisch-Pa.

Anton Stimmer, Garmisch-Partenkirchen

Jakob Stimmer, Garmisch-Partenkirchen

Johanna Stimmer, Garmisch-Partenkirchen

Joshua Tones, Grainau

Norah Wagner, Garmisch-Partenkirchen

Luis Willibald, Garmisch-Partenkirchen

Simon Willibald, Garmisch-Partenkirchen

Theresa Zurmühl, Penzberg

18 19


Veranstaltungen

Mitgliederversammlung

Niederschrift

über die Ordentliche Mitglieder-Jahreshauptversammlung

am Freitag, 08.04.2011 um

19.30 Uhr in der Aule-Alm

Begrüßung der Mitglieder

Der Erste Vorsitzende Markus Dorfl eitner

begrüßt zur Eröffnung die Mitglieder, die

Ehrenmitglieder und die Vertreter der Presse.

Die Mitgliederversammlung wurde ordnungsgemäß

angekündigt durch Inserat im

Ga.-Pa. Tagblatt am 30. März 2011 und im

Aushang an der Bahnhofsstraße und der

Geschäftsstelle.

Geschäftsbericht

Herr Dorfl eitner erstattet den Geschäftsbericht

zu folgenden Themen:

■ Rückblick auf die Neuwahlen im April

2010.

■ Einarbeitung in das Amt des 1. Vorsitzenden.

■ Neugestaltung der Homepage (dynamische

Seite).

■ Versammlung zur Olympia-Bewerbung

und anschließende Mitgliederbefragung mit

dem Ergebnis: 513 Stimmabgaben, 233 Pro,

244 Contra, 36 Enthaltungen.

■ Kanal- und Wasseranschluss des

Kreuzeckhauses.

■ Kletterhalle: Bodengutachten durch den

Kletterhallen e. V., Erbbaurechtsvertrag

von der Gemeinde, Abwarten der Olympia-

entscheidung im Juli, Grundstückspreis wird

von der Gemeinde überprüft.

■ Treffen der großen bayerischen Sektionen:

Themenvorbereitung für die

Hauptversammlung.

■ DAV-Hauptversammlung in Osnabrück:

Neuer Präsident ist Josef Klenner aus

Beckum und Vizepräsident ist neuerdings

Guido Köstermeier.

■ Überprüfung der Versicherungen für Gruppen,

Sektion und Ehrenamtliche.

■ Ernennung von Ehrenmitgliedern und des

Ehrenvorsitzenden.

■ Veranstaltungen: Naturschutztagung des

DAV, Edelweißabend, Spendenübergabe von

der Kreissparkasse, Advent- bzw. Nikolausfeier.

■ Errichtung eines Tipizeltes vor der Boulderhalle

während der Ski-WM.

■ Kreuzeckhaus: Rechtsstreit zur Antennenerweiterung.

■ Verstorbene Mitglieder des Jahres 2010:

Namentlich werden die langjährigen Mitglieder

Drathen Josef, Geiger Josef und Reindl

Anton erwähnt.

Herr Dorfl eitner bittet um ein kurzes Andenken.

Die Anwesenden erheben sich von den

Plätzen.

■ Neuer Mitgliederstand zum 31.12.2010:

5.392, das sind 179 mehr als vor einem Jahr.

Mitgliederstand zum 31. 12. 2010

Anzahl Änderung

zum Vorjahr

A-Mitglieder 2.412 + 59

B-Mitglieder 1.633 + 66

davon Partner: 777,

Senioren: 633 und Bergwacht: 223

C-Mitglieder 55 - 1

Junioren (bis 25 J.) 391 + 44

Beitragsfreie 174 - 7

Erwachsene insgesamt 4.665 + 161

Jugend (14 -18 J.) 266 + 9

Kinder (bis 13 J.) 461 + 9

Mitglieder insgesamt 5.392 + 179

ohne C-Mitglieder 5.337 + 180

Jahresabrechnung/Haushalt 2010

Die Schatzmeisterin Birgit Janner erstattet

hierzu Bericht und verliest die Zahlen des

Haushaltes 2010. Als Abschluss kann hierzu

festgehalten werden:

Gesamteinnahmen: € 754.705,56

Gesamtausgaben: € 570.422,18

Mehr-Einnahmen: € 184.283,38

Die Rechnungsprüfer Ludwig Hillmaier und

Werner Seidenschwan haben keinerlei Beanstandungen.

Deren schriftlicher Rechnungsbericht

wird durch Fau Janner verlesen.

Herr Dorfl eitner lässt zur Entlastung des Vorstandes

durch die Mitgliederversammlung

formell abstimmen. Die Entlastung erfolgt

einstimmig. Eine Gegenstimme oder eine

Enthaltung ist nicht zu verzeichnen.

Haushaltsvoranschlag 2011

Frau Janner verliest den Entwurf zum Haushaltsvoranschlag

2011 und gibt zusätzliche

Erläuterungen. Hierzu kann folgendes

Gesamtergebnis festgehalten werden:

Zu erwartende Gesamteinnahmen:

€ 520.450,00

Zu erwartende Gesamtausgaben:

€ 631.640,00

Zu erwartende Mehrausgaben:

€ 91.199,00

Herr Dorfl eitner lässt zum Haushaltsvoranschlag

2011 formell abstimmen. Die Genehmigung

durch die Mitglieder erfolgt ohne

Gegenstimme bei zwei Enthaltungen.

20 21


Veranstaltungen

Gesamtübersicht Haushalt 2010

2010 Voranschlag 2010 Voranschlag 2011

Einnahmen Ausgaben Einnahmen Ausgaben Einnahmen Ausgaben

Zuschuß/Beihilfe/Wege 29.749,83 5.660,96 28.200,00 12.000,00 11.800,00 43.000,00

Verwaltung 68.274,34 56.600,00 72.400,00

Bergsteigerei 10.883,71 20.600,00 21.600,00

Verschiedenes (USt/Zins etc.) 4.452,90 23.743,63 4.700,00 22.250,00 17.200,00 11.020,00

Mitgliederbeiträge, Spenden 370.037,15 92.865,83 318.200,00 93.500,00 171.750,00 95.500,00

Bücherei 7.307,34 10.500,00 13.000,00

Höllentalklamm 176.926,32 129.993,23 156,500,00 150.600,00 156.500,00 159.000,00

A.-Zoeppritz-Haus (Kreuzeck) 82.213,71 127.456,40 80.500,00 55.800,00 77.000,00 61.800,00

Meilerhütte 20.687,48 21.786,68 22.100,00 26.600,00 21.600,00 39.100,00

Franz-Fischer-Hütte (O’tal) 9.151,81 19.695,73 11.000,00 22.200,00 11.000,00 17.800,00

Stuibenhütte 3.643,80 11.457,69 3.500,00 16.850,00 3.500,00 18.750,00

A.-Huber-Haus (Wank) 31.116,57 20.823,44 26.800,00 37.800,00 24.000,00 25.570,00

Kletter-, Boulderhalle 26.725,99 30.473,20 26.600,00 30.100,00 26.100,00 33.100,00

Gesamtsumme 754.705,56 570.422,18 678.100,00 555.400,00 520.450,00 611.640,00

Mehreinnahmen/-ausgaben 184.283,38 122.700,00 -91.190,00

754.705,56 754.705,56 678.100,00 678.100,00 520.450,00 520.450,00

22 23


Veranstaltungen

Kasse 363,82

Kreissparkasse Girokonto 125.746,72

Kreissparkasse

Geldmarktkonto 186.236,06

Vermögensstand 31.12.2010

Guthaben EUR Schuld EUR

Kaution Eingangshütte 5.500,00

Kaution Wankhaus 3.500,00

Darlehen Wankhaus

Nr. 314353 7.500,00

Nr. 314442 12.000,00

Darlehen

Höllentaleingangshütte 4.080,00

Darlehen Kreuzeckhaus

Nr. 6079388 68.301,29

Darlehen Kreuzeckhaus DAV 63.750,00

Beitragsvorauszahlung 2011 151.238,50

Zwischensumme 312.346,60 315.869,79

Saldo 3.523,19

Summe 315.869,79 315.869,79

Schuld 01.01.2010 -187.806,57

Überschuß 2010 184.283,38

Schuld 31.12.2010 -3.523,19

Berichte der einzelnen Referenten

erstellt von vorgetragen durch

Meilerhütte T. Huber/H.Pfanzelt T. Huber

Wankhaus P. Anzenberger sen. M. Dorfl eitner

Oberreintal/Stuiben Toni Bräckle Thomas Bräckle

Höllentalklamm Hans Hofmann Hans Hofmann

Peter Schwarz über das

Höllental Museum

Boulderhalle P. Anzenberger jun. P. Anzenberger jun.

Jungmannschaft M. Baudrexl P. Anzenberger jun.

Wege Klumpp, Krätz, Reiser F. Klumpp

Kreuzeckhaus B. Hofmann B. Hofmann

Jugendgruppe 1 H. Neuner H. Neuner

Jugendgruppe 2 L. Bräckle L. Bräckle

Botanikgruppe Hr. Dr. Heyer Hr. Dr. Heyer

Klettergruppe J. Schmid J. Schmid

Bergfahrtengruppe S. Winter S. Winter

Sportklettergruppe R. Bartl R. Bartl

Naturschutz H. Pfanzelt H. Pfanzelt

Die ausführlichen Berichte der einzelnen Referenten und Gruppenleiter

hier ab Seite 40 nachzulesen.

24 25


Veranstaltungen

Satzungsänderung

An die Mitglieder wurden schriftliche

Unterlagen zur neuen Satzung verteilt. Die

Änderungen wurden durch Fettdruck gekennzeichnet.

Der neue Entwurf zur Satzung wird von Frau

Janner vorgetragen und beinhaltet folgende

Änderungen:

§ 4 Mitgliedschaft im DAV, geändert Punkt d)

und e): verpfl ichtende Übernahme aus der

DAV-Mustersatzung.

§ 6 Mitgliederrechte und Haftungsbegrenzung,

geändert Absatz 4 und neu Absatz 5:

verpfl ichtende Übernahme aus der DAV-

Mustersatzung.

§ 15 Zusammensetzung des Vorstandes,

geändert Absatz 1: Erweiterung um einen

Ausbildungsreferenten, neu: geschäftsführender

Vorstand und Wegfall der Beisitzer.

Neu Absatz 4: Aufwandsentschädigung.

§ 19 künftig gibt es Beiräte statt Beisitzer.

Frau Janner lässt auf Wunsch der Mitglieder

per Akklamation formell über die neue

Satzung abstimmen. Die Mitglieder stimmen

zu. Es ist weder eine Gegenstimme noch eine

Enthaltung zu verzeichnen.

Neuwahlen

Wahl eines Ausbildungsreferenten in den

Vorstand.

Hierzu erstattet Herr Dorfl eitner Bericht.

Es handelt sich hierbei um eine Vorabwahl,

da die Erweiterung des Vorstandes um einen

Ausbildungsreferenten gerade erst mit der

Satzungsänderung beschlossen wurde. Die

Satzungsänderung wird jedoch erst mit der

Eintragung ins Vereinsregister wirksam.

Ohne Vorabwahl müsste deshalb nach

Anerkennung der neuen Satzung erneut eine

Mitgliederversammlung wegen der Wahl

einberufen werden.

Die Wahl ist gemäß § 15 Abs. 3 für den Rest

der Wahlperiode also für zwei Jahre (restliche

Amtsdauer des Vorstandes).

Herr Dorfl eitner erläutert weiterhin die

Aufgaben eines Ausbildungsreferenten und

schlägt Udo Knittel vor. Weitere Vorschläge

werden nicht genannt.

Herr Dorfl eitner lässt auf Wunsch der Mitgliederversammlung

per Akklamation formell

abstimmen.

Die Mitgliederversammlung wählt bei einer

Stimmenthaltung Udo Knittel zum Ausbilddungsreferenten

in den Vorstand.

Udo Knittel nimmt die Wahl an, stellt sich

kurz vor und erläutert umfangreich die

Aufgaben und die Ziele eines Ausbildungsreferenten.

Wahl von zwei Jugendleitern in den Beirat.

Hierzu erstattet Herr Dorfl eitner Bericht.

Die Wahl ist gemäß § 19 Abs. 1 für den Rest

der Wahlperiode, also für zwei Jahre. Vorgeschlagen

werden Ralf Langer und Simon

Pampusch.

Herr Dorfl eitner lässt jeweils per Akklamation

formell abstimmen.

Ralf Langer wird bei einer Stimmenthaltung

als Jugendleiter in den Beirat gewählt.

Simon Pampusch wird bei zwei Stimmenthaltungen

als Jugendleiter in den Beirat

gewählt.

Ralf Langer und Simon Pampusch nehmen

die Wahl an.

Wahl eines Gruppenleiters Botanik in den

Beirat. Diese Wahl gilt ebenfalls gemäß § 19

Abs.1 für den Rest der Wahlperiode, also für

zwei Jahre. Vorgeschlagen wird Hr. Dr. Jürgen

Heyer.

Herr Dorfl eitner lässt formell per Akklamation

abstimmen.

Jürgen Heyer wird bei einer Stimmenthaltung

als Gruppenleiter Botanik in den Beirat

gewählt. Herr Heyer nimmt die Wahl an.

Sonstiges/Termine

Herr Dorfl eitner verkündet folgende Termine:

Das Wankhaus öffnet wieder am Samstag,

16.04.2011

Die 100 Jahr Feier Wankhaus fi ndet am Sonntag,

19.06.2011 statt.

Die Sommeröffnung des Kreuzeckhauses ist

Anfang Juni 2011.

Das Höllental Museum wird am Freitag,

01.07.2011 eröffnet.

Die 100 Jahr Feier Meilerhütte fi ndet im

Herbst 2011 statt.

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen

mehr vorliegen, beendet Hr. Dorfl eitner

gegen 22.15 Uhr den offi ziellen Teil der

Mitgliederversammlung.

Gemäß Anwesenheitsliste haben an der

Mitgliederversammlung 51 Personen

teilgenommen.

gez.

Markus Dorfl eitner, 1. Vorsitzender

Siegfried Bößenecker, Schriftführer

26 27


Veranstaltungen

Edelweißabend 2010

Alljährlich werden im Herbst unsere Jubilar-

Mitglieder, die 25, 40 , 50 oder 60 Jahre

beim DAV bzw. der Sektion sind, an diesem

Abend geehrt. Im vergangenen Jahr fand der

Edelweißabend am Fr., 08. Oktober in der

Aule-Alm statt.

Der Erste Vorsitzende, Markus Dorfl eitner,

gab sein Debüt bei diesen Ehrungen. Er be-

Name Ort

70 Jahre

Walter Bluemel Seefeld

Dr. Wolfgang Burhenne Königswinter

Dorothee Eckardt Farchant

Hans Ländner München

60 Jahre

Johanna Bernhard Garmisch-Partenkirchen

Adolf Gallenberger Garmisch-Partenkirchen

Kurt Hammer Berlin

Johann Hibler Farchant

Erich Müller Garmisch-Partenkirchen

Clement Noll Dießen

Konrad Panther Villingen-Schwenningen

Dr. Max Platiel Icking-Attenhausen

Ernst Schiebler Garmisch-Partenkirchen

Max Wartbiegler München

Inge Warz Garmisch-Partenkirchen

dankte sich bei den langjährigen Mitgliedern

für Ihre Treue zur Sektion.

Die Jubilare, welche schon 50 Jahre oder

länger dabei sind, wurden als Dank von der

Sektion zu Speis und Trank eingeladen. Musikalisch

begleitete uns das Duo Toni Ostler

und Stefan Fütterer durch den Abend.

60 Jahre

v.l.: 1. Vorsitzender Markus Dorfl eitner,

Adolf Gallenberger, Ga.-Pa.; Erich Müller,

Ga.-Pa.; Ernst Schiebler, Ga.-Pa.

Name Ort

50 Jahre

Helmut Bartsch Ettal

Walter Besiak Grainau

Ute Buchwieser Garmisch-Partenkirchen

Guenther Deubler Krumbach

Katharina Dorfl eitner Garmisch-Partenkirchen

Klaus Dziallas Garmisch-Partenkirchen

Lothar Hensel Grainau

Christa Herrmann Oberau

Hubert Hillmaier Garmisch-Partenkirchen

Siglinde Hornemann Farchant

Gudrun Kirchner Bergisch-Gladbach

Fritz Krauss Bernau

Ingrid Laubner Wolfratshausen

Inge Laumer Murnau

Traudl Leiner Garmisch-Partenkirchen

Klaus Mader Oberfl össing

Karin Mayer Garmisch-Partenkirchen

Bernhard Mende Murnau

Friedrich Joh. Müller Oberau, Loisach

Gerhard Mundstock Oberau

Annemarie Ostertag Garmisch-Partenkirchen

50 Jahre

hinten v.l.: Hubert Hillmaier, Ga.-Pa.;

Günter Saalborn, München; Franz

Zwerger, Ga.-Pa; Dr. Horst Ostertag,

Ga.-Pa; Klaus Dziallas, Ga.-Pa.

Mitte v.l.: Hildegard Weber, Ga.-Pa.;

Walter Besiak, Grainau; Annemarie

Ostertag, Ga.-Pa.

vorne v.l.: Renate Rothleitner, Oberau;

Katharina Dorfl eitner, Ga.-Pa.; Ute

Buchwieser, Ga.-Pa.; Siglinde Hornemann,

Farchant; Lothar Hensel, Grainau

28 29


Veranstaltungen

Name Ort

Dr. Horst Ostertag Garmisch-Partenkirchen

Brigitte Ott Weilheim

Renate Rothleitner Oberau

Guenther Saalborn München

Elisabeth Salisko München

Margareta Schmid Olching

Hans Thieme Gilching

Inge Trappel Garmisch-Partenkirchen

Hildegard Weber Garmisch-Partenkirchen

Franz Zwerger Garmisch-Partenkirchen

40 Jahre

Nikolaus Baier München

Dr. Axel Bauer Dresden

Werner Bittner Gohrisch

Bernhard Bruckdorfer Farchant

Irmhild von Criegern Hohenfels

Josef Daeullary Hamburg

Hannes Doerfl er Garmisch-Partenkirchen

Markus Doerfl er Garmisch-Partenkirchen

Florian Dörfl er Grainau

Wilhelm Egle Aalen

Otto Felzmann Garmisch-Partenkirchen

Max Flossmann Oberammergau

Gerda Hartenstein Garmisch-Partenkirchen

Helga Hegwein Garmisch-Partenkirchen

Heinz Hertel Bremerhaven

Inge Hertel Bremerhaven

Andreas Hutter Garmisch-Partenkirchen

Eberhard Knab Seukendorf

Ingrid Krebs Moorenweis

Anna Mayer Oberau

Dr. Michael Meuer Holzkirchen

Name Ort

Gerhard Meyding Garmisch-Partenkirchen

Barbara Naumann Murnau

Albert Oeffner Farchant

Christa Ostler Garmisch-Partenkirchen

Rudolf Pointner Uffi ng

Alfred Richter Garmisch-Partenkirchen

Eugenie Scheuerlein Garmisch-Partenkirchen

Gretel Schien Birstein

Karl Schien Birstein

Ernestine Schöneborn Much

Hans Dieter Stahuber Oberau

Charlotte Voegele Freising

Josef Weiser Huglfi ng

Susanne Wildegans Garmisch-Partenkirchen

Christine Winkler Riegsee

25 Jahre

Andreas Bader Garmisch-Partenkirchen

Michael Bauer Garmisch-Partenkirchen

Monika Bauer Garmisch-Partenkirchen

Erwin Beck Großbettlingen

Hilde Beck Großbettlingen

40 Jahre

hinten v.l.: Hans-Dieter Stahuber, Oberau;

Hannes Dörfl er, Ga.-Pa.; Markus Dörfl er,

Ga.-Pa.; Alfred Richter, Ga.-Pa.;

Mitte v.l.: Eberhard Knab, Seukendorf;

Andreas Hutter, Ga.-Pa.; Florian Dörfl er,

Grainau; Albert Öffner, Farchant;

vorne v.l.: Wilhelm Egle, Aalen; Helga

Hegwein, Ga.-Pa.; Gerhard Meyding, Ga.-Pa.;

30 31


Veranstaltungen

Name Ort

Adolf Blieninger Garmisch-Partenkirchen

Markus Bühner Oberammergau

Heidi Ehrhardt Garmisch-Partenkirchen

Georg Eitzenberger Garmisch-Partenkirchen

Marion Elsner Bergisch Gladbach

Anton Eursch Garmisch-Partenkirchen

Christine Fenzl Garmisch-Partenkirchen

Christine Fleck Wallgau

Monika Froschauer Oberau

Irmtraud Frühwald Garmisch-Partenkirchen

Maria-Rosa Harloff Uffi ng a Staffelsee

Thomas Harloff Unterhaching

Robert Heiland Oberammergau

Thomas Heinig Garmisch-Partenkirchen

Dr. Christoph Heller Bad Neustadt a d Saale

Gisela Herbst Garmisch-Partenkirchen

Barbara Hibler Garmisch-Partenkirchen

Stefan Hiebler Garmisch-Partenkirchen

Andreas Hirsch Garmisch-Partenkirchen

Josef Hümmer Oberau, Loisach

Roland Jaeger Ettenheim

Gunter Jensen Garmisch-Partenkirchen

Sven Karrer Oberau

Iris Keller Garmisch-Partenkirchen

Robert Kettner Garmisch-Partenkirchen

Jakob Lang Bad Kohlgrub

Heidemarie Lesewa Garmisch-Partenkirchen

Franziska Lobenhofer Eschenlohe

Anton Lober Garmisch-Partenkirchen

Irmgard Lober Garmisch-Partenkirchen

Mario Lober Garmisch-Partenkirchen

Karl Mack Oberau

Martha Mack Oberau

Name Ort

Franz Mamhofer Farchant

Helma Neubauer Garmisch-Partenkirchen

Herbert Ortloff Garmisch-Partenkirchen

Ingeborg Ortloff Garmisch-Partenkirchen

Michael Osterhammer Oberammergau

Hubert Ostler Garmisch-Partenkirchen

Bernd Reisacher Bad Kohlgrub

Harald Rettelbach Oberammergau

Jörg Rhein Fürth, Odenw.

Bernd Rieder Eberfi ng

Thomas Ruhland Garmisch-Partenkirchen

Christine Sappa Grainau

Werner Sappa Grainau

Angela Schneider Garmisch-Partenkirchen

Rolf Seel Garmisch-Partenkirchen

Paul Seibold Grainau

Gerhard Steinberg Grainau

Hans Streitel Garmisch-Partenkirchen

Magdalena Taubitz Oberau

Christine Vögele Oberau, Loisach

Silvia Vogg Grainau

Hans Voigtlaender Garmisch-Partenkirchen

Eva Wild Garmisch-Partenkirchen

Wilhelm Wild Garmisch-Partenkirchen

Elke Wilks Garmisch-Partenkirchen

Jutta Wolff Garmisch-Partenkirchen

Corina Würth Garmisch-Partenkirchen

Michael Würth Garmisch-Partenkirchen

Marion Zwerger Garmisch-Partenkirchen

25 Jahre

hinten v.l.: Werner Sappa, Grainau;

Bernd Reisacher, Bad Kohlgrub; Georg

Eitzenberger, Ga.-Pa.; Anton Eursch,

Ga.-Pa.;

Mitte v.l.: Christine Sappa, Grainau;

Andreas Bader, Ga.-Pa.; Christine Vögele,

Oberau; Angela Schneider, Ga-Pa.;

vorne v.l.: Iris Keller, Ga.-Pa.; Franziska

Lobenhofer, Eschenlohe

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Veranstaltungen

Markus-Hoffmann-Lauf

2011

Der Markus-Hoffmann-Lauf fi ndet bereits

seit über 26 Jahren statt, in Gedenken an

die im Gebirge verunglückten Mitglieder der

Jungmannschaft Markus Hoffmann, Markus

von Zitzewitz und Heidi Hillmaier.

Heuer fand der Lauf am 8. Juni statt. Das ist

wie üblich der Mittwoch vor Pfi ngsten.

