Android Magazin Samsung Galaxy S5 im Detail-Test - Die neue Nummer Eins (Vorschau)

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egal ob auf Smartphone,

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€ 14,47 GRATIS!

APP-BOX

Nur im Android

Magazin XL

In der App-Box finden Sie vier

hochwertige und sonst kostenpflichtige

Android-Apps,

die Sie per QR-Code scannen,

herunterladen, installieren

und verwenden können.

Beschreibungen

der Apps finden

Sie ab Seite 6!

Apps installieren - so geht‘s:

App-Box Unbekannte QR-Code

1 2

öffnen Quellen erlauben 3 scannen 4

Schneiden Sie die App-Box

mit einer Schere an der

markierten Stelle auf.

Wechseln Sie in die Einstellungen

Ihres Smartphones oder Tablets und

setzen Sie das Häkchen neben der

Option „Unbekannte Herkunft“ oder

„Unbekannte Quellen“ (variiert je nach

Android-Version und Hersteller).

Installieren Sie aus dem

Google Play Store die App QR

Droid und scannen Sie mit

dieser den gewünschten QR-

Code ein. Klicken Sie danach

auf den Link.

App laden &

installieren

Nach dem Scanvorgang gelangen

Sie bei jeder App zu einer speziellen

Webseite, wo Sie die App

entweder als .apk-Datei herunterladen

können oder weitere Informationen

zur Installation finden.

3


Inhalt Mai/Jun 2014

Dormi - Babyphone

Diese App macht aus einem

Smart- ein Babyphone

86

Rubriken

3 CD (nur XL Version)

5 Editorial

6 App-Box Apps

127 Abo

130 Impressum

Start

10 News

14 Tarif-Update

16 Car Connectivity Update

18 Schöne neue Autowelt

20 Smart Home

22 Das smarte Leben

26 Erfolgsstory Quizduell

30 Fairphone: Fair geht vor

Technik

38 Die Neuen

46 Samsung Galaxy S5

50 Galaxy S5 Gadgets

54 HTC One M8

58 Sony Xperia Z1 Compact

60 Motorola Moto X

62 LG G-Flex

64 CAT B15

66 Phicomm X100

68 Archos GamePad 2

70 Galaxy NotePRO 12.2

72 Smartphone-Rangliste

76 Tablet-Rangliste

78 Gadgets

Apps

86 Teamvorstellung

87 Kopf-an-Kopf

88 Die besten neuen Apps

92 WhatsApp-Alternativen

96 Meteo Earth

98 App Tests

99 Marktplatz

100 Die besten neuen Spiele

104 Threes!

106 Charts

Tipps

110 Tasker Teil 2

116 Android auf Windows

120 Ashampoo Snap Free: Hinweise

& Notizen auf Bildern

122 Google Now-Übersicht

124 Einsteiger Tipps

126 ESET Security Tipps

128 Profi Tipps

Erfolgsstory

Quizduell

Im Test:

HTC ONE M8

54

26

116

TIPP!

Android-Apps

auf Windows

Windows mit

Android steuern

Smartphone automatisieren

mit Tasker - TEIL 2

Die neue Tipp-Serie

110

4 Android Magazin Jan/Feb 2012


87

Multitasking

Mehr Produktivität dank

echtem App-Multitasking

88 101

Citymapper

The Room Two

Genialer Städteführer in

Kniffliger Puzzle-Spaß mit

App-Form

toller Atmosphäre

QuizUp

Modern gestaltetes Online-

Quiz mit aktuellen Fragen

102

DIE NEUE

NUMMER

EINS

Galaxy

S5

im Detailtest

Fairphone:

Fair geht vor

Das Smartphone, das weniger als

Produkt selbst, sondern durch

seine faire und nachhaltige

Produktion überzeugen will.

46

EDITORIAL

Endlich: Das am sehnlichsten erwartete

Smartphone der letzten Monate, das

Galaxy S5, ist im Handel und wir konnten

es pünktlich vor Redaktionsschluss testen.

Dazu gesellt sich der Nachfolger des besten

Smartphones des Jahres 2013, das HTC

One (M8), zu dem wir in dieser Ausgabe

ebenfalls einen Test für Sie parat haben.

Darüber hinaus haben wir viele weitere Geräte

getestet, etwa das Xperia Z1 Compact

oder das innovative LG G Flex.

Zudem haben wir weitere spannende Artikel

für Sie, etwa zum ambitionierten Fairphone-Projekt,

zur Entstehungsgeschichte

von Quizduell oder zu den fünf besten

WhatsApp-Alternativen. In der Tipps-Rubrik

finden Sie den zweiten Teil des Tasker-

Workshops und eine Anleitung, wie Sie

Android-Apps auf Windows nutzen und

Windows auf Android steuern können.

Täglich aktuelle Artikel, App-Tests, News

und Tipps finden Sie zudem auf unserem

Online-Portal www.androidmag.de.

Viel Spaß wünscht Ihnen

AUFSCHLÜSSELUNG

ALLER KOSTEN

DIE

5

BESTEN

ALTERNATIVEN

30

92

Raphael Schön

Chefredakteur

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Jan/Feb 2012 Android Magazin

Stand.

5


App-Box

App-Box Apps

installieren

1

Wenn Sie

Android 4

verwenden, setzen

Sie zunächst in den

Einstellungen unter

„Sicherheit” das

Häkchen bei

„Unbekannte

Herkunft”. Bei

Android 2.3 müssen

Sie unter „Anwendungen”

die Option

„Unbekannte

Quellen” aktivieren.

„setzt Mondsüchtige voll ins Bild“

2

Laden Sie sich

aus dem Play

Store die App „QR

Droid” oder eine

andere QR-Scanner-

App herunter, starten

Sie diese und tippen

Sie auf „Scannen”.

Halten Sie Ihr Gerät

über den QR-Code in

der App-Box und

tippen Sie dann auf

den Link.

3

Auf der sich

daraufhin

öffnenden Webseite

können Sie die App

nun gratis herunterladen.

Tippen Sie dazu

einfach auf die blaue

Schaltfläche

„INSTALLIEREN” und

der Download

beginnt. Im Fall von

“Antivirus Pro”

bekommen Sie hier

auch den benötigten

Lizenzschlüssel.

4

Ziehen Sie die

Benachrichtungsleiste

auf

Ihrem Smartphone

nach unten, tippen

Sie nach dem

erfolgreichen

Download auf die

heruntergeladene

apk-Datei und

installieren Sie

dann die App.

Die Hauptansicht zeigt die aktuelle Mondphase, die

Uhrzeit des Mondaufgangs und und -untergangs, die Zeit

bis zum nächsten Vollmond und einiges mehr.

Mondphase Pro

Freunde des grauen Erdtrabanten verpassen mit dieser

App keine Mondphase mehr.

In klaren Nächten lässt sich die

Mondphase mit freiem Auge feststellen.

Doch was tun bei Bewölkung?

Die App „Mondphase pro“, die wir diesen

Monat (bei 91% vollem, zunehmenden Dreiviertelmond,

wie sich herausstellt) in die App-

Box gepackt haben, liefert dem Mondsüchtigen

auch in diesem Fall alle Informationen, die

er braucht.

MONDPHASE, WINKEL DER

MONDSICHEL, AUFGANGSZEIT

FÜR JEDES DATUM

In der Hauptansicht zeigt sich der natürliche

Satellit in seiner ganzen Pracht. Die App

zieht GPS-Standortdaten und aktuelle Uhrzeit

und Datum heran, um den Schattenwurf der

Erde zu berechnen. Der Nutzer kann bei der

Darstellung aus zwei Qualitätsstufen wählen.

Die Entwickler zeigen außerdem Humor und

bieten auch einen „Käsemodus“ an, in dem der

Die Kalenderansicht stellt die Mondphase im Monatsverlauf

dar. Die einzelnen Tage können für die Vollansicht

ausgewählt werden.

Premium: Vollversion mit Zugriff

auf alle App-Funktionen.

GRATIS IN DER APP-BOX

EXKLUSIV IM ANDROID MAGAZIN XL

Mond wie eine Kugel Edamer daherkommt. Mit

einem Finger wird die Zeit durchgewischt, mit

zwei Fingern wird der Mond gedreht - so lässt

sich auch die der Erde abgewandte Seite betrachten.

Zusätzlich werden die Uhrzeit des

Mondaufgangs und -untergangs sowie die verbleibende

Zeit zum nächsten Vollmond präsentiert.

Die Kalenderansicht listet die Tage

des Kalendermonats auf und zeigt zu jedem

Datum die jeweilig herrschende Mondphase

an. Für wahre Geeks gibt es einen Infoscreen

mit weiteren Daten: Azimut, Rektaszension,

Apogäum - kein Wunsch bleibt offen.

Wer über die aktuelle Mondphase immer im Bild

bleiben will, und hochauflösende 3D-Animationen

schätzt, der wird mit dieser App glücklich.

6 Android Magazin Mai/Jun 2014


App-Box

Antivirus PRO für Mobilgeräte

Umfassender Schutz für Ihr Smartphone

„ANTIVIRUS PRO“ SCHÜTZT

IHR GERÄT VOR VIREN

UND MALWARE.

Viren, Malware, Spyware und Online-

Attacken - womit Sie am PC vielleicht

schon unangenehme Erfahrung haben,

das macht auch vor Ihrem Smartphone

nicht halt. Die gestiegene Verbreitung von Android

hat es für die Angreifer längst wirtschaftlich

gemacht, ihr Portfolio auf die mobilen Geräte

auszudehnen. Besonders wenn Sie Anwendungen

nicht nur über den Google Play Store sondern

über die App-Stores von Drittanbietern beziehen,

oder APK-Pakete aus dritter Hand direkt

einspielen, sollten Sie Vorsicht walten lassen.

„Antivirus PRO für Mobilgeräte“ schützt Ihr Gerät

vor Viren und Malware. Daneben bietet die

App Dienste zum Schutz vor Diebstahl, zur Leis-

tungsoptimierung und dem Schutz der Privatsphäre.

Die App mit einem Kostenpunkt von

10,99 Euro finden Sie gratis auf der App-Box.

Im Zentrum der App steht die Virenschutz-

Funktion. Sie überprüft alle auf Ihrem Gerät

installierten Programme und greift dabei

auf eine laufend aktualisierte Datenbank von

Schadprogrammen zu. Der Scan lässt sich auf

Wunsch regelmäßig automatisch ausführen

und überprüft auch heruntergeladene Dateien.

Über die Antidiebstahlfunktion können Sie

Ihr Gerät bei Verlust oder Diebstahl per Google

Maps orten, es per Fernzugriff sperren und mit

einem eigenen Passwort schützen. Auch Ihre

Daten können Sie vom Gerät löschen lassen,

damit diese nicht in falsche Hände geraten.

Dazu loggen Sie sich im Fall des Falles über

die AVG-Antidiebstahlwebsite ein oder senden

einen Befehl per SMS. Auf Wunsch kann auch

der SIM-Karten-Wechsel mit Passwort geschützt

werden, eine „Kamerafalle“ schießt ein

„Sicher ist sicher“

Premium: Zugriff auf App-Sperre,

App-Backup, Kamera-Falle und

SIM-Lock.

GRATIS IN DER APP-BOX

EXKLUSIV IM ANDROID MAGAZIN XL

Bild über die Frontkamera und verschickt es,

wenn der Dieb das Passwort falsch eingibt.

Im Bereich „Privatsphäre“ bietet AVG Antivirus

Blacklists für unerwünschte Anrufe/

SMS und Werkzeuge zum sicheren Löschen

von sensiblen Daten am Gerät. Neben den

Schutzfunktionen kümmert sich die App

auch um die Leistungsoptimierung. Ein Task-

Killer schließt unnötige Prozesse, ein Batteriewächter

maximiert die Laufzeit.

AVG Antivirus Pro gibt Ihnen wichtige Sicherheitswerkzeuge

an die Hand. Mit Scan-Funktionen

und Diebstahlschutz bringt es Sie und

Ihr Smartphone auf die sichere Seite.

Virenschutz, Antidiebstahl,

Leistungsoptimierung und Privatsphäre.

Alles in einer App.

Im Bereich „Schutz“ werden Programm- und

Dateienscans gestartet. Die App prüft auch nachrichten.

Text-

Im Fall eines Diebstahls können Sie das Smartphone

aus der Ferne sperren, löschen oder eine

Kamerafalle setzen.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

7


App-Box

„per App zum BlackJack-Profi“

BlackJack Trainer Pro

Premium: Uneingeschränkte

Vollversion ohne Werbung.

GRATIS IN DER APP-BOX

EXKLUSIV IM ANDROID MAGAZIN XL

BlackJack ist mit Abstand das beliebteste

Karten-Glücksspiel in Casinos,

und kann auch auf zahllosen Online-

Plattformen gespielt werden - zum Teil mit

beträchtlichen Einsätzen. Grundsätzlich steht

natürlich die Bank im Vorteil. Mit dem richtigen

Training können Sie Ihre Gewinnchancen jedoch

drastisch erhöhen. Diesen Job übernimmt

BlackJack Trainer Pro von HornetApps für

€ 1,90 im Playstore, und gratis für Sie auf der

Appbox des aktuellen Android Magazins. Dazu

bekommen Sie vom Dealer zwei Karten und

müssen sich zwischen nehmen, stehen bleiben,

teilen, verdoppeln oder aufgeben entscheiden.

Der Trainer ist aber kein eigentliches Black-

Jack Spiel - er hilft Ihnen nur, in verschiedenen

Spielsituationen richtig zu reagieren, kommentiert

Ihr Verhalten, zeichnet es auf und gibt

Tipps. So lernen Sie, in Zukunft in jeder Situation

richtig zu reagieren, egal ob sie mit ihrem

Blatt beim Dealen nun Glück oder Pech hatten.

BlackJack Trainer Pro ist die perfekte App, um

sein Kartenspiel zu verbessern. Besonders die

Statistikfunktion erleichtert gezieltes Lernen.

Nachdem sie Ihren Zug gemacht haben, erfahren Sie,

ob Sie in Ihrem Interesse richtig gehandelt haben.

Die Statistik-Ansicht klärt Sie darüber auf, für welche

Spielsituationen Sie noch mehr trainieren müssen.

VerHEXt

Wer Puzzlespiele mag, wird verHEXT

lieben. Ganz im Stil des 2.500 Jahre

alten chinesischen Puzzle-Klassikers

Tangram müssen Sie Vielecke in einem Muster

anordnen. Die Spielsteine dürfen sich dabei

nicht überschneiden oder über das vorgezeichnete

Muster hinausragen. Die zu legenden

Puzzleteile heißen in verHEXT „Pentiamonds“,

und bestehen, wie der Name schon andeutet,

aus fünf gleichseitigen Dreiecken.

60 Puzzles stehen dem Spieler zur Verfügung,

der Schwierigkeitsgrad steigt mit dem

Spielfortschritt stetig an. Wer Puzzles erfolgreich

löst, erntet Punkte in Form von „Tipps“.

Gerät der Spieler in einem höheren Level in

Bedrängnis, kann er diese Tipps einlösen und

erhält einen Hinweis, wie das Puzzle gelegt

werden kann. Das Spielgeschehen ist mit angenehmer

Musik hinterlegt.

verHEXT macht der klassischen Vorlage alle

Ehre und überzeugt mit durchdachtem Konzept

und einfacher Bedienung.

„Macht der klassischen

Vorlage alle Ehre.“

Sie nehmen die Spielsteine mit dem Finger, drehen sie,

und legen sie in der optimalen Position ab.

Premium: Uneingeschränkte

Vollversion mit 60 Levels.

GRATIS IN DER APP-BOX

EXKLUSIV IM ANDROID MAGAZIN XL

8 Android Magazin Mai/Jun 2014


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Samsung GALAXY S5 für 299,99 € (voraussichtlicher Liefertermin Mitte April 2014), dann entfällt dieser Preisvorteil. Alternativ: Samsung GALAXY S5 für nur 0,– € zur 1&1 All-Net-Flat Pro für

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News

NEWS.FAKTEN.GERÜCHTE.

+ + + ANDROID UND WINDOWS PHONE: HUAWEI LEGT PLÄNE ZU DUAL-BOOT-SMARTPHONE AUF EIS + + + WHATSAPP: GRÜNDER

VERTEIDIGT SICH, MEHR SICHERHEIT DURCH FACEBOOK + + + AMAZON-SMARTPHONE BEREITS 2014? + + + YOUCAM PERFECT:

INNOVATIVE FOTO-APP + + + APPLE VS SAMSUNG: APPLE WILL 40 US-DOLLAR PRO VERKAUFTEM SAMSUNG-SMARTPHONE + +

+ APP-TIPPS VON EDWARD SNOWDEN: TEXTSECURE UND REDPHONE + + + EINHEITLICHE HANDY-LADEGERÄTE AB 2017 + + +

ZEIT DER KOSTENPFLICHTIGEN APPS IST VORÜBER: 90 % DER APPS SIND KOSTENLOS + + + PROJECT ARA: GOOGLES MODULARES

SMARTPHONE: ENTWICKLERGERÄTE NOCH 2014, MARKTSTART 2015 AB EINEM VERKAUFSPREIS VON 50 US-DOLLAR + + + DIESE

GERÄTE HAT DAS SMARTPHONE VERDRÄNGT + + + ANDROID WEAR: MOTOROLA MOTO 360 + + + LG G WEAR + + +

NEUHEITEN

AUS DER ANDROID-WELT

Aktuelle Neuigkeiten

rund um

Android finden Sie

hier und natürlich auch

auf unserer Webseite

www.androidmag.de.

WhatsApp: Gründer verteidigt sich,

mehr Sicherheit durch Facebook

WhatsApp steht seit der Übernahme durch Facebook beinahe täglich in den Schlagzeilen – meist

negativ. Vor allem bestehende Sicherheitslücken werden häufig kritisiert. In einem Blog-Post bezog

einer der Mitbegründer, Jan Koum, Stellung und hob hervor, dass die Privatsphäre nach wie

vor geschützt werde. „Hätte uns der Deal mit Facebook zum Ändern unserer Werte gezwungen,

hätten wir es nicht getan,“ so Koum. Des Weiteren seien Spekulationen, dass Daten der Nutzer

gespeichert und verkauft werden, falsch und unbegründet. Auch Facebook ließ von sich hören:

Scott Renfro, IT-Sicherheitsexperte bei Facebook, meinte, er könne zu Sicherheitsaspekten von

WhatsApp noch nichts sagen, da der Deal noch nicht abgeschlossen sei und er somit noch keinen

Einblick in die Situation habe. Der Messenger werde aber in das „White Hat Bounty“-Programm

aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein Projekt von Facebook, in dem Hacker Sicherheitslücken

aufdecken sollen und für deren Meldung und Dokumentation bezahlt werden.

Amazon-Smartphone bereits 2014?

Schon seit mehreren Jahren wird vermutet, dass Amazon an einem Smartphone werkelt – bis

dato haben wir von dem Gerät aber noch nichts gesehen. Nun verhärten sich die Gerüchte zunehmend,

dass Project Aria, so der interne Name des Projekts, dieses Jahr auf den Markt kommen

soll. So soll das Gerät ein 5 Zoll HD-Display und einen Snapdragon 800-Chip besitzen und für

unter 300 Dollar verkauft werden. Wir sind gespannt!

Android und Windows Phone:

Huawei legt Pläne zu Dual-Boot-

Smartphone auf Eis

Huawei wollte ursprünglich im 2. Quartal 2014

ein Smartphone auf den Markt bringen, das

zwischen Android und Windows Phone wechseln

kann. Microsoft schob diesen Plänen aber

einen Riegel vor und änderte kurzerhand seine

Richtlinien. Nach Samsung und ASUS ist Huawei

bereits der dritte Hersteller, der von geplanten

Dual-Boot-Geräten ablässt. Hier ist

wohl die Angst von Microsoft zu groß, beim

Endkunden neben dem dominanten Android

unterzugehen.

YouCam Perfect:

Innovative Foto-App

Cyberlink kennt man bislang eher aus dem

PC-Sektor, dort zeichnete das Unternehmen

vor allem für hochwertige DVD- und

Video-Software verantwortlich. Mit der

App „YouCam Perfect“ will man sich nun

auch auf Android etablieren. Und die Chancen

stehen gut, denn mit der einfach gehaltenen

Foto-App lassen sich sehenswerte

Foto-Effekte hinzufügen und vor

allem schöne Portrait-Aufnahmen anfertigen.

APPLE VS SAMSUNG

Apple will 40 US-Dollar pro verkauftem

Samsung-Smartphone

Vor etwa einem Jahr hat das Gericht im Patent-Streit

zwischen Apple und Samsung zugunsten

von Apple entschieden. Der koreanische

Hersteller Samsung wurde zu einer

Geldstrafe von einer Milliarde Dollar verurteilt.

Nun könnte Samsung der nächste Rückschlag

ins Haus stehen: Für fünf Patente (Suchfunktion,

Slide-To-Unlock, Wähltasten, Autovervollständigung

und Daten-Synchronisation) will

Apple bare Münze sehen – 8 Dollar pro Patent

und das für jedes verkaufte Gerät.

10 Android Magazin Mai/Jun 2014


News

APP-TIPPS VON EDWARD SNOWDEN:

TEXTSECURE UND REDPHONE

Whistleblower Edward Snowden, der mit seinen

Enthüllungen die NSA-Affäre ins Rollen brachte,

gab im Zuge eines (virtuellen) Auftrittes auf der

SXSW-Konferenz zwei Sicherheits-App-Empfehlungen

für Android-Nutzer ab.

Beide Apps dienen zur verschlüsselten Kommunikation:

„TextSecure“ ist eine Messenger-

App, „RedPhone“ bietet sichere Telefonate .

Die Apps im Überblick

Bei „TextSecure“ werden Nachrichten beim Absenden

verschlüsselt und beim Partner wieder entschlüsselt.

Damit sind die Daten stets geschützt

und nicht einmal für die Betreiber sichtbar. Der

Quelltext der App ist frei zugänglich und offen. Somit

kann jeder der Lust hat und sich auskennt, die

App selbst unter die Lupe nehmen. „RedPhone“

dient zum verschlüsselten Telefonieren. Sehr praktisch

ist, dass Sie die herkömmliche Telefon-App

von Android benutzen können. Damit die Verschlüsselung

funktioniert, muss Ihr Gesprächspartner

die App allerdings ebenfalls auf seinem Gerät

installiert haben. Auch VoIP-Anrufe sind mit „Red-

Phone“ möglich. Beide Apps sind völlig kostenlos

im Google Play Store herunterladbar.

TextSecure

RedPhone

EU:

einheitliche Handy-

Ladegeräte ab 2017

Im EU-Parlament einigte man

sich auf einen Gesetzesentwurf,

der ab 2017 einheitliche Handy-

Ladegeräte vorsieht.

“VOR ALLEM ELEKTRO-

MÜLL SOLL KÜNFTIG

VERHINDERT WERDEN.”

Zwar verwenden so gut wie alle Smartphones

bereits den microUSB-Standard, einige Ausreißer

gibt es aber noch immer (Stichwort Apple).

Mitte März wurde ein Gesetzentwurf zur Neufassung

der Vorschriften für Funkanlagen vom

EU-Parlament verabschiedet. Die Abgeordneten

haben gefordert, dass ein einheitliches

Ladegerät bzw. Kabel etabliert werden müsse,

um unnötigen Müll und Verwirrung bei den

Nutzern zu verhindern. In einer dreijährigen

Übergangsphase haben die Hersteller nun Zeit

sich diesbezüglich etwas einfallen zu lassen.

Der EU-Ministerrat muss den Plänen des EU-

Parlaments aber noch zustimmen.

Zeit der kostenpflichtigen Apps ist vorüber: 90 % der Apps sind kostenlos

Lange Zeit galt iOS als jene Plattform, auf der die User noch am ehesten bereit sind, für Apps zu bezahlen. Android hingegen punktete von Anfang

an mit vielen kostenlosen Software-Angeboten. Nun zeichnet sich auf mobilen Plattformen wie Android, iOS und auch Windows Phone ein Trend

ab, der immer stärker weg von kostenpflichtigen Apps und hin zu kostenlosen Applikationen geht. Zumindest was den Grundpreis beträgt, denn

eine zweite Statistik zeigt, dass gleichzeitig der Umsatzanteil von In-App-Käufen immer stärker zunimmt.

100 %

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

30 %

30 %

20 %

10 %

0 %

2010 2011 2012 2013

Quelle: Flurry Analytics and the Apple App Store, US

Kostenlose Apps auf dem Vormarsch ...

$ 5,99+

$ 4,99+

$ 3,99+

$ 2,99+

$ 1,99+

$ 0,99+

Kostenlos

Seit 2011 nimmt der Anteil an Gratis-Apps immer weiter zu. Hier wird

deutlich, dass gleichzeitig Apps weniger werden, die im Segment von

etwa einem 99 Cent beziehungsweise 1 US-Dollar angesiedelt sind. In

Apples App-Store machen kostenlose Apps über 90% der Apps aus.

Umsatzanteile von In-App-Käufen

iPhone, United States Quelle: Distimo Report, March 2013

90 %

80 %

70 %

60 %

50 %

30 %

30 %

20 %

10 %

0 %

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb

... und In-App-Käufe steigen rasant an

Zu erklären ist der Gratis-App-Trend mit In-App-Käufen: Immer mehr

Entwickler bieten Apps an sich kostenlos an, finanzieren sich dann

aber mit kostenpflichtigen In-App-Käufen. Hier dürften vor allem

Free2Play-Spiele eine wichtige Rolle spielen.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

11


News

PROJECT ARA

Die einzelnen Bauteile eines Project Ara-Smartphones sollen mit einem Magnet-Mechanismus im Gehäuse

verankert werden, der sich via App lösen lassen soll.

Bekanntlich hat Google gemeinsam mit Motorola

an einem modularen Smartphone-Konzept

geforscht. Als das Mobilfunkunternehmen an

Lenovo verkauft wurde, hat sich Google diese

Sparte allerdings behalten. Das Projekt scheint

früher Früchte zu tragen als erwartet: Entwickler-Geräte

sollen bereits 2014 an Interessenten

verteilt werden, 2015 sollen Bausätze für 50 US-

Dollar im Handel zu haben sein.

Googles modulares Smartphone: Entwicklergeräte noch 2014,

Marktstart 2015 ab einem Verkaufspreis von 50 US-Dollar

Das individuelle Smartphone

Die Grundidee ist so einfach wie genial: Über

diverse Bausteine können Sie Ihr Smartphone

Ihren Ansprüchen entsprechend konfigurieren.

Wollen Sie zum Beispiel möglichst lange

erreichbar sein, können Sie sich einen etwas

schwächeren Prozessor gepaart mit einem

Riesen-Akku einbauen. Möchten Sie wandern

gehen oder einen Städte-Urlaub planen, dann

statten Sie Ihr Gerät mittels eines passenden

Bausteins mit einer Top-Kamera aus.

In einem Gespräch mit „Time” hat Project Ara-

Chef Paul Eremenko erklärt, dass das modulare

Smartphone im ersten Quartal 2015 ab 50

US-Dollar erhältlich sein wird. Es soll drei verschiedene

Größen geben: Mini, Medium oder

Jumbo. Diese reichen von kleinen Geräten bis

hin zur Phablet-Größe. Hierbei handelt es sich

allerdings jeweils nur um die Basis-Version,

wer erweiterte Funktionen will, braucht zusätzliche

Module. Diese werden von großen

Herstellern entwickelt und verkauft. Allerdings

sollen auch Nutzer selbst die Möglichkeit haben,

ihre Ideen umzusetzen: Cover sollen nach

eigenem Ermessen gestaltet und über 3D-

Drucker verwirklicht werden können. Die Basis

hat allerdings Google selbst in der Hand und

kann somit den Entwicklern beispielsweise diverse

Auflagen vorschreiben.

Diese Geräte hat das

Smartphone verdrängt

Egal ob zum Telefonieren, SMS schreiben, Musikhören

oder als Navi: Das Smartphone ist

vielseitig und kann für allerlei Zwecke eingesetzt

werden. Natürlich zieht dies auch Folgen

für andere Gerätschaften mit sich. Eine Statistik

zeigt, wie MP3-Player und Co unter dem Erfolg

des Smartphones gelitten haben und mittlerweile

irrelevant geworden sind.

Während von Smartphones Jahr für Jahr

mehr Geräte verkauft werden, geraten andere

Devices immer weiter ins Hintertreffen. Nicht

nur das gewöhnliche Mobiltelefon, sondern

auch MP3-Player, Digitalkameras oder Navigationsgeräte

verzeichnen einen stetigen Rückgang

an Absatzzahlen. Der Grund: Das Smartphone

kann einfach alles.

25

20

15

10

5

0

2009

Absatz ausgewählter Geräte in Deutschland (in Mio)

Smartphones Standard-Mobiltelefone

Digitalkamera MP3-Player Navigationsgeräte

2010 2011 2012 2013

Quelle: Statista.com; CEMIIX

NEWS-TICKER

Nokia X in China

1 Mio mal vorbestellt

Knappe vier Tage war das Nokia X

in China zur Vorbestellung freigegeben,

in dieser Zeit wurde es satte

1 Million Mal geordert. In unseren

Breiten sieht es derweil schlecht

aus, denn scheinbar wird das nur

90 Euro teure Gerät (vorerst) hier

nicht zu haben sein.

Nexus 9 soll im Juni

vorgestellt werden

Das Nexus 9 soll ein 8,9 Zoll

Display besitzen und mit Android

5.0 ausgestattet sein. Der Preis

liegt angeblich im Bereich von 299

US-Dollar und der Bildschirm löst

Gerüchten zufolge mit satten 2.560

x 1.440 Pixel auf. Zur Google I/O im

Juni wissen wir mehr!

Stiftung Warentest:

Threema „unkritisch“

„Stiftung Warentest“ hat Threema,

BBM und Co. unter die Lupe

genommen und einen eindeutigen

Sieger gekürt: Threema konnte sich

als einziger Messenger das Prädikat

„unkritisch” sichern, neben Funktionen

spielten auch Datenschutz und

Verschlüsselung eine Rolle.

Bringt Google eine

Spielekonsole?

Google übernahm kürzlich

„GreenThrottle”. Das Unternehmen

arbeitete an hochwertigen

Bluetooth-Gamepads inklusive

passender Smartphone-App. Das

verstärkt die Vermutungen, dass

Google bald eine eigene Spieleplattform

forcieren könnte.

12 Android Magazin Mai/Jun 2014


News

ANDROID WEAR

Google steigt mit dem Betriebssystem „Android

Wear“ ins boomende Smartwatch-Geschäft ein.

Schlaue Uhren

Android Wear unterstützt von vornherein unterschiedliche Formfaktoren. So sind auch Modelle mit rundem Display

möglich, wie es etwa bei der Motorola Moto 360 der Fall ist.

Ähnlich wie beim Betriebssystem von Google Glass handelt es sich bei Android Wear um eine

speziell für tragbare Geräte angepasste Android-Version. Herzstück von Android Wear wird die

intelligente Assistenz-Software Google Now sein. Mit dem Sprachkommando „OK Google” lassen

sich Suchanfragen starten oder diverse Funktionen auslösen. Gleichzeitig lassen sich Android

Wear-Smartwatches mit dem Smartphone verbinden und so Benachrichtigungen weiterleiten

oder diverse Funktionen vom Handgelenk aus steuern. Des Weiteren reiht sich Android

Wear in die Riege der Fitness-Gadgets ein und soll Möglichkeiten zur weitreichenden Überwachung

von Gesundheit und Fitness des Nutzers bieten. Fitness-Apps sollen auf dem Display

der Uhr visualisiert werden und so einen schnellen Überblick über Geschwindigkeit, Distanz und

Zeit geben, wenn man beispielsweise auf dem Fahrrad unterwegs ist. Als vierten Eckpfeiler soll

Android Wear auch als minimalistischer Second Screen fungieren, und beispielsweise Musik

oder Videos per Sprachbefehle über das verknüpfte TV-Gerät oder Chromecast abspielen.

Motorola Moto 360

Die Moto 360 verfügt über ein für Smartwatches

überaus extravagantes Design,

das stark an jenes von klassischen Uhren

erinnert. Vor allem das runde Display und

der hochwertige Look tragen zu diesem Bild

bei. Kein Wunder, dass hier selbst so manch

wählerischer Uhren-Kenner ins Schwärmen

kommt. Die Moto 360 soll im Sommer 2014

erscheinen, ein Preis ist noch nicht bekannt.

Nachrichten beantworten

Dank Spracherkennung lassen

sich Nachrichten vom Handgelenk

aus beantworten.

Navigieren

Eine simple Navi-Ansicht wird

auf Google Maps-Basis auch das

Navigieren ermöglichen.

Benachrichtigungen

Natürlich werden diverse

Benachrichtigungen vom

Smartphone weitergepusht.

LG G Wear

Wetter und Google Now

Neben Infos zum Wetter lassen

sich dank Google Now Suchanfragen

über die Uhr einholen.

Eingehende Nachrichten

Nachrichten aller Art werden

sich direkt am Handgelenk

ablesen lassen.

Fitness und Gesundheit

Die meisten Uhren dürften über

Pulsmesser verfügen und so als

Fitness-Gadgets fungieren.

Im Vergleich zur Moto 360 kommt die LG G

Watch deutlich eckiger daher und versprüht

einen futuristischeren Look, der etwas an

die Pebble Smartwatch erinnert. Ein Vorteil

des quadratischen Displays dürfte sein,

dass hier mehr Inhalt angezeigt werden

kann. Die G Wear soll bereits im zweiten

Quartal 2014, also spätestens im Juni, zu

einem noch nicht bekannten Preis auf den

Markt kommen.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

13


Tarife-Update

TARIFE-UPDATE

powered by

E-Plus Gruppe schafft Prepaid-Roaminggebühren in Europa ab

Großer Kehraus bei den Roaming-Gebühren

Der Mobilfunkanbieter E-Plus hat in der

Vergangenheit schon mehrfach bewiesen,

dass er in der Lage ist, mit innovativen

Tarifmodellen die Mitbewerber abzuhängen.

So hatten die Mobilfunker als erster

Anbieter seinerzeit mit Base den ersten Flatrate-Tarif

unter die Leute gebracht. Das war zu Zeiten, in denen

horrende Minutenpreise immer noch Standard waren.

Nun folgt der nächste Angriff auf die Tarife der

Mitbewerber. Innerhalb der EU gehören Roaming-

Gebühren ohnedies bald der Vergangenheit an, doch

während die anderen Mobilfunk-Anbieter die letzten

Monate noch ausnutzen, schafft E-Plus dieses Ärgernis

kurzerhand ab. Die ersten Unternehmenstöchter

erlauben bereits ein sorgenfreies Telefonieren in alle EU-Netze, der

Rest folgt in den nächsten Monaten. Und damit nicht genug: Auch die

Schweiz, die nun mal kein EU-Land ist, gehört mit in den trauten Kreis

der roamingfreien Länder.

Ein innovativEr

tarif, auch für

PrEPaid-nutzEr

Bereits seit Anfang März ist der Tarif Aldi Talk mit von der Partie,

Mitte April folgen die Töchter Ortel und AY YILDIZ. Hinzu kommt ferner,

dass von diesem Angebot nicht etwa Vertragskunden profitieren,

sondern dass davon das gesamte Prepaid-Angebot betroffen ist. Abgehende

Gespräche liegen damit auf Inlandsniveau und ankommende

Gespräche sind kostenfrei. Auch der Datentarif liegt

auf Inlandsniveau. Preiswerte optionale Pakettarife

lassen sich hinzubuchen und gelten ebenfalls

europaweit.

Passend hierzu bietet E-Plus auch neue EU-Pakete

an, die im Vergleich zu den bisherigen Paketen

deutlich aufgerüstet wurden. So können für 4,99

Euro etwa 100 Gesprächsminuten und 100 Megabyte

Datenumsatz für die Tarife von Ortel, Mobilka

und AY YILDIZ, 120 Inklusiveinheiten für die Aldi-Talk Tarife hinzu erworben

werden. Diese Angebote gelten ab dem 11. April und damit

können Sie diese neue Redefreiheit bereits während Ihres Oster-Urlaubs

in vollem Umfang nutzen.

DeutschlandSIM knackt

Niedrig-Preismarke

Deutschlands erste Smartphone-Flatrate

mit 2 GB Internet für unter 30 Euro

Neue Maßstäbe setzt auch der Anbieter

DeutschlandSIM. Nicht bei den

Roaming-Gebühren, sondern bei den

Highspeed-Datentarifen setzt dieser

Anbieter die Preisschraube an. Ganze zwei Gigabyte Highspeed-Volumen

für knapp 30 Euro - das ist die Ansage. Solch hohe Highspeed-Volumen

sind üblicherweise um einiges teurer.

Hinzu kommt ferner die sehr kurze Vertragslaufzeit von einem Monat.

Das ist ebenfalls im Vergleich zu den Angeboten der anderen Anbieter

einzigartig. Zu der Grundgebühr kommen noch mal einmalig 19,95 Euro

für das Starterpaket hinzu. Gespräche in alle deutschen Netze und SMS

Viel HigHspeed-

Volumen für

wenig geld!

€29,95

sind mit diesem Tarif ebenfalls kostenlos.

Wer sich häufig im Ausland aufhält,

sollte aber zunächst einen kritischen

Blick auf die Roaming-Gebühren werfen.

Die nächste Preissenkung

Auch callmobile senkt die Preise für die

cleverALLNET-Tarife um 5 Euro.

Der Frühling kommt, die Blumen blühen

und die Mobilfunktarife purzeln.

Auch callmobile möchte unseren

Frühlingsgefühlen nicht im Wege stehen und beginnt, an der Preisschraube

zu drehen. Nach unten wohlgemerkt.

Zwar kann der Anbieter noch nicht mit den Angeboten der Mitbewerber

mithalten, aber das durchaus attraktive Paket mit dem griffigen

Namen cleverALLNET ist nun fünf Euro billiger. Inkludiert sind

neben kostenlosen Gesprächen in alle deutschen Netze auch 250 MB

Internet-Flat. Eine Vertragslaufzeit gibt es nicht, 19,95 Euro kostet das

Starterpaket, der erste Monat ist gratis und wer

seine Rufnummer mitnimmt, kassiert außerdem

noch mal 25 Euro Bonus. Die Daten-Flatrate lässt

sich ebenfalls upgraden. 500 MB Highspeed-Volumen

kosten zusätzlich 5 Euro im Monat, 1000

MB werden mit 10 Euro zusätzlich berechnet. Die

Gespräche werden in gewohnt guter D-Netz Qualität

geführt.

cleverALLNET

€ 24,95

statt € 29,95

14 Android Magazin Mai/Jun 2014


Tarife-Update

mobilcom-debitel mit noch mehr Leistung

beim Tarif real Allnet im Vodafone-Netz

Besonders lohnenswert für alle, die gleich zwei

Tarife gleichzeitig buchen.

Das Angebot von Mobilcom mag auf den ersten

Blick etwas teuer wirken, bekommt aber

seinen zusätzlichen Charme durch die Option

des Partner-Tarifs. Wer eine zweite Karte etwa

für Partner oder Kind hinzu erwirbt, spart 10

Euro, die monatlichen Kosten sinken damit von

34,99 auf 29,99 Euro.

Das Angebot liegt preislich durchaus im

Rahmen dessen, was auch die meisten Mitbewerber

anbieten, gewinnt durch diese Zusatzoption

natürlich an Attraktivität. Wer sich

diesen Tarif zulegt, telefoniert dann über das

Vodafone-Netz.

Übersicht real Allnet im Netz von Vodafone

- Inklusivleistung: Flat-Telefonieren ins deutsche

Festnetz

- Inklusivleistung: Flat-Telefonieren in alle deutschen

Mobilfunknetze

- Inklusivleistung: Flat-Surfen im mobilen Internet

mit bis zu 1 GB bei maximaler Bandbreite von 7,2

Mbit/s

- Inklusivleistung: SMS-Flat

- Mtl. Grundpreis: 34,99 Euro (für den zweiten Tarif

nur Anschlusspreis einmalig 29,99 Euro (wird bei

Onlinebestellung erstattet)

- Vertragslaufzeit: 24 Monate

- Optional kann jeder Nutzer zum „real Allnet“ die neuen

Digital-Lifestyle-Produkte von mobilcom-debitel,

wie Norton Mobile Security, die mobilcom-debitel

Cloud, die GameFlat, die MusicFlat oder die verschiedenen

SmartHome-Angebote, hinzu buchen.

Nächster Dammbruch bei den mobilen Internet-

Tarifen: LTE bei yourfone ohne Extrakosten

yourfone schafft die Extrakosten bei den LTE-Tarifen ab.

Damit wird auch hier der Wandel in die allzeit vernetzte

Highspeed-Welt eingeläutet. Wer sich jetzt einen Allnet-

Vertrag bei yourfone anschafft, der hat (die technische Ausrüstung vorausgesetzt) vollen Zugriff

auf alle Hochgeschwindigkeitsnetze im Rahmen der gegebenen Highspeed-Limitierung.

Damit gerät LTE immer mehr in den Mittelpunkt mobiler Datentransfers.

yourfone.de “Facebook Edition” inklusive HTC

One plus Beats by Dr. Dre Solo Kopfhörer

yourfone wendet sich mit diesem Angebot direkt an die

Facebook-Fans und bietet hier ein maßgeschneidertes Angebot

mit einiges Extra-Goodies. So erhält jeder beim Vertragsabschluss

ein HTC One und einen stylishen Kopfhörer. Wer auf das Smartphone und den

Kopfhörer verzichten kann, spart monatlich gar 10 Euro.

“Facebook Edition”

inklusive HTC One plus

Beats by Dr. Dre Solo Kopfhörer

- monatlich nur 19,90 Euro + 10,00 Euro = 29,90 Euro

- nationale Gespräche ins Festnetz und alle Handynetze inklusive

- Daten Flatrate mit Highspeed Internet bis zu 500 MB inklusive

- MS Flat in alle Handynetze dauerhaft geschenkt

- 19,90 Euro Startpreis geschenkt

29,90

EURO/Monat

Samsung Galaxy S5

inklusive. Das Richtige

für Galaxy-Fans

39,85

EURO/Monat

- FLAT ins Internet

- FLAT ins Festnetz

- FLAT in alle Handynetze

- FLAT SMS

Wer mit dem Gedanken

spielt, sich

so schnell wie möglich

ein Samsung Galaxy

S5 zuzulegen, der

sollte hier mal genauer

hinschauen. Klarmobil

liefert ein Angebot, das

durchaus einen zweiten

Blick wert ist.

Etwas teurer, aber mit

Gegenwert

Während die Samsung-Fans bereits mit den

Hufen scharren und das Release des neuen

Galaxy-Modells nicht erwarten können, hat

klarmobil ein sehr hübsches Päckchen geschnürt.

Gepaart mit einer Allnet-Flat mit 500

MB Datentarif und einem monatlichen Einsatz

von knapp 40 Euro erhalten Sie das neue Samsung-Modell

mit dazu. Dahinter verbirgt sich

natürlich eine Finanzierung, die mit der zweijährigen

Vertragslaufzeit gekoppelt ist und zudem

eine einmalige Anzahlung von 49,95 Euro

erfordert. Versandkosten fallen keine an.

Natürlich lässt sich der Tarif auch ohne

Handy buchen. Dann fallen nur noch 19,85

Euro an monatlichen Kosten an und die Anzahlung

entfällt dann natürlich auch.

In beiden Fällen enthält der Tarif kostenlose

Telefonate in alle deutschen Mobilfunkund

Festnetze. Wer mit Handy bestellt, erhält

das Upgrade mit 500 MB Internet und SMS-

Flat automatisch und ohne weitere Kosten mit

dazu, ohne Smartphone im Schlepptau muss

sich der Nutzer mit 250 MB Highspeed-Volumen

begnügen oder für das doppelte Volumen

und SMS-Flat monatlich weitere 5 Euro investieren.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

15


Car Connectivity-Update

CAR CONNECTIVITY-UPDATE

Text: Martin Reitbauer

AUTO-TRENDS IM ÜBERBLICK

Auf den internationalen Automobilmessen standen früher nur Blechkarossen im

Rampenlicht. Heute sind es meist Softwarepakete und Vernetzungsinitiativen.

VW/Audi Cockpit-Studie „James 2025“

Autopilot, bitte übernehmen!

Angela Merkel und der britische Premier David Cameron staunten auf der

CeBIT 2014: Unter dem Titel „James 2025“ präsentierte VW/Audi eine Cockpit-Studie

für das selbstfahrende Auto der Zukunft. „Pilotiertes Fahren“ soll

damit dereinst möglich sein, wenn auch in der ersten Stufe nur in Situationen

wie Staus und Langsamverkehr bis 60 km/h. In einer solchen Fahrsituation

bietet ein in Star Trek-Ästhetik gehaltenes Display am Armaturenbrett

die Übernahme durch den Autopiloten an. Akzeptiert der Fahrer, klappt

der untere Teil des Lenkrades weg, und der Sitz fährt in die Entspannungsposition.

Von da an steuert der Wagen von selbst, hält die eingestellte Geschwindigkeit

und den Sicherheitsabstand - die dafür nötige Technik ist ja

bereits in vielen Assistenzsystemen realisiert. Die Marktreife strebt VW/

Audi für einen Zeitpunkt „spät im nächsten Jahrzehnt“ an.

Foto: www.volvo.com

Foto: www.audi-mediaservices.com

Nach der Übernahme durch den Autopiloten wandelt sich das Cockpit, die

Besatzung kann die Augen von der Straße nehmen und Infotainment über den

Touchscreen genießen.

VW: e-Golf und e-up!

Kilowatt am Datenblatt

Foto: www.daimler.com

iOS im Auto

Karten & Navigation,

Telefon,

Musik - mit Car-

Play werden die

iPhone-Dienste im

Auto verfügbar.

Apples „CarPlay“ bringt iOS auf den großen

Bildschirm in der Mittelkonsole.

Lange wurde gemunkelt, jetzt ist sie da: Die Schnittstelle zwischen

Apple-Geräten und Bordcomputer-Systemen der Autohersteller. Das

iPhone wird per USB eingesteckt und klinkt sich in die Auto-Software

ein. Über den im Auto integrierten Bildschirm können speziell angepasste

Funktionen des iPhones genützt werden: Apple Maps, Telefon,

SMS und Musik werden entweder über den Touchscreen oder über

Sprachkommandos ausgeführt. Volvo, Mercedes und Ferrari zeigten

auf dem Genfer Autosalon erste Modelle, die Apples CarPlay unterstützen.

Toyota, BMW, Ford und viele andere wollen bald nachziehen.

Foto: www.volkswagen.at

Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt wurden sie

letztes Jahr vorgestellt: die neuen Elektromobile aus dem VW-Konzern

e-up! und e-Golf. Der e-up! ist schon seit Herbst verfügbar, ab Juli wird es

nun auch beim Golf so weit sein. Äußerlich sind die beiden Stromer kaum

von ihren fossilen Genossen zu unterscheiden, allein die LED-Leisten in

der Frontschürze deuten auf den emissionslosen Fahrbetrieb hin. Sowohl

e-up! als auch der e-Golf unterstützen Car-Net, die Smartphone-Anbindung

des VW-Konzerns. Damit lässt sich unterwegs z.B. der Ladezustand

der Batterie abfragen oder die Klimaanlage bzw. Heizung vorab aktivieren.

16 Android Magazin Mai/Jun 2014


Car Connectivity-Update

Genfer Autosalon: Opel bringt

OnStar-Vernetzung nach Europa

Foto: © GM Company.

Foto: www.daimler.com

„Mercedes Me“ - neue Dienstleistungsplattform

von Daimler

Mercedes bündelt fünf Bereiche in

einer gemeinsamen Online-Plattform.

Alles, was Mercedes-Benz an Dienstleistungen anzubieten hat, soll bald

gebündelt über die Online-Plattform bzw. die App „Mercedes Me“ (www.

mercedes.me) zugänglich werden. Der Bereich “Move me” steht für Mobilitätsservices

wie Daimlers moovel, Car2Go, Park2gether und etliche

andere Services. „Connect me“ besorgt den Datenaustausch mit dem

eigenen Mercedes-Fahrzeug, „Assist me“ den Zugang zu Kundendienst

und Service. Maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen wie Leasing oder

Versicherungen fallen in den Bereich „finance me“, und mit dem Angebot

„Inspire me“ wird eine Informations- und Diskussionsplattform zu Forschung

und Entwicklung bereitstehen. Der Start ist für April geplant.

Tesla-Expansionspläne für Europa:

Dichtes Netz von Ladestationen

Tesla will den Kauf des E-Sportwagens

Tesla S mit Gratis-Strom versüßen.

In Nordamerika nutzen bereits 6,5 Mio.

den Service. Ab 2015 auch in Europa!

