Emissionsflut - EXtra-Magazin

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ETF-Emissionsflut

Emissionsflut – welche ETFs

wirklich Sinn machen!

Die Zahl an neuen ETFs wächst in atemberaubendem Tempo. Da fällt es schwer, den Überblick zu

behalten. Wir stellen Ihnen die interessantesten Neuheiten der vergangenen Monate vor.

Alle Achtung! Deutschland ist mittlerweile

zum weltweit zweitgrößten Markt

für Exchange Traded Funds aufgestiegen.

Einem Branchenbericht des

US-Vermögensverwalters BlackRock

zufolge lag das in ETFs investierte

Vermögen hierzulande zu Jahresbeginn

bei fast 70 Milliarden Euro. Nur

noch in den USA sind mehr Gelder in

Indexfonds angelegt. Ebenso bemerkenswert

ist, wie rasant das Angebot

zunimmt. Noch vor zwei Jahren waren

lediglich knapp 300 ETFs gelistet. Mittlerweile

sind es schon mehr als 700.

Die Emissionswelle rollt

In den ersten drei Monaten des laufenden

Jahres ist die Zahl der Emissionen

geradezu explodiert. 166 neue ETFs

wurden nach einer Auswertung des

EXtra-Magazins in diesem Zeitraum

zum Handel zugelassen. Mit Blick auf

die wachsende Angebotsvielfalt stellt

sich die Frage, mit welchen Produkten

die Gesellschaften die Investoren überzeugen

möchten. Wir haben den Markt

gescannt und stellen die wichtigsten

Trends und Neuheiten vor.

MSCI-Indizes sind „in“

In der Aktien-Kategorie fällt auf, dass

zahlreichen neuen ETFs Indizes aus

dem MSCI-Universum zugrunde liegen.

Dazu gehören zum Beispiel der

MSCI Switzerland, der MSCI Nordic

oder der MSCI Brazil. Insbesondere

der französische Anbieter Amundi zeigte

sich hierbei emsig. Die Gesellschaft

ist aus der Zusammenführung der Asset-Management-Einheiten

der Pariser

Großbanken Crédit Agricole und Société

Générale entstanden.

4 Mai 2010

Im Fokus: MSCI Germany

Ein echtes Pionierprodukt ist der

Amundi MSCI Germany ETF. Denn

wer bisher den deutschen Aktienmarkt

per Indexfonds ins Depot nehmen wollte,

konnte dies nur über DAX- oder

MDAX-ETFs tun. Insbesondere auf

den DAX hat fast jeder große Anbieter

mittlerweile einen Indexfonds am Laufen.

Allerdings ist die Indexsystematik

des DAX nicht unumstritten. Skeptiker

kritisieren, dass der Leitindex der

Deutschen Börse die Breite und Vielfalt

der deutschen Wirtschaft mit lediglich

30 Index-Unternehmen nur unzureichend

abbildet. Tatsächlich sind einige

wichtige Branchen wie etwa der Maschinenbau

kaum vertreten, während

der Finanzsektor für so manchen Geschmack

überrepräsentiert ist.

Gelungene Alternative

Der MSCI Germany ist mit rund 60

Titeln dagegen fast doppelt so breit

aufgestellt. Außerdem strebt der Indexanbieter

MSCI Barra an, Länder, Regionen

oder Branchen möglichst realitätsnah

wiederzugegeben. Zu diesem

Zweck sind MSCI-Indizes bestrebt,

mindestens 85 Prozent des jeweiligen,

um den Streubesitz angepassten

Marktes abzudecken. Von daher stellt

der MSCI Germany ETF eine gelungene

Investmentalternative für den deutschen

Aktienmarkt dar. Ähnliches gilt

für die ebenfalls von Amundi neu angebotenen

MSCI-Branchen-ETFs. Bisher

basierten europäische Branchen-ETFs

vor allem auf den Sektor-Indizes der

DJ-Stoxx-600 beziehungsweise der

DJ-Euro-Stoxx 600-Reihe. Nun hat

auch hier die Auswahl durch neue Indexfonds

wie den MSCI Europe Banks

ETF oder den MSCI Europe Healthcare

ETF zugenommen.

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