Landskrone - Kunstwanderungen

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Landskrone - Kunstwanderungen

E 34

Die Ahr VII

Lohrsdorf – Landskrone – Heppingen –

Bad Neuenahr – Heimersheim – Lohrsdorf

Rundwanderung

3 Stunden und 12 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Ahrrundwanderung mit dem Besuch der kleinen Kirche von

Lohrsdorf.

Lohrsdorf wird erstmals 828 urkundlich erwähnt. Zur der bis zur Kommunalreform

1969 eigenständigen Gemeinde gehört der Ortsteil Green. In der Gemarkung Lohrsdorf

liegt auch die Ruine der Reichsburg Landskrone. Heute ist Lohrsdorf Stadtteil von Bad

Neuenahr-Ahrweiler.

*

*** St. Peter und Marcellinus. In den Kirchenbau aus der Zeit

um 1650 wurden Chorteile des 13. Jhs. übernommen.

Das Innere. Das Altarretabel stammt aus dem 17. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, wenden uns nach rechts und folgen der

Bezeichnung „Rotweinwanderweg“, am Anfang immer bergauf, mit einigen

*** Ansichten vom Landskrone-Felsen.

Landskrone“, am Ende durch artenreiche *** Vegetation.

17 Minuten später wandern wir auf den Gipfel mit dem Hochkreuz der

*** Landskrone. Von der Veste sind kaum noch Reste zu erkennen.

Sie wurde 1206 von König Philipp von Schwaben als

Bollwerk gegen den Erzbischof von Köln erbaut, der auf Seiten

Ottos IV. stand, des Gegenkönigs. 1677 brannte das Hauptgebäude

ab, 1682 sprengte Herzog Wilhelm von Pfalz-Neuburg

die Anlage. Von hier oben aus haben wir

**** Ansichten vom Ahrtal und den Eifelhöhen.


An so hoher Stelle über der Ahr ist Zeit für einen Gedanken

darüber, zu was die pittoreske Landschaft der Ahr inspirieren

kann:

Johannes Brahms

Die Melodien zu seinen Liebesliederwalzern entstanden nahezu

vollständig in Skizzenform während fröhlicher Ferientage an

der Ahr. Es meldeten sich täglich neue Melodien bei ihm an, die

er Mühe hatte, alle aufzuschreiben. Und das umso mehr, als er

noch mit der Vervollständigung des Deutschen Requiems beschäftigt

war.

Mit dem Sänger Stockhausen musizierte Brahms gemeinsam

die Liebeslieder in Bad Neuenahr: „Bei einem Spaziergange,

den die ganze jugendlich-übermütige Konzertgesellschaft durch

das Ahrtal nach Altenahr machte, sagte Brahms, er wolle nur

noch Walzer, Wiener Walzer, komponieren.“

Dieses in heiterer Laune gegebene Versprechen hat Brahms,

Gott sei’s gedankt, nicht eingehalten.

*

Wir kehren um und halten uns links.

5 Minuten später wandern wir zur

*** Marienkapelle, die romanischen Ursprungs ist.


Das Innere wurde mit neugotischen Einrichtungsgegenständen

ausgestattet.

Hier haben wir eine *** Ansicht vom Ahrtal; Rastplatz. – Wir kehren um

und folgen, uns linkshaltend, dem Dreieck des Eifelvereins.

18 Minuten später wandern wir auf der Straße links in 53 Min.

Heppingen.

Im Jahre 965 wird der Ort erstmals erwähnt. Am Ortsrand sprudeln die Quellen des

Heppinger Brunnens, eines Sauerbrunnens, den der Wormser Arzt Jakob Theodor

Tabernaemontanus bereits 1588 nachwies.

*

*** Haus Heppingen. Vom ehemaligen Wasserschloss der

Grafen von Manderscheid-Blankenheim ist noch der Barockbau

vorhanden.

Wir begehen nun den „Rotweinwanderweg“ und folgen seinem Zeichen.

Asphalt und an folgender Dreiergabelung mitte, mit einer *** Ansicht von

der Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr.


5 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links.

2 Minuten später wandern wir rechts auf die „Nordstraße“.

5 Minuten später wandern wir in die Kirche von 110 Min.

Bad Neuenahr

1221: Errichtung der Burg und der Grafschaft Neuenahr (Newenare) durch den Grafen

von Are-Nürburg, Benennung des Geschlechts nach der Burg. 1343: Die Herzöge von

Jülich erhalten die Grafschaft Neuenahr zum Lehen. 1352: Tod des Grafen Wilhelm von

Neuenahr, Aussterben seines Geschlechts in männlicher Linie, schwere Erbstreitigkeiten.

1372: Eingriff durch den Erzbischof von Köln Friedrich III. von Saarwerden,

Zerstörung der Burg Neuenahr, Kurköln Mitbesitzer der Grafschaft. 1546: Rückeroberung

der Grafschaft Neuenahr durch den Herzog von Jülich; seitdem mit dem Herzogtum

Jülich als Amt Neuenahr vereint. 1614: mit dem Vertrag von Xanten in Folge des

Jülich-Klevische Erbfolgestreits fällt Neuenahr an das Herzogtum Pfalz-Neuburg. 1685:

Neuenahr fällt mit Jülich-Berg an die Kurpfalz. 1852: Erbohrung des Apollinarisbrunnens.

1856: Erschließung der Heilquellen. 1858: Gründung eines Heilbades im

heutigen Ortsteil Wadenheim. 1927: Anerkennung des Heilcharakters der Quellen.