Für die Anbindung an den Telematikdienst OnStar wird in Opel-Neuwagen

ab nächstem Jahr ein LTE-Router verbaut, der in das Bordcomputersystem

eingeklinkt ist. Zum einen stellt der Router einen WLAN-Hotspot

für die Fahrzeuginsassen zur Verfügung, die damit keine eigene 3G- oder

LTE-Verbindung mehr brauchen. Zum anderen macht er einige neue Servicefunktionen

möglich: Bei einem Verkehrsunfall kann automatisch die

Zentrale benachrichtigt werden, um Rettungskräfte anzufordern, im Fall

eines Diebstahls können Standortdaten an die Polizei gehen, bei einer

Panne bekommt der Fahrer auf Knopfdruck Hilfe und die Übermittlung

von Messständen und Fahrzeugdaten ermöglicht die Fehlerdiagnose.

Foto: www.teslamotors.com

“Fahrer sollen mit den

superchargern praktisch

überall hin gelangen”

Erst seit September 2013 ist der Luxus-Stromer aus Kalifornien in Europa

erhältlich. 22.000 Stück wurden im Vorjahr verkauft, dieses Jahr sollen es

doppelt so viele werden. Um potenziellen Kunden die Ur-Angst vor dem

leeren Akku zu nehmen, will Tesla nun ein europaweites Netzwerk von

Schnelllade-Stationen aufbauen. Das Vorbild sind die USA: Dort kann der

Fahrer schon seit längerem mit Tesla-Strom von Küste zu Küste reisen.

Im Januar wurden die ersten Stationen in Deutschland, Österreich, der

Schweiz und den Niederlanden eröffnet, darunter

Standorte an der A8 (Jettingen), der A45

(Wilnsdorf) und der A96 (Aichstetten). Schon

bis Ende 2014 soll das Netz so stattlich angewachsen

sein, dass Kunden in Europa mit

den Superchargern „praktisch überall hin gelangen“,

wie Elon Musk, der umtriebige Gründer von Tesla Motors erklärt.

Dafür muss das Supercharger-Netz weniger dicht sein, als man vielleicht

annehmen würde, denn der Tesla S hat eine nominale Reichweite von 502

km. Deshalb platziert der Konzern nur etwa alle 320 km eine Ladestation,

um Fernreisen zu ermöglichen. Der Supercharger lädt die Zellen des

Model S mit ganzen 120 kW Gleichstrom und füllt damit einen leeren

Akku in 20 Minuten zur Hälfte, nach 40 Minuten sind 80% erreicht. Die

Supercharger sind strategisch an Raststationen, neben Cafés und Shopping-Centern

platziert, damit den Fahrern während des Ladevorganges

nicht allzu langweilig wird. Detail am Rande: Den Strom stellt Tesla für

seine Kunden gratis zur Verfügung.

Paradoxerweise ist Tesla mit seinem Konzept

gerade im erdölreichen Norwegen erfolgreich:

Dort leben schon jetzt 90% der

Einwohner im Einzugsbereich einer Tesla-

Schnelllade-Station. Als das Model S dort im

September letzten Jahres an den Start ging,

nahm es prompt den Spitzenplatz bei den Verkaufszahlen für diesen

Monat ein: Viele Norweger hatten das edle Elektromobil (Kostenpunkt

€65.000) schon lange vorbestellt, für Fahrzeuge mit alternativem Antrieb

winken im Norden enorme Steuererleichterungen.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

17


Car Connectivity

Schöne neue Autowelt

Audi orientiert sich bei seinen neuesten Entwicklungen an der Erkenntnis, dass für

viele Käufer die elektronischen Systeme eines Autos bereits wichtiger sind als die

Fahrleistung. Eine große Rolle dabei spielt das Betriebssystem Android, das in Zukunft

auch in Bordcomputern zum Einsatz kommen soll.

Text: Hartmut Schumacher

Auf der Consumer Electronics

Show in Las Vegas haben im Januar

die Autohersteller Audi, General

Motors, Honda und Hyundai zusammen

mit dem Prozessor-Produzenten Nvidia und

dem Internet-Unternehmen Google die Gründung

der Open Automotive Alliance bekannt

gegeben. Das Ziel dieses Bündnisses ist es, die

Android-Plattform auch in Fahrzeugen zu etablieren

– und zwar schon ab 2014. „Die Welten

der Verbraucher- und der Automobiltechnik

waren noch nie enger miteinander verbunden,

und dieses Bündnis wird den Weg ebnen für

schnellere Innovationen“, sagte dazu Ricky Hudi,

Leiter der Abteilung Elektrik/Elektronik bei der

Audi AG. „Die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen

Ökosystem wird sich positiv auf die

Sicherheit der Autofahrer auswirken.“ Audi hat

auf der Veranstaltung auch die neueste Version

seines Informations-

und Unterhaltungssystems

MIB

vorgestellt. Diese

Version (die auf

einem Tegra-3-Prozessor

basiert) soll

mehr als doppelt so

schnell arbeiten wie

ihr Vorgänger.

Ebenfalls brandneu: das „Audi Virtual Cockpit“

– ein 12,3-Zoll-Bildschirm, der die konventionellen

Anzeigeinstrumente hinter dem Lenkrad ersetzt.

Mittels einer Taste am Lenkrad kann der

Fahrer zwischen zwei Darstellungsarten wechseln:

Die klassische Ansicht stellt die Anzeigen

der Instrumente wie Tachometer und Drehzahlmesser

in gewohnter

Größe

DIE WELTEN DER VERBRAUCHER-

UND DER AUTOMOBILTECHNIK

WAREN NOCH NIE ENGER

MITEINANDER VERBUNDEN.

dar. Der Infotainment-Modus

dagegen

verkleinert

diese Instrumente

und schiebt sie zur

Seite – und zeigt in

der Mitte des Bildschirms

ein Fenster

an, das unter anderem für Navigationskarten,

Telefonbucheinträge und Musikwiedergabelisten

gedacht ist. Die ersten Fahrzeuge, in denen dieses

virtuelle Cockpit zum Einsatz gelangt, wer-

Foto: www.audi.com

Foto: www.audi.com

Auf dem „Audi Virtual Cockpit“, einem virtuellen Armaturenbrett, können nicht nur Standard-Infos wie

Tankfüllung oder Geschwindigkeit angezeigt werden, sondern etwa auch ein Online-Navi.

Audi arbeitet an einem Assistenzsystem, bei

dem das Auto im Stau das Steuer übernimmt.

18 Android Magazin Mai/Jun 2014


Car Connectivity

Über die Bedienungsoberfläche MMI rufen Sie bequem

die einzelnen Audi-Connect-Dienste auf.

Der Navigationsdienst bindet Fotos von Google Earth

und Google Street View in die Straßenkarten ein.

Der Dienst Kraftstoffpreise listet Tankstellen in

Ihrer Nähe oder am ausgewählten Zielort auf.

den die der dritten Audi-TT-Generation sein, die

ab Herbst 2014 auf den Markt kommt.

Audi-Connect-Dienste

Der Bordcomputer eines Audi-Fahrzeugs ist

imstande, per Mobilfunk aufs Internet zuzugreifen,

um diverse Online-Dienste zu nutzen.

Damit dies funktioniert, muss das Auto über

die Zusatzausstattungen „MMI Navigation

plus“ und „Audi Connect“ verfügen. Die SIM-

Karte legen Sie entweder direkt in den Kartenleser

des Fahrzeugs ein. Oder aber Sie verwenden

ein Bluetooth-fähiges Smartphone mit

Unterstützung des SIM-Access-Profils. Eine

Übersicht über die Online-Dienste, die Ihnen

dank Audi Connect zur Verfügung stehen, können

Sie der Grafik rechts entnehmen.

Am wichtigsten dürfte wohl der Navigationsdienst

sein, der imstande ist, das Kartenmaterial

mit Satellitenbildern von Google Earth

und mit Straßenfotos von Google Street View

zu kombinieren. Ergänzend dazu liefert der

Dienst „Verkehrsinformationen online“ aktuelle

Informationen über Staus und Verkehrsstockungen.

Andere Dienste versorgen Sie mit

Kraftstoffpreisen sowie mit Informationen

über Parkplätze und Parkhäuser.

Dank des Dienstes „Zieleinspeisung“ können

Sie Ihre Strecke schon vor Fahrtantritt bequem

am PC planen: Strecken, die Sie mit den

Diensten Google Maps oder MyAudi festlegen,

landen per Internet direkt auf dem Bordcomputer

des Autos. Auf Fahrten im Ausland dürfen

Sie sich über den Dienst „Landesinformationen“

freuen, der Angaben bereithält über

Vorschriften, die in dem jeweiligen Land gelten,

beispielsweise über Höchstgeschwindigkeiten

und über die Warnwestenpflicht.

Die diversen Kommunikationsdienste von

Audi Connect erlauben es Ihnen, sich E-Mail-

und SMS-Nachrichten vorlesen zu lassen,

SMS-Nachrichten zu diktieren und Neuigkeiten

mittels Facebook und Twitter zu empfangen.

Auch traditionelle Nachrichten und Wettervorhersagen

können Sie abrufen. Der Dienst „Audi

Music Stream“ ermöglicht es Ihnen, über eine

App auf einem gekoppelten Smartphone Musik

aus dem Internet abzurufen. Nicht zuletzt

kann der Auto-Computer als WLAN-Hotspot

für bis zu acht mobile Geräte wie Smartphones,

Tablets und Notebooks dienen.

Grafik: www.audi.com

Foto: www.audi.com

Robustes Tablet für Beifahrer und Passagiere

In Zukunft wird Audi seine Fahrzeuge auf Wunsch mit einem speziellen Tablet ausstatten:

Dieses „Audi Smart Display“ verwendet Android als Betriebssystem, bietet

eine Bildschirmdiagonale von 10,2 Zoll und wird von einem Tegra-4-Prozessor angetrieben.

Das Gerät soll widerstandsfähig gegenüber Stößen und Vibrationen sein,

wie sie während der Fahrt auftreten können. Darüber hinaus verträgt das Tablet

Temperaturen zwischen -40 und +80 Grad Celsius. Das Audi Smart Display lässt

sich per WLAN mit dem Auto-Computer verbinden. Der Zugriff auf das Internet erfolgt

über die Mobilfunk-Anbindung des Fahrzeugs. Und auch beim Wiedergeben

von Musik verwendet das Tablet das Soundsystem des Autos. Gedacht ist das Audi

Smart Display für den Beifahrer oder für Passagiere auf den Rücksitzen, die mit

dem Gerät die Multimedia-, Radio- und Navigationsfunktionen des Autos sowie die

Klimaanlage bedienen – und natürlich alle anderen Funktionen eines Android-Tablets

nutzen können.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

19


Foto: shutterstock.com [Chesky]

Smart Home

Smartes Zuhause

Jeder Lichtschalter und jeder Heizkörper eine eigene

App? Das will wohl niemand. Gesamtlösungen mit

zentraler Steuerung sind gefragt, die leicht erweiterbar

sind. Das HomeMatic-System erfüllt diese Kriterien.

Text: Martin Reitbauer

Die meisten umfassenden Smart-Home-Systeme arbeiten mit einer Zentrale,

die an den heimischen Router angeschlossen wird. Diese verwaltet die

einzelnen im Haus verbauten Komponenten per Funk, empfängt von ihnen

Daten und steuert sie. Bei den Komponenten werden Aktoren und Sensoren unterschieden:

Thermometer, Wassermelder und Bewegungssensoren etwa liefern nur

Daten - Schalter, Dimmer und Heizthermostate führen die Befehle der Zentrale aus.

So auch beim HomeMatic-System. Die „CCU2“ genannte Zentrale ist die Schnittstelle

zwischen den verbauten Komponenten und dem Internet, die das Fernsteuern

über ein Web-Portal oder das Smartphone ermöglicht. Eine App (Android/iOS)

erlaubt es, unterwegs etwa das Licht im Arbeitszimmer abzuschalten, oder vor der

Abfahrt aus der Arbeit schon mal die Heizung anzuwerfen. Daneben lassen sich in

der Zentrale auch Regeln definieren, damit etwa bei starkem Wind die Markise eingefahren

oder bei offenem Fenster der Heizkörper abgeschaltet wird.

HomeMatic ist keine Insellösung, an die man sich durch den Einbau für alle Zeiten

kettet. Bastler können die HomeMatic-Sensoren und Schaltaktoren, z.B. auch

mit dem Open-Source-System FHEM (fhemwiki.de) ansteuern. Die Software läuft

z.B. auf Fritz!Box, vielen NAS-Systemen oder dem Raspberry Pi und spricht die Geräte

verschiedenster Hersteller an. Apps für Android und iOS stehen bereit und eine

lebhafte Community (forum.fhem.de) unterstützt Sie bei Ihrem Vorhaben.

“DAS HOMEMATIC-

SYSTEM IST KEINE

INSELLÖSUNG. “

“WENN DAS

SMARTPHONE NICHT

ZUR HAND IST ...“

Licht & Strom

HomeMatic Funk-Display-Wandtaster

Es wäre schlicht unpraktisch, wenn sich im

smarten Heim alles nur per Smartphone bedienen

ließe - wer will schon eine App starten, um

in der Garage das Licht anzumachen? Der HomeMatic

Funk Display-Wandtaster übernimmt

die Steuerung, wenn das Smartphone nicht zur

Hand ist. Bis zu 100 HomeMatic-Empfänger

wie Lichtschalter, Dimmer oder auch Thermostate

lassen sich über den Taster direkt per Funk

ansprechen. Die Anzeige übernimmt ein OLED-

Touchscreen. Wird eine HomeMatic-Zentrale

(CCU2) verwendet, sind die Möglichkeiten praktisch

unbegrenzt: Alle auf der Zentrale programmierten

Aktionen können über den Taster

gesteuert werden, von der Lichtszene beim

Kinoabend im Wohnzimmer bis zur wetterabhängigen

Rollladenstellung. Der Sender ist batteriebetrieben

(3x AAA) und kann so überall im

Haus montiert werden - in Funkreichweite des

Empfängers bzw. der Zentrale, versteht sich.

20 Android Magazin Mai/Jun 2014


Smart Home

Witterung

HomeMatic Funk-Kombi-Sensor OC 3

Der HomeMatic-Bewegungssensor

für Außen ist batteriebetrieben.

Die Stromversorgung

soll zwei Jahre halten.

Sonne, Wind und Regen spielen

eine große Rolle im smarten

Heim. Im Sommer soll das Haus

vor Überhitzung bewahrt werden,

im Winter soll die Kälte draußen

bleiben. Schäden durch Windböen

und Starkregen wollen vermieden

werden. Für die richtige Reaktion

zur richtigen Zeit braucht es möglichst

genaue Daten über die lo-

HomeMatic

Heizkörperthermostat

kalen Witterungsverhältnisse. Im

HomeMatic-System erhebt diese

der Funk-Kombi-Sensor OC 3. Ein

Windrad misst die Windgeschwindigkeit

und -richtung, ein beschatteter

Thermometer und Hygrometer

erfasst Temperatur und

Luftfeuchte, ein Sonnensensor

ermittelt die Sonnenscheindauer.

Die Daten werden in kurzen Intervallen

an die HomeMatic-Zentrale

weitergegeben - bis zu 300 Meter

Entfernung können per Funk

überbrückt werden. Die Zentrale

entscheidet anhand der von Ihnen

eingegebenen Regeln, was zu tun

ist: So können Sie z.B. bei aufkommenden

Windböen automatisch

die Markisen eingefahren lassen

oder bei hoher Temperatur und

niedriger Luftfeuchtigkeit automatisch

den Keller lüften - der Fantasie

sind keine Grenzen gesetzt.

HomeMatic

Wandthermostat

Sicherheit & Alarm

Bei Alarm vom Rauchmelder

kann per Zentrale

z.B. automatisch

das Licht angemacht

werden.

HomeMatic Bewegungs- & Rauchmelder

Heizung

HomeMatic Heizkörper- & Wandthermostat

Über verschiedene Sensoren,

die mit der HomeMatic-Zentrale

verbunden werden, lässt sich

auch die Sicherheit im smarten

Heim erhöhen. Batteriebetriebene

Bewegungsmelder etwa

können im Innen- und Außenbereich

frei montiert werden, um

unerwünschte Eindringlinge zu

melden. Was im Fall des Falles

geschieht, entscheiden Sie über

die Erstellung von Regeln in der

Zentrale selbst - so können Sie

Beim Heizen können die Inhaber

von Smart Homes in unseren

Breiten Einsparungspotenziale

realisieren, die die Investitionen in

die Anlage sehr schnell amortisieren.

Gleichzeitig lässt sich damit

der Wohnkomfort erhöhen. Temperaturen

lassen sich bei Abwesenheit

automatisch absenken,

Bewohner können die Wohnung

vor ihrer Ankunft per Smartphone

wohlig warm aufheizen. Dazu

werden auf die Heizkörper Funketwa

über einen Schaltaktor eine

Sirene auslösen oder auch nur eine

E-Mail schicken lassen. Ähnlich lassen

sich Rauch- oder Wassersensoren

einsetzen: Tritt infolge eines

Defekts am Geschirrspüler oder

der Waschmaschine unkontrolliert

Wasser aus, kann ein Funk-Gong

ausgelöst und gleichzeitig eine

E-Mail oder eine SMS abgesetzt

werden. Rauchmelder können z.B.

zusätzlich zum Alarm das Licht anmachen.

Thermostatventile von HomeMatic

montiert. An den meisten Heizungsventilen

braucht dafür nur

der Thermostatkopf ausgetauscht

werden, es sind Adapter für alle

gängigen Hersteller und Systeme

erhältlich. Die Temperatur wird für

jeden Raum individuell über auf

der Zentrale erstellte Programme

gesteuert, kann nach Bedarf aber

natürlich auch direkt am Heizkörper

oder über separate Raumthermostate

geregelt werden.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

21


Das smarte Leben

REPORT [ Technische Fitness ]

DAS SMARTE LEBEN

Fluch oder Segen?

Text: Raphael Schön

Hype oder Zukunft, fragwürdige Spione oder Erleichterung

für den Alltag, Fluch oder Segen: Die

Standpunkte zu smarten Handys, Fernsehern,

Autos oder Eigenheimen gehen auseinander. Dabei

geistert das Konzept vom „Internet der Dinge“

schon seit Jahren in der IT-Branche umher und

nimmt nun immer konkretere Formen an. Wir

zeigen, was es schon gibt, was noch kommt und

was das für unser aller Leben bedeutet.

22 Android Magazin Mai/Jun 2014 22


Das smarte Leben

Wer sich im Jahr 2014 ins Internet begibt, dessen

Daten sind quasi Freiwild. Egal ob mit dem

Smartphone, dem Notebook oder dem Smart

TV: So gut wie jede App, jeder Online-Dienst

oder –Shop basiert darauf, den Nutzer möglichst

gut zu kennen. Die Motive dahinter sind

unterschiedlich, in der Regel geht es aber darum,

eine maßgeschneiderte Nutzererfahrung

zu bieten. Sei es nun in Form von angepasster

Werbung auf Facebook, auf die eigenen Interessen

abgestimmte Suchergebnisse bei Google

oder überraschend treffsichere Kaufempfehlungen

bei Amazon.

Doch der unstillbare Datenhunger der Internetriesen

und vieler anderer, kleinerer oder

größerer Unternehmen entwächst langsam

aber sicher seinen bislang bekannten Formen.

Denn die zunehmende Miniaturisierung,

die durch Smartphones enorm beschleunigt

wurde, bringt entsprechende Technologien in

alle Lebensbereiche: von smarten Zahnbürsten

über intelligente Waagen, „denkenden“ Haushaltsgeräten,

sich selbst steuernden Klimaanlagen

bis hin zu Autos mit voll integriertem

Android-Betriebssystem reicht die Palette an

Dingen, die intelligent werden. Zugleich werden

wir als Nutzer dadurch immer transparenter,

je „smarter“ die Dinge um uns herum werden,

desto detaillierter wird unser Profil im Netz.

Vor- und Nachteile des

gläsernen Menschen

Google Glass

Google Glass spricht vorwiegend mutige und zahlungskräftige

„Early Adopter“ an. Laut Analysten

kommen derartige Gadgets in wenigen Jahren

aber im Mainstream an.

Our Smart ThinQ

Refrigerator

Intelligente Kühlschränke,

die Buch über die

enthaltenen Lebensmittel

führen und bei

Bedarf über das Internet

Nachschub ordern, sind

in früher Form bereits

erhältlich.

Wer sich wie eingangs erwähnt aktiv auf Facebook

herumtreibt, in Online-Shops wie Amazon

oder Zalando einkauft und die dominierende

Suchmaschine Google nutzt, ist – ob er

oder sie es will oder nicht – zu jenem gläsernen

Menschen geworden, der vor wenigen

Jahren noch als Utopie umhergeisterte. Denn

nicht nur Geheimdienste wie der NSA werten

Daten im großen Stil aus, auch so gut wie jeder

größere Online-Dienst nutzt Algorithmen,

um seine Nutzer bis ins kleinste Detail zu analysieren,

einzuschätzen, Wünsche zu erahnen

und Vorlieben zu bedienen. Wenn man so will,

basiert unsere komplette Nutzererfahrung auf

Google, Amazon oder Facebook auf diesem

Prinzip.

Wer die unglaublich akkuraten Suchergebnisse

von Google schätzt und sich noch dunkel

an die Anfangszeiten von Suchmaschinen erinnert,

der weiß, welche positiven Aspekte ein

ausgefeiltes Nutzerprofil haben kann. Der Preis

dieser Treffsicherheit ist, dass all die gesammelten

Informationen dazu genutzt werden, um

uns wiederum möglichst akkurate Werbung anzuzeigen.

Wichtig ist im Falle von Google aber,

dass Werbetreibende nie direkt Zugriff auf diese

Daten bekommen, sondern dass Werbung in

Form von Werbebanner automatisch an die jeweilige

Zielgruppe weitergeleitet wird.

„Wearables“ und „Quantified

Self“ als Beschleuniger

Doch Daten werden nicht nur im Hintergrund,

mehr oder minder im Geheimen, gesammelt,

sondern auch immer bereitwilliger von selbst

zur Verfügung gestellt. Fitness-Apps wie Runtastic,

Lifetracking-Armbänder wie das Jawbone

Up oder Produkte wie eine smarte Zahnbürste

zeigen, dass es eine Nachfrage gibt

nach Gadgets und Diensten, mit denen das

eigene Leben, das Verhalten beziehungsweise

diverse sportliche Betätigungen gemessen,

also quantifiziert werden und später ausgewertet

werden können. Generell sind „Wearables“,

also tragbare, smarte Gadgets wie digitale

Fitness-Armbänder oder Datenbrillen (wie

Google Glass) einer der ganzen heißen Trends,

auf den so gut wie alle Größen der Branche bereits

aufgesprungen sind. Wir wagen deshalb

die Prognose, dass wir künftig noch deutlich

mehr unserer Privatsphäre preisgeben werden,

als wir es mit unseren Smartphones, Tablets,

Notebooks und so weiter aktuell schon tun.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

23


Das smarte Leben

Smartphones und Wearables

sind nur der Anfang

Nutzer des Fitness-Trackers „Jawbone UP“ verwenden das Gadget,

um die eigene Fitness und die zugehörigen Ess-Gewohnheiten in

einer zentralen App zu speichern und auszuwerten. „Quantified Self“

lautet hier das Credo.

Der smarte Kühlschrank, der automatisch erkennt,

welche Produkte bald aufgebraucht

sind und deshalb vorsorglich via Internet neue

ordert, oder Autos, die selbstständig auf der

Autobahn zum Überholmanöver ansetzen, Gefahren

innerhalb von Millisekunden erkennen

und später am Zielort zentimetergenau in der

Parklücke Platz finden, sind längst keine Zukunftsmusik

mehr. Unternehmen wie LG oder

Jawbone UP

Samsung haben frühe Versionen von derartigen

Kühlschränken bereits im Sortiment,

Automobilhersteller wie Audi, BMW oder Ford

arbeiten mit Hochdruck an Software, die autonomes

Fahren ermöglicht.

Mitten drin ist bei all diesen Vorhaben

Google: Im Januar 2014 wurde gemeinsam

mit Audi, Kia oder Honda die „Open Automotive

Alliance“ ins Leben gerufen. Dieser Zusammenschluss

soll den Automobilmarkt

in etwa so umkrempeln, wie es die 2007 gegründete

„Open Handset Alliance“ mit dem

Mobilfunkmarkt tat. Erste Fahrzeuge mit

multimedialen Navigationssystemen auf Android-Basis

werden für Ende 2014 erwartet,

Audi hat quasi als Beweis für die hoch

gesteckten Ziele kürzlich einen Prototypen

eines eigenen Android-Tablets gezeigt, mit

dem verschiedene Funktionen des Fahrzeugs

gesteuert werden sollen.

Jubel in der Branche …

Auf der im Januar 2014 in Las Vegas über die

Bühne gegangene Consumer Electronics Show

herrschte Aufbruchsstimmung. Intel-Chef Brian

Krzanich prognostizierte seinem Unternehmen

eine rosige Zukunft, da der Chip-Hersteller gut

für die Ära, die nach Smartphones und Tablets

kommt, gerüstet sei. „Macht alles smart“, lautete

sein in überschwänglicher Silicon Valley-

Manier hinausposaunter Kampfspruch.

Gezeigt wurden unter anderem biometrische

INTEL-CHEF BRIAN KRZANICH:

“MACHT ALLES SMART!”

Kopfhörer, die nicht nur Musik abspielen, sondern

auch die Herzfrequenz messen. Oder eine

Kaffeetasse, die gleichzeitig als Babyphone genutzt

werden kann. Angetrieben wurden all

diese Prototypen von einem extrem energiesparenden

Chip namens Edison, der mitsamt

einer Art Micro-PC in komplett verbautem Zustand

gerade einmal so groß ist wie eine SD-

Karte. Die Message hinter all dem: Alltägliche

Objekte lassen sich mit einem darin verbauten

Intel-Chip in smarte Gadgets verwandeln

Googles smarte Autos

Für Google Streetview sind autonom fahrende Autos schon seit

Jahren unterwegs, durch die Anfang des Jahres ins Leben gerufene

„Open Automotive Alliance“ bündelt Google nun mit Audi,

Honda und Co die Kräfte und will mit ähnlichen Technologien

bald auf den Massenmarkt vorpreschen.

24 Android Magazin Mai/Jun 2014


Das smarte Leben

– und zwar kostengünstig und platzsparend.

Für Intel CEO Brian Krzanich ist klar, dass sein

Unternehmen für die Zukunft der „Wearables“

und das „Internet der Dinge“ gerüstet ist. Diese

Euphorie wird auch von Analysten geteilt. J.P.

Gownder von Forrester Research geht davon

aus, dass 2020 derartige Produkte zum absoluten

Mainstream gehören und von jedem

verwendet werden, den meisten aktuellen Produkten

fehle es aber noch an funktionierenden

Geschäftsmodellen.

… Skepsis bei den Nutzern

“FÜR KRITIKER IST DIESER

SCHRITT EIN WEITERES

PUZZLE-TEIL IM BILD DER

DATENKRAKE GOOGLE”

Die Aufbruchsstimmung zu neuen Technologie-Ufern,

die aus dem Silicon Valley verströmt

wird, findet aber nicht überall Anklang.

Viele sehen im Hype rund um smarte

Alltagsgegenstände oder intelligente Autos

nur eine weitere Penetrierung eines ohnehin

so gut wie nicht mehr vorhandenen Konstruktes

von so etwas wie einer digitalen Privatsphäre.

Öl ins Feuer goss vor wenigen

Wochen Google, als bekannt wurde, dass der

Internet-Gigant das innovative Startup Nest

Labs für 3,2 Milliarden US-Dollar übernimmt.

Stein des Anstoßes ist das Geschäftsfeld, in

dem Nest tätig ist. Denn das von zwei Ex-

Intel Edison

Nest Labs

Der extrem sparsame Edison-Chip

von Intel ist gerade einmal so groß

wie eine SD-Karte und soll, wenn es

nach Intel geht, künftig unter anderem

in einem tragbaren Gadget zur

Überwachung der Körperfunktionen

von Babys eingesetzt werden.

Das intelligente Thermostat von Nest Labs passt sich im

Laufe der Zeit an den Tagesablauf des jeweiligen Haushaltes

an. Nach der Übernahme von Google soll Nest als Marke weiterhin

bestehen bleiben, künftig aber auch an anderen smarten

Gadgets tüfteln.

Apple-Mitarbeitern gegründete Unternehmen

fertigt einen intelligenten Rauchmelder

und einen smarten Thermometer, der das

Verhalten des Nutzers analysiert und sich

so selbstständig konfiguriert. Für Kritiker ist

dieser Schritt ein weiteres Puzzle-Teil im Bild

der Datenkrake Google, deren Masterplan die

endgültige Aushöhlung des privaten Raumes

zu sein scheint. Der Grat zwischen überzogener

Technologieskepsis und naiver Leichtgläubigkeit

ist in dieser Hinsicht wohl so

schmal wie selten zuvor. Denn eines steht

fest: Trotz allem Komfort, wird unser digitales

Leben zunehmend von einer Hand voll IT-

Riesen aus den USA bestimmt, die sich der

europäischen Gesetzgebung weitestgehend

entziehen und in immer noch unbekanntem

Ausmaß mit US-Sicherheitsbehörden kooperieren.

Fazit

Wie sich dieser Umstand noch weiterentwickelt,

muss sich zeigen. Ob wir in Europa

allerdings weit damit kommen, ständig den

laxen Umgang mit dem Thema Datenschutz

zu bemängeln und mit dem Finger auf Facebook,

Google und Co. zu zeigen, darf bezweifelt

werden. Spannender wären eigene Ideen

und innovative Alternativen, die man den

Riesen aus dem Silicon Valley entgegensetzen

könnte und mit gutem Beispiel zeigen

könnte, dass Online-Shops, Suchmaschinen

und Social Networks auch

unter Achtung der eigenen Privatsphäre

funktionieren können. Am Übergang

zum Zeitalter der „Wearables“ und der

„Internet der Dinge“ wäre jedenfalls ein

guter Zeitpunkt dafür. Ob es allerdings

gelingt, ist fraglich.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

25


Quizduell

Ist der Papst

katholisch?

Text: Martin Reitbauer

Quizduell hat nach Skandinavien

auch Deutschland im Sturm erobert.

Über 10 Millionen Deutsche hat das

Quiz-Fieber aktuell im Griff - Tendenz

steigend. Weltweit duellieren

sich etwa 20 Millionen Teilnehmer,

damit ist Quizduell wahrscheinlich

das beliebteste Spiel dieser Art. Wir

gehen dem Erfolg der App-Sensation

auf den Grund und sprechen mit

einem der Gründer. Wer wird Millionär?

Der Schwede Henrik Willstedt

hat gute Chancen.

Ein Spiel läuft über

sechs Runden zu drei

Fragen. Die Spieler

wählen abwechselnd

die Kategorie.

Die Entstehungsgeschichte von

Quizduell ist schnell erzählt:

Die Schweden Henrik und Robert

Willstedt waren Teil einer

kleinen Gruppe von Freizeit-

App-Entwicklern, die abgesehen von kleineren

Erfolgen noch keinen großen Wurf gemacht

hatten. Die große Idee musste her. In einer bis

dahin fruchtlosen nächtlichen Brainstorming-

Session mit seinem Bruder zog sich Henrik

ins Schlafzimmer zurück und proklamierte, er

werde nicht ohne die durchschlagende Idee

wieder herauskommen. Das Exil währte nicht

lange: Schon 15 Minuten später war Quizduell

im Geiste geboren.

So schnell die Idee kam, so bestechend einfach

ist die Quiz-App auch geraten: Sie beantworten

Quizfragen, indem Sie eine von vier

vorgeschlagenen Antworten auswählen. Dabei

treten Sie in sechs Runden gegen einen Gegner

an. Diesen wählen Sie entweder direkt via

Quizduell-Nickname aus, lassen ihn sich zufällig

aus dem Quizduell-Netzwerk zuweisen oder

Sie rekrutieren einen Ihrer Facebook-Freunde

für ein Spiel. Jede Runde besteht aus einer Ab-

26 Android Magazin Mai/Jun 2014


Quizduell

folge von drei Fragen, die für Sie und Ihren Gegner

dieselben sind. Für die Beantwortung sind jeweils

nur 20 Sekunden Zeit – was zumindest für die meisten

Fälle das Schummeln mittels Google und Wikipedia

unmöglich macht. Wer die meisten Fragen richtig

beantwortet, gewinnt und erhält Punkte - je höher

der Gegner im Ranking liegt, desto mehr bringt ein

Sieg ein.

Die Fragen kommen aus einer von 20 Kategorien

wie etwa „Macht und Geld“, „Wunder der Technik“,

„Glaube und Religion“, „Sport und Freizeit“ usw. Vor

jeder Runde werden drei Kategorien zufällig ausgewählt

und einer der beiden Spieler darf daraus

optieren. Die Wahl der Kategorie fällt den Spielern

abwechselnd zu - so können Sie zumindest jedes

zweite Spiel Ihre Stärken ausspielen.

Der Fragenkatalog ist geschätzte 30.000 Fragen

stark. Anfangs bemühten sich die Gebrüder Willstedt

und ihre Mitarbeiter selbst um das Sammeln von Fra-

WIR HABEN JETZT 19 MILLIONEN

NUTZER, DA SIND NATÜRLICH

EIN PAAR DUMME LEUTE DABEI.

gen und Antworten, heute kommen die meisten Fragen

von den Usern selbst: Direkt aus der App können

Sie Fragen mit einer Lösung und drei falschen Antworten

beisteuern, die dann von den Admins überprüft

werden. Sie erfahren allerdings nicht, ob Ihre

Frage in den Katalog aufgenommen wurde – außer

vielleicht durch Zufall und besonders eifriges Spielen.

Erscheint Ihnen eine Frage unangemessen, haben

Sie eine falsche Antwort oder gar einen Rechtschreibfehler

entdeckt, können Sie die Frage auch

bemängeln und so einen Review durch einen Admin

veranlassen.

Mit der enthaltenen Chat-Funktion können Sie

sich nach einer Runde mit dem Gegner austauschen.

Nach einigen frustrierenden Runden können da die

Emotionen schon mal hochgehen, und nicht jeder

zufällig zugeloste Mitspieler ist ein Ausbund der Höflichkeit.

„Wir haben jetzt 19 Millionen Nutzer weltweit,

da sind natürlich ein paar dumme Leute dabei.

Damit müssen wir leben“, sagt Gründer Willstedt

dazu im Interview mit der Süddeutschen.

Nach der ursprünglichen Veröffentlichung der

App im August 2012 hatte die in Schweden „Quizkampen“

genannte App einen phänomenalen Start

hingelegt: kaum zwei Wochen später führte sie die

schwedischen Download-Charts an. Vom heimischen

Erfolg angespornt, äugten die Schweden nach

dem größeren deutschen Markt, wo Quizduell nach

Abschluss der Lokalisierungs- und Übersetzungsarbeiten

im Juni 2013 erschien. Hier stellte sich der

SKURRILES

SCHWERSTE FRAGE

Welcher Hit stand in den 1980er-

Jahren am längsten auf Platz 1 der

deutschen Single-Charts?

A) „Words“ von F.R. David

B) „99 Luftballons“ von Nena

C) „Lambada“ von Kaoma

D) „Life is life“ von Opus.

EINFACHSTE FRAGE

In welcher Stadt steht der

Eiffelturm?“

A) Lille

B) Lyon

C) Paris

D) Madrid

KONTROVERS

Zu welcher Uhrzeit stehen sich

Stunden- und Minutenzeiger exakt

gegenüber?

A) 06:00

B) 12:00

C) 09:15

D) 03:45

Schwer: A; Einfach: C; Kontrovers: A

DEUTSCHLAND QUIZZT: SO EROBERTE DAS SPIEL DIE NATION

11 000 000

SPIELER

Die Spielerzahlen stiegen in

Deutschland anfangs nicht

so explosionsartig wie in

Schweden. Im November

hob das Game aber ab.

300

06.2013

2 500 000

12.2013

11 000 000

02.2014

12 000 000

10 000 000

8 000 000

6 000 000

4 000 000

2 000 000

2192 JAHRE

Ein Quizduell dauert im

Schnitt zwei Minuten. Die

Spieler in der deutschen

Version haben demnach zusammen

bereits 2192 Jahre

gespielt.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

27


Quizduell

Erfolg zwar nicht ganz so schnell ein, im November

war es aber auch hier so weit: Der

erste Platz bei den iPhone-Apps war erobert,

die Nummer 1 im Android-Ranking folgte einige

Wochen später.

Das Business-Modell der Schweden scheint

ganz auf die Premium-Version gebaut zu sein,

denn mit Werbung von Drittanbietern hält sich

das Spiel angenehm zurück - nur ab und zu

kommt ein Vollbild-Overlay. Umso aufdringlicher

ist allerdings die Eigenwerbung zum

Premium-Upgrade, die nach jeder einzelnen

Runde abgewartet und weggeklickt werden

muss. Quizduell Premium kostet € 2,69 und

bietet neben Werbefreiheit einige Zusatzfeatures,

die für besonders ehrgeizige Spieler interessant

sind: Sie können Avatars gestalten,

eigene Spielstatistiken einsehen und das

Farbschema ändern. Ende Februar erschien

für besonders devote Quizduell-Jünger sogar

ein Print-Produkt: „Quizduell – das Buch“ verspricht

„das ultimative

Training“. Der

GERÜCHTEN ZUFOLGE SOLL

QUIZDUELL SOGAR EINE FERN-

SEHSHOW PLANEN

240 Seiten starke

Band enthält die

500 schwersten,

besten und umstrittensten

Fragen

des Spiels.

Daneben wird die

kurz die unwahrscheinliche Erfolgsstory der

Spielemacher erzählt. Doch die Ambitionen

der Schweden machen nicht am Buchmarkt

halt. Gerüchten zufolge soll sogar eine Fernsehshow

in Planung sein, die Endemols „Wer

wird Millionär“ Konkurrenz machen könnte.

Vor allem die Möglichkeiten bei der Publikumsinteraktion

wären zweifelsfrei interessant. Die

Produktionsfirma

ITV (die Macher von

Shows wie „Ich bin

ein Star, holt mich

hier raus“) haben

sich auch schon die

Lizenz für die Show

gesichert. Henrik

Willstedt bestätigt

gegenüber Handelsblatt Online, dass die

Rechte für den deutschen Markt im Deal enthalten

waren. Günther Jauch könnte den Publikumsjoker

brauchen.

„Virale Erfolge sind

immer sehr schwer zu planen“

Quizduell-Mit-Erfinder Henrik Willstedt war bei der Verbreitung der App

ganz auf das natürliche Wachstum der Nutzerzahlen angewiesen. Beworben

wurde das Game nur wenig und Venture-Kapital gab‘s keines.

Über die Quizduell-Fernsehshow hüllt sich der Schwede in Schweigen.

Interview: Martin Reitbauer

BIO

Henrik Willstedt lebt

in Stockholm und war

vor seinem Erfolg als

App-Entwickler als

Journalist tätig. Sein

Bruder Robert ist der

CEO der Firma.

Was hat Ihrer Ansicht nach den schnellen Erfolg von

Quizduell ermöglicht? Wodurch stach die App im riesigen

Spiele-Angebot der App-Stores hervor?

In den Anfängen von Quizduell versuchten wir, etwas Marketing

zu machen, aber das Spiel hob nicht wirklich sofort

ab. Im November „explodierte“ es im App Store, schon Anfang

dieses Monats waren wir die Nummer eins, und das nur

durch organisches Wachstum. Die Leute luden ihre Freunde

zum Spiel ein und das dehnte sich wirklich, wirklich schnell

auf ganz Deutschland aus.

“WIR WOLLEN IN GANZ EUROPA

GROSS RAUSKOMMEN UND DAS

LÄUFT SOWEIT GANZ GUT.”

Wie läuft es in den Märkten USA und Großbritannien?

Was sind Ihre Ziele?

Wir arbeiten sehr hart an diesen Märkten, aber es ist nicht

einfach. Überhaupt nicht einfach. Virale Erfolge sind immer

sehr schwer zu planen, also hoffen wir einfach, dass die

englischsprachigen Länder dasselbe Fieber befällt wie das

deutsche Publikum (lacht). Wir wollen in ganz Europa groß

rauskommen und das läuft soweit ganz gut. Da die Mentalität

in Großbritannien der schwedischen und deutschen

ganz ähnlich ist, hoffen wir, dass auch die Briten das Spiel

schätzen werden.

Sie haben ein Buch herausgebracht. Sie haben die

Rechte für eine Fernsehshow verkauft. Wird Henrik

Willstedt bald über die deutschen Fernsehschirme flackern

und Günther Jauch Konkurrenz machen?

Was Auftritte im Fernsehen angeht, dieses Angebot würde

ich wohl ausschlagen (lacht). Ich bin nicht der Typ, der gern

im Rampenlicht steht. Ich arbeite gern an unserer kleinen

Firma und daran, ein gutes Spiel mit tollen Inhalten zu liefern.

Es gibt so viele andere, die im Fernsehen viel besser

rüberkommen als ich.

Wie könnte die Nutzer-Interaktion in dieser hypothetischen

Fernsehshow aussehen? Rein hypothetisch,

versteht sich.

Zu den Diskussionen um eine Fernsehshow habe ich nur

sehr beschränkte Einblicke, also denke ich, dass ich dazu

28 Android Magazin Mai/Jun 2014


FORDERE DAS ANDROID MAGAZIN-TEAM HERAUS!

Quizduell

Der größte Reiz von Quizduell besteht darin, gegen Freunde und Bekannte anzutreten, deren Stärken und Schwächen man kennt. Auch in der Redaktion

des Android Magazins finden sich einige eifrige Duellanten. Wir laden Sie zu einem Spiel ein! Ein Tipp vorab: Der Autor dieser Zeilen hasst die Kategorie

„Glaube und Religion“. Oder etwa doch nicht?

Harald Gutzelnig

Geschäftsführer

harrygu

„Ich habe einen IQ wie

Einstein oder wie ein

Stein. Egal, Sie haben

keine Chance!“

Andreas Gutzelnig

Projektleiter

Andigu

„Bitte nur „Rund

um die Welt“ &

„Wunder der

Technik“ Fans ;)“

Raphael Schön

Chefredakteur

rejfl

„Fordern Sie mich

heraus, wenn Sie

sich trauen. ;)“

Thomas Pilz

Produktion

halloonlinewelt

Die Intelligenz

verfolgt mich, aber

ich bin schneller!“

Martin Reitbauer

Redakteur

el_flamingo_23

„I will crush

you like bug,

bananencharly64“

„Ich weiß, dass ich

Hartmut Schumacher

nichts weiß. Und

Redakteur

was wissen Sie?“

HSchum

Daniel Kuhn

Redakteur

Aircoholic

„Das ganze Leben

ist ein Quiz(duell),

doch mir fehlen noch

Kandidaten.“

Oliver Janko

Redakteur

_djanko92_

„In sportlichen und

technischen Fragen

bin ich unschlagbar -

glauben Sie nicht?“

„Freewins gibt‘s

Thomas Lumesberger

hier gratis zum

Redakteur

mitnehmen!“

xLumix

nichts weiter sagen kann. Ich weiß ganz ehrlich nicht mehr

darüber als Sie.

Ganz zuletzt: Wer wird Millionär?

Das ist die Millionenfrage, nicht? Das war eine großartige

Fernsehshow, und vor zehn Jahren in Schweden sehr

populär. Die Welt entwickelt sich weiter und in der Zeit der

Smartphones sind besonders jüngere Leute sehr mobil

und wollen tun was sie wollen, wenn sie es wollen. Ich mag

diese Entwicklung, und hoffe, dass sich mehr und mehr von

den alten Medien in mobile Formate wandeln.

Gründer Henrik Willstedt spielt auch selbst noch täglich Quizduell ...

Henrik Willstedt

Erfinder Quizduell

Heinrich1

Das Büro von Feo-Media in Stockholm ist klein und überschaubar.

Neben den Gebrüdern Willstedt arbeiten zehn Angestellte an Quizduell.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

29


Fairphone

Fairphone:

Fair geht vor

Die Herstellung von elektronischen Geräten kann bei bestem

Gewissen nicht als nachhaltig, ethisch oder fair bezeichnet

werden, da Rohstoffabbau, Produktion und

Entsorgung zu Lasten der beteiligten Arbeiter und der

Natur gehen. Das niederländische Unternehmen

Fairphone will in der Technikbranche verwirklichen,

was bei Nahrung und Kleidung schon lange als

Option vorhanden ist – faire und nachhaltig

hergestellte Produkte. Damit hat das Startup

den Beginn einer sozialen Bewegung

in der Industrie eingeläutet, die viel Aufmerksamkeit

verdient.

INTERVENTIONEN

Im Entscheidungsprozess stehen bei Fairphone soziale

Werte und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Die

sogenannten Interventionen sind Beträge, die entsprechende

Initiativen und Programme unterstützen.

€ 22

Material

Initiativen wie „Conflict-Free Tin

Initiative (CFTI) und Solutions for

Hope werden unterstützt und deren

Arbeit auch überwacht.

Produktion

Mit dem „Made with Care“-Programm

sowie einem Wohlfahrtsfonds

für die Arbeiter sollen die

Arbeitsbedingungen in den Fabriken

dauerhaft verbessert werden.

Design

Unterstützung von Open Source-

Entwicklungen, der Software-

Community sowie des Fairphone

Betriebssystems

Recycling

Unterstützung von Initiativen zum

Recycling existierenden, aber auch

die Koordination des durch das

Fairphone eines Tages produzierten

Elektroschrotts

30 Android Magazin Mai/Jun 2014

Grafik: www.fairphone.com


Fairphone

+

= 1 €

€ 68

€ 185

€ 45

€ 5

€ 22

€ 325

= Verkaufspreis

Jeder Würfel entspricht einem Euro des Verkaufspreises

des Fairphones und basiert

aus der Produktion von 25.000 Geräten im

Jahr 2013. Die Zahlen sind der Einfachheit

halber gerundet dargestellt. Unter http://

www.fairphone.com/2013/09/12/costbreakdown/

findet man eine genaue Aufschlüsselung

der einzelnen Posten.

Verkauf/Steuer

€ 56,50 Durchschnittliche Mehrwertsteuer

€ 6,75 Abgaben für Privatkopien, Altgeräteentsorgung

(WEEE) etc.

€ 4,25 Händlermarge

Produktkosten

€ 129,75 Kosten für Design, Entwicklung, Komponenten,

Herstellung und Fertigung

€ 9,-- Zertifizierungen (z.B. CE, GCF,

RoHS, FCC, REACH) und Tests

€ 1,-- Verpackung und (Reparatur-)Anleitung

€ 2,-- Beschaffungslogistik

€ 25,-- Lizenzzahlungen für verwendete

Patente und geistiges Eigentum

€ 18,25 Geschätzte Garantiekosten (inkl. Ersatzteile,

Reparatur und Versand)

Betriebskosten

€ 4,75 Projekt- und Prototypenentwicklung

€ 17,75 Kosten für Personal, Büro, IT und

Reisen

€ 11,25 Rechtsberatung, Buchhaltung und

weitere externe Serviceanbieter

€ 6,-- Events, Kommunikation und öffentliches

Engagement

€ 5,25 Webshop-hosting, Bezahldienste

und Kundenservice

Initiales Geschäftsergebnis

€ 5,-- Reserviert für Unvorhergesehenes,

Investitionen und Finanzierungskosten

Bildmaterial: Fairphone

Text: Daniel Kuhn

Woraus setzen sich die Kosten

eines Smartphones eigentlich zusammen?

Wir alle wissen, dass die

Produktionskosten weit unter dem Verkaufspreis

liegen, aber was macht den Rest aus? Die

großen Hersteller schweigen sich darüber aus,

auch zum Selbstschutz vor der Konkurrenz.

Dass es aber auch transparent geht, zeigt das

niederländische Unternehmen Fairphone. In

einer PDF-Datei hat das Unternehmen genau

aufgeschlüsselt, wie viel des Kaufpreises der

Nutzer wofür zahlt.

Fairphone produziert bisher nur in kleinen

Stückzahlen – große Unternehmen operieren

dagegen in ganz anderen Dimensionen und

haben dadurch nicht nur größere Margen, sondern

durch die niedrigeren Herstellungskosten

auch mehr Einfluss auf die Hersteller und

Zulieferer um die Preise auch weiter niedrig zu

halten. Dies geht allerdings überwiegend zu

Lasten der Arbeitsbedingungen – der Arbeiter

zahlt also letztendlich einen höheren Preis, als

der Endkunde.

