Radius Gesundes Südtirol 2010

VerlagMediaRadius

Radius Gesundes Südtirol

Kostenloses

Exemplar

I.R.

MAGAZIN

FÜR DIE EUROPAREGION TIROL

Nr. 3 - Mai 2010

Poste Italiane S.P.A. - Spedizione

A.P. - 70% - CNS Bolzano

Einzelnummer 2¤

Unzustellbare Exemplare bitte an den

Absender retournieren. Der Absender

verpflichtet sich, die Portospesen für

die Rücksendung zu tragen.

www.mediaradius.it

Gesund essen ...

und viel Bewegung

Gesunde Mitverantwortung …

… beim Vorsorgen, Heilen und Pflegen

Gesundes Südtirol

Gesundheitswesen in Südtirol - gestern, heute, morgen


PAGINIERUNG

PAGINIERUNG

2 03/2010

03/2010 3


Exemplar

A.P. - 70%

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68

Schritt für Schritt

gegen den inneren

Schweinehund

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I.R.

MAGAZIN FÜR DIE EUROPAREGION TIROL

Nr. 3 - Mai 2010

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Editorial

Gesund essen ...

und viel Bewegung

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gewinnen!

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… beim Vorsorgen, Heilen und Pflegen

Gesundes Südtirol

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Gesundheitswesen in Südtirol - gestern, heute, morgen

Impressum

Herausgeber: Athesiadruck

GmbH, Bozen Eintrag. LG Bozen

Nr. 26/01, am 27.11.2001

Verantwortlicher Schriftleiter:

Armin Mair

Verantwortlicher Projektleiter:

Franz Wimmer

Produktion/Redaktion:

Barbara Weissensteiner

Redaktion: Claudia Schwarze,

Franz Wimmer, Nicole D. Steiner,

Claire Schöne, Marita Wimmer,

Jutta Kusstatscher

Werbung/Verkaufsleitung:

Gerti Morandell

Anzeigenverkauf: Heidi Gufler

Verwaltung: Kapuzinergasse 5,

39100 Bozen, Tel. 0471 977 824

Fotos: Dolomiten Archiv,

Seehauser, Auton. Provinz Bozen,

Südtiroler Sanitätsbertrieb,

Mirò, verschiedene Privatund

Online-Archive sowie

Verkaufsunterlagen.

Konzept und Abwicklung:

King Laurin GmbH, Eppan

Grafik-Layout:

Georg Hochkofler

Lektorat: Ulrike Schwarz

Produktion: Athesiadruck Bozen

Vertrieb: Als „Dolomiten“ -

Beilage und im Postversand

Durchschnittliche Auflage:

30.000 St.

Preis: Einzelpreis 2 Euro,

A+D: 2,50 Euro

Die Redaktion übernimmt

keinerlei Haftung für die Inhalte

der Werbeseiten, PR-Seiten und

der angeführten Webseiten.

Franz Wimmer

6 8

SERVICE

RUBRIKEN

Über Gesundheit und das ganze Umfeld

Gesundheitswesen in Südtirol

gestern – heute – morgen

Wenn man auch nur ein wenig zurückschaut,

dann muss man feststellen: Der Fortschritt

ist gewaltig, das Wachstum war unglaublich.

Die Veränderungen haben eine geballte

Dynamik, auch in Zukunft. Wir reden von der

Gesundheitsversorgung in Südtirol.

GESUNDHEITSDIENSTE

06 Gesundheitswesen

gestern – heute - morgen

08 Interview LR R. Theiner

10 Florian Zerzer

11 Albert Tschager

12 Direktion Sanitätsbetrieb Südtirol

15 Gesundheitsbezirke

20 Amtsdirektoren im

Gesundheitsressort

28 Gerlinde von Fioreschy

29 Michele Comberlato

INSERT

Mirò – Informationen zum

Medical Dental Center

Gesundheit: Fit für die Zukunft

Als Landesrat für Familie, Gesundheit und

Sozialwesen trägt Richard Theiner große

Verantwortung. Das Gesundheitswesen mit

rund einem Viertel der gesamten Ausgaben

des Landes Südtirol und mehr als 9000

Bediensteten im Südtiroler Sanitätsbetrieb

bestimmt maßgeblich das Leben und

Wohlergehen der Bürger mit.

AKTUELL

30 Komplementärmedizin

im Krankenhaus

42 Mehr Bewegung für Schulkinder

43 Medicus Comicus

64 Hilfe zur Selbsthilfe

66 Das Ethikkomitee

69 Solarium mit Maß und Ziel

70 Parkinson Gesellschaft

Fahrradfreundliche Betriebe gesucht

Autofahren ist teuer, Radfahren kostet (fast) nichts. Autofahren belastet

die Umwelt, Radfahren stärkt die Gesundheit.

32 Traumacenter Kronplatz

33 Besser Hören, Bozen

Burg Dental Technologie, Sterzing

34 Artigiana Matratzen, Bozen

35 Ortho Plus, Bozen

36 Handteam Dr. Espen, Bozen

38 Fit Star, Bozen

40 Claudiana, Bozen

41 Autotest AG, Lana

44 Gesundheit hoch 3

48 Profanter Bäckerei, Bozen

48 JTB, Bozen

49 Loacker Remedia, Blumau

50 Plose Quelle, Brixen

52 Franziskaner Bäckerei, Bozen

55 Chocolatier Oberhöller, Sarnthein

56 Milkon, Bozen

57 Ultner Brot, St. Walburg

59 Gramm AG, Bozen

60 Versuchanstalt Laimburg, Auer

62 Malerarbeiten

Alexander Larcher, Meran

65 Tages Senior Onlus, Branzoll

67 Weißes Kreuz, Bozen

Mayr

71

Volles Haar?

Ich bin glücklich!

46 Gesundes Essen

68 Stiftung Vital:

Fahrradfreundliche Betriebe

71 Portrait: Gudrun Gschwendt

72 Bunte Meldungen

Von der „Hexe“ zur Fachfrau

Als junge Ärztin wurde Gudrun Gschwendt von

ihren Kollegen öfters als „Hexe“ beschimpft,

inzwischen ist die Komplementärmedizinerin

eine gefragte Referentin, Seminarleiterin und

Autorin mehrerer Bücher.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie ein

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zu berichten ist eine komplexe Angelegenheit.

Es geht um Leistungen der öffentlichen

Hand und um Kosten, die auf Dauer nicht

mehr tragbar sind. In Zukunft werden wir

nicht umhinkommen, wieder mehr Eigenverantwortung

zu übernehmen! Das Ganze

hat natürlich auch eine politische Dimension,

betrifft doch ein Drittel vom Landeshaushalt

das Gesundheitswesen. Dazu

bringen wir Interviews und Aussagen vom

zuständigen Landesrat Richard Theiner

und von zahlreichen weiteren Verantwortungsträgern

aus seinem Ressort.

Mehr Eigenverantwortung ist gefragt, speziell,

wenn es ums Vorbeugen geht. Spätestens

dann kommen Ernährung, Sport

und Lebensstil jedes Einzelnen ins Spiel.

Der Körper ist wie ein Computer und

speichert die mehr oder weniger großen

Sünden: Rauchen, zu viel Alkohol, Bewegungsmangel,

unausgewogene Ernährung

... Gegen das Älterwerden ist keiner gefeit.

Ob wir gesund älter werden, da kann jeder

Einzelne viel dazu beitragen – und damit

Kosten sparen!

Franz Wimmer

vorher


GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Gesundheitswesen in Südtirol gestern – heute – morgen

um die es geht. Im Gesundheitsressort

fließt alles zusammen: Die römischen

Gesetze stecken den Rahmen auch für

das Südtiroler Gesundheitswesen ab.

Die müssen beachtet und in Einklang

mit den autonomen Spielräumen gebracht

werden. Als politisch Verantwortlicher

bringt Landesrat Richard

Theiner die Anliegen der Bürgerinnen

und Bürger ein, entweder direkt oder

über die Abgeordneten des Landtages

oder seine Kollegen in der Landesregierung.

Die politische Aufgabenstellung

im Gesundheitswesen entwickelt sich

im ständigen Abgleich zwischen politischen

Wünschen und Forderungen,

dem Abwägen aller Interessenspositionen

und mit dem Blick auf das Machbare.

Hier ist die Vorarbeit der Ämter

im Hinblick auf verfügbare Mittel und

gesetzliche Möglichkeiten von entscheidender

Bedeutung für die politische

Führung. Dazu stehen die Ämter in

täglichem Kontakt mit allen Vertretern

von Verbänden, Gewerkschaften, politischen

Parteien, den Spitzen und Fachleuten

des Gesundheitsbetriebes und,

nicht zuletzt, auch mit den Bürgerinnen

und Bürgern. Sind die Gesetze, Verordnungen

und Richtlinien schließlich von

der Landesregierung beschlossen und

vom Südtiroler Landtag zum Gesetz

gemacht, müssen alle Schritte bis hin

zur konkreten Umsetzung gemacht und

nachverfolgt werden.

Wenn man auch nur ein wenig

zurückschaut, dann muss man

feststellen: Der Fortschritt ist

gewaltig, das Wachstum war

unglaublich. Die Veränderungen

haben eine geballte Dynamik,

auch in Zukunft. Wir reden von

der Gesundheitsversorgung in

Südtirol.

Wer heute in Südtirol einen Arzt

oder ein nahes Krankenhaus aufsucht

oder mit dem Hubschrauber

dorthin geflogen wird, und die Leistungen

einer hoch spezialisierten Medizin

mit einer nur geringen und äußerst

sozialen direkten Kostenbeteiligung

in Anspruch nimmt, der kann

sich oft nicht mehr vorstellen, wie

sehr sich das Gesundheitswesen in

Südtirol entwickelt hat.

Sicher, das was nicht funktioniert, das

sieht man zuerst, besonders wenn es

um das eigene Wohl und Leben geht.

Das meiste, was über Ärzte und Krankenhäuser

gesagt wird, steht nicht in

den Zeitungen, sondern wird von Mund

zu Mund weiter getragen. Das gilt für

das Lob, aber noch

mehr für leidvolle und

traurige Geschichten.

Öffentlich werden meist nur

die Probleme des Gesundheitswesens

diskutiert, seltener seine Vorzüge.

Gleich, ob es um die zum Teil langen

Vormerkzeiten bei aufschiebbaren

fachärztlichen Leistungen geht oder

um viele andere große oder auch kleinere

Probleme und Bedürfnisse: Das

Gesundheitswesen in Südtirol ist nach

Aussagen von Beobachtern und Beteiligten

auf einem sehr hohen Stand.

Gerade in diesen Monaten nimmt die

klinische Reform des Landesgesundheitsdienstes

die Fahrt auf. Sie wird

die Zukunft des Gesundheitswesens

in Südtirol nachhaltig bestimmen. Die

große „Maschine“ Gesundheitswesen

muss für die Notwendigkeiten der Zukunft

umgebaut werden. Die nachfolgenden

Beiträge sind sozusagen Momentaufnahmen

einer Standortbestimmung.

Diese paar Momentaufnahmen

können ein vollständiges Bild weder

bieten noch ersetzen. Aber sie werfen

ein Licht auf die Vorstellungen und ein

wenig auch auf die Menschen, die in der

Gestaltung und Verwaltung des Südtiroler

Gesundheitswesens tätig sind.

Was machen die alles?

Von der Vorbereitung bis hin zur Umsetzung

von politischen Entscheidungen

sind die Beamten der Abteilung Gesundheit

in der Landesverwaltung das

entscheidende Bindeglied. Landesregierung

und Landesrat müssen sich auf

ihre Mitarbeiter im Gesundheitsressort

verlassen können. Der Gesundheitsabteilung

im Landhaus am Bozner Boden

bleibt eine ganze Menge zu tun.

Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit

vorgestellt werden die Führungskräfte

der Abteilung Gesundheitswesen des

Landes. Drei Frauen und zehn Männer

in verantwortlicher Stellung arbeiten

mit ihren rund 120 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern daran, die Beschlussfassungen

für die Landesregierung

sowohl von der fachlichen Grundlage

als auch von der juristischen Seite her

vorzubereiten und sie nach der politischen

Entscheidung umzusetzen. Das

sind nicht eben nur drei Paragraphen,

6 03/2010

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GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Gesundheit: Fit für die Zukunft

Als Landesrat für Familie,

Gesundheit und Sozialwesen

trägt Richard Theiner große

Verantwortung. Das

Gesundheitswesen mit rund

einem Viertel der gesamten

Ausgaben des Landes Südtirol

und mehr als 9000 Bediensteten

im Südtiroler Sanitätsbetrieb

bestimmt maßgeblich das Leben

und Wohlergehen der Bürger mit.

Radius: Wie fühlen Sie sich als Gesundheits-Landesrat?

LR Theiner: Es ist eine ebenso schöne

wie schwierige und anspruchsvolle

Aufgabe.

Radius: Obmann der Volkspartei und

Landesrat mit so wichtigen Aufgaben –

ist das nicht ein bisschen viel?

LR Theiner: Sicher ist eine straffe Zeiteinteilung

notwendig. Die Fülle an Aufgaben

ist nur im Team zu bewältigen. Mir

stehen gute und engagierte Mitarbeiter

zur Seite, sowohl in der Partei als auch

im Ressort. Dafür bin ich sehr dankbar.

Alles alleine machen wollen, das geht so

und so nicht.

Landhaus am Bozner Boden

Radius: Gesundheit ist ein heikles

Thema …

LR Theiner: In allen Ländern haben die

politisch Verantwortlichen für Gesundheit

große Herausforderungen zu bewältigen.

Denken sie an den demografischen

Wandel. Eine immer noch steigende

Lebenserwartung und eine immer

ältere Bevölkerung schaffen völlig

neue Voraussetzungen für Medizin und

Pflege. Die Finanzierbarkeit unserer Gesundheitsversorgung

ist auf eine harte

Probe gestellt. Wir können wir es uns

nicht leisten, die Zukunft zu verschlafen.

Radius: Sie sind oft heftigen Angriffen

ausgesetzt, auch in der Presse.

LR Theiner: Am Gesundheitswesen hängen

sehr viele Interessen dran. Nicht immer

gibt es Lösungen, wo alle nur gewinnen

können. Um die beste Lösung muss

gerungen werden. Ich stehe klar zu einem

öffentlichen, für alle Bürger zugänglichen

Gesundheitswesen, das unabhängig

vom einzelnen Geldbeutel die beste

mögliche Versorgung in allen Bereichen

gewährleistet. Dafür kämpfe ich.

Radius: Ist das öffentliche Gesundheitswesen

in Gefahr?

LR Theiner: Ich habe 2003 ein sehr

gut ausgebautes Gesundheitswesen

übernommen. Ich habe aber auch die

Herausforderung angenommen, die

Gesundheitsversorgung der Südtiroler

fit für die Zukunft zu machen. Deshalb

habe ich auch nach den Landtagswahlen

im Oktober 2008 darum gebeten,

die Arbeit im Gesundheitswesen fortsetzen

zu dürfen. Unsere Bemühungen

für die notwendige und sinnvolle Anpassung

an neue Bedürfnisse werden

sicherlich Früchte tragen. Dabei muss

man den ständigen Dialog pflegen und

auch bereit sein, eigene Standpunkte

zu hinterfragen.

Landesrat Richard Theiner

Radius: Ihr Einsatz für die Komplementärmedizin

wird von manchen Ärzten

kritisch gesehen.

LR Theiner: Die Komplementärmedizin,

wie das Wort schon sagt, wird bei uns

im öffentlichen Gesundheitsdienst ergänzend

und nicht statt der bewährten

klassischen Medizin angeboten. Ihr

ganzheitlicher Ansatz und ihre Methoden

haben schon zahllosen Patienten

geholfen, so dass die Frage, ob sie Platz

hat in einem öffentlichen Dienst, der ja

dem Gemeinwohl dienen soll, eigentlich

nicht so schwer zu beantworten ist. In

der Politik muß man manchmal eben

auch Entscheidungen gegen Gruppeninteressen

treffen.

Radius: Und wo wollen Sie hin?

LR Theiner: Mein Ziel ist, ein gutes, für

alle zugängliches, flächendeckendes,

aber auch weiterhin bezahlbares Gesundheitswesen

zu erhalten und weiter

zu entwickeln.

Radius: Braucht es dazu wirklich sieben

Krankenhäuser?

LR Theiner: Südtirol ist keine Großstadt,

wo vielleicht zwei oder drei größere

Krankenhäuser genügen würden und

wirtschaftlicher zu betreiben sind. In

unser gebirgiges Land mit seinen lebendigen

und selbstbewussten Talschaften

passt ein abgestuftes Krankenhauskonzept

viel besser hinein. Ein Zentralkrankenhaus

in der Mitte, drei Schwerpunktkrankenhäuser

in Meran, Brixen

und Bruneck und die Grundversorgung

in Schlanders, Sterzing und Innichen.

Dazu kommen noch die beliebten Privatkliniken.

Wichtig ist nicht die Zahl

der Häuser, sondern eine abgestufte

Versorgung im ganzen Land.

Radius: Sie sind SVP-Obmann und wir

stehen kurz vor den Gemeinderatswahlen.

Sind Sie sicher, dass gewisse Entscheidungen,

wie z. B. die der Beibehaltung

der Krankenhäuser nicht eher

nach politischen Gesichtspunkten entschieden

werden?

LR Theiner: Bei den Gemeinderatswahlen

spielt die Landespolitik eine untergeordnete

Rolle. Die Neuordnung des

Gesundheitswesens wiederum ergibt

sich vor allem aus technischen und

medizinischen Notwendigkeiten. Ich

sage ganz klar, dass die Verbesserung

der Bilanzen niemals durch die Verschlechterung

der Dienste und damit

auf Kosten des Patienten gehen darf.

In der Tat haben wir Dienste optimiert

und sogar ausgebaut. Das hat die Bevölkerung

bisher positiv bewertet, wie

auch das Ergebnis der letzten Landtagswahlen

gezeigt hat.

Radius: Mit der klinischen Reform geht´s

sozusagen ans Eingemachte.

LR Theiner: Es gibt keine Alternative

dazu, wenn wir das Erreichte erhalten

und den Zug der Zukunft nicht versäumen

wollen. Ich bin überzeugt, dass wir

gut vorankommen werden.

Radius: Was ist die größte Herausforderung?

LR Theiner: Dass jeder versteht, dass

er selbst den größten Beitrag für den

Erhalt seiner Gesundheit leisten kann.

Etwas weg von der Reparatur von Gesundheitsschäden,

mehr hin zur Eigenverantwortung.

Das ist die große Herausforderung,

das ist das Spannende.

Radius: Und wie wollen Sie das erreichen?

LR Theiner: Ein Beispiel: Am heurigen

Weltgesundheitstag haben wir nicht

über Krankheiten berichtet, sondern

haben Schrittzähler verteilt. Ziel ist, die

Leute zum Bewegen anzuregen.

Endlich! Ein neuer starker Player auf dem Südtiroler IT-Markt!

Xtend hat sich mit Opera21 zusammengeschlossen und ist mit über 1.000

Mitarbeitern eine der größten IT-Gruppen in Italien. Als Xtend waren wir die Ersten,

die Sie ins Internet gebracht haben, nun können wir Ihnen als Opera21 eine ganze

Reihe von innovativen IT-Dienstleistungen bieten, um Ihr Business zu verbessern.

Radius: Die Südtiroler stehen doch im

Ruf sehr sportlich zu sein ...

LR Theiner: Aber immerhin 40 % der

Bevölkerung treiben gar keinen Sport.

Wer sich regelmäßig an der frischen

Luft bewegt, und das ist in unserem

schönen Land selbst für die Bozner

nicht schwer, der tut schon viel für

seine körperliche und seelische Gesundheit.

Radius: Die psychische Gesundheit und

das Suchtverhalten sind ein großes Problem

in Südtirol. Was tut die Gesundheitspolitik

dagegen?

LR Theiner: Ja, das moderne Leben hat

auch seine Schattenseiten. Neben den

therapeutischen Einrichtungen im Gesundheitswesen

sollten vorbeugend

auch die Lebensbedingungen genauer

untersucht und so weit möglich verbessert

werden – Wohnung, Arbeit, Familie,

soziale Kontakte. Gesundheit geht in

alle Lebensbereiche.

Radius: Was ist Ihr Traum?

LR Theiner: Dass Menschen in der Welt

nicht mehr an Hunger sterben müssen.

DAS WACHSTUM DES KUNDEN

“Der Wert eines Ergebnisses

liegt im Verfahren,

mit dem es erreicht wird”

( Albert Einstein )

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03/2010

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GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Harte Bretter bohren

Hin zur Gesundheitslandschaft

Florian Zerzer ist so zusagen der

Gesundheitsmanager des Landes.

Als Ressortdirektor von Richard

Theiner muss er in seinem Job

Politik und Verwaltung auf einen

gemeinsamen Nenner bringen.

Alle kleinen und großen Fragen

des Gesundheitswesens gehen

über seinen Tisch. Dass er früher

am liebsten Schach spielte, ist

bezeichnend für sein Naturell.

Seine Aufgabe ist die Umsetzung der

politischen Ziele in der Verwaltung

und das in den beiden Landesabteilungen

Gesundheit und Soziales/Familie.

Er ist vom Landesrat berufen,

hat keinen Beamtenvertrag, steht aber

über den Abteilungsdirektoren.

Klinische Reform

Die größte Nuss, die Florian Zerzer

zu knacken hat, ist der zweite Teil der

Neuordnung des Gesundheitswesens.

Mit Abteilungsdirektor Albert Tschager

und den Spitzen des Sanitätsbetriebes

bildet er ein permanentes Team.

Wo liegen da eigentlich die Schwierigkeiten?

„Das Gesundheitswesen entwickelt

sich immer noch sehr schnell.

Einmal von der Technik und Wissenschaft

her, weil die immer bessere,

aber auch vielfältigere Heiltechniken

und Arzneien hervorbringen, zweitens

durch die neuen Bedürfnisse, aber

auch die sehr viel höheren Ansprüche

der Patienten von heute. Unterm

Strich kostet beides mehr Geld, und

Geld vermehrt sich nicht von alleine“,

stellt Zerzer nüchtern fest.

Intensive Arbeit

Wenn man Gesundheit auch in Zukunft

finanzieren und jedermann zugänglich

machen möchte, dann müsse sich einiges

ändern. Gesetzliche und organisatorische

Weichenstellungen sind

die notwendige Voraussetzung für

Neuerungen, aber die Arbeit am Umbau

des Systems, die ist damit noch

lange nicht gemacht. Da heißt es harte

Bretter bohren. Es müsse sich letztlich

auch in den Köpfen viel ändern, und

zwar sowohl beim Gesundheitspersonal

als auch bei den Patienten – das

gehe nicht von heute auf morgen. „Wir

arbeiten intensiv an der Neuordnung.

Sie wird dem Gesundheitswesen insgesamt

sicher gut tun. Aber es ist ein

über Jahre fortschreitendes Bauwerk,

das erst nach und nach sichtbar wird“,

erklärt der Chef im Theiner-Ressort.

Er möchte den Beweis erbringen, dass

das Südtiroler Gesundheitssystem im

internationalen Vergleich am

zukunftsträchtigsten ist,

weil kostengünstig und

effizient zugleich.

Die Stiftung Vital

Wenn die Rede auf die

landeseigene Stiftung

Vital kommt, dann kommt

ihr Präsident

Florian Zerzer richtig in Fahrt. Europa

sei mittendrin in der dritten großen Gesundheitsrevolution.

Der Schwerpunkt

verlagere sich vom Krankheiten behandeln

auf Gesundheit erhalten in einer

ganzheitliche Sicht. „Das heißt, dass

wir unsere Gesundheit nicht mehr allein

dem Arzt überantworten, sondern

selber Verantwortung zeigen“, erklärt

Zerzer. Die Stiftung arbeite genau in diese

Richtung. Dazu gehörten Aktionen

wie die Rückenschule, die Bekämpfung

des Burnouts oder der Kampagnen für

mehr Bewegung. Wie gesund lebt er

selbst? „Nicht gesund genug, aber immer

gesünder. Treppen statt Aufzug,

Gymnastik vor dem Fernseher, tägliche

Spaziergänge oder Laufen.“

Wie er sich selbst sieht? „Geduldig,

ausgeglichen, konsequent

und hartnäckig, wenn

eine Entscheidung getroffen

ist, und optimistisch.“ Dass

er Optimist ist, beweist Zerzer

auch in seinem Privatleben: Am

19. April wurde er zum dritten

Mal Vater.

Albert Tschager ist der geschäftsführende

Direktor der Abteilung

Gesundheitswesen des Landes.

Als führender Beamter arbeitet

er mit Leidenschaft für die

Sache. Er setzt auf eine neue

Gesundheitslandschaft, auf mehr

Vorsorge, und das Umdenken in

den Köpfen.

Radius: Der Sanitätsbetrieb steht gut da …

A. Tschager: Ja, der erste Teil der Gesundheitsreform

ist im Gang. Die

schnellen Kostenzuwächse der neunziger

Jahre konnten durch den Zusammenschluss

der Betriebe und eine rationalere

Verwaltung eingebremst werden.

Dieses Ziel war ein Hauptgrund

für die Reform, und dieses Ziel haben

wir erreicht. Aber die Herausforderung

bleibt bestehen: Wie kann ich einen angemessenen,

qualitativ hoch stehenden

und finanzierbaren Gesundheitsdienst

auch in Zukunft gewährleisten? Ich

fühle mich manchmal wie der Kapitän

eines Ozeandampfers, der beizeiten

den Kurs wechseln muss, wenn er dem

Eisberg ausweichen will.

Radius: Sie denken hier an das Pflegeproblem?

A. Tschager: Auch. Derzeit zählen wir

13.000 Pflegebedürftige, die zu zwei

Dritteln von den Familien versorgt

werden. In zehn Jahren werden es

um die 25.000 sein. Bis dahin müssen

wir die medizinische, pflegerische

und die soziale Betreuung draußen

vor Ort haben. Wir Fachleute nennen

das „Territorium“, also das Einzugsgebiet

eines Krankenhauses. Aber

werden soll es eine vielgestaltige Gesundheitslandschaft.

Radius: Und das heißt?

A. Tschager: Das heißt weniger Krankenhausbetten,

mehr Pflegebetten,

Schaffung von Netzwerken um die Familie

herum, weniger Standard, mehr

Flexibilität, mehr Informatik und Telemedizin.

Abteilungsdirektor Albert Tschager

versorgung und für hoch spezialisierte

Leistungen. Die bestehenden Krankenhäuser

werden in ein abgestuftes

System gebracht. Entscheidend dafür

sind die so genannten Kompetenzzentren,

d.h. man spezialisiert sich

auf bestimmte Behandlungen. Ein

Krankenhaus gewinnt so an Profil

und kann Patienten mit bestimmten

Krankheitsbildern hervorragend behandeln.

Die kommen dann aus dem

ganzen Land, aber auch von überall

her. Bei den chronisch Kranken, die

ja zunehmen, wird das Krankenhaus

Teile seiner bisherigen Betreuung

nach außen verlagern müssen, in die

Nähe der Patienten, die viel zuhause

oder in besonderen Einrichtungen gepflegt

werden.

Radius: Das zunehmende Alter der Bevölkerung

bedingt auch einen höheren

Bedarf an Diensten.

A. Tschager: Genau. Und hier heißt es:

Vorsorgen statt reparieren! Wir sind

auf die Mithilfe der Bürger angewiesen.

Beispiel: Wir haben in Südtirol 7000 Diabetiker,

die nichts von ihrer Krankheit

wissen. Nicht erkannte Diabetes kann

nicht behandelt werden. Sie zieht weitere,

schwere Krankheiten nach sich.

Das summiert sich zu enormen Folgekosten

für das Gesundheitswesen, die

vermeidbar sind. Der Schlüssel zur Vorsorge

sind motivierte und informierte

Menschen. Dafür müssen wir sorgen.

Radius: Und die Basismedizin?

A. Tschager: Die Allgemeinmedizin ist

das wichtigste Bindeglied zwischen

Patient und Krankenhaus. Wenn wir

das Krankenhaus entlasten wollen,

muss die Basismedizin ausgebaut

werden. Sprechstunden von früh bis

spät. Rund-um-die-Uhr-Dienste. Wir

müssen nach neuen Wegen suchen,

gemeinsam mit allen Beteiligten. Die

Reform ist primär nicht eine Geldfrage,

sondern eine Kopffrage!

Radius: Albert Tschager privat?

A. Tschager: Opa mit Leidenschaft, Tischler,

Maurer, Fließenleger, Theater-, Kinound

Konzertliebhaber. Ich packe an, was

es anzupacken gibt.

Ressordirektor Florian Zerzer

Radius: Also doch weniger Krankenhäuser?

A. Tschager: Nein, weniger Krankenhaus

heißt mehr „Territorium“. Das

Krankenhaus ist richtig für die Akut-

10 03/2010

03/2010 11


GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Patient ist Gewinner

Platz in der ersten Reihe

Vier Sanitätsreformen hat er

schon miterlebt. Diesmal trägt er

die Hauptverantwortung für die

Umsetzung der betrieblichen und

der klinischen Reform. Andreas

Fabi ist Generaldirektor des

Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Er muss die Vorgaben der Landesregierung

in die Tat umsetzen. Als er

1979 seinen Dienst im Krankenhaushaus

Bozen antrat, gab es in Südtirol

acht öffentliche Krankenhäuser mit

autonomer Führung. 1981 wurden alle

Teil der zuerst drei, dann vier Sanitätseinheiten,

„in die alles, was mit

Gesundheit zu tun hatte, mit eingeflossen

ist.“ Gleichzeitig wurden die

Krankenkassen abgeschafft und die

zentrale, öffentliche Finanzierung

eingeführt. Die Schwierigkeit der Zusammenlegung

war, wer aus den vielen

Führungskräften von den früheren

selbstständigen Körperschaften

nun das Sagen haben sollte. „Mich

riefen Angestellte an und fragten, wer

bezahlt mich am Monatsende?“, erinnert

sich Fabi.

Die Wege der Reform

In den 90er Jahren gab es weitere Neuerungen.

Die Sanitätseinheiten sollten

mehr nach privatwirtschaftlichen Maßstäben

geführt werden. 1992 wurden

die Verwaltungsräte der vier Sanitätseinheiten

abgeschafft. Aus den vier

Sanitätseinheiten (USL) wurden vier

Betriebe (ASL). Geführt wurde jede von

einem außerordentlichen Verwalter. Einer

davon war Andreas Fabi. Zwei Jahre

später wird er zum Generaldirektor

für die westliche Landeshälfte bestellt.

„Mit dieser Reform bekamen wir Organisations-,

Finanz- und Leistungsautonomie.

Nun galt: Inhalt vor Form, Führen

vor Verwalten.“

Mit Jänner 2007 schließlich die jüngste

Reform. Die Landesregierung legt die

vier Südtiroler Gesundheitsbetriebe zu

einem einzigen, landesweiten Betrieb

zusammen. Es entsteht der größte Sanitätsbetrieb

der Republik Italien. Mit

Andreas Fabi als Generaldirektor. Die

Ziele liegen auf der Hand: Nicht alles

mal vier, sondern effizientes Zusammenlegen

von Abläufen. Beispiel Ausschreibungen,

Ankäufe, Lohnverwaltung.

„Die Stellen für Führungskräfte

in der Verwaltung wurden von 124 auf

81 reduziert, ohne jemanden zu entlassen“,

betont Fabi. Die große Herausforderung:

rationalisieren, wo es der Patient

nicht spürt. Die gewonnenen Mittel

einsetzen, um die qualitativen Leistungen

für die Allgemeinheit zu verbessern

bzw. neue anzubieten.

