26. Antiquaria 2012 - Antiquaria-Ludwigsburg

antiquaria.ludwigsburg.de

26. Antiquaria 2012 - Antiquaria-Ludwigsburg

Bücher

Autographen

Graphik

26.–28.1.2012

26. Antiquaria

gallica

Antiquariatsmesse Ludwigsburg


Veranstaltungsort / Location:

Musikhalle Ludwigsburg

Bahnhofstr. 19 – gegenüber dem Bahnhof

Messezeiten / Opening Hours:

Donnerstag, 26. Januar 2012 15 – 20 Uhr

Freitag, 27. Januar 2012 11 – 19 Uhr

Samstag, 28. Januar 2012 11 – 17 Uhr

Messeeintritt für drei Tage /

admission for three days: € 3,–

Kombiticket: Sie erhalten zusätzlich kosten los eine

Eintrittskarte für die Antiquariatsmesse Stuttgart.

The ticket is also valid for the Stuttgart Antiquarian

Book fair.

Messe-Telefon / Phone during the fair:

07141 – 91 03 200 and 0160 – 9890 1629

Veranstalterin / organized by:

Petra Bewer, Antiquariat

Gänsheidestrasse 69, 70184 Stuttgart

Tel: 0711 – 23 48 526, Fax: 0711 – 23 48 627

E-Mail: antiquariat@petrabewer.de

Informationen und Katalog im Internet:

www.antiquaria-ludwigsburg.de

Aktuelle Infos während der Messe:

www.twitter.com/antiquaria2012

Messeregel / Sales regulations

Alle Angebote dieses Katalogs müssen bei der Eröffnung

der Antiquaria am Donners tag, 15 Uhr zum Verkauf

bereitliegen und dürfen nicht vorher verkauft oder fest

reserviert werden. Ver käufe aus dem Messekatalog sind erst

45 Minuten nach Eröffnung der Antiquaria zulässig. Sollte

ein im Katalog angezeigtes Objekt mehrere Interessenten

finden, erfolgt die Vergabe nach Ablauf der 45 Minuten

durch ein Los verfahren. Vorbestellungen können erst am

folgenden Tag berücksichtigt werden. Die Preise sind in

Euro einschliesslich Mehrwertsteuer angegeben. Für die

Zuverlässigkeit der Angaben der Ware bürgt der Aussteller.

Die Redaktion der Beiträge liegt bei den jeweiligen Ausstellern.

The objects announced in this catalogue must be available

for sale at the opening of the Antiquaria and may

not be sold or firmly reserved before the beginning of the

trade fair. The sale of items offered in the catalogue is

only allowed 45 minutes after the ope n ing of the fair. If

more than one customer is interested in an item listed in

the catalogue, lots must be drawn. All prices are in Euro

and include the V.A.T.. The exhibitors guarantee for exact

description of their objects.

Umschlag: Panorama von Ludwigsburg. Farblithographie

von W. v. Breitschwert bei A. Neubert, um 1860. /

Ausschnitt aus ‚Delacroix: Johanna von Orléans’.


Liebe Bücherfreunde, liebe Bücherfreundinnen,

die Antiquaria geht in ihr zweites Vierteljahrhundert –

wir hoffen mit Ihrer Begleitung!

Im schönen Ambiente der Musikhalle erwartet Sie wieder

ein spannendes Angebot der AusstellerInnen zu allen Gebieten;

einen kleinen Ausschnitt sehen Sie hier im Katalog.

Unser diesjähriges Rahmenthema ‚Frankreich’ gilt der

engen Verbindung von Ludwigsburg und Frankreich:

Schon 1948 wurde das deutsch-französische Institut in

Ludwigs burg gegründet. Mit Montbéliard (Mömpelgard)

verbindet Ludwigsburg die älteste deutsch-französische

Städtepartnerschaft – bereits 1950 unter zeichneten beide

Städte den Vertrag. Erleichtert wurde dieser Schritt durch

die historisch begründete Verbindung der Fürstenhäuser

Württemberg und Mömpelgard.

Vor 50 Jahren, am 9. September 1962, hielt der französische

Präsident Charles de Gaulle im Hof des Ludwigs burger

Schlosses seine vielbeachtete „Rede an die deutsche

Jugend“; vorausgegangen war zwei Monate davor der

Besuch von Bundeskanzler Konrad Adenauer in Frankreich,

bei dem er mit de Gaulle in der Krönungskathedrale von

Reims am Versöhnungsgottesdienst teilnahm. Beides waren

wichtige Schritte zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag,

der am 22. Januar 1963 unterzeichnet wurde.

Die AusstellerInnen der Antiquaria werden einen Teil ihres

Angebotes dem Thema ‚Frankreich’ widmen. Die Titel dazu

sind im Katalog und an den Messeständen mit gekennzeichnet.

Der Antiquaria-Preis für Buchkultur wird am Eröffnungstag

der Messe zum 18. Mal verliehen. Sie sind herzlich zur

Preisverleihung eingeladen (siehe Seite 3).

Am zweiten Messetag gibt Ihnen unser Angebot ‚Einblicke’

Gelegenheit, mehr über die AusstellerInnen und ihre Arbeit

zu erfahren: zu jeder vollen Stunde wird ein Aussteller an

seinem Messestand etwas über seine Arbeit und die Besonderheiten

seiner Bücher und Graphiken erzählen.

Wir freuen uns auf Sie in Ludwigsburg,

Petra Bewer

1


Der Verein Buchkultur e.V.

Die AusstellerInnen der ANTIQUARIA gründeten 1994 den

Verein Buchkultur e.V. und stiften zusammen mit der Stadt

Ludwigsburg und der Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V.

(www.kulturgemeinschaft.de) den mit € 6.500 dotierten

Preis für herausragende Leistungen zur Buchkultur.

Die Jury: Dr. Bernhard Fischer, Renate Geisenheyner, Joachim

Kalka, Dr. Hannsjörg Kowark, Rainer Leippold, Akka

von Lucius, Petra von Olschowski, Werner Spec, ein Vertreter

der Antiquaria (jährlich wechselnd)

Die bisherigen PreisträgerInnen:

1995 Professor Dr. Albert Kapr für seine Formengeschichte

der Fraktur

1996 Büchergilde Gutenberg für ihre jahrzehntelange Arbeit

für die Buchkultur

1997 Eckehart SchumacherGebler für seine Werkstätten

und Museen für Druckkunst in Leipzig

1998 Dr. Herbert Jacob für seine bibliographischen Arbeiten

1999 Josua Reichert für sein Werk als Drucker und Künstler

2000 Verlag Faber & Faber für „Die Graphischen Bücher …“

2001 Wulf D. von Lucius für sein Buch „Bücherlust“

2002 Katharina Wagenbach-Wolff, Friedenauer Presse

Berlin, für ihre individuell und einfallsreich gemachten

Bücher

2003 Reinhard Öhlberger für seine Monographie der Buchhändleretiketten

„Wenn am Buch der Händler klebt“

2004 Bernhard Fischer, Marbach, für sein Buch „Der Verleger

Johann Friedrich Cotta. Chronologische Verlagsbibliographie

1787–1832“

2005 Das Preisgeld wird der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

gewidmet zur Wiederbeschaffung von einem

oder mehreren zerstörten Büchern

2006 Jürgen Holstein für seine Publikation: „Blickfang.

Bucheinbände und Schutzumschläge Berliner Verlage

1919–1933“

2007 Das Autorenteam des Kataloges: Geraubte Bücher. Die

Österreichische Nationalbibliothek stellt sich ihrer NS-

Vergangenheit

2008 Hans Ries für seine Arbeiten zur Illustrationsgeschichte

des 19. Jahrhunderts und seiner Edition

der Werke Wilhelm Buschs

2009 D.E. Sattler und KD Wolff für ihre historisch-kritische

Frankfurter Hölderlin-Ausgabe

2010 Gangolf Ulbricht für seine Arbeit als Papiermacher,

Papierkünstler und Restaurator

2011 Ines Geipel und Joachim Walther für die Reihe

„Verschwiegene Bibliothek“ und die Gründung des

„Archivs unterdrückter Literatur der DDR“.

2

Ausserordentliche Ehrungen der Jury:

1998 an Wendelin Niedlich,

2002 an Hannelore Jouly,

2006 an den Freundeskreis Buchkinder e.V.

Veröffentlichungen des Vereins Buchkultur eV:

Ingo Schulze. Der Brief meiner Wirtin nebst neu geordneten

zufälligen Notizzetteln des Autors. Laudatio zur Preisverleihung

des 5. Antiquaria-Preises 1999 an Josua Reichert.

Typografische Gestaltung von Josua Reichert. Gedruckt 2000.

20 Seiten mit 2 Typos, 2 Abbildungen und 2 Fotos. Karton.

Limitierte Auflage € 12,–

Nummerierte Ausgabe 41–141 signiert von

Ingo Schulze und Josua Reichert € 25,–

Vorzugsausgabe: nummeriert 1–40, mit

einer Tapete. Signiert von Ingo Schulze und

Josua Reichert € 50,–

Otto Jägersberg. Das zweite Leben der Bücher. Herausgegeben

vom Verein Buchkultur eV in Zusammenarbeit mit dem

Verband Deutscher Antiquare eV. Leonberg, Keicher 2002.

24 Seiten. Broschur.

Limitierte Auflage € 12,–

Mit Ihrer Spende (Euro 10,– oder mehr, Überweisungsauftrag

liegt bei) unterstützen Sie den ANTIQUARIA-Preis.

Der Verein ist gemeinnützig; Spenden sind steuerlich abzugsfähig:

Buchkultur eV Gänsheidestrasse 69 70184 Stuttgart

Konto 300 48 702 KSK Ludwigsburg BLZ 604 500 50


Buchkultur e.V., der Verein der Freunde antiquarischer Bücher,

die Stadt Ludwigsburg und die Kulturgemeinschaft Stuttgart e.V.

verleihen den

18. ANTIQUARIA-Preis 2012

Clemens-Tobias Lange

dem Gestalter herausragender Künstlerbücher.

Clemens-Tobias Langes Buchkunstwerke zeichnen sich durch subtile typographische Gestaltung,

reiche, originelle und zugleich sensible Materialität

sowie durch sorgsame Auswahl hochrangiger alter wie zeitgenössischer Texte aus.

So entstehen einerseits haptisch reizvolle Objekte,

andererseits visuell ausgewogene Kompositionen aus Schrift und Bild.

Dieser Dichte entspricht die Vielfalt der von Clemens-Tobias Lange verwendeten grafischen Techniken

einschließlich der in den neuen Werken vorherrschenden künstlerischen Fotografie.

Immer gelingt ihm dabei die Balance

zwischen gestalterischen und stofflichen Kontrasten in neuartigen Synthesen.

Dabei wird er ebenso von fremden Kulturen

wie durch Kooperationen mit Kollegen zu immer neuen Wegen angeregt.

Von bildlosen reinen Texten über Bücher mit differenziertem Bild-Text-Bezug

bis hin zu Werken, in denen ausschließlich Bilder sprechen,

erschließt Clemens-Tobias Lange das breite Spektrum des Ausdrucksmittels Künstlerbuch,

zu dessen Rang er damit – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus – Entscheidendes beigetragen hat.

Zur Preisverleihung

am Donnerstag, 26. Januar 2012 um 20.15 Uhr

im „Podium“ der Musikhalle Ludwigsburg laden wir herzlich ein.

Die Laudatio hält Gunnar A. Kaldewey,

Gründer der Kaldewey Press/New York und ehemaliger Antiquar

3


Stand 1

Antiquariat adamsbuch

Peter Adams

Seltene Bücher des 16.–19. Jahrhunderts. Reisen, Kunst,

Geschichte, Naturwissenschaften, Theologie, Judaica

Lemaire, Scheidweiler, van Houtte, Fischer, Richard,

u.a. Vol. 5, Flore des serres et des jardins de l’Europe, ou

descriptions et figures des plantes les plus rares et les plus

meritantes, nouvellement introduites sur le continent ou en

Angleterre, et soit inedites, soit extraites des meilleurs recueils

de Botanique et d’Horticulture; ouvrage orne de Vignette

etc… Publie a Gand, sous la Direction de Louis van Houtte,

Editeur. 1849. Buchformat: 26×17,5 cm. 790,–

OHLdr., goldgepr. Rückentitel u. Rückenverzierungen, komplett mit 8 sw.

Tafeln u. 80 farbigen Tafeln (davon sind 64 einseitig, 6 doppelseitig u. 10

auffaltbar). Die auffaltbaren Tafeln haben teils leichte Risse, 9 einseitige und

eine auffaltbare Tafel (sind auf der Rückseite beschriftet) liegen lose in ihre

vorgesehenen Seite, sonst keine weiteren Einträge, guter Zustand. Mit zahlr.

Textabbildungen. Das Buch beginnt mit der Seite 425 und endet mit der Seite

539 d, das Buch ist vollständig. Viele Seitenzahlen sind mit verschieden Buchstaben

mehrfach vergeben.

Wolff, Christian. Bd 2 u. 3. Allerhand Nützliche Versuche,

Dadurch Zu genauer Erkäntniß Der Natur und Kunst Der

Weg gebähnet wird, Denen Liebhabern der Wahrheit mitgetheilet

von Christian Wolffen. Renger, Halle 1738. Bd. 2: 7

Bl., 568 S., 4 Bl., 14 Kupfertafeln. Bd. 3: 7 Bl.,625 S., 4 Bl.,

18 Kupfertafeln. OPerg., Format: 17,5×11,5 cm. 630,–

Band 2 u. 3 (von 3), mit 2 Titelkupfern u. 32 Kupfertafeln u. einigen Holzschnittvignetten.

Jeweils roter Rundumfarbschnitt, guter Zustand.

Vega, Georg. Vollständige Sammlung größerer logarithmisch

– trigonometrischer Tafeln nach Adrian Vlack´s Arithmetica

Logarithmica und Trigonometria Artificialis. Aufl. 1794, Leip-

4

Schwalbenweg 2

52525 Heinsberg

Tel./Fax: +49 (0)2452 63909

Handy: +49 (0)174 6607439

E-Mail: adamsbuch@t-online.de

www.adamsbuch.de

zig, in der Weidmannischen Buchhandlung. 4 Bl., XXX S.,

684 S., OHLdr. Buchformat: 34×22 cm. 330,–

2 sprachig: Latein-Deutsch. Leichte Risse am seitlichen Buchrücken, die

Ränder des Buchdeckels sind etwas berieben, Buchschnitt u. Seiten sind teils

etwas fleckig, sonst guter Zustand. Ex Libris Aufkleber u, kl. Namensschildchen

auf der Innenseite des vord. Buchdeckels.

Hohberg. Georgica Curiosa oder Adeliches Landleben Herren

von Hohberg Anderer Theil. Georgica Curiosa. Oder: Des auf

alle in Teutschland übliche Land- und Haus- Wirthschaften

gerichten/ hin und wieder mit vielen untermengten raren

Erfindungen und Experimenten versehen/ auch einer mercklichen

Anzahl schöner Kupfer gezierten. Adelichen Land-

und Feld-Lebens Anderer Theil / in dessen Sechs Büchern

gehandelt und beschrieben wird. Wie die Baugründe und

fruchtbaren Felder auf das nützliche und ersprießlichste anzurichten;

wie sowol die Gestütteren / Abricht- und Wartung

der Pferde / als auch in den Mayerhöfen goß und klein

Vieh zu erziehen / zu warten und in Nutzung zu bringen.

Ferner. Wie der Wiesewachs zu bestellen / die Bienen und

Seidenwürme mit gutem Gebuß zu halten; allerley schöne

Wasserlust von Bronnwerck / Eisternen / Wasserkünsten

und Canalen / auch Ausflüssen / Seen / Teichen / Bächen

und Fischereyen zu geniessen. Endlich: Wie das Gehülze mit

trefflicher Nutzung anzurichten / zu pflanzen / zu handen /

und zu vermehren / auch aller Arten Weidwerck mit grossem

und kleinem Wildpret / Wald- und Feldgeflügel zu treiben.

Demnoch / sowol in Ersten als andern Theil / die Georgica,

in Teutschen Versen beschrieben / beygefügt / auch jeder


Theil mit einem vollkommenen Register versehen zu finden.

Durch ein Mitglied der Hochlöbl. Fruchtbringenden Gesellschafft

aus Liecht gegeben. 6 Bll., 726 SS., 10 Bll. Register; Inhaltsv.:

1 Bl., 72 SS., 4°, Nürnberg, In Verlegung Joh. Friedr.

Endters und Michael Endters 1682. 2.300,–

Gebunden in eine mittelalterliche Pergament-Handschrift mit farb. Initialien,

31,5×22 cm. Der Einband wurde restauriert, Buchdeckel u. Vorsatzblätter

erneuert, sehr dekoratives Exemplar. Seitlicher Buchdeckelrand verläuft etwas

schräg. Mit Titelvignette u. 152 Tafeln im Text. Im Bereich der unteren Ecke

ist der Buchschnitt abgerieben, zieht sich teilweise in die Seiten hinein. Seiten

sind teilweise am unteren Rand beschädigt, teils Textverlust, dort sind einige

Seiten hinterlegt. Einige Stiche sind leicht koloriert, einige Einträge im Text.

Die letzte Registerseite fehlt. Einige Seiten sind etwas fleckig, Feuchtigkeitsrand

auf dem Titelblatt. Folgende Bücher befinden sich in diesem 2 Teil: 7.

Buch: Ackerbau; 8. Buch: Pferdezucht; 9. Buch: Mayerhof; 10. Buch 1. Theil:

Bienenhütten; 10. Buch Anderer Theil: Seidenwürmer; 11. Buch: Wasserlust;

12. Buch: Holtz- u. Weidwerck.

Maurice Count Saxe. Vol. 1 + 2: The History of Maurice

Count Saxe, Field-Marshal of the French Forces, Duke Elect of

Courland und Semigallia. Containing a curious Account of all

the Wars of Europe since the Treaty of Utrecht. In which he

was concerned: With a Detail of the feveral Battles und Sieges

wherein he either commanded or assisted: Particularly those

of Prague, Aschaffenburg, Fontenoy, Lawfeldt and Bergenop-Zoom:

Besides the Invasion of Scotland, the Expedition

to Port l´Orient, and many other remarkable Transactions.

To which are annexed, his Last Will; and a Description of

his pompous Funeral…..Written by an Officer of Destinction.

Translated from the French. 1758 Printed for T. Osborne,

Gray´s Inn. Band 1: Vii, 302 S., 1 Bl.; Band 2: 284 S. OLdr., 5

bündig, Buchformat jeweils 17×11 cm. 330,–

Band 1 ist in gutem Zustand, mit einigen alten handschriftl. Einträge auf

den Vorsatzblättern, sonst keine weiteren Einträge. Namenseintrag auf der

Titelseite des 2. Bandes, sonst keine weiteren Einträge. Die goldgeprägten

Verzierungen u. die Bandbezeichnung „2“ sind etwas abgerieben, sonst guter

Zustand.

Pluche, Noel-Antoine. Le Spectacle de la Nature

ou entretiens sur les particularites de l’histoire naturelle

Qui ont paru les plus propres a rendre les

jeunes-Gens curieux, & a leur former l’esprit. Vol. 3

+ 5. A Francfort, en Foire, Chez J.F. Bassompierre,

Libraire, a Liege, Bruxelles 1752. Vol. 3 mit 576 S. ,

Front., 31. Taf.; Vol. 5 mit 596 S., 2 Bl., Front., 20 Taf.,

Buchformat: 19,5×13 cm. 450,–

Pappbände der Zeit in gutem Zustand. Etikette am Buchrücken,

der Buchschnitt beider Bänder ist ungeschnitten. Die Seiten des 5.

Bandes sind teils unaufgeschnitten. Vol. 3: Marine, Schiffe, Schiffsbau

u. a. Vol. 5: Physik, Technik, Mathe, Windmühlen u.a. (siehe

die Abbildung rechts).

Guide pittoresque du voyageur en France, orne

de 90 cartes routieres, de 70 portraits…. Vol. 1 mit

168 Kupfertafeln, 28 gefaltenen Tafeln (Karten) u. 19

Portraits, Beschreibung von 25 Departments. Buchformat:

22×14 cm, OHLdr., Paris, Rirmin Didot Freres,

Libraires, L. Hachette, Libraire. 1834/37 290,–

4 bündig. Marmor. Buchdeckel, Vorsatzblätter u. Buchschnitt. Goldgepr. Rückentitel

u. Rückenverzierungen. Fleck am unteren Buchrücken, einige Seiten

sind leicht fleckig, sonst guter Zustand.

Balls, D. Johann. 2 Teile in einem Buch: 1. Practische Abhandlung

von Fiebern oder gründliche Anweisung, wie alle

Arten von Fiebern zu erkennen, zu beurtheilen und zu heilen

sind. 2. Gründliche und vollständige Anweisung zur medicinischen

Praxis, als eine Fortsetzung der Abhandlung von

Fiebern. Frankfurt und Leipzig 1762. 1. Titelbl., 7 Bl., 262 S.,

1 Bl., 2. Titelbl., 3 Bl., 388 S., 2 Bl. 280,–

OKart., pergamentähnlicher Buchrücken, dieser hat einige Risse, die Seiten

sind in gutem Zustand, keinerlei Einträge. Roter Rundumschnitt, einige schöne

Vignetten im Text, Buchformat: 17,5×12 cm. Ohne Verlagsangabe. Der 1. Teil

ist aus dem engl. übersetzt von D. S u. der 2. Teil von D. Christ. Fried. Selig.

Schinz, Brodtmann. 2 Bde.: Naturgeschichte und Abbildungen

der Vögel. Nach den neuesten Systemen bearbeitet von

H.R. Schinz. Nach der Natur u. den vorzüglichsten Originalen

gezeichnet, u. lithographirt von K.I. Brodtmann. Band 1

(Tafelband): Naturgeschichte und Abbildungen der Vögel.

Nach den neuesten Systemen bearbeitet von H.R. Schinz.

Nach der Natur u. den vorzüglichsten Originalen gezeichnet,

u. lithographirt von K.I. Brodtmann. Band 2 (Textband): Naturgeschichte

und Abbildungen der Vögel Gattungen. Nach

den neuesten Systemen zum gemeinnützigen Gebrauche

entworfen, und mit Berücksichtigung für den Unterricht der

Jugend bearbeitet von H.R. Schinz. Nach der Natur und den

vorzüglichsten Originalien gezeichnet und lithographiert

von K.I. Brodtmann. OHLdr. der Zeit, Marmor. Buchdeckel,

Folio: 350×250 mm. Zürich, in Brodtmanns lithographischer

Kunstanstalt, 1830. 950,–

Das vord. Vorsatzbl. des 1. Bandes hat einen senkr. Knick, die Tafeln haben

vereinzelt ganz leichte Flecken. Guter bis sehr guter Gesamtzustand der beiden

Bände. Auf dem Buchrücken (leicht berieben) des Textbandes steht fälschlicherweise

„Säugethiere“.

5


Stand 23 Antiquariat AixLibris

Klaus Schymiczek

Afrika – Ozeanien – Henricy, Casimir, Frederic Lacroix:

Les moeurs et costumes de tous les peuples, d´apres les documents

les plus authentiques, les voyages les plus recents

et des materiaux inedits. I. Afrique; II. Oceanie. EA. 2 Teile

in 1 Band. Paris, La Librairie Ethnographique, 1847. Mit zus.

55 altkolorierten Holzstichtafeln und zahlr. Textholzstichen.

2 Bll.., 384 S., 2 Bll., 2 Bll., 112 S., 2 Bll. Kl.4°, grüner, feingenarbter

Lederband der Zeit mit Romantikerrückenvergoldung,

reicher Romantikervergoldung auf beiden Deckeln,

dreiseitiger Goldschnitt. 750,–

Einband gering berieben, bestoßen und beschabt; teils etwas stockfleckig;

wenige Textseiten und Tafeln etwas gebräunt; 1 Tafel mit kleinem Wasserfleck

im weißen Rand; geringfügig im Block gelockert; gest. Wappenexlibris auf dem

vorderen Innendeckel. Ozeanien umfasst hier Indonesien, die Philippinen,

Australien, Neuseeland, die Salomonen, Neu-Guinea, Polynesien etc.. Die

Tafeln in einem schönen, originalen Handkolorit. Sehr schönes Exemplar in

einem Prachteinband.

Pressendruck – Dalvit, Oskar (Ill.), und Ernst Jünger

(Text): Dezember. „Bois de Noel“. (= Fünfter Druck der

Arcade-Presse). EA. Zürich, Arcade-Presse, 1964. Mit 12

handkolorierten Holzschnitten von Oskar Dalvit. 34 S.,

2 Bll. 8°, OHalbpergament, OPappschuber mit Büttenbezug.

1.000,–

Schuber teils etwas verblasst; Rücken leicht stockfleckig und berieben. Die

Holzschnitte wurden von Alfred Judex mit der Handpresse auf Japanpapier

gedruckt. Der Text wurde in der 16 Punkt Poliphilus von Hand gesetzt und auf

starkem, handgeschöpften Bütten „Richard-de-Bas“ gedruckt. Exemplar Nr. XX

(20) von XLV (45) Exemplaren außerhalb des Handels für die Mitarbeiter des

Druckes (Gesamtauflage 120 Exemplare) – hier das Exemplar für den Verleger

Carl Hanser. Von Ernst Jünger und Oskar Dalvit im Druckvermerk signiert. Des

Coudres/Mühleisen B 51; WG², 100 (Jünger).

Giovio, Paolo (Paulus Jovius): Illustrium virorum vitae

(Pauli Iovii Novocomensis Episcopi Nucerini Illustrium virorum

vitae). Quibus nunc accesserunt Turcarum Imperatorum

6

Pontdriesch 19

52062 Aachen

Tel.: +49 (0)241 25340

Fax: +49 (0)241 402403

E-Mail: AixLibris@t-online.de

vitae, eodem autore, ex Italico in Latinum conversae, cum

gemino indice. Wohl 2. Basler Druck der „Vitae illustrium

virorum“ – hier erstmals mit dem Anhang zum Türkischen

Reich. Basel, Heinrich Petri und Peter Perna, 1567. Mit einigen

figürlichen Holzschnittinitialen. 891 (recte 893), 482 (recte

472) S., 52 Bll. 8°, etwas spätere Pergamentbände (wohl

Mitte des 17. Jahrhunderts) mit Rückentitel. 1.450,–

Einbände etwas berieben; Vorsätze leicht stockfleckig; wenige Bll. in Band 1 im

weißen Rand etwas wasserfleckig – ansonsten ein nahezu fleckenfreies Exemplar;

vereinzelt Tintenanstreichungen und Marginalien von alter Hand; letztes

Blatt von Band 1 mit Knickfalte; jeweils alter Besitzvermerk, 2 Stempel und

kleine Bibliothekssignatur auf dem Titel. Druck in Kursiv und Antiqua – schöner

Basler Druck in einem sehr guten Exemplar. Mit gedruckten Widmungen

an Cosmo Medici (Cosimo I. de Medici, Großherzog der Toskana), Alexander

Medici (Alessandro de Medici) und Papst Leo X. Paolo Giovio (1483–1552); italienischer

Historiker, Naturforscher und Arzt; Bischof von Nocera; Vertrauter

der Medicis. VD 16, G. 2077/ Adams G 666.

Feuerwehr – Föllner, Johann August (Hg.): Schutz, Rettung

und Hülfe in Feuersgefahr. …über Rettungs-Anstalten, und

hieher gehörige Werkzeuge bei Feuersbrünsten; über Feuerlöschungs-Apparate,

Vorkehrungen und Sicherungsmittel

für Personen, welche das Feuer löschen, oder Gegenstände

retten; über feuerfeste Häuser und feuersichere, unverbrennliche

Stoffe; so wie über Blitzableiter (…). Erste und einzige

Ausgabe. Quedlingburg und Leipzig, Gottfr. Basse, 1826. Mit

82 lithographierten Abbildungen (= 82 Abbildungen auf

2 mehrfach gefalteteten, lith. Tafeln) VIII, 184 S. 8°, HLederband

der Zeit ohne Rückentitel, mit Marmorpapierbezug.

850,–

Gering berieben und bestoßen; Vorsätze in den Ecken stärker leimschattig;

gering stockfleckig; die beiden Falttafeln etwas stock- und braunfleckig sowie

mit leichten Knitterspuren.

Reiseführer – Varennes, Claude de (hier anonym): Le

Voyage de France, dresse pour la commodite des Francois

& Estrangers. Avec une description des Chemins pour aller

& venir par tout le Monde, tres-necessaire aux Voyageurs.

Et un memoire des Reliques qui sont dedans le Tresor de

S. Denys en France. Corrige & augmente de Nouveau par

le sieur du Verdier Historiographe de France. Paris, Michel

Bobin, & Nicolas Le Gras, 1673. 6 Bll., 466 S., 1 Bl., 12 S. 12°,

Lederband d. Zeit auf 5 Bünden mit Rückenvergoldung und

Stehkantenvergoldung. 350,–

Gering beschabt und etwas bestoßen; gering stockfleckig und gebräunt; zu

Beginn 3 Blätter mit kleinem, schwachen Wasserfleck im seitlichen Steg; das

letzte Bl. mit kleinem, schwachen Wasserfleck; Name von alter Hand auf dem

Titel. Schönes Exemplar des erstmals 1639 erschienenen Reiseführers. Barbier

IV, 1072.


Antiquariat am Moritzberg

Dr. Lothar Hennighaus

Allgemeines Antiquariat; Geistes-, Natur- und

Sozialwissenschaft

Petrus de Abano, Johannes Angelus (Engel) (Bearbeitung,

Hrsg.): Astrolabium planum in tabulis ascendens: continens

qualibet hora atque minuto equationes domorum celi:

moram nati in utero matris cum quodam tractatu nativitatum

utili ac ornato: necnon horas inequales pro qualibet climate

mundi. (Explizit:) Opus astrolabii plani in tabulis: a Johanne

Angeli a novo elaboratum explicit feliciter: Impressum Venetiis

per Lucam Antonium de Giunta florentinum. Anno

salutis millesimo quingentessimo secundo kal. decembris.

Venedig, Luca Antonio de Giunta, Dezember 1502. Titelei in

Schwarz und Rot mit Metallschnitt-Druckermarke; 417 Holzschnitte

und 150 Tabellen; zahlr., teils figürliche Initialen in

Metallschnitt. 174 Bll.. 4°. Späterer Pergamentband mit Rückenschild.

12.500,–

Dritte Ausgabe des Astrolabiums (zuerst 1488, dann 1494) und zweite Venedig-Edition.

Einband etwas berieben, bestoßen und gering fleckig; Rückenschild

an der Ecke um ein Geringes abgeplatzt; Titelei mit Randläsuren und

Ausriß (alt hinterlegt, kein Textverlust), gelöschtem Besitzeintrag von 1816

Dingworthstr. 20

31137 Hildesheim

Tel.: +49 (0)5121 1744047

Fax: +49 (0)5121 1744048

E-Mail: antiquariat.moritzberg@t-online.de

www.antiquariat-hildesheim.de

und Fingerflecken; einige wenige, wohl zeitgenössische Glossen in Italienisch;

teils etwas fingerfleckig; einige wenige Wasser- und Fett (?)- Flecken. Einige

Fehler der Bogennumerierung, aber vollständig: p2 für i3, k2 für m3, z4 für

z10; der Rotdruck auf der Titelei wurde nur bei einigen Exemplaren ausgeführt

(wahrscheinlich Titelauflage der Ausgabe von 1494, mit Zusatz „Con Gratia

& privilegio“ in Rot).

Trotz der spätmittelalterlichen Stilistik weisen die Holzschnitte Analogien zu

Emblemata auf: pictura, inscriptio und subscriptio, und demonstrieren somit

den didaktischen Anspruch, moralisierend und durch Rekurs auf kosmische

Verhältnisse für Jedermann Alltagshilfe zu leisten. Die Bilder übersetzen dabei

die tabellarischen Horoskope ins Allgemeinverständliche.

Das „Astrolabium“ wird seit seinem Erstdruck dem Mediziner und Philosophen

Petrus von Abanus oder Apona (ca. 1250–1313) zugeschrieben; dieser

verfaßte u. a. Schriften über Aristoteles, aber auch Abschnitte in Agrippas

magischen Werken; er wurde von Kollegen wegen Zauberei bei der Inquisition

angezeigt und starb während des Verfahrens. Freunde stahlen seinen Leichnam,

so dass die Inquisition nicht mehr ihn oder seinen Körper, sondern ihn

nur noch in effigie, als Bild, verbrennen konnte. GK 4.9197

J. Engel aus Aichach (1463–1512) war Professor der Astronomie in Wien,

schrieb aber auch einen „Tractat von der Pestilenz“ (Sallander 2755). GVK

119495058; nicht bei Brunet.

Thomas von Aquin: (Summa theologiae II,1). Incipit: Prima

pars secunde partis sume theologie eximij doctoris

sci Thome de Aqno ordinis pdicatoru.

Questio prima. Kolophon: Explicit prima

ps secunde ptis sacre theologie doctoris eximij

t luminis ecclesie pclarissimi sancti Thome de

Aqno ordinis fratru>m> pdicatoru:

Impssa Venetiis p. Fraciscus de Hailbrun t

Petrum de Bartua Anno domini M.cccc.Lxxviij. Venedig,

Franz Renner (von Hailbrun) und Petrus de Bartua, 1478.

275 (von 280) nn. Bll.. Folio. Kalbslederband d. Z. mit reicher

Blindprägung und Rückenschild. 10.000,–

GW M46472; Hain/C. 1448; Goff T 204; BSB T-282M; BMC V,194.

Zwiespaltiger Druck mit 47 Zeilen; etwas beschnitten, trotzdem noch breitrandiges

Exemplar; Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Augen und zweikonturiger

Stange, darüber Blume und zweikonturiges Kreuz (vgl. Piccard 70537 oder

70556).

Einband vermutlich in der Mitte des 19. Jhdts professionell und behutsam

restauriert; etwas berieben bzw. beschabt; Rücken etwas rissig; Besitzvermerk

und hs. Kollation, datiert 1854, auf Vorsatz: schon hier fehlten 5 Blatt; hs. Titel

auf 2. fliegenden Vorsatz; hs. Besitzeintrag einer Bibliothek (?) auf a1, dieses

auch gering fleckig; c1–2 mit Wasserfleck in der unteren Ecke; ab v1 mit sehr

schwachem Wasserrand am Fuß; ab 4–6 mit größer werdendem Wurmloch im

Rand. Kollation: a-r zu 10, s zu 12, t-y zu 10, 1–5 zu 10, 6 zu 8 Bll.; es fehlen je

2 Bll. der Lagen o und 3 sowie das letzte weiße. Exemplar von großer Frische.

Ramusio, Giovanni Battista: Primo volume, & Terza editione

delle Navigationi et Viaggi (…). La descrittione dell’ Africa, &

del paese del’ Prete Ianni, con varij viaggi, dalla Città di Lisbona,

& dal Mar Rosso infino à Calicut, & all’ isole Moluche,

dove nascono le Spetiere, & la Navigatione attorno il Mondo.

7

Stand 23


Nur Band 1 (von 3). Venetia, Lucantonio Giunta, 1563. Mit

Holzschnitt-Druckermarke (wiederholt), einigen -Initialen, 5

Textholzschnitten, 5 Holzschnitt-Tafeln (Pläne) und 1 -Karte

des Nils. Titel, 3 Bll., fol. 34, 394. Folio. Moderner flexibler

Pergamentband auf 5 durchzogenen Bünden und mit Lederschließen.

3.500,–

3. Ausgabe. Leclerc 484 („précieuse collection“) bzw. 1234; Brunet IV, 1100f

(„collection recherchée“); keine deutsche Ausgabe bekannt (vgl. Kainbacher).

Die drei doppelblattgroßen Karten (manchmal in Kupfer, manchmal in Holzschnitten

aus der Ausgabe von 1554) fehlen. „Some copies of this volume

may have been issued without them, as they are often lacking. The New York

Historical Society copy does not contain them, but they are loosely inserted in

the Lenox copy, which is in the original binding and in fine condition. They

(…) are lacking in the Harvard College copy, which contains the three woodcut

maps of the edition of 1554 inserted in their place.“ Sabin No. 67732 (vol.

16, 395f). Die Bände 2 und 3 dieser dritten Ausgabe erschienen erst bis 1606.

Erste und letzte Bll. mit Randläsuren (hinterlegt); braunfleckig und teils wasserrandig;

3 Bll. mit Randein- bzw. Ausrissen (kein Textverlust); alte Besitzvermerke

auf Titelei, teils getilgt; fol. 270 und 308 mit falscher Paginierung; 2

Lagen (fol. 378–385) verbunden.

Illuminierte Initiale „N“. Malerei auf Pergament, vermutlich

aus einem großformatigen liturgischen Manuskript.

(Nordost-Italien?), 2. Hälfte 13. Jahrhundert. 72×70 mm.

Gerahmt. 3.000,–

Auf der rechten Seite sind die Anfänge von 6 Linienvorzeichnungen zu sehen,

die durch ihre Abstände auf das große Format der Handschrift schließen lassen.

Wahrscheinlich markiert die Initiale den Beginn des Festes Peter und Paul

am 29. Juni, denn abgebildet ist der Hl. Paulus, kenntlich durch sein Attribut,

ein Buch, das ihn als Intellektuellen unter den Aposteln auszeichnet. (Sein

anderes Attribut, das Schwert, fehlt hier; so ist Paulus ganz der Lehrer.)

Die Figurenzeichnung ist von großer Strenge: Eine statuarische Figur und ein

wie gemeißelt wirkender Faltenwurf, die ernste Mimik, der stilisierte Schnitt

von Bart und Frisur stehen in der italo-byzantinischen Tradition der gotischen

Buchmalerei, wie sie im 13. Jahrhundert in den norditalienischen Städten Venedig

oder Padua noch wirksam war (vgl. die Paduaer Schule, insbes. Giovanni

da Gaibana und sein Epistolar von 1259). Frisches Exemplar.

8

Miniatur aus einem Stundenbuch. Malerei auf (Jungfern-)Pergament.

Nord-Frankreich, ca. 1435. Blattgröße 157×

115 mm; Abbildungsgröße 84×65 mm. Gerahmt. 2.000,–

Auf der Gesamtfläche als Hintergrund ein filigranes Rankenwerk in Grün mit

Blüten in Rot, Blau und Gold, darin auch ein Vogel in Blau und Grün; die Abbildung

und darunter eine Initiale („D“) floral umrahmt in Blau, Rot und Gold,

nach oben abgeschlossen mit einem flachen Bogen. Die Abbildung zeigt Maria

(in Weiß) mit Kind sitzend im (Wochen-)Bett (Bett-Decke in Rot, -Kasten in

Ocker, -Rückenstück in Braun), beide mit Gold-Aureole um das Haupt; rechts

dahinter auf einem Stuhl (ohne Rückenlehne) sitzend der bärtige Joseph (in

Grau), über der rechten Schulter ein Tuch (Windel?) in Gold; rechts davor

ein gebückter Turbanträger (Arzt? Turban in hellgrün, Gewand in Blau) mit

Kanne und Waschzuber; links vorne ein vierbeiniges, offenes Feuergestell (in

Grau-Braun) mit einem halbkugeligen, gefüllten Gefäß, darunter brennende

Scheite; im Hintergrund der Szenerie ein engmaschiges Gitter (in Blau, Rot und

Gold), der Boden aus Gras; verso 15-zeilige Handschrift in Rot (Lob Gottes,

des Sohnes und des Hl. Geistes, gefolgt vom Lob Marias) mit 5 goldgehöhten

Initialen sowie 3 Zeilenfüllern in Blau und Rot.

Ikonographie und Farbigkeit stehen in der spätmittelalterlichen Tradition, Einflüsse

der Frührenaissance sind kaum zu erkennen (keine Zentralperspektive,

aber Ansätze zu einer Individualisierung in der Figuren-Darstellung);

Detailreichtum und insbesondere die filigran-florale Ornamentik verweisen

auf Nord-Frankreich (sogar die gleiche Bettwäsche ist heute noch dort in Gebrauch).

Oberer und rechter Rand beschnitten, dadurch wohl geringer Ornamentverlust;

Maria und das Kind an Kopf und halbem Körper mit Radier- oder

Wischspuren; Hintergrund-Ornamentik mit 2 kaum sichtbaren Wischspuren.

Frisches und farbkräftiges Exemplar.

Mann, Thomas: Buddenbrooks. Verfall einer Familie.

Roman. 2 Bände. Berlin, S. Fischer, 1901. 566, 539 S.. 8°.

Grüne OLeinenbände mit Titelaufdruck (Vorderdeckel und

Rücken) in Gold, Jugendstilornament (auf Deckel und Rücken)

in Schwarz; Kopfvergoldung (Einband von A. Schäffer).

10.000,–

Erste Ausgabe. Gering berieben und bestoßen; etwas schiefgelesen; in Bd 1 S.

5–8 mit winzigem, äußerst schwachem Fleck im Rand; in Bd 2 Vorsatz etwas

stockfleckig; auf dem Fußschnitt winzige Kritzelei mit Kuli, am Seitenschnitt

schwacher, kleiner Fleck

Provenienz: aus der Bibliothek des Architekten Otto Blendermann (Bremen,

1879–1944), mit dessen Exlibris auf Innendeckel von Bd 1, dieses (in Buchdruck

nach einer Strichätzung von Heinrich Vogeler-Worpswede) in der Platte

monogrammiert mit H V. (Rief Nr. 69; entstanden 1897). In Bd 2 mit dem

Exlibris des Bremer Tabakhändlers Georg Strauch auf dem Innendeckel, auch

dieses von Vogeler (Radierung in Braun auf Bütten; in der Platte monogrammiert;

breitrandig; Rief 126, entstanden 1909). In beiden Bänden auf dem

Vorsatz mit dem hs. Besitzeintrag „Strauch Dobben 11“. Etwa 1985 wurden

die beiden Bände getrennt und fanden erst 2011 wieder zusammen. Bürgin I,

2; Beck 64; WG² 3.

Stadt-Theater Posen/Poznan. Album mit 19 Porträtkarten

(5 signiert und/oder mit Widmung) und 44 Signaturen

und/oder Widmungen von Mitgliedern des Ensembles und

der Theaterleitung. Posen, Arthur Mikulla (Photograph),

1919/20. 450,–

Einband des Albums („Klassisches Gedenkbuch“) berieben und stockfleckig;

Namen auf Vorsatz. Beiliegend: Abschieds-Almanach vom Stadt-Theater Posen

1919. (Gr.8°. 54 S.; mit 2 Linolschnitten von O. Lawrenz und zahlr. Abbildungen

auf 8 Tafeln.) OBroschur bestoßen, gebräunt und mit größeren Fehlstellen

an den Kapitalen. Die abgelaufene Spielzeit war die letzte vor Schließung des

Theater.

Französische Geschichte und Revolution: Sammelband

mit 10 Titeln, davon 1 (Nr. 7) mit Widmung des Verfassers.

Paris, Brüssel, Turin, Alexandria, Bar-Le-Duc, verschiedene


Verlage, 1782–1882. 8°. HLeinenband um 1920 mit Rückentitel.

350,–

Zumeist Erstausgaben. Einband gering berieben und bestoßen; teils gebräunt

und gering fleckig; Vordervorsatz in der Seitenkante geknickt und mit kl. Einrissen.

Enthält: 1. La France et la Russie. Question d´Orient. Fevrier 1854. EA.

Paris, Librairie Nouvelle, 1854. (158 S.. Nicht bei Barbier); 2. Jean Charles Domique

de Lacretelle Ainé: Sur le dix-huit brumaire a Sieyés et a Bonaparte. EA.

Paris, Marchands de Nouveautés, An VIII (1799/1800). (114 S.); 3. Napoleon

Bonaparte: Lettres et notes de Napoléon Bonaparte a Carnot, son Ministre de

l´Intérieur pendant les Cent Jours. EA. (?) Brüssel, P.J. de Mat, 1819. (56 S.);

4. Réflexions sur une conversation ministeriélle entre le Prince de Kaunitz et

le Comte de Wassenaar suivies d´une lettre d´un Hollandois à un de ses amis

sur les causes qui empechent la Republique de songer à une paix particulière

avec l´Angleterre. EA. Ohne Ort und Verlag, 1782. (39 S.. Nicht bei Barbier); 5.

I Malaparte ed i Bonaparte. Nel primo centenario di un Bonaparte-Malaparte.

Turin, Felice Borri, 1869. (99 S.); 6. Question des Indemnités. Fait – Droit

– Règlementation. Memoire aux puissance par le Comité International. EA.

Alexandrie Égypte (Alexandria in Ägypten), 1882. (27 S.); 7. Vaublanc: Un

coup d´oeil dans Paris ou Obervations sur des objets d´art et de gout. EA. Paris,

J. Techener, 1861. (90 S., 1 Bl. – Mit Widmung des Verfassers, dat. 5. Juni 1863,

auf dem Schmutztitel); 8. R.P. Theiner: La souveraineté temporelle du Saint-

Siége. Jugée par les Conciles Généraux de Lyon, en 1245; de Constance, en

1414. EA. Bar-Le-Duc, L. Guérin, 1867. (40 S.); 9. Le gouvernement pontifical.

Jugé par l´histoire, le bon sens et le droit. EA. Paris, Ambroise Bray, 1863. (62

S.); 10: Arthur de la Guéron-Niere (hier anonym): L´empereur Napoléon III et

l´Italie. Nouvelle Edition (zuerst 1839). Paris, E. Dentu/ Firmin Didot, 1859.

(64 S.. Barbier II, 99).

Bartholomaeus Anglicus und Jehan Corbichon

(Übers.): Incipit: Le proprietaire des choses tresutille et

profitable aux corps humains: avecques alcunes addictions

nouvelleme(n)t adioustees. Cest assauoir. Les vertues et

pprietez des eaux artificielles: et les herbes pareilleme(n)t.

Les natiuitez des hommes et des femmes selon le XII signes

de lan. Item plusieurs receptes contre aulcunes maladies.

Item ung remede tresutille contre fieure pestilencieuse: et

autre maniere depydemye approuuee par plusierus docteurs

en medicine. Item est adiouste a la fin vne medicine tresutille:

appellee la Medicine des cheueaulx: et autres bestes

Le tout reueu et corrige nouuellement. Explicit: Laus deo.

Cestuy liure des proprietez des choses fut translatee de

latin en fra(n)coys lan de grace mil. CCClxxii. par le co(m)

mandeme(n)t du treschrestien Roy de france Charles le quint

deson no regnaten ce temps paisiblement. Et translata son

petit et humble chapelain Frere iehan corbichon de lordre

sainct Augustin/maistre en theologie de la grace et pmomtio

dudict prince et seigneur tresexellet. Et y est adiouste lesvert

et pprietez des herbes et des eaues artificielles. Les natizuitez

des homes et des femmes et aulcunes receptes tresutille.

Auec ung souuerain remede ctr fieure pestilecieuse. Et aussi

ung petit traicte nome la Medicine des cheuaulx et bestes

cheualines. O. O. (Paris?), o. Dr., (um 1500). Mit 20 Textholzschnitten,

einem großem Titelholzschnitt und Initialen

auf Schrotgrund. 280 nn. Bll. (von 282). 2°. HLederband des

18. Jahrhunderts auf 4 Bünden, mit Rückenschild und etwas

-vergoldung. 8.500,–

Hinter den Titel sind die 5 Bll. Register eingebunden (a1-a6); die Bogenzählung

danach beginnt ebenfalls mit a1. Gedruckt in 2 Spalten zu 51 Zeilen und

in gotischer Type; Titelei in Schwarz und Rot.

Es fehlen die Blätter Qiii und Qiv; Kanten berieben (am Fuß stärker) und

etwas bestoßen; oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle, hier auch Einrisse der

Gelenke; Bl. ai mit Randläsuren (hinterlegt); zu Beginn und Ende schwach

wasserrandig; einige Bll. mit kleinen Randeinrissen; einige Bll. papierbedingt

gebräunt; Ev bis Ende mit kleinem Wurmloch im weißen Rand.

Der Franziskaner Bartholomaeus Anglicus, Professor in Köln und Paris, verfaßte

ein Werk von enzyklopädischem Anspruch: Behandelt werden Astronomie

wie Medizin, Geologie, Botanik, Zoologie, Geographie wie Mineralogie.

Durch die Übersetzung Corbichons erfuhr es zwischen 1470 und 1556 große

Verbreitung in ganz Europa, wozu sicherlich weitere Übersetzungen in die

jeweiligen Landessprachen (Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch)

schon in der Inkunabelzeit beitrugen.

Vgl. Brunet II, 1622 (ohne Kollation); vgl. Garrison/Morton 91–92 (frühere

Ausgaben); vgl. Sallander 29–32 (frühere Ausgaben). GW bringt ein Exemplar

(Nr. 03419: Lyon, M. Huss, 7. IV. 1487) mit derselben Blatt- und Holzschnittzahl,

allerdings mit anderer Bogenkollation; Nr. 0342210N (Paris, o. Dr., nach

1500? Hg. von Pierre Farget) angeführt ohne Kollation und bibliographische

Nachweise, allerdings mit identischen Textabschnitten, identischer Type (got.

M36 und 37), identischen 51 Zeilen und in 2 Spalten. Nur 1 Exemplar dieser

Ausgabe nachgewiesen (Mons BU).

Hexenprozess – Aubin, Nicolas, (hier anonym): Histoire

des Diables de Loudun, Ou de la Possession des religieuses

Ursulines, et de la condamnation & du suplice d’ Urbain

Grandier. Amsterdam, Etienne Roger, 1716. Mit gestochenem

Frontispiz (Grandier vor dem Gericht). 378 S., 3 Bll.. 12°.

Marmorierter Kalbslederband d. Z. mit reicher Rückenvergoldung

und marmoriertem Schnitt. 400,–

3. Ausgabe. Etwas berieben und bestoßen; oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle,

hier auch mit einseitigem Einriß; alte Antiquariatstitelaufnahme auf 2.

Vorsatz geklebt; erste und letzte Bll. etwas gebräunt.

Das Werk erschien zuerst 1693, dann erneut 1694; die Amsterdamer Roger-

Edition erschien auch unter dem Titel „Cruels effets de la vengeance du cardinal

de Richelieu, ou histoire des diables de Loudun“; beide 1716er Editionen

haben diesselbe Kollation, inklusive des zweiseitigen Gedichts am Schluß und

der Verlagswerbung. Vgl. Brunet III, 194f; Barbier II, 7846.

In dem spektakulären Prozeß (noch 1952 von Aldous Huxley zum Gegenstand

eines Romans genommen) wurde dem Priester Grandier Hexerei und

der Bund mit dem Teufel vorgeworfen; eine örtliche Ursulinerin behauptete,

von Asfaroth besessen zu sein, der den Namen Grandiers nannte; auf der

Suche nach einem schriftlichen Zeugniss des Paktes wurden die Schwestern

sogar gezwungen, nackt und rasiert eine Körpervisitation hinzunehmen etc..

Grandier wurde 1634 zum Tode verurteilt, gefoltert und verbrannt, obwohl er

immer seine Unschuld beteuerte.

Auf die wahren Hintergründe weist der veränderte Titel von 1716 hin: „Cruels

effets“. Grandier, als Gegner Richelieus, widersetzte sich der Schleifung der

Stadtmauern, wodurch Loudun zur Heimat vieler zugereister Protestanten

wurde, die Grandier tolerierte. Sein Prozess war ein Akt der Rache Richelieus

gegen die Hugenotten, wie Nicolas Aubin, ehemals protestantischer Pastor,

dann nach dreijähriger Gefängnishaft nach Holland emigiert, hier nachwies.

Hennighaus, Lothar: Eine kleine Reise durch die Gutenberg-Galaxis.

Ausgabe A. (798 Exemplare von insges. 1000).

Hildesheim, Selbstverlag, 2009. Mit 22 Tafeln von Detlef Kellermann

und über 90 farb. Abbildungen. 163 S.. 8°. Engl.

OBroschur. 20,–

Ein Essay über (fast) alle Aspekte des antiquarischen Buchwesens. Exemplare

der Ausgabe B (180; paraphiert undarabisch numeriert) sind für 30,–, Exemplare

der Ausgabe C (20; paraphiert, römisch numeriert und mit beiliegendem

signiertem Original einer Kellermann-Tafel) sind für 250,– erhältlich – bitte

vorher das Interesse ankündigen.

Auf Anfrage erhalten Sie weitere Abbildungen.

9


Stand 16

Altstadt Antiquariat

M. Weiers

Öffnungszeiten: Mo 15-18.30 Uhr

Di – Fr 11-14 und 15-18.30 Uhr

Sa 11-15 Uhr

Elsass. – Sattler, Joseph u. Spindler, Charles (Hrsg.).

Elsaesser Bilderbogen. Images alsaciennes. 2. Jahrgang.

1894–1895. Saint-Léonard, Spindler, 1895. Folio. Titelbl., Register

u. 26 lose Tafeln. OHLwd.-Mappe. 240,–

Die Tafeln mit Geschichten und Gedichten auf deutsch, französisch und in

elsässischer Mundart. Die Illustrationen meist von Charles Spindler (1865–

1938).

Gastronomie. – Allgemeines obersächsisches Koch- und

Speisebuch, in welchem gelehrt wird, wie man täglich, vom

ersten Januar bis zum letzten December mehrere Gerichte,

als: Suppen, Fleisch, Gemüse, Braten, Fische, Saucen, Gebackenes,

Eingemachtes und dergleichen auf vielerlei Art bereiten

kann. Mit nöthigem Register. 2 Teile in 1 Band. Leipzig,

Beer, 1794. VI, 1294 S. Pappband der Zeit. 750,–

Einband stärker berieben, sonst wohlerhaltenes Exemplar.

Hohenzollern. – „Burg Hohenzollern“. Lithographie mit Tonplatte,

1842. 24×31 cm. Breitrandig. 350,–

Hohenzollern. – St. Michaelscapelle, Wartthurm und Zeughaus

auf Hohenzollern. Lithographie mit Tonplatte, 1842.

24×31 cm. Breitrandig. 350,–

10

Konviktstraße 1

79098 Freiburg

Tel.: +49 (0)761 280393

Fax: +49 (0)761 3869605

E-Mail: weiers@altstadt-antiquariat.de

www.altstadt-antiquariat.de

Rastatt. Sammelblatt mit 9 Ansichten. In der Mitte eine

Gesamtansicht „Rastatt von der Südseite“. Farblithographie

nach Stumpf von Creuzbauer bei Ant. Jung, Rastatt, um

1860. 26×39 cm. 900,–

Schefold 32234. – Die Randbilder zeigen Kehler-Thor u. Gromer’sche Brauerei,

das Schloß, die Einsiedler-Kapelle, die Stadtkirche, Schloß Favorite, das

Lyzeum, St. Alexis-Brunnen u. St. Bernhards-Brunnen.

Rheinkarte. – „Reconnaissance militaire du Hundsruck

et dans le pays entre Rhin et Moselle …“ Kupferstichkarte

von P.F. Tardieu nach einem Entwurf von General Hardy,

[1798]. 140×79 cm. Faltkarte in 12 Segmenten auf Leinwand.

900,–

Im Jahr VI der französischen Republik. – Mit dekorativer Titelkartusche. Zeigt

die Gegend zwischen Koblenz und Kaiserslautern und zwischen Kastellaun

und Mainz. – Kräftiger Abdruck. Stellenweise etw. gebräunt.

Schwarzwald. – Reliefpanorama der Gegend zwischen Neustadt

und dem Feldberg und von Löffingen bis Hinterzarten

mit dem Alpenpanorama im Hintergrund. Aquarell mit Deckfarben

von Joseph Ruep, um 1930. 40×45 cm. 980,–


Unten links vom Künstler signiert. – Herrlicher Blick auf die Berge des

Schwarzwaldes mit zahlreichen Orten aus der Vogelschauperspektive, sowie

dem Titisee, Schluchsee und dem Feldsee, in frischen und leuchtenden Farben.

– Diente als Vorlage einer Abbildung in einem Reiseprospekt im Verlag Wittkop,

München.

Straßburg. La construction de la cathédrale. Lithographie

von und nach Théophile Schuler, 1850. Gedruckt bei E.

Simon, Straßburg. 55×76 cm. 750,–

Stuttgart. – Gesamtansicht als Kopf einer Handwerkskundschaft.

Ausgestellt für den Schneidergesellen Johannes Ehrhardt.

Mit barocker Bordüre und 2 Wappen. Kupferstich, um

1785. 33×42 cm. 750,–

Stopp D 453. – Nicht bei Schefold.– Der Gesellenbrief ist datiert vom 23.7.1798.

Mit Legende unterhalb der Abbildung. Vom Ober-Meister und vom Meister unterzeichnet.

– Schöner, kräftiger Abdruck. – Geglättete Faltspuren, vereinzelt

leicht fleckig.

Uhren. – Hartmann, Johann George. Nöthiger Unterricht

von Verbesserung aller Uhren, durch die Höhe des Aufzuges,

waagerechten Stand, und Berechnung. Mit funfzig Figuren,

wie auch zwey Registern versehen. Halle, Verlag des Waysenhauses,

1756 . Gestoch. Frontispiz (Portrait d. Autors), 16

ausklappbare Kupfertafeln und 1 gefalt. Tabelle. 8 Bl., 210

S., 11 Bl. UND: Hartmann, Johann George. Nöthiger Unterricht

von Verbesserung der Sack-Uhren, durch den waagerechten

Stand, Berechnung, Ausarbeitung, Beurtheilung,

Gebrauch, Stellung, Kennzeichen und Probirung derselben.

Mit nöthigen Figuren wie auch einer Erklärung der üblichen

Kunst-Wörter und Register versehen. Nebst einer Vorrede

Hrn. D. Georg Ehrhard Hambergers. 2., verbess. Aufl. Halle,

Waysenhaus, 1756. Mit 1 Falttafel. 12 Bl., 90 S., 4 Bl. HLdr.

der Zeit. 1.400,–

2 Bücher in 1 Band. – Das erste Buch befasst sich mit Thurn-Uhren, Wand-Uhren,

astronomischen Probier-Uhren, Monaths-Uhren, Jahr-Uhren, Tisch-Uhren

und Stutz-Uhren. – Lederrücken fachmännisch restauriert. Zu Beginn ein paar

Seiten etwas feuchtigkeitsfleckig am unteren Rand, sowie ein Wurmloch, die

ersten Seiten betreffend. Alte Besitzereinträge auf d. Vorsatz. Schönes und authentisches

Exemplar dieser seltenen Ausgabe.

Wanderbuch für den Bürstenbindergesellen Caspar Friedrich

Fück aus Bornheim bei Frankfurt. Ausgestellt vom Polizey-Amt

in Frankfurt, 1835. 64 S., 17×11 cm. Halbleder der

Zeit. 240,–

Mit zahlreichen handschriftl. Eintragungen, Stempeln und Siegeln. Die Wanderung

führte den 20 jährigen Gesellen vom April 1835 bis Nov. 1840 über

Landau, Göppingen, Günzburg, Augsburg, Dachau, München, Landshut,

Straubing, Passau, Preßburg, Prag, Leipzig, Halle, Wittenberg, Berlin, Magdeburg,

Hamburg, Bremen, Braunschweig zurück nach Frankfurt. Der letzte

Eintrag auf Seite 28 vom 18.11.1840 von der Polizeybehörde Frankfurt „Kann

in Arbeit treten“. Mit eingebunden: ein „Regulativ in Betreff des Wanderns

der Gewerbsgehülfen“ vom Innenminister Gustav von Brenn. Beiliegend ein

lithographiertes Werbefaltblatt der Bürstenfabrik F.C. Fünck aus Frankfurt,

gegründet 1840. – Hat wohl der Wandergeselle alsbald den Aufstieg zum Fabrikanten

geschafft?

11


Stand 17 Antiquariat Bader

Inh.: Norbert Schuler

Wissenschaften – Kunst – Literatur

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr; Sa 10–14 Uhr

Pomey, Francois: Pantheum

mythicum, seu fabulosa

deorum historia, hoc

primo epitomes eruditiones

volumine breviter dilucideque

comprehensa […]. Leipzig, Johann

Georg Löwe 1771. Gest.

Front. (14), 282, (14) Seiten.

Mit 26 teils gefalt. gest. Tafeln.

Moderner Pergamentband im

Stil d. Zeit mit kalligr. Rückentitel.

De Backer/Sommervogel

VI, 976. 170,–

Spätere Ausgabe des schon 1659 erschienenen

Sagenlexikons. Der frz. Jesuit

Pomey (1618–73) lehrte Rhetorik

zu Lyon.

Hatton, E(dward): An index to interest: Containing I. The

largest tables of simple interest that have yet been made

publick; shewing the same, at once, for any number of days

in the whole year, and thence annually to 20 years, at all the

usual rates. II. A table of discount for any number of days

not exceeding 365. III. Two tables shewing, by inspection,

the present worth of annuities, and the purchase thereof: all

done in vulgar numbers without decimals. IV. An easie table

for the valuation of any number of years lapsed in a church

or college-lease of land, shewing the fines payable at one

view. V. Tables of the a-mount and present worth of any sum

of money, and of annuities to 61 years, and rules to apply

them for 122 years. … Together with a new invented circle

for the easie finding the number of days contain’d be-tween

any two in a year. Useful for lawyers, merchants, scriveners,

and all others who receive and pay interest-money. London,

printed and sold by Mr. Harper, Mr. Brown, Mr. Freeman, Mr.

Tonson, Mr. Goodwin, Mr. Mount, Mr. Sprint, Mr. Vincent,

Mr. Midwinter, Mr. Strahan, Mr. Holland, Mr. Gouge, 1711.

Gest. Portrait-Front. Hattons von Sherwin, (6), (97) Seiten

mit Tabellen, Seiten 90– (118), ein Blatt mit gest. mont.

Drehscheibe. Halblederband um 1900 mit goldgeprägtem

Rückenschild und Rückengoldprägung. 1.400,–

Kopfkapital mit kleiner Fehlstelle. ESTC T 116561 (mit einem Anzeigenblatt

am Schluss, das hier fehlt). Goldsmith 4764. Erste Ausgabe. Vereinzelt knapp

beschnitten, gering fleckig, Frontispiz mit kleiner Eckfehlstelle (ohne Bildberührung).

Bidembach, F(elix): Manuale ministrorum ecclesiae. Handbuch,

darinnen folgend sieben Stuck begriffen. 1. Evangelia

12

Wilhelmstraße 3

72074 Tübingen

Tel.: +49 (0)7071 51427

E-Mail: antiquariat.bader.tuebingen@t-online.de

und Epistolae … 2. Passio Christi … 3. Funffhundert zu Leich-

Predigten außerlesne Text … 4. Hundert … Text zu Hochzeitpredigten.

5. Bericht, wie mit Sterbenden und Krancken zu

handeln. 6. Bedencken, wie mit den Melancholicis zu rathen.

7. Bericht, wie mit den Maleficanten, so zum Tode verurtheilet,

zu handeln. Stuttgart, Rößlin 1700. (38), 766, (4); 40

Seiten (Appendix). – angebunden: (Hedinger, Johann Reinhard).

– Kurtze Anleitung und wohlgemeinte Vorschläge, wie

es mit einer nutzlich und erbaulichen Predig-Art anzugreiffen,

und die vorscheinende Mängel zu verbessern. Vor neue

angehende Ministros Ecclesiae. Denen es loco appendicis ad

manuale Bidenbachii dienen kann. Stuttgart, Rößlin ohne

Jahr. (16), 224 Seiten. Pergamentband d. Zeit. 500,–

Fleckig. Zu I: Spätere Ausgabe dieses in vielen Auflagen verbreiteten Handbuches.

Zu II. Erste Ausgabe. Titelblatt im Bundsteg teils gelöst und mit minimaler

Wurmspur. Wenige Seiten im Vorderschnitt gering wasserrandig und

vereinzelt fleckig.

Archimeds zwey Bücher über Kugel und Cylinder Ebendesselben

Kreismessung. Übersetzt, mit Anmerkungen und

einem Anhang von Säzen, über Kugel, Kugelstüke, und

durch Umdrehung ebener regulärer Figuren entstehende

Körper aus Lucas Valerius, Tacquet und Torricelli, begleitet

von Karl Friedrich Hauber. Mit 6 Kupfertafeln. Tübingen,

J. G. Cotta’sche Buchhandlung 1798. VIII, 150, (1) Seiten.

mit 6 gefalt. Kupfertafeln im Anhang. Angebunden: Euklid’s

Data nach dem Griechischen mit Robert Simson’s Zusätzen

herausgegeben von Julius Friedrich Wurm, Diakonus zu

Lauffen am Neckar. Mit 2 Steintafeln. Berlin, Georg Reimer

1825. V, 78 Seiten und 2 gefalt. Tafeln im Anhang. Pappband.

200,–

Einbandecken etw. bestoßen., Kleberestspuren von entferntem Bibliotheksrückenschild,

Einband tlw. berieben, Ziffer u. handschriftl. Eintrag auf Vorsatz,

Ziffer u. kl. Bibliotheksstempel auf Titel, vord. Vorsatzblatt m. kl. Ausschnitt

am Eck.

Auszug aus den Anfangsgründen und dem Lehrbegriffe der

Mathematischen Wissenschaften. Aufgesetzt von Wencesl.

Johann Gustav Karsten. Der I. Band mit den X ersten Kupfertafeln

(und) der II. Band mit den Kupfertafeln XI bis XXV. (2

Bände in 1) Zweyte Auflage. Greifswald, Anton Ferdinand

Röse 1785. XVIII, (1) 456 Seiten u. 445, (9) Seiten u. 25 gefalt.

Kupfertafeln im Anhang. Kl.-8vo. Grüner Pappband der

Zeit m. rotem Schnitt. 300,–

Hinterer Einbanddeckel minim. fleckig, handschriftl. Eintragungen auf vord.

Vorsatz, Ziffer u. Bibliotheksstempel jew. auf Titel, 2 handschriftl. Randbemerkungen

auf den Seiten 362 u. 363 v. Band I, Tafeln tlw. m. leichten Knickspuren.


Wagner, Andreas: Handbuch der Algebra, zum Gebrauch für

Lehrer und Lernende, wie auch für Bürgerschulen. Leipzig,

August Gottlob Liebeskind, 1800. IV, 175 Seiten. Originalpappband.

140,–

Einbandecken tlw. etw. bestoßen, Kleberestspuren v. entferntem Bibliotheksrückenschild,

Einband tlw. berieben, Ziffer auf Vorsatz u. Titel, Name auf

Vorsatz, kl. Bibliotheksstempel auf Titel.

Glaser, Carl: Geographischer Hand-Atlas. In 28 Karten.

Fünfte Auflage, Stuttgart, Krais & Hoffmann 1863. (2) Seiten,

28 doppelseitige farbige Faltkarten, Gr.-8vo. Halbleinen der

Zeit. 140,–

Ehemaliges Bibliotheksexemplar. Einbandecken tlw. etw. bestoßen, Kleberestspuren

v. entferntem Bibliotheksrückenschild, Einband tlw. berieben, hintere

Einbanddecke mit kleineren Tintenflecken und leicht wellig, Ziffer auf Titel,

kl. Bibliotheksstempel auf Titel.

Quenstedt, Friedrich August: Geologische Ausflüge in

Schwaben. Nebst Holzschnitten und Profiltafeln. Tübingen,

Laupp’sche Buchhandlung 1864. 377, (1) Seiten und 5 Profiltafeln

im Anhang. Halbleder der Zeit. 140,–

Papier gebräunt, Leder berieben, Rücken im Falz eingerissen, 2 Namen auf

vord. Vorsatz, Zeitungsartikel über Quenstedt auf hinterem Einbanddeckel

(innen) eingeklebt.

Nägele, Maximilian: Studien über Altitalisches und Römisches

Staats- und Rechtsleben als Vorschule der Römischen

Staats- und Rechtsgeschichte. Schaffhausen, Verlag

der Hurter’schen Buchhandlung 1849. VIII, 536 Seiten. Pappband

der Zeit. 100,–

Einbandecken etw. bestoßen, Einband berieben, altes Bibliotheksrückenschild

(Papier), wenige Seiten minim. stockfleckig, Ziffer u. kl. Bibliotheksstempel

auf Titel.

Olivier, (Ludwig Heinrich) F(erdinand): Ueber den Karakter

und Werth guter natürlicher Unterrichtsmethoden. Ein

Wort zu seiner Zeit gesprochen. Leipzig, Gräff 1802. 82, (6)

Seiten. Blaue bedruckte Originalbroschüre. – und: F. Olivier:

Nachtrag einiger wichtigen Zeugnisse und Urtheile über

meine neue Methode lesen und rechtschreiben zu lehren.

Ein Anhang zu der letzt erschienenen kleinen Schrift über

den Karakter und Werth guter natürlicher Unterrichtsmethoden.

Leipzig, Gräff 1802. 30, (4) Seiten. Rückenbroschüre.

Zusammen in Kartonage d. Zeit gebunden. 260,–

Umschlag fleckig. Beide Teile in EA. Durchgehend gering braunfleckig.

Maier, Johann Christoph: Beschreibung von Venedig. 4

Teile gebunden in 3 Bänden. Leipzig, Barth 1795–1796. Mit

gest. Front. in Band I und 4 gest. Titelvignetten. (2), XXIV,

476 Seiten; (2), 424 (8) Seiten; XVI, 436 Seiten; XII, (2), 224

Seiten. 3 mehrfach gefalt. Kupferkarten, 2 mehrfach gefalt.

Kupferplänen, 4 Kostümkupfern. Uniforme Halblederbände

d. Zeit mit zwei goldgeprägten Rückenschildern in ocker und

grün und floraler Rückengoldprägung. 1.400,–

Rücken an den Gelenken und Kapitalen kaum sichtbar restauriert. Engelmann

II, 1012. Tresoldi 61 ‚Minuta ed esatta descrizione di Venezia‘. Zweite Ausgabe.

Das Frontispiz mit Ansicht der Markus-Kirche, auf zwei großen Titelvignetten

von J. G. Klinger Ansichten des Markusplatzes und der Antonius-Kirche. Die

Faltkupfer mit Karten und Plänen von Stadt und Lagune sowie von Dalmatien,

Albanien und den vorgelagerten Inseln. Exemplar mit den seltenen Kostüm-

kupfern mit Frauentrachten der

Region (nicht bei Colas und Lipperheide).

Schönes fleckenfreies Exemplar.

Sammelband mit 11 württembergischen

Ordnungen.

Stuttgart, Rößlin 1699–1701.

Pergamentband d. Zeit mit

kalligr. Rückentitel. Kl.-8vo.

Einband fleckig. Enthält: I.

Hofgerichts-Ordnung. 1699.

Titelholzschnitt, (8), 120,

(4) Seiten; II. Vorst-Ordnung.

1700. Titelholzschnitt, (12),

135 Seiten; III. Newe Constitution

… welcher massen

die Wildbrät schuetzen …

nach eines jeden Verwircken

und Verbrechen gestrafft

werden sollen. 1700. Titelholzschnitt, (8), 23 Seiten;

IV. Bau-Ordnung. 1700. Titelholzschnitt, 192, (4) Seiten; V.

Zehend-Ordnung. 1701. Titelholzschnitt, (2), 56 Seiten; VI.

Herbst-Ordnung und Weinzehenden. 1701. Titelholzschnitt,

(2), 27 Seiten; VII. Umbgelts-Ordnung. 1701. Titelholzschnitt,

(2), 36 Seiten; VIII. Zoller-Ordnung und Tafel der

Zoller. 1701. Titelholzschnitt, (2), 28 Seiten, 50 Seiten; IX.

Müller-Ordnung. 1701. Titelholzschnitt, 9 (recte 10) Seiten;

X. Becken-Ordnung. Seite 7–46; XI. Metzger-Ordnung. 1701.

Titelholzschnitt, (4), 18 Seiten. 350,–

Stellenweise gebräunt und fleckig, fliegender vorderer Vorsatz herausgetrennt.

Die Bäckerordnung unvollständig, ohne Titel und die ersten sechs Seiten. Ob

der Gesamttitel fehlt oder ob es sich um eine Sammlung von Einzeltexten

handelt, konnte von uns nicht geklärt werden.

Ethophilus (Pseudonym): Neues, wohleingerichtetes Complimentir-

und Sitten-Buch; in welchem gezeiget wird, wie

sich sonderlich Personen, Bürgerlichen und geringern Standes,

bey den im gemeinen Leben vorfallenden Begebenheiten,

als: Verlöbnissen, Hochzeiten, Kind-Tauffen, Begräbnissen,

Gastereyen … so klug als höflich verhalten … sollen, …

nebst einem Trenchier-Büchlein. Sechste verbesserte Auflage.

Leipzig und Nordhausen, Groß 1762. Mit gest. Front., (14),

296 Seiten; – angebunden: Rühle, Leonhard Christoph. Centuria

colloquiorum oder hundert auserlesene Gespräche von

Schul-Sachen. … Neue verbesserte Auflage. Leipzig, Runge

1764. Gest. Front., (10), 396 Seiten; – angebunden: Anonym.

Anfangsgründe aller schönen Wissenschaften zur Befriedigung

des Publici aus dem Französischen übersetzt. Frankfurt

und Leipzig, ohne Druck 1763. Gest. Titelvignette, (14),

226 (14) Seiten. Halblederband d. Zeit über fünf Bünden mit

goldgeprägtem Rückenschild und reicher floraler Rückengoldprägung

in den Feldern. 1.200,–

Kopfkapital mit kleiner Fehlstelle, Ecken bestoßen, Deckel berieben. Zu I.

Weiss, Gastronomia 975. Weller 180 (nicht aufgelöst). Hayn-G. II, 202. Das

Trenchirbüchlein auf den Seiten 267–Schluß. Die letzten sechs Blätter mit

kleinem Löchlein in der rechten oberen Ecke. Zu II. Nicht bei Brüggemann

und Wegehaupt. Zu III. Nicht bei Holzmann-B. Durchgehend etwas gebräunter

Sammelband mit interessanten Titeln.

13


Stand 31 Antiquariat im Baldreit

(mit Ladengeschäft im Zentrum Baden-Badens)

Inhaber: Christopher Pfleiderer

Blossfeldt, Karl. Urformen der Kunst, photogra phische

Pflanzenbilder, herausgegeben mit einer Einleitung von Karl

Nierendorf, neue Auflage, Berlin, Verlag Ernst Wasmuth,

(1935), XVI Seiten, 96 ganzseitige schwarzweiße Bildtafeln,

25×32, heller illustr. OU, grobes OLn. 240,–

Sehr schönes Exemplar mit 96 ganzseitigen Bildtafeln in Kupfertiefdruck und

mit dem seltenen Schutzumschlag (dieser ohne nennenswerte Mängel).

Blossfeldt, Karl. Wundergarten der Natur, neue Bilddokumente

schöner Pflanzenformen, 1. Auflage, Berlin, Verlag

für Kunstwissenschaft, 1932, XIII Seiten, 120 ganzseitige

schwarzweiße Bildtafeln, 25×32, heller illustrierter OU,

grobes illustriertes OLn. 1.400,–

Sehr schönes festes Exemplar dieses seltenen Klassikers der photographischen

Pflanzenbilder mit 120 ganzseitigen Bild tafeln in Kupfertiefdruck mit dem seltenen

Schutz umschlag (dieser ohne nennenswerte Mängel, lediglich mit restaurierter

kleiner Fehlstelle am Rücken und wenigen hinterlegten Einrissen).

Allers, Christian Wilhelm, „Bakschisch“, Erinnerungen an

die Reise der Augusta Victoria in den Orient, 1. Ausgabe im

Selbstverlag, [o.J. ca. 1892]. Reich illustriertes und kommentiertes

Album mit zahlreichen Portraits, Szenen und anderen

Reiseeindrücken, 92 Blatt (unpaginiert) 39×30 (Querformat),

braunes farbig illustriertes OHLdr. 950,–

Ordentliches Exemplar dieses sehr seltenen und gesuchten Dokumentes zur

Passagierschifffahrt in Erstausgabe. Christian Wilhelm Allers (1857–1915)

schuf humorvolle und lebensnahe Studien, ist durch seine großformatigen

Skizzenbücher aus Italien (Capri, La bella Napoli) bekannt.