Die Probleme einer fairen und nachhaltigen

Produktion eines Smartphones ziehen sich

von dem Rohstoffabbau über die Fertigung

der Komponenten und der Geräte selber, bis

hin zur Entsorgung des anfallenden Elektroschrotts.

Nachdem zunächst mit einer Kampagne

der Waag Society in Amsterdam versucht

wurde, ein Bewusstsein für diese Probleme in

der Gesellschaft zu schaffen, war schnell klar,

dass es damit alleine nicht getan ist. Worten

müssen Taten folgen und so wuchs der Plan,

selber ein Smartphone unter fairen Bedingungen,

ein Fairphone, herzustellen.

Ganz einfach ist dieses Unterfangen allerdings

nicht. Ein Smartphone besteht aus über

100 Bauteilen und 30 verschiedenen Rohstoffen

– bei all diesen Einzelteilen eine konfliktfreie

Herkunft und faire Produktion zu gewährleisten

ist eine echte Herausforderung.

Fairphone ist bei diesem Unterfangen allerdings

nicht auf sich allein gestellt – viele Organisationen,

Initiativen und kleinere Unternehmen,

die die gleichen Wertvorstellungen teilen,

arbeiten mit dem niederländischen Startup zusammen

– Fairphone vereint sie quasi unter

einem Dach, um mit vereinten Kräften am Ziel

des fairen Smartphones zu arbeiten. Das erste

erschienene Smartphone ist nach eigener Aussage

noch kein wirkliches Fairphone, aber ein

solches Ziel lässt sich auch nicht innerhalb weniger

Monate in die Realität umsetzen, weshalb

das erste Smartphone dieses Projekts eher

als „faireres Phone“ zu bezeichnen ist. Es geht

967 000 000 SMARTPHONES WURDEN 2013 WELTWEIT VERKAUFT

Mai/Jun 2014 Android Magazin

31


FairPhone

Alte Elektrogeräte werden per Hand in ihre Einzelteile zerlegt und die wertvollen Metalle

herausgesammelt.

Hauptplatinen alter, zerlegter Mobiltelefone.

vielmehr darum, einen Prozess in Bewegung zu bringen, der

irgendwann auch in der Industrie ein Umdenken bewirkt und

an dessen Ende eben komplett faire Smartphones stehen.

Bis dahin versucht das junge Unternehmen in den einzelnen

Abschnitten eines Smartphone-Lebenszyklus Nachhaltigkeit

zu erreichen und Transparenz herzustellen.

Rohstoffgewinnung

Im Jahr 2010 ist der Dokumentarfilm Blood in the Mobile

des dänischen Filmemachers Frank Piasecki Poulsen erschienen.

In dem Film geht Poulsen dem Gerücht nach,

dass sein Nokia-Handy Rohstoffe aus Konfliktgebieten beinhaltet.

Der Film hat damals für großes Aufsehen gesorgt

und das Thema Konfliktrohstoffe erstmals einem größeren

Publikum näher gebracht.

Das „Bonn International Center for Conversion“ definiert

Konfliktrohstoffe folgendermaßen: „Konfliktressourcen

sind natürliche Ressourcen, deren systematische Ausbeutung

und Handel im Kontext eines Konfliktes zu schwersten

Menschenrechtsverletzungen, Verletzungen des humanitären

Völkerrechts oder Verwirklichung völkerstrafrechtlicher

Tatbestände führen kann.“

In Mobiltelefonen sind vor allem Coltan (in Tantal-Kondensatoren),

Zinn (im Lötzinn) und Gold für Steckverbindungen)

zu finden. Coltan wird zu 80 Prozent in der demokratischen

Republik Kongo abgebaut, in der seit über zehn

Jahren ein blutiger Bürgerkrieg herrscht. Die an dem Krieg

FAIRPHONE IST DAHER AUF DER

SUCHE NACH MINEN, DIE NICHT VON

REBELLEN ODER MILIZEN KONTROL-

LIERT WERDEN

Fairphone-Mitarbeiter helfen vor Ort ein Recycling-System aufzubauen.

beteiligten Rebellen und Milizen kämpfen verbissen um die

Kontrolle der Coltan-Minen, um mit dem Geld aus dem Verkauf

der Rohstoffe, neue Waffen zu kaufen.

Die Industrie weiß zwar um die Probleme, sah bisher aber

keinen Grund, etwas zu ändern und etwa ein System für die

Nachverfolgbarkeit der verwendeten Rohstoffe einzuführen.

Inzwischen haben die USA zwar den Dodd-Frank Act verabschiedet,

der Unternehmen die Verwendung von Konfliktrohstoffen

untersagt, allerdings ist dieser noch nicht komplett in

Kraft getreten und bietet zudem noch einige Schlupflöcher.

Außerdem ist es wichtig, nicht einfach auf Rohstoffe aus

anderen Regionen zurückzugreifen, da somit die Arbeiter in

den Krisenregionen ihrer Arbeit beraubt würden und sich im

schlimmsten Fall den Rebellentruppen anschließen.

Zusammen mit den Initiativen „Solutions for Hope“ und

der „conflict-free tin initiative“ ist Fairphone daher auf der

Suche nach Minen, die nicht von Rebellen oder Milizen kontrolliert

werden, um diese mit sicherem Equipment und

fairer Bezahlung zu fördern. So konnten immerhin 2 von 3

Konfliktrohstoffen, Coltan und Zinn, im ersten Fairphone

bereits durch fair geförderte Alternativen ersetzt werden –

32 Android Magazin Mai/Jun 2014

Frühe Konzeptzeichnungen und Design-Studien des Fairphones.


Fairphones Agenda für eine fairere Wirtschaft

Herstellung

Das junge Unternehmen ist bemüht,

Beziehungen zu Organisationen

aufzubauen, die sich für bessere

Arbeitsbedingungen in den

Fabriken sowie den Rohstoffminen

stark machen, um dort langfristige

Verbesserungen zu etablieren

Wertvolle Materialien

Die Verwendung konfliktfreier Ressourcen

und deren Abbau unter

fairen Bedingungen war eines der

ersten Ziele des niederländischen

Startups. Die beteiligten Menschen

sollen der Industrie wichtiger werden,

als eine hohe Marge.

FairPhone

Fairphone

Grafik: www.fairphone.com

Smartes Design

Das Fairphone wurde so konzipiert,

dass es sich leicht reparieren lässt,

wenn eine Komponente defekt ist. Eine

langfristige Update-Politik sowie die

Unterstützung der Entwickler-Community

sollen ebenso den Lebenszyklus

des Geräts verlängern.

Klare Verträge

Bei den Verträgen mit den kooperierenden Unternehmen

setzt Fairphone auf faire Preisgestaltung und

Transparenz.

Bleibender Wert

Fairphone wurde so konzipiert, dass es

eine lange Lebensdauer besitzt, aber

auch für den Fall eines defekten Gerätes

hat sich das Unternehmen um das

Recycling gekümmert, damit wertvolle

Rohstoffe wiederverwendet werden und

Mensch und Natur entlastet werden.

Nachhaltigkeit entsteht auch duch das Design des Smartphones selbst. So ist etwa der Akku austauschbar und Fairphone will Ersatzteile anbieten,

wodurch Kunden mit entsprechendem Know-how diverse Reparaturen selbst durchführen können.

derzeit arbeitet das Team auch daran, dies für

Gold zu erreichen, was allerdings um einiges

schwieriger ist.

Produktion

Nachdem die Rohstoffe abgebaut sind, durchlaufen

sie viele Produktionsstufen in unterschiedlichen

Unternehmen, bevor sie in einer

Fabrik landen, und zu einem Smartphone zusammengesetzt

werden. Durch dieses Geflecht

aus Zulieferbetrieben ist es leider nahezu unmöglich

nachzuvollziehen, woher die Rohstoffe

kommen und unter welchen Bedingungen die

Komponenten entstanden sind. Bekannt sind

allerdings die Umstände in den Fabriken, in

denen die Geräte zusammengebaut werden.

Im Jahr 2010 stand das Unternehmen Foxconn

mehrfach in den Schlagzeilen, nachdem

insgesamt 20 Mitarbeiter versucht haben Suizid

zu begehen, 14 davon mit tödlichem Ausgang.

Die Arbeitsbedingungen werden als einer

der Hauptgründe angesehen. Dazu zählen u.a.

lange Überstunden, niedrige Stundenlöhne,

schlechte Arbeitsverhältnisse und die Diskriminierung

der Arbeiter vom chinesischen Festland

durch taiwanische Mitarbeiter. Foxconn

hat daraufhin zwar die Löhne der Arbeiter angehoben

und Netze an den Fabriken gespannt,

um zu verhindern, dass sich weitere Mitarbeiter

vom Fabrikdach stürzen, doch nur zwei

Jahre später haben rund 150 Mitarbeiter damit

gedroht, kollektiv vom Dach des Fabrikgebäudes

zu springen, um damit gegen die Arbeitsbedingungen

zu protestieren. Foxconn ist einer

der Hauptfertiger für Unternehmen wie Apple,

Dell, HP, Motorola, Nintendo, Nokia und Sony.

Vor allem Apple steht immer wieder in der Kritik

durch Organisationen wie „make IT fair“, vor

der Präsentation eines neuen iPhones oder

iPads großen Druck auf Foxconn auszuüben,

damit die vorbestellten Geräte auch rechtzeitig

fertiggestellt sind. Dadurch erhöht Foxconn

wiederum den Druck auf die Arbeiter.

Es gibt zwar auch Stimmen, die behaupten,

die Arbeitsbedingungen bei Foxconn seien

vergleichsweise gut, was allerdings wiederum

ein sehr finsteres Bild vom Rest der Industrie

zeichnet – Foxconn ist demnach also nur der

prominenteste Vertreter dieses Problems.

Es gibt aber nicht nur Fabriken in China, in

denen derartige Bedingungen herrschen. Fair-

Mai/Jun 2014 Android Magazin

33


Bild: www.fairphone.com

Fairphone

phone hat die erste Charge von 25.000 Geräten

bei Changhong fertigen lassen, deren Leitung

die Idee hinter dem Fairphone teilt. Diese Fabrik

wurde zuvor mit der chinesischen Initiative

TAOS zusammen inspiziert. Nachdem die

Firmenleitung Verbesserungen der Arbeitsbedingungen

durchgeführt hat, und somit den

Richtlinien der Ethical Trading Initiative (ETI)

entspricht, konnten die ersten Fairphones guten

Gewissens gefertigt werden.

Lebensdauer

Die meisten elektronischen Geräte haben

einen recht begrenzten Lebenszeitraum. Natürlich

verdienen die Hersteller an einem verkauften

Gerät nur ein einziges Mal, nämlich

wenn es verkauft wird. Um also mehr Geld zu

verdienen, werden jedes Jahr neue Modelle mit

leichten Verbesserungen auf den Markt gebracht,

um die Absatzzahlen anzukurbeln.

Es fällt schwer, sich aufgrund der Marketing-Offensive

nicht diesem Konsumrausch

hinzugeben, doch braucht man tatsächlich alle

zwei Jahre ein neues Smartphone, oder alle vier

Jahre einen neuen Fernseher? Man könnte sich

diesen Mechanismen als Kunde theoretisch

leicht entziehen, indem man Gerät so lange

wie möglich nutzt – wäre da nicht die geplante

Obsoleszenz, also der geplante Verschleiß. Geräte

werden bei der Produktion bewusst mit

Schwachstellen ausgestattet, die die Lebensdauer

des Produkts reduziert. Doch wenn nur

GERÄTE WERDEN BEI DER

PRODUKTION MIT SCHWACH-

STELLEN AUSGESTATTET

ein Bauteil kaputt ist, kann man es doch eigentlich

einfach reparieren, oder nicht?

Smartphones sind hochintegrierte Geräte.

Viele Komponenten werden fest miteinander

verbunden, zum Beispiel um Platz zu sparen,

wie etwa beim Display, das mit dem Touchscreen

und der Glasplatte verklebt ist, damit

die Einheit und somit das Gerät dünner wird,

oder beim Akku, der nicht mehr entnommen

werden kann. Eine Reparatur ist dadurch nicht

nur deutlich schwieriger, die nötigen Ersatzteile

sind auch teurer, wodurch ein Neukauf

meistens günstiger ist, als eine Reparatur.

Das Fairphone mag zwar nicht so dünn sein,

wie die Produkte der Konkurrenz, das liegt allerdings

daran, dass es auf leichte Reparierbarkeit

ausgelegt ist. In Kürze werden Ersatzteile

auf der Fairphone-Seite angeboten und außer-

Kamera

Die Kamera auf der Rückseite

mit 8 Megapixel und

optischem Bildstabilisator

macht gute Fotos

Akku

Dank des 2.000 mAh-

Akkus besitzt das Fairphone

recht gute Laufzeiten

von bis zu zwei Tagen.

Display

Das 4,3 Zoll-Display löst

mit 960 x 540 Pixeln nicht

besonders hoch auf, ist

aber trotzdem scharf.

Das Fairphone-Smartphone

Das Fairphone ist ein solides Mittelklasse-Smartphone.

Die verbauten Komponenten

wie der Mediatek-6589M-Quad-Core-Prozessor

können zwar nicht unbedingt

als bestmögliche Ausstattung bezeichnet

werden, aber dennoch als gut. Und trotz

der Ausrichtung auf den Mittelklassemarkt,

bietet das Fairphone genug Ausstattung

und Leistung um den Ansprüchen der meisten

Durchschnittsnutzer zu entsprechen.

Die Verarbeitung des Gerätes ist sehr gut –

das Gehäuse ist zwar aus Plastik gefertigt,

fühlt sich aber wertig an, was nicht zuletzt

auch durch das relativ hohe Gewicht von

DETAILS ZUM FAIRPHONE

Das Fairphone ist mit knapp einem Zentimeter

nicht gerade das dünnste Smartphone am Markt,

fühlt sich dafür aber sehr robust an und lässt

sich zudem leichter reparieren, als die meisten

Smartphone-Magermodels.

170 Gramm bedingt ist. Das Fairphone wird

ohne Ladegerät und Kopfhörer ausgeliefert.

Der Grund hierfür ist, dass die meisten

Menschen bereits Standard USB-Ladegeräte

und eigene Kopfhörer zu Hause herumliegen

haben und diese für das Fairphone

verwenden können. Somit lassen sich nicht

nur Kosten, sondern auch unnötiger Elektroschrott

reduzieren. Auf dem Fairphone

kommt derzeit noch Android 4.2 Jelly Bean

mit einem Custom-Launcher zum Einsatz,

ein Update ist aber derzeit bereits in Arbeit.

Später sollen alternativ auch Firefox OS und

Ubuntu Phone angeboten werden.

Das Fairphone besitzt einen Dual-SIM-Slot. So

lassen sich in einem Gerät zwei SIM-Karten, z.B.

eine private und eine für die Arbeit, vereinen –

somit lässt sich also quasi ein ganzes Gerät einsparen.

34 Android Magazin Mai/Jun 2014


Fairphone

dem hat das Unternehmen mit der Webseite

iFixit.com zusammengearbeitet und eine Reparatur-Anleitung

erstellt. Leichte bis mittlere

Schäden bedeuten also nicht mehr das Ende

des Gerätes. Auch beim leidigen Thema Updates

plant Fairphone im Voraus. Da Fairphone

noch ein sehr junges Unternehmen mit bisher

erst einem Smartphone ist, ist es für das

Unternehmen zwar schwer festzulegen, wie

lange das Gerät mit Aktualisierungen versorgt

wird – zwei Jahre werden es aber garantiert

sein. Darüber hinaus wird das Smartphone bereits

gerootet ausgeliefert und die Bemühungen

eine aktive Entwickler-Community aufzubauen,

sollen es dem Nutzer einfach machen,

Custom ROMs oder alternative Betriebssysteme.

zu installieren.

Recycling

Was passiert eigentlich mit elektronischen Geräten,

nachdem sie das Ende ihres Lebenszyklus

erreicht haben? Sie werden recycled. Das ist

allerdings leider nur teilweise richtig. Zwar machen

steigende Preise für Metalle und andere

Rohstoffe das Recycling von Elektroaltgeräten

aus wirtschaftlicher Sicht immer interessanter,

doch der Großteil des Elektroschrotts wird

nach wie vor entsorgt – allerdings nicht etwa

hierzulande. Schätzungen zufolge werden bis

zu 85 Prozent der alten und defekten Geräte

aus Industrienationen in Schwellen- und Entwicklungsländer

in Afrika und Asien verschifft.

Mit einfachsten Werkzeugen und ohne jegliche

Sicherheitsstandards versuchen dort Arbeiter

– darunter oft auch Kinder – an die verbauten

Rohstoffe zu gelangen. Dabei werden die

Geräte häufig verbrannt, oder in Säurebädern

aufgelöst, was beides zu massiven Umweltund

Gesundheitsschäden führt. Ganze Landstriche

ersticken förmlich in unserem Elektroschrott.

Zwar sollen einige Gesetzesänderungen

dem Elektroschrott-Dumping nach Afrika und

Asien ein Ende bereiten, leider werden diese

Gesetze aber nicht immer sehr genau befolgt,

so dass sich nur sehr langsam etwas an der Situation

ändert. Zusammen mit der niederländischen

Stiftung „Closing the Loop“ hat Fairphone

begonnen, dieses Problem in Angriff

zu nehmen und dort Recycling-Programme

aufzubauen, wo sie noch nicht existieren, aber

dringend nötig sind. Händler in den betroffenen

Gegenden werden angehalten, defekte

Mobiltelefone zu sammeln und nicht wegzuwerfen.

Für die gesammelten Geräte erhalten

sie einen kleinen Geldbetrag. Danach werden

die Geräte zu einer modernen Recycling-Anlage

in Europa gebracht, und die daraus gewonnenen

Metalle für die Produktion der

nächsten Fairphones verwendet. So schließt

sich der Kreis, wenn auch nur langsam.

Endkundenabsatz von Smartphones

weltweit von 2007 bis 2013 (in Millionen Stück)

2007

2008

2009

Verkaufte Geräte in Millionen

2010

2011

2012

2013

Quelle: © Statista 2014

122,32

139,29

172,38

296,65

472

680,11

967,78

Gegenwart & Zukunft

Nachdem die Crowdfunding-Kampagne ein

riesigen Erfolg war und auch die erste produzierte

Charge von 25.000 Fairphones sehr

schnell ausverkauft war, arbeitet man nun an

der Einhaltung der gemachten Versprechen –

hier stehen besonders der Start des geplanten

Recycling-Programms, das Angebot von

Ersatzteilen, sowie der Aufbau der Community

im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird aber auch

schon an der Produktion weiterer Geräte gearbeitet.

Zunächst soll in diesem Jahr im Sommer

eine zweite Charge des bereits bekannten

Fairphone gebaut werden. Um herauszufinden,

wie groß die Nachfrage ist, kann man sich

auf der Webseite vorregistrieren und es dann

vorbestellen, sobald es soweit ist. Außerdem

wird auch an einem Nachfolger gearbeitet, allerdings

ist die Planung hier noch in einem derart

frühen Stadium, dass noch keine konkreten

Aussagen getroffen werden können. Das

zweite Fairphone soll aber technisch auf höherem

Niveau mitspielen und gleichzeitig noch

eine ganze Ecke fairer produziert werden.

Eines der Hauptprobleme, dem Fairphone

dabei gegenüber steht, ist die Wachstumsgeschwindigkeit.

Das Unternehmen ist noch sehr

jung und vergleichsweise klein. Hier muss das

Wachstum vorsichtig hochskaliert werden, um

nicht plötzlich vor massiven strukturellen Problemen

zu stehen. Ein weiterer Grund für das

kontrollierte Wachstum ist externer Natur. Die

Minen, aus denen die Rohstoffe bezogen werden

und die Fabriken, in denen das Fairphone

zusammengebaut wird, aber auch die beteiligten

Initiativen und Organisationen sind allesamt

recht klein und nicht für einen massiven

Produktionsanstieg gewappnet. Auch hier ist es

wichtig, dass die Produktionsmengen des Fairphone

langsam gesteigert werden, damit das

gesamte Netzwerk organisch mitwachsen kann.

Weiterführende Links

Make IT fair

http://makeitfair.org/

Global Witness

http://new.globalwitness.org/index.php

Basel Action Network

http://www.ban.org/

iFixit

http://www.ifixit.com/

Arte-Themenseite

https://future.arte.tv/de/thema/fair-produzierte-smartphonesund-tablets-geht-das#article-anchor-10796

Blood in the Mobile:

http://bloodinthemobile.org/-das#article-anchor-10796

Mai/Jun 2014 Android Magazin

35


Fairphone

„Wichtig ist der Dialog

und nicht der Fokus

auf das Negative.“

Roos van de Weerd - Public Engagement Fairphone

Wir haben uns mit Roos van de Weerd von Fairphone

über die Hürden und Herausforderungen des ambitionierten

Projektes unterhalten und uns über die Rahmenbedingungen

in der Branche informiert.

Interview: Daniel Kuhn

Nachdem das gleichnamige

soziale Projekt schon zwei Jahre

lang lief, wurde im Januar 2013

das soziale Unternehmen Fairphone

gegründet. Die Firma wird von

CEO Bas van der Abel geleitet,

sitzt in Amsterdam und beschäftigt

sieben Mitarbeiter.

Was waren die größten Probleme, die ihr am Anfang der

Entwicklung des Fairphones hattet?

Das erste größte Problem war die Produktionsprozesse

eines Smartphones zu analysieren und zu erkennen, wo wir

uns wie einschalten können. In diesem Sinne war die größte

Herausforderung, Nachhaltigkeit als Motor für die Produktion

zu nutzen, soziale und ökologische Werte zu etablieren

und einzuschätzen, inwiefern man auch als kleines Projekt

etwas bewirken kann. Als kleiner Player hat man nur bedingt

Einblick in Zuliefererketten. Zulieferer haben ihre eigenen

Zulieferer. Es ist eine sehr sehr komplexe Branche und

das macht es schwierig, in dieser Hinsicht sofort etwas zu

ändern. Wir versuchen zu ergründen, woher die einzelnen

Komponenten kommen und möchten die Zuliefererkette

aufrollen. Mit dem ersten Modell sind wir die ersten Schritte

gegangen, aber wir sind noch weit vom Ziel entfernt.

Unser Vorhaben ist schwierig,

genaU deshalb spielen wir

naiVität als strategie aUs.

Ihr bezeichnet euch auf eurem Unternehmens-Blog als

„strategisch naiv“, was meint ihr damit?

Wir wussten, dass unser Vorhaben schwierig und sehr

komplex ist, aber genau deshalb haben wir beschlossen,

Naivität als Strategie auszuspielen. Also, obwohl wir mit

vielen Problemen gerechnet haben, nahmen wir sie wohlwollend

in Kauf und warteten ab, was passiert.

Wie beeinflussen all eure bisher gesammelten Erfahrungen

das nächste Fairphone?

Wir beschäftigen uns hinter den Kulissen bereits sehr intensiv

mit diesem Thema. Firefox OS und Ubuntu OS sind

beispielsweise etwas, was wir uns genauer ansehen. Wenn

wir langfristig etwas bewegen wollen, müssen wir zudem

mehr Geräte produzieren können. Auch das Thema Repa-

rierbarkeit liegt uns sehr am Herzen, wir sehen uns gerade

an, wie wir dergleichen in der zweiten Fairphone-Generation

umsetzen können. Aber nicht nur das Produkt selbst

ist wichtig, auch das Drumherum entwickelt sich weiter.

Beispielsweise sind wir gerade dabei, auf Fairtrade Gold als

Komponente umzusteigen, aber das dauert alles seine Zeit.

Am ersten Fairphone wurden die Mittelklasse-Spezifikationen

kritisiert. Wollt ihr an der technischen Ausrichtung

beim nächsten Fairphone etwas ändern?

Natürlich wollen wir den Entwicklungen in der Industrie folgen,

allerdings wollen wir es etwas anders machen. Für uns

ist es wichtig, die Balance zu finden: Wie können wir etwas

Positives bewirken und dennoch ein gutes Gerät abliefern?

Wir waren uns beim ersten Fairphone durchaus bewusst,

dass es sich „nur“ um ein Mittelklasse-Smartphone handelt.

Es geht uns aber auch nicht so sehr um das Gerät selbst,

sondern um die Community und die Message dahinter. Ich

persönlich finde die Ausrichtung auf die Mittelklasse gut, weil

sich viele gar nicht darüber bewusst sind, dass die Mittelklasse

für die meisten Menschen völlig ausreicht. Wir wollen

mehr sein als ein Smartphone-Hersteller. Es geht um mehr

als nur das Gerät selbst. In dieser Hinsicht ist es interessant

zu sehen, welche Aufmerksamkeit Projekten wie Fairphone

oder Phonebloks (Anm.: Konzept eines modularen Smartphones)

geschenkt wird. Es zeigt ein unglaubliches Verlangen

nach Innovation. Und zwar eine andere Art von Innovation,

die über das Produkt hinausgeht und sich mit Aspekten wie

der Lebensdauer des Produktes beschäftigt.

Stichwort Lebensdauer: Software-Updates sind neben der

Technik ein wichtiger Aspekt für viele Kunden. Wie lange

soll das Fairphone mit Updates versorgt werden?

Das wird sich bei uns erst zeigen müssen, wir haben noch

nie zuvor ein Smartphone produziert. Aber unsere Mission

ist es, den Kunden so lange wie möglich zu unterstützen

und niemanden zum Umstieg auf eine neue Generation zu

zwingen. Diesen Ansatz verfolgen wir sowohl bei der Software,

als auch bei der Hardware. In den kommenden Mo-

36 Android Magazin Mai/Jun 2014


Fairphone

ner Sicht würde ich sagen, dass wir einen Startschuss in die

richtige Richtung gesetzt haben und wir Teil eines Anfangs

sind. Nicht nur Fairphone ist hier inbegriffen, sondern auch

entsprechende Gesetze und aufgeklärtere Konsumenten.

Ich würde sagen, unser Einfluss ist klein, aber es ist ein erster

Funke. Wichtig ist denke ich, einen Dialog zu starten und

sich nicht nur auf das Negative zu fokussieren. Wir wollen

den Konsumenten einen alternativen Weg zeigen. In diesem

Sinne denke ich, dass wir eher auf die Wahrnehmungsebene

der Menschen einen Einfluss haben.

In „Urban Mining“-Workshops wird erklärt, welche Materialen und Ressourcen aus alten

Handys gewonnen werden können. Dazu zählen etwa Zinn, Kupfer, Tantalum oder Gold.

Die Hersteller zeigen mit Dem

Finger auF etwas, woFür sie

selbst verantwortlicH sinD.

naten starten wir mit dem Verkauf von Ersatzteilen. Das ist

in der Branche etwas Neues und wir werden beobachten,

wie sich das entwickelt. Ob es die Kunden annehmen, muss

sich aber erst zeigen. Nur etwas anzubieten, bedeutet nicht,

dass sich etwas ändert. Wir sind gespannt, wie das Fairphone

dem Zahn der Zeit trotzt.

Du hast vorhin Phonebloks angesprochen, die an einem

modularen Smartphone-Konzept arbeiten. Auch Google

arbeitet an einem ähnlichen Projekt. Habt ihr Kontakt oder

arbeitet ihr sogar zusammen?

Wir arbeiten nicht direkt zusammen, haben aber einen guten

Kontakt zu Phonebloks. Wir hatten schon Meetings mit ihnen

und finden es toll, was sie machen. Sie sind so wie wir in einer

frühen Phase. Wir teilen mit ihnen gewisse Grundwerte in dem

Sinne, dass ein Smartphone es wert sein soll, es zu behalten

und nicht nach ein paar Monaten weggeworfen wird.

Nokia und Samsung haben erst kürzlich öffentlich zugegeben,

durch eigene Untersuchungen festgestellt zu haben,

dass Konfliktmineralien für die Herstellung ihrer Geräte im

Spiel sind. Gleichzeitig wurde angeprangert, dass es kein

vertrauenswürdiges System gebe, um in der Elektronik-Industrie

die genaue Herkunft von Materialien festzustellen.

Ist das tatsächlich der Fall?

Grundsätzlich muss man festhalten, dass es erst durch

NGOs, die Medien und die Konsumenten zum Thema wurde.

Der öffentlichen Meinung folgend, werden Untersuchungen

eingeleitet und Statements veröffentlicht. Wie ernst die

Auseinandersetzung mit diesem Thema den großen Playern

der Branche wirklich ist, ist fraglich. In Bezug auf ein fehlendes,

vertrauenswürdiges System kann ich nur sagen, dass es

kein vertrauenswürdiges System gibt, weil es niemand ins

Leben ruft. Die Hersteller spielen eine entscheidende Rolle

und können tatsächlich etwas verändern. Sie haben die

Stärke, einen Wandel einzuleiten und die Debatte zu bestimmen.

Aber wenn es nur halbherzig oder quasi als Alibi verfolgt

wird, wird sich nichts verändern. Ich sehe es nicht als

lahme Entschuldigung, aber hier wird mit dem Finger auf etwas

gezeigt, wofür man selbst verantwortlich ist. Die Initiativen,

denen wir angehören, sind ebenso klein wie wir. Viele

von ihnen wurden kritisiert, weil sie häufig in zu kleinen Dimensionen

denken. Und bei großen Herstellern geht es um

große Dimensionen. Aber wie sollen die Initiativen wachsen,

wenn sie von keinem großen Player unterstützt werden?

Hier gibt es ein klassisches Henne- und Ei-Problem.

Ihr seid zwar klein, aber ihr habt dennoch schon einiges erreicht

und habt ein serienreifes Smartphone auf dem Markt.

Wie groß denkst du ist euer Einfluss auf die Branche?

Wir haben auf verschiedene Bereiche Einfluss und es ist

schwer festzustellen, wo genau diese liegen. Aber aus mei-

Auch die Produktionsbedingungen von Smartphones werden von Fairphone adressiert.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

37

Reparierbarkeit und Lebensdauer sind Themen, mit denen sich Fairphone intensiv beschäftigen.


Foto: Samsung

DIE NEUEN

Ersteindruck

Neue Trends, Smartphones, Tablets, Gadgets

Im Zuge der weltweit größten Mobilfunk-Messe,

dem Mobile World Congress,

gab es im sonnigen Barcelona unzählige

Neuheiten zu sehen. Wir haben die spannendsten

Smartphones, Tablets und Gadgets

für Sie zusammengefasst und verraten

Ihnen unseren Ersteindruck.

SONY XPERIA M2

LTE-Smartphone zum Kampfpreis

Für 279 Euro (UVP) bietet das Xperia M2 außergewöhnlich

viel: Herzstück ist ein Qualcomm

Snapdragon 400 Quad Core-Chip mit 1,2 GHz,

einer Adreno 305 GPU und 1 GB RAM. Somit ist

das M2 für diese Preisklasse überraschend flott.

Abstriche gibt‘s aber beim Display, dieses ist 4,8

Zoll groß und löst mit etwas enttäuschenden 960

x 540 Pixeln auf. Das ergibt eine nicht mehr zeitgemäße

Pixeldichte von 229 ppi. Positiv ist die

LTE-Konnektivität und die Möglichkeit, den internen

Speicher per microSD-Karte erweitern zu

können. Das M2 ist zwar nicht IP-zertifiziert, das

Design gefällt aber genau so wie beim Z2.

Android: 4.3 / Display / Auflösung: 4,8“, 960 x 540

CPU: 4 x 1,2 GHz / Speicher: 8 GB / RAM: 1 GB

Kamera: 8,0 MP, 0,3 MP / Video: 1080p /Akku: 2300 mAh

Abmess. / Gewicht: 139,6 x 71,1 x 8,6 / 148 g

Verarbeitung, Hardware und Preis

Veraltete Display-Auflösung

Einschätzung

+


€ 600

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 5,2“, 1920 x 1080 CPU: 4 x 2,3 GHz

Speicher: 16 GB / RAM: 3 GB Kamera: 20,7 MP, 2,2 MP / Video: 2160p

Akku: 3000 mAh / Abmess. / Gewicht: 146,8 x 73,3 x 8,2 / 163 g

+ Top-Hardware, cooles Design Hohes Gewicht

Einschätzung


SONY XPERIA Z2

Sehr vielversprechendes Sony-Flaggschiff

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Das Display des Xperia Z2 ist 5,2 Zoll groß und löst in Full

HD auf. Der Unterschied zum Vorgänger ist, dass Farben

kräftiger wirken – das war der größte Schwachpunkt des

Z1. Wie beim Galaxy S5 ist ein Qualcomm Snapdragon 801

Quad Core-Prozessor verbaut, dieser taktet aber minimal

langsamer mit 2,3 GHz, das Z2 bietet dafür aber satte 3 GB

Arbeitsspeicher. Der Akku fällt mit 3.200 mAh überdurchschnittlich

groß aus. Neben dem staub- und wasserdichten

Gehäuse (IP55 und IP58) ist auch die Kamera des Z2 ein Alleinstellungsmerkmal.

Diese bietet nämlich satte 20,7 Megapixel

und zeichnet Videos in 4K-Auflösung auf. Die Aufnahmegeschwindigkeit

ist ebenfalls beachtlich, so lassen sich

120 Bilder pro Sekunde in Full HD aufzeichnen. In diesem

Modus kann man auch die TimeShift-Funktion, sprich Zeitlupe

anwenden, was mit 4K nicht möglich ist.

38 Android Magazin Mai/Jun 2014


€ 360

Ersteindruck

GALAXY S4 BLACK EDITION

Die Nobel-Variante des Samsung Galaxy S4

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Samsung will den seriösen, edlen Look nicht den Note-Besitzern vor-

behalten. Nachdem das Note 3 sowie die Note PRO- und Galaxy Tab-

PRO-Serie das Plastik-Lederimitat an der Rückseite tragen dürfen, ist

nun auch das Galaxy S4 dran. Die „Black Edition“ gefällt mit einer stilsicheren

Gehäuseoptik und dazu passenden Klingeltönen sowie Hintergründen

für Homescreen und Sperrbildschirm. Technisch ist die Black

Edition aber nicht von der Standard-Variante zu unterscheiden.

Wer es etwas kleiner mag, kann auch zum Galaxy S4 mini greifen,

denn auch das kleinere, technisch abgespeckte Modell des S4 wird in

einer Black Edition zu haben sein.

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 4,99“, 1920 x 1080

CPU: 4 x 1,9 GHz / Speicher: 16 GB / RAM: 2 GB

Kamera: 13 MP, 2,1 MP / Video: 1080 p / Akku: 2600 mAh

Abmess. / Gewicht: 136,6 x 69,8 x 7,9 / 130 g

+

Gewohnte Galaxy S4-Qualität in neuem Gewand

Keine wirklich tiefgreifenden Neuerungen

Einschätzung


€ 275

GIONEE ELIFE S5.5

Mit 5,5 Millimeter zu medialem Weltruhm

Auf dem dünnsten Smartphone der Welt prangt nicht das Logo von HTC,

LG, Samsung oder Sony sondern jenes des chinesischen Unternehmens

Gionee. Im 5,5 Millimeter dünnen Gehäuse mit Metallrahmen steckt sehr

solide Hardware. Das sind ein Quad Core-Chip von Mediatek, ein Samsung

Super AMOLED Full HD-Bildschirm mit 5 Zoll (wahrscheinlich der

gleiche wie im Galaxy S4), Gorilla Glass 3, 2 GB RAM und eine 15 MP

Kamera. Das Design gefällt, wobei die sehr stark angepasste, auf Android

4.2 basierende Benutzeroberfläche nicht jedermanns

Geschmack treffen dürfte.

€ 280

„IM 5,5 MILLIMETER

GEHÄUSE STECKT

TOP-HARDWARE.“

Android: 4.2 / Display / Auflösung: 5,0“, 1920 x 1080

CPU: 8 x 1,7 GHz / Speicher: 16 / RAM: 2 GB

Kamera: 13 MP, 5 MP / Video: 1080 p / Akku: 2300 mAh

Abmess. / Gewicht: 145,1 x 70,2 x 5,55 / 130 g

Imposante Hardware und schönes Gehäuse

Veraltete Android-Version und eigenwillige UI

Einschätzung

+


€ 400

Android: 4.2 / Display / Auflösung: 7,0“, 1920 x 1200 CPU: 4 x 1,6 GHz /

Speicher: 16 GB / RAM: 2 GB Kamera: 13 MP, 5 MP / Video: 1080p

Akku: 5000 mAh / Abmess. / Gewicht: 183,5 x 103,9 x 7,18 / 239 g

+ Design, Leistung , Gewicht Als Smartphone zu groß und klobig

Einschätzung


HUAWEI MEDIAPAD X1 7.0

Schnelles 7 Zoll Phablet mit edler Verarbeitung

Phablets, also Mischungen aus Smartphones und Tablets, waren

bislang eher in der Gegend rund um 6 Zoll zu finden. Der

chinesische Hersteller Huawei schraubt die Displaygröße

noch mal nach oben und hat mit dem Mediapad X1 7.0 ein

schönes und sauber verarbeitetes Gerät im Portfolio.

Die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln sorgt für eine hervorragende

Pixeldichte von 323 ppi. Mit einem Gewicht

von nur 239 Gramm und einer Dicke von lediglich

7,18 Millimeter liegt das X1 7.0 dank Alu-Rückseite

hervorragend in der Hand. Ein Quad Core-Chip

von HiSense und 2 GB RAM sorgen für ordentlich

Dampf unter der Haube.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

39


Ersteindruck

DAS LG G2 MINI IST FÜR

ALLE, DENEN AKTUELLE

TOP-GERÄTE ZU GROSS

ODER ZU TEUER SIND.

€ 350

LG G2 MINI

Kleiner Bruder mit deutlichen Hardware-Abstrichen

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Das LG G2 Mini ist eine kleinere und technisch abgespeckte Variante des aktuellen

Flaggschiffes von LG, dem G2. Statt eines Qualcomm Snapdragon 800 kommt

in der Mini-Version „nur“ ein Snapdragon 400 zum Einsatz. Die Auflösung des 4,7

Zoll großen Displays beträgt etwas magere 960 x 540 Pixel, hier wäre zumindest ein

HD-Bildschirm wünschenswert gewesen. Dafür gibt es als Software Android 4.4 und

die vom großen Bruder bekannten Features wie etwa KnockOn oder die Lautstärke-Wippe

sowie den On-Off-Button auf der Rückseite. In Summe also ein schönes

Smartphone für alle, denen die aktuellen Top-Geräte zu groß oder zu teuer sind.

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 4,7“, 960 x 540

CPU: 4 x 1,2 GHz / Speicher: 8 GB / RAM: 1 GB

Kamera: 8 MP, 1,3 MP / Video: 1080 p / Akku: 2440 mAh

Abmess. / Gewicht: 129,6 x 66 x 9,8 / 121 g

+ LTE, angenehmen Größe und 4.4 KitKat

Schwache Auflösung

Einschätzung


€ 600

LG G PRO 2

LGs Antwort auf das Galaxy Note 3

Spannend ist auch das LG G Pro 2, der Nachfolger des LG gelungenen Phablets.

Grundsätzlich gleicht dieses in Sachen Hardware weitgehend dem LG

G Flex, das heißt: 5,9 Zoll großes Display (hier aber mit Full HD), Snapdragon

800, 3 GB Arbeitsspeicher und Android 4.4 KitKat mit allen LG-eigenen Software-Features

wie etwa KnockOn und den rückseitig angebrachten Tasten.

In Südkorea geht das G Pro 2 im März an den Start, wann und ob das Gerät

auch in Deutschland kommt, ist noch ungewiss.

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 5,9“, 1920 x 1080 CPU: 4 x 2,3 GHz

Speicher: 16 GB / RAM: 3 GB

Kamera: 13 MP, 2,1 MP / Video: 2160 p / Akku: 3200 mAh

Abmess. / Gewicht: 157,9 x 81,9 x 8,3 / 172 g

Tolle Hardware und sehr gutes Display

Etwas unhandlich

Einschätzung

+


40 Android Magazin Mai/Jun 2014


€ 379

HTC DESIRE 816

Aggressiv in die hart umkämpfte Mittelklasse

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Neben dem mit einem 4,7 Zoll großen Display ausgestatteten Desire

610 veröffentlicht HTC in Kürze auch das Desire 816. Es verfügt über

ein 5,5 Zoll Display, das mit 1280 x 720 Pixeln auflöst. Mit einem Snapdragon

400 und 1,5 GB Arbeitsspeicher ist es auch für aufwendige

Spiele gut gewappnet. Intern sind 8 GB Speicherplatz vorhanden, dieser

lässt sich praktischerweise aber via microSD-Karte erweitern. An

der Rückseite finden wir eine 13 MP Kamera, während vorne neben

dem Display eine 5 MP Linse sitzt. Das Desire 610 wird 300 Euro und

die 816er-Version 379 Euro (UVP) kosten. Das ist hinsichtlich der Ausstattung

durchaus passabel. Das 5,5 Zoll Gerät soll schon ab April

weltweit auf den Markt kommen.

Ersteindruck

„AUCH FÜR AUFWENDIGE

APPS GEWAPPNET.“

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 5,5“, 1280 x 720

CPU: 4 x 1,6 GHz / Speicher: 8 GB / RAM: 1,5 GB

Kamera: 13 MP, 5 MP / Video: 1080 p / Akku: 2600 mAh

Abmess. / Gewicht: 156,6 x 78,7 x 8 / 165 g

+ Gute Hardware, LTE, generell gute Ausstattung

Vergleichsweise teuer für billiges Plastikgehäuse

Einschätzung


€ 350

WIKO HIGHWAY

Wiko wagt den Sprung in High-End-Gefilde

Der in Frankreich ansässige Hersteller Wiko hat sich in den

vergangenen Monaten mit günstigen und dennoch guten

Geräten einen Namen gemacht. Mit dem Wiko Highway will

man nun auch im High-End-Segment mitmischen: 5 Zoll Full

HD-Display (441 ppi), Octa Core-Chip mit 2 GHz, 2 GB RAM

und eine 16 MP Kamera sollen bei diesem Vorhaben helfen.

Design und Verarbeitung überzeugen ebenfalls und vor

allem der Preis von 349 Euro (UVP) macht das Smartphone

zu einem sehr attraktiven Gesamtpaket.

Android: 4.2 / Display / Auflösung: 5,0“, 1920 x 1080

CPU: 8 x 2,0 GHz / Speicher: 16 GB / RAM: 2 GB

Kamera: 16 MP, 8 MP / Video: 1080p / Akku: 2350 mAh

Abmess. / Gewicht: 144 x 70 x 7,7 / 154 g

€ 500

Sehr gute Hardware, hübsches Design

Ausstattung und nur Android 4.2.2

Einschätzung

+


YOTA PHONE 2

Smartphone trifft E-Paper-Display

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Das Konzept des Yota Phone ist so einfach wie genial: Neben einem

regulären LCD-Bildschirm verbaut der russische Hersteller ein zweites

Display auf der Rückseite, das auf die stromsparende E-Paper-Technologie

setzt. Mit dem Yota Phone 2 wird das gute Konzept weiter verfeinert,

denn das E-Ink-Display wurde massiv überarbeitet: Die Auflösung

beträgt nun 235 ppi statt der bisherigen 170 ppi und zudem wurde es

mit einem Touchscreen ausgestattet. Damit entfällt die umständliche

Steuerung über Gesten, die noch beim ersten Modell nötig war. Daraus

ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Interaktion mit den dargestellten

Inhalten. Wir sind auf das finale Gerät gespannt!

Android: 4.4 / Display / Auflösung: 5,0“, 1920 x 1080

CPU: 4 x 2,3 GHz / Speicher: 32 GB / RAM: 2 GB

Kamera: 8 MP, 2 MP / Video: 1080 p / Akku: 2550 mAh

Abmess. / Gewicht: 144 x 69,5 x 8,9 / 140 g

+

Starke Hardware und erfrischend innovatives Konzept

Nur wenige Apps mit nativem E-Ink-Display-Support

Einschätzung


Mai/Jun 2014 Android Magazin

41


Ersteindruck

€ 349

„BEI DER GEAR 2 UND

DER GEAR 2 NEO KOMMT

TIZEN STATT ANDROID

ALS BETRIEBSSYSTEM

ZUM EINSATZ.“

LENOVO YOGA TABLET 10 HD+

Tablet mit Standfuß kommt mit höherer Auflösung

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

Das Lenovo Yoga Tablet 10 bietet für einen Preis von gerade einmal 249 Euro

ein wirklich gefälliges Gesamtpaket, allerdings gab es das Gerät bislang

nur mit HD-Auflösung (1280 x 800 Pixel). Mit der HD+ Variante hebt Lenovo

nun die Auflösung auf Full HD-Niveau (1920 x 1200 Pixel) und stattet das

Tablet zudem mit einem flotteren Qualcomm Snapdragon 400-Chip mit

1,6 GHz aus. Android 4.3 ist vorinstalliert, ein Update auf Android 4.4

soll in Kürze folgen. Sehr gut ist die Akkulaufzeit von (laut Lenovo) 18

Stunden und die hochwertige Verarbeitung des Metallgehäuses. Das

Gerät soll im Juni für 349 Euro (UVP) erhältlich sein.

Android: 4.3 / Display / Auflösung: 10,1“, 1920 x 1200

CPU: 4 x 1,6 GHz / Speicher: 16 GB / RAM: 2 GB

Kamera: 8 MP, 1,6 MP / Video: 1080 p / Akku: 9000 mAh

Abmess. / Gewicht: 261 x 180 x 8,1 / 615 g

+ Praktischer Standfuß, gute Verarbeitung

Preislich weniger attraktiv als Vorgänger

Einschätzung


SAMSUNG GEAR 2 &

SAMSUNG GEAR 2 NEO

Tizen statt Android bei Samsungs Smartwatches

Samsung bringt gleich zwei Nachfolgemodelle zur hauseigenen

Smartwatch Gear. Als Betriebssystem kommt hier aber nicht Android,

sondern Tizen OS zum Einsatz. Die Funktionsweise ist dennoch gleich

geblieben. Technisch sind sich beide Modelle sehr ähnlich, die Neo-Variante

setzt aber auf mehr Plastik und eine schlechtere Kamera, kann dafür

aber mit einem geringeren Gewicht punkten. Beide Smartwatches verfügen

über einen Pulsmesser und lassen sich ausschließlich mit Galaxy-Geräten koppeln.

Positiv ist, dass sich das Armband (anders als beim Vorgänger) austauschen lässt.

Display / Auflösung: 1,63“, 320 x 320

CPU: 2 x 1 GHz / Speicher: 4 GB / RAM: 512 MB

Kamera: 1,9 MP (Gear 2) / Akku: 300 mAh

Abmess. / Gewicht: 37,9 x 58,8 x 10 / 55 g

SONY XPERIA TABLET Z2

Staub- und wasserdichtes 10 Zoll-Tablet

Während sich die Konkurrenz eher auf den Größenbereich

rund um 8 Zoll fokussiert, bleibt Sony 10 Zoll treu. Im Gegensatz zum

Vorgänger, dem Tablet Z1, besteht die Rückseite nicht aus Glas, sondern

ist gummiert. Das Full HD-Display kann in Sachen Farbdarstellung

überzeugen, in Bezug auf die Hardware orientiert sich das Tablet Z2 am

Smartphone-Pendant Z2 und bietet ebenfalls einen pfeilschnellen

Snapdragon 801-Chip mit satten 3 GB Arbeitsspeicher.

€ 600

Weniger klobig, ausgereifte Software

Nur mit Galaxy-Geräten kompatibel

Einschätzung

+


Android: 4.4 / Display / Auflösung: 10,1“, 1920 x 1200

CPU: 4 x 2,3 GHz / Speicher: 16 GB / RAM: 3 GB

Kamera: 8,1 MP, 2,2 MP / Akku: 6000 mAh

Abmess. / Gewicht: 266 x 172 x 6,4 / 426 g

Top-Hardware, gelungenes Design

Hoher Preis

Einschätzung

+

42 Android Magazin Mai/Jun 2014


Ersteindruck

SAMSUNG GEAR FIT

Stylisher Fitness-Tracker oder minimalistische Smartwatch?

€ 199

Die Gear Fit ist ein leichter, stylisher Fitness-Tracker mit gebogenem, sehr kontrastreichem

OLED-Screen. Im Funktionsumfang ist das Gadget seinen beiden Smartwatch-

Geschwistern aber unterlegen und fokussiert sich vorwiegend auf das Messen der

Herzfrequenz, dem Assistieren beim Sport und der Synchronisation mit den

Gesundheits-Apps von Samsung. Gleichzeitig zeigt es auch die Uhrzeit

an, erlaubt das Steuern des Musik-Players am Smartphone und visualisiert

Benachrichtigungen direkt am Handgelenk. Somit geht die Gear

Fit auch als komfortable und schöne Smartwatch durch. Leider wird sie

(offiziell) nur mit Galaxy-Geräten kompatibel sein. Die Akkulaufzeit beträgt

bei normaler Nutzung etwa drei bis vier Tage.