Schon das dritte Jahr ohne Defizit

Fabi ist gegen eine zentrale Verwaltung

von Bozen aus. „Das Operative sollte in

den Bezirken bleiben. Die Einheitlichkeit

wird nicht durch eine starre zentrale

Struktur, sondern durch klare betriebliche

Vorgaben und motivierte Führungskräfte,

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

garantiert. Ziel ist eine Vereinheitlichung

mit operativem Spielraum.“

Wie sieht es heute – 2010 aus? „Es war

und ist eine harte Zeit“, meint Andreas

Fabi, „aber wir haben schon das dritte

Jahr ohne Defizit hinter uns gebracht,

obwohl mehr Leistungen insgesamt angeboten

werden und das jährliche Plus

aus dem Landeshaushalt von früher

sechs bis sieben Prozent auf gerade mal

1 % geschrumpft ist.“

Hohe Zufriedenheit

Fabi ist überzeugt, dass der Weg der

richtige ist: „Wir haben einen Zufriedenheitsquotienten

von 80 % und sind weitaus

an erster Stelle in Italien. Niemand

hat seinen Arbeitsplatz verloren, und bei

Ärzten, Pflege und Reha wurde sogar

mehr Personal eingestellt.“ Die Dienstleistungen

wurden mehr und qualitativ

besser, stellt der Generaldirektor fest.

Generaldirektor Andreas Fabi

Der zweite Teil der Neuordnung des

Gesundheitswesens im Land Südtirol

ist die klinische Reform. Sie wird zurzeit

intensiv in den Gremien diskutiert

und vorbereitet. „Ich hoffe, dass sie in

der aktuellen Fase nicht zerredet wird“,

sorgt sich Fabi. Sobald die Eckpunkte fix

sind, werden sie von Landesrat Richard

Theiner und der Landesregierung beschlossen.

„Die Kunst auf dem Weg der

Reform ist“, so Fabi, „unter Berücksichtigung

der unterschiedlichsten Interessen

den richtigen Weg zu finden.“

Bitte ein wenig Geduld …

Dass die Reform einen weiten Weg vor

sich hat, das merkt man dort, wo dem

Generaldirektor der Schuh arg drückt:

„Das Problem der Wartezeiten müssen

wir noch in den Griff kriegen!“ Fabi setzt

auf den Erfolg betriebswirtschaftlichen

Denkens. Das brauche seine Zeit, so

wie die Reformen vorher. Das Umdenken

im Sanitätsbetrieb, der immerhin

eine öffentliche Körperschaft sei, gehe

nicht auf Knopfdruck. Historisch Gewachsenes,

gewerkschaftliche Belange,

lokale Interessen verlangen Fabi und

seinem Direktorenteam viel Fingerspitzengefühl

ab. Mit Landesregierung und

Gesundheitsressort zusammen haben

sie ein großes Ziel: Sie wollen einen Gesundheitsbetrieb,

bei dem der Patient

der Gewinner ist.

Privat ist Andreas Fabi ein Familienund

Vereinsmensch. Realist und Optimist,

zudem immer um einen guten

Kompromiss bemüht. Wie im Leben –

so im Beruf!

Im Südtirol ist die Krankenpflege

gleichberechtigt mit der

ärztlichen Führung in

der Generaldirektion des

Sanitätsbetriebes vertreten. Das

ist einzigartig in der Republik.

In der Führungsebene des Sanitätsbetriebes,

der seit 2007 die früheren

vier Betriebe unter einem Dach zusammenfasst,

ist Robert Peer der Pflegedirektor.

Das Wort Krankenschwester will

er gar nicht hören. Nicht nur aus Gründen

eines politisch korrekten Sprachgebrauchs.

Vielmehr berücksichtige das

Wort nicht den Wandel dieses Berufes.

Es waren Schwestern, genauer Ordensschwestern,

die früher die Säule der

Krankenpflege in den Spitälern waren.

Bestens qualifiziert

Heute hingegen sind immer noch 90 %

aller Krankenpfleger weiblich, aber sie

sind erstens weltlich und zweitens akademisch

ausgebildet und verstehen sich,

was die Betreuung von Patienten betrifft,

als bestens qualifizierte Partner des Arztes

und der weiteren Berufsbilder im

Gesundheitswesen. Etwa den Pflegehelfern,

die mit den Krankenpflegern Hand

in Hand arbeiten.

Teamarbeit unter Partnern

Immerhin sind an die 4000 Mitarbeiter

in Pflege, Reha oder im medizinischtechnischen

Bereich beschäftigt. Robert

Peer und sein Team sind unentwegt

bemüht, die Leitgedanken Zusammenarbeit,

Fachwissen und Qualität in die

Wirklichkeit des Spitalalltages einzubringen.

Ihr liebstes Wort dabei ist „Evidence

Based Nursing“. Die Betreuung soll sich

am Wohl des Patienten ausrichten und

dabei praktisch und wissenschaftlich

nachweisbaren Ergebnissen folgen. Mit

so einem Ansatz kann wohl die Zusammenarbeit

zwischen Medizinern und

Pflegern neu begründet werden.

Pflegedirektor

Robert Peer

Der Pflege die Zukunft

Auch wenn sich Robert Peer manchmal

wie in einem Hamsterrad fühlen muss,

wenn er um die Aufwertung der Pflegekräfte

kämpft, so weiß er doch genau,

dass der Krankenpflege die Zukunft

gehört. Längere Lebensdauer, chronische

Krankheiten, hoch technisierte

Heilverfahren und hohe Ansprüche der

Patienten führen zur Auffächerung und

Spezialisierung der Gesundheitsberufe

und der Arbeitsabläufe. Nur multiprofessionelle

Teams oder Arbeitsgruppen

können da erfolgreich arbeiten. Und

darin hat die Krankenpflege einen Platz

in der ersten Reihe.

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12

03/2010


GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Am Puls der Zeit

Im „MeBo“ Raum

Oswald Mayr ist der Arzt in der

Generaldirektion des Südtiroler

Sanitätsbetriebes. Der frühere

Primar der Intensivmedizin sieht

sich auch in seinem jetzigen

Amt als Sanitätsdirektor des

Landesbetriebes an vorderster

Front. „Damit die Mediziner auf

dem Territorium und in den

Krankenhäusern gut arbeiten

können, muss sich das System

ändern und anpassen“. Oswald

Mayr leistet technisch fundierte

Grundarbeit, erstellt Gutachten

und sieht sich als Anlaufstelle

für´s Grundsätzliche.

Radius: Sie sind dafür verantwortlich,

dass der Laden läuft?

O. Mayr: So kann man´s nennen. Ich bin

zuständig für die Anstellung der richtigen

Menschen, die Auswahl der richtigen

Strukturen, ein offenes und transparentes

Klima. Dafür, dass die richtigen

Entscheidungen zustande kommen.

Und dann natürlich das Tagesgeschäft:

Alltagsprobleme im Sprengel, Nachbesetzung

von Primaren, Erweiterung des

Stellenplans, die Lösung von Problemen

persönlicher Art wie Mobbing, etc. Die

Erstellung neuer Konzepte zu aktuellen

Fragen, die Koordinierung klinischer

Projekte, die darauf zielen, einen allgemeinen

europäischen Standard in der

Patientenversorgung zu erreichen.

Radius: Sie sind seit 2007 Sanitätsdirektor

und haben somit die Verwirklichung

des ersten Teils der Sanitätsreform

miterlebt ...

O. Mayr: ... und mich erschreckt, in

welch kleinen Schritten sich diese dringend

notwendige Reform durchziehen

lässt. Ich habe bereits bei meinem Arbeitsantritt

ein Reformpapier für den

klinischen Bereich vorgelegt und auch

jetzt wieder. Mir ist klar, dass in einer

so anspruchsvollen Gesellschaft wie

der unseren eine Vernetzung nach internationalen

Standards – was einem

Aufbrechen derzeitiger Gewohnheiten

entspricht – nicht leicht zu erreichen

ist. Aber es gibt dazu keinen alternativen

Weg, wenn wir bedenken, welch

kostenintensive Betreuung heutzutage,

um nur einen Sektor zu benennen, die

chronisch Kranken und die pflegebedürftigen

Menschen benötigen.

Radius: Was sehen Sie als wichtigsten

Punkt der klinischen Reform?

O. Mayr: Wir müssen auch im Alltag ein

abgestuftes System schaffen. Die Krankenhäuser

werden bleiben und optimal

genutzt werden, Schwerpunktkrankenhäuser

und das Zentralkrankenhaus

müssen gemeinsam und untereinander

abgesprochen neben der Grundversorgung

Spitzenmedizin in wesentlichen

Bereichen leisten. Auch die Mobilität

innerhalb des Betriebes und der Patienten

ist ein ganz wichtiges Kriterium,

um anspruchsvolle Leistungen anbieten

bzw. bekommen zu können. Ich denke

z.B. an das Zentrum zur Behandlung des

Brustkrebses in Meran – Brixen... usw.

Radius: Das heißt eine kapillare Grundversorgung

überall und Spezialleistungen

in verschiedenen, aber eben nicht

in allen Krankenhäusern?

O. Mayr: Ein Sanitätsbetrieb darf nicht

statisch bleiben, muss sich den gesellschaftlichen

Veränderungen und dem

medizinischen Fortschritt anpassen,

innovative Organisationsmodelle umsetzen,

eben am Puls der Zeit bleiben.

Und das müssen wir auch entsprechend

nach innen und außen kommunizieren

und umsetzen. Alles überall anbieten,

heißt an Kompetenz verlieren und untragbare

Kosten generieren.

Radius: Es braucht also eine grundsätzliche

Definition der Aufgaben, dessen,

was ein steuerfinanzierter Betrieb wie

und wo anbieten kann?

O. Mayr: Genau. Dazu müssen wir auch

ein einheitliches Verhalten privaten

Anbietern gegenüber definieren. Das

Territorium potenzieren, um im Krankenhaus

Kapazitäten freizumachen.

Ein Akutbett kostet zwischen 600 und

2000 Euro am Tag. Täglich suchen viele

Menschen die „Erste Hilfe“ auf, ca. 70 %

davon sind Fälle ohne Dringlichkeit, die

ebenso gut oder besser vom Hausarzt

versorgt werden könnten. Es braucht

zudem ein abteilungsübergreifendes

und krankenhausübergreifendes Netzwerk

vor allem für Patienten, die aus

dem Krankenhaus entlassen werden.

Sanitätsdirektor Oswald Mayr

Radius: Und die Bevölkerung wird diese

Umstrukturierung mittragen? Es gibt ja

jetzt schon Proteste, wenn wie z. B. in

Schlanders um die Nachbesetzung eines

Primariats diskutiert wird.

O. Mayr: Es bleibt uns nichts anderes

übrig, wenn wir allen eine qualitativ

hoch stehende Betreuung garantieren

wollen. Die Qualität der medizinischen

Leistung ist unser erstes

Ziel! Wir müssen mobiler werden.

Andererseits fahren die Leute ja auch

nach Venedig für einen Macchiato

oder nach Innsbruck zu Ikea. Warum

sollten sie dann nicht 30 oder 40 km

in ein spezialisiertes Krankenhaus

fahren?

Radius: Sie waren langjähriger Primar

der Intensivmedizin. Haben jeden Tag

Erfolge und Misserfolge hautnah miterlebt.

Fehlt ihnen jetzt nicht das Adrenalin?

O. Mayr: Ich bin ein Mensch, der egal wo,

mit großem Eissatz arbeitet. So wie ich

mich für die Intensivmedizin ganz eingesetzt

habe, so fordert mich jetzt diese

Tätigkeit. Ich bin motiviert, auch wenn

ich zugeben muss, dass es nicht leicht

ist, dieses in meinen Augen unerlässliche

Anliegen der „klinischen Reform“

zwischen Politik und gewohnter Behaglichkeit

durchzusetzen. Aber es gibt dazu

keine Alternative!

Hier ballt sich nicht nur

die Bevölkerung des

Landes, sondern auch die

Gesundheitsversersorgung

Südtirols. Die klinischen

Angebote und Leistungszahlen

im Einzugsgebiet von Bozen und

Meran darzustellen, würde ein

eigenes, dickes Heft füllen.

Da sind zu aller erst die beiden Gesundheitsbezirke

Bozen und Meran

mit ihren großen Krankenhäusern

und ihren Sprengeln zu nennen,

aber auch die beliebten Privatkliniken

und manche andere Einrichtungen,

Sanatorien und Heime, die das Gesundheitswesen

in Südtirol als so ungemein

lebendig und vielgestaltig erscheinen

lassen.

Der Gesundheitsbezirk Bozen hat

das bevölkerungsreichste Einzugsgebiet.

Das Krankenhaus Bozen und die

Sprengel versorgen weit über 200.000

Einwohner und damit rund 45 % der

Gesamtbevölkerung des Landes. Der

Gesundheitsbezirk Meran hingegen ist

mit rund 2300 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der größte Betrieb im

Neue Klinik in Bozen ab 2014

Zentralkrankenhaus Bozen in den 80ern

Bezirksdirektorin

Meran

Irene Pechlaner

Westen des Landes Südtirol. Das Krankenhaus

Bozen hat den Rang eines

Zentralkrankenhauses. Damit steht es

über den Schwerpunktkrankenhäusern

Meran, Brixen und Bruneck. Ausgesagt

wird damit, dass in Bozen Abteilungen

und Dienste für das ganze Land

angesiedelt sind, etwa das Zentrum

für Transplantationschirurgie oder die

Landesnotrufzentrale.

Das größte Hochbauprojekt der Südtiroler

Landesregierung ist übrigens

die neue Klinik, die gleich neben

dem bestehenden Krankenhausbau

in Bozen entsteht. Im Jahr 2014 soll

sie in Betrieb gehen. Der Bettentrakt

wird 2016 fertig gestellt werden. Die

neue Bozner Klinik wird damit zum

Bezriksdirektor

Bozen

Umberto Tait

Anschauungsbeispiel für viele organisatorische,

technische und medizinische

Neuerungen, die heute lebhaft

und manchmal auch kontrovers – gerade

von den Bozner Primaren – im

Rahmen der klinischen Reform diskutiert

wird.

Das Krankenhaus „Franz Tappeiner“

in Meran wiederum verbindet Moderne

und Tradition auf eine ganz

eigene Weise. Neben dem mächtigen

weißen Bau mit seinen türkisgrünen

Elementen liegt das alte, sehr schön

erneuerte Spital aus der Kaiserzeit.

Es beherbergt die neue Abteilung für

Komplementärmedizin, für die sich

Landesrat Richard Theiner besonders

stark gemacht hat.

Krankenhaus „Franz Tappeiner“

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Altes Meraner

03/2010

Spital

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GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Unser Mann in Brixen

Wie es früher war

Bezirksdirektor Siegfried

Gatscher hält die Krankenhäuser

Brixen und Sterzing in Schwung.

Als früherer Leistungssportler

liebt er messbaren Erfolg – und

Ergebnisse, die das ganze Team

weiter bringen.

In den Achtzigern begutachtet Siegfried

Gatscher als junger Jurist der

Gemeindeaufsicht die Gebarung die

Krankenhäuser. Die sind damals noch

unabhängige Körperschaften öffentlichen

Rechts, oder sie werden von

Konsortien geführt. Und für die Krankenversicherten

gibt es eine stattliche

Anzahl unterschiedlicher Krankenkassen,

meist aufgestellt nach Berufskategorien.

Dann der Paukenschlag.

Mit dem 833er Gesetz vollzieht der

Staat im Jahr 1978 die große Gesundheitsreform.

Erstmals Einheit

Das vielgestaltige und klein parzellierte

Gesundheitswesen wird radikal umgekrempelt.

Die Krankenkassen werden

abgeschafft. Der Staat zahlt die Gesundheitskosten

der Bürger direkt aus

dem Steueraufkommen. Auf der Angebotsseite

müssen sich die Krankenhäuser

und Ärzte in Gebietseinheiten

zusammenschließen und bekommen

eine einheitliche Verwaltung. Das Recht

auf Gesundheit soll überall gleich gelten

auf dem Staatsgebiet, und darauf wird

alles ausgerichtet. Die so genannte Sanitätseinheit

(„USL“), ist nun zuständig

für Vorsorge, Diagnose und Heilbehandlung,

bis hin zur Reha, erinnert sich

Gatscher. Es sei nach wie vor ein gültiges

Konzept. Dem früheren Eishockeyspieler

und Leichtathlet sieht man die

Energie buchstäblich an, mit der er die

Krankenhaus Brixen

Krankenhäuser Brixen

und Sterzing sowie der

territorialen Gesundheitsdienste

in seinem

Bezirk führt. Seit 1996

ist Siegfried Gatscher

Generaldirektor des Sanitätsbetriebes

Brixen.

Ab 2007 werden die vier

Gesundheitsbetriebe Bozen,

Meran, Brixen und

Bruneck im großen Landesgesundheitsbetrieb

zusammengelegt. Sie

heißen jetzt Gesundheitsbezirk. Als Bezirksdirektor

ist für Siegfried Gatscher

die Arbeit nicht weniger und nicht minder

verantwortungsvoll geworden.

Drei große Aufgaben

Bezirksdirektor Brixen

Siegfried Gatscher

Seit je stehen in seinem Gesundheitsbezirk

drei große Aufgaben an. Erstens

die Zusammenarbeit zwischen dem

Krankenhaus und den Gesundheitssprengeln,

den Hausärzten und der

Hauskrankenpflege im Einzugsgebiet.

Die zweite ist die Zusammenarbeit

zwischen Schwerpunktkrankenhaus

Brixen und dem Grundversorgungskrankenhaus

Sterzing. Diese abgestufte

Betreuung der Bevölkerung lasse Spielräume

für gemeinsame Organisation

zu, vom Einkauf über Betreuungspfade

bis hin zur strategisch abgestimmten

Ausrichtung der fachlichen Angebote.

Die dritte Aufgabe liegt im verstärkten

Zusammenspiel von medizinischer und

sozialer Betreuung. In der überalternden

Bevölkerung nehmen die chronisch

Kranken zu. Die Familien werden immer

kleiner und können weniger pflegen.

Der öffentliche Gesundheitsdienst

muss in Zukunft also medizinische,

pflegerische und soziale Betreuung gewährleisten,

so Gatscher.

Wie sieht er die Zukunft

des Gesundheitswesens?

Das Gesundheitswesen

sollte immer mehr auf

Krankheitsvermeidung

hinarbeiten, schießt

es wie aus einer Pistole.

„Der Sturzhelm als

Pflicht für Mopedfahrer

zum Beispiel hat mehr

Leben gerettet und Köpfe

heil gehalten, als es die

beste Operationstechnik

eines Chirurgen jemals vermocht hätte“,

bemerkt Gatscher.

Gute Leistung, gute Noten

Mit seinen Betriebszahlen kann sich

der Gesundheitsbezirk sehen lassen.

Zwischen 40 % und 45 % der Patienten

kommen von außerhalb des Bezirks.

Auch daran lässt sich Nachfrage messen

und indirekt auch die Qualität. Womit

wir beim nächsten Steckenpferd des Direktors

wären: Qualität! Sie wird in den

Dimensionen von Struktur-, Ablauf- und

Ergebnisqualität gemessen. So zum Beispiel

füllen in Brixen seit zwölf Jahren

Patienten nach Abschluss ihrer Behandlung

den gleichen Fragebogen aus. Wie

waren die Leistungen der Ärzte? Wie

haben die Abläufe geklappt? Wie war

die Unterbringung, das Essen? Die Ergebnisse

zeigen durchgängig hohe Werte

– besonders bei den ärztlichen und

den pflegerischen Leistungen, ist Direktor

Gatscher doch sehr zufrieden. Und

wie beurteilt er, in Zeugnisnoten von 1

bis 10, die Südtiroler Gesundheitsdienste

im Vergleich zu Süden und Norden?

Nun ja, im Vergleich zu Italien könnte es

eine Neun sein, und im Vergleich nach

Norden sei es immerhin noch eine Acht,

wiegt der Manager sorgfältig ab. Zwar

hätten wir als kleines Land nicht die gleichen

Möglichkeiten für Spitzenmedizin

wie anderswo, aber dafür werden bei

uns die breiten Grundbedürfnisse der

Bevölkerung sehr gut und im Vergleich

oft auch besser abgedeckt … und das

ist für eine Qualitäts- und Effizienzbeurteilung

der Gesundheitssysteme wahrscheinlich

der entscheidende Indikator“,

schließt der Bezirksdirektor.

Zur 50-Jahr-Feier des

Krankenhauses Schlanders hat

der ärztliche Direktor und Primar

Dr. Anton Theiner einen Blick zurück

gemacht. Hier einige kurze,

aber lehrreiche Auszüge.

In der Vorpaketzeit gelang es, das

Krankenhaus von Schlanders als

erstes im Lande mit deutschsprachigen

Ärzten zu führen. Das Verdienst

des Aufbaus trugen Dr. Erich Müller,

der spätere Bürgermeister des Ortes,

sowie der Chirurg Prof. Hans von

Elzenbaum. Patienten

aus allen

Landesteilen

kamen deshalb

nach Schlanders,

um sich

behandeln zu

lassen. Sein Professor

in Florenz

hatte dem hochbegabten

Hans

von Elzenbaum

Ärztlicher Leiter und Primar prophezeit, dass

Anton Theiner

er es höchstens

ein Jahr in einem

Krankenhaus auf dem Lande

aushalten würde. Aus dem einen Jahr

wurden dann einunddreißig. In den

Anfängen waren für die damals 100

Betten nur vier Ärzte vorhanden: Prof.

von Elzenbaum, Primar Dr. Innerhofer

und die Assistenten Dr. Bonell und

Dr. Reier. Die Krankengeschichten geben

einen Einblick in die Verhältnisse

von damals.

Junge Patienten

Die behandelten Patienten waren deutlich

jünger als heute. Einen beträchtlichen

Anteil nahmen Kinder ein. Besonders

bei ihnen waren Krankenhausaufenthalte

wegen Infektionskrankheiten

häufig. Die „alte Seuche“ Diphtherie war

damals nicht selten und sie betraf vor allem

kleine Patienten. Jedes Jahr gab es

einige Fälle von Wundstarrkrampf, der

heute eine extreme Seltenheit darstellt.

Die Tuberkulose, die bis in die fünfziger

Jahre in Mitteleuropa die zweithäufigste

Todesursache darstellte, wurde öfters

diagnostiziert. Daneben waren Krankheiten,

wie die koronare Herzkrankheit,

die vielfach Ausdruck einer üppigen

Lebensweise ist, weitaus seltener, und

die Zahl von Patienten mit einem Herzinfarkt

war deutlich geringer. Viele Patienten

kamen erst ganz zum Schluss, im

fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung

ins Krankenhaus. Oft handelte es

sich um medizinische Besonderheiten:

So gab es riesige Brüche und Kröpfe, wie

man sie heute nur mehr in alten medizinischen

Lehrbüchern abgebildet findet.

Auch Verkehrsunfälle werden erwähnt.

Autos waren nur wenige vorhanden.

Meist waren es Unfälle mit Kleinmotorrädern,

etwa mit der „Vespa“.

Ärzte im Dauerdienst

Als diagnostische Hilfsmittel standen

den Ärzten – neben den eigenen Sinnen

– nur das Röntgen und das Labor

zur Verfügung. Die Ärzte waren damals

im Dauerdienst. Es gab weder Sonntag

noch Feiertag. Es herrschte ein erschreckender

Ärztemangel. Vorübergehend

erhielt Primar Innerhofer Unterstützung

von Kollegen aus Österreich. Der

Mangel hatte aber auch seine gute Seite.

Ab den siebziger Jahren kamen im Zuge

von Vertretungsaufträgen namhafte

Kollegen wie Prof. Raimund Margreiter,

Prof. Carlo Ori, Prof. Francesco Giunta

oder Prof. Alfred Königsrainer aus

Universitätskliniken nach Schlanders.

Diese brachten viele Neuerungen mit.

Von einem Rettungswesen wie heute

konnte man nur träumen. Eine typische

Situation von damals muss man sich so

vorstellen: Das Telefon klingelt beim Portier

im Krankenhaus. War dieser nicht

gerade im OP, wo er als „Assistent“ bei

Operationen mithelfen musste, nahm er

den Notruf selber entgegen. Er fuhr meist

alleine los und brachte den Patienten, so

schnell er konnte, ins Krankenhaus.

Schlanders muss bleiben

Heute ist das Krankenhaus von Schlanders

ein leistungsfähiges Krankenhaus

der Grundversorgung, eingebettet in einem

Netzwerk. Primar Anton Theiner:

„Der Vinschgau braucht dieses Krankenhaus

auch heute noch. Es soll sich auch

in der Zukunft entwickeln dürfen.“

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03/2010


GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Pusterer Dynamik

Carlo erinnert sich

Alles bereit für Neugeborene

Bezirksdirektor Bruneck Walter Amhof

ziehen. Dazu kommen der psychologische

Dienst und der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen.

In diesen

Bereichen nimmt der Bedarf leider zu.

Und es wird dort 50 Betten für Langzeitpflege

geben. Da hat das Pustertal

einen Nachholbedarf von 25 %, sagt der

Direktor. In anderen Bereichen hat der

Bezirk Bruneck die Nase vorn. Längst

schon über die Landesgrenzen hinaus

ist Bruneck bekannt für die künstliche

Befruchtung, während die Nähe zum

Kronplatz dafür sorgt, dass in den

Krankenhäusern Bruneck und Innichen

an Spitzentagen bis zu 300 „Skihaxn“ in

Das große Glasfenster im

Sitzungssaal, von dem aus der

Bezirksdirektor Walter Amhof gerade

den Einsatz leitet, gibt den

Blick frei auf einen halbfertigen,

mächtigen Zubau in Glas und

Aluminium.

Walter Amhof ist die Ruhe selbst und

behält die Übersicht auch an diesem

Morgen. Völlig überraschend war

die ganze Telefonanlage im Krankenhaus

Bruneck ausgefallen. Einsatzbesprechung

mit den Technikern. Sofort

auf Notanlage ausweichen. Nicht, dass

der Telefonausfall von Alterschwäche

herrührt. Eher eine kleine Wachstumsstörung

im sich ständig erneuernden

Universum Krankenhaus.

Seit Jahresbeginn 2009 hat Walter

Amhof die Nachfolge von Hans Willeit

als Bezirksdirektor der Krankenhäuser

Bruneck und Innichen sowie

der damit verbundenen Sprengel und

Gesundheitsdienste im Pustertal angetreten.

Der frühere EDV-Chef bringt

neben seiner Erfahrung ein geschultes

logisches Denken mit. Er liebt die

Nähe zum Job: „Ich versuche Dinge

umgehend zu erledigen, denn wenn

ich meinen Mitarbeitern am nächsten

Morgen begegne, möchte ich ihnen

persönlich Bescheid sagen können wie

weit die Lösung gediehen ist.“

Mit dem neuen Spitalbau rüstet sich

Bruneck für die Zukunft. Die Station

für Psychiatrie wird im Neubau einder

Orthopädie landen. Da die Kapazitäten

auf 150 Patienten ausgelegt sind,

zieht das touristische Extra Leistungsspitzen

in der Medizin nach sich. Bis zu

zwölf Traumatologen operieren an diesen

Tagen auch bis spät in die Nacht,

weiß Gesundheitsmanager Amhof. Gut,

dass der personelle Ausgleich mit dem

kleineren Grundversorgungskrankenhaus

Innichen so gut funktioniert.

Zufrieden ist Walter Amhof auch mit der

rationalen Aufteilung, bzw. Zusammenarbeit

der Primariate. „Wir haben schon

Bereiche zusammengelegt, um Personal

und Räumlichkeiten besser zu nutzen.

Mit dem GB Brixen gibt es einen regen

Patientenaustausch. Für Augen, Dermatologie

und Neurologie betreut Bruneck

dessen Patienten, während Brixen

Hals-Nasen-Ohren, Urologie und Gefäßchirurgie

für unsere Bevölkerung mitbetreut.“

Wir warten schon lange auf

den neuen Landesgesundheitsplan, mit

dem die Rahmenbedingungen und Ziele

festgelegt werden sollen, nach denen

sich die einzelnen Akteure im Gesundheitswesen

dann orientieren können.

Wird der frühere EDV-Chef auf das

landesweite Informationssystem angesprochen,

greift er den erfreulichen

Teil heraus. Bruneck habe mit „IKIS“

seit 2004 ein perfektes EDV-System,

mit OP-Management, Abrechnungen,

Patientenpfaden und Krankheitsregister.

Ein Vorsprung, den das ganze Land,

sprich der große Sanitätsbetrieb, gerne

nützen könnte.

Es hat sich an einem Nachmittag

des 31. Juli 1958 zugetragen. Ich

war 15 Jahre alt und seit vierzehn

Tagen bei der Garage Crepaz in

Bruneck als Mechanikerlehrling

angestellt.

Da kam ein Kunde,

ein Italiener,

und wollte

sein Auto kontrollieren

lassen, da es

Benzin verlor. Damals

gab es noch

keine Hebebühne.

Man behalf sich

mit einer ausbetonierten

Grube im

Garagenboden, in

Markus Fischnaller hat

die „Spitalsgeschichten“

die eine Treppe hinunterführte.

Ober

gesammelt.

diesem viereckigen

Loch wurde der

Wagen abgestellt. Seitlich der Grubenwand

befand sich eine Vorrichtung für

die Halterung der Lampe. Die Gesellen

nahmen die Lampe, zogen den Kabel

nach und stiegen in die Grube. So wurde

das Auto dann von unten her ausgeleuchtet

und auf Schäden untersucht.

Ich weiß noch, dass

mich jemand um Sägemehl

geschickt hat,

da der Tank leck war

und Benzin in die

Grube tröpfelte.

Das war mein Glück,

sonst wäre ich später

vermutlich da unten

gestanden. Ich wartete

also oben mit dem

Sägemehl und sah,

wie die zwei Gesellen,

Karl Crepaz und Toni

Reichegger, mit dem

kaputten Tank die

Stiege heraufkamen.

Die Lampe hatten sie

kurz davor wieder in

ihre Halterung gegeben.

Dann stieß einer

der zwei gegen die

Lampe. Vermutlich

war sie nicht gut genug

verankert, sodass

diese auf den Boden

der Grube fiel. Ich

sah Funken fliegen. Es

gab einen gewaltigen

Knall, eine Explosion.

Die Scheiben der

Garage gingen

alle zu Bruch.

Die anderen

zwei Mechaniker hatte es stärker

erwischt als mich, weil ich

oben stand. Wären die beiden

noch in der Grube gestanden,

hätten sie es sicher nicht überlebt

– so aber kamen wir alle

mit mehr oder weniger schweren

Brandverletzungen davon.

Ein Nachbar, der Bachlechner,

brachte uns ins Spital, das Gott

sei Dank nicht weit entfernt war.

Dort musste ich vierzehn Tage

lang bleiben.

Ein Bad hatte ich nicht gekannt

Carlo Feichter aus Enneberg

im Bruneckner Spital.

der Spitalkaplan, ein Kapuzinerpater,

ist öfters gekommen. Das Essen war

recht gut. Der Franz hat mich nach

einer Woche gebadet. Ich wurde am

ganzen Körper gewaschen. Dabei habe

ich mich geschämt. Aber der Franz hat

nur gelacht. Das hat ihm nichts ausgemacht.

Auch habe ich bis zu dieser Zeit

ein Bad weder gekannt noch gesehen.

Nach zwei Wochen haben sie mich

entlassen. Bis September konnte ich

zuhause bleiben. Dann habe ich noch

10.000 Lire von einer Versicherung

erhalten. Vielleicht war es das italienische

Unfallversicherungsinstitut. In

der Garage hat sich das schnell herumgesprochen.

Da sind einige neidisch

gewesen. Es hat geheißen: zuhause sitzen

und noch Geld kassieren. Aber mit

meinen Verbrennungen, die ich mir

zugezogen hatte, und den höllischen

Schmerzen wollte dann doch keiner

tauschen.

Auf die Brandwunden strich man

jeden Tag eine Salbe hinauf. Das

brannte höllisch. Primar Rossati

behandelte mich. Ich kann mich

noch an Schwester Metrodora

erinnern, die hat immer mit den

Männern Karten gespielt. Auch

Bis 1959 gab es hinter dem Krankenhaus

sogar einen Hühnerstall

18 03/2010

03/2010 19


PAGINIERUNG

GESUNDHEITSDIENSTE

Zahlen, die erzählen

Soll und Haben

Er ist verantwortlich für

Rechnungslegung und

Jahresabschluss des mit über

einer Milliarde Euro stärksten

Postens des Landeshaushaltes.