„Bakschisch“ dokumentiert die erste Kreuzfahrt in der Seefahrtsgeschichte

und damit einen entscheidenden Abschnitt in der Entwicklungsgeschichte der

Passagierschifffahrt. Erfinder der touristischen Schifffahrt war Albert Ballin

(1857–1918), der Leiter der Passageabteilung der HAPAG. eine der bedeutendsten

jüdischen Personen des deutschen Kaiserreiches. 1891 hatte Ballin die

Idee, Vergnügungsreisen auf See zu veranstalten, um seine Nordamerika-

Schnelldampfer auch während der Winterpause nutzen zu können. Die Fahrt

der „Augusta Victoria“ im Frühjahr 1891 stellt damit die erste Kreuzfahrt in

14

Baldreitstr. 3

76530 Baden-Baden

Tel.: +49 (0)7221 949956

Fax: +49 (0)7221 949957

E-Mail: info@baldreit.de

www.baldreit.de

der Seefahrtsgeschichte überhaupt dar. Unter den 241 Passagieren befand sich

neben Allers auch Direktor Albert Ballin selbst. Im reich illustrierten, großformatigen

Band „Bakschisch“ hält Allers in zahlreichen Skizzen die Eindrücke

fest, die er auf der Schiffsreise auf dem HAPAG-Schiff „Augusta Victoria“ im

Jahr 1891 sammeln konnte. Eine der ganzseitigen Portrait-Zeichnungen zeigt

Ballin während dieser Fahrt. Allers’ Reiseskizzen wurden seinerzeit lediglich

in 200 Exemplaren gedruckt und sind heute entsprechend rar. Unser Exemplar

wurde von Allers handsigniert und mit einer seiner eigens für diese „Jungfernfahrt

der Seeschifffahrtsgeschichte“ gedruckten Visitenkarten versehen. Als

Adressangabe unter „C. W. Allers Mittelmeermaler“ findet sich dort „Steuerbord,

Cabine 116 – Augusta Victoria“.

Freydorf, Albertine von (geb. von Cornberg zu Richelsdorf),

Joseph Victor von Scheffel und Alexander von

Werner, Freundschaftsalbum von Albertine von Freydorf,

das Album ist auf dem vorderen Vorsatz handschriftlich monogrammiert

und datiert [18]49, 26×21 cm (Querformat),

hochwertiger, blindgeprägter Original-Lederband mit Goldprägung

und Vollgoldschnitt (mit deutlichen Gebrauchsspuren).

6.500,–

Albertine von Freydorf, geb. von Cornberg zu Richelsdorf (1845–1923), (anders

Wegehaupt Nr. 924) entstammt einem bedeutenden hessischen Adelsgeschlecht.

1866 heiratete sie den im gleichen Jahr zum badischen Minister

ernannten Rudolf Karl von Freydorf (1819–1882). Das Freundschaftsalbum

enthält nur eine Handvoll schriftliche Eintragungen, unter anderem vom Vater

der Inhaberin, Otto Karl Wilhelm Joseph, Freiherr von Cornberg zu Richelsdorf

(1822–1885), ist aber sehr reichhaltig mit über 60 signierten und datierten

Originalarbeiten (Bleistift-, Kohle- und Tuschezeichnungen, Gouachen und

Ölstudien) verschiedener Künstler, insbesondere aus dem badischen Raum,

ausgestattet. Darunter befinden sich 8 Arbeiten von Joseph Victor von Scheffel

(1850–1913), 3 Arbeiten Anton Alexander von Werner (1843–1915), 3 Arbeiten

Wilhelm Gustav Hasemann (1850–1913), 7 Arbeiten Theodor Kotsch

(1818–1884), eine Arbeit Carl (oder Karl) Roux (1826–1894), 11 Arbeiten Marie

Gratz (1839–1900) und je eine Arbeit von Ellen Montalba (1800–1900) und

Clara Montalba (1842–1929). Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen

selten auftauchenden Arbeiten von Scheffel und Werner sowie die gekonnten

Bleistift-Portraits von Marie Gratz, die 6 der 8 jüngeren Geschwister Albertines

zeigen. Das Album enthält zahlreiche Beilagen, darunter eine signierte

Farblithographie von Hans von Volkmann, 2 Postkarten von Hans Thoma,

Original Gouache von Joseph Victor von Scheffel


eine davon als Originalradierung und mit 2-zeiliger eigenhändiger Widmung

von ihm; wenige Blätter sind braunfleckig. Eine Aufstellung der Arbeiten mit

Bildern kann gerne angefordert werden.

Beiliegend das Kinderbuch „Allerlei Blumen-, Kinder- und Vogelgeschichten“,

12 Blatt Farbdruckbilder nach Aquarellen von Anton von Werner mit Text von

Frau von Freydorf, geb. Freiin von Cornberg, Stuttgart, Emil Hänselmann´s

Verlag (Süddeutsches Verlags-Institut), [1887], 26×34 cm, heller beschrifteter

OU, rotes farbig illustriertes OHLn, Tadelloses Exemplar dieses sehr seltenen

Bilderbuches mit prächtigen, teils ganzseitigen Original-Farblithographien,

lediglich der Schutzumschlag restauriert mit geringfügigem Textverlust.

Kapitän Lütjens auf Weltfahrt

Marine-Fotoalbum des kleinen Kreuzers „Karlsruhe“ auf

Weltfahrt vom 22.10.1934 bis zum 15.06.1935, sehr interessantes

Fotoalbum eines Teilnehmers an der Fahrt, mit 150

Original-Fotos der Ausbildungsfahrt (davon ca. 80 im Format

13×17 bis 9×14 cm und weitere 70 im Format 9×12 bis

10×13 cm) sowie weiteren 170 überwiegend kleinformatigen

Originalfotos, die hauptsächlich Motive aus dem maritimen

Ausbildungsbetrieb zeigen, 25×32, braunes KLdr. 750,–

Die „Karlsruhe“ , ein kleiner Kreuzer der „Königsberg-Klasse“, wurde 1929

in Dienst genommen und am 09.04.1940 im Rahmen der Operation „Weserübung“

(Besetzung Norwegens) nach schwerer Beschädigung durch U-Boot-

Beschuss kontrolliert versenkt. Bis 30.06.1936 diente der Kreuzer als Schulschiff

der Reichsmarine, Anfang 1937 wurde er kurzzeitig im spanischen

Bürgerkrieg eingesetzt.

Das Album dokumentiert die Weltfahrt, die das Schiff als vierte Auslandsreise

unternahm. Kommandant der „Karlsruhe“ war auf dieser Fahrt KzS

Günther Lütjens, der später bis zum Admiral, Flottenchef und Befehlshaber

der Schlachtschiffe der Reichsmarine aufstieg und 1941 als Kommandant des

weltgrößten Schlachtschiffes „Bismarck“ mit diesem unterging. Lütjens ist auf

mehreren Bildern zu sehen. Die Fahrt der „Karlsruhe“ führte über Skagen

und die Azoren um das Kap Hoorn über die Westküste Süd-, Mittel- und

Nordamerikas bis Vancouver. In Callao nahm das Schiff an der 400-Jahrfeier

des Staates Peru teil. Danach durchquerte die „Karlsruhe“ den Panamakanal

und kehrte über Houston, Charleston und Vigo zurück nach Kiel. Besonders

erwähnenswerte Aufnahmen: Die im Bau befindliche „Bay Bridge“ zwischen

San Francisco und Oakland, Zeppelin der U.S. Navy überfliegt die „Karlsruhe“,

Übersicht über San Francisco und Alcatraz, Empfang der Mannschaft mit Truppenparade

in San Francisco, Lütjens in Paradeuniform im Gespräch mit Amerikanern,

Festakt vor einem deutschen Gefallenenehrenmal, viele Aufnahmen

technischer Details der Kanaldurchfahrt in Panama, Panama-Stadt, Vancouver

(Hafenansicht und Fotos indianischer Totempfähle), Mexiko (Sonnenpyramide

von Teotihuacan, Stierkampfszenen, Schwimmende Gärten von Xochimilco),

Houston/Texas (Wolkenkratzer und Straßenszenen).

Rumford, Graf Benj. (Thompson) von, Kleine Schriften

politischen, ökonomischen und philosophischen Inhalts (in

4 Bänden), nach der zweyten vermehrten Ausgabe aus dem

Englischen übersetzt, und mit Beilagen bereichert, 4 Bände

in 6 Bänden KOMPLETT, Weimar, Verlag der Industrie-Comptoirs,

1797–1805, mit einem gestochenen Portrait des Autors,

einer gestochenen Titel-Vignette und zahlreichen weiteren

Vignetten im Text und insgesamt 37 überwiegend mehrfach

gefalteten Kupfertafeln und zahlreichen Tabellen. 2.800,–

Band 1: Über Armenanstalten (in München), Beköstigung der Armen, über

Kamin-Feuerherde: XX, 484 Seiten und einem umfangreichen Anhang mit

Beylagen, Formularen und Tabellen über das Münchner Anwesen, Band 2/1:

Über Behandlung der Feuerhitze und über Holzsparung: 209 Seiten, Band 2/2:

Über Fortpflanzung der Wärme in Flüssigkeiten und in verschiedenen Substanzen:

388 Seiten, Band 3: Über Küchenfeuerherde und Küchengeräte: 436

Seiten, Band 4/1: Abhandlung über die Wärme: 347 Seiten, Band 4/2: Versuch

über Schießpulver, Licht, Harmonie der Farben usw: XVI, 590 Seiten, 8°, hellbraunes

OHLdr der Zeit.

Sehr schöne Exemplare aus adeligem Besitz, Erste deutsche Ausgabe. – Sammlung

überwiegend technologischer und physikalischer Schriften des amerikanischen

Physikers, der etwa die Hälfte seines Lebens im bayerischen Staats- u.

Militärdienst verbrachte. Er machte die Kartoffel in Bayern populär, gründete

fortschrittliche Armenhäuser, war Erfinder der Rumford-Suppe, eines einfachen

Eintopfes, der zur Ernährung des Militärs und unterbemittelter Volksschichten

dienen sollte, reorganisierte das Heer usw.; die Bände stammen aus

der Bibliothek des Grafen von Schönborn-Buchheim mit dem persönlichen

gestochenen Wappen-Exlibris von Franz Graf von Schönborn auf den Vorsätzen

und Bibliotheksschildchen auf den Vorderdecken.

Album mit Heiligenbildern, (15. – 19. Jahrhundert), 24×34,

OLdr der Zeit. 2.400,–

Sehr umfangreiche Sammlung von ca. 450 montierten Heiligenbildchen des 15.–19.

Jahrhunderts, viele davon in Farbe, einige auf Pergament gedruckt. Die Sammlung

zeigt sehr originelle und schöne Einzelstücke, enthält zahlreiche Bemerkungen

und Kommentare sowie Beilagen, ist thematisch zusammengestellt und dürfte das

Werk eines ganzen Sammlerlebens sein. In der Gesamtheit ausgesprochen reizvoll

und zusammengestellt in einem geschmackvollen Ganzledereinband, vermutlich

des frühen 18. Jahrhunderts; einige Bildchen lose, der Einband restauriert.

15


Stand 18 Antiquariat Martin Barbian

und Ina Grund

Album – Handgeschriebenes

und illustriertes Geschenkbuch

1857. 4°, 35

Blatt, Schrift in Tinte, Zeichnungen

in Bleistift und

Tinte (teilweise laviert, 2

kleine Vignetten koloriert),

Halbledereinband. Die

Themen (Kapitel) des Albums

sind: „Jugendleben“,

„Amorbach“, „Kissingen“,

„Bingen“ und „Schotten“ (Hessen). Der gereimte Text und

die liebevollen, feinen Zeichnungen beziehen sich auf gemeinsame

Erlebnisse (z.B. das Ableben und Begräbnis eines

Hasen) und gemeinsame Reisen zweier Schwestern mit den

Namen Grete und Clare, die aus Sachsen stammten. Man darf

annehmen, daß das Buch einer der beiden Schwestern zum

Hochzeitstag am 11. April 1857 geschenkt wurde. 480,–

Einband etwas berieben und bestoßen, oberes Kapital etwas beschädigt. Unter

den zahlreichen Illustrationen und Vignetten auch eine schöne Ansicht von

Amorbach.

Antialkoholismus – Bode, Wilhelm: Sammelband mit 11

Schriften. Wirtshaus-Reform in England, Norwegen und

Schweden, 1898, 108 S., mit Abbildungen. Mäßigkeit oder

Enthaltung? Ein Beitrag zur Bewegung gegen die geistigen

Getränke, 1896, 16 S. Der größte Betrüger. Ein Wort zur Aufklärung,

ohne Jahr, 15 S. Ratschläge an Trinker und ihre

Freunde, 1898, 16 S. Arbeiterschutz gegen den Alkohol. 1898,

32 S. Das Wirtshaus im Kampfe gegen den Trunk, 1895, 48 S.

Zum Schutz unserer Kinder vor Wein, Bier und Branntwein,

1896, 48 S. Deutsche Worte über deutsches Trinken, 1896, 12

S. An die Politiker, 1899, 16 S. Nachdenkliche Geschichten

vom Trinken, 1898, 16 S. Neue Geschichten vom Trinken und

Nichttrinken, 1898, 16 S. Berlin, Weimar und Hildesheim,

1895–1899, 8°, moderner Halbledereinband. 280,–

Wilhelm F. Bode (1862–1922), auch Goethe-Bode genannt, war Lehrer, Schriftsteller

und Aktivist der Antialkoholiker-Bewegung.

Atlas – Tardieu, Ambroise: Atlas pour servir à l´Intelligence

de l´Histoire générale des Voyages de LaHarpe.

Paris, Ledentu, 1825, Folio, Vorsatz, Vortitel und Titelblatt

(diese fleckig / wasserrandig) + 15, meist gefaltete, altgrenzkolorierte

Kupferstichkarten (etwas gebräunt), Halbledereinband.

985,–

Die sauberen Karten zeigen: Weltkarte, Afrika, Asien, Indien (2 Karten), Ozeanien

(mit Australien und Teilen Südamerikas), China und Japan, Sibirien, Golf

von Mexiko mit Antillen, Mexiko, Südamerika, Peru, Brasilien, Nordamerika,

Europa.

16

Türkenstr. 11–13

66111 Saarbrücken

Tel./Fax: +49 (0)681 31877

E-Mail: info@antiquariat-barbian.de

www.antiquariat-barbian.de

Atlas-Puzzle – Atlas 7 Cartes découpées en Jeu de Patience.

7 altkolorierte Kupferstiche von Dyonnet nach Fremin,

Paris, bei Logerot, 1829, je 20×27 cm in Original-Pappkassette.

950,–

Die hübsch kolorierten

Karten

jeweils als Puzzle

auf starkem Karton.

Die Kassette

nur wenig berieben

und bestoßen.

Enthalten

sind eine Weltkarte

sowie Karten

von Europa,

Afrika, Nordamerika,Südamerika,

Asien und

Ozeanien.

Kunst – Franck, Philipp (1860–1944): Badende Knaben.

Radierung, 1909, 17×25 cm, handschriftlich signiert und

datiert. Unter Passepartout gerahmt. 250,–

Lurçat, Jean (1892–1966):

Mallet, Robert: Éloge de Jean

Lurçat. Éditions Manuel

Bruker, 1962, 4°, 24 S. Text

auf 6 Doppelbögen, 2 ganzseitige

und 5 doppelblattgroße

farbige Lithographien,

1 ganzseitige und 5 doppelblattgroße

Litho graphien in

schwarz-braunen Tönen, lose

in Original-Broschur-Mappe.

Schuber. 1.150,–

Nr. 13/20 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit 6 zusätzlichen Lithographien,

eine Nr.13/20 handschriftlich nummeriert. Einband und wenige Seiten leicht

stockfleckig.

Lurçat, Jean: La Fontaine.

Vingt Fables. Lausanne, André

Gonin, 1950, gr.-4°, Doppelblatt,

85 S., mit 20 Farblithographien

und 8 Schlußvignetten von Jean

Lurçat, Doppelbögen in Broschureinband

in Halbpergament-

Mappe. Schuber. 685,–

Nr. 188/275 Exemplaren, im Impressum von

Künstler und Verleger signiert, der Halbpergament-Umschlag

etwas lichtrandig.


Nahl, Johann-Auguste: Bildnis einer jungen Dame unter

einem Baum. In Sepia lavierte Bleistiftzeichnung, 1791,

43×34 cm (oval), auf Karton, handschriftlich signiert und

datiert. 300,–

Johann-Auguste Nahl der Jüngere (1752–1825), Schüler von Henrich Tischbein

d. Ä., Reisen nach Straßburg und Paris, 1774–1781 und 1783–1793 lebte

er in Italien, nach seiner Rückkehr Professor an der Akademie zu Kassel.

Marine – Kirchhoff: Seemacht in der Ostsee. 2 Bände. Band

I: Ihre Einwirkung auf die Geschichte der Ostseeländer im

17. und 18. Jahrhundert. Band II: Ihre Einwirkung auf die

Geschichte der Ostseeländer im 19. Jahrhundert. Nebst

einem Anhang über die Vorgeschichte der Ostsee. Kiel, Robert

Cordes, 1907 und 1908, Gr.-8°, XX, 481 S. und XVI, 340

S., mit 4 Karten und 18 Plänen (gefaltet) und mit 6 Karten

und 10 Plänen (gefaltet), mittelblaue Original-Leinwandeinbände.

295,–

Marseille. Vue

prise de l´entrée du

Port. Vista tomada

de la entrada del

Puerto. Altkolorierte,

getönte Lithographie

von Turgis, Paris,

um 1860, 39×47

cm. 450,–

Außerhalb der Darstellung

etwas fleckig.

Militärgeschichte – Großer Generalstab (Hrsg.): Die Kriege

Friedrichs des Großen. Erster Teil: Der erste Schlesische Krieg

1740–1742. 3 Bände in 2 Bänden. Zweiter Teil: Der zweite

Schlesische Krieg 1744–1745. 3 Bände. Berlin, Mittler & Co.,

1890–1895, gr.-8°, 425, 125 + 275, 37, 377, 44 + 272, 151 +

244, 17 + 266, 51 S., mit 5 Karten, 4 Plänen und 11 Skizzen

(1. SK) sowie 2 Karten, 17 Skizzen und 10 Plänen (2. SK),

goldgeprägte Halbledereinbände. 495,–

Komplett mit allen Illustrationen, Rücken des Bandes II/III (1. SK) etwas restauriert.

Ogawa, Kazumasa (1860–1929): A photographic Album

of the Japan-China War. Photographed by the Naval Commanding

Department. Reproduced in Collotype. Tokyo,

Hakubundo, 1895, quer-Folio, 68 Blatt, durchgehend mit

schwarz-weißen Fotografien illustriert, geblümter Leinwandeinband

in Form eines Blockbuches mit montiertem Deckelbild.

900,–

Bildbeschreibungen in Englisch und Japanisch. Buch und Tafeln in schöner

Erhaltung (kleine Fehlstelle am Rücken). An unserem Messestand finden Sie

zahlreiche weitere Titel zum Thema Seefahrt, Marine und Schiffe.

Pfalz. Kriegs Theater der teutschen und franzoesischen

Graenzlanden zwischen dem Rhein und der Mosel. 6 Blatt

Kupferstich-Karten von Peter Dewarat, hrsg. von J. L. C.

Rheinwald bei D. Artaria, Mannheim, gestochen von B. F.

Leizelt, Augsburg, 1794–1799, je etwa 60×80 cm, oberhalb

des Kartenbildes Titel. Jeweils in 18 Segmenten auf Lein-

wand aufgezogen und in zeitgenössischem Pappschuber mit

handschriftlichem Titelschild (HRS 90–95). 2.500,–

Sehr detaillierte Karte der Pfalz und der angrenzenden Gebiete zwischen St.

Goar, Heidelberg, Bühl und Saarlouis. Peter Dewarat (1740–1800), ein aus dem

Elsaß stammender Geometer, trat 1768 in Kurpfälzische Dienste. Ursprünglich

mit der kartographischen Aufnahme aller kurpfälzischen Waldungen beschäftigt,

liegt seine größte Leistung jedoch in der Edition dieser monumentalen

Pfalzkarte, die 1792–97 anläßlich des 1. Koalitionskrieges entstand.

Ornithologie – Hartert, Ernst: Die Vögel der paläarktischen

Fauna. Systematische Übersicht der in Europa, Nord-Asien

und der Mittelmeerregion vorkommenden Vögel. 4 Bände (3

Bände + Ergänzungsband). Berlin, Friedländer und Sohn,

1910, 1912–21, 1921–22, 1932–38, kl.-4°, XI, 832 S., mit 134

Abbildungen, XXIV, 833–1764 S., mit 122 Abbildungen, XII,

1765–2328 S., mit 12 Abbildungen, IV, 602 S., Halbledereinbände.

450,–

An unserem Messestand finden Sie weitere Bücher und Graphiken zum Thema

Ornithologie.

Reisen – Soyaux, Herman: Aus West-Afrika 1873–1876.

Erlebnisse und Beobachtungen. 2 Teile in 1 Band. Leipzig,

Brockhaus, 1879, gr.-8°, VIII, 350 und 229 S., mit 1 farbigen,

lithographierten Faltkarte, moderner Leinwandeinband.

285,–

Zintgraff, Eugen: Nord-Kamerun. Schilderung der im Auftrage

des Auswärtigen Amtes zur Erschließung des nördlichen

Hinterlandes von Kamerun während der Jahre 1886–

1892 unternommenen Reisen. Berlin, Paetel, 1895, gr.-8°,

5 Bll., 467 S., mit 16 photographischen Tafeln und 1 farblithographierten

Faltkarte, hellgrüner, späterer Leinwandeinband.

395,–

Einband leicht fleckig, innen sauber und gut erhalten.

Reisefotografie – Unsere Nordlandsreise 1902. Fotoalbum

einer Schiffsreise nach Norwegen, Grönland und Schweden,

1902, Folio, 48 kartonierte Seiten mit 256 Fotos im Format

8×10, 18 Fotos im Format 11,5×14,5 und 17 Fotos im Format

15×21,5 (darunter auch einige in Farbe), Leinwandeinband

mit Goldaufschrift. 600,–

Die hochwertigen Fotos zeigen Ansichten von Städten und Landschaften der

bereisten Länder; jede Seite und jedes Foto wurde mit einem schmalen goldenen

Zierrahmen versehen. Der Rücken des Albums wurde erneuert.

Schiffbau – White, W. H.: Handbuch für Schiffbau. Zum

Gebrauche für Officiere der Kriegs- und Handels-Marine,

für Schiffbauer und Rheder. Leipzig, Verlag von Arthur

Felix, 1879, gr.-8°, XX, 684 S., mit 134 in den Text gedruckten

Holzschnitten, goldgeprägter, brauner Leinwandeinband.

200,–

Einband etwas berieben, innen teils etwas stockfleckig, wenige Seiten mit Anstreichungen,

private Widmung auf Gegentitel.

Württemberg – Wirtenbergensis Ducatus Vera Descriptio,

Tubingae Edita. Altkolorierter Kupferstich von Franz Hogenberg

bei Abraham Ortelius, Antwerpen, Plantin, um 1575,

31×23 cm, unter Passepartout gerahmt. 200,–

17


Stand 37 Antiquariat

Mag. Michael Bauer

Bücher – Graphik – Autographe

Mittwoch und Donnerstag 17.00 – 19.00 Uhr

(Arzt) – Der Doctor. Kupferstich von Christoph Weigel,

ca 8,5×7,8 cm mit 6-zeiligem Text aus: Abraham à Sancta

Clara, Etwas für Alle. Würzburg, Hertzen, 1699. 280,–

Weitere Berufsdarstellungen wie Glasmacher, Soldat, Fechtmeister, Kaufmann

oder Wundarzt liegen am Stand auf.

Baden-Baden und seine nähere und fernere Umgebungen.

Das Murgenthal und seine näheren und ferneren Umgebungen.

Nach Zeichnungen von C. Fromme und C. Lindemann

Frommel. Carlsruhe & Baden, o.Vlg.u.J. (um 1850). Quergr-8,

farblithographiertes Titelblatt, 21 Stahlstiche, farblithographiertes

Titelblatt, 6 Stahlstiche. Halbleinenband der

Zeit. 800,–

Einband berieben und fleckig, alle Tafeln gereinigt, zweites Titelblatt ausgebleicht,

Vorsätze erneuert. U.a. Mit Ansichten der Lichtenthaler Allee, dem

Bahnhof in Baden, dem Gesellschaftshaus, dem Conversationshaus, dem großen

Ball- und Conzert-Saal, der Trinkhalle, dem ehemaligen Kloster Frommelsberg,

von Lichtenthal, der Kuntzenhütte Builthof, dem Schloß Neu-Eberstein,

von Gernsbach, Rothenfels und von der Favorite.

Bertold. Wiener Juden-Album für das Jahr 1852. Den P.T.

Herren Juden Deutschlands, Oesterreichs, Ungarns, Galiziens

– vielleicht auch ganz Europa´s – mit besonderer Zärtlichkeit

gewidmet von Dr. Bertold, einem Manne, der die p.t.

Herren Juden, und ihre bezahlten Anhänger besonders seit

dem Jahre 1848 ganz nach ihren Verdiensten zu schätzen

weiß. Augsburg, Herzog, 1852. In-8, Vortitel,IV, 2 Bll, 103

pp. Schlichter, wohl etwas späterer Halbleinenband. Leicht

angestaubt und etwas stockfleckig. 380,–

(Dielhelm, Johann Hermann) Allgemeines Hydrographisches

Lexicon aller Ströme und Flüsse in Ober- und Nieder-

Deutschland. Frankfurt, Stoks sel. Erben und Schilling, 1748.

In-8, Titel, 6 nn Bll, 685 pp, 12 nn Bll, (1). Mit 2 gefalt.

Kupferkarten. Lederband der Zeit auf 5 Bünden mit reicher

Rückenvergoldung. Leicht stockfleckig, die beiden mehrfach

gefalteten Karten verknittert. 850,–

Holzmann-Bohatta III, 1790. Das Werk erschien erstmals 1745. Mit alphabetischem

Verzeichnis aller Flüsse. Die Karten zeigen das Donau-Elbe-Oder- bzw.

das Rhein-Weser-Maas-Gebiet.

Doppelmayr, Johann Gabriel. Atlas coelestis in quo mundus

spectabilis et in eodem stellarum omnium phoenomena

notabilia,.. Nürnberg, Homanns Erben, 1742. Gr.-folio, gest.

Frontispiz, gest. Titel m. gest. Vignette, 1 gest. Bl. Index und

30 doppelblattgroße kolorierte Kupferkarten. Etwas späterer

Halbleinenband. 20.000,–

18

Gentzgasse 99

A-1180 Wien

Telefon: +43 (0)1 9238338

E-Mail: antiquariat-bauer@chello.at

Ebert I, 497, Graesse II, 427, Poggendorf I, 593, DBE II, 596. Titel und 3 Kartenblätter

mit alt hinterlegtem Einriß (bei Tafel 30 in die Darstellung gehend),

gegen Ende etwas stockfleckig bzw. gebräunt.

(Farben-Büchlein) Neu ausgefertigtes und mit vielen Waren

Kunst-Stücken geziertes Farben-Büchlein/ Oder Gründlicher

Unterricht/ wie man Baumwollen / wüllen und leinen Garn

/ deßgleichen halb wüllen und halb leinen Gewebts… in allerhand

schönen Farben abfärben und zurichten solle;.. O.O

u.Vlg, 1745. In-8, 11 9 pp, 4 Bll. Neuer Pappband im Stil der

Zeit. 480,–

Nicht in Holzmann-Bohatta. Titel in Rot und Schwarz und mit kol. Vignette

(Färber bei der Arbeit). Durchgehend gebräunt, und fleckig, Letztes Blatt aufgezogen,

Titel und einige Blätter angerändert.

Keller, Felix. Chrysaliden. Zehn Original-Radierungen.

Geleitwort von Felix Dörmann. Wien, Artur Wolf, o.J. (um

1925). In-4, Doppelblatt, 10 signierte Radierungen jeweils

hinter Passepartout in OHalbleinenmappe. Exemplar Nr. 24

von 50 Exemplaren der Ausgabe A von der unverstählten

Platte auf Japan. 750,–

Bilderlex. 570 (mit Abb.). F.K. Graphiker, geb. 1890, lebte in Wien. „Zu seinen

sich häufig wiederholenden Motiven gehört die Darstellung schlanker Tänzerinnenfiguren“

Mappe leicht berieben und angestaubt, ein Flügel mit kleiner

Beschädigung.

Laborde, Alexandre de. Les monumens de la France classés

chronologiquement et considérés sous le rapport des faits

historiques et de l’étude des arts. 2 Bde. Paris, Didot, 1816–

36. Imp.-fol. Mit 2 gest. Titelvign., 1 gest. Front. und 258 (23

doppelblattgr.) Kupfertafeln. IV, 92 pp; 1 Bl, 48 pp. Halblederbände

der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln. 6.500,–

Brunet III, 714, Graesse IV, 58, (jeweils mit 249 Tafeln),Vicaire IV,749 (richtig

mit 259 Tafeln). Mit prachtvollen Ansichten u.a. von Chinon, Chisson und

Vaucluse sowie mit Gesamt- und Detailansichten zahlreicher Schlössern und

Kirchen. Alle Tafeln händisch durchnummeriert. Tafel 180, Ansicht des Chateau

de Champtocé, fehlt und scheint diesem Exemplar nicht eingebunden

gewesen zu sein. Die letzten 4 Tafeln im 2. Band mit kleinem Fleck im weißen

Rand, rückwärtiger Vorsatz ebenfalls etwas fleckig.

Levetus, A.S. Frank Brangwyn der Radierer. Eine Würdigung.

Wien, Rikola, 1924. Lex-8, 13 pp, 1 Bl, 17 Tafeln, 2 signierte

Originalradierungen. OPergamentband. Nr XXXI von

LX Exemplaren der Vorzugsausgabe. Einband leicht sperrig,

erste Radierung stockfleckig. 250,–

(Malteserorden) – Vertot, (René Aubert de) Histoire des

chevaliers hospitaliers de S. Jean de Jerusalem, appellez

depuis Chevaliers de Rhodes et aujourd´hui Chevaliers de


Malthe. Troisieme Edition. 7 Bände. Paris, Genneau, 1737–

38. In-8, (1), 9 nn Bll, 608 pp; Titel, 502 pp; Titel, 563 pp;

Titel, 540 pp, 7 nn Bll, 514 pp, 455 pp, 14 nn Bll; 442 pp, 1

Bl. Lederbände der Zeit auf 5 Bünden mit Rückenschildchen

und reicher Rückenvergoldung. Einbände leicht berieben,

Kapitale teilweise etwas beschädigt. 850,–

Vgl. Graesse VI,288. Frühe und bedeutende Geschichte des Malteser-Ritterordens.

Die Erstausgabe erschien 1726.

(Nicodemus) Evangelium Nicodemi In welchem vil schöner

Puncten so die 4 Evangelisten nicht gesetzt(doch inen nicht

zu wider) fast nützlich zu lesen. Fürth, Georg Ender Der Jüngere,

o.J. In-16, (1), Titel, 2 Bll, 345 (recte 346 p 8 doppelt

gezählt), 1 Bl, (4). Pergamentband der Zeit mit (erneuerten)

durchzogenen Bünden. 650,–

Nicht bei Adams, Ebert, Brunet und Graesse. Durchgehend etwas gebräunt,

pp11/12 mit kleinem Eckausriß (geringer Textverlust), gegen Ende wasserrandig.

Seltene und frühe Ausgabe dieser apokryphen Schrift.

Rosenzweig, Vincenz von. Auswahl aus den Diwanen des

grössten mystischen Dichters Persiens Mewlana Dschalaleddin

Rumi. Aus dem Persischen mit beigefügtem Original-

Texte und erläuternden Anmerkungen. Wien, Mechitaristen,

1838. Lex-8, 236 pp. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem

Rückentitel und Rückenvergoldung. 380,–

ÖBL IX,255. V.v.R. (1791–1865), österr. Konsularbeamter im Osmanischen

Reich und Fachmann für orientalische Sprachen, Prof. für oriental. Sprachen

an der Oriental. Akademie in Wien. Er gehörte zum Kreis um den Orientalisten

Hammer-Purgstall.

(Roussell, P.-J.-A.) Politique de tous le cabinets de

l’Europe, pendant les règnes de Louis XV et de Louis XVI;

Contenant des Pièces authentiques sur la Correspondance

secrette du Comte de Broglie: Un Ouvrage dirigé par lui et

exècuté par M. Favier; Plusieurs Memoires du Comte de Vergennes..

de M. Turgot, etc.etc. Manuscrits trouvés dans le

cabinet de Louis XVI. Paris, Buisson, 1793. In-8, Titel, 1 Bl,

489 pp; (1), Vortitel, Titel,479 pp. Marmorierte Halblederbände

der Zeit mit Rückenvergoldung.. Leicht berieben und

angestaubt. 350,–

Barbier III, 943. Seltene erste Ausgabe. Der Herausgeber war Pariser Rechtsanwalt.

Scheuchzer, Johann Jacob. Natur-Geschichte des Schweitzerlandes,

Samt seinen Reisen über die Schweitzerischen

Gebürge. Aufs neue herausgegeben, und mit einigen Anmerkungen

versehen von Joh. Georg Sulzern. Erster (Zweiter)

Theil. Zürich, Geßner, 1746. In-8, Titel mit gest. Vignette, 486

pp, 2 Bll, Titel mit get. Vignette, 3 Bll, 381 pp. Mit zusammen

30 Tafeln. Lederband der Zeit auf 5 Bünden mit rotem und

grünem Rückenschildchen. 2.200,–

In Band 2 fehlt die „Charte vom Pündtner-Land“, die jedoch den meisten

Exemplaren nicht beigegeben wurde. Die Tafel „Gemmi-Berg“ mit großem, die

Tafel „Ursprünge der Reuß“ mit kleinem Einriß. Etwas stockfleckig.

Sommer, Giorgio. Pompei. 2 Photoalben mit 24 kolorierten

bzw. 48 s/w Albuminabzügen. Quer-in-8. Neapel, Eigenverlag,

o.J. (um 1890) OHalbleder- und OLeinenband. Leicht

berieben und angestaubt. 1.800,–

Die 24 kolorierten Photos zeigen Mosaike und Wandmalereien aus Pompei, 7

s/w-Photos zeigen ebenfalls Mosaike bzw. Wandmalereien, 3 Photos zeigen

menschliche Körper (Impronte umane), von bei dem Vesuvausbruch ums

Leben gekommen Personen, die restlichen Photos zeigen die Reste der Stadt

Pompei. Größe der Bilder ca 10×14 cm.

19


Grammerstoetter, C. E.

„Carte Methodique“ – Unzerschnittener Bogen zu einem heraldischen

Lehrspiel. Augsburg, Philpp Ernst Kieni, o.J. (um

1740). Kupferstich, ca. 490×610 mm. 53 Karten mit Wappen

sowie Spielanleitung. 1.600,–

Radau-Himmelheber 227. Es handelt sich um die deutsche Ausgabe eines

französischen Lehrspiels zur Heraldik, das um 1730 von Louis Silvestre in

Paris gestochen und von Jean Mariette verlegt wurde. Unzerschnitten konnte

der Bogen auch für ein Würfelspiel verwendet werden, worauf im Begleittext

eigens hingewiesen wird. Eine Karte mit kleinem Fleck. Bogen angerändert,

ansonsten sehr gut erhalten.

Die Licitation ein neues Gesellschaftsspiel mit 11 Karten und

8 Würfeln. Wien, H.F. Müller, o.J. (um 1818) 11 kolorierte

Punktierstiche ca 9,9×8 cm auf Karton aufgezogen und eine

Beschreibung (8 Bll) in OSchuber mit gestochenem Titel

sowie 8 Würfel. 2.500,–

Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio und Wien, 220.1–3. Zwei Karten mit

kleinem Fleck, ansonsten sehr gut erhalten. Entwurf der Bilder von Matthäus

Loder (Th.-B. XXIII,311: Schüler u.a. von Lampi und Füger, Zeichenmeister

der Erzherzogin Maria Louise von Parma, dann Kammermaler von Erzherzog

Johann)

Die gemischte Gesellschaft. Ein Spiel mit 18 schön illuminirten

(!) Bildern. Wien, H.F. Müller, o.J. (um 1830). 18

kolorierte Radierungen und Spielanleitung in deutsch und

20

Spiele

französisch in Originalschuber mit gestochenem Titel. 3

Würfel lose beiliegend. 2.500,–

Nicht in Papierspiel & Bilderbogen. Spielanleitung mit geklebtem Riß, Karten

etwas fleckig , Schuber fleckig und berieben.

Geographisches Kartenspiel für die Jugend. (Wien,

Jeremias Berman, o.J., um 1820) 52 kolorierte Radierungen

in neuem Lederschuber mit goldgeprägtem Rückentitel.

2.500,–

Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio und Wien 189,1–2. Jeder Farbe ist ein

Erdteil zugeordnet mit Landkarten und Figuren in typischen Trachten. Karten

leicht berieben und angestaubt. Auf dem Schuber falsche Verlagsangabe: H.F.

Müller.

Grammerstoetter, Carl Eduard. 20 Deutsche Bilder-Rätsel.

Hyroglyphen, Calembours und Rebus. Eine geistreiche Unterhaltung

für die Jugend und für Erwachsene Personen.

Wien, H.F. Müller, o.J. ( um 1830) 3. Lieferung. Bll 41–60.

20 kolorierte Radierungen, ca 7,5×11,7 cm und Auflösung in

bedrucktem Originalumschlag. Gut erhalten. 1.250,–

Vgl. Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio und Wien 205,1–2. Die Bilder-

Rätsel erschienen in Lieferungen zu jeweils 20 Blättern. Weiters vorhanden 8.

und 9. Lieferung sowie 4. Lieferung (ohne Blatt 70, dieses durch ein anderes,

fremdes Blatt ersetzt, ohne Auflösung )


Hammer und Glocke ein Gesellschaftsspiel. Mit 8 besondern

Würfeln. Wien, H.F. Müller, o.J. (um 1830/35).5

handkolorierte Kupferstiche ca 13×9 cm auf Kartons in

Originalschuber mit gestochenem Titel sowie 8 Würfeln in

Originalschachtel. 2.000,–

200 Jahre Hammer und Glocke p 3, Himmelheber p 155f. „Der Kunsthändler

H.F. Müller gilt als der Erfinder dieses im gesamten deutschen Sprachraum

verbreiteten Gesellschaftsspiels. Bei der Übernahme der Kunsthandlung Hochenleitter

durch H.F.Müller im Jahre 1811 wurde bereits ein Spiel unter diesem

Namen aufgezählt. Sämtliche Verleger, die Gesellschaftsspiele herausgaben,

hatten es in ihrem Programm.“ (Zit.aus: Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio

und Wien, p 178, dieses Spiel dort Nr. 242,1–2) Titel leicht fleckig, vereinzelt

kleine Stockflecke auf den Kartenblättern.

Hammer und Glocke ein unterhaltendes Gesellschaftsspiel

mit 5 Karten und 8 besonderen Würfeln. Wien, Anton Paterno,

o.J. (um 1830) 5 handkolorierte Karten ca 10×6,5 cm

in Originalschuber mit gestochenem Titel auf der Vorderseite

sowie 8 Würfel. 1.450,–

Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio und Wien, 238,1–2. Schuber und Karten

berieben und fleckig.

Hammer und Glockenspiel mit 5 Carten und 8 niedlichen

Würfeln. Zur gesellschaftlichen Unterhaltung. Mit einer Erklärung.

Wien, Bermann, o.J. (um 1815) 5 handkolorierte

Kupferstiche ca 9,5×6,5 cm in Originalschuber mit gestochenem

Titel auf der Vorderseite sowie 8 Würfel. 2.000,–

Papierspiel und Bilderbogen aus Tokio und Wien, 236,1–3. Schuber und Karten

etwas berieben und fleckig.

Le Normand. Vollständige Wahrsagekunst der weltberühmten

Mlle. Le Normand, bearbeitet nach deren hinterlassenen

Papieren von einer vertrauten Freundin derselben, so dass

Jedermann sich selbst die Karten legen und seine Zukunft

vorhersehen kann. Nebst 54 Karten in Thondruck. Dritte Auflage.

Coblenz, 1847. In-16, 76 pp, 1 Bl, 55 Karten. 850,–

Dieses Spiel nicht bei Radau-Himmelheber, dort nur „kleine Lenomardspiele“

mit jeweils 36 Karten. Textbüchlein berieben und angestaubt, letztes Blatt mit

Eckabriß (geringer Textverlust) und ohne rückwärtigem Umschlag. Eine Karte

mit Knick.

Neuestes Glocken und Hammer Spiel. Wien, C. Barth, o.J.

(um 1860–1870). 5 handkolorierte Holzstiche ca 7,3×10,9

cm und 8 Würfel in Originalpappschachtel. 450,–

Schachtel etwas berieben und angestaubt, Teile der Goldbordüre des Deckels

fehlen, Deckel etwas beschädigt.

Jouy, F. Jeu de Cartes Historiques, contenant un abrégé

de l’histoire de la Monarchie Francaise, Depuis Pharamond

jusqu´a Louis XVI, orn´e des portraits des 67 Rois, gravés

d´apres les meilleurs médailles,.. Paris, Latour, o.J. (um

1820). 50 Spielkarten und 1 Spielanleitung in Originalpappschuber.

850,–

Schuber beschädigt und teilweise überklebt, Kartenspiel gut erhalten.

Jouy, E. Sixième Jeu de Cartes Gèographiques, Orné de

Figures gravées avec soin et représentant les differens peoples

de la terre dans le costume particulier à chacun d’eux;…

Nouvelles edition revue et corrigée. Lille, Vanackere, o.J. (um

1820). 48 Spielkarten, 1 mehrfach gefaltete Landkarte und 1

gef. Spileanleitung in Originalpappschuber. 850,–

Jede Karte mit einer kleinen gestochenen Vignette, einen Bewohner des Landes

in typischer Tracht sowie einer Beschreibung des Landes. Schuber beschädigt,

2 Karten mit Bunststiftkritzelei verso, ansonsten gut erhalten.

Hammer und Glocke

21


Stand 3 Architektur-Antiquariat

Petra Bewer

Architektur – Gartenarchitektur – Städtebau – Kunst

Anheisser, Roland. Altkölnische Baukunst. Düssel dorf,

Schwann 1911. Folio. 56 Tafeln mit erläuterndem Text. OLeinen-Mappe,

etwas angestaubt. 400,–

Die Basiliken des christlichen Roms. München, Cotta

(1843). Gr.-Folio. 50 Kupfer tafeln nebst 6 Seiten Erklärung.

HLei nen der Zeit, etwas berieben. Vorsatz und Titel mit

Längs knick, die Tafeln teils im Bildrand gering stockfleckig.

800,–

Grundrisse, Innen- und Aussenansichten von 29 Basiliken, aufge nom men von

J.G. Gutensohn und J. M. Knapp.

Frankfurt – Der Statt Franckfurt am Mayn erneuerte Reformation

Wie Die in Anno 1578 außgegangen / und publicirt

/ … Jetzt abermals von newen ersehen / an vielen

underschiedlichen Orten geendert / verbessert und ver mehrt.

Gedruckt zu Franckfurt am Mayn / Durch Johann Bringern.

In Verlegung Jonas Rosen. 1611. Kl. 8°. 1 dop pel blattgrosse

Kupfertafel, 28 Blatt Register, 621 Seiten (numm. 622, Paginierung

springt von S. 224 auf S. 235). Pergament der Zeit,

etwas fleckig, Ecken etwas bestossen. Die Blätter teils leicht

gebräunt. 380,–

Die Kupfertafel mit Darstellung der „Sippschaft der Männer und Weiber nach

keyserlichen Rechten“. 10 Abteilungen, u. a. „Von Gerichten / und Gerichtlichem

Proces; Voon Contracten / Hand thierungen und was denen anhangt;

Ordnungen / deren Gebäuw in der Statt / und Vorstätten“

Goltz, Hans (Hrsg.). Der Ararat. Ein Flugblatt. Ab Heft 4:

Glossen, Skizzen und Notizen. 1. Jahrgang 1918–1920. Heft

1–11/12 in 10 Heften und Sonderhefte 1 und 2. München,

Goltz-Ver lag. Marmorierter Pappband mit Rückenschild. Einband

etwas berieben, an den Kanten leicht bestossen. Die

ersten drei Hefte (Flugblatt) mehrfach gefaltet, 2 mit Einrissen

am Falz. Einige Hefte im Rand gering braunfleckig

und ange rändert, wenige im Format kleiner. Das Sonderheft

„Grosz“ mit kleinem Einriss und Fleck im Rand. 1.500,–

Vollständiger erster Jahrgang der bedeutenden expressionistischen Kunstzeitschrift

mit den seltenen ersten drei Heften im Zeitungs for mat sowie den

Sonderheften „George Grosz“ und „Paul Klee“. Ohne die Heftumschläge eingebunden,

Heft 5/6 ohne Inhalts ver zeich nis.

22

Gänsheidestraße 69

70184 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 2348526 · Fax: +49 (0)711 2348627

Mobil: +49 (0)160 98901629

E-Mail: antiquariat@petrabewer.de

www.petrabewer.de

Gruner, Ludovico con Ernesto Plattner. I Freschi Nella

Capella della Villa Magliana Fuori di Porta Portese di Roma

inventati da Raffaelle Sanzio d’Urbino. Londra, 1847. Quer-

Folio. Titel, 2 Textseiten, 5 Tafeln. HLeinen der Zeit mit

mar morierten Deckeln. Die Blätter etwas stockfleckig, vorderes

Vorsatzblatt angerändert, geknickt und am Falz hinterlegt.

600,–

Thieme-Becker XV, 147. Ludwig Gruner (1801–1882), Kupfer stecher und Direktor

des Dresdner Kgl. Kupferstich-Kabinetts.

Havard, Henry. Dictionnaire de l’Ameublement et de la

Décoration. Depuis le XIII siècle jusqu’à nos jours. 4 Bände.

Paris, Maison Quantin Compagne Génénerale d’Impression et

d’Édition. Ca. 1890. 4°. Mit über 2500 Textabbildungen und

256 (teils farbigen) Tafeln. OHLeder, etwas berieben und mit

Lichtspuren. Band 4 mit Abriebspur. 500,–

Grundlegendes Werk über die Geschichte des französischen Möbels.

Hirt-Hübsch, Heinrich. Über griechische Architectur. Zweite

mit einer Vertheidigung gegen Herrn A. Hirt vermehrte Ausgabe.

Zwei Teile in einem Band. Heidelberg, Mohr 1824.

4°. (6)85; IV, 35 Seiten und fünf Kupfertafeln. HLederband

mit aufmontiertem Titel, berieben. Bibliotheks exemplar mit

mehreren Bibliotheksstempeln auf Vorsatz und Deckel. Buchblock

sauber, geringe Bräunungen. 750,–

Erste bautheoretische Schrift des seinerzeit führenden Architekten Südwestdeutschlands

(NDB 9,723).

Laborde, Alexandre de. Déscription des nouveaux jardins

de la France et des anciens chateaux. Mélée d’observations

sur la vie de la Campagne et la composition des jardins.

Farnborough, Gregg International Publishers Limit. 1971.


Faksimile der Ausgabe Paris, L’Imprimerie de Delance 1808.

2°. 226 Textseiten, 122 Abbildungen auf 94 (89 numm.) Tafeln.

OLeinen. 450,–

Faksimile des prachtvoll illustrierten Werkes zur Gartenarchitektur. Text in

Französisch, Englisch und Deutsch.

Narjoux, Félix. Architecture Communale. Hotels de Ville,

Mairies, Maisons d’école…. 2 Bände. Paris, Morel 1870. Gr.

4°. 116 (4) Seiten und 150 Tafeln. OHLeder auf Bünden,

etwas berieben. Titelblatt in Band 2. 380,–

Ompteda, Ludwig Freiherr von. Rheinische Gärten von

der Mosel bis zum Bodensee. Bilder aus alter und neuer

Gärtnerei. Berlin, Paul Parey 1886. 4°. (4) 190 (2) Seiten

mit 55 Abbildungen. OHLeinen. Einband mit Gebrauchsspuren.

420,–

U.a.: Die Rheinanlagen bei Koblenz; Monrepos / Neuwied; Ingelheim am

Rhein; Die Gärten von Monrepos / Geisen heim; Schlossgarten zu Biebrich;

Schloß Herrnsheim bei Worms; Hohe Gärtnerei in Alt- und Neu-Frankfurt;

Bessungen und Brauns hardt bei Darmstadt; Heiligenberg / Jugenheim; Gartenstadt

Karlsruhe.

Scamozzi, Vincent. Les cinq ordres d’architecture. Avec

les planches originales par Augustin Charles d’Aviler. Paris,

Coignard 1685. Gr. 4°. Titel, 143 (5) Seiten mit 36 ganz seitigen

Textkupfern und einer doppelseitigen Tafel. Privater

Halblederband auf Bünden. Die letzten zwei Textblätter am

Rand hinterlegt. 900,–

Erste französische Ausgabe.

Schübler, Johann Jacob. Gründlicher und deutlicher Unterricht,

Zur Verfertigung der vollständigen Säulen-Ordnung,

wie man sie in der heutigen Civil-Bau-Kunst zu gebrauchen

pfleget… Nebst einem nützlichen Anhang /… Bey dieser

zweyten Aufflage mit 9 Antiquen Gebälcken ver meh ret. 3

Teile in einem Band mit zusammen 52 gefalteten Kupfertafeln.

Teil 1 : 20 Seiten, 22 (17 numm.) Tafeln. Teil 2: Des

gründlichen Unterrichtes, …Darinnen vorgestellet Wer den:

Sechs neu inventirten Portale, mit zierlichen Balcons …

Hierbey ist ein Anhang von … eingerichteten Frantzösi schen

Parade-Kutschen; denen auch Muster von Jagdt-Chai sen,

bequemen Senfften und Lust-Schlitten beygefüget sind… 24

Seiten, 18 (17 numm.) Tafeln. Teil 3: Weitere Fortsetzung

des Gründlichen Unterrichts…. Von Neu-inventirten Lucar

nen oder grossen Kap-Fen stern… 24 Seiten, 12 Tafeln.

Nürnberg, J. Chr. Weigels 1728. 4°. Leder der Zeit, berie ben.

Die Tafeln mit (teils stärkeren) Gebrauchs- und Faltspuren,

an den Rän dern alt hinterlegt. Einige Text blätter stark gebräunt.

800,–

Vgl. Ornamentstich-Sammlung Bln. 1998. Nürnberger Mathema tiker und Architekturtheoretiker,

Verfasser einer Anzahl von Werken zur Theorie der Baukunst

und Verfertiger zahlreicher Entwürfe für Ornamente, Kirchen- und Zimmerausstattungen

etc. Er verfügt über reichste Erfindungskraft… Im Ganzen

bleibt er dem Kunst empfinden des ausgehenden Barocks verbunden. (Thieme-

Becker XXX, 309)

Thiollet (Francois) et H. Roux. Nouveau Recueil de Menuserie

et de Décorations Interieures et Extérieures… In 12

Lieferungen. Paris, Bance Ainé 1837 (die Umschläge datiert

1836). Gr.2°. 4, 12 Seiten, 72 Kupferstiche und Lithographien.

Die OUmschläge stärker angerändert und teils beschädigt,

Lieferung I neuer Umschlag, Lieferung 12 hinterer Umschlagdeckel

neu. Einige Tafeln etwas ange rändert. 450,–

Ornamentstich-Sammlung Bln. 1282. Thieme-Becker XXXIII,40. Thiollet 1782

Paris 1859. Tafelwerk des Architekten mit (Detail-) Zeichnungen u.a. von

Türen, Wandschmuck, Inneneinrichtung.

Uhde, Constantin (Hrsg.). Baudenkmaeler in Spanien und

Portugal. Erster und zweiter Band. Berlin, Wasmuth 1892.

Gr.2°. 74 Textseiten mit 150 Abbildungen im Text, 120 (3

doppelseitigen) Tafeln. OHLeder-Mappen, diese etwas berieben

und mit leichten Gebrauchsspuren. 500,–

Viollet-le-Duc, E(ugène). Dictionnaire Raisonné de l’architecture

Francaise du XI au XVI siècle. Band 1–10. Paris,

Morel, 1875. Gr. 8°. OHLeder. Einbände am Rücken teils

(Band IV stärker) berieben, an den Kapitalen etwas begriffen.

450,–

Viollet-le-Duc, E(ugène). Entretiens sur l’architecture.

2 Bände und Atlasband. Paris, Morel. Textbände: 4°. 1863 /

1872; 491; 450 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. OHLeder,

etwas berieben. Atlas: 1864. Quer-4°. 50 Tafeln, einige

etwas angestaubt und mit Wasserrand. OHLeinen, berieben.

780,–

23


Deutscher Kurier. Nationalliberale Berliner Tageszeitung

für den Mittelstand in Stadt und Land. Nauck & Hartmann,

Berlin. Ca. 1920. 69,5×48 cm. 380,–

Gulbransson, Olaf. Die Welt am Montag 1910, XVI. Jahrgang.

Brend’amour, Simhart München. 82×62 cm. Einige

hinterlegte Einrisse. 420,–

1873–1958. Maler, Graphiker, Karikaturist, Zeichner für die Zeitschrift ‚Simplicissimus‘.

Die Welt am Montag, ‚unabhängige Zeitung für Politik und Kultur‘

erschien wöchentlich in Berlin von 1896 bis zu ihrem Verbot 1933 durch die

Nationalsozialisten.

Neckar-Zeitung. Grösste Zeitung des Unterlands. Ältestes

Tagblatt Württembergs. Auflage 18500. E. Schreiber, Stuttgart.

(1909). 91×72 cm. Kleine Anränderungen und Durchstechungen

(Aufhängung). Signatur unleserlich. 650,–

Erschien 1861 bis 1934 in Heilbronn. Herausgeber waren in den Jahren 1902

bis 1919 erst Ernst Jäckh, dann Theodor Heuss und Erich Schairer.

24

Plakate – Zeitungen

Lest die Potsdamer Tageszeitung „Gazetten dürfen nicht

genieret werden“. Ca. 1920. 68×94 cm. Kleine Einrisse und

Knitterspuren am Rand. Monogrammiert: Elflein. 420,–

National-bürgerlich-konservatives Blatt, erschien ab 1901. Autor war u.a.

Theodor Heuss.

Schwäbische Tagwacht. Das beste politische Mittagsblatt in

Württemberg. Ca. 1920. 63×45,5 cm. 480,–

Die regionale Tageszeitung der SPD erschien in Stuttgart von 1890 bis zu ihrem

Verbot 1933 durch die Nationalsozialisten.

Stuttgarter Neues Tagblatt. Größte Zeitung Württem bergs.

Propaganda Stuttgart. Ca. 1920. 96,5×72 cm. Kleine Knitterspuren

am Rand. 620,–

Erschien 1909 bis 1945 als ursprünglich liberale Tageszeitung. 1928 bis 1943

war der Tagblatt-Turm der Sitz von Redaktion und Verlag. Nach Abschaffung

der Pressefreiheit 1934 veröf fent lichte das Blatt Propaganda der Nazis. Im

Sept. 1945 lebte mit der Stuttgarter Zeitung die freie Presse wieder auf.


Favorit der beste Schnitt. Neuestes Favorit-Moden-Album

Preis 60 Pf. Internationale Schnitt-Manufaktur Dresden-N8.

Ca. 1920. 57×39,5 cm. 280,–

Gericke, E. Wie kleide ich meine Puppe? Puppen Wettbewerb

Ausstellung und Verkauf zum Besten der Erholungsstätten.

Hermann Tietz, Berlin. Lithogr. Anstalten Berlin. Ca.

1920. 71,5×95,5 cm. Knickspuren. Abriss am unteren Rand

ca. 2×15 cm. (ohne Abbildung). 250,–

Hoffmann (Georg). Da hilft nur Fips Kleider-Flecken wasser.

Hersteller: Thurka-Gesellschaft m.b.H. Stuttgart. Zu haben

in allen einschlägigen Geschäften. Carl Grüninger Nachf.,

Steindruck Stuttgart. Ca. 1920. 106×75,8 cm. Kleine Einrisse,

Knitter- und Gebrauchsspuren. 380,–

Hohlwein, Ludwig. Sport und Mode F. Hirschberg, München.

Vereinigte Druckereien, München 1909. 30,5×57 cm.

Eckabriss 5×3 cm. 320,–

Plakate – Kleidung

La New Home. Anc. Et. A. Ricebourg – A. Rogalle Rue de

Reuilly 123. „Hors concours Paris 1900.“ Breger & Javal, G.

& J. Nettre, Paris. Ca. 1920. 156×119 cm, Faltspuren, kleine

Einrisse und Knitterspuren am Rand. 800,–

Otero Korsett. L&B. Hollerbaum & Schmidt, Berlin. Ca. 1920.

48×33,5 cm. Am oberen Rand minimale Fehlstelle. 320,–

Stuttgart – Fest der schönen Frauen. Stadtgarten… 14. und

15. März, Große Frühjahrs moden schau… Propaganda Stuttgart.

Ernst Klett, Carl Grüninger Nachf. Abtl Plakatdruck,

Stuttgart. Ca. 1920. 96×64 cm. Falt spuren, am unteren Rand

angeknittert. 380,–

Aufgeführt die beteiligten Firmen: Modellhaus Marie Sänger, Königstr. 51;

Sport- und Strickkleidung Emil Englisch, Königstr. 29; Edox-Schuh-Co, Königstr.

23; Damenhutsalon Minna Stork, Marienstr. 1D; Seiden haus ‚Prescott‘,

Marienstr. 24; Unter klei dung R. Rixrath, Neue Brücke 8; Parfümerie H. Goltermann,

Ma rienstr. 1D und im Stadtgarten; Handar bei ten Ww. M. Bolz, Poststr.

7; Schirmfabrik Eugen Renne müller, Poststr. 9.

25


Stand 31 Antiquariat Bräuer Falckweg 18

22605 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 79305014

www.antiquariat-braeuer.de

Fotografie – Pracht-Album Großes Hauptquartier 1915

Schloss Pleß mit 32 Vintage Prints auf Pappe. Fotograf unbekannt.

Titel-Foto zeigt Hans-Heinrich von Hochberg, den XV.

Fürst von Pleß (1861–1938), signiert, Fotos 38×30 cm. Halb-

Wildleder und grobes Leinen mit Schließen. 1.850,–

Das repräsentative Werk zeigt das Interieur des Prunkschlosses Pleß (ehem

Schlesien). Kaiser Wilhelm II., wählte im WK I zwischen 1915 und 1917 das

Schloss zu seinem Großen Hauptquartier aus. Geschenk für den Kaiser (?).

Spiritismus – Jackson, Davis, Andrew Jackson: Der Zauber-

Stab. Eine Autobiographie des amerikanischen Sehers und

Verkündigers der „Harmonischen Philosophie“. Aus der achten

amerikanisch-englischen Ausgabe mit Autorisation des

Verfassers in’s Deutsche übersetzt von Gregor Constantin

Wittig, hrsg. von Alexander Aksákov. EA. Leipzig, Wagner

1868. XXXXII, 662 S., einige Abb. u. 2 Tafeln (Frontispiz mit

Stahlstich-Porträt von Davis). Gr.-8°, Hldr. d. Z. 650,–

Ackermann II. Andrew Jackson Davis (1826–1910) amerik. Hellseher mit Kontakten

zu E. A. Poe. Einband leicht berieben u. bestossen; Vorsätze stockfleckig,

eine Lage lose, stockfleckig.

Segelsport – Conström, Paul: Auf Havel und Spree Elbe und

See. Segler-Erinnerungen. Band A Hamburg 1913. Als Manuskript

gedruckt. Sammelband mit Seglererinnerungen 767

S. zahlr. Abb. von Segletörns. Broschur d. Zeit. 340,–

Aufschlussreiche Seglererlebnisse eines Kunstdruckerei-Besitzers in Aufsatzform.

Vom Autor signiert.

Kartographie – Bosnien, Kroatien, Herzegowina: Krajobraz

Trojedne Kraljevine Dalmatinsko-Hervatsko-Slavonske i

pripadajućih delah Vojničke krajine: kao što i pridnaležećih

pokrajinah sa Turskom-Hervatskom, hercegovinom, Cernogorom

i Bosnom: narisan i preuzvišenomu presvetlomu i

prečastnomu gospodinu Josipu Jurju Strossmayeru božjom

milostju biskupu Bosansko-Đakovačkomu: utemeljitelju

Jugoslavjanske akademije za znanosti milostivomu i visokoučenomu

gospodinu itd. sa dubokim počitanjem posvećen

po Franji Vekoslavu Kružiću c.k. porezniku u miru i začastnom

zemljomeru slavne županije Zagrebačke 1861. Maßs:

1:288 000. Zagreb: Dragutin Albrecht, ; 215×148 cm in 9

lithograph. Blättern auf Leinwand kaschiert in grüner goldgeprägter

Flügelmappe. 2.200,–

Seltene und historisch hochinteressante Karte der Region Dalmatien, Bosnien,

„Türkisch-Kroatien“.

Kartographie – Ptolemaus, Cl., Orbis antiqui tabulae geographicae

secundum Cl. Ptolemaeum cum indice philologico

…Description Ptolemaus, ClOrbis antiqui tabulae geographicae

secundum Cl. Ptolemaeum cum indice philologico ab-

26

solutissimo … in usum geographiae veteris studiosorum. Mit

gest. Frontispiz, gest. Titel- u. Kopfvignette. sowie 28 doppelblattgr.

Kupferkarten. Amsterdam, Wetsten und Smith, 1730.

43 Bll. Pappband der Zeit. 3.500,–

Letzte Ausgabe von Mercators Version der Ptolemaeus-Karten der alten Welt,

mit den gleichen Karten wie in den Ausgaben 1695, 1698 und 1704; Enthält:

1 Weltkarte, Asien (5), Afrika (12) u. Europa (10). – Etwas stockfleckig, vereinzelt

auch fingerfleckig. Koeman Me 8; Phillips 575.

Alte Drucke – Merula, Paulus Cosmographia generalis Description

Merula, P. Cosmographiae generalis libri tres: Item

geographiae particularis libri quatuor: Quibus Europa in

genere; speciatim Hispania, Gallia, Italia describuntur. (Leiden),

Plantin-Rapheleng, 1605. 4to (27:21,5 cm). Mit gest.

Titelvignette (Druckerm.), 5 (2 gefaltet, 3 doppelblattgr.)

Kupferkarten und 37 gest. Karten im Text. 8 Bll., 1358 S.,

1 Bl. Ldr. d. Zt. ; papierbedingt gebräunt, beschabt und mit

Wurmspuren. Koeman-van der Krogt III, S. 375; Cat. NHSM

636. – Erste Ausgabe. 8.500,–

Mit einer gefalt. Weltkarte von Jan van Doetecum (Shirley 254). Karte zeigt

beide Erdhemisphären neben zwei kleine Himmelskarten sowie Nebenkarten

von St. Helena, Island, Japan u. Ceylon. Nur in der ersten Ausgabe von Merulas

Werk ist diese Karte enthalten. Dabei eine Faltkarte von Europa (Doetecum).

Die doppelblattgrosse Karten, (alle Doetecum) zeigen Frankreich, Italien und

Spanien. Die kleinen Karten im Text zeigen Welt und Europa-Ansichten, Karten

zum Teil mit Einrissen. Gilt als das letzte Buch mit dem Titel „Kosmographie“.

Alte Drucke – Schoonhovius, F.: Emblemata partim moralia

partim etiam civilia.Description Emblemata partim moralia

partim etiam civilia. Leiden, Elzevier 1626. Kl.4o. 5 Bl., 235

S. Mit gest. Titel, ganzseitigem Porträt und 74 ca. halbseitigen

Emblemkupfer im Text von C. de Passe. 850,–

Ldr. d. Zeit stärker berieb. u. best. Teils wasserrd. Landwehr III, 605. Praz 493.

Willems 261. Das wohl bekannteste Emblematikwerk.


Kunst – Katalog Gemälde und Plastiken moderner Meister aus

deutschen Museen. Auktion 66 der Galerie Fischer, Luzern,

30. Juni 1939. 4o. 67 S. Mit 60 Abb. Or.-Brosch. 4.750,–

Kleinere Läsuren, vereinzelt stockfl. Legendärer u. selten. Katalog, wichtig.

Dok. zur „Entarteten Kunst“, Ergebnisse als zeitgen. Eintragungen (Bleistift)

neben den Losen („Selbstportrait V. Gogh 175.000 Franken“). Vgl. Buomburger,

Raub-Kunst-Kunstraub S. 55–64.

Kunst – Lyonel Feininger in: Der liebe Augustin. Hg. von der

Österreichischen Verlagsanstalt Greipel. 1904, 24 Nummern

(alles Erschienene) 412 S., Bib. Einband d. Z. Farbig illustr.

Zs. 1.850,–

Kurzlebiges Satireblatt, das sich als Mittelding zwischen Jugend und Simplicissimus

zu positionieren suchte. Ab Heft 6 erscheint Gustav Meyrink

(1868–1932)als Chefredakteur. Stark an der Sezession orientierte Illustration

in z.T. aufwändiger Drucktechnik. Besondere Bekanntheit erlangte die Zs. wg.

des karikatur. Frühwerks von Lyonel Feininger (1871–1956), der u.A. mit den

Grafiken „Die tobsüchtige Lokomotive“ und der „Apport“ der gespenstischen

Punschbowle vertreten ist. Sehr frischer Zustand. Selten.

Kunst – Merken, Johann. Liber artificiosus alphabeti maioris,

oder: neu inventirtes Kunst- Schreib- und Zeichenbuch.

Elberfeld, Merken 1782. [4], 22; 66 S. 56 ganzseitige Kupfer.

2 Bd. in 1. Quer-Folio; Erstausgabe des reich illustrierten

Schreibbuches. Anleitung zu allen Arten der kalligraphischen

Textgestaltung u. ornamentalen Typografie. Durchgängig

fingerfleckig. Späterer HPgmt,-Band, Bonacini 1169; Doede

213/1–2. 1.200,–

Habsburger Monarchie – Privatalbum der Erzherzöge Ferdinand

Maximilian u. Carl Ludwig. Landhaus (=Maxing)

6.12.1852 . 39×29 cm. 3.500,–

Prachtvolles Einsteck-Album mit diversen Fotos, Lithos, Zeichnungen, angelegt

von den Brüdern und österr. Erzherzögen Carl Ludwig (1833–69) und

Ferdinand Maximilian (1832–67), dem späteren Kaiser von Mexiko. Datiert

6.12.1852 in Landhaus. F.M. hatte Maxing 1850 als Jagdhütte neben Schloss

Schönbrunn errichten lassen. Berühmt wurde das Landhaus durch die „Maxing-Tänze“

von Johann Strauss. Das Album enthält neben der Autographen

der Brüder Kurioses und Biographisches. Eine Folge von Lithos zeigt frühe

Zeichenversuche des kaiserlichen Bruders Franz Joseph I.(1830–1916), ein

sign. meisterl. Aquarell von zeigt Carl Ludwig (mit dessen Autograph) von

C. de Beniczky (s. Thieme/Becker Bd. 3, 326). Ein ganzseitigem Aquarell des

Porträtmalers Eduard Ender (1822–83) zeigt die Brüder als Sänftenträger vor

mediterran. Landschaft. Diverse Fotos mit Reiseeindrücken.

Architektur – May, E./ Wichert,F. Das neue Frankfurt. Internationale

Monatsschrift für die Probleme kultureller Neugestaltung.

Frankfurt/M., Englert und Schlosser. 1928–1933

(ab 1932 Die Neue Stadt). Folgende Hefte vorhanden: Jg.

1, 1926/27: Nr. 1 (mit Frankfurter Register=FR), Nr. 2, 3,

4, 5, 6, Jg. 2, 1928 Nr.1–12, Jg.3, 1929: Nr. 1,2/3,4,6,7/8,9,

10, 11, 12, Jg.4, 1930: Nr.1,2/3,4/5 (m. FR), 8, 9, 10, 12,

Jg.5, 1931: Nr.1, 2, 3, 4/5, 6 (mit Fehlstelle), 7, 8, 9, 10,

11/12 (o.Umschl.), Jg. 6. 1932/33: Nr.1, 4, 5,6/7, 8, 11,

12. Rücken z.T. leicht beschädigt. Tw. Umschläge lose.

Pro Heft 300,– / pro Doppelnummer 450,–

Kunst – Secession: XIV Ausstellung der Vereinigung Bilden

der Kuenstler Oesterreichs Secession Wien. Klinger Beethoven.

Vienna: Ver Sacrum, April–Juni 1902. 85 + [13 S. Werbung]

. Illustriert mit 16 O.Holzschnittinitialen und Künstlermonogrammen

in Gelb und Schwarz von Koloman Moser,

Emil Orlik, Karl Moll, Ernst Stohr, Ferdinand Andri, u. A.

(178×152 mm). 2.800,–

Unbeschnittenes Ex. Leichter Schmutzrand auf Umschlag. Frisches und gut

erhaltenes Exemplar des seltenen Kataloges.

27


Stand 19 Antiquariat

Dr. Rainer Brockmann

seltene und wertvolle Bücher – Autographen –

schöne Einbände – Versandantiquariat

Umfangreicher Posten (auch preiswerter) Autographen aus

den Bereichen: Literatur, bildende Kunst / Kunsthistoriker,

Musik / Gesang, Wissenschaft, Geschichte / Politik / Militaria

/ Adel (nur vor 1945), Bühne / Film / Tanz sowie Varia

(Luftfahrt / Theologie Kirche / Sport); Listen im Internet vorhanden;

dazu etwas Meistergraphik; Topographie und Exlibris.

Unter den Autographen z.B. folgende Konvolute:

Goes, Albrecht. – dt. Schriftsteller u. protestantischer Theologe,

(1908–2000). Konvolut von 10 Autographen, darunter 2

(1 eh.) Briefe an Hanns Arens aus 1946 und 1958 u. mehrere

Albumblätter. zus. 650,–

Jens, Walter und Inge. – dt. Rhetoriker, Kritiker und Übersetzer,

(* 1923) u. Ehefrau, dt. Literaturwissen schaftlerin u.

Publizistin, (* 1927). Sammlung von 12 Autographen (tls.

gemeinsam unterschrieben). zus. 700,–

u. a. großes s/w Porträtfoto (Studio Bachert, München), 1970er Jahre (?);

einige (3 eh. u. 3 ms.) Briefe an Fritz Seifert (Bücherstube) in Hameln wegen

Einladungen und geplanter Vorträge, meist aus Tübingen, 1958 bis 1971.

Klabund (eig. Alfred Henschke). dt. Schriftsteller (1890–

1928). Sammlung von 8 Autographen (3 eh.Briefe, 1 eh.

Postkarte, 1 eh. Albumbl., 2 eh. Gedichte und 1 eh. Telegrammentwurf).

zus. 2.000,–

An verschiedene Empfänger (u.a. an Moritz Lederer, Mannheim); Zeitraum

1914 bis 1925. Wie üblich, meist mit Bleistift bzw. Kopierstift.

28

Autographen

Ginsterweg 28

53757 Sankt Augustin

Tel.: +49 (0)2241 330713

Fax: +49 (0)2241 343788

E-Mail: rainer.brockmann@t-online.de

www.Antiquariatbrockmann.de

Pfleiderer, Eduard Karl von. Professor für Mathematik am

Seminar in Maulbronn (1810–1861). 2 eh. Briefe an seine

Ehefrau Anna in Stetten i.R., 1843. zus. 6 S.

Pfleiderer, Edmund von. – Professor für Philosophie in Tübingen.

(1842–1902). 2 eh. Briefe an die Eltern aus Schönthal,

1856 und 1860 (sehr früh!). zus. 6 S. – Beiliegen: 3

eh. Briefe von Familienangehörigen oder Freunden an Anna

Pfleiderer in Maulbronn (Ehefrau von Eduard); 1857–1860;

zus. 10 Seiten. beide Pfleiderer zus. 500,–

Rieple, Max. – dt. (württ.) Reise- u. Heimatschriftsteller,

Übersetzer, (1902–1981). Kl. Konvolut von 5 Autographen.

zus. 250,–

darunter eine Übersetzung (Typoskript) von Louize Labbé mit eh. Widmung

aus 1949 u. eh. Brief an Hanns Arens aus 1964.

Rinser, Luise. – dt. Schriftstellerin, (1911–2002). Kl. Sammlung

eh. Briefe u. Karten an (den Schüler) Udo Kortmann in

Emden, 1957–62. zus. 800,–

Dazu: einige Porträtdrucke und eh. Albumbl. Mit Widmg. u. U. (von 1963–92)

– zusammen 14 Stücke.

Tügel, Ludwig. dt. (württ.) Schriftsteller, ab 1928 in Ludwigsburg

ansässig (2. Ehe), (1889–1972). 2 eh. Postkarten

und 23 eh. Bildpostkarten zus. 450,–

Die beiden eh. Postkarten (beide aus Januar 1961) an den Verleger Hanns

Arens in München; die Bildpostkarten von guten Freunden meist aus Urlaubsorten

an das Ehepaar Tügel (Frau Emmelie) gerichtet.

ill. Bücher

Bay, Hanni. – Berner Porträtmalerin, studierte in München

und war Schülerin von Cuno Amiet (1885–1978).

Croquis du Barreau Parisien, 14 lose Lithos in Flügelmappe,

einzeln eh. sign. 1932. 44×30 cm. Mappe mit Deckelillustration.

zus. 450,–

berühmte Pariser Rechtsanwälte, meist in Gerichtsszenen. dazu: Figures Parisiennes,

Flügelmappe (pink) m. 8 einzelnen Drucken; 31×22 cm; Deckel eh.

sign. (dat. 1953?). – dazu: Strandbad. 12 lose Drucke; 32×2 cm; ca. 1927.

Einband

Brauner geglätteter Ledereinband um 1890 mit farbiger

Deckelmalerei, 2 Rückenschildern, Rückenvergoldung, goldgeprägten

Deckelfileten mit Eckfleurons, Innenkantenvergol-


dung sowie dreiseitigem Goldschnitt (1 Rückenschild mit kl.

Fehlstelle, etwas fleckig, Rücken und Kanten etw. berieben).

mit eingeklebtem Etikett des k.k. Hofbuchbinders W. Collin,

Berlin. 800,–

Enthält: Hülsen, Helene von (Hg). Unter zwei Königen. Erinnerungen an Botho

von Hülsen, General-Intendant der Königlichen Schauspiele 1851–1886. Mit

Frontispiz-Porträt und Beilagen. Berlin: Eckstein, 1889. 1 Bl., 363 S. – Mit eh.

Widmung der Herausgeberin, dat. 15.III.1889 – gering gebräunt –

Fore-Edge-Painting. – Scott,Walter. Minostrelsy of the Scottish

Border: Consisting of Historical and Romantic Ballads….

London: Th. Tegg, 1839. LXXXIII, 559; Roter Maroquin d.

Zt. mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung, allseitigem

Goldschnitt (leicht berieben). 1.200,–

Das fein ausgeführte Fore-Edge-Painting zeigt zwei Golfspieler vor Figuren-

Staffage. – mit hs. Widmung an einen Eton-College Schüler aus 1844.

Kalligraphie. – Girault, Jules. Album graphique. Receuil

d’alphabets francais, étrangers & ornés, couronnes, armes

et supports, chiffres entrelacés et ornés, monogrammes

tirés d’anciens manuscrits et composés. 2 Teile (in 1 Bd.).

Mit 160 gestochenen Schrifttafeln. Paris: J. Rothschild, o. J.

(1867). 183 (4 kolor., 2 w.) Bll. Lose in O-Lnkassette. Über

Holzdeckeln, mit goldgepr. Deckeltitel und Messingschließe.

16,5×14×5,5 cm (Kästchen). 480,–

Sehr seltene Sammlung zur Typographie, enthält Alphabete, Monogramme,

Wappen, Flaggen u. v. m. in verschiedenen Serien –tls. stock- bzw. staubfleckig,

meist im Rand.

Manuskript

Neuville, R. P. de SJ: Oraison funèbre de S.E. Monseigneur

le Cardinal de Fleury, Ministre d’Etat &c., prononcée au service

fait par ordre du Roi, dans l’église de Paris, le 25. Mai 1743.

Paris: Coignard & Guerin, 1743. 4to; Pgmt. 48 S. 450,–

Angebunden: handschriftliche Übersetzung des Textes ins Spanische. Titel:

Oracion funebre del Senor Cardenal de Fleuri, Ministro de Estado en Francia.

Pronunciada por el R.P. Carlos Frey de Neuville, jesuita. Handschriftlich am Anfang

datiert: Lima, 1776. Außerdem zwei handschriftliche Texte mit Grabreden

auf König Ludwig XV. – wenige Stock- und Wasserflecken; innen sehr sauber.

Paris. – Valéry, Paul. – Présence de Paris. 12 eaux-fortes

de Florès. Paris: Guy Leprat, (sans date), vers 1940. lose Bll. in

Mappe. Folio (44×31,5cm). Verlagseinband, grauer Karton mit

mont. vergold. Deckelschild. 11 S. Text von Paul Valéry und 12

Radierungen von Florès auf Papier Velin d’Arches. 550,–

Erste Einzelausgabe des Textes von Paul Valéry (siehe: Karaiskakis: Bibliographie

de Valéry, 276 A). Gesamtauflage 525 Expl. Hier Expl. 136/500 (hs.numm.), vom

Verleger eh. signiert. – Im Vosatz außerdem hs. Widmung von „Freg.Kpt.Ing.

