PB 1: Heike Fritzsche, ADB Sachsen, stellt das Modellprojekt „Fair in ...

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PB 1: Heike Fritzsche, ADB Sachsen, stellt das Modellprojekt „Fair in ...

PB 1: Heike Fritzsche, ADB Sachsen,

stellt das Modellprojekt „Fair in der Kita“ vor

Im Praxisbeispiel 1 stellen wir Ihnen die Fortbildung „Fair in der Kita –

Antidiskriminierungspädagogik für ErzieherInnen“ des Antidiskriminierungsbüros

Sachsen vor. Die Fortbildung sensibilisiert ErzieherInnen für Vorurteile und

Diskriminierung in Ihrem beruflichen Umfeld und gibt Ihnen Anregungen für antidiskriminierendes

Arbeiten in Ihrem pädagogischen Alltag.

Anhand einer Praxisübung werden wir gemeinsam diskutieren, wie Vorurteile und

Diskriminierungen zu Tage treten, in welchen Bereichen in der Kita

Benachteiligungen entstehen und wie man Ihnen wirksam entgegen treten kann.


PB 2: Cvetka Bovha (Berlin) stellt das Modellprojekt

„Starke Kinder machen Schule“ vor

Starke Kinder machen Schule – Schule macht Kinder stark…

Ein ehemaliges Modellprojekt von FiPP e.V. in Kooperation mit 4 Berliner

Grundschulen und deren Horten: Von September 2007 bis August 2010 wurde

das Projekt „Starke Kinder machen Schule“ im Rahmen des Bundesprogramms

VIELFALT TUT GUT! gefördert. Der Anti-Bias-Ansatz spielte eine wesentliche

Rolle bei der Projekt-Entwicklung und -Durchführung.

Hierzu gehörten regelmäßige Unterrichtseinheiten, Projekttage und -wochen zu

den Themen: Ich bin ich, Vielfalt und Verschiedenheit, Kinderrechte und

Mitbestimmung im Schulalltag, ebenso wie eine Fortbildungsreihe für die

begleitenden PädagogInnen, Entwicklung von Materialien, etc.

Während des Praxispools gibt es Raum für die Projektvorstellung, Chancen und

Herausforderungen im Projektverlauf und Raum für Rückfragen und Austausch.


PB 3: Melanie Pohner, DGB Thüringen, gibt Einblick in das

Bildungskonzept und Methodenset

„Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit“

Der Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit ist ein Methodenwerk, das

ReferentInnen Übungen, Hintergrundtexte und Aktivitäten an die Hand gibt, um

Nicht-Rassismus als Prinzip in allen Seminaren zu verankern. Im Praxispool

werden die Möglichkeiten des Einsatzes des Bausteins als Material für eigene

Seminare vorgestellt und beispielhaft eine Übung mit den TeilnehmerInnen

erprobt.


PB 4: Anke Zwink, Landesstelle für Chancengleichheit des Landes

Brandenburg,

berichtet über die Antidiskriminierungsarbeit

unter den spezifischen Bedingungen der Neuen Bundesländer

Die Situation der Neuen Bundesländer bezüglich Antidiskriminierungsarbeit ist u.a. dadurch gekennzeichnet,

dass sie Flächenländer sind und es keine langjährig aufgebauten Strukturen, aber somit auch keine

eingefahrenen Muster gibt, wie verschiedene Akteure in der Antidiskriminierungsarbeit zusammenwirken.

Am Beispiel der Strukturen in Brandenburg soll diskutiert werden:

- welche Aufgaben kann eine zentrale staatliche Einrichtung übernehmen, welche Aufgaben die

Kommunen und die Zivilgesellschaft?

- was hat das Thema mit Zukunftsperspektiven zu tun?

- gibt es einen gesetzlichen oder gesellschaftspolitischen Auftrag für diese Aufgaben?

- welche Bedeutung hat es, wenn potentielle Opfer von Diskriminierung als kleine Gruppe der

Bevölkerung gesehen werden?

- wie sind Schwerpunkte der Arbeit zu setzen, sowohl bezüglich der Inhalte (mehr Prävention oder mehr

Intervention/Beratung?) als auch der Ausrichtung (zielgruppenspezifisch oder horizontal/

merkmalsübergreifend?)

- wie können für die unterschiedlichen Arbeitsinhalte Qualitätsstandards aufgestellt werden?

- woher die Ressourcen nehmen?


PB 5: Wiebke Saalmann, Sächsisches Bildungsinstitut,

stellt die Ergebnisse des Bundesmodellprogramms FörMig (2005-2009)

in Sachsen vor und informiert über die aktuelle Phase des Transfers

der Projektergebnisse in die Praxis

Der Freistaat Sachsen hat zur Sicherung chancengerechter Bildung ein klar

strukturiertes Handlungskonzept für alle Schularten, die sächsische Konzeption

zur Integration von Migranten vom 01.08.2000, etabliert. Mit der Lehrplanreform

wurde die sprachliche Bildung als Aufgabe jedes Faches festgeschrieben. Zur

Unterstützung dieses Anspruches hat sich der Freistaat Sachsen von 2005 –

2009 am Modellprogramm „Förderung von Kindern und Jugendlichen mit

Migrationshintergrund - FÖRMIG“ mit dem Schwerpunkt „Sprachliche

Bildung“ beteiligt. Am 1. August 2009 startete in Sachsen ein darauf aufbauendes

Transferprogramm.Im Praxisbeispiel PB 5 werden wesentliche Ergebnisse der

Programmarbeit vorgestellt sowie Wege vom Programm zum Transfer und damit

ins Regelsystem beleuchtet.


PB 6: Olaf Stuve und Mart Busche, Dissens e.V. Berlin stellen

Strategien, Techniken und Methoden für die intersektional

erweiterte Soziale Arbeit vor

In diesem Praxisbeispiel werden:

- "Techniken" der intersektional erweiterten sozialen Arbeit anhand von

Beispielen aus EU-Projekten und Situationen aus der Jungenarbeit erläutert;

- reflexive Betrachtung eigener gesellschaftlicher Positionierung und deren

Bedeutung im pädagogischen Arbeitsprozess vorgenommen;

- produktives Umgehen mit Spannungsverhältnissen, die sich aus

unterschiedlichen sozialen Positionierungen entstehen, diskutiert;

- das Prinzip der privilegierten Verantwortungsübernahme angesprochen und

- eine Übung zur Selbstreflexion durchgeführt