Franz Hochgruber ist der

„Ökonom“ im Gesundheitsressort

von Landesrat Theiner.

So trocken seine Materie auch

sein mag, Franz Hochgruber ist

der klassische Buchhalter nicht. Er

schaut über die Zahlen hinaus und

ist dafür bekannt, dass er gerade heraus

sagt, was er denkt. Das Amt für

Gesundheitsökonomie leitet er seit

1990. „Wir planen und finanzieren

den Großteil der Ausgaben des Südtiroler

Sanitätsbetriebes. Nicht nur

die Standardausgaben (LEA), aber

auch Leistungen, die im übrigen

Staatsgebiet nicht von der öffentlichen

Hand geboten werden, wie

z. B. die Hauspflege oder die Rückerstattung

für Zahnprothesen.“

Kostenexplosion gestoppt

Im Jahr 2009 sind aus dem Haushalt

des Landes 1170 Millionen Euro für

das öffentliche Gesundheitswesen zur

Verfügung gestellt worden, davon etwa

7 % für Investitionen. Knapp 50 %

der Kosten des Südtiroler Sanitätsbetriebes

entfallen auf das Personal, etwa

30 % auf Dienstleistungen. Im Vergleich

dazu: 2008 waren es insgesamt

1186 Mio. Euro. Für das laufende Jahr

2010 sind 1140 Mio. Euro vorgesehen.

Die Kostenzuwachsbremse zieht also

an. Über das Ticket der Patienten an

einzelnen Leistungen (hauptsächlich

für die fachärztliche Betreuung und

für die Medikamente) beteiligt sich

der Südtiroler Bürger im Ausmaß von

nicht ganz 2 % am Gesamtbudget der

Sanität. Somit wird der Haushalt des

Sanitätsbetriebes zu über 90 % aus

Steuergeldern finanziert.

Neue Kostenkontrolle

Amtsdirektor

Franz Hochgruber (r.)

Im Zuge der Neuordnung des Sanitätsbetriebes

obliegt dem Amt für Gesundheitsökonomie

verstärkt die Kontrolle

von Kosten und Ressourcen im Gesundheitswesen.

Sparen ist mehr denn je angesagt;

wir alle warten auf die klinische

Reform. „Inzwischen versuchen wir

zum Beispiel, jeder Leistung die ihr angemessenen

Kosten zuzuweisen, nach

dem System des innovativen ‚Activity

Based Costing ‚. Demnach würde beispielsweise

auch bei der Festlegung des

Tarifsatzes für einen Krankenhausaufenthalt

unterschieden werden können,

welche Behandlung ein Patient in Anspruch

nimmt. „Eine gut ausgeklügelte

Tarifgestaltung würde es ermöglichen,

effizienter zu arbeiten, bzw. die Kosten

sogar zu senken und die Dienstleistungen

dennoch auszubauen.“

In Zukunft wird der gelernte Betriebswirt

die Weiterentwicklung des Systems

zwar mit Interesse verfolgen, aber nicht

mehr aktiv beteiligt sein: Am 1. August

tritt Franz Hochgruber in den verdienten

Ruhestand. Dem Müßiggang wird er

allerdings nicht erliegen. Andere Aufgaben

warten bereits auf ihn, außerdem

zahlreiche Hobbies wie Wandern, Reisen,

Skifahren, Tennis, oder Heimwerken.

Eines wird er sicher nicht: sich

ohne Zahlen langweilen.

Carla Melani leitet die epidemiologische

Beobachtungsstelle

des Landes. Zahlen sind ihre

Leidenschaft. Vorausgesetzt, es

handelt sich um Zahlen, die dem

Wohl des Menschen dienen.

Zu den Aufgaben von Carla Melani

gehört die Sammlung und Verarbeitung

von Daten rund um die Betreuten

im öffentlichen Gesundheitsdienst.

Daten zum Auftreten von Krankheiten,

Geburt und Sterblichkeit, Daten

zu den Leistungen der Krankenhäuser,

der Basismedizin, der Rettungsdienste

– einfach alles, was sich im

Gesundheitswesen erfassen und messen

lässt. Das ist die Arbeit der epidemiologischen

Beobachtungsstelle des

Landes.

Daten sammeln, um besser

steuern zu können

Sorgsam sammelt die Beobachtungsstelle

die Profile aller Patienten, natürlich

nur in kodifizierter Form und somit

unter strengstem Personenschutz. „Es

wird erhoben, ob ein bestimmter Patient

beispielsweise an Diabetes leidet,

dazu vielleicht noch an Bluthochdruck

oder ein Herzleiden hat. Wir können

zuordnen, welche Behandlung dieser

Patient schon bekommen hat und welche

Mittel das Gesundheitswesen dafür

bereit halten muss“, erläutert Carla

Melani die Kunst der epidemiologischen

Forschung. Das Sammeln und Auswerten

von epidemiologischen Daten ist

übrigens gesetzlich vorgeschrieben und

genauestens geregelt. Die Daten geben

insgesamt Aufschluss über die Leistungsfähigkeit

des Gesundheitssystems.

Für Politik und Verwaltung sind sie unverzichtbar,

um das Gesundheitswesen

so zu gestalten, dass es den wirklichen

Bedürfnissen der Menschen entspricht.

Viele der gesammelten Daten fließen jedes

Jahr in den Südtiroler Gesundheitsbericht

ein, der übrigens seit 2009 auch

im Netz abgerufen werden kann.

Neue Register

Zurzeit ist Carla Melani dabei, spezielle

Verzeichnisse einzurichten: Diabetes,

Prothesen, seltene Krankheiten. Das Interessante

an ihrer Arbeit, so Carla, ist,

dass das Sammeln all dieser Daten eine

bessere Betreuung eines jeden einzelnen

Patienten ermöglicht. Privat sucht

Carla Melani nur dann Statistiken, wenn

Amtsdirektorin Carla Melani

sie eine ihrer zahlreichen Reisen plant.

Ihre Ziele? „Japan, USA, Berlin, ganz

Italien, . . .“ Ansonsten gehört ihre Freizeit

ihren zwei Neffen und dem Sport.

Sportlich betreibt sie auch die Kochkunst.

Ihre Spezialität? Die Teilnahme

an Tortenwettbewerben.

20 03/2010

03/2010 21


PAGINIERUNG

GESUNDHEITSDIENSTE

Auf der Höhe bleiben

Humanes Kapital

Wenn hart um die Gehälter

der Ärzte oder die Löhne im

Südtiroler Gesundheitsdienst

verhandelt wird, dann ist sie immer

mitten drin. Laura Schrott

ist Direktorin des Amts für

Gesundheitspersonal beim Land.

Im öffentlichen Gesundheitsdienst

gibt es rund 9000 Stellen. Die Anzahl

der Bediensteten beträgt allerdings

knapp tausend mehr. Viele Mitarbeiter

haben Teilzeitverträge. Das

alles will ordentlich verwaltet werden.

Weil für das Personal des Sanitätsbetriebes

das Land die Rahmenbedin-

Amtsdirektorin Laura Schrott

gungen vorgibt, haben Laura Schrott

und ihr Team alle Hände voll zu tun.

Hoher Frauenanteil

Von den 3000 Pflegekräften sind die

meisten Frauen. Im Sanitätsbetrieb sind

ca. 1000 Ärzte beschäftigt. „Auch hier

steigt der Frauenanteil“, betont Laura

Schrott. Viele Teilzeitstellen bedeuten

viele Arbeitsplätze für Frauen. Auf den

hohen Anteil an Teilzeit-Stellen ist Laura

Schrott einerseits stolz. Es bedeutet,

dass Frauen Beruf und Familie besser

unter einen Hut bekommen. Auch Freistellungen

bei Mutterschaft oder die Pflege

von Familienangehörigen sind soziale

Errungenschaften, die den Landesdienst

im Gesundheitswesen auszeichnen.

Dienst muss gewährleistet sein

Auf der anderen Seite gilt es, jederzeit und

überall einen funktionierenden Dienst zu

garantieren. Damit haben wir und die

Personalstellen im Betrieb eine Menge

Arbeit. „Zum Teil machen wir so genannte

Werksverträge. Das bedeutet, dass Personal

von außerhalb Südtirol kommt und

somit die Beherrschung der deutschen

Sprache nicht immer gegeben ist“. Zu

den Aufgaben des Amts gehört nämlich

auch die Überprüfung des Gesamtstellenplans

auf Einhaltung von Zweisprachigkeit

und ‚Proporz’ – das Stellenverhältnis

zwischen der deutschen, italienischen

und ladinischen Sprachgruppe.

Territorium aufwerten

Die Verlagerung von Diensten vom

Krankenhaus hinaus aufs „Territorium“

ist auch ein personalpolitisches Thema.

„Nach wie vor landet bei uns das Meiste

im Krankenhaus. Die peripheren Dienste

sind oft zu wenig ausgelastet.“ Laura

Schrott würde sich eine Art Rotationsprinzip

wünschen zwischen Krankenhaus

und Sprengel.

Jeder zweite Euro fließt in Lohntaschen

Fast 50 % des Landeshaushaltes für Gesundheitsausgaben,

nämlich 543 Mio.

Euro, fließen in die Personalausgaben.

Die Kollektivverträge für das Personal

der 20 Gesundheitssprengel sowie alle

Bediensteten der sieben Südtiroler Krankenhäuser

werden alle vier Jahre neu

ausgehandelt. Die Runden zwischen Gewerkschaften,

Gesundheitsressort und

Betrieb können langwierig und zäh sein.

Einmal zustande gekommen, obliegt es

Laura Schrott, die finanzielle Deckung

des Vertrags zu überprüfen. Mehr einheimisches

Pflegepersonal und eine größere

Mobilität der Angestellten innerhalb

Südtirols – das sind für Laura Schrott

wichtige Arbeitsziele der nächsten Jahre.

Laura Schrott übt ihr Amt mit Begeisterung

aus. Sie legt Wert darauf, Amt

und Mensch auseinander zu halten.

„Am Verhandlungstisch geht es hart

auf hart, aber der persönliche Umgang

bleibt fair.“

Ausbildung und Weiterbildung

sind im Gesundheitswesen

besonders gefragt. Im

Gesundheitsressort des Landes

verwaltet Veronika Rabensteiner

diesen anspruchsvollen Bereich.

Die Amtsdirektorin arbeitet in

einem Team mit einem Mann

und 15 Frauen.

Ausbildung und Weiterbildung sind

im Gesundheitswesen eine ständige

Aufgabe und Herausforderung. In

der Medizin entwickeln sich Technik

und Wissenschaft besonders dynamisch.

Da heißt es am Ball bleiben.

„Jeder, der im Gesundheitswesen tätig

ist, muss

sich ständig weiterbilden, um auf der

Höhe seiner Aufgabe zu sein“. Das Ziel

ist die bestmögliche Behandlung und

Heilung auf jeder Ebene der gesundheitlichen

Versorgung. Das Amt von

Veronika Rabensteiner koordiniert

und finanziert Maßnahmen zur Ausund

Weiterbildung im Gesundheitswesen

Südtirols.

Fachärzte „Made in Südtirol

Die Ausbildung zum Arzt ist lang. Entscheidend

für die klinische Laufbahn ist

am Ende die Ausbildung zum Facharzt.

Diese erfolgt in der Regel an einer Universitätsklinik

und somit außer Landes.

Dafür bekommen die Auszubildenden

einen Studienbeitrag des Landes. Um

Südtiroler Fachärzte noch besser zu fördern,

eröffnet das Land Südtirol zukünftigen

Fachärzten die Möglichkeit, den

praktischen Teil ihrer Ausbildung an

Südtiroler Krankenhäusern machen

zu können. Dazu schließt das Amt

von Veronika Rabensteiner Abkommen

mit Uni-Kliniken. Diese

müssen ihrerseits erst einmal

geeignete Abteilungen an

den hiesigen Krankenhäusern

finden und die Lehrpläne

sowie Betreuung darauf abstimmen.

Viel Arbeit für Veronika Rabensteiners

Team. Im vergangenen Jahr konnten

auf diese Weise 26 Stellen für

eine Facharztausbildung in

Südtirol geschaffen und finanziert

werden. Wer diese

fünf- bis sechsjährige

Ausbildung in Südtirol

absolviert, muss sich

allerdings verpflichten,

anschließend

vier Jahre in

Südtirol zu arbeiten.

Ausbildung erfolgt nach Bedarf

Die „Claudiana“, wo Krankenpfleger,

Hebammen und andere wichtige Fachkräfte

ausgebildet werden, ist eine

Bildungseinrichtung des Landes. „Wir

bemühen uns, das Ausbildungsangebot

der Hochschule am tatsächlichen

Bedarf unserer Krankenhäuser und

Sprengel auszurichten“, erklärt Veronika

Rabensteiner. Entsprechend wird

der Ausbildungsplan erstellt und der

Finanzbedarf festgeschrieben – jeweils

für drei Jahre im Voraus.

„Das heißt allerdings nicht“, und hierauf

legt Veronika Rabensteiner Wert,

„dass der Abschluss der ‚Claudiana‘ automatisch

zu einer Landesstelle führt.“

Die Fachhochschule des Landes sei

ziemlich anspruchsvoll und richte sich

an internationalen Standards aus, so

dass Abgänger der „Claudiana“ für den

europäischen Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen

gut vorbereitet seien.

3500 Fachzeitschriften online

Worauf Veronika Rabensteiner besonders

stolz ist: die virtuelle medizinische

Bibliothek. „Mehr als 3500 medizinische

Fachzeitschriften sind im Internet

für Ärzte, Pflegekräfte und andere Gesundheitsberufe

im Südtiroler Gesundheitswesen

frei zugänglich. Für ihre

Nutzer bedeute die virtuelle Bibliothek

eine wesentliche Kostenersparnis. Für

das Land sei sie ein weiteres Qualitätsmerkmal

der Aus- und Fortbildung.

Das Amt für Aus- und Weiterbildung des

Gesundheitspersonals im Gesundheitsressort

hat natürlich noch viele weitere

Aufgaben. Etwa die Organisation von

Fachtagungen für Ärzte, oder die Verwaltung

von medizinischen Forschungsprojekten

in Südtirol in Abstimmung mit

Rom, oder die ständige Weiterbildung

aller Sanitätsbediensteten mit dem europaweit

gültigen Kontrollsystem CME

(Continous Medical Education).

Veronika Rabensteiner freut sich, mit ihrem

Team etwas bewegen zu können. In

ihrer Freizeit widmet sich die Amtsdirektorin

ihrer Familie und liebt alles, was

mit Natur zu tun hat. „Das gibt mir Ruhe,

ebenso wie das Lesen von Romanen und

philosophischen Werken.“

Amtsdirektorin

22 03/2010

Veronika Rabensteiner

03/2010 23


GESUNDHEITSDIENSTE

PAGINIERUNG

Gesundheitswächter

Öffentliche Hygiene ist weit

mehr als nur Sauberkeit. In der

Gesundheitsverwaltung fallen

darunter die Vorbeugung von

Infektionskrankheiten und

alle möglichen Maßnahmen

zur Erhaltung der öffentlichen

Gesundheit. Der Jurist

Michele Dagostin ist einer der

jungen Amtsdirektoren in der

Gesundheitsabteilung des Landes.

Die Liste seiner Zuständigkeiten ist

ellenlang. Gesundheitserziehung,

Impfungen, die epidemiologische

Überwachung aller Infektionskrankheiten,

Umweltkontrollen und – Medizin,

Präventiv- und Sportmedizin,

Überwachung in den Bereichen Lebensmittel

und Trinkwasser, Kontrolle

von Produktionsstätten und Arbeitsplätzen,

Totenpolizei . . . Alle diese

vielseitigen Verwaltungsaufgaben

haben nur ein Ziel: Möglichst vorbeugend

die Gesundheit aller zu schützen.

Amtsdirektor

Michele Dagostin

Nur Unbedenkliches auf den Tisch

Auf Südtirols Tische sollen grundsätzlich

nur unbedenkliche Lebensmittel

kommen. Damit das auch sicher ist, legt

das Amt für Hygiene und öffentliche

Gesundheit einheitliche Verfahren für

die hygienisch-sanitäre Überwachung

von Lebensmitteln und Getränken fest

und erarbeitet Richtlinien, Arbeitsverfahren

und technische Bescheinigungen

auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheit.

Das Amt koordiniert zudem

die regelmäßigen Kontrollen von Gastbetrieben,

Mensen, Geschäften und Lebensmittelindustrien.

Bei Abweichungen

wird ein Frühwarnsystem in Gang

gesetzt. „60 bis 70 Mal im Jahr müssen

wir auch tatsächlich eingreifen und

bedenkliche Güter beschlagnahmen.

Meistens handelt es sich nur um falsche

Etikettierung oder schlechte Qualität“,

betont Dagostin. Sein Amt ist auch Anlaufstelle

für Rekurse von Strafen, die

die verschiedenen Kontrollorgane (Gesundheitspolizei,

Dienste für Hygiene)

ausgestellt haben.

Vorbeugen und Impfen aus

Verantwortung

Das Amt für Hygiene und öffentliche

Gesundheit ist zuständig für die Erstellung

des Landesimpfkalenders, der alle

empfohlenen Impfungen im Kindesalter

enthält und die kostenlos angeboten

werden. Auch aufgrund der Mobilität

der heutigen Gesellschaft sind Impfungen

von größter Bedeutung, da das Infektionsrisiko

nicht mehr geographisch

begrenzt ist.

Einen besonderen Schwerpunkt sieht

Michele Dagostin in der Förderung

eines gesunden Lebensstils und der

Vorbeugung von Krankheiten. Hierunter

fallen z. B. Maßnahmen, um den

Trend in Richtung Nichtrauchen zu

stärken und einen bewussten Umgang

mit Alkohol zu fördern. „Wir sind federführend

an der Durchführung landesweiter

Kampagnen beteiligt und

unterstützen innovative Projekte von

Gemeinden, Vereinen und Institutionen.“

Der junge Gesundheitswächter

Michele Dagostin könnte seine Arbeitsliste

noch lange fortführen. Ihm

gefällt es, beizutragen, dass gesunde

Menschen auch gesund bleiben können.

„Auch wenn das Tagesgeschäft

seinen Tribut fordert, so kann ich mit

meinem Team doch Dinge bewegen.

Eine saubere Verwaltungsarbeit entscheidet

oft über Sinn und Nutzen von

notwendigen Maßnahmen für die Gesundheit

aller.“

Kompakte Regie

Eigentlich kommt er vom

Filmfach, aber offensichtlich

lassen sich auch Regieregeln

sehr gut auf die Führung eines

Landesamtes übertragen. Alfred

König ist verantwortlich für alle

außerhalb der Krankenhäuser

angebotenen Dienste und

Strukturen. Sprengel, Haus- und

Kinderärzte, vertragsgebundene

Dienste, die Ausstattung von

Apotheken, Prothesen ...

... Verhandlung von Arbeitsverträgen,

Ticketbefreiung, die Finanzierung von

Heilbehelfen, die medizintechnische

Ausstattung von Alters- und Pflegeheimen

und anderes mehr. Der gelernte

Kommunikationswissenschaftler ist

sozusagen König über 20 Gesundheitsund

Sozialsprengel sowie 15 Gesundheitsstützpunkt

und Garant für die Primärversorgung

vor Ort.

90 % der Leistungen kostenlos

oder kostengünstig

Gerade das fasziniert ihn auch an

seiner Tätigkeit. „Das Zusammenspiel

von Pflegerischem und Medizinischem,

die persönlichen Belange der

Bevölkerung kennenzulernen und in

Einklang zu bringen.“ Was ihn bewegt,

ist das Menschliche hinter den Fällen,

immer wieder festzustellen, wie Menschen

Kraft finden, ihren Alltag zu

bewältigen und ihnen den Zugang zu

Erleichterungen zu verschaffen.

„Unser öffentliches Gesundheitssystem

ist beispielgebend in ganz Europa, immerhin

können wir 90 % der Leistungen

kostenlos oder doch zu erschwinglichen

Preisen erbringen.“ Mit 17 Mitarbeitern

verwaltet König die Arbeitsverträge

von 275 Allgemeinmedizinern

und 57 frei wählbaren Kinderärzten

sowie alles, was in Südtirol zur territorialen

Gesundheitsversorgung gehört.

Das sind Sprengel, Hauskrankenpflege,

Arzneimittelversorgung, aber auch die

Apotheken. 119 Apotheken gibt es mittlerweile

im ganzen Land, davon vier

Krankenhausapotheken und – nur in

Bozen – sechs Gemeindeapotheken. König

nimmt Stellung: „Hauptakteur sollte

sein und wird immer mehr der Arzt für

Allgemeinmedizin, der eine Filterfunktion

wahrnimmt und den Patient nur

bei Bedarf an die jeweiligen Fachärzte

bzw. an das Krankenhaus weiterleitet.“

Bestmögliche Betreuung vor Ort

Die Grundausrichtung des Amts für Gesundheitssprengel

wird vom Landesgesundheitsplan

festgelegt, Detail- und Interpretationsfragen

zur bestmöglichen

Betreuung der Bürger werden gemeinsam

mit den Leitern der Basismedizin

festgelegt. Hierzu gehören zum Beispiel

der Psychiatrieplan, die Vorsorgeprogramme

zur Kariesprophylaxe in Kin-

Amtsdirektor

Alfred König (r.)

dergärten und Schulen, die Anzahl der

von der Sanität geführten Betreuungseinrichtungen

für Suchtkranke sowie

deren Tagessätze, die Rückerstattungsbeträge

für Zahnersatz und Brücken,

die Festlegung der Einkommensgrenzen

oder auch die Ticketbefreiung.

Seine Freizeit verbringt Alfred König

fast immer draußen, das heißt, wenn

er nicht gerade liest, sich einen Kinofilm

anschaut oder in einem Buschenschank

isst. Das sind nämlich seine

drei Lieblingsbeschäftigungen. Kompakte

Regie und ein gutes Drehbuch

sind seine Bewertungskriterien für Filme,

sein Lieblingsautor ist der Amerikaner

Philip Roth.

24 03/2010

03/2010 25


GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Der Allrounder

Qualität über alles

Seine Aufgaben könnten abwechslungsreicher

nicht sein.

Ulrich Seitz leitet das Amt für

Krankenhäuser. Da fällt, angefangen

bei Planung und

Finanzierung, alles hinein, was

im weitesten Sinne mit der

Verwaltung der größten Träger

im Gesundheitsdienst zu tun hat.

Viel Arbeit haben Uli Seitz und seine

Mitarbeiter in der Verwaltung der

größten und teuersten Hochbaustelle

des Landes: das neue Klinikum in Bozen.

Aber auch darunter ist die Liste

lang: Krankenhausbauten aller Art,

Ausstattung mit medizintechnischen

Geräten, Informatik-Systeme, Rettungswesen,

Reha, und, und … „Die

Verwaltung des Gesundheitswesens

ist im Laufe der Jahre herauf ziemlich

unübersichtlich geworden“, erläutert

Seitz. „Nun geht es darum, Ballast

abzuwerfen. Wir müssen schneller,

wirksamer und effizienter werden.“

Referenz- und Kompetenzzentren

Wie das in der Organisation der Krankenhäuser

umzusetzen ist, dafür gibt

die Neuordnung des Gesundheitsressorts

die Linie vor und da lässt Seitz

keinen Zweifel offen. „Wir statten so-

Krankenhaus Bruneck

„Italien liegt, was die allgemeine und

öffentliche Gesundheitsversorgung

betrifft, sicher an erster Stelle.“ Den

Unterschied mache die Finanzierung,

erklärt Meier in Italien durch Steuergelder,

in Deutschland durch Krankenkassen.

„Dort reden zu viele mit, die

eigene Interessen verfolgen müssen.“

Was es außerdem nur in Italien gibt:

die sogenannten ‚LEA’ (livelli essenziali

di assistenza): das sind die Betreuungswohl

das Zentralkrankenhaus Bozen

als auch die Gebietskrankenhäuser

bestmöglich aus, aber nach besonderen

Schwerpunkten.“ Überall müsse

die Grundversorgung gewährleistet

sein. Darüber hinaus soll es hoch spezialisierte

Zentren für die Behandlung

verschiedener Pathologien geben.

Diese müssten nicht zwingend alle

am selben Ort bzw. im selben Krankenhaus

sein. Dafür aber müsse ein

Netzwerk entstehen, das alle Häuser,

Ebenen und Abteilungen in engster

Zusammenarbeit vereine, so Seitz.

Insgesamt brauche es mehr Langzeitund

weniger Akutbetten, ebenso ein

größeres Reha-Angebot. Ulrich Seitz

arbeitet intensiv mit 60 bis 70 sozio-sanitären

Verbänden zusammen, die im

Territorium aktiv sind. „Ich halte regelmäßig

einen runden Tisch im Amt ab.

Der direkte Draht gibt mir den Blick für

den Bedarf und die Schwachstellen.“

Lebenswerte Momente auch

im Krankenhaus

Auch die Notfallmedizin und die Flugrettung

gehören zu Seitz´ Aufgabengebiet

als Landesverwalter. „Wir haben in

Zusammenarbeit mit dem Volontariat

in Südtirol einen Dienst aufgebaut, der

in Europa einzigartig ist.“ Da dieser

Amtsdirektor Ulrich Seitz

Bereich sehr kostenintensiv ist und den

Steuerzahlern viel Geld kostet, müssen

klare Richtlinien aufgestellt und eingehalten

werden.

Ulrich Seitz, der Theater, Kultur und

Kunst über alles liebt, hat einen Traum,

der eng mit seinen privaten Vorlieben

zusammenhängt. Ein Humanisierungsprojekt

für Krankenhäuser: Gemeinsam

mit einheimischen Schauspielern

Lesungen und Kurzstücke organisieren.

„Die technischen Voraussetzungen

dafür haben wir. Ich möchte in die

Abteilungen gehen und den Menschen

zeigen, dass es auch im Krankenhaus

lebenswerte Momente gibt.“

Horand Meier ist Arzt. Seit einem

Jahr hat er im Auftrag

des Gesundheitsressorts eine

besonders heikle Operation im

Gange. Er soll dem Südtiroler

Gesundheitswesen eine ganzheitliche

Qualitätssicherung

und ein ausgetüfteltes

Risikomanagement einpflanzen.

Zugänglichkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit

und Angemessenheit

– das sind die Kriterien, nach denen er

alles bewertet, was im Gesundheitswesen

mit dem Patienten gemacht

wird. Horand Meier, Internist mit

langjähriger klinischer Erfahrung, ist

der Verantwortlicher für Akkreditierung,

Qualität und Risikomanagement

im Gesundheitsressort.

Allein schon deswegen ist Horand Meier

in ständigem Kontakt mit anderen

europäischen Realitäten. Wenn er Südtirol

mit Italien und Deutschland vergleicht,

dann aus Erfahrung. Der Ludwigshafener

ist mit einer Kalabresin

verheiratet und lebt in Brixen.

Italien einmal an erster Stelle

standards, die vom nationalen Gesundheitsdienst

überall kostenlos oder gegen

eine geringe Selbstbeteiligung, dem

„Ticket“, angeboten werden müssen.

In Südtirol kostet die Gesundheitsversorgung

jährlich an die 2200 Euro pro

Kopf, gegenüber den 1700 – 1800 Euro

im restlichen Italien. Das heißt nicht,

dass die Südtiroler teurer arbeiten, sondern

dass die Bevölkerung mehr erhält

und deshalb wohl auch Vertrauen in

die öffentlichen Leistungen hat. Mehr

als 90 % aller Leistungen werden in

Südtirol vom öffentlichen Gesundheitsdienst

erbracht. „Die USA, Österreich

und Deutschland hingegen liegen weit

höher in den Pro-Kopf-Ausgaben für

Gesundheit. Dort leisten die öffentlichen

Dienste aber insgesamt weniger.

Wer mehr will, muss in diesen Ländern

(tief) in die Tasche greifen.“

Bei Kosten bremsen, bei Qualität und

Sicherheit Gas geben

Die Verwaltungs- und die klinische Reform

zielen laut Meier nicht nur auf eine

größere Wirtschaftlichkeit, sondern

auf höhere, einheitliche

Sicherheits-

und Qualitätsstandards.

„Wir sind auf dem Weg

dorthin. In Deutschland ist z.

B. das Territorium völlig getrennt

von den Krankenhäusern, bei uns

arbeiten sie Hand in Hand.“

Was bringt einen Arzt

dazu, den Endoskopie-Saal

mit einem

Büro zu vertau-

schen? „Ich glaube, ich kann dank meiner

20-jährigen klinischen Erfahrung

einen Beitrag leisten, über den Tellerrand

zu schauen. Mit meiner persönlichen

Motivation, etwas für die Patienten

zu tun, bin ich an eine Grenze gestoßen.

Um mehr zu helfen, muss man

das System ändern.“ Privat träumt der

Ludwigshafener von einem Segeltörn

rund um die Welt.

Qualitätsbeauftragter

Horand Meier

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26 03/2010

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GESUNDHEITSDIENSTE

GESUNDHEITSDIENSTE

Die Hausärztin

Ärztekammer redet mit

28

Sie war 1970 die erste Chirurgin

Südtirols. Spezialgebiet

Kinderchirurgie. 15 Jahre hat

sie im Krankenhaus Bozen gearbeitet,

dann ist Gerlinde von

Fioreschy als Basisärztin nach

Auer gegangen. Und hat sich

damit ihre ganz persönliche

Vorstellung vom Arzt-Sein

verwirklicht.

Die Arbeit als Kinderchirurg ist

hochspezialisiert, aber als Hausarzt

ist man frei in der Einteilung seiner

Arbeit, ist nicht an einen Arbeitsplatz

gebunden und – was für Gerlinde

von Fioreschy ausschlaggebend war –

man hat einen anderen, einen ganzheitlichen

Zugang zum Patienten.

Was heute, 25 Jahre später, anders ist?

„Die Arbeitsbedingungen waren nicht

besser, aber anders. Der Stress war

nicht so groß und vor allem hat man

nicht so viel Zeit in den bürokratischen

Aufwand investieren müssen.“ Heute,

so Gerlinde von Fioreschy, könnte sie

ohne Sekretärin nicht mehr arbeiten.

Übertriebenes Anspruchsdenken

Was sich auch geändert hat, sind die Patienten.

„Die Leute glauben, sie hätten

Anspruch auf alles und sofort, verlangen

Leistungen, die gar nicht gerechtfertigt

sind. Lassen sich durch die Medien verwirren,

die ihnen Pseudoinformationen

vermitteln und haben deshalb weniger

Vertrauen in den Hausarzt, aber auch in

sich selbst, in das, was ihnen ihr Körper

mitteilt.“ Die Leiden sind mehr oder weniger

die gleichen, aber die Menschen haben

immer weniger Zeit oder sind nicht

bereit, das Kranksein anzunehmen.

Hausarzt mehr als nur Mediziner

03/2010

Allgemeinmedizinerin

Gerlinde von Fioreschy (l.)

Daran hat sich nichts geändert. „Wir sind

Seelsorger, Sozialhelfer, Psychologen,

Erste Hilfe. Anlaufstelle für alles und jeden,

haben eine Filterfunktion und sind

mit Sicherheit nicht nur Zettelschreiber,

als die wir oft hingestellt werden.“ Vor

allem in den heutigen Krisenzeiten, so

Gerlinde von Fioreschy, suchen die Leute

vermehrt den Arzt auf. „Wer verunsichert

ist, möchte wenigstens seine Gesundheit

absichern.“ Was sich geändert

hat, ist die Einstellung der Patienten.

„Viele sehen uns als notwendiges Übel,

um schnell zum Rezept zu kommen, haben

gar kein Interesse daran, eine persönliche

Beziehung aufzubauen.“

Immer im Einsatz

Auf dem Land ist der Hausarzt

mehr im Einsatz als vielleicht in der

Stadt. „In unserem Bereich sind wir

zu dritt. Wir machen Hausbesuche,

Nacht- und Wochenenddienste. Die

Menschen werden heute richtig alt,

auch das hat sich auf unsere Arbeit

ausgewirkt.“ Wer zu Hause gepflegt

wird, bedarf einer intensiven Betreuung

durch den Hausarzt.