Bach“ von der Rüstungsinspektion Paris, Abt. Marine, dat. 19.IV.1941 –

Saint Cloud. – (Park westl. Paris). –Parc de Sainte –

Cloude et de ses environs, levé en 1845 par les officiers du

Corps Royal d’Etat-Major, sous la direction du Lieut. Général

Baron Pelet, Pair de France. Gestochene Karte, geteilt und auf

feines braunes Leinen aufgezogen, 70×92 cm. 750,–

In Umschlag und Schuber aus chagringenarbtem Leder mit vergold. Rückentitel

und Rückenfileten, die großen Flächen eingefasst von Goldfileten und Eckfleurons

und zentral das vergold. Supralibros AO mit Lorbeerzweigen unter Herzogskrone,

d. i. Antoine d’Orléans, Duc de Montpensier (1824–1890) – Schwach

gebräunt.

Theologie. – Öhringen u. a. Sammlung von 55 „Dank-Gebeten“

zu verschiedenen Anlässen. Alle gedruckt in Öhringen

um 1735–1805. je 4 bis 8 Bll. 8vo. ohne Einband, tls. mit Heftstreifen.

550,–

sehr seltene Sammlung. In den Bibliotheken nur wenige verzeichnet. Tls. auf

bläulichem Papier gedruckt.

Tübingen. – Tübinger Kunstkalender 1950. Notgemeinschaft

Tübinger und Reutlinger Künstler (Deckeltitel). (1949).

Folio. (35×28 cm). Mit 12 (davon 11 sign.) und mont. Orig.-

Graphiken. Titelbl. und 12 Kalenderbl. Geheftet. 350,–

Enthält: „Im Stall“, Farbholzschnitt von H. Münzinger. – „Meine Kinder“, Fablitho

von U.Bärtle. – „Peter“, Litho von W. Lehner. – „Mädchen“, Litho von

J. Goedhard (nicht sign.). „Tübinger Wengertner“, Litho von H. Bauschert. –

„Rasenstück“, Farblitho von G. Huber. – „Im Schönbuch“, Holzstich von H.

Hartmann. – „Am Nonnenhaus Tübingen“, Litho von E. Mönch. – „Kartoffelernte“,

Litho von E. F. Springer. – „Schäfer an der Wurmlinger Kapelle“, Litho

von G. Hildebrandt. – „Mittagläuten in der Tübinger Stiftskirche“, Litho von

H. Lange. – „Weihnachtsengel“, Holzschnitt von J. Wohlfahrt. – Kalender-Bll.

papierbedingt leicht gebräunt. – Sehr selten! –

Uniformen. – Mappe mit 2 Leporellos mit insgesamt 16 mont.

handkolor. und sign. Originalzeichnungen von Vincenz von

Lychdorff (k.u.k. Prof.), koloriert von A. de Popovici. Blattgröße:

33×25 cm. (Um 1890). Lose in Samt-Kassette d. Zt.

(Vorderdeckel mit Spuren eines entfernten Beschlages, etwas

berieben). 750,–

Prachtvolles Uniformen-Leporello mit sehr schön ausgeführten und kolorierten

Zeichnungen von Soldaten-Uniformen von 1698–1881. – Alle Tafeln von beiden

Künstlern signiert. – etwas angestaubt und stockfleckig.

29


Stand 28 Librairie Le Cadratin

Estelle Hassenforder

Alexandre Steger

Germaine Krull (1897–1985). „J’ai vu pousser la

Tour Eiffel“. Paris, 1930. Epreuve argentique d’époque,

16 cm × 22,5 cm, Stempel und handschriftliche Anmerkungen

auf der Rückseite, Vintage gelatin silver print, artist

credit stamp. 2.500,–

Marc Elieser Bloch. Ichthyologie ou histoire naturelle, générale

ou particulière des poissons. Berlin, chez l’auteur et F.

de la Garde. 1785–1786. Erster, zweiter, dritter Teil (von 12).

Die Fische Deutschlands. 4 Bände (3 mit Text, einer mit Tafeln).

Folio. Rücken und Ecken Kalbsleder, zeitgenössischer

Einband. Mit 108 prächtig kolorierten Tafeln. Dieser Teil vollständig

und in sehr gutem Zustand, behandelt die Fische

Deutschlands und gilt als schönstes Fischbuch. 10.000,–

30

2, passage de l’Hôtel de Ville

68100 Mulhouse, France

Tel.: +33 (0)6 13762313

E-Mail: lib.lecadratin@yahoo.fr

Chrysanthemum indicum. Original-Gouache für das „Curtis

botanical magazine“. Originalzeichnung von 1796 (Tafel

327). Ca. 27 cm×40 cm. Beiliegt eine zweite Original-Gouache

der gleichen Blume, für das gleiche Magazin in gleicher

Größe aus der gleichen Zeit. Beide schön gerahmt und in

sehr gutem Erhaltungszustand. zusammen 700,–

Pädagogisches Spiel. Liste de quelques noms célèbres

de l’ancien testament. Straßburg, Jonas Lorenz, (1775). 84

starke Kartons, mit verschiedenfarbigem Rücken in Original-

Etui. Vollständig und in sehr gutem Zustand. „Diese Blätter,

die die Jugend zur Lektüre der Heiligen Schrift anregen

sollen… können gleichzeitig als Führer durch die Bibel dienen“.

1.200,–


Carl Zeiss Jena. Montierung der Kuppeln und Instrumente

der Kgl. Sternwarte Berlin-Neubabelsberg. (1914). Sehr schönes

Album, in Leinen gebunden, mit dem Titel „Carl Zeiss

Jena. 25 cm×33 cm, mit Titelblatt und 14 Original-Photographien,

montiert auf 14 starken Kartons. Die Photographien,

ca. 11 cm×15 cm, zeigen die Konstruktionsphasen des Observatoriums,

die erste große Baustelle der Firma. Alles in

bestem Erhaltungszustand. 2.000,–

F. Stephainsky. Wapitikreuzungsrothirsch und reiner deutscher

Rothirsch und ihre Geweihbildung in 90 Bildern. Album

mit 90 Original-Photographien, 34 cm×46 cm, Leinenband

mit Titel und 23 starken Kartons. Mit 4 Photographien pro

Karton, 11 cm×14,5 cm. Ein Textblatt, mit Erklärung der

Zucht. Die Photos der Hirsche wurden zwischen Februar

1909 und Februar 1910 gemacht. Sehr schönes Album in sehr

gutem Zustand. 2.000,–

Jennison-Walworth, Gräfin von. Spielkarten von Jeanne

d’Arc, Cotta, Tubingen, 1805. 52 Karten / 52 Karten (komplett),

Etui. Frische Farben, guter Zustand, bezeichnet von

Gräfin von Jennison-Walworth nach Die Jungfrau von Orléans

von Schiller, 1802. Es fehlt Regelheft. 2.500,–

31


Stand 50 Antiquariat carpe diem

Monika Grevers

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 10 - 13.30 Uhr, 15 - 19 Uhr;

Samstag 10 - 16 Uhr

Schwerpunkte: Literatur, Philosophie, illustr. Bücher, Kunst

Arp, Hans. onze peintres vus par Arp. Taeuber, Kandinsky,

Leuppi, Vordemberge, Arp, Delaunay, Schwitters, Kiesler,

Morris, Magnelli, Ernst. Zürich, Edition Girsberger 1949. 4°,

43 Seiten mit 1 blauen Orig.Holzschnitt von Hans Arp und

13 Abbildungen im Lichtdruck. Orig.Karton mit illustrier tem

OSU sowie mit transparentem SU. 480,–

Erste Ausgabe. Text teils in französischer Sprache. – Schönes Exemplar.

Becher, Bernd und Hilla. Wassertürme. Mit einem Text von

Reyner Banham. Aus dem Englischen von Jörg Trobitius.

München, Schirmer / Mosel 1988. 4°, 9 Seiten Text, 223 s/w.

Tafeln. Orig.Leinen mit OSU. 200,–

Erste Ausgabe. – Schutzumschlag und Schnitt minimal fleckig, Schutzumschlag

oben leicht bestoßen, kleiner Mängelstempel am Fußschnitt.

Mondrian, Piet – Seuphor, Michel. Piet Mondrian. Leben

und Werk. Köln, DuMont Schauberg 1956. 4°, 443 Seiten

mit mehreren Photos, über 100 s/w. und 35 montierten, farbigen

Abbildungen sowie 440 kleinen Katalogabbildungen.

Illustrier ter Orig.Leinen mit OSU. 120,–

Enthält ein Werkverzeichnis und einen Aufsatz in Dialogform von Mondrian

‚Natürliche und abstrakte Realität‘. Mit Anmerkungen, Signaturen, Lebensdaten,

Bibliographie und Register. – Schutzumschlag mit geringen Randläsuren,

Ecken leicht bestoßen. Schönes Exemplar.

Nolde, Emil – Schiefler, Gustav. Das graphische Werk von

Emil Nolde 1910–1925. Berlin, Euphorion-Verlag (1926–27).

Gr. 8°, 174 Seiten mit 33 Textholzschnitten von den Originalstöcken

gedruckt und 2 Orig.Farblithographien auf Japan.

Illustrierter Orig.Leinen. 4.200,–

Erste Ausgabe, in einer Auflage von 520 Exemplaren von Otto von Holten in

der alten Schwabacher gedruckt. Vorliegendes Exemplar ist nicht numeriert. –

Einband und Schnitt leicht stockfleckig. Sonst schönes Exemplar.

32

Niederbruch 22 / Ecke Wesemannstraße

46397 Bocholt

Tel.: +49 (0)2871 2421150

Fax: +49 (0)2871 2421152

E-Mail: info@antiquariat-carpediem.de

www.antiquariat-carpediem.de

Camus, Albert. Die Pest. Roman. Einzig berechtigte, vom

Verfasser autorisierte Übersetzung aus dem Französischen

von Guido G. Meister. Bad Salzig/Boppard, Karl Rauch 1949.

8°, 296 Seiten mit 8 Holzschnitten von René Perrin auf Tafeln.

Orig.Leinen. 180,–

Erste deutsche Ausgabe, nur ein kleiner Teil der Auflage erhielt die Bildtafeln.

Aus der Bibliothek (mit Namenszug) der 2. Frau von Emil Nolde. – Rücken

minimal gebräunt, Einband gering bestoßen, sehr vereinzelt schwach braunfleckig.

Insgesamt schönes Exemplar.

Goethe, Johann Wolfgang von. Die Geheimnisse. Ein Fragment.

München, Rupprecht-Presse 1922. 4°, 24 Seiten. Orig.

Pergament mit Kopfgoldschnitt. 240,–

21. Buch der Rupprecht-Presse. Rodenberg I, 131. Numeriertes Exemplar

64/150. Im Auftrag von Oskar Beck unter Druckleitung von F. H. Ehmcke in

der Tertia Ehmcke-Schwabacher auf Zanders-Bütten gedruckt. – Einband leicht

fleckig und berieben, Rücken unten bestoßen.

–, Venetianische Epigramme. Darmstadt, Ratio-Presse 1927.

4°, 49 Seiten mit 9 Orig.Radierungen nach Zeichnungen

von Friedrich Wilhelm Kleukens. Dunkelblaue Orig.Seide

mit Goldprägung und Kopfgoldschnitt im Leinen-Schuber.

180,–

1. Druck der Gesellschaft zur Förderung der Ratio-Presse. Eins von 150 Exemplaren,

gedruckt in der Kleukens-Scriptura. – Schuber und Einband leicht

berieben, Rücken verfärbt.

Hesse, Hermann. Zwei Idyllen. 1.-7. Tsd. Berlin/Frankfurt,

Suhrkamp 1952. 8°, 88 Seiten. Orig.Halbpergament

mit goldgeprägtem Rückentitel und einfachem Papierumschlag.

250,–

Erste Ausgabe WG 408. Eins von 500 Exemplaren für Freunde – hier Max

Franke. Von Hesse im Impressum handsigniert. Festausgabe zum 75. Geburtstag

des Autors. Enthalten: ‚Stunden im Garten‘ und ‚Der lahme Knabe‘. – Umschlag

leicht fleckig und mit kleinen Randeinrissen, Einband leicht bestoßen,

Schnitt minimal fleckig. Insgesamt gutes Exemplar.

Jünger, Ernst. Eumeswil. Stuttgart, Klett-Cotta 1977. 8°, 434

Seiten. Orig.Leinen mit Goldprägung und OSU. 360,–

Erste Ausgabe WG 127. Beiliegende Autographen: ein maschinengeschriebener

Brief (1 DIN A4-Seite) mit Auszügen aus „Annäherungen“, handsigniert; eine

handsignierte Portraitpostkarte sowie eine Photopostkarte (Ernst Jünger im

Gespräch mit Jorge Luis Borges, Wilflingen 1982), rückseitig handschriftlich

beschrieben von Ernst Jünger. – Schutzumschlag gering fleckig, Widmung

auf Vorsatz.

–, Philemon und Baucis. Der Tod in der mythischen und in

der technischen Welt. Privatdruck. Stuttgart, Klett 1972. 8°,

36 Seiten. Orig.Pappband. 220,–

Erste Ausgabe WG 120; Des Coudres/Mühleisen B 69 a. Vom Autor handsigniert.

Montierte Verlagsmitteilung ‚Überreicht im Auftrage des Verfassers‘ auf

vorderem Innendeckel. – Minimal bestoßen, eingeklebte kleine Zeitungsnotiz

auf Titel, Titel oben mit Radierspuren.


Mann, Klaus. Mephisto. Roman einer Karriere. Amsterdam,

Querido 1936. 8°, 399 Seiten. Orig.Leinen mit Goldprägung.

680,–

Erste Ausgabe WG 18, Exilausgabe St/T. 216. – Einband leicht fleckig, obere

Ecke leicht bestoßen, minimal schiefgelesen, Vorsatz fehlt. Sonst schönes

Exemplar.

Musil, Robert. Der Mann ohne Eigenschaften. Roman. 3

Bände. Berlin/Lausanne, Rowohlt / Imprimerie Centrale

1930/33/43. 8°, 1075; 608; 462 Seiten mit 1 Titelportrait.

Illustrierter Orig.Leinen. 1.800,–

Erste Ausgabe WG 10. Dreifarbiger – mit Ausnahme des 3. Bandes – Einbandentwurf

von E. R. Weiß. Der dritte, im Format etwas kleinere, in der Schweiz

gedruckte Band, ist aus dem Nachlaß herausgegeben von Martha Musil und

nur in einer kleinen Auflage gedruckt. – Jeweils mit dem Exlibris des Musikers

und Büchersammlers Eduard Erdmann. Einbände und Schnitt leicht fleckig,

Ecken leicht bestoßen. Schnitt leicht stockfleckig, vor allem des 3. Bandes, der

auf schlechterem Papier gedruckt worden war. Insgesamt gut erhalten.

Rûmî, Dschelâl-ed-dîn. Mesnewi oder Doppelverse des

Scheich Mewlânâ. Aus dem Persischen übertragen von Georg

Rosen. Leipzig, Vogel 1849. 8°, XXVI, 216 Seiten. Marmorierter

Halbleinen der Zeit mit Goldprägung. 350,–

Seltene, erste Ausgabe dieser Übersetzung eines der berühmtesten Werke der

persischen Mystik. Mit Fußnoten und Anhang. – Exlibris, Kapitale und Ecken

bestoßen und abgeschabt, Einbanddeckel berieben, Rücken etwas fleckig, Vorsätze

leicht finger- und stockfleckig.

Zola, Émile. Le Rêve. Paris, Librairie Marpon et Flammarion

[ca. 1892]. 4°, 335 Seiten mit 32 ganzseitigen Holzstichen,

zahlreichen Textillustrationen und Vignetten von

Carloz Schwabe und Lucien Métivet. Roter Leinenband mit

Goldprägung am Rücken und dem farbig illustrierten OU-

Titel mit eingebunden. 150,–

Einband gering bestoßen, Schnitt stockfleckig; anfangs stärker, später vereinzelt

stockfleckig.

Seuse, Heinrich. Deß Seeligen Henrici Susonis Sacri Ordinis

Fratrum Praedicatorum, Und wegen grosser Heiligkeit deß

Lebens/ Gelehrtheit/ wie auch vieler Mirackeln/ hoch und

weitberümbten Bücher und Schrifften/ so viel deren ans

liecht kommen/ Sambt seinem Heiligen Wunderbarlichen

Leben/ Vor etlich hundert Jahren in Schwäbischer Sprach

beschrieben/ nachmahls von dem Ehrwürdigen und im

Geist erfahrnesten Patre Laurentio Surio Carthäuser Ordens

in Cölln/ auß selbiger ins Latein ubergesetzt. Anjetzo aber

Durch F. Anselmum Hoffman deß Minder Brüdern Recollecten

Ordens … auß der Lateinischen in die Hochteutsche

Sprach versetzt. Köln, Wilhelm Friessem 1661. 8°, 3 Blätter,

250 [recte 232], 94 Seiten, 1 Blatt, 10 [recte 8] Seiten, 1 Blatt.

Titel in rot/schwarz gedruckt, mit Initialen, Schmuckleisten

und 4 Vignetten. Pergament der Zeit. 450,–

Enthalten: Gespräch der Weisheit, Predigten, Sendschreiben, Gespräch von

der Wahrheit, Buch von neun Felsen, das Leben des Henrici Susonis u.a. –

Rücken handschriftlich mit Nummer versehen, Einband angestaubt, braunfleckig,

leicht bestoßen und berieben, Kapitale minimal eingerissen. Vorsatz

fehlt, Vordergelenk leicht angeplatzt, Stempel auf Innendeckel und auf Titel,

handschriftlicher Namenseintrag auf Titel, durchgehend wurmgängig im unteren

Blattrand, Buchblock gebräunt, leicht stockfleckig, wenige Seiten am

Vorderschnitt braun- (tinten-?)fleckig, 1 Seite mit blauen Unterstreichungen, 1

Seite mit größerem braunen Fleck im Text. Insgesamt gutes Exemplar.

[Storchenau, Sigismund von]. Die Philosophie der Religion

(in 7 Bänden) und Zugaben zur Philosophie der Religion

(in 5 Bänden). 12 Bände (komplett). Augsburg, Gebr. Veith

1780–1825. Kl. 8°, je mit Titelkupfer und mehreren gestochenen

Kupfervignetten. Marmorierte Halblederbände der Zeit

mit goldgeprägtem Rücken. 420,–

Vollständige Ausgabe, Holzmann-Bohatta III, 8880. – 2 weitere Werke von

Storchenau im gleichen Verlag und gleicher Bindung beiliegend: Seltnre Urkunden

aus dem innern Archive der Religionsphilosophie. 1791. 1 Blatt, 442

Seiten. Erste Ausgabe Holzmann-Bohatta IV, 8613. Der Glaube des Christen,

wie er seyn soll. Ein philosophisch-theologisch-moralisch-praktisches Werk.

1792. 1 Blatt, 410 Seiten. Erste Ausgabe Holzmann-Bohatta II, 7523. – Ecken

und Kanten leicht abgeschabt und bestoßen, kleines Schildchen mit Nummer

am Rücken, Name und Anmerkung auf den Vorsätzen, vereinzelt durchschlagender

Druck. Insgesamt schöne Reihe.

Südafrika – Harris, W[illiam] C[ornwallis]. Narrative of an

Expedition into Southern Africa, during the years 1836, and

1837, from the Cape of Good Hope, through the territories

of the chief Moselekatse, to the tropic of Capricorn, with a

sketch of the recent emigration of the border colonists, and a

zoological appendix. Bombay, American Mission Press 1838.

8°, XVIII, 406 Seiten mit lithographischem Titelbild und 3

Orig.Lithographien des Autors sowie 1 mehrfach gefalteten,

gestochenen Karte. Späterer marmorierter Halbleder mit

Goldprägung am Rücken. 480,–

Seltene erste Ausgabe. Mit Appendix. – Rücken beschabt, Hinterdeckel oben

nahe des Kapitals mit Fraßspuren, Ecken bestoßen, Vorsätze leimschattig,

Namensstempel auf Schmutztitel und Titel, Vorder- und Rückseite des Titels

mit überklebtem Streifen links vom Druckort, leicht stockfleckig, Hintergelenk

leicht angeplatzt.

Humboldt, Alexander von – Kletke, Hermann. Alexander

von Humboldt’s Reisen in Amerika und Asien. Eine Darstellung

seiner wichtigsten Forschungen. 4 (in 2) Bänden. Berlin,

Hasselberg 1854–56. 8°, VIII, 367; VIII, 368; VI, 361; VI, 358

Seiten mit 1 lithographischen Frontispiz-Portrait. Marmorierte

Halbleinenbände der Zeit mit Goldprägung. 150,–

Erste Ausgabe, Engelmann 120. Enthält: Reisen in die Aequinoctial-Gegenden

Amerikas und Reisen im europäischen und asiatischen Rußland, je 2 Bände. –

Einbände etwas beschabt und bestoßen, vertauschte Bandzählung am Rücken,

teils etwas stockfleckig.

Kurth, Julius. Die Geschichte des Japanischen Holzschnitts.

Band 1: Einleitung. Von den Anfängen bis Harunobu. Band

2: Von Harunobu bis Eishi. Band 3: Von der Sekien-Schule

bis zu den Hiroshige. Leipzig, Hiersemann 1925–29. 4°, VIII,

444 Seiten mit 66 Textabbildungen und 29, darunter 17 farbigen

Tafeln; VIII, 284 Seiten mit 25 Textabbildungen und

18, darunter 6 farbigen Tafeln; 250 Seiten mit 44 Textabbildungen

und 18, darunter 6 farbigen Tafeln. Illustrierte Orig.

Leinenbände mit Goldprägung. 680,–

Umfassendes Standardwerk, die Tafeln im Lichtdruck. Enthält auch Signaturen

und Stempel, Wappen der wichtigsten Schauspielersippen und Verlagsfirmen

von Yedo, alphabetische Künstlerverzeichnisse, ein Glossar sowie Literaturangaben.

– Die Rücken verblichen, Einbände leicht bestoßen; Schnitt stärker

stockfleckig, teils auch die Seitenränder – vor allem im 1. Band. Vorderschnitt

des 1. Bandes mit Tintenfleck, Vorsatz im 2. Band schwach wasserrandig, 2

Tafeln im 3. Band am Rand geklebt. Insgesamt ordentliche Ausgabe.

33


Stand 48

Antiquariat Contor

Rolf Peter Altenpohl

Pressendrucke, Insel Verlag, Georg Müller Verlag,

Vormärz, Wien um 1900, Musik, Autographen

Australien. Anrep-Elmpt, Reinhold, Australien. Eine Reise

durch den ganzen Weltteil. 3 Bde., Leipzig, Friedrich, 1886,

Gr.8°, IV, 552 S., 505 S., 367 (!) S., OHldr. mit Rückenvergoldung

und Prägung, Lederecken. Marmorierte Vorsätze.

Sehr schönes und nur leicht beriebenes Exemplar. 300,–

Anrep-Elmpts Reisebericht über seine dreijährige Wanderung in Australien ist

einer der frühesten und umfangreichsten über den fünften Erdteil. Ferguson

6028.

Auernheimer, Raoul, Eigenhändiger Brief, 14 Zeilen, datiert

18.11.1925, handschriftlich in Tinte mit voller Signatur. DIN

A 5, 1 Seite gefaltet. 98,–

Börne, Ludwig, Briefe aus Paris 1830–1833, Theil 1–2,

1830–31, ab Theil 3–4 mit fingierter Verlagsbezeichnung

unter dem Decktitel „Mittheilungen aus dem Gebiet der Länder,

und Völkerkunde.“, Theil 5–6, 1832–33 wieder mit dem

Titel „Briefe aus Paris“. 6 Bde. gebunden in 3, Hamburg Paris,

1832, Hoffmann und Campe, (ab Theil 3) Offenbach 1833,

Brunet, Hoffmann & Campe (ab Theil 5 Brunet), 1832–34,

Kl.8°, VIII, 230, VIII, 229, VIII, 232, VIII, 256, VI, 232, VI,

232 S. mit allen Neben- und Zwischentiteln! grünes OHldr.

der Zeit mit Rverg.marmorierten Deckeln und marmoriertem

Schnitt, einheitliches schönes Exemplar. Gesammelte Schriften

Bde. 9–14. 420,–

Erste Ausgabe. Eines der besten Zeugnisse des frühen deutschen Journalismus.

In 115 Briefen an seine Freundin Jeanette Wohl beschreibt Börne detailliert

die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse in Frankreich

und Deutschland nach der Juli-Revolution 1830 sowie die Rücknahme der

politischen Reformen. Da die Veröffentlichung in Deutschland verboten wurde,

erschien das Werk ab dem Band drei mit fingierter Verlagsbezeichnung zunächst

in Offenbach später in Paris! Die Teile 3 und 4 erschienen aus Tarnungsgründen

unter dem Titel „“Mittheilungen aus dem Gebiete der Länder- und

Völkerkunde“. Der Band 6 enthält die Kritik an Heines „Französische Zustände“,

die zum Bruch der beiden Schriftsteller führte.Goedecke VIII, 524,

12, Brieger 219, Houben I, 72 & II, 34. Estermann 346.

Choderlos de Laclos, Pierre Ambroise Francois, Les

Liaisons dangereuses, Lettres recueillies dans une société,

et publiées pour l’instruction de quelques autres par C***

de L***, 2 Bde., Londres (d.i.Paris) 1796, 8°, 415, 398 S.,

mit zahlr.Kupfern, Priv. Hldr. mit Rückenverg. marm.Deckel,

dreiseitiger marm. Schnitt, StaV. 5.000,–

Erste illustrierte Ausgabe des 1782 erstmals erschienen Werkes mit 2 Frontispizen

und 11 von 13 Kupfern nach Monnet, Mlle Gerard und Fragonard Fils,

gestochen von Langlois, le Mire, Bertaux, Dupréel, Godefroy, Lingée, Trière,

Patas, Masquelier, Bacquoy, Pauquet und Simonet. Originalausgabe erkennbar

am achtzeiligen Satz des Titels und dem Doppelstrich unter Londres! Sander

356, Cohen-R.235 (mit unrichtiger Zeilenangabe des Titels, Fürstenberg 100,

124, 146.

Gautier, Théophile, Mademoiselle de Maupin. Deutsch

von A.Schurig. München, Georg Müller, 1913, 4°, 3 Bl., 246

34

Untere Dorfstraße 9

79241 Ihringen

Tel.: +49 (0)7668 952644

Fax: +49 (0)7668 952645

antiquariatcontor@web.de

www.antiquariat-contor.de

S., 4 Bl. mit 10 Originallithographien und 20 kolorierten Vignetten

von Karl Walser. Das erste Wort eines jeden Kapitels

von Karl Walser handgeschrieben und rot gedruckt. In zwei

Farben gezeichneter Titel Priv.Hldrbd. im Stil des 19.Jhts.

mit floraler Rückenverg und 2 farbigen Rsch. Handschr. Verzeichnis

der Lithographien und Vignetten auf einem Blatt am

Ende. 350,–

Eines von 1000 numerierten Exemplaren. Unstreitig eines der am schönsten

illustrierten Bücher des Verlages.Hayn/Gotendorf IX,226. Schauer II,56. Badorrek-Hoguth

A 8.1. 25 Jahre Georg Müller Verlag S.88.

Gutzkow, Karl, Öffentliche Charaktere, Erster Theil

(mehr nicht erschienen), Hamburg, Hoffman & Campe, 1835,

kl.8°, XII, 328 S. blauer Originalpappband, kleiner Bibibliotheksstempel

auf dem Einband, so gut wie fleckenfreies

Exemplar 150,–

Erste Buchausgabe, Hirschberg S.184, Wilpert-G. 8, Houben, Gutzkow-Funde

552. Sammlung von biographisch-kritischen Aufsätzen über bedeutende Männer

der Zeit, die nach Dobert „zu dem Besten, was Gutzkow geschrieben hat“,

gehören.

Kaiser, Georg, Werke. Hrsg. von Walther Huder. 6 Bände.

Berlin, Propyläen, 1971–72, 8°, Zus. 6159 S., Ziegelrotes

flexibles OGzldr. mit weißen Rsch. OU. mit transparentem

Umschlag im Schuber. Verlagsfrisches Exemplar. 450,–

Die maßgebliche Werkausgabe mit allen Fragmenten und mehreren Erstveröffentlichungen.

In den 20er Jahren war Georg Kaiser einer der am meisten

gespielten Dramatiker. 1933 mußte er vor den Nazis ins Exil in die Schweiz

flüchten, wo er kurz nach 1945 an einer Blutvergiftung starb.

Louvet de Couvray, Die Abenteuer des Chevalier Faublas,

Einleitung von Franz Blei, 1.Aufl., 4 Bde., München, Georg

Müller, 1910, 8°, X, 216, 279, 295, 344 S. mit 12 ganzs. Radierungen

und vier radierten Titelvignetten von Karl Walser.

Die Radierungen mit vorgebundenen grünen Seidenhemdchen.

OHldr. mit schwarzen und grünen Rückenschildern

und illustrierten Deckeln. Rücken leicht berieben, sonst gutes

Exemplar. 200,–

Erste von Karl Walser illustrierte Ausgabe. Nr.1064 von 1500 Exemplaren. Badorrek-H.

A.23.1. Schauer II,57. Hayn-G. IX,377 25 Jahre Georg Müller Verlag

S.100.

(Louvet de Couvray, Die Abenteuer des Chevalier de

Faublas), Extrasuite der Radierungen von Karl Walser auf

Japankarton. 14 (statt 16) Tafeln 32×22 cm. München,

Georg Müller, 1910, Folio, Blaue Kartonmappe. 375,–

Die Extrasuite der Radierungen auf unbeschnittenem Japankarton zu den

„Abenteuern des Chevalier de Faublas“, die in vier Bänden mit insgesamt vier

Titelvignetten (Plattengröße 4,8×6 cm) und 12 großen Illustrationen (Plattengröße

14,5×8,2 cm) erschienen war. Es fehlen zwei der Illustrationen. Eine der

Titelvignetten mit Buntstiftsignatur von Karl Walser, datiert 1910. Badorrek-

Hoguth A 23.1. Schauer II,57. Fromm IV, 1551.


Marot, Clément, Epigramme übersetzt von Margarete

Beutler, hrsg. von Friedrich Freksa, München, Georg Müller,

1908, 4° 11 nn.Bl. LIII num.Bl. 4 nn.Bl. mit 53 radierten

roten Initialien von Paul Renner, OPgt. im Schuber, tadellos

erhalten, 150,–

Nr.279 eines Privatdrucks von 350 Exemplaren, hergestellt in der Werkstatt

Otto von Holtens nach Entwürfen von P.Renner. Georg Müller Verlag S.101.

Tacitus, C.Cornelius, C.Cornelii Taciti Quae Exstant Opera,

Recensuit J.N.Lallemand, 3 Bde., Paris 1793, Barbou, Kl.8°,

XXIV, 444, 480, 456 S., mit drei Titel- und drei kleineren

Kupfern von Charles Eisen, Sehr schöne hellbraune Ganzlederbände

mit floraler Rückenvergoldung, Innenkantenund

Stehkantenfileten sowie dreiseitigem Goldschnitt. Marmorierte

Vorsatzblätter der Zeit. Fleckenfreies Exemplar auf

besserem Papier. 192,–

Neuauflage der Ausgabe von 1760, zu der Graesse (6,2,10) schreibt: „Jolie

édition dans laquelle le texte d’Ernesti (1752) a été corrigé à l’aide d’un manuscript

de Paris.“ Brunet V, 636.

Strahlheim, Carl (d.i. Johann Konrad Friedrich) Unsere

Zeit oder geschichtliche Übersicht der merkwürdigsten Ereignisse

von 1789–1830 nach den vorzüglichsten französischen

Werken bearbeitet von einem ehemaligen Officier der kaiserlich

französischen Armee (das ist Carl Strahlheim). 104

von 121 Heften in 26 Bdn. gebunden. Stuttgart, gedruckt bei

E.F.Wolter, 1826–1829, Kl.8°, Mit über 104 lithographierten

Tafeln (meist Portraits, aber auch historischen Ereignissen).

Braunes OHLdr. mit beigen Rückenschildern, floraler Rückenverg.

und marmorierten Deckeln. Unterschiedlich berieben,

fünf Rückenschilder mit Abplatzungen. Durchgehend

altersbedingt leicht gebräunt aber dennoch sauber. Trotz der

beschriebenen Mängel insgesamt ein dekoratives und einheitlich

gebundenes Exemplar. 500,–

Außerordentlich aufschlußreiche Quelle für die Revolution von 1789 und ihre

Folgen bis 1830. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Johann Konrad Friedrich

(1789–1858), der Verfasser von „Vierzig Jahre aus dem Leben eines Todten“

(vgl. NDB 5, 448f). Aus dem Schlußwort des Verfassers: „Hiermit beschließen

wir ein Werk, welches gewiß die möglichst vollständige Geschichte unserer

Zeit, d.h. der letztverflossenen vierzig Jahre enthält, und für dessen Besitzer

einen immer bleibenden Werth haben wird. Wir schöpften die in demselben

enthaltenen Thatsachen aus den besten deutschen, französischen, englischen

und italienischen Werken (über hundert an der Zahl), und haben sie so zusammengestellt

und mit unsern eigenen Erfahrungen und Ideen verwebt, daß

der Leser über jedes Ereigniß dieser Periode, deren immer eines das andere an

Merkwürdigkeit und Außerordentlichem übertrifft, die möglichst vollständige

Aufklärung enthält, und von allen Thatsachen genau unterrichtet wird.“ Holzman-B.

IV, 13260. Goedeke XI, 262,6.

D’Albert, Eugen 1864–1932, Handschriftlicher Brief mit Unterschrift.

Datiert Magdeburg, 6.März 1895. 1 S. auf Doppelblatt

22,5×18 cm in der Mitte gefaltet. Rückseitige leere Seite

mit Montagespuren. 160,–

Entschuldigungsbrief an Herrn Lorleberg, hatte keine Zeit, in Hannover zu

spielen. „Hoffentlich werden wir jedoch in nicht zu ferner Zeit wieder miteinander

musizieren können.“

Beethoven, Ludwig van, Neue Briefe Beethovens, hrsg. von

Ludwig Nohl, nebst einigen ungedruckten Gelegenheitscompositionen

und Auszügen aus seinem Tagebuch und seiner

Lectüre, Erste Ausgabe, Stuttgart, Cotta, 1867, Gr.8°, XVIII,

312 S. mit zahlr. Notenbeispielen, OHLdr. auf vier falschen

Bünden und Rückenverg., berieben, vorderes Aussengelenk

angeplatzt und locker. Stempel auf der Rückseite des Titelblattes.

Innen sauberes und fleckenfreies Exemplar. 350,–

Wichtige, immer noch unersetzte Briefausgabe, die neben 322 im Band von

1865 noch nicht enhaltenen Briefen und Dokumenten auch fünf musikalische

Erstdrucke enthält, darunter „Für Elise“ WoO 59, das Beethoven Therese Malfatti

gewidmet hat. Außerdem „Ich bin der Herr“ WoO 199 ,“Ars longa“ WoO

170 und die „Lobkowitz-Cantate“ WoO 106. Kinski-H. 765. Kastner S.11 gibt

fälschlich 1868 an.

Kienzl, Wilhelm, Dekorative Portraitaufnahme. Brustbild

bildseitig mit Notenzitat aus „Don Quijote“ und Signatur.

150,–

Rückseitig handschriftliche Widmung: „Herrn Julius Zajiceck zur freundlichen

Erinnerung an die Grazer Helmbrecht-Tage und den hochachtungsvoll ergebenen..

Graz 1.XII.1906.“

Mozart. Schurig, Arthur, Wolfgang Amadeus Mozart, Sein

Leben und sein Werk auf Grund der vornehmlich durch Nikolaus

von Nissen gesammelten biographischen Quellen und

der Ergebnisse der neuesten Forschung dargestellt. Erste Ausgabe,

2 Bde., Leipzig, Insel Verlag, 1913, gr.8°, 515, 407 S. mit

50 Tafeln und fünf Facsimile, OHPgt. mit reicher Rverg. und

farbigem Papierüberzug nach einem Entwurf von E.R.Weiß.

Rückensch. von Bd.2 etwas ausgeblichen. 150,–

Gutes Exemplar der gesuchten großen, illustrierten Ausgabe. Sarkowski 1555.

Lehmann, Lilli, Sopran 1848–1929, Eigenhändige Korrespondenz-Karte

mit voller Signatur, Wien 12.2.98, Etwas gebräunt,

mit Montageresten auf dem Anschriftenfeld. 104,–

Absage an Richard Lorleberg in Hannover, bedauert, seinem Wunsch nicht

entsprechen zu können, da sie den Winter über schon zu viel getan habe.

Nikisch, Arthur, ungar. Dirigent 1855–1927. Eigenhändiger

Brief des Leipziger Gewandhauskapellmeisters an Philipp

Fiedler, datiert 20.V.(19)18. 19×15 cm beidseitig beschrieben.

150,–

„Hochverehrter Herr Dr.! Leider wird es mir nicht möglich sein, in Breslau Frau

Schmidt-Arnold singen zu hören. Ich komme erst am Concerttage Nachmittags

dort an und muss am nächsten Morgen um 8 Uhr bereits wieder abreisen

…. Mit verehrungsvollsten Grüssen Ihr ergebenster Arthur Nikisch.“ Beiliegt

eine frühe Portraitpostkarte und eine weitere Postkarte mit dem Gewandhausorchester.

Ivogün, Maria, Sopran *

1891, eigenhänd. Brief an

eine Baronin, der sie für

ihre Wohltätigkeitsveranstaltung

absagt, 4 S. kl.4°, signiert

und datiert München

28.4.1918 120,–

Artôt de Padilla, Lola, eig.

Dolores de Padilla, Sopran

1876–1933, Rollenphoto als

Nedda. Frühes Brustbild mit

Hut und dekorativer Signatur

im unteren Rand. Verl.Leiser

Berlin. 112,–

35


Stand 26

Antiquariat Delibrium

Literatur, Fotografie, Kunst, Illustrierte Bücher, Architektur,

Philosophie, Orts- und Landeskunde

Fotografie – Atget, E(ugene). Lichtbilder. Eingeleitet von

Camille Recht. Paris/Leipzig, Henri Jonquières, 1930. 4°. 34

S.Text, 96 Tafeln. OLn. Eines von 1000 nummerierten Exemplaren.

1.400,–

Einband fleckig, Papier an den Kanten gebräunt, wie immer; Buchblock in der

hinteren rechten oberen Ecke diskret gestaucht. Erste eigenständige Publikation,

die dem Werk dieses Giganten gewidmet ist. Die Bildvorlagen aus dem

Besitz von Berenice Abbott.

36

Fotografie –

(Brassai) Morand, Paul.

Paris de nuit. 60 photos

inédites de Brassai,

publiées dans la Collec-

Eugen Küpper

Hörsterstr. 35/36

48143 Münster

Telefon: +49 (0)251 518870

E-Mail: delibrium@t-online.de

e.kue@muenster.de

tion „Realités“. Paris, Arts et Métiers Graphiques, (1933).

8°. 12 S. Text, 62 ganzs. Fotos in Tiefdruck. OKt. Spiralbindung.

2.600,–

Das Paris-Buch der Paris-Bücher! – Der Vorderdeckel dieser äußerst fragilen

Publikation mit Knickspur, immerhin keine Ausrisse an der Spiralbindung.

Fotografie – Bürgel, Bruno H. (Vorwort)/Hoppé, E.O.

(Fotos). Deutsche Arbeit. Bilder vom Wiederaufstieg

Deutsch lands. Berlin, Ullstein, 1930. 4°. 127 S., 92 ganzs.

Fotos in Tiefdruck. OHln. OU. 750,–

Lange unterschätzter Klassiker der Industriefotografie, hier mit dem äußerst

seltenen spektakulärem Umschlag, der doppelseitig gestaltet ist. – Umschlag

mit vertikalen Knickspuren und Fehlstellen, die durch Kopie ergänzt sind. Vorsatz

mit Besitzvermerk.

Fotografie – Friedlander, Lee. Letters from the people. London,

Jonathan Cape, 1993. (84) S., 213 Abb. Folio. OLn.OU.

– Signiert! 350,–

Fotografie – Gilbert & George the sculptors. Side by Side.

London, Art for all/Köln, König, 1972. 170 S., 65 Fotos, 20

Skizzen. OLn. Kl. 8°. 1.850,–

Nummerierte Auflage von 600 Expl., von beiden Künstlern signiert. – Makelloses

Exemplar.

Fotografie – Pfeiffer, Walter. Walter Pfeiffer (1970–1980).

Frankfurt, Elke Betzel Verlag, 1981. 2.Aufl. 96 S. mit 94

ganzs.Fotos in Schwarzweiss. 4°. OKt. Deckel fotografisch

gestaltet. 325,–

Krass, direkt, 100 % subjektives (Selbst)Zeugnis aus der (schwulen) Subkultur

der 70er. Ein fulminantes Buch, selten. – Neuwertiges Exemplar.

Fotografie – Straßburg, Metz und die Vogesen. 150

Bilder in Phototypie, aufgenommen und herausgegeben von

Ch.Bernhöft, erläuternder Text von Hans Luthmer. Straßburg,

W.Heinrich, 1894. 37 S:Text (Beilage, dt.u.frs.), 150 Tafeln in

OLn-Mappe, Querf., 25×33 cm.Einband gering fleckig mit

Fehlstelle an innerer Lasche. 1.580,–

Schöne goldprägte und reich verzierte Leinen-Mappe. Die grüngetönten Fototafeln

wohlerhalten.

Surrealismus/Fotografie – Minotaure. Revue artistique

et littéraire, hg. von E.Tériade. Heft 3–4. Paris, Skira, 1933.

116 S. sowie Anzeigenanhang. OKt. 650,–

Farbiger Umschlag von André Dérain, farbiges Fontispiz sowie sehr zahlreiche

Fotos von Man Ray (ebenfalls Textbeitrag „L’age de la lumière“), weitere Fotos

von Brassai; unter den Autoren Lacan, Peret, Breton, Dali, Tzara, Eluard etc.

– Umschlag gebrauchsspurig, Rücken mit Leinen verstärkt.


Architektur – Behne, Adolf. Neues Wohnen – neues Bauen.

Leipzig, Hesse & Becker, 1927 (Prometheus Bücher). Kl. 8°.

159 S, OLn. OU. 680,–

Typographisch gestalteter Einband und der (seltene!) Umschlag von Walter

Dexel. – Seitlicher Schnitt fleckig, Umschlag an den Rückenkanten leicht

berieben.

Kunst – Varga. (Feri)/Cocteau, Jean. Hommages. 12

Doppelblätter mit handsignierten, farbigen OLithos sowie

11 in die bildliche Darstellung einbezogenen Gedichten

Cocteau’s. Lose in OLn.-Mappe. Paris, Editions du Minuit,

1955. Folio. 1.280,–

Titel ebenfalls von Cocteau signiert. Beigabe: drei Varga-Kataloge, davon zwei

signiert, einer enthält zusätzlich eine Handzeichnung des Künstlers.

Kunst – Deutscher Künstlerbund. Erste Graphikmappe. Zugunsten

der Ungarnhilfe. Berlin, 1957. 12 (von 14) signierten

Arbeiten unter Passepartout, lose in OLn-Mappe. 4500 mm x

560 mm. Eines von 75 Expl. 4.500,–

OLithos von Eduard Bargheer, Josef Fassbender, Georg Meistermann, Hans

Mettel, Hann Trier, Fritz Winter, Mac Zimmermann; Siebdrucke von Karl

Hartung, Hans Kuhn, Ernst Schumacher; O-Holzschnitte von Erich Heckel,

Gerhard Marcks. Es fehlen die Blätter von Gilles und Grieshaber. – Mappe mit

Lichtrand und Flecken.

Spektrum. Vierteljahresschrift für Originalgrafik und Dichtung.

Hrsg. von Felix Rellstab und Erwin Sven Knebel,

Zürich. Folio. Heft 31 (8.Jg./1966) – Heft 92 (23.Jg./1981).

Meist je 16 Seiten in losen Doppelbögen; die Originalgrafik

schwarzweiß und farbig. 2.850,–

Konvolut von 62 (von 133) Ausgaben in tadelloser Erhaltung.

Literatur – de Balzac, Honoré. Gesammelte Werke. Reinbek,

Rowohlt, 1952–1961. Rotes Ganzleder mit schwarzem

Rückenetikett, Goldprägung und Kopfgoldschnitt. Kl.8°. 35

Bände. 1.480,–

Nahezu neuwertiges Konvolut.

Literatur – Mann, Thomas. Werke in zwölf Bänden. Hg. Von

Hans Bürgin. Frankfurt, Fischer, 1960. 8°OLn. Mit Rückenetiketten

und Cellophanumschlägen. Jeweils sechs Bände im

Schuber. 360,–

Druckfrisches Exemplar.

Literatur – Döblin, Alfred. Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte

vom Franz Biberkopf. Berlin, Fischer. 1929. 529

S. 8°. OLn. Einbandentwurf von Georg Salter. Erstausgabe.

300,–

Einband mit leichten Verfärbungen.

Literatur – Mann, Thomas/Falke, Konrad (Hrsg). Mass und

Wert. Zweimonatsschrift für freie deutsche Kultur. Zürich,

Oprecht, Jg. I-III, 1937–1940. 16 von 17 Ausgaben. OKt. –

Beiträge von Th.Mann, H. Mann, Benjamin, Graf, Turel, Frey,

Hesse, Lion, Weiß, Bloch, Broch, Musil, Döblin, Sartre, Gide,

etc. 480,–

Rückenkanten minimal berieben, ansonsten wohlerhalten.

Literatur – Schmidt, Arno/Wollschläger Hans. Die Insel.

Kassette mit 2 Faksimiles: Arno Schmidt: Die Insel. Faksimile

des frühesten erhaltenen Erzählfragments Arno Schmidts.

Die Insel und einige andere Metaphern für Arno Schmidt.

Faksimile des ersten Entwurfs von Hans Wollschlägers Rede

zur Verleihung des Arno Schmidt Preises an ihn am 18.Januar

1982 in Bargfeld. Privatdruck. Nr. 85 von 100 Expl.

Göttingen, Steidl, (1985). Folio. 30, 15 Bl., jeweils in Hülle,

diese lose in Leinenkassette. 400,–

Tadellos erhalten.

Philosophie – Hutcheson, Francis. An Inquiry into the Original

of our Ideas of Beauty and Virtue; In Two Treatises.

I:Concerning Beauty, Order, Harmony, Design. II.Concerning

Moral Good and Evil. London, 1726. 8°. 2.erw. Aufl. 304 S.

Ganzledereinband d.Zt. 950,–

Kapitale mit kleineren Fehlstellen. Hutcheson, Francis (1694–1746), bedeutendster

Vertreter der schottischen Moralphilosophie, beeinfusste Hume und

Adam Smith; seit den 80er Jahren erst wieder in seiner Bedeutung und Aktualität

erkannt.

Reisen – James John Thomas. Journal of a Tour in Germany,

Sweden, Russia, Poland during the years 1813 and

1814. London, John Murray, 1816. 4°. 8, (4), 527, (1), Seiten

mit 11 (von 12) Aquatinta-Tafeln von J.Clark, 6 Radierungen

von H.Legge, 1 Titelvignette und 1 Textvignette in Holzstich.

Dekorativer Ganzlederband d.Zt. 580,–

Stockfleckig, im Textdruck gelegentlich gebräunt.

Reisen – Thomson, John. Dix Ans de Voyages dans la

Chine et L’Indo-Chine. Paris, Hachette, 1877, 492 S., 128

Holzstich-Illustrationen. Gr.Oktav. Ganzledereinband d.Zt.

Rücken mit Titel und Dekor in Goldprägung. Wappendarstellung

auf dem Deckel. 380,–

John Thomson (1837–1921) editierte mit „Street Life in London“ (1877/78) das

erste sozialdokumentarische Fotobuch; die Holzstiche des vorliegenden Werks

gehen allesamt auf Fotografien des Autors zurück.

Topographie – Souvenirs d’Ems. Bad Ems, L. I. Kirchberger

(ca. 1860). Fünfzehn Aquatinta-Tafeln von versch.Künstlern.

Quer 4°. OldrBd. Deckel in reichhaltiger ornamentaler Blindprägung,

Titel in Golddruck. Umgebungskarte auf den hinteren

Innendeckel montiert. 340,–

Kapitale mit Fehlstellen, Kanten und Ecken mit leichten Bereibungen, Gelenke

gelockert; durchgehend stockfleckig, wenn auch außerhalb der bildlichen Darstellung.

Topographie – Hübner, Lor. Beschreibung der kurbaierischen

Haupt- und Residenzstadt München, und ihrer Umgebungen

verbunden mit ihrer Geschichte. München, Pressen

des kurfürstl.privilegirten Zeitungs-Comtoirs, 1803.8°. XVI,

648 S., ausfaltbarer Stadtplan. Pbd.d.Zt. Rücken erneuert.

400,–

Enthält ausschließlich Beschreibungen markanter Gebäude, im Anhang auf

161 S. Register der Sehenswürdigkeiten und Verzeichnis der Hausbesitzer.

Einband fleckig und angeschmutzt, ebenso die Innendeckel, Seiten an den

Unterkanten vielfach fleckig. Rücken erneuert.

37


Stand 44

Elisabethenhof

Galerie Fine Art

Carl Graf von Leyden (Kühbach 1806–1876 München):

„Alpenlandschaft mit Burgruine“. Aquarell, Spätromantik,

11,6×15,3 cm. Signiert und datiert 1848. 400,–

Außerordentlich feine Lasiertechnik (Samteffekt).

Felix Hollenberg (Sterkrade 1868–1945 Gomadingen): „Albvorberge

bei Sebastiansweiler“. Aquarell, 23×30 cm, signiert.

2.200,–

Felix Hollenberg: „Alblandschaft“. Ätzradierung von 1909

auf gelblichem Japanbütten, Werkverzeichnis 124, handsigniert

und nummeriert 28/60. 300,–

38

Neutorstrasse 6

74206 Bad Wimpfen

Tel.: +49 (0)7063 950853

E-Mail: elisabethen.hof@web.de

www.elisabethenhofgalerie.de

Joh. Anton Engelhard (Frankfurt 1872–1936 Karlsruhe):

„Kuh im Stall“. Öl auf Leinwand, 50×62 cm. 800,–

Joh. Anton Engelhard: „Landschaft im Markgräflerland“.

Impressionistische Handzeichnung, schwarze, grüne und

gelbe Kreide. 15,3×24,4 cm. Datiert 1925 und bezeichnet

„Schliengen“. 180,–

Joh. Anton Engelhard: „Capri“. Handzeichnung, Bleistift

auf Zeichenkarton, 22×27 cm, signiert, betitelt und datiert

1903. 280,–

Oskar Bohn (Langensalza 1873–1953 Suhl): „Forellenteich

und Wilder Kopf“. Gouache, 42×33 cm, signiert. 250,–

Oskar Bohn: „Die Bertholdsburg“. Gouache, 29×41 cm.

180,–

Wilhelm Nagel (Mannheim 1866–1945 Baden-Baden):

„Waldrand“. Aquarell über Blei, 12×19 cm. Rückseitig Nachlassstempel.

200,–


Ida Kerkovius (Riga 1879–1970 Stuttgart) attr.: „Komposition“.

Pastell, 18,5×29,5 cm, monogrammiert. 1.800,–

Ida Kerkovius: „Winterliche Landschaft“. Farbserigraphie

auf Bütten. 48,5×67,5 cm. Bleistiftnummeriert 300/32,

Monogramm im Druck. Trockenstempel Domberger Werkstätten,

Stuttgart. 480,–

Weihnachtsgabe des Württembergischen Kunstvereins 1967.

HAP Grieshaber (Rot a.d. Rot 1909–1981 Reutlingen): „Blumenstrauß“.

Holzschnitt von 1975 in orange, rot, grün und

blau. 36,5×45 cm. Handsigniert und nummeriert 74/290.

Werkverzeichnis 75/33. 350,–

HAP Grieshaber: „Der Wald“. Farbholzschnitt von 1969 in

Schwarz, Grün und Gelb auf kaschiertem Rupfen. 59,5×40

cm. Handsigniert und bezeichnet „h.c.“. (Gesamtauflage nur

25 Exemplare). Werkverzeichnis Fürst 69/105. 3.200,–

Manfred Henninger (Backnang 1894–1986 Stuttgart): „Badende

in der Landschaft“. Lithographie auf BFK-Rives-Bütten,

50,5×65,5 cm, handsigniert, datiert 45 und nummeriert

33/80. 220,–

Karl Fred Dahmen (Stolberg 1917–1981 Preinersdorf): „Mantaro“.

Farbradierung mit Prägedruck auf Bütten. 71×56 cm.

Signiert und datiert 1980, nummeriert 41/75 und betitelt.

Werkverzeichnis II 274. 300,–

Marino Marini (Pistoia 1901–1980 Viareggio): „Zwei weibliche

Akte“. Lithographie von 1961 auf Japan, 29×24 cm,

signiert. Werkverzeichnis Guastalla LM-1961. 400,–

Francis Bott (Frankfurt 1904–1998 Lugano): „Ohne Titel“.

Serigraphie von 1950, 50×65 cm, signiert. Werkverzeichnis

Henze 212. 320,–

Juan Gris (Madrid 1887–1927 Boulogne-sur-Seine): „Le

Guéridon“ (Das Tischchen) Lithographie auf Arches-Bütten,

56,5×38 cm, im Stein monogrammiert. Druck bei Sébastien,

Céret, in einer Auflage von 500 Ex. für das Museum in

Céret. 650,–

Das Motiv wurde in einem kleineren Format für ein Buch von Max Jacob

geschaffen. Obiges Blatt stammt aus der Museumsauflage und trägt am Unterrand

den typographischen Eindruck: „Collection du Musée de Céret“

39


Stand 45 Enotria Antiqua

Inh. Piazza Vinzenzina

Le globe artificiell ou mappemonde. Altcolorierte Lithographie.

Blattgösse 39, 2×49 cm. Milano, Olivier-Pinot, P.

Clerc, ca. 1870. Selten. 400,–

Sicilia Insula. Kupferstich. 28×36 cm. Ca.1680. Anonyme

Stecher (Cluverius?). Ursprünglich im Buch gefaltet. Text in

Latein und Hebräisch. Nicht bei Doufur-La Gumina. Selten.

750,–

Stolhoffen – Plan de la ville et chateau de Stolhoffen au

Marquisat de Bade en Allemagne (Stollhofen Baden Würtenberg).

Kupferstich. 11×15,7 cm. Paris, Sieur de Beaulieu, ca.

1694. Selten. 130,–

40

Via Pantano 15, I-98030 Moio Alcantara (ME)

Tel. Italien: +39 33 85042760

Im Tälchen 19, 66606 St. Wendel, Deutschland

Tel. Deutschland: +49 (0)6851 8060752

E-Mail: enotria.antiqua@libero.it

Isola di Corsica. Kupferstich, 46×61 cm. Venezia 1692.

Vincenzo Maria Coronelli. Sehr dekorativ. 1.200,–

La France ‚Allegorie‘. Kupferstich, 18,7×27,6 cm. Paris

– Roma, H. Bonnart au Coq – N. Billy, ca. 1695. Selten.

300,–

Frankreich – Landkarte Frankreich: De Gallia ( tabule

III europae). Holzstich. 30,3×44,3 cm. Claudius Ptolomeus,

ca.1535. Selten. 900,–


Frankreich – Neue Karte von Frankreich, Elsas und

Lothringen. Altkolorierter Kupferstich. Landkarte mit Plänen

von Strassburg, Paris und Avignon. 41,8×48,3 cm. Leipzig F.

E. Lange, 1792. Selten. 750,–

Isle de Ré – La Rochelle. Seeschlacht von 1622. Kupferstich.

28,5×42 cm. Paris, Stefano della bella – A. Estienne,

1640. Selten. 1.400,–

Camberium – Chambery (Savoy Savoia). Kupferstichplan.

46,6×58,7 cm. Amsterdam, Blaeu – Decker C., 1682.

Papier gebräunt. 400,–

München – 28 Stahlstichansichten von München und 2

altkolorierte Rosen (recto und verso), achtfach sich öffnend.

C. Adler, um 1870. Durchmesser 26 cm. 300,–

Karlsplatz – Karlskirche Wien. Aquarell. 24×34,7 cm. 1911,

signiert M. Neubauer. Unter Passepartout (34,5×47 cm).

560,–

Les etat de Savoye et de Piemont. Altkolorierte Kupferkarte

mit Stadtplänen von Chambery, Carmagnola, Ivrea,

Nizza, Montmelian, Torino, Verrua, Vercelli. 63,6×80 cm.

Paris, J. B. Nolin, 1696. 1.200,–

41


Stand 30 Antiquariat

Jürgen Fetzer

Avantgarde – China – Japan

Erstausgaben – Kunst 20. Jahrhundert

Filliou, Robert: Recherche sur l’Origine – Research on

the Origin – Erforschung des Ursprungs. Mit beiliegendem,

dreisprachigem Textheft (Übersetzungen von Schuldt). Einleitung:

Jürgen Harten. Düsseldorf, Städtische Kunsthalle,

1974. ca 29,8×950 cm. 1 Rolle bedrucktes Millimeterpapier

zwischen 2 Holzleisten. Mit Beiheft: Kl. 8°. 27,3 S. OBroschur.

Zus. in unbedruckter OPappschachtel. Minimal gebraucht.

450,–

Erste Ausgabe. * Eins von 400 num. und von Filliou auf einer der Holzleisten

signierten Exemplaren. Filliou = Fluxus-Künstler buddhistischer Weltanschauung.

Heidegger, Martin: Sein und Zeit. Tübingen, Niemeyer,

1960. Gr. 8°. 437,3 S. OLeinen mit gering beschädigtem

Schutzumschlag. Papier leicht vergilbt. 320,–

Neunte unveränderte Auflage. Vorderes fl. Vorsatz mit montiertem Zettel.

Darauf eigenhändige Widmung des Autors mit Unterschrift: Onkel Martin.

Datiert: Juni 1961.

Heidegger, Martin: Holzwege. Ffm., Klostermann, (1957).

8°. 345,3 S. OKarton mit Schutzumschlag, dieser mit

leichter Knickspur. Hinten einige Blätter unten leicht gestaucht.

300,–

Dritte unveränderte Auflage. * Auf dem Vortitel mit eigenhändiger Widmung

des Autors, unterzeichnet: Onkel Martin. Datiert: Juni 1961.

Heidegger, Martin: Was ist Metaphysik? Ffm., Klostermann,

(1975). 8°. 52 S. OBroschur. Minimal gebraucht. 250,–

Elfte, durchgesehene Auflage. * Titel mit eigenhändiger Widmung von Martin

Heidegger, unterzeichnet: von Onkel Martin. Von seiner Frau handschriftlich

ergänzt: von Tante Elfride.

Hölderlin, Friedrich: Sämtliche Werke. Historisch- kritische

Ausgabe. 6 Bände (alles). Begonnen durch Norbert v. Hellingrath,

fortgeführt durch Friedrich Seebass und Ludwig v.

Pigenot. Mit 23 teils gefalteten Tafeln mit Faksimiles und

Porträts. Bln, Propyläen, 1922 (Band 3), 1923. 8°. Prächtige

Lederbände mit 5 Bünden, reicher Rückenvergoldung,

linearer Deckel- und Stehkantenvergoldung, Kopfgoldschnitt

und Kleisterpapiervorsatz. Band 1: Rücken am Kopf gering

berieben. 2 Gelenke am Rücken mit kleinem Einriss. Bei

allen Bänden Rücken etwas gedunkelt und gering berieben,

42

Literatur – Kunst

Bogenstraße 1

71634 Ludwigsburg

Tel.: +49 (0)7141 929986

Fax: +49 (0)7141 929953

E-Mail: Antiquariat.Fetzer@01019freenet.de

www.antiquariat-fetzer.de

vereinzelt kleine Verfärbungen des Leders an den Deckeln.

Kanten und Ecken gelegentlich gering berieben. Papier ganz

leicht gebräunt und alle Bände mit einem kleinen, blassen

Namenstempel auf dem Titel. Schöne, sehr dekorative Reihe

in einer vermutlich privat gebundenen, prächtigen Ganzlederausgabe.

880,–

Erste Ausgabe (Bände 2,3,6) und zweite Ausgabe (1,4,5; die EA war da schon

1913 und 1916 bei Georg Müller erschienen). Beckett, George, Heidegger u.a.

haben Hölderlin in dieser Ausgabe gelesen.

Kirkeby, Per: „Bla, 5“. 5 blaue Quadrate. Mit einem Essay

von Hans-Jörgen Nielsen. (Kopenhagen, edition panel 13,

1965). 12/12 cm. 6 Blätter. OKarton. Geklammert. 2tes Blatt

im unteren Rand minimal beschädigt und in der Ecke mit

leichten Knickspuren, sonst schön. 400,–

Erste Ausgabe der ersten buchkünstlerischen Publikation. – Panel Serien 13/3.

Rot, Dieter: scheisse. Vollständige Sammlung der Scheisse

Gedichte mit allen Illustrationen. Mit zahlreichen Abbildungen

nach Zeichnungen. Stgt/London/Reykjavik, edition

hansjörg mayer, (1972). 23/17,1 cm. 8,472 S. OKarton mit

minimal gebrauchtem Schutzumschlag. Die ersten Blätter

mit angedeuteter Knickspur, sonst sehr schön. 480,–

Erste Ausgabe. = Gesammelte Werke, Band 13. * Auf dem ersten Blatt mit

3zeiliger, eigenhändiger Widmung des Künstlers ohne Unterschrift. (Scheisse,

fast komplett, für Herrn R… , unleserlich (Feuerbach?) 12.11.74.

Situationister I Konsten. Carl Magnus, Jörgen Nash,

Heimrad Prem, Hardy Strid, Jens Jorgen Thorsen. Ausstellungskatalog

zu einer Wanderausstellung in Schweden.

Einleitung: Patric O’Brian (Pseudonym das sowohl von

Asger Jorn als auch von Guy Debord benutzt wurde). Mit

zahlreichen Beiträgen und sehr zahlreichen, oft farbigen,

z.T. ganzseitigen Abbildungen. [Stockholm], (Editions Bauhaus

Situationiste, 1966). 24,5/21,7 cm. 55 ungezählte Bl.

(verschiedene Papiere). OKarton mit minimal gebrauchtem

Schutzumschlag. 250,–

Erste Ausgabe dieser Gemeinschaftsproduktion von skandinavischen Situationisten.

Strid, Thorsen und Nash waren auch Gründungsmitglieder der 1962

gegründeten ‚Zweiten Situationistischen Internationalen‘, einer Abspaltung

zu den übrigen Situationisten. Nash, Bruder von Asger Jorn, hatte 1962 noch

für den Ausschluss der Gruppe Spur gestimmt. Texte deutsch, englisch. französisch,

schwedisch und dänisch.


Gonse, Louis: L’art japonaise. 2 Bände (alles). Mit sehr zahlreichen

Textabbildungen, 13 Radierungen, 21 Heliogravuren,

2 Gravuren und 28 Chromolithographien. Paris, Quantin,

1883. 35,4/28 cm. 2 Bl., IV,208 S., 2 Bl./ 2Bl., 369,3 S. Wohl

etwas spätere Halbleinenbände mit goldener Rückentitel-

Prägung. Deckel mit Buntpapierbezug. Leinen gering fleckig,

Kanten berieben und an den unteren Ecken mit leichten

Knickspuren. Papier minimal vergilbt. Eine Tafel mit kleinem

Einriss im Rand, 1 Tafel und die gegenüberliegende S. etwas

gebräunt. Vor 2 Tafeln fehlt das Seidenhemdchen. Vordere

Innendeckel mit Exlibris. 1.280,–

Erste Ausgabe. Eins von 1400 num. Exemplaren. * Ausdruck der Japan-Begeisterung

und wichtiges Werk zum Japonismus in Europa. Zahllose Künstler

ließen sich von diesen Arbeiten inspirieren. In der Zeit entstanden die ersten

größeren Sammlungen.

Haas, Hans: Geschichte des Christentums in Japan. 2 Bände

(alles). 1: Erste Einführung des Christentums in Japan durch

Franz Xavier. 2: Fortschritte des Christentums unter dem

Superiorat des P. Cosmo de Torres. Mit einem Titelbild in

1. Tokyo, (Rikkyo Gakuin Press/Hobunsha), 1902/1904. Gr.

8°: 2 Bl.,XIV,2,300,4,VI,2 S./XXVII,1,383,1,VII,3 S. Neue

Pappbände mit montierten Vorderdeckeln der OBroschuren

und neuem Rückenschildchen. Hintere ODeckel jeweils am

Schluss mit eingebunden. Unbeschnitten. Im breiten Rand

z.T. mit leichten Knickspuren und kleinen Einrissen. Wenige

Blätter im Rand leicht angeschmutzt. Ein Rückendeckel mit

kleinem Eckabriss. 380,–

Erste Ausgabe. = Supplement der „Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft

für Natur- und Völkerkunde Ostasiens“. * Standardwerk. Enthält im Anhang:

1: Katechetisches Sendschreiben an die Bewohner der Molukken. Auszüge aus

dem Bericht des Schiffskapitäns Georg Alvarez über Japan. Beschreibung der

Gebräuche und Sitten auf einer erst kürzlich gegen Norden entdeckten Insel,

Japan mit Namen. Pauli Japonii ad Societatem Jesu in Indiam. 2: Cosmas de

Torre ad S. Ignatium et P. Simonem Rodriguez. Auszüge aus den sonst noch

erhaltenen Briefen des P. Cosmo Torres. Aus Mendez Pintos Peregrinacao.

Hara, Shinkichi: Die Meister der japanischen Schwertzieraten.

Mit dem Anhang. 2 Bände (alles). Mit 10 Textabbildungen

im Hauptband und 204 Abbildungen im Anhang. Hbg, Museum

für Kunst und Gewerbe, 1931/1932. 4°. XXVI,2,290,2/

VIII, 83,1 S. OKarton. Band 1: Unbeschnitten. Schöne, breitrandige

Exemplare. Einbände gering vergilbt, 1 Rücken oben

mit kleiner Fehlstelle, minimal gebraucht. 350,–

Zweite, vollständige neu bearbeite und ergänzte Auflage (Maßgebliche Ausgabe).

* Nach einem kurzen Überblick folgt ein Verzeichnis der Meister mit

den Namen in japanischen Zeichen. Im Anhang mit einem Verzeichnis der

Künstlerfamilien und einem Verzeichnis der in den Meisternamen vorkommenden

Schriftzeichen. Standardwerk. „… ist das Meister-Verzeichnis ganz

neu bearbeitet und ergänzt, so daß es wohl vollständig in Anspruch nehmen

kann“ (aus dem Vorwort). Grundlage für alle späteren Veröffentlichungen zu

diesem Thema und unverzichtbares Werk für alle, die sich mit japanischem

Schwertschmuck beschäftigen. Die Abbildungen sind aus dem Besitz des Museum

für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Kusakabe, Kimbei: 2 farbige Fotos auf mit Seide bespannten

Fächern in OPappschachtel mit montiertem, farbigem Deckelschildchen.

Ca. 1910. Darstellung jeweils ca 21/21 cm. Griffe:

Japan

Lackiertes Holz mit Schnur. Rand vermutlich aus mit Stoff

bezogenem Draht. Herrliche Exemplare. Die OPappschachtel

gering beschädigt. 440,–

Kusakabe Kimbei (1841–1932) gilt als einer der bedeutendsten Souvenirfotografen

Japans. Er war Assistent von Felice Beato bevor er sein eigenes Fotostudio

eröffnete.

Pfizmaier – Tanehiko, Ryutei: Sechs Wandschirme in Gestalten

der vergänglichen Welt. Ein japanischer Roman im

Originaltext mit den Faksimiles der 57 japanischen Holzschnitte.

Hrsg. und übersetzt von August Pfizmaier. Wien,

Kaiserl. Königl. Hof- und Staats-Druckerei, 1847. 23/15 cm.

XIV,40 Doppels. deutscher Text, 1 Doppelbl., 20,23 Doppelbl.

Faksimile der japanischen Ausgabe. OLeinen mit Blindprägung

und goldenem Rückentitel. Papier minimal vergilbt,

vereinzelt leicht stockfleckig. 1.500,–

Sehr seltene Erste Ausgabe. = Japanische Chrestomathie, Erster Teil. OT: Ukiogata

rokumai byobu (1821). * Erste und lange Zeit einzige Übersetzung eines

japanischen Romans in Europa. Das Werk von Ryutei Tanehiko (1780–1842)

gehört zum Genre der Gokan (überreich mit Holzschnitten illustrierte Heftchen

mit populärer Literatur, eigentlich mehr Bild als Text) und wurde mit Holzschnitten

von Utagawa Tojokuni (Toyokuni; 1769–1825) illustriert. Mit einer

Vorrede des bedeutenden Orientalisten Pfizmaier (1808–1887) und Erläuterungen

zu jeder S. des japanischen Textes und den Abbildungen. Die Übersetzung

erregte damals großes Aufsehen: Gelobt wurde die Qualität des Faksimiles mit

dem Nachdruck des japanischen Textes und der Holzschnitte. Starke Kritik gab

es am Niveau des Textes, der als zu seicht und populär empfunden wurde. Von

der Gablentz schreibt allerdings einige Jahre später in der selben Zeitschrift

(Schrift d. dt. morgenl. Gesellschaft, 1879), daß Pfizmaiers Buch „auf alle

Zeiten für die Geschichte der Japanologie eines der bedeutendsten bleiben

wird“. Vergleiche auch die ausführliche Besprechung von Ekkehard May in

Ladstätter/Linhart, August Pfizmaier und seine Bedeutung für die Ostasienwissenschaft,

Wien 1990.

Gerne kaufe ich einzelne Bücher von Wert und ganze

Sammlungen aus den Gebieten:

Japan und China

Erstausgaben und Kunst 20. Jahrhundert

43


Stand 9 Antiquariat

Gerber AG

Allgemeines Antiquariat – Grafik – Helvetica

Borgia, Francesco (Francisco de Borja). Divo Francisco Borgia

é Duce Gandiae tertio, Soc. Jesu Generali, à Clemente X

Pont. Max. Sanctorum Coelitum fastis ad scripto, ENCOMIA

EMBLEMATE, prosâ, versu. In aede Salvatoris Soc. Iesu ad S.

Clementem. Publice affixa in perpetuum amoris monumentum

aere ac typis incidi fecerunt, dum Philosophiam eius auspicys

coeptam primâ laureâ coronarent Physici Pragenses. 1.

Ausgabe. Prag, ohne Verlag, 1672. 51 nn. Bl., 1 gefaltete Taf.

Mit Kupferstich-Titelblatt gestochen von J. G. Damperviel,

1 Portrait-Kupferstich, 13 Emblemkupferstichen (je 7,5 cm

×11 cm.), 1 mehrfach gefalteten Kupferstich-Tafel (2 gegenüberliegende

Kupferstiche: „Mathesis Borgiana“ und „Chemia

Borgiana“, je 25 cm×16 cm.) und 14 Kupferstich-Vignetten.

18,5 cm×15 cm. Privater Lederband 20. Jh.mit ornamentaler

Rückengoldprägung, ledernem goldgeprägtem Rückenschild,

ornamentaler Deckel-Blindprägung, Buntpapier-Deckblättern

und Kopfgoldschnitt. 2.330,–

Thieme-Becker VIII, 335 (unter J. G. Damperviel). Sehr seltene Schrift mit

Ehrengedichten etc. der „Physici Pragensis“, vermutlich anlässlich des hundertsten

Todestages von Francisco de Borja (Gandia in der Provinz Valencia

1510–1572 Rom), dem aus der Familie Borgia stammenden 3. General des Jesuiten-Ordens,

der 1671 durch Papst Clemens X heilig gesprochen wurde. Die

Kupferstiche von J. G. Damperviel, einem Kupferstecher, der sich 1669–1674 in

Prag aufhielt. Die Namensliste der „Neo-Baccalaureorum“ nennt als Sponsor

Georgius Firmus (1635–1683). Papier stellenweise gebräunt und an den unteren

Seitenrändern wasserfleckig.

44

Schneidergasse 18

CH-4001 Basel

Tel.: +41 61 2611773

E-Mail: mail@gerbergallery.ch

www.gerbergallery.ch

Scultetus, Joannes. Armamentarium chirurgicum bipartitum.

Cum LVI. Tabulis, sive Figuris aeneis novis accuratissimis.

Ut & tribus indicibus absolutissimis, instrumentorum

scilicet, observationum, et rerum notabilium. 2 Bände in 1.

Frankfurt am Main/Ulm, Gerlins Witwe, 1666. 2 nn. Bl., 156

S., 144 S., 14 nn. Bl. Index. Mit 56 num. Kupferstich-Tafeln.

21 cm × 17 cm. Original-Pergamentband. 2.000,–

Hirsch-H. V,299; Vgl. Waller 8788 & Garrison-Morton 5571 (Erste Ausgabe

von 1655): „Describes stomatological operations and includes fine illustrations

of extraction instruments“. Noch frühe, aber bereits um 12 Tafeln erweiterte

Ausgabe dieser „umfassendsten Darstellung der Instrumente, Verbände und

Apparate der Zeit… Zeugnis seiner Unternehmungslust, chirurgischen Kühnheit

und Geschicklichkeit“ (Hirsch-H.). Deutscher Titel: Wund-Arztneyisches

Zeug-Hauss. Joannes Scultetus (1595–1645) war Stadtarzt in Ulm und Venedig.

Titelblatt fehlt (Fragment auf der Vorderdeckel-Innenseite montiert),

sonst komplett; Einband fleckig, Deckel gewellt, Rückenkanten und Ecken

bestossen; Papier gebräunt und leicht stockfleckig.

Kornfeld, Hermann. Handbuch der Gerichtlichen Medicin.

In Beziehung zu der Gesetzgebung Deutschlands und des

Auslandes nebst einem Anhange enthaltend die einschlägigen

Gesetze und Verordnungen Deutschlands, Österreichs

und Frankreichs. 1. Ausgabe. Stuttgart, Ferdinand Enke,

1884. 611 S. Mit 50 Text-Holzschnitten. 22 cm × 16 cm.

Original-Halblederband mit Buntpapierbezug und Goldprägung.

1.040,–

Aussen wenig berieben; Besitzerstempel auf dem Vorsatzblatt, Papier durchgehend

gebräunt.

Lower, (Richard) / Gottfried Rothe. Englisches Artzney-

Büchlein/ Das ist: Des weltberühmten Englischen Medici Hn.

D. Loweri, und unterschiedlicher anderer vortrefflichen Englischen

Medicorum in London/ nützliche, bewehrte und viel

Jahr lang an vielen Menschen probirte und gut befundene Recepte

und Artzney-Mittel/ Worinnen enthalten Die sicherste

und beste Methode, allerhand Kranckheiten/ Gebrechen und

Schwachheiten des menschlichen Leibes/ innerlich und äusserlich

zu heilen/ Welche als sehr nützlich, nicht allein allen

Medicis, Chirurgis und andern der Artzney… ins Hochteutsche

übersetzet worden von M. C. Ludovici. Deme bey dieser

sechsten Edition annoch beygefüget Hrn. D. Lowers curieuse

und weitläufftigere Haber-Cur und deren Beschreibung, vor

allerheit Kranckheiten/ Gebrechen und Schwachheiten des

menschlichen Leibes als eine Universal-Medicin dienlich.

Titel des 2. Theils: 1. Ludovici Cornari Consilia und Mittel/

über hundert Jahr in vollkommner Gesundheit zu leben 2.

Sieur Domergues’s leichte und gewisse Mittel die Gesundheit

zu erhalten und die meisten ordinairen Kranckheiten ohne

eintzige Artzney-Mittel und Unkosten, zu allen Zeiten des

Jahres so wohl auf dem Lande als in der Stadt, leicht und


sicher zu curiren 3. Eines Anonymi Tractätlein vom warmen

Geträncke und vom Wasser-Trincken 4. Ein Anhang von allerhand

Haus-Mitteln, welche in der Medicin und Chirurgie

bewährt befunden worden. Aus der Italiänischen, Frantzösischen

und Englischen Sprache übersetzt von M. Christian

Ludovici. ((ANGEBUNDEN: Gottfried Rothens, weyland Med.

D. und Practici in Leipzig, kurtze doch gründliche Anleitung

zur Chymie/ darinnen recht nur Die in derselben vorkommende

Operationes und die aus denen Operationibus entstehende

Producta, sondern auch Die Praeparationes derer

besten chymischen Medicamenten aus der berühmtesten Medicorum,

sonderlich Ludovici, Wedelii, Stahlii & Schrifften,

nebst andern, die man sonst rar und geheim gehalten, aufrichtig

gewiesen/ und insonderheit Die in dem andern Theile

befindliche Processe allen Liebhabern zu besserem Gebrauch

ins teutsche übersetzt und beschrieben sind. – Leipzig, Caspar

Jacob Eysseln, 1717. Titelbl., 4 Bll. Vorrede, 1 Bl. Inhalt,

216 S., 6 Bll. Register. 1. Ausgabe.)) 6. Ausgabe. 2 Bände in 1

(3 mit Rothens). Leipzig, Gleditsch und Weidmann, 1717. 2

Titelblatt in Rot- und Schwarzdruck, 1 Kupferstich-Portrait, 2

Bl. Vorrede, 217 S., 8. Bl. Register, 16 S. Haber-Beschreibung,

3 Bl. Inhaltsverzeichnis, 319 S., 5 Bl. Register. 17,5 cm×10

cm. Pergamentband der Zeit mit schwarzem Schnitt. 650,–

– Vgl. Hirsch/H. III, 851; Ferguson Bibliotheca Chemica II, 296; Deckblätter

fehlen; Papier gebräunt und stockfleckig.