Neuenahr wird Bad Neuenahr. 1951: Verleihung der Stadtrechte für Bad Neuenahr

durch das Bundesland Rheinland-Pfalz. 1969: Zusammenlegung der Städte Ahrweiler

und Bad Neuenahr zu Bad Neuenahr-Ahrweiler im neu gegründeten Landkreis Ahrweiler.


*** Muttergottes vom hl. Rosenkranz, früher: St. Maria und

Willibrord. Die neuromanische Rosenkranzkirche wurde 1899

erbaut und besitzt eine Ausstattung sowie eine Ausmalung aus

der Bauzeit.

Der Chor. Im Rund über dem Hauptaltar befinden sich von

links nach rechts die Wandgemälde: Verkündigung; Heimsuchung

Mariä; Geburt Jesu; Darstellung Jesu im Tempel; der

zwölfjährige Jesus predigt im Tempel.


In den Fenstern darüber die neugotischen Glasgemälde von

gemalte Darstellung der sieben Sakramente. – Rechte Chorwand:

Wurzel-Jesse-Gemälde.

Am Chorbogen: Figur der Muttergottes (links). Figur des Michael

(rechts).

Der Kapellenkranz von links nach rechts. 1. Gemälde: Zug

durchs Rote Meer (links) und Taufe Jesu durch den Täufer Johannes

(rechts); – 2. Gemälde: Johannes auf Patmos (links) und

Linker Querhausarm. Frontwandaltar mit der Zimmermannswerkstatt;

darüber: Gemälde der Himmelfahrt Jesu. – Außenwand:

Gemälde der thronenden Muttergottes;


darüber im neugotischen Glasgemälde: Jesaia.

Rechter Querhausarm. Frontwandaltar mit Pietà; darüber das

Gemälde der Krönung Mariens. – Außenwand: Schlacht von

Lepanto;

Die Seitenschiffe. Individueller Kreuzweg.

Mittelschiff. Kanzel mit dem Hochrelief des zwölfjährigen Jesus

im Tempel sowie des predigenden Jesus zuzüglich der Gestalten

Glaube und Hoffnung.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Querstraße rechts.

3 Minuten später wandern wir bei der

*** Martin-Luther-Kirche, die 1872 erbaut, nach dem Kriege

allerdings erweitert wurde,


linksversetzt über die „Georg Kreuzberg Straße“ auf die „Kurgartenstraße“,

kurz darauf vorbei am links stehenden

*** Thermalbad, ein klassizistischer Bau mit Säulenportikus.

2 Minute später wandern wir in die Kirche


*** St. Willibrord. In den Bau von 1724 wurde der romanische

Turm um 1200 des Vorgängerbaues mit einbezogen.

Das Chorhaus. Im barocken Hauptaltar steht ein thronender

Willibrord.

Das Langhaus. Die neugotischen Glasgemälde zeigen den Tod

Josefs (links) und Willibrord (rechts). – Linker Barockaltar:

Glasgemälde: Willibrord mit heilbringender Quelle; Heinrich;

Wilhelm von Gelone. – Unter der Empore: Figuren der Maria

und des Josef.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, wenden uns nach rechts

auf gekommenem Weg zurück.

6 Minuten später wandern wir vor der Ahrbrücke rechts, vorbei an der Spielbank,

dem ehemaligen

*** Kurhaus, das nach Plänen von Oscar Schütz zwischen

1903 und 1905 im neobarocken Stil mit Jugendstilverzierungen

errichtet wurde,

und nun immer nächst der Ahr und stets auf diesem Ufer, zunächst durch die

*** Kastanienallee, dann entlang dem ** Kurgarten, in dem uns viel später

auffällt rechts das

*** Lenné-Schlösschen, das nach Plänen des Gartenbaumesters

Lenné mit dem Lenné-Park, dem Kurgarten, 1860 erbaut

wurde


10 Minuten später wechseln wir auf der Brücke in „Heppingen“ das Ufer und

haben später *** Ansichten von der Landskrone.

6Minuten später wandern wir in die Kirche von

169 Min.

Heimersheim,

**** St. Mauritius. Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit ihrem

Querschiff und dem Vierungsturm hat man im dritten Viertel

des 13. Jhs. in spätromanischem Stil errichtet.


Das Gebäude wurde 1961 modern verlängert.

Die Emporen des alten Baues sind zum Mittelschiff durch Doppelarkaden

geöffnet.


Der Chor. In der rechten Bahn des mittleren Chorfensters befinden

sich Glasmalereien der Bauzeit, von unten nach oben:

Verkündigung; Geburt; Kreuzigung; Auferstehung Jesu; Himmelfahrt.

– Aus derselben Zeit sind die Glasgemälde der linken

die Kreuzgruppe mit Jesus, Maria und Johannes sowie zwei

Engeln (oben), ein Alabaster-Relief: Kreuztragung Jesu, mit

den Verstorbenen Johann von Metternich und seiner Frau Catharina

von Leyen, von den Heiligen Nikolaus und Mauritius

flankiert (unten). – Rechte Wand: Grabstein für Herman Quadt

von Landskron.

Linke Apsis: Pietà, 15. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Querstraße links.

2 Minuten später wandern wir hinter dem

*** Westtor der ehemaligen Ortsbefestigung, um 1400,


echts und dann links auf die „Heinrich-Winter-Straße“.

Brücke über die Ahr.

4 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links, am Fünferstern auf die

zweite Straße links und auf die „Ritterstraße“.

2 Minuten später kommen vorbei am ** Sandsteinkruzifix von 1754 mit den

Reliefs der Heiligen Petrus und Paulus und gelangen in die Kirche von

Lohrsdorf.

Ahr VIII

Ende

E 34

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192 Min.

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