King's Report 2005-03 - Scania

scania.de

King's Report 2005-03 - Scania

ISSN 1618-9760

B 46248

Mit Scania unterwegs

Nr. 3

September

2005

Bestellnummer/Edition: 3:22 2005 02

www.scania.de

Vorne steht die 6

Der neue Euro 4-V8 besticht mit

620 PS und 3.000 Nm Seite 6

Chefsache

Wie Vorstand Hasse Johansson

im Scania Werk Bochum schuftete

Seite 14

Sportsgeist

Wenn Audi Sport zur DTM reist,

haben sie viel „Gepäck“ an Bord

Seite 20


Vier gute Gründe für den MICHELIN Reifen

Die inneren Werte der MICHELIN-Karkasse sind die Grundlage für ein unvergleichlich langes Reifenleben.

Ein Reifenleben, das in jeder seiner vier Phasen ein Maximum an Wirtschaftlichkeit bietet:

1_ MICHELIN Neureifen: 100% Laufleistung

2_ Nachgeschnittener MICHELIN: + 25% Laufleistung

3_ MICHELIN Remix werkserneuerter Reifen: 100% Laufleistung wie beim Neureifen

4_ Nachgeschnittener MICHELIN Remix Reifen: erneut + 25% Laufleistung

250% Laufleistung unter dem Strich – MICHELIN Nutzfahrzeugreifen stehen für Wirtschaftlichkeit!

Weitere Informationen unter 0049 (0)721 530-1541 oder Fax -1698

Kundenservice.lkw@de.michelin.com

www.michelin.de


Editorial

Liebe Leserinnen

und Leser,

wenn es um die passenden Motorenlösungen

geht, entscheiden bei Scania ganz alleine Sie!

Stolze 21 zuverlässige und wirtschaftliche

Motoren stehen zur Auswahl. Die Highlights:

Der neue, mit 620 PS leistungsstärkste V8 mit

3.000 Nm am Markt

und die innovativen

Scania Euro 5-Motoren.

Auch wenn es um

die Entscheidung zwischen

EGR (Exhaust

Gas Recirculation, also

Abgasrückführung)

und SCR (Selective

Catalytic Reduction)

geht, haben Scania

Kunden die Wahl, denn

in unserer Angebotspalette

finden sich beide

Lösungen. All jenen,

die nicht so viele mautpflichtige Autobahn-

Kilometer fahren, empfehlen wir die patentierte

Scania EGR-Technologie, die unser Haus

seit Herbst 2004 anbietet. Die innermotorische

Lösung durch Abgasrückführung besticht

durch zahlreiche Vorteile: Neben dem reduzierten

Schadstoffausstoß entsteht bei dieser

in den USA seit Jahren eingesetzten Technologie

kaum Ruß. Für Scania stellt diese ausgereifte

Technologie langfristig den Königsweg

dar. Natürlich bieten wir aber – vor allem

für jene, die viel auf deutschen Autobahnen

fahren – ab 2006 auch einen Euro 5-Motor

mit SCR an. Damit sparen Sie bereits lange

vor dem Stichtag 2009 Mautkosten.

Wie auch immer Sie sich aber entscheiden, ob

für Scania EGR oder Scania SCR: Mit Scania

haben Sie einen starken Partner gewählt!

Viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe des

KING’S REPORT!

Ihr

Peter Hornig

Leiter Vertrieb Lkw, Scania Deutschland

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News

Kurz notiert

Nachrichten aus der Nutzfahrzeugbranche

und dem Unternehmen Scania

Report

Souverän gegen die Sekunden

Mario Müller landete beim deutschen Finale des

Young European Truck Driver auf Platz 1

Die Osteuropa-Experten

Eine Lübecker Spedition hat sich auf Routen

nach Polen und Russland spezialisiert

Vorstand in der Werkstatt

Zwei Tage lang packte Hasse Johansson bei

Scania Bochum richtig mit an

Von Schwaben bis St. Petersburg

Mit Scania Bussen fährt Bayer-Reisen seine Gäste

zu Zielen in Deutschland und im Ausland

Titelthema

Fit für die Euro-Zukunft

Mit zwölf Motoren sowie neuen Getrieben

rüstet sich Scania für die Zukunft

Report

Boxenstopp in Ingolstadt

Wie Audi Sport seine Boliden samt der kompletten

Ausrüstung zu den DTM-Rennen bringt

Fahrertreff am Nürburgring

Truckershop und Fahrerstammtisch kamen bei

den Scania Fans am Truck Grand Prix gut an

Service

Gewinnspiel

Drei Fragen beantworten und tolle Preise gewinnen

Editorial / Inhalt 3

King’s Tipps

Trotz anstrengendem Job: Wie Lkw-Fahrer gesund bleiben

IMPRESSUM

KING’S REPORT – mit Scania unterwegs

8. Jahrgang, 3. Ausgabe

ISSN 1618-9760

Herausgeber:

Scania Deutschland GmbH

August-Horch-Str. 10

D-56070 Koblenz

Anschrift:

Redaktion KING’S REPORT

c/o Scania Deutschland GmbH

Sieglinde Michaelis

August-Horch-Str. 10

D-56070 Koblenz

Tel. 02 61 / 8 97 -2 08

Fax 02 61 / 8 97 -4 05

Deutsche Internetadresse:

http://www.scania.de

Realisation:

drivemedia

Agentur für Corporate Publishing der

Verlage

Heinrich Vogel GmbH Fachverlag

Springer Transport GmbH

Neumarkter Straße 18

D-81664 München

Tel. 0 89 / 43 72 - 21 33

Fax 0 89 / 43 72 - 24 77

http://www.drivemedia.de

Redaktion: Annette Keck

Autoren dieser Ausgabe: Peter Breitbach,

Dieter Göllner, Martin Heying, Richard

Kienberger, Claudia Koch, Rocco Swantusch

Art Director: Dierk Naumann

Layout & Composings: Arno Krämer

Titelbild: Scania

Fotos: Autoren, Martin Bertram, Karel Sefrna,

Scania Deutschland

Cartoon: Motionless Movie Productions

Druck: F & W Mediencenter, Kienberg

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und elektronische Verarbeitung nur

mit schriftlicher Zustimmung des Herausgebers.

Für unverlangt eingesandte Text- und Bildbeiträge kann keine Gewähr

übernommen werden.


4 News

Fachgerechter Transport: Ulmer Fleisch

setzt Kühlfahrzeuge der R-Baureihe ein.

Gut gekühlt zum Kunden

enn die sensible Ware das Frischfleisch-

der Ulmer Fleisch Schlacht- und

Wzentrum

Zerlegebetrieb GmbH verlässt, ist es fast immer

ein Scania, der für den Transport zu den

Kunden in ganz Europa sorgt. Das zur Müller

Gruppe gehörende Unternehmen hat im

letzten halben Jahr acht neue Highline Fahrzeuge

der R-Baureihe angeschafft und damit

den Anteil der Scania Lkw im Fuhrpark weiter

erhöht. Nun stellen Fahrzeuge der Baureihe

4 und der neuen R-Baureihe 15 der insgesamt

20 Kühlfahrzeuge der Ulmer. Olaf

Ott, Leiter der Logistik bei Ulmer Fleisch,

sieht vor allem zwei Gründe, die für Lkw des

schwedischen Herstellers sprechen: „Zum

einen ist es der feststellbar geringe Kraftstoffverbrauch

und zum anderen die hervorragende

Zusammenarbeit mit dem Scania Servicepartner

Georg Kiechle Bremsendienst in Ulm

und der Martin Knirsch Kraftfahrzeuge

GmbH, Scania Händler aus Karlsruhe.“

Die Argumente zählen umso mehr, wenn

man bedenkt, dass die Kühlfahrzeuge auf

eine durchschnittliche Jahreslaufleistung von

160.000 Kilometer kommen. So sind die Lkw

auf ihren Touren durch Deutschland und

Europa fast 1 Million Kilometer auf Achse,

bevor sie durch neue ersetzt werden.

Bei der Bauaktion 2005 steht eine Reihe

von Fahrzeugen zur Testfahrt bereit.

Praktischer Härtetest

ei der Scania Bauaktion 2005 können

BKunden und Interessierte nicht nur mehr als

20 Baufahrzeuge der Marke begutachten, sondern

sie auch unter Alltagsbedingungen in fünf

Kies- und Sandgruben in ganz Deutschland auf

ihre Leistung hin testen. Ob auf Teer, Kies oder

Sand – die Fahrzeuge scheuen keine noch so

harte Prüfung. In den Gruben warten Dreiseitenkipper

und Abrollkipper mit verschiedenen

Fahrerhäusern und Motoren auf Testfahrer –

vom sparsamen Sechszylinder bis zum kraftvollen

V8. Kippsattelauflieger und Baustoffpritschen

runden die Baufahrzeugschau ab. Die

Modellpalette der Baufahrzeuge zeichnt sich

durch Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und einen

niedrigen Verbrauch aus. Ein weiterer Pluspunkt:

ihre Robustheit.

Zwei Veranstaltungen fanden bereits statt, und

zwar in Eisenberg/Pfalz und Ingolstadt. Am

8. und 9. Oktober gibt es in Lauenburg noch

Gelegenheit, die Bauaktion zu besuchen, am

15. und 16. Oktober in Magdeburg und am

22. und 23. Oktober in Swisttal. Scania Experten

beantworten vor Ort gerne alle Fragen

Verkaufserfolg und Jubiläum

m 24. Juni übergab die Knirsch Kraftfahrzeuge

AGmbH in Karlsruhe einen P 380 LA4x2 an die

Mineralölspedition Robert Bayer GmbH. Damit hat

Scania Händler Martin Knirsch den 5.000sten Scania

Lkw verkauft – ein toller Erfolg. Die Fahrzeugübergabe

begleitete eine begeisterte Rede von Seniorchef

Martin Knirsch. „Genau diese Begeisterung schätzen

wir“, so Geschäftsführer Hans Braunmüller und

Kraftfahrzeugmeister Herbert Geprägs von der Mineralölspedition,

in deren Fuhrpark nun 35 Scania

Lkw stehen – alle von Knirsch. Für die Zukunft ist

gesorgt: Die Söhne von Martin Knirsch, Andreas und

Heiko, arbeiten schon lange im Unternehmen, das im

Juni sein 35-jähriges Jubiläum feierte. Enkel Lennart

peilt schon den 10.000sten verkauften Scania an.