Der Start war wie alle Jahre am Herrgott´s

Schrofen um 19.00 Uhr; es ging über den

Kramerplateauweg auf den Grasberg. Das

Ziel wurde auf vielseitigen Wunsch direkt vor

die St. Martinshütte verlegt.

Gewertet wurden nur Mannschaften zu je

drei Läufern und zwar nach der Summe der

Einzelplatzierungen. Auf fast einstimmigen

Wunsch der Teilnehmer werden seit einigen

Jahren auch die Einzelergebnisse mit den

Zeiten festgehalten.

1. Platz, v.li..Bob Bartl, Doris Borner, Ludwig

Ostler und Anderl Daffner

Kurze Rede langer Sinn. Es war das schlechteste

Wetter, an das ich mich je erinnern

kann. Bereits einige Minuten nach dem

Start waren die Teilnehmer so durchnässt,

als wenn sie unter einer Dusche gestanden

hätten.

Das Wetter schlägt sich natürlich auch auf

die Teilnehmerzahl nieder.

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön

an die Unterstützer - die Familie Hoffmann,

die Sektion, die Firma Krah und an die

Organisatoren Franz und Lena Buchner und

Sepp Grasegger.

Jim Bößenecker

2. Platz, v.li.: Charly Wehrle, Martin Borner

und Markus Huber

Mannschaftswertung

1. Bartl, Daffner, Ostler, (Borner Doris)

2. Huber, Wehrle, Borner Martin

3. Scherer, Focks, Federle

4. Opitz, Bößenecker, Werner, (Linsenhöl)

Einzelwertung

1. Huber Markus 31.34

2. Federle Karl-Heinz 33,54

3. Werner Florian 35,36

4. Borner Martin 36,04

5. Ostler Ludwig 38,57

6. Bartl Robert 39,56

7. Daffner Anderl 41,28

8. Bößenecker Jim 42.09

9. Focks Michi 42,19

10. Borner Doris 42,46

11. Scherer Kathi 43.04

12. Opitz Lissi 51,04

12. Linsenhöl Barbara 51,04

14. Wehrle Charly 54,59

Oben v.li.: Markus Huber, Martin Borner (mit Kind), Ludwig Ostler, davor Anderl Daffner, Kathi

Scherer; Mitte v.li.: Florian Werner, Lissi Opitz, Karl-Heinz Federle, Bob Bartl, Jim Bößenecker,

Michi Focks; unten v.li.: Barbara Linsenhöl, Doris Borner, Charly Wehrle

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Veranstaltungen

Skiausfl ug ins Engadin

im März 2011

Unser heuriger Skiausfl ug war bereits am

09. Januar ausgebucht. Zum Glück hat es

eine Warteliste gegeben, aus der Buchungsausfälle

bis zum Beginn der Reise

ausgeglichen werden konnten. Das freut den

Reiseleiter natürlich schon sehr, wenn der

Bus voll ist.

In Zernez habe ich die Andrea dann mit einer

ganzen Reihe von Einzelzimmerwünschen

geplagt, sogar außer Haus hat sie noch

Zimmer für uns gebucht.

Eine besonders gute Neuigkeit: Die Bergbahnen

im Oberengadin haben einen neuen

Service eingeführt, der Gruppen, die in den

Hotels des Oberengadin wohnen, einen im

Verhältnis zu den bisherigen Tarifen günstigeren

Tarif einräumt, wenn sie mindestens

zwei Tage im Oberengadin Ski fahren. Das

hat dazu geführt, dass auch heuer der Reisepreis

ausgereicht hat und nichts nachverlangt

werden mußte.

Einmal im Februar und einmal im März habe

ich die verschiedenen Skigebiete getestet,

die Bedingungen waren überall phantastisch.

Am Mittwoch, den 09. März um 7.00 Uhr

stand der Hans mit unserem Bus bereit. Alle

waren pünktlich zur Stelle, das Gepäck im

Anhänger und die Ski im Bus waren schnell

verladen. Pünktlich um 7.30 Uhr waren wir

bereits auf dem Weg.

Die erste Station, die wir ansteuerten, war

Nauders. Sonnenschein, Pulverschnee,

alles hat gepaßt einschließlich dem Einkehrschwung

in der Lärchenalm.

Alle waren zur vereinbarten Zeit wieder

gesund am Bus. An dieser Stelle möchte ich

mich einmal bedanken, dass alle immer so

pünktlich waren. Großes Kompliment.

Auf der Fahrt nach Zernez, der Hans hat

trotz Anhänger die 13 Kehren nach Martina

gewohnt sicher gemeistert, fand die

Zimmerverteilung statt, bei der alle Wünsche

befriedigt werden konnten.

Unsere Wirtsleute, die Andrea und der Christian

und ihr freundliches Serviceteam haben

uns mit einem sehr guten Abendessen auf

unsere Skitage eingestimmt.

Livigno, unser Ziel am Donnerstag, war nach

dem Frühstück schnell erreicht, Die Andrea

hat über einen Bekannten bereits am Vortag

die Skipässe organisiert, die ich auf der Fahrt

austeilen konnte, so dass wir um 9.00 Uhr

bereits am Lift standen. Auch hier waren die

Pistenverhältnisse nicht zu überbieten, auch

diverse Einkehrschwünge waren bestens. Angefangen

von Erdinger über Bombardino bis

zu guten Nudelgerichten hat alles gepaßt.

Der erste Tag im Oberengadin führte uns auf

den Piz Nair. Die Bedingungen waren einfach

märchenhaft, griffi ger Pulver vom Berg bis

zur Talstation, kein Eis und keine Steine weit

und breit. Leider hat es einen Unfall gegeben,

der Werner war nicht schwer genug,

drum hat ihn einer bei einem Zusammenstoß

umgefahren. Mit Rippenproblemen hat er

noch am selben Abend die Heimreise zusammen

mit dem Erich antreten müssen. Auf

diesem Weg nochmals „Gute Besserung“.

Bei der Ankunft am Hotel stand der Christian

mit Glühwein bereit. Ein netter zusätzlicher

Service, den wir schon ein paar Jahre genießen

dürfen.

Der Samstag war wettermäßig nicht das,

was ein Reiseleiter mag. Auf der Höhe von

Samedan fi el die Entscheidung zu Gunsten

des Corvatsch, weil es da in der unteren

Sektion eine Waldabfahrt gibt. Am Gipfel

angekommen, standen wir in der Sonne über

einem Nebelmeer. Die Abfahrt zur Mittelstation

war bis zum Übergang vom Gletscher in

den unteren Bereich super. Aber dann war es

tatsächlich so schlecht, dass „nicht einmal

mehr die Vögel zu Fuß unterwegs waren“.

So eine Nebelsuppe hab ich noch nicht

erlebt. Das mit der Waldabfahrt war schon in

Ordnung, wenn man bis dahin fand. Einfach

Sch....

Ein Anruf beim Hans, und unser Bus hat uns

um 14.00 Uhr an der Talstation abgeholt.

Gott sei Dank, dass alle gesund wieder

herunten waren.

Vor dem Abendessen hat dann noch der

„Kasdantler“ aus Susch seine Köstlichkeiten

angeboten. Der Geruch in manchen Zimmern

war sicherlich heftig.

Der letzte Skitag fi el dem Wetter zum Opfer.

Es schneite bereits in Zernez und beim Anruf

in Schöneben, der letzten geplanten Station

unseres Ausfl uges, sagte der Kassier, „dua

da lei des net o“.

Das wars in Kurzform, hoffentlich kann

ich zur nächsten Fahrt alle wieder herzlich

begrüßen.

Zuletzt möchte ich mich für das super

Geschenk bedanken, das ihr mir bei der

Heimfahrt überreicht habt, auch die netten

Worte unserer Alterspräsidenten haben mich

sehr gefreut.

Die Engadinfahrt 2012 fi ndet vom Mittwoch,

den 07. bis Sonntag den 11. März statt.

Anmeldung ist nach Heilig Drei König, aber

dieses Mal direkt bei mir, Tel. 3838.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei

unseren Bürodamen dafür recht herzlich bedanken,

dass sie die doch etwas turbulente

Anmeldung bisher gemacht haben.

Bis zum nächsten Mal, allen eine schöne Zeit

Klaus Rothballer

Traumhafte Aussicht vom Corvatsch ü. Piz

Bernina mit dem Biancograd reg. Piz Roseg.

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Veranstaltungen

DAV-Hauptversammlung

2010 in Osnabrück

Bei der diesjährigen Hauptversammlung

waren etwa 600 Delegierte anwesend.

Vorab wurde Toni Vogg für seine Verdienste

bei der Bergwacht Grainau mit dem „Grünen

Kreuz“ geehrt.

Die wichtigste Entscheidung dieses Wochenendes

war: Wer wird Nachfolger des

zurückgetretenen Präsidenten Röhle?

Hitzige Debatten, nicht nur über die Präsidentschaft,

auch über DAV-Geschäftsführer

Thomas Urban, fanden statt. Bei einer sehr

emotionalen Diskussion stellte sich das

derzeitige Präsidium ganzheitlich hinter

den Geschäftsführer und lies keine weiteren

Beschimpfungen aufkommen.

Da nach einem halben Tag immer noch kein

Diskussionsende in Sicht war, stimmten die

Sektionenvertreter einstimmig für ein Redeverbot

für den ehemaligen Präsidenten Röhle

ab, wodurch die Debatte beendet werden

konnte.

Die nun bevorstehenden Neuwahlen gingen

wie folgt aus:

Neuer Präsident:

Josef Klenner (Sektion Beckum)

Neuer Vizepräsident:

Franz-Josef van den Loo (Sektion Duisburg)

Um den Deutschen Alpenverein aus der

Schusslinie der Medien zu bringen, wurde

eine Projektgruppe gebildet, welche die

grundsätzliche Zielsetzung und die Struktur

des DAV eingehend überprüfen und gegebenenfalls

Änderungsvorschläge machen soll.

Hierzu fand im Januar 2011 eine Novellierung

des DAV-Grundsatzprogramms in Würzburg

statt, wozu alle Sektionenvertreter geladen

waren.

Weitere wichtige Abstimmungen wurden zu

folgenden Themen getroffen:

1. Jugendliche und Kinder können zukünftig

auch C-Mitglieder sein und bekommen ab

sofort einen entsprechenden Ausweis.

2. Der DAV bekennt sich zum Klettern als

Wettkampfsport und zum Klettern als olympische

Disziplin.

3. Jugendleiter werden zukünftig auch privat

auf Hütten anerkannt und können somit alle

Vergünstigungen erhalten.

4. Der Sonderfonds für Infrastrukturmaßnahmen

wurde von 1,0 Mio. Euro auf 4,5 Mio.

Euro für die Jahre 2011/2012 erhöht.

Markus Dorfl eitner

Naturschutztagung

des DAV

Von 24. bis 26. September fand im Kongresszentrum

in Garmisch-Partenkirchen

die Naturschutztagung des DAV zum Thema

Vielfalt im Alpenraum bewahren statt. Die

Sektion beteiligte sich an der Organisation

dieser Veranstaltung, wie z.B. mit Informationen

für die Teilnehmer oder Ideen und

Durchführung der Exkursionen.

Anlass für das Tagungsmotto war das Internationale

Jahr der Biologischen Vielfalt 2010

der Vereinten Nationen. Die Veranstaltung

war für alle Aktiven aus den Sektionen offen,

sollte aber speziell für die Naturschutzreferenten

eine Plattform zum Meinungsaustausch

bieten.

Am Freitag begrüßte nach DAV-Präsident

Ludwig Wucherpfennig unser Sektionsvorsitzender

Markus Dorfl eitner die Tagungsteilnehmer.

Anschließend gab es Vorträge

und Diskussionen zu folgenden Themen:

Bergsport im Spannungsfeld Naturschutz

– Naturnutz, Biodiversitäts-Hotspot Alpen:

Risiken und Chancen, welche touristische

Infrastruktur benötigen die Alpen?

Samstag war Tag der Foren im Kongresszentrum,

wobei ein Thema die Olympiabewerbung

Münchens mit Garmisch-Partenkirchen

für 2018 war.

Am Sonntag standen sechs Exkursionen im

Raum Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald

zur Wahl. Dr. Jürgen Heyer, Leiter

unserer Botanikgruppe, war Referent der

Exkursion „Biologische Vielfalt in den Alpen“

und brachte den Teilnehmern den Artenreichtum

der Buckelwiesen nahe. Eine interessante

Exkursion am Kramer mit dem Titel

„Im Spannungsfeld von Wald und Wild“

leitete Dr. Süß von der Forstverwaltung.

Weitere Ausfl üge gingen zur Höllental- und

Partnachklamm, sowie zu den Sportstätten

der Olympiabewerbung.

Weit über 100 Interessenten aus Deutschland

und dem gesamten Alpenraum nahmen

an der gelungenen Tagung teil. Unser Ort

und unsere Landschaft bildeten dazu einen

schönen Rahmen.

Wolfgang Gärner / Redaktion

In der Natur kam auch die Theorie nicht zu

kurz.

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Jahresberichte 2010

Adolf-Zoeppritz-Haus

auf dem Kreuzeck

Die Ski-WM warf ihre Schatten voraus. Im

Zuge der Fertigstellung der Beschneiungsanlagen

im gesamten Classic-Gebiet wurden

auch zum Kreuzeckhaus die Wasser- und

Abwasserleitungen fertig verlegt, aber leider

nicht zum Nulltarif. Nach langen Verhandlungen

mit den Gemeindewerken und dem

Gewerbeaufsichtsamt kamen wir auf eine für

beide Seiten erträgliche Lösung. Die Behörden

waren zufrieden, unsere Schatzmeisterin

nicht.

Das eine Problem war behoben, schon stand

das nächste vor der Tür – in Form des Kaminkehrers.

Seine Forderung war, dass laut

Brandschutzbestimmungen die Küchenabluft

im Jahr 2010 neu verlegt werden müsste.

Nach anfänglicher Androhung einer Geldstrafe

durch die Marktgemeinde konnten wir

dann doch noch eine Fristverlängerung der

Bauarbeiten bis zum Frühjahr 2011 erreichen.

Das Kreuzeckhaus, ein beliebtes Ausfl ugsziel für Wanderer und Sonnengäste.

Mit einer Tochtergesellschaft der Telekom

verhandeln wir auch schon längere

Zeit, da wir keine Antennen wie bei einer

Weltraumstation wollen, sondern kleinere,

unauffällige, die den optischen Eindruck vom

Kreuzeckhaus weniger stören würden und

wodurch Umsatzeinbußen vielleicht vermieden

werden könnten. Aber ich hoffe, dass unser

Pächter Bernhard Bruckdorfer auf seine

charmante Art auch dieses Problem löst.

Der verregnete Sommer brachte nicht

die erwünschten Besucherzahlen. In der

Hoffnung auf eine bessere Saison 2011 und

eine Lösung der noch anstehenden Probleme

möchte ich der Familie Bruckdorfer und

allen, die für das Kreuzeckhaus tätig waren,

im Namen der Sektion danken.

Bernhard Hofmann

Hüttenreferent

Ungewöhnliche Ansicht von NW: v. li. Kreuzeck-Bergstation, die strittige Antenne direkt

über der Felswand und unser Kreuzeckhaus.

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Jahresberichte 2010

Alois-Huber-Haus

auf dem Wank

Das Jahr 2010 war weniger von handwerklichen

Arbeiten geprägt als vom Umgang

mit diversen Behörden wie Landratsamt,

Wasserwirtschaftsamt, Forstamt, Bauamt

und dergleichen.

Es begann mit dem Genehmigungsverfahren

für die weitere Nutzung unserer Quelle im

Kesselgraben. Der Antrag ist bereits abgegeben

einschließlich des hydro-geologischen

Gutachtens. Die Genehmigung erfolgt im Jahr

2011.

Der neue Kinderspielplatz – von Jürgen Stoll errichtet.

Außerdem wurden Wassermengenmessungen

an unserer Quelle für die Vorarbeiten

zum Tunnelbau am Wank angekündigt.

Der Winterdienst für die Wanderwege im Gipfelbereich

wurde neu gestaltet. Von Seiten

der Gemeinde wird am Wank kein Winterdienst

mehr unterhalten. Der Alpenverein

hat diese Aufgabe übernommen, die vom

Wankhauspächter Jürgen Stoll durchgeführt

wird. GAP-Tourismus und Bauhof tragen

die Kosten, die Sektion beteiligt sich mit 30

Arbeitsstunden.

Die Skiabfahrt wird nun nicht, wie angedacht

total aufgeforstet, sondern nur an den Rändern

und im Bereich der Schlepplifttrasse,

um die Hangrutschgefahr zu verhindern.

Somit bleiben auch der Lebensraum des

Birkhuhns sowie ein vorhandenes Biotop

erhalten.

Der Fußweg ist aufgrund von Erosionsschäden

in einem sehr schlechten Zustand.

Die Sanierung von Fuß- und Fahrweg wird

überdacht.

Die Notwendigkeit eines Fahrweges, Sommer

wie Winter, wurde seitens des Forstamts

akzeptiert. Der Fahrweg über den Tanzboden

steht nicht mehr zur Debatte.

Wegen der Neu- bzw. Umplanung der

Funkstation (alte Bergstation) wurden ohne

jegliche Absprache Bodenproben auf Alpenvereinsgrund

getätigt. Nach einer Beschwerde

unsererseits wurde die Vorgehensweise

entschuldigt, von weiteren geplanten Maßnahmen

werden wir zukünftig in Kenntnis

gesetzt, und alle Maßnahmen bedürfen

unserer Zustimmung.

Als einzige größere Baumaßnahme erfolgte

der Einbau einer neuen Wasserentkeimung

mittels einer zertifi zierten UV-Anlage und

neuer Wasserfi lter.

Die Öffnungszeiten der Wankbahn blieben

2010 unverändert, sind aber für alle Wankliebhaber

viel zu kurz!

Das Alois-Huber-Haus am Wank

ist immer eine Einkehr wert

Jürgen und Marion, mit ihrem eingespielten

Team, bewältigen größten Andrang und

sorgen bei weniger gutem Wetter für eine

gemütliche Atmosphäre in der „Dunkelkammer“

(Schorsch-Vogel-Stube).

Nicht unerwähnt bleiben darf die Initiative

von Marion und Jürgen zu einem Kinderspielplatz

auf dem Wank!

Von der Idee zur Ausführung und Abnahme

wurde alles in Eigeninitiative durchgezogen.

Begeisterte Kinder, entspannte Eltern, Großeltern

und andere Erzieher zollen höchstes

Lob und sagen Danke.

Für das große Engagement sagen Sektion

und Hüttenreferent ein herzliches Dankeschön.

Peter Anzenberger sen.

Hüttenreferent

Toni Schnitzer schnitzt die Spielgeräte für

den neuen Spielpatz.

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Jahresberichte 2010

Meilerhütte

13. Mai

Erster Hüttenbesuch der Saison durch Toni

Huber, Christoph Ehrhardt und Martin Bokor:

das Wasser wird angeschlossen.

5./6. Juni

Großer Arbeitseinsatz vor Öffnung der Hütte.

Es werden 10 cbm Schnee weggeschaufelt

und ein neuer Fahnenmast aufgestellt. Toni

Huber hat diesmal folgende Helfer: Christoph

Ehrhardt, Maxi Ehrhardt, Pauli Ehrhardt,

Franzi Grasegger, Marianne Ostler und

Thomas Huber.

Blick zur Meilerhütte.

09. Juni

Die Pächterin Marisa Sattlegger kommt mit

Ihrem Hüttenteam. Tags darauf ist offi zielle

Saison-Eröffnung.

02. Juli

Der Kachelofen in der Stube wird von Luggi

Nöhmeier repariert.

Im Juli

Verschiedene Installationsarbeiten werden

von Peter Anzenberger jun. durchgeführt:

Montage von Heizkörpern in der Gaststube,

Erneuerung der Gasanlage im Keller, Demontage

eines Gasdurchlauferhitzers und

Leitungsänderungen.

28. Juli

Unsere „Nachbarin“ Jenny Wainwright-Klein

vom botanischen Alpengarten am Schachen

und ihr Ehemann Bert statten der Hütte

einen Besuch ab.

03. Aug. Die Meilerhütte wird mit neuen

Matratzen ausgestattet. Dazu sind ein paar

Hubschrauberfl üge nötig; der letzte Flug

kann wegen schlechten Wetters jedoch nicht

mehr gemacht werden. So müssen die restlichen

alten und neuen Matratzen mit der

Materialseilbahn und dem Auto transportiert

werden.

09. Aug.

Paul Krätz und „Jakl Franzl“ (Franz Grasegger)

besuchen die Hütte. Franzl war als Kind

in den Ferien oft auf der Hütte heroben, da

seine Tante Katharina Reindl die Pächterin

war.

17. Aug.

Die Kaminecke in der Küche wird gefl iest.

25. Aug.

Malerarbeiten sind nötig: Der Keller erhält

einen neuen Anstrich.

31. Aug.

Starker Schneefall: Für die Höhenlage aber

auch im Sommer nichts besonderes – gibt es

fast jedes Jahr einmal.

Die Meilerhütte von der Westseite.

01. Okt.

Marisa feiert mit vielen Freunden Ihren 40.

Geburtstag. Die Glückwünsche der Sektion

überbrachten vor Ort der 1. Vorsitzende

Markus Dorfl eitner, der Ehrenvorsitzende

und Hüttenreferent Helmut Pfanzelt und

Klammreferent Hans Hofmann. Es wurde bis

in die Nacht hinein gefeiert und am nächsten

Tag konnten alle gleich mithelfen für die

Schließung der Hütte.

Helmut Pfanzelt und Toni Huber, Ref.

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Jahresberichte 2010

Stuibenhütte und

Franz-Fischer-Hütte

Die Stuibenhütte öffnete bei einem richtigen

Sauwetter an Weihnachten, und so war

nur auf die richtig harten Stuibenindianer

Verlass.

Rund um die Hütte und bis zum Bernadeinkopf

war die Schneelage in Ordnung. Die

Alpspitze hatte am Saisonanfang zu wenig

Schnee, aber nach und nach wurden die

Verhältnisse auch dort besser.

Der Stuibenfasching fand dieses Jahr leider

nicht statt. Mit dem Saisonende im Classic-

gebiet sperrte Hans Bader auch die Hütte zu.

Im Oberreintal hatten wir von Anfang an kein

Glück mit dem Wetter, und zwischendurch

schneite es zur Abwechslung sogar.

Bei einem Telefonat mit Hans berichtete er

mir, dass gerade die Dachlawine abgegangen

sei - das war Mitte Juni. Hans nahm das

Ganze gottseidank mit Humor.

Ein Übungswochenende der Bergwacht verlief

wettertechnisch auch nicht besser, aber

ein harter Kern unter der Leitung von Markus

Die Franz-Fischer-Hütte (Oberreintalhütte) aus dem Blickwinkel eines Adlers.

Dorfl eitner machte das Beste draus.

Am 3. August hatten wir eine größere Aktion.

Auf der Meiler-, Oberreintal-und Stuibenhütte

wurden die Matrazen , Decken und Kopfkissen

ausgetauscht. Der Huber Toni (Referent

der Meilerhütte) kümmerte sich ums

Bestellen und Zwischenlagern. Zusammen

fuhren wir mit zwei großen Ladungen ins

Reintal und warteten auf den Hubschrauber,

der wegen des Wetters mit Verspätung kam.

Für Oberreintal und Stuiben konnten wir

einzelne Wolkenlücken nutzen, aber es zog

leider immer mehr zu. Das Material für die

Meilerhütte konnte dann nur noch bis zum

Schachen gefl ogen werden, von dort mußte

es mühevoll mit der Materialseilbahn nach

oben transportiert werden. Dennoch hat sich

die Arbeit gelohnt. Mit dem neuen Bettzeug

schläft sich’s wirklich gut, und ich kann nur

jedem empfehlen, es mal auszuprobieren.

Am zweiten Oktoberwochenende war Abtrieb

und ausnahmsweise sogar Kletterwetter.