Schwan, Christian Friedrich. Abbildung aller geistlichen

und weltlichen Orden nebst einer kurzen Geschichte derselben

von ihrer Stiftung an, bis auf unsere Zeiten. Erstes bis

Sechsundzwanzigstes Heft. 1. Ausgabe. 26 Hefte in 1 Band.

Mannheim/Frankenthal, C. F. Schwan, 1779–1785. 398 S.

Text, 104 nn. Bl. Tafeln, dazwischen 37 nn. Bl. Titelseiten

und Verlagsverzeichnis. Mit 104 altkolorierten Kupferstich-

Tafeln. 28 cm×22 cm. Privater neutraler Pappband der Zeit

mit handgeschriebenem Rückenschild. 3.750,–

– Lipperheide Oe 23. – Die Tafeln 1. Heft: Orden der Karmeliter, Orden der büssenden

Nonnen zu Paris. 2. Heft: Ritter des St. Hubertus Ordens, Herold des S. Hubertus

Ordens, Ritter der heil. Jungfrau Maria im Winterkleide, Ritter der heil. Jungfrau

Maria. 3. Heft: Tempelherr in seiner Kriegskleidung, Wilhelm von Argenteuil

(Schatzmeister des Tempelherrn-Ordens), Tempelherr im Hauskleide. 4. Heft: Nonne

des St. Catharinen-Hospitals in Paris in der ehemaligen Kleidung, Nonne des St.

Catharinen-Hospitals in der jetzigen gewöhnlichen Kleidung, Kamaldulenser Einsiedler,

Kamaldulenser Mönch von St. Michael von Murano in der Chor-Kleidung.

5. Heft: Nonne des St. Catharinen-Hospitals in Paris im Chorkleide, Nonne aus dem

St. Gervais-Hospital in Paris, Orden des heil. Pauls oder Väter des Todes Nr. 1 und

Nr. 3. 6. Heft: Groskreuz des St. Georgen-Ordens in Baiern, Ritter des St. Georgen-

Ordens in der Kriegskleidung, Orden des heil. Paulus oder Väter des Todes Nr. 2 und

Nr. 4. 7. Heft: Karthäuserin wie sie gekleidet wird, Karthäuser in der Kleidung wie

sie ausgehn, Karthäuser in seiner gewöhnlichen Hauskleidung, Karthäuserbruder. 8.

Heft: Franciskaner in seiner gewöhnlichen Hauskleidung, Franciskaner in seiner vollkommenen

Kleidung, Minorite in seiner gewöhnlichen Kleidung, Kapuziner in seiner

vollkommenen Kleidung. 9. Heft: Kapuziner in seinem Levitenkleide, Religiose vom

dritten Orden des heiligen Franciskus von der französischen Congregation Tertiarier

genannt, Clarissinn im Hauskleide, Klosterfrau vom dritten Orden des heiligen

Franciskus Recollectine genannt. 10. Heft: Terminirender Kapuziner-Bruder, Minime

ohne Mantel, Klosterfrau vom Orden der Minimen ohne Mantel, Kapuzinerin in der

Chorkleidung. 11. Heft: Töchter des Jesuskindes zu Rom, Schwestern des guten Jesus,

Einsiedler an der Engelspforte in Rom (2 Bl.). 12. Heft: Orden vom goldenen Vliess,

Orden der Betlehemiten in Westindien (2 Bl.), Orden der regulierten Chorherren.

13. Heft: Ritter des weissen Elephanten Orden in Dänemark, Mufti, Johanniterinn (2

Bl., Kleidung vor und nach Eroberung der Insel Rhodis). 14.und 15. Heft (Doppelheft):

Pius VI. als er in Wien öffentlich den Segen ertheilte, Griechischer Patriarch,

Armenischer Patriarch, Raymund du Puy erster Grossmeister des Johanniterordens,

Grossmeister des Maltheser-Ordens, Maltheser-Ritter wenn er in den Rath gehet, Maltheser-Ritter

im Schnabelmantel, Johanniterinn von Florenz im Ceremonialkleide.

16. Heft: Klosterfrau vom Ebraldsbrunnen, Mönch vom Ebraldsbrunnen, Silvestriner,

Silvestrinerin. 17. Heft: Jesuit in der gewöhnlichen Kleidung wie sie ausgehen, Jesuit

in der gewöhnlichen Hauskleidung, Jesuit in Hauskleidung als Magister, Missionarius

der Jesuiten in der Kleidung eines chinesischen Mandarins. 18. Heft: Ritter

vom schwarzen Adler-Orden, Benediktinerin, Kosterfrau vom Orden der heiligen

Brigitte, Priester-Mönch vom Orden der heil. Brigitte. 19. Heft: Ritter vom Orden des

H. Geistes, Cisterzienser von der Congregation zu Rom im Chor- und Stadt-Kleide,

Cisterzienser im Hauskleide, Cisterzienserinn in ihrer Hauskleidung. 20. Heft: Religiose

zu la Trape in der gewöhnlichen Kleidung, Religiose zu la Trape bei der Arbeit,

Ethiopischer Mönch, Ethiopische Nonne. 21. Heft: Benedictiner aus der Abtey Cluse

in Piemont, Benedictinier von der Congregation von Valladolid, Benedictinerinn von

Bourbourg, Benedictinerinn unserer lieben Frau von Ronceray zu Angers. 22. Heft:

Ritter vom Hosenbande, Ethiopischer Patriarch, Benedictiner in der gewöhnlichen

Hauskleidung, Benedictinerinn aus dem Kloster zu St. Zacharias. 23. Heft: Cölestiner

in seiner Hauskleidung, Cölestiner in seiner Chor- und Stadtkleidung, Italiänischer

Cölestiner in der Hauskleidung, Cölestiner Layenbruder. 24. Heft: Ritter vom Seraphinenorden

in Schweden, Maronitische Klosterfrau vom Berge Libanon, Zwei büssende

Fakire (2 Bl.). 25. Heft: Prämonstratenser in der Stadtkleidung, Klosterfrau Prämonstratenser

Ordens, Klosterfrau von Maria Verkündigung Annonciaden genannt,

Klosterfrau von der himmlischen Verkündigung Annonciaden gennant. 26. Heft:

Ursulinerinn zu Parma in der Hauskleidung, Ursulinerinn in der Schweiz, Bramine

in Ceremonialkleidung, Armenische Nonne. Titelseite und Verlagsverzeichnis des 1.

Heftes fehlt; 14. und 15. Heft in 1 Doppelheft; 2 Tafeln aus 3. Heft („Karmeliter…“) im

1. Heft und 1 Tafel aus dem 1. Heft („Tempelherr im Hauskleide“) im 3. Heft, wie auf

dem Titelblatt von Heft 3 empfohlen; Einband stellenweise stark berieben und fleckig,

Rücken beidseitig geplatzt, Ecken stark bestossen, Rückenschild gebräunt und an den

Rändern beschädigt; Textpapier stellenweise gebräunt, Titelblatt 6. Heft stockfleckig

und am Rand mit Wasserfleck, Titelblatt 14./15. Heft in der Mitte auf ca. 3 cm×2 cm.

beschädigt, 1 Tafel im 26. Heft („Armenische Nonne“) falsch eingebunden, die Tafeln

alle sehr frisch und bis auf wenige schwache Flecken tadellos erhalten.

45


Stand 38 Antiquariat

Christoph Hannen

Geistes- und Naturwissenschaften –

Wissenschaftliche Periodika

Köln – Essenwein, August [Ottmar] von: Die farbige Ausstattung

des zehneckigen Schiffes der Pfarrkirche zum Heil.

Gereon in Köln durch Wand- und Glasmalereien. Frankfurt a.

M, Heinrich Keller 1891. Imperial-2°. Titel, 22 pp. Begleittext,

20 Tafeln in Schwarzdruck, 16 chromolith. Tafeln. O.Hlwd.

Mappe. Mappe berieben und bestoßen, Tafeln minimal beschnitten.

Sonst manierlich. 1.200,–

ADB 48, 432, NDB 4, 657, Weech 5, 160 – Aufwendig und mustergültig gestaltetes

Werk von unübertroffener Detailversessenheit. Die einzeln Kartons

(80×64 cm!) zeigen vor allem die mittelalterlichen Glasmalereien des Dekagon

dieses spätrömischen Zentralbaus, der während des letzten Krieges

stark beschädigt wurde und dessen Fenster durch moderne Ausführungen von

Manessier ersetzt worden sind.

Westfalen – Weddigen, Peter Florens: West phälisches Magazin

zur Geographie, Historie und Statistik & Neues Westphälisches

Magazin zur Geographie, Historie und Statistik.

28 Hefte. [So komplett]. Dessau, Leipzig e. a.; Bückeburg e.

a., Buchhandlung der Gelehrten; Althans 1784 (1785) – 1788;

1789–1794. Kl.4°. Einzelhefte, teils mit Originalumschlägen,

teils mit einfacher Streifenheftung, sowie einige einfache zeitgenössische

Sammelbände. Teilweise stärker angestaubt. Hin

und wieder mit kleineren Marginalien. Insgesamt ordentliche

Reihe mit durchgehend breitrandigen Exemplaren. 2.200,–

Hamberger-Meusel 8, 376; Heinsius 4, 336; Kayser 6, 170; Westfäl. Autorenlexikon;

ZDB-ID: 515482–0; 515483–2 – Wichtige Zeitschrift, den westfälischen

Kulturraum umfassend; nach damaligem Verständnis das Gebiet von Friesland

bis Hessen und von der Weser bis zum Niederrhein. Die einzelnen Berichte

können neben Rheda, Lippe, Münster, Osnabrück oder der Mark auch

Oldenburg, Brake oder Delmenhorst betreffen, wie auch Kleve, Moers, Krefeld,

Duisburg oder Lennep. Ehrgeiziges Projekt von Peter Florens Weddigen (1758–

1709). Neben seinen Arbeiten gibt es auch Beiträge u. a. von Justus Möser,

Karl Arnold Kortum, Anton Friedrich Büsching, Johann Moritz Schwager und

Johann Gottfried Christian Nonne. Gilt als Vorbild für die Veröffentlichungen

der wissenschaftliche Vereine und Gesellschaften, die mit ähnlichem Konzept

ab dem 19. Jahrhundert für eine Publikationslandschaft sorgen, mit deren

Hilfe sich eine seriöse Lokalhistoriographie entwickelt.

Schlesien (Baudenkmäler) – Lutsch, Hans [Bearb.]: Bilderwerk

schlesischer Kunstdenkmäler. Drei Mappen. Ein Textband.

Im Auftrage des Provinzial-Ausschusses von Schlesien.

[Hrsg.:] Kuratorium des Schlesischen Museums der bildenden

Künste. 3 Mappen, 1 Textband, 1 geographischer Indexband.

Breslau 1903. Imp.2° [47×32 cm]. X, 369 Sp., 84 Textabb.;

370–401 pp. [Indexband], 232 Tafeln in 3 Mappen. Original

Leinwand. Mappen außen mit Kaliko kaschiert, innen mit

Schmuckpapier. Goldprägung auf Deckel. Tafeln als starke

Kartons ausgeführt. Text- und Indexband broschiert. Mappen

stellenweise etwas verschossen und ganz vereinzelt mit

kleineren Staubrändern innen. Die Kartons teilweise mit

46

Wilhelm-Tell-Straße 22

40219 Düsseldorf

Tel./Fax: +49 (0)211 9304612

Mobil: +49 (0)171 3873369

E-Mail: hannenchristoph@web.de

minimalem Stockfleckenanflug am Rand. Insgesamt gut. So

unbedingt sammelwürdig. 1.400,–

Opulent gestaltetes Galeriewerk. Textband mit 84 zusätzlichen Abbildungen.

Wohl selten.

Rupprecht-Presse – Moltke, Helmuth von: Briefe über Zustände

und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835

bis 1839. München, Rupprecht-Presse 1927. Gr.4°. 3 nn. Bll.,

288 pp., 1 nn Bl.. Original Einband mit Buntpapierkaschierung

und Titelschildchen im Schuber. Glatter Kopfschnitt.

Seiten- und Fußschnitt rauh. Titelschildchen mit minimaler

Fehlstelle. Gelenke an einzelnen Stellen nur ganz minimal

berieben. Vereinzelte kleinste Stockflecken am oberen Rand

des vorderen Vorsatz. Sonst tadellos. So unbedingt sammelwürdig.

520,–

Rodenberg II, 59, 37–37. Buch der Rupprecht-Presse zu München. Numeriertes

Exemplar 102/150. Gesetzt in der Kursive von Fritz Helmuth Ehmcke. Handabzug

auf Zanders-Bütten. Beiliegend Verlagsavis für das Jahr 1927.

Fortifikation – Schmarda, Karl Joh.; Mörderler, Johann:

Vollständige Anleitung zur Feldbefestigungskunst. Nach den

Grundsätzen der neueren Kriegsführung. Wien, Gerold 1856

f. 8°. XVI, 292 pp., 276 Textabb.; XII, 310 pp., 114 Textabb.,

6 lithographierte Falttafeln . Zeitgenössisches Halbleder.

Schlicht. Bei einem Band vordere Deckelfalz von unten her

etwas eingerissen. Kopfschnitt etwas angestaubt. Vorsätze

leicht leimschattig. Alter kleiner Stempel auf Titel. Hin und

wieder minimaler Stockfleckenanflug vom Schnitt her. Eine

Falttafel mit kleinem Staubrand. Block fest unsd sauber. Alles

in allem ordentlich. 370,–

Jordan 3398 – So komplett.


Spektralanalyse – Becquerel, [Alexandre

Edmond]: Ueber das photochromatische

Bild des Sonnenspectrums

und die Erzeugung farbiger

Bilder in der Camera obscura. 17

pp. in 2 Teilen, 1 Abb. In:. [Hrsg.:]

Dingler, Johann Gottfried; Dingler,

Emil Maximilian. [Polytechnisches

Journal. Bd. 114 (Dritte Reihe 14.

Bd.)]. Stuttgart, Cotta 1849. 8°. XII,

467 pp., 6 lithographierte Falttafeln.

Dekoratives Halbleder der Zeit mit 2 gestochenen Titelschildchen

(grün und orange) sowie vergoldeter Rückenprägung

und marmorierter Deckelkaschierung. Alterstypische Patina.

Block sauber und fest. Tafeln hin und wieder mit kleinerem

Staubrand. Schnitt angestaubt. Vorsatzpapiere in den Ecken

leicht leimschattig. 370,–

Poggendorff I, 129 – Erste deutsche Ausgabe.

Slowenien (Sprachgeschichte) – Pletersnik, Maks: Slovensko

– Nemski Slovar. Izdan na troske rajnega Knezoskofa

Ljubljanskega Antona Alojzija Wolfa. 2 Bde. Ljubljana [Laibach],

Tiskala katoliska Tiskarna 1894 f. Lex.8°. XVI, 883; (2),

978, IX pp. Original Halbleder. Prachtausgabe mit Schmuckvorsatzpapieren.

Kopfschnitt minimal angestaubt. Ecken

leicht bestoßen. Sonst tadellos. Sehr dekorativ. 380,–

Zaunmüller 354 (gelobt!) – Immer noch umfangreichstes Wörterbuch. Der eine

Teil des sogenannten ‚Wolfschen Wörterbuchs‘. Das hier vorliegende Werk wie

auch sein etwas früher schon erschienenes Gegenstück (Cigale, M.: Deutschslovenisches

Wörtebuch. Laibach 1860) wurde auf Initiative von Anton Alojzij

Wolf, Bischof von Laibach von 1824 bis 1859, ediert. – Wohl selten.

Jung, Carl Gustav; Pauli, Wolfgang: – Natur er klärung und

Psyche – Synchronizität als ein Prinzip akausaler Zusammenhänge

[Synchronicity: An acausal connecting principle],

von C. G. Jung (107 pp). Der Einfluß archetypischer Vorstellungen

auf die Bildung naturwissenschaftlicher Theorien bei

Keppler [The influence of archetypal ideas on scientific theories

of Kepler], von W. Pauli (86 pp). [Studien aus dem C. G.

Jung-Institut, Zürich. Bd. 4]. 1.-3. Tausend. Zürich, Rascher

1952. 8°. (VIII), 194, (2) pp., 5 Taf., 3 Textabb. [So komplett].

Original Leinwand. Tadellos. 280,–

NDB 10, 676 (zu Jung); NDB, 20 118; Poggendorff 7 a, 517 (zu Pauli) – Beide

Veröffentlichungen erste Ausgaben. Die Abhandlung über den ‚sinnreichen

Zufall‘ gilt als letzte größere Arbeit Jungs. Pauli erhielt u. a. 1945 den Nobelpreis

für Physik.

Kuckucksuhren – Poppe, [Otto Heinrich] Adolph: Die

Schwarzwälder Uhrenindustrie nach ihrem Stand im Jahre

1838, technisch und statistisch dargestellt. 3 Tle. ins. 65 pp.,

1 Tafel. In:. [Hrsg.:] Dingler, Johann Gottfried; Dingler, Emil

Maximilian; Schultes, Julius Hermann. [Polytechnisches

Journal. Bd. 075 (Neue Folge 25. Bd.)]. Stuttgart, Cotta 1840.

8°. XII, 492 pp., 7 lithographierte Falttafeln. Dekoratives Halbleder

der Zeit mit 2 gestochenen Titelschildchen (grün und

orange) sowie vergoldeter Rückenprägung und marmorierter

Deckelkaschierung. Alterstypische Patina. Block sauber und

fest. Tafeln hin und wieder

mit kleinerem Staubrand.

Schnitt angestaubt. Rücken

etwas berieben. Vorsatzpapiere

in den Ecken leicht

leim schattig. Ordentliches

Exemplar. 470,–

Wohl einzige Ausgabe – Nicht nur

technisch sondern auch kultur- und

wirtschaftshistorisch interessante

Abhandlung. Die Tafel in 2° zeigt 40

Figuren und vermittelt einen genauen

Eindruck über den Arbeitsplatz, die

Werkzeuge, einzelne Stadien der Fabrikation

sowie verschiedene Modelle

von Schwarzwalduhren – Selten.

Eisenbahn – Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. [Hrsg.:]

Röll, [Viktor] von. 2. [überarbeitete und vermehrte] Auflage.

10 Bde. Berlin, Wien, Urban & Schwarzenberg 1912–1924. 4°.

ca. 5400 pp., ca. 3500 Textabb., ca. 65 Taf., ca. 30 farb. Kart.

[So komplett]. Original Halbleinwand. Ordentliche Reihe.

Titelblätter mit mehreren alten Stempeln. Sonst sauberes Archivexemplar.

980,–

Standardwerk, hier mit den meist fehlenden Bänden 9 und 10.

Aratus Solensis (Aratos von Soloi) - Maass, Ernst: Commentariorum

in Aratum reliquiae. Collegit recensuit prolegomenis

indicibusque instruxit. Berlin, Weidmann 1898. Gr.8°.

LXXI, 750 pp., 1 Bl. Verlagsanzeigen, 2 Falttaf., 3 Textabb.

Zeitgenössische Halbleinwand. Schmucklos. Block etwas locker.

Vereinzelt kleinere Marginalien und Anstreichungen

von alter Hand. Sonst ordentlich. 340,–

NDB 15, 599 – Maßgebliche Abhandlung. Texte auf Grieschich, teilweise lateinisch

übersetzt. Texts by Greek and Latin writers; some of the Greek texts

with Latin translations.

Radioaktivität – Rutherford, E[rnest]: Radioaktive Substanzen

und ihre Strahlungen. [Handbuch der Radiologie. Bd. 2.

]. Leipzig, Akademische Verlagsgesellschaft 1913. Gr.8°. XII,

642 pp. ca. 130 Abb. 3 Tafeln. Halbleder der Zeit mit vergoldeter

Rückenprägung. Rücken fachmännisch restauriert

(Gelenke). Kanten etwas berieben. Ecken leicht bestoßen.

Alter Stempel auf Titel. Ganz vereinzelt kleinere Bleistiftmarginalien.

Ordentliches Exemplar. Dekorativ. 270,–

DSB 12, 25; Poggendorff V, 1083 – Erste deutsche Ausgabe dieses epochemachenden

Werkes. Erschien parallel zur englischen Ausgabe. Ernest Rutherford

(1871 Nelson (NZ) – 1937 Cambridge) Nobelpreis für Chemie 1907. .

Mauren in Spanien – Lévi-Provencal, E: La péninsule ibérique

au moyen-age. D’après le kitab ar-rawd al-mi’tar fi habar

al-aktar d’ibn ‚abd al-mun‘im al-himyari ; texte arabe des

notices relatives à l’Espagne au Portugal et au Sud-ouest de

la France. Leiden, Brill 1938. 8°. XXXIV, 310; 230 pp. Original

Leinwand. 270,–

Arabisch – Französisch.

47


Stand 21 Kunsthandel Hardner

Antiquariat

Gemälde, Graphik, Zeichnungen d. 18.-20. Jh., Bücher

Autograph – Theodor Storm. Dt. Schriftsteller. 1817–1888.

E. Brief m. U. Husum, 26. Jan. 1871. 2 S. 8°. min. fingerfl.

An einen Kollegen, über eine engl. Übersetzung von „Immensee“:

„[…] es ist allerdings vor 10 oder 12 Jahren – so

meine ich – bei Brunn in Münster eine mgl. Übersetzung von

„Immensee“ erschienen, worin unter Th. Fontane´s Revision

namentlich die Übertragung der Lieder einigermaßen gelungen

ist […] Diese Übersetzung von einer Miss Helen Clarck,

ist aber in England wohl nicht sehr bekannt geworden, und

dürfte einer neuen … Veröffentlichung in einer Zeitschrift

nicht entgegenstehen. […]“ 1.400,–

Brasilien. Martius, C. F. P. Von dem Rechtszustande unter

den Ureinwohnern Brasiliens. München, Lindauer, 1832. Beigeb.

Übersicht der verschiedenen indianischen Völkerschaften,

Stämme und Horden in Brasilien. Lithogr. Kte. IV, 86, 20

S. Goldschn. Pbd. d. Zt. – Einzige Ausg. Selten. Aus adliger

Slg. Bibl.schild auf Deckel, Einbd. best. 600,–

Eine Abhandlung, gelesen in der öffentlichen Sitzung der Königl. Bayer. Akademie

der Wissenschaften, zur Feier ihres dreiundsiebzigsten Stiftungstages

am 28. März 1832.

Brunovský, Albin. Slowak. Maler, Graph. 1935–1997. Das

trunkene Schiff. Fünf Radierungen (zu Gedichten von Arthur

Rimbaud). Dresden, Eikon Grafik-Presse im Verlag der

Kunst, 1983. Gr.-2°. 2 Bl., 5 vom Künstler sign. und bez.

Rad., lose in OLwd.-Kassette. – Nr. 25 von 100 Ex. gering

best. 1.800,–

Flensburg – Käte Lassen. Dt. Malerin. 1880–1956. Aus den

alten Winkeln der Stadt. Farblithogr. Tit. und 12 farblithogr.

Taf. nach Zeichnungen von Käte Lassen. Gr.-2°. München,

Wolf & Sohn, 1910. Lithogr. Pp.-Mappe. – Beschauliche

Steinzeichnungen der Jugendstilzeit, die die Künstlerin ihrer

Heimatstadt gewidmet hat. einige Taf. min. fl. 2.200,–

Fotobuch – Helmar Lerski. Schweiz. Fotograf. 1871–1956.

Köpfe des Alltags. Unbekannte Menschen gesehen von

Helmar Lerski. 80 Lichtbilder. Mit einer Einleitung von Curt

Glaser. Berlin, Reckendorf, 1931. 4°. OLwd. 600,–

Grevedon, Henri. Franz. Maler, Lithogr. 1776–1860. Alphabet

des Dames ou recueil de Vingt-cinq Portraits de Fantaisie.

Lithographiés par Henri Grevedon. Paris, Potrelle, (um

1830). Gr.-2°. Tit. und 25 Lithogr. goldgepräg. Hldr. d. Zt.

– Porträtsammlung schöner Französinnen aus adliger Bibl.

Lithogr. gering stockfl. 1.100,–

48

Neustädter Markt 11

01097 Dresden

Telefon: +49 (0)351 8030758

Mobil: +49 (0)171 2649563

E-Mail: antik.hardner@arcor.de

www.kunsthandel-hardner.de

Hallische Jahrbücher für deutsche Wissenschaft und Kunst.

Hrsg. von Arnold Ruge und Theodor Echtermeyer. 2 Bde.

1. Jg. (Nr. 1–312) und 3. Jg. (Nr. 2–312). Leipzig, Wigand,

1838/1840. 4°. Je Tit., Inhaltsverz. und 2496 Sp. Im Anhang

das parallel ersch. Intelligenzblatt (1838 Nr. 1–12/1840 Nr.

1–4, 6). Pp.bde. d. Zt. S. stellenw. fl., Einbde. läd. 750,–

Begründet von Ruge und Echtermeyer erschienen die Jahrbücher 6 Mal pro

Woche und waren wichtigstes publizistisches Organ der Junghegelianer, die

mit ihrem gesellschaftskritischen Geist wesentlich zur deutschen Demokratiebewegung

beitrugen. Autoren, neben den Herausgebern, waren z.B. Julius

Frauenstädt, Adolf Stahr, Jacob Grimm, Karl Rosenkranz, Hermann Franck, K.

A. Varnhagen v. Ense.

Der radikal-liberale Inhalt der Jahrbücher führte nach Zensur und Verbot durch

die preußische Regierung im Frühjahr 1841 zur Übersiedlung der Redaktion

nach Dresden. Nun erschienen sie unter dem Titel „Deutsche Jahrbücher…“,

bis diese im Januar 1843 auch von Sachsen unterdrückt und ein Wiedererscheinen

für das gesamte Gebiet des Deutschen Bundes verhindert wurde.

Hofmann, Ludwig von. Dt. Maler, Graph. 1861–1945. Homer

– Ilias, Odyssee. 2 Bde. Deutsch v. J. H. Voss. Berlin, Askanischer

Verlag, 1923/24. 4°. Mit zahlr. Holzschnitten von L.

v. Hofmann. Fünfter Behmer-Druck bei Otto von Holten. 420

S., 4 Bl. 336 S, 4 Bl. Kopfgoldschn. goldgepräg. OPgt. – Nr.

218 (Ilias) und Nr. 59 (Odyssee) von je 250 Ex. der handgeb.

Ausgabe in Ganzpergament (Gesamtaufl. 1000 Ex.). Jeweils

von L. v. H. im Druckvermerk sign. Einbd. u. S.ränder

gebr. 1.100,–

Kreidolf, Ernst. Schweiz. Kinderbuchillustrator. 1863–1956.

„Käfer im Märchenwald“. Unten rechts signiert: E. Kreidolf.

Aquarell/Gouache auf schw. Papier montiert, auf diesem

eigenh. bez.: „S. L. F. Avenarius E. Kreidolf“. 21 × 25 cm.

– vermutlich Geschenk an Ferdinand Avenarius (dt. Dicher

u. Gründer der Zeitschrift „Der Kunstwart“). Entwurf Kinderbuch?

1.600,–

Künstlerbuch – Richard Janthur. Dt. Maler, Graph. 1883–

1950. Die Gazelle. Berlin, Schneider, o. J. (1922). 4°. 44 Bl.

Titel, Text mit 58 Randzeichnungen und 10 ganzseitige Illustr.

auf echtem handgeschöpftem Bütten – alles lithogr. und

handkoloriert, die 10 Tafeln vom Künstler eigenh. sign. Kopfgoldschn.

Roter Ledereinband mit goldgepr. Deckelvign., Rücken-

und Kantenverzierung. – Nr. 13 von 200 handgeb. Ex.

(Gesamtaufl.), der Druckvermerk vom Künstler sign. und

num. Vorzügliche Erhaltung. 3.200,–

Kuhnert, Wilhelm. Dt. Tiermaler. 1865–1926. Meine Tiere.

Die Radierungen Wilhelm Kuhnerts. Einführung von F.

Meyer-Schönbrunn. Beschreibung und Verzeichnis der Rad.

von H. Hirzel. Mit 1 sign. und num. ORad. d. Künstlers. Ber-


lin, Hobbing, [1925]. Gr.-4°. XXVI S., 1 Bl., 115 mont. Taf., 31

S., zahlr. Ill. im Text. Kopfgoldschn. OLdr. – Nr. 22 von 100

Ex. der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Hirzel 115). S. tlw. fl.,

Einbd. fl., best. 1.200,–

Kunstmagazin – Cahiers d´art. 2 Bde. in je 10 Heften.

3. u. 6. Jg. Paris, 1928/31. 4°. Beiträge mit zahlr. Abb. u.

a. über Künstler der Klassischen Moderne wie Matisse, Braque,

Picasso, Arp, Chagall, Klee, Legér, van der Rohe. Zahlr.

Anzeigen bedeutender Galerien. Je 456 S. mit Inhaltsverz.

Schlichte schw. Lwd. Je 500,–

Das Magazin erschien von 1926–1960, galt als wichtige französische Kunstzeitschrift

und zeichnete sich durch hohe Qualität der Beiträge und der Aufmachung

aus.

Nürnberg – Kupferstiche. Prospecte aller Nürnbergischen

Städtlein, Markt-Flecken und Pfarr-Dörffer accurat abgezeichnet

von M. G. Lampferdtinger. 63 (von 70) Kupfertafeln

mit dtsch. und franz. Tit. auf Bütten von Christoph

Melchior Roth. Nürnberg, Gebrüder Roth, 1760. 21×35 cm.

Gr. d. Darst. 17,5×26,5 cm. Zu jeder Ansicht beigeb. 1 Bl.

mit hs. Auflist. d. Ortspfarrer in der Zeit vom 16. bis 18. Jh.

1 hs. Reg. liegt bei. Pbd. d. Zt. – Seltene, fast kpl. Slg. der

reizvollen Stiche. tlw. fleckig, Einbd. läd. 8.500,–

New York – Villa. Salomon, William. One Thousand and

Twenty Fifth Avenue. New York, Selbstverlag, 1912. 2°. 55

Photogravüren nach Aufnahmen von Lillian Baynes Griffin.

2 Bl., 55 Taf., davor je 1 Seidenpap. OPp. – Der in nur kleiner

Auflage erschienene Bildband zeigt den Eingangsbereich, das

Treppenhaus und alle Räume der prachtvoll mit Kunstwerken

ausgestatteten Villa des Bankiers William Salomon auf der

Fifth Avenue in New York. 2 kl. Orig.fotos anbei (Nordseite

Palmenzimmer, Decke d. Badezimmers). Widm. auf Vors.,

Einbd. läd. 750,–

Macke

William Salomon (geb. 1852), Manager und Finanzier in New York, gründete

1902 das Bankhaus William Salomon & Co.

Paris. Gesamtansicht aus der Ballonperspektive vom Arc

de Triomphe über die Pariser Innenstadt. Kolorierte Lithographie

von Laurent Deroy. Paris, Lemercier & Comp., (um

1860). Blattgr. 56,5×76,5 cm. Gr. d. Darst. 45,5×66 cm.

außerhalb d. Darst. gebr. u. fl. 1.500,–

Laurent Deroy, franz. Lithograph u. Aquarellmaler (1797–1886, Paris), „…

seit 1831 beschickte er dann,…, ziemlich regelmäßig den Salon, teils mit Architektur-

und Landschaftsaquarellen, teils mit Lithographien nach eigenem

Entwurf,…“ (Lit. Thieme-Becker)

Rheinischer Expressionist. Macke, Helmuth. 1894–1936.

„Vorbeiziehende Soldaten vor elegantem Publikum auf einer

Freitreppe in einer Stadt.“ Aquarell. Sign. „Helmuth Macke

Juli 1916“. 23×30 cm. 2.200,–

Wallace, Alfred Russel. Beiträge zur Theorie der natürlichen

Zuchtwahl. Autorisierte dt. Ausg. von Adolf Bernhard Meyer.

Erlangen, Besold, 1870. 8°. 1 Bl., XVIII, 434 S. Hldr. d. Zt.

Einbd. berieb./ 480,–

Neben Charles Darwin hat der britische Naturforscher und Philosoph Alfred

Russel Wallace (1823–1913) einen ebenso bedeutenden Beitrag zur Formulierung

der Evolutionstheorie geleistet.

Wasserbaukunst. Praktische Anweisung zur Wasserbaukunst.

Hrsg. von D. Gilly und J. A. Eytelwein. 4 Hefte in 1

Bd. 1. Aufl. Hefte 2–4 und 2. Aufl. Heft 1. Berlin, 1803–1809.

Gr.-8°. 47 Faltkupfertaf. 80 S., 4 Bl., 204 S., 3 Bl., 92 S. Hldr.

d. Zt. – Bedeutendes Werk zur Wasserbaukunst zweier preußischer

Ingenieure. Einband restauriert, innen gute Erhaltung

1.200,–

Heft 1: Von den Pfählen, den Rammen und den Fangdämmen. Heft 2: Von den

Maschinen, zum Ausschöpfen des Wassers aus dem Grundbaue. Heft 3: Von

den Bollwerken und Futtermauern. Heft 4: Vom Bau der Schiffahrtsschleusen.

Paris Janthur

Nürnberger Land

Janthur

49


Stand 40

Antiquariat Ulrich Heider

Heartfield – Direction 2,8. Exiled German Writers. Darien,

1939. 40 S. mit zahlreichen Abbildungen, u.a. Fotos von

Lotte Jacobi und 3 Collagen (incl. Umschlag) von Heartfield.

4°. Orig.-Umschlag (Rücken leicht knittrig und minimal lädiert).

800,–

Von Wieland Herzfelde redigiertes Themenheft mit Beiträgen u.a. von Paul

Tillich, Bertolt Brecht, Ernst Bloch, Bertolt Viertel, Klaus Mann, Oskar Maria

Graf (gutes, innen schönes Exemplar).

Mann, Klaus (ed.): Decision. A Review of free Culture. Vol.

I, No. 1–6; Vol. II, 1–6, Vol. III, 1–2 (alles Erschienene) in 12

Heften. New York, 1941–1942. Zus. ca. 1085 S. mit jeweils

einigen Abbildungen im Text und auf Tafeln. 8°. Orig.-Umschläge

(teils etwas knittrig). 1.000,–

Vollständige Reihe der wichtigen Exilzeitschrift in Einzelheften mit dem beiliegenden

achtseitigen Index. Literarische Beiträge u.a. von Thomas Mann, der

auch als ‚chairman‘ des ‚board of editorial advisors‘ zeichnete, Stefan Zweig,

Heinrich Mann, Franz Werfel, Erich von Stroheim, W.H. Auden, Virginia

Woolf, Sherwood Anderson, Julien Green.

Mynona (i.e. Salomon Friedländer) – 3 lange ms. Briefe mit

eigenhändiger Unterschrift an seine Schwester Anna Samuel

vom 8.5. und 5.6.1935 und aus dem Jahr 1940. Insgesamt 8

dicht beschriebene Seiten. 3.400,–

Engbeschriebene Seiten Mynonas an seine Schwester aus dem Pariser Exil.

Er schildert die Fährnisse der Exilanten-Existenz, berichtet von politischen

Gerüchten und ist vor allem intensiv bemüht, eine philosophische Haltung zu

50

Brunhildplatz 12

50739 Köln

Tel.: +49(0)221 3797558

Fax: +49(0)3212 1425708

Messetelefon: +49(0)163 4206674

E-Mail: ulrich.heider@gmx.de

den grausamen Geschehnissen zu finden. Seine Philosophie steht hier auf dem

eigenen Prüfstand. Bedeutende Briefe aus einer „teuflischen Zeit“.

Torberg, Friedrich. – 6 ms., signierte Briefe, ein Brief und

zwei Postkarten handschriftlich an Anuschka Deutsch vom

4.1.1955–27.12.1978. Zusammen 10 Blatt. 2.400,–

Anuschka war mit Ernst Deutsch (1890–1969) verheiratet. Torberg schreibt

über die Tante Jolesch – sein wohl bekanntestes Werk (1975), „das ja zum

großen Teil aus getarnten Memoiren besteht“ (6.12.1974) – und befragt

Deutsch über Anekdoten, deren genaue Umstände er vergessen hat. Daneben

finden sich immer durchaus unterhaltsame persönliche Anmerkungen und

Kommentare.

Vormweg – Böll, Grass und die anderen, Briefe

an Heinrich Vormweg

Heinrich Vormweg (1928–2004) schrieb Monographien zum

Werk von Grass, Peter Weiss und Böll. Mit Böll war er von

etwa 1978 bis zu dessen Tod befreundet. Er gab die Zeitschrift

L76 mit Heißenbüttel heraus. Er arbeitete für den SWF, die

Zeit usw. Sicher einer der einflussreichsten Literaturkritiker

der 70er und 80er Jahre. Geschätzt von seinen Autoren erfuhr

er Einiges aus erster Hand. Die Briefe von Böll und Grass machen

dies deutlich. 26 weitere Briefe verschiedener Absender

(Weiss, Koeppen, Habermas, Dutschke) werden angeboten.


Böll, Heinrich – 18 Briefe

und Schriftstücke aus

den Jahren 1976–1985 an

Heinrich Vormweg, meist

ms. mit handschriftlichen

Korrekturen und Signatur,

einige hs., teils mit Umschlag.

3.200,–

„Lieber Heinrich, ich schicke Dir hier

einen handfesten Beweis der Reich-

Ranicki-Literaturbarbarei.“ heißt es

in einem Brief vom 27.4.1981 (mit

angehängtem „Beweis“ in Kopie).

Böll berichtet über Manuskripte und

Korrekturen, literarische Pläne, diverse

Reisen. Hochinteressantes Konvolut

mit einem postumen Schreiben

Annemarie Bölls an Vormweg.

Grass, Günter – 24 Briefe

an Heinrich Vormweg

aus den Jahren 1965–

2002. 3.000,–

Grass, Böll und Carola Stern gaben

die L76 heraus, Vormweg war Redakteur. Grass schrieb für die Zeitschrift, ließ

Vormweg literarische Neuentdeckungen zukommen. Die Briefe gehören in den

Kontext dieser Zusammenarbeit. Anmerkungen zum Literaturbetrieb und zu

politischen Themen fehlen nicht. Einige spätere Briefe zum Buch Vormwegs

über Grass, davon deutet 1 (mit einem Durchschlag des Antwortschreibens an

Grass) über eine Trübung in der Beziehung an.

Dutschke, Rudi – Ms. Brief mit Unterschrift (Rudi D.)

an Vormweg vom 8.11.1978 aus Aarhus, Dänemark. 1 S.

DinA4. 800,–

„Der asiatische Imperialismus chinesischer Prägung mit Mauer-Tradition und

anderen Tendenzen scheint mir in der Gegenwart (…) nicht unterwähnenswert

[sic!] zu sein (…).“ Dutschke schlägt Vormweg ein entsprechendes Buchprojekt

vor, erinnert nebenbei noch an ausstehende Honorare (gefaltet und

leicht knittrig).

Recueil de Planches, sur les sciences, les arts méchaniques,

avec leur explication. Tome premier. Livourne, l’Imprimerie

des Éditeurs, 1771. 2 Bll. Titelei mit Kupfervignette,

3 S., 19 S., 83 Tafeln (recte 80, davon 3 gefaltet), 2 S., 4 Tafeln

(84–87), 22 S., 33 Tafeln (88–120), 1 S., 11 Tafeln (121–132, 1

gefaltet), 20 S., 68 Tafeln (133–213, 13 gefaltet), 1 S. 2 Tafeln,

3 S., 8 Tafeln (216–224, 1 gefaltet), 7 S., 38 Tafeln (225–262,

1 Nr. doppelt), 2 S., 7 Tafeln (263–269).2°. Halbleder der Zeit

mit 2 Lederrückenschildchen (etwas bestoßen und berieben,

kleiner Wurmgang am oberen Kapital). 3.000,–

Prächtiger Tafelband zur Enzyklopädie von Diderot, d’Alembert in 3. Auflage

mit den Abteilungen: Agriculture, Aiguillier, Anatomie, Antiquité, Architecture,

Argenteur, Armourier und Arquebusier, Art Militaire, Artificier (eine

Textseite am oberen Rand hinterlegt, die Tafeln klar und frisch, gutes, innen

sehr gutes Exemplar).

Surius, Laurentius: Kurzte Chronick oder Beschreibung der

vornembsten händeln und geschichten / so sich beide in Religions

und weltlichen sachen / fast in der gantzen Welt zugetragen

/ vom jar unsers lieben Herrn M.D. biß auff sas jar

MDLXVIII. Köln, Erwin Calenius und Johan Quentels Erben,

1568. Titel in rot und schwarz mit gest. Druckermarke, 5 Bll.,

377 gez. Blätter (754 S.), 1 weißes Bl. (Bll. 77–79 doppelt),

1 weißes Bl. 4°. Schweinslederband der Zeit auf 4 Bünden

über Holzdeckeln mit 2 intakten Schließen, flächiges Dekor

mit blindgeprägten Rollenstempeln auf beiden Deckeln,

handschriftlicher Rückentitel (Fehlstellen im Bezug an den

Stehkanten und am unteren Rücken). 1.000,–

Erste deutsche Ausgabe dieser Chronik der Religionskriege, verfasst von dem

Kölner Kartäuser Surius (schönes Exemplar).

Volkna, Johann (i.e. Friedrich II. von Preußen): Politisches

deutsches Glossarium … ad instructionem privatam verfertiget.

Utopien, Peter Marteau, 1757. 4 Bll., 184 S. 8°. Pappband

der Zeit (etwas berieben) 800,–

Erste Ausgabe der satirischen Schrift Friedrichs des Großen in Form eines

Wörterbuches politischer Begriffe (Name auf Titel).

51


Stand 42 Antiquariat Held Payerstr. 8

70184 Stuttgart

Tel.: +49 (0)711 626032

Reisen – Völkerkunde – Aussereuropäische Kunst

Textilien – Kleidung – Mode – Tracht – Schmuck

Besuche nach Vereinbarung

Afrika – Stumme, Hans. Grammatik des tunisischen Arabisch

nebst Glossar. Leipzig, Hinrichs, 1896. 1 Bl. (Anzeigen),

VIII, 1 Bl., 183 S. Privates, goldgepr. Leinen der Zeit,

dieses fleckig u. bestoßen. Gesprenkelter Schnitt, dieser teils

gering fleckig. Kleines Exlibris auf dem Vorsatz, gelegentlich

etwas fleckig, sonst gutes Exemplar. 220,–

Afrika – Stumme, Hans. Tripolitanisch-tunisische Beduinenlieder.

Leipzig, Hinrichs, 1894. Mit 8 Notenbeispielen. 1 w.

Bl., IX, 153 S. u. 1 w. Bl. Gr. 8°. Privates, goldgepr. Leinen

der Zeit, dieses fleckig, berieben u. bestoßen. Gesprenkelter

Schnitt, dieser teils leicht fleckig. Kleines Exlibris auf

dem Vorsatz, stellenweise etwas fleckig, sonst gutes Exemplar.

140,–

Asien – Chinese Porcelain. The S.C.Ko Tianminlou Collection.

Part I and Part II. Hong Kong, Urban Council, 1987.

Mit 613 farb. Abb. u. 10 (davon 2 wiederholten) Illustr. 29

S., 167 Bl. bzw. 237 S. u. 1 Bl. Kl. Folio. Blindgepr. OLn. Im

Schuber. Rückentitel mit Silberprägung leicht gebleicht. Einbände

tls. ganz unwesentlich fleckig, Schuber gering fleckig

u. gebleicht, sonst gute Exemplare. 600,–

Text in Englisch und Chinesisch.

Asien – Conder, Josiah. Landscape Gardening in Japan &

Supplement to Landscape Gardening in Japan. 2 Bände.

Yokohama u. a./London, Kelly and Walsh/Sampson Low,

Marston & Company, 1893. Mit 1 Plantafel, 12 getönten Tafeln,

zahlreichen Illustr. auf 24 Tafeln, sowie 54, tls. mehrtlg.

52

Conder. Landscape Gardening in Japan.

Fax: +49 (0)711 628798

E-Mail: antiquariat-held@t-online.de

www.antiquariat-held.de

Illustr., Plänen u. Grundrissen im Text bzw. 60 Abb. auf 40

Tafeln, davon 34 mit Erläuterungen auf einem vorgeschalteten

Beiblatt. 1 w. Bl., XI, 161 S. bzw. 1 w. Bl., 4 Bl. Kl. Folio.

Dekorativ illustr., gold- u. blindgepr. OLn., dieses etwas fleckig,

berieben u. bestoßen, an den Kapitalen gering defekt.

Namensschild a. d. Vorsätzen, stellenweise etwas gebräunt

u. gelegentlich gering fleckig, vereinzelt schwach geknickt.

Band 1: 2 Blatt mit kleinem Riß im Rand. Band 2: Etwas

stärker berieben u. tls. durchgehend bestoßen bzw. geknickt,

der Vorsatz mit kleinem Riß. 850,–

Nicht bei Cordier. Die Collotypien im Supplementband von K. Ogawa.

Asien – D’Ardenne de Tizac, H. Chinesische Tierplastik

und Tierbilder. Eine Sammlung von Beispielen. Ausgewählt

und beschrieben v. H. d’Ardenne de Tizac. Berlin, Wasmuth,

um 1922. Mit 7 montierten, farb. Abb. auf 6 Tafeln und 86

Abb. auf 44 Tafeln, jeweils mit Erläuterungen auf einem vorgeschalteten

Beiblatt. 6 Bl. Kl. Folio. Illustr., goldgepr. OLn.,

dieses etwas berieben u. mit Feuchtigkeitsfleck an der rückseitigen

Oberkante, der Rücken schwach gebleicht und am

unteren Kapital minimal defekt. Kopfgoldschnitt. Stempel a.

d. Vorsatz, stellenweise etwas fleckig, 1 Beiblatt geknickt, die

letzten Tafeln und Beiblatt im oberen Eck leicht gewellt, mit

Wasser- und Farbrand. 550,–

Exemplar 98 von 200 Exemplaren. Das Werk entstand auf Grund einer Ausstellung

im Museum Cernuschi (Paris) mit wichtigen Stücken aus Sammlungen in

Paris, London und Brüssel.

Asien – Krahl, Regina. Chinese Ceramics in the Topkapi

Saray Museum Istanbul. A Complete Catalogue. In collaboration

with Nurdan Erbahar. Edited by John Ayers. 3 Bände.

London, Sotheby/Wilson, 1986. Kl. Folio. Gold- u. farbgepr.

OLn mit OSchutzumschlag. Kopfgoldschnitt. Jeweils im

Schuber, diese tls. etwas fleckig. Gute Exemplare. 1.250,–

Band I: Historical Introductions. Yuan and Ming Dynasty Celadon Wares. With

historical studies by Ünsal Yücel and Julian Raby. Mit 1 Karte, 1 Plan, 1168 (34

farb.) Abb. (darunter ca. 379 Marken und Inschriften) u. 27 Diagrammen. 2

Bl., 376 S. Mit ausführlicher Bibliographie (S. 177–193) u. Index. Band II: Yuan

and Ming Dynasty Porcelains. Mit 1996 (127 farb.) Abb. u. 2 Illustr. S. 377–900.

Band III: Qing Dynasty Porcelains. Mit 1986 (50 farb.) Abb. S. 901–1381 u. 1 w.

Bl. Nummer 102 von 1500 Exemplaren.

Asien – Scrépel, Henri. Les paravents japonais de paysages.

4 Bände. Paris, Scrépel, 1982. Mit 75 farb. (4 zweigeteilten),

(2 dreifach) gefalteten Abb. auf 43 (34 dreifach u. 9 zweifach)

gefalteten Tafeln (davon 2 schmal). 6 Bl., 4 Bl., 4 Bl.

u. 2 Bl. Folio. Goldfarbene Originalpappflügelmappen mit

Schutzumschlag, jeweils im goldfarbenen Originalschuber.

Texte in Goldfarbe gedruckt. Die Flügel im Falz tls. gering


eingerissen, ganz vereinzelt minimale Knickspuren. Band 1:

Im oberen Eck tls. durchgehend etwas bestoßen, sonst gute

Exemplare dieses prächtigen Werkes. 1.800,–

Exemplar Nummer 1597 von 1950 (gesamt 2025). Band 1: 1500–1650; Band 2:

1550–1700; Band 3: 1600–1750; Band 4: 1575–1825.

Handarbeiten – Bocher, Emmanuel. Manuel des travaux à

l’aiguille. Technique, Modèles divers. Procédés d’exécution.

5 Bände. Paris, Morgand, 1911/1912/1913/1914/1919. Leinenbände

der Zeit mit goldgeprägtem Lederrückenschild.

Die OBroschuren (tls. etwas geknickt, angestaubt u. fleckig)

jeweils beigebunden. 2.500,–

Band I: Le Filet Brodé. Bibliographie des ouvrages dits à dentelles. Mit 118

Illustr. 1 w. Bl., 2 Bl., 294 S., 2 w. Bl. Folio. Kopfschnitt, ansonsten unbeschnitten.

Papierbedingt vereinzelt leicht gebräunt, ein Blatt unwesentlich fleckig, 2

Blatt mit winzigem Riß im Rand. Band II: La Frivolité. Mit 255 Abb. u. 2 (einer

mehrteiligen) Illustr. 1 w. Bl., 2 Bl., 236 S. u. 1 w. Bl. Kl. Folio. Ganz vereinzelt

unwesentlich fleckig. Band III: Les Glands des XVIe & XVIIe Siècles. Mit 84

Abb. u. ca. 395 Illustr. 1 w. Bl., 2 Bl., 279 S. u. 1 w. Bl. Folio. Kopfschnitt,

ansonsten unbeschnitten. Papierbedingt tls. leicht gebräunt u. etwas fleckig,

im vorderen Teil schwach gewellt,teils leicht angerändert und im Eck geknickt.

Band IV: Les Cordes, Tresses, Noeuds. Mit 234 Abb. u. ca. 617 Illustr. 1 w. Bl.,

2 Bl., 267 S. u. 1 w. Bl. Kl. Folio. Band V: Le Macramé. Mit 275 Abb. u. 340

(18 zweifarb.) Illustr. 2 Bl., 442 S. u. 1 w. Bl. Kl. Folio. Einbandkanten tls. beschabt.

OBroschur mit zwei hinterlegten Einrissen, wenige Blatt im Eck leicht

geknickt bzw. mit winziger Fehlstelle. In dieser Vollständigkeit äußerst selten.

Nicht bei Lipperheide, Hiler u. Colas. Marquet de Vasselot/Weigert (S. 270)

und Siegelaub (S. 51) erwähnen nur den ersten der fünf vorliegenden Bände.

Mode und Kostümgeschichte – Mohrbutter, Alfred. Das

Kleid der Frau mit weiteren Entwürfen von Peter Behrens,

H. van de Velde, Else Oppler, Anna Muthesius, Emmy Friling,

Else von Hahn, Marie Hartmann, Rudolf und Fia Wille,

Frieda Petersen, Clara Möller, Louise Matz u. a. Ein Beitrag

zur künstlerischen Gestaltung des Frauen-Kleides. Darmstadt/Leipzig,

Koch, um 1904. Mit 2 Titelillustr., 8 montierten,

farb. Abb., 32 Farbmustern, 69 Abb. u. 4 Zierstücken.

99 S. u. 2 Bl. (Anzeigen). 4°. Goldgepr. OPbd., dieser gering

fleckig, berieben u. bestoßen. Rücken am oberen Kapital geklebt.

Stempel auf Vorsatz, Vortitel und Titel, der Vorsatz

im Eck leicht gewellt, 2 Blatt gering verklebt, gelegentlich

gering fleckig u. tls. leicht angerändert, sonst gutes Exemplar.

600,–

Colas 2110 ; Hiler 623 ; Larrass S 70 ; Lipperheide Nh110.

Tapisserien – Böttiger, John. Svenska Statens Samling af

Väfda Tapeter. Historik och Beskrifvande Förteckning. La

Collection des Tapisseries de l’État Suédois. Übers. v. Gaston

Lévy-Ullmann. Stockholm, Fröléen & Comp., 1898. Kl.

Folio. Dekorative, goldgeprägte Halblederbände der Zeit mit

Lederecken, Rückenschild und Buntpapierbezügen. Kopfgoldschnitt.

Marmorierte Vorsätze. Jeweils mit Buchhandelsu.

Buchbindermärkchen a. d. Vorsatz. Die OBroschuren

beigebunden. Die Einbände tls. minimal berieben u. ganz

unwesentlich bestoßen. Vereinzelt etwas fleckig, insgesamt

aber sehr gute Exemplare. Nr. 95 von 200 nummerierten

Exemplaren. 3.200,–

Marquet de Vasselot/Weigert S. 182; Siegelaub S. 530 (beide geben als Erscheinungsjahre

1855–1898 an). Band 1: Tapetsamlingarna och Tapetväfveriet

under Femtonhundratalet. Mit 11 Tafeln, 19 Abb., 4 Illustr. u. 1 Signatur. (1 w.

Bl.), 1 Bl., 2 Bl., 100 S., (1 w. Bl.); Band 2: Tapetsamlingarna och Tapetväfveriet

under 1600- och 1700-Talen. 44 Abb. auf 43 Tafeln, 42 Abb., 1 Illustr. u. einigen

Signaturen. (1 w. Bl.), 1 Bl., 182 S., (1 w. Bl.); Band 3: Tapetsamlingen under

1800-Talet Beskrifvande Förteckning. 169 Abb. auf 97 Tafeln (davon 10 mit

Begleittext auf vorgebundenem Beiblatt), 13 Abb. u. einigen Signaturen. (1 w.

Bl.), 1 Bl., 92 S., 1 Bl., (1 w. Bl.). An der Tafelnummerierung tls. etwas knapp

beschnitten; Band 4: Résumé de l’Édition Suédoise. Mit 2 Tafeln. (1 w. Bl.), 1

Bl., 3 Bl., 145 S., 1 Bl., (1 w. Bl.). Vorder- und Unterkante unbeschnitten. Die

Einbände vom Stockholmer Hofbuchbinder Hedberg.

Vorderer Orient – Diez, Heinrich Friedrich von. Über Inhalt

und Vortrag, Entstehung und Schicksale des königlichen

Buchs, eines Werks von der Regierungskunst, als Ankündigung

einer Uebersetzung nebst Probe aus dem Türkisch –

Persisch – Arabischen des Waassi Aly Dschelebi. Berlin, in

Commission der Nicolaischen Buchhandlung, 1811. 1 Bl., 214

S. Neuer Halblederband mit blindgeprägtem Rücken. Das Titelblatt

fleckig u. mit Namensstempel, eine Seite mit kleiner

Anstreichung im Rand, ein Blatt mit kleinem Riß im weißen

Rand, sonst gutes, nahezu fleckenfreies Exemplar. 450,–

Vorderer Orient – Hammer (-Purgstall), Joseph von.

Baki’s, des größten türkischen Lyrikers, Diwan. Zum ersten

Mahle ganz verdeutscht. Wien, Beck, 1825. L, 142 S. u. 1 Bl.

Gold- u. blindgeprägtes Leinen der Zeit, dieses teils schwach

fleckig, etwas berieben u. bestoßen. Marmorierter Schnitt.

Etwas fleckig, einige Blatt am Innensteg leicht defekt, sonst

gutes Exemplar. 320,–

Vorderer Orient – Mayeux, F. J. Les Bédouins, ou Arabes

du Désert. Ouvrage publié d’après les notes inédites de Dom

Raphael, sur les moeurs, usages, lois, coutumes civiles et

religieuses de ces peuples. 3 Bände. Paris, Ferra, 1816. Mit

zusammen 24 Tafeln. 1 w. Bl., X, 238 S. u. 1 w. Bl; 1 w. Bl.,

2 Bl., 166 S. u. 1 w. Bl.; 1 w. Bl., 2 Bl., 219 S. u. 1 w. Bl. Kl.

8°. Goldgepr. Pappbände d. Zeit., diese etwas fleckig, gering

berieben u. bestoßen. Schnitt etwas fleckig. Mit Stempel

(jeweils a. d. Vortitel), wenige Blatt leicht angerändert, die

Tafeln tls. mit schmalem Wasserrrand. Band 2: 1 Blatt mit

hinterlegtem Riß im weißen Rand, 2 Blatt mit winziger Fehlstelle

im Eck, 1 Blatt im Rand gering fransig; Band 3: Kleiner

Riß im Vortitel, sonst gute Exemplare. 600,–

Gay 1206 u. 3587; Scholz M256; Nicht bei Ibrahim-Hilmy. Die Illustrationen

schuf F. Massard. Mit eingehender Beschreibung der Stämme von Ägypten

bis Syrien.

Vorderer Orient – Türkische Gewänder und osmanische

Gesellschaft im achtzehnten Jahrhundert. Facsimile-Ausgabe

des Codex „Les Portraits des Differens habillemens qui sont

en Usage à Costantinople et dans tout la Turquie“ aus dem

Besitz des Deutschen Archäologischen Institutes in Istanbul.

Vorwort von Rudolf Naumann. Hrsg. u. eingeführt von Klaus

Tuchelt. Graz, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, 1966.

Mit 1 Tafel (faksimiliertes Titelblatt), 209 (1 gefalteten) farb.

Tafeln u. 2 Illustr. VIII, 120 S. u. 1 Bl. 4°. OLn. mit goldgepr.

Rückentitel. Das obere Eck durchgehend etwas bestoßen,

Namenschild auf dem Vorsatz, die Unterkante tls. minimal

angerändert, sonst gutes Exemplar. 650,–

Nicht bei Creswell, Lipperheide u. Siegelaub.

53


Stand 46

Graphikantiquariat Koenitz

Vier Geschäfte in Leipzig und Dresden:

Kunst auf Papier aller Art und jeder Zeit · Buchantiquariat ·

Galerie für Kunst des 20. Jahrhunderts · Rahmenwerkstatt

Prospectus Amphitheatri Anatomici Constructi Regnante

Ludovico Magno, cureat sumptibus societatis Regiae

Chirurgorum Parisiensium An.M.D.C.XCIV. Veüe de l’Amphithéatre

anatomique construit… Sous le régne de Loüis le

grand, Par les soins et aux dépens de la Compagnie Royalle

des M.es Chirurgiens de Paris. Altkolorierter Kupferstich von

Charles Simonneau (1645–1728) und Adam Perelle (1638–

1695) nach einer zeichnerischen Vorlage von Antoine Dieu

(1662–1727), 1694. Ca. 51×38,4 cm (Platte), 58×44 cm

(Blatt). 350,–

Seltenes Blatt mit der Darstellung des Amphithéatre anatomique, das unter

der Herrschaft von Louis XIV in Paris erbaut wurde. Das Gebäude ist auf einer

Leinwand abgebildet, die von allegorischen Engeln, u.a. der Personifikation

der Medizin, charakterisiert durch Äskulapstab und Hahn, auf Wolken schwebend

getragen wird. Darunter befindet sich eine Panoramaansicht von Paris

und der Seine (Pont Neuf) mit reicher Figurenstaffage. – Minimal fleckig, im

Kuppelbereich Rostfleck mit winzigem Loch. Leuchtendes Kolorit.

A View of the Palace of Chantilli, taken from the Principal

Entrance / Vüe du Chateau de Chantilli, prise du coté

de la Principale Entrée. Altkolorierte Radierung von Jacques

Rigaud (1681–1754), um 1750. 24,2×44,9 cm (Platte),

25,5×46,5 cm (Blatt). 400,–

Prachtvolle Darstellung von Schloss Chantilli mit dem Bauwerk in der Bildmitte,

eingefasst von Bäumen und reicher figürlicher Staffage im Vordergrund.

– Schmaler Rand, gering fleckig.

54

Markt 1 / Altes Rathaus · 04109 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 2111024

Fax: +49 (0)341 2111025

Messetelefon: +49 (0)163 2613274

E-Mail: email@graphikantiquariat-koenitz.de

Internet: www.graphikantiquariat-koenitz.de

Album der Chemnitz-Annaberger Staats-Eisenbahn. Malerische

Ansichten an der Chemnitz-Annaberger Staats-Eisenbahn

und in deren Nähe. Nach der Natur aufgenommen

vom Gerichtsamtmann Edler in Wolkenstein, lithographiert

von Hans Williard (1832–1867) in Dresden. Verlag Hermann

Graser, Annaberg. 1866. Lith. Titel, 12 getönte Lithographien,

1 lith. Karte. 14 Blatt. Originalumschlag. Gr. 4° (27×37

cm). 1.700,–

Vollständiges, äußerst seltenes Werk aus der Frühgeschichte der Eisenbahnen.

Dekorative Lithographien mit Ansichten von Annaberg, Buchholz, Wiesenbad,

Scharfenstein, Erdmannsdorf, In der Heidelbach, Augustusburg, Scharfenstein,

Floßplatz Heidelbach, Viadukt oberhalb Wiesenbad, Wolkenstein, Zschopau.

– Vier Tafeln mit kleinem, hinterlegtem Einriss im Randbereich. Einige Blätter

weisen zudem im Randbereich minimale Stockflecke auf. Bildseitig sind

sämtliche Lithographien tadellos. Umschlag mit mäßigen Gebrauchsspuren,

Rücken hinterlegt. Sehr schönes, wohlerhaltenes Exemplar.

Amann, Jost (1539–1591). „Eine Jungfraw vom Adel

im Elsaß“ und „Ein herzliche Edel Fraw in Franckreich“,

altkolorierte Holzschnitte aus dem Trachtenbuch „Habitus

praecipuorum populorum“, 1577. Ca. 35,5×24 cm

(Blatt). je 120,–

Alt montierte Holzschnitte, teilweise gering fleckig, frisches Kolorit.

Bernd, Adam (1676–1748). „Eigene Lebens-Beschreibung,

Samt einer Aufrichtigen Entdeckung, und deutlichen Beschreibung

einer der grösten, obwohl großen Theils noch unbekannten

Leibes- und Gemüths-Plage, … Den Unwissenden

zum Unterricht, Den Gelehrten zu weiterm Nachdencken,

Den Sündern zum Schrecken, und Den Betrübten, und An-


gefochtenen zum Troste“. Leipzig, Johann Samuel Heinsius

1738. 20 Bl., 760 S., 8 Bl. Register. Pappband der Zeit mit

Rückenschild. 480,–

Sehr seltene erste Ausgabe einer der bedeutendsten psychologischen deutschen

Autobiographien, einer authentischen Erfahrung von Depression und

Melancholie. Eine erstaunlich offene Selbstdarstellung eines zwischen depressiver

Melancholie und euphorischer Manie schwankenden Charakters.

„Durch Traumberichte, Schilderungen von Fehlhandlungen, Wahn- und

Zwangszuständen, durch Andeutung sexueller Traumata, aber auch durch

theoretische Reflexionen – wie etwa über den Selbstmord – wird diese Lebensbeschreibung

zu einer Fundgrube für Psychologen und psychologisch interessierte

Leser“ (Neudruck, Klappentext). – Einband mit Gebrauchsspuren, Name

auf Vorsatz, Stempel auf Titel.

Grimm, Jakob (1785–1863) und Wilhelm (1786–1859).

„Der Fundevogel ein Märlein“. München, Christian Kaiser, o.

J. (1845). Kl.-8°. Mit zahlr. tlw. ganzs. lithogr. Illustrationen

von K. L. Völlinger. 14 S., 1 Bl. (der OUmschlag am Beginn

mitpaginiert), Illustrierter Originalumschlag. 130,–

Erstausgabe, Wegehaupt I, 833, Wilpert / Gühring (2), 38. – Gute Erhaltung,

Umschlag mit minimaler Knickspur.

Opitz, Georg Emanuel

(1775–1841). „Im Stadttor“.

Aquarell über Bleistiftzeichnung,

um 1820.

20,3×16,4 cm. 900,–

In der für Opitz typischen, pointierten

Art hält die Zeichnung

einen Moment im städtischen

Alltag fest: Eine Traube einfacher

Bürger, die sich zum

Passieren des Leipziger Stadttores

an- und abmelden muss,

umringt den diensthabenden

Wachposten, während dem

besser Betuchten der schnelle

Durchlass gewährt wird. – Verso

bezeichnet und gestempelt;

Reste einer alten Montierung.

Schefer, Leopold (1784–1862). Konvolut von drei Titeln: 1.

Hausreden. Leipzig, Eduard Haynel 1860. 401 S., 2. Aufl.,

roter gold- und blindgeprägter Leinenband mit Rundgoldschnitt.

2. Für Haus und Herz. Letzte Klänge. Herausgegeben

von Rudolf Gottschall. Leipzig, Ernst Keil 1867. 339 S.,

EA, dunkelgrüner gold- und blindgeprägter Leinenband mit

Rundgoldschnitt und Lesebändchen. 3. Laienbrevier. Mit

gest. Portrait, Titel und Monatsblättern. Leipzig, Veit und

Comp. 1867. 516 S., Vierzehnte Auflage, brauner goldgeprägter

Leinenband mit Lesebändchen. 250,–

Leopold Schefer war in seiner Zeit ein sehr bekannter Dichter und Komponist

sowie Freund von Hermann von Pückler-Muskau. Gemeinsam unternahmen

die beiden 1812 eine England-Reise. Schefer vertrat als „General-Inspector“

Pückler danach während dessen Abwesenheit bis 1819 in Muskau, wo er auch

dessen erste Veröffentlichungen redigierte und Verträge für ihn aushandelte.

Seine Renaissance erlebte er durch die Essays von Arno Schmidt (Belphegor

– Nachrichten von Büchern und Menschen. Frankfurt, Fischer 1961). – Nr. 1

wurde an den Kapitalen behutsam restauriert, die Vorsätze sind leicht gebräunt

und die Vorsatzpapiere stellenweise etwas eingerissen. Nr. 2: lediglich die

Vorsätze sind gebräunt, sonst sehr schön. Nr. 3: Ecken und Kapitale minimal

bestoßen, Rücken verblasst. – Insgesamt schöne Sammlung seltener Schefer-

Ausgaben.

Qi Baishi (Ch´i Pai Shih, 1864–1957). Leporellobuch mit

flexiblen Deckeln mit 22 Wasserfarbdrucken. Mit einem Vorwort

und einem Bildnis des Verfassers. Peking, Rong bao zhai

xin ji 1952. Seidenbezug mit montiertem Titelschild, Exemplar

Nr. 507 (von 1000?) 600,–

Qi Baishi ist einer der bedeutenden chinesischen Maler der Moderne, dessen

besondere Stärke in der Darstellung von Kleintieren und Pflanzen lag. Im hier

vorliegenden Album werden Blütenzweige, Krebse, Pilze, Frösche, Blumen

u.a. gezeigt, die jeweils beschriftet und mit dem Stempel des Malers versehen

sind. – Der Schnitt ist leicht stockfleckig, Ecken minimalst beschabt, vereinzelt

sind die Farben so intensiv, vor allem das Rot, dass es einen Abklatsch gibt.

Insgesamt schönes Exemplar.

Versalicarum Aedium Major Porticus. Vue d’Optique

Representant. La Grande Gallerie de Versaille. Altkolorierte

Radierung, herausgegeben von Jacques Chéreau (1688–

1776), Paris, rue St Jacques au dessus de la Fontaine St.

Séverin aux 2 Colonnes, um 1750. 28,8×42,2 cm (Platte),

45×48 cm (Blatt). 180,–

Dekoratives Blatt mit der Innenansicht des Spiegelsaals von Versailles mit höfischer

Figurenstaffage. – An den Rändern leicht bestoßen und verschmutzt,

insgesamt guter Zustand.

55


Stand 5 Antiquariat Kretzer –

Bibliotheca Theologica

Theologie – Reformation – Pietismus

56

Osiandrischer Streit

Luther, Martin und Philipp Melanchthon: Artikel der Evangelischen

Lere, so da hetten sollen auffs Concilium uberantwort

werden, wo es sein würde, Und vom gewalt des Bapsts

und seiner Bischoffe, was in dem allen und wie etwas zugeben

oder nicht, zuvor also nie aussgangen. Gestellet auff

dem Tage zu Schmalkalden. Anno. 1537. […] (Magdeburg,

Michael Lotter) 1553. 50 unpag. Bll.; mit 1 Bildinitiale, 4°.

Pergamentband d. Zt. Name auf Vorsatz in Tusche. Vorsatzpapiere

minimal fleckig. Insg. guter u. sauberer Zustand.

1.900,–

Wegen des Osiandrischen Rechtfertigungsstreits von Kurfürst Johann Friedrich

von Sachsen veranlasste Neuauflage der erstmals 1538 in Wittenberg erschienenen

Schmalkaldischen Artikel mit Vorreden von Luther sowie von Johann

Aurifaber und Johann Stoltz. Inklusiv Melanchthons Traktat: „Von der gewalt

und Obrickeit des Bapsts, durch die Gelerten zusamen gezogen. Schmalkalden

1537.“ sowie „Von der Bischoff gewalt und Jurisdiktion.“ Der ursprünglich

Alter Kirchweg 23 a · 35274 Kirchhain

Tel.: +49 (0)6422 898119

Messetel.: +49 (0)176 42026320

Fax: +49 (0)6422 8997034

E-Mail: bibliotheca-theologica@gmx.de

Internet: www.bibliotheca-theologica.de

lateinische Tractat wurde noch in Schmalkalden von Veit Dietrich übersetzt

und erschien 1540 erstmalig in Straßburg. – Ein Blatt im Bereich des Kopfstegs

minimal eingerissen (etwa 1 cm), 4 Seiten mit handschriftlichen Marginalien

oder kurzen Unterstreichungen in Tusche von alter Hand. – VD16 ZV 10063.

Angebunden: Albrecht, Herzog von Preußen: Abschied Des […] Fürsten

unnd Herrn Albrechten […] in Preussen (et)c. Hertzogen (et)c. darnach sich

alle unnd jedere ihrer F. G. Fürstenthumbs Pfarherrn unwegerlich halten sollen.

[…] Königsberg, J. Daubmann 1554. 6 unpag. Bll.; mit Schlussvignette

und einer ganzseitigen, holzgeschnittenen Wappenabbildung, 6°.

Herzog Albrecht von Preußen (1490–1568) war der 37. Hochmeister des Deutschen

Ordens, wurde aber 1522 von Osiander für die Reformation gewonnen.

Er säkularisierte auf Luthers Rat hin den preußischen Ordensstaat zum Herzogtum

Preußen und führte die Reformation ein. In dem Osiandrischen Streit

(1551–1556) stellte sich der Herzog auf die Seite des Königsberger Professors

Osiander. Nach dessen Tod (1552) bemühte sich der Herzog, die gespaltene

Preußische Kirche zu einen und verpflichtete die Pfarrer mit vorliegendem

„Abschied“ auf die Württemberger Konfession und Declaration [s. 3]. Dabei

sind seine Auffassungen noch stark von Osiander geprägt, für die er auch

Luther, Corvin, Rhegius, Melanchthon, Brenz sowie die Augsburgische Confession

als Belege anführt. – VD16 ZV 2345.

Angebunden: Brenz, Johannes: (…) vonn der Rechtfertigung des Menschen,

Confession und Declaration, Wie sie dem Durchläuchtigsten […] Herrn Albrechten

dem Eltern, […] inn Preussen […] zugeschickt seind worden, Anno

1553. Königsberg, J. Daubmann 1554. 12 unpag. Bll.; mit Schlussvignette, 4°.

Dem „Abschied“ [s. 2] vorausgehendes, von Herzog Albrecht nach dem Tod

Osianders (1552) beauftragtes Gutachten der Württemberger Theologen um

Johannes Brenz, in dem sehr differenziert und vermittelnd zu dem Osiandrischen

Rechtfertigungsstreit Stellung genommen wird. Wie an der Confessio

Wirtembergica waren Matth. Alber, J. Beurlin, J. Herbrand, M. Frecht, J.

Isemann, C. Gräter, A. Cellarius u.a. bei der Erstellung beteiligt. – Titel in Rot

und Schwarz. Text mit gedruckten Marginalien. Zwei Blätter etwas gelockert.

Sauberer Zustand. – VD16 B 7931.

Angebunden: Mörlin, Joachim: Trewliche warnung und trost an die Kirchen

in Preussen. […] Magdeburg Michael Lotther. 1555. 11 unpaginierte Blätter, 4°.

Luthers Schüler Mörlin (1514–1571) wirkte ab 1550 in Königsberg am Kneiphofdom,

geriet dort bald mit Andreas Osiander in den Streit um die Rechtfertigungslehre

(1552–1566) und wurde Führer der Gegner. Er fiel beim Herzog in

Ungnade, weil er es sich nicht nehmen lassen wollte, Osiander zu verdammen.

Mörlin musste die Stadt deswegen schon 1553 wieder verlassen, obwohl Bürgerschaft

und Rat sich in Bittschriften für ihn verwandten. Als Superintendent

in Braunschweig griff er von dort durch Streitschriften wie dieser weiterhin in

die Auseinandersetzungen ein. Nach dem Sturz der Osiandrischen Partei wird

Mörlin von Herzog Albrecht rehabilitiert und nach Königsberg zurückberufen.

Dort verfasste er mit M. Chemnitz das Corpus D. Prutenicum (Königsberg

1567) und wurde Bischof von Samland. – VD16 M 5886.

Angebunden: Buchholzer, Georg (Hrsg.): Constitution vnd Artickel des Geistlichen

Consistorij zu Wittembergk, aus befehlich, […] Johans Friederichen

Hertzogen zu Sachsen, […] durch seiner Churfürstlichen gnaden fürnemste

Theologen und Juristen gestalt. Anno Domini. M.D.XLII. Durch Georg Buchholtzer

in den druck gegeben. Frankfurt/Oder, (Johann Eichhorn) 1563. 32

unpaginierte Blätter; mit einem Wappenholzschnitt; 4°.

Erste Ausgabe des seltenen Drucks. Mit Luthers Schrift gegen Bordelle (Vom

gemeinen Frawenhause nicht zu dulden, 1539, 7 Seiten) und mit Beiträgen

von Georg Sabinus und Philipp Melanchthon. Als Propst an St. Nicolai in

Berlin und Berater von Kurfürst Joachim II. bei der Einführung der Reformation

war Buchholzer (1503–1566) „an der Abfassung der märkischen Kirchenordnung

von 1540 sowie an der Einrichtung des Konsistoriums [beteiligt]. Zu


letzterem Zweck reiste er im Auftrage des Kurfürsten nach Wittenberg, um die

Artikel des sächsischen Konsistoriums von Luther zu erbitten. Als entschiedener

Anhänger Luthers war er gegen Beibehaltung katholischer Zeremonien;

seine Bedenken gegen Chorrock und Prozessionen beschwichtigte Luther in

humorvollem Schreiben.“ (NDB 2.702). Im Jahr 1555 bat das Wittenberger

Consistorium um Rücksendung der Abschrift, da deren Original kriegsbedingt

verloren gegangen sei. Auch wenn die Wittenberger Ordnung „in formaler

Beziehung nicht als Gesetz zu bezeichnen [ist], so steht doch fest, dass das

Consistorium zu Wittenberg sich thatsächlich nach dieser O[rdnung] gerichtet

hat“ (Sehling, Kirchenordnungen 1.1., S. 57). Der schöne Wappenholzschnitt

mit springendem Windhund im Schild, der Jahreszahl 1544 und Texttafel

„Georgius Bucholczer Prepositus Berlin“. – Titelbl. u. 12 Bll. mit einigen Anstr.

o. handschr. Marginalien in Tusche von alter Hand. Sonst guter und sauberer

Zustand. – Nicht bei Kuczynski und Knaake. VD16 S 1014.

Bonnet, Charles: Oeuvres d´histoire naturelle et de

philosophie. 8 Bde. in 9 Bdn., Neuchâtel, Samuel Fauche

1779–1783. Mit gest. Portraitfrontispiz, 56 gefalt. Kupferstichtafeln,

10 gest. Titelvignetten, 18 gest. Textvignetten, 2

gefalt. Tabellen u. 132 Holzschnittvignetten, 4° (25,5×19

cm), Halbledereinbände der Zeit, Rücken mit dezenter Filetenvergoldung.

2.500,–

Erste Gesamtausgabe, hier in der aufwendig illustrierten Vorzugsausgabe in

Quarto. Zeitgleich erschien auch eine kleinere Ausgabe in 18 Oktavbänden.

