Touren Trails & Technik - Alpin.de

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Touren Trails & Technik - Alpin.de

Touren

Trails &

Technik

Bike-Touren für Bergsteiger ALPIN EXTRA: Mountainbike

Tirol, Südtirol,

Gardasee, Transalp

Fit für die Berge

EXTRA


Inhalt

TOUREN – TECHNIK (Seitenzahlen)

4 Bayern

Im Herzen des Chiemgau

5 Tirol

Wetterstein – Zugspitze

8 Südtirol

Vinschgauer Spezialitäten

10 Gardasee

Mediterrane Klassiker

12 Transalp

Oberstdorf – Riva

RUBRIKEN (Seitenzahlen)

3 Auf geht’s zum Biken

14 Infos, Adressen, Technik & Tipps

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Touren,Touren,Touren

Wer ALPIN regelmäßig liest, der wird auch bald auf Berge

steigen, die bislang fremd, zu steil oder gar unnahbar

schienen. ALPIN liefert Ihnen Infos, Service und

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Impressum

ALPIN bringt

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– Alle 4000er

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24 Seiten EXTRA:

Osttiroler Touren

Diesmal im Test:

Kletterhelme

TOURENBEILAGE zu ALPIN 7/2006

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Anzeigen: Werner A. Wiedemann (verantwortlich)

Redaktion:

Planegger Str. 15, 82131 Gauting

Tel. 089/89 31 60-0, Fax 89 31 60-19

info@alpin.de

Chefredaktion: Dr. Bene Benedikt

(verantwortlich)

Redaktion: Clemens Kratzer

Texte: Norbert Eisele-Hein

Fotos: Dieter Drescher, Norbert Eisele-Hein, Birgit Gelder,

www.engadin.com

Titelbild: Eisele-Hein

Grafik: Jürgen Schroeder

Lithografie: Journal Media GmbH, München

Druck: Oberndorfer Druckerei,

5110 Oberndorf, Österreich

Andi Heckmair

Spross des Eiger-

Nordwand-

Bezwingers

Anderl Heckmair

Er betreibt in

Oberstdorf ein Bike-Geschäft und

ist der „Erfinder“ der Transalpstrecke

Oberstdorf – Meran.

Mancher Bike-Trail führt vorbei an saftigen Kuhwiesen – wohlgemerkt vorbei und

nicht mitten hindurch!

Liebe Bergfreunde!

Stimmt schon, wer mit dem Mountainbike in den Bergen unterwegs

ist, der sollte ein Freund der Berge sein. Viele Bergsteiger besitzen

ein Mountainbike und benützen es regelmäßig. Egal ob zum Verkürzen

langer „Hatscher“, zum Trainieren oder um schnell zum Einstieg

in die Felswand zu kommen oder – um die Alpen zu überqueren. Bergsteiger

haben auf dem Radl einen großen Vorteil. Alpine Erfahrung – das

ist auch der Schlüssel zur erfolgreichen MTB-Tour.

Als Mitglied einer Bergsteigerfamilie war es 1989 eine große Herausforderung

für mich, von meiner Heimat Oberstdorf aus über die Alpen

nach Italien zu radeln. Heute ist dieser Transalp der „Renner“ bei Bergsteigern

und Bikern.

Aber überall wo viele Menschen ein tolles Hobby entdecken, kann es eng

werden: Nicht nur Bergsteiger und Mountainbiker sollten im Gebirge

partnerschaftlich miteinander kooperieren – der dritte Freund und

Partner im Bund muss die Natur sein! Nicht überall ist man als Bergradler

gleich gern gesehen – wer sich richtig verhält, wird Behörden (und

wem auch immer) keinen Anlass für Ärger geben.

Wenn wir uns in den Bergen wie anständige Gäste verhalten, werden wir

an den Bergen viel Freude haben.

Servus,

Euer Andi Heckmair

7/2006 EXTRA

3


Bayern

Chiemgau-Trails: Die Chiemgauer Alpen haben einen klimatischen Trumpf im Ärmel.

Der Föhn sorgt für mehr Sonnentage im Vergleich zum Rest der Republik. Weit reicht

der Blick von Hochgern, Hochries und Kampenwand zum Alpenhauptkamm hin.

1 Von Rottau auf die Kampenwand

Länge: 24,5 km / 3 1/2 Std.

Höhenmeter: 1330 Hm

Technische Anforderungen:

schwer �

Kondition: anstrengend

Route: Auf breiten Forstwegen

anspruchslos durchs Rottauer

Tal zur Maureralm, auf steilem,

zum Schluss asphaltiertem

Kampenwandweg technisch

einfach, aber konditionell fordernd

hinauf zur Steinlingalm.

Klasse Brotzeit, wahnsinnige

Aussicht! Auf gleichem Weg

zurück bis Abzweig oberhalb

Schlechtenbergalm, Richtung

Aschau, bei km 12,8 rechts auf

Pfad in Richtung Aschau, über

Maisalm zum Parkplatz Aigen

und technisch anspruchsvoll

über Lindlalm und Adersberg

zurück nach Rottau.

Länge: 15 km / 2 Std.