Die Holzaktion am Stuiben fand traditionell

eine Woche drauf an Kirchweih statt. Der

Bader Hans konnte uns krankheitsbedingt

leider nicht unterstützen. Ich war froh, dass

Martin ………. wie immer mit dabei war,

der als echter Holzerprofi die gefährlichen

Arbeiten mit der Motorsäge übernimmt. Ein

Dankeschön auch an die Jungmannschaft,

die Jugendgruppe und alle anderen fl eißigen

Helfer. Am 27. November war das Überlebensfest

der Jungmannschaft. Zum Ende

des Jahres wurde es für’n Hans spannend;

Anfang Dezember ist er nämlich nochmal

Vater geworden. Ich wünsche Dir und Deiner

Impressionen von der Holzaktion 2010

auf der Stuibenhütte. (Bilder rechts)

Familie alles Gute und bedanke mich für die

gute Arbeit auf unseren Hütten.

Bei allen ehrenamtlichen Helfern möchte

ich mich recht herzlich bedanken und hoffe

weiterhin auf eure tatkräftige Unterstützung.

H.m.l.a.A

Toni Bräckle

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Jahresberichte 2010

Höllentalklamm

Wie jedes Jahr eröffneten wir die Klamm am

Himmelfahrtstag. Der Winter war gnädig, so

dass keine größeren Aktionen mit Sprengungen

etc. auf uns zukamen. Unerwartete

Probleme gab es, weil einige Wasserproben

durch das Gesundheitsamt negativ ausfi elen.

Erst die Fachfi rma, die seit über 30 Jahren

die Proben für uns durchführt, brachte ein

einwandfreies Ergebnis.

Auch der neue Kaminkehrer hat bereits

schriftlich Bedenken angemeldet. Ich hoffe,

dass wir alle zufriedenstellen können.

Anfang Juni war das Bayerische Fernsehen

bei uns, sie drehten einen kurzen Film über

die Klamm und das Höllental, der Beitrag

kam in Alpen – Donau – Adria.

Im Museum wurden der Boden und die

Innenverkleidung montiert, so dass wir in

diesem Jahr mit den Bildern über den Aufbau

der Klamm und das Bergwerk beginnen

können. In erster Linie geht es mir mit dem

Museum darum, die enormen Leistungen unseres

ehemaligen Vorstands Adolf Zoeppritz

zu würdigen und nicht in Vergessenheit

geraten zu lassen.

Die Klammeingangshütte bei Sonnenschein. Links davon das neue Höllental Museum.

Nebenbei verteilte ich wieder wie fast jedes

Jahr ca. 35 000 Exemplare unseres Prospektes

Bergerlebnis Wetterstein an ca. 60

Adressen wie Verkehrsämter, Hotels und

Pensionen. Wer noch Prospekte benötigt,

kann sich bei mir melden.

Trotz meist schlechten Wetters (wie in

den meisten Jahren der Oberammergauer

Passion) waren wir mit den Besucherzahlen

zufrieden. Auch diese Saison verlief

gottseidank wieder unfallfrei. Bedanken

möchte ich mich im Namen der Sektion bei

unserem Klammwart Flori mit Sandra sowie

bei der Alpinfi rma Dörfl er für den Auf- und

Abbau der Klamm.

Hans Hofmann

Klammreferent

Hintere Klamm beim E-Werk. Hinterer Teil der Klamm, bei 30 – 40 Meter

Schnee.

Von Hand freigeschaufelter Stollen, der wie die restliche Klamm nur mit erschwertem

und kostenintensivem Aufwand begehbar gemacht werden kann.

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Jahresberichte 2010

Wegebericht

Nach unserer Ernennung als Wegewart bei

den Neuwahlen im Frühjahr 2010, standen

wir, Ludwig Reiser (Wachter) und Florian

Klumpp, vor einer Menge neuer Aufgaben.

Anfangs wussten wir noch nicht so recht, wie

und wo wir anpacken sollten. Aber eigentlich

lag es für uns als Partenkirchner auf der

Hand: Der Wank! An ihm machten wir uns als

erstes zu schaffen und besichtigten den Weg

über die Frauenmahd. Wir bekamen somit

das erste Mal einen Einblick, was auf einen

Wegewart so zukommen kann. Wir wussten

aber auch schon einiges, denn die beiden

alten Hasen Erich Müller und Paul Krätz

hatten uns schon vor der Wahl ausführlich

Die Schachenhütte mit Blick auf die „Nadl“.

von den Aufgaben erzählt. Auch konnten wir

uns bei Paul immer gute Tipps holen, wenn

wir nicht mehr recht weiter wussten. Nach

diesem Reinschnuppern am Wank ging es

dann richtig los, und wir widmeten uns dem

gesamten übrigen Gebiet der Sektion.

Wetterstein

An der Forststraße zum Schachen wurden

zwei Schilder wieder eingegraben. Eines davon

war komplett umgelegt. Am Kälbersteig

haben wir die Wasserrinnen aufgemacht. Ein

Windwurfbaum wurde auf dem Weg vom

Bernadein zur Bockhütte entfernt. Vom

Schachen runter zur Bockhütte ist bei den

Steinstufen unterhalb der Wasserreserve

ein Eisenrost eingebaut worden. An dieser

Stelle ereigneten sich drei schwere Bergunfälle.

Mit dem Eisenrost ist die Stelle nun gut

entschärft. Der Ostgrat zur Alpspitze wurde

mit neuer Farbe markiert.

Ammergauer Alpen

Auf dem Steig zum Königstand haben wir die

Wasserrinnen aufgemacht, einen Windwurfbaum

entfernt und einen kleinen Felssturz

beseitigt. Außerdem haben wir kurz

unterhalb der Kanzel den Weg befestigt und

ein paar Treppenstufen erneuert. Der Steig

Richtung Kramer wurde ab der Kramerhütte

bis zum Mittergern ausgeschnitten und

markiert. Über Ellerbogen – Gelbsgwänd –

Stepberg wurde der Steig ausgeräumt und

neue Wasserrinnen eingebaut. Der Wirt

der Stepbergalm bekam von uns Wegtafeln,

die er dann selbst anbrachte. An der

Schellschlicht, über Schell-Alm und runter

über den Sunkensattel, wurde der Steig

ausgeschnitten und von umsturzgefährdeten

Bäumen befreit.

Estergebirge

Später im Jahr kamen wir dann noch einmal

auf den Wank zurück und richteten den Weg

über die Frauenmahd. Einige Stellen wurden

mit Baumstangen befestigt und ein paar

neue Wasserrinnen eingebaut. Zu dieser

Wegebauaktion rückte Ludwig Reiser früh

morgens zu Fuß und mit einem Schubkarren

voller Werkzeug aus. Er ging von der Sonnenbergstraße

bis zur Wankbahn und fuhr dann

samt Schubkarren hoch auf den Wank, wo

ihn der Jürgen schon erwartete. Mit Sack und

Pack fuhr Jürgen ihn dann Richtung Frauen-

mahd, und er konnte endlich seine Arbeit

beginnen.

Es war außerordentlich warm an diesem Tag,

und Ludwig war unwahrscheinlich froh, als

später Florian dazu kam und einiges zu

Trinken dabei hatte. Gemeinsam fi el es dann

leichter, die Arbeiten runter bis zur Esterbergalm

fertig zu stellen. So ging ein schönes

erstes Jahr als Wegewart für uns zu Ende und

wir freuen uns schon auf weitere Herausforderungen

im nächsten Jahr.

Eure Wegereferenten

Florian Klumpp, Paul Krätz und

Ludwig Reiser

Die Wegereferenten machen Rast.

Flori Klumpp hat immer Luft für Späßchen.

50 51


Jahresberichte 2010

Boulderhalle

Die Lage in der Boulderhalle ist von Jahr zu

Jahr ähnlich, „Hoffi “, unser Hallenbetreuer,

ist nach wie vor voll im Geschehen. Die üblichen

Verdächtigen trainieren noch härter und

das eine oder andere Bier wird auch noch

getrunken.

Nicht nur Jungs sind hier beim Bouldern …

..., aber die Mädels nehmens gelassener.

Ein Treffpunkt zum Plaudern.

Besonders zu erwähnen sind alle Leistungen,

die durch unsere ehrenamtlichen Helfer

erfolgt sind.

– Mehrere Umschraubaktionen inkl. Griffe

reinigen

– Instandhaltungs- und Renovierungsarbeiten

– Unterstützung unseres Hallenbetreuers

und auch Hallenreferenten

Das absolute Highlight 2010 war unser

Boulderwettkampf!

Viele Teilnehmer, super Boulderprobleme,

Tip-Top Stimmung, extreme Leistungen und

vieles mehr wurde geboten.

Zur Ski WM war unsere Sektion mit einem

Tipi-Party-Zelt vor der Boulderhalle die chillige

Alternative zum Trubel im Ort.

Wer Lust hat, sich genauer über die Boulderhalle

und die Aktionen die dort geschehen,

zu informieren, sollte sich im Internet unter

www.alpenverein-gapa.de/boulderhalle

mal einklicken. Hier fi ndet man das ein oder

andere noch viel ausführlicher.

Nochmal ein herzliches Danke an alle

ehrenamtlichen Helfer der Halle, an das

Boulderhallengremium und vor allem an

Peter Hofmann.

Peter Anzenberger jun.

Referent der Boulderhalle

Kletterhalle

Die Verhandlungen zwischen der Marktgemeinde

und der Sektion Garmisch-Partenkirchen,

bezüglich des Grundstückes am

Kainzenbad dauern bis heute noch an.

Eine Bauvoranfrage wurde bereits im Jahr

2010 gestellt und vom Gemeinderat mit kleinen

Einwänden für gut geheissen. Dennoch

entsprach der vorgelegte Erbbaurechtsvertrag

in vielen Punkten nicht unseren Erwartungen.

Erschließungskosten, welche durch

unsere Sektion getragen werden müssen,

wie auch besondere Bodengründungsmaßnahmen

wegen des humusreichen Bodenaufbaus,

stehen derzeit in keinem Verhältnis

zum Bodenrichtwert.

So versuchen wir momentan, ein örtliches

Privatgrundstück für unser Projekt zu fi nden,

und haben auch bereits in Grainau unsere

Fühler ausgestreckt.

Mit dem Tag der Olympiaentscheidung am

06. Juli in Durban, unabhängig vom Ausgang,

kann die Marktgemeinde Garmisch-

Partenkirchen hoffentlich die Weichen für die

Zukunft des Ortes auch im Sinne unseres gemeinnützigen

Vereines richtig stellen. Denn

auch wir als Alpenvereinssektion tragen

unseren Teil für die Region im Werdenfelser

Land bei und fördern die Infrastruktur und

den Tourismus.

Für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit

zwischen dem Kletterhalle e.V. und der

AV-Sektion möchte ich mich ganz besonders

bedanken.

Euer Markus Dorfl eitner

Hier sieht man die TIVOLI-Kletterhalle in Innsbruck. Foto: Wolfgang Ehn

52 53


Ausbildung Naturschutz

Nach der Generalversammlung 2010 wurde

ich gebeten, das Amt des Ausbildungsreferenten

der Sektion Garmisch-Partenkirchen

zu übernehmen. Zuerst möchte ich auf die

Verantwortlichkeit und den Aufgabenbereich

eingehen:

„Der Ausbildungsreferent ist verantwortlich

für die Zusammenstellung des Ausbildungs-

und Tourenprogramms der Sektion. Dabei

arbeitet er eng mit den Touren- und Gruppenleitern

zusammen. Er hat den Bedarf für

Ausbildungs-, Touren- und Weiterbildungsmaßnahmen

festzustellen. Die Verantwortlichkeit

erfordert, dass der Referent über die

Gruppenprogramme genau Bescheid weiß.

Entsprechend des Schwierigkeitsgrades und

der Gruppengröße ist bei Ausbildung und

Unternehmungen qualifi ziertes Ausbilderpersonal

einzusetzen.

Besonders in der erfreulich wachsenden

Jugendgruppe wurde in Absprache mit dem

Jugendreferenten und den Jugendleitern eine

Neugliederung diskutiert:

– Jugend-Bouldergruppe

– Jugend-Klettergruppe

– Jugend-Sportklettergruppe

Somit kann mit dem derzeit vorhandenen

Ausbilderpersonal ein überschaubares

und weitgehend sicheres Jugendprogramm

gewährleistet werden.

Zur Aufnahme in die Sportkletterjugend sind

die Kletterscheine des DAV TopRope und

Vorstieg erforderlich.

Für Kinder der Sektion, die nicht ausschließlich

klettern möchten, gilt es, eine zusätzliche

Gruppe einzurichten. Dazu ist aber

ein weiterer engagierter Jugendlicher zur

Ausbildung zum Jugend- und Gruppenleiter

zu gewinnen.

Im Bereich des Breitensports der Sektion

kann von den Gruppenleitern mit Stand

Dezember 2010 auf staatl. gepr. Berg- und

Skiführer, zwei Trainer C Sportklettern, vier

Trainer B Skihochtour, Fachübungsleiter

Hochtour und Alpinklettern mit gültigen

Lizenzen nach frühzeitiger Programmplanung

in den Gruppen und auf Antrag zurückgegriffen

werden.

In Ausbildung zu Fachübungsleitern (FÜL)

befi nden sich derzeit vier Sektionsmitglieder.

Für Qualität in der Betreuung und Sicherheit

in der Ausbildung und auf Gemeinschaftstouren

in den Gruppen ist damit der Grundstein

gelegt.

Leider wird die Rechtsprechung auch vor

dem Ehrenamt nicht Halt machen und bei

Führern und Gruppenleitern eine Ausbildung

sowie Qualifi kation hinterfragen.

Mein Dank gilt allen Sektionsmitgliedern, die

Urlaub und Freizeit zur Aus- und Weiterbildung

für ihre Qualifi kation einbringen und

sich zur Sicherstellung der Programme in

den Sektionsgruppen bereit erklären.

Udo Knittel, Ausbildungsreferent

Naturschutz und / oder Naturnutz – das ist

die Kernfrage für den Deutschen Alpenverein.

Lebt man in einem Zentrum des Tourismus

wird die Beurteilung zu einer Gratwanderung.

Es bilden sich Gruppen und Gegensätze:

alle meinen, sie hätten die Richtigkeit

ihrer Thesen allein gepachtet.

Wir gehen zurück in eine Zeit, in der auch

entlegenste Alpentäler besiedelt wurden.

Zwangsläufi g wurden Wälder gerodet, die

Flächen wurden für die Futtermittel-Gewinnung

und zwecks Aufzucht des Weideviehs

zur Notwendigkeit. Man wäre sonst in den

harten Wintermonaten verhungert.

Sieht man Fotos vor 150 Jahren, erblickt man

entwaldete Wiesenfl ächen, welche heute

einen dichten Baumbestand aufweisen.

So zwischen Kreuzeck und Klais, wo heute

Wälder die meisten Freifl ächen überwuchert

haben. Man braucht das Futter nicht mehr,

eine gigantische Agro-Industrie frisst neben

einer Marktüberfl utung die kleinen und die

mittleren Betriebe gleich mit auf.

In der Vergangenheit waren Begehungen

und Debatten nötig wegen des Fällens von

wenigen Bäumen, welche einer Skiabfahrt im

Wege standen. Im Zuge einer Genehmigung

mussten Begleitpläne und Listen z.B. bedrohter

Tierarten erfasst werden. Der Auftrag

eines Experten stellte derzeit aber fest, dass

in einem wegen der Erweiterung der Kandahar-Abfahrt

gerodeten Wald wesentlich mehr

Käfer, Mücken usw. sich angesiedelt hatten.

Die Sektion Garmisch-Partenkirchen des

Deutschen Alpenvereins hat sich stets

bemüht, die erwähnte Gratwanderung mit

gesundem Menschenverstand zu behandeln.

Neuerungen wurden nur in bestehenden,

erschlossenen Tourismusgebieten akzeptiert.

Dafür aber konnten die noch reichlich

bestehenden Ruhegebiete erhalten bleiben.

Helmut Pfanzelt, Vorsitzender für Natur

Flora und Fauna wollen wir erhalten –

für die Natur, die uns wichtig ist.

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Berichte aus den Gruppen 2010

Die Gruppen

in der Sektion

Jugendgruppe (10-16 Jahre)

Sowohl am Fels in der freien Natur, wie auch

Indoor werden die Kinder für den Klettersport

sensibilisiert. Die Betreuer organisieren

Ausfl üge und Bergtouren, wobei der

Gruppengedanke sehr im Vordergrund steht.

Hubert Neuner, Elisenweg 15a

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821-2937

eMail: neuner.hubert@alpenverein-gapa.de

Sportklettergruppe

Gemeinsame Gruppenausfl üge in Nah

und Fern. Freude und Spaß, aber auch der

Leistungsgedanke stehen im Vordergrund.

Das Betätigungsfeld am Fels erstreckt sich

von sportlich/alpin bis hin zum Eis.

Robert Bartl, Riesserseestraße 4

82467 Garmisch-Partenkirchen

mobil 0176-62056950

eMail: bartl.robert@alpenverein-gapa.de

Jungmannschaft (18-25 Jahre)

Eistouren, alpine Kletterrouten, Erschließung

von Neutouren oder Wiederholung von besonders

schwierigen Hochtouren. Durchführung

von Expeditionen.

Matthias Baudrexl, Hörmannstraße 9

82467 Garmisch-Partenkirchen

mobil 0160 4924500, eMail:

baudrexl.matthias@alpenverein-gapa.de

Klettergruppe

Hier soll dem Alpinisten die Möglichkeit

gegeben werden, in einem familiären Kreis

seine Bergsportbegeisterung ausüben zu

können.

Joe Schmid, Untere Mühlgasse 3

82497 Unterammergau

Tel. 08822-935043

eMail: schmid.joe@alpenverein-gapa.de

Botanikgruppe

Förderung von gemeinsamen Interessen an

Natur und Bergen, Geologie und Botanik.

Sensibilisierung für den Erhalt unserer

Bergwelt.

Dr. Jürgen Heyer, Meisenstraße 7

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821-969188

eMail: heyer.juergen@alpenverein-gapa.de

Bergfahrtengruppe

Gemeinsame Bergtouren im Winter und

Sommer. Es werden auch entferntere

Bergziele angegangen.

Sepp Winter, Innerer Birktalweg 11

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821-4790

eMail: winter.sepp@alpenverein-gapa.de

Jugendgruppen

Klettergruppe von Hubert und Simon

Wie seit Jahren haben wir uns jede Woche

einmal zum Training in der Halle oder im

Klettergarten getroffen. Voller Begeisterung

wird dabei in Seilschaften eigenständig

geklettert, abgeseilt und Technik und Kraft

trainiert. Aber nach dem Klettern kommt

auch das Spielerische beim Handballspielen

und Trampolinspringen nicht zu kurz, denn

das fördert Gemeinschaftssinn, Zusammengehörigkeit

und Kameradschaft unter den

jungen und auch schon älteren Kindern.

„Ja, es san no Teilnehmer dabei, de ham mit

acht oder zehn Johr bei uns o’gfangen, und

jetzt san se mit der Schui fertig und stehn im

Beruf. Es freut an Simon und mi einfach, zu

sehen, dass sie sich bei uns wohlfühlen in

dieser leistungsorientierten Gesellschaft“.

Simon engagiert sich jetzt auch in der JDAV

und ist stellvertretender Bezirksjugendleiter

im Bereich westliches Oberbayern, wo auch

unsere Sektionsjugend eingegliedert ist. Außerdem

haben alle unsere Jugendleiter und

Fachübungsleiter ihre Fortbildungspfl icht

erfüllt und sind im Besitz einer gültigen

Jahresmarke. Für den Kreisjugendring haben

Simon und ich ein Schnupperklettern im

Rahmen des Ferienpasses durchgeführt und

wieder Nachwuchs gewonnen.

Bei der GAP-Expo im September feierte der

Kreisjugendring sein 60-jähriges Bestehen.

Zu diesem Anlass waren wir und die Murnauer

Jugendgruppe mit einer in der Neigung

drehbaren Boulderscheibe vertreten; es hat

den Kindern Riesenspaß gemacht, schließlich

aus dem Überhang in die Weichstoffmatte

zu fallen.

Abschließend ein herzliches Vergelt’s Gott

allen in der Jugendarbeit engagierten Jugendleitern,

Fachübungsleitern und Helfern.

Auf ein unfallfreies Jahr 2011!

Hubert Neuner

Sportklettergruppe von Leni und Ralf

Unsere Jugendgruppe ist nach wie vor dicht

besucht. Langsam entwickeln sich unsere

älteren Kletterkinder zu den „Großen“, die

jetzt schon selbstständig unterwegs sind.

Das freut uns sehr, und genug neue „Junge“

sind auch schon wieder unterwegs.

Nachdem wir uns nach wie vor viel in der

Halle des Werdenfels-Gymnasiums aufhalten

Der richtige Umgang mit Steigeisen und

Pickel muß geübt werden.

56 57


Berichte aus den Gruppen 2010

müssen, versuchen wir oft, ein Kontrastprogramm

dazu anzubieten. So haben wir schon

im Winter recht lustige Ausfl üge gemacht.

Zum Beispiel waren wir Schlittenfahren, und

einmal hat uns Karl-Heinz Wohlmann zur

Wildfütterung mitgenommen. Dabei hörten

wir viel Interessantes über unser heimisches

Wild und den Wald.

Ein echtes Highlight war natürlich das Eisklettern.

Dafür hat uns Toni Bräckle die ganze

Ausrüstung besorgt, Seile eingerichtet und

uns ins Eisklettern eingeführt. Allen hat es

wirklich Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank

dafür, alle warten natürlich schon wieder auf

den nächsten Ausfl ug mit Dir ins Eis!

Im Frühling ging’s dann raus in den Klettergarten.

Ein ganz neues Erlebnis war auch für

mich der Canyoningausfl ug. Anzüge, Helme

und Schuhe hierfür und vor allem eine tolle

Führung durch die Hennerbachschlucht

Früh übt sich, wer ein Meister werden will.

bekamen wir von der Bergschule Hydroalpin.

Vielen Dank dafür an Bergführer Franz

Perchtold!

Unser Kletterausfl ug nach Arco war natürlich

wieder super. Nachdem jetzt die meisten,

die dabei waren, sehr selbstständig klettern,

und auch einige Betreuer dabei waren, war

es für mich diesmal sehr entspannt und für

alle anderen ein lustiger Ausfl ug. Dank Bob

sind wir nicht nur beim Sportklettern gewesen,

sondern auch mal in ein Bouldergebiet

gekommen.

Dir Bob, vielen Dank auch dafür, dass Du

nach wie vor die Jugend das ganze Jahr in die

Boulderhalle begleitest!

Im Herbst haben einige aus unserer Jugendgruppe

beim Boulderwettkampf in Garmisch

mitgemacht und waren auch hier sehr erfolgreich.

Gratulation!

Ich hoffe, Euch hat das vergangene Jahr auch

so gut gefallen wie mir.

H.m.l.a.A.

Leni Bräckle

Kletterausfl ug nach Arco mit den Betreuern

Bob, Leni und Toni.

Die Youngsters fi ndet man nur im Überhang oder am Kicker.

Bouldergruppe

Auch im Jahr 2010 hat sich unsere Jugend

wieder sehr engagiert gezeigt. Besonders

freut mich, dass ein stetiger Zuwachs

stattfi ndet. Im Vordergrund steht immer der

Spaßfaktor in Verbindung mit sportlicher

Aktivität.

Besonderes Highlight in diesem Jahr war

der „Weave Boulderwettkampf“, bei der alle

ihre Stärken zeigen konnten. Des weiteren

fanden Ausfl üge in heimische Felsen sowie

ein verlängertes Wochenende in Arco am

Gardasee statt.

So kann ich mir nur wünschen, dass die

starke Resonanz anhält und 2011 genauso

„griffi g“ fortgeführt wird.

Bob Bartl

58 59


Berichte aus den Gruppen 2010

Jungmannschaft

Im Jahr 2010 haben wir viele schöne Ausfl

üge gemacht, wenn auch nicht immer alle

miteinander. Aber wer Zeit hatte, tat sich

zusammen.