Würde sie die gleiche Berufswahl noch

einmal treffen? Gerlinde von Fioreschy

hat keinen Zweifel: Sie ist Arzt mit Leib

und Seele, hat es verstanden ihr Leben,

ihre Familie (sie hat drei Kinder) mit ihrem

Beruf, ihrer Berufung, in Einklang

zu bringen. „Ich habe meine Wahl keine

Minute bereut.“ Aber die Jungen tun ihr

leid. „Der Beruf des Arztes ist nicht mehr,

was er einmal war. Wird erstickt durch

Bürokratie, Kontrollen, Sanktionen.“

Michele Comberlato ist Primar

in Bozen und Präsident der

Südtiroler Ärztekammer. Als solcher

ist er ein streitbarer Partner

des Landesgesundheitsressorts.

Wenn es um die klinische

Reform geht, dann möchte

die Ärztekammer besser in die

Entscheidungen miteinbezogen

werden.

Radius: Wo sehen Sie Schwachpunkte

im Gesundheitswesen?

M. Comberlato: Dass Krankenhäuser

und Territorium nicht an einem Strang

ziehen. Wir haben sieben Krankenhäuser

in Südtirol. Da muss gezielt investiert

werden. Es hat keinen Sinn, alles

überall anzubieten.

Radius: Ein Beispiel?

M. Comberlato: Nehmen sie meine Abteilung

in Bozen, die Gastroenterologie.

Wir sind hochspezialisiert, haben 14.000

Operationen im Jahr. Wenn wir von den

Routineexamen und kleinen Eingriffen

entlastet würden, wäre mehr Platz für

Akutfälle, müssten die Patienten weniger

warten. Sowohl auf die Operationen, als

auch auf die Untersuchungen.

Radius: Wie sieht es mit dem Informationsfluss

zwischen einzelnen Abteilungen,

zwischen Krankenhaus und Basisärzten

aus?

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M. Comberlato: Wir haben kein einheitliches

Informationssystem, nur ein

Patchwork. In Trient hingegen gibt es

das schon. Niemand kontrolliert die

Daten oder wie sie gesammelt werden.

Es gibt derzeit keine Möglichkeit, zu

sehen, was die anderen machen oder

Daten über einen Patienten zu sammeln

und dann gemeinsam zu entscheiden.

Für uns ist der Einheitsbetrieb eine Vision!

Zuerst müssen wir die Voraussetzungen

schaffen. Vernetzen.

„ Besuchen Sie uns

auf der ENERGETIKA –

Messe in Vahrn/ Brixen

am 14.-16. Mai“

Ärztekammerpräsident

Michele

Comberlato

Radius: Die Ärztekammer hat verschiedene

Vorschläge …

M. Comberlato: Wir haben vorgeschlagen,

sechs Ärzte Part-Time einzustellen,

als beratendes Element in

den Verwaltungsgremien, die über

die Reform entscheiden. Das wurde

abgelehnt. Wir verfolgen ein Projekt

der Vereinheitlichung der Verschreibungskriterien.

Es wäre wichtig, dass

die Wartezeiten den entsprechenden

Pathologien zugeordnet werden. Untersuchungen,

die innerhalb drei Tagen,

einer Woche, einem Monat oder

drei Monaten durchgeführt werden

müssen. Nach unseren Vorstellungen

sollte man sogenannte Bedürftigkeitsniveaus

(livelli di intensità di

cura) einführen, dass Patienten mit

verschiedenen Pathologien aber gleichen

Behandlungsbedürfnissen zusammengelegt

werden. In Krankenhäusern

in der Toskana oder Emilia

Romagna funktioniert das schon.

Radius: Sie sind seit 25 Jahren Arzt.

Wenn sie zurückblicken, was hat sich

geändert?

M. Comberlato: Heute zählt nicht mehr,

wie viel du tust, sondern wie du es tust.

Die Methoden haben sich revolutioniert.

Sind weniger invasiv, greifen besser. Aber

es gibt auch mehr Risiken. Früher – und

ich sage nicht, dass das richtig war – war

der Arzt unumstrittener Herr über Leben

und Tod. Heute landet der Arzt vor Gericht.

Internet gaukelt den Patienten ein

Pseudowissen vor. Wir Ärzte können unseren

höchsten Einsatz garantieren, aber

nicht das Ergebnis! Umberto Veronesi

spricht von der schmerzvollen Einsamkeit

des Arztes. In unserem Beruf erleben

wir Momente unglaublicher Intensität

und unglaublichen Glücks – wenn es

schief geht, dann bist du allein.

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AKTUELL

AKTUELL

Komplementärmedizin im Krankenhaus

men. Für alle anderen Patienten liegen

die Tarife zwischen 30 € (z.B. für Krankenpflege)

und 80 € für die Erstvisite

(Folgevisite: 40 €).

Christian Thuile

Der Weg für den

Start des Dienstes für

Komplementärmedizin im

Südtiroler Gesundheitswesen

ist frei.

Im Meraner Krankenhaus werden

seit Ende Jänner ambulante Dienste

für Akupunktur, Homöopathie,

Osteopathie, Phytotherapie sowie

der Komplementärpflege angeboten

– und zwar vorrangig für an Krebs

erkrankte Patienten. Komplementärmedizinisch

betreut werden aber

nur jene Patienten, die über die Einweisung

eines Krankenhausarztes

verfügen. Kostenlos ist der Dienst

auch nur für Patienten der untersten

Einkommensstufe.

„In der zweijährigen Pilotzeit wird

das Projekt von anerkannten Experten

begleitet und ausgewertet. Bei Erfolg

wird der Dienst für Komplementärmedizin

landesweit auf die drei

anderen Gesundheitsbezirke Bozen,

Brixen und Bruneck ausgedehnt“,

verspricht Gesundheits-Landesrat Richard

Theiner.

Lebensqualität im Vordergrund

Christian Thuile, ausgebildeter Schulund

Komplementärmediziner, wurde

von der Landesregierung mit der Leitung

des zweijährigen Projektes am Meraner

Krankenhaus beauftragt. Thuile

hat zahlreiche Zusatzausbildungen im

Bereich Komplementärmedizin vorzuweisen.

In erster Linie will man mit

komplementärmedizinischen Maßnahmen

die Erhaltung und Stabilisierung

der Lebensqualität während und nach

der Krebsbehandlung (Chemo-, Strahlen-

und Hormontherapien) erreichen.

Das Erhalten der Lebensqualität trägt

dazu bei, dass die schulmedizinischen

Standardtherapien in der optimalen

Dosierung und Zeitabfolge verabreicht

werden können, was die Chance auf

Heilung steigert.

Keine Konkurrenz

Für die meisten angebotenen Zusatzverfahren

gibt es bisher noch zu wenig

Studienmaterial, um sie als wissenschaftlich

bewiesen bewerten zu können.

Dennoch gibt es zu verschiedenen

Verfahren Studien, die eine integrierte

und ganzheitliche Betreuung empfehlen.

Auch komplementärmedizinische

Verfahren können Nebenwirkungen

haben, deshalb wird in Meran größter

Wert auf Dokumentation und Zusammenarbeit

mit den Krebs-Standardtherapien

gelegt.

50 bis 70 Prozent aller Krebskranken

wenden heute schon parallel zur onkologischen

Therapie naturheilkundliche

Verfahren an, oft ohne den behandelnden

Arzt darüber zu informieren. Diese

Lücke kann durch das neue Projekt

geschlossen werden. Denn falsch eingesetzte

Komplementärmedizin kann

auch zur Beeinträchtigung der Wirksamkeit

von Chemo- und Strahlentherapie

führen. Die meisten Menschen

wissen dies jedoch nicht. Damit versteht

man auch besser, dass die Komplementärmedizin

nicht als Alternative

und schon gar nicht als Konkurrenz

zur Schulmedizin betrachtet wird. Ziel

ist es, eine Ergänzung und Erweiterung

des traditionellen Angebotes zu sein,

damit die Erwartungen und Ansprüche

von Patienten, die bisher nur teilweise

oder überhaupt nicht erfüllt werden

konnten, besser erfüllt werden.

Das primär angestrebte Ergebnis ist

die Steigerung der Lebens- und Behandlungsqualität

sowie die Sicherheit

der Patienten. Folgerichtig führt Komplementärmedizin

denn auch, wenn

richtig angewandt, zu einer höheren

Zufriedenheit der Patienten.

Zielgruppen

Die Leistungen werden in ambulanter

Form erbracht. Angeboten werden

Akupunktur, Traditionelle Chinesische

Medizin (TCM), die Osteopathie – Manuelle

Therapie, Phytotherapie – Pflanzenheilkunde

und Homöopathie. Anfangs

haben nur jene onkologischen Patienten

Anspruch auf komplementärmedizinische

Behandlung, die in den Krankenhäusern

von Meran und Schlanders

in Behandlung sind und in Zusammenhang

mit der Radio- und Chemotherapie.

Das Angebot des qualifizierten und

hoch motivierten Teams von Dr. Thuile

wird vor allem von Frauen genutzt.

Zugang zu den Leistungen

Der Zugang von Patienten erfolgt

grundsätzlich auf Wunsch des Patienten

mit Verschreibung von Krankenhausfachärzten

und in enger Abstimmung

beider Dienste (Krankenhausarzt

und Komplementärmedizin). Der Sanitätsbetrieb

kann in einer zweiten Phase

auch den Zugang über die Allgemeinmediziner

ermöglichen.

Um die Sozialverträglichkeit zu gewährleisten,

können jene Patienten, die

das soziale Mindesteinkommen nicht

überschreiten (Ticketbefreiung 99), die

Leistungen kostenlos in Anspruch neh-

Finanzierung

Die Kosten für Einrichtung, Ausstattung

und Verwaltung gehen zu Lasten des

Südtiroler Sanitätsbetriebes, die Kosten

für Personal und Therapie zu Lasten des

Patienten. Die Tarife sind so kalkuliert,

dass mindestens 70 Prozent der Selbstkosten

gedeckt sind. Ein eventueller

Fehlbetrag wird durch das Landesamt

für Gesundheit abgedeckt. „Ganz sicher

können auch wir in dieser Abteilung

nicht 100 Prozent der Patienten helfen.

Aber eines können wir versprechen: Wir

werden uns 100-prozentig dafür einsetzen,

dass es den Menschen besser geht“,

versichert Christian Thuile.

Großes Interesse

Komplementärmedizin ist ein weites

Feld. Die Behandlungsmethoden reichen

von Akupunktur über Ayurveda-Medizin,

Bach-Blüten, Schüßler-Salze, Aromatherapie,

Bioresonanztherapie, Enzymtherapie,

Farbentherapie, Homöopathie,

Hydrotherapie, Kneipp-Therapie, Ozontherapie,

Phytotherapie und Traditionelle

Chinesische Medizin (CTM) bis hin zur

Zelltherapie. Das Interesse der Südtiroler

an komplementärmedizinischen Therapieverfahren

ist innerhalb der vergangenen

Jahre deutlich angestiegen.

Die in unserem Kulturkreis bekanntesten

alternativen Heilsysteme sind

die Homöopathie, die Phytotherapie

und die Akupunktur. Viele Ärzte haben

den Trend der Zeit bereits erkannt und

bieten ihren Patienten auch schon alternative

Heilmethoden an. Dieses Zusatzangebot

muss aber vom Patienten

voll bezahlt werden. Im Krankenhaus

Meran wird dieser Dienst jetzt wesentlich

günstiger angeboten.

Ergänzung zur konventionellen

Behandlung

Eine Untersuchung hat gezeigt, dass sich

vor fünf Jahren rund zehn Prozent der

Befragten komplementärmedizinischen

Heilmethoden unterzogen haben. Inzwischen

ist der Prozentsatz auf über 25

Prozent angestiegen. Die Befragung stellte

außerdem fest, dass rund die Hälfte

der befragten Bevölkerung der Meinung

ist, dass die verschiedenen komplementärmedizinischen

Heilmethoden nützlich

für die Gesundheit sind. Und zwar nicht

als Ersatz, sondern als Ergänzung zur

konventionellen Behandlung. Eine Erklärung

für die Attraktivität der alternativen

Medizin liegt in der häufig negativen Bewertung

der medikamentösen Therapie.

In deutlichem Kontrast hierzu werden

nicht evidenzbasierte Methoden teilweise

pauschal als sanft, natürlich und frei von

Nebenwirkungen eingestuft.

Ursachen bekämpfen

Bei der komplementärmedizinischen

Behandlung wird der Körper in seiner

Gesamtheit betrachtet, dabei werden

Ursachen, nicht Symptome bekämpft.

Komplementärmedizin ist von der

wörtlichen Übersetzung her die „ergänzende

Medizin“, als Synonym für

Komplementärmedizin gilt die Alternativmedizin.

Zwei populäre Beispiele

für Komplementärmedizin sind die Homöopathie

und Akupunktur.

Zukunft der Komplementärmedizin

Viele Wissenschaftler und Mediziner sehen

in der Komplementärmedizin heute

schon das, was der Name aussagt: eine

Ergänzung zur klassischen Medizin.

Diese weitsichtigen Mediziner sehen die

Zukunft in einer Kooperation der beiden

Formen. In Südtirol hat das ZDN bereits

über 120 Ärzte in den Bereichen Neuraltherapie,

Manuelle Medizin und Homöopathie

ausgebildet. Auch das Land

organisiert bereits Ausbildungen für

Ärzte und Apotheker in den Bereichen

Akupunktur und Homöopathie. Man hat

erkannt, dass ein sinnvolles Miteinander

auch zu einer Kostenersparnis bei

Medikamenten führt.

30 03/2010

03/2010 31


SERVICE

Traumacenter

Kronplatz

Das „Traumacenter Kronplatz“

ist eine private Arztpraxis, die

auf Sportunfallverletzungen

und Erkrankungen des

Bewegungsapparates spezialisiert

ist.

Durch die jahrelange Erfahrung der behandelnden

Ärzte im Bereich Sportunfälle

im Krankenhaus Bruneck können orthopädisch

traumatologische Verletzungen

jeglicher Art behandelt werden. Zudem

werden schnelle, kompetente und individuelle

Facharztvisiten angeboten. Ob bei

Skiunfällen im Winter oder Wanderunfällen

im Sommer, eine schnelle, fachärztliche

Visite der Verletzung ist die Basis für

jegliche erfolgreiche Weiterbehandlung.

Leistungen:

• orthopädisch traumatologische

Facharztvisiten

• digitale Röntgenaufnahmen

• Ultraschall-Untersuchungen

• Elektrostimulationstherapie

Vom 18. April - 26. November 2010 ist

das Traumacenter von Montag bis Donnerstag

jeweils zwischen 17.00 bis 19.00

Uhr geöffnet, für telefonische Reservierungen

bereits ab 16.00 Uhr. Ab 27.

November 2010 sind die Öffnungszeiten

täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr

INFO

Traumacenter Kronplatz Plan de Corones

Seilbahnstraße 14 a - 39031 Bruneck/Reischach

Tel. 0474 548 217

info@traumacenter-kronplatz.it

www.traumacenter-kronplatz.it

Das Ärzte-Team

DR. Hubert Agreiter

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

DR. Thomas Egger

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

DR. Thomas Pezzei

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

DR. Reinhold Kolfer

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

DR. Roland Ausserhofer

Facharzt für Orthopädie und Traumatologie

DR. Mauro Martin

Ass. Arzt, Fachrichtung Orthopädie

und Traumatologie

Besser Hören. Besser leben.

Sie hören eigentlich gut, haben

aber Schwierigkeiten den

anderen zu verstehen. Tiefe

Frequenzen wie Lärm und

Hintergrundgeräusche werden

von Ihnen hingegen gut wahrgenommen.

Hohe Töne wie Klingel, Handyläuten

oder Kinderstimmen hören Sie

jedoch schlecht oder überhaupt nicht.

Der Grund kann ein recht verbreiteter

sein: Hochtonverlust. Ein Problem,

das immer häufiger anzutreffen ist,

welches jedoch gelöst werden kann.

Mehr Lebenskomfort

Seit bereits 16 Jahren sorgen die Mitarbeiter

und Hörgeräte von „Besser

Hören“ südtirolweit für mehr Lebenskomfort.

Moderne Hörgeräte von „Besser

Hören“ können Ihnen helfen wieder

besser zu verstehen.

Vereinbaren Sie eine umfangreiche

Höranalyse und probieren Sie ein mo-

dernes Hörsystem in Ihrem Alltag. Das

„Besser Hören“-Team beratet kostenlos

und unverbindlich und zeigt die kleinsten

Hörgeräte, die es für Ihre Art von

Hörverlust gibt.

INFO

Besser Hören

Cesare-Battisti-Str. 54 - 39100 Bozen

Tel. 0471 263 390 - Fax 0471 263 368

info@besserhoeren.it - www.besserhoeren.it

Filiale: Wangergasse 14 - 39100 Bozen

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Für ein strahlendes Lächeln

DolomythiCup 2010

Diese aktuelle Radius-Ausgabe

erscheint Mitte Mai

• Challenge - DolomythiCup 2010

• 10 Wettkampftage - alle Regatta-Tage

• Die Mannschaften und Boote

• 28 Südtiroler Yachten im

Wettkampf vor Dalmatien

Schöne, natürliche

Zähne sorgen für positive

Ausstrahlung, sind eine

Visitenkarte für ihren Träger.

Sie fördern die Lebensqualität, das

Selbstvertrauen und den Erfolg im

Beruf. Deshalb muss die Korrektur

schadhafter Zähne höchste Ansprüche

an Funktionalität und Ästhetik

erfüllen. Das zahntechnische Labor

„Burg Dental“ in Sterzing ist auf ästhetischen

Zahnersatz und Implantatversorgungen

spezialisiert.

Perfekte Integration

Neue Materialien sorgen dafür, dass

der Träger des Zahnersatzes oder der

Zahnimplantate kaum noch einen Unterschied

zu natürlichen Zähnen spürt.

Die brillanten Farben des lichtdurchlässigen,

keramischen Materials Lithium

Disilicat und Zirkon bewirken,

dass der Zahnersatz dem natürlichen

Zahnmaterial zum Verwechseln ähn-

lich ist und ihm so einen natürlichen

Aspekt verleiht. Diese Materialien sind

sehr langlebig, können farblich sehr gut

angepasst werden und lassen sich mit

hoher Präzision passgenau verarbeiten.

Biokompatibilität und

Qualitätssicherung

Bei der Auswahl der Materialien wird

sorgfältig auf die Verträglichkeit des

Patienten geachtet. So werden hauptsächlich

komplett metallfreie Restaurationen

gefertigt. Sie werden unter dem

Mikroskop hergestellt und auf ihre Qualität

überprüft. Innovative Techniken,

wie Cad und Presstechnik, kommen

hier zum Einsatz. Alle Arbeiten erhalten

eine Konformitätserklärung laut

dem Medizinproduktgesetz.

Teamarbeit ermöglicht den Erfolg

Voraussetzung für ein gelungenes Ergebnis

ist die Teamarbeit mehrerer

Spezialisten in Praxis und Technik so-

wie die Zusammenarbeit mit dem Patienten.

Als motiviertes Team verstehen

sich die sechs Mitarbeiter als Partner

für moderne und professionelle Zahnarztpraxen.

INFO

Burg Dental Technologie

Hochstrasse 2/Wildenburg - 39049 Sterzing

Tel. 0472 766 490 - Fax 0472 763 736

info@burgdental.com - www.burgdental.com

Redaktion Radius: Tel. 0471 977 824 - Fax 0471 301 226

franz.wimmer@mediaradius.it - www.mediaradius.it

03/2010 33


SERVICE

PAGINIERUNG

Wie man sich bettet …

Viele Faktoren bestimmen darüber,

ob man am Morgen frisch

und fit aus dem Schlaf erwacht.

Eine entscheidende Rolle spielt

die Matratze. Ist es nicht die richtige,

wird das Schlafen schnell

zur Qual.

„Es gibt wenig zu erfinden. Die Voraussetzungen

für erholsamen Schlaf müssen

verstanden werden. Dafür bedarf es

der Beratung durch Experten“, betont

Rosy Platter. Sie leitet die Bozner Vertretung

„Gruppo Si-Artigiana“, die seit

40 Jahren auf dem Sektor spezialisiert

ist. Testen sei der beste Weg, um die

richtige Matratze zu erwerben. „Nicht

denken, sondern fühlen, 15 Minuten

Probe liegen, ist die beste Methode“,

betont die Expertin.

Um eine natürliche, physische Erholung

im Schlaf zu erreichen, sind einige

Regeln zu beachten. Dazu gehören die

richtige Raumtemperatur, Dunkelheit

und Ruhe sowie eine orthopädische

Unterlage mit der richtigen Elastizität,

Hygiene und Thermoregulierung. Jahrelang

wurde behauptet, eine Matratze

müsse hart sein. Diese Annahme ist

falsch. Eine Matratze muss sich dem

Körper perfekt anpassen und ihn unterstützen.

Mit innovativen Materialien

ist dies möglich.

Radius: Welche Typen werden unterschieden?

Rosy Platter: Federkernmatratzen sind

am kühlsten, da sie hohl sind. Doch

sie schmiegen sich dem Körper nicht

an, da jede Feder mit der anderen verbunden

ist. Es gibt Modelle, bei denen

Federn und Kaltschaum oder „Memory“

den Liegekomfort verbessern. Bei

einem Taschenfederkern hingegen bewegt

sich jede Feder individuell und

schmiegt sich perfekt dem Körper an.

Radius: Welche Materialien kommen

zum Einsatz?

R. Platter: Latex ist ein Naturprodukt.

Der Gummi ist nicht atmungsaktiv und

sollte wöchentlich gelüftet werden. Kaltschaum

aus Polyurethan hingegen ist

atmungsaktiv und wird mit unterschiedlich

ausgebildeten Stützzonen versehen.

„Memory Foam“ ist ein von der Nasa

Rosy Platter: Tipps zum Matratzenkauf und zur Pflege

entwickelter thermosensibler Schaum.

Er arbeitet mit der Körperwärme und

passt sich der Körperform perfekt an.

Das garantiert eine gesunde Schlafposition

und verhindert Rückenschmerzen.

Kühlendes Gel in Matratzen und Kissen

eignet sich hervorragend für Menschen,

die im Schlaf sehr schwitzen.

Radius: Wie werden die Matratzen gereinigt?

R. Platter: Alle Matratzen haben einen

waschbaren Bezug, der leicht mit einem

vierseitigen Reißverschluss entfernt

werden kann. Er verfügt über ein

spezielles patentiertes „Air System2“

mit 24 Ösen auf drei Seiten, das die

Luftzirkulation um 40 Prozent erhöht.

Für Allergiker gibt es Überzüge, die mit

90 Grad gewaschen werden können.

Radius: Wie sollten Matratzen gepflegt

werden?

R. Platter: Jeden Monat sollte die Matratze

vom Kopf- zum Fußteil gewendet

werden. Das Material ist leichter

als Latex und so besser zu handhaben.

Trotz guter Pflege, aus hygienischen

Gründen, sollte eine Matratze

nach sieben bis zehn Jahren gewechselt

werden. Jede Matratze wird auf

Maß gefertigt und ist innerhalb von

zehn Tagen lieferbar.

INFO

Artigiana Matratzenfabrik und Detailverkauf

Kopernikusstraße 22 - 39100 Bozen

Tel. 0471 050 432

www.grupposi.it

Das Ärzteteam "Ortho+" von links nach rechts: Günther Ziernhöld,

Christoph Frontull, Peter Moroder, Markus Mayr, Thomas Oberhofer,

Robert Gruber und Heinz Stuflesser.

30 Jahre „Ortho+“

Im Jahre 1980 wurde die

Orthopädisch-Unfallchirurgische

Gemeinschaftspraxis Bozen

von Dr. Heinz Stuflesser und Dr.

Günther Ziernhöld gegründet.

Seither hat sich die Praxis zu einer

Institution in der Behandlung von

orthopädischen und unfallchirurgischen

Erkrankungen entwickelt.

Durch den Eintritt und die Spezialisierung

der Fachärzte Dr. Christoph

Frontull (Kniegelenk), Dr. Peter Moroder

(Schultergelenk), Dr. Thomas Oberhofer

(Wirbelsäule), Dr. Markus Mayr

(Hüftgelenk) und Dr. Robert Gruber (Fuß

und Schultergelenk) hat die Praxis der

zunehmenden Nachfrage der Patienten

nach einer spezialisierten Behandlung

Rechnung getragen. Nahezu tausend

Operationen werden jährlich von den

fünf Ärzten gemäß internationalen

Qualitätsstandards und nach neuesten

Behandlungskonzepten in der Marienklinik

durchgeführt. Viele Patienten

werden stationär durch konservative

Behandlungen wie Schmerztherapien,

Infiltrationen in die Wirbelsäule, Physiotherapien

und Rehabilitationsmaßnahmen

behandelt.

Professionelle Betreuung

Nach Operationen oder Unfällen werden

die Patienten im Rahmen der Rehabilitation

von einem professionellen

Team von Physiotherapeuten und

Physiotherapeutinnen der Praxis begleitet.

Patienten der Gemeinschaftspraxis

„Ortho+“ kommen somit in den

Genuss einer kompletten und individuellen

Versorgung vom Beginn der

Erkrankung bis zur Wiederaufnahme

des Berufes oder der sportlichen Tätigkeit.

Besonders Sportler profitieren

von der sofortigen Versorgung

und diagnostischen Abklärung der

Verletzungen im Bedarfsfall noch am

Unfalltag.

Für Notfälle besteht ein Bereitschaftsdienst

in der Marienklinik (telefonische

Anmeldung in der Praxis

„Ortho+“ 0471 976433 oder Marienklinik

0471 310600).

Patienten, die sich vom Ärzteteam

„Ortho+“ in der Marienklinik behandeln

lassen möchten, müssen die Kosten für

die Behandlung nicht zur Gänze selbst

tragen, denn für alle in Südtirol ansässigen

Patienten und Patientinnen besteht

die Möglichkeit einer teilweisen Rückvergütung

der stationären Behandlungskosten

durch die Sanitätseinheit.

39100 Bozen

Wangergasse 22

Tel. 0471 976 433 / 0471 976 091

praxis@orthoplus.bz.it

www.orthoplus.bz.it

34 03/2010

03/2010 35


Was ist Handchirurgie?

Unfallchirurgie, Orthopädie,

plastische Chirurgie, periphere

Neurochirurgie und Mikro-

Gefäßchirurgie sind die Gebiete,

die der Handchirurg beherrschen

muss. Worum handelt es sich

aber konkret?

Die „Handchirurgische Praxis Dr. David

Espen“ bietet ein Behandlungsspektrum

an, das aus zwanzig Jahren

Tätigkeit im Fachbereich kommt. Die

Eingriffe werden in der Marienklinik

in Bozen durchgeführt, die dem Praxisgebäude

gegenüberliegt.

Unter anderem werden folgende handchirurgischen

Krankheitsbilder behandelt:

• Verletzungen an Knochen, Sehnen

und Bändern, an Haut und Weichteilen,

genauso wie an Gefäßen

und Nerven;

Schienenanfertigung: Die Maßschienen sind ein grundlegender Teil

der handtherapeutischen Behandlung. Die Handtherapeutin

Claudia Tschöll behandelt die Patienten.

• Folgen von Verletzungen wie fehlverheilte

Knochenbrüche, eingeschränkte

Beweglichkeit von

Handsegmenten als Folge von

Sehnen- oder Bandverletzungen,

Haut- oder Weichteildefekte;

• sogenannte Engpasssyndrome: Es

handelt sich um Zustände, bei denen

Nerven eingeengt sind. Durch

eine Druckerhöhung, etwa im mittleren

Handbereich, kommt es zum

Carpaltunnelsyndrom, im inneren

Ellebogen zum Cubitaltunnelsyndrom,

im Unterarmbereich zum

Pronatorlogensyndrom und so

weiter;

• entzündliche Erkrankungen der

Sehnen und Gelenke wie zum Beispiel

der Rheumatoiden Arthritis,

der Gicht- arthritis und anderen:

Sogenannte Entzündungszellen

Untersuchungstisch:

Nach einem Gespräch am

Schreibtisch wird an einem

mit Modellen und

Probeimplantaten

ausgerüsteten Tisch

die Hand untersucht:

Verletzungs- oder Krankheitsmuster

werden, so

wie chirurgische Behandlungsmethoden,

den

Patienten dargestellt.

verursachen Schaden an Sehnen

und Gelenken bis zur vollständigen

Zerstörung und somit der

Einschränkung der Funktion mit

Schmerzen;

• Degenerative Erscheinungen (Abnutzungserscheinungen)

an Knochen

und Gelenken: Diese können

„primär“ vorkommen, das heißt

als Veranlagung, meistens familiär

gehäuft. Die Daumensattelgelenksarthrose

(sogenannte Rhizarthrose)

als häufigste Form, aber auch

die Arthrose der übrigen Gelenke

der Hand kommen in Frage. Von

„sekundärer“ Arthrose spricht

man bei Folgen von Verletzungen

wie etwa Knochenbrüchen mit Gelenkbeteiligung.

• Weiters werden Infektionen durch

krankheitserregende Keime ver-

Operationssaal: Alle Eingriffe werden in der

Marienklinik durchgeführt.

ursacht und können verheerende

Folgen auf die Handfunktion haben.

• Auch Tumore sind an der Hand häufig.

Es handelt sich allerdings meistens

um gutartige Neubildungen.

• Angeborene Fehlbildungen an der

Hand sind ebenfalls bekannt.

Versorgung nach Maß

Bestimmte Berufsgruppen benötigen

häufig die handchirurgische Versorgung,

darunter findet man besonders

Musiker und Sportler.

Die „Handchirurgische Praxis Dr. David

Espen“ liegt die Schwerpunkte ihres

Angebotes auf:

• persönliche Betreuung vom ersten

Gespräch bis zur postoperativen

Rehabilitationsbehandlung in der

Handtherapie;

• genügend Zeit für jedeVisite;

• kurzfristig durchführbare, spezifische

Hand-Diagnostik in der Radiologie

der Marienklinik, die der

Praxis gegenüberliegt: Röntgen-,

Ultraschall-, CT- und MRT-Untersuchungen

sind durchführbar;

• kurze Wartezeiten für die durchzuführenden

Eingriffe in der Marienklinik.

Empfang: Die Praxisassistentin

Evi Pattis kümmert sich um die Patienten.

Praxisgebäude: Im 2. Stock eines Klimahauses A,

gegenüber der Marienklinik, ist die Praxis leicht erreichbar.

• Die Handtherapie ist ein wesentlicher

Bestandteil der handchirurgischen

Versorgung. In der

„Physiotherapeutischen Praxis

Rudy Mayr“ wird die gesamte

Physiotherapie durchgeführt.

Claudia Tschöll ist eine in der

Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe

Claudiana in

Bozen diplomierte Physiotherapeutin

und hat durch gezielte

Fortbildungen im In- und Ausland

Erfahrung in der Handtherapie

gesammelt. Sie beschäftigt

sich persönlich mit den Handpatienten.

Die Rehabilitation nach

den Eingriffen wird von ihr, in

enger Zusammenarbeit mit dem

Operateur, durchgeführt. Die

Praxis ist mit modernsten Geräten

ausgerüstet, sodass auch die

Handschienen nach Maß anfertigt

werden können.

INFO

Dr. med. David Espen

Claudia-de-Medici-Str. 1 B -39100 Bozen

Tel. 0471 981 716

info@handteam.eu - www.handteam.eu

Beruflicher

Lebenslauf

Dr. med. David Espen wurde am 22.

Januar 1960 in Bozen geboren, ist verheiratet

und hat eine Tochter. Medizinstudium

in Innsbruck, Promotion 1988.

Facharztausbildung in Orthopädie und

Unfallchirurgie in Mailand. Seit 1990

Spezialausbildung für Handchirurgie

im In- und Ausland.