Höhenmeter: 500 Hm

Technische Anforderungen:

leicht bis mittel �

Kondition: gemütlich

Panorama: super

Route: Vom Parkplatz Lederstube

oberhalb Frasdorf der

Beschilderung Frasdorfer Hütte

folgen, zunächst einfach, später

ordentlich steil auf gutem

Forstweg zur Hütte, die für ihre

hervorragende Küche bekannt

ist. Hoch über dem Priental

geht es weiter über die Hofalm

4 EXTRA 7/2006

Wer will, kann sich auch am

Fels vergnügen: Kampenwand.

3 Von Frasdorf zur Frasdorfer Hütte

Die Tour zur Frasdorfer Hütte ist auch für Einsteiger ein beliebtes Ziel.

und dann leicht bergab auf

schmalem Waldweg am steilen

Hang. Beim Abzweig Ellandalm

wird die Piste immer schlechter

und große Brocken erfordern

technische Fertigkeiten. Beim

alten Drahtzug einer längst

stillgelegten Eisenhütte bessert

sich der Untergrund, der Trail

auf dem Höhenweg wird wieder

abwechslungsreicher und

das Blickfeld öffnet sich zur

Kampenwand hin. Über

Bäckermühle, zum Schluss auf

Asphalt zurück zum Parkplatz.

2 Von Bergen um den Hochfelln

Länge: 34,6 km / 4 1/2 Std.

Höhenmeter: 950 Hm

Technische Anforderungen:

mittel �

Kondition: anspruchsvoll

Panorama: super

Route: Vom Parkplatz der

Hochfelln-Bahn auf Asphalt

steil zur Wallfahrtskirche Maria

Eck, über harte 21% Steigung

auf Trail hoch zur Grabenhäusl-

Hütte. Schöne Abfahrt ins Tal

der Weißen Traun, 3 km auf

kniffligem Trail und kurz über

Hauptstraße bis Landhotel

Maiergschwendt. Über

Haßlberg, Brandt und

Märchenwald ins Urschlauer

Tal, auf altem Salinenweg hoch

zur Eschelmoosklause, Eschelmoosstube

und Diensthütte

(höchster Punkt 1084 m).Tolle

INFO

Aussichtsberg des Chiemgau mit

uriger Hütte und hoch über

Ruhpolding.

Pisten bergab auf rauem

Schotter und über alte Brücken

zur Weißen Ache und später

auf gutem Forstweg zurück

zum Parkplatz.

Anfahrt: A 8 München – Salzburg: Die Ausfahrten Bernau,

Reit im Winkl oder Prien führen mitten ins Herz des Chiemgau.

Zugverbindungen bis

Traunstein und umsteigen

nach Ruhpolding.

Tourismusverbände:

www.aschau.de

www.kampenwand.de

live-cam der Kampenwand

www.chiemgau.de

webcam vom Chiemsee

www.chiemgau-online.de

Literatur:

Elmar Moser: Bike Guide Nr. 4 – Chiemgau und Berchtesgadener

Alpen, Delius Klasing.

Karten: Bayerisches Landesvermessungsamt, Chiemsee –

Chiemgauer Alpen, 1: 50 000;

MTB-Karte Chiemgau – Chiemsee, 1: 65 000,

bei www.bergradler.de

Bike-Shops:

Hannes Lenhart in Aschau, Tel. 08052/743.

Geführte Touren:

Alpin Schule Inntal,

Tel. 08034/8768,

www.alpin-schauer.de

MTB-Fahrtwind, 08032/89 89, www.mtb-fahrtwind.de


Im Bannkreis der Zugspitze: Markante Felswände spiegeln sich in kristallklaren

Gebirgsseen, saftige Almwiesen verströmen ihren Duft, zwischen wuchtigen

Fast-Dreitausendern schlängeln sich Pisten und Trails.

4 Über die Ehrwalder Alm zum Seebensee

Länge: 22 km / 2 Std.

Höhenmeter: 800 Hm

Technische Anforderungen:

leicht �

Kondition: anspruchsvoll

Route: Start Ortsmitte Ehrwald.

Ganghoferstr. Richtung Südosten

zur Talstation der Ehrwalder

Almbahn. Auf Asphalt den steilen

Südhang hoch zur Ehrwalder

Alm, vorbei an Bergstation,

Almgasthaus und Gasthof Alpenglühn.

Nochmals steil bergauf

zum bewaldeten Sattel und

zum Beginn des Gaistals. Bergab

Richtung Seebenalm. Durch

Hochwald bis Seebensee. Auf

gleichem Weg zurück oder

alternativ nach der Ehrwalder

Alm auf den etwas anspruchsvolleren

Weg nach Ehrwald

abbiegen.

Der Seebensee – Traumziel über den Matten der Ehrwalder Alm mit Zugspitzblick vom Feinsten.

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Tirol

5 Durchs Gaistal zur Rotmoosalm

Länge: 15 km / 2 Std.

Höhenmeter: 700 Hm

Technische Anforderungen:

schwer �

Kondition: anspruchsvoll

Panorama: super

Route: Von der Salzachbrücke

am Ende des Leutascher Hochtals

parallel zur Leutascher

Ache in das Gaistal bis zur Gaistalalm.