Display / Auflösung: 1,83“, 432 x 128 / Akku: 210 mAh

Abmess. / Gewicht: 23,4 x 57,4 x 11,95 / 27 g

Display, Design, Tragekomfort

Bedienung etwas umständlich

Einschätzung


„TROTZ FITNESS-FOKUS GEHT DIE

+

GEAR FIT AUCH ALS KOMFORTABLE

SMARTWATCH DURCH.“

€ 199 (Gear 2 Neo)

€ 299 (Gear 2)

€ 249

SIMVALLEY MOBILE DUAL-

SIM-SMARTPHONE SPX-28

Günstiges, schlankes 5-Zoll-Smartphone

Wer die Vorteile von zwei Mobilfunk-Verträgen kombinieren

will, braucht ein Gerät mit Dual-SIM. Simvalley sorgt mit dem

SPX-28 nun für Zuwachs in dieser Produktsparte. Das Gerät

hat ein 5-Zoll-IPS-Display, das in 720p auflöst, ein Cortex-A7

Quadcore-Prozessor liefert 4x 1,3 GHz. Per Miracast können

Sie Inhalte an SmartTVs streamen. Mit lediglich 122 g und

8 mm Dicke ist das SPX-28 sehr leicht und schlank für ein

Gerät dieser Klasse. Dafür ist der Akku nur 2000 mAh groß,

was bei dem großen Schirm Probleme machen könnte.

Android: 4.2 / Display / Auflösung: 5,0“, 1280 x 720

CPU: 4 x 1,3 GHz / Speicher: 3 GB / RAM: 1 GB

Kamera: 8 MP, 3 MP / Video: kA / Akku: 2000 mAh

Abmess. / Gewicht: 139 x 70 x 8 / 122 g

Dual-SIM, sehr leicht und flach

Vergleichsweise kleiner Akku

Einschätzung

+


Mai/Jun 2014 Android Magazin

43


Ersteindruck

€ 159

HTC DESIRE 310

Günstiges Einsteiger-Smartphone von HTC

Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen

In der Preisklasse von 159 Euro dürfen wir keinen technischen Überflie-

ger erwarten: So setzt das HTC Desire 310 auf ein mittlerweile antiquiertes

854 x 480 Pixel-Display, welches 4,5 Zoll groß ist. Beachtlicher ist

hingegen der Quad Core-Chipsatz von Mediatek mit 1,3 GHz. Dazu gesellen

sich 1 GB RAM, was für den alltäglichen Gebrauch von Apps und

auch für Spiele ausreichen dürfte. Im günstigen 159 Euro-Modell sind

4 GB interner Speicher zu finden, anders als etwa beim Moto G lässt

sich dieser aber per microSD-Karten um bis 32 GB erweitern. Der Akku

ist mit 2.000 mAh ausreichend dimensioniert, enttäuschend (weil veraltet)

ist hingegen die installierte Android-Version 4.2.2.

Android: 4.2.2 /

Display / Auflösung: 4,5“, 1.280 x 480

CPU: 4 x 1,3 GHz /

Speicher: 4 GB / RAM: 1 GB /

Kamera: 5 MP, VGA /

Video: 1080 p / Akku: 2000 mAh

Abmess. / Gewicht: 132,44 x 68,03 x 11,25 / 140 g

+

Gute CPU, großer Akku und microSD-Slot

Display-Auflösung und Android veraltet

Einschätzung


„ANDERS ALS BEIM MOTO G LÄSST SICH

DER SPEICHER DES DESIRE 310 ERWEITERN.“

ORAL-B SMARTSERIES

Elektrische, smarte Zahnbürste mit Bluetooth-Konnektivität und App

Auch Braun steigt ins Gadget-Geschäft ein, und zwar mit einer smarten Zahnbürste. Überraschenderweise

steckt dabei aber weit mehr dahinter, als nur ein PR-Gag. Denn die zugehörige App ist wirklich

schön gemacht, bietet unzählige Einstellungsmöglichkeiten sowie Bürst-Modi und wartet mit

klugen Ideen auf. Dazu zählen Gamification-Elemente à la Foursquare in Form von „Achievements“

für diverse Tätigkeiten. So winkt etwa eine Auszeichnung für regelmäßiges Zähneputzen oder das

akkurate Befolgen von voreingestellten Modi. Das ist natürlich vor allem für Kinder interessant, die

für gewöhnlich eher widerwillig zum Zähneputzen schreiten. Eine coole Sache wie wir finden, der

Preis ist mit rund 200 Euro aber etwas hoch angesetzt. In den Handel kommt die smarte Oral B-

Zahnbürste als erstes im Frühjahr in Deutschland, im Juni ist ein globaler Launch angepeilt.

Anzahl enthaltener Aufstecker: 4

Abmess. / Gewicht: 8.6 x 21.1 x 30,2 / 1200 g

Einschätzung

€ 200

Gelungene App

Hoher Preis

+


44 Android Magazin Mai/Jun 2014


Die Technik von morgen schon heute bestellen

Die Alternative:

simvalley MOBILE SPX-28 QuadCore

Das neue SPX-28 ist die kostengünstige Alternative! Für alle die nicht

hunderte Euro nur für einen Markennamen ausgeben möchten und

trotzdem ein richtig starkes und schnelles Smartphone haben möchten:

3 Dual-SIM-Smartphone

3 Android 4.2 Jelly Bean

3 Brillante HD-Auflösung:

1280 x 720 Pixel

3 Quad-Core-Prozessor: 1,3 GHz

4.2

3.0

3 2 Kameras: 8 MP hinten

mit LED-Blitzlicht, 3 MP vorne

3 Unterstützt Miracast

Fazit: „Der Preis ist heiß!“

01/14

3 Starker Li-Ion-Akku: 2.000 mAh

statt

3 3D-Grafikbeschleuniger

€ 449,90

3 Kapazitiver 5’’-IPS-Touchscreen

mit Multitouch

€249, 90

Bestell-Nr. PX-3810–311

portofrei

5”

12,7 cm

Brillante HD-Auflösung

Quad-Core-Prozessor

Glocken-Wecker mit microUSB-Anschluss

Moderne Technik trifft klangvolle Nostalgie: Jetzt erwachen Sie pünktlich

zum Klang echter Glocken!

3 Für Samsung-Smartphones der Galaxy-Reihe: S2/S3/S4/Note/Note2

3 Wecker-App „iBellClock“ gratis im Google Play Store

3 Mit Schlummer- und Timerfunktion

3 Ladestecker: microUSB-Dock (USB auf microUSB)

enthalten, USB-Netzteil bitte mitbestellen)

3 Stromverbrauch nur beim Wecken

3 An-/Aus-Schalter direkt am Sockel

3 Maße: 85 x 55 x 35 mm, Gewicht: 56 g

3 Inkl. USB-Kabel und dt. Anleitung

Bestell-Nr. HZ-2188–311

micro

Einfach komplett: Android-Smartwatch

Lassen Sie sich keine halben Sachen andrehen! Die AW-414.Go von simvalley MOBILE ist ein

eigenständiges vollwertiges Smartphone und kann alles: Internet, GPS-Navigation, E-Mail,

SMS, Facebook, Fotos, Videos, MP3 und natürlich auch telefonieren!

3 4-cm-/1,5”-Touchscreen, kompatibel zu

Apps mit 240 x 320 Pixel (QVGA)

3 IPS-Display für scharfe Kontraste

3 Dual-Core-Prozessor: Cortex

A7-Prozessor (1 GHz), 512 MB

3 Navigation: GPS, E-Kompass

3 MicroSD bis 32 GB (n. enth.)

3 Li-Ion-Akku: Standby bis 75

Stunden, Ladeschale

3 45 x 44 x 14 mm, 90 g

3 Inkl. Stift, Akku, USB-Kabel,

Ladeschale

Bestell-Nr. PX-1790–311

statt 1 f 29,90

nur f12, 90

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f199, 90

Metallgehäuse

3-MP-Kamera

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Samsung Galaxy S5

16 MP Kamera mit Extras

Die Rückkamera des S5 besitzt

einen Sensor mit 16 Megapixeln

und nimmt Videos mit 30 fps und

4K-Auflösung (3.840 x 2.160) auf.

Im Fotomodus greifen der Kamera

vor allem Software-Features

unter die Arme, um etwa

einen Tiefenunschärfe-Effekt

zu erzeugen.

Pulsmesser

Unterhalb der Kamera und

direkt neben dem LED-Blitz

befindet sich ein separater

Pulsmesser. Die Sinnhaftigkeit

sei dahingestellt, vor

allem da Fitness-Gadgets

derartige Funktionen ebenfalls

integriert haben.

Design und Frontkamera

Das Galaxy S5 ist etwas kantiger als

sein Vorgänger, zudem sticht der bereits

vom Note 3 bekannte, dickere

Chrome-Rahmen ins Auge. Die an

der Front verbaute 2 MP-Kamera

ähnelt ebenfalls jener des Note 3

und eignet sich hervorragend für

„Selfies“ und Videotelefonie.

Multitasking-Taste

Samsung verzichtet abermals

auf virtuelle Navigationstasten.

Dafür passt der Hersteller aber

die Tastenbelegung an die

neuen Android-Gepflogenheiten

an, und die angestaubte

Menü-Taste mußte einer Multitasking-Taste

weichen.

Edle Rückseite

Die Rückseite des Galaxy

S5 fühlt sich hochwertig

an und erinnert

an ein Leder-Imitat.

Für uns ein deutlicher

Fortschritt

zum etwas billig

wirkenden Plastik

der Vorgänger.

Fingerabdruck-Scanner

Direkt im Home-Button

ist ein Fingerabdruck-

Scanner verbaut, der

zum Entsperren des

Lockscreens, aber auch

für die Authentifizierung

in Apps genutzt

werden kann.

Ideal, wenn Sie ein sehr gut ausgestattetes

Smartphone mit

innovativem Zubehör suchen.

Nichts für Galaxy S4-Besitzer

und Sparfüchse, denen das Galaxy

S5 zu teuer ist.

Samsung Galaxy S5

Text: Raphael Schön

Samsung setzt beim

Galaxy S5 vorwiegend

auf Detailverbesserungen,

trimmt sein Flaggschiff

aber gleichzeitig

voll und ganz auf ein

robustes Fitness- und

Lifestyle-Accessoire.

Nachdem das Galaxy S4 für viele Innovationsfreude

vermissen ließ, geht Samsung

beim Nachfolger weniger zimperlich

zur Sache: Mit einem im Display verbauten

Fingerabdruck-Scanner zieht Samsung mit

Erzfeind Apple gleich, ein wasser- und staubdichtes

Gehäuse macht das Smartphone Outdoor-tauglich

und ein auf der Rückseite angebrachter

Pulsmesser unterstreicht die

Positionierung als Fitness- und Lifestyle-Accessoire.

Was das Galaxy S5 abseits dieser

augenscheinlichen Neuerungen zu bieten hat,

klären wir in diesem ausführlichen Test.

100% Plastik mit Fortschritten

Beim Gehäusematerial setzt Samsung abermals

auf Plastik, allerdings ist die matte Rückseite,

die sich wie eine Art Lederimitat im Stil

des ersten Nexus 7 anfühlt, deutlich hochwertiger

als die bisherigen Rückabdeckungen. Ansonsten

hat sich in Sachen Haptik im Vergleich

zum Vorgänger nicht allzu viel getan.

Das Design ist in Summe aber durchaus gelungen

und stellt unserer Meinung nach eine

konsequente Weiterentwicklung der typischen

Designsprache der Galaxy S-Serie dar. Interessant

ist, dass Samsung den physischen Homebutton

abermals beibehalten hat – es gab

ja Gerüchte, dass die Südkoreaner mit LG, Motorola,

Sony und Co. gleichziehen und ebenfalls

auf virtuelle Navigations-Tasten setzen

würden. Stattdessen wurde lediglich die Menü-Taste,

die sich bis zum Galaxy S4 links vom

Home-Button befand, mit einer Multitasking-

Taste ersetzt. Somit gleicht sich Samsung zumindest

in Sachen Tasten-Funktionen an.

46 Android Magazin Mai/Jun 2014


Samsung Galaxy S5

Das Äußere des

Galaxy S5 im

Überblick

Aufgeräumte Oberfläche

Samsung folgt dem Trend und setzt auf eine aufgeräumte

Optik im Flat-Design. Google-Apps und

-Dienste stehen zudem wieder mehr im Vordergrund.

Rückseite: edel und anders

Die Rückseite des S5 gefällt uns sehr gut, wobei das

natürlich auch Geschmackssache ist. Objektiv betrachtet

ist sie aber in Sachen Haptik ein deutlicher Fortschritt.

Fingerabdruck-Scanner

Der im Homescreen verbaute Fingerabdruck-Scanner

kann zum Entsperren des Lockscreens oder auch zur

Authentifizierung in Apps genutzt werden.

Staub- und wasserdicht

Der USB-Port verbirgt sich hinter einer Abdeckung, da

das S5 nach IP67 staubdicht ist und bis zu einer Tiefe

von 1 Meter 30 Minuten unter Wasser bleiben kann.

Kein Metall

In Sachen Materialwahl bleibt Samsung seiner Linie treu

und setzt weiterhin auf Plastik bzw. Polycarbonat mitsamt

verchromten Elementen.

Blitzschnelle Kamera

Nur 0,3 Sekunden braucht das Galaxy S5, um ein Motiv

zu fokussieren. Somit besitzt es den schnellsten

Smartphone-Autofokus überhaupt.

K(l)eine Hardware-Änderungen

Was Hardware betrifft muss man beim S5

schon genauer hinsehen, um Unterschiede

zum Vorgänger festzustellen. Anstatt eines

Snapdragon 600 Quad Core-Chips mit 1,9 GHz

kommt ein topaktueller Snapdragon 801 mit

vier mal 2,5 GHz zum Einsatz. Das war‘s dann

auch mit den Hardware-Upgrades, denn wie im

S4 setzt Samsung auch beim Galaxy S5 „nur“

auf ein Full HD-Display mit 1980 x 1080 Pixeln

und Super AMOLED-Technologie. Samsung

verspricht aber eine optimierte Ausleuchtung

und im alltäglichen Gebrauch ist der Bildschirm

tatsächlich wieder einmal eine Wucht.

Mit 5,1 Zoll Display-Diagonale positioniert

sich das S5 minimal größer als 5-Zöller wie

etwa das Xperia Z1 oder das Nexus 5 und minimal

kleiner als etwa das LG G2.

Fitness- und Lifestyle-Fokus

Interessanter als die minimalen Hardware-Änderungen

ist die grundsätzliche Neuausrichtung

des Galaxy S5. Während der Vorgänger

noch ein robustes, auf Outdoor getrimmtes

DAS S5 IST MIT IP67 BESSER

AUSGERÜSTET, ALS DIE

MEISTEN OUTDOOR-GERÄTE.

Spezialmodell in Form des „Galaxy S4 Active“

spendiert bekam, wirkt das S5 wie eine Art

aufgemotzte Active-Variante. Dafür verantwortlich

zeichnet einerseits die bereits erwähnte

Rückabdeckung mitsamt IP67-zerti-

fizierten Dichtungen, die völlige Staubdichte

und zeitweiliges Untertauchen (maximal 30

Minuten) bis zu 1 Meter Wassertiefe erlauben.

Damit ist das S5 besser ausgerüstet als die

meisten anderen Outdoor-Geräte, die häufig

nur IP57 bieten. Lediglich das Sony Xperia Z2,

welches mit IP58 ausgestattet ist und dadurch

zeitlich unbegrenzt beim Untertauchen geschützt

ist, bietet hier mehr. Andererseits legt

Samsung noch eine gehörige Schippe nach und

stattet das S5 mit einem Pulsmesser auf der

Gehäuserückseite aus. Die Funktionsweise ist

simpel: die App „S Health“ starten, die Option

„Herzfrequenz“ auswählen und den Zeigefinger

für einige Sekunden auf den Sensor legen. Die

Messgenauigkeit ist gut, die Funktionstüchtigkeit

ist also gegeben. Wie sinnvoll der Pulsmesser

im Alltag wirklich ist, sei dahingestellt.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

47


Samsung Galaxy S5

OS Android 4.4 Android 4.4 Android 4.3 (Update auf 4.4 kommt)

Prozessor 4 x 2,50 GHz Qualcomm Snapdragon 801 4 x 1,90 GHz Qualcomm Snapdragon 600 4 x 1,40 GHz Exynos 4412

RAM 2 GB 2 GB 1 GB

Display 5,1“ · 1.920 x 1.080 Pixel 4,99“ · 1.920 x 1.080 Pixel 4,8“ · 1.280 x 720 Pixel

Akku 2.800 mAh 2.600 mAh 2.100 mAh

Speicher 16 GB / 32 GB (bis 128 GB) 16 GB / 32 GB (bis 64 GB) 16 GB / 32 GB (bis 64 GB)

Kamera

1.: 16.0 MP, AF, LED-Blitz, Videos@2160p;

2.: 2.0 MP, Videos@1080p

1.: 13.0 MP, AF, LED-Blitz, Videos@1080p;

2.: 2.1 MP, Videos@1080p

1.: 8,0 MP, AF, LED-Blitz, Videos@1080p;

2.: 1,9 MP, Videos@1080p

Konnektivität ANT+, NFC, LTE Cat-4 Hexaband ANT+, NFC NFC

Größe 142 x 72,5 x 8,1 mm 136,6 x 69,8 x 7,9 mm 136,6 x 70,6 x 8,6 mm

Gewicht 145 g 130 g 133 g

Extras

Barometer, Thermometer, Hygrometer, Infrarot-

Port, IP67, Fingerabdrucksensor, Pulsmesser

Barometer, Thermometer, Hygrometer, Infrarot-Port

Barometer

Vor allem weil Samsung will, dass Gadgets wie

die Gear 2, Gear Neo oder Gear Fit gemeinsam

mit dem S5 genutzt werden, obwohl diese

auch einen Pulsmesser bieten. Übrigens: Für

eine stromsparende Kommunikation mit diesen

„Wearables“ verfügt das S5 (wie auch das

S4, Note 2 oder Note 3) über ANT+ Konnektivität.

Damit lassen sich Sensordaten kabellos und

energieeffizient aufs Smartphone übertragen.

Fingerabdruck-Scanner

Das Galaxy S5 bietet einen Fingerabdruck-Scanner.

Nach einer intuitiven Konfiguration kann

dieser im Homebutton untergebrachte Scanner

dazu genutzt werden, um das Smartphone

zu entsperren. Das funktioniert zuverlässig, allerdings

muss der registrierte Finger flach von

oben nach unten über den Home-Button bewegt

werden. Wird dies befolgt, arbeitet die Erkennung

gut und zuverlässig. Beim iPhone 5s

ist der ganze Prozess aber intuitiver, da dort der

Finger aus beliebigen Winkeln erkannt wird. Anders

als bei Apple kann der Sensor beim S5 aber

nicht nur zum Entsperren genutzt werden: private

Medien oder Dokumente können sich dadurch

in einem „Secure Mode“ schützen lassen

und Samsung will es Dritt-Entwicklern ermöglichen,

den Scanner in ihren Apps zu nutzen.

Der Homescreen erstrahlt im modernen Flat-Design

und hebt Google-Apps und -Dienste wieder hervor.

Auch das Benachrichtigungs-Menü und die Schnell-

Einstellungen wurden einem Facelift unterzogen.

Die Menüs in den Systemeinstellungen gliedern sich

nun in aussagekräftige Icons, was für mehr Übersicht sorgt.

48 Android Magazin Mai/Jun 2014


Samsung Galaxy S5

Überarbeitete Oberfläche

Die TouchWiz-Benutzeroberfläche präsentiert

sich moderner und aufgeräumter als bisher.

Icons erstrahlen im trendigen Flat-Design, auch

die vorinstallierten Hintergründe setzen auf

abstrakte Formen und weiche Farbverläufe. Interessant

ist auf alle Fälle auch, dass Samsung

Google-Apps mehr in den Vordergrund rückt

und seine eigenen Samsung-Pendants im App-

Drawer versteckt. Für Branchen-Kenner ist dies

wenig überraschend, haben sich Google und

Samsung doch erst kürzlich auf einen Patent-

Austausch sowie eine generell kooperativere

Vorgehensweise geeinigt. Eine tiefgreifende Änderung

ist in den Einstellungen zu finden: Anstatt

wie bei Android üblich die einzelnen Menüpunkte

in Listenform darzustellen, gliedern

sich die Systemeinstellungen beim Galaxy S5 in

Neben einem gewöhnlichen Energiesparmodus ist auch ein

Ultra-Modus inkludiert. Dieser kann etwa ab einer gewissen

Entladung automatisch oder auch manuell aktiviert werden.

Ultra-Energiesparmodus

Eines der interessantesten Features

des Galaxy S5 ist der Ultra-Energiesparmodus.

Ist dieser aktiv, wechselt

der Bildschirm in einen Schwarz-Weiß-

Modus, wodurch das AMOLED-Display

nur minimal Energie verbraucht.

Danach lassen sich nur die nötigsten

Funktionen aktivieren, wie etwa Telefonie

oder SMS. Auf Wunsch können

aber bis zu sechs Kern-Funktionen

des S5 für die Nutzung vorausgewählt

werden. Ideal, um selbst bei niedrigem

Akkustand noch über viele Stunden

hinweg erreichbar zu bleiben.

FÜR GALAXY S4-BESITZER

GIBT ES KEINEN GRUND

ZU WECHSELN

bunte, runde Icons. Das ist anfangs etwas ungewohnt,

bietet aber dank durchdachter Kategorien

und aussagekräftiger Menünamen einen

echten Mehrwert in Sachen Benutzerfreundlichkeit.

Neue Kamera-Features

Die Rückkamera mit 16 MP ist eines der Highlights

des Galaxy S5. Der Clou daran sind die

zugehörigen Software-Kniffe: Neben einer allgemein

verbesserten Kamera-UI wird nun Tiefenunschärfe

via Software simuliert. So lassen

sich Gegenstände oder Personen eindrucksvoll

freistellen und mit einem unscharfen

Hintergrund versehen, so dass Fotos wirken,

als wären sie mit einer Spiegelreflex-Kamera

gemacht worden. Auch am HDR-Modus hat

Samsung geschraubt, am beeindruckendsten

ist aber der ungemein schnelle Autofokus.

Dank „Phase Detection“, eine Funktion die

sonst eher im Profi-Segment zum Einsatz

kommt, fokussiert das Galaxy S5 in lediglich 0,3

Sekunden – das ist Rekord, denn kein anderes

Smartphone stellt so schnell auf ein Objekt

scharf. In der Praxis bestätigt sich dies, verglichen

mit anderen aktuellen Smartphones

arbeitet die Kamera des S5 tatsächlich merkbar

schneller und liefert darüber hinaus auch

sehr gute Ergebnisse.

LTE mit „Download Booster“

Das Galaxy S5 unterstützt dank des verbauten

Snapragon 801-Chips LTE mit voller Hexaband-

Frequenzbreite (800/850/900/1800/2100/

2600) und Cat-4 Unterstützung, was bis zu 150

MBit pro Sekunde Down- und 50 MBit pro Sekunden

Upload ermöglicht. Gleichzeitig wird

Gigabit-WLAN mit dem neuen 5 GHz Standard

802.11ac unterstützt.

Fazit

Auf den ersten Blick ist das Galaxy S5 den

enorm hohen Erwartungen nicht gerecht geworden,

dazu ist die Hardware dem exzellenten

Vorgänger einfach zu ähnlich. Nüchtern

betrachtet hat Samsung aber ordentlich Gas

gegeben und haufenweise neue Features und

Extras in das S5 gepackt, wobei diese vorwiegend

als Reaktion auf die starke Konkurrenz

von Apple und Sony zu werten sind. Für S4-

Besitzer gibt es also keinen Grund zu wechseln,

für Nutzer älterer Smartphones ist das

S5 aber definitiv eine

gute Wahl. Gewagt

ist aber der selbst für

ein Top-Smartphone

vergleichsweise hoch

angesetzte Verkaufspreis.


38 /40

142 mm

72,5 mm 8,1

699,-

Euro

699,- UVP

MP

16, 0

2.0

Kamera

5,1 “

1920 x 1080

16

GB

1.9 32

+

Speicher

145 g 4.4

2

512

RAM

MB GB

GHZ

2,5

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgnac Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Technisch hervorragendes Smartphone,

das mit einem Fitness-Fokus und vielen

innovativen Features überzeugt.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

2.800 mAh

+

+

5

35.120

1.521

3.037

549

Performance und

Display

Sehr viele nützliche

Features und Extras

Weniger hochwertig als

HTC oder Sony-Geräte

Pulsmesser und Fingerabdruckscanner

nicht

100% zuverlässig

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

49


Galaxy Samsung S5 Galaxy Gadgets S5

Das Beste fürs S5

Zwar ist das Galaxy S5 an sich bereits ein sehr

vielseitiges und gut ausgestattetes Smartphone.

Mit den richtigen Gadgets können Sie

das Gerät aber um einige coole Funktionen

erweitern. Wir stellen Ihnen hier das beste und

nützlichste Galaxy S5-Zubehör vor – sowohl von

Samsung selbst, als auch von Drittanbietern.

Text: Martin Reitbauer / Raphael Schön

„Das Smartphone kann

mit einer ausziehbaren

Klammer an das Game-

Pad gespannt werden.

Die Quasi-Konsole liegt

zudem gut in der Hand.“

Macht das Smartphone zur Konsole

Samsung GamePad

Richtige Konsolenzocker werden

mit der Touchscreen-Bedienung von

Smartphone-Games oft nicht glücklich:

zu unpräzise, zu fummelig. Das

Samsung GamePad, das die Koreaner

Anfang des Jahres auf den Markt

gebracht haben, soll das Konsolen-Feeling

auf den kleinen Schirm

bringen. Der Controller wurde für

das Galaxy Note 3 entworfen und

optimiert, ist aber grundsätzlich mit

allen Geräten ab Android 4.1 und mit

Bildschirm-Maßen zwischen 4 und

6,3 Zoll kompatibel. Das Smartphone

kann zum Spielen mit einer ausziehbaren

Klammer an das GamePad

gespannt werden. Das ist anfangs

zwar etwas frickelig, dann sitzt es

allerdings fest in der Halterung und

die Quasi-Konsole liegt gut balanciert

in der Hand. Bei größeren und

schwereren Geräten verschiebt sich

Via Bluetooth oder

NFC rasch und

unkompliziert mit

dem Smartphone

verbunden.

Der „Play“-Button

startet die

Samsung-„Mobile

Console“ zum Verwalten

und Starten

der Spiele.

der Schwerpunkt aber schon nach

hinten - das Pad wiegt nur 195

Gramm. Alternativ kann man das

Smartphone beim Spielen aber freilich

auch in einem Dock betreiben

oder per Adapter an einen externen

Bildschirm koppeln, wenn dies

unterstützt wird.

Die Kommunikation zwischen

GamePad und Android findet über

Bluetooth und NFC statt - NFC erleichtert

das Koppeln, ist aber keine

Voraussetzung. Nun zum Kern der

Sache, den Controls. Das GamePad

hat zwei analoge Sticks, ein D-Pad

und vier Action-Buttons. An der

Frontseite finden sich noch die üblichen

Trigger-Buttons. Lagesensoren

hat der Hersteller dem Gerät

nicht verpasst. Die „Play“-Taste,

die sich mittig am GamePad findet,

startet Samsungs „Mobile-Console“-App,

die alle kompatiblen Spiele

an einem Ort versammelt. Derzeit

sind das knapp über 40 Titel,

darunter „Modern Combat 4: Zero

Hour“, „Need for Speed Most Wanted“

und „Prince of Persia: The Shadow

and the Flame“. Schade nur,

dass die „Mobile Console“-App nur

über den Samsung- Appstore bezogen

werden kann.

Preis: € 49,99 / Größe: 16 x 8 x 4 cm

bit.ly/samsung_game


50 Android Magazin Mai/Jun 2014


Galaxy S5 Gadgets

Outdoor-tauglich

Wer sein Galaxy S5

gegen diverse Schäden

im Outdoor-Einsatz

schützen will, ist mit

dem offiziellen „Protective

Hard Case“ gut

beraten.

Wireless-Charging

Diese S View-Hülle

sieht nicht nur schick

aus, sondern fügt dem

Galaxy S5 zudem die

standardmäßig nicht

vorhandene Wireless-

Charging-Funktion

hinzu.

Nur die Harten kommen durch

S5 Protective Hard Case Cover Plus

Das ohnehin schon wasser- und staubfeste Galaxy S5 wird mit diesem

offiziellen Bumper-Case halbwegs Outdoor-tauglich. Die aus

flexiblem Kunststoff gefertigte Hülle gewinnt zwar keinen Schönheitswettbewerb,

schmiegt sich aber passgenau an die Form des

S5 an und schützt dieses vor diversen Schäden und (zumindest auf

der Rückseite und den Seiten) gegen Stürze. Das Protective Hard

Case Cover schlägt mit 25 Euro zu Buche und ist in den Farben Grau,

Beige und Mint im Handel erhältlich.

Preis: € 25,- / bit.ly/hard-case-S5


Schick und funktional zugleich

S5 S View Wireless Charging Cover

Flip-Cover mit Sichtfenster sind bei Samsung-Geräten nichts

Neues. Dieses Exemplar fügt dem Galaxy S5 aber eine kabellose

Ladefunktion hinzu, wodurch das Smartphone an Ladestationen

nach Qi-Wireless-Standard aufgeladen werden kann. Dieses Feature

lässt sich Samsung aber etwas kosten: Rund 65 Euro werden

für diese Hülle fällig. Minimal günstiger fällt das S View-Cover

ohne Wireless-Charging aus, dieses kostet mit 55 Euro gut 10 Euro

weniger.

Preis: € 70,- / bit.ly/charging-cover


Mai/Jun 2014 Android Magazin

51


Galaxy S5 Gadgets

KFZ-Halterung

Made in Germany

Wicked Chili KFZ-Halterung

Damit das Galaxy S5 auch im Auto als Navi genutzt werden kann, ist eine

passende KFZ-Halterung Pflicht. Diese Universal-Halterung von Wicked

Chili Universell passt für Geräte mit einer Breite von 58 bis 86 mm und

kann daher auch gemeinsam mit allerlei Hüllen und Cases genutzt werden.

Dank dreh-, schwenk- und neigbarem Kugelkopf mitsamt 14 Zentimeter

langem, vibrationsfreien Schwanenhals kann das Smartphone

sowohl im Hoch-, als auch im Querformat genutzt werden. Der Preis

von 16,99 Euro ist absolut überzeugend, zumal das Produkt aus

deutscher Fertigung stammt und sehr hochwertig ist.

Preis: € 20,- / Halterung: 360° rotierbar /

Breite der Halterung: 56-86 mm / bit.ly/kfz-halterung


DIE KFZ-HALTERUNG STAMMT

AUS DEUTSCHER FERTIGUNG

UND IST ENTSPRECHEND

HOCHWERTIG.

Top-Sound für wenig Geld

Sony MDRZX300B Bügelkopfhörer

Wer kein Fan von In-Ear-Kopfhörern ist, greift in der Regel zu Bügelkopfhörern.

Oft ist bei diesen Produkten aber der Tragekomfort nicht

ideal. Beim MDRZX300B von Sony ist das nicht der Fall, denn selbst

beim Sport sitzt der eigentlich für DJs konzipierte Kopfhörer perfekt

und ist deshalb bestens für die alltägliche Nutzung geeignet. Für

gerade einmal 20 Euro bekommen Sie hier überraschend satten

Sound und gute Verarbeitung mitsamt angenehmer Passform.

Preis: € 19,- / Nennübertragung: 10 - 24.000 Hz / Empfindlichkeit: 102 dB/mW /

Kabel: 1,2 m / Gewicht: 120 g / bit.ly/sony-mdrzx


Wicked Chili 5in1 Adapter

Mit herkömmlichen OTG-Kabeln lässt sich auf kompatiblen

Geräten etwa ein handelsüblicher USB-Stick anschließen.

Wem das allerdings zu wenig ist, den dürfte der 5in1

Adapter von Wicked Chili interessieren. Das Gadget besitzt

einen USB-Anschluss, einen SD- bzw. MMC-Karten- sowie

microSD-Slot und einen microUSB-Anschluss. So

lassen sich verschiedenste Medien und Datenträger

mit dem Galaxy S5 verbinden und auch eine Tastatur

oder Maus lässt sich theoretisch über den

USB-Slot an den 5in1-Adapter anschließen.

Ausdauernder

externer Akku für

Unterwegs

Medien-Alleskönner

Preis: € 14,- / Anschlüsse: USB, SD/MMC Karten Slot,

Micro SD, microUSB / bit.ly/chili-adapter


Externer Akku für alle Fälle

Anker ® Astro E5 15000mAh Dual

Anker gehört bei externen Zusatzakkus zu den mit Abstand bekanntesten

Herstellern. Kein Wunder, brillieren die Produkte des in Hongkong ansässigen

Unternehmens doch mit einem wirklich guten Preisleistungs-Verhältnis.

So auch beim Anker Astro E5: Für 36,99 Euro bekommen Sie einen

kompakten Zusatzakku mit 15.000 mAh und zwei USB-Anschlüsse. Damit

laden Sie den 2.800 mAh starken Akku des Galaxy S5 etwa fünfmal

komplett auf. Praktisch: Dank der leuchtstarken, an der Front verbauten

LED lässt sich der Anker E5 auch als Taschenlampe nutzen.

Preis: € 37,- / Kapazität: 75 Wattstunden / Größe: 12,5 x 7,7

x 2,4 cm / Gewicht: 318 g / bit.ly/Anker-Akku


ÜBERRASCHEND SATTER

SOUND UND GUTE

VERARBEITUNG.

52 Android Magazin Mai/Jun 2014


new in

town.

Samsung Galaxy S5

inkl. Allnet Flat:

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beträgt 24 Monate. Startpaket einmalig 19,90 € plus eine Anzahlung von 49 € für das Gerät (Gesamtpreis Gerät = Summe aus Anzahlung und monatlicher Zuzahlung: 529 €). Die SMS Flat ist für 24 Monate im Preis enthalten, danach

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HTC One (M8)

Boom Sound

Die Lautsprecher an der Vorderseite

liefern im Querformat (z.B. bei

Videos) Stereo-Sound. Der Klang

wirkt beim HTC One (M8) mit „Boom

Sound“ tatsächlich sehr knackig.

Tiefenkamera

Das zweite Kameramodul

misst ausschließlich Tiefeninformationen

und speichert

diese in der Bilddatei.

So werden nachträgliche

Änderungen an der Schärfentiefe

und verschiedene

Fotoeffekte möglich.

5-Zoll Bildschirm

Der Bildschirm ist auf 5 Zoll

angewachsen, die Auflösung

bleibt bei Full HD. Das Bild ist

mit 441 ppi gestochen scharf,

das SLCD-Panel ist leuchtkräftig

und liefert satte Farben.

Hauptkamera

HTC hält sich aus dem

Megapixel-Rennen heraus.

Die Kamera des One (M8)

hat 4 MP, die sich allerdings

einen relativ großen Bildsensor

teilen. Damit bleibt

mehr Licht für jeden einzelnen

Pixel. Die Ergebnisse

sind durchaus brauchbar,

aber nicht berauschend.

On-Screen-Buttons

HTC folgt dem von Google

vorgegebenen Trend hin zu

On-Screen-Buttons. Leider

kostet das Platz am Bildschirm,

die Flächen neben

dem Logo bleiben ungenutzt.

Unibody

Die Hardware des One (M8)

steckt nun in einem echten,

aus Alu gefrästen Unibody.

Der Vorgänger hatte noch

Kunststoff an den Seiten.

Kaufempfehlung, wenn Sie ein

robustes Äußeres und hochwertige

Verarbeitung schätzen.

Nichts für Freunde von Smartphone-Leichtgewichten.

Metall-

Unibodys sind eben schwerer.

HTC ONE (M8)

Text: Martin Reitbauer

Die Neuauflage des

letztjährigen Kritiker-

Lieblings HTC One setzt

auf bewährte Rezepte,

wird aber größer, hochwertiger

und bekommt

eine neuartige Kamera.

Smartphones sind vor ihrer offiziellen

Präsentation üblicherweise ein gut gehütetes

Geheimnis. Zwar dringen immer

wieder mal Informationen nach außen – ein

unscharfes Foto da, ein technisches Detail dort

– aber im Allgemeinen bleibt bei neuen Produkten

der Deckel drauf. Nicht so beim neuen

HTC One. Die Leaks deckten im Vorfeld alles ab,

von hochauflösenden Bildern über die vollen

technischen Daten bis hin zu Hands-On-Videos.

Schon angesichts der mächtigen Bilanzsumme

des HTC-Konzerns muss man dies

allerdings eher als Marketingstrategie deuten

denn als Inkompetenz. Und die Strategie dürfte

gefruchtet haben, denn das Interesse am

neuen HTC One war im Vorfeld der Präsentation

am 25. März tatsächlich enorm. Nur über

den Namen des neuen HTC-Flaggschiffs waren

sich die Leaks nicht einig geworden. Nun ist es

raus, es heißt abermals schlicht „One“, nur der

Zusatz „(M8)“ identifiziert das neue Modell.

Schlanker Aluminium-Unibody

Äußerlich unterscheidet sich das One (M8) auf

den ersten Blick nicht allzu stark vom Vorgänger

– an sich kein Manko, denn der war designtechnisch

ein Meisterstück. Erst auf den zweiten

Blick fallen die Unterschiede auf: Die Form ist

abgerundet, wirkt schlanker und im Profil fast

stromlinienförmig. Beim Gehäuse kann man

diesmal tatsächlich von einem Aluminium-Unibody

sprechen. Das letzte Modell hatte diesen

Begriff zwar auch schon strapaziert, in Wahrheit

handelte es sich aber nur um einen Rückdeckel

aus gefrästem Aluminium, die Seiten waren aus

Polycarbonat. Beim neuen One wölbt sich das

54 Android Magazin Mai/Jun 2014


HTC One (M8)

Aluminium vom Rücken über die Seiten, Display

und Lautsprecherblenden sind wie in eine Wanne

eingesetzt. Das Resultat ist sowohl optisch als

auch haptisch ein durchschlagender Erfolg, die

gebürstete Alu-Oberfläche trägt das Ihre dazu

bei. Ein unliebsamer Nebeneffekt ist freilich, dass

der 2600 mAh starke Akku nicht getauscht werden

kann - wie beim Vorgänger werden selbst

Profis Schwierigkeiten haben, das Gehäuse zu

öffnen. HTC folgt in dieser Hinsicht einem allgemeinen

Trend, der nicht unproblematisch ist.

Entgegen den Gerüchten vor der Präsentation

ist das One (M8) allerdings nicht wasserdicht wie

seine Top-Konkurrenten von Samsung (S5) und

Sony (Xperia Z2).

Mit 160 g ist der Neuling um einige Gramm

schwerer geworden. Einerseits liegt das an der

Unibody-Fertigung, die mehr Metall nötig macht.

Andererseits ist das Gerät auch insgesamt leicht

gewachsen - um 9 mm in der Länge und 2,5 mm

in der Breite, nur die Dicke ist gleich geblieben.

Das ergibt 146.4 x 70.6 x 9.4 mm, womit sich das

HTC One zwischen dem Galaxy S5 (leicht kleiner)

und dem Sony Xperia Z2 (leicht größer) einreiht.

Händeschmeichler

Der Unibody aus gebürstetem Aluminium liegt sehr

angenehm in der Hand. Dadurch lässt sich das etwas

höhere Gewicht des One (M8) leichter verschmerzen.

Neue Farbe,

Dual-Kamera &

Boom-Sound

Gunmetal

Die neue Standard-Farbe ist Gunmetal Grey. Kunststoff

findet sich nur noch an wenigen Stellen - dort, wo es

nötig ist, um den Antennen guten Empfang zu erlauben.

DIE PIXELDICHTE VON 441

PPI IST NACH WIE VOR EIN

SPITZENWERT.

Der Bildschirm misst nun 5 Zoll diagonal (statt

4,7 beim Vorgänger).

LCD3-Bildschirm

Die Auflösung des Super LCD3-Panels wurde bei

Full HD belassen, die durch den größeren Bildschirm

leicht gesunkene Pixeldichte von 441

ppi ist aber nach wie vor ein Spitzenwert. Auch

sonst macht das Panel einen sehr guten Eindruck,

vor allem Leuchtkraft und Schwarzwerte

können sich sehen lassen.

Leistung & Speicher

Was die Rechner-Ausstattung angeht, gleichen

sich Top-Smartphones immer mehr. Ein Snapdragon

801 mit 4 x 2,3 GHz besorgt beim neuen One

die Rechenleistung - der gleiche Chip, der auch in

den neuen Topmodellen von Samsung (S5) und

Sony (Xperia Z2) seinen Dienst tut, von minimalen

Unterschieden bei der Taktrate abgesehen. An der

Grafik rechnet ein Adreno 330 und 2 GB RAM stehen

dem System zur Verfügung. Mit dieser Kombination

schlägt sich das One in den Benchmarks

ganz ausgezeichnet und lässt in unserem Test sogar

das Galaxy S5 hinter sich. Eine gute Nachricht

für Freunde großer und vieler Dateien: Der Speicher

des One lässt sich nun per microSD-Karte er-

Dual-Kamera

Die sekundäre Kamera ganz oben misst die räumliche

Tiefe. So lassen sich im Nachhinein Schärfe-Effekte

erzielen. Die Auflösung bleibt bei 4 MP („Ultrapixel“).

Boom Sound

Die Stereo-Lautsprecher an der Front liefern tatsächlich

vergleichsweise knackigen Sound. Der kommt vor

allem beim Video-Kucken im Querformat zur Geltung.

Selbst-Ablichtung

Die Frontkamera soll das One (M8) zum „Best Selfie

Smartphone“ machen. Sie liefert mit 5 MP sogar eine

höhere Auflösung als die Rückkamera.

On-Screen-Buttons

Beim alten One lagen die Buttons platzsparend neben

dem HTC-Logo. Die On-Screen-Buttons des neuen Modells

kosten Platz (und eine Abwertung im Punkt Design).

Mai/Jun 2014 Android Magazin

55


HTC One (M8)

HTC ONE

HTC ONE (M8)

OS Android 4.4.2 Android 4.4.2

Prozessor 4 x 1,70 GHz Qualcomm Snapdragon 600 4 x 2,3 GHz Qualcomm Snapdragon 801

RAM 2 GB 2 GB

Display 4,7“ · 1.920 x 1.080 Pixel 5,0“ · 1.920 x 1.080 Pixel

Akku 2.300 mAh 2.600 mAh

Speicher 32 GB / 64 GB 16 GB / 32 GB (bis 128 GB)

Kamera

1.: 4 MP, AF, LED-Blitz, Videos@1080p;

2.: .2,1 MP, Videos@1080p

1.: 4 MP, AF, Duo-LED-Blitz, Videos@1080p;

2.: 5 MP, Videos@1080p

Konnektivität Tri-Band LTE, NFC Quad-Band, NFC, LTE

Größe 137,4 x 68,2 x 9,3 mm 146,36 x 70,6 x 9,35 mm

Gewicht 143 g 160 g

Extras Frontlautsprecher Sekundäre Kamera mit Tiefenmessung, Front-Lautsprecher,

„Motion Launch Gesten“

Außen hui, innen hui.

Neben dem aufgewerteten Gehäuse hat der Hersteller

auch bei Rechenleistung und Akku nachgelegt.

weitern, um bis zu 128 GB kann der Nutzer das

Gerät auf diese Weise aufstocken.

Dual-Kamera

Die meistbeachtete Neuerung am One (M8) ist

sicher das doppelte Kamera-Modul. HTC hat eine

sekundäre Kamera verbaut, die nur Tiefen-Informationen

aufzeichnet. So werden spezielle

Schärfe-Effekte möglich. Die Informationen (vereinfacht:

Welches Objekt im Bild ist wie weit entfernt?)

werden mit in die JPEGs gepackt und sollen

die Dateien nur unwesentlich größer machen

– anders als in den Bildformaten des großen

Bruders, der Lichtfeldkamera (wie etwa der 2012

erschienenen Lytro), bei der ganze Serien von Bildern

gespeichert werden. Im Ergebnis lässt sich

mit der Kamera im One (M8) zwar nicht wirklich

der Fokus nachträglich verstellen, die aufgezeichneten

Informationen erlauben es aber z.B.,

nachträglich Motive freizustellen – etwa indem

man das Objekt in der Fokusebene auswählt und

den Hintergrund verschwimmen lässt. Nebenbei

werden mit der Technik allerhand Faxen möglich:

Objekte im Fokus lassen sich z.B. ausschneiden

und in ein anderes Bild einsetzen, Comic-Elemente

können in verschiedenen Tiefenebenen

eingefügt werden und ähnliches mehr.

Im App-Drawer gefällt vor allem die Sortierfunktion.

Bei den Anwendungen findet sich angenehm

wenig „Bloatware“

Der „Blinkfeed“ wurde überarbeitet und enthält

nun weniger Animationen, die den Nutzer beim

Lesen stören.

Ein neues systemweites Farbschema macht

optisch deutlich, wo man sich befindet. Blau bedeutet

Telefon und Office.

56 Android Magazin Mai/Jun 2014


HTC One (M8)

„Das One (M8) kommt

mit Version 6 der HTC-

Oberfläche Sense. Die

große Revolution bringt

das neue Interface nicht,

der Hersteller hat aber

eine Anzahl von Details

verändert.“

Wird das One (M8) aus der flachen Lage angehoben, kann der Nutzer es per „Motion Launch Geste“ entsperren.

Der optische Bildstabilisator wurde leider aus

dem Modul genommen und durch einen digitalen

ersetzt. Optimierte Verschlusszeiten und

ein schnellerer Autofokus sollen den Verlust

kompensieren. Links neben dem doppelten Kameramodul

sind zwei LEDs in unterschiedlichen

Farbqualitäten angeordnet. Je nach Lichtsituation

wird der Farbton abgemischt, so sollen die

Farben in Fotos mit Blitz natürlicher werden.

Sense 6 mit Detailänderungen

Das HTC One (M8) kommt mit Version 6 der

HTC-Oberfläche Sense. Die große Revolution

bringt das neue Interface nicht, der Hersteller

hat aber eine Anzahl von Details verändert. So

wurden im Blinkfeed - der informationsgeladenen

Homescreen-Alternative von HTC - die

Animationen zurückgenommen, um weniger

Ablenkung zu schaffen. Ein neues thematisches

Farbschema führt durch alle Bereiche

- Blau für Office, Rot für Medien. Von diesen

Details abgesehen wartet die Software mit

einigen sehr interessanten Neuerungen auf.

“Motion Launch Gesten” sind wohl die Interessanteste

davon: Wer das Smartphone vom

Tisch nimmt und über den Bildschirm streicht,

entsperrt es und führt gleichzeitig eine Aktion

aus: Nach rechts streichen startet z.B. den

Blinkfeed, nach unten die Sprachwahl.

“MOTION LAUNCH GESTEN”

SIND DIE INTERESSANTESTE

SOFTWARE-NEUERUNG.

Der Akku soll im neuen HTC One um 40% länger

durchhalten als im alten Modell, obwohl

die Kapazität nur um 13% erhöht wurde. Möglich

wird dies durch Software-Features wie

einen Extrem-Energiespar-Modus, der die Leistung

des Geräts auf das Essentielle herunterschraubt

und so bei schwindendem Akku die

Standby-Zeit wesentlich verlängert. Nur die

wichtigsten Funktionen des Smartphones bleiben

in diesem Modus verfügbar. Ist die Zelle

einmal ganz leer, soll sie per „Quick Charge” innerhalb

einer Stunde wieder auf 80% geladen

werden können.

Fazit

Das One (M8) ist ein würdiger Erbe des erfolgreichen

Vorgängers von HTC. Das Unibody-Design

in gebürstetem Aluminium derzeit ohne Konkurrenz,

die Leistung stimmt und die Software hat

einige interessante und praktische Neuerungen

zu bieten. Die verstärkte Akkuleistung und vor

allem das Quick Charge-Feature des neuen One

sind sicher bei vielen

Kunden willkommen.

Abgesehen von der

Dual-Kamera fehlen

dem Gerät allerdings

die großen Ausstattungs-Highlights.