Wir fuhren Top-Klettergebiete an, wie Rodellar

oder Montserrat in Spanien, Ceüse und

Verdon in Frankreich oder auch Kroatien.

Granittouren im Val die Mello oder Chamonix

waren auch unser Ziel.

Aber auch bei uns dahoam war ma unterwegs,

natürlich im Oberreintal oder bei anderen

Klettereien und Skitouren im Werdenfelser

Land. So bald es kalt wurde, ruckten wir

zum Eisklettern aus ins Karwendel, Gasteinertal,

Ammergau etc.

Somit sind wir bald gut vorbereitet auf größere

Wände und Berge.

Bei den Holzaktionen im Oberreintal und am

Stuiben waren wir an Haufen „Manda und

Madl“ und waren dementsprechend auch

jeweils in einem Tag fertig!

Nicht zu vergessen ist der souveräne Sieg bei

der Oberreintal-Open vom Liebl Thomas!

Im August stand das Jungmannschaftsfest

auf dem Programm, viele Helfer, viel Spaß

und natürlich auch viel Bier.

H.m.l.a.A.

Matthias Baudrexl

Christoph Baier auf der Tour La Demande in der Verdonschlucht.

Sportklettergruppe

Erfreulicherweise hat unsere Sportklettergruppe

im letzten Jahr fi ngerstarken und

kräftigen Zuwachs bekommen. Zum einen

durch aus Altersgründen von der Jungmannschaft

ausscheidenden älteren Semestern,

zum anderen durch den erfreulichen Andrang

in der Boulderhalle generell.

Dass die neue Sportklettergruppe nicht nur

ein Trupp alternder Jungmannschaftler ist,

beweisen die zahlreichen Neuerschließungen

in den heimischen Bouldergebieten. So

konnten wir etliche neue Boulderprobleme

in Hammersbach, Griesen und am Eibsee zu

unseren Errungenschaften zählen.

Beim nun jährlich stattfi ndenden DAV

Bouldercup haben sich die Mitglieder der

Sportklettergruppe als echte Schraubkünstler

entpuppt und bei der Organisation,

Routensetzung und Durchführung fl eißig

geholfen.

Zur Sportklettergruppe gehören traditionsgemäß

natürlich auch die vielen gemeinsamen

Wochenendtrips ins Fichtelgebirge,

Zillertal, Ötztal und an den Gardasee. Hier

legt man Wert auf gemeinsame Klettererlebnisse

und ausgewogene Ernährung (Eis,

Pizza, Wein).

Zu Hause hat sich das regelmäßige Mittwochs-Training

in unserer Halle als gruppenübergreifendes

Treffen für alle Kletterer entwickelt.

Beim anschließenden Bier wurden

gemeinsame Reisepläne geschmiedet und

neue Projekte besprochen.

Dank des ambitionierten Trainings können

wir in diesem Jahr mit Consti Wagner auch

im Wettkampfzirkus wieder erfolgreich mitmischen.

Weiter so!

Auch 2011 freuen wir uns auf weiteren

Zuwachs und motivierte Mitglieder.

Bob Bartl

Much und Bob, beim Tumpen Death Hang

im Ötztal.

60 61


Berichte aus den Gruppen 2010

Klettergruppe

„Über den Wolken muß die Freiheit wohl

grenzenlos sein“. Schön, wenn man wie hier

am Sulzkogel im Kühtai den Nebel und das

Grau hinter sich lassen kann. Das vergangene

Jahr wartete oft, insbesondere im Sommer

mit schlechtem Wetter auf. So kam es, dass

wir einige langfristig geplante Unternehmungen,

wie das Aufklettern in der Fränkischen

Schweiz und das Oberreintal- Wochenende,

ersatzlos streichen mussten. Ein wettermäßiges

Zwischendrin gab es nicht. Unser verlängertes

Skiwochenende auf der Fornohütte

im Bergell mussten wir ebenso abbrechen.

Dickster Nebel und Sturm hatten die Berge

am Malojapass fest im Griff.

Wie schon gesagt. ein Zwischendrin gab

es nicht, so war die Skitourenwoche Ende

Februar im Großarltal ein voller Erfolg.

Pulverschnee und Sonne brachte die 24

Teilnehmer ins Schwärmen. Wunderschöne

Almen auf dem Weg zum Schöderhorn, zum

Filzmooshörndl und zum Loosbichl luden

zur Brotzeit ein, und die schönen Zöpferl

wurden unablässig digital gebannt. Der am

Talschluss thronende Keeskogel blieb uns

leider verwehrt, dafür konnten wir das Mandelhorn,

den Plattenkogel und das Kreuzeck

erklimmen. Zum Abschluss am Frauenkogel

wurde es in dichtestem Nebel nochmal

spannend. Mit Wellness, Gitarrenmusik und

So bereitet Skitourengehen besonders viel Freude. Die Nebeldecke ist durchbrochen.


Zauberer erholten wir uns abends für den

nächsten Tourentag.

Familie in der Klettergruppe, das war für uns

u.a. Thema des Jahres 2010. So organisierte

uns Thomas Wielander Übernachtungsplätze

im Madtalhaus im Kleinwalsertal. Wir waren

sieben Erwachsene und neun Kinder und

hatten jede Menge Spaß bei unserer Wanderung

auf das Walmendinger Horn, beim

Klettern im Klettergarten und beim Wandern

in der Breitachtal- Klamm. Das schreit nach

Wiederholung.

KG-Aktiv Klettern am Passo Giao in den

Dolomiten: Ein verlängertes Wochenende

mit vier Tagen im Juli: Wir waren anfangs

zu viert, später kamen noch Pauli und Jens

dazu. Genußtouren im IV bis V Grad sind hier

am Nuvolau, Averau und Lastoni di Formin

Standplatzbau unter fachkundiger Aufsicht.

angesagt. Pauli und Jens erfüllten sich mit

der Fiameskante am letzten Tag noch einen

langgehegten Wunsch. Sonnenschein begleitete

uns auf allen Touren bis zum Schluss,

dann schickte uns ein Gewitter mit Donner

und Hagel nach Hause. So passt es und es

gilt wie immer: „Wer nicht dabei war, hat was

versäumt“.

Sommer- und Familienklettercamp: Umrahmt

von Susten- und Grimselpass und berühmten

Bergen des Berner Oberlandes schlugen wir

im Talort Innertkirchen an der Aareschlucht

unsere Zelte auf. Gemäß unserem diesjährigen

Motto Bergsteigen mit der Familie zeigte

sich das gewählte Gebiet als bestens geeignet.

Mit dem Schrägaufzug (106% Steigung)

fuhren wir zum Gelmer See. Es erwartete

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Berichte aus den Gruppen 2010

uns eine wunderschöne und spannende

Wanderung um den Stausee. Die Triftbrücke

ist wohl eine der spektakulärsten Hängeseilbrücken

in den Alpen, das fanden Jung und

Alt, als sie diese überquerten. Zum Klettern

fanden wir Touren an der Mittagsfl uh, am

Räterichsbodensee und am Sustenpass.

Auch am Steingletscher kletterten wir etliche

Routen. Anschließend kühlten sich Erwachsene

wie Kinder die angestrengten Füße im

Gletscherwasser. Super spannend fanden die

Kinder die Exkursion auf den Gletscher. Spalten

und Eis wurden genauestens untersucht

von unten und von oben. Diese unvergessliche

Erlebniswoche wird Allen noch lange in

Erinnerung bleiben.

Zum Abklettern hatte Uwe Lange eine Fahrt

ins Ötztal zum Sportklettern im Gneis und

Granit rund ums Ötzidorf organisiert und

vorbereitet – ein super Herbstunternehmen

mit viel Sonne und bereits Kälte in der Nacht.

Die Klettergärten sind alle bestens beschrieben

und neu eingerichtet. Ein guter Tipp für

jemand, der sich im VI bis VII Schwierigkeitsgrad

wohl fühlt. Dank des guten Wetters war

Gletscherkunde – ein wichtiges Ausbildungsthema

für den DAV-Nachwuchs.

für Uwe und mich zudem noch die Überschreitung

der Wildspitze von Vent aus über

die Breslauer Hütte mit Abstieg über den

Rofenkarferner drin.

Zu den beschriebenen Unternehmungen

kamen natürlich noch jede Menge kurzfristig

verabredete Touren wie z.B. ein Wochenende

mit elf Teilnehmern am Gimpelhaus mit

Klettereien im IV bis VI Schwierigkeitsgrad,

sowie Klettertouren im Wetterstein und

Karwendel.

Alles in allem war 2010 ein ereignisreiches

Jahr für die Klettergruppe. Vielen Dank an

Pauli, Uwe, Jens, Thomas, Reiner und Udo,

die mich immer wieder tatkräftig unterstützen

und zum besten Gelingen unserer Touren

beitragen. Dank auch an die Geschäftsstelle

und die neue Vorstandschaft.

Ein erfolgreiches und unfallfreies Bergjahr

2011 wünscht allen Mitgliedern

Joe Schmid

Klettergruppenleiter

Die Brücke besteht den Belastungstest!

Botanikgruppe

Botanische Wanderungen 2010

Im Exkursionsprogramm für 2010 waren

15 Tagestouren und 2 Mehrtagestouren

vorgesehen. Von den 15 Tagestouren konnten

12 Touren und eine Ersatztour durchgeführt

werden. Dabei wurden nur fünf Wanderungen

an den vorgesehenen Terminen

absolviert. Witterungsbedingt konnten acht

Exkursionen nur durch Zeitverschiebungen

ermöglicht werden.

Die ersten beiden Wanderungen in der

Umgebung von Garmisch-Partenkirchen

(Gerold-Barmsee-Grubsee und Kochelberg-

Partnachalm) mit 86 bzw. 117 Pfl anzenarten

zeigten den Reichtum der Flora in unmittelbarer

Nähe (Enziane, Primeln, Orchideen,

Hahnenfußarten, Salomonsiegel, Schachtelhalme,

Fieberklee u.a.).

Der Aufstieg von Jachenau zum Rabenkopf

war besonders eindrucksvoll durch die vielen

Bestände vom Frauenschuh, Schwertblättrigem

Waldvögelein, Alpenaurikel, Zwerg-

Mehlbeere, und Kugelblumen.

Bei der Exkursion von Ehrwald über den

Bösen Winkel zur Tuftlalm konnten wir 132

Arten notieren mit z.B. Felsenbirne, Bärentraube,

Hasenohr, Alpen-Waldrebe, Moosauge,

Rotes Seifenkraut.

Wegen des wetterbedingten Ausfalls von drei

Touren im Juni sind wir als Ersatz zum Weidmoos

bei Ettal gefahren, wo wir uns über

eine Massenentwicklung des Moorkönigs

(König-Karls-Zepter), einem Eiszeitrelikt,

erfreuen konnten.

Auch die lange Anfahrt zur Rotwand oberhalb

vom Spitzingsee hat sich durch die

Vielfalt alpiner Pfl anzenarten wie Eisenhut,

Alpendost, Alpenaster, Alpenküchenschelle,

Läusekräuter gelohnt.

Die Gebiete mit den artenreichsten Pfl anzenvorkommen

waren die Wiesen um die

Jöchl-Spitze im Lechtal (141 Pfl anzenarten),

der Scheinbergkessel in den Ammergauer

Alpen (142 Arten) und der Hönig bei Berwang

(158 Arten).

In Kühtai haben wir über 2000 m Alpenpfl anzen

sauerer Böden der Zentralalpen gefunden

wie Alpenazalee, Klebrige und Behaarte

Primel und Gletscher-Hahnenfuß.

Bei den letzten drei Tages-Exkursionen

Eng-Falkenhütte, Rofanspitze und Schachen

haben wir noch jeweils über 100 Pfl anzenarten

fi nden können und wurden auf dem

Schachen mit dem Besuch des Alpengartens

belohnt.

03.10.2010: Wandergruppe auf dem Weg

in den Fanes Naturpark.

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Berichte aus den Gruppen 2010

Vier Tage verbrachten wir im Villnöss-Tal

in Südtirol, wo wir auf den Exkursionen

St. Peter-Ottohöhe-Wolfsgrube, Würzjoch

– Peitlerkofel - Umrundung, Zanser Alm -

Schlüterhütte und Zanser Alm - Munkelweg

interessante Pfl anzen gefunden haben:

Ährige Glockenblume, Dolomiten-Hauswurz,

Pyrenäen-Drachenmaul, Dünnsporniges

Fettkraut, Zwerg-Primel, Korianderblättrige

Schmuckblume, Gelbe Alpen-Küchenschelle,

Alpen-Klee, Blaues Mänderle.

Die Abschluß-Exkursion haben wir Anfang

Oktober von St. Vigil unterhalb vom Kron-

Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) gefunden

auf den Geroldwiesen am 17.06.2010.

platz begonnen: Von der Pederü-Hütte am

Ende des Rautales sind wir in den Fanes Naturpark

aufgestiegen und bis zur Lavarella-

Hütte gewandert. Am zweiten Tag haben wir

den Sennes Naturpark kennengelernt mit der

Sennes-Hütte als Endziel. Auch bei diesen

Touren haben wir noch folgende Pfl anzen

gefunden: Klebrige Kratzdistel, Dolomiten-

Enzian, Zwerg-Alpenrose und Edelweiß.

An den 13 Tages-Exkursionen und den zwei

Mehrtagestouren mit sechs Tageswanderungen

haben insgesamt 263 Personen

teilgenommen, das heißt ca. 14 Teilnehmer

pro Tour (Maximum 22, Minimum acht) aus

einer Gruppe von 41 Interessenten.

Dr. Jürgen Heyer

Dolomiten-Hauswurz (Sempervivum

dolomiticum) im Villnöss-Tal.

Bergfahrtengruppe

Jeden Freitag um 20 Uhr kamen wir im AV-

Stüberl zusammen, um unsere Touren zu

besprechen und auszuarbeiten. Am Ende des

Jahres hatten wir mit insgesamt 193 Teilnehmern

51 Bergfahrten unternommen und 60

Gipfel bestiegen.

Im Winter machten wir 21 Touren – die meisten

per Ski, aber einige auch zu Fuß; unter

anderem waren wir am Almkopf (1801 m),

Feldernkopf (2008 m), Teufelstättkopf

(1758 m), Kranzberg (1391 m) und Kramer

(1982 m). Sommertouren: Weil uns das

Wetter ganz gut gewogen war, konnten wir

30 Bergtouren mit 34 Gipfeln unternehmen.

Eine kleine Auswahl der schönsten: Sonnjoch

(2457 m), Thaneller (2343 m), Thajakopf

(2408 m), Plattberg (2247 m), Igelskopf

(2457 m), Hönig (2039 m), Gaichtspitze

(1988 m).

Neben unseren bergsportlichen Aktivitäten

kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz, denn

es gab auch einige Geburtstage zu feiern

sowie das 45-jährige Jubiläum von Sepp

Winter als Führer und das 40-jährige als Vorstandsmitglied

sowie Leiter und Führer der

Bergfahrtengruppe. Bei der Sonnwendfeier

am 23. Juni regnete es leider den ganzen Tag.

Am 12. November zum Sommerabschluss

waren wir 13 Personen, Advent feierten wir

am 17. Dezember mit 18 Mitgliedern. In diesem

Zusammenhang möchte ich mich bei der

Gruppe und den Musikanten Sunnabergler

für die schönen Stunden bedanken.

Gottseidank verliefen alle unsere Bergfahrten

wieder unfallfrei.

Leider mussten wir das plötzliche Ableben

unseres Bergfreundes Jupp Drathen

beklagen, der oft bei geselligen Anlässen

mit seiner Diatonischen für Stimmung

sorgte. Danke Jupp – wir werden Dich nicht

vergessen!

Sepp Winter

Sepp Winter auf einer seiner unzähligen

Berg- und Skitouren.

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Ausbildung und Touren

Ausbildungs- und

Tourenprogramm

Jubiläumsgrat mit Blick auf den Kirchturm (Bildrand rechts unten).

Bei dem Tourenangebot handelt es sich um

Gemeinschaftstouren, die von einem lizenzierten

Tourenleiter durchgeführt werden.

Die Teilnehmerzahl pro Tourenleiter ist aus

Sicherheitsgründen begrenzt.

Die Teilnehmer müssen gesund sein und

über die erforderliche Fitness verfügen.

Die geforderte Ausrüstung ist von den

Teilnehmern gemäß Ausschreibung mitzubringen.

Die genaue Tourenbeschreibung kann rechtzeitig

im Aushang der Geschäftsstelle und

auf der Homepage der Sektion eingesehen

werden.

Anmeldung in der Geschäftsstelle

per Telefon (08821-2701) oder persönlich

ist erforderlich.

Termin Tourenziel Kurzbeschreibung Anmeldung ab

So., 26.06.2011 Predigtstuhl leichte Bergtour ausgefallen

(Wettersteingebirge)

Sa./So. Wildspitze Hochtour mit ausgefallen

23./24.07.2011 (Ötztaler Alpen) Hüttenübernachtung

So., 07.08.2011 Klettergarten Grundlagen des Begehens ausgefallen

Alpspitze von Klettersteigen und

Klettern lernen

So,. 18.09.2011 Lachenspitze Klettersteigtour ausgefallen

(Lechtaler Alpen)

Sa., 19.11.2011 Sektionsstüberl in der Ausbildung zur Tourenplanung Mi., 02.11.2011

AV-Geschäftsstelle für Ski- und Schneeschuhtouren

Sa., 17.12.2011 AV-Geschäftsstelle Ausbildung mit dem Mi., 30.11.2011

und irgendwo draussen Lawinenverschütteten-Suchgerät

und LVS-Ausstattung

So., 15.01.2012 Ort wird kurzfristig Schneeschuhwanderung Mi., 28.12.2011

bekannt gegeben

So., 12.02.2012 Tannheimer Tal Ski- und Snowboardtour Mi., 25.01.2012

So., 04.03.2012 Grünsteinumfahrung Ski- und Snowboardtour Mi., 15.02.2012

(Mieminger Berge)

So., 15.04.2012 Zuckerhütl Skihochtour Mi., 28.03.2012

(Stubaier Alpen)

Sa., 12.05.2012 Sektionsstüberl in der Ausbildung Orientieren mit der Mi., 25.04.2012

AV-Geschäftsstelle topographischen Karte (Th/Pr)

und eine Radl-Rally

Sa./So. Wildspitze Hochtour mit Mi., 06.06.2012

23./24.06.2012 (Ötztaler Alpen) Hüttenübernachtung

So., 22.07.2012 Tannheimer Tal Klettersteigtour Lachenspitze Mi., 07.04.2012

(Allgäuer Alpen)

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Ausbildung und Touren

Gemeinschaftstouren

Abgrenzung zwischen

Gemeinschaftstouren“ und „Führungstouren“

Gemeinschaftstouren

Gemeinschaftstouren sind keine Führungstouren

im engeren Sinn. Jeder Teilnehmer

geht auf eigene Verantwortung mit. Die

Teilnahme an einer Gemeinschaftstour verpfl

ichtet zur Eigenverantwortung bezüglich

dem Anforderungsprofi l und zur Mitnahme

der erforderlichen Ausrüstung für die ausgeschriebene

Tour.

In der Ausschreibung für eine Gemeinschaftstour

ist klar beschrieben, welche

Schwierigkeiten bei der Tour auftreten, und

dass die Teilnehmer den Schwierigkeitsgrad

voll beherrschen müssen.

Der Organisator oder Leiter einer Gemeinschaftstour

kann sich in der Regel nur um die

Rahmenbedingungen kümmern: Ausschreibung,

Anmeldungen, Organisation von Anfahrt,

Übernachtung usw. Er muss jedoch die

angemeldeten Teilnehmer auf ihre Tauglichkeit

überprüfen und ggf. unbekannte oder

nicht geeignete Teilnehmer zurückweisen.

Er muss auch auf Teilnehmer einwirken, die

z. B. eine unzureichende Ausrüstung dabei

haben oder erkennbare Schwächen zeigen.

Es bleibt dem Leiter unbenommen, ängstliche

Teilnehmer unter seine besondere Obhut

zu nehmen und ggf. am eigenen Seil zu

sichern. Für diese Teilnehmer ist er dann als

„Führer“ verantwortlich.

Unter Berücksichtigung eines guten

Überblicks, gegenseitiger Gefährdungsmöglichkeiten

und des Mehraufwandes an Zeit

gelten für Gemeinschaftstouren folgende

Teilnehmerzahlen als Empfehlung:

■ Bei leichten Wanderungen auf gut markierten

Wegen: 12 Personen

■ Bei schwierigen Wanderungen auf steilen

und schmalen Pfaden: bis 8 Personen

■ Auf Klettersteigen und in weglosem

Gelände: bis 6 Personen

■ Im Klettergelände: nur als selbständige

Zweier-Seilschaft (max. 3 – 4 Seilschaften)

Auch bei Gemeinschaftstouren müssen während

der Tour organisatorische Grundregeln

beachtet werden, z. B.:

■ Genaue Information der Teilnehmer über

Schwierigkeit, Gefährdung sowie Besonderheiten

der Tour.

■ Bekanntgabe von Sammelpunkten für den

Fall, dass sich die Gruppe auseinanderzieht.

■ Gegebenenfalls Einteilung eines Führenden

und eines Schlussmannes, zwischen

denen sich die Gruppe bewegt.

■ Verhaltensmaßnahmen für unvorhergesehene

Zwischenfälle absprechen.

■ An Sammelpunkten wird jeweils die Vollzähligkeit

der Gruppe festgestellt.

Führungstouren

Der Führer einer Gruppe im Gebirge übernimmt

eine große Verantwortung für die

Sicherheit und das Wohl der Personen, die

sich ihm anvertrauen. Darüber hinaus beeinfl

usst er entscheidend Verlauf, Erfolg und

Erlebniswert einer Bergtour. Er muss über

ein souveränes Können, eine umfangreiche

Erfahrung sowie das notwendige Wissen in

dem jeweiligen Bereich verfügen, um dieser

Aufgabe gerecht zu werden.

Der Tourenleiter trifft auf Grund seiner Sachautorität

und seiner überragenden Stellung

in der Gruppe verbindlich alle Entscheidungen,

hat aber damit auch die gesamte Verantwortung

für die Sicherheit der Gruppenmitglieder

zu tragen. Andererseits hat er den

Wünschen der Teilnehmer, was Sicherheitsbedürfnis

und Erlebniswert der Tour angeht,

möglichst nachzukommen. Dies ist nur durch

weitsichtige Planung, geschickte Organisation

und führungstaktisch richtiges Verhalten

zu erreichen.

Die Tourenführung selbst verlangt den „entschlossenen

Führer“, der seine Gruppe zum

Ziel bringt bzw. abbricht und dazu all seine

Erkenntnisse und Erfahrungen unmittelbar

einsetzt.

An einer ausgeschriebenen Führungstour

können auch Sektionsmitglieder teilnehmen,

die dem Führer noch nicht bekannt sind,

und die Tour nicht selbständig durchführen

könnten. Die Anzahl der Geführten darf dann

jedoch nur so hoch sein, dass der Führer in

allen Fällen die erforderliche Übersicht behält

sowie notwen dige Sicherungsmaßnahmen

durchführen kann. Nur so kann er seiner

hohen Verantwortung gerecht werden.

Die Fachübungsleiter haben eine umfassende

Ausbildung über die Taktik und Techniken

des Führens von Gruppen im Gebirge

erhalten.

Firngenuß bei einer Frühjahrestour im

Ultental.