Dann gen Norden der

Beschilderung Rotmoosalm folgend

auf der anstrengenden

Route zwischen den Gipfeln

der Mieminger Kette und des

Wetterstein hoch. Das letzte

Stück mit 21% Steigung kurz

vor der 1904 Meter hohen

Rotmoosalm lässt den Puls

nochmals hochschnellen.

ALPIN-Tipp: Besteigung des

2234 m hohen Predigtstuhl.

Auf gleichem Weg zurück oder

auf 1630 m Höhe Richtung

Hämmermoosalm abzweigen

und die wesentlich schwierigere

Abfahrt ins Gaistal genießen.

6 Die Eibseerunde

Die Trails rund um die Zugspitze sind gut ausgeschildert.

Länge: 40 km / 3 1/2 Std.

Höhenmeter: 950 Hm

Technische Anforderungen:

leicht �

Kondition: anspruchsvoll

Route: Von Ehrwald auf

Asphalt zur Talstation der Zugspitzbahn,

steil bergan zur

Hochtörlehütte und weiter

bis zu einem Weg (Schild: Sackgasse!).

Diesen rechts bergab

auf eine größere, links auftauchende

Lichtung. Am Ende der

6 EXTRA 7/2006

Achtung: Im Frühsommer kann – wie 2006 – noch viel Restschnee das Fahrvergnügen verleiden.

Also genug Zeit einplanen und warme Sachen nicht vergessen.

Wiesenfläche links auf Pfad

hoch zum Fahrweg Eibsee.

Über die Landesgrenze kurz

nach Bayern zum smaragdgrünen

Eibsee. Am linken Ufer bis

zum Abzweig „Zierwald“. Dort

links steil bergauf und später

rechterhand bergab zum

Zierwald Grainau (Schild) bis

zu einem im spitzen Winkel

abzweigenden Weg zur

Gschwandbrücke. Auf dem

Fahrweg zurück nach Ehrwald.

INFO

Anfahrt Tour 4: AB München – Garmisch und auf der B 187 nach

Ehrwald oder über Füssen – Reutte auf der B 179 nach Ehrwald

oder direkt vom Fernpass ebenfalls auf der B 179.

Karte: AV Karte, 1: 25 000, Blatt 4/2, Wetterstein Mitte.

Anfahrt Tour 5: Garmisch – Mittenwald – Leutasch.

Karte: Kompass-Karte, 1: 50 000, Blatt 5,Wettersteingebirge.

Anfahrt Tour 6: Wie bei Tour Nr. 4 nach Ehrwald.

Karten: Kompass-Karte, Blatt 25, Ehrwald – Lermoos –

Mieminger Kette.

Literatur: Elmar Moser: Bike Guide Nr. 2 – Karwendel,

Wetterstein,Werdenfels, Delius Klasing.

Tourismusverbände:

www.biberwier.at

www.zugspitze.com

www.reutte.at

www.lermoos.at

Weitere Tourentipps:

www.zugspitzarena.com

www.alpintouren.at

www.bike-holidays.com

www.bikeguiding.at


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Südtirol

Unterwegs im Drei-Länder-Eck: Durch den Zusammenschluss von Vinschgau,

Engadin-Val Müstair und Nauders am Reschenpass zu einer Drei-Länder-

Rad & Bike-Arena lassen sich viele Touren auch grenzübergreifend durchführen.

7 Rund um Taufers

Länge: 39 km /4 1/2 Std.

Höhenmeter: 1500 Hm

Technische Anforderungen:

schwer �

Kondition: anstrengend

Route: Start in Taufers, auf der

Hauptstr. Über die Schweizer

Grenze (Pass mitnehmen!) ins

Val Müstair. Richtung Müstair,

am Ortsende auf der Via Rövel

bergan, weiter nach Santa

Maria.Vorbei am Hof Pütschai

nach Craistas und bei einer

T-Kreuzung hoch zur Alp Sot.

Schön durch Lärchen und

Kiefern über Urschai direkt zur

Kirche von Lü. Leicht gewellt

zur Alp Champatsch, kurze

Tragestrecke und flach und einfach

zum Pass da Costainas.

Richtung S-charl nach Alp

Astras und zum Plan d’Immez,

8 Von Trafoi zur Furkelhütte

Länge: 20 km / 2 Std.

Höhenmeter: 905 Hm

Technische Anforderungen:

leicht �

Kondition: anspruchsvoll

Route: Von Trafoi ganz flott die

Stilfserjochstr. hinab. Dort wird

der super Schnitt sogleich auf

der Straße nach Stilfs und später

hoch zum Fraggeshof eingebremst.Weiter

auf Schotter

durch Lärchenwald und an

Brunnen vorbei zur Prader Alm.

Den Schildern zur Furkelhütte

folgen (nette Einkehrmöglichkeit!).Von

dort markiert, teilweise

über eine Skipiste und

einen Fahrweg zur Mittelstation,

weiter auf einem Mix

aus Trail und Forstweg teilweise

steil zurück nach Trafoi.

Gebirge und Geschichte: Rund

um das Stilfser Joch trifft man

immer wieder auf Spuren aus

dem Ersten Weltkrieg.

8 EXTRA 7/2006

dort scharf rechts hoch zur Alp

Plazer und durchs Val Plazer.

Kurze technische Abschnitte

(evtl.Tragestrecken) führen

zum S-charl-Joch.