Herbert Geprägs, Lennart Knirsch, Helmut

Süring, Heiko Knirsch, Hans Braunmüller,

Andreas Knirsch, Martin Knirsch und

Wolfgang Müller (v. l.).


News 5

Glückszahl Sieben

ie Sieben – eine verflixte Zahl? Nicht für

DMartin Bertram und seine Frau Annelie.

Die Sieben scheint für ihr Unternehmen, die

Bertram Nutzfahrzeuge Service GmbH, eine

Glückszahl zu sein: Es liegt verkehrsgünstig

an der A7 Hannover–Hamburg, 700 Meter

von der Abfahrt Bad Fallingbostel entfernt,

und war am 19.7.2005 seit exakt 777 Tagen

Scania Servicepartner. Der Betrieb ist natürlich

auch DOS-zertifiziert.

Die Geschäftsführer können auf ein starkes

Team von neun gut ausgebildeten, erfahrenen

Mitarbeitern bauen. Von ihnen arbeiteten

bereits einige in dem Entsorgungsunternehmen

der Bertrams, das sie seit 1969 führen

und in dem sie seit 1993 Scania Lkw einsetzen.

Da Martin und Annelie Bertram für den

Ganz in der Nähe der A7:

Scania Servicepartner

Bertram.

Betrieb eine Werkstatt brauchten, beschlossen

sie, eine eigene Werkstatt zu eröffnen

und damit Scania Servicepartner zu werden.

„Wir führen Achsvermessungen und Reparaturen

an Anhängern, Aufbauten, Abrollkippern

und Ladekränen durch. Der 24-Stunden-Notfalldienst

ist für uns eine Selbstverständlichkeit“,

so Martin Bertram.

Kurz notiert

Teamfähig

Präsentierte sich in

Köln: der neu

überarbeitete Scania

Irizar Century.

Auf der Interschutz 2005 in Hannover hat

Scania seine neue CrewCab-Generation

vorgestellt. Die Kabinen sind in zwei

Größen erhältlich: als CP28-Version für

fünf bis sechs Insassen und als CP31 für

sechs bis acht Personen.

Neu in Franken

Komfortabler Reisebus vorgestellt

uf dem RDA-Workshop, der Leitmesse

Ader Bustouristik vom 2. bis 4. August in

Köln, stellte Scania seine neuen 9-Liter-Busmotoren

für Euro 4 und Euro 5 vor. Bei der

neuen Busmotoren-Generation nutzt Scania

EGR (Exhaust Gas Recirculation = Abgasrückführung)

zur Emissionsvermeidung. Die

innermotorische Technologie senkt den Parti-

kelgehalt der Abgase um 80 Prozent und die

Stickoxidemissionen um 30 Prozent gegenüber

Euro 3. Außerdem war auf dem Scania

Stand der Scania Irizar Century in einer

12-Meter-Version zu sehen. Der weiterentwickelte

Reisebus besticht unter anderem

durch Wirtschaftlichkeit, Komfort und hohen

Sicherheitsstandard.

Das Servicenetz von Scania in Deutschland

hat einen zusätzlichen Servicestützpunkt:

im fränkischen Himmelkron bei

Bayreuth. Dort öffnete die erste eigene

Niederlassung von Scania Nürnberg.

Scania Bayreuth/Himmelkron ist die vierte

Werkstatt, mit der Scania Nürnberg

zusammenarbeitet. Die anderen sind freie

Werkstätten: die Stefan Sperber GmbH in

Nürnberg, die Karl Distler GmbH in

Weinsfeld und der Kfz-Meisterbetrieb

Schmaus in Amberg.


6 Titelthema

Höchstleistung

Ab Herbst bietet Scania zwölf Motoren für die Euro-Zukunft und neue Getriebe.

Der stärkste V8 leistet 620 PS und wuchtet 3.000 Nm auf die Kurbelwelle.

Das neue Motorenangebot von Scania

umfasst nicht weniger als 21 Varianten.

Auf Basis eines einheitlich gestalteten

Brennraumes für Reihen- und V-Motoren entwickelten

die Scania Ingenieure neun Euro 3-,

zehn Euro 4- sowie zwei Euro 5-Motoren. In

Deutschland sind zwei von drei Scania

Lkw in den Leistungsklassen 420 bzw. 500 PS

angesiedelt. Für diesen Kundenkreis hält

Scania ab Herbst 2005 alle drei Versionen

parat: Passt der aktuelle Motortyp gemäß

Euro 3 derzeit noch bestens zur individuellen

Transportaufgabe? Muss es schnellstmöglich

der ab Oktober 2006 gültige Euro 4-Saubermann

sein? Oder gibt es sogar triftige Gründe,

sich bereits heute für die in vier Jahren

geforderte Technik auf Euro 5-Niveau zu

entscheiden?

Zehn-Jahres-Plan

Die gekühlte Abgasrückführung (EGR) ist für

Scania in den nächsten zehn Jahren der wichtigste

Weg innerhalb der Motorenentwicklung

zur Senkung der Schadstoffemissionen. Und

Scania marschiert beileibe nicht allein in diese

Richtung.

Das zeigt zum Beispiel ein Blick über den

großen Teich: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

gibt es Dinge, die gibt’s gar nicht –

zum Beispiel SCR (Selective Catalytic Reduction)

ist so ein Ding der Unmöglichkeit. Wässrige

Harnstofflösung (Urea) – hierzulande unter

dem Label AdBlue vermarktet – ist in den USA,

wo letztes Jahr über 200.000 Schwer-Lkw verkauft

wurden, verpönt. Zwangsläufig rüsten

US-amerikanische ebenso wie europäische

Hersteller ihre Nutzfahrzeuge mit EGR aus;

auch wenn das Thema EGR und SCR in

unseren Breiten schon mal ganz gerne anders

kommuniziert wird. Denn in Europa haben sich

Produzenten, die in der Neuen Welt in großen

Stückzahlen Motoren mit EGR absetzen, fast

vollständig SCR und AdBlue verschrieben –

und zwar langfristig!


Titelthema 7


8 Titelthema

Nicht jedoch Scania! Die erklärte Strategie ist

in Stein gemeißelt: Langfristig setzt Scania voll

und ganz auf EGR. Lange vor In-Kraft-Treten

von Euro 5 (im Oktober 2009) kommt eine

Motorenfamilie auf den Markt, die ausnahmslos

auf EGR basiert – das heißt nicht nur bei

den Fünf- und Sechszylindern, sondern auch bei

den V8-Hochleistungsmotoren. Weitere Merkmale

der neuen Motorengeneration: Die Hochdruckeinspritzung

Scania XPI (besonders hoher

Einspritzdruck), variable Turbogeometrie, weiterentwickelte

Kühlkapazität, größere Hubvolumina

und wartungsfreier Oxicat.

Bis es so weit ist, setzt Scania neben EGR die

SCR-Technologie ein, die Urea zur Abgasreinigung

benötigt: und zwar bei den PS-starken

V8-Motoren, um Fahrleistungen und Kühlkapazität

sicherzustellen. Und anfänglich auch

bei den Motoren, die schon ab Herbst 2005 die

Euro 5-Norm erfüllen.

Getriebe: leichter und stärker

Nach 15 Jahren erfolgreichem Einsatz ersetzt

Scania im Jahr 2006 sein gesamtes Programm

an Range-/Splitgetrieben und erweitert sein

Angebot um eine Sechsgang-Box von ZF für

Verteilerfahrzeuge.

Das aktuelle Getriebe-Programm enthält neue

Entwicklungen, bei denen Scania Opticruise

und Retarder komplett integriert sind. Die

Tunnel-Konstruktion des Gehäuses ist belastbarer

und stabiler als die derzeitige

Wannen-Ausführung. Trotz der erhöhten

Drehmoment-Kapazität bei nahezu unveränderten

Übersetzungsverhältnissen ergibt sich je

nach Getriebekonfiguration eine Gewichtseinsparung

von bis zu 69 Kilogramm. Um die

Schaltkräfte zu harmonisieren, hat der erste

Die verlängerten Seitenspoiler senken den

Spritverbrauch um bis zu 0,5 Prozent.

Die beiden Euro 5-Motoren von Scania gehen im Jahr 2006 in Produktion.

Der Euro 4-V8-Motor von Scania mit 620 PS bringt

stolze 3.000 Nm auf die Kurbelwelle.

Gang jetzt drei anstelle von zwei Konussen für

die Synchronisierung.

Das neue Overdrive-Getriebe GRSO905 erfüllt

gleich zwei Aufgaben: Es erlaubt bei Baufahrzeugen

das Fahren mit moderaten Drehzahlen

auf Land- (im 11. Gang) und Fernstraßen

(12. Gang). Und es überträgt das massive Drehmoment

des bärenstarken V8-Flaggschiffs.

Der neue Scania Retarder ist komplett ins

Getriebe integriert. Ölkühler und Druckspeicher

wurden vom Rahmen an die Hinterseite

des Retarders versetzt. Der am Chassis frei

gewordene Raum erleichtert die Arbeit der Aufbauhersteller.

Besondere Erwähnung verdient

auch die gesteigerte Retarder-Leistung um 500

Nm auf nunmehr maximal 3.500 Nm sowie die

40 Prozent höhere Leistung bei niedrigen Drehzahlen

(2.100 Nm bei 500/min). Dies macht bei

geringen Geschwindigkeiten eine enorme Verbesserung

aus.

Scania Opticruise geht mit neuer Software und

verbesserter Diagnose an den Start.