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Ausbildung und Touren

Gemeinschaftstouren

Checkliste zur Ausrüstung

A Grundausrüstung

Feste Bergschuhe mit hohem Schaft

und Profi lsohle

Berghose aus leichtem,

strapazierfähigem Stoff

kurze Hose (keine Jeans)

Regenbekleidung (Anorak, Überhose),

Pullover/ Faserpelz oder Fleecejacke

Funktionsunterwäsche

Hemd/Bluse

Tourensocken

Wechselwäsche

Wollmütze

Handschuhe

Sonnenschutz (Hut, Brille, Sonnencreme)

Trinkfl asche

Taschenmesser

Tourenverpfl egung

Erste-Hilfe-Set

Biwaksack

Tourenrucksack

Teleskopstöcke

Für Mehrtagestouren zusätzlich:

Hüttenschlafsack

Hüttenschuhe

Freizeitkleidung

Kl. Waschzeug

Stirnlampe oder Taschenlampe

AV-Ausweis

B Klettersteigausrüstung

Brust- und Hüftgurt

(Verbindung mit Anseilachter)

Klettersteig-Set

Steinschlaghelm

robuste Handschuhe

C Kletterausrüstung

Hüftgurt gegebenenfalls auch Brustgurt

(Verbindung mit Anseilachter)

Abseilachter

Steinschlaghelm

Kletterschuhe

Einfach- oder Halbseile pro 2 Teilnehmer

50 m

2 Bandschlingen, vernäht,

1,2 m Nutzlänge

2 Bandschlingen, vernäht,

60 cm Nutzlänge

Prusikschlingen, Durchmesser min. 5 mm,

Länge der Schnur vor dem Knüpfen:

1/2 Körpergröße, ganze Körpergröße,

2 x Körpergröße

ca. 10 Karabiner, z.T. mit Expressschlingen

3 Verschlusskarabiner (2 x HMS)

kleines Klemmkeilsortiment

Friends

D Hochtourenausrüstung

Hüftgurt gegebenenfalls auch Brustgurt

(Verbindung mit Anseilachter)

steigeisenfeste Bergschuhe

Steigeisen

Steinschlaghelm

Eispickel

Einfachseile pro 4 oder 5 Teilnehmer 50 m

2 Bandschlingen, vernäht,

1,2 m Nutzlänge

2 Bandschlingen, vernäht,

60 cm Nutzlänge

Prusikschlingen Durchmesser min. 5 mm,

Länge der Schnur vor dem Knüpfen:

1/2 Körpergröße, ganze Körpergröße,

2 x Körpergröße

3 Verschlusskarabiner (2 x HMS)

3 Karabiner

1 Eisschraube

Kleidung mit ausreichend Wärme- und

Nässeschutz

ausreichend Sonnenschutz

Gletscherbrille

E1 Skitouren-Ausrüstung

Tourenski/Telemark/Snowboard

mit Tourenbindung

Skistöcke mit großen Tellern

Steigfelle

Harscheisen

Lawinenschaufel

Sonde

Verschüttetensuchgerät (VS)

Skibrille

Sonnenbrille

zweites Paar Handschuhe

Skitourenhose

Kleidung mit ausreichend Wärmeschutz

E2 Schneeschuhtouren-Ausrüstung

Schneeschuhe

Wander- oder Skistöcke mit großen

Tellern

Sonnenbrille

Kleidung mit ausreichend Wärmeschutz

Gamaschen

Einsame Skidurchquerung in den

Ammergauer Alpen.

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Ausbildung und Touren

Schwierigkeitsbewertung

Schwierigkeits- Weg/Gelände Anforderungen DAVgrad

Kategorie

T1 Weg gut ausgebaut, Keine, für Turnschuhe. ■ GELB

Wandern ausgeschildert und markiert. Orientierung problemlos

Gelände fl ach oder leicht geneigt. auch ohne Karte möglich.

Keine Absturzgefahr.

T2 Weg mit durchgehende Trasse Etwas Trittsicherheit, ■ BLAU

Bergwandern und ausgeglichenen Steigungen. Trekkingschuhe sind

Bergwege sind markiert. empfehlenswert.

Gelände teilweise steil, Absturz- Elementares

gefahr nicht ausgeschlossen. Orientierungsvermögen.

T3 Am Boden ist meist noch eine Gute Trittsicherheit, ■ ROT

anspruchs- Trittspur vorhanden. gute Trekkingschuhe

volles Ausgesetzte Stellen können mit mit Profi lsohle.

Bergwandern Seilen oder Ketten gesichert sein, Durchschnittliches

evtl. braucht es gelegentlich die Orientierungsvermögen.

Hände zum Vorwärtskommen. Elementare alpine

Erfahrung ist erforderlich.

Zum Teil exponierte Stellen mit ■ SCHWARZ

Absturzgefahr, Geröllfl ächen und

wegloses Schrofengelände.

Schwierigkeits- Weg/Gelände Anforderungen

grad

T4 Weg nicht überall sichtbar, Vertrautheit mit exponiertem

Alpinwandern Route teilweise weglos, Gelände, stabile Trekking.

an gewissen Stellen braucht es schuhe mit Gummiprofi ldie

Hände zum Vorwärtskommen. sohle.

Gelände bereits recht exponiert, Gewisse Geländebeurteilung

heikle Grashalden, Schrofen, und gutes Orientierungs-

einfache, apere Gletscher. vermögen.

T5 Oft weglos, einzelne einfache Bergschuhe mit

anspruchs- Kletterstellen. Gummiprofi lsohle.

volles Exponiertes, anspruchsvolles Sichere Geländebeurteilung

Alpinwandern Gelände, Schrofen, wenig und sehr gutes

gefährliche Gletscher und Orientierungsvermögen.

Firnfelder. Gute Alpinerfahrung und

elementare Kenntnisse im

Umgang mit Pickel und Seil.

T6 Meist weglos, Kletterstellen Ausgezeichnetes

schwieriges bis ll, meist nicht markiert. Orientierungsvermögen.

Alpinwandern Häufi g sehr exponiert, Ausgereifte Alpinerfahrung

heikles Schrofengelände, und Vertrautheit im Umgang

Gletscher mit Ausrutschgefahr. mit alpintechnischen

Hilfsmitteln.

Bemerkung zu kombinierte Touren in Fels, Schnee und Eis (Hochgebirgstouren):

Kombinierte Touren im Hochgebirge sind fast nie markiert, erfordern

gute Kenntnisse in der Orientierung, Seil- und Sicherungstechnik und

sind im besonderem Masse von den Witterungs- und Sichtverhältnissen

abhängig. Kletterstellen werden in Bergschuhen und manchmal

mit Steigeisen überwunden.

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Ausbildung und Touren

Schwierigkeitsbewertung

bei Skitouren

Schwierigkeitsgrad Aufstieg und Abstieg in der Abfahrt Anforderungen

L Weich, hügelig, mit glattem Untergrund. Keine Engpässe. Grundschwung auf roten Pisten.

leicht

unter 28°

WS In der Regel offene Hänge mit einzelnen kurzen Steilstufen, Engpässe sind kurz und fl ach, Beherrschen der Spitzkehrentechnik,

wenig schwierig Spitzkehren sind nötig. Ski können laufen gelassen werden. sichere Fahrweise abseits der Pisten.

um 30°

ZS Kurze Steilstufen ohne Ausweichmöglichkeit, Engpässe kurz, aber steiler, Sehr sichere Fahrweise

ziemlich schwierig die Abfolge von Hindernissen in mäßig steilem Gelände Abbremsen und Abschwingen sind notwendig. bei jeder Schneeart auf schwarzen Pisten

um 35° erfordert gute Reaktion. und bei Variantenskilauf.

S Steilhänge ohne Ausweichmöglichkeit, sichere Spitzkehren, Engpässe lang und steil, Untergrund eben, Beherrschen der situationsgerechten

schwierig viele Hindernisse erfordern eine ausgereifte Fahrtechnik. Kurzschwingen noch möglich. Ski- und Fahrtechnik den Schnee- und

um 40° Geländeverhältnissen angepasst.

SS Allgemein sehr steiles Gelände, oft mit Felsstufen durchsetzt, Engpässe sehr lang und sehr steil,

sehr schwierig viele Hindernisse in kurzer Folge. Untergrund hart, das Kurzschwingen

um 45° ist erschwert.

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Ausbildung und Touren

Check-Your-Risk

Die Zahl jugendlicher Freerider nimmt

kontinuierlich zu. Doch gerade Jugendliche,

die von der Piste ins freie Gelände wechseln,

sind sich der Lawinengefahr häufi g nicht

bewusst.

Check your Risk (CYR) ist eine Aktion des

Deutschen Alpenvereins, bei der Bergführer

oder CYR Trainer in den Schulen des

Landkreises Ga.-Pa. den Schülern das

Thema Lawinenkunde in zwei Stunden nahe

bringen. Mit einer breiten Produktpalette

die von CYR Basic-Kursen in Schulen, über

den Workshop und die CYR Academy bis

zum einwöchigen CYR Freeride Camp reicht,

werden die aufeinander aufbauenden und

sehr anschaulichen Ausbildungsinhalte

vermittelt.

Bisher wurde diese Aktion auch dementsprechend

vom DAV-Dachverband bezahlt. Doch

wie es immer so ist, wird überall gekürzt und

so hat die Sektion Ga.-Pa. die Patenschaft

übernommen, um die Aktion nicht sterben zu

lassen. Also machten wir uns auf den Weg,

um für die Aktion Sponsoren zu fi nden. Dabei

hatten wir großes Glück! Wir brauchten nicht

lange suchen, denn der Sport Conrad und die

Bayrische Zugspitzbahn haben sich bereit

erklärt, den Hauptanteil zu übernehmen.

Die Bergsteigerschule Zugspitze machte mit

einem kleinen Betrag den Sack zu.

Auf diesem Weg möchten wir uns bei den

Sponsoren recht herzlich bedanken.

Sebastian Buchwieser

2. Vorsitzender und Bergführer

Pulverschnee genießen – aber nur mit dem nötigen Hintergrundwissen.

Glitzernder Pulverschnee – tödliche Gefahr

Die Sektion Garmisch-Partenkirchen

fördert die Initiative Check Your Risk.

Die Jugend des Deutschen Alpenvereins

(JDAV) bietet mit der kostenlosen

Initiative „Check Your Risk“ ein

Programm, mit dem Schülerinnen

und Schüler für die Gefahren abseits

der gesicherten Pisten sensibilisiert

werden. Das Programm wird vom

Bayerischen Kultusministerium

unterstützt.

Weitere Informationen:

JDAV Initiative Check Your Risk,

Projektleiter: Florian Bischof,

Von-Kahr-Straße 2-4,

80997 München,

Tel. 089/14003-591,

Mail cyr@alpenverein.de

Direkt anmelden können sich Schulen

unter: www.check-your-risk.de

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Tourenberichte

Auf Tour in den

Ligurischen Alpen und

Seealpen

Evelyn und Hans Diem waren im Sommer

2010 zu Fuß und mit Zeltausrüstung 20 Tage

lang unterwegs auf 300 km Bergwegen mit

17500 m Aufstieg über 20 Pässe und zehn

Gipfel bis 3088 m Höhe.

Die Route durch die Ligurischen Alpen (den

ersten Teil des Weitwanderwegs Via Alpina

von Monaco bis nach Triest) führte zunächst

in vier Tagen vom Altarepass auf der Alta Via

dei Monti Liguri zum Dorf Ormea. Weiter auf

der Via Alpina u.a. auf die Punta Marguareis

(den höchsten Gipfel der Ligurischen

Alpen) zum Dorf Limonetto und nach Limone

Piemonte.

1.Tag, Mittelmeerküste vom Ligurischen

Höhenweg.

Von Savona fahren wir mit dem Linienbus

Richtung Cuneo hinauf zum Altarepass

(458 m), die Grenze zwischen Alpen und

Appennin.

Der erste Eindruck von der rot-weiß markierten

Alta Via dei Monti Liguri ist erfreulich,

hier sind lokale Wegweiser und Pfosten

mit Kilometerangabe. Wir gehen Richtung

Westen auf dem bewaldeten Kammverlauf

mit Ausblicken auf die Küste, auf breiten

Wegen über Colli und Buckel mit Masten und

Windrädern. Bei der Kapelle Madonna delle

Neve ist gut zelten.

Auf einer Autostraße im Laubwald weiter

zum Colle del Melogno mit einem alten Fort

und drei Gasthäusern. Über den Bric Agnellino

geht es auf den ersten freistehenden

Felsbuckel Monte Carmo mit Tiefblick auf die

Küste. Abstieg zum Passo Giugo di Toirano,

wo wir ohne Trinkwasser zelten müssen.

Nach wenig Auf und Ab, aber viel Hin und Her

kommt uns das Gasthaus Da Matteo auf dem

Colle San Bernardo gerade recht zur Einkehr.

Richtig bergig ist dann der Aufstieg zum

schroffen Monte Galero (1740 m).

Zu meinem Namenstag bekomme ich auf

dem Gipfel einen Strauß Bergblumen

überreicht, ich spendiere den Espresso mit

Keksen – schöner geht’s nicht. Ein kurzer

Steilabstieg, dann in bunten Blumenwiesen

zum Colle S. Bartolomeo. Am vierten Tag verlassen

wir die Alta Via und steigen ab nach

Ormea, einem großen Ort mit Gaststätten,

Lebensmittelläden, Restaurants.

Für vier Tage sind wir nun auf der rot markierten

Via Alpina. Erst heißt es wieder Höhe

gewinnen auf der Autostraße nach Chionea,

dann geht es weiter auf Traktorwegen in Bauerland

über Weiler Procirette (mit Brunnen

und prächtigen Maronibäumen) zum Dorf

Chioraira und auf einem Bergweg im Lärchenwald

hinauf nach La Colma, einem Weidegebiet

mit Kapelle. Abwärts in Weideland

zum Dorf Quarzina, jetzt nach Karte 8 zu den

Ruinen von Merea und Fasce, über die Dörfer

Pornassino und Pian del Fo zum Feriendorf

Viozene. Wir nehmen ein Zimmer für zwei

Nächte im Albergo Miramonti, sehr nett.

Ein Berg ruft zu einem Abstecher. In schönster

Berglandschaft steigen wir am Rifugio

Mongioie vorbei in Wiesen mit Schneefeldern

über die Bocchetta dell’Aseo hinauf zum

Grat mit dem Monte Mongioie (2630 m). Der

ist gut besucht mit 15 Leuten, leider ist es

wolkig und dunstig. Zurück in Viozene erst

ein Einkauf im Alimentari, dann nochmal das

schöne Zimmer mit Bad und Balkon genützt.

Ab Viozene gehen wir über La Vene und die

Grotta delle Vene hinauf zum Colle di Carnino

(1597m), vor uns ein schroffes Gebirge. Kurz

abwärts zu den alten Bergdörfern Carnino

inferior und superior am Ende der Autostra-

ße. Leider gibt es hier nicht mal eine Bar,

aber alte Steinhäuser werden ausgebaut.

Schön geht es auf einem Steinweg aus dem

Wald heraus durch verwilderte Terrassen

mit einem blühenden Steingarten bergauf.

Am Abzweig fehlt der Wegweiser, doch ein

deut licher Bergweg führt sehr steil hinauf

zum Passo delle Maestrelle. Vor uns liegt

ein paradiesisch grünes Hochtal mit Gämsen

6.Tag, Gebirge über Viozene.

Rot-weiß markierte Tafeln weisen auf der

Alta Via dei Monti Liguri den Weg.

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Tourenberichte

und Murmeltieren und auf 2200 m die offene

Biwakhütte Capanna S. Volante. Kurz hinauf

zum Colle del Pas, drüben das Zelt ins Gras

gestellt und weglos auf einem grasigen

Felsrücken zur Cima Pian Ballaur (2640 m)

für den Blick zu den Bergen Saline, Mongioie

und Margureis.

Im Hochtal mit Weiden und Almrausch zur

Posta Sestrera, steiler Abstieg zum sehr

schön vor der Felsfl anke der Punta Marguareis

gelegenen Rifugio Garelli. Weil an ihr

sich kein Wegweiser fi ndet, brauche ich die

Karte für den Weiterweg. Sehr schön im

fantastischen Felsgebirge hinab zu einem

kleinen See und abwärts an einem Wildbach

- ideal zum Gumpenbaden: Schlafsack und

Zelt ausgelegt zum Trocknen, Kleider runter,

kurz eingetaucht ins kalte Wasser, die Sonne

trocknet einen im Nu – genial! Weiter über

den Passo del Duca (1989 m), im fantasti-

12.Tag: Evelyn und Hans Diem in den Seealpen.

schen Karstgebirge Conca delle Carsene aufwärts

zum Colla Piana, jetzt auf der Südseite

des Karstes zum Colle dei Signori mit dem

neuen Rifugio Don Barbera (2070 m).

Die Rucksäcke bleiben auf der Hütte, wir

steigen auf einem Bergweg in Gras, Karst

und Schotter direkt hinauf zur Punta Marguareis,

dem höchsten Gipfel der Ligurischen

Alpen. Gute Sicht nach Süden, sonst bewölkt

und dunstig. Doch wir kennen die traumhafte

Aussicht, auch bei Edelweißblüte. Abstieg

auf dem leichteren Bergweg zurück zur

Hütte. In schönster Blumenwiese durch die

Senke zum Colle della Boaria (2010 m), weiter

auf dem Grenzkamm zwischen Frankreich

und Italien, wo Schachbrettblumen zwischen

Kohlröschen, Orchideen und blauem Enzian

blühen. Sturm und Gewitter kommen auf,

schnell wird das Überzelt im Windschatten


aufgestellt – alles nach unten, Innenzelt

eingehängt und alles reingeschafft. Wir sind

aus dem Regen und Wind und bleiben über

Nacht.

Bei schönstem Wetter zum Gipfelchen Becco

Rosso, die Aussicht ist grandios. Kurzer

steiler Abstieg über das riesige Fort Centrale

zum geschichtsträchtigen Colle di Tenda

(1871 m), dem Übergang von den Ligurischen

Alpen zu den Seealpen. Wir steigen auf Pfadspuren

in Blumenwiesen ab nach Limonetto,

da ist am 30. Juni noch alles geschlossen.

Also weiter auf der historischen Strada Romana

zum Übernachten und Einkaufen nach

Limone, einem großen belebten Urlaubsort.

Durch die Seealpen ging’s von Limonetto u.a.

auf der Via Alpina durch den Nationalpark

Mercantour nach Terme di Valdieri.

Von Limonetto gehen wir bis zu Gias Boero

(2253 m), steigen auf einem Bergweg im

Gebüsch hinauf zum Fort de Giaure. Wir

begegnen einer Österreicherin, solo auf

Trekkingtour und froh über unsere Infos. Die

Rocca dell’Abisso steckt in einer Gewitterwolke,

dieser Abstecher muss ausfallen.

Stattdessen eilen wir auf der französischen

Seite hinab über Weiden zur Baisse de Peyrafi

que und auf einer Straße in das Vallon de

Valmasque zum Zelten.

Im Lärchenwald des Vallon de Valmasque

hinauf über einen fotogenen Kaskadenbach

zum Refuge de Valmasque (2221 m). Das

kleine Steinhaus hat eine Veranda mit Traumblick.

Die zwei jungen Hüttenwirte sind auf

Draht, sie servieren uns Omelettes, Kaffee

und Torta.

Auf einem Bergweg mit Firnfeldern geht

es entlang dem Lac Noir und dem Lac du

Basto und dann steil hinauf zur Baisse de

Valmasque (2549 m). Auf dem Grat zwischen

Mont Bego und Grand Capalet brauchen wir

Die Argentera Ostfl anke – eine imposante

Kulisse bei perfektem Wanderwetter.

eine Espressopause zum Kramen in Erinnerungen.

Eine Traumlandschaft – Mensch,

war’s hier immer schön und spannend! Diesmal

steigen wir zum Refuge des Merveilles

in das Vallee des Merveilles ab, das Tal der

Wunder mit seinen historischen Steingravuren,

Steinböcken und Gämsen. Da wimmelt

es von Touristen, die 70 Lager sind voll. Wir

können wie 20 andere auch abseits zelten

und bekommen in der Hütte Abendessen und

Frühstück.

Als Abstecher besteigen wir auf dem schneefreien

Normalweg den Götterberg Mont Bego

(2872 m) zur imposanten Rundschau über

die südlichsten Dreitausender der Alpen.

Vom Refuge des Merveilles steigen wir auf

zum Lac Muta, stellen das Zelt ans Ufer und

gehen auf die Cime du Diable (2685 m), die

Teufelsspitze. Kurzer Blick auf die Mercantour-Bergklötze,

und es droht das dritte

Gewitter des Tages.

Wir gehen durch das Tal der Wunder zurück

auf die Baisse de Valmasque. Kurzer Abstieg

im Firm, dann Aufstieg zur Baisse du

Basto mehr auf Schnee als auf Schotter. Der

Abstieg im Firn der steilen Westfl anke ist

anspruchsvoll, der Weiterweg wird erschwert

durch ein Gewitter und zehn Zentimeter

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Tourenberichte

21.Tag, Monte Matto Westfl anke mit Route

Hagel. Patschnass betreten wir das neue

Refuge de Nice (2232 m) – außen schön

mit Holz verkleidet, innen aber eng und

verwinkelt, kein Schuhraum, kein Trockenraum.

Nach dem Abendessen spannt der

Wirt im Gastraum Seile zum Kleidertrocknen,

die Stiefel von 30 Gästen stehen um den

Holzofen herum – darf nicht wahr sein! Zum

Glück stimmt die Bewirtung, und die zwei

alten Holländer bei uns im Viererzimmer sind

recht nett.

Den Abstecher zum Mont Clapier, mit 3045

m südlichster Dreitausender der Alpen,

brechen wir nach 50 Minuten ab: Die steile

Gipfelfl anke ist voll Schnee, dafür fehlen uns

Pickel und Steigeisen. Also zurück und im

steilen Blockkar der schneefreien Ostfl anke

zur Scharte Pas du Mont Colomb. Der

Abstieg auf der Westseite hat dagegen Firn

bis zum Waldrand. Schön geht es weiter im

Weideland zur Wallfahrtskirche Regina Coeli

Fenestra und dem Refuge Madone de Fenestre

(1903 m). Wir verpfl egen uns und gehen

weiter. Nach zehn Minuten sind wir zurück,

klatschnass – ein Gewitter mit Platzregen hat

urplötzlich zugeschlagen. Das Refuge hat

Schlafplätze für uns, Platz zum Kleidertrocknen

und ein Abendessen.

Der steile Abstieg vom Colle di Finestra

(2471 m) auf die italienische Seite beginnt

auf hartem Firn, dann geht es leichter weiter

auf Schotter in einem Kar mit Muffl ons,

Steinböcken und Gämsen hinab zum grünen

Talboden Piano del Praiet. Auf gutem Bergweg

in einer Grasfl anke hinauf zum Colle di

Fenestrelle. Der Abstieg zum Stausee Bacino

del Chiotas beginnt auf Schnee, dann ist

der Steig aus dem Fels gehauen. Der Blick

auf das Argentera-Massiv ist fantastisch.

Kurz am Stausee entlang, und wir sind beim

Rifugio Genova. 35 Kinder übernachten hier.

Wir können essen und abseits im Hochgebirgskessel

schön zelten.

Unter der gewaltigen Ostfl anke der Argentera,

mit 3290 m höchster Gipfel der Seealpen,

gehen wir am Stausee entlang und im

Blockwerk hinauf zum Colle del Chiapous

(2526 m). Abstieg zum Rifugio Morelli-Buzzi

(2450 m). An einem Steinblock turnen zwölf

Steinböcke herum und lecken gierig das

Salz ab, mit dem der Wirt sie anlockte. Im

Abstieg bietet sich wieder ein eiskalter Bach

für ein Gumpenbad an. Mit Sonnenuntergang

sind wir auch wieder auf dem langen Weg

im Buchenwald mit blühendem Goldregen

hinab zum alten Thermalbad Terme di

Valdieri (1368 m) mit dem Grand Hotel Royal.

Hier verlassen wir die Via Alpina, vom sechs

Kilometer entferntem Dorf Sta. Anna geht

unsere Tour weiter mit einer Umrundung des

Monte Matto.