Dort weiter, zunächst schwierig,

dann gut fahrbar, rot-weißroter

Markierung folgend,

bis zur Praviert-Hütte und

Mitteralm. Dann weiter,

zum Teil steil bergab, über

die Mangitzalm durch das Val

d’Avigna zurück nach Taufers.

Das Val S-charl bietet herrliche

Bike-Möglichkeiten, die –

zumindest teilweise – in die

große Runde um Taufers

eingebunden werden.


9 Panoramatour zur Schaubachhütte

Technisch leicht, aber mühselig – die Auffahrt zur Schaubachhütte.

Länge: 9 km / 1 1/2 Std.

Höhenmeter: 700 Hm

Technische Anforderungen:

leicht �

Kondition: anstrengend

Route: Keinerlei Orientierungsprobleme,

technisch für jedermann

machbar, kurz und knakkig!

Ortler und Königspitze bilden

ein sehr aufregendes

Panorama.Trotzdem eine harte

Nuss, denn gleich vom Start

weg, bei der Gondel in Sulden

zieht die Schotterpiste stetig

und unbarmherzig steigend

hoch zur Schaubachhütte, wo

sich dann endlich der Blick

unbeschwert nach oben richten

lässt und die handgemachte

Pasta (Schlutzkrapfen!) und

andere Vinschgauer Köstlichkeiten

die Moral wieder aufrichten.

Zurück auf gleichem

Weg!

INFO

Südtirol

Der Vinschgau ist nicht nur für Bergsteiger ein beliebtes Ziel.

Abseits der stark frequentierten Durchgangsstraßen gibt es viele

Ziehwege und einsame Trails.

Anfahrt: Vinschgau-Reisende kommen entweder über den

Reschenpass oder aber über Brenner, Bozen und Meran.

Wer das Bike mit der Bahn befördern will, die Anbindung an die

Vinschger Bahn, die wieder im Einsatz ist, sollte man nutzen.

Führer: Mountainbike Guide Vinschgau Südtirol, mit Höhenprofilen

und Karten, 1: 35 000; Frank Klose: Mountainbike Aktiv–

Südtirol, www.esterbauer.com

Karten: Kompass-Karten, Blätter 52 und 53.

Info: Tourismusverband Vinschgau,

www.vinschgau.is.it

www.sulden.com

www.trafoi.com

www.schlanders.it

www.kastelbell-tschars.com

www.meraninfo.it

www.rad-bike-arena.com

www.reschenpass.info

www.nationalparkregion.ch

www.juval.it

7/2006 EXTRA

9


Gardasee

Bike-Arena: Zwischen dem Gardasee und seinen kleineren Kollegen Ledro, Idro,

Valvestino gibt tolle Ziele: abenteuerliche Militärstraßen, ausgesetzte Felsentrails

und Schotterpisten, die sich oft wie unendliche Bänder in den Himmel schrauben.

10 Rund um den Monte Manos/Lago d’Idro

Länge: 15 km / 2 Std.

Höhenmeter: 550 Hm

Technische Anforderungen:

leicht �

Kondition: gemütlich

Route: Vom Passo

San Rocco bei Capovalle

(Gargnano) zunächst bergab

Richtung Lago d’Idro. Nach

700 m links Richtung Coccaveglie,

Passo Cavallino,Treviso

abbiegen. Direkt unter der

Kirche Madonna di Riosecco

hindurch und weiterhin auf

Asphalt hoch zum Passo del

Cavallino. Im gleichnamigen

Rifugio Einkehrmöglichkeit.

Weiter gut machbar links bergauf

Richtung Vici und Monte

Manos, weiter auf dem Schotter

des „sentiero agrituristico“ bis

zum alten Kasernengebäude

11 Rund um den Monte Penni

10 EXTRA 7/2006

Die Gardaseeberge sind ein Biker-Revier. Aber man erwartet zu Recht auch Fairness gegenüber Wanderern.

von Cocca Veglie, danach links

in einer Kehre weiter bergauf

bis zum höchsten Punkt auf

1351 m. Die leichte Abfahrt vorbei

an Hochalmen bietet herrliche

Ausblicke auf die einsame,

Am Gardasee ist Endstation für den klassischen Transalp. Rings um die steilen Ufer des „Lago“ sind

Radfahrer seit jeher nicht mehr wegzudenken. Auch die meisten Einheimischen radeln gern.

karge Bergwelt.Weiter auf dem

Forstweg bis zum Ausgangsort

am Passo San Rocco.

Länge: 14,5 km / 2 Std.

Höhenmeter: 650 Hm

Technische Anforderungen:

schwer �

Kondition: anspruchsvoll

Route: Start am Lago di Valvestino

in Lignano (über Gargnano

hochfahren), zunächst gemach

auf Schotter ins Droanellotal.

Ein harter und zum Teil heftig

steiler Mix aus Beton- und

Schotterpiste zwingt gelegentlich

zum Hochschieben, vorbei

an den Kriegsüberbleibseln

von Dogana bis hoch zur Bocca

Paolone bleibt es schwierig.

Doch dann wandelt sich die

Tour. Auf bestem Schotter und

Asphalt rauscht es sich genüsslich

bis hinunter zum Bergdorf

Costa mit seinen tollen Einkehrmöglichkeiten.