Von 1998

bis 2007 Verantwortlicher

der

Handchirurgie

an der Abteilung

Orthopädie-Unfallchirurgie

des

Zentralkrankenhauses

Bozen und

Dr. David Espen

Inhaber der „Hohen

Ausbildung

für Handchirurgie“. Im Jahre 2007 Eröffnung

einer Handchirurgischen Praxis

mit Belegbetten in der Marienklinik in

Bozen. Seit 1991 Aktivitätsbereich mit

Schwerpunkt Handchirurgie mit Gastarzttätigkeiten

bei Prof. Dr.med. U. Lanz,

Handklinik Bad Neustadt, Dr. R. Luchetti,

Republik San Marino, Doz. S. Pechlaner,

Uniklinik Innsbruck, Prof. Dr. med. Peter

Haußmann, Handchirurgie Baden-Baden,

Prof. Jörg Böhler, Wien. Seit 2003

Dozent an der Universität Verona im

Rahmen des “Master Universitario in Chirurgia

della Mano” und Koordinator für

Italien an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie

in Innsbruck im Rahmen des

internationalen Handkurses. Seit 2004

Koordinator für das Land Südtirol der

Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen

(AO/ASIF), Davos, Schweiz. Autor

von zahlreichen Publikationen in Fachzeitschriften.

Hält regelmäßig Vorträge

und Kurse für ärztliches und nichtärztliches

Personal. Aktiv in der Entwicklung

neuer Implantate für die Handchirurgie.

Dr. David Espen ist aktives Mitglied

in diversen wissenschaftlichen Gesellschaften:

AO (Arbeitsgemeinschaft

für Osteosynthesefragen), Italienische

Gesellschaft für Handchirurgie (SICM),

Deutschsprachige Arbeitsgemeinschaft

für Handchirurgie (DAH), Österreichische

Gesellschaft für Handchirurgie

(ÖGH), International Wrist Investigators

Workshop (USA), Offizieller Biographee

in der internationalen Liste

„Marquis Who’s Who’ in the World“

(www.marquiswhoswho.com)

36 03/2010

03/2010 37


SERVICE

SERVICE

Training unter Freunden

reich‘, in dem alle Geräte für Gewebestraffung

und das Training des Bauches,

der Beine und des Pos noch einmal vorhanden

sind. Hier kann man sich erst

einmal an das Training herantasten“,

verrät Egger. „Die Erfahrung zeigt aber

auch, dass dann – sind die ersten Wochen

erst einmal ins Land gegangen –

immer mehr die 1200 Quadratmeter

große Trainingsfläche genutzt wird.

Dies liegt an der guten und freundlichen

Atmosphäre, die jeder ‚FIT STARler‘

gerne genießt. Im Ladies-Only-Bereich

ist übrigens ein kleines Rollen- und

Bandmassage-Studio integriert.“

Martin Egger, Koordinator der

FIT STAR-Studios in Italien

Der Bozner Fitnesstempel FIT

STAR in der Pacinottistraße entwickelte

sich innerhalb kürzester

Zeit zu einem der führenden

Fitnessbetriebe im Lande.

Auf über 2000 qm bietet FIT STAR

den Fitnessbegeisterten ein Konzept,

welches in Italien seinesgleichen

sucht. Das Revolutionäre ist der Preis.

Kostet eine Mitgliedschaft in einem

„normalen“ Fitnesscenter bislang zwischen

ca. 40 bis 70 Euro, so wartet FIT

STAR mit einem Monatsbeitrag von

17,80 Euro auf. Damit zählt FIT STAR

zu den günstigsten Studios in Italien.

„Erwartungen übertreffen“

Der Fitness-Kenner erwartet bei einem

solchen Preis vermutlich auch eine

entsprechend minderwertige Leistung.

Dem ist aber nicht so. Martin Egger, Koordinator

der FIT STAR-Studios in Italien,

klärt auf:„Unser Konzept ist es, die

Erwartungen des Kunden nicht nur zu

erfüllen, sondern bei Weitem zu übertreffen.

Mitglieder, welche das erste Mal

eine unserer Anlagen betreten, müssen

große Augen bekommen und sagen:

Das habe ich nicht erwartet.“

FIT STAR konzentriert sich auf die Kernkompetenzen

Ausdauer- und Krafttraining.

„Wichtig ist uns dabei, dass

unsere Kunden ihre Ziele erreichen.

Wohlfühlen, gesunder Rücken und

Training mit Freunden stehen dabei im

Vordergrund“, erklärt Egger und beschreibt

die Fitnessanlage der Zukunft

folgendermaßen: „Ein Fitnesscenter

funktioniert wie ein Restaurant. Stellen

Sie sich vor, Sie suchen ein Restaurant,

in dem Sie mit einem Freund ein Glas

Wein trinken wollen. Sie gehen in zwei

Gaststätten und jedes Mal machen Sie

auf dem Absatz kehrt: schmuddelig, das

falsche Publikum, zu laut. Die Atmosphäre

passt nicht. Im dritten Restaurant

bleiben Sie. Der Ober begrüßt Sie

mit einem Lächeln, der Wein schmeckt

vorzüglich und Sie sind überrascht, als

man Ihnen die Rechnung präsentiert.

So preisgünstig hätten Sie den Abend

nicht vermutet. Unsere FIT STARs sind

wie das dritte Restaurant mit gutem

Service, freundlichen Mitarbeitern und

einer TOP-Ausstattung zu einem günstigen

Preis, der den Geldbeutel nicht

belastet.“

Die Zielgruppe „FRAUEN“ wird im FIT

STAR großgeschrieben. „Wir haben

festgestellt, dass insbesondere jüngere

Frauen und Fitnessanfängerinnen gerne

erst einmal ‚unter Ausschluss der

Öffentlichkeit‘ trainieren. Aus diesem

Grund gibt es einen ‚Ladies-Only-Be-

„Wohlfühlatmosphäre genießen“

Auch die Trainingshäufigkeit scheint im

FIT STAR etwas anders zu sein als in

herkömmlichen Studios. Martin Egger

erzählt hierzu: „Viele Gäste kommen zu

uns, beginnen mit einmal Training pro

Woche. Wir wissen, dass etwas mehr

Training besser wäre. Wir wissen aber

auch, dass unsere Gäste die Wohlfühlatmosphäre

genießen und nach einiger

Zeit viel häufiger kommen. Wenn dann

auch die Ziele wie Abnehmen, ‚keine

Wir bewegen Sie!

Fitness

17, 80


80

im Monat*

Rückenschmerzen mehr‘ und eine bessere

Figur erreicht werden, dann haben

wir zufriedene Gäste, die uns auch

gerne weiterempfehlen. Training unter

Freunden ist dann nicht nur ein Spruch,

sondern bei uns Realität.“

Nicht selbstverständlich ist es auch,

ein Studio in Bozen 24 Stunden am

Tag und 365 Tage im Jahr geöffnet

zu haben. Martin Egger kommentiert:

„Einige Mitglieder nutzen dies. Gerade,

wer z. B. Schicht arbeitet oder im

Management nach 22.00 Uhr aus dem

Büro kommt, findet bei uns seine Oase.

Frühaufsteher sind im FIT STAR klar

im Vorteil. Selbstverständlich sind unsere

Öffnungszeiten zwar nicht, aber

wenn unsere Gäste gerne in der Nacht

trainieren wollen – und sei es nur zweimal

im Jahr – dann bieten wir diese

Möglichkeit. Wir haben dabei schon

wieder eines unserer Ziele erreicht:

Wir haben die Erwartung unserer Gäste

übertroffen!“

- Gesunder Rücken

- Wohlfühlen

- Abnehmen

- Cardio-Kino

- Separater Ladies-Only-Bereich

- Top Ausstattung auf 2000 m 2

- über 150 modernste

Ausdauer- und Kraftgeräte

- über 100 Parkplätze vorhanden

www.fit-star.it

FIT STAR Italia GmbH

Pacinottistraße 4 . 39100 Bozen

Tel. 0471 508750 . bolzano1@fit-star.it

* 17,80 Euro monatlich bei Abschluss einer 24-Monats-Mitgliedschaft

21,80 Euro monatlich bei Abschluss einer 12-Monats-Mitgliedschaft

jeweils zzgl. 28,90 Euro einmaliger Startgebühr

38

03/2010

+ Best Price Fitness + Tägl. 24 Std. geöffnet + Best Price Fitness + Tägl. 24 Std. geöffnet +


PAGINIERUNG

SERVICE

Physiotherm: Die Erfolgsgeschichte

Luis Schwarzenberger, Erfinder

von „Physiotherm“: „Die Natur

garantiert mir Echtheit. Sie zu genießen,

bedeutet für mich wahre

Freude am Leben. Und genau

jenes stellt oft harte Prüfungen,

die einen prägen.

Deshalb weiß ich heute eines mit

Gewissheit: Nichts passiert ohne

Grund, alles hat seinen Sinn. Mein

schwerer Skiunfall führte mich zu

meiner wirklichen Berufung – Happy

End inklusive.“

Die Geschichte von Luis Schwarzenberger

klingt unglaublich und ist gerade

deshalb wichtig für viele Betroffene.

„Als geübter Skifahrer ahnte ich keine

Sekunde, dass diese eine Abfahrt

Die Physioterm-Infrarotkabinen im

Verkaufsraum in Lana

Die Lebenserwartungen steigen

und der Altersdurchschnitt der

Bevölkerung wächst. Dies ist

nicht zuletzt einer der Gründe,

weshalb das Gesundheitswesen

sowie Kranken- und

Altenbetreuung auch in Zukunft

einen hohen Stellenwert in der

Gesellschaft einnehmen werden.

Eine Berufsausbildung im Gesundheitswesen

ist deshalb eine Entscheidung

für die Zukunft.

Die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe

„Claudiana“ bietet den Studierenden

eine profunde, dreijährige

Universitätsausbildung in sämtlichen

Gesundheitsberufen, das heißt in der

Krankenpflege und in den Berufen der

Berufe mit Zukunft

Rehabilitation, Prävention und Gesundheitsförderung

sowie medizinischtechnische

Berufe an. Nicht alle Studiengänge

starten jährlich. „Während die

Ausbildung für Krankenpflege und Physiotherapeuten

jeden Oktober beginnt,

wird anhand einer Bedarfserhebung

des Landes über den Start der weiteren

Studiengänge entschieden“, erklärt Direktor

Guido Bocchio. In diesem Jahr

sind die Studiengänge „Physiotherapie“,

„Krankenpflege“, „Logopädie“, „Medizinisch-technischer

Radiologieassistent“,

„Dentalhygiene“ und erstmals „Podologie“

vorgesehen. Maximal 20 Studenten

werden pro Studiengang aufgrund eines

Auswahlverfahrens zugelassen, ausgenommen

die Krankenpflege, wo 150

Plätze zur Verfügung stehen.

Was ist Podologie?

Der Podologe beschäftigt

sich mit der Vorbeugung

und Behandlung

von Krankheiten

des Fußes. Er führt

klinische Untersuchungen

des Fußes durch

und behandelt Risikogruppen,

wie Diabetes-

Guido Bocchio

Erkrankte. Der Podologe spielt auch

bei der Vorbeuge und Gesundheitserziehung

eine wichtige Rolle.

Einschreibungen ab dem 26. Juli 2010

Voraussetzung für die Einschreibung sind

der Matura-Abschluss und gute Kenntnisse

der deutschen und italienischen

Sprache, da die Lehrveranstaltungen in

einer der beiden Landessprachen abgehalten

werden. Die jeweiligen Prüfungen

erfolgen in der offiziellen Unterrichtssprache

der Lehrveranstaltung. Die dient

vor allem einer perfekten Zweisprachigkeit

im zukünftigen Beruf. Die Einschreibung

muss bis zum 25. August erfolgen.

Der Sprachtest wird Anfang September

durchgeführt. Neben den Laureatsstudiengängen

für die Grundausbildung (Bachelor)

bietet die „Claudiana“ universitäre

Masterstudiengänge sowie ein breites

Band an Weiterbildungen an.

Weitere Informationen unter

www.claudiana.bz.it

Luis Schwarzenberger

über verschneite Hänge mein Leben in

schicksalhafter Weise für immer verändern

würde – aber genauso kam es.

In Sekundenschnelle fand ich mich vier

Meter in der Tiefe liegend wieder, und

wie sich später herausstellte, erlitt ich

einen doppelten Wirbelbruch. Ich hatte

großes Glück, nicht sofort querschnittsgelähmt

gewesen zu sein. Eine risikoreiche

Operation, bei der ich mit hoher

Wahrscheinlichkeit für immer meine Bewegungsfreiheit

verlieren könnte, schien

unumgänglich – für mich als begeisterter

Sportler und Naturliebhaber natürlich

undenkbar. Damit würde ich gleichzeitig

jegliche Lebensfreude verlieren.

Hilfe über Alternativmedizin

Ich suchte nach einem anderen Ausweg

und fand diesen mit Hilfe eines befreundeten

Alternativmediziners und der

Tiefenwärmebehandlung mit Infrarotstrahlung.

Umgehend fertigte ich eine

Holzkonstruktion, an der mehrere Infrarotstrahler

Platz fanden, legte mich

täglich mehrere Stunden darunter und

schaffte damit das schier Unmögliche:

Nach drei Wochen war ich wieder auf

den Beinen! Was war passiert? Durch

die intensive und wohltuende Tiefenwärme

aktivierte ich ungeahnte Selbstheilungskräfte

und meine Schmerzen,

Blutergüsse und die hartnäckigen Verspannungen

gehörten bald der Vergangenheit

an. Eine Entdeckung, die für

mich geradezu „überlebenswichtig“

war! Diese Erfahrung wollte ich auch

an andere Menschen weitergeben und

somit allen zur Verfügung stellen. 1995

entwarf ich dann gemeinsam mit einem

Infrarotwissenschaftler die erste kommerziell

nutzbare Kabine.“

Sieben Gründe für das Wohlbefinden

Die „Physiotherm“-Niedertemperatur-

Infrarottechnik kann das Herzkreislaufsystem

trainieren, die Entgiftung

und Entschlackung fördern, chronische

Schmerzen dämpfen, die Winterdepression

mildern, eine geplante

Gewichtsabnahme und das Immunsystem

unterstützen. Bestätigt wurde dies

durch eine randomisierte, kontrollierte,

einfachblinde, klinische Studie mit

18 gesunden Probanden. Erste Ergebnisse

dieser Studie wurden durch die

Verantwortlichen – Professor Dr. med.

Die zwei Geschäftsführer (von links): Josef Unterholzner von

Autotest und Josef Gunsch von Physiotherm

R. Saller, Universitätsspital Zürich, Dr.

M. Schmolz, Reutlingen, Dr. O. Pecher,

München und Dr. R. Kleef, Wien – im

Dezember 2005 in Wien erstmals der

Öffentlichkeit vorgestellt. Diese aufwändige

Studie lieferte die Grundlage

für die geplanten Forschungen. Neben

der Weiterentwicklung der Niedertemperatur-Infrarottechnik

soll deren

Nutzen zur Behandlung definierter

Erkrankungen nach medizinisch wissenschaftlichen

Kriterien untersucht

werden. Dazu etablierte das Unternehmen

2006 zwei eigenständig arbeitende

Abteilungen, die sich ausschließlich

diesen Aufgaben widmen: Forschung

& Entwicklung sowie Medizinische

Wissenschaften.

INFO

Vertrieb: Autotest AG

Industriestr. 1/5 - 39011 Lana

Tel. 0473 564124 – Fax 0473 550319

www.autotest.it – info@autotest.it

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03/2010 41


PAGINIERUNG

AKTUELL

Wie aktiv sind unsere Kinder?

Wir leben im Wohlstand und machen

es uns bequem, so gut es

geht. Nicht nur die Erwachsenen,

nein auch unsere Kleinen. Sie

werden umsorgt und behütet,

Gefahren vermieden. Nur keinen

Schritt zu viel!

Wer erinnert sich nicht zurück?

Der gemeinsame Schulweg mit

den Freunden war immer unterhaltsam.

Früh wurden Neuigkeiten ausgetauscht,

nach der Schule das Programm

des Nachmittags festgelegt.

Heute ist das oft anders: Mama und

Papa stehen immer bereit, spielen

Begleiter, Helfer und Chauffeur. Dies

steht im krassen Gegensatz zu vielen

Maßnahmen der Gemeinden und des

Landes, die die Heranwachsenden zur

Selbständigkeit erziehen sollen.

Jeder Schüler fährt in Südtirol gratis

mit Bus oder Bahn. Das Land gibt dafür

jährlich Millionenbeträge aus. Dann

fragt man sich doch: Wieso sind am

Morgen die Straßen vor den Schulen

von Autos komplett blockiert? Warum

stehen die Schülerlotsen auf der Straße,

wenn der Nachwuchs doch die 500

Meter bis zur Schule gefahren wird?

Nur Bequemlichkeit? Trauen die Eltern

ihren Kindern nicht mehr zu, alleine auf

die Straße zu gehen?

Zu Fuß mit dem Opa in die Schule

In allen Südtiroler Gemeinden stehen

die Senioren an den wichtigsten

Verkehrspunkten. In Bozen bietet die

Stadtpolizei den Eltern noch mehr Service

an: Die Kinder werden von den Lotsen

bis in die Schule und nach Schulschluss

wieder nach Hause begleitet.

Sechs Gruppen gibt es aktuell. Besteht

Nachfrage, kann

der Service erweitert

werden. „Vor

allem in den neuen

Wohnvierteln wird

das Angebot sehr

gut angenommen.

Zu Fuß oder mit

dem Bus begleiten

die Senioren die

Nives Fedel

Kinder zur Schule.

Rund 20 Kinder,

die meisten von außerhalb, treffen sich

am Morgen in der Reschenstraße und

gehen in zwei Gruppen gemeinsam

zur Schule. Eine weitere Gruppe bringt

Kinder vom Siegesplatz in die Quireiner

Grundschule und zur Dante-Schule

in der Sparkassenstraße. „Insgesamt

gibt es in Bozen 99 Schülerlotsen. Alle

Kinder der dritten Volksschulklasse

erhalten im Verkehrsunterricht eine

Broschüre, in der auch eingezeichnet

ist, wo die Lotsen stehen und wie der

sicherste Schulweg zu wählen ist“, betont

Nives Fedel.

Kinder können zu Fuß oder mit dem Rad

allein diese Aufgabe bewältigen, sie müssen

nur darauf vorbereitet werden. Die

Statistik verzeichnet für die vergangenen

sieben Jahre ganze zwei leichte Unfälle

auf dem Schulweg.

Schulsport, wie gut ist er wirklich?

Für die Kinder der schönste Tag der Woche:

Es gab Sportunterricht! Nur wieder

viel zu kurz! Die Unterrichtsdauer ist gesetzlich

vorgeschrieben. Zwei Stunden

für die ersten drei Klassen der Grundschule

sowie für die Mittel- und Oberschüler.

Für die Viert- und Fünftklässler

der Grundschule reicht eine Stunde aus,

meint das Gesetz. „Durch die Schulautonomie

liegt es allerdings im Ermessen der

Schulen selbst, mehr anzubieten“, betont

Edi von Grebmer, Verantwortlicher für

Schulsport im deutschen Schulamt.

Die Ende März erschienene Studie aller

drei Schulämter beweist, dass vor allem

der Sportunterricht in den Mittel- und

Oberschulen von hohem Niveau ist. Die

Professionalität der Sportlehrer sowie

die zur Verfügung stehenden Anlagen

werden als sehr gut eingeschätzt. Befragt

wurden Personen aus zehn Zielgruppen,

darunter

Schüler, Lehrer,

Eltern, Kollegen

und Führungskräfte.

Einzig in den

Grundschulen wird

das Niveau allgemein

als zu niedrig

bewertet. „Diese

Edi von Grebmer

Defizite sind in der

Ausbildung der

Grundschullehrer begründet. Sport ist

zu wenig vertreten, eine Spezialisierung

wäre dringend nötig. Dies betonen die

Lehrer auch selbst“, erklärt Edi von

Grebmer.

Intensive Wettkampftätigkeit und

Kooperation mit den Vereinen

Lachen ist die beste Medizin

Rund 600 Sportvereine gibt es in Südtirol.

Ein Budget von rund 300.000

Euro stellt das Land für das große

Schulsport-Wettkampfprogramm zur

Verfügung. Rund 70 Veranstaltungen

weist der Kalender auf. Insgesamt

nehmen an den Veranstaltungen rund

15.000 Schüler teil. Die Initiative hat

sich bewährt. Einzigartig ist dabei,

dass das deutsche, ladinische und italienische

Schulamt zusammenarbeiten.

Im Sport trennt die Jugend keine

Sprache mehr, nur Leistung zählt. Die

intensive Förderung beginnt bei den

Schulmeisterschaften und führt über

die Landesmeisterschaften zum italienweiten

Vergleich. Selbst Teilnahmen

an Weltmeisterschaften sind keine

Seltenheit mehr. Eine Mannschaft der

Gewerbeoberschule nahm an der Badminton-WM

in Bulgarien teil, eine weitere

Schulmannschaft war in Portugal

bei der Handball-WM vertreten.

Eine kleine Schattenseite haben diese

Aktivitäten allerdings oft für den

Schulsportbetrieb. Die Mannschaften

und Sportler müssen während der

Wettkämpfe betreut werden, meistens

von den Sportlehrern. „Dies führt nicht

selten zu Ausfällen im Unterricht, die

allerdings durch eine gute Organisation

sicher vermieden werden könnten“,

unterstreicht von Grebmer.

Sport ist Prävention

Bewegung und Sport haben auch in der

Freizeit der Kinder und Jugendlichen

einen hohen Stellenwert. Von den Schulen

werden dabei auch Initiativen angeboten,

die gemeinsam mit dem Gesundheitsassessorat

angeboten werden.

„Erlebniswelt Sport“ hieß es in den

vergangenen Wochen auf den Bozner

Talferwiesen, auf dem Sportgelände in

Brixen und im Oberschulzentrum Mals.

Über 3000 Schüler nahmen an den

Veranstaltungen teil. Das Ziel war, den

Kindern und Jugendlichen den Zugang

zu sportlichen Aktivitäten ermöglichen.

Nicht der Wettkampf, sondern der Spaß

an der Bewegung stand im Mittelpunkt.

Solche Aktionen fördern Teamgeist,

Solidarität und Selbstvertrauen bei

den Kindern. Projektträger waren neben

dem Forum Prävention die drei

Schulämter, Südtiroler Sportvereine,

Oberschulen, der AVS, der VKE, CONI,

die Sporthilfe und das Amt für Sport

des Landes.

Die beste Medizin ist das Lachen.

Seit 1988 bringen die zehn

Clowns von „Medicus Comicus“

in Südtirols Krankenhäusern

kranke Kinder zum Lachen und

tragen so zu einer schnelleren

Genesung bei.

Ein Krankenhausaufenthalt bedeutet

für das Kind und seine Angehörigen

das Herausgerissen-Werden

aus seiner gewohnten Umgebung, viel

Aufregung und Sorgen. Durch kleine

Momente des Lachens bringt der

Clown als Freund der Kinder ein wenig

Leichtigkeit in den Schmerz, den

die Krankheit mit sich bringt.

Seine „Medizin“ ist Heiterkeit zu verbreiten,

die Kinder zum Spielen und

zum Träumen zu animieren, zu zaubern,

Geschichten zu erzählen, für

wenige Minuten Trübsal, Schmerz und

Heimweh vergessen zu lassen.

Seine „Gehilfen“ sind Handpuppen,

Marionetten, Jonglier- und Zaubermaterial,

Schminkpaletten, Musikinstrumente

und kleine Geschenke, aber

vor allem lustige Arztinstrumente (wie

Stethoskop, Fiebermesser, Spritzen,

buntes Verbandsmaterial usw.), um

den Kindern im spielerischen Umgang

mit diesen Mitteln die Angst und Bedrohlichkeit

des Krankenhausmilieus

zu nehmen. In den Kinderstationen

der Südtiroler Krankenhäuser sind die

Clowns inzwischen sehr gefragt. Sporadisch

sind sie aber auch in Seniorenheimen

zu Gast, wo sie ebenfalls auf große

Zustimmung stoßen.

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PAGINIERUNG

SERVICE

Eggental: „Gesundheit hoch drei“

Ein Gesundheitsprojekt der besonderen

Art starteten Anfang

März die drei Gemeinden Karneid,

Welschnofen und Deutschnofen.

Über ein Jahr lang erfreuen

rund 40 Veranstaltungen mit

internationalen und nationalen

Top-Referenten zum Thema

Gesundheit.

Der Startschuss der Veranstaltungsreihe

„Gesundheit hoch

drei“ fiel im Rahmen einer großen

Auftaktveranstaltung am 6. März

in der HOLTEG-Halle in Untergummer/Eggental.

Nach der Begrüßung

und Programmvorstellung diskutiert

Stargast Vera Russwurm spannende

gesundheitliche Themen mit prominenten

Persönlichkeiten wie Landeshauptmann

Luis Durnwalder, Gesundheitslandesrat

Richard Theiner,

mit dem Professor für klinische Psychologie

und Paranormologie Andreas

Resch, dem Arzt und Ernährungsberater

Christian Thuile, der Sportlerin

Denise Karbon und Kastelruther

Spatz Norbert Rier.

„Die Gesundheit ist zwar nicht alles,

aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

Eine im Herbst entwickelte Idee hat

sogleich Feuer unter zahlreichen Akteuren

entfacht und eine beispielhafte

Bewegung in Gang gesetzt. Dank

der vielen fleißigen Ideengeber und

Experten hat sich daraus ein wahrer

Strauß an tollen Veranstaltungen

und Initiativen zum Thema „Gesundheit“

entwickelt: Kurse, Seminare

sowie Vorträge unter der Mitgestaltung

von internationalen und nationalen

Top-Referenten werden von

März 2010 bis April 2011 in den

Gemeinden Karneid, Welschnofen

und Deutschnofen präsentiert. Die

Themen der Referate und Seminare

gehen quer durch alle Bevölkerungsschichten

und Altersgruppen. Der

Gedanke, die Gesundheit zu erhalten,

um erst gar nicht krank zu werden,

steht stets im Mittelpunkt. Dieses

Leitmotiv der Vorsorge setzt sich wie

Die drei Bürgermeister v.l. Elmar Pattis, Albin Kofler und Bernhard Daum

wachsen zu sein“, betont der Initiator

Bürgermeister Albin Kofler von der

Gemeinde Karneid.

Internationale Top-Referenten

Die unglaubliche Vielfalt der Veranstaltungen

von „Gesundheit hoch 3“ bringt

für jeden etwas, Bausteine zum persönlichen

Wohlbefinden wie beispielsweise

Yoga und Tanzkurs, Seminar zum Lüscher-Test

mit Psychologe Oskar Ausserer,

ein gesunder Kochkurs, Kräuterwanderung,

Rückenschule und Massage.

„Kneippen und Barfußwandern“ so

das Thema einer Veranstaltung, welche

das gesunde natürliche Behandlungsverfahren

als Ganzheitstherapie für jedes

Alter beinhaltet. Als Top-Referenten

konnten unter anderem Robert Palfrader

(„Wir sind Kaiser“), der Wasserfor-

ein roter Faden durch alle Veranstaltungen.

„Gerade in der heutigen

leistungsbetonten Welt ist eine stabile

Gesundheit die Voraussetzung dafür,

den täglichen Herausforderungen gescher

Roland Plocher, der Psychologe

Oskar Ausserer, der Ernährungs- und

Komplementärmediziner Christian

Thuile, der Kardiologe Walter Pitscheider,

der Psychiater Roger Pycha und Pater

Andreas Resch gewonnen werden.

Weiterführende Informationen zu

den Veranstaltungen finden Sie unter

www.gemeinde.karneid.bz.it. Tipp:

Den Veranstaltungsführer „Gesundheit

hoch 3“ finden Sie auf dieser

Website zum Download!

Top-Referenten zu Top-Gesundheitsthemen

– Auszug aus dem

vielfältigen Programm im

Gesundheitsjahr

22.08.2010 Großer Stafettenlauf

der drei Gemeinden

Karneid, Welschnofen und

Deutschnofen

01.09.2010 „Wasserverkostung und das

Thema Wasser“ mit Roland

Plocher

18.09.2010 „Lachen ist die beste Medizin“

mit Robert Palfrader (bekannt

aus der Sendung „Wir

sind Kaiser“)

16.02.2011 „Kann ein Herzinfarkt verhindert

werden?“ mit Prof. Dr.

Walter Pitscheider

26.02.2011 „Megatrend Gesundheit“ –

hochkarätige Diskussionsrunde

in der Sternwarte

Gummer mit Pater Andreas

Resch, Leopold Saltuari,

Georg Kofler, Gerhard Brandstätter

und Richard Theiner

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PAGINIERUNG

die im Kühlschrank

aufbewahrt werden,

gehören in die dafür

vorgesehenen Fächer.

Farbe, Aroma und Inhaltsstoffe

schützt man am besten

durch eine rasche Vor- und Zubereitung. Zerkleinertes

oder ausgepresstes Obst bzw. Gemüse soll man möglichst

rasch essen; Salat und Gemüse besser nicht zu lange im

Wasser liegen lassen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe

erhalten bleiben. Gemüse bitte nicht „zu Tode“ kochen,

Geschmack und Qualität der Lebensmittel bleiben durch

schonendes Dämpfen und Dünsten bewahrt.

Trinken ist lebensnotwendig

Gesunde Ernährung hält fit

Eine gesunde Ernährung

bestimmt maßgeblich die

Gesundheit eines jeden Einzelnen

und muss daher ein Anliegen aller

sein. Gesundes Essen beginnt

schon beim Einkaufen.

Eigentlich ist gesund essen gar nicht

so schwer. Man muss nur ein paar

Grundregeln beachten. Genuss und

Gesundheit sind kein Widerspruch,

beides ist möglich. Gesundes Essen

beginnt aber schon beim Einkauf. Wir

sollten uns stets überlegen: Wo kommen

die Lebensmittel her, wie wurden

sie angebaut, geerntet und gelagert?

Berücksichtigt werden sollte bei der

Auswahl der Lebensmittel auch, ob es

wirklich Orangen im Juli und Erdbeeren

im Jänner sein müssen.

Genuss und Qualität

Qualität ist die Voraussetzung für ein

genussvolles und gesundes Essen. Dabei

sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:

die ökologische Qualität eines

Lebensmittels (seine umwelt- und

artgerechte Herkunft, seine möglichst

geringe und natürliche Verarbeitung),

die Regionalität eines Lebensmittels (traditionelle

Herstellungsverfahren und lokale

Wirtschaftskreisläufe), die Frische

der Lebensmittel durch Saisonalität und

kurze Transportwege sowie die ethische

Dimension der Lebensmittel durch fairen

Handel und Respekt vor den Schätzen

der Natur. Das „Bio-Kistl“ z.B. liefert Obst

und Gemüse der Saison direkt ins Haus.

Vielfalt beim Essen

Wer sich gesund ernähren will, der

sollte von allen Grundnahrungsmitteln

etwas essen. Nur so bekommt der

Körper alles, was er braucht. Über das

Essen wird unser Organismus mit den

notwendigen Nährstoffen versorgt:

Wasser, Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße,

Vitamine, Mineral- und sekundäre

Pflanzenstoffe. In den Lebensmitteln

sind diese Nährstoffe unterschiedlich

verteilt. Manche, wie etwa Süßwaren,

enthalten zwar viel Energie, aber nur

wenige oder gar keine wertvollen Inhaltsstoffe.

Lebensmittel mit einem hohen

Gehalt an gesundheitsfördernden

Inhaltsstoffen (Vollkornprodukte und

Gemüse) besitzen eine hohe Dichte an

Nährstoffen und sind deshalb empfehlenswert.

Das Körpergewicht

ist ein

einfacher Indikator

dafür, ob die

zugeführte Energiemenge

stimmt. Bleibt

das Körpergewicht

stabil, entspricht die

aufgenommene Energie

der verbrauchten. Wie viel Energie

verbraucht wird, ist von Mensch

zu Mensch unterschiedlich und hängt

stark vom Lebensstil ab. Starkes Unter-

oder Übergewicht vergrößert die

Wahrscheinlichkeit krank zu werden,

weshalb Fettleibige oder stark Untergewichtige

professionelle Hilfe in Anspruch

nehmen sollten.