Der 18. Tag in Sta. Anna ist verregnet, aber

gut zum Kleiderwaschen, Dorfbummeln,

Einkaufen und Erkunden des Weiterwegs. Am

Tag darauf haben wir wieder gutes Wetter

zum Aufstieg im engen Valle della Meris, das

sich bald weitet zum idyllischen Weideland

mit den Almen Gias del Prato und Gias del

Chiot. Nach drei Stunden sind wir am kleinen

Rifugio Livio Bianco (1910 m) am Lago

sottano della Sella in einer Traumgegend.

Die Tochter vom Wirt bedient uns, sie spricht

deutsch und lässt sich ausfragen. Eine

geführte Gruppe Norweger kommt an, die

Frauen hüpfen gleich in den See, die Männer

bestellen sich lieber richtiges Essen. Alle

sind hellauf begeistert. Durch die Flanke des

Kessels steigen wir weiter auf zum oberen

See, dem Lago soprano della Sella. Felsgebirge

rundum, Firnfelder, Eis auf dem See,

Gämsen fl üchten, eine Grasfl äche ist da für

unser Zelt – super. Wir erkunden noch den

Abstecher zum Monte Matto, es gibt keinen

Wegweiser und keine Markierung.

Der Aufstieg zum Monte Matto geht anfangs

noch auf gut gebautem Weg Richtung Colle

di Valmania mit viel Schnee drauf, nach einer

Stunde dann die Abzweigung. Mit der Karte

in der Hand weglos im Blockwerk mit viel

Firn vorbei an drei Seen hinauf zu einem

Hochkar, jetzt steil zum Gipfel (3088 m). Wir

schwelgen fast eine Stunde lang im grandiosen

Ausblick, zehn Bergsteiger kommen

zu uns herauf, Abstieg zu einem Firnhang,

auf dem Hosenboden mit Juhu abgerutscht

und hinaus zum Zelt. Gleich baden, einen

Espresso genießen, Trinkwasser von einem

Quellbach holen. Die Idylle ist genial, da

bleiben wir noch mal über Nacht unter perfektem

Sternenhimmel.

Der Weiterweg wird spannend. Richtung

Nordwest ein Hochtal hinauf zum Colle della

Valletta (2488 m), ein Fotopoint! Schwenk

nach Süden und das nächste Hochtal hinauf.

Durch eine Schrofenfl anke zum Kar mit See,

nun in der linken Flanke den Steilfi rn umgehend,

hier bietet sich ein Traumblick auf das

Mattomassiv mit unserem Weg von gestern.

Weiter im Firn zum Felsgrat mit dem Colle

della Paur (2890 m) – gut gegangen. Die steile

Südfl anke ist weglos mit Blockwerk, Firn,

Schotter, unten ein grüner Kessel mit See,

eine Idylle. Flach weiter mit gelber Markierung

zu Gabelung mit Wegweiser. Gut aus-

22.Tag, Rifugio Valasco, Reale Casa di Caccia

gebaut quert der Weg jetzt in der Steilfl anke

Richtung Süden. Auf einer Wegkehre stellen

wir wieder mal das Überzelt auf, um darunter

ein Gewitter abzuwarten. Der Blick geht

über das märchenhafte Valle di Valasco zur

wuchtigen Argentera-Westfl anke. Vor dem

Lago di Valscura treffen wir auf eine breite

Kiesstrasse, die zu den Kasernenruinen

oberhalb führt. Wir gehen bequem darauf abwärts

zum königlichen Jagdhaus. Das kennen

wir als Ruine, jetzt wurde es ausgebaut zum

komfortablen Rifugio Valasco (1764 m). Es ist

Sonntagabend, die Mannschaft arbeitet noch

das übervolle Wochenende auf. Zum schönen

Abschluss unserer Seealpentour übernachten

wir hier in einem Achter-Lager und essen

mit fünf weiteren Gästen.

Am Morgen noch ein fantastischer Rückblick

mit dem schönen Rifugio Valasco vor einem

gigantischen Bergpanorama, dann gehen

wir auf einer Schotterstraße im Lärchenwald

mit blühendem Goldregen hinaus nach

Terme di Valdieri. In der Bar Savoia begießen

wir unsere Tour, jetzt mit Espresso aus der

Maschine. Auf der Rückreise mit Bus und Zug

machen wir den Umweg zum Museumsbesuch

im romantischen Tende.

Hans Diem

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Tourenberichte

Billi Bierling

auf dem Manaslu

Ein Jahr, nachdem sie am Mount Everest

stand, hat Billi Bierling auch den 8156 m

hohen Manaslu bestiegen. Unser Sektionsmitglied,

das seit 2004 in Kathmandu lebt

und dort u.a. als Assistentin der Himalaya-

Dokumentarin Elizabeth Hawley arbeitet, war

die erste deutsche Frau auf dem achthöchsten

Berg der Welt.

Gratulation, Billi Bierling – warum

sollte es diesmal der Manaslu sein?

Billi Bierling: Dafür gibt es verschiedene

Gründe. Erst einmal war es mir wichtig, nach

dem Everest noch einmal auf einen 8000er

zu steigen, da ich wissen wollte, ob es nur

Glück oder Zufall war, dass ich den höchsten

Punkt der Erde ereichen konnte, oder ob ich

in der Höhe wirklich nicht so schlecht bin.

Ich war ja vorher bereits auf vielen 6000ern

in Nepal und Südamerika und auf einem

7000er, dem Lhakpa Ri in Tibet.

Da ich auch einmal eine andere Region des

Landes kennenlernen wollte und ich von

der Schönheit des Manaslu-Gebietes schon

viel gehört hatte – besonders über den Trek

zum Basislager – entschied ich mich für den

Manaslu. Technisch sollte er auch nicht soo

schwierig (obwohl herausfordernder als der

Everest) sein, und die Tatsache, dass der

Veranstalter Russell Brice, mit dem ich ja

bereits am Everest war, auch Expeditionen

zum Manaslu anbot, ließ mich die Entscheidung

für den Manaslu treffen. Dazu kommt

natürlich noch, dass ich den Manaslu als

Berg sehr schön und ästhetisch fi nde, und

er als alleinstehender Gipfel sehr beeindruckend

wirkt.

Die meisten Expeditionen (auch unsere Expeditionsmitglieder)

fl iegen ja mit dem Helikopter

nach Samagoan, dem letzten Dorf unter

dem Basislager. Mir war es jedoch wichtig,

zu Fuß zu gehen, und gemeinsam mit unserer

Expeditionsärztin Monica Piris starteten

wir Ende August Richtung Samagoan, während

alle anderen Expeditionsmitglieder und

die Bergführer mit dem Helikopter fl ogen. Es

war eine einzigartige Erfahrung und ich kann

den Manaslu-Trek nur jedem empfehlen.

Der Grund, warum sich viele Expeditionen für

einen Heli-Flug entscheiden, ist, dass es in

diesem Gebiet noch nicht viel Infrastruktur

gibt, und die Unterkünfte und das Essen

noch ziemlich ‚basic‘ sind. Für mich war es

jedoch schön, diesen Teil Nepals – des Landes,

in dem ich bereits seit 2004 mehr oder

weniger lebe – kennenzulernen. Die Vielfalt

der Kulturen, der Menschen und natürlich

der Natur hat mich überwältigt und obwohl

wir noch in der Monsunzeit gingen, hat der

Trek sehr viel Spaß gemacht.

Wie kamen Sie zu der Gruppe

von Russell Brice?

Billi Bierling: Wie bereits erwähnt, war ich

auch 2009 am Mount Everest mit einer

Expedition von Russell Brice. Ich kenne ihn

seit meinem Versuch, den Cho Oyu in Tibet

zu besteigen. Damals war ich mit einer sehr

kleinen Expedition unterwegs. Wir waren

zu dritt, die anderen beiden waren sehr

erfahrene Höhenbergsteiger, und ich konnte

einfach nicht mit ihnen mithalten. Das demotivierte

mich ungemein, und ich brach die

Expedition nach Erreichen des Lager 2 auf

ca. 7000 m ab. Allerdings merkte ich, dass

ich im Vergleich zu anderen Expeditionen gar

nicht so langsam war – nur in meiner eigenen

Gruppe und mir wurde bewusst, dass das

Umfeld und die anderen Menschen in der

Gruppe und ein guter Expeditionsleiter für einen

Erfolg essentiell sind. Ich habe mich mit

Russell (aufgrund meiner Tätigkeit mit Miss

Hawley traf ich ihn mindestens zweimal im

Jahr) viel über das Bergsteigen unterhalten,

und als ich mich 2008 entschied, auf den

Everest zu gehen, da war mir klar, dass ich

mit Himex, sprich Russell, gehen wollte.

Ohne jetzt groß Werbung für Himex machen

zu wollen, muss ich sagen, dass Russell zwar

sehr große, aber auch sehr professionelle

Expeditionen leitet. Er hat ausschließlich

ausgebildete Bergführer (was ja bei manchen

Expeditionsunternehmen nicht der

Fall ist), hat ein gutes Gefühl für das Wetter,

beschäftigt sehr gute Sherpas und hat auch

ein ausgezeichnetes Verhältnis mit seinem

Sherpateam. Seine Sherpas haben gute

Der Manaslu in Nepal ist mit einer Höhe von 8156 Metern der achthöchste Berg der Erde.

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Tourenberichte

Ausrüstung und er behandelt seine Sherpas

gleichberechtigt, was mir auch sehr wichtig

ist.

Wie fällt Ihr Vergleich zwischen Everest und

Manaslu aus?

Billi Bierling: Das ist eine sehr schwierige

Frage, da die beiden Berge und die Gegend,

in der sie sich befi nden, total verschieden

sind. Sehr schwierig am Manaslu war das

schlechte Wetter, was sich natürlich sehr auf

die eh schon strapazierte Psyche auswirkt.

Am Everest wacht man fast jeden Morgen bei

Sonnenschein auf, dagegen kann der ewige

Regen, der ununterbrochen auf die Zeltwand

am Manaslu prasselt, schon sehr demotivierend

sein. Auch ist die Akklimatisierung am

Manaslu ein wenig schwieriger. Das Everest-

Basislager liegt fast 700m höher, und der

Körper hat dort mehr Gelegenheit, sich an

die Höhe zu gewöhnen.

Die Infrastruktur am Everest ist ebenfalls

um einiges besser für Trekker und Bergsteiger

- wer sich im Basislager langweilt, kann

einfach mal ‚kurz‘ in das nächste Dorf, Gorak

Shep, gehen und dort vielleicht seine Emails

checken. Das macht man am Manaslu nicht

einfach mal so, weil der Marsch nach Samagoan

einfach viel länger ist und das Wetter

oft einfach auch nicht mitspielt.

Ich persönlich fand den Manaslu herausfordernder.

Vielleicht lag es daran, dass ich

mich körperlich nicht ganz so fi t fühlte wie

am Everest (ich fand kurz nach meiner Expedition

heraus, dass ich einen extrem hohen

Eisenmangel hatte, was für eine Höhenexpedition

nicht gerade von Vorteil ist). Oder

es lag einfach am Wetter, dem vielen Schnee

und der Tatsache, dass man stundenlang

bei Regen in seinem Zelt sitzen musste. Der

Manaslu hat auch weniger nicht so steile

Passagen wie der Everest, wo man z.B. vom

Lager 1 zum Lager 2 durch die Western Cwm

das Gefühl hat, dass man sich trotz der Höhe

und Anstrengung ein wenig erholen kann.

Ich fand den Manaslu von seiner Steilheit

herausfordernder, was auch daran liegen

kann, dass wir mehr Schnee hatten. Hier

muss ich natürlich unsere fantastischen

Sherpas erwähnen, ohne die wir den Gipfel

nie erreicht hätten. Sie leisteten auch am

Manaslu mal wieder unglaubliche Arbeit,

denn sie fi xten die Seile, spurten in schwierigen

Verhältnissen, trugen schwere Lasten,

damit wir, die Kunden, auch unsere Zelte und

Schlafsäcke in den Hochlagern hatten, und

trafen wichtige Entscheidungen während der

Expedition.

Ein hauptsächliches Kriterium bei Ihrem

Aufstieg war ja offensichtlich das Wetter, das

einmal sogar einen 40-stündigen Aufenthalt

im Zelt erzwang. Gerieten Sie da nicht mal an

die Grenzen Ihrer Geduld?

Billi Bierling: Das Wetter war schon eine

ziemliche Herausforderung am Manaslu.

Aber da ich schon seit 2004 in Nepal auf

Expedition gehe, bin ich das Expeditionsleben

gewohnt und ich vermisse sehr wenig

aus der ‚normalen‘ Welt. Ich bin schon relativ

gut darauf vorbereitet, und da ich auch viele

andere Expeditionsleiter kenne, kann ich hin

und wieder andere Lager besuchen und hier

und da `ne Tasse Tee trinken und mich mit

anderen Leuten unterhalten. Außerdem hatten

wir einen angeblich sehr bekannten neuseeländischen

Cricketspieler (Adam Parore)

dabei. Russell brachte ein Cricket-Set mit

ins Basislager, wo die Jungs (inklusive Amis

und Schweden, die von Cricket keine Ahnung

haben) fl eißig trainierten für ein Match

gegen das benachbarte Expeditionsteam von

Kenton Cool. Als es an einem Tag ausnahmsweise

nicht regnete, stieg dann das Spiel.

Tja, so brachten wir die verregneten Tage

rum und versuchten uns also anderweitig zu

motivieren und zu unterhalten.

Als wir während unseres Gipfelversuchs am

Lager 4 ankamen (wir sollten am nächsten

Tag zum Gipfel starten), war es extrem windig,

und die Wettervorhersage, die wir von

Meteotest in Bern bekommen, sagte starke

Winde für den nächsten Tag, den 1. Oktober,

voraus. Russell kam zu allen Bergsteigern ins

Zelt und meinte, sehr wahrscheinlich könnten

wir nicht gehen, denn die Windstärke sei

zu heftig und würde seine ‚Toleranzgrenze‘

überschreiten. Ich fühlte mich in diesem

Moment sehr traurig, hatte ich doch hart

gearbeitet ums ins Lager 4 zu kommen.

Obwohl ich immer dachte, dass es mir nicht

soo wichtig sei, die erste deutsche Frau am

Manaslu zu sein, war die Aussicht, diese

Chance nicht zu bekommen, doch sehr

enttäuschend für mich. Aber dann dachte

ich an meine Finger und Zehen und mir war

bewusst, dass ich diese für den Titel der

‚ersten deutschen Frau am Manaslu‘ nicht

hergeben wollte.

Aufbau eines Hochlagers bei herrlichen Bergwetter.

Die ganze Nacht schlug der Wind gegen das

Zelt, aber gegen 6 Uhr morgens beruhigte

sich das Wetter, und Russell informierte uns

per Funk, dass Adrian (einer seiner Bergführer)

und sein Sherpa Phurba Tashi, der

bereits 17 Mal auf dem Mount Everest stand,

der Meinung seien, wir könnten es versuchen.

Das war die beste Entscheidung, da

der Wind sich beruhigte, und wir gegen 7 Uhr

aufbrechen konnten. Der Weg vom Hochlager

zum Gipfel ist nicht mehr so weit; unser

Team brauchte zwischen dreieinhalb und

viereinhalb Stunden. Gemeinsam mit Pasang

Kami Sherpa (mit dem ich auch schon am

Mount Everest war) stand ich gegen 11.30 am

Gipfel des Manaslu. Dazu muss ich sagen,

dass unser gesamtes Team bis ganz oben

auf die Wechte gestiegen ist. Am Manaslu

gibt es hin und wieder Streitigkeiten, weil es

einen Vorgipfel gibt, auf den manche Leute

gehen und behaupten, dass sie auf dem

Gipfel waren.

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Tourenberichte

Sie wollten es ohne Sauerstoff schaffen,

aber durch die wetterbedingten Verzögerungen

gab es Probleme mit der Akklimatisierung.

Ist Ihr Plan dennoch gelungen?

Billi Bierling: Obwohl ich natürlich froh war,

den Gipfel des Manaslu zu erreichen, war ich

auch ein wenig enttäuscht, dass ich zusätzlichen

Sauerstoff verwenden musste. Ich hätte

es gerne ohne Sauerstoff versucht, jedoch

musste ich diese Idee bereits eine Woche vor

dem Gipfelversuch aufgeben. Das Wetter war

leider zu schlecht, um das Lager 3 frühzeitig

einzurichten. So hatte ich nicht die Chance,

noch vor dem Gipfelversuch im Lager

3 zu schlafen. Das wäre für einen Aufstieg

ohne künstlichen Sauerstoff obligatorisch

gewesen. Außerdem war ich beim Akklimatisierungsaufstieg

von Lager 1 zu Lager 2

verhältnismäßig langsam, was mich auch

daran zweifeln ließ, es ohne künstlichen

Sauerstoff zu schaffen. Aber natürlich freue

ich mich trotzdem ungemein, auf dem Gipfel

des Manaslu gestanden zu haben – zwar mit

Am Gipfel des Manaslu: Billi Bierling

Sauerstoff, aber dafür auch mit all meinen

Fingern und Zehen.

Ihr nächstes Ziel ist der Lhotse – erzählen sie

was über die Gründe für diese Entscheidung

und den Stand der Vorbereitungen?

Billi Bierling: Ja, am 19. April 2011 werde

ich von Kathmandu nach Lukla fl iegen. Der

Lhotse war für mich, wohl genauso wie jeder

andere 8000er, ein Berg an den ich mich

noch vor ein paar Jahren nie herangewagt

hätte. Allerdings habe ich in den letzten

Bergsteigersaisonen viel über das Höhenbergsteigen

gelernt. Die Tatsache, dass man

den Lhotse und vor allem die Lhotse-Wand

immer vor dem Everest sieht, wenn man zum

Basislager trekkt, hat mir diesen Berg etwas

näher gebracht. Ich werde wieder mit Russell

Brice gehen und als Teil seiner Everest Expedition

werden fünf Leute mit Sherpas den

Lhotse versuchen.

Wolfgang Gärner

„Ankomst“ – das Wort

für Ankunft in Norwegen

Skitouren an den Fjorden

Seit mehr als 10 Jahren träume ich von Skitouren

in Norwegen. Jetzt endlich, im April

2010, ging der Traum in Erfüllung. Wir, das

sind Claudia und Paul Dengg, Peter Gutsfeld,

Jan Kars, meine Frau Arnika und ich, sitzen

im Flugzeug unterwegs nach Tromsö, um

zu den Lyngenalpen zu gelangen. Zwei mal

zwei Stunden Flug vom Erdinger Flughafen

über Oslo nach Tromsö und schon sind wir

da. In Tromsö mit gemietetem Pkw weiter,

ca 90 km inkl. einer halbstündigen Fahrt mit

der Autofähre über einen der unzähligen

norwegischen Fjorde und dann „Ankomst“

in Koppangen am Lyngenfjord. Wir beziehen

unsere wild-romantische Fischerhütte am

Meer. Der Wetterbericht, den wir ständig im

Auge haben, zeigt schlechtes Wetter über

Norwegen und keine Aussicht auf Besserung

in den nächsten Tagen. Na ja, wir werden

schon was draus machen.

Wie ein Wunder verschieben sich die Hochs

und Tiefs über den Lyngenalpen und die

Sonne scheint. Nach der ersten Nacht am

Meer starten wir zum nah gelegenen Fastdalstinden

(1275 m). Zuerst durch lichtes Birkengebüsch

, einen zugefrorenen Bergsee

und zum Gipfel. Kein Gipfelkreuz, ein großer

Steinmann oder gar nichts, so ist es in Norwegen.

Für die Abfahrt haben wir die Wahl.

Wie steil soll es denn sein? Es gibt hunderte

Varianten und Platz ohne Ende. Zwischendrin

treffen wir auf ein paar sonnenbeschienene

apere Geländestellen, wo wir uns von der

Anreise und der ersten Tour schnarchend

erholen.

Fischerhütte in Koppangen.

In der Hütte zurück, kochen wir nach der

Kaffeepause und Lesestunde unser Abendessen.

Jeder hilft in der Küche mit und das

tägliche Menü hat mindestens 3 Gänge.

Die Aussicht vom Tisch über den Fjord zur

nächsten Tour lässt die Herzen in freudiger

Erwartung höher schlagen. Den Tafeltinden

(1395 m), eines der Highlights, nehmen wir

uns für den nächsten Tag vor. ▲

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Tourenberichte

Auf dem Weg zum Tafeltinden. Jan, Paul, Claudia, Peter, Arnika, Joe.

Am nächsten Morgen fährt uns „Onkel Alf“,

der Gehilfe des Hüttenbesitzers, vom Steg

am Haus mit dem Fischerboot in die Bucht

von Strupen. Wir springen vom Bug aus auf

die Felsen und reichen uns die Skier und

Stöcke zu. Nur nichts verlieren, das Meer

ist an dieser Stelle mehr als hundert Meter

tief und das Boot kann aufgrund von Ebbe

und Wellengang zum Aussteigen nur mit

Motorkraft gegen das Ufer gedrängt werden.

Gleich hinter den Uferfelsen ziehen wir die

Skier an und steigen über eine steile, enge

Rinne zum Strupbreen auf den Gletscher.

Eine kilometerweite, leicht ansteigende

Gletscherfl äche breitet sich vor uns aus.

Die Sicht und die Sonne sind fantastisch

und wir erreichen nach Durchquerung einer

Spaltenzone und steilem, halb umrundenden

Aufstieg den Gipfel.

Wie immer gibt’s am Gipfel fränkischen

Schlehenschnaps aus dem Flachmann. Wir

wählen zur Abfahrt den direkten Weg zur

Hütte: „Ankomst“. So endet die Tafeltindentour,

eine großartige Rundtour, fast auf der

Terrasse . Zur Lockerung der Muskulatur

heizen wir die Haussauna ein und kühlen uns

ab mit einem mutigen Sprung vom Bootssteg

ins kalte Meer. Unsere Nachbarn, die russischen

Fischer, staunen nicht schlecht.

Das Wetter verschlechtert sich, trotzdem

starten wir am nächsten Tag zum Kavringstinden

(1289 m) von Lyngseidet aus. Es

schneit und Nebel ziehen um die Gipfel .

Wieder haben wir vom Gipfelsteinmann aus

die Wahl, welchen Hang wir ins Tal fahren

wollen. Wir taufen den Berg um und nennen

ihn Carvingstinden. Wenn man wollte, könnte

man die über 1000 Höhenmeter mit drei

bis vier Carvingschwüngen durchziehen.

Der vierte Tag: Ruhe und Sightseeing

in Tromsö. Wir besichtigen den Ort, die

Eismeerkathedrale und das Polarmuseum.

Ein Muß im hohen Norden. Am nächsten Tag

versuchen wir uns bei regnerischem Wetter

auf der Westseite der Lyngenhalbinsel am

Veidalstinden und brechen kurz vor dem

Gipfel ab.

Die Sonne kehrt zurück und wir wählen

unsere nächste Tour zum Kjostindane (1488

m) über zum Teil 40 Grad steile Hänge. Der

Fjordausläufer im Tal ist zum Teil zugefroren

und lässt erahnen wie kalt es in Nordnorwegen

sein kann.

Mit der Autofähre setzen wir über den Lyngenfjord

nach Olderdalen zu unserem nächsten

Ziel, den Staluvari. Wie wenn man aus

dem Meer steigen würde, so fühlt sich das

Tourengehen hier an. Einmalige Landschaftseindrücke

reihen sich aneinander.

Unsere letzte Tour führt entlang eines wunderschönen

Bachtales drei km hinauf zum

Daltinden (1533 m) und wir treffen am Gipfel

eine Tourengruppe mit Telemarkskiern aus

Hammerfest. Noch sind die Berge einsame

Ziele im Winter, doch langsam entwickelt

sich der Tourismus. Trotzdem bleibt Nordnorwegen

eine wilde Landschaft, die für die

sichere Durchführung von Touren einiges an

Erfahrung und Naturgefühl abverlangt.

Unsere Zeit in Norwegen geht dem Ende entgegen.

Wir sind überglücklich, unsere Träume

haben sich erfüllt. Doch die Geschichte

ist noch nicht zu Ende. Der Vulkanausbruch

in Island mit riesiger Aschewolke wird uns

noch ein paar Tage beschäftigen. Am Flughafen

in Tromsö sind alle Flüge gestrichen. Die

Fluggesellschaft hat die Schalter geschlossen.