Kontaktfreie Positionssensoren für den Schaltmechanismus

sorgen für mehr Präzision und

höhere Zuverlässigkeit. Und auch bei der

Kupplung wurde das Verbesserungspotential

ausgeschöpft: Die Belagstärke wuchs von drei

auf fünf Millimeter, der Kupplungs-Pedaldruck

liegt jetzt 25 Prozent unter der aktuellen Konstruktion.

„Zum Fahren um den Block“, sprich für 4x2-

Verteilerfahrzeuge, kombiniert Scania seinen

Neunliter-Motor (230/270 PS) mit einem

Sechsganggetriebe. Die Merkmale des unkomplizierten

Getriebes, das sich handlich und

komfortabel wie beim Pkw schalten lässt:

Alugehäuse, nicht weniger als 87 Kilogramm

Gewichtsersparnis gegenüber aktuellem Achtganggetriebe,

drei Schaltgassen, kein Range

und kein Split, Kapazität für max. 1.250 Nm

Motor-Drehmoment, Spreizung zwischen

erstem und direkt übersetztem größten Gang

i=7,72.

Mehr Sicherheit und Effizienz

Die systematische Sicherheitsarbeit von Scania

in Forschung und Entwicklung führt ständig

zu neuen Details und Verbesserungen. Dazu

zählen auch eine ganze Reihe neuer Funktionen,

die sowohl den Komfort für den Fahrer als

auch die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit

für den Unternehmer unterstützen:


Titelthema 9

Die Warneinrichtung für das Anlegen des Sicherheitsgurtes

wurde entsprechend dem Euro-NCAP-

Standard verbessert und tritt anstelle der traditionellen

Warnleuchte. Das System warnt nicht

angeschnallte Fahrer optisch und akustisch, sobald

die Geschwindigkeit 25 km/h überschreitet.

Diese Warnfunktion bleibt aktiv bis der Fahrer

seinen Gurt anlegt, maximal aber 90 Sekunden.

ESP – Electronic Stability Program – ist nun

auch, zusätzlich zu den 4x2-, 6x2- und 6x2/4-

Sattelzugmaschinen, für verschiedene zwei- und

dreiachsige Solo-Lkw als Option verfügbar.

Das auf Wunsch erhältliche Hill-hold-System

hält elektronisch so viel Druck in der Betriebsbremse,

dass der Lkw auf Gefällstrecken oder

an Steigungen sicher gehalten wird. Die Bremsen

bleiben so lange aktiviert, bis der Fahrer die

Kupplung betätigt und sich das Fahrzeug in

Bewegung setzt.

Der Bremsassistent unterstützt den Fahrer

bei einem starken, abrupten Verzögerungs-

Manöver (Notbremsung), indem er eine höhere

Bremsleistung zur Verfügung stellt und die

verfügbare Bremsreibung (Friction) optimal

ausnutzt. Erfahrungen zeigen, dass Fahrer in

solchen Situationen oft der Meinung sind, sie

würden voll „in die Eisen“ steigen, obwohl

eigentlich zusätzliche Bremsleistung bereit

stünde. Der Bremsassistent wird seit Jahren

erfolgreich in Pkw eingesetzt.

Der Fading-Bremswarner alarmiert den Fahrer

über das Display des Bordcomputers, wenn es

zu einem starken Temperaturanstieg der

Scheibenbremsen kommt und dadurch die

Bremsleistung eingeschränkt wird.

Eine neuartige Warnfunktion bei nicht aktivierter

Feststellbremse informiert optisch und akustisch,

wenn der Fahrer unbeabsichtigt den

Fahrerplatz verlässt, ohne vorher die Feststellbremse

betätigt zu haben. Wurde der Fahrer

früher nur bei abgezogenem Zündschlüssel gewarnt,

regis-triert ein Sensor den Sicherheitsmangel

jetzt auch, wenn der Zündschlüssel

steckt oder der Motor mit Leerlaufdrehzahl

arbeitet.

Eine Warnfunktion für den Druckluftverbrauch

alarmiert den Fahrer in zwei Stufen über das

Display. Zunächst erscheint bei steigendem

Druckluftverbrauch eine grüne Mitteilung. Bei

Integriert – Retarder

und Opticruise im

neuen Getriebe

GRS/GRSO905.

Zuwachs – 40 Prozent

höhere Retarderleistung

bei niedriger Geschwindigkeit

und um 500 Nm auf

3.500 Nm gesteigertes

Maximum.

kritischem Druckluftverbrauch, zum Beispiel

wenn die Bremsleistung des Fahrzeugs gefährdet

ist, wechselt die Farbe der Anzeige auf

Bernsteingelb/Orange.

Mittels einer Auflieger-Achssperre, die als

Vorbereitung verfügbar ist, lassen sich vom

Fahrersitz aus gelenkte Auflieger-Achsen

betätigen und steuern. Auf diese Weise kann

der Fahrer die lenkbaren Achsen eines Sattelaufliegers

in Geradeaus-Position sperren, um

beispielsweise das Zurücksetzen zu erleichtern.

Verlängerte Windabweiser verbessern den

Luftstrom hinter dem Fahrerhaus einer

Sattelzugmaschine. Gummielemente an den

Seitenspoilern schließen den Raum zum Sattelauflieger,

ohne dass es beim scharfen Wenden

zu Schäden am Aufbau oder Motorfahrzeug

kommen kann. Durch diese aerodynamischen

Hilfsmittel lassen sich bei einem 40-Tonnen-

Zug bis zu 0,5 Prozent Sprit sparen.

Die Anzeige für den Füllstand der Scheibenwasch-

Flüssigkeit informiert den Fahrer, wenn der Behälter

nur noch zu 25 bis 30 Prozent gefüllt ist.

Eine gelbe Warnleuchte und ein kurzes

akustisches Signal erinnern den Fahrer beim

Abziehen des Zündschlüssels daran, dass das

Fahrlicht noch eingeschaltet ist.

Der Füllstand von AdBlue kann vom Fahrer

vor dem Anlassen des Motors im Bordcomputer

abgelesen werden. Im Wartungsmenü sind

unter „Start-up check“ Informationen über die

Bremsbelagstärke sowie zusätzlich bei SCR-

Motoren die AdBlue-Menge hinterlegt.

Die Motorkurven des neuen V8 mit 620 PS Leistung und 3.000 Nm Drehmoment.


10 Report

Souveräner Sieg: Der

beste junge Lkw-Fahrer

Deutschlands 2005

heißt Mario Müller.

Reife Leistung

Die besten jungen Trucker Deutschlands kämpften am Nürburgring um ein

Ticket für das Europafinale des Young European Truck Driver in Schweden.

Er war bisher schnell wie der Wirbelwind:

Ladungsgurte festgezurrt, brennende

Puppe gelöscht, Spur gewechselt und

punktgenau eingeparkt. Alles lief bestens.

Doch dann, beim Wenden, streifen die Reifen

der Zugmaschine die Pylonen. Ob die Strafpunkte

das gewonnene Sekundenpolster aufbrauchen?

Björn Luginsland denkt während

des Parcours nicht daran. Er weiß nur: Er will

seinen Titel von 2003 verteidigen – damals

war er der Beste und durfte nach Schweden

fahren zum Europa-Finale des ersten Scania

Fahrerwettbewerbes „Young European Truck

Driver“. Björn hat sich auch diesmal ein

Ticket erkämpft. Allerdings „nur“ als Begleitperson

für den Sieger des deutschen Finales

2005. Denn der heißt Mario Müller, ist frisch

gebackener Transportunternehmer und wird

genau einen Tag nach seinem 33. Geburtstag

zum besten deutschen Jungprofi am Truckerlenkrad

gekürt. Doppelte Gratulation!

Zwölf Lkw-Fahrer und eine Fahrerin hatten

sich bei der zweiten Ausgabe des Fahrerwettbewerbs

für das Deutschland-Finale qualifiziert.

Am 13. August stellten sie sich auf dem

Fahrsicherheitszentrum am Nürburgring anspruchsvollen

Aufgaben: Defensives und wirtschaftliches

Fahren, Geschicklichkeit im Lkw-

Handling, Erste-Hilfe-Kenntnisse und korrekte

Antworten auf mehr als hundert Fragen

zum Berufsleben wurden den Teilnehmern

unter anderem abverlangt.

Birgit Reppel, die wie die anderen Mitstreiter

in den Vorrunden Defizite bei der Ersten-Hilfe-Wertung

erkannt hatte, wollte diesmal besser

abschneiden: „Ich habe einen viertägigen

Kurs belegt und bin jetzt sicherer, im Ernstfall

das Richtige zu tun.“ Sascha Bell, der den

vierten Platz belegte, stellte fest: „Da ich im

Beruf Schüttgut transportiere, fiel mir die Probe

mit der Ladungssicherung am schwersten.

Aber sonst bin ich sehr zufrieden.“

Trost für alle, die nicht auf den vorderen Plätzen

landeten, gab es von kompetenter Stelle.

Scania Fahrertrainer Roger Fürschbach lobte:

„Die jungen Fahrer kommen mit der heutigen

Fahrzeugtechnik besser zurecht als viele der

erfahrenen Kollegen. Sie sind keine Draufgängertypen,

sondern defensive, umweltbewusste

und sichere Piloten am Lkw-Steuer. Solche

Die drei haben gut lachen: der Zweitplatzierte,

Björn Luginsland, Sieger Mario Müller und der

Wertungsdritte, Kevin Boddenberg (v. l.).


Report 11

Bei dieser Übung sollten die Teilnehmer eine „zugeparkte Straßenbiegung“ fehlerfrei durchfahren.

Präzisionsarbeit:

In der Praxis zählen —

ebenso wie bei dieser

Prüfung — oft nur

Millimeter.

Platzierung im deutschen Finale

1. Platz: Mario Müller

Preis: ein ScanRent Lkw für ein Jahr, also

die kostenlose Nutzung eines Scania Lkw

und ein Flugticket für zwei Personen zum

Europa-Finale in Schweden.