Traumhafte Trails und

Waldwege führen stets mit

wunderbarer Aussicht auf den

Stausee von Valvestino zurück

nach Lignano.


12 Tremalzo – der Klassiker

Länge: 38,5 km / 5 1/2 Std.

Höhenmeter: 1700 Hm

Technische Anforderungen:

schwer �

Kondition: sehr anstrengend

Panorama: super

Route: Start in Molina di Ledro

beim Heiligenschrein am

Parkplatz. Auf Asphalt zunächst

Richtung Dos de Trat, dann auf

Hauptweg weiter, nach Felsöffnung

kurz bergab und später

immer steiler werdend hoch

zum Bocca dei Fortini, weiter

zum Passo Nota und auf der

Tremalzo-Schotterpiste in

unendlichen Kehren hoch bis

zum Tunnel (machbar, aber

hart, gute Aussicht, 1863 m).

Bergab zum Rifugio Garda, am

Parkplatz auf Asphalt weiter

abwärts bis zur Garage

Tremalzo. Dort rechts auf

Schotter erneut bergauf zur

Bocca Casèt. Nach ca. 2 km zwischen

Felsen links bergab auf

Trail Richtung Chiesetta S.

Anna-Giu, knapp 2 km später

auf wildem Pfad nach San

Martino, Pieve und beim

Gardasee

Tremalzo und Rocchetta sind zwei besondere Klassiker, bei letzterem sollte man sich der Aussicht erst widmen, wenn man abgestiegen ist.

Riva und Torbole am nördlichen Gardasee sind für viele Biker zur

„zweiten Heimat“ geworden. Ob das auch am Eis liegt?

INFO

Gedenkstein in Linkskehre

bergauf und später auf rotweiß

markierten Trail bis zur

Kapelle San Martino.Nach 500 m

zwischen Hütten hindurch steil

hinab. An Schranke vorbei und

später auf Asphalt bis hinunter

zum Ledrosee. Am See rechts

auf Schotterpisten genussvoll

zurück zum Parkplatz.

Anfahrt zum nördlichen Gardasee: Von Norden kommend die

A 22 bis Abfahrt Rovereto Nord. Über Mori entweder nach Arco

(heimliche Hauptstadt der Biker) oder nach Torbole und Riva.

Das Ledrotal erreicht man über Riva. Alternativ empfiehlt sich

auch die Abfahrt Trento Centro, von der man durch das Sarcatal

ans Gardasee-Nordufer anfahren kann.

Führer: Elmar Moser: Bike Guide 12 – Gardasee 2, Delius Klasing.

Karten: Kompass-Karte, Blätter 071 oder 102; Mountainbike –

Die 21 schönsten Routen des Trentino bzw. Gardatrentino,

1: 120 000 (beides gratis beim Tourismusverband).

Info: www.trentino.to

www.torbole.com

www.rivadelgarda.tn

www.vallediledroinfo.com

www.arcobikenature.com

www.trentobike.org

www.fortezzebiketour.it

www.trentinomtbhotels.it

www.trentino.to/home/ruote_amiche

Tipp: Zwischen Mori und Torbole über die Hänge unterhalb des

Monte Stivo in Serpentinen durch das grüne Crestatal radeln.

Auf der Giro-Teilstrecke abfahren bis Arco.

7/2006 EXTRA

11


Transalp

Transalp boomt! Als der Oberstdorfer Bergführer Andi Heckmair 1989 mit seinem

Bergrad erste Vorstöße gen Süden – direkt über die Alpen – unternahm, erklärten

ihn wohl viele für verrückt! Nicht im Traum hätte er damals daran gedacht, dass er

mit seinem Pioniergeist eine echte Massenbewegung lostreten würde. Heute spuckt

die Suchmaschine google beim Stichwort „transalp biketouren“ postwendend gut

17 000 Einträge aus! Veranstalter von Bikereisen sind sich einig: Transalp ist das

Thema Nummer eins! Rocky Mountains, Anden, von Lhasa nach Kathmandu –

Bikereisende haben alle Kontinente erobert. Unsere Alpen sind das größte Bikerevier

der Welt. Längst fängt nicht mehr jeder Transalp in Oberstdorf an und hört

automatisch am Gardasee auf. Inzwischen reicht das Spektrum vom Gourmet-Trip

über die Ladytour bis hin zur brutalen Ost-West-Durchquerung der Alpen. Auch die

Literatur hat sich voll dem Thema gewidmet. Herausragend hierbei Uli Stanciu’s

Werk „Traumtouren Transalp“! Mit einer CD zur virtuellen Tourenplanung.

13 Oberstdorf – Riva, Ur-Transalp

1.Tag

Zuerst sollte die zur Verfügung

stehende Zeit, ca. 5 bis 8

Fahrtage im Sommer, richtig

platziert werden. Beste Zeit ist

Mitte Juni bis max. Ende

September. Zu beachten ist,

dass am 15. August „Ferro

Gosto“ in Italien ist und mit

übervollen Quartieren gerechnet

werden muss.

Oberstdorf (820 m) – Birgsautal

– Rappenalptal – Schrofenpass

Start im Allgäu – hier wohnt

„Transalp-Erfinder“ Heckmair.