Bonnet (1720–1793) war Schweizer Naturforscher und Naturphilosoph sowie

ein früher Vertreter des Evolutionsgedankens und übte u. a. auf Lessing, Lavater

u. Goethe Einfluß aus. Bonnet führte alle psychischen Erscheinungen auf

Nervenprozesse zurück. In höherem Alter schrieb er eine Abhandlung über

das Weiterleben nach dem Tode, die mittelbar zu einer Auseinandersetzung

zwischen Lavater u. Moses Mendelssohn führte. „Bonnet is considered one of

the fathers of modern biology. He is distinguished for both his experimental

research and his philosophy, which exerted a profound influence upon the

naturalists of the 18th and 19th centuries“ (Dict. Scient. Biogr. 2, 286). – Papier

gelegentlich leicht gebräunt u. fleckig. – Einige Bll. schöpfbedingt mit unwesentlichen

Löchern o. kl. Fehlstellen im Randbereich. Vereinzelte Fehlpaginierungen.

Einbände gering berieben, teils mit kl. Fehlstellen des Buntpapiers,

insg. jedoch schöne, dekorative Ausgabe in sauberem Zustand. – Nissen, Zool.

Buchill. 461; Brunet 1, 1103.

Child, Josias: Traités sur le commerce et sur les avantages

qui résultent de la réduction de l´interest de l´argent. Avec un

petit traité contre l´usure; par le chevalier Thomas Culpeper.

Traduits de l´anglois, Amsterdam & Berlin, J. Neaulme; Paris,

Guérin & Delatour 1754. 1 unpag. Bl.; XII, 483 S., 1 unpag.

Bl.; 8° (17×10 cm); goldgepr. Ledereinband d. Zt. 1.200,–

Erste französische Ausgabe in der Übersetzung von Vincent de Gournay et

G.M. Butel-Dumont, von Child (1630–1699) zuerst veröffentlicht als „Brief

observations concerning Trade and Interest of Money“ (1668), später überarbeitet

und ergänzt als „Discourse about trade“ (1690) und schließlich als

„New discourse“ (1693). – 4 S. fehlpaginiert. – Schön erhaltener u. gepflegter

Ledereinband mit marmor. Buntpapiervorsätzen u. Rotschnitt. Tadelloser Zustand.

– Higgs, Bibl. of Econ. 746.

Cousin, (Louis): Histoire de Constantinople depuis le

regne de l´Ancien justin, jusqu´à la fin de l´empire. Traduite

sur les originaux Grecs. Dediée a Monseigneur de Pompone

secretaire d´Etat, 8 Bde., Paris, P. Rocolet, chez Damien

Foucault 1672–1674. Mit 8 Titelholzschnitten, zahlreichen

Holzschnittbordüren u. Holzschnittinitialen, 4° (25×18 cm);

goldgepr. Ledereinbände der Zeit. 2.200,–

Cousin (1627–1707) war französischer Historiker, Jurist u. Übersetzer, königlicher

Zensor, Direktor des ´Cour de monnaies´ u. Mitglied der Académie

française. Dieses Werk ist die französische Übersetzung aus dem griechischen

Corpus Byzantinae Historiae, es hatte einen bedeutenden Einfluß auf Thomas

Jefferson, dessen Ausgabe von 1685 in der Library of Congress aufbewahrt

wird. – Alle Bände mit Sprenkelschnitt. Bde. 2–8 mit Exlibris (Schwan mit ausgebreiteten

Flügeln u. Jungtieren unter Lilie in doppeltem Kranz). – Bde. 1–3

u. 5–7 mit Einbandfehlstellen am Kopf, Bde. 6 u. 7 mit Einbandfehlstellen am

Fuß. Gelenk der Bde. 2–3 u. 6–8 am Fuß angeplatzt, Bde. 2–3 u. 5–7: Kanten

berieben u. untere Ecken bestoßen. In Bd 1 die ersten 4 Lagen am Fuß gelockert,

in Bd. 4 S. 88–105 mit kl. Randeinriß. Bd. 7 mit 1 handschr. Korrektur

im Vorwort, ein Vorwortblatt mit kl. Loch im Innensteg. Bd. 8 mit kl. Loch

im Vorsatzblatt u. Bl. Rrr (S. 505/ 506) mit Seiteneinriß bis zur Blattmitte.

Gelegentliche geringe Wurmspuren, Flecken u. vereinzelte Fehlpaginierungen.

Detailliertere Zustandsbeschreibung auf Anfrage. Trotz der Mängel dekorative

u. saubere Ausgabe dieser Stadtgeschichte. – Brunet 2.340.

(Duplès-Agier, Henri:) Registre Criminel du Chatelet

de Paris du 6 Septembre 1389 au 18 Mai 1392. Publié pour

la premiere fois par la Societé des Bibliophiles François. 2

Bde., Paris, Imprime par Ch. Lahure avec les caracteres de la

Societé des Bibliophiles François 1861/1864. Gr. 8° (25×21,5

cm), goldgeprägte, rote Maroquineinbände der Zeit mit floraler

Rückenprägung sowie Steh- und Innenkantenvergoldung

u. Fore-edge-marbling. 990,–

Teils kuriose Kriminalberichte von Delinquenten, die in den Jahren 1389–1392

im zum Gefängnis umgebauten Pariser Grand Châtelet eingekerkert waren.

– Prachtbände mit Goldschnitt und gekämmten, marmorierten Buntpapiervorsätzen.

Außenschnitt mit marmoriertem Muster unter dem Goldschnitt

(Fore-edge-marbling), das erst beim Auffächern sichtbar wird. Großzügiger,

breitrandiger Druck auf Bütten. Titel in Rot und Schwarz. Zweiter Band mit Register

der Beklagten und ausführlichem Sachregister. – Einbände und Kanten

etwas berieben, stellenweise mit wenigen, kleinen Läsionen. Bände sonst in

gutem und sehr frischem Zustand. – Hollis 003452891.

Guicciardini, Francesco: Histoire des guerres d’Italie

(1490–1534). Traduite de l’italien de François Guichardin

(par Favre, revue par Georgeon), 3 Bde., London (Paris), Paul

& Isaac Vaillant 1738. Mit 3 Titelholzschnitten; 4° (26×21

cm), goldgeprägte Ledereinbände der Zeit mit floralen Rückenprägungen

sowie Stehkantenvergoldungen. 1.100,–

Übersetzung von Guicciardinis (1483–1540) „Storia d’Italia“ (1561), „in der er

die krisenhaften Umwälzungen des politischen Systems Italiens an der Wende

vom 15. zum 16. Jh. und das damit verbundene Eindringen fremder Mächte

in die italienische Staatenwelt innerhalb der europäischen Entwicklungen

von 1490 bis 1534, nicht frei von Pessimismus, aber in virtuoser, von Detailreichtum,

analytischer Schärfe und dem Anspruch auf nüchternen Realismus

und Rationalität geprägten Darstellung beschrieb“ (BBKL, s.v. Guicciardini).

Guicciardini ist „einer der wichtigsten Geschichtsschreiber und politischen

Denker des Cinquecento“ (BBKL a.a.O.), die „Storia d’Italia“ war bis zu L.

v. Rankes Arbeiten das maßgebliche Werk zur Geschichte Italiens in der Renaissancezeit.

„Keines seiner Werke wurde zu seinen Lebzeiten gedruckt. Die

Storia d’Italia ist das einzige noch im 16. Jh. ersch. Werk (1561), es umfaßt die

Geschichte zwischen der ersten franz. Invasion 1494 bis zum Tod von Klemens

VII. (1534).“ (Jaumann, Handbuch Gelehrtenkultur (Bd. 1), S. 320). Bei Guicciardini

taucht zum ersten Mal das Wort „Staatsräson“ (ragion di strato) auf.

(Vgl. ebd.). Mit gest. Wappenexlibris mit Grafenkrone und Ordenskreuz: „Ex

Libris Serenissimi Principis DE PONS à Lotharingiâ“ (nicht bei Meyer-Noirel

und Boerner). Bde. mit Buntpapiervorsätzen. Einbände mit min. Läsionen.

Ecken etw. angestaucht u. stellenweise leicht bestoßen. Einige Seiten etw.

braunfleckig. Rücken der beiden ersten Bde. im Bereich der Kapitale mit kl.

Fehlstellen. Bände sonst in gutem u. sehr sauberem Zustand. – Weller 2,103.

Brunet 2.1804.

(Herbert, Claude Jacques): Essai sur la police générale

des grains, sur leurs prix & sur les effets de l´agriculture,

Berlin, ohne Verlag 1755. 1 unpag. weißes Bl., XVIII, 435

(1) Seiten; mit Holzschnitt-Titelvignette, 12° (17×10 cm);

goldgeprägter Ledereinband der Zeit. 700,–

57


„Important early plea for free-trade in corn“ (Higgs 472) des franz. Ökonomen

Herbert (1700–1758). 3. Aufl. – Gepflegter u. schön erhaltener Einband der

Zeit mit floraler Rückenprägung auf 5 Bünden mit marm. Buntpapiervorsätzen

u. Rotschnitt. Sehr guter Zustand. – Humpert, Bibl. Kameralwiss. 9426. Higgs,

Bibl. of Econ. 987.

Knox, John: Voyage dans les montagnes de l’Écosse et

dans les Isles Hébrides, Fait en 1786; Par John Knox. Traduit

de l’Anglois. 2 Vol., Paris, Defer de Maisonneuve & Nantes,

Louis 1790. 2 unpag. Bll., 412 S.; 2 unpag. Bll., 392 S.; mit

2 kl. Titelvignetten u. 2 Textkupferstichen, 8° (19,5×14

cm), Pappeinbände d. Zt. mit goldgeprägten Rückenschildern.

320,–

Erste französische Ausgabe der Reisebeschreibung des Verlegers und Reisenden

John Knox (1720–1790), die 1786 noch im gleichen Jahr der Reise unter

dem englischen Titel „A Tour through the Highlands of Scotland and the Hebride

Islands“ erschien. – Einbände etwas berieben, Kanten stellenweise stärker

bestoßen. Kleines geklebtes weißes Papier auf den Vorderdeckeln und den

Spiegeln. Einbandpapiere stellenweise etwas eingerissen. Einbände oben und

unten knapp beschnitten. Wenige Seiten etwas fleckig, Papier leicht wellig und

fünf Blätter mit kleinen schöpfbedingten Fehlstellen im Bereich der Außenstege.

Bde. sonst in gutem und durchgehend sauberem Zustand.

Lang, Joseph: Ueber den obersten Grundsatz der politischen

Oeconomie. Riga, Carl Johann Gottfried Hartmann

1807. XVI, 135 S., 8° (19,5×12 cm), Interimsbroschur der

Zeit. 2.100,–

Nachdem François Quesnay (1694–1774) nach einigen Vorläufern zur Wirtschaftskreislauftheorie

Mitte des 18. Jahrhunderts sein berühmtes „Tableau

économique“ (1758) aufgestellt und damit den Kreislaufzusammenhang in

den Mittelpunkt seiner wirtschaftswissenschaftlichen Überlegung gestellt

hatte, arbeitete der deutsche Professor Joseph Lang (1775–1820), in Charkow

an der Theorie der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und analysierte

schon 60 Jahre vor dem Erscheinen von Karl Marx’ „Das Kapital“ (1867) explizit

den volkswirtschaftlichen Kreislauf. In vorliegendem Werk entwickelt

er ein als Gleichgewichtsmodell bezeichnetes Dreisektorenmodell, inklusive

der Flußbedingungen zwischen den Sektoren „Landbau“, „Manufactur“ und

„Geld“, zu denen er drei Bilanzen, „drey Nationalbalancen“, darstellt. (Vgl.

Lang, J.: Grundlinien der pol. Arithmetik (1811), hrsg. u. eingel. von Götz

Uebe, Bern u.a. 1988, S. 5–7). „Langs Bedeutung ist vor dem Hintergrund der

Aufklärung, der Auseinandersetzung von Physiokratie und der entstehenden

modernen nach Adam Smith u.a. ‚britisch‘ orientierten Volkswirtschaftslehre

zu sehen. In seinen Büchern führt er seiner Zeit vorauseilend mathematische

Methoden in die damalige „politische Arithmetik“ ein. Als Hauptergebnis entwickelt

er […] das, was heute eine volkwirtschaftliche Gesamtrechnung bzw.

Flow-of-Funds-Rechnung, eine Makro-Finanzierungsrechnung genannt wird.

Langs früher Tod, die räumliche Isoliertheit Charkows und die für den damaligen

Ökonomen ungewöhnlich trocken formale Präsentation hat verhindert,

daß seine Gedanken früher Anerkennung in der Volkswirtschaftslehre gefunden

haben“ (Götz Uebe). Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Lang Quesnay

kannte, Langs Werk könnte „in der Grundidee eine eigenständige Entwicklung“

sein (a.a.O. S. 7). Es gibt ebenfalls keinen Hinweis darauf, dass Marx

Lang kannte, auch in Roschers „Geschichte der Nationalökonomik“ (1874)

kommt Lang nicht vor (vgl. Höld, A: Geldtheorie in d. Schr. dt. Gelehrter, S.

73 f.) „Eine solche Darstellung für volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

und gesamtwirtschaftliche Modelle ist erst 150 Jahre später (…) für den Wirtschaftswissenschaftler

selbstverständlich geworden. Die Langschen Ideen sind

offensichtlich eine Vertiefung der Quesnayschen, zum anderen gehen sie in der

formalen Darstellung weit über sie hinaus“ (a.a.O. S. 7). „Dieses ganz wichtige

deutsche Buch über volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (…) verdient, daß

es der Vergessenheit entrissen wird“ (a.a.O. S. 26). „Lang verdient in der Tat

einen guten Platz in der Geschichte der Politischen Ökonomie“ (Kuczynski,

J.; in: Jb. f. Wirt.-gesch. 1990, S. 152). – Erste und letzte Blätter stellenweise

etwas braunfleckig und die unteren Ecken geknickt. Zweites Blatt mit schöpfbedingter

Eckfehlstelle. Die Broschur mit zwei Randeinrissen (60 mm). Sonst

guter Zustand. – Humpert, Bibl. Kameralwiss. 7728 u. 12777.

58

LaMotte, (Antoine Houdar) de: Fables nouvelles, dediées

au roy. Avec un discours sur la fable, Paris, G. Dupuis 1719.

4 unpag. Bll., XLII, 358 S., 4 unpag. Bll., mit Kupferstichfrontispiz,

Titelkupfer, 101 Textkupferstichen (76×97 mm)

u. 64 Holzschnittvignetten, 4° (25×20 cm), goldgeprägter

Ledereinband. 2.200,–

Erste Ausgabe der gereimten Fabeln mit der Abhandlung ‚Discours sur la

fable‘, dies Exemplar stammt aus einer alten hessischen Adelsbibliothek. „Très

belle édition, rare et recherchée“ (Cohen-De Ricci 594). Der franz. Autor und

Literaturtheoretiker de la Motte (1672–1731) nahm führend an der Debatte um

die ‚Querelle des Anciens et des Modernes‘ teil und gehört mit LaFontaine zu

den bedeutendsten franz. Fabeldichtern. Die zahlreichen Kupferstiche nach

Entwürfen von C. A. Coypel u. N. Vleughels, C. Gillot, J. Ranc u. Ch. N.

Cochin sen., gest. von B. Picart, N. Tardieu, C. Simoneau, C. Gillot, J.B. Massé,

J. Ranc, u. (G.) Edelinck, machen das Werk zu einem der schönsten illustrierten

Bücher des sich entfaltenden franz. Rokoko (Fürstenberg 53 u.74).

Cohen-DeRicci u. Sander geben nur 100 Textkupferstiche an. Vorsätze mit

gekämmtem Buntpapier. Rücken u. Kanten goldgeprägt. – Oberes Kapitälchen

leicht verletzt. Ecken bestoßen u. mit kl. Fehlstellen. Je 1 Bl. mit Einrissen im

Fuß- u. Außensteg (4,5 u. 2,5 cm) u. im Kopfsteg (1 cm) sowie 1 kl. Ausriß im

Außensteg (1,5×2,5 cm). Bd. berieben u. gering fleckig. Gelegentliche Fehlpaginierung.

Sonst guter Zustand. – Sander 1095. Cioranescu 36530. Conlon

1,19,451. Quérard, France litt. 4, 143.

L’Estoile, Pierre de: Journal de Henri III. Roy de France &

de Pologne: Ou Memoires pour servir a l’histoire de France,

Nouvelle Edition: Accompagnée de Remarques Historiques,

& des Pieces manuscrites les plus curieuses de ce Regne. 5

Bde., Paris, A La Haye, chez Pierre Gandouin 1744–1745.

Mit gestochenem Frontispizportrait u. 3 Kupferstichtafeln.

8° (17,5×11 cm), goldgepr. Lederbände d. Zt. auf 5 Bünden

mitsamt Stehkantenvergoldung, floralen Rückenmustern und

je zwei farbigen Rückenschildern. 600,–

Pierre de l’Estoile (1546–1611) war französischer Jurist, Schriftsteller, Chronist

und königlicher Berater. Seine Schrift stellt eine der wichtigsten Quellen zu

den Verhältnissen im frühneuzeitlichen Frankreich dar. Das Portraitfrontispiz

gestochen von Mariette. Titelblätter in Rot und Schwarz. Die Vorsätze mit

spiralig marmoriertem Papier, die Schnitte mit Rotschnitt. Druck teils zweispaltig.

– Einbände min. berieben, Kanten stellenweise angestaucht o. etw.

bestoßen. Bei 3 Bdn. Rücken im Bereich des Kopfes oder des Schwanzes mit kl.

Fehlstelle, 1 kl. Einriss sowie 2 kl. Wurmgängen. Bei 2 Bänden Außengelenke

min. angeplatzt. 1 Blatt mit kurzer Anmerkung in Sepia von alter Hand. Bände

sonst in gutem und durchgehend sehr sauberem Zustand. – Sander, 1206.

Graesse, 180.

(Lusse, Charles de): Recueil de Romances Historiques,

Tendres et Burlesques, Tant Anciennes que Modernes, Avec

les Airs notés. Par M. D. L**. 2 Bde., (Paris) ohne Verlag

1767/1774. 2 unpag. Bll., IX (7), 320 S., 7 unpag. Bll.; 3

unpag. Bll., 344 S., 11 unpag. Bll. Mit gest. Frontispiz, Titelkupfer

u. gest. Titelvignette. 8° (19×12 cm), goldgeprägte

marmorierte Ledereinbände der Zeit mit Stehkantenvergoldung

und farbigem Rückenschild. 395,–

Charles de Lusse (zuweilen auch Delusse oder De Lusse, 1720–1774) war

ein seinerzeit bekannter französischer Flötist und Komponist. Die Bände enthalten

Liedtexte und Notenbilder. – Gepflegte, wohl erhaltene Lederbände mit

Rotschnitt und spiralig marmorierten Buntpapiervorsätzen. Das allegorische

Frontispiz von De Longueil gestochen, nach einem Entwurf von Charles Eisen.

Die Bände enthalten mehrere, auf den Spiegeln oder den Vorsatzpapieren aufgebrachte

Exlibris. Die Einbände weisen geringe Gebrauchsspuren auf, das

Leder ist an den Kanten etwas beschabt und rissig aber insgesamt sehr gut

erhalten und dekorativ. Rückenleder des 2. Bandes mit sehr kleiner Fehlstelle.

Band 2 mit Fehlpaginierungen auf den Seiten 207 und 331. Die Bände sind


sauber und fest gebunden. Zwei Seiten des ersten Bandes mit Anmerkungen in

Bleistift von alter Hand. – Cohen / de Ricci, 6. Aufl., S. 666.

Machiavelli, Niccolo: Gesammelte Schriften. 5 Bde. München,

Georg Müller 1925. 8° (21,5×14,5 cm), goldgeprägte

Halbledereinbände mit pergamentbezogenen Deckeln

und Lesebändchen sowie handgestochenen Kapitalbändern.

520,–

Unter Zugrundelegung der Übersetzungen von Johann Ziegler und Franz Nicolaus

Baur herausgegeben von Hanns Floerke. Gedruckt für den Verlag Georg

Müller in München von Mänicke und Jahn in Rudolstadt. Gebunden bei Hübel

und Denck in Leipzig nach Entwurf von Paul Renner. – Bände mit Kopfgoldschnitt.

Titel in Rot und Schwarz. Einbände an wenigen Stellen minimal fleckig

oder berieben. Zehn Blätter des 3. Bandes minimal im Bereich des Außenstegs

eingerissen. Rückenleder desselben Bandes mit kleiner Läsion. Die Bände

sonst in sehr gutem und durchgehend sehr sauberem Zustand.

(Moutonnet de Clairfons, Jules Jacques) (Übers.): Anacréon,

Sapho, Bion et Moschus, traduction nouvelle en prose,

suivie de la veillée des fêtes de Vénus, et d´un choix de piéces

de différens auteurs, par M. M*** C**, Paphos u. Paris, Le

Boucher 1773. 3 unpag. Bll., 280 S.; mit Kupferstichfrontispiz

u. 25 Textkupfern. Angebunden: (Musaios): Héro et Léandre,

poëme de musée. On y a joint la Traduction de plusieurs

Idylles de Théocrite. Par (Jules Jacques) M(outonnet de)

C(lairfons), Sestos u. Paris, Le Boucher 1774. XVI, 104 S., mit

gest. Frontispiz von A. J. Duclos (1742–1795) nach Ch(arles)

Eisen. 4° (22×14 cm), dekorativer goldgeprägter Ledereinband

der Zeit. 600,–

Exemplar aus einer alten hessischen

Adelsbibliothek. Die Kupferstiche

nach Zeichnungen von Ch(arles) Eisen

(1720–1778) gest. von (J.) Massard

(1740–1822), Sander zählt das Buch

zu den schönsten franz. illustrierten

Werken des 18. Jh. – Rückenleder

etw. rissig, Ecken leicht bestoßen,

am oberen Kapitälchen kl. Fehlstelle.

Sauberer handschr. Eintrag in sehr

kl. Schrift von alter Hand auf dem

vorderen Vorsatz u. auf den Titelblättern.

Das Papier gelegentlich gering

gebräunt u. min. fleckig. – Barbier

1,162. Quérard 2,1086. Weller 2,192.

Cohen-DeRicci 79. Sander XXII u. 3.

Schweiger, Handb. class. Bibl. 1, 27.

Conlon 17, 73,526.

Scotland – Beattie, William:

Scotland Illustrated in a Series

of Views Taken Expressly

for This Work, by Messrs. T.

Allom, W. H. Bartlett, and H.

M’Culloch. By William Beattie.

2 Vol. London, George Virtue

1838. VIII (2), 200; IV, 164

Seiten mit 2 stahlgestochenen

Vortiteln, 1 gest. Faltkarte

von Schottland (32×41,5

cm) sowie 118 Stahlstichen

auf Tafeln. 2° (28×22,5 cm),

goldgeprägte, blauviolette Kalbsledereinbände der Zeit mit

floraler Stehkantenvergoldung. 340,–

Prächtige Ausgabe einer schottischen Landeskunde. Die Stiche nach den Vorlagen

von T. Allom, W. H. Bartlett, und H. M’Culloch, gestochen von diversen

Stahlstechern der Zeit. Die Stiche jeweils durch Trennpapiere geschützt. –

Schöne und dezent ausgeschmückte Privat-Kalbsledereinbände der Zeit. Einbände

ein wenig berieben, eine Kante des 2. Bandes etwas stärker. Ecken

minimal bestoßen. Bände stellenweise braunfleckig. Ein Trennpapier sowie

die Karte von Schottland am Rand (außerhalb des Bildes) minimal eingerissen.

Spiegel etwas leimschattig. Im zweiten Band Blätter im Bereich des äußeren

Fußstegs leicht wasserrandig. Bände sonst in gutem und sauberem Zustand.

Scott, Walter: The Lady of the Lake. By Sir Walter Scott, Bart.

With all his introductions, various readings, and the editor’s

notes. Illustrated by numerous engravings on wood from

drawings by Birket Foster and John Gilbert. Authors Edition,

Edinburgh, Adam & Charles Black 1869/1870. 7 unpag. Bll.,

375 S.; mit 11 zeitgenössischen, auf Tafeln montierten Photographien

sowie 69 Textabbildungen; 4° (21,5×14,5 cm),

alttürkisfarbener, goldgeprägter Ledereinband der Zeit mit

floraler Rückenprägung sowie Steh- und Innenkantenvergoldung.

450,–

Die qualitativ hochwertigen Photographien (108×81 mm; eine 65×68 mm)

zeigen schöne Landschaftsszenen aus Schottland und machen die Ausgabe

wohl zur ersten photographisch bebilderten. – Band mit Goldschnitt. Die Vorsätze

aus farbintensivem, gekämmtem Marmorpapier. Einband mit schönen

und zahlreichen floralen Verzierungen. – Einband minimal fleckig und etwas

berieben, der Rücken gedunkelt. Wenige Blätter gering braunfleckig, Band

sonst in gutem und durchgehend sauberem Zustand.

59


Stand 11 Antiquariat Stefan Krüger

Stefan Krüger

Seltene und wissenschaftliche Bücher. Musikantiquariat

Atlas / Ansichtenwerk – Mallet, A. Beschreibung des gantzen

Welt-Kreysses, in sich begreiffend verschiedene Vorstellungen

der Welt, allgemeine und besondere Land-Charten

der alten und neuen Erd-Beschreibung; die Grund-und Abrisse

der vornehmsten Städte…sambt den Bildnüssen der

Könige und Potentaten…ingleichen Sitten, Religion, Regierungs-Formen

und unterschiedliche Kleidungs-Arten jeder

Nation. 5 Teile in 2 Bdn. Frankfurt, Zunner 1684–1685. Mit 2

gest. Portraits und 607 gest. Tafeln, davon 232 Karten. Pgmt.

d. Zt. Kl.4° (Bezug etwas gewellt) 12.000,–

VD17 39:129238(-42/48/ 50/55) Bircher 7313–7317. Gutes, sauberes Exemplar

der ersten deutschen Ausgabe. Übersetzt hat das Werk wahrscheinlich

Phillip von Zesen. Die Anzahl der Tafeln schwankt von Exemplar zu Exemplar,

unseres enthält 18 Tafeln mehr als bei VD17 angegeben.

Kessler, Johann Elisas. Detectus ac a fuco politico repurgatus

candor et imperium indefinitum vastum et immensum

rationis status, boni principis, das ist: reine und unverfälschte

Staats-Regul christlicher Staats-Fürsten und

Regenten oder großmächtigster und über alle Dinge der Welt

herrschender Regiments-Scepter, wessen nemlich ein kluger

und vernünfftiger Staats-Herr und Regent, ihm und seinem

Staat oder Regiment zum Besten … befugt sein möchte…

Nürnberg, Hoffmann 1678. Gestoch. allegor. Frontisp.,

11 Bl., 528 S. Halbldr.-Bd. d. 18. Jhdts. (Rücken oben beschäd.)

1.200,–

Vgl. Meineke, Idee der Staatsraison, 170 ff.

Taube, Friedrich Wilhelm. Geschichte der Engländischen

Handelschaft, Manufacturen, Colonien und Schiffarth in den

alten, mittlern und neuern Zeiten, bis auf das laufende Jahr

1776. …Mit einer zuverlässigen Nachricht von den wahren

Ursachen des jetzigen Krieges in Nordamerika….Leipzig,

Kraus 1776. 8 Bl., 144 S. Pp. d. Zt. (ber. Bezug an den Gelenken

etwas abgesplittert) 980,–

Mit Beiträgen zur Entdeckungsgeschichte und zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg..

angebunden: FRANCIS, P. (?) Die Briefe des Junius, nach

der zwoten ächten und vermehrten Ausgabe aus dem Englischen übersetzt.

Mietau und Leipzig 1776. 8 Bl., 232 S. (Briefe über den jetzigen Zustand von

Großbritannien 1) Erste deutsche Ausgabe der berühmten Schmähschrift.

Patricius, Franciscus. Discussionum Peripateticarum Tomi

IV. Quibus Aristotelicæ Philosophiæ vniversa Historia atque

Dogmata cum Vetervm Placitis collata, eleganter & eruditè

declarantur. Basel, Perna 1581. 4 Bl., 479 (richtig. 471) S.,

14 Bl Mit Holzschnittdruckermarke und Holzschnitt-Portrait

des Verfassers. Blindgepr. Schweinslederbd. d. Zt.

Folio. 4.800,–

VD 16 P 915 Erste vollständige Ausgabe eines Hauptwerkes der Renaissance-

60

Auf dem Berlich 26

50667 Köln

Tel.: +49 (0)221 2585968

E-Mail: antiquariatkrueger@t-online.de

philosophie. Es handelt sich um die bis dahin mit Abstand genaueste Analyse

und Kritik der peripatetischen Philosophie.. (Vgl. ausf. Kurt Flasch, Kampfplätze

der Philosophie Ffm 2008, S. 275 ff.) .Lediglich das erste Buch (von 4)

erschien bereits 1571 in Venedig. Schönes Exemplar. Vorgebunden: PLOTINUS

Opera, Basel, Perna 1580. Dieses vorgebundene Werk ohne Titelblatt, dafür

zeitgen. Angaben zur Ausgabe auf dem 1. Blatt. (Plotin im Preis nicht berücksichtigt)

Struve, Burkhard Gotthelf: Academische Rede von Gelehrten

Betruegern, Vormalen auf der Universität Jena im

Jahr 1703 gehalten, .. Sorau, Hebold,, 1734. 118 S. Pp. d.

Zt. 680,–

Enthält auf den ersten 50 Seiten eine der umfangreichsten zeitgenössischen

Abhandlungen über „Die drei Betrüger“ (De tribus impostoribus“), ein berühmter

atheistischer Traktat des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Nicht bei

Schröder – De imposturis religionum, Stuttg. 1999

Musik – Messiaen, Olivier / Balthus (d.i. Balthasar Klossowski

de Rola) Les 22 concertos pour piano de Mozart.

Paris: Editions Librairie Seguier, 1988. 72 S. mit einer lose

beiliegenden signiert. Farbig. Orig.-Lithographie von Balthus.

Gr. Folio Oln.-Kassette. 1.200,–

Nr. 14 / 50 Ex. Eines der ganz wenigen Exemplare, die sowohl von Messiaen,

als auch von Balthus signiert wurden. Kassette mit Gebrauchsspuren. Die

meisten Exemplare blieben entgegen dem Druckvermerk unsigniert.

Musik – Walther, Johann Georg. Musicalisches Lexikon;

oder, musikalische Bibliothec, darinnen nicht allein die Musici

sondern auch die gebräuchlichen musicalische Kunstoder

sonst dahin gehörige Wörter, nach alphabetischer Ordnung

vorgetragen und erkläret und zugleich die meisten

vorkommenden Signaturen erläutert werden. Leipzig,, Deer,

1732. 659 S. Mit gest. Frontispiz u. 22 gefalt. Notentafeln.

Pp.d.Zt. 3.500,–

*RISM Bücher II, 878. Hirsch I, 606. Stuttg. Bachkatalog Nr. 103 u. nr. 236 (mit

doppels. Abb.) – Walthers berühmtes Lexikon ist nicht nur das erste Musiklexikon

in deutscher Sprache, sondern enthält auch erstmalig biographische

Artikel, die von hohem Quellenwert sind, da sie häufig aus persönlichen Erkundigungen

des Verfassers hervorgehen. Unbeschnittenes Exemplar, Einband

best. u. beschabt, stellenweise etw. stockfl. oder leicht gebräunt, gutes Exemplar

der seltenen Originalausgabe.

Musik – Eugene Ysaye – Großformatige Portraitphotographie

eines Londoner Ateliers. Mit Widmung und Signatur des

Künstlers, datiert Brüssel 1912, und (unleserlicher) Signatur

des Photographen. Unter Passepartout und Glas in zeitgen.

Holzrahmen. Auf dem Glas zusätzlich eine zeitgenöss. Ysaye-

Medaille montiert. 1.400,–

Wunderbares Portrait des Künstlers vor schwarzem Grund sitzend mit Violine.


Art Deco – Les Choses de Paul Poiret vues par Georges

Lepape. Paris, Poiret, 1911. 20 Bl. incl. 12 teilw. gefalt. Taf

in Pochoir-Kolorit nach Georges Le Pape (teilw. auf Japanpapier)

Illustr. Opp. 4° (Der schmale Rücken unauffällig erneuert)

6.800,–

Luc Monod 9205. Katal. Bücherlust (Slg. Lucius) Nr 1 (mit 3 Farbabb.) Berühmte

Luxus-Publikation, eines der schönsten und gesuchtesten Modebücher.

„…eigentlich ein Modekatalog für die elegante Klientel des Hauses- heute eine

gesuchte Inkunabel der Frühzeit des Art Deco…“ (Lucius) Unser Exemplar mit

mehreren Illustrationen auf Japanpapier und von Poiret zusätzlich auf dem

Titelblatt signiert. Eine Tafel mit schwacher Falzspur. Paul Poiret, dem ‚King

of fashion‘ war kürzlich noch eine große Ausstellung in Moskau gewidmet.

Moncony, Balthasar. Ungemeine und sehr curieuse Beschreibung

Seiner In Asien und das gelobte Land, nach Portugall,

Spanien, Italien, in Engelland, die Niederlande und

Teutschland gethanen Reisen. Worinnen … medicinische mechanische

und physicalische Experimenta … nebst andern

Curiositäten … guten Schilderungen der Nationen sonderbare

Sitten und alle dem was sonst merckwürdiges auff Reisen

vorkommt . aus dem Frantzösischen in die Hochteutsche

Sprache übersetzt von Christian Juncker. Leipzig und Augsburg,

Kroniger und Göbel 1697. Mit gestoch. Frontisp., 25

Kupfertafeln, 1 Blatt, 1024 Seiten, 8 Blatt, Pp.d. Zt. 4° Rücken

beschädigt, innen leicht gebräunt. 2.000,–

Der Titel führt etwas in die Irre, denn Schwerpunkt der Reise war eindeutig

der Orient.

Sammelband – Schenck, Johann Georg, Compendieuses

und Allerneuestes Koch-Buch Oder Kurtze doch deutliche

und richtige Anweisung/ wie man allerhand wohlschmeckende

Speisen, als Suppen, Gekochtes, Gebratenes, Potagen,

Fische, Gebackenes, Confecturen, eingemachte

Sachen, Salate und dergleichen zu bereiten soll. Nebst

einen Küchen-Inventario und Küchen-Zettul/ auch einen

Trenchier-Büchlein versehen. Langen-Saltza, Martini, 1737.

Gestoch. Frontisp.,3 Bl., 187 S., 5 Bl.,zum Falz hin unten

Wurmgang zwischen S. 80–110 mit leichtem Buchstabenverlust.,

Erste Ausgabe.

vorgebunden: Polack, Johann Friedrich, Mathesis forensis,

Oder Entwurff dererjenigen Mathematischen Wissenschafften

welche ein Rechts-Gelehrter in Beurtheilung und Entscheidung

vieler Rechtlichen Fälle, als Berechnungs- Gräntz- Bau- und

andern Streitigkeiten, unentbehrlich nöthig hat, Mit dazugehörigen

Kupffern versehen, Leipzig, Lanckischs Erben, 1734.

8 Bl., 3–318 S., 1 Bl., mit 3 (statt 4) mehrfach gefalteten Tafeln,

ohne Blatt A1 = S.1–2 (Widmungsblatt?)

angebunden: Krause, Ludwig Philipp, Der kluge und sorgfältige

Gaertner, Oder Deutlicher Unterricht Vor alle und jede

Garten-Liebhaber, sowohl von Blumen- Kuechen- als auch

Baum-Garten, nebst den Anweisungen, was in jedem Monath

darinnen zu verrichten und in acht zu nehmen; Deme

noch allerhand Künste an Blumen und Baeumen beygefügt.

Nebst einem Anhange von Bienen., Langensaltza, Martini,

1738.. 3 Bl., 256 S., 3 Bl., mit gestochenem Frontispiz und 3

Kupfertafeln.

angebunden: Hervieux, Neuer Tractat Von denen Canarien-

Voegeln, Welche zeiget Wie dieselben aufzuziehen und mit

Nutzen so zu paaren seyn, daß man schöne Junge von ihnen

haben kann, Nebst verschiedenen Curieusen Anmerckungen

von denen Prognosticis und Ursachen ihrer Kranckheiten,

und wie man selbige curiren solle. 2 Teile in 1 Bd. Leipzig,

Deer, 1730. 4 Bl., 160 S., 76 S. 1 Bl., mit 2 gestochenen Tafeln

fleckig Vermehrte Ausgabe, hier mit 2. Teil über Amseln

etc. Schlichter Ldr.-Bd. d. Zt., Rücken oben mit Einriss und

kleiner Fehlstelle, Hervieux, anfangs etwas wasserfleckig,

Polack etwas fleckig. 2.400,–

Sammelhandschrift – Pferde-und Humanmedizin etc. 16.-

18. Jhdt. Verzeichnus etlicher gewissen wohlprobirten Artzeney

vor allerley mängel und gebrechen der Pferde samt den

Iudiciis darbey man solche erkennen sol auss der erfarung

vieler herrn und Reitschmiede zusamen geordnet. Item von

farben art und eigenschafften guter…Perde. o. O. 1595. 154

S. Umfangreiche, frühe Ross-Arznei. – Remedia für das Pferd,

undatiert, ca. 100 S. – Ein Manuscript von Perde-Curen von

Herrn Kriegs Rath Vicenti 1776, ca. 100 S. Zahlreiche weitere

Texte betreffend Haus-und Heilmittel, Liqueure, Essenzen,

Konfekt etc., unter den Verfassern ein u. a. Kölner Bürgermeister.

insges. ca. 800 S. Alter Pp.-Bd. Rücken alt mit Leinen

ergänzt. 4° 4.000,–

Einband – Renè Kieffer. Jugendstil-Mosaikeinband. Signierter

Ganzmaroquin-Bd. über 5 Bünden. Datiert Paris

1903. 1.600,–

Wunderbarer früher Kieffer-Einband mit floralem polychrom.Jugendstilmosaik

auf beiden Deckeln in schöner Erhaltung. Enthält: Balzac- La belle Imperia.

Illustr. v. Malassis. Paris 1903. Num. Exemplar.

Breyden, Johann Christian. Seelen-ergötzendes, und Gedächtnis-ermunterndes

geistliches Bilder-Cabinet: Darinnen

die heilige, Wunder-Lehr- und Trost-volle Lebens- Leidens-

Sterbens- und Auferstehungs-Geschichte Jesu Christi, unsers

Herrn und Heylandes, In harmonischer Ordnung abgefasset

und mit eilff angenehmen Haupt-Figuren, darinnen 159. historische

Gedächtnis-Bilder eingeschlossen und enthalten,

gezieret; Zum Nutzen so wohl der lieben Jugend, als auch

der jenigen, so ihr seeliges Vergnügen an der heiligen Christi-

Geschichte finden, und solche dem Gedächtnis beharzlich

einzudrucken beflissen sind, in kurz gefasste und die Kupfer

erklärende Tabellen verfasset. Augsburg, Johann Andreas

Pfeffel 1743.. 2 Bll., 13 S., Mit 11 prachtvollen allegorischen

Kupfertafeln Folio Ktn. d. Zt. (Einband fleckig, Gelenke angepl.,

innen schön) 1.400,–

Sehr seltenes großformatiges Meisterwerk der Augsburger Kupferstichkunst.

Nicht bei Young, Bibliography of memory und nicht erwähnt bei Gier/Janota,

Augsburger Buchdruck

61


Stand 7 Antiquariat Michael Kühn Erdmannstr. 11

10827 Berlin, Germany

Tel.: +49 (0)30 86396934

Fax: +49 (0)30 86396955

Versandantiquariat mit Schwerpunkt Alte & Seltene Drucke

im Bereich Naturwissenschaften, Technik, Medizin.

Ellis, John, Daniel Solander. Natural History of Many Curious

and Uncommon Zoophytes. London: printed for Benjamin

White and son … and Peter Elmsly, 1786. 4° [XII],

208 pp., with 63 engraved plates. Contemporary half calf,

slightly spotted, worn, covers formerly detached, now repaired.

1.600,–

First edition, edited by Daniel Solander. Corals were not well understood before

the work of John Ellis. They were usually considered to be lithophytes, or mineral

vegetables. Ellis showed in the 1750’s that corals were the stony productions

of animals, and hence were zoophytes-animals that looked like plants.

This, his major work on the subject, was finally published ten tears after his

death. Most of the sixty-two plates depict various kinds of corals, but some

attention is also given to other invertebrates, such as sea pens and sea cucumbers,

which are not at all related to corals. The term „zoophyte“ would linger

on into the nineteenth century, before it eventually became obsolete. John Ellis

(1710–1776) was a British linen merchant and naturalist. Ellis specialised in

the study of corals. He was elected a member of the Royal Society in 1754 and

in the following year published: An essay towards the Natural History of the

Corallines. He was awarded the Copley Medal in 1767. His A Natural History of

Many Uncommon and Curious Zoophytes, written with Daniel Solander, was

published posthumous-ly in 1786. Daniel Carlsson Solander (1733–1782) was

a Swedish naturalist and an apostle of Carl Linnaeus. Solander was the first

university educated scientist to set foot on Australian soil. Solander enrolled

at Uppsala University in July 1750 and studied languages and the humanities.

The professor of botany was the celebrated Carolus Linnaeus who was soon

impressed by young Solander’s ability and accordingly persuaded his father to

let him study natural history. Solander traveled to England in June 1760 to promote

the new Linnean system of classification. He was an assistant librarian

62

E-Mail: kuehn.rarebooks@arcor.de

www.kuehn-books.de

at the British Museum from 1763 onwards, and elected as Fellow of the Royal

Society in the following year. Afterwards he held the position of Keeper of

Printed Books at the British Museum. In 1768 Solander and his fellow scientist

Dr. Herman Spöring were employed by Joseph Banks, to join him on James

Cook’s first voyage to the Pacific Ocean on board the Endeavour. They were

the botanists who inspired the name Botanist Bay (which later became Botany

Bay) for the first landing place of Cook’s expedition in Australia. On their

return in 1771 Solander became Banks’s secretary and librarian and lived in

his house at Soho Square.

Goldfuß, Georg August. Petrefacta Musei Universitatis Regiae

Borussicae Rhenanae Bonnensis nec non Hoeninghusiani

Crefeldensis, iconibus et descriptionibus illustrata. [=

Abbildungen und Beschreibungen der Petrefacten des Museums

der Königl. Preussischen Rheinischen Universität zu

Bonn und des Hoeninghausischen zu Crefeld hrsg. von August

Goldfuss] 3 Vol. Düsseldorf: Craz & Comp, 1826–1833.

2° [Folio] [10], 252 pp.; [2], 224 pp. with Frontispiz & 146

plates [plate 40, 41, 42, 43 in zwei Zuständen, 77 fehlt, 97

zwei Zustände, 121 fehlt] & 34 plates [ohne 8; num. I-XXXIV]

& 40 plates [num. I-XL] [zusammen 223 Tafeln]. Contemporary

halfcalf, gilt spine, rubbed and soiled, spine repaired,

library stamps to text vol. and a few plates, little dustmarked.

[Nebentitel: Petrefacta Germaniae tam ea, quae in museo

universitatis regiae Borussicae …] 5.000,–


First and only edition; rare, only once complete in the last 20 years at auction.

Georg August Goldfuss (1782–1848) was a German palaeontologist and zoologist.

He became professor of zoology in 1818. He was subsequently appointed

professor of zoology and mineralogy at the University of Bonn. Aided by Count

Georg zu Münster, he issued the important Petrefacta Germaniae (1826–44), a

work which was intended to illustrate the invertebrate fossils of Germany, but

it was left incomplete after the sponges, corals, crinoids, echinoderms and part

of the mollusca had been figured. Erste Ausgabe, in Lieferungen erscheinen,

selten. Unter Mitwirkung des Grafen zu Münster entstanden als sein bekanntestes

Werk die „Petrefacta Germaniae“ (1826–35, 1842, 1844), ein (nicht vollendeter)

Versuch, die Versteinerungen Deutschlands und der angrenzenden

Länder zu beschreiben und abzubilden.

Hossmann, Abraham. De natura et nativitate hominis, das

ist: Natürlicher Geburts-Lauff der Menschen Kinder, welcher

durch Christliches bedencken erkläret wird. … Alles aus Gottes

Wort und der Philosophia, sowol aus viel anderer hochgelarter,

wolerfahrner Scribenten Schrifften erkläret und beweret

Leipzig: Grosse; Altenburg: Meuschke, 1613. 4°. [200

mm] [142] pp. mit Titel- u. Seiteneinfassungen u. Schlußvign.

Ledereinband der Zeit mit Rückenschild und goldgepr.

Wappen-Supralibros für Johann Georg Freiherr von Pichelstorff

und Altenburg. 2.200,–

Zweite Ausgabe [?], bereits 1607 und 1614 erschien eine kürzere Ausgabe

in Bautzen. Abraham Hossmann (1561–1617), aus Lauban stammend, war

kaiserlich gekrönter Poet und Historiograph unter Ferdinand II. und Ferdinand

III.. Er befasste sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit vielfältigen Themen

wie ehelicher Liebe, Hexen und Wetterunbilden. Er hinterließ ein breites,

inhomogenes Werk. Eine der ersten Untersuchungen über die astrologische

Treffsicherheit. „… damit begann die Prüfung der Tatsachen, die später bedeutungsvoll

wurde“ (Zinner 24). – Bircher A 1077; Houzeau / Lancaster I,

5065; Zinner 4408; VD17 39:119039Q. KVK: Stabi Berlin, Gotha, München,

Göttingen, Wolfenbüttel; COPAC: Wellcome [1614]; OCLC: College of Physicians;

Harvard /Houghton.

[Sonnenuhren; Manuskript] Gnomonica Universalis. Seu

Scientia Horologia sciat[h]erica varie delineandi. [and] Figurae

ad Gnomonicam. Latin manuscript on strong paper by

a contemporary hand in black ink. Lateinische Handschrift

auf Papier. 2 Vols. [Text / Atlas] [Bamberg / Bavaria, around

1785] 8° [174×104 mm] [2 nn.], [124] num. Bll./leaves,

[2 nn. Bll. zwischengeb.], 7 nn. Bll.; 85 nn. [2 folded/ gefalt.]

Bll. / leaves. Mit zahlr. tls. kolor. geometrischen Zeichnungen.

With 85 pages with carefully executed, partly washed

pen and ink drawings. Brown-yellow contemporary paper

cardboards, handwritten labels, little rubbed and soiled, in

contemporary slipcase. Zeitgenöss. Pappbde. d. Zt., etwas

beschabt und bestoßen, in etwas lädiertem Original- Papp. –

Schuber d. Zt. Vorsatz von Bd. I mit Besitzeintrag von 1846

[?]; kaum gebräunt, fast fleckenlos. 5.000,–

According to the foreword, this manuscript of a sundial treatise, coming probably

from a Franconian Franciscan monastery, is a compilation of the most

important older and modern literature to the subject. A small enclosed card

with the model of a sundial (with affixed tinfoil) bears the superscription „P.

I. Mühlfeld scid. Bamb. 1785“ and indicates probably the circle of the author,

origin and year. The carefully executed, partly washed pen and ink drawings

are similar to the plates of „Gnomonica Universalis“ by Johann Peterson

Stengel published at Ulm in 1679. The text structure as well seems to orientate

itself by this and some later works by Helfenzrieder, Pen-ther and Lukas Voch.

[Zoo; Aufstellbilderbuch] Pichler, Theodor von. Große Menagerie:

Lebende Bilder aus der Thierwelt; für die Jugend mit

Text und scenischen Bildern versehen v. Th. v[on] Pichler.

Wien: Moritz Perles, 1882 quarto. [8] Bl. m. aufklappbaren

farb. Abb. [= 8 chromolithographed folding pop-up plates

of scenes in the menagerie (lion cage; elephant enclosure;

ostriches; camel, zebra & giraffe; flamingoes & other waterbirds;

monkeys; bears; and a tiger cage) all from the handlers’

viewpoint looking through.] Illustrierter Halbleinenbd.

d. Zt., R. restauriert, eine Seite mit Streifen durch unsachgemäße

Klebung. 1.800,–

63


Stand 41 Hans Kümmerle Burgweg 3

73033 Göppingen

Tel.: +49 (0)7161 75020

Fax: +49 (0)7161 686898

E-Mail: kuemmerle@arcor.de

Buchhandlung – Antiquariat – Bilder – Einrahmungen

Archimedes – Hauber, K.

Fr. Archimeds zwey Bücher

über Kugel und Cylinder

Ebendesselben Kreissmessung.

Uebersetzt, mit

Anmerkungen und einem

Anhang von Säzen über

Kugel, Kugelstüke, und

durch Umdrehung ebener

regulärer Figuren entstehende

Körper aus Lucas

Valerius, Tacquet und

Torricelli begleitet. Mit 6

Kupfertafeln. Tübingen,

Cotta 1798. 8°. VIII, 150

(1) S. Marm. Ppbd. d. Zt.,

best. 240,–

Karl Friedrich Hauber (* 18. Mai

1775 in Schorndorf; † 5. September

1851 in Stuttgart) war ein

deutscher Mathematiker. Nach Besuch der Klosterschulen in Bebenhausen

und Blaubeuren gelangte er ins theologische Stift in Tübingen. In Stuttgart

veröffentlichte er 1829 das Werk „Scholae logico-mathematicae“, das unter

anderem den Hauberschen Lehrsatz über Umkehrbarkeit der Schlüsse in der

Mathematik enthält. Hauber starb als Abt des Klosters Maulbronn.

Brochant de Villiers, A. J. M. Die Krystallisation in geometrischer

und physikalischer Hinsicht. Übers. a. d. Französ.

v. G. H. Kersten, mit einer Vorrede v. (G.) v. Leonhard. Heidelberg,

Mohr & Winter, 1820. Mit 16 lith. Taf. XX, 200 S., 1

Bl. Ppbd. d. Zt. 350,–

Einband mit Spuren fleissigen Gebrauchs, Rücken m. Fehlst., Kanten u. Ecken

beschabt. Exl. a. Innendeckel.

Catechismus Romanus, ex decreto Concilij Tridentini, ad

parochos, Pii Quinti pont. max. iussu editus, nunc vero primum

in Germania cum Maiorum autoritate,& permissu Pauli

Manutij recusus. Dillingen, Sebald Mayer,1567. 8°. (4)Bl.,

935, (1)S., 29, (2 weiße) Bl. Gepr. Prgt. d. Zt. über Holzdeckeln,

berieben. 750,–

VD 16-K2052. –Aus der Bibliothek des Klosters Amorbach. – Der Einband

mit Plattenstempel Justitia und Lucretia, wohl eine Arbeit des Wittenberger

Buchbinders Caspar Kraft (Haebler Bd. 1, S. 71). – Ohne Schliessen, Exlibris a.

Innendeckel, St. u. Eintrag a. Titel.

Egen, P. N. C. Handbuch der allgemeinen Arithmetik. Berlin

Duncker und Humblot 1820. 2 Bde. 8°. XVIII, 452 S., (1) Bl.,

1 Kupfertafel; VIII, 433 (1) S., drei Kupfertafeln. Marm. Ppbd.

d. 19. Jhdts. 180,–

64

Erste Ausgabe. Caspar Egen zeigte früh seine „ungewöhnliche mathematischtechnische

Begabung“ (NDB). Mit dem vorliegenden Handbuch wurde er,

ohne Universitätsstudium, 1822 Mathematik- und Physiklehrer in Soest und

1830 von der Universität Halle promoviert. – Poggendorff I, 645. Exl. A. Innendeckel,

N.a.V.

Feldwabel, J. Der Wagenbauer. Lehr- und Hilfsbuch für Wagenbau

und Automobil-Karosserie. 67 Tafelbeilagen mit mehr

als 300 Konstruktionszeichnungen und figürlichen Darstellungen.

Leipzig / Wien, Waldheim-Eberle 1923. 2°. 2 Bl., 67

Tafeln in rest. Hln.-Kassette. 380,–

Johann Feldwabel war Innungsvorstand der Wiener Wagenbauer und gab

Wagenbaukurse am Technologischen Gewerbemuseum. Einer seiner berühmtesten

Schüler war Erwin Kommenda ( 1904–2004 ), Chef-Konstrukteur bei

Daimler-Benz u. später Leiter der Karosserieaufbauabteilung bei Porsche. –

Einband, Titel und Tafeln (dekorativ und zart) gestempelt.

Fischer, Hermann. Schwäbisches Wörterbuch. Bde. 1–6 in

7 Bdn., kplt. Mit einem Bildnis von Hermann Fischer. Tübingen,

Laupp. 1904–1936. 4°. XXIV, 1575; VII, 1903; XVII,

1939; XIX, 2098; IV, 1975; IV, 1480; CLXXIV, 1487–3534 Spalten.

OLn. 940,–

Geringe Lagerspuren, insgesamt sehr gute Exemplare der seltenen Originalausgabe.

Hesse, H. Aquarell (5,5×6,5 cm) mit handschriftlichem

Gedicht „Liebeslied“. 2 Bl. 700,–

Hesse, H. „Enzianblüte“. Handschriftliches Gedicht, 1 Bl.

240,–

Hesse, H. Piktors Verwandlungen. Typoskript. Aquarellierter

Umschlag mit eigenhändigem Titel (4 Zeilen), aquarelliertem

eigenhändigem Zwischentitel (4 Zeilen „Exemplar für Ludwig

Finckh. Geschrieben März 1923 H. Hesse“), 16 aquarellierte


Federzeichnungen als Vignetten. Gr.8°. 8 Doppelbögen m.

Kordelheftung in kart. Umschlag. 8.000,–

Vgl. Mileck II, 111 und X C, S. 1122, Unseld, Werk und Wirkungsgeschichte

1987, S. 246f.: „Das Märchen wurde 1922 >für eine geliebte Frau geschrieben

und gezeichnet


Stand 33 Antiquariat Rainer Kurz Watschöd 9, 83080 Oberaudorf

Tel.: +49 (0)8033 91499, Fax: +49 (0)8033 309888

E-Mail: Antiquariat.Kurz@t-online.de

Versand von Katalogen und Listen – Varia – Kochbücher –

Kinderbücher – Reisen – Kunst – Geschichte – Technik –

Literatur – Orts- und Landeskunde

Baedeker, Karl: Weimar und Jena. Rudolstadt – Ilmenau.

Leipzig, Karl Baedeker, 1932. Ca. 16×11 cm. VI S., 41 Seiten,

4 Seiten Werbeanhang. Mit 2 Plänen, 2 Karten und 1 Grundriss.

Orig.-Broschur. 650,–

Hinrichs D252. Erste und einzige Auflage. „Das vorliegende Bändchen, ein

neubearbeiteter Ausschnitt aus Baedekers Thüringen, bietet eine ausführliche

Beschreibung von Weimar und seiner Umgebung und geleitet weiter nach

Bad Berka, Großkochberg, Jena, den Dornburger Schlössern, Ilmenau und

Rudolstadt. Es erscheint im Goethejahr 1932 und will die Schar der Verehrer

des Dichters zu den wichtigsten Wallfahrtsstätten der klassischen Zeit in Thüringen

führen.“ (Einleitung). Einband und Seitenränder minimalst gebräunt.

Sehr gutes Exemplar.

Fotoalbum der Familie August Lebahn aus Malchow. Ca.

1868–1893. Ca. 37×29 cm. Dicke des Buches ca. 12 cm.

66

Karikaturen

www.antiquariatkurz.de

Ladenantiquariat: Kirchstraße 23, Flintsbach am Inn

Freitag 14–18 Uhr

33 sehr starke Kartonblätter mit 200 eingefügten Photographien.

Ganzledereinband mit reicher Ledermalerei und

intakter Schließe. 580,–

Die überwiegend von Fotografen aus dem Raum Dresden, Güstrow, Schwerin,

Goldberg, Berlin, Lübeck, Kiel und Waldkirch in Baden stammenden Bilder

zeigen Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn des Medizinalrats August

Lebahn aus Malchow (später Waldkirch). Neben den 157 Porträtaufnahmen

(im Carte-de-visite-Format) sind 40 Originalfotografien (im Format ca. 10×14

cm) von – meist ländlichen – Häusern (u.a. in Malchow, Dammwolde, Vollratsruhe)

der Familie, Arbeitsstätten und Schulgebäuden zu sehen. 3 Abbildungen

als Postkarten (diese nach 1900). Der Sohn August, geb. 1875 in Malchow

studierte Medizin u.a. in Rostock, Berlin und München. Einige wenige Einrissstellen

an den Einsteckrändern. Buchblock etwas gelockert. Interessantes

Dokument zur Familiengeschichte. Beigefügt: 7-seitige handschriftliche „Charakteristik

von Medizinalrath Dr. Lebahn nur nach den Umriss der Hand gemacht

von „Crystal“.“ auf einem gedruckten Briefbogen mit der Ortsangabe

„Blücher bei Malchow i.M.“.


Gontcharova, Nathalie – bal banal. 1) Eintrittskarte und

Programm für den „bal banal“, veranstaltet von der „L’union

des artistes Russes“ in Paris am 14. März 1924. Paris, 1924.

Eintrittskarte ca. 30×16 cm, einseitig bedrucktes, zweifarbig

lithographiertes Blatt, illustriert von Nathalie Gontcharova,

in der Platte signiert; 2) Programm: ca 64×25 cm, einseitig

bedrucktes lithographiertes Blatt, mit Illustration von Nathalie

Gontcharova, in der Platte signiert. 1.650,–

Nathalie Gon[t]charova, [1881–1962] zählt zu den Hauptvertretern der russischen

Avantgarde. Das Ticket (brauner und hellgrauer Druck auf grauem

Papier) mit aufgestempelter Kartennummer sowie mit zwei Stempeln der

„Union des artistes Russes“. Das Ticket wurde nicht benutzt, d.h., dass die

beiden durch Perforationslinien getrennten Teile des Tickets nicht abgetrennt

wurden. Das Programm (brauner Druck auf gelbem Papier) zum „bal banal“

im „Salle Bullier“ in Paris. Text in französisch. Ticket und Programm in sehr

gutem Zustand.

Köpfe ausgetauscht

Kulissenbilderbuch – Pretty Polly. A novel book for children.

(Einband: A novel panorama picture book). London

und New York, Ernest Nister und E.P. Dutton & Co., o.J., um

1895. Ca. 24×19,5 cm. (28) Seiten. Mit zahlreichen Textillustrationen

und vier farbigen Kulissenbildern. Farbig illustrierter,

lithographierter Orig.-Halbleinenband. 550,–

Mit vier farbigen, lithographierten Kulissenbildern (jeweils mit drei Ebenen):

Kätzchen und Papagei mit Papageienkäfig (hier eine winzige Fehlstelle an

einem der zahlreichen Gitterstäbe); Pferdekutsche mit Cinderella; Kinder mit

Hund im Boot und badende Kinder; Kinder beim Spielen im Zimmer mit Katze

und Hund. Die Einbandillustration zeigt ein kleines Mädchen mit Hund und

Vogel. Handschriftliche Widmung auf Vorsatz, datiert New York 1898. Die auf

dem Titelblatt angekündigte Einleitung von F.E. Weatherly gibt es gar nicht,

das Buch beginnt korrekt mit „Pretty Polly“ von L.L. Weedon; von Weatherly

ist das Gedicht „Oranges and Lemons“ abgedruckt. Einband leicht fleckig und

Kanten etwas bestoßen. Hinterdeckel mit geklebtem Einriss. Seiten teils etwas

fingerfleckig und gebräunt, Klammerung leicht angerostet. Hübsches englischsprachiges

Kulissenbilderbuch mit den lieblichen Kinder- und Tierbildern.

Ziehbilder – Karikaturen – Sieben altcolorierte Radierungen

mit beweglichen Teilen an Zugstreifen. Ohne Ort

und Jahr, (um 1820?) Jeweils 10×8 cm. Lose in zeigenössischem

Papierumschlag. 2.800,–

Bibliographisch vollkommen unbekannte Ziehbilder, welche wohl Karikaturen

auf die Hauptmächte in den napoleonischen Kriegen zeigen: Napoleon

selbst, John Bull für England, Fürst Metternich für Österreich, Don Quijote

für Spanien, Zar Alexander in Kosakenuniform, einen Narren mit Schellen

sowie eine weitere Figur. Die Köpfe sind jeweils an Zugstreifen (diese teils

erneuert) befestigt und können frei nach allen Seiten bewegt oder ganz vom

Rumpf getrennt und ausgetauscht werden. Möglicherweise dienten die Karten

für ein Würfelspiel, allerdings konnten bisher Verwendung und Darstellung

nicht restlos geklärt werden. Vorzüglich erhalten und äußerst selten. Wahrscheinlich

Unikate.

67


Stand 52

Antiquariat

im Lenninger Tal

Kinder- und Jugendbücher, Literatur und illustrierte Bücher,

Württembergica

68

Kinderbücher

Brüder Grimm. Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch

die Brüder Grimm. Vollständige Ausgabe. Mit acht farbigen

Original-Vollbildern von Heinrich Vogeler-Worpswede, drei

Bildnissen und einer Einleitung von Heinrich Wolgast. Max

Hesses Verlag, Leipzig (1907). XLVII, 882 S. Blauer farbig ill.

Original-Leinen. Kl. 8°. 900,–

Siehe Neteler 145.1. Sehr seltene Erstausgabe mit den Vogeler-Illustrationen.

Die angegebenen drei Porträts verteilen sich auf zwei Schwarzweiß-Abbildungen

in der Einleitung von Wolgast. Sehr zarte Farbgebung bei den Jugendstil-Märchenillustrationen.

*Einbandecken und –kanten leicht berieben,

Rückengelenke stärker berieben und etwas schwach. Vorderes Innengelenk

aufgeplatzt. Vorderes Vorsatz leicht fleckig und mit kleinem Einriss, Papier

stellenweise minimal fleckig. Papier im Schnitt gebräunt.

Caspari, Gertrud. Das lebende Spielzeug. Ein lustiger Traum

von Gertrud Caspari. Verlag von G. Löwensohn, Fürth in

Bayern (1903). 24 einseitig bedruckte unpag. Bl. Mit Farbillustration

und Text. Farbig ill. Original-Halbleinen. Quer-4°

ca. 25×33,5 cm. 850,–

Neubert 1.1.1. Sehr frühe und höchstwahrscheinlich die erste Auflage des

ersten Bilderbuchs der Caspari. Auf dickes Papier gedruckt. *Einbandkanten

berieben. Deckelillustration etwas fleckig. Papier durchgehend leicht gebräunt.

Buchblock etwas gelockert.

Mauder, Josef. Mach mich auf. Ein lustiges Ausschneide-

Theater- und Bilderbuch! Verlag O. u. M. Hausser, Ludwigsburg

o. Jahr (ca. 1912). 6 farblithographierte Blätter und noch

3 (von 6) vollständigen Tafeln mit den Ausschneidefiguren.

Neuer Ganzleinen mit aufmontiertem Original-Deckelbild.

Quer-4° ca. 26×33 cm. 1.100,–

U. Löffler

Julius-von-Jan-Platz 8

73252 Lenningen

Tel.: +49 (0)7026 4116

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www.antiquariat-loeffler.de

Sehr seltenes von uns nicht nachweisbares Spielebilderbuch. Drei der Ausschneidebögen

sind ausgeschnitten. Spielfiguren wohl vollständig. Es liegen

insgesamt 83 unausgeschnittene und ausgeschnittene Spielfiguren vor z. B.

zum Thema Winter, Bauernhof, Stadtszene oder Märchenszenen. Die 6 Hintergrundbilder

werden mit dem beiliegenden beweglichen Rahmen eingerahmt,

die Spielfiguren werden von unten an den Fußansätzen eingeschoben und so

können kleine Szenen arrangiert oder gespielt werden. Mit dem Original-Textheft

(14 S.). *Nachgebundenes Exemplar. Deckelillustration stärker wasserfleckig

und mit kleiner Fehlstelle. Rahmen etwas stockfleckig. Papier mit nur

geringen Gebrauchsspuren. Spielfiguren sind sauber und frisch.

Widmungsexemplar – Kreidolf, Ernst. Alte Kinderreime mit

Bildern von Ernst Kreidolf. Hermann & Friedrich Schaffstein,

Cöln (1905). 32 unpag. S. mit 15 ganzseitigen Illustrationen

als Zinkätzungen, 1 Titelillustration und 1 Schlussvignette. 1

Blatt Verlagsanzeigen. Farbig illustrierte Vor- und Nachsätze.

Original-Pappband mit farbiger Einbandgestaltung 820,–-

Handschriftliche Widmung Kreidolfs auf Vorsatz: „S. l. Herrn William Ritter“,

voll signiert und datiert (1905). – Erstausgabe. – Stuck-Villa II, 229; Bilderwelt

489. – Ecken und Rückenkanten minimal berieben. Die ersten und letzten

Blätter minimal stockfleckig. Sonst sehr schön erhaltenes Exemplar.

Meggendorfer, Lothar. Lebende Bilder. Vierte Auflage. Verlag

von Braun & Schneider, München um 1878. 1 S. Vorwort,

8 Bl. links mit Text und rechts mit Ziehbild. Farbig illustrierter

Original-Halbleinen. 4° ca. 33×24 cm. 900,–

Die Erstausgabe des ersten Ziehbilderbuches von Meggendorfer erschien bereits

1876. Die Ziehbilder sind betitelt mit Herr Staberl, Die Jungfer Köchin,

Der Klavierspieler, Der Schreiber, Der Herr Magister, Der Tyroler Sänger, Fritzchen

und der Kakadu und Das naschhafte Kätzlein. *Einbandecken und –

kanten leicht berieben. Deckelillustration nur leicht berieben. Der fleckige hintere

Deckel wurde mit Japanpapier kaschiert. Rückenleinen erneuert. Innen:

Kanten betrieben. Papier leicht gebräunt und fingerfleckig. Letztes Blatt am


oberen Rand leicht wasserfleckig. Der Kragen des Klavierspielers wurde leicht

beschädigt. Das naschhafte Kätzlein wurde mit den Originalteilen fachmännisch

restauriert. Eingerissene Papierstreifenschlitze fachmännisch repariert.

Federn leicht angerostet. Die Ziehmechanismen funktionieren, wenn z. T. auch

etwas schwer.

Judaica – Einstein, Albert.

Gelegentliches zum

fünfzigsten Geburtstag. 14.

März 1929. Dargebracht

von der Soncino-Gesellschaft

der Freunde des

jüdischen Buches zu Berlin.

31 S., 1 Bl. OHalbpergament.

220,–

Erstausgabe mit zahlreichen unveröffentlichten

Texten. Textauswahl

von Alfred Horodisch im

Einvernehmen mit der Familie Einstein.

Titelphotographie von Raja

Kissin. Auflage 800. *Einband gebräunt

und berieben. Druckstelle

auf hinterem Deckel. Innenfalze

aufgeplatzt bzw. repariert. Papier

stellenweise stärker stockfleckig.

Vorzugsausgabe – Djikia, A. (Alexander). Westöstlicher

Divan. Sojuzhudoexport, Moskau 1991. 53 Bl. Mit einer ganzseitigen

Illustration. Original-Pappband, Quer-4°. Schraubbindung.

Ca. 21×33 cm. 220,–

Erstausgabe. Das Künstlerbuch erschien in einer Auflage von 600. Hier Nr. 22

von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer eingebundenen ganzseitigen

Filzstiftzeichnung Djikias, die vom Künstler handschriftlich bezeichnet

und signiert wurde. Texte in Russisch und Deutsch. Die Bilder des 1963 in

Georgien geborenen Künstlers zum Westöstlichen Divan wurden 1992 in der

Stadtgalerie Saarbrücken ausgestellt. *Einband minimal fleckig.

Widmungsexemplar – Wolff, Albert. Les deux empereurs

(1870–1871). A. – N. Lebégue et ce, Libraires-Editeurs,

Bruxelles 1871. 366 S. Halbfranz der Zeit mit Rückenvergoldung,

marmorierten Vorsätzen und Rotschnitt. 150,–

Erstausgabe. Mit einer handschriftlichen Widmung des Autors auf dem Vortitel.

Der deutsch-französische Journalist Albert Wolff wurde 1835 in Köln

geboren und verstarb 1891 in Paris. Er war u. a. Chefredakteur des Figaro und

ein maßgeblicher Kunstkritiker seiner Zeit. In diesem Roman setzt er sich als

Kenner beider Nationen mit dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71

auseinander. *Kanten und Ecken leicht berieben, Rotschnitt etwas unschön.

Philosophie – Benjamin, Walter. Horkheimer, Max und

Adorno, Theodor. Walter Benjamin zum Gedächtnis. Institut

für Sozialforschung, (New York) 1942. 166 S. Als Typoskript

gedruckt. Mit einem Porträt Benjamins als Frontispiz. Neuer

schwarzer Ganzlederband. Ca. 28×21 cm. 1.200,–

Sehr selten. Enthält die posthume Veröffentlichung von Benjamins letzter Arbeit:

„Über den Begriff der Geschichte“. Max Horkheimer und Theodor W.

Adorno versuchten mit diesem in sehr kleiner Auflage gedruckten Heft die

Wiederbelebung der 1941 eingestellten „Zeitschrift für Sozialforschung“. Enthält

auch den Aufsatz „Autoritärer Staat“ von Horkheimer und eine erste noch

sehr unsichere Bibliographie der Werke Benjamins. *Das Heft der Zeitschrift

wurde neu gebunden. Sehr guter Zustand.

Württemberg

Möbelkatalog – Schuster, Franz. Behr-Aufbaumöbel. Nach

Entwurf von Professor Franz Schuster. Möbelfirma Behr,

Wendlingen o. Jahr (ca. 1940). 23 Kartonblätter mit 4 aufmontierten

Original-Fotos und 19 Zeichnungen von Aufbaumöbeln.

Original-Leinen, Quer-4°. Schraubbindung. Ca.

25×33 cm. 350,–

Der Wiener Architekt und Möbeldesigner Schuster war ein Glücksfall für die

Wendlinger Möbelfabrik Behr. Die erste große Designinnovation brachte Behr

1921 auf den Markt: Das erste An- und Aufbaumöbelprogramm aus der Feder

von Professor Franz Schuster, das bis in die 60er-Jahre produziert wurde.

Heute stehen die Modelle im Bauhaus-Museum in Berlin. *Vorderes Vorsatz

entfernt. Hinteres Vorsatz halbiert. Leinen leicht fleckig.

Wagner, Christian. Neue Dichtungen. Oswald und Klara.

(Ein Stück Ewigkeitsleben.) Herbstblumen. Verlag von Schröder

& Co., Heilbronn 1897. 182 S. Goldgepr. OLn. 150,–

Erstausgabe (Pfäfflin 6a). *Kanten leicht berieben, kleiner Ausschnitt am oberen

Rand des Titelblattes ohne Textverlust. Beiliegend: ders. Sonntagsgänge. 1.

Teil. 2. Auflage. OHln. (Weitere Titel von Wagner am Stand).

Autograph – Steinbeis, Ferdinand von. Amtliches Schreiben

an das Königliche Oberamt Wangen (im Allgäu) mit Briefkopf

„Die Centralstelle für Gewerbe und Handel“, datiert:

Stuttgart, 28. Decbr. 1857. 1. Seite, handschriftlich von Steinbeis

signiert. 150,–

Brief behandelt eine Patentverlängerung eines Siebmachers aus Isny dessen

mechanische Malzdörre betreffend. .*Papier stärker wasserrandig.

Weitere Autographen haben wir am Stand ausliegen,

darunter Briefe von deutschen, russischen und französischen

Militärs, Politikern und Diplomaten, u.a. von

Friedrich dem Großen und Kaiser Wilhelm II. Viele

davon in französischer Sprache.

69


Stand 24 Antiquariat

Matthias Loidl

Literatur – Bibliophilie – Graphik – Buchwesen – Varia

Ackermann – Goethe, Johann Wolfgang von, Novelle. Mit

neun Orig.-Kaltnadelradierungen u. 2 Linolschnitt-Vignetten

von Helmut Ackermann. Memmingen, Edition Curt Visel

1982. 25,5×35 cm. (52 S.), OHalbpergamentbd. mit goldgepr.

Rückentitel u. Linolschnitt-Deckelvignette. Tadelloses

Exemplar mit Schutzumschlag u. Schuber. 380,–

Eins von 40 (ges. 100) numer. Exemplaren der Ausgabe in Halbpergament – die

weiteren 50 Exemplare der Normalausgabe sind als Rohbogen erschienen. Alle

Radierungen wurden vom Künstler signiert. – Satz des Textes von Hand aus

der Walbaum-Antiqua, gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten.

Bibel-Illustration – Die Offenbarung des Johannes. Geschrieben

und illustriert mit drei Originallithographien von

Volker Stelzmann. Leipzig, Faber & Faber 2002. 33×46 cm.

(40 S.) mit (teils farbigen) Illustrationen, 4 beilieg. S. (Titelblatt,

Begleitwort u. Colophon), OLwd. Tadelloses Exemplar

in farbig illustriertem Schuber. 650,–

Dreizehnter Druck der Sisyphos-Presse. Eins von 100 (ges. 120) numer. Exemplaren.

Mit einer beiliegenden Suitenmappe, enthaltend drei auf Bütten abgezogene

Orig.-Lithographien, jeweils numeriert, betitel, signiert u. datiert.

Breker – Arno Breker. Der Prophet des Schönen. Skulpturen

aus den Jahren 1920–1982. Mit Texten von Ernst Fuchs. Katalog

und Biographie von Volker G. Probst. (= Klassiker der

Neuzeit. Hrsg. von Richard P. Hartmann. Band V). München,

Hartmann 1982. 30,5×40,5 cm. 240 S. mit 203 ganzseit. Abbildungen

(16 farbige, 187 schwarzweiße im Polycolor Duplexverfahren),

3 Graphikbl., OLwd. mit goldgepr. Deckeltitel

u. illustr. OUmschl. Tadelloses Exemplar im Schuber.

EA. 600,–

Eins von 1000 numer. Exemplaren der Vorzugsausgabe mit drei eingebund.

zweifarb. Orig.-Lithographien, eigens für diesen Band geschaffen: „Aphrodite“

(Frauenakt), „Athlet“ (Männerakt), „Adam und Eva“ (Paarakt). Alle drei

Blätter von Breker signiert. Druckvermerk mit Signatur des Herausgebers Joe

F. Bodenstein. – Mit diesem hervorragend hergestellten Bildband möchten

sich die Herausgeber nach längerem Abstand nach dem „kurzen, aber mißverstandenen

Erfolg in den Dreißiger und Vierziger Jahren“ erstmals umfassend

und „unvoreingenommen mit sechzig Jahren klassisch-realistischer Bildhauerarbeit

befassen, die einmalige Begabung und das hervorragende Können

dieses letzten Gestalters menschlicher Schönheit“ darstellen.

Camaro, Alexander – Bernhard Heiliger, Faust II. Lithographien

zur Inszenierung Ernst Schröders im Schiller-

Theater Berlin. Berlin, Rembrandt-Verlag 1967. 63×46 cm. 2

Bl. (Titelbl., kurze Einführung u. Impressum), 14 Bl. Lithographien

(davon 8 farbige), OHalbleinenmappe (eine kleine

Bereibung, Überzugspapier der Innenklappen an zwei Stellen

etw. eingerissen). Sonst tadellos erhalten. 1.500,–

Eins von 75 (ges. 90) numer. Exemplaren der Normalausgabe. – Heiliger

70

Birkenweg 1

83567 Unterreit-Stadl

Tel.: +49 (0)8073 2555

Fax: +49 (0)8073 2626

E-Mail: mail@antiquariat-loidl.de

www.antiquariat-loidl.de

hatte für die Faust II-Inszenierung die Bühnenbilder entworfen, Camaro die

Figurinen. In Anlehnung an diese Arbeiten haben die Künstler jeweils sieben

Lithographien geschaffen, die zwar an die Inszenierung erinnern, doch als

eigenständige Graphikfolge Bestand haben.

Der Eigene. Ein Buch für Kunst und männliche Kultur. Band

VI. Charlottenburg, Brand u. Linke 1906. 4°. VIII, 190, (10)

S. mit zahlr. Abb., 12 (meist farb. mont.) Kunstbeilagen. illustr.

Jugendstil-OLwd. mit Goldpr. (Rücken etw. berieben

u. minimal fleckig). Die den Tafeln vorgeschalteten Seidenpapiere

wie üblich etw. vergilbt u. angerändert. Insges. sehr

gutes Exemplar. Selten. EA. 480,–

Eins von 3000 (hier nicht numer.) Exemplaren mit von Verlagsseite eingetragenem

Namen des Subskribenten nebst dessen Anschrift. Die Käufer mußten

unterschreiben, „um Jeden vor der Gefahr zu schützen, das Schamgefühl

solcher Personen zu verletzen, die schamlos genug sind, an der keuschesten

Nacktheit Ärgernis zu nehmen und sogar die vollendetsten Werke unserer

größten Meister mit dem Schmutze ihrer geilen Einbildung zu besudeln“. –

Texte von Bethge, H. Bang, Sagitta (d.i. J.H. Mackay) u.v.a. Über das Liebesleben

von Kleist u.a.

