Emissionsflut - EXtra-Magazin

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Mit ETFS in asien investieren

Reizvolles Fernost

In Asien läuft die Wirtschaft wieder auf Hochtouren. Neben China bieten auch Länder wie Südkorea,

Taiwan oder Malaysia Investoren interessante Perspektiven.

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt:

„Wasser kann das Boot tragen,

Wasser kann das Boot aber auch versenken.“

Besser lässt sich die konjunkturelle

Situation im Reich der Mitte derzeit

nicht beschreiben. Einerseits wird

China von einer gewaltigen Wachstumswelle

vorangetragen. Um sage

und schreibe 11,9 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt

im ersten Vierteljahr

emporgeschnellt – das war der stärkste

Zuwachs seit knapp drei Jahren.

Die Industrieproduktion legte sogar um

18,1 Prozent zu.

Gefährliches Fahrwasser

Auf der anderen Seite droht China, angepeitscht

von der stürmischen Konjunktur,

in gefährliches Fahrwasser zu

geraten. Zwar bewegt sich die Inflation

noch auf vergleichsweise moderatem

Niveau. Trotzdem scheint man sich in

Peking ernstlich Sorgen zu machen,

dass die Volkswirtschaft leckschlägt.

So hat die Zentralregierung vor kurzem

beschlossen, die Mindestanzahlung

für den Kauf von Zweitwohnungen von

40 auf 50 Prozent anzuheben, um die

Spekulationen am haussierenden Immobilienmarkt

einzudämmen.

Angst vor Kreditblase

Gleichzeitig geht die Angst vor einer

Kreditblase um. Um die Wirtschaft am

Laufen zu halten, hat China während

der Krise die Auflagen für Kreditgeschäfte

gelockert. Die Folge war ein

extremer Anstieg des Kreditvolumens

chinesischer Banken. Weil viele Ausleihungen

ohne eingehende Bonitätsprüfung

vergeben wurden, hat das Risiko

von Abschreibungen auf faule Kredite

zugenommen. Verschärfend kommt

hinzu, dass die Eigenkapitalausstattung

der meisten Institute infolge der

mit Krediten aufgeblähten Bilanzen gefährlich

dünn geworden ist.

Flaute an China-Börsen

Aufgrund dieser Unsicherheiten, zu

denen auch der anhaltende Aufwertungsdruck

auf den Renminbi gehört,

überrascht es nicht, dass die Kursentwicklung

chinesischer Aktien zuletzt

eher enttäuschend verlief. Schon seit

Monaten befindet sich der CSI-300 -Index,

der die 300 größten festlandchinesischen

Aktien – also Unternehmen

die in Shanghai oder Shenzhen gelistet

sind – umfasst, in einer Seitwärtsbewegung.

China ist ein „Muss“

Die Mehrheit der Analysten ist jedoch

davon überzeugt, dass die chinesischen

Aktienmärkte in absehbarer Zeit

wieder in einen Aufwärtstrend übergehen

werden. So rechnen zum Beispiel

die Experten von Credit Suisse mit

einer „sanften Landung“ der chinesischen

Wirtschaft. Die Gefahr einer konjunkturellen

Überhitzung erscheint den

Experten begrenzt. Das Credo: Langfristig

orientierte Schwellenmarkt-Anleger

kommen an China nicht vorbei.

Südkorea im Aufwind

Aber auch andere Aktienmärkte in

Fernost bieten derzeit reizvolle Chancen.

Südkorea zum Beispiel: Das südostasiatische

Land hat im März seine

Exporte um mehr als 35 Prozent gesteigert.

Und während europäische Länder

wie Griechenland einer Herabstufung

ihres Kreditratings zusehen mussten,

hat Moodys vor kurzem Südkoreas

Bonität erstmals seit der Asienkrise

1997/98 wieder auf „A1“ angehoben.

Einer Schätzung der südkoreanischen

Zentralbank zufolge wird die Wirtschaft

des Landes in diesem Jahr um mehr

als fünf Prozent wachsen.

Daumen hoch für Seoul

Obwohl man sich auch in Südkorea um

eine Aufwertung der heimischen Währung

(Won) sorgt, halten die Analysten

von UBS Securities die Börse Seoul

für weiterhin unterbewertet. Sie heben

insbesondere die Konkurrenzfähigkeit

hiesiger Unternehmen im weltweiten

Wettbewerb positiv hervor. Die UBS-

Strategen erwarten, dass der koreanische

Leitindex KOSPI 200 in den

nächsten zwölf Monaten bis auf 2000

Punkte zulegen könnte. Aktuell notiert

der Index rund 13 Prozent darunter.

6 Mai 2010

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