Nicht einmal eine Umbuchung unserer

Rückfl üge wird angeboten. Wir realisieren

wie weit Tromsö von zu Hause weg ist. Über

4000 km und wir haben keine Ahnung wie

wir das schaffen könnten. Nur nicht die

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Tourenberichte

Mietfahrzeuge abgeben, mit ihnen sind wir

fl exibel. Es gibt auf unbestimmte Zeit keine

Flugverbindung mehr. Züge gibt es hier nicht,

die fahren alle auf schwedischem Gebiet

in Richtung Süden und sind allerorts durch

ebenso gestrandete Menschen ausgebucht.

Wir haben Glück und fi nden eine französische

Gruppe, die einen Reisebus nach Genf

gechartert hat und dürfen mitfahren. Doch

als wir und weitere gestrandete Bergsteiger

aus Frankreich, Österreich, Italien und Spanien

einstiegen, erhöht der Busfahrer, sich

seiner Situation bewußt, den Preis und 16

Italiener steigen wieder aus. Uns bleibt nur

ebenso auszusteigen und eine Übernachtung

in Tromsö. Wir halten Kontakt nach Hause,

surfen im Internet nach Möglichkeiten und

verfolgen jede Idee. Plötzlich ein Anruf vom

Terminal. „Wir haben sie für eine Busfahrt

nach Oslo reserviert, wollen sie das Angebot

annehmen?“ Wir sagten zu, obwohl noch

kein Weiterkommen in Oslo erkennbar war.

26 Stunden sind wir mit dem Bus unterwegs.

Im Bus liefen bei einigen einschließlich bei

uns die Telefone heiß und jeder suchte nach

Aufstieg über dem Lyngenfjord.

einer Möglichkeit aus Oslo weiter zu kommen.

Das Telefon von Peter klingelt! „Hier ist

das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt. Wir

hörten, sie sind in Tromsö gestrandet und

Opfer des isländischen Vulkanausbruchs.

Wie geht es ihnen? Sie sitzen ja gerade im

Bus nach Oslo?“ Das Kurzinterview war

amüsant, brachte uns aber leider auch nicht

nach Hause. Am Flughafen in Oslo angekommen,

versuchten wir erneut, einen Flug zu

erwischen. Nach wie vor Fehlanzeige, das

Flugverbot wurde nicht aufgehoben. Wir

versuchen es mit einem Leihwagen und hier

hatten wir Glück. Zwei Pkws wurden one way

von München nach Oslo gemietet und sollten

nun nach München rücküberführt werden.

Wir erhielten die Wägen zum halben Preis,

stiegen um und hatten letztlich eine dreiviertel

Stunde Aufenthalt in Oslo. Wir fuhren

sofort los und dann endlich nach zweieinhalb

Tagen durchgehender Fahrt „Ankomst“ in

Garmisch-Partenkirchen. Was für ein erlebnisreicher

Urlaub!

Joe Schmid

Mount Everest –

oder wie ich zu den

Seven Summits kam

Am 21. Mai 2011 komplettierte unser

Sektions mitglied Maria Hoffmann mit dem

Mount Everest als erste deutsche Bergsteigerin

die Seven Summits. Hier schildert die

Garmisch-Partenkirchenerin ihren Weg über

die höchsten Berge aller Kontinente.

Mount Everest? Seven Summits? Als ich zu

meiner ersten Bergtour jenseits der Alpen

aufbrach, dachte ich weder an den höchsten

Berg der Erde, noch die aller sieben

Kontinente.

Ich fl og nach Alaska zum Denali (Mount

McKinley), um den kältesten Berg und mich

kennen zu lernen. Ich hatte trotz närrischer

Kälte (-37° C) und zunächst scharfem Wind

am Gipfeltag das herrliche Glück, bei Windstille

und unglaublicher Fernsicht etwa eine

Stunde lang auf dem Gipfel stehen zu dürfen.

Das motivierte!

In den folgenden Jahren reiste ich mit Freunden

in den Pamir, um den höchsten Berg

der damaligen UdSSR zu besteigen, den Pik

Kommunismus, 7495 m (seit 1998 Pik Ismoil

Somoni). Uns gelang die zweite westeuropäische

Begehung des Borodkin-Pfeilers, dazu

der Pik Korschenewskaja, 7105 m, und dann

reiste ich zum ersten Mal in den Himalaya.

Mit Michel Dacher als Expeditionsleiter woll-

Maria Hoffmann im ABC, dem „advanced

basecamp“ am Mount Everest.

te ich den Manaslu, 8156 m, besteigen. Doch

es gab einen fürchterlichen Wettersturz mit

Verletzten und Toten, demzufolge wurde die

Expedition abgebrochen. Das war eine üble

Erfahrung und der Himalaya würde mich für

viele Jahre nicht mehr sehen.

Jetzt wurde erst mal geheiratet und mein

neues Zuhause wurde das Werdenfelser

Land! Ich musste berufl ich nach Asien, diesmal

um Messstationen in Reisfeldern aufzubauen.

Was mich so begeisterte, waren die

Menschen und die Kultur Asiens; ich begann

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Tourenberichte

sie zu schätzen und zu lieben. Und erst sieben

Jahre nach der bitteren Himalaya-Erfahrung

fuhr ich wieder in außeralpine Berge:

Zusammen mit einem Freund organisierte

ich eine Reise in den Kaukasus für Skihochtouren.

Dabei bestiegen wir auch den Elbrus,

5642 m, welcher der höchste Berg Europas

sein soll (und nicht der Mont Blanc mit 4810

m) bei ziemlich schlechtem Wetter. Sonst

Eines der großen bergsteigerischen Ziele von

Maria Hoffmann: der Mount Vinson.

kann ich nur von den herrlichen Skitouren

dieser Reise schwärmen!

Die Berge der anderen Länder hatten ihren

Reiz, denn ich lernte andere Kulturen mit

ihren Menschen kennen, und sowohl das

Reisen als auch das relativ einfache Leben

und die Erfahrung, dass eine Reisetasche mit

Rucksack vollkommen genügen, das machte

mir einfach Freude!

Wo gab es noch weiße Flecken auf meiner

bergsteigerischen Landkarte? Ach, leider

genügend! Was war geldmäßig erschwinglich?

Südamerika! Also fl og ich hin und mit

einer Lungenentzündung zurück – grad, dass

ich den Jahrtausendwechsel noch gesund

überstanden hatte. So einfach gab ich mich

aber nicht geschlagen und organisierte ein

Jahr darauf erneut eine Reise, erst zum Ojos

del Salado, 6893 m, und anschließend, gut

akklimatisiert, zum Aconcagua, 6959 m.

Diesmal waren mir die Berggeister hold.

Auf einmal hatte ich schon drei der Seven

Summits bestiegen. Die restlichen Vier zu

erklimmen, das wäre doch ein super bergsteigerisches

Ziel! Da fehlte mir zum Beispiel

Afrikas höchster Berg, der Kilimanjaro, 5896

m (Kibu). Ich lernte auf meiner Reise so liebe

Menschen kennen, herrliche Landschaften,

wundersame Tiere, auch den Mount Kenya,

4985 m (Lenana Peak), auch leider Deutsche,

die die Menschen dort Nigger („gut

zum Arbeiten“) nennen. Ich versprach, bald

wiederzukommen, aber dieses Versprechen

habe ich bislang leider nicht eingelöst …

Die Seven Summits wurden mir gleichgültig,

denn die drei verbliebenen höchsten Berge

waren unerschwinglich oder unerreichbar:

Mount Everest, Mount Vinson, Carstensz-

Pyramide. Es gab genügend andere Ziele, die

mich motivierten: Berge und Landschaften

in Südamerika, eine Reise durch Kasachstan

und Kirgisien nach China zum Mustagh Ata,

7546 m, Skihochtouren in Marokko, dann

endlich wieder Asien, diesmal das Karakorum.

Noch wilder, noch faszinierender

geht’s nicht! Da stehen sie in der Runde,

die Achttausender: K2, Broad und Hidden

Peak, Gasherbrum 2, weiter weg der Nanga

Parbat, der Siebentausender Chogolisa, wo

Hermann Buhl, mein Ideal, verunglückte. Der

Konkordiaplatz, die Trango-Towers, der endlos

lange Baltorogletscher … Traumberge,

Traumlandschaften! Und die Pakistani, die

eine andere Art Mensch sind. Ein Land der

Männer, aber sehr lieber Männer. Von den

Frauen kann ich nicht viel erzählen, da man

sie selten zu Gesicht bekommt. Jedem kann

ich den Karakorum-Mega-Treck empfehlen,

ein Non-Plus-Ultra! Nicht ganz so einfach

war mein erster 8000er, der Gasherbrum 2

Everest Nordseite.

(G2), 8035 m, auf dem ich am 29. Juli 2006

eine ganze Stunde stand mit wunderbarer

Fernsicht, den K2 in greifbarer Nähe, ein

Gipfelschläfchen absolvierte und nur einen

halben Liter Tee aus Lager 3, ca. 6850 m,

mitgenommen hatte.

Nun interessierten mich die Seven Summits

schon mehr, aber West-Neuguinea war

immer noch gesperrt, die Besteigung der

Carstensz-Pyramide (Puncak Jaya), 4884 m,

also nicht möglich, obwohl die Reise wäre für

mich noch fi nanziell erschwinglich gewesen

wäre. Wie gerne hätte ich doch dieses

Land, von dem Heinrich Harrer so spannend

schrieb, kennengelernt. Er war es, der die

Carstenzs-Pyramide 1962 ersterstiegen hatte.

„Mit einem Schwierigkeitsgrad von V ist

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Tourenberichte

eine Besteigung, klettertechnisch gesehen,

weit schwieriger als beim Mount Everest

oder auch beim Denali (Mount McKinley)“

wird in Wikipedia geschrieben. Das wäre

doch ein spannendes Ziel!

Also kleine Semmeln backen und auf Trekking

gehen: Durchs Rolwaling in Nepal, noch

ein einigermaßen unberührtes Nepal, von

den tiefgelegen Reisfeldern zu den Sechstausendern,

einfach erlebnisreich und wunderschön!

Durch Dörfer und Felder, kleine Feste,

Begegnungen, Maoisten und Polizisten,

gemeinsames Feiern, Chang trinken (ein

ungefi ltertes selbstgebrautes trübes Bier in

Nepal), mein geliebtes Namche Bazar, ein

größerer Ort im Khumbu-Gebiet …

Aber ein zweiter Achttausender sollte schon

noch machbar sein: Ich melde mich bei einer

Everest Second Step.

Agentur für eine Expedition zum Cho Oyu

an, gute 100 Meter höher als der G2 und von

Tibet aus zu besteigen. Tibet, dieses Land

mit buddhistischer Kultur, mit viel Tradition

und mit viel Leid, wollte ich unbedingt

kennenlernen. Das war 2008, in dem Jahr, in

dem die Chinesen die Olympischen Spiele

ausrichteten und einfach Tibet bzw. die

Zugänge zu den hohen Bergen sperrten. Als

Ausweichziel wurde von der Agentur der

Manaslu angeboten. Manaslu, für mich einer

der schönsten, leider auch ein mit grausamen

Erlebnissen verbundener Berg. Noch

einmal dorthin? Ich verbrachte schlafl ose

Nächte, grübelte und entschied mich dann

für das Wiedersehen. Gutes Wetter, Lager

2 auf ca. 6950 m aufgebaut, Ausruhen im

Basislager, dann Schneefälle ohne Ende,

große Lawinengefahr, Lager 2 unerreichbar

und verloren, Abreise … wieder war mein

Traum geplatzt …

Im Herbst 2009 war West-Neuguinea seit

einiger Zeit wieder touristisch erreichbar.

Also nichts wie hin! Die beiden höchsten

Gipfel erreichte ich bei bestem Wetter, die

Carstensz-Pyramide, 4884 m, und den Ngga

Pulu, 4862. Die Landschaft rings herum hat

sich seit Harrers Zeiten unglaublich verändert,

denn eine der größten Kupferminen der

Welt breitet sich aus und frisst sich in die

Berge. Und über die Expedition selbst müsste

ich ein Buch schreiben, schreiben über all

die positiven und negativen Erlebnisse.

Nun aber war’s vorbei mit dem Traum von

den Seven Summits – schlichtweg unerschwinglich

für eine einkommensteuerpfl

ichtige Angestellte. Bei der Expedition in

West-Neuguinea war ein Schweizer Finanzbeamter

dabei, der schon auf dem höchsten

Berg der Antarktis war. Ihn fragte ich, wie er

das fi nanzierte! Seine Antwort: Das kostet

etwa einen Mittelklassewagen, den hab ich

mir nicht gekauft, sondern bin dafür in die

Antarktis gereist. Aha, so geht das also! Na

dann, ich kaufte mir eben auch keinen und

hatte somit das Geld.

Im Herbst 2010 fl og ich nach Chile, dem

Sprungbrett für die Antarktis, und stand

am 10. Dezember auf dem vorletzten Berg

der Sammlung, dem Mount Vinson, 4892

m, bei ca. -45° C und leichtem Wind. Bald

hätte ich mir dabei die Nase erfroren! Da

eine Wetterverschlechterung prognostiziert

wurde, verließen wir schnellstmöglich diesen

Kontinent, um anschließend noch superschöne

Tage in Patagonien zu genießen.

Im Oktober 2010, vor der Expedition in die

Antarktis, schoss mir der Everest in den Kopf.

Das sollte doch machbar sein! Anreise über

Tibet, das Land meiner Träume, irgendwie

muss es gehen, muss es gehen, muss es

gehen – Seven Summits – das Ziel liegt so

nah – ach nein, so weit weg, so unendlich

hoch, unbezahlbar, unerreichbar! Jetzt aber

erst Mal zum Mount Vinson, du bist mir

gedanklich fast entglitten! Raus aus dem

Hirn, Mount Everest, du wirst wohl ewig ohne

mich bleiben!

Weihnachten 2010 war’s dann soweit, die

Entscheidung war gefallen, ich muss zum

Everest, ich will’s probieren, ich will’s wenigstens

versuchen. Ich nehme einen Kredit

auf, kämpfe um fast zwei Monate Urlaub,

und am 7. April steige ich in den Flieger nach

Kathmandu. Bald geht’s weiter nach Lhasa

in Tibet und mit dem Bus quer durchs Land

(mit wunderbaren Besichtigungen von Orten,

Klöstern) zum Basislager auf der Nordseite

des Mount Everest, ca. 5200 m hoch im

Station am Aufstieg zu Lager 1 am

Mount Everest: der Icefall.

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Tourenberichte

Ronkbuk-Tal gelegen. Der höchste Berg der

Erde thront mit seiner dunklen Nordfl anke

über allem.

Das Lager ist perfekt eingerichtet, es mangelt

an nichts. Wir unternehmen kleinere Akklimatisationstouren.

Nach einigen Tagen ist

es dann soweit, in zwei Etappen mit jeweils

sechs Stunden Gehzeit über ein Zwischenlager

auf ca. 5600 m Höhe erreichen wir das

ABC (advanced basecamp), das vorgeschobene

Basislager auf 6450 m Höhe. Es ist

Karsamstag, der 23. April. Dieses Lager ist

meine Heimat für die nächsten vier Wochen.

Ich gehe nicht mehr zum Basislager hinab

wie fast alle anderen, um mich nach den

Tagen der Akklimatisation für den Gipfelgang

zu erholen. Das kann mir allerdings gefähr-

Glücksgefühle am Gipfel des Mount Everest.

lich werden, da der Körper in dieser Höhe

normalerweise abbaut. „Self eating“, sagen

die Sherpas. Was mir aber viel mehr Sorgen

bereitet, ist der Berg. Die riesigen Dimensionen

machen nicht nur mich hoffnungslos und

psychisch fertig. Krieche ich aus dem Zelt,

steht der Koloss da: Fern, hoch, unnahbar,

oft sturmumtost.

Nach der üblichen Bitt-Zeremonie der Sherpas

für gutes Wetter und unfallfreien Verlauf,

Pusha genannt, kann es wirklich losgehen.

Das erste Ziel ist das Lager 1 auf 7050 m im

Nordcol gelegen. Es geht steil bergauf durch

den so genannten „icefall“. Viermal werde

ich den Aufstieg noch gehen müssen. Ich bin

oft müde und matt, gehe mir zu langsam, wenigstens

schmeckt das Essen und schlafen

kann ich auch gut.

Es ist Mitte Mai, immer wieder schneit es,

immer wieder blasen die Jetstreams über

und um den Monarchen, keine Chance, wir

warten …

Dann ist es soweit, für den 21. Mai vormittags

wird windstilles, niederschlagfreies

Wetter vorhergesagt. Aufbruch für den Gipfelgang

am 18. Mai vom ABC zum Lager 1 im

Nordcol. Am nächsten Tag geht es steil hinauf

über Firn und dann über felsiges Gelände

zum Lager 2 auf 7850 m (mein schlimmstes

Lager), am 20. Mai zum Lager 3 auf 8300 m

Höhe, wo wir am Nachmittag ankommen und

dann bereits am Abend gegen 21 Uhr zum

Gipfel aufbrechen. Die Stirnlampe leuchtet

nur zärtlich in der großen Weite von Firn und

Fels mit Kletterschwierigkeiten bis zum 3.

Grad. Steigen und Klettern in einer unheimlichen

Höhe, Weite und Ausgesetztheit und,

ich bin froh, als das erste Licht des Morgens

aufscheint. Was gäbe es alles zu erzählen

von dieser Nordroute mit Lebenden und

Sterbenden und Toten. Die Eindrücke sind

unvergesslich! Und eins darf ich nicht uner-

wähnt lassen: Die übergroßen Leistungen

der Sherpas, ohne die die Besteigung des

Mount Everest einfach nicht möglich wäre.

Um 5:30 Uhr erreiche ich den Gipfel, es ist

der 21. Mai, einige sind schon oben und

einige kommen noch. Der Himmel ist wolkenlos,

alle Berge sind unter mir, ich bin wirklich

ganz oben! Ich genieße das Glück, ich laufe

herum, will alles aufsaugen, denn hierher

werde ich sicher kein zweites Mal kommen.

Weit unten sehe ich die Lager, da muss ich

wieder hinab, erst dann ist’s ein Erfolg.

Gegen 6 Uhr beginnt mein Abstieg, und mit

Rast und Pausen erreiche ich um 18 Uhr das

ABC. Essen und trinken und schlafen … Und

am nächsten Tag herrscht wieder Sturmwetter.

Am Samstag, 28. Mai, bin ich wieder in

Garmisch-Partenkirchen und hab’s immer

noch nicht begriffen, dass ich auf dem

Höchsten war. Ich bin gesund nach Hause

Everest Gipfelpanorama.

zurückgekehrt, habe alle Seven Summits

bestiegen, und immer wieder läuft der Film

der Ereignisse vom Everest vor meinem

geistigen Auge ab. Am Montag gehe ich ins

Büro, aber wo bin ich wirklich? Ganz langsam

und allmählich beginnt das Begreifen, weil

ich meinen Freundinnen und Freunden das

Erlebte schildere, mit ihnen meine Fotos

anschaue. Die Statistiken sagen mir, dass ich

wahrscheinlich die erste deutsche Frau bin,

die die Seven Summits und die vierte oder

fünfte Deutsche, die erfolgreich den Gipfel

des Mount Everest erstiegen hat (Billi Birling,

eine Mitarbeiterin von Elizabeth Hawley,

hat es mir geschrieben). Und ich habe diese

Berge ohne Sponsoring erklommen, ich war

nur meinem Willen und Wollen unterworfen.

Ich bin sehr dankbar, dass ich von all diesen

und vielen anderen Bergen immer gesund

nach Hause zurückgekehrt bin!

Maria Hoffmann

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Geschäftsstelle

Kontakt und

Öffnungszeiten

Sektion Garmisch-Partenkirchen

des Deutschen Alpenvereins e.V.

1. Vorsitzender: Markus Dorfl eitner

Hindenburgstraße 38

D-82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821-2701

Fax 08821-71994

eMail: info@alpenverein-gapa.de

www.alpenverein-gapa.de

Öffnungszeiten:

Mittwoch: 9.30 – 12.30 Uhr und 17.00 – 19.00 Uhr

Donnerstag: 9.30 – 12.30 Uhr und 17.00 – 19.00 Uhr

Freitag: 9.30 – 12.30 Uhr

Beiträge/Mitgliedschaft

1. BEITRÄGE FÜR 2012

Beitragskategorien und Beiträge

A-Mitglieder

Jahrgang 1986 und älter Euro 46,00

B-Mitglieder

1. Lebenspartner von A-Mitgliedern –

auf Antrag

2. Mitglieder der Bergwacht – auf Antrag

3. Senioren ab Jahrgang 1941 und älter

Euro 25,00

Familienbeitrag

Bei Mitgliedschaft beider Elternteile sind alle

Kinder bis 18 J. beitragsfrei

Euro 71,00

C-Mitglieder

Vollmitglieder einer anderen DAV-Sektion

Euro 20,00

Junioren

Jahrgang 1993 - 1987 Euro 25,00

Jugendbergsteiger

Jahrgang 1997 - 1994 Euro 12,00

Herbststraße

Prof.-Carl-Reiser-Straße

P

Hindenburgstr.

Von-Brug-Straße

Krottenkopfstraße

Hindenburgstraße

Kinder

Jahrgang 1998 und jünger Euro 8,00

Aufnahmegebühren:

A- und B-Mitglieder Euro 10,00

Junioren Euro 5,00

2. BEITRAGSZAHLUNG

Laut Satzung muss jedes Mitglied seinen

Jahresbeitrag bis zum 31. Januar bezahlt haben.

Nur dann tritt der Versicherungsschutz

in Kraft! (s. Nr. 5)

Eine ganz große Bitte: Durch die Erteilung

einer Einzugsermächtigung für den Beitrag

ersparen Sie sich und unserer Sektion viel

Arbeit und evtl. auch Ärger! Die Jahresbeiträge

werden Mitte Dezember abgebucht.

Die neuen Ausweise werden im Februar versandt.

Die Ausweise 2011 sind bis 29.02.12

gültig (bei ungekündigter Mitgliedschaft).

Alle übrigen Mitglieder bitten wir um

Überweisung des Jahresbeitrages bis

Hauptstraße

31. Januar auf folgendes Konto: Kreisparkasse

Garmisch-Partenkirchen

Kto. Nr. 86 80, BLZ 703 500 00

für Auslandsüberweisungen:

BIC: BYLADEM1GAP,

IBAN: DE 88 70350000 000000 8680

Wir bitten, bei Überweisung des Beitrags das

Briefporto (dzt.Euro 0,55) für die Zusendung

des Ausweises mit zu überweisen. Bitte unbedingt

vollständigen Namen mit angeben.

Für Neumitglieder ist die Erteilung einer

Einzugsermächtigung Pfl icht!

3. ANSCHRIFTEN-, NAMENS- UND

KONTOÄNDERUNG

Bitte melden Sie jede Änderung unverzüglich

der Geschäftsstelle per Telefon, Fax, Post

oder Mail.

4. SEKTIONSWECHSEL UND AUSTRITT

(Satzungsauszug!)

Sektionswechsel und Austritt sind bis

spätestens 30. September schriftlich zu erklären.

Sie werden wirksam für das folgende

Jahr. Bei nicht rechtzeitiger Kündigung

bleibt ein Mitglied weiterhin der Sektion

beitragspfl ichtig.

5. VERSICHERUNGSSCHUTZ MIT DEM

ALPINEN SICHERHEITS-SERVICE

Bitte alle Unfälle melden beim 24-Stunden-

Notruf 089/306 570 91

Such-, Rettungs- u. Bergungskosten

Euro 25.000,00

Erstattung unfallbedingter Heilkosten (Arzt,

Krankenhaus) im Ausland Sport-Haftpfl ichtversicherung

für Personenschäden

Euro 1.500.000,00

Sport-Haftpfl ichtversicherung für Sachschäden

Euro 150.000,00

Weltweite Unfallversicherung bei Ausübung

von Alpinsport, ausgenommen Expeditionen

und Pauschalreisen. Bestehende Privat-Haftpfl

icht-Versicherungen sind vorrangig.