Graphische Kunst. Hefte 1–61 (alles Erschienene). Dazu:

Registerhefte 1973–1983 u. 1984–1993. Memmingen, Edition

Visel 1973–2003. Gr.-4°. Zus. ca. 2440 S. mit zahlr. (teils

farb.) Abbildungen, OKt.-Bände. Die Hefte 1–42 in insges.

sechs Original-Leinenkassetten (eine davon mit kleiner

Schramme) mit goldgepr. Rückenschildern, die Folgehefte

lose. Sehr gut erhaltene, komplette Folge. 2.200,–

Sämtliche Hefte – mit Ausnahme der Nr. 2 (Vorzugsausgabe B) – liegen in

der Vorzugsausgabe A, damit der „Luxusausgabe“ mit den meisten und besten

originalgraphischen Beilagen vor. Jeweils eins von 170 (ges. 700–1000)


numer. Exemplaren. Beiliegen in absoluter Vollständigkeit sämtliche 365 Orig.-

Graphiken (Radierungen, Lithographien, Holz-, Farbholz-, Linol- u. Farblinolschnitte),

die Vorzugsgraphiken numeriert, alle Graphiken (bis auf wenige

Ausnahmen) signiert: H. Ackermann (2 Rad. u.a.), Bajorat (Farbholzschnitte

u.a.), E.M. Bittner (Farbrad.), A. Breker (Rad.), W. Böttcher (Rad.), W.M.

Busch (Rad.), Eberlein (Farbholzschnitte u.a.), R. Escher (Rad.), E. Fekete

(Farbholzschnitt), P. Froese (Rad.), J. Geilen (Kupferstich), Chr. Hessel (Rad.

+ Farbrad.), B. Huth (Rad. + Linolschnitt), Rob. Kirchner (2 Lithos), J. Lebek

(4 Holzschnitte), Arnd Maibaum, G. Marcks (Holzschnitt, vom Künstler stempelsigniert),

Chr. Meckel (Rad.), B. Müller-Linow (Rad.), Jan Prein (Rad.), E.

Prüssen (2 Farblinolschnitte), T. Torrilhon (Kupferstich), W. Werkmeister (3

Rad.) u.v.m.

Hofmannsthal, Hugo von, Das Salzburger große Welttheater.

Leipzig, Insel 1923. 4°. 101, (3) S., OPgmt. Rücken minimal

verblaßt, ein Blattrand mit einigen Fleckchen, sonst tadellos.

EA WG² 87. Sarkowski 771.A. 325,–

Eins von 300 numer. Exemplaren der besonderen Vorzugsausgabe: orange

getönter Ganzpergamentband mit sieben durchgezogenen Pergamentbünden,

goldgepr. Inselsignet auf dem Vorderdeckel u. goldgepr. Rückentitel, vergold.

Steh- u. Innenkanten, Kopfgoldschnitt u. handgestochenen Kapitalen. Auf

handgeschöpftem Zanders-Bütten. – Die „normalen“ Vorzugsausgaben wurden

nur in Halbpergament gebunden.

Klabund – Seewald, Kleines Bilderbuch vom Krieg. Mit 13

(davon 12 handkolorierten) Orig.-Holzschnitten von Richard

Seewald. München, Goltz 1914. 27,5×36 cm. (52 Seiten),

in losen Bögen. In einer späteren Halbpergamentmappe mit

aufgezog. ODeckelschild (dieses mit 3 Randläsuren). Mappe

etw. verblaßt. Der erste Bogen minimal knitterspurig, sonst

in perfektem Zustand. EA WG² 5. Nicht bei Tiessen. Jentsch

26–38. Jentsch, Expressionismus, S. 80–81. 850,–

Eins von 270 (ges. 300) Exemplaren auf unechtem Chinapapier. Im Gegensatz

zu den Angaben im Druckvermerk wurden die Normalausgaben nicht signiert,

nur die 30 Vorzugsexemplare. – Abgebildet in: Richard Seewald, Ausstellung

zum 100. Geburtstag, Köln 1989. Seite 32. (Siehe Abbildung links)

Mann, Klaus (Hg. u. Gründer), Die Sammlung. Literarische

Monatsschrift. Unter dem Patronat von André Gide, Aldous

Huxley, Heinrich Mann. I. Jahrgang (Hefte 1–12). Dazu: II.

Jahrgang, Hefte 1 + 4. Zus. 14 Einzelhefte. Amsterdam,

Querido 1933–1934. Gr.-8°. 676, (4), 8 S. + (112 S.), OUmschläge.

Leichte Gbrsp. (einige Ecken etw. angeknickt, Papier

bisweilen gering stockfl. oder nachgedunkelt, einige Läsuren).

Nur Heft 1 stärker beschädigt (Umschlag lose, Rücken

beschädigt). Insgesamt gut erhalten. EA WG² 15. Sternfeld-

Tiedemann 331. 380,–

Der erste Jahrgang komplett in der Originalausgabe, dazu zwei Einzelhefte

des zweiten Jahrganges. Die bedeutende Zeitschrift enthält u.a. Beiträge (zumeist

Erstdrucke) von Becher, Brecht, Brod, Cocteau, Döblin, Ehrenstein, A.

Einstein, Feuchtwanger (u.a. über Toller), Br. Frank, Frey, Gide, Cl. Goll, Graf,

Hemingway, Herrmann-Neisse, M. Hirschfeld, Huxley, Kafka, Kerr, Kesten,

Lasker-Schüler, G. Mann (über E. Jünger), H. Mann, Kl. Mann, L. Marcuse,

Maurois, Politzer, Regler, Rolland, J. Roth, Toller, J. Wassermann, A. Zweig u.a.

Mann, Thomas, Tristan. Sechs Novellen. Dritte Auflage (d.i.

3. Tsd.) Berlin, S. Fischer 1904. (8), 264, (8) S., Jugendstil-OLwd.

von A. Schäffer mit Goldpr. u. Kopfgoldschnitt

(Version in Ocker, Aufdruck in Dunkelbraun; nur minimal

angestoßen, ein winziger Nadeleinstich). Innendeckel mit

Exlibris von A.N. Burchard. Insges. sehr schönes Exemplar.

Vgl. Potempa B.2 u. Bürgin I.3. 400,–

Eins von 1000 Exemplaren. – Der Weg zum Friedhof. Tristan. Der Kleiderschrank.

Luischen. Gladius Dei. Tonio Kröger.

Pierre & Gilles. Sämtliche Werke 1976–1996. Hrsg. von

Bernard Marcadé u. Dan Cameron. Texte deutsch, englisch

u. französisch. Köln u.a., Taschen 1997. Gr.-4°. 354, (2) S.

mit illustr. Bibliographie u. 251 Farbtafeln, ill. OPappbd. mit

Ganzgoldschnitt u. blindgepr. illustr. OUmschl. (dieser an

der Rückseite mit Knickspuren im Randbereich u. mit einer

winz. Randläsur). Sonst tadellos. Das mit Abstand umfangreichste

Werk über das Künstlerpaar. EA. 1.400,–

71


Eins von weltweit nur 100 Exemplaren mit einer beilieg. großformatigen Orig.-

Farbphotographie „Les Cosmonautes“ (Doppel-Selbstportrait; 56×40 cm),

numeriert u. von Pierre & Gilles mit Goldstift signiert. In einer originellen

Pappkassette (sehr empfindlich, deshalb minimale Druckspuren) im Format

47×63×6 cm.

Prüssen – Neruda, Pablo, Gedichte. Mit 10 Orig.-Radierungen

von Eduard Prüssen. Köln 1970. 21×25 cm. (24) einseit.

bedr. Textbl., 10 Bl. Graphiken, OKart. (Rücken minimal verblaßt).

Sonst tadellos. Spindler 160.6. Visel 6. 350,–

6. Druck der Donkey-Press. Eins von nur 35 handschr. numer. Exemplaren.

Sämtliche Radierungen vom Künstler signiert. – Prüssen hat selbst die Texte

von Hand gesetzt u. auf Ingesbütten gedruckt. Abzug der Radierungen auf

kräftiges Kupferdruckbütten, ebenfalls durch den Künstler.

Quetsche – Brecht, Bertolt, Vergnügungen. Mit fünf doppelblattgr.

Orig.-Aquarellen von Monika Sieveking. Berlin,

Quetsche. Verlag für Buchkunst 1989. 26×37,5 cm. 49, (3)

S., OLwd. mit einem Orig.-Ölbild über beide Buchdeckel.

Tadelloses Exemplar mit OUmschl. u. Schuber. 1.650,–

Eins von 10 numer. Exemplaren, im Druckvermerk signiert. Die Texte wurden

von Reinhard Scheuble aus der Sabon von Hand gesetzt, gedruckt auf ein von

John Gerard handgeschöpftes, schweres Bütten mit dem Wasserzeichen der

Edition. Druck in Blau u. Schwarz. Handeinband von Julia Büttelmann. Jedes

Exemplar ist ein Unikat.

Raamin-Presse – Goethe, Johann Wolfgang von, Der

Zauberflöte zweiter Teil. Fragment. Mit zehn Bildern von

Roswitha Quadflieg. Hamburg 1983. 19,5×30,5 cm. (50

S.), OKalblederbd. Rücken minimal nachgedunkelt, wenige

feinste Kratzspuren, sonst tadelloses Exemplar im Schuber.

Tiessen 20. Spindler 71.14. 20 Jahre Raamin-Presse S. 120–

129. 1.600,–

14. Druck der Raamin-Presse. Eins von fünf (ges. 155) römisch numer. (Künstler-)Exemplaren,

im Druckvermerk signiert. – Aus der Cancelleresca Bastarda

gesetzt u. in Rot u. Negativ-Silber gedruckt. Die Radierungen farbig, davon

8 über zweifarbigen Kunstharzstichen. Gedruckt auf blauem Mingei-Japanpapier.

– Meines Erachtens der schönste, in jedem Fall der aufwändigste Pressendruck

von Roswitha Quadflieg.

Rágóczy, Joachim, Mitmachen kann ich da nicht. Malerbriefe

1928 bis 1939 an seine Frau Irma. Nachwort von Eber-

72

hard Roters. Berlin 2000. 32,5×49 cm. 37, (5) S. mit 5 Abbildungen,

12 (davon 4 handkolor.) Illustrationen u. 4 (davon

2 leicht kolor.) Orig.-Holzschnitten auf hauchdünnem Japanpapier,

illustr. OHlwd. im Schuber (dieser mit kl. Läsuren).

Sonst tadelloses Exemplar. 450,–

103. Druck der Mariannenpresse. Eins von 10 (ges. 90) numer. Exemplaren

der Vorzugsausgabe, mit einer (identisch wie der Einband illustrierten u. gestalteten)

Suitenmappe, darin 3 farbige Orig.-Graphiken (Abzüge des Künstlers

aus dem Nachlaß): 1) Orig.-Farblithographie auf Japanpapier, vom Künstler

signiert (Bildgr. ca. 14×21,5 cm). 2) Orig.-Farblithographie auf Japanpapier

(Bildgr. ca. 22×18 cm). 3) Orig.-Lithographie (wohl Selbstportrait; Bildgr. ca.

22×28 cm). Zwei der Graphiken auf Japanpapier; alle Blätter unter Passepartout

montiert. – Da für diese Vorzugsausgabe Einzelstücke aus dem Nachlaß

ausgewählt wurden, handelt es sich bei jedem Vorzugsexemplar praktisch um

ein Unikat. Die jeweiligen Techniken der Vorzugsgraphiken sind nicht vollständig

zu kären, so daß es kleine Abweichungen zu den obigen Angaben geben

kann. – Persönlich wie politisch interessante Briefe aus den Jahren 1928–1939.

Rágóczy war Schüler und einige Jahre lang die rechte Hand von Emil Orlik.

Rathenow, Lutz, Jeder verschwindet, so gut er kann. Sieben

Prosatexte. Mit fünf Orig.-Radierungen von Ullrich Panndorf.

Berlin 1984. 27×36 cm. 29, (3) S., OPappbd. Spindler

98.20. 850,–

53. Druck der Mariannenpresse. Eins von 10 (ges. 100) numer. Exemplaren

der Vorzugsausgabe – Panndorf hat diese am Ende des Werkes umfassend

und eigenhändig als solche ausgewiesen: Mit einer beilieg. Orig.-Farbradierung

„Passbild“, numeriert u. signiert. Neben dem Druckvermerk zusätzlich

sämtliche Radierungen signiert. – Unser Exemplar hat Panndorf eigenhändig

dem Berliner Künstlerkollegen Karl-Ludwig Sauer gewidmet. Sauer wiederum

hat die Vorzugsradierung, den Einband u. beide Vorsätze mit Benzinstift bzw.

Farbstiften überarbeitet u. teils mit diversen eigenhändigen Zusätzen versehen.

Somit liegt hier ein Unikat vor. – Satz des Textes aus der Weiß-Antiqua, gedruckt

auf kräftiges Hahnemühle-Bütten.

Schlotter – Lucian, Hetärengespräche. Nachwort von Niklas

Holzberg. Mit 16 Orig.-Zweifarbradierungen von Eberhard

Schlotter. Bayreuth 1999. 4°. 3 Bl., 93 S., 5 Bl., OHalbpergamentbd.

mit vier durchgezogenen Pergamentbünden,

goldgepr. Deckelvignette u. Rückentitel, Kopffarbschnitt u.

handgestochenen Kapitalen. Tadelloses Exemplar im Schuber.

850,–

25. Druck der Bear Press. Eins von 150 numer. Exemplaren, im Druckvermerk

signiert. – Der Text wurde aus der Lutetia gesetzt u. in Rot u. Schwarz auf

handgeschöpftes Bütten mit dem Wasserzeichen der Bear Press von 1979 gedruckt.

– Die Gespräche 1–4 u. 6–15 wurden in der Übertragung von Chr.M.

Wieland gedruckt; Gespräch 5 (Lesbos) wurde von Wieland ausgelassen und

für diese Ausgabe von Niklas Holzberg übersetzt.

Schumacher – Hamvas, Béla, Früchtestunde. Aus dem Ungarischen

übertr. von Jörg Buschmann. Mit einem Frontispice

(Orig.-Aquatinta-Farbradierung) von Emil Schumacher.

Nachwort von Antal Dúl. Hannover Edition Marghescu 1996.

Gr.-4°. 24, (8) S., in losen Bögen in OBüttenumschlag u.

Pappmappe (minim. gewölbt). Der Rücken gering verblaßt,

sonst tadellos. 580,–

Eins von 40 numer. Exemplaren (außerdem erschienen 10 Künstlerexemplare).

Die Radierung von Schumacher numeriert u. signiert. – Satz des Textes im

Lichtsatz aus der ITC Bookman, in Serigraphie auf kräftiges Rives-Bütten gedruckt.


Seewald – Kleist, Heinrich von, Penthesilea. Ein Trauerspiel.

Mit 21 (davon 10 ganzseit.) Orig.-Lithographien von

Richard Seewald. München, Goltz 1917. Gr.-4°. (6), 129 S.,

OHalbfranzband mit Deckelillustration, goldgepr. Ldrrsch.,

Kopfgoldschnitt u. handgestochenen Kapitalen. Überzugspapier

etw. verblaßt, Vorsätze u. teils das Papier etwas

stockfleckig; insgesamt wohlerhaltenes Exemplar. Tiessen 2.

Jentsch L.36–56. Jentsch, Expressionismus, Seite 109 (mit

Abb. u. Farbtafel auf S. 110). Schauer II.114. 650,–

Eins von 140 (ges. 200) numer. Exemplaren auf holländisch Hadern-Bütten.

Im Druckvermerk von Seewald signiert. Fünf der ganzseitigen Lithographien

von Hand koloriert.

Seewald – Jentsch, Ralph, Richard Seewald. Das Graphische

Werk. Radierungen. Holzschnitte. Lithographien. Plakate.

Linolschnitte. Esslingen, Kunstgalerie Esslingen 1973.

Gr.-4°. (228 S.), OLdr. (etw. angestaubt, Rücken leicht verblaßt,

etwas berieben). Sonst tadellos. EA des Standardwerkes.

680,–

Eins von 15 (ges. 600) römisch numer. Exemplaren der Luxusausgabe, von

Hand in Kalbleder gebunden, mit schlichtem, blindgeprägtem Rückentitel

„Seewald“. Beigebunden zwei Original-Radierungen, jeweils neue Abzüge von

den alten Originalplatten für diese Ausgabe. Auf Bütten. Beide Radierungen

vom Künstler signiert: I. Baum. (1931). Plattengr. 17,7×14 cm. II. Margherita.

(1931). Plattengr. 17,9×23,8 cm. Die letzte Radierung Seewalds, entstanden

aufgrund eines 1927 entstandenen Ölbildes. Abgebildet in diesem Werkverzeichnis

sowie bei Sailer, Seite 148. – Das Oeuvreverzeichnis umfaßt beinahe

500 Graphiken, sämtlich abgebildet.

Tschichold – Hölderlin, Friedrich, Hymne an die Freiheit.

Entworfen u. geschrieben von Johannes Tzschichhold [sic].

Hrsg. von Heinrich Wieynk. Berlin, Schnabel 1919. Gr.-4°.

(20 S.), OBrosch. mit handgefert. Überzugspapier u. Kordelbindung.

Der Innendeckelbezug, das erste u. letzte Leerbl.,

Vortitelbl. u. der Mittelbogen mit Insektenfraßspuren u.

-löchlein, doch jeweils nur im weißen Rand. Sonst gutes

Exemplar, anbei die (etw. beschädigte) Orig.-Papphülle mit je

einem archaisch anmutenden, handgemalten, breiten blauen

Streifen an Ober- und Unterkante. Sehr selten. 325,–

Siebtes Palatino-Buch. Wohl eins von 100 Exemplaren. Faksimiledruck nach

der Kalligraphie Jan Tschicholds, von Hand eingemalt 14 (2 große, 12 kleinere)

Initialen in Rot, ferner im Colophon Tschicholds Monogramm „JT“. Sehr frühes

Werk des erst 17-/18Jährigen, der damals noch unter realem Namen firmierte.

Walser, Robert, Seeland. Mit 5 Orig.-Radierungen von Karl

Walser. Zürich, Rascher 1919. 19×24,5 cm. 247 S., OPappbd.

mit Kleister-Überzugspapier (Kanten berieben, Kapitale geringfügig

bestoßen u. mit einer kleinen Läsur). Sonst sehr

gutes, fleckenfreies Exemplar. EA WG² 15. Badorrek-Hoguth

A.32.1. 750,–

Eins von 600 numer. Exemplaren; dieses eines der von Karl Walser nicht signierten

Exemplare. – Bei Badorrek-Hoguth in zitierten Briefen nachzulesen der

lange Weg bis zum fertigen Buch: die anfängliche Weigerung Robert Walsers,

sein Werk illustrieren zu lassen bis hin zum fertigen Werk, die Feststellung,

daß es dem Verlag mehr um die Radierungen als den Text ging (Karl erhielt

denn auch mehr Honorar als Robert). – Viele Exemplare wurden in Raschers

Leipziger Depot durch Kriegseinwirkung zerstört.

Weber, Bruce, O Rio de Janeiro. A Photographic Journal.

New York, Knopf 1986. 28×36,5 cm. (204 S., einige auf ausklappbaren

Tafeln), ill. OKt. Einband mit nur minim Gbrsp.

(gering verblaßt, Kanten stw. etw. berieben, minim. Knickspuren

an Rücken u. Vorderdeckel). Insges. gutes Exemplar.

Selten. EA. 450,–

Das lebendig und originell gestaltete Werk gilt als einer der wichtigsten und

schönsten Photobände des 20. Jahrhunderts. Überwiegend Photos von Männern,

doch auch von Frauen, Kindern und Szenen aus der Stadt, teils farbig,

teils farbig unterlegt. Ergänzt durch Texte und farbige Zeichnungen von

Richard Giglio.

73


Stand 47 Antiquariat Lorych Münchener Str. 1

10777 Berlin

Tel./Fax: +49 (0)30 21018803

Spezialgebiete: Illustrierte Bücher, Alte Drucke, Bibeln,

Naturwissenschaften, Olympische Spiele und Zeppelin,

(auch Ephemera), Struwwelpetriaden, Autographen

Eisenbahn – Weidmann, F.C. Album der Westbahn von

Wien bis Linz nebst Ausflügen in den Wienerwald, das

Oetschergebiet, das Ennsthal und den großen Priel. Wien,

Tendler, 1859. 101 S. und 15 (4 doppelblattgroße) lithographische

Tafeln. Quer-Gr.8°. OLn. mit goldgeprägtem Vorderdeckel.

1.350,–

Schönes Ansichtenwerk in guter Erhaltung.

Meissener Porzellan

– Käthe Grützmann.

Tassenformen 1720–

1816. Ca. 1925. 21

lose Blätter, 24×30

cm., monogrammiert

„KG“. .Mit Original-

Aquarellen von Tassen

und Untertassen. Die

jeweilige Epoche am

oberen Rand mit Tinte

vermerkt. Die meisten

Blätter mit mehreren

Tassen. In OPappmappe.

680,–

Nicht alle Motive vollständig

aquarelliert. Sehr schön ausgeführte

Darstellungen.

Autographen – Baedeker, Gottschalk Dietrich Friedrich,

(Fritz). (1844–1925). 13 eigenhändige Feldpostbriefe von

Fritz Baedeker als Soldat bei der 1. reitenden Batterie der

Garde-Feld-Artillerie im preußisch-österreichischen Krieg

an seine Mutter und Geschwister in Koblenz. Zus. 57 Seiten

auf weißem bzw. blauem Briefpapier. 8°/ 4°. 2 Briefe mit

Feldpoststempeln. Die sehr inhaltsreichen Briefe beginnen

mit den Kriegsvorbereitungen in Reinickendorf, „einem

kleinen Dorf 1 ½ Meilen von Berlin“, mit dem Datum 10.

V. 66 und reichen bis zum 9. Oktober 66, wo Baedeker in

Blankenburg auf den festlichen Einzug der Truppen in Berlin

wartet. 3.500,–

In vielen Briefen wird auch das Schicksal seines Bruders Karl erwähnt. Sehr

detailliert wird der Kriegsverlauf und die wechselnden Standorte geschildert:

Berlin, Zepernick, Gütergotz, Gollmitz bei Kalau, Günthersdorf Kreis Bunzlau,

Schällschitz (Kronland Mähren), Ober-Siebenbrunn bei Wien, Dürnholz und

Blankenburg. Zitate: „ … anstrengende Märsche, weil wir den Österreichern

, die bei Olmütz stehen, den Rückzug abschneiden sollten …“ Ausführlich

wird über die für beide Seiten verlustreiche Schlacht bei Königgrätz berichtet.

„Ordentlich leid taten mir die vielen gefallenen Sachsen, die weit von ihrer

Heimat für eine Sache, für die sie doch kein Herz haben konnten, den Tod

erlitten.“ „Ich habe nun doch in der Schlacht bei Königgrätz den Tod auf

74

Messetelefon: +49 (0)175 8195300

E-Mail: Antiquariat.Lorych@t-online.de

mannigfache Weise gesehen … als ich über das Schlachtfeld ritt, wo ganze

Haufen von Leichen lagen, teilweise mit zerstückelten Gliedern, andere völlig

auseinandergerissen, …“. Weiterhin berichtet er über den massenhaften Ausbruch

der Cholera.

Mit 3 Beilagen: 1 Berechtigungsschein zum einjährigen Dienst für Freiwillige.

Coblenz, 10. März 1864. 4°. 1 Verleihungsurkunde, 3. 7. 1866 für das Erinnerungs-Kreuz

für Combattanten an der Schlacht bei Königgrätz. 4°. 1 Brief von

Karl Baedeker, dem Bruder von Fritz, vom 26. 6. 1866 aus Barzdorf in Böhmen

an seine Mutter in Koblenz. 1 Seite. In Bleistift. 4°. Mit Feldpoststempel. Karl

berichtet über kleinere Schlachten und den mühevollen Vormarsch. Besonders

hervorzuheben ist der letzte Abschnitt, vom Briefbogen abgetrennt und lose

beiliegend, der das Testament Karl Baedekers enthält: „Sollte ich fallen, so bitte

ich an arme Landwehrbräute und Frauen 1000 Thaler zu zahlen … . … stelle

ich der Mutter zur Verfügung zum Vertheilen 250 Thaler.“

Frankreich – Genaue Beschreibung der Bastille von

ihrer Erbauung an bis zur Zerstörung derselben. Frankfurt,

Jägersche Buchhandlung, 1789. 39 S. Mit 2 gestochenen, gefalteten

Plänen: Grundriss und Ansicht während der Kämpfe.

8°. Broschur der Zeit. 590,–

Seltene zeitgenössische Darstellung der Bastille und ihrer Zerstörung während

der französischen Revolution.

Homöopathie – Hahnemann, S. Organon der Heilkunst.

Dresden, Arnoldische Buchhandlung, 1819. 2. vermehrte

Auflage. 374 S. Mit 1 gestochenen Portrait. 8°. Pappband der

Zeit mit 2 Rückenschildern. 2.600,–

Sehr seltene Ausgabe! Einband und wenige Seiten gering fleckig.

Hahnemann, S. Unterricht fuer Wundaerzte ueber die venerischen

Krankheiten, nebst einem neuen Queksilberpraeparate.

Leipzig, Crusius, 1789. 18 unn., 292 S. Pappband der

Zeit. 2.900,–


Sehr selten ! Vorsatz beidseitig von alter Hand in Tinte beschrieben. Aus der

Bibliothek von Dr. Willmar Schwabe. Rücken mit kleiner Fehlstelle, Kanten

bestossen.

Judaica – Schubart, T. H. Die wahre Bekehrung der Ungläubigen,

bey der Taufe einer ganzen jüdischen Familie von

sieben Personen, aus Apostelg. 2, 38.39. im Jahre 1744 am 1.

Septemb. vorgestellet … (Hamburg), Stromer, (1744). 28 S.

8°. Ohne Einband. 380,–

Titel verso mit Stempel. Schrift zur Geschichte der Hamburger Juden. Anfangs

mit Auflistung der konvertierten jüdischen Familienmitglieder, ab Seite 9 die

Taufrede des Erzdiakons am Hamburger Michel T.H. Schubart.

Kulturgeschichte – Becher, J.J. Kluger Haus-Vater, Verständige

Haus-Mutter, Vollkommener Land Medicus, Wie

auch wohlerfahrner Roß- und Viehe-Arzt, Nebenst einem:

Deutlichen und gewissen Handgriff, Die Haushaltungs-Kunst

Innerhalb 24 Stunden zu erlernen, … beygefüget des edlen

Weidmanns geheimes Jäger-Cabinet, wie auch einige nützliche

und nöthige Rechts- und andere Formularien. Leipzig,

Junius, 1778. 24 unn. S., 1142 S. u. 112 unn. S. Register. Mit

1 mehrfach gefalt. Tafel mit 12 von 16 Holzschnitten, (letzter

Teil fehlt). Mit Textholzschnitten und gestoch. Frontispiz.

Kl.8°. Lederband der Zeit. 690,–

Papier teils etwas gebräunt. Unter den zahlreichen, interessanten Themen:

Tauben, Bienenzucht, Wein- und Bierherstellung, Fischzucht, Gedächtnistraining,

Mittel gegen den Krebs und zahlr. andere Krankheiten, Jagdhunde, Jagd

auf Bären, Luchs, Dachs, Wolf etc., Falknerei, Testaments-, Ehe-, Schuldrecht

etc., Kräuter und Blumenzucht.

Medizin – Mederer von Wuthwehr, M., Rehmann, J. Hebarzney

– Geschichte und Kunst im Grundrisse. Zum Leitfaden

ordentlicher Vorlesungen und Vorübungen entworfen.

Donaueschingen, Mieth, 1791. 6 unn. S., 24 S., IV, 44 S., 184

S. Kl.8°. HLdr. der Zeit mit Rückenschild. 290,–

Innen teils leicht fleckig.

– Miller, J. Der verborgene Arzt, oder Nützliche Hausfreund;

Ein neues System der Arzeney-Kunst: Hauptsächlich auf

Kräuter gegründet. Neu-Berlin, (Pennsylvania), Miller, 1830.

179 S. Kl.8°. HLdr. der Zeit. 320,–

Exlibris auf vorderem Innendeckel. Enthaltend: 1. Beschreibung des menschlichen

Körpers. 2. … Krankheiten, mit einer unfehlbaren Heilung für sie Alle;

… 3. … Kräuter … Aus den besten Schriften zusammengetragen, nach dem

berühmten Thompsonien System organisiert, … Gelenke etwas berieben. Einband

leicht berieben und fleckig. Innen teils stockfleckig.

Riesengebirge/ Schlesien – Sammlung von 31 verschiedenen

Ortsführern 1890–1929. (Meist 1924/ 29). 8°/ Quer-

8°. Meist farb. ill. OBroschuren. Mit zahlr. Abb., Karten und

Plänen. 650,–

Titel oder Innendeckel häufig mit Exlibris-Stempel. Schöne Sammlung! Unter

den Orten: Agnetendorf, Jannowitz, Hain, Ullersdorf, Bolkenhain, Schindlermühle,

Schreiberhau, Glatz, Reinerz, Bad Flinsberg, Altheide, Wölfelsgrund,

Trebnitz, Kudowa, Steinseiffen, Querseiffen. Einige Einbände angestaubt.

Rüxner, G. Thurnierbuch, Das ist: Wahrhaffte eigentliche

und kurtze Beschreibung, von Anfang, Ursachen, Ursprung

und Herkommen, der Thurnier im heyligen Römischen Reich

Teutscher Nation … Frankfurt/ Main, Feyerabend, 1578. 4

unn., 2 unn., 236 Bll., 3 unn. Bll. Mit 1 doppelseitigen, gestochenen

Tafel, 81 Textholzschnitten und ca. 300 Textholzschnitten

von Wappen. 4°. Schwarzer Pappband des 18.

Jahrhunderts mit Rückenschild. 2.700,–

Stempel auf Titel., vorderer Innendeckel mit 2 Exlibris. Blatt 18 mit repariertem

Randausschnitt, (ohne Textverlust). Gelenke und Kanten mit kleinen Fehlstellen

im Papierbezug. Die Abbildungen in kräftigen Abdrucken.

Struwwelpetriaden – Hoffmann, H. Slovenly Peter. Translated

by Annis Lee Furness. The Pictures and Verses as remembered

by the children of Ralph Waldo Emerson. Boston,

The Riverside Press Cambridge, 1917. 28 unn. S., davon 13

Tafeln mit Illustrationen von Edward Waldo Emerson. 8°.

OLn. mit DeckelVg. 350,–

Als Manuskript gedruckt. Innen teils gering fleckig. Nicht bei Baumgartner.

Titanic – 1912–2012. Offizieller Bericht zum Untergang der

Titanic. Shipping Casualties. (Loss of the Steamship „Titanic“).

Report of a Formal Investigation into the circumstances

attending the foundering on 15th April, 1912, of the British

Steamship „Titanic“ of Liverpool, after striking ice in or near

Latitude 41° 46’ N., Longitude 50° 14’ W., North Atlantic

Ocean, whereby loss of life ensued. Presented to both Houses

of Parliament by Command of His Majesty. London, His

Majesty’s Stationery Office, 1912. 74 S. 2°. OBroschur. Beiliegt:

Return of the Expenses incurred by The Board of Trade

and other Government Departments in connection with The

Inquiry into the Loss of the S.S. „Titanic“. 1913. 2.500,–

Detaillierter Bericht mit sämtlichen relevanten Daten zum Schiffsuntergang,

u.a. Bauweise des Schiffes, Besatzung, Passagierzahlen, Wetterberichte, Funksprüche

von und zur Titanic, Beschreibung der Schäden, Verlauf des Untergangs,

Rettungsmaßnahmen der verschiedenen Schiffe, Aufzählung der Opfer

und der Überlebenden. Beilage: 4 Seiten. Genaue Auflistung aller durch die

Untersuchungskommission entstandenen Kosten für die Zeugen der Katastrophe.

Untere Ecke mit Ausriß, 2 kleine restaurierte Einrisse ohne Textverlust.

Beide Titel mit kl. Stempel. Äußerst seltenes Dokument!

Weitere Dokumente zur Titanic Katastrophe am Stand.

75


Stand 29 Joachim Lührs

Kunstantiquariat auf der Fleetinsel

Künstlergraphik, Handzeichnungen und Aquarelle des

16.-20. Jahrhunderts, Stadtansichten und Landkarten,

Kunstliteratur, Architektur, Photographie, Varia

Barbier, George: Vingt-Cinq costumes pour le Théâtre.

Paris, Bloch & Meynia 1927. Eines von 275 Exemplaren. Mit

25 farbigen Pochoirs nach Zeichnungen Barbiers und einem

radierten Porträt Barbiers von Charles Martin im Frontispiz.

20 S. 2 Bll. und 25 Tafeln. 4to. OPpp-Einband mit illustriertem

OSeidenkartonumschlag. 2.800,–

Reich gestaltete Kostümentwürfe für „Casanova“, „Le Tapis Persan“, „Marion

de Lorme“, „Madame Paulette Duval“, „Lysistrata“, und „Amarylla“, jeweils

mit dem typografisch betitelten Schutzblättern. Ausgezeichnete Art Deco

Arbeiten des französischen Illustrators und Modeschöpfers Georges Barbier

(1882 Nantes -1932 Paris). Er arbeitete für u.a. „La Gazette du bon ton“ und

„Journal des Dames et des Modes“, war u.a. für die Modehäuser von Paul

Poiret und Jeanne Lanvin tätig und gestaltete zahlreiche Theaterdekorationen

und Bühnenkostüme. Text französisch. – Umschlag am Rücken und an den

Rändern geringfügig fleckig. Buchblock minimal lichtrandig. Sonst sehr gut

erhalten.

76

Michaelisbrücke 3 · 20459 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 371194

Fax: +49 (0)40 20905316

E-Mail: luehrs-fleetinsel@arcor.de

www.kunstantiquariat-hamburg.de

Montag-Freitag 11–18.30, Samstag 11–17 Uhr

Barbier, George: Panorama Dramatique: Casanova décors

et costumes. Paris, Lucien Vogel 1921. IV S., 4 Bll. und 24 Tafeln

mit farbigen Pochoirs nach Zeichnungen Barbiers. Kl.-4to.

Lose eingelegt in illustrierter OPpp.-Mappe. 2.000,–

Opulent gestaltete Kostümentwürfe von George Barbier für Maurice Rostands

„Casanova“, aufgeführt im Bouffes-Parisiens, 22. Februar 1919. Mit einem einleitenden

Text von Nicolas-Cochin de Peignot. Pochoirs jeweils im Unterrand

typografisch betitelt. Text französisch. – Vereinzelte winzige Fleckchen. Wenige

Blätter an den Rändern mit kleinen Gebrauchsspuren. Mappe an den

Rändern gebräunt, ohne die Schleifen. Rücken mit Leinen verstärkt. Insgesamt

von guter, farbfrischer Erhaltung.

Barbier – Gautier, Théophile: Le roman de la momie.

Compositions de George Barbier gravées sur bois par Gasperini.

Paris, A.& G. Mornay 1929. Mit vielen farb. Ill. 325 S.

HLdr.-Handeinb. mit Goldpr. unter Einbeziehung der OBroschur.

580,–

Eines von 834 nummerierten Exemplaren auf Rives. – Ex Libris. Rücken etwas

verblasst, sonst sehr gut.


Kassel – Bleuler, Johann Heinrich (1758 Zürich – 1823

Feuerthalen): Löwenburg im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe,

1820. Gouachierte Lithographie. Unten mittig signiert und

datiert „J.H. Bleuler pin. 1820“. Auf Papier mit schwarzem

Tuschrand, auf Karton aufgelegt. 44,1×62,5 cm. 2.600,–

Weiter Blick aus dem Park vom Wasserfall aus bergabwärts den Weg entlang

Richtung Löwenburg gesehen. Personenstaffage mit Wanderern und einem

am Fuß des Wasserfalls zeichnenden Künstler bereichern die stimmungsvolle

Komposition. – Der Landschaftszeichner Bleuler schuf u.a. Ansichten

vom Rheinfall bei Laufen und Schloss Wilhemshöhe bei Kassel. – Sehr gut

erhalten.

Kassel – Bleuler, Johann Heinrich (1758 Zürich – 1823

Feuerthalen): Jussowtempel am Fontänenteich, Kassel-Wilhelmshöhe,

um 1820. Gouachierte Lithographie. Auf Papier

mit schwarzem Tuschrand eingefasst, auf Karton aufgelegt.

43,7×61,5 cm. 2.400,–

Ansicht der Bergparks vom Fontänenteich und dem Jussowtempel aus gesehen,

im Hintergrund Löwenburg, Herkules und Aquädukt. Im Rahmen der

Umgestaltung unter Landgraf Wilhelm IX. (Kurfürst Wilhelm I.) ab 1785 wurde

1817/1818 der Jussowtempel unmittelbar am Fontänenteich erbaut. – Schwach

wasserrandig und vereinzelte Bereibungen im Himmel. Sonst gut und farbfrisch

erhalten.

77


Kaiser Napoleon I. im Krönungsornat – Kupferstich von

Auguste Gaspard L. Desnoyer (1779 Paris 1857) nach François-Pascal-Simon

Gérard (1770 Rom – Paris 1837), 1805. Im

Unterrand mit den gestochenen Bezeichnungen „F. Gérard

pinxit anno 1805“ und „Augte Boucher Desnoyer Sculpsit“.

Ausgezeichneter und detailreicher Druck mit floral gestalteter

Bordüre und dem gestochenem Titelschild „Napoleon Le

Grand“. Auf Kupferdruckbütten mit schmalem Rand um die

Plattenkante. 68×50,5 cm. 2.400,–

Großformatiger Kupferstich nach dem Gemälde François-Pascal-Simon Gérards

„Kaiser Napoleon I. im Krönungsornat“, 1805/10. Desnoyer war der bedeutendste

Stecher seiner Zeit, der regelmäßig Arbeiten nach berühmten Meistern

im Salon ausstellte. „Sein meisterlicher Stich […] lenkte die Aufmerksamkeit

Napoleons auf ihn, der ihm sein von Gérard gemaltes Porträt zu stechen beauftragte.“

(Thieme-Becker). – Einige Randläsuren, teils bis in die Darstellungen

reichend, kleine Randhinterlegungen.

Schmidt, Arno: Kühe in Halbtrauer. Grafik und Gestaltung

von Svato Zapletal. Hamburg, Svato 2005. Mit 7 farb. OLinolschnitten

von Zapletal. 2 Bll, 37 S., 3Bll. 4to. OLdr.-Handeinband

in OPpp.-Kassette. 1.900,–

Künstlerexemplar außerhalb der VA von XII Ex., auf handgeschöpftem Bütten

mit der beigelegten farb. OKreidezeichnung, zwei OFarblinolschnitten und

einem zusätzl. ODruckstock Zapletals. Alle Graphiken signiert, datiert und

mit „EA“ bezeichnet. Zudem im Impressum signiert und als „EA“ bezeichnet.

– Sehr guter Zustand.

78

Langstedt, Friedrich Ludwig: Hindostanische Denkwürdigkeiten.

Ein Lesebuch zur Beherzigung für jeden Kosmopoliten.

Nürnberg, Kaspersche Buchhandlung 1799. Mit gestochenem

Titel und 8 kolorierten Kupferstichen im Anhang.

XXIV, 392 S., 2 Bll. und VIII Tafeln. Kl.-8vo. Marmorierter

Ppp.-Einband der Zeit mit goldgepr. Rückenschild. 580,–

Reisebericht über die indischen

Bräuche, Kunst und

Kultur sowie der Flora und

Fauna des Landes. Beschrieben

von Friedrich Ludwig

Langstedt, ehem. Feldprediger

in Madras und Arcot in

Ostindien. – Vorwiegend in

den Rändern minimal stockfleckig.

Kleine Hinterlegung

im Anhang (mit winzigem

Textverlust).

Ludwigsburg – Mühlen-Franck: Konvolut von 8 Werbeplakaten

und- Aufstellern des Kaffeeherstellers Mühlen-Franck.

Farblithographie und Farboffset, meist in Mischtechnik, teils

mit Prägedruck. Zwei mit rückseitigem Firmenschriftzug

„Heinrich Franck Söhne. Berlin. Ludwigsburg.“ Auf unterschiedlichen

Kartonpapieren. Bis 84×59,3 cm. 600,–

Vielfältige Sammlung von

Werbeträgern der Firma

Heinrich Franck & Söhne für

die traditionsreiche Marke

„Franck“ sowie für die Produkte

der Zichorien-Kaffeewürze

„Franck Spezial“

und „Mühlen Franck Extra“.

Die Firma wurde 1828 von

Johann Heinrich Franck

(1792–1862) zunächst unter

dem Namen „Landkaffee

Manufaktur“ in Vaihingen

an der Enz gegründet.

1868 wurde das Stammwerk

nach Ludwigsburg

verlegt, wo sich auch heute

noch der Unternehmenssitz

befindet. – Insgesamt von

sehr guter und farbfrischer

Erhaltung. Teils gefaltet.

Vorwiegend an den Kanten

vereinzelte kleine Einrisse

und Gebrauchsspuren.


Heine, Thomas Theodor (1867 Leipzig – 1948 Stockholm):

Brautnacht. Vorzeichnung für die Illustration zu „Judith“,

um 1908. Bleistiftzeichnung. Im Rand mit Strichproben

des Künstlers in schwarzer Tusche. Auf leichtem Karton.

42,5×30,1 cm. 1.500,–

Entwurf für die ganzs. Ill. des 2. Aktes in „Judith. Eine Tragödie in 5 Akten“

von Friedrich Hebbel (München, Hans von Weber 1908). Eine der insg. 10

Ill., die Heine zusammen mit 10 Vignetten für die 2. Auflage im Jahr 1908 geschaffen

hat. – Heines Judith-Illustrationen, die in ihrer arabeskenhaften Stilisierung

an Beardsley erinnern, zählen zu den Höhepunkten deutscher Jugendstil-Buchkunst.

– Ränder mit Atelierspuren. Sonst von sehr guter Erhaltung.

Dostojewski, Fjodor Michailowitsch:

Der Spieler.

München, Phantasus S.

Buchenau und A. Häger.

1922/23. Mit Illustrationen

von Otto Starke. 257 S. 2

Bll. 4to.Goldgepr. OMaroquin

mit Kopfgoldschnitt

und Innenkantenfileten. In

OSchuber. 1.600,–

Belegexemplar der Vorzugsausgabe

von XXX Ex. In prachtvollem roten

Handeinband mit reicher Vergoldung.

– Rücken gleichmäßig nachgedunkelt,

sonst sehr gut erhalten.

Perckhammer, Heinz

von: Edle Nacktheit in

China. Künstlerische

Aktaufnahmen. Berlin,

Eigenbrödler o.J. (1928).

Mit 32 Aktphotographien

(Kupfertiefdruck nach

S/W-Photographien),

davon eine auf dem Umschlag.

Unpag. Kl.-4to.

OPpp. mit Fadenbindung

und illustr. OUmschlag.

900,–

Bertolotti, Livres de Nus S.

122/123. Einbandentwurf und

Buchschmuck von Heinz von

Perckhammer. Die Aufnahmen

der jungen Frauen entstanden in Macao. – Umschlagkanten mit winzigen Einrissen.

Sonst sehr gut erhaltenes Exemplar.

Le Corbusier (1887 La Chaux-de-Fonds – 1965 Roquebrune-Cap-Martin):

Modulor. 1950–52. Farblithographie.

Im Stein signiert, datiert und bezeichnet. Auf Velin von

Arches (mit Wasserzeichen). 70,5×53cm. Papier: 73×54

cm. 1.800,–

Weber (2004) S. 63. Gedruckt bei Mourlot (mit Wasserzeichen „Mourlot“). –

Farbfrisches Exemplar.

79


Stand 49

Versandantiquariat

manuscryptum

Autographen, Urkunden, Handschriften, Postgeschichte und

Ephemera

80

Am Vorabend des Zweiten Kreuzzuges

[Mittelalter – Kreuzzüge] Ritterorden vom Heiligen Grab in

Jerusalem, Urkunde, Vilafreda (Spanien), 25. Juni 1143. Lat.

Handschrift auf Pergament, c. 11×22 cm, kl. Löcher, etw.

verblasst. 2.400,–

Güterschenkung in Vilafreda (Prenafeta/Tarragona) an den Heilig-Grab-Orden.

– Bemerkenswerte Datierung nach dem König von Jerusalem, Fulko V. von

Anjou („Folcone rege in Iherusalem regnante sub imperatore Iehsu Christo“);

ein Zeichen der Euphorie um die Rückgewinnung des Heiligen Landes am

Vorabend des Zweiten Kreuzzugs (1147–1149), der teils auf der Iberischen

Halbinsel stattfand (Eroberung von Lissabon, Almeria). – Außergewöhnlich

frühes und seltenes Dokument zur Geschichte der Kreuzzüge und des Heilig-

Grab-Ordens, der durch Gottfried von Bouillon im Zuge der Eroberung von

Jerusalem (1099) gegründet worden war.

Frankreichs Ehre: Mobilmachung gegen England

[Mittelalter] Heinrich IV., König von England (1399–1413)

– Ludwig von Valois, Herzog v. Orléans (1372–1407), Mandat,

Vertus (Marne), 26. Juni 1403. Lat. Urkunde auf Pergament,

c. 18,5×34 cm. Knickstellen, etw. angeschmutzt, kl.

Randläsuren, Siegel fehlt. 1.500,–

Jehan Legan, Gouverneur von Vertus, Champagne und Brie übermittelt den

Mobilmachungsbefehl des Herzogs von Orléans an dessen Statthalter in

Laferté-sur-Aube: In seinem Brief vom 16. Juni 1403, den Legan wörtlich

inseriert, erklärt der Herzog seinen Streit mit dem „Herzog von Lancaster,

der sich König von England nenne“. Es gehe um die Ehre seiner Nichte, der

Königin von England, des Königreichs und seiner selbst („touche la querelle

de notre tres honoree Dame et niepce Madame la Royne d’Angleterre … touche

si grandement le fait de ce Royaume et notre honneur“). Heinrich IV. wolle in

Kürze mit seinen Truppen aufmarschieren, darüber befiehlt der Herzog alle

seine Untertanen zu informieren, die sich bereithalten sollen, um ihm sofort

zu Hilfe eilen zu können. – Isabelle de Valois, Nichte des Herzogs, war die Frau

des engl. Königs Richard II., der von Heinrich IV. gestürzt worden war. Isabelle

konnte nach Frankreich zurückkehren, ihr Besitz wurde konfisziert. Zwischen

Heinrich IV. und dem Herzog von Orléans kam es zum Streit, der 1403 eskalierte

und den 1386 geschlossenen Waffenstillstand zwischen Frankreich

und England im Hundertjährigen Krieg gefährdete. Die Furcht des Herzogs

war aber unbegründet: Am 27. Juni 1403, ein Tag nach Niederschrift dieses

Mobilmachungsbefehls, wurde der Waffenstillstand erneuert. Erst 1415 trat

der Hundertjährige Krieg in eine neue Phase. – Aus der Sammlung Sir Thomas

Phillipps (1792–1872).

Dr. Ingo Fleisch

Hauffstraße 3, 10317 Berlin

Tel.: +49 (0)30 55155674

Fax: +49 (0)30 55153984

E-Mail: ingo.fleisch@manuscryptum.de

www.manuscryptum.de

Ernennung des königlichen Sekretärs

[Mittelalter – Frankreich] Karl VIII., König von Frankreich

(1483–1498). Urkunde, Amboise, 5. Februar 1493. Frz. Handschrift

auf Pergament, c. 20 (29) x 35 cm. Knickstellen, etw.

angeschmutzt, Siegel fehlt 650,–

Ernennungsurkunde: Karl VIII. ernennt maître Arnaud Berengues zu seinem

Sekretär. – Unterzeichnet von den Kanzleibeamten Dubois u. Budé, dem Onkel

des berühmten Humanisten Guillaume Budé (1468–1540).

Bau der Cava Clementina

[Barock – Architektur] Maderno, Carlo, Architekt des Papstes

(1556–1629), eigh. Dokument m. U., Rom, 1. September

1600. Ital. Handschrift auf Papier, 1/2 S. auf 1 Bl., c. 28×20,5

cm. Einige Zeilen mit Tintenfraß. 980,–

Quittung über 200 Scudi im Zuge des Baus der Cava Clementina („nel lavore

che faciamo alla Cava Clementina“). Die Cava Clementina war das Kanalisierungsprojekt

des Flusses Velino bei Reate, das Papst Clemens VIII. 1596–1602

von Carlo Maderno durchführen ließ. – Maderno war Architekt des Papstes,

leitete die Arbeiten am Petersdom sowie an anderen römischen Kirchen und

erbaute verschiedene römische Paläste.

[Barock – Literatur] Fruchtbringende Gesellschaft. Fünf

Dokumente m. eigh. Unterschriften v. Mitgliedern der Gesellschaft.

Wolfenbüttel, Stadthagen u.a., 1608–1629. Dt. Handschriften

auf Papier, 10 SS. auf 9 Bll., versch. Formate (meist

c. 33×20 cm) 650,–

In dieser Form seltenes Ensemble: die Juristen und Diplomaten Christoph

Deichmann (1576–1648, der Lautere), Anton von Ditfurth (1588–1650, der

Ungefehrte), Eberhard von Weyhe (1553–1633, der Wehrende), Heinrich Julius

von Zerssen (1583–1648, der Erwartende) Hilmar Ernst von Münchhausen

(1578–1671, der Verträgliche, auf einer gemeinsamen Urkunde mit Statz

(1555–1633) u. Eberhart Otto von Münchhausen (†1630).


Porträt des Medici-Hofmalers Titi

[Barock – Malerei] [Titi, Tiberio, Florentiner Maler, (1573–

1627)] Poggibonsi, Niccolò, Pisaner Kaufmann. Brief m. eigh.

U. u. Siegel, Pisa, 20. April 1611. Ital. Handschrift auf Papier,

2 1/2 SS. auf 2 Bll., c. 28,5×21 cm. 850,–

An seinen Schwiegersohn, Ottaviano de’ Medici u. dessen Gattin Virginia,

die Poggibonsi den damals berühmten Maler Titi zur Anfertigung eines Porträts

geschickt hatten. Poggibonsi bedankt sich und lobt überschwänglich den

Genius des Malers („M[esser] Tiberio Titi pittore et amicissimo di V[ostra]

S[ignoria] per fare il mio ritratto … misse in opera i suoi penelli e vero circha

di una ora presse la testa e il volto, di poi il e tornato due volte e ritocholo

alquanto … fatto con buon disegnio e artifitio del suo ingegnio“). Gleichwohl

habe Poggibonsi das Unterfangen vorzeitig abbrechen müssen, da er krankheitsbedingt

lange Zeit im Bett verbracht habe und gegenwärtig so schlecht

aussähe, dass ihn der Anblick des Porträts selbst erschreckt habe. Poggibonsi

habe den Porträt-Versuch beendet und Titi sei verärgert abgereist. – Wichtige

Quelle zur Malerei des damals sehr geschätzten Porträtisten Titi. Dieser, ein

Sohn des ebenfalls berühmten Malers Santi di Tito, war bis 1620 der Hofmaler

der Medici und hat zahlreiche Porträts des toskanischen Fürstenhauses angefertigt.

Die meisten seiner Gemälde sind verschollen, so auch der Entwurf

zu Poggibonsis Porträt, der der Forschung unbekannt ist. Zu Titis Werk vgl.

Isabelle M. Paulussen, Tiberio Titi, ritrattista dei Medici, Rom 1980.

Mäzen von Händel, Corelli und Scarlatti

[Barock – Musik] Ottoboni, Pietro, Kardinal (1667–1740).

Brief m. eigh. U., Rom, 1. Dezember 1736. Ital. Handschrift,

Papier, 1/2 S. auf 2 Bll., 27,5×20 cm. 350,–

Als Sekretär der Inquisitions-Kongregation an den Vorstand des Bistums Sabina,

dem er mitteilt, dass Domenico Pucci unter Beobachtung stehe. – Ottoboni

war Neffe des Papstes, einer der mächtigsten und gebildetsten Männer

seiner Zeit. Er schrieb zahlreiche Libretti, unterhielt an seinem Hof musikalische

Genien wie Corelli oder die Scarlattis und förderte Händel.

Italien – „der Sitz des Alterthums“

[Klassizismus – Kunst] Wagner, Johann Martin v., Maler u.

Bildhauer (1777–1858). Eigh. Brief m. U., Rom, 25. Juli 1816.

Dt. Handschrift auf Papier, 2 SS. auf 2 Bll., c. 24,5×18,5 cm.

Altersgebräunt. 320,–

An den Philhellenen Friedrich Wilhelm v. Thiersch (1784–1860) in München,

dem er für eine Abhandlung über die griechische Kunst dankt. Diese habe ihn

sehr efreut, obwohl er nicht in allen Einzelheiten mit Thiersch übereinstimme.

Er hoffe auf ein Treffen mit Thiersch in Rom, dem er einen Studienaufenthalt

in Italien empfiehlt. Thierschs Fragen zum ligurischen Stil ließen sich leicht

durch Zeichnungen beantworten, deren Versendung der bayerische Kronprinz

jedoch untersagt habe. Er verweist dafür auf einen zur Publikation vorgesehenen

Bericht. – Die Förderung durch Goethe hatte Wagner den Weg zu seinen

Studien in Rom geebnet. Die Bekanntschaft mit dem damaligen Kronprinzen

und späteren König von Bayern, Ludwig I., brachte Wagner dauerhaft nach

Rom, wo er im Auftrag des bayerischen Hofes als Kunstagent wirkte und maßgeblichen

Anteil an Auf- und Ausbau der Münchener Pinakothek und Glyptothek

hatte.

Früher päpstlicher China-Diplomat

[China] Mariani, Sabino, päpstlicher China-Gesandter

(1665–1721). Eigh. Brief m. U. u. Siegel, Rom, 24. Oktober

1696. Ital. Handschrift auf Papier, 1 S. auf 2 Bll., c. 27×20,5

cm, etw. angeschmutzt 480,–

Als Mitarbeiter der apostolischen Datarie an den Gemeindevorstand von Soriano

nel Cimino in Finanzfragen. – Mariani begleitete 1702 den päpstlichen

Legaten Tournon nach China, zur Überprüfung der Riten. Nach Anfangserfolgen

fielen beide jedoch wegen Missachtung der Etikette und aufgrund

von Konflikten mit den Jesuiten um Joachim Bouvet bei Kaiser Kangxi in Ungnade.

Mariani wurde 1707 aus Bejing verwiesen und war bis 1719 Prokurator

der römischen Kongregation Propaganda Fide in Macao. Er starb 1721 im indischen

(damals portugiesischen) Madras. – In China war Mariani bekannt als

„Sha Guoan“ [Cha-Quc-Ghan]. Die Beziehungen zwischen der Katholischen

Kirche und China hatten sich erst im 17. Jahrhundert gefestigt. Der Misserfolg

Tournons und Marianis führte zur Ausweisung der christlichen Missionare

aus China.

Kolorierte Wappendarstellungen

[Genealogie – Heraldik] „Velderndorfferisches Stammbüech“

Manuskript [c. 1680]. Dt. Handschrift auf Papier, 56

SS., c. 30×20,5 cm. Einband berieben, Rücken fehlt, Bindung

locker, Tafeln m. Fehlstellen. 750,–

Stammbuch des österr.-bayer. Geschlechts Völderndorff (Velderndorf, Földerndorff).

32 kolorierte Wappen im Text; zwei Falttafeln mit Stammbäumen sowie

neun ganzseitige Stammbäume, je mit zahlr. Einzelwappen. Neben den Völderndorffern

sind Wappen verwandter Adliger dargestellt (Kranichberg, Haager

von Altensteig, Althann, Gerowitz, Rauber, Hochenegg, Kolowrat, u.a.). – Das

Stammbuch steht wohl in Zusammenhang mit der Erhebung des Geschlechts

in den Freiherrenstand (1684). Das aus Völderndorf bei Melk stammende

Geschlecht zählte zum niederösterreichischen Uradel. Hans Adam Eusebius

von Voelderndorff wanderte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nach

Bayern aus (Regensburg). Seine Nachfahren ließen sich in Franken nieder.

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Hochzeit der kaiserlichen Mätresse

[Fürstenhochzeit] Portia – Morawitzky „Observanda“. Notat

des bayer. Hoffouriers, [München], 1737. Dt. Handschrift, 1

1/2 S., c. 30×19,5 cm. 180,–

Der Hoffourier (Quartiermeister) schildert den Ablauf der Hochzeits-Zeremonie

zwischen Maria Freiin Topor v. Morawitzky (1714–1789) u. Anton Fürst

Portia (1702–1750) im Jahr 1737, von der Unterzeichnung des Heiratsvertrages

bis zum Eheversprechen und dem Anlegen der Trauringe in Gegenwart

des Kurfürsten-Paares. – Die hübsche Freiin kam mit 18 Jahren an den

bayerischen Hof, wo der damalige Kurfürst und spätere Kaiser Karl VII. sehr

von ihr angetan war. Sie wurde seine Mätresse, mit der er einen Sohn zeugte.

1737 verheiratete er sie an seinen Kämmerer und späteren Oberhofmeister

Fürst Portia. Ihr Porträt („Fürstin Portia“, von Desmarées) ist heute Teil der

Barockgalerie von Schloss Ludwigsburg.

Götz von Berlichingens älterer Bruder

[Baden-Württemberg] Adelsheim, Martin von, fränkischer

Ritter (1513–1537). Urkunde mit Siegel, 23. Februar 1531. Dt.

Handschrift auf Papier, 1 S. auf 1 Bl., c. 33,3×21,7 cm, etw.

wasserfleckig. 480,–

Schadlosbrief für Lorenz von Rosenberg als Bürgen einer Obligation ggü.

Philipp von Berlichingen und Philipp von Finsterlohr. – Philipp von Berlichingen

zu Biringen (†1532), Sohn des Kilian von Berlichingen (†1498) und der

Barbara von Wolmershausen, war vermählt mit Margaretha von Adelsheim.

Philipp war der ältere Bruder des berühmten Götz von Berlichingen und spielte

eine wichtige Rolle im Bauernkrieg, den er in Diensten des Herzogs Ulrich von

Württemberg bestritt. Philipp von Finsterlohr war mit einer Tante Philipps von

Berlichingen vermählt. – Seltenes Dokument aus dem unmittelbaren Umkreis

des berühmten Götz.

[Baden-Württemberg] Reskriptenbuch, Kreis Bad Urach,

1736–1760, Dt. Handschrift auf Papier, Halbleder, c. 34×20,5

cm. 344 num. SS. Berieben u. bestoßen, Rücken mit Fehlstellen,

Seiten etw. braunfleckig, teils mit Randknicken od.

-einrissen, Nachsatzblätter fehlen. 400,–

Sammlung von Briefabschriften (meist dt., teils lat.) an einen Gemeinde- und

Pfarrvorstand im Kreis Urach. Die Absender der Briefe sind häufig die Dekane

von Urach, darunter Johann Christoph Bilhuber (1702–1762), und die Herzöge

von Württemberg, Karl Alexander (1684–1737), Karl Rudolf (1667–1742),

Karl Friedrich II. (1690–1761) und Karl Eugen (1728–1793). Es finden sich

obrigkeitliche Verordnungen und kollegiale Schreiben aus dem kirchlichen

u. weltlichen Bereich. Behandelt werden u.a. Synoden, Kirchen-, Schul- und

Polizei-Visitationen, z.B. auch Verordnungen zu „Gauner- und Zigeunerkindern“,

Informationen über den württ. „Hof-Medicus“ etc. Interessante Quelle

zur württembergischen Geschichte.

Der Entdecker des romantischen Heidelberg

[Baden-Württemberg] Graimberg, Charles de, frz. Künstler

u. Denkmalpfleger (1774–1864), eigh. Brief m. U., Paris, 6.

November 1835. Frz. Handschrift auf Papier, 3 1/2 SS. auf 2

Bll., c. 26,5×21 cm. 300,–

Umfangreicher, gehaltvoller Brief an seine Gattin. Graimberg berichtet über

die Reise in seine alte Heimat (u.a. Dampmart), wo er Familienangelegenheiten

zu regeln hatte. Ein weiterer Teil des Briefes handelt von Graimbergs

Bemühungen um die Publikation seiner Ansichten von Heidelberg und des

dortigen Schlosses. Erwähnt werden u.a. der Verleger Mohr oder der Zeichner

Gustav Dunzinger, der mit Graimberg zusammenarbeitete. Graimberg habe

ihm vor seiner Abreise den Auftrag erteilt, den Karlsruher Lithographen u.

Verleger Wagner, dem er bereits Modelle übersandt habe, zu einer Mitarbeit

am gemeinsamen Projekt zu bewegen. Graimbergs Frau möge diesbezüglich

nochmals in Dunzinger dringen. – Dass Graimbergs Bemühen erfolgreich war,

belegt das 1841 im Verlag der P. Wagner’schen Lithographie erschienene Werk

„Das Heidelberger Schloss in 14 Ansichten“.

„nicht sonderlich ergangen“ – Korrespondenz des letzten

Großherzogs von Baden

[Baden] Friedrich II., Großherzog von Baden (1907–1918),

12 Briefe m. U., davon 11 ganz eigenhändig. Badenweiler/

Schloss Mainau/Freiburg 1920–1928. Dt. Handschriften auf

Papier, 46 SS. auf 24 Bll., versch. Formate (meist c. 22×14

cm), teils Knickstellen 850,–

Korrespondenz mit General Friedrich von Gontard (1860–1942), meist privaten

Inhalts. Zur Sprache kommen Krankheiten und Befindlichkeiten des

Großherzogs, seiner Gemahlin Hilda von Nassau und weiterer Familienmitglieder,

militärische Fragen mit Reminiszenzen an die gemeinsame Militärvergangenheit.

Erwähnt wird etwa die zeitweilig von Gontard befehligte 4.

Garde-Infanterie-Brigade, daneben die Generäle von Kluck, von Bülow und

von Quast, ebenso die freundliche Aufnahme des Kronprinzen in Italien. Der

letzte Brief des Großherzogs, der als einziger diktiert wurde, datiert vom 20.

Juli 1928 – drei Wochen vor dem Ableben des letzten badischen Herrschers –

und lässt bereits den nahen Tod erahnen („mir ist es in den letzten Monaten

nicht sonderlich ergangen“).

Kurz vor dem Zweiten Kaiserreich

[Frankreich] Napoleon III., Kaiser der Franzosen (1852–

1870), Dekret m. eigh. U. („L.N. Bonaparte“), Paris, Élysée-

Palast, [c. 15. Oktober] 1851. Frz. Handschrift auf Papier,

1 S. auf 2 Bll., c. 31×20 cm. Leichte Knickspuren, rücks.

Sammlerstempel 280,–

Als Staatspräsident auf Papier des Ministeriums für Marine u. Kolonien (gedruckter

Briefkopf) mit Gegenzeichnung des Marineministers Prosper de

Chasseloup-Laubat (1805–1873). Napoléon ernennt den Außeninister Pierre

Jules Baroche (1802–1870) zum Interrimsminister für Marine während der

Abwesenheit von Chasseloup-Laubat. – Nur sechs Wochen später erhob sich

Napoleon III. durch einen Staatsstreich zum Kaiser.


Vernichtung der russischen Armee ?

[Militaria – Krimkrieg] Pascha, Omar, osmanischer General

(1806–1871), eigh. Dokument m. U., o.O., 29. Januar [1854].

Dt. Handschrift auf Papier, 2 SS. auf 1 Bl., c. 24,8×15 cm.

Falt- und Knickspuren 450,–

An einen ungenannten Empfänger, dem Omar von den russischen Verlusten

in der Schlacht bei Cetate u. militärische Entwicklungen berichtet. Bei Cetate

seien General Orloff, zahlreiche Offiziere und über 3000 Soldaten gefallen.

„Um diese Schlappe zu rächen“, hätten die Russen das bei Oltenitza dezimierte

Korps in Craiova konzentriert. Weitere 25000 Mann seien aus Bukarest im

Anmarsch. Sollten die Russen den Übergang über den Fluss Schyl versuchen

und ihre Truppenstärke nur 55000 Mann betragen, so könne man diese „durch

geschicktes unfehlerhaftes Manövrieren gänzlich vernichten“. Der Optimismus

des Generals ist angesichts der großen Anfangserfolge seiner Feldzüge verständlich.

Dass die Russen nicht so leicht zu besiegen sein würden und der

Krieg noch mehr als zwei Jahre dauern sollte, war damals noch nicht zu

erahnen.

Gescheiterte Friedensbemühungen des Papstes

[Päpste – 1. Weltkrieg] Benedikt XV., Papst (1914–1922).

Eigh. Brief m. U., [Rom] 10. Juli 1917, ital. Handschrift, Papier,

c. 21×13,5 cm. 1/2 S. auf 2 Bll. 750,–

Auf gefaltetem Notizpapier, beiliegender Umschlag mit goldenem Papstsiegel.

An einen Kardinal mit der Nachricht: „E la bomba finale: Per quarta volta è

stato ancora possibile, ma credo che dopo la bomba finale non possa venire

altro spazo di luce. 10 luglio 1917 B.XV“ (Das war die letzte Bombe … ich

glaube, dass nach der letzten Bombe kein weiterer Lichtstrahl mehr kommen

kann). – Diese Nachricht bezieht sich offensichtlich auf die gescheiterten

Friedensbemühungen des Papstes, der im Sommer 1917 alles daran setzte, ein

Ende des Ersten Weltkrieges herbeizuführen. Obwohl immer wieder kurz vor

dem Ziel, scheiterten die Bemühungen aufgrund der schwierigen politischen

Umstände.

„gemeinsame Arbeit für Kriegsgefangene in Sibirien“

[Russland] Brändström, Elsa, „Engel von Sibirien“, schwed.

Philanthropin (1888–1948), Brief m. eigh. U., Neusorge

(Mittweida), 14. November 1929. Dt. Typoskript, 1/2 S. auf

1 Bl., c. 28,5×22,5 cm. 180,–

An eine Alexa, in Erinnerung an die Zeit, „wo wir in gemeinsamer Arbeit für

die Kriegsgefangenen in Sibirien tätig waren“. Sie werde künftig in Dresden

wohnen, hoffe aber, Neusorge weiterhin betreuen zu können.

Monument der deutschen Demokratiegeschichte

[Politik] Weimarer Nationalversammlung, Präsenzliste der

Zentrums-Partei mit 56 eigenhändigen Unterschriften, Weimar

13. Juni 1919. Papier mit Briefkopf (Verfassunggebende

deutsche Nationalversammlung), c. 28,5×22 cm, 1 1/3 SS.

auf 1 Bl., kl. Randeinriss. 1.600,–

Unter der handschriftlichen Überschrift „Präsenzliste der Fraktionssitzung

am 13. Juni 1919 nachm. 4 Uhr im Fraktionszimmer.“ unterzeichnen, teils

mit Bleistift, teils mit Tinte, die anwesenden Mitglieder. Von den damaligen

89 Mitgliedern der Zentrums-Fraktion waren 56 anwesend. Darunter die bedeutendsten

Politiker der Partei: Matthias Erzberger (1875–1921), der spätere

Reichskanzler (1920/1921) Constantin Fehrenbach (1852–1926), die Zentrums-Vorsitzenden

Adolf Gröber (1854–1919) und Karl Trimborn (1854–

1921). Außerdem vier der sechs Frauen der Fraktion, die Vorkämpferinnen

der katholischen Frauenbewegung Agnes Neuhaus (1854–1944), Christine

Teusch (1888–1968), Helene Weber (1881–1962) und Marie Zettler (1885–

1950), sowie der preußische Ministerpräsident und CSU-Mitgründer Adam

Stegerwald (1874–1945), der Gründer der Bayerischen Volkspartei Georg

Heim (1865–1938) und die Gewerkschaftsführer Heinrich Imbusch (1878–

1945) und Peter Tremmel (1876–1941). Weitere Unterschriften von: Jacob

Astor, Johannes Bell, Theodor Bergmann, Konrad Beyerle, Joseph Bitta, Lorenz

Blank, Heinrich Brauns, Eduard Burlage, Joseph Ersing, Wilhelm Farwick,

Wilhelm Frerker, Anton Gilsing, Benedikt Hebel, Hans Herschel, Martin Irl,

Joseph Joos, Ludwig Kaas, Josef Kubetzko, Johann Leicht, Felix Lensing,

Joseph Mausbach, Wilhelm Mayer, Wilhelm Maxen, Richard Müller, Josef

Nacken, Matthias Neyses, Karl Ollmert, Waldemar Otte, Alois Puschmann,

Anton Rheinländer, Josef Schefbeck, Carl Schirmer, Peter Schlack, Alexander

Schneider, Wilhelm Schümmer, Jean-Albert Schwarz, Rudolf Schwarzer, Peter

Spahn, Michael Stapfer, Franz Strzoda, Thomas Szczeponik, Eugen Taucher,

Carl Ulitzka, Constantin Zawadzki.

Bomben auf Berlin

[Musik – 2. Weltkrieg] – Lincke, Paul, Komponist (1866–

1946). Brief m. eigh. U., Berlin, 4. September 1940. Typoskript,

1/3 S. auf 1 Bl., c. 29,8×21 cm. 150,–

An Marga Bellani-Rauch, der er berichtet, dass seine Schwester, die in der Kottbuser

Straße wohne, wo es „besonders unheimlich“ zugegangen sei, derzeit bei

ihm zu Gast sei. – Am 28. August waren die ersten Bomben auf Berlin gefallen:

die Engländer hatten Kreuzberg und Wedding bombardiert, woraufhin Hitler

die Luftoffensive gegen London einleitete (London Blitz). Der Beginn des Luftkrieges.

– Lincke war der Vater der „Berliner Operette“.

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Stand 26

Melzer’s Antiquarium

Michael Melzer

Allgemeines Antiquariat

Öffnungszeiten: Di–Fr. 15–18.30 Uhr

Sa 10–13 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Bigge, W.: Geschichte des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm

(2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116. (1790–1903).

Berlin, E. S. Mittler & Sohn 1903. Mit chromolith. u. Lichtdruck-Tafeln,

6 Plänen, 6 Falt-Karten und 21 Skizzen. (teils

in hint. Kartentasche). ill. OLwd., XI; 665 S., Gr.8° 240,–

** bestoßen, Einband stellenweise berieben, W.a.T.

Deutsche Kraftfahr-Truppen. Sonderkommando 500 in der

Türkei. – Bilder vom Taurus und Amanus 1916. Leipzig,

hergestellt im Kriegsjahr 1918 von den Graphischen Kunstanstalten

J. J. Weber, mit 70 Kupfertiefdruckfotos und 2 Kartenksizzen.

OKarton, 22 Bll., 4° (Schnurbindung). 340,–

* kartonierte Originalausgabe mit dreiseitigem Vorwort vom Kommandeur

Hauptmann Heinrich über die Kraftfahrabteilung des Asienkorps (auch Levantekorps,

Verbände „Pascha I“ und „Verstärkung Pascha II“) Das Album ist

illustriert mit vortrefflichen Kupfertiefdruckfotos. ++ „Das Asienkorps wurde

unter dem Decknamen Jildirim = Blitz in drei gemischten Detachements mit

Infanterie, Artillererie, Kavallerie; Technischen Truppen, mit Fliegerabteilungen

und Sanitätstruppen unter General von Falkenhayn in Neuhammer

aufgestellt“ Zitat aus STEUBER. Arzt und Soldat, S. 271. ++ Beiliegende

Bücher: „Jildirim“ (=Reichsarchiv Schlachten des Weltkrieges Band 4) mit

Kriegsgliederungstafel des Asienkorps. ** der schwarze Original-Vorderdeckel

fehlt leider, Seite 3 des Vorwortes in Farbkopie beiliegend, bestoßen, Seiten

unten rechts fingerfleckig.

Deutsches Spielwaren-Adressbuch. Nürnberg, Verlag der

Deutschen Spielwaren -Zeitung, o.J. (ca. 1925). mit illustr.

Werbeanzeigen auf 123 Tafeln. OLn., XII; 180 / 50 S., 4°

480,–

* Inhaltsverzeichnis mehrsprachig: I. Alphabet. Verzeichnis nach Namen. II.

Alphabet. Verzeichnis nach Orten. III. Alphabet. Bezugsquellen-Verzeichnis..

IV. Bezugsquellen-Nachweis von Halbfabrikaten, Zubehörteilen und Rohstoffen

in deutscher, holländischer, schwedischer, englischer, spanischer u.

französischer Sprache,. V. Zusammenstellung von Schutz- und Wortmarken..

VI. Nürnberg-Fürther Exporteure und Grossisten. VII. Spielwaren-Musterläger

von deutschen Fabrikanten. VIII. Verzeichnis deutscher Waren- und Kaufhäuser

nach Orten. IX: Fachverbände. X. Inhaltsverzeichnis des alphabet. Bezugsquellenverzeichnisses.

XI. Inseratenteil. XII. Inserenten-Verzeichnis. **

Einband fleckig u. stark lichtgeblichen, bestoßen, vord. unt. Gelenk ca. 1 cm

eingerissen.

Dittrich, Max: Der deutsch-französische Krieg 1870 und

1871. – Gedenkblätter in Wort und Bild an die Ehrentage

der deutschen Nation; zur 25jährigen Wiederaufrichtung des

deutschen Reiches. (40. Aufl., Jubelausgabe) Dresden / New

York, Verlag Münchmeyer, 1895. mit vielen Illustrationen

in Holzschnitt, 24 Tafeln in Chromolithographie, 2 getönte

chromolithografische Tafeln von Max Henze. ill. OLwd., 86

Seiten. (45×57 cm) Folio. 380,–

* Die bekannte opulente Prachtausgabe dieses Albums (Titelblatt mit

Schmuckornament-Bordüre in Braundruck, die Seiten teils mit ornamentaler

bzw. schwarz-weiß-roter Umrahmung. Der Einband in dunkelbrauner

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Sauerfelder Str. 8

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Fax: +49 (0)2351 22464

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Original-Leinwand mit reicher Goldrahmenverzierung. Die prachtvollen,

leuchtenden farbigen chromolithographischen Tafeln zeigen die wichtigsten

Kriegsereignisse sehr eindrucksvoll, beispielsweise die Szenen vom Einzug der

siegreichen deutschen Truppen in Paris und Berlin wie auch den preußischen

König Wilhelm I. mit seinem Generalstabe), hier jedoch mit einer Besonderheit

in der Bindung: Die Einbanddeckel und sämtliche Seiten nebst Tafeln sind in

der Mitte gefalzt, mit Leinen hinterlegt – damit der Band von Quer-Folio auf

Hochformat geklappt werden kann ! ** bestoßen, Kanten teils berieben, Seiten

am Rande lichtgebräunt, Titelei leicht stockfleckig, Einbanddeckel am Rande

feuchfleckig (der hintere Deckel stärker)

Graive, Emile le: Le Patissier Royal Belge illustré. – Patisserie

fine et bourgeoise, Glaces, Sorbets, Punchs, Limonades,

Confitures, Sirops, onserves de fruits, Fruits vonfits de sucre,

au vianigre, a l´eau-de-vie, Entremts de Duisine bourgeoise

et menagere, Deserts, Confiserie etc. Bruxelles, Imprimerie

Louis Vogels, 1912. mit vielen Abb. / nombreuse illustrations.

ill. OHLwd, 296 S., 8° 280,–

* Standardwerk ! mit Index. ** bestoßen, Kanten u. Deckel berieben, Vorderdeckel

angeschmutzt.


Knopf-Musterbuch (Lüdenscheid, Fa. Overhoff & Cie.), o.J.

(ca. 1890 bis 1930). originales Pappalbum, 6 Tafeln, Schnurbindung,

4°. 900,–

* Opulentes Musterbuch mit wunderschönen metallenen Original-Knöpfen,

teils feuervergoldet, teils in aufwendiger Prägetechnik hergestellt, ziseliert,

blindgeprägt, etc. Insgesamt befinden sich 480 Knöpfe auf den Tafeln, wovon

42 Stück fehlen. ** Einband bestoßen, berieben, fleckig, unfrisch.

Le Blond, Guillaume: L’artillerie raissonnee, contenat l

description & lùsage des differentes bouches a feu, evec les

principaux moyens quòn a employes pour lex perfectionner,

la Theorie & la Pratique des Mines et du Jet des Bombes.

Et l’essentiel de tout ce que l’Artillerie a de plus interessant

depuis l’invention de la Poudre a Canon. Par M. Le Blond. –

Volume I – Paris, chez Ch. Ant. Jombert, 1761. mit 30 ausfaltbaren

Kupfertafeln / 30 planches hors texte depliantes et un

grand plan de 56*26 cm, representant le Parc d’Artillerie pour

une Armee de cinquante mille hommes. HLdr. d. Zeit,xxij;

579 S., 8°. 380,–

* EA. abgeschlossener Band. ** bestoßen, berieben, Rückenleder berieben,

Schnitt fleckig und angestaubt, Seiten am Rande angebräunt.