(1688 m) – Warth (1493 m) –

Lech (1444 m) – Zugertal –

Formarinsee (1980 m) – Rauhes

Joch – Dalaas – Bludenz –

St. Gallen – Gargellen.

Strecke: 74 km, 1500 Hm,

Zeit 9 Std., Sattelzeit 6 Std.

Anmerkung: Schieben/Tragen:

45 Min. bergauf – bergab am

Schrofenpass, Schieben 30 Min.

12 EXTRA 7/2006

Ein echter Transalp-Held hat mitunter eine „tragende Rolle“.

bergab am Rauhen Joch, Übernachten

in Gargellen.

2.Tag

Madrisertal – Schlappinerjoch

(2203 m) – Schlappin – Klosters

(1200 m) – Davos (1560 m) –

Dischmatal – Dürrboden

(2006 m) - Scalettapass

(2606 m) – S-chanf (1673 m).

Strecke: 49 km, 2260 Hm,

Zeit 7 Std.

Anmerkung: Schieben/Tragen

70 Min. bergauf am Schlappinerjoch,

Schieben/Tragen

40 Min. bergab am Schlappinerjoch,

Schieben/Tragen

60 Min. bergauf am

Scalettapass, Schieben/Tragen

10 Min. bergab am

Scalettapass.

Grenzenloser Spaß für

Wadenstarke.

3.Tag

S-chanf – Chaschaunapass

(2694 m) – Livigno (1805 m) –

Valle Alpisella (2268 m) – Lago

di Cancano – Passo Torre di

Frade – Bormio (1225 m) –

St. Caterina (1738 m).

Strecke: 55 km, 2330 Hm,

Zeit 7Std.

Anmerkung:

Schieben/Tragen 80 Min.

Chaschaunapass, Übernachten

in St. Caterina.

4.Tag

St. Caterina – Passo di Gavia

(2621 m) – Ponte di Legno

(1258 m) – Edolo (690 m) –

Valle Saviore – Passo di Campo

(2288 m) – Vall Daone.

Anmerkung: Schieben/Tragen

am Passo di Campo, Übernachten

am Stausee.

5.Tag

Vall Daone – Pieve di Bono

(933 m) – Storo (388 m) – Passo

Ampola (727 m) – Passo

Tremalzo (1974 m) – Pregasina

(532 m) – Riva (66 m) – Ende.

Gesamt: 320 km, 11 000 Hm,

10 Pässe.

Anmerkungen zu Tag 1

Die letzten 400 m zum

Schrofenpass führen durch

eine Felswand. Der ursprüngliche

Weg ist an einigen Stellen


abgebrochen, so dass nur noch

ein fußbreiter Steig übrig ist.

Diese Stellen sind mit Drahtseil

und einer Eisenbrücke gesichert.

An diesen Stellen ist Schwindelfreiheit

und absolute Trittsicherheit

erforderlich. Das Rad

muss auf der Schulter getragen

werden, quer auf dem Rucksack

ist nicht möglich.Wer hier

Probleme hat, kann einen

Guide engagieren, der ihn oder

die Gruppe bis auf die Passhöhe

begleitet und notfalls

Sicherungsmaßnahmen trifft

und beim Tragen hilft.

Wer die stark befahrene Straße

nach Bludenz sparen möchte,

soll in Dalaas links auf den

Kristbergsattel, 1448 m, fahren.

Abfahrt ins Silbertal bei Schruns,

da mündet der Abstecher wieder

auf die Orginalroute.

Anmerkungen zu Tag 4

Der Passo di Campo ist landschaftlich

sehr schön, aber

zum Fahren geht leider gar

nichts. 3 1/2 Std. schieben,

da muss man durch.

Kartenmaterial:

Kompass-Karten 1: 50 000, Nr. 3

Allgäuer Alpen, Nr. 32 Bludenz,

Nr. 71 Adamello, Nr. 72 Ortler,

Nr. 102 Lago di Garda, Nr. 103

FAHRTECHNIK

INFO

Transalp

Für eine Alpenüberquerung sollte man frühzeitig trainieren. Ein Aus im Hochgebirge kann unter

Umständen lebensgefährlich sein. Man kann sich aber auch einem Bikeführer anvertrauen.

Brescia; Landeskarte der

Schweiz, Nr. 248 Prättigau,

Nr. 258 Bergün, Nr. 259

Ofenpass.

Marcus Klausmann ist erst 29 Jahre alt, hat aber bereits zehn

Deutsche Meister-Titel,Weltcuperfolge und Dutzende anderer

Trophäen im „Downhill“ errungen. „Downhill“, also „nur“ bergab, ist

die anspruchsvollste Spielart des Mountainbike-Sports. Sprünge

bis zu 15 Metern, senkrechte Passagen über Felswände und

Endgeschwindigkeiten bis zu 65 km/h auf Trails, wo Otto-Normal-

Biker kaum zu Fuß gehen kann, lassen einen Vergleich mit der

alpinen Skiabfahrt keineswegs übertrieben erscheinen.

Für ALPIN verrät Marcus ein paar

Meister sei-

grundlegende Tipps und Regeln:

nes Sports:

1. Helm tragen

Marcus

2. Bremsencheck vor jeder Tour

Klausmann.