37 /40

146,4 mm

70,6 mm 9,4

679,-

Euro

679,- UVP

MP

4, 0

5.0

Kamera

5,0 “

1920 x 1080

16

GB

1.9 32

+

Speicher

160 g 4.4.2

2

512

RAM

MB GB

GHZ

2,3

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgnac Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Ausgezeichnet verarbeitetes Smartphone

aus hochwertigen Materialien. Relativ

schwer für ein Gerät dieser Klasse.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

36.381

1.584

Software war zum Testzeitpunkt nicht final

2.600 mAh

520

+

+

5

Schickes, robustes Alu-

Gehäuse

Aufgeräumte Oberfläche

Hohes Gewicht im Vergleich

zur Konkurrenz

On-Screen-Buttons und

HTC-Leiste nehmen viel

Bildschirmplatz ein

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

57


Sony Xperia Z1 Compact

Display

Das 4,3“ IPS-Panel ist

sehr leuchtkräftig und

wartet mit ausgezeichneten

Schwarzwerten

auf. Blickwinkelstabilität

und Farbkraft sind

akzeptabel.

Kamera

20,7 Megapixel, ein

1/2,3“ großer Exmor-

Sensor und eine Blende

von f2.0 sorgen für Bilder

die mit einer günstigen

Kompaktkamera beinahe

mithalten können.

Für Freunde von schickem Design, die

das Smartphone auch gerne mal in der

Hosentasche verschwinden lassen.

Keine Empfehlung bei knappem

Budget oder wenn Sie besonderen

Wert auf Kratzfestigkeit legen.

Anschlüsse

Um die hohe Wasserfestigkeit

zu erreichen,

wurden alle Anschlüsse

bis auf die

Klinkenbuchse hinter

abnehmbaren Blenden

versteckt. Das ist mitunter

etwas fummelig.

74 mm

Xperia Z1

Sony Xperia Z1 Compact

144 mm

Xperia Z1

Compact

64,9 mm

127 mm

Text: Martin Reitbauer

„5 Zoll ist das neue

4 Zoll“, scheint bei den

Flaggschiffen zu gelten.

Sony schafft mit

dem Xperia Z1 compact

eine handliche

Alternative.

Noch vor wenigen Jahren hätte wohl niemand

gedacht, dass ein Gerät mit 4,3 Zoll Displaydiagonale

einmal als „kompakt“ bezeichnet

werden würde - immerhin hatten die ersten erfolgreichen

Android-Geräte Bildschirme von 3,7 (Motorola

Droid) oder 3,2 (HTC Dream-G1), und schon das galt

damals als Hosentaschen-Buster. Aber die Zeiten

wandeln sich. So haben die Flaggschiffe von Samsung

schon beinahe Maße erreicht, die ihnen 2012 noch

einen Platz in der Phablet-Klasse gesichert hätte.

Sony setzte mit dem eben vorgestellten und 5,2 Zoll

großen Xperia Z2 kürzlich sogar noch eins drauf. Damit

tut sich ein Markt für kleinere Alternativen auf,

den Sony mit dem Xperia Z1 compact bedienen will.

Viel Leistung auf wenig Raum

Was die Hardware angeht, braucht sich das Z1 compact

trotz der geringeren Außenmaße nicht vor seinem

großen Bruder zu verstecken: Ein Snapdragon

800 Chip mit 4 x 2,2 GHz, 2 GB RAM und eine Adreno

330 GPU ist exakt die selbe Ausstattung, die auch

das große Z1 bietet. Dementsprechend fallen auch

die Benchmark-Tests aus. Bei der gesamten Systemleistung

(antutu) überholt das Z1 compact sogar

knapp das Samsung Galaxy Note 3, das über mehr

RAM verfügt. Der Bildschirm löst allerdings nur mit

720p auf, was trotz der geringeren Diagonale eine

deutlich niedrigere Pixeldichte bedeutet - nur 342

ppi beim Z1 Compact vs. 441 ppi beim Z1. Das Display

ist sehr leuchtstark und liefert ausgezeichnete

Schwarzwerte, die Farben sind auf dem IPS-Panel

freilich etwas weniger kräftig. Die Blickwinkelstabilität

ist nicht überragend, geht aber in Ordnung.

Alu-Gehäuse

Ein Highlight am Z1 Compact ist dagegen das Gehäuse.

Ein Aluminium-Rahmen fasst die Seiten ein,

der Rücken ist verglast. Nur in einem schmalen Streifen

zwischen Glas und Alu-Rahmen blitzt Kunststoff

hervor, der Käufer kann je nach Geschmack aus

vier Farben wählen. Das Displayglas ist gehärtet und

mit einer Sony-eigenen Bruchschutzfolie versehen.

Die Widerstandsfähigkeit von Gorilla Glas wird damit

leider nicht erreicht - nach einigen Tagen im Test

zeigten sich vor allem am Glas der Rückseite schon

Gebrauchsspuren. Die Anschlüsse und Einschübe

58 Android Magazin Mai/Jun 2014


Sony Xperia Z1 Compact

Wertiges Gehäuse

Seitlich Alu, vorne und hinten Glas. Nur in einem

schmalen Streifen zwischen Metall und Glas wird der

farbgebende Kunststoff sichtbar.

Staubresistent und wasserdicht

Das Z1 compact ist gegen Wasser und Staub geschützt.

Die Anschlüsse sind daher mit Abdeckungen

und Gummidichtungen versehen.

„Der Schutz gegen Wasser

und Staub hat seinen Preis:

Bei jedem Aufladen muss

erst eine Abdeckung geöffnet

werden.“

sind hinter Alu-Abdeckungen versteckt, die mit

Gummidichtungen versehen sind. Dadurch ist

das Xperia Z1 compact komplett wasserdicht

und fast gänzlich staubdicht.

(Bagger)seetauglich

Die Zertifizierung nach Schutzart IP58 bedeutet

Resistenz gegen Untertauchen in Süßwasser

bis zu einer Tiefe von 1,5 m für 30 Minuten.

Dass man darauf tatsächlich vertrauen darf,

zeigt sich daran, dass für das Z1 und Z1 compact

mit der Möglichkeit von Unterwasseraufnahmen

geworben wird. Der Schutz gegen eindringendes

Wasser und Staub hat allerdings

seinen Preis: Bei jedem Aufladen per Micro-

USB muss erst die Abdeckung geöffnet werden.

Glücklicherweise gibt es als Alternative

den 2-poligen magnetischen Dock-Anschluss.

So kann man sich per Dock neben dem umständlichen

Öffnen der Blende auch noch das

Gefitzel mit dem winzigen USB-Stecker sparen.

Für unterwegs bieten findige Drittanbieter sogar

einen Adapter an, der den Micro-USB-Stecker

in einen Dock-Stecker verwandelt.

Bildgeber

Die Kamera des Z1 compact soll der Aufnahmequalität

von Kompaktkameras um nichts

nachstehen. Mit 20,7 MP, einem 1/2,3“ großen

Exmor-Sensor und einer Blende von f2.0 steht

DIE VERARBEITUNG DES XPERIA

Z1 ÜBERZEUGT, AUF DIE WASSER-

DICHTHEIT IST VERLASS.

dem zumindest nominal nichts im Wege. In der

Praxis fallen die Bilder tatsächlich sehr ordentlich

aus und können sich beinahe mit den Ergebnissen

einer günstigen Kompaktkamera

messen. Vor allem in Sachen Farbtreue und

Bildrauschen überzeugt das Kamera-Modul,

letzteres hält sich auch bei suboptimalen Lichtverhältnissen

in Grenzen. Bei der Bildschärfe

hat Sony aber noch Aufholbedarf zu den besten

Smartphone-Kameras. Die Kamera-App wartet

mit einigen Besonderheiten auf. So wählt

der Automatikmodus selbstständig aus 36 Szenenarten

aus, und erkennt z.B. sehr verlässlich,

wenn ein Dokument fotografiert werden soll

oder ein Porträt gewünscht ist.

Fazit

Das Xperia Z1 Compact ist eine kompakte aber

leistungsstarke Alternative zu den immer größeren

Flaggschiff-Geräten. Die Benchmarks weisen

dem Gerät einen Spitzenplatz zu, die Kamera ist

sehr brauchbar. Das kompakte Gehäuse wirkt

wertig und gut verarbeitet, auf die Wasserdichtheit

ist Verlass. Allein

bei der Kratzfestigkeit

wurden Abstriche

gemacht. Mit einem

UVP von 499,- Euro

liegt das Z1 compact

ziemlich weit oben im

Regal.


37 /40

127 mm

64,9 mm 9,5

450,-

Euro

499,- UVP

MP

20,7

2.0

Kamera

4,3“

1280 x 720

16

GB

1.9 -

Speicher

137 g 4.3

2

512

RAM

MB GB

GHZ

2,2

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgnac Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Optisch ansprechend gestaltetes, sehr gut

verarbeitetes Gerät. Trotz der Kompaktmaße

passen Leistung und Ausstattung.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

2300 mAh

+

+

5

34.259

1.307

2.985

535

Ansprechende Optik,

wasserdichtes Gehäuse

Hohe Leistungsreserven

Rückseite anfällig für

Kratzer

Etwas hoher Preis

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench Egypt HD 2.5 Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

59


Motorola Moto X

Design

Das Design des Moto X weiß zu

gefallen. Die minimalistische

Gestaltung der Front spiegelt

sich auch in der Optik der Hörmuschel

wider.

Display

Beim 4,7 Zoll großen Bildschirm

mit einer Auflösung von 1280 x

720 Pixel kommt die AMOLED-

Technologie zum Einsatz. Diese

sorgt für einen sehr guten

Schwarzwert, Farben wirken

dadurch aber übersättigt und

unrealistisch.

Android 4.4 KitKat

Das Moto X war neben den

Nexus-Geräten eines der ersten

Geräte, das das Update auf

Android 4.4 KitKat spendiert

bekam. Optisch gleicht die

Oberfläche jener von Nexus-

Geräten, denn Motorola hat am

grundlegenden Aufbau und der

Gestaltung nichts verändert.

Kamera

Die 10 Megapixel

starke Rückkamera

hinterlässt einen zwiespältigen

Eindruck:

Die softwareseitige

Nachbearbeitung der

Fotos ist zum Teil so

drastisch, dass sie das

Ergebnis eher ruiniert

als rettet.

Lautsprecher

Der Mono-Lautsprecher

ist direkt neben

der Kamera verbaut

und liefert akzeptable,

aber auch keine überragenden

Ergebnisse.

Verarbeitung

Ein großer Pluspunkt

des Moto X ist die

hochwertige Verarbeitung

der Rückseite, die

sich leicht gummiartig

und dadurch sehr

griffig anfühlt.

Text: Raphael Schön

Die ehemalige Google-

Tochter lieferte mit

dem Moto X Mitte

2013 ein solides

Smartphone ab. Mit

gehöriger Verspätung

erscheint das Gerät

nun auch bei uns.

Zu spät?

Ideal, wenn Sie ein gut verarbeitetes

Handy mit aktuellem Android

und innovativen Extras suchen.

Motorola Moto X

In den USA ist das Moto X bereits seit August

2013 zu haben, nun schaffte es das Spitzenmodell

von Motorola mit gehöriger Verspätung über

den großen Teich. Technisch war es selbst beim US-

Release kein Überflieger, das Smartphone hat uns

aber dennoch gefallen und vor allem mit einigen

klugen Features überrascht.

Hübsch und hochwertig

Äußerlich macht das Moto X einen guten Eindruck:

Die Front ist minimalistisch gestaltet und aufgrund

des AMOLED-Bildschirms durchgehend tiefschwarz.

Hier stört kein deplatziert wirkendes Logo das stimmige

Gesamtbild. Auch die Rückseite gefällt mit

einer Art Carbon-Look und einer griffigen, leicht

gummiartigen Oberfläche. Generell erinnert das Design

an den günstigen Megaseller Moto G, allerdings

Nicht geeignet, wenn Sie moderne

Hardware mit einem sehr guten

Preis-Leistungs-Verhältnis möchten.

wirkt hier alles einen Tick hochwertiger und edler.

Mit 130 Gramm ist das Moto X zudem um 13 Gramm

leichter als sein günstiges Pendant und exakt gleich

schwer wie das Nexus 5 oder das Galaxy S5. Die Bildschirmdiagonale

von 4,7 Zoll ist wiederum identisch

mit dem HTC One und geht somit für heutige Verhältnisse

als vergleichsweise klein durch. Die Haptik

ist einer der großen Pluspunkte des Moto X, denn

das Smartphone liegt toll in der Hand und eignet sich

insbesondere für jene, denen andere Geräte jenseits

von 5 Zoll bereits zu groß sind.

Technik von gestern ...

Im gefälligen Gehäuse steckt nicht mehr ganz taufrische

Hardware: Der Qualcomm S4 Pro-Chip in der

Dual Core-Variante ist mittlerweile im Mittelklasse-

Segment zu verorten, auch die Display-Auflösung ist

60 Android Magazin Mai/Jun 2014


Motorola Moto G

„Anfang 2013 hätte das

Moto X mit diesen Spezifikationen

und einem Preis

von 350 Euro eingeschlagen

wie eine Bombe.“

mit 1280 x 720 Pixeln schon lange nicht mehr

auf der Höhe der Zeit. In der Praxis ist der

Bildschirm aber in Sachen Schärfe kaum von

Full HD-Panels unterscheidbar, zudem ist der

Schwarzwert aufgrund der AMOLED-Technik

hervorragend. Die extrem satten Farben sind

wiederum Geschmackssache und könnten jedem,

der Wert auf eine hohe Farbtreue legt,

sauer aufstoßen.

... und Ideen von morgen

Obwohl die Technik eher altbacken daherkommt,

bietet das Moto X auf Seiten der

Software eine ganze Reihe absolut innovativer

Funktionen. Zu nennen ist hier beispielsweise

die „Aktiv-Anzeige“: Anstatt mit einer

Benachrichtigungs-LED werden neue oder

verpasste E-Mails, SMS, Anrufe oder sonstige

App-Mitteilungen direkt auf dem Display

visualisiert. Ebenfalls spannend ist „Motorola

Connect“: Damit lassen sich Benachrichtigungen

per Chrome Browser-Plugin am PC senden

und empfangen (ähnlich wie mit der App

„Pushbullet“). Die App „Assist“ automatisiert

zudem verschiedene Funktionen des Moto X,

so lassen sich etwa speziell an die jeweiligen

Situationen angepasste Funktionen fürs Autofahren,

für Besprechungen oder für die Nacht

definieren.

„OK Google Now“

Das Highlight in Sachen Software ist jedoch

ebenso unscheinbar wie spannend: Per Auslösesatz

„OK Google Now“ lässt sich das Moto

X aus dem Standby-Modus aufwecken und

mit dem passenden Sprachbefehl für allerhand

Funktionen einsetzen. Wenn Sie etwa

„OK Google Now. Route nach München“ sagen,

berechnet Ihnen das Moto X aus dem

Standby-Modus heraus via Google Maps eine

Route nach München. Ähnliche Aktionen lassen

sich mit „Markus mobil anrufen“, „suche

die Telefonnummer von ...“ auslösen, aber

auch Fragen wie etwa „wie hoch ist der Eiffelturm“

oder „wie wird morgen das Wetter“ sind

möglich. Voraussetzung dafür ist lediglich

eine kurze Konfiguration, danach ist das Moto

X auf Ihre Stimme eingestellt und ignoriert die

Sprachbefehle anderer.

NATURBELASSENES ANDROID

4.4.2 ALS GROSSER PLUSPUNKT

DES MOTO X.

Fazit

Anfang 2013 hätte das Moto X mit diesen

Spezifikationen und einem Preis von 350 Euro

eingeschlagen wie eine Bombe. Über ein Jahr

später gibt es das in vielerlei Hinsicht bessere

Nexus 5 um das gleiche Geld oder für etwas

mehr auch ein Galaxy S4. Das ändert aber natürlich

nichts daran, dass das Moto X ein sehr

schönes Smartphone mit innovativen und intelligenten

Software-Features ist. Die vorinstallierte,

naturbelassene Android 4.4.2-Version

ist ein weiterer bedeutender Pluspunkt.


35 /40

Praktisch: Eingegangene Benachrichtigungen

werden im Standby-Modus direkt auf dem

AMOLED-Display angezeigt.

Nicht nur das Design hat uns (vor allem rückseitig)

gut gefallen, auch die Verarbeitung und

die Haptik sind überaus gelungen.

Mit dem Sprachkommando „OK Google Now“

lässt sich das Moto X aus dem Standby-Modus

aufwecken und per Sprache steuern.

129,3 mm

65,3 mm 10,4

349,-

Euro

349,- UVP

10

Kamera

4,7“

1280 x 720

16

MP

GB

2.0 1.9 -

Speicher

130 g 4.4

2

512

RAM

MB GB

GHZ

1,7

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgnac Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Gelungenes Smartphone mit aktuellem

Android und praktischen Features, das aber

leider etwas spät auf den Markt kommt.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

2200 mAh

20.172

878

1.445

468

+

+

Innovative, gut umgesetzte

Software-Features

Aktuelles Android,

zügige Update-Politik

5

Kamera nicht immer

zuverlässig

Für die gebotene Hardware

relativ teuer

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

61


LG G Flex

Kamera

Die 13 MP-Kamera

nimmt auch Videos

in 4K (UHD) - Qualität

auf. Bei 1080p sind

Aufnahmen bis zu

60 fps möglich.

Buttons

On-Off-Button und

Lautstärkenwippe sind

am Rücken angebracht.

Das erschwert

die Einhand-Bedienung.

Der Bildschirm

lässt sich aber auch

per Doppel-Tap auf der

Vorderseite aktivieren.

Selbstheilung

Die Beschichtung am

Rücken „repariert“

kleinere Kratzer von

selbst. Je höher die

Umgebungstemperatur,

desto schneller.

Display

Mit einer Auflösung

von 1280 x 720 und

einer Pixeldichte von

245 ppi spielt das LG

Flex nicht ganz in der

ersten Liga. Die Darstellung

ist dennoch

scharf genug.

Form

Die gebogene Form

soll den Blickwinkel

optimieren und das

Mikrofon näher zum

Mund bringen. Das

ganze Gehäuse ist

flexibel und lässt sich

flach drücken.

Sie legen Wert auf Top-Performance

und sind exzentrischen

Formen nicht abgeneigt? Kaufen!

Sie suchen ein kompaktes Gerät

zum kleinen Preis? Das LG

Flex ist nichts für Sie.

Text: Martin Reitbauer

Das neue 6-Zoll-

Phablet von LG sticht

vor allem durch seine

ungewöhnliche Form

hervor. Die Performance

braucht sich dahinter

allerdings nicht

zu verstecken.

LG G Flex

Krummes Ding, „Banana Phone“, „gebogenes

Monster“, „Gurkendisplay“ -

die Titelzeilen und Kommentare zum

neuen 6-Zoll-Phablet von LG fallen sehr bunt

aus. Dabei sind geschwungene Oberflächen

gar nicht so neu: Schon 2010 stellte Google mit

dem Nexus S ein kurviges Gerät vor. Der Unterschied:

Damals war es nur das Glas, das gebogen

war.

Krumme Bananengurke

Beim G Flex dagegen hat der Hersteller - wie

auch Samsung beim beinahe gleichzeitig erschienenem

Galaxy Round - dem Display-Panel

selbst eine Biegung verpasst. Möglich

macht dies eine Technologie, die LG „Plastic

OLED“ nennt: Der Bildschirm wird aus einem

flexiblen Kunststoffsubstrat hergestellt. Die

gebogene Form bringt das Mikrofon näher an

die Schallquelle im Gesicht und optimiert den

Blickwinkel auf den Bildschirm. Zudem soll das

flexible Panel mechanische Belastungen wie

Stürze besser verkraften als die steife Konkurrenz.

Tatsächlich lässt sich das Gerät inklusive

Display und Rücken auf einer harten Oberfläche

gänzlich flach drücken, ohne Schaden zu

nehmen.

Selbstheilungskräfte

Neben dem flexiblen Display an der Vorderseite

wartet das LG Flex auch auf der Rückseite

mit einer Besonderheit auf: Die Beschichtung

mit Polyrotaxan-Lack ist „selbstheilend“

und soll kleine Kratzer innerhalb kurzer Zeit

zum Verschwinden bringen. Im Test funktionierte

das in der Tat - allerdings nur bei sehr

oberflächlichen Schrammen. Tiefere Abschürfungen,

die etwa durch die Schlüssel in der Ta-

62 Android Magazin Mai/Jun 2014


LG G Flex

„Mit 177 Gramm ist das

LG Flex für ein Gerät dieser

Größe relativ leicht. In den

Benchmarks sticht es sogar

das Galaxy Note 3 aus. “

sche oder einen Sturz auf Asphalt entstehen,

kann der Lack nicht ausgleichen.

Von allen Eitelkeiten abgesehen ist das LG

Flex auf der Höhe der Zeit, was die Hardware anlangt:

Ein Snapdragon 800 liefert mit 4 x 2,3 GHz

ordentlich Rechenleistung, 2 GB RAM und ein

Adreno 330 Grafikchip tun ein Übriges. In unseren

Benchmarks sticht das Flex damit bei Rechenleistung

und Grafik sogar das Galaxy Note 3

aus. Beim Browser liegt es nur knapp dahinter.

Mit 177 Gramm ist das LG Flex für ein Gerät

dieser Größe relativ leicht und lässt sich mit

etwas Geschick durchaus mit einer Hand bedienen.

Was dabei zuerst stört, ist die Lage des

Einschalt-Buttons und der Lautstärkenwippe:

Wer das Gerät balanciert, kann die rückwärtigen

Buttons nicht bedienen. Für diesen Fall hat LG

allerdings eine erfrischende Neuerung, die Schule

machen könnte: Der Bildschirm lässt sich mit

einem Doppeltipp aktivieren. KNOCKON nennt

der Hersteller diese Funktion.

Software: Gemischte Bilanz

Auch sonst hat LG mit Anpassungen nicht

gespart. Die Oberfläche, die einem Android

4.2.2-System aufgesetzt wurde, ist sehr bunt

gehalten und bietet gelungene und weniger

gelungene Funktionen. Simpel und praktisch

ist etwa die Dual-Window-Option, die ohne

viele Fransen echtes Multitasking ermöglicht.

Eher verzichtbar ist dagegen das „QSlide“ genannte

Feature, das mehrere Tasks in eigenen

Fenstern laufen lässt - die klobigen Bedienelemente

nehmen einfach zu viel Platz ein.

Starker Akku

Positiv fällt wiederum die Akkuleistung auf: Mit

3500 mAh ist die Speicherzelle sehr üppig bemessen,

selbst wenn man die Displaygröße in Betracht

zieht. Auch der Stand-By-Verbrauch war

im Test sehr gering. Die Kamera liefert durchschnittliche

Ergebnisse, überrascht aber positiv

mit einer sehr geringen Auslöseverzögerung.

Fazit

Das LG Flex besticht mit ausgezeichneten Performance-Daten

und einigen cleveren Software-Features

wie der KNOCKON-Aktivierung

IST DAS G FLEX NUR DESHALB

GEBOGEN, WEIL DIE INGENIEU-

RE VON LG ES KONNTEN?

und Dual-View-Multitasking. Der Nutzen der

kurvigen Form aber will sich uns nicht erschließen.

Die Vorteile bei Blickwinkel, Ergonomie

und Mikrofon sind bestenfalls marginal. Es

drängt sich die Frage auf, ob LG das G Flex allein

deswegen gebogen hat, weil die Ingenieure

es eben konnten. Der zweifellos hohe Entwicklungsaufwand

- der sich auch deutlich im

Preis niederschlägt - wäre wohl besser in ein

hochauflösendes Display investiert gewesen.


34 /40

Die charakteristische geschwungene Form soll

den Blickwinkel auf das Display über die ganze

Länge stabil halten.

Das stark gebogene Gehäuse lässt sich auf einer

harten Oberfläche komplett flach drücken, ohne

Schaden zu nehmen.

„Selbstheilender“ Lack bringt feine Kratzer auf

der Rückseite tatsächlich innerhalb kurzer Zeit

zum Verschwinden. Tiefere Schrammen bleiben.

160,5 mm

81,6 mm 8,7

620,-

Euro

799,- UVP

13

6,0“

1280 x 720

MP

GB

2.1 1.9 24

32

Kamera Speicher

177 g 4.2.2

2

512

RAM

MB GB

GHZ

2,26

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN bgn Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Sehr performantes Gerät mit ungewöhnlichem

Äußeren. Im Vergleich zur starken

Konkurrenz aber zu teuer.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

3500 mAh

+

+

5

36.049

1.139

2.973

583

Außergewöhnliche

Form, „selbstheilende“

Beschichtung

Starker Akku, wenig

Stand-By-Verbrauch

Vergleichsweise hoher

Preis

Kein hochauflösendes

Display

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench 1080p T-Rex Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

63


CAT B15

Akku

Dank einer 2.000 mAh-Zelle

kommt das B15 locker über den

Tag, im Test erzielten wir auch

mal rund 35 Stunden.

Stoßfest

Stürze, harte Aufschläge – alles kein

Problem, dank des robusten Rahmens

hält das B15 weit mehr aus

als die meisten seiner Kollegen.

Nässe

Dichtungen über den Slots

sorgen dafür, dass Wasser und

Feuchtigkeit dem CAT-Phone

nichts anhaben können.

Display

Mit einer Auflösung von 480 x

800 Pixeln erreicht das Display

des B15 bei Weitem nicht den

heutigen Standard.

CAT B15

Software

CAT spendiert dem B15 Android

in der Version 4.1, lässt die Oberfläche

aber weitgehend

unangetastet.

Text. Oliver Janko

Das Smartphone-

Schwergewicht im

ultimativen Härtetest –

robuster Begleiter oder

Marketing-Gag?

Die Entwicklung am Markt folgt seit einiger

Zeit einem klaren Trend: Smartphones werden

größer, dünner, leichter – und dadurch

auch durchweg filigraner. Zwar haben einige Hersteller

spezielle Outdoor-Phones im Portfolio, oftmals

stecken dahinter aber nur halbherzig gefertigte Gerätschaften,

die zwar mehr aushalten als die teuren

High End-Kollegen, sich aber auch nur bedingt als

unzerstörbare Begleiter in nicht alltäglichen Situationen

und ebensolcher Umgebung beweisen.

Erkennbare Robustheit

CAT hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen,

die beruflich oder privat ein robustes Mobilgerät

brauchen, und nicht unbedingt auf ein Nokia

3310 downgraden möchten, mit einem passenden

Smartphone zu versorgen. Das B15 ist das Ergebnis

dieser Anstrengungen.

Wir beginnen mit dem Äußeren, das auf den ersten

Blick vielversprechend ist: Das B15 ist mehr als

einen Zentimeter – und damit ungewöhnlich – dick.

Dennoch liegt das Gerät angenehm in der Hand, obwohl

der Rahmen rund um das vier Zoll große Display

kaum erkennbar ist. Dafür ist schon am erstem Blick

zu erkennen, dass das B15 mehr aushält als seine gewöhnlichen

Kollegen: Am seitlichen Rahmen sind drei

Schrauben zu erkennen, außerdem sind sämtliche

Slots – für Kopfhörer und Ladegerät – mit Gummistöpseln

abgedeckt. Das Problem hier: Der microUSB-

Slot liegt so tief im Rahmen, dass kaum andere Ladestecker

passen – die meisten sind schlichtweg zu dick.

Die beiden SIM-Karten legen Sie oberhalb des Akkus

ein, der wiederum von einer Abdeckung aus Gummi

geschützt wird. Um eine perfekte Abdichtung zu garantieren,

muss zum Verschließen ein zusätzlicher

Schieberegler verwendet werden.

64 Android Magazin Mai/Jun 2014


CAT B15

Die Hardware ist etwas

lahm, dafür überzeugt das

B15 mit ausgezeichneter

Verarbeitung und einer

unglaublich robusten Bauweise.

Für robuste Zeitgenossen

der ideale Begleiter!“

Kraftlose Hardware

DER IDEALE BEGLEITER

FÜR DIE BAUSTELLE.

Die technischen Daten sind im Verhältnis zum

äußeren Erscheinungsbild weitaus unspektakulärer:

Für die Power sorgt ein mit 1 GHz getakteter

Dual Core-Prozessor von MediaTek,

der auf 512 MB RAM zurückgreifen kann. 8.248

Punkte beim AnTuTu-Benchmark sprechen eine

klare Sprache: Die CPU ist nicht mehr auf Höhe

der Zeit, hier hätte es ruhig ein wenig mehr sein

dürfen. Beim internen Speicher bietet sich uns

das gleiche Bild: Mit 4 GB Festspeicher werden

nur die wenigsten Nutzer glücklich sein, der microSD-Slot

und zahlreiche Cloud-Speicher relativieren

dieses Manko allerdings ein wenig. Der

Akku bietet 2.000 mAh. Damit und aufgrund der

vergleichsweise sparsamen Technik sind auch

mehr als 24 Stunden Laufzeit kein Problem.

Das Display liest sich auf dem Papier ebenfalls

nicht berauschend: Das vier Zoll messende

TFT-Panel löst mit unterdurchschnittlichen

480 x 800 Pixeln auf, die Pixeldichte liegt

bei 233 ppi. Zum Vergleich: Aktuelle High End-

Das B15 übersteht auch Stürze aus größere Höhe unbeschadet,

im Test waren Stürze von Tischen, aus der

Hosentasche und sogar aus 1,5 Meter kein Problem.

Auf der Suche nach einem robusten

mobilen Begleiter? Dann sind

Sie hier an der richtigen Stelle.

Geräte kommen fast auf den doppelten Wert.

Wie von einem Outdoor-Modell zu erwarten,

spendiert CAT dem B15 mit Cornings Gorilla

Glass die wohl robusteste Lösung am Markt.

Unzerstörbar?

So viel also zur Ausstattung und der Leistung

des Smartphones. Wir haben uns allerdings

auch von der angepriesenen Robustheit überzeugt

– und tatsächlich: Das B15 übersteht

Stürze aus Tischhöhe ohne Kratzer und selbst

ein Unterwassergespräch im Pool bringt zumindest

das Gerät nicht um.

Zur Software gibt es wenig zu sagen: Das

B15 läuft mit Android 4.1, CAT verzichtet auf

optische Anpassungen, installiert aber einige

Anwendungen vor, die allerdings meist nur auf

Dank sauber sitzender Abdeckungen wirken sich

äußere Einflüsse wie Staub, Sand oder Wasser nicht

störend aus.

Webseiten mit verschiedenen Dienstleistungen

des Herstellers verlinken – damit können

Sie beispielsweise Baufahrzeuge mieten oder

CAT-Händler in Ihrer Umgebung suchen.

Fazit

Sie legen Wert auf Top-Performance

und ein tolles Display?

Bitte weitersuchen!

Das B15 ist kein typisches Smartphone, so viel

ist klar: Die Hardware ist weit entfernt vom

aktuellen Standard, dafür ist die Verarbeitung

hervorragend – für das angedachte Einsatzgebiet

am Bau oder für Outdoor-Sportarten die

ideale Lösung. Wer Wert auf Leistung und ansprechende

Optik legt, wird mit dem B15 allerdings

nicht glücklich werden.


29 /40

125 mm

69,5 mm 15

275,-

Euro

5,0

Kamera

4,0“

800 x 480

4

MP

GB

2,0 1.9 +

Speicher

170 g 4.1

MB

512

512

RAM

GHZ

1,0

2 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgn Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Das neue Modell von CAT überzeugt vor

allem bei der Verarbeitung, Abstriche

müssen Sie bei der Hardware hinnehmen.

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

Leistung¹:

Grafik²:

8.248

nicht möglich

Browser³:

1.303

Akku 4 : 2.000 mAh

500

5

+ Hervorragende Verarbeitung

+ Angenehme Haptik

Unterdurchschnittliche

Hardware

Schwaches Display

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-Rex Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

65


Phicomm X100

Phicomm X100

Phicomm will auf dem Markt reüssieren.

Gelingt das mit dem Mittelklasse-Smartphone X100?

Text: Oliver Janko

Ideal, wenn Sie ein günstiges

Gerät suchen, das gut verarbeitet

und nicht zu groß ist.

Nichts für Sie, wenn Sie ein

Handy mit starker Hardware

und großem Display suchen.

Im Zuge des Aufschwungs asiatischer Hersteller

wie Oppo, Xiaomi oder Huawei versuchen

auch andere, derzeit noch unbekanntere

Unternehmen aus Fernost ihre

Bekanntschaft zu steigern. Zu dieser Garde

neuer Hersteller zählt ohne Zweifel auch Phicomm,

ein noch junges Unternehmen aus dem

Reich der Mitte. Mit dem X100 will Phicomm

nun den Durchbruch schaffen. Wir verraten,

was das Smartphone so drauf hat.

Überraschend gute Verarbeitung

Auf den ersten Blick hinterlässt das X100

einen sehr guten Eindruck. Phicomm setzt auf

eine hochwertige Materialauswahl, rückseitig

kommen neben dem altbekannten Standard-

Polycarbonat auch beschichtete Elemente

zum Einsatz. Die Vorderseite des X100 ähnelt

durchaus den älteren iPhone-Modellen, einzig

die kapazitiven Tasten auf der Unterseite

heben sich deutlich ab. Phicomm verzichtet

DAS X100 GEHÖRT ZU DEN

DÜNNSTEN MODELLEN

AUF DEM MARKT.

bewusst auf den Einsatz von physischen Elementen,

das insgesamt homogene Gesamtbild

würde aber auch keine Unterbrechungen

vertragen. Im oberen Rahmen ist der Power-

Button integriert, auf der linken Seite die Lautstärkewippe,

rechts der Slot für die SIM-Karte.

Mit einer Dicke von 7,8 Millimetern gehört das

Phicomm-Phone zudem zu den dünnsten Modellen

am Markt. Dabei liegt es – bedingt durch

das geringe Gewicht und die angenehme Größe

– perfekt in der Hand. Gerade in Zeiten immer

größer werdender Smartphones ein nicht zu

unterschätzender Faktor, stören sich doch im-

Die Features im Überblick

Angenehme Größe,

geringes Gewicht

Gute Akkulaufzeit

Hochwertige Verarbeitung

Die Oberfläche des Phicomm X100 besitzt zwar

eigens gestaltete Icons, orientiert sich ansonsten

aber am Aufbau von Stock-Android.

Einzelne Apps, wie etwa hier die Telefonie-App, wurden

optisch verändert. Zusätzlich liefert Phicomm

einige spezielle Apps mit.

66 Android Magazin Mai/Jun 2014


Phicomm X100

„Das X100 hinterlässt

einen guten Eindruck, vor

allem Verarbeitung und

Preis machen das Smartphone

interessant.“

Die Rückseite aus Alu macht einen hochwertigen Eindruck

und fühlt sich gut an.

Das X100 ist 7,8 Millimeter dünn, mit einem Gewicht

von 148 Gramm gleichzeitig aber etwas schwer.

mer mehr Android-Fans am „Größenwahn“ so

mancher Smartphones.

Ordentliche Hardware

Doch genug der Optik, wenden wir uns den harten

Fakten zu, also den Spezifikationen: Phicomm

setzt auf einen schon ein wenig betagten

Snapdragon S4-Prozessor aus dem Hause

Qualcomm, getaktet mit 1,2 GHz pro Kern. Für

Standard-Aktionen reicht die Power dieses Prozessors

auf jeden Fall aus. Der CPU zur Seite

stehen 1 GB RAM und Android 4.1 Jelly Bean.

Ob ein Update auf KitKat geplant ist, wurde offiziell

nicht bestätigt, wir halten das aber für

wahrscheinlich. Gerade ein noch junger Hersteller

wie Phicomm darf in puncto Updates die

Kunden nicht enttäuschen, immerhin ist die

Aussicht auf neue und künftige Android-Versionen

ein sehr wichtiger Faktor für den Ruf einer

Marke.

Aber weiter mit der Technik: Phicomm spendiert

dem Gerät 16 GB internen Speicher, der

allerdings nicht erweitert werden kann. Damit

das X100 nicht ständig an der Steckdose hängen

muss, ist ein solider 2.000 mAh-Akku verbaut,

der locker einen Tag durchhält.

DAS DISPLAY IST IN ANBE-

TRACHT DES NIEDRIGEN

PREISES GUT.

Display und Kameras

Megapixel. Das ist ein guter Standard, die Fotoqualität

ist in Ordnung. Wunder dürfen Sie sich

bezüglich Qualität aber nicht erwarten, denn besondere

Extras, die bei etablierten Marken geboten

werden, fehlen. Für Schnappschüsse reichen

die Kameras aber auf jeden Fall aus.

Fazit

Das Phicomm X100 hinterlässt im Test einen

guten Eindruck: Die Verarbeitung überzeugt, Display

und Hardware sind keine Überflieger, für

den Preis aber vollkommen in Ordnung. Klar,

von der ersten Riege der Hersteller ist Phicomm

noch ein Stück weit entfernt, der eingeschlagene

Weg verspricht allerdings noch einiges. Vor allem

auch angesichts des Preises: Für rund 190,-

Euro ist das Modell hierzulande zu erstehen. Als

gutes Mittelklasse-Gerät, Zweit-Smartphone

oder ganz einfach, wenn Sie nicht allzu tief in die

Brieftasche greifen möchten, ist das Phicomm

X100 auf jeden Fall eine Empfehlung wert.


Als Bildschirm kommt ein 4,7 Zoll großes HD-

Display zum Einsatz, dessen Pixeldichte 312

ppi beträgt, ein durchaus beachtlicher Wert.

Blickwinkelstabilität und Schwarzwert sind

ebenfalls überzeugend. Insgesamt ist das Display

in Anbetracht des niedrigen Preises des

X100 wirklich nicht schlecht, auch wenn Farben

etwas blass wiedergegeben werden. Aber

das ist Kritik auf hohem Niveau.

Für taugliche Fotografien ist auf der Rückseite

eine Linse mit einem 8 Megapixel-Sensor

verbaut, für „Selfies“ oder Videotelefonie befindet

sich auf der Vorderseite eine Kamera mit 2 29 /40

137,4 mm

67,2 mm 7,8

190,-

Euro

249,- UVP

4,7“

1280 x 720

8MP

GB

2.0 1.9 +

16

Kamera Speicher

148 g 4.1.2

1

512

RAM

MB GB

GHZ

1,2

2 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgn Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Das X100 hinterlässt einen guten Eindruck.

Die Hardware ist nicht auf dem

neuesten Stand, bei einem Preis von etwa

190 Euro geht das aber völlig in Ordnung.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku:

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

87

2000 mAh

10.695

1.235

426

5

+ Schönes Design,

angenehme Haptik

+ Gutes Preis-Leistungs-

Verhältnis

... dafür Abstriche bei

Display und Hardware

Wenig Software-Extras

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

67


ARCHOS GAMEPAD 2

Digital-Steuerkreuz

und Analogsticks

Das digitale Steuerkreuz

ist präzise und eignet sich

perfekt für Jump‘n‘Runs und

generell für Retro-Games.

Die Analogsticks überzeugen

hingegen weniger.

Oberfläche und Spiele

Die Benutzeroberfläche wurde nur

sehr minimal angepasst. Ab Werk

sind einige Spiele vorinstalliert,

wie etwa die beiden gelungenen

Gameloft-Titel Asphalt 8 und

Modern Combat 4.

Archos Mapping Tool

In der Navigationsleiste ist ein

interessantes Tool zu finden:

Spiele mit virtuellen Buttons

lassen sich nach einer intuitiven

Konfiguration auch mit den

Hardware-Tasten des Gamepad

2 steuern.

Lautsprecher

Die Positionierung der Lautsprecher

ist ideal, leider klingt der

Sound aber blechern und kann

qualitativ nicht überzeugen.

ARCHOS GamePad 2

Text: Raphael Schön

Archos kombiniert

ein 7 Zoll Tablet mit

einem Gamepad

und bedient mit

diesem Hybriden

die Spiele-Fans

unter den Android-

Nutzern.

Gamepads, die als Smartphone- oder Tablet-Zubehör

verwendet werden, gibt es

viele. Eine wirklich nahtlose Integration

und einen klarer Gaming-Fokus verfolgt etwa

Nvidia mit „Project Shield“, bei dem ein Smartphone

mit einem Controller kombiniert wird. Erhältlich

ist „Shield“ aber nur über kostspielige

Import-Wege, weitaus einfacher zu haben ist

hingegen das Archos Gamepad 2. Dieses verfolgt

einen ähnlichen Ansatz, allerdings wurde hier ein

7 Zoll-Tablet mit Gamepad-typischen Bedienelementen

ausgestattet.

Tablet oder Gamepad?

In Sachen Displaygröße spielt das Gamepad 2 in

einer Liga mit dem ebenfalls 7 Zoll großen Nexus 7.

Auf den ersten Blick fallen natürlich sofort die Bedienelemente

auf. An der Front befindet sich ein

digitales Steuerkreuz, vier Buttons à la PlayStation

oder Xbox sowie zwei Analog-Sticks, die an jene der

PS Vita erinnern. Zusätzlich gibt es noch eine Selectund

eine Start-Taste. An der Oberseite sind neben

dem On-Off-Button und der Lautstärke-Wippe vier

Schultertasten sowie ein MicroUSB-, Kopfhörer- und

Mini-HDMI-Anschluss verbaut.

Ideal, wenn Sie für eine tragbare

Android-Konsole mit attraktivem

Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.

Finger weg, wenn Sie nur wenig

spielen oder sich eine waschechte

Handheld-Konsole erwarten.

Da sich das Tablet-Handheld-Hybrid aufs Spielen

fokussiert, ist natürlich entscheidend, wie gut sich

das Gerät in Sachen Bedienung schlägt. Grundsätzlich

liegt das Gamepad 2 gut in den Händen, die Rückseite

ist leicht angeraut, was zusätzlichen Halt gibt. Mit 400

Gramm ist es kein Leichtgewicht, allerdings ist die Gewichtsverteilung

überraschend angenehm. Die Tasten

selbst verfügen über einen guten Druckpunkt, das

digitale Steuerkreuz arbeitet präzise und eignet sich

dadurch perfekt für Retro-Games und Jump‘n‘Runs.

Weniger angetan waren wir hingegen von den beiden

Analogsticks: Einerseits ist deren Positionierung nicht

ideal, da die Daumen beim Spielen sehr stark angewinkelt

werden müssen, um auch die Schultertasten

68 Android Magazin Mai/Jun 2014


ARCHOS GAMEPAD 2

„Mit dem Gamepad 2 hat

Archos eine ebenso innovative

wie riskante Idee in die Realität

umgesetzt und allein dafür

gebührt dem französischen

Unternehmen Respekt.“

bedienen zu können (was bei Ego-Shootern wie Dead

Trigger oder Modern Combat 4 nötig ist), andererseits

lässt leider auch die Verarbeitung der Analogsticks zu

wünschen übrig. Bei unserem Testgerät gaben beide

Sticks von Anfang an Knarzgeräusche von sich, der

rechte Stick blieb hin und wieder sogar hängen.

Display und Hardware

Das Herzstück des Gamepad 2 ist ein 7 Zoll Display

mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln, was

eine Pixeldichte von etwas mageren 213 ppi ergibt.

Die Darstellungs-Qualität ist analog zum niedrigen

Verkaufspreis nicht überragend, aber durchaus

brauchbar. Mit extrem hellen und farbenfrohen Full

HD-Displays wie beim Nexus 7 (2013) oder beim LG

G Pad 8.3 kann jenes des Gamepad 2 aber nicht mithalten,

es wirkt im direkten Vergleich etwas blass.

Im Inneren des Archos-Gerätes arbeitet ein 1,6 GHz

Quad Core-Chipsatz des wenig bekannten Herstellers

Rockchip. Dank einer potenten Grafik-Einheit

(Mali 400 GPU) ist aber auch bei aufwendigen 3D-

Spielen für genügend Leistung gesorgt, wenngleich

keine Top-Performance erwartet werden darf.

Außerdem bietet das Gamepad 2 sehr ordentliche

2 GB RAM, 16 GB internen Speicher (der sich via microSD-Karte

erweitern lässt) und einen 5.000 mAh

Akku. Letzterer ist überaus großzügig dimensioniert,

was bei einer portablen Spielekonsole wichtig ist.

Software und Spiele

Als Basis dient eine etwas angegraute Version von

Android 4.2.2 Jelly Bean. Oberflächenanpassungen

sind nicht vorhanden, der Navigationsleiste wurde

lediglich ein kleines Gamepad-Symbol hinzugefügt,

hinter dem sich eine spannende Funktion verbirgt:

Mit dem „Archos Mapping Tool“ lassen sich die virtuellen

Bedienelemente vieler Spiele den physischen

Tasten am Gamepad 2 zuweisen. Das kann manuell

erfolgen oder über 100 vorinstallierte Profile zu bekannten

Spielen. Manche Spiele (wie etwa Dead Trigger

2) bieten aber von vornherein Gamepad-Support,

bzw. funktionieren auch die beiden vorinstallierten

Gameloft-Titel Asphalt 8 oder Modern Combat 4 nativ.

Bei diesen beiden Games werden übrigens sogar

unterschiedliche Tastenbelegungs-Modi geboten, die

speziell auf das Gamepad 2 zugeschnitten wurden.

Hier haben Archos und Gameloft offensichtlich eng

kooperiert, wir finden dies überaus lobenswert.

Damit auch langfristig für Spielenachschub gesorgt

ist, hat Archos die App „Game Zone“ draufgepackt,

in der neue, für das Gamepad 2 passende

Games, in verschiedene Genres sortiert, aufgelistet

werden. Natürlich lässt sich aber auch wie gehabt

der Play Store zum Finden von neuen Games nutzen.

Fazit

Keine Frage: Mit dem Gamepad 2 hat Archos eine

ebenso innovative wie riskante Idee in die Realität

umgesetzt und allein dafür gebührt dem französischen

Unternehmen Respekt. In Anbetracht des

günstigen Straßenpreises von rund 190 Euro ist das

Gebotene akzeptabel, reicht aber bei weitem nicht

aus, um den etwa gleich teuren Handhelds wie dem

Nintendo 3DS oder der Sony PlayStation Vita das

Wasser zu reichen. Andererseits gibt es im Play

Store unzählige günstige oder teils auch kostenlose

Games, und auch als Emulator-Plattform für Retro-

Gaming eignet sich das Gamepad 2 sehr gut.


29 /40

Das digitale Steuerkreuz ist gut verarbeitet und

präzise, die Analogsticks haben aber Macken.

Neben Klinken- und MicroUSB-Anschluss gibt

es auch einen Mini-HDMI-Ausgang.

Bei Asphalt 8 können Sie aus speziell angepassten

Steuerungsvarianten wählen.

154 mm

200,5 mm 9,9

190,-

Euro

199,- UVP

7,0“

1280 x 800

MP

GB

0,3 - 1.9 -

16

Kamera Speicher

400 g 4.2

2

512

RAM

MB GB

GHZ

1,6

4 Kerne

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgn Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Innovativer Mix aus Tablet und Gamepad

zu einem günstigen Preis, jedoch mit

einigen Abstrichen bei der Hardware.

Leistung¹:

Grafik²:

Browser³:

Akku 4 :

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

1 2 3 4

310

5000 mAh

+

+

18.409

1.981

714

5

Innovative Idee und

solide Umsetzung

Gutes Preis-Leistungs-

Verhältnis, aber ...

... Abstriche bei Display

und Performance

Verarbeitung der Analogsticks

nicht ideal

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

69


Galaxy TabPRO 12.2

Die Rückseite

Wie beim Note 3 besteht

die Rückseite aus

Plastik im Leder-Look.

Der Vorteil: Das Ganze

fühlt sich sehr griffig an

und ist rutschfest. Links

oben ist übrigens der

Stift verstaut.

Der Stift

Funktionsweise und

Design des „S Pen“ gleichen

den Stiften anderer

Note-Geräte. Natürlich

macht das Schreiben

und Zeichnen auf einem

12,2 Zoll-Display aber

mehr Spaß als auf kleineren

Bildschirmen.

Magazine UX

Als Homescreen-Ergänzung

gibt es die praktische

Widget-Übersicht

Magazine UX“. Hier

finden Sie nicht nur

News, sondern auch

Produktivitäts-Infos.

Ideal, wenn Sie ein besonders großes

Tablet mit vielen Features und

toller Stift-Integration suchen.

Nichts für Sie, wenn Sie kompakte

Tablets bevorzugen und weniger

Geld ausgeben wollen.

Galaxy NotePRO 12.2

Text: Raphael Schön

Samsung dringt in

bislang nicht ergründete

Größen-Dimensionen

vor. Mit 12,2

Zoll ist das NotePRO

das größte Android-

Tablet am Markt.

Doch auch in Sachen

Software hat das

Riesen-Tablet einiges

zu bieten.

Während das obere Größenlimit bei Smartphones

quasi als ergründet gilt und sich

irgendwo bei 6 Zoll eingependelt hat, lotet

Samsung nun auch bei Tablets die Grenzen aus. Mit

12,2 Zoll positioniert sich das NotePRO nur knapp

unter gängigen Ultrabooks, deren Display in der Regel

13 Zoll messen. Ob der größere Bildschirm in

Kombination mit dem Eingabestift S-Pen wirklich

Sinn macht, oder ob sich Samsungs sprichwörtlicher

Größenwahn eher negativ auf die Usability auswirkt,

versuchen wir im Test zu klären.