6. VERGÜNSTIGUNGEN ALS AV-MITGLIED

Ermäßigung der Übernachtungsgebühren bis

zu 50 % in den Hütten der Alpenvereine

in Europa. Bergsteigeressen, Bergsteigergetränk,

Teewasser und Selbstverpfl egung auf

Hütten nur für Mitglieder. Ermäßigter Eintritt

in die Höllentalklamm.

Bitte nehmen Sie immer Ihren AV-Ausweis

mit. Sie können ohne Ausweis keine Vergünstigungen

in Anspruch nehmen!

Speziell für unsere Sektions-Mitglieder:

Ermäßigter Eintritt in die Boulderhalle beim

Schwimmbad.

Trainieren im Boulderraum der Geschäftsstelle:

Erwachsene Euro 1,00,

Kinder Euro 0,50.

Kostenloses Entleihen von Karten, Führern

und Büchern bis zu 3 Wochen in der Sektionsbibliothek.

Beim Entleihen eines AV-Hüttenschlüssels ist

eine Kaution von Euro 50,00 zu hinterlegen.

102 103


Geschäftsstelle

Bücherei

und AV-Artikel

Sektionsbücherei in der Geschäftsstelle

In unserer Bücherei sind alle AV-Führer

und AV-Karten vorhanden, die Sie sich zur

Planung Ihrer Touren kostenlos ausleihen

können.

Skiführer und Karten mit Skirouten,

Bücher/Führer über Klettersteige und

Sportklettern, Fernwander- und Höhenwege,

Mountainbike-Führer, Alpin-Lehrpläne

und sonstige Ratgeber, sowie Bildbände

und Wanderführer auch von außeralpinen

Gebieten ergänzen unsere Büchersammlung.

Weiterhin liegen die Zeitschriften „Alpin“,

„Berge“, „Bergsteiger“ und „Klettern“ auf.

Ausgeliehene Bücher und Karten bitte schonend

behandeln und innerhalb drei Wochen zurückgeben.

Ab der vierten Woche kostet die Ausleihe Euro 0,50

pro Stück und Woche.

Neu:

Alle 16 bisher erschienenen Kartenblätter

der neuen DAV-Landkartenserie

Bayerische Alpen, vom Berchtesgadener

Land im Osten bis zu den Ammergauer

Alpen im Westen. Nächstes Jahr

erscheinen dann noch die Kartenblätter

der Allgäuer Alpen.

Neuerscheinungen in unserer Bücherei

Himmelsleitern

50 Fels- und Eisgrate in den Alpen

Rother Bildband von Ralf Gantzhorn und Moritz

Attenberger

Nur wenige Landschaftsformen üben eine vergleichbare

Faszination auf Alpinisten aus wie die hohen Grate

der Alpen. Diese Himmelsleitern sind Wunsch und

Traumziel eines jeden ambitionierten Bergsteigers.

50 herausragende Touren über einige der schönsten

und lohnendsten Grate der gesamten Alpen werden

in diesem Buch mit allen wichtigen Informationen für

die praktische Durchführung und mit atemberaubenden

Bildern illustriert, so beschrieben, dass sowohl

Einsteiger als auch erfahrene Alpinisten hier einen

Schlüssel fi nden, um dem »Himmel« etwas näher zu

kommen.

Wandern am Wasser

Bayerische Alpen

Rother Wanderbuch von

Franziska Baumann

50 Touren zwischen Füssen

und Berchtesgaden zu

schön gelegenen Bergseen,

eindrucksvollen Schluchten

und idyllischen Bachtälern.

Große Gebirgsseen und

bekannte Klammwanderungen

werden ebenso

vorgestellt, wie versteckte

Bergseen und abgelegene

Bachtäler. Die meisten

Ziele sindfür sind für die gan ganze eFam Familie ein Erlebnis. Wo es

plätschert und sprudelt, sind auch Kinder leicht zu

begeistern. Zu jeder Wanderung sind Hinweise zu

Einkehr- und Bademöglichkeiten am Weg sowie zu

Gipfelabstechern aufgeführt.

mallorca

Rother Selection von Rolf

Goetz

Abseits der in der Saison

überlaufenen Strände

wartet t t auf f dden WWanderer d ein i Paradies mit uralten

Olivenhainen, spektakulären Küstenlandschaften

und aussichtsreichen Gipfelzielen. Die Touren führen

über gepfl asterte Pilgerrouten, schattige Köhlerwege

und verschwiegene Schmugglerpfade. Das Buch

stellt 35 Touren für alle Anforderungen vor, neben

Klassikern auch viele noch wenig bekannte und neue

Wanderungen. Übersichtliche Tourensteckbriefe,

ausführliche Routenbeschreibungen, Höhenprofi le und

Wanderkarten zu jeder Tour machen dieses Buch zur

unverzichtbaren Planungshilfe.

Winterfl uchten

Klettern in Südeuropa –

185 Mehrseillängenrouten

Rother Selection von

Richard Goedeke

Dieser Di bbrandaktuelle d kt ll und d mit zahlreichen Farbfotos

ausgestattete Auswahlführer bietet eine Fülle von

Anregungen im Süden Europas für alle, die Mehrseillängenrouten

lieben, Abwechslung vom Klettergarten

suchen oder auch im Winter alpines Ambiente

genießen wollen.

Die ausgewählten Routen fi nden sich in Italien,

Frankreich, Spanien, Kroatien, Griechenland und in

der Schweiz und bieten mit den Schwierigkeitsgraden

III bis VII genug Material für unzählige Genusskletterurlaube.

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Erlebniswandern mit

Kindern

Münchner Umland

Rother Wanderbuch von Eduard

und Sigrid Soeffker

Für Familien mit Kindern gibt

es im Münchner Umland viel

zu entdecken; überall warten

spannende Ziele auf Groß und

Klein, oft gepaart mit herrlichen

Blicken in die nahen Berge.

Eduard und Sigrid Soeffker stellen

30 erlebnisreiche, von Kindern

getestete Wanderungen für die ganze Familie vor.

Als Entscheidungshilfen für die Tourenauswahl

bietet das Buch Altersempfehlungen (ab 3, 4, 6, 8,

10 Jahren), Angaben zum Schwierigkeitsgrad und zur

Gehzeit sowie die »Highlights« für Kinder. Detaillierte

Wegbeschreibungen mit Fotos, Höhenprofi len und

Karten im Maßstab 1:10.000 bis 1:50.000 machen das

Wandern einfach. Natürlich ist auch wieder »Rothi«,

das kleine Murmeltier, mit von der Partie und erklärt

den Kindern interessante Themen zu jeder Wanderung.

Tirol – Oberinntal

50 Touren zwischen Innsbruck und

Arlberg

Rother Wanderbuch von Mark Zahel

Das neue, mit großer Sorgfalt

erkundete Wanderbuch widmet

sich ausführlich der Westhälfte

Nordtirols, geläufi g als Tiroler

Oberland und Außerfern. Die

Auswahl der 50 attraktivsten

Touren führt in alle Talschaften und

Gebirgsgruppen von Karwendel

und Wetterstein bis zu Verwall

und Silvretta. Neben leichteren und anspruchsvollen

Gipfeltouren fi nden sich auch Wanderungen zu

idyllischen Seen, großartige Panoramawege und

einige mehrtägige Trecks von Hütte zu Hütte.

Ausführliche Routenbeschreibungen bieten in

Kombination mit kenntnisreichen Hintergrundtexten,

farbigen Kartenausschnitten sowie einer reichen

Bebilderung wertvolle Anregungen und die beste

Grundlage, um in Tirols wildem Westen „auf Touren“

zu kommen.

Erlebnisurlaub mit Kindern / Korsika

Rother-Wanderbuch von Marion Landwehr

Kaum ein Urlaubsziel ist so vielfältig,

abwechslungsreich und spannend wie die Insel

Korsika. Marion Landwehr stellt in diesem Korsika-

Erlebnis-Buch 40 Wanderungen, Ausfl üge und

Aktivitäten für Familien mit Kindern vor.

Alle Aktionen sind von Kindern getestet und

für sehr gut befunden

worden. Angaben wie

Altersempfehlungen,

Schwierigkeitsgrad,

detaillierte

Wegbeschreibungen mit

Höhenprofi len und Karten

helfen, die herrliche

Landschaft unbeschwert zu

genießen.

In speziellen Kästen

fi nden sich gezielte

Informationen für Kinder,

in denen Besonderheiten,

Geschichtliches, Fabeln oder faszinierende Details

beschrieben sind.

Ungarn West

50 Touren zwischen Balaton,

Budapest und Mescek

Rother-Wanderführer von

Marcus Stöckl und Rosemarie

Stöckl-Pexa

Die Autoren haben den

westlichen Teil Ungarns

erkundet und dabei

überraschend vielfältige

Landschaften entdeckt:

sanfte Hügel, klassische

Aussichtsberge, unerwartet steile Felsen und

tiefe Höhlen, schattige Schluchten, Basaltkegel

und andere Relikte längst erloschener Vulkane.

Natürlich geht es auch durch die Puszta mit ihrer

typischen Steppenfl ora und –Fauna. Unter den

ausgewählten Touren fi nden sich kurze, gemütliche

Runden und Halbtageswanderungen ebenso wie

längere, anspruchsvolle Routen mit Passagen, die

Trittsicherheit erfordern.

Kärnten Süd

Rother Skitourenführer

von Gerald Sagmeister und

Christian Wuttke

Der Führer umfasst die

Gebirgsgruppen Karawanken,

Koralpe und Saualpe sowie

die südlich der Karawanken

liegenden Gebirgszüge

Steiner Alpen und Julische

Alpen. Die Tourenvorschläge

liegen grenzüberschreitend

in Kärnten, Slowenien und Italien. Die Autoren

präsentieren 50 besonders reizvolle Touren, bekannte

Klassiker, aber auch einsame, versteckte Ziele. Für

alle Touren gibt es präzise Anstiegsbeschreibungen,

Übersichtskarten, Tourenkärtchen mit eingetragenem

Tourenverlauf sowie detaillierten Steckbriefen.

Die Ligurischen Alpen

Naturparkwandern zwischen

Hochgebirge und Mittelmeer

Naturpunkt Wanderführer von

Werner Bätzing und Michael

Kleider

Die hochalpin geprägten

Ligurischen Alpen mit ihren

schluchtartigen Tälern,

über 2600 Meter hohen

Kalksteinmassiven und

Karsthochfl ächen, mit ihrer

artenreichen Flora und Fauna

und den geschichtsträchtigen

Villages Perchés

(Höhensiedlungen) sind die letzte Alpengruppe vor

dem Appennin. Dieser Führer beschreibt eine 12-tägige

Wanderung durch ein Gebiet ohne Massentourismus

vom Hochgebirge bis ans Mittelmeer, die leicht

zu einer 4-6tägigen Rundwanderung verkürzt und

auch sonst abgewandelt werden kann. Die Routen

wurden in Zusammenarbeit mit dem Naturpark

Marguareis (Piemont) erarbeitet, der sich ebenso

wie der Naturpark Ligurische Alpen für einen sanften

Wandertourismus einsetzt.

Surselva

Wandern im Westen

Graubündens

Von Robert Kruker und Reto

Soler

Die Surselva, deutsch „ob

dem Wald“, erstreckt sich vom

bewaldeten Bergsturzgebiet

bei Flims im Osten bis zum

Oberalbpass im Westen.

Die 21 ausgewählten Touren

zeigen die ganze Vielfalt der

größten Region Graubündens:

In tiefen Tallagen die

Rheinschlucht und die

Sakrallandschaften von Val Lumnezia und Cadi, in

höheren Lagen die Tektonik-Arena Sardona, die

Greina-Hochebene und die Gletscherwelten um Tödi,

Oberalpstock und Piz Medel.

Bergfl oh 4

Tessin, Bergwandern mit

Kindern

Von Remo Kundert und

Werner Hochrein

Sei es an einem

Wochenende, an dem

der Norden im Regen

versinkt, sei es während

der Sommerferien -

zwischen Lukmanierpass

und dem Medrisotto

warten sattgrüne

Täler, schäumende

Bergbäche, einfache

Berghütten und abenteuerliche Pfade. Die Autoren

stellen 27 ein- bis dreitägige Touren vor, würzen sie

mit Hintergrundgeschichten und garnieren sie mit

Spielvorschlägen. Die einfacheren Wanderungen sind

für Kinder ab sechs Jahren geeignet; am anderen Ende

des Spektrums fi nden sich Touren, an die sich nur

geübte Bergfl öhe wagen sollten.

Schüttelbrot und

Wasserwosser

Wege und Geschichten

zwischen Ortler und

Meran

Von Ursula Bauer und

Jürg Frischknecht, mit

Fotos von Marco Volken

Die Autoren präsentieren

mehrtägige Berg- und

Talfahrten zwischen 300

und 3000 Metern über

dem Meer, verraten ihre

favorisierten Gasthäuser,

erzählen vom Ötzi und

der Geierwally, berichten über Schäfer, Wilderer,

Schmuggler und moderne Bahnpioniere. Historische

Fotos rufen in Erinnerung, was man heute nicht mehr

sieht; Marco Volkens Farbbilder zeigen den heutigen

Vinschgau.

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Wipptaler Wanderbuch

Die Entdeckung eines unbekannten

Wanderparadieses

80 Wandertouren von Hubert Gogl

Kaum jemand ahnt auf der

Transitstrecke über den

Brenner, welch unerschöpfl iches

Wanderrevier die Seitentäler bieten

in einer Szenerie, die ihresgleichen

sucht: Gschnitz- und Obernbergtal,

von den mächtigen Stubaier

Gipfeln gerahmt, Schmirn- und

Valsertal unter den vergletscherten

Dreitausendern der Zillertaler, das Navistal oder das

unbesiedelte Viggar- und Arztal in den stillen Tuxer

Alpen. Gegliedert nach Ort- und Talschaften bietet

Hubert Gogl eine umfassende Auswahl der vielfältigen

Wandermöglichkeiten dieser Region, von einfachen

Talwanderungen bis zu anspruchsvolleren Gipfelzielen

und mehrtägigen Durchquerungen.

Außerfern

Sagen und Mythen entdecken

30 Sagenwanderungen zu den

schönsten Zielen im Außerfern

Von Daniela Deutsch und Christine

Zucchelli

Die nordwestlichste Ecke Tirols

mit der Naturparkregion Reutte,

dem almenreichen Tannheimer

Tal, dem Lechtal mit seinen tief

eingeschnittenen Seitentälern

und dem von der Zugspitze

überragten Landstrich zwischen

Fernpass und Ehrenberger Klause bezaubert mit

klaren Seen und Bächen, kleinen Bergdörfern,

aussichtsreichen Almen und einer Vielfalt an Pfl anzen

und Tieren. 30 ausführlich beschriebene Vorschläge

für Wanderungen und Bergtouren laden ein, die

schönsten Handlungsorte von Außerferner Sagen und

Mythen zu entdecken. Meist leichte bis mittelschwere

Wege führen in die Welt von Saligen, Hexen, Bützen

und Geisterhunden. Alle Tourenbeschreibungen

mit Etappenübersicht, Kartenausschnitt mit

eingezeichnetem Wegverlauf sowie den Sagentexten

zum Vorlesen an den „Original“-Schauplätzen.

Wanderbuch

Wilder Kaiser

Talwanderungen –

Hüttentouren –Höhenweg –

Gipfelziele

68 Traumtouren von Hans

Fischlmaier

Der Kaiser bietet eine Vielfalt

an Tourenmöglichkeiten

wie kaum ein anderes

Gebirge. Der Autor stellt mit

hoher Kompetenz „sein“

Kaisergebirge vor. Ausführlich

bbeschriebene h i b und d reich i h bebilderte Tourenvorschläge

machen dieses Buch zum idealen Begleiter; Klassiker

fi ndet man ebenso wie Geheimtipps zu wenig

besuchten, aber nicht weniger attraktivem Zielen.

Jedem Talort ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Zu den

68 Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden gibt es

genaue Wegbeschreibungen mit Kartenausschnitten

und Streckendiagrammen sowie Infos zu Geschichte,

Kultur und lokalen Besonderheiten.

Der andere

Horizont

Kraft und Inspiration

aus den Bergen

Geschenkbuch von

Bernd Ritschel

Von Zeit zu Zeit

braucht man einen

neuen Standpunkt,

um die Welt wieder

mit anderen Augen sehen zu können. Es gibt viele

Gründe, warum Menschen in die Berge gehen. Und

viele verschiedene Wege, die Berge zu erleben. Die

schönsten und wesentlichsten versammelt dieses

Buch mit stimmungsvollen Bildern des renommierten

Bergfotografen Bernd Ritschel und inspirierenden

Texten von Autoren wie Ringelnatz, Anselm Grün,

Hubert von Goisern und v.a. mehr.

Sportklettern

Ötztal / Imst-Gurgltal

Von Günter Durner und Gerhard Gstettner

Dieser neue Kletterführer enthält die aktuellsten Topos, die nach den

umfangreichen Sanierungen der wohl besten Sportklettergebiete Tirols erstellt

wurden. Sowohl Anfänger als auch Profi s fi nden in den Klettergärten und

Mehrseillängenrouten ein reichhaltiges Tourenangebot.

Eine Auswahl der kostenlos aufl iegenden DAV-Broschüren:

AV-Artikel

In der Geschäftsstelle gibt es für Mitglieder

folgendes zu kaufen:

AV-Jahrbuch 2012

Gebietsthema und Kartenbeilage: Brenta

erhältlich ab Anfang November

€ 17,80

Hüttenschlafsack

ab € 12,50

Sommeröffnungszeiten

Montag geschlossen

Dienstag 18.00 – 22.00 Uhr

Mittwoch geschlossen

Donnerstag 18.00 – 22.00 Uhr

Freitag 18.00 – 22.00 Uhr *

Samstag geschlossen

Sonntag 14.00 – 20.00 Uhr *

Hütten-Kartenspiel

€ 3,00

verschiedene

Abzeichen und Anstecker

ab € 2,50

Broschüren Meilerhütte

und Klamm

€ 1,50

Ohrenstöpsel

€ 0,50

Winteröffnungszeiten

Mo. / Di. 16.00 – 22.00 Uhr

Mittwoch geschlossen

Donnerstag 10.00 – 22.00 Uhr

Freitag 16.00 – 22.00 Uhr

Samstag 14.00 – 21.00 Uhr

Sonntag 14.00 – 20.00 Uhr

www.kletterhalle-garmisch.de

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Geschäftsstelle

Ehrenamtliche/

Ansprechpartner

Vorstandschaft

Erster Vorsitzender Markus Dorfl eitner

Zweiter Vorsitzender Sebastian Buchwieser

Dritter Vorsitzender und Referent Wankhaus

Peter Anzenberger sen.

Schatzmeisterin Birgit Janner

Vors. für Natur und Referent Meilerhütte

Helmut Pfanzelt

Schriftführer Jim Bößenecker

Jugendreferent Hubert Neuner

Ausbildungsreferent Udo Knittel

Beiräte

Referent Kreuzeckhaus Bernhard Hofmann

Referent Meilerhütte Toni Huber

Referent Oberreintal/Stuiben Toni Bräckle

Referent Höllentalklamm Hans Hofmann

Referent Boulderhalle Peter Anzenberger jun.

Wegereferenten: Florian Klumpp, Paul Krätz

und Ludwig Reiser

Jugendgruppe Leni Bräckle, Ralf Langer,

Simon Pampusch

Jungmannschaft Matthias Baudrexl

Sportklettergruppe Robert Bartl

Klettergruppe Johannes Schmid

Bergfahrtengruppe Sepp Winter

Botanikgruppe Dr. Jürgen Heyer

Impressum

Verantwortlich für den Inhalt

Alpenvereinsektion Garmisch-Partenkirchen

des Deutschen Alpenverein e.V.

1. Vorsitzender Markus Dorfl eitner

Hindenburgstr. 38

82467 Garmisch-Partenkirchen

Vereinsregister: VR 96

Gruppen

Helfer Sportklettergruppe Michi Kleindienst

Helfer Jugendgruppe Petra Buchwieser

Helfer Klettergruppe Paul Dengg, Uwe Lange,

Jens Appel und Rainer Weber

Organisation Engadinfahrt Klaus Rothballer

Kassenprüfer

Ludwig Hillmaier, Werner Seidenschwan

Ehrenmitglieder

Ute Buchwieser, Walter Fehrenz, Hans Härter,

Hans Hofmann, Paul Krätz, Werner Lindauer,

Erich Müller, Helmut Pfanzelt (u. Ehrenvorsitzender),

Alfred Reinhart, Martina von Thurn,

Franz Vojik, Sepp Winter und Heinz Zwerger

Ehrenrat

Kaspar Jocher, Sepp Dengg

Darüber hinaus hat unsere Sektion viele ehrenamtliche

Helfer für die Hütten und Wege,

unsere Gruppen und die Geschäftsstelle.

E-Mail-Adressen Vorstandschaft und Beiräte:

name.vorname@alpenverein-gapa.de

Konzept, Gestaltung und Umsetzung:

©neff+elch GbR

Garmisch-Partenkirchen / Bad Füssing

Tel. 08821 18853 (Büro Garmisch-Partenkirchen)

www.neff-elch.de

Vergelt’s Gott

sagen wir allen, die sich für die Sektion ehrenamtlich engagiert haben, aber auch

allen Sponsoren und Gönnern möchten wir hiermit Danken.

Bayerische Zugspitzbahn, Garmisch-Partenkirchen 500,00

Eleonore Baumeister, Garmisch-Partenkirchen 100,00

Maria Brandner, Garmisch-Partenkirchen 100,00

Maria Edzard, Planegg 30,00

Erwin Geyken, Neubiberg 25,00

Reinhard Grill, Oberau 50,00

Adolf Gallenberger, Garmisch-Partenkirchen 25,00

Kurt Hammer, Berlin 20,00

Gertrud Hartl, Garmisch-Partenkirchen 100,00

Wolfram Heusterberg, München 50,00

Erwin Hinterstrasser, Garmisch-Partenkirchen 100,00

Andreas Hirsch, Garmisch-Partenkirchen 100,00

Rita Herrmann, Ulm 25,00

Stefan Holzhey, Schondorf 10.000,00

Raymund Iff, Schonungen 50,00

Björn Jansen, München 400,00

Karl-Heinz Junker, Uhler 24,00

Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen 1.000,00

Ruth Lackner, Schweiz 70,00

Hans Ländner, München 150,00

Rosemarie Lang, Oberammergau 40,00

Paul Langer, Haar 500,00

Langmatz Stiftung, Garmisch-Partenkirchen 700,00

Inge Laumer, Murnau 45,00

Wolfgang Müller, Starnberg 100,00

Dr. Wolfgang Ollendorff, Murnau 190,00

Henry Offermann, Bad Bramstedt 40,00

Margarete Richter, Garmisch-Partenkirchen 30,00

Ernestine Schöneborn, Much 50,00

Prof. Dr. Christoph Schwink, Braunschweig 400,00

Ingeborg Wahl, Deggendorf 20,00

Franz Zitzlaff, München 100,00

Alfred Wütschner, Würzburg 30,00

Inge Warz, Garmisch-Partenkirchen 30,00

Anonym 1.000,00

Insgesamt Euro 16.194,00

110 111


112

Ein Berg ist nicht nur ein Haufen Steine und Geröll – kalt und glatt.

Für den Kletterer ist so ein Berg ein besonderer Raum

ohne Wegweiser, in dem man auf der Suche nach sich selbst ist –

nach seiner Perfektion.

Klettern ist der Versuch, sich in einer 90 Grad verkehrten Welt

zurechtzufi nden – getrieben von allen nur menschlichen

Eigenschaften: Neugier, Stolz, Mutprobe, Wichtigtuerei,

affenartiges Verhalten, Besessenheit ..., ja sogar Wahnsinn.

(Reinhard Karl)

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