3. Vor allem zum Saisonbeginn

wieder mit leichten Touren starten.

4. Slalomtraining bringt Sicherheit im Bikehandling.

5. Fangen spielen mit Bike schult Überblick, bringt

Gleichgewicht und macht Spaß.

6. Bei kniffligen Situationen Sitzhaltung nicht zu gestreckt,

dadurch verspannt man schneller und verliert Reaktionszeit.

7. Blick nach vorne auf den Trail richten – nicht aufs Vorderrad

schauen.

Tourenanbieter:

DAV SUMMIT CLUB bietet neben diesem Klassiker mehrere

Varianten und Fahrtechnikseminare an:

Tel. 089/642 40-0, www.dav-summit-club.de

Andi Heckmair, Tel. 08322/22 10,

Fax 08322/82 97, www.heckmair.de

Darüber hinaus haben viele Bergschulen und Spezialveranstalter

attraktive Transalp-Ideen im Programm.

Kartenmaterial:

Für sämtliche Transalp-Touren reichen Kartenblätter im Maßstab

1: 50 000. Für die Schweiz empfehlen sich die Blätter der

Landeskarte, Bayern, Österreich und der italienische Alpenraum

werden von Freytag & Berndt sowie Kompass gut abgedeckt.

Tranalp im www:

www.alps-biketours.de

www.bikealpin.de

www.transalptours.de

www.bike-adventure-tours.ch

www.worldwideactive.at

www.eng-him-tours.ch

www.marcusklausmann.com

www.mtb-academy.com

www.globetrek.at

www.hauser-exkursionen.de

7/2006 EXTRA

13


Info & Ausrüstung

Welches Bike passt zu mir?

Das Radl-Angebot ist riesig. Bevor man sich ein Bike zulegt, sollte man sich

fragen, wofür wird’s gebraucht. Hier eine Hilfestellung für Einsteiger.

Wird das Bike mehr Fortbewegungsmittel

oder Sportgerät

sein? Wer mit Packtaschen

vorwiegend auf genormtem

Schotter tourt, benötigt ein

komplett anderes Bike als ein

Abfahrtsspezialist oder Radbergsteiger,

der mit seinem

Bike „nur“ die Anfahrt zum

Gipfelaufbau verkürzen will.

Erstellen Sie Ihr eigenes

Anspruchsprofil, damit Sie mit

dem Bike Ihrer Wahl auch Ihre

eigenen Bedürfnisse abdecken.

Rahmengröße

Ein Bike muss den individuellen

Körpermaßen entsprechen.

Zwar können mit Sattelstütze,

Sattel nach vorne und hinten

verschieben, verschieden langen

Vorbauten, Auswechseln

des Lenkers … gewisse

Ungereimtheiten ausgemerzt

werden, aber grundsätzlich

muss die Rahmenhöhe auf die

Körpergröße und die Ansprüche

abgestimmt sein.

Tourenfahrer werden eher zu

einem höheren Rahmen und

einer aufrechten Sitzposition

tendieren. Sportliche Mountainbiker

werden auf kniffligen

Trails einen eher gedrungenen

Rahmen zu schätzen wissen.

Wer wie der Affe auf dem

Schleifstein sitzt, trägt zwar zur

Belustigung der Umwelt bei,

gefährdet aber auch seine

eigene Sicherheit. Eine

Beratung im Fachhandel und

eine Probefahrt nicht nur um

den Block sind unerlässlich!

Federung

Vollgefederte Bikes bieten

erheblich mehr Fahrkomfort,

schonen somit den Rücken

und die Gelenke und lassen in

der Folge auch den Biker weniger

schnell ermüden. Bergauf

verliert man mit Dämpfungssystemen,

die sich nicht

blockieren lassen, ein wenig

14 EXTRA 7/2006

Neue Räder, neue Sprache: Mit dem Mountainbike kamen die

Anglizismen in die Berge – für viele gewöhnungsbedürftig.

Effizienz. Hardtails mit starrem

Hinterteil und gefederter Gabel

sind günstiger, leichter und

weniger reparaturanfällig.

Einen Kompromiss kann eine

gefederte Sattelstütze bieten.

Welcher Vor- oder Nachteil hier

den Ausschlag gibt, bleibt

immer eine individuelle

Entscheidung.Wer Probleme

mit dem Rücken hat, wird früher

oder später bestimmt beim

Fully, also dem vollgefederten

Bike landen.

Wohin mit dem Gepäck?

Wer einen Gepäckträger montieren

möchte (HikerBiker), sollte

beachten, dass die Montage

an Fullies meist nicht möglich

ist. Bei Hardtails sollte auf vorhandene

Ösen geachtet werden!

Ein Gepäckträger hält

zwar den Rücken frei von der

Rucksacklast, bringt aber das

Gewicht an den falschen Platz,

d. h. das Bike steigt bei Auffahrten

vorne schnell nach

oben und auch bei der Abfahrt

wird das Handling in Kurven

durch den nach hinten verlagerten

Schwerpunkt schneller

schwammig. Mittlerweile

haben sich Rucksäcke durchgesetzt.