Groß, größer, NotePRO 12.2

In Sachen Design orientiert sich das NotePRO 12.2

stark an anderen aktuellen Galaxy-Tablets, optisch

ähnelt es stark dem Note 10.1 (2014 Edition) und

besitzt etwa auch auf der Rückseite das typische

Lederimitat. Das 12,2 Zoll große LCD-Display, welches

eine WQXGA-Auflösung bietet und 2.560 x

1.600 Pixel darstellt, ist das Größte, was es bisher

bei Android-Tablets gibt. Farbwiedergabe, Kontrast,

Betrachtungswinkel und die allgemeine Darstellungsqualität

sind Samsung-typisch sehr gut. Trotz

der überdimensionalen Display-Größe ist das Note

PRO 12.2 verhältnismäßig leicht und bringt 753

Gramm auf die Waage.

Auch die Hardware kann sich sehen lassen: Dank

Snapdragon 800 Quad Core-Chip mit 2,3 GHz ist für

genügend Leistung gesorgt. Der gleiche leistungsfähige

Chip ist übrigens auch im Note 3, Note 10.1

2014, LG G2, Nexus 5, Xperia Z1 oder den Galaxy

TabPRO-Geräten verbaut. Dazu gesellen sich 3 GB

Arbeitsspeicher und ein 9.500 mAh Akku, der aufgrund

des ausladenden Displays und der hohen

Auflösung durchaus nötig ist. Damit sind gut 10

Stunden durchgehende Videowiedergabe drin, wer

viel spielt, wird je nach Titel mit deutlich geringerer

Laufzeit rechnen müssen.

70 Android Magazin Mai/Jun 2014


Galaxy TabPRO 12.2

Die Bedienbarkeit leidet

unter der überdimensionalen

Größe und die technischen

Unterschiede sind im

Vergleich zum Note 10.1

(2014) minimal.“

Android rein, Samsung raus

SAMSUNG RÜCKT GOOGLE-

APPS UND -DIENSTE WIEDER

IN DEN VORDERGRUND.

In punkto Benutzeroberfläche fällt auf, dass

Samsung die von Google bereitgestellten

Dienste und Apps in den Vordergrund rückt.

Das spiegelt sich direkt am Homescreen wider:

Neben einer Verknüpfung für den Chrome-

Browser und den Play Store ist hier auch ein

Ordner mit weiteren Google-Services zu finden.

Die eigenen Apps und den eigenen Samsung

App-Store hat Samsung kurzerhand auf

die zweite Homescreen-Seite verbannt. Insgesamt

kommt die Oberfläche in Relation zu

älteren Samsung-Tablets deutlich simpler und

enger an Stock-Android orientiert daher.

Innovative „Magazine UX“

Samsung hat in Sachen Software aber dennoch

ein Ass im Ärmel. Dieses hört auf den Namen

Magazine UX“ und ist (ähnlich wie HTCs

Blinkfeed) in das Homescreen-Karussell integriert.

Streichen Sie also vom Startbildschirm

aus einmal mit dem Finger nach rechts, gelangen

Sie in eine Art News-Übersicht, ein weiterer

Wisch bringt Sie zu einer Seite mit Widgets

zur Kalender-App S Planner, E-Mail, Musik oder

dem Samsung-App-Store. Auf Wunsch können

Sie das Layout verändern, andere Elemente

hinzufügen oder gar eine komplett neue Seite in

der „Magazine UX“-Optik erstellen. Ob man sich

mit diesem Konzept anfreunden kann, ist aber

natürlich Geschmacksache.

Weitere Software-Extras

Für die Note-Serie typisch: Auch der Eingabestift

„S Pen“ ist mit an Bord. Er unterscheidet sich in

Aussehen und Funktionsweise nicht von anderen

Note-Modellen. Cool ist auf alle Fälle, dass

in der Notiz-App „S Note“ ein Stift-Modus ausgewählt

werden kann, bei dem die Finger bzw. der

Handballen nicht erkannt werden und Sie daher

wie auf einem Blatt Papier zeichnen oder schreiben

können. Ebenfalls spannend ist die App „Remote

PC“, mit der Sie in Kombination mit einer

entsprechenden PC-Software ähnlich wie bei

„TeamViewer“ Ihren Windows-Rechner vom Tablet

aus steuern können.

Fazit

Objektiv betrachtet ist das NotePRO 12.2 ein

rundum gelungenes Gerät. Allerdings geht die

überdimensionale Größe zu Lasten der Bedienbarkeit,

die technischen Unterschiede sind (bis

auf die Auflösung) im Vergleich zum günstigeren

Note 10.1 (2014) minimal. Deshalb unser Tipp:

Wenn Sie einen besonders großen Bildschirm

möchten und der Preis keine Rolle spielt, dann

können Sie hier zuschlagen. Für alle anderen

empfehlen wir das sehr ähnliche und günstigere

Galaxy Note 10.1 (2014).


36 /40

Praktisch: Ein spezielles Kreis-Menü gewährt Zugriff auf eine

Reihe von speziellen S Pen-Features.

Mit dem „Magazine UX“ können Sie neben speziellen App-Widgets

auch News-Meldungen anzeigen lassen.

Schreiben oder Zeichnen macht auf dem riesigen Display

Spaß. Eine Erleichterung ist, dass der Handballen aufgelegt

werden kann.

204,7 mm

295,6 mm 7,95

680,-

Euro

699,- UVP

MP

8.0

2.0

Kamera

1 2 3 4 5

12,2“

Leistung¹:

34.097

2560 x 1600 750 g 4.4.2 Grafik²:

1.409

GB

Browser³:

1.651

MB

32

GB

GHZ

1.9

16 512

Akku

3 4 x 2,3

4 : 9500 mAh

779

64

+

Speicher RAM

MicroSD USB HDMI LTE GPS

WLAN abgnac Bluetooth (4.0) HSPA+ NFC

Riesiges Tablet mit sehr gutem Display,

starker Hardware, vielen Features und

gelungener Stift-Integration.

Display:

Speed:

Akku:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Design:

Haptik:

Kamera:

+

+

Sehr gutes Display, tolle

Performance

Android 4.4 und viele

Software-Extras

Sehr groß, wodurch

die Haptik leidet

Hoher Akkuverbrauch

durch großes Display

4

¹ Antutu Gesamt ² GFXBench Egypt HD 2.5 Offscreen ³ Vellamo HTML5 mAh pro Display-Zoll

Mai/Jun 2014 Android Magazin

71


1

2

Rangliste

Die 25

BESTEN

PHONES

MAI/JUN 2014

Nachdem Platz 1 und 2 beinahe ein Jahr

lang vom HTC One und Samsung Galaxy

S4 in Beschlag genommen wurden, lösen

nun die Nachfolger die beiden ehemaligen

Top-Geräte ab. Aufgrund des technischen

Fortschritts wurden zahlreiche ältere

Smartphones abgewertet. Vor allem was

Speed und Ausstattung betrifft, haben die

neuen Top-Geräte die Messlatte erheblich

nach oben verlagert.

Den dritten Platz konnte sich das Xperia

Z1 Compact sichern, das vor allem für

jene interessant ist, die ein etwas kleineres

Smartphone suchen und dennoch

keine Kompromisse in puncto Leistung

und Verarbeitung eingehen wollen.

Das Moto X ist zwar ein gutes Smartphone,

schaffte es aufgrund etwas angegrauter

Technik aber nicht in die Top

10. Ebenfalls kein Überflieger ist das LG G

Flex. Dieses Phone konnte sich aufgrund

des flexiblen Gehäuses und der selbstheilenden

Rückseite aber das Prädikat „Innovativstes

Smartphone“ sichern.

INFO

Die vollständige Smartphone-Rangliste

finden Sie online auf

www.androidmag.de/die-bestenandroid-smartphones/

EMPFEHLUNGEN

Sie suchen das Smartphone mit der besten

Akku-Leistung, der besten Kamera

oder allgemein dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis?

Wir aktualisieren diese

Kategorien genau wie unsere Rangliste

beständig und liefern Ihnen so den perfekten

Guide für Ihren nächsten Smartphone-Kauf.

Marke Samsung HTC Sony

Modell Galaxy S5 One (M8) Xperia Z1 Compact

Straßenpreis / UVP* € 699,- (€ 699) € 679,- (€ 679) € 450,- (€ 499)

Erhältlich in den Farben

Ausstattung

Android Version (Update) 4.4 4.4.2 4.3

Display (Zoll, Technologie) 5,1“ AMOLED HD 5,0“ 4,3“ IPS

Auflösung (Pixel) 1920 x 1080 1920 x 1080 1280 x 720

Kamera / Frontkamera (Megapixel) 16 MP / 2 MP 4,0 MP / 5,0 MP 20,7 MP / 2 MP

Speicher intern ( für Erweiterbar) 16 GB 16 GB 16 GB

Prozessor (Marke, Kerne, Taktung)

Bestes

Smartphone

Dank Top-Hardware und sehr

guter Ausstattung eroberte

das Samsung Galaxy S5 den

ersten Ranglisten-Platz. Verarbeitung

und Design mögen

bei den Top-Smartphones

von HTC und Sony besser

sein, das beste Komplettpaket

bietet aber das S5.

Qualcomm

Snapdragon 801

4 x 2,5 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 801

4 x 2,3 GHZ

Schnellstes

Smartphone

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

RAM 2 GB 2 GB 2 GB

Akkuleistung (mAh) 2800 mAh 2600 mAh 2300 mAh

HDMI / GPS / NFC

WLAN / Bluetooth / LTE

Abmessungen (L x B x H) 142 x 72,5 x 8,1 146,4 x 70,6 x 9,4 127 x 64,9 x 9,5

Gewicht (Gramm) 145 g 160 g 137 g

Benchmarks

Leistung¹

Grafik²

Browser³

Akku (mAh pro Zoll)

Testergebnisse

Display

Speed

Akku

Verarbeitung

Ausstattung

Design

Haptik

Kamera

Software zum Testzeitpunkt nicht final

Pro

Contra

1

2

3

+ Performance und

Display + Sehr viele

nützliche Features und

Extras

Weniger hochwertig

als HTC

Fingerabdruckscanner

nicht zuverlässig

+ Schickes, robustes

Alu-Gehäuse

+ Aufgeräumte Oberfläche

Hohes Gewicht

im Vergleich zur

Konkurrenz Wenig

Bildschirmplatz

+ Schöne Optik, wasserdichtes

Gehäuse

+ Hohe Leistungsreserven

Rückseite anfällig

für Kratzer

Relativ hoher Preis

Test in Ausgabe #18 (Mai/Jun 2014) #18 (Mai/Jun 2014) #18 (Mai/Jun 2014)

38/40

Wertung

NEU 37/40 NEU 37/40 NEU

SEHR GUT SEHR GUT SEHR GUT

* Preis laut Geizhals.de für jeweils günstigstes Modell. Stand: 21.03.2014

¹ Antutu Gesamt ² T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5

2

3

3

NEU NEU NEU

Im HTC One (M8) kommt ein

pfeilschneller Qualcomm

Snapdragon 801 zum Einsatz.

Dieser ist etwas langsamer

getaktet, als der neuere 801er

Chip im Galaxy S5. Dennoch

erzielte das One (M8) im

Antutu- und GFX-Benchmark

die besseren Ergebnisse.

72 Android Magazin Mai/Jun 2014


NEU

Rangliste

LG HTC Samsung Sony Google ASUS Samsung Motorola

G2 One Galaxy S4 Xperia Z1 Nexus 5 New Padfone Galaxy Note 3 Moto X

€ 380,- (€ 499) € 420,- (€ 679) € 350,- (€ 699) € 470,- (€ 649) € 350,- (€ 399) € 500,- (€ 599) € 450,- (€ 749) € 349,- (€ 349)

4.2 4.1 (4.2.2) 4.2 (4.2.2) 4.2 4.4 4.2 4.3 4.4

5,2“ SLCD 4,7“ SLCD 4,99“ AMOLED 5“ LCD 4,95“ IPS+ 5“ LCD 5,7“ AMOLED 4,7“ AMOLED

1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1080 1280 x 720

13 MP / 1 MP 4,1 MP / 2,1 MP 13 MP / 2 MP 20,7 MP / 2 MP 8 MP / 1,3 MP 13 MP / 2 MP 13 MP / 2 MP 10 MP / 2 MP

16 GB 32 GB 16 GB 16 GB 16 GB / 32 GB 16 GB 16 GB 16 GB

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,26 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 600

4 x 1,7 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 600

4 x 1,9 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,3 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,3 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4 Pro

4 x 1,7 GHZ

2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 3 GB 2 GB

3000 mAh 2300 mAh 2600 mAh 3000 mAh 2300 mAh 2400 mAh 3200 mAh 2200 mAh

138,5 x 70,9 x 8,9 137,4 x 68,2 x 9,3 136,6 x 69,8 x 7,9 144 x 74 x 8,5 137,9 x 69,2 x 8,6 143,2 x 72,8 x 8,9 151,2 x 79,2 x 8,3 129,3 x 65,3 x 10,4

143 g 143 g 130 g 170 g 130 g 145 g 168 g 130 g

+ Schnellstes Android-Smartphone

+ Tolles Display, nützliche

Software-Extras

Keine Möglichkeit

zur Speichererweiterung

Rückseite ist Fingerabdruck-Magnet

+ Bislang unerreichte

Verarbeitung

+ Gestochen scharfes

Full-HD Display

Weniger Software-

Extras als das S4

Fix verbauter Akku, kein

Speicherkarten-Slot

+ Schnelle Performance

+ Unzählige

Extras und austauschbarer

Akku

Display mit PenTile-

Matrix-Schwäche

Weniger hochwertig

wie Xperia Z oder One

+ Starke Hardware

+ Sehr gute Verarbeitung

Fix verbauter Akku

Unterdurchschnittliches

Display

+ Ansprechendes

Design, Verarbeitung

+ Schnelle Updates

direkt von Google

Kamera arbeitet

unzuverlässig

Puristische Ausstattung

und wenig

Extras

+ Exzellentes Display,

starke Hardware

+ Hochwertige Verarbeitung

& Materialien

Recht schwer

Tablet-Kamera

+ Hervorragendes

Display

+ Perfekte S Pen-

Integration

Aufgrund der Größe

etwas unhandlich

Akku könnte stärker

sein

+ Innovative, gut

umgesetzte Software-

Features

+ Aktuelles Android,

zügige Update-Politik

Kamera nicht

immer zuverlässig

Für die gebotene

Hardware relativ teuer

#15 (Nov/Dez 2013) #13 (Jul/Aug 2013) #13 (Jul/Aug 2013) #16 (Jan/Feb 2014) #16 (Jan/Feb 2014) #17 (Mär/Apr 2014) #16 (Jan/Feb 2014) #18 (Mai/Jun 2014)

37/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

35/40

SEHR GUT

NEU

Bestes Foto-

Smartphone

Wie beim Vorgänger, zeichnet

sich auch die Kamera des

Samsung Galaxy S5 als

sehr zuverlässige und gute

Allrounderin aus. Neue

Software-Features, wie der

Tiefenschärfe-Effekt, zementieren

den Titel als bestes

Foto-Smartphone.

Bestes Budget-

Smartphone

Ein Smartphone der oberen

Mittelklasse für 169 Euro?

Dass das mittlerweile kein

Wunschtraum mehr ist,

beweist das preiswerte und

dennoch in Sachen Performance

und Verarbeitung

sehr solide Motorola Moto G.

Unser neuer Budget-Tipp!

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das von LG produzierte Google

Nexus 5 löst seinen Vorgänger

Nexus 4 in dieser Kategorie

ab. Kein anderes Smartphone

bietet zum Preis von nur 349

Euro mehr Leistung oder ein

besseres Display. Für Android-

Puristen ist das Nexus ohnehin

die erste Wahl.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

73


Rangliste

NEU

Marke LG Samsung Google HTC Sony ASUS

Modell G-Flex Galaxy S4 Active Nexus 4 One mini Xperia Z PadFone 2

Straßenpreis / UVP* € 550,- (€ 799) € 340,- (€ 599) € 340,- € 320,- € 310,- (€ 649) € 250,- (€ 799)

Erhältlich in den Farben

Ausstattung

Android Version 4.2.2 4.2 4.2 4.2.2 4.1 4.0

Display (Zoll, Technologie) 6,0“ 4,99“ 4,7“ IPS 4,3“ AMOLED 5“ 4,7“ IPS

Auflösung (Pixel) 1280 x 720 1920 x 1080 1280 x 768 1280 x 720 1920 x 1080 1280 x 720

Kamera / Frontkamera (Megapixel) 13 MP / 2,1 MP 8 MP / 2,1 MP 8 MP / 1,3 MP 4 MP / 1,6 MP 13,1 MP / 2,2 MP 13 MP / 1,2 MP

Speicher intern ( für Erweiterbar) 32 GB 16 GB 8 GB 16 GB 16 GB 16 GB

Prozessor (Marke, Kerne, Taktung)

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,26 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 600

4 x 1,9 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4

4 x 1,5 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4

2 x 1,4 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4

4 x 1,5 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4

4 x 1,5 GHZ

RAM 2 GB 2 GB 2 GB 1 GB 2 GB 2 GB

Akkuleistung (mAh) 3500 mAh 2600 mAh 2100 mAh 1800 mAh 2330 mAh 2150 mAh

HDMI / GPS / NFC

WLAN / Bluetooth / LTE

Abmessungen (L x B x H) 160,5 x 81,6 x 8,7 139,7 x 71,3 x 9,1 133,9 x 68,7 x 9,1 132 x 63 x 9,2 139 x 71 x 7,9 137,9 x 68,9 x 9

Gewicht (Gramm) 177 g 153 g 139 g 128 g 146 g 135 g

Benchmarks

Leistung¹

Grafik²

Browser³

Akku (mAh pro Zoll)

Testergebnisse

Display

Speed

Akku

Verarbeitung

Ausstattung

Design

Haptik

Kamera

Pro

Contra

+ Außergewöhnliche

Form, Selbstheilende

Rückseite + Starker

Akku

Vergleichsweise

hoher Preis

Kein hochauflösendes

Display

+ Starke Hardware,

hervorragendes

Display + Robuste

Verarbeitung ...

... die gegen Displaybrüche

aber wenig

hilft Dichtungen

neigen zu Abnutzungserscheinungen

+ Tolle Preis/Leistung

& starke Performance

+ „Pures“ Android

und schnelle Updates

Akku ist fix und

trotz 2.100 mAh nicht

ausdauernd Kein

microSD-Slot und kein

LTE-Support

+ Tolle Verarbeitung

+ Gutes Display und

solide Performance

Fix verbauter Akku

und kein microSD-Slot

Vergleichsweise

hohes Gewicht

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Staub- und wasserdichtes

Gehäuse

Übersättigte

Farben, mäßiger

Schwarzwert

Ungeschickte Position

des Lautsprechers

+ Sehr gut verarbeitetes

Gehäuse +

Integration zwischen

Tablet und Smartphone

Akku nicht tauschbar,

kein microSD-Slot

Auflösung der Station

nicht zeitgemäß

Test in Ausgabe #18 (Mai/Jun 2014) #15 (Nov/Dez 2013) #10 (Jan/Feb 2013) #14 (Sep/Okt 2013) #12 (Mai/Jun 2013) #10 (Jan/Feb 2013)

Wertung

Bestes Outdoor-

Smartphone

34/40

SEHR GUT

Das Galaxy S4 Active ist nicht

nur eines der besten Outdoor-Smartphones,

sondern

eines der besten Android-Geräte

überhaupt. Die Technik

ist die gleiche wie beim Galaxy

S4, allerdings ist das Gehäuse

robuster, abgedichtet und

besser verarbeitet.

NEU

34/40

SEHR GUT

34/40

GUT

* Preis laut Geizhals.de für jeweils günstigstes Modell. Stand: 21.03.2014 ¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5

Schönstes

Smartphone

Sony beweist mit dem

extravagantem Design der

Xperia Z-Serie Geschmack.

Hier fließt zwar sicherlich

auch Subjektivität mit ein,

für uns ist das Sony Xperia

Z1 Compact aber das aktuell

schönste Smartphone, das

zudem toll verarbeitet ist.

34/40

GUT

34/40

GUT

34/40

GUT

Innovativstes

Smartphone

Ob ein biegbares Smartphone

nun besonders

sinnhaft ist, sei dahingestellt.

Fest steht, dass

das LG G Flex mit seinem

flexiblen Gehäuse und

einer selbstheilenden

Rückseite frischen Wind in

die Branche bringt.

74 Android Magazin Mai/Jun 2014


Rangliste

Motorola Sony HTC LG Huawei Samsung HTC Acer

MOTO G Xperia Z Ultra One Max Optimus G Ascend P6 Galaxy Note 2 One X+ Liquid S2

€ 169,- (€ 169) € 360,- (€ 679) € 500,- (€ 699) € 285,- (€ 599) € 270,- (€ 449) € 350,- (€ 749) € 450,- (€ 649) € 399,- (€ 699)

4.3 4.2 4.3 4.1 4.2 4.1 4.1 4.2

4,5“ SLCD 6,4“ 5,9“ LCD 4,7“ IPS 4,7“ IPS 5,5“ AMOLED 4,7“ SLCD 4,8“ AMOLED

1280 x 720 1920 x 1080 1920 x 1080 1280 x 768 1280 x 720 1280 x 720 1280 x 720 1280 x 720

5 MP / 1,3 MP 8 MP / 2 MP 4 MP / 2,1 MP 13 MP / 1,3 MP 8 MP / 5 MP 8 MP / 1,9 MP 8 MP / 1,6 MP 8 MP / 1,9 MP

8 GB 16 GB 16 GB 2 GB 8 GB 16 GB 32 GB 16 GB

Qualcomm

Snapdragon 400

4 x 1,2 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

2 x 2,2 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 600

4 x 1,7 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4

4 x 1,5 GHZ

Huawei K3V2

4 x 1,5 GHZ

Cortex-A9

Exynos 4412

4 x 1,6 GHZ

nVidia

Tegra 3

4 x 1,7 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

1 GB 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 2 GB 1 GB 2 GB

2070 mAh 3000 mAh 3300 mAh 2100 mAh 2000 mAh 3100 mAh 2100 mAh 3300 mAh

134,4 x 69,9 x 8,9 179 x 92 x 6,5 136,2 x 65,5 x 6,18 131,9 x 68,9 x 8,5 136,2 x 65,5 x 6,18 151,1 x 80,5 x 9,4 134,4 x 69,9 x 8,9 166 x 86 x 9

130 g 212 g 122 g 145 g 122 g 183 g 135 g 229 g

+ Geniales Preis-

Leistungs-Verhältnis

+ Lange Akkulaufzeit,

zeitnahe OS-Updates

+ Hervorragender

Bildschirm

+ Leistungsfähige

Hardware

+ Tolles Display,

satter Sound

+ Lange Akkulaufzeit,

praktische Software

+ Edles Design und

gutes Display

+ Durchdachtes

Interface von LG ...

+ Edles Design, hochwertige

Verarbeitung

+ Kontrastreiches

Display

+ Starke Hardware,

großes Display

+ Lange Akkulaufzeit,

perfekte Stifteingabe

+ Gute Verarbeitung

+ Lange Akkulaufzeit

und aktuelle Software

+ Viel Leistung und

gute Verarbeitung

+ Kamera und Medien-Funktionalität

Sehr hohes Gewicht

Kein Schnäppchen

Verhältnismäßig

schwer und dick

Eher schwache

Kamera

Hohes Gewicht und

unhandlich

... dessen Design

besser sein könnte

Eigenwillige Benutzeroberfläche

Unhandliches

Format

Liegt auf geraden

Oberflächen nicht

Akku fix verbaut, Schwer und absolut

unhandlich Scanner überflüssig mehr ganz aktuell LTE oder NFC

durchschnittlich verbauter Akku, kein

Fingerabdruck- Technisch nicht Keine Extras wie Verarbeitung nur stabil auf Fest

Speicher nicht erweiterbar

Speicherkarten-Slot

#17 (Mar/Apr 2014) #15 (Nov/Dez 2013) #16 (Jan/Feb 2014) #13 (Jul/Aug 2013) #14 (Sep/Okt 2013) #10 (Jan/Feb 2013) #10 (Jan/Feb 2013) #17 (Mär/Apr 2014)

33/40

GUT

33/40

GUT

33/40

GUT

33/40

GUT

33/40

GUT

33/40

GUT

33/40

SEHR GUT

32/40

GUT

Bestes

Phablet

Das Samsung Galaxy Note 3

ist der verdiente Platzhirsch

in dieser Produktkategorie,

die Samsung selbst erfunden

hat. Dank riesigem Display,

nützlichem Stylus und vielen

Extras ist das Note 3 ein echtes

Arbeitstier und ein treuer

Begleiter im Berufsalltag.

Beste

Akku-Leistung

Das Motorola RAZR MAXX

ist mit seinem 3.300 mAh

starken Akku Spitzenreiter.

Dieser ist aber fix verbaut und

das Gerät ist technisch nicht

mehr ganz aktuell. Alternativ

können Sie auch ein Galaxy S3

oder S4 mit einem stärkeren

Akku ausstatten.

Bestes Dual-SIM-

Smartphone

Bei häufigen Auslandsaufenthalten

ist man mit Dual-

SIM-Geräten gut beraten.

Das Samsung Galaxy S Duos

verfügt über einen doppelten

SIM-Schacht und ist mit

gerade einmal 130 Euro sehr

günstig zu haben.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

75


1

2

Rangliste

Die 11

BESTEN

TABLETS

MAI/JUN 2014

In der vergangenen Ausgabe wurde die

Tablet-Rangliste um einige wirklich spannende

Geräte ergänzt: Das hervorragende

Samsung Galaxy Note 10.1 (2014)

schnappte sich den ersten Platz. Das LG

G Pad 8.3 platzierte sich knapp vor dem

Nexus 7 (2013). Hinzu kam außerdem das

ASUS Transformer Pad Infinity TF701T,

das Amazon Kindle Fire HDX und das

preislich sehr attraktive Lenovo Yoga Tab

8. Letzteres ist aber diesmal nicht mehr

in der Heft-Rangliste mit dabei.

Wie auch bei der Smartphone-Ranglisten

wurden einige ältere Geräte abgewertet.

Vor allem beim Speed mussten wir teilweise

einen Punkt abziehen, um wieder

eine Vergleichbarkeit mit aktuellen Top-

Tablets herzustellen.

Auf Platz 5 ist in dieser Ausgabe das

Samsung Galaxy NotePRO 12.2 zu finden,

welches technisch dem aktuellen Gerät

auf Platz 1 sehr ähnlich ist, aufgrund seiner

überdimensionalen Größe aber in Sachen

Haptik nicht wirklich überzeugt.

INFO

Die vollständige Tablet-Rangliste

finden Sie online auf

www.androidmag.de/die-bestenandroid-tablets

EMPFEHLUNGEN

Das beste Android-Tablet ist im Moment

das Galaxy Note 10.1 (2014), dessen hervorragendes

Komplettpaket auf ganzer

Linie überzeugen kann. Für Business-

Zwecke eignet sich hingegen das ASUS

Transformer Pad Infinity TF701T bestens

und Sparfüchse greifen vorzugsweise

zum MeMO Pad HD 7 von ASUS.

Marke Samsung Sony LG

Modell

Galaxy Note

310.1 (2014)

Xperia Tablet Z G Pad 8.3

Straßenpreis / UVP* € 440,- (€ 679) € 380,- (€ 679) € 250,- (€ 299)

Erhältlich in den Farben

Ausstattung

Android Version 4.1 4.1 4.2

Display (Zoll, Technologie) 10,1“ 10,1“ 8,3“

Auflösung (Pixel) 1920 x 1080 1920 x 1080 1920 x 1200

Kamera / Frontkamera (Megapixel) 8.1 MP / 2.2 MP 8.1 MP / 2.2 MP 5 MP / 1.3 MP

Speicher intern ( für Erweiterbar) 16 GB 16 GB 16 GB

Prozessor (Marke, Kerne, Taktung)

Qualcomm

Snapdragon S4 Pro

4 x 1,5 GHZ

Qualcomm

Snapdragon S4 Pro

4 x 1,5 GHZ

Bestes Tablet

Qualcomm

Snapdragon 600

4 x 1,7 GHZ

RAM 2 GB 2 GB 2 GB

Akkuleistung (mAh) 6000 mAh 6000 mAh 4600 mAh

HDMI / GPS / NFC

WLAN / Bluetooth / LTE

Abmessungen (L x B x H) 266 x 172 x 6,9 266 x 172 x 6,9 216,8 x 126,5 x 8,3

Gewicht (Gramm) 495 g 495 g 338 g

Benchmarks

Leistung¹

Grafik²

Browser³

Akku (mAh pro Zoll)

Testergebnisse

Display

Speed

Akku

Verarbeitung

Ausstattung

Design

Haptik

Kamera

Pro

Contra

1

2

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Potente Hardware,

gute Kamera

Stark spiegelndes

Display

Kein Alleinstellungsmerkmal

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Potente Hardware,

gute Kamera

Stark spiegelndes

Display

Kein Alleinstellungsmerkmal

+ Angenehme Größe

+ Starke Hardware

mit vielen Software-

Extras

Etwas schwer

Gewöhnungsbedürftige

Benutzeroberfläche

Test in Ausgabe #13 (Jul/Aug 2013) #13 (Jul/Aug 2013) #17 (Mär/Apr 2014)

38/40

38/40

37/40

Wertung

SEHR GUT SEHR GUT SEHR GUT

* Preis laut Geizhals.de für jeweils günstigstes Modell. Stand: 21.03.2014 ¹ Antutu Gesamt ² GFXBench T-REX Offscreen ³ Vellamo HTML5

2

3

3

Mit dem Samsung Galaxy Note 10.1

(2014 Edition) positionieren sich die Südkoreaner

auf dem ersten Platz unserer

Rangliste. Das Display ist hervorragend,

die Haptik angenehm und der Speed

beachtlich. Zusätzlich punktet das Gerät

mit einer ausgereiften Software inklusive

unzähliger Extras und einer innovativen

Stift-Bedienung.

76 Android Magazin Mai/Jun 2014


Rangliste

NEU

Google Galaxy Asus Samsung Asus Samsung Amazon Asus

NotePRO 12.2 Transformer Pad

Transformer Pad

Kindle Fire New Padfone

Nexus 7 (2013)

Galaxy Note 8.0

Nexus 10

LTE Infinity TF701T

Infinity TF700T

HDX 7“ (inkl. Tablet)

€ 190,- (€ 229) € 750,- (€ 899) € 450,- (€ 499) € 380,- (€ 599) € 399,- (€ 719) € 290,- (€ 399) € 230,- (€ 229) € 800,- (€ 799)

4.3 4.4.2 4.2 4.2 4.0 4.2 4.2.2 4.2

7“ IPS 12,2“ 10,1“ IPS 8“ 10,1“ IPS 10“ LED IPS 7“ 10,1“

1920 x 1200 2560 x 1600 2560 x 1600 1280 x 800 1920 x 1200 2560 x 1600 1900 x 1200 1920 x 1200

5 MP / 1,2 MP 8 MP / 2 MP 5 MP / 1,2 MP 5 MP / 1,3 MP 8 MP / 2 MP 5 MP / 1,9 MP 8 MP / 1,2 MP 13 MP / 2 MP

16 GB 16 GB 32 GB 16 GB 32 GB 16 GB 16 GB 16 GB

Qualcomm

Snapdragon S4 Pro

4 x 1,5 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,3 GHZ

ARM Cortex-A15

nVIDIA Tegra 3

4 x 1,9 GHZ

ARM Cortex-A9

Exynos 4412

4 x 1,6 GHZ

ARM Cortex-A9

nVIDIA Tegra 3

4 x 1,6 GHZ

ARM Cortex-A15

Exynos 5250

2 x 1,7 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

Qualcomm

Snapdragon 800

4 x 2,2 GHZ

2 GB 3 GB 2 GB 2 GB 1 GB 2 GB 2 GB 2 GB

3950 mAh 9500 mAh 7820 mAh 4600 mAh 3380 mAh 9000 mAh 4500 mAh 6000 mAh

200 x 114 x 8,65 295,6 x 204,7 x 7,95 263 x 180,8 x 8,9 210,8 x 135,9 x 7,9 263 x 180 x 8,5 177,6 x 263,9 x 8,9 128 x 186 x 9 175,9 x 257,4 x 8,8

290 g 750 g 585 g 338 g 580 g 603 g 303 g 580 g

(nicht möglich)

(nicht möglich)

(nicht möglich)

+ Hervorragender Full

HD-Bildschirm + Exzellente

Update-Politik

und Stock-Android

+ Sehr gutes Display,

tolle Performance +

Android 4.4 und viele

Software-Extras

+ Starker Akku

+ Hochwertige

Materialien

+ Hervorragendes

Display, starke

Hardware + S Pen

mit vielen Extras

Recht knapp

bemessener Akku

Durchschnittliche

Kamera

+ Hervorragendes

Super IPS+ Display

mit Full-HD + Sehr

gutes Tastaturdock

Keine 3G-Version

Lautsprecher nur

Durchschnitt

+ Extrem hochauflösendes

Display +

Robuste Verarbeitung,

sehr gute Lautsprecher

+ Technisch hervorragende

Tablets +

Einfach gehaltenes

Betriebssystem ...

+ Exzellentes Display,

starke Hardware

+ Hochwertige Verarbeitung

& Materialien

Recht schwer

Tablet-Kamera

Akkulaufzeit könnte Sehr groß, wodurch

die Haptik leidet Keine LTE-Version

Modul fehlen

restriktiv gehalten ist

Schwache Kamera

SD-Slot und 3G- ... das jedoch sehr

besser sein Kein

microSD-Slot zur

Hoher Akkuverbrauch

durch Display

rund um das Display

Nicht viele Extras Sehr breite Ränder

Speichererweiterung

#15 (Nov/Dez 2013) 18 (Mai/Jun 2014) #17 (Mär/Apr 2014) #13 (Jul/Aug 2013) #8 (Sep/Okt 2012) #10 (Jan/Feb 2013) #17 (Mär/Apr 2014) #17 (Mär/Apr 2014)

36/40

SEHR GUT

36/40

SEHR GUT

NEU

36/40

SEHR GUT

34/40

GUT

34/40

GUT

34/40

GUT

33/40

GUT

33/40

GUT

Beste Preis-Leistung-Verhältnis

Das ASUS MeMO Pad

HD 7 löst das Nexus 7

als unseren Budget-

Tipp ab. Für nur 149

Euro bekommen Sie hier

ein wirklich brauchbares

7 Zoll-Tablet.

Bestes Business-

Tablet

Für Studium und Beruf

empfehlen wir das ASUS

Transformer Pad Infinity

TF701T. Dank Tastatur-

Dock lässt sich das pfeilschnelle

Tablet im Nu in

ein Android-Notebook

verwandeln.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

77


Gadgets

Foto: www.withings.com

WILL

HABEN!

Text: Martin Reitbauer

Am Smartphone-Markt sind die großen Neuheiten

in jüngster Zeit rar geworden. Mehr und

mehr Leistung, ja. Ein neuartiger Sensor da oder

dort. Aber die Innovation findet immer mehr im

Bereich des Zubehörs und der Gadgets statt.

„Wearables“ und „The Internet of Things“ sind die

neuen Schlagwörter.

Macht den Fernseher zum Smart TV

Google Chromecast

Schon fast ein Jahr ist es her, dass

Google mit der Vorstellung des

Streaming-Sticks Chromecast in

den USA für Furore sorgte. Vor allem

der extrem niedrige Preis von

nur 35 Dollar begeisterte die Kommentatoren

und sorgte für neidische

Blicke aus Europa - denn hier

war der Chromecast lange Zeit nur

über Grauimporte zu beziehen. Jetzt

ist Googles Streaming-Stick endlich

auch hierzulande offiziell verfügbar.

Der Chromecast wird an den

HDMI-Port des Fernsehers, Monitors

oder Projektors gesteckt und

empfängt dort gestreamte Audiound

Video-Daten. Die Stromversorgung

erfolgt per Micro-USB, der

nötige Saft kann also mit etwas

Glück von einem freien USB-Port

am Fernseher abgezweigt werden.

Ist der Chromecast installiert und

Micro-USB

Per Mikro-USB wird

der Stick mit Strom

versorgt

im heimischen WLAN eingebucht,

können Sie Videos aus einer wachsenden

Anzahl von Android-Apps

heraus an das Gerät streamen - so

wird jeder Fernseher zum Smart TV.

Die Inhalte werden dabei zumeist

nicht von der Android-App an den

Chromecast gestreamt, sondern

die App auf dem Smartphone oder

Tablet instruiert den Chromecast,

Befestigung

Der Chromecast wird

einfach in den HDMI-Port

des Fernsehers gesteckt

€ 35,00

die Inhalte aus dem Netz anzufordern.

Inzwischen bietet eine große

Anzahl von Apps das Streamen zu

Chromecast an - neben den Google-

Apps Youtube, Play Music und Play

Movies steht z.B. der Streaming-

Dienst Watchever. Auch Clients für

den Desktop-Computer können mit

Chromecast kommunizieren. Das

Konzept von Google sah dabei ursprünglich

kein Streamen von lokalen

Dateien (etwa von auf der Festplatte

gespeicherten Filmen) vor.

Einige Apps von Drittherstellern -

z.B. Plex Media Server - haben

diese Lücke aber schon gefüllt.

Preis: € 35,00 / Android: 2.3+ /

bit.ly/chromecast_stream

78 Android Magazin Mai/Jun 2014


Gadgets

Latest Action Hero

GoPro Hero3+ Black Edition

€ 389,-

Die neueste Inkarnation der

Action Kamera von GoPro, die

Hero3+ ist im Vergleich zum

Vorgänger Hero3 leichter ausgefallen

- das liegt jedoch fast

ausschließlich am neuen, kompakteren

Gehäuse. Dieses soll

zwar „nur“ noch bis 40m wasserdicht

sein, dafür konnte bei insgesamt

geringerem Gewicht die

Akkuleistung um 30% gesteigert

werden, sicherlich ein Killer-Feature

für sehr viele Anwender.

App-Steuerung

Schon der Vorgänger war WLANfähig,

doch die Hero3+ soll die

Daten bis zu 4x schneller übertragen.

Das macht sich z.B. beim

Live-Bild in der GoPro App bemerkbar,

das nun mit weniger

Verzögerung ankommt. Die App

steuert die Kamera, löst aus oder

startet die Aufnahme. Gemachte

Bilder und Videos können per App

durchgesehen und per Mail oder

soziale Netzwerke geteilt werden.

Für Outdoor-Anwendungen,

die keine Smartphones zulassen,

wird auch eine kleine WLAN-Fernsteuerung

mitgeliefert. Ebenfalls

neu: Die Kamera zeichnet Videos in

4K-Auflösung auf, wenn auch nur

mit 15 fps. Beim Anschluss setzt

GoPro auch bei der Hero3+ wieder

auf Mini-USB. Das macht unterwegs

zwar oft ein zusätzliches

Kabel nötig, die größere mechanische

Stabilität ist aber ein Vorteil

gegenüber Micro-USB.

Preis: € 389,- / Megapixel (brutto): 12.0 /

Fotoauflösung: JPEG (max.4000x3000 Pixel) /

Videoauflösung: H.264 (max.4096x2160@12p) /

Gewicht: 74 g / bit.ly/groprohero3

„MIT ETWAS ÜBUNG LÄSST ICH

DAMIT SEHR FLOTT TIPPEN“

€ 17,90

€ 8,95

Eingabehelfer fürs mobile Office

InLine Bluetooth-Tastatur 55373

Upgrade für die Glotze

Touchstand Touchpen S (bis 4“) & L (ab 4“)

Für Smartphone- und Tablet-Nutzer

mit großen Pranken wird Tippen

längerer Texte auf ihrem Gerät

schnell zur Qual. Abhilfe schaffen

Bluetooth-Tastaturen. InLine

stellt mit dem Bluetooth Keyboard

55373 eine einfache Alternative

zum Touchscreen vor, die mit

schlichtem Design (kein Klavierlackeffekt

- danke!) und vor allem

einem sehr niedrigen Preis aufhorchen

lässt. Die nur 193 Gramm

schwere Tastatur wird per Micro-

USB geladen und soll 60 Tage im

Stand-by durchhalten. Die Tasten

liegen freilich auch hier eng beisammen,

mit etwas Übung lässt

sich damit aber sehr flott tippen.

Preis: € 17,90 / Größe: 224 x 108 x 13 mm

bit.ly/InLine_tastatur

In manchen Situationen hat es

Vorteile, sein Smartphone geneigt

aufstellen zu können, z.B.

um am Schreibtisch längere Nachrichten

zu tippen oder Videos zu

gucken. Manche Cases von Drittanbietern

tragen diesem Bedarf

bereits Rechnung. Eine besonders

kompakte Lösung bietet aber die

Touchpen S von Wedo. An einem

Ende findet sich ein Kunststoffdummy,

der in die Klinken-Buchse

des Smartphones gesteckt wird.

So lassen sich Geräte bis etwa 4

Zoll in Hoch- oder Querformat aufstellen.

Die Hülle des Touchstands

dient als Eingabestift.

Preis: € 8,95 (S); € 9,95 (L) / Stecker: 3,5 mm /

Gesamtlänge: 5,8 cm (S); 6,2 cm (L)

bit.ly/touchpen_S

Mai/Jun 2014 Android Magazin

79


Gadgets

Befestigung

Das Tractive Motion wird mittels Silikon-

Clip am Halsband des Tieres befestigt.

€ 79,99

Sensoren

Neben dem Bewegungsprofil

zeichnet das Gerät auch Lichtstärke

und Temperatur auf.

„... UND

DER HUND

BLEIBT

GESUND.“

OLED-Display

Angezeigt werden

die am jeweiligen

Tag bereits erarbeiteten

„Pet Points“

und der Anteil am

Tagessoll.

Für vierbeinige Sportsfreunde

Tractive Motion - Aktivitätssteigerung für Tiere

Zivilisationskrankheiten wie Adipositas,

Diabetes und Arteriosklerose

machen auch vor unseren tierischen

Begleitern nicht halt. Der Lebensstil

von Haustieren orientiert

sich eben stark an dem ihrer Besitzer,

und so wenig wie Herrchen und

Frauchen heute Mammuts jagen

und vor Säbelzahntigern flüchten

- wie das unsere körperliche Evolution

eigentlich vorsieht - so wenig

erlegt das Hündchen im Alltag

Feldhasen. Frauchen und Herrchen

„FINDEST

DU MICH

DICK?“

sitzen eher am Schreibtisch und

Waldi macht es sich vorm Ofen gemütlich.

Die Folge: Ein Drittel bis

die Hälfte der 26 Mio. in Deutschland

gehaltenen Haustiere sind zu

dick. Kurios: Übergewicht beim Besitzer

korreliert offenbar eng mit

Übergewicht beim Tier.

Das österreichische Start-Up

Tractive will allzu üppigen Vierbeinern

auf die Sprünge helfen und

bringt dafür ein neues Gerät unter

dem Namen „Motion“ heraus. Dabei

handelt es sich um einen 7 Gramm

leichten Datenlogger, der mittels

Silikonclip am Halsband des Tieres

befestigt wird. Über Beschleunigungs-

und Bewegungssensoren

werden alle körperlichen Aktivitäten

aufgezeichnet. Per Bluetooth

4.0 (das ja spezielle Übertragungsprotokolle

für Fitnessdaten bietet)

„ALLE AKTIVITÄTEN

WERDEN

AUFGEZEICHNET“

wird das Gerät ans Smartphone

gekoppelt, wo eine App die Daten

auswertet und so ein Bewegungsprofil

erstellt. Die Anwendung

unterscheidet „träge“, „aktive“, und

„dynamische“ Phasen im Tagesablauf

und zeichnet auch eine Aktivitätskurve

entlang der Zeitachse. Je

mehr sich das Tier insgesamt bewegt,

desto mehr „PetPoints“ werden

gesammelt. Der Benutzer setzt

bei den Punkten selbst ein tägliches

Ziel für seinen Partner mit der kalten

Schnauze. Die am jeweiligen

Tag erreichten „PetPoints“ und der

erzielte Fortschritt zum gewünschten

Tagesziel lassen sich über ein

OLED-Display auch direkt am Halsband

ablesen.

Tractive Motion ist nicht nur für

Hunde gedacht - per App lassen

sich auch Katze, Pferd und allerlei

Kleingetier einstellen. Allerdings

scheint dies auf die Berechnung

der Bewegungsprofile keine großen

Auswirkungen zu haben.

Neben der Aktivität des Tieres

werden auch Daten zu Temperatur

und Lichtverhältnissen aufgezeichnet.

So soll der Besitzer die

Auswirkung von externen Verhältnissen

auf die Aktivität des Tieres

nachvollziehen können.

Zum Laden wird das Tractive

Motion aus der Silikonhülle genommen

und an einen mitgelieferten

Lade-Adapter gesteckt. Eine

Akkuladung soll 7 Tage halten, der

Tracker ist widerstandsfähig und

absolut wasserdicht - mit Schutzklasse

IPX8 hält er im Baggersee

mit Sicherheit länger durch, als Fiffi

die Luft anhalten kann.

Preis: € 79,99 / Android: 4.3+ / Gewicht: 7 g /

Größe: 15 mm x 50 mm x 9 mm / Empfohlen

für Tiere ab 2 kg / bit.ly/tractive_motion

80 Android Magazin Mai/Jun 2014


HD-Kamera

Das Kameramodul zeichnet in 720p

auf und ist auf zwei Achsen schwenkbar

- um bis zu 340° und auch aus der

Ferne mittels Android-App.

Gadgets

8x

DIE BRANDNEUE

OCTA-CORE CPU

€ 149,-

Nachtwächter

Netzwerkkamera D-Link DCS-5222L

Netzwerkkameras machen es

einfach, aus der Ferne nach dem

Rechten zu sehen: Schläft der Racker

im Kinderzimmer denn auch?

Wurde während des Urlaubs die

Bude abgefackelt?

Die Preise für brauchbare Kameras

sind in erschwingliche Bereiche

gepurzelt, Auflösung und

Bildqualität haben im Gegenzug

die Kellergeschosse verlassen. Die

DCS-5222L des sonst vor allem für

„MOTORISCH

SCHWENKBARER

KOPF“

Netzwerkkomponenten bekannten

Herstellers D-Link ist ein Vertreter

dieser Klasse.

Eine Besonderheit der D-

Link-Kamera ist der motorisch

schwenkbare Kopf. Horizontal lässt

sich so ein Bereich von 340° abdecken,

vertikal sind es 115°. Rund

um die Linse sind Infrarot-LEDs

angeordnet, die in einem Umkreis

von 5 m selbst bei völliger Dunkelheit

passable Aufnahmen ermöglichen

sollen.

Die Kamera bucht sich per

Ethernet-Kabel oder WLAN ins

Mai/Jun 2014 Android Magazin

heimische Netzwerk ein. Ein mikroSD-Kartensteckplatz

dient

zum lokalen Speichern der Aufnahmen,

alternativ kann gestreamt

werden. Die Einstellung und

das Abrufen der Aufnahmen erfolgt

über das Web-Interface der

Kamera im heimischen WLAN

oder über die zugehörigen Apps

von D-Link, die für Android und

iOS bereitstehen.

D-Link bietet für seine IP-Kameras

und ähnliche Geräte das

Cloud-Service „MyDlink“ an. So

werden die Aufnahmen auch von

unterwegs zugänglich - über das

Internetportal oder die besagten

Apps können Sie Aufnahmen ansehen,

die Kamera schwenken

und andere Einstellungen vornehmen.

Wem bei dem Gedanken

mulmig wird, sein Wohnzimmer

in 720p in die Cloud zu streamen,

der kann aber auch mittels Portfreigaben

am Router und gegebenenfalls

DynDNS übers Internet

auf die Kamera zugreifen - beides

ist in der Dokumentation beschrieben.

Preis: € 149,- / Auflösung: 1280 x 800 /

Objektiv: 6,4 mm (F1.0) / Zoom: 4 x digital

bit.ly/dlink_kamera

Wiko Mobile Germany

Die Nummer 1 aus

dem Französischen online

Smartphone Markt*

ab349€

Wiko HIGHWAY

www.wikomobile.com

6

Octa

core

2

8

2 ghz

81

*GfK Daten Jan. bis Mai 2013, online Verkäufe von Smartphones in Frankreich, ohne Umsatz der Netzbetreiber.