Richtige Lagerung wichtig

Beim Einkauf der Lebensmittel sollte

man auf kurze Transportwege und

einen schonenden Umgang mit den

Umweltressourcen beim Anbau und

in der Tierhaltung, der Produktion,

der Verpackung, beim Transport

und der Entsorgung achten. Zu

Hause hängt es von der richtigen

Lagerung ab, wie lange die

Lebensmittel frisch bleiben.

Grundsätzlich sollen die

Produkte kühl, dunkel und

verschlossen gelagert

werden. Lebensmittel,

Der Körper braucht reichlich Flüssigkeit. Ärzte weisen

immer wieder darauf hin, dass man täglich bis zu

zwei Liter Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees,

grünen Tee sowie stark verdünnte, ungezuckerte

Frucht- und Gemüsesäfte trinken soll. Und zwar, bevor

der Durst kommt. Für eine optimale geistige Leistungsfähigkeit

ist eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr wichtig.

Am besten beginnt man schon am Vormittag, indem

man sich eine Flasche Wasser oder eine Kanne Tee an

den Arbeitsplatz stellt. Als Durstlöscher ungeeignet sind

Getränke mit einem hohen Zuckergehalt bzw. Getränke,

die Koffein, Aroma- und Farbstoffe oder zugesetzte Vitamine

enthalten. Gemüse und Obst tragen ebenfalls zum

Flüssigkeitshaushalt bei. Alkoholische Getränke hingegen

sind Genussmittel, die dem Körper lebenswichtige

Nährstoffe entziehen. Sie tragen nicht zur Flüssigkeitsaufnahme

bei. Milch oder Kakao sind Nahrungsmittel

und keine Getränke.

Kräuter und Gewürze

Kräuter und Gewürze enthalten Vitamine, Mineralstoffe

und viele andere gesundheitsfördernde Stoffe. Frische

Kräuter und Gewürze regen zudem die Verdauung an

und ihr Geruch hebt die Stimmung. Salz sollte man nur

sehr sparsam verwenden und wenn, dann am besten jodiertes

Speisesalz.

Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln sind stärkereiche,

gut sättigende Lebensmittel, die Heißhungerattacken

verhindern. Die Ballaststoffe in Vollkornprodukten

fördern bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr die Verdauung,

schützen den Darm und wirken sich günstig auf

den Cholesterinspiegel aus. Getreideprodukte enthalten

außerdem Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe, wenige,

aber hochwertige Fette und sekundäre Pflanzenstoffe.

Obst und Gemüse versorgen uns reichlich mit Vitaminen,

Mineral-, Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Licht

und eine zu starke bzw. zu lange Hitzeeinwirkung (Auslaugen

beim Kochen) führen zu einem Verlust der

Nährwerte. Obst und Gemüse sollte man möglichst

roh essen und immer frisch verarbeiten. Zur Erhaltung

der geistigen und körperlichen Fitness sollten

pro Tag drei Portionen Gemüse (davon mindestens

eine Portion roh) und zwei Portionen Obst

auf dem Speisezettel stehen.

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SERVICE

SERVICE

Unser täglich Brot …

„Das Brot, das täglich einen wichtigen

Platz in unserer Ernährung

einnimmt, muss natürlich, gesund

und schmackhaft sein!“

Dies hat sich der Bio-Pionier Bäckermeister

Helmuth Profanter bereits

seit nun über 26 Jahren zum Ziel gesetzt.

„Viele glauben, dass Brot noch eines der

natürlichsten Grundnahrungsmittel

ist – weit gefehlt – oft haben chemische

Zusätze, Emulgatoren, Konservierungsmittel,

gehärtete und tierische Fette in

unserem täglich Brot Einzug gehalten.

In der Backstube Profanter werden fast

nur biologische Backwaren hergestellt,

um die Verwendung von Gentechnik und

Pestiziden für unsere Rohstoffe auszuschließen.

Bio bedeutet für uns Kundenund

Umweltschutz“, unterstreicht Helmuth

Profanter. Für ihn ist es neben dem

Gebrauch von natürlichen, hochwertigen

Zutaten eine Voraussetzung, Vollkornmehle

in der betriebseigenen „Original

Osttiroler Steinmühle“ täglich frisch zu

Benjamin und

Helmuth Profanter

vermahlen. Somit garantiert der Bäcker,

dass sich die von der Natur gegebenen Inhaltsstoffe,

wie auch der wertvolle Keimling,

im Brot befinden. Das traditionelle,

handwerklich gefertigte Brot wird in eigens

entwickelten Steinöfen, auf Granit

aus den Schweizer Alpen, gebacken. Naturstein

hat besondere Eigenschaften bei

der Speicherung und Leitung von Wärme.

Dies garantiert Brot und Gebäck mit einzigartigem

Geschmack und aromatischer

Kruste. „Ein Backergebnis wie zu Großvaters

Zeiten“, freut sich Bäckermeister

Helmuth Profanter: „Ihre Gesundheit liegt

uns am Herzen!“

INFO

Backstube Profanter GmbH

Ignaz-Seidner-Str. 28 - 39042 Brixen

Tel. 0472 885 588 - Fax 0472 885 558

info@profanter.it - www.profanter.it

Gesund mit

Schüssler-Salzen

Mit den 12 Schüssler-Salzen original

DHU werden alltägliche

Beschwerden wirksam und ohne

Risiken behandelt.

Mineralsalze sind Bestandteile unserer

Zellen und für ihre Funktion

unentbehrlich. Fehlen sie unserem

Körper, wird das gesundheitliche

Gleichgewicht zerstört und es entstehen

Krankheiten. Nach Dr. Wilhelm

Schüssler kann durch die Zuführung

bestimmter Mineralsalze in stark verdünnter,

also homöopathischer Form,

der Mineralstoffhaushalt der Zellen

reguliert werden – das Gleichgewicht

wird wieder hergestellt und alltägliche

Beschwerden und Krankheiten

sind schnell wieder vergessen.

Dr. Schüssler-Salze müssen homöopathisch

aufbereitet („potenziert“) sein,

um ihre Wirkung entfalten zu können.

Dies ist durch Angabe der Potenz

D6 oder D12 auf der Verpackung

erkennbar.

Die Deutsche Homöopathie-

Union (DHU) stellt die Schüssler-Salze

seit 130 Jahren

nach dem Originalrezept des

Dr. Schüssler her und garantiert

maximale Wirksamkeit

bei optimaler Verträglichkeit.

Die original Dr. Schüssler-Salze

DHU werden ausschließlich

durch „Loacker Remedia“ vertrieben

und sind in jeder Apotheke

erhältlich.

Was Schüssler-Salze sind, wie sie

wirken und bei welchen Beschwerden

sie eingesetzt werden können, erfährt

man auch bei den Informationsveranstaltungen,

welche in Zusammenarbeit

mit der Apotheke organisiert

werden.

INFO

Loacker Remedia

Brennerstr. 16 - 39053 Blumau

Tel. 0471 353 355 - Fax 0471 353 133

info@loacker-remedia.it

www.loackerremedia.it

Trinkwasseraufbereitung mit PWS

In unserer heutigen Zeit ist der

Trinkwasserbedarf enorm gestiegen

und die Verfügbarkeit

von unbelastetem und sauberem

Trinkwasser auf Grund von

Umweltverschmutzungen und

Klimawandel stark rückläufig.

Lösungen für aufgearbeitetes Trinkwasser

gibt es mittlerweile viele, die

Verfahren sind allerdings kosten- und

energieintensiv. Die Anforderungen, die

wir heute an die Trinkwasseraufbereitung

stellen, sind klar definiert:

• Umweltschonend sowie alternative

Verfahrenstechniken

• Entfernung aller Schadstoffe&

„schadhaftem“ Kalk

• Stromfrei & universell einsetzbar

Genießen Sie bestes Trinkwasser aus jeder

Leitung. Gereinigtes, mineralhaltiges

Trinkwasser in absoluter Bergquellqualität.

Frei von Schwermetallen, Uran, Fäkalien,

Chemikalien, Arzneimittelrückständen,

Hormonen, ohne Bakterien, Viren

oder Kleinstlebewesen sowie anorgani-

schen Verunreinigungen. Wasserkisten

schleppen und Tonne von PET- Flaschen

gehören der Vergangenheit an.

Das PWS BASIC System (2,5l/min =

3.600 l/24h) & PWS Premium System

(4,5l/min = 6.480l/24h) bestehend aus

lebensmittelechtem, recyclingfähigem

Polypropylen, säubert nicht nur das

Wasser, sondern sorgt mittels speziellem

Verfahren für ein ursprüngliches

Wasser, dem seine natürlichen Informationen

wieder zugeführt wurden.

Diesen Vorgang bezeichnet man als

„Dynamisierung“.

Studien belegen, dass dieser Prozess

eine wesentliche Rolle für jeden Organismus

spielt. Er beeinflusst positiv die

Aufnahme von Nährstoffen und macht

diese bioverfügbar. Das sind revolutionäre

Maßstäbe in der Trinkwasseraufbereitung.

Die PWS Wasserfiltersysteme haben

eine Werksgarantie von 6 Jahren und

sind mit einer Mindestlebensdauer von

25 Jahren eine technologische Innovation

mit Weltpatent.

INFO

JTB International Group

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enthält von natur aus Zucker

Bio Plose

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ECHT, TrEndy, GUT

Bioplose – der gesunde Trin kgenuss

Fruchtsäfte und Nektare aus

100 % biologischen Zutaten liegen

voll im Trend. Mit dieser neuen

Produktpalette erschließt die

Plose Quelle AG ein viel versprechendes

Marktsegment mit großem

Wachstumspotenzial.

Erst seit Dezember ist die neue Linie

der BIOPLOSE-Fruchtsäfte im heimischen

Handel erhältlich und verzeichnet

bereits eine rege Nachfrage.

Die Konsumenten sind nicht nur vom

fruchtig-frischen Geschmack begeistert,

es überzeugen vor allem auch die

wertvollen Inhaltsstoffe: Die Säfte und

Nektare sind zu hundert Prozent aus

Biofrüchten hergestellt, ohne jeglichen

Zusatz von Zucker. Dabei werden ausschließlich

Früchte aus biologischem

Anbau verwendet – das bedeutet: Sie

sind gentechnikfrei, es dürfen keine

Düngemittel chemischer Herkunft

für die Aufbereitung des Ackerbodens

verwendet werden und die Ernte muss

den natürlichen Zyklus sowie die saisonbedingte

Reifung berücksichtigen.

Biologischer Anbau bedeutet aber auch

Herstellung von Produkten im Einklang

mit der Natur und eine verantwortungsvolle

Nutzung von natürlichen Ressourcen.

Die Verarbeitung der BIOPLOSE-

Fruchtsäfte wird in einem zertifizierten

BIOLAND-Bauernhof vorgenommen, so

dass die hohe Qualität der Früchte und

dessen Nährwerte gewährleistet sind.

BIOPLOSE enthält von Natur aus Zucker,

der in den Früchten enthalten ist

und wird in acht verschiedenen Geschmacksrichtungen

angeboten: Birne,

Pfirsich, Aprikose, Orange-Karotte,

Ananas, Apfel, Orange und Grapefruit.

Diese Produktpalette ist ideal für gesundheitsbewusste

Menschen, die auf

ihr Wohlbefinden achten und Wert auf

belastungsfreie Ernährung legen.

Reinstes Wasser Europas

Die BIOPLOSE-Fruchtsäfte sind eine gesunde

Ergänzung zum „Plose Mineralwasser“,

dessen Quellen an der Südostflanke

des Plose-Berges am Rande des

Naturparks Puez-Geisler im Herzen der

Südtiroler Hochalpen entspringen. Die

unberührte Natur und die herrliche Bergwelt

des Weltnaturerbes der Dolomiten zeugen von ursprünglicher

Reinheit und Originalität des gesamten hochalpinen

Einzugsgebietes. Die besondere geologische und geophysische

Eigenschaft des Bodens und des Gesteins charakterisieren

das Plosewasser zu einem der absolut weichsten und reinsten

Wässern Europas, geeignet für den täglichen Genuss und ideal

für jedes Alter. Das „Plose Wasser“ ist das am niedrigsten mineralisierte

und somit das leichteste Mineralwasser Südtirols.

In einer Höhe von 1870 Metern tritt es aus dem Quarzphyllit

als absolut reines Wasser zu Tage und die Temperatur des

Quellwassers liegt das ganze Jahr hindurch konstant bei 5,5°

Celsius. Dies zeugt von einem langen unterirdischen Wasserlauf,

der sich in großer Tiefe befindet und somit völlig von Umwelteinflüssen

geschützt ist. Diese Voraussetzungen garantieren

umgehend die Reinheit und Qualität des Wassers.

INFO

Plose Quelle AG

Julius-Durst-Str. 12 -39042 Brixen

Tel. 0472 836 461 – Fax 0472 801 170

info@acquaplose.it – www.acquaplose.it

oHnE ZUCkErZUsaTZ

Bio Plose: a PUrE drInk EXPErIEnCE!

BIOPLOSE wird aus 100% biologischen Zutaten hergestellt. Die

Früchte werden mit Rücksicht auf den natürlichen Reifeprozess

geerntet und sind gentechnikfrei. Die BIOPLOSE Fruchtsäfte

werden unter Einhaltung der Bioland-Richtlinien zubereitet und

sind in den Geschmacksrichtungen Birne, Pfirsich, Ananas,

Orange-Karotte, Apfel, Aprikose, Orange und Grapefruit erhältlich.

50

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PAGINIERUNG

SERVICE

Eine neue Herausforderung

Großes Fest beim „Franziskaner Bäck“

Auch für die Genossenschaft der Handwerkerzone

Kardaun war das neue Mitglied

ein Glücksfall. Dazu Bürgermeister

Albin Kofler: „Uns war gerade eine

große Firma weggefallen und mit der

großen Bäckerei wurde nicht nur eine

Lücke geschlossen, sondern wir haben

einen äußerst seriösen und wirtschaftlich

starken Partner gefunden.“ Für das

neue Mitglied war es dann eine relativ

kurze Abwicklung. Walter Baumgartner

von den Kaufleuten hat damals die Verbindung

hergestellt und der zuständige

Landesrat Werner Frick die ganze Angelegenheit

in Sachen Übersiedlung unterstützt.

Bei der Eröffnung bedauerte

dann auch der Bozner Vizebürgermeister

Oswald Ellecosta, dass es nicht gelungen

war einen guten Betrieb in der

Stadt zu halten.

Das Wochenende der Umstellung

Vom 15. auf 16. Mai 2009 wurde der

Betrieb von den alten drei Backstuben

auf die neue in Kardaun umgestellt.

„Es hat wunderbar funktioniert. Es gab

keine Verzögerungen. Die Kunden haben

nichts gemerkt – außer, dass die

Qualität noch besser geworden ist“,

freut sich Juniorchef Jürgen Pfitscher,

der an vorderster Front die neue Anlage

koordiniert hat, wie Vater Heinrich

stolz betont. Genau so stolz ist er aber

auch auf die Tochter Judith, die im Betrieb

mitarbeitet und natürlich auch auf

seine Frau. „Ohne meine Hedwig hätte

es diese Entwicklung in den 36 Jahren

sicher nicht gegeben …“ Auch die gesamte

Belegschaft, mittlerweile 65 an

Vor 36 Jahre hat es in der

Franziskanergasse in Bozen in einer

Backstube begonnen. Aus der

einen Backstube wurden drei, es

wurden acht Brotgeschäfte eröffnet

und nach der Übersiedlung

2009 wurde jetzt die große, neue

Backstube im Gewerbegebiet in

Kardaun eingeweiht.

Schon seit Mitte vergangenen Jahres

ist die Anlage in Kardaun in

Betrieb. Bis 2009 gab es aus Platzmangel

in der Bozner Innenstadt drei

verschiedene Backstuben. „Das waren

von der Produktion her, aber auch

was die Logistik betrifft, schwierige

Bedingungen“, erinnert sich Heinrich

Pfitscher. „Es gab kaum Chancen für

Neuerungen, für neue Maschinen und

Backöfen und das Vorbereiten für die

täglichen Auslieferungen war eher

umständlich.“ Das ist jedoch Vergangenheit.

Heute steht eine Gesamtfläche

von 3100 m² auf einer Ebene mit

den dazu gehörenden Laderampen

zur Verfügung.

Schon seit über zehn Jahren ist Heinrich

Pfitscher auf der Suche nach einem

neuen Produktionsstandort. Allerdings

ist eine Bäckerei nicht zu vergleichen

mit einem beliebigen Produktionsunternehmen.

Warum die Übersiedlung nach Kardaun?

Für den Bäckermeister Heinrich Pfitscher

stand etwas ganz oben in den

Standortbedingungen: die Qualität des

Wassers. „In Bozen-Süd hätte es Möglichkeiten

gegeben, aber das Wasser in

dieser Zone war für die sprichwörtliche

‚Franziskaner-Qualität‘ ungeeignet.“

Diese Sturheit (im positiven Sinn) hat

den Betrieb mehr als ein Jahrzehnt lang

in seiner Entwicklung gehemmt. Aber

die Kunden haben es dem „Franziskaner

Bäck“ gedankt, indem immer mehr

sein Brot haben wollten. Acht Brotgeschäfte

gibt es mittlerweile in Bozen!

„Als sich dann 2006 die Gelegenheit bot

nach Kardaun zu gehen, haben wir sofort

zugepackt. Das Wasser in dieser Zone

ist das gleiche wie bisher und damit

war unser Qualitätsanspruch gesichert.

Wir haben uns in der Familie kurz beraten

und die Gelegenheit wahr genommen“,

berichtet Heinrich Pfitscher.

In Südtirols Bilderburg

Schloss Runkelstein

»Guat ,

fürstlich guat«

Die Familie

Pfitscher

Bozen, Tel. 0471 976443

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SERVICE

PAGINIERUNG

der Zahl, wird nicht vergessen. „In den

alten Backstuben, wenn nicht immer

alles optimal war, während der Umstellungsphase

und ganz besonders auch in

der ersten Betriebswoche in Kardaun

haben alle kräftig zugepackt. Das gleiche

gilt für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

in allen Brotgeschäften“,

äußert sich Heinrich Pfitscher sehr lobend

über seine engagierte Belegschaft.

Eine festliche Einweihung

Etwa elf Monate nach Übersiedlung

der Produktion nach Kardaun lud die

Familie Pfitscher zur feierlichen Einweihung

Persönlichkeiten aus Politik

und Wirtschaft, sowie Freunde, Kunden,

Nachbarn und natürlich die Padres

der Franziskaner ein. Wegen der

tragischen Ereignisse um die Vinschgerbahn

waren zwar einige Vertreter

der Politik verhindert, das hatte auf die

festliche Einweihung aber keinen weiteren

Einfluss.

Um 15.30 Uhr begann Heinrich Pfitscher

mit seiner Ansprache und sorgte

für Heiterkeit, als er Pater Willibald als

Chef der Franziskaner Bäckerei bezeichnete

… Vor das Mikrofon traten

auch Elmar Pichler Rolle als Vertreter

der Landespolitiker, der Bürgermeister

Albin Kofler sowie der Bozner Vizebürgermeister

Oswald Ellecosta. Die

Betriebsstätte wurde dann von Pater

Willibald Hopfgartner in Anwesenheit

von über 200 Ehrengästen gesegnet.

Dass es in der Franziskaner Bäckerei

neben den 15 Bäckermeistern auch

acht Konditoren gibt, wurde nach dem

Buffet, spätestens beim umfangreichen

Dessertbuffet, offenkundig.

Brot backen ist immer noch Handwerk

Auch heute noch nach 36 Jahren ist

ein Bäckermeister ein Handwerker

und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Einsatz modernster Technik

und Computersteuerung erleichtert

den Ablauf, ersetzt aber nicht die Kreativität,

wenn es um Brotsorten und

Zutaten geht. Auf diese Tatsache legt

Heinrich Pfitscher ganz besonderen

Wert. Er, der „alte Meister“ ist den

neuesten Technologien sehr aufgeschlossen

– wenn es um Erleichterungen

im Ablauf geht. „Aber die Zutaten

für den Teig werden immer noch manuell

zusammengestellt und genauso

gerührt wie vorher; nur die Maschinen

sind halt viel moderner. Auch die

unterschiedlichen Brotsorten, derzeit

sind es so an die 95, werden den Kundenwünschen

und auch den Jahreszeiten

und Festtagen angepasst.“

Wer also geglaubt hat, dass bei den

neuesten Maschinen vorne die Zutaten

hineingegeben werden und hinten die

Brotsorten herauskommen, der liegt

grundfalsch. Brot backen ist in der

Franzsikaner Bäckerei immer noch

Handwerk!

INFO

Franziskaner Bäckerei

Franziskanergasse 3 - 39100 Bozen

Tel. 0471 976 443

info@franziskanerbaeckerei.it

www.franziskanerbaeckerei.it

Alles Schokolade ...

Qualität kann man messen und

schmecken, auch bei Schokolade.

Ein Liebhaber erkennt eine gute

Schokolade am Duft, Aussehen

und vor allem am Geschmack.

In der Chocolaterie Anton

Oberhöller in Sarnthein entstehen

Schokoladen-Spezialitäten

und Eigenkreationen allerfeinster

Güte.

Bioschokolade erinnert ein wenig

an den Schokoladengeschmack in

Kindertagen – feine Schokolade ohne

viele Zusatzstoffe und Aromen. Auch

heute ist dies möglich, mit Zutaten

aus dem biologischen Anbau. Dies

sind die Basisstoffe, die im traditionellen

Handwerksbetrieb von Anton

Oberhöller zum Einsatz kommen. Nur

ausgewählte Fair Trade-Bioschokolade

und lokale, traditionelle Produkte

– allesamt ebenfalls aus kontrolliert

biologischem Anbau – werden für die

köstlichen Schokoladentafeln und Pralinen

verwendet.

Mit der Tradition verbunden

Die Bioschokolade wird mit verschiedenen

Geschmacksrichtungen verfeinert.

Unter anderem werden getrocknete

Erdbeeren und Äpfel, natürlich aus

biologischem einheimischen Anbau,

verwendet. Eine wahre Spezialität des

Hauses ist feinste Bitterschokolade mit

einem Hauch von Sarner Latschenöl.

Es verleiht der Schokolade einen ungewöhnlich

harmonischen, fein minzigen

und waldfrischen Geschmack. Die Kreation

von Anton Höller wurde im Juni

2009 auf der Mailänder Lebensmittelmesse

„TuttoFood“ ausgezeichnet.

Das Sortiment wird ständig erweitert.

Viele neue Geschmacksrichtungen,

unter anderem Birne, Melisse und Zirbelnuss,

werden ganz sicher ihre Liebhaber

finden. Ab Mai werden traditionelle

Schokoladen in verschiedenen

Geschmacksrichtungen angeboten.

Auch sie werden ausschließlich

aus hochwertigen

Rohstoffen hergestellt, denn

eine hohe Qualität steht im Mittelpunkt

der Handwerkskunst des

Sarner Chocolatiers. Kräuter und

Früchte stammen ausschließlich

aus Südtirol. Sie sind die Grundlage für

den höchsten Genuss.

Die Schokoladenspezialitäten sind in

der hauseigenen Konditorei und in vielen

Südtiroler Biofachgeschäften, Feinkostläden

und Schokoladengeschäften

erhältlich.

INFO

Chocolatier Anton Oberhöller

Runggenerstraße 26 - 39058 Sarnthein

Tel. 0471 622 016 - Fax 0471 622 016

info@antonoberhoeller.it

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PAGINIERUNG

Die neue

Bio-Frischmilch

Mila bringt ab April eine BIO-

Frischmilch auf den Markt und

steigt damit in ein Marktsegment

mit Wachstumsperspektiven ein.

Die neue BIO-Frischmilch von

Mila ist eine köstliche, frische,

pasteurisierte und homogenisierte

Vollmilch aus biologischer

Landwirtschaft.

Für Mila stehen seit jeher der Respekt

und die Liebe für die Heimat,

die Umwelt, die Bauern und deren

Tiere im Vordergrund. Die naturbelassene

Milch von Mila, ausschließlich

von Südtiroler Bergbauernhöfen

mit durchschnittlich

zwölf Kühen pro Stall, wird an

365 Tagen im Jahr gesammelt,

angeliefert und innerhalb von

24 Stunden verarbeitet. Höchste

Qualität im Einklang mit der Natur

wird durch artgerechte Tierhaltung

und biologische Fütterung

gewährleistet. Mit Liebe und

Engagement entsteht eine Milch,

die sich durch absolute Frische

und unverfälschten Geschmack

auszeichnet.

Die Mila BIO-Frischmilch ist in der

Verpackung zu 1000 ml erhältlich.

Die Mila BIO-Frischmilch, produziert

nach strengen Bioland-Richtlinien, entspricht

noch anspruchsvolleren Konsumentenwünschen

und unterstreicht die

Unternehmensphilosophie: Mila – Milch

mit Liebe. Milch aus Südtirol.

Probier auch Du das reichhaltige Milchsortiment

von Mila mit der neuen BIO-

Frischmilch!

INFO

Milkon Südtirol Gen. u. landw. Ges.

Innsbrucker Str. 43 - 39100 Bozen

Tel. 0471 451 111

info@mila.it - www.mila.it

Der „Bio-Beck“ aus Ulten

Das „ULTNER BROT“ ist eine kleine

Südtiroler Erfolgsgeschichte

vom „Dorfbeck“ zum Bio-Bäcker

Südtirols.

Die Bäckerei „beim Eggwirt“ wurde

1919 von Maria Pircher Schwienbacher

eröffnet. Diese wurde ab 1949

von ihrem Sohn weitergeführt, bis

den Betrieb schließlich 1988 Richard

Schwienbacher von seinem Vater

übernahm.

Mit Tradition zum Erfolg

Die Leidenschaft und das Festhalten

an der handwerklichen Tradition,

die Anwendung althergebrachter Rezepturen

und die Verwendung bester

Rohstoffe sowie deren schonungsvolle

Verarbeitung haben diese Bäckerei bis

weit über die Grenzen des Tales hinaus

bekannt gemacht.

Bereits 1982 hat Richard

Schwienbacher eine Steinmühle

in die Backstube

gestellt. Seitdem hat sich die

Bäckerei stetig in diese „gesunde“

Richtung weiterentwickelt. So wird

heute das gesamte Vollkornmehl mit

der eigenen Osttiroler Getreidemühle

gemahlen. Die Rohstoffe werden – sofern

verfügbar – bei lokalen Bauern und

Lieferanten eingekauft. Das neue „Vollwert

Saaten Brot“ und das „Original Ultner

Pidl“ enthalten z.B. Bio-Roggenkorn

aus dem Ultental. Manche Rohstoffe bekommt

man natürlich nicht in Südtirol.

So kommen z.B. das kaltgepresste Bio-

Olivenöl aus Apulien und das rosafarbene

Steinsalz aus dem Himalaya.

Mit Bio-Zertifikat

Besondere Aufmerksamkeit wird der

natürlichen Lockerung der Teige gewidmet.

Neben

vielen verschiedenen

„Vorteigen“ und dem selbstgezüchteten

Sauerteig (laut Richard Schwienbacher

dem „Kraftwerk seines Betriebes“)

wird bei Vollkornprodukten Bio-Hefe

oder Backferment verwendet.

Die Erzeugnisse der seit dem Jahr 2000

offiziell „Ultner Brot“ genannten Bäckerei

finden auch in Meran, in den eigenen

Läden sowie in vielen Einzelhandel-

und Bio-Fachgeschäften Südtirols

ihre Liebhaber. Der Betrieb ist seit dem

Jahr 2000 Bio zertifiziert durch AB-

CERT und hat mittlerweile die gesamte

Produktion der Bäckerei den Biorichtlinien

angepasst.

INFO

Ultner Brot

Vollwert Brot & Feinbäckerei R. Schwienbacher

Dorfplatz Nr. 114 - 39016 St. Walburg in Ulten

Tel. 0473 795 327

www.ultnerbrot.it

Meran: Sandplatz Nr. 8

Untermais: Romstraße Nr. 41

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03/2010 57


Reservieren Sie jetzt schon Ihre Werbefläche!

Zivilschutz & Sicherheit

PAGINIERUNG

Diese aktuelle Radius-Ausgabe erscheint Anfang Juni

Honig für die Götter

• Die Stärken des Südtiroler Zivilschutzes:

Organisation, Effizienz und Zusammenarbeit aller Kräfte.

• Als Beispiele: die Einsätze in L`Aquila und im Vinschgau, die Einsatzkräfte.

• Sicherheit und (Zivil)Schutz im privaten Umfeld. Wir präsentieren Firmen

und technisches Know-how für Ihre ganz persönliche Sicherheit.

Die Griechen wussten den

Honig wirklich zu schätzen und

gestanden ihm überirdische

Kräfte zu. Denn laut Griechischer

Mythologie verdankten die

Götter ihm ihre Unsterblichkeit.

Wir lieben den Honig wegen seines

guten Geschmacks und weil

er bei Erkältungen wirkt. In den vergangenen

Jahren untersuchten Wissenschaftler

die medizinische Wirksamkeit

des Honigs und kamen zu erstaunlichen

Ergebnissen: Honig hilft

ganz besonders gut bei der Wundheilung

und wirkt gegen Entzündungen.

Dem Honig, so zeigt ein Blick in die

griechische Mythologie, verdanken

die Götter ihre Unsterblichkeit.

Hilfe bei Erkältungen und

Magen-Darm-Beschwerden

Milch mit Honig, besser noch Tee mit

Honig, ist ein altes und bewährtes

Hausmittel bei Halsschmerzen. Etwa

180 Begleitstoffe enthält der Bienennektar

nach Angaben der Centralen

Marketing-Gesellschaft der deutschen

Agrarwirtschaft (CMA). Zu den wichtigsten

gehören so genannte Inhibine,

das sind Hemmstoffe wie Flavonoide.

Als wichtigste Spurenstoffe gelten die

beiden Flavonoide Pinocembrin, ein

hitzestabiles Antibiotikum, und Kaffeesäure

– es hemmt Entzündungen. Deshalb

wirkt heiße Milch mit Honig meist

erleichternd, wenn der Hals schmerzt.

Andere Flavonoide im Honig helfen gegen

Viren und werden heute auch als

Mittel gegen Krebs erprobt. Acetylcholin,

ein anderer wichtiger Stoff, ist eine

Stickstoffverbindung, die sich günstig

auf die Herztätigkeit auswirkt. Sie vermindert

die Herzschlagzahl, erweitert

verengte Herzkranzgefäße und hat daher

eine blutdrucksenkende und herzschützende

Wirkung. Doch Tee oder

Milch dürfen nicht zu heiß sein, denn

ab 40 Grad verliert der Honig seine heilenden

Eigenschaften.

Wertvoller Zuckeranteil

Was an Honig so gut schmeckt, ist natürlich

wesentlich auf seinen Zuckergehalt

zurückzuführen. Aber dieser Zucker ist

wertvoll: Vor allem der hohe Anteil an

Fruchtzucker (fast 40 Prozent) und an

Traubenzucker (über 30 Prozent) liefern

dem Körper Energie und halten

wichtige Körperfunktionen in Gang. So

dienen sie in Verbindung mit honigeigenen

Wirkstoffen der Kondition und

Konzentration. Rund 120 Aromastoffe

enthält der Honig und diese geben ihm

seinen typischen, je nach Pflanzen, variierenden

Geschmack. Kristallisiert

ein Honig zuhause im Glas, kann er

im Wasserbad erwärmt werden. Dabei

verflüssigt er sich wieder. Der Honig

sollte allerdings nicht über 40° C erwärmt

werden, da sonst fast alle heilsamen

Stoffe verlorengehen.

Honiggenuss für jede Saison

Das kulinarische Potential von Honig wird

weitaus unterschätzt. Dank der Vielfalt

der Honigsorten aus aller Welt sind die

Einsatzmöglichkeiten des einzigartigen

Naturprodukts nahezu unbegrenzt: Vom

lecker-leichten Frühlingsgericht bis zum

winterlichen Festtagsmenü. Honig wird

seit jeher als begehrtes Nahrungsmittel

ebenso wie als Schönheitselixier geschätzt.