May, Karl: Winnetou 4. Band. – Karl May´s Gesammelte

Reiseerzählungen XXXIII. Band. (1. – 10. Tsd.) Freiburg/Br.,

Verlag Ernst Fehsenfeld & Co., 1910. ill. OLwd., 623 Seiten,

kl.8° 1.200,–

* EA. (Plaul 513.1) Hier die weinrote Ausgabe mit Sascha-Schneider-Deckelbild

nebst goldornamentierten Schmuckvorsätzen. Dieser Band war der letzte

der Freiburger Buchreihe. ** bestoßen, Kanten berieben, hint. Rückengelenk

fachgerecht hinterlegt nebst kleinen Fehlstellen im unteren Kapital, Deckelbild

bekratzt, nachgedunkelt und fingerfleckig, Seiten unten rechts teils fingerfleckig.

(Mühsam, Erich und Hanns Heinz Ewers:) Rumpelstilzens

Erdengang. – Eine lustige Dackelgeschichte. Verse von Onkel

Franz / Bilder von Onkel Haase (9.-12. Tsd.) Berlin, Globus

Verlag, o.J. (1904). mit farbigen Lithographien. farbig ill.

OHLeinen. 32 Seiten, 4°. 580,–

* mit farbigen Vorsatzblättern. Anonym erschienen. ** bestoßen, Kanten

berieben, Rücken fachgerecht farblich passend erneuert mit beigefarbenem

Kaliko.

Retcliffe III., (d.i. Friedrich Scherl).: Amerika’s Kinder der

Hölle und die finsteren Geister Europa’s oder Kampf um

Menschenrechte. – Illustrirter historischer Roman der Neuzeit.

(4 Bände in 2) Berlin, Im Selbstverlage des Herausgebers

Friedrich Scherl, 1870. Mit ganzseitigen Holzschnitt-Illustrationen.

OLwd., 1530 Seiten, Gr.8° (2 Bände zus.) 120,–

* EA. (Kosch/Nagl 24) Dieser Kolportageromen erschien in 32 Lieferungen

in insgesamt 4 Bänden. Vollständige Ausgabe in zwei blindgeprägten Kalikobänden

mit gold. Rückenschrift und Ornamentierung. Neben den klassischen

Elementen Niedertracht, Liebe, Eifersucht und Mord ist ganz im Sinne des

Vorbildes Sir John Retcliffe der Blick hinter die politischen Kulissen des amerikanischen

Bürgerkriegs nebst Sklavenbefreiung zu erwähnen; ebenso auf

dem europäischen Schauplatz die Kriege Napoleons III. in Italien. ** bestoßen,

die Gelenke bei beiden Bänden teils angeplatzt.

Wanlin, J., (Editeur responsable): Ils reviennent. Liege,

Imprime par la S.I.R.E.C., 1953. mit vielen fot. Abbildungen.

ill. Broschur, 16 nn Seiten, quer-kl.8°. 120,–

* seltene Propagandaschrift gegen die beginnende Wiederaufrüstung in der

Bundesrepublik Anfang der Fünfziger Jahre. „Sie kommen wieder“ ** kleine

Läsur im Vorderdeckel, sonst sehr gut erhalten!

Zeißler, Hermann: Geschirre und Sättel aller Arbeitstiere

von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, sowie die Einwirkung

der neuesten Verkehrsmittel Automobil usw. auf

die Verwendung der Tiere zur Arbeit. Berlin, Verlag Berg &

Schoch, 1914. mit 403 Textabbildungen. ill. OKarton, 171

Seiten, 2°. 350,–

* Erste Ausgabe. Seltenes Werk, mit eingefügtem Inhaltsverzeichnis von 1921.

Vortrefflich illustriert. ** etwas bestoßen, Kapitale angestaucht, Einband leicht

fingerfleckig, papierbedingte Bräunung des nachträglich eingefügten Inhaltsverzeichnisses.

85


Stand 12 Antiquariat

Mertens & Pomplun

Reiseliteratur · Reisefotografie · Kunst · Architektur ·

Naturwissenschaften · Photographie

Erste Apotheke auf den Philippinen – P. Rümcker – Original-Photographien

um 1900. Umfangreicher fotografischer

Nachlass des Hamburger Geschäftsmannes Paul Rümcker

(1869–1952) aus seiner Zeit in Manila / Philippinen. Ca. 290

Bilddokumente Ca. 1894–1914. Circa 135 Original-Fotografien

aus den Philippinen, verschiedene Formate ca. 7×9 bis

12×17 cm. Weitere 58 Porträt-Fotografien auch carte de visite

aus dem familiären Umfeld. Dazu 16 beschriebene Postkarten,

ca. 65 ungelaufene Ansichtskarten. Festschrift zum

100-jährigen Bestehen der Drogerie: „1830–1930. Centennial

Memorial Botica Boie Philippine American Drug Co.“ 104 S.

in englischer und spanischer Sprache mit vielen Abb. -The

Manila Times. Investors and settlers edition. Philippine Islands,

1910. 124 S. mit zahlr. Anzeigen und bebilderten Artikeln,

darunter auch zur „German Dispensary“. 2.800,–

P. Rümcker war 1894 nach Manila gekommen, wo er in die Drogeriefirma

„Botica Boie“ eingetrat. Später übernahm er mit F. Stahl die Firma. Die Fotografien

zeigen Land und Leute, Ortschaften, Bewohner bei der Arbeit, die

deutschen Einwanderer und Geschäftsleute auf der Reise, Gruppenbilder teils

mit Philippinos usw. Einige Bilder vom Drogeriegeschäft. Gruppenbilder mit

ausführlicher Namensnennung, darunter auch Rümcker. Ein handgeschriebener

Stammbaum der Vorfahren. – Die Fotografien teils mit Gebrauchsspuren.

Gotha Reiseführer 1796 – Kleber, A. Gotha und die umliegende

Gegend. Gotha, Ettinger, 1796. XVI, 435 S., Inhaltsverzeichnis

Seite XIX-XXIV. Mit gefaltetem Frontispiz

und Kupfertitel. Eine weitere gefaltete Kupfertafel. 17×11

cm, Pergamentband mit kalligraphischem Rückentitel und

floraler Rückenverzierung mit schwarzer und goldfarbener

Tuschfeder. 480,–

Erste Ausgabe.Vorwort J. G. A. Galetti. – Innengelenke angeplatzt. Titel leicht

gebräunt. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar in einem schönen Pergamentband.

Weber, Joseph. Beschreibung des Luftelektrophors. Nebst

angehängten neuen Erfahrungen, neuen Instrumenten,

einem Unterrichte von Zubereitung der brennbaren Luft, und

verschiedener Versuche mit derselben. Neueste mit der Beschreibung

der elektrischen Lampe vermehrte Auflage. Augsburg,

Klett’s sel. Witwe, 1779. Titel, 86 S., 3 gefaltete Kupfert.

17×10,5 cm. Pappband d. Zt. 780,–

Wheeler gift 486. Ronalds, F. Electricity S. 536. Vgl. Poggendorff II, 1272 (nur

zweite Auflage). Früher Beitrag zur Entwicklung elektrischer Lampen. – Papier

unbedeutend gebräunt. Gutes Exemplar.

Poppe, Johann Heinrich Moritz – A. Fothergill. Was für

Maschinen und Erfindungen zur Rettung des menschlichen

Lebens aus verschiedenen Gefahren sind bekannt? und

86

Winterfeldtstr. 51

10781 Berlin

Tel.: +49 (0)30 2519203

Fax: +49 (0)30 25295808

E-Mail: Antiquariat.mp@berlin.snafu.de

www.mp-rarebooks.de

welche verdienen vor Andern den Vorzug? – Angebunden:

Versuch Schiffbruchleidende Seefahrer zu erhalten. – Zwei

Preisschriften in einem Band. Wien, Schmidt, 1804. (10) 279;

(8) 115 S., mit 3 Kupfertafeln. Leder der Zeit mit Rückenvergoldung,

Deckel- und Kantenfileten, Goldschnitt. 950,–

Zwei gekrönte Preisschriften über die Rettung aus Gefahren wie Blitzeinschlag,

Feuersbrunst, wilde Tiere, diverse Gifte u.a. – Einband berieben. Sauberes

Exemplar.

Hartenfels, Edw. – Grabbe – Düsseldorf – Prachteinband

Grupello. Historische Novelle. Mit einem Vorwort von

Grabbe. Düsseldorf, Forberg, 1840. 480,–

Radiertes Frontispiz, VIII, 173 S., 1 Blatt. Roter Lederband der Zeit mit Goldprägung

und Goldschnitt. Erste Ausgabe. – Das Frontispiz zeigt das bekannte

Reiterstandbild des Kurfürsten Johann Wilhelm auf dem Düsseldorfer Marktplatz.

– Mit Rückensignatur. Frontispiz und Titel etwas stockfleckig, sonst sehr

gut und sauber erhalten. Prächtig gebunden. Sehr selten.

Greger, Johannes. Das dermal Nothwendigste über Kunstund

gemeine Fahrtweg-Bauten .. mit Bezug auf die Eisenbahnen,

das französische Gesetz über Vicinalwege, und das

Bayerische über Zwangsabtretung von Grundeigenthum für

öffentliche Zwecke. Nürnberg, Campe, 1838. XVIII, 133 S., 2

Kupfertafeln. 17×10,5 cm, Pappband der Zeit mit Rückenvergoldung,

Goldschnitt. 450,–

Erste (einzige) Ausgabe. – Rücken mit kleinem Nummernschildchen. Kaum

fleckig, sehr gut erhalten.


Hausvaterbuch – Der arbeitsame Land- und Hauß-Vater

Oder: Kurtzer Unterricht, Wie ein Land-und Hauß-Vater seinen

Meyerhof anstellen solle, darinnen unterschiedliches Vieh

halten … von Georgio Philoeconomo. Frankfurth u. Leipzig,

Weinmann 1717. Titel in Rot und Schwarz. 4 Blatt, 287 S., 4

Blatt. Halbleder der Zeit mit Rückenvergoldung. 480,–

Praktische Hinweise zur Viehaltung und Zucht: Pferde, Rinder, Schafe,

Schweine, Geflügel, Tauben, Bienen, Fleischverarbeitung u.a. – Einband gering

berieben. Vorsätze gering stockfleckig, sonst nur leicht gebräunt.

Mann, Thomas – Ganzleder-Vorzugsausgabe mit Signatur.

Der Zauberberg. Hundertste Auflage. 2 Bände. Berlin,

Fischer, (1928). Mit Porträt in Röteldruck nach Olaf Gulbransson.

XXXVII, 578 Seiten, 1 Blatt; 629 Seiten, 1 Blatt.

Jeweils mit Lesebändchen. Dunkelblaue Original-Lederbände

mit Rückenvergoldung, Deckelsignet und Kopfgoldschnitt in

Original-Schutzumschlägen im Original-Pappschuber. Eins

von 100 handschriftlich numerierten Exemplaren. Im Druckvermerk

vom Verfasser eigenhändig signiert. 6.000,–

Potempa D 3.3. – Tadellos erhalten, ungelesenes Exemplar. (Schuber und

Schutzumschläge mit Altersspuren).

(Pückler-Muskau, Hermann von). Südöstlicher Bildersaal.

3 Bände. Stuttgart, Hallberger, 1840–41. 480; (8) 496; (6) 584

S. Mit 13 (4 kol.) lith. Tafeln und 2 lith. Karten. Leinen der

Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel. 500,–

Erste Ausgabe. – Ansichten von Malta, Kloster Megaspileon, Brücke über den

Eurotates, Abbildungen von Kostümen und archäologischen Funden. – Innen

stellenweise etwas stockfleckig oder wasserandig. Sehr gut erhaltenes, überwiegend

sauberes Exemplar.

Italien – Gardasee – Verona. Manoeuvre Terrain am Mincio.

Lithographierte Karte der durch die k.k. Generalquartiermeisterstabs

Abtheilung in Italien reambulirten und lithographirten

Detailkarte des Landstriches zwischen Brescia,

Verona und Illasi. 1840–41. 18 Kartenteile, davon je 1 bis

4 Teile zusammen auf Leinen aufgezogen. Mit einem Übersichtsblatt.

Gesamtgröße ca. 160×350 cm. Umschlag der

Zeit. 1.200,–

Sehr seltene österreichische Militärkarte des Gebiets südlich des Gardasees

zwischen Montechiaro und Verona. Mit Wappenexlibris. Gut erhalten.

Russland – Stassoff, W. L’ornement russe national.

Premiere livraison: Broderies – Tissus – Dentelles. St. Petersburg

1871. XX, 25 Textseiten, 75 teils doppelblattgroße

Farblithographie-Tafeln. 37×27 cm, Halbleder der Zeit mit

Rückentitel. 1.200,–

Zweisprachige Ausgabe = Russisch -Französisch. Die Tafeln zeigen russische

Stickereien, Stoffe und Spitzen. Leder leicht beschabt, Einband bestoßen. Insgesamt

gut erhalten.

Wissenschaftliche Gesellschaft für Luftfahrt, Berlin (Hrsg.)

Großer Luftverkehrs-Atlas von Europa. 40 in Mehrfarbendruck

hergestellte Spezialkarten, 187 Flughafenskizzen.

Berlin-Leipzig, Verlag für Börsen- und Finanzliteratur, 1928.

XII, LXVI, 277 S. mit vielen Abb., 12 Seiten Flughafenpläne.

34×23,5 cm, Original-Leinen. 1.200,–

3. ergänzte Auflage. Mit Angabe der Luftverkehrs- und Eisenbahnlinien, Seeleuchtfeuer,

Feuerschiffe, Einflug-, Gefahr- und verbotenen Zonen u.v.a. –

Schöner Zustand, nur leicht berieben und bestossen.

Werbung – Joe Loe. Musterkatalog mit über 480 von Joe

Loe gestalteten Reklameanzeigen und Werbeplakaten. Ca.

1928–1930. Probedrucke und Andrucke in unterschiedlichen

Formaten von ca. 10×12 bis 44×30 cm, alle schwarz-weiß,

auf schwarze Blätter eines großen Albums montiert, 51×41

cm, Leinen der Zeit. 850,–

Der Gebrauchsgrafiker Joe Loewenstein zählte zu den bekannten Plakatkünstlern

der Berliner Szene. Eine Werkschau seiner Arbeiten für Salamander,

Kaufhaus Barasch, Deabe. Möbel-Cohn, Husten Oberhausen, Möbelhaus

Humboldt, Fürstenberger Porzellan u.a. – Gut erhalten.

Woerl, Joseph Edmund – Grosser Atlas. Das Königreich

Wuerttemberg. Das Herzogthum Baden. Seiner koeniglichen

Hohheit dem Großherzog Leopold von Baden Herzog von

Zähringen etc. Carlsruhe und Freiburg i. Br., Herder, 1831–

1837. 1.200,–

Lithographierter Titel, 1 Blatt, sowie 12 lithographierte Karten, mit Farbdruck

und Handkolorierung. Blätter mit breitem Rand in Halbleinen-Kassette. Maßstab

1:200.000. Blattgrösse circa 63×52 cm. Die Karten sind im weissen Rand

gelegentlich gering fleckig, drei etwas gebräunt im Kartenbild, jedoch kaum

sichtbar. Insgesamt sehr gut erhaltene, erste Ausgabe dieses seltenen Atlas.

Pferde – Rathgeber beim Pferdekauf. Stuttgart, Hoffmann,

1847. Mit lithographischem Frontispiz und 1 doppelblattgroßen

lithographischen Tafel. VIII, 56 S. 14,5×11 cm, Original-

Leinen mit goldgeprägter Deckelvignette. 240,–

Erste Ausgabe. – Kaum fleckig, ausgezeichnet erhalten.

87


Stand 2

Antiquariat MykoLibri

Christian Volbracht

Pilze und Mykologie: Monographien, Tafelwerke, Mykogastronomie,

Trüffeln, populäre Pilzkunde, Ethnomykologie

Bolton, James. Geschichte der merckwürdigsten Pilze. Aus

dem Englischen mit Anmerkungen versehen von Carl Ludwig

Willdenow. Iter Theil (- IV. Theil: Fortgesetzt und mit

einer Einleitung und einer erklärenden Übersicht sämmtlicher

Tafeln versehen von Ch. G. und Th. Fr. Ludw. Nees

von Esenbeck). Berlin: 1795–1820. S (i)–xii; (3)–68; (i)–xvi,

(1)–72; (i)–xiv, (1)–80; (i, iii), (i)–clxxx, (1)–80, (1–39): 2

gestochene Titel, 182 handkolorierte Kupfer. 8vo. 3.200,–

Sehr seltene deutsche Bearbeitung von Boltons „Fungusses growing about

Halifax“ mit neu von Sturm und Klinger gestochenen Tafeln. Text teilweise

fehlgebunden. Tafeln 139 bis 182 auf Papier aufgezogen und dadurch stärker

gewellt, Taf. 139 leicht verschmutzt. Altes Halbleder mit Rückentitel, Rücken

neu aufzogen, bestoßen und berieben.

Boudier, Émile. Icones mycologicæ ou iconographie des

champignons de France. Principalement discomycètes. Tome

I (-IV). Paris: 1905–1910. S (i-iii), iv-vii; (i-iii), iv-vii; (i-iii), ivvii;

(i-v), vi-xiv, (1)-362: Portrait, 600 chromolithographische

Tafeln. Folio. 6.600,–

88

Isestrasse 79

20149 Hamburg

(Besuche nach Voranmeldung)

Tel.: +49 (0)40 4605205

E-Mail: mykolibri@aol.com

www.mykolibri.de

Meisterwerk der mykologischen Buchillustration in Chromolithographie. Sehr

selten, Stafleu zufolge wurden nur 125 vollständige Exemplare gedruckt, dies

ist Nr. 56 der 115 vom Autor signierten Subskriptionsexemplare, für Prof. A.

Magnin von der Universität Besançon. Etwa die Hälfte der Tafeln mit kleinem

Bibliotheksstempel auf der Rückseite, einige mit Stempeln recto im Tafelrand.

Vortitel im Rand und Tafelrückseiten am Schluss der Bände gebräunt, Tafel 600

und Porträt mit Feuchtigkeitsspuren im Rand. Schönes Halbleder der Zeit mit

Rückentitel, ein Gelenk oben aufgeplatzt.

Brückmann, Franz Ernst. De tuberibus terræ. Cum figur.

Wolffenbuttelæ 1730. S (1–3), 4–8 : 2 (1 gefaltete) Tafeln.

(Centuria epistolarum itinerarium, Epistola itineraria XX).

8vo 600,–

Sehr seltener Reisebrief des Wolfenbütteler Arztes und Naturforschers über

Trüffeln und Kartoffeln – die erste eigenständige Schrift über Trüffeln aus

Deutschland. Tafel 1 zeigt nach der Natur gezeichnete Trüffeln.

Bulliard, Pierre. Histoire des champignons de la France,

ou traité élémentaire, renfermant dans un ordre méthodique

les descriptions et les figures des champignons qui croissent

naturellement en France. Paris: 1791–1812. 4 Bände. S (iiii),

iv-xvi, (1)-368, (i)-ix; (i-iii), (369)-540, (i-iii), 541–700,

(1): Farbiger, gestochener Titel, 397 farbig gedruckte Tafeln.

Folio. 5.400,–

Prächtiges Hauptwerk der klassischen französischen Mykologie, mit den schönen

Tafeln in Bulliards eigenem Farbdruckverfahren. Das Werk bildet die 2.

Abteilung des 618 Tafeln umfassenden Herbier de la France. Vorhanden alle

397 Pilztafeln, einschließlich der meist fehlenden Nrn. 601 und 602 (letztere

im Nachdruck von Raspail aus dem Jahr 1840). Der zweite Textband, der nach

dem Druck fast ausnahmslos durch ein Feuer zerstört wurde, in Faksimile aus

der Sammlung Volbracht. Tafeln teilweise im Rand etwas fleckig oder leicht

verschmutzt. Ingesamt gutes Exemplar in modernem Halbleder mit Titelschildern

in Golddruck. 2. Textband in Halbleinen in etwas kleinerem Format.

Holmskjöld, Theodor: Beata ruris otia Fungis Danicis impensa

(Volumen 2: post obitum auctoris editum, curante

Erico Viborg). Havniae: [1790–1799]. S (i), (i-vii), viii-xxiv,

(1–3), 4–118, (1)-38 : 33 handkolorierte Kupfer; (i-vi), (1–3),

4–70 : 42 handkolorierte Kupfer. Folio. 21.000,–

Äußerst seltenes Werk mit großartigen Kupfertafeln in feinster Gouache-Kolorierung,

berühmt für die Darstellung von Korallenpilzen. Die Tafeln von Joh.

Christopher Bayer und Johan Ad. Neander, gestochen von Abraham Heckel.

Text in dänischer und lateinischer Sprache. Guter Zustand, die Tafen im Rand

mit hellen Flecken übersät, einige Pilznamen mit Bleistift hinzugefügt, mit

altem Exlibris. Unter Verwendung des vergoldeten Originalrückens sorgfältig

in Halbleinen nachgebunden.

Kerner, Johann Simon. Giftige und eßbare Schwämme,

welche so wohl im Herzogthum Wirtemberg, als auch im

übrigen Teutschland wild wachsen. Mit 16 nach der Natur

ausgemalten Kupfertafeln. Stuttgart: bey dem Verfasser 1786.

S (i-viii), (i)-viii, (1)-68 : 16 handkolorierte Kupfertafeln.

8vo. 1.800,–


Sehr selten; das erste populäre Pilzbuch aus Deutschland. Vier der Tafeln in

etwas kleinerem Format, eingebunden auf altem Papier. Hübsches Exemplar

mit wenigen Flecken, einige Tafeln mit den handschriftlichen Pilznamen von

alter Hand. Zeitgenössisches Halbleder mit vergoldetem Rückentitel (stärker

berieben, unteres Kapital beschädigt).

Martin, Alexandre. Manuel de l’amateur de truffes ou

l’art d’obtenir des truffes, au moyen de plants artificiels, dans

les parcs, bosquets, jardins, etc., etc.; précédé d’une histoire

de la truffe, et d’anecdotes gourmandes, et suivi d’un traité

sur la culture des champignons. Paris: 1828. S (i, iii), (i)xii,

(1)-143: handkoloriertes lithographisches Frontispiz von

Henry Monnier. 12mo. 3.000,–

Äußerst seltenes Trüffelbuch in der ersten Auflage, mit dem hübschen, gefalteten

Frontispiz. Das zweite französische Buch über Trüffeln, mit Ratschlägen

für den Gourmand. Rotes Halbleder der Zeit mit Rückenvergoldung, leicht

berieben.

Moynier, C. De la truffe, traité complet de ce tubercule,

contenant sa description et son histoire naturelle la plus détaillée,

son exploitation commerciale et sa position dans l’art

culinaire; suivi d’une quatrième partie contenant les meilleures

moyens d’employer les truffes en apprêts culinaires;

les meilleures méthodes d’en faire des conserves certaines;

les indications, recettes et moyens les plus positifs et les plus

compliqués sur tout ce qui concerne cette substance. Paris:

1836. S (1–5), 6–404. 8vo. 3.200,–

Klassiker der Trüffelliteratur, sehr selten. Schönes Exemplar, mit handschriftlicher

Widmung für den Anwalt Antoin-Pierre Berryer, „orateur politique“

und Verteidiger Châteaubriands. Eine erste Ausgabe mit nur 186 Seiten in

kleinerem Format erschien 1835. Halbleder der Zeit mit Titel in Golddruck.

Schäffer, Jakob Christian. Natürlich ausgemahlte Abbildungen

Bayrischer und Pfälzischer Schwämme, welche um Regensburg

wachsen / Fungorum qui in Bavaria et Palatinatu

circa Ratisbonam nascuntur icones nativis coloribus expressae.

Tomus primus [- quartus et ultimus]. Regensburg 1762–

1774. 4 Bände. S (i-xxi); (i-xxvi), (i-xv); (i); (i-iv); (i), (1)-

136, (1–8): Porträt, 3 gestochene, teils farbig gedruckte Titel,

330 handkolorierte Kupfertafeln mit Text. Folio. 14.500,–

Hauptwerk des Regensburger Theologen und Multitalents Schäffer in der sehr

seltenen 1. Auflage. Das Werk ist die erste farbige Ikonographie der Mykologie.

Die Tafeln von Regensburger Malern wie Joh. Jos. Rothermund, Stefan Loibel

und Sophie Beez in schönem Kolorit, nur minimal fleckig. Leineneinbände des

19. Jahrhunderts mit Rückentiteln.

Schmierer, A. & J. Kammerer. Unsere wichtigsten eßbaren

Pilze nebst einer Abbildung des giftigen Fliegenschwammes,

für Schule und Haus. Stuttgart: C. Hoffmann’sche Verlagsbuchhandlung

1889. S (1–10): 8 chromolithographische Tafeln.

Oblong folio. 700,–

Seltenes großformatiges Tafelwerk mit dekorativem Umschlagbild mit Zwergen

und Pilzen. Die hübschen Tafeln auf schwarzem Grund, einige mit minimalem

Farbabklatsch. Titel leicht gebräunt, mit Feuchtigkeitsspur im oberen Rand

und auf den Textseiten. Einbanddeckel berieben, in einer Ecke verschmutzt,

Rücken restauriert.

Sowerby, James. Coloured figures of English fungi or

mushrooms. London: 1797–1815. 3 Bände und Supplement

in 3. S (1–54); (1–52); (1–94); (1–24): 440 handkolorierte

Kupfer auf 436 Tafeln. Folio. 11.000,–

Eine der großen und bedeutenden Ikonographien der Pilze, vollständig mit

dem oft fehlenden Supplement. Text in Band 1, Tafeln in Band 2 und 3. Die

Textseiten teilweise etwas fleckig, etwas stärker in Band 2. Tafeln in gutem

Zustand, einige leicht gebräunt. Zeitgenössischer Ledereinband mit Rückenvergoldung,

berieben und leicht beschädigt. Unteres Gelenk von Band 1 angebrochen.

Vigo, Gianbernardo. I tartufi. Poemetto. Torino: Nella

stamperia reale 1776. S (i, i-ii), iii-lv: 1 Kupferstich.

8vo. 3.300,–

Extrem seltenes Trüffelbuch eines italienischen Rhetorik-Professors. Mit der

hübschen Vignette zweier Trüffelsucher, die sonst nur aus der lateinischen

Ausgabe bekannt ist. Vigo preist die Überlegenheit der weißen Piemont-

Trüffeln gegenüber den schwarzen Perigord-Trüffeln – ein frühes Beispiel für

„Gastrochauvinismus“ nach der Definition des Trüffel-Historikers Rengenier

C. Rittersma. Mit altem Exlibris und Besitzerstempel. Ledereinband der Zeit

mit deutlichem Säurefraß.

Wasson, R. Gordon. Soma. Divine mushroom of immortality.

The Hague: 1968. S (i)-xiii, (1)-381, (1–2): 24 (19 farbige) Tafeln,

3 Karten, ein gefaltetes Diagramm und Textabbildungen.

Folio. 800,–

Die numerierte und handsignierte Luxus-Ausgabe dieses Werkes, in dem der

Begründer der „Ethnomykologie“ nachzuweisen versucht, dass das altindische

Soma-Getränk aus dem Fliegenpilz gewonnen worden sei. Nr. 256 von

680 Exemplaren, im Design von Mardersteig in Italien. Frisches Exemplar im

Original-Schuber.

89


Stand 20 Dr. Markus Nass Siegburger Strasse 16

14197 Berlin

Tel.: +49 (0)30 89728391

Messetelefon: +49 (0)160 97749057

Graphik des 15. – 20. Jahrhunderts

Georges Bellenger (1847 Rouen – 1918). La Fortune.

Lithographie auf chine appliqué. 214×101 mm (Darstellung)

auf 330×275 mm (Blattgrösse). Um 1880. 200,–

Christoph Haller von Hallerstein (1771 Hilpoltstein – 1839

Nürnberg). Neumanns Gartenhaus in Dresden (Neumanns

Visitenbillet). Radierung. 55×80 mm (Plattenrand) auf

105×122 (Blattgrösse). 1799. Andresen 102. 250,–

90

E-Mail: Markus.Nass@t-online.de

www.Kunsthandel-Nass.de

Abraham Hondius (1625 Rotterdam – 1692 London). Hunde

jagen ein Stachelschwein. Radierung. 153×179 mm. 1672.

Bartsch 6. Wasserzeichen Monogramm. Aus den Sammlungen

Thomas Graf (Lugt 1092 a) and Friedrich Kalle (Lugt

1021). 250,–

Charles André Malardot (1817 Metz – 1879 Paris). Paysanne

montée sur un âne. Radierung in Braun auf Kupferdruckpapier.

182×202 mm (Plattenrand) auf 316×366 mm

(Blattgrösse). 1853. Bellevoye 32. 250,–


Anton Joseph von Prenner (1683 Wallerstein – 1761 Wien).

Ein Kunst- und Raritätenkabinett. Radierung nach Hans

Jordaens. 168×234 mm. 1728. Wurzbach 1. Wasserzeichen

Wappen. Wundervolle, charmante Darstellung! 200,–

Georg Friedrich Schmidt (1712 Schönerlinde bei Berlin –

1775 Berlin). Übergang des Grossen Kurfürsten über den

Haff. Radierung. 106×119 mm. 1751. Wessely 240. Aus der

Sammlung Paul Davidsohn (Lugt 654). 200,–

Franz Rektorzik (1793–1851, Brünn). Die Kühe im Kreis

um den Baum. Radierung auf Bütten. 164×222 mm. 1851.

Andresen 70. Brillanter Druck mit ungereinigtem Plattenrand

und schmalem Rand. Selten so schön! 250,–

Jonas Umbach (1624–1693, Augsburg). Kain erschlägt Abel.

Radierung. 122×78 mm. Um 1650. Nagler 1. Herrlich kraftvoller

Druck vor dem Namen, mit feinem Rand. Aus der

Sammlung Gustav Siefert (nicht bei Lugt). 250,–

91


Stand 4 Antiquariat

Christoph Neumann

92

Aus der Bibliothek des „Lieblingsschülers“ von Max Weber: Leo Wegener

Leo Wegener (* 17. Dezember 1870 in

Schlesien; † 1936) studierte in Heidelberg

Nationalökonomie bei Max Weber, bei dem

er den akademischen Doktorgrad mit der Arbeit:

„Der wirtschaftliche Kampf der Deutschen

mit den Polen“, Posen 1903, erwarb.

Unmittelbar darauf wurde Wegener Direktor

des Provinzialverbands der deutschen Raiffeisen-Genossenschaften

in Posen. Er löste

Alfred Hugenberg in dieser Stellung ab, mit

dem er auf’s Engste befreundet war. Hugenberg

wurde Finanzvorstand von Krupp.

Im „Lebensbild“ von Marianne Weber fällt

der Begriff Lieblingsschüler auf Seite 257.

Aus unserer Sicht sollte das besser für die Verbindung zu

Hugenberg stehen. Max Weber und Hugenberg trennte von

Geburt an nur ein Jahr. Wegener und Weber trafen 1919,

diesmal unter anderen Vorzeichen, im Zusammenhang mit

dem Friedensvertragsentwurf der Alliierten und Assoziierten

Mächte in der vom preußischen Ministerium des Inneren

bestellten Kommission zur Beratung der militärisch-politischen

Bestimmungen, Gruppe Ostfragen ID Polen/Westpreußen

erneut zusammen, die eine Stellungnahme zu den

territorialen Abtretungsforderungen ausarbeiten sollte. Zu

diesem Zeitpunkt kann man Max Webers politisches Bemühen

durchaus als gescheitert bezeichnen. Wegener war als

Gründungsmitglied der 1919 als Reaktion auf die Novemberrevolution

ins Leben gerufenen Organisation Wirtschaftsvereinigung

zur Förderung der geistigen Wiederaufbaukräfte,

die von der Montanindustrie mit viel Geld gegründet war,

Ohr und Stimme Hugenbergs. Aus dem Kreis dieser reaktionären

Gruppe entwickelte sich 1926 ein Umsturzplan gegen

die Weimarer Regierung. (Akten der Reichskanzlei, Kabinette

Marx III/IV, Bd.1, Dokumente 13 ff.; Stellungnahme in „Vorwärts“,

Nr.221 vom 12.5. 1926) Für das neue Kabinett waren

Hugenberg als Finanzminister und Wegener als Innenminister

vorgesehen. Dazu kam es jedoch nicht. Wegener musste

von da an von öffentlichen Tätigkeiten Abstand nehmen. Er

bekleidete von nun an bis zu seinem Tod zahlreiche Vorstands-

und Aufsichtsratsposten im Hugenberg- Konzern,

dessen persönlicher Berater er immer war. Das Korpus der

Weberbriefe weist vor dem ersten Weltkrieg nur wenig Kontakt

zu Wegener aus. Das erklärt aber nicht warum in der

Weberliteratur der sogenannte Lieblingsschüler Max Webers

so gar keine Erwähnung, außer in Fußnoten (MWG, Zur Neu-

Winterfeldtstraße 44 · 10781 Berlin

Tel.: +49 (0)30 / 22 19 38 82

Fax: +49 (0)30 / 22 19 38 83

Mobil: 0178 / 5 40 90 18

E-Mail: info@antiquariat-neumann.de

www.antiquariat-neumann.de

ordnung Deutschlands, Schriften und Reden

1918–1920, Fußnote ab S. 26 f.), findet.

Über die im Katalog angebotenen Schriften

Webers hinaus bieten wir weitere Titel zur

Nationalökonomie aus der Bibliothek Wegeners

auf der Messe an.

Weber, Max (Erste Buchveröffentlichung).

Zur Geschichte der Handelsgesellschaften

im Mittelalter. Nach südeuropäischen Quellen.

Stuttgart, Verlag von Ferdinand Enke,

1889. 2.500,–

8vo. VIII, 170 S. Halblederband der Zeit mit Lederecken

und goldgeprägtem Titel. Bezüge und Vorsatzpapiere von

Marmorpapier. Kleiner Einriss im vorderen Gelenk über dem unteren Kapital.

Handschriftlicher Besitzeintrag auf dem Titel. Exlibris von Dr. Leo Wegener

im Vorderdeckel. Mit gedruckter Widmung Webers „In dankbarer Verehrung

dem Herrn Geheimen Justizrat Professor Dr. Goldschmidt zugeeignet“. Erste

Ausgabe von Webers Erstlingsschrift. Als Schüler Levin Goldschmidts, des

Begründers des modernen Handelsrechts, hat Max Weber in seiner Berliner

Dissertation von 1889 die „Entwickelung des Solidarhaftprinzips und des Sondervermögens

der offenen Handelsgesellschaft aus den Haushalts- und Gewerbegemeinschaften

in den italienischen Städten „ untersucht. Diese Arbeit liegt

vorliegender Veröffentlichung zu Grunde. Sehr gutes frisches Exemplar der

Erstausgabe des ersten Buches.

Weber, Max (Habilitationsschrift). Die römische Agrargeschichte

in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht.

Stuttgart, Verlag von Ferdinand Enke, 1891. EUR 2.500,–

8vo. VIII, 284 S. Mit 2 Tafeln im Anhang. Halblederband der Zeit mit Lederecken

und goldgeprägtem Titel. Bezüge und Vorsatzpapiere von Marmorpapier.

Handschriftliche Besitzeinträge auf dem Titel. Exlibris von Dr. Leo Wegener im

Vorderdeckel. „Max Webers gewaltiges Lebenswerk ist zu wesentlichen Teilen

aus seiner Habilitationsschrift von 1891 „Die römische Agrargeschichte in

ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht“ hervorgegangen.“ Capogrossi

Colognesi: Max Weber und die Wirtschaft der Antike. (Abhandlungen der

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Philologisch-Historische Klasse.

Dritte Folge 259).Sehr gutes frisches Exemplar der Erstausgabe der seltenen

Habilitationsschrift.

Weber, Max. Sammelband mit den frühen Kleinschriften

der 90er Jahre. Kleinoktav, Halblederband der Zeit mit Lederecken

und goldgeprägtem Titel. 2.500,–

Bezüge und Vorsatzpapiere von Marmorpapier. Handschriftliche Besitzeinträge

auf dem Titel. Exlibris von Dr. Leo Wegener im Vorderdeckel. Enthält neben

anderen Schriften: Der Nationalstaat und die Volkswirtschaftspolitik, Freiburg

und Leipzig 1895; Die Börse, Göttingen 1894; Grundriss zu den Vorlesungen

über allgemeine („theoretische“) Nationalökonomie; Die begrifflichen Grundlagen

der Volkswirtschaftslehre; Die sozialen Gründe des Untergangs der

antiken Kultur, Stuttgart 1896 und die Umarbeitung des Aufsatzes von 1894

Entwicklungstendenzen in der Lage der ostelbischen Landarbeiter.


Galerie berühmter Schweizer Landschaften , Vues Suisses

celebres, Celebrated views of Switzerland. Zürich; Preuss ca.,

1887. 2.400,–

Quarto. Ohne Paginierung. Mit 125 Photographischen Abbildungen in Kollotypie

(8×13 und 9×12 cm) auf Tafeln eingeschaltet in den Begleittextes. In

Gold und Farben reich geprägter Ganzpergamentband, zeigt Koller’s „Gotthardpost“

auf dem Vorderdeckel. . Beinahe frisches Exemplar des seltenen sehr

dekorativen Ansichtenwerkes der Schweiz in deutscher Sprache.

Salvage, Jean – Gilbert. Anatomie du gladiateur combattant,

applicable aux beaux arts, ou, Traiti des os, des muscles, du

micanisme des mouvemens, des proportions et des caracthres

du corps humain. Ouvrage orni de 22 planches. Paris,

Chez l’auteur. De l’imprimerie de Mame, 1813. 1.600,–

Large folio. 2 volumes (including atlas volume in 1). 3 leaves, (iv), 64 text

pages and 22 plates in sepia tone. plates numbered 1–20, introdu. plate and

frontispiece39×55 cm. Original boards. Spine clumsely repaired. Front -and

titelpage foxed. Some mild browning and foxing in text and plates. Waterstaining

in the right upper corner of the 10 last pages. Heirs no. 1141:“ This

rare and beautiful book, with twenty-two large copperplates drawn by the

author, uses several well-known classical sculptures for the anatomical subjects.

Salvage was a French military surgeon whose studies of classical sculpt

ure led him to the conclusion that the perfection of its execution was such that

accurate bone and muscular structure could be illustrated in representations of

the sculptures. The ‚ Planche d‘instruction’ and the fifteen plates immediately

follwoing it are struck off from two plates so as to bring out the bones in black

and the body contours and muscles in red (Choulant p. 333–334). The effect is

striking and the text, engraved along with the plates, was printed in the same

manner.“ Chloulant frank p. 332:“ After many studies, he published this most

valuable work which was adopted by the French Government for use in the

graduate schools, but which is seldom appeared in the market, therefore, is

now rare.“. Plates were drawn by Salavage and engraved by Bosc.

Scarpa, Antonio. Tabulae neurologicae ad illustrandam historiam

anatomicam cardiacorum nervorum, noni nervorum

cerebri, glossopharyngaei, et pharyngaei ex octavo cerebri.

(Pavia) Ticini, Balthassar Comini, 1794. 12.000,–

Elephant folio. ca 60×45 cm. (iv), 44 pp; 7 engraved plates after Scarpa’s

drawings by Faustino Anderloni numbered I – VII, accompanied by 7 outline

keyplayes also numbered I – VII. Original half calf. Rebacked. Endpapers very

dusty. Titelpage and halftitle with foxing. The plates 4–7 of the keyplates are

also foxed. Prize binding with the arms of the Bartholomeus on the frontcover.

(Sancti Bartholomei Nosocomii) Corners bumped and a bit damaged. But still

a remarkeble copy of the first edition in a Prize Binding. With the seven plates

in very fine condition. Scarpa’s anatomic masterpiece, the product of twenty

years of research on the nerves. The seven life-size plates illus trate the human

glossopharyngeal, vagus and hypoglossal nerves, which had never before correctly

shown. Scarpa was also the first to delineate correctly the nerves of

the hart, and showed that the terminal ramifications of the cardiac muscular

fibers. Scarpa also showed that nerves are not always excited by a stimulus,

which shed light on the inhibitory function of the cardiac nerves.(Norman

1897. G. & M. no.1253) With large handwritten dedication on the first blank:“

At the annual competion for the Prizes offered by the medical Teachers of St.

Bartholomeus Hospital in May 1840, this book was presented to Mr. William

Hall by Mr. Edward Stanley, lecturer on anatomy and physiology as the Second

Prize for proficiency in these sciences , in testimony whereof the Medical

Officers and Teachers of the Hospital have …. their signature“. Signed in full

by, Edward Stanley John P. Vincent, Edwrad Rigley, Arthur Jappe and 5 others.

Rozankova, Eleonora eigentlich Eleonora Rozanek. Meyrink

Folio, Mappe mit 12 signierten Originallithographien auf

Werkkarton. Mappe mit Lithographie auf beiden Deckeln.

Die Mappe im Gelenk und an den Flügeln schlecht erhalten.

Für uns nicht nachweisbar. 1.200,–

13. 08.1896 Prag – 11. 10. 1987 München. Studium: Kunstschule Hamburg

und Bauhaus Weimar. Anfang des Ersten Weltkriegs Studium an der Altonaer

Kunstgewerbeschule. Studienreisen nach Weimar, Nürnberg, Paris. Lebte seit

1908 in Altona.

Starke, O.; Voltaire. Candide. Berlin; Galerie Flechtheim

1922. 1.000,-

Großfolio. 14 Bll. Federlithographien in Braun auf Umdruckpapier zu Voltaire

„Candide“ (oder der Optimismus) mit einem Vorwort von Franz Blei, Mappe

XV der Ausgaben der Galerie Flechtheim, Berlin 1922. Zusammen in Original

Halbleinenmappe. Blattgr. 54×40 cm. In den Steinen signiert und datiert 1921.

Auflage 85 Exemplare. (ThB XXXI, 1937, 483 und Vollmer IV, 1958, 344).

Rezension der Mappe von Paul F. Schmidt in Cicerone (Leipzig) 14 (1922).

Selten. Das holzhaltige Papier leicht gebräunt, die Mappe mit Altersspuren

und gering fleckig.

Bilder-Atlas. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften

und Künste. Ein Ergänzungswerk zu jedem Conversations-Lexikon.

Fünfhundert Tafeln in Stahlstich,

Holzschnitt und Lithografie. 1.250,–

Bde. 1–8 u. Erläuternder Text Bde. 1–2. 2.A., Brockhaus, Leipzig 1869–1875,

Quer-4°/4°/Gr.8°. 1692 S. u. 500 Tafeln in Stahlstich, Kupferstich und Lithographie.

OLwd. m. Gold- u. Blindprägung. Minimal berieben und bestoßen.

Bearbeitet von Karl Gustav von Bernecku.v.a. Erster Bd.:Mathematik-Physik-

Astronomie-Erdkunde. Zweiter Bd.:Anatomie-Zoologie-Botanik-Mineralogie.

Dritter Bd.: Mechanische Technik-Chemische Technik-Bauwesen-Bergwesen-

Land- und Hauswirthschaft.Vierter Bd.: Kriegswesen-Seewesen. Fünfter Bd.:

Plastik und Malerei-Architektur. Sechster Bd.: Culturgeschichte. Siebenter

Bd.:Ethnographie. Achter Bd.: Geographie. Sehr frisches und vollständiges

Exemplar

Handwerkskundschaft auf Pergament. Mainz, 1758.

6.500,–

Gesellenbrief der Stadt Mainz für den Faßbinder Joann Gabriel Schwarzmann.

Kalligraphische Handschrift auf Pergament in Farben mit großer Ansicht der

Stadt Mainz. (76×70. cm). Mit Originalsiegel in Holzkapsel in originaler

verzinkter Blechkiste. Außergewöhnliche Ansicht auf das vornapoleonische

Mainz.

93


Stand 32 Antiquariat

Daniel Osthoff

Literatur, Georgekreis, Altphilologie, Alte Drucke

Bernard von Clairvaux. Divi Bernardi, religiosissimi

Ecclesiae doctoris, ac primi Clareuallensis coenobij Abbatis,

Opera, quae quidem colligi undequaque in hunc usque

diem potuere, omnia: Accuratiore, quàm unquam antea,

recognitione, ac solerti ad uetustiorum exemplarium fidem

collatione,integritati suae restituta. Quantum uerò hac nostra

editione, ultra superiores omnes, sitpraestitum, tum es

Praefatione, tum Operum catologo, Lectori pio licebit cognoscere.

Accessit locorum Scripturae sacrae obiter in his

D. bernardi operibus explicatorum, item Parabolarum, siue

similitudinum, verumq(orum) & verborum memorabilium

trigeminus index. 2 Bde. Basel, Johannes Hervagen 1552.

Folio. 6 Bll., 1678 Sp. u. 6 Bll., Sp. 1679–2736, (27) S. Index.

Spätere Ldr.-Bände m. Rverg. (Gelenke angeplatzt u. Kapitale

mit kl. Fehlstellen, Ecken teils bestoßen). 1.000,–

Adams B 708. VD 16 B 1921. Benzig, Buchdrucker d. 16. u. 17. Jhdts., S. 36.

– Seltene Basler Ausgabe des Werkes des bekanntesten Mönches des Zisterzienserordens

(um 1090–1153), der für die Verbreitung der Zisterzienser von

größter Bedeutung war. – Mit Druckermarke auf dem Titel sowie am Schluß

des 2. Bandes und zahlreichen kleinen figürlichen Initialen. – Der Drucker

Hervagen war verheiratet mit der Witwe Johann Frobens und druckte zusammen

mit dessen Sohn Hieronymus Froben. – Modernes Exlibris, Titel des

1. Bandes u. Schmutztitel des 2. Bandes hinterlegt. Sonst kaum fleckiges und

sauberes Exemplar.

Chagall, Marc. Drawings for the bible. Text by Gaston

Bachelard. Mit 24 Orig.-Farblithographien u. 96 s/w-Tafeln.

Paris, Verve 1960. Folio. 9 Bll. (Text), 120 Tafeln u. 8 Bll. Beschreibung

der s/w-Tafeln . OPpbd. (Kapitalkanten minimal

bestoßen). 4.800,–

Verve X, 37/38. Mourlot 230–280. Englische

Ausgabe mit den herrlichen Entwürfen

für die Bibel. „This double

number of VERVE contains the drawings

made by Chagall in 1958 and 1959

on biblical themes which in general he

had not dealt eith in his illustrations for

the Bible reproduced in Verve 33/34.

The present work comprises 96 reproductions

in black and white and 24

lithographs in color, as well as a cover

specially designed for this volume. The

heliogravure in black and white by the

master printers DRAEGER Frères and

the lithography in color by MOURLOT

Frères were completed in Paris on the

29th of July, 1960.“ – Sehr gutes Exemplar.

Grammont, Comte de – Hamilton, Antoine. Mémoires

du comte de Grammont. Editon ornee de 72 (recte 78) portraits,

graves d’apres les tableaux originaux. London, Ed-

94

Martinstraße 19

97070 Würzburg

Tel.: +49 (0)931 572545

Fax: +49 (0)931 3537945

E-Mail: Antiquariat.Osthoff@t-online.de

www.antiquariat-osthoff.de

wards (1793). 4°. 4 Bll., 313(5) S. + Portraits. Ldr. d. Zt. mit

reicher Rverg, Dverg. u. Stehkantenverg. (Kanten minimal

bestoßen). 450,–

Brunet III, 30. – Die amureusen Memoiren (EA 1713) des Offiziers, der für

die Stuarts an der Bayne kämpfte und dann nach Frankreich ins Exil ging, wo

er aber vom Hof Ludwig des XIV. verbannt wurde, da er sich mit Mätressen

des Königs einließ. Der erste Teil bis zu seinem Exil hat Grammont offenbar

seinem Schwager Hamilton noch diktiert, der Rest stammt aus der Feder

Hamiltons. – Breitrandiges Exemplar. – Papierbedingt teils leicht gebräunt,

minimal stock-, fingerfleckig u. teils mit Abklatsch d. Portraits.

Hesse, Hermann (1877–1962). Hinterlassene Schriften und

Gedichte von Hermann Lauscher. Herausgegeben von H.

Hesse. Basel, Reich 1901. IV, 83(1) S. Marmorierter Ppbd.

um 1925 (Rücken erneuert). 1.800,–

Erste Ausgabe. Waibler E 169. Wilp./G. 3. – Widmungsexemplar (für Dr. Hans

Brun? mit dessen Exlibris: „Das ist die selten gewordene erste Ausgabe meines

Lauschers. Mit herzlichen Grüßen von Ihrem H. Hesse“. Offenbar besaß Hesse

noch einige Exemplare, die er gelegentlich verschenkte, denn in seinen Aufzeichnungen

„Meine Bücher“ berichtet er: „Auf meine Kosten gedruckt. Rest

der Auflage ist mein Eigentum und liegt bei v. Wattenwyl, Basel.“ Die Auflage

wird einige 100 Exemplare nicht überschritten haben. Hesse selbst sprach später

davon, dass über seinen Freundeskreis hinaus von diesem Büchlein, von

dem in den ersten Jahren nach Erscheinen kaum einer die Autorschaft Hesses

erkannt hatte, kaum jemand Notiz genommen hatte. – Innengelenke etwas angeplatzt.

– Reizvolles Widmungsexemplar eines der seltensten Bücher Hesses.

Horváth, Ödön J. M. v. (1901–1938). Das Buch der

Tänze. Mchn., Schahin 1922. 40(4) S. Ppbd. d. Zt. mit expressionistisch

anmutendem Bezug (Ecken minimal bestoßen).

4.800,–

Erste Ausgabe. Wilp./G. 1. Nr. 300 von

500 im Druckvermerk von Horváth

signierten Exemplaren. Seltenes Erstlingswerk,

das, wenn es nach Horváth

gegangen wäre, eigentlich gar nicht

mehr existieren sollte. Das Werk entstand

auf Anregung des Komponisten

Siegfried Kallenberg, der die Musik

dazu schrieb. Nach der szenischen

Uraufführung hielt der Text Horváths

eigener Kritik nicht mehr stand. Er

kaufte 1926 die Restauflage teils aus

Buchhandlungen auf und vernichtete

sie. „Darüber hinaus ‚entfernte‘ (er)

Exemplare des Buches aus öffentlichen

Bibliotheken u. wendet sich persönlich

an ihm bekannte Besitzer des Buches,

um dessen Rückgabe zu erwirken. Mit

allen zur Verfügung stehenden Mitteln

sucht er jede Erinnerung an diesen seinen

ersten Versuch auszumerzen. Mit

Erfolg. Jahrzehntelang bleibt Horváths erstes Buch verschollen“ (Krischke:

Horváth. Kind seiner Zeit, S. 37). Eine Neuauflage erschien bei Faber & Faber

im Jahr 2009. – Vorsätze etwas stockfleckig u. mit privater Widmung, papierbedingt

etwas gebräunt. – Rarissimum der deutschen Literatur der Moderne.


Lechter – George, Stefan

u. Karl Wolfskehl (Hrsg.).

Deutsche Dichtung. Goethe.

Mit Titelblättern u. Zierleisten

von Melchior Lechter. Bln.,

Blaetter für die Kunst 1901.

97(5) S. OBrosch. (kaum gebräunt

u. m. kl. Knickfalte) in

privatem Schuber. 500,–

Erste Ausgabe. Landmann 162. Eines

von 303 Ex. auf kaiserlich japanischem

Papier. – Der 2. Band der

von Lechter gestalteten Erstausgabe

der Deutschen Dichtung, die mit Jean

Paul (1900) begann und mit dem

Jahrhundert Goethes (1902) endete.

– 2cm-hoher Fleck quer über die weisse Seite 1, wohl der Überrest eines entfernten

Exlibris, etwas durchscheinend auf den Titel, sowie darüber ein zarter

Besitzvermerk in Tinte. Unbeschnittenes und gutes Exemplar.

[Lenet, Pierre (Petrus)]. Memoires de Monsieur L***

conseiller d’Etat; contenant L’Histoire des Guerres Civiles des

années 1649. & suivantes; principalement celles de Guienne

& autres Provinces. 2 Bde. O.O. 1729. Kl.-8°. 4 Bll., 547(1)

S. u. 2 Bll., 581(3) S. Ldr. d. Zt. m. reicher Rverg., Steh- u.

Innenkantenverg. (Vergoldung vor allem am Fuß abgerieben).

900,–

Erste Ausgabe. Beck/Buxtorff, Suppl. zu dem Baselischen allg. hist. Lexicon.

– Bedeutendes Dokument zu „Fronde“, den Aufständen und Bürgerkriegen

in Frankreich zwischen 1648 und 1653. Lenet, seit 1641 General, wurde von

Condé mit zahlreichen Missionen betraut, unter anderem den Vertrag mit

Spanien auszuhandeln. Er kehrte erst nach der Schließung des Pyränneischen

Frieden 661 nach Frankreich zurück und starb im gleichen Jahr (1661). Seine

Memoiren erschienen erst wie vorliegend 1729, ein Herausgeber ist nicht zu

ermitteln. – Marmorierte Vorsätze mit Exlibris, die folgenden weißen Seiten

mit einigen alten Besitzvermerken u. Notizen, ansonsten tadelloses Exemplar

dieser seltenen Ausgabe, die erst letztes Jahr als Taschenbuch neu aufgelegt

wurde.

Marmontel. Oeuvres complètes de Marmontel. Noevelle

èdition. Mit 38 gest. Tafeln nach Choquet, Deseune,

Begeret u.a. 18 Bde. Paris, Verdière 1818–20 Ca. 9600 S. Ldr.

d. Zt. m. 2 RSch., reicher Rverg. u. Stehkantenverg. (minimal

berieben u. bestoßen). 800,–

Graesse IV, 406. Brunet III, 1440. – Bd. 1 u. 2: Mémoires. Bd. 3–6: Contes Moraux.

Bd. 7: Bélisaire. Bd. 8: Les Incas, ou la destruction de l’empire du Pérou.

Bd. 9: Théatre. Bd. 10: Mélanges. Bd. 11: La Pharsale. Bd. 12–15: Éléments de

Littérature. Bd. 16: Grammaire et logique. Bd. 17: Métaphysique et morale. Bd.

18: Régence du duc d’Orléans. – Durchgehend minimal bis leicht stockfleckig.

Molière, (Jean-Baptiste). Oeuvres. Nouvelle Edition.

Mit 30 gest. Kupfertafeln. 8 in 4 Bdn. Paris, Cavelier 1739.

Ca. 1400 S. Lederbände d. Zt. mit 2 RSch., reicher Rückenvergoldung,

vergold. Deckelfileten, Stehkanten- u. Innenkantenvergoldung

(Ecken gering bestoßen, nur gering

berieben). 600,–

Hübsche Werkausgabe mit den reizenden und kräftigen Kupferstichen

Montpensier, Mademoiselle (Anne-Marie-Louise d’Orleans

de). Mémoires des Mademoiselle de Montpensier, fille

de Gaston d’Orleans, frere de Louis XIII, Roi des France.

Nouvelle édition. 8 Bde. Maastricht, Dufour & Roux 1776.

Ca. 2760 S. Ldr. d. Zt. m. 2 farb. RSch., floraler Rverg. u.

Stehkantenverg. (diese etwas abgerieben, Kanten teils etwas

bestoßen, einige Bände m. kleinen Wurmspuren). 500,–

Vgl. Brunet III, 1871. – Erstmals 1735 erschienen sind diese wertvollen Erinnerungen

ein hervorragender Spiegel des Milieus am französischen Hof des

17. Jahrhunderts, die Memoiren enthalten den Zeitraum von 1627–88. Dieser

Ausgabe angefügt sind die „Amours de Mademoiselle et de M. de Lazun“, die

„Relation de l’Isle invisible“, die „Histoire de la princesse de Paphlagonie“

und „Divers Portraits“. – Bände 7 und vor allem 8 hatten einen leichten Wasserschaden,

der äußerlich kaum bemerkbar ist, in Band 8 aber teils stärkere

Wasserränder aufweisen, jedoch kaum gebräunt. Insgesamt dekoratives ordentliches

Exemplar.

Musil, Robert (Edler von [1880–1942]). Die Verwirrungen

des Zöglings Törleß. Wien u. Lpz., Wiener Verlag 1906. 2 Bll.,

316 S. Grau-schwarzer HLn. d. Zt. [möglicherweise jedoch

ein Originaleinband vielleicht einer späteren Aufbindung; ein

irischer Kollege hat den gleichen Einband] (etwas fleckig u.

berieben, Kapitale u. Ecken etwas bestoßen, verg. Titel auf

Vorderdeckel abgeblättert). 1.000,–

Erste Ausgabe. Roth 3. Wilp./G. 1. – Das Erstlingswerk Musils entstand bereits

1903 und war 1905 vollendet. Nach drei vergeblichen Anläufen bei den

Verlagen Diederichs, Bruns sowie Schuster und Löffler verhalf der Berliner

Kritiker Alfred Kerr Musil zum Wiener Verlag. Kerr war es auch, der den Törleß

als erster rezensierte und somit Musils Ruhm begründete. – Eines der frühen

literarischen Werke mit dem psychologischen Thema, das das Identifikations-Problem

eines Schülers in der Schule beschreibt – zwar versteckt, aber

natürlich mit zahlreichen autobiographischen Parallelen zu Musils Internatzeit.

– Zweiseitig unbeschnittenes Exemplar, an den unbeschnittenen Rändern

etwas gebräunt u. brüchig, ansonsten sauberes und gutes Exemplar.

Rabaut, J(ean). P(aul).

Précis historique de la révolution

francoise. Suivi de l’Acte

constitutionnel des Francois:

Ouvrage orné de (6) gravures

d’après les dessins de Moreau.

Seconde edition. Augmentée

de réflexions politiques sur les

circonstances présentes, par le

meme auteur. Paris, Onfroy (und

Strasbourg, Treuttel) 1792. Kl.-

8°. LXXVI, 257(3), 40, 108 S.

Späteres Halbleder m. Rverg. u.

RSch. u. marmorierten Deckelbezügen.

350,–

Erschien zuvor unter dem Titel „Almanach historique de la revolution francaise“.

„On a rarement donne une idee plus vraie, plus nette et plus complete

de cette premiere epoque de la revolution“ (Hoefer XLI, 383). Mit den

hübschen Illustrationen von Moreau eine der ganz frühen Abhandlungen zur

französischen Revolution. Rabaut (1743–1793), im Nationalkonvent unter den

Girondisten, starb 1793 unter der Guillotine. – Besitzvermerk auf dem Titel u.

Siegel (Aken) auf dem Vorsatz. Teils unbeschnitten.

Am Stand werden wir Ihnen eine Reihe interessanter

Werke des 18. Jahrhunderts in französischer Sprache und

in schönen Einbänden anbieten!

Fordern Sie bitte auch unsere regelmäßig erscheinenden

Listen und Kataloge mit Neueingängen an!

95


Stand 51 Prospekt

Buch- u. Kunstkabinett, Verlag

Dr. Hans-Jürgen Hereth

Kunst nach 1945 – Künstlereditionen

„An den Brüsten der Wahrheit“. Hommage an Harald

Szeemann. Das Archiv seiner wichtigsten Ausstellungen.

1.250,–

„When Attitudes becomes Form“ (Bern 1969).

„Documenta 5“. Befragung der Realität. Bildwelten heute (Kassel 1972). Einbandentwurf

von Ed Ruscha. Hier mit dem nahezu unauffindbaren Schutzumschlag,

mit dem man den Ringordner wie eine Tragetasche transportieren

kann. Beiliegend das „Informationen“- Heft zur D5, eingeheftet als verkürzte

Führer (19. Kapitel).

„Le mammelle della verita. Die Brüste der Wahrheit. Monte Verita“ (Ascona

1978).

„Junggesellenmaschine“ (Biennale 1980).

„Der Hang zum Gesamtkunstwerk“ (Zürich 1983) mit dem selten beiliegenden

Liste der Werke und Dokumente.

„Retrospektive Joseph Beuys“ (Zürich 1993), mit dem beiliegenden Verzeichnis

der ausgestellten Werke und der umfangreichen Bibliographie.

Heinz Edelmann (Entwurf): Die Beatles in Yellow Submarine

mit Sgt. Pepper´s Lonley Heart Club Band. Nach einer Idee von

Lee Minoff. Art Direction: Heinz Edelmann. Verleih der United

Artists Corporation. 3-fach gefaltetes Filmplakat(83,6×59

cm), 1968, King Features. Syndicate and Subafilms. Druck:

Hoss, Kriftel. In tadellosen Zustand 380,–

Natalia Gontcharova: Bal Banal, Vendredi, 14 Mars 1924 á la

Salle Bulliere. Organisé par l´Union des Artistes Russes. Illustriertes

Plakat, einseitig bedruckt, 64,8×24,6 cm, Gestaltet

von N. Gontcharova, Bildmotiv (s/w-Holzschnitt) 20,4×9,8

cm, in sehr guten Zustand, linker Rand leicht gebräunt, in

Passepartout montiert, sehr selten 1.450,–

96

Rheinstraße 27

80803 München

Tel.: +49 (0)89 33089757

Fax: +49 (0)89 34076861

E-Mail: Prospekt.Hereth@t-online.de

Paul Gurk: Hendrikje. Trauerspiel in 5 Akten. Typoskript, 87

S., mit bedruckten Einband. Rücken mit kleiner Fehlstelle,

Deckel an den Ränder geringfügig gebräunt. EA 140,–

In keiner Bibliographie nachweisbar. Auch das Paul Gurk Archiv (Akademie

der Künste Berlin) kennt weder Titel noch Ausgabe.

Theodor List (1843–?, Passau): Photographisches Institut

(ab 1870). Silbergelatineabzug der „Rundschau von Passau

vom Oberhaus aus“ mit der Prinzregenten-Luitpoldbrücke

um 1880. Panoramaansicht von Passau bestehend aus drei

geschickt montierten Fotografien. 68×24 cm in zeitgenössischen

Rahmen

(103×45 cm) handschriftlich

von List

unter der Fotomontierung

betitelt und

bezeichnet. 380,–

Daniel Spoerri

(*1930 Galati, Rumänien).

Dokumente

/ Documents / Dokumenti

zur Krims-

Krams Magie. Hamburg,

Merlin Verlag,

1971. 27,5×20,3 cm.

8 numer. Papiercouverts

mit mont.

Inhaltsblatt in rot

u. gold bedruckter

Orig.-Kartonmappe

mit Papierbezug in

grüner Echsenhaut-

Imitation u. durchgezogenem

grünen

Leinenschliessband.

Eines von 100

numerierten Vorzugsausgabe

(Nr.

50/100). Mit einem

Original-Fallenbild /

Tableau-Piège „Der

fallengelassene Zufall

des Abfalls“

(überschriebener

Titel „Totalliguida

trous assortiment“


26×20×6 cm) mit gedrucktem und ausführlich von Spoerri

eigenhändig ausgefülltem und signiertem Garantieschein

/ Brevet de Garantie in der Dokumentenmappe

(„auf dass alle, die Augen haben, sehen: Daniel Spoerri).

Die Mappe enthält ferner die folgenden Publikationen: 1.)

Emmett Williams: Einführung. – 2.) Daniel Spoerri: 25 Zimtzauberkonserven

(um und um übersetzt von André Thomkins),

53,(3) S. mit zahlr. Abb. – 3.) Addendum der 11 nicht

konservierten Objekte Charles d’Orge gewidmet + Exkursion

über die Gerste. – 4.) Pierre Alechinsky: Toko Shinoda. – 5.)

Daniel Spoerri: Max und Morimal Art mit Hand und Fussnoten

von Peter Heim. – 6.) Krims Krams Objekte: Farbtafel

zu Max und Morimal Art. – 7.) Daniel Spoerri: Nach-Nacht-

Machtwort. – 8.) Garatieschein zu den Rifiuti-Objekte..(?) Le

Petit Colosse de Symi. The Nothing Else Review, No. 1 u. No.

4. – Fallenbild mit der selten vorhandenen Originalpappklappschachtel

(bedruckt mit „Kehrrichtsack. Vor Feuer und Nässe

schützen). Beide in sehr schöner Erhaltung. 2.400,–

Venedig. 24 Ansichten nach der Natur gezeichnet, gestochen

und herausgegeben von J. Poppel und M. Kurz. Mit

geschichtlichem und beschreibendem Texte von Rudolph

Löser. München, Poppel und Kurz, 1846. 64 S., Lwd. mit

Goldprägung. 400,–

Alle Radierung mit Schutzblättern getrennt. Diese z.T. leicht fleckig, ebenso

die Rückseiten, vereinzelt auch der weiße Rand der Grafiken, Einband leicht

berieben

„Von den Fischer und siiner Fru“. Paraphrasen zu dem Märchen

von Philipp Otto Runge. Überarbeitung der Ausgabe der

Marees Gesellschaft, München 1923, diese mit 11 Originallithographien

von Richard Dreyer. München, ephemera 2002.

Auflage 26 Exemplare, davon 12 Künstlerexemplare. In bedruckter

Pappschachtel (43,5×55,5 cm). 2.400,–

Unikate von Hans Baschang (Siebdruck), Friedemann Hahn (Farbzeichnung),

Barbara Hammann (Collage), Andreas Hofer (= Andy Hope 1930: Zeichnung),

Bernhard Jäger (Kreidezeichnung und Collage), Friederike Mayröcker (Textblatt),

Oswald Oberhuber (collagierte Zeichnung), Jürgen O. Olbrich (Collage),

Bert Papenfuß (Textblatt), Silka Papenfuß (Gouachen) Dorothea Reese-Heim

(Objekt), Emmett Williams (Collage). Die einzelnen Künstler haben sich

mit jeweils einer der Lithographien und dem zugehörigen Passepartout der

Originalausgabe von 1923 auseinandergesetzt und diese verändert (Collage,

Übermalung, Druck). Entstanden 2002 als Antwort auf „9–11“ und die große

Hausse am Börsenmarkt 2001.

Else Wenz Vietor (Rehm-Vietor): Englein zur Wacht. Farbige

Lithographie um 1910, gedruckt bei C. Wolf & Sohn, München,

Vertrieb durch Teubner, Leipzig (Stempel im Druck).

103,5×42,5 cm im zeitgenössischen Rahmen (110×48 cm).

Lithographie sehr gut erhalten. Deutsche Künstler-Steinzeichnungen

No. 510 380,–

Zehn Flugblätter. München (1903–1912). 2°. (Zus. 24 S.,

davon 12 Seiten von Ludwig Thoma). OBrosch. mit Deckelzeichnung

von Th.Th. Heine. Einband an den Rändern

etwas nachgedunkelt. Insgesamt sehr gut erhalten u. ebenso

selten. 500,–

Enthält u.a. 5 Erstausgaben von Ludwig Thoma mit Illustrationen von Th.Th.

Heine, P. Scher, O. Gulbranson und E. Thöny: Das große Malöhr im Juni 1903,

wahrheitsgetreu berichtet. Mit 25 Zeichn. von Th.Th. Heine. 1903. EA WG² 11.

– Sturm!! Wider die Pfaffen!! Mit 16 Zeichn. von Th.Th. Heine. 1907. EA WG²

24. – Die Catilinarische Verschwörung in München. !! Furchtbares Ereignis !!

Mit 14 Zeichn. von Eduard Thöny. 1910. EA WG² 33. – Das aufgläste Barlahmend.

fon Josef Filser, emals kenigl. Abgeordneter, beriechdet von Ludwig

Thoma. Mit 4 Zeichn. von Olaf Gulbransson. 1911. EA WG² 34. – Das neie

Barlahmend. fon Josef Filser (…) Mit einer Zeichnung von Eduard Thöny.

1912. EA WG² 38. – Beigebunden fünf weitere Flugblätter in verschiedenen

Formaten: Th.Th. Heine, Der neue Kanzler. Extrablatt des Simplicissimus. Bildgeschichte.

– Ein französischer Sieg. Zeichn. von Heine, Gulbransson u.a. – P.

Scher, Agadir, ein Hundstagstraum. Zeichn. von H. Bing. – P. Scher, Zentrumseintracht

oder Spectator novus als Erzieher. Zeichn. von L. Kainer. – Th.Th.

Heine, Der grüne Mops. Bildgeschichte

97


Stand 14 Gottfried Pütz

Kunsthandel

Öffnungszeiten:

nach Vereinbarung

Rembrandt, Harmensz Van Rijn, Der heilige Hieronymus im Gebet, niederblickend, Radierung, 1635, B 102, Seidlitz 102–1

(II), White/Boon 102, Nowell-Usticke 102–1e/i (3), Büttenpapier mit Rändchen um die Plattenkante, ohne Wasserzeichen. verso

Reste alter Montierungen. Plattengröße 11,5×8,1 cm. 10.000,–

hervorragender zeitgenössischer Druck

98

Himmelreichstraße 7

79379 Müllheim

Telefon: +49 (0)7631 15923

Mobil: +49 (0)171 1762073

E-Mail: galerie@graphics-paintings.de

www.graphics-paintings.de


Chagall Marc, La Bible, 1956, Mourlot 117–146, Verve 33/34, Cramer 25. komplett, Umschlag mit

leichten Gebrauchsspuren. Innen farbfrisch erhalten. 4.900,–

99


Stand 39 Antiquariat

Thomas Rezek

Bücher und Graphik

Descartes, René. Geometria una cum notis Florimondi

de Beaune. Opera atque studio F. a Schooten. Nunc demum

ab eodem diligenter recognita. Editio tertia. – Principia matheseos

universalis et al. 2 in 1 Band. Amsterdam, Bleau,

1683. 4°, circa 20,5×17 cm. Gestochenes Portrait, 7 Bll., 520

SS. – 8 Bll., 420 SS., 2 Bll., 8 SS. Pergament d. Zt. 2.000,–

Guibert S. 34 f., No. 5; vgl. DSB III, 61 und Poggendorf I, 557. – Dritte lateinische

Ausgabe des 1637 erstmals in französischer Sprache erschienenen Werkes

zur Mathematik. Hier eines der wenigen kompletten Exemplare mit allen Anhängen

der Nachfolger von Descartes. – Schönes Exemplar, nur der Einband

am oberen Kapital und an der oberen Kante abgenagt, sonst ungewöhnlich

frisch und sauber.

Barocke Briefe – C. B. V. S. Curieuse Briefe, Darinnen die

schwersten und tief-sinnigsten, doch meist in der Natur gegründeten

Dinge abgehandelt werden. Hamburg u. Leipzig,

Christian Liebezeit, 1716. 8°. 4 Bll., 280 SS., Titel in Rot

und Schwarz. Marmorierter Pappband um 1820 mit Goldfileten.

260,–

Erste Ausgabe dieser seltenen Sammlung von Briefen über philosophische, naturwissenschaftliche

und theologische Probleme. Amüsantes Beispiel barocker

Gelehrsamkeit, wobei es teilweise schwer zu entscheiden ist, ob der anonyme

Autor ernsthafte oder satirische Theorien formuliert. Gleich zu Beginn wird z.

B. das Klistieren von den Störchen und das Purgieren von den Hunden abgeleitet.

– Gut erhalten, wenig gebräunt, etwas berieben, Titel mit zwei alten

Stempeln, einer davon mit Wappen.

Fischerei – Wohlbewährte Fischgeheimnüsse, oder deutlicher

Unterricht von der grossen Nutzbarkeit der Fischerey,

wie auch von der Fische Natur und Eigenschaft; Nebst einer

Anweisung, wie sie bequem zu fangen, und zu welcher Zeit

man solche am besten halte. Nürnberg, Bauer, 1758. 8°. Gest.

Frontispiz, 7 Bll., 288 SS., 4 Bll., mit gest. Titelvignette und

4 Tabellen auf 2 Falttafeln. Halb-Pergament d. Zt. 850,–

Zweyte und verbesserte Ausgabe. – Das Frontispiz mit der illustrierten Anleitung:

„Wie mit einem Garn in einem Zug eine große Anzahl Fische leicht zu

fangen“. – Die Tabellen enthalten eine Übersicht der Zollbestimmungen für die

verschiedenen Fischarten und -produkte. – Einband etwas fleckig und bestoßen,

Deckel teils beschabt, Spiegel mit Resten von Siegellack, Titel mit unbedeutendem

Eckausriss, die Tafeln etwas knitterig und teils leicht randrissig,

gering gebräunt und stellenweise etwas fleckig. Sonst sauber und gut erhalten.

100

„The first scientist to set foot on Alaskan soil“

Steller, Georg Wilhelm. Beschreibung von dem Lande

Kamtschatka dessen Einwohnern, deren Sitten, Nahmen,

Lebensart und verschiedenen Gewohnheiten. Frankfurt u.

Leipzig, Johann Georg Fleischer, 1774. 8°. 4 Bll., 24 SS., 2

Bll., 384, 71 SS., mit gest. Titelvignette, Textholzschnitten, 2

gefalteten Karten und 14 Kupfern auf 12 Tafeln. Pappband d.

Zt. 6.800,–

Amalienstr. 63

80799 München

Tel./Fax: +49 (0)89 28879165

Mobil: +49 (0)173 8799355

E-Mail: arezek@web.de

www.a-rezek.de

Lada-Mocarski 21. „Steller was the first scientist to set foot on Alaskan soil.

He has a considerable number of important references to Alaska“ (Lada-Mocarski).

Erste Ausgabe des bedeutenden Expeditionsberichtes mit einer Biographie

Stellers, wohl von dem Herausgeber J. B. Scherer. Steller (1709–1746)

begleitete Bering auf seiner zweiten Reise nach Kamtschatka und übernahm

1741 die Leitung der Expedition nach Berings Tod. Seinen Berichten ist ein

Text von G. F. Müller mit einem kleinen Wörterbuch der Koriak-Sprache beigegeben.

Die schönen Tafeln zeigen Ansichten, Götterbilder und Eingeborene.

Unter den Textabbildungen sind auch Noten mit Musik der Eingeborenen.

– Gut erhalten, kaum gebräunt, berieben, Rücken mit unauffällig geklebten

Abschabungen. Sauberes, schönes Exemplar.

Vulkanasche ohne Flugverbot, 1787

Epp, Franz Xaver. Rede über den so genannten Hehrrauch,

welcher im Jahre 1783 nicht nur in Baiern, sondern in ganz

Europa erschienen. München, Franz, 1787. 8°. 31 SS. Rückenbroschur.

150,–

Erste und einzige Ausgabe dieser seltenen Rede über das meteorologische

Phänomen des Höhenrauchs, womit eine Trübung der Atmosphäre z. B. durch

Vulkanausbrüche oder große Brände bezeichnet ist – hier noch ohne Berücksichtigung

der Folgen für den Flugverkehr. – Außen etwas angestaubt, Titel mit

kleiner Signatur, gering gebräunt, sonst sauber und gut erhalten.

Roesler, Gottlieb Friedrich. Naturhistorische und technologische

Nachrichten von der Saline zu Sulz im Herzogthum

Wirtenberg. Tübingen, Cotta, 1788. 8°. 98 SS., 1 grosser,

mehrfach gefalteter Kupfer-Plan. Pappband d. Zt. mit Rückenschild.

380,–

Erste Ausgabe dieser eingehenden Schilderung der Saline in Sulz am Neckar,

erschienen als „für sich bestehendes Ganzes“ der „Beyträge zur Naturgeschichte

des Herzogthums Wirtemberg“. Mit einem sehr grossen Plan, auf

dem 78 Gebäude verzeichnet sind. Rösler (1740–1790) war Professor in Stuttgart.

– Gut erhalten, Titel mit altem Wappenstempel, kaum gebräunt.

Michaux, Francois André. Histoire des arbres forestiers de

l’Amérique septentrionale, considérés principalement sous

les rapports de leur usage dans les arts et de leur introduction

dans le commerce… 3 Bände. Paris, Haussmann, 1810–1813.

Gr- 8°. 24+50+64= 138 gestochene, in Farben gedruckte

und zusätzlich kolorierte Tafeln nach P.-J. und H. Redouté,

Bessin, A. Riché und Pancrace Bessa. Dunkelgrüne Halb-Lederbände

d. Zt. mit Rückenvergoldung. 4.800,–

Nissen BBI 1360; Raphael 19; Stafleu-Cowan 5961. – Erste Ausgabe der „first

American Silva“, dem ersten Buch über den amerikanischen Baumbestand und

seine Nutzung auch für Europa. Michaux (1770–1855) erforschte zwischen

1801 und 1809 im Auftrag der französischen Regierung die amerikanischen

Wälder. „For the greater part of the nineteenth century, in its French or English

version, it remained the standard account of transatlantic trees. The French

version also gave the English names of the trees, and an appendix described

the uses of native woods in various parts of the country“ (Raphael). – Schönes

Exemplar. Titel mit altem Siegelstempel, wenig gebräunt, nur vereinzelt etwas

fleckig, die dekorativen Einbände mit kleinen, unauffälligen Ausbesserungen.


Lassbergs Exemplar

(Herder, Johann Gottfried). Volkslieder. Nebst untermischten

anderen Stücken. 2 Bände. Leipzig, Weygand, 1778–1779.