2. Platz: Björn Luginsland (der Sieger

des deutschen Finales von 2003)

Preis: ein Scania Fahrsicherheitstraining

auf dem Sachsenring und ein Flugticket

zum Finale nach Schweden.

Profis brauchen wir auf unseren Straßen.“ Lobenswert

auch die Haltung der Zweit- und

Drittplatzierten, Björn Luginsland aus Nagold

und Kevin Boddenberg aus Montabaur: „Mario

war eindeutig der Beste von uns allen. Wir

wünschen ihm einen guten Start in die Selbstständigkeit.“

Ein Trio, das der Scania Wettkampf

zu Freunden gemacht hat.

Scania engagiert sich bereits seit Jahren für

mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Johan P

Schlyter, Geschäftsführer von Scania Deutschland,

sagte: „Wir sehen es als unsere Pflicht

an, Mitverantwortung für mehr Verkehrssicherheit

zu übernehmen.“ Dabei folgt Scania

den von der Europäischen Union formulierten

Zielen: „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten,

dass die Zahl der Verkehrstoten in Europa

bis 2010 um die Hälfte reduziert wird, und

unterstützen die EU-Richtlinie, die für alle

Mitgliedstaaten Pflichttrainings für Berufskraftfahrer

vorsieht“, so Schlyter. Beim Fahrerwettbewerb

hat sich inzwischen eine Eigendynamik

entwickelt. Gab es 2003 noch 863

Bewerber in Deutschland, so zählte Scania

diesmal mehr als 1.800 Bewerbungen – das

zweithöchste Kontingent aus 26 europäischen

Ländern. Nun hat Scania diesen Wettstreit in

Asien, Südafrika und Südamerika eingeführt.

Allein in Brasilien haben sich beim „Best Latin

American Driver“ 11.500 Lkw-Fahrer beworben

– fast so viel wie in ganz Europa.

Der Greif und seine Partner

Bei der Organisation des deutschen Young European

Truck Driver konnte sich das Scania

Team auf Hilfe von Partnern und Sponsoren

stützen. Das Gastgeberland Rheinland-Pfalz –

dessen Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage

Schirmherr ist – war am Nürburgring

durch Staatssekretär Walter Strutz vertreten.

Dieser eröffnete gemeinsam mit Johan P

Schlyter die Veranstaltung. International wird

der Fahrerwettbewerb durch die Europäische

Kommission und die International Road

Transport Union (IRU) unterstützt, auf nationaler

Ebene stehen der Deutsche Verkehrssicherheitsrat

(DVR) und die Berufsgenossenschaft

für Fahrzeughaltungen (BGF) zur Seite.

Zu den Sponsoren zählen Michelin und Shell

sowie Schmitz Cargobull. Kein Wunder, dass

bei solch geballter Kompetenz und bei so gut

ausgebildeten Jung-Truckern die nächste Ausgabe

bereits in fester Planung ist.

3. Platz: Kevin Boddenberg

Preis: ein Scania Fahrsicherheitstraining

und ein Flugticket zum Finale.

4. Platz: Sascha Bell

Preis: ein Scania Fahrsicherheitstraining

5. Platz: Michael Beyer, Markus Bitter,

Thomas Ender, Marc Finkbeiner, Sebastian

Fröhlich, Florian Graner, Sascha

Linne, Birgit Reppel und Konrad

Seidenberger.

Der KING’S REPORT sprach

nach dem Wettbewerb mit

dem Sieger des deutschen

Finales, Mario Müller aus

Burbach im Siegerland.

Der 33-Jährige fährt Kühltransporte

und hat sich vor

kurzem selbstständig

gemacht.

King’s Report: Nach den Qualifikationsproben

am Vormittag meinten Sie nur: „Es war nicht

schlecht.“ Was sagen Sie nun als Gewinner?

Mario Müller: Es ist genial, dass ich Deutschland

beim Europafinale vertreten darf. Man kriegt

das selber im Wettkampf gar nicht so mit. Ich

habe mich einfach so verhalten wie im Alltag

auch. Und dass ich jetzt auch noch kostenlos

einen Scania für ein Jahr zur Verfügung gestellt

bekomme, das kann ich als „frisch gebackener“

Unternehmer besonders schätzen.

KR: Ist Lkw-Fahrer Ihr Traumberuf gewesen?

Müller: Ja, ich bin praktisch mit Lkw aufgewachsen.

Den Führerschein der Klasse 3 habe

ich mit 17 gemacht, mit 18 die Klasse 2. Ich

fahre gerne, wobei Sicherheit auf der Straße

für mich ein großes Thema ist.

KR: Was bedeutet Scania für Sie?

Müller: Nun, ich habe auch Lkw anderer Hersteller

gefahren, aber mit dem „Greif“ bin ich

immer sehr zufrieden gewesen. Es ist schon

beeindruckend, was für ein angenehmer Arbeitsplatz

dem Scania Fahrer geboten wird.

Man fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes

als „King of the Road“.

KR: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Müller: Ich habe keine großen Träume. Ich

möchte erstmal einen guten Start in die Selbstständigkeit

hinkriegen, und das Geschäft soll

laufen. Einen Wunsch hätte ich: Ich möchte

durch mein Verhalten im Straßenverkehr das

Image des Lkw-Fahrers in Deutschland in ein

besseres Licht stellen, als es heute ist.


12 Report

Ostverbindung

Mit ihrer leuchtend gelben Lkw-Flotte transportiert eine Lübecker Spedition

auch ungewöhnliche Fracht. Ihre Spezialität: Osteuropaverkehre.

Mit seinem Geschäftspartner gründete Robert

König vor über 10 Jahren das Unternehmen.

Niederlassungen in Frankfurt/Oder, Hamburg,

Stettin, Warschau, St. Petersburg, Moskau,

Klaipeda und Riga ermöglichen dieses Konzept.

Dreh- und Angelpunkt ist der Firmensitz in

Lübeck – und der nah gelegene Seehafen Travemünde.

König Trans versorgt Fracht- sowie

Kreuzfahrtschiffe mit Ausrüstung und Lebensmitteln,

minutengenau geht die Ware vom Lkw

direkt aufs Schiff. Ob Komplett- oder Teilladung,

ob Terminfracht oder Linienverkehr – ein

Grund für den Erfolg der Firma ist sicher die

Flexibilität des Unternehmens. Ein anderer die

Erfahrung des Chef-Duos König/Zaborowski.

Die Öffnung Osteuropas inspirierte die beiden

Inhaber dazu, 1991 die Firma zu gründen.

Beide waren bereits im Speditionsgeschäft tätig,

der eine als Speditionskaufmann, der andere als

Disponent. Beide haben sie außerdem eine persönliche

Bindung an Osteuropa: König lebte als

Jugendlicher in Russland, und Zaborowski ist

gebürtiger Pole. Deshalb sind Ihnen diese Länder

und die Sprachen vertraut – natürlich ein

unbezahlbarer Vorteil beim Aufbau von

Geschäftsbeziehungen!

„Wir haben mit ein paar gebrauchten Zügen

angefangen, einfach weil wir an die neuen

Einen Formel-1-Boliden quer durch Osteuropa

nach Moskau transportieren oder ein

original finnisches Holzblockhaus nach

Tessaloniki? Kein Problem für die Spedition

König Trans in Lübeck. Das Unternehmen von

Robert König und Alfred Zaborowski, bekannt

für seine Osteuropa-Kompetenz, versucht alles

für seine Kunden möglich zu machen: „Wir

sind nicht nur immer erreichbar, wir gehen auch

ungewöhnliche Wege und erschließen neue Verbindungen“,

so Alfred Zaborowski. Die König

Trans GmbH & Co. KG liefert für ihre Kunden

Waren unter Nutzung ihrer Lagerkapazitäten in

Ost- und Westeuropa und dem Baltikum. Ihre

Das Unternehmen

Schwerpunkt Osteuropa

Die König Trans GmbH & Co. KG besteht seit 1991. Den termingerechten Transport

der Fracht ermöglichen 140 Mitarbeiter. Die gelben König Trans Lkw fahren in Westeuropa,

dem Baltikum, Russland und den GUS-Staaten. Der Fuhrpark mit starker

Scania Gewichtung umfasst 100 Zugmaschinen, 150 Anhänger und 50 Kühler. Alle

Scania Lkw werden mit einem R&W Vertrag gekauft mit einer Laufzeit von 36 Monaten

bzw. 450.000 Kilometern und über ein Rücknahme-Tauschverfahren regelmäßig

erneuert. Seit Juli fährt der Fuhrpark mit Biodiesel – gemäß den Scania Richtlinien.


Report 13

Chancen geglaubt haben. Dass wir mal so

wachsen würden, war damals gar nicht abzusehen“,

erzählt Alfred Zabarowski.

In Aufliegern, Kühlanhängern, Containern und

Gliederzügen für 38 Europaletten bewegt König

Trans die Güter quer durch Europa. Von St.

Petersburg nach Lübeck, von Lübeck nach Tessaloniki,

jede erdenkliche Route hat die Firma

im Programm. Da muss man sich auf Mensch

und Maschine verlassen können.

Und genau da kommt Scania ins Spiel: Rund

60 Prozent der über 100 leuchtend gelb lackierten

Lkw von König Trans sind Scania Fahrzeuge.

Erst kürzlich erwarb König Trans dazu noch

13 weitere Scania Lkw, lauter Fahrzeuge der

R-Baureihe.