Noch immer gelangt das Naturprodukt

Honig so rein und unverfälscht

ins Glas, wie es die unermüdlichen

Arbeiterinnen geschaffen haben – einschließlich

der wertvollen Inhaltsstoffe.

Unserer Gesundheit etwas Gutes tun und

gleichzeitig mit allen Sinnen genießen –

mit einer Vielzahl an Honigsorten ist dies

heute ein Kinderspiel.

Redaktion Radius: Tel. 0471 977 824 - Fax 0471 301 226

franz.wimmer@mediaradius.it - www.mediaradius.it

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PAGINIERUNG

SERVICE

Qualität spielt große Rolle

Innovative Wege

für Südtirols Bauern

Die Lage Südtirols inmitten der

Alpen bedingt eine sehr vielfältige

Landschaft. Nur knapp

15 % der Südtiroler Landesfläche

liegt davon unterhalb von

1000 m Meereshöhe, rund 22 % im

Mittelgebirge zwischen 1000 und

1500 m und weit über 60 % von

Südtirols Flächen sind hochalpin.

Die Lage am Südhang der Alpen mit

einem milden, ausgewogenen Klima

ermöglicht eine bemerkenswerte

Vielfalt landwirtschaftlicher Kulturen.

Bis zu einer Höhe von 1000 m prägen

Apfelbäume und Reben die Landschaft,

im Mittelgebirge erstrecken

sich ausgedehnte Wiesen und Weiden

mit Viehhaltung. Hier kann man in

zunehmendem Maße neben Ackerkulturen

auch Spezialkulturen wie

Gemüsebau, Beeren- und Steinobstanbau

sowie Kräuterfelder vorfinden.

Innovation und Forschung

Jede Wirtschaft braucht Forschung

und Entwicklung, um konkurrenzfähig

zu bleiben und überleben zu können;

dies gilt im Besonderen für die Landwirtschaft

Südtirols. Geringe Betriebsgrößen

sowie die Hang- bis Steillage

der meisten Produktionsflächen lassen

kaum eine weniger arbeitsintensive

Wirtschaftsweise zu. Andererseits bieten

die vielen klimatischen Nischen auch

eine Chance für eine Produktvielfalt und

Produkte von hoher Qualität. Am „Landund

Forstwirtschaftlichen Versuchszentrum

Laimburg“ stellt man sich seit 25

Jahren der Herausforderung, der Südtiroler

Bauernschaft eine Zukunft zu sichern.

Das geschieht durch angewandte

Forschung und eine Versuchstätigkeit,

die sich an den Bedürfnissen der Südtiroler

Landwirtschaft orientiert, die an

Lösungen für deren Probleme arbeitet,

aber auch neue Entwicklungen und Entfaltungsmöglichkeiten

aufzeigen will.

Grundlage für Südtiroler Qualität

Die Abkehr von Kriterien der Massenproduktion

zugunsten einer ausschließlich

höchster Qualität verpflichteten

Produktion soll Vorbildfunktion haben

und neue Standards setzen. Im Obstwie

im Weinbau wurden Grundlagen

für Südtirols Qualitäts- und führende

Marktstellung geschaffen; so stellt nicht

nur seit 1982 der Kräuteranbau eine

vielversprechende Möglichkeit für einen

Zuerwerb dar. Durch ein Landesgesetz

geregelt, erfolgt dieser ausschließlich

biologisch. Aufgrund der großen

Nachfrage kann der Kräuteranbau

gleich wie der Anbau von Freilandgemüse

und der Marteller Erdbeere, auf

1800 m Meereshöhe, sowie der von alten

Ackerbaukulturen, und vieles mehr

in Zukunft auch noch weiteren Betrieben

ein zusätzliches Einkommen bieten.

Der Bergkiwi, der Apfelanbau im

Pustertal und das Traubenkernöl stellen

die nächsten Herausforderungen und

wettbewerbstüchtige Grundlagen dar.

Das besondere Zusammenspiel der Laimburg

von Versuchs- bzw. Forschungszentrum,

Produktionsbetrieb, schulischer

Ausbildungsstätte und Beratungsstelle

ist heute in Südtirol der Garant für eine

moderne Landwirtschaft, die nachhaltig

ökologisch und ökonomisch arbeitet und

produziert. In diesem Sinne trägt das

Versuchszentrum dazu bei, dass Südtirols

Landwirtschaft heute trotz der vielen

Klein- und Kleinstbetriebe aufgrund der

hohen Qualität ihrer Produkte international

bestehen kann.

INFO

Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum

Pfatten, Laimburg 6 - 39040 Auer

Tel. 0471 969 500 – Fax 0471 969 599

laimburg@provinz.bz.it - www.laimburg.it

Das Land- und Forstwirtschaftliche

Versuchszentrum Laimburg

versteht sich als führende

Forschungsinstitution für das breite

Spektrum an landwirtschaftlichen

Themen in Südtirol.

Seit seiner Gründung im Jahre

1975 hat sich das Versuchszentrum

Laimburg einen Platz unter den

führenden landwirtschaftlichen Forschungsanstalten

erarbeitet, freut

sich Direktor Michael Oberhuber.

Radius: Woran wird an der Laimburg

geforscht?

Michael Oberhuber: Die Themenstellung

reicht von der Umwelt bis hinein in die

Gesellschaft. Der Apfel und der Wein

sind ein Schwerpunkt, wir haben aber

auch Gemüse, Beeren und Kräuter, wobei

wir immer wieder schauen, innovative

Produkte auf den Markt zu bringen.

Wir bauen z. B. bis fast auf 1800 m

Meereshöhe Erdbeeren an. Wir können

die Kühle mit der Wärme kombinieren

und in diesen Rahmenbedingungen

forschen wir, um die besten Produktionsbedingungen

für die Landwirtschaft

von morgen zu ermitteln. Unser Ziel

ist es, gesunde, bekömmliche, lokale

Nahrungsmittel für die Gesellschaft zu

produzieren. Wir arbeiten also für die

gesamte Südtiroler Bevölkerung.

Radius: Gehört auch der Pflanzenschutz

zu ihren Forschungsthemen?

M. Oberhuber: Wir haben ein breit angelegtes

Forschungsprogramm. Die Landwirtschaft

und auch der Pflanzenschutz

beginnen für uns beim Erstellen einer

Anlage. Wir wollen künftig noch stärker

darauf schauen, wie man eine Behandlung

mit Pflanzenschutzmittel reduzieren

kann. Das beginnt bei der Wahl der

richtigen Sorten. Aber wir liefern den

Bauern auch die wissenschaftlichen

Daten, wie man den nötigen Pflanzenschutz

mit dem minimalsten Einsatz

am besten machen kann, damit auch

Nachbarflächen und die Gewässer nicht

belastet werden.

Radius: Wie lange dauert die Forschung

an neuen Sorten?

M. Oberhuber: Sehr viele Jahre. Durch

neue Methoden kann man den Pro-

zess aber verkürzen. Wenn man z. B.

die molekularbiologischen Fortschritte

hernimmt und nachschaut, was bei der

natürlichen Kreuzung herauskommt.

Das ist klar zu unterscheiden von einem

Gentransfer. Wir arbeiten daran,

künftig verstärkt die Eigenschaften

mehr auf der molekularen Ebene zu

verstehen, um schneller zu Ergebnissen

zu kommen. Da sehen wir viel Innovations-

und Verbesserungspotenzial.

Radius: Wird auch an alten Sorten geforscht?

M. Oberhuber: Im Rahmen des EU-Programms

„Apfel-FIT“ bauen wir unsere

bestehende Genbank aus, mit dem Ziel

am Ende 500 alte wie moderne Apfelsorten

aufbewahrt, genau identifiziert

und charakterisiert zu haben. Wir untersuchen

auch ihre Eigenschaften,

damit wir die besonderen Inhaltsstoffe

und Nährwerte genau kennen. Das gibt

den Betrieben Orientierung.

Radius: Wird auch geforscht, an welchen

Standorten alte Sorten am besten

gedeihen?

M. Oberhuber: Das ist für uns ein ganz

wichtiges Thema. Unter dem Stichwort

Sortenprüfung ermitteln wir derzeit vor

allem für die neuen Sorten den richtigen

Standort, um besonderes Qualitätsobst

zu erzeugen. Aber ich kann mir durchaus

vorstellen, diese Studien auch auf

die älteren Sorten auszudehnen. Vorher

müssen wir aber ermitteln, in welchen

Sorten das größte Potenzial steckt. Daher

bauen wir eine Genbank auf, wobei

wir alle Sorten charakterisieren. Wir

müssen ihre Inhaltsstoffe, gesundheitlichen

Werte, Ernährungswerte und

geschmacklichen Besonderheiten systematisch

herausarbeiten. Wir wollen

aus unserem Kapital schöpfen und es

einfließen lassen in die Eigenschaften

von neuen Sorten. Dann sind wir gut

aufgestellt für die Herausforderungen

von morgen.

Radius: Wird auch Forschung in Sachen

Obstlagerung betrieben?

M. Oberhuber: Da hat das Versuchszentrum

Laimburg ganz wesentlich

dazu beigetragen, innovative Lagertechnologien

auf den Markt zu

bringen. Die Obstgenossenschaften

Michael Oberhuber, Direktor des

Versuchzentrums Laimburg

schaffen es heute schon, den Apfel

ohne Konservierungsmittel in eine

Art Winterschlaf zu versetzen. Dadurch

haben sie für den Verkauf Zeit

bis zur nächsten Ernte. Der Verzicht

auf Konservierungsstoffe kommt aber

auch der Umwelt und so der gesamten

Gesellschaft zugute.

Radius: Wie groß ist das Laimburg-Team?

M. Oberhuber: Wir haben rund 200 Mitarbeiter,

davon sind rund 100 wissenschaftliche

Mitarbeiter. Wir arbeiten in

Kooperation mit Landesinstitutionen, mit

der Obstwirtschaft, Weinwirtschaft und

anderen Genossenschaften, Universitäten

und bei vielen EU-Programmen mit.

Radius: Wie viele Versuchsfelder stehen

zur Verfügung?

M. Oberhuber: Wir haben Felder hier bei

der Laimburg und bei Außenbetrieben

im ganzen Land, die die unterschiedlichen

geografischen und klimatischen

Bedingungen des Landes widerspiegeln.

Radius: Gehört die Qualitätskontrolle

zum Aufgabengebiet der Laimburg?

M. Oberhuber: Qualität spielt für uns

eine große Rolle. Oft wird die Qualität

durch eine Verkostung geprüft,

die sich an wissenschaftliche Kriterien

anlehnt. Man kann sie aber auch

anhand von physikalisch-chemischen

Parametern prüfen. Das „Apfel-FIT“-

Programm hat u.a. auch das Ziel, dass

man Qualität auch von dieser Seite her

betrachtet. Es gilt in diesem Bereich

neue Messparameter für eine objektive

Einschätzung zu finden, damit die

Wirtschaft sich bei der Qualitätskontrolle

daran orientieren kann. Das ist

eine große Herausforderung, an der

weltweit viele Gruppen arbeiten.

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03/2010 61


SERVICE

SERVICE

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Gesundes Wohnambiente

Farbe und Raumgestaltung

Räume gestalten: Mit individuellen

Farbkonzepten, besonderen

Lichtakzenten und verschiedenen

Formen erhalten Räume

klare Strukturen und wohltuende

Ordnung. Ein Beitrag von

Alexander Larcher.

Im Inneren von Gebäuden verbringt

der Mensch die meiste Zeit ca. 80%

seines Lebens, bestimmt von zunehmendem

Leistungsdruck und chronischem

Mangel an Tageslicht. Die Gestaltung

von Räumen mit Licht, Farbe

und Form ist ein daher wesentlicher

Faktor für das Wohlbefinden. Farben

erzeugen Stimmungen, verändern die

aumwirkung und wirken unmittelbar

auf Körper und Geist.

Zitat von Justus Dahinden: „Das zentrale

Problem der Architektur ist der

Raum, der den Menschen an Leib und

Seele gesund erhält.“

Farbe im Gesundheitswesen

Die Zeit der sterilen Krankenhäuser,

der tristen Arztpraxen und der muffigen

Pflegeheimen ist längst vorbei. Wohnlichkeit

und Hotelcharakter werden

angestrebt. Design und Farbe liegen

im Trend. Zurecht! Die Einrichtungen

müssen sich auf dem immer härter werdenden

Markt des Gesundheitswesens

neu positionieren, um konkurrenzfähig

zu bleiben. Gestaltung und der Einsatz

von Farben ist ein gutes Mittel, welches

unmittelbar ein neues Gesicht schafft

und die Emotionen anspricht.

Aber Vorsicht: Die energetische und

psychologische Wirkung von Farben

sollte gerade bei kranken Menschen

nicht unterschätzt werden. Gewissenhaft

eingesetzt kann sie die Patienten

bei der Genesung unterstützen.

Senioren- und Pflegeheime

Alte und pflegebedürftige Menschen

benötigen ein Umfeld, welches auf ihre

Lebenssituation zugeschnitten ist.

Orientierung, Seh- und Hörvermögen

haben in der Regel nachgelassen, die

Mobilität ist eingeschränkt, die Fortbewegung

nur langsam möglich.

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Mit Farbe und Raumgestaltung kann

das Leben der Heimbewohner erleichtert

werden:

• Deutliche Kontraste und markante

Gestaltungselemente erleichtern

das Sehen und helfen bei der Orientierung.

• Barrierefreiheit, klare Raumordnung

und durchdachte Einrichtung

ermöglichen mehr Eigenständigkeit.

• Harmonische Auswahl von Farben,

Materialien und Beleuchtung

schaffen eine wohnliche,

freundliche Atmosphäre und geben

positive Energie.

Krankenhäuser

Patienten im Krankenhaus brauchen

jede Unterstützung um gesund zu werden.

Krankheit, Angst und Schmerzen

machen sensibel. Eingeschränkt mobil

und abhängig von den Hilfeleistungen

des zumeist überlasteten Pflegepersonals

verbringen sie unfreiwillig untätig

lange Tage im selben Raum.

Die vom Krankenhaus vorgegebene

Umgebung wirkt mehr oder weniger

bemerkt auf die Psyche des Patienten

ein. Wenn diese lieblos oder falsch gestaltet

ist, kann das nicht hilfreich für

den Behandlungserfolg sein.

Mit dem Wissen um die Wirkung von

Farbe kann die Raumgestaltung die

Medizin noch unterstützen. Ein Patientenzimmer

braucht einen harmonisierenden

und wohnlichen Charakter und

optische Anreize gegen die Langeweile.

Übrigens auch dem Pflegepersonal

erleichtert eine gute Gestaltung den

schwierigen Alltag!

Wohnräume

Alexander Larcher.

My home is my castle. Schlimm nur,

wenn es in den eigenen vier Wänden

so trist und grau zugeht wie in einer

mittelalterlichen Burg. Da kann keine

positive Stimmung aufkommen. Oder

werden Sie von Formen und Farben

erschlagen und kennen das Gefühl nie

Ordnung zu haben? Fühlen Sie sich beengt?

Kommen Sie in Ihrem Wohnraum

nicht zur Ruhe?

Zuhause müssen Sie Kraft tanken, sich

uneingeschränkt wohl und geborgen

Wohnen mit Farben und sich wohlfühlen!

Leistungen: Nicht nur der anspruchsvolle

Haushalt oder Besitzer repräsentativer

Villa sind im Fokus unseres

Konzepts, sondern alle Menschen,

die wissen, was es heißt, sich in den

vier Wänden uneingeschränkt wohl

zu fühlen.

fühlen, sonst ist der Alltagsstress nicht

zu bewältigen. Farbe, Licht und Raumordnung

können Sie hier wesentlich unterstützen.

Wir gehen auf Ihre individuelle

Situation ein und bieten Lösungen.

……… Lieblingsplätze schaffen, Blicke

führen, Akzente setzen.

Ein Schlafzimmer ist mehr als der

Stellplatz für‘s Bett

Wir beschränken uns nicht auf die

Farbgestaltung von Wänden, Decken

und Möbeln. Wenn Sie wollen, schaffen

wir Räume für mehr Lebensqualität,

die Wohntextilien, Bodenbeläge und die

umgebenden Farbklänge in ganzheitlicher

Harmonie verbinden. Alexander

Larcher & Co. KG – das ist die komplette

Leistung für inspirierendes Wohnen

von A bis Z. Fragen Sie uns.

Der Unterschied liegt in der Idee – nicht

in den Kosten. Es ist heute durchaus

möglich, dass Menschen bis zu 80% ihrer

Lebenszeit in Gebäuden verbringen. Den

wenigsten Menschen ist dabei bewusst,

dass in Gebäuden die Umweltverschmutzung

zehnmal so hoch sein kann wie im

Freien! Ohne es zu merken, können sie

ständig giftigen Emissionen von Produkten

aller Art ausgesetzt sein, einschließlich

denen von synthetischen Farben.

Wer sich für Naturfarben entscheidet,

muss keine Einschränkungen in Bezug

• Wohnraumgestaltung im Haus und

in der Wohnung

• Beratung bei der Farb- und Materialkonzept

Umfang und Tiefe der

Bearbeitung bestimmen Sie als

Kunde zusammen mit mir, Alexander

Larcher.

auf die Gestaltungsvielfalt hinnehmen.

Vielmehr eröffnen sich ganz neue Welten

feiner Farbabstufungen und Strukturen.

So ist es möglich, mit mir Alexander Larcher,

aus einem großen Angebot guter

Markenprodukte zu wählen.

Innenmalerei

In unserer stressigen und sich schnell

verändernden Gesellschaft gewinnt

Wohlbefinden und Erholung immer

mehr an Bedeutung. Die Farbgestaltung

in den eigenen 4 Wänden, aber

auch in einem Büro trägt maßgeblich

zu einer angenehmen und erholsamen

Umgebung bei. Unser Unternehmen

führt daher sämtliche Arbeiten im Innenbereich

aus.

Wohnen / Farbenkunde, Farben

und Raumgestaltung.

Dekorativ, Bunt und Farbig


Gipskartonarbeiten - Hängedecken - Trennwände

Thermoakustische Isolierung - Wärmedämmung

Bei der Ausstattung einer Wohnung sind

die Farben ein unverzichtbares und

wirkungsvolles Gestaltungsmittel, die

Farbwahl eine wichtige, sehr persönliche

Sache und sollte die Handschrift

einer Person aufweisen. Die farbliche

Gestaltung von Wohn- und Arbeitsräumen

kann das Wohlbefinden eines Menschen

positiv oder negativ beeinflussen,

da Farben im Unterbewusstsein wirken

und für die Reize bestimmter Farben eine

Empfänglichkeit (Lieblingsfarbe) bzw.

Abneigung festzustellen ist. Da die Farbwahl

mitentscheidend dafür ist, ob wir

uns in unseren vier Wänden wohlfühlen,

ist für den Wohnberater das Wissen um

die Wirkung der vielfältigen Komponenten

der Farben deshalb eine wichtige

Voraussetzung. Es war nie einfacher, mit

Farben zu wohnen. Dank der enormen

Fortschritte in der Farbenherstellung

und der Technik stehen uns heute Stoffe,

Bodenbeläge, Tapeten und Wandfarben

in Farben jeglicher Tönung und einer

reichhaltigen Palette zur Verfügung.

Ohne das »denkende Gefühl« für Räume

ist der Maler nicht mehr als ein Anstreicher!

Wir Alexander Larcher & Co. KG

gehen mit Begeisterung über den Standard

hinaus, aber wir schalten auch bei

einfachen Aufgaben nicht den Kopf ab.

Wir haben unser »Vokabular« bis zur

Perfektion erlernt, erweitern es täglich

und setzen es virtuos ein. Traditionelle

Techniken, von Alexander Larcher neu

belebt, entfalten ihren Charme in modernen

Wohn– und Arbeitsbereichen,

Licht und Farbe liefern sich harmonische

Wechselspiele, Wände sind nicht

länger Grenzen sondern Gestaltungsfelder

für mehr Lebensqualität. Willkommen

zum Full Service rund um Raum

und Farbe – von der Konzeptberatung

bis zum inspirierenden Lebensraum mit

mir Alexander Larcher.


AKTUELL

SERVICE

Schlaganfall – Hilfe zur Selbsthilfe

Ein Neurologe erklärt, wenn er

innerhalb von drei Stunden zu

einem Opfer eines Schlaganfalls

komme, könne er die Auswirkung

eines Schlaganfalls größtenteils

aufheben!

Wichtig ist lediglich eines, einen

Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren

und den Patienten innerhalb

von drei Stunden zu behandeln,

was natürlich nicht leicht ist.

Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid

und fiel hin. Man bot ihr an, einen

Krankenwagen zu rufen. Doch sie versicherte

allen, dass sie O.K. wäre und

nur wegen ihrer neuen Schuhe über

diesen Stein gestolpert ist. Weil sie ein

wenig blass und zittrig wirkte, half man

ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen

neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte

den Rest des Abends heiter und

fröhlich.

Ingrids Ehemann rief spät an und ließ

alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus

gebracht worden war. Um

23.00 Uhr verstarb Ingrid dort. Sie hatte

beim Grillen einen Schlaganfall erlitten.

Hätten ihre Freunde gewusst, wie

man die Zeichen eines Schlaganfalls

deuten kann, könnte Ingrid heute noch

leben. Manche Menschen sterben nicht

sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf

unbeschränkte Hilfe angewiesenen Situation.

Erkenne einen Schlaganfall

Die Symptome eines Schlaganfalls

wahrnehmen und schnelles Reagieren

kann Leben retten.

Es gibt vier Schritte, an die man sich

halten sollte, um einen Schlaganfall zu

erkennen:

• Bitte die Person zu lächeln (Sie

wird es nicht schaffen.)

• Bitte die Person einen ganz einfachen

Satz zu sprechen (zum Beispiel:

„Es ist heute sehr schön.“)

• Bitte die Person beide Arme hoch

zu heben (Sie wird es nicht oder

nur teilweise können.)

• Bitte die Person ihre Zunge herauszustrecken

(Ist die Zunge gekrümmt,

windet sich von einer

Seite zur anderen, ist das ebenfalls

ein Zeichen eines Schlaganfalls.)

Falls er oder sie Probleme mit einem

dieser Schritte hat, muss sofort der Notarzt

gerufen und die Symptome der Person

am Telefon beschrieben werden.

Selbsthilfe bei Herzattacke

Man ist alleine im Auto unterwegs, plötzlich

bemerkt man stechende Schmerzen

im Brustkorb, die sich rasch auf Arme

und bis ins Gesicht ausbreiten. Diagnose:

Herzattacke! Was nun? Man ist

nur fünf km vom nächsten Krankenhaus

entfernt, glaubt aber nicht, dass man es

bis dorthin schafft. Bei kaum einem der

Erste-Hilfe-Kursen, die angeboten werden,

lernt man, wie man sich selbst helfen

kann. Wie überlebt man eine Herzattacke,

wenn man alleine ist? Ohne Hilfe

hat man nur etwa 10 sec. Zeit, ehe man

das Bewusstsein verliert!!

Wichtig ist in erster Linie keine Panik

aufkommen lassen, aber energisch

und sich so oft als möglich zum Husten

zu bringen.

Vor jedem Husten tief einatmen! Das

Husten muss kräftig und anhaltend

sein, als würde man versuchen Schleim

von ganz unten aus dem Brustkorb

heraufzuholen. Einatmen und Husten

muss alle zwei Sekunden wiederholt

werden bis entweder Hilfe eintrifft oder

das Herz wieder beginnt normal weiterzuschlagen.

Tiefes Einatmen bringt nämlich Sauerstoff

in die Lungen, das Husten drückt

aufs Herz und hält das Blut am Zirkulieren.

Der Druck auf das Herz hilft

gleichzeitig wieder, den Rhythmus zu

normalisieren und kann so dazu beitragen

das Schlimmste zu vermeiden.

Anschließend muss sofort das nächste

Krankenhaus aufgesucht werden.

Gut und professionell

zu Hause betreut

Im Alter ändert sich vieles:

Die Kräfte lassen nach, man ist

nicht mehr agil. Das Leben lässt

sich nicht mehr so gut meistern

und kleinste Handgriffe werden

zur Schwierigkeit. Dann bringt

die Genossenschaft „Tages

Senior“ fachmännische Hilfe

direkt ins Haus.

Es betrifft jeden. Wenn Eltern oder

Verwandte älter werden, sind sie

auf Hilfe angewiesen. Sie möchten in

ihrer gewohnten Umgebung bleiben,

sind aber nicht mehr in der Lage, den

Alltag allein zu bewältigen. Durch Pflegebedürftigkeit

ist nicht nur der ältere

und kranke Mensch selbst betroffen,

sondern auch die Angehörigen. Es sind

vor allem die Frauen, die diese Aufgabe

übernehmen. Neben der Pflege müssen

Hausarbeit, Kochen und Einkauf bewältigt

werden und das eigene Familienleben

kommt zu kurz.

Entlastung der Angehörigen

„Die Angehörigen zeigen eine große Bereitschaft,

unterschätzen aber oft, was

da auf sie zukommt. Überforderung ist

unvermeidbar“, betont Elfrieda Haller,

Präsidentin der Sozialgenossenschaft

O.N.L.U.S. Tages Senior.

Jeder Fall ist individuell. Manchmal

reicht es aus, eine Hilfe zu finden, die

den Haushalt in Ordnung hält, Einkäufe

erledigt und Gesellschaft leistet. In

anderen Fällen ist eine Betreuung rund

um die Uhr nötig. Es ist für die älteren

Menschen oft nicht leicht zu akzeptieren,

dass sie diese Hilfe benötigen. Deshalb

ist es wichtig, eine fachlich qualifizierte,

aber gleichzeitig menschlich

harmonisierende Person zu finden. Das

Vertrauen ist die Basis für eine gut funktionierende

Hilfe.

Schnelle, unbürokratische Hilfe

„Die Genossenschaft hilft den Familien,

qualifizierte Unterstützung zu

finden. Ein entscheidender Faktor ist

die gemeinsame Muttersprache. Der

rechtlich abgesicherte Vertrag mit

den Angehörigen schließt eine genaue

Aufstellung des Bedarfs ein“, erklärt

Elfrieda Haller. Innerhalb weniger Tage

kann eine qualifizierte Pflege- oder

Hilfskraft in allen Teilen

Südtirols gefunden

werden. Im ständigen

Kontakt mit den Familien

wird die Qualität der

Dienste geprüft.

„Da unsere Mitarbeiter

vertraglich abgesichert

sind, sind die Kosten etwas

höher als bei einer

Elfrieda_Haller

privat gebundenen Hilfe.

Doch wir garantieren

Qualität, Kontinuität und der Auftraggeber

ist rechtlich abgesichert. Der menschliche

Faktor ist für beide Seiten allerdings

am wichtigsten“, betont die Präsidentin.

Die Finanzierung kann mit dem Pflegegeld

abgedeckt werden und ist steuerlich

absetzbar.

INFO

O.N.L.U.S Tagessenior

Schwarz-Adler-Straße 4 - 39051 Branzoll

Mo–Do 8.30 bis 17.00 Uhr

Fr 8.30 bis 14.00 Uhr

Tel. 0471 170 0112 - Fax 0471 170 1065

Handy 346 4307448 (täglich)

64 03/2010

03/2010 65


PAGINIERUNG

AKTUELL

Die Mitglieder des Ethik-Komitees

Zusammensetzung des Ethikkomitees

des Gesundheitsbezirks Bozen, eingerichtet

mit Entscheidung Nr. 109 vom

25.01.2010 gemäß den Bestimmungen

des Ministerialdekrets vom 12.05.06

v.l n.r. Michela Falciani, Federica Degiuli, Alicia Tavella und Manuela Convento

Dr. Mauro Almici – Präsident

Ärztlicher Leiter des Krankenhausbereichs

– Gesundheitsbezirk Bozen

Dr. Oswald Ausserer

Arzt, der nicht im Gesundheitsbezirk

Bozen bedienstet ist

Dr. Bernadette Moser

Experte im Bereich Bioethik – Ärztin

des Dienstes für Wiederbelebung des

Gesundheitsbezirks Bozen

Ethik und Kontrolle

Es arbeitet im Stillen und verhandelt

manchmal auch über Leben

und Sterben. Nach außen dringt

davon so gut wie nichts. Das

Ethikkomitee setzt sich zusammen

aus Experten wie Ärzten,

Krankenpflegern, Apothekern,

Pharmakologen, aber auch

Statistikern, Juristen sowie

Vertretern von Freiwilligen- und

Schutzorganisationen.

Dass es sowohl auf Bezirks- als auch

auf Landesebene Ethikkomitees

gibt, ist den meisten unbekannt. Dabei

üben diese Gremien eine ebenso

wichtige wie delikate Aufgabe aus.

Ethikkomitees gibt es in ganz Italien;

sie unterstehen dem nationalen Pharmainstitut,

das für die Bewilligung,

Verschreibungsmodalitäten, Preis etc.

aller in Italien vertriebener Medikamente

zuständig ist.

Kontrolle von Versuchen mit

neuen Medikamenten

Das Ethikkomitee des Gesundheitsbezirks

Bozen, dem der Arzt Mauro

Almici vorsteht, ist außerdem zuständig

für Brixen und Bruneck. Es

besteht aus 18 Mitgliedern, die für

jeweils drei Jahre vom Gesundheitsbezirksdirektor

berufen werden. Eine

wichtige Funktion

übt außerdem das

wissenschaftliche

Sekretariat aus,

das von der Apothekerin

Alicia Tavella

koordiniert

wird und für die

Mauro Almici Zusammenstellung

und Kontrolle

der Daten sowie die Redaktion der

Untersuchungsberichte zuständig ist.

Klinische Versuche an kranken bzw.

gesunden Menschen, aber auch die

Anwendung neuer Techniken werden

dem Ethikkomitee zur Beurteilung vorgelegt.

Das Komitee untersucht dabei

sowohl die wissenschaftliche Relevanz,

als auch die klinische Zweckmäßigkeit

und die (bio)ethischen und methodologischen

Aspekte. Hauptaugenmerk

ist dabei immer das Wohlergehen des

Patienten. Das Komitee überwacht den

Verlauf der genehmigten klinischen

Prüfungen und nimmt deren Endergebnisse

zur Kenntnis. Beim geringsten

Zweifel über mögliche schädliche

Nebenwirkungen erlässt das Komitee

einen negativen Bescheid.

Kriterium der Angemessenheit

Nicht selten werden Medikamente zurückgewiesen,

weil sie z. B. im Vergleich

zu den bereits auf dem Markt

vertriebenen Produkten nichts Neues

bieten oder weil die für den Versuch

notwendigen Kontrollen zu aufwändig

sind und in keinem Verhältnis zum erwarteten

Ergebnis stehen.

„Bei neuen Medikamenten kann man

gar nicht vorsichtig genug sein“, erklärt

Michela Falciani,

die dem Ethikkomitee des

Bezirks Bozen in ihrer Eigenschaft

als Pharmakologin

angehört. „Nur zu

oft versucht die Pharmaindustrie

ihre Produkte

durch das Hintertürchen

einzuführen, in dem sie

Michela Falciani

versteckt Forschungsprojekte

finanziert.“

Auch Forschungsprojekte oder statistische

Untersuchungen und Studien,

die allgemein mit Daten aus dem Gesundheitswesen

zu tun haben, werden

vor das Ethikkomitee getragen. Ein

Kriterium für die Bewilligung ist hier

laut Falciani neben dem Wert für die

Allgemeinheit auch die Verbreitung

der erarbeiteten Daten. Wenn die Daten

allgemein zugängig und von öffentlichem

Interesse sind, dann wird

die Einwilligung zur Studie gegeben.

Dienen sie nur den Interessen privater

Körperschaften, versagt das Komitee

seine Zustimmung.

Ansprechpartner für Patienten,

behandelnden Arzt und Angehörige

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Tätigkeit

des Komitees sind außerdem

Probleme, die im klinischen Alltag bei

der Behandlung von Patienten auftreten.