Kl-8°. 335; 36, 315 SS. Pappbände der Zeit. 980,–

Goed. IV1, 728, 62; Schulte-Str. 46, 33. Erste Ausgabe dieser bedeutenden

Sammlung in- und ausländischer Lieder und Dichtungen. Enthalten ist hier

unter anderem etwa das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“. – Zwei Teile

in zwei Bänden, so komplett. – Nur wenig gebräunt oder leicht fleckig, sonst

gutes, sauberes Exemplar der Bibliothek Fürstenberg, Donaueschingen. Band

1 mit eigenhändigem Besitzvermerk von Lassberg „Villae Epponis ad Bibliothecam

/ J. Laszbergii. 27 ß.“.

Georg Wilhelm Steller

Bayros, Franz von. Handschriftliche Postkarte mit signierter

Original-Bleistiftzeichnung an Hanns Floerke. Wien, 1918.

circa 9,3×13,8 cm. Beidseitig beschrieben. 1 Postkarte, gelaufen

von Wien nach München. 480,–

Amüsante Postkarte an den Kunsthistoriker, Schriftsteller und Übersetzer

Hanns Floerke (1875–1944), der ebenso wie Bayros für den Georg-Müller-

Verlag arbeitete. Die signierte Zeichnung zeigt einen Mann mit Hut, der auf

einem doppelschwänzigen Löwen mit menschlichem Gesicht und einer Pfanne

als Helm reitet. Darunter der Text „Deutsch-Österreichische Barden 1918 /

den Überbleibseln des Bayros-Tisch im schönen Parkhotel…“, 8 Zeilen, am

Ende signiert. – Karte etwas gebräunt, ein schwacher Knick unterhalb der

Zeichnung, sonst schön.

101


Stand 27

Antiquariat

Rolf Salchow - Lila von Meer

alte und schöne Bücher

Blondel, Jacques Francois. De la distribution des maisons

de plaisance, et de la decoration des edifices en general.

2 Bde. Paris, Ch.-A. Jombert 1737/38. 4°. Mit Frontispiz und

155 meist doppelblattgr, teils gefalt. Tafeln. 4 Bl., XVI, 198,

VII, 180 S. Marmor. Ldr. d. Zt. mit Rückengold. Gebrauchsspuren.

1.000,–

Erste Ausgabe des schönen Architekturwerkes im zweiten Druck. Die Kupfertafeln

fast alle von Blondel gezeichnet und gestochen: Palärte, Gartenanlagen,

Lusthäuser, Inneneinrichtungen, Vasen, Konsolen, Geländer, Kamine etc. Beschabt

und bestoßen, gebräunt, stellenweise stockfleckig. Bd. II mit defekten

Kapitalen und Braunfleck am oberen Steg.

Duhamel du Monceau (Henri Louis). Traite des Arbres

et Arbustes. Qui se cultivent en France en Pleine Terre. 2 in 1

Bd. Paris, Guerin & Delatour, 1755. 4° 1 Bl., LXII, 368, 2 Bl.,

387 S. Mit 249 von 250 Holzschnitt-Tafeln, 4 gefalt. Kupfertafeln,

190 Textkupfern und zahlreichen Holzschnitt-Vignetten.

Ldr d. Zt. Mit Rückengold. Gebrauchsspuren. 1.600,–

Erste Ausgabe dieses Grundlagenwerkes über Bäume und Sträucher, eines

der letzten großen Pflanzenbücher mit Holzschnitten. Der Botaniker Duhamel

begründete die Forstbotanik und spezialisierte sich auf Gehölze. In alphabetischer

Reihenfolge detailreiche Beschreibungen, auch über die Verwendung der

Nutzpflanzen. Berieben und bestoßen. Leicht stockfleckig. vorn und hinten

mit Nagespuren.

Fotografie. (Königlich Württembergisches) Reiterfest am 18.

Dez.1896. Elf Originalfotografien zeigen Königin Charlotte

sowie zwei Hofdamen zu Pferde, weitere acht Hofdamen in

Reitkostümen. Alle signiert. Größe 12×18 cm. Mit Passepartouts

in blauem Ledereinband (24×30) mit goldgepr. Königswappen

und Schließe. Berieben und bestoßen, Rücken

eingerissen. Innen gut. 650,–

Anlass für das Reiterfest im königlichen Leibstallreithaus in Stuttgart war ein

Jubiläum – die 25. Wiederkehr des Jahres, in dem das württembergische Heer

102

Hohenzollernring 27

22763 Hamburg-Ottensen

Telefon/Fax: +49 (0)40 8811488

E-Mail: RSalchow@aol.com

eigenständig unter den Oberbefehl des Königs gestellt wurde. Charlotte aus

dem Hause Scbaumburg-Lippe war die zweite Frau Wilhelm II, des letzten

Königs von Württemberg

Mallet, Alain Manesson. Beschreibung des gantzen Welt-

Kreisses / in sich begreiffend Verschiedene Vorstellungen der

Welt / allgemeine und besondere Land-Charten der alten

und neuen Erd-Beschreibung, Die Grund-und Abrisse der

vorehmsten Städte / und anderer ansehnlichster Oerter des

Erdbodens…Teile I und II (von V). I. Die Beschreibung des

Himmels-und Erd-Kugel. II,. Des alten und jetzigen Asia. Seltene

erste deutsche Ausgabe. Franckfurt am Mayn, Jonhann

David Zunners, 1684/85. Groß 8°. Mit 2 Frontispizes, Porträt

Ludwig IV. und des Verfassers sowie 113 und 137 Kupfern auf

Tafeln.4 Bl., 136, 10 S.; 2 Bl. 138, 7 S. Pgt d. Zt. Mit Rückentiteln.

Durchgehend etwas stockfleckig. 3.800,–

Der französische Kartograph und Ingenieur Mallet wurde unter Ludwig XIV

in den Stand eines Maitre des Mathematuiques versetzt und versammelte in

seinem monumentalen Hauptwerk sämtliches astronomische und geographische

Wissen seiner Zeit, unterstrichen durch eine Fülle von hunderten selbst

geschaffener Illustrationen. In Bd. I Astronomie, Geographie, Meteorologie,

Meereskunde und arktische Gebiete. In Bd. II Mittel-und Zentralasien, China,

Japan, Indien, Arabien und Kleinasien.


Marchand, Etienne. Die neueste Reise um die Welt

in den Jahren 1790,1791 und 1792. 2 Bde. Leipzig, J. C,.

Hinrichs, (1802 ). 8°. Mit Porträt, mit 2 gefalt. Karten und

1 gefalt. Kupfer. XXXVI, 1 Bl., 273, 220 S. Hldr. mit 2 Rückenschildern.

Rücken restauriert. 1.000,–

In diesem Bericht geht es vor allem um die nordwestliche Gruppe der Marquesas-Inseln

in der Südsee, die Marchand auf einer Handelsreise entdeckte

bzw. als zweiter Europäer wiederentdeckte und mit dem Namen „ Iles de la

Revolution“ versah (Karte). der Pazifik-Kenner Fleurieu verfasste diesen Bericht

nach Aufzeichnungen des Kapitäns und eines Arztes an Bord, nachdem

das Logbuch Marchands verschwunden war und erst später wiederaufgefunden

wurde. „Das Werk steht einzigartig da im pazifischen Schrifttum des 18.

Jahrhunderts, das es brillant abschloss..(Henze III, 367ff.)

Neumann, M. Grundsätze und Erfahrungen über die Anlegung,

Erhaltung und Pflege von Glashäusern aller Art…Aus

dem Französischen von Ferdinand Freiherr von Biedenfeld.

Weimar, Bernhard Friedrich Voigt, 1845. Groß 8° quer. Mit

190 lithographierten Abb. auf 40 Tafeln. VIII, 135 S. Originalbroschur.

Feuchtfleckig, teils unbeschnitten. 450,–

Neumann war Director der Gewächshäuser des Museums der Naturgeschichte

zu Paris. Die Einrichtung von Glashäusern ergab sich durch das Studium exotischer

Pflanzen, die in immer größerer Zahl im 18.und 19. Jahrhundert nach

Europa gelangten „Die Mode, in allen größern Gärten irgend eine Art von von

Glashaus als höchste Zierde zu haben, rückt auch uns in Deutschland immer

näher…“(Vorwort)

Reaumur (Rene Antoine Ferchault de). Art de faire

eclorre et d’elever en toute saison des oiseaux domestiques

de toute especes…Seconde edition. 2 Bde, Paris, L’Impremerie

Royale, 1751. Klein 8°. Mit gest. Kopfvignetten, 16 gefalt.

Tafeln von Haussard. Ldr. d. Zt. Mit Rückengold. Berieben,

Bd I oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle. 350,–

Zweite Auflage einer Beschreibung der Geflügelaufzucht durch den französischen

Naturforscher Reaumur, bekannt durch sein mehrbändiges Werk über

die Insekten.Auf den Tafeln Brutkästen, Kükenkäfig, Ställe und Gehege.

(Roland de la Platiere, Jean-Marie.) Reisen durch Helvetien

und Italien in den Jahren 1776, 1777 und 1778 vom

Herrn…Parlementsadvokaten zu Paris. Ein Auszug aus dem

Französischen. 2 Bde. Hamburg, Carl Ernst Bohn, 1784,. 8°.

380, 509 S. Marmorierte Pappbde. d. Zt. Berieben. 450,–

Roland (1734–1793) war Wirtschaftler und Poltiker, gehörte während der Revolution

zu den Gitrondisten, zeitweilig war er auch Innenminister. Er tötete

sich selbst, nachdem seine Frau hingerichtet worden war. In einem Vorwort

des Übersetzers: …Nachrichten von den Sitten, Gewerben der Einwohner,

ihrem Verhältniß unter einander und gegen ihre Nachbarn, dem Ertrage des

Bodens, denen zur Handlung dienenden Produkten usw…

Schenk, Pierre, et Braakman, Adrian. Le Theatre de

Mars contenant XLVIII nouvelles cartes geographiques de

la Haute et Basse Allemagne, partie de la France, d’Italie et

autres pais adjacents ou l’on fait apresent la guerre contre

les couronnes de France et Espagne. Altkolorierter Kupfertitel

sowie doppelseitiger Haupttitel und 1 Blatt Vorwort in

französisch und holländisch. Erste Ausgabe. Amsterdam,

Schenk & Braakman, 1706. 8°. Mit 48 altkolorierten Tafeln –

Übersichtskarte und 47 Gebietskarten. Hldr. d. Zt. Titel und

die ersten Seiten vor den Karten sowie die 15 S. Register mit

Feuchtfleck. Etliche Kartenblätter am oberen Rand fleckig.

Fehlt das Porträt des Herzogs Johann Georg von Sachsen,

dem der Atlas zum spanisch-niederländischen Krieg gewidmet

war. 2.500,–

103


Stand 36 Antiquariat

Klaus Schöneborn

Literatur, Geschichte, Reisen, Alte Drucke, Varia

Catlin, Geo. Letters and notes on the manners, customs, and

condition of the North American Indians. Written during

eight years’ travel amongst the wildest tribes of indians in

North America. In 1832, 33, 34, 35, 36, 37, 38 and 39. 2.

edit. 2 Vol. with 400 Illustrations, carefully engraved from

his original paintings. New-York, Wiley and Putnam 1842.

gr.8°. VIII,264,VIII,266 S. mod. Halbleder im Stil d. Zt. Ursprünglich

vom Buchbinder genadelt, d.h. der Faden ist auf

einigen Seiten innen sichtbar, sonst gutes, saubere Exemplar.

1.150,–

Cicero, Marcus Tullius. M. Tullii Ciceronis opera quae supersunt

omnia, ex recensione J. Casp. Orellius. Mischauflage

( 1. u. 2. Auflage) 8 Tle in 10 Bdn. Zürich u.a. Orell-Füssli

1833–1861 gr.8°. Hln. d. Zt. – Stempel auf Titel, äußere Bll.

in einigen Bänden mit Stockflecken. – Insgesamt gutes Expl.

in schöner einheitlicher Ausstattung! 590,–

Olympia. – Corsini, Eduard. Dissertationes IV. agonisticae

quibus Olympiorum, Pythiorum, Nemeorum atque Isthmiorum

tempus inquiritur ac demonstratur. Accedit Hieronicarum

catalogus editis longe uberior et accuratior. Titelkupfer,

7 gestoch. Textvignetten. Leipzig, Jahn 1752. 8°. XXIV,230

(2) S. Dekoratives, reich gepr. Schweinslederband d. Zt. mit

2 Schließen (1 defekt!) Stempel u. Bibl.-Sign. auf Vorsatz u.

Vorsatzspiegel. Sehr schönes, wohlerhaltenes Expl.! 620,–

Vorliegende Darstellung der hellenischen Opferstätten mit einer ausführlichen

Liste der bekannten Olympioniken Griechenlands erschien noch 30 Jahre

bevor man, u.a. durch Winckelmann angeregt, begann, in Olympia zu graben.

104

Arndtstr. 22, 97072 Würzburg

Tel.: +49 (0)931 87355, Fax: 0931 885275

Ladengeschäft: Reibeltgasse 2½

Mi. – Fr. von 15.00 – 19.00 Uhr

E-Mail: schoeneborn-wuerzburg@t-online.de

www.antiquariat-schoeneborn.de

Illuminaten. – (Grolmann, Ludwig Adolf Christian, von.)

Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden

jetzt zum erstenmal gedruckt, und zur Beherzigung

bey gegenwärtigen Zeitläuften herausgegeben 1793.

8°. XII,172, 84 S. marmorierter Ppbd. mit Rückenschild im

Stil d. Zt. – 2 Stempel auf Titel. 620,–

Enthüllungsschrift über die bereits 1786 in Bayern wieder verbotene Geheimgesellschaft

der Illuminaten.

(Holbein, Hans) Imagines Mortis his accesserunt epigrammata,

è Gallico idiomate à Georgio Aemylio in Latinum translata.

Ad Haec, Medicina animae, tam iis, qui firma, quam qui

aduersa corporis valetudine prediti sunt, maximè necessaria.

Mit 51 Textholzschnitten von Hans Holbein. Köln, Arnold

Birckmann 1557. 8°. 98 nicht pag. Bll. gepr. Leder d. Zt. –

Fehlstellen am Einband fachgerecht restauriert, Vorsatze erneuert,

vereinzelt Wasserränder jedoch insgesamt sauberes,

festes Exemplar! 2.450,–

VD16C5284 -

Mathematik. – Jacobi, Carl Gustav Jakob. (1804 Potsdam

– 1851 Berlin) Fundamenta nova theoriae functionum ellipticarum.

1 ausfaltbare Tafel. Königsberg, Bornträger 1829.

4°. VI, 191(1) S. Halbleder d. Zt. – Außengelenke beschabt,

innen unterschiedlich stark stockfleckig, insgesamt aber solides,

festes Expl.! 690,–

Erste Ausgabe. – C. G. J. Jacobi gilt als einer der produktivsten deutschen

Mathematiker. Er zählt mit seinen Untersuchungen zur Differentialgeometrie

(Flächen zweiten Grades), zu den partiellen Differentialgleichungen und zur

Variationsrechnung als ein Wegbereiter der mathematischen Physik.


Pressendrucke. – Jean Paul (Friedrich Richter). Die wunderbare

Geselschaft in der Neujahrsnacht. Mit 7 Schablithographien

von Rolf Münzner. Bayreuth, The Bear Press, Dr.

Wolfram Benda 2008. 25×15 cm. 4 Bll. 44 S. 3 Bll. Flaschengrünes

Oasenziegenleder, Vorsatzspiegel in Seide, Schuber.

Die visionäre Erzählung erschien in einer einmaligen Auflage

von 150 Exemplaren. Vorliegendes Expl. ist 1 von 25 Exemplaren

der Vorzugsausgabe auf handgeschöpftem Torinoko

Kozu-Japan mit einer zusätzlichen (7.) Schablithographie,

die vom Künstler im Impressum signiert wurde. – 39. Druck

der Bear Press Wolfram Benda. 900,–

Kant, Immanuel. Beobachtungen über das Gefühl des Schönen

und Erhabenen. Königsberg, Kanter 1764. 8°. 110 S. Sehr

feines, mod. Pergament mit 6 durchgezog. Bünden im Stil der

Zeit, Vorderkantenschutz. – Gutes Expl.! 1.900,–

Erste Ausgabe. – Ziegenfuss, S. 641. - Mit dem vorliegenden Werk erst wurde

Kant einer größeren Öffentlichkeit bekannt. So erklärt sich wohl auch die

Seltenheit dieser ersten Ausgabe gegenüber der immer wieder im Handel auftauchenden

2. Ausgabe von 1766.

Pädagogik. – Lucius Vitruvius Roscius (Parmensi). De

Docendi studendique modo, ac de claris puerorum moribus,

Libellus planè aureus. Cui adiecimus etiam alios eiusdem

argumenti libellos aliqot, nunc primum summa diligentia

in studiosorum gratiam editos. Qorum catalogum proxima

statim à praefatione pagella indicabit. Basel, Officina Robert

Winter 1541. 8°. 8 Bll., 598 S. 1 Bll. Pergamentband d. Zt. mit

durchgezog. Bünden 1.450,–

Mit Einleitungsgedichten von Leonardo Pozzo, Angelicus Grypus, Fortunatus

Monticulus, Jacobus Lebetius, Cesare Zanchi, Nicolaus Capellus und Angelus

Maria Pischerius. – Das Werk fasst bedeutende Schriften zur zeitgenössischen

Pädgaogik, darunter 3 Schriften des bedeutenden humanistischen Gelehrten

der Reformationszeit Joachim Camerarius, auf die nicht zuletzt Comenius in

seiner Didacta magna zurückgegriffen hat, zusammen. Enthält: Porcia, Jacopo

di (1462–1538): De generoso liberorum educatione opusculum. – Vegius, Mapheus:

De educatione liberorum et claris eorum moribus. – Camerarius, Joachim

(1500–1574): Praecepta vitae puerilis. – Vergerius, Petrus Paulus (1370–

1444): De ingenuis moribus ac liberalibus studiis. – Camerarius, Joachim,

1500–1574: Vitae, morumque honestatis atque decori praecepta. – Camerarius,

Joachim, 1500–1574: De gymnasiis dialogus. – Anysius, Janus: Sententiae. –

Ausonius, Decimus Magnus: Oratio consulis Ausonii.

Ovid. Pub. Ovidii Nasonis metamorphoseon Libri XV. Ex

postrema Iacobi Micylli recognitione, et recensione nova Gregorii

Bersmani. Mit 178 Textholzschnitten (n. B. Salomon)

Leipzig, Steinmann 1582. 8°. 7 Bll., 639 S. 15 Bll. Leder d.

Zt. Rückenschild. Vorsätze erneuert unter Verwendung einer

alten ma. Handschrift, Kanten bestoßen, Fehlstelle am unt.

Kapital. 1.800,–

Rückert, Friedrich. Die Verwandlungen des Abu Seid von

Serug oder die Makamen des Hariri in freier Nachbildung.

Stgt., Cotta 1837. 8°. XV (1), 216 (4),248 S. 2 Bll. Ppbd. d. Zt.

mit aufgezog. Deckel der Interimsbroschur. – Alter Stempel

auf Titel, sonst gutes Expl.! 260,–

Erstaugabe von Rückerts Übertragung der Makamen des des arabischen Dichters

Hariri (1054–1122).(Wilpert / Gühring 2/ 17)

Bayern. – Stumpf, Pleickhart. Bayern. Geographisch-statistisch-historisches

Handbuch des Königreiches. Für das

bayerische Volk. Mit 300 Illustrationen. Mit dem zusätzlichen

Holzstich-Titel. München, Verlags-Exped. des „geogr.-statist.

– hist. Handbuches“ 1852. 8°. 1088 S. 3 Bll. Dekoratives,

blind- und goldgepr. Halbleder d. Zt. – Vereinzelt braunfleckig,

insgesamt jedoch schönes, frisches Expl. – Eh. Brief des

Verfassers v. 9. Juli 1853 eingebunden. 580,–

Szenen aus dem Leben Papst Pius VI. – Beys, G. (15 Kupfertafeln)

/ Luigi Scotti (2) / Luigi Agricola (1). Folge von

18 Kupferstichen: Gestochen von Gio. Petrini, Ant. Poggioli,

Mochetti, A. Lazzerini, P. Bonato, Ang. Campanella, G. Carratoni.

Rom, 1801–1803. 37×48 cm (Plattengröße) 49×69

cm (Blattgröße) marmorierte Halbleinen-Mappe d. Zt. vgl.

Thieme / Becker Bd. 3, S. 572, 2.250,–

Bilder aus der Lebensgeschichte des Papstes Pius VI. (eigentlich Giovanni Angelo

Graf Braschi; * 27. Dezember 1717 in Cesena, Kirchenstaat; † 29. August

1799 in Valence) Pius VI (1775–1799) bekämpfte das josephinische Staatskirchentum

in Italien und Österreich. Im Verlauf der Französischen Revolution,

deren kirchenfeindliche Positionen Pius verwarf, wurde der Kirchenstaat besetzt

und aufgehoben. Der Papst wurde nach Frankreich gebracht, wo er 1799

starb.

Win(c)kelmann, Johann. Geschichte der Kunst des Altertums.

Nach dem Tode des Verfassers herausgegeben, und

dem Fürsten Wenzel von Kaunitz-Rietberg gewidmet v. d.

kaiserlichen königlichen Akademie der bildenden Künste. 2

Titelkupfer, 8 Textkupfer. 2 in 1 Bd. Wien, im akademischen

Verlage, gedruckt mit von Trattnerschen Schriften, 1776.

LXXII, 618 S. 1 Bl., S. 619–881; 28 Bll. spät. grünes Halbleder

i. Stil d. Zt. mit braunem Leder-Rückenschild. – Die ersten 4

etwas angestaubten Blätter mit Papieransatz im Bund, einige

Bll. mit Wellungen. 840,–

105


Stand 43

Antiquariat

Schottenfeld & Partner

Widmungsexemplare – Bernhard, Thomas. Die Ursache.

Eine Andeutung. Salzburg, Residenz, 1975, 8°, 159 S.,

OLn. mit geprägtem Deckeltitel und farbig illustriertem Umschlag.

1.250,–

(2. Aufl.). Mit eigenhändiger Signatur Bernhards auf dem Vortitel. Sehr gutes Exemplar.

– Cioran, E(mile). M. Lehre vom Zerfall. Essays. Hamburg,

Rowohlt, 1953 (1.-4.Tsd.), 8°, 214 S., OLn. mit Einband- und

Umschlaggestaltung von Werner Rebhuhn. 750,–

(E.dt.A). Mit eigenhändiger Signatur des Autors auf dem Titel. Tadelloses Exemplar.

– Streicher, Gustav/ Behmer, Marcus. Die Macht der Toten.

2 Versspiele. Salzburg, Halkyone, 1910, 8°,155 S., OLdr. mit

vergoldeter Rücken- und Deckelprägung sowie Kopfgoldschnitt.

1.500,–

(EA). Nr. 24 von 30 Exemplaren auf Bütten gedruckt mit illustriertem Doppeltitel

von Marcus Behmer. Vom Autor wie vom Künstler im Impressum signiert.

Der von Behmer (1879–1958) ebenfalls gestaltete Einband ist mit seinem Pseudonym

(Marcotino) gezeichnet.

Besitzervermerk auf dem Vortitel, dabei könnte es sich um die Signatur von

Max Reinhardt (1873–1943) handeln.

Literatur – Keller, Gottfried. Der Grüne Heinrich. Roman.

Neue Ausgabe in 4 Bänden. Stuttgart, Göschen, 1879/80,

12°, IV.305, IV.287, IV.376, IV.396 S., OLn. mit goldgeprägtem

Rücken- und Deckeltitel. 850,–

(EA). WG2/32. Einbände

nur gering berieben.

Philosophie – Nietzsche, Friedrich. Die Geburt der Tragödie

oder Griechentum und Pessimismus. Leipzig, E.W. Fritsch,

(1886), 8°, XVIII,IV.144 S., priv. HLn. mit marmoriertem Bezugspapier.

650,–

(EA). WG2/15. Mit wenigen Bleistiftanstrichen.

– Nietzsche, Friedrich. Werke. Leipzig, Naumann/ Kröner,

1905–1913, 8°, ca. 8000 S., OHLdr. mit vergoldeten Rückentiteln

und farbigem Bezugspapier. 1.500,–

Sogenannte Großoktavausgabe in 3 Abteilungen mit 19 Bänden (Mischauflage).

Es fehlt Bd. 20, der Registerband von 1926. < Diese Ausgabe (Bde.

1–19) war zwischen 1894 und 1913 bei den Verlagen Naumann – und ab 1910

106

Turnergasse 24/10

A-1150 Wien

Tel./Fax: +43 1 5261509

E-Mail: schottenfeld-books@zugmann.com

– bei Kröner herausgekommen. 1897 abgebrochen, wurde sie ab 1899 neu

gedruckt und dann erstmals mit dem aus dem Nachlaß zusammengestellten

‚Willen zur Macht‘ in diversen Varianten ediert.> Schöne Exemplare.

– Medizin – Kraepelin, Emil. Compendium der Psychiatrie.

Leipzig, Ambr. Abel, 1883, 12°, XII.384 S., OLn. mit goldgeprägtem

Rücken- und Deckeltitel. 1.150,–

(EA). Sehr selten! Aus der Reihe ‚Abel‘s Medicinische Compendien’. Seinem

Lehrer Prof. B. v. Gudden gewidmet.

Einband berieben, in den Gelenken gelockert.

Musik – Beethoven, Ludwig van. Sinfonie mit Schluß-Chor

über Schillers Ode an die Freude (…). Leipzig , Kistner &

Siegel (1924), Fol., ca. 200 Bl., OLn. mit geprägtem Deckeltitel.

950,–

Faksimile der O-Handschrift von Beethovens 9. Sinfonie. Frisches

Exemplar.

Naturwissenschaft – Darwin, Erasmus. The temple of

nature; or the origin of nature. A poem with philosophical

notes. London, J. Johnson, 1803, 2°, 2 Bl. 124 S., HLdr. d.

Zt. mit vergoldetem Rückentitel. 950,–

(EA). Mit 1 Frontispiz und 3 weiteren Kupfern von Henry Fuseli. Rücken stark berieben, Ecken und Kanten

leicht bestoßen, Bindung gelockert.

– Gardiner, W(illiam). Tavole Logaritmiche del signor Gardiner

corrette da molti errori occorsi (…). Edizione Prima

Italiana. Firenze, Pietro Allegrini, 1782, 8°, ca. 500 Bl., Pgmt.

mit vergoldetem Rückentitel. 1.000,–

(EA). Einband etwas bestoßen und beschädigt, Fehlstelle

am Rücken und gefaltete Tafel im Anhang mit Wurmfraß.

– Humboldt, Alexander von. Kosmos. Entwurf einer physischen

Weltbeschreibung. Stuttgart und Tübingen, Cotta,

1845–1862, 8°, XVI.493, 544, IV.644. 649, 1297, 27+42

(Atlas – quer-2°), HLdr. der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel

und farbigem Bezugspapier. 1.300,–

(EA). 5 Bde. komplett + Atlas, Bde. 4 u. 5 in abweichender Bindung, der

Atlas (1861,Volksausgabe) als Pbd..

HLdr.-Bände gut erhalten, Atlas etwas berieben und bestoßen.

Geschichte – O. V.. Canones, et decreta sacrosancti oecumenici

et generalis concilii tridentini, sub paulo III, (…).

Venetiis, H. Caualcalupum, 1564, 24°, 184 + 32 Bl., Pgmt.

auf 5 Bünden mit Rückentitel. 1.200,–


Seltener Wiederabdruck in kleinerem Format von der 2. Ausgabe der ‚Canones‘,

beschlossen auf dem Konzil von Trident.

Einband berieben, auf zahlreichen Seiten mit handschriftlichen Eintragungen

aus der Zeit.

– Madame D*** (d.i. Catherine Durand). Memoires

secrets de la cour de Charles VII. Roi de France. 2 Bde.(in 1

Bd.). Amsterdam, Wetstein & Smith, 1735, 16°, (5)144,152

S., Pbd d. Zt. mit zweifarbigem Titel und 2 gestochenen Titelvignetten.

2.200,–

Bereits 1734 in Paris bei Prault erschienen, aber beide Ausgaben sehr selten.

Einband berieben, Rücken fehlt.

– Wraxall, Nathaniel William. The historical and the posthumous

Memoirs 1772–1784. London, Bickers & Son, 1884,

8°, XXXII.430, 448, 459, 464, 461 S., OLn. mit goldgeprägtem

Rückentitel und Deckelwappen. 220,–

1. Ausgabe der sog. Wheatleys-Edition. Mit 19 Porträts auf Tafeln. Schöne Exemplare.

Archäologie – Andrae, Walter. Farbige Keramik aus Assur.

Berlin, Scarabaeus, 1923, 2°, 37 + 36 T., OHln. mit farbiger

Deckelillustration. 200,–

(EA). Mit 36 farbigen Tafeln. Einband

etwas angestaubt und fleckig.

Ansichten/ Reisen – Album: ‚La Suisse‘. Ohne Titelblatt.

Basel, Hasler & Cie., ca. 1840, quer-4°, 76 Bl., Ldr. d. Zt.

mit Rückenvergoldung, Seidenvorsätzen, Vollgoldschnitt und

goldener Zierleiste auf dem Deckel. 1.450,–

Mit 76 Aquatinta-Kupfern. Sehr frischer Druck.

– Istanbul und St. Petersburg. Sammlung von 14 Motiven

in photochromatischem Druck. Zürich, Photoglob, ca 1890,

18×24 cm, auf Pappe kaschiert. 950,–

Mit 5 Motiven aus St. Petersburg, sowie 9 Motiven aus Istanbul. Nummeriert:

PZ 8803, 8819, 8897, 8922, 8924, 6033, 6034, 6039, 6040, 6192, 6194, 6398,

6402, 6404. Tafeln in

gutem Zustand.

Architektur – Ginsburger, Roger. Frankreich. Die Entwicklung

der neuen Ideen nach Konstruktion und Form.

Wien, A. Schroll, 1930, 4°, 132 S., Okart. mit Deckelillustration

von El Lissitzky. 2.200,–

(E.A.) Neues Bauen in der Welt Bd. III, hg. von Joseph Gantner. Mit 183 Abb..

Einband nahezu perfekt, mit 3 Verlagsbeilagen.

– Lissitzky, El(iezer). Russland. Die Rekonstruktion der Architektur

in der Sowjetunion. Wien, A. Schroll, 1930, 4°,103

S., Pbd. mit Deckelillustration von El Lissitzky. 2.300,–

(E.A). Neues Bauen in der Welt Bd. I, hg. von Joseph Gantner. Mit 104 Abb..

Neuer Einband unter Einbeziehung

der Vorderseite des beschädigten Originalumschlages. Rückseite des

Originalumschlages ist mit eingebunden. Sonst sehr guter Zustand.

Fotografie – Renger-Patzsch, Albert. Eisen und Stahl.

(Werkbund-Buch) Berlin, Reckendorf, 1931, 4°, (5) ca. 80 S.,

OHLn. mit Silberpapierbezug. 900,–

(EA). Mit 97 zumeist ganzseitigen Fotos und 1 Vorwort von Albert Vogler.

Sehr guter Zustand.

– Tuggener, Jak(ob). Fabrik. Ein Bildepos der Technik.

Erlenbach-Zürich, Rotapfel, 1943, Fol., ca. 95 S., OLn. mit

Umschl. von Pierre Gauchat. 900,–

(EA). Mit 73 Aufnahmen.

Rückseite des Umschlags etwas angestaubt, beiliegend das Tafelverzeichnis

sowie 2 Verlagsbeilagen.

107


Stand 10 Antiquariat

Udo Schwörer

An-und Verkauf – alte Bücher

Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 14.00 – 18.00 Uhr

Baedeker, Karl. Rheinreise von Basel bis Düsseldorf. Coblenz.

Karl Baedeker. 1849. KL. 8° Mit 2 Karten, 9 Plänen und

15 Ansichten. 376 S. Illustrierter Orig.-Pappband. 2.600,–

Frühe Ausgabe in einem, nahezu perfekten Exemplar ohne Beschädigungen

des empfindlichen Einbandes. Seiten teilweise gebräunt. Kleiner Bibliotheksaufkleber

am Rücken. In diesem Zustand von großer Seltenheit.

Baedeker, Karl. Rom und Umgebung. Leipzig. Karl Baedeker.

1933. KL. 8°. Mit 6 Karten, 22 Plänen und Grundrissen.

170 S. + 16 S. Anzeigen. Illustrierte Orig.-Broschur. 135,–

Gutes Exemplar. 1. und einzige Ausgabe unter diesem Titel. Rücken etwas

berieben.

Baedeker, Karl. Palestine and Syria. Leipzig. Karl Baedeker.

1912. Kl. 8°. Mit 21 Karten, 56 Plänen und 1 Panorama von

Jerusalem. 462 S. Orig.-Leinen 185,–

Gutes Exemplar.

Baedeker, Karl. Palestine and Syria. Leipzic. Karl Baedeker.

1876. KL .8° Mit 18 Karten, 43 Plänen, 10 Ansichten und 1

Panorama von Jerusalem. 610 S. Orig.-Leinen. 680,–

Seltene 1. Auflage. Einband mit Knickspuren.

Baedeker, Karl. Palästina und Syrien. Leipzig. Karl Baedeker.

1880. KL .8°. Mit 18 Karten, 44 Plänen, 1 Panorama von

Jerusalem und 10 Ansichten. 517 S. Orig.-Leinen. 480,–

Seltene 2. Auflage. Einband mit Knickspuren.

Baedeker, Karl. Palästina und Syrien. Leipzig. Karl Baedeker.

1891. KL.8°. Mit 16 Karten, 44 Plänen, und 1 Panorama von

Jerusalem. 445 S. Orig.-Leinen. 340,–

Gutes Exemplar. Rücken etwas verblasst.

108

Wolfsbergallee 36

75177 Pforzheim

Telefon: +49 (0)7231 2812791

Mobil: +49 (0)171 7594541

E-Mail: info@antiquariat-schwoerer.de

www.antiquariat-schwoerer.de

Baedeker, Karl. Weimar und Jena. Leipzig. Karl, Baedeker.

1932. KL .8°. Mit 2 Karten, 2 Plänen und 1 Grundriss. 41 S.

Orig.-Broschur. 650,–

Gutes Exemplar.

Baedeker, Karl. Die Schweiz, die italienischen Seen, Mailand,

Genua, Turin. Coblenz. Karl Baedeker. 1857. KL. 8°.

Mit 7 Karten, 8 Plänen, 2 Bergskizzen, 2 Panoramen und 16

Ansichten. 400 S. Orig.-Leinen. 420,–

Gutes Exemplar mit der dekorativen Wappentafel. Leeres Vorsatzblatt mit Namensausschnitt.

Baedeker, Karl. Tirol. Leipzig. Karl Baedeker. 1943. KL. 8°.

Mit 36 Karten, 6 Plänen, 8 Panoramen, 6 Stadtwappen. 350 S.

Orig.-Leinen. 220,–

Gesuchtes Exemplar der letzten Ausgabe. Kleine Beschädigung am oberen

Kapital.

Baedeker, Karl. Russland. Leipzig. Karl Baedeker. 1912. KL.

8°. Mit 40 Karten, 67 Plänen und 11 Grundrissen. 570 S.

Orig.-Leinen. 245,–

Mit dem Beilagenzettel auf S. 141 – Werbung für den Band St. Petersburg.

Übersichtskarte mit Einriss.

Baedeker, Karl. Württemberg und Hohenzollern. Leipzig.

Karl Baedeker. 1925. KL. 8°. Mit 25 Karten und 42 Plänen

und Grundrissen. 300 S. Orig.-Leinen. 180,–

Erste und einzige Ausgabe. Übersichtskarte hinterlegt. Gutes Exemplar.

Baedeker, Karl. Madeira, Azoren, Kanarische Inseln. Leipzig.

Karl Baedeker. 1934. KL. 8°. Mit 17 Karten und 6 Plänen.

112 S. Illustrierter Orig.-Broschur. 380,–

Gutes Exemplar. 1. und einzige Ausgabe unter diesem Titel.

Benn, Gottfried. Fragmente. Neue Gedichte. Wiesbaden.

Limes. 2.Auflage. 1953. 32 S. Obr. 750,–

Mit 3-zeiliger datierter Widmung von Gottfried Benn.

Grieshaber, HAP. Fürst, Margot. Die Druckgraphik. Werkverzeichnis

1932–1981. Stuttgart. Hatje. 1984 + 1986. 263

Seiten + 243 Seiten. 2 Bände. Orig.-Leinen mit Schutzumschlag

im Schuber. 440,–

Das maßgebliche Werkverzeichnis der Grafik. Sehr gute Exemplare.

Grieshaber, HAP, Osterritt. Köln. Galerie Der Spiegel, 1964.

32×27 cm. Mit 37 Orig.-Holzschnitten, davon 15 ein- und 22

mehrfarbig (einer davon als Umschlag) von HAP Grieshaber


mit Text v. Riccarda Gregor-Grieshaber auf gefalteten Bögen

lose in gelber Kassette. 1.450,–

Fürst 64/52–64/90. 1 von 500 nummerierten Exemplaren. Im Impressum von

Grieshaber signiert. Die Kassette ist beschädigt. Name auf Vorsatz.

Grieshaber, HAP. Affen und Alphabete. Stuttgart. Manus

Presse, 1962. Folio. Mit 16 Orig.-Holzschnitten als Leporello

Im Orig.-Umschlag im Orig.-Schuber. 680,–

Fürst 62/52–62/68. 1 von 300 nummerierten Exemplaren. Im Impressum von

Grieshaber signiert.

Grieshaber, HAP. Engel der Geschichte. Folge 1–25. Stuttgart

/ Düsseldorf. Manus Presse / Claassen. 1965–1981.

Folio. Mit zahlreichen Orig.-Holzschnitten von Hap Grieshaber.

1.350,–

Schönes Exemplar dieser selten komplett angebotenen Reihe. 1982 erschien

noch ein Folge 26: Erinnerung an Grieshaber.

Grieshaber, HAP. Sieben Engel. Stuttgart. Manus Presse.

1962. Gr. 4°.Mit 8 mehrfarbigen Orig.-Holzschnitten von

HAP Grieshaber. Orig.-Halbpergament im Schuber. 780,–

Fürst 62/25–62/33. 1 von 25 signierten Künstlerexemplaren. Im Impressum

mit handschriftlicher Widmung von HAP Grieshaber. 231. – Siehe Abb. rechts.

Grieshaber, HAP. Orff, Carl. Carmina Burana. Stuttgart.

Manus-Presse. 1965. Folio. Mappe mit 13 Blatt Orig.-Farbholzschnitten

von HAP Grieshaber, faksimilierten Noten und

Schrift von Carl Orff sowie einem Gedicht von Jaques Prevert.

Lose Doppelbogen, teils beidseitig bedruckt in Orig.-

Sackleinenkassette. 4.200,–

Fürst 65/41–65/54. 1 von 200 nummerierten Exemplaren. Im Impressum von

Grieshaber und Orff signiert. Vereinzelt die Blätter an den Rändern mit Knickspuren.

Grieshaber, HAP. Engel der Geschichte XIX und XX. Hannover.

Brusberg. 1974. Folio Mit 11 signierten Orig.-Holzschnitten

von HAP Grieshaber, 4 signierten Orig.-Graphiken von

J. Reichert sowie 1 Orig.-Farblithographie von R. Szymanski

und 1 Orig.-Lithographie von H. Antes. Orik-Kart mit Orig.-

Umschlag. 650,–

Fürst 73 / 2–73/ 11 und 74/1. 1 von 120 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe.

Harrison, George. Songs. 2 Bände. Guildford. Genesis Publications.

1987. 24,5×17 cm. Orig.-Halbmaroquin mit goldgeprägtem

Rückentitel und blindgeprägter Gitarre sowie

Klaviatur auf den mit Leinen bezogenen Deckeln sowie dreiseitigem

Goldschnitt in 2 Orig.-Leinenschubern mit je 1 CD

in einem Extra-Schubfach. 2.800,–

Eines von 1500 nummerierten und von George Harrison im Druckvermerk

signierten Exemplaren. Prächtig gestaltete, reich illustrierte Publikation. Sehr

gute Exemplare.

Harrison, George. Live in Japan. Guildford. Genesis Publicatins.

1993. 32×25 cm. 271 S. Schwarzer Orig.-Maroquin mit

gold- und rotgeprägtem Rückentitel und japanischem Schriftzug

in Rotprägung auf dem Vorderdeckel sowie dreiseitigem

Goldschnitt in schwerem schwarzen Orig.-Leinenschuber mir

2 CD in einem Extra-Schubfach. 1.800,–

Nummeriertes von George Harrison im Druckvermerk signiertes Exemplar

dieser aufwendigen Publikation. Vorwort von Eric Clapton. Mit grandiosen

Fotos von der großen Konzerttour durch Japan.

Philidor, eigtl. Francois Andre Danican. Praktische Anweisung

zum Schachspiel. Gotha. Ettinger. 1797. 2. Auflage. KL.

8°. 2 Teile in 1 Band. Frontispiz, 182 S., 156 S. Marmorierter

Pappband. 540,–

Werkmann. Hommage a Werkmann. The next call. Stuttgart.

Eggert. 1957–1958. 4°. Mit 31 teils farbigen Orig.-Graphiken.

(Horst Antes, HAP Grieshaber u.a.) Illustrierter Orig.-Halbleinen.

350,–

Bolliger VI, 94. Hervorragend gestaltetes Künstlerbuch. Gutes Exemplar.

109


Stand 34 Antiquariat Michael Solder Frauenstraße 49/50

48143 Münster

Tel.: +49 (0)251 45339

Ladengeschäft

Geisteswissenschaften – Kunst – Bibliophilie –

seltene Bücher des 16.–20. Jahrhunderts

Le Vaillant, F(rançois). Voyage (et second voyage) de F.

Le Vaillant dans l’intérieur de l’Afrique, par le Cap de Bonne-

Espérance: nouvelle édition, revue, corrigée …; ornée de

vingt figures en taille-douce, dont huit n’avoient pas encore

paru. (2 vols.) Paris, Crapelet, An VI [1798]; xxxij, 383 S.;

(4), 403, (1) S. mit 20 teilweise ausfaltbaren Tafeln. Ders.

Voyage dans l’intérrieur de l’Afrique, par le cap de Bonne-Espérance,

dans les années 1783, 84 et 85. (3 vols.) Paris, Chez

J. Jansen et Compe, L’an 3 de la République [1795]; xliv,

304,(2), 426, (2), 525, (7) S. mit 22 teilweise ausfaltbaren Tafeln.

Einheitliche Halblederbände der Zeit mit goldgeprägten

farbigen Rückenschildern und Verzierung. 1.400,–

Erste Reise in neuer, erweiterter Ausgabe,- zweite Reise in erster Ausgabe,- vgl.

Nissen ZBI 2482, Henze III, 229. Berichte der beiden Afrika-Reisen von F. Le

Vaillant prächtig illustriert mit zusammen 42 oft ausfaltbaren Tafeln von Tieren

(Vögel, Giraffen), Siedlungen und Panoramaansichten vom Kap der Guten

Hoffnung. Eine Rückenkante etwas wurmstichig, Buchblock nur sehr vereinzelt

etwas fleckig, eine Tafel etwas verfaltet, insgesamt aber wohlerhaltenes

Exemplar in einheitlichen, dekorativen, zeitgenössischen Einbänden.

Sammlung französischer Komödien in Erstausgaben:

Voltaire. Alzire, Ou Les Américains. Tragédie … Représentée

à Paris pour la première fois le 27 Janvier 1736. Paris, Jean

Baptiste Claude Bauche, 1736., VII, (1), 80 S. (1). Ganzlederband

der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und reichlicher

Rückenvergoldung, Kapitale rasiert. 950,–

Cioranescu 64167 (Erste Ausgabe, kenntlich an XXII + 79 Seiten); angeb.

Fagan, [Barthélemy-Christophe] Thalie,- Cioranescu 28070 (EA) angeb. L’Isle

sauvage [G.-F.P. de Saint-Foix].,- Cioranescu 58304 (EA) angeb. [Saint-Foix],-

Cioranescu 58301 (EA) angeb. Deucalion [Saint-Foix],- Cioranescu 58302 (EA)

angeb. Julie [Saint-Foix],- Cioranescu 58307 (EA) angeb. Les Graces [Saint-

Foix],- Cioranescu 58306 (EA) angeb. Le Somnambule [Antoine de Fériol],-

Cioranescu 51071 (EA) angeb. Le Fatpuni [Antoine de Fériol].

110

Fax: +49 (0)251 45372

E-Mail: m.solder@t-online.de

www.antiquariat-solder.de

Sully, Maximilien de Béthune Duc de. Mémoires de

Maximlien de Béthune, Duc de Sully Ministre de Henri IV.

Mis en ordre, avec Remarques par M.L.D.L.D.L. Nouvelle

édition, revue, corrigée & augmentée; avec Observations sur

les Remarques jointes auxidits Memoires, l´Esprit de Sully

celui de Henri IV. 10 Bände. Londres (London), 1778. 2 gestochene

Portraitfrontispize (Sully / Henri IV.); xlvj S. Kupferstich

(Pyramide) 322 S., 429 (recte 439), 436 S., 355 S., 378

S., 376 S., 380 S., 294 S., 308 S., 138 + 112 S. 8°. Polierte

Ganzlederbände der Zeit über fünf Bünde mit goldgeprägtem

kaminrotem Ledertitelrückenschild. 750,–

Memoiren des „Prinicipal Ministre“ des berühmten Bourbonen-Königs Heinrich

IV. (1553–1610), der – selbst Hugenotte – die katholische Prinzessin Margarete

von Valois heiratete. Einst einer der Führer des Calvinismus, einigte

er durch seine Konversion zum Katholizismus die französische Nation. 1598

erließ er das Toleranzedikt von Nantes. Diese korrigierte und kommentierte


Ausgabe ist um drei sehr selten zu findende Teile erweitert. Ein Deckel mit

Fehlstelle und mit kleinen Bereibungen, insgesamt aber sehr wohlerhaltene

und dekorativer Ausgabe; vgl. zu früheren Ausgaben Brunet V, 589.

Bar, Georg Ludwig von. Babioles Litteraires & Critiques

en Verse et en Prose. Seconde Edition, corrigée & augmentée

d’un second Tome. 5 Bände in 2 Bänden. Hambourg, Jaen

Charles Bohn, 1761. (2), 193, (3) S.; (2), 161, (5) S; (2),134,

(2) S.; (2), 142, (2) S.; 150, (2) S. 8° Ganzlederbände der

Zeit mit farbigen Lederrückenschildern mit goldgeprägtem

Titel und reichlicher Verzierung (berieben, 1 Deckel mit Fehlstelle).

680,–

Band 1 in zweiter, alle anderen Bände in erster Auflage. Ein Deckel mit Fehlstelle,

innen etwas gebräunt, insgesamt aber noch gutes Exemplar. Gottsched

schreibt über ihn: „Der witzige Verfasser der „Epîtres diverses“ hat alle Regniers,

Boileaux, Rousseaux der Franzosen und ihre Satyren übertroffen und

von den wichtigsten Materialien ein Juvenalisches Feuer gewiesen, da jene

sich mehr mit Kleinigkeiten aufgehalten oder gegen einzelne Personen ihre

Schmähsucht ausgelassen haben.“

Laugier, Marc-Antoin, (1713–1769). Compendio della Storia

della Republica di Venezia del. sig. Abbate Laugier. Divisio in

quattro Parti. Con alcuni discorsi preliminari, ed una Tavola

Chronologica in fine della Storia. 2 Bände Venezia, Biccolo

Pezzana, 1776. CXII, 245 S., XXIV, 424 S. 8°, geglättete, glänzende

Kalbslederbände der Zeit mit je zwei goldgeprägten

farbigen Rückenschildern und reichlicher Rückenvergoldung.

650,–

Prachtvolle Bände der Geschichte Venedigs

Grotius, Hugo (Nicolaus Blancardus). De jure belli ac pacis

libri tres. In quibus Jus Naturae & Gentium, item juris publici

praecipua explicatur. Editio novissima cim Annotatis Auctoris,

ex postrema ejus ante obitum cura. Accesserunt Annotata

in Epistolam Pauli ad Philemon, Dissertatio de Mari libero,

& Libellus singularis de aequitate, Indulgentia, Facilitate

quem Nicolaus Blancardus Belga Leidensis e codice Autoris

descripsit & vulgavit. Nec non J. F. Gronovii notae. Editio

Novissima Amstelaedami Apud Janssonio Waesbergios

Amsterdam, Johannes Janssonius Waesberghe [Waesberge],

1680. 5 Titel in 1 Band. 8°, gestochenes Porträtfrontispiz

und gestochene Titelallegorie von R. de Hooghe, Haupttitel

in Rot und Schwarz. 4 Bl., XX, 680, 4 Bl.; 3 Bl., 32, 5 Bl.;

216 S., 53 Bl. Halbpergament der Zeit mit handschriftlichem

Rückentitel und Buntpapierbezug. (Hinterer Deckel etwas

berieben.) 550,–

Ter Meulen-Diermanse 583. Das Grundlagenwerk zum Völkerrecht und zugleich

Hauptwerk von Hugo Grotius (* 10. April 1583 in Delft (Niederlande);

† 28. August 1645 in Rostock). Inhaltlich interessant durch die 4 angefügten

Werke, gestalterisch durch das Doppelfrontispiz. Zeitgenössischer Namenszug

auf dem Titel, etwas spätere Widmung auf dem Vorsatz. Gutes Exemplar.

Hunnius, Aegidius. Catechismus Oder Kinderlehre. Von

den Hauptpuncten Christlicher Religion, Als da sind: Die

Heiligen Zehen Gebot, Artickel des Apostolischen Glaubens,

Das Gebot Christi, Tauff und Abendtmal Sampt angehengter

Christlicher Haußtaffel nützlicher Erklärung, in zwölff unterschiedliche

Predigten gestellet und verfasset auch mit einem

newen Register gemehret und verbessert. Durch AEGIDIVM

HVNNIVUM der heiligen Schrift Doctorn und Professorn zu

Wittenberg. Wittenberg, M.G. Müller, Wittenberg, 1604. (4),

395 S., (5) Bl. 4°.Titelblatt in Rot / Schwarz gedruckt und

mit hübscher Wappenvignette auf dem Titel. Ganzpergament

der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel und Deckelblindprägung

(I.W.G.R. 1607). 750,–

VD17 23, 326778R,- BBKL II, 1189 f.,- NDB 10, 67 f. Ägidius HUNNIUS (auch

Hunn) (21.12.1550 in Winnenden (Württemberg); † 4.4. 1603 in Wittenberg)

war ein deutscher lutherischer Theologe, Professor der Theologie in Marburg

und Wittenberg, Propst und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises

in Wittenberg. „In seiner Bedeutung umstritten, ist H. als wichtiger

Repräsentant der lutherischen Frühorthodoxie und Polemik anzusprechen, der

zeitgenössische Vertreter des altprotestantischen Konfessionskirchentums an

Scharfsinn und Gründlichkeit der Argumentation übertraf.“ (BBKL ebd.) Eine

zeitgenössische Würdigung erfuhr H. durch Salomon Gesners „Leichenpredigt

auf A. Hunnius, nebst dessen Lebenslauf“, Wittenberg 1603. Die vorliegende

Schrift ist eine seiner Hauptschriften, die alle wesentlichen Punkte seiner theologischen

Thesen ausbreitet. Die erste Fassung dieses Textes erschien 1592 in

Frankfurt (vgl. VD16 H 6079). Der großzügige Druck durchgehend papierbedingt

gebräunt und auf einigen Seiten mit zeitgenössischen Annotationen

sowie auf 2 Seiten mit durchscheinendem Tintenfleck. Das obere Kapital rechts

4 cm eingerissen, sonst ordentlich erhalten. Selten.

Pignorius, Laurentius. Mensa Isiaca, qua sacrorum apud

Aegyptios ratio & simulacra subjectis tabulis aeneis simul exhibentur

& explicantur. Accessit ejusdem authoris de magna

deum matre discursus, & sigillorum, gemmarum, amuletarum

aliquot figurae & earumdem ex Kirchero Chisletioque interpretatio.

Nec non Jacobi Philippi Tomasini Manus Aenea, &

de vita rebusque Pignorii dissertatio. – Magnae deum matris

idaeae & attidis initia. Ex vetustis monumentis nuper Tornaci

Nerviorum erutis. 3 Teile und Anhang in einem Band. Dritte

Auflage. Amsterdam, Andreas Frisius, 1669. 4°. Mit einem

gestochenen Haupttitel, 3 Zwischentiteln mit je einer gestochenen

Titelvignette, 12 (davon 11 mehrfach gestalteten,

großen) Kupfertafeln und 33 (8 ganzseitigen) Textkupfern,

(6), 96, 6 S., 4 Bl., 96 S. Lederband der Zeit mit ornamentaler

Rückenvergoldung und Goldfileten auf den Deckeln,

marmorierter Schnitt. Einband etwas berieben mit einigen

kl. Löchern, Kapital oben fachm. restauriert. 1.000,–

Borroni II, 9845/2,– Blackmer 1.312,– Brunet IV, 653,– Graesse V, 290,– Ebert

16.823,– Caillet 868,– Volkmann 111. Dritte und (nach Brunet) beste Ausgabe,

erstmalig mit der Darstellung des Isis-Altars von Aeneas Vicus. Das vermutlich

erste bekannte Werk zur Ägyptologie überhaupt (zuerst veröffentlicht unter

dem Titel „Vetutissimae tabulae aenae sacris Aegyptiorum“ 1605). Die MENSA

ISIACA ist ein bronzener Altar (- Aufsatz), der vermutlich im 1. Jahrhundert

v. Chr. gefertigt und in den Ruinen des Isis-Tempels in Rom um 1525 entdeckt

wurde. Er zählt zu den spektakulärsten „ägyptischen“ Artefakten überhaupt.

Der Altar kam nach der Wiederentdeckung in den Besitz von Kardinal Bembo,

der Pignorius mit der Untersuchung beauftragte. (Heute im Besitz eines Turiner

Museums). Seitdem gibt es zahlreiche verschiedene Lehrmeinungen zu

Funktion und Deutung des Altars. Die hier vorliegenden Thesen Pignorius’

bestechen bis heute durch ihre Stringenz und Einfachheit. Text stellenweise

papierbedingt gebräunt, kl. Einrisse in den Falttafeln unterlegt, die Vorsätze

etwas wurmstichig, der vordere Innendeckel mit handschriftlichem Eintrag.

Insgesamt gutes Exemplar.

Optatus Milevitanus (Optatus [Bischof] von Mileve). Sancti

Optati afri Milevitani Episcopi de schismate Donatistarum

Libri Septem: ad manuscriptos codices et veteres Editiones

collati, et innumeris in locis emendati. Quibus accessere

Historia Donatistarum una cum Monumentis veteribus ad

eam spectantibus: nec non Geographica Episcopalis Africae.

111


Opera 6 Studio M. Lud. Ell. Dupin … cum eiusdem notis …

Gab. Albaspinaei, Mer. Casauboni, Casp. Barthi, Antvrpiae

(Antwerpen), G. Gallet, Praefectum Typographiae Huguetanorum,

M.DCCII. 1702. [10 nn.], xlviii, 387 S. Titelblatt in

Rot / Schwarz gedruckt und mit gestochener allegorischer

Vignette, mit mehrfach ausfaltbarer Karte. Folio, etwas späterer

roter Halbleinenband. 450,–

Graesse V, 30,– BBKL V, 1226 ff.,- maßgebliche dritte Auflage der Schrift über

die Donatisten des Bischofs Optatus von Mileve in Numidien (heute Mila,

Algerien), der „um 365 ein Werk in 6 Büchern gegen die literarischen Angriffe

des donatistischen Bischofs Parmenianus von Karthago“ schreibt (BBKL).

Erhalten ist allerdings nur eine Bearbeitung um 385, „der ein unvollendetes

7. Buch und eine ältere Urkundensammlung angefügt ist.“ Durch einen versöhnlichen

Unterton versucht er, den schismatischen Donatisten eine Rückkehr

zur katholischen Kirche zu erleichtern. Seine Ausführungen gelten als

eine wichtige Quelle für die Kirchen- und Sakramentenlehre von Augustinus.

Mit einer großformatigen Karte des Mittelmeerraumes und Nordafrikas. Der

Rücken etwas berieben, insgesamt wohlerhalten und in kräftigem Abdruck.

Biedermann, Johann Gottfried. Genealogie der hohen

Fürstenhäuser im Fränkischen Crayse, Welche aus denen

bewährtesten Urkunden, Vermählungsbriefen, gesamleten

Grabschriften und eingeholten genauen Nachrichten von

innen beschriebenen hohen Häusern in gegenwärtige Ordnung

verfasset und zusammen getragen worden. Erster Theil

(alles Erschienene) Bayreuth, Dietzel, 1743. 6 Bl., 27 S., 82

nn. Bl. mit 163 genealogischen Tabellen. Titel in Rot und

Schwarz gedruckt und mit gestochener, emblematischer

Vignette. Folio, Ganzpergament der Zeit mit goldgeprägtem

Rückentitel und goldgeprägter Jahreszahl und Initialen auf

dem vorderen Deckel (dieser etwas verfärbt). 450,–

Einzige Ausgabe, so vollständig, MNE I., 77. Sehr seltenes Standardwerk zur

Genealogie des fränkischen Adels, in dem sowohl die blühenden wie auch die

ausgestorbenen Häuser beider Stände auf Grundlage aller verfügbaren Quellen

verzeichnet sind. So etwa die Häuser zu Guttenberg, Thurn und Taxis,

aber auch die Bischöfe und Fürsten zu Bamberg, Würzburg und Eichstädt.

Zeitgenössische Widmung auf dem Vorsatz, sonst sehr woherhaltenes und

dekoratives Exemplar.

Hederich, Benjamin. Anleitung zu den fürnehmsten Philologischen

Wissenschaften, nach der Grammatica, Rhetorica

und Poetica, und mithin insonderheit zu den Lateinischen,

Teutschen und Griechischen Orthographie, der Lateinischen

und Griechischen Pronunciation, der Lat. Lexica und Phrasiologia

… Andere und durchaus so wohl verbesserte, als

vermehrte Auflage. Wittenberg und Zerbst, Samuel Gottfried

Zimmermann, 1746. (7 Bl.), 976 S., (19 Bl.). Ganzlederband

mit farbigem Rückenschild. 580,–

ADB 11, 221.,- nicht bei Dünnhaupt und Ebert. Zweite Ausgabe (Erste Ausgabe

1713, dazu VD 18 10259260.) der sehr seltenen Schrift in frischem und wohlerhaltenem

Exemplar.

Galen. Schaumburg, Ernst von. Fürst-Bischof Bernhard von

Galen und die Stadt Münster. Eine Historische Studie. Münster,

Fr. Regensberg Vlg., 1853. 1 Bl., 189 S. mit 2 Lithogr. Pln.

und 1 mehrfach gef. Lithogr. Ansicht „Münster vor der Belagerung“

nach Merian. 10×68cm, 8°. Hldr. d. Zt. 540,–

Raßmann I, 286. Seltenes und prächtig ausgestattetes Werk. Sehr gutes Exemplar.

112

Hammer-Purgstall, (Joseph von). Zeitwarte des Gebetes

in sieben Tageszeiten. Ein Gebetbuch arabisch und deutsch.

Wien, Strauß u. Sommer, 1844. 2 Bl., 56 S., 36 num. Bl.,

1 Bl. Arabeskenbedruckte, mattschwarze Original-Broschur

mit leichten Gebrauchsspuren. 480,–

Goedeke VII, 768, 113,– Enay 128. Erste und einzige Ausgabe. Sehr seltenes

und höchst bemerkenswertes Buch des herausragenden Orient- und Islamforschers

Hammer-Purgstall, dem als ersten Christen der Besuch verschiedener

wichtiger Heiligtümer des Islam erlaubt wurde.

Bernhard, Thomas. Autobiographische Schriften: Die Ursache,

1975. Der Keller, 1976. Der Atem, 1978. Die Kälte, 1981.

Ein Kind, 1982. Alle 1. Aufl. Salzburg u. Wien, Residenz Verlag,

1975–1982. 159 S., 167 S., 157 S., 150 S., 166 S. OLwd.

OU. 380,–

Erste Ausgabe,- W/G² 28, 30, 32, 41, 45,– Dittmar 64, 67, 72, 82. Gute Exemplare

der autobiographischen Schriften.

Mann, Thomas. Der kleine Herr Friedemann. Novellen. (Collection

Fischer 6.) Berlin, S. Fischer, 1898. 198 (2) S. Kl.-8°.

Grüner Olwd. mit blindgeprägtem Reptilien- und Pflanzendekor,

Goldprägung und Kopfgoldschnitt. 1.400,–

W/G² 2,– Potempa B.1,– Brüning I, 1. Erste Ausgabe von Thomas Manns

erstem Buch. Vorsätze stärker stockfleckig, sonst gutes und wohlerhaltenes

Exemplar. Von größter Seltenheit.

Buddha (M. Behmer). Auswahl aus dem Palikanon des

Buddha. Neu übertragen durch Paul Dahlke. Berlin, Brandus,

1920–22. Groß-Quart. Mit farbigem doppelblattgroßem Titel,

drei farbigen Zwischentiteln sowie zahlreichen Initialen von

Marcus Behmer in Gold und Farbe. 262 S., 1 Bl. Ganzpergamenteinband

mit reicher Rückenvergoldung, ornamentaler

vergoldeter Deckelbordüre und grüner vergoldeter Ledervignette,

Stehkantenvergoldung, vergoldeter Innenkantenbordüre

sowie Kopfgoldschnitt. Im Schuber. (Hand-Einband

signiert von P. Demeter / Hellerau.). 1.800,–

Nr. 55 von 225 handschriftlich nummerierten Exemplaren auf Zanders-Bütten

(GA 251),- Schauer II, 44; Rodenberg 446; außergewöhnlich wohlerhaltenes

Exemplar des prachtvoll ausgestatteten Werkes. „Unter der Aufsicht von Marcus

Behmer, der das Werk künstlerisch ausstattete, bei Otto von Holten in den

Jahren 1920–22 in Cicero Nordischer Antiqua gedruckt.“(Rodenberg).


Niebelschütz, Wolf von / Rolf Escher. Ein Geisterfrühstück

in Paris. Impressionen aus Frankreich. Mit einem Nachwort

von Detlef Haberland. (Mit 19 Lithographien, davon 4 doppelseitig,

von Rolf Escher). Bayreuth, Bear Press, 2009 (recte

2010). 57 S. 4°. Neapelgelber Ganzpergamenteinband mit

schwarzgeprägtem Rücken- und Deckeltitel, handgestochenem

Kapital und Kopffarbschnitt, Originalleinenschuber mit

Pergamentecken. 1.400,–

Erste Ausgabe,- 40. Druck der Bear Press Wolfram Benda. Gedruckt von der

Fischbachpresse, Texing, NÖ in der handgesetzten Kleukens-Antiqua (14

Punkt) auf handgeschöpftem VL-Bütten mit dem Wasserzeichen der Bear

Press. Nummer 6 von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzpergamenthandeinband

mit 18 (4 doppelseitigen) Lithographien der Normalausgabe und

einer zusätzlichen Lithographie. Gesamtauflage 150 Exemplare. Im Impressum

von Rolf Escher signiert. Erstdruck. Tadellos.

Goethe, Johann-Wolfgang von. Urfaust. Goethes Faust in

ursprünglicher Gestalt. Mit 19 Original-Radierungen von

Eberhard Schlotter.(= 38. Druck der Bear Press.) Bayreuth,

Bear Press, 2007. 103 S. 4°. Scharlachroter Oasenziegenhalblederband

mit blindgeprägtem Deckel (Entwurf Schlotter),

handgestochenem Kapital, Farbkopfschnitt. Im Originalpappschuber

mit Kleisterpapierbezug. 1.000,–

Druck durch die Offizin Haag-Drugulin, Leipzig in der Romolus-Antiqua auf

VL-Bütten. Druck der Radierungen durch Götz Spieß, Hamburg. Gesamtauflage

150 Exemplare, vorliegend Nr. 52 von 113 der Normalausgabe, von

Eberhard Schlotter im Impressum signiert. Nachwort von Ulrich Schödlbauer.

Tadellos.

Jünger, Ernst. Flugträume. Mit 5 Holzschnitten von Jürgen

Wölbing. (= 4. Druck der Bear Press.) Bayreuth, Bear Press,

1983. 86 S. 4°. Original türkiser Oasenziegenhalblederband

mit Lederecken über fünf Bünden, farbig geprägten Traumgesichtern

mit Goldpunktierung auf dem Rücken, farbig

geprägtem Deckeltitel und ebs. Deckelillustration. Im Originalschuber.

750,–

W/G² 137, – Des Coudres- Mühleisen B 83. 4. Druck der Bear Press Wolfram

Benda, Nr.129 von 175 nummerierten Exemplaren der Normalausgabe. Gedruckt

von H.O. Schulze, Lichtenfels, in der Trajanus-Antiqua auf Torinoko

Kozu-Japanpapier. Ausstattung und Typographie entwarf Wolfram Bender. Von

Ernst Jünger und Jürgen Wölbig im Impressum signiert. Tadellos.

Lucian. Hetärengespräche. Mit 16 Zweifarb-Radierungen von

Eberhard Schlotter. (= 25. Druck der Bear Press.) Bayreuth,

Bear Press, 1999. 93 S. 4°. Original-Halbpergamentband mit

goldgeprägtem Rückentitel, goldgeprägter Deckelvignette

und farbigem Kopfschnitt. Im gefütterten, marmorierten

Originalbüttenschuber. 700,–

Verlagsfrisches, nummeriertes und signiertes Exemplar. E.A. mit den erotischen

Schlotter-Radierungen. Mit einem Nachwort von Niklas Holzberg. 25.

Druck der Bear-Press Wolfram Benda. Gedruckt von der Offizin Haag-Drugulin

zu Leipzig in der Lutetia-Antiqua auf VL-Bütten. Alle 150 Exemplare mit der

Hand gebunden, enthalten 16 von Götz Spieß, Hamburg, gedruckte Zweifarb-

Radierungen von Eberhard Schlotter. Nr 68. von 113 nummerierten Exemplaren

der Normalausgabe. Von Eberhard Schlotter handsigniert. Tadellos.

Schmidt, Arno. Seelenlandschaft mit Pocahontas. Mit 17 (2

farbigen) Originalradierungen von Eberhard Schlotter und

einem Nachwort von Eberhard Schlotter. (= 29. Druck der

Bear Press.) Bayreuth, Bear Press, 2002. 77 S., 1 Bl. 4°. Original

moosgrüner Oasenziegenhalblederband mit schwarzgeprägtem

Rückentitel, blindgeprägter Deckelillustration

(Entwurf v. E. Schlotter), Lederecken, farbigem Kopfschnitt.

Im gefütterten Originalbüttenschuber. 1.000,–

29. Druck der Bear Press Wolfram Benda. Gedruckt von der Offizin Haag-Drugulin,

Leipzig, in der Sabon-Antiqua auf eigens geschöpftem Handbütten von

Gangolf Ulbricht, Berlin. Druck der Radierungen von Götz Spieß, Hamburg.

Nr 32 von 150 Exemplaren. Im Impressum von Eberhard Schlotter handsigniert.

Tadellos.

Tieck, Ludwig. Die Gemälde. Mit 19 (1 davon farbig) Originalradierungen

von Eberhard Schlotter. Mit einem Nachwort

von Werner Fuld. (= 35. Druck der Bear Press.) Bayreuth,

Bear Press, 2005. 2 Bl., 107 S., 2 Bl. 4°. Rehbrauner Oasenziegenhalblederband

mit goldgeprägtem Rückentitel, Lederecken

und goldgeprägter Deckelvignette nach Entwurf von

Eberhard Schlotter und farbigem Kopfschnitt. Im gefütterten

Originalbüttenschuber. 1.000,–

Gedruckt von der Offizin Haag-Drugulin, Leipzig, in der Caslon-Antiqua auf

VL-Bütten. Druck der Radierungen von Götz Spieß, Hamburg. Nr. 71 von 150

nummerierten und von E. Schlotter handsignierten Exemplaren der 35. Druck

der Bear Press Wolfram Benda. Im Impressum von Eberhard Schlotter handsigniert.

Normalausgabe. Tadellos.

M. Behmer Wolf von Niebelschütz

113


Stand 22 Antiquariat Wolfgang Stöger Philippstraße 61a · 50823 Köln

Tel.: +49 (0)221 3560308

Fax: +49 (0)221 3560307

Mobil: +49 (0)160 96441056

Alte Drucke, Historische Handschriften,

Musik-Raritäten

Rivard, Dominique-Francois – Philosophie-Manuskript

aus dem College de Beauvais – Logica, Philosophiae a

D.D. Francisco Rivard datae … Auribus et scriptis excepit

S. Dagardina, Paris, 1737/1738. – 23×17 cm, 3 w. Bl.,

445 (recte 447, 171/172 doppelt gezählt) Seiten und 2 w.

Zwischenbl. mit dem Haupttext in 4 Teilen (Einleitung,

I., II., III. pars Logicae), 12 Bl. Index I und II, 36 leere

Blätter am Ende. Grüner Pergamenteinband der Zeit mit

Rückenschild. 1.200,–

Dominique-Francois Rivard (1697–1778), Philosoph und Mathematiker aus

Lothringen, bis 1749 Professor am renommierten Pariser College de Beauvais.

Während seine mathematischen Schriften auch gedruckt weit verbreitet sind,

kursiert sein philosophisches Grundlagenwerk zu Lebzeiten offensichtlich nur

als Manuskript – seine „Institutiones philosophicae“ erscheinen im Druck erst

unmittelbar nach seinem Tod. – Das umfangreiche Manuskript, von einem

Schüler oder Assistenten erstellt, in schöner sauberer Handschrift mit nur

wenigen Korrekturen, mit großen Zwischentiteln, markanten Hervorhebungen

und den beiden Indices als Orientierungshilfen, wie eine Druckvorlage. Die

beiden letzten Teile jeweils mit Fertigstellungsdatum „finis 7.9.1737, 3.1.1738.“

– Der Einband mit großer Fehlstelle am Rücken, die Gelenke angebrochen. Der

Buchblock aus feinem Schreibpapier in sehr gutem Zustand.

Nicquet, Honore – Physiognomia humana libris IV.

distincta. Lyon, Prost Erben, Borde und Arnaud, 1648. –

Vorgebunden (II:): Pancirolli, G. Rerum memorabilium

sive deperditarum pars prior (und) posterior. Frankfurt,

Schönwetter 1646. –2 Teile in 1, 22×18 cm; I: gestochene

Titelvignette, 1 ganzseitiger Holzschnitt, 2 Textholzschnitte,

8 Bl., 320 S., 12 Bl. – II: Gestochener Titel. 3 Bl., 349 S., 11

Bl., 313 S., 9 Bl. (letztes weiß), 42 Bl., Pergamenteinband der

Zeit. 650,–

I: Nicquet, Honore (1585–1667), französischer Jesuit, unternimmt mit seiner

„Physiognomia humana“ eine wissenschaftlich-rationale Aufarbeitung von

Physiognomie und Chiromantie. Die Liste der von ihm benutzten Autoren

umfasst ca 130 Namen. Die Einleitung des 3. Buches, das sich mit Chiromantie

und Astrologie auseinandersetzt, mit dem großen Holzschnitt der Handlinien.

– II. (vorgebunden): 5. Ausgabe des beliebten Compendiums von Pancirolli

(auch Panciroli, EA 1599) über Erfindungen, Entdeckungen, Curiosa. Teil 1

ist der Antike gewidmet, Teil 2 mit umfangreichem Kapitel über Amerika,

hier erstmals als „Neue Welt (Novus Orbis)“ bezeichnet. Dazu Beiträge über

Alchimie, Destillierkunst, Porzellan, Sonnenuhren, Typographie, die Quadratur

des Kreises, und vieles mehr. Der gestochene Titel im unteren Segment mit

einer für die Geschichte des Buchdrucks bedeutenden Druckerei-Szene:

die Setzer im Hintergrund ohne Vorlage, dafür im Vordergrund ein Vorleser

(Anagnostes), dessen wirkliche Existenz hiermit als Beweis angeführt wurde.

– Der Einband mit handschriftlichem Rückentitel (verblasst), leicht fleckig,

vorderer fliegender Vorsatz fast lose, Seiten etwas gebräunt.

114

E-Mail: info@antiquariat-stoeger.de

www.antiquariat-stoeger.de

Attentat auf Napoleon – eh Brief des Charles Joseph

Antoine Schwilgué von Paris nach Schlestatt / Bas Rhin

(Selestat) vom 20.12.1800 mit Ergänzung nach dem

24.12.1800. – 5 Seiten, Adresse mit Siegelrest, verso auf

deutsch Vermerk über eine Geldsendung. 500,–

Charles Joseph Antoine Schwilgué (1775–1808), Professor der Medizin in

Paris, zum Zeitpunkt des Briefes noch in Ausbildung, Bruder des berühmten

Uhrmachers Jean Baptiste Schwilgué, beginnt seinen (französischen) Brief

an die Eltern in Schlettstadt am 20.12.1800 mit privaten Details. Nach erster

Signatur, aber noch vor Absendung, findet das berühmte Sprengstoff-Attentat

auf Napoleon (24.12.1800) statt. Schwilgue setzt den Brief mit einem Bericht

dazu fort: „Le 3 Nivose au soir on a voulu faire sauter Bonaparte a l’aide

d’un tonneau a poudre; les nouvelles vous l’auront sans doute appris; on en

accuse les jacobins. Paris est tranquille; on en a deja enferme plusieurs et on

espire qu’on trouvera les coupables… Les Pretres jouillent en de la plus grande

liberte. L’eveque fait des fonctions comme avant la revolution, les Emigres

rentrent en grande quantite, et on espoir, que la paix viendra bientot.“ („Am

3. Nivose (= 24. Dezember) wollte man Napoleon mit Hilfe eines Pulverfasses

in die Luft sprengen; ihr habt die Nachrichten ohne Zweifel erfahren; man

beschuldigt die Jakobiner; Paris ist ruhig; man hat schon Einige eingesperrt

und hofft, dass man die Schuldigen finden wird. … Die Priester erfreuen

sich der größten Freiheit. Der Bischof füllt seine Funktionen aus wie vor der

Revolution, die Emigranten kehren in großer Zahl zurück, und man hofft, dass

der Friede bald kommt.“)

Schreibmeister – Sanier, Pere et Fils – Recueil complet

de Chiffres a deux et trois lettres. Composé et Dessiné par

Sanier Père et Gravé par Son Fils. Paris, Bance aine, (1811). –

24×20 cm, gestochener Titel, 3 nn. Seiten, 32 gestochene

Blätter, Broschur mit Marmor papierumschlag. 180,–

Musterbuch für Monogramme aus 2 und 3 Buchstaben. Bl. 1–5 mit Monogrammen

aus 2 Buchstaben, Bl. 5 mit einem „Alphabet Enlace a l’Anglaise“

sowie der gravierten Jahreszahl 1811, Bl. 6 mit der Überschrift „Chiffres a trois

Lettres“ und bis Bl. 32 mit Monogrammen aus 3 Buchstaben, Bl. 32 noch mit

2 weiteren Mustern „Chiffres Selon Desmarets en 1695“ und „Chiffres Selon

Verien“, und dem abschließenden „Fin“. – Die Seiten etwas fleckig, Feuchtigkeitsrand,

Eselsohren, das letzte Blatt mit Ausrissen am Rand ausserhalb des

Druckbereichs.


Rousseau, Jean-Jaques – Oeuvres completes. Nouvelle

ed., 38 Bände komplett. Paris, Poinçot, 1788–93. – 20×13

cm, 83 (von 84) Kupfertafeln/Titelkupfer (es fehlt Tafel 11 in

Bd 3), 13 Notenkupfer (in Bd 22), Bd 37 mit beiden Teilen

von Rousseaus Kompositionen „Receuil des Romances“ komplett

in Kupfer gestochen (319/VI S.), wie häufig in einem

Band, Band 38 als Illustration zu den Bänden 5 und 6 „Botaniques“

mit 44 handkolorierten Pflanzenkupfern, abweichend

gebunden. Marmorierte Kalbslederbände der Zeit mit

reicher Rückenvergoldung, 2 Rückenschildern. 1.600,–

Berühmte, reich illustrierte Luxusausgabe der Werke von Rousseau mit den

schönen Kupfern nach Moreau le Jeune, Marillier, Leclerc, Texier und vielen

anderen. Einige Bände mit kleineren Schäden am Einband, die Vorsätze durchgehend

leimschattig, die Seiten tw papierbedingt stockfleckig bzw leicht gebräunt,

die Notenkupfer in Bd 22 tw mitunter etwas ausgefranst, die Pflanzenkupfer