Gadgets

Faltbar und stylisch

Harman Kardon Soho

Für das audiophile Publikum mit

Sinn fürs Schöne (und tiefen Taschen)

bringt Harman Kardon faltbare

ohraufliegende Kopfhörer, bei

€ 199,-

denen hochwertige Materialien zum

Einsatz kommen. Der Bügel ist aus

teilweise gebürstetem Edelstahl

gefertigt und, wie auch die Kopfhörermuscheln,

außen mit Leder bespannt.

Die Ohrpolster sind textil

und abnehmbar: Sie halten mit Magneten

an den Muscheln, und können

leicht abgenommen werden,

etwa um die Kabeln für den Transport

abzustecken. Im geklappten

Zustand sind die Soho flach, kompakt

und leicht zu verstauen.

Am Kabel findet sich ein Lautstärke-Kontroller

mit Pause-Button,

in den auch ein Mikrofon verbaut

ist. Die Kopfhörer lassen sich

damit als Headset zum Telefonieren

verwenden, sowohl Kontrollbuttons

als auch Headset-Funktion

sind kompatibel mit Android,

iPhone und Windows Phone. Ein

kleiner Wermutstropfen: Die Kabeln

hängen einzeln an den Hörmuscheln

- das ist wohl dem minimalistischen

Design des Bügels

geschuldet.

Die ohraufliegende Bauweise

bei Kopfhörern ist an sich nicht für

jedermann geeignet. Bei längerem

Tragen empfinden manche Nutzer

den Druck auf die Ohren als unangenehm.

Die Harman Soho machen

da keine Ausnahme, obwohl

die Muscheln gut gepolstert und

auf zwei Achsen schwenkbar sind.

„WARMER

KLANG MIT VIEL

VOLUMEN“

Zum Klangbild: Die stylishen

Kopfhörer liefern das, was man

„warmen“ Klang nennt: Starke

Bässe und leicht gedämpfte Mitten

und Höhen. Damit kommt

Musik voluminös und intensiv an,

es fehlt aber mitunter die Definition

und Präzision, die man etwa

von Studiokopfhörern kennt.

Preis: € 199,- / Gewicht: 100 g /

Größe: 10 x 3 x 16 cm / bit.ly/soho_h

CUBETRON

LC-SP-2B

LC-SP-2W

www.lc-power.com

Mobile Bluetooth-Lautsprecher mit

Freisprechfunktion für Smartphones

- unterstützen Sprachsteuerung und

Wahlwiederholung

- blaue LED-Beleuchtung

- kompatibel mit diversen Bluetooth-Geräten,

wie z.B. Smartphones, Tablet Computer etc.

Find us on Facebook

82 Android Magazin Mai/Jun 2014

LC-Power-Produkte erhalten Sie im gut sortierten Fachhandel!

facebook.com/lcpower.germany


Gadgets

Elektronischer grüner Daumen

Parrot Flower Power

Smartes Fluggerät

TobyRich SPBL01-013 Smartplane

€ 49,-

Sie vergessen gern mal aufs Gießen

und Düngen oder haben schlicht

keinen grünen Daumen? Parrot

FlowerPower könnte Ihnen helfen,

die Wohnung grün zu halten. Das

Gerät wird in den Topf gesteckt und

erhebt dort Werte zu Bodenfeuchtigkeit,

Düngung, Temperatur und

Lichteinfall. Den Strom für sechs

Monate liefert eine AAA-Batterie.

Die Daten werden per Bluetooth

Low-Energy ans Smartphone

übertragen, von der Parrot

App ausgewertet und in die Cloud

gesendet. Dazu wird der Pflanzentyp

aus einer tausende Arten

umfassenden Datenbank ausgewählt,

es wird somit ganz speziell

auf die Bedürfnisse der Pflanze

eingegangen. Wer etwa aufs Gießen

vergisst oder eine empfindliche

Pflanze bei Frost am Balkon

stehen lässt, erhält eine Warnung

von der App.

Preis: € 49,- / Bluetooth: 4.0 / Größe: 9,1 x 28 x

8,9 cm / Gewicht: 200 g / bit.ly/parrot_flower

€ 69,-

Quadrocopter mit Smartphone-

Steuerung gibt es schon einige. Das

TobyRich Smartplane soll aber das

erste auf diese Weise ferngesteuerte

klassische Modellflugzeug

sein. Die ultraleichte Konstruktion

- hauptsächlich kommt Styropor

zum Einsatz - und der einzelne Rotor

sorgen dafür, dass das Smartplane

auch in den eigenen vier

Wänden geflogen werden kann.

Wer damit gegen das Wohnzimmerfenster

oder Opas Schienbeine

brettert, richtet keinen großen

Schaden an. Im Freien muss

dafür aber Windstille herrschen

- das geringe Gewicht und die

großen Angriffsflächen erschweren

die Steuerung bei jeder Brise.

Die Verbindung zum Smartphone

entsteht durch Bluetooth 4.0 und

soll bis zu 60 m Luftlinie überbrücken.

Zum Lenken wird das Phone

geschwenkt, mit dem Daumen

steuert der Hobbypilot nach oben

und unten. Die App zeigt auch

Akkustand und Signalstärke an.

Preis: € 69,- / Gewicht: 8 g / Maße: 220 x 80 mm

/ Flugzeit: ca 5–15 min / Reichweite: bis zu 60 m

/ Schub: 140 mN / bit.ly/Tobyrich_smartplane

Drehen Magnet Laden

Energie Sicher Komfort

MAGNETIC CHARGER

Lade dein Handy kontaktlos über verschiedene Auuadestationen.

Kompatibel mit Galaxy S5, S4, Note3 und iPhone 5/5S.

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Stand Round Kabel Autohalterung

Mai/Jun 2014 Android Magazin

fb.com/anymode

83

www.anymode.eu


Gadgets

Smart dämpfen statt braten

WMF Vitalis Compact Aroma Dampfgarer mit Cook Assist

Dampfgarer liegen als gesunde Alternative

zu Bratpfanne und Co.

ganz im Trend, denn hohe Temperaturen

beim Braten verwandeln

manche Bratöle in die viel

gescholtenen Transfette, die der

Gesundheit besonders abträglich

sind. Im Dampfgarer passiert das

nicht. WMF will die dampfende

€ 212,-

Art des Kochens nun einem jungen

Publikum näherbringen und

stattet seinen Dampfgarer Vitalis

Compact mit einem smarten

Thermometer aus. Dieser wird per

Bluetooth 4.0 ans Smartphone

gekoppelt und überträgt an dieses

ständig die im Garer gerade herrschende

Temperatur. In der „Cook

„Per Bluetooth

ans

smartPhone“

Assist“ genannten App von WMF

werden die Zutaten des Gerichts

und einige zusätzliche Parameter

eingegeben: Ausgangstemperatur

(0°-25°), die Größe des Schnittgutes

und der gewünschte Garzustand.

Aus diesen Angaben und

den Daten des Thermometers berechnet

die App die optimale Garzeit

für jede einzelne Zutat und

teilt dem Koch oder der Köchin per

Push-Benachrichtigung mit, wann

genau was zu tun ist - etwa wann

welche Zutat beizugeben ist oder

wann der Garer schließlich von der

Platte genommen werden soll und

das Gericht fertig ist. So muss die

Küchen-Crew nicht ständig in den

Topf schielen und hat Zeit für andere

Dinge.

Es stellt sich allerdings die

Frage, ob das Konzept mit all den

Dateneingaben wirklich praxisgerecht

ist. Wer will schon den

Durchmesser der eben geschnittenen

Karotten messen? Immerhin:

Die „gedämpften Huscheln“

(eine nordamerikanische Spezialität

- googeln Sie‘s) gelangen uns

mit dem WMF Vitalis Compact im

Test ganz vorzüglich.

Preis: € 212,- / http://bit.ly/wmf_garer

Vernetzter Lautsprecher

Sonos Play:1

€ 199,-

Unsere Musiksammlungen sind

längst in der Cloud gespeichert

und von überall aus zugänglich.

Die Audio-Hardware hinkt jedoch

oft hinterher: Da werden noch

Kupferkabeln verlegt und Klinkenstecker

eingerastet. Nicht so bei

„Audio im

Netzwerk“

den Lautsprechern von Sonos - hier

laufen die Audiosignale übers heimische

Netzwerk, ein modulares und

beliebig erweiterbares System von

Lautsprechern macht es möglich, jeden

Raum des Hauses zu beschallen.

Kontrolliert wird das Ganze von

einer App, die für Android und iOS

verfügbar ist. Auch für Mac und

PC gibt es Steuerprogramme. Die

Basiskomponente für ein drahtloses

Setup ist die sogenannte

„Bridge“, die an den Router angeschossen

wird und ein eigenes,

dediziertes WLAN aufbaut.

In dieses können Sie nun beliebig

viele Sonos Play-Lautsprecher

einbuchen: Die Palette reicht von

Subwoofern über 5-Wege-Lautsprecher

bis hin zu Kompaktlautsprechern

wie den hier vorgestellten

Play:1. Mit nur 16 x 12 x 12

cm fällt der im Regal kaum auf,

das Gewicht von fast 2 kg deutet

jedoch an, dass der Kleine bei Bedarf

sehr viel Druck erzeugt. Im

Gerät finden sich ein Mittel- und

ein Hochtöner, jeweils mit eigenem

Verstärker und einer digitalen

Frequenzweiche. Die sorgfältige

Verarbeitung sorgt dafür,

dass die Einheit feuchtigkeitsbe-

ständig ist, und somit z.B. auch

im Badezimmer betrieben werden

kann. Der Play:1 kann auch mit

einem zweiten Gerät zum Stereo-

Verbund kombiniert werden.

Die Sonos-App, die das vernetzte

System steuert, erlaubt

den Zugriff auf im Netzwerk verfügbare

Ressourcen (etwa die

„musik vom nas

oder streamingdiensten“

Musiksammlung auf dem heimischen

NAS) und integriert daneben

eine Reihe von beliebten

Streaming-Diensten wie Spotify,

Amazon oder Pandora.

Preis: € 199,- / Android: 2.1+ /

Größe: 12 x 12 x 16,2 cm / bit.ly/sonos_play1

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

84 Android Magazin Mai/Jun 2014


Gadgets

Mehr Platz und Speed

SanDisk Ultra Class 10 microSD

€ 30,-

64 GB / 32 GB / 16 GB / 8 GB

Wer auf seinem Smartphone mit

großen Datenmengen hantiert,

etwa mit längeren FullHD oder

gar 4K-Videos - weiß hohe Übertragungsgeschwindigkeiten

und

große Speicherkapazitäten zu

schätzen. Beides sollen die micro-

SDHC-Karten der Reihe SanDisk

Ultra bieten. Die Karten stehen

in Größen von 8 GB bis zu 64 GB

zur Verfügung und kommen mit

einem Standard-SD-Adapter für

den Einsatz in Kartenleser, Kameras

und Camcorder. Die SanDisk

ultra erfüllt die Spezifikationen

Class 10 und UHS-1. Auf einem

Host-Gerät, das ebenfalls UHS-1

unterstützt (wie das viele Kameras/Camcorder

und einzelne

Smartphones tun), sollen Lesegeschwindigkeiten

von 30 MB/sec

und mehr erreicht werden, auf

Geräten ohne UHS gilt immerhin

noch die Class 10-Spezifikation,

die Lesegeschwindigkeiten von

mindestens 10 MB/sec zulässt.

Außerdem sollen die Karten ganz

besonders strapazierfähig sein.

Preis: € 9,90 (8 GB); € 13,99 (16GB); € 19,91

(32 GB); € 41,69 (64 GB) /

bit.ly/sandisk_micro

2014-03-19 Gametab One-Android Magazin.pdf 1 20.03.14 15:42

Wedo Tab Organizer 10.1 ELEGANCE

Sicher verpackt

Wer für sein großformatiges Tablet

ordentlich Geld hingelegt hat, will es

nicht scheuernden Schlüsselbünden

und Taschen-Fusseln aussetzen.

Der Wedo Tab Organizer 10.1 schützt

das Tablet und bietet zusätzlichen

Stauraum für Smartphone, Karten

und Schreibgeräte. Auch ein A5-

Schreibblock ist mit an Bord. Das Tablet

wird mit Gummibändern an ein

Kunstleder-Pad fixiert, das im Organizer

selbst mit Klett- und Reißverschluss

befestigt ist. So kann das

Tablet aufgestellt oder mitsamt dem

Pad ganz herausgenommen werden.

Beim Tab Organizer kommen Kunstleder

und Textilien zum Einsatz, Verarbeitung

und Materialanmutung

lassen leider in mancher Hinsicht zu

Wünschen übrig.

Preis: € 30,- / Maße: ca. 30,2 x 22 x 3,5 cm /

bit.ly/wedo_elegance

Konsole oder Tablet

– Du entscheidest!

INKLUSIVE 4 SPIELE

ASPHALT AIRBORNE 8 DANGER DASH DRAGON MANIA GREEN FARM 3

• 7" Multi-Touchscreen

• Front- und Rückseitenkamera

• Prozessor: Quad Core RK3188 Cortex-A9 bis zu 1,8 GHz

• Grafikprozessor: Mali 400 (Quad-core 533 Mhz)

• Arbeitsspeicher: 2 GB DDR3 Dual Channel

• Speicherkapazität: 16 GB

• Micro-SD/SDHC-Kartenleser (bis zu 64 GB)

• Bluetooth 4.0

• WiFi 802.11 b/g/n

• HDMI 1080p Mini-Port für TV-Ausgabe

• Micro-USB-Port

• 3,5 mm Kopfhörerbuchse

• Eingebautes Mikrofon

• 4 vorinstallierte Spiele

• Controller-Halterung kompatibel mit

allen Android-Spielen

www.gametab-one.com

Google Play

Android 4.2,

Jelly Bean

Mai/Jun 2014 Android Magazin

DESIGNEDBYBIGBENINTERACTIVE

Bigben Interactive © 2013 - 2014 – All Rights Reserved. GameTab-One is a registered trademark of Bigben Interactive. Android and Google Play are registered trademark of Google Inc. The Bluetooth word mark, figure mark, and combination mark are all trademarks that are owned by the Bluetooth SIG.

The brands mentioned herein are the property of their respective owners. © 2013 Gameloft. All Rights Reserved. Gameloft, the Gameloft logo and Asphalt are trademarks of Gameloft in the U.S. and/or other countries. All manufacturers, cars, names, brands and associated imagery featured in the

Asphalt 8: Airborne mobile game are trademarks and/or copyrighted materials of their respective owners.

85


Herausgeber

Harald Gutzelnig

Alles wird smart, jedenfalls jedes

Ding um uns herum, egal ob Auto,

Kühlschrank oder Fernseher. Doch

was ist mit uns? Darf ich Ihnen an

dieser Stelle unser Smart-Team

vorstellen? Ja, auch wir werden

immer intelligenter - dank der

bunten Schokolinsen, die es bei uns

in der Redaktion kostenlos gibt.

Projektleiter

Andreas

Gutzelnig

Ich freue mich, dass

unser neues, revolutionäres

Premium Abo

so gut bei den Lesern

ankommt. Alle, die

es noch nicht kennen:

www.androidmag.de/

premium

Chefredakteur

Raphael

Schön

Das Heft ist im

Kasten, der letzte Feinschliff

erledigt und die

finalen PDFs machen sich

in Kürze auf den Weg in

die Druckerei. Ich hoffe,

Ihnen gefällt diese Ausgabe

genau so wie uns, wir

haben uns jedenfalls wieder

mal richtig Mühe gegeben.

In diesem Sinne: Viel Spaß

beim Lesen!

Redakteur

Martin

Reitbauer

Viele Geräte für die Technik-

Tests kamen erst knapp vor

Redaktionsschluss rein – das

sorgte zwar für etwas Stress,

dafür ist diese Ausgabe aber frischer

als der Prinz von Bel Air.

Das Team

shutterstock.com [Denis Cristo]

Redakteur

Michael

Derbort

Gerade beschäftige ich mich

erschreckend intensiv auf

meinem Smartphone mit

der App von Flachwitz.net.

Der Erfolg: Die Redaktion

wartet auf meinen Input

und neuerdings kann mich

keiner mehr leiden...

Redakteur

Oliver Janko

Die neue Smartwatch von

Motorola, die Moto 360, hat

es mir angetan - da wird im

Sommer wohl eine kleine Investition

notwendig. Technisch

hochwertig und dennoch edel

in der Erscheinung - so ein

Schmuckstück darf an meinem

Arm nicht fehlen. ;)

Redakteur

Hartmut

Schumacher

Dieser launige Kommentar

ist in Ihrem Land leider

nicht verfügbar, da er

Wörter enthält, für die die

erforderlichen Rechte nicht

eingeräumt wurden.

Das tut uns leid.

Redakteur

Daniel

Kuhn

Endlich ist Frühling und

sogar das Wetter spielt

mit. Es gibt doch nichts

Schöneres, als im Park in

der Sonne zu sitzen und

sich mit seinen Gadgets zu

beschäftigen ... Kameras

und die dazugehörigen

Apps meine ich natürlich.

86 Android Magazin Jul/Aug 2012


Helium - App

Sync and Backup

kostenlos Android 4.0+ | Deutsch

Helium Backup stammt

aus der Feder der Macher

von Clockwordmod

und Cyanogenmod - hat also massives

„Street-Cred“. Helium legt die

Backups auf der SD-Karte oder in

der Cloud ab (Google Drive, Dropbox,

Box). Für App-Backups muss das

Gerät allerdings gerootet sein. Für

alle Nutzer steht ein gratis Desktop-

Client zur Verfügung,

der die Daten direkt

auf den heimischen

Rechner lädt.

Backup-Apps

Helium Backup

versus

Easy Backup

„Selig sind, die da Backups anlegen; denn sie

werden ihre SMS schauen.“ Gut, im biblischen

Original ging das etwas anders. Aber Backups

sind wichtig, wichtig, wichtig. Wir lassen zwei

beliebte Backup-Apps gegen einander antreten.

Easy Backup

kostenlos Android 2.2+ | Deutsch

Easy Backup soll das

Anlegen von Sicherungen

so einfach machen

wie nie. Die App ist durchweg gratis,

es werden keine Zusatz-Features in

eine Premium-Version ausgelagert,

wie das der Kontrahent tut. Gesichert

werden SMS, Anruferlisten, Kalender,

Lesezeichen und Kontakte. Um auch

die Apps zu sichern, sind wie beim

Kontrahenten Helium Root-Rechte

nötig. Die Sicherungen

werden auf die SD-Karte,

Dropbox, Google Drive

oder GMail abgelegt.

+

Helium - App Sync and Backup

Die Bedienung von Helium-Backup läuft sehr

intuitiv und übersichtlich. Die gewünschten

Elemente werden per Checkbox ausgewählt

und können ebenso leicht abgewählt werden.

Ein Werbebanner ziert die Free-Version.

Helium sichert SMS und Anruflisten, Wörterbuch,

WLAN- und Launcher-Einstellungen. Daneben

können Root-User auch die installierten

Apps und App-Daten sichern. Der Rest liegt bei

den meisten Nutzern ohnehin in der Cloud.

Auf Wunsch legt Helium die Backups zwar

in Dropbox, Google Drive und Box ab, für die

Wiederherstellung muss der Nutzer jedoch

die Premium-Version kaufen, die mit €3,71 zu

Buche schlägt. Punkt für den Kontrahenten.

USABILITY

VOLLSTÄNDIGKEIT

CLOUD

Easy Backup

Etwas verwirrend ist, dass SMS, Kontakte usw.

separat von den Apps gesichert werden. Sonst

ist das Interface klar gestaltet - mit der Einfachheit

von Helium kann die App in diesem

Punkt leider trotzdem nicht mithalten.

Easy Backup nimmt im Gegensatz zu

Helium Backup auch Kontakte, Kalender und

Lesezeichen in die Sicherung auf - diese sind

aber meist ohnehin in der Cloud gesichert. So

ergibt sich kein klarer Vorteil.

EasyBackup speichert die Sicherungen auf

SD-Karte, Dropbox, Google Drive oder per

IMAP in Ihrem GMail-Account. Im Gegensatz

zu Helium muss kein Premium gekauft werden,

um die Sicherungen wieder herzustellen.

+

+

Helium-Backup lässt dem Nutzer die

Wahl, ob er die gesamte App oder nur die

Nutzerdaten ins Backup aufzunehmen. Das

hilft, Speicher zu sparen - die Apps selbst kann

man ohnehin aus dem Play-Store ziehen.

Bei Helium Backup ist die Bedienung aus

einem Guss und es ist flexibler gestaltet. Obwohl

für Cloud-Backup die Premium-Version

gekauft werden muss, reicht das für den Sieg.

FLEXIBILITÄT

2:1

ENDSTAND

App-Backups lassen sich (im Gegensatz zu

SMS, Kontakten usw.) nicht per Zeitplan

ausführen. App-Benutzerdaten werden nicht

von den Programmdaten getrennt. Das lässt

Easy Backup weniger flexibel erscheinen.

87


Die 10 besten neuen Apps

TOP 10

der neuen Apps im

PLAY STORE

Foto: shutterstock.com [avian]

1

Dormi - Babyphone

Schläft das Baby schon? Die Antwort gibt das Babyphone!

kostenlos Android 2.3+ | Deutsch

Die App Dormi verwandelt

ein Smartphone in ein flexibles

Babyphone, das sich von

mehreren anderen Geräten

aus abhören lässt.

Schläft unser kleiner Liebling

ruhig und sicher?

Dormi hilft Ihnen dabei,

diese Frage zu beantworten – indem

es Ihr Smartphone in ein Babyphone

der besonderen Art verwandelt.

Die Idee, Smartphones als Babyphones

zu verwenden, ist nicht neu.

Es gibt zahlreiche Apps, die dies ermöglichen.

In der Regel rufen derartige

Programme eine vorgegebene

Telefonnummer an, wenn die

Geräusche, die der Säugling von sich

gibt, einen bestimmten Lautstärkepegel

überschreiten.

Die App Dormi geht etwas anders

vor: Sie verbindet zwei Smartphones

per WLAN und schaltet

beim Erreichen einer bestimmten

Lautstärke das Mikrofon des Baby-

Smartphones an, so dass die Geräusche

des Kindes auf dem Eltern-

Smartphone zu hören sind.

Befinden sich die Smartphones im

selben WLAN, dann reicht es aus, auf

beiden Geräten ein Dialogfenster zu

bestätigen, um sie miteinander zu

koppeln. Bei der Verbindung übers

Internet müssen Sie auf dem einen

Gerät eine PIN eingeben, die das andere

Gerät anzeigt. Es ist übrigens

problemlos möglich, drei oder mehr

Geräte miteinander zu koppeln – so

dass die Eltern ihrem Säugling von

mehreren Smartphones (oder Tablets)

aus zuhören können.

Sie müssen sich dabei nicht einmal

auf die Lautstärkeautomatik

verlassen. Sie tippen alternativ einfach

eine Schaltfläche auf dem Eltern-Smartphone

an, um die Übermittlung

der Geräusche zu starten.

Durch Antippen einer weiteren

Schaltfläche können Sie mit dem

Baby reden, um es zu beruhigen,

während Sie sich auf den Weg zu

ihm machen.

Vier Stunden pro Monat lässt sich

die App kostenlos verwenden. Darüber

hinaus muss ein Abonnement

abgeschlossen werden. Ein Monat

schlägt mit 0,69 € zu Buche, ein Jahr

mit 3,59 € und eine unbegrenzte lebenslange

Nutzung mit 4,99 €.

Dank dieser App können Sie ein

Smartphone oder Tablet als Babyphone

einsetzen, das wesentlich

flexibler ist als herkömmliche

Geräte.

88 Android Magazin Mai/Jun 2014


Die 10 besten neuen Apps

2 App Habits

Most used Apps by day

Kennen Sie Ihre App-Gewohnheiten?

Verbringen Sie

mehr Zeit mit dem Versenden

von SMS oder mit der Galerie-App?

Verwenden Sie die Foto-App eher am

Vormittag oder am Nachmittag? Welche

App haben Sie gestern am meisten

genutzt? Auf all diese Fragen gibt App

Habits die passenden Antworten. Dabei

macht die App nicht viel, sie zeichnet einfach

alles auf, was Sie machen und zeigt

Ihnen das Ergebnis in Minuten und Sekunden

auf Wunsch in einem Diagramm,

kostenlos Android 4.0+ | Englisch

aufgeteilt nach der Verwendung von

Apps am Vormittag, am Nachmittag und

in der Nacht. Jeder der aufgelisteten Apps

können Sie Kategorien zuweisen. So erfahren

Sie am Ende des Tages auch, welche

Ihre Lieblingskategorie ist.

Nicht lebensnotwenig, aber nützlich: App

Habits deckt nicht nur Ihre App-Gewohnheiten

auf, sondern bietet Ihnen auch

raschen Zugriff auf die am

meisten genutzten Apps.

Oben finden Sie die Kategorien-Statistik, darunter die am häufigsten verwendeten

Apps. Über das Launchpad (rechts) haben Sie Zugriff auf Letztere.

3

Type Your Ringtone Pro

Klingeltöne ins Smartphone tippen - und vorsprechen lassen!

€ 0,73 Android 3.0+ | Englisch

Über das Plus-Symbol rechts oben lassen sich beliebig viele Texte einfügen.

Sprache, Pitch und Speed sind Parameter, die Sie frei festlegen können.

Starten Sie diese App und

tippen Sie drauf los. Geben

Sie ein „Hallo, ich bin´s, deine

Lieblingsschwiegermutter!“. Gleich darauf

einen Text für Ihre Freundin: „Ich

bin´s Liebling. Kannst du bitte mal abheben?“.

Auf diese Weise tippen Sie für

Ihre wichtigsten Kontakte die Klingeltöne

ins Smartphone. Und dann wird

das Ganze gesprochen – und zwar von

der Sprach-Engine, d.h. es klingt alles ein

wenig nach Roboter. Aber das Interessante

an der App ist die Tatsache, dass

sich alle Klingeltöne beliebig anpassen

lassen. Ihr Sohn ruft an? Also ertönt aus

Ihrem Handy zum Beispiel „Hallo Pa, alter

Schwede! Hab ´ne wichtige Message

für dich!“.

Auffallen werden Sie mit dieser App

ganz sicher. Sie sitzen im Bus und Ihr

Handy beginnt einfach zu reden, wenn

Sie jemand anruft. Toll! Nicht lebenswichtig,

aber eine lustige

Abwechslung allemal.

4

Multitasking

Apps parallel laufen lassen

kostenlos Android 2.3+ | Englisch

Sie können die Fenster nicht nur verschieben, sondern auch vergrößern

und verkleinern. Auf Wunsch merkt sich die Software die Größe

und die Position eines Fensters.

Auf größeren Smartphones

und vor allem auf Tablets

kommt schnell der Wunsch

auf, mehrere Apps gleichzeitig in nebeneinanderliegenden

Fenstern verwenden

zu können. Mehrere Hersteller bauen

diese Funktion bereits mehr oder weniger

erfolgreich in ihre Android-Oberflächen

ein. Die App mit dem schlichten

Namen „Multitasking“ macht die Funktion

für alle Android-Nutzer zugänglich.

So können Sie eine vordefinierte Liste

von Anwendungen wie Browser, Rechner,

Kalender und Musikplayer in einem

eigenen Fenster starten. Sinnvoll ist

dies vor allem dann, wenn Sie Informationen

aus mehreren Quellen vergleichen

möchten oder Daten aus einer App

in eine andere übernehmen wollen. Die

Apps, die mit „Multitasking“ in Fenstern

laufen, sind nicht ganz so leistungsfähig

wie herkömmliche Apps. Anfangs ist die

App völlig kostenlos, später müssen Sie

als Gegenwert Werbevideos ansehen.

Für manche Anwendungsfälle

ist Multitasking

jedenfalls eine echte Bereicherung.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

89


Die 10 besten neuen Apps

5 Citymapper Routenplaner

Aufgeräumte Navi-App für Berlin und Co

kostenlos Android 2.3+ | Deutsch

... in denen Sie Citymapper

schon nutzen können ...

Die Kartendarstellung und die

Streckeninformationen für

die vorgeschlagenen Routen

lassen sich per Wisch sehr

bequem vergleichen.

Ist das Ziel ausgewählt und bestätigt, schlägt

die App gleich mehrere alternative Routen auf

einer Seite vor, jeweils mit der geschätzten Wegzeit

und einigen Zusatzinfos. Pädagogisch wertvoll

stehen ganz oben Fußweg und Fahrrad

neben dem zu erwartenden Kalorienverbrauch

für den Läufer oder Strampler. Der Weg per Taxi

enthält auch eine ungefähre Preisangabe. Die

Wege per U-Bahn, Bus und Tram beziehen Echtzeitdaten

der Berliner Verkehrsbetriebe ein, reagieren

also bei der Routenplanung auf aktuelle

Verspätungen und Behinderungen im Netz.

Citymapper mausert sich zu einem ernsthaften

Konkurrenten für Google Maps und die

offiziellen Apps der Verkehrsbetriebe. Vor allem

die durchdachte Bedienung und die übersichtliche

Präsentation der Ergebnisse sind

beeindruckend. Schade nur, dass sich die Verfügbarkeit

bisher auf so wenige Großstädte

beschränkt.

BERLIN

LONDON

Erst seit Anfang Februar

2014 kann die Partystadt

an der Spree über Citymapper

erkundet werden.

In Zukunft sollen Benutzer

die verschiedenen Tickets

der Berliner Verkehrsbetriebe

auch direkt über die

App kaufen können.

London ist die Home-

Base von Citymapper:

Hier begann alles im Jahr

2012. Innerhalb kurzer

Zeit eroberte die App die

Herzen der Bewohner, jedes

zweite iPhone in der

Stadt soll die Anwendung

installiert haben. Zu Android

gibt es keine Zahlen.

Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und konzentriert

sich auf die am häufigsten gebrauchten Routen.

„Wie man sich in einer Stadt bewegt,

ist ein wichtiger Teil ihrer Kultur“, findet

Azmat Yusuf, CEO des Londoner Start-

Ups Citymapper. Deren viel beachtete Navigations-App

ist nun auch für Berlin verfügbar.

Was an Citymapper zuallererst gefällt, ist die

aufgeräumte Benutzeroberfläche. Ein Home-

Screen als Herz der Anwendung konzentriert

sich auf das Wesentliche: „Bring mich Wohin“

für die freie Zieleingabe, den Weg vom aktuellen

Standort nach Hause und den Weg zur Arbeit.

Darunter lassen sich noch andere häufig anvisierte

Orte speichern und auch die zuletzt gewählten

Destinationen werden angezeigt.

Im Gegensatz zu vielen Navi-Apps ist die Zielwahl

sehr tolerant und kann auch mit Eingaben

wie „Hotel Kempinski“, „Englischer Garten“ oder

„Starbucks Friedrichstraße“ etwas anfangen. Bei

der Eingabe von konkreten Adressen teilt sich Citymapper

aber auch eine nachteilige Besonderheit

mit Google Maps: Die Hausnummer sollte

vor dem Straßennamen eingegeben werden.

PARIS

PARIS

Paris ist seit Anfang 2014

bei Citymapper verfügbar.

Neben dem weit vernetzten

Metro-System, den

Bussen und RER-Schnellzügen

bezieht Citymapper

hier auch das „Vélib’“ genannte

stadteigene Fahrradverleihsystem

in die

Routenplanung mit ein.

New York war nach London

die zweite Station von Citymapper,

und gewann dort

prompt den ersten Preis in

einem von der Metropolitan

Transport Authority ausgeschriebenen

App-Wettbewerb

für Stadt-Navigationsprogramme.

90 Android Magazin Mai/Jun 2014


Die 10 besten neuen Apps

6 Magisto - Magischer Video Editor

Video-Clips per Fingertipp

kostenlos Android variiert| Deutsch

Der Hersteller bezeichnet seine App

Magisto als „magischen Video-Editor“.

Und da ist durchaus etwas Wahres

dran. Immerhin ermöglicht Ihnen das Programm,

Fotos und Video-Clips zu Videos zusammenzustellen.

Die Besonderheit: Sie müssen sich um

fast nichts selbst kümmern: Sie wählen lediglich

die gewünschten Fotos und Clips aus (sowie ein

Musikstück für den Hintergrund). Alles andere

erledigt die App. Sie lädt die Fotos und Clips zum

Server des Herstellers hoch. Dort findet innerhalb

von wenigen Minuten die Umwandlung statt.

Die fertigen Videos hinterlassen einen professionellen

Eindruck. Die Software kümmert

sich zum Beispiel automatisch darum, Personen

auf Fotos zu finden oder interessante

Ausschnitte der Ausgangsvideos auszuwählen.

Auch Überblendeffekte setzt die Software

relativ häufig ein – für zurückhaltende Gemüter

zu häufig. Und damit kommen wir schon zur

größten Schwäche von Magisto: Sie als Anwen-

der haben fast keinerlei Kontrolle über das Aussehen

des fertigen Videos. Sie dürfen zwar den

generellen Stil auswählen und die Länge angeben.

Aber Sie haben keinen Einfluss auf die Reihenfolge

der verwendeten Fotos und Clips, auf

die Häufigkeit der Effekte und auf die ausgewählten

Ausschnitte.

Das Verwenden der Software ist prinzipiell

kostenlos. Allerdings nur dann, wenn du größere

Beschränkungen hinzunehmen bereit

bist: Die Videos dürfen beispielsweise nur aus

20 statt 30 Fotos und aus 10 statt 25 Clips bestehen.

Die Länge ist auf 1:15 Minuten statt auf

2:30 Minuten begrenzt.

Mit der App Magisto ist das Herstellen von beeindruckenden

Videos ein absolutes Kinderspiel.

Damit einher geht allerdings die Tatsache, dass

die Software dem Anwender kaum

Platz für eigene Kreativität lässt.

Sie wählen die Fotos und Video-Clips sowie ein

Musikstück aus, und die App Magisto stellt dies alles zu

einem professionell aussehenden Video zusammen.

7 8

9 10

Google URL AlarmPad Free (Beta) 12Hours

kostenlos

Shortener

Android 4.0+ | Deutsch

kostenlos

Android 4.0+ | Englisch

Das Problem bei Twitter:

Ein Tweet darf nur

140 Zeichen lang sein.

Doch mancher Link ist schon so

lange. Und genau deshalb gibt es

diese App. Der Google URL Shortener

macht nichts anderes, als den

goo.gl-Dienst des Suchmaschinengiganten

zu bemühen und einen

kurzen Link zu generieren. Speziell

die Kopplung mit Analytics stellt

einen echten Mehrwert gegenüber

diversen Konkurrenzanwendungen

dar.

kostenlos Android 2.3+ | Englisch

Diese App ist nicht nur

eine Wecker-App, sie ist

zugleich auch Terminkalender

und Wetterprognose –

und ermöglicht auch sonst noch

allerlei praktische Anpassungen.

Sie können nicht nur pro Weckruf

eine individuelle Textnachricht

einrichten, sondern auf Wunsch

auch das aktuelle Wetter und Ihre

Kalendereinträge abrufen. Diese

werden sichtbar, sobald Sie den

Weckruf mit einem Fingerwisch

stummschalten. Keine absolut innovative

Idee, aber mal

was anderes.

Einfach, aber genial: Im

Kalender eingetragene

Termine erscheinen auf

dem Zifferblatt dieser Uhr, die sich

als Widget im Homescreen einklinkt

und auf einem Blick zeigt, wann

Termine verfügbar sind. Das Widget

lässt sich in mehreren Größen

und Ausführungen auf den Homescreen

zaubern. Die Darstellung der

Uhrzeit ist klar, die farblichen Markierungen

stören kaum. Wer seine

Termine im Überblick behalten will

oder muss, der sollte dieses kostenlose

Helferlein einmal

installieren.

Throwback

kostenlos Android 2.3.3+ | Englisch

Diese App nimmt ein

soeben aufgenommenes

oder bestehendes

Foto und verbirgt es vorerst einmal.

Eines fernen Tages wird das

Foto von der App wieder freigegeben

und Ihnen oder Ihren Freunden

per E-Mail zugesandt. Der Zeitraum

der Herausgabe kann von

Ihnen zwischen einem Monat und

fünf Jahren ab dem Aufnahmedatum

selbst bestimmt werden.

Sie können aber auch den Zufall

ins Spiel bringen und sich mit einer

zufälligen Rückgabe

überraschen lassen.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

91


WhatsApp-Alternativen

DIE

5

BESTEN

ALTERNATIVEN

Text: Martin Reitbauer

Nach der Übernahme des Messenger-Dienstes WhatsApp durch Facebook gelobte

dessen Gründer Marc Zuckerberg zwar, dass das soziale Netzwerk keine Daten auswerten

wolle. Dennoch wandern WhatsApp-Nutzer in Scharen ab. Wir haben uns

nach den besten Alternativen umgesehen.

19.000.000.000

- diese Zahl erregte im Gefolge des WhatsApp-Facebook-Deals das

meiste Aufsehen. Es handelt sich um den astronomischen Kaufpreis,

den Marc Zuckerberg für die freundliche Übernahme in US-Dollar und

Facebook-Aktien hinblättern musste. Das Wachstum des Messenger-

Services war davor ausnehmend rasant verlaufen: Nach den bescheidenen

Anfängen im Jahr 2009 hatte WhatsApp schon 2012 die Grenze

von 100 Mio. Nutzern geknackt. „Das größte soziale Netzwerk, von

dem Sie noch nie gehört haben“ titelte das Forbes-Magazin damals

noch. Bis Ende 2013 hatte sich diese Zahl nochmals mehr als vervierfacht

- und wir hatten alle davon gehört. Zuletzt stand WhatsApp bei

430 Mio. Nutzern und über 50 Mrd. versendeten Nachrichten pro Tag.

Besonders die sehr jungen Smartphone-Nutzer kehrten dem Branchenriesen

Facebook zunehmend den Rücken und nutzten lieber den

einfachen Messenger. Ein Grund für dessen Erfolg liegt sicher in der

simplen Art und Weise, wie sich die Teilnehmer vernetzten können.

WhatsApp identifiziert - wie auch viele direkte Konkurrenten - den

Nutzer per Telefonnummer und durchsucht sein Telefonbuch nach bei

WhatsApp registrierten Nummern. Die Namen scheinen damit automatisch

in der App auf, es muss nicht erst händisch Kontakt geknüpft

werden. So weit, so praktisch. Doch hier setzt die Kritik der Datenschützer

an: Wie nutzt WhatsApp die Daten aus dem Telefonbuch?

Immerhin werden potenziell nicht nur die Daten des Nutzers selbst

übertragen, sondern auch die von Dritten im Telefonbuch: Namen, Adressen,

Kontaktfotos und mehr. Dazu kamen im Laufe der Zeit einige

gravierende Lücken bei der Sicherung der Konten und der Übertragung

der Nachrichten ans Tageslicht. Über lange Zeit waren WhatsApp-

Nachrichten überhaupt unverschlüsselt übertragen worden, die später

eingeführte Verschlüsselung zwischen Kunde und Server erwies

sich als zu schwach und leicht knackbar. Von End-to-End-Verschlüsselung

oder gar einer Offenlegung des Quellcodes war ohnehin nie die

Rede. Durch den Facebook-Deal und den darin vorgesehenen Transfer

der Nutzerdaten an die kalifornische Datensammelmaschine rückte all

dies erneut ins Scheinwerferlicht und besonders in Europa machten

sich WhatsApp-User in Scharen aus dem Staub. Sollten auch Sie einen

Plan B suchen, werden Sie auf den folgenden Seiten fündig.

92

Android Magazin

Mai/Jun 2014


Threema

SICHERHEIT GROSS GESCHRIEBEN

Der einzige

Messenger mit

durchgängiger

Verschlüsselung

der Nachrichten.

WhatsApp-Alternativen

Preis € 1,60

Android 4.0+

Sprache Deutsch

Die App ist ein Produkt der in der Schweiz an-

sässigen Kasper Systems GmbH, auch die

eingesetzten Server sollen sämtlich in der

Schweiz stehen. Der Fokus bei Threema liegt

ganz auf der Sicherheit: Alle Nachrichten wer-

den am Gerät verschlüsselt und so auf das

Zielgerät übertragen („End-to-End-Verschlüs-

selung“) - allein der Empfänger kann den Inhalt

entschlüsseln, auch der Anbieter selbst bleibt

außen vor. Die Technik, die dabei zum Einsatz

kommt, basiert auf „NaCl“ - eine weithin bekannte

und quelloffene Kryptographie-Biblio-

thek. Man muss sich bei der Sicherheit also

nicht allein auf das Wort der Threema-Entwickler

verlassen.

Beim Austausch von Kontaktdaten hat der

Nutzer die Wahl: Entweder er lässt die App auf

das Telefonbuch zugreifen und nach Kontakten

mit einer Threema-ID durchsuchen, oder er gibt

den öffentlichen Schlüssel seines Gegenübers

per QR-Code selbst ein. Auch aufgrund dieser

Datenschutz-Option gibt Stiftung Warentest

in einem kürzlich erschienenen Test Threema

als einzigem Messenger die Datenschutz-Wertung

„unkritisch“.

Die Bedienung der App gestaltet sich sehr intuitiv,

obwohl die Oberfläche mit den zahlreichen

Sicherheitsmerkmalen etwas technisch

daherkommt. Es lassen sich Gruppenchats einrichten,

Texte, Bilder und Videos verschicken.

Audio-Nachrichten werden nicht unterstützt.

+ Sicherheit und Datenschutz sind top

+ Auf Wunsch keine Weitergabe von Daten aus

Ihrem dem Telefonbuch.

Oberfläche ist etwas technisch gehalten

Keine Audio-Nachrichten.

Zum Verschlüsseln der Nachrichten werden ein

öffentlicher und ein privater Schlüssel sowie eine

Threema-ID generiert.

Telegram

SCHNELL UND SICHER.

Neben Android

& iOS auf vielen

weiteren Platt–

formen verfügbar.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

Der Messenger Telegram stammt von den Machern

des größten russischen Sozialnetzwerks

VKontakte. Die Firma ist jedoch in Deutschland

ansässig - auch wenn weder Impressum noch

WHOIS-Eintrag die Adresse verraten. Die App

steht auf vielen Plattformen zur Verfügung -

wenn auch zum Teil nur inoffiziell.

Gewohnte Oberfläche

Die Oberfläche von Telegram erinnert - wohl

nicht ganz zufällig - sehr stark an den Konkurrenten

WhatsApp. Es lassen sich Texte,

Fotos und Videos verschicken. Die Registrierung

erfolgt per Telefonnummer und auch auf

das Telefonbuch wird zugegriffen. Die Macher

von Telegram geben an, die sicherste Messenger-App

auf dem Markt anbieten zu wollen.

Bei der Optik und den Features

hält sich die App sehr eng an

WhatsApp

Preis kostenlos

Android 2.2+

Sprache Englisch

Dazu wird einerseits die Kommunikation mit

dem Server verschlüsselt, andererseits hat der

Nutzer die Option, seine Nachrichten auch lokal

zu verschlüsseln und die Inhalte so nur für

sich und den Empfänger - nicht für den Anbieter

- lesbar zu machen. „Secret Chats“ nennt

Telegram das, und sorgt zusätzlich dafür, dass

die Nachricht nur so lange auf den Servern gespeichert

wird, bis der Empfänger sie abruft.

Als einziger Messenger im Test operiert Telegram

mit einem quelloffenen Protokoll. Das

bietet zwar mehr Transparenz und Sicherheit

als andere Messenger, Kryptographie-Experten

melden allerdings Zweifel an der Implementation

an.

+ End-to-End-Verschlüsselung möglich

+ Protokoll und Clients zum Teil quelloffen

Für viele Plattformen nur inoffizielle Apps

Effektivität der Verschlüsselung wird bezweifelt.

93


WhatsApp-Alternativen

Hangouts

Der Messenger

der Datenkrake

ist immer enger

mit Google+

verwoben

DER MESSENGER VON GOOGLE

Wenn Sie bei Google+ registriert sind, integriert Hangouts

Kontakte und Kreise von dort. Auf Wunsch übernimmt

es auch den Versand und Empfang Ihrer SMS.

Hangouts ist die Messenger- und Video-Chat-

Lösung von Google. Im Mai 2013 vereinte der

Konzern damit eine Reihe von Produkten in

einer App: Das auf dem XMPP-Protokoll basierende

Google Talk, den Google+ Messenger

und die davor schon existierende Video-Chat-

Funktion in Google+.

Omnipräsent

Preis kostenlos

Android 2.3+

Sprache Deutsch

Seither wird Hangouts von Google stark gepusht.

Die Chancen stehen daher gut, dass

Google Hangouts auf Ihrem Gerät bereits installiert

ist. Seit Android 4.4 übernimmt die

App auf Googles Nexus-Geräten und einigen

anderen Smartphones sogar standardmäßig

den Empfang von SMS. Hangouts erlaubt das

Versenden von Textnachrichten und Fotos.

Daneben können Sie Video-Chats führen - für

eine Unterhaltung mit mehr als zwei Teilnehmern

ist aber eine Registrierung bei Google+

nötig. Kontakte werden über das Google-Konto

und Google+ ausgetauscht, eine Registrierung

ist somit meist nicht nötig. Dementsprechend

steht es natürlich auch um den Datenschutz:

End-to-End-Verschlüsselung ist nicht vorgesehen,

alle Nachrichten sind für Google lesbar.

Sie können sich damit trösten, dass Sie zumindest

keine zusätzlichen Kontaktdaten aus dem

Telefonbuch weitergeben - denn die hat Google

meist ohnehin schon.

+ Wegen Integration und Synchronisation mit dem

Google-Konto sehr praktisch

+ Live-Video-Chats

Keine End-to-End-Verschlüsselung

Gruppenchats nur mit Google+ - Anmeldung

BBM 2.0

DAS VERMÄCHTNIS DES BUSINESS-PHONES

Der Blackberry-

Messenger ist seit

Sommer auch für

Android und iOS

verfügbar

Preis kostenlos

Android variiert

Sprache Deutsch

Blackberry mag anderswo auf dem absteigenden

Ast sein - das hauseigene Messenger-Service

BBM, das seit einiger Zeit auch auf iOS und

Android verfügbar ist, erfreut sich jedoch ungebrochener

Beliebtheit. Ein kürzlich ausgeliefertes

Update bringt zahlreiche Neuerungen.

Die Anmeldung erfolgt über eine Black-

Berry ID, die bei Bedarf aus der App heraus

erstellt wird. Zur Identifizierung dient ein mit

der Blackberry ID verbundener PIN, den Sie

an Kontakte weitergegeben. Der Messenger

greift auch auf Telefonbuch und Kalender am

Gerät zu und dürfte zumindest Teile der ihm

anvertrauten Daten unverschlüsselt übertragen,

wenn man dem Urteil der Stiftung Warentest

vertraut. Besonders die iOS-Version

fällt dabei negativ auf, die Android-Variante

interessiert sich aber mehr für Daten des Nut-

zers: Vor- und Nachname, Geburtsdatum und

E-Mail-Adresse werden abgefragt und können

laut AGB auch an Dritte weitergereicht werden.

Dafür liefert BBM eine durchdachte Ober-

fläche mit vielen nützlichen Features. Mittels

Dropbox-Integration lassen sich Dokumente

austauschen, der eigene Standort lässt sich

per Glympse-Integration zeitlich begrenzt für

den Chat-Partner freigeben - etwa für den

Fall, dass ein Teilnehmer sich zu einem Meeting

verspätet. Daneben bietet BBM VoIP-

Sprachanrufe, Audio-Nachrichten und verschickt

auch Fotos.

+ Sprachanrufe und Audio-Nachrichten

+ Gelungene Integration von Dropbox- und

Standort

Keine End-to-End-Verschlüsselung

Android-Version sehr neugierig

Über den Dienst Glympse

können Sie Ihren Standort

zeitlich begrenzt freigeben.

94 Android Magazin Mai/Jun 2014


Skype

Der Veteran

unter den

Messengern

aus dem Hause

Microsoft

WhatsApp-Alternativen

PLATZHIRSCH BEI VIDEO-CHAT

Preis kostenlos

Android variiert

Sprache Deutsch

Skype ist seit beinahe zehn Jahren praktisch

synonym mit VoIP und Video-Chat am Desktop.

Auch die später erschienenen Skype-Apps

auf Smartphones gerieten äußerst erfolgreich.

Zusammengenommen hat der Messenger damit

hunderte Millionen Nutzer - eine Zahl, die

seit der Akquisition durch Microsoft und die

darauf folgende Integration in Outlook.com

noch gestiegen ist.