Das Komitee ist in diesem Fall

Ansprechpartner sowohl für den Patienten,

als auch für den behandelnden

Arzt oder die Angehörigen. Das Spektrum

reicht hier von Grenzfällen, in

Lebenserfahrung einbringen

Der „Freiwillige Sozialdienst“

bietet Personen, die älter als 28

Jahre sind, die Möglichkeit, ihre

Kenntnisse und Erfahrungen

in den Dienst der Kranken und

Behinderten zu stellen.

Mit diesem Dienst können Erwachsene

ab 28 Jahren einen Beitrag zur

sozialen Entwicklung unseres Landes

leisten. Die freiwilligen Sozialdiener und

Sozialdienerinnen können den Dienst in

einer der 30 Sektionen oder in der Verwaltung

in Bozen leisten. In den Sektionen

arbeiten sie meistens nach einer gezielten

Ausbildung für die Tätigkeit beim

Weißen Kreuz im Krankentransport mit

und üben unterstützende Aufgaben in

der Betreuung und einfache Hilfestellungen

aus.

Vergütung und Vorteile

Alle freiwilligen Sozialdienstleistenden

sind während der Dienstzeit vom

denen eine weitere Therapie höchstens

geringfügig lebensverlängernd

sein kann, aber die Lebensqualität

nicht verbessert.

Michela Falciani zitiert einen besonders

delikaten Fall, der das Ausmaß

der Verantwortung des Ethikkomitees

zeigt. Eine Patientin im Endstadion

einer Tumorerkrankung hatte sich

an den behandelnden Arzt der Palliativ-Medizin

mit der Bitte gewendet,

bis zum Eintreten ihres Todes sediert

haftpflicht- und unfallversichert und

werden vergütet. Außerdem erhalten

sie Ermäßigungen auf die Fahrten

mit öffentlichen Verkehrsmitteln

in Südtirol.

Ärztliche Leistungen des Landesgesundheitsdienstes,

die mit der Ausübung

des Dienstes verbunden sind,

sind kostenlos.

Zu Dienstende erhalten die Sozialdiener

eine Bescheinigung über die

Dauer ihres Sozialdienstes, welche

bei Stellenwettbewerben der Landesverwaltung

Vorteile bringt.

INFO

Weißes Kreuz

Abteilung Personalentwicklung

und Zivildienst

Lorenz-Böhler-Straße 3 - 39100 Bozen

Tel. 0471 444 382 - Fax 0471 444 374

zivildienst@wk-cb.bz.it

www.wk-cb.bz.it/de/ichwillfhelfen/sozialdiener

zu werden. Die junge Patientin hatte

sich bereits von ihrer Familie und ihren

Kindern verabschiedet. Der Arzt

fühlte sich angesichts einer so weitreichenden

Entscheidung überfordert

und bezog das Ethikkomitee in die

Entscheidung ein, bei der neben ethischen

und medizinischen, auch juristische

Aspekte berücksichtigt werden

mussten. Das Ethikkomitee gab nach

gründlichem Erwägen einen positiven

Bescheid.

66 03/2010

03/2010 67


PAGINIERUNG

AKTUELL

Solarium mit Maß und Ziel

Solarium mit Maß und Ziel ist gesund.

Über die Wintermonate helfen

gut dosierte Solariumbesuche

in vielen Fällen den Vitamin

D-Mangel auszugleichen. Und

im Sommer ist ein einziger

Sonnenbrand um ein vielfaches

schädlicher als mehrere Solarium-

Besuche zum Vorbeugen am

Anfang der Saison.

Fahrradfreundliche

Betriebe gesucht

Autofahren ist teuer, Radfahren

kostet (fast) nichts. Autofahren

belastet die Umwelt, Radfahren

stärkt die Gesundheit.

Davon ausgehend startet die Stiftung

Vital gemeinsam mit dem

Ökoinstitut Südtirol und dem Ressort

für Familie, Gesundheit und Sozialwesen

das Projekt „Mit dem Rad zur

Arbeit“: Die originellsten und erfolgreichsten

Ideen werden prämiert.

„Mit dem Rad zur Arbeit“ nennt sich

das Projekt, das von der Stiftung Vital

gemeinsam mit dem Ökoinstitut Südtirol

umgesetzt wird. Unterstützt wird

das Projekt auch vom Ressort für Familie,

Gesundheit und Sozialwesen,

der Stiftung Südtiroler Sparkasse und

der Südtiroler Wirtschaftszeitung SWZ.

Interessierte Betriebe können sich bis

Südtirol bewegt sich • • •

Mit freundlicher Unterstützung von:

15. Juni 2010 bewerben. Anhand einer

Ideenliste werden den Betrieben erste

Impulse zur fahrradfreundlichen Gestaltung

gegeben.

Fahrräder gewinnen

Die Themenpalette ist breit. Sie reicht

von sicheren Fahrradwegen bis hin zu

sicheren und witterungsunabhängigen

Abstellmöglichkeiten, von Reparaturangeboten

bis hin zu Anreizen, die die

Benutzung des Fahrrades erleichtern.

Wünscht ein Betrieb zusätzlich eine

professionelle Beratung, kann er sich

an das Ökoinstitut Südtirol wenden.

Die Aktion endet am 15. Oktober 2010.

Danach ermittelt eine Jury die fahrradfreundlichsten

Betriebe Südtirols. Diese

können Fahrräder gewinnen und werden

in den Medien bekanntgegeben.

W E T T B E W E R B

Mit dem

Rad zur

Arbeit

Die teilnehmenden privaten und öffentlichen

Betriebe, die sich 2010 diesem

Motto verschreiben, erhalten Unterstützung

und werden belohnt. „Wir möchten

gemeinsam mit unseren Partnern

nicht nur an das Verhalten einzelner

Menschen appellieren, sondern die Entscheidungsträger

in den Betrieben und

Gemeinden dazu einladen, Voraussetzungen

zu schaffen, damit die gesunde

Entscheidung zur leichteren Entscheidung

wird“, sagt Franz Plörer, Direktor

der Stiftung Vital.

INFO

Stiftung Vital - Kanonikus-Michael-Gamper-

Straße 1 - 390100 Bozen

Tel. 0471 409 333 - Fax 0471 409 707

info@stiftungvital.it - www.stiftungvital.it

> Teilnehmen können:

private und öffentliche Betriebe

> Anmeldung:

15. April bis 15. Juni 2010:

www.stiftungvital.it

> Prämierung:

Die Hauptpreise sind Fahrräder.

Alle teilnehmenden Betriebe

erhalten eine Urkunde.

> Teilnahmegebühr:

keine

Solariumgegner werden wohl umdenken

müssen: Moderne Sonnenbänke

erhöhen nicht das Risiko an einem

Melanom zu erkranken. So das Ergebnis

der aktuellen Studie „Exposure to

sunlamps, tanning beds and melanoma

risk“ des renommierten Boston

University Medical Centers vom April

2009. Wichtig ist eine entsprechende

Beratung im Vorfeld, was Hauttyp und

Dauer des Solariumbesuches betrifft.

Außerdem ist auch auf Hygiene und

Pflege der Sonnenbänke besonders zu

achten und ebenso der Augenschutz

darf nicht vergessen werden!

Wissenschaftliche Langzeitstudien

Bei der aktuellen Studie mit über 1000

Probanden konnte keinerlei Zusammenhang

zwischen dem verstärkten

Auftreten des „Schwarzen Hautkrebses“

und der Nutzung von Sonnenbänken

festgestellt werden. Die Wissenschaftler

verglichen dabei die Wirkungen von UV-

Lampen, die in der Regel vor 1980 eingesetzt

wurden, mit Sonnenbänken modernen

Technik-Standards, wie sie seit

20 Jahren überall verwendet werden.

Damit bestätigt die aktuelle Studie das

Ergebnis einer früheren dänischen Studie:

Sowohl in der Zeit vor und während

des Solarien-Booms in Dänemark

(1977–89) wie auch danach (1990–

2004) entwickelten sich die Kurven der

Melanom-Fälle bei Männern und Frauen

exakt gleich, obwohl die Frauen das Solarium

viermal häufiger nutzten.

Richtig eingesetzt und wohl dosiert

Solarium der neuen Generation

Richtig eingesetzt und wohl dosiert ist

das Sonnenlicht nicht nur gesundheitlich

unbedenklich, sondern man kann

darüber hinaus auch die gesamte Bandbreite

an biopositiven Wirkungen des

Sonnenlichts genießen. Denn die UV-B-

Strahlen des Sonnenlichts sind verantwortlich

für die Vitamin D-Produktion

im Körper. Neueste Forschungsergebnisse

in Europa und den USA zeigen,

dass Vitamin D viel mehr kann als nur

Knochen stärken – und dass viele von

uns davon zu wenig im Blut haben. Mit

der Frage: „Ist ein Vitamin D-Mangel

schuld an schweren Krankheiten wie

Krebs, Diabetes und Muskelschwund?“,

eröffnen John H. White (Havard Medical

School, Boston, USA) und Luz R.

Tavera-Mendoza (McGill University,

Montreal, Kanada) die Ausführungen

über die Wirkungsfelder von Vitamin

D in der renommierten wissenschaftlichen

Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“

im Juli 2008. Man konnte nachweisen,

dass mit Vitamin D behandelte

Abwehrzellen krankheitsverursachende

Bakterien töten und verglichen diese

mit natürlichen Antibiotika.

Vitamin D-Defizit mit Folgen

In Nordeuropa sowie in Ländern, in denen

z.B. bei Frauen die vollkommene

Verhüllung des Körpers Vorschrift ist,

haben viele Studien einen verbreiteten

Mangel an Vitamin D festgestellt. Für

den notwendigen Stand der Vitamin

D-Versorgung sind inzwischen Normwerte

wissenschaftlich definiert. Dieser

Stand wird in bestimmten Breiten, in

bestimmten Regionen und bei bestimmten

Lebensgewohnheiten, vor allem in

modernen Leistungsgesellschaften,

nicht mehr erreicht.

Ohne jede Sonnenbestrahlung (UV-B)

müsste der Mensch nach neuesten

Forschungen etwa 4000 Einheiten

(IU) pro Tag über die Nahrung oder

medikamentös zu sich nehmen. Das

entspräche etwa 40 Glas Milch pro

Tag oder zehn Multivitamin-Tabletten.

Auch der Zusatz von Vitamin D

zur Milch reicht für die Versorgung

im „Vitamin D-Winter“ nicht aus, wie

eine finnische Studie beweist.

Beratung und Kontrolle

Der Zugang zu Sonnenbänken per Münze

ohne jede Beratung und Kontrolle

kann gefährlich sein. Diese Meinung

vertritt auch Dolores vom Kosmetik-

Studio in Eppan.

„Wichtig ist zuerst die Beratung nach

Hauttyp, dann auch die Kontrolle

über die Zeit.

Die Dauer ist individuell abzustimmen

und kann höchst unterschiedlich sein.

Jugendlichen rate ich vom Solariumbesuch

überhaupt ab.“ Weitere Infos und

Beratung unter Tel. 0471-665834 oder

unter info@dolores-eppan.it

03/2010 69


PAGINIERUNG

PORTRAIT

Von der „Hexe“ zur Fachfrau

Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine

chronische Erkrankung des zentralen

Nervensystems. Ausgelöst

wird sie durch das Absterben von

Zellen in der Substantia nigra,

einer Struktur im Mittelhirn,

die den Botenstoff Dopamin

herstellt, der wichtig für die

Ausführung von Bewegungen ist.

Die Krankheitssymptome treten erst

dann auf, wenn bereits 80 % der

Nervenzellen nicht mehr funktionsfähig

sind. Die wichtigsten Symptome

der Parkinson-Krankheit sind motorischer

Natur:

1. Versteifung bestimmter Muskeln

(Rigor)

2. Verlangsamung der Bewegungen

(Bradykinese)

3. Ruhezittern (Tremor)

4. Haltungsinstabilität.

Mit der Zeit können andere Symptome

auftreten, die nicht mehr ausschließlich

motorischen Charakter haben, wie

Darmträgheit, Störungen beim Wasserlassen,

nächtliche Schweißausbrüche,

Kreislaufstörungen, Schlafstörungen

usw. In Mitteleuropa tritt die Krankheit

relativ häufig auf: Von 100.000 Personen

erkranken im Schnitt 160 an der

Parkinsonschen Krankheit. Betroffen

sind vor allem ältere Menschen ab 60

Jahren; von den 40- bis 44-Jährigen

erkrankt etwa einer von 10.000. Parkinson

ist immer noch eine unheilbare

Krankheit, obwohl die medizinische

Forschung inzwischen bedeutende

Fortschritte gemacht hat. So besteht z.

B. kein Unterschied in der Lebenserwartung

zwischen gesunden Menschen

und Parkinson-Betroffenen, wenn die

Krankheit frühzeitig diagnostiziert und

entsprechend behandelt wird.

Südtiroler Gesellschaft für Parkinson

Trotzdem ergeben sich für die Betroffenen

und ihre Angehörigen mit dem

Fortschreiten der Krankheit eine Reihe

von Problemen. Um Hilfestellung zu

leisten und über alle wichtigen Fragen

zu informieren, wurde vor zwölf Jahren

die Südtiroler Gesellschaft für Parkinson

und verwandte Erkrankungen gegründet.

Sie hat sich zum Ziel gesetzt, landesweit

Parkinsonbetroffene und ihre

Angehörigen sowohl auf sozialem Gebiet

als auch in psychologischer Hinsicht zu

unterstützen und ihnen die bestmögliche

Betreuung durch das Anbieten verschiedener

Begleittherapien zu ermöglichen.

Als weitere wichtige Aufgabe der Vereinigung

gilt die Weitergabe von Informationen

an die Öffentlichkeit sowie die

Unterstützung der Parkinsonforschung.

Südtirolweit wurden sechs Selbsthilfegruppen

gegründet (in Bozen, Meran,

Brixen, Bruneck, Eppan und die JUPPS-

Gruppe = die Gruppe junger Parkinsonkranker),

die – neben der freundschaftlichen

Begegnung und dem Gedankenund

Erfahrungsaustausch – eine Reihe

von Initiativen und vor allem Gruppentherapien

anbieten – gemäß dem

Grundsatz der Parkinson-Vereinigung:

… helfen … forschen … informieren.

Südtiroler Gesellschaft für Parkinson

und verwandte Erkrankungen

Galileo-Galilei-Straße 4a - 39100 Bozen

Tel. 0471 931 888 - Fax 0471 513 246

- info@parkinson.bz.it

Öffnungszeiten: Mo, Di, Mi und Fr von

09:00–12:00 Uhr und Do von 15:00–

18:00 Uhr.

Seit 1997 wird alljährlich der Internationale

Parkinson-Tag am 11. April begangen.

Er erinnert an den englischen

Arzt James Parkinson, der 1817 erstmals

die Symptome der Krankheit in

einem Buch beschrieb.

Zum Welt-Parkinson-Tag organisierte

die Südtiroler Gesellschaft für Parkinson

und verwandte Erkrankungen eine Reihe

von Informationsveranstaltungen, die

heuer am Montag, den 12. April, stattfanden.

Im Eingangsbereich der Krankenhäuser

von Meran, Bozen, Brixen und

Bruneck errichteten die Selbsthilfegruppen

einen Infostand, Informationsbroschüren

wurden verteilt sowie – gegen

eine freiwillige Spende – Tulpen überreicht,

die Blumen, die auf internationaler

Ebene als Symbol für die Parkinson-

Krankheit ausgewählt wurden.

Als junge Ärztin wurde

Gudrun Gschwendt von ihren

Kollegen öfters als „Hexe“ beschimpft,

inzwischen ist die

Komplementärmedizinerin

eine gefragte Referentin,

Seminarleiterin und Autorin

mehrerer Bücher.

Die Tochter des Malers Heiner

Gschwendt eignete sich nach dem

Medizinstudium in Innsbruck Diplome

im Bereich der Akupunktur, der

Homöopathie, der Neuraltherapie,

der Schmerztherapie und der alternativen

Krebstherapie an. 1962 erhielt

sie auch noch das österreichische

Diplom für Umweltmedizin. Die

Mutter dreier Kinder war zu Beginn

ihrer Tätigkeit Gemeindeärztin in

Kastelruth und hatte große Schwierigkeiten,

die Komplementärmedizin

hoffähig zu machen.

„Die Patienten wollten nur ihre Pillen

nehmen, ich war die Verschreibmamsell.

Das habe ich nicht ausgehalten.

Ich begann die Patienten mit Akupunktur

zu überlisten. Wenn sie mit Ischias

zu mir gekommen sind, habe ich ihnen

Nadeln ins Ohr gesetzt. Erst wenn sie

gesagt haben, die Spritze am Ohr hat

mir geholfen, habe ich sie aufgeklärt,

dass es etwas Chinesisches war“, erzählt

Gschwendt.

Verbale Schläge

Nachdem sie die Kastelruther Bauern

überzeugt hatte, kamen Patienten aus

ganz Südtirol zu ihr. „Anfangs waren

es nur die ‚Auskurierten’, die die Ärzte

schickten, weil sie nicht mehr viel für sie

tun konnten.“ Gschwendt war die erste

Komplementärmedizinerin in Südtirol.

„Daher habe ich von den Kollegen auch

verbal Schläge bekommen“, lacht sie.

„Ich musste z. B. drei Jahre kämpfen,

bis ich bei der Krankenkasse in Bozen

Akupunktur anbieten durfte, denn ich

wollte die Komplementärmedizin für

alle, nicht nur für Privatpatienten. Man

willigte erst ein, als ein Patient von mir

aus Rom ein entsprechendes Gesetz gefunden

hatte.“

Kampf mit Kollegen

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen

war zuerst ein Kampf, entwickelte sich

dann aber sehr gut. „Die Ärzte hatten

wohl Sorge, dass irgendeine Hexe dem

Patienten etwas antut oder etwas vergisst,

was lebensnotwendig

wäre. Diese Sorge ist

im Hintergrund bei jeder

Komplementärmedizin

gegeben“, zeigt

Gschwendt Verständnis.

„Es wurde mir stets

gelehrt, wer keinen

Blinddarm wenigstens

diagnostizieren kann,

darf auch als Homöopath

keinen Patienten

anrühren. Er könnte

etwas übersehen oder

nicht mit entsprechender

Dringlichkeit an den

speziellen Facharzt weiter

überweisen. Daher

habe ich einige Monate

verschiedenster Ausbildungen

– u.a. in der Unfallchirurgie

– absolviert,

damit etwa eine unklar

schmerzende Schulter

nicht falsch oder zu spät

eingerenkt wird.“

Reisen und lernen

Zu Beginn ihrer Tätigkeit im Jahre

1970 waren die Bauern ihre Patienten,

inzwischen lassen sich sogar Ärzte von

ihr behandeln. Ursprünglich wollte sie

sich auf Kinderhomöopathie spezialisieren,

wurde aber wegen des akuten

Ärztemangels vom damaligen Landeshauptmann

Silvius Magnago nach Südtirol

und zwar nach Kastelruth geholt.

„Dadurch hatte ich einen Reichtum an

Anforderungen und musste viel lernen.

Mein Repertoire an Heilmethoden hat

sich dadurch stark erweitert.“

Ihr ganzes Leben hat die Ärztin Sport

betrieben und ist viel gereist. „Jede Reise

habe ich aber mit einem Kurs, einer

Klinik oder einem Heiler verbunden.

Ich wollte überall Neues lernen, in sibirischen

Kliniken genauso wie in Japan,

China, auf den Philippinen ...“ Gudrun

Gschwendt, Jahrgang 1942, hat ihr

Wissen in vielen Vorträgen weitergegeben.

„Diese Vorträge waren immer am

Abend, das zehrte an meinen Kräften.

Heute halte ich nur noch wenige Vorträge

und nur noch am Nachmittag.“ Sie

hält auch nicht mehr täglich Sprechstunde.

Ihre Hobbys sind die vielen

Heilmöglichkeiten wie Yoga, Tai Chi,

Atemtechnik – und natürlich die Menschen

und ihre Sorgen.

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BUNTE MELDUNGEN

Stahlbau Pichler in Mailand

BUNTE MELDUNGEN

Die Präsentation vom GOLF-Radius

Trinkwasser ist kein Privileg …

Mailand steht nicht still.

Mitten in dieser dynamischen

Entwicklung leistet

Stahlbau Pichler einen bedeutenden

Beitrag zur Umsetzung

interessanter und

komplexer Projekte.

Allein 2009 konnte Stahlbau

Pichler einen erheblichen

Teil seines Umsatzes

in Mailand generieren. Im

April lud das Bozner Unternehmen

seine 180 Mit-

Die Fachmesse Alpitech erweist

sich immer mehr als

Erfolgsmodell. Die Aussteller

kommen aus ganz Europa,

die Besucher aus der ganzen

Welt, wie die chinesische Delegation

(geführt von Erwin

Stricker) beweist. Im Rahmen

der Messe findet auch der

internationale Kongress der

Seilbahnunternehmer statt.

Schon am Abend davor waren

die Teilnehmer aus dem

gesamten Alpenraum Gäste

im Felsenweinkeller. „Wir haben

vom Landeshauptmann

arbeiter zu einer Besichtigung

vor Ort, um bereits

realisierte Projekte und solche,

die noch in Bauphase

sind, in natura zu sehen.

Die Besichtigung führte unter

anderem zum Maciachini

Center, zum neuen Levi’s

Stor und zum Mercedes Benz

Brand Tower. Nicht fehlen

durfte in der Besuchsreihe

natürlich das Mailänder

Messezentrum.

Tag der Seilbahnunternehmer

die Genehmigung erhalten,

die Teilnehmer im Felsenweinkeller

zu empfangen.

Damit wollen wir auch die

Wichtigkeit dieser Sparte für

Südtirols Wirtschaft unterstreichen“,

betonte Messedirektor

Reinhold Marsoner in

Vertretung des Landeshauptmanns.

Zur Erinnerung: Etwa

1,6 Milliarden Euro, das sind

knapp ein Drittel der Südtiroler

Wirtschaftsleistung,

werden direkt oder indirekt

aus dem Umfeld Schnee und

Winter erwirtschaftet.

…, sondern das Recht eines

jeden Menschen! Am 16.

April 2010 fand im Hotel

Laurin in Bozen eine Pressekonferenz

mit sehr speziellem

Inhalt statt. Zum einen

wurde die Gründung der

PWS Child Foundation Italia

präsentiert, die in engster

Zusammenarbeit mit der

„Aktiv Hilfe Südtirol“ von Peter

Lanthaler steht, zum anderen

das innovative „PWS

Premium Aktiv Filtersystem“

vorgestellt. Die JTB International

Group ist der offizielle

Vertreter der PWS AG in

Italien und damit der einzige

Girls’ Day – Für Männerberufe

Das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut

der Handelskammer

Bozen hat zum internationalen

Girls’ Day am 22.

April 2010 eine Tagung organisiert,

die die Bedeutung von

kompetenzorientierter Berufswahl

unterstreicht. Handelskammerpräsident

Michl

Ebner betont: „Auch den Unternehmen

geht es um Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

die sich auf ihrem Berufsweg

nicht von geschlechtstypischen

Rollenbildern leiten

lassen, sondern von ihren

Kompetenzen. Der Girls’ Day

ist eine gute Initiative, um in

diese Richtung die Mädchen,

die Unternehmen und die Bevölkerung

zu sensibilisieren.“

Partner der PWS Premium

Wasserfiltersysteme.

Während der Pressekonferenz

haben sich XXXX XXXXX von

der PWS AG sowie Joergtom

Buttelmann von der JTB International

Group spontan

dazu entschieden, zwei hochwertige

Wasserfilteranlagen

im Wert von Euro 10.000 zu

spenden, um zwei Projekten

– einem Kinderheim in Rumänien

und einem Kinderheim

in Moldawien – sauberes und

schadstofffreies Trinkwasser

zu ermöglichen.

Infos unter

info@jtb-international.com.

Mehr als die Hälfte der Mädchen

in Südtirol, die einen

Lehrberuf wählen, entscheiden

sich für einen der Top-

Ten-Lehrberufe und werden

Verkäuferin, Friseurin und

Servierfachkraft. Technische

Ausbildungswege und

Berufe sind nach wie vor

für viele Tabu. Die internationale

Initiative Girls’ Day

möchte in Bezug auf eine

Aufweichung der Trennung

zwischen Frauen- und Männerberufen

sensibilisieren.

Auch Erfahrungsberichte von

Frauen, die bereits in Handwerk

und Technik tätig sind,

tragen dazu bei, ein erweitertes

Berufsspektrum für Mädchen

aufzuzeigen.

Mehrere Jubiläen waren der Anlass für

eine ganz besondere Präsentation der

Radius-GOLF-Ausgabe: 20 Jahre GC

Karersee, 100 Jahre Golf am Karersee,

100 Jahre Hotel Laurin und 100 Jahre

AUDI samt Präsentation des neuen

Audi A 8.

In der GOLF-Ausgabe wurden wieder

alle Südtiroler Plätze vorgestellt, zahlreiche

Berichte und Meldungen aus dem

Golfgeschehen sind nachzulesen, natürlich

die Top 100 Damen und Herren und

der Turnierkalender der gesamten Spielsaison

2010, aufgelistet nach Datum und

nach Klubs, ist ebenso enthalten.

Es passt bei dieser Präsentation noch gut

dazu, dass seit 100 Jahren am Karersee

Golf gespielt wird. Auch die Automarke

AUDI besteht seit 100 Jahren, außerdem

wurde das Topmodell – der neue A 8 –

präsentiert. Insgesamt waren etwa 90

Kunden als Gäste gekommen, um auf

die neue Radius-Ausgabe und auf den

dreifachen Hunderter anzustoßen.

Im Hotel Laurin im Garten wurde schon

einmal eine Radius-GOLF-Ausgabe präsentiert

und auch für dieses Jubiläumsjahr

schien der Ort wieder passend für

dieses Event. Von Gastgeber Franz Staffler

kam auch eine Einladung für diverse

Veranstaltungen des Hotel-Laurin-Jubi-

Die Golfclub-Präsidenten

läums-Programms. Er präsentierte die

Highlights, welche sich noch bis Ende

des ganzen Jahres 2010 hinziehen ...

und – vor dem Hotel sorgte der neue

AUDI A 8 für einen Stau im Bozner Fußgänger-Feierabend-Verkehr.

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Ein Wirtshaus für Lana

In Lana am Gries gibt es

für alle jene, welche die alte

Wirtshaustradition lieben,

eine neue Adresse. Schon

vor 100 Jahren gab es

den „Oberwirt“, zwischendurch

wurde das Gasthaus

in „Weißes Kreuz“ umbenannt,

dann war es ein Bistro

und jetzt wurde es Dank

Garry Biasi und Petra, sowie

seiner Schwester Isabel und

Köchin Birgit Zöschg, wieder

zum Wirtshaus.

Sea und der Hofer-Brief

Andi Sölva vom gleichnamigen

Weingut in Kaltern hat

zweifellos eine ganz besondere

Etikette kreiert. Bekannt-

„Traditionelle Gerichte,

gute Qualität, vernünftige

Preise, freundlicher Service,

Gemütlichkeit und …

nette Gäste – so stellen wir

uns das alte und neue Wirtshaus

‚Oberwirt‘ in Lana am

Gries vor“, beschreibt Garry

stellvertretend für sein

Team die Ziele.

In Lana selbst ist man hoch

erfreut ob dieser gastronomischen

Aktivitäten. Einer

der Nachbarn, der „Sport

Seppl“, meint dazu: „Es

war höchste Zeit, dass in

Oberlana am Gries wieder

so etwas entstanden ist.

Ich glaube, ich kann den

Wirtsleuten stellvertretend

für alle Nachbarn nur alles

Gute und viel Erfolg wünschen,

auf dass der ‚Oberwirt‘

weitere 100 Jahre bestehen

bleibt.“

lich versuchte sich Andreas

Hofer ja auch als Weinhändler

und verkaufte Wein von

Kaltern an eine Geschäftsfrau

in Innsbruck. Allerdings

fielen die zwei Fässer Kalterer

Wein in Sterzing den

Mannen von Erzherzog Johann

in die Hände. Per Brief

forderte Hofer die Kalterer

Kellerei auf, den Wein nicht

nach Innsbruck, sondern an

den Erzherzog Johann zu berechnen.

Wie weit das ganze

Erfolg hatte, ist allerdings

nicht bekannt.

Prämiert: Terlaner

Chardonnay 1996

Der alljährlich mit Spannung

erwartete Raritätenwein

der Kellerei Terlan hat

auf der Weinmesse Vinitaly

in Verona Premiere gefeiert.

Es ist der Chardonnay

1996er Jahrgang, der in

diesem Jahr seinen Weg aus

den kleinen Stahlfässern auf

den Markt gefunden hat.

Seine Präsentation auf der

größten italienischen Weinschau

hat sowohl Weinliebhaber

als auch Weinexperten

begeistert.

Wenn Kellermeister Rudi

Kofler im Winter seine Proben

im Weinkeller nimmt,

geht kein Weg an den 14

kleinen 2500-Liter-Stahlfässern

vorbei, in denen

hervorragende Jahrgänge

für zehn bis zwanzig und

auch dreißig Jahre auf der

Feinhefe ausgebaut werden.

„Die Weine liegen zunächst

ein knappes Jahr im

großen Holzfass, kommen

dann für ihre lange Reife in

die berühmt berüchtigten

Bergfilme sind in der laufenden

Kinosaison der große

Knüller. Nach der „Eiger-

Nordwand“ und „Nanga Parbat“

lud SALEWA Mitte April

zur Premiere „Rotwand

– 100 Jahre Klettern in den

Dolomiten“ in den Filmclub

Bozen ein.

Im Film „Rotwand – 100

Jahre Klettern in den Dolomiten“

von Regisseur

Markus Frings wird die

Geschichte des Kletterns

an der sagenumwobenen

Wand im Rosengartenmassiv

nacherzählt.

Bei der Filmpremiere waren

nicht nur Persönlichkeiten

aus der Kletterszene anwesend.

So befanden sich beispielsweise

auch Skirennläuferin

Denise Karbon und

Stahltanks, bevor sie abgefüllt

werden und nochmals

ein Jahr bis zur vollendeten

Trinkreife in der Flasche

bleiben und diese sich am

Gaumen geschmeidig und

elegant mit einer lebendigen

Säurestruktur entwickelt.“

Der Raritätenwein kann vom

Endverbraucher um ungefähr

65 Euro erstanden werden

und durchaus noch einige

Jahre im Keller ruhen.

Südtiroler Bergfilm-Premiere

ihr Freund, der Snowboarder

Roland Fischnaller, unter

den Gästen. Die Premiere

ebenfalls nicht entgehen

ließ sich RAI-Koordinator

Markus Perwanger. Der

Sender Bozen der RAI ist

Träger des Films, der am

Pfingstmontag, 24. Mai um

20.20 Uhr, auf diesem Sender

erstmals im Fernsehen

ausgestrahlt wird.

ENTLANG DER MARKIERTEN LINIE AUSSCHNEIDEN

Aller guten Dinge sind gold.

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Internetseite www.marlene.it finden und ausdrucken.

Je mehr Coupons Sie einschicken, umso mehr Gewinnchancen haben Sie.

Kleben Sie die Punkte auf diesen Coupon, welcher sorgfältig ausgefüllt und innerhalb

01/06/2010 an die unten angeführte Adresse verschickt werden muss (Gültigkeit

Datum des Poststempels). Alle vollständig ausgefüllten, mit 3 Marlene ® -Punkten

versehenen und innerhalb des Einsendeschlusses eingegangenen Coupons nehmen

an der Ziehung der festgesetzten Preise am 01/07/2010 teil. Die Gesamtsumme

der verfügbaren Preise beträgt € 21.375, Mwst. ausgeschlossen.

Bitte vollständig ausfüllen:

*VORNAME:

*NACHNAME:

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Verschicken Sie die Teilnahmecoupons in einem verschlossenen Umschlag an:

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Die detaillierten Teilnahmebedingungen finden Sie auf www.marlene.it

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Der erste Preis beträgt € 3.000. Zusätzlich erhält der Gewinner

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vom Atelier Kompatscher in Bozen.

*obligatorische Felder

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DEKRET 196/2003

Die Daten werden vom VOG - Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften - als

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Unterschrift

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03/2010


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