Sie sollten gut am Körper

sitzen und dennoch ordentlich

belüftet sein, eine Regenhaube,

Außentaschen für Handy,

Kamera, Landkarten … bieten

und auf jeden Fall Trinksystemkompatibel

sein. Dem Rücken

zuliebe sollte der Rucksack –

erst recht auf einem Transalp –

maximal 6 – 8 Kilo auf die

Waage bringen!

ALPIN-Tipp: Werkzeug und

Ersatzschläuche etc. in der

Satteltasche verstauen!

Lenkertaschen sind für „zahme“

Transalps eine Alternative. Auf

richtigen Trails haben sie nichts

zu suchen, weil sie die Sicht auf

den Vorderreifen behindern

und das Sturzrisiko erhöhen!

Schaltung und Ritzel

Ob Ihr Bike eine 6-fach oder

mittlerweile schon eine 9-fach

Kassette und folglich 18 oder

27 Gänge hat, ist sachlich betrachtet

zweitrangig.Wichtig

ist, dass der kleinste Gang, also

vorne das kleinste Kettenblatt

und hinten der größte Zahnkranz

ein bergtaugliches Team

ergeben. Eine 20/32er Übersetzung

z. B. erleichtert lange Anstiege

(z. B. auf Transalps) gewaltig.

Achten Sie auf möglichst

homogene Schaltgruppen,

d. h. dass möglichst viele

Teile aus einer Produktlinie

stammen. Also nicht Shimano

XTR-Komponenten mit LX-Teilen

mixen … was aus werbetaktischen

Gründen gerne

gemacht wird!

Reifenprofil

Keine Bereifung ist für alle Untergründe

und Witterungen

optimal. Aber mit 2,25 Zoll und

Stollen liegen Sie auf einem

Transalp nie daneben. Klar geht

es mit schmalen Semislicks in

trockenen Abschnitten und auf

Asphalt schneller voran, aber

die nächste Flussüberquerung,

loser Schotter oder Geröll sind

niemals fern …

Scheiben- oder

Felgenbremsen

Die meist teureren Scheibenbremsen

bringen ganz klar

mehr Leistung und schonen

die Felge. Außerdem bleiben

sie auch bei Nässe voll funktionstüchtig.

Dafür wiegen sie

mehr, sind schwieriger zu warten

und im Notfall komplizierter

zu reparieren.

Felgenbremsen sind technisch

für jeden überschaubar und

günstiger.


Bikerevier unter dem Matterhorn – Bergsteigen auf zwei Rädern steht in der Schweiz hoch im Kurs.

Klicksystem ja/nein?

Klickvorrichtungen sorgen

dafür, dass Pedal, Schuh und

Biker verschmelzen. So wird die

Kraft nicht nur beim Drücken

auf das Pedal entfaltet, sondern

auch beim Ziehen. Sämtliche

Systeme erfordern eine kurze

Eingewöhnungsphase. Anfängliche

Berührungsängste und

Sicherheitsbedenken hat dabei

fast jeder.Trotzdem: wesentlich

verletzungsanfälliger fährt es

sich ganz ohne oder mit veralteten

Riemen oder Käfigen!

Wer Touren mit Pedalsystem

ruhig angeht und das Ausklicken

aus dem Pedal automatisiert,

wird schon bald einen

merklichen Leistungsschub

verspüren und obendrein

sicherer unterwegs sein.

Anfänger sollten auf eine große

Auflagefläche für optimale

Kraftübertragung achten und

mit einem geringen Auslösewiderstand

starten.

Extras

Sehr praktisch sind Lenkerhörnchen.

Sie ermöglichen vari-

able Griffhaltungen (Entspannung

der Handgelenke) und

erleichtern das Ziehen am

Lenker im Wiegetritt

.

Zubehör

Bekleidung aus Funktionsfasern,

eine Radhose mit

ordentlichem Polster, robuste

Bikeschuhe, Handschuhe, eine

Brille mit aufhellenden Wechselgläsern

für schlechtes Wetter

und natürlich ein ordentlicher

Helm gehören ab der ersten

Biketour dazu! Tipp: Eine

Helmmütze aus Windstopper,

Mountainbiken ist Ausdauersport – genug Flüssigkeit das A und O.

Info & Ausrüstung

die problemlos unter dem

Helm getragen werden kann,

ohne dass der Helm verrutscht,

einen halb erwürgt oder viel zu

weit oben sitzt, kostet wenig,

leistet im Bedarfsfall aber großartige

Dienste! Genauso unabdingbar

ist ein Werkzeug- und

Ersatzteilset, das man am

besten in einer kleinen Satteltasche

(stets am Bike) aufbewahrt.

Hierzu gehören

Ersatzschlauch, Flickzeug,

Multitool, Reifenheber,

Kettennieter mit Ersatzstiften,

Ersatzseile für Bremse und

Schaltung und eine Luftpumpe.

Zu guter Letzt

Viel Ärger erspart sich, wer die

Tauglichkeit der Ausrüstung

wenigstens ein paar Einsteigertouren

lang testet! Dann sind

eventuelle Kinderkrankheiten

beseitigt, die Schuhe eingelaufen

und auch der Sattel halbwegs

eingesessen. Erst dann

steht der großen Tour, vielleicht

sogar einem Transalp, nichts

mehr im Wege!

7/2006 EXTRA

15


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