Für Robert König, den Inhaber von König

Trans, ist die Sache klar: Gute Konditionen

beim Kauf, attraktive Wartungsverträge und

eine geringe Pannenanfälligkeit haben ihn von

Scania überzeugt. So folgten dem ersten Scania,

den König Trans 1998 erwarb, 100 weitere

Scania Lkw, die das Erscheinungsbild der König

Trans Flotte prägen. Mitinhaber Alfred Zaborowski

hat noch weitere Argumente parat, die

für Scania sprechen: „Gute Fahrer bevorzugen

gute Fahrzeuge, und Scania genießt einen hervorragenden

Ruf unter den Truckern“ – und

Alfred Zaborowski, der zweite Inhaber von

König Trans, stammt aus Polen.

auf gute Fahrer ist König Trans schließlich

angewiesen. Überzeugt hat die beiden Firmenchefs

aber auch der hervorragende Service von

Scania. Mit Jürgen von Keiser von Scania Hamburg,

Verkaufsbüro Lübeck, haben die Transportprofis

einen zuverlässigen Ansprechpartner

zur Seite. Von Keiser kennt Robert König und

Alfred Zaborowski schon lange. Seit Jahren

hilft er bei Problemen schnell und unbürokratisch

– ein Anruf bei ihm genügt. Das Wichtigste:

Die Lkw und damit die Fracht sollen rollen.

„Nicht zuletzt deshalb ist Scania für uns ein

guter Partner“, sind sich Robert König und

Alfred Zaborowski einmal mehr einig.

Gewinnspiel

Die Namen der Gewinner aus dem KING’S REPORT 2/05 lauten:

Vielleicht gehört

diese schöne

Armbanduhr

bald Ihnen.

Annika Pfeiffer, 12619 Berlin

Hans-Bernhard Liesen, Bernhard Liesen

Silo-Spedition, 48167 Münster

Johannes Trossen, Spedition Trossen,

54338 Schweich-Issel

E. & M. Nosbers GbR, 54595 Weinsheim

Josef Pira, Nachfolger Jörg Pira e. K.,

Transporte - Baustoffe, 55494 Rheinböllen


Mischa Katzwinkel, Verkehrsbetrieb Martin

Becker GmbH & Co., 57610 Altenkirchen

Matthias Gunzenhauser, 73479 Ellwangen

Rainer Fischer, Transporte, 88605 Meßkirch

Helmut Neuner, Firma Reimund,

95473 Creußen

Walter Emmert, Transporte,

97230 Estenfeld

Diesmal zu gewinnen: Fünf „Truck of the Year 2005“ Armbanduhren. Viel Glück!

Achtung:

Einsendeschluss

ist der 31. 10. 2005.

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Wer’s weiß, gewinnt!

Mit der „Truck of the Year 2005“ Armbanduhr

mit Präzisions-Quarzwerk weiß man

immer, was die Zeit geschlagen hat.

KING’S REPORT verlost unter allen richtigen

Einsendungen fünf dieser sportlichen und

zugleich geschmackvollen Uhren.

Beantworten Sie die drei Fragen rechts!

Den Coupon mit den richtigen Antworten

stecken Sie einfach in ein Kuvert (Absender

nicht vergessen!) und senden ihn bis zum

31. Oktober 2005 an:

Scania Deutschland GmbH

KING’S REPORT

Stichwort „Gewinnspiel“

August-Horch-Straße 10

D-56070 Koblenz

1. Auf welcher Messe in Hannover

stellte Scania seine neue

CrewCab-Generation vor?

2. Mit welcher Technologie wird

Scania langfristig den

Schadstoffausstoß senken?

3. Wie heißt der Schirmherr des

Fahrerwettbewerbs Young

European Truck Driver?


14 Report

Hasse Johansson

untersucht eine

Dachluke ganz genau.

Einsatz

Eine ungewöhnliche Aushilfe un

Spannung bei Scania Bochum. Hoher

Besuch aus Schweden hat sich angekündigt:

Hasse Johansson, Vorstandsmitglied

des Scania Konzerns. In der Werkhalle arbeiten

Mechaniker konzentriert unter aufgeklappten

Fahrerkabinen. Hin und wieder werfen sie

einen Blick auf die Uhr und fragen sich, wann

er wohl erscheinen wird. In der Serviceannahme

duftet es nach Kaffee. Computertastaturen

klappern, und die Mitarbeiter versuchen sich

ihre Aufregung nicht anmerken zu lassen. Dann

endlich: Die Tür öffnet sich, und zwei freundlich

lächelnde Herren gehen auf Karl-Heinz

Krajewski zu, Technischer Betriebsleiter von

Scania Bochum. Einer davon Hasse Johansson,

völlig unspektakulär in Weste und Jeans.

Manager im Blaumann

Hasse Johansson, Leiter der Scania Forschung

und Entwicklung, ist für zwei Tage nach Bochum

gekommen, um mit Alexander Vlaskamp,

Leiter After Sales bei Scania Deutschland, in der

Werkstatt zu arbeiten. Den Hintergrund dieser

ungewöhnlichen Aktion hat Johansson schnell

erklärt: „Wir wollen miterleben, wie Abläufe

funktionieren und wie die Techniker vor Ort

nach Lösungen suchen. Oft tun sie das unkonventionell,

aber immer schnell und sicher. Davon

können wir lernen und außerdem so die Kommunikation

nach Schweden verbessern.“ Er

schlüpft in einen Blaumann und ist bereit.

Karl-Heinz Krajewski führt die beiden Scania

Kollegen in die Werkstatt und stellt ihnen

Kfz-Meister Andreas Walden, Service-Techniker

Thomas Magdziarz und deren Kollegen

vor. Jetzt kann es losgehen. Berührungsängste

mit Motoröl und Werkzeug zeigt Hasse

Johansson nicht. Er sieht sich die Dachluke

eines Fahrzeugs der R-Baureihe genauer an.

Die Metallspindel hat das Zahnrad im Elektromotor

beschädigt. Die Folge: ein ratterndes

Geräusch. Außerdem schloss das Fenster nicht

mehr richtig, und der Fahrer musste nachhelfen.

Gemeinsam mit Alexander Vlaskamp und

Karl-Heinz Krajewski untersucht Hasse

Johansson das Problem. Dann bespricht er

seine Diagnose am Telefon mit der Fertigung

in Schweden.

Gleich danach sucht sich der Manager ein

neues Betätigungsfeld, so als sei er in dieser

Werkstatt schon seit Wochen zu Hause. Das

Rücklicht am Fahrgestell eines Wechselbrückenfahrzeugs

ist gebrochen. Die Frage:

Liegt ein Materialfehler vor oder eine konstruktionsbedingte

Schwäche? Johansson entwickelt

schnell Lösungen und Strategien. Seinem

aufmerksamen Blick entgeht nichts. Der


Report 15

an der Basis

terstützte zwei Tage lang die Belegschaft der Scania Werkstatt in Bochum.

Grund für den Schaden: Das Rücklicht war

nicht am Kotflügel, sondern am Unterfahrschutz

befestigt. Das führte zu einer stärkeren

Vibrationsbelastung, und das Gehäuse brach.

Der Manager geht zum nächsten Fahrzeug. Er

diskutiert mit dem Elektriker einen Schaltplan,

hört sich dessen Analysen an und telefoniert

wieder mit Schweden. „Die Kommunikation

mit unserem Mutterhaus ist von grundlegender

Bedeutung“, erklärt er später bei einer kurzen

Kaffeepause. Dem Kunden Ärger ersparen und

den Service noch weiter verbessern – diese

Strategie fährt Hasse Johansson. In die Arbeitsabläufe

der Werkstatt integriert, schreckt er

vor keiner Arbeit zurück, auch nicht vor dem

Ausbau eines Getriebes.

Nach den zwei Tagen „Betriebspraktikum“

sagt Karl-Heinz Krajewski begeistert: „Einen

direkteren Kontakt zu den Enscheidern bei

Karl-Heinz Krajewski mit Hasse Johansson.

Scania kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben

hier in knapp zwei Tagen mehr Probleme

gelöst als sonst in einem halben Jahr!“

Apropos: Mit dem Dachlukenhersteller Inalfa

wurde die Zusammenarbeit intensiviert. Das

Rücklicht des Wechselbrückenfahrzeugs,

das am Unterfahrschutz befestigt war, wurde

verstärkt.

Willkommene Unterstützung

Hasse Johanssons Fazit fällt ebenfalls positiv

aus: „Mir hat die Offenheit hier in Bochum

sehr imponiert. Es wurde kein Blatt vor den

Mund genommen, die Anforderungen lagen

klar auf dem Tisch. Nur so können wir sie

dauerhaft aus der Welt schaffen.“ Und weiter

lobt er: „Dabei stimmten hier auch das

Zwischenmenschliche und die Arbeits-Mentalität.

Der Kunde ist hier in

sehr guten Händen!“ Er

fügt hinzu: „Ich werde

sehr gerne wiederkommen.“

Das hört die Belegschaft

von Scania Bochum

gerne. Hasse Johanssons

Einsatz hat alle überzeugt:

„Der müsste jeden Monat

kommen“, heißt es einhellig

über den sympathischen

Manager aus Schweden.

Der in Bochum nicht

nur zugesehen hat, sondern

wie einer der Mechaniker

im Blaumann richtig

was weggeschafft hat.

Der zweite Mann bei Scania

Steile Karriere

Hasse Johansson studierte in Göteborg

an der Chalmers University of Technology.

Mit einem als

Master of Science

and Electrical

Engineering in der

Tasche begann er

seine berufliche

Laufbahn bei

Svenska Philips

AB als Service-

Ingenieur. Nach

einem Jahr wechselte

er als

Engineering

Manager zu SEM

AB. Im Jahr 1982

gründete Hasse

Johansson die

Mecel AB, die seit 1990 zu Elektroniksysteme

Delphis Delco gehört. Bei Mecel

AB hatte er die Position des Geschäftsführers

inne, bis er 2001 zu Scania wechselte.

Zu Scania wurde Hasse Johansson

als Leiter von Forschung und Entwicklung

gerufen. Der sympathische 56-

Jährige ist einer der stellvertretenden

Vorstandsvorsitzenden von Scania.

King’s Report: Herr Johansson, haben Sie Leif

Östling, den Vorstandsvorsitzenden von

Scania, verärgert, oder warum hat man Sie im

Blaumann in die Werkstatt geschickt?