Schon früh warb der Anbieter mit Sicherheitsfeatures

wie RSA-Authentifizierung und

End-to-End-Verschlüsselung per AES. Ebenso

früh jedoch meldeten Datenschützer Bedenken

an: Sowohl das Übertragungsprotokoll als

auch die jeweiligen Client-Programme sind

proprietär und lassen nur beschränkte Einblicke

zu. Und Skype hält sich über die Existenz

einer Hintertür zu den Nachrichteninhalten

seit jeher bedeckt. In der Volksrepublik China

bringt das Unternehmen gar einen speziellen

Client heraus, der mit der chinesischen Zensur

kooperiert.

Wer Skype-Guthaben kauft, kann auch in die

weltweiten Mobil- und Festnetze anrufen - die

Abrechnung erfolgt nach Minuten oder per Flatrate

für einzelne Länder oder Ländergruppen.

Ohne Konkurrenz ist die Vielfalt an Plattformen,

auf denen Skype verfügbar ist: Von den großen

mobilen Betriebssystemen über den Desktop

bis hin zu XBox und Playstation Portable - beinahe

überall findet sich ein nativer Client.

+ Hohe Verbreitung

+ Auf praktisch allen Plattformen verfügbar

Verschlüsselung wahrscheinlich mit Hintertür

Anrufe außerhalb Skype nur ins Festnetz günstig

Die weite Verbreitung von Skype, die auch der Vielfalt

an Plattformen geschuldet ist, macht die Kontaktaufnahme

besonders einfach.

Threema Telegram

Hangouts

BBM 2.0

Skype

Sicherheit

Durchgängige End-to-

End-Verschlüsselung.

Kontaktaustausch ohne

Telefonbuch möglich.

Server-Client-Verschlüsselung.

End-to-End-Verschlüsselung

möglich.

Open-Source-Protokoll

Keine End-to-End-Verschlüsselung.

Starke

Google+-Einbindung

Verschlüsselung lückenhaft.

Kontakte ohne Telefonbuch

möglich.

End-to-End Verschlüsselung

- mit eingeplanter

Hintertür.

Plattformen

Android & iOS

Android & iOS; inoffiziell

auch Windows Phone

und Windows/Mac/Linux

Android & iOS

Android & iOS

Praktisch auf allen Plattformen

verfügbar

Text/Audio/Video Text, Fotos, Videos Text, Fotos, Videos Text, Fotos, Video-Chat

Text, Fotos, Audio-Nachrichten,

Sprachanrufe

Text, Sprachanrufe,

Video-Chats

Preis € 1,60 Gratis Gratis Gratis Gratis

Besonderheiten

Hohe Transparenz bei

der eingesetzten Kryptographie

Nachrichtenprotokoll basiert

auf quelloffenem

Source-Code.

Übernimmt auf Wunsch

auch Empfang und Versand

von SMS

Zeitlich begrenzte Weitergabe

von Standort-Daten

möglich

Mit Skype-Guthaben auch

in Mobil- und Festnetze

anrufen

GESAMTWERTUNG

Mai/Jun 2014 Android Magazin

95


Meteo Earth

Meteo Earth

Text: Martin Reitbauer

„WETTER ZUM ANFASSEN“ VERSPRICHT DIE APP METEOEARTH. SIE SOLL DAS

METEREOLOGISCHE GESCHEHEN IN DER ATHMOSPHÄRE AM SMARTPHONE SO

ANSCHAULICH DARSTELLEN WIE IM WETTERBERICHT AM GROSSEN SCHIRM.

Preis € 3,99

Android 4.0.3+

Sprache Deutsch

Wir sollten uns wohl glücklich schätzen, dass

unser Schicksal weniger stark vom Wetter abhängt

als das unsere agrarischen Vorväter.

Wer sich heute in unseren Breiten für Niederschlagsmengen,

Windgeschwindigkeiten

und Durchschnittstemperaturen interessiert,

tut dies nur in den seltensten Fällen,

um die Kartoffelernte zu retten oder sich auf

die biblische Dürre vorzubereiten. Für uns ist

die Wettervorhersage vor allem ein Lieferant

von Small-Talk-Themen und dient der Unterhaltung

und Zerstreuung. Dieser Aspekt liegt

auch bei der im letzten Jahr erschienenen App

„MeteoEarth“ ganz im Mittelpunkt. Herausgebracht

wurde die Anwendung von MeteoGroup,

dem größten privaten Wetterdienst

in Europa mit Sitz in London und meteorologischen

Büros in 14 Nationen. Die britische

Firma hatte schon mit der Bezahl-App

„WeatherPro“ großen Erfolg, gerade auch in

Deutschland. Dabei lag der Fokus auf der einfachen

und übersichtlichen Präsentation von

Wetterdaten und Vorhersagen.

Wetter mit viel „Eye-Candy“

„MeteoEarth“ dagegen bereitet die nüchternen

Zahlen in aufwendiger Weise optisch auf und

orientiert sich dabei ganz an der schon vor

Jahren erschienenen Wettergrafik-Lösung für

Fernsehstudios - „MeteoEarth for Broadcast“.

Das Herz der Darstellung ist ein 3D-Modell des

Erdballs, die stark an Google Earth erinnert.

Wer im Nachtmodus ganz herauszoomt und

die Ansicht dreht, sieht auch Sonne und Mond

in der aus Datum und Uhrzeit berechneten relativen

Position. Über diesen Erdball werden

Satellitenbilder und verschiedene Schichten

mit Wetterinformationen gelegt. Das Benutzerinterface

macht anfangs kurz stutzig – eine

Menge Buttons bevölkert den Bildschirm, deren

jeweilige Funktionen sich erst nach und

nach erschließen. Auf dem Tablet macht die

App dadurch allerdings eindeutig mehr Spaß

als auf kleineren Geräten.

Grundsätzlich unterscheidet die Präsentation

zwei Modi: Klimadaten-Ansicht und Vor-

In der Nacht-Ansicht werden, wenn Sie ganz rauszoomen, auch Sonne, Mond und Sterne sichtbar. Die Ansicht

kann natürlich in alle Richtungen gedreht werden, insgesamt erinnert alles sehr an Google Earth.

96 Android Magazin Mai/Jun 2014


PRO

Sehr beeindruckende Bilder und Animationen

Zuverlässige Datenquellen

Wetterbilder Wie im tV erstellen

KitKat Launcher

Mit MeteoEarth haben Sie eine abgespeckte Version

der Grafik-Software von TV-Studios zur Hand.

CONTRA

Einige Features nur mit Premium

Stromhungrig

hersage-Ansicht, zwischen denen mit einem

Button links oben umgeschaltet werden kann.

Die Klimadaten-Ansicht stellt das langjährige

Mittel dar. Sie können einen Slider von Januar

bis Dezember ziehen oder die Monate in einer

Animation durchlaufen lassen, und die App

zeigt mittlere Temperatur oder Niederschlag

für den ausgewählten Landstrich. Ein Wermutstropfen:

Für die Wassertemperatur muss

„MeteoEarth Premium“ dazu gekauft werden.

Noch mehr Premium

Das kostet zwar nur verschmerzbare € 1,59

für drei bzw. oder € 4,99 für zwölf Monate,

dennoch ist dies bei einer Bezahl-App ärgerlich.

Immerhin: Neben Wassertemperatur winken

weitere Features wie eine 5-Tage-Wettervorhersage

(statt nur 24 Stunden in der

regulären Version) und gleichzeitig der volle

Zugang zur anderen Premium-App aus dem

Hause Meteo - „WeatherPro“.

01 Temperatur Die Vorhersage-Ansicht legt eine animierbare Karte der nächsten 24h über den Erdball.

Sie können eine Pinnnadel setzen und die Entwicklung an einem Punkt beobachten.

TemPeRATuR, NiedeRsChlAg,

BewölkuNg, wiNd

Die zweite Ansicht neben den Klimadaten ist

die Vorhersage-Ansicht. Hier lassen sich Temperatur,

Niederschlag, Bewölkung, Wind und

einiges mehr für die kommenden 24 Stunden

(bzw. 5 Tage) per Schieber oder Animation darstellen.

Sowohl in der Vorhersage- als auch in

der Klimadaten-Ansicht lässt sich die Darstellung

auch auf 2D umstellen, was besonders bei

höheren Zoomstufen Sinn macht. Um auch aus

kleinen Bildschirmen das Optimum herauszuholen,

können Sie die Bedienelemente bequem

wegklappen und die Ansicht auf Vollbild stellen.

02 Wind Die Wind-Ansicht stellt die Windgeschwindigkeiten farblich dar. Besonders gut kommen

die Bilder im Vollbild-Modus zur Geltung. Auch die Buttons lassen sich wegklappen.

Fazit

Wer nur eine simple Wettervorhersage sucht,

ist hier falsch und bei Weather Pro besser aufgehoben.

Bei MeteoEarth geht es ganz um den

Genuss von Bild gewordenen Wetterdaten. Die

Bedienung ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase

recht bequem und die Bilder beeindrucken

- besonders auf einem möglichst

großen Tablet - durchaus. Schade nur, dass einige

Features der Bezahl-App nur durch einen

weiteren Premium-Kauf verfügbar sind.

«««««

Mai/Jun 2014 Android Magazin

03 Klima Temperatur und Niederschlag lassen sich auch im mittleren Jahresverlauf darstellen.

Hier wurde die Ansicht auf 2D gestellt, was bei vielen Darstellungen Sinn macht. 97


App-Tests

karriere.at

Jobs to Go kostenlos Android 2.3+ | Deutsch

Mit der App von karriere.at wird

die Jobsuche jetzt jederzeit und

überall ganz einfach. karriere.

at ist die größte Online-Jobbörse Österreichs

mit Angeboten aus dem qualifizierten

kaufmännisch-technischen Bereich.

Kein Wunder also, dass die rund 9.000 Jobs,

die laufend angeboten werden, auch über

eine App auf sich aufmerksam machen.

Das Service und die Anwendung stehen

Jobsuchenden natürlich völlig kostenlos zur

Verfügung, die karriere.at-App ist für die

neuesten Versionen von Android und iOS

optimiert. Sie geben einen Suchbegriff ein

und wählen die passende Kategorie, wobei

von „Assistenz“ bis „Wissenschaft“ alles

auswählbar ist, was irgendwie gesucht

wird. Sie bestimmen noch den Standort und

legen den Suchradius in Kilometern fest -

und schon finden Sie alle Jobangebote fein

säuberlich aufgelistet. Für den Fall, dass aktuell

nichts Passendes dabei ist, benachrichtigt

Sie die Job-Alarm-

Funktion auf Wunsch laufend

über neu eingestellte Jobs, die

zu Ihrer Suche passen.

Die App ist ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Ein Tipp auf das

Symbol rechts oben erstellt aus einer Suche einen „Job-Alarm“ - so

werden Sie über neue passende Jobs sofort benachrichtigt.

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Weiten des Internet

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Infos und können direkt zur Website

des Anbieters wechseln. Auch die

Social Media Plattformen kommen in

der App nicht zu kurz. Alle

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Preis vom Preisvergleich.

Übersichtlich und gut strukturiert, so finden Sie

jeden Deal und verpassen auch unterwegs nie

wieder eine gute Gelegenheit.

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Aufgerufen wird der

Sidebar Launcher

mit einem Swype

vom linken Display-

Rand, aber auch

der rechte Rand

lässt sich auf

Wunsch dafür

einstellen.

Sidebar Launcher

Alles unter einem Hut!

In diesem an sich kostenlosen

Launcher sind folgende Funktionen

verfügbar: Die zuletzt

verwendeten und die favorisierten Apps,

ein Gesprächsprotokoll, die letzten Kurznachrichten,

Funktionen wie Home, Back,

App-Drawer, Lautstärke, Menü uvm. sowie

Datum und Uhrzeit und schlussendlich die

Quicksettings für WiFi, Bluetooth, Flugmodus,

Helligkeit uvm. All diese Funktionen

sind in Funktionskarten untergebracht, die

jeweils die gesamte Bildschirmbreite einnehmen

und untereinander angeordnet

kostenlos Android 2.3+| Englisch

sind. Die Karten lassen sich nach Belieben

bestücken und im Launcher selbst horizontal

scrollen, falls sie mehr Symbole enthalten, als

am Bildschirm Platz finden. Nicht unterstützt

werden in der kostenlosen Version Shortcuts,

sowie ein Musik Controller Widget und ein

Akku-Widget. Jedes einzelne Widget können

Sie für 1,99 Dollar erwerben, alle drei für 2,99.

Dieser Launcher vereint so ziemlich alle Einstellungen

und Funktionen, die

für den alltäglichen Gebrauch

nötig sind, schön übersichtlich

in gut gegliederten Karten.

98

Android Magazin Mai/Jun 2014


Ihre App hier vorgestellt?

Schreiben Sie uns:

apps@cda-verlag.com

Marktplatz

APPS

Neues aus dem App-Dorf

Hotel Suche HRS (Neu)

Schnell und sicher Hotels finden

Mehr als 250.000 Hotels in 180 Länder sind an das

Buchungssystem von HRS angeschlossen. „Hotel

Suche HRS“ erspart Ihnen mit umfassenden Sortierund

Filterfunktionen die berühmte Suche nach der

Nadel im Heuhaufen. Per GPS ist auch eine Umkreissuche möglich.

Jedes Hotel wird umfassend mit Fotos und Videos vorgestellt. Daneben

helfen mehr als 5 Millionen Hotelbewertungen

anderer Gäste dabei, schnell die passende Unterkunft

zu finden. Bonus: Standardbuchungen sind bis um 18

Uhr am Anreisetag kostenlos stornierbar.

WeatherPro

Profi-Wetterbericht am Smartphone

Mit WeatherPro bekommen

Sie einen

detaillierten Blick

auf die vorherrschenden

und zukünftigen Wetterverhältnisse.

Zunächst bietet

die Anwendung im Standard-Modus

eine 7-Tages-Prognose für

den aktuellen Standort oder einen

beliebigen anderen Ort. Die kommenden

18 Stunden werden sogar

in einer dynamischen Ansicht dargestellt.

Zudem sind animierte Satelliten-

und Radarbilder verfügbar.

Erweitert wird die Ausstattung mit

innovativen Features wie hochauf-

lösenden Profikarten, Wetter-News,

Isobaren-Karten und vielem mehr.

Die App war nicht

umsonst Sieger im

Wetter-App-Test bei

Stiftung Warentest.

Schnopsn Online

Das beliebte Kartenspiel als App

Landwirtschaft-

Simulator 14

Grafik: shutterstock.com [iadams]

Mit dieser genialen App macht Schnapsen gleich

noch mehr Spaß. Sie spielen entweder gegen den

Computer (wobei 3 Spielstärken zur Auswahl stehen),

oder gegen einen menschlichen Gegner - per

Bluetooth oder übers Internet. Im Online-Modus können Sie den

Gegner selbst wählen, oder dessen Maximal/Minimalranking festlegen

und sich dann per Zufallsgenerator einen Spieler

zuweisen lassen, der zu Ihnen passt. Besonders ambitionierte

Schnapser können seit kurzem sogar Turniere

spielen, die jede Woche neu ausgeschrieben werden.

Im „Landwirtschafts-Simulator 14“ ist es Ihre Aufgabe,

einen virtuellen Bauernhof zu bewirtschaften.

Angefangen vom Dreschen von Getreide bis hin zum

Pflügen des Ackers und Säen von Saatgut müssen

Sie den verschiedenen Tätigkeiten eines Landwirtes nachgehen.

Technisch ist die App hervorragend umgesetzt: Umgebung und

Fahrzeuge werden in detailliertem 3D dargestellt.

Auch der wirtschaftliche Aspekt fehlt nicht: Nach Anbau

und Ernte müssen sie Ihre Produkte auf einem

dynamischen Markt verkaufen, um Erlöse zu erzielen.

99


Neue Games im Play Store

TOP10

DER NEUEN GAMES IM

PLAY STORE

Foto: shutterstock.com [Sergey Nivens]

100 Android Magazin Mai/Jun 2014


Neue Games im Play Store

1

Rätselhafte Raumerkundung, Teil 2 € 2,69 Android 2.3+| Deutsch

Eines der beliebtesten Genres für

Android sind nach wie vor Wimmelbildspiele,

einer der bekanntesten

Vertreter war im Vorjahr „The Room“. Und

auch in Teil 2 gilt es, das Rätsel eines Raumes

zu lösen – in einzelnen, kleinen Schritten.

The Room-Veteranen müssen sich betreffend

Steuerung nicht umgewöhnen: Gezoomt

wird nach wie vor mit zwei Fingern, einzelne

Objekte vergrößern Sie mit einem Doppel-

Touch. Insgesamt also alles sehr intuitiv, was

dem Spielspaß zugutekommt. Grafisch spielt

sich das ganze Szenario auf sehr hohem Level

2

The Room Two

Out There

Kevin allein im All

Rätsel

Was vor 25 Jahren süchtig

machte, funktioniert offenbar

auch heute noch: Der Arcade-

Klassiker R-Type II aus dem Jahre 1989 ist

nun auch für Android verfügbar. Ihre Aufgabe

ist einfach: In bester Retro-Manier

steuern Sie Ihr Raumschiff von links nach

rechts über den Bildschirm, im Optimalfall

ohne Kollision mit Feinden oder gegnerischen

Geschossen. Gelenkt wird auf

zwei Arten: Je nach persönlicher Präferenz

entscheiden Sie sich zwischen der Touch-

Steuerung und einem virtuellen Steuerab:

Der Raum selbst, wie auch die einzelnen

Gegenstände, sind detailliert und dreidimensional

gestaltet und warten mit einigen

Überraschungen auf. Dazu wird der ganze

Spaß von schaurig-schöner Musik untermalt,

was den Spannungseffekt verstärkt.

Der zweite Teil macht da weiter, wo

Nummer Eins aufgehört hat und dank intuitiver

Steuerung und kniffliger Rätsel

wird Ihnen dabei so schnell

nicht langweilig.

Rollenspiel

€ 3,59 Android 2.2+| Englisch

Der zweite Teil von „The Room“

macht da weiter, wo Nummer 1

aufgehört hat: Ein spannendes

Geheimnis will gelöst werden!

Planeten lassen sich vom Orbit oder direkt von der Oberfläche aus

erforschen. Ressourcen werden mit einem speziellen Bohrer gewonnen.

In „Out There“ schwingen Sie sich

ans Steuer eines kleinen Raumschiffes

und müssen dieses vom

Rand des Universums zurück in Ihnen bekannte

Gefilde manövrieren. Das Problem:

Ressourcen sind begrenzt, Nachschub ist

rar gesät. Also müssen unbekannte Planeten

ansteuern und chemische Elemente wie

Wasserstoff, Helium oder auch Metalle einsammeln,

um das Schiff am Laufen zu halten.

Unter diesen widrigen Umständen am

Leben zu bleiben, ist hart und erfordert mitunter

auch ein gehöriges Maß Glück. Vor allem

auch deshalb, weil der Spielablauf zufällig

generiert wird und somit kein Spielantritt dem

anderen gleicht. „Out There“ ist nämlich ein

waschechter „Rogue-Like“, sprich es gibt keine

Continues und bei einem neuen Spielantritt

beginnen Sie als Spieler komplett von vorne.

„Out There“ ist in vielerlei Hinsicht anders.

Kämpfe fehlen komplett, dafür macht Ihnen

das Weltall mit all seinen unvorhersehbaren

Gefahren das Leben

schwer.

3 R-TYPE II

Action

Side-Scrolling-Shooter im Retro-Kleid

€ 1,79 Android 2.3.3+| Deutsch

kreuz. Bei ersterer Variante lenken Sie Ihr

Raumschiff, indem Sie nach oben bzw. unten

über das Display streichen. Auch Schießen ist

möglich: Auf der rechten Bildschirmseite sind

virtuelle Buttons für Ihre Waffen verfügbar.

R-Type II bringt richtiges Retro-Feeling auf

Ihr Smartphone. Klar, das Spiel kann grafisch

und in Bezug auf das Gameplay nicht mit

aktuellen Top-Titeln konkurrieren, das tut

dem Spielspaß aber keinen

Abbruch.

Fans klassischer Weltraum-Shooter können mit dem Side-Scrolling-Shooter

„R-Type 2“ mit Sicherheit nichts falsch machen!

Mai/Jun 2014 Android Magazin

101


Neue Games im Play Store

4 Magnetized

Action

Geschicklichkeit trifft Durchhaltevermögen

€ 2,21 Android 2.2+| Englisch

Durchhaltevermögen ist angesagt, wenn man die Funktion des Spiels

erkunden möchte. Denn der erste Eindruck ist nicht vertrauenerweckend.

5

Colin McRae Rally

130 Kilometer rasen und driften

In diesem Geschicklichkeitsspiel

geht es darum, ein kleines

Quadrat auf einen Parcours ins

Ziel zu lenken. Dabei ist genau dieses Lenken

die Kunst. Eine Abzweigung im rechten

Winkel schaffen Sie nämlich nur, indem Sie

das Quadrat via Magnet aus der normalen

Bahn ziehen. Dabei ist Fingerfertigkeit gefragt.

Denn das Quadrat gerät in den Einfluss

des nächstliegenden Magneten, wenn

Sie auf diesen tippen. Und es bleibt so lange

in dessen Einfluss, solange Sie den Finger

auf dem Display halten. Lassen Sie los,

Sport

€ 2,69 Android 3.0+| Deutsch

löst sich der magnetische Einfluss und das

Quadrat läuft geradeaus weiter. Zu wenig

getippt bedeutet also, dass der Winkel zu

gering ist, zu lange getippt und das Quadrat

beschreibt eine Kurve, die größer als 90 Grad

ist. Das Schwierige dabei: Sie müssen weitere

Quadrate auf Ihrem Weg einsammeln.

Optisch gibt sich Magnetized karg, aber das

Spielprinzip ist neu und erfordert etwas Geduld.

Belohnt wird diese mit

hohem Unterhaltungswert.

Die Mobilversion des bekannten

PC-Spiels enthält rund 130 km

Strecke, die eine Art „Best of“ der

PC-Titel darstellen. Das gilt auch für die vier

Fahrzeuge, die die Herzen von Rallye-Fans

höher schlagen lassen. Sie dürfen Ihre Rennen

mit einem Subaru Impreza, einem Mitsubishi

Lancer Evolution VI und einem Lancia

Stratos absolvieren. Neben normalen

Rennen können Sie Ihr Glück auch an komplizierteren

Kampagnen versuchen, die Sie

auf verschiedenen Strecken gegen diverse

Kontrahenten antreten lassen. Thumbstar

Games realisiert Colin McRae Rally in einer

durchaus brauchbaren 3D-Engine. Die diversen

Fahrzeuge und die Strecken erscheinen

sehr realistisch, ein Grafikkracher ist

das Spiel trotzdem nicht. Die Steuerung des

Spiels funktioniert problemlos, Drifting und

Schadensmodell sind sehr realistisch.

Trotz aller technischer Schwächen ist und

bleibt Colin McRae Rally ein Must have

für alle Fans rasanter Autorennen.

Leider genehmigt sich das Game immer wieder mal mehrere Sekunden

dauernde Nachdenkpausen, in denen Spieldaten nachgeladen werden.

6 QuizUp

Rätsel

Süchtigmachende Wissensvermittlung

kostenlos Android 4.0.3+| Englisch

„SO MÜSSEN QUIZ-SPIELE SEIN!“

Seit dem Erfolg von Quizduell

wissen wir: Quiz-Spiele machen

gegen Freunde oder generell

menschliche Mitspieler mehr Spaß,

als alleine. Auf dieses bewährte Erfolgsrezept

setzt auch QuizUp, allerdings bietet

es Echtzeit-Duelle, aktuelle Fragen aus

über 400 Frage-Kategorien sowie ein motivierendes

Level- und Erfolge-System. Die

Kategorien erstrecken sich von breit gefächert

(etwa Allgemeinwissen, Europäische

Geschichte, Mathematik, oder Flaggen-Erkennen)

bis zu sehr eng gefasst. Einer der

größten Pluspunkte von QuizUp ist die technische

Umsetzung der App.

QuizUp ist für uns die beste Quiz-App und in

vielerlei Hinsicht dem exzellenten Quizduell

überlegen. Dank hervorragender Technik,

motivierendem Level-System und ständigem

Fragen-Nachschub unterhält QuizUp

auf hohem Niveau. Doch Vorsicht: Da die

App komplett in Englisch vorliegt, werden

sehr gute Englischkenntnisse

zwingend vorausgesetzt.

Die Benutzerober-

fläche von QuizUp

ist aufgeräumt

und modern, die

technische Umset-

zung hervorragend.

Manchmal sind

auch Bilder dabei.

102 Android Magazin Mai/Jun 2014


Neue Games im Play Store

7 94 Sekunden Rätsel

Stadt, Land, Fluss für unterwegs

Die App bietet drei

Joker und mehr als 15

verschiedene Kategorien.

Außerdem gibt es weitere,

exklusive Kategorien, für

eine Anmeldung mit einem

Facebook-Account .

kostenlos Android 2.2+| Deutsch

Chemisches Element mit T, Obstart

mit J, Fisch mit R, Säugetier mit N:

Stadt, Land, Fluss auf dem Smartphone,

das bietet diese App. Allerdings haben

Sie nur 94 Sekunden Zeit um möglichst viele

richtige Begriffe zu erraten bzw. zu wissen.

Die müssen Sie dann auch möglichst schnell

eintippen. Schnellschreiber haben somit

einen Vorteil, wenngleich Rechtschreib- und

Tippfehler im Rahmen des Möglichen von der

App toleriert werden. Für jede richtige Antwort

bekommen Sie danach einen Punkt, für

schwierige Fragen gibt es sogar zwei.

Und wenn Ihnen einfach mal partout kein Begriff

mit dem geforderten Anfangsbuchstaben einfallen

will – auch kein Beinbruch, Sie schieben einfach

den Begriff. Das kostet allerdings drei Punkte.

Darüber hinaus stehen drei Joker zur Verfügung.

Mehr als 15 Kategorien – was will man mehr.

Das Spannungsmoment wird außerdem durch

die knappe Zeitvorgabe und die Möglichkeit

des Teilens hochgehalten. So trivial die Idee

ist, so gut ist sie jedenfalls umgesetzt.

8 Smash Hit Action

Clockwork Orange lässt grüßen!

Hat man ein Hindernis nicht getroffen, knallt man unweigerlich

rein – und das wird mit schmerzlicher Munitionsreduktion bestraft.

kostenlos Android 2.3+| Deutsch

In „Smash Hit“ schlägt der Spieler

tonnenweise Glas zu Bruch,

während im Hintergrund chillige

Ambient-Musik spielt. Zunächst aber wartet

auf den Spieler eine Überraschung: Ausweichen

ist nicht. Stehenbleiben auch nicht.

Er zieht ganz von selbst mit gleichmäßiger

Geschwindigkeit durch eine blass gefärbte,

surreale 3D-Landschaft. Dabei stellen sich

ihm verschiedene bewegliche gläserne Hindernisse

in den Weg - Glaspaneele, sich

drehende Doppelhelixen und allerlei anderes

durchsichtiges, aber knallhartes Zeug. Diese

Hindernisse gilt es rechtzeitig aus dem Weg

zu schaffen, bevor man reindonnert. Dazu

stehen Kugeln zur Verfügung, die der Spieler

werfen kann, um die gläsernen Hürden zu

zertrümmern. Da sich der Spieler und die Hindernisse

in ständiger Bewegung befinden, ist

dafür Geschick und präzises Timing nötig.

„Smash Hit“ macht vor allem wegen der

smoothen Musik Spaß, die das zerstörerische

Geschehen hinterlegt - Frustrationstoleranz

vorausgesetzt.

9 Detective Grimoire

10

Ein abgelegener Sumpf wird in diesem Point&Click Adventure über

Nacht zum Mordfall. Ein aus der Hauptstadt entsandter Kommissar

stellt fest, dass die Anwesenden die Schandtat auf ein legendäres

Monster schieben, das seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde.

Detective Grimoire unterscheidet sich von anderen Genrevertretern insofern,

als Sie nicht auf das Antippen und

Aufsammeln von Gegenständen beschränkt

sind. Die in der Landschaft

herumstehenden Personen warten

nur darauf, von Ihnen angequatscht

zu werden. Detective Grimoire ist ein

Point&Click-Adventure, das selbst extreme

Hasser des Genres binnen kürzester

Zeit in seinen Bann zieht.

Doodle Kingdom HD

Gott ist mit der Entwicklung der Erde nicht zufrieden. Aus diesem

Grund schreitet er in diesem Puzzle-Spiel zum System-Reset. Das

Resultat ist eine neue Welt, in der Magie eine weitaus größere Rolle

spielt. Das an alten alchemistischen Legenden angelehnte Spiel fordert Sie zum

Finden neuer Elemente heraus. Dazu müssen Sie die bestehenden Materialien

sinnvoll kombinieren – jeder Erfolg

versorgt Sie mit weiteren Grundstoffen,

die Sie zum Weitersuchen verwenden

können. Doodle Kingdom

ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Die

Verbindung zwischen den Puzzle- und

den Actionelementen erschließt sich

nicht auf den ersten Blick. Trotzdem

macht das Spiel jede Menge Spaß.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

103


Threes!

Threes!

Text: Harald Gutzelnig

AUCH MIT THREES! KÖNNEN SIE EINE „NUMMER

SCHIEBEN“, ABER IN DIESEM SPIEL IST NICHT IHRE

LIBIDO GEFRAGT, SONDERN IHR KÖPFCHEN!

Preis € 1,43

Android 4.0+

Sprache Englisch

Threes! ist eine Puzzle-App, von der Sie nicht

mehr so schnell loskommen werden – so viel

können wir vorab schon mal verraten. Das

muss ja was ganz Besonderes sein, denken

Sie? Ist es auch!

Dass ein Schiebepuzzle ein Hype wird, ist

nicht sehr wahrscheinlich. Dieses Puzzlespiel

ist aber die Ausnahme. Das Spielprinzip ist nicht

kompliziert und wird in einem Tutorial bestens

erklärt: Auf einem Spielfeld mit 4 mal 4 Spielfeldern

müssen Zahlenfelder zusammengeschoben

werden. Dabei dürfen Sie - bis auf eine

Ausnahme - immer nur angrenzende Felder

mit gleichen Zahlen übereinander schieben.

Deren Wert verdoppelt sich daraufhin.

Allerdings sind zu Beginn eines Spiels nur

einige der Felder belegt, und dies auch nur mit

den Zahlenfeldern 1, 2 und 3. Dabei sind die

Felder mit der Zahl 1 blau und jene mit der 2

rot gefärbt. Alle anderen sind weiß. 1 und 2

bilden die Ausnahme der vorhin erwähnten

Regel, denn auch diese beiden lassen sich zusammenführen.

Sie schieben also eine 1 über

eine 2 und heraus kommt eine 3. Ab der 3 lassen

sich aber tatsächlich nur mehr gleichwertige

Felder vereinen und somit verdoppeln.

Nummern schieben, mal anders

Dabei ist dieses „Zusammenschieben“ nicht

ganz so einfach, wie es klingt. Sie müssen dabei

in einer der vier möglichen Richtungen über

das Spielfeld wischen. Dabei rutschen aber

alle Steine des Spielfeldes eine Position in die

Wischrichtung, außer sie werden an die Wand

Das Spielprinzip ist einfach: die Werte

von gleichwertigen Spielsteinen durch

Übereinanderschieben verdoppeln.

DIESES PUZZLE-SPIEL IST

EIN EINZIGES LEGALES

SUCHMITTEL!

Alle absolvierten Spiele werden protokolliert. Sie

können die Spielstände auch mit anderen teilen.

Sind alle Felder am Spielbrett belegt, wird abgerechnet.

3090 Punkte sind schon mal ganz gut.

104 Android Magazin Mai/Jun 2014


Threes!

3 WICHTIGE TIPPS

Mit diesen Strategien sollten

Sie Ihren persönlichen

Highscore toppen können.

3.090 Punkte mögen viel erscheinen, im Vergleich mit

den Besten, ist das aber noch sehr wenig.

PRO

CONTRA

Langzeitmotivation, Suchtgefahr

Professionelle Aufmachung

Das Spiel saugt relativ viel Akku

Beenden-Button nicht vorhanden

gedrückt. Dort nämlich werden sie aufgehalten.

Werden bei diesem Vorgang zwei gleiche

Zahlen in dieselbe Richtung geschoben und der

äußerste Steine steht bereits am Rand, dann

werden die beiden übereinandergelegt und

verdoppeln dabei ihren Wert. Aus zwei Dreien

wird so eine Sechs, aus zwei Sechsen eine

Zwölf etc. Ihr Ziel ist es, möglichst hohe Werte

zu erzielen z.B. einen Stein mit dem Wert 48

oder 96, oder noch besser 192 oder gar 384.

Mit 384 sind Sie schon gut dabei, dazu

brauchen Sie schon viel Kombinationsgabe

und Glück. Denn ein Handicap kommt noch

hinzu: Nach jedem Zug wird ein leeres Feld am

Spielbrett besetzt, entweder mit einer Eins,

einer Zwei oder einer Drei oder Sechs. Ganz

oben, in der Mitte des Spielfeldrands sehen

Sie, welcher Stein als nächster kommt. Das

ist hilfreich, auch wenn Sie keine Ahnung haben,

wohin er gesetzt wird. Irgendwann ist das

Spielbrett jedenfalls voll und kein weiterer Zug

mehr möglich. Dann wird abgerechnet. Sie bekommen

für einen 6er-Stein zum Beispiel 9

Punkte, für einen 12er gibt es 27 und für einen

192er-Stein werden Ihnen gar 2.187 Punkte

Die besten Spieler einer Woche schaffen immerhin an

die 90.000 Punkte.

gutgeschrieben. Die Anzahl der Punkte nimmt

also exponentiell mit den Werten der Steine zu

(Basis 3, Exponent erhöht sich jeweils um 1).

Schnell kapiert

Das alles klingt ein wenig kompliziert, aber das

Spielprinzip haben Sie mit Sicherheit nach fünf

Minuten Tutorial kapiert und dann kann es losgehen.

Ein Spiel nach dem anderen , und noch

eines und noch einmal. Man kann einfach nicht

mehr aufhören. Die Grafik, die Musik, die Animationen

– alles sehr professionell und in der

Tat auch von Profis gemacht.

IN 30 SEKUNDEN KAPIERT,

NACH 30 STUNDEN IMMER

NOCH SPANNEND - GARANTIERT

Über Google Play Games können Sie sich auf

Wunsch mit anderen Spielern vergleichen und

Ihre Spielstände mit ihnen teilen.

Fazit

In 30 Sekunden kapiert, nach 30 Stunden noch

immer spannend – garantiert! Diesem Motto

folgt diese App, wie kaum eine andere. Zwar ist

sie nicht kostenfrei, aber die rund 1,50 Euro ist

dieses legale „Suchtmittel“ allemal wert. Immerhin

verzichtet der Hersteller auf weitere

In-App-Käufe.


Auch kleine Zahlen

verschieben

Die kleinen Zahlen sollten

Sie nicht aus den Augen

verlieren. Es sind ja gerade

die kleinen Werte,

die am Ende das Brett

blockieren. Also, wenn

möglich, die Einsen und

Zweien möglichst schnell

addieren. Dann erst widmen

Sie sich den großen

Zahlen.

Vorschau aktivieren

Das Spiel verzeiht keinen

Fehler. Sprich, Sie können

keinen Zug zurücknehmen.

Aber Sie können

über eine Art Vorschau

einen Zug bewerten. Dazu

ziehen Sie die Steine ein

wenig in die gewünschte

Richtung, lassen dabei

aber nicht los. Nun können

Sie die Auswirkungen

des Zugs erkennen, ohne

dass dieser getätigt wird.

Neue Spielsteine

Neue Spielsteine erscheinen

immer in Reihen, die

sich im letzten Zuge bewegt

haben. Wenn dies

z. B. nur eine einzige Reihe

ist, weiß man, dass

der neue Stein dort erscheinen

wird. In der Vorschau

oben ist auch zu

sehen, ob als nächstens

ein blauer Stein kommt

(1), ein roter (2) oder ein

weißer.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

105


Charts

SPIELE

TOOLS

Auf die Bewertungen im Play Store ist leider

kein hundertprozentiger Verlass. Deshalb kürt

unsere Redaktion alle zwei Monate in 15 Kategorien

die Apps, die uns am besten gefallen.

Der Aufsteiger

Quizduell

kostenlos| Android 2.1+ | Deutsch

Quizduell, die Entwicklung

eines schwedischen

Brüderpaares

(siehe Interview in diesem

Heft) hat zuerst Skandinavien,

dann Deutschland im Sturm erobert.

11 Millionen Deutsche sollen

derzeit mehr oder weniger regelmäßig

Quizduell spielen. Das Spiel

lässt Sie Fragen aus 20 Kategorien

beantworten. Dabei messen Sie

sich mit einem Gegner übers Internet.

Der Gewinner erntet

Punkte und steigt

damit im Ranking auf.


Der Absteiger

Öffi

kostenlos|Android 2.2+ | Deutsch

Wir vergeben diesen Platz

mit schwerem Herzen:

Öffi ist der Veteran unter

den Navigations-Apps für

öffentliche Verkehrsmittel. Es ist für

manche Orte immer noch die erste

Wahl, weil es eine sehr große Zahl an

regionalen Verkehrsdaten aufnimmt,

die in keiner anderen App zur Verfügung

stehen. Die Entwicklung des

Interfaces und der Bedienung stagniert

aber seit längerem, besonders

die exakte Adresseingabe

erweist sich oft

als Ärgernis.


1

Threes!

€ 1,43 |A 4.0+ | Englisch

Ein Zahlen-Knobelspiel,

gestaltet mit

viel Liebe zum Detail.

Auf einem 4x4-Raster

werden Zahlen reihen- oder spaltenweise

verschoben und addiert.

Ziel: Durch Verschieben möglichst

hohe Zahlenwerte erreichen.

2

QuizDuell

kostenlos |A 2.1+ | Deutsch NEU

Mit Quizduell können

Sie sich in 20 Wissenskategorien

mit

Gegnern aus dem

Netz messen. Ganz im Stil von

„Wer wird Millionär“ bekommen Sie

immer vier Antwortmöglichkeiten.

3

Plants vs Zombies 2

kostenlos |A 2.3+ | Deutsch

Im lang erwarteten

Nachfolger

des kultigen Erstlings

gilt es mit

allerhand gefährlicher Pflanzen

eine Zombie-Invasion zu

stoppen. Absolut empfehlenswert!

4

Angry Birds

Star Wars 2

kostenlos |A 2.3+ | Englisch

Die Fortsetzung des

Angry-Birds-Hits

nicht nur für Star-

Wars-Fans. Bombardieren

Sie wieder mal die bösen

Schweine mit Federvieh.

5

Temple Run 2

kostenlos |A 2.1+ | Englisch

NEU

Der Nachfolger des

beliebten Endless-

Runners überzeugt

mit toller Grafik und

abwechslungsreichen Strecken.

Einer der besten des Genres.

1

SanDisk

Memory Zone

kostenlos |A 2.2+ | Deutsch

Übersichtliche Verwaltung

des internen

Speicherplatzes

sowie von

Onlinespeichern wie Dropbox,

Google Drive und Co.

2

Switchr

€ 1,45 |A 2.1+ | Englisch

Kleines Helferlein,

das es dem Anwender

ermöglicht,

unkompliziert

mit einem einfachen Wisch

zwischen mehreren geöffneten

Tasks zu wechseln.

3

AVG Memory

Cleaner

kostenlos |A 2.1+ | Deutsch

Lahmende Handys

können wieder

neuen Schwung

bekommen, wenn

mal der Speicher kräftig leergefegt

wird. Diese App sorgt für

den nötigen Platz.

4

SkipLock

kostenlos |A 4.0+ | Englisch

SkipLock erspart es

Anwendern, wirklich

immer den Lockscreen

per Passwort

freizugeben. Ist das Gerät

etwa mit einem bekannten

Netzwerk verbunden, entfällt

dieser Schritt.

5

JuiceDefender

kostenlos| variiert| Deutsch

=

=

=

=

=

Leistungsfähiges

Tool, das den Akkuverbrauch

optimiert.

Verlängert die Akkulaufzeit,

indem es die starken

Stromverbraucher verwaltet.

106 Android Magazin Mai/Jun 2014


Charts

PERSONALISIERUNG GRAFIK & FOTO MUSIK & AUDIO MEDIEN & VIDEO SOZIALE NETZE

1

Go Launcher EX

kostenlos |A 2.0+ | Deutsch

Eine der populärsten

Launcher Anwendungen

mit ansprechenden

Themes,

ausgefallenen Übergangseffekten,

schnellem Bildlauf und in

der Größe änderbaren Widgets.

2

Beautiful Widgets

kostenlos |A 2.0.1+ | Deutsch

Erweitert Ihre Widgetlist

um viele

weitere stylische

Widgets. Bietet

unterschiedliche Widget-Typen

und Styles, wie z.B. Wetteranzeige,

neue Uhr und Akkuladestand.

3

Everything Me

Launcher

kostenlos |A 4.0+ | Deutsch

Die App personalisiert

die Oberfläche des

Smartphones in dynamischer

Weise. Sie

passt sich sogar dem individuellen

Tagesverlauf an.

4

Erstellt gesprochene

Klingeltöne aus eingetippten

Texten. So

können Sie z.B. Klingeltöne nach

dem Muster „Hallo Schatz, ich

bins!“ personalisieren.

5

Type your

Ringtone

€ 0,73 |A 3.0+ | Englisch

KitKat Launcher

kostenlos |A 2.3+ | Englisch

=

=

NEU

NEU

Bildhübscher

und pfeilschneller

Launcher für

jedes Android-

Gerät. Dank vieler Optionen und

Oberflächen-Variationen umfassend

personalisierbar.

1

2

Camera Zoom FX

€ 1,99 | A 1.5+ | Deutsch

Kamera Zoom FX

beeindruckt mit

vielen Features,

wie Effekten und

Filtern. Sogar ein Bildstabilisator

ist integriert - die kompletteste

Foto-App im Play Store.

3

Bitstrips

kostenlos | A 2.2+ | Englisch NEU

Sag es mit Cartoons.

Mit Bitstrips

erzeugt der

Anwender eigene

Comics, die sich anschließend in

Facebook posten lassen. Nette

Spielerei mit hohem Spaßfaktor.

4

Instagram

kostenlos | A 2.2+ | Deutsch

Mit dieser beliebten

App lassen

sich Fotos mit

Hilfe zahlreicher

Effekte künstlerisch verfremden

und über alle bekannten

sozialen Netzwerke mit Freunden

teilen.

5

Pixlr Express

kostenlos | A 2.2+ | Englisch

Repix

kostenlos | A 4.0+ | Deutsch

=

Dank ständiger

Verbesserungen

hat sich Pixlr Express

nach oben

vorgekämpft. Sage und schreibe

600 Effekte, Overlays und Rahmen

sprechen für sich.

=

=

=

=

Dieser kleine Fotoeditor

verfügt über

wirklich überzeugende

Bearbeitungswerkzeuge,

mit denen

sich Fotos effektiv aufhübschen

lassen.

1Power Amp 1MX Player 1Seesmic

kostenlos |A 2.1+ | Englisch

Enthält einen manuell

einstellbaren

Equalizer inklusive

Presets sowie separatem

Bass und Höhenregler

und unterstützt die Formate

MP3, MP4, M4A, FLAC oder TTA.

Dank des umfangreichen

Musikangebotes

im Play Store

ist die zugehörige

App eine Empfehlung wert. Vor

allem Design und Bedienung

wissen zu gefallen.

kostenlos |A 2.1+ | Englisch kostenlos |A 1.5+ | Englisch

= =

Dieser Videoplayer

kann mit beinahe

allen Videoformaten

etwas anfangen.

Dabei nutzt er sogar alle vorhandenen

Prozessorkerne, was der

Abspielqualität zugutekommt.

Mit Seesmic verwalten

Sie die Meldungen

verschiedener

sozialer Netzwerke

übersichtlich in einer einzigen Anwendung.

So sind Sie immer auf

dem aktuellsten Stand.

2Google Play Music 2Theke

2Foursquare

kostenlos |A 2.2+ | Deutsch

Mit Spotify hat

man Zugang zu

Millionen Titeln bekannter

Künstler

und Bands - einfach die Applikation

starten und die Songs online

streamen.

kostenlos |A 2.2 | Deutsch

Übersichtliche Alternative

zur offiziellen

ZDF-Mediathek-App.

Durch

einen Klick auf das Play-Icon öffnet

Theke das Video als Stream

im vorinstallierten Mediaplayer.

kostenlos |A 1.6+ | Englisch

Soziales Netzwerk,

bei dem es darum

geht, seinen Standort

mitzuteilen.

Dank Gaming-Elementen eine

sehr motivierende Mischung aus

Spiel und Netzwerk.

3Spotify

3TVGo Live TV 3Google+

kostenlos |A 2.1+ | Deutsch

=

=

=

Ob Musik, Sport,

Nachrichten oder

aktuelle Ereignisse,

diese App bietet

über 50.000 Radiostationen und

1,2 Millionen Sendungen. Da ist

für jeden was dabei!

kostenlos |A 2.3 | Englisch

Mit „TVGo Live TV“

empfangen Sie

über 200 internationale

TV-Kanäle

auf Ihrem Smartphone. Die App

streamt diese nicht nur über

WLAN, sondern auch über 3G.

Magisto erstellt

aus ausgewählten

Fotos und Videos

und Musik innerhalb

weniger Minuten geschnittene

Video-Präsentationen.

kostenlos |A 2.1+ | Englisch

Einfache Bedienung

steht bei Google+

an erster Stelle. Die

Frontpage ermöglicht

den Zugriff auf die 4 Hauptfunktionen

des Netzwerks: Circles,

Stream, Huddle und Fotos.

4TuneIn Radio 4Magisto-Magischer

4Threema

kostenlos |A 1.6+ | Deutsch Video Editor

=

kostenlos |variiert | Deutsch

5Hi-Q MP3 5

Recorder

kostenlos |A 1.6+ | Englisch

=

Mit dieser App lässt

sich das Handy als

Aufnahmegerät

verwenden. Aufgenommen

werden in der Lite-

Version max. 10 min mit max.

128 Kbit.

AllCast

kostenlos | A 4.0+ | Englisch

=

=

NEU

=

Besitzer von

Smart-TVs der

Marken Samsung

und Panasonic,

können mit dieser App Multimedia-Inhalte

vom Smartphone

direkt auf dem Fernseher

anzeigen.

€ 1,60 |A 4.0+ | Deutsch

Die sicherste

WhatsApp-Alternative.

Threema

greift auf Wunsch

nicht auf Ihr Telefonbuch zu und

verschlüsselt alle Nachrichten

so, dass sie nicht einmal für die

Macher der App lesbar sind.

5

Hangouts

kostenlos | A 2.3+ | Deutsch

=

=

NEU

Google verpasst

„Talk“ ein neues Gesicht.

Mit Hangouts

können Sie telefonieren,

Nachrichten und Dateien

verschicken und sogar Videokonferenzen

abhalten.

Mai/Jun 2014 Android Magazin

107


Charts

NAVIGATION NACHRICHTEN SPORT & FITNESS GESUNDHEIT

1

Google Maps

kostenlos | variiert | Deutsch

Die auf Android-Smartphones

vorinstallierte App

bietet neben einer

Weltkarte auch noch ein praktisches

Navigationsfeature mit

vielen nützlichen Extras.

Durch die Eingabe

Ihres Zielortes erscheint

auf Ihrem Display

eine dreidimensionale

Straßenkarte, welche Sie

jederzeit durch eine andere Art

der Ansicht ersetzen können.

1Google Play Kiosk 1Runtastic

1Noom -

kostenlos |A 2.2+ | Englisch kostenlos |variiert | Englisch Die Abnehm App

Die News-App

Google Currents

ist inzwischen Geschichte.

Natürlich

hat Google den Anwendern

einen würdigen Ersatz zur Seite

gestellt: Google Play Kiosk.

Die App hilft, das

Training zu planen

und durchzuführen.

Einfach die Sportart

auswählen und die App misst alles,

was es zu messen gibt, auch

die verbrauchte Energie.

2Navigon Europe 2News Republic 2Nike Training Club 2Hydro

€ 59,95 |A 1.6+ | Deutsch

3TomTom

3

Navigation

€ 59,99 |A 2.2+ | Deutsch =

Auch TomTom hat

seit kurzer Zeit ein

umfangreiches Offline-Navi

im Angebot,

das jedoch noch nicht auf

allen Geräten funktioniert.

4

Citymapper

Routenplaner

kostenlos |A 2.3+ | Deutsch NEU

Die Stadt-Navigationsapp

ist seit kurzem

auch für Berlin

verfügbar. Intuitive

Bedienung, Echtzeit-Verbindungsinformationen

und eine

aufgeräumte Oberfläche gefallen.

5Öffi - ÖPNV

kostenlos |A 1.6+ | Deutsch

Diese App widmet

sich den öffentlichen