Hasse Johansson: (lacht) Für mich ist die Arbeit

in der Werkstatt keine Strafe, ganz im Gegenteil.

Ich genieße es, hier in Bochum mal wieder

ohne Schlips und Anzug zu arbeiten. Schon

mein Vater hatte eine kleine Werkstatt. Dort

reparierten wir so ziemlich alles – und hin und

wieder war auch ein Scania dabei …

KR: Worin besteht der Sinn dieser Aktion?

Johansson: Im beiderseitigen Verständnis. Ich

bekomme mit, wie ein ganz normaler Tag in

der Werkstatt verläuft. Womit muss sich ein

Mechaniker auseinander setzen, wie löst er ein

Problem? Könnte dieses Problem vermieden

werden? Die Belegschaft hingegen lernt, wie

wichtig der Austausch mit Schweden ist.

KR: Glauben Sie, dass Entscheidungen nach so

einer Erfahrung anders ausfallen?

Johansson: Aber unbedingt. Sie fallen praxisnaher

aus, und das nützt nicht nur dem Kunden,

der weniger Ärger hat, sondern auch uns. Effiziente

Prozesse und Entscheidungen sparen zusätzliche

Arbeit und damit schlicht Geld.

KR: Also sollte jedes Vorstandsmitglied so ein

„Betriebspraktikum“ machen?

Johansson: Natürlich. Ich gehe davon aus, dass

auch meine Vorstandskollegen ihre Erfahrungen

in Scania Werkstätten machen werden.

Übrigens auch Leif Östling (schmunzelt) …

KR: Wie kamen Sie ausgerechnet auf Bochum?

Johansson: Bochum wurde mir empfohlen, weil

der Erfahrungsschatz von Karl-Heinz Krajewski

unbezahlbar ist. Und es hieß, Herr Krajewski

nehme kein Blatt vor den Mund. Das kann

ich nur bestätigen und habe ich gesucht!

KR: Werden Sie noch weitere Scania Werkstätten

tatkräftig unterstützen?

Johansson: Ja. Ich werde noch in Werkstätten

in Italien, Australien und Schweden arbeiten.

KR: Vielen Dank für das Gespräch.


16 Report

Komfort garantiert

Mit seinen Scania Bussen bringt Bayer-Reisen jährlich Millionen Fahrgäste

ganz bequem an Reiseziele nah und fern – von Ulm bis in den Ural.

Ehingen an der Donau an einem herrlichen

Sommertag. Die Sonne wärmt das

schwäbische Städtchen und lässt die

Hügel der Umgebung grün leuchten. Und

trotzdem wollen die Ehinger ab und an verreisen.

Einige von ihnen nehmen dafür gerne die

Omnibusse von Bayer-Reisen. Am Ortsrand

befindet sich der Firmensitz des Unternehmens.

Zwischen Fahrzeughallen, hauseigener

Werkstatt und Reisebüro sitzen Herz und

Hirn von Bayer-Reisen. Hier sorgen die

Geschäftsführer Robert Bayer und Eckhard

Werner mit ihren Mitarbeitern dafür, dass die

jährlich über drei Millionen Fahrgäste im

Linienverkehr und die über 100.000 Reisegäste

sicher und pünktlich an ihre Ziele gelangen

– keine leichte Aufgabe. Außerdem stellen

Fahrgäste heutzutage hohe Ansprüche: Pünktlich,

schnell, komfortabel und trotzdem

kostengünstig sollen die Fahrten sein.

Tradition verpflichtet

Darauf, dass die Firma diese Erwartungen

nicht nur erfüllt, sondern auch mit innovativen

Ideen immer wieder neue Akzente setzt,

ist Robert Bayer stolz. Das im Jahr 1929


Report 17

Treue Reisebegleiter: der Scania OmniLink Linienbus und der Scania Irizar Century Reisebus.

Eckhard Werner: „Der OmniLink ist perfekt für

unsere Ansprüche.“

gegründete Unternehmen zeichnet sich dadurch

aus, Kundenwünsche und Bedürfnisse früh zu

erkennen und darauf zu reagieren. So möchte

Bayer-Reisen noch dieses Jahr seine Linienbus-

Flotte mit barrierefreien Niederflureinstiegen

ausstatten. Eine Umstellung des gesamten

Fuhrparks auf Scania OmniLink in Low-Entry-

Bauweise, auf die die Busprofis positives Feedback

von Fahrgästen und Fahrern erhielten,

ist für einen späteren Zeitpunkt anvisiert.

„Der OmniLink, der seit 2004 unsere Flotte

ergänzt, ist perfekt für unsere Ansprüche“,

zeigt sich Eckhard Werner vom 260 PS starken

OmniLink mit ZF-Automatikgetriebe angetan.

„Da wir einerseits viele Überlandfahrten

bewältigen, andererseits aber auch den Stadtverkehr

von Ehingen und Biberach verantworten,

war der Scania mit der Stufe hinten optimal.

Dieser Bus bietet mit seinen 41 Sitz- und

55 Stehplätzen viel Raum, aber auch den niederen

Einstieg, den der barrierefreie Nahverkehr

erfordert.“ Und Robert Bayer ergänzt:

„Außerdem müssen Omnibusse heute auch aus

betriebswirtschaftlicher Sicht bestimmte Voraussetzungen

erfüllen. Absolute Zuverlässigkeit

ist in unserem Geschäft ein Muss. Und unser

Scania Partner in Stuttgart ist top, weil Full-

Service dort kein leeres Wort ist.“

Ein weiteres Plus, das für eine künftige Scania

Flotte spricht: die innermotorische Abgasregelung

Scania EGR (Exhaust Gas Recirculation

= Abgasrückführung), mit der die Euro 4-Norm

eingehalten wird. Sie bedeute einen großen Vorsprung

gegenüber der Konkurrenz, so Robert

Bayer, da sie Gewicht spart und kein Harnstofftank

benötigt wird. Natürlich habe man zudem

als zertifiziertes DIN ISO 9001:2000-Unternehmen

gegenüber der Umwelt Verantwortung.

Sportliche Herausforderungen

Auch im Reisegeschäft zeigen sich die Profis

mit Scania sehr zufrieden. Seit dem Jahr 2000

erreichen bis zu 51 Reisende mit einem Scania

Irizar Century 12.35 mit 420 PS und

Opticruise-Getriebe komfortabel ihre Ziele

vom Bodensee bis St. Petersburg. Bekannt ist

Bayer-Reisen vor allem für seine Radreisen.

Treuer Begleiter: der Irizar Century Reisebus

mit Fahrradanhänger, in dem müde Pedalisten

bequem und sicher verschnaufen können.

Auch im Winter geht’s bei Bayer-Reisen seit

25 Jahren sportlich zu. Sechs Monate im Jahr

bietet das Unternehmen Tagesfahrten und längere

Reisen in die Skizentren der Schweiz,

Österreichs und Deutschlands an. Perfekt

Robert Bayer: „Absolute Zuverlässigkeit ist in

unserem Geschäft ein Muss.“

geplante Reise-Arrangements inbegriffen –

dem Gast soll es schließlich an nichts fehlen.

Hauseigene Werkstatt

Solche Touren meistern die Fahrzeuge mit

Bravour. Sollte es doch einmal ein Problem

geben, steht die hausinterne Werkstatt zur

Verfügung, in der sechs Mitarbeiter die Busse

warten. Sie kümmern sich nicht nur um die

Omnibusse, sondern auch um die Lkw der

zum Unternehmen gehörenden Mineralöl-Spedition

mit Sitz in Stuttgart und Niederlassung

in Karlsruhe. Die Speditions-Lkw – übrigens

ein reiner Scania Fuhrpark – erfahren außerdem,

so Eckhard Werner, vom Scania Händler

Martin Knirsch Kraftfahrzeuge GmbH in

Karlsruhe beste Betreuung.

Sehr wichtig sind den beiden Geschäftsführern

auch gut ausgebildete Mitarbeiter. Regelmäßige

Weiterbildungen, auch mit externen Trainern,

sowie Fahrsicherheits-Seminare gehören

bei Bayer-Reisen zum Pflichtprogramm. Denn

die Fahrer tragen schließlich eine sehr große

Verantwortung. Mit zuverlässigen Bussen,

sehr guten Fahrern und immer neuen Ideen ist

Bayer-Reisen auch für die Zukunft gut aufgestellt.

Doch wenn es um Zukunftspläne geht,

hält sich Robert Bayer bedeckt. Eines ist sicher:

„Wir haben noch viel vor – auch gemeinsam

mit Scania“, so Robert Bayer. Wer weiß, vielleicht

bietet das Omnibusunternehmen schon

bald eine neue Reise an. In der Scania Heimat

Schweden gäbe es viel zu entdecken: Mitternachtssonne

in Lappland, wunderschöne Seen,

märchenhafte Wälder und hübsche Städte.


18 Tipps

Der Trucker-Doc

ährend andere Menschen seines Alters vom wohlverdienten

WRuhestand träumen, denkt Hans-Peter Danckworth an seine

nächsten Ziele: die Seidenstraße oder die Eismeerstraße – im Lkw

und mit 150 Tonnen Fracht im Schlepptau. Der 61-Jährige ist ein

Getriebener: Nach seinem Einsatz als Seeoffizier und Taucherarzt bei

der Marine und einer Weltumsegelung 1965 auf der „Deutschland“

ging er zurück an Land, um als Internist am Herz-Jesu-Krankenhaus

in Dernbach im Westerwald zu arbeiten. Dort betreut er regionale

Unternehmen – darunter auch Speditionen – als Betriebsarzt. Bald

zeigte er selbst Symptome. Diagnose: Brummifieber. Unheilbar.

Scania hält munter – Eines Tages erzählte Hans Kanone, Fahrer

bei der Schwerlastspedition Wirzius in Hilden, dem Betriebsarzt Dr.

Danckworth, dass er in der Kabine eines Scania Trucks langsamer

ermüde als in anderen Lkw. Das machte den Doktor neugierig. Er

wollte mehr über das Belastungsprofil seiner Patienten herausfinden.

Er beschloss, eine Fernfahrerausbildung bei Wirzius zu absolvieren,

um Einblick in den Fahreralltag zu bekommen. Das war im Jahr

1999. Seither hat „Piet“, wie ihn Brummikollegen nennen, im Dienste

der Medizin bereits viele Tausend Kilometer abgespult und verfügt

über ein beachtliches Fahrer-Info-Netzwerk, allen voran

Thomas Schmitt von der Spedition Michels in Meudt – der ihn

nach seiner Grundausbildung auch noch zum Silofahrer ausbildete.

Gesundheits-Tipps vom Experten:

Pausen sinnvoll nutzen: Nach dem Nickerchen auf alle Fälle ein paar Dehnübungen

im Freien machen, bevor die Fahrt weitergeht.

Müdigkeit überbrücken: Kleine Durchhänger lassen sich zwar mit Zucker und

Kaffee überbrücken, besser aber ist natürlich frisches Obst oder Trockenfrüchte.

Beides hebt den Blutzuckerspiegel vorübergehend an. Die Konzentration fördert

auch die Lieblingsmusik – der Doktor schwört auf Händels Orgelkonzerte. So

lässt sich wohl eine Stunde überstehen. Länger sollte sich aber kein Fahrer mit

dieser Methode über die Runden retten, sondern lieber eine Pause einlegen.

Ausgewogene Ernährung: Am besten mehrmals am Tag kleine, ballaststoffreiche

Mahlzeiten zu sich nehmen. Das Motto lautet: mehr Brot, weniger Belag. Viel frisches

Obst und Gemüse essen! Das macht satt, aber nicht müde. Kaffeetrinker

sollten immer dieselbe Menge Wasser wie Kaffee zu sich nehmen.

Wochenend-Training: Als Ausgleich für die sitzende Tätigkeit empfiehlt der Doc

leichtes Bewegungstraining in der Freizeit. Radfahren oder Schwimmen sind optimal,

da diese Sportarten die Gelenke schonen.

Selbstkontrolle: Jeder weiß selbst am besten, wo seine Leistungsgrenzen liegen.

Die sollte man dann aber auch nicht überschreiten. Raubbau am eigenen Körper

rächt sich in Form von gesundheitlichen Problemen.

On Tour hält sich

Hans-Peter „Piet“

Danckworth mit Händels

Orgelkonzerten munter.

Disziplinierte Fahrer – „Lkw-Fahrer müssen extrem diszipliniert sein“,

weiß der Internist inzwischen, „sonst hält man dem psychischen und

physischen Druck, den die Arbeit mit sich bringt, nicht stand. Außerdem

verfügen Trucker über unglaubliches technisches Können.“

Allerdings gibt es einige für diese Berufsgruppe typische

Leiden. Durch die vorwiegend sitzende Tätigkeit sind die

gesundheitlichen Probleme denen von Büroangestellten ähnlich:

Augenprobleme, Rückenschmerzen und Übergewicht.

Auch Diabetes kommt bei Fernfahrern vor. Um diesen

Krankheiten vorzubeugen, hat Dr. Danckworth die wichtigsten

Gesundheits-Regeln für Trucker zusammengestellt –

siehe Kasten links.

Was Hans-Peter Danckworth ärgert: Einige der derzeitigen

Entwicklungen im Fahrzeugbau sind aus medizinischer Sicht

negativ. Mit Elektronik überfrachtete Fahrerplätze überfordern

Fahrer, ermüden sie und lenken ab. Falsch gewählte

Nachtfarbenlichter in den Kabinen überfordern das Auge,

erschweren das Abschätzen von Entfernungen und fördern

so die Gefahr von Auffahrunfällen. Rückenproblemen wäre

durch bewegliche, drehbare Fahrersitze, die den Lendenwirbelbereich

entlasten, leicht Abhilfe zu schaffen.

Danckworth stellt Scania – als Fahrer Piet wie als Doktor –

allerdings ein gutes Zeugnis aus: Die typische Mützenform

der Fahrerhäuser biete gute Sichtverhältnisse und ebenso das

diffuse, weiße Nachtlicht aus der Mittelkonsole. Und dafür,

dass Scania Mitschuld an seinem Brummifieber trägt, kann

er dem schwedischen Hersteller nicht wirklich böse sein.


So schön können Kolbenringe aussehen.

Auch nach 100.000 km.

Mit der revolutionären Clean Performance Technology TM hat Castrol

für die neuen Euro 4 Motoren ein innovatives Additivkonzept entwickelt, das Ablagerungen

an Kolben, Nockenwellen und Ventilen in hohem Maße verhindert. Damit tragen

Enduron Euro 4 Low SAPS und Enduron Euro 4 nicht nur wesentlich dazu bei, die

strenge Emissionsgesetzgebung zu erfüllen. Diese Hochleistungs-Dieselmotorenöle

halten auch bei längsten Ölwechselintervallen die neuen Euro 4 Motoren und ihre Katalysatoren

makellos sauber und damit langfristig leistungsfähig.

www.castrol.com


20 Report

Fertig, los!

Zu den Schauplätzen der DTM fährt Audi seine Boliden

und das umfangreiche Equipment mit zuverlässigen

Fahrzeugen. Der Marke Scania natürlich.

Es ist wie oft in der Eifel: kalt, windig,

wetterwendisch. Der Nürburgring wird

wieder einmal seiner Reputation gerecht.

Und die ist: tolle Rennstrecke, gewöhnungsbedürftiges

Wetter. Letzteres hält an diesem

Samstag aber einige zehntausend Menschen

nicht davon ab, die Tribünen rund um die

Rennpiste bis auf den letzten Platz zu füllen.

It’s Show-time: Die Deutschen Tourenwagen-

Masters gastieren beim siebten Rennen der

aktuellen Saison in der Eifel. Die Rennserie

erfreut sich großer Popularität. Und die Fans

bekommen auch außerhalb der Rennen allerhand

zu sehen, denn die DTM inszenieren

sich als schicken Event. Die Fahrer tragen

trendige Kleidung, die Stände der Hersteller

gleichen noblen Showrooms in Großstädten

und in ihren Lounges fordern verführerisch

angerichtete Leckerbissen zum Zulangen auf.

Genaueste Vorbereitung

Die Roderstraße in einem Industriegebiet in

Ingolstadt ist weniger glamourös. Zwischen

Wiesen, Bahngleisen und vielen nüchternen

Zweckbauten sitzt die Motorsportabteilung

von Audi. Hier werden die Erfolge auf der

Rennstrecke penibel vorbereitet.

Im Hof stehen am Dienstag vor dem Renntermin

auf dem Nürburgring vier Scania Sattelzugmaschinen

und eine Reihe weiterer Fahrzeuge,

die Audi bei der DTM einsetzt. Werkstattmeister

Peter Strehle erklärt, warum nur

zwei der Auflieger offen sind: „Die beiden anderen

haben eine etwas andere Ausstattung.

Wir setzen sie nur ein, wenn wir zu Tests fahren.“

Etwa ein halbes Dutzend Testtermine

stehen während einer DTM-Saison im Terminkalender

des Werksteams. Audi Sport führt die

Tests autark durch und muss deshalb wesentlich

mehr Equipment mitnehmen als zu den elf

Rennterminen. Die beiden Scania Lkw, die

dann am Nürburgring im Fahrerlager stehen,

ziehen einen Werkstattauflieger und einen, der

intern „Medi-Trailer“ heißt. Der Name verrät

die Bestimmung: Hier residiert während der

Rennen der Teamarzt. Der Mediziner kommt

aus Freiburg und fliegt oder fährt jeweils direkt

zu den Rennstrecken. Im vorderen Bereich

des Aufliegers hat der Arzt seine mobile

Praxis mit Herz-Lungen-Maschine, Sauerstoffgerät,

Instrumenten und Notfallkoffern und

natürlich einem Bildschirm, auf dem er die

Rennen verfolgen kann. Im hinteren Bereich

befinden sich ein Massageraum, der Umkleideraum

für die Fahrer mit abschließbaren

Schränken und einem Trockenschrank für die

Rennanzüge.

Gabriel Foddis fährt mit diesem Gespann zum

Nürburgring. Vor der Abreise muss er für den

„Doc“ noch die bestellten Getränke – zum

Beispiel eine Palette isotonische Durstlöscher –

im frisch gereinigten Auflieger verstauen und

alle beweglichen Teile wie die Behandlungsliegen

von Arzt und Physiotherapeut mit Sperrstangen

oder Spanngurten sichern.

Wesentlich hektischer geht es in dem Werkstatttrailer

zu, der bis auf den letzten Quadratzentimeter

beladen wird. Auch wenn sich zwei

Audi Mitarbeiter gerade mit einem Rollcontainer

abmühen, in dem ein Rennmotor gut

Neben DTM-Fahrzeugen

fährt Audi auch Teile

zum Rennen – zur Not

wird ein Auto daraus.


Report 21

Nach dem Rennen stehen die Boliden im Parc fermee (oben).

Das Audi Sport Team Joest fährt mit Scania Lkw

die Fahrzeuge zum Rennen (r.).

geschützt transportiert wird, ist das Gepäck

eher voluminös als schwer, meint Peter Strehle:

„Vom erlaubten Maximalgewicht 40 Tonnen

sind wir weit entfernt.“

30 Tonnen Material

Ein komplettes DTM-Auto sucht man in der

Roderstraße vergeblich. Die Wettbewerbsfahrzeuge

werden von den Teams transportiert, die

dafür verantwortlich sind, dass die schnellen

Spezialanfertigungen „rennfähig“ am Ring ankommen.

Das Audi Sport Team Joest etwa ist

für den Einsatz von vier Audi A4 DTM verantwortlich

und verstaut zur gleichen Zeit die

Renngeräte in vier Trailern, vor die ebenfalls

Scania Sattelzugmaschinen gespannt sind. Dazu

kommen noch rund 30 Tonnen Material:

Lichtgiraffen, Stoßdämpfer-Sets, Fahrersitze,

Lenkräder, GfK-Teile, Spoiler, Reifen, Staubsauger,

Putztücher, Werkzeug, Stromkabel,

Wasserschläuche, Unterlegkeile, Wagenheber,

Gasflaschen, Schweißgeräte und immer wieder

Kisten und Container.

Allerdings könnte man aus dem Inhalt des Audi

Werkstattwagens durchaus ein DTM-Auto

basteln. Die Ersatzteile, die in Ingolstadt drei

Tage vor dem ersten Roll-out in der Eifel verstaut

werden, ergäben zusammengesetzt ungefähr

zwei komplette Fahrzeuge, schätzt Strehle.

Er ist während des Rennens zusammen mit

einem Mechaniker, einem Lageristen und Günter

Pfäffl, dem Verantwortlichen für die Logistik,

immer in der Nähe des Aufliegers, um den

Mechanikern benötigte Teile auszuhändigen.

Im Gegenzug erhalten die Audi Mitarbeiter

Der aktuelle Champion kommt aus Schweden:

Mattias Ekström fährt mit der Startnummer 1.

Hinter dem Spektakel DTM steckt eine ausgefeilte Logistik. Hier lädt das Audi Team gerade die

Autoteile und anderes Equipment zurück in den Werkstatt-Auflieger.


22 Report

Audi Mitarbeiter Gabriel Foddis steuert den

Scania mit der mobilen Arztpraxis.

schon an der Rennstrecke alles, was repariert,

aufbereitet oder ersetzt werden muss: „Was

wir nach einem Lauf direkt einpacken und

nach Ingolstadt mitnehmen können, muss später

nicht mehr transportiert werden“, so Peter

Strehle. Man spart folglich Kosten und – was

fast noch wichtiger ist – Zeit.

Der aktuelle DTM-Champion

Mattias Ekström wurde 1978 in Falun in

Schweden geboren. Sein Talent zeigte

sich 1993 bei ersten Kart-Rennen. Im

Jahr darauf fuhr er im schwedischen

Renault 5-Cup. In seinem zweiten Jahr

als Motorsportler belegte Ekström am

Ende der Saison bereits den zweiten

Rang in dieser Klasse, ein Jahr später

holte er sich seinen ersten Meistertitel.

In diesem Jahr wird die DTM auch in Istanbul

gastieren. Das ist der weiteste Weg, den Gabriel

Foddis und seine Kollegen am Steuer ihrer

Scania Trucks zurücklegen müssen. „Richtige

Fernfahrer“ sind sie trotzdem nicht, denn da

gibt es ja noch die internen Vorschriften. Und

die sehen vor, dass auch bei einer Zwei-Mann-

Besatzung nach zwölf Stunden „Schicht ist“.

Danach legen sich die Audi Trucker nicht in

die Schlafkojen ihrer Lkw, sondern ruhen sich

in ordentlichen Hotelbetten aus. So sehen es

die Regeln des Fahrzeugherstellers vor – obwohl

die Scania Lkw mit ihren breiten Betten

eigentlich eine gute Nachtruhe ermöglichen.

Mag sein, dass mancher Kapitän der Landstraße

von so einem Job träumt. Doch man

sollte seine Schattenseiten nicht vergessen: Die

Audi Crew ist nicht zu beneiden, wenn sie einige

Tonnen Equipment zurück in den Werkstattauflieger

packt, während mitten im Sommer

ein eiskalter Wind Regenschauer über den

Nürburgring peitscht und das Thermometer

winterliche Temperaturen anzeigt.

1997 wechselte er in die Schwedische

Tourenwagen-Meisterschaft und wurde

Vizechampion. 1999 folgte der Gewinn

der Meisterschaft auf einem Audi A 4

quattro. 2001 heuerte Ekström bei der

DTM an. 2004 wurde er Werksfahrer bei

Audi Sport und holte umgehend den

Titel. 2004 war er außerdem Sieger in

der Gruppe N bei der Schweden-Rallye.

King’s Report: Wie sehen Sie

zurzeit ihre Chancen, den

Titel 2005 erfolgreich zu verteidigen?

Mattias Ekström: Es sieht so

aus, als wird die Meisterschaft

in diesem Jahr wieder ein

Zweikampf zwischen Gary

Paffet und mir – also stehen die Chancen mindestens

50:50. In so einer eng umkämpften

Serie wie der DTM kann man keine Vorhersagen

machen, aber klar ist: Bei nur noch vier

Rennen kann jetzt schon der kleinste Fehler

entscheidend sein.

KR: Die DTM sind ein anstrengender Job. Wie

hält sich ein erfolgreicher DTM-Pilot fit?

Ekström: Eine spezielle Vorbereitung auf ein

Rennen gibt es nicht. Es gilt einfach, sich das

ganze Jahr über körperlich und mental fit zu

halten. Ich trainiere am liebsten auf dem

Jetski, weil dabei fast alle Muskeln belastet

werden und es Spaß macht. Fitness-Studios

sind nicht unbedingt mein Ding.

KR: Als Motorsportler haben Sie schon etliche

Länder bereist. Was schätzen Sie an Ihrer

schwedischen Heimat?

Ekström: Die Gegend um Krylbo, wo ich lebe,

ist das totale Kontrastprogramm zu einem

vollen DTM-Fahrerlager. Hier habe ich einen

Fluss zum Jetski-Fahren, jede Menge Platz

zum Spielen mit meinen Hunden und viel

Natur. Hochhausburgen wie Monaco mit viel

Asphalt sind nichts für mich.


Service 23

Geburtstagsparty

20 Jahre Truck Grand Prix: Beim Jubiläumstreffen in

der Eifel lud Scania zum Fahrerstammtisch ein.

Jubiläum in der Eifel: Der Truck Grand

Prix feierte dieses Jahr seinen 20. Geburtstag.

Die einzigartige Mischung aus

Show, Familienfest, Industriemesse und sportlicher

Aktivität kommt nach wie vor gut an:

179.000 Besucher bilanzierte der Veranstalter

ADAC Mittelrhein am Ende der drei Tage als

Zuschauerzahl. Die Veranstaltung mit Blick

auf die Nürburg hat sich über die Jahre als

Fest der Lkw-Fahrer etabliert. Sie kommen

mit ihren Familien oder Freunden zum Ring,

um ein paar Tage zu entspannen. Für einige

ersetzt der Besuch am Nürburgring sogar den

Jahresurlaub. Viele Chauffeure nutzen die entspannte

Atmosphäre aber auch dazu, sich bei

den zahlreich vertretenen Unternehmen aus

der Nutzfahrzeugbranche über Trends und

aktuelle Neuheiten zu informieren.

Scania präsentierte sich beim runden Geburtstag

des Truck Grand Prix als gastfreundliches

Unternehmen – ins Scania Zelt kamen die

Fahrer, Kunden und Fans der Marke auch

ohne spezielle Einladung oder VIP-Karte. Ein

Muss der Ring-Präsenz von Scania sind der

Trucker-Shop mit Fan-Artikeln und Tätowie-

Viele Besucher wollten sich die Race Trucks

ganz aus nächster Nähe ansehen.

rer, die sich auch in diesem Jahr nicht über

mangelnde Nachfrage beklagen konnten.

Ringatmosphäre durften auch die deutschen

Teilnehmer des internationalen Scania Fahrerwettbewerbs

Young European Truck Driver

schnuppern.

Willkommen im Zelt

Denn Scania hatte die jungen Lkw-Profis zum

Truck Grand Prix eingeladen. Am Samstag

traf sich die Gruppe im Scania Zelt zu einem

gemeinsamen Abendessen und zum Plaudern.

Zur guten Gewohnheit ist für das Unternehmen

auch die Gastgeberrolle beim Fahrerstammtisch

geworden, der in diesem Jahr in

leicht verändertem Rahmen stattfand. Ausgerichtet

wurde die Diskussionsrunde vom Bundesverband

Güterkraftverkehr, Logistik und

Entsorgung (BGL), der Berufsgenossenschaft

für Fahrzeughaltungen (BGF), dem Deutschen

Verkehrssicherheitsrat (DVR) sowie den Autobahnpolizeien

aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Gemeinsam mit den zahlreich

vertretenen Fahrern und Moderator Michael

Maier von der Polizeiwache am Nürburgring

diskutierten Lothar Zademack von der BGF,

Rainer Bernickel (Polizei NRW), Jürgen Bente

vom DVR sowie der Journalist Bernd Schulte

(Truckmagazin) und Martin Rietzmann vom

Berufskraftfahrerverband BDBK das Thema

„Elefantenrennen“.

Für die Profis am Lenkrad ist das ein heißes

Thema, das sich kaum isoliert betrachten

lässt. Denn, das wurde schon nach wenigen

Gesprächsbeiträgen klar, es geht dabei auch

um Überholverbote, die oft als unsinnig emp-

Beim Fahrerstammtisch stand das Thema

„Elefantenrennen“ auf der Agenda.

funden werden, um die ständig zunehmende

Verkehrsdichte auf den Straßen und nicht zuletzt

um die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung,

deren Einhaltung die Polizei zu überwachen

hat – auch wenn die Ordnungshüter

gelegentlich selbst am Sinn mancher Ge- oder

Verbote zweifeln. Interessant waren für viele

Zuhörer sicherlich auch die nüchtern vorgestellten

Fakten rund um das Thema Elefantenrennen.

So dauert ein Überholvorgang bei einer

Geschwindigkeitsdifferenz von 2 km/h

mindestens drei Minuten und ist erst nach einer

Fahrstrecke von 4,3 Kilometern abgeschlossen.

Schaut dabei ein Polizist zu, kostet

das 40 Euro und bringt zusätzlich einen Punkt

in Flensburg. ◆

Die deutschen Teilnehmer des Young European

Truck Driver trafen sich im Scania